CD-Booklet Concert aperitif du Piano mit Philipp Scheucher

hellmund

Auf zwei CDs erklingt die Brillanz eines Bösendorfer Konzertflügels mit Musik von Beethoven, List, Schubert, Zerline Erfurt und Stravinsky. Die beschreibenden Texte in deutsch, englisch und französisch laden Musikfreunde in der ganzen Welt ein, sich dem Genuss des Schönen hinzugeben.

Concert apéritif u Piano

Philipp Scheucher

Hortensienreise Normandie


Hydrangea macrophylla 'Constellation'


Philipp Scheucher

spielt | plays | joue

Franz Schubert

Ludwig van Beethoven

Franz Liszt

Zerline Erfurt

Igor Strawinsky

Seite 3


CD 1

1

2

3

4

5

6

7

8

Franz Schubert (1797-1828)

Wanderer-Fantasie D 760 in C-Dur

I. Allegro con fuoco 6:08

II. Adagio („Der Wanderer“) 6:46

III. Presto 5:01

IV. Allegro 3:42

Franz Liszt (1811-1886)

aus Études d’exécution transcendante

IV. Mazeppa 7:52

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate Nr. 23 in f-Moll op. 57 „Appassionata“

I. Allegro assai 10:02

II. Andante con moto

III. Allegro ma non troppo 13:33

Franz Liszt

Consolation Nr. 3 4:31

Total 57:35

Seite 4


CD 2

1

2

3

4

5

6

7

8

Ludwig van Beethoven/Franz Liszt

Sinfonie Nr. 5 in c-Moll op. 67 „Schicksal“

I. Allegro con brio 7:30

Zerline Erfurt (1907-1990)

Sonata quasi fantasia op. 15

I. Allegro molto 3:48

II. Larghetto 4:25

III. Animato 3:40

Franz Liszt

Nuages gris (Trübe Wolken) 3:04

Igor Strawinsky (1882-1971)

Trois Mouvements de Pétrouchka

I. Danse russe 2:45

II. Chez Pétrouchka 5:02

III. La semaine grasse 9:14

Total 39:33

Seite 5


Tours fabuleux!

– Anke Mattern –

Momentum

Inspiration

L‘image

Seite 6


„Verständnis des Schönen und Begeisterung für das Schöne sind eins.“

– Marie von Ebner-Eschenbach 1830-1916, Österreichische Schriftstellerin –

„Concert apéritif du Piano“ überbringt

dieses „Schöne“ einzigartig in einem unvergesslichen

Solo Recital von Philipp

Scheucher auf der Tours fabuleux! Gartenreise

zur Hortensienblüte in der Normandie.

Hochachtung, Schönheit und Bewunderung

versinnbildlichen durch die Jahrhunderte

den ebenfalls einzigartigen „Charme“ von

Hortensien!

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts trat die

Hortensie ihre Reise aus Asien nach Europa

an. Ihr Name stammt von dem im Burgund

geborenen Pflanzenkundler Philibert Commerson

(1727-1773). Es heißt, dass er die Blume

nach einer Dame benannte – Hortense

de Nassau – der Tochter des Prinzen von

Nassau, zu der er eine herzliche Beziehung

pflegte. Er entdeckte diese Pflanze als er

auf der königlichen Fleute „L’Étoile“ 1767

unter dem Kommando von Louis Antoine

de Bougainville die Welt umsegelte.

Das „mauve légère“, der aus dem französischen

Angers stammenden Hortensiensorte

'Cousine Louise' – Titelmotiv –

spiegelt dieses „Schöne“ mit diesem

„Charme“ in besonderer Art und Weise!

Es definiert mit botanischer Eleganz die

Seele des Gartenreisen „Erleben und Genießen“,

das schöne Wort „fabuleux“ und

die virtuose Brillanz des eigens für diese

Reise erdachten „Concert apéritif du Piano“!

Das Verbindende ist das Schöne!

In seiner Theorie der „Metamorphose der

Pflanzen“ entwickelt Johann Wolfgang von

Goethe (1782-1832) „… ein Prinzip, das alle

Einzelheiten durchdringt und bei dem jeder

Teil den anderen belebt.“ Im „Faust“ heißt

es: „Wie alles sich zum Ganzen webt, Eins in

dem andern wirkt und lebt!“

Seite 7


"Understanding the beautiful and enthusiasm

for the beautiful are one."

– Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Austrian writer –

"Concert apéritif du Piano" presents this

"beauty" in a unique and unforgettable solo

recital by Philipp Scheucher on the Tours

fabuleux! Garden Tour to Normandy during

the hydrangeas‘ blooming season.

Over the centuries, respect, beauty and admiration

have epitomized the truly unique

"charm" of the hydrangeas!

The hydrangea began its journey from Asia

to Europe at the end of the 18th century.

The botanist Philibert Commerson (1727-

1773), born in Burgundy, is said to have

named the flower after a lady, Hortense

de Nassau, the daughter of the Prince of

Nassau, with whom he had an affectionate

relationship. He discovered this plant while

circumnavigating the world on the royal

fluyt "L’Etoile" in 1767, under the command

of Louis Antoine de Bougainville.

The "mauve légère" – the title motif of the

hortensia variety 'Cousine Louise' from Angers,

France reflects this "beauty" and this

"charm" in a very special way! In all its botanical

elegance, it defines the soul of a garden

tour "to experience and to enjoy". This

is also reflected in the beauty of the word

"fabuleux" and the brilliant and masterful

solo recital "Concert apéritif du Piano", conceived

especially for this tour.

What unifies is the beautiful!

In his theory of the "Metamorphosis of

Plants" Johann Wolfgang von Goethe (1782-

1832) developed "…a principle that permeates

all details and in which each part enlivens

the other". In "Faust" he explains:

"How each to the Whole its selfhood gives,

one in the other works and lives!"

Seite 8


« La compréhension de la beauté et l'enthousiasme

pour la beauté ne font plus qu'un. »

– Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Écrivain autrichien –

« Concert apéritif du Piano » porte cette

beauté uniquement dans un récital solo

inoubliable de Philipp Scheucher lors du

voyage des jardins des Tours fabuleux!

consacré à la floraison des hortensias en

Normandie.

Le respect, la beauté et l'admiration symbolisent

à travers les siècles parfaitement

le charme des hortensias.

L'hortensia a débuté son voyage de l'Asie

vers l'Europe dès la fin du 18ème siècle.

Son nom provient du botaniste d'origine

bourguignonne – Philibert Commerson

(1727-1773). L‘histoire raconte, que Philibert

Commerson a nommé cette fleur « hortensia

», nom d’une dame, Hortense de Nassau,

la fille du prince de Nassau – avec laquelle

il entretenait une relation affectueuse. Il a

découvert cette plante en faisant le tour du

monde à bord de la flûte royale « L'Étoile »

en 1767 sous le commandement de Louis

Antoine de Bougainville.

La « mauve légère » représentée sur l'image

de couverture est la variété d'hortensia

'Cousine Louise', originaire de la ville d'Angers,

en France, reflétant parfaitement

cette « beauté » et ce « charme » si particuliers.

Cette beauté florale définit l’âme

du voyage des jardins, associée à la devise

« vivre et apprécier » et où le mot « fabuleux

» prend ici toute sa valeur. L’excellence

est atteinte grâce au « Concert apéritif du

Piano » spécialement conçu pour ce voyage

par Philipp Scheucher.

L’element qui sert de lien est la beaute!

Dans sa théorie de la « Métamorphose des

Plantes », Johann Wolfgang von Goethe

(1782-1832) a également développé un principe

qui imprègne tous les détails et dans

lequel chaque partie vient animer l'autre.

Dans « Faust », il est écrit « que de mouvement

au sein de l'univers! Comme toutes les

choses concourent à une même fin, et vivent

l'une dans l'autre d'une même vie! »

Seite 9




Solo Recital

– Philipp Scheucher –

Schubert

Liszt

Beethoven

Erfurt

Strawinsky

Seite 12


CD 1

Ein junger Mann bricht auf in die Welt, um

den Reichtum der Natur zu entdecken. Unbeschwert

und vollen Mutes beginnt seine

Reise und er erblickt die Schönheit dieser

Welt. Berge, Wiesen, Bäche und schier

endlose Täler erstrecken sich vor seinen

Augen. Franz Schubert erschafft in seiner

„ Wanderer-Fantasie“ eine unverkennbare

Kulisse. Doch auch die Angst und Einsamkeit

werden zum Thema, die Schubert geschickt

auszudrücken vermag. Dabei verwendet

er als musikalisches Zitat das aus

seiner eigenen Feder stammende Lied „Der

Wanderer“ – die Grundlage für den intimen

zweiten Satz in Variationsform und der musikalische

Motor für das einprägsame daktylische

Metrum. Das typische Spiel von

Dur und Moll, Einsamkeit und Trauer sowie

Hoffnung und Freude sind stets im Zwiegespräch

miteinander. Schubert beschreibt

ein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen,

in dem schließlich die Lebensfreude überwiegt

und den jungen Wanderer im strahlenden

Schlussakkord in C-Dur sein Glück in

dieser Welt finden lässt.

Eine ganz andere Reise widerfährt dem

Protagonisten in Franz Liszts „Mazeppa“,

die zum Albtraum werden soll. Liszt beschreibt

eine Episode aus dem Leben des

ukrainischen Kosaken-Hauptmannes Iwan

Mazeppa nach dem Gedicht des französischen

Dichters Victor Hugo. Die Geschichte

des damalig jungen Pagen beginnt mit

der verbotenen Liebschaft mit einer Magnatengattin

und wandelt sich zur Leidensgeschichte:

Als Strafe für den Betrug wird

er nackt - Rücken an Rücken - an ein Pferd

gebunden. Mit Peitschenhieben wird es in

die Wüste getrieben und Mazeppa soll seinen

qualvollen Tod finden. Liszts schrille Arpeggien,

vorwärtsdrängende musikalische

Sechzehntelketten und hoch virtuose Oktaven

versetzen den Zuhörer sofort in diese

Szene des Schmerzes. Der Todesritt windet

sich in die Höhe und der Schmerz treibt

sich ins Unerträgliche. Mit seinen letzten

Atemzügen fleht er nach Vergebung - die

Seufzer lässt Liszt rezitativartig in seinem

musikalischen Gedicht erklingen. Mazeppa

fällt. Doch dann geschieht das Wunder und

Seite 13


die ersehnte Erlösung wird zur Rettung.

Nach der Befreiung von kosakischen Reitern

wird er zum König des Volkes ernannt.

"Il tombe enfin! ... et se relève Roi!" - zitiert

Franz Liszt am Ende seiner Episode. ("Er

fällt schließlich und erhebt sich als König!")

Kein triumphales Ende nimmt der innere

und leidenschaftliche Konflikt mit dem

Schicksal in der „Appassionata“ von Beethoven.

Die Sonate wirkt wie ein Spiegel seiner

selbst – der zunehmende Gehörverlust,

das innere Ringen und eine Überwältigung

der Gefühle sind bei Beethoven nicht nur

hörbar, sondern auch spürbar. So plastisch

wirkt diese Sonate und schon mit den ersten

drei Tönen taucht man ab in eine dunkle

Unterwelt des Unterbewusstseins. Das

Schicksal klopft an die Tür und auch ein

Hoffnungsschimmer des 2. Satzes schafft

es nicht, sich vom Kampf zu befreien.

Als Tröstung für diese Leidensgeschichten

folgt die Consolation Nr. 3 von Franz Liszt.

Die Musik erinnert an die Schönheit einer

blühenden Blume.

Seite 14

CD 2

„Es fehlte wenig, und ich endigte selbst

mein Leben – nur sie, die Kunst, sie hielt

mich zurück.“ (Beethoven, Heiligenstädter

Testament 1802)

Beethovens Schicksalssinfonie entstand

1808, einige Jahre nach diesem Zitat. Abermals

klopft das Schicksal an die Tür – es

gibt Anklänge und Erinnerungen an die

„Appassionata“ und „Mazeppa“. Das wahrscheinlich

berühmteste Werk in der Musikgeschichte

fasste Franz Liszt kongenial

zusammen und ersetzt mit der Klaviertranskription

ein ganzes Orchester. Keinem

anderen gelingt es, ein so geniales Werk

ebenso genial als Klavierwerk darzustellen

ohne es in jeglicher Form zu mindern oder

zu reduzieren. Beethoven als auch Liszt

erscheinen hier in der vollsten Blüte ihrer

selbst und trotzen allen Gefahren des Lebens.

Ein Rebell und ein Virtuose scheinen

vereint.

Mit der „Sonata quasi fantasia“ erklingt ein

Juwel der klassischen Klaviermusik. Der Titel

erinnert noch an Beethovens „Mond-


scheinsonate“, doch mit der Komponistin

Zerline Erfurt lässt sich eine Brücke von

ihrer Heimatstadt Graz in Österreich nach

Frankreich und der Tradition der Salonmusik

herstellen. Kein Wunder, da sie als Komponistin,

Pianistin, Geigerin und Pädagogin

den vom Vater gegründeten Musiksalon Erfurt

im Herzen von Graz fortführte. Es erklingt

dieses hoch romantische Werk mit

wilden Kaskaden und einem Schwall der

Gefühle – leidenschaftlich, zärtlich, ungestüm.

Ein klassisches Wechselspiel von

männlichem und weiblichem Gefühl entsteht

und wird zusammengehalten vom

Einleitungsmotiv, welches als Bindeglied

agiert. Es steht als Zeichen für die Gleichheit

der Geschlechter und der Menschen im

Einklang mit der Natur.

Bevor wir in der reichen Klangwelt von

Strawinsky ankommen, hüllen Franz Liszts

„Nuages gris“ (Trübe Wolken) alles ein. Die

ehemals so auszeichnende Virtuosität des

Komponisten entschwindet und eine völlig

neue Klangsprache wird entwickelt. Es

geht nicht mehr um Noten, sondern um Geräusch,

Stimmung und Bilder – eine Vorbereitung

auf die drei Bilder in „Pétrouchka“

bei Strawinsky.

Drei Puppen werden zum Leben erweckt.

Der Schauplatz ist ein St. Petersburger

Jahrmarkt während der Fastnachtszeit. Ein

Gaukler führt dem neugierigen Publikum einen

magischen Zauber vor und lässt seine

Puppen tanzen (Danse russe) – die Hauptfigur

Petruschka, die Ballerina, die von Petruschka

umworben wird und der Mohr, als

der vor Kraft strotzende Gegenspieler. Die

anfangs mechanischen Bewegungen der

Protagonisten wandeln sich schnell um und

Petruschka bekommt menschliche Gefühle.

In seiner Gefühlswelt finden wir uns im

zweiten Satz wieder (Chez Pétrouchka), wo

er, vom Gaukler eingepfercht, über die unerwiderte

Liebe der Ballerina trauert und

seine Seufzer bis hin zu schrillen Klagerufen

erklingen lässt. Der große Tumult des Jahrmarktes

im dritten Satz (La semaine grasse)

mit all dem Farbenreichtum, welchen Strawinsky

collagenhaft darstellt, endet mit

dem plötzlich brutalen Schlag des Mohren

auf Petruschka. Selbst als der Gaukler zeigt,

dass alles nur ein Zauber war und es sich

nur um Puppen handelt, hat die Menschwerdung

Petruschkas stattgefunden. Losgelöst

vom Schicksal bleibt sein Geist übrig

und macht dem Gaukler eine lange Nase.

Seite 15


CD 1

A young man sets off on a journey into the

world and discovers the richness of nature.

He begins his journey carefree and full of

courage as he encounters the beauty of the

world. Mountains, meadows, streams and

seemingly endless valleys stretch before his

eyes. In his "Wanderer Fantasy" Franz Schubert

paints an incomparable landscape. Yet,

as Schubert skillfully expresses, fear and

loneliness are also a part of the journey. He

thus cites his own song "Der Wanderer" as

a musical quotation, whose variations form

the basis of the intimate second movement

and act as musical catalysts for the memorable

dactylic metre. The typical play of major

and minor, loneliness and grief as well

as hope and joy are always in dialogue with

each other. Schubert describes a life with all

its ups and downs, in which finally the joy of

life prevails and the young wanderer finds

his happiness in this world, expressed in the

radiant final C major chord.

The protagonist of Franz Liszt's "Mazeppa",

undergoes a completely different journey,

destined to become a nightmare. Based on

the poem by the French poet Victor Hugo,

Liszt describes an episode in the life of the

Ukrainian Cossack captain Ivan Mazeppa.

The story of the then young page begins

with a forbidden love affair with a noble

lady and turns into a tale of woe: as punishment

for the betrayal, he is stripped naked

and tied on his back to the back of a

horse. In a fury of lashing whips, the horse

is driven into the desert where Mazeppa is

to meet his agonizing death. With Liszt’s

shrill arpeggios, surging semiquavers and

highly masterful octaves, the listener is instantly

transported to this painful scene. As

the ride of death winds its course, the pain

becomes unbearable. With his last breaths

he begs for forgiveness – the sound of his

sighs portrayed as a recitative in Liszt’s

musical poem. Mazeppa falls. But then a

miracle occurs: the longed-for redemption

becomes salvation. Liberated by Cossack

horsemen, he is appointed king of the

Seite 16


CD 2

people. "Il tombe enfin! ... et se relève Roi!"

- quotes Franz Liszt at the end of his episode.

("In the end he falls and rises as king!")

In Beethoven's "Appassionata", the inner

passionate conflict with fate finds no triumphant

ending. The sonata acts as Beethoven’s

mirror – reflecting his increasing

deafness, his inner struggle and his overpowering

emotions which in his work are

rendered not only audible, but palpable.

The sonata is so vivid that already with

the first three notes one is immersed in

the dark underworld of the subconscious.

As fate knocks at the door, even a glimmer

of hope in the second movement fails to

free itself from the struggle.

As solace for these tales of sorrow, Consolation

No. 3 by Franz Liszt follows. The music

is reminiscent of the beauty of a blooming

flower.

"There was little missing, and I would have

ended my life – only it, the art, it held me

back." (Beethoven, Heiligenstadt Testament

1802)

Beethoven's Symphony of Fate was composed

in 1808, some years after this quotation.

Once again, fate knocks at the door

– there are echoes and memories of the

"Appassionata" and "Mazeppa". Franz Liszt

brilliantly compiles what is probably the

most famous work in the history of music

and replaces an entire orchestra with his

piano arrangement. No one else succeeds

in presenting such a magnificent work as a

piece for piano so brilliantly, without diminishing

or reducing it in any way. In defiance

of all of life's dangers, Beethoven as well

as Liszt appear here in the fullest bloom

of themselves. A rebel and a virtuoso appear

united.

The "Sonata quasi fantasia" is a jewel of

classical piano music. While the title is reminiscent

of Beethoven's "Moonlight Sonata",

Seite 17


here the composer Zerline Erfurt creates a

bridge from her hometown Graz in Austria

to France in the tradition of salon music.

It's no wonder, given that as a composer,

pianist, violinist and teacher she continues

the work of the Erfurt Music Salon that her

father founded in the heart of Graz. This

highly romantic work resounds with wild

cascades and a flood of emotions - passionate,

tender, impetuous. A classical interplay

of male and female emotion is created and

held together by the introductory motif,

which acts as a link. It stands as a symbol

for the equality of the sexes and of human

beings in harmony with nature.

Before we arrive in the rich soundscape of

Stravinsky, Franz Liszt's "Nuages gris" (Grey

Clouds) envelops everything. The composer's

formerly distinctive virtuosity disappears

in the development of a completely

new tonal language. It’s no longer about

notes, but about sound, mood and images –

a prelude to the three scenes of Stravinsky's

"Pétrouchka".

Three puppets are brought to life. The scene

is a St. Petersburg fair during the carnival

season. Before a curious audience, a magician

performs a magic spell which makes

his puppets dance (Russian Dance). These

are Petrushka, the ballerina – courted by

Petrushka, and the Moor, as the forceful

opponent. The initially mechanical movements

of the protagonists quickly change

as Petrushka develops human feelings.

We find ourselves in his emotional world

in the second movement (Petrushka’s

Room), where penned in by the magician,

he mourns the unrequited love of the ballerina

– his sighs ringing out and escalating

to sorrowful lamentations. In the third

movement (The Shrovetide Fair), the great

tumult of the fair, with all the richness of

color that Stravinsky depicts in collage-like

fashion, ends with Petrushka succumbing

to the Moor's sudden fatal blow. Even as the

magician shows that all was just magic and

the characters only puppets, Petrushka's

human incarnation had still taken place.

Freed from fate, his spirit remains and he

defiantly thumbs his nose at the magician.

Seite 18


CD 1

Un jeune homme part à la découverte des

richesses de la nature. Insouciant et plein

de courage, son voyage débute et il perçoit

la beauté de ce monde. Des montagnes,

des prairies, des ruisseaux et des vallées

presque infinies s'étendent sous ses yeux.

Franz Schubert crée un cadre unique dans

son « Wanderer Fantasie », ( « Fantaisie du

voyageur » ).

Toutefois, la peur et la solitude deviennent

également un sujet, que Schubert exprime

habilement. Il utilise comme citation musicale

la chanson provenant de sa propre

plume « Der Wanderer » - la base du second

mouvement intime sous forme de variation

et le moteur musical du mètre dactylique

saisissant. Le jeu typique d’accords majeur

et mineur, la solitude et la tristesse ainsi

que l'espoir et la joie sont en dialogue

constant les uns avec les autres. Schubert

décrit une vie avec tous ses hauts et ses

bas, dans laquelle au final la joie de vivre

prévaut et permet au jeune voyageur de

trouver son bonheur dans ce monde et de

s'envoler dans un accord final en do majeur

saisissant.

Le protagoniste de « Mazeppa » de l'œuvre

de Franz Liszt est confronté à un tout autre

parcours qui va s’avérer être un vrai cauchemar.

Liszt décrit un épisode de la vie

du capitaine cosaque ukrainien Iwan Mazeppa

d'après le poème du poète français

Victor Hugo. L'histoire du jeune page de

l'époque débute par une histoire d'amour

interdite avec la femme d'un Magnat et

se transforme en un récit de malheur : En

guise de punition pour sa trahison, il se voit

attaché nu – dos à dos – à un cheval. A

coups de fouet, il est conduit dans le désert

ou Mazeppa doit affronter une mort

agonisante. Les arpèges stridents de Liszt,

l’enchaînement de « doubles – croches »

et les octaves virtuoses transportent immédiatement

l'auditeur dans cette scène

de souffrance. La course à la mort s'achève

et la douleur devient insupportable. Dans

ses derniers soupirs, il implore le pardon

– Liszt laisse les soupirs sonner comme un

récitatif dans son poème musical. Mazeppa

s’écroule. Toutefois, le miracle se produit

et le secours tant attendu devient le salut.

Après la libération des cavaliers cosaques,

il est nommé roi du peuple. "Il tombe enfin !

... et se relève Roi !" - cite Franz Liszt à la fin

de son épisode.

Seite 19


Le conflit interne et passionnel avec le destin

ne connaît pas de fin triomphale dans l'

« Appassionata » de Beethoven. La sonate

agit comme un miroir d'elle-même – la

perte croissante de l'audition, la lutte intérieure

et un envahissement d'émotions

sont non seulement audibles mais aussi

palpables dans la musique de Beethoven.

Cette sonate est si vivante que les trois

premières notes permettent une immersion

totale dans un monde sombre du

subconscient. Le destin frappe à la porte

et même une lueur d'espoir dans le second

mouvement ne parvient pas à se libérer

de la lutte. S’en suit en guise de

consolation pour ces récits dramatiques, la

Consolation n° 3 de Franz Liszt.

CD 2

« Il en manquait peu, et je mettais fin à ma

propre vie - c'est l'Art, et seulement lui, qui

m'a retenu ». – Beethoven, Testament de

Heiligenstadt 1802

La Symphonie du destin de Beethoven a été

composée en 1808, quelques années après

cette citation. Une fois de plus, le destin

frappe à la porte – il y a des résonances et

des souvenirs à l' « Appassionata » et à la

« Mazeppa ». Probablement l'œuvre la plus

célèbre de l'histoire de la musique, Franz

Liszt l'a résumée de façon sympathique, en

remplaçant un orchestre entier par la transcription

au piano. Personne d'autre ne réussit

à interpréter une œuvre aussi brillante

de la même manière ingénieuse au piano

sans la diminuer ou la réduire sous quelque

forme que ce soit. Beethoven ainsi que Liszt

apparaissent ici en pleine efflorescence et

défient tous les dangers de la vie. Un rebelle

et un virtuose semblent unis.

La « Sonata quasi fantasia » est un joyau

de la musique classique pour piano. Le

Seite 20


titre fait encore penser à Beethoven, cependant

avec Zerline Erfurt, un lien peut

être tissé entre sa ville natale de Graz en

Autriche et la France ainsi que la tradition

de la musique de salon. Peu surprenant,

étant donné qu'elle a poursuivi en tant

que comme compositrice, pianiste, violoniste

et professeur au Musiksalon Erfurt à

Graz, fondé par son père. Cette œuvre regorge

de romantisme aux cascades sauvages

et torrent d'émotions - passionnées,

tendres, impétueuses. Une alternance de

sentiments masculins et féminins émarge

et y est maintenue par l’introduction qui

sert de chaînon. C’est sensé être un signe

de l’égalité des sexes des êtres humains en

harmonie avec la nature.

Avant d’atteindre dans le somptueux

monde sonore de Stravinsky, le « Trübe

Wolken » (Nuages Gris) de Franz Liszt vient

envelopper le tout. La virtuosité autrefois

si distinguée du compositeur disparaît et

un langage sonore entièrement nouveau

est alors élaboré. Il ne s'agit plus de notes

mais de son, d'ambiance et d'images –

une préparation pour les trois tableaux de

« Pétrouchka » de Stravinsky.

Trois poupées prennent vie. La scène : une

foire de Saint-Pétersbourg durant la période

du carnaval. Un vieux mage exécute

un tour de magie pour le public curieux

et fait danser ses poupées (Danse russe) :

Petrouchka, la ballerine qu'il a courtisée et

– en tant qu'adversaire débordant de force

– le Maure. Les mouvements d'abord mécaniques

des protagonistes évoluent rapidement

et Petrouchka éprouve des sentiments

humains. Nous nous retrouvons dans

le deuxième mouvement (Chez Pétrouchka)

au cœur de son univers émotionnel pleurant

l'amour non réciproque de la ballerine

et laisse ses soupirs et des lamentations

stridentes résonnés. Le grand tumulte

de la foire dans le troisième mouvement

(La semaine grasse), avec toute la richesse

des couleurs que Stravinsky dépeint sous

forme de collage, se termine par le coup

brutal que le Maure porte à Petrouchka.

Même lorsque le mage démontre que tout

n'était que magie et qu'ils ne s’agit que de

poupées, l'incarnation de Petrouchka a lieu.

Détaché du destin, son esprit reste et fait

un pied de nez au mage.

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Danke! Thank you! Remercie !

Pianist / pianiste – Philipp Scheucher – www.philippscheucher.com

Konzertflügel – 280VC Vienna Concert – Bösendorfer – www.boesendorfer.com

Betreuung / Support – Gerd Finkenstein – www.fluegelfink.de

Toningenieur / Sound Engieneer – Frank Michael Worbs, 31595 Steyerberg, Germany

Grafikdesign / Artwork – Liane Hellmund – www.lianehellmund.de

Photos Philipp Scheucher – © Christa Strobl | Photos Hortensien © Anke Mattern

Idee, Realisation und Arrangement – Anke Mattern – www.tours-fabuleux.de

In Cooperation with

Anke Mattern – Tours fabuleux UG

Postfach 13, 31595 Steyerberg, Germany

info@tours-fabuleux.de | www.tours-fabuleux.de

Titel-Motiv / l'image de couverture – Hydrangea macrophylla 'Cousine Louise'

Motiv Booklet / motif de livret – Hydrangea macrophylla 'Constellation'


„Die Musik

drückt das aus,

was nicht gesagt werden

kann und worüber

zu schweigen

unmöglich ist.“

– Victor Hugo –

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