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Emsblick-Haren Heft 60 (Januar/Februar 2021)

Liebe Leser, folgenden Dialog gab es jüngst in einer Lesermeinung zu einem Artikel, der über die Notwendigkeit berichtete, in Zeiten von Corona gewisse egoistische Ansprüche hintanzustellen. Anlass waren überfüllte Orte in Wintersportregionen. Der Kommentierende schrieb: "Gib‘ es auf. Das hätte mit Vernunft zu tun. Vernunft ist aber anstrengend und dafür müsste das Hirn schon funktionieren. Passt nicht in unsere heutige Gesellschaft." Ist tatsächlich oft mangelnde Vernunft mit verantwortlich dafür, dass das Virus sich nach fast einem Jahr des ersten Ausbruchs mit aller Schärfe zurückmeldet? Und was ist das für eine Gesellschaft, in der Vernunft keinen Platz haben soll? Diese Fragen mag jeder für sich beantworten. Fest steht, dass bis Ende Januar - womöglich auch darüber hinaus - bisher nicht gekannte Einschränkungen unser Leben bestimmen. Das "Lockdown" genannte Herunterfahren unserer Lebenswelt mit geschlossenen Geschäften, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen, Restaurants, Kneipen und Bars und Kontaktverboten scheint alternativlos. Nur Geschäfte, die notwendige Waren oder Dienstleistungen anbieten und Kitas und Schulen mit Notbesetzung sind die minimale Basis für unser Leben. Und die Hoffnung, schnell und sicher mit Impfungen das Virus zu überwinden, erfüllt sich auch nicht so schnell wie erwartet. Wie lange aber müssen wir "vernünftig" bleiben? Wer die Antwort kennt: bitte vortreten! Ohnedem geht es aber auch nicht. Das soll nicht heißen, alle Anordnungen kritiklos hinzunehmen, sie nicht zu hinterfragen, sie nicht zu diskutieren. Das hat man in China gemacht. "Die haben aber wieder ein normales Leben", berichten Medien. "Normales Leben?" OK, für dortige Maßstäbe, nicht aber für unsere. Die scheinbaren Vorteile des dortigen Systemes sind teuer erkauft. Zu teuer, aus unserer Sicht und dem Blick auf Menschenrechte und Freiheit. Da ist es doch besser, noch ein paar Monate (gern auch länger) vernünftig zu sein. Auch wenn es anstrengend ist. Damit Sie dabei ein wenig Abwechslung bekommen, zudem noch nette Geschichten lesen und Neuigkeiten aus Stadt und Land erfahren, empfehlen wir die Lektüre des Emsblick. Auch mit dieser, der 60. Ausgabe, wollen wir Sie informieren und unterhalten. Viel Freude dabei und zugleich einen guten Auftakt in ein gesundes und glückliches Neues Jahr wünscht Ihnen Ihr Team vom Emsblick

Liebe Leser,

folgenden Dialog gab es jüngst in einer Lesermeinung zu einem Artikel, der über die Notwendigkeit berichtete, in Zeiten von Corona gewisse egoistische Ansprüche hintanzustellen. Anlass waren überfüllte Orte in Wintersportregionen.

Der Kommentierende schrieb: "Gib‘ es auf. Das hätte mit Vernunft zu tun. Vernunft ist aber anstrengend und dafür müsste das Hirn schon funktionieren. Passt nicht in unsere heutige Gesellschaft."

Ist tatsächlich oft mangelnde Vernunft mit verantwortlich dafür, dass das Virus sich nach fast einem Jahr des ersten Ausbruchs mit aller Schärfe zurückmeldet? Und was ist das für eine Gesellschaft, in der Vernunft keinen Platz haben soll? Diese Fragen mag jeder für sich beantworten.

Fest steht, dass bis Ende Januar - womöglich auch darüber hinaus - bisher nicht gekannte Einschränkungen unser Leben bestimmen. Das "Lockdown" genannte Herunterfahren unserer Lebenswelt mit geschlossenen Geschäften, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen, Restaurants, Kneipen und Bars und Kontaktverboten scheint alternativlos. Nur Geschäfte, die notwendige Waren oder Dienstleistungen anbieten und Kitas und Schulen mit Notbesetzung sind die minimale Basis für unser Leben. Und die Hoffnung, schnell und sicher mit Impfungen das Virus zu überwinden, erfüllt sich auch nicht so schnell wie erwartet.

Wie lange aber müssen wir "vernünftig" bleiben? Wer die Antwort kennt: bitte vortreten! Ohnedem geht es aber auch nicht. Das soll nicht heißen, alle Anordnungen kritiklos hinzunehmen, sie nicht zu hinterfragen, sie nicht zu diskutieren. Das hat man in China gemacht.

"Die haben aber wieder ein normales Leben", berichten Medien. "Normales Leben?" OK, für dortige Maßstäbe, nicht aber für unsere. Die scheinbaren Vorteile des dortigen Systemes sind teuer erkauft. Zu teuer, aus unserer Sicht und dem Blick auf Menschenrechte und Freiheit.

Da ist es doch besser, noch ein paar Monate (gern auch länger) vernünftig zu sein. Auch wenn es anstrengend ist.

Damit Sie dabei ein wenig Abwechslung bekommen, zudem noch nette Geschichten lesen und Neuigkeiten aus Stadt und Land erfahren, empfehlen wir die Lektüre des Emsblick. Auch mit dieser, der 60. Ausgabe, wollen wir Sie informieren und unterhalten.

Viel Freude dabei und zugleich einen guten Auftakt in ein gesundes und glückliches Neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr Team vom Emsblick

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<strong>Heft</strong> <strong>60</strong> <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong><br />

Das Stadtmagazin für <strong>Haren</strong> und Umgebung<br />

AUSBLICK<br />

Das Ausbildungsmagazin<br />

vom <strong>Emsblick</strong><br />

GUTEN RUTSCH<br />

Das Hallenbad-Konzept<br />

hat überzeugt<br />

HARENER<br />

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<strong>2021</strong>


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Wir sind für mehrere bestimmte Darlehensgeber tätig und handeln nicht als unabhängiger<br />

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sind nicht Bestandteil des Angebotes. 1 Der Ford Hybrid Bonus ist ein modellabhängiger Herstellerbonus<br />

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Darlehensverträgen. Das Angebot stellt das repräsentative Beispiel nach § 6a Preisangabenverordnung<br />

dar. Ist der Darlehensnehmer Verbraucher, besteht ein Widerrufsrecht nach § 495 BGB. 3 Zwei Jahre Neuwagengarantie<br />

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Liebe Leser,<br />

folgenden Dialog gab es jüngst in einer Lesermeinung zu einem Artikel,<br />

der über die Notwendigkeit berichtete, in Zeiten von Corona gewisse<br />

egoistische Ansprüche hintanzustellen. Anlass waren überfüllte Orte<br />

in Wintersportregionen.<br />

Der Kommentierende schrieb: „Gib‘ es auf. Das hätte mit Vernunft zu<br />

tun. Vernunft ist aber anstrengend und dafür müsste das Hirn schon<br />

funktionieren. Passt nicht in unsere heutige Gesellschaft.“<br />

Ist tatsächlich oft mangelnde Vernunft mit verantwortlich dafür, dass<br />

das Virus sich nach fast einem Jahr des ersten Ausbruchs mit aller<br />

Schärfe zurückmeldet? Und was ist das für eine Gesellschaft, in der<br />

Vernunft keinen Platz haben soll? Diese Fragen mag jeder für sich<br />

beantworten.<br />

Fest steht, dass bis Ende <strong>Januar</strong> - womöglich auch darüber hinaus<br />

- bisher nicht gekannte Einschränkungen unser Leben bestimmen.<br />

Das „Lockdown“ genannte Herunterfahren unserer Lebenswelt mit<br />

geschlossenen Geschäften, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen,<br />

Restaurants, Kneipen und Bars und Kontaktverboten scheint<br />

alternativlos. Nur Geschäfte, die notwendige Waren oder<br />

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sind die minimale Basis für unser Leben. Und die Hoffnung, schnell<br />

und sicher mit Impfungen das Virus zu überwinden, erfüllt sich auch<br />

nicht so schnell wie erwartet.<br />

Wie lange aber müssen wir „vernünftig“ bleiben? Wer die Antwort<br />

kennt: bitte vortreten! Ohnedem geht es aber auch nicht. Das soll<br />

nicht heißen, alle Anordnungen kritiklos hinzunehmen, sie nicht zu<br />

hinterfragen, sie nicht zu diskutieren. Das hat man in China gemacht.<br />

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Viel Freude dabei und zugleich einen guten Auftakt in ein gesundes<br />

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Schreiben Sie uns unter: redaktion@emsblick.net<br />

14<br />

INHALT<br />

STADTGESPRÄCH<br />

Konzept hat überzeugt................................. 6<br />

BILDUNG<br />

Zweites „<strong>Haren</strong>er Lesefest“<br />

verzaubert seine Zuhörer im<br />

eigenen Wohnzimmer ............................... 10<br />

33<br />

GENUSS<br />

Hamburger Kartoffelsuppe........................25<br />

WIRTSCHAFT<br />

Emsländer Baustoffwerke spenden<br />

an die Emsländische Bürgerstiftung........21<br />

Aufbruch aus dem Chaos...........................22<br />

Berky gewinnt Aussenwirtschaftspreis...22<br />

Café Schäfer seit 1. Dezember<br />

in neuem Outfit...........................................23<br />

EINBRUCH UND SICHERHEIT<br />

Türsteher, die niemals schlafen................24<br />

6<br />

4 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


IMPRESSUM<br />

VERLAG:<br />

<strong>Emsblick</strong> Medien UG<br />

(haftungsbeschränkt)<br />

Neuer Markt 3/49733 <strong>Haren</strong> (Ems)<br />

Telefon: 05932-5004575<br />

info@emsblick.net<br />

REDAKTION:<br />

Hermann Garrelmann<br />

(Chefredakteur), Anna Solbach<br />

Telefon 05932-5004576<br />

redaktion@emsblick.net<br />

DRUCK:<br />

printoo GmbH, 26789 Leer<br />

ANZEIGEN & MEDIENBERATUNG:<br />

Ilona Kemper<br />

Telefon 05932-5004578<br />

kemper@emsblick.net<br />

ART DIREKTION & LAYOUT:<br />

mediabase Werbeagentur UG<br />

(haftungsbeschränkt) & Co. KG<br />

FOTOS:<br />

Swetlana Pfetzer (Titelbild),<br />

Hermann Garrelmann, Anna Solbach,<br />

Andreas B. Steffens, pixelio.de,<br />

adobe.stock.com, Dr. Erhard Nerger,<br />

Hanna Clara Wiegmann, Volksbank<br />

ERSCHEINUNGSWEISE:<br />

2-monatlich. Auslageverteilung an ausgewählte Geschäfte und Gastronomie im Erscheinungsgebiet.<br />

Für die Richtigkeit der Termine und Anzeigentexte kann der Verlag<br />

keine Gewähr übernehmen. Alle Berichte und Beiträge sind nach bestem Wissen und<br />

Gewissen der jeweiligen Autoren zusammengestellt. Namentlich gekennzeichnete<br />

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.<br />

Für eingesandte Unterlagen jeglicher Art übernimmt der Verlag keine Haftung. Satiren<br />

und Kolumnen verstehen sich als Satire im Sinne des Presserechts. Nachdruck des<br />

gesamten Inhaltes, auch auszugsweise, sowie der vom Verlag gestalteten Anzeigen<br />

nur mit schriftlicher Freigabe des Verlages. Alle Rechte liegen beim Verlag.<br />

GENDER-HINWEIS:<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet der EMSBLICK auf die Verwendung<br />

geschlechterspezifischer Sprachformen. Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen<br />

bezogen sind, meint die gewählte Formulierung sämtliche Geschlechteridentitäten.<br />

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16<br />

23<br />

LEBEN<br />

Wie das Coronavirus den Vereinsalltag beeinflusst.... 8<br />

Arkon Shipping spendet 6.000 Euro ............................. 9<br />

De „Tinnegeiter“............................................................. 12<br />

OLB verlässt <strong>Haren</strong>........................................................ 13<br />

Nordische Schwäne im Emsland.................................. 14<br />

Traumapädagogin eröffnet Praxis in <strong>Haren</strong>............... 15<br />

Digitaler Searun 2020 ................................................... 16<br />

Rotarier tun Gutes für Tafel-Kinder............................. 18<br />

<strong>Haren</strong>er Kneipengeschichten....................................... 18<br />

Buchprojekt von Margret Koers .................................. 20<br />

Virtuelle Weihnachtsfeier<br />

bei der Seniorenvertretung........................................... 26<br />

Röchling stattet Schule mit neuen Geräten aus........ 27<br />

Apotheke Gievert spendet 1500 Euro .........................28<br />

Süße Weihnachtsgrüße für die Bewohner<br />

der <strong>Haren</strong>er Senioren-Heime.......................................28<br />

Ein „heißes Geschenk“ für die Grundschule ............... 29<br />

Programm der Volkshochschule <strong>Haren</strong> (VHS) ...........30<br />

Oberschüler spenden für <strong>Haren</strong>er Tafel...................... 31<br />

Gedanken und Musik zum Advent............................... 32<br />

Hilfstransport nach Rumänien .................................... 33<br />

Ehrenamtliches Engagement im<br />

Jugendbereich wird gewürdigt.....................................36<br />

<strong>Haren</strong>erlesen.................................................................. 37<br />

Neues Radverkehrskonzept der Stadt <strong>Haren</strong>.............38<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 5<br />

49733 HAREN-EMS · BELMFORT 2<br />

TELEFON (05932) 22 03


STADTGESPRÄCH<br />

Architekt und zeitlicher Rahmen für den Neubau<br />

des <strong>Haren</strong>er Hallenbades stehen fest<br />

Konzept hat überzeugt<br />

Bereits seit dem Jahr 2016 beschäftigt sich die Stadt <strong>Haren</strong> (Ems) mit einem<br />

eigens für das Projekt zusammengestellten Arbeitskreis mit dem Verbleib des<br />

jetzigen <strong>Haren</strong>er Hallenbades. Zunächst wurde geprüft, ob eine Sanierung des<br />

rd. 48-jährigen Freibades umgesetzt werden könne. Doch schnell wurde klar,<br />

dass dies bautechnisch nicht nur große Herausforderungen mit sich bringt, sondern<br />

auch große Unsicherheit und Kostenrisiken auslöst.<br />

Ansicht ins mögliche zukünftige Hallenbad.<br />

Foto: Stadt <strong>Haren</strong> (Ems)<br />

Foto: Stadt <strong>Haren</strong> (Ems), Die Mitglieder des Arbeitskreises: Georg Robben (SV <strong>Haren</strong>), Karl-Heinz Ahrenholz<br />

(DLRG), Bürgermeister Markus Honnigfort, Lisa Bredol (Ansgari-Schule), Holger Cosse (CDU), Norbert Cordes<br />

(Schwimmmeister), Heinz Pinkernell (SPD), Henrik Brinker (Stadtbaurat). Es fehlen: Karla Schmidt, Heinz<br />

Over, Matthias Heller, Maria König (alle CDU) und Georg Berenzen (SPD).<br />

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis, der aus<br />

Vertretern der Politik, der Schulen, der<br />

Schwimmmeister, des Schwimmvereins<br />

und der DLRG besteht, plant die Stadtverwaltung<br />

nun seit einigen Jahren den<br />

Neubau des Hallenbades. „Ein neues Bad<br />

ist nicht selbstverständlich, wie der Trend<br />

zeigt. Jedes zehnte Bad wurde in den letzten<br />

Jahren geschlossen, jedes zweite muss<br />

saniert werden. Auf der anderen Seite<br />

haben nur 40 Prozent der Grundschüler<br />

ein Jugendschwimmabzeichen. Die DLRG<br />

nennt das Bädersterben als ein Grund,<br />

warum die Kinder so schlecht schwimmen<br />

können. Meiner Meinung nach sind die<br />

Kommunen da in der Verantwortung. Daher<br />

stellen wir uns dem Mammutprojekt“,<br />

so Bürgermeister Markus Honnigfort. Als<br />

Unterstützung hat sich die Stadtverwaltung<br />

einige Büros an die Seite geholt: Das<br />

Bremer Büro GVP-Infraconsult unterstützte<br />

die Stadt bei der Ausschreibung zur Beschaffung<br />

eines Projektsteuerers sowie<br />

dem europaweiten Ausschreibungsverfahren<br />

zur Auswahl des Architekturbüros.<br />

Der Projektsteuerer, die CONSTRATA Ingenieurgesellschaft<br />

mbH aus Bielefeld wird<br />

die Stadt als Bauherr und Planungsträger<br />

bei dem Neubau des Bades während der<br />

Planungs-, Ausschreibungs- und der Bauphase<br />

begleiten und fachlich unterstützen.<br />

Im Juni letzten Jahres entschied sich der<br />

Stadtrat nun für den Architekten, der mit<br />

seiner Idee für das neue Bad überzeugen<br />

konnte.<br />

Das Büro Krieger – Architekten und Ingenieure<br />

aus Velbert überzeugte mit seinem<br />

Konzept eines „<strong>Haren</strong>er Sporthafens“, welches<br />

die verschiedenen Nutzungsinteressen<br />

zwischen Freizeitgestaltung und Sportaktivitäten<br />

sowie dem Schulschwimmen<br />

vereint. Bestandteile des Konzeptes sind:<br />

• 25 m Sportschwimmbecken<br />

mit 5 Wettkampfbahnen<br />

• Sprunganlage mit 3m Plattform<br />

und 1m Sprungbrett, integriert<br />

in das Sportschwimmbecken<br />

• Mehrschwimmbecken mit<br />

ubboden in einer Größe von rund 125 m²,<br />

10 m x 12,5 m(neu)<br />

• Kleinkinderbecken mit<br />

Wasserspielbereich(neu)<br />

• Attraktive Röhrenrutsche<br />

mit Zeitmessanlage (neu)<br />

• Großzügig zu öffnende Fassade,<br />

welche die Nutzung des Außenbereichs<br />

ermöglicht (neu)<br />

• Umkleidebereich mit Sammelumkleiden<br />

und Einzelkabinen<br />

Fotos: Krieger – Architekten und Ingenieure<br />

6 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


• Schaffung von zusätzlichen Räumen<br />

(Besprechung/Organisation/Wettkampf)<br />

sowie ausreichenden Abstellmöglichkeiten<br />

für Material der Vereinsund<br />

Sportschwimmer<br />

• Außenanlagen: Parkplatz, Liegewiese/<br />

Freizeitbereich, Betriebshof<br />

• Erweiterungsoptionen: beispielsweise<br />

Sole-Außenbecken oder Saunabereich.<br />

Das neue Hallenbad wird im Gesamten<br />

rund 4.100 m² groß sein und soll im Bereich<br />

hinter dem jetzigen Hallenbad entstehen.<br />

Somit kann das jetzige Hallenbad auch<br />

während der Bauphase des neuen Bades<br />

weiter betrieben werden.<br />

Das gesamte Emspark-Areal befindet sich<br />

im Umbruch. Mit dem neuen Yachthafen<br />

hat vor vielen Jahren alles begonnen. Im<br />

vergangenen Jahr ist der Campingplatz neu<br />

verpachtet worden. Mit der Umgestaltung<br />

der Freisportanlage ist das Quartier des<br />

Emsparks weiter aufgewertet worden. Das<br />

neue Hallenbad fügt sich in das zukünftige<br />

Freizeit-Quartier optimal ein“, so der Bürgermeister<br />

weiter. In diesem Jahr soll mit<br />

dem Abriss des Wellenfreibades begonnen<br />

werden, um das Baufeld vorzubereiten.<br />

“Eine kleine Herausforderung ist die gemeinsame<br />

Konzeption des ehemaligen<br />

Wellenfreibades und des Hallenbades, die<br />

technisch eng miteinander korrespondieren.<br />

Dieses haben wir nunmehr gelöst und<br />

bereiten derzeit die Ausschreibungsunterlagen<br />

vor.“ beschreibt Stadtbaurat Henrik<br />

Brinker die Situation. Vorgesehen ist, dass<br />

in diesem Jahr bereits der Spatenstich zum<br />

Neubau erfolgen kann. Mit der Fertigstellung<br />

des Hallenbades wird dann im Jahr<br />

2023 gerechnet.<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 7


LEBEN<br />

Wie das Coronavirus den<br />

Vereinsalltag beeinflusst<br />

Interview mit Christian Kuhl, Abteilungsleiter beim TuS <strong>Haren</strong><br />

Die Corona-Pandemie hat auch in <strong>Haren</strong><br />

das Vereinsleben und die Vereinsarbeit<br />

fast gänzlich zum Erliegen gebracht. Dies<br />

ist für die vielen Vereinsmitglieder in den<br />

sport- und kulturtreibenden Vereinen eine<br />

schmerzliche Erfahrung. Wir haben mit<br />

Christian Kuhl, Trainer und Abteilungsleiter<br />

Leichtathletik beim TuS <strong>Haren</strong>, über die<br />

aktuelle Situation gesprochen. Gemeinsam<br />

mit seiner Ehefrau Yvonne trainiert<br />

er Nachwuchsleichtathleten in der Schifferstadt.<br />

Beide organisieren ehrenamtlich<br />

mit vielen Helfern den <strong>Haren</strong>er Citylauf.<br />

Die beliebte Laufveranstaltung war am<br />

12. Juni 2020 geplant und musste wegen<br />

Corona abgesagt werden. Christian Kuhl<br />

erfand auch mit seinem Vereinskollegen<br />

Frank Gerdelmann vor 15 Jahren den EL-<br />

Cup, eine unabhängige Läuferwertung<br />

im Rahmen der emsländischen City- und<br />

Volksläufe.<br />

Wie kommen die <strong>Haren</strong>er Leichtathleten<br />

jetzt in der Corona-Zeit<br />

überhaupt zurecht?<br />

Unser Vereinstraining ist leider komplett<br />

zum Erliegen gekommen. Wir dürfen ja<br />

weder gemeinsam trainieren noch irgendwelche<br />

Sportstätten nutzen. Ein Jahr haben<br />

wir auf die neue Laufbahn in <strong>Haren</strong><br />

gewartet, jetzt ist sie fertig und dank Corona<br />

dürfen wir sie trotzdem nicht nutzen,<br />

weil sie natürlich gesperrt ist. Sehr schade,<br />

aber da müssen wir uns an die Regelungen<br />

halten.<br />

Wird im Rahmen des Individualsports<br />

weiter trainiert?<br />

Die Leistungsträger bekommen detaillierte<br />

Trainingspläne und ich kann nur<br />

hoffen, dass sie diese alleine umsetzen.<br />

Das ist aber natürlich nicht vergleichbar<br />

mit einem Training in der Gruppe, bei dem<br />

unsere Trainer die Bewegungsabläufe korrigieren<br />

können, wenn sich Fehler eingeschlichen<br />

haben. Wir werden wahrscheinlich<br />

ein ganzes Jahr brauchen, um die Form<br />

der „Vor-Corona-Zeit“ bei den Athleten<br />

wieder zu erreichen. Unsere größte Sorge<br />

ist aber, dass viele Athleten abspringen<br />

und wir so viele Talente verlieren werden,<br />

wie es wahrscheinlich in fast allen Sportarten<br />

der Fall sein wird. Ein unglaublicher<br />

Schaden für die ganze Sportwelt.<br />

Worüber ärgern Sie sich in der jetzigen<br />

Situation ganz besonders?<br />

Verärgert bin ich über den Profibereich einiger<br />

weniger Sportarten, der ungehindert<br />

weiter Sport machen darf. Von Vorbildfunktion<br />

haben die anscheinend noch<br />

nichts gehört. Da hätte man sich als Profis<br />

solidarisch mit der Basis, nämlich den vielen<br />

Vereinen, zeigen müssen und ebenfalls<br />

sämtliche Aktivitäten einstellen müssen.<br />

Sicherlich hängen da viele Arbeitsplätze<br />

dran, aber ich persönlich sehe dies als<br />

grenzwertig an. Für die Profis im Leichtathletikbereich<br />

wurden nahezu sämtliche<br />

Wettkämpfe abgesagt. Auch bei anderen<br />

Sportarten war und ist das so. Dieses „Mit<br />

zweierlei Maß messen“ stört mich.<br />

Welche positiven Erfahrungen haben<br />

Sie im Corona-Jahr gemacht?<br />

Nach 21 Jahren als Trainer war für mich<br />

2020 sehr ungewöhnlich, ich hatte endlich<br />

genug Zeit, private Projekte, die bereits<br />

lange geplant waren und immer aufgrund<br />

von Zeitmangel verschoben wurden, fast<br />

komplett abzuarbeiten. Meine Leidenschaft<br />

als Hobbyhandwerker konnte ich in<br />

diesem Jahr komplett ausleben. Für mich<br />

war es das ruhigste und entspannteste<br />

Jahr seit 2 Jahrzenten und hat mir persönlich<br />

sehr gut getan. Ich habe allerdings<br />

auch ein recht großes Grundstück und somit<br />

viel Platz. Mit 4 Personen auf <strong>60</strong> qm<br />

würde ich wahrscheinlich anders denken.<br />

Ich gehöre damit wohl zu den wenigen<br />

Leuten, die der Corona-Pandemie etwas<br />

Gutes abgewinnen konnten.<br />

Mit Handarbeit zur individuellen Mode Polsterei Gardinen<br />

Sommer raus, Winter rein!<br />

Die schöne, kalte, besinnliche Zeit rückt näher.<br />

Es gibt wieder was zu tun!<br />

Lange Straße 59 · 49733 <strong>Haren</strong> · Tel.: (05932) 26 26<br />

Neu: Samstags ist unser Betrieb geschlossen. Beratung ist nach vorheriger Terminabsprache möglich.<br />

zur Homepage:<br />

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8 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Zeichen der Solidarität in schwierigen Zeiten<br />

Arkon Shipping spendet 6.000 Euro<br />

an Bürgerstiftung und <strong>Haren</strong>er Tafel<br />

„Spenden statt Schampus“ lautete das Motto von Arkon<br />

Shipping zum diesjährigen Firmenjubiläum. Bedacht wurde<br />

die Bürgerstiftung <strong>Haren</strong> und die <strong>Haren</strong>er Tafel.<br />

Mit zwei großzügigen Spenden in Höhe von zusammen<br />

6.000 Euro bedachte die Arkon Shipping GmbH & Co. KG<br />

die Bürgerstiftung <strong>Haren</strong> und die <strong>Haren</strong>er Tafel. Anlass<br />

hierfür war das 25. Betriebsjubiläum des Unternehmens,<br />

das auf maritime Dienstleistungen spezialisiert<br />

ist und seinen Sitz an der Boschstraße in <strong>Haren</strong> hat.<br />

Wie schon zum 20jährigen Jubiläum verzichtete der geschäftsführende<br />

Gesellschafter Torsten Westphal (li.) und seine<br />

Mitarbeiter auf die Ausrichtung einer Party und auf teure<br />

Geschenke. „Das wäre in der jetzigen Situation auch das falsche<br />

Zeichen gewesen“, sind sich der gebürtige Bremer und<br />

sein Sohn Torben Westphal (4.v.l.) sicher. Gemeinsam mit den<br />

27 Mitarbeitern am Stammsitz in <strong>Haren</strong> sei man sich schnell<br />

einig geworden, stattdessen Hilfsorganisationen vor der eigenen<br />

Haustür unterstützen zu wollen. Jeweils 2.500 Euro spendete<br />

das Unternehmen Arkon Shipping daraufhin an die Bürgerstiftung<br />

und die <strong>Haren</strong>er Tafel, die Belegschaft zog mit und<br />

rundete diese Beträge großzügig auf jeweils 3.000 Euro auf.<br />

Zu den Gründen gibt sich Westphal hanseatisch bescheiden:<br />

“Seit unserer Unternehmensgründung 1995 haben wir am<br />

Standort <strong>Haren</strong> vielfältige Unterstützung erfahren und fühlen<br />

uns hier fest verwurzelt.“ Mit den beiden Spenden wolle man<br />

den Menschen vor Ort nun etwas zurückgeben und ein Zeichen<br />

der Solidarität setzen. Dem pflichtete Norbert Hinrichs<br />

(re.), langjähriger Prokurist bei Arkon und als Vertreter der<br />

Mitarbeiter ebenfalls bei der symbolischen Scheckübergabe<br />

vor Ort, bei.<br />

Josef Kramer, Vorsitzender des Stiftungsrats und Marianne<br />

Ströer vom Team der <strong>Haren</strong>er Tafel (2. und. 3. v.l.) zeigten<br />

sich hocherfreut über die unerwarteten Zuwendungen. „Ihre<br />

Spende wird zu 100 Prozent für <strong>Haren</strong>er Projekte zum Einsatz<br />

kommen“, versprach Kramer.<br />

In der Vergangenheit habe die Bürgerstiftung unter anderem<br />

Zeltreparaturen der Pfadfinder oder auch die Durchführung<br />

des Musikevents „Neonfields“ finanziell unterstützt. Stiftungsvorstand<br />

Markus Honnigfort (2.v.r.) erläuterte die Zielrichtung<br />

der Bürgerstiftung, die unbürokratisch da helfen wolle,<br />

wo keine institutionelle Hilfe erhältlich sei.<br />

Marianne Ströer gab einen<br />

Überblick über die Arbeit des<br />

Tafel-Teams, das auch während<br />

der Corona-Krise keine<br />

Pause eingelegt habe. „Wir<br />

arbeiten derzeit mit 40 Ehrenamtlichen<br />

in zwei Schichten.<br />

Aufgrund des aktuellen Teil-<br />

Lockdowns erwarten wir steigende<br />

Kundenzahlen und sind<br />

sehr froh, weiterhin auf die<br />

Unterstützung vieler Unternehmen<br />

und privater Förderer<br />

zählen zu können.“<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 9


RUBRIK BILDUNG<br />

Zweites „<strong>Haren</strong>er Lesefest“ verzaubert<br />

seine Zuhörer im eigenen Wohnzimmer<br />

Weil die Zuhörer dieses Mal nicht zu den Veranstaltungen kommen durften,<br />

kam das Lesefest 2020 zu seiner Hörerschaft, in das eigene Wohnzimmer.<br />

Das Jahresthema des diesjährigen bundesweiten Vorlesetages<br />

war „Europa und die Welt“. Das „<strong>Haren</strong>er<br />

Lesefest“, organisiert und durchgeführt vom Verein<br />

„<strong>Haren</strong>er lesen“ e.V., orientiert sich stets am Jahresthema,<br />

und so konnten sich die Zuhörer von Märchen<br />

und Geschichten aus verschiedensten Ländern in Europa<br />

verzaubern lassen.<br />

Der Verein war im Jahr 2020 sehr aktiv, die Reaktionen<br />

auf die verschiedenen Leseaktionen waren positiv<br />

bis begeistert. Nun konnte das zweite „<strong>Haren</strong>er<br />

Lesefest“ trotz der aktuellen Coronakrise auf einer<br />

völlig neuen Ebene digitalen überzeugen. Da die Zwei-<br />

Haushalte-Regelung auch für das Lesefest keine<br />

Ausnahme machte und daher keine Autorenlesungen<br />

stattfinden durften, wurden alle Geschichten und<br />

Vorlesungen online zur Verfügung gestellt. Sämtliche<br />

Märchen und Geschichten wurden entweder als Video<br />

oder als Tonspur eingelesen und mit Videomaterial<br />

10 | emsblick 10 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> <strong>2021</strong>


verknüpft. Über 30 Lesungen wurden so<br />

von unterschiedlichsten Protagonisten<br />

digital erfasst und in einer Mediathek veröffentlicht.<br />

Es gab plattdeutsche Dönkes<br />

von Marco Strodt-Diekmann und Bürgermeister<br />

Markus Honnigfort, märchenhafte<br />

Erzählungen von Conny Sandvoß, tolle<br />

Bilderbücher von Förster Björn Wicks oder<br />

auch den gesungenen Adventskalender<br />

von Christian Hüser und Heiner Rusche.<br />

So wurde den Zuhörern die Möglichkeit<br />

gegeben, in der Geborgenheit des eigenen<br />

Zuhauses allen Geschichten zu lauschen.<br />

Die umfassenden Vorbereitungen, die<br />

für diese Umsetzung erforderlich waren,<br />

sind nicht unbedingt auf den ersten Blick<br />

ersichtlich. Für die Geschichten mussten<br />

Vorleser gefunden und Verlage sowie<br />

Autoren für die juristische Freigabe kontaktiert<br />

werden. Ferner stellten Aufnahme<br />

des gesamten Materials und dessen<br />

Upload ins Netz einen großen Aufwand<br />

dar. Aber durch die Ausnutzung der digitalen<br />

Möglichkeiten konnte ein vielfältig<br />

interessiertes Publikum angesprochen<br />

werden. Ob Kindergartenkind, Jugendlicher<br />

oder Erwachsener – es war für jeden<br />

etwas dabei. Durchschnittlich 540 Zuhörer<br />

täglich lauschten in der Lesewoche den<br />

Märchen und Geschichten.<br />

Mehr als nur „Geschichten vorlesen“<br />

Ebenso war der diesjährige „Bücher-Box<br />

Wettbewerb“, der an das Lesefest angeknüpft<br />

war, ein voller Erfolg. Zum Thema<br />

der vorgelesenen Geschichten wurden<br />

Dioramen gebastelt und in verschiedenen<br />

Schaufenstern in der <strong>Haren</strong>er Innenstadt<br />

ausgestellt. Vierzig Kinder beteiligten sich<br />

an der Aktion und bastelten tolle, kreative<br />

und fantasievolle BücherBoxen. Die Vielfalt<br />

der dargestellten Bücher war besonders<br />

beeindruckend. Fast jede Box stellte<br />

ein anderes Buch dar.<br />

Digitale Schnitzeljagd in der <strong>Haren</strong>er City<br />

Das Geocaching in der <strong>Haren</strong>er Innenstadt<br />

lud über einen längeren Zeitraum Familien<br />

und Schulklassen zum Lesen und Rätsel<br />

lösen in Verbindung mit Bewegung innerhalb<br />

der Stadt ein. Eine interessante Idee,<br />

die allseits als willkommene Abwechslung<br />

aufgenommen wurde.<br />

Viele Ideen für die Zukunft<br />

Auf ein weiteres Pilotprojekt bereiten sich aktuell die Kinder der<br />

<strong>Haren</strong>er Kitas St. Josef Emmeln und Marien-Kita Erika-Altenberge<br />

vor. Es soll den Namen „HaKidi“ tragen und für „<strong>Haren</strong>er Kinder<br />

digital“ stehen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms<br />

„total digital“. Der Beginn des Projekts muss jedoch mit<br />

Blick auf die Entwicklung der Pandemie abgestimmt werden.<br />

Für das Jahr <strong>2021</strong> hat „<strong>Haren</strong>erlesen“ e.V. bereits weitere Projekte<br />

in Angriff genommen. Mit einer Förderung durch die Emsländische<br />

Landschaft kann der Verein sich ein zum Bücherfahrrad<br />

umgebautes Lastenfahrrad anschaffen. Somit sind dann<br />

zukünftige Veranstaltungen, Schul- und Kitabesuche auch mobil<br />

mit tollen und neuen Büchern erreichbar.<br />

Mit der Fokussierung auf Zielgruppen im Jugendalter unterstützt<br />

der Verein in diesem Jahr auch das <strong>Haren</strong>er Jugendzentrum.<br />

Das Jugendzentrum <strong>Haren</strong>, der Verein <strong>Haren</strong>erlesen e.V.<br />

und die Stiftung Lesen als Programmpartner im Förderprogramm<br />

„Kultur macht stark“ bauen mit dem media.lab derzeit gemeinsam<br />

einen „Raum“ für Ideen und digitale Projekte auf. Das media.lab<br />

richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren,<br />

um deren Lesemotivation und<br />

Medienkompetenz auf freizeitorientierte<br />

Weise zu fördern.<br />

In den letzten Monaten wurde<br />

ein Raum im <strong>Haren</strong>er Jugendzentrum<br />

bereits mit Tablets<br />

und digitalem Equipment sowie<br />

Büchern, Zeitschriften und<br />

Einrichtungsgegenständen<br />

neu ausgestattet. Der Start<br />

für das media.lab-Projekt ist<br />

in der ersten Jahreshälfte <strong>2021</strong><br />

geplant.<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 11


LEBEN<br />

De „Tinnegeiter“<br />

von Luise Schulte-Jerchel<br />

Sehr selten hört man diesen Namen<br />

noch in <strong>Haren</strong>. „Ach ja, da war doch lange<br />

Jahre das Lokal an der Emsstraße“.<br />

Richtig! Die Älteren wissen noch, dass<br />

sich hier einmal das Kino von <strong>Haren</strong><br />

befunden hat. Kegler und Sänger haben<br />

hier fröhliche Stunden erlebt. Aber<br />

woher stammt dieser Name eigentlich?<br />

Es ist nicht nur der Plattdeutsche Beinamen<br />

für die Familie Bernhard Schepers.<br />

Bernhard Schepers gründete die Gaststätte<br />

Mitte des 19. Jahrhunderts. Er selbst<br />

war gelernter Zinngießer, auf plattdeutsch<br />

„Tinnegeiter“ genannt.<br />

Er folgte somit der Familientradition seines<br />

Vorgängers Lübbert Bernhard Schepers<br />

und seines Großvaters Gerhard Heinrich<br />

Schepers.<br />

Gerhard Heinrich Schepers entstammt einer<br />

<strong>Haren</strong>er Schifferfamilie. Sein Handwerk<br />

hat er um 1800 in einer 3 Jahre dauernden<br />

Lehre beim Emdener Zinngießer Eberhard<br />

van der Burg erlernt. Danach kehrte er<br />

nach <strong>Haren</strong> zurück und ließ sich hier mit<br />

einer eigenen Werkstatt nieder. Er führte<br />

seine Meistermarke mit den Initialen GHS,<br />

Gerhard Heinrich Schepers. Bis 1809 war es<br />

verboten, in Dörfern und kleinen Ortschaft,<br />

wie <strong>Haren</strong> es ja eine war, eine Zinngießer<br />

Werkstatt zu betreiben. Erst die Einführung<br />

der Gewerbefreiheit erlaubte es Gerhard<br />

Heinrich Schepers, auch in seiner Heimatstadt<br />

ein solches Gewerbe zu betreiben.<br />

Lübbert Bernhard Schepers übernahm um<br />

1830 die Werkstatt des Firmengründers<br />

und führte seine Meistermarke mit den<br />

Anfangsbuchstaben seines Namens LBS.<br />

Noch heute befinden sich Zinnkrüge und<br />

Teller mit dieser Markung sowohl im privaten<br />

Besitz wie auch in den Sammlungen<br />

der Museen. Das silberweiß glänzende und<br />

sehr weiche Schwermetall lässt sich leicht<br />

formen, da es einen niedrigen Schmelzpunkt<br />

hat.<br />

Zinn war seinerzeit ein wertvolles Material,<br />

die Beimischung von Blei war einerseits<br />

äußerst gesundheitsgefährdend und andererseits<br />

verboten.<br />

Die Stadträte oder die Handwerkszünfte<br />

überprüften die Zinngießer und konnten<br />

aufgrund ihrer Herstellungsmarken feststellen,<br />

ob alles mit der gebotenen Reinheit<br />

hergestellt worden war.<br />

Allgemein waren die Zinngießer hoch angesehene<br />

Bürger der Stadt, da sie stets gute<br />

Absatzmöglichkeiten für ihre Ware fanden.<br />

Ihre Verkaufsgebiete reichten vom mittleren<br />

und nördlichen Emsland bis ins Osnabrücker<br />

Land.<br />

Zur Aussteuer einer jeden Tochter, deren<br />

Väter es sich leisten konnten, zählen neben<br />

dem groben Leinen natürlich Zinngefäße<br />

wie Kannen, Teller, Löffel und Becher.<br />

12 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Notwendige Haushaltsgegenstände, die oftmals auf einem<br />

so genannten „Kannenstöckchen“, das, reich bemalt, den<br />

Wohlstand der Familien zeigte. Die im Emsland hergestellten<br />

Zinnwaren ließen sich leicht an ihrer typischen Form<br />

erkennen. Die Bierkrüge waren zylindrisch geformt, die<br />

Branntweinschalen hatten einen senkrechten Henkel und<br />

die Löffel waren etwas rundlicher als anderswo.<br />

Neben der Herstellung dieser Gegenstände gehörte es<br />

auch zum Handwerk des Tinnegeiters, aus alten, verschlissen<br />

oder unbrauchbar geworden Tellern oder Schüsseln<br />

neue Ware zu schmelzen. Weggeworfen wurde nichts, alles<br />

war teuer und wertvoll.<br />

Selbst für Kapellen und Kirchen wurde das Altargerät wie<br />

Monstranzen, Hostien- und Weinkelche, sowie Kerzenleuchter<br />

aus Zinn hergestellt. Die Palette der Zinngießer<br />

war breit gefächert.<br />

Wurde ein neuer Handwerksmeister in eine Gilde, egal<br />

ob Bäcker, Schuhmacher oder Kleidermacher eingeführt,<br />

gehörte es dazu, dass dieser eine Zinnkanne einbringen<br />

musste. Oftmals verziert mit markigen Sprüchen. So ziert<br />

ein sogenannter Meisterbecher der Meppener Schuhmachergilde<br />

aus dem Jahre 1674 die Inschrift „Souf oder entlof“,<br />

was so viel heißen soll wie: „Saufe oder entlaufe“!<br />

Um 1870 ging die Nachfrage nach Geschirr aus Zinn stark<br />

zurück. Steingut und feines Porzellan traten nach und<br />

nach an dessen Stelle. Ein „Aus“ für die Zinngießer Werktätten,<br />

so auch in <strong>Haren</strong>.<br />

OLB verlässt <strong>Haren</strong><br />

Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat in den letzten<br />

Monaten die Ausdünnung ihres Filialnetzes weiter<br />

vorangetrieben. Schon am Jahresbeginn 2020 war angekündigt<br />

worden, das bis dahin noch 130 Filialen umfassende<br />

Netz an Standorten um die Hälfte zu reduzieren.<br />

Neben der Umwandlung der Filiale in Börger auf einen SB-<br />

Service traf es auch die OLB in <strong>Haren</strong>. Seit Anfang November<br />

gibt es in <strong>Haren</strong> keinen Service der Bank mehr in der Schifferstadt.<br />

Das Geldinstitut begründet dies damit, dass die Anzahl<br />

der Transaktionen am Geldautomaten unterhalb der andernorts<br />

gemessenen Nutzungen gelegen habe. Man sei sich bewusst,<br />

dass diese Maßnahme für die Kunden eine Veränderung<br />

bedeute. Trotz aller Umstellungen würden die Vorteile<br />

überwiegen, wird ein Sprecher der Bank zitiert. Der nächste<br />

OLB-Standort für Kunden aus <strong>Haren</strong> ist in Meppen oder<br />

Lathen erreichbar.<br />

Viele Zinngeräte gingen in dieser Zeit verloren. Das heißt,<br />

sie wurden eingeschmolzen und beispielsweise zum Verlöten<br />

von Dachrinnen und Wasserleitungen benutzt.<br />

Während der beiden Weltkriege wurde die Bevölkerung<br />

aufgerufen, Metalle aller Art für die Munitionsfabrikation<br />

zu spenden, darunter auch Zinn. Große Verluste entstanden.<br />

Nur wenige Originale aus dieser Zeitepoche sind noch<br />

erhalten. Schauen Sie doch einmal bei sich nach, ob sich<br />

noch der eine oder andere Becher oder Krug, gefertigt von<br />

der Firma Schepers, in ihrem Besitz befindet. Sie könnten<br />

dann frisch poliert der <strong>Haren</strong>er Öffentlichkeit zu deren<br />

Freude gezeigt werden.<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 13


LEBEN<br />

Fotos: Erhard Nerger<br />

Nordische Schwäne<br />

im Emsland<br />

Faszinierende Naturbilder<br />

von Dr. Erhard Nerger aus Altharen<br />

14 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong><br />

Auf den ersten Blick schreit der Winter<br />

nicht nach einer Foto-Tour. Blätter und<br />

Blüten haben sich verabschiedet, ebenso<br />

wie viele Tiere. Sie sind in den Süden<br />

gezogen oder halten gut versteckt ihren<br />

Winterschlaf. Und auch die ungemütlichen<br />

Temperaturen sprechen nicht<br />

gerade für sich. Für den Tierarzt, Naturschützer<br />

und Fotografen Dr. Erhard<br />

Nerger aus Altharen lohnt sich trotzdem<br />

ein winterlicher Streifzug. Denn die<br />

kalten Monate haben besondere Bedingungen<br />

zu bieten. Zum einen ist es<br />

das einzigartige Licht, wenn die Sonne<br />

fast den ganzen Tag recht tief am Himmel<br />

steht. Zum anderen findet man im<br />

Emsland Vogelarten, die in großer Zahl<br />

aus dem Norden und Osten zu uns ziehen.<br />

Wie jedes Jahr überwintern jetzt zum<br />

Beispiel wieder Zwerg- und Singschwäne<br />

im Emsland. Tagsüber kann man sie auf<br />

Wiesen und abgeernteten Feldern beobachten.<br />

Zur Übernachtung suchen<br />

sie abends Flachgewässer<br />

auf, wo sie vor Feinden weitgehend<br />

geschützt sind. Ein sicheres<br />

Unterscheidungsmerkmal<br />

zwischen beiden Arten ist die<br />

gelbe Wachsschnabelhaut, welche<br />

bei den Singschwänen nach<br />

vorne spitz ausläuft und bei den<br />

Zwergschwänen abgerundet ist.<br />

Zwar ist der Singschwan mit einem<br />

Gewicht bis zu 12 Kilogramm und<br />

über zwei Meter Flügelspannweite deutlich<br />

größer als der nur etwa sieben Kilogramm<br />

schwere Zwergschwan, aber auffallen<br />

tut das eigentlich nur, wenn beide<br />

Arten direkt nebeneinander stehen.<br />

Jungvögel beider Arten sind im Gegensatz<br />

zu den weißen Altvögeln bis zum<br />

zweiten Lebensjahr grau gefärbt. Das<br />

Brutgebiet der Zwergschwäne liegt im<br />

Osten Russlands, das der Singschwäne<br />

reicht von Island über Skandinavien<br />

bis Sibirien. Einige wenige Brutpaare<br />

gibt es inzwischen auch schon im Osten<br />

Deutschlands. Im November treffen<br />

beide Arten in ihrem Überwinterungsgebiet<br />

in Schleswig-Holstein, an der<br />

Elbe, im Emsland und dem Niederrhein<br />

ein. Im Emsland überwintert die größte<br />

Anzahl von Zwergschwänen. Im März<br />

verlassen uns die Schwäne wieder in<br />

Richtung ihrer Brutareale.


Hilfe, Tipps und Strategien, um<br />

Einschränkungen selbst zu lösen<br />

Traumapädagogin<br />

eröffnet Praxis in <strong>Haren</strong><br />

Es gibt Schicksalsschläge, die kommen aus „heiterem Himmel“, sind oft<br />

unvermeidlich. Sie nicht nur zu akzeptieren, sondern gut zu bewältigen,<br />

ist nicht jedermann gegeben. In <strong>Haren</strong> gibt es nun die Möglichkeit, für den<br />

Umgang mit traumatischen Erlebnissen professionelle Hilfe zu suchen: die<br />

Traumapädagogin Rita Wösten bietet in ihrer neu eröffneten Praxis in der<br />

Ringstraße 13a in <strong>Haren</strong> passgenaue Hilfen an. Sie will so ihre Mitmenschen<br />

befähigen, erlebte Traumata zu bewältigen, sie will Hilfe bieten bei<br />

dem Gefühl von Überforderung, um Raum und Zeit zum Luftholen zu finden<br />

und „einfach mal abschalten“ zu können.<br />

Die eigene Wahrnehmung zu schulen und auf die Zeichen zu horchen, die unser<br />

Körper uns mitteilt, das ist für die Pädagogin sehr wichtig. „Sich selbst zu beruhigen,<br />

also regulieren zu können, egal was passiert – und sich selbst wieder sicher<br />

fühlen können: diese Fähigkeit hat jeder Mensch, manchmal vergessen wir das<br />

nur“, sagt sie. Rita Wösten kennt ihr Metier, weit über ihre akademische Qualifikation<br />

mit zwei Staatsexamina hinaus. Bereits im Kindesalter verspürte sie, ohne sich<br />

dessen deutlich bewusst zu sein, den Drang, benachteiligten<br />

Kindern zur Seite zu stehen. Sie selbst erlebte zudem in frühen<br />

Jahren ihre ersten eigenen traumatischen Erfahrungen: sie war<br />

gerade einmal acht Jahre alt, als ihr Vater plötzlich verstarb.<br />

Es lag für sie also fast auf der Hand, später Sonderpädagogik zu<br />

studieren. Doch auch nach Abschluss ihres Studiums blieben<br />

ihr weitere private Schicksalsschläge nicht erspart. Ihr älterer<br />

Bruder verstarb vor einigen Jahren genauso plötzlich wie zuvor<br />

ihr Vater. Das war selbst für die sonst so ausgeglichene Pädagogin<br />

zu viel. Sie suchte professionelle Hilfe – und dabei stieß<br />

sie auf die Techniken und Methoden von Dr. Peter A. Levine.<br />

Der US-amerikanische Biophysiker, Psychologe und körperorientierte<br />

Traumatherapeut hat sein Programm zur schnellen<br />

und unkonventionellen Trauma- und Stressbewältigung unter<br />

dem Namen „Somatic experiencing“ zusammengefasst. Rita<br />

Wösten absolvierte eine dreijährige Zusatzausbildung dieser<br />

speziellen Methodik der Traumaarbeit mit besonderem Interesse<br />

und Engagement.<br />

Frühlingserwachen<br />

bei<br />

Wesuweer Str. 2<br />

49733 <strong>Haren</strong>/Ems<br />

Inzwischen kann die Pädagogin auf eine<br />

langjährige Berufserfahrung mit Menschen<br />

zurückblicken, die besonderen Unterstützungsbedarf<br />

haben, ob Kinder und Jugendliche<br />

oder Erwachsene jeden Alters. Auf ihre<br />

professionelle und persönliche Erfahrung<br />

blickend stellt Rita Wösten zufrieden fest,<br />

dass ihr Betätigungsfeld sowohl Beruf als<br />

auch Berufung ist. „Lange war ich auf der<br />

Suche nach meinem beruflichen Platz. Den<br />

habe ich jetzt gefunden, und dafür bin ich<br />

wirklich dankbar“, kommentiert sie freudestrahlend.<br />

„Vom Trauma in die persönliche Freiheit“ –<br />

so lautet der Arbeitsslogan in ihrer Praxis,<br />

die nun geöffnet hat, um den Mitmenschen<br />

in <strong>Haren</strong> und Umgebung zu helfen, ihr volles<br />

Lebenspotential wiederzufinden. Weitere<br />

Informationen finden Sie auf der Webseite<br />

www.rita-woesten.de.<br />

Hopster DEKO<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 15


LEBEN<br />

Digitaler Searun 2020<br />

Einzel laufen,<br />

gemeinsam spenden<br />

Der See Shepherd Charity Run, kurz Searun genannt, ist ein Outdoor-<br />

Hindernislauf, der in <strong>Haren</strong> zum ersten Mal 2019 stattfand (wir berichteten).<br />

Aufgrund des Corona-Veranstaltungsverbotes hatten sich<br />

nun Bernd Lohmann vom Boxclub <strong>Haren</strong> und Luzia Schüer vom 3life<br />

Fitnessstudio überlegt, den Searun 2020 digital durchzuführen.<br />

Damit haben sie ganz offensichtlich<br />

einen Volltreffer gelandet. Unter<br />

dem Motto „Einzeln laufen, gemeinsam<br />

spenden“ gelang es ihnen, im<br />

Veranstaltungzeitraum von 1. bis<br />

14. Dezember 2020 viele Aktive zu<br />

motivieren, den Corona-Lockdown<br />

für die eigene Fitness zu nutzen<br />

und gleichzeitig Gutes zu tun, also<br />

Tierschutzprojekte aktiv zu fördern.<br />

Bernd Lohmann erklärt: „Tierschutzorganisationen<br />

brauchen Geld dringender<br />

denn je, da viele Spenden<br />

weggebrochen sind.“<br />

Viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen<br />

machten davon Gebrauch, dass<br />

sie den virtuellen Searun 2020 an<br />

jedem Ort der Welt laufen konnten.<br />

Dadurch konnte der Radius im Vergleich<br />

zu 2019 deutlich erweitert<br />

werden. Läufer aus dem gesamten<br />

Bundesgebiet, den Niederlanden,<br />

Österreich, der Schweiz, Frankreich,<br />

Spanien, den Britischen Inseln bis<br />

nach Afghanistan waren dabei und<br />

posteten Beiträge von ihrem persönlichen<br />

Searun bei Whatsapp,<br />

Facebook, oder Instagram. Auch<br />

ein 17-jähriger Kickboxer aus Kabul<br />

machte mit.<br />

Location, Laufstrecke und Laufgeschwindigkeit<br />

konnte jeder selbst<br />

bestimmen. Challenge-Sieger in der<br />

Kategorie „Meiste Laufkilometer im<br />

Veranstaltungszeitraum“ wurde<br />

der 41-jährige Läufer Dirk Gerdelmann<br />

vom TuS <strong>Haren</strong>. Er hatte bereits<br />

beim Searun 2019 den dritten<br />

Platz in der Gesamtwertung belegt.<br />

„Für den Searun 2020 bin ich 182<br />

Kilometer in 14 Tagen gelaufen, das<br />

Ganze auf 12 Einheiten aufgeteilt“,<br />

berichtet er. Er läuft im Durchschnitt<br />

3000 Kilometer im Jahr, macht viele<br />

Cityläufe und auch jedes Jahr den<br />

EL-Cup.<br />

„Ein unerwartet großer Erfolg“, freut<br />

sich der Veranstalter Lohmann vom<br />

Boxclub <strong>Haren</strong> und ergänzt: „Krise<br />

ist Chance.“ 12.000 Euro kamen so<br />

zusammen. Wer wollte, konnte das<br />

Projekt mit einem kleinen, freiwilligen<br />

Beitrag unterstützen. Eingehende<br />

Spenden wurden nach Lohmanns<br />

Worten zu 100 Prozent noch vor<br />

Weihnachten an die vier Charitypartner<br />

weitergegeben. Jeweils 3000<br />

Euro erhielten der Gnadenhof Melief<br />

e.V. in Sögel, die Tierauffangstation<br />

Ella Bönig in Hopsten, Emsland<br />

Nottiere in <strong>Haren</strong> und Sea Shepherd Deutschland in<br />

Bremen.<br />

Folgende Challenges wurden prämiert: längster Lauf<br />

an einem Tag, meiste Laufkilometer im Veranstaltungszeitraum,<br />

meiste aufsteigenden Höhenmeter an<br />

einem Tag, entferntester Lauf, bestes Bild, dreckigster<br />

Lauf, höchste Spendensumme. „Der zweite Searun<br />

2020 war unseres Wissens nach das teilnehmerstärkste<br />

Sportereigniss des Jahres im Emsland“, sagt<br />

Bernd Lohmann. www.searun.de<br />

16 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Geldanlage mit Investmentfonds<br />

Beratung zahlt sich aus<br />

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Angesichts dauerhaft niedriger Zinsen kann Passivität im Hinblick auf die eigenen Geldanlagen fatale Folgen<br />

haben. Eine Beratung in der Emsländischen Volksbank eG schafft Abhilfe. Für einen Termin genügt ein Klick<br />

auf www.evb-meppen.de oder ein Telefonat.<br />

Geht es um die persönlichen Finanzen,<br />

bleiben noch immer zu viele Menschen<br />

abwartend beziehungsweise machen<br />

nichts. Doch gerade jetzt ist es Zeit<br />

zum Handeln. „Die Kunden hadern<br />

mit den niedrigen Zinsen und wissen<br />

zugleich, dass sich daran so schnell<br />

nichts ändern wird“, schildert Wilhelm<br />

Schulte, Privatkundenberater in<br />

der Filiale <strong>Haren</strong>, seine Erfahrungen.<br />

„Viele kennen sogar Möglichkeiten,<br />

wie sie angemessene Erträge erzielen<br />

könnten. Doch wider besseres Wissen<br />

ändern sie nichts an ihrem traditionellen<br />

Anlageverhalten und sehen<br />

stattdessen zu, wie ihre Ersparnisse schleichend an<br />

Wert verlieren.“<br />

Was braucht es, damit Menschen den Mut fassen, bei<br />

ihren Finanzen etwas zu machen? Zunächst kann ein<br />

persönliches Gespräch mit dem Bankberater helfen.<br />

Diese Hürde sei nicht hoch, meint Wilhelm Schulte. Ein<br />

Klick auf der Internetseite der Emsländischen Volksbank<br />

eG oder der Griff zum Telefon genüge, um einen<br />

Termin zu vereinbaren. „Eine persönliche Beratung ist<br />

sinnvoll investierte Zeit, die sich in barer Münze auszahlen<br />

kann“, lädt Wilhelm Schulte Interessierte ein.<br />

So eröffneten beispielsweise Investmentfonds langfristig<br />

attraktive Ertragschancen, da sie die Gelder an den<br />

Kapitalmärkten investierten. Solche Geldanlagen seien<br />

für Anleger geeignet, die mit marktbedingten Kursschwankungen<br />

umgehen und Ertragsrisiken akzeptieren<br />

könnten. Über Chancen und Risiken oder auch<br />

Alternativen informiere Herr Schulte gern.<br />

Machen statt wollen.<br />

Eine gute Entscheidung<br />

auch beim Geldanlegen.<br />

Jetzt Termin machen und vorbeikommen.<br />

Wir beraten Sie gern.<br />

Umfragen zufolge gehen viele Menschen lieber zum Zahnarzt als zur Bank.<br />

Dabei ist es so einfach, sich ums eigene Geld zu kümmern. Besuchen Sie uns.<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 17


LEBEN<br />

Rotarier tun<br />

Gutes für<br />

Tafel-Kinder<br />

Die <strong>Haren</strong>er Tafel konnte zum<br />

Nikolaustag die etwa 100 von<br />

ihr betreuten Kinder mit zusätzlichen<br />

Aufmerksamkeiten<br />

bedenken.<br />

Neue<br />

Serie<br />

Luzia Schüer & Bernd Lohmann<br />

Luzia Schüer & Bernd Lohmann<br />

<strong>Haren</strong>er<br />

Kneipen<br />

Geschichte<br />

<strong>Haren</strong> hatte einst – und damit<br />

rühmten wir uns zurecht – eine<br />

wahrhaft außergewöhnliche<br />

Kneipenszene. <strong>Haren</strong> hatte, gemessen<br />

an der Bevölkerungszahl,<br />

sogar eine größere Kneipendichte als Hamburg! Aber nicht nur die Kneipendichte,<br />

sondern auch die Vielfalt der Lokale war bemerkenswert.<br />

BL<br />

BL<br />

<strong>Haren</strong>er<br />

Kneipen<br />

Geschichte<br />

Zum Nikolaustag gab es besondere<br />

Überraschungen, freut sich<br />

Club-Präsidentin Astrid Schöning<br />

zusammen mit Hanny Schumacher<br />

und Hermann Dopp vom<br />

Rotary-Club <strong>Haren</strong>. Die Clubmitglieder<br />

hatten Nikolausstiefel mit<br />

Überraschungen gepackt. Denn<br />

nicht bei allen Familien sind prall<br />

gefüllte Stiefel am Nikolaustag<br />

eine Selbstverständlichkeit.<br />

Anfang Dezember konnte dann<br />

die Spende an die ehrenamtlichen<br />

Helferinnen und Helfer der <strong>Haren</strong>er<br />

Tafel übergeben werden.<br />

Eine Kneipe ist immer Stätte der Begegnung<br />

von Menschen. Sie lebt von ihren<br />

Gästen, wird beseelt von den Menschen,<br />

die sie besuchen. Deshalb kann die Kneipenvielfalt<br />

einer Stadt nur so vielfältig<br />

sein, wie die Menschen, die in ihr leben.<br />

Denn die Wahl der Kneipe ist immer auch<br />

ein Ausdruck der persönlichen Vorlieben,<br />

im Sine von: Nenne mir Deine Stammkneipe<br />

und ich sage Dir, wer Du bist.<br />

Die Kneipe als gesellschaftliche Institution<br />

besteht seit Jahrtausenden, aber gerade<br />

heute in Corona-Zeiten ist sie eine akut<br />

vom Aussterben bedrohte Spezies.<br />

Was faszinierte die Menschen am öffentlichen<br />

Beisammensein? Warum gingen die<br />

Menschen früher in Kneipen und trafen<br />

sich nicht zuhause, wo es doch gemütlicher,<br />

ruhiger, billiger und länger geöffnet<br />

ist?<br />

„Weil die Kneipe eben gerade nicht das Zuhause<br />

ist“, möchte man sagen. „Um andere<br />

Menschen kennenzulernen, gemeinsam<br />

mit anderen zu reden. Zu trinken. Zu lachen.<br />

Zu feiern. Zu trauern. Zu schweigen.“<br />

Lange bevor die Menschen über das Leben<br />

in einer globalisierten und digitalen Gesellschaft,<br />

in „sozialen Medien“ diskutierten,<br />

sind die Menschen schon übereinander<br />

hergezogen, haben geweint, Liebeserklärungen<br />

gestammelt und Revolutionen<br />

geplant. Sie haben persönliches, lustiges,<br />

trauriges von sich preisgegeben. Ganz<br />

freiwillig, ganz ehrlich, persönlich und<br />

unvirtuell. Die Menschen in einer Kneipe<br />

trugen ihre Gefühle in eine überschaubare<br />

Öffentlichkeit. Sie teilten ihre Schicksale in<br />

der Hoffnung auf Anteilnahme. So wurde<br />

die Kneipe zu Kaleidoskop menschlicher<br />

Schicksale, zur Schnittmenge der Emotionen,<br />

zum Brennpunkt der Gesellschaft.<br />

Einige dieser Schicksale möchten wir in<br />

unserem Buchprojekt „<strong>Haren</strong>er Kneipengeschichte“<br />

beleuchten. Und die Kneipe<br />

als das darstellen, was sie einmal war: als<br />

Bühne des Lebens. Also, Vorhang auf:<br />

18 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Luzia Schüer & Bernd Lohmann<br />

Die Kneipe als Arena für<br />

körperliche und geistige<br />

Auseinandersetzungen<br />

Luzia Schüer & Bernd Lohmann<br />

BL<br />

BL<br />

<strong>Haren</strong>er<br />

<strong>Haren</strong>er<br />

Kneipen<br />

Kneipen<br />

Geschichte<br />

Geschichte<br />

Der Lingener Bernd Schwegemann hat <strong>Haren</strong>er Wurzeln.<br />

Seine Mutter ist eine geborene Gerdelmann von der Oststraße.<br />

In seinen bezaubernden Lebenserinnerungen „…<br />

und Sonntags fahren wir nach Oma“ beschreibt Schwegemann<br />

das alltägliche Leben im <strong>Haren</strong> der 30er Jahre,<br />

in dem regelmäßige Kneipenbesuche zu den zentralen<br />

Alltagsgewohnheiten der Männer gehören, während sich<br />

die Frauen um Hausarbeit und Familie kümmern.<br />

Sibum, Jüngerhans, Tinnegeiter, Arnold Schepers, Witte<br />

und all die anderen <strong>Haren</strong>er Wirtschaften sind Informationsquelle,<br />

Verhandlungsraum und vor allem Treffpunkt<br />

für körperliche und geistige Auseinandersetzungen. Einfacher<br />

gesagt, hier werden Rivalitäten ausgetragen und festgestellt,<br />

wer die besten Schiffe, die besseren Frauen und<br />

die besseren Kinder hat. Unklarheiten werden lautstark<br />

und manchmal handgreiflich geklärt.<br />

Aber damit ist die Angelegenheit noch nicht zu Ende. Auch<br />

wenn man sich nach einem Streit bei Schnaps und Bier wieder<br />

verträgt. Zuhause bei den Frauen kommt jeder Streit an<br />

und wird dann zwischen den Frauen weitergeführt. Zwar<br />

weniger handgreiflich, aber meistens genau so laut. Es ist<br />

mir nie klar geworden, mit welchen Nachrichtenmitteln es<br />

den Frauen gelingt, immer wieder zu erfahren, wer sich wo<br />

mit wem und über was gestritten hat. So wird des Öfteren<br />

dann auch mein Onkel schon zu Hause von meiner Tante<br />

empfangen mit der Frage: „Wat woor denn dor wer los?“<br />

Onkel Boll-Jupp schiebt seine Mütze in die Stirn, antwortet<br />

nicht, setzt sich an den gedeckten Tisch und wartet auf das<br />

Essen. Unmittelbar vor dem Essen nimmt er seine Mütze<br />

vom Kopf und es wird gebetet. An der Stellung der Mütze<br />

kann ich übrigens auch immer seine Laune ablesen, und<br />

ich habe oft darüber nachgedacht, ob er mit seiner Schiffermütze<br />

auch ins Bett geht.<br />

Mein Onkel tut so, als wisse er von nichts. Er ist sowieso<br />

schweigsam, und das Wenige, was er sagt, ist kurz und<br />

bündig. Während wir Kinder miteinander spielen, sind die<br />

Frauen damit beschäftigt, „weltbewegende“ Probleme<br />

zu besprechen, allerdings nicht so sehr die eigenen, sondern<br />

die der Nachbarn. Vater zieht nach unserer Ankunft<br />

und dem guten Frühstück sofort los, um einen oder beide<br />

Schwager zu treffen. Er weiß auch immer, wo er sie<br />

treffen kann, denn die meisten <strong>Haren</strong>er Männer haben ja<br />

doch ihre so genannten Lieblings- oder Stammkneipen.<br />

Vater wird dann mit großem Hallo begrüßt, und die Freude<br />

wird sofort an Ort und Stelle begossen.<br />

Das war nicht immer so. Zwar gab es nie Zwietracht zwischen<br />

Vater und seinen <strong>Haren</strong>er Verwandten, aber immerhin<br />

gehörte er zu den ersten Männern, die es gewagt<br />

hatten, als Fremder ein <strong>Haren</strong>er Mädchen zu heiraten.<br />

So erzählte mein Vater auch einige Male, wie man versucht<br />

hatte, ihm das heimzuzahlen. Eine Begebenheit ergab<br />

sich als Jungvermählter in so einer Gastwirtschaft.<br />

Vorher sei gesagt, dass diese Gasthäuser zwar Tische und<br />

Stühle hatten, die aber niemals benutzt wurden. Es standen<br />

alle Gäste dicht gedrängt an der Theke, als ob das<br />

letzte Fass Bier angezapft worden sei und nun verteilt<br />

werde. Aber der Grund lag einfach darin, dass man an der<br />

Theke von einem zu andern wandern konnte, um möglichst<br />

alle zu begrüßen. Oft waren ja auch seltene Besucher<br />

darunter, die wegen der Reisen nicht so häufig nach<br />

Hause kamen. So hörte man dann immer wieder die Sätze:<br />

„Nu drink noch een mit“ oder „Ik gewe enen ut“ usw..<br />

Aber nun zurück zu dieser Begebenheit. Vater stand mit<br />

meinen Jupp-Onkeln an der Theke und trank Bier und<br />

Schnaps (…). Plötzlich nutzte einer der an der Theke Stehenden<br />

die Gelegenheit, mit meinem Vater Streit anzufangen.<br />

Er sagte, Vater habe ihm auf den Fuß getreten<br />

und versprach sich davon offenbar eine handfeste Auseinandersetzung<br />

mit dem Ziel, dem Nicht-<strong>Haren</strong>er zu zeigen,<br />

wie man in <strong>Haren</strong> sein Hausrecht verteidigt.<br />

Es ergab sich dann etwa folgendes Gespräch. Mit drohender<br />

Haltung sagte der Angreifer zu meinem Vater:<br />

„Du hest mi opten Foot treden. Dat lot ik mi nich gefall´n,<br />

kumm mal rut, dat wi dat regelt.“ Er wollte also den Streit<br />

nicht in der Gastwirtschaft, sondern draußen vor der Tür<br />

regeln, denn je nach Kraft und Größe des Wirtes wurden<br />

derartige Auseinandersetzungen drinnen vermieden. Die<br />

beiden Jupp-Onkel nahmen von diesem Vorgang in dem<br />

allgemeinen Gedränge zunächst keine Notiz. Erst als Vater,<br />

der von Natur aus ein friedfertiger Mensch war, mit<br />

guten Worten keinen Erfolg hatte, mischte sich Onkel<br />

Boll-Jupp ein. Er schob seine Mütze nach hinten, fasste<br />

den Störenfried an die Schulter und sagte: „Wat wust du<br />

von mie´n Schwoger.“ Darauf die Antwort: „Oh Gott, dat<br />

is dien Schwoger, - dann lot us man eenen tosamen drinken.“<br />

Und dann zum Wirt: „Schnell, 4 Bier und 4 Klare.“<br />

Damit war die Sache erledigt.<br />

Die Menschen in einer Kneipe trugen ihre Gefühle in eine überschaubare Öffentlichkeit. Sie teilten ihre Schicksale in der Hoffnung auf Anteilnahme. So wurde<br />

die Kneipe zu Kaleidoskop menschlicher Schicksale, zur Schnittmenge der Emotionen, zum Brennpunkt der Gesellschaft. Einige dieser Schicksale möchten<br />

Luzia Schüer und Bernd Lohmann in ihrem Buchprojekt „<strong>Haren</strong>er Kneipengeschichte“ beleuchten. Und die Kneipe als das darstellen, was sie einmal war: als Bühne<br />

des Lebens. Falls auch Sie noch eine spannende Anekdote oder tolle Bilder als alten Zeiten haben: einfach Kontakt mit uns aufnehmen unter info@emsblick.net<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 19


LEBEN<br />

Geschichten über besondere Emsländer<br />

Buchprojekt<br />

von Margret Koers<br />

aus Meppen<br />

Am Anfang eines ungewöhnlichen Buchprojektes<br />

stand eine Idee: Es gibt viele Menschen, die gerne<br />

schreiben möchten und es gibt noch mehr, die Spannendes<br />

zu erzählen haben. Vor wenigen Wochen<br />

ist ein weiterer Band unter dem Motto "Emsländer<br />

schreiben über Emsländer" erschienen. Initiatorin<br />

ist die Meppener Schriftstellerin Margret Koers, die<br />

für dieses Vorhaben jeweils über 40 Mitwirkende<br />

fand, die über besondere Menschen aus der Region<br />

"Zwischenmenschliches, Berührendes, Lustiges,<br />

Historisches und Dönkes" geschrieben haben.<br />

"Oft werde ich gefragt, wie man denn ein<br />

Buch schreibt und veröffentlicht. Da kam<br />

mir die Idee, gemeinsam etwas zu erarbeiten<br />

und jetzt sind so viele mit Begeisterung<br />

dabei und freuen sich, ihr "fast" eigenes<br />

Werk in Händen zu halten", erzählt sie.<br />

"Das hat auch ein tolles Gemeinschaftsgefühl<br />

quer durch das ganze Emsland und<br />

viele Freundschaften untereinander bewirkt".<br />

In verschiedenen Orten fanden Vorbereitungstreffen<br />

statt, aber mittlerweile<br />

ist das Projekt ein Selbstläufer geworden.<br />

So geht es in den Büchern z.B. um Mathilde<br />

Vaerting aus Messingen, Deutschlands<br />

erste ordentliche Professorin für Pädagogik,<br />

um den Friedensgarten von<br />

Ernst Naschke in Papenburg und "Opa<br />

Stoahl" aus Meppen, der das Bundesverdienstkreuz<br />

erhielt. Um Lutwin Hahn<br />

und sein ehemaliges Affen-Café an der<br />

B 70, den SV Meppen, "Löwenherz" und<br />

den kürzlich verstorbenen Hansi Brake<br />

("Helping Hands") mit seinem letzten bewegenden<br />

Interview. Um die Kinderbuch-<br />

Autorin Heike Schmidt-Wilken aus <strong>Haren</strong>,<br />

den "Schindler des Emslandes" Anton<br />

Veltrup, eine Brautzeit vor einem Dreivierteljahrhundert,<br />

Fledermäuse und Bienen.<br />

Es geht um den Familienvater Willi Hüer,<br />

der vor über 20 Jahren ein Spenderherz erhielt,<br />

um Clemens Krüssel, einen der letzten<br />

Heuerlinge aus Fullen, das Leben eines<br />

Obdachlosen und um einen Großvater, der<br />

einst im Moor den Roten Franz fand. Um<br />

eine Malerin, einen Bildhauer und Musiker,<br />

George Gambier vom Meppener Rockpalast,<br />

unseren Straßenkehrer Falko Wirtz,<br />

um Tierschutzengel und einen Spökenkieker,<br />

ein Knopfmuseum und eine Opernsängerin,<br />

die Max Raabe ausgebildet hat.<br />

Eine verbotene Liebe vor über 200 Jahren<br />

wird ebenso beschrieben wie "Was Ziegen<br />

im alten Schmugglerdorf so treiben".<br />

Auch Ludger Abeln hat mit einer plattdeutschen<br />

Geschichte mitgewirkt und erzählt<br />

in seiner Geschichte, wie er als Kind<br />

auf Theo Jansings Milchwagen mitfahren<br />

durfte. So vielfältig wie das Emsland und<br />

seine Bewohner sind auch die nun insgesamt<br />

85 Geschichten in zwei Bänden, die<br />

bei jedem Buchhändler erhältlich sind. Ein<br />

weiterer Band erscheint im nächsten Jahr;<br />

insgesamt gibt es dann Lesestoff über<br />

besondere Emsländer auf 840 Seiten.<br />

Bei YouTube ist übrigens anlässlich des<br />

<strong>Haren</strong>er Lesefestes 2020 unter "Die große<br />

Rederei - Marco Strodt-Dieckmann" ein<br />

zehnminütiges Video zu sehen, in dem<br />

er "Vertellskes öwer de Müllabfuhr" von<br />

Margret Menke (86) aus Haselünne-<br />

Schleper vorträgt und die Bücher vorstellt.<br />

Eine plattdeutsche Lesung von Marco Strodt-<br />

Dieckmann mit dem Dönke "Vertellskes öwer de<br />

Müllabfuhr" aufgenommen und veröffentlicht im<br />

Rahmen des 2. <strong>Haren</strong>er Lesefestes "Die große<br />

Rederei". Zwischenmenschliches, Berührendes,<br />

Lustiges, Historisches und Dönkes aus dem Buch<br />

"Emsländer" von Margret Koers<br />

Hier geht es zum Video: https://youtu.be/GBmhc9lbfPY<br />

20 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


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In Zeiten wie diesen...<br />

In Zeiten wie diesen die Orientierung zu behalten, ist sicher schwierig. Die<br />

Corona-Pandemie strahlt in alle Lebenslagen aus. Insbesondere junge<br />

Menschen wissen derzeit nicht, wie und was ihnen geschieht. Schule findet<br />

nicht statt, wenn doch, dann im Online-Modus oder in Wechselschichten.<br />

Es drohen Wissensrückstände, die eigenständig nur schwer aufzuarbeiten<br />

sind.<br />

Vor allem für Berufsstarter ist es derzeit schwierig. Ausbildungsbörsen finden<br />

nicht statt, Praktika sind oft nur eingeschränkt möglich, die Orientierung<br />

für den richtigen Beruf ist schwieriger denn je.<br />

Dennoch bleibt, dass Auszubildende und Betriebe zueinander finden müssen.<br />

Die hiesigen Betriebe in Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistung<br />

brauchen auch in Zukunft guten beruflichen Nachwuchs. Die jungen<br />

Menschen dagegen brauchen Chancen, ihren Weg in die berufliche Karriere<br />

zu starten.<br />

Mit dieser Beilage möchte der <strong>Emsblick</strong> ein wenig dazu beitragen, Orientierung<br />

zu geben, Angebot und Nachfrage im Ausbildungsmarkt ein wenig<br />

auszuleuchten.<br />

Die Betriebe vor Ort sind auch in Pandemiezeiten hervorragende Partner<br />

für eine solide und zeitgemäße Ausbildung. Berufsstarter finden dort kompetente<br />

Ansprechpartner. Den Kontakt aufzunehmen, lohnt also immer.<br />

Allen zukünftigen Azubis wünschen wir, dass sie nicht wegen Corona ihre<br />

Pläne aufgeben müssen. Wir wünschen, gerade in Zeiten wie diesen, dass<br />

Azubis wie Betriebe ihre optimalen Partner finden.<br />

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Verlag:<br />

<strong>Emsblick</strong> Medien UG<br />

(haftungsbeschränkt)<br />

Neuer Markt 3<br />

49733 <strong>Haren</strong> (Ems)<br />

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Hermann Garrelmann (Chefredakteur)<br />

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nach bestem Wissen und Gewissen der jeweiligen Autoren<br />

zusammengestellt. Namentlich gekennzeichnete<br />

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion<br />

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IHK-Berufsbildungsausschuss:<br />

Duale Berufsausbildung ist<br />

Türöffner für die Karriere<br />

Eine berufliche Ausbildung eröffnet gute Chancen<br />

auf eine aussichtsreiche Karriere. Daher appellierten<br />

jetzt die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses<br />

der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim<br />

an Jugendliche und Eltern, auch virtuelle Berufsorientierungsangebote<br />

wahrzunehmen und sich aktiv<br />

über die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen<br />

Ausbildung zu informieren. „Bloße Warteschleifen in<br />

weiterführenden Schulen oder in Hochschulen helfen<br />

niemandem. Auf der anderen Seite stehen mit einer<br />

soliden dualen Ausbildung ganz viele Türen offen.<br />

Bei über 130 Berufen allein im IHK-Bereich ist für<br />

jede und jeden etwas dabei“, unterstrichen die beiden<br />

Vorsitzenden des Ausschusses Wolfgang Paus<br />

und Stephan Soldanski in der Online-Sitzung. Sie erklärten,<br />

dass auch Führungskräfte häufig mit einer<br />

kaufmännischen oder gewerblich-technischen Lehre<br />

gestartet seien und von den dort gewonnenen Praxiserfahrungen<br />

profitiert hätten.<br />

„Die regionalen Unternehmen schätzen Fachkräfte<br />

mit einer soliden beruflichen Ausbildung sehr. Daher<br />

hat die duale Ausbildung von Nachwuchsfachkräften<br />

auch in Zeiten der Corona-Pandemie einen so hohen<br />

Stellenwert in den Betrieben“, bekräftigte Paus, Vorsitzender<br />

für die Arbeitgeberseite im Ausschuss. „Es<br />

gilt daher unbedingt an dem bisherigen Ausbildungsangebot<br />

festzuhalten.“ Er verwies darauf, dass einige<br />

Betriebe ihr Ausbildungsangebot in der Pandemie<br />

sogar noch gesteigert hätten.<br />

Das hohe Engagement der Betriebe bestätigt auch<br />

die diesjährige IHK-Ausbildungsumfrage. Über drei<br />

Viertel der befragten Unternehmen gaben an, dass<br />

die Corona-Pandemie keine Veränderungen auf den<br />

Ausbildungsalltag hat. „Die duale Ausbildung in Betrieb<br />

und Berufsschule bietet auch in wirtschaftlich<br />

herausfordernden Zeiten ein gutes Fundament und<br />

verhilft jungen Menschen zu einem guten Start in das<br />

Berufsleben“, betonte Soldanski, der der Arbeitnehmerseite<br />

im Ausschuss vorsitzt. Da viele Ausbildungsstellen<br />

des Jahres 2020 unbesetzt geblieben sind, ist<br />

der Ausbildungsbeginn in diesem Jahr nach wie vor<br />

möglich. Dies gelte auch für Studienabbrecher, die<br />

A4<br />

ausblick <strong>2021</strong>-10


Azubi AZ 90 x 128_Layout 1 15.08.16 09:06 Seite 1<br />

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jetzt feststellen, dass eine Ausbildung ihnen mehr liegt.<br />

Ihnen bietet die IHK persönliche Beratung unter dem<br />

Stichwort „Neustart“ an.<br />

Kein Verständnis hat Soldanski allerdings für Betriebe,<br />

die ihr Engagement ohne pandemiebedingte Not im Bereich<br />

der dualen Ausbildung zurückfahren oder sogar<br />

einstellen. „Jedem sollte bewusst sein, dass die heutigen<br />

Auszubildenden die Fachkräfte von morgen sind!“<br />

Gemeinsam mit Gastreferent René Duvinage, Geschäftsführer<br />

operativ der Agentur für Arbeit Nordhorn, warfen<br />

die Ausschussmitglieder auch einen Blick auf das kommende<br />

Ausbildungsjahr. „In Abhängigkeit vom weiteren<br />

Verlauf der Corona-Pandemie werden auch im Jahr<br />

<strong>2021</strong> Ausbildungsplätze voraussichtlich in ausreichender<br />

Anzahl zur Verfügung stehen. Das Ausbildungsengagement<br />

der regionalen Betriebe ist weiterhin hoch“, so<br />

Duvinage. Eine größere Herausforderung läge bei der<br />

Gewinnung von Bewerbern. „Die Berufsorientierung ist<br />

eines der wichtigsten Instrumente, um Jugendliche für<br />

eine Berufsausbildung zu interessieren. Jedoch konnten<br />

in den vergangenen Monaten persönliche Beratungsgespräche<br />

nur eingeschränkt angeboten werden“, erläuterte<br />

Duvinage.<br />

Aus diesem Grund bieten die IHK und die Handwerkskammer<br />

Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim<br />

den Einsatz junger Azubis als „Ausbildungsbotschafter“<br />

in Schulen auch in einer Online-Variante an. In der digital<br />

abrufbaren IHK-Publikation „Karriere mit Lehre“ können<br />

sich Interessierte zudem informieren, in welchen<br />

Berufen die Betriebe im IHK-Bezirk ausbilden. Nach<br />

Lehrstellen in der Region und deutschlandweit kann in<br />

der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.<br />

de) bequem von zu Hause aus gesucht werden.<br />

Der aus Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Lehrervertretern<br />

bestehende IHK-Berufsbildungsausschuss trifft sich<br />

dreimal jährlich und ist nach dem Berufsbildungsgesetz<br />

in allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung<br />

zu unterrichten und zu hören. Er hat im Rahmen<br />

seiner Aufgaben auf eine stetige Entwicklung der Qualität<br />

der beruflichen Bildung hinzuwirken. Die vom niedersächsischen<br />

Kultusministerium berufenen Gremienmitglieder<br />

sind ehrenamtlich tätig.<br />

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die drei Unternehmensbereiche im Jahr 2019<br />

einen Jahresumsatz von 2,352 Milliarden Euro.<br />

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und über 50 Auszubildenden zu den größten der Gruppe.<br />

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Plätze in folgenden Berufsbildern frei:<br />

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Kautschuktechnik (m/w/d)<br />

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ausblick <strong>2021</strong>-10


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Azubi Recruiting hat bei Peters Maschinenbau hohe Priorität<br />

Perspektiven und ein Netflix-Zugang<br />

Die Metallbaubranche sucht händeringend nach qualifiziertem Fachpersonal,<br />

insbesondere im gewerblichen, technischen Bereich. Vor allem die<br />

Aufgabe, junge Menschen für eine Ausbildung im gewerblichen Bereich<br />

zu animieren, ist hier eine Herausforderung. „Hierbei benötigen wir neue<br />

Recruiting-Strategien“, ist Jörn Reimink, kaufmännischer Leiter bei Peters<br />

Maschinenbau sicher. Mitarbeiter und auch Auszubildende suchten nicht<br />

mehr nach Jobs, sie wollten gefunden werden – im Netz und offline.<br />

ein Firmenfitness-Programm<br />

an. Für Jörn Reimink ist aber<br />

auch das gute Betriebsklima<br />

entscheidend. „Wenn sich<br />

die Mitarbeiter nicht wohlfühlen,<br />

dann helfen auch mehr<br />

Geld und zusätzliche Benefits<br />

nicht weiter“, so Reimink. Daher<br />

freut sich der kaufmännische<br />

Leiter darüber, dass das<br />

Arbeitgeberimage des Unternehmens<br />

gut ist. So seien Mitarbeiter<br />

bereit ihren Arbeitgeber<br />

weiterzuempfehlen.<br />

Günter Peters gründete das<br />

Unternehmen im Jahr 2003<br />

und baute dieses kontinuierlich<br />

weiter aus. Heute beschäftigt<br />

das Unternehmen 230 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter<br />

und erwirtschaftet einen Jahresumsatz<br />

von über 30 Millionen<br />

Euro. Das Unternehmen<br />

hat mit 30 Auszubildende bei<br />

230 Mitarbeitern eine Ausbildungsquote<br />

von 13 Prozent.<br />

Die Ausbildungsquote bei Peters Maschinenbau liegt bei 13 Prozent.<br />

Die Zahlen der Bundesagentur<br />

für Arbeit aus September 2019<br />

zeigen: Die Bewerberzahlen<br />

in Punkto Ausbildungsplätze<br />

sinken weiter. Die Zahl der<br />

angebotenen Ausbildungsplätze<br />

hingegen steigt kontinuierlich.<br />

Die Realität der Jugendlichen<br />

heute ist ungleich<br />

komplexer als noch vor 20<br />

Jahren. „Die Berufschancen<br />

zwischen Influencer, Zerspanungsmechaniker<br />

und Eventkauffrau<br />

scheinen fließend.<br />

Wofür sich also entscheiden?“,<br />

so Reimink. Umso wichtiger<br />

sei es, Perspektiven zu bieten<br />

und Anreize zu schaffen. Mitarbeitermotivation<br />

ist für Reimink<br />

ein wichtiger Bestandteil<br />

in der Personalführung.<br />

Ein Incentive-Paket, welches<br />

die Ausbildung bei Peters Maschinenbau<br />

attraktiv macht<br />

und motivieren soll, hat sich<br />

Reimink auch ausgedacht.<br />

„Wir bieten unseren Auszubildenden<br />

und Mitarbeitern Benefits,<br />

die sie sonst nirgendwo<br />

bekommen“, ist Reimink<br />

überzeugt. Neben der kostenlosen<br />

Stellung von Schulmaterial<br />

und eine Prämie für gute<br />

Schulnoten, erhalten die jungen<br />

Nachwuchskräfte bei Abschluss<br />

eines Ausbildungsvertrages<br />

auch einen Netflix- oder<br />

Spotify-Zugang. „Gerade dieser<br />

Benefit zieht sehr gut, wir<br />

holen die Auszubildenden bei<br />

ihren Interessen ab und folgen<br />

dem aktuellen Trend“, so Reimink<br />

weiter. Sollte der Weg zur<br />

Arbeit für den Auszubildenden<br />

ein Problem darstellen,<br />

werde durch das Unternehmen<br />

ein Roller gestellt. Seit<br />

August bietet das Unternehmen<br />

seinen Mitarbeitern über<br />

das Qualitrain-Netzwerk auch<br />

11:13<br />

Laura Mengel<br />

online<br />

HEUTE<br />

Hey Laura!<br />

Ja, auf jeden Fall! Azubis werden bei uns<br />

regelmäßig gesucht 10:57<br />

Schau am besten mal auf<br />

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dort findest du alle freien Stellen und<br />

kannst dich direkt darauf bewerben.<br />

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Ausbildungsplatz als Metallbauer. Du machst<br />

deine Ausbildung doch bei Peters in Twist,<br />

oder? Sucht ihr dort noch Azubis?<br />

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Top, vielen Dank! Und wie gefällt dir die<br />

Ausbildung dort? Bist du gut zufrieden?<br />

10:59<br />

Die Ausbildung bei Peters ist wirklich<br />

super! Azubis bekommen zum Beispiel<br />

ein Netflix- oder Spotify-Abo, einen<br />

Roller nach der Probezeit und<br />

30 Urlaubstage! Dazu kommt noch, dass<br />

ich eine Peters-Kreditkarte habe, die bei<br />

guten Noten aufgeladen wird.<br />

11:06<br />

Das hört sich super an, dann werde ich mich<br />

auf jeden Fall bewerben!<br />

11:13<br />

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Das modernisierte<br />

Berufsbildungsgesetz<br />

feiert Einjähriges<br />

Höhere Mindestausbildungsvergütung,<br />

neue Teilzeit- und Freistellungsregelungen<br />

Auszubildende<br />

erhalten gemäß<br />

dem novellierten<br />

Berufsbildungsgesetz<br />

eine angemessene<br />

Ausbildungsvergütung<br />

und<br />

sind flexibler,<br />

was ihre Zeiteinteilung<br />

betrifft.<br />

Das modernisierte Berufsbildungsgesetz (BBiG) feiert seinen ersten Geburtstag: Im <strong>Januar</strong><br />

2020 trat die Novelle des Gesetzes in Kraft. Damit die berufliche Bildung den aktuellen<br />

Lebenswelten junger Menschen entspricht, hat das Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung die Rahmenbedingungen angepasst und somit die Attraktivität<br />

der Berufsbildung gesteigert.<br />

Höhere Mindestvergütung für<br />

neue Auszubildende <strong>2021</strong><br />

Mit der Gesetzesnovelle wurde zum <strong>Januar</strong><br />

2020 eine Mindestausbildungsvergütung<br />

eingeführt, die schrittweise bis 2023<br />

ansteigt. Auszubildende, die <strong>2021</strong> mit ihrer<br />

Ausbildung beginnen, profitieren von<br />

der Steigerung und erhalten im ersten<br />

Ausbildungsjahr eine Mindestvergütung<br />

in Höhe von 550 Euro. Ab 2024 wird diese<br />

jährlich an die durchschnittliche Entwicklung<br />

aller Ausbildungsvergütungen<br />

angepasst.<br />

Ausbildung in Teilzeit für alle<br />

Die verbesserte Teilzeitregelung schafft<br />

mehr zeitliche Flexibilität für junge Menschen.<br />

Dank der Gesetzesnovelle können<br />

alle Auszubildenden im Einvernehmen<br />

mit dem Ausbildungsbetrieb ihre<br />

Ausbildung oder einen Teil davon in Teilzeit<br />

absolvieren. Zuvor galt dies nur für<br />

Auszubildende, die zugleich Kinder betreuen<br />

oder Angehörige pflegen. Von familiären<br />

Betreuungspflichten über Behinderung<br />

oder Lernbeeinträchtigung bis<br />

hin zum Leistungssport: Nun können alle<br />

Auszubildenden und Ausbilder flexibel auf<br />

verschiedene Lebenslagen reagieren.<br />

Auszubildende, die das Ausbildungsziel<br />

nicht in kürzerer Zeit erreichen können,<br />

profitieren von der Möglichkeit, die Ausbildungsdauer<br />

zu strecken.<br />

Damit die berufliche Bildung den aktuellen Lebenswelten<br />

junger Menschen entspricht, wurde das Berufsbildungsgesetz<br />

(BBiG) vor einem Jahr novelliert.<br />

Freistellung auch für Erwachsene<br />

Dank der Gesetzesnovelle sind jugendliche<br />

und erwachsene Auszubildende<br />

seit dem 1. <strong>Januar</strong> 2020 hinsichtlich der<br />

Freistellung für Berufsschul- und Prüfungszeiten<br />

und deren Anrechnung gleichgestellt.<br />

Unter Anrechnung der durchschnittlichen<br />

täglichen Ausbildungszeit<br />

müssen Auszubildende im Erwachsenenalter<br />

nun nach einem Berufsschultag mit<br />

mehr als fünf Unterrichtsstunden einmal<br />

in der Woche nicht mehr in den Betrieb zurückkehren.<br />

Auch in Berufsschulwochen<br />

mit einem planmäßigen Blockunterricht<br />

von mindestens fünf Tagen und 25 Unterrichtsstunden<br />

sind erwachsene Auszubildende<br />

genau wie Jugendliche davon befreit,<br />

nach dem Unterricht zur Arbeit zu<br />

gehen. Um sich am Ende der Berufsschulzeit<br />

bestmöglich für die schriftliche Abschlussprüfung<br />

vorzubereiten, erhalten<br />

Auszubildende jeden Alters zusätzlich für<br />

den Arbeitstag direkt vor der schriftlichen<br />

Abschlussprüfung eine bezahlte Freistellung.<br />

Alle Informationen zum neuen Berufsbildungsgesetz<br />

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Bildung finden sich auf www.dieduale.de.<br />

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Azubi-Speeddating der IHK<br />

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Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim hat<br />

jetzt ein digitales Azubi-Speeddating zur Besetzung von<br />

Ausbildungsplätzen im kommenden Jahr angeboten.<br />

Insgesamt 127 Ausbildungsbetriebe standen den potentiellen<br />

Bewerbern zur Auswahl. Es fanden 113 virtuelle<br />

Gespräche statt, in denen die Interessenten einem Ausbildungsplatz<br />

ein ganzes Stück näher gekommen sind.<br />

Vorab suchten sich die Ausbildungsinteressierten aus einer<br />

Übersicht einen für sie infrage kommenden Ausbildungsberuf<br />

in einer Teilregion des IHK-Bezirks aus. Die<br />

ausbildenden Betriebe wurden ihnen aus der Datenbank<br />

vorgeschlagen. Mit wenigen Klicks war der Termin für<br />

das Gespräch per Telefon oder Video dann vereinbart.<br />

Die Ansprechpartner aus den Wunschausbildungsbetrieben<br />

nahmen anschließend Kontakt zu dem Ausbildungsinteressierten<br />

auf.<br />

Unternehmen und Ausbildungsinteressierte hatten rund<br />

zehn Minuten Zeit für den ersten Eindruck. „Das reicht<br />

aus, um festzustellen, ob Ausbildungsbetrieb und potenzielle<br />

Auszubildende harmonieren“, weiß Eckhard<br />

Lammers, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung.<br />

„Ich hatte die Möglichkeit, in kurzer Zeit unterschiedliche<br />

Ausbildungsbetriebe kennenzulernen und<br />

wurde gleich zu einem ausführlichen Vorstellungsgespräch<br />

in der nächsten Woche eingeladen,“ berichtet eine<br />

zufriedene Teilnehmerin.<br />

Auch die Ausbildungsbetriebe profitierten vom neuen<br />

Format: „Für uns ist es momentan schwierig, mit potenziellen<br />

Auszubildenden in Kontakt zu treten. Ich finde es<br />

toll, dass wir auf diesem Weg die Möglichkeit bekommen,<br />

uns als attraktiver Ausbildungsbetrieb in der Region vorzustellen<br />

und Auszubildende für uns zu gewinnen“, freut<br />

sich Christoph Bensiek, Ausbilder bei Koch International<br />

in Osnabrück.<br />

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Bundesprogramm<br />

„Ausbildungsplätze sichern“<br />

ausgeweitet<br />

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Im Sommer hatte der Bund das Programm „Ausbildungsplätze<br />

sichern“ aufgelegt, um Unternehmen<br />

während der Corona-Pandemie zu unterstützen,<br />

weiterhin Ausbildungsplätze anzubieten und Ausbildungsabbrüche<br />

zu vermeiden. Durch Anpassungen an<br />

dem Programm sind jetzt mehr Unternehmen berechtigt,<br />

die Ausbildungsprämien zu beantragen.<br />

<br />

<br />

Antragsberechtigt sind nun auch Unternehmen, die in der zweiten Jahreshälfte<br />

2020 Kurzarbeit und Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten. Außerdem können<br />

jetzt auch Ausbildungsverhältnisse, die nach dem 24. Juni 2020 begonnen<br />

wurden, gefördert werden. Bei der Beantragung der Förderung zur Übernahme<br />

von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben wurde die Beschränkung auf kleine<br />

und mittlere Unternehmen aufgehoben.<br />

Die Anträge können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende<br />

Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht<br />

möglich war. Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt<br />

worden ist.<br />

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ richtet sich vor allem an<br />

kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern (KMU). Schwerpunkte<br />

sind die Programmbestandteile „Ausbildungsprämie“, „Ausbildungsprämie<br />

plus“, „Übernahmeprämie“ sowie „Vermeidung von Kurzarbeit“.<br />

Weitere Informationen über die Fördermöglichkeiten im Bereich der Berufsausbildung<br />

stellt die IHK unter www.osnabrueck.ihk24.de/ausbildungspraemie zur<br />

Verfügung.<br />

Sonstige Informationen:<br />

IHK, Silvia Masuch, Tel.: 0541 353-484 oder E-Mail: masuch@osnabrueck.ihk.de<br />

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ausblick <strong>2021</strong>-10


Kleine und<br />

mittlere<br />

Unternehmen<br />

im Fokus<br />

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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze<br />

sichern“ ausgeweitet<br />

Im Sommer hatte Bund das Programm „Ausbildungsplätze<br />

sichern“ aufgelegt, um Unternehmen während<br />

der Corona-Pandemie zu unterstützen, weiterhin Ausbildungsplätze<br />

anzubieten und Ausbildungsabbrüche zu<br />

vermeiden. Durch Anpassungen an dem Programm sind<br />

jetzt mehr Unternehmen berechtigt, die Ausbildungsprämien<br />

zu beantragen.<br />

Antragsberechtigt sind nun auch Unternehmen, die in<br />

der zweiten Jahreshälfte 2020 Kurzarbeit und Umsatzrückgänge<br />

zu verzeichnen hatten. Außerdem können<br />

jetzt auch Ausbildungsverhältnisse, die nach dem 24.<br />

Juni 2020 begonnen wurden, gefördert werden. Bei der<br />

Beantragung der Förderung zur Übernahme von Auszubildenden<br />

aus Insolvenzbetrieben wurde die Beschränkung<br />

auf kleine und mittlere Unternehmen aufgehoben.<br />

Die Anträge können innerhalb von drei Monaten auch<br />

für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt<br />

werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war.<br />

Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen<br />

Gründen abgelehnt worden ist.<br />

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ richtet<br />

sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen<br />

mit bis zu 249 Mitarbeitern (KMU). Schwerpunkte sind<br />

die Programmbestandteile „Ausbildungsprämie“, „Ausbildungsprämie<br />

plus“, „Übernahmeprämie“ sowie „Vermeidung<br />

von Kurzarbeit“.<br />

Weitere Informationen über die Fördermöglichkeiten<br />

im Bereich der Berufsausbildung stellt die IHK unter<br />

www.osnabrueck.ihk24.de/ausbildungspraemie zur<br />

Verfügung.<br />

Jahrespraktikum,<br />

Ausbildung oder<br />

duales Studium bei<br />

der Emsländischen<br />

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Welche Vorteile hat eine Ausbildung oder ein duales<br />

Studium bei der Emsländischen Volksbank eG?<br />

Mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur<br />

Bankkauffrau oder einem dualen Studium wird der<br />

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Feinwerkmechaniker<br />

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Konstruktionsmechaniker<br />

Maschinen- und Anlagenführer<br />

Mechatroniker<br />

Metallbauer ( Konstruktionstechnik )<br />

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( Maschinen - & Anlagentechnik )<br />

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ausblick <strong>2021</strong>-10


ALWIN OTTEN GMBH IN MEPPEN<br />

Freitags frei für Fußball<br />

Viel Abwechslung, viel Innovatives, viel Unterstützung<br />

und freitags frei – die Ausbildung junger Menschen hat<br />

bei Otten einen hohen Stellenwert.<br />

Luca-Marie Wilmink (links) und Jan Neeland haben<br />

als Auszubildende im Bereich Kältetechnik beste<br />

Zukunftsperspektiven.<br />

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Sicherer Arbeitsplatz<br />

Otten bildet seit jeher für den eigenen Bedarf<br />

aus - in zwei krisensicheren Berufen.<br />

Denn sowohl die Kältetechnik als auch<br />

die Elektrotechnik sind für die Grundversorgung<br />

der Gesellschaft wichtig. Das<br />

hat aktuell die Corona-Pandemie einmal<br />

mehr gezeigt. Vierzehn junge Leute befinden<br />

sich derzeit bei Otten in der Ausbildung.<br />

Bewerbungen für den Ausbildungsstart<br />

am 1.8.2022 werden schon jetzt<br />

entgegengenommen. Wer noch nicht<br />

ganz sicher ist, ob der Elektroniker für<br />

Energie- und Gebäudetechnik oder der<br />

Mechatroniker für Kältetechnik der richtige<br />

Beruf ist, ist herzlich zu einem Schnupper-Praktikum<br />

bei Otten eingeladen.<br />

Fragt man Auszubildende bei Otten, was<br />

ihnen in ihrer Ausbildung gefällt, bekommt<br />

man unterschiedliche Antworten.<br />

So schätzt Jan, Auszubildender im Bereich<br />

Kältetechnik, dass die Arbeit technisch<br />

anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich<br />

ist. „Es wird nicht langweilig“,<br />

ist er überzeugt. Luca-Marie schätzt darüber<br />

hinaus die Kollegialität im Unternehmen:<br />

„Wir haben hier ein super Verhältnis<br />

untereinander“, sagt sie. „Man kann mit<br />

allen auf Augenhöhe reden.“<br />

Auch angehende Elektroniker für Energieund<br />

Gebäudetechnik sind in interessante<br />

Projekte eingebunden. „Sie unterstützen<br />

z. B. beim Aufbau von Solarstromanlagen<br />

in Kombination mit Energiespeichern<br />

oder Elektro-Ladesäulen“, sagt<br />

Personalleiterin Inge Otten.<br />

4-Tage-Woche für Azubis<br />

Was die meisten Azubis besonders schätzen,<br />

das ist die 4-Tage-Arbeitswoche. Der<br />

Freitag oder Montag bleibt frei und bietet<br />

Zeit für Sport, Freunde oder einfach nur<br />

zum Ausschlafen.<br />

Offenes Ohr für junge Leute<br />

Im Bereich Ausbildung bekommt Inge<br />

Otten große Unterstützung von Thomas<br />

Vieth. Der 31-Jährige hat den Beruf des<br />

Kälteanlagenbauers (heute: Mechatroniker<br />

für Kältetechnik) von der Pike auf bei<br />

Otten gelernt, berufsbegleitend seinen<br />

Meister gemacht und ist heute als Bauleiter<br />

bei Otten tätig. Neben seinem regulären<br />

Handwerksjob hat er als Azubi-<br />

Betreuer ein offenes Ohr für Fragen und<br />

Sorgen der Azubis. Sehr geschätzt werden<br />

auch die alltägliche Unterstützung<br />

durch die erfahrenen Gesellen in der Ausbildungspraxis<br />

sowie die fachlichen Exkurse,<br />

zu denen jeweils einmal im Monat<br />

ein Experte aus dem Bereich Kältetechnik<br />

und ein Berufsschullehrer im Bereich<br />

Elektrotechnik einladen.<br />

In den Einführungstagen<br />

lernen die<br />

neuen Azubis die<br />

Organisation,<br />

Werkzeuge und<br />

Kollegen kennen.<br />

+ WARUM OTTEN? +<br />

Otten ist ein innovativer Familienbetrieb<br />

mit gut 65 Mitarbeitern und bildet<br />

Mechatroniker/innen für Kältetechnik<br />

und Elektroniker/innen für<br />

Energie- und Gebäudetechnik aus.<br />

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Bedingungen:<br />

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(auch für Azubis)<br />

Viel Abwechslung in der Praxis<br />

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Betrieb<br />

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der auswärtigen Berufsschule<br />

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oder Finanzierung<br />

Vorbereitungskurs<br />

Kostenlose Unfallversicherung für<br />

Azubis (gilt auch in der Freizeit)<br />

Kostenlose Mitgliedschaft im<br />

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KONTAKT<br />

Industriestraße 22, 49716 Meppen<br />

Inge Otten<br />

05931 495950<br />

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Erfolgreiches Jahr<br />

für Roman Terdenge<br />

Für viele Menschen ist das Jahr 2020<br />

gekennzeichnet durch die Corona-<br />

Pandemie. Nicht so bei Roman Terdenge,<br />

der Anfang des Jahres seine<br />

Ausbildung als Mechatroniker für<br />

Kältetechnik bei der Meppener Firma<br />

Alwin Otten GmbH abschloss.<br />

„Unser Auszubildender Roman Terdenge ist in seinem<br />

Ausbildungsberuf ‘Mechatroniker für Kältetechnik‘ Innungs-<br />

und Landessieger geworden“, hieß es damals aus<br />

dem Hause Otten. Der 21-jährige hatte sich bereits auf<br />

Innungs- und Kammerebene erfolgreich behauptet und<br />

war als Sieger hervorgegangen.<br />

Als Landessieger trat er nun Anfang Dezember beim Bundesleistungswettbewerb<br />

für Kältetechnik an, dem sich<br />

vom 10. bis 12. November in der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik<br />

in Harztor zehn Teilnehmer und Teilnehmerinnen<br />

stellten. Die Aufgabe: Selbstständiger Aufbau<br />

einer „Rolled Ice“-Kühlanlage“. Auf einer solchen zu<br />

kühlenden Platte können verschiedene Eiskreationen<br />

hergestellt werden.<br />

Wie es Roman dabei erging,<br />

beschreibt er selbst für den <strong>Emsblick</strong>:<br />

„Angefangen hat alles am Montagnachmittag mit einer<br />

netten Begrüßung vom Geschäftsführer Herr Peters.<br />

Als alle Teilnehmer aus unterschiedlichsten Richtungen<br />

Deutschlands als jeweilige Landessieger eingetroffen waren,<br />

ging es weiter mit einer lockeren Vorstellungsrunde<br />

z. Hd. Frau Hasselhorn<br />

A16 Schwefinger Straße 3<br />

49716 Meppen · Tel.: 05931/8410<br />

Marktkauf ist ein<br />

Unternehmen des<br />

EDEKA-Verbundes<br />

ausblick <strong>2021</strong>-10


Roman Terdenge mit Personalleiterin Inge Otten.<br />

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Gibt es hierzu auch eine Bildunterschrift?<br />

und etlichen Informationen zum Ablauf des Wettbewerbes.<br />

Was uns sehr gefreut und auch echt noch mehr motiviert<br />

hat war die Aussage von Herrn Peters, dass wir die zu bauende<br />

Anlage mit nach Hause nehmen durften. Echt eine super<br />

Idee!<br />

Im Gegensatz zur Gesellenprüfung gingen wir alle ein wenig<br />

entspannter an die ganze Sache ran, trotzdem waren alle<br />

konzentriert und zielstrebig bei der Arbeit. Jeder wollte sein<br />

Bestes geben und zeigen was er kann. Das Gewinnen war für<br />

mich kein muss. Wichtiger waren mir die neuen Bekanntschaften<br />

und die Erfahrung die ich dadurch sammeln würde.<br />

Jeder versuchte am ersten Tag so viel wie möglich zu schaffen.<br />

Ziel war natürlich die Dichtheitsprüfung über Nacht. Als<br />

dann der erste Tag geschafft war, gab es noch ein kaltes Bier<br />

und interessante Gespräche beim gemeinsamen Abendessen<br />

und in der Unterkunft.<br />

Am zweiten Tag kam der spannendere Teil des Wettbewerbes.<br />

Die Inbetriebnahme und viel wichtiger natürlich: das Eis<br />

machen. Alle Anlagen sahen trotz des geringen Platzes anders<br />

aus. Jeder hatte auf seine Weise sein gelerntes Wissen<br />

und sein Können umgesetzt. Als wir dann zum Schluss kamen,<br />

und alle Anlagen liefen und jeder von seiner Anlage das<br />

selbst gefrorene Eis probiert hatte, waren alle erleichtert.<br />

Wir hatten die ganze Woche Spaß und eine tolle Gemeinschaft.<br />

Insofern war alles cool – dann aber kam die Aufregung<br />

und Nervosität: Wer hat wohl die beste Anlage? Alle haben<br />

die Frage mit egal<br />

beantwortet. „Wir hatten<br />

Spaß, wir haben uns<br />

kennengelernt und wir<br />

haben eine Eismaschine<br />

für zu Hause.“<br />

Gewinnen stand für alle<br />

an zweiter Stelle. Bei<br />

der leider verkürzten<br />

und kleinen Siegerehrung<br />

wurden dann nach<br />

der Prüferbewertung<br />

die Plätze vergeben.<br />

Sieger waren alle und alle waren stolz, dabei gewesen zu sein.<br />

Mein Resümee: Es war eine Top Veranstaltung mit super Leuten<br />

und einer super Schule. Jeder hatte anschließend nicht nur eine<br />

Kälteanlage im Auto, sondern auch neue Kontakte und super Erinnerungen<br />

an einen tollen Wettbewerb. An alle die zukünftig die<br />

Möglichkeit erhalten daran teilzunehmen: Mitmachen lohnt sich<br />

definitiv. Eine Erfahrung fürs Leben.“<br />

Wir gratulieren Roman Terdenge zu seiner erfolgreichen Karriere<br />

und der Alwin Otten GmbH für den Erfolg ihres „Ex-Azubis“.<br />

Wir suchen dich für eine<br />

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Schulabsolventen tauschen sich online<br />

mit potenziellen Arbeitgebern aus<br />

Virtuelle Berufsmesse<br />

bringt Informationen ins<br />

Wohnzimmer<br />

Die Frage, was nach der Schule kommt, ist für die meisten<br />

zukünftigen Absolventen sehr spannend. Einige haben bereits<br />

ihren konkreten Traumberuf im Kopf, bei anderen ist<br />

die Vorstellung eher vage. Bei Berufsmessen präsentieren<br />

Firmen, wie eine Ausbildung oder ein duales Studium in ihrem<br />

Unternehmen aussieht. Im persönlichen Gespräch werden<br />

Schülern ihre Fragen los und können ein erstes Gefühl<br />

für einen Arbeitsalltag außerhalb der Schule entwickeln.<br />

Parallel zum Trend der allgemeinen Digitalisierung sind zunehmend<br />

auch virtuelle Messen möglich.<br />

Mit dem Handy das Berufsleben vorbereiten: Das<br />

geht im Jahr 2020 problemlos. Virtuelle Infotainmentmessen<br />

machen es möglich.<br />

Foto: djd/Siemens Professional Education<br />

zu treten“, erklärt Projektleiter Stefan Zeidler. „In zehn virtuellen<br />

Räumen wie Tech Lab, Stage oder Gaming Area erhalten die<br />

Besucher*innen einen authentischen Einblick in die Ausbildung,<br />

Technologien und künftigen Einsatzfelder.“ Nach einer kurzen<br />

Anmeldung können die potenziellen Bewerber*innen sich spannenden<br />

Content wie 3<strong>60</strong>-Grad-Filme der Trainingscenter anschauen<br />

oder in Videokonferenzen und Chats von Lernenden<br />

und Fachexpert*innen beraten lassen. Zudem hilft unter anderem<br />

ein Jobnavigator, den passenden Beruf oder ein duales Studium<br />

zu finden. „Die Plattform bietet wertvolle Informationen<br />

zum Berufseinstieg vor allem im MINT-Bereich und individuelle<br />

Beratung“, betont Stefan Zeidler. Beim Kick-Off-Event im Juni<br />

2020 waren rund 700 Teilnehmer*innen online dabei. Die Plattform<br />

ist jetzt dauerhaft online verfügbar. In regelmäßigen Abständen<br />

finden zudem Events auf der Plattform statt. Außerdem<br />

bietet Siemens ab Oktober jeden Donnerstag von 15 Uhr bis 17<br />

Uhr eine Live-Beratung mit Fachexpert*innen an.<br />

Wie spannend und innovativ eine Ausbildung bei Siemens ist, können interessierte<br />

Schüler*innen schon während einer virtuellen Messe erfahren.<br />

Foto: djd/Siemens Professional Education<br />

Infotainment von zu Hause aus abrufbar<br />

Der Konzern Siemens Deutschland beispielsweise bietet mit der<br />

Plattformlösung Sieya eine solche Alternative zu Präsenzmessen<br />

an. Kostenlosen Zutritt bekommt man unter ausbildung.siemens.com.<br />

„Interessierte Schüler*innen haben dabei orts- und<br />

zeitunabhängig die Möglichkeit, mit uns persönlich in Kontakt<br />

Digitalisierung als wichtiger Baustein<br />

Der Wechsel von analogen Messen vor Ort hin zu virtuellen<br />

Messen zeigt, wie sehr die Digitalisierung auch im Bereich Ausbildung<br />

immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das gilt allerdings<br />

nicht nur für die Information über den passenden Ausbildungsstart,<br />

sondern vor allem auch für die späteren Inhalte.<br />

Schulabsolvent*innen sollten daher bei künftigen Arbeitgebern<br />

darauf achten, dass diese zukunftsorientiert aufgestellt sind<br />

und ihre Nachwuchskräfte professionell ausbilden. Wichtig sind<br />

obendrein spannende Projekte, Lernprozessbegleitung oder die<br />

Übernahme nach Ausbildung oder Studium.<br />

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Emsländer Baustoffwerke spenden<br />

an die Emsländische Bürgerstiftung<br />

Die Emsländer Baustoffwerke GmbH & Co. KG aus <strong>Haren</strong> sind ein Traditionsbetrieb<br />

und fest mit der Region verbunden. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Unternehmen<br />

regelmäßig in und für die Region. Nun hat das Unternehmen 4.000 € an<br />

die Emsländische Bürgerstiftung gespendet.<br />

Astrid Uthmann-Rothkötter (li) bedankt sich<br />

im Namen der Emsländischen Bürgerstiftung<br />

und aller Institutionen und<br />

Organisationen, denen durch die Spende der<br />

Emsländer Baustoffwerke geholfen werden<br />

kann, bei Bernhard Göcking (2. v. re)<br />

und Cornelius de Boer (3. v. re).<br />

Rechts: Frau Dr. Helen Niemann von der<br />

Emsländische Bürgerstiftung)<br />

An der Scheckübergabe nahmen die Geschäftsführer<br />

der Emsländer Baustoffwerke GmbH & Co KG, Bernhard<br />

Göcking und Cornelius de Boer sowie die Vorstandsvorsitzende<br />

der Emsländischen Bürgerstiftung,<br />

Astrid Uthmann-Rothkötter, teil. Bernhard Göcking<br />

erläutert: „Für uns ist die Emsländische Bürgerstiftung<br />

der richtige Partner, da wir mit der Spende möglichst<br />

viele regionale Projekte fördern möchten und<br />

die Emsländische Bürgerstiftung genau dies leistet.<br />

In den letzten Jahren wurden sowohl soziale, ökologische<br />

als auch kulturelle Projekte gefördert. Das passt<br />

zu uns.“<br />

Astrid Uthmann-Rothkötter bestätigt: „Ja, genau das<br />

ist das Ziel und der Zweck der Emsländischen Bürgerstiftung.<br />

Die Stiftung engagiert sich in der Kinder-und<br />

Altenhilfe, für hilfsbedürftige Menschen, im Gesundheitswesen<br />

und für Kunst und Kultur im Landkreis<br />

Emsland. Wir haben beispielsweise im Jahr 2020 unterschiedlichste<br />

Institutionen mit Schutzmaterialien<br />

in der Corona Pandemie ausgestattet, planen derzeit<br />

eine Aktion mit Kindergärten und Kitas, haben den Imkerverein<br />

Meppen bei einem nachhaltigen Projekt unterstützt<br />

und die Tafel in Meppen bei der Anschaffung<br />

eines neuen Kühlwagens finanziell unter die Arme<br />

gegriffen.<br />

„Die Projekte zeigen die Vielseitigkeit unserer Emsländischen<br />

Bürgerstiftung.Das ist genau das, was wir<br />

erreichen wollen. Wir möchten, dass unsere Spende<br />

vielfältigen Zwecken dient.“, so Cornelius de Boer.<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 21


WIRTSCHAFT<br />

Aufbruch aus dem Chaos<br />

Neues Buch von Wilhelm Menke zur Entwicklung<br />

<strong>Haren</strong>s von 1950 bis 1980<br />

Ausgezeichnet:<br />

Berky gewinnt<br />

Aussenwirtschaftspreis<br />

Auch wenn Corona unvermeidliche Spuren hinterlassen wird,<br />

das Jahr 2020 wird bei Berky in <strong>Haren</strong> mit positiven Aspekten<br />

in der Firmengeschichte stehen. Dazu trägt auch bei, dass die<br />

vielfältigen Bemühungen des Unternehmens von der Niedersächsischen<br />

Landesregierung mit dem Außenwirtschaftspreis<br />

2020 gewürdigt wurde.<br />

Seit Jahren ist Wilhelm Menke in <strong>Haren</strong> bekannt als Heimat-<br />

und Geschichtsforscher und als Autor von Büchern,<br />

in denen <strong>Haren</strong>er Geschichte dokumentiert und aufgearbeitet<br />

wird. Nun hat er erneut ein Werk zur <strong>Haren</strong>er<br />

Stadtgeschichte herausgegeben und vorgestellt.<br />

Rund drei Dekaden, von Menke überschrieben mit „Aufbruch<br />

aus dem Chaos und Entwicklung zur Stadt“, umfasst<br />

dieses Werk mit gut 100 Seiten. Die darin beschriebene<br />

Zeitspanne reicht von 1950 bis 1980 und stellt eine<br />

für die <strong>Haren</strong>er Neuzeit stürmische Entwicklung dar.<br />

Drei Meilensteine markieren wesentliche Etappen: die<br />

Zusammenlegung von <strong>Haren</strong> und Altharen im Jahr 1956,<br />

die Verleihung der Stadtrechte in 1965 sowie die Verwaltungs-<br />

und Gebietsreform, die <strong>Haren</strong> in seiner heutigen<br />

Ausdehnung fixierte. Dabei werden Hintergründe der Entwicklung<br />

ausgeleuchtet, handelnde Personen genannt<br />

und die Folgen der jeweiligen Entscheidungen dargestellt.<br />

Die drei Jahrzehnte lassen sich auch an der baulichen und<br />

städtebaulichen Entwicklung <strong>Haren</strong>s ablesen. Der Umbruch,<br />

den Stadt und Geschäftswelt erfahren, ist auch in<br />

vielen, heute schon als historisch zu bezeichnenden Fotos<br />

dargestellt. Dafür konnte Wilhelm Menke aus dem reichhaltigen<br />

Archiv vom Fotografen Hermann Mecklenburg<br />

schöpfen. Seine Luftaufnahmen und kartografische Darstellungen,<br />

vom Autoren selbst gefertigt, zeigen deutlich,<br />

wie <strong>Haren</strong> sich in dieser Zeit veränderte und gewachsen<br />

ist.<br />

Und wie sich die Zeiten in der Geschäftswelt änderten,<br />

zugleich auch architektonisch neue Impulse gesetzt wurden,<br />

könnte nicht besser dargestellt werden. Interessant<br />

ist dieses Werk besonders dadurch, dass viele Leser sich<br />

noch persönlich an die eine oder andere beschriebene Gegebenheit<br />

oder Persönlichkeit erinnern können.<br />

Ob das nun vorliegende Buch das letzte in der Menke-<br />

Serie zur <strong>Haren</strong>er Geschichte sein wird, lässt der Autor<br />

offen. Sein akribisches Arbeiten, seine fundierten Kenntnisse<br />

und seine Lust, dem Leser auch persönliche Erinnerungen<br />

zugänglich zu machen, wird aber auch in diesem<br />

jetzt erschienenen Werk erkennbar. Zumindest die noch<br />

fehlenden Jahre von 1980 bis heute dürften für Wilhelm<br />

Menke reichlich Stoff bieten, auch diese jüngste Zeit seiner<br />

leidenschaftlichen Forschungsarbeit zu unterziehen.<br />

Das in 1964 gegründete Unternehmen ist traditionell stark im Export.<br />

Die Spezialmaschinen zur Gewässerpflege sind im Grund rund um<br />

den Globus im Einsatz. Von sich reden machte Berky in 2020 auch<br />

durch die Neuentwicklung eines Müllsammelbootes, mit dem mit<br />

Plastikmüll belastete Gewässer gereinigt werden können.<br />

Im Wettstreit um den vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft,<br />

Arbeit, Verkehr und Digitalisierung ausgelobten Außenwirtschaftspreis<br />

2020 musste sich das Emmelner Unternehmen mit<br />

„gewichtigen“ Mitbewerbern messen. Nachdem Berky bereits in zwei<br />

zurückliegenden Jahren nominiert war, konnte in 2020 nun das Siegertreppchen<br />

erstiegen werden.<br />

Auf die errungene Auszeichnungsind nicht nur Frank Suelmann, Martin<br />

Alkemeier und Felix Knoll (s. Foto) aus der Geschäftsleitung stolz.<br />

„Wir gewinnen den Niedersächsischen Außenwirtschaftspreis 2020.<br />

Voller Stolz dürfen wir diese frohe Botschaft überbringen, vielen Dank<br />

an das gesamte Berky Team für diese tolle Leistung! Ohne die klasse<br />

Arbeit von jedem einzelnen von Euch wäre dies nicht möglich!“<br />

hieß es von den beiden Geschäftsführern zur Gewinnnachricht. Auch<br />

die 80 Mitarbeiter des Unternehmens, die sich als „eine Familie“ verstehen,<br />

freuen sich. Sie wissen, dass alle ihren Anteil am Erfolg von<br />

Berky haben, der letztlich auch einer starken Leistung im Export zu<br />

verdanken ist.<br />

Die Auszeichnung, die in Form eines Niedersachsenrosses aus Porzellan<br />

ihre Symbolik findet, konnte wegen der Einschränkungen durch<br />

Corona nicht vom Wirtschaftsminister Bernd Althusmann übergeben<br />

werden. Traditionell erfolgt die Übergabe anlässlich der Hannover-<br />

Messe, die allerdings abgesagt wurde.<br />

Für das <strong>Haren</strong>er Unternehmen ist die Auszeichnung Ansporn, auf<br />

dem eingeschlagenen Weg weiter zu machen. „Gemeinsam starten<br />

wir in ein spannendes Jahr <strong>2021</strong> in dem wir wieder viele aufregende<br />

Herausforderungen vor uns haben“, macht die Geschäftsführung Mut<br />

dazu, das kommende Jahr erneut erfolgreich zu gestalten. Mit dem<br />

Elan der letzten Jahre sowie den jüngsten Entwicklungen zu innovativen<br />

Antriebstechniken dürfte das gelingen.<br />

22 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Umbau pünktlich fertig<br />

Café Schäfer seit 1. Dezember<br />

in neuem Outfit<br />

Gut geplant ist halb gebaut. Diese Erkenntnis stand Pate beim Umbau vom Cafè<br />

und Backshop Schäfer. Schnell und akkurat ging es voran, alle Beteiligten waren<br />

gut aufeinander eingetaktet.<br />

Die erste Folge: der Zeitplan wird eingehalten. Pünktlich zum<br />

1. Dezember hat der Backshop wieder geöffnet. Das Café muss<br />

- coronabedingt - noch warten, bis der Lockdown ausgelaufen<br />

ist. Erst dann lässt sich erkennen, welche vielen Neuigkeiten<br />

und Änderungen sich die Planer überlegt haben.<br />

Eine davon ist jedenfalls ein komplett neuer Backofen, der die<br />

Backwaren nicht mehr per Umluft, sondern traditionell auf heißem<br />

Ofenboden ausbackt.<br />

Thorsten Dust, der die Umbauarbeiten leitet, lobt nach Beendigung<br />

des Umbaus dann auch die beteiligten Unternehmen:<br />

„Ich freue mich sehr über die reibungslose und professionelle<br />

Zusammenarbeit der beauftragten Firmen, angefangen bei HG<br />

Raumdesign, über Haustechnik Gertzen bis hin zu ELA Container.<br />

Für die tolle Umsetzung sage ich ‚herzlichen Dank‘, gerade<br />

auch den Mitabeitern vor Ort.“<br />

Die moderne Bad-<br />

und Fliesenausstellung<br />

27 Ausstellungsbäder,<br />

Saunen, Wärmekabinen<br />

und Wärmestrahler<br />

sowie mehr als<br />

1.000 Fliesensorten<br />

auf 850 m²<br />

Ausstellungsfäche.<br />

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Öffnungszeiten<br />

MO–FR 9:00 – 12:30 UHR<br />

13:30 – 17:30 UHR<br />

SA 9:00 – 12:30 UHR<br />

Wiesenweg 4<br />

49733 <strong>Haren</strong>-Erika<br />

Tel. 05934 869300<br />

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<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 23


EINBRUCH UND SICHERHEIT<br />

Mit moderner Sicherheitstechnik<br />

ist das eigene Zuhause in besten Händen<br />

Türsteher, die niemals<br />

schlafen<br />

Ein strenger Türsteher wie in der In-Disco wäre<br />

manchmal auch an der eigenen Haustür eine<br />

feine Sache. Mindestens ebenso sicher, aber<br />

weitaus günstiger sind elektronische, smarte<br />

Helfer. Sie regeln den Zugang, entdecken<br />

Einbrecher und schrecken ungebetene Gäste<br />

ab. Doch sie können mehr, als nur an der Eingangstür<br />

aufpassen. Smart-Home-Systeme<br />

mit Sicherheitsfunktionen haben alle Bereiche<br />

des Hauses rund um die Uhr im Blick, ihre Aufmerksamkeit<br />

lässt niemals nach.<br />

Überall im Haus die richtige Absicherung<br />

Clevere Helferlein überwachen das Eigenheim oder die Wohnung und sichern<br />

sie rundum ab. An den Fenstern sorgen moderne Rollladenmotoren<br />

mit Hochschiebesicherung dafür, dass sich die Behänge auch mit Gewalt<br />

kaum mehr nach oben schieben lassen. Öffnungs- und Bewegungssensoren<br />

überwachen alle Zugänge und schlagen, kombiniert mit vernetzter<br />

Sirene und Lichtern, sofort Alarm, wenn ein Unbefugter sich Zutritt verschaffen<br />

will. Über Kameras im Außen- und Innenbereich kann man sich<br />

auch von unterwegs aus mobil davon überzeugen, dass zu Hause alles in<br />

Ordnung ist. Wenn doch einmal etwas passiert, schlagen laute Alarmsirenen<br />

oder verknüpfte Außenlichter Eindringlinge in die Flucht. Im Haus<br />

selbst verhindern zugleich Rauchwarnmelder und Wassermelder, dass<br />

Feuer oder ein Wasserrohrbruch katastrophale Folgen hinterlassen.<br />

Mit uns hat er<br />

keine Chance.<br />

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Lassen Sie sich von uns beraten.<br />

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24 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Hamburger<br />

Kartoffelsuppe<br />

Zubereitung:<br />

Ochsenbein mit dem geputzten, grob zerkleinerten<br />

Suppengrün, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern<br />

und etwas Zitronenschale in 1 1/2 Liter<br />

schwach gesalzenem Wasser langsam zum<br />

Kochen bringen. Etwa 2 Stunden bei milder Hitze<br />

im offenen Topf kochen lassen.<br />

Kartoffeln und Möhren schälen, in dünne Scheiben<br />

schneiden. Champignons putzen, waschen<br />

und blätterig schneiden. Ochsenbein aus der<br />

Brühe nehmen und anderweitig verwenden.<br />

Clever vernetzt:<br />

Rundumschutz mit Alarmzentrale<br />

Jeder hat die Wahl und schon kleine Kniffe dienen zur Abschreckung:<br />

Man kann sich ein Sicherheitssystem aus Einzelkomponenten<br />

wie einer Außenkamera mit verbundener Lichtquelle<br />

selbst zusammenstellen. Die noch komfortablere Wahl ist eine<br />

zentrale Alarmanlage wie der Home Alarm oder Home Keeper<br />

von Somfy, die wichtige Komponenten vernetzen und eine zentrale<br />

Verwaltung und Regelung ermöglichen. Via Internet ist die<br />

Alarmanlage jederzeit vom Smartphone aus erreichbar. Funkverbindungen<br />

machen die Installation schnell und ohne großen<br />

Aufwand möglich. Auch die Nachrüstung weiterer Komponenten<br />

vereinfacht sich. So lassen sich beispielsweise zusätzliche Öffnungsmelder<br />

an den Fenstern sehr einfach einbinden, wenn die<br />

Bewohner ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis entwickeln.<br />

Die Brühe durch ein Sieb gießen, wenn nötig auf<br />

1 Liter auffüllen. Kartoffeln, Möhren und Champignons<br />

darin 15 Minuten leise kochen lassen.<br />

Petersilie fein hacken, Suppe anrichten und mit<br />

Petersilie bestreut sevieren.<br />

Tipp:<br />

Das Fleisch anderweitig, z.B. für einen<br />

Fleischsalat weiterverarbeiten.<br />

Zutaten für 4-6 Personen:<br />

1 kg Ochsenbein (Beinscheibe)<br />

1 Bund Suppengrün<br />

2 Lorbeerblätter<br />

1 EL schwarze Pfefferkörner<br />

1 Stück unbehandelte<br />

Zitronenschale<br />

Salz<br />

375g Kartoffeln<br />

125g Möhren<br />

125g Champignons,<br />

1 Bund glatte Petersilie<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 25


LEBEN<br />

Virtuelle Weihnachtsfeier<br />

bei der Seniorenvertretung<br />

Wer sagt, Senioren und moderne Medien sind Widersprüche?<br />

Die <strong>Haren</strong>er Seniorenvertretung sieht das ganz<br />

anders: einige Mitglieder der Seniorenvertretung <strong>Haren</strong><br />

„feierten“ nun eine virtuelle Weihnachtsfeier über das Internet.<br />

Im Vorfeld war allen Teilnehmenden ein kleines Päckchen ausgehändigt<br />

worden. Bei der eigentlichen Weihnachtsfeier begrüßte<br />

Bernd Hasch virtuell alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

und bat sie, das Päckchen zu öffnen. So konnten sie ein elektrisches<br />

Lichtlein und eine kleine Tüte selbstgebackener Plätzchen<br />

entnehmen und das Licht entzünden. Sodann spielte Thomas<br />

Beermann ein Flötenstück<br />

und Siegfried Jozwiak trug ein<br />

Weihnachtsgedicht vor. Helga<br />

Held, die auch die Plätzchen<br />

beigesteuert hatte, erzählte<br />

eine Weihnachtsgeschichte.<br />

Während des anschließenden<br />

Beisammenseins konnte jeder,<br />

der wollte, einige Gedanken zu<br />

Weihnachten vortragen. Dabei<br />

ging es vielfach, aber nicht nur,<br />

um das beherrschende Thema<br />

Corona. Es wurden aber<br />

auch Erinnerungen an frühere<br />

Zeiten erzählt, beispielsweise<br />

Weihnachten während der<br />

Evakuierung in <strong>Haren</strong>, an die<br />

sich noch viele erinnern können.<br />

Zum Schluss bedankte<br />

sich der zweite Vorsitzende<br />

Hermann Held in Vertretung<br />

von Ewald Middelberg bei<br />

Bernd Hasch, dass er diese<br />

Weihnachtsfeier ermöglicht<br />

hatte und wünschte allen eine<br />

friedliche Weihnacht und die<br />

Hoffnung auf bessere Zeiten.<br />

Abgeschlossen wurde die<br />

Weihnachtsfeier mit dem<br />

Hoffnungslied „Macht hoch die<br />

Tür, die Tor macht weit“, begleitet<br />

von Thomas Beermann<br />

auf der Gitarre. Eine rundum<br />

gelungene Feier, in der sich die<br />

schon fast jahrelange Mühe<br />

von Bernd Hasch mit seinem<br />

Internet-café auszahlte.<br />

Dass die Senioren keine Berührungsängste<br />

mit den<br />

„neuen Medien“ mehr haben,<br />

stellen sie bereits seit langer<br />

Zeit unter Beweis. Mit dem<br />

Internetcafé können Informationen<br />

ausgetauscht, sowie<br />

neue Möglichkeiten über die<br />

sinnvolle Nutzung des Internet<br />

vermittelt werden. Das<br />

wird von mehreren Mitgliedern<br />

gern genutzt. Sich über den<br />

Bildschirm am PC sozusagen<br />

unmaskiert gegenüber zu sitzen,<br />

ist für viele zwar neu, der<br />

Spaßfaktor bleibt aber auch<br />

nicht außen vor. Gerade für ältere<br />

Menschen ist das Internet<br />

in diesen Zeiten eine gute Möglichkeit,<br />

miteinander in Kontakt<br />

zu kommen und trotzdem Abstand<br />

zu halten. Der Wunsch<br />

von Bernd Hasch ist, dass<br />

möglichst viele diese Art der<br />

Kommunikation nutzen. Der<br />

Verein der Seniorenvertretung<br />

e.V. fördert deshalb diese<br />

Möglichkeit erheblich.<br />

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26 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Mit Webcam am Unterricht teilnehmen<br />

Röchling stattet Schule mit neuen Geräten aus<br />

Die Digitalisierung an Schulen ist kein neues Thema und besonders in Zeiten von Corona,<br />

kaum mehr wegzudenken. Aber wie erreicht man alle Schüler zuhause? Um diese Herausforderung<br />

anzugehen, hat die Maximilianschule in <strong>Haren</strong>-Rütenbrock nun Webcams angeschafft.<br />

Während der Übergabe der Webcams in der Maximilianschule:<br />

(v. l.) Hildegard Brinker (Oberschulrektorin Maximilianschule),<br />

Kirsten Kreinbrink (Personalreferentin Röchling <strong>Haren</strong>),<br />

Regina Smolarek (Oberschulkonrektorin Maximilianschule)<br />

und Guido van Zoest (Personalleiter Röchling <strong>Haren</strong>)<br />

Die Geräte zur Verfügung gestellt hat Röchling Industrial in <strong>Haren</strong>.<br />

Mit den neuen Geräten kann der Unterricht per Videokonferenz<br />

abgehalten werden. Insgesamt zehn Webcams hat das<br />

Unternehmen bereitgestellt, mit denen zukünftig Klassenräume<br />

ausgestattet werden. Auf diese Weise können Schüler dem Unterricht<br />

ganz einfach von zuhause folgen.<br />

„Die Webcams sind für uns ein echter Segen. Für viele Schüler<br />

ist es schwierig, die Schulinhalte zuhause allein aufzuarbeiten.<br />

Aufgrund der Corona Beschränkungen ist Präsenzunterricht leider<br />

nicht immer für alle möglich“, erklärt Hildegard Brinker, Oberschulrektorin<br />

der Maximilianschule. Abhängig von den Infektionszahlen<br />

passt die Schule ihren Regelbetrieb an. Die Schule folgt<br />

damit einem vorgegebenen Plan des Niedersächsischen Kultusministeriums,<br />

um die Corona-Infektionszahlen zu senken.<br />

Die Unterstützung von Seiten Röchlings kam eher zufällig zu<br />

Stande. „Wir hatten selbst schon mit einer vorhandenen Webcam<br />

ausprobiert, den Unterricht als Videokonferenz in einem virtuellen<br />

Klassenzimmer zu ermöglichen. Die Anschaffung mehrerer<br />

Geräte war aber kurzfristig nicht möglich“, erinnert sich Regina<br />

Smolarek, Oberschulkonrektorin der Maximilianschule. Während<br />

eines Telefonates mit der Personalabteilung bei Röchling kam<br />

das Thema auf und das Unternehmen erklärte sich kurzerhand<br />

bereit, die Geräte zur Verfügung zu stellen. „Wir selbst haben als<br />

Unternehmen gemerkt, wie wichtig das Medium Video für unsere<br />

tägliche Arbeit in diesem Jahr geworden ist. Die Anschaffung<br />

der Webcams haben wir sehr gerne übernommen“, so Guido van<br />

Zoest, Personalleiter bei Röchling in <strong>Haren</strong>. Nicht nur im Unternehmensalltag<br />

haben sich Videokonferenzen bewährt, auch an<br />

der Maximilianschule profitieren Schüler wie Lehrer vom neuen<br />

Medium. „Bereits mit einer Webcam haben wir deutliche Verbesserungen<br />

im Lernverhalten der Schüler gesehen“, erzählt Brinker.<br />

Und auch die Lehrer selbst lernen die Videokommunikation immer<br />

mehr schätzen. So wurden bereits Konferenzen mit dem gesamten<br />

Kollegium virtuell abgehalten.<br />

Für Schüler zuhause ist die Teilnahme sehr einfach. Die Schule<br />

führt bereits ein digitales Klassenbuch, in dem ein Link zum virtuellen<br />

Klassenzimmer ganz einfach geteilt werden kann. Über die<br />

Webcam sehen sie Lehrerin oder Lehrer und folgen dem Unterricht<br />

wie in der Schule auch. Wer möchte, kann die eigene Kamera<br />

am Laptop oder Smartphone eingeschaltet lassen und ist so<br />

für die Mitschüler und Lehrer sichtbar. Auch das Mikrofon kann<br />

eingeschaltet werden, um sich am Unterricht zu beteiligen. „Eine<br />

interessante Erfahrung für Schüler wie auch für uns Lehrer. Wir<br />

freuen uns sehr auf den positiven Effekt, den die weiteren Geräte<br />

insbesondere auf das Lernen unserer Schüler haben werden. Und<br />

auch wir lernen viel über virtuelle Lehr- und Lernmethoden und<br />

das Sprechen vor der Kamera“, so Smolarek abschließend.<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 27


LEBEN<br />

Apotheke Gievert<br />

spendet 1500 Euro<br />

an Leukin<br />

Viele Kunden der Apotheke Gievert, Poststraße 15 a<br />

in Esterwegen haben ihre Bonustaler gespendet. Der<br />

Apotheker rundete die Summe noch oben hin auf. So<br />

kam eine stolze Summe von 1500,- Euro zusammen.<br />

180 Schokoladentafel spendete die <strong>Haren</strong>er Bürgerstiftung für die Bewohner<br />

der Seniorenresidenz Altharen, sowie der Seniorenheimes St. Martinus.<br />

Süße Weihnachtsgrüße<br />

für die Bewohner der<br />

<strong>Haren</strong>er Senioren-Heime<br />

von links: Christa Lindenberg (2. Vorsitzende), Apotheker Ralph Gievert,<br />

Anna Fennen (1. Vorsitzende)<br />

Foto: S-Media Europe Ltd.<br />

Das nahm der Apotheker Ralph Gievert zum Anlass, einen<br />

Scheck von 1.500 Euro an den gemeinnützigen Verein<br />

„Leukin“, zu übergeben.<br />

„Auch in Zeiten von Corona legt Leukin nicht die Hände in<br />

den Schoß“, so Anna Fennen, die 1. Vorsitzende des Vereins<br />

„Leukin e.V.“ Sie und die DKMS ((ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei)<br />

rufen alle Mitbürger auf: „Auch in<br />

der Corona-Krisen sind Blutkrebspatienten auf unsere Hilfe<br />

angewiesen. Wenn eine Familie mit der Diagnose Blutkrebs<br />

konfrontiert wird, steht die Welt plötzlich still.“ Dies geschieht<br />

in Deutschland alle 15 Minuten. Bis dato hat Leukin<br />

ca. 80.000 Typisierungen durchgeführt. Das entspricht etwa<br />

845 Lebensrettungen.<br />

Seit der Gründung hat sich die Apotheke Gievert, die auch in<br />

<strong>Haren</strong> ansässig ist, sozial engagiert. In der neueren Zeit wurden<br />

Projekte wie Leukin, Donum Vitae, ein Soccerfeld für die<br />

Helen-Keller-Schule in Meppen sowie ein Projekt „Schulgeld<br />

für Uganda“ unterstützt.<br />

Über LEUKIN:<br />

Der 100%-ehrenamtlich geführte Verein wurde am 26. November<br />

1996 gegründet, als im Bekanntenkreis ein Kind an<br />

Leukämie erkrankte und acht Frauen einfach das Gefühl hatten,<br />

irgendwie helfen zu müssen. Man erkannte, daß in Zusammenhang<br />

mit dieser heimtückischen Krankheit oftmals<br />

nur eine Stammzellspende (früher auch Knochenmarkspende<br />

genannt) Leben retten kann. So konzentriert sich Leukin<br />

darauf, den Mitmenschen klarzumachen, wie wichtig es ist,<br />

sich als potentieller Stammzellspender zur Verfügung zu<br />

stellen. Weitere Informationen zu Leukin gibt es unter www.<br />

leukin.net.<br />

Beladen mit Paketen voller Süßigkeiten haben sich Josef<br />

Kramer (r.) und Christin Jönen (2.v.r.) von der Bürgerstiftung<br />

<strong>Haren</strong> auf den Weg zum St. Martinusplatz gemacht.<br />

Vor der imposanten Kulisse der dortigen Weihnachtstanne<br />

übergaben sie insgesamt 180 Schokoladentafeln aus örtlicher<br />

Herstellung an Heimleiter Thorsten Dieker (3.v.l.) und<br />

Ina Schoneville (2.v.l.) vom Seniorenheim St. Martinus und<br />

Bärbel Ählen von der Seniorenresidenz Altharen (l.). Alle<br />

drei dankten herzlich für die Präsente und versprachen,<br />

diese an die Seniorinnen und Senioren in ihren Einrichtungen<br />

zu verteilen.<br />

„Gerade unseren älteren Mitbürgern haben die vergangenen Monate<br />

sehr viel abverlangt“, fasst Josef Kramer, Stiftungsratsvorsitzender<br />

die Lage zusammen. „Strikte Besuchsbeschränkungen<br />

und die strengen Infektionsschutzmaßnahmen in den Einrichtungen<br />

haben die persönliche Freiheit vieler Bewohner beschnitten<br />

und tun es immer noch. Der gewohnte Kontakt zu Angehörigen<br />

und Bekannten fehlt, die Angst vor Ansteckung ist ein ständiger<br />

Begleiter.“ Auch das beste Pflegepersonal könne diese Einschränkungen<br />

im Heim-Alltag nicht auffangen und auch die Schokoladenpräsente<br />

sollen dafür keinen Ersatz bieten.<br />

„Als Bürgerstiftung möchten wir aber in der diesjährigen Vorweihnachtszeit<br />

mit den neuerlichen Corona-Einschränkungen ein kleines<br />

Signal der Ermunterung und des Zuspruches geben,“, ergänzt<br />

<strong>Haren</strong>s Gleichstellungsbeauftragte Christin Jönen, die ebenfalls<br />

Mitglied der Bürgerstiftung ist. „Wir in <strong>Haren</strong> denken an Euch“ soll<br />

deshalb auch die Botschaft hinter der Aktion sein.<br />

Möglich wurden die süßen Weihnachtsgrüße der Bürgerstiftung<br />

<strong>Haren</strong> unter anderem durch Einnahmen aus den Spendendosen,<br />

die im örtlichen Einzelhandel platziert sind, wie auch durch Spenden<br />

<strong>Haren</strong>er Unternehmen. Damit konnte das Stiftungsmotto<br />

„Von <strong>Haren</strong>ern für <strong>Haren</strong>er“ erneut umgesetzt werden.<br />

28 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Ein „heißes Geschenk“<br />

für die Grundschule<br />

Wesuwe<br />

gesund & lecker<br />

WIR SIND<br />

WIEDER DA<br />

...in neuem Look, mit<br />

bewährter Qualität und<br />

das auch Sonntags<br />

bis 17 Uhr!<br />

Ein riesengroßes, schweres Weihnachtsgeschenk<br />

übergaben kurz vor den Weihnachtsferien Mitglieder<br />

des Fördervereins der Clemensschule Wesuwe.<br />

Das über 80 kg wiegende Geschenk wurde mit einem<br />

Kleintransporter direkt bis vor den Eingang der Schule<br />

transportiert und dann mit vereinten Kräften in die<br />

Schule getragen.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo.-Fr.: 6-18 Uhr<br />

Sa.: 6-14 Uhr<br />

So.: 7.30-17 Uhr<br />

Bei dem Geschenk handelt es sich um ein heißes Teil: einen<br />

neuen Brennofen. Der alte Brennofen war, nachdem ein<br />

sommerlicher Starkregen mehrere Kellerräume der Schule<br />

unter Wasser gesetzt hatte, so stark beschädigt worden,<br />

dass eine Reparatur nicht mehr möglich war. Nachdem der<br />

Förderverein hörte, dass keine Versicherung für den Schaden<br />

aufkommt und der Etat der Schule eine Neuanschaffung<br />

nicht hergibt, wurde spontan entschieden: „Die Schule<br />

bekommt einen neuen Brennofen.“ In einer Blitzaktion des<br />

Fördervereins wurde ein neuer Brennofen gesucht und zu<br />

günstigen Konditionen bei einem Fachhändler in Münster<br />

gefunden. Der Ofen musste aber möglichst schnell dort<br />

abgeholt werden. Dankenswerterweise stellte ein Fördervereinsmitglied<br />

aus <strong>Haren</strong> einen Kleintransporter zur Verfügung.<br />

So gelang es, den hochwertigen Brennofen zügig<br />

nach Wesuwe zu bringen und der Schule zu übergeben.<br />

Bei der Übergabe durch die Vorstandsmitglieder des Fördervereins<br />

Marco Strodt-Diekmann, Michael Wester und Marc<br />

Konen war die Freude beim Werklehrer Torsten Weitzel und<br />

den pädagogischen Mitarbeiterinnen Irina Dalmann und<br />

Thea Fährrolfes sowie dem Schulleiter Hermann Lübbers<br />

natürlich riesig. Nun können die Kinder der Clemensschule<br />

im Werkunterricht sowie im Ganztagsbereich ihre Tonarbeiten<br />

wieder brennen und haltbar machen.<br />

Der Förderverein betont, dass die Finanzierung des Brennofens<br />

auch durch die großzügige Spende einer örtlichen<br />

Bank in Höhe von 1000 € an den Verein möglich wurde.<br />

Schulleiter Hermann Lübbers bedankte sich im Namen<br />

der ganzen Clemensschule beim Förderverein und allen<br />

Sponsoren dieser Aktion für das außergewöhnliche Weihnachtsgeschenk.<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 29<br />

Café und Bäckerei<br />

Neuer Markt 3 · 49733 <strong>Haren</strong> · Tel. 05932 21<strong>60</strong><br />

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JANUAR <strong>2021</strong><br />

Täglich von 9.00 bis 9.00 Uhr am Folgetag.<br />

Um in Notfällen sicher zu gehen, empfiehlt es sich,<br />

die angegebene Apotheke telefonisch zu kontaktieren.<br />

*Weitere Notdienste in Meppen, Lathen, Haselünne oder Twist.<br />

1 Fr Apotheke Gievert*<br />

2 Sa Alte Stadt-Apotheke<br />

3 So Alte Stadt-Apotheke<br />

4 Mo Antonius-Apotheke<br />

5 Di Apotheke am Rathaus<br />

6 Mi Apotheke Gievert<br />

7 Do Apotheke am Schullendamm<br />

8 Fr Adler-Apotheke<br />

9 Sa Apotheke am Schullendamm<br />

10 So Apotheke am Schullendamm<br />

11 Mo Nikolaus-Apotheke*<br />

12 Di Antonius-Apotheke<br />

13 Mi Apotheke am Rathaus<br />

14 Do Apotheke Gievert<br />

15 Fr Apotheke am Schullendamm<br />

16 Sa Adler-Apotheke<br />

17 So Adler-Apotheke*<br />

18 Mo Emmelner Apotheke<br />

19 Di Nikolaus-Apotheke*<br />

20 Mi Antonius-Apotheke<br />

21 Do Apotheke am Rathaus<br />

22 Fr Apotheke Gievert<br />

23 Sa Bahnhof-Apotheke<br />

24 So Bahnhof-Apotheke<br />

25 Mo Cosmas-Apotheke<br />

26 Di Emmelner Apotheke<br />

27 Mi Nikolaus-Apotheke*<br />

28 Do Antonius-Apotheke<br />

29 Fr Apotheke am Rathaus<br />

30 Sa Apotheke Gievert<br />

31 So Apotheke Gievert*<br />

Adler-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Kirchstr. 9, Tel.: 05932 - 2238<br />

Alte Sonnen-Apotheke | Haselünne, Markt 2, Tel.: 05961 - 294<br />

Alte Stadt-Apotheke | Meppen, Markt 12, Tel.: 05931 - 12500<br />

Antonius-Apotheke | Meppen, Schwefinger Str. 36, Tel.: 05931 - 8371<br />

Apotheke am Rathaus | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 4, Tel.: 05932 - 6200<br />

Apotheke am Schullendamm | Meppen, Schullendamm <strong>60</strong>, Tel.: 05931 - 12622<br />

Apotheke Gievert | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 11, Tel.: 05932 - 3331<br />

Apotheke in Erika-Altenberge | <strong>Haren</strong>, Marienstr. 38, Tel.: 05934 - 704140<br />

Bahnhof-Apotheke | Meppen, Bahnhofstr. 27, Tel.: 05931 - 6415<br />

Birkhahn-Apotheke | Twist, Am Kanal 26, Tel.: 05936 - 505<br />

Brunnen-Apotheke | Lathen, Marktstr. 6, Tel. 05933 - 93690<br />

Centrum-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Lange Str. 76, Tel.: 05932 - 9037130<br />

Cosmas-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Papenwiese 11a, Tel.: 05932 - 735955<br />

Emmelner Apotheke | <strong>Haren</strong>, Bahnhofstr. 26, Tel.: 05932 - 3322<br />

Ems-Apotheke | Meppen, Kleiststr. 3, Tel.: 05931 - 12442<br />

Markt-Apotheke am Rathaus | Meppen, Markt 6, Tel. 05931 - 13<strong>60</strong>0<br />

Markt-Apotheke | Haselünne, Hasestr. 27, Tel.: 05961 - 94210<br />

Maximilian-Apotheke | <strong>Haren</strong>-Rütenbrock, Rütenbr. Hauptstr. 55, Tel.: 05934 - 1444<br />

Nikolaus-Apotheke | Geeste-Groß Hesepe, Meppener Str. 117, Tel.: 05937 - 2283<br />

Paulus-Apotheke | Meppen, Haselünner Str. 30, Tel.: 05931 - 3230<br />

Sophien-Apotheke | Meppen, Sophien-Platz 25, Tel.: 05931 - 16362<br />

St. Georg-Apotheke | Twist, Georgstr. 10, Tel.: 05936 - 934955<br />

St. Vinzenz-Apotheke | Haselünne, Hammer Str. 14a, Tel.: 05961 - 94110<br />

St. Vitus-Apotheke | Lathen, Bahnhofstr. 9, Tel.: 05933 - 93120<br />

St. Vitus-Apotheke | Meppen, Lingener Str. 7, Tel.: 0 59 31 - 17422<br />

Wall-Apotheke im Kaufland | Meppen, Am neuen Markt 1, Tel.: 05931 - 882323<br />

Wesuweer Apotheke | <strong>Haren</strong>, Wesuweer Hauptstr. 39, Tel.: 05932 - 4770<br />

LEBEN<br />

Semesterstart am 8. <strong>Februar</strong> <strong>2021</strong><br />

Abwechslungsreiches<br />

Programm der<br />

Volkshochschule <strong>Haren</strong> (VHS)<br />

Am Montag, 8. <strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>, startet in der VHS <strong>Haren</strong> das neue<br />

Frühlings- und Sommersemester. Alle Kurse, Seminare und<br />

Workshops richten sich an alle Altersklassen und stehen ab sofort<br />

auf www.vhs-meppen.de im neuen Online-Programmheft<br />

zur Verfügung. Aufgrund der Corona-Pandemie kann es zu Änderungen<br />

kommen. Die VHS-Standortleiterin Ingrid Auth sagt. „Wir<br />

werden auf aktuelle Entwicklungen reagieren und halten sie auch<br />

weiterhin über mögliche Anpassungen in der Volkshochschule<br />

auf dem Laufenden.“<br />

Vorträge zur Vorsorge und Gesundheit: Wer sich für spezielle Fachvorträge<br />

interessiert, ist bei der VHS an der richtigen Adresse. Denn auch<br />

<strong>2021</strong> thematisieren hochqualifizierte Referenten Vorsorge-, Umwelt-,<br />

Erziehungs- und Gesundheitsfragen in diversen Vorträgen. Nicht zu kurz<br />

kommen dabei Fragen der Teilnehmenden, so dass jeder auch seine persönlichen<br />

Anliegen einbringen kann.<br />

Umwelt & Ökologie: Wichtiges über die „Gefahren für Bienen“ und was<br />

man tun kann, erfahren Teilnehmende im Vortrag von Hermann Hüsers<br />

zum Thema „Lebensraum gestalten - Bienen helfen“ am Dienstag, 9.<br />

März <strong>2021</strong>, ab 19 Uhr in der Martinus Oberschule. „Bienen sind bedroht<br />

und ohne sie geht es uns, den Pflanzen und Tieren unserer Umwelt auf<br />

Dauer nicht gut“, meint des Gärtner- und Imkermeister.<br />

Im neuen Semester steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Zum<br />

Element Wasser finden Interessierte in <strong>Haren</strong> zahlreiche Kurse, wie Aqua<br />

Fitness für Schwimmer und Aqua Zumba. Natürlich gibt es auch wieder<br />

die bewährten Firnesskurse im Bereich „Gymnastik und Ausdauer“. Mit<br />

Funktionsgymnastik oder Physiofit trainieren Frauen und Männer ihre<br />

Muskulatur. Für Entspannung sorgen zahlreiche Yaga-Kurse. Pilates<br />

und Ganzheitliches Faszientraining halten sie fit und leistungsstark.<br />

Kulinarisches Erlebnis: Auch Koch- und Backkurse sind in <strong>Haren</strong> sehr<br />

beliebt. An einem Abend lernen die Kursteilnehmenden leckere Rezepte<br />

kennen und wie man im Alltag die Lebensmittelverschwendung vermeiden<br />

kann. „Coronabedingt bleibt abzuwarten, ob wir die Kurse starten<br />

können. Sie finden in Kleinstgruppen statt, um die Abstand- und Hygieneregeln<br />

einhalten zu können“, sagt Ingrid Auth. Aktuelle Informationen<br />

gebe es auf der Internetseite der VHS.<br />

Sprachen lernen: Der Fremdsprachenbereich ist mit Englisch- und Niederländischkursen<br />

auf unterschiedlichen Niveaustufen vertreten. Eine<br />

neue Dozentin freut sich, mit frischen Ideen die Englischkurse zu leiten.<br />

In den Deutschkursen erlernen Teilnehmende die Sprache systematisch<br />

von Anfang an. Seit Herbst findet der Unterricht in einem neuen VHS-<br />

Raum, den die Stadt <strong>Haren</strong> im Gebäude der Oberschule zur Verfügung<br />

gestellt hat.<br />

30 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Oberschüler spenden<br />

für <strong>Haren</strong>er Tafel<br />

Bereits zum vierten Mal in Folge hat die Martinus-<br />

Oberschule in <strong>Haren</strong> eine Sammelaktion für die Tafel<br />

veranstaltet. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge<br />

hatten über zwanzig Kisten mit haltbaren Lebensmitteln<br />

zusammengetragen und an die gemeinnützige Organisation<br />

gespendet.<br />

Meppen<br />

H a r e n<br />

Haselünne<br />

Herzlake<br />

G e e s t e<br />

Twist<br />

Mit einem Elternbrief an alle Jahrgänge machte die <strong>Haren</strong>er<br />

Martinus-Oberschule auch in diesem Jahr auf die Aktion<br />

zur Unterstützung der <strong>Haren</strong>er Tafel aufmerksam und<br />

reichlich Spendengebeten. Gezielt wurden unterschiedliche<br />

Lebensmittel in den einzelnen Jahrgängen gesammelt, um<br />

eine möglichst große Vielfalt zu gewährleisten. Neben Mehl,<br />

Zucker, Tee und Konserven brachten die Schülerinnen und<br />

Schüler auch Milch und Schokolade als Lebensmittelspende<br />

in die Schule.<br />

Zusammen mit dem Wahlpflichtkurs Hauswirtschaft der<br />

neunten Klasse und den Lehrerinnen Marion Mecklenborg<br />

und Claudia de Witt wurde die mehrwöchige Sammelaktion<br />

auch in diesem Jahr wieder zu einem tollen Erfolg.<br />

Anfang Dezember wurden die Lebensmittel von Marianne<br />

Frau Ströer, der Leiterin der <strong>Haren</strong>er Tafel und ihren Mitarbeitern<br />

abgeholt. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten und<br />

informierte darüber, dass gerade in diesem Jahr sehr viele<br />

Kunden auf die Unterstützung der Tafel angewiesen seien.<br />

Dies habe sicherlich auch mit der Situation rund um Corona<br />

zu tun. „Einige Tafel haben bereits wieder geschlossen. Die<br />

<strong>Haren</strong>er Tafel hat den Vorteil, dass sie im Kellergeschoss der<br />

Ev.-luth. St. Johanniskirche untergebracht ist und ihre Kunden<br />

durch das Fenster hygienekonform versorgen kann“, berichtete<br />

sie.<br />

Die Spendenaktion möchte die Oberschule weiter fortführen<br />

und zu jedem Martinstag wieder sammeln. „Sie ist bereits<br />

fester Bestandteil in unserem Jahresplan“, so Claudia de Witt.<br />

Besonders erfreut zeigten sich die Organisatorinnen darüber,<br />

dass nach dem Vorbild der <strong>Haren</strong>er Oberschule auch das<br />

Gymnasium, ein <strong>Haren</strong>er Kindergarten und das Familienzentrum<br />

St. Elisabeth eine derartige Spendenaktion durchführen.<br />

Neues<br />

Programm<br />

ab sofort<br />

online!<br />

www.vhs-meppen.de<br />

SPOT<br />

AN<br />

V I D E O<br />

MEHR INFOS UNTER: 0172 /97 05 111<br />

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RECRUITINGFILM // KINOSPOT // KONZEPTFILM<br />

V S S<br />

S E R V I C E<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 31


@<br />

APOTHEKENNOTDIENST MEPPEN<br />

FEBRUAR <strong>2021</strong><br />

Täglich von 9.00 bis 9.00 Uhr am Folgetag.<br />

Um in Notfällen sicher zu gehen, empfiehlt es sich,<br />

die angegebene Apotheke telefonisch zu kontaktieren.<br />

*Weitere Notdienste in Meppen, Lathen, Haselünne oder Twist.<br />

1 Mo Bahnhof-Apotheke<br />

2 Di Cosmas-Apotheke<br />

3 Mi Emmelner Apotheke<br />

4 Do Nikolaus-Apotheke*<br />

5 Fr Antonius-Apotheke<br />

6 Sa Apotheke am Rathaus<br />

7 So Apotheke am Rathaus*<br />

8 Mo Sophien-Apotheke<br />

9 Di Bahnhof-Apotheke<br />

10 Mi Cosmas-Apotheke<br />

11 Do Emmelner Apotheke<br />

12 Fr Nikolaus-Apotheke*<br />

13 Sa Antonius-Apotheke<br />

14 So Antonius-Apotheke<br />

15 Mo Wesuweer Apotheke<br />

16 Di Sophien-Apotheke<br />

17 Mi Bahnhof-Apotheke<br />

18 Do Cosmas-Apotheke<br />

19 Fr Emmelner Apotheke<br />

20 Sa Nikolaus-Apotheke*<br />

21 So Nikolaus-Apotheke*<br />

22 Mo St. Vitus-Apotheke (Meppen)<br />

23 Di Wesuweer Apotheke<br />

24 Mi Sophien-Apotheke<br />

25 Do Paulus-Apotheke<br />

26 Fr Cosmas-Apotheke<br />

27 Sa Emmelner Apotheke<br />

28 So Emmelner Apotheke*<br />

LEBEN<br />

Kooperation des St. Martinus-Seniorenzentrums<br />

mit der Martinus-Oberschule <strong>Haren</strong><br />

Gedanken und Musik<br />

zum Advent<br />

Gelebte Kooperation - in der Adventszeit ist der Gedanke der Mitmenschlichkeit<br />

besonders groß. Da sind vor allem - gerade in der jetzigen<br />

Zeit der Pandemie - einige Gruppen unserer Gesellschaft sehr<br />

einsam. Schüler und Schülerinnen der Martinus-Oberschule nahmen<br />

sich dieses Gedankens an und gestalteten zur Begleitung in der Vorweihnachtszeit<br />

Adventskalender für die Wohngruppen des Seniorenzentrums.<br />

Schon seit einigen Jahren gibt es eine Kooperation zwischen dem St. Martinusstift<br />

<strong>Haren</strong> und der Martinus-Oberschule <strong>Haren</strong>. Schüler und Schülerinnen<br />

des Profils „Gesundheit und Soziales“ begleiten dabei die Bewohner des<br />

Seniorenzentrums an verschiedenen Nachmittagen bei unterschiedlichen<br />

Tätigkeiten. Es werden Geschichten vorgelesen, es wird gemeinsam gespielt,<br />

gelacht oder gemeinsam Kaffee getrunken. Dieses Konzept der Unterrichtsgestaltung<br />

bezeichnet man als Service-Learning. Es wird dort gelernt, wo rein<br />

realer Bedarf existiert. Es ist ein fester Bestandteil im Lehrplan des Faches.<br />

Alle Angaben ohne Gewähr!<br />

Adler-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Kirchstr. 9, Tel.: 05932 - 2238<br />

Alte Sonnen-Apotheke | Haselünne, Markt 2, Tel.: 05961 - 294<br />

Alte Stadt-Apotheke | Meppen, Markt 12, Tel.: 05931 - 12500<br />

Antonius-Apotheke | Meppen, Schwefinger Str. 36, Tel.: 05931 - 8371<br />

Apotheke am Rathaus | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 4, Tel.: 05932 - 6200<br />

Apotheke am Schullendamm | Meppen, Schullendamm <strong>60</strong>, Tel.: 05931 - 12622<br />

Apotheke Gievert | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 11, Tel.: 05932 - 3331<br />

Apotheke in Erika-Altenberge | <strong>Haren</strong>, Marienstr. 38, Tel.: 05934 - 704140<br />

Bahnhof-Apotheke | Meppen, Bahnhofstr. 27, Tel.: 05931 - 6415<br />

Birkhahn-Apotheke | Twist, Am Kanal 26, Tel.: 05936 - 505<br />

Brunnen-Apotheke | Lathen, Marktstr. 6, Tel. 05933 - 93690<br />

Centrum-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Lange Str. 76, Tel.: 05932 - 9037130<br />

Cosmas-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Papenwiese 11a, Tel.: 05932 - 735955<br />

Emmelner Apotheke | <strong>Haren</strong>, Bahnhofstr. 26, Tel.: 05932 - 3322<br />

Ems-Apotheke | Meppen, Kleiststr. 3, Tel.: 05931 - 12442<br />

Markt-Apotheke am Rathaus | Meppen, Markt 6, Tel. 05931 - 13<strong>60</strong>0<br />

Markt-Apotheke | Haselünne, Hasestr. 27, Tel.: 05961 - 94210<br />

Maximilian-Apotheke | <strong>Haren</strong>-Rütenbrock, Rütenbr. Hauptstr. 55, Tel.: 05934 - 1444<br />

Nikolaus-Apotheke | Geeste-Groß Hesepe, Meppener Str. 117, Tel.: 05937 - 2283<br />

Paulus-Apotheke | Meppen, Haselünner Str. 30, Tel.: 05931 - 3230<br />

Sophien-Apotheke | Meppen, Sophien-Platz 25, Tel.: 05931 - 16362<br />

St. Georg-Apotheke | Twist, Georgstr. 10, Tel.: 05936 - 934955<br />

St. Vinzenz-Apotheke | Haselünne, Hammer Str. 14a, Tel.: 05961 - 94110<br />

St. Vitus-Apotheke | Lathen, Bahnhofstr. 9, Tel.: 05933 - 93120<br />

St. Vitus-Apotheke | Meppen, Lingener Str. 7, Tel.: 0 59 31 - 17422<br />

Wall-Apotheke im Kaufland | Meppen, Am neuen Markt 1, Tel.: 05931 - 882323<br />

Wesuweer Apotheke | <strong>Haren</strong>, Wesuweer Hauptstr. 39, Tel.: 05932 - 4770<br />

Aufgrund der aktuellen Situation dürfen die Schüler und Schülerinnen keinen<br />

direkten Kontakt zu den Bewohnern haben und das Konzept kann so nicht<br />

umgesetzt werden. Um aber dennoch den Kontakt zum Seniorenzentrum<br />

nicht zu verlieren, kam die Idee auf, für jede Wohngruppe der Einrichtung einen<br />

Adventskalender zu gestalten. Schnell wurden viele heitere, besinnliche<br />

oder auch traurige Geschichten zur Weihnachtszeit gefunden. Der künstlerischen<br />

Gestaltung wurden keine Grenzen gesetzt. Natürlich kam dabei die<br />

plattdeutsche Sprache auch nicht zu kurz, denn das war schnell klar, auch<br />

plattdeutsche Geschichten müssen mit in den Kalender. Unterstützt durch<br />

ihre beiden Lehrerinnen Schmitt-Senger und Griep gab es immer mehr Ideen<br />

zur Ausgestaltung. Viele der Vorlesegeschichten wurden mit QR-Codes versehen.<br />

Beim Scannen des Codes wird man direkt zu einem Weihnachtslied<br />

geleitet. So erklang an jedem einzelnen Tag im Advent ein Weihnachtslied<br />

in der Wohngruppe. Denn das gemeinsame Singen musste leider ausfallen.<br />

32 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


Wo Not unvorstellbar groß ist<br />

Hilfstransport nach Rumänien,<br />

Moldavien und in die Ukraine<br />

Im Rahmen der Schuhkarton-Aktion des Vereins Helping Hands<br />

kamen in diesem Jahr 17111 Weihnachtspäckchen für bedürftige<br />

Menschen in Rumänien, Moldavien und der Ukraine zusammen.<br />

Gespendet haben Privatpersonen, Firmen, Schulen, Kindergärten<br />

und Vereine aus dem gesamten Emsland, auch aus <strong>Haren</strong>.<br />

Die festlich verpackten<br />

Weihnachtspäckchen<br />

und Spendengelder - der<br />

Verein nimmt 3 Euro pro<br />

gespendeten Schuhkarton,<br />

um die Transportkosten<br />

zu decken -<br />

konnten bis zum 29. November<br />

an der Hermann-<br />

Kemper-Straße in Lathen<br />

kontaktlos abgegeben<br />

werden. Der Endspurt<br />

war für die Vereinsmitglieder besonders arbeitsintensiv. Jedes Paket<br />

musste danach für sieben Tage in die Quarantäne. Erst ab dem Nikolaustag<br />

wurde der Transport zusammengestellt.<br />

Vorsitzender Markus Vähning erläutert im Gespräch mit unserer Redaktion,<br />

dass sich der humanitärer Transport mit vier Fahrzeugen am<br />

7. Dezember auf den Weg von Lathen nach Süd-Osteuropa machte. Trotz<br />

Corona, Eisregen, schlechten Straßen und einer Autopanne konnten die<br />

Zielorte erreicht werden. Bis Weihnachten wurden die meisten Pakete<br />

verteilt. Um die Verteilung vor Ort kümmerten sich Dolmetscher, die mit<br />

dem Vereins Helping Hands zusammen arbeiten.<br />

Der Verein Helping Hands hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Kinder<br />

und Senioren zu unterstützen. Er sammelt nicht nur Geschenke<br />

zu Weihnachten, sondern auch andere Sach- und Geldspenden für<br />

soziale Einrichtungen. Aktuell wird ein Transport mit 50 Krankenbetten<br />

für ein Krankenhaus vorbereitet. Die Projekte in Rumänien,<br />

Moldavien und in der Ukraine<br />

haben das Ziel, das<br />

Elend in den Patendörfern<br />

zu mildern. Weitere informationen:<br />

www.helping-hands-ev.de<br />

@<br />

APOTHEKENNOTDIENST MEPPEN<br />

MÄRZ <strong>2021</strong><br />

Täglich von 9.00 bis 9.00 Uhr am Folgetag.<br />

Um in Notfällen sicher zu gehen, empfiehlt es sich,<br />

die angegebene Apotheke telefonisch zu kontaktieren.<br />

*Weitere Notdienste in Meppen, Lathen, Haselünne oder Twist.<br />

1 Mo Wall-Apotheke<br />

2 Di St. Vitus-Apotheke (Meppen)<br />

3 Mi Wesuweer Apotheke<br />

4 Do Sophien-Apotheke<br />

5 Fr Paulus-Apotheke<br />

6 Sa Cosmas-Apotheke<br />

7 So Cosmas-Apotheke *<br />

8 Mo Birkhahn-Apotheke*<br />

9 Di Wall-Apotheke<br />

10 Mi St. Vitus-Apotheke (Meppen)<br />

11 Do Wesuweer Apotheke<br />

12 Fr Sophien-Apotheke<br />

13 Sa Paulus-Apotheke<br />

14 So Paulus-Apotheke<br />

15 Mo Ems-Apotheke<br />

16 Di Birkhahn-Apotheke*<br />

17 Mi Wall-Apotheke<br />

18 Do Alte Stadt-Apotheke<br />

19 Fr Wesuweer Apotheke<br />

20 Sa Sophien-Apotheke<br />

21 So Sophien-Apotheke<br />

22 Mo Centrum-Apotheke<br />

23 Di Ems-Apotheke<br />

24 Mi Birkhahn-Apotheke*<br />

25 Do Wall-Apotheke<br />

26 Fr St. Vitus-Apotheke (Meppen)<br />

27 Sa Wesuweer Apotheke<br />

28 So Wesuweer Apotheke*<br />

29 Mo Apotheke in Erika-Altenberge*<br />

30 Di Centrum-Apotheke<br />

31 Mi Ems-Apotheke<br />

Adler-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Kirchstr. 9, Tel.: 05932 - 2238<br />

Alte Sonnen-Apotheke | Haselünne, Markt 2, Tel.: 05961 - 294<br />

Alte Stadt-Apotheke | Meppen, Markt 12, Tel.: 05931 - 12500<br />

Antonius-Apotheke | Meppen, Schwefinger Str. 36, Tel.: 05931 - 8371<br />

Apotheke am Rathaus | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 4, Tel.: 05932 - 6200<br />

Apotheke am Schullendamm | Meppen, Schullendamm <strong>60</strong>, Tel.: 05931 - 12622<br />

Apotheke Gievert | <strong>Haren</strong>, Neuer Markt 11, Tel.: 05932 - 3331<br />

Apotheke in Erika-Altenberge | <strong>Haren</strong>, Marienstr. 38, Tel.: 05934 - 704140<br />

Bahnhof-Apotheke | Meppen, Bahnhofstr. 27, Tel.: 05931 - 6415<br />

Birkhahn-Apotheke | Twist, Am Kanal 26, Tel.: 05936 - 505<br />

Brunnen-Apotheke | Lathen, Marktstr. 6, Tel. 05933 - 93690<br />

Centrum-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Lange Str. 76, Tel.: 05932 - 9037130<br />

Cosmas-Apotheke | <strong>Haren</strong>, Papenwiese 11a, Tel.: 05932 - 735955<br />

Emmelner Apotheke | <strong>Haren</strong>, Bahnhofstr. 26, Tel.: 05932 - 3322<br />

Ems-Apotheke | Meppen, Kleiststr. 3, Tel.: 05931 - 12442<br />

Markt-Apotheke am Rathaus | Meppen, Markt 6, Tel. 05931 - 13<strong>60</strong>0<br />

Markt-Apotheke | Haselünne, Hasestr. 27, Tel.: 05961 - 94210<br />

Maximilian-Apotheke | <strong>Haren</strong>-Rütenbrock, Rütenbr. Hauptstr. 55, Tel.: 05934 - 1444<br />

Nikolaus-Apotheke | Geeste-Groß Hesepe, Meppener Str. 117, Tel.: 05937 - 2283<br />

Paulus-Apotheke | Meppen, Haselünner Str. 30, Tel.: 05931 - 3230<br />

Sophien-Apotheke | Meppen, Sophien-Platz 25, Tel.: 05931 - 16362<br />

St. Georg-Apotheke | Twist, Georgstr. 10, Tel.: 05936 - 934955<br />

St. Vinzenz-Apotheke | Haselünne, Hammer Str. 14a, Tel.: 05961 - 94110<br />

St. Vitus-Apotheke | Lathen, Bahnhofstr. 9, Tel.: 05933 - 93120<br />

St. Vitus-Apotheke | Meppen, Lingener Str. 7, Tel.: 0 59 31 - 17422<br />

Wall-Apotheke im Kaufland | Meppen, Am neuen Markt 1, Tel.: 05931 - 882323<br />

Wesuweer Apotheke | <strong>Haren</strong>, Wesuweer Hauptstr. 39, Tel.: 05932 - 4770<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 33


RUBRIK<br />

Experten<br />

TIPP<br />

– Teil 2 –<br />

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(Teil 2)<br />

Wohnen mit Recht –<br />

aber ohne Eigentum<br />

Klaus Lübbers<br />

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Sachv. (DIA)<br />

Sachverständiger für Immobilienbewertungen<br />

Inhaber von Lübbers Sachverständigenbüro<br />

Wohnungsrechte an Immobilien sind weit verbreitet.<br />

Der Wert eines Wohnungsrechts sowie die sich aus<br />

einem Wohnungsrecht ergebende Wertminderung<br />

einer Immobilie, wirft häufig Fragen auf. Im zweiten<br />

Teil unseres Expertentipps erläutert der Immobilienexperte<br />

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Sachv. (DIA) Klaus<br />

Lübbers, wie der Wert des Wohnungsrechts und die<br />

sich daraus ergebende Wertminderung sachgerecht<br />

ermittelt werden.<br />

Wertermittlung bei den Profis<br />

„Sachverständige gehen bei der Wertermittlung von<br />

Wohnungsrechten anders vor“, leitet Klaus Lübbers<br />

seine weiteren Ausführungen ein. „Zunächst muss geklärt<br />

werden, welcher Wert ermittelt werden soll:<br />

a) der Wert des Wohnungsrechts aus der Sicht der<br />

Berechtigten oder<br />

b) die Höhe der Wertminderung der Immobilie aufgrund<br />

der Duldung eines Wohnungsrechts aus der<br />

Sicht des Eigentümers.<br />

Beide Sichtweisen führen bei identischem Sachverhalt<br />

zu unterschiedlichen Ergebnissen.“<br />

Fall A: Sichtweise der Berechtigten: Wert des Wohnungsrechts<br />

Für die Berechtigten kann der Wert des Wohnungsrechts aus dem kapitalisierten<br />

wirtschaftlichen Vorteil abgeleitet werden. Dieser ergibt sich aus der vollständig<br />

(oder teilweise) ersparten monatlichen Miete für die Wohnung sowie<br />

aus der Ersparnis sonstiger Aufwendungen. Die Kapitalisierung erfolgt mit Hilfe<br />

der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Leibrenten-Barwertfaktoren.<br />

Diese sind zu verwenden, da Wohnungsrechte üblicherweise an das Leben<br />

der Berechtigten geknüpft sind und nicht an einen festen Zeitraum (Zeitrenten-<br />

Barwertfaktoren). Die voraussichtliche Dauer der Inanspruchnahme des Rechts<br />

wird aus der statistischen Lebenserwartung der Berechtigten abgeleitet. Es ist<br />

wichtig, dass hierbei die jeweils gültige Sterbetafel verwendet wird. Bei zwei<br />

Berechtigten (z.B. ein Ehepaar) muss zudem der Leibrenten-Barwertfaktor für<br />

verbundene Leben berechnet werden, denn die vom Statistischen Bundesamt<br />

veröffentlichten Faktoren beziehen sich „nur“ auf die Lebenserwartung des<br />

Erstversterbenden. Abschließend muss auch berücksichtigt werden, das Mieten<br />

für Wohnraum monatlich gezahlt werden und nicht jährlich (unterjährige<br />

Zahlungsweise). Für die Kapitalisierung sollte ein langfristiger Kapitalzinssatz<br />

herangezogen werden und kein Liegenschaftszinssatz. Denn die Berechtigten<br />

nehmen an der Wertentwicklung der Immobilie nicht teil und könnten das<br />

Kapital (alternativ) auch am Kapitalmarkt anlegen. Zudem können identische<br />

Immobilien (je nach verwendetem Ertragswertmodell) unterschiedliche Liegenschaftszinssätze<br />

aufweisen. Auch sollte kein statischer, sondern ein dynamischer<br />

Kapitalzinssatz verwendet werden, um künftige Preisänderungen zu<br />

berücksichtigen (z.B. die langfristige Mietpreisentwicklung).<br />

34 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


ANZEIGE<br />

Bei der Bewertung eines Wohnungsrechts<br />

muss zunächst geklärt werden,<br />

was ermittelt werden soll:<br />

a) der Wert des Wohnungsrechts aus der<br />

Sicht der Berechtigten oder<br />

b) die Höhe der Wertminderung infolge<br />

der Duldung des Wohnungsrechts aus<br />

der Sicht des Eigentümers.<br />

Beide Sichtweisen führen bei identischem<br />

Sachverhalt zu unterschiedlichen<br />

Ergebnissen. Die Kapitalisierung eines<br />

Mietwertes mit einem pauschalen<br />

Kapitalisierungsfaktor liefert bestenfalls<br />

einen groben Näherungswert.<br />

Fall B: Sichtweise des Eigentümers – Wert der Belastung durch das<br />

Wohnungsrecht<br />

Aus Sicht des Eigentümers macht es einen Unterschied, ob er das Wohnungsrecht<br />

an einem Einfamilienhaus oder an einem Zwei- bzw. Mehrfamilienhaus dulden<br />

muss. Bei Zwei- und Mehrfamilienhäusern lässt sich die Wertminderung aus dem<br />

entgangenen Ertrag ableiten. Dieser lässt sich ermitteln, indem eine angemessene<br />

Miete und zusätzlich die mit der Duldung verbundenen sonstigen Aufwendungen<br />

über die Dauer der Inanspruchnahme des Rechts kapitalisiert werden. Die Kapitalisierung<br />

erfolgt (wie bei der Ermittlung des Wertes des Wohnungsrechts auch) mit<br />

Hilfe von Leibrenten-Barwertfaktoren.<br />

Bei Einfamilienhäusern wiegt die Wertminderung deutlich schwerer. Dies ist darin<br />

begründet, dass die für Einfamilienhäuser erzielbaren Mieten in der Regel unterhalb<br />

der sog. „Kostenmiete“ liegen. Die „Kostenmiete“ entspricht der Miete, die<br />

zur vollständigen Deckung der laufenden Aufwendungen erforderlich wäre. Hinzu<br />

kommt, dass der Eigentümer die Immobilie im Vergleich zu einem Zwei- oder<br />

Mehrfamilienhaus nicht selbst nutzen kann.<br />

Sachverständige gehen deshalb anders vor. Sie ermitteln den Wert der baulichen<br />

Anlagen am Ende der Inanspruchnahme des Rechts. Dieser wird auf den Wertermittlungsstichtag<br />

diskontiert (abgezinst). Zusätzlich werden die bis zu diesem<br />

Zeitpunkt von dem Eigentümer zu tragenden Aufwendungen kapitalisiert. Zudem<br />

erfolgt (insbesondere bei langen Laufzeiten) meist ein Risikozuschlag aufgrund statistischer<br />

Unsicherheiten.<br />

Fazit<br />

Bewertung<br />

Schäden<br />

Vermittlung<br />

„Die Bewertung eines Wohnungsrechts oder die mit einem Wohnungsrecht verbundene<br />

Wertminderung einer Immobilie ist komplex“, so das Fazit von Klaus Lübbers.<br />

„Notare oder Steuerberater wenden in der Regel eine vereinfachte Methode an, die<br />

(je nach Anwendungsfall) ausreichend sein kann. Wer allerdings eine sachgerechte<br />

und rechtssichere Bewertung benötigt, sollte einen Sachverständigen hinzuzie-<br />

Hinterstraße 33 • 49716 Meppen<br />

hen. Übrigens: 05931 Aus steuerlicher / 49657-20 Sicht handelt es sich bei der Bestellung eines Wohnungsrechts<br />

www.luebbers24.de<br />

um eine Schenkung. Das Wohnungsrecht sollte deshalb vertraglich so<br />

gestaltet und bewertet sein, dass die Freibetragsgrenzen nicht überschritten werden<br />

(Tipp: Vereinbarung eines vorbehaltenen statt eines zugewendeten Wohnungsrechts).“<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 35<br />

Bewertung<br />

Vermittlung<br />

Schäden<br />

Steuern<br />

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LEBEN<br />

Ehrenamtliches Engagement im<br />

Jugendbereich wird gewürdigt<br />

Vor allem für Familien mit Kindern und Jugendlichen ist das Jahr 2020 eine Herausforderung.<br />

Im Frühjahr hielten die Kita- und Schulschließungen die Eltern auf<br />

Trap und dann fiel für die meisten Familien der geplante Urlaub auch noch aus.<br />

Doch es sind oftmals die ehrenamtlich Engagierten, die in Vereinen und anderen<br />

Institutionen versuchen den Kindern noch ein angenehmes Freizeitprogramm, im<br />

Rahmen des Erlaubten, zu bieten. Der KreisJugendRing Emsland (KJR) möchte die<br />

Arbeit für diesen besonderen Einsatz mit dem „Macher Award“ würdigen.<br />

Jugendarbeit im Emsland, in <strong>Haren</strong>, trotz<br />

Corona? Für viele emsländische Gruppen<br />

und Initiativen war das selbstverständlich.<br />

Angefangen bei den vielfachen Hilfsangeboten<br />

wie Einkaufsdiensten bis hin<br />

zu vielfältigen Alternativangeboten in den<br />

Sommerferien, die anstatt der abgesagten<br />

Freizeiten und Zeltlager aus dem Boden<br />

gestampft wurden. Was wäre das Emsland<br />

nur ohne die vielen freiwilligen Engagierten?<br />

All diesen MACHERN, die sich nicht haben<br />

entmutigen lassen, soll „Danke“ gesagt<br />

werden - mit dem “MACHER Award”. Da<br />

geht es nur um die speziellen Angebote<br />

der Jugendarbeit in Zeiten von Corona.<br />

Wie bereits beim Jugendförderpreis üblich,<br />

stehen Gruppen und Aktionen im Vordergrund.<br />

Denn oftmals sind es ehrenamtlich<br />

Engagierte, die in Vereinen und anderen<br />

Institutionen versuchen, den Kindern noch<br />

ein angenehmes Freizeitprogramm im<br />

Rahmen des Erlaubten, zu bieten. Für die<br />

wertvolle geleistete Arbeit wird es neben<br />

einem dicken „Danke“ auch ein Geschenk<br />

für alle Gruppen geben.<br />

Unter den vorgeschlagen Gruppen, Initiativen,<br />

Einzelpersonen und Vereinen, die sich<br />

der Herausforderung gestellt und trotz<br />

Corona und den damit einhergehenden<br />

erschwerten Bedingungen Aktionen angeboten<br />

haben, sind auch drei Initiativen aus<br />

dem Stadtgebiet <strong>Haren</strong>.<br />

Auch EMMA on Tour ist nominiert für den<br />

„Macher Award“ des KJR Emsland. Mit dem<br />

Projekt der Gleichstellungsbeauftragten<br />

Christin Jönen konnten sieben Mädchen<br />

bis 18 Jahren in den Herbstferien einen<br />

Einblick in die Musik-Welt erhaschen.<br />

Angeleitet wurden die Jugendlichen von<br />

Virginia Brüning von der Musikschule des<br />

Emslandes e.V.. Sie konnte den Umgang<br />

verschiedenster Musik-Instrumente mit<br />

den Kindern erproben. Als Abschluss gaben<br />

die Mädchen ein musikalisches Konzert,<br />

dass digital übertragen wurde.<br />

Vorgeschlagen für den Macher Award 2020<br />

ist auch das Zeltlager St. Clemens Wesuwe.<br />

Mit ihrem Alternativprogramm „Zeltlager@home“<br />

ermöglichten die Ehrenamtlichen<br />

den Kindern und Jugendlichen in<br />

Wesuwe ein unvergessliches Sommererlebnis<br />

trotz Corona.<br />

Ebenfalls vorgeschlagen ist das Zeltlager<br />

Emmeln. Mit ihrem Alternativprogramm<br />

„DaGroZeLaMiMaGame“ ermöglichten die<br />

Ehrenamtlichen den Kindern und Jugendlichen<br />

in Emmeln, trotz Corona den Sommer,<br />

zumindest in kleinen Teilen zu genießen.<br />

Ob und welches der Projekte beim Macher<br />

Award 2020 punkten oder siegen kann,<br />

stellt sich am 22. <strong>Januar</strong> in Papenburg heraus.<br />

Die ursprünglich am 20. November geplante<br />

Verleihung musste wegen zu hoher<br />

Corona-Zahlen verschoben werden. Die<br />

Liveshow zur Preisverleihung soll ab 19:00<br />

Uhr auf Youtube und auf facebook unter<br />

der jeweiligen Seite des KJR Emsland live<br />

angeboten werden.<br />

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36 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong>


<strong>Haren</strong>erlesen<br />

BUCHEMPFEHLUNGEN VON DER GIRAFFE<br />

Mary Kay Andrews<br />

Zweimal<br />

Herzschlag,<br />

einmal Liebe<br />

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Franziska Jebens<br />

Die Liebe fällt<br />

nicht weit vom<br />

Strand<br />

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Eloise Fowley liebt ihre Heimat Savannah in Georgia und<br />

das Garagenhaus hinter ihrem einstigen Zuhause. Dort<br />

wohnt immer noch ihr Ex-Mann. Den Triumph, komplett<br />

aus seinem Blickfeld zu verschwinden, will sie ihm nicht<br />

gönnen. Und so schlägt sie sich mit dem An- und Verkauf<br />

von Antiquitäten durch ihren neuen Alltag. Als sie bei einer<br />

Auktion in einem großen Gutshaus über die Leiche<br />

von Caroline de Santos stolpert, gerät sie unter Mordverdacht.<br />

Denn das ist niemand anderes als die neue Flamme<br />

ihres Ex!<br />

Als Mary Kay Andrews Fan war ich irritiert, weil das Thema<br />

Mord im Liebesroman ja doch etwas...äh, schräg<br />

werden kann. Aber Andrews bleibt Andrews, schöne<br />

Urlaubslektüre, schöne Unterhaltung, einfach leicht und<br />

lustig. (Moni)<br />

In Sophies Lebens läuft es gerade gar nicht rund, ihr Job ist<br />

öde und unterfordert sie, mit ihrem Freund Tim wird es immer<br />

anstrengender und vor allem hat sie den plötzlichen Tod ihrer<br />

Mutter zu verkraften. Eigentlich träumt sie von einem eigenen<br />

Foodtruck, mit dem sie unterwegs sein und ihrer Leidenschaft,<br />

dem Kochen frönen kann.<br />

In ihren Träumen ist ihr Leben ganz anders, aber in der Realität<br />

fehlt ihr einfach der Mut, etwas zu ändern. Doch da kommt<br />

das Schicksal ins Spiel und eher ungewollt bekommt sie einen<br />

Job als Marketingleiterin für einen neuen Kinofilm und der<br />

verschlägt sie für ein paar Tage ans Filmset an der dänischen<br />

Nordseeküste...<br />

Ein wunderschöner sommerleichter Roman zum Abtauchen!<br />

(Sonja)<br />

Ildikó von Kürthy<br />

Es wird Zeit<br />

20,00 €<br />

Judith steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag,<br />

als sie in ihre rheinländische<br />

Heimat reist, um ihre Mutter<br />

zu beerdigen. 20 Jahre war sie nicht<br />

dort, 20 Jahre hatte sie keinen Kontakt<br />

zu ihrer einstmals besten Freundin Anne.<br />

Was genau vor 20 Jahren passiert ist, erfahren wir nach<br />

und nach. Und auch, wo diese beiden Frauen jetzt im Leben<br />

stehen. Und was soll oder kann da noch kommen,<br />

jenseits der 50?<br />

Es ist ein Buch mit ernsten Tönen, geht es doch um<br />

Krankheit, Abschied und Trauer.<br />

Aber es geht eben auch um Hoffnung und Neuanfang<br />

und es wäre nicht Ildikó von Kürthy, wenn sie dies alles<br />

nicht auf ihre ganz eigene humorvolle Art beschreiben<br />

würde. Ich habe vieles wiedererkannt, musste lachen und<br />

weinen...<br />

Ein tolles Buch! (Sonja)<br />

Laetitia Colombani<br />

Das Haus<br />

der Frauen<br />

20,00 €<br />

Solène ist erfolgreiche Anwältin, doch als sie<br />

einen Prozess verliert und sich ihr Mandant<br />

daraufhin das Leben nimmt, stürzt es sie in eine tiefe Depression.<br />

Ihr Psychologe rät ihr zu ehrenamtlicher Arbeit und so gelangt sie<br />

ins Haus der Frauen. In diesem Pariser Frauenhaus schreibt sie für<br />

die Frauen, die dort Zuflucht gefunden haben, Briefe...behördliche<br />

Briefe, Beschwerdebriefe, private Briefe...<br />

Solène tut sich am Anfang sehr schwer, doch mit der Zeit gewinnt<br />

sie das Vertrauen der Frauen und für sich wieder Lebensmut.<br />

Allein dieser Teil des Buches ist absolut lesenswert. Die Schicksale<br />

der Frauen sind so vielfältig und bewegend!<br />

Doch der zweite Handlungsstrang ist nicht minder interessant! Es<br />

geht um Blanche Peyron, die das Haus der Frauen als eines der ersten<br />

Pariser Frauenhäuser 1926 gegründet hat. Ihr gesamtes Leben<br />

hat sie in den Dienst der Heilsarmee gestellt und besonders das<br />

Schicksal der Frauen lag ihr am Herzen. Eine absolut bemerkenswerte<br />

Frau! Und ein wirklich tolles Buch! (Sonja)<br />

Unterstützen Sie die lokalen Geschäfte gerade in Zeiten des Corona Lockdowns. Viele Geschäfte sind telefonisch oder<br />

per Mail zu erreichen und bieten einen Lieferservice an. Näheres dazu auf der Internetseite: www.markthalle-haren.de<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong> – emsblick | 37


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Eine Stadt und ihre Radwege: Neues<br />

Radverkehrskonzept der Stadt <strong>Haren</strong><br />

Die Radverkehrsachse Kernstadt-Emmeln soll neugestaltet werden. Die Verbindung<br />

zwischen dem Bahnhof in Emmeln und der <strong>Haren</strong>er Innenstadt liegt den<br />

Ratsmitglieder sehr am Herzen. Sie möchten sie attraktiver machen, damit sich<br />

möglichst viele Menschen für umweltfreundliche Verkehrsmittel entscheiden.<br />

Eine Möglichkeit, den Bahnhof in Emmeln<br />

und sein Umfeld gesamtheitlich neu zu interpretieren<br />

und aufzuwerten, bietet das<br />

neue Radverkehrskonzept der Stadt <strong>Haren</strong>.<br />

Erstellt hat es das Büro „Planungsgemeinschaft<br />

Verkehr - PGV Dargel Hildebrandt<br />

GbR“ aus Hannover in Zusammenarbeit mit<br />

einer Projektbegleitgruppe aus der Schifferstadt,<br />

die aus Fachpersonen aus Wirtschaft,<br />

Politik und der ADFC-Ortsgruppe<br />

<strong>Haren</strong> bestand. Der finale Abschlussbericht<br />

soll als Leitfaden für Politik und Verwaltung<br />

dienen.<br />

Die Gutachter empfehlen, alle radverkehrsrelevanten<br />

Ziele innerhalb des Stadtgebietes<br />

einzubinden. Dazu zählen der Bahnhof<br />

als Verknüpfung zwischen ÖPNV und Fahrrad<br />

sowie das mit überregionaler Bedeutung<br />

fungierende Freizeitzentrum Schloss<br />

Dankern. Dazu zählen die Versorgungsschwerpunkte<br />

in der Kernstadt und im<br />

westlichen Stadtgebiet, die Arbeitsschwerpunkte<br />

sowie die Schulen. Die unmittelbare<br />

Nachbarschaft zu den Niederlanden sowie<br />

der stark ausgebildete Radtourismus entlang<br />

der Ems sind darüber hinaus weitere<br />

Anforderungen, die unmittelbar in die Entwicklung<br />

des Radverkehrsnetzes eingeflossen<br />

sind.<br />

Auf Basis der Befahrungen und Erhebungen<br />

lässt sich der Handlungsbedarf für<br />

das 220 Kilometer lange Radverkehrsnetz<br />

in <strong>Haren</strong> ableiten. Die Gutachter schlagen<br />

etwa 15 Einzelmaßnahmen vor, wie zum<br />

Beispiel den Ausbau der Radwege zwischen<br />

Emmeln und der Kernstadt. Auch der Bau<br />

einer neuen Brücke in der Verlängerung der<br />

Straße zur Blaue Donau wird überlegt, um<br />

die Ortsteile Emen und Raken besser mit<br />

der Kernstadt zu verbinden. Zudem soll die<br />

Radwegebenutzungspflicht aufgehoben<br />

werden.<br />

Radverkehrskonzept<br />

& Maßnahmenbausteine:<br />

1. Attraktivierung von<br />

Radverkehrsverbindungen<br />

- Radverkehrsachse<br />

Kernstadt-Emmeln<br />

Bahnhof)<br />

- Vorfahrtsberechtigungen<br />

an straßenbegleitenden<br />

Radwegen sowie<br />

an Kreisverkehren<br />

- Querungsichernde<br />

Maßnahmen<br />

- Einrichtung von<br />

Fahrradstraßen<br />

2. Ausbau von Premiumrouten<br />

3. Konzeption Rundrouten<br />

4. Fahrradparken<br />

- Fahrradparken am Bahnhof<br />

- Fahrradparken an Schulen<br />

- Fahrradparken<br />

an Nahversorgern<br />

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Einrichtung Fahrradstraße<br />

Ergänzungsvorschlag<br />

24,C<br />

14,l<br />

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31,6<br />

Neue Querungshilfe<br />

Höhe Stadtgrenze<br />

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Fahrradstraße<br />

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Radverkehrskonzept<br />

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HAREN (EMS).__<br />

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Plan09a: Handlungsbedarf und Maßnahmenplan<br />

Erweiterte Kernstadt<br />

■■■ Radwegeausbau<br />

Neue RV-Verbindung<br />

-- Belagsverbesserung<br />

Aufhebung Radwegebenutzungspflicht<br />

Radwegebenutzungspflicht bereits aufgehoben<br />

Einrichtung Fahrradstraße<br />

0 Querung sichern<br />

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38 | emsblick – <strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong> <strong>2021</strong><br />

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Datengrundlage: ATKIS, DTK25


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Der Heilpraktiker<br />

Das Berufsbild<br />

des Heilpraktikers<br />

Alternative naturheilkundliche Behandlungen<br />

erfreuen sich steigender Beliebtheit.<br />

Dadurch stellt gerade der Heilpraktiker in<br />

den letzten Jahren eine immer wertvollere<br />

Ergänzung zur schulmedizinischen<br />

Behandlung durch den Arzt dar.<br />

Der Heilpraktiker – ohne die Beschränkung auf ein Teilgebiet - ist<br />

eine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung für Personen,<br />

die nach dem deutschen Heilpraktikergesetz von 1939 eine staatliche<br />

Erlaubnis besitzen, die Heilkunde auszuüben, ohne über eine<br />

ärztliche Approbation zu verfügen.<br />

In Deutschland arbeiten ca. 20.000 Heilpraktiker, die meisten davon<br />

in Teilzeitpraxen und nur relativ wenige, ca. 6.000, in Vollzeitpraxen.<br />

Voraussetzungen, um Heilpraktiker zu werden, sind neben einer<br />

erfolgreichen schriftlichen und mündlichen Prüfung beim Gesundheitsamt<br />

folgende Kriterien:<br />

Vollendung des 25. Lebensjahres<br />

Volks- oder Hauptschulabschluss<br />

Vorlage eines aktuellen ärztlichen Gesundheitszeugnisses<br />

Vorlage eines aktuellen polizeilichen Führungszeugnisses<br />

Der Heilpraktiker übt seinen Beruf eigenverantwortlich aus und<br />

ihm steht so die uneingeschränkte Bandbreite aller therapeutischen<br />

und naturheilkundlichen Methoden zu Verfügung, wie z.B.:<br />

Akupunktur/Ohrakupunktur<br />

Homöopathie<br />

Physiotherapeutische Interventionen<br />

Bachblüten/Schüssler Salze<br />

Phytotherapie<br />

Psychotherapeutische Interventionen<br />

Blutegeltherapie<br />

Aromatherapie<br />

Massagetechniken (z.B. Klangschalenmassage)<br />

Vom Arzt unterscheidet ihn, neben der akademischen Ausbildung,<br />

dass seine Befugnisse durch Gesetze und Verordnungen gegenüber<br />

denen des Arztes eingeschränkt werden. So ist es nicht möglich,<br />

verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen oder<br />

Geburtshilfe zu betreiben oder gemäß Infektionsschutzgesetz bestimmte<br />

Infektionskrankheiten zu behandeln. Heilpraktikern ist<br />

ohne Einschränkungen die Ausübung der Psychotherapie und Physiotherapie<br />

gestattet<br />

Heilpraktiker mit der Beschränkung auf Psychotherapie<br />

Als „Heilpraktiker für Psychotherapie“ erhält man nach erfolgreich<br />

bestandener Prüfung durch das Gesundheitsamt die Erlaubnis, im<br />

Bereich der therapeutischen Beratung, Coaching oder Psychotherapie<br />

tätig zu sein. So öffnet sich dem „Heilpraktiker für Psychotherapie“<br />

ein breites Tätigkeitsfeld, das von der psychotherapeutischen<br />

Beratung und Betreuung von Menschen in Lebenskrisen sowie<br />

der Behandlung von psychischen Störungen reicht. Methoden, die<br />

dem „Heilpraktiker für Psychotherapie zur Verfügung stehen sind<br />

z.B.: Gesprächstherapie, Gestalttherapie, Verhaltenstherapie oder<br />

Hypnosetherapie.<br />

Natürlich aber wirkungsvoll Heilen<br />

Heilpraktiker mit der Beschränkung<br />

auf Physiotherapie<br />

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom<br />

26.08.2009 können Physiotherapeuten die sog. sektorale Heilpraktikererlaubnis<br />

beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie<br />

und deren Anwendungen erlangen. Hierzu müssen Sie<br />

sich einer - im Vergleich zum „Großen Heilpraktiker“ - eingeschränkten<br />

Kenntnisüberprüfung beim Gesundheitsamt<br />

unterziehen. Somit können Physiotherapeuten nach der erfolgreichen<br />

Prüfung selbstständig Befunde und Diagnosen<br />

aufstellen und Therapien durchführen, ohne auf die Verordnung<br />

durch den Arzt angewiesen zu sein. Die therapeutischen<br />

Möglichkeiten sind hier allerdings ausschließlich auf das Gebiet<br />

der Physiotherapie beschränkt. Ausdrücklich ausgenommen<br />

sind:<br />

Osteopathie<br />

Fußreflexzonenmassage<br />

Akupunktur<br />

Ohrakupunktur<br />

Wer diese Methoden ausüben möchte, ist nach wie vor auf die<br />

Ausbildung zum Heilpraktiker ohne die Begrenzung auf ein<br />

Teilgebiet angewiesen. Voraussetzung für die eingeschränkte<br />

Heilerlaubnis ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Physiotherapeuten<br />

und die Angliederung an eine niedergelassene<br />

Praxis.<br />

DIE NORDDEUTSCHE HEILPRAKTIKERSCHULE IST EINE FORT- UND<br />

WEITERBILDUNGSSTÄTTE FÜR ANGEHENDE HEILPRAKTIKER UND<br />

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Anatomie und Physiologie werden vorausgesetzt!<br />

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Kursbeginn: 05. März <strong>2021</strong> 09.00 - 11.30 Uhr<br />

Ausbildung „Großer Heilpraktiker“ (Vormittagskurs 24 Monate)<br />

1 x wöchentlich montags<br />

Kursbeginn: 01. März <strong>2021</strong><br />

09.00 - 11.30 Uhr<br />

Ausbildung „Gr. Heilpraktiker“ (Abendkurs 24 Monate)<br />

1 x wöchentlich donnerstags<br />

Kursbeginn: 04. März <strong>2021</strong><br />

19.00 - 21.30 Uhrr<br />

Intensiv Prüfungs-Coaching „Gr. Heilpraktiker“ (6 Monate)<br />

1 x wöchentlich mittwochs<br />

Kursbeginn: 08. September <strong>2021</strong><br />

9.00 - 11.30 Uhr<br />

Ausbildung „Heilpraktiker für Psychotherapie“ (18 Monate)<br />

1 x wöchentlich mittwochs<br />

Kursbeginn: 03. März <strong>2021</strong><br />

Text Dr. Sandra Bölle; Christiane Jäger<br />

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Norddeutsche Heilpraktikerschule<br />

Tel.: 05932/7355324, e-Mail: info@norddeutsche-heilpraktikerschule.de<br />

Neue Adresse der Schulungsräume:<br />

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Quereinstieg nach Absprache jederzeit möglich!


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