Festschrift & Dorfchronik - 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln
Festschrift und Dorfchronik zum 125-jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft 1877 Usseln e.V.
Festschrift und Dorfchronik zum 125-jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft 1877 Usseln e.V.
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125
JAHRE
1877 2002
SCHÜTZENGESELLSCHAFT U SSELN E . V.
FESTSCHRIFT
UND DORFCHRONIK
Neue Fahne
der Schützengesellschaft von 1977
Alte Fahne der
Schützengesellschaft von 1952
125
JAHRE
1877 2002
SCHÜTZENGESELLSCHAFT U SSELN E . V.
FESTSCHRIFT
UND DORFCHRONIK
1977 - 2002
1
Impressum
Herausgeber:
Redaktion und Texte:
Titelbild:
Quellen:
Fotos:
Lektorat:
Gesamtherstellung:
Schützengesellschaft Usseln e.V.
Ludwig Behle, Joachim Born, Ralf Heine
Walter Wohlfeld
Waldeckische Landeszeitung
Stadtarchiv Korbach
Festschrift zum 100 jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft Usseln
Protokollbücher der Schützengesellschaft Usseln
Heimatmuseum Usseln
Schützenkönige 1977 - 2002
Bernd Saure
Ulrike Schiefner
Heimatmuseum Usseln
Kur- und Verkehrsverein Usseln e.V.
Privat
Harald Möllmer
Satz & Druck Kemmerling GmbH, Brilon
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
2
Zum Gedenken an die
verstorbenen und gefallenen Schützenbrüder
Ehrenmal am Loh
„Das schönste Denkmal,
das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen der Mitmenschen.“
Albert Schweitzer (1875-1965)
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Vorwort
Verehrte Leserin,
verehrter Leser,
zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte
gibt die Schützengesellschaft Usseln eine
Festschrift heraus.
Anlass zur Veröffentlichung der ersten Festschrift
im Jahr 1977 war das 100-jährige Vereinsjubiläum.
Die Autoren Friedrich Born
und Richard Wilke hielten in diesem Werk
Rückblick auf die Geschichte der Schützengesellschaft
und unseres Heimatortes.
In diesem Jahr begeht die Schützengesellschaft
Usseln ihr 125-jähriges Jubiläum –
Grund genug, wieder eine Festschrift zu
erstellen.
Besonders die letzten 25 Jahre der Schützengesellschaft
und des Ortes Usseln werden in v.l.: Joachim Born, Ludwig Behle, Ralf Heine
diesem Buch beschrieben. Weiterhin enthält
die Festschrift Berichte über das 100-jährige Jubiläum der Schützengesellschaft 1977 und die 650-Jahr
Feier Usselns im Jahr 1988. Informationen über Schnadezüge, Schützenhalle, Festmusik, Schausteller und
Sportschützen runden die Berichterstattung ab. Ein Abriss der Vereinsgeschichte bis 1977 und umfangreiche
Statistiken geben weitere Einblicke in das Vereinsleben. Viele schöne Fotos von gestern und heute
komplettieren das Werk.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, durch deren Hilfe die Erstellung dieser Festschrift möglich wurde,
sei es durch finanzielle oder sonstige Unterstützung sowie die Bereitstellung von Fotos und anderen Unterlagen.
Wir, die Autoren der Jubiläumsfestschrift, hoffen, dass Sie bei der Lektüre dieses Buches viel Freude
haben werden und die Erinnerung an viele schöne Ereignisse in den vergangenen Jahrzehnten geweckt
wird.
Herzlichst
Ludwig Behle Joachim Born Ralf Heine
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Grußwort des Vorsitzenden
Liebe Schützenbrüder, liebe Usselner,
verehrte Gäste!
Die Schützengesellschaft Usseln feiert vom 26. - 29. Juli 2002 ihr
125-jähriges Bestehen. Die erste Usselner Schützengesellschaft wird
aber bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1590 erwähnt. Die Vereinigung
bestand zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon sehr viel länger.
Wir blicken voll Dankbarkeit und Freude, aber auch mit Stolz auf die
125-jährige Geschichte unserer Schützengesellschaft zurück. Voll Dankbarkeit,
weil unsere Großväter und Väter uns mit der Gründung des
Kriegervereins am 02. September 1877 und der daraus entstandenen Schützengesellschaft ein kostbares
Erbe hinterlassen haben.
Mit Stolz, weil unsere Vorfahren den Verein durch die Stürme der vergangenen Zeit erfolgreich geführt
haben. Mit Freude, weil die heutige Generation, auch unsere Jugend, bereit ist, sich für die Schützengesellschaft
einzusetzen.
Stellen wir uns den Herausforderungen der heutigen Zeit und gehen wir gemeinsam den eingeschlagenen
Weg weiter und lassen wir uns von den Idealen des Schützenwesens leiten. Gehen wir mit Zuversicht in die
Zukunft und beherzigen wir den Leitspruch:
“Der Heimat die Liebe, die Treue dem Brauch.
So dachten die Alten, so denken wir auch."
Danken möchte ich meinen Vorgängern, Vorstandsmitgliedern und allen, die sich uneigennützig für die
Schützengesellschaft eingesetzt haben. Ein herzliches „Danke schön" den Verfassern dieser Festschrift:
Ludwig Behle jun., Joachim Born und Ralf Heine.
Ich wünsche allen Schützenbrüdern, allen Usselnern und unseren Gästen ein fröhliches und harmonisches
Jubiläumsschützenfest 2002. Möge die Schützengesellschaft Usseln auch in der Zukunft ein wichtiges und
festes Bindeglied unserer Dorfgemeinschaft sein.
Ihr 1. Vorsitzender
Willi Gerbracht
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Grußwort des Landkreises
Waldeck-Frankenberg
Der Sommer des Jahres 2002 wird im waldeckischen Upland von einem
herausragenden festlichen Ereignis bestimmt - der Traditionsverein
Schützengesellschaft Usseln feiert sein 125-jähriges Bestehen. Das
Jubiläumsschützenfest vom 26. - 29. Juli bietet den passenden Rahmen
für den 125. Geburtstag des Vereins, der als sportlicher und gesellschaftlicher
Kulturträger der Uplandgemeinde aus dem Gesamtgefüge
des Ortes nicht mehr wegzudenken ist. Es ist mir eine Ehre und Freude,
durch mein Grußwort in der vorliegenden Festschrift zur bleibenden
Erinnerung an das stolze Jubiläum der Schützengesellschaft beizutragen.
Die hohen Ideale des Schützentums, die sich auch und vor allem im Dienst für die örtliche Gemeinschaft
äußern, haben sich in den 125 Jahren des Bestehens der Jubiläumsvereinigung nicht verändert. Sie vermitteln
den Menschen in ihrem fortdauernden Bestand das Gefühl, dass es Werte gibt, die über dem Streben
nach Wohlstand und einem wachsenden Konsumverhalten liegen, Werte wie Bodenständigkeit, Unabhängigkeit
und Freiheitsliebe. Damit legt die Schützengesellschaft Usseln zugleich ein deutliches Bekenntnis
zu ihrer Heimatgemeinde ab, welches das Zusammengehörigkeitsgefühl, den Zusammenhalt der örtlichen
Gemeinschaft in hohem Maße fördert.
Seit weit mehr als einem Jahrhundert widmet sich der Verein nun schon der Pflege heimatlichen Brauchtums,
der Bewahrung alter Überlieferungen und sportlichen Fortsetzung eines Zusammenschlusses, der
einst zur Verteidigung von Leib und Leben, Hab und Gut auf die Beine gestellt wurde. War es damals die
Notwendigkeit, sich gegen die Überfälle auswärtiger Feinde oder räuberischer Territorialherren zur Wehr
zu setzen, so repräsentiert die Schützengesellschaft Usseln in ihrem 125. Jubiläumsjahr ein Stück lebendiger
Tradition und Geschichte. Sie macht in ihrer historischen Bedeutung einen Teil der Wurzeln demokratischer
Kultur aus. In den Schützenvereinigungen bestimmten erstmals in der Geschichte allein die individuellen
Fähigkeiten eines Menschen seinen Rang, Vorrechte von Geburt und Stand waren von untergeordneter
Bedeutung. Diese Tradition hält der Verein noch heute aufrecht.
Ich gratuliere der Schützengesellschaft 1877 Usseln e.V. im Namen der Kreisgremien, ihrer Verwaltung und
der Kreisbevölkerung auf das Herzlichste zu ihrem 125-jährigen Bestehen. Den Festveranstaltungen beim
Jubiläumsschützenfest wünsche ich einen guten Verlauf und hoffe, dass sich alle Festbesucher noch lange
voll Freude an die Feierlichkeiten im waldeckischen Upland erinnern werden. Mein Dank gilt den Mitgliedern,
Freunden und Förderern des ausrichtenden Vereins, die durch ihre umfangreichen Vorbereitungen,
durch ihren hohen persönlichen Einsatz dem Fest einen Erfolg garantieren. Dem Jubiläumsverein wünsche
ich eine gedeihliche Fortentwicklung, damit sich auch kommende Generationen am weithin bekannten
Usselner Schützenfest erfreuen können.
Helmut Eichenlaub - Landrat und Schirmherr -
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Grußwort der Gemeinde Willingen
(Upland)
Zum 125jährigen Jubiläum gratuliere ich der Schützengesellschaft Usseln im Namen der Gemeinde Willingen
(Upland) recht herzlich. Dieses ist Anlass, das traditionelle Usselner Schützenfest 2002 in einem
besonderen Rahmen zu begehen.
Die Schützengesellschaft Usseln nimmt einen bedeutenden und wichtigen Platz im örtlichen Vereinsleben
unserer Gemeinde und darüber hinaus ein. Selbstloser Einsatz, Kameradschaftspflege, Schützengeist und
Bereitschaft, ehrenamtlich für die Ideale des Vereins einzustehen, sind die besonderen Merkmale. Ein aufrichtiger
Dank gilt an dieser Stelle allen Mitgliedern und Förderern, die weit über ein Jahrhundert lang Traditionsbewußtsein,
Heimatverbundenheit und Zusammengehörigkeitsgefühl bewiesen haben. Zahllose
Ereignisse im sozialen Gefüge unseres Staates und der Gemeinde, aber auch und gerade in den Familien,
haben das Bild und die Wandlungen in der Schützengesellschaft Usseln geprägt. Hunger und Armut, Not
und Elend, aber auch Freude, Kameradschaftsgeist und Hilfsbereitschaft spiegeln sich in der langen
Geschichte wider.
Die Jubiläumstage bieten Anlaß und Gelegenheit Rückschau zu halten, mit Gästen und Freunden zu feiern
und neue Impulse zu setzen, um die Zukunft erfolgreich zu meistern. Möge der Schützengesellschaft
Usseln eine glückliche und gedeihliche Entwicklung in Frieden und Freiheit beschieden sein.
Willingen (Upland), im März 2002
Hubert Bechstein
(Bürgermeister)
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Grußwort des Orstvorstehers
Im Namen des Ortsbeirates Usseln gratuliere ich der Schützengesellschaft zum 125-jährigen Bestehen ganz
herzlich.
Nach dem großartigen Jubiläum vor 25 Jahren steht nun im Jahr 2002 erneut die Schützengesellschaft im
Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft. Mit Veranstaltungen, verteilt über das ganze Jahr, wird man den besonderen
Geburtstag würdig begehen. Der älteste Verein Usselns hat schon seit der Gründung im Jahre 1877
eine wichtige, verantwortungsvolle Aufgabe im kulturellen und gesellschaftlichen Leben unseres Heimatdorfes
übernommen. Das alljährliche Schützenfest ist über das Upland hinaus bekannt und beliebt. Besonderes
Augenmerk wird auf die musikalische Ausgestaltung gelegt. So wurden neben hervorragenden deutschen
Blaskapellen auch schon österreichische und niederländische Orchester verpflichtet. In der
Schützenhalle feiern alle Usselner Vereine ihre größeren Feste. Auch wenn die Gemeinde Willingen
(Upland) inzwischen Eigentümerin ist, wird diese Halle von der Schützengesellschaft wie ihr Eigentum
sehr gut verwaltet.
Ich hoffe und wünsche, dass sich immer wieder verantwortungsvolle Mitglieder finden, die im Sinne der
Gründer dem Verein den Fortbestand sichern. Allen Schützenbrüdern aus nah und fern, allen ehemaligen
Usselnern und allen Feriengästen wünsche ich unvergessliche Festtage in unserm Ort. Die Gastfreundschaft
der Usselner Bürgerinnen und Bürger ist Ihnen gewiss. Ich freue mich auf viele freundschaftliche
Begegnungen.
Lothar Kesper
Ortsvorsteher
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Grußwort der Kirchengemeinden
Sturmius und Kilian grüßen die Schützengesellschaft Usseln zum 125-jährigen Jubiläum
Wir, die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Usseln, freuen uns, dass es euch
gelungen ist, über einen so langen Zeitraum Traditionen zu pflegen und lebendig zu erhalten.
Die Menschen aller Zeiten brauchen Heimat. Heimat besteht vor allem in Menschen, Namen, Orten,
Geschichten, Überlieferungen und Anekdoten. Gemeinsames Erleben verbindet und stärkt.
Aus diesem Geist heraus ist die Schützengesellschaft 1877 gegründet worden und hat immer wieder die
Kraft gefunden, die Tradition lebendig zu erhalten und den Erfordernissen der Zeitläufe zum Wohl des
Ortes anzupassen.
Die tiefste Wurzel unserer Traditionen ist der christliche Glaube, den der Heilige Kilian vor 1200 Jahren
unseren Vorfahren verkündet hat und den der Heilige Sturmius damals durch die Taufe der ersten Upländer
Christen am Christenbörnchen in Usseln befestigt hat.
Für die Zukunft wünschen wir der Schützengesellschaft weiterhin den Mut zur Verlebendigung der Traditionen
aus ihren christlichen Wurzeln heraus und Gottes reichen Segen.
Pastor Bernhard Lerch, katholische Sturmius-Gemeinde Usseln
Pfarrerin Gisela Grundmann, evangelische Kirchengemeinde Usseln
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Festfolge Jubiläums-Schützenfest
Freitag, 26. Juli
20 Uhr Festakt in der Schützenhalle, Proklamation von Schützenkaiser und Burschenkönig.
Musikalische Gestaltung durch Musikverein Rhena und MGV „Eintracht 1883“ Usseln
Sonnabend, 27. Juli
15 Uhr Ständchenspielen der Festkapelle beim 1. Vorsitzenden und dem Schützenkönig
18 Uhr Antreten der Schützen, anschließend Festgottesdienst in der Kilianskirche und
Gefallenenehrung am Ehrenmal
20 Uhr Großes Festkonzert mit der Festkapelle „In Treue fest“ Immendorf
22 Uhr Show und Stimmung mit den „Vlierländer-Muzikanten“ aus Holland
Sonntag, 28. Juli
10 Uhr Frühkonzert mit der Festkapelle „In Treue fest“ Immendorf
13:30 Uhr Großer Festzug
mit dem Königspaar, dem Hofstaat und dem Kinderkönigspaar in festlich geschmückten
Kutschen, Musikkapellen aus Immendorf, Rhena, Korbach, Düdinghausen, Willingen,
Sachsenhausen, Mühlhausen/Thü. und den „Vlierländer Muzikanten“, befreundeten
Schützenvereinen und historischen Motivgruppen. Anschließend Parade vor der
Ehrentribüne und Einmarsch in die Schützenhalle
15 Uhr Stimmung und Unterhaltung, Königs- und Kindertanz mit allen am Festzug
beteiligten Musikern in und vor der Schützenhalle
20 Uhr Großer Schützenball mit der Tanz- und Showband „Harlekin“
Montag, 29. Juli
10 Uhr Frühschoppen im „Goldenen-Ast“
10:30 Uhr Königsschießen an der Lohwaldschanze mit anschließender Königsproklamation
in der Schützenhalle
15:30 Uhr Großer Festzug mit Präsentation des neuen Königspaares.
Anschließend Stimmung und Unterhaltung mit Kindertanz in der Schützenhalle.
20 Uhr Großer Königsball mit der Big-Band „Gut-So!“ aus Siegburg
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Festfolge im Jubiläumsjahr 2002
Sonnabend, 6. April
Seniorennachmittag in der Schützenhalle
mit Kaffee und Kuchen, Diavortrag
und Musik
Sonnabend, 25. Mai
Treffen der ehemaligen Königinnen
mit einem Ausflug zum Edersee
Sonntag, 26. Mai
35. Schnadezug vom Knoll bis
zur Düdinghäuser Straße
„In Treue fest“ Immendorf
Sonnabend, 15. Juni
4. Kaiserschießen an der Lohwaldschanze
mit dem Musikverein Düdinghausen
Sonnabend, 22. Juni
Generalversammlung mit Präsentation
der Jubiläumsfestschrift
Sonntag, 23. Juni
Kinder- und Burschenkönigsschießen
an der Lohwaldschanze mit der
Schützenblaskapelle Willingen
Freitag, 26. Juli
Festakt zum 125-jährigen Jubiläum
Sonnabend, 27. Juli -
Montag, 29. Juli
Jubiläums-Schützenfest
Montag, 2. September
Feier anlässlich des 125. Gründungstages
in der „Hölle“
Freitag, 1. November
Treffen der ehemaligen Könige
in der „Hölle“
Big-Band “Gut-So!”
Sonnabend, 23. November
Jahreshauptversammlung
Dienstag, 31. Dezember
Silvesterball in der Schützenhalle
mit der Tanzkapelle „Saitensprung“
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Die Schützengesellschaft
im Jahr 2001
Historie
Die mittelalterliche Usselner Schützengesellschaft
Eine Urkunde aus dem Jahr 1590 ist der früheste
Beweis für das Bestehen einer mittelalterlichen
Schützengesellschaft in Usseln. Das Schriftstück
ist aufgrund einer Gerichtsverhandlung in Korbach
entstanden, die von Tias Wilken gegen „die von
Usseln“ angestrengt wurde. Tias Wilken sieht sich
in seiner Ehre geschmäht, weil er von der Usselner
Dorfschaft nicht zum Schießen eingeladen wurde.
In der Urkunde heißt es in diesem Zusammenhang:
„Es sei Brauch, jährlich zu Usseln ein gemein
Schießen zu halten, daß dazu alle Nachbarn gefordert
werden.“ Die Usselner rechtfertigen sich
damit, dass der Kläger gewöhnlich beim Trunk
Unlust durch sein Schelten anrichte. Deshalb hatte
man Bedenken, ihn einzuladen. Bereits 1525 hatte
der Waldecker Graf eine Landordnung erlassen, in
der es hieß: „Es soll jeder manniglich gehalten sein,
mit seiner gesetzten Wehr, Rüstung, Pulver und Lot
sich in guter Bereitschaft zu halten. Ein jeder
Schütze soll ein Pfund Pulver und 20 Kugeln ständig
besitzen.“ Zunächst dient das Schützenwesen in
erster Linie dem Schutz der dörflichen Ansiedlungen.
Bald jedoch entwickeln sich die durchgeführten
Freischießen über den ursprünglichen sportlichen
Wettkampf hinaus zu gesellschaftlichen
Anlässen, an denen weite Teile der Bevölkerung
teilnehmen. Aus der Urkunde von 1590 geht klar
hervor, dass die Usselner die Schützengesellschaft
als eine freiwillige Einrichtung betrachten und die
obrigkeitlichen Vorgaben in den Hintergrund getreten
sind. Aus dem Jahr 1603 ist ein Brief erhalten,
in dem der Usselner Pastor Conradt Engelhardt
über einen Streit beim „Schießen auf das Kleinod“
1602 berichtet. Dort heißt es unter anderem: „Es
hat sich im verlaufenen Sommer zugetragen, daß
meine Pfarrkinder, nach alter Gewohnheit, ums
Kleinod geschossen haben und ein Fuder Bier zum
Besten gehabt haben.“ Sehr wahrscheinlich ist das
Festzug mit Reitern (Karl-Fr. Wilke und Ludwig Bender) im Kattwinkel
Usselner Schützenwesen im dreißigjährigen Krieg
zum Erliegen gekommen.
Der Ort hat unter den Kriegseinwirkungen in
außerordentlichem Maße gelitten, große Teile der
Bevölkerung sind zu Tode gekommen. Die Not war
wohl so groß, dass an Feste nicht mehr zu denken
war.
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Historie
Die Schützengesellschaft Usseln von 1877 bis 1977
In der Folge des gewonnenen Krieges gegen Frankreich
in den Jahren 1870/1871 werden in ganz
Deutschland sogenannte Kriegervereine gegründet.
Patriotismus und Vaterlandsliebe, Kaiser- und Fürstenverehrung
finden in diesen meist ländlichen
Vereinen ihren Ausdruck. Auch in Usseln gründen
sieben Männer einen Kriegerverein. Dies geschieht
am 2. September 1877, dem Jahrestag der Schlacht
bei Sedan. Sogleich werden als Ehrenmitglieder
weitere 12 Usselner aufgenommen, sicherlich ehemalige
Soldaten. Als Leitsatz wählen die Gründer
die preußische Parole: “Mit Gott für König und
Vaterland, mit Gott für Kaiser und Reich”.
Schon im Folgejahr 1878 findet das erste Kriegerfest
in Usseln statt. Lt. Protokollbuch werden dafür
“7 musikalische Personen aus Worra” verpflichtet.
Weitere Informationen fehlen, erst über das Kriegerfest
1879 erscheint ein Bericht im “Waldeckischen
Anzeiger”. Trotz zweifelhafter Witterung ist
das Fest wohl ein voller Erfolg. Der Artikel spricht
von militärischer Pünktlichkeit und Ordnung und
endet mit einer Festbeschreibung in Versform:
“...immer noch etwas ländlich
doch Wein und Bier nicht säuerlich
der Braten auch schön käuerlich,
und das Beste,
die Rechnung gar nicht theuerlich”
Prächtige Festzugskutsche vor dem Haus Hellwig im Kattwinkel
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Historie
Die Kriegerfeste 1878 und 1879 werden in den
Räumen der Gastwirtschaft Figge (Riepen) veranstaltet.
Schon zum Fest 1880 steht ein Zelt auf
“Riepen Wiese”, dort wo sich heute die Kuranlagen
an der Mittelstraße befinden. Ein Jahr später kann
das Usselner Kriegerfest bereits in zwei Zelten
gefeiert werden. Ein “Drinke-“ und ein “Danzezelt”
ein kleiner Vergnügungspark mit “Caroussel” und
“Seil- und Feuerkünstlern” garantieren frohe Stimmung,
so dass viele Usselner spontan noch einen
dritten Festtag hinzufügen.
Bald veranstaltet man das Kriegerfest mit dem traditionellen
“Kram- und Viehmarkt” zusammen.
Für die Mitglieder bedeutet die Vorbereitung viel
Vogelschießen 1938 auf dem Sportplatz. Im Hintergrund Festplatz mit Kettenflieger, Schützenhalle und
Spritzenhaus
geben mehr Platz zum Feiern als die beengten
Räume der Gastwirtschaft.
Im Jahr 1882 muss das Kriegerfest erstmalig abgesagt
werden. Ein schwerer Hagelschlag hat auf den
Feldern so großen Schaden angerichtet, dass zum
Feiern aufgrund der wirtschaftlichen Not kein
Anlass besteht. Der erste große Höhepunkt in der
Geschichte des Kriegervereins ist die Weihe der
Vereinsfahne anlässlich des Kriegerfestes am 12.
und 13. August 1888. Festredner Lehrer Euler erinnert
in seiner Festansprache an die großen Ereignisse
der Jahre 1870/1871 und geht auch auf die vor
kurzem verstorbenen Deutschen Kaiser Wilhelm I.
und Friedrich III. ein. Nach einem Hoch auf Kaiser
und Fürst, dem gemeinsam gesungenen Lied “Heil
Dir im Siegerkranz” und einem Vortrag des
Gesangvereins Usseln bewegt sich ein großer Festzug
durch die Dorfstraßen. Tanz im Festzelt und
Arbeit. Besonders der Aufbau der beiden Zelte
nimmt einige Zeit in Anspruch. Allerdings gibt es
auch Jahre, in denen kein Fest durchgeführt wird.
Weitere Vereinsveranstaltungen sind die Sedansfeier,
Kaisers Geburtstag und die Mitgliederversammlungen,
die wegen des Kassierens der Beiträge zeitweise
sogar monatlich durchgeführt werden. Auch
auswärtige Kriegerfeste, so zum Beispiel im Nachbarort
Willingen, werden besucht. Ab 1897 feiert
man das Kriegerfest einige Jahre im Garten des
Landwirts Ludwig Bender-Klenken, wo beide Zelte
aufgestellt werden können. Hier geht es wohl ganz
besonders hoch her, denn noch hundert Jahre später
hört man in Usseln den Ausspruch: “Et was en
Ungelücke up Klenken Schköüre”.
Um die Jahrhundertwende ist der Verein im Dorf
fest etabliert, das Kriegerfest in Verbindung mit
dem Markt das Hauptereignis im Jahresablauf.
Besonders die Kinder fiebern dem Fest schon
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
16
Historie
wochenlang entgegen. Preiselbeeren und Kronoggen
(Heidelbeeren) werden eifrig gesammelt und
verkauft, um einige Pfennige für die Festtage sparen
zu können.
Festzugskutsche 1948 vor der Bäckerei Schumann.
In der Kutsche: Waltraud und Fritz Stöcker;
Minna und Karl Koch.
treffen Todesmeldungen ein,auch viele Vereinsmitglieder
werden zu Opfern des grausamen Krieges.
Ganz groß gefeiert wird das 25-jährige Jubiläum
am 29. und 30. Juni 1902. Fackelzug, Gottesdienst,
der Festzug mit 5 auswärtigen Vereinen und ein
großes Feuerwerk sind die Programmpunkte dieses
Jubiläumsfestes. Das Wetter ist schön aber sehr
heiß. Für die Musik ist eine Kapelle aus Wethen
verpflichtet worden. Viele patriotische Reden
bestimmen den Ablauf des Festaktes. Das große
Jubiläumsfest wird noch einmal auf “Riepen
Wiese” durchgeführt. Ab 1903 stehen die Zelte
zum Kriegerfest auf der Gemeindebleiche (dem
heutigen Standort der Schützenhalle). Bereits 1910
kauft der Kriegerverein an dieser Stelle 8 Ar Land
von der Gemeinde. Man diskutiert bereits darüber,
hier eine feststehende Halle zu errichten. Für rd.
8.500 Mark kann schließlich 1914 unter der Bauleitung
von Architekt Schleicher aus Korbach die
“Kriegerhalle” errichtet werden. Fast in voller
Höhe der Baukosten nimmt der Verein Kredite auf,
für die damalige Zeit ein großes Wagnis.
Als am 19. Oktober 1913 mit einem Gedenktag,
eingeleitet durch ein Freudenfeuer auf dem Osterkopf,
der vor 100 Jahren stattgefundenen Völkerschlacht
bei Leipzig gedacht wird, ahnt noch niemand,
dass am Horizont ein neuer großer Krieg
droht, der auch für Usseln einschneidende Veränderungen
mit sich bringen wird. Nach dem Beginn
des ersten Weltkrieges müssen immer mehr Usselner
Männer den Ort verlassen, um an den Fronten
im Osten und Westen zu kämpfen. Nach und nach
Schützenfest 1952 Ludwig Bender-Klenken als
Meldereiter, in der Mitte: Hans Figge-Figgen,
rechts der Schwiegervater des Apothekers Schöne,
Herr Bellwinkel.
Nachdem das Vereinsleben im Krieg weitgehend
zum Erliegen gekommen war, gibt sich der Verein
am 11. Mai 1919 den Namen “Schützenverein
Usseln”. Nach Krieg ist nun wohl keinem mehr
zumute. Ziele des Vereins sind in erster Linie die
Förderung des Gemeinschaftssinnes und der
Geselligkeit, auch die vaterländische Gesinnung
soll gepflegt werden. Eine Satzungsänderung gibt
dem geänderten Vereinszweck Ausdruck. Bereits
im August 1919 findet das erste Schützenfest in
Usseln statt. Beim Vogelschießen mit der Armbrust
erlangt Fritz Emde –Fiesen- den Königstitel. Er
macht Adelheid Mitze zur ersten Usselner Schützenkönigin.
Auch einen Hofstaat gibt es schon. Die
Damen tragen sogar lange Festkleider, die nach
dem Festzug über die unbefestigten Dorfstraßen
allerdings in der Diemel “untenherum” ausgewaschen
werden müssen. Dieses Schützenfest ist das
erste, das in der noch vor dem Krieg fertiggestellten
Usselner Schützenhalle, im Volksmund weiterhin
Zelt genannt, stattfindet. Zum Schützenfest 1920
wird erstmals mit dem Gewehr auf den Vogel
geschossen. Auch findet am 2. Festtag wieder der
traditionelle Kram- und Viehmarkt statt. Ab 1920
ist in der Schützenhalle das “Vereinszimmer” an
jedem Sonntag von 15.00 Uhr bis zur Polizeistunde
geöffnet. Der Vereinswirt betreibt es als Lokal für
die Schützenbrüder, die hier ihr sonntägliches Bier
trinken. Auch wird in diesem Jahr die erste Kegelbahn
in der Schützenhalle erbaut, die man
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
17
Historie
allerdings bereits 1924 in den Keller des Gebäudes
verlegt.
Im Inflationsjahr 1923 wird das von der Gemeinde
errichtete Ehrenmal am Loh für die Gefallenen des
Weltkrieges eingeweiht. Der vom Schützenverein
niedergelegte Kranz kostet 500 Millionen Mark.
1926 veranstaltet man am Vorabend des Schützenfestes
erstmals einen Fackelzug zum Ehrenmal, wo
der Gefallenen gedacht wird. Das 50. Jubiläum der
Vereinsgründung im Jahr 1927 wird nicht in besonderem
Rahmen gefeiert. Der erste Kommersabend,
zu dem aber nur männliche Personen Zutritt haben,
findet 1928 statt. Damit ist nun auch der Sonnabend
mit in das Fest einbezogen. Anfang der 30er
Jahre gibt es in Usseln einen Musikverein, der auch
zum Schützenfest aufspielt. 1932 entscheidet sich
die Generalversammlung jedoch für die Verpflichtung
der Musikkapelle Bauer aus Kassel.
Anzahl von Usselnern fällt an allen Fronten, gilt als
vermisst oder stirbt in Gefangenschaft. Mit dem
Einzug der amerikanischen Streitkräfte am 29.
März 1945 endet für Usseln die schreckliche Zeit
des Nationalsozialismus.
Im Januar 1947 wird als Nachfolger des Schützenvereins
der Bürgerverein gegründet. Der alte Name
hat wohl einen für die Nachkriegszeit zu militärischen
Klang, jedoch wird von den Usselnern weiterhin
der Begriff “Schützenverein” benutzt. Beim
ersten Bürgerfest 1947 darf nach dem Besatzungsrecht
nicht geschossen werden. Ein sogenannter
Ehrenpräsident wird durch Keulenwürfe auf den
Holzvogel ermittelt. Dr. Helmut Mitze erweist sich
als der treffsicherste Werfer und ist damit der erste
Usselner Ehrenpräsident. Zu dieser Zeit befindet
sich die Schützenhalle nicht im Eigentum des Vereins,
sie war nach Ende des Krieges beschlagnahmt
Vogelschießen beim Schützenfest 1950; vorn: der neue König Erich Saure-Dengels und der “alte” König
Helmut Ferron
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
1933 wird statt des Vorsitzenden ein Vereinsführer
gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder
von der NSDAP bestimmt. Die Partei übt
großen Einfluss auf das Vereinsleben aus, auch auf
die Nutzung der Schützenhalle hat der Vorstand nur
noch wenig Einfluss. Bis 1939 finden regelmäßig
Schützenfeste statt. Danach bringt der zweite Weltkrieg
viel Leid und Elend über unser Dorf. Anfangs
noch begeistert ziehen die Männer in den Krieg,
das Vereinsleben kommt zum Erliegen. Eine große
worden. 1950 gelingt es dem Schützenverein, das
Gebäude für fast 10.000 DM vom Land Hessen
wieder zurückzukaufen.
Zum Schützenfest 1950 darf dann wieder auf den
Vogel geschossen werden, wobei das Schießen auf
dem Sportplatz in Richtung Lohwald durchgeführt
wird. Auch das 75. Jubiläum des Schützenvereins
im Jahr 1952 feiert man nur im Rahmen der üblichen
Schützenfesttage. Ein Höhepunkt ist allerdings
die Weihe der neu angeschafften Vereinsfahne,
die ihre im 2. Weltkrieg verloren gegangene
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Historie
Festzug um 1930 beim Einbiegen in die heutige Sportstraße, im Hintergrund das Haus Vogel-Klorens, das
heutige Heimatmuseum
Vorgängerin ersetzen soll. Ein Kuriosum geschieht
beim Vogelschießen 1953: Karl Heinz Mohr gelingt
es als amtierender Schützenkönig mit den üblichen
drei Ehrenschüssen zu Beginn des Wettbewerbs,
den Holzvogel erneut zu Boden zu bringen.
Obwohl Karl-Heinz Mohr auch im zweiten Jahr seiner
Regentschaft ein guter Usselner Schützenkönig
ist, beschließt man, den Vogel in so einem Fall
zukünftig wieder aufzustellen. Mitte der 50er Jahre
lösen die Schützenhüte die Schirmmützen, die bisher
getragen wurden, ab. Der Kommersabend, bisher
eine reine Männerveranstaltung, wird nun
öffentlich als Festkonzert durchgeführt. Auch auswärtige
Schützenvereine nehmen am sonntäglichen
Festzug teil, das war in den ersten Jahren der Nachkriegszeit
nicht der Fall gewesen.1962 kann eine
neue vollautomatische Kegelbahn in der “Hölle”
eingeweiht werden. In dieser Zeit gibt es große
Schwierigkeiten, Gespanne und Kutschen in genügender
Anzahl zur Durchführung des Festzuges zu
bekommen. Aufgrund der Motorisierung der Landwirtschaft
sind Pferde im eigenen Dorf rar geworden.
Ab 1964 bereichert eine Gewehrgruppe aus
Reihen des Vereins für einige Jahre den Festzug.
Anfang der 70er Jahre wird eine einheitliche Kleidung
für alle Schützenbrüder eingeführt. Mit der
neuen grünen Uniform und dem dazu passenden
Hut machen die Usselner Schützen auf dem Fest
und besonders bei den Festzügen eine gute Figur.
Die für die umfangreiche Renovierung im Jahr
1972 anfallenden Kosten trägt zur Hälfte die
damals noch selbstständige Gemeinde Usseln. Die
1973 errichtete Liegehalle kann künftig beim
Schützenfest mit genutzt werden.
Im Jahre 1973 verabschiedet die Generalversammlung
eine neue Satzung. Gleichzeitig ändert man
den Namen des Vereins in “Schützengesellschaft
Usseln e.V.”, um an die mittelalterliche Schützentradition
in Usseln anzuknüpfen. Ziele der Schützengesellschaft
sind nach der neuen Satzung die
Förderung der Dorfgemeinschaft, die Pflege des
heimischen Brauchtums, die Erhaltung der Liebe
zur Heimat und nicht zuletzt die jährliche Durchführung
eines Schützenfestes als Usselner Heimatfest.1974
bildet sich unter dem Dach der Schützengesellschaft
eine Luftgewehr-Schießgruppe, die
seitdem mit mehreren Mannschaften an
Schießwettkämpfen teilnimmt.
Mit den Jubiläumsfeiern und der Festwoche im
Jahr 1977 werden die ersten 100 Jahre der
Geschichte der Schützengesellschaft Usseln glanzund
würdevoll abgeschlossen.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
19
Kleinodien
Alte Königskette
neue Königskette
Tanzkette des Schützenkönigs
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
20
Kleinodien
Königinnenkronen
Kinderkönigskette
Burschenkönigskette
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
21
Schützenjahr 1976/1977
Statistik
v.l.n.r.: Luise und Dieter Düdder, Christel und Horst Eppendorf, Ulrike und Alfred Schäfer, Waltraud und
Karl Bornemann, Grete und Hans-Otto Jäger, Helga und Emil Saure, Ilse und Jörg Schulte, Anni und Herbert
Könne, Gertrud und Richard Wilke, Luise und Willi Emde, Gisela und Karl Figge, Waltraud und Fritz
Stöcker, Margot und Helmut Scharf
Königspaar:
Jörg & Ilse Schulte
Vogelschießen am: 26.07.1976 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Georg Etween
Reichsapfel: Jürgen Bethge
Zepter: -
Auf den Vogel werden 600 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 2 Std.
Kaiserschießen am 24.7.1977 Kaiser: Dr. Helmut Mitze
Schützenfest 1977 von Freitag, 29.07.1977 bis Montag, 01.08.1977
Festkapelle:
Reblandmusikanten Altschweier
Tanzmusik:
„Schwarz-Weiß“ Baden-Baden
Musikkapellen im Festzug: Altschweier, Rhena, Spielmannszug Brilon,
Spielmannszug Bad Salzuflen
Schnadezug: 15.05.1977
Streckenführung:
Vom Diemeltal bis zum Osterkopf
Schlussfeier:
Auf dem Osterkopf
22
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
100-jähriges Jubiläum der
Schützengesellschaft Usseln im Jahr 1977
Bereits 1975 beginnen die Planungen für das 100-
jährige Jubiläum, das in einem großen Rahmen
gefeiert werden soll. Die Mitglieder des Festausschusses
Willi Göbel, Willi Völker, Richard Wilke,
Herbert Koch, Friedrich Born, Karl-Friedrich
Wilke und Rudi Schober treffen sich in regelmäßigen
Abständen, um über Art und Gestaltung der
Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und die Erstellung
einer Festschrift zu sprechen. Als Auftakt für
die kommenden Feiern findet bereits im November
1975 ein großer Königsball in der Schützenhalle
statt, der vom amtierenden König Horst Müller und
seiner Frau Gisela initiiert wurde. 30 ehemalige
Usselner Schützenkönige mit ihren Ehefrauen sind
dem Ruf des derzeitigen Amtsinhabers gefolgt und
feiern zusammen mit dem Vorstand der Schützengesellschaft
ein gelungenes Fest bis in die frühen
Morgenstunden. Für die passende Musik sorgen die
Kapelle Lars Nelson und die Sunny Boys.
Auf der 100. Generalversammlung der Schützengesellschaft
am 5.12.1975 berichtet der 1. Vorsitzende
Christian Biederbick-Gotten über die bisherigen
Planungen zur Durchführung einer Festwoche zum
100-jährigen Jubiläumsfest. Die Vorbereitungen
laufen im Folgejahr 1976 unter der Leitung des
neuen Vorsitzenden Dieter Bornemann weiter auf
Hochtouren: Kapellen werden verpflichtet, Reparaturen
an der Schützenhalle durchgeführt, die
Abläufe der einzelnen Veranstaltungen im Detail
geregelt. Schließlich wird für das Jubiläumsjahr
folgendes Programm festgelegt:
20. März Seniorennachmittag in der
Schützenhalle
15. Mai Schnadezug
23. Juli Festakt im Rahmen eines Dorfabends
24. Juli Festgottesdienst und Kaiserschießen
29. Juli Bunter Abend mit Stargast Franzl Lang
Großes Feuerwerk
30. Juli Festkommers mit Walter Scholz
und den Original Reblandmusikanten
31. Juli Frühkonzert, Festzug und Festball
1. August Königschießen, Festzug
und Abschlußball
Das Jubiläumsjahr
Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr ist ein Seniorennachmittag
in der Schützenhalle. Alle Usselner
Bürger über 60 Jahre sind eingeladen, einen gemütlichen
Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in der
Schützenhalle zu verbringen. Eine große Anzahl
älterer Menschen folgt der Einladung, so dass die
Halle gut besetzt ist. Für das leibliche Wohl sorgen
die Ehefrauen der Vorstands- und Festausschussmitglieder.
Ein Diavortrag und ein Farbfilm
über vergangene Schützenfeste unterhalten die
Gäste. Viel Applaus bekommt ein in Usselner Platt
aufgeführter Sketch. Mitwirkende sind Gisela
Beier, Minna Koch und Herbert Born. Der Ehrenvorsitzende
der Schützengesellschaft, Erich Saure,
bedankt sich im Namen der Anwesenden für den
gelungenen Nachmittag.
Am 15. Mai erfolgt der Schnadezug. Bei gutem
Wetter und starker Beteiligung geht die Marschroute
vom Diemeltal im steilen Anstieg hoch zur
Seere, unterbrochen durch eine Rast mit kräftiger
Stärkung auf dem “Schwarzen Weg”. Endstation ist
schließlich der Osterkopf. Der erste Vorsitzende der
Schützengesellschaft, Dieter Bornemann, enthüllt
hier einen Gedenkstein, der an das 100-jährige Vereinsjubiläum
erinnert. Bornemann geht in seiner
Ansprache auf die Tradition der Schnadezüge ein
und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass alle Grenzen
des geteilten Deutschlands Grenzen des Friedens
sein mögen. Anschließend gratuliert Bürgermeister
Günther Rehbein den Usselner Schützen zum 100-
jährigen Jubiläum. Danach feiert man am Gedenkstein
unter freiem Himmel noch einige Stunden in
froher Runde.
Die Jubiläumsfestschrift ist zwei Monate vor dem
Schützenfest fertiggestellt. Friedrich Born und
Richard Wilke haben in mühevoller Arbeit nicht
nur eine Chronik der Schützengesellschaft, sondern
darüber hinaus auch eine Zusammenfassung der
Geschichte unseres Ortes geschaffen. Berichte über
weitere Themen und viele Abbildungen komplettieren
das 133-seitige Werk. Gedruckt wird die Festschrift
in einer Auflage von 1.500 Stück durch die
Druckerei Bing. Vorstand und Festausschuss der
Schützengesellschaft besichtigen anlässlich der
Übergabe die Buch- und Offsetdruckerei in Korbach.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
23
100-jähriges Jubiläum
Bei der Generalversammlung im Juli kann Dieter
Bornemann den versammelten Schützenbrüdern
berichten, dass die Vorbereitungen für das kommende
Jubiläumsschützenfest nahezu abgeschlossen
sind. Als Werbemaßnahme sollen zusätzlich zu
Plakaten und Zeitungsanzeigen Straßenbänder an
den Ortseingängen mit dem Hinweis auf die Festwoche
angebracht werden. Die zum Schützenfest
verpflichteten Reblandmusikanten mit Walter
Scholz werden am Schützenfestsonnabend vormittags
in Korbachs Fußgängerzone eine Kostprobe
ihres Könnens abgeben und am Nachmittag im
Willinger Kurgarten musikalisch auf das große
Jubiläumsfest im Nachbarort Usseln aufmerksam
machen. Die Schützenhalle erhält einen neuen
Außenanstrich, die “Hölle” wird provisorisch zu
einer Weinstube und Sektbar umgebaut. Viele
Arbeitseinsätze von Vorstand und Helfern werden
durchgeführt. Der Verkauf der Festschrift ist gut
angelaufen. Der Vorstand ruft Schützenbrüder und
Usselner Bevölkerung auf, für ein sauberes Ortsbild
zu sorgen und Häuser und Straßen mit Fahnen und
Girlanden zu schmücken.
Die Festwoche
Festakt am Sonnabend, dem 23. Juli 1977
Lautstarke Böllerschüsse verkünden um 18.30 Uhr:
Die große Festwoche beginnt. Natürlich wird auch
im Jubiläumsjahr der verstorbenen Schützenbrüder
gedacht. Die Gefallenenehrung am Ehrenmal steht
zu Beginn der kommenden Feierlichkeiten. Mit der
Ouvertüre aus “Der Freischütz” eröffnet der Musikverein
Rhena um 20.00 Uhr den Festakt in der bis
auf den letzten Platz besetzten Schützenhalle.
Neben Landrat Dr. Hermann Reccius, Bürgermeister
Günther Rehbein und Ortsvorsteher Otto Schober
sind viele weitere Ehrengäste zum Festauftakt
erschienen. Natürlich sind auch die Vorstände der
befreundeten Schützenvereine aus Bömighausen,
Schwalefeld, Titmaringhausen und Düdinghausen,
sowie der Kyffhäuser-Kameradschaften Willingen
und Neerdar der Usselner Einladung gefolgt.
Ehrenvorsitzender Erich Saure begrüßt alle Festbesucher
in einer kurzen Ansprache und schließt mit
einem dreifachen “Hoch” auf das amtierende
Königspaar Jörg und Ilse Schulte. Anschließend
geht der Vorsitzende Dieter Bornemann in seiner
Festansprache besonders auf die Geschichte der
heutigen Schützengesellschaft von der Gründung
als Kriegerverein im Jahre 1877 bis ins Jubiläumsjahr
ein. Weiterhin gibt er bekannt, dass die alte
Königskette in diesem Jahr zum letzten Mal getragen
wird. Umfang und Gewicht des Kleinods haben
die Anschaffung einer neuen Kette erforderlich
gemacht, die von den ehemaligen Königen gestiftet
wurde. Im Anschluß an die Festrede erfolgt die feierliche
Ehrung von Schützenbrüdern, die dem Verein
50 Jahre und länger die Treue gehalten haben.
Dafür werden mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet:
Ludwig Behle-Schniedes, Ludwig
Bender-Klenken, Christian Benecke, Christian Biederbick-Gotten,
Karl Emde-Fiesen, Karl Engelbracht-Dregges,
Karl Figge-Bunsen, Anton Jäkel,
Wilhelm Jäger-Schmitten, Hermann König, Wilhelm
Lange, Heinrich Saure-Wakenfeld, Karl
Saure-Dresel, Wilhelm Schäfer-Papenheim, Wilhelm
Stremmel und Ludwig Vogel-Kloren. Altbürgermeister
König bedankt sich im Namen der
Geehrten. Nächster Höhepunkt des Festaktes ist die
feierliche Weihe der neuen Fahne der Schützengesellschaft.
Karl Heinz Mohr spricht für die Usselner
Vereine und Clubs, die die Fahne gestiftet haben.
Sie zeigt auf einer Seite die Silhouette Usselns, auf
der anderen Stern und Farben Waldecks. Anschließend
äußert Landrat Dr. Reccius in seiner Rede
den Wunsch, dass sich zukünftig noch mehr
Jugendliche am Vereinsleben beteiligen mögen.
Grußworte von Bürgermeister Rehbein, dem
Schirmherren des Jubiläumsfestes, Ortsvorsteher
Otto Schober, den Pastoren Staks und Heinrichsrüscher
und der Vertreter von Vereinen und Verbänden
sowie den Vorsitzenden der Gastvereine beenden
den offiziellen Teil des Festaktes. Der Männergesangverein
unter Leitung von Helmut Kramer und
die Uplandmusikanten, geleitet von Ursel König,
umrahmen die Veranstaltung musikalisch. Im
Anschluß spielt der Musikverein Rhena Unterhaltungsmusik.
Festgottesdienst, Luftballonwettfliegen und Kaiserschießen
am Sonntag, dem 24. Juli 1977
Der Sonntagmorgen beginnt mit einem ökomenischen
Festgottesdienst in der Kilianskirche, gehalten
vom evangelischen Pfarrer Staks und dem
katholischen Pastor Heinrichsrüscher. Ursprünglich
sollte der Gottesdienst auf dem Sportplatz gefeiert
werden, davon sieht man jedoch aufgrund des
schlechten Wetters ab. Nach dem Kirchgang treffen
sich die Schützenbrüder zu einem Frühschoppen in
der Schützenhalle. Am frühen Nachmittag findet
ein Luftballonwettfliegen statt, zu dem sich mehrere
hundert Kinder auf dem Gelände am alten
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
24
100-jähriges Jubiläum
Schwimmbad oberhalb des Sportplatzes eingefunden
haben. So steigen die vielen bunten Ballons,
versehen mit den Adresskärtchen der Teilnehmer in
den leider recht trüben Himmel. Anschließend marschieren
die Schützen zum Kaiserschießen am
Schießplatz unterhalb der Lohwaldschanze. Eine
beachtliche Zahl von Zuschauern lässt sich nicht
vom Wetter beeindrucken und beobachtet nun den
Schießwettbewerb der ehemaligen Usselner Schützenkönige,
umrahmt von Musikstücken der wiederum
aufspielenden Rhenaer Musiker. Dreißig ehemalige
Könige kämpfen um die in Usseln erstmalig
zu vergebende Kaiserwürde. Zunächst erweist sich
der Vogel als sehr standhaft. Dr. Helmut Mitze, dem
Usselner Tierarzt, gelingt es schließlich, mit dem
insgesamt 292. Schuss den Vogel von der Stange zu
holen. Willi Schulze sen. hatte vorher den linken
Flügel abgeschossen. Dr. Mitze war nach dem
zweiten Weltkrieg der erste König des damaligen
Usselner Bürgervereins. Nach dem Besatzungsrecht
durfte damals nicht geschossen werden, der Vogel
wurde mit Keulen von der Stange geworfen. Nun
konnte der neue Schützenkaiser auch mit dem
Gewehr seine Treffsicherheit beweisen.
aufwarten. Fazit dieser nicht alltäglichen Veranstaltung:
Ein Riesenspaß für alle Beteiligten und eine
großzügige Spende an den Usselner Kindergarten.
Bunter Abend mit Stargast Franzl Lang
und großes Höhenfeuerwerk am Freitag, dem
29. Juli 1977
Um 18.30 Uhr öffnen die Kassen an den Eingängen
der Schützenhalle für das Konzert mit dem “Jodlerkönig”
Franzl Lang. Eine halbe Stunde später sind
die weit über 1.000 Sitzplätze in der Halle ausverkauft.
Während das Publikum ab 20.00 Uhr den
Klängen der Musiker aus Rhena lauscht, die das
Konzert programmgemäß eröffnet haben, warten
Vorstand und Festausschuss vor der Halle auf den
Stargast aus München, mit dessen Ankunft schon
vor Stunden gerechnet wurde.
Fußballspiel Kommunalpolitiker Usselns gegen
Vorstand und Festausschuss der Schützengesellschaft
am Dienstag, dem 26. Juli 1977
Dieser wohl nicht ganz ernst zu nehmende sportliche
Vergleich lockt sage und schreibe 1.000
Zuschauer am Abend eines Wochentages zum
Usselner Sportplatz. In der Mannschaft der Politiker
treten an: Bürgermeister Günther Rehbein,
Artur Schröter, Jörg Schulte, Friedrich Born, Karl
Bangert, Christian Mitze, Werner Figge, Horst
König sowie Willi Emde, Gottfried Beier und Helmut
Emde als Angestellte der Gemeinde. Die
Schützengesellschaft läßt Dieter Bornemann, Otto
Schober, Helfried Heine, Wilhelm Brüne, Hans
Asmuth, Ernst Meier, Karl-Friedrich Wilke, Willi
Schulze –Zaches-, Georg Tegge, Horst Müller,
Lothar Kesper, Willi Göbel, Rudolf Schober und
Richard Wilke zu dem Fußballspiel auflaufen.
Gisela Beier und Emil Weber übernehmen die
Betreuung der Spieler. Die Partie findet unter
bewährter Leitung von Schiedsrichter Gerd Meier
und dessen Tochter statt. Die Spielzeit ist auf drei
mal 20 Minuten festgelegt. Die zwei ausgedehnten
Pausen werden von den Spielern zur Ergänzung des
Flüssigkeitshaushaltes dringend benötigt, wobei die
Betreuer nicht immer mit alkoholfreien Getränken
Es wird halb neun, schließlich neun Uhr, die Verantwortlichen
sitzen wie auf heißen Kohlen. In der
Schützenhalle spielt der Musikverein Rhena
anspruchsvolle Konzertstücke, doch viele Gäste
sind sicherlich hauptsächlich wegen des angekündigten
Auftrittes des “Jodlerkönigs” gekommen.
Schließlich beschließt der Vorstand, Besuchern, die
vorzeitig gehen wollen, das Eintrittsgeld zurückzugeben.
Kurz vor halb zehn fährt endlich das Auto
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
25
100-jähriges Jubiläum
mit Franzl Lang vor. Ein längerer Stau auf der
Autobahn hatte den Volksmusiker aufgehalten.
Schnell zieht er sich um und steht bald auf der
Bühne.
Das Konzert wird ein voller Erfolg. Beifallsstürme
belohnen den Stargast und die Rhenaer Musiker. An
Franzl Lang gehen die Strapazen von Anreise und
Auftritt nicht spurlos vorüber. Am Ende der Show
erleidet er einen Kreislaufkollaps, ist aber am nächsten
Morgen wieder wohlauf. Während der Konzertpause
lockt ein Höhen-Brillant-Feuerwerk die
Besucher ins Freie. Auf dem Sportplatz bestaunen
sie mit einer großen Anzahl weiterer Zuschauer aus
nah und fern den optischen Höhepunkt der
Jubiläumsfeierlichkeiten.
Die eigens aus Hamburg angereisten Feuerwerker
verzaubern den Himmel über Usseln in ein buntes
Lichter- und Sternenmeer. Als Finale werden 148
Großraketen gezündet, die mit unbeschreiblicher
Pracht die Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Königskutsche im Jubiläumsjahr
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
26
100-jähriges Jubiläum
Festkommers am Sonnabend, dem 30. Juli 1977
Erneut bleibt kein Stuhl in der Schützenhalle unbesetzt,
auch zum Kommersabend sind wieder über
1.000 Besucher gekommen. Zu Beginn hat der erste
Vorsitzende Dieter Bornemann die angenehme
Pflicht, den Kaiserorden an Dr. Helmut Mitze zu
verleihen. Anschließend begrüßt Bornemann den
Trompeter Walter Scholz als “alten Bekannten” in
Usseln. Donnernder Applaus begleitet die Ernennung
des Musikers zum Ehrenmitglied der Schützengesellschaft.
Weiterhin erhält Scholz die silberne
Ehrennadel des Vereins. Nach Reden und
Auszeichnungen beginnt das Konzert mit Walter
Scholz und den Reblandmusikanten.
Dreieinhalb Stunden bieten die Musiker ein mitreißendes
Programm. Der bekannte Conferencier
Rudi Büttner führt durch den Abend und sorgt mit
lockeren Sprüchen und Witzen dafür, dass auch die
Lachmuskeln genügend strapaziert werden. Höhepunkte
des musikalischen Programms sind die
Stücke “Der alte Dessauer” und “Die Post im
Walde”, letzteres von Walter Scholz gemeinsam mit
dem Männergesangverein Eintracht Usseln vorgetragen.
Die Besucher sind restlos begeistert und feiern die
Interpreten. Schließlich applaudieren die Reblandmusikanten
dem Usselner Publikum, auch in der
Geschichte der Musikkapelle war solche Begeisterung
der Zuhörer wohl nicht alltäglich.
Königspaar Jörg und Ilse Schulte
mit Königsbegleitern Georg Tegge und Horst Müller
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
27
100-jähriges Jubiläum
Frühkonzert, Festzug und großer Festball am
Sonntag, dem 31. Juli 1977
Auch das Frühkonzert am Sonntagmorgen findet
ein großes Publikum. Wieder gelingt es den Reblandmusikanten,
die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.
Am Mittag säumen mehrere tausend Menschen
Usselns Straßen, um den großen Festzug
anzuschauen. Besonders die acht prachtvoll
geschmückten Pferdekutschen, in denen sich König
Jörg Schulte, Königin Ilse und ihr Hofstaat den
Zuschauern präsentieren, ziehen die Blicke auf
sich. Die Reiter des Upländer Reit- und Fahrvereins
tragen preußische Husarenuniformen, die Reblandmusikanten
ihre bunte Schwarzwälder Tracht. Eine
Gruppe Usselner in historischer Kleidung erinnert
an frühere Zeiten.
Im Anschluss an den Festzug werden die Schützenfestbesucher
von zünftiger Blasmusik unterhalten.
Königs- und Kindertanz leiten über zum großen
Festball, mit dem das Regentschaftsjahr des
Jubiläumskönigs Jörg Schulte ausklingt. Zum Tanz
spielt die bekannte Big-Band “Schwarz-Weiß” aus
Baden-Baden auf.
Historische Fußgruppe vor dem Festzug v.l.: Ludwig Behle sen., Heike-Ludwig Walter, Doris Gerbracht,
Ilse Behle, Ulla Bornemann, Hildegard Schmidt, Milli Tegge, Waltraud Saure, Christa Saure, Herbert
Wilke-Bäumer, Herbert Wilke-Strotmann, Willi Vogel sen., Margret Figge, Anita Kesper, Otto Vogel,
Gerda Schober, Gerda Bender-Lanfer, Marianne Wilke, Marianne Vogel, Ingrid Emde, Rudi Schober;
knieend: Else Gitt, Renate Wilke, Irmgard Heine; Kinder im Wagen: Stefan Schulze, Katrin Figge
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100-jähriges Jubiläum
Feuerwerk über Usseln zum Jubiläumsfest
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Schützenjahr 1977/1978
Statistik
v.l.n.r.: Hanfried Saure und Annemarie Koch, Willi und Doris Gerbracht, Siegfried und Monika Czech,
Werner und Christel Schulze, Hermann und Doris Schumann, Horst Hill und Christa Frese, Horst und
Gisela Müller, Dieter und Ulla Bornemann, Otto und Marlies Schäfer, Karl-Heinz und Erika Emde, Jürgen
und Ingrid Bethge, Helmut Frese und Marga Wilke
Königspaar:
Horst Hill & Christa Frese
Vogelschießen am: 01.08.1977 Wetter: Nieselregen und kühl
Insignien:
Krone:
Willi Wilke-Höh
Reichsapfel: -
Zepter:
Werner Schulze
Auf den Vogel werden 446 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 1 Std. 15 Min.
Schützenfest 1978 von Sonnabend, 29.07.1978 bis Montag, 31.07.1978
Festkapelle:
Schauenburger Musikanten
Tanzmusik:
Schauenburger Musikanten
Musikkapellen im Festzug: Schauenburger Musikanten; Rhena, Spielmannszug Brilon
Schnadezug: 21.05.1978
Streckenführung:
Vom Osterkopf bis zur Düdinghäuser Straße
Schlussfeier:
An der Düdinghäuser Straße
30
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Königsschießen, Festzug
und Abschlussball am
Montag, 1. August 1977
Morgendliche Überraschung für Vorstandsmitglied
Emil Weber. Auf dem Weg zum Vogelschießen
rufen die Reblandmusikanten mit Walter Scholz an
der Spitze den Zahnarzt mit einem musikalischen
Weckgruß aus den Federn, da er an diesem Morgen
verschlafen hatte. Mit dem 446. Schuß sichert sich
anschließend Horst Hill den Königstitel im
Jubiläumsjahr, nachdem er sich gegen seine Konkurrenten
Herbert Born, Willi Wilke (Höh) und
Friedrich Bender durchsetzen konnte. Er wählt
seine Schwester Christa Frese zur Königin. Auch
das neue Ehrenmitglied der Schützengesellschaft,
Startrompeter Walter Scholz, gab einige Schüsse
auf den Vogel ab. Bei der anschließenden Königsproklamation
erhält Horst Hill als erster Regent
die von den ehemaligen Schützenkönigen zum
Jubiläum gestiftete neue Königskette. Nach dem
großen Festball klingt das Schützenfest in den
Morgenstunden des nächsten Tages aus. Usseln
blickt auf ein rundum gelungenes Jubiläumsfest
zurück. Die Begeisterung ist so groß, dass der neue
Hofstaat um König Horst am Dienstagabend einen
weiteren „Festzug“ veranstaltet.
Am 2. September jährt sich der Gründungstag der
Schützengesellschaft zum 100. Mal. Aus diesem
Anlass wird eine außerordentliche Generalversammlung
einberufen. Eine Stunde tagen die Männer
allein, danach sind die Frauen der Schützenbrüder
eingeladen, den runden Geburtstag mit ihren
Männern zu feiern. Für die passende Musik sorgen
die Schauenburger Musikanten. An diesem Abend
wird den Mitgliedern des Festausschusses Willi
Göbel, Willi Völker, Friedrich Born, Richard
Wilke, Herbert Koch, Karl-Fiedrich Wilke und
Rudi Schober für die Planung der Jubiläumsveranstaltungen
und die Erstellung der Festschrift
gedankt.
Die viele Arbeit von Vorstand, Festausschuss, Hofstaat
und Schützenbrüdern hat sich gelohnt. Die
durchgeführten Jubliläumsfeierlichkeiten machen
das Jahr 1977 zum glanzvollsten Jahr in der
Geschichte der Schützengesellschaft Usseln.
Christian Biederbick-Gotten übernimmt im
November das Amt des Wehrführers der Freiwilligen
Feuerwehr. Er löst Friedrich Saure-Wortschäfers
ab, der in den vergangenen 5 Jahren an der
Spitze der Feuerwehr stand.
Der Bing-Verlag in Korbach gibt das Buch „De
Leggenskoster“ von Ludwig Bender (Lui van dr
Hönnerecke) aus Usseln heraus. Das Buch schildert
Leben und Streiche des Usselner Originals
„Leggenskoster“ im 19. Jahrhundert.
In der Emmet, am Loh und am Osterkopf werden
insgesamt 120 neue Bauplätze erschlossen. Bauland
war in den vergangenen Jahren in Usseln
knapp geworden.
Der Winter scheint nicht enden zu wollen. Noch zu
Ostern liegen 40 cm Pulverschnee, alle Skilifte
sind in Betrieb, die Langlaufloipen gespurt. Insgesamt
wurden in dieser Saison über 70 Skitage
gezählt.
Nach sechsjähriger Amtszeit verlässt im Mai der
evangelische Pfarrer Eckard Staks Usseln in
Richtung Fuldabrück. Die Seelsorge übernimmt
vorübergehend der Willinger Pfarrer Storch.
Unter Führung von Bernd Völker konstituiert sich
der Tennisclub Usseln als eigenständige Sparte
unter dem Dach des Turn- und Sportvereins. Vorerst
wird auf Plätzen in der Umgebung gespielt.
Ziel des Clubs ist es jedoch, in Usseln einen Tennisplatz
zu bauen.
Der im Herbst 1977 neu gegründete Schützenverein
Willingen führt erstmals ein Schützenfest durch.
Der Usselner Hofstaat mit Königspaar Horst und
Christa besucht den Festball. Die Schützengesellschaft
nimmt am Festzug teil.
Auf der Generalversammlung der Schützengesellschaft
wird die Anschaffung neuer Schützenhüte
mit schmaler Krempe beschlossen. Des weiteren
diskutiert man darüber, den Festzug künftig ohne
Kutschen durchzuführen. In den vergangenen Jahren
war es immer schwieriger geworden, genügend
Kutschpferde zu bekommen.
Durch großen Einsatz von König und Hofstaat
gelingt es jedoch, auch zum diesjährigen Schützenfest
die Tradition zu wahren und Kutschen mit
Pferden aus der nahen und weiten Umgebung zu
besorgen.
Die „Schauenburger Musikanten“ bedanken sich
für ihre dritte Verpflichtung als Festkapelle zum
Usselner Schützenfest mit der Präsentation des
„Usselner Schützenmarsches“. Das von den Schauenburgern
komponierte Stück wird am Kommersabend
zusammen mit dem Männergesangverein
uraufgeführt. Zukünftig soll der Marsch einen festen
Platz im Programm des Schützenfestes einnehmen.
Schützenjahr 1977/1978
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
31
Schützenjahr 1978/1979
Statistik
v.l.n.r.: Lothar und Anita Kesper, Marianne und Herbert Born, Marianne und Willi Wilke-Fiesen, Karl und
Waldine Saure, Margret und Hans Figge, Gerda und Friedrich Bender, Christian und Christa Mitze, Karl-
Fr. und Renate Wilke, Willi und Ingrid Wilke-Höh, Friedrich und Ilse Born, Rudi und Gerda Schober,
Helmut und Edith Saure, Gustav und Ilse Winter
Königspaar:
Friedrich & Gerda Bender
Vogelschießen am: 31.07.1978 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Friedrich Bender
Reichsapfel: -
Zepter: -
Schützenfest 1979 von Sonnabend, 28.07.1979 bis Montag, 30.07.1979
Festkapelle:
Bürgermusik St. Johann im Pongau
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: St. Johann, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen
Schnadezug: 20.05.1979
Streckenführung:
Von der Düdinghäuser Straße bis zum Kahlen-Pön
Schlussfeier:
Grillhütte am Kahlen-Pön
32
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Beinahe wäre es Horst Müller in diesem Jahr
gelungen, zum zweiten Mal Usselner Schützenkönig
zu werden. Im Finale unterliegt er jedoch Friedrich
Bender, der sich zuvor bereits die Krone
sichern konnte. Weitere Aspiranten waren Herbert
Born und Willi Wilke (Höh).
Ehrengäste beim Heideblütenfest sind Ex-Bundeskanzler
Willy Brandt und der hessische Ministerpräsident
Holger Börner, die zuvor eine Wanderung
durch die Uplandberge unternommen hatten.
Aufgrund sehr starker Schneefälle zu Jahresbeginn
werden die Weihnachtsferien in Hessen um eine
Woche verlängert. Auch im Waldecker Land gibt es
große Probleme mit den Schneemassen.
Seit Februar ist Wilhelm Urff neuer Vorsitzender
des Posaunenchores.
Der diesjährige Schnadezug muss vom 6. Mai auf
den 20. Mai verlegt werden. Die immer noch vorhandene
Schneedecke verhindert die termingerechte
Durchführung.
Altbundeskanzler Willi Brandt und der hessische Ministerpräsident Holger
Börner zu Besuch in Usseln
Aufgrund seines 65-jährigen Bestehens veranstaltet
der TuS Usseln eine Sportwoche. Täglich finden
Leichtathletik- und Fußballwettkämpfe statt. Der
offizielle Festakt erfolgt später im Rahmen des
Skiballs.
Im Dezember wird das evangelische Gemeindehaus
in der Schulstraße durch Dekan Will und Pfarrer
Storch eingeweiht. In dem neu errichteten Gebäude
befinden sich ein großer Gemeindesaal, ein
Jugendraum und ein Schulungsraum für den Konfirmandenunterricht.
Die Generalversammlung
der Schützengesellschaft
beschließt einige Änderungen:
die Anzahl der jährlichen
Generalversammlungen
wird von drei auf zwei
reduziert, des weiteren sollen
nur noch die Schützenbrüder
Freibiermarken zum
Vogelschießen erhalten, die
morgens beim Antreten präsent
sind.
Ende Juni begeht die Freiwillige
Feuerwehr ihr 100-
jähriges Vereinsjubiläum in
der Schützenhalle. Mitwirkende
sind der Männergesangverein
Usseln und der
Musikverein Rhena. Am
folgenden Tag schließen
sich Schauübungen, Gerätevorführungen
und Wasserspiele
mit bengalischer
Beleuchtung auf dem
Sportplatz an.
Die Trachtenmusiker aus St. Johann im Pongau
begeistern beim Schützenfestkommers die Besucher
in der vollbesetzten Schützenhalle und dürfen
erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen.
Die Kapelle war der Schützengesellschaft von Startrompeter
Walter Scholz empfohlen worden. Bestnoten
verdient sich auch die Tanzkapelle „Alpenecho“,
die bei den Königsbällen am Sonntag und
Montag für ausgelassene Stimmung in der Halle
sorgt.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahr 1978/1979
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Schützenjahr 1979/1980
Statistik
v.l.n.r.: Helfried Heine, Willi Wilke-Fiesen, Marianne Wilke, Willi Wilke-Wilken, Helga Vogel, Irmgard
Heine, Willi Stremmel, Magdalene Brüne, Willi Vogel, Anita Kesper, Helga Asmuth, Margot Wilke, Wilhelm
Brüne, Christian Asmuth, Martha Stremmel, Karl Golik, Margret Jäger, Helga Saure, Waltraud
Meier, Karl-Erich Saure, Monika Golik, Walter Meier, Friedrich-Wilhelm Jäger, Lothar Kesper
Königspaar:
Wilhelm & Magdalene Brüne
Vogelschießen am: 30.07.1979 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Willi Wilke (Höh)
Reichsapfel: -
Zepter: -
Schützenfest 1980 von Sonnabend, 26.07.1980 bis Montag, 28.07.1980
Festkapelle:
Trachtenmusik St. Veit im Pongau
Tanzmusik:
"Georg Bleyer Sextett"
Musikkapellen im Festzug: St. Veit, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen
Schnadezug: 18.05.1980
Streckenführung:
Hinter dem Kahlen-Pön bis zur Hildfelder Grenze am Hopperkopf
Schlussfeier:
Jagdhütte auf dem Roth
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Das Vogelschießen ist in diesem Jahr schnell entschieden.
Neuer Schützenkönig wird Wilhelm
Brüne, der 2. Vorsitzende der Schützengesellschaft.
Er freut sich über einen relativ unversehrten Vogel,
der mit den Trophäen Reichsapfel und Zepter in seinen
Besitz übergeht. Scharf geschossen hatten
außerdem noch Horst Müller, Willi Wilke (Höh)
und erstmalig Karl-Friedrich Wilke.
Anfang August erfolgt die Einweihung des Tennisplatzes
im unteren Diemeltal. Der Tennisclub
Usseln errichtete ihn in nur 4-wöchiger Bauzeit
weitgehend in Eigenleistung.
Auf dem Sportplatz veranstaltet die Freiwillige
Feuerwehr im Rahmen ihres 100-jährigen
Jubiläums ein Serenadenkonzert mit einer Musikkapelle
des Bundesgrenzschutzes. Die Abendveranstaltung
bei Fackelschein findet großen Anklang.
Zum Abschluss werden Wasserspiele mit bengalischer
Beleuchtung vorgeführt.
Der TuS Usseln richtet ein Sportwochenende mit
Fußballspielen, Trimmspielen für Jedermann und
einem Fackel-Staffellauf aus. Ein Sommernachtsfest
mit Tanz ist der Höhepunkt der Veranstaltung.
“Dresels Wiese” oberhalb des Sportplatzes wird zu
einer Parkanlage mit Blumenbeeten und Sitzbänken
umgestaltet.
Günter Engemann übernimmt im Alter von 25 Jahren
die seit über einem Jahr vakante evangelische
Pfarrstelle in Usseln.
Vor der Wintersaison werden Umbaumaßnahmen
an der Lohwaldschanze durchgeführt. Zukünftig
soll sie als Jugendschanze dem Training des Skispringernachwuchses
dienen.
Die Generalversammlung der Schützengesellschaft
beschließt, den Mitgliedsbeitrag von 25 auf 35 DM
anzuheben. Gründe dafür sind der mittlerweile auf
ein Drittel der rd. 300 Schützen angewachsene
Anteil der beitragsfreien Ehrenmitglieder und die
weitgehend ausbleibenden Beitritte jüngerer Usselner.
Die Schützengesellschaft erklärt ihre
grundsätzliche Bereitschaft, die Trägerschaft für
ein im ehemaligen Bürgermeisteramt einzurichtendes
Heimatmuseum zu übernehmen. Weiterhin
wird beschlossen, ein Preiskegeln in der “Hölle” zu
Gunsten der künftigen Heimatstube durchzuführen.
Im Februar nimmt die Usselnerin Karin Jäger an
den olympischen Winterspielen in Lake Placid
(USA) teil. Die Nominierung erfolgte erst, nachdem
sie bei den Deutschen Meisterschaften 5
Medaillen gewinnen konnte.
Im Rahmen des Pfingstsportfestes findet die Einweihung
der neu erbauten Sporthalle statt. Die
Baukosten betrugen 1,6 Millionen DM. Der symbolische
Hallenschlüssel soll durch einen Fallschirmspringer,
der auf dem Sportplatz landet,
übergeben werden. Starker Wind verhindert dies
jedoch, die Landung erfolgt schließlich am Kahlen
Pön.
Nach einem bisher total verregneten Sommer
scheint zum Usselner Schützenfest endlich die
Sonne. Wieder begeistert mit der Trachtenkapelle
aus St. Veit (Pongau) eine Blasmusik aus Österreich
das Publikum beim Kommersabend. Auch im
Anschluss an das Konzert ist der musikalische
Hunger der Festgäste noch nicht gestillt. Das
“Georg Bleyer Sextett”, das eigentlich für die Tanzmusik
am Sonntag- und Montagabend verantwortlich
ist, muss spontan eine Kostprobe seines Könnens
abgeben.
Schützenjahr 1979/1980
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Schützenjahr 1980/1981
Statistik
v.l.n.r.: Willi und Doris Gerbracht, Siegfried und Monika Czech, Renate Reichel, Ilse und Jörg Schulte,
Notburga Göttlicher, Hermann und Marianne Vogel, Gisela und Horst Müller, Irmgard und Helfried
Heine, Marianne und Willi Schulze, Ulla und Dieter Bornemann, Ingrid und Jürgen Bethge, Lothar und
Anita Kesper (auf dem Bild fehlen: Josef Göttlicher und Horst Hill)
Königspaar:
Horst & Gisela Müller
Vogelschießen am: 28.07.1980 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Jürgen Bethge
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 400 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 1 1/2 Std.
Kinderschützenfest am: 05.07.1981 Kinderkönigspaar: Marc Wilke & Iris Wilke
Schützenfest 1981 von Sonnabend, 25.07.1981 bis Montag, 27.07.1981
Festkapelle:
"Schauenburger Musikanten"
Tanzmusik:
"Schauenburger Musikanten"
Musikkapellen im Festzug: Schauenburger Musikanten, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen,
Spielmannszug Bad Salzuflen
Schnadezug: 24.05.1981
Streckenführung:
Von der Hildfelder Grenze am Hopperkopf bis ins Aartal
Schlussfeier:
Grillhütte im Aartal
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
In diesem Jahr treten 28 Aspiranten zum Wettkampf
um die Königswürde an. Am Ende des
Vogelschiessens ist Horst Müller der Glückliche,
der bereits zum zweiten Mal die Usselner Königskette
überreicht bekommt. Fünf Jahre zuvor hatte er
schon einmal seine Treffsicherheit bewiesen.
Die Usselner Sportschützen bekommen eine neue
Trainings- und Wettkampfstätte. Im Untergeschoss
der Sporthalle erfolgt die Einweihung
der Schießanlage, die aus sieben
Bahnen von je zehn Metern
Länge besteht.
Kinder ihren eigenen König. Durch gezielte Steinwürfe
auf Glühbirnen gilt es, einen daran befestigten
Holzvogel zu Fall zu bringen. Marc Wilke darf
sich zukünftig erster Usselner Kinderkönig nennen.
Zu seiner Königin wählt er Iris Wilke (Wilken).
Mit einem kleinen Festzug durch den Ort stellt sich
das erste Usselner Kinderkönigspaar der Bevölkerung
vor.
Die diesjährige Generalversammlung
der Schützengesellschaft wird
von lediglich 34 Schützenbrüdern
besucht. Der Vorstand sieht darin
ein gewisses Desinteresse der Mitglieder
an der aktiven Vereinsarbeit.
Während der Versammlung
entwickelt sich eine Diskussion um
die zukünftige Gestaltung des
Schützenfestmontags. Um das
Festgeschehen in der Schützenhalle
zu beleben, wird sogar die Streichung
des Festzuges in Erwägung
gezogen.
Die Usselner Kilianskirche erhält
neue farbige Fenster. Zahlreiche
Spenden aus der Bevölkerung
ermöglichen die Anschaffung.
Zur Betreuung von alten und kranken
Mitbürgern wird im April in
Usseln die mobile Krankenpflegestation
eröffnet.
Letztmalig findet in der Usselner
Schützenhalle der von der
Schützengesellschaft ausgerichtete
Osterball statt. Aufgrund immer
geringer werdender Resonanz in
den letzten Jahren ist eine Fortsetzung
der Veranstaltung finanziell
nicht mehr tragbar.
Im Juni beschließt die Jahreshauptversammlung,
auch zukünftig einen Festzug am Schützenfestmontag
stattfinden zu lassen. Diese Entscheidung
hat sicherlich in den Folgejahren niemand bereut.
Erstmalig ermitteln in diesem Jahr die Usselner
Das erste Usselner Kinderkönigspaar: Iris Wilke-Wilken und
Marc Wilke
Die musikalische Ausgestaltung des diesjährigen
Schützenfestes übernehmen zum vierten Mal die
Schauenburger Musikanten. Besonders der Kommersabend
ist ein großer Erfolg. Entgegen einiger
Befürchtungen im Vorfeld bringen die Musiker der
Festkapelle mit der Sängerin Hedi Drews die Stimmung
in der Halle auf höchstes Niveau.
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Schützenjahr 1980/1981
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Schützenjahr 1981/1982
Statistik
v.l.n.r.: Gerda und Karl Bangert, Karin Saure, Birgit Heldmann-Schulze, Hanfried Saure, Rolf-Ludwig
Schulze, Margot und Helmut Bause, Agnes Wilke, Doris Mitze, Willi Wilke, Margot und Karl-Volker Sauer,
Dr. Harald Mitze, Marita Kroneis, Renate Fritz, Karl-Fr. Kroneis, Werner Fritz, Christa Koch, Ursel
Haase, Karl Koch, Jochen Haase
Königspaar:
Dr. Harald & Doris Mitze
Vogelschießen am: 27.07.1981 Wetter: sonnig
Insignien:
Krone:
Herbert Born
Reichsapfel: -
Zepter: -
Das Schießen dauert 2 Std. 15 Min.
Kinderschützenfest am: 20.06.1982 Kinderkönigspaar: Delf Bause & Andrea Schulze
Schützenfest 1982 von Sonnabend, 24.07.1982 bis Montag, 26.07.1982
Festkapelle:
Bürgermusik St. Johann im Pongau
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: St. Johann, Rhena, Spielmannszug Arolsen
Schnadezug: 25.04.1982
Streckenführung:
Vom Aartal bis ins Diemeltal
Schlussfeier:
Im Diemeltal
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Beim Königsschießen entbrennt ein heißer Wettkampf
um die Königswürde zwischen den Schützenbrüdern
Willi Wilke (Höh), Herbert Born, Siegfried
Schmidt und Dr. Harald Mitze, der
schließlich das Glück auf seiner Seite hat. Durch
seinen letzten Schuss fällt der Vogel, der noch
Apfel und Zepter trägt, nach sekundenlangem
Schwanken zu Boden.
In einem Fußballspiel im Spätsommer zwischen
dem amtierenden Hofstaat und den alten Herren des
TUS Usseln, das von Horst König in der Tracht
einer Upländer Bauersfrau geleitet wird, können
sich die alten Herren mit 4 : 3 durchsetzen. Der
Erlös der Veranstaltung kommt dem Usselner Kindergarten
zugute.
Anfang des neuen Jahres löst Helmut Vollbracht
junior als Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr
Christian Biederbick (Gotten) ab.
Um die angespannte Kassenlage der Schützengesellschaft
zu verbessern, wird in einer außerordentlichen
Generalversammlung im Februar beschlossen,
den Beitrag von bisher 35 DM auf 40 DM zu
erhöhen, wobei die bisherige Aufnahmegebühr
von 8 DM zukünftig entfallen soll.
Auf dem Osterkopf werden 30 Hektar Heidefläche
unter Naturschutz gestellt, nachdem es im Vorfeld
in Usseln erregte Diskussionen über die Größe des
Schutzgebietes gegeben hatte.
Nach einer mehrjährigen Durststrecke kann die
Fußballabteilung des TuS wieder Erfolge vermelden.
Die erste Mannschaft feiert den Aufstieg in
die höchste Kreisklasse. Der Sportverein richtet im
Juni das Gaukinderturnfest aus, an dem über 800
Kinder aus dem Altkreis Waldeck teilnehmen.
Der Ferienpark Usseln vor der Egge wird eingeweiht.
45 Ferienhäuser sind von den Anlegern im
Bauherrenmodell finanziert worden. Die Kosten
beliefen sich auf insgesamt 10 Millionen DM.
Der von der Bürgermusik St. Johann gestaltete
Kommersabend des Schützenfestes ist ein voller
Erfolg. Auftritte eines Solotrompeters und der Ritt
einer österreichischen Marketenderin auf einem
Pferd durch die vollbesetzte Schützenhalle sind
Höhepunkte des Abends. Beim Festball feiern
Königspaar, Hofstaat, Gäste und Usselner mit der
Tanzkapelle „Alpenecho“ aus Altenmarkt in Österreich
bis in die frühen Morgenstunden.
Im Obergeschoss des ehemaligen Bürgermeisteramtes
wird die Heimatstube eröffnet. Träger des
Museums sind die Schützengesellschaft und die
Abteilung Usseln des Sauerländischen Gebirgsvereins.
Für die Unterbringung der diesjährigen Festkapelle
aus St. Johann werden im Ort noch Privatbetten
gesucht. Offensichtlich ohne großen Erfolg, denn
schließlich übernachten die Musiker wieder im
Upländer Hof.
Am Ortsausgang Richtung Willingen will ein
Unternehmer eine Werkshalle errichten, in der
Kühlanlagen für Saudi-Arabien hergestellt werden
sollen. Wegen der exponierten Lage des geplanten
Gebäudes wird der Antrag nach einigen Diskussionen
in den Gremien abgelehnt.
In der Schützenhalle findet letztmalig der Maitanz
der Schützengesellschaft statt. Aufgrund des
schlechten Besuchs wird das Fest in den Folgejahren
nicht mehr ausgerichtet.
Schützenjahr 1981/1982
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Schützenjahre 1977/1982
Bildgalerie
Benefizfußballspiel des Hofstaates
v.l.: K.-V. Sauer, Heiner
Saure, Willi Saure-Wiesemann,
Willi Wilke-Bäumers, Rolf-L.
Schulze, Hanfried Saure, Karl
Bangert, Helmut Bause, Karl
Koch, Werner Fritz, Harald
Mitze und Schiedsrichter Horst
König
Trompetenauftritt hoch
zu Roß geführt von
Eugen Engelbracht
Königspaar
Friedrich und Gerda
Bender mit den Söhnen
Frank und Dirk
Ehemalige Könige im Cabrio: Hinten:
Emil Weber, Walter Born, Karl
Sauer-Boden, Mitte: Egon Mitze-
Suren, Karl Saure-Dresels, Vorn:
Christian Biederbick-Gotten,
Willi Schulze-Zaches
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
40
Bildgalerie
Stimmung um das
Königspaar Horst und
Gisela Müller
Schützenfestnachfeier: Kutscher
Karl-Heinz Meier und Musikant
Hans Bauersachs
Vorsitzender Dieter Bornemann
nimmt die Glückwünsche des
Schützenvereins Bad Salzuflen
zum Jubiläum entgegen.
Einmarsch des Königspaares Jörg und
Ilse Schulte mit Königsbegleitern Horst
Müller und Georg Tegge.
Schützenjahre 1977-1982
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
41
Schützenjahr 1982/1983
Statistik
v.l.n.r.: Margret und Manfred Saure, Hiltrud und Karl-Heinz Meier, Margit und Erich Wilke, Marianne
und Otto Schober, Renate Reichel und Horst Hill, Monika und Siegfried Czech, Ulla und Dieter
Bornemann, Erika und Karl-Heinz Emde, Ingrid Brüne-Frisch und Gerald Frisch, Doris und Willi Gerbracht,
Christel und Werner Schulze, Hannelore und Werner Figge, Marlies und Otto Schäfer, Ingrid und
Jürgen Bethge
Königspaar:
Dieter & Ulla Bornemann
Vogelschießen am: 26.07.1982 Wetter: Nieselregen
Insignien:
Krone: -
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 356 Schuss abgegeben.
Kinderschützenfest am: 19.06.1983 Kinderkönigspaar: Andreas Klingelhöfer & Svenja Asmuth
Schützenfest 1983 von Sonnabend, 23.07.1983 bis Montag, 25.07.1983
Festkapelle:
"Franzl Senger Trachten & Showband"
Tanzmusik:
"Franzl Senger Trachten & Showband"
Musikkapellen im Festzug: Franzl Senger, Rhena, Spielmannszug Korbach, Spielmannszug Udorf
Schnadezug: 08.05.1983
Streckenführung:
Vom Diemeltal bis zum Rennefeld
Schlussfeier:
Schutzhütte am Rennefeld
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Bei Nieselregen und kühler Witterung werden beim
diesjährigen Vogelschießen keine Trophäen abgeschossen.
Die Jagd auf den Vogel ist von Anfang an
eröffnet. Vereinsvorsitzender Dieter Bornemann
"erlegt" den hölzernen Adler mit dem 356. Schuß.
Seine schärfsten Konkurrenten waren Karl-Heinz
Meier und Willi Wilke (Höh).
Im September nimmt die Schützengesellschaft mit
einer Abordnung am Festzug des befreundeten
Schützenvereins in Bad Salzuflen teil. Der Hofstaat
führt im Herbst eine rundum gelungene Reise nach
Skandinavien mit Besuch der norwegischen Hauptstadt
Oslo durch.
Schwefeldioxid in der Luft wird als Hauptverursacher
des sogenannten "Sauren Regens" ausgemacht.
Der Schadstoff, der besonders von Kraftfahrzeugen
ausgestoßen wird, schädigt nachhaltig
die Wälder. Auch im Upland sind die Auswirkungen
vorwiegend an den Fichtenbeständen sichtbar.
Der Männergesangverein nimmt als erste Usselner
Musikgruppe eine eigene Schallplatte auf. Der
Tonträger enthält 16 Gesangsstücke und wird aus
Anlass des bevorstehenden 100-jährigen Vereinsjubiläums
im Kursaal aufgenommen.
Im November beschließt die Generalversammlung
der Schützengesellschaft, dass künftig auch Auswärtige,
die dem Verein nahe stehen, Vereinsmitglied
werden können.
Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes
Wilke am Ortsausgang Richtung Neerdar entsteht
ein neues Einkaufszentrum. Neben einem Discountmarkt
ergänzen ein Frischmarkt und eine
Metzgereifiliale das Lebensmittelangebot in
Usseln.
In Usseln wird nach vielen Jahren wieder Ski
gesprungen. Einige Jugendliche haben die Lohwaldschanze
provisorisch wieder hergerichtet.
Erste Sprünge erreichen ca. 20 Meter. Im Sommer
soll der Anlaufhügel aufgeschüttet werden, um
noch weitere Sprünge zu ermöglichen.
Mit einem Altennachmittag und einer Theateraufführung
über die Gründung des Vereins im Jahre
1883 beginnen im März die Jubiläumsfeierlichkeiten
zum 100. Geburtstag des Männergesangvereins.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Festakt mit Fahnenweihe
im April.
Helfried Heine übernimmt die musikalische Leitung
des Usselner Posaunenchores vom langjährigen
Dirigenten Anton Figge.
Walter Scholz und die Reblandmusikanten gastieren
im Juni erneut in Usseln. Bei einem "Schwarzwaldabend",
den der Kur- und Verkehrsverein organisiert,
begeistern auch die "Schwarzwaldfamilie
Seitz" und Rudi Büttner als Conférencier.
Das diesjährige Bezirkssängerfest findet in Usseln
statt. An dem Festzug der Bezirkschöre nehmen
auch viele historische Motivgruppen aus Usseln
teil.
Trotz relativ kleiner Besetzung überzeugen die 15
Musiker der „Steigerwaldmusikanten“ um Kapellmeister
Franzl Seeger als Fest- und Tanzkapelle an
allen drei Schützenfesttagen.
Königspaar Dieter und
Ulla Bornemann
Schützenjahr 1982/1983
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
43
Schützenjahr 1983/1984
Statistik
v.l.n.r.: Emil und Lina Weber, Willi und Ilse Schäfer, Willi und Luise Emde, Karl und Frieda Engelbracht,
Karl und Minna Koch, Kurt und Inge Heldmann, Herbert und Anni Könne, Ludwig und Hildegard Schulze,
Wili und Änne Schulze, Karl und Gerda Bangert, Marlies Emde, Gottfried und Gisela Beier, Günter
Emde, Helmut und Irma Mitze, Willi und Hildegard Göbel
Königspaar:
Kurt & Inge Heldmann
Vogelschießen am: 25.07.1983 Wetter: sonnig und heiß
Insignien:
Krone:
Jürgen Bethge
Reichsapfel: Kurt Heldmann
Zepter: -
Auf den Vogel werden 357 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 1 1/2 Std.
Kinderschützenfest am: 01.07.1984 Kinderkönigspaar: Tobias Heine & Cornelia Sauer
Schützenfest 1984 von Sonnabend, 28.07.1984 bis Montag, 30.07.1984
Festkapelle:
Bundesbahnkapelle Bischofshofen
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: Bischofshofen, Rhena, Spielmannszug Arolsen, Spielmannszug Korbach
Schnadezug: 03.06.1984
Streckenführung:
Vom Rennefeld bis zum Kahlen Pön
Schlussfeier:
Grillhütte am Kahlen Pön
44
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Das diesjährige Schützenfest findet in der frisch
renovierten Schützenhalle statt. Diverse Verbesserungs-
und Verschönerungsmaßnahmen schlugen
mit 16.000 DM zu Buche, von denen die Gemeinde
7.000 DM übernahm.
In einem spannenden Wettkampf um die Königswürde
kann sich Kurt Heldmann gegen seinen Mitstreiter
Herbert Könne schließlich durchsetzen.
Erstmals wird am Nachmittag nach dem Vogelschießen
kein Eintritt in die Schützenhalle erhoben.
Diese Maßnahme wird anschließend positiv
bewertet. Im August weiht der Männergesangverein
"Eintracht Usseln" mit einem zünftigen Backfest
das im Diemeltal erbaute Backhaus ein. Der
Verein hat das Gebäude aus Anlass seines 100-
jähriges Bestehens in Eigenleistung errichtet.
Der Skiclub Gladbeck aus Nordrhein-Westfalen
bezieht sein neues Domizil in Usseln. Die Mitglieder
haben ein Haus im Kattwinkel gekauft und
anschließend grundlegend renoviert. Seither sind
sie gern gesehene Gäste im Ort.
Der Neubau der Uplandschule in Willingen ist fertiggestellt.
Die Baukosten für das Gymnasium
betrugen 6,8 Mio. DM. Die Usselner Wintersportlerin
Karin Jäger erreicht im Skilanglauf-Weltcup
mehrere hervorragende Plazierungen und wird für
die olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo
nominiert. Das Wintersportangebot in Usseln wird
in diesem Jahr durch einen neuen Skilift an der
Emmet erweitert. Des Weiteren können Langläufer
in den Abendstunden eine neue beleuchtete Loipe
nutzen. Sie ist zwischen Hengböhl und Lohwaldschanze
gespurt.
Die Lohwaldschanze wurde mit einer Flutlichtanlage
ausgestattet. Beim ersten Nachtspringen erreichen
Falk Schäfer und Dirk Wäscher mit 27 Metern
die größten Weiten.
Einbruch in der Schützenhalle: Es werden diverse
Elektrogeräte, Spirituosen und Zigaretten gestohlen.
Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr gelingt
den Usselner Fußballern durch einen 4:0 Sieg über
Flechtdorf der sofortige Wiederaufstieg in Waldecks
höchste Kreisklasse. Auch in diesem Jahr
werden vor Beginn des Schützenfestes noch einige
Renovierungsarbeiten an der Halle durchgeführt.
Unter anderem erhält sie einen neuen Außenanstrich.
Bei schönem Sommerwetter startet das diesjährige
Schützenfest. Die musikalische Verantwortung
trägt die Bundesbahnkapelle aus Bischofshofen in
Österreich, die mit einem anspruchsvollen Konzert
am Samstag einen ersten Glanzpunkt setzt.
Schützenjahr 1983/1984
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
45
Schützenjahr 1984/1985
Statistik
v.l.n.r.: vorn: Doris Götte, Marga Rummel, Ingrid Wilke, Ursula Kesper, Helga Wilke, Renate Wilke, Notburga
Göttlicher, Inge Engelbracht, Ingrid Engelbracht, Gerda Schober, Heidi Jäkel, Agnes Wilke, Anneliese
Sauer, Marianne Vogel, Ilse Behle, hinten: Johannes Götte, Albert Rummel, Karl Kesper, Willi Wilke-
(Höh), Herbert Wilke, Karl-Fr. Wilke, Josef Göttlicher, Alfred Engelbracht, Karl Engelbracht, Rudi
Schober, Helmut Jäkel, Willi Wilke (Bäumers), Willi Sauer, Hermann Vogel, Ludwig Behle
Königspaar:
Karl & Ingrid Engelbracht
Vogelschießen am: 30.07.1984 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Herbert Könne
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 307 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 1 Std.
Kinderschützenfest am: 30.06.1985 Kinderkönigspaar: Andre Hill & Birgit Behle
Schützenfest 1985 von Sonnabend, 27.07.1985 bis Montag, 29.07.1985
Festkapelle:
Musikverein Rhena
Tanzmusik:
"Schwarz-Weiß" Baden-Baden
Musikkapellen im Festzug: Rhena, Volkmarsen, Spielmannszug Arolsen, Spielmannszug Udorf,
Spielmannszug Mühlhausen
Schnadezug: 02.06.1985
Streckenführung:
Vom Kahlen-Pön bis zum Waschkump im Strycktal
Schlussfeier:
Beim Waschkump im Strycktal
46
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Das Vogelschiessen entscheidet in diesem Jahr Karl
Engelbracht (Dregges) für sich. Mit ihm wetteiferten
Werner Schulze, Helmut Jäkel und Herbert
Könne um den Königstitel. Mit Tanzmusik der
Kapelle "Alpenecho" aus dem Pongau in Österreich
endet am Dienstag in den frühen Morgenstunden
ein gelungenes Schützenfest.
Im September feiern die Usselner Sportschützen
das 10-jährige Bestehen ihrer Abteilung. 30
Jugendliche und Erwachsene betreiben unter Leitung
von Siegfried Czech in verschiedenen Mannschaften
den Schießsport mit dem Luftgewehr.
Am 28. Oktober wird die Usselner Heimatstube
nach Erweiterung und Umgestaltung wieder eröffnet.
Weitere Ausstellungsräume sind hinzugekommen.
Bei der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft
werden die Mitgliedschafts- und Beitragsmodalitäten
neu geregelt. Die beitragsfreie
Ehrenmitgliedschaft erhalten über 60- jährige Mitglieder,
die seit mindestens 35 Jahren dem Verein
angehören. Das Eintrittsalter wird auf 16 Jahre festgelegt,
die Berechtigung zur Teilnahme am Vogelschiessen
besteht allerdings erst mit Vollendung
des 18. Lebensjahres.
Pfarrer Günther Engemann weiht den neu entstandenen
Friedhof beim Ehrenmal am Loh. Die
Kosten für die Umgestaltung des Geländes und den
Bau der neuen Friedhofskapelle betrugen 700.000
DM. Der Usselner Ortsbeirat fordert den Bau eines
therapeutischen Bewegungsbades oberhalb der
Sporthalle.
Am ersten Advent erstrahlt in Usseln erstmalig
eine Weihnachtsbeleuchtung entlang der Bundesstraße.
Zahlreiche Spender finanzierten die erforderlichen
20.000 DM für die an den Straßenlampen
befestigten Leuchtsterne.
Der langjährige katholische Pastor Walter Heinrichsrüscher
verlässt das Upland. Als Nachfolger
wird Ulrich Ebert berufen.
Im Dezember erfolgt die Einweihung des Fewotels
“Sauerlandtreff” vor der Egge. Der Hotelkomplex
besteht aus 110 Appartements für bis zu 500 Gäste.
Die Baukosten beliefen sich auf 28 Millionen DM,
die zum Teil im privaten Bauherrenmodell finanziert
wurden.
Zu Beginn der Skisaison nimmt der umgestaltete
Skilift Büller Höhe den Betrieb wieder auf. Eine
neue Flutlichtanlage wird zukünftig das Skifahren
auch in den Abendstunden ermöglichen.
Die Usselner Skisportlerin Claudia Mitze gewinnt
mit der Damenstaffel des Westdeutschen Skiverbandes
die deutsche Meisterschaft im Skilanglauf.
Bis weit in den März hinein garantieren hohe
Schneelagen beste Wintersportverhältnisse. An den
Wochenenden bringen bis zu 5 Sonderzüge der
Bundesbahn Skibegeisterte in das Upland.
Im April löst Willi Wilke (Fiesen) den langjährigen
Vorsitzenden des Skiclubs, Richard Wilke, ab.
Neuer Usselner Ortsvorsteher wird Horst König. Er
tritt die Nachfolge von Wilhelm Urff an.
Auf der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft
wird eine Änderung des Festzugsverlaufs
am Schützenfestsonntag beschlossen. Anstatt
durch den Birkenweg marschieren die Schützen
zukünftig durch die Hochstraße. Der Verein freut
sich über den Neueintritt von 14 jugendlichen Mitgliedern
seit der letzten Generalversammlung.
Anfang Juli veranstaltet der Kur- und Verkehrsverein
einen großen bayrischen Abend in der Schützenhalle.
Die ”Kaiserlich böhmische Blasmusik”,
das Duo ”Marianne und Michael” sowie Toni
Brandner als Conferencier konnten für die Veranstaltung
verpflichtet werden. Das Konzert ist ein
großer Erfolg, das Publikum in der voll besetzten
Halle begeistert.
Den seit langem vertretenen Forderungen nach dem
Bau von Umgehungsstraßen für die Orte Usseln
und Willingen ist kein Erfolg beschieden. Die Hessische
Landesregierung teilt mit, dass die Pläne
mittelfristig nicht realisiert werden können.
Das Schützenfest beginnt mit einem gelungenen
Kommersabend in der vollbesetzten Schützenhalle.
Der Musikverein Rhena überzeugt, wie auch an
den folgenden Festtagen, durch außergewöhnliche
Qualität der Musikdarbietungen. Die offensichtlich
intensive Vorbereitung der Kapelle auf das Usselner
Schützenfest findet große Anerkennung.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahr 1984/1985
47
Schützenjahr 1985/1986
Statistik
v.l.n.r.: Hans-Otto und Grete Jäger, Willi und Luise Emde, Kurt und Inge Heldmann, Luise und Dieter
Düdder, Fritz und Waltraud Stöcker , Alfred und Ulrike Schäfer, Siegfried und Hildegard Schmidt, Horst
und Christel Eppendorf, Herbert und Anni Könne, Karl und Waltraud Bornemann, Helmut und Margot
Scharf, Richard und Gertrud Wilke, Jörg und Ilse Schulte, Emil und Helga Saure, Karl und Gisela Figge
Königspaar:
Herbert & Anni Könne
Vogelschießen am: 29.07.1985 Wetter: Regen
Insignien:
Krone: -
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 278 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 1 1/2 Std.
Kinderschützenfest am: 29.06.1986 Kinderkönigspaar: Andrew Kesper & Sonja Mitze
Schützenfest 1986 von Sonnabend, 26.07.1986 bis Montag, 28.07.1986
Festkapelle:
Siegerlandmusikanten
Tanzmusik:
"Big Band Siegen"
Musikkapellen im Festzug: Siegerlandmusikanten, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen,
Spielmannszug Arolsen
Schnadezug: 15.06.1986
Streckenführung:
Vom Strycktal bis zur Rattlarer Straße
Schlussfeier:
An Henken Scheune beim Christenbörnchen
48
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Herbert Könne aus Korbach sichert sich in diesem
Jahr den Vogel, auf den er in den vergangenen Jahren
schon mehrfach vergebens angelegt hatte. Karl-
Friedrich Wilke, Jochen Haase, Werner Schulze
und Willi Gerbracht hätten es ihm gerne gleichgetan.
Am 10. August wird der Burschenclub mit einem
3-tägigen Fest auf dem Anebold von über 20 Burschen
wieder aus der Taufe gehoben. Um über die
Aktivitäten des BC in der Vergangenheit zu berichten,
werden auch alle ehemaligen Mitglieder, darunter
der Ehrenvorsitzende Willi Saure-Bick, zur
Feier eingeladen.
Für den Bau einer 110 kV Stromleitung werden die
Stromkabel mit einer Rakete über das Diemeltal
von der Seere zur Lieth geschossen. Die Leitung
und das neue Umspannwerk des VEW gehen am 4.
November in Betrieb. Im Vorfeld hatte es wegen
der zu erwartenden optischen Beeinträchtigung des
Landschaftsbildes Diskussionen gegeben.
Mit dem Ziel, die Aufnahme Usselns in das Dorferneuerungsprogramm
der hessischen Landesregierung
zu erreichen, wird ein Ortsbegang der politischen
Gremien durchgeführt.
Eine Abordnung der Schützengesellschaft nimmt
im Oktober am 150-jährigen Jubiläum der Trachtenmusik
St. Johann im Salzburger Land teil. Die
Österreicher sind nach 1982 auch für das kommenden
Schützenfest als Festkapelle verpflichtet worden.
Auf der 125. Generalversammlung freut sich der
Verein über insgesamt 32 neue Mitglieder im Jahr
1985. Dieser große Zuwachs ist nicht zuletzt auf
die Wiedergründung des Burschenclubs zurückzuführen.
Viele Jugendliche finden über den BC auch
den Weg in die anderen örtlichen Vereine. Die
Jubiläumsversammlung klingt mit einem Konzert
des Musikvereins Rhena aus, der auf dem vergangenen
Schützenfest als Festkapelle begeisterte.
Zum Jahreswechsel lässt der Burschenclub einen
alten Brauch wieder aufleben. Erstmals seit vielen
Jahren werden den Usselnern wieder Neujahrsständchen
gesungen.
Der Posaunenchor feiert im Februar sein 60-jähriges
Bestehen mit einem Festgottesdienst. Im
Jubiläumsjahr sind 22 Musiker aktiv.
Im vergangenen Jahr hat die Anzahl der Gästeübernachtungen
in Usseln erstmals die Schallmauer
von 200.000 überschritten.
Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 16:15 Stimmen
wird Günter Rehbein von der Gemeindevertretung
für weitere 6 Jahre zum Bürgermeister der
Gemeinde Willingen (Upland) gewählt.
Ein Festausschuss unter Vorsitz von Willi Schäfer
nimmt die Planungen für die 650-Jahr-Feier
Usselns, die 1988 stattfinden soll, auf.
Ende April explodiert im ukrainischen Tschernobyl
ein Kernreaktor. Die radioaktive Wolke erreicht
nach kurzer Zeit Deutschland. Auch im Upland
müssen Sport- und Spielplätze gesperrt werden.
Nach einem heftigen Unwetter im Mai stehen Teile
des Dorfes unter Wasser. Betroffen sind auch
Schützenhalle, Kursaal und Hölle. Besonders auf
der Kegelbahn entstehen große Schäden, die
zunächst nur provisorisch wieder hergerichtet werden
können.
Beim Pfingstsportfest beeindruckt die Militärkapelle
”The Band of Queen’s Lancashire Regiment”
viele hundert Besucher.
Die in Usseln gegründeten Diemelspatzen feiern ihr
30-jähriges Jubiläum in der Schützenhalle mit
einem großen Konzert.
Die ehemalige Rollschuh- und Eislaufbahn vor
dem Dorfgemeinschaftshaus wird umgestaltet. Es
entsteht ein schöner Platz mit Musikpavillion für
Kurkonzerte. Von diesem Umbau ist aber auch das
Schützenfest betroffen. Der Standort des Autoscooters
muss zukünftig auf den Sportplatz verlegt
werden.
Nach 36 Jahren Schuldienst wird die Leiterin der
Usselner Grundschule, Maria Sohnius, in den
wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
König Herbert Könne stiftet für die Schützenhalle
einen rustikalen Bühnenvorbau. Das Schützenfest
ist geprägt von zwei glanzvollen Konzerten mit
Startrompeter Walter Scholz und den Siegerlandmusikanten.
Die Schützenhalle ist jeweils bis auf
den letzten Platz gefüllt. Für die Tanzmusik sorgen
ebenfalls die Siegerlandmusikanten, die sich in
zwei unterschiedliche Big Bands aufteilen. Am
Festzug nimmt erstmals die Schützengilde Korbach,
deren Mitglied auch der Usselner König Herbert
Könne ist, mit einer großen Abordnung teil.
Schützenjahr 1985/1986
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
49
Schützenjahr 1986/1987
Statistik
v.l.n.r.: Hermann und Marlies Biederbick, Helmut und Ingrid Emde, Albert und Marga Rummel, Herbert
und Lore Wilke, Dieter und Elsbeth Kruse, Karl-Heinz und Lina Göbel, Karl und Christa Koch, Willi und
Agnes Wilke, Helmut und Heidi Jäkel mit Michaela und Claudia, Karl und Gerda Bangert, Karl und
Ingrid Engelbracht, Alfred und Inge Engelbracht, Horst und Brigitte Steinacker, Fritz und Christel Hildebrandt
(es fehlen auf dem Foto: Josef und Notburga Göttlicher)
Königspaar:
Helmut & Heidi Jäkel
Vogelschießen am: 28.07.1986 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone: -
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 237 Schuß abgegeben, das Schießen dauert 50 Min.
Kaiserschießen am 11.7.1987 Kaiser: Friedrich Bender
Kinderschützenfest am: 16.06.1987 Kinderkönigspaar: Thorsten Vogel & Sandra Rosmanith
Schützenfest 1987 von Sonnabend, 25.07.1987 bis Montag, 27.07.1987
Festkapelle:
Bürgermusik St. Johann/Pongau
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: St. Johann, Rhena, Spielmannszug Bad Salzuflen, Spielmannszug Arolsen,
Spielmannszug Mühlhausen
Schnadezug: 31.05.1987
Streckenführung:
Von der Rattlarer Straße bis zum Osterkopf
Schlussfeier:
Auf dem Osterkopf
50
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Wie in den meisten vergangenen Jahren kann sich
auch der diesjährige Schützenkönig Helmut Jäkel
über einen relativ unversehrten Vogel freuen.
Bereits nach 50 Minuten ist das Vogelschießen beendet.
Neben dem neuen König waren Karl-Wilhelm
Klingelhöfer, Karl-Friedrich Wilke, Günter
Emde, Willi Wilke (Höh) und Friedrich Wilke die
eifrigsten Schützen. Besonders die Festkapelle aus
Siegen, sowie der Startrompeter Walter Scholz, tragen
dazu bei, dass auch das diesjährige Schützenfest
bei allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben
wird.
Im August erlebt das Upland-Quiz unter der Regie
von Oswald Mannl eine Renaissance und entwickelt
sich zu einem wahren Zuschauermagneten.
Nach vier Quizabenden in Bömighausen, Schwalefeld,
Rattlar und Usseln kann sich die Rattlarer
Mannschaft schließlich vor 700 Zuschauern in der
Usselner Schützenhalle als Gesamtsieger durchsetzen.
Die Usselner Außenstelle der Kasseler Hessenmilch
wird geschlossen. Acht Angestellte verlieren
ihren Arbeitsplatz.
Mit Gudrun Knipp aus Immighausen übernimmt
erstmals eine Frau als evangelische Pfarrerin das
Pfarramt in Usseln.
Der Burschenclub feiert sein „375-jähriges“
Jubiläum mit einem Tanz- und Unterhaltungsabend
in der Schützenhalle. Bereits zwei Jahre nach der
Wiedergründung beteiligen sich über 50 junge
Männer aktiv an der Vereinsarbeit.
Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft
wird zum zweiten Mal ein Kaiserschießen
ausgerichtet. Friedrich Bender kann sich
gegen 25 ehemalige Schützenkönige durchsetzen.
Die Trophäen sichern sich Helmut Mitze, Karl Bornemann
und Helmut König.
Beim diesjährigen Schützenfest sorgt die Trachtenkapelle
aus St. Johann im Pongau für ausgelassene
Stimmung am Kommersabend. Der große Sonntagsfestzug
wird trotz Regenschauern wieder von
tausenden Zuschauern besucht.
Pfarrer Günther Engemann verlässt nach siebenjähriger
Tätigkeit das Kirchspiel Usseln. Seine zukünftige
Wirkungsstätte liegt in Hofgeismar.
Bereits zum zweiten Mal gastiert eine englische
Militärkapelle in Usseln. Bei einem Konzert begeistern
die Musiker viele hundert Zuschauer in der
vollbesetzten Schützenhalle.
Über 50 Personen beteiligen sich im Oktober an
einer von der Schützengesellschaft organisierten
Konzertfahrt nach Siegen zum 60-jährigen
Jubiläum der Siegerlandmusikanten.
Der heilklimatische Kurort Usseln wird Bundessieger
im Wettbewerb für besonders familienfreundliche
Ferien. Bundesfamilienministerin Rita Süssmuth
überreicht die Ehrenurkunde.
Ein Eisregen im März richtet im Upland erhebliche
Schäden an. Im Bereich der Lieth stürzen über 200
Buchen unter der Eislast um. In Rattlar entstehen
4.000 Festmeter Bruchholz.
Usseln erhält von der Landesregierung in Wiesbaden
offiziell die Zusage, ab 1988 ins Dorferneuerungsprogramm
aufgenommen zu werden.
Schützenkaiser Friedrich Bender
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahr 1986/1987
51
Schützenjahre 1982-1987
Bildgalerie
Vorstandsmitglieder beim Musikfest in St. Johann
(Pongau) v.l. Ludwig Behle, Karl-Fr. Wilke, Willi
Vogel, Marketenderin Marianne Huber, Willi
Schulze, Willi Gerbracht
Sängerin Margit Andersen und Karl-Fr. Wilke
unterhalten das Publikum
“Prosit Neujahr” v.l. Helmut und Irma (verdeckt)
Mitze, Erika und Gustav Born, Willi und Änne
Schulze, Karl und Minna Koch, Willi und Ilse
Schäfer
Großer Bahnhof bei König Kurt; im Vordergrund
v.l.: Herbert Born, Karl Koch sen. Willi Engelbracht
sen. Willi Schäfer,
Usseln ist Bundessieger im Wettbewerb
“Familienfreundliche Ferien” Urkundenüberreichung
an Ernst Kesper (Treff-Hotel) und
Helfried Heine (Kurverwaltung) durch
Bundesministerin Dr. Rita Süßmuth
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
52
Bildgalerie
Marketenderin Ulla Bornemann umrahmt von
Ludwig Behle sen. und Lothar Kesper
Auf zwei Beinen kann man nicht stehen! (Josef
Göttlicher)
Kinderkönigspaar Andre Hill und Birgit Behle
Burschenclub Usseln an der Diemelquelle
Naturschutzgebiet Kahler-Pön
Schützenjahre 1982-1987
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
53
Schützenjahr 1987/1988
Statistik
v.l.n.r.: Willi und Marianne Schulze, Werner und Ulrike Maywald, Jürgen und Ingrid Bethge, Siegfried
und Monika Czech, Karl-Heinz und Hiltrud Meier, Karl-Heinz und Erika Emde, Doris und Willi Gerbracht,
Horst Marczewski und Marlies Schäfer, Dieter und Ulla Bornemann, Karl-Fr. und Renate Wilke,
Werner und Christel Schulze, Willi und Helga Vogel, Horst Hill und Renate Reichel (es fehlen auf dem
Foto: Ludwig und Ilse Behle)
Königspaar:
Willi & Doris Gerbracht
Vogelschießen am: 27.07.1987 Wetter: Regen und kalt
Insignien:
Krone: -
Reichsapfel: -
Zepter: -
Auf den Vogel werden 135 Schuss abgegeben, das Schießen dauert 45 Min.
Kinderschützenfest am: 26.06.1988 Kinderkönigspaar: Andreas Büttner & Regina Berkes
Schützenfest 1988 von Sonnabend, 23.07.1988 bis Montag, 25.07.1988
Festkapelle:
Siegerlandmusikanten
Tanzmusik:
"Big Band Siegen"
Musikkapellen im Festzug: Siegerlandmusikanten, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen,
Spielmannszug Arolsen
Schnadezug: 29.05.1988
Streckenführung:
Vom Eimelroder Weg bis zum Kahlen-Pön
Schlussfeier:
Grillhütte am Kahlen Pön
54
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Zum Kreis der Königsaspiranten gehören in diesem
Jahr Karl-Friedrich Wilke, Günter Emde, Werner
Schulze (Zaches) und Willi Gerbracht. Bei strömendem
Regen wird sogleich auf die freigegebene
Stange geschossen. Willi Gerbracht beendet den
Wettbewerb nach einer dreiviertel Stunde mit dem
Königsschuss. Das Vogelschießen findet auf Grund
des schlechten Wetters ohne Musikbegleitung statt.
Anfang August erhält die katholische Kirchengemeinde
Willingen/Usseln einen neuen Pastor. Wolfgang
Brieden löst seinen Vorgänger Ullrich Ebert
ab. Heinz-Joachim Minke übernimmt die Leitung
der Grundschule Usseln.
Der TuS/SC Usseln feiert im April mit einem Festakt
in der Schützenhalle sein 75-jähriges Bestehen.
Mit über 600 Mitgliedern ist er der größte Verein
im Ort.
Der Burschenclub stellt am 1. Mai erstmalig einen
Maibaum in der Ortsmitte auf. Die über 20 Meter
lange Fichte wurde auf der Egge gefällt und anschließend
von den Burschen auf den Schultern ins
Dorf getragen.
Der Kur- und Verkehrsverein veranstaltet im September
ein großes Galakonzert in der Schützenhalle.
Günther Wewel und Walter Scholz mit seinem
Orchester sorgen vor ausverkauftem Haus für musikalische
Glanzpunkte.
Nach langen Verhandlungen wird auf dem Kahlen
Pön eine 38 Hektar große Heidefläche unter Naturschutz
gestellt. Ursprünglich sollte das Schutzgebiet
42 Hektar umfassen. In Usseln befürchtete
man jedoch Einschränkungen für den Skibetrieb.
Dem wurde Rechnung getragen und die Fläche für
eine mögliche weitere Skilifttrasse vom Naturschutz
ausgenommen.
Die Kegelbahn in der ”Hölle” unter der Schützenhalle
erhält eine gänzlich neue Steuerung und
Technik.
Im November erscheint das Buch ”Das Upland im
Spiegel der Presse”. Es enthält eine Wiedergabe der
über die Uplandorte erschienenen Zeitungsartikel
von 1777-1945. Gustav Born, Fritz Göbel und Willi
Göbel haben das Buch anlässlich der für 1988
geplanten Usselner 650-Jahrfeier erstellt. Über
1.000 Exemplare des 484-seitigen Werkes werden
verkauft.
Die Usselner Skilangläuferin Karin Jäger nimmt an
den olympischen Spielen im kanadischen Calgary
teil und wird damit zum dritten Mal vom Deutschen
Skiverband für eine Olympiade nominiert.
Im März finden in Usseln die westdeutschen nordischen
Skimeisterschaften auf den Langstrecken
statt. 110 cm Pulverschnee sorgen für beste Bedingungen.
Noch zu Ostern wird in diesem Jahr im
Upland Ski gefahren.
Der erste Usselner Maibaum auf dem Weg ins
Dorf
Eine neue Kleiderordnung für die Auftritte des
Männergesangvereins ”Eintracht” wird eingeführt.
Mit einem weißen Leinenhemd und dem bestickten
Petzel knüpft man an alte Usselner Traditionen an.
Anlass ist auch hier die bevorstehende 650-Jahrfeier
des Ortes.
Die Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft
im Juni wird von 96 Mitgliedern besucht. Im
Vorfeld hatte es erregte Diskussionen unter den
Schützenbrüdern über das Ansinnen von Walter
Scholz gegeben, in Usseln Schützenkönig zu werden.
Bei starker Medienpräsenz sollte das Vogelschießen
ein bereits vorher festgelegtes Ergebnis
haben. Nun teilt der Vorstand mit, dass seitens des
Startrompeters mittlerweile kein Interesse mehr an
der geplanten Aktion besteht.
Emanzipation auch beim Kinderschützenfest: Ab
sofort dürfen auch die Mädchen bis zum Schluss
am Wettbewerb teilnehmen.
Beim großen Festzug am Schützenfestsonntag, der
diesmal anlässlich des Ortsjubiläums um einen
historischen Teil erweitert wird, regnet es leider in
Strömen. Kurzerhand beschließt man, die historischen
Fuß- und Motivgruppen auch am Montag in
den Festzug einzureihen.
Schützenjahr 1987/1988
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
55
Schützenjahr 1988/1989
Statistik
v.l.n.r.: Julius und Ursel Limbach, Karl-Heinz und Hiltrud Meier, Ludwig und Hildegard Schulze, Karl und
Frieda Engelbracht, Herbert und Heidi Saure, Karl und Gerda Bangert, Kurt und Inge Heldmann, Karl
und Minna Koch, Günter und Marlies Emde, Karl-Wilhelm und Marianne Klingelhöfer, Christian und
Elisabeth Biederbick, Karl-Volker und Margot Sauer, Horst und Erna Papke, Willi und Luise Emde
Königspaar:
Günter & Marlies Emde
Vogelschießen am: 25.07.1988 Wetter: sonnig
Insignien:
Krone:
Friedrich Wilke-Bäumer
Reichsapfel: -
Zepter: -
Kinderschützenfest am: 25.06.1989 Kinderkönigspaar: Tobias Emde & Anna Bornemann
Burschenkönigsschießen am: 23.7.1989 Burschenkönig: Dirk Bender
Schützenfest 1989 von Sonnabend, 29.07.1989 bis Montag, 31.07.1989
Festkapelle:
Bundesbahnkapelle Bischofshofen
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: Bischofshofen, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen,
Spielmannszug Arolsen
Schnadezug: 28.05.1989
Streckenführung:
Vom Kahlen-Pön bis zur Hildfelder Grenze am Hopperkopf
Schlussfeier:
An der Diemelquelle
56
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Im Jahr des 650-jährigen Dorfjubiläums gibt es
drei ernsthafte Anwärter auf den Königsthron.
Günter Emde ist schließlich der Glückliche. Karl-
Friedrich Wilke und Christian Biederbick haben
das Nachsehen. Bei herrlichem Wetter und sehr
vielen Zuschauern präsentieren sich nicht nur
König und Hofstaat, sondern auch noch einmal der
historische Teil des Festzuges zum Dorfjubiläum.
Am Vortag hatte es während des gesamten Festzuges
geregnet.
Am 23. August erhält die Kilianskirche vier neue
Bronzeglocken, die die stählernen Nachkriegsglocken
ersetzen. Die Größte wiegt immerhin
1.050 kg.. Die Glockenweihe erfolgt während des
Dorffestes am 4. September durch Pfarrerin
Gudrun Knipp in einem Festgottesdienst.
Der Monat September beginnt mit einem gelungenen
Dorfabend und Festakt zum 650-jährigen
Dorfjubiläum in der Schützenhalle. Eine Woche
später findet ein großes historisches Straßenfest im
alten Ortskern statt. Tausende Besucher sind von
dieser Veranstaltung begeistert, die die Usselner in
wochenlanger Arbeit vorbereitet haben. Bei der
großen Schlussfeier am nächsten Tag im Festzelt
am Backhaus können alle Beteiligten auf ein sehr
gelungenes Dorfjubiläum zurückblicken.
Auch Turn- und Sportverein und Skiclub feiern in
diesem Jahr runden Geburtstag. Beide Vereine wurden
vor 75 Jahren gegründet. Beim Skiball wird das
Jubiläum festlich begangen. An diesem Abend
erhalten 15 Usselner den Ehrenbrief des Landes
Hessen für besonderes ehrenamtliches Engagement.
Unter den Ausgezeichneten befinden sich
auch der Vorsitzende der Schützengesellschaft Dieter
Bornemann und der Ehrenvorsitzende Erich
Saure.
Usselns Gastgeber freuen sich über einen neuen
Übernachtungsrekord. 1988 wurden rund eine viertel
Million Gästeübernachtungen gezählt.
Die ”Hölle” unter der Schützenhalle wird zu Jahresbeginn
vom Burschenclub grundlegend renoviert.
Alle Arbeiten erfolgen in Eigenleistung der
Burschen. Die Schützengesellschaft übernimmt die
Materialkosten. In den renovierten Räumen veranstaltet
der Burschenclub künftig zweimal im Jahr
die beliebten Höllenfeten.
Nach 29 deutschen Meistertiteln im Skilanglauf
und drei Olympiateilnahmen beendet Karin Jäger
ihre beispiellose Karriere. Sie ist damit Usselns
erfolgreichste Sportlerin.
Über 1 Mio. DM wurden im Usselner Freibad investiert.
Mit Beginn der Saison stehen den Badegästen
eine Riesenrutschbahn, Wasserfontänen und
ein Einschwimmkanal, der den Umkleidetrakt mit
dem Schwimmbecken verbindet, zur Verfügung.
Der Usselner Geschichts- und Heimatverein wird
im Juni aus der Taufe gehoben. Ziel des Vereins ist
es, das Usselner Heimatmuseum zu betreuen und
die Erinnerung an die Usselner Geschichte wach
zu halten. Erster Vorsitzender des neu gegründeten
Vereins ist Helmut Saure-Landrats.
Im Juli findet erstmals ein von der Schützengesellschaft
ausgerichtetes Burschenkönigsschiessen
statt. Die Anwärter müssen sowohl Mitglied des
Burschenclubs als auch der Schützengesellschaft
sein und das 16. Lebensjahr vollendet haben. Im
Gegensatz zum Schützenkönig benennt der Burschenkönig
keine Königin. Nach dreistündigem
spannenden Wettkampf kann sich Dirk Bender
gegen die zahlreichen Konkurrenten durchsetzen.
In Verbindung mit den Wasserspielen der Freiwilligen
Feuerwehr findet auf dem Sportplatz ein Fußballspiel
zwischen dem Hofstaat und einem Team
des Sportvereins statt. Die Betreuung der Mannen
um König Günter Emde obliegt „Altbundestrainer
Jupp Derwall“ alias Horst Papke.
Nach umfangreicher Umgestaltung ist die Sportstraße
pünktlich zum Schützenfest fertig gestellt.
Die Straße wurde von der Bundesstraße bis zum
Freibad gepflastert und begrünt.
Der diesjährige Kommersabend wird von der Bundesbahnkapelle
aus Bischofshofen und den aus
dem Fernsehen bekannten ”Moldau-Mädels”
gestaltet.
Schützenjahr 1988/1989
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
57
Schützenjahr 1989/1990
Statistik
v.l.n.r.: Willi und Marianne Schulze, Herbert und Lore Wilke, Ludwig und Ilse Behle, Willi und Helga
Vogel, Willi und Doris Gerbracht, Hans und Margret Figge, Herbert und Helga Wilke, Karl-Friedrich und
Renate Wilke, Friedrich und Gerda Bender, Karl und Ingrid Engelbracht, Willi und Agnes Wilke, Lothar
und Anita Kesper, Helfried und Irmgard Heine, Hermann und Doris Schumann, Rudolf und Gerda
Schober
Königspaar:
Karl-Friedrich & Renate Wilke
Vogelschießen am: 31.07.1989 Wetter: regnerisch und kühl
Insignien:
Krone:
Frank Schulze
Reichsapfel: Dr. Harald Mitze
Zepter: -
Das Schießen dauert 1 1/2 Std.
Kinderschützenfest am: 24.06.1990
Kinderkönigspaar: Björn Emde & Monika Bangert
Burschenkönigsschießen am: 22.7.1990 Burschenkönig: Christoph Schulte
Schützenfest 1990 von Sonnabend, 28.07.1990 bis Montag, 30.07.1990
Festkapelle:
Brassband Merum aus Holland
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: Merum, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen, Spielmannszug Goddelsheim
Schnadezug: 27.05.1990
Streckenführung:
Von der Hildfelder Grenze am Hopperkopf bis zum Stryckparkplatz
Schlussfeier:
Unter dem Schneeberg
58
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Karl-Friedrich Wilke ist neuer vielumjubelter
Schützenkönig von Usseln. Auch in diesem Jahr
sah es wieder danach aus, als würde er kurz vor
dem Ziel scheitern. Theo Witzke brachte den Vogel
mit einem gezielten Schuss in bedrohliche Schieflage.
Karl-Friedrich Wilke hatte dann das Glück,
den angeschlagenen Vogel endgültig zur Strecke zu
bringen.
Ein vom Waldeckischen Jägerkorps veranstaltetes
Galakonzert lockt über 900 Besucher in die
Schützenhalle. Trompeter Walter Scholz und das
13-jährige Nachwuchstalent Stefan Mross sorgen
für einen stimmungsvollen Abend.
Am Donnerstag, dem 9. November, sorgt die Öffnung
des eisernen Vorhangs, der Deutschland über
viele Jahrzehnte teilte, auch im Upland für große
Freude.
Im Bereich des Alten Hagens wird eine Fläche von
144 Hektar unter Naturschutz gestellt. Damit ist der
Alte Hagen das größte Naturschutzgebiet im
Upland.
Der Vorsitzende der Schützengesellschaft zeigt sich
auf der diesjährigen Generalversammlung erfreut
darüber, dass der Verein in den vergangenen Jahren
mit starken Abordnungen die auswärtigen Schützenfeste
besuchte. Auch viele neue Schützenbrüder
aus den Reihen des vor vier Jahren wiedergegründeten
Burschenclubs haben das Schützenwesen
belebt. Weniger erfreulich ist das Standortproblem
des Autoscooters beim Schützenfest. Für den
Sportplatz, dem bisherigen Standort, entzog die
Gemeinde die Genehmigung. Stattdessen soll er
zukünftig vor der Sporthalle aufgestellt werden.
Wegen der größeren Entfernung zum Festplatz
kommt es daher zu erregten Diskussionen.
Nach nur drei Jahren verlässt die evangelische Pfarrerin
Gudrun Knipp Usseln. Sie übernimmt eine
Pfarrstelle in Kirchberg bei Fritzlar.
Helmut Kramer, seit 1969 Chorleiter des MGV
„Eintracht 1883“ Usseln, übergibt zum Jahresbeginn
den Dirigentenstab an Rudolf Hebermehl.
Hebermehl ist Musiklehrer an der Uplandschule in
Willingen.
Die Gemeinde Willingen (Upland) reicht eine
Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland ein.
Grund ist der unerträgliche Lärm, der durch tieffliegende
Militärjets erzeugt wird. Die Anzahl der
Tiefflüge hat in den vergangenen Jahren immer
weiter zugenommen.
Mit der Brassband Merum wurde in diesem Jahr
erstmals eine holländische Kapelle zum Schützenfest
verpflichtet. Die Musiker verstehen es, ihr
Publikum mit einem niveau- und stimmungsvollen
Konzert restlos zu begeistern. Beim Kommersabend
wirkt auch der „Erksche Gemischte Chor“
aus Berlin mit, dessen Vorsitzender der gebürtige
Usselner Willi Saure-Wiesemanns ist. Heiner
Wilke übernimmt in diesem Jahr die Aufgabe des
Königskutschers von seinem Vater. Er chauffiert
seine Eltern in der vierspännig gezogenen Königskutsche
durch den festlich geschmückten Ort.
Vierspännig gezogene
Königskutsche
Schützenjahr 1989/1990
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
59
Schützenjahr 1990/1991
Statistik
v.l.n.r.: Susanne Biederbick, Iris Wilke, Holger Vogel, Dirk Wilke, Ute Biederbick, Willi Wilke, Svenja
Asmuth, Matina Hellwig, Ralf Heine, Birgit Frese, Tanja Hilmert (Kinderkönigin) Christoph Schulte, Thomas
Schulze, Melanie Berg, Christian Kroneis (Kinderkönig), Heiner Wilke, Joachim Born, Katrin Figge,
Andrea Oberlies, Dirk Bender, Christiane Herr, Heiner Jäger, Ludwig Behle, Nicole Emde, Frank Bender,
Marion Gerbracht, Jutta Saure, Marc Wilke, Friedrich Wilke, Anja Wilke, Oliver Kesper, Margret Winterberg,
Raphael Pfeifer, Sabine Schulze, Herbert Asmuth, Sabine Golik
Königspaar:
Heiner Jäger & Andrea Oberlies
Vogelschießen am: 30.07.1990 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Helmut König
Reichsapfel: Holger Vogel
Zepter:
Heiner Wilke
Kinderschützenfest am: 26.6.1991 Kinderkönigspaar: Christian Kroneis & Tanja Hilmert
Burschenkönigsschießen am: 14.7.1991 Burschenkönig: Frank Kotthaus
Schützenfest 1991 von Sonnabend, 27.07.1991 bis Montag, 29.07.1991
Festkapelle:
Kugelsburgmusikanten Volkmarsen
Tanzmusik:
"Swinging Generation" Wrexen
Musikkapellen im Festzug: Volkmarsen, Rhena, Lelbach, Spielmannszug Mühlhausen,
Spielmannszug Goddelsheim
Schnadezug: 26.05.1991
Streckenführung:
Vom Stryckparkplatz bis ins Diemeltal
Schlussfeier:
In der Wilke-Mühle
60
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Der Wind steht in diesem Jahr dem neuen Schützenkönig
Heiner Jäger zur Seite. Nachdem er seinen
letzten Schuss auf den Vogel abgegeben hat,
legt bereits Karl-Heinz Meier als nächster Schütze
an. In diesem Moment bringt eine Windböe den
bereits locker geschossenen Vogel zu Fall. Der erst
21 Jahre alte König Heiner braucht eine ganze
Weile, bis er sein Glück fassen kann.
Im Spätsommer wird im Kursaal der Dorfentwicklungsplan
im Zuge des Dorferneuerungsprogrammes
vorgestellt. Die planenden Architekten erläutern
viele interessante Ideen und Entwürfe.
Am dritten Oktober feiert Deutschland die Wiedervereinigung.
Dieser Tag löst den 17. Juni als Nationalfeiertag
ab. Durch den Umzug nach Usseln werden
in der Folgezeit auch viele Männer aus den
neuen Bundesländern Mitglied in der Schützengesellschaft.
Auf der Generalversammlung der Schützengesellschaft
wird Willi Gerbracht zum 1. Vorsitzenden
des Vereins gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dieter
Bornemann an, der nach 15 Jahren an der Spitze
auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheidet.
Bornemann wird zum Ehrenmitglied des Vereins
ernannt. Willi Engelbracht sen. (Schür) erhält auf
der Versammlung die Ernennungsurkunde zum
Ehrenhauptmann.
Wolf Kaufmann tritt sein Amt als neuer evangelischer
Pfarrer in Usseln an. Trotz erheblicher Proteste
aus der Bevölkerung und seitens des Landeskonservators
fällt das Usselner Kornhaus in
einer "Nacht- und Nebelaktion" der Abrissbirne
zum Opfer.
In einer außerordentlichen Generalversammlung im
Januar wird die Wahl des Vorsitzenden der Schützengesellschaft
wiederholt. Eine Neuabstimmung
ist erforderlich, da laut Amtsgericht zur letzten
Generalversammlung nicht ordnungsgemäß eingeladen
wurde. Durch eine Satzungsänderung sollen
solche Pannen zukünftig vermieden werden. Willi
Gerbracht wird einstimmig zum neuen Vorsitzenden
gewählt.Unbekannte sägen in der Nacht zum
Pfingstmontag den Usselner Maibaum ab. Er fällt
mitten auf die Bundesstraße. Glücklicherweise
kommt niemand zu Schaden. Für die geplanten
Umbaumaßnahmen an der Schützenhalle im Zuge
der Dorferneuerung liegt zunächst eine Zusage für
einen 30-prozentigen Zuschuss vom Land Hessen
vor.
Mit den Kugelsburgmusikanten aus Volkmarsen
kommt auch beim diesjährigen Kommersabend
wieder beste Stimmung in der Schützenhalle auf.
Der junge Hofstaat sorgt mit seinen "Show-Einlagen",
wie dem Ritt der Herren auf den Stühlen zur
Musik "Leichte Kavallerie", für weitere Höhepunkte.
Usselner Schützen
im Festzug
Schützenjahr 1990/1991
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
61
Schützenjahr 1991/1992
Statistik
v.l.n.r.: Werner und Hannelore Figge, Karl und Gerda Bangert, Klaus-Jürgen und Inge Saure, Horst und
Erna Papke, Günter und Marlies Emde, Karl und Gisela Figge, Karl-Volker und Margot Sauer, Karl und
Marita Kroneis, Hans und Renate Asmuth, Günter und Jutta Eustrup, Helfried und Irmgard Heine, Harald
Möllmer und Lieselotte Schulze, Erich und Margit Wilke, Karl-Wilhelm und Marianne Klingelhöfer,
Hermann und Doris Schumann
Königspaar:
Karl-Volker & Margot Sauer
Vogelschießen am: 29.07.1991 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Willi Gerbracht
Reichsapfel: Marc Wilke
Zepter: -
Das Schießen dauert 2 Std.
Kinderschützenfest am: 28.6.1992
Kinderkönigspaar: René Barthel & Sabine Stremmel
Burschenkönigsschießen am: 12.7.1992 Burschenkönig: Stefan Kesper
Schützenfest 1992 von Sonnabend, 25.07.1992 bis Montag, 27.07.1992
Festkapelle:
Brassband Merum aus Holland
Tanzmusik:
"Die Lustigen Salzachtaler" aus dem Pongau
Musikkapellen im Festzug: Merum, Rhena, Majoretten- & Fanfarenkorps Allagen,
Spielmannszug Mühlhausen
Schnadezug: 31.05.1992
Streckenführung:
Vom Diemeltal bis zum Rennefeld
Schlussfeier:
Schutzhütte am Rennefeld
62
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Beim diesjährigen Vogelschiessen kann sich Karl
Volker Sauer gegen eine größere Anzahl von Konkurrenten
durchsetzen und übernimmt für ein Jahr
die Regentschaft über die Usselner Schützen. Mitstreiter
um den Titel waren: Hans-Jürgen Firch,
Eckhard Göttlicher, Manuel Gottwald, Lars Küthe,
Dirk Wäscher, Karl-Wilhelm Klingelhöfer, Willi
Wilke (Höh) und Werner Schulze.
Der von der Schützengesellschaft ausgerichtete Silvesterball
in der Schützenhalle ist ein voller Erfolg.
Rekordbesuch und –umsatz sind die Belohnung für
Planung, Vorbereitung und Dekoration. Diese Veranstaltung
ist die letzte, die von Helga und Emil
“Männe” Saure bewirtschaftet wird. Familie Saure
hat 16 Jahre lang zuverlässig und engagiert als Vereins-
und Höllenwirte der Schützengesellschaft
gearbeitet. Ihre Nachfolger werden Irma und
Lothar Stein.
Ab Oktober wird die Kilianskirche nach Einbruch
der Dunkelheit angestrahlt. Die Anschaffungs- und
Installationskosten für die erforderlichen Leuchten
hat der Heimat- und Geschichtsverein übernommen.
Seit 1. Januar gibt es in Usseln keine Briloner- und
keine Blumenstraße mehr. Wegen doppelt vorkommender
Straßennamen werden in der Gemeinde
Willingen (Upland) Namensänderungen vorgenommen.
Hochsauerlandstraße und Fliederweg sind für
Usseln die neuen Straßenbezeichnungen.
Im Zuge der Dorferneuerung soll auch die Usselner
Schützenhalle grundlegend renoviert werden. Die
ersten Kostenberechnungen belaufen sich auf
180.000 DM.
Otto Schober, der die Kasse der Schützengesellschaft
19 Jahre lang geführt hat, kandidiert nicht
mehr für dieses Amt. Die Generalversammlung
wählt Lothar Kesper zu seinem Nachfolger. Diskussionen
gibt es einmal mehr um die Form der
Usselner Schützenhüte. Der in der Vergangenheit
gefällte Beschluss, generell den kleinen Schützenhut,
teilweise abschätzig ”Zündhütchen” genannt,
zu tragen, wird durch eine Abstimmung revidiert.
Offizielle Kopfbedeckung ist zukünftig wieder der
Hut mit großer Krempe, der schon in den letzten
Jahren besonders von den jüngeren Schützenbrüdern
getragen wurde.
Eine zunächst unerklärliche Brandserie schockt die
Usselner. Während des Winters gehen mehrere
Feldscheunen in Flammen auf. Der Brandstifter
kann schließlich ermittelt werden.
Langjähriges Wirtepaar Emil und Helga Saure
Neuer Bürgermeister der Gemeinde Willingen
(Upland) wird Hubert Bechstein, der bisher in
Volkmarsen dieses Amt innehatte. Er tritt die
Nachfolge des langjährigen Verwaltungschefs
Günther Rehbein an. Im März übernimmt Bernd
Saure die Spartenleitung bei den Usselner Sportschützen.
Sein Vorgänger war Siegfried Czech.
Der Burschenclub richtet im Mai anlässlich seines
”380-jährigen” Jubiläums in der Schützenhalle eine
Rockfete mit 2 Livebands aus. Über 1.000 Besucher
lassen sich von der tollen Stimmung begeistern.
Neuer katholischer Pastor ist Bernd Conze.
Er tritt im Frühjahr die Nachfolge von Wolfgang
Brieden an.
Die neu gestalteten Marktwiesen und die neue
Minigolfanlage werden festlich eingeweiht. Als
eines der größten Projekte der Dorferneuerung sind
hier etwa eine halbe Million DM investiert worden.
Zum Schützenfestauftakt findet erstmalig ein Festgottesdienst
in der Kilianskirche statt. Der traditionelle
Marsch zur Gefallenenehrung schließt sich
daran an. Am Ehrenmal gibt es neben dem Liedvortrag
des Männergesangvereins künftig nur kurze
Ansprachen von Pfarrer und Vorsitzendem zur
Kranzniederlegung. Königspaar Karl-Volker und
Margot feiern mit ihrem Hofstaat auf der von
ihnen neu gestalteten Bühne ein gelungenes Schützenfest.
Schützenjahr 1991/1992
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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v.l. : Helga und Willi Vogel mit Königin Doris
Gerbracht auf der Bühne
Schützenjahre 1987-1992
Bildgalerie
Freibad Usseln nach der Renovierung
Das Usselner Kornhaus kurz vor dem Abriss
Hochwasser in Usseln: Helmut Emde-Loh und
Helfried Heine suchen nach dem “Ausweg”
Der erste Usselner Burschenkönig Dirk Bender im
Kreise seiner Mitstreiter
Günter Emde
frisiert Hans
Asmuth
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
64
Bildgalerie
Hofstaatsfeier im Wilden Westen v.l. Ralf Heine,
Heiner Wilke, Holger Vogel, Joachim Born, Ludwig
Behle, Susanne Biederbick
Kinderkönigskutsche mit Christian Kroneis und
Tanja Hilmert und Kutscher Kurt Heldmann
Kalte Dusche beim Kehraus am Schützenfestdienstag.
Im Vordergrund Günter Emde und Hermann
Schumann
Hofstaat gegen Sportverein
Hofstaatsausflug: König Karl-Fr. Wilke hoch zu
Roß mit Königin Renate und Hermann Schumann
Attacke zur “Leichten Kavallerie” durch die Herren
des Hofstaates mit König Heiner Jäger
Vorstandssitzung in der Hölle v.l.: Helfried Heine,
Willi Schulze, Ernst Meier, Werner Maywald, Jürgen
Stremmel, Lothar Kesper, Karl-Fr. Wilke, Willi
Gerbacht, König Heiner Jäger, Ludwig Behle sen.,
Karl Engelbracht, Otto Schober und Dieter Bornemann
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahre 1987-1992
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Schützenjahr 1992/1993
Statistik
v.l.n.r.: Michaela Gerhard und Tobias Heine, Marianne und Willi Wilke, Cornelia Sauer und Torben
König, Manja Linke und Andrew Kesper, Carmen und Eckhard Göttlicher, Sabine Dörr und Andreas
Olschewski, Concetta Schüssler und Michael Gelfuß, Christina Gerbracht und Manuel Gottwald,
Stefanie Reichel und Frank Olschewski, Melanie Frese und Andrè Hill, Stefanie Ellhof und Sven Peters,
Meike Trögeler und Marcus Antoni, Ursell und Hans-Jürgen Firch, Melanie Wrobel und Andreas
Klingelhöfer, Kinderkönigspaar: Jenna Mohr und Martin Bangert
Königspaar:
Manuel Gottwald & Christina Gerbracht
Vogelschießen am: 27.07.1992 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Herbert Könne
Reichsapfel: Marc Wilke
Zepter:
Dirk Bender
Kinderschützenfest am: 27.6.1993 Kinderkönigspaar: Martin Bangert & Jenna Mohr
Burschenkönigsschießen am: 11.7.1993 Burschenkönig: Lars Birkenhauer
Schützenfest 1993 von Sonnabend, 24.07.1993 bis Montag, 26.07.1993
Festkapelle:
Bundesbahnkapelle Bischofshofen (A)
Tanzmusik:
"Alpenecho" aus Altenmarkt im Pongau
Musikkapellen im Festzug: Bischofshofen, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen, Majoretten- &
Fanfarenkorps Allagen
Schnadezug: 12.05.1993
Streckenführung:
Vom Rennefeld bis zum Kahlen-Pön
Schlussfeier:
Grillhütte am Kahlen Pön
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Ein Tränchen im Auge und die hölzerne ”Wackelkönigskette”
um den Hals, so jubelt Königsaspirant
Frank Schulze dem neuen Schützenkönig Manuel
Gottwald zu. Mit den beiden wetteiferte noch Hermann
Schumann jun. um die Königswürde. Königin
wird Christina Gerbracht, die Tochter des
ersten Vorsitzenden.
An der Landesgrenze am Knoll wird der Grenzstein
”Nr. 1” neu gesetzt. An der Feier nehmen die Landräte
der Kreise Waldeck-Frankenberg und
Hochsauerland, sowie die Bürgermeister der
Gemeinde Willingen (Upland) und der Stadt Medebach
teil.
Nach vielen Jahren wird im August in der Usselner
Schützenhalle wieder ein Theaterstück aufgeführt.
”Datt Skosterhous” aus der Feder von Joachim
Born, weitestgehend in Usselner Platt gespielt, ist
ein großer Erfolg. Die junge Theatergruppe nennt
sich in Anlehnung an ihre Vorgänger aus den 50er
Jahren “Dramatischer Verein”.
Die erste Fußballmannschaft erreicht den Aufstieg
in die Bezirksliga. Nach diesem Erfolg reisen die
Sportler 3 Wochen durch die USA. Beim Aufenthalt
in Las Vegas gibt es eine faustdicke Überraschung,
als vier Fußballer ihre mitreisenden
Freundinnen heiraten.
Zum diesjährigen Schützenfest darf der Autoscooter
wieder auf dem Sportplatz aufgebaut werden. In
den vergangenen Jahren ließ die Gemeinde dies
nicht zu, der Scooter stand vor der Sporthalle und
damit abseits vom Festplatz.
Als Tanzkapelle ist einmal mehr das “Alpenecho”
aus Österreich verpflichtet worden. Der Spielmanns-
und Majorettenzug aus Allagen überzeugt
musikalisch und durch seine farbenprächtigen Uniformen
beim Festzug am Sonntag.
Der Usselner Riesenschneemann
begrüßt die Gäste
Im Winter baut der Burschenclub erstmals einen
Riesenschneemann in der Ortsmitte und weiht ihn
mit einem zünftigen Fest ein.
Die Sportschützen führen ihr erstes Vereinspokalschießen
durch. Sieger unter 47 teilnehmenden
Mannschaften wird die Feuerwehr. Den Maibaum
schmücken ab diesem Jahr die Wappen von 13
Usselner Vereinen.
Nach der Kommunalwahl löst Walter Gerhard jun.
Horst König als Usselner Ortsvorsteher ab.
Der von Josias W. Brützel geschaffene Altar in der
Kilianskirche wird 300 Jahre alt. Aus diesem
Anlass findet ein festlicher Gottesdienst statt.
Auf der Generalversammlung der Schützengesellschaft
stellt Bürgermeister Bechstein ein Modell
zur Gestaltung und Finanzierung des bevorstehenden
Umbaus der Schützenhalle vor. Die Halle soll
in das Eigentum der Gemeinde Willingen (Upland)
übergehen, wobei das alleinige Hausrecht weiterhin
bei der Schützengesellschaft verbleibt. Die Versammlung
ermächtigt den Vorstand, die weiteren
Verhandlungen zu führen.
Mit Jenna Mohr erringt erstmals ein Mädchen die
Kinderkönigswürde und ernennt Martin Bangert zu
ihrem Mitregenten.
Schützenjahr 1992/1993
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Schützenjahr 1993/1994
Statistik
hintere Reihe von links: Willi Vogel, Ludwig Behle, Otto Schober, Rudi Schober, Lothar Kesper, Willi Gerbracht,
Werner Schulze, Dieter Bornemann, Karl-Fr. Wilke, Helfried Heine, Christian Asmuth, Willi Wilke
vordere Reihe: Helga Vogel, Ilse Behle, Marianne Schober, Gerda Schober, Anita Kesper, Marianne und
Willi Schulze, Christel Schulze, Doris Gerbracht, Irmgard Heine, Ulla Bornemann, Renate Wilke, Helga
Asmuth, Agnes Wilke
Königspaar:
Willi & Marianne Schulze
Vogelschießen am: 26.07.1993 Wetter: regnerisch und kühl
Insignien:
Krone: -
Reichsapfel: Willi Schulze
Zepter:
Willi Schulze
Kinderschützenfest am: 19.6.1994 Kinderkönigspaar: Christoph Brüne & Doreen Stein
Burschenkönigsschießen am: 10.7.1994 Burschenkönig: Frank Engelbracht
Schützenfest 1994 von Sonnabend, 23.07.1994 bis Montag, 25.07.1994
Festkapelle:
Musikverein Düdinghausen
Tanzmusik:
Schauenburger Musikanten
Musikkapellen im Festzug: Düdinghausen, Rhena, Willingen, Majoretten- & Fanfarenkorps Allagen
Schnadezug: 15.05.1994
Streckenführung:
Vom Kahlen-Pön bis zur Hildfelder Grenze am Hopperkopf
Schlussfeier:
An der Diemelquelle
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Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Das diesjährige Königsschießen beginnt mit einstündiger
Verspätung, da man hofft, dass in dieser
Zeit der Dauerregen endlich aufhört. Dies ist
jedoch nicht der Fall, und so gehen schließlich die
Königsaspiranten Willi Schulze, Herbert Pohlmann,
Hans-Jürgen Firch und Axel Mohr beherzt
zur Sache. Besonders Schützenhauptmann Willi
Schulze beweist seine Treffsicherheit. Nachdem er
sich bereits Reichsapfel und Zepter gesichert hat,
fegt er nach nicht einmal einer halben Stunde auch
den Vogel von der Stange. Bei der anschließenden
Proklamation lacht auch die Sonne wieder.
Nach grundlegendem Umbau und Renovierung
erfolgt im Oktober die Einweihung der Heimatstube.
Die Kosten der Maßnahmen an dem 140 Jahre
alten Fachwerkbau in der Ringstraße betragen
610.000 DM.
Aus dem Wettbewerb "Familienferien in Deutschland"
geht Usseln als Landessieger hervor.
Ein begeistertes Publikum in der vollbesetzten
Schützenhalle erlebt die beiden Vorstellungen des
Theaterstückes "Good Old Germany" durch den
„Dramatischen Verein“.
Nachdem es in der Vergangenheit vermehrt kritische
Äußerungen über das optische Erscheinungsbild
der Königsvögel gegeben hatte, wird auf der
diesjährigen Generalversammlung beschlossen,
zukünftig Königsvögel anzuschaffen, die wieder
majestätischer aussehen.
Der Umbau der vereinseigenen Schützenhalle im
Rahmen der Dorferneuerung steht demnächst an.
Landeszuschüsse in Höhe von 70% fließen nur
dann, wenn die Gemeinde Eigentümerin der Halle
ist. Aus diesem Grund soll eine außerordentliche
Versammlung der Schützengesellschaft über einen
eventuellen Verkauf an die Kommune entscheiden.
Holger Vogel wird auf der Generalversammlung
des Burschenclubs zum Vorsitzenden gewählt. Er
tritt die Nachfolge von Friedrich Wilke-Bäumers
an, der den Verein seit dessen Wiedergründung
1985 erfolgreich geführt hat.
Die Freiwillige Feuerwehr Usseln weiht aufgrund
ihres 115-jährigen Bestehens, sowie des 20-jährigen
Jubiläums der Jugendfeuerwehr im März eine
Standarte. Sie wird zukünftig unter anderem jährlich
beim Festzug zum Schützenfest präsentiert.
Am 5. März findet eine von 113 Vereinsmitgliedern
besuchte außerordentliche Generalversammlung
der Schützengesellschaft statt, in der es hauptsächlich
um den Kauf- und Pachtvertrag der Schützenhalle
mit der Gemeinde geht. Das vorbereitete Vertragsmodell
wird den Mitgliedern von
Bürgermeister Hubert Bechstein vorgestellt und
erläutert. Nach einer anschließenden Diskussion
um ein Für und Wider des Hallenverkaufes kommt
es zur Abstimmung. Mit 104 Ja-Stimmen, acht
Enthaltungen und einer Gegenstimme wird dem
Vertragsentwurf zugestimmt. Die Unterzeichnung
des Kauf- und Pachtvertrages, in dem auch die
zukünftige Nutzung der Halle durch die Schützengesellschaft
geregelt ist, erfolgt am 27. April durch
die Vorstände von Gemeinde und Schützengesellschaft.
Fritz Bandlow wird zum neuen Vorsitzenden des
SC Usseln gewählt, er löst Willi Wilke-Fiesen in
diesem Amt ab.
Von der diesjährigen Maibaumaufstellung durch
den Burschenclub überträgt der Radiosender FFH
einen Livebericht.
Auf der Gesellschafterversammlung der Usselner
Molkerei wird hitzig über eine mögliche Fusion mit
den Tuffi-Milchwerken in Wuppertal debattiert. In
der anschließenden Abstimmung werden die Pläne
jedoch verworfen. Bei einer erneuten Versammlung
nur drei Wochen später in Wirmighausen ändern
sich die Mehrheiten. Die Fusionsbefürworter setzen
sich durch. Die Mehrzahl der Gesellschafter sieht
in der Fusion große Chancen, die Usselner Molkerei
zu erhalten.
Im Alter von 81 Jahren verstirbt am 1. Juli der
langjährige Ehrenvorsitzende der Schützengesellschaft
Erich Saure.
Pünktlich zum Schützenfest wird der erste Bauabschnitt
des Hallenumbaus fertiggestellt. Es handelt
sich um den Eingangsbereich, Toilettenanlagen und
den Zugang zur „Hölle“. Diese ist nun vom Festplatz
aus direkt zu erreichen. Bei diesen Maßnahmen
wurden auch erhebliche Eigenleistungen von
den Schützenbrüdern erbracht.
Beim Kommersabend wird Karl Figge-Bunsen für
ein seltenes Jubiläum geehrt. Er gehört der Schützengesellschaft
bereits seit 75 Jahren an. Festkapelle
beim diesjährigen Schützenfest ist der Musikverein
aus dem Nachbarort Düdinghausen. Königin
Marianne Schulze freut sich besonders, die Musiker
aus ihrem Geburtsort in Usseln begrüßen zu
können. Sie war früher selbst aktive Musikerin in
den Reihen des Musikvereins.
Schützenjahr 1993/1994
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
69
Schützenjahr 1994/1995
Statistik
v.l.n.r.: Maik Saure und Beate Hesse, Lars Birkenhauer und Sonja Berger, Reiner und Hannelore Emde,
Eckhard und Carmen Göttlicher, Mike und Doreen Schmitz, Friedrich und Arnhild Bracht, Christoph und
Nicole Holtel, Karl-Volker und Margot Sauer, Günter und Marlies Emde, Götz und Andrea Schlenger,
Willi Wilke und Andrea Kleine
Königspaar:
Friedrich Bracht & Arnhild Schulze-Bracht
Vogelschießen am: 25.07.1994 Wetter: sonnig und heiß
Insignien:
Krone:
Friedrich Wilke-Bäumer
Reichsapfel: Dr. Harald Mitze
Zepter:
Christoph Holtel
Kinderschützenfest am: 18.6.1995
Kinderkönigspaar: Martin Bangert & Gülten Soydut
Burschenkönigsschießen am: 23.7.1995 Burschenkönig: Martin Schober
Schützenfest 1995 von Sonnabend, 29.07.1995 bis Montag, 31.07.1995
Festkapelle:
Reblandmusikanten Altschweier
Tanzmusik
"Grinde Buebe" aus dem Schwarzwald
Musikkapellen im Festzug: Altschweier, Rhena, Willingen, Majoretten- & Fanfarenkorps Allagen
Schnadezug: 21.05.1995
Streckenführung:
Von der Hildfelder Grenze am Hopperkopf bis zum Waschkump
im Strycktal
Schlussfeier:
Jagdhütte auf dem Roth
70
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Bei strahlendem Sonnenschein wetteifern Axel
Mohr, Marc Wilke, Dirk Wilke und Friedrich
Bracht um die Königswürde. Letzterem gelingt es
schließlich, den Vogel von der Stange zu holen.
Die Gemeinde engagiert in diesem Jahr erstmals
die Kapelle „Sonic“ zur Gestaltung der Kurkonzerte.
Die Musiker kommen aus Siebenbürgen in
Rumänien und sind seitdem in wechselnder
Zusammensetzung in jedem Sommer im Upland zu
sehen und zu hören.
Im Baugebiet ”Auf dem breiten Hofe” werden 17
weitere Bauplätze ausgewiesen. Bauwillige können
den erschlossenen Quadratmeter für 75 DM von
der Gemeinde erwerben.
Für große Freude sorgt in Usseln die Nachricht
über den Bundessieg im Wettbewerb ”Familienferien
in Deutschland”, zu dem sich der Ort als hessischer
Landessieger qualifiziert hatte.
Schlechte Nachricht für die Usselner Molkerei: Der
Tuffi-Konzern gibt ein Jahr nach der Übernahme
die Schließung des Betriebes zum 1. Juli 1995
bekannt.
Im Herbst wird der Vorentwurf zum Bau einer
neuen Usselner Kläranlage vorgestellt. Die jetzige
genügt den Ansprüchen und Auflagen nicht mehr.
Ein neues Bronzedenkmal vor der Heimatstube, das
eine Frau als Wasserträgerin darstellt, soll an das
schwere Leben der Upländer Frauen in der Vergangenheit
erinnern.
Über 600 Kinder aus dem Altkreis feiern in Usseln
das Gaukinderturnfest. Viele freiwillige Helfer sorgen
für einen reibungslosen Ablauf.
Im zweiten Abschnitt der Umbaumaßnahmen in
der Schützenhalle erfolgt die Neugestaltung der
Bühne und der Decke. Das Dach wird erneuert, ein
neuer Anstrich verschönert zudem die Außenansicht
des Gebäudes.
Das Ehepaar Mergenthaler übernimmt die Bewirtschaftung
der Kegelbahn unter der Schützenhalle.
Die Suche nach einem neuen Wirt hatte sich
schwierig gestaltet. Zwischenzeitlich musste der
Vereinsvorstand die Bewirtung der Kegelclubs
selbst übernehmen.
Axel Mohr wird Vorsitzender des neu gegründeten
Vereins zur Förderung der Jugend.
Die Vorbereitungen zum Schützenfest werden von
einem Zwischenfall überschattet. Unbekannte
überfallen in der Nacht zum Sonnabend zwei Mitglieder
des Burschenclubs auf dem Nachhauseweg,
rauben sie aus und verletzen sie schwer.
Das Königspaar Arnhild und Friedrich Bracht aus
der Gärtnerei sorgt für eine blumenreich
geschmückte Festhalle.
Nach vierjähriger Amtszeit verlässt der evangelische
Pfarrer Wolf Kaufmann das Upland.
Im Januar unterstützen viele Usselner als freiwillige
Helfer den Skiclub Willingen bei der Durchführung
des ersten Weltcupskispringens auf der
Mühlenkopfschanze. Über 70.000 Zuschauer lassen
die dreitägige Veranstaltung zu einem großen
Erfolg werden.
In Brilon Wald stellt die Firma Chemviron, besser
bekannt unter dem alten Namen Degussa, den
Betrieb ein. Für viele Upländer ist damit der Verlust
ihres Arbeitsplatzes verbunden.
Nach fast 80 Jahren erfolgt die Schließung des
Usselner Bahnhofes. Ein Fahrkartenautomat übernimmt
zukünftig die Arbeit der Schalterbeamten.
Bronzedenkmal vor dem Heimatmuseum
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahr 1994/1995
71
Schützenjahr 1995/1996
Statistik
hintere Reihe v.l.n.r.: Marc Wilke, Bernd Koch, Jochen Haase, Dirk Wilke, Günther Abel, Hermann
Schumann (Burschenkönig), Helmut Bause, Karl-Ulrich Saure, Emanuele Marini, Dr. Harald Mitze,
Bernd Saure, Heiner Saure. Vordere Reihe v.l.n.r.: Karin Schumann, Margot Bause, Sabine Schulze, Ursel
Haase, Helga Köster-Saure, Anne und Heinrich Finger, Doris Mitze, Anja Saure, Heidrun Koch, Cornelia
Abel, Carmen Sölzer, Iris Marini, Annette Tulla. Vorn: Kinderkönigspaar Herdis Mitze und Florian
Gerbracht
Königspaar:
Heinrich & Anne Finger
Vogelschießen am: 31.07.1995 Wetter: sonnig und heiß
Insignien:
Krone:
Friedrich Wilke-Bäumer
Reichsapfel: Dirk Bender
Zepter:
Hans Peters
Kinderschützenfest am: 30.6.1996 Kinderkönigspaar: Florian Gerbracht & Herdis Mitze
Burschenkönigsschießen am: 13.7.1996 Burschenkönig: Hermann Schumann jun.
Schützenfest 1996 von Sonnabend, 27.07.1996 bis Montag, 29.07.1996
Festkapelle:
Musikverein Rhena
Tanzmusik:
"Kappler Weinperlen"
Musikkapellen im Festzug: Rhena, Willingen, Spielmannszug Mühlhausen, Spielmannszug Milte,
Vlierländer Muzikanten aus Holland
Schnadezug: 19.05.1996
Streckenführung:
Vom Waschkump im Stryck bis zur Rattlarer Straße
Schlussfeier:
An Henken Scheune beim Christenbörnchen
72
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
In diesem Jahr streiten die ”Gewaltigen” Heinrich
Finger, Hermann Schumann jun., Marc Wilke, Heiner
Saure, Karl-Ullrich Saure und Günther Abel in
fairem Wettkampf um den Titel des Schützenkönigs.
Zahnarzt Heinrich Finger geht schließlich als
Sieger hervor. Dass er nicht ernsthaft mit seinem
Erfolg gerechnet hatte, erkennt man daran, dass er
in Jeans, T-Shirt und Sandalen zum Schießen
erschienen ist.
Aus Anlass seiner 10-jährigen Wiedergründung
errichtet der Burschenclub auf dem Osterkopf eine
neue Wetterfahne. Die alte Fahne aus den 40er Jahren
war von Unbekannten zerstört worden.
Am 1. September wird Gisela Müller-Brockhausen
(später Grundmann) neue evangelische Pfarrerin in
Usseln.
Unter Federführung der evangelischen Kirchengemeinde
und unter Mitwirkung fast aller örtlichen
Vereine findet erstmals ein ”Ernte- und Beerenmarkt”
statt. Der Markt sollte ursprünglich auf dem
Kirchplatz stattfinden, muss aber wegen ungünstiger
Witterung in die Schützenhalle verlegt werden.
Mitte Oktober begeht der Burschenclub das 10-
jährige Jubiläum der Wiedergründung mit einem
dreitägigen Fest. Beginnend mit einer ”Höllenfete”
am Freitag und einem großen bayrischen Oktoberfest
am Samstag enden die Feierlichkeiten am
Sonntag mit einem Festzug und anschließendem
Frühschoppen in der Schützenhalle. Zu diesem
Anlass wird auch eine neue Vereinsfahne ihrer
Bestimmung übergeben.
Erstmals organisieren die Sportvereine aus Usseln,
Willingen, Düdinghausen und Bruchhausen den
”Sauerländer-Grenzlandlauf”. Die Strecke führt
von Bruchhausen über den Alten Hagen und den
Kahlen Pön bis nach Düdinghausen.
Ein von Eckhard Göttlicher kostenlos gefertigter
Waldecker Stern aus Schiefer ziert künftig den Eingang
der Schützenhalle.
Auch in diesem Jahr besuchen nur wenige Usselner
den von der Schützengesellschaft ausgerichteten
Silvesterball. Von den Feriengästen wird die Veranstaltung
allerdings gut angenommen.
Peter Becker aus Brilon übernimmt im Alter von 23
Jahren die Leitung des Männergesangvereins.
Chorleiter Hebermehl hatte den Chor aus beruflichen
Gründen verlassen. Horst König wird neuer
Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr. Friedrich
Wilke-Bäumers übernimmt von Otto Schober den
Vorsitz des Kur- und Verkehrsvereins.
Im März findet bei bestem Winterwetter ein internationales
Hundeschlittenrennen in Usseln statt.
Über 5.000 Zuschauer feuern die Gespanne an.
Durch die Mitarbeit vieler Usselner Vereine wird
die Veranstaltung zum Erfolg. Der Hofstaat richtet
unter Regie von König Heinrich Finger am Sportplatz
ein Flutlichtskispringen für Jedermann aus.
Unter der Leitung von Friedrich Born beginnen die
Recherchen zur Erstellung des Usselner Ortssippenbuches.
Familie Rolf-Ludwig Schulze -Hotel Berghofübernimmt
die Bewirtschaftung der „Hölle“.
Die neu gegründete Upländer Bauernmolkerei
beginnt im Mai mit der Herstellung ökologisch
erzeugter Milchprodukte. Die Molkereigebäude
waren fast ein Jahr lang nicht genutzt worden. Nach
dem Erwerb durch die Gemeinde werden sie nun an
die Bauernmolkerei verpachtet.
Pastor Bernd Conze verlässt die katholische Kirchengemeinde.
Zur Feier des 25-jährigen
Jubiläums der St. Sturmius Kirche ist bereits sein
Nachfolger Diether Pöppel im Amt.
Das in Usseln gegründete Akkordeonorchester
”Diemelspatzen” begeht sein 40-jähriges Jubiläum
mit einem festlichen Konzert in der Schützenhalle.
Ernst Meier, der schon seit 30 Jahren die Schnadezüge
leitet, bekommt aus diesem Anlass beim
Schnadezug “goldene Stiefel” überreicht.
In der Schützenhalle wird vom Verkehrsverein erstmals
ein Gästebegrüßungsabend veranstaltet. Der
vom Musikverein Rhena gestaltete Kommersabend
zum Schützenfest bleibt allen Besuchern in bester
Erinnerung. Der bekannte Conférencier Rudi Büttner
leitet humorvoll durch den Abend. Am Sonntag
nehmen erstmals die ”Vlierländer Musikanten” aus
Holland am Festzug teil. Anschließend sorgen sie
für überschwängliche Stimmung in der Schützenhalle.
Schützenjahr 1995/1996
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
73
Schützenjahr 1996/1997
Statistik
v.l.n.r.: Helfried und Irmgard Heine, Friedrich und Arnhild Bracht, Karl-Fr. und Renate Wilke, Gerda und
Karl Bangert, Anita und Lothar Kesper, Marlies und Günter Emde, Jutta und Günter Eustrup mit Enkelin,
Karl und Gisela Figge, Kinderkönigspaar Romolo Marini und Sarah Mohr, Harald Möllmer und Lieselotte
Schulze, Werner und Ulrike Maywald, Horst und Marlies Marczewski, Margot und Karl-Volker
Sauer
Königspaar:
Günter & Jutta Eustrup
Vogelschießen am: 29.07.1996 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Günther Abel
Reichsapfel: Bernd Koch
Zepter:
Hermann Schumann jun.
Kaiserschießen am 1. Juni 1997
Kaiser: Heiner Jäger
Kinderschützenfest am: 22.6.1997 Kinderkönigspaar: Romolo Marini & Sarah Mohr
Burschenkönigsschießen am: 8.7.1997 Burschenkönig: Jörg Birkenhauer
Schützenfest 1997 von Sonnabend, 26.07.1997 bis Montag, 28.07.1997
Festkapelle:
Bürgermusik St. Johann/Pongau (A)
Tanzmusik:
"C'est la Vie" aus Dortmund
Musikkapellen im Festzug: St. Johann, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen, Willingen,
Vlierländer Muzikanten aus Holland
Schnadezug: 11.05.1997
Streckenführung:
Von der Rattlarer Straße bis zum Osterkopf
Schlussfeier:
Im Feuerwehrgerätehaus in der Schlade
74
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Günter Eustrup ist der viel umjubelte neue Schützenkönig
von Usseln. In einem spannenden
Schießen kann er sich gegen seine ärgsten Konkurrenten
Christian Biederbick sen., Marc Wilke, Carsten
Engelbracht und Maik Saure durchsetzen.
Der Hessische Ministerpräsident Hans Eichel
besucht in diesem Jahr als Ehrengast das von der
SPD schon seit über 25 Jahren ausgerichtete Heideblütenfest
auf dem Kahlen Pön.
Die alte Gastwirtschaft "Jägerheim" in der Ortsmitte
war in den vergangenen Jahren sehr baufällig
geworden. Das Haus wird daher im Herbst abgebrochen.
Viele Usselner erlebten in der Vergangenheit
in "Schnieder" vergnügliche Stunden.
Im Juni findet das dritte Kaiserschießen an der
Lohwaldschanze statt. 25 ehemalige Schützenkönige,
darunter als ältester Teilnehmer Walter Born
mit 86 Jahren, zeigen, dass sie das Schießen nicht
verlernt haben. Beim Kampf um die Trophäen teilen
sich Helmut Mitze (78 Jahre) und Karl-Heinz
Mohr (80) die Krone. Den Reichsapfel sichert sich
Herbert Könne, das Zepter geht an Karl-Volker
Sauer. Heiner Jäger, dem jüngsten Teilnehmer im
Feld, gelingt sieben Jahre nach seinem Königsschuss
auch heute der goldene Treffer.
Insgesamt 1 Million DM sind in den vergangenen
Jahren in die Schützenhalle im Rahmen der Dorferneuerung
investiert worden. Etwa 50.000 DM
erbrachte die Schützengesellschaft durch Eigenleistung.
Werner Schulze löst Rainer Saure als Vorsitzender
des Heimat- und Geschichtsvereins ab. Ein halbes
Jahr nach Produktionsbeginn in der Upländer Bauernmolkerei
öffnet auch der Verkaufsladen wieder
sein Pforten.
Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft
stiftet das Königspaar Günter und
Jutta Eustrup und ihr Hofstaat einen Glaskrug mit
dem historischen Motiv der Usselner Kilianskirche.
Die Auflage beträgt 500 Stück.
Über 100.000 Zuschauer besuchen das Weltcup-
Skispringen auf der Mühlenkopfschanze. Usseln
begrüßt die Gäste mit einem 12 Meter hohen
Schneemann, gebaut durch den Burschenclub. Im
April veranstaltet die Schnellimbisskette „Mc
Donalds“ an drei Abenden „Schützenfeste“ für ihre
Mitarbeiter in der Schützenhalle. Damit die Feste
realistischer erscheinen, gibt es neben Autoscooter,
Schießbude und Süßwarenstand auch Blasmusik
von den Düdinghäuser Musikanten.
Die Königspaare der letzten drei Jahre mit ihrem
Hofstaat, die Fahnenabordnungen der Usselner Vereine
sowie die Peitschenknaller des Burschenclubs
sind mit von der Partie. Nach jeweils etwa zwei
Stunden werden die Festbesucher mit Bussen wieder
abgeholt. Für den Verein können die Veranstaltungen
sicher als finanzieller Erfolg verbucht werden.
Heiner Jäger wird 1997 der dritte Kaiser der
Schützengesellschaft
Einer Abordnung der Schützengesellschaft besucht
Anfang Juli das erstmals stattfindende Schützenfest
im Nachbarort Neerdar. 900 Jungen und
Mädchen aus 60 Jugendfeuerwehren nehmen am
Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Usseln teil.
Rechtzeitig zum Schützenfest ist auch der dritte
und letzte Bauabschnitt in der Schützenhalle fertiggestellt.
Es handelt sich um die umfassende Renovierung
der Küche. Königspaar Günter und Jutta
Eustrup mit Hofstaat stiften einen neuen schmiedeeisernen
Kronleuchter für die Kilianskirche.
Carsten Engelbracht hat den Leuchter mit 1,50
Metern Durchmesser nach eigenen Entwürfen
unentgeltlich geschmiedet. Er wird beim Festgottesdienst
zum Schützenfest feierlich seiner
Bestimmung übergeben.
Musikalischer Höhepunkt am Sonntagabend ist der
Auftritt der Solosänger Werner Wilkens und Susan
Kent, die zusammen mit der Tanzkapelle „Cést la
vie“ für gute Stimmung sorgen.
Schützenjahr 1996/1997
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
75
Schützenjahre 1992-1997
Bildgalerie
Modenschau beim Hofstaatsausflug nach Mallorca
v.l. Lothar Kesper und Karl-Fr. Wilke
Den “Durchblick” haben v.l.
Günter Emde, Königin Jutta Eustrup
und Lothar Kesper
Hofstaat am “Ballermann” v.l.
Karl-Fr. Wilke, K.-V. Sauer, Margot
Sauer, Königin Jutta Eustrup,
Gisela Figge, Marlies Marczewski,
Irmgard Heine, Renate Wilke
Königskutsche
Renoviertes Heimatmuseum
Neu erbauter Pavillion in den Kuranlagen
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
76
Bildgalerie
Vereinswappen
am Maibaum
Umbau des “Hölleneingangs” v.l.:
Ludwig Behle sen., Werner Maywald,
Christoph Schulte, Helmut Emde,
Friedrich Wilke, Ernst Meier, Karl-Fr.
Wilke, Lars Asmuth, Willi Gerbracht
Schlußvorhang beim Theaterstück “Datt Skosterhous”
V.l. Ralf Heine, Birgit
Frese, Karl-Fr. Saure,
Sabine Golik, Carsten
Engelbracht, Silke Engelbracht,
Holger Vogel,
Katrin Figge,
Stefan Schulze, Susanne
Biederbick, Joachim
Born
Szenenfoto aus “Good old
Germany” v.l.
Karl-Fr. Saure, Joachim
Born, Carsten Engelbracht,
Stefan Schulze
Schützenjahre 1992-1997
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
77
Schützenjahr 1997/1998
Statistik
v.l.n.r.: Maik Saure und Beate Hesse, Lars Birkenhauer und Sonja Berger, Friedrich und Petra Engelbracht,
Heiner und Svenja Wilke, Holger Vogel und Nicole Anhalt, Hubert und Ursula Bechstein, Dirk
Wilke und Marita Becker, Christoph und Sabine Schulte, Nicole Schmitz und Carsten Engelbracht, Frank
und Silke Schulze, Jörg Birkenhauer und Cornelia Sauer, Christian und Silvia Rummel, Marc Wilke und
Sabine Schulze, Ludwig und Nicole Behle
Königspaar:
Carsten Engelbracht & Nicole Schmitz
Vogelschießen am: 28.07.1997 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Peter Becker
Reichsapfel: Hans Peters
Zepter:
Bernd Saure
Kinderschützenfest am: 28.06.1998 Kinderkönigspaar: Alexander Düdder & Annika Niemeier
Burschenkönigsschießen am: 11.7.1998 Burschenkönig: Oliver Emde
Schützenfest 1998 von Sonnabend, 25.07.1998 bis Montag, 27.07.1998
Festkapelle:
Kugelsburgmusikanten Volkmarsen
Tanzmusik:
"C'est la vie" aus Dortmund
Musikkapellen im Festzug: Volkmarsen, Rhena, Willingen, Spielmannszug Mühlhausen,
Schauenburger Musikanten
Schnadezug: 17.05.1998
Streckenführung:
Von der Düdinghäuser Straße bis ins Diemeltal
Schlussfeier:
In der Wilke-Mühle
78
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Königsschießen bei Kaiserwetter. Nach der Freigabe
der Vogelstange wetteifern Maik Saure, Marc
Wilke, Ralf Heine und Hermann Schumann mit
Carsten Engelbracht um den Titel. Carsten gelingt
schließlich der goldene Schuss, mit dem der Holzvogel
zu Boden geschickt wird. Bei strahlendem
Sonnenschein wird der König und seine Königin
Nicole Schmitz Gästen und Usselnern vorgestellt.
Ein besonderes Ständchen erhält das Königspaar
von der „Musikkapelle Alpenschreck“. Die Formation,
die an diesem Abend zum ersten Mal öffentlich
auftritt, erheitert fortan nicht nur die Upländer
mit ihrer nicht ganz ernst gemeinten ”Musik”.
Die neu gestaltete Ortsdurchfahrt wird feierlich
eingeweiht. Kanal- und Wasserleitungen wurden
verlegt, die Bürgersteige beidseitig gepflastert und
ein Fahrradweg angelegt. Nach dem Rückbau der
Bundesstraße verschönern zahlreiche Bäume den
Straßenrand. Die Maßnahmen hatten ein Kostenvolumen
von 5,8 Millionen DM.
Willi Wilke-Bäumers wird neuer Hallenwart der
Schützenhalle. Die Schützenbrüder, die beim Hallenumbau
tatkräftig mitgeholfen haben, werden im
Herbst für ihren Einsatz mit einem Helferfest in der
Schützenhalle belohnt.
Die Orgel der Usselner Kilianskirche wurde vor
100 Jahren erbaut. Aus diesem Anlass findet ein
Festgottesdienst statt. Allein Organistin Martha
Engelmann spielte das Instrument von 1940 bis
1995.
Nach 25-jähriger Planung wird endlich das neue
Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Usseln fertiggestellt.
Den Einsatzkräften stehen 480 qm
Fläche für ihre Fahrzeuge und Gerätschaften sowie
Büro- und Schulungsräume zur Verfügung.
Bernhard Lerch wird neuer Pastor der katholischen
Kirchengemeinde Willingen/Usseln. Familie Griesenhofer
(Restaurant ”Alt Usseln”) übernimmt die
Bewirtschaftung der Kegelbahn in der „Hölle“
unter der Schützenhalle.
Die Kilianskirche erhält einen zweiten von Schützenkönig
Carsten Engelbracht gestalteten und
geschmiedeten Kronleuchter. Das erforderliche
Material spendet die Schützengesellschaft.
Als Vorsitzender des Burschenclubs tritt Karl-Friedrich
Saure im Januar die Nachfolge von Holger
Vogel an.
Unterhalb der katholischen Kirche eröffnet ein
neuer Lebensmittelmarkt mit 600 qm Verkaufsfläche.
Ein ursprünglich wesentlich größer geplantes
Objekt scheiterte an fehlenden Genehmigungen.
In unmittelbarer Nähe entsteht jedoch noch ein
Aldi- und ein Getränkemarkt.
Bei der Bürgermeisterwahl wird Hubert Bechstein
mit 97,5% der Stimmen ohne Gegenkandidaten für
weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.
Wechsel an der Spitze des TuS Usseln. Nach 21-
jähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender übergibt
Karl-Volker Sauer im April sein Amt an Lars Birkenhauer.
Die Marschrichtung des Schnadezuges der Schützengesellschaft
wird nach dreißig Jahren geändert
und folgt nun der Nummerierung der Grenzsteine.
Über 100 Teilnehmer nehmen die erste Strecke von
der Düdinghäuser Straße bis ins Diemeltal in
Angriff.
v.l.: Carsten Engelbracht, Karl Engelbracht, Willi
Wilke, Rudi Schober
Schützenjahr 1997/1998
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
79
Schützenjahr 1998/1999
Statistik
v.l.n.r: Marianne und Willi Wilke, Marianne und Otto Schober, Monika und Siegfried Czech, Ulla und
Dieter Bornemann, Helga und Christian Asmuth, Marianne und Willi Schulze, Christel und Werner
Schulze, Margret und Wolfgang Zur, Lieselotte Schulze und Harald Möllmer, Doris und Willi Gerbracht,
Ilse und Ludwig Behle, Doris und Hermann Schumann (es fehlen auf dem Foto: Horst und Renate Hill)
Königspaar:
Werner & Christel Schulze
Vogelschießen am: 27.07.1998 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Tobias Heine
Reichsapfel: Axel Mohr
Zepter:
Sigfried Czech
Kinderschützenfest am: 13.6.1999 Kinderkönigspaar: Tim Götz & Franziska Biedermann
Burschenkönigsschießen am: 13.6.1999 Burschenkönig: Markus Schulze
Schützenfest 1999 von Sonnabend, 24.07.1999 bis Montag, 26.07.1999
Festkapelle:
"Rebland Musikanten" aus Altschweier
Tanzmusik:
Am Sonntag: "Musikexpress" aus Madfeld und am Montag
"Swing Brothers" Höringhausen
Musikkapellen im Festzug: Altschweier, Rhena, Willingen, Spielmannszug Landau, Vlierländer-
Muzikanten aus Holland
Schnadezug: 16.05.1999
Streckenführung:
Vom Diemeltal bis zur Rattlarer Straße
Schlussfeier:
An Henken Scheune beim Christenbörnchen
80
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Auf den Schultern seiner beiden Söhne jubelt der
neue Schützenkönig Werner Schulze den Untertanen
zu. In einem rein familiären Wettbewerb machten
ihm sein ältester Sohn Thomas und sein
zukünftiger Schwiegersohn Marc Wilke den Titel
bis zuletzt streitig. Früheren Traditionen folgend,
werden die Hofstaatsmitglieder durch zwei Meldereiter
im Auftrag des Königs eingeladen.
Später soll die Anlage noch um einen Biathlonschießstand
erweitert werden.
Der Kegelcub „Bliev dropp“ feiert ein seltenes
Kegeljubiläum. Die Kegelbrüder sind seit 50 Jahren
unter Vorsitz von Karl-Heinz Mohr in der Hölle
aktiv.
Bei einem Großbrand im Treffhotel entsteht ein
Schaden von mehr als 200.000 DM. Die gesamte
obere Etage des Hauptgebäudes wird in Mitleidenschaft
gezogen.
Im Juni geht nach über 125 Jahren mit der
Schließung des Postamtes ein Kapitel Usselner
Geschichte zu Ende. Eine Postagentur in der
Bäckerei Schumann wird zukünftig die Geschäfte
abwickeln.
Am Schießstand an der Lohwaldschanze wird ein
Musikpavillion durch Vorstand und einige Helfer
errichtet. Eingeweiht wird er beim Kinderkönigsund
Burschenschießen, die erstmals zusammen an
einem Tag stattfinden. Die erhoffte Belebung beider
Veranstaltungen durch die Zusammenlegung
wird nur bedingt erreicht. Für die Schützenhalle
beschafft die Schützengesellschaft 100 neue Holzstühle.
Nach 25-jähriger Tätigkeit als Schriftführer übergibt
Helfried Heine auf der Generalversammlung
der Schützengesellschaft das Amt an Carsten
Engelbracht.
Zum dritten Mal führt der „Dramatische Verein“
ein von Joachim Born verfasstes Theaterstück auf.
„Schwarz wie Kohle“ wird ebenfalls ein Riesenerfolg.
Insgesamt über 1.000 Besucher bei den zwei
Aufführungen sind restlos begeistert.
Rege Diskussionen um die zukünftige Gestaltung
des Schützenfestes beherrschen die Generalversammlung
im November. Unter anderem möchten
die jüngeren Schützenbrüder beim Kommersabend
mehr Stimmungs- und Tanzmusik hören.
Auf dem Roth wird eine neue beleuchtete Trainingsstrecke
für Langlauf und Biathlon eingeweiht.
Träger sind die Skiclubs aus Usseln und Willingen.
Um den reibungslosen Ablauf des Königsständchens
am Samstag zu gewährleisten, regelt
Schützenkönig Werner Schulze den Verkehr auf der
Bundesstraße kurzerhand durch eine Ampelanlage.
Beim Schützenfest gibt es einige Neuerungen. Erstmals
spielen am Sonntag und Montag
verschiedene Tanzkapellen. Besonders die „Swing-
Brothers“ sorgen am Montag für ausgelassene
Stimmung und eine voll besetzte Halle.
Nach dem großen Festzug am Sonntag steht die
Halle buchstäblich Kopf. Bei den Showauftritten
der Gastkapellen übertrumpfen sich die Musiker
gegenseitig. Besonders die „Vlierländer Musikanten“
aus Holland und eine zufällig in die Halle
kommende Musikkapelle aus Belgien sorgen für
einen unvergesslichen Nachmittag, der direkt in
den Tanzabend übergeht – so muss ein Schützenfest
sein.
Schützenjahr 1998/1999
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
81
Schützenjahr 1999/2000
Statistik
v.l.n.r.: Svenja Wilke, Christian und Silvia Rummel, Herbert und Petra Asmuth, Sabine und Marc Wilke,
Ralf Heine und Katrin Figge, Hermann und Karin Schumann, Dieter und Andrea Jäger, Nicole und
Holger Vogel, Christoph Schulte und Elke Jäger, Ludwig und Nicole Behle, Frank und Silke Schulze,
Friedrich und Petra Engelbracht, Carsten Engelbracht und Nicole Schmitz, Jörg Birkenhauer und Cornelia
Sauer (auf dem Bild fehlt: Heiner Wilke)
Königspaar:
Holger & Nicole Vogel
Vogelschießen am: 26.07.1999 Wetter: schwül-warm
Insignien:
Krone:
Heiner Wilke
Reichsapfel: Holger Vogel
Zepter:
Heinrich Finger
Kinderschützenfest am: 09.07.2000 Kinderkönigspaar: Kevin Peters & Melanie Höblich
Burschenkönigsschießen am: 9.7.2000 Burschenkönig: Karl-Friedrich Saure
Schützenfest 2000 von Sonnabend, 29.07.2000 bis Montag, 31.07.2000
Festkapelle:
"In Treue Fest" Immendorf
Tanzmusik:
Am Sonntag: "Harlekin" und am Montag "Swing-Brothers" Höringhausen
Musikkapellen im Festzug: Immendorf, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen (Thü), Willingen,
Spielmannszug Korbach
Schnadezug: 21.05.2000
Streckenführung:
Vom Lüer bis zum Stryckparkplatz
Schlussfeier:
Im Bauhof am Wakenfeld
82
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Die Überschrift in der Waldeckischen Landeszeitung
am Dienstag nach dem Schützenfest lautet:
„Vogel schoss den Vogel ab“. Die Mitstreiter um
die Königswürde, Friedrich Engelbracht und Marc
Wilke, ziehen in diesem Jahr den Kürzeren, da es
Holger Vogel gelingt, nach dem Reichsapfel auch
den Vogel von der Stange zu schießen.
Wegen dringend erforderlicher Reparaturarbeiten
an den Viadukten wird im Herbst die Bahntrasse
zwischen Usseln und Willingen gesperrt. Kurze
Zeit später stellt die Bahn auch den Zugverkehr
nach Korbach ein. Die Renovierung der Brücken in
Usseln und Willingen soll über 35 Millionen DM
kosten.
Der Sängerbezirk Upland feiert sein 75-jähriges
Jubiläum mit einem großen Konzert in der Schützenhalle.
Die Bewirtschaftung des Schützenfestes erfolgt ab
diesem Jahr wieder durch die Schützengesellschaft,
weil kein Festwirt gefunden werden konnte. Da für
die Arbeiten genügend Personal engagiert wurde,
können alle Vereinsmitglieder wieder ausgelassen
feiern.
Weil Schützenkönig Holger Vogel auch Mitglied in
der Schützengilde Korbach ist, lassen es sich die
Kreisstädter nicht nehmen, mit einer starken
Abordnung, bestehend aus mehreren Abteilungen,
am diesjährigen Festzug teilzunehmen. Leider regnet
es während des gesamten Umzuges in Strömen.
Als echter Volltreffer erweist sich die Verpflichtung
der Tanz- und Showband "Harlekin" aus dem Frankenland.
Die Musiker verstehen es, das Publikum
in der vollbesetzten Schützenhalle während des
gesamten Abends in Hochstimmung zu versetzen.
Der Jahrtausendwechsel findet ohne das befürchtete
Computerchaos statt. Der Silvesterball in der
Schützenhalle wird aber trotz der „Millenium-
Euphorie“ von den Usselnern nur spärlich besucht.
Entsprechend enttäuscht zeigen sich die Veranstalter
Schützengesellschaft und Kur- und Verkehrsverein.
Auf den Generalversammlungen einiger örtlicher
Vereine kommt es zum Jahresbeginn zu Neubesetzungen
in der Vereinsführung. Eckart Brüne löst im
Männergesangverein Willi Schulze ab, der 16 Jahre
Vorsitzender war. Nach elf Jahren übergibt Hans
Asmuth sein Amt im Posaunenchor an
Harald Möllmer. Auch der Heimat- und
Geschichtsverein wählt einen neuen Vorsitzenden.
Wilhelm Ladage wird Nachfolger von Werner
Schulze. Dirk Wäscher leitet zukünftig die
Geschicke des Turn- und Sportvereins. Sein Amtsvorgänger
war Lars Birkenhauer.
Aus Anlass des 15-jährigen Wiedergründungsjubiläums
des Burschenclubs stellen die Mitglieder
des Vereins einen neuen Grenzstein auf. Standort
ist die Stelle, an der die Gemarkungen von Usseln,
Rattlar und Schwalefeld zusammentreffen. Die drei
Ortsvorsteher machen beim Schnadezug als Erste
Bekanntschaft mit dem neuen Stein.
Bei einem heftigen Gewitter im Juni schlägt der
Blitz in den Maibaum ein. Der Baum bleibt zwar
stehen, hat aber so viel Schaden genommen, dass er
anschließend abgesägt werden muss.
Showauftritt der Band „Harlekin“
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Schützenjahr 1999/2000
83
Schützenjahr 2000/2001
Statistik
v.l.n.r.: Carmen und Eckhard Göttlicher, Bettina und Michael Peters, Anja und Kai Schmitz, Kirsten
Thinay und Dieter Tischler, Gaby und Axel Koch, Jutta und Reinhard Lopion, Angelika und Dirk Wäscher,
Petra Düdder und Bernd Elsholz, Nicole und Christoph Holtel, Marion und Ralph Penseler, Gaby und
Axel Mohr
Königspaar:
Dirk & Angelika Wäscher
Vogelschießen am: 31.07.2000 Wetter: sonnig und warm
Insignien:
Krone:
Hermann Schumann jun.
Reichsapfel: Heiner Wilke
Zepter:
Jürgen Bethge
Kinderschützenfest am: 1.7.2001 Kinderkönigspaar: Daniel Asmuth & Lisa Thinay
Burschenkönigsschießen am: 1.7.2001 Burschenkönig: Markus Schmitz
Schützenfest 2001 von Sonnabend, 28.07.2001 bis Montag, 30.07.2001
Festkapelle:
Musikverein Düdinghausen
Tanzmusik:
Am Sonntag: "Spessart Rebellen" und
am Montag "Elstertaler Musikanten"
Musikkapellen im Festzug: Düdinghausen, Rhena, Spielmannszug Mühlhausen (Thü), Willingen,
“Tis niks wut Niks“ aus Holland
Schnadezug: 20.05.2001
Streckenführung:
Vom Stryckparkplatz bis zum Knoll
Schlussfeier:
An der Diemelquelle
84
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Beim diesjährigen Schützenfest stammen alle
Majestäten aus dem Usselner Kattwinkel. Nach
dem Kinderkönig Kevin Peters, dem Burschenkönig
Karl-Friedrich Saure und seinem Vorgänger
Holger Vogel holt Dirk Wäscher beim Vogelschießen
die begehrte Trophäe erneut in das besagte
Viertel. Bei schönem Wetter und nach
relativ kurzem Wettbewerb konnte sich der neue
Regent gegen Hans Peters und Eckhard Göttlicher
durchsetzen.
Im August findet erstmalig ein italienischer Abend
am Backhaus im unteren Diemeltal statt. Das Fest
wird vom Männergesangverein und der Usselner
Pizzeria veranstaltet und lockt viele hundert Besucher
an.
Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums seiner Wiedergründung
feiert der Burschenclub ein zünftiges
Oktoberfest in der Schützenhalle. Mit einen Gottesdienst
und einem gut besuchten Frühschoppen
klingt die Feier am Sonntag aus.
Im Diemeltal unterhalb Usselns beginnen die Bauarbeiten
für die neue Kläranlage. Die bisherige entspricht
nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Nach jahrelangen Planungen soll mit einem
Kostenaufwand von 8,5 Millionen DM bis zum
Jahr 2002 die neue Anlage fertiggestellt werden.
Im November findet ein Treffen der ehemaligen
Schützenkönige in der „Hölle“ statt. Bisher war
diese Zusammenkunft am Nachmittag des Schützenfestmontages
durchgeführt worden, hatte jedoch
in den letzten Jahren keine große Resonanz mehr
gefunden. Der Vorstand der Schützengesellschaft
beginnt mit den Planungen für das im Jahre 2002
anstehende 125-jährige Vereinsjubiläum.
Die Rollskistrecke am Roth ist in diesem Jahr um
einen hochmodernen Biathlonstand mit Flutlichtanlage
erweitert worden.
Am Usselner Eisenbahnviadukt wird ein neues
Verfahren zur Brückensanierung erfolgreich getestet.
Durch das Einspritzen von Zement in die
Brückenpfeiler kann der poröse Betonkern wieder
standfest gemacht werden. Aufgrund des positiven
Untersuchungsergebnisses denkt man bei der Bahn
über eine zukünftige Wiederinbetriebnahme der
Strecke Korbach-Brilon (Wald) nach.
Zu Beginn des Jahres löst Gerhard Biederbick
Horst König als Vorsitzenden der freiwilligen Feuerwehr
ab. König war 25 Jahre im Vorstand der
Feuerwehr tätig.
Der Usselner Posaunenchor feiert sein 75-jähriges
Gründungsjubiläum mit einem Festgottesdienst in
der Kilianskirche. 31 Musikerinnen und Musiker
gehören der Gruppe, die von Helfried Heine geleitet
wird, im Jubiläumsjahr an.
Fritz Bandlow, der bisherige Vorsitzende des Skiclubs
stellt sich bei der Jahreshauptversammlung
im April nicht mehr zur Wahl. Birgit Heldmann-
Schulze, Iris Wilke, Hans Langstein und Frank
Bender übernehmen zukünftig gemeinsam die Vereinsführung.
Im Gebäude der Bauernmolkerei beginnen die Bauund
Umgestaltungsarbeiten für das geplante
Milchmuseum, das mit einem Kostenaufwand von
500.000 DM dort errichtet werden soll.
Zum neuen Ortsvorsteher wird Lothar Kesper
gewählt. Er übernimmt nach der Kommunalwahl
das Amt von Walter Gerhard.
Mit einer heiligen Messe wird im Mai das 30-jährige
Bestehen der katholischen St. Sturmiuskirche
gefeiert. Wegen des Umbaues der Kilianskirche
finden zur Zeit auch die evangelischen Gottesdienste
dort statt.
Neue Ortseingangsschilder begrüßen die Autofahrer
an der Bundesstraße und weisen auf kommende
Usselner Feste hin.
An der Spitze des Festzuges am Schützenfestsonntag
sorgt die holländische Kapelle "Tis niks wut
niks" für Stimmung. Auch bei den anschließenden
Schauauftritten in der Schützenhalle begeistern die
Musiker durch die lockere und unkonventionelle
Art ihrer Darbietungen.
Schützenjahr 2000/2001
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
85
Schützenjahr 2001/2002
Statistik
Hinten v.l.: Jörg Birkenhauer, Frank-Friedrich Schulze, Reiner König, Christian Rummel, Mike Emde,
Marc Wilke, Friedrich Wilke, Heiner Wilke, Ralf Heine, Lars Zeutschel, Heiner Jäger, Dr. Willi Wilke
Vorn v.l.: Holger Vogel, Ludwig Behle, Nicole Vogel, Friedrich Engelbracht, Nicole Behle, Cornelia
Birkenhauer, Silke Schulze, Annette König, Silvia Rummel, Petra Emde, Sabine Wilke, Elke und Christoph
Schulte, Margret Wilke, Svenja Wilke, Katrin Figge, Angela Zeutschel, Anke Saure, Andrea Wilke
Königspaar:
Christoph & Elke Schulte
Vogelschießen am: 30.07.2001 Wetter: sonnig und heiß
Insignien:
Krone:
Hans-Jürgen Firch
Reichsapfel: Ralf Heine
Zepter:
Andreas Klingelhöfer
Schützenfest 2002 von Freitag, 26.07.2002 bis Montag, 29.07.2002
Festkapelle:
"In Treue fest" Immendorf
Tanzmusik:
Am Sonntag: "Harlekin" und
am Montag die Big Band "Gut So!"
Musikkapellen im Festzug: Immendorf, Rhena, Düdinghausen, Spielmannszug Sachsenhausen,
Spielmannszug Mühlhausen (Thü), “Vlierländer
Muzikanten“ aus Holland, Willingen, Spielmannszug Korbach
Schnadezug: 26.05.2002
Streckenführung:
Vom Knoll bis zur Düdinghäuser Straße
Schlussfeier:
Feuerwehrgerätehaus
86
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Chronik
Genau 25 Jahre nach seinem Vater gelingt es Christoph
Schulte, in einem spannenden Wettbewerb
den Vogel von der Stange zu holen. Er und seine
Frau Elke sind damit auch die Regenten im kommenden
Jubiläumsjahr der Schützengesellschaft.
Seine Mitstreiter um den Königstitel waren Andreas
Klingelhöfer und Tobias Heine. Nach Festzug
und Königstanz schließt sich ein schwungvoller
Schützenball mit den Elstertaler Musikanten an.
Über 200 Besucher erleben im August ein Benefizkonzert
des hessischen Polizeiorchesters in der
Schützenhalle. Die Musiker stiften den Reinerlös
der Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde
zur Renovierung der Kilianskirche.
Einen weiteren Stutzstein stellt der Burschenclub
Usseln am „Dreidörfereck“ zwischen Usseln, Welleringhausen
und Düdinghausen auf. Er trägt den
Waldecker Stern, die Jahreszahl 2001, die Anfangsbuchstaben
der Dörfer und das Vereinskürzel
„BCU“.
Ein schwungvoller italienischer Abend lockt über
700 Besucher ins Diemeltal. Ausgerichtet wird das
Fest vom Männergesangverein Eintracht Usseln
und dem Restaurant Pizza-Pie. Auftritte von italienischen
Künstlern und Wasserspiele der Feuerwehr
sind die Glanzpunkte dieser Veranstaltung.
Eine Vereinsfahrt nach Immendorf unternimmt die
Schützengesellschaft Anfang September. Die dortige
Blaskapelle feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Sie
hatte im vergangenen Jahr als Festkapelle für gute
Musik beim Usselner Schützenfest gesorgt und
wird auch im kommenden Jahr zum Jubiläumsfest
in Usseln aufspielen.
Anlässlich der Kirchenvorstandswahlen findet im
evangelischen Gemeindehaus ein Fest der Kirchengemeinde
statt, das in diesem Jahr an die Stelle des
Erntedankmarktes tritt.
Die Eiche vor dem Heimatmuseum wird zu Ehren
des langjährigen Museumsleiters „Willi-Engelbracht-Eiche“
getauft. Im Herbst endet der erste
Bauabschnitt der umfassenden Umbau- und Renovierungsarbeiten
an der Kilianskirche. Der
Dachstuhl und die Dacheindeckung der Kirchensüdseite
wurden erneuert. Die neue Gestaltung
der Gauben und Fenster entspricht dem ursprünglichen
Charakter des Usselner Gotteshauses.
Des weiteren wurde mit einem neuen Innenanstrich
begonnen. Weitere Umbauten an Nordseite, Turm
und Innenraum sind für die kommenden Jahre
geplant.
In der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft
im November werden den Schützenbrüdern
die geplanten Veranstaltungen für das
Jubiläumsjahr 2002 vorgestellt.
Weihnachten und den Jahreswechsel feiern Gäste
und Usselner bei schönem Winterwetter mit über
einem Meter Pulverschnee.
Mit Beginn des neuen Jahres löst der Euro als
Gemeinschaftswährung von 12 europäischen Staaten
die seit 1948 geltende Deutsche Mark als Zahlungsmittel
ab. Bereits nach der ersten Woche des
neuen Jahres ist die Umtauschaktion weitgehend
abgeschlossen.
Der am Rande des alten Friedhofes entstandene
Parkstreifen soll bis zum Jubiläumsschützenfest
gepflastert werden. Das Gemeindeparlament bewilligt
dafür eine Summe von 37.000 Euro.
Aufgrund der geringen Nachfrage nach Bauplätzen
in Usseln soll laut Aussage von Bürgermeister
Bechstein zukünftig vom „Einheimischen-Modell“
abgewichen werden, das den Verkauf zunächst nur
an Einwohner der Gemeinde vorsah.
Mit Hochdruck wird im Willinger Rathaus an den
Planungen für den „Uplandsteig“, einem Erlebnis-
Wanderweg über 75 Kilometer, gearbeitet. Der Weg
führt durch alle neun Uplandorte.
Über 150 Senioren folgen der Einladung der Schützengesellschaft
zu einem Nachmittag mit Kaffee
und Kuchen. Damit beginnen die Veranstaltungen
zum Schützenjubiläum. Mehrere Sketche, ein Diavortrag
über vergangene Schützenfeste und ein
Auftritt des Männergesangvereins rundeten den
Nachmittag ab.
Im Juni nimmt das neue Klärwerk im unteren Diemeltal
den Betrieb auf. Das über 4 Millionen Euro
teure Bauwerk löst die alte Anlage am Ortsrand ab.
Das Jubiläumskönigspaar Christoph und Elke
Schulte stiftet einen Schützenadler mit fast zwei
Metern Spannweite als Schmuck für die Schützenhalle.
Schützenjahr 2001/2002
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
87
Schützenjahre 1997-2002
Bildgalerie
Schützenfestnachfeier mit „Festzug“: v.l. Hermann Schumann, Ralf Heine, Ludwig
Behle, Christoph Schulte, Holger Vogel, Frank Schulze, Marc Wilke, Heiner Wilke
Burschenkönig
Markus
Schmitz auf
den Schultern
von Lars
Asmuth und
Ingolf Schinze,
im Vordergrund
Kinderkönig
Daniel
Asmuth
Vors. Willi
Gerbracht mit
dem frisch
gebackenen
Königspaar
Christoph und
Elke Schulte
Meldereiterin
Marion
Gerbracht
und König
Werner
Schulze
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
88
Bildgalerie
Der “Dramatische
Verein” nach dem Stück
“Schwarz wie Kohle” v.l.:
Thomas Tüllmann, Birgit
Frese, Ludwig Behle,
Patrick Stöcker, Anja Pfeifer,
Silke Schulze, Holger
Vogel, Katrin Figge, Ralf
Heine, Joachim Born,
Karl-Fr. Saure, Stefan
Schulze
Die neu gestaltete
Ortsdurchfahrt vor
dem Schützenfest 1999
Bundesbahnkapelle
Bischofshofen im
Festzug
Die Kapelle “Alpenschreck”
bei ihrem ersten
öffentlichen Auftritt
Schützenfest 1997
Schützenjahre 1997-2002
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
89
Schützenjahre 1997-2002
Bildgalerie
Königslaube beim Vogelschießen
v.l. Dr. Helmut
Mitze, Holger Vogel, Friedrich
Bracht, Günter
Eustrup, K.-V. Sauer, Dieter
Bornemann, Horst
Hill, Werner Schulze, Helmut
Jäkel, Lothar Kesper
und Karl-Heinz Mohr
Vogelschießen 2001
Ausgelassene Stimmung mit
den “Swing-Brothers”
Seniorennachmittag der Schützengesellschaft
im Jubiläumsjahr 2002
v.l. Vors. Willi Gerbracht, Frieda Born,
Königspaar Christoph und Elke Schulte,
Hans Brüne
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
90
Bildgalerie
Das Königspaar im Jubiläumsjahr
Der neue Schützenadler
in der Schützenhalle gestiftet
vom Königspaar 2002
Christoph und Elke Schulte
Fahnengruppen
im Festzug
Der neue Biathlonschießstand
auf dem Roth
Schützenjahre 1997-2002
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
91
Die Schnadezüge in Usseln
Die Schnadezüge
der Neuzeit
Ein weiteres Jubiläum kann die Schützengesellschaft
in diesem Jahr begehen. Seit genau 35 Jahren
werden die Grenzbegänge der Neuzeit, die Schnadezüge,
jährlich durch die Schützengesellschaft
ausgerichtet. Sie sind in Anlehnung an
die historischen Grenzbegänge des 18. und
19. Jahrhunderts entstanden, deren letzter am
4. August 1836 stattfand. Er führte vom Lütteke
Feld bis zum Hermannsberg.
Stutzkommando Frank-Fr. Schulze und Kristian
Küthe mit dem langjährigen Schnadezugführer
Ernst Meier auf dem “Hilfstein Nr. 1”
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Am 24. September 1967 wird der erste Schnadezug
der Neuzeit auf Initiative von Robert Regul und
Ernst Meier in Angriff genommen. 50 Schützenbrüder,
darunter Schützenkönig Josef (Jupp) Göttlicher,
bewältigen die Strecke von der Düdinghäuser
Straße bis zum Kahlen-Pön. Unterwegs
werden alle Teilnehmer auf den Grenzsteinen
“gestutzt”, das heißt, ihr Hinterteil macht Bekanntschaft
mit dem Gemarkungsstein. Dreimal wird
man mehr oder minder sanft vom Stutzkommando
auf den Stein herabgelassen, dabei ist der Blick
immer Richtung Heimat gerichtet. Auf dem ersten
Grenzstein der Schnade stutzt man seither immer
den amtierenden Schützenkönig. An den weiteren
Grenzsteinen werden vom Stutzkommando einige
Teilnehmer mit den Worten:
“Schützenbrüder, dieser Stein soll für immer
Usselns Grenze sein, der Stein die Grenze in Ewigkeit,
das sollen sich ganz besonders merken:”
zum Stutzen gerufen. Traditionell enden alle
Schnadezüge mit einem gemütlichen Beisammensein
in der Nähe des letzten Grenzsteines der
Strecke. Der Ausklang des ersten Zuges findet an
“Schulten Hütte” in der Echtern-Schlade statt.
Die Grenze
Die Usselner Gemarkung gehört mit 2.218 Hektar
Fläche zu den größten in Waldeck. Der beschwerliche
Grenzverlauf ist über 35 Kilometer lang.
Besonders die steilen An- bzw. Abstiege an Lüer,
Seere, Krutenberg, Hopperkopf und auch am Ziegenhals
lassen die Wanderer kräftig schwitzen. Nur
ein geringer Teil der Grenze verläuft entlang von
Wegen oder Pfaden. Mancher der über 100 Grenzsteine
ist von Büschen eingewachsen oder an fast
unzugänglicher Stelle platziert. Beim jährlich stattfindenden
Schnadezug wird jeweils ein Teilstück
des Grenzverlaufs abgegangen. Erst nach sechs
Jahren ist die Runde komplett. Die Marschrichtung
verlief in den ersten 30 Jahren im Uhrzeigersinn
aber entgegen der Nummerierung der Steine. Seit
dem Schnadezug 1998 hält man sich an die durch
die Grenzsteine vorgegebene Richtung. Wer die
gesamte Runde einmal vollendet hat, der hat auch
alle Usselner Landschaften durchwandert.
Beginnend an der Düdinghäuser Straße verläuft der
Weg abwärts bis hinein ins Neerdartal, nicht weit
vom Gasthof Ohlenbeck. Hier erreicht der Grenzverlauf
die mit 510 Metern über NN tiefste Stelle
der Usselner Gemarkung. Aufwärts geht es über
Rennefeld und Stöckenberg zum Osterkopf mit seinen
einmaligen Hochheideflächen. Im Schutze
einiger Kiefern findet man hier auch den Gedenkstein
der Schützengesellschaft zum 100-jährigen
Jubiläum 1977.
92
Die Schnadezüge in Usseln
Kartengrundlage: Topographische Karte 1 : 25.000 (TK25)
Mit Genehmigung des Hessischen Landesvermessungsamtes vervielfältigt. Vervielfältigungsnummer: 2002-1-28
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93
Die Schnadezüge in Usseln
94
Weiter verläuft die Grenze durch den Hochwald
nahe dem 726 Meter hohen Gipfel der Seere und
fällt dann in steiler Linie durch dichten Fichtenwald
und offene Buchenbestände hinab ins Diemeltal.
Die Diemel wird etwa auf halber Strecke
zwischen Usseln und Hemmighausen überschritten,
und sogleich geht die Strecke wieder steil
bergan zum Hermannsberg, wo der Sage nach
schon die alten Germanen den Göttern huldigten.
Durch offenes Gelände und Weideland geht der
Weg weiter. Die Kreisstraße wird kurz vor Rattlar
überquert und anschließend das Lüer erklommen.
Sehr steil geht es nun durch Fichtenwald hinab ins
Aartal und anschließend wieder hinauf zum Iberg,
dann über den Ziegenhals in Richtung Willingen.
Kurz vor den ersten Häusern Willingens dreht der
Schnadeweg wieder nach Süden ab.
In der Nähe des Strycker Bahnhofs wird die Bundesstraße
gekreuzt. Nun folgt der Grenzverlauf
hangseitig dem Itterbach mitten durch den Ortsteil
Stryck. Vorbei an der Mühlenkopfschanze geht es
hinauf zum Waschkump, wo in früheren Zeiten die
Schafe vor der Schur gewaschen wurden. Nach
weiterem Anstieg erreicht man die höchsten Lagen
des Sauerlandes. Rechts der Grenze liegt das
romantische Paradies, ein ursprüngliches, feuchtes
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Hochtal mit mächtigen Fichten und urwüchsigen
Ulmen und Birken. “Am Streit”, auf 783 Metern
Höhe, wird die Grenze zu Hildfeld berührt, unterhalb
des Clemensberges das Naturschutzgebiet
Neuer Hagen (Große Heide) passiert. Anschließend
verläuft ein alter Grenzweg weiter bis
auf den Gipfel des Hopperkopfes. Mit 831 Metern
ist der höchste Punkt der abwechslungsreichen
Usselner Landschaft erreicht. Hier trifft die Usselner
Grenze auf die der Nachbarorte Grönebach und
Küstelberg auf westfälischer Seite - zwei Gedenksteine
erinnern daran.
Der Abstieg ist schwierig, die Landschaft wild und
urwaldartig. Es geht über Stock und Stein, über
Wurzeln und durch Dickicht, durch sumpfiges
Gelände zum Krutenberg und der Grenze zu Titmaringhausen.
Entlang der “Schönen Aussicht” windet
sich die Grenze über das Knoll hinauf zum
Kahlen-Pön. Über das Gipfelplateau des 774 Meter
hohen Usselner Hausberges geht es erneut an
Hochheideflächen vorbei und dann auf langsam
abfallendem Gelände durch Fichtenschonungen
und Buchenhochwald zurück zur Düdinghäuser
Straße. Hier schließt sich der Kreis einer einmaligen
Grenzwanderung.
Die Schnadezüge in Usseln
Historischer Hintergrund
Das Wort Schnade (Platt: Schnoode) ist von
Schneise (gehauene Grenze im Wald) hergeleitet
und hat im Sauerland und in Waldeck die Bedeutung
von “Grenze”. Das Wort Grenze ist erst später
aus dem Slawischen in den deutschen Sprachgebrauch
übernommen worden. Grenzen hatten für
den Menschen immer schon eine wichtige Bedeutung.
Früher sicherten sich die einzeln lebenden
Bauern und Jäger durch Zäune oder Wälle vor den
Angriffen von Feinden und wilden Tieren ab. Später
schlossen sich die Menschen zu immer größeren
Gruppen zusammen, bauten Dörfer und Städte, die
sie durch Mauern zu schützen suchten. Könige und
Fürsten markierten ihr Territorium durch
Grenzsteine, Bäume und Grenzwälle. Auch heute
noch grenzen sich Staaten, Länder und Gemeinden
voneinander ab, um Zuständigkeiten zu regeln.
Den örtlichen Gemarkungsgrenzen kommt keine
große Bedeutung mehr zu, doch waren auch sie in
der Vergangenheit Schauplatz von teilweise blutigen
Auseinandersetzungen. Es ist überliefert, dass
eine Grenzstreitigkeit am Kahlen-Pön im Jahr
1557 zur einer Auseinandersetzung zwischen dem
Usselner Eberhard Schalk und einem Düdinghäuser
Bauern führte, in dessen Verlauf der Düdinghäuser
das Pferd des Usselners entwendete.
Empört zogen die Usselner daraufhin am 9. März
1557 mit Gewehren, Spießen und Beilen nach
Düdinghausen und übten blutige Rache. Einen
Toten und sechs Schwerverletzte auf Düdinghäuser
Seite war den Usselnern die Befreiung des Pferdes
wert.
Der Vorsitzende Willi Gerbracht wird
auf der höchsten Stelle der Usselner
Gemarkung (Hopperkopf 831 üNN)
mit dem Grenzverlauf bekannt gemacht.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
95
Die Schnadezüge in Usseln
Die Schnadezüge sind ein sehr alter Brauch, dessen
ursprünglicher Sinn es war, den Bewohnern den
Grenzverlauf einzuprägen. Da es noch keine exakten
Karten gab, war es für ein friedliches Nebeneinander
sehr wichtig, dass die Gemarkungsgrenzen
bekannt waren. Grenzsteine wurden erst ab dem 17.
Jahrhundert gesetzt. Vorher war es üblich, Bäume
als Grenzmarkierung zu wählen. Da diese aber
dem natürlichen Vergang unterworfen sind, musste
man dauerhaftere Grenzmarkierungen wählen. Das
konnten neben Steinen auch Erdwälle sein. Ein
besonders gut erhaltener Grenzwall ist zwischen
Diemeltal und Seeregipfel noch heute zu erkennen.
Die ältesten Steine an der Usselner Grenze datieren
aus den Jahren 1769 und 1825. Sie stehen an den
Grenzen nach Kur-Cöln (Westfalen) und “Hessen-
Darmstadt” (Hemmighausen/Eimelrod). Über den
Verlauf der Schnadezüge wurde von einem fürstlichen
Abgesandten ein Protokoll geschrieben. Vertreter
der Nachbarorte wurden zur Schnade eingeladen,
um Meinungsverschiedenheiten über den
Grenzverlauf an Ort und Stelle auszuräumen. Dies
endete aber nicht selten in Handgreiflichkeiten. Die
Grenzgänge fanden in unregelmäßigen Abständen
statt und wurden von der Obrigkeit angeordnet. Die
Leitung oblag den Alten und Grenzkundigen, die
den Verlauf den Jungen erklärten. So wurde der
Grenzverlauf von Generation zu Generation weiter
gegeben.
Auch das Stutzen der Teilnehmer war schon damals
Bestandteil der Schnadegänge, sollte doch das
Berühren der Grenzsteine mit dem Hinterteil dem
Gestutzten den Grenzverlauf besonders gut einprägen.
Die Namen der Gestutzten wurden im Protokoll
festgehalten. Im Laufe der Zeit entwickelten
sich die Schnadezüge trotz des amtlichen Hintergrundes
zu einer Art Volksfest. Es wurde Schnaps
mitgenommen und teilweise auch eine Musikkapelle
verpflichtet. Die Ausschweifungen hatten im
Waldecker Land so große Ausmaße angenommen,
dass Fürst Friedrich im Jahr 1770 verfügte, dass
“solches hinkünftig von 10 zu 10 Jahren, jedoch
ohne große Kosten, auf eine vernünftige, dem wahren
Entzwecke gemäße Art geschehe; ...”. Er
bezeichnete die Schnadezüge ein “sündliches,
ruchloses und mutwilliges Unwesen”. Im armen
Upland hielten sich diese Ausschweifungen aber in
Grenzen. Dennoch ist im Usselner Schnadeprotokoll
aus dem Jahr 1836 vermerkt, dass an der
“Kohlstelle am Niedersfelder Weg” einige Männer
einen Tanz abhielten. Nicht selten dauerte der Zug
den ganzen Tag von Sonnenaufgang bis zu ihrem
Untergang. Beispielsweise führte die “Hute-Schnade”
des Jahres 1787 über den Alten-Hagen, das
Lütteke-Feld, das Strycktal und Aartal bis hin zur
“Darmstädtischen Grenze” (Grenze nach Hemmighausen
auf dem Hermannsberg).
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Die Schützenhalle – das „Zelt“
Eng verbunden mit der Geschichte der Schützengesellschaft
Usseln ist die Geschichte der Usselner
Schützenhalle. Im Jahr 1914 wird das Gebäude in
der heutigen Sportstraße unter Leitung des Korbacher
Architekten Schleicher errichtet. Die Baukosten
betragen ca. 8.500 Mark. Zur Deckung dieser
Kosten muss der damalige Kriegerverein ein
Darlehen bei der Kreissparkasse Korbach aufnehmen.
Der Bau einer feststehenden Halle ist ein großes
Ereignis in der Vereinsgeschichte. Die jährlich
stattfindenden Kriegerfeste konnten bis dahin nur
in eigens dafür aufgebauten Lakenzelten an verschiedenen
Standorten im Dorf ausgerichtet werden.
Noch heute heißt die Schützenhalle daher bei
den Usselnern „das Zelt“.
Die große Einweihungsfeier der neuen "Kriegerhalle"
im Jahr 1914 ist jedoch das vorerst letzte Fest,
welches in den neuen Räumen gefeiert werden
kann. Wegen Ausbruch des ersten Weltkrieges
ruhte das Vereinsleben bis 1918. Während dieser
Zeit werden in der Halle Kriegsgefangene, die bei
Usselner Bauern arbeiten, untergebracht.
Nach dem Ende des Krieges kann die Halle wieder
in ihrem ursprünglichen Sinne genutzt werden.
Neben den Schützenfesten finden sich aber noch
weitere Verwendungsmöglichkeiten für das Gebäude.
Das sogenannte "Vereinszimmer", dort wo sich
jetzt die Sektbar befindet, wird der Gemeinde für
den Schulunterricht überlassen. Auch die Übungsstunden
des Gesangvereins finden in diesem Raum
statt. Der Turnverein nutzt die Halle ebenfalls.
Bereits Anfang der 20er Jahre wird die erste Kinoveranstaltung
in der Schützenhalle durchgeführt.
Der beim Schützenverein angestellte Vereinswirt
betreibt im "Vereinszimmer" jeden Sonntag eine
Schankwirtschaft, die von vielen Schützenbrüdern
gern besucht wird. Die nicht voll ausgebauten Kellerräume
verpachtet der Schützenverein an den
Schreinermeister Ferron, der hier seine Werkstatt
einrichtet.
In den Nachkriegsjahren führt der Verein viele Verbesserungsmaßnahmen
an der noch jungen Schützenhalle
durch. 1920 wird eine elektrische
Beleuchtung eingebaut, ein Jahr später gibt es auch
fließendes Wasser. In den Folgejahren werden die
Bausubstanz und die sanitären Einrichtungen laufend
verbessert. 1924 verlegt man die Kegelbahn an
ihren heutigen Standort in die Kellerräume der
Schützenhalle. Des weiteren wird im Untergeschoss
ein Vorraum für die Kegelbahn angelegt.
Die "Hölle" ist geboren.
Ab 1933 wird die Schützenhalle für einige Jahre
von einer Abteilung des Reichsarbeitsdienstes
belegt. Erst nach Fertigstellung des auf dem jetzigen
Schwimmbadgelände befindlichen RAD-
Lagers kann die Halle vom Schützenverein wieder
genutzt werden. Während des zweiten Weltkrieges
kommt das Vereinsleben erneut zum Erliegen. Die
Schützenhalle wird von 1941 bis zum Kriegsende
für 2.400 RM jährlich an die Continental-Gummiwerke
als Lagerhalle vermietet.
Nach Ende des Krieges ziehen zunächst Fremdarbeiter
in die beschlagnahmte Schützenhalle. Bereits
1947 beginnt der neu gegründete Bürgerverein
jedoch mit der Instandsetzung des mittlerweile
ziemlich verwahrlosten Gebäudes. Im Jahr 1950
kauft der Verein die Halle für 9.720 DM vom Land
Hessen zurück.
In den 50er und 60er Jahren erfolgen weitere Renovierungsarbeiten
in der Halle. So werden u.a. der
Bühnenvorbau erstellt, eine vollautomatische
Kegelbahn angeschafft und die Toilettenanlagen
ausgebaut. 1972 erfolgt die bis dahin gründlichste
Hallenrenovierung. In diesem Jahr erhält die Schützenhalle
eine ölbefeuerte Warmluftheizung, einen
neuen Fußbodenbelag, eine Lautsprecheranlage
und einen frischen Anstrich. Die Gesamtkosten
belaufen sich auf etwa 90.000 DM.
Eine weitere wesentliche Verbesserung erfährt die
Halle 1972/73 durch den Anbau des Kursaals. Er
wird am Standort des ehemaligen Spritzenhauses
erbaut. Durch die direkte Verbindung zur Schützenhalle
ist seitdem eine noch bessere gastronomische
Versorgung der Festgäste möglich. Diesem
Umbau fällt jedoch auch der direkte Zugang vom
Festplatz zur "Hölle" zum Opfer. Besonders am
Schützenfestmontag nutzten viele auswärtige
Handwerker diesen Eingang, um "richtig Usselner
Schützenfest zu feiern".
Die nächste optisch größere Umgestaltung erfolgt
1986. Schützenkönig Herbert Könne stiftet in seinem
Regentschaftsjahr einen neuen rustikalen
Bühnenvorbau. 1992 wird die Bühne erneut umgestaltet,
hierfür zeichnete der amtierende
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
97
Die Schützenhalle – das „Zelt“
Schützenkönig Karl-Volker Sauer verantwortlich.
Zu dieser Zeit deutet sich jedoch bereits an, dass in
den nächsten Jahren im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes
weitere umfassende Renovierungsarbeiten
an der Schützenhalle vorgenommen
werden.
Am 5. März 1994 stimmt die große Mehrheit
der anwesenden 113 Vereinsmitglieder auf
einer außerordentlichen Generalversammlung der
Schützengesellschaft für den Verkauf der Schützenhalle
an die Gemeinde Willingen (Upland). Da die
Schützengesellschaft nicht in der Lage gewesen
wäre, die anstehenden umfassenden Renovierungsarbeiten
zu finanzieren, ist diese Entscheidung
unausweichlich. Durch die Veränderung der Eigentumsverhältnisse
können für die Umbauarbeiten
wesentlich höhere Landeszuschüsse realisiert werden.
Vertraglich wird der Schützengesellschaft
auch weiterhin das Hausrecht zugesichert.
Bereits zum Schützenfest 1994 ist der erste Bauabschnitt
fertiggestellt. Es handelt sich um den Eingangsbereich,
die Toilettenanlagen und den Zugang
zur "Hölle", die nun wieder vom Festplatz zu erreichen
ist. Der zweite Teil der Umbaumaßnahmen
betrifft die Neugestaltung der Bühne und der
Decke, die Erneuerung des Daches und die räumliche
Trennung der Theke von der Halle. Zudem
erhält das Gebäude einen komplett neuen Außenanstrich
und neue Fenster. Rechtzeitig zum Schützenfest
1997 wird auch der dritte und letzte Bauabschnitt
beendet. Hierbei handelt es sich um die
umfassende Renovierung und Modernisierung der
Küche. Rund 1 Million DM wird von 1994 bis
1997 in die Schützenhalle investiert.
Nach Abschluss dieser umfangreichen Renovierungsarbeiten
können wir Usselner stolz darauf
sein, dass in unserem Ort eine der schönsten Festhallen
im weiten Umkreis entstanden ist.
Die Schützenhalle
vor...
...und nach dem Umbau
1994 - 1997
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
98
Sportschützen
Die Schießgruppe Usseln
Im Jahr 1974 wird die Luftgewehrschießgruppe auf
Initiative von Horst Müller gegründet. Er fungiert
bis 1977 als Spartenleiter. Hanfried Saure, Siegfried
Czech, Bernd Saure und zur Zeit Christian
Gerlich bekleiden in der Folgezeit nacheinander
dieses Amt. Das Schießen wird bis 1980 im Kellerbereich
(„Hölle“) der Schützenhalle durchgeführt.
Danach ziehen die Sportschützen in das Untergeschoss
der neu erbauten Sporthalle um. Dort befinden
sich eine modern eingerichtete Schießanlage
mit 7 Ständen und ein gemütlicher Vereinsraum.
Neben dem Wettkampfschießen findet auf der
Anlage jedes Jahr um die Weihnachtszeit ein Preisschießen
statt, an dem neben den Einheimischen
auch Schützen aus den umliegenden Orten und
viele Feriengäste teilnehmen. Seit nunmehr 8 Jahren
gehört das Pokalschießen für Usselner Vereine,
Clubs und Gruppen zu den jährlichen Veranstaltungen
der Sportschützen und findet regen Zuspruch.
Die Mitglieder der Schießgruppe, heute eine Sparte
des Turn- und Sportvereins Usseln, sind fast alle
Mitglieder der Schützengesellschaft und pflegen
mit dieser einen guten Kontakt. Unter anderem tragen
sie die Verantwortung für die ordnungsgemäße
Durchführung der Schießwettbewerbe beim Schützenfest
und beim Burschenkönigsschießen.
Zur Zeit verfügen die Sportschützen über zwei
aktive Seniorenmannschaften und eine Jugendmannschaft,
die an den Rundenwettkämpfen teilnehmen.
Weiterhin besteht eine „Oldie-Mannschaft“,
die Wettkämpfe im Luftgewehrschießen
stehend aufgelegt austrägt. Insgesamt hat die
Schießgruppe momentan 50 aktive und passive
Mitglieder, wobei besonders im Jugendbereich ein
guter Zuspruch zu verzeichnen ist.
Christian Gerlich
Spartenleiter
Die Usselner Sportschützen auf der Schießanlage in der Sporthalle v.l.: Hermann Schumann, Werner
Maywald, Angelika Wäscher, Horst Hill, Bernd Saure, Karl-Heinz Emde, Claus Engelbracht, Heinrich
Finger
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Sportschützen
Die Vereinsmeister
1975 Siegfried Czech mit 244 Ringen
1976 Hanfried Saure mit 251 Ringen
1977 Jörg Engelbracht mit 339 Ringen
1978 Hanfried Saure mit 340 Ringen
1979 Jörg Engelbracht mit 345 Ringen
1980 Hanfried Saure mit 340 Ringen
1981 Jörg Engelbracht mit 347 Ringen
1982 Horst Hill mit 356 Ringen
1983 Jörg Engelbracht mit 357 Ringen
1984 Angelika Höblich mit 368 Ringen
1985 Karl-Heinz Meier mit 360 Ringen
1986 Karl-Heinz Meier mit 362 Ringen
1987 Mike Emde mit 357 Ringen
1988 Frank Kotthaus mit 357 Ringen
1989 Claus Engelbracht mit 351 Ringen
1990 Frank Kotthaus mit 361 Ringen
1991 Frank Kotthaus mit 349 Ringen
1992 Frank Kotthaus mit 364 Ringen
1993 Frank Kotthaus mit 362 Ringen
1994 Frank Kotthaus mit 364 Ringen
1995 Claus Engelbracht mit 370 Ringen
1996 Claus Engelbracht mit 367 Ringen
1997 Frank Kotthaus mit 368 Ringen
1998 Bernd Saure mit 373 Ringen
1999 Frank Kotthaus mit 371 Ringen
2000 Frank Kotthaus mit 372 Ringen
2001 Claus Engelbracht mit 370 Ringen
In den Jahren 1975 und 1976 wurden 30 Schuss auf 10er Scheiben abgegeben, danach immer 40 Schuss.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
100
Musik
Mit Musik
geht alles besser...
Seit vielen Jahrzehnten genießt das Usselner Schützenfest
in nah und fern einen ausgezeichneten Ruf.
Dies liegt nicht nur daran, dass es die Usselner verstehen,
Feste zu feiern und die Schützenhalle einen
hervorragenden Rahmen bietet, sondern auch an
den erstklassigen Musik- und Tanzkapellen, die in
jedem Jahr verpflichtet werden.
Es ist schon Tradition, dass die Festkapelle zum
Usselner Schützenfest jährlich wechselt. So wurden
neben Kapellen aus der näheren Umgebung auch
schon Musiker aus dem gesamten Bundesgebiet,
sowie aus Österreich, Belgien und den Niederlanden
engagiert. Kapellen, die auf dem Schützenfest
überzeugen, werden natürlich später gerne einmal
wieder verpflichtet.
Besonders seit 1970 wird Musikqualität auf dem
Usselner Schützenfest groß geschrieben. In diesem
Jahr tritt erstmals Startrompeter Walter Scholz mit
der Bühler Stadtkapelle auf. Da die Vereinskasse
der Schützengesellschaft ein zu geringes Guthaben
ausweist, ist es erforderlich, dass Schützenkönig
Lothar Kesper und sein Hofstaat für einen Teil der
Gage bürgen. Die Unterbringung der Musiker
erfolgt in der Usselner Schule, Betten sind aus der
belgischen Kaserne in Arolsen organisiert worden.
Die Verpflegung gibt es im Dorfgemeinschaftshaus.
Da das Schützenfest ein großer Erfolg wird,
muss die Bürgschaft glücklicherweise nicht in
Anspruch genommen werden. In den siebziger Jahren
sind Walter Scholz und die Bühler Stadtkapelle
noch einige Male zu Gast in Usseln. Dass Scholz
auch ein strenger Kapellmeister ist, beweist folgende
Begebenheit, die sich in Usseln ereignet hat:
Einige Musiker haben Zubehörteile für ihre Instrumente
in Baden-Baden vergessen. Walter Scholz
lässt die fehlenden Teile kurzerhand per Taxi kommen
und zieht den Musikern die entstandenen
Kosten von der Gage ab. Seinen letzten Auftritt
beim Usselner Schützenfest hat Scholz im
Jubiläumsjahr 1977 mit den Reblandmusikanten
aus Altschweier.
Zum 100-jährigen Jubiläumsschützenfest kann
noch ein weiterer international bekannter Volksmusiker
verpflichtet werden. Der berühmte Jodlerkönig
Franzl Lang begeistert in der vollbesetzten
Schützenhalle. Die Besucher mussten sich vorher
jedoch in Geduld üben, da der Auftritt erst gegen
22.00 Uhr beginnen kann. Franzl Lang kommt
wegen eines Staus auf der Autobahn erst mit einigen
Stunden Verspätung in Usseln an. Die Kommersabende
werden des Öfteren durch Auftritte
bekannter Volksmusiker bereichert. So sind unter
anderem Margit Anderson und die „Moldau-
Mädel“ beim Schützenfest in Usseln aufgetreten.
Welche Kapelle zum jeweils nächsten Schützenfest
verpflichtet werden soll, wird bis Ende der siebziger
Jahre auf der Generalversammlung durch Abstimmung
festgelegt. Seitdem kann der Vorstand die
Verhandlungen und Vertragsabschlüsse selbstständig
vornehmen. In vielen Fällen versuchen Vorstandsmitglieder,
Auftritte der in Frage kommenden
Kapellen vor einer eventuellen Verpflichtung zu
besuchen. So hat beispielsweise vor dem Engagement
der "Brass Band Merum" aus Holland der
Vorstand die weite Reise bis nach Venlo nicht
gescheut, um sich von der Qualität der Kapelle zu
überzeugen.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
101
Musik
Bürgermusik St. Johann im Pongau, Festkapelle 1979, 1982, 1987, 1997
Auch aus dem Pongau in Österreich konnten in der Vergangenheit gleich mehrfach gute Kapellen für das
Usselner Schützenfest gewonnen werden. Trachtenmusiker aus Bischofshofen, St. Johann und St. Veit sind
immer wieder gern im Upland zu Gast.
“Alpenecho” Tanzmusik: 1979, 1982, 1984, 1987, 1989, 1990, 1993
Über das Musikalische hinaus haben sich auch einige private Kontakte zwischen dem Upland und dem
Pongau entwickelt. So gibt es in Usseln schon seit vielen Jahren einen „St. Veit-Club“. Unvergessen sind
nach wie vor die zahlreichen Auftritte der Tanzkapelle „Alpenecho“ aus Altenmarkt.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
102
Musik
Dass es aber auch in nächster Umgebung hervorragende
Musikkapellen gibt, beweisen die glänzenden
Auftritte der Musiker aus Rhena, Düdinghausen
und Volkmarsen in den vergangenen Jahren.
Zu einer besonderen Attraktion hat sich in den letzten
Jahren der Sonntagnachmittag nach dem Festzug
in der Schützenhalle entwickelt. Mit Showauftritten
geben alle am Festzug beteiligten Kapellen
Kostproben ihres Könnens. Die „Vlierländer Muzikanten“
oder auch die Band „Tis-niks-wut-niks“
aus Holland sorgten zuletzt für überschwängliche
Stimmung. Ein weiterer Höhepunkt ist 1999 der
Auftritt einer zufällig durch Usseln reisenden
Kapelle aus Belgien. Mit ihrer spontanen Musikeinlage
begeistern sie die Festbesucher.
Spielmannszüge aus Allagen und Mühlhausen in
Thüringen bereichern, nicht nur durch ihre farbenprächtigen
Uniformen im Festzug, sondern auch
durch ihre schwungvolle und erstklassige musikalische
Darbietung das Fest.
Da es in der Vergangenheit immer wieder vorkam,
dass die Tanzkapelle am Schützenfestmontag ihr
Programm vom Vortag wiederholte, werden seit
1999 jeweils zwei unterschiedliche Bands unter
Vertrag genommen. Diese Maßnahme hat sich als
äußerst positiv herausgestellt.
Zum 125-jährigen Jubiläum der Schützengesellschaft
ist wieder für erstklassige Musik zum Schützenfest
gesorgt. Den Festakt am Freitag umrahmt
der Musikverein Rhena. Als Festmusik fungiert die
Kapelle "In Treue fest" Immendorf, die bereits vor
zwei Jahren in Usseln zum Schützenfest begeisterte.
Der Kommersabend wird ab 22 Uhr von der
holländischen Stimmungsband "Vlierländer Muzikanten"
gestaltet. Auch die Tanz- und Showbands
"Harlekin" am Sonntagabend und die Big-Band
"Gut-So!" am Montagabend werden dafür sorgen,
dass auch das diesjährige Usselner Schützenfest
aus musikalischer Sicht unvergesslich bleiben
wird.
Musikverein
Düdinghausen,
Festmusik
1994, 2001
Brass-Band
Merum,
Festkapelle
1990 und 1992
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Festmusik 2002
„In Treue Fest“ Immendorf
Musikverein Rhena
Big Band „Gut-So“
Showband Harlekin
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Schausteller
Auf dem Festplatz
Usseln war schon im Mittelalter Marktort. Zweimal
im Jahr fanden Märkte statt. Hier wurde alles
gehandelt, was für das damalige Leben wichtig war.
Vor allem Lebensmittel und Vieh. Die Bauern der
Gegend trafen sich auf den Marktwiesen, um zu
kaufen und zu verkaufen. Die Tradition der Märkte
ist dann Ende des 19. Jahrhunderts auf die Kriegerbzw.
Schützenfeste übergegangen. Montags war
Viehmarkt, eifriger Handel bestimmte den Ablauf.
Wer bei der Viehprämierung einen Preis durch die
Marktleitung verliehen bekam, hatte auch die
besten Chancen, seine Tiere zu guten Preisen an
den Mann zu bringen.
Im Laufe der Zeit kamen auch Händler aus weiter
entfernten Regionen zum Markt, und bald auch
gesellten sich Schausteller hinzu. Dabei waren Feuerschlucker,
Box- und Ringkämpfer oder der “Hauden-Lukas”
die großen Attraktionen für die Einheimischen,
denen das harte Leben hier im Upland
sonst nur wenig Abwechslung bot. Die Kinder
freuten sich das ganze Jahr auf die Marktstände mit
Süßigkeiten und natürlich auf die Karussells. Das
wenige Geld, das zur Verfügung stand, wurde
eisern für das große Fest gespart. Einige Pfennige
“Markedesgäld” wurden durch den Verkauf von
Heidelbeeren, Preiselbeeren und Himbeeren hinzu
verdient. Nun stellte sich die Frage, ob man das
sauer Ersparte für Fleischhauers Kettenflieger, die
Schiffschaukel der Familie Reimschüssel oder doch
lieber an Elkans Karussell ausgeben sollte. Vielleicht
aber auch für diese herrlich roten Früchte am
Stand des Obsthändlers Hellwig aus Neerdar, die
man noch nie zuvor gesehen hatte oder eine Tafel
von der guten Schokolade am Stand von Herrn
Schneider aus Freienhagen, der auch heute noch
wie eh und je seinen Süßigkeitenwagen auf dem
Usselner Festplatz aufbaut. Auch ein Eis für stolze
5 Pfennige war eine Überlegung wert. Beim “Billigen
Jakob” war auch immer
etwas los, dort gab es Hosenträger, Knöpfe, Gürtel,
Nähgarn und natürlich Spielzeug. Ein Bleistift für
5 Pfennige und 10 Stück für 10 Pfennige, “Die
Masse muss es halt bringen” so das Motto von
Glombs Erich.
Eine große Attraktion der Schützenfeste in den
50er Jahren waren die Steilwandfahrer, wagemutige
Motorradfahrer, die in einem engen Käfig herumsausten
und nicht selten nach einem Zusammenstoß
wieder zu Boden fielen. Mit etwas Glück
konnte man an Steinröders Losbude den großen
Gewinn mit nach Hause nehmen. An der Schießbude
konnte jedermann seine Treffsicherheit unter
Beweis stellen, wenn es zum Schützenkönig einmal
wieder nicht gereicht hatte.
Unvergessen sind die Zeiten, als “Onkel Heinrich
(Knarri) und Tante Adele” die Außenwirtschaft am
alten Spritzenhaus betrieben und besonders Heinrich
durch sein markantes Wettern und Schimpfen
von sich reden machte. Die Wirtschaft “Goldener
Ast“ war früher als Festzelt an das Spritzenhaus
angebaut. Mit dem Bau des Kursaals 1973 mußte
das alte Feuerwehrhaus weichen, der „Goldene
Ast” aber blieb bestehen und wird seither im Kursaal
betrieben. Dort trifft man sich auch heute noch
gern zu einem Glas Bier.
Schon seit über 50 Jahren ist die Familie van Elkan
aus Frankenberg auf dem Usselner Festplatz dabei.
Anfangs mit einem Karussell, später mit
Schießwagen, Wurfbude und Autoscooter. Elkans
gehören zum Schützenfest genauso dazu, wie Festzug
und Vogelschießen. Usselner Schützenfest ist
eben erst dann, wenn der Geruch von Bratwurst,
gebrannten Mandeln und frischem Tannengrün
über den Marktplatz weht, der Autoscooter hupt
und die Festkapelle zum Preussischen Präsentiermarsch
aufspielt.
Großer Andrang am Karussell 1948
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Die Kaiser der Schützengesellschaft v.l. Friedrich Bender, Dr. Helmut Mitze, Heiner Jäger
Die Könige der Schützengesellschaft v.l.n.r. Carsten Engelbracht, Lothar Kesper, Karl Engelbracht, Georg
Tegge, Heinrich Finger, Herbert Könne, Heinz Emde, Werner Schulze, Dieter Bornemann, Karl-Heinz
Mohr, Helmut Jäkel, Willi Engelbracht, Friedrich Bender, Dirk Wäscher, Günter Eustrup, Günter Emde,
Wilhelm Brüne, Karl-Volker Sauer, Heiner Jäger, Hermann Biederbick, Friedrich Bracht, Karl Bornemann,
Willi Schulze, Willi Gerbracht, Holger Vogel, Karl-Fr. Wilke
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Der Vorstand im Jubiläumsjahr v.l.: Carsten Engelbracht, Jörg Birkenhauer, Günter Emde, Frank-Friedrich Schulze, Willi Schulze, Hermann Biederbick,
Schützenkönig Christoph Schulte, Eckart Brüne, Willi Gerbracht, Werner Maywald, Friedrich Engelbracht, Maik Saure, Holger Vogel
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Die Hauptmänner der Schützengesellschaft:
v.l. Willi Schulze-Zaches,
Willi Engelbracht-Schür (Ehrenhauptmann),
Holger Vogel, Carsten
Engelbracht
Die Fahnengruppen:
v.l. Frank
Bender, Marc
Wilke, Christian
Benecke, Bernd
Wilke, Jürgen
Wilke, Martin
Wilke
Die Usselner Vereinsfahnen: v.l.: Freiwillige Feuerwehr (Patrick Götz), Turn- und Sportverein (Frank
Schlenger), Schützengesellschaft alte Fahne (Frank Bender), neue Fahne (Martin Wilke), Burschenclub
(Lars Asmuth), Männergesangverein (Frank-Friedrich Schulze)
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Orden und Vereinszeichen v.l. : Königsorden, neue Vereinsnadel, alte Vereinsnadel, Kaiserorden,
Ehrennadel, Kinderkönigsorden, Burschenkönigsorden
Schützenhüte und Kriegervereinskappe
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Die Kaiser der Schützengesellschaft Usseln:
1977 Dr. Helmut Mitze
1987 Friedrich Bender
1997 Heiner Jäger
Die Königspaare der Schützengesellschaft Usseln:
1913 1. König Wilhelm Wilke-Fiesen
1919/1920 2. König Fritz Emde mit Königin Adelheid Mitze
1920/1921 3. König Friedrich Saure mit Königin Henriette Petersen
1921/1922 4. König Christian Brüne-Brocke mit Königin Elfriede
1922/1924 5. König Heinrich Wilke mit Königin Luise Saure
1924/1925 6. König Wilhelm Jäger mit Königin Berta
1925/1926 7. König Karl Saure-Dresel mit Königin Lina Figge
1926/1927 8. König Karl Kesper mit Königin Lina Hellwig
1927/1928 9. König Christian Engelmann mit Königin Rika Küthe
1928/1929 10. König Hermann Vogel mit Königin Martha Mitze
1929/1930 11. König Karl Saure-Dresel mit Königin Else Saure
1930/1931 12. König Christian Biederbick mit Königin Emilie
1931/1932 13. König Egon Mitze mit Königin Erna Stöcker
1932/1933 14. König Karl Heine mit Königin Wilhelmine Sauer
1933/1934 15. König Herbert Petersen mit Königin Gerda Saure
1934/1935 16. König Konrad Giebeler mit Königin Else
1935/1936 17. König Fritz Emde mit Königin Rickchen Schreiber
1936/1937 18. König Ernst Scherrer mit Königin Emmi
1937/1938 19. König Johannes Figge mit Königin Minna
1938/1939 20. König Hermann König mit Königin Lina
1939/1947 21. König Walter Born mit Königin Frieda
1947/1948 22. König Dr. Helmut Mitze mit Königin Ilse Jäger
1948/1949 23. König Willi Ferron mit Königin Luise
1949/1950 24. König Helmut Ferron mit Königin Anneliese
1950/1951 25. König Erich Saure-Dengels mit Königin Lina
1951/1952 26. König Heinrich Wilke-Kesting mit Königin Frieda
1952/1953 27. König Karl-Heinz Mohr mit Königin Ruth
1953/1954 28. König Karl-Heinz Mohr mit Königin Ruth
1954/1955 29. König Helmut König mit Königin Charlotte Winter
1955/1956 30. König Willi Schulze-Zaches mit Königin Martha
1956/1957 31. König Karl Bornemann mit Königin Marianne Saure
1957/1958 32. König Heinrich Schumann mit Königin Herta
1958/1959 33. König Karl Brüne mit Königin Irmgard
1959/1960 34. König Christian Biederbick-Gotten mit Königin Elisabeth
1960/1961 35. König Walter Marczewski mit Königin Ruth
1961/1962 36. König Karl Sauer-Boden mit Königin Lina
1962/1963 37. König Friedrich Saure mit Königin Ursula Zölzer
1963/1964 38. König Christian Benecke mit Königin Jutta
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Die Königspaare der Schützengesellschaft Usseln:
1964/1965 39. König Willi Saure-Kampmann mit Königin Anni
1965/1966 40. König Hermann Biederbick-Wilmes mit Königin Marlis
1966/1967 41. König Hermann Vogel-Liesen mit Königin Marianne
1967/1968 42. König Josef Göttlicher mit Königin Notburga
1968/1969 43. König Emil Weber mit Königin Lina
1969/1970 44. König Lothar Kesper mit Königin Anita
1970/1971 45. König Hermann Schumann mit Königin Doris
1971/1972 46. König Christian Mitze-Suren mit Königin Christa
1972/1973 47. König Heinz Emde mit Königin Birgit Brüne
1973/1974 48. König Willi Engelbracht-Schür mit Königin Frieda
1974/1975 49. König Georg Tegge mit Königin Milli
1975/1976 50. König Horst Müller mit Königin Gisela
1976/1977 51. König Jörg Schulte mit Königin Ilse
1977/1978 52. König Horst Hill mit Königin Christa Frese
1978/1979 53. König Friedrich Bender-Ohl mit Königin Gerda
1979/1980 54. König Wilhelm Brüne-Habichts mit Königin Magdalene
1980/1981 55. König Horst Müller mit Königin Gisela
1981/1982 56. König Dr. Harald Mitze mit Königin Doris
1982/1983 57. König Dieter Bornemann mit Königin Ulla
1983/1984 58. König Kurt Heldmann mit Königin Inge
1984/1985 59. König Karl Engelbracht-Dregges mit Königin Ingrid
1985/1986 60. König Herbert Könne mit Königin Anni
1986/1987 61. König Helmut Jäkel mit Königin Heidi
1987/1988 62. König Willi Gerbracht mit Königin Doris
1988/1989 63. König Günther Emde-Asmuth mit Königin Marlies
1989/1990 64. König Karl-Friedrich Wilke-Bäumer mit Königin Renate
1990/1991 65. König Heiner Jäger-Brügges mit Königin Andrea Oberlies
1991/1992 66. König Karl-Volker Sauer-Boden mit Königin Margot
1992/1993 67. König Manuel Gottwald mit Königin Christina Gerbracht
1993/1994 68. König Willi Schulze-Zaches mit Königin Marianne
1994/1995 69. König Friedrich Bracht mit Königin Arnhild
1995/1996 70. König Heinrich Finger mit Königin Anne
1996/1997 71. König Günter Eustrup mit Königin Jutta
1997/1998 72. König Carsten Engelbracht-Dregges mit Königin Nicole Schmitz
1998/1999 73. König Werner Schulze-Zaches mit Königin Christel
1999/2000 74. König Holger Vogel-Liesen mit Königin Nicole
2000/2001 75. König Dirk Wäscher mit Königin Angelika
2001/2002 76. König Christoph Schulte-Krigerhannes mit Königin Elke
Wenn die Königin nur mit dem Vornamen genannt ist, so handelt es sich um die Ehefrau des Königs.
Die regelmäßigen Königsschießen begannen nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1919. Wilhelm Wilke-Fiesen
war jedoch schon 1913 als bester Schütze des Vereins ausgezeichnet worden. 1923 fand wegen der Inflation
kein Schützenfest statt. In den Jahren 1940 – 1946 wurden auf Grund des 2. Weltkrieges ebenfalls keine
Schützenfeste veranstaltet.
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Kinder- und Burschenkönige
Die Kinderkönigspaare der Schützengesellschaft Usseln:
1981/1982 1. Kinderkönig Marc Wilke mit Königin Iris Wilke
1982/1983 2. Kinderkönig Delf Bause mit Königin Andrea Schulze
1983/1984 3. Kinderkönig Andreas Klingelhöfer mit Königin Svenja Asmuth
1984/1985 4. Kinderkönig Tobias Heine mit Königin Cornelia Sauer
1985/1986 5. Kinderkönig Andre Hill mit Königin Birgit Behle
1986/1987 6. Kinderkönig Andy Kesper mit Königin Sonja Mitze
1987/1988 7. Kinderkönig Thorsten Vogel mit Königin Sandra Rosmanith
1988/1989 8. Kinderkönig Andreas Büttner mit Königin Regina Berkes
1989/1990 9. Kinderkönig Tobias Emde mit Königin Anna Bornemann
1990/1991 10. Kinderkönig Björn Emde mit Königin Monika Bangert
1991/1992 11. Kinderkönig Christian Kroneis mit Königin Tanja Hilmert
1992/1993 12. Kinderkönig René Barthel mit Königin Sabine Stremmel
1993/1994 13. Kinderkönig Martin Bangert mit Königin Jenna Mohr
1994/1995 14. Kinderkönig Christoph Brüne mit Königin Doreen Stein
1995/1996 15. Kinderkönig Martin Bangert mit Königin Gülten Soydut
1996/1997 16. Kinderkönig Florian Gerbracht mit Königin Herdis Mitze
1997/1998 17. Kinderkönig Romolo Marini mit Königin Sarah Mohr
1998/1999 18. Kinderkönig Alexander Düdder mit Königin Annika Niemeier
1999/2000 19. Kinderkönig Tim Götz mit Königin Franziska Biedermann
2000/2001 20. Kinderkönig Kevin Peters mit Königin Melanie Höblich
2001/2002 21. Kinderkönig Daniel Asmuth mit Königin Lisa Thinay
Unterstrichen ist jeweils der, der den Vogel abgeworfen hat.
Die Burschenkönige der Schützengesellschaft Usseln:
1989/1990 1. Burschenkönig Dirk Bender
1990/1991 2. Burschenkönig Christoph Schulte
1991/1992 3. Burschenkönig Frank Kotthaus
1992/1993 4. Burschenkönig Stefan Kesper
1993/1994 5. Burschenkönig Lars Birkenhauer
1994/1995 6. Burschenkönig Frank Engelbracht
1995/1996 7. Burschenkönig Martin Schober
1996/1997 8. Burschenkönig Hermann Schumann jun.
1997/1998 9. Burschenkönig Jörg Birkenhauer
1998/1999 10. Burschenkönig Oliver Emde
1999/2000 11. Burschenkönig Markus Schulze
2000/2001 12. Burschenkönig Karl-Friedrich Saure
2001/2002 13. Burschenkönig Markus Schmitz
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Die Vorsitzenden der Schützengesellschaft
1877 – 1882 Wilhelm Saure - Wilmes
1882 – 1887 Friedrich Saure - Kann
1887 – 1891 Karl Meier sen. - Schäfers
1891 – 1897 Johannes Figge
1897 – 1900 Wilhelm Saure – Wilmes
1900 – 1902 Christian Figge – Riepen
1902 – 1911 Wilhelm Schreiber
1911 – 1919 Fritz Sauer – Färbers
1919 – 1924 Heinrich Wilke
1924 – 1930 Dr. Karl Meyer
1930 – 1931 Johannes Figge
1931 – 1945 Fritz Stöcker
1947 – 1949 Johannes Figge
1949 – 1961 Heinrich Wilke – Kesting
1961 – 1967 Wilhelm Saure – Wilmes
1967 – 1971 Erich Saure – Dengels
1971 – 1975 Christian Biederbick –Gotten
1976 – 1990 Dieter Bornemann
seit 1990
Willi Gerbracht
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Bürgermeister und Ortsvorsteher
Bürgermeister 1877 – 1898 Georg Christian Küthe – Hertigen
1898 – 1910 Christian Brüne - Dribischen
1910 – 1919 Christian Küthe – Hertigen
1919 – 1923 Christian Wilke –Wilken
1923 – 1933 Christian Mitze – Suren
1933 – 1943 Heinrich Wilke – Sägewerk
1943 – 1945 Hermann König
1945 – 1948 Karl Koch
1948 – 1952 Johannes Brüne – Habicht
1952 – 1961 Hermann König
1961 – 1973 Fritz Stöcker
Ortsvorsteher: 1972 – 1974 Werner Figge
1974 – 1977 Jörg Schulte
1977 – 1981 Otto Schober
1981 – 1985 Wilhelm Urff
1985 – 1993 Horst König
1993 – 2001 Walter Gerhard – Heck
seit 2001
Lothar Kesper
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Mitglieder der Schützengesellschaft
Stand 1.4.2002
In Klammern das Jahr
des Vereinseintrittes
Günter Abel (1992)
Wilfried Arnold (1972)
Christian Asmuth-Jostwilmes (1963)
Lars Asmuth-Jostwilmes (1988)
Hans Asmuth-Kriegerhannes (1971)
Herbert Asmuth-Schäferherm (1985)
Walter Asmuth-Schäferherm (1959)
Willi Asmuth-Schäferherm (1985)
Fritz Bandlow-Krüpers (1989)
Karl Bangert-Henken (1970)
Markus Bangert-Henken (1993)
Martin Bangert-Henken (1998)
Helmut Bause-Nunnenschäfer (1981)
Robert Bause-Nunnenschäfer (1947)
Hubert Bechstein (1997)
Franz-Josef Becker (1993)
Peter Becker (1996)
Roland Becker (1972)
Friedrich Behle-Dullen (1960)
Detlef Behle-Elsen (1985)
Ludwig Behle-Schniedes (1956)
Ludwig Behle-Schniedes jun. (1985)
Gerhard Bender-Klenken (1994)
Ludwig Bender-Klenken (1947)
Dr. Dirk Bender-Lanfermann (1988)
Frank Bender-Lanfermann (1984)
Friedrich Bender-Lanfermann (1956)
Christian Benecke (1986)
Heinrich Berg (1988)
Jürgen Bethge (1975)
Udo Bickmann (2000)
Christian Biederbick-Gotten (1948)
Christian Biederbick-Gotten jun. (1987)
Dirk Biederbick-Gotten (1998)
Gerhard Biederbick-Gotten (1987)
Helmut Biederbick-Gotten (1959)
Willi Biederbick-Gotten (1936)
Willi Biederbick-Gotten jun. (1965)
Karl-Heinz Biederbick-Settens (1972)
Hermann Biederbick-Wilmes (1961)
Heinrich Biedermann (1959)
Jörg Birkenhauer (1985)
Josef Birkenhauer (1977)
Lars Birkenhauer (1990)
Friedrich Born-Pickes (1948)
Gustav Born-Pickes (1947)
Joachim Born-Pickes (1985)
Alfred Bornemann (1962)
Dieter Bornemann (1955)
Helge Bornemann (1984)
Jan Bornemann (2001)
Karl Bornemann (1953)
Friedrich Bracht-Alte Schule (1989)
August Bromm (1951)
Klaus-Christian Brüne-Dribischen (1981)
Eckart Brüne-Habicht (1974)
Heinrich Brüne-Habicht (1949)
Wilhelm Brüne-Habicht (1948)
Hans Brüne-Kükelheim (1934)
Rolf Büttner (1977)
Walter Büttner (1996)
Siegfried Czech (1974)
Ettore Dessi (1990)
Heinrich Diez-Kaubes (1948)
Dieter Düdder (1960)
Ralf Düdder (1999)
Bernd Elsholz (1991)
Günter Emde-Asmuth (1983)
Willi Emde-Asmuth (1983)
Karl-Heinz Emde-Hintersten Fiesen (1968)
Mike Emde-Hintersten Fiesen (1989)
Karl-Wilhelm Emde-Hüskens (1952)
Reiner Emde-Hüskens (1994)
Helmut Emde-Loh (1965)
Friedrich Emde-Mietzen (1956)
Heinz Emde-Mietzen (1958)
Oliver Emde-Mietzen (1995)
Tobias Emde-Mietzen (1996)
Willi Emde-Paggel (1947)
Helmut Emde-Steuber (1978)
Uwe Engelbracht (2001)
Alfred Engelbracht-Dregges (1960)
Carsten Engelbracht-Dregges (1988)
Claus Engelbracht-Dregges (1986)
Frank Engelbracht-Dregges (1989)
Karl Engelbracht-Dregges (1958)
Eugen Engelbracht-Kaspes (1947)
Friedrich Engelbracht-Kaspes (1985)
Jörg Engelbracht-Kaspes (1981)
Karl Engelbracht-Schür (1953)
Karl Engelbracht-Schür jun. (1974)
Willi Engelbracht-Schür (1947)
Willi Engelbracht-Schür jun. (1962)
Horst Eppendorf (1967)
Heinz-Günter Eustrup (1990)
Andreas Fellenberg (1996)
Sven Ferron (1996)
Heinz-Jürgen Figge (1993)
Karl Figge-Bunsen (1952)
Dr. Reiner Figge-Bunsen (1978)
Werner Figge-Henken (1970)
Herbert Figge-Krönicke (1980)
Karl-Wilhelm Figge-Pickes (1984)
Thorsten Figge-Stapels (1993)
Hans-Jürgen Figge-Stryck (1963)
Heinrich Finger (1992)
Hans-Jürgen Firch (1984)
Rolf Flake-Schniedermann (1971)
Björn Fölsch (2000)
Friedrich Franke (1970)
Pawel Frankowski (1996)
Helmut Frese (1977)
Hubert Friedrichs (1985)
Udo Friedrichs (1985)
Gerald Frisch (1980)
Michael Gehlfuß (1992)
Willi Gensmann-Braukmann (1994)
Emil Genuit (1961)
Ewald Genuit (1978)
Willi Gerbracht (1973)
Ernst Gerhard-Heckmann (1947)
Walter Gerhard-Heckmann (1950)
Walter Gerhard-Heckmann jun. (1975)
Hans-Otto Gitt (1983)
Horst Gitt (1952)
Dirk Göbel (1986)
Herbert Göbel (1977)
Willi Göbel (1954)
Fritz Göbel-Krüpes (1949)
Manfred Göbel-Krüpes (1989)
Erich Göbel-Schkäpes (1948)
Martin Göbel-Skruppmüller (1988)
Stefan Göcke (1999)
Karl Golik (1974)
Heiko Götte-Peusters (1987)
Joachim Götte-Peusters (1998)
Johannes Götte-Peusters (1967)
Eckhard Göttlicher (1985)
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Mitglieder der Schützengesellschaft
Karl-Otto Götz (1984)
Patrick Götz (1999)
Andreas-Silvester Griesenhofer (1995)
Jochen Haase (1981)
Christoph Heerdt (1998)
Heinz Heerdt (1993)
Mathias Heerdt (1993)
Helfried Heine-Schillings (1962)
Ralf Heine-Schillings (1985)
Tobias Heine-Schillings (1989)
Kurt Heldmann (1974)
Ernst Hellwig-Vogels (1947)
Stefan Herber (1982)
Roland Herr (1986)
Fritz Hildebrandt (1981)
Andre Hill (1990)
Horst Hill (1970)
Heinz Hilmert (1983)
Kurt Hohmeister (1966)
Christoph Holtel (1990)
Wilhelm Holtel (1975)
Edmund Höss (1980)
Timo Höss (2000)
Eric Hüttig (1994)
Manfred Iske (1998)
Dieter Jäger-Brügges (1989)
Hans-Otto Jäger-Brügges (1956)
Heiner Jäger-Brügges (1985)
Karl-Heinz Jäger-Brügges (1980)
Frank Jäger-Fählings (1995)
Friedrich-Wilhelm Jäger-Fählings (1954)
Ludwig Jäger-Fählings (1952)
Manfred Jäger-Fählings (1986)
Adolf Jäger-Schmitten (1949)
Herbert Jäger-Schmitten (1947)
Helmut Jäkel-Unterschulte (1962)
Lutz H. Janne (1994)
Herbert Johannes (1971)
Harald Jürgens (2000)
Bernd Juritz (1991)
Ottmar Kauer-Feldmann (1957)
Andrew-Mark Kesper (1992)
Heinz Kesper (1986)
Karl Kesper (1984)
Lothar Kesper (1967)
Oliver Kesper (1990)
Ernst Kesper-Schmitten (1947)
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
Lothar Kiehl (1981)
Andreas Kiessling (1994)
Heinz Kleine (1976)
Andreas Klingelhöfer (1991)
Karl-Wilhelm Klingelhöfer (1983)
Dirk Klinkmann (1996)
Christian Kloss (1994)
Karl-Heinz Kloss (1994)
Harry Knötzsch (1994)
Achim Koch (1985)
Alfred Koch (1952)
Axel Koch (1989)
Bernd Koch (1984)
Karl Koch (1947)
Karl Koch jun. (1970)
Harald König (2002)
Kurt König (1947)
Reiner König (2001)
Horst König-Büddeker (1955)
Jörn König-Büddeker (1988)
Frank Kotthaus (1988)
Mario Kotthaus (1998)
Rainer Kotthaus (1971)
Olaf Kowald (1998)
Christian Kroneis (1994)
Karl-Friedrich Kroneis (1978)
Dieter Kruse (1959)
Georg Kügler (1996)
Richard Kuhn-Kaspes (1935)
Gerd Kusmierz (1998)
Lars Küthe-Hertigen (1985)
Paul-Heinz Küthe-Hertigen (1954)
Albrecht Küthe-Niggemanns (1956)
Kristian Küthe-Niggemanns (1985)
Wilhelm Ladage (1986)
Dr. Volker Ladda (1999)
Erwin Lange (1989)
Gero Limbach (1990)
Lars Linder (1995)
Rudi Linder (1972)
Hans Maierhöfer (1995)
Horst Marczewski (1958)
Emanuele Marini (1992)
Fulvio Marini (1996)
Werner Maywald-Heckmann (1980)
Erich Medeke (1951)
Volker Meering (1996)
Ernst Meier (1948)
Gerhard Meier (1949)
Bernd Meier-Hüskens (1985)
Karl-Heinz Meier-Hüskens (1968)
Jürgen Meier-Knochen (1985)
Wolfgang Mikulski (1982)
Dr. Harald Mitze-Suren (1967)
Dr. Helmut Mitze-Suren (1938)
Axel Mohr (1975)
Karl-Heinz Mohr (1947)
Dirk Möllers (1995)
Harald Möllmer (1970)
Andreas Müller (2000)
Christian Müller (2000)
Horst Müller (1970)
Horst Müller jun. (1998)
Jürgen Müller (2000)
Ulrich Münchmeier (1998)
Horst Nagel (1974)
Armin Nerger (1982)
Karl-Heinz Nickel (1957)
Andreas Olschewski (1992)
Frank Olschewski (1992)
Willi Ostendorp (1991)
Horst Papke (1988)
Hans Peters (1990)
Michael Peters (1996)
Peter Peters (1969)
Sven Peters (1992)
Raphael Pfeifer (1990)
Uwe Pfeil (1995)
Herbert Pohlmann (1985)
Walter Pohlmann (1953)
Helmut Rieck (1965)
Wilfried Rohlje (1994)
Helmut Rom (1972)
Peter Roßmanith-Jägges (1972)
Christian Rummel (1993)
Achim Rummel-Hänsels (1989)
Albert Rummel-Hänsels (1970)
Christian Rummel-Höh (1993)
Reinhard Sack (1995)
Willi Sauer (1962)
Carsten Sauer-Boden (1994)
Karl-Volker Sauer-Boden (1970)
Heiner Saure-Bickmann (1980)
Heinrich Saure-Bickmann (1951)
116
Mitglieder der Schützengesellschaft
Bernd Saure-Dengels (1984)
Emil Saure-Dengels (1949)
Erich Saure-Dengels (1955)
Manfred Saure-Dengels (1960)
Helmut Saure-Kampmann (1954)
Hanfried Saure-Kann (1971)
Heinz Saure-Landrat (1956)
Karl Saure-Landrat (1949)
Karl-Ulrich Saure-Landrat (1980)
Reiner Saure-Landrat (1978)
Klaus-Jürgen Saure-Linneweber (1976)
Maik Saure-Linneweber (1989)
Willi Saure-Linneweber (1947)
Karl-Erich Saure-Oberschulten (1956)
Volker Saure-Oberschulten (1985)
Wolfgang Saure-Oberschulten (1988)
Helmut Saure-Wakenfeld (1977)
Herbert Saure-Wakenfeld (1989)
Jürgen Saure-Wiesemann (1977)
Willi Saure-Wiesemann (1970)
Friedrich Saure-Wortschäfer (1965)
Karl-Friedrich Saure-Wortschäfer (1989)
Jens Schäfer (1981)
Alfred Schäfer-Papenheim (1947)
Falk Schäfer-Papenheim (1985)
Willi Schäfer-Papenheim (1947)
Herbert Schalk-Sänges (1963)
Helmut Scharf (1950)
Ingolf Schinze (1996)
Erwin Schlenger (1984)
Götz Schlenger (1989)
Hans-Ulrich Schlenger (1985)
Fritz Schlömer-Kleinen (1989)
Richard Schmidt (1997)
Rolf Schmidt (1980)
Siegfried Schmidt (1947)
Dieter Schmirler (1972)
Manfred Schmirler (1971)
Marko Schmirler (1998)
Werner Schmirler (1965)
Bruno Schmitz (1975)
Kai Schmitz (2000)
Maik Schmitz (1993)
Markus Schmitz (1992)
Fritz Schneider (1975)
Martin Schober (1987)
Otto Schober (1965)
Rudolf Schober-Heeren (1965)
Heinz Scholz (1998)
Walter Scholz (1977)
Heinrich Schöne (1997)
Gerhard Schreiber (1993)
Artur Schröter (1952)
Heinz Schulte (1981)
Christoph Schulte-Kriegerhannes (1986)
Jörg Schulte-Kriegerhannes (1968)
Eckhard Schulze (1977)
Rolf-Ludwig Schulze (1977)
Willi Schulze-Alte Schule (1947)
Frank-Friedrich Schulze-Zaches (1983)
Markus Schulze-Zaches (1998)
Stefan Schulze-Zaches (1989)
Thomas Schulze-Zaches (1989)
Werner Schulze-Zaches (1961)
Willi Schulze-Zaches (1962)
Hermann Schumann (1960)
Hermann Schumann jun. (1985)
Frank Schütze (1991)
Hartmut Schweinsberg-Bender (1962)
Volker Slowek (1982)
Siegfried Steffan (1974)
Lothar Stein (1992)
Horst Steinacker (1965)
Michael Steinacker (1994)
Fritz Stöcker-Mariegerdes (1947)
Fritz Stöcker-Mariegerdes jun. (1970)
Patrick Stöcker-Mariegerdes (1994)
Reinhard Stremmel-Potthof (1957)
Dr. Hans-Joachim Stroth (1979)
Rüdiger Teepe (1998)
Georg Tegge (1957)
Wolfgang Tegge (1985)
Jürgen Ticheloren (2001)
Dieter Tischler (1998)
Manfred Trachte (1984)
Thomas Trachte (1987)
Henning Trumpp (1996)
Jonny van Elkan (1996)
Heinz Vogel-Gockels (1960)
Horst Vogel-Gockels (1998)
Karl Vogel-Gockels (1956)
Otto Vogel-Gockels (1947)
Patrick Vogel-Gockels (2001)
Torsten Vogel-Gockels (1992)
Karl-Heinz Vogel-Klorens (1980)
Sebastian Vogel-Klorens (2001)
Holger Vogel-Liesen (1986)
Willi Vogel-Vuggels (1954)
Willi Vogel-Vuggels jun. (1980)
Helmut Vollbracht-Matzes (1947)
Helmut Vollbracht-Matzes jun. (1978)
Peter Wagner (1995)
Dirk Wäscher (1988)
Siegfried Weber (1990)
Karl Westhoff (1985)
Ernst Westmeier (1973)
Mario Westmeier (1989)
Hans-Jürgen Wilke (1987)
Herbert Wilke-Bäumer (1965)
Willi Wilke-Bäumer (1967)
Erich Wilke-Fiesen (1959)
Marc Wilke-Fiesen (1985)
Willi Wilke-Fiesen (1961)
Dr. Willi Wilke-Fiesen jun. (1985)
Willi Wilke-Höh (1970)
Bernd Wilke-Kirchhöfer (1991)
Fritz Wilke-Kirchhöfer (1954)
Horst Wilke-Kirchhöfer (1962)
Jürgen Wilke-Kirchhöfer (1988)
Klaus Wilke-Kirchhöfer (1959)
Friedrich Wilke-Mühle (1984)
Heiner Wilke-Mühle (1985)
Karl-Friedrich Wilke-Mühle (1954)
Christian Wilke-Stifter (1933)
Andreas Wilke-Strotmann (1989)
Herbert Wilke-Strotmann (1959)
Martin Wilke-Strotmann (1982)
Dirk Wilke-Wilken (1985)
Willi Wilke-Wilken (1951)
Klaus Winter (1955)
Alfred Witter (1995)
Peter Würscher (1987)
Lars Zeutschel (2002)
Dieter Ziepprecht (1963)
Klaus-Lothar Zieske (1995)
Thorsten Zölzer (1995)
Wolfgang Zur (1998)
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
117
Anekdoten
Waldmeister...
Nachdem Bäumers Karl-Friedrich schon mehrere
Jahre ohne Erfolg am Vogelschießen teilgenommen
hatte, macht er im Jahr 1989 ganze Sachen.
Zunächst wird unter der Aufsicht von Schützenbruder
Herbert Könne eifrig im Korbacher Schießhagen
trainiert. Kurz vor dem Schützenfest erfolgt
dann die Feuerprobe in der Nähe von Herberts
Jagdhütte. Karl-Friedrich hat auf dem Fruchtbalken
in der Mühle streng geheim einen „Vogel" zusammengezimmert,
der nun auf dem Roth zum Einsatz
kommt. Treffpunkt ist bei Bäumers, wo Schießlehrer
und Schüler die geplante Aktion schon einmal
kräftig begießen, bevor sie sich dann mit einem
Korb voller Bierflaschen und weiteren Spirituosen
auf den Weg zur Jagdhütte machen.
Dort findet in diesem Jahr das wohl seltsamste
Vogelschießen im Sauerland statt. Karl-Friedrich
schießt mit dem Jagdgewehr auf die Vogelattrappe,
wobei ihm der unerwartet starke Rückstoß des Kolbens
einige Blutergüsse an der Schulter beschert,
während Herbert die Schießergebnisse aus der Entfernung
lautstark kommentiert. Die Übungen sind
aber tatsächlich von Erfolg gekrönt, denn nicht nur
der Behelfsvogel auf dem Roth sondern auch der
„richtige" Schützenfestvogel fällt in diesem Jahr
unter den Schüssen von Karl-Friedrich von der
Stange.
Gesagt getan...
Ein gesundes Selbstbewusstsein beweist Dregges
Karl beim Schützenfest 1984. Auf dem Weg zum
Vogelschießen sagt er im Vorbeigehen zu Köstes
Tante Frieda: „Dünndach huall ieck me`i diän
Vuggel". Nur wenige Stunden später grüßt Karl als
frischgebackener Usselner Schützenkönig Frieda
auf dem Weg in den Kattwinkel.
Geteiltes Leid ist halbes Leid...
Im Jahr 1990 feiert Burschenkönig Christoph
Schulte seinen eben errungenen Titel auf der eigenen
Dachterrasse. Die Fete dauert länger als
geplant, Nachbar Hanfried Saure muss mit Getränken
aushelfen. Hanfried liefert prompt und will, in
der Hand eine Kiste Bier, die Terrasse mit einer
schnell herbeigeholten Leiter ersteigen. Sie war
wohl im Eifer des Gefechts zu eng an die Wand
gestellt worden, denn kurz bevor Hanfried oben
ankommt, kippt er mitsamt Leiter und Bierkiste
nach hinten. Der unsanfte Aufprall auf dem
Teer beschert ihm einen Beckenriss, verbunden
mit einem längeren Krankenhausaufenthalt.
Burschenkönig Christoph lässt ihn nicht lange
allein im Korbacher Krankenhaus liegen, sondern
kommt bereits drei Tage später nach einem Sturz in
seinem Schlachthaus mit einer Knieverletzung hinterher.
Der König und das liebe Vieh...
Mitzen Harald geht am Schützenfestmontag 1981
noch mittags in Gockels Stall seiner Tätigkeit als
Tierarzt nach. Kurz darauf begibt auch er sich zum
bereits laufenden Vogelschießen und greift in das
Geschehen ein. Die Zahl der Mitstreiter wird aber
immer kleiner, je mehr sich der Vogel auf der Stange
lockert. Schließlich gibt Harald 10 Schüsse hintereinander
ab. Er wendet sich um: „Wenn jetzt keiner
mehr mitschießt, mache ich nicht mehr weiter".
In diesem Moment kippt der Vogel durch einen
Windstoß von der Stange und Harald ist König.
Retourkutsche...
Der Hofstaat von König Werner Schulze tut sich in
der Woche nach dem Schützenfest sehr schwer
damit, die geliehenen Festzugskutschen wieder loszuwerden.
Es sind für eine aus Basdorf geholte
Kutsche sage und schreibe 3 Fahrten in den Vöhler
Ortsteil erforderlich, bevor das Gefährt wieder bei
seinem Eigentümer angekommen ist. Harald Möllmer
fährt die Kutsche mit einem Tieflader nach
Basdorf und klingelt bei der ihm angegebenen
Adresse. Eine ältere Dame sagt freundlich aber
bestimmt, dass ihre Kutsche nicht verliehen worden
ist. Harald dreht wieder und kommt mit Anhänger
und Kutsche im Gasthaus Ohlenbeck an, das als
Treffpunkt vereinbart worden war. Nach einem
Abstecher nach Heringhausen, wo geklärt wird, ob
es sich nicht vielleicht um die dort entliehene Kalesche
handelt, macht sich Harald zum zweiten Mal
auf nach Basdorf, nun sicher, dass sie doch dorthin
gehöre. Dort angekommen zeigt ihm die nette Frau
von vorhin ihre in der Scheune stehende Kutsche,
wonach Harald, nun schon etwas erbost, erneut die
Heimreise in´s Upland antritt. Mit großen Hallo
wird er in der Ohlenbeck von seinen Hofstaatskameraden
begrüßt. Da die Kutsche offensichtlich
keinen Eigentümer hat, wird kurzerhand beschlossen,
sie zum hofstaatseigenen Gefährt zu erklären.
Natürlich findet aus diesem Grund eine zünftige
Feier im dortigen Gasthaus statt, die bis in die
frühen Morgenstunden dauert. Erst am folgenden
Tag wird telefonisch geklärt, dass der Besitzer in
diesem Jahr ausnahmsweise die Kutsche seines
Freundes verliehen hatte, die in einem Schuppen in
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
118
Anekdoten
der Nachbarschaft stand, wovon seine Mutter
nichts wusste. So ist die dritte Fahrt nach Basdorf
schließlich von Erfolg gekrönt, die Kutsche findet
ihren Ruheplatz.
Abgerechnet wird zum Schluss...
Ganze vier Abrechnungsfeiern veranstaltet Schützenkönig
Jörg Schulte mit seinem Hofstaat. Die
Stimmung schlägt jeweils so hohe Wellen, dass für
die geplante Abrechnung der Hofstaatskosten an
diesen Abenden aber offensichtlich keine Zeit
bleibt. So muss Königin Ilse die Abrechnungen
schlussendlich beim wöchentlichen Kegelabend an
die Hofstaatsdamen aushändigen.
The show must go on...
Karl-Friedrich Wilke trägt nach einem Sturz vor
dem Schützenfest 1989 den linken Arm in Gips.
Ein Sehnenriss bereitet ihm große Schmerzen. In
der Nacht von Sonnabend auf Sonntag entfernt
Karl-Friedrich im Schützenfestfieber eigenhändig
den Gipsverband, weil er ja schließlich am Sonntag
im Festzug die Königskutsche fahren will. Am
Montag schießt er trotz Verletzung den Vogel von
der Stange und wird zum neuen Schützenkönig
gekürt. Für den kranken Arm war das alles doch
zuviel, so dass am Montagabend der Schmerz
König Karl Friedrich zu Dr. Moschiri treibt. Der
hat zwar keinen Dienst, ist aber im Hause. Er bittet
Bäumers Karl-Friedrich hinein, während sein
Begleitschutz, eine Abordnung des Schützenvorstandes,
vor der Haustür wartet. Nach einer Minute
verlässt der Schützenkönig schon wieder die Praxis
und eilt zur Schützenhalle, wo das Fest bereits in
vollem Gange ist. Dr. Moschiri beschreibt den
Besuch später mit den Worten: „Ist der König
gekommen, Hose runter, Spritze in die Bolle, Hose
hoch und weg war er".
Erstens kommt es anders...
Schützenfestmontag 1977 vor dem Vogelschießen
beim Frühschoppen im Goldenen Ast: Horst Hill
und Bruno Schmitz blicken aus dem Fenster der
Herrentoilette in den strömenden Dauerregen.
Horst: „Wer bei dem Sauwetter den Vogel
abschießt, der kann sie nicht mehr alle haben!" Am
frühen Nachmittag wird Horst in der Schützenhalle
zum neuen Regenten gekürt.
Alte Liebe rostet nicht...
Beim Herbeiholen der Kutschen für das Schützenfest
1988 ist wieder das Gasthaus Ohlenbeck der
zentrale Anlaufpunkt. Siegfried Czech kommt mit
Fiesen Karl-Heinz im Auto vorgefahren und sieht
einen leeren Tieflader auf dem Hof stehen. Da einige
Zuschauer anwesend sind, nutzt Siegfried die
Gunst der Stunde, um eine kleine Vorführung seiner
Fahrkünste zu geben. Er fährt mit Schwung
auf den Tieflader ohne anzuecken und blickt stolz
in die Runde. Geistesgegenwärtig drehen einige
Anwesende die Auffahrtklappen hoch, so dass das
Auto erstmal dort stehenbleiben muss. Nach kurzer
Zeit stellen Siegfried und Karl-Heinz fest, dass sich
auch die Türen nur einen Spalt breit öffnen lassen,
sie sind durch den Tieflader blockiert. Ein Aussteigen
ist nicht mehr möglich. Nun haben die „Freunde"
aus dem Hofstaat sehr viel Zeit und gehen in
Ruhe erst mal einen trinken. Man ist jedoch kein
Unmensch und reicht in gewissen Zeitabständen
ein Bierglas in das Kraftfahrzeug, um auch dort für
gute Stimmung zu sorgen. Zu guter Letzt wird
noch eine Spritztour mit Tieflader und PKW nach
Thalitter unternommen. Ein dort befindliches rot
beleuchtetes Lokal wird von den Ausflüglern mehrmals
hupend umkreist, bevor Tieflader mit Insassen
vor dem Eingang abgestellt werden. Man klingelt
noch schnell und sucht das Weite. Die
Hofstaatskameraden kehren aber bald zurück und
bringen Siegfrieds Auto samt Inhalt wieder in´s
Upland.
Weniger ist manchmal mehr...
Beim letzten von der Schützengesellschaft veranstalteten
„Tanz in den Mai" im Jahr 1982 finden
sich außer Vorstand, Hofstaat und 5-Mann-Kapelle
ganze 14 weitere Gäste zum Fest in der Schützenhalle
ein. Die Losung heißt „jetzt erst recht", es
kommt trotz der halbleeren Halle tolle Stimmung
auf. Der Maitanz findet seinen Abschluss am anderen
Morgen um halb neun mit einem Kater-Frühstück
im Restaurant „Alt-Usseln".
Mit Kanonen auf Spatzen...
Schützenfest 1976: Am Sonntagabend wird Jörg
Schulte von seinen Freunden bedrängt, am nächsten
Morgen den Vogel abzuschießen. Strotmanns
Richard bietet großzügig an, alle Formalitäten für
Jörg zu regeln. Einzig dessen Frau Ilse wehrt sich
mit Händen und Füßen dagegen, Königin zu werden.
Der Vogel erweist sich allerdings als äußerst
standhaft. Es wurde ein größeres Exemplar als in
der Vergangenheit aufgestellt und erstmalig auf
einem stabilen Vierkantholz befestigt. Schließlich
werden private Jagdgewehre herbeigeholt, um dem
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
119
Anekdoten
stundenlangen Schießen ein Ende zu bereiten. Jörg
Schulte gelingt es dann tatsächlich, den Vogel mit
großkalibriger Jagdmunition von der Stange zu
holen. Als der frischgebackene König nach dem
Vogelschießen vom Verein nach Hause gebracht
wird, hat sich auch Königin Ilse mit ihrer neuen
Rolle abgefunden: „So habe ich wenigstens bei den
nächsten Schützenfesten Ruhe!"
Ein Pflaster für den Zahnarzt...
Im Jahr 1996 feiert der Hofstaat von Heinrich Finger
nach dem Besuch des Willinger Schützenfestes
in der Usselner Pizzeria noch ein bisschen weiter.
Das Königspaar verabschiedet sich an diesem
Abend ausnahmsweise etwas früher, obwohl die
Feier ja praktisch im „königlichen" Hause stattfindet.
Das wird prompt bestraft. Gegen Ende des
Abends beginnt eine großangelegte Pflasteraktion
mit den an der Ortsdurchfahrt gelagerten Steinen,
die für den Straßenumbau im Rahmen der Dorferneuerung
vorgesehen sind. Die „Hofstaatskameraden"
gestalten den Platz vor Pizzeria und Praxiseingang,
der eigentlich schon fertig ist, mit einer
komplett neuen Lage Pflastersteine noch einmal
um. König Heinrich traut am anderen Morgen
kaum seinen Augen und ist mehrere Stunden damit
beschäftigt, die schweren Steine wieder auf die
Paletten am Straßenrand zu legen.
Einriss und Abriss...
Im Jahr 1990 besucht das Königspaar Karl-
Friedrich und Renate Wilke mit den weiblichen
Hofstaatsmitgliedern eine Modenschau im Kolpinghaus
Brilon, wo Schützenfestkleider vorgeführt
werden. Bei der Präsentation eines Königinnenkleides
wird gefragt, ob ein Mann aus dem
Publikum bereit sei, das Model an der Hand zu
nehmen und beim Gang über den Laufsteg zu
begleiten. Natürlich meldet sich Karl-Friedrich und
wird prompt auf die Bühne gerufen. Er stellt sich
den mehr als tausend Zuschauern als Usselner
Schützenkönig vor und befolgt dann willig die
Anweisungen des Moderators.
Um die bis dahin etwas steife Vorführung aufzulockern,
wirft Karl-Friedrich die Dame mehrfach
in die Höhe. Das Publikum ist begeistert. Zwischendurch
tritt er aus Versehen auf das schöne
Kleid, das zum Schrecken des Mannequins
dadurch eingerissen wird. Auf dem Rückweg von
Brilon wird im Kölner-Hof in Willingen Station
gemacht. Als die Usselner erfahren, dass bereits
zwei Tage später dort eine umfassende Renovierung
erfolgen soll, fangen sie schon einmal mit dem
Abriss der Innenausstattung an, wobei sie vom
Hoteliersehepaar Göbel tatkräftig unterstützt werden.
Wer's glaubt wird selig...
Die Verabschiedung der Festkapelle findet in den
siebziger und achtziger Jahren am Dienstag nach
dem Schützenfest vor dem Posthotel statt. Es ist
immer ein schönes „Fest nach dem Fest", bei dem
die Kapelle ein Abschiedsständchen gibt und mit
einigen Schützenbrüdern noch ein paar Stunden
lustig zusammensitzt.
Einmal gesellt sich Dr. Seifert, der Chef des Daimler-Benz
Werkes Wörth, der im Posthotel Urlaub
macht, zu der fröhlichen Gesellschaft. Georg Tegge
wundert sich über den ihm unbekannten Gast und
fragt Schulten Jörg, wer denn das wohl sei. Jörg
„gibt ihm einen mit" und antwortet: „Das ist der
Schluckebier aus Twiste!" Schorsch spricht den
Gast kurze Zeit später an: „Arbeitet Dein Bruder
nicht im Kornhaus in Twiste?" Dr. Seifert, der den
Ortsnamen Twiste wohl zum ersten Mal hört, spielt
mit und gibt zur Freude aller in einem längeren
Gespräch bereitwillig Auskunft über den Gesundheitszustand
von Georg Tegges Bekannten in Twiste
und erzählt weiterhin viel Interessantes aus dem
Twister Dorfleben.
Rippchen zum Fest...
Im Jahr 1984 hat die bekannte Sängerin Margit
Andersen einen Auftritt beim Kommersabend.
Bereits nachmittags inspiziert sie die Bühne und
probiert die Mikrofone aus. Bei dieser Gelegenheit
fragt sie den ersten Vorsitzenden der Schützengesellschaft,
Dieter Bornemann, ob er eine männliche
Person wisse, die beim abendlichen Auftritt für
einen Spaß zu haben sei. Der Mann müsse auf die
Bühne kommen und mit ihr gemeinsam ein
Liedchen singen. Dieter weiß jemanden. So wird
vor ausverkaufter Schützenhalle zur Überraschung
aller Bäumers Karl-Friedrich auf die Bühne gerufen.
Nach dem gemeinsamen Liedvortrag darf nun auch
das bei ihm übliche Hochwerfen der Dame unter
lautem Gebrüll nicht fehlen, wobei sie sich wohl
leichte Blessuren an den Rippen zuzieht. Das er die
hervorstehenden Rippen am gleichen Abend wieder
einmassiert habe, behauptet seitdem Karl-
Friedrich, nur glaubt es ihm nicht jeder.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
120
Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Im Frühjahr 1986 beginnen die Vorbereitungen für
die geplante 650-Jahr-Feier unseres Ortes, die im
Jahr 1988 durchgeführt werden soll. Die erste
urkundliche Erwähnung von Usseln findet man in
einem Waldeckischen Lehensregister, das in den
Jahren zwischen 1332 und 1344 aufgestellt wurde.
Zu Beginn der Planungen wird ein Festausschuss
gegründet, der aus dem Ortsvorsteher Horst König
und Vertretern der Usselner Vereine besteht. Unter
Vorsitz von Willi Schäfer nimmt dieser seine
Arbeit auf und bereitet in 29 Sitzungen die Veranstaltungen
für das Jubiläumsjahr vor.
Gleichzeitig beginnt eine Arbeitsgruppe mit den
Vorbereitungen zur Erstellung des Buches “Das
Upland im Spiegel der Presse von 1777 bis 1945”.
Gustav Born, Fritz Göbel und Willi Göbel stellen
unter Federführung von Friedrich Born in 15
Monaten ein 500-seitiges Werk aus Zeitungsartikeln,
die in diesen Jahren über das Upland erschienen
sind, zusammen. Die erste Auflage des Buches
ist binnen kurzem vergriffen. Aufgrund der großen
Nachfrage erfolgt ein zweiter und dritter Nachdruck.
Im Vorfeld des Jubiläums schafft der Festausschuss
50 blaue Leinenkittel an, die besonders zum
geplanten Straßenfest im September von den beteiligten
Personen getragen werden sollen.
Auch der Männergesangverein nutzt das Dorfjubiläum,
um sich ein neues “Outfit” zuzulegen. Mit
einem weißen Leinenhemd und dem dunkel
bestickten Petzel knüpft man an alte Usselner Traditionen
an.
Zum Auftakt der Feierlichkeiten wird der Festzug
des Schützenfestes am 24. Juli 1988 durch einen
historischen Teil erweitert. Tausende von Zuschauern
lassen sich gerne für eine Weile in die Vergangenheit
zurückversetzen. Erstaunlich ist, was
Kleiderschränke, Truhen, Dachböden und das Heimatmuseum
an historischer Kleidung, alten Geräten
und Gegenständen hergegeben haben. Da geht
der Ortsdiener mit Schelle, der Nachtwächter bläst
in sein Horn, ein Gendarm mit Pickelhaube sorgt
für Ordnung im Festzug. Eine kunstvoll gewickelte
Erntekrone wird durch die Straßen getragen, eine
Gruppe junger Mädchen tanzt um einen Bänderbaum.
Die Feuerwehr führt in historischen Uniformen
eine alte Feuerspritze vor, der Burschenclub
Der Festausschus v.l.:
Gustav Born, Waltraud
Saure, Richard Wilke, Willi
Schäfer, K.-V. Sauer,
Friedrich Born
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
121
Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
zeigt auf einem Motivwagen ein Osterfeuer, der
Männergesangverein hat ein kleines Modell seines
Backhauses auf einem Wagen aufgebaut. Alle
früheren dörflichen Handwerker sind im Festzug
zu sehen, natürlich in überlieferter Arbeitskleidung
und mit Handwerksgeräten, die man heute zum Teil
nicht mehr kennt. Auch die Landwirtschaft ist ausreichend
repräsentiert, Bauern und Erntefrauen
sehen aus, als wenn sie gerade von ihrem anstrengenden
Tagewerk auf den Feldern zurückkämen.
Die Usselner Molkerei zeigt auf einem Motivwagen
die Milchverarbeitung und Butterherstellung,
gefolgt von den Melkefrauen mit Kannen und Töpfen.
Ein alter Brauereiwagen weist auf die
Geschichte des Bierbrauens hin. Die Leinenhändler
tragen die vollbepackte Kiepe, die Pflückekinder
zeigen mit ihrem blauen Mund, dass sie die Heidelbeeren
nicht nur in ihr Töpfchen gepflückt haben.
Schulkinder halten Blumenstöcke und erinnern an
die Schulfeste vergangener Zeiten. Auch die sportliche
Vergangenheit unseres Ortes kommt nicht zu
kurz: Skifahrer in Keilhosen und die Fußballer im
traditionellen blau-weißen Zebra-Trikot bereichern
den Festzug. Ein feierlicher Brautzug wird angeführt
vom Lademann. Der trägt einen Zylinder mit
bunten Bändern und schenkt freigiebig aus der mitgeführten
Schnapsflasche an die Zuschauer aus.
Brennholzsammler, festliche Kirchgänger, ein
“Waschwagen” und ein “Packwagen” komplettieren
das historische Bild. Die gute Stimmung bei
allen Akteuren und Zuschauern wird auch durch
den Dauerregen während des gesamten Festzuges
nicht getrübt. Kurzerhand beschließt man, den
historischen Teil am Schützenfestmontag erneut
dem Festzug anzuhängen. Bei strahlendem Sonnenschein
präsentieren sich alle Darsteller und Motivwagen
abermals einer großen Zuschauerkulisse.
Am 3. September wird das 650-jährige Jubiläum
mit einem Festakt im Rahmen eines Dorfabends in
der Schützenhalle festlich begangen. Auch diese
Veranstaltung findet große Resonanz, über 700
Zuschauer unternehmen eine Reise durch die Jahrhunderte,
zu der das dreistündige Programm einlädt.
Nach der Eröffnung durch Posaunenchor und
Männergesangverein , der Begrüßung durch Orstvorsteher
Horst König und den Grußworten folgen
Vorträge zum örtlichen Leben in der Vergangenheit,
die durch die gleichzeitige Darstellung in Bühnenbildern
aufgelockert und veranschaulicht werden.
Die Vorsitzenden der drei größten Usselner Vereine,
Dieter Bornemann (Schützengesellschaft),
Karl-Volker Sauer (Turn- und Sportverein) und
Willi Schulze (Männergesangverein) führen durch
das Programm, für das von Friedrich Born ein
Drehbuch erstellt wurde. So lassen Anekdoten, heitere
Geschichten, Lieder und Gedichte keine Langeweile
aufkommen. Werner Figge ergänzt die
geschichtlichen Vorträge durch eine Reihe alter
und neuer Dias.
Festakt: Ortsdiener Albrecht Küthe mit Gisela Beier, Marlis Biederbick und Ingrid Engelbracht
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
122
Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Die neuen Glocken der Kilianskirche
Mit dem gemeinsam gesungenen Waldecker Lied
klingt ein lebhafter und interessanter Dorfabend
aus, bei dem geschichtliche Information und Wissenswertes
aus der Vergangenheit auf lockere Art
und Weise vermittelt wurden und der wohl allen
Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird. Die
mit dem Dorfabend eingeleitete Festwoche findet
am nächsten Morgen mit dem feierlichen Gottesdienst
zur Weihe von vier Bronzeglocken ihre Fortsetzung
in der Kilianskirche. Die neue Glocken
ersetzen die in den Nachkriegsjahren angeschafften
Stahlglocken.
Nach dem Auftaktwochenende mit Dorfabend und
Glockenweihe fiebern nun alle dem Höhepunkt des
Jubiläums, dem historischen Straßenfest am 10.
und 11. September 1988, entgegen. Selten ist wohl
in Usseln der Wetterbericht so oft gehört worden
wie in den Tagen vor diesem Ereignis. Überall wird
noch schnell angestrichen, das Blumenbeet neu
bepflanzt, die Straße gefegt. In vielen Scheunen
und Schuppen beginnt ein eifriges Werken. Nachbarn,
Freunde, Vereine und Clubs bereiten die Verkaufsstände
vor, mehrere Hundert Holzstangen sind
dafür aus dem Wald geholt worden. Für den
Wareneinkauf sind die jeweiligen Betreiber der
Stände selbst verantwortlich. Nun wird geplant und
überlegt: “Brauchen wir 3 Zentner Teig für den
Ofenkuchen oder doch 4?” “Reichen die zugesagten
Plattenkuchen für die zwei Tage aus oder sollen
noch Leute wegen Kuchenspenden angesprochen
werden?” “Wieviel Butterstücke können wir wohl
verkaufen und wo lagern wir die großen Mengen?”
Für alles wird eine Antwort gefunden, in schwierigen
Fällen mit dem Festausschuss Rücksprache
genommen. Schließlich kommt der Freitag heran,
viele Usselner haben schon Urlaub, die Stände werden
aufgebaut, alles erhält den letzten Schliff.
Schon treffen aus nah und fern die Lieferungen von
Rohstoffen, Lebensmitteln und Getränken ein, werden
sortiert, portioniert und für den Verkauf vorbereitet.
Schnell werden noch einmal die historischen
Kostüme und Kleidungsstücke anprobiert, vielleicht
noch ein wenig abgeändert, will doch jeder
an den kommenden beiden Tagen auch in der ungewohnten
Kleidung gut aussehen und zum Gesamtbild
des Straßenfestes passen.
Abends liegt bereits Feststimmung über dem Dorf,
der Ort ist voller Gäste, auch viele auswärts wohnende
Usselner sind zum Jubiläum angereist. So
wird noch ein Stündchen zusammengesessen und
die kommenden Ereignisse bei einer Flasche Bier
besprochen. Am Sonnabendmorgen begrüßt die
Sonne die Frühaufsteher, schnell ist alles auf den
Beinen, um die letzten nötigen Handgriffe an den
Ständen und Bühnen durchzuführen, frischen Blumenschmuck
anzubringen und alles für Verkauf
und Ausschank vorzubereiten. Am frühen Nachmittag
stehen schließlich die 250 Helfer bereit, bei
strahlendem Sonnenschein kann das Fest nun
beginnen. Ein Festzug von der Schützenhalle über
den “Souggeplatz” zum Festgelände im Kattwinkel,
dem ältesten Usselner Ortsteil, eröffnet das
Straßenfest zur 650 Jahr-Feier.
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Brautzug
Handwerker
Frauengruppe
Erntefrauen
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Ein Rundgang über das
historische Straßenfest
Der Eingangsbereich zum Festgelände ist prächtig
geschmückt, vor dem Heimatmuseum stehen ein
alter Pferdeschlitten und ein Düngelwagen, über
und über mit Blumen verziert. Hier begrüßen zwei
Usselner Postbeamte in historischen Postuniformen
die Gäste mit Prospekten und Informationsmaterial
zum Straßenfest.
wo für alle “Leiden” eine Pille oder ein paar Tropfen
erhältlich sind. Hier macht auch ein Leierkastenmann
in Gehrock und Zylinder Musik und
sammelt für die Aktion Sorgenkind. Gegenüber bei
Schmidts werden “Colonialwaren” feilgeboten, dort
begeistert die Besucher ein stilecht eingerichteter
Dorfladen vergangener Zeiten, in dem vom Salzhering
aus dem Fass bis zum Bonbon aus dem großen
Glas viele Waren wie früher eingekauft werden
können. Vor der Dorfschänke wird unter Hochdruck
gebacken und Kaffee gekocht. Dort ist ein
Kuchen- und Waffelstand eingerichtet und besonders
die “Zirren” aus dem Waffeleisen finden
reißenden Absatz. Wer im Heimatmuseum Gefallen
am Spinnen gefunden hat, sieht sich nun die alte
Spinnstube bei Saure -Wiesemanns- an. Hier
erklingen auch die überlieferten Spinnstubenlieder,
Anekdoten und Witze werden zum Besten gegeben.
Postboten Friedrich
Emde und Wilhelm
Ladage
Das Heimatmuseum ist natürlich geöffnet. Dort
herrscht Hochbetrieb, Vorführungen an Webstuhl
und Spinnrad ziehen viele Besucher in ihren Bann.
Gegenüber in Kanns Garage ist ein Verkaufsstand
für “Usselner Köppecken”, Kaffeetassen mit dem
Emblem der Usselner 650-Jahrfeier, eingerichtet.
Auch das Jubiläumsbuch “Das Upland im Spiegel
der Presse von 1777-1945” kann man hier erwerben.
Auf dem Hof der Metzgerei Schulte stehen ein
Getränkewagen und ein Verkaufsstand für Hausgeschlachtetes,
die sich regen Zuspruchs erfreuen.
Geht man weiter die Ringstraße herunter, findet
man eine Schnapsbrennerei. Dort wird die frühere
Art der Schnapsproduktion gezeigt, wobei man
das Produkt sogleich probieren kann.
Brennt der Trunk zu sehr im Magen, nimmt man
die historische Apotheke bei Köstes in Anspruch,
Gisela
Beier
am
Spinnrad
Nebenan präsentieren sich Jäger und Waldarbeiter
mit diversen Ausstellungsstücken und Vorführungen.
Die Besucher bekommen eine kleine Upländer
Fichte im Topf überreicht, Birkenscheiben werden
mit der Jubiläumsjahreszahl versehen und als
Andenken verschenkt.
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Waldarbeiter v.l. Walter Gerhard sen.+jun., Walter Meier und Sohn Jürgen
Geht man weiter in Richtung Diemeltal, gelangt
man plötzlich mitten in die Heuernte. Beim Wenden
und Aufbocken des Heus können die Besucher
die früheren Arbeitsweisen kennenlernen, natürlich
fällt auch so mancher muntere Spruch auf Platt
und bei der Brotzeit auf dem Feld laufen die
Akteure zur Hochform auf. An der Diemel sind die
Waschfrauen fleißig am Waschen und Plätten, noch
fleißiger geht das Mundwerk und die Passanten
bekommen neben einem Scherzwort manchmal
auch ein paar kräftige Wasserspritzer mit auf
den Weg.
“Danz upp der Deel” Helmut Emde und Lina Göbel
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
v.l.: Helga Saure, Hildegard Schmidt, Gertrud Wilke, Waltraud Bornemann, Ulrike Schäfer
Wer schon wieder hungrig geworden ist, kann am
Tennisplatz Kaffee und Heidelbeerkuchen
genießen, auch der Heidelbeerwein findet viele
Abnehmer. Doch was ist da los? Es brennt! Aus
einer Holzhütte schlagen die Flammen lichterloh.
Da wird schon die alte Feuerspritze herbeigeholt
und Feuerwehrleute in historischen Uniformen
löschen den Brand.
Nun lockt die zünftige Blasmusik in das große
Festzelt am Backhaus des Männergesangvereins.
Nachmittags gibt es auch hier Kaffee und Kuchen,
ansonsten kühle Getränke und Grillspezialitäten.
Großer Andrang herrscht beim Brotverkauf, viele
Besucher möchten ein echtes Holzofenbrot mit
nach Hause nehmen. Doch soweit ist es noch nicht,
bis in die Nacht wird hier kräftig getanzt und
gefeiert. Aber unser Rundgang ist ja noch nicht zu
Ende, am Mühlenweg geht’s weiter, dort gibt es vor
Dregges Scheune selbstgemachte Butter, Buttermilch
und Pellkartoffeln. Bei Peusters kann man
Schulunterricht wie vor 100 Jahren erleben.
Brandeinsatz der Feuerwehr
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Volksschule in Peusters mit Schulmeister Jochen Minke
Alte Schulbänke und Tische, Tafel und Katheter
sind aufgebaut. Lehrer und Schüler der Grundschule
führen in alter Kleidung den Ablauf einer früheren
Schulstunde vor. Natürlich kommt auch der
Stock öfter zum Einsatz. Geht man weiter, trifft
man bei Liesen auf eine alte Schuster- und eine
Schneiderwerkstatt. Natürlich wird dort auch
gearbeitet, Maschinen sind nicht zu sehen, die
Handwerker im Schneidersitz und auf dem Schusterschemel
gehen erstaunlich flink mit den Werkzeugen
aus vergangenen Zeiten um.
Gegenüber werden Harken und Besen hergestellt,
man kann zugucken, wie Körbe geflochten und
Sensen gedengelt werden.
Schneider Heinz Schweinsberg
In der Schusterwerkstatt: Christian Benecke und Holger Vogel
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Alte Handwerkskunst: Robert Regul und Helmut Emde-Steuber
In Gockels Scheune sind landwirtschaftliche
Erzeugnisse und Gerätschaften
ausgestellt, auf der Wiese
gegenüber hat das Kleinvieh seinen
Platz. Ziegen, Schafe und Geflügel,
darunter eine Glucke mit 8 Küken
werden schnell zu Lieblingen der
jungen Festbesucher. Von dort
geht’s zur alten Schmiede, wo gerade
ein Pferd neue Hufeisen erhält.
Früher auf dem Dorf ein alltäglicher
Vorgang, ist das Beschlagen eines
Pferdes für die meisten Besucher
nun eine große Attraktion. Zurück
in der Ringstraße lässt
sich der Gast bei Heeren
“Schkröjjelzoppe un Uawenkauken”
schmecken. Lange Schlangen vor
der Verkaufstheke zeigen, wie
begehrt die Usselner Spezialitäten
sind. Ein kleines Straßencafe ist vor
Woortschkäpes aufgebaut, von dort
kann man in Ruhe das geschäftige
Treiben im Kattwinkel betrachten.
Ein großer Münzprägehammer steht
vor Schniedes Scheune, 600 Erinnerungsmedaillen
in Silber und
Bronze finden ihre Abnehmer.
Münzprägehammer der Sparkasse v.l.: Herbert Wilke-Strotmann,
Werner Schulze, Claus Engelbracht, Hans Asmuth, Thomas
Schulze
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Auf Schniedes Hof kann man einer lustigen Hochzeitsgesellschaft
an der Kaffeetafel über die Schulter
sehen. Der Skiclub Gladbeck zeigt in seinem
Clubhaus eine Ausstellung über den Bergbau in
früheren Zeiten. TuS und Skiclub Usseln präsentieren
sich in Klenken Scheune. Beide Vereine feiern
im Jahr des Ortsjubiläums ihr 75-jähriges Bestehen
und zeigen Urkunden, Pokale und viel Interessantes
aus ihrer Geschichte. Ein Geheimtipp ist
die Bauerntanzdiele, etwas abgelegen vom
Festgeschehen auf Klenken Hof. Dort gibt es
Getränke und ein Musikant spielt zum Tanz auf.
Ein paar Meter weiter bei Hüskens kann man frische
Reibekuchen probieren. Ein Stand mit Holzschnitzereien
ist bei Matzes zu finden.
Schließlich sieht man an der Werkstatt der Schreinerei
Wilke -Fiesen- weitere fleißige Handwerker
bei der Arbeit. Auch hier wird viel gescherzt, ging
es früher bei der Arbeit immer so lustig zu?
Pause am Brunnen
v.l.: Horst Gitt, Hermann
Biederbick,
Helmut Jäkel, Karl
Koch
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Stellmacher Willi
Wilke Fiesen und
Herbert Wilke-Strotmann
130
Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Ein kleiner Abstecher zur Kilianskirche wird
auch noch unternommen. Die alten Stahlglocken,
die in diesem Jahr durch neue Bronzeglocken
ersetzt wurden, sind auf dem Kirchplatz an einem
Holzgerüst angebracht. Dort findet stündlich eine
Vorführung des “Beggerns” statt. Die Glocken werden
von den “Beggerleuten”, wie alljährlich zur
Weihnachtszeit im Kirchturm, von Hand angeschlagen.
Nebenan präsentiert sich der Usselner Kindergarten.
In einem eigenen Zelt werden Schattenspiele
gezeigt. Nun sind alle Stationen
des Straßenfestes
besichtigt,
viele Besucher
schließen allerdings
direkt einen
zweiten Rundgang
an, gehen zum Festzelt
oder besuchen
gezielt noch einmal
die für sie interessantesten
Stände.
Das historische
Straßenfest zur
650 Jahr-Feier
wird zu einem
großartigen
Erfolg. Tausende
von Gästen aus nah
und fern kommen an
den zwei Festtagen nach
Usseln. Strahlender Sonnenschein
am Sonnabend und bewölktes aber
trockenes Wetter am Sonntag sind die besten
Voraussetzungen für ein außergewöhnliches Fest.
Die Besucherzahlen übertreffen alle Erwartungen,
zum Großteil sind die Getränke, Lebensmittel und
Waren, die für beide Tage ausreichen sollten,
bereits am Sonnabendnachmittag ausverkauft. Der
Festausschuss, der ein ständiges Büro in der Dorfschänke
unterhält, muss laufend neue Lieferungen
anfordern.
Sage und schreibe 13 Zentner Teig werden zu Ofenkuchen
verarbeitet, 160 gespendete Plattenkuchen
werden in Einzelstücken an den Mann gebracht,
auch die Getränke-und Grillstände melden Rekordumsätze.
An den beiden Abenden schlägt die
Stimmung im Festzelt hohe Wellen, auch in vielen
Scheunen und Höfen wird munter weiter gefeiert,
über allem erstrahlt die erstmals nächtlich beleuchtete
Kilianskirche. Zur Abschlussfeier am Montagabend
finden sich die vielen Helfer noch einmal im
Festzelt ein. Ein Leierkastenmann dankt im Namen
des Dorfes dem Festausschuss und den Mitwirkenden
für die geleistete Arbeit.
Ein rauschendes Fest bis in die frühen Morgenstunden
ist für alle Beteiligten ein gelungener Abschluß
und ein Dank für die Mühen. Überwältigend ist
auch das Presseecho und die
Resonanz bei den auswärtigen
Besuchern.
Besonders die
einheitlich
historische
Bekleidung der
Beteiligten, die liebevolle
und detaillierte
Ausgestaltung des
Festgeländes und die
große
Bandbreite
des dargestellten
Dorflebens der
Vergangenheit
finden einhellig
sehr große Anerkennung.
Für die älteren
Mitbürger des Ortes
veranstaltet man am 19.
November 1988 einen Altennachmittag.
Bei Kaffee und Kuchen
und einer Diaschau verbringen die Seniorinnen
und Senioren ein paar frohe Stunden in der
Schützenhalle. Eine Woche später veranstalten
Festausschuss und Skiclub einen Dorfjubiläumsball,
die letzte Veranstaltung der 650-Jahr-Feier.
Besonders das 75-jährige Bestehen des Skiclubs
und des TuS Usseln geben Anlass dazu, den alljährlich
stattfindenden Skiball in diesem Jahr in einem
größeren Rahmen zu feiern.
An diesem Abend überreicht der Vorsitzende des
Festausschusses, Willi Schäfer, gemeinsam mit
Bürgermeister Günther Rehbein 15 verdienten
Usselnern den Ehrenbrief des Landes Hessen.
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Die 650-Jahr-Feier Usselns im Jahre 1988
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
132
Wir bedanken uns bei allen unten aufgeführten
Firmen und Privatpersonen für die freundliche
Unterstützung
Sparkasse Waldeck-Frankenberg
Geschäftsstelle Usseln
Korbacher Str. 9a Tel.: 0 56 32 / 52 34
34508 Usseln Fax: 0 56 32 / 9 21 96
Brauerei C. & A. Veltins
Wir gratulieren der Schützengesellschaft als langjährigem Partner!
Brauerei C&A Veltins GmbH & Co KG An der Streue
59872 Meschede-Grevenstein Tel.: 0 29 34 / 9 59-0 Fax: 0 29 34 / 9 59 - 4 93
Getränke H.-O. Jäger
Seit 125 Jahren Getränkelieferant der Schützengesellschaft Usseln!
Hans-Otto Jäger Briloner Str. 74
34508 Willingen + Usseln Tel.: 0 56 32 / 6 93 33 Fax: 0 56 32 / 41 18
Werner Kesting Elektro Sanitär Heizung
Bauklempnerei Meisterbetrieb
Achim Kesting e. K. Hauptstr. 11
34508 Eimelrod Tel.: 0 56 32 / 73 40 Fax: 0 56 32 / 71 83
Hotel Berghof
Ihr Familienhotel für das ganze Jahr!
Familie Zeutschel Am Schneppelnberg 14
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 94 98 98 Fax: 0 56 32 / 94 98 94
"Büller Höhe" GbR
Ferienwohnungen bis 11 Pers. Ausflugscafe Feiern bis 25 Pers.
Spezialität: "Upländer Heidesäckchen“
34508 Usseln Büller Höhe Tel.: 0 56 32 / 92 76 31 Fax: 02 31 / 5 86 00 04
Bäckerei-Konditorei-Cafe-Postagentur Schumann GmbH
Wir gratulieren der Schützengesellschaft zum Jubiläum!
Bäckerei seit 1900 Korbacher Str. 7
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 9 22 30 Fax: 0 56 32 / 92 23 20
Blumen Lindner
Wir gratulieren der Schützengesellschaft Usseln und wünschen allen ein fröhliches Fest!
Blumen Lindner Briloner Str. 29
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 63 14
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Dachdeckermeister Heinrich Gerhard
Wir gratulieren zum Jubiläum und wünschen ein schönes Fest!
Heinrich Gerhard Bei der Linde 1
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 62 85 Fax: 0 56 32 / 6 99 11
Diakonisches Werk im Kirchenkreis Hamm e.V.
Familienferienstätte: Gruppen- und Tagungshaus -natürlich auch für Einzelgäste-
Telefon in Hamm: 0 23 81 / 14 21 17
34508 Usseln; Am Sieperloh 7 Tel. Usseln: 0 56 32 / 50 61 Fax: 92 70 16
Elkans Autoscooter
Autoscooter, Kinderkarussell, Schießwagen, Ball- und Pfeilwerfen
Jonny van Elkan Bottendorfer Str. 26
35066 Frankenberg Telefon & Fax: 0 64 51 / 45 93 Mobil: 01 71/6 25 81 26
Engelbracht GmbH
Fensterbau und Schreinerei
Karl Engelbracht Hochstr. 5
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 51 65 Fax: 0 56 32 / 75 16
Haus Gottenborn
Pension und Ferienwohnungen
Doris Gerbracht Im Gottenborn 3
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 51 51 Fax: 0 56 32 / 51 06
KURHOTEL HOCHSAUERLAND 2010
...dort wo sich auch das Deutsche Ski-Springerteam wohl fühlt...
Sonnenweg 23 Internet: www.hochsauerland2010.de
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 40 20 Fax: 0 56 32 / 40 29 66
Landfleischerei Schulte
Fleischergrill mit heißer Theke
Christoph Schulte Ringstr. 50
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 14 44 Fax: 0 56 32 / 56 12
Peppone´s Gourmet-Pfanne
Café - Restaurant
Klaus Könne Briloner Str. 17
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 69 28 0 Fax: 0 56 32 / 6 91 88
Posthotel Usseln
Unsere Internetadresse: www.posthotel.de
Familie Brüne-Frisch Korbacher Str. 14
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 94 95 0 Fax: 0 56 32 / 94 95 96
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Reisebüro Köhler
www.reisebuerokoehler.de info@reisebuerokoehler.de
Günter Eustrup Limbecker Str. 36
44388 Dortmund Tel.: 0 23 1 / 63 00 77 Fax: 0 23 1 / 63 49 47
Restaurant Kupferpfanne
Ihr familienfreundliches Restaurant mitten in Usseln
Karl-Otto Götz Hochsauerlandstr. 1
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 70 89 Fax: 0 56 32 / 70 95
Saure-Biederbick
Sägewerk - Zimmerei - Dachausbau
Hermann Biederbick Hochstr. 3
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 51 84 Fax: 0 56 32 / 56 56
Schreinerei Behlen
Ihr Partner für modernen Innenausbau und Objekteinrichtungen.
Ludwig Behlen An der Springe 3
34508 Welleringhausen Tel.: 0 56 32 / 51 76 Fax: 0 56 32 / 18 96
UPLAND-TIPS
Das Upländer Heimatmagazin wünscht ein erfolgreiches Jubiläums-Schützenfest 2002!
Dieter Schütz Prof.-Amelung-Weg 5
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 69 85 0 Fax: 0 56 32 / 6 94 35
Versicherung Vorsorge Vermögen Allianz
Vertretung der Frankfurter Allianz
Bernd und Michael ISKE Korbacher Str. 20
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 52 64 Fax: 0 56 32 / 52 36
"Vis-à-Vis"
BISTRO - CAFÉ – TANZTREFF
Klaus Könne Briloner Str. 20
34508 Willingen Tel.: 0 56 32 / 96 85 86 Fax: 0 56 32 / 6 91 88
Waldecker Bank eG
Wir machen den Weg frei... www.waldecker-bank.de
Geschäftsstelle Usseln Hochsauerlandstr. 3
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 53 04
Wilke-Mühle
Pferdekutschfahrten
Karl-Friedrich Wilke Mühlenweg 9
34508 Usseln Tel.: 0 56 32 / 70 76 Fax: 0 56 32 / 77 20
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
135
VEW Waldeck-Frankenberg GmbH
34497 Korbach; Arolser Landstr. 27 Tel.: 0 56 31 / 95 5-0 Fax: 0 56 31 / 9 55 - 4 01
Eunova Prott und Hellwig
59964 Medebach; Brüggerweg 4 Tel.: 0 29 82 / 73 6 Fax: 0 29 82 / 80 90
Brüder Schulte KG Holzindustrie
59935 Olsberg-Elleringhausen Tel.: 0 29 62 / 20 01 Fax: 0 29 62 / 63 33
Brennstoffe Bärenfänger
Thomas Bärenfänger
34508 Eimelrod; Bahnhof 3 Tel.: 0 56 32 / 52 04 Fax: 0 56 32 / 77 35
AK-Autotechnik 24-Std.-Abschleppdienst Andreas Klingelhöfer
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 18 Tel.: 0 56 32 / 12 66 Mobil: 01 71 / 73 70 56 0
Architektur & Ingenieurbüro Planung-Statik
Dipl.-Ing.'e K.-V. Sauer u. M. Schmirler Tel.: 0 56 32 / 76 35
Auto Hellwig-Busreisen-Taxi-Tankstelle
34508 Willingen; Briloner Str. 47 Tel.: 0 56 32 / 63 97 Fax: 0 56 32 / 6 98 28
Baucentrum C.C.Curtze
34497 Korbach; Skagerrakstr. 27 Tel.: 0 56 31 / 56 08-0
Bausparkasse Schwäbisch Hall
Karl-Heinz Richter
34497 Korbach; Moersstr. 12 Tel.: 0 56 31 / 9 1 34 21 Fax: 0 56 31 / 9 1 34 22
Blumenstudio Schulze
Elfriede Schulze
34508 Usseln; Korbacher Str. 5 Tel.: 0 56 32 / 17 40
Brigitte, Horst und Michael Steinacker
Imbiss, Tankstelle, Kfz.-Werkstatt 34508 Usseln; Tel.: 0 56 32 / 9 49 20
Café & Gaststätte „Zum Onkel Paul“
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 1 Tel.: 0 56 32 / 92 70 72
Ulrich Münchmeier
Café - Restaurant „Alt Usseln“
34508 Usseln; Korbacher Str. 1 Tel.: 0 56 32 / 14 74
Andreas Griesenhofer
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
136
Cycle-Store Mountain-Bike-Verkauf-Verleih-Service Udo Nackas
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 2 Tel.: 0 56 32 / 92 70 80 Fax: 0 56 32 / 92 70 81
Dachdeckerbetrieb Hans Rohde GmbH
34508 Eimelrod; Hauptstr. 19 Tel.: 0 56 32 / 13 28 Fax: 0 56 32 / 54 11
Die Garten-Tenne Gärtnermeister Martin Evers
34508 Usseln; Auf dem Breiten Hofe 6 Tel.: 0 56 32 / 94 93 932 Fax: 0 56 32 / 94 93 934
Dipl.-Ing. Karl Koch Hoch- & Tiefbau - Baustoffe
34508 Usseln; Sportstr. 18 Tel.: 0 56 32 / 18 92 Fax: 0 56 32 / 75 36
Dorfschänke Usseln
Familie Jäger
34508 Usseln; Ringstr. 42 Tel.: 0 56 32 / 53 21
F. Anton Kesper GmbH Ideen aus Holz
34508 Rattlar; Im Gewerbepark 1
F. Friedrich Schulze GmbH - Sporthaus Schulze
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 3 Tel.: 0 56 32 / 52 28 Fax: 0 56 32 / 53 84
Fahrschule Herbert Wilke
34508 Willingen ; Briloner Str. 7 Tel.: 0 56 32 / 61 39
Ferienhaus Waldwiese
Dorothea Zantow
48159 Münster; Heidköttersweg 38 Tel.: 0 25 1 / 21 33 03
Fewo Ernst Gerhard
34508 Usseln; Hochstr. 14 Tel.: 0 56 32 / 74 22 Fax: 0 56 32 / 74 22
Fewo Haus Genuit
Emil Genuit
34508 Usseln; Zur Heide 11 Tel.: 0 56 32 / 12 37
Fewo Haus Gerda
Gerda Schober
34508 Usseln; Am Osterkopf 14 Tel.: 0 56 32 / 52 43 Fax: 0 56 32 / 77 78
Fewo Wilke
Fritz Wilke
34508 Usseln; Am Loh 1 Tel.: 0 56 32 / 18 28
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
137
Fußorthopädie Vogel Holger Vogel
34508 Usseln; Ringstr. 32 Tel.: 0 56 32 / 51 04
Gaststätte „Hölle“ kegeln & tanzen
34508 Usseln; Sportstr. 3 Tel.: 0 56 32 / 16 78
Evi Griesenhofer
Gaststätte Steffan
Siegfried Steffan
34508 Usseln; Korbacher Str. 7 Tel.: 0 56 32 / 53 48
Getränke-Industrie-Mittelhessen
Tel.: 06 41 / 9 5 09-0 Fax: 06 41 / 9 5 09-1 22
Naumann, Merz, Fiss GmbH & Co
Haus Rummel
Marga Rummel
34508 Usseln; Korbacher Str. 41 Tel.: 0 56 32 / 70 16 Fax: 0 56 32 / 92 27 01
Haus Tegge Milli Tegge
34508 Usseln; Sportstr. 22 Tel.: 0 56 32 / 53 16 Fax: 0 56 32 / 53 16
Heinrich Rohde GmbH
34497 Korbach-Meineringhausen; Jahnstr. 18 Tel.: 0 56 31 / 56 03-0
Hotel „Brügges-Loui“
Karl-Heinz Jäger
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 16 Tel.: 0 56 32 / 50 19 Fax: 0 56 32 / 73 93
Hotel „Dribischenhof“
Klaus-Christian Brüne
34508 Usseln; Korbacher Str. 23 Tel.: 0 56 32 / 12 40 Fax: 0 56 32 / 71 69
Hotel Bäringhausen
Heiner Jäger
34508 Willingen; Briloner Str. 45 Tel.: 0 56 32 / 63 46 Fax: 0 56 32 / 6 91 31
Hotel „Henkenhof“
Familie Bangert
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 23 Tel.: 0 56 32 / 18 17 Fax: 0 56 32 / 77 48
Joh. Wachenfeld GmbH & Co KG
34497 Korbach; Frankenberger Landstr. 8 Tel.: 0 56 31 / 95 0-0
Karl Bornemann Elektro-Gas-Sanitär-Küchen Helge Bornemann
34508 Usseln; Zur Heide 3 Tel.: 0 56 32 / 50 55 Fax: 0 56 32 / 10 55
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
138
Landgasthof Sauer www.landgasthof-sauer.de landgasthof-sauer@t-online.de
34508 Eimelrod; An der Bicke 9; Tel.: 0 56 32 / 74 49 Fax: 0 56 32 / 72 20
Landhotel Ottonenhof Christian Rummel
34519 Diemelsee-Ottlar; Zum Upland 8 Tel.: 0 56 33 / 10 55 Fax: 0 56 33 / 59 58
Landmaschinen Biederbick
Willi Biederbick
34508 Usseln; Zur Heide 2 Tel.: 0 56 32 / 12 75 Fax: 0 56 32 / 55 62
M & B Heimlieferservice für Tiernahrung Marion Huelsekopf
34508 Usseln; Mittelstr. 11a Tel.: 0 56 32 / 92 28 80 Fax: 0 56 32 / 92 28 81
Malerbetrieb Jürgen Stremmel
34508 Usseln; Am Heimberg 1 Tel.: 0 56 32 / 76 06
Christel Stremmel
Malermeister Engelbracht
Horst Engelbracht
34508 Eimelrod; Zur Zweere 3 Tel.: 0 56 32 / 52 82 Fax: 0 56 32 / 77 55
Metallbau Rossmanith
Peter Rossmanith
34508 Usseln; Ringstr. 22a Tel.: 0 56 32 / 51 64 Fax: 0 56 32 / 74 50
Metzgerei Gerbracht Essen & Mehr
Peter Gerbracht
34508 Usseln; Korbacher Str. 7 Tel.: 0 56 32 / 92 25 12 Fax: 0 56 32 / 92 25 12
Niehoffs-Vaihinger Fruchtsäfte GmbH
48599 Gronau-Epe; Füchtenfeld 1 Tel.: 0 25 65 / 9 12 - 0 Fax: 0 25 65 / 9 12 - 55
Pension Bender Gerda Bender
34508 Usseln; Bahnhofstr. 2 Tel.: 0 56 32 / 73 25 Fax: 0 56 32 / 73 25
Pension Figge
Familie Figge
34508 Usseln; Korbacher Str. 32 Tel.: 0 56 32 / 53 15
Pension Gerhard komfortables Haus
Ulrike Maywald
34508 Usseln; Fliederweg 10 Tel.: 0 56 32 / 74 22 Fax: 0 56 32 / 74 22
Pension Haus Diemelblick Fam. Meier
34508 Usseln; An der Diemel 6 Tel.: 0 56 32 / 51 31 Fax: 0 56 32 / 51 31
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
139
Pension Haus Friedel Hans-Dieter und Friedel Otten
34508 Usseln; Ringstr. 29 Tel.: 0 56 32 / 77 08 Fax: 0 56 32 / 77 08
Pension Schäfer Ulrike Schäfer
34508 Usseln; Bahnhofstr. 3 Tel.: 0 56 32 / 51 68
Pension Tanneck
Karl Figge
34508 Usseln; Am Schneppelnberg 15 Tel.: 0 56 32 / 51 09
„Pizza-Pie” info@pizza-pie-usseln.de Fulvio Marini
34508 Usseln; Korbacher Str. 2 Tel.: 0 56 32 / 75 99
Rewe-Markt Usseln Jürgens oHG TÜV-geprüfte Einkaufsqualität
34508 Usseln; Tel.: 0 56 32 / 17 05
Rehne Bauunternehmung e.K.
59964 Düdinghausen; Oberschledorner Str. 19 Tel.: 0 56 32 / 50 30 Fax: 0 56 32 / 72 12
Schreinerei Butterweck
Heinz Butterweck
34508 Neerdar; An der Sonder 4 Tel.: 0 56 32 / 18 16 Fax: 0 56 32 / 75 95
Schreinerei Klaus-Jürgen Saure
www.saure-schreinerei.de
34497 Meineringhausen; Am Unterborn 22 Tel.: 0 56 31 / 61 47 5 Fax: 0 56 31 / 65 25 9
Schreinerei Wilke GbR
Marc & Wilhelm Wilke
34508 Usseln; Zum Ohl 1 Tel.: 0 56 32 / 51 74 Fax: 0 56 32 / 10 78
Schrinner und Schmidt Großküchen- Kälte- und Klimatechnik
34497 Korbach; Briloner Landstr. 87 Tel.: 0 56 31 / 30 46 Fax: 0 56 31 / 6 01 87
Schuh- und Sporthaus Kleine
Ursula Kleine
34508 Usseln; Korbacher Str. 8 Tel.: 0 56 32 / 12 27 Fax: 0 56 32 / 71 63
Skilift „Büller Höhe“ Usseln
Skischule-Skiverleih-Flutlicht-Ski
34508 Usseln; Tel.: 0 56 32 / 72 00 Fax: 0 56 32 / 92 27 01
Sommerrodelbahn Willingen
Fam. Rummel & Bender
34508 Willingen; www.sommerrodelbahn-willingen.de Tel.: 0 56 32 / 96 69 77
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
140
Sonnenstudio Beauty & Sun
Janette Ilian
34508 Usseln; Hochsauerlandstr. 17 Tel.: 0 56 32 / 92 27 77
Steakhouse "La Terrazza"
Fulvio Marini
34508 Usseln; Korbacher Str. 2 a Tel.: 0 56 32 / 92 74 99 Fax: 0 56 32 / 92 70 59
Steuerberaterin Sabine Saure
34497 Korbach; Wilhelmine-Rüdiger-Str. 10 Tel.: 05631 / 5015890 Fax: 05631 / 50158922
Stratmann Städtereinigung GmbH & Co. KG
59909 Bestwig; Wiemecker Feld 7 Tel.: 0 29 04 / 97 02 0 Fax: 0 29 04 / 97 02 - 131
Süßwaren Fritz Schneider
34513 Waldeck-Freienhagen; Südstr. 9 Tel.: 0 56 34 / 33 8
Textil Vogel Aktuelle Mode für Damen und Herren
Heinz Vogel
34508 Usseln; Korbacher Str. 4 Tel.: 0 56 32 / 75 88 Fax: 0 56 32 / 75 88
Tischlermeister Stöcker
Patrick Stöcker
34508 Usseln; Birkenweg 3 Tel.: 0 56 32 / 18 84 Fax: 0 56 32 / 92 72 33
Trend-Hair Düdder
Ralf Düdder
34508 Usseln; Auf dem Breiten Hofe 11 Tel.: 0 56 32 / 52 03 Fax: 0 56 32 / 9 21 01
Upland-Apotheke
Doris Mitze
34508 Usseln; Korbacher Str. 3 Tel.: 0 56 32 / 9 49 30 Fax: 0 56 32 / 94 93 23
Upland-Taxi
Manfred Saure
34508 Usseln; Korbacher Str. 19 Tel.: 0 56 32 / 51 23 Fax: 0 56 32 / 18 02
Upländer Bauernmolkerei www.bauernmolkerei.de
34508 Usseln; Korbacher Str. 6 Tel.: 0 56 32 / 94 86 -0 Fax: 0 56 32 / 94 86 30
Cut und Colour - Ihr Friseur Usseln; Hochsauerlandstr. 2; Tel.: 45 67
Ettelsberg-Seilbahn Willingen Willingen; Zur Hoppecke 5; Tel: 67 15
Elektro/Kälte O. Hellwig GmbH & Co KG Willingen; Briloner Str. 25; Tel.: 98 99 0
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
141
Elektro Biederbick Usseln; Ringstr. 21; Tel.: 10 08
Espen Line Kosmetikstudio Usseln; Hochsauerlandstr. 17; Tel.: 966902
Fahrschule Küthe Usseln; Korbacher Str. 31; Tel.: 50 11
Fahrschule Norbert Pröber Usseln; Hochsauerlandstr. 21; Tel.: 92 28 95
Ferienhaus am Lohwald M. Schober Usseln; Am Loh 19; Tel.: 13 19
Ferienwohnungen Brüne Usseln; Hochsauerlandstr. 5a; Tel.: 16 90
Fewo Haus Pitti Usseln; Richtsweg 9; Tel.: 18 35
Fewo Klingelhöfer Usseln; Zur Heide 8a; Tel.: 73 63
Fewo Lindenhof Usseln; Ringstr. 44; Tel.: 17 17
Getränke Müller Willingen; Zur Hoppecke 8; Tel.: 63 15
Haus Elfriede Usseln; Sportstr. 31; Tel.: 10 28
Haus Fernblick Usseln; Am Heimberg 6; Tel.: 13 12
Haus Gitt Usseln; Hochsauerlandstr. 22; Tel.: 71 12
Heißmangel Emde Usseln; Fliederweg 16; Tel.: 12 94
Kino-Willingen Internet: www.kino-willingen.de; Tel.: 41 41
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
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Krankengymnastik Anja Pfeifer Usseln; Zur Schlade 2; Tel.: 56 68
Landgasthof „Wakenfeld“ Fam. Saure ca. 1,5 km Richtg. Willingen; Tel.: 63 64
Landhotel „Westfalenhof“ Fam. Heing Usseln; Korbacher Str. 10; Tel.: 50 10
Massageinstitut Maierhöfer Usseln; Sportstr. 6; Tel.: 92 70 38
Pension & Ferienwohnungen Haus Ingrid Usseln; Sportstr. 32; Tel.: 18 95
Radio-TV Bornemann Usseln; Am Loh 5; Tel.: 70 07
Taxi-Wechsel Willingen; Briloner Str. 49; Tel.: 64 33
Therapiezentrum Usseln Usseln; Rattlarer Str. 2; Tel.: 92 70 00
Tierarztpraxis Kallenbach Usseln; Mittelstr. 12; Tel.: 92 26 13
t u l l a Gerüstbau Korbach; Tel.: 0 56 31 / 64 09 1
Upländer Bücherstube Usseln; Hochsauerlandstr. 2; Tel.: 51 48
Heinrich Saure GmbH Usseln; Auf der Höhe 7; Tel.: 94 90 0
Udo Borowski
Familie Günter Emde
Elisabeth Frank
Familie Ernst Gerhard
Familie Walter Gerhard
Familie Karl-Erich Saure
Familie Horst Wilke
Festschrift 125 Jahre Schützengesellschaft Usseln e.V.
143
125 Joahre Schküzzengesellschkaft
In ungeschriebbenen Gesessen stäiht
Datt dei Menschke kümmet un gäiht
Af enner jung goan mott oder alt
Datt bestimmet dei höddeste Gewalt
Weil diäm sau iess, iess jeder besträbet
Datt sinn Wiärk in dn Noahkummen widderläbet
Tehaupe kann datt amme bässten geschkeen
Datt jiättme schon an viellen Beischpiellen esehn
He´i gäihdet ümme unsen Schküzzenverein
Annefangen jiätte beschkeiden un klein
Enne Handvull Patrioten, sau stäiht geschriebben
Jiätt sieck doamohls enner Gemeinschkaft verschriebben
125 Joahre iess datt nou her
un et ging in dünn langen Joahren kröüz un kwär
Dei Ideale kreigen in dr Vereinsgeschkichte
Jau un tanzes en ander Gewichte
Bliebben abber iess ümmer und datt konstant
De Lebe und Geselligkeit fiärt Duarp un Land
Käisere, Fürsten und Führere mossten goan
Kre´iger oder Schküzzenverein abber blieffte bestoan
Mosste sieck aff un tau ennen anderen Namen taulägen
Wollme sieck dach mied dr Obrigkeit verdrägen
In Kre´igen und Inflatiaunen wasset Enge oft noah
Abber de Usselschken sitt vamme Wäsen her toah
Ümmer wiedder, was de Te´it nach sau schlächt
Troppedeme sieck un siächte: Nou eest rächt!
Sau wiwwe, es wär ok vermiätten,
dei Salgen, Ehemoaligen un Veteranen nitt vergiätten
Dank ok diän Ahnen, se hatt sieck schon lange rugget
Dei mied viell Maut und Mögge unse „Zelt“ hadde bugget
Taume Jubiläume iess Schküzzengesellschaft und Halle gutt imme Stande
Datt Schküzzen- un Heimatfest bekannt imme Lande
Et mott unser aller Beschträben ble`iben
Dattme datt ok nach in Zukunft kann sägen un schre`iben
Von Gustav Born, Usseln