25 erste Sätze der Weltliteratur

LiteraturmuseenMarbach

Passend zu Peter-André Alts Buch "Erste Sätze der Weltliteratur – und was sie uns verraten" haben wir 25 erste Sätze ausgewählt und in den Literaturmuseen verteilt. Wer errät, aus welchem Roman, aus welcher Erzählung sie stammen? Was verraten sie uns, was lassen sie erwarten? #ErsteSätze

Den 20.

ging Lenz

durchs

Gebirg.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Georg Büchner: Lenz, ____ 1839

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Sie haben mir eine

Straf-

arbeit

gegeben.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Siegfried Lenz: Die _________________

Deutschstunde, 1968

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Jemand musste

Josef K.

verleumdet haben, denn

ohne dass er etwas Böses

getan hätte, wurde er

eines Morgens verhaftet.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Franz Kafka: Der ___________ Prozess, 1914/15

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Ich erzähle eine Begebenheit,

die vielen unglaublich scheinen

wird, und von der ich

großenteils

Augen-

selbst

zeuge

war.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Friedrich Schiller: Der ________________

Geisterseher, 1787

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Um zwei Uhr einer schönen

Junimondnacht

ging ein Kater längs

des Dachfirstes und

schaute

in

den

Mond.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Adalbert Stifter: Der __________ Condor, 1864

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Das Rad an meines Vaters Mühle brauste

und rauschte schon wieder recht lustig,

der Schnee tröpfelte emsig vom

Dache, die Sperlinge zwitscherten

und tummelten sich dazwischen;

ich saß auf

der Türschwelle

und wischte

mir den Schlaf

aus den Augen; mir

war so recht wohl

in dem warmen

Sonnenscheine.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Joseph von Eichendorff:

Aus _______________________________

dem Leben eines Taugenichts, 1826

Foto: Manuskript in der__----- Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Was ich von der

Geschichte des armen

Werthers nur habe

auffinden können,

habe ich mit Fleiß

gesammlet und lege

es euch hier vor, und

weiß, dass ihr

mir’s danken

werdet.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Johann Wolfgang von Goethe:

Die ______________________________

Leiden des jungen Werthers, 1774

Foto: Manuskript in der__----- Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Stahlblau und

leicht, bewegt von

einem leisen, kaum

merklichen Gegenwind,

waren die Wellen des

adriatischen Meeres

dem kaiserlichen Geschwader

entgegengeströmt, als dieses,

die mählich anrückenden

Flachhügel der kalabrischen

Küste zur Linken, dem Hafen

Brundisium zusteuerte, und

jetzt, da die sonnige, dennoch so

todesahnende Einsamkeit der See sich

ins friedvoll Freudige menschlicher

Tätigkeit wandelte, da die Fluten,

sanft überglänzt von der Nähe

menschlichen Seins und Hausens, sich

mit vielerlei Schiffen bevölkerten,

mit solchen, die gleicherweise dem

Hafen zustrebten, mit solchen, die

aus ihm ausgelaufen waren, jetzt,

da die braunsegeligen Fischerboote

bereits überall die kleinen Schutzmolen

all der vielen Dörfer und Ansiedlungen längs der

weißbespülten Ufer verließen, um zum abendlichen

Fang auszuziehen, da war das Wasser beinahe

spiegelglatt geworden; perlmuttern war darüber

die Muschel des Himmels geöffnet, es wurde Abend,

und man roch das Holzfeuer der Herdstätten, so

oft die Töne des Lebens, ein Hämmern oder ein

Ruf von dort hergeweht und herangetragen wurden.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Hermann Broch: Der __________________

Tod des Vergil, 1945

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Ich bin

nicht

Stiller.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Max Frisch: Stiller, _______ 1954

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Wer hat schon

einmal geträumt,

ein Mörder geworden

zu sein und sein

gewohntes Leben

nur der Form

nach weiterzuführen?


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Peter Handke: Die _______________________________

Stunde der wahren Empfindung, 1975

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Ein Leben

beginnt

gewöhnlich

mit der

Geburt —

meins

nicht.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Walter Moers:

Die ________________________________

13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär, 1999

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Ein Orkan, das war

ein Vogelschwarm

hoch oben in der Nacht;

ein weißer Schwarm,

der rauschend näher

kam und plötzlich nur

noch die Krone einer

ungeheuren Welle war,

die auf das Schiff

zusprang.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Christoph Ransmayr: Die _______________

letzte Welt, 1988

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Einem

Verrückten

gefällt

die Welt,

wie sie ist,

weil er

in ihrer

Mitte

wohnt.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Sibylle Lewitscharoff: Pong, ____ 1998

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Lolita, Licht meines Lebens,

Feuer meiner Lenden. Meine

Sünde, meine Seele. Lo-li-ta:

Die Zungenspitze macht drei

Sprünge den Gaumen hinab und tippt

bei Drei gegen die Zähne.

Lo. Li. Ta.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Helen Hessels Übersetzung von Vladimir Nabokov:

Lolita, ______ 1955

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Am Himmelfahrtstage,

nachmittags um drei

Uhr, rannte ein junger

Mensch in Dresden

durchs Schwarze Tor

und geradezu in einen

Korb mit Äpfeln und

Kuchen hinein, die ein

altes hässliches Weib

feilbot,

so

dass

alles, was

der Quetschung

glücklich

entgangen,

hinausgeschleudert

wurde, und die

Straßenjungen sich

lustig in die

Beute teilten, die

ihnen der hastige

Herr zugeworfen.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

E.T.A.Hoffmann: ________________

Der goldene Topf, 1814

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


In Front des schon seit

Kurfürst Georg Wilhelm von

der Familie von Briest

bewohnten Herrenhauses zu

Hohen-Cremmen fiel heller

Sonnenschein auf die

mittagsstille Dorfstraße,

während nach der Parkund

Garten seite hin ein

recht winklig angebauter

Seitenflügel einen

breiten

Schatten

erst auf einen weiß

und grün quadrierten

Fliesengang und dann

über diesen hinaus auf

ein großes, in seiner

Mitte mit einer Sonnenuhr

und an seinem Rande

mit Canna indica und

Rhabarberstauden besetztes

Rondell warf.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Theodor Fontane: Effi ____ Briest, ______ 1894

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Also,

es

fängt

damit

an, daß

ich bei Fisch-Gosch

in List auf Sylt

stehe und ein Jever

aus der Flasche

trinke.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Christian Kracht: Faserland, _________ 1995

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Dieses Buch enthält die uns

gebliebenen Aufzeichnungen

jenes Mannes, welchen wir mit

einem Ausdruck, den er selbst

mehrmals gebrauchte, den

„Steppenwolf“

nannten.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Hermann Hesse: Der _______________

Steppenwolf, 1927

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Vor

vielen

Jahren

lebte in Zuchnow ein Mann

namens Mendel Singer.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Joseph Roth: Hiob, ____ 1930

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Er stand vor dem Tor

des Tegeler Gefängnisses

und war

frei.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Alfred Döblin: Berlin _____________________

Alexanderplatz, 1929

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Lange

Zeit

bin

ich

früh

schlafen

gegangen.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Eva Rechel-Mertens’ Übersetzung von Marcel Proust:

Auf _____________________________________

der Suche nach der verlorenen Zeit, 1953

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


O

sag mir

alles

von Anna

Livia!


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Hans Wollschlägers Übersetzung des Kapitels

‚Anna Livia Plurabelle‘ aus James Joyce:

Finnegans ______________ Wake, 1939

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne ©DLA Marbach


Euch kann ich’s ja

ruhig

sagen:

Die Sache

mit Emil kam

mir selber

unerwartet.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Erich Kästner: Emil ______________________

und die Detektive, 1929

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


TAIRAUQITNA

ANTIQUARIAT

rebnaeroK barnoK lraK :rebahnI

Diese Inschrift stand auf

der Glastür eines kleinen

Ladens, aber so sah sie

natürlich nur aus, wenn

man vom Inneren des dämmerigen

Raumes durch die

Scheibe auf die Straße

hinaus blickte.

Inhaber: Karl Konrad Koreander


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Michael Ende: Die ________________________

unendliche Geschichte, 1979

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach


Zugegeben,

ich bin Insasse

einer Heilund

Pflegeanstalt.


Fundsache: ______________________

Erste Sätze – Marbacher Literaturmuseen 2020

Günter Grass: Die _______________

Blechtrommel, 1959

Foto: Manuskript in der Dauerausstellung

des Literaturmuseums der Moderne © DLA Marbach

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine