10. November 2019
- An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt - 60 Millionen Euro für Kinderbetreuung - Neues Studentenheim in spätbarocker Villa - Jesuiten-Refektorium: Noch geht es beim Geisterhaus ums Geld - Millionstes Buch in der Grazer Stadtbibliothek ausgeliehen - KAGes: 168 Anästhesisten im Einsatz - Neue Thai- & Beer-Bar bei der FH Joanneum - Junkerpräsentation 2019
- An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt
- 60 Millionen Euro für Kinderbetreuung
- Neues Studentenheim in spätbarocker Villa
- Jesuiten-Refektorium: Noch geht es beim Geisterhaus ums Geld
- Millionstes Buch in der Grazer Stadtbibliothek ausgeliehen
- KAGes: 168 Anästhesisten im Einsatz
- Neue Thai- & Beer-Bar bei der FH Joanneum
- Junkerpräsentation 2019
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<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 1
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong>, AUSGABE 45<br />
Zum Wein<br />
So viele Weinliebhaber und Promis wie<br />
selten zuvor kamen zur Junkerpräsentation<br />
und waren begeistert. 28<br />
Zum Weinen<br />
Gemeinsam mit der Arbeiterkammer<br />
kämpfen wir gegen das zunehmende<br />
Mobbing unter Kindern. 14–17<br />
An jedem dritten Unfall in Graz ist ein Radfahrer beteiligt<br />
Achtung!<br />
Wrumms. Grazer Radfahrer leben gefährlich. Verkehrsexperten bestätigen, dass bereits an jedem dritten Verkehrsunfall ein Radfahrer beteiligt<br />
ist. Zudem steigt der Anteil an Schwerverletzten alarmierend an. Landesrat Anton Lang fordert ein sichereres Angebot für die Biker. SEITEN 4/5<br />
GETTY (2), LUEF
2 die seite zwei<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
E D I T O R I A L<br />
von<br />
Tobit<br />
Schweighofer<br />
✏ tobit.schweighofer@grazer.at<br />
In der Zukunft<br />
liegt<br />
die Kraft<br />
F<br />
rüher war alles, wenn<br />
schon nicht besser,<br />
dann zumindest anders.<br />
Und wie die Zukunft aussehen<br />
wird, verschließt sich vor dem<br />
Hintergrund von Cybertechnologie,<br />
Biomechanik und<br />
ständig wachsenden Computerintelligenzen<br />
ohnehin völlig<br />
unserer Vorstellungskraft. Das<br />
betrifft auch unser Wahlverhalten.<br />
Im 20. Jahrhundert gab<br />
jede Ideologie, ob liberal,<br />
kommunistisch oder sogar<br />
faschistisch, den Menschen<br />
das Gefühl, ihre eigene<br />
Zukunft zu gestalten. Heute<br />
haben viele gewöhnliche<br />
Menschen das Gefühl, keinen<br />
Einfluss auf die Zukunft zu<br />
haben. Und genau das<br />
scheinen die Wahlkampfstrategen<br />
unserer Landtagsspitzenkandidaten<br />
herausgefunden<br />
zu haben und versuchen,<br />
so etwas wie ein Mitbestimmungsrecht<br />
der Bürger auf die<br />
Zukunft zu vermitteln. Sowohl<br />
SP-Chef Michael Schickhofer<br />
(„Jetzt Zukunft wählen“) als<br />
auch FP-Spitzenkandidat<br />
Mario Kunasek („Zukunft<br />
gestalten!“) und die Grüne<br />
Sandra Krautwaschl („Machen<br />
wir Zukunft“) machen das mit<br />
ihren Slogans deutlich.<br />
Lediglich Landeshauptmann<br />
Hermann Schützenhöfer<br />
(„Unserer“) setzt hier auf<br />
Beständigkeit. Um Inhalte geht<br />
es im Wahlkampf schon lange<br />
nicht mehr. Man darf aber<br />
trotzdem gespannt sein,<br />
welchem Gefühl die Steirerinnen<br />
und Steirer am Wahlsonntag<br />
folgen werden.<br />
Tobit Schweighofer, Chefredakteur<br />
Keine Kügelchen<br />
mehr im<br />
Bart, dafür<br />
Milchschaum-<br />
Spuren auf<br />
Nase und<br />
Lippen. Roland<br />
Düringer beim<br />
Sonntagsfrühstück.<br />
SCHERIAU<br />
SONNTAGS-<br />
FRÜHSTÜCK<br />
MIT ...<br />
... Roland Düringer<br />
Mit Rucksack am Rücken, Zugticket in der Hand, so geht Roland<br />
Düringer auf Tour. Der Umwelt zuliebe. Mehr davon im Frühstück.<br />
Sie sind kein typischer Frühstücker, oder?<br />
Nein. Für mich gibt es daher auch kein Sonntagsfrühstück.<br />
Bei mir ist jeder Tag gleich, ob Wochentag oder<br />
Sonntag. Ein Kaffee, besser noch ein Tee oder ein<br />
Wasser, das reicht.<br />
Eigentlich sind Sie ja Schauspieler ...<br />
Der Begriff Kabarettist kam durch einen Zufall. Mein<br />
Ursprung liegt im Ensemble Schlabarett. Wir waren<br />
da eine Theatergruppe, die das Stück „Atompilz von<br />
links“ auf eine Bühne bringen wollte. Das konnten<br />
wir aber auf Kabarettbühnen, und so kam es zum Kabarettisten<br />
Düringer. Nehmen wir die TV-Serie „Kaisermühlen<br />
Blues“, war ich Schauspieler. Mein neues<br />
Programm „Africa Twinis“ ist ebenso Theater, oder<br />
eigentlich ist es mehr ein Hörspiel mit Licht.<br />
Africa Twin, legendäre Honda-Marke. Da<br />
freuten sich viele schon auf eine Wiederauferstehung<br />
der Benzinbrüder?<br />
In „African Twinis“, das ich gerade zweimal im Theatercafé<br />
gespielt habe, geht es nicht so sehr um Motorräder,<br />
sondern um Träume und Sehnsüchte, die<br />
Menschen haben, und es geht auch ums Scheitern.<br />
Vermissen Sie die Zeiten, wo Sie mit der<br />
Benzin brüder-Show die Wiener Stadthalle<br />
füllten?<br />
Als die Menschen in der Halle, die ich ja indirekt und<br />
direkt angegriffen und kritisiert habe, sich auf die<br />
Schenkel klopften und meinen Angriff beklatschten,<br />
da bekam ich das Gefühl, etwas falsch zu machen,<br />
und ich machte einen radikalen Schlussstrich.<br />
Dann Ihr Ausflug in die Realpolitik.<br />
Das ist dumm gelaufen. Ich wollte erst mein Programm<br />
„Der Kanzler“ spielen und danach mit der<br />
Kandidatur hinausgehen. Es kam anders. Die Wahl<br />
wurde vorverlegt und somit gab es de facto einen Eingriff<br />
der Politik in meine Polit-Premiere. Im „Kanzler“<br />
spiele ich ja einen christlich-sozialen Politiker kurz<br />
vor dem Rücktritt. Kabarettstart war 2017, die Wahl<br />
aber hätte eigentlich erst 2018 stattfinden sollen.<br />
Ein anderes Thema. Greta Thunberg und Fridays<br />
for Future sind nicht Ihr Ding?<br />
Das ist für mich alles reines Marketing, das die Agenda<br />
der Industrie unterstützt. Man soll grüne Produkte<br />
kaufen. Man denkt, wenn man C0 2<br />
einspart, ist alles<br />
gut. Dabei ist der Materialismus das größere Problem,<br />
das Streben nach mehr. Das System ist falsch,<br />
wie die Nullzinspolitik, das System ist zu bekämpfen.<br />
Sie sind nach wie vor Motorradfahrer, reisen<br />
aber zu Ihren Auftritten mit der Bahn?<br />
Mit der Bahn kommt man überall hin. Auf Tour habe<br />
ich alles im Rucksack. Kleines Mikro-Board, Mac-<br />
Book, Autogrammkarten, Zahnbürste, Seife. Passt<br />
alles in die vielen Seitentaschen.<br />
Das hilft, den C0 2<br />
-Ausstoß einzudämmen?<br />
Die Lösung ist FDH (friss die Hälfte) von allem: Hälfte<br />
Essen, Hälfte Komfort, Hälfte Autofahren usw.<br />
Sie haben tolle Filme gemacht, gibt’s da Neues?<br />
Ich werde selbst keinen Film mehr produzieren.<br />
Kein Drehbuch schreiben, kein Bitten um Förderungen.<br />
Wer mich, so wie in „Cops“, im Kino oder TV, als<br />
Schauspieler will, möge kommen.<br />
VOJO RADKOVIC<br />
Roland Düringer, am 31. <strong>10.</strong> 1963 in Wien geboren,<br />
ist Schauspieler und Bühnen-Kabarettist.<br />
25 Programme, 25 Film- und TV-Rollen, zuletzt<br />
„Cops“ (2018), pflastern seinen Karriereweg. Als<br />
Polit-Aktivist gründete er 2016 die Partei „Meine<br />
Stimme G!LT“. Düringer ist verheiratet und hat<br />
eine 18-jährige Tochter, die jetzt Matura macht.
graz<br />
4<br />
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10<br />
Uns wurde nichts vorgegeben,<br />
außer, dass wir<br />
ordentlich arbeiten sollen.“<br />
Altbürgermeister Alfred Stingl hat in der Alterspsychiatrie-Kommission<br />
freie Hand.KK (2), AUA<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Jeder dritte Unfall<br />
Seitinger, Eibinger-Miedl, Schützenhöfer,<br />
Drexler, Eisel-Eiselberg STVP/FISCHER<br />
Wahlkampf ist<br />
voll angelaufen<br />
■■<br />
Mit Hermann Schützenhöfer<br />
und der ÖVP sind am Montag<br />
endgültig alle Parteien in den<br />
Landtagswahlkampf gestartet.<br />
Die Schwarzen präsentierten<br />
auch ihre Agenda für die nächsten<br />
fünf Jahre, sollten sie, wie<br />
von allen erwartet, tatsächlich<br />
wieder den Landeshauptmann<br />
stellen: Arbeit und Bildung sichern,<br />
Innovationskraft und Regionen<br />
stärken, Klima schützen<br />
sowie sicher und gesund leben<br />
lauten die Eckpunkte.<br />
Krotzer und Klimt-Weithaler sind<br />
stolz auf Grazer Pflegemodell. KK<br />
Grazer Modell für<br />
ganze Steiermark<br />
■■<br />
Das Grazer Pflegemodell,<br />
so Gesundheitsstadtrat Robert<br />
Krotzer (KP), gilt als Vorreiter<br />
bei der Entlastung der Pflege<br />
zu Hause. In Graz wurde vor<br />
eineinhalb Jahren eine Zuzahlung<br />
eingeführt. Krotzer: „Niemand<br />
soll gezwungen werden,<br />
aus finanziellen Gründen in<br />
ein Heim zu gehen.“ Claudia<br />
Klimt-Weithaler, KP-Spitzenkandidatin<br />
bei der Landtagswahl,<br />
will das Modell auf die<br />
ganze Steiermark ausweiten.<br />
Peter Felber (KfV, kl. F.): Die Zahl der bei Radunfällen schwer Verletzten steigt seit Jahren stetig an.<br />
derGrazer<br />
Wie könnte Radfahren sicherer werden?<br />
„Man muss den<br />
Stadtverkehr<br />
entlasten. Die<br />
Staus verleiten<br />
Radfahrer dazu,<br />
sich durchzuschlängeln.“<br />
Wolfgang Grill, 63,<br />
Sozialpädagoge<br />
„Das Tempo ist<br />
im gesamten<br />
Verkehrsbereich<br />
zu hoch.<br />
E-Bikes werden<br />
zu einem neuen<br />
Problem.“<br />
Margareta Kaun, 60,<br />
Museumsleiterin<br />
„Es braucht<br />
dringend mehr<br />
Radwege, damit<br />
sich die Wege<br />
mit Autofahrern<br />
möglichst selten<br />
kreuzen.“<br />
Bardh Bakalli, 33,<br />
selbstständig<br />
Blitzumfrage<br />
„Durch mehr<br />
Gemeinschaftsgefühl<br />
und<br />
Rücksichtnahme.<br />
Im Winter<br />
braucht man<br />
helle Kleidung.“<br />
Marietheres Arvay,<br />
47, Yogalehrerin<br />
GETTY, KONSTANTINOV<br />
?<br />
ALLE FOTOS: DER GRAZER<br />
„Durch mehr gesicherte<br />
Radwege.<br />
Gefährlich<br />
sind besonders<br />
Straßen, auf<br />
denen Schienen<br />
verlaufen.<br />
Viktoria Schweighofer,<br />
16, Schülerin
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 57<br />
➜<br />
TOP<br />
AUA-Sparpaket trifft auch Graz<br />
Die AUA plant einen drastischen<br />
Stellenabbau, wodurch Crews bald<br />
von Graz abgezogen werden.<br />
Knapp entwickelt für Zalando<br />
Die Knapp AG in Hart bei Graz hat<br />
einen Großauftrag von Zalando an<br />
Land gezogen.<br />
FLOP<br />
➜<br />
ist einer mit Radler<br />
Kurz gefragt …<br />
GEFÄHRLICH. Laut KfV<br />
ist in Graz jeder dritte<br />
Verkehrsunfall einer<br />
mit einem Fahrrad. Und<br />
der Anteil an Schwerverletzten<br />
steigt an.<br />
Von Vojo Radkovic<br />
vojo.radkovic@grazer.at<br />
ren Kollisionen mit anderen<br />
Radfahrern. Weiters interessant<br />
ist der Umstand, dass von<br />
den 498 Unfällen 181 an Kreuzungen<br />
passierten. 37 Prozent<br />
von den 498 Gesamtunfällen<br />
fanden an Radwegen und Radüberfahrten<br />
statt. Das sind die<br />
Radwege, die bei Übergängen<br />
unterbrochen sind und wo es<br />
zu einer Querung mit Autofahrern<br />
kommt. Die Radfahrer<br />
brausen da statt der vorgegebenen<br />
10 km/h mit 20 km/h heran<br />
und können dann nicht mehr<br />
bremsen und es kracht. Auch<br />
für den Autofahrer kommt der<br />
Radfahrer zu schnell und auch<br />
dieser kommt nicht mehr zum<br />
Stehen.“<br />
Viele Schwerverletzte<br />
Krass ist auch die Analyse der<br />
Verletzungen. Felber: „2018<br />
waren von den Verunfallten 20<br />
Prozent schwer verletzt. Das ist<br />
immerhin jeder fünfte Verletzte.<br />
Diese Zahl steigt stetig an.<br />
Jetzt kommt auch noch die besonders<br />
gefährliche Jahreszeit<br />
mit rutschigem Laub, nassen<br />
Straßen, Nebel etc. Was jetzt<br />
Im Vorjahr gab es im Grazer<br />
Stadtbereich 498 Radfahrunfälle.<br />
Seit 2016 sind Radfahrunfälle<br />
auf hohem zahlenmäßigen<br />
Niveau.<br />
Wie Peter Felber vom Kuratorium<br />
für Verkehrssicherheit<br />
(KfV) berichtet, gab es im Vorjahr<br />
in Graz insgesamt 1519<br />
Verkehrsunfälle. 33 Prozent<br />
davon betrafen Radfahrer. Das<br />
bedeutet, jeder dritte Unfall<br />
war einer mit einer Fahrradbeteiligung.<br />
Felber weiter: „Von den 498<br />
Unfällen waren 51 Prozent mit<br />
einem Pkw, 24 Prozent waren<br />
sogenannte Alleinunfälle, also<br />
Stürze etc., und 14 Prozent wazählt,<br />
ist die Erkennbarkeit.<br />
Wer im dunklen Erscheinungsbild<br />
nicht zu sehen ist, lebt<br />
besonders gefährlich. Wichtig<br />
ist, dass alle Verkehrsteilnehmer<br />
aufeinander achtgeben, so<br />
können viele Unfälle vermieden<br />
werden.“<br />
Einen Boom gibt es derzeit<br />
auch bei E-Bikes und E-Scootern.<br />
Felber: „Da liegen die E-<br />
Biker mit 21 Unfällen 2018 im<br />
Vergleich zu den insgesamt 489<br />
Radunfällen noch gut.“<br />
Einen Schulterschluss von<br />
Land und Stadt gab es erst kürzlich,<br />
da 100 Millionen Euro in<br />
die Infrastruktur investiert werden,<br />
um den Anteil an Fahrradfahrern<br />
im gesamten Verkehrsaufkommen<br />
im urbanen und<br />
suburbanen Großraum von<br />
Graz bis 2030 zu verdoppeln.<br />
Graz ist da ein echtes europäisches<br />
Aushängeschild.<br />
Verkehrslandesrat Anton<br />
Lang: „Wenn wir wollen, dass<br />
noch mehr Menschen auf umweltfreundliche<br />
Fahrräder oder<br />
E-Bikes umsteigen, muss das<br />
Angebot größer und vor allem<br />
sicherer werden.“<br />
... Anton Lang<br />
1<br />
Jeder 3. Unfall ist einer<br />
mit einem Radfahrer. Wie<br />
steht Go Radmobil dazu?<br />
Lang: Wir müssen die knappen<br />
Verkehrsflächen so ökonomisch<br />
wie möglich nutzen. Und<br />
das heißt für die Verkehrspolitik:<br />
Mehr Raum für Öffis und für das<br />
Fahrrad.<br />
2<br />
Beschleunigen die<br />
Unfallzahlen den Ausbau<br />
der Radinfrastruktur?<br />
Lang: Konkret geht es um die<br />
Errichtung breiterer und baulich<br />
abgetrennter Radwege, um<br />
den gefährlichen Mischverkehr<br />
aus Autos, Radfahrern und<br />
Fußgängern zu reduzieren.<br />
Mit 20 km/h sind Radler<br />
3 zu schnell unterwegs.<br />
Haben Sie eine Lösung?<br />
Lang: Wir müssen die<br />
Bewusstseinsbildung vorantreiben,<br />
um Radfahrer in<br />
Themen Sicherheit, Fahrtechnik<br />
und Fitness für die<br />
E-Mobilität fit zu machen.
6 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
K O M M E N T A R<br />
von<br />
Vojo<br />
Radkovic<br />
✏ vojo.radkovic@grazer.at<br />
Radfahrer!<br />
Autos sind<br />
einfach stärker<br />
B<br />
ei aller Freude, dass<br />
immer mehr Menschen<br />
mit dem Rad<br />
fahren, vergessen viele, dass<br />
ein Auto immer noch stärker<br />
als ein Radler ist, und wenn es<br />
zu einer Kollision kommt,<br />
meist der Radfahrer im<br />
Krankenhaus liegt und nicht<br />
der Autofahrer. Es ist oft arg zu<br />
beobachten, wie unbedarft<br />
Radfahrer auf Kreuzungen<br />
zufahren, Autos links oder<br />
rechts überholen und gar nicht<br />
daran denken, dass sie, bis auf<br />
den Helm am Kopf, ihren<br />
Körper völlig ungeschützt der<br />
Unfallgefahr ausliefern. Erst<br />
jetzt am Montag übersah eine<br />
50-jährige Autofahrerin eine<br />
43-jährige Radfahrerin, und<br />
schon krachte es und endete<br />
mit schweren Verletzungen der<br />
gestürzten Radlerin. Wenn<br />
man in der Grazer City in der<br />
Albrechtgasse im Gastgarten<br />
eines Lokales sitzt, glaubt man,<br />
die Albrechtgasse ist bereits die<br />
erste Grazer Radautobahn.<br />
Links und rechts an Fußgängern<br />
vorbei zischen die Radler,<br />
als gäbe es kein Morgen. Auch<br />
die Schmiedgasse wird zur<br />
Rennstrecke, daran ändert<br />
auch die dort stationierte<br />
Polizeiinspektion nichts. Ein<br />
Umdenken ist angesagt, ein<br />
neues Miteinander aller<br />
Verkehrsteilnehmer. Es stimmt,<br />
die Verkehrsflächen sind<br />
ungerecht verteilt. Aber es wird<br />
besser und ähnlich wie E-Autos<br />
und E-Bikes gehört auch den<br />
Radfahrern und den Fußgängern<br />
die Zukunft.<br />
60 Millionen für Kinder<br />
BETREUUNG. Im Stadtsenat wurden zusätzlich 562.000 Euro für die Kinderbetreuung<br />
freigegeben. Die Stadt glänzt mit exzellenter Versorgung.<br />
Von Tobit Schweighofer<br />
tobit.schweighofer@grazer.at<br />
Grazer im Rampenlicht<br />
1. H. Schützenhöfer 201<br />
Der gelungene Wahlkampf-Auftakt<br />
in der Grazer<br />
Stadthalle brachte dem<br />
Landeshauptmann etliche<br />
Schlagzeilen.<br />
Graz wächst rasant und damit<br />
auch die Anzahl der<br />
benötigten Kinderbetreuungsplätze.<br />
In dieser Woche wurden<br />
562.000 Euro im Stadtsenat<br />
zur Förderung von privaten Kindergärten<br />
freigegeben. Insgesamt<br />
wird die Stadt im Jahr <strong>2019</strong> voraussichtlich<br />
beachtliche 60,8 Millionen<br />
nur für Kinderbetreuung<br />
ausgeben. Alleine im Herbst wurden<br />
elf Gruppen ins städtische Tarifmodell<br />
aufgenommen.<br />
„Im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten<br />
liegen wir derzeit<br />
im Spitzenfeld“, berichtet der<br />
zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner<br />
stolz. Allein seit 2014 wurden<br />
mehr als tausend Betreuungsplätze<br />
geschaffen. Insgesamt gibt<br />
es in Graz 108 Kinderkrippen mit<br />
2675 Betreuungsplätzen. „Nimmt<br />
man die Tagesmütter und -väter<br />
dazu, sind es rund 3000 Betreuungsplätze.“<br />
Im Kindergartenbereich<br />
sind es gar 7600 Plätze.<br />
Die aktuellen Versorgungsgrade<br />
liegen für 0- bis Dreijährige (Kinderkrippen<br />
inkl. Tagesmüttern/-vätern)<br />
bei 34,96 % und bei den Dreibis<br />
Sechsjährigen (Kindergärten<br />
Stadtrat Kurt<br />
Hohensinner<br />
(vorne) bei<br />
der Eröffnung<br />
des Kindergartens<br />
Vinzenzgasse.<br />
Der Ausbau<br />
der Betreuungsplätze<br />
wird auch in<br />
den kommenden<br />
Jahren<br />
fortgesetzt.<br />
<br />
STADT GRAZO<br />
inklusive Tagesmüttern/-vätern)<br />
bei 94,11 %. Damit werden die Barcelona-Ziele<br />
(Krippe 33 %, Kindergarten<br />
90 %) sogar übererfüllt.<br />
„Seit einigen Jahren können wir<br />
nun auch sicherstellen, dass wir<br />
allen Kindern, bei denen beide<br />
Elternteile berufstätig sind, auch<br />
einen Betreuungsplatz anbieten<br />
können. Mit unserem städtischen<br />
Tarifmodell haben wir ein großartiges<br />
System der Zusammenarbeit<br />
mit den privaten Trägern entwickelt,<br />
dadurch gelten für diese<br />
auch dieselben Regeln in Bezug<br />
auf Standards, Aufnahmen und<br />
Sozialstaffel.“<br />
T R E N D B A R O M E T E R<br />
Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam<br />
2. Mario Kunasek, FP-Landeschef 113<br />
3 Arnold Schwarzenegger, Terminator 72<br />
4. Franco Foda, ÖFB-Teamchef 60<br />
5.Christopher Drexler, Valentino Lazaro jeweils 56<br />
derGrazer<br />
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich |<br />
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<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 7<br />
SP will von Haus aus mobil sein<br />
INITIATIVE. Die Roten möchten jetzt den Zugang zu Mobilität bei Bauvorhaben<br />
sichern. Wohnen und Verkehr sollen stärker zusammen gedacht werden.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Ziel muss sein, jedem Grazer<br />
für sein unmittelbares<br />
Wohnumfeld ein öffentliches<br />
und umweltfreundliches<br />
Mobilitätsangebot zu eröffnen –<br />
ähnlich wie bei Strom oder Wasser“,<br />
findet SP-Gemeinderätin<br />
Susanne Bauer. „Die Stadt muss<br />
Wohnen und Verkehr endlich<br />
gemeinsam denken: In Zukunft<br />
sollten Baubewilligung und Entwicklung<br />
von Verkehrslösungen<br />
Hand in Hand gehen.“<br />
Um das zu erreichen, bringt sie<br />
in den kommenden Gemeinderat<br />
am 14. <strong>November</strong> eine Initiative<br />
unter dem Titel „Von Haus aus mobil<br />
sein“ ein. Das Paket umfasst im<br />
Wesentlichen drei Punkte: 1. Eine<br />
gesetzliche Grundlage soll geschaffen<br />
werden, um verbindliche<br />
Standards für den Zugang zum öf-<br />
fentlichen Verkehr einzuführen –<br />
etwa über die Raumordnung oder<br />
Flächenwidmung. 2. Die Stadt soll<br />
sich über Bebauungspläne und<br />
Baugenehmigungen zur Planung<br />
bzw. Errichtung einer Mobilitätsinfrastruktur<br />
bei Wohn- und Geschäftsbauten<br />
verpflichten. Und<br />
schließlich soll es 3. Richtlinien<br />
geben, wie genossenschaftliche<br />
als auch private Bauträger sich in<br />
Sachen Mobilität vor Baubeginn<br />
zu orientieren haben.<br />
„Der Fokus der Verkehrsplanung<br />
darf nicht nur auf dem höherrangigen<br />
Verkehrsnetz liegen,<br />
sondern auch auf kleinräumiger<br />
erdölfreier Mobilität“, so Bauer.<br />
C0 2<br />
im Verkehr solle nicht über<br />
Verbote reduziert werden. Ziel<br />
müsse es vielmehr sein, eine Stadt<br />
zu entwickeln, in der das eigene<br />
Auto kaum oder gar nicht mehr<br />
benötigt wird.<br />
Sanfte Mobilität<br />
vor der Haustür:<br />
Über das Zusammenführen<br />
von<br />
Siedlungs- und<br />
Verkehrsplanung<br />
soll die Mobilität<br />
in Graz nachhaltiger<br />
gestaltet<br />
werden. GETTY
8 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Geisterhaus:<br />
Mehr Stockwerke als aktuell (Bild unten): So soll das bestehende Gebäude<br />
in der Brückenkopfgasse 3 bald aussehen. <br />
ÖKO-WOHNBAU SAW GMBH, GOOGLE MAPS<br />
Neues Studentenheim<br />
in spätbarocker Villa<br />
NEU. In der Brückenkopfgasse baut ÖKO Wohnbau<br />
für 42 Studierende eine ehemalige Villa aus.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Etwa 60.000 Studierende leben<br />
in Graz – jeder fünfte<br />
Einwohner der Stadt ist also<br />
ein Student. Allein von 2018 auf<br />
<strong>2019</strong> sind 20.600 Personen in die<br />
steirische Landeshauptstadt gezogen<br />
– viele von ihnen aufgrund des<br />
Universitätsangebots. Klar, dass<br />
darauf auch der Wohnungsmarkt<br />
reagieren muss. Sogenannte<br />
Mikro wohnungen und Studentenheime<br />
sind immer gefragter. Und<br />
da wird es bald wieder Nachschub<br />
geben: Die Firma ÖKO Wohnbau<br />
plant in der Brückenkopfgasse 3<br />
ein neues Studentenwohnheim.<br />
42 Studierende sollen darin leben.<br />
Die Wohnungsgrößen auf den insgesamt<br />
1199 Quadratmetern sind<br />
unterschiedlich: von der Garconniere<br />
bis zur 4er-WG. Außerdem<br />
soll es gemeinsame Wohnküchen,<br />
Geschäftsflächen und Begegnungszonen<br />
sowie Fitness- und<br />
Waschräume geben.<br />
Aufstockung<br />
Das Bestandsgebäude – ein<br />
zweigeschoßiges spätbarockes<br />
Wohnhaus mit klassizistischer<br />
Fassadengliederung und sechs<br />
Dachhäuschen – wird dazu umfassend<br />
saniert und erweitert. Das<br />
neue Studentenheim soll nach Fertigstellung<br />
fünf Ebenen haben: ein<br />
aufgestocktes 3. Obergeschoß und<br />
ein Dachgeschoß kommen dazu.<br />
Das Objekt sollte planmäßig<br />
2022 fertiggestellt und auch in<br />
Betrieb genommen werden. Der<br />
exakte Baubeginn steht noch<br />
nicht fest, da das Ganze über ein<br />
sogenanntes Bauherrenmodell<br />
finanziert wird, was bedeutet,<br />
dass zuerst alle Investoren zusammengeführt<br />
werden müssen<br />
und erst dann alle erforderlichen<br />
Maßnahmen behördenmäßig<br />
geregelt werden können. Alles in<br />
allem wird ein Gesamtinvestitionsvolumen<br />
von etwa 4,6 Millionen<br />
Euro netto aufgebracht.<br />
COUNTDOWN. Das ehemalige<br />
Jesuiten-Refektorium<br />
am Rosenhain alias<br />
„Geisterhaus“ ist ganz<br />
knapp vor einem Neustart.<br />
Es geht noch ums Geld.<br />
Von Vojo Radkovic<br />
vojo.radkovic@grazer.at<br />
Noch können sich Spaziergänger<br />
am Rosenhain an<br />
diesem magischen Ort<br />
erfreuen. Aus dem ehemaligen<br />
Jesuiten-Refektorium ist eine<br />
vor sich hin bröckelnde Ruine<br />
geworden, die jeden Betrachter<br />
aber nach wie vor fasziniert.<br />
Man spricht vom „Geisterhaus“,<br />
das da malerisch in einem Waldstück<br />
am Rosenhain Abenteuer<br />
im Kopf entstehen lässt.<br />
Die Ruine gehört der Stadt<br />
und wird von der GBG verwal-<br />
Vorher und nachher: Die Bushaltestelle in der Rudersdorfer Straße wurde inzwischen<br />
asphaltiert und kann nun nicht mehr so leicht überschwemmt werden.KK (2)<br />
Endlich ist der Gehweg da<br />
■■<br />
Es war ein 2,5 Jahre langer<br />
Kampf, den Puntigams Bezirksvorsteher<br />
Helmuth Scheuch<br />
(ÖVP) ausgefochten hat. Experten<br />
rechnen in seinem Bezirk nämlich<br />
mit einem Bevölkerungsplus<br />
von 26,7 Prozent bis zum Jahr<br />
2034. Allein: „Die Infrastruktur<br />
kann da nicht mithalten!“, klagte<br />
Scheuch sehr oft und sehr laut.<br />
Konkret ging es ihm vor allem um<br />
Gehsteige, die an manchen Orten<br />
viel zu schmal waren oder sogar<br />
tet. Neues Leben einhauchen<br />
will dem „Geisterhaus“ die Karl-<br />
Franzens-Universität.<br />
Peter Riedler, Vizerektor für<br />
Finanzen, Personal- und Standortentwicklung:<br />
„Wir haben großes<br />
Interesse am Gebäude und<br />
konkrete Vorstellungen, was wir<br />
dort tun werden. In der wunderschönen<br />
Umgebung lässt es<br />
sich gut forschen, vermutlich<br />
werden wir auch einen Zubau<br />
benötigen. Das Gebäude liegt<br />
in einem Naherholungsgebiet,<br />
da ist es klar, dass man etwa bei<br />
den Parkplätzen und Zufahrten<br />
Abstriche wird machen müssen.<br />
Das Jesuiten-Refektorium ist allein<br />
schon historisch gesehen<br />
interessant. Wir überlegen auch<br />
Teile des Projektes für neue Professoren<br />
zu nutzen. Allerdings<br />
ist das Ganze natürlich eine Investitionsentscheidung,<br />
die in<br />
universitären Gremien getroffen<br />
wird. Wir können natürlich das<br />
Gebäude nicht sanieren und neu<br />
ganz fehlten. Nicht mehr als 60<br />
Zentimeter standen da oft zur<br />
Verfügung. Ein besonderes Sorgenkind:<br />
die Rudersdorfer Straße,<br />
in der das Lkw-Aufkommen<br />
aufgrund der ansässigen Betriebe<br />
besonders hoch ist.<br />
Jetzt ist es endlich geschafft:<br />
Die nicht befestigte Watzke-Bushaltestelle,<br />
die nach Regenfällen<br />
häufig überschwemmt und gar<br />
nicht nutzbar war, wurde neu asphaltiert.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 9<br />
Noch ist der Preis zu heiß<br />
errichten und was ganz wichtig<br />
ist, wir würden als Mieter auftreten<br />
und von der Stadt Graz bzw.<br />
GBG marktübliche Mietpreise<br />
haben wollen.“<br />
Genau daran spießt sich die<br />
Sache noch, wie der zuständige<br />
Kultur- und Finanzstadtrat Günter<br />
Riegler betont: „Bei einer<br />
Revitalisierung des Gebäudes<br />
muss darauf geachtet werden,<br />
dass das Grazer Budget und damit<br />
der Steuerzahler nicht zu<br />
sehr belastet wird. Wir sind auf<br />
einem guten Weg und in guten<br />
Verhandlungen. Die Universität<br />
will aber nur marktübliche Mietpreise<br />
bezahlen. Wir müssen uns<br />
das noch sehr genau ansehen.“<br />
Derweilen können etwaige<br />
Geister im Haus weiter spuken<br />
und auf Renovierung hoffen.<br />
1654 wurde das Sommerrefektorium<br />
der Jesuiten errichtet.<br />
Da kann man schon ein wenig<br />
auf den Beginn einer neuen Ära<br />
warten.<br />
Als Kinder haben viele Grazer in der Geisterhaus-Ruine<br />
gespielt.<br />
LUEF LIGHT
10 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Millionstes Buch<br />
Die Neos fordern ein Anrainer- und Unternehmer-Schutzpaket. <br />
Schutzpaket vor Rauchverbot<br />
■■<br />
Vor dem Inkrafttreten des absoluten<br />
Rauchverbots in der Gastronomie<br />
forderte der Grazer Neos-<br />
Gemeinderat und Spitzenkandidat<br />
für die Landtagswahl Niko Swatek<br />
ein Anrainer-Schutzpaket für Graz.<br />
„Das Rauchverbot ist absolut positiv,<br />
wird aber zu Problemen mit Anrainern<br />
führen. Jetzt gilt es auf die<br />
Bedürfnisse der Anrainer zu reagieren“,<br />
meint Swatek. Das gewünschte<br />
Maßnahmenpaket soll folgende<br />
Punkte enthalten: einen mobilen<br />
NEOS<br />
„Lärm-Manager“, eine Lärm-Hotline<br />
als direkter Draht für betroffene<br />
Anrainer und eine umfassende<br />
Online-Information. „Darüber hinaus<br />
soll sich die Stadt Graz dafür<br />
einsetzen, dass die steirische Gewerbeordnung<br />
dahingehend geändert<br />
wird, dass Rechtssicherheit für<br />
die Gastronomen hergestellt wird,<br />
wenn Gäste vor ihrer Betriebsstätte<br />
Lärm verursachen und es deshalb<br />
zu Beschwerden und Anzeigen<br />
kommt“, so Swatek.<br />
REKORD. In der Grazer<br />
Stadtbibliothek wurde<br />
das millionste Buch in<br />
diesem Jahr entlehnt.<br />
Die Rekordbrecherin<br />
bekam einen Gutschein.<br />
Von T. Schweighofer und V. Gartner<br />
redaktion@grazer.at<br />
Rekord! Die Stadtbibliothek<br />
des Grazer Kulturamtes<br />
vermeldete die einmillionste<br />
Entlehnung in diesem Jahr.<br />
Damit konnte heuer rund einen<br />
Monat früher als im Vorjahr diese<br />
Grenze geknackt werden.<br />
„Über eine Million Entlehnungen<br />
zeigen, dass das Angebot der<br />
Stadtbibliothek von den Grazern<br />
sehr geschätzt wird. Neben den<br />
klassischen Bücherentlehnungen<br />
steigen auch die Entlehnzahlen<br />
anderer Medien und das positi-<br />
ve Feedback auf die zahlreichen<br />
Service- und Veranstaltungsangebote“,<br />
freut sich Bildungsstadtrat<br />
Kurt Hohensinner. Die einmillionste<br />
Entlehnung kam in diesem<br />
Jahr von Mareike Einfalt und<br />
ihrem Sohn Moritz. Als besonderes<br />
Dankeschön gibt es einen<br />
Gutschein für eine Jahresmitgliedschaft<br />
in der Stadtbibliothek.<br />
Bücher per Post<br />
Neben der herkömmlichen Entlehnung<br />
ist es in Graz zusätzlich<br />
möglich, sich die Bücher per Post<br />
nach Hause schicken zu lassen.<br />
Ein Service, das sich Jahr für Jahr<br />
steigender Beliebtheit erfreut.<br />
Trotz Digitalisierung wurden zu<br />
65 Prozent klassische Printmedien<br />
entlehnt. Danach folgen DVDs,<br />
Hörbücher, Musik und Spiele.<br />
„Dass 43 Prozent der heurigen Entlehnungen<br />
auf Kinder- und Jugendbücher<br />
entfallen, zeigt, wie gut wir<br />
gerade in diesem Bereich aufgestellt<br />
sind“, freut sich Hohensinner.<br />
ANZEIGE<br />
Vorsorge: Vermeiden statt leiden<br />
Die Krebshilfe Steiermark widmet sich im Rahmen der Messe „Für immer Jung“ von 9. bis<br />
<strong>10.</strong> <strong>November</strong> heuer wieder den Themen „Darmgesundheit“ und „Männergesundheit“.<br />
Darmkrebs ist mit europaweit<br />
400.000 Neuerkrankungen<br />
jährlich<br />
und mehr als 200.000 Todesfällen<br />
die zweithäufigste<br />
Krebserkrankung in der EU.<br />
Jedes Jahr erkranken rund<br />
4600 Menschen in Österreich<br />
an Dickdarm- oder Mastdarmkrebs.<br />
Dabei gehört<br />
Darmkrebs zu den wenigen<br />
Krebserkrankungen, deren<br />
Entstehung man überwiegend<br />
vermeiden kann. Denn<br />
Darmkrebs ist, wie kaum ein<br />
anderer Tumor, früh zu erkennen<br />
und zu diesem Zeitpunkt<br />
meist vollständig heilbar.<br />
Mit einem begehbaren Darmmodell<br />
auf der Messe „Für<br />
KK<br />
immer Jung“ von 9. bis <strong>10.</strong><br />
<strong>November</strong> will die Krebshilfe<br />
Steiermark deshalb auch<br />
heuer wieder auf einprägsame<br />
Weise Wissen rund um<br />
das Thema Darmgesundheit<br />
vermitteln. Mit einem begehbaren<br />
Prostatamodell steht<br />
heuer auch wieder das Thema<br />
Männergesundheit im<br />
Fokus. Denn Prostatakrebs<br />
ist mit 6500 Erkrankungen<br />
jährlich die häufigste Krebserkrankung<br />
beim Mann, rund<br />
1100 Männer sterben pro<br />
Jahr daran.<br />
Mit beiden Modellen soll an<br />
jeden einzelnen Besucher<br />
appelliert werden: „Keine<br />
Ausreden mehr! Die sanfte<br />
Darmspiegelung ab 50 und<br />
die Prostatavorsorge ab 45<br />
sollten Pflichttermine sein.“<br />
Nützen Sie jetzt Ihre Chance<br />
und besuchen die „Für immer<br />
Jung“ in der Grazer Messe!<br />
Das begehbare Darmmodell informiert Besucher anschaulich<br />
über den anatomischen Aufbau des Organs.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 11<br />
ausgeliehen<br />
Bibliotheksleiterin Roswitha Schipfer, Mareike Einfalt mit Sohn Moritz und<br />
Stadtrat Kurt Hohensinner bei der Übergabe des Gutscheins STADT GRAZ/FISCHER<br />
43,8 Millionen Euro werden in neue Straßenbahn-Projekte fließen. KK<br />
Neue Grazer Bim-Projekte<br />
■ ■ „Das gab es in der Zweiten<br />
Republik noch nie“, erklärt Landesrat<br />
Anton Lang stolz. „Erstmals<br />
seit dem Krieg hat das Land<br />
Steiermark den Straßenbahn-<br />
Ausbau in der Landeshauptstadt<br />
Graz mitfinanziert.“<br />
Und das gleich mit einer ordentlichen<br />
Summe. Eine Gesamtförderung<br />
des Landes für<br />
Grazer Straßenbahnprojekte<br />
und Begleitmaßnahmen über<br />
insgesamt 43,8 Millionen Euro<br />
wurde bereits vertraglich fixiert.<br />
Damit werden gleich sechs<br />
wichtige Bim-Projekte umgesetzt,<br />
darunter die Erschließung<br />
der beiden neuen Stadtteile Reininghaus<br />
und Smart City. Jetzt<br />
wollen Land und Stadt noch den<br />
Bund für eine Mitfinanzierung<br />
an Bord holen. Außerdem investieren<br />
Land und Stadt bis zum<br />
Jahr 2030 100 Millionen Euro<br />
in die „Radverkehrsoffensive<br />
Großraum Graz“.
12 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
KAGes: 168 Anästhesisten<br />
PROBLEM. Die Vorwürfe,<br />
dass OPs wegen<br />
fehlender Anästhesisten<br />
abgesagt wurden,<br />
waren massiv. Die Spitalsführung:<br />
Es wurden<br />
keine OPs abgesagt!<br />
Das Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum ist ein riesiger Bereich. Wie auch in vielen anderen Spitälern wird<br />
hier Personalmangel zusehends zum Problem. Die Krankenhausführung wiegelt ab: Genug Ärzte im Haus!<br />
KK<br />
Von Vojo Radkovic u. Tobit Schweighofer<br />
redaktion@grazer.at<br />
Unser Bericht „Kein Anästhesist<br />
da!“ sorgte für Aufregung.<br />
Es melden sich<br />
immer mehr Leute, die behaupten,<br />
dass ihre Operationen mangels<br />
Vorhandenseins eines Anästhesisten<br />
abgesagt werden mussten.<br />
Offenbar hat das Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum<br />
Graz<br />
ein heftiges Personalproblem.<br />
Auf die Frage „Müssen Operationen<br />
verschoben oder abgesagt<br />
werden, weil Narkoseärzte feh-<br />
STREIBL<br />
TU-Graz-Team Horst Bischof, Rektor Harald Kainz, LR Barbara Eibinger-Miedl, EU-<br />
Kommissar Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer, Leiter Christian Ramsauer<br />
Neues „Data House“<br />
■■<br />
Am Campus der Technischen<br />
Universität Graz in der Inffeldgasse<br />
entsteht ab Frühjahr 2020 ein<br />
neues Impulszentrum für Datenwissenschaften.<br />
Das „Data House“<br />
soll die Vernetzung von Forschung,<br />
Gründerinnen und Gründern<br />
sowie etablierten Unternehmen<br />
forcieren und so dazu beitragen,<br />
neue Methoden der Datenverarbeitung<br />
zu entwickeln. Damit soll<br />
die Steiermark in diesem für die<br />
Digitalisierung so wichtigen Bereich<br />
eine führende Rolle spielen.<br />
Insgesamt werden 33 Millionen<br />
Euro investiert, das Projekt wird<br />
aus dem Europäischen Fonds für<br />
regionale Entwicklung (EFRE)<br />
unterstützt. Seit dem österreichischen<br />
EU-Beitritt flossen 650 Millionen<br />
Euro an EFRE-Geldern in die<br />
Steiermark. „In einer Zeit, in der<br />
die Daten das ,neue Öl‘ darstellen,<br />
ist die Vernetzung von Forschern,<br />
neuen Gründern und etablierten<br />
Unternehmen das Gebot der Stunde“,<br />
so Landeshauptmann Hermann<br />
Schützenhöfer.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 13<br />
im Einsatz<br />
len?“ antwortet das Klinikum: „In<br />
den letzten Monaten musste am<br />
LKH-Uniklinikum Graz keine geplante<br />
OP wegen eines Mangels<br />
an Anästhesisten abgesagt werden.<br />
Es standen immer genug Ärzte<br />
aus dem Bereich Anästhesie und<br />
Intensivmedizin zur Verfügung.<br />
Laut Klinikum sind momentan 168<br />
Anästhesisten im Einsatz. Der Narkosearzt“,<br />
so weiter im Text der Klinik,<br />
„muss vom Zeitpunkt der Narkoseeinleitung<br />
bis zur Verlegung<br />
in den Aufwachraum im OP-Saal<br />
beim Patienten sein und diesen<br />
permanent überwachen.“<br />
Laut Klinikum sind derzeit so<br />
viele Anästhesisten vorhanden,<br />
um alle Arbeitsplätze besetzen zu<br />
können. In Phasen, wo vermehrt<br />
Krankenstände auftreten (z. B.<br />
während einer Grippewelle), kann<br />
es kurzfristig zu personellen Einschränkungen<br />
kommen. Aktuell<br />
befinden sich in Graz 46 Mediziner<br />
in der Ausbildung zum Facharzt<br />
für Anästhesiologie und Intensivmedizin.<br />
Im Jahr 2018 fanden am<br />
LKH-Klinikum Graz insgesamt<br />
45.779 Operationen statt, davon<br />
waren 38.269 geplante Operationen,<br />
die in einer komplexen OP-<br />
Programm-Logistik organisiert<br />
werden. Was das LKH-Klinikum<br />
nicht beantwortet hat, ist die Frage<br />
nach Verschiebungen von OPs.<br />
Werden Operationen verschoben,<br />
bedeutet das für den Patienten einige<br />
Tage mehr Angst.<br />
Die Kritik am Klinikum ebbt<br />
nicht ab. Immer wieder kommt es<br />
zu Wartezeiten. Zwei ältere Frauen<br />
mit dem gefürchteten Oberschenkelhalsbruch<br />
mussten drei Tage<br />
auf die OP warten. Bei einer anderen<br />
Patientin wurde ein Tumor<br />
diagnostiziert. Sie wurde für 14<br />
Tage stationär aufgenommen und<br />
auf die OP vorbereitet, die Anfang<br />
<strong>November</strong> hätte stattfinden sollen.<br />
Im letzten Moment wurde sie dann<br />
doch entlassen, der OP-Termin auf<br />
unbestimmte Zeit verschoben. Der<br />
Grund: „Kapazitätsengpässe.“<br />
Die Schulklassen haben sichtlich Spaß an dem Projekt „Graz ist Klasse“.<br />
Erfolgreiches Projekt<br />
■■<br />
Unter Patronanz von Stadtrat<br />
Kurt Hohensinner startete die Holding<br />
Graz im März 2018 das Projekt<br />
„Graz ist Klasse“. Jährlich besuchen<br />
rund 50 Schulklassen die Einrichtungen<br />
der Sparte Infrastruktur &<br />
Energie in der Holding Graz – damit<br />
erleben jedes Jahr rund 1200 Schülerinnen<br />
und Schüler, wie unsere<br />
Stadt funktioniert. Die Führungen<br />
können dreimal im Jahr über das<br />
Online-Anmeldetool der Holding<br />
Graz gebucht werden.( „Je früher<br />
Kinder ein Gespür für die natürlichen<br />
Ressourcen unseres Planeten,<br />
FISCHER<br />
aber auch für gesellschaftliche Zusammenhänge<br />
bekommen, desto<br />
besser“, so Hohensinner. Neu sind<br />
jetzt auch die Führung „Lass die<br />
Sonne rein“, bei der man erfährt,<br />
wie aus der Sonne Strom wird, und<br />
das Ergänzungsmodul „Wärme für<br />
unsere Stadt“, bei der man etwas<br />
über die Fernwärme erfährt. Beim<br />
letzten Termin besuchten zehn<br />
Grazer Schulklassen die Einrichtungen<br />
der Sparte Infrastruktur &<br />
Energie Die nächsten Termine sind<br />
von 30. März bis 3. April 2020 und<br />
von 19. Juni bis 3. Juli.
14 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Mobbing in der Schule<br />
STARK. In Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer geht der „Grazer“ kommende Woche mit einer<br />
Sonderausgabe des „SchülerGrazer“ in die Schulen, um das Thema Mobbing aufzuarbeiten.<br />
Von Svjetlana Wisiak<br />
svjetlana.wisiak@grazer.at<br />
Meiner Erfahrung nach<br />
werden die Ausdrücke<br />
‚Mobbing‘ beziehungswiese<br />
‚Cybermobbing‘ in<br />
Österreich sehr inflationär verwendet.<br />
Jeder Mobbingvorwurf<br />
muss genau geprüft werden,<br />
ob es sich dabei tatsächlich um<br />
Mobbing oder andere Formen<br />
von Gewalt handelt“, erklärt<br />
Hans-Peter Schume von der<br />
Kriminalprävention der steirischen<br />
Landespolizeidirektion.<br />
Nichtsdestotrotz stellt Mobbing<br />
unter Kindern und Jugendlichen<br />
ein zunehmend problematisches<br />
Thema dar.<br />
Einer aktuellen Studie der<br />
Arbeiterkammer zum Thema<br />
Mobbing und Gewalt im Schulbereich<br />
zufolge sind bereits 88,4<br />
Prozent der Schüler von Mobbing<br />
betroffen, 62,1 Prozent von<br />
Cybermobbing. Beide Zahlen<br />
sind im Steigen begriffen. In Zu-<br />
sammenarbeit mit der Steirer-AK<br />
entstand deshalb eine Sonderausgabe<br />
des „SchülerGrazer“<br />
zum Thema Mobbing, die nächste<br />
Woche in die Schulen kommt.<br />
Die AK lädt zudem am 3. Dezember<br />
Experten zu einem „eckigen<br />
Tisch“. Christian Ehetreiber<br />
von der ARGE Jugend gegen<br />
Gewalt weiß, wieso Schulen ein<br />
wichtiger Ansprechpartner sind:<br />
„Die Vision einer ‚gewaltfreien<br />
Schule‘ gelingt optimal durch ein<br />
akkordiertes<br />
Zusammenwirken<br />
der Schulpartnerschaft mit schulexternen<br />
Hilfs- und Unterstützungssystemen“,<br />
unterstreicht er.<br />
Beitrag der Schulen<br />
Experten, die die AK-Studie<br />
ausgewertet haben (darunter<br />
Direktoren, Berater, Ärzte, Polizeibeamte)<br />
sind sich einig, dass<br />
die Verantwortung nicht bei den<br />
Schülern haften bleiben darf.<br />
So besagt § 51 des Schulunterrichtsgesetzes:<br />
„Der Lehrer hat<br />
das Recht und die Pflicht, an der<br />
Gestaltung des Schullebens mitzuwirken.“<br />
Aber auch die Eltern<br />
müssen zur Verantwortung gezogen<br />
werden. Hier kommt hinzu,<br />
dass den Erziehungsberechtigten<br />
oft – vor allen in Sachen Cybermobbing<br />
– die Kompetenz für<br />
Erziehungs- und Präventionsarbeit<br />
fehlt.<br />
Abhilfe kann die Volkshochschule<br />
mit ihrem Kursangebot<br />
schaffen: Von Medienverhalten<br />
über Zivilcourage, Betrug im Internet<br />
bis hin zu Konfliktmanagement<br />
werden regelmäßig<br />
Kurse in Graz angeboten.<br />
Auf taube Ohren stoßen sie<br />
bei den Jugendlichen jedenfalls<br />
nicht: So wünschen sich 53,9<br />
Prozent der Schüler ein Fach<br />
zum Thema Werte, Verantwortungsübernahme,<br />
Zivilcourage.<br />
59,8 Prozent hätten sogar gerne<br />
ein Fach zum richtigen Umgang<br />
mit Medien. „Die Schüler sind<br />
sich ihrer Eigendefizite bewusst“,<br />
schließt die AK-Studienautorin<br />
Claudia Brandstätter.<br />
<br />
Alarmierende Zahlen<br />
Hard Facts der Studie<br />
■■17,4 Prozent der Schüler geben<br />
an, eher oder sehr ungern<br />
die Schule zu besuchen.<br />
■■95,7 Prozent nutzen Soziale<br />
Medien wie WhatsApp, Facebook<br />
& Co (interessant: 2017<br />
waren es noch 98,9 Prozent).<br />
■■2,7 Stunden verbringen<br />
Schüler pro Tag im Netz.<br />
■■88,4 Prozent sind von Mobbing<br />
betroffen (2017: 85,3).<br />
■■37,1 Prozent der Schüler haben<br />
Zerstörung durch gewalttätige<br />
Schüler bemerkt.<br />
■■33,3 Prozent denken, dass<br />
sich Cybermobbing in den<br />
nächsten drei Jahren verstärken<br />
wird.<br />
■■79,5 Prozent unternehmen<br />
etwas, wenn andere gemobbt<br />
werden.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 15<br />
keine Chance geben<br />
Aus der Beratung<br />
Cybermobbing kann besonders belastend für Jugendliche wirken.<br />
Einige Tipps helfen, die Attacken zu überstehen. GETTY (4)<br />
Über die Schule hinaus<br />
■■<br />
Die offizielle Definition lautet:<br />
„Mit Cybermobbing ist das<br />
absichtliche Beleidigen, Bloßstellen,<br />
Bedrohen oder Belästigen<br />
im Internet oder über das<br />
Handy, über einen längeren<br />
Zeitraum hinweg, gemeint.“<br />
In der Realität üben diese Attacken<br />
einen immensen Druck<br />
auf Schüler aus, da sie auch im<br />
Privatleben mit den Inhalten<br />
konfrontiert werden. Obwohl<br />
sich die Opfer nur schwer wehren<br />
können, gibt es dennoch<br />
empfohlene Formen, mit Mobbern<br />
umzugehen:<br />
☞ Niemals auf verärgernde<br />
Nachrichten antworten.<br />
☞ Nachricht speichern. Beweise<br />
helfen, wenn Unterstützung<br />
geholt wird (Screenshot!).<br />
☞ Problematische Inhalte der<br />
Website melden.<br />
☞ Absender sperren. So wird<br />
man wenigstens nicht persönlich<br />
konfrontiert.<br />
☞ Erlebnisse teilen – ob mit Eltern,<br />
Freunden, Lehrern, ...<br />
Ein Happy End erfordert viel Feingefühl<br />
Die Arbeiterkammer kann betroffene<br />
Schüler wie auch deren<br />
Eltern in schwierigen Fällen<br />
beraten. Eine richtige Herangehensweise<br />
kann Situationen<br />
schon früh entschärfen. Ein Beispiel<br />
aus dem Beratungs-Alltag.<br />
Martin* besucht die vierte Klasse<br />
und ist der Letzte, dem seine<br />
Eltern ein Smartphone erlauben.<br />
WhatsApp darf er weiterhin nicht<br />
nutzen. Nun erfährt Martin aber<br />
von einem Freund, dass in einer<br />
klasseninternen Gruppe spöttische,<br />
beleidigende Nachrichten<br />
über ihn die Runde machen.<br />
Daheim will Martin vorerst<br />
nicht über die Geschehnisse sprechen,<br />
den Eltern fällt jedoch auf,<br />
dass er ruhiger, in sich gekehrter<br />
auftritt. Schlussendlich vertraut er<br />
sich dann doch seiner Mutter an.<br />
Gemeinsam wird eine Strategie<br />
entwickelt: Martin bittet Freunde<br />
um Hilfe. Mit Screenshots tritt die<br />
Mutter an die Lehrerin heran, aber<br />
mit der Bitte, die Verantwortlichen<br />
nicht direkt anzusprechen.<br />
Im Zuge eines Elternabends<br />
werden allerdings die Erwachsenen<br />
in die Problematik eingeweiht,<br />
in der Klasse wird ein<br />
Workshop zu diesem Thema<br />
angesetzt. In der Klassengemeinschaft<br />
werden Regeln im Umgang<br />
mit den Sozialen Medien aufgestellt,<br />
für Martin wendet sich die<br />
Sache zum Besseren.<br />
*Name geändert
16 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Cybermobbing ist strafbar<br />
ILLEGAL. Wer mobbt oder cybermobbt, kann Strafbestände erfüllen. Auch, wenn er erst mündig<br />
minderjährig ist. Jedenfalls können sich Opfer auch rechtlich wehren.<br />
Von Svjetlana Wisiak<br />
svjetlana.wisiak@grazer.at<br />
Die Frage der Bestrafung<br />
von „Mobbern“ stellt sich<br />
in extremen Fällen nicht<br />
nur dem Opfer, das sich nach Gerechtigkeit<br />
sehnt, sondern auch<br />
dem Täter – oder im weitesten<br />
Sinn seinen Eltern. Aber auch ein<br />
mündiger Minderjähriger (siehe<br />
rechts) kann mit juristischen Folgen<br />
konfrontiert werden.<br />
Organmandate<br />
Als Strafbestand ist Mobbing<br />
nicht im Gesetzbuch verankert.<br />
Anders sieht es beim Cybermobbing<br />
aus. Seit dem Jahr 2016 setzt<br />
§ 107c des Strafgesetzbuchs zwei<br />
Formen des Cybermobbings<br />
unter Strafe: die schwerwiegende<br />
Verletzung der persönlichen<br />
Ehre und die schwerwiegende<br />
Verletzung der Privatsphäre.<br />
Die Cyberattacken müssen,<br />
um den Strafbestand zu erfüllen,<br />
über SMS oder Messenger-<br />
Dienste (WhatsApp und Ähnliches)<br />
über einen längeren<br />
Zeitraum erfolgen. Vor allem,<br />
wenn sie die Lebensführung des<br />
Opfers beeinträchtigen.<br />
Die Strafe kann sich bis zu einem<br />
Jahr erstrecken oder mit<br />
einem Geldbetrag abgegolten<br />
werden. Sollte das Mobbing-<br />
Opfer aufgrund der seelischen<br />
Belastung Selbstmord begehen,<br />
könnte sich der Strafrahmen auf<br />
bis zu drei Jahre erweitern.<br />
Stalking & Co<br />
Gesetzlich ähnlich angesiedelt<br />
ist übrigens auch die beharrliche<br />
Verfolgung. Auch die Tatbestände<br />
der üblen Nachrede und Beleidigung<br />
können erfüllt werden.<br />
Täter übernimmt Verantwortung<br />
Instagram & Co. Rechtsanwalt und Cyberkriminalität-Experte<br />
Christoph Brandl erklärt:<br />
■■Wer ungefragt/unerlaubt Fotos von<br />
anderen postet, kann gegen Datenschutz- oder<br />
Persönlichkeitsrechte verstoßen und vielleicht sogar<br />
Straftatbestände erfüllen (gegen Gesetze verstoßen).<br />
■■Opfer dieses Verstoßes (die Abgebildeten) haben ein Recht auf<br />
Unterlassung und Löschung. Hier wird es aber kompliziert: denn<br />
dazu muss man den Täter oder den Betreiber der Website ausfindig<br />
machen – der oft im Ausland angesiedelt ist.<br />
■■Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr ist man deliktsfähig und kann<br />
nach den zivil- und (verwaltungs)strafrechtlichen Bestimmungen zur<br />
Verantwortung gezogen werden.<br />
■■Wenn ein mündiger Minderjähriger wiederholt negativ auffällt,<br />
können die Strafen verschärft werden.<br />
■■Bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist man unmündig minderjährig.<br />
Ungestraft kommt man dennoch nicht davon; es können die<br />
Erziehungsberechtigten zur Verantwortung gezogen werden.<br />
§<br />
§§<br />
§<br />
Grazer: Fakten<br />
Sonderausgabe<br />
powered by<br />
Ab nächster Woche in den Grazer Schulen:<br />
In Zusammenarbeit mit der steirischen AK<br />
hat sich der „Grazer“ des Themas Mobbing<br />
im Schulbereich angenommen. Im Rahmen<br />
dieser Kooperation entstand eine Sonderausgabe<br />
des „SchülerGrazer“, die Kinder<br />
und Jugendliche über ihre Rechte und<br />
Pflichten aufklärt, Tipps und Anlaufstellen<br />
liefert und auf diese Weise Bewusstseinsbildung<br />
betreibt.<br />
<br />
Erscheinung: am 14. <strong>November</strong>
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 17<br />
Einige Mobilfunk-Anbieter bieten eigene Tarife an, mit denen Sie Ihre Kinder im Internet gezielt schützen können.<br />
GETTY<br />
Kinderschutz am Handy<br />
SICHER. Smartphones<br />
bieten große Chancen,<br />
aber auch Gefahren<br />
für Kinder. Spezielle<br />
Tarife können für mehr<br />
Sicherheit sorgen.<br />
Von Fabian Kleindienst<br />
redaktion@grazer.at<br />
Die Zeiten ändern sich:<br />
Früher sorgten sich Eltern<br />
darum, dass ihre<br />
Kinder nicht mit Fremden sprechen,<br />
im Fernsehen keine brutalen<br />
Filme sehen oder mit den<br />
„richtigen“ Freunden in Kontakt<br />
stehen. Schwer genug – doch<br />
durch das Internet und vor allem<br />
die Smartphones sind viele neue<br />
Gefahrenquellen wie beispielsweise<br />
Cybermobbing hinzugekommen.<br />
Die Kontrolle dieser<br />
neuen Einflüsse scheint dabei<br />
fast unmöglich zu sein. Mittlerweile<br />
haben die wichtigsten Mobilfunkanbieter<br />
aber den Bedarf<br />
an mehr Kinderschutz im Netz<br />
erkannt und bieten eigene Tarife<br />
dafür an. Hier eine Auswahl:<br />
A1<br />
■ ■‚A1 Internetschutz‘ bietet eine<br />
eigene Kindersicherung an.<br />
■■Die Kinderschutz-Maßnahmen<br />
sind zeitlich steuerbar.<br />
■■Mit einem Passwort kann man<br />
die Sicherung jederzeit ein- oder<br />
ausschalten.<br />
■■Man kann bestimmte Websites<br />
erlauben oder sperren und dabei<br />
sogar vorgeben, welche Wörter<br />
auf einzelnen Websites nicht<br />
enthalten sein dürfen.<br />
<br />
Magenta<br />
■■Man hat die Wahl, eine (Kinderschutz<br />
Small) oder drei (Kinderschutz<br />
Large) Rufnummern zu<br />
schützen.<br />
■■Man kann bestimmen, was für<br />
das Kind freigegeben wird.<br />
■■Auch konkrete Zeiten für zusätzlichen<br />
Schutz sind einstellbar.<br />
■■Man kann die Aufrufe von Sozialen<br />
Netzwerken oder Youtube<br />
einschränken und auch konkrete<br />
Video-Kategorien sperren.<br />
■■Einzelne Websites sind sperrbar.<br />
<br />
tele.ring<br />
■■Bis zu drei Rufnummern sind<br />
gleichzeitig schützbar.<br />
■■Es gibt einen Alterscheck, der<br />
Inhalte auswählt, um sie für Kinder<br />
zu sperren oder freizugeben.<br />
■■Zugriffe auf Soziale Netzwerke<br />
oder Youtube können gesperrt<br />
oder zeitlich eingeschränkt<br />
werden.<br />
■■Man kann den Internetzugriff<br />
automatisch auf bestimmte Zeiten<br />
beschränken.<br />
■■Einstellungen können über das<br />
eigene Handy verwaltet werden.<br />
■■Man kann Websites sperren.<br />
<br />
Drei<br />
■■Das Zusatzpaket „Drei Schutzengel“<br />
ist eine Kindersicherung,<br />
um unerwartete Mehrkosten zu<br />
verhindern. Sind Freimengen<br />
aufgebraucht, bekommt man ein<br />
Info-SMS.<br />
■■In der Kundenzone kann man<br />
mit dem Kundenkennwort eine<br />
„Jugendsperre“ einrichten und<br />
einzelne Dienste für Kinder unzugänglich<br />
machen.<br />
<br />
<br />
Wissenswert<br />
■■Im WLAN, also außerhalb<br />
des Netzes der Mobilfunkanbieter,<br />
funktioniert der zusätzliche<br />
Schutz im Normalfall nicht.<br />
Auf Android-Geräten lässt<br />
sich die WLAN-Funktion aber<br />
ausschalten.<br />
■■Am iPhone kann man<br />
eine eigene Kindersicherung<br />
einrichten: Dazu muss man<br />
unter „Einstellungen“ auf den<br />
Bereich „Allgemein“ und die<br />
Option „Einschränkungen“<br />
gehen. Dort wählt man „Einschränkungen<br />
aktivieren“ für<br />
die Kindersicherung und einen<br />
Code dafür aus.<br />
■■Auf Android-Geräten lassen<br />
sich unter „Einstellungen“ mit<br />
den „Jugendschutzeinstellungen“<br />
Beschränkungen für Apps<br />
und Filme einstellen.<br />
■ ■ Über Drittanbieter kann man<br />
Kinderschutz-Apps installieren,<br />
die in der Regel eine sichere<br />
Umgebung erzeugen, in der<br />
Kinder nur auf festgelegte<br />
Apps zugreifen können.
18 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Die Online-Abfalleimer aus der Serie „Abfallhai“ messen den Füllstand<br />
und senden ihn an die Holding – die kommt nach Bedarf dann öfter. LUPI SPUMA<br />
Bereits 70 Online-<br />
Abfalleimer für Graz<br />
SMART. Dank neuer Technik messen Mistkübel<br />
den Füllstand oder pressen ihn für mehr Platz.<br />
Von Valentina Gartner<br />
valentina.gartner@grazer.at<br />
Die Technisierung macht<br />
auch nicht vor den Abfalleimern<br />
halt: Insgesamt 70<br />
Kübel aus der Serie „Abfallhai“ gibt<br />
es mittlerweile in Graz. Die Holding<br />
Graz zieht nun erste Bilanz.<br />
Die Mistkübel sind mit einem<br />
Füllstandmesssystem namens<br />
Hai-Auge ausgestattet. Das integrierte<br />
Online-Programm im Mülleimer<br />
sendet den tatsächlichen<br />
Füllstand an die Zentrale der Holding.<br />
Hierdurch ist eine „smarte<br />
Tourenplanung“ möglich.<br />
Anfahrten bei leerem Füllstand<br />
können entfallen, bei vollem Füllstand<br />
wird die Anfahrtsfrequenz<br />
erhöht. „Am häufigsten werden<br />
Ehrenamtliche Nachhilfelehrer gesucht<br />
■■<br />
bit social hat die Initiative „Gratis<br />
Nachhilfe für alle“ ins Leben gerufen<br />
und bietet Kindern von 10 bis<br />
14 Jahren aus einkommensschwachen<br />
Familien Nachhilfestunden in<br />
verschiedenen Standorten. Dafür<br />
werden jetzt noch Nachhilfelehrer<br />
gesucht. Studenten können an<br />
zwei Tagen Nachhilfe geben, sich<br />
dafür bis zu 5 ECTS anrechnen lassen<br />
und bekommen eine einmalige<br />
Zuzahlung zur Diplomarbeit in der<br />
Höhe von 250 Euro. Jetzt bewerben<br />
unter presse@bitgroup.at.<br />
die Kübel am Hauptplatz ausgeleert.<br />
Sogar dreimal am Tag“,<br />
erzählt Gerald Zaczek-Pichler,<br />
Konzernsprecher der Holding<br />
Graz. Das Ziel ist es, jedes Jahr 40<br />
neue Mistkübel in Graz aufzustellen.<br />
Wie jetzt beispielsweise am<br />
neuen Kaiser-Josef-Platz.<br />
Automatische Presse<br />
„Sieben von den bisherigen 70<br />
Abfalleimern haben eine eigene<br />
Solaranlage mit integrierter Presse.<br />
Diese presst den Müll automatisch<br />
noch zusammen, damit<br />
mehr Platz ist“, so Zaczek-Pichler.<br />
So eine Tonne mit Presse steht<br />
beispielsweise am Hauptplatz.<br />
In Graz gibt es insgesamt 4000<br />
normale Müllkübel, diese Online-<br />
Abfalleimer dienen als Ergänzung.<br />
Gratis Nachhilfe: Kinder von 10 bis 14<br />
Jahren können das Angebot nutzen.<br />
Ab Freitag versuchen die Mitarbeiter des Caritas-Kältetelefons wieder,<br />
obdachlose Menschen vor der Kälte zu schützen. CARITAS/TIM ERTL<br />
160 Anrufe letztes Jahr:<br />
Das Kältetelefon startet<br />
ENGAGIERT. Über 40 ehrenamtliche Mitarbeiter<br />
retten ab Freitag Obdachlose vor der Kälte.<br />
Von Fabian Kleindienst<br />
redaktion@grazer.at<br />
Die Tage werden kürzer,<br />
die Temperaturen sinken<br />
und ohne eine dicke<br />
Jacke machen abendliche Spaziergänge<br />
langsam keine Freude<br />
mehr. Umso schlimmer ist die<br />
Vorstellung, dass es auch heute<br />
noch Menschen gibt, die im Freien<br />
übernachten müssen, was im<br />
Winter sogar lebensgefährlich<br />
sein kann. Hier setzt das Caritas-<br />
Kältetelefon für Graz an und versucht<br />
seit 2017, Obdachlosen einen<br />
Schlafplatz zu organisieren.<br />
Ab kommendem Freitag (15. <strong>November</strong>)<br />
und bis Ende März sind<br />
die haupt- und ehrenamtlichen<br />
Kältetelefon-Mitarbeiter täglich<br />
Glauben Sie, ist der<br />
mutmaßliche Täter<br />
Friedrich Felzmann<br />
noch am Leben?<br />
Ja oder Nein<br />
von 18 bis 23 Uhr unter der Telefonnummer<br />
0 676/880 15111<br />
erreichbar.<br />
Anrufen und retten<br />
Wer den Schlafplatz eines Obdachlosen<br />
bemerkt, kann sofort<br />
unkompliziert anrufen. Die Mitarbeiter<br />
nehmen dann Kontakt<br />
zu den Obdachlosen auf, bringen<br />
sie in einer Notschlafstelle<br />
unter bzw. statten jene, die eine<br />
solche Unterbringung ablehnen,<br />
mit einem Notpaket aus Schlafsack,<br />
Decke, Jacke und warmem<br />
Tee aus. Im letzten Winter gingen<br />
160 Anrufe ein, über 80 Mal<br />
eilten die Teams zur Hilfe und<br />
mehr als 20 Menschen konnten<br />
in Notschlafstellen oder mit Notpaketen<br />
versorgt werden.<br />
V O T I N G<br />
Zwei Jahre nach dem tragischen<br />
Doppelmord von Stiwoll fehlt immer<br />
noch jede Spur vom Täter. Wir<br />
haben unsere User daher gefragt,<br />
ob sie denken, dass Friedrich Felzmann<br />
noch am Leben ist.<br />
Ja<br />
62 %<br />
Abgestimmt auf:<br />
www.grazer.at<br />
Nein<br />
38 %
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 19<br />
„Martin-Altar“ in Tansania<br />
SCHÖNE GESTE. Der<br />
steirische Militärdekan<br />
Christian Thomas Rachlé<br />
baut in Tansania eine<br />
Kirche. Saubermacher-<br />
Gründer Hans Roth<br />
unterstützt das Projekt.<br />
Von Vojo Radkovic<br />
vojo.radkovic@grazer.at<br />
Die Kirche in Tansania, die<br />
im Kilimandscharo-Gebiet<br />
steht und zur Diözese<br />
Same, einer von 35 katholischen<br />
Diözesen im Land gehört, steht<br />
vor der Fertigstellung. Militärdekan<br />
Christian Thomas Rachlé:<br />
„Ich fliege am 30. Dezember bis<br />
13. Jänner wieder nach Tansania.<br />
Die Kirche ist so weit fertig,<br />
bis auf die Inneneinrichtung wie<br />
Bänke, Beleuchtung, Altar und<br />
dergleichen.“ Und da kommt der<br />
Vorher<br />
Saubermacher-Gründer Hans<br />
Roth ins Spiel. In einem persönlichen<br />
Gespräch zwischen den<br />
beiden kam es zu der Idee, den<br />
benötigten Altar doch nach dem<br />
heuer mit 41 Jahren verstorbenen<br />
Künstler und Sohn von Hans<br />
Roth, Martin Roth, zu benennen.<br />
Rachlé: „Roth war mit seinem<br />
Sohn in Tansania, und diesem hat<br />
das Land sehr gut gefallen. Roth<br />
unterstützt mich und wir werden<br />
in Erinnerung an Martin Roth<br />
den Altar ,Martin-Altar‘ nennen.“<br />
Die betreffende Kirche steht<br />
in der kleinen 30.000-Einwohner-Distrikt-Stadt<br />
Same, wo sich<br />
auch der Bischofsitz der römischkatholischen<br />
Kirche befindet. In<br />
Tansania hat die katholische Kirche<br />
wieder großen Zulauf, weil<br />
viele der Moslems zum christlichen<br />
Glauben konvertieren, da<br />
die Christen für Bildungseinrichtungen<br />
sorgen. In der Kirche soll<br />
auch Unterricht für Kinder stattfinden.<br />
Die Eröffnung ist vorerst<br />
für Ostern 2020 geplant.<br />
Hans Roth (links) unterstützt Militärdekan Rachlé, der im Gebiet des Kilimandscharo<br />
eine Kirche errichtet. Der Altar der Kirche soll an Roths Sohn erinnern. KK<br />
Die Container<br />
sind Geschichte<br />
KURIOS. Zwei Wochen nach dem Artikel im<br />
„Grazer“ sind die Container verschwunden.<br />
Nachher<br />
Mittlerweile dürfte sogar der Holzzaun entfernt worden sein. KK (2)<br />
■■<br />
Über fünf Jahre lang „verzierten“<br />
sie die Muruferpromenade<br />
in Geidorf, nun sind sie auf genauso<br />
mysteriöse Art und Weise<br />
verschwunden, wie sie aufgetaucht<br />
waren: die unschönen<br />
Container am Schwimmschulkai,<br />
die der „Grazer“ vor zwei<br />
Wochen thematisiert hatte.<br />
Im Büro von Bürgermeister<br />
Siegfried Nagl klärt man auf: Die<br />
Fläche wurde vom Straßenamt<br />
geräumt. Nun müsse man sich<br />
überlegen, wie der frei gewordene<br />
Raum gestaltet werden kann.<br />
Denkbar wäre eine Erweiterung<br />
der Outdoor-Sportgeräte, die wenige<br />
Meter weiter stehen.<br />
In Geidorf atmet man indes<br />
auf: „Ich bin froh, dass nach all<br />
diesen Jahren einer der schönsten<br />
Orte entlang des Murufers<br />
von diesem Schandfleck befreit<br />
wurde“, kommentiert Bezirksvorsteher<br />
Gerd Wilfling. Er hatte<br />
2014 erstmals einen Antrag gestellt,<br />
die Container entfernen zu<br />
lassen. Seine Anfragen verliefen<br />
im Sand. Zwar wurden Container<br />
entfernt, die übrigen blieben jedoch<br />
an ihrem Platz.<br />
Vonseiten des Straßenamtes<br />
konnte allerdings nicht bestätigt<br />
werden, ob es sich dabei um ein<br />
Altmateriallager der Stadt handeln<br />
könnte. Bei einer Gelegenheit<br />
wurden in den Containern<br />
alte Toilettenschüsseln und Baumaterial<br />
gesichtet. Noch in dieser<br />
Woche sollte der Platz von<br />
seinem in die Jahre gekommenen<br />
Holzzaun befreit werden.
20 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Krainbucher, Brandstätter, Lechner<br />
und Dernoscheg (v. l.) KAISER<br />
3148 Euro für<br />
das Kinderhospiz<br />
■■<br />
Schöne Geste der Organisatoren<br />
der zehnjährigen Jubiläumsfeier<br />
des Grazer Küchenund<br />
Wohnstudios Cookina mit<br />
den Geschäftsführern Bernhard<br />
Brandstätter und Werner<br />
Krainbucher. Durch den Verzicht<br />
auf Jubiläumsgeschenke<br />
sammelte man stattdessen die<br />
tolle Summe von 2448 Euro für<br />
das Kinderhospiz Sterntalerhof,<br />
die von Cookina zusätzlich mit<br />
700 Euro aufgefettet wurde. Das<br />
Jubiläumsspektakel ließen sich<br />
rund 250 Gäste nicht entgehen,<br />
darunter auch WKO-Direktor<br />
Karl-Heinz Dernoscheg und<br />
Neo-WKO-Vizepräsidentin Gabi<br />
Lechner.<br />
Friedhofs-Begleiter<br />
leisten Beistand<br />
Zu Allerheiligen machten sich wieder Tausende zu den Friedhöfen auf. Wem das Tragen von Friedhofs-Utensilien schwerfällt<br />
oder emotionale Unterstützung braucht, erfährt diese durch den Malteser-Begleitdienst, weiß Clemens Grill. GETTY, MALTESTER<br />
Making of: Fotoshooting in der<br />
Sporgasse mit Mayer und Lah.<br />
Intercoiffeur Mayer<br />
„Pretty Ballerina“<br />
KK<br />
■■<br />
Pünktlich zur Ballsaison dreht<br />
Gerhard Mayer in Zusammenarbeit<br />
mit Top-Stylistin Joey Lah<br />
mit dem Trendlook Pretty Ballerina<br />
eine Pirouette. Als das Jungmodell<br />
Florentina Ladentrog<br />
zum ersten Mal den Flagshipstore<br />
in der Sporgasse betrat, war<br />
klar: Die steirische Nachwuchsballerina<br />
war wie geschaffen<br />
für ein Fotoshooting, das Mayer<br />
schon lange vorschwebte. Umgesetzt<br />
wurde die lang gehegte Idee<br />
gemeinsan mit Joey Lah und dem<br />
Fotografen Paul Stajan direkt in<br />
der Grazer Sporgasse.<br />
HILFE. In Graz wird<br />
es demnächst einen<br />
Friedhofs-Begleitdienst<br />
geben, der bei kleineren<br />
Arbeiten hilft und emotionalen<br />
Beistand gibt.<br />
Von Philipp Braunegger<br />
philipp.braunegger@grazer.at<br />
Die Zacken des Malteser-<br />
Symbols stehen auch für<br />
die menschlichen Leiden<br />
– eines davon ist jenes des<br />
Verlassenseins“, erklärt Clemens<br />
Grill, beim Malteser-Orden zuständig<br />
für den Bereich Steiermark,<br />
im Gespräch mit dem<br />
„Grazer“. Das Gefühl des Verlassenseins,<br />
so Grill, überkommt<br />
viele Menschen vor allem, wenn<br />
sie einen geliebten Menschen<br />
verlieren, im Extremfall durch<br />
dessen Tod. „Bei uns ist es üblich,<br />
den Verstorbenen dann auf<br />
dem Friedhof zu besuchen, um<br />
ihm zu gedenken, aber auch um<br />
vielleicht selbst Trost zu finden.<br />
Allerdings fällt es immer mehr<br />
Menschen, vor allem Älteren,<br />
aus gesundheitlichen Gründen<br />
körperlich schwer, auf den<br />
Friedhof zu gehen. Sei es durch<br />
die emotionale Belastung oder<br />
einfach auch, weil man Friedhofsutensilien<br />
zu tragen hat und<br />
nicht mehr allzu gut zu Fuß ist.“<br />
Bestes Beispiel war das letzte<br />
Allerheiligen-Wochenende, bei<br />
dem es etwa galt, Gestecke zu<br />
den Gräbern zu tragen. Und:<br />
Auch Unsicherheit ist dieser<br />
Tage, wo es ab 17 Uhr quasi dunkel<br />
ist, eine Erschwernis.<br />
Einfach da sein<br />
Um emotionale und körperliche<br />
Belastungen etwas zu lindern,<br />
bieten die Malteser aktuell<br />
in Wien und Salzburg einen<br />
Friedhofs-Begleitdienst an.<br />
Und: Demnächst wird man diesen<br />
auch in Graz bzw. der Steiermark<br />
in Anspruch nehmen können.<br />
„Vor allem auf Graz wird<br />
unser Fokus liegen, da hier mit<br />
der meisten Nachfrage zu rechnen<br />
ist“, sagt Grill und erklärt<br />
das Prozedere: „Der Dienst ist<br />
kostenlos. Malteser-Mitglieder<br />
holen die Person bei sich daheim<br />
ab und begleiten sie zum<br />
Friedhof.“ Dort widmet man sich<br />
dann ganz der zu begleitenden<br />
Person. „Manche wollen gerne<br />
ein bisschen erzählen von ihrem<br />
Verstorbenen. Reden hilft<br />
ja immer in so belastenden Situationen.<br />
Wir sind aber einfach<br />
nur da und verweilen mit den<br />
Klienten eine Weile am Grab.“<br />
Friedhofs-Arbeiten werden, wie<br />
eingangs erwähnt, ebenso miterledigt.<br />
„Wir helfen beim Gießen<br />
der Blumen und anderen<br />
kleineren Instandhaltungsdingen,<br />
die zu erledigen sind.“<br />
Unterstützt werden jedoch,<br />
wie gesagt, nicht nur Senioren.<br />
„Auch für junge Menschen ist<br />
menschlicher Verlust oft schwer<br />
zu bewältigen. Auch sie können<br />
sich an uns wenden (Anm.: Tel.<br />
0 664/11 88 180; www.friedhofsbegleitdienst.at).“<br />
Man mache<br />
keinen Unterschied dabei, wer<br />
Hilfe braucht. Denn das Schicksal<br />
unterscheidet auch nicht<br />
nach Altersstrukturen.
22 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Sie haben ein<br />
AUSGEZEICHNET. Ein handgefertigtes Herz aus<br />
steirischem Holz haben 265 Pflegemütter und<br />
-väter vom Land Steiermark erhalten.<br />
Glücksbringer: Abklatschen für den letzten großen Schritt zur Europameisterschaft.<br />
Der Landeshauptmann drückt dem Teamchef die Daumen. KK<br />
Zwei große Favoriten<br />
auf der Zielgeraden<br />
ANPFIFF. Für Landeshauptmann Schützenhöfer<br />
und Teamchef Foda beginnt das große Finale.<br />
Pflegekinder bringen oft<br />
einen emotionalen ‚Rucksack‘<br />
mit“, erzählt Monika<br />
Resch-Wagner. Seit zwölf<br />
Jahren ist sie die Pflegemutter<br />
eines Mädchens, das sie gemeinsam<br />
mit ihren zwei leiblichen<br />
Kindern großgezogen<br />
hat. Sie ist eine von 265 Pflegemüttern<br />
und -vätern, die in<br />
dieser Woche das „Soziale Herz<br />
Steiermark“ von Soziallandes-<br />
rätin Doris Kampus verliehen<br />
bekommen hat. Den Preis hat<br />
Kampus ins Leben gerufen, um<br />
„allen Pflegemüttern und -vätern,<br />
die länger als zehn Jahre<br />
ihre Dienste leisten, Danke zu<br />
sagen“, erklärt sie.<br />
Verbesserungen<br />
Für die rund 1000 steirischen<br />
Familien, die Pflegekinder aufnehmen,<br />
hat das Land sukzessi-<br />
Der wichtige Sieg, auch<br />
wenn nur mehr ein<br />
Punkt notwendig ist, soll<br />
am kommenden Samstag im<br />
Heimspiel zur Europameisterschaftsqualifikation<br />
2020 gegen<br />
Nordmazedonien im Wiener<br />
Happel-Oval eingefahren werden.<br />
Da ließ es sich der höchste<br />
Daumendrücker und Nationalteamfan<br />
der Steiermark, Landeshauptmann<br />
Hermann Schützenhöfer,<br />
nicht nehmen, den<br />
Teamchef Franco Foda höchstpersönlich<br />
zu verabschieden<br />
und Glück zu wünschen.<br />
Und hatte natürlich auch steirischen<br />
Reiseproviant im Steiermarktrolley<br />
als Wegzehrung vorbereitet.<br />
Wohlwissend, dass das<br />
Burgenland der Teamsponsor ist.<br />
„Nur für den privaten Gebrauch,<br />
aber Franco ist doch schon mehr<br />
als ein halber Steirer, lebt in Graz<br />
und wird auch hier bleiben“, freut<br />
sich Schützenhöfer. Eine knappe<br />
Stunde wurde dann nicht nur<br />
über das Nationalteam diskutiert,<br />
sondern natürlich auch der<br />
„Herzensklub“ der beiden, der<br />
SK Sturm, durchleuchtet. Vorherrschendes<br />
Thema war aber<br />
nicht die aktuelle Performance<br />
der schwarz-weißen Steirer, sondern<br />
vielmehr Erlebnisse und<br />
Schmankerln aus vielen Jahren.<br />
Wie etwa die Schelte des Ex-<br />
Rapid-Präsidenten und Finanzminister<br />
Rudi Edlinger, der den<br />
Landeshauptmann aufs Wüsteste<br />
beschimpfte, als dieser beim<br />
1:0 für Sturm im alten Hanappistadion<br />
aufsprang und jubelte.<br />
Ausgangslage<br />
Abschließend sorgte noch die<br />
ähnliche Ausgangssituation der<br />
beiden vor Spiel und Wahl für Gesprächsstoff.<br />
„Auch wenn man als<br />
Favorit gehandelt wird darf man<br />
nie den Fokus verlieren, muss demütig<br />
bleiben und alles geben“,<br />
erklärt der Teamchef.<br />
Zur Stärkung auf dem Weg zur EM<br />
gibt es eine Steirerjause. <br />
KK
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 23<br />
soziales Herz<br />
ve die Rahmenbedingungen<br />
verbessert: einerseits<br />
durch ein starkes Begleitsystem<br />
(etwa<br />
durch den Verein Affido)<br />
aus Ausbildung<br />
und behördlicher<br />
Sozialarbeit, andererseits,<br />
indem man<br />
sie beim Land eingestellt<br />
und damit sozialrechtlich<br />
abgesichert<br />
hat. Damit<br />
aber nicht genug:<br />
Künftig sollen<br />
die Risiken der<br />
Pflegeeltern<br />
von einer Versicherung<br />
abgedeckt<br />
werden.<br />
Keine einfache Aufgabe (oben). Erstmals wurde<br />
Pflegeeltern, die mehr als zehn Jahre im Dienst<br />
waren, ein „Soziales Herz“ verliehen (l.). GETTY, LAND STMK<br />
Simon und Florian Abt retten in ihrem Restaurant ‚Platzhirsch am Markt‘<br />
seit 28. Oktober Essen mit der App „Too Good To Go“.<br />
Billig essen ohne Müll<br />
■■<br />
Die App „Too Good To Go“ bietet<br />
Gastronomen die Chance, ihre<br />
Lebensmittelverschwendung zu<br />
reduzieren und übrig gebliebenes<br />
Essen zu einem günstigen Preis<br />
zu verkaufen. Wie wir bereits vor<br />
einigen Wochen berichteten, ist<br />
man aktuell auf der Suche nach<br />
Partnerbetrieben in Graz. Neu<br />
dabei sind Florian und Simon<br />
Abt, Betreiber des „Platzhirsch<br />
am Markt“ am Kaiser-Josef-Platz.<br />
Seit etwa zwei Wochen bieten sie<br />
abends Überraschungspakete<br />
aus Hauptspeisen, Brötchen und<br />
Desserts im Wert von 12 Euro um<br />
nur 3,99 Euro an. „Bisher wird die<br />
Idee gut angenommen. In der<br />
Regel verkaufen wir täglich etwa<br />
zehn dieser frisch gekochten Menüs,<br />
je nachdem wie gut wir zuvor<br />
kalkuliert haben“, erzählt Florian<br />
Abt. Sein Bruder Simon ergänzt:<br />
„Um möglichst wenig Müll zu<br />
produzieren, bitten wir unsere<br />
Kunden, selbst Behältnisse mitzunehmen<br />
– die meisten machen<br />
das auch.“<br />
KK<br />
ANZEIGE<br />
JUM<br />
Das Kreativteam von josefundmaria freut sich über den Preis.<br />
27. Green Panther für josefundmaria<br />
Top. Klare Botschaften, starke Motive überzeugten.<br />
Außergewöhnliche Ideen,<br />
klare Botschaften und<br />
starke Motive – mit<br />
dieser Strategie überzeugt<br />
die Grazer Kommunikationsagentur<br />
josefundmaria seit<br />
Jahrzehnten mit ihrer Arbeit<br />
vor allem im Nachhaltigkeitsund<br />
Umweltbereich. Beim<br />
steirischen Landespreis für<br />
kreative Kommunikation wurde<br />
für den Kunden ETIVERA<br />
Verpackungstechnik, einem<br />
führenden Anbieter für Verpackungen<br />
und Etiketten in<br />
Europa, der Green Panther<br />
in Silber gewonnen. Somit<br />
bestätigt das Team von josefundmaria<br />
seinen Ruf als grüner<br />
Vordenker.
24 graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
S E R V I C E<br />
Leser<br />
Briefe<br />
redaktion@grazer.at<br />
Tausch 53er gegen 41er<br />
Zum Bericht 53er Bus tauscht mit<br />
41er: Eine Fehlentscheidung. Warum<br />
handeln die Politiker nur noch<br />
gegen meine Interessen, frage ich<br />
mich sehr. Es ist eine Tatsache, dass<br />
die Graz Linien zu teuer sind, das<br />
habe ich schon oft gesagt. Aber statt<br />
sie billiger zu machen, schließen sie<br />
die Stattegger von der Anbindung<br />
zum Hauptbahnhof aus.<br />
Diese Entscheidung ist mir unverständlich.<br />
Als Reaktion darauf werde<br />
ich noch mehr aufs Auto und das<br />
Rad umsteigen.<br />
Reinhard Möstl, Graz<br />
* * *<br />
Sturzgefahr im Bus<br />
Jeder Straßenbahnbenützer weiß,<br />
dass er für Rollstuhlfahrer oder<br />
Kinderwägen Platz machen soll,<br />
und tut es auch. Dennoch werden<br />
wir täglich x-mal teilweise in<br />
unerträglicher Form darauf aufmerksam<br />
gemacht, und das sogar<br />
zweisprachig. Betrifft: Durchsagen<br />
der Holding in Straßenbahnen und<br />
Bussen. Was aber vielmehr nottäte,<br />
damit alte Menschen nicht zu Sturz<br />
kommen – was immer wieder passiert<br />
–, ist, dass sie darauf aufmerksam<br />
gemacht werden, dass sie sich<br />
während der Fahrt immer anhalten<br />
sollen und womöglich vorne<br />
beim Fahrer einsteigen müssten,<br />
weil dort die Türe zuletzt schließt<br />
und der Fahrer den Einsteigenden<br />
sieht.<br />
Oskar Fleischer, Graz<br />
* * *<br />
Freude über „Grazer“<br />
Habe mich so gefreut, wie ich heute<br />
den „Grazer“ in der Früh vor der<br />
Tür holte. Heute besonders. „Gestaltung<br />
der Wiese beim ORF-Park<br />
gestartet.“<br />
Da ich vor einer Woche dort walken<br />
war und ich sah, dass dort die<br />
Wiese abgesteckt war, hatte ich große<br />
Wut und dachte, dort wird ein<br />
Wohnhaus errichtet.<br />
Aber dann der Artikel heute, die<br />
Freude war so groß. Danke, liebes<br />
Team, mein Tag ist gerettet.<br />
Sonja Hönigl, Graz<br />
Grabenstraße Radweg<br />
Zu den Leserbriefen, die einen Radweg<br />
in der Grabenstraße vorschlagen:<br />
Der ist meiner Meinung nach<br />
nicht notwendig, man kann durch<br />
die Körblergasse fahren, dann die<br />
Grabenstraße überqueren und<br />
durch die Vogelweiderstraße weiterfahren<br />
– alles bei fast gar keinem<br />
Autoverkehr. Danach kommt man<br />
durch die Amschlgasse, die Theodor-Körner-Straße<br />
oder die Körösistraße<br />
zur Maut und kann z. B. über<br />
den Murradweg weiterfahren. Ich<br />
benütze diese Route seit Jahren mit<br />
dem Fahrrad. So habe ich erst bei<br />
der Überquerung der Grabenstraße<br />
die erste Ampel auf dem Weg.<br />
Diethard Ohrt, Graz<br />
* * *<br />
Bilder, die tief bewegen<br />
Nachdem Herr Waba das Original<br />
von Leonardo da Vincis „Letztes<br />
Abendmahl“ in Florenz gesucht hat,<br />
glaube ich schon, dass er drei Jahre<br />
gebraucht hat. Das Original ist<br />
nämlich in MAILAND im Kloster<br />
Santa Maria delle Grazie.<br />
Harald Lackmayer, Graz<br />
* * *<br />
Kein ÖV-Gesamtkonzept<br />
Die laufende Unterschriftenaktion<br />
für eine Wiedereinführung der<br />
Verbundlinie 47 für das Gebiet am<br />
westlichen Schöcklrand ist zu begrüßen.<br />
Leider fehlt für das Gebiet<br />
um den Schöckl ein Gesamtkonzept.<br />
Zwar gibt es nun an Wochenenden<br />
auf der Linie 250 Postbuskurse zum<br />
Schöcklkreuz am östlichen Schöcklrand,<br />
doch fahrplanmäßig keine<br />
mehr zum knapp zwei Kilometer<br />
entfernten Angerkreuz. Dies, obwohl<br />
das Argument, beim Angerkreuz<br />
könnten die Busse nicht umdrehen,<br />
sich in der Praxis als nicht stichhaltig<br />
erwiesen hat. Die Busse wenden sehr<br />
wohl beim Angerkreuz, weil die Umkehrschleife<br />
des Parkplatzes beim<br />
Schöcklkreuz häufig verstellt ist. Unverständlich<br />
ist auch die Ignoranz<br />
der Zuständigen, was die Weiterführung<br />
der Buslinie nach Arzberg anbelangt.<br />
Die seinerzeit zurückgelegte<br />
Konzession könnte wiederbelebt<br />
werden und damit Arzberg, aber<br />
auch Passail wieder an Wochenenden<br />
erreichbar sein. In Arzberg<br />
beginnt der Wanderweg durch die<br />
Große Raabklamm. Eine Busanbindung<br />
würde viele Pkw-Fahrer zum<br />
Umstieg animieren.<br />
Viktor Pölzl, Graz<br />
Neue Thai- &<br />
Gastro<br />
Börse<br />
www.grazer.at<br />
Pizzabäcker Marco Pecoraro, Maria Moldovan-Resch von der Vintage-Café-<br />
Bar und Eddaoudi Abdellatif (v. l.) haben einfach die Karten getauscht. KK
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz 25<br />
Beer-Bar bei FH Joanneum<br />
NEWS. Bekannte<br />
Grazer Wirten haben ein<br />
Thai-Lokal eröffnet, das<br />
Paul & Bohne expandiert<br />
und zwei Lokale haben<br />
die Karten getauscht.<br />
Von Verena Leitold und Vojo Radkovic<br />
redaktion@grazer.at<br />
Freunde von asiatischem<br />
Essen hatten in letzter Zeit<br />
in Graz vermehrt Grund<br />
zur Freude: Nach der Sushi-Bar<br />
Sakana bei der KF-Uni und dem<br />
Vietnamesen in der Münzgrabenstraße<br />
sperrte diese Woche<br />
auch „The Dude“ in der Eckertstraße<br />
gleich bei der FH Joanneum<br />
auf. Betrieben wird die Thai-<br />
Food- und Beer-Bar von Alex<br />
Ritter, bekannt aus dem „Three<br />
Monkeys“, und Markus Neuhold<br />
vom Laufke – beide führen ja<br />
auch das Campus Café direkt gegenüber.<br />
Das Konzept verspricht<br />
frische, glutamatfreie thailändische<br />
Küche. Frisches Curry wird<br />
täglich selbst gemacht. Jeden Tag<br />
gibt es auch zwei Gerichte für<br />
unter sechs Euro – schließlich ist<br />
man ja in unmittelbarer Studierendengegend.<br />
Auch in Sachen<br />
Bier kann man sich nach Bangkok<br />
versetzen lassen: Singha<br />
oder Belirium werden da etwa<br />
geboten. Aber auch Craft-Biere<br />
aus aller Welt.<br />
Rösterei expandiert<br />
Die Coffeeshop-Kaffeerösterei<br />
Paul & Bohne in der Josefigasse<br />
beim Lendplatz erweitert ihr<br />
„Einflussgebiet“. Demnächst<br />
wird man das Kaffeehaus, das<br />
auch Workshops, Verkostungen<br />
und Zubehör anbietet, auch im<br />
Murpark finden.<br />
Nachbarn kooperieren<br />
Das ist mal eine nette andere<br />
Meldung: Die Café-Bar Vintage<br />
von Maria Moldovan-Resch kooperiert<br />
mit dem Betreiber der<br />
neuen Pizzeria „Pizza Pizza“ in<br />
der Jakominigasse. Der Pizzabäcker<br />
und Geschäftspartner<br />
Marco Pecoraro aus Basilicata<br />
bei Neapel und der Inhaber<br />
Eddaoudi Abdellatif waren von<br />
der Idee der Bar-Chefin gleich<br />
Die Küche von „The Dude“ ist zu<br />
hundert Prozent glutamatfrei. KK<br />
angetan. Abdellatif hatte zuvor<br />
mehr als zwei Jahre die Marrakesch<br />
Bar geführt und wegen<br />
des Rauchverbots das Konzept<br />
geändert: italienische Pizza. Die<br />
Lokalinhaber haben einfach die<br />
Karten getauscht: In der Vintage-Bar<br />
kann man jetzt Pizza und<br />
Panini schmausen und im Pizza<br />
Pizza dafür Craft-Biere trinken.
28<br />
szene<br />
Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Schmeckt fantastisch – und<br />
gefährlich!“<br />
Redoute-Veranstalter Bernd Pürcher ist vom<br />
Signature-Cocktail zur Ballnacht angetan, lässt er die Gäste<br />
doch noch leichtfüßiger übers Parkett schweben. KANIZAJ<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Vor dem Weinjahrgang <strong>2019</strong><br />
wurde der Junkerhut gezogen<br />
PROST. So viele Besucher und auch VIP-Gäste wie noch nie versammelten<br />
sich in Tracht aufgehübscht bei der Junkerpräsentation in der Stadthalle.<br />
Werner Luttenberger, Heinz Zöllner<br />
und Franz Titschenbacher (v. l.) LUEF (7)<br />
BR Elisabeth Grossmann und Wein-<br />
Steiermark-Obmann Stefan Potzinger<br />
Urs Harnik-Lauris, Jazz Gitti und Bauernbunddirektor<br />
Franz Tonner (v. l.)<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Die Weinlese ist seit wenigen<br />
Wochen abgeschlossen,<br />
die steirischen Winzer haben<br />
wieder Zeit, mit den Weinliebhabern<br />
zu feiern: Das hat man<br />
bei der diesjährigen Junkerpräsentation<br />
in der Stadthalle diese<br />
Woche gemerkt. Und auch wenn<br />
die Verantwortlichen um Weinbaudirektor<br />
Werner Luttenberger<br />
und Wein-Steiermark-Obmann<br />
Stefan Potzinger immer wieder<br />
betonen, dass es sich um eine<br />
Messe und nicht um eine Party<br />
handelt – die Stimmung war so<br />
gut wie schon lange nicht mehr!<br />
Bei den Besuchern gab’s ein sattes<br />
Plus und unter ihnen waren auch<br />
weit mehr Prominente als sonst<br />
– da merkte man halt auch den<br />
Landtagswahlkampf. In Dirndl<br />
und Lederhose geschmissen hatte<br />
sich nämlich nicht nur Landesrat<br />
Hans Seitinger, der ja schon allein<br />
ressortbedingt eine Affinität zum<br />
steirischen Wein besitzt, sondern<br />
auch die Spitzenkandidaten Sandra<br />
Krautwaschl (Grüne) und Niko<br />
Swatek (Neos). Für die Blauen<br />
mischte sich der geschäftsführende<br />
Klubobmann Stefan Hermann<br />
unters Junkervolk, von der SPÖ<br />
war Bundesrätin Elisabeth Grossmann<br />
gekommen. Außerdem traf<br />
man Gemeinderätin Sissi Potzinger<br />
und Neos-Nationalratsabgeordnete<br />
Fiona Fiedler.<br />
Militärkommandant Heinz<br />
Zöllner war mit der Militärkapelle<br />
aufmarschiert, die anlässlich der<br />
20-jährigen Partnerschaft mit dem<br />
Junkerbataillon aufspielte. Entertainerin<br />
Jazz Gitti ließ es sich da<br />
natürlich nicht nehmen, lautstark<br />
mitzusingen! Ansonsten haben<br />
etwa<br />
Landwirtschaftskammer-<br />
Präsident Franz Titschenbacher,<br />
Bauernbunddirektor Franz Tonner,<br />
Energie-Steiermark-Sprecher<br />
Urs Harnik-Lauris, Shopping-<br />
City-Seiersberg-Centerleiterin<br />
Sylvia Baumhackl, Gastrounternehmerin<br />
Kathrin Paar, Herbert<br />
Mattersdorfer vom LPD-Strafamt,<br />
Designer und sfinks-Chef Herbert<br />
Traumüller, Univiertel-Lokalbetreiber<br />
Wolfgang Nusshold , Eventer<br />
Sepp Spielbichler sowie die<br />
Weinhoheiten Beatrix Luttenberger<br />
und Lisa Müller mit dem Junker<br />
<strong>2019</strong> angestoßen.<br />
Topjahrgang im Keller<br />
Etwa 450.000 Flaschen wurden<br />
heuer übrigens abgefüllt. „Der<br />
heurige Junker ist sehr frisch,<br />
schmeckt nach frischen grünen<br />
Äpfeln und Zitrusfrüchten – und<br />
hat eine gewisse Pikanz“, erklärt<br />
Weinbaudirektor Luttenberger.<br />
Und dieser tolle erste Vorbote<br />
machte natürlich allen Lust<br />
auf den kommenden Weinjahrgang<br />
<strong>2019</strong>: „Wir hatten wetterbedingt<br />
eigentlich ein ganz normales<br />
Weinjahr – keine besonderen<br />
Rekorde mit extrem hohen Temperaturen,<br />
Frost oder vielen Niederschlägen.<br />
Der etwas spätere<br />
Start im Frühjahr hat den Weinbauern<br />
sehr gutgetan. In der<br />
zweiten Septemberwoche wurde<br />
dann zu ernten begonnen, in der<br />
zweiten Oktoberwoche war die<br />
Lese abgeschlossen. Das heißt<br />
wir haben einen Wein, der vom<br />
Alkohol nicht überlagert ist, sondern<br />
einen moderaten Alkoholgehalt<br />
hat, aber eine gute Frische<br />
und steirische Säure!“, freut sich<br />
Luttenberger.<br />
„Wir haben einen Spitzenjahrgang<br />
im Keller“, steigerte auch<br />
Winzer und Wein-Steiermark-Obmann<br />
Potzinger die Vorfreude.<br />
Alle Fotos auf<br />
www.grazer.at<br />
Im Wahlkampf: Sandra Krautwaschl<br />
(Grüne) und Niko Swatek (Neos)<br />
FP-Klubobmann Stefan Hermann<br />
und Klubsekretärin Madlen Kink<br />
Gastrounternehmerin Kathi Paar und<br />
Herbert Mattersdorfer (LPD-Strafamt)<br />
ShoppingCity-Seiersberg-Leiterin Sylvia<br />
Baumhackl und Mama Anna Baxa
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
eco<br />
LUEF (2)<br />
Juwelier Klaus Weikhard und Genuss-<br />
Hauptstadt-Chefin Waltraud Hutter<br />
Estag-Sprecher Urs Harnik-Lauris (l.)<br />
und Richard Peer (Holding-Marketing)<br />
art+event-Geschäftsführer Wolfgang<br />
Hülbig, Claudia Brandstätter (bmm)<br />
und Gastronom Josef Pfeifer (v. l.)<br />
szene 29 31<br />
Nora Schmid DIE WIEVIELTE REDOUTE WIRD’S FÜR SIE? Maria Happel<br />
Die Opernintendantin ist zum fünften<br />
Mal dabei – und hat auch 2020<br />
Die Schauspielerin moderiert nicht<br />
5 : 1<br />
nur erstmals, sondern ist überhaupt<br />
vor, bis in aller Früh zu tanzen.<br />
zum ersten Mal auf der Redoute.<br />
Gerichtsmedizinerin ermittelt<br />
auf der Opernredoute 2020<br />
CONFÉRENCIÈRE.<br />
SOKO-Donau-Star Maria<br />
Happel ist die erste<br />
Frau, die das Grazer<br />
Ballhighlight im nächsten<br />
Jahr moderiert.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
In zweieinhalb Monaten ist<br />
es wieder so weit: Die Grazer<br />
Opernredoute zieht am 25. Jänner<br />
2020 unzählige Prominente<br />
und Walzerfans an. Bevor es bald<br />
ans Aussuchen der großen Roben<br />
geht, sind die VIPs diese Woche<br />
beim inzwischen traditionellen<br />
„Prolog“ schon einmal zusammengekommen,<br />
um sich auf das<br />
gesellschaftliche Event des Jahres<br />
einzustimmen.<br />
Und da verrieten Organisator<br />
Bernd Pürcher, Intendantin Nora<br />
Schmid und art+event-Geschäftsführer<br />
Wolfgang Hülbig schon<br />
einmal erste Geheimnisse: Unter<br />
dem Motto „Alles Glück, alles<br />
Alle Fotos auf<br />
www.grazer.at<br />
Walzer“ wird nach 15 Jahren Alfons<br />
Haider und den Moderatoren<br />
Christoph Wagner-Trenkwitz<br />
oder Michael Ostrowski in den<br />
letzten Jahren erstmals eine Frau<br />
durch den Abend führen. Und natürlich<br />
ist auch sie keine Unbekannte<br />
– eine, die sich in der Grazer<br />
Oper wohlfühlen wird, kennt<br />
sie doch die großen Bühnen der<br />
heimischen Theaterwelt ganz gut:<br />
Burgtheater-Schauspielerin und<br />
SOKO-Donau-Gerichtsmedizinerin<br />
Maria Happel übernimmt die<br />
Rolle der Conférencière. Eine Premiere<br />
ist es auch, dass die Seitenbühne<br />
bespielt wird und es einen<br />
eigenen Redoute-Signature-Cocktail<br />
gibt: den „Jalisco Mule“ mit Patron<br />
Tequila, Ginger Beer und Limettensaft.<br />
„Schmeckt fantastisch<br />
– und gefährlich!“, gab Pürcher<br />
beim Kosten zu.<br />
Mit ihm stießen etwa Juwelier<br />
Klaus Weikhard, GenussHauptstadt-Chefin<br />
Waltraud Hutter,<br />
Energie-Steiermark-Sprecher Urs<br />
Harnik-Lauris, Holding-Marketingleiter<br />
Richard Peer, die Designerinnen<br />
Elke Steffen-Kühnl<br />
und Babsi Schneider, bmm-Chefin<br />
Claudia Brandstätter und die<br />
Tanzschul-Leiter Claudia und<br />
Lisa Eichler, Wolfgang Nicoletti<br />
sowie Patricia Stieder-Zebedin,<br />
Casino-Marketingleiter Stefan<br />
Bachernegg und Juwelier Hans<br />
Schullin an.<br />
Elke Steffen-<br />
Kühnl, Eva Tarjan,<br />
Redoute-<br />
Organisator<br />
Bernd Pürcher,<br />
Nora Schmid<br />
und Babsi<br />
Schneider (v. l.)<br />
<br />
LUEF (3), KANIZAJ
30 szene<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
E V E N T S<br />
In bester<br />
Gesellschaft<br />
Von Verena Leitold<br />
✏ verena.leitold@grazer.at<br />
Mitarbeit: Valentina Gartner<br />
Castingshow<br />
mit Graz-Faktor<br />
■■<br />
Nächsten Donnerstag startet<br />
„Queen of Drags“, die neue<br />
TV-Show von Heidi Klum,<br />
Conchita Wurst und Bill Kaulitz.<br />
Mit dabei ist auch eine<br />
ehemalige Grazer Miss Tuntenball:<br />
Samantha Gold hat es<br />
unter die zehn Kandidatinnen<br />
geschafft.<br />
Miss Tuntenball 2015 Samantha<br />
Gold ist bald im TV zu sehen.SONTACCHI<br />
Johann Christof, LH Hermann Schützenhöfer, Josef<br />
Zotter und Landtagspräsidentin Gabriele Kolar (v. l.)FRANKL<br />
Größte Weinkarte der Stadt<br />
■■<br />
Eine vinophile Bühne für Veranstaltungen aller Art<br />
präsentierte Parkhotel-Gastgeber Philipp Florian bei der<br />
offiziellen Eröffnung der neuen Weinstube „Florian“. Der<br />
60 Quadratmeter große Weinkeller gilt nun als (flächenmäßig)<br />
größte Weinkarte der Stadt. „Wie schon der Name<br />
verrät, wird der Wein hier als großes Thema gespielt“,<br />
sagt Florian, der zur Eröffnung mit Karl Schnabel den<br />
steirischen Rotwein-Revoluzzer zur Verkostung zu Gast<br />
hatte. Gekommen waren zahlreiche Grazer Persönlichkeiten<br />
wie Kastner&Öhler-Vorstand Thomas Böck mit<br />
Christina Desput, Neos-Nationalratsabgeordnete Fiona<br />
Fiedler mit Stefan Fiedler (Klavierhaus Fiedler), die<br />
Schriftstellerin Olga Flor sowie auch Tricom-Chef Christian<br />
Edelsbrunner, der Weinhändler Philipp Schäffer<br />
und Japan-Expertin Margarethe Yoshida.<br />
Ehre, wem Ehre gebührt<br />
■■<br />
Insgesamt waren es 21 Persönlichkeiten, denen<br />
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und<br />
Landtagspräsidentin Gabriele Kolar das Große<br />
Ehrenzeichen des Landes diese Woche verliehen<br />
haben. Unter den Geehrten waren da dieses Mal<br />
Schokolade-Pionier Josef Zotter und Christof-Industries-Chef<br />
und Litauen-Honorarkonsul Johann<br />
Christof, aber auch Hotelier Peter Florian vom<br />
Parkhotel, Militär Maximilian Trares, der ehemalige<br />
Ärztliche Direktor des LKH-Klinikums Gernot<br />
Brunner und Fremdenführer-Legende Melitta<br />
Ranner. Unter den Ehrengästen in der Alten Universität<br />
konnte auch Alt-Bischof Egon Kapellari<br />
begrüßt werden.<br />
Thomas Böck, Christina Desput, Philipp Florian, Philipp<br />
Schäffer, Margarethe Yoshida, Karl Schnabel PHILIPP LIHOTZKY<br />
Prosit! Silvester-Spaß zu gewinnen<br />
NICHT MEHR LANGE. Dieses Silvester wird der Hit! Im Casino Graz kann man das Jahr tanzend,<br />
lachend und speisend ausklingen lassen. Wir verlosen Tickets für drei unterschiedliche Events.<br />
Zusammen mit dem Casino<br />
Graz lädt „der Grazer“ auch<br />
dieses Jahr wieder zu Bauernsilvester,<br />
Silvester-Comedy<br />
und Silvester-Dinner. Am 30. Dezember<br />
schmeißt man sich am<br />
besten in Dirndl und Lederhose<br />
– im Casino geht’s da nämlich<br />
zünftig zu. Grenzenlos: das S.T.S.<br />
Bootleg sorgt dafür, dass die Hüften<br />
auch anständig geschwungen<br />
werden. Wir verlosen 2 x 2 Karten<br />
inkl. Begrüßungsjetons mit dem<br />
Betreff „Bauernsilvester“.<br />
Am Silvestertag selbst gibt’s<br />
dann gleich mehrere Möglichkeiten:<br />
Mit dem Kabarett von Mike<br />
Supancic kann man das alte Jahr<br />
aus vollem Halse lachend ausklingen<br />
lassen. Wir verlosen zwei<br />
Karten für die 18-Uhr-Show (Betreff<br />
„Silvester1“) und zwei Tickets<br />
für die 21-Uhr-Show (Betreff<br />
„Silvester2“).<br />
Außerdem bietet Chefkoch<br />
Siegfried Dick ein exklusives<br />
6-Gänge-Dinner: Die klingenden<br />
Namen der Gerichte lauten<br />
da etwa „Fette Leber“, „Fario<br />
im Tigerfell“, „Kaffeepause“ oder<br />
„Tropfenwald“. Dazu gibt’s Live-<br />
Musik von Haus-und-<br />
Hof-Pianist Michel<br />
Nikolov.<br />
G E W I N N S P I E L<br />
Tickets<br />
für Bauernsilvester und Silvester<br />
im Grazer Casino zu gewinnen!<br />
Wie lautet die Lösung?<br />
E-Mail mit jeweiligem Betreff<br />
und Telefonnummer an:<br />
gewinnspiel@grazer.at<br />
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht<br />
übertragbar. Einsendeschluss: 18.12.<strong>2019</strong>. Gewinner<br />
werden telefonisch verständigt und sind mit der<br />
Veröffentlichung einverstanden.<br />
www.grazer.at<br />
präsentiert
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at szene<br />
31<br />
Spar-Werbechef Richard Kaufmann und Sturm-<br />
Präsident Christian Jauk konnten es kaum erwarten. <br />
■■<br />
O’zapft is es, das Winterbier!<br />
Beim traditionellen Winterkönig-Bieranstich<br />
im Brauhaus<br />
Puntigam durften unzählige<br />
Promis natürlich nicht fehlen.<br />
Dies schätzten auch an die 600<br />
Biergenießer, die der Einladung<br />
gefolgt waren. Um den Anstich<br />
kümmerte sich Bürgermeister<br />
Siegfried Nagl – und bekam<br />
Ordentliche Bierdusche: BM Nagl, Magne Setnes,<br />
Andreas Werner und Ronald Zentner<br />
O’zapfts Bier<br />
auch heuer wieder einmal eine<br />
anständige Bierdusche. Dieses<br />
Spektakel und ein köstlich-frisches<br />
Bier wollten sich natürlich<br />
auch Brau-Union-Chef Magne<br />
Setnes, Braumeister Andreas<br />
Werner, Verkaufsdirektor Ronald<br />
Zentner und Brau-Union-Aufsichtsrat<br />
Markus Liebl<br />
nicht entgehen lassen. Weiters<br />
waren auch WKO-Vizepräsident<br />
Jürgen Roth, Gastrogrößen<br />
Robert Grossauer und<br />
Wolfgang Nusshold, Styria-<br />
Vorstand Klaus Schweighofer,<br />
Ex-Fußballstar Mario Haas,<br />
Spar-Werbechef Richard Kaufmann,<br />
Sturm-Präsident Christian<br />
Jauk, Messe-Chef Armin<br />
Egger, Grazer ÖVP-Klubobfrau<br />
Prost! Brau-Union-Aufsichtsrat Markus Liebl<br />
genießt mit Gattin Susanna das erste Bier. KK (3)<br />
Daniela Gmeinbauer und Kabarettist<br />
Gery Seidl vor Ort mit<br />
von der Partie. Das Puntigamer<br />
Winterkönig steht wie kein anderes<br />
Bier für echte Bierkultur,<br />
die sich durch ungezwungene<br />
Geselligkeit, Fröhlichkeit, Ehrlichkeit,<br />
beste Zutaten und erstklassige<br />
Braukunst auszeichnet.<br />
Somit noch eins: Prost! VALI<br />
Christof Widakovich<br />
verrät<br />
Geheimnisse<br />
aus dem El<br />
Gaucho.<br />
KRUG<br />
Widakovich möchte sich nicht versteaken<br />
■■<br />
Normalerweise behalten die meisten Köche<br />
ihre Küchengeheimnisse ja für sich und verstecken<br />
sich hinter ihren Herden. Der Grazer Spitzenkoch<br />
Christof Widakovich hat sich jetzt aber anders<br />
entschieden und sein erstes Buch herausgebracht:<br />
Unter dem Titel „medium rare. Steak – die hohe<br />
Schule“ verrät er seine Tipps und Tricks rund um<br />
die Königsklasse des Kochens – das Steak-Braten:<br />
Welche Rinderrassen sind dafür gemacht, die saftigsten<br />
Steaks zu liefern? Welche ist die beste Beilage?<br />
Und warum muss selbst zartester Lungenbraten<br />
erst wochenlang reifen, bevor er in der Pfanne<br />
zu Chateaubriand werden darf?
32 szene<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
G A S T B E I T R A G<br />
Dorians<br />
Blog<br />
mit<br />
Sonja Klima<br />
Hermann und<br />
Hermann<br />
S<br />
ie war schon Lehrerin,<br />
Schmuckverkäuferin,<br />
Kunsthändlerin und<br />
Geschäftsführerin der<br />
Ronald-McDonald-Kinderhilfe.<br />
In letzterer Funktion<br />
besuchte Sonja Klima auch<br />
Graz, eröffnete sie hier doch<br />
seinerzeit an der Seite von<br />
Opernsänger Thomas<br />
Hampson höchstpersönlich<br />
eine Einrichtung in LKH-Nähe.<br />
Seit kurzem ist die<br />
Ex-Gattin unseres ehemaligen<br />
Bundeskanzlers Viktor Klima<br />
die Chefin der Spanischen<br />
Hofreitschule und daher auch<br />
regelmäßig in der Steiermark<br />
zu Gast. Bei einem Besuch in<br />
Graz offenbarte sie unserem<br />
Landeshauptmann Hermann<br />
Schützenhöfer die Tatsache,<br />
dass der Lipizzaner-Leithengst<br />
von Piber auf den<br />
Namen „Hermann“ hört.<br />
Dem Landesoberhaupt gefällt<br />
die Namensgebung übrigens<br />
sehr gut.<br />
Die Chefin der Spanischen Hofreitschule<br />
Sonja Klima mit Kolumnist<br />
Dorian Steidl<br />
KK<br />
Wöchentlich präsentiert TV-<br />
Moderator und Schauspieler Dorian<br />
Steidl im „Grazer“ prominente Österreicher,<br />
die uns ihre ganz persönlichen<br />
Graz-Geschichten verraten.<br />
Heinz Michalitsch, Norbert Paul Ulbing, Martina Gál, Andreas<br />
Haas, Doris Kampus, Anna Rieder, Walter Ferk (v. l.)JUGEND AM WERK<br />
Grazer Stadt-Wein im Keller<br />
■■<br />
Fast 50.000 Liter Wein wurden im Jahr 2018 auf<br />
Grazer Stadtgebiet produziert – 5,5 Hektar hat der<br />
größte Weingarten am Kehlberg, der vom Gamlitzer<br />
Promi-Winzer Hannes Sabathi bewirtschaftet wird.<br />
Jetzt hat er die Lese für dieses Jahr abgeschlossen<br />
und lässt einmal mehr auf einen Top-Jahrgang hoffen.<br />
Denn mit dem auf Dolomit und Kalk ruhenden<br />
lehmigen Tonboden hat er in Graz ein Terroir gefunden,<br />
das sich von jenem seiner südsteirischen<br />
Weingärten unterscheidet: Der Grazer Stadtwein<br />
mit dem Namen „Falter Ego“ in drei verschiedenen<br />
Sorten hat für ihn enormes Potenzial mit internationaler<br />
Strahlkraft.<br />
Alle Fotos auf<br />
www.grazer.at<br />
Wintersaison-Opening: Alex Knoll und Hausherren Judith und<br />
Gerald Schwarz vor der neuen Lillet-Bar im LandhaushofWE SHOOT IT<br />
Schlossberg im Magazin<br />
■■<br />
Die Familie Grossauer-Widakovich lud wieder<br />
einmal anlässlich der Präsentation der 18. Ausgabe<br />
des Schlossberg Magazins zum großen Hoffest,<br />
wo in einem aufgebauten „Gastro-Dorf“ einige der<br />
Kulinarik- und Getränkestände von Grossauer-<br />
Events zum aufsehenerregenden Einsatz kamen.<br />
Das neue Magazin wollten sich über 300 Gäste keinesfalls<br />
entgehen lassen. Unter ihnen tummelten<br />
sich etwa auch die Juweliere Klaus Weikhard und<br />
Hans Schullin, Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-<br />
Stremayr, die Jazz-Gitti, Gerhard Weswaldi (Energie<br />
Steiermark), Nationalratsabgeordnete Juliane<br />
Bogner-Strauß, Starfriseur Christopher Gröbl und<br />
viele weitere Freunde.<br />
Tür für Tür für guten Zweck<br />
■■<br />
Bereits in der siebenten Auflage präsentierte Lions-Präsident<br />
Norbert Paul Ulbing den begehrten<br />
Adventkalender des Lions Club Graz Styria, der <strong>2019</strong><br />
unter dem Motto „Spezielles aus der Steiermark“<br />
steht und von Künstler Andreas Haas von der Malwerkstatt<br />
gestaltet wurde: „Christbaum mit Packerl“<br />
lautet nicht nur der Titel, sondern auch das visuelle<br />
Programm. Bei der Präsentation des auf 5000 Stück limitierten<br />
Kalenders trafen die beiden etwa auch auch<br />
Soziallandesrätin Doris Kampus, Jugend-am-Werk-<br />
Präsidentin Anna Rieder und Geschäftsführer Walter<br />
Ferk, Malwerkstatt-Leiterin Martina Gál und Lions-<br />
Adventkalender-Projektleiter Heinz Michalitsch.<br />
Winzer Hannes Sabathi hat die Lese für den Grazer<br />
Stadtwein <strong>2019</strong> inzwischen abgeschlossen STADT GRAZ/FISCHER<br />
Lillet-Bar im Landhaushof<br />
■■<br />
Seit Donnerstagabend ist der Innenhof des Landhauskellers<br />
und der Katze Katze kaum wiederzuerkennen:<br />
Zur Eröffnung der Wintersaison haben die<br />
Hausherren Judith und Gerald Schwarz sowie Alex<br />
Knoll ihr Händchen für Ausstattung und Deko spielen<br />
lassen. Sterne, Tannen und Federn über den Köpfen<br />
tauchen alles in ein schon etwas weihnachtliches Feeling.<br />
In Kooperation mit „Visiokratie“ wurde außerdem<br />
eine Schneeberg-Wandprojektion geschaffen, die<br />
Lust auf Winter macht. Im Landhaushof weiter hinten<br />
gibt es ab sofort die neue „Lillet-Bar by Katze Katze“, in<br />
der Geschäftsführer Knoll und Barchef Martin Holas<br />
heiße Cocktail-Kreationen mit Lillet zaubern.<br />
Alle Fotos auf<br />
www.grazer.at<br />
Franz Grossauer, Christof Widakovich, Juliane Bogner-<br />
Strauß und Christina Dow bei der Präsentation WERNER KRUG
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at szene<br />
33<br />
Grünen-Landtagsabgeordnete Lara<br />
Köck überraschte im Joker-Kostüm.<br />
KPÖ: S. Mohsenzada, A. Haberzettel,<br />
H. Wisiak, C. Klimt-Weithaler (v. l.)<br />
Alle Fotos auf<br />
www.grazer.at<br />
Heiß und schrill bei Masqueerade: Samantha Gold (l.)<br />
und Gastgeberin Gloria Hole (3. Bild) SONTACCHI (3), KK (2)<br />
Bekannte Grazer fast unerkannt<br />
■■<br />
Zu Halloween haben sich die Grazer<br />
heuer wieder richtig ins Zeug<br />
gelegt, was die Kostüme anbelangte<br />
– manche von ihnen waren da gar<br />
nicht mehr zu erkennen! Dragqueen<br />
Gloria Hole, die auch heuer wieder<br />
in Kooperation mit dem „Grazer“<br />
und Jack Coleman zur Masqueerade<br />
in den Dom im Berg geladen hatte,<br />
war Angelina Jolie als Maleficent wie<br />
aus dem Gesich geschnitten. Special<br />
Guest Samantha Gold gab in ihrer<br />
blutigen Bühnenshow die „Carrie“.<br />
Aber es ging bei dem Event nicht nur<br />
schrill, sondern auch wohltätig zu:<br />
Stolze 3000 Euro konnten von der<br />
Volkshilfe an die AIDS-Hilfe Steiermark<br />
übergeben werden.<br />
Aber auch Landtagsabgeordnete<br />
Lara Köck von den Grünen hätte<br />
wahrscheinlich kaum einer als solche<br />
erkannt: als Joker feierte sie im<br />
„Cueva“ in Langenwang.<br />
KPÖ-Gemeinderätin Sahar Mohsenzada<br />
lud anlässlich ihres 35.<br />
Geburtstages, der zeitlich mit Halloween<br />
zusammenfiel, zur Motto-<br />
Party: „Wir alle sind große SciFi-<br />
Fans – und Star Trek entwirft ein<br />
Zukunftsszenario, das den Visionen<br />
von uns Kommunisten<br />
sehr ähnelt!“ Zum Feiern<br />
kamen da etwa auch Landtagsclubobfrau<br />
Claudia<br />
Klimt- Weithaler und<br />
Geidorf-Bezirksvorsteher-Stellvertreter<br />
Hanno<br />
Wisiak. VENA<br />
Apfelstücke mit Gold veredelt<br />
■■<br />
Die Familie Wilfling präsentierte mit ihrem steirischen<br />
Unternehmen Appletinies die neue Goldedition „Reggie<br />
Bell“. Die bereits bekannten schokolierten Bioapfelstückchen<br />
wurden mit 24 Karat Gold veredelt. Zahlreiche Gäste<br />
freuten sich, unter anderem NFL-Spieler Reggie Bell,<br />
Stylist Thomas Chappell, die Bloggerin Hedi Grager, der<br />
Shootingstar Alessandro Painsi und viele mehr.<br />
(v. l.)<br />
L. Wilfling ,<br />
S. Wilfling,<br />
T. Chappell,<br />
A. Ruschka,<br />
H. Traumüller,<br />
S. Friedl,<br />
M. Tinnauer<br />
<br />
KK<br />
Bildunterschrift bildunterschrift<br />
Bildunterschrift unterschrift<br />
FOTO
34 szene<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Let’s Spend ...<br />
Boris Bukowski:<br />
2 x Theatercafé<br />
■■<br />
Boris Bukowski ist nach<br />
wie vor gut unterwegs. Nach<br />
etwa 100 Gigs mit dem Duo-<br />
Programm „Boris Bukowski<br />
privat“ wird der Steirer vor<br />
allem in Kulturclubs und von<br />
Kleinkunstbühnen gebucht.<br />
Jetzt startet der „Teil 2“, und<br />
das gleich in Graz im Theatercafé<br />
am 15. und 16. <strong>November</strong>.<br />
Dazu die Best-of-Songs, die<br />
jeder im Publikum mitsingen<br />
kann. Am 14. Dezember ist Boris<br />
auch bei Let’s Spend dabei.<br />
THE NIGHT TOGETHER.<br />
Karten sichern! Am 14. 12.<br />
steigt die Benefizshow<br />
im Orpheum. Überblick<br />
über das Line-up <strong>2019</strong>.<br />
Benefiz-Veranstaltungen<br />
gibt<br />
es bereits jede Menge. Das ist<br />
auch gut so, schließlich brauchen<br />
immer mehr Menschen Hilfe.<br />
Let’s Spend The Night Together ist<br />
die Mutter aller Grazer Benefiz-<br />
Events. Seit 34 Jahren wird hier<br />
für den guten Zweck gesammelt<br />
und für gute Shows gesorgt. Am<br />
14. Dezember <strong>2019</strong> startet die<br />
diesjährige Auflage des Kult–Benefizabends<br />
im Grazer Orpheum.<br />
Und hier ist das vorläufige<br />
Line-up <strong>2019</strong>: Paul Pizzera und<br />
Otto Jaus liefern eine Late Night<br />
Show, Mike Supancic wird da<br />
sein, ebenso The Beatclub, Popwal,<br />
die Bayern DeSchoWieda,<br />
Wolfram Berger, Boris Bukowski,<br />
Sir Oliver Mally, Dero &<br />
Klumzy and Band, Vida Noa,<br />
Pippa, David Scheid. Karten sichern.<br />
Sing, Sang, Song:<br />
Popstars für Kids<br />
■■<br />
Österreichische Popmusiker<br />
machen Musik für Kinder. „Sing<br />
Sang Song“ nennt sich eine CD,<br />
auf der Stars wie Clara Luzia<br />
(Bild oben), Der Nino aus Wien,<br />
Binder & Krieglstein und viele<br />
andere Musik für ein junges Publikum<br />
machen. Eine Mischung<br />
aus Neuinterpretationen und<br />
musikalischen Kleinoden. Am<br />
19. <strong>November</strong> wird die CD samt<br />
Konzert beim Büchersegler in<br />
Graz, Mariahilfer Platz 5, präsentiert.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at szene<br />
35<br />
Steirische Popfamilie<br />
STARK. Fast alle waren da. Die gesamte steirische Popmusik-Elite bei einem ganz<br />
seltenen Familientreffen im ORF-Landesstudio. Eine TV-Doku wurde präsentiert.<br />
Ob Gert Steinbäcker, Schiffkowitz,<br />
Boris Bukowski,<br />
Stefanie Werger, Herwig<br />
Rüdisser, Ewald Pfleger, Kurt<br />
Rene Plisnier, Robby Musenbichler,<br />
Markus Schirmer, Jürgen<br />
Schmidt (Granada), Paul<br />
Pfleger, Carl Peyer, Seer-Chef<br />
Alfred „Fred“ Jaklitsch und Andreas<br />
Schweitzer von Joy sowie die<br />
gesamte ORF-Führung, angefangen<br />
mit Landesdirektor Gerhard<br />
Koch über Chefredakteur Wolfgang<br />
Schaller, Kulturchef Gernot<br />
Rath bis hin zu Radio-Chefin<br />
Sigrid Hroch. Alle wollten bei der<br />
Präsentation des Doku-Werkes<br />
von Günter Schilhan und Erhard<br />
Seidl „Live is Life in Fürstenfeld.<br />
Pop und Rock aus der Steiermark“<br />
dabei sein. Danach viel Lob für die<br />
Gestalter und die Allstar Band,<br />
die Steinbäckers „Steiermark!“ im<br />
Stil von „We are the World“ neu<br />
eingesungen hat. Die CD wird zugunsten<br />
von Licht ins Dunkel verkauft.<br />
Eine 35-Minuten-Version<br />
der Doku läuft am Sonntag, ORF<br />
2, 18.25 Uhr, die 50-Minuten-Fassung<br />
am 29. Dezember auf ORF III.<br />
KANIZAJ, RAUCH, WOLMAN, KK (5)<br />
Doug Sahm Tribute<br />
■ ■ „A Tribute To The Texas Tornado<br />
Doug Sahm mit Shandon<br />
Sahm & Douglas Linton<br />
& the Plan B’s“ nennt sich ein<br />
Top-Country-Blues-Abend am<br />
15. <strong>November</strong> <strong>2019</strong> im Kulturkeller<br />
Kalsdorf. Doug Sahm<br />
schrieb als Leader des Sir Douglas<br />
Quintett u. a. den Welthit<br />
„Mendocino“. In Kalsdorf steht<br />
der Sohn Shandon on Stage.<br />
Pete-Seeger-Tribute<br />
■ ■ „Where Have All The Flowers<br />
Gone“, „We shall overcome“, „If I<br />
had a Hammer“ und „Turn Turn<br />
Turn“: Pete Seeger, legendärer<br />
US-Singer/Songwriter (3.5.1919–<br />
27.1.2014), schuf Welthits. 100<br />
Jahre Pete Seeger nennt sich ein<br />
Tribute-Abend am 11. <strong>November</strong><br />
im Literaturhaus mir Die Musigranten,<br />
Woodys Machine,<br />
Ernst Pozar, Chuck Lemonds,<br />
Franz Solar und Boris Pamu.<br />
Start 19.30 Uhr.<br />
Kill Scoville live<br />
■■<br />
Eine Prise Pop und jede Menge<br />
Groove gibt es, wenn Kill Scoville<br />
auf die Bühne gehen. Am 16.<br />
<strong>November</strong> präsentiert die Band<br />
ihre Debüt-CD „Open doors“ ab<br />
19.30 Uhr im Laufke. Die Band<br />
– (siehe Bild) Livia Hubmann<br />
(voc), Steff Kotter (piano, voc),<br />
Predo Petric (drums) – kommt<br />
mit Verstärkung: Gernot Strebl<br />
(sax) und Lukas Raumberger<br />
(bass) schließen sich an.
38<br />
eco<br />
graz<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Svjetlana Wisiak<br />
36 svjetlana.wisiak@grazer.at<br />
Wirtschaft denken sollte eine<br />
Selbstverständlichkeit sein.“<br />
Paul Spitzer, der Sabine Wendlinger-Slanina<br />
als Chef der WKO-Regionalstelle Graz ablöst, wünscht<br />
sich wirtschaftliches Denken von der Politik. FISCHER<br />
Der Schilling<br />
Die „Horrorvorstellung“ des Versicherungswesens brachte der Agentur<br />
Engarde den ersten Platz in der Kategorie „Kampagne“ ein. RALPH KOENIG<br />
Das „feuchte Grauen“<br />
wird zum Siegerprojekt<br />
KREATIV. Bei der Green Panther Trophy Night<br />
wurden 39 Awards an Werbende verliehen.<br />
Von Svjetlana Wisiak<br />
svjetlana.wisiak@grazer.at<br />
Versicherungsfälle entwickeln<br />
sich manchmal<br />
zum „feuchten Grauen“.<br />
Dieses Gefühl hat die Agentur<br />
Engarde für ihren Kunden, der<br />
Grazer Wechselseitigen, in eine<br />
Kampagne zur Jugendversicherung<br />
„GRAWE sidebyside“<br />
gefasst. Weil damit das junge<br />
Publikum angesprochen werden<br />
soll, hat man das Projekt<br />
mit einer Portion Humor und<br />
„Trash-Horror“ versetzt. Eine<br />
gute Idee, wie die Jury des wich-<br />
Das Engarde-Team feierte seinen<br />
goldenen Holz-Panther. NIKI POMMER<br />
tigen steirischen Werbepreises,<br />
des Green Panthers, fand.<br />
Trophy Night<br />
Am Mittwoch wurde aber nicht<br />
nur Engarde ein – erstmals hölzener<br />
– Green Panther verliehen,<br />
sondern auch 26 weiteren<br />
Agenturen, die 39 Trophäen<br />
in Gold, Silber und Bronze mit<br />
nach Hause nehmen durften.<br />
Gastgeber Edgar Schnedl begrüßte<br />
den künftigen Obmann<br />
Thomas Zenz, Stadtrat Günter<br />
Riegler, Grünen-Abgeordnete<br />
Sandra Krautwaschl, die<br />
DeCasa- Ladys Carola und Sabrina<br />
Deutsch, Tourismus-Chef<br />
Erich Neuhold, die Agentur-<br />
Köpfe Heribert Schurz, Christina<br />
Dow und Lothar Brandl,<br />
CIS-Geschäftsführer Eberhard<br />
Schrempf, WKO-Direktor Karl-<br />
Heinz Dernoscheg und mehr.<br />
Mehr Fotos auf:<br />
www.grazer.at<br />
NOSTALGISCH. Das Grazer lab10 collective<br />
bringt 2020 ein CO 2<br />
-freundliches Hardware Wallet<br />
samt Crypto-Währung auf den Markt.<br />
Von Svjetlana Wisiak<br />
svjetlana.wisiak@grazer.at<br />
Späte 80er-Jahre-Kinder<br />
konnten um die Jahrtausendwende<br />
die Zahl<br />
13,7603 im Schlaf aufsagen – der<br />
Wechselkurs des Schillings bedeutete<br />
damals das Ende einer<br />
Ära.<br />
Das Grazer Technologieunternehmen<br />
lab10 collective eG will<br />
sie wieder aufleben lassen: Im<br />
Frühjahr nächsten Jahres bringt<br />
das Unternehmen ein NFC-basiertes<br />
Hardware Wallet in den<br />
Handel, mithilfe dessen man<br />
künftig an E-Zapfsäulen & Co<br />
bezahlen können wird. Als Währung<br />
dient der „Crypto-Schilling“,<br />
der sich nostalgischerweise<br />
am alten Kurs orientiert.<br />
Umweltfreundlich<br />
Die eigentliche Innovation stellt<br />
allerdings die darunter liegende<br />
Blockchain (Datensatzkette, auf<br />
der auch Bitcoin basiert, Anm.)<br />
ARTIS dar. Moderne Technologie<br />
ermöglicht energieeffizientes<br />
Arbeiten, das gleichzeitig Kosten<br />
und Umwelt schont. „Den Kli-<br />
14 „fitte“ Preisträger lächelten gemeinsam mit WKO-Direktor Karl-Heinz<br />
Dernoscheg und ihren Trophäen in die Kamera.<br />
FISCHER<br />
Sie sind „fitte“ Chefs<br />
■■<br />
Auf der „gesunden Welle“ reiten<br />
die steirischen Unternehmer<br />
mittlerweile schon seit 17 Jahren.<br />
Sie wollen ihre Mitarbeiter gesund<br />
halten, und 273.000 Menschen<br />
haben seither davon profitiert.<br />
Die Wirtschaftskammer<br />
drückt ihre Wertschätzung mit<br />
dem „fit im job“-Preis aus.<br />
14 Sieger wurden im Zuge der<br />
18. Auflage des Preises, der diese<br />
Woche in der Helmut-List-Halle<br />
verliehen wurde, gekürt. Zu den<br />
Gewinnern zählen Pflegeaktiv,<br />
das Naturparkhotel Lambrechterhof,<br />
das Bezirksgericht Graz-<br />
Ost, die FH Joanneum, die Saubermacher<br />
Dienstleistungs AG<br />
und mehr.<br />
Eine aufregende Neuigkeit<br />
hatte Daniela Gmeinbauer, Obfrau<br />
der WKO-Fachgruppe Freizeit<br />
und Sportbetriebe, in petto:<br />
„2020 wird die Ausnahmefußballerin<br />
Viktoria Schnaderbeck als<br />
Botschafterin für den steirischen<br />
Gesundheitswettbewerb im Einsatz<br />
stehen“, verkündete sie.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz eco 39 37<br />
➜<br />
TEURER<br />
GETTY (2)<br />
Discoeintritt mit Getränk +7,2 %<br />
Partytiger müssen sich warm anziehen:<br />
Eintritt und Getränk sind im<br />
Vergleich zum Vorjahr teurer.<br />
Schweinsschnitzel –7,3 %<br />
Schnitzelfans können aufatmen: Im<br />
Vergleich zum Vormonat ist die leckere<br />
Speise billiger geworden.<br />
BILLIGER<br />
➜<br />
kommt 2020 zurück<br />
mawandel und die damit einhergehende<br />
Notwendigkeit der<br />
Entkarbonisierung sehen wir als<br />
dringliche Herausforderung, der<br />
wir uns nun radikal zuwenden“,<br />
lautet die Ansage von lab10-Vorstand<br />
Thomas Zeinzinger.<br />
Ein Netzwerk-Upgrade, das<br />
noch dieses Jahr durchgeführt<br />
wird, bringt die Unternehmer<br />
einen Schritt weiter: Ein revolutionärer<br />
Algorithmus soll die<br />
Effizienz steigern – sie soll jene<br />
des Blockchain-Riesen Ethereum<br />
um Weiten übertreffen.<br />
Hintergrund: Herkömmliche<br />
Blockchains verbrauchen für die<br />
Herstellung von fälschungssicheren<br />
Datensatz-Blöcken viel<br />
Strom. Bei ARTIS wird ein digitaler<br />
Schlüssel direkt im Infineon-<br />
Chip der Wallet generiert.<br />
Die digitale Revolution<br />
Das Team von lab10 collective schafft eine umweltfreundliche Crypto-<br />
Währung, angelehnt an den fast vergessenen Schilling.<br />
LAB 10 COLLECTIVE<br />
Christian Purrer, Andrew McDowell<br />
und Martin Graf<br />
E-STMK<br />
Grüne Millionen<br />
für die E-Stmk<br />
■■<br />
Den europaweit zweiten<br />
„Green Loan“ von 90 Millionen<br />
Euro hat die Europäische<br />
Investitionsbank an die Energie<br />
Steiermark vergeben. Vorstände<br />
Christian Purrer und<br />
Martin Graf unterzeichneten<br />
vor EIB-Vizepräsident Andrew<br />
McDowell den Vertrag.<br />
Steirer-Tischler:<br />
Ökologisch gut<br />
Das Team<br />
von Leftshift<br />
One bringt<br />
künstliche<br />
Intelligenz und<br />
den Menschen<br />
in Einklang.<br />
<br />
FISCHER<br />
Steirische Tischler feiern ihren<br />
ökologischen Fußabdruck. SCHMIDT<br />
■■<br />
5000 Arbeits- und 400<br />
Lehrplätze auf einer Produktionsfläche<br />
von einer Million<br />
Quadratmetern schaffen die<br />
steirischen Tischler und hinterlassen<br />
dabei einen umweltfreundlichen<br />
ökologischen<br />
Fußabdruck, wie eine Studie<br />
von Christian Krotscheck<br />
(NATAN) und TU-Professor<br />
Michael Narodoslawsky bestätigte.<br />
■ ■ „Mensch und künstliche Intelligenz<br />
im Einklang“ – was nach<br />
einer Science-Fiction-Phrase<br />
klingt, ist dank Leftshift One bereits<br />
Realität. Das Unternehmen<br />
bringt den Maschinen bei, aus<br />
Fehlern zu lernen und so Qualität<br />
oder Output zu steigern.<br />
Kein Wunder also, dass das<br />
Team um CTO Christian Weber<br />
zum diesjährigen „Club Zukunft“<br />
als Speaker eingeladen wurde. In<br />
Form von Keynotes und Diskussionsrunden<br />
beschäftigt sich die<br />
Veranstaltungsreihe der städtischen<br />
Wirtschafts- und Tourismusentwicklung<br />
mit den Themen,<br />
die die digitale Revolution<br />
mit sich bringt.<br />
Vor über 700 Gästen sprachen<br />
auf vier Bühnen außerdem Mitglieder<br />
des Pulsuhren-Innovators<br />
Teamazing, die Stadtvermessung<br />
war mit dem virtuellen<br />
Spaziergang durch Graz vor Ort,<br />
Golem Digital zeigte, wie Business-Reisen<br />
durch Virtual Reality<br />
überflüssig werden.
viva<br />
Valentina Gartner<br />
38<br />
valentina.gartner@grazer.at<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Menschen mit Suchterkrankungen<br />
dürfen nicht ausgegrenzt werden.“<br />
Ein klares Statement bei einer Filmvorführung<br />
über Sucht für Schüler und Lehrer von Gesundheitsstadtrat<br />
Robert Krotzer KK<br />
Weltdiabetestag: Zuckerlust<br />
kann man sich abtrainieren<br />
SÜSS. Eine Grazer Ernährungsforscherin<br />
erklärt<br />
zum Weltdiabetestag<br />
(14. <strong>November</strong>), wie man<br />
sich die Lust auf Zucker<br />
abgewöhnen kann.<br />
Von Verena Leitold<br />
verena.leitold@grazer.at<br />
Unsere Schwäche für Zucker<br />
ist in gewisser Weise<br />
ein Laster aus der Steinzeit.<br />
Schuld ist nämlich die Evolution!<br />
„Wir waren ursprünglich<br />
ja Jäger und Sammler. Alles, was<br />
süß war, war nicht toxisch und<br />
konnte ohne Bedenken gegessen<br />
werden. Die Lust auf süße<br />
Nahrungsmittel hängt also mit<br />
unserem Überlebenstrieb zusammen“,<br />
erklärt die Grazer<br />
Ernährungswissenschaftlerin<br />
Sandra Holasek. Während Giftiges<br />
oft bitter und Unreifes sauer<br />
schmeckt, war Süße auch ein<br />
Indikator für Energie: Mit Zucker<br />
in Form von Kohlenhydraten<br />
konnte man instinktiv Kalorien<br />
messen – schließlich hatte der<br />
Steinzeitmensch ja Nahrung<br />
nicht immer und überall verfügbar<br />
und musste lernen, besser<br />
hauszuhalten.<br />
Mit dem Geschmack der Süße<br />
kommen wir übrigens auch auf<br />
die Welt: Muttermilch schmeckt<br />
leicht süßlich. Unser Erinnerungsvermögen<br />
wird wachgerufen<br />
und wir fühlen uns sofort geborgen.<br />
Für den Wohlfühlfaktor und<br />
das Glücksgefühl ist<br />
auch das Serotonin<br />
verantwortlich,<br />
das<br />
beim Konsum<br />
von<br />
Zucker<br />
verstärkt<br />
ausgeschüttet<br />
wird. Deshalb nennt<br />
man es auch Wohlfühl-Hormon.<br />
Weniger Zucker<br />
Für Diabetiker bedeutet Zucker<br />
dagegen nicht Wohlbefinden,<br />
sondern eher das Gegenteil:<br />
Müdigkeit, Antriebsarmut und<br />
Kraftlosigkeit stehen ebenso an<br />
der Tagesordnung wie depressive<br />
Verstimmungen, Sehstörungen<br />
und Konzentrationsstörungen.<br />
Aufgrund des Insulinmangels<br />
und der ständigen Überzuckerung<br />
müssen<br />
die Patienten<br />
weitgehend<br />
auf Zucker<br />
verzichten.<br />
Hoffnung für Diabetiker, aber<br />
auch alle anderen gibt Expertin<br />
Holasek: „Man kann sich die<br />
Lust auf Zucker abtrainieren!<br />
Wenn man sukzessive weniger<br />
davon konsumiert, verringert<br />
sich auch der Zuckergrad, den<br />
der Körper verlangt.“<br />
In selbstgemachten Süßspeisen<br />
kann der Zuckergehalt meist<br />
zumindest um ein Fünftel reduziert<br />
werden. Geschmacklich<br />
wäre sogar weit mehr möglich,<br />
jedoch gilt es auszuprobieren, ob<br />
Konsistenz und Haltbarkeit dann<br />
noch zufriedenstellend sind.<br />
Zuckerersatzstoffen wie<br />
Ahornsirup, Honig oder Datteln<br />
steht die Ernährungswissenschaftlerin<br />
skeptisch gegenüber.<br />
„Zucker ist Zucker. Da gibt es<br />
keinen Unterschied, ob wir jetzt<br />
Rohrzucker oder Honig essen.<br />
Was aber durchaus richtig ist,<br />
ist, dass man durch das spezielle<br />
Aroma meistens weniger davon<br />
braucht. Am Ende isst man<br />
zwar so und so Zucker, aber eben<br />
nicht ganz so viel.“<br />
Und sogar Duftkerzen helfen,<br />
die Lust auf Süßes zu stillen. Vanille-<br />
und Zimtduft fangen den<br />
Gusto ab und stellen<br />
zufrieden, anstatt<br />
erst Lust darauf<br />
zu machen.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
graz viva 39 41<br />
➜<br />
IN<br />
GETTY (4)<br />
Jetzt bewerben:<br />
Süßes genießen<br />
Naschen ja bitte, aber mit Maß und<br />
Ziel! Hin und wieder darf natürlich<br />
auch gesündigt werden.<br />
Süßes verschlingen<br />
Schokolade und Co schon als<br />
Mahlzeitersatz zu verwenden, geht<br />
extrem auf die Gesundheit.<br />
Schulgesundheitspreis<br />
WETTBEWERB. Auch heuer schreibt „der Grazer“ gemeinsam mit dem Gesundheitsamt den<br />
Schulgesundheits preis für das neue Schuljahr aus. Bewerbungen dafür und das Preisgeld laufen bereits.<br />
Es geht wieder los! Das Gesundheitsamt<br />
und „der<br />
Grazer“ möchten die vielen<br />
Leistungen, die es an den Grazer<br />
Schulen für die Ge sundheit<br />
der Schüler gibt, öffent lich wertschätzen<br />
und schreiben daher<br />
Gesundheitsstadtrat Robert<br />
Krotzer, „Grazer“-Redakteurin<br />
Valentina Gartner und Gesundheitsamtsleiterin<br />
Eva Winter FISCHER<br />
für das Schuljahr <strong>2019</strong>/2020 wieder<br />
einen Schulgesundheits preis<br />
aus. Die Bewerbungen laufen bereits,<br />
und genau da kommen die<br />
Grazer Schulen ins Spiel: Mit der<br />
Prämierung sollen gute Praxisbeispiele,<br />
posi tive Erfahrungen<br />
und neue Ideen öffentliche Anerkennung<br />
erhal ten und Schulen<br />
zum Mitmachen motiviert werden.<br />
Schon in den letzten Jahren<br />
gab es eine große Beteiligung<br />
und tolle Schulen, die den Preis<br />
gewonnen haben.<br />
„Wenn Kinder und Jugendliche<br />
gesundheitsförderndes Verhalten<br />
erlernen, wird damit ein<br />
guter Grundstein für ihre körperliche<br />
und geistige Entwicklung<br />
gelegt. Das Beachtenswerte daran<br />
ist, dass all die Projekte nicht<br />
nur sinnvoll sind, sondern den<br />
Beteiligten oft viel Spaß machen“,<br />
so Gesundheitsstadtrat Robert<br />
Krotzer. An immer mehr Schulen<br />
werden gesundheitsfördernde<br />
Maßnahmen im Rahmen von<br />
Projekten und Aktionen durchgeführt.<br />
So gibt es beispielsweise<br />
Projekttage zum Thema<br />
Suchtprävention, zu gesunder<br />
Ernährung oder auch durch Körpertraining<br />
zur Unfallverhütung<br />
oder Gewaltprävention.<br />
Diese Leistung<br />
soll natürlich auch<br />
OUT<br />
➜<br />
feierlich und in großem Rahmen<br />
belohnt werden.<br />
Teilnahmebedingungen<br />
Erstmals werden heuer in zwei<br />
Kategorien Preise vergeben:<br />
1. Volksschulen, 2. NMS, AHS,<br />
BMHS, Polytechnikum und Berufsschulen.<br />
Auf die ersten beiden<br />
Gewinner jeder Kategorie<br />
warten tolle Preisgelder – für den<br />
ersten Platz gleich 1500 Euro.<br />
Jede Schule kann an dem<br />
Wettbewerb teilnehmen, wenn<br />
ein gesund heitsförderndes Projekt<br />
in schu lischer Trägerschaft<br />
durchge führt wird, welches im<br />
Schuljahr <strong>2019</strong>/2020 verwirklicht<br />
wird.<br />
Für weitere Informationen stehen<br />
das Büro von Stadtrat Robert<br />
Krotzer unter der Telefonnummer<br />
0 316/8722073 oder das<br />
Gesundheitsamt unter der Telefonnummer<br />
0 316/8723201 zur<br />
Verfügung.<br />
www.grazer.at<br />
präsentiert<br />
Kommt zum Teddybär-Krankenhaus<br />
■■<br />
Am Dienstag, den 12. <strong>November</strong>,<br />
öffnen sich von 14 bis 16 Uhr<br />
wieder die Türen des Teddybär-<br />
Krankenhauses an der Medizinischen<br />
Universität Graz (Aula am<br />
Med Campus), und die Teddy-<br />
Docs warten darauf, Kindern im<br />
Alter von drei bis sechs Jahren<br />
auf spielerische Art und Weise<br />
den Ablauf eines Arztbesuches<br />
zu erklären. Als Patienten dienen<br />
dabei die Lieblingsplüschtiere<br />
der Kinder, welche untersucht<br />
und behandelt werden.<br />
Die Teddy-Docs zeigen spielerisch<br />
die Abläufe beim Arzt. MED UNI GRAZ<br />
Neues Food Processing Lab<br />
Studierende mit Landesrätin Eibinger-<br />
Miedl und Stadtrat RieglerFH JOANNEUM/TERLER<br />
■■<br />
An der FH Joanneum Graz wurde<br />
ein neues Labor für Lebensmittel-<br />
Produkt- und Prozessentwicklung<br />
eröffnet. Das vom Land Steiermark<br />
und der Stadt Graz geförderte Food<br />
Processing Lab widmet sich neuen<br />
Wegen der Lebensmittelproduktion.<br />
Nach dreijähriger Planungsund<br />
Bauzeit stehen nun über 900<br />
Quadratmeter Forschern, Studierenden<br />
und Unternehmenspartnern<br />
zur Verfügung, um Produkte<br />
und Prozesse zu entwickeln, zu testen<br />
und zu optimieren.
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at viva<br />
41<br />
Spaß bei Nacht: Rodeln<br />
in der Steiermark<br />
SCHNEESPASS. Anstatt<br />
nur am Tag kann<br />
man in der Steiermark<br />
sogar nachts rodeln.<br />
Das begeistert Groß und<br />
Klein: Rodeln! Ein riesiger<br />
Spaß für die ganze Familie.<br />
In der Steiermark stehen<br />
dazu unzählige verschiedene<br />
Rodelbahnen zur Auswahl. Für<br />
diejenigen, die eher nachtaktiv<br />
sind, gibt es auf zahlreichen Rodelbahnen<br />
Flutlichtanlagen: Da<br />
wird sogar die Nacht zum Tag.<br />
❄ Salzstiegl: Ab 29. <strong>November</strong><br />
geht der Rodelspaß am Salzstiegl<br />
in der Weststeiermark los.<br />
Auf einer zwei Kilometer langen,<br />
beleuchteten und abgesicherten<br />
Rodelbahn ist für Spaß garantiert<br />
– bei Tag und bei Nacht.<br />
❄ Tauplitz: Auf der Grafenwiese<br />
in Tauplitz gibt es ebenso<br />
eine eigene Nachtrodelbahn.<br />
Die beleuchtete Strecke ist sogar<br />
mit einer Schleppliftbeförderung<br />
ausgestattet, damit man<br />
gemütlich den Berg hinauf und<br />
Auf einer beleuchteten<br />
Rodelbahn macht es abends<br />
gleich noch mehr Spaß.<br />
STEIERMARK TOURISMUS/TOM LAMM ; GETTY<br />
dann mit dem Schlitten wieder<br />
hinunter kommt.<br />
❄ Lachtal: Im Lachtal hat man<br />
beim Rodeln im Dunkeln ganz<br />
schön etwas zu lachen. Bis 22 Uhr<br />
ist die Rodelbahn beleuchtet. Mit<br />
einem eigenen Shuttledienst gelangt<br />
man zum Start. VALI<br />
Beim Golfturnier waren unzählige<br />
der Partner vertreten.<br />
KK<br />
Turkish Airlines:<br />
Murhof Partner<br />
■■<br />
Turkish Airlines organisierte<br />
den „Turkish Airlines World Golf<br />
Cup“. Seit heuer ist die Fluggesellschaft<br />
der Premiumpartner<br />
der steirischen Murhof Gruppe,<br />
dem größten Golfanbieter im<br />
deutschsprachigen Raum. „Mit<br />
mehr als 300 Destinationen in<br />
126 Ländern besitzt Turkish Airlines<br />
das größte internationale<br />
Flugnetzwerk und setzt mit der<br />
Kooperation mit der Murhof<br />
Gruppe einen weiteren Schritt,<br />
um sein Engagement im Bereich<br />
des Golfsports auszubauen“, erklärt<br />
Hüseyin Güzel, General<br />
Manager Turkish Airlines Graz.
42 viva<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Budapest<br />
Ljubljana<br />
Silvester außerhalb von Graz<br />
Von Valentina Gartner<br />
valentina.gartner@grazer.at<br />
PROSIT. Feuerwerk und<br />
Party – Silvester steht<br />
vor der Türe. Budapest,<br />
Prag und Ljubljana gelten<br />
als die Partystädte<br />
und sind gut von Graz<br />
aus erreichbar.<br />
Nicht mehr lange, und wir<br />
rufen wieder PROSIT<br />
NEUJAAAHR! Langsam,<br />
aber sicher sollte man sich daher<br />
auch Gedanken darüber<br />
machen, wo man denn den Jahreswechsel<br />
überhaupt feiern<br />
möchte. Außerhalb von Graz<br />
warten wunderschöne Städte mit<br />
einem Feuerwerk, das man so<br />
schnell nicht mehr vergisst.<br />
✺ Budapest: Budapest ist eine<br />
der beliebtesten Partymetropolen<br />
in Europa und lockt jährlich<br />
etliche Menschen in seine Tore.<br />
Wer schon immer einmal in die<br />
Hauptstadt Ungarns wollte, sollte<br />
unbedingt zu Silvester hin. Der<br />
beliebteste Ort, um das Silvesterfeuerwerk<br />
in Budapest zu bewundern,<br />
ist die berühmte Kettenbrücke,<br />
die zu Silvester extra<br />
für Autos gesperrt wird. Ein unvergessliches<br />
Erlebnis!<br />
✺ Prag: In der tschechischen<br />
Hauptstadt Prag ist Silvester mittlerweile<br />
ein großer Begriff – Prag<br />
ist eine der beliebtesten Feierdestinationen<br />
für das Verbringen<br />
des Neujahrsfestes. Das Feiern<br />
der Silvesterparty auf der Karlsbrücke<br />
oder auf dem Altstädter<br />
Ring ist inzwischen ein Must-do,<br />
die Leute genießen vor historischen<br />
Kulissen die Lichter der<br />
Raketen über der Stadt. Am Wenzelsplatz<br />
wird dann richtig Stimmung<br />
gemacht und die ganze<br />
Nacht lang durchgefeiert. Heuer<br />
wird es auch erstmals Lichtprojektionen<br />
auf Prager Gebäuden<br />
geben.<br />
✺ Ljubljana: Klein, aber fein!<br />
So ist Ljubljana am besten zu beschreiben.<br />
Wenn die Uhr dann<br />
0 Uhr schlägt, erstrahlt ein Feuerwerk<br />
direkt über der Burg. Im<br />
Top Six Club kann man beispielsweise<br />
auch Silvester feiern und<br />
vom 6. Stock von der Terrasse aus<br />
das Feuerwerk bestaunen. Auch<br />
Christkindlmärkte haben zu Silvester<br />
noch offen, so kann mit einem<br />
heißen Glühwein angestoßen<br />
werden.<br />
Prag<br />
GETTY (3)
44 viva<br />
ANZEIGE <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Simon Bauernhofer<br />
Eigentümer des<br />
Naturparkhotel Bauernhofer<br />
im Almenland<br />
„Knuddeln ist<br />
die schönste<br />
Jahreszeit – und<br />
das winterliche<br />
Almenland lädt<br />
ein, bei einer<br />
gemeinsamen<br />
Auszeit zur Ruhe<br />
zu kommen!“<br />
Winterspaß<br />
abseits der<br />
Piste<br />
Eine perfekte<br />
Auszeit kann<br />
man sich am<br />
besten bei einem<br />
heißen Bad mit<br />
Ausblick nehmen.<br />
WELLNESSHOTEL PIERER<br />
Winterspaß. Die Steiermark hat so einiges<br />
zu bieten – etwa Schneeschuhwanderungen,<br />
Hundeschlittenfahrten oder Thermenausflüge.<br />
Langsam, aber sicher<br />
startet in der Steiermark<br />
wieder die Wintersaison.<br />
Neben dem wohl beliebtesten<br />
Wintersport Schifahren kann<br />
man aber auch ganz andere<br />
spaßige Dinge unternehmen.<br />
Denn auch abseits der Pisten<br />
lässt sich Österreichs Winterlandschaft<br />
intensiv genießen.<br />
Während sich in den großen<br />
Schiregionen unzählige Schifahrer<br />
auf der Piste tummeln,<br />
gehen andere, etwas abseits<br />
gelegen, anderen Sportarten<br />
oder Wellnessbesuchen nach.<br />
Schneeschuhwandern<br />
Schneeschuhe sind, wie es<br />
der Name schon verrät, Schu-
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> ANZEIGE<br />
viva 45<br />
Für ein aktives Wochenende eignet sich besonders eine<br />
Schneeschuhwanderung durch die Steiermark. HÖFLEHNER<br />
he, mit denen man im Schnee<br />
mühelos wandern kann. Man<br />
versinkt dank ihnen weniger<br />
im Schnee und kann so Touren<br />
machen, die man sonst<br />
nicht erreichen würde. Man<br />
sieht somit andere Seiten der<br />
Steiermark und genießt dabei<br />
die Aussicht von etwas weiter<br />
oben und das wunderbare Gefühl<br />
von Freiheit.<br />
Schilanglauf<br />
Das Besondere an Schilanglauf<br />
ist, dass man nicht nur<br />
den Berg hinunterdüsen kann,<br />
sondern auch in der Ebene<br />
oder sogar bergauf damit vorankommt.<br />
Spezielle Schi<br />
machen den Langlauf zu einem<br />
unvergesslichen Abenteuer.<br />
Die Steiermark bietet<br />
wunderschöne Gebiete, bei<br />
denen man die Seele baumeln<br />
lassen kann und einfach<br />
drauflos„laufen“ kann – alleine,<br />
mit Freunden oder einer<br />
speziellen Schilanglaufgruppe.<br />
Hunde- & Pferdeschlittenfahrt<br />
Romantisch ist eine Fahrt mit<br />
dem Pferdeschlitten. Wer es<br />
etwas rasanter möchte, sollte<br />
mit Schlittenhunden durch die<br />
verschneite Landschaft düsen.<br />
Aber auch Ausritte oder<br />
gemütliche Wanderungen mit<br />
den vierbeinigen Freunden haben<br />
im Winter ihren Reiz. Somit<br />
kommt man seinem Partner<br />
beim Kuscheln näher, aber<br />
auch den Tieren, die Spaß im<br />
Schnee haben.<br />
Thermenurlaub<br />
Jene, denen es draußen dann<br />
doch etwas zu kalt ist und die<br />
sich das ganze Schneeschauspiel<br />
lieber von drinnen ansehen<br />
möchten, sind bei einem<br />
erholsamen Thermenurlaub<br />
richtig aufgehoben. Im heißen<br />
Thermalwasser, bei einem<br />
Saunengang und im Whirlpool<br />
kann man es sich abseits der<br />
Piste schon gutgehen lassen.<br />
Ein entspannendes Wellnessprogramm<br />
eignet sich übrigens<br />
auch gut als Gutschein für ein<br />
Weihnachtsgeschenk – und<br />
gemeinsam macht das doch<br />
gleich noch mehr Spaß. Ein Kuschelurlaub<br />
passt perfekt zur<br />
kalten Jahreszeit!
46 motor<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
Hart und weich<br />
zugleich<br />
Das Innenleben ist sehr geräumig, das Cockpit fein aufgeräumt (oben). So<br />
ein starker Mitsubishi-L200-Rücken kann auch entzücken. LUEF LIGHT (4)<br />
PICK-UP HERO. Der neue Mitsubishi L200 wirkt<br />
kraftvoller, maskuliner, und dennoch ist er in seinem<br />
Inneren komfortabel weich. Hart und weich zugleich.<br />
Von Vojo Radkovic<br />
vojo.radkovic@grazer.at<br />
Der Cowboyhut fehlt mir<br />
noch und die unendliche<br />
Weite der Prärie. Kris<br />
Kristofferson im Radio und los<br />
geht es in diesem 5,30 Meter<br />
langen, zwei Tonnen schweren<br />
Monstrum. Der Pick-up verlangt<br />
dem Fahrer eine gehörige Portion<br />
Respekt ab. Durch die meist<br />
engen Gassen und Straßen von<br />
Graz zu rollen und einen Parkplatz<br />
zu finden, auf dem dieser<br />
Pick-up gemütlich Platz findet, ist<br />
eine Challenge. Allerdings fühlt<br />
man sich selbst, wenn man in<br />
die Doppelkabine des Mitsubishi<br />
L200 klettert und einen perfekten<br />
Überblick über die Geschehnisse<br />
hat, stärker als sonst. „Freedom is<br />
just another word for nothing left<br />
to lose ...“ Ich fühle mich wie ein<br />
Cowboy vor dem ersten Ausritt<br />
mit einem Superpferd.<br />
Okay, für Innenstädte ist der<br />
Pick-up nicht wirklich gedacht.<br />
Es sei denn, man ist Unternehmer<br />
und muss schwere Dinge<br />
zustellen.<br />
Enge Straßen jedenfalls füllt<br />
der Pick-up gut aus. Wenn sich<br />
zwei von dieser Größe begegnen,<br />
wird’s ungemütlich. Reversieren<br />
ist trotz Rückfahrkamera eine<br />
weitere Herausforderung.<br />
Auf der A2 hingegen läuft der<br />
Mitsubishi L200 wie auf Schienen.<br />
Der Pick-up geht mit dem<br />
Fahrer durch Dick und Dünn,<br />
klettert über Stock und Stein<br />
und rollt ungerührt mit seiner<br />
Bodenfreiheit über von Regen<br />
überflutete Straßen.<br />
Die 150 PS leisten volle Arbeit.<br />
Der Dicke schafft den Sprint<br />
von 0 auf 100 in 12,2 Sekunden.<br />
An Spitze kann man aus dem<br />
Pick-up mehr als 170 km/h herausholen,<br />
aber der Mitsubishi<br />
ist eben ein Schwergewicht und<br />
kein Rennwagen. Die 6-Gang-<br />
Automatik arbeitet direkt und<br />
präzise. Der Wagen liegt gut in<br />
der Hand und das Fahren ist ein
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
motor 47<br />
Mit seiner Länge von 5,30 Metern und 1,81 Metern Breite ist der L200 nicht<br />
gerade das City-Fahrzeug. Aber im Gelände ist der Pick-up der Star.<br />
komfortables Vergnügen. Nur<br />
wenn man über Schlaglöcher<br />
brettert, merkt man, dass man in<br />
einem Nutzfahrzeug sitzt. Aber in<br />
der Ruhe liegt die Kraft, sagt man.<br />
Bei der technischen Ausrüstung<br />
wurde der L200 auf neuesten<br />
Stand gebracht. Es gibt<br />
USB-Ports, das Auto erkennt und<br />
warnt vor Fußgängern und Fahrzeugen<br />
im Frontbereich. Totwinkelwarnung<br />
ist für ein Auto dieser<br />
Größe wesentlich. Ultrasonic<br />
Misacceleration Mitigation System<br />
(UMS) reduziert die Unfallgefahr<br />
durch Abbremsen in Parkhäusern<br />
oder anderer beengter<br />
Umgebung. Bergabfahrhilfe, vorwählbare<br />
Offroad-Programme<br />
und Super-Select-Allradantrieb<br />
sind weitere Highlights dieses<br />
Pick-up-Helden.<br />
Fazit: Das ideale Auto für Jäger,<br />
Landwirte, Golfer, Gärtner. Sozusagen<br />
das ideale „working man’s<br />
car“. Für Freizeit-Abenteurer,<br />
Golfer und Camper eignet sich<br />
das Kraftpaket bestens.<br />
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Mitsubishi L200 2,2 DI Doppelkabine<br />
■■Motor: Hubraum 2268 ccm, Commonrail-Direkteinspritzung,<br />
Leistung 150 PS (110 kW), Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 12,2<br />
Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 171 km/h<br />
■■Verbrauch: kombiniert 9,7 Liter Diesel (kann im Alltag auch ein<br />
wenig mehr sein), C0 2<br />
-Emissionen 254 g/km, Tank: 75 Liter Diesel<br />
■■Abmessungen: Länge 5,30 Meter, Breite 1,81 Meter, Höhe 1,77 Meter,<br />
Eigengewicht 2,03 Tonnen, höchstzulässiges Gewicht 3,1 Tonnen,<br />
Laderaumlänge 1520 mm, Breite 1470 mm, Höhe 475 mm<br />
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Thomas Weiss (l.) und Herbert Weiss mit dem Renegade.<br />
Jeep Renegade Century Edition<br />
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Mit dem Allrad-Century-<br />
Edition-Modell Jeep<br />
Renegade bietet Vogl+Co<br />
seinen Kunden einen SUV<br />
für nahezu jede Situation.<br />
Bestens gerüstet mit dem<br />
Jeep-Allradsystem können<br />
Kunden mit einem zuverlässigen<br />
Begleiter die Winterlandschaft<br />
erkunden oder auch<br />
komfortabel durch die Stadt<br />
cruisen. Lenkrad- und Sitzheizung,<br />
Parksensoren und Auffahrwarnsystem<br />
runden das<br />
Fahrvergnügen ab. Wer sich<br />
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<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at wohnen<br />
49<br />
Rätsel-Lösung vom 3. 11. <strong>2019</strong><br />
Lösung des Rätsels der letzten Ausgabe<br />
S H B A A R<br />
S C H A F T A L A E R O B<br />
H I N I D R I S A S E<br />
L A N G E G A S S E E V<br />
B O S S F L U T E N T O<br />
S K O E N T O R T E<br />
S O S S I I S R A E L<br />
O B E R E C H O M E K<br />
G E M E I N H I N S T E<br />
R U N D E S E L S O H R<br />
E G E I N N O R N E N<br />
B O R A B T<br />
N A D E L O E H R Lösung:<br />
L E D R O I<br />
AUGAR-<br />
A L S R A G E N<br />
S T E T N D TENBAD<br />
O R A N G E R I E<br />
Sudoku-Lösung<br />
vom <strong>10.</strong> 11. <strong>2019</strong><br />
8 6 1 3 5 4 2 7 9<br />
5 2 3 7 9 1 8 4 6<br />
7 9 4 8 6 2 1 3 5<br />
2 4 9 6 1 5 3 8 7<br />
1 7 5 2 3 8 6 9 4<br />
6 3 8 4 7 9 5 1 2<br />
4 5 2 1 8 7 9 6 3<br />
3 1 7 9 2 6 4 5 8<br />
9 8 6 5 4 3 7 2 1<br />
Lösungswort: AUGARTENBAD
52 sport<br />
graz<br />
www.grazer.at www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER 8. JUNI <strong>2019</strong><br />
Philipp Braunegger<br />
philipp.braunegger@grazer.at<br />
42 50<br />
Manche Spieler sind GAK-Fans, die<br />
kann ich gar nicht spielen lassen!“<br />
Lafnitz-Coach Ferdinand Feldhofer trifft heute<br />
auf den GAK. Für manche seiner Kicker ist das der Ex-<br />
Verein und auch der des Herzens.<br />
Medaillen-Jubel darf nicht<br />
Seiner (l.) und Gasser, beide beim Allgemeinen Turnverein Graz, schrieben<br />
mit Sportakrobatik-Bronze in Israel österreichische Sportgeschichte.ISABEL SILVA<br />
AKROBATISCH. Die<br />
Bronze-Medaille zweier<br />
Grazer Sportakrobatinnen<br />
beeindruckte. Jetzt<br />
wird auch der Ruf nach<br />
Unterstützung lauter.<br />
Von Philipp Braunegger<br />
philipp.braunegger@grazer.at<br />
Als die Grazerinnen Franziska<br />
Seiner und Eva<br />
Gasser kürzlich mit Bronze<br />
die erste Medaille für Österreich<br />
bei einer Sportakrobatik-<br />
EM holten, stand plötzlich eine<br />
Sportart im öffentlichen Fokus,<br />
die oftmals unter dem Radar<br />
bleibt. Über errungene Erfolge<br />
der Vereine ATG und VFG berichtete<br />
der „Grazer“ immer wieder.<br />
Elisabeth Gschier, u. a. Gesamtleiterin<br />
der Sportakrobatik<br />
im ATG, hofft durch den Erfolg<br />
bei der EM in Israel auf einen<br />
Schub bzw. mehr Wertschätzung.<br />
„In Graz sind wir noch<br />
oft unbekannt, obwohl wir über<br />
400 Sportler zählen können, die<br />
Sportakrobatik betreiben, egal<br />
ob im Leistungssport- oder im<br />
Hobby- und Fun-Sportbereich.“<br />
Woran es zum Teil auch mangelt:<br />
an der passenden Infrastruktur.<br />
„Die Hallen platzen aus<br />
allen Nähten“, so Gschier. „Der<br />
größte Wunsch ist ein eigenes<br />
Trainingszentrum, wo wir unter<br />
Wettkampfbedingungen trainie-<br />
Gute Nachricht für Luca<br />
HAPPY END. Nach dem Bericht im „Grazer“ wurde Rolli-Fahrer Luca vom<br />
SK Sturm zum Match gegen Hartberg in den VIP-Sektor eingeladen.<br />
Daniel Dicker und Co fordern Hard. GEPA<br />
Die HSG hat jetzt<br />
Appetit auf mehr<br />
■■<br />
Nach den Siegen gegen Ferlach<br />
und Meister Krems haben<br />
die Handballer der HSG Graz ordentlich<br />
Blut geleckt und wollen<br />
dieses Leistungslevel auch in der<br />
kommenden Heimpartie halten.<br />
Heute, Sonntag, um 19 Uhr trifft<br />
das Team von Trainer Damir<br />
Djukic auf Hard, aktueller Vizemeister<br />
und Supercupsieger.<br />
(Sieges-)Appetit sollten nicht<br />
nur die Spieler, sondern auch<br />
Studenten mitbringen: Sie erhalten<br />
zum Eintritt (12 Euro) einen<br />
Burger oder ein Pizzastangerl.<br />
Verputzt sollen dann auch die<br />
Harder werden.<br />
■■<br />
Die Wogen gingen hoch,<br />
nachdem der „Grazer“ in der<br />
letzten Ausgabe über den Rolli-<br />
Fahrer Luca berichtet hatte, der<br />
2018 aus Sicherheitsgründen<br />
den VIP-Bereich während eines<br />
Spiels verlassen musste. Diese<br />
Woche reagierte der Klub mit der<br />
Ankündigung, einen Rolli-Botschafter<br />
installieren zu wollen.<br />
So lud Geschäftsführer Thomas<br />
Tebbich einen langjährigen<br />
Rolli-Sturm-Fan in den VIP-Club<br />
ein. Im Zuge des Spiels gegen den<br />
TSV Hartberg letzten Samstag<br />
sollte ein Lokalaugenschein Lösungen<br />
für einen unbeschränkten<br />
Stadionbesuch ausloten.<br />
Überrascht nahm Tage zuvor<br />
Lucas Mutter, Silke Kielhauser,<br />
einen Anruf entgegen. Auch<br />
Luca wurde samt Begleitung<br />
zum Samstag-Match eingeladen.<br />
„Ich würde schon sagen,<br />
dass die Wogen jetzt geglättet<br />
Lucas Bruder Nico und Stiefpapa Stefan mit Luca 2018 im VIP-Bereich.<br />
sind. Endlich hat sich Sturm den<br />
Fehler eingestanden“, erzählt sie<br />
erleichtert.<br />
Luca wurde außerdem, wie sie<br />
berichtet, eine Rolle als Rolli-<br />
Botschafter in Aussicht gestellt.<br />
Wie es vonseiten Sturms heißt,<br />
ist die Planung dieser Position jedoch<br />
noch nicht abgeschlossen.<br />
Etwa wisse man noch nicht, ob es<br />
künftig einen oder mehrere Botschafter<br />
geben werde. Die Ergebnisse<br />
des Lokalaugenscheins im<br />
VIP-Bereich werden im Rahmen<br />
eines Runden Tisches erläutert.<br />
Die Botschaft: Rolli-Fahrer sind<br />
sehr wohl willkommen – auch im<br />
VIP-Bereich.<br />
SWIS<br />
KK
<strong>10.</strong> 8. JUNI NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
sport graz 43 53 51<br />
HERO➜<br />
Marcel Sabitzer, Fußballer<br />
Der Grazer trifft für Red Bull weiter, wie<br />
er will, sowohl in Liga als auch Champions<br />
League. Wie kürzlich gegen Zenit. GEPA (3)<br />
Michael Liendl, Fußballer<br />
Diesmal ging’s in Graz für den Grazer<br />
daneben: Gegen Basaksehir in der Europa<br />
League verlor er mit dem WAC mit 0:3.<br />
ZERO<br />
➜<br />
verklingen!<br />
ren können. Leider gibt es das<br />
weder in Graz noch in der ganzen<br />
Steiermark.“ Zumindest ein<br />
Anfang wurde heuer gemacht:<br />
„Seit Juli haben wir speziell für<br />
den Leistungssport in der Riege<br />
Sportakrobatik ein internes<br />
Leistungszentrum im ATG mit<br />
40 Elite- und Nachwuchssportlern.“<br />
Spitze oft nicht leistbar<br />
Dass für die Grazer Athleten viel<br />
möglich ist, beweisen auch die<br />
zukünftigen Herausforderungen:<br />
„Franziska und Eva nehmen<br />
mit Haupttrainerin Hannah<br />
Suntinger schon die nächsten<br />
Weltcups in Augenschein und<br />
auch die WM im Mai.“ Auch der<br />
Nachwuchs „liefert“: „Da sind<br />
auch Goldene erreichbar, wir<br />
hatten heuer mit Finja Fischer<br />
und Hanna Reiter großen Erfolg<br />
beim Internationalen Acro<br />
Cup in Lissabon, wo sie Silber<br />
holten.“ Wie in vielen Sportarten<br />
„unterm Radar“ immer ein Thema:<br />
geringes Sponsoring. Das<br />
trifft auch die zwei Medaillengewinnerinnen,<br />
weiß Gschier:<br />
„Auch sie müssen sich Training,<br />
Ausrüstung und Wettkämpfe fast<br />
ausschließlich selbst finanzieren.<br />
Es bräuchte mehr Förderungen,<br />
vor allem im Nachwuchsbereich<br />
– denn viele können es sich<br />
gar nicht leisten, im Spitzenfeld<br />
mitzumischen!“ Bei der EM in<br />
Israel wurde bewiesen, dass Förderungen<br />
(Medaillen-)glänzende<br />
Folgen haben.<br />
Grazer Glanz auf Gala<br />
Foda (r.)<br />
genoss<br />
mit Gattin<br />
Andrea<br />
(2. v. r.)<br />
die Gala<br />
mit<br />
Freunden.<br />
<br />
GEPA<br />
■■<br />
Bei der Gala der „Lotterien<br />
Sporthilfe Gala“ in der Wiener<br />
Marxhalle war auch Graz ordentlich<br />
vertreten. Allen voran<br />
durch Teamchef Franco Foda,<br />
der schon am „Golden Carpet“<br />
belagert wurde und sich „auf<br />
einen gemütlichen Abend mit<br />
verdienten Sportlern“ freute<br />
und den Abend mit Gattin Andrea<br />
am Tisch mit Siebenkämpferin<br />
Verena Preiner genoss.<br />
Als Fußball-Diskutantin bot<br />
sich Schi-Star Nici Schmidhofer<br />
an, die meinte: „Ich bin<br />
bei fast jedem Sturm-Spiel, wir<br />
Sturm-Fans müssen ja zamhalten!“<br />
Ihr blaues Kleid designte<br />
übrigens Gabalier-Ex Silvia<br />
Schneider. Für Lacher sorgte<br />
Ex-Sturm-Kicker und „Wahl-<br />
Grazer“ Gernot Kulis, der mit<br />
launiger Show gekonnt Kick-<br />
Legenden wie Hans Krankl<br />
und Co aufs Korn nahm. Auch<br />
vor Ort: PR-Expertin Christina<br />
Dow und ÖVP-Steiermark-Pressemann<br />
Heri Hahn. PHIL
52 grazer sonntag<br />
www.grazer.at <strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong><br />
SO ISST GRAZ<br />
Das „Steirerpub“ serviert deftigen ...<br />
... Irish Stew<br />
„McSchuly“ Schulhofer kocht auf. KK (2)<br />
Sagen Sie schnell zehnmal Stobhach<br />
Gaelach! Dann sollte die Zunge fit<br />
genug sein für den irischen Genuss,<br />
den wir heute servieren, präsentiert<br />
vom „Steirerpub“ (Abraham-a-Santa-<br />
Clara-Gasse). Besser bekannt ist der<br />
Eintopf unter Irish Stew. Hauptzutat:<br />
Fleisch. Denn Stew wurde ab 1800<br />
in großen Mengen über offenem<br />
Feuer gekocht, um arme Bauern zu<br />
stärken. Und Stew war Vorreiter der<br />
No-Waste-Küche:<br />
Schafsfleisch,<br />
das nach<br />
der Schur<br />
nicht mehr<br />
verkauft<br />
wurde, landete<br />
im Topf.<br />
Heute ist es unter<br />
Studenten beliebt,<br />
denen „Mummy“ große Mengen<br />
zum Einfrieren mitgibt, falls keine Zeit<br />
zum Kochen bei all den feuchtfröhlichen<br />
Studi-Partys bleibt. Nach denen<br />
klappt es mit dem zehnmaligen<br />
„Stobhach Gaelach“-Sagen übrigens<br />
auch nicht ... <br />
PHIL<br />
Zutaten für 4 Personen: ¾ kg<br />
Erdäpfel, ½ kg Karotten, 8 Zwiebeln,<br />
6 Knoblauchzehen, 1 Stk. Wirsingkohl,<br />
½ kg Lammschulter, ½ kg<br />
Rind (Wade, Hals od. Schulter), 1 TL<br />
Salz, 1 TL Pfeffer, 1 TL Pfefferkörner,<br />
½ TL Kümmel, ½ TL Liebstöckl,<br />
3 Lorbeerblätter, 1 TL Wachol derbeeren,<br />
1 TL Paprika<br />
Zubereitung: Fleisch in mundgerechte<br />
Würfel schneiden. Zwiebeln<br />
grob hacken. Knoblauch fein<br />
hacken. Wirsing waschen, in kleine<br />
Streifen schneiden. Karotten,<br />
Erdäpfel großwürfelig schneiden.<br />
In den Topf schichten: Zwiebeln mit<br />
Knoblauch, Fleisch gemischt, mit<br />
allen Gewürzen würzen. Danach<br />
eine Schicht Erdäpfel, Karotten.<br />
Wirsing, bisschen Kümmel, dann<br />
wieder von vorne schichten, bis es<br />
je drei Schichten sind. Mit Wasser<br />
auffüllen und alles gut bedecken,<br />
aufkochen. Drei Stunden lang<br />
zugedeckt köcheln lassen – NICHT<br />
umrühren. Circa eine Stunde lang<br />
ziehen lassen. Abschmecken.<br />
GRAZWORTRÄTSEL<br />
Grazer Ensemble<br />
für<br />
gregorian.<br />
Gesang<br />
Bühne des<br />
Grazer<br />
Volkskundemuseums<br />
Mama<br />
von Mama<br />
oder<br />
Papa<br />
neuer<br />
Weg den<br />
Schloßberg<br />
hinunter<br />
"tanzendes<br />
Paar über<br />
d. Dächern<br />
von Graz"<br />
der ewige<br />
Versucher<br />
chem.<br />
Zeichen<br />
für<br />
Cäsium<br />
<strong>10.</strong>000<br />
Quadratmeter<br />
scheue<br />
Waldtiere<br />
Filmvorschau<br />
Vorgängerin<br />
der<br />
Neuen<br />
Stickstoffdünger<br />
Hüne,<br />
Koloss,<br />
Titan<br />
in die<br />
Jahre gekommen<br />
höchste<br />
einstellige<br />
Zahl<br />
Grazer<br />
Straße<br />
entlang<br />
der Mur<br />
2<br />
8<br />
Position<br />
innerhalb<br />
der Hierarchie<br />
australischer<br />
Laufvogel<br />
Insel<br />
in der<br />
Wüste<br />
Seefahrtsfirma<br />
Kurvenschnittlinie<br />
Lebensbund<br />
Abk. für<br />
"Cent"<br />
Jurist für<br />
Testamente<br />
scharfe<br />
Wurzel<br />
7<br />
Schlammlawine<br />
Brillentäschchen<br />
aufrecht<br />
sein<br />
Grazer Tierschutzhaus<br />
3<br />
Textnachricht<br />
via<br />
Handy<br />
Abk. für<br />
"Richtlinie"<br />
Zeichen<br />
für Neon<br />
6<br />
1<br />
italien.<br />
für "sechs"<br />
Ein- und<br />
Ausgang<br />
feierliches<br />
Gedicht<br />
deutsche<br />
Vorsilbe<br />
unvergänglich<br />
Hirnströmemessung<br />
Panzerschrank<br />
arabische<br />
Laute<br />
Zugmaschine<br />
scharfes,<br />
aromatisches<br />
Rhizom<br />
Kletterpflanze<br />
10<br />
zahlbar<br />
zu<br />
(Punkt)<br />
frz. Stadt in<br />
Flandern<br />
Drink vor<br />
dem Essen<br />
Hydroxid<br />
der Alkalimetalle<br />
engl. "Meer"<br />
angekommen,<br />
am Ziel<br />
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10<br />
Wurzel<br />
aus neun<br />
5<br />
latein.<br />
für<br />
"Luft"<br />
weiblicher<br />
Vorname<br />
Vorsilbe<br />
für<br />
"Ackerbau"<br />
Ungeheuer<br />
im<br />
französ.<br />
Märchen<br />
12<br />
9<br />
italien.<br />
Automarke<br />
natürliches<br />
Süßwasserreservoir<br />
weiblicher<br />
Vorname<br />
2. Ton der<br />
Tonleiter<br />
Airline<br />
Israels<br />
4<br />
weiblicher<br />
Vorname<br />
Bratrost<br />
Hektik,<br />
Hetzerei<br />
spärlich<br />
vorhanden,<br />
unüblich<br />
Lösung der Vorwoche: Augartenbad; die Gewinner werden verständigt Rätsellösungen: S. 49<br />
Aktuelles Lösungswort:<br />
SUDOKU<br />
6<br />
8 3 9<br />
8 4 6<br />
9 4 1<br />
7<br />
5 2 3 9 4<br />
4 7 9<br />
4 8 7<br />
9 2 5 8<br />
4 2<br />
1057<br />
Und so geht’s!<br />
Jede Ziffer darf in<br />
jeder Reihe in jedem<br />
Quadrat nur<br />
einmal vorkommen.<br />
Bleistift<br />
spitzen, los geht’s.<br />
Viel Spaß!<br />
G E W I N N S P I E L<br />
50-Euro-Gutschein<br />
für vegane Speisen bei Swing<br />
Kitchen zu gewinnen!<br />
Wie lautet die Lösung?<br />
E-Mail mit Betreff „Rätsel“,<br />
Lösung und Telefonnummer an:<br />
gewinnspiel@grazer.at<br />
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht<br />
übertragbar. Einsendeschluss: 13. 11. <strong>2019</strong>. Gewinner<br />
werden telefonisch verständigt und sind<br />
mit der Veröffentlichung einverstanden.<br />
Kaiserfeldgasse 3, 8010 Graz<br />
www.swingkitchen.com
<strong>10.</strong> NOVEMBER <strong>2019</strong> www.grazer.at<br />
grazer sonntag 53<br />
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN <strong>10.</strong> NOVEMBER <br />
MENSCH &<br />
TIER MESSE<br />
ab 10 Uhr<br />
Schwarzl<br />
Alles rund ums Haustier: Bei der Messe „mensch & tier“ dürfen<br />
heute sogar die beliebten Vierbeiner selbst mitgehen. GETTY (2)<br />
„Für immer Jung“-Messe<br />
Heute findet auf der Messe Graz<br />
wieder das Branchenevent für<br />
alle Best-Ager statt. Im Alter das<br />
zu tun, was einem Freude macht,<br />
selbstständig zu sein und ein<br />
erfülltes und gesundes Leben zu<br />
führen. Die Für immer Jung – die<br />
Messe für Vorsorge und aktive<br />
Lebensgestaltung – bietet für die<br />
Generation im besten Alter ein<br />
spannendes Rahmenprogramm.<br />
Interessante Vorträge und ein<br />
umfangreicher Ausstellerbereich<br />
machen die Halle A zu einem<br />
Informations- und Beratungshotspot.<br />
Von 9 bis 17 Uhr.<br />
Hochzeits- & Familienmesse<br />
Ihr traut euch und wollt den<br />
Schritt in die Ehe gehen? Dann ist<br />
heute ein Pflichttermin – stürzt<br />
euch im wunderbaren Ambiente<br />
der Seifenfabrik in die Hochzeitsplanung!<br />
Die größte Themenmesse<br />
„Hochzeit“ in der Steiermark<br />
bietet mit mehr als 100 Ausstellern<br />
alles, was Brautpaarherzen<br />
höherschlagen lässt. Neu ist<br />
auch der Bridal Shop: aussuchen,<br />
anprobieren, mitnehmen! Es gibt<br />
Modelle aus der vergangenen<br />
Saison zu<br />
besonders tollen<br />
Preisen!<br />
Außerdem<br />
warten noch tolle Aktionen<br />
auf einen. Von 9.30 bis 17 Uhr in<br />
der Seifenfabrik.<br />
Mensch-und-Tier-Messe<br />
Die Messe mensch & tier Graz<br />
bietet noch heute im Schwarzl<br />
Freizeitzentrum ein vielseitiges<br />
Programm. Neu sind in diesem<br />
Jahr der Bereich „Inklusion mit<br />
Tier“, das spannende Agility-Turnier<br />
für Hunde sowie der Kunsthandwerksmarkt<br />
unter dem Motto<br />
„Beim Schenken an die Umwelt<br />
denken“. Ausnahmsweise sind an<br />
diesem Wochenende vierbeinige<br />
Besucher am Parkplatz und am<br />
Veranstaltungsgelände erlaubt.<br />
– Impfpass mit gültiger Tollwutimpfung<br />
nicht vergessen!<br />
Eine tolle, flauschige Messe für<br />
jedermann. Von 10 bis 18 Uhr.<br />
Kasperl und der kleine Drache<br />
Lilobäh, der kleine Drache,<br />
hat einen schlimmen Streit<br />
mit seinem Papa. Er packt seinen<br />
Rucksack und macht sich ins<br />
Schlaraffenland auf. Was ihm dort<br />
alles passiert, seht ihr, wenn ihr<br />
den Kasperl besuchen kommt. Um<br />
11, 15 und 16.30 Uhr im Orpheum<br />
Graz.<br />
Große Meister der Renaissance<br />
Die weltweit einzigartige Sonderausstellung<br />
zeigt die berühmten<br />
Bildwelten von Leonardo da<br />
Vinci, Michelangelo, Botticelli und<br />
Raffaello in originalgetreuer Reproduktion.<br />
Somit muss man nicht<br />
in die verschiedenen Länder reisen,<br />
sondern sieht alle berühmten<br />
Kunstwerke auf einen Schlag. Von<br />
10 bis 18 Uhr in der Messe Graz,<br />
Halle A.<br />
Vor der Premiere – Cinderella<br />
In den letzten Wochen vor einer<br />
Premiere konzentrieren sich die<br />
Energien aller Abteilungen nur<br />
auf den „einen“ Tag, an dem<br />
WOHIN AM SONNTAG<br />
sich für das Publikum erstmals<br />
der Vorhang hebt. Und genau in<br />
dieser Zeit der größten Spannung<br />
und intensivsten Auseinandersetzung<br />
gibt es an einem Sonntagvormittag,<br />
meist zwei Wochen<br />
vor der Premiere, die Möglichkeit,<br />
einen Blick auf die bevorstehende<br />
Produktion zu werfen. Gemeinsam<br />
mit den Protagonisten wird von<br />
den Konzepten und Interpretationen<br />
erzählt. Ausgewählte<br />
musikalische Highlights machen<br />
Lust auf den Vorstellungsbesuch.<br />
Um 11 Uhr im Opernhaus.<br />
Giants U15 vs. Rangers U15<br />
Die U15 der Giants tritt um 13 Uhr<br />
gegen die AFC SonicWall Rangers<br />
Mödling an. Es geht um den<br />
Einzug ins Finale der U15-Meisterschaft!<br />
Kommt zur Unterstützung<br />
ins ASKÖ-Stadion Eggenberg.<br />
Das kleine Zottel Mottel<br />
Das kleine Zottel Mottel lebt<br />
zufrieden in seiner Zottelwelt am<br />
Fuße eines Berges. Hier hat es<br />
seine Höhle und tut wundersame<br />
Dinge. Vor allem aber will es hoch<br />
hinaus und übt fliegen. Auf der<br />
anderen Seite des Berges leben<br />
die Rüsselbohnen in ihrer Erdwelt.<br />
Sie haben einen geregelten Tagesablauf<br />
und gehen festen Ritualen<br />
nach. Nur Rüssel 4 will mehr. Als<br />
das kleine Zottel Mottel immer<br />
höher fliegt, entdecken sich die<br />
beiden – und lernen sich in ihrem<br />
Anderssein kennen. Das Stück holt<br />
die Kleinen in ihrer Erfahrungswelt<br />
ab, in der das Andere noch einfach<br />
nur anders ist. Um 16 Uhr im Kindermuseum<br />
Frida und Fred.<br />
HSG Graz – ALPLA HC Hard<br />
Die HSG Holding Graz trifft heute<br />
auf den ALPLA HC Hard. Es ist<br />
die 12. Hauptrunde in der spusu<br />
LIGA. Ein spannendes Spiel wird<br />
erwartet, und zwar um 19 Uhr im<br />
Raiff eisen-Sportpark in der Hüttenbrennergasse<br />
31.