swiss export Journal 1/21

SwissExport

Das swiss export Journal ist das meistgelesene Fachmagazin der Aussenwirtschaft und das offizielle Organ von swiss export, der grössten privaten Exportförderungsorganisation der Schweiz.
www.swiss-export.com

swiss export Journal

Fachmagazin der Schweizer Aussenwirtschaft – www.se-journal.com

1/21

CHF 12.–

EUR 10.–

USD 13.–

8

Dr.

Holger Wentscher

Position stärken

im grössten

Raumfahrtmarkt

der Welt

13

16

Hansjürg Hartmann

Globale

Kooperationsbremse

Covid­19

Prof. Dr. Alexander von Ziegler

«Streiten bis

aufs Blut tut

dem Business

selten gut!»

Weltweite

Kooperationen:

Netzwerkkompetenzen

ausbauen

Fokus USA


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INHALT

5 EDITORIAL

7 STATEMENT

Martin Naville, Swiss American

Chamber of Commerce

EXPORTFACTS

22 PREMIUMINSIGHT

Die grössten wirtschaftlichen

Gefahren für die USA

23 WÄHRUNGSSITUATION

Unterschiedliche Vorzeichen für

US- und Kanada-Dollar

25 EXPORTBAROMETER

Verhaltener Start – Konsumenten

bleiben weiterhin verhalten

26 ZOLLWISSEN KOMPAKT

Neues asiatisches Freihandelsabkommen

Während der Westen

schläft …

BUSINESS EXCELLENCE

27 Geschäftsreisen Konsolidierung

durch Netzwerk

29 Garantien nach URDG1-Richtlinien

schaffen klare Verhältnisse

SCHWERPUNKT

Weltweite Kooperationen:

Netzwerkkompetenzen ausbauen

Fokus USA

13

Hansjürg Hartmann

Globale

Kooperationsbremse

Covid­19

8

Dr. Holger Wentscher

Position stärken

im grössten

Raumfahrtmarkt

der Welt

MITGLIEDER IM FOKUS

30 iFIL AG

Western Union Business Solutions

31 Ebury Switzerland

Metal Paint AG

AKTUELL

32 swiss export tag

33 Leadership im Dialog

CEO/CFO-Forum: Hungrig auf

Veränderung

34 swiss export Seminare

36 swiss export Academy

Weiterbildung für Führungspersönlichkeiten

im Auslandsgeschäft

37 Intensivkurs: Exportabwicklung

und -technik

Webinar: Asiatisches Freihandelsabkommen

RCEP

INNOVATION

38 Innovative Reiseerfahrungen

Alex Bickel

10 Doing Business in den USA in

einer Welt nach Trump

Patrick Lämmle

14 Von Madetswil in die ganze Welt

Sintuja Kumaravelu / David Fluri

15 Lebende Zellen für die

Medikamentenforschung

16

Prof. Dr. Alexander

von Ziegler

«Streiten bis

aufs Blut tut

dem Business

selten gut!»

Thomas Sprenger

20 Langjährige Partnerschaften –

ein Vorteil in unsicheren

Zeiten

Laurent Lattmann

21 Unterliegen Verkäufe in die

USA der Mehrwertsteuer?

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 3


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EDITORIAL

CRAZY COUNTRY USA

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat seine Tücken, wie auch Schweizer

Unternehmen erfahren mussten. Einige zogen sich nach verlustreichen Erfahrungen

wieder zurück. Doch es gibt auch viele gelungene Beispiele. Wer langfristig erfolgreich

sein will, muss sich vertieftes Wissen über kulturelle, politische, historische und

wirtschaftliche Hintergründe des Landes aneignen. Die Erarbeitung einer fundierten

Entscheidungsgrundlage hilft, passende Kooperationspartner zu finden sowie Kontakte

zu Geschäftspartnern und Kollegen optimal aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Häufig wird unterstellt, der Business-Knigge für die USA unterscheide sich nicht oder nur

kaum von den europäischen Gepflogenheiten. Damit sind Fettnäpfchen vorprogrammiert.

Die Dos and Don'ts im amerikanischen Business sollten Sie kennen, wenn Sie als

Global Player in den USA erfolgreich sein möchten.

Sybille Amstutz

Redaktionsleiterin

Claudia Moerker

Chefredaktorin

Geschäftsleiterin Verband swiss export

Die USA haben sich nach der EU zum zweitwichtigsten Handelspartner für die Schweiz

entwickelt. In den letzten Jahren haben die Exporte nach Übersee erfreulich zugenommen.

Aktuell ist die Schweizer Wirtschaft bestrebt, einen Freihandelsvertrag mit den

USA abzuschliessen. Die Zeit wird dessen Ausgang zeigen. Erst einmal muss abgewartet

werden, denn die Wahlen der Vereinigten Staaten 2020 sind erst vollbracht. Der bisherige

Präsident Donald Trump ist abgewählt, und seine Regierung bereitet den neuen Präsidenten

Joe Biden auf seinen Job vor. Er wird ab dem 20. Januar 2021 aus dem Weissen

Haus regieren. Ein Machtwechsel bietet immer auch Chancen. Mit hoffnungsvollem Blick

Richtung USA sind wir gespannt, wie sich die Geschäftsbeziehungen für den Schweizer

Export unter der Ära Joe Biden entwickeln werden.

Wir wünschen uns – der gesamten Export-Community – eine prosperierende Zusammenarbeit

mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Und Ihnen persönlich wünschen wir

einen schwungvollen Start ins 2021. Erfolg, Freude, Kreativität, Inspiration und Mut

sollen Sie im kommenden Jahr begleiten. Und das Wichtigste: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst,

Claudia Moerker

Geschäftsleiterin

Sybille Amstutz

Redaktionsleiterin

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 5


Erfolg im Ausland

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STATEMENT

DER AMERIKANISCHE

MARKT:

DIE EXPORTLOKOMOTIVE DER SCHWEIZ!

Die amerikanischen Wahlen sind (fast) vorbei.

Donald Trump hat das Rennen um das Weisse

Haus verloren, die Demokraten die Wahlen für den

Kongress. Was heisst dies für exportorientierte

Schweizer Firmen?

Brilliante letzte 15 Jahre

In den letzten 15 Jahre entwickelten sich die schweizerisch-amerikanischen

Wirtschaftsbeziehungen prächtig.

Im Jahr 2005 exportierten Schweizer Unternehmen

gleich viel nach Italien, Frankreich und die USA,

und dreimal mehr nach Deutschland. In den letzten

12 Monaten war der Export in die USA grösser als der

nach Italien, Frankreich, das UK und Österreich –

kumuliert. Schweizer Firmen exportierten doppelt so

viel in die USA als in die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien

und China). Und in den letzten 12 Monaten war der Export in die

USA Nr. 1, grösser als derjenige nach Deutschland. Die Bankenaffäre

war eine unschöne Episode, die aber dem Erfolg der Exportwirtschaft

keinen Schaden antun konnte.

USA­Wahlen sind (fast) durch

Am 3. November wählten die US-Bürger einen Präsidenten, beide

Häuser des Kongresses und viele Funktionen in den einzelnen

Staaten. Wenn auch der Lärmpegel (Nachzählen, Gerichtsfälle!)

noch sehr laut dröhnt, ist das Resultat ziemlich klar: Joe Biden

wird am 20. Januar zum 46. Präsidenten vereidigt. Im House of

Representatives («House», analog zum Schweizer Nationalrat) bleiben

die Demokraten in der Mehrheit, sie haben aber eine empfindliche

Reduktion ihrer Mehrheit erlitten. Und im Senat

(entspricht unserem Ständerat) werden wohl die Republikaner

das Zepter weiterhin schwingen. Am 5. Januar werden im Staat

Georgia zwei Nachwahlen in den Senat durchgeführt, mit grossem

Chancenplus für die Republikaner. Die Demokraten müssten

beide Wahlen gewinnen, ansonsten bleibt es bei einer republikanischen

Mehrheit.

Martin Naville

CEO

Swiss American

Chamber of Commerce

Was wird sich für die Schweizer

Exporteure ändern?

Einfache Antwort: sehr wenig. In den letzten 28 Jahren

gab es während 16 Jahren demokratische Präsidenten

und 12 Jahre lang republikanische. Und während

dieser ganzen Zeit waren Schweizer Unternehmen

erfolgreich auf dem US-Markt. Der Erfolg wurde

getrieben durch innovative und erfahrene Unternehmen,

die diese grossartigen Marktchancen zu packen

wussten. Die politischen Verhältnisse waren meist

nur eine Randerscheinung. In den nächsten Jahren

wird Washington DC blockiert sein. Im House werden

viele progressive (= linke) Phantasien entwickelt, die

dann im Senat am republikanischen Widerstand

auflaufen. Und Präsident Biden wird sich sehr pragmatisch

und realitätsbezogen verhalten müssen, wenn er irgendetwas

erreichen will. Die drohende Verstaatlichung des Gesundheitswesens,

die grüne Revolution, die massiven Steuererhöhungen

und ähnlich Pläne gehen direkt in die Schublade.

Mittelfristig wird der US-Markt wieder in Schwung kommen;

Analysten von Morgan Stanley sagen, schon im 1. Quartal 2021.

Schweizer Firmen sind gut beraten, den Covid-Schleier abzulegen

und sich auf grosse Opportunitäten zu fokussieren. Wegen möglicher

protektionistischer Tendenzen wird die Frage von Direktinvestionen

in Zukunft aber wichtiger.

Der US-Markt, ein Viertel der Weltwirtschaft, ist weiterhin sehr

offen, man kann gegen US Firmen und den Staat klagen, verdient

freikonvertible Dollars, und ausländische Unternehmen werden

vom Staat nicht benachteiligt. Die Wahlen werden nichts daran

ändern. Es liegt an uns, in den USA Erfolg zu finden. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 7


POSITION STÄRKEN

IM GRÖSSTEN RAUMFAHRTMARKT DER WELT

RUAG Space ist Europas führender Zulieferer für

die Raumfahrt. Doch Wachstum in den USA ist

ein zentrales Kernelement in der Strategie. Hierfür

ist Präsenz vor Ort wichtig, denn sie schafft Kundennähe

und ermöglicht den Zugang zu hochqualifizierten

Experten und Technologien. Deshalb ist RUAG

Space auch mit vier Standorten in den Vereinigten

Staaten vertreten.

1967 wurde die kleine Schweiz endgültig zur Raumfahrtnation.

Die ESA-Vorgängerorganisation ESRO

hat den ersten europäischen Satelliten gestartet – entwickelt

und gebaut mit massgeblicher Beteiligung aus

der Schweiz. Einige Monate später hatte die Zenit,

eine 5,6 Meter lange Höhenforschungsrakete, ihren

Jungfernflug. Entwickelt und gebaut wurde sie in der Raumfahrtabteilung

der damaligen Contraves AG (heute RUAG Space) mit

Unterstützung der Dornier System GmbH in Friedrichshafen,

Deutschland.

Dr. Holger Wentscher

Senior Vice President

Product Group Launchers

RUAG Space

Mit rund 1300 Mitarbeitenden in sechs Ländern entwickelt

und produziert RUAG Space heute Produkte

für Satelliten sowie Trägerraketen und spielt dadurch

eine zentrale Rolle sowohl im institutionellen wie

im kommerziellen Raumfahrtmarkt. Insbesondere in

Europa hat sich das Unternehmen als führende Anbieterin

von Produkten für die Raumfahrtindustrie gemausert.

Doch in den letzten Jahren hat sich gezeigt:

Der amerikanische Markt birgt sehr viel Potenzial

und Chancen, auch für RUAG Space.

Die USA sind bei Weitem der grösste Raumfahrtmarkt

der Welt. Die globale Raumfahrtindustrie erwirtschaftet

etwa drei Viertel ihres Umsatzes in den Vereinigten

Staaten. Dies ist nur einer der Gründe, warum

der amerikanische Markt in der Strategie von RUAG Space

eine zentrale Rolle spielt. Es ist aber keineswegs nur das Volumen,

das den US-Markt interessant macht, sondern auch der einfachere

Marktzugang und die Chance für profitable Geschäfte.

Think global – Das Marktpotenzial der USA

Über fünfzig Jahre später ist die Schweiz weiterhin eine wichtige

Nation in der europäischen Raumfahrt. Auch RUAG Space hat sich

in den vergangenen Jahren nicht auf ihren Erfolgen ausgeruht.

Ganz nah beim Kunden sein

United Launch Alliance, ein Joint Venture von Boeing und Lockheed

Martin, zählt zu den grössten amerikanischen Kunden von

RUAG Space. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet das Schweizer

8 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


SCHWERPUNKT

Im Bereich der zivilen Raumfahrt entwickelt RUAG Space zusammen

mit dem amerikanischen Unternehmen Dynetics den Interstage-Adapter

für die geplante Trägerrakete Space Launch System

(SLS) der NASA. Diese moderne Schwerlast-Trägerrakete soll als

flexibles und erweiterbares System auch in die Tiefen des Weltraums

(„deep space“) vordringen können. Auch hier werden der

Standort Decatur und seine modernen Fertigungstechnologien

für Verbundstoffstrukturen entscheidend dazu beitragen, diese

Mission zu erfolgreich zu erfüllen.

Ziele bleiben weiterhin ehrgeizig

RUAG Space ist zudem der zweitgrösste Lieferant von OneWeb.

OneWeb ist eines der ehrgeizigsten Projekte der Raumfahrtgeschichte

und mit 900 geplanten Satelliten eine der grössten Satellitenkonstellationen.

Um die Herstellung dieser One-Web Satelliten

zu unterstützen, wurde die Anlage in Titusville, Florida, gebaut,

wo nun die Satellitenstrukturen, das sogenannte Rückgrat

des Satelliten, produziert werden. Wurden in der Vergangenheit

alle Einsätze für Satellitenpaneele manuell installiert, ist das

Schneiden, Kleben und Prüfen dieser Einsätze heute vollständig

automatisiert. Durch diese neue Fertigungstechnik lassen sich

erhebliche Kosten- sowie Zeiteinsparungen ermöglichen.

Unternehmen schon mit dem US-Konzern zusammen und lieferte

bereits Kohlefaserstrukturen für die Atlas-Trägerraketen, sowohl

die Nutzlastverkleidung für die grössere Atlas V-500 Träger rakete

als auch den Zwischenstufenadapter für die kleinere Atlas V-400.

In Erwartung weiterer Geschäfte von Raketen- und Satellitenherstellern

wird RUAG Space weiterhin in die US-Betriebe investieren,

um die Expansion weiter voranzutreiben. Denn auch im Hinblick

auf die Zukunft über den Atlantik hinaus möchte RUAG

Space die erste Wahl sein, wenn es um die Produktion von Hardware

wie Strukturen, Wärmedämmung, Dispenser und Bodenunterstützungsausrüstung

geht. ■

Bis 2017 wurden diese Strukturen an den Standorten Zürich sowie

Emmen produziert. Die letzte in Emmen gefertigte Struktur für

die Atlas-Trägerrakete wurde Ende September mit einer Antonov

An-124 nach Florida transportiert. Nun geschieht die Produktion

direkt vor Ort in Decatur, wo RUAG Space auch weitere Kohlefaserstrukturen

für die neue Trägerrakete Vulcan herstellt. Die

Nutzlastverkleidungen in Komposit-Technologie werden dort in

einer 5000 m 2 grossen Produktionshalle in einem modernen,

teil automatisierten Prozess gefertigt. Die für die Nutzlastverkleidung

benötigten Kohlefaserstrukturen können dank eines innovativen

Prozesses ohne den Einsatz eines Autoklavs gefertigt werden.

Doch nicht nur Schweizer Technologie wurde exportiert,

auch der Wissens- und Know-how-Transfer findet auf regelmässiger

Basis statt. Nur so kann die Qualität der Produkte zu 100 Prozent

sichergestellt werden, denn, im Weltall gibt es keinen Helpdesk.

Mit dem Aufbau des Standortes in Decatur konnte RUAG die

strategische Partnerschaft mit ULA deutlich stärken. Die Produktion

vor Ort ermöglicht nicht nur Kundennähe, sie schafft auch

die Möglichkeit, die Präsenz in den USA weiter auszubauen.

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 9


DOING BUSINESS IN DEN USA

IN EINER WELT NACH TRUMP

In den vergangenen vier Jahren gab es kaum einen

Tag, an welchem in der Schweizer Presse der Name

«Trump» nicht erwähnt wurde. Oft war es sogar die

Schlagzeile auf der Titelseite, welche die Schweiz in

Aufruhr versetzte. Dies dürfte sich ab dem Jahr 2021

ändern. Eine Administration Biden wird kaum dasselbe

Interesse haben, viel über sich in der Presse zu

lesen. Viel eher dürfte die US-Politik wieder «langweilig»

und «berechenbar» werden.

Mit dem Wechsel der US-Administration am 20. Januar

2021 werden ebenfalls rund 4000 Stellen in der

Regierung mit neuen Personen besetzt. So wird mit

Sicherheit auch der Botschafter in Bern, Edward T.

McMullen Jr., bald eine neue Aufgabe suchen müssen.

Es wird sich danach zeigen, wem Präsident Biden die Aufgabe des

US-Botschafters zusprechen wird. Für die Schweizer Wirtschaft

ist zu hoffen, dass es wiederum eine wirtschaftsfreundliche Person

sein wird, so wie es McMullen und auch seine Vorgängerin,

Suzie LeVine, beide waren.

Alex Bickel

CEO

Flare International

Die Robustheit der US­Wirtschaft

Eines, was beide Präsidentschaftskampagnen gemeinsam

hatten, war das Bekenntnis: «There is nothing

that we Americans are unable to do if we put our mind

to it.» Damit ist auch eines der Hauptmerkmale der

amerikanischen Wirtschaft angesprochen: Ihre Robustheit

und das unermüdliche Bestreben, nach vorne

zu schauen. Die USA bleiben auch nach dem Regierungswechsel

mit über 20 Bio USD der grösste Wirtschaftsraum

mit einer Welt-Leitwährung, einem stabilen

Rechtssystem und sehr tiefen Handelshemmnissen

im Binnenmarkt. Der von Präsident Trump

offen ausgesprochene Nationalstolz «America First»

war nicht neu; neu war nur, dass dieser gegenüber

Dritten so unverblümt zur Schau gestellt wurde.

Schliesslich gab es den Buy American Act bereits seit 1933. Ab 2019

wurde dieser Act zur Bevorzugung von amerikanischen Gütern

bei der Vergabe von Regierungsaufträgen von Trump nur stärker

propagiert. Auch unter einer Administration Biden ist zu erwarten,

dass die Förderung der eigenen, amerikanischen Produkte

10 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


SCHWERPUNKT

Somit sehe ich die hauptsächlichen Policy-Änderungen vor allem

in drei Bereichen: Klimapolitik, Infrastruktur und Immigration.

Auch wenn zu erwarten ist, dass der private Konsum in den USA

nicht so rasch auf das Niveau von 2019 zurückkehren wird, so ist

doch damit zu rechnen, dass im Jahr 2021 noch massive Subventionen

in die US-Wirtschaft fliessen werden. Zudem wird die Geldpolitik

des US Fed weiterhin expansiv bleiben, auch wenn die neue

Finanzministerin versuchen dürfte, das wachsende Defizit zu

bremsen. Insbesondere bei den Investitionen in die lokale Infrastruktur

rechnen wir mit neuen Regierungsprogrammen, welche

die Wirtschaft ankurbeln.

Eine der hauptsächlichen Schwierigkeiten in den letzten zwei

Jahren war auch für Schweizer KMU die restriktive Immigrationspolitik

der USA. Die Anzahl der sogenannten «Request for Evidence»,

also Nachfragen bei Visumsanträgen, hat markant zugenommen.

Hinzu kam der Einreisestopp für «Non-Citizens». Mitarbeiter

aus der Schweiz konnten seit Ende Februar nur mit einer

Ausnahmebewilligung aufgrund von nationalen Interessen, der

sogenannten «National Interest Exception», in die USA reisen. Des

Weiteren sind unter dem Vorwand der Corona-Pandemie verschiedene

Visatypen von der Trump-Administration suspendiert oder

stark reduziert worden. Es ist zu hoffen, dass sich der Austausch

von Arbeitskräften im Laufe des Jahres 2021 unter einer Biden-

Administration wieder normalisiert und die Reise in die USA

einfacher möglich sein wird.

hoch auf der Prioritätenliste stehen wird. Ein Freihandelsabkommen

Schweiz – USA scheint wieder etwas weiter in die Ferne gerückt

zu sein, und diejenigen Schweizer KMU, welche bereits

über eine Niederlassung in den USA verfügen, sehen sich mit

Sicherheit im Vorteil.

Was wird sich für die Schweizer KMU ändern?

Es hängt noch vom Ausgang der Nachwahl im Staate Georgia ab,

wie aggressiv die neue Administration ihr Regierungsprogramm

angehen kann. Man darf davon ausgehen, dass die Demokraten

keine absolute Mehrheit in der kleinen Kammer erreichen, was

grundsätzlich für die Wirtschaft kein Nachteil sein wird. Progressive

Vorstösse und radikale Kursänderungen werden es somit im

Parlament schwer haben. Es ist viel eher damit zu rechnen, dass

Biden versuchen wird, zuerst diejenigen Programmpunkte anzugehen,

bei welchen er einerseits auf die Unterstützung von gemässigten

Republikanern zählen und andererseits relativ einfach

die Executive Orders von Trump wieder aufheben kann.

Grundsätzliche Gesetzesänderungen oder sogar neue, revolutionäre

Gesetze werden es schwerer haben.

Wo sind kurzfristig kaum Änderungen zu erwarten?

Als Begleiterscheinung der reduzierten Reisetätigkeit während

der Corona-Krise hat gleichzeitig auch die Luftfrachtkapazität

stark abgenommen, was zwangsläufig zu erhöhten Transportkosten

für Einfuhren aus dem Ausland führte. Dazu kommen die

zusätzlichen Einfuhrzölle, welche vermutlich auch unter der

neuen Regierung bestehen bleiben. Auch wenn Beeinträchtigungen

von Personen- und Güterströmen eher der Pandemie zuzurechnen

sind, so wird die Kapazität in der Luftfahrt noch für

einige Jahre nicht auf das Vorniveau zurückkehren, und somit ist

weiterhin mit Mehrkosten in der Logistik zu rechnen.

Währendem viele der Aktionen von Präsident Trump auf sogenannten

«Executive Orders» beruhten, war die Steuerreform im Jahre

2017, der «Tax Cuts and Jobs Act», eine Gesetzesänderung, die von

Biden nicht so einfach rückgängig gemacht werden kann. Zwar hat

der Kandidat Biden für Unternehmen eine Steuerer höhung von

7 Prozent (von heute 21 Prozent auf 28 Prozent) in Aussicht gestellt.

Dies wäre eine Halbierung der von Trump eingeführten Steuerreduktion.

Da die Unternehmenssteuerreduktion jedoch, im Gegensatz

zu den meisten Reduktionen von privaten Einkommenssteuern,

nicht auslaufen, würde es einer Gesetzesreform bedingen, um diese

wieder zu erhöhen. Ohne eine Mehrheit im Senat ist dieses Vorhaben

für die Demokraten vor 2023 kaum möglich. Wie die Machtverhältnisse

im Parlament danach aussehen, wird sich zeigen. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 11


PUBLIREPORTAGE

NIKIN:

NACHHALTIGKEIT ÜBER DIE GRENZEN HINAUS

Wie ein Kleinunternehmen mit der Unterstützung von UPS

seinen internationalen Versand verbesserte und so das

Wiederholungsgeschäft um 40 Prozent steigerte.

Die beiden Kindheitsfreunde Nicholas

Hänny und Robin Gnehm hatten die

Vision, ein Modelabel zu erschaffen,

das in der Natur verwurzelt ist und

Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit

vereint. 2016 lancierten die Universitätsabgänger

mit einem Startkapital

von nur 5000 Schweizer Franken und

einem Kiefernlogo die Marke NIKIN.

Heute erwirtschaftet das nachhaltige

Modelabel jährlich einen Umsatz von

über einer Million Euro.

Aufbau des Kundenstamms

Um die Preise niedrig zu halten, richtete

NIKIN einen B2C-Onlineshop ein

und investierte umgehend in digitale

Werbung auf Facebook und Instagram.

Schnell entwickelte sich ein Kundenstamm innerhalb der

Schweiz, aber auch über die Grenzen hinaus.

• UPS Returns Manager: Retouren sind eine Realität des

E-Commerce. Mit dem Service von UPS hat NIKIN die Rücksendungen

im Griff, und die Konsumenten haben direkten Zugriff

auf entsprechende Retourenetiketten.

• UPS Quantum View ® : Der Kundendienst von NIKIN kann dank

dieser Lösung die Versände effizient managen und im Auge behalten.

Erfolg nach Anpassungen rasch messbar

Bereits im selben Jahr, in dem UPS zur europäischen Expansionsunterstützung

an Bord geholt wurde, konnte NIKIN beträchtliche

Verbesserungen sowohl bei der Anzahl der Bestellungen als auch

der Kundenzufriedenheit verzeichnen:

• Das Auftragsvolumen von NIKIN stieg um 20 Prozent.

• Das Wiederholungsgeschäft nahm um 40 Prozent zu.

• Die Kundenzufriedenheit kletterte von 4,6 auf 4,87

(von maximal 5 möglichen Punkten).

• Die Anzahl der E-Mails an den Kundendienst nahm

bedeutend ab. ■

NIKIN wollte auch international wachsen. Kundenbewertungen

zeigten aber, dass der Versandprozess von Kunden mit Sitz in der

EU als unzuverlässig und schlecht eingestuft wurde. Nicholas und

Robin beschlossen daher, zu einem Logistikdienstleister zu wechseln,

der ihr Geschäft zukünftig grenzüberschreitend anpasst.

UPS­Lösungen:

einfacher Versand und volle Sichtbarkeit

Um die Erfahrungen der Endkunden mit dem Versandprozess zu

optimieren, implementierte UPS nach einer eingehenden Analyse

der NIKIN-Lieferkette und möglicher Schwachstellen folgende

Lösungen.

• World Ease­Service ® : Diese Zollabfertigungslösung wurde

für Unternehmen entwickelt, die über eine Zollgrenze an mehrere

Empfänger versenden. UPS konsolidiert mehrere Pakete am

Ursprungsort zu einer einzigen Sendung, teilt sie nach der Verzollung

wieder auf und liefert die einzelnen Pakete an die Empfänger.

Eine solche Freigabe spart Zeit, Geld und Papier im Vergleich

zu Einzelfreigaben.

• UPS Access Point Netzwerk: Beim Auschecken im NIKIN-

Onlineshop können die Kunden auch eine Lieferung an einen

der vielen UPS Access Points veranlassen und ihr Paket dort

innerhalb von 10 Tagen abholen. Diese Option ist günstiger als

eine Lieferung nach Hause, aber gleich schnell.

Erfahren auch Sie mehr darüber, wie Sie UPS

bei der Expansion in die EU unterstützen kann:

ups.com/smallbusiness


SCHWERPUNKT

GLOBALE

KOOPERATIONSBREMSE

COVID­19

BAUMANN eröffnete 2014 einen neuen Medical-

Produktionsstandort in den USA, um globale

Kunden der Medizinaltechnik und Pharmaindustrie

im grössten Markt der Welt lokal zu beliefern. In

den vergangenen sechs Jahren wurde an diesem

Standort dank funktionierenden globalen Netzwerken

und Kooperationen ein durchschnittliches jährliches

Wachstum von ca. 30 Prozent erzielt.

Seit über 130 Jahren steht BAUMANN für Schweizer

Präzision und Qualität und gilt als global führend

in der Herstellung von Federn und Stanzteilen. Das

Familienunternehmen hat weltweit elf Produktionsstandorte

auf drei Kontinenten. Über 1500 Mitarbeitende bieten

technisch anspruchsvolle Produkte für ausgewählte Branchen

wie die Automobil- und Elektroindustrie sowie die Medizintechnik.

Die Division Medical produziert aktuell pro Jahr weltweit

rund eine Milliarde Federn und Stanzteile für globale Kunden

aus der Medizinaltechnik und Pharmaindustrie. Diese Produkte

werden z.B. in Insulin Pens, Autoinjektoren oder der Diagnostik

eingesetzt.

Zentrale Erfolgsfaktoren für diesen Aufbau in den USA war eine

engmaschige globale Zusammenarbeit innerhalb der BAUMANN-

Gruppe, aber auch mit globalen Kunden und Lieferanten. Bestehende

vertrauensvolle Beziehungen zu Kunden und Lieferanten

ermöglichten es beispielsweise in einem Grossprojekt, eine Zwei-

Standorte-Strategie für Rohmaterial und Produktion aufzubauen,

welche neben finanziellen Aspekten auch aus Risikosicht und

ökologisch für alle Beteiligten einen Mehrwert brachten. Basierend

auf einer klaren globalen Strategie und den strategischen

Leitlinien Fokussierung, Standardisierung und Globalisierung,

wurde der Aufbau des US-Standorts durch BAUMANN getrieben.

Die Standardisierung von Prozessen und Maschinen ermöglichte

den effizienten Wissensaustausch innerhalb der BAUMANN-

Gruppe zwischen den Standorten. Aufgrund des Fachkräftemangels

in unserer Industrie war die Entsendung von Fachkräften und

Spezialisten aus der Schweiz in die USA zwecks Ausbildung der

Hansjürg Hartmann

CEO Division Medical

BAUMANN Springs Ltd.

lokalen Mitarbeitenden in all den Jahren ein zentraler

Bestandteil des erfolgreichen Aufbaus der Produktion.

Die generell anspruchsvolle Aufgabe in den USA

wurde von einem auf den anderen Tag durch Covid-19

signifikant erschwert. Neue Vorkehrmassnahmen,

Home office, strikte Teamtrennungen und Abstandsbestimmungen

reduzierten die Kontaktpunkte. Geplante

Reisen von Spezialisten für Instandhaltung

und Wartung von Maschinen sowie von Fachkräften

für Trainingszwecke konnten in den vergangenen

Monaten nicht unternommen werden. Seitens Politik,

Verbänden und Arbeitgeberorganisationen war zu Beginn der

Covid-19 Krise leider keine klare Hilfestellung für unser Unternehmen

zur Hand, um die Reiseeinschränkungen zu umgehen.

Neue Wege der Zusammenarbeit mussten gefunden werden.

Hierzu wurden Video-Liveschaltungen in der Produktion, neue

Tutorials für Training und Helmkameras/VR-Brillen erprobt und

eingeführt. Trotz allen Massnahmen war ein Rückgang im Produktionsoutput

pro Mitarbeitenden in den USA sichtbar.

Mit grossem internem Aufwand sowie mit dem Nachweis eines

nationalen Interesses für die USA konnten in der Zwischenzeit

Mitarbeitende aus dem Schweizer Mutterhaus in die USA entsendet

werden. Dennoch zeigt oben genanntes Beispiel auf, dass

globale Kooperationen und Netzwerke keine Selbstverständlichkeit

darstellen und es wichtig ist, dass Politik, Verbände, aber auch

die Unternehmen sich gemeinsam für die Interessen der Wirtschaft

einsetzen und die effiziente globale Zusammenarbeit

fördern. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 13


SCHWERPUNKT

VON MADETSWIL

IN DIE GANZE WELT

PANOLIN exportiert 1973 erstmals Motoren- und

Hydrauliköle. Zehn Jahre später bringt das Unternehmen

die erste umweltschonende Hydraulikflüssigkeit

auf den Markt – ein Meilenstein in der

Geschichte der Bio-Schmierstoffe. Heute beschäftigt

die PANOLIN-Gruppe 90 eigene Mitarbeiter; weltweit

sind rund 400 Personen in 38 Ländern im Distributionsnetz

von PANOLIN tätig.

PANOLIN produziert die meisten Produkte im eigenen

Produktionswerk in Madetswil. Bis vor einigen Jahren

wurde jeder Tropfen PANOLIN-Schmierstoff hier hergestellt.

Aufgrund stetig wachsender Nachfrage aus

dem Ausland wurde es notwendig, gewisse Produkte

näher am jeweiligen Markt zu produzieren und zu expandieren.

2007 wagte PANOLIN den Sprung über den grossen Teich und

gründete PANOLIN America Inc. Die USA waren und sind als

grösste Volkswirtschaft der Welt zweifellos für jedes expandierende

Unternehmen von grossem Interesse. Vor allem in Europa

und Amerika ist der Bedarf an Schmierstoffen auf Basis synthetischer

Ester enorm gestiegen. Dieser Trend wurde teils durch gesetzliche

Vorschriften oder neue Industriestandards verursacht,

hauptsächlich jedoch durch ein verstärktes Umweltbewusstsein.

Früher kamen Bio-Schmierstoffe dort zum Einsatz, wo es Gesetze

vorschrieben. Ansonsten wurde häufig, aufgrund höherer Kosten,

darauf verzichtet. Das ist heute anders. Die Leistung, die Schonung

der Umwelt und die Lebensdauer der Schmierstoffe haben

weltweit Verbraucher überzeugt und den Markt rasant wachsen

lassen.

PANOLIN America konzentriert sich deshalb seit über einem

Jahrzehnt auf Segmente mit erheblichem Potenzial für die Verwendung

biologisch abbaubarer Schmierstoffe. Dazu gehören die

Sektoren Bau, Schifffahrt, Wasserkraft, Forstwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung

oder Öl- und Gasförderung. Nach dem Prinzip

«Local Blending for Local Market» wurde hier ein System aufgebaut,

um die Verfügbarkeit und Effizienz der PANOLIN-Schmierstoffe

am Markt sicherzustellen und zu erweitern. Amerikanische

Unternehmen und Verbraucher erwarten heute einen nachhaltigen

Ansatz zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen. Des Weiteren

kurbeln nationale Vorschriften die Nachfrage der Branchen

Patrick Lämmle

Chairman of the Board

PANOLIN International, Inc.

an, denn die Expansion in andere Länder beinhaltet

natürlich auch eine andere Gesetzgebung. Jeder lokale

Markt obliegt einer eigenen individuellen Dynamik.

Am Aufschwung umweltschonender Schmierstoffe

ist in den USA das VGP (Vessel General Permit)

massgeblich beteiligt, das Schiffen, die in nordamerikanische

Gewässer einlaufen, den Einsatz von Bio-

Schmierstoffen vorschreibt. Das Gesetz kommt zwar

aus Amerika, hat aber einen weltweiten Einfluss auf

die Schifffahrt.

Weltweite Kooperationen und Netzwerke sowie enge

Zusammenarbeit mit Kunden vor Ort haben dazu geführt,

dass PANOLIN weltweit erfolgreich ist. Dieser

Erfolg entsteht für PANOLIN in erster Linie daraus, proaktiv, innovativ

und mutig neue Märkte und Länder lokal zu erschliessen,

aus den Erfahrungen vor Ort zu lernen und sich so stetig in alle

Richtungen hin weiterzuentwickeln, um am Ende das optimale

Produkt für den Kunden am effektivsten anzubieten. Globale Vernetzung

hilft dabei, Wissen zu erweitern, aber auch Unterstützung

zu finden und von der Erfahrung anderer zu profitieren.

Durch Networking findet ein ständiger Austausch statt. Der

Fokus von PANOLIN liegt auf ebendiesem Austausch, da er das

Unternehmen in allen Belangen stetig wachsen lässt. Denn, so die

Vision, durch weltweite Kooperation und Netzwerke soll die Nutzung

von biologisch abbaubaren Schmierstoffen zum weltweiten

Standard gemacht werden.

Zur Firma: PANOLIN America Inc. gehört zur PANOLIN-Unternehmensgruppe.

Die Gruppe ist ein eigenständiges Schweizer

Familien unternehmen mit Sitz und eigener Produktion in Madetswil,

nahe Zürich. Schmierstoffe von PANOLIN werden mit

hochwertigen Basisölen und modernsten Additiven hergestellt.

Die PANOLIN-Gruppe ist aus der 1949 gegründeten PANOLIN AG

entstanden. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Schmierstoffen

sind nach ISO 9001 und ISO 14001 sowie ABS (American

Bureau of Shipping) zertifiziert. Innovation, Flexibilität und

Kompetenz, verbunden mit einer ausgesprochenen Kundennähe,

machen PANOLIN zu einem leistungsfähigen Schmierstoffpartner.

Heute kann PANOLIN auf sieben Jahrzehnte Erfolg in der

Schmierstoffindustrie zurückblicken. ■

14 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


SCHWERPUNKT

LEBENDE ZELLEN

FÜR DIE MEDIKAMENTENFORSCHUNG

Die InSphero AG ist ein Pionier im Bereich von

dreidimensionalen, zellbasierten Testsystemen

in Industriequalität. Das Unternehmen wurde 2009

aus der Universität Zürich und der ETH gegründet

und hat sich zu einem schnell wachsenden KMU

mit Hauptsitz in Schlieren und einer Tochtergesellschaft

in den USA entwickelt. InSphero wurde für

seine wissenschaftlichen und kommerziellen Leistungen

mit mehreren nationalen und internationalen

Preisen ausgezeichnet. InSphero-Produkte werden

vornehmlich in den Forschungsabteilungen

der Pharma- und Biotech-Industrie für Substanzentwicklungs-

und Sicherheitsstudien eingesetzt. Die

komplexen Zellkultur-Modelle helfen dabei, umfassendere

und genauere Daten zur Wirksamkeit und

Sicherheit von Medikamenten zu einem früheren

Zeitpunkt in der Entwicklung zu generieren.

Sintuja Kumaravelu

Logistics Specialist

InSphero AG

Die USA – unser wichtigster Exportmarkt

Die grossen Forschungsstandorte der pharmazeutischen

Industrie liegen in Europa, im fernen Osten

und in Nord-Amerika. Der US-Markt ist dabei der

grösste Absatzmarkt für unsere Produkte – über

60 Prozent der weltweiten InSphero-Umsätze werden

in Nordamerika erwirtschaftet. Insbesondere

unsere gebrauchsfertigen Zellkultur-Produkte stellen

hohe Anforderungen an die Logistikkette. Die Mikrogewebe

werden in den Produktionslaboren in der Schweiz «just-in-time»

produziert und werden dann im direkten Anschluss an unsere

Kunden weltweit verschickt. Da es sich um lebende Kulturen handelt,

steht für den Transport nur ein sehr kurzes Zeitfenster zur

Verfügung. Auf Kundenseite werden die Kulturen oft nahtlos in

bestehende, komplexe Arbeitsabläufe eingeplant, was die Lieferzuverlässigkeit

zu einem zentralen Thema macht.

David Fluri

Head of Operations

InSphero AG

Ein zuverlässiges Netzwerk mit individuellen

Lösungen

InSphero musste deshalb, vor allem für die Exporte in

die USA, an verschiedenen Punkten der Logistikkette

individuelle Lösungen etablieren. Ein Teil davon ist den

Eigenschaften der versendeten Produkte geschuldet:

Mikrogewebe lassen sich nicht in normalen Transportsystemen

versenden, da sie anfällig für Kipp- und Drehbewegungen

sind. Um dies zu verhindern, haben wir

eine neuartige Ver packungslösung entwickelt, die einen

aufrechten, temperaturkontrollierten und schnellen

Transport erlaubt.

Eine zweite grosse Herausforderung entsteht durch die

Art der verwendeten Ausgangsmaterialien. Es handelt

sich um Zellen menschlichen oder tierischen Ursprungs,

deren Einfuhr von Behörden streng reglementiert

wird. Um die Laufzeiten trotzdem kurz halten zu

können, arbeiten wir mit internationalen Frachtführern

zusammen, welche die Eigenschaften unserer Produkte

kennen und schnell reagieren und kommunizieren

können, falls es zu Verzögerungen oder Rückfragen

kommt. Ein zentrales Standbein unseres Netzwerks in

den USA ist zudem unsere Tochterfirma, die als sogenannter

«Importer-of-Record» für alle in die Vereinigten

Staaten eingeführten InSphero-Produkte fungiert. Dadurch

werden unsere Kunden nicht in Importprozesse involviert,

und wir können sicherstellen, dass zu jeder Zeit ein idealer Informationsfluss

zu den Behörden besteht.

In vielen Fällen geht die Netzwerkoptimierung so weit, dass wir,

abhängig vom Standort des Endkunden, individualisierte Lösungen

etabliert haben, bei welchen Flug, Verzollung, Handling und

der Transport am Boden optimal ineinandergreifen. Eine gute

Vernetzung innerhalb der USA und über den Atlantik ist zentral

wichtig für unsere Fähigkeit, den grössten Markt mit unseren

Produkten bedienen zu können. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 15


«STREITEN BIS AUFS BLUT

TUT DEM BUSINESS SELTEN GUT!»

MEDIATION ALS ALTERNATIVE STREITERLEDIGUNG

IN DER B2B­GESCHÄFTSWELT

In meinen schon bald 40 Jahren in der auf Streiterledigung

spezialisierten Anwaltstätigkeit habe

ich oft beobachten können, wie stark ein Rechtsstreit

die betroffenen Personen in Beschlag nimmt, selbst

wenn es um rein geschäftliche Beziehungen geht.

Ein eskalierendes Problem zwischen B2B-Partnern

generiert schnell eine Enttäuschung über die Erwartungen

sowie über die mangelnde Lösungsbereitschaft

des Geschäftspartners. Man sieht seine Marge

schwinden, man muss mit unnötigem Mehraufwand

kämpfen und oft auch externe Kosten tragen, die

schnell in beachtliche Höhen schnellen können. Man

fühlt sich gegenüber der Firma für das Geschäft verantwortlich

und muss sich jetzt persönlich für die

Lösung «seines» Problems einsetzen. Sorge, Unsicherheit,

Enttäuschung und Ärger, ein normaler, aber oft kontraproduktiver

Mix, der schnell den Blick auf einen erweiterten

Handlungsspielraum einschränken kann.

Prof. Dr. Alexander

von Ziegler

Partner Schellenberg

Wittmer AG, Mediator

SKWM/SAV/CEDR

Der vermeintlich unumgängliche Rechtsstreit mündet in ein Gerichtsverfahren,

aus Geschäftsfreunden werden Feinde und damit

gehen sehr wertvolle, oft mit viel Einsatz aufgebaute

Beziehungen in die Brüche. Selbst wenn zwei

Firmen streiten, bleibt auch bei den involvierten Personen

ein bitterer Nachgeschmack. Und wie man

weiss: Man trifft sich immer mehrfach im Leben.

Wäre es nicht gut, eine alternative Lösung im Köcher

zu haben, mit welcher diesem Aspekt Rechnung getragen

werden kann?

Ich habe regelmässig an Vertragsentwürfen und an

B2B-Geschäftsmodellen mitarbeiten und mitverhandeln

dürfen. Diese Arbeit mit Klienten, Vertragspartnern

und Gegenanwälten ist meist geprägt von einem

positiven Drive, einem Hunger nach einer Wertschöpfung

und einem Optimismus auch hinsichtlich eines Auftauchens

eines Problems und (rechtlichen) Konflikts. Diese Energie ist

sehr wichtig und wertvoll und kann – sofern sie beidseitig dazu

verwendet wird – tatsächlich auch Probleme schnell und effizient

unter Geschäftsleuten lösen. Dabei wiegt man sich dank eines

guten Vertrags in Sicherheit. Doch das Problem kann sehr

16 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


EXPERTENWISSEN

tem, nach welchem solche Konflikte einer Lösung zugeführt werden

können. Also nichts falsch? Meine Antwort: absolut nichts

falsch, aber diese Lösungen beschränken sich auf ein Urteil, meist

auf ein unkreatives «gewonnen» oder «verloren». Und viel wichtiger:

Allenfalls wurde ein alternativer Ausweg aus diesem langen,

steinigen, risikoreichen und kostspieligen Weg übersehen: die

fokussierte Verhandlung und / oder die Mediation.

1. Der «Position­Tunneling­Effekt» einer rechtlichen

Streiterledigung

Jede oder jeder, der schon zwischen B2B-Partnern das Anwachsen

eines Problems zum Rechtsstreit miterlebt hat, kann bezeugen,

was diese Entwicklung mit den involvierten Personen macht: War

man ursprünglich bedacht, das Problem zu erkennen und nach

Lösungen zu suchen, wird der Fokus immer mehr auf Formulierung

der Position und – noch wichtiger – zur Begründung und

Verhandlungsargumentation verlegt. Absolut erklärbar beginnt

der «Tunneling-Effekt», den die Arbeitspsychologie vor allem in

Unfallssituationen nach Auftritt von überraschenden Problemen

diagnostiziert. Dieser Effekt beginnt, bei den Betroffenen Wahrnehmungs-Scheuklappen

aufzubauen, vermeintlich hilfreich,

um den Fokus zu behalten. Doch je nach Umständen kreiert dieses

Phänomen erst recht neue Probleme (und Unfälle). Gerade weil

das Tunneling im Rechtsstreit nicht so dramatisch ist, unterläuft

uns diese Entwicklung, ohne dass sie uns bewusst ist.

Zusätzlich zu dem oben dargestellten Phänomen zeigt sich in

jeder Verhandlung, insbesondere im strittigen Umfeld, dass bei

stockendem Positionsverhandeln nur eine Öffnung der Perspektive

den Durchbruch bringen kann. Dabei muss beidseitig die

Kraft aufgebracht werden, die Sichtweise weg von der Position zu

den Interessen zu verlegen. Nicht nur bei sich selber, sondern im

Austausch mit der Gegenseite. Dadurch kann der Positionen-

Streit in eine Diskussion über die Interessen wachsen, eine Diskussion,

die wieder an die Energie der Geschäftsleute zum Zeitpunkt

des Eingehens der zukunftsversprechenden B2B-Bezieschnell

selber zum Problem werden: Wenn die Sichtweisen über

eine Lösung und über die Verteilung der Verantwortung auseinanderklaffen,

eskaliert das Problem zum Konflikt. Der Vertrag,

welcher als Schiene für die B2B-Beziehung gedacht war, wächst

so zum knallharten Massstab für die Untermauerung der jeweiligen

Position. Dieser Konflikt, falls er nicht aus eigener Kraft gelöst

werden kann, wird dann von den Parteien an das (Schieds-)

Gericht delegiert und das Streiten den Anwälten übergegeben.

Der Erleichterung über diese Delegation weicht bald die Einsicht,

dass man damit die Lösung aus der Hand gegeben, den Handlungsspielraum

auf den Rechtsweg verkürzt, sich selber zum Subjekt

und Objekt des Streits gemacht hat (man wird Zeuge, man muss

Unterlagen und Argumente liefern, prüfen). Man sieht sich neben

den wirtschaftlichen Folgen des Problems selber noch beachtliche

Kosten ausgesetzt, intern wie extern; dies alles mit einer –

selbst mit grossem Selbstvertrauen verbleibenden – Ungewissheit

über den Ausgang des Streits.

Und in aller Fairness: Die Anwaltschaft und die Gerichte / Schiedsgerichte

sind hochqualifiziert, solche Rechtsstreitigkeiten einer

Lösung zuzuführen. Das Recht und die Gerichte bieten ein Sys-

Dabei unterstützt das Recht diese Blickwinkelreduktion: Das

Recht stellt einen Algorithmus zur Verfügung, nach welchem

eine Anreihung relevanter Tatsachen zu dem gewünschten Resultat

(Gutheissung beziehungsweise Ablehnung der Forderungen)

führt. Also muss man nur noch die relevanten und beweisbaren

Tatsachen aufarbeiten und diese in den Algorithmus übertragen.

Alles rechtlich Irrelevante diffundiert in den Hintergrund und

bald ganz aus der Betrachtungsweise.

Da aber das Recht der vordergründige und vorgesehene Lösungsweg

bleibt, ist es völlig normal, ja geradezu notwendig, diesen

Weg zumindest in der Analyse zu gehen. Sich dabei die Freiheit

zu nehmen, stets den Gesamtüberblick, weit über den rechtlichen

Lösungsweg hinaus, zu behalten, ist hohe Kunst, fördert aber

auch eine enorme Lösungsenergie, welche nicht selten gerade erst

im geschützten Umfeld einer Mediation freigesetzt werden kann.

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 17


EXPERTENWISSEN

hung anzapfen kann. Dies braucht unheimlich viel Kraft und

Selbstvertrauen und ein Vertrauen darauf, dass mit dieser Öffnung

nicht letztlich die eigene Position aufgegeben oder zumindest

gefährdet worden ist. Auch hier hilft der geschützte, moderierte

und betreute Rahmen einer Mediation.

2. Der «Personal­Tunneling Effekt» der involvierten

Personen

Man hört immer wieder, dass sich in einer «erwachsenen» B2B-

Geschäftswelt die Probleme immer sachlich und ohne Interferenzen

von persönlichen Gefühlen lösen lassen. Selbst in einer B2B-

Welt hat aber jedes Problem auch ganz persönliche Komponenten.

Es sind letztlich immer Personen involviert, mit ihrem eigenen

Rucksack. Als professionelle Geschäftsleute kann man dies ausblenden,

doch je heftiger die Probleme einschlagen, desto grösser

werden die persönlichen Aspekte zu einem Problem, und zwar

bei jedem Einzelnen (innerhalb des Betriebs und beim Geschäftspartner).

Zuerst unterschwellig, im Verlaufe der Eskalation dann

aber auch ganz offen. Ganz offensichtlich treten solche persönlichen

Konflikte zum Beispiel während einer gerichtlichen Zeugenbefragung

ans Tageslicht, unter dem strengen Blick der Gegenpartei,

der Anwälte, des Gerichts, aber auch des eigenen Chefs.

Somit wird eine traditionelle Streiterledigung oft von persönlichen

Aspekten so stark beeinflusst, dass eine Vergleichslösung

nur noch sehr schwer erreicht werden kann. Auch hier kann die

Mediation aufgrund ihres geschützten Rahmens Räume schaffen,

in welchen diese personenbezogenen Aspekte identifiziert und

allenfalls im Rahmen der Lösungsfindung berücksichtigt werden

können.

Noch stärker wirken unsere persönlichen Sichtweisen gegenüber

den auf der Gegenseite agierenden Personen. Einstige B2B-Partner

haben uns enttäuscht, Personen, denen wir vertraut haben, mit

denen wir den Vertrag besiegelt haben, mit denen wir durch dick

und dünn des Geschäftsalltags gegangen sind, für die wir Überstunden

gearbeitet haben, um das Maximum an Servicebereitschaft

zu liefern, denen wir immer pünktlich gutes Geld bezahlt

haben – alles Personen, die uns heute mit einer inakzeptablen und

unberechtigten Position gegenüberstehen und uns hier nicht nur

die Stirn bieten, sondern uns mit der Ablehnung unserer Position

beleidigen. Je grösser diese Gefühle in uns wachsen, desto kleiner

wird die Lust und die Kraft, Blicke wieder ausserhalb der Streitbox

zu werfen.

Ein zentrales Tool dafür ist, die Personen vom Problem zu trennen.

Das kann man sicher aus eigener Kraft, doch werden hier

die Mediation und die verschiedenen Mediationstechniken dazu

sehr wichtige Hilfeleistung bieten können.

3. B2B­Mediation: die zusätzliche Chance für

eine effiziente Konfliktlösung

Hierzulande ist man zu Recht stolz auf eine Kultur einer starken

Tendenz zu Kompromissen. Unsere föderale Tradition, unser Res-

pekt für die Andersartigkeit unserer verschiedenen Landesteile,

Sprachregionen und Traditionen führen dazu, dass in der

Schweiz meist alles unternommen wird, um eine Eskalation zu

ver hindern. Entsprechend hat sich auch im Bereich der Rechtsstreitigkeiten

eine funktionierende Tradition ausgebildet, selbst

noch innerhalb eines Streitverfahrens vor Gericht den Verhandlungsweg

zu suchen, so, wie es sogar in unserer Zivilprozessordung

mit dem Schlichtungsverfahren und der Vergleichsverhandlung

während des Verfahrens verankert ist.

Diese Tradition ist aber oft ein Hindernis für eine Mediation, welche

eine eigenständige Form einer alternativen Streiterledigung

ist und durch ihre räumliche, zeitliche und personelle Fokussierung

sowie durch ihre Methodik durch die verschiedenen Phasen

der Lösungssuche eine ausserordentlich effiziente und kostengünstige

Plattform für eine betreute Verhandlung bietet. Was

noch viel zu oft als Zeitverlust und «gefährliches Spiel mit dem

offenen Gespräch» angesehen wird, ist in Tat und Wahrheit ein

solides Gefäss für eine geschützte, gemeinsame Lösungsfindung,

weit über den Rahmen der sich zwischen den Parteien gebildeten

Positionsgegensätze hinaus.

Durch die strengen Anforderungen an die Neutralität der Mediatoren,

an ihre Ausbildung in Methodik und Technik können die

Parteien in geschützter Vertraulichkeit und phasenweise auch in

vorgesehenen Rückzugsräumen nach möglichen Lösungen suchen

und sehr oft auch die sogenannten «Deadlocks» überbrücken.

Die Freiwilligkeit und Selbstbestimmung über Mediation

und Streitgegenstand gibt den Parteien die Zuversicht, hier nichts

zu vergeben und gleichzeitig eine günstige Gelegenheit wahrgenommen

zu haben, eine gerichtliche Eskalation zu verhindern

oder abzubrechen. Die Erfahrung spricht für sich: Es ist erstaunlich,

welche lösungsorientierte Dynamik, weit über eine arithmetische

Aufteilung der Streitsumme, zu interessenbasierenden Ansätzen

und Vergleichen führen. Was vielleicht für Erb-, Familienund

Nachbarstreitigkeiten durchaus einleuchten mag, gilt ebenso

in den B2B-Mediationen, nicht zuletzt weil eine kosteneffiziente

Lösung gerade den gewinnstrebenden Unternehmungen wieder

den Kopf frei macht, um sich ihrem eigentlichen Firmenzweck

widmen zu können, oft (nicht immer) sogar wieder mit jenen Parteien,

mit denen sie den Konflikt in der Mediation zur Zufriedenheit

aller lösen konnten. Meine Erfahrung ist, dass im Moment,

in welchem die Partei ihren geschäftlichen Handlungsspielraum

und die Energie zum Geschäftemachen wiederentdeckt, der

Durchbruch nicht mehr weit weg ist, ein Durchbruch, welchen

die Parteien selber erarbeiten, aber eben geführt und betreut

durch die Mediation. Ein Kraftakt, der ohne diese Mediationsführung,

ohne diesen räumlichen, personellen und zeitlichen Fokus

und Schutzraum kaum oder zumindest nicht so effizient hätte

erbracht werden können. ■

18 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


PUBLIREPORTAGE

DHL DEKARBONISIERT ALLE «LESS­THAN­CONTAINER» LOAD SEEFRACHTSENDUNGEN

• DHL Global Forwarding ist der erste Logistikdienstleister,

der echte klimaneutrale Seefrachtsendungen ohne Zusatzkosten

anbietet

• Dank des Einsatzes von fortschrittlichen Biokraftstoffen

reduziert sich auch der CO 2­Fussabdruck für die Kunden

von DHL Global Forwarding

• Tim Scharwath, CEO DHL Global Forwarding, Freight:

«Nachhaltige Kraftstoffe sind ein entscheidender Hebel,

um den Kraftstoffmix in der Seefracht zu verändern und

letztlich den Ausstoss von CO 2­Emissionen zu reduzieren»

DHL Global Forwarding hat ab dem 1. Januar 2021 die CO 2-Emissionen

für alle seine «Less-than-container load»-(LCL)-Seefrachttransporte

neutralisiert. Als einer der führenden Seefrachttransporteure

und im Einklang mit der konzernweiten «Mission 2050»,

einer Null-Emissionen-Logistik der Deutsche Post DHL Group,

will DHL mit gutem Beispiel die Transformation hin zu einer sauberen

und nachhaltigen Seefracht anführen. Der CO 2-Ausgleich

für alle LCL-Sendungen wird durch den Einsatz von maritimen Biokraftstoffen

in Kooperation mit bestehenden und neuen Partnern

erzielt.

Der neue grüne Service von DHL Global Forwarding ist nicht nur

ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Konzerns

Deutsche Post DHL Group zu einer emissionsfreien Logistik, sondern

hilft auch den jeweiligen Kunden, ihren eigenen CO 2-Fussabdruck

zu reduzieren. Ohne zusätzliche Kosten für die Kunden

wird das fossile Schweröl, das normalerweise verbraucht wird, an

Bord bestimmter Containerschiffe durch nachhaltigen Biokraftstoff

ersetzt. Hierdurch wird eine echte Kohlendioxid-Neutralisation

erreicht. Die ökologischen Vorteile werden quantifiziert und

die CO 2-Einsparungen den Kunden eindeutig zugeordnet.

Die Deutsche Post DHL Group hat alternative Biokraftstoffe als

wichtigen Hebel identifiziert, um die Auswirkungen der Seefracht

auf die Umwelt zu reduzieren. Entscheidend hierfür ist, dass sie

nachhaltig produziert werden und beispielsweise nicht mit der

Lebensmittelproduktion um Anbauflächen konkurrieren. Die abfallbasierten

Biokraftstoffe müssen strenge Nachhaltigkeitsstandards

erfüllen, um als die saubersten Biokraftstoffe zu gelten, die

derzeit auf dem Markt erhältlich sind.

Das globale GoGreen-Programm der Deutsche Post DHL Group

beruht auf den Prinzipien «Burn less» (weniger Energie verbrauchen)

und «Burn clean» (saubere Energien einsetzen) und zielt

auch darauf ab, die CO 2-Effizienz des Transportnetzes und der

Flotte zu verbessern. Bis 2050 strebt die Deutsche Post DHL Group

die Null-Emissionen-Logistik an. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 19


SCHWERPUNKT

LANGJÄHRIGE

PARTNERSCHAFTEN –

EIN VORTEIL IN UNSICHEREN ZEITEN

Zusätzlich zu den weltweiten Auswirkungen der

Covid-19-Pandemie kommt in den USA aktuell

noch die Unsicherheit bezüglich der politischen Stabilität

hinzu. Einmal mehr prägt das Schlagwort

«VUCA», das englische Akronym für Volatilität, Unsicherheit,

Komplexität und Mehrdeutigkeit, die Strategie-Workshops

und Geschäftsleitungssitzungen von

Schweizer Firmen mit einem Exportgeschäft. Glücklich

können sich diejenigen schätzen, die wie die

Firma HUG in den letzten Jahren konsequent auf

langjährige Partnerschaften und persönliche Beziehungen

gesetzt haben. Lassen Sie uns dazu ein wenig

auf das HUG-Exportgeschäft in den USA zurückblicken.

Der Start

Am Anfang stand ein Schweizer Pionier. Der in der Schweiz geborene

Küchenchef Albert Uster vermisste bei seiner Arbeit in

den USA Schweizer Qualitätsprodukte. So begann er, Schweizer

Schokolade, Marzipan und andere Konditoreiprodukte aus der

Schweiz zu importieren und gründete 1968 in Gaithersburg, in

der Nähe von Washington, die Firma Albert Uster Imports. Anfang

der 80er-Jahre startete die Zusammenarbeit mit HUG mit sogenannten

«Prêt-à-garnir»-Produkten, hauptsächlich Tartelettes.

Die Zielkunden waren Küchenchefs und Pâtissiers, die aus den

HUG-Halbfabrikaten in ihren Küchen sensorische und optische

Kunstwerke kreierten. Der Grundstein für eine bis heute andauernde

Partnerschaft war gelegt. Leider verstarb Albert Uster

2008 im Alter von 75 Jahren bei einen Segelflug-Unglück in den

Schweizer Alpen, und im Januar 2019 wurde seine Firma durch

Roland Foods LLC akquiriert. Ihres Zeichens ebenfalls eine Firma,

die ihren Ursprung einem Pionier aus Europa zu verdanken hat.

Die Wachstumsphase

Mit Ausnahme der Jahre um die US-Finanzkrise, die ihren Höhepunkt

im Zusammenbruch der US-amerikanischen Grossbank

Lehman Brothers am 15.9.2008 sah, waren die 2000er-Jahre geprägt

von einem kontinuierlichen Wachstum – sowohl für HUG

als auch ihren US-Distributor, Albert Uster Imports. Zusätz lichen

Thomas Sprenger

Head Food Service,

Mitglied der

Geschäftsleitung

Schub erhielten die HUG-Tartelettes-Umsätze in den

USA durch die neu lancierte Filigrano-Tartelettes-

Linie im Jahr 2016.

2020 – ein Jahr für die Geschichtsbücher

Im April dieses Jahres brachen die HUG-Umsätze im

US-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 95 %

ein. Der ausbleibende Tourismus, geschlossene Hotels

und fehlende (Gross-)Veranstaltungen drücken immer

noch auf die Umsätze, auch wenn eine gewisse

Erholung zu spüren ist. In Krisenzeiten ist ein regelmässiger,

persönlicher Austausch unerlässlich, und

dieser musste natürlich virtuell via Videokonferenzen

stattfinden. Entsprechend hilfreich war, dass seitens

HUG und seitens Distributionspartner zahlreiche

langjährige Mitarbeitende, die sich über viele

Jahre kennen und schätzen gelernt haben, im Austausch standen.

In einem Land, das für seine «hire and fire»-Mentalität bekannt

ist, sicher eine Seltenheit. Dank dieses Vertrauens konnten bisher

herausfordernde Situa tionen mit partnerschaftlichen Lösungsansätzen

gemeistert werden und können wir zuversichtlich in

die Zukunft blicken! ■

20 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


SCHWERPUNKT

UNTERLIEGEN VERKÄUFE

IN DIE USA DER MEHRWERTSTEUER?

Schweizer Exporteure kennen in der Regel ihre

mehrwertsteuerlichen Pflichten, wenn sie Waren

oder Dienstleistungen in die EU verkaufen. Das

ist verständlich, ist doch die Europäische Union mit

über 50 Prozent aller Exporte der grösste Absatzmarkt

der Schweizer Exportwirtschaft, gefolgt vom

nordamerikanischen Wirtschaftsraum mit immerhin

knapp 15 Prozent. Doch wie sieht es mit den

Kenntnissen in Bezug auf die MwSt. für Warenexporte

oder Dienstleistungen nach Nordamerika,

und insbesondere in die USA, aus?

Von den 194 Staaten dieser Welt haben deren 166 eine

Konsumsteuer nach dem Vorbild der uns bekannten

Mehrwertsteuer (MwSt.) umgesetzt. Von den verbleibenden

32 Staaten sind die USA sicherlich das prominenteste

Beispiel, das zwar eine Konsumsteuer erhebt, aber eben nicht mit

einem unserem Rechtsverständnis entsprechenden Besteuerungssystem.

Es wird eine sog. Goods and Service Tax erhoben,

besser bekannt als GST, und zwar auf Waren und Dienstleistungen.

Die Steuererhebung ist nicht nur den einzelnen Bundesstaaten

überlassen, selbst innerhalb eines Bundesstaates können Bezirke

oder Städte zusätzliche Konsumsteuern erheben. Gemäss

offizieller Zählung gibt es alleine in den USA 13 000 Steuerbehörden

(sog. taxing jurisdictions), welche für die Erhebung der

GST oder ähnlicher Konsumsteuern zuständig sind.

Worauf müssen Schweizer Exporteure oder Erbringer von Dienstleistungen

besonders achten? Das Wichtigste vorab: Bei Exportlieferungen

an B2B-Abnehmer ergeben sich keine steuerlichen

Pflichten für Schweizer Unternehmen. Beim Import von Waren

in die USA fallen lediglich US-Zollabgaben an. Die GST wird bei

der Einfuhr von Waren noch nicht erhoben. Die Steuererhebung

erfolgt nachgelagert, und zwar im betreffenden Bundesstaat.

Wird die GST nicht vom in- oder ausländischen Lieferanten abgerechnet,

hat der Käufer die Pflicht zur Abrechnung der GST, die

in diesem Fall in «Use Tax» umbenannt wird und ähnlich wie das

Reverse-charge-Verfahren in der EU funktioniert, nur ohne entsprechende

Abzugsmöglichkeit. Die Steuerausnahmen bei der

Laurent Lattmann

Partner

Tax Partner AG

GST betreffen insbesondere Leistungen an Zwischenhändler,

da die GST nur auf der Endstufe zwischen

dem letzten Händler und dem Konsumenten zum

Tragen kommt. Als Konsumenten gelten übrigens sowohl

Privatpersonen als auch Unternehmen, soweit

Letztere die Gegenstände oder Dienstleistungen nicht

als Wiederverkäufer beziehen.

Verkäufe an US-Kunden unterliegen nur dann der

GST, wenn der Verkäufer in den USA physisch vertreten

ist (Verkaufsstelle, Lager oder Verkaufspersonal).

Bemerkenswert ist, dass bereits ein Auslieferungslager

in den USA ausreicht, um zur Abrechnung von

GST verpflichtet werden zu können. Seit Kurzem

führt aber schon die blosse ökonomische Aktivität in

einem Bundesstaat zu einer möglichen GST-Abrechnungspflicht,

auch ohne physische Präsenz. Werden Waren oder Dienstleistungen

an Endabnehmer verkauft und dabei bestimmte Umsatzgrenzen,

eine Anzahl von Verkaufstransaktionen im betreffenden

Bundesstaat oder eine Kombination von beiden übertroffen, wird

auch ein ausländischer Leistungserbringer GST-pflichtig. Die von

den einzelnen Bundesstaaten festgelegten Grenzwerte liegen zwischen

1 USD und einer Transaktion (Kansas) bis zu 500 000 USD

(New York, Kalifornien, Texas) pro Jahr. Abschliessend gilt es festzuhalten,

dass eine etwaige Verpflichtung zur Abrechnung der

GST nicht automatisch zu einer gewinnsteuerlichen Abrechnungspflicht

führt. Immerhin sind in diesem Punkt die US-

Bestimmungen mit den europäischen Regeln identisch. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 21


PREMIUMINSIGHT

DIE GRÖSSTEN WIRTSCHAFT­

LICHEN GEFAHREN

FÜR DIE USA

Das Jahr 2020 wird wohl kaum als wirtschaftliches

Rekordjahr in die Geschichtsbücher eingehen.

Das trifft auch auf Nordamerika und insbesondere

die USA zu, wo die Covid-19-Pandemie mit

aller Gewalt wütet. Doch im Januar könnte eine neue

Zeitrechnung beginnen, wenn der neue Präsident ins

Weisse Haus einziehen wird.

1. Nach wie vor wütet die Covid-19-Pandemie in vielen

Regionen der Welt. Sie hat vielerorts gravierende

Folgen auf Gewinne, Beschäftigungszahlen, Steuereinnahmen

etc., und das sowohl in Schwellen- als

auch Industrieländern. Das bringt eine markante

finanzielle Notlage mit sich, die die Kreditwürdigkeit

von ganzen Staaten beeinflussen wird.

Die US-Wahlen sind geschlagen. Der bisherige Amtsinhaber

Donald Trump ist, obwohl er es anscheinend

noch nicht ganz wahrhaben möchte, abgewählt. Ab

dem 20. Januar 2021 wird der Demokrat Joe Biden im

Weissen Haus sitzen und sich dann vielen Herausforderungen

stellen müssen. Daran wird es nicht mangeln.

Zu kontrovers war der Umgang der Trump-Administration

mit den wichtigen Themen wie der Bekämpfung der Covid-19-

Pandemie, der Handelspolitik oder dem Verhältnis mit China.

Der Global Business Impact Index von Dun & Bradstreet

Dun & Bradstreet bringt jedes Quartal den Global Business Risk

Report heraus. Er liefert eine Liste mit den grössten Gefahren für

Unternehmen und für jede dieser Gefahren einen Score je nach

den potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftswelt. Die Scores

der zehn aktuell grössten Gefahren bilden zusammen den Global

Business Impact (GBI).

Im 3. Quartal 2020 lag der GBI bei einem Wert von 332 Punkten,

dem höchsten Stand seit der Einführung 2014 und nach einem

stetigen Anstieg seit dem Allzeittief von 219 im Q1 2018. Die Aussichten

für internationale Geschäfte, also für Importe und Exporte,

stehen auf einem historischen Tief.

Die grössten Herausforderungen für die USA

Die aktuelle GBI-Liste von Dun & Bradstreet enthält viele Probleme,

die Nordamerika betreffen. Von den zehn genannten sind

das nicht weniger als fünf, die die USA adressieren. Es sind also

diejenigen Themen, mit denen sich die neu gewählte Biden-

Administration auseinandersetzen muss.

Patrick Galig

Executive Director

Marketing DACH

Bisnode D&B Schweiz AG

2. Die USA fahren nach wie vor eine sehr protektionistische

Handelspolitik, befeuert von einem

grundlegenden Misstrauen der Trump-Administration

gegenüber dem Freihandel. Diese Politik übt

auf die globalen Lieferketten einen enormen Druck

aus. Die bestehenden Handelsbeziehungen stehen

vor grossen Veränderungen. Das führt zu massiven

Anpassungen der bestehenden Lieferketten.

3. Die Wiederaufnahme erzwungener Geschäftsbeziehungen

und der anhaltende Anstieg der Covid-19-Fälle in den USA beeinträchtigen

die globale Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen

erheblich. Die ausbleibenden Geldströme verhindern

die Erholung der Wirtschaft und führen zu einer weltweiten

Rezession.

4. Die Beziehung zwischen den USA und China verschlechtern

sich zusehends. Die Vereinigten Staaten versuchen immer

noch, die Verantwortung für die wirtschaftliche Krise abzuschieben.

Das behindert die globale Zusammenarbeit im Bereich

der öffentlichen Gesundheit.

5. Erhöhte Ausfallsquoten bei CMBS (Commercial Mortgage

Backed Securities) im nordamerikanischen Kommunikationsund

Einzelhandelssektor führen zu Insolvenzen und weitreichenden

Konsequenzen für multinationale Investoren. ■

22 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


UNTERSCHIEDLICHE VORZEICHEN

FÜR US- UND KANADA-DOLLAR

Neue Impulse nach der schwersten Rezession seit

dem zweiten Weltkrieg und eine neue US-Regierung,

das sind die Hauptthemen, welche 2021 das Geschäft

der Schweiz mit den USA und Kanada betreffen.

Insgesamt rechnen wir fürs neue Jahr mit einer

deutlichen Erholung der Weltwirtschaft und deutlich

geringerer Verunsicherung der Finanzmärkte.

Traditionell übernehmen der US-Dollar, der Franken

und der japanische Yen auf den Finanzmärkten die

wichtige Funktion als sichere Häfen. Die Nachfrage

nach diesen Währungen steigt, wann immer die Finanzmarktteilnehmer

verunsichert sind. Unter den

drei sicheren Häfen gibt es je nach Konstellation eine

mehr oder weniger starke Rotation. Die Schweiz und

Japan versuchen mit Minuszinsen und Interventionen

die Nachfrage nach ihrer Währung zurückzubinden. Die USA

haben in den letzten Jahren mit attraktiven Zinsen das Gegenteil

erreicht.

Aufgrund der Pandemie hat die amerikanische Notenbank aber

einen radikalen Kurswechsel vollzogen. Als die Nachfrage nach

USD rezessionsbedingt angestiegen ist, haben sie die Märkte regelrecht

mit ihrem Angebot geflutet. Das hat sich in einer ersten

Phase stabilisierend auf den Wechselkurs ausgewirkt.

Thomas Flury

CIO, Leiter Devisenstrategie,

UBS Switzerland AG

WÄHRUNGSSITUATION

Interessant wird die nächste Phase, wenn das Wachstum global

anzieht. Die Fed hat ihr Inflationsziel leicht gelockert und verkündet,

dass sie die Inflation zeitweise auch über 2 Prozent

ansteigen lassen will. Im Klartext heisst dies, sie

will die US-Geldversorgung hoch belassen, auch wenn

die Nachfrage nach USD zurückgeht. Damit dürfte der

USD auf breiter Basis schwächer werden.

Diese breite Abwertung sollte sich auch gegenüber

dem Franken manifestieren, weil die Nationalbank

für ihre Interventionspläne den handelsgewichteten

Franken anschaut. Das heisst, USDCHF kann sinken,

sobald der Euro gegenüber dem USD steigt. Erfolge bei

der Impfstoffentwicklung sind sehr vielversprechend

und sprechen deshalb für eine Abwertung des USD

gegenüber den aktuell noch eher schwachen Währungen

wie Euro und die vieler Schwellenländer.

Auch von der neuen US-Regierung erwarten wir Impulse, welche

für mehr globales Wachstum sprechen. Konsequenterweise wird

auch das dem USD schaden, zumindest gegenüber den aktuell

geschwächten Währungen von exportstarken Regionen. Zudem

erwarten wir eine Aussenpolitik, die mehr auf Absprachen und

weniger auf Isolation setzt. Auch das würde die Stärke des USD

gegenüber Gegnern im Handelskrieg eindämmen.

Klarer Gewinner in einer solchen Situation ist unseres Erachtens

der kanadische Dollar. Er profitiert zum einen vom Abebben der

Handelsstreitigkeiten und zum anderen von einem Anstieg der

Rohstoffpreise bei stärkerem Globalwachstum. ■

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SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 23


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VERHALTENER START

KONSUMENTEN BLEIBEN WEITERHIN VERHALTEN

Die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft glich

2020 einer durch die Covid-19-Pandemie gesteuerten

Jo-Jo-Bewegung. Auf den stärksten Einbruch

des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit Beginn

der Aufzeichnung im 2. Quartal 2020 (–7 Prozent)

ist im 3. Quartal der stärkste Aufschwung gefolgt

(+7,2 Prozent). Im 4. Quartal hat die Erholung angesichts

der zweiten Corona-Welle und der erneuten

Massnahmen zu deren Eindämmung an Schwung

verloren. Der Rückschlag dürfte jedoch deutlich

weniger stark ausfallen als noch im Frühling.

Tiziana Hunziker

Economist,

Bereich Swiss

Macro-Analysis & Strategy,

Credit Suisse AG

Denn erstens ist der Erwerb von wesentlich weniger

Gütern und Leistungen eingeschränkt als damals.

Zweitens ist die Lage der Weltwirtschaft deutlich

besser. Insbesondere asiatische Länder, auf die rund 30 Prozent

der globalen Nachfrage entfallen, haben die Pandemie mittlerweile

im Griff, und die Lieferketten funktionieren. Drittens sind

auch hierzulande sowohl die gesundheitlichen als auch die wirtschaftlichen

Schutzmassnahmen bereits bekannt und in Kraft.

Zeitnahe Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex (PMI) zeigen

denn auch, dass die zweite Corona-Welle bisher vor allem

Dienstleistungsbetriebe ausbremst, während die exportlastige

Industrie wenig betroffen ist.

Dabei können jedoch je nach Exportdestination Unterschiede ausgemacht

werden. Die Ausfuhren der Maschinen-, Elektro- und

Metallindustrie (MEM) nach Frankreich und Italien zum Beispiel

blieben auch zu Beginn des 4. Quartals unter dem Vorkrisenniveau

von Ende 2019. Bei den Ausfuhren nach China und in die

USA hingegen setzten sich die positiven Entwicklungen aus dem

3. Quartal auch zu Beginn des 4. Quartals fort. Die zweite Welle

der Covid-19-Infektionen im Herbst 2020 dürfte aber dazu führen,

dass die Nachfrage nach MEM-Exporten in Europa und mit etwas

Verzögerung auch in den USA vorübergehend etwas nachlässt.

Die Ausfuhren nach China dürften sich im Gegensatz dazu weiterhin

stabil entwickeln.

Zweite Infektionswelle wird sich in MEM­Exportdaten

erst noch zeigen

MEM-Exportentwicklung nach Land, indexiert (Dez 2019 = 100) und saisonbereinigt

120

110

100

90

80

70

Deutschland Frankreich Italien China USA

120

110

100

90

80

Deutschland Frankreich Italien China USA

70

60

Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt

2019 2020

60

2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020

Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug

Quelle: Eidgenössische 2019Zollverwaltung, 2020 2020 2020 Credit 2020 Suisse 2020 2020 2020 2020

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

Sep

2020

2’500

2’000

1’500

1’000

500

0

Die Erholung seit dem Frühjahr zeigt sich auch bei Betrachtung

der Uhrenexporte. Nach dem Tiefpunkt im

April verzeichneten sie bis Juli einen starken Anstieg.

Im 3. Quartal hielten sie sich dann relativ stabil auf

einem Niveau, das aber immer noch um 10 bis 15 Prozent

unter dem Vorjahreswert lag. Damit bleibt die

Uhrenindustrie diejenige Schweizer Exportbranche,

die am stärksten unter dem Coronavirus leidet. Während

sich die Erholung in Asien fortsetzen sollte, erwarten

wir mit Blick auf Europa und die USA für die

nächsten Monate aufgrund der zweiten Welle vorerst

keine vollständige Normalisierung der Nachfrage nach

Schweizer Uhren.

Dem Export-Schwergewicht Pharmabranche konnte

die COVID-19-Pandemie bis anhin wenig anhaben. Die Pharma-

Exporte hielten sich im 3. Quartal stabil auf hohem Niveau. Der

Anteil der Pharmabranche an den Gesamtexporten sank von fast

50 Prozent im April und Mai schrittweise auf rund 40 Prozent und

befindet sich somit nun wieder auf dem Vorkrisenniveau. Dies

spiegelt die Erholung in den anderen Branchen. Wir erwarten

für die ersten Monate des neuen Jahres eine stabile Entwicklung

der Schweizer Pharmaexporte. Längerfristig stellt der politische

Druck in den USA, die Gesundheitskosten zu senken, ein Risiko

dar.

Insgesamt sollte diese von uns prognostizierte solide Expansion

der Pharmaindustrie das gesamtwritschaftliche Wachstum stützen.

Dank der Nachfrage aus Asien erwarten wir auch in den

zyklischen Industriebranchen wie der MEM- oder Uhrenindustrie

keinen markanten Einbruch. Im Gegenteil: Je näher das Ende

der Pandemie in grossen Teilen der Welt rückt, desto stärker dürften

auch die Investitionen in Maschinen und Anlagen und die

Nachfrage nach Schweizer Uhren wieder zunehmen. Das BIP

dürfte im Jahr 2021 um 3,5 Prozent wachsen und somit sein Vorkrisenniveau

wieder erreichen können. ■

Weitere Erholung der Nachfrage aus Asien zu erwarten

Uhrenexporte in Mio. CHF nach Ländern, saisonbereinigt

Andere Hongkong USA China

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 25

2’500

2’000

1’500

1’000

500

Andere Hongkong USA China

Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt

2019 2020

0

2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020

Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug

2019 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020

Okt

2020Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

EXPORTBAROMETER

Sep

2020

Okt

2020


ZOLLWISSEN KOMPAKT

Webinar

zu RCEP.

Weitere Infos auf

Seite 41 oder unter

swiss­export.com.

NEUES ASIATISCHES

FREIHANDELSABKOMMEN

WÄHREND DER WESTEN SCHLÄFT …

Der Paukenschlag war heftig – während die

Corona-Pandemie die Welt mit einer zweite

Welle weiterhin in Atem hält, das Vereinigte Königreich

und die EU zum Brexit verhandeln und Wahlen

in den Vereinigten Staaten stattgefunden haben,

wurde in Hanoi eine neue Zeitenwende im internationalen

Handel eingeleitet.

Am 15. November d.J. haben fünfzehn asiatische Staaten

das grösste Freihandelsabkommen der Welt in

der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi abgeschlossen.

Die «regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft»

(RCEP), wie das Abkommen abgekürzt wird, vereint

rund 30 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Es umfasst 2,2 Milliarden Menschen und setzt Europa unter

Druck.

Freilich sortiert sich mit dem Abkommen das Feld der internationalen

Handelspolitik neu. Denn waren bislang die Europäischen

Union, die USA und China tonangebend in der Weltwirtschaft,

ist mit RCEP nun erstmals ein panasiatisches Kraft zentrum

entstanden. Beobachter gehen aber davon aus, dass sich die Kräfteverhältnisse

in den kommenden Jahren zunehmend nach Asien

verschieben werden. Die EU hat es mit einem neuen handelspolitischen

Akteur zu tun – der auch die politischen Allianzen im

Asien-Pazifik-Raum durcheinanderwirbeln wird.

Ein Erfolg gegenüber den USA – kein Decoupling

Die praktische Bedeutung von RCEP liegt im Abbau von Zöllen.

Das Abkommen legt gemeinsame Handelsregeln fest, etwa für die

Bereiche Handel, Dienstleistungen, Investitionen. Zudem erhofft

sich die Asien-Pazifik-Region durch die wirtschaftliche Integration

eine schnellere Erholung nach der Corona-Pandemie – und

damit eine weitere Machtverschiebung von West nach Ost.

Marc Bernitt

Senior Vice President

Customs Europe

Kühne & Nagel Schweiz AG

Doch RCEP hat auch weitreichende geopolitische Bedeutung:

Es bindet gleich mehrere Staaten, die sicherheitspolitisch mit

Washington verbündet sind, etwa Australien, Japan und Südkorea,

in Handelsfragen an Beijing. Die Volksrepublik

verbucht damit gegenüber den USA, ihrem grössten

geopolitischen Widersacher, einen Erfolg.

Daher ist der Abschluss von RCEP vor allem ein

Triumph für China, das sich seit 2018 in einem Handelskrieg

mit den USA befindet. Donald Trump versuchte,

das amerikanische Handelsdefizit mit China

durch Strafzölle zu reduzieren – und das Land wirtschaftlich

zu isolieren. Decoupling, also Entkoppelung,

wird diese Strategie in Washington genannt.

Doch mit dem Abschluss von RCEP tritt nun das Gegenteil

ein: China wird nicht entkoppelt. Stattdessen

vertieft das Land mit vierzehn asiatischen Staaten die

wirtschaftliche Integration. Damit kann sich Beijing einmal

mehr als Verfechter des freien Handels inszenieren – obwohl es

an der chinesischen Haltung zum Freihandel Zweifel gibt.

Handlungsdruck für EU erhöht

Mit RCEP steht China handelspolitisch besser da als je zuvor. Das

wird die chinesische Verhandlungsposition gegenüber Brüssel

stärken, das mit Beijing seit rund sieben Jahren über ein Investitionsschutzabkommen

verhandelt. Die EU wünscht sich mehr

Marktzugang, mehr Zugang zu öffentlichen Beschaffungen und

mehr Rechtsschutz für Investoren. Eigentlich sollte das Abkommen

noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Doch die Verhandlungen

stocken. Nach dem Abschluss von RCEP könnte Beijing

den politischen Preis für ein Investitionsschutzabkommen

mit der EU in die Höhe treiben.

Eine Lehre aus RCEP lautet: «Decoupling», also Entkoppelung,

funktioniert nicht. Beijing ist in der Lage, neue Allianzen in Asien

zu schmieden. Allerdings hat sich Brüssel nicht an den aggressiven

«Decoupling»-Versuchen Trumps beteiligt. Die jetzige Situation

erinnert fast an eine in den 80ern bekannte Werbung –

in ab geanderter Form: Während man in Villa Westen noch mit

sich selbst beschäftigt ist, wird in Villa Asien bereits längst gefeiert!


26 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


BUSINESS EXCELLENCE

ZOLLWISSEN BUSINESS EXCELLENCE

KOMPAKT

GESCHÄFTSREISEN

KONSOLIDIERUNG

DURCH NETZWERK

Strategische weltweite Kooperationen sind auch

bei der bta first travel ag (www.btafirst.com)

ein wichtiges Thema. Als grösster schweizerischer

Geschäftsreiseanbieter bedienen wir unsere Firmenkunden

seit über 35 Jahren kompetent und

kunden orientiert an unseren verschiedenen lokalen

Stand orten in der Schweiz.

Vermehrt werden wir in unseren Kundengesprächen

mit dem Thema Konsolidierung und Einhaltung

der firmenspezifischen Reiserichtlinien auf

globaler Ebene konfrontiert. Ausländische Niederlassungen

unserer Kunden sollen durch Datentransparenz

und Travel Policy Compliance konsolidiert

werden. Studien zeigen, dass durch eine Konsolidierung der Geschäftsreisen

Kosten von bis zu 25 Prozent eingespart werden

können.

Daniel Stähli

Head of Sales & Account

Management

bta first travel ag

Um diesen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, sind wir seit

2015 eine strategische Partnerschaft mit ATPI (www.atpi.com)

eingegangen. Mit weltweiten Netzwerkniederlassungen bieten

wir unseren Firmenkunden damit Zugang zu einer Konsolidierung

der Geschäftsreiseprozesse.

Seit 2017 wurde dieses Netzwerk durch den Zusammenschluss mit

Direct Travel, einem der grössten Geschäftsreiseanbieter in Nordamerika,

mit über 90 Standorten in Kanada und den USA erweitert.

Damit können wir auch in Nordamerika unsere Philosophie

«lokaler Service – globale Präsenz» für unsere Firmenkunden umsetzen.

Nordamerika stellt für viele Schweizer Unternehmen eine wichtige

Handelsregion dar. Die spannenden Präsidentschaftswahlen

und das Einreiseverbot in die USA für Europäer aufgrund der

Covid-19-Pandemie waren in diesem Jahr prägende Ereignisse für

Schweizer Unternehmen mit Beziehungen nach Nordamerika.

Auch wenn einige die Videokonferenz als Ersatz für eine Geschäftsreise

voraussagen, so ist die Mehrheit weiterhin davon

überzeugt, dass ein persönliches Treffen für viele Geschäftsbeziehungen

vorteilhafter ist. Vor allem die Inbetriebnahme

einer Maschine oder eine Produktepräsentation, setzen

oft eine Geschäftsreise und persönlichen Kontakt voraus.

Wir sind davon überzeugt, dass es einen Nachholbedarf

an Geschäftsreisen nach Nordamerika geben

wird.

Durch unseren global umsetzbaren End-to-end-Prozess

für Geschäftsreisen haben wir die führenden Technologien

für die Fürsorgepflicht, digitale Buchungsmöglichkeiten,

Datentransparenz, Spesenabwicklungen durch

künstliche Intelligenz sowie unsere Travel-Experten

mit tagesaktuellen Kenntnissen zu Einreisebestimmungen

und Visumspflicht der einzelnen Länder.

Unsere global umsetzbare End-to-end-Lösung stellt sich wie

folgt dar:

Setzen Sie sich mit uns Verbindung, damit auch Ihr Unternehmen

von unserem globalen Netzwerk für die Konsolidierung Ihrer

Geschäftsreisen profitieren kann. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 27


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28 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


BUSINESS SCHWERPUNKT

EXCELLENCE

GARANTIEN NACH

URDG 1 ­RICHTLINIEN

SCHAFFEN KLARE VERHÄLTNISSE

Bei internationalen Geschäften sind Garantien

zur Absicherung von Zahlung und Leistung oft

ein selbstverständlicher Vertragsbestandteil. Die

Garantien sind dabei hinsichtlich ihrer Ausgestaltung

nicht an eine Form gebunden. Es empfiehlt

sich jedoch, Garantien nach den IHK/ICC 2 -Richtlinien

zu vereinbaren. So werden das Missbrauchsrisiko

eingeschränkt und die Interessen der beteiligten

Parteien in gerechter Weise berücksichtigt.

Lassen Sie mich die Bedeutung der URDG-Richtlinien

anhand eines Beispiels verdeutlichen:

Ümit Toy

Product Manager

Trade & Export Finance,

UBS

Sie sind in intensiven Verhandlungen und zuversichtlich,

das Geschäft bald abschliessen zu können. Ihre

chinesische Gegenpartei ist zwar kein ein facher Verhandlungspartner,

aber Sie sind erfahren genug zu wissen, dass internationale

Geschäfte viele Einzelheiten mit sich bringen. Schliesslich ist

der Wille zum Vertragsabschluss auf beiden Seiten gegeben.

Vor der finalen Unterzeichnung schauen Sie sich nochmals den

Vertrag an und stellen fest, dass eine Erfüllungsgarantie verlangt

wird. Sie denken sich nichts weiter dabei und gehen davon aus,

dass eine Erfüllungsgarantie eine einfache Formalität ist, welche

einfach zum Vertrag gehört. Dieser enthält auch bereits eine

Garantietextvorlage vom chinesischen Partner. Sie sichten kurz

das Wording, und auf den ersten Blick scheint dieses zu passen.

«Mein Partner möchte sicher sein, dass ich den Vertrag auch erfülle.

Das ist doch selbstverständlich, entscheidend ist ja der Vertrag»,

denken Sie sich und unterzeichnen gelassen den Vertrag.

Am nächsten Tag besprechen Sie den Garantietext mit Ihrer Bank

und erfahren, dass der vermeintlich einfache Text einige Risiken

für Sie und Ihre Bank beinhaltet. Da ist zum Beispiel die Rede von

einer unbefristeten Laufzeit. Diese hat zur Folge, dass Ihre Bank

Sie erst aus der Verpflichtung entlassen kann, wenn der Begünstigte

auch zustimmt. Ein weiterer Nachteil kann für Sie entstehen,

wenn Sie und Ihr Geschäftspartner sich bei der erbrachten

Leistung nicht einig sind, denn diese Situation führt zu

einer unerwarteten Verlängerung der Garantie. Dadurch

entstehen für Sie Kosten, weil Ihre Bank weiterhin

das Risiko trägt. Sie beschliessen daher, Kontakt mit

Ihrem Kunden aufzunehmen, um Änderungen am Text

vorzunehmen. Ihr Kunde ist nicht erfreut darüber und

bezieht sich auf den bereits unterschriebenen Vertrag.

Sie müssen langwierige Diskus sionen führen mit ungewissem

Ausgang, denn gelingt es Ihnen nicht, einen

Garantietext im Interesse beider Parteien zu vereinbaren,

kann es sein, dass sich Ihre Bank weigert, die

Garantie auszustellen.

Das Beispiel zeigt, dass ein individueller Garantietext

kann für Sie negative Folgen haben. Neben der Laufzeit sollten

auch der Gerichtsstand, das anwendbare Recht und die Inanspruchnahme

rechtlich eindeutig formuliert werden.

Für einen international anerkannten Text empfiehlt sich die Anwendung

der «ICC Uniform Rules for Demand Guarantees» (URDG).

Diese einheitlichen Richtlinien sind klar abgefasst und bieten

keinen Spielraum für Interpretationen. Die URDG orientieren

sich an der Struktur der weltweit bekannten ERA/UCP 600 3 der

ICC, was den Umgang mit den unterschiedlichen ICC-Richtlinien

für den Anwender erleichtert. Eine URDG-Garantie schafft für

alle Parteien Rechtssicherheit.

Sprechen Sie die URDG-Richtlinien als Basis für Garantien früh

in den Verhandlungen an. Sie sparen sich viel Zeit und Mühe.

Denn sind Texte erst einmal Vertragsbestandteil, lassen sie sich

erfahrungsgemäss nur sehr schwer ändern. Wir unterstützen Sie

gerne mit fachkundiger, persönlicher Beratung und natürlich

mit einer schnellen und in allen Details richtigen Abwicklung.

Kontaktieren Sie dafür Ihren persönlichen UBS-Berater. ■

1

Uniform Rules for Demand Guarantees

2

International Chamber of Commerce

3

Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 29


MITGLIEDER IM FOKUS

iFIL AG –

DIE GRÖSSTEN IM PARTIKELBEREICH

Überall dort, wo feinster Staub

den Betrieb stört und die Qualität

mindert, oder wo wertvollste

Stoffe separiert werden,

kommen unsere Produkte zum

Einsatz. Dank Jahrzehnten der

Erfahrung konzipieren wir innovative

Filtrationssysteme

und ­methoden, auf die Sie sich

rund um die Uhr verlassen können.

Warenlager ermöglichen uns hohe

Flexibilität und kurze Reaktionszeiten.

So gelangt jeder Prototyp

innert kürzester Zeit zur Serienfertigung

– effizient, qualitativ

hochstehend und präzise rückverfolgbar.

Gerne setzen wir unsere

Erfahrung auch für die Entwicklung

und Herstellung von innovativen

Einzelstücken und Kleinserien

ein. ■

Know­how

Die iFIL AG ist eine international

angesehene Spezialistin für industrielle

Trockenfiltration und Entstaubungstechnik.

Sie bündelt das

Know-how von Fachpersonen aus

den Bereichen Verfahrens- und

Umwelttechnik, die massgeschneiderte

Teile und Anlagen für einen

reibungslosen und kosteneffizienten

Betrieb entwickeln und fertigen.

Auch die Optimierung von bestehenden

Filteranlagen und Abreinigungssystemen

gehört zur

Dienstleistungspalette der iFIL AG.

Das Bewusstsein für Qualität und

Präzision ist Teil der Firmenphilosophie

und wird von allen Mitarbeitenden

täglich gelebt.

Schweizer Produktion

Wir sind ein multinationales Unternehmen

und produzieren vollumfänglich

an unserem Hauptsitz

im Schweizerischen Kestenholz

auf einer Fläche von mehreren

Tausend Quadratmetern. Der hohe

Eigenfertigungsgrad, modernste

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DIE WESTERN UNION BUSINESS SOLUTIONS

ALS PARTNER FÜR INTERNATIONALE GESCHÄFTSZAHLUNGEN

Die Western Union Business Solutions

(WUBS) ist ein renomiertes

Spezialinstitut für internationale

Geschäftszahlungen und Risikomanagementlösungen.

Wir verschaffen

unseren Kunden für ihre

Geschäftsaktivitäten mehr Zeit,

indem wir Ihnen die Komplexität

der Auslandszahlungen abnehmen.

Zudem entwickeln wir mit

ihnen Strategien, um kursverbessernde

Instrumente zu ihrem Vorteil

einzusetzen und gleichzeitig

die Risiken im Fremdwährungsbereich

zu minimieren. Mit unserer

Hilfe können sie sich wieder

ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

und weiter expandieren.

Western Union

Business Solutions

Western Union Business Solutions

ist der Firmenkundenbereich des

über 160-jährigen Traditionsunternehmens

Western Union und ist

ein weltweit führender Anbieter

von internationalen Geschäftszahlungen

und massgeschneiderten

Risiko managementlösungen im

Devisenbereich. Wir betreuen

Kunden aller Grössen, von KMU

bis hin zu Grosskonzernen, und

bieten umfangreiche Erfahrung

bei der Entwicklung von Fremdwährungsstrategien

zur Risikominimierung.

Unser Team in Zürich

steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner

zur Verfügung, um

Sie bei Ihren globalen Finanztransaktionen

zu unterstützen. Dies ermöglichen

wir durch einen Zugang

zu über 130 Währungen,

Echtzeitkursen sowie einem sich

über mehr als 200 Länder erstreckenden

Finanznetzwerk.

Sind Sie bereit für 2021? Gemeinsam

mit einem kompetenten Team

von Finanzexperten helfen wir

Ihnen bei der Planung Ihrer Fremdwährungsstratgie

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30 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


DIE FINANZEN IM GRIFF DANK EBURY:

SO BUDGETIEREN KMU RICHTIG FÜRS KOMMENDE JAHR

MITGLIEDER IM FOKUS

Der Herbst ist die Budgetsaison der

• Schritt 5: Stellen Sie eine flexible Anpas-

Unternehmen. Kommende Projektkosten,

Umsätze und Fixkosten müssen

definiert oder prognostiziert

werden. Die Budgetplanung sollte

von Anfang an so realistisch wie

möglich sein, damit zum Jahresende

keine bösen Überraschungen anfallen

und Unternehmensziele stets im

Blick bleiben. Traditionell fällt es gerade

jungen Unternehmen schwer,

die künftigen Kosten und Erträge abzuschätzen.

Doch die Auswirkungen

der Covid-Pandemie erschwerten es

auch langjährigen UnternehmerInnen,

eine Prognose ihrer Umsätze zu

machen. Aber gerade für Firmen, die

mit Fremdwährungen arbeiten und

ihre Umsätze jeweils umwandeln

müssen, ist eine frühzeitige Planung

und Absicherung dringend nötig –

auch, weil das Coronavirus den internationalen

Handel noch einige

Zeit im Griff halten wird.

Das Fintech-Unternehmen Ebury

mit Sitz in Zürich ist darauf spezialisiert,

Unternehmen vor Währungsschwankungen

zu schützen, und liefert

pünktlich zur Budgetsaison

Tipps, die KMU helfen, für das kommende

Finanzjahr die richtigen

Massnahmen zu treffen:

• Schritt 1: Schätzen Sie Ihre Kosten oder

Umsätze in Fremdwährungen

• Schritt 2: Gewinn- oder Kostensicherung

– definieren Sie die Strategie

• Schritt 3: Fixieren Sie Ihre Budgetkurse

• Schritt 4: Legen Sie die Absicherungsstrategie

fest

sung sicher

Während Ebury die besprochenen

Schritte implementiert und laufend

überprüft, kann sich das Unternehmen,

bestens gerüstet, auf sein

Kerngeschäft konzentrieren. Denn

anders als bei traditionellen Finanzdienstleistern

wie Banken beobachtet

Ebury den internationalen Handel

sowie politische Geschehnisse

laufend, um Kunden über Anpassungen

der Strategie zu beraten. ■

Ebury Switzerland

Bahnhofstrasse 61, 8001 Zürich

T +41 44 501 51 44

info@ebury.com

www.ebury.ch

METAL PAINT AG

DER BANDBESCHICHTER NUMMER 1 FÜR KLEINE UND MITTLERE MENGEN

Als eines der führenden Schweizer

Unternehmen auf dem Gebiet der

Bandbeschichtung sowie des

Längsteilens von lackierten und unlackierten

Spaltbändern bedient

die Metal Paint AG ihre namhaften

Kunden im Inland, europaweit und

in Übersee. Die Firma wurde 1990

gegründet und ging aus der existenten

Aluminium Menziken AG hervor,

wodurch sie über mehr als

60 Jahre Branchenerfahrung verfügt.

Heute werden 30 bestens qualifizierte

Mitarbeiter beschäftigt.

Die Bandbeschichtung (Coil Coating)

von Stahl und Aluminium ist

eine umweltschonende, kostengünstige

und qualitativ hochwertige

Alternative zu traditionellen

Beschichtungsverfahren. Die Produkte

«Finish first, fabricate later»

haben einen festen Platz bei Anwendungen

in den Industriebereichen

Bau, Hausgeräte und der

allgemeinen Blechverarbeitung

sowie der Automobilindustrie. Der

Verbundwerkstoff vereinigt die

hervorragenden Eigenschaften beider

Komponenten, des Metalls und

der Beschichtung, in sich. Die besonderen

Merkmale sind Korrosionsbeständigkeit,

Umformbarkeit

und dekoratives Aussehen. Erst

wird dekorativ oder funktionell

beschichtet und nachher verformt;

darin liegt dann der grosse wirtschaftliche

Vorteil der Bandbeschichtung.

In der Schweiz bearbeiten wir den

Markt von A – Z selbst. International

wenden wir verschiedene Vorgehen

an, einen Teil der Ware liefern

wir direkt, ein Teil wird von

Händlern geordert und ein letzter

Teil wird von Partnern von uns an

die Endkunden geliefert.

Die Herausforderungen für uns im

internationalen Umfeld liegen unter

anderem in Zoll-Überwachungsmassnahmen

und Kontingenten

der EU gegen Lieferungen aus

Nicht-EWR-Staaten.

Wir freuen uns auf jeden Kontakt

aus dem spannenden Umfeld der

bandbeschichteten Bänder. ■

Metal Paint AG

Badstrasse 12, 5737 Menziken

T +41 62 765 88 00

info@metalpaint.ch

www.metalpaint.ch

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 31


AKTUELL

Der erste virtuelle Live-Event «swiss export tag 2020» ist bereits

Geschichte. Er wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Die Live-Übertragung aus dem Competence-Center der Bystronic

Laser AG, interessante Referate, beispielhafte Panels und Interviewgespräche

– moderiert in gewohnt professioneller Manier

von Mona Vetsch. Es waren zwei kurzweilige Stunden. Mit der

Durchführung konnten wir zeigen, dass auch in Covid-Zeiten ein

gut funktionierendes Netzwerk Mehrwert schaffen kann.

RÜCKBLICK

swiss export tag 2020

Herzlichen Dank an unsere Partner, Referenten, Panelisten, Teilnehmenden

und die Crew im Hintergrund. Ohne sie wäre dieser

gelungene Anlass nicht möglich gewesen.

Und trotzdem ist uns allen bewusst: Ein virtueller Anlass kann

die persönlichen Kontakte nicht ersetzen. In diesem Sinne freuen

wir uns auf das Wiedersehen bei der Sky-Frame AG.

SAVE THE DATE

swiss export tag 2021

Donnerstag, 9. September 2021

Agieren statt reagieren. Mit der Verschiebung in den Sommer

steigt die Wahrscheinlichkeit einer physischen Durchführung.

Der swiss export tag soll live bleiben. Menschen brauchen

Menschen. Wir werden Sie mit neuen Ideen überraschen.

Main Partner

32 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


LEADERSHIP IM DIALOG

ZUKUNFTSFÄHIGE

GESTALTUNG DER LIEFERKETTEN

CEO/CFO­FORUM

HUNGRIG

AUF VERÄNDERUNG

AKTUELL

Die zunehmende Volatilität und Komplexität globaler Märkte sowie

der starke Druck hinsichtlich Margen und Working Capital

zwingt viele Unternehmen, die Performance ihrer Supply Chain

zu verbessern. Hinzu kommen die Auswirkungen der Corona-

Krise auf den aktuellen Geschäftsverlauf, die Zukunfts- und

Exportpläne sowie Internationalisierungsstrategien der Schweizer

KMU. Welche bleibenden

Spuren hinterlässt die

Pandemie in Wirtschaft,

Politik und Gesellschaft?

Wir beleuchten verschiedene

Themenbereiche und

geben Ihnen einen Ausblick

auf die globale und

die Schweizer Wirtschaft

zur Bewältigung der Krise.

Erfahrene Führungskräfte erhalten eine Plattform, um ihr Praxiswissen

zu erweitern und sich mit Gleichgesinnten intensiv auszutauschen.

Programm

17.00 Eröffnung und Begrüssung

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Claudia Moerker, Geschäftsleiterin,

Verband swiss export, Dr. Markus R. Meyer,

Managing Director UBS Switzerland AG

17.10 Ausblick auf die globale und die

Schweizer Wirtschaft

Alessandro Bee, Senior Economist UBS

17.30 Zukunftsfähige Gestaltung der Lieferketten

nach Covid-19

Marc Bernitt, Senior Vice President Customs Europe,

Kühne + Nagel AG

17.50 Kontinuierliche Bewertung der Lieferketten

und Risikomanagement

Nicolas Csermàk, Head of Consulting,

Rhenus Logistics AG

18.10 Wie intelligente Unternehmen mit der

Corona-Krise umgehen

Dr. René Fitterer, CTO SAP

18.30 Diskussion / Erfahrungsaustausch

19.00 Seated Networking Dinner (optional)

Termin 9. März 2021, Zürich

Dauer 17.00 bis 19.00 Uhr, anschliessend Seated Networking

Dinner (optional)

Kosten Mitglieder CHF 150.– / Nichtmitglieder CHF 190.– /

Networking Dinner CHF 80.—

Jetzt anmelden unter swiss-export.com. Wir freuen uns auf Sie.

Das Mobilitäts- und Ernährungsverhalten der Bevölkerung hat

sich aufgrund der Corona-Krise verändert. Die Verlagerung vom

ÖV hin zum Individualverkehr zeichnet sich ab, obwohl flexible

Arbeitsformen zukünftig weiter ausgebaut werden sollen. Zudem

fordert der eingeschränkte Alltag mit Social Distancing und

Homeoffice eine Anpassung im bewussten Umgang mit Ernährung

und Bewegung.

Programm

14.00 Eintreffen der Gäste

14.30 Eröffnung und Begrüssung

Claudia Moerker, Geschäftsleiterin

Verband swiss export, Daniel Lipp, CEO

Privatbank IHAG Zürich AG

14.40 Respekt vor der Natur: Werte weitergeben

Jacqueline Ryffel, CEO Spagyros AG

15.00 Vom Feld in den Mund:

Schonung natürlicher Ressourcen

Führung und Einblick in einen modernen

Gutsbetrieb

Domenik Ledergerber, Landwirt, Ingenieur

Agronom, Geschäftsführer Schlattgut

16.00 Was dürfen wir servieren? New, normal?

Prof. Dr. Thomas Brunner, Food Science &

Management, Berner Fachhochschule, Vera Caluori,

Strategieanalystin Privatbank IHAG Zürich AG,

Mattias Roock, Küchenchef, Hotel Castello del Sole,

1 Michelin-Stern, 18 GaultMillau-Punkte

16.45 Zusammenfassung und Abschluss

17.00 Snacken – aus gutem Grund

Termin

11. März 2021, Herrliberg/ ZH

Detaillierte Informationen und Anmeldung unter

swiss-export.com. Wir freuen uns auf einen spannenden Dialog.

Main Partner

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 33


AKTUELL

1. HALBJAHR 2021

SWISS EXPORT SEMINARE

Einstieg in die Exportabwicklung –

Schwerpunkt: Lieferungen in die EU

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen ohne oder

mit geringen Vorkenntnissen der Bereiche Export,

Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

4. Februar, Online­Schulung, 8.30 bis 16 Uhr

15. Juni, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

Warenursprung und Präferenzen –

mit Sicherheit bestimmen

Zielgruppe Mitarbeiter/-innen der Bereiche

Export, F&E, Einkauf und Logistik, Export- und

Verkaufssachbearbeiter/-innen

Leitung Stephan Brugger, eidg. dipl. Exportleiter,

selbstständiger Berater für Exportabwicklungsfragen

9. März, Online­Schulung, 8.30 bis 16 Uhr

29. April, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

EU­Verzollung und deren Vorteile

Akkreditive – einwandfreie Abwicklung

Zielgruppe Exportsachbearbeiter/-innen;

Mitarbeiter/-innen der Bereiche internationaler

Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

18. März, Online­Schulung, 8.30 bis 16 Uhr

Versand­ und Zollpapiere erstellen –

Praxisworkshop

Zollgrundlagen kompakt –

Einstieg in die Praxis

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen ohne oder

mit geringen Vorkenntnissen der Bereiche Export,

Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Nicolas Csermàk, eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

23. März, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

17. Juni, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

Zielgruppe Mitarbeiter/-innen der Bereiche

internationaler Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen;

Sachbearbeiter/-innen der Bereiche Export,

Distribution, Logistik

Leitung Nicolas Csermàk, eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

27. April, Zürich, 13.30 bis 17 Uhr

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen mit Vorkenntnissen

der Bereiche Export, Distribution und Logistik;

Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

25. März, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

17. Juni, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

BRIDGING EUROPE AND ASIA.

Ihr Tor zur Seidenstrasse.

CH/00/024

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www.gw-world.com

+41.58.458.5555

34 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


AKTUELL

Der präferenzielle Warenursprung –

Vertiefungsseminar

Zielgruppe Leitende Mitarbeiter/-innen der

Bereiche Export, F&E, Einkauf und Logistik, Export-

und Verkaufssachbearbeiter/-innen. Vorkenntnisse

im präferenziellen Ursprung werden vorausgesetzt.

Leitung Stephan Brugger, eidg. dipl. Exportleiter,

selbstständiger Berater für Exportabwicklungsfragen

24. Juni, Zürich, 8.30 bis 16 Uhr

Mehrwertsteuer in der EU – Grundlagen,

Neuregelungen, BREXIT

Zielgruppe Mitarbeiter/-innen der Bereiche internationaler

Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen;

Sachbearbeiter/-innen der Bereiche Export,

Distribution, Logistik, Einkauf und Beschaffung

Leitung Laurent Lattmann, Treuhänder mit eidg. FA,

Partner, Tax Partner AG

3. März, Online­Schulung, 13.30 bis 17 Uhr

9. Juni, Zürich, 13.30 bis 17 Uhr

Die neuen Incoterms ® 2020 –

Inhalt und richtige Anwendung

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen der Bereiche

Export, Distribution, Logistik, Einkauf und Beschaffung,

Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf

Leitung Nicolas Csermàk, zertifizierter Incoterms © -

2020-Trainer (ICC Germany), eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

2. März, Online­Schulung, 8.30 bis 12 Uhr

8. Juni, Zürich, 8.30 bis 12 Uhr

Export­Know­how –

für die tägliche Praxis

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen der Bereiche

Export, Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

4. März, Online­Schulung, 8.30 bis 16.00 Uhr

6. Mai, Olten, 8.30 bis 16 Uhr

Kosten und Anmeldemöglichkeit

1 Tag

Mitglieder CHF 680.–, Nichtmitglieder CHF 780.–

½ Tag

Mitglieder CHF 320.–, Nichtmitglieder CHF 420.–

Anmelden

Ein Online-Anmeldeformular sowie

detaillierte Informationen finden Sie unter

www.swiss­export.com

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Florastrasse 44 | CH-8008 Zürich

T +41 44 420 11 11 | info@businessbroker.ch

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Umsatz

Preis

Rentabler Personaldienstleister im Bereich Bau-Nebengewerbe

Webshop mit ausgewähltem Sortiment hochwertiger Produkte

IT Dienstleister mit Schwerpunkt Field Service Management

Handelsunternehmen für Büro- und Objektmöbel

Branchen-Marktführer im Bereich ICT und Multimedia

Praxis mit umfangreichem Leistungsangebot für Patienten

Handels- und Dienstleistungsfirma für Wohn- und Gartenprojekte

Hersteller von Verbrauchsgütern im Bereich Sicherheit

Führender Onlineshop im Bereich Accessoires

Familienunternehmen im Bereich Merchandising

Spezialist für virtuelle Kommunikationslösungen

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CH0101317

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CH0101270

CH0101233

CH0101005

CHF 4‘800‘000.– CHF 800‘000.–

CHF 112‘000.– CHF 450‘000.–

CHF 1‘400‘000.– CHF 1‘250‘000.–

CHF 6‘031‘000.– CHF 1‘800‘000.–

CHF 3‘025‘000.– CHF 2‘600‘000.–

CHF 2‘470‘000.– CHF 2‘500‘000.–

CHF 3‘384‘000.– CHF 2‘000‘000.–

CHF 820‘000.– CHF 1‘400‘000.–

CHF 3‘400‘000.– CHF 8‘000‘000.–

CHF 1‘928‘000.– CHF 1‘400‘000.–

CHF 5‘100‘000.– CHF 10‘000‘000.–

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SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 35


AKTUELL

SWISS EXPORT ACADEMY 2021

WEITERBILDUNG

FÜR FÜHRUNGSPERSÖNLICHKEITEN

IM AUSLANDSGESCHÄFT

Termine Kurs 1, 3 ½ Tage

4. März, Zürich

5. März, Zürich

18. März, Basel (½ Tag)

19. März, Zürich

Kosten

Mitglieder CHF 1900.–

Nichtmitglieder CHF 2200.–

Im Preis enthalten sind sämtliche Unterlagen, Pausen- und Mittagsverpflegungen

sowie das Networking-Dinner.

Abschluss

Teilnehmende erhalten nach Abschluss des Kurses ein Zertifikat.

Anmeldung

Das Anmeldeformular finden Sie online unter www.swiss-export.com.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Mit neuem Wissen mehr erreichen

Im Rahmen dieser Weiterbildung wird Ihnen von erfahrenen Praktikern

aktuelles Fachwissen in kompakter Form zu den Themenkreisen

Vertragsrecht, Zoll, Digitalisierung und Prozesse, Finanzmanagement

im KMU, Steuern und Krisenkommunikation nahegebracht.

Neben der Wissensvermittlung im Rahmen von

Präsentationen, Diskussionen, Workshops und Video-Trainings

werden Sie auch Gelegenheit haben, ein Unternehmen zu besichtigen.

• Vertragsmanagement

• Steuereffizienz im In- und Ausland

• Datenschutz für Exporteure

• Logistik und Zollprozesse

• Risiken im IT-Umfeld

• Krisenkommunikation

• Verantwortung des C-Levels

• New Work: Tücken beim Homeoffice

Partner swiss export Academy

Netzwerkpartner

36 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


INTENSIVKURS

EXPORTABWICKLUNG

UND ­TECHNIK

4­TAGES­KURS MIT ABSCHLUSSZERTIFIKAT

AKTUELL

WEBINAR

ASIATISCHES

FREIHANDELSABKOMMEN

RCEP

Dieser Kurs vermittelt praxisgerecht und intensiv das für eine

effiziente Versandabwicklung notwendige Fachwissen. Das erarbeitete

fundierte Grundwissen in den Bereichen Exportabwicklung

und -technik soll in der täglichen Praxis unmittelbar um gesetzt

werden können. Dadurch sollen Sicherheit und Effizienz bei der

Exportabwicklung gewährleistet werden.

Ungeachtet des Handelskonflikts mit den USA, hat China mit

14 asiatisch-pazifischen Staaten das grösste Freihandelsabkommen

der Welt abgeschlossen. Nach achtjährigen Verhandlungen

erfolgte die Unterzeichnung zum Abschluss des virtuellen Gipfels

der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in Vietnams

Hauptstadt Hanoi.

Zielgruppe

Der Intensivkurs richtet sich an Personen, die sich in kurzer Zeit mit

den vielfältigen Themen im Exportgeschäft vertraut machen möchten:

Sachbearbeiter/-innen der Bereiche Export, Distribution und

Logistik; Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf. Praktische

Erfahrung in der Exportabwicklung ist von Vorteil.

Kursreferent

Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation und Zollwesen,

Dr. Ruprecht & Partner Unternehmensberatung.

Themenspezifisch ergänzt durch Fachreferenten.

Durchführung

25. bis 28. Januar 2021, Zürich | 8. bis 11. März 2021, Olten

26. bis 29. April 2021, Zürich | 7. bis 10. Juni 2021, Zürich

Teilnahme am Praxisworkshop «Transportrisiken richtig einschätzen

und minimieren» ist in den Kurskosten inbegriffen!

Kurskosten

Mitglieder CHF 2300.– (exkl. MwSt.), Nichtmitglieder CHF 2600.–

(exkl. MwSt.), Abschlussprüfung CHF 200.– (exkl. MwSt.)

Die Preise verstehen sich inklusive Seminarunterlagen, Mittagessen

und Pausenerfrischungen. 5 Prozent Firmenrabatt ab der

zweiten Anmeldung pro Jahr.

Für weitere Informationen und Anmeldung: swiss-export.com

Die «regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft» oder

RCEP, wie der Pakt abgekürzt wird, umfasst 2,2 Milliarden Menschen

und knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Das Abkommen verringert Zölle, legt gemeinsame Handelsregeln

fest und erleichtert damit auch Lieferketten. Es umfasst Handel,

Dienstleistungen, Investitionen, E-Commerce, Telekommunikation

und Urheberrechte.

Was dies konkret für die Schweizer Exporteure bedeutet, wird Ihnen

in unserem einstündigen Webinar vermittelt.

• Inhalt der Wirtschaftspartnerschaft RCEP

• Bedeutung für Unternehmen mit Niederlassungen und

Produktionsstäten in der Region

• US-Strategie des «Decoupeling»

• Auswirkung für Schweizer Firmen

• Chancen und Nutzen

Termin: Dienstag, 26. Januar 2021, 14.00 bis 15.00 Uhr

Leitung: Marc Bernitt, Senior Vice President Customs Europe,

Kuehne + Nagel Switzerland AG

Mitglieder kostenlos

Nichtmitglieder CHF 80.–

Melden Sie sich noch heute unter swiss-export.com an.

Das Webinar wird in Englisch abgehalten und ist ausschliesslich

auf Schweizer Exportfirmen ausgerichtet.

SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021 37


INNOVATION

INNOVATIVE REISEERFAHRUNGEN

Titel

swiss export Journal

Ausgabe

1. Quartal 2021, 61. Jahrgang

Erscheinungsweise

4-mal jährlich

Auflage

25’000

Umfang

40 Seiten

ISSN

1661-3295

Eine der ersten Birdly-NutzerInnen, eine 80-jährige Frau, die als Kind vom Fliegen geträumt

hatte, war nach ihrem ersten Birdly-Flug in Tränen aufgelöst. Nie im Leben hätte

sie gedacht, dass sie in der Lage sein würde, die Gefühle und Emotionen ihrer jugendlichen

Träume wiederzuerwecken. Virtuelle Realität ermöglicht jedoch genau dies –

eigentlich unerreichbare Orte liegen plötzlich in greifbarer Nähe.

SOMNIACS ist eine Spin-off-Firma der Zürcher Hochschule der Künste und hat ihre

Wurzeln in der Entwicklung immersiver Erlebnisse. Unser Ziel ist es, jedem jederzeit

einen einzigartigen Einblick in neue Welten zu gewähren, die Wertschätzung für das

Wunderbare nachhaltig zu steigern und Orte ohne physische Einschränkungen erlebbar

zu machen.

Birdly ist ein vollständig immersiver Virtual-Reality-Simulator, der es dem Benutzer

ermöglicht, den ultimativen Traum vom Fliegen zu erleben und die Welt auf den Flügeln

eines Vogels zu bereisen. Im Gegensatz zu anderen Virtual-Reality-Plattformen ermöglicht

es dieses Flugerlebnis, vollständig in die virtuelle Welt einzutauchen und sich vollumfänglich

auf das Erlebnis zu konzentrieren. Die Benutzer können über ikonische

Städte der Welt fliegen, Naturwunder erforschen, in der Zeit zurückreisen oder in

unsere Ozeane eintauchen.

Wenn wir in die Zukunft blicken, wird die heutige Form des Tourismus eine ökologische

Herausforderung darstellen. Daher entwickeln wir eine Lösung, basierend auf den

Birdly-Simulatoren, welche es den Nutzern erlaubt, jederzeit und überall die Welt sowohl

virtuell als auch live zu erforschen. Durch diesen allgegenwärtigen Zugang demokratisieren

wir den Tourismus.

Mit der Birdly-Plattform können wir zudem vor Ort das klassische Reiseerlebnis bereichern,

indem wir zusätzliche Einblicke ermöglichen. Jene, die es vorziehen, in der

Nähe ihres Wohnortes zu bleiben, oder nicht die Möglichkeit haben zu reisen, können

ihre Erfahrungen in einem örtlichen Birdly-Zentrum sammeln. Zusätzlich kann jeder

seine vergangenen Erlebnisse mit Birdly über unser Netzwerk mit anderen teilen oder

noch einmal betrachten.

Birdly bietet weltweit neue touristische Erschliessungsmöglichkeiten, und dies ohne

Einschränkungen, überall, jederzeit und vollumfänglich.

Somniacs AG | Herostrasse 9 | 8048 Zürich | sales@birdly.com

Herausgeber

swiss export

Verband/Association

Anzeigenverkauf

Dora Lüdi

luedi.dora@ bluewin.ch

Peter Wissmann

peter@peterwissmann.com

Abonnements

Weltweit erhältlich Abonnements für ein Jahr zu

CHF 60.–/EUR 50.–/USD 65.– oder für drei Jahre zu

CHF 150.–/EUR 124.–/USD 162.–

(bei Auslandabonnements zzgl. Porto)

Produktion

Effingermedien AG, 5201 Brugg

www.effingermedien.ch

Redaktion, Konzept, Design

swiss export Journal

Staffelstrasse 8, 8045 Zürich

Telefon 044204 34 84

redaktion@se-journal.com

Sybille Amstutz

Claudia Moerker

Geschäftsstelle, Vorstand

swiss export

Verband/Association

Staffelstrasse 8

8045 Zürich

www.swiss-export.com

Geschäftsleiterin

Claudia Moerker

Die Beiträge geben die Ansichten der jeweiligen

Verfasser wieder und verpflichten nur diese.

Wiedergabe von Artikeln und Bildern nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Redaktion. Für

unverlangte Zusendungen wird keine Haftung

übernommen.

38 SWISS EXPORT JOURNAL | 1. Quartal 2021


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