Magazin-Lepra-Heute-Nr-1-Jan-2021

lepramissionschweiz

Mit unserem Magazin «Lepra Heute» bleiben Sie am Ball! Lesen Sie spannende und bewegende Lebensgeschichten, Neuigkeiten aus den Lepra-Projekten, Gebetsinformationen und alles rund um die Lepra-Mission.

LEPRAHEUTE

Nr. 1 | 2021

Welt-

Lepra-Tag

31.01.2021

Familienglück trotz Lepra

Motivierte Mitarbeitende

(Fast) vergessene Heldin


Impressum

Die Evangelische Lepra-Mission

ist eine christlich-humanitäre

Organi sation, die sich weltweit für

die Beseitigung der Ursachen und

Folgen von Lepra engagiert. Das Ziel

ist die Heilung und Integration der

Ärmsten zurück in die Gesellschaft.

Der Verein ist steuerbefreit.

Spenden können vom steuerbaren

Einkommen abgezogen werden.

Sollten mehr Spenden für ein

bestimmtes Projekt / Aktivität

zusammenkommen, setzen wir sie

für weitere Projekte gemäss unseren

Statuten ein.

Die Evangelische Lepra-Mission

ist seit 1992 ZEWO-zertifiziert.

Evangelische Lepra-Mission

Bernstrasse 15A | Postfach 175

3360 Herzogenbuchsee

Tel. 062 961 83 84

info@lepramission.ch

www.lepramission.ch

Spendenkonto: 50-16000-6

IBAN: CH15 0900 0000 5001 6000 6

Lepra Heute

ist das Mitteilungsblatt der

Evangelischen Lepra-Mission

für Gönner und Mitglieder.

Verlag, Redaktion und Copyright:

Evangelische Lepra-Mission

Layout:

| Sonja Räss

Druck: Jordi AG, Belp

ISSN 2297-2161

Fotos: Lepra-Mission International,

Ruth Towell, Mark Moloy, Kate Gent

Titelseite:

Phyo und seine Familie.

Foto: Ruth Towell

EDITORIAL

Liebe Leserin

Lieber Leser

Ich hoffe Sie sind gesund? Gesundheit und

Freiheit sind aktuell grosse Anliegen. Doch es

gibt noch mehr…

… zum Beispiel menschliche Wärme. Die Pandemie lehrt uns,

wie wichtig der persönliche Kontakt zu unseren Mitmenschen

ist. Sei es ein spontanes Treffen oder eine herzliche Umarmung

– beides wird wegen COVID-19 weniger schnell gewährt.

Menschen mit Lepra erfahren in ihrem Alltag schon lange Ablehnung

und Isolation. Eine Studie deckt nun ihre psychische Not

auf (Seite nebenan). Auch Phyo und seine Familie leiden. Wann

endlich kann sein Sohn die Grosseltern treffen? Die Liebe zueinander

hilft diese Ungerechtigkeit zu ertragen (Seite 4).

Wir setzen uns dafür ein, Familien von Leprabetroffenen wieder

zu vereinen. Lepra soll endlich der Vergangenheit angehören.

Millionen von Menschen wollen wir heilen und Hoffnung bringen.

Eine fast vergessene Heldin im Kampf gegen Lepra ist Alice Ball.

Ihre Forschung schenkte Leprakranken auf Hawaii Heilung

(Seite 8). Auch Mahatma Gandhi setzte sich für Menschen mit

Lepra ein. Sein Todestag wurde zum Welt-Lepra-Tag ausgerufen.

Gedenken Sie mit uns den über 200'000 Menschen, die sich jährlich

mit Lepra anstecken. Unterstützen Sie unsere Arbeit im

Gebet und mit Ihren Gaben. Danke!

Herzliche Grüsse

Nadja Klarer

Kommunikation

Welt-

Lepra-Tag

31.01.2021

BANGLADESCH

Leprabetroffene leiden psychisch

Harter Schlag für Leprabetroffene in Bangladesch;

bereits ausgegrenzt und unter dem

Stigma Lepra leidend, führt Corona sie nun

in eine zusätzliche Isolation. Eine Studie

deckt ihre schwierige Situation auf.

Resultate beunruhigen

Eine von der Lepra-Mission mitverantwortete

Umfrage zeigt die Tragik der Ausgrenzung

und die Folgen für die Menschen, die wegen

Lepra an einer Behinderung leiden. Die

Mehrheit schätzt ihre Lebensqualität als tief

bis sehr tief ein. Punkto Lebensfreude und

Selbstwert gaben 60 Prozent an, dass sie ihr

Leben als völlig sinnlos empfinden. 85 Prozent

leiden unter psychischen Problemen.

Dies verstärkte sich während der Pandemie

nun zusätzlich, denn der grösste Teil dieser

Menschen wurde von den Hilfsprogrammen

ausgelassen. 60 Prozent verfügen über zu

wenig Geld, um ihre Grundbedürfnisse zu

decken. Und gerade jetzt in der Corona-Zeit

sind für sie die Gesundheitszentren schwieriger

zugänglich als sonst.

Jiptha Boiragee, verantwortlich

für die Programme

der Lepra-Mission in

Bangladesch: «Die Betroffenen

erleben während

der Coronakrise

unaussprechliche Widrigkeiten sowie zusätzliche,

schwergewichtige soziale Stigma-

Leprakranke Frau: Sie leidet nun noch mehr unter

Ausgrenzung.

tisierung. Sie brauchen neben Nothilfe auch

psychologische Betreuung, um die Katastrophe

zu überwinden und wieder Hoffnung zu

schöpfen.»

WHO fordert Verbesserung

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation

müssen in 22 Schwerpunktländern,

darunter auch Bangladesch, gegen diese

Diskriminierung Massnahmen ergriffen werden;

Dazu gehört auch der Zugang zur medizinischen

Versorgung, die den Betroffenen

teilweise verwehrt bleibt.

!

Danke, dass Sie besonders an

isolierte Leprabetroffene denken

und für sie beten. Jesus sagt: «Ich

aber bin gekommen, um ihnen Leben zu

bringen – Leben in ganzer Fülle.» Joh. 10,10

2

www.lepramission.ch

3



TITELGESCHICHTE

Gemeinsam und in Liebe überwinden sie die Folgen von Lepra: Mahwe, Phyo und ihr Sohn.

Familienglück trotz Lepra

Verzweifelt und voller Angst beginnt Phyo‘s

Geschichte. Doch dann kommt Mahwe in

sein Leben. Ihre Liebe überwindet Krankheit

und Stigma.

«Lepra! Voller Angst rannte ich aus dem Spital

und versteckte mich zu Hause. Damals

war ich gerade mal 19 Jahre alt, als die ersten

Symptome auftraten. Die Diagnose fühlte

sich wie ein Todesurteil an», erzählt uns

Phyo. Seine Angst zeigt, wie tief verankert

das Stigma Lepra noch immer ist. Phyo’s

Mutter brachte ihn schliesslich zur Behandlung

zurück. Sie sorgte dafür, dass Phyo täg-

lich seine Medikamente gegen Lepra nimmt.

Denn sie weiss: Nur im Lepra-Spital bekommt

er die Hilfe, die er dringend braucht.

Schlimme Folgen

Lepra wirkt verheerend in seinem jungen

Körper. Er hat praktisch alle Empfindungen

in seinem Fuss verloren. Immer wieder muss

Phyo zurück ins Spital um seine Geschwüre

tagelang behandeln zu lassen - sonst entstehen

Infektionen, die schlimmstenfalls zur

Amputation seines Fusses führen.

Phyo hat aktuell ein schlimmes Geschwür

am linken Fuss, darum trägt er einen Gips,

um den Druck auf die Wunde zu lindern. «Nur

hier im Lepra-Spital bekomme ich die spezialisierte

Behandlung, die ich brauche. Ohne

das Spital wäre ich gestorben. Ich danke allen

meinen Unterstützern! Ich wünsche mir,

dass jeder Leprapatient diese Hilfe erfährt.»

Liebe auf den ersten Blick

Vor fünf Jahren, als er wieder einmal im Spital

ist, passiert das Unglaubliche. Mahwe, eine

junge Frau besucht ihre Grossmutter. Sie will

zu Hause anrufen und Bescheid geben, doch

das Telefon funktioniert nicht. Da fragt sie

Phyo um Hilfe. Natürlich hilft Phyo ihr gern!

Was für ein zeitloser, ja zauberhafter Moment

als sich die beiden begegnen und verlieben.

Zerreisprobe

Ihre Eltern sind gegen eine Heirat, weil Phyo

von Lepra betroffen ist. Doch Mahwe entscheidet

sich für Phyo, heiratet ihn und bekommt

einen Sohn. Ihr kleiner Sonnenschein

ist ein Energiebündel; meist zufrieden mit

sich und der Welt rennt er mit einem Lächeln

auf dem Gesicht herum. Sein Name Chit Yin

Htoo bedeutet «Wenn ich dich anrufe, antworte

mir nur, wenn du mich liebst» oder

«gib mir eine Antwort». Die Begegnung mit

seiner Frau und die Behandlung haben

Phyo’s Leben verändert. Er schöpft Kraft aus

seiner Familie: «Das Zusammenleben mit

meiner Frau und meinem Sohn machen mich

sehr glücklich.» Doch Mahwe zahlt einen hohen

Preis: Seit fünf Jahren darf sie nicht

mehr in ihr Heimatdorf, weil sie mit einem

Leprakranken verheiratet ist. Ihre Familie

will Phyo nicht akzeptieren. Vor zwei Monaten

versuchte Phyo einen Besuch zu machen,

aber sein Schwager schickte ihn weg als er

Phyo’s Behinderung sah. Traurig verliessen

Phyo, Mahwe und ihr Sohn das Dorf wieder.

Wird der Kleine jemals seine Grosseltern und

Verwandten kennenlernen?

Starke Familienbande

Wie liebevoll Phyo und Mahwe miteinander

und ihrem Sohn umgehen! Umso tragischer

ist es, dass die Verwandten von Mahwe

wegen des Stigmas durch Lepra und Phyo’s

Behinderung nicht miterleben, wie ihr Sohn

aufwächst. Tragisch wie wegen Lepra Familien

auseinanderbrechen. Wunderbar wie

Mahwe trotz allem zu Phyo hält und sie so

eine starke Familienbande haben.

i Kinder leiden mit

Wenn ein Elternteil an Lepra

erkrankt, leiden oftmals auch die

Kinder. Aus Angst vor Lepra werden sie

von ihren Freunden, Verwandten und

der Schule ausgeschlossen. Das Stigma

ist gross. Die Lepra-Mission spricht mit

ihnen und klärt über Lepra auf. Wo die

Eltern nicht mehr für die Schulgebühren

aufkommen können, übernimmt die

Lepra-Mission die Kosten.

Wird Phyo‘s Sohn jemals seine Grosseltern kennenlernen?

4 www.lepramission.ch 5



GESCHICHTE

Während ihrer Zeit als Forscherin und Dozentin

analysierte Alice Ball das Chaulmoograöl

und seine chemischen Eigenschaften.

Sie entdeckte eine Methode damit es wasserlöslich

wurde – später als Ball-Methode

bekannt. Ihr entwickeltes Ölextrakt löste

sich im Blutkreislauf auf und war bis in die

1940er Jahre die wirksamste Behandlung

gegen Lepra.

Endlich gewürdigt

Im Jahr 2000 widmete die Universität von

Hawaii Alice eine Tafel vor einem Chaulmoogra-Baum

auf dem Campus. Zu ihrer Ehre

wird alle vier Jahre der 29. Februar als Alice-

Ball-Tag gefeiert. Weitere Auszeichnungen

folgten. Über 100 Jahre später wird ihre

Geschichte endlich erzählt, ihre Arbeit

anerkannt und gewürdigt. Danke Alice!

«Ich arbeite und arbeite –

und trotzdem scheint es,

als hätte ich nichts getan.»

Alice Augusta Ball, 1906

Alice Augusta Ball (1892 – 1916), USA

(Fast) vergessene Heldin

Alice Ball war noch keine 25 Jahre alt, als sie

starb, aber ihre Forschung revolutionierte auf

der ganzen Welt die Behandlung von Lepra.

Lepra - Situation auf Hawaii

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Lepra

eine unheilbare Krankheit und Betroffene

wurden in Leprakolonien isoliert. Wer von

1866 – 1942 die Diagnose Lepra auf Hawaii

erhielt, wurde eingesperrt und auf die Insel

Molokai zwangsumgesiedelt.

Schauspielerin Kiersey Clemons im Kurzilm

«The Ball Method»

Die Ball-Methode

Alice Ball war die erste Frau, und erste Afroamerikanerin,

die einen Master in Chemie

vom College auf Hawaii erhielt. Dort war sie

auch die erste afroamerikanische Chemiedozentin.

Im Alter von 23 Jahren reiste sie ins

Kalihi-Spital auf Hawaii, um bei der Entwicklung

von Leprabehandlungen zu helfen. Das

Öl aus den Samen des Chaulmoogra-Baums

wurde bei Leprapatienten eingesetzt, aber

die Verabreichung war ein Problem.

Plagiat

Als Alice mit 24 Jahren verstarb, konnte sie

ihre revolutionären Forschungsergebnisse

nicht mehr veröffentlichen. Damals setzte

der Präsident der Universität von Hawaii ihre

Arbeit fort und publizierte die Ergebnisse als

seine eigenen – ohne Alice zu würdigen.

Durch ihren frühen Tod erlebte Alice den Erfolg

ihrer Methode nicht mehr. Bereits zwei

Jahre nach ihrem Ableben berichtete ein

Arzt aus Hawaii, dass 78 Leprapatienten als

geheilt aus dem Spital entlassen wurden.

Befreiung

Ab 1866, also 80 Jahre lang, wurden allein

auf Hawaii 8‘000 Patienten mit dieser Methode

behandelt und nicht mehr nach Molokai

geschickt. Zuvor betrachtete man

Lepra-Patienten zivilrechtlich als ‚gestorben‘,

wenn sie ins Exil mussten, weil es keine

Chance auf Heilung gab. Ihre Entdeckung

führte zur Freilassung vieler Menschen aus

den Leprakolonien.

Ein Kurzfilm über Alices Leben

ist 2020 in Englisch erschienen

(«The Ball Method»).

www.facebook.com/theballmethod

6 www.lepramission.ch 7



FORSCHUNG

FORSCHUNG

Hoffnungsschimmer am Horizont

Pandemie verlangsamt Forschung

Prophylaxe soll eine spätere Erkrankung verhindern.

Abgabe von Rifampicin in Nepal.

Weltweit leiden Millionen an Lepra. Ein

neuer Weg im Kampf gegen Lepra ist PEP.

Kombiniert mit einem funktionierenden

Contract-Tracing könnte die Übertragung

von Lepra bis ins Jahr 2035 beendet werden.

Post-Exposure Prophylaxis PEP

PEP verhindert, dass gefährdete Menschen

weniger an Lepra erkranken. Angehörige und

Kontaktpersonen, die länger in einer engeren

Beziehung zu einem Erkrankten standen, erhalten

vorbeugend eine Einzeldosis Antibiotika.

Das können Personen im gleichen Haushalt,

Nachbarn, Freunde oder Arbeitskollegen

sein. Sie zeigen noch keine Symptome, könnten

aber irgendwann doch welche entwickeln.

Studien wecken Hoffnung

Erste Resultate zeigen: Eine vorbeugende

Behandlung mit dem Antibiotika Rifampicin

lässt die Zahl von Neuansteckungen um bis

zu 57 Prozent verhindern. Gleichzeitig werden

andere Antibiotika getestet, um eine

noch höhere Wirksamkeit zu erreichen.

Die Idee einer vorbeugenden Behandlung ist

nicht neu; auch bei anderen Krankheiten wie

HIV, Tollwut, Tetanus, Hepatitis und Milzbrand

wird sie erfolgreich angewendet.

Neue Leprafälle verhindern

An vielen Orten führt das Stigma Lepra zu

Scheidung oder Ablehnung. Erkrankte

zögern, ihr Umfeld zu informieren und zur

Abklärung zu schicken. Mit PEP verändert

sich ihre Einstellung, weil sie nun ihre Liebsten

schützen können. Wir gehen auf sie zu,

behandeln sie mit der Antibiotika-Therapie

und geben gleichzeitig den Kontaktpersonen

die Prophylaxe ab. Gefährdete erreichen

wir so schneller. Besonders Frauen und Kinder

werden oft zu spät untersucht. Die Folge:

spätere Behinderungen. Indem wir sie

frühzeitig behandeln, schützen wir sie vor

lebenslangen Einschränkungen.

200‘000 neue Fälle werden jährlich entdeckt.

Die Zahl sinkt seit Jahrzehnten nicht. Unsere

besten Wissenschaftler streben nun danach,

PEP noch verbreiteter einzusetzen. Wenn

PEP weltweit eingeführt wird, werden Neuansteckungen

während der nächsten Jahren

zurückgehen. Damit rücken wir dem Ziel, die

Übertragung bis 2035 zu stoppen, näher.

! Strategie der WHO

PEP und ein effektives Contact-

Tracing sind nun Teil der Strategie der

Weltgesundheitsorganisation. Mehr dazu

unter www.lepramission.ch/forschung

Forschung ist entscheidend im Kampf gegen

eine Krankheit wie z.B. COVID-19. Die Entwicklung

eines Impfstoffs dauert normalerweise

10 bis 20 Jahre, doch bereits dieses

Jahr wird geimpft. Bei Lepra dagegen, ist

alles anders…

Kein Geschäft mit Lepra

An einer Armutskrankheit wie Lepra verdienen

die Pharmakonzerne zu wenig Geld,

deshalb gehört sie zu den vernachlässigten

Tropenkrankheiten. Die Einführung der

Kombinationstherapie MDT im Jahr 1981

half, Lepra massiv zu reduzieren. Seit 2000

werden die MDT-Antibiotika von Novartis

über die Weltgesundheitsorganisation WHO

gespendet. Doch die Kosten für die medizinische

Versorgung, Rehabilitation und soziale

Integration werden oft nur von Hilfswerken

wie der Lepra-Mission getragen. Ein Drittel

aller Patienten müssen nach einer erfolgreichen

Behandlung wegen Reaktionen und

Behinderungen wieder ins Spital, was weitere

hohe Ausgaben verursacht.

Wenig erforschtes Bazillus

Lepra ist noch immer nicht ganz erforscht.

Ein Impfstoff und andere Behandlungs -

mö glichkeiten werden gesucht. Forschung

soll helfen, mehr Leprafälle zu finden, rechtzeitig

zu behandeln, sowie mehr Menschen

vor einer Ansteckung zu schützen.

Gestoppte Projekte

Weltweit führen wir Studien durch. Diese

wurden aufgrund der Pandemie entweder

verlangsamt oder gestoppt. Wegen Ausgangssperren

können wir z.B. keine Blut- und

andere Proben von Patienten ausserhalb

unserer Spitäler sammeln. Unsere Spitäler

wurden zu COVID-19 Testzentren erkoren

und führen Isolierstationen. Diese zusätzliche

Arbeit bedeutet, dass unser Personal

keine Zeit für die Forschung hat.

Fördergelder ausgesetzt

Grössere Forschungsprojekte sind nur mit

Zuschüssen von Stiftungen und Unternehmen

möglich. Diese warten nun ab, welche

Auswirkungen die Krise auf ihre Einnahmen

hat, bevor sie weitere Gelder bewilligen. Wir

hoffen, dass unserer Arbeit weitergeht und

zu Durchbrüchen führt. Unser Ziel: Die Übertragung

von Lepra bis 2035 unterbrechen.

! Forschung unterstützen

Unterstützten Sie Forschung in

Bangladesch, Nepal und Indien.

Danke! www.lepramission.ch/forschung

8 www.lepramission.ch 9



INTERNATIONAL

SCHWEIZ

Ein Mitarbeiter kümmert sich um einen Leprakranken in Indien nach dem Zyklon Amphan mitten

in der Pandemie.

Motivierte Mitarbeitende

Mit viel Herzblut engagiert sich das Team der

Lepra-Mission, damit Lepra keine Chance

hat.

Die Lepra-Mission führte mit der Firma ‚Agenda

Consulting‘ eine internationale Mitarbeiterbefragung

durch. Dadurch konnten das

Engagement und die Zufriedenheit der erstmals

gemessen werden. Die Ergebnisse waren

so erfreulich, dass es eine Auszeichnung gab.

«Ich würde die Lepra-Mission als guten

Arbeitsplatz empfehlen, sagten 95 Prozent

der über 1’500 Mitarbeitenden der weltweiten

Lepra-Mission. Und sogar 98 Prozent äusserten,

dass sie sich zusätzlich fürs Wohl

der Organisation engagieren würden. Diese

Aussagen und Einstellungen machen mich

als Leiter dankbar und auch etwas stolz. Als

globales Netzwerk investieren wir voller

Elan unsere Zeit und Energie für das Wohl

von leprabetroffenen Menschen», freut sich

Markus Freudiger, Geschäftsleiter Lepra-

Mission Schweiz.

«Motivierte und befähigte Mitarbeitende

sind unerlässlich, damit wir unsere Vision

«Lepra besiegen, Leben verändern» verwirklichen

können. Dafür investieren wir in unsere

Mitarbeitenden und in ihre Arbeitsumgebung,

damit sie im Dienst an den Ärmsten ihr

Bestes geben können.»

Wir tragen Sorge zum Geld

Wir verstehen unsere Arbeit als Berufung.

Unsere Lohnschere ist ausserordentlich tief.

Die ZEWO bestätigt, dass die Lepra-Mission

effi zient mit den ihr anvertrauten Spenden

umgeht. 77,2 Prozent werden für die Projektarbeit

eingesetzt.

Solidarität trotz Corona

2020 war ein herausforderndes Jahr. Die

Pandemie erreichte auch die sonst so sichere

und gut versorgte Schweiz – mit Folgen für

jeden einzelnen von uns.

Geraten nun Leprabetroffene in fernen Ländern

in Vergessenheit? Das fragte ich mich

während des Lockdowns, im Frühling 2020.

Dann erlebten wir viele kleine und grosse

Wunder. Jetzt ist es Zeit ‘Danke’ zu sagen.

Denn trotz Krankheit, Isolation und finanziellen

Nöten, flammte 2020 eine loderndes Licht

der Solidarität auf. Dank Ihrem Beitrag konnten

wir Menschen mit Lepra weiterhin zur Seite

stehen und sogar zusätzlich Nothilfe von über

130'000 Franken leisten. Das ist wunderbar!

Generalversammlung

24. April 2021, Nachmittag

Wir laden Sie herzlich nach Herzogenbuchsee

ein.

Aufgrund der Pandemie können wir

nicht bestimmen, ob eine ‚physische‘

Versammlung dann möglich ist. Wir

bitten Interessenten und Mitglieder

diesen Termin vorzumerken. Aktivmitglieder

werden schriftlich eingeladen.

Informieren Sie sich zur gegebenen

Zeit unter www.lepramission.ch/

veranstaltungen oder rufen Sie uns an

(Tel. 062 961 83 84).

Danke!

Unerwartet erreichten uns grosszügige Legate.

Spender, die bewusst die Lepra-Mission in

ihrem Testament eingesetzt haben. Sie tun

damit unvorstellbar viel Gutes über ihren

Tod hinaus. So können wir in Krisen unbürokratisch

und schnell reagieren. Ein ordentlich

verfasstes Testament hilft

auch den Angehörigen, schafft

klare Verhältnisse. Wir bieten Ihnen

kostenlos unseren Ratgeber

«Herzensangelegenheit» dazu an.

Bei Fragen bin ich gerne persönlich für Sie da.

Markus Freudiger

Geschäftsleiter

Direkt 062 961 83 86

m.freudiger@lepra mis sion.ch

Herzensangelegenheit

WissensWertes Über das erbrecht

und tipps fÜr das schreiben ihres testamentes

1. Welt-Lepra Gebetstag

12. Mai 2020, 17.00–18.00 Uhr

Rund um den Globus beten Freunde

und Unterstützer der Lepra-Mission für

Menschen mit Lepra. Beten Sie mit uns.

Im Rahmen des «Day of Prayer» der

weltweiten Lepra-Mission stehen wir

in der Fürbitte für Leprabetroffene ein.

In der Deutschschweiz wird das

Gebetstreffen online stattfinden.

Den Link sowie Gebetsanliegen

finden Sie unter

www.lepramission.ch/veranstaltungen

10



SPIEL

Buchstaben-Sudoku Nr. 22

Im Buchstaben-Sudoku ist das Wort «ALICE» versteckt.

Alice Augusta Ball († 1916) entwickelte ein injizierbares

Ölextrakt aus dem Samen des Chaulmoogra Baums,

das bis in die 1940er Jahre die wirksamste Behandlung

von Lepra war. Erst Jahrzehnte später wurde ihre Arbeit

richtig anerkannt.

Die Lepra-Mission würdigt Alice Ball als Frau, die

Tausenden von Leprakranken Heilung und Freiheit

schenkte. Ihre Geschichte finden Sie auf Seite 6.

Forschung ist auch heute noch zentral, um Lepra zu

heilen und die Übertragung zu stoppen. Wir investieren

in die Zukunft, damit Lepra bald der Vergangenheit

angehört. Helfen Sie mit – danke für Ihre Spende.

Wenn Sie das Sudoku vervollständigen, können Sie

das Wort «ALICE» aufdecken. Es kann waagrecht von

links nach rechts oder senkrecht von oben nach unten

lesbar sein. Viel Spass beim Knobeln!

1 2 3 4 5 6 7 8 9

a A F C B

b F A E

c L G C I A

d C D I L

e G B F D

f A B D L

g

h B G

i D B C I

Spielanleitung

Buchstaben-Sudoku:

Füllen Sie die leeren Felder so

aus, dass in jeder Zeile, in jeder

Spalte und in jedem «3x3»-Quadrat

folgende Buchstaben je einmal

stehen:

A B C D E H I K S

Einsenden und gewinnen

Wo taucht das Wort «ALICE» auf?

Geben Sie uns die Position der

Felder anhand der blauen kleinen

Buchstaben links und den Zahlen

oberhalb des Sudoku-Rasters an.

Senden Sie uns die Lösung (z.B. i2–6

oder 3a–e) sowie Ihren Namen und

Ihre Adresse per E-Mail oder Post zu.

Die drei Gewinner werden verlost

und in der nächsten Ausgabe von

«Lepra Heute» veröffentlicht.

Zu gewinnen sind eine von drei handgefertigten

Einkaufstaschen aus

Stoff, hergestellt im Lepra-Rehazentrum

in Hubli, Indien.

Einsendeschluss: 28. Februar 2021

Einsenden an: info@lepramission.ch

oder Evangelische Lepra-Mission,

Postfach 175, 3360 Herzogenbuchsee.

Vielen Dank allen, die beim letzten

Sudoku (Nr. 21) teilgenommen

haben. Die richtige Antwort lautete:

d4–8.

Die Verlosung gewonnen haben:

Frieda Di Labio / Huttwil, Elisabeth

Kälin / Baar, Monika Soccal /

Wigoltingen

Wir gratulieren herzlich!

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