DorfStadt 01-2021

markuskrohn

Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld. Wir sind Elbvororte.

RATTAN MÖBEL

& ORIGINAL Lloyd LOOM

Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 01/20 · vom 14. Januar 2021 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

ELBVORORTE: S.2

2021: Das kommt

auf uns zu

SÜLLDORF: S.3

Letzte Chance für

neues Trinkwasser

ELBSTRAND: S.8

Schranke gegen

Falschparker

Stadtreinigung

reinigt Elbstrand

Die Stadtreinigung Ham -

burg (SRH) reinigt zukünftig

auch den Elbstrand.

Ab Januar 2021 übernimmt

die SRH die Zuständigkeit

für die Reinigung des Elb -

strandes, der bisher von der

Hamburg Port Authority (HPA)

gereinigt wurde. Der rund 12

Kilometer lange Strand er -

streckt sich vom Museums -

hafen Övelgönne bis zur Stadt -

grenze Wedel. Auf einer Fläche

von mehr als 335.000 Quadrat -

metern reinigt die SRH zukünftig

den Strand sowie die anliegenden

Grün- und Stein flä -

chen. Dabei übernimmt die

SRH u.a. die Leerung- und

ELBVORORTE

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Instandhaltung von insgesamt

220 Papierkörben und fünf

Grillkohlebehältern sowie das

Absammeln von Müll und die

regelmäßigen Reinigung des

Sandes.

Neben Müllfahrzeugen und

Kehrmaschinen gehören nun

auch Sondermaschinen zur

Reinigung, wie Beachbuggies

und Beachcleaner, zum Fuhr -

park der Stadtreingung.

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Foto: Krohn

Foto: SRH

Wer verleiht

der Osdorfer

Mühle Flügel?

Küchenbrand zerstört Einrichtung –

Sanierungsdauer ungewiss | Markus Krohn

Osdorfer Mühle im Januar 2021: Wegen eines defekten Flügels mussten alle Flügel demon tiert werden,

um der Unwucht entgegenzuwirken. Im November zerstörte ein Küchenbrand die Einrichtung. Foto: Krohn

Der Heidbarghof und die

Osdorfer Mühle stehen als

Baudenk mä ler wie keine

anderen Immobilien auch

im Jahre 2021 für das einstige

Bauerndorf Osdorf. Die

Mühle ist jedoch in die Jahre

gekommen. Nun haben die

Corona-Pandemie und ein Kü -

chenbrand Mitte November

dem Denkmal zusätzlich zugesetzt.

Wie geht es weiter? Die

Pächterfamilie des Restaurants

»Don Quichotte« kämpft mit

den Folgen eines Feuers.

OSDORF

Schon 1978 kam es in der

Osdorfer Mühle zu einem

Brand, der aber keinen großen

Schaden anrichtet. Auch diesmal

kamen Eigentümerin und

Pächter mit dem Schrecken

davon: Am 16. November war

gegen 13 Uhr Feuer in der

Küche ausgebrochen. Durch

einen Kurzschluss war eine

Friteuse in Brand geraten und

hatte die Kücheneinrichtung

erfasst. Zum Glück war die

Feuerwehr sofort vor Ort und

hatte den Brand nach gut 30

Minuten unter Kontrolle.

Für die Löscharbeiten war es

erforderlich, Teile der Ein rich -

tung ins Freie zu befördern. Bis

zur Freigabe und Beginn der

Sanierungsarbeiten Anfang Ja -

nuar lagen die ausgebrannten

Tische und Geräte vor dem

Restaurant und gaben für

Besucher ein trauriges Bild ab.

Das ohnehin im aktuellen

Lock down geschlossene Re -

staurant kann hoffentlich bald

wieder eröffnen. „Wir lassen

uns nicht unterkriegen“, sagt

Inhaber Mansur Mehrabadi-

Fard, „ich betreibe das Restau -

rant seit fast 30 Jahren, da

gebe ich nicht auf“.

Die Windmühle wurde um 1890

in Büttel in Dithmarschen ab -

gebrochen und von Müller

Wil helm Johannsen in Osdorf

Die Mühle 2006 nach erfolgreicher

Sanierung

Foto: PR

auf einem Acker am Redder -

kamp (heute Osdorfer Land -

straße) wieder aufgebaut. Die

damals in Osdorf tätigen Land -

wirte ließen hier ihr Gedreide

vermahlen. Erst nach dem

zweiten Weltkrieg wurde der

Mühlenbetrieb eingestellt. An -

schließend diente der Bau als

Lagerraum und Verkaufs stelle

für Futter-, Saatgut und Dün -

gemittel für die davor liegenden

Raiffeisenbank (heute Dru -

cke rei Papenfuß).

1970 zog ein erster Restau rant -

betrieb in die Mühle ein, das

heutige Restaurant »Don Qui -

chotte« eröffnete 1991 und bietet

seitdem in einmaliger At -

mo sphäre internationale Spe -

zia li täten. Der Steinofen in der

Mitte des Gastraumes ist Blick -

fang für die Gäste und backt

einmalig-würzige Pizzakrea -

tionen für die ganze Familie.

Wann das Restaurant in der

unter Denkmalschutz stehenden

Osdorfer Mühle wieder öffnen

kann, ist derzeit nicht

abzusehen. Pächter Fard wartet

noch auf die Freigabe der Ver -

mieterin. Sie war bis zum

Redaktionsschluss nicht zu

erreichen.

Neben der durch das Feuer

unbrauchbar gewordenen Kü -

che ist auch das Dach sanierungsbedürftig.

Die erst 2006

sanierten Flügel der Mühle liegen

seit über einem Jahr neben

der Osdorfer Mühle. Die Pro -

bleme häufen sich, denn die

Sanierung einer Küchenein -

rich tung ist das eine, die fachgerechte

Sanierung einer

Wind mühle etwas ganz anderes:

Es gibt kaum Handwerker,

die sich an diese Aufgabe trauen.

Zudem dürfte die Sanierung

aufwendig und teuer werden.

Die Kosten hierfür könnten al lerdings

von den Mietein nah men in

den kommenden Jahren steuermindernd

abgesetzt werden.

Vor fünf Jahren unterstützte

der Bezirk den Wiederaufbau

der Osdorfer Mühle mit 16.000

Euro. Möglicherweise hilft die

Stadt im Rahmen ihrer Mög -

lichkeiten auch 2021 wieder,

ein Denkmal zu retten, das die

Identität des Stadtteils Osdorf

prägt…

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Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021

Altona in Kürze

Aktuelles aus dem Bezirk | Markus Krohn

Trotz Corona-Pandemie

wer den bestehende Pla -

nungen vorangetrieben und

umgesetzt. Hier stehen in

den nächsten Monaten und

Jahren die größten Verän -

derungen an:

Elbvororte

Das sind die Pläne im Bezirk für 2021

Große Veränderungen im Stadtbild und in der Natur. Die wichtigsten Projekte im Überblick | Markus Krohn

ELBVORORTE

Stadtentwicklung

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn

Liebe Leserinnen und Leser!

unter der Pandemie leiden und

stöhnen wir alle. Dabei geht es

uns doch im Allgemeinen im -

mer noch sehr gut! Großzügige

Homeoffice-Lösungen lassen

uns virensicher arbeiten, Geld -

regen vom Staat ist uns zugesagt.

Überhaupt sind die Be -

dingungen in Mitteleuropa so

gut wie selten, um nach der

Krise wieder durchstarten zu

können, denn immerhin hatten

wir seit über 70 Jahren keinen

langwierigen Krieg in unserem

Land, sondern „nur“ eine Pan -

demie, die vielleicht nach 18

Monaten ihren Schrecken verlieren

wird. Ganz besonders leiden

müssen tatsächlich die

Jungen, die nicht nur mit der

besonderen Situation fertig

werden müssen, denn sie sind

es, die ihre Zukunft noch vor

sich haben, in der die Lasten

der Pandemie geschultert werden

müssen: Gesundheitliche

Dau erschäden und höhere Kran -

kenkassenbeiträge, Ar beits lo -

sigkeit, Staatsschuldenabbau,

und vieles mehr. Ich glaube

trotz dem, dass unsere Gesell -

schaft das leisten kann. Umso

mehr wünsche ich Ihnen, dass

Sie das neue Jahr auch als

Chance und Aufbruch für sich

sehen und nutzen können. Ich

wünsche Ihnen alles Gute!

Vorbild Rotterdam

Sternschanze – Im Januar startet

unter dem Arbeitstitel

„Miteinander in der Schanze“

ein auf zwei Jahre angelegtes

Dialog- und Aktionsprojekt in

der Sternschanze. Mit dem vom

Bezirk Altona und der Sozial -

behörde angestoßenen Prozess

soll der nachbarschaftliche Zu -

sammenhalt und gemeinschaftliche

Initiativen im Viertel

gestärkt werden.

Wer Interesse hat, den Prozess

aktiv mitzugestalten, kann sich

unter info@superurban.de bei

Marius Geisler melden.

Foto: privat

Fahrrad-Stellplätze

statt PKW-Parkplätz

Die Grünen im Bezirk fordern

die Aufstellung von Fahrrad -

flun dern im Bezirk Altona. Die

im niederländischen Original

„Fietsvlonder“ (Fahrrad platt -

form) genannte Konstruktion

wurde zuerst in Rotterdam eingesetzt.

Auf der mobilen Platt -

form, groß wie ein Pkw-Stell -

platz, sind vier bis fünf Fah r -

radbügel mit Platz für acht bis

zehn Fahrräder befestigt. Die

Plattformen werden inzwischen

von verschiedenen Firmen fix

und fertig angeboten, sind

mobil und somit auch testweise

einsetzbar. Damit sollen zusätzliche

Fahrradabstellplätze kurzfristig

verfügbar gemacht werden.

Weniger auf der

Tagesordnung

Auch die Gremien der Altonaer

Bezirksversammlung tagen we -

gen Corona hauptsächlich digital.

Da die Diskussionen via

Zoom aber furchtbar anstrengend

sind, werden die Tages -

ordnungen immer kürzer. Die

meisten Abgeordneten sehnen

sich jetzt schon nach einem

Austausch ihrer Argumente

unter Einsatz voller Mimik,

Gestik und Schweißgeruch...

Keine zusätzliche

Bücherhalle geplant

Die Stiftung Hamburger Öf -

fentliche Bücherhallen (HÖB)

hat den Plänen für eine neue

Bücherhalle in Lurup eine

Absage erteilt. Die laufend steigenden

Fixkosten für Miete,

Medien und Personal ließen

derzeit keinen Spielraum, um

das bestehende Angebot um

weitere Standorte zu erweitern.

Bezirkspolitiker hatten sich für

einen neuen Standort stark

gemacht, um den Stadtteil mit

einem zusätzlichen Treffpunkt

zu fördern. Am erfolgreichen

Bücherbus hält die HÖB fest.

Die ScienceCity Bahrenfeld

wird konkreter. Die Trabrenn -

bahn zieht um. Auf dem Ge -

lände gegenüber dem DESY-

Forschungszentrum an der Lu -

ruper Hauptstraße entsteht ein

neuer Stadtteil, in dem Wis sen -

schaftlerinnen und Wissen -

schaftler wohnen und arbeiten

sollen. In Lurup soll ein Treff -

punkt für junge Forscher entstehen,

zudem weitere 2.500

Wohnungen.

Nach über 10 Jahren Wartezeit

sollen im Frühjahr die Um bau -

arbeiten für den neuen Ortskern

Blankenese am Blankeneser

Marktplatz abgeschlossen werden.

Ein Abschnitt der Blan -

keneser Bahnhofstraße und der

Martini-Vorplatz waren bereits

vor einem Jahr umgestaltet

worden. Um die Marktplatz -

gestaltung war ein erbitterter

Streit entbrannt. Noch ungeklärt

ist der Baustart für das

neue Markthäuschen. Außer -

dem wollen die Eigentümer in

der Blankeneser Bahnhofstraße

ein zweites Business Improve -

ment District (BID) im Ham -

burger Westen etablieren, um

den Abschnitt vom Markt bis

zur Elbchaussee zu sanieren.

Die Kreisel-Planung am Sülldorfer Kirchenweg

So könnte die A7-Tunneleinfahrt in Othmarschen in fünf bis 10 Jahren aussehen...

Das Heizkraftwerk Wedel sollte

schon längst abgewrackt werden.

Inzwischen gibt es neue

Pläne, dort nachhaltige Energie

zu gewinnen.

Die Magistrale 1 erstreckt sich

von der Wedeler Landstraße im

äußersten Westen von Rissen

bis in die Innenstadt Hamburgs

(Stresemannstraße). Hier sieht

Hamburg die größten Woh -

nungsbau-Potentiale. Vor allem

in Sülldorf wird derzeit die

Planung vorangetrieben, um an

der Sülldorfer Landstraße künftig

vier- bis fünfgeschossig verdichten

zu können. Dafür müssen

mehrere neue Bebauungs -

pläne erarbeitet werden, die für

Verärgerung bei den Anliegern

sorgen. Die ersten Wohnge bäu -

Foto: Bezirk Altona

und treibt im Hintergrund die

Planungen weiter voran. Ein

direktes Aufeinandertreffen der

Konfliktparteien verbietet derzeit

die Corona-Pandemie.

Verkehr

Auf der Elbchaussee wird es in

den nächsten drei Jahren zu

erheblichen Verkehrsbehinde -

rungen kommen. Grund dafür

ist die Instandsetzung aller

städtischen Leitungen unter der

Straße sowie Sanierung der

Stra ßendecke inklusive Ergän -

zung der Fahrbahnen um Rad -

fahrstreifen. Die Vorbereitung

ist in vollem Gange.

A7-Deckel: Auch am zweiten

Hauptverkehrsweg in die Ham -

burger Innenstadt wird gebaut:

Im Frühjahr werden im Zuge

der Bauarbeiten für den A7-

Tunnel die drei Brücken an der

Behringstraße, am Osdorfer

Weg und an der Bahrenfelder

Chaussee halbseitig zurück

gebaut. Dadurch entsteht ein

weiteres Nadelöhr im Ham -

burger Westen. Die Bauzeit für

den Abschnitt in Schnelsen

betrug fünf Jahre…

Kein Ende der Bauarbeiten am

Sülldorfer Kirchenweg in

Sicht: Ab nächster Woche be -

ginnen die Bauarbeiten am

nächsten Teilstück (Krähenberg

bis Babendiekstraße) inkl. Krei -

sel an der Kreuzung Baben -

diekstraßel. Abschluss der

Arbeiten: voraussichtlich im

Juni 2021. Des Weiteren finden

Noch immer in Planung ist ein

Ersatz für den Otto-Schokoll-

Höhenweg in Rissen. Dort soll

nach langen Vorüberlegungen

eine Brücke aus Stahl über den

abgesackten und mittlerweile

zum Biotop verwandelten Ab -

hang gebaut werden, um Rad -

fahrern und Spaziergängern

eine möglichst naturschonende

Alternative bieten zu können.

Wenn die Bezirkspolitiker im

Februar grünes Licht geben,

können die Ausschreibungen

noch in diesem Jahr beginnen.

Weitere Projekte

Foto: DEGES/Kon.media

In diesen Tagen werden mit

Steuermitteln etliche öffentliche

Gebäude saniert, darunter

das Fischerhaus in Blankenese,

eine Begegnungsstätte für Se -

nioren und Heimatkundler im

Blankeneser Treppenviertel, das

KLICK Kindermuseum am

Osdorfer Born sowie das

Bürgerhaus Bornheide. Länger

geplant wird noch an einem

Neubau für das Krankenhaus

Altona sowie der Gestaltung

des Geländes drumherum. Steu -

ergeld gibt es auch für den Bau

eines neuen Besucherzentrums

im Museumshafen Oevel -

gönne.

Nachdem im Herbst 2020 im

Klövensteen 60.000 neue Bäu -

me gepflanzt wurden, um die

Klimaschäden des Waldes aufzuforsten,

wartet das Wild ge -

hege (derzeit im „Corona -

schlaf“) auf baldige Sanierung.

Die Bezirksversammlung wartet

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags

in den Elbvororten bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de, termine@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf A.

Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de) Herausgeber/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden

nicht zurückgesandt und nicht vergütet. Wir behalten uns vor,

die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 28. Januar, Redaktionsschluss: 21. Januar 2021

Im Zuge des Rückkaufs der

Gas- und Stromnetze soll auch

die Fernwärme in Hamburg

neu strukturiert werden. Dafür

möchte Umweltsenator Jens

Kerstan eine Fernwärmeleitung

unter der Elbe hindurch bis

nach Bahrenfeld bauen. Dafür

droht eine jahrelange Baustelle

entlang der Parkstraße und

Groß Flottbeker Straße bis zur

Notkestraße. Anwohner wollen

sich gegen das Planfest stel -

lungsverfahren wehren. Ob es

zu einer juristischen Auseinan -

dersetzung kommt, ist ungewiss.

Ende Januar soll es eine

digitale Bürgerbeteiligung ge ben.

de entstehen allerdings bereits

unabhängig von Bebauungs -

plänen (Sülldorf und Iser -

brook).

Ärger gibt es auch nach dem

Jahreswechsel um den Bau

neuer Schulgebäude auf einem

bereits seit Jahrzehnten dafür

ausgewiesenen Gelände am

Rand der Brünschenwiesen, die

Naturschützer in Rissen am

liebsten als Naturschutzgebiet

ausweisen möchten. Dafür

wurden in einer Petition über

10.000 Unterschriften gesammelt.

Die Schulbehörde lässt

sich davon indes nicht beirren

Staus wie hier am Osdorfer Weg werden sich in den kommenden

Jahren nicht vermeiden lassen

Foto: Krohn

im Bereich Babendiekstraße bis

Willhöden vorbereitende Lei -

tungs arbeiten für die Grund -

instandsetzungsmaßnahme des

nördlichen Sülldorfer Kirchen -

weges statt. Der Straßenbau in

dem nördlichen Bereich be -

ginnt voraussichtlich 2022.

noch auf ein Gutachten, das

den derzeitigen Zustand bewerten

und Vorschläge für eine

artgerechte und nachhaltige

Zukunft des Wildparks erarbeiten

soll. Anschließend soll es

eine Bürgerbeteiligung geben.

Ausgang ungewiss…


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021 • 3

HAMBURG WASSER auf Schatzsuche in Sülldorfer Feldmark

Grundwasservorkommen mit Drohnentechnik im Hamburger Westen gesucht. Landwirte fürchten weitere Einschränkungen | Markus Krohn

Um die Trinkwasser ver sor -

gung der Bürgerinnen und

Bürger im Hamburger We -

sten sicherzustellen, sucht

HAMBURG WASSER neue

Brunnenstandorte für das

Wasserwerk Baursberg. Dafür

hat der städtische Wasser ver -

sor ger im Dezember die Boden -

verhältnisse in Sülldorf erkundet.

Bereits 2018 hatte HAM-

BURG WASSER in der Sülldorf-

Rissener Kiesgrube Grundwas -

ser vorkommen untersucht. Of -

fenbar ohne Erfolg. Mit einem

innovativen Verfahren soll jetzt

die Sülldorfer Feldmark unter

die Lupe genommen werden:

Eine Drohne, ausgestattet mit

einem Sender und Empfänger,

sammelte im Dezember geomag -

netische Daten für ein 3D-

Modell des Untergrunds. Auf

diese Weise kann HAMBURG

WASSER untersuchen, ob im

Gebiet mögliche Grundwasser -

vorkommen für die Trinkwas -

ser produktion des Wasserwerks

Baursberg (Blankenese) genutzt

werden können.

Insbesondere im Hamburger

Westen werden dringend weitere

Förderbrunnen benötigt. Die

Möglichkeiten für den Bau weiterer

Brunnen im Umfeld des

Wasserwerkes sind aufgrund

ausgesprochen komplexer Geo -

logie, beschränkt verbreiteter

Grundwasserleiter und stellenweise

ungeeigneter Grundwas -

ser beschaffenheit eingeschränkt.

Durch Untersuchungs- und

Neubauaktivitäten innerhalb

SÜLLDORF

der letzten Jahre wurden die

Optionen für weitere Brun nen -

standorte im Werksumfeld

bereits vollständig ausgeschöpft.

Lediglich im Gebiet

Sulldorf bestehen noch Aus -

Sülldorfer Peter Japp stellt

im Elbmarschenhaus aus

sichten für erfolgreiche Brun -

nenbohrungen.

Das an der Drohne befestigte

elektromagnetische Messgerät

untersuchte ein 1,7 Quadrat -

kilometer großes Gebiet nördlich

des Marschwegs und

Lehm kuhlenwegs sowie südlich

der Wedeler Au in zirka 50

Metern Höhe.

Im Umfeld des Wasserwerks

Baursberg ist die Brunnensuche

aufgrund besonderer geologischen

Verhältnisse komplex.

Um die Untergrundverhältnisse

so genau wie möglich zu untersuchen,

wendet HAMBURG

WASSER diese neue Technik

an: die elektromagnetischen

Elektromagnetische Messung in der Feldmark für HAMBURG WASSER (Symbolfoto)

Messungen sollen Daten für ein

dreidimensionales Untergrund -

modell liefern. Das Modell zeigt

flächendeckend die Tiefenlage

und Verbreitung von einzelnen

Bodenschichten bis in eine

Tiefe von etwa 150 Meter.

Das Wasserwerk Baursberg

bereitet täglich bis zu rund

16.000 Kubikmeter Trinkwasser

auf und versorgt damit durchschnittlich

125.000 Menschen

in der Hansestadt. Dafür nutzt

HAMBURG WASSER ausschließlich

Grundwasser, das aus

15 Brunnen gewonnen wird. Da

die Ergiebigkeit der Brunnen

aufgrund natürlicher Alterung

mit der Zeit nachlässt und der

Wasserbedarf der wachsenden

Stadt stetig zunimmt, ist HAM-

BURG WASSER auf die Er -

schließung zusätzlicher Brunnen -

standorte angewiesen, um die

Versorgung der Bevölkerung

langfristig zu sichern.

Das Trinkwasser für Hamburg

und die Umlandgemeinden

wird ausschließlich aus Grund -

wasser gewonnen. Es ist damit

ein zu 100 Prozent natürliches

Lebensmittel.

Das Grundwasser bildet sich

vorwiegend aus Nieder schlä -

gen. Auf dem Weg von den

Wolken auf die Erde nehmen

die Regentropfen feine

Schmutz partikel aus der Luft

Foto: Monopoly919/AdobeStock

auf. Trifft das Regenwasser auf

den Boden und sickert durch

die verschiedenen Erd schich -

ten, fungieren Sande und Kies

als natürliche mechanische

Filter. Bakterien filtern zusätzlich

organische Stoffe wie auch

Pflanzenschutzmittel aus dem

Wasser. Durch biologische und

chemisch-physikalische Pro -

zes se wird CO2 freigesetzt, das

beispielsweise zur Lösung von

Kalk aus den Gesteinen führt,

Die Wünsche der Elbvorortler

Altonaer »Jung« sorgt dort für Nachwuchs | Konrad Matzen

sodass das Wasser mit Mine -

ralien angereichert wird.

Je tiefer das Wasser sickert,

desto kälter wird es. Nach mindestens

50 Tagen Fließzeit hat

das Wasser die Grundwasser -

schicht erreicht. Es ist nun frei

von krankheitserregenden Mi -

kroorganismen sowie Schmutzund

Schadstoffen, hat sich mit

zahlreichen Mineralien angereichert

und sammelt sich oberhalb

undurchlässiger Lehm -

schichten. Von dort aus wird es

durch einen der 446 (461 mit

Haseldorfer Marsch) Brunnen

in Hamburg gefördert.

Die Landwirte in Sülldorf sind

von der Suche auf den von

ihnen bewirtschafteten Feldern

nicht begeistert, denn auch

wenn ein Brunnen zur För -

derung von Grundwasser nicht

viel Platz wegnimmt, befürchten

sie weitere Auflagen zur

Bewirtschaftung ihrer Felder,

damit das Grundwasser nicht

zusätzlich verunreinigt wird.

Umweltsenator Jens Kerstan,

der zugleich im Aufsichtsrat

von Hamburg Wasser sitzt,

hatte den Bauern bereits im

November 2019 vorgeworfen,

für Probleme bei der Trink -

wasserversorgung verantwortlich

zu sein.

Die Bauern fürchten nun neben

ständig verschärften Umwelt -

auflagen und für sie nicht mehr

nutzbaren Ausgleichsflächen

zusätzliche Einschränkungen

im Bereich der künftigen Trink -

wasserförderung.

Der Sülldorfer Maler Peter

Japp eröffnet mit der Aus -

stellung „Der Norden - ma -

lerisch schön“ den künstlerischen

Jahreskreis im Elb -

marschenhaus.

Seine plakativen, eindrucksvollen

Bilder aus Norddeutschland

nehmen uns mit auf die Reise

entlang der Elbe, wo wir die

ELBVORORTE

Elbphilharmonie bestaunen

und Naturlandschaften bewundern

können. Wer noch mehr

erleben will, taucht ein in die

Landschaften am Ostseestrand,

macht einen Abstecher nach

Usedom und Rügen.

Peter Japp war schon als Ju -

gendlicher an Malerei interessiert

und hat sein Handwerk

von der Pieke auf gelernt. Nach

einer Lehre als Schriftsetzer

besuchte der Künstler die

Fachschule für Werbegrafik in

Hamburg. Anstellungen als

Layouter und Grafiker bei

Zeitungen und Zeitschriften

folgten. Es schlossen sich Jahre

als Bildredakteur und Chef vom

Dienst bei der „Welt am Sonn -

tag“ an. Seit 1996 steht Japps Le -

ben ganz im Zeichen der Kunst.

Über 20 Jahre pendelte der

Maler zwischen Hamburg und

Florida. „Nun hat er im Elb -

marschenhaus geankert,“ freut

sich Edelgard Heim, Leiterin

des Hauses. „Wir befinden uns

damit in guter Gesellschaft,

denn Peter Japp hat bereits

unter anderem im Forum Al -

stertal in Poppenbüttel, im

Witthüs im Hirschpark, im

Elbe-Kino in Osdorf, in verschiedenen

Haspa-Filialen und

sogar in Florida ausgestellt.“

Zu sehen sind Peter Japps

Werke coronabedingt vorläufig

nur als virtueller Spaziergang

auf www.elbmarschenhaus.de

Dort sind seine Bilder noch bis

Sonntag, den 7. März, zu sehen.

„Wenn alles gut läuft“, hofft

Peter Japp und drückt die

Daumen, „kann man meine

Werke noch ganz hautnah im

Elbmarschenhaus sehen, sobald

das Haus wieder öffnen darf.“

Wer mehr erfahren oder eines

der Werke kaufen möchte, wird

auf der Webseite des Malers fündig:

hamburgmalerisch.de

Die CDU-Bürgerschafts ab -

ge ordnete Anke Frieling

und ihr Team hatten zum

Nikolaustag Wunschlisten

verteilt. Die Bitte: Bürger -

innen und Bürger aus dem

Wahlkreis Blankenese sollten

ihre persönlichen Wünsche

für Altona an den Nikolaus

notieren und stellvertretend an

die Wahlkreisabgeordnete Anke

Frieling senden. In den letzten

vier Wochen flatterten ihr

tatsächlich Wünsche aus allen

Stadtteilen ins Haus: vom vollautomatischen

Toilettenhäus -

chen am Elbstrand Blankenese

über Anwohnerparken rund um

den Süllberg und eine Takt ver -

dichtung der S1 bis Wedel bis

hin zu Expresszügen in die

Stadt und zum Flughafen.

Auch abschließbare Abstell -

mög lichkeiten für Fahrräder

und Kinderwägen an Mehr -

familienhäusern und ein Hal -

ELBVORORTE

Anke Frieling

len schwimmbad am Osdorfer

Born gehörten dazu. Ebenso die

Reparatur des Otto-Schokoll-

Höhenwegs in Rissen, der

Anschluss zum neuen Fern -

bahnhof Diebsteich und der

Erhalt der Sternbrücke waren

darunter.

„Ich freue mich sehr, dass sich

so viele Menschen bei mir

gemeldet haben. Einige der

Themen stehen leider schon seit

Jahren auf der Agenda – z.B.

die Situation am Elbstrand,

eine verbesserte Verkehrsan bin -

dung Altonas, der Höhenwan -

NEUERÖFFNUNG

am 14. Januar 2021

Foto: Tobias Koch

in der Ebertallee 228

(an der Trabrennbahn, Bahrenfeld)

der weg oder der Erhalt der

Sternbrücke. Auch der Bau

eines neuen Hallen schwimm -

bads liegt mir am Herzen. Wie

wichtig Hallenbäder sind,

wurde kürzlich bei meinem

Besuch beim LuFisch e.V. und

beim DLRG noch einmal deutlich.

Über das Freizeitver gnü -

gen hinaus muss jedes Kind

und jeder Erwachsene in

Hamburg schwimmen lernen

können – gerade in den Som -

mermonaten ist das lebenswichtig.

Leider können aber

immer weniger Menschen

schwimmen – ein echtes Pro -

blem für eine Stadt am Wasser.

Ein herzliches Dankeschön für

die Zuschriften, ich werde mich

für viele dieser Belange stark

machen! Und freue mich übrigens

auch an jedem anderen

Jahrestag sehr über direkten

Austausch und Verbesserungs -

ideen“, so Anke Frieling.

Als Bäcker ausgezeichnet: ★★★★★ = ★ Qualität ★ Vielfalt ★ Frische ★ Service ★ Familiär

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4 • DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021 Elbvororte

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100.000 Euro private Spen -

dengelder und Mittel aus

dem Hamburger Wirt -

schafts stabilisierungsprogramm

schließen die letzte

Lücke zur Finanzierung für

das lang erwartete Besu -

cherzentrum im Museumshafen

Oevelgönne. Der Senat unterstützt

dieses Projekt und hat

dafür im Rahmen des angesichts

der Corona-Krise entwickelten

Hamburger Wirt -

schaftsstabilisierungsprogramms

(HWSP) für den nächsten

Doppelhaushalt 2021/2022

insgesamt 400.000 Euro reserviert.

Weitere Mittel waren

bereits über die Beauftragte der

Bundesregierung für Kultur

und Medien und aus dem Sa -

nierungsfonds der Hambur -

gischen Bürgerschaft zugesagt.

Finanzsenator Dr. Andreas

Dressel und Altonas Bezirks -

amtsleiterin Dr. Stefanie von

Berg haben sich gemeinsam

mit Bjørn Nicolaisen vom

Museumshafen Oevelgönne e.V.

bei einem Vor-Ort-Termin über

das Projekt informiert.

OEFELGÖNNE

Der Verein plant ein schwimmendes

Haus als zentralen An -

laufpunkt für alle Museums ha -

fenbesucherinnen und -besucher

und ehrenamtliche Schiffs -

besatzungen in der Mitte seines

Hafens. Das ca. 150 Qua drat -

meter große Haus soll einen

360°-Rundumblick auf alle

Schiffe des Museumshafens

und den modernen Hamburger

Hafen bieten. Zusätzlich informiert

das neue Besucher zen -

trum täglich über die in Oe vel -

gönne beheimateten Schiffs -

typen und die Arbeit des

Vereins. Der Verein möchte

damit den Standort für alle

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Es gibt ein paar Leser, die wissen immer schon am Donner -

stag, was die Wo che über in ihrer Nachbarschaft ge schah,

denn sie ha ben den Leser-Brief abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag in formiere ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem Hamburger Westen und den

Elbvororten per E-Mail. Außerdem gibts am Ende des News -

letters regelmäßig Tipps fürs Wochenende – Veran stal tungs -

highlights in den Elbvor orten oder in der näheren

Umgebung.

Ihr Vorteil: In unregelmäßigen Abständen verlose ich exklusiv

an meine Leser-Brief Abonnenten Eintrittskarten für

groß artige Theaterabende, Kino- oder Restaurant-

Gutscheine.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern zählen zu

dürfen. Melden Sie sich einfach auf der Internetseite www.

dorfstadt.de an (am unteren Bildschirm rand im Käst chen).

Ihr Markus Krohn (Herausgeber)

So wie in dieser Visualisierung der Architekten wird das neue Besucherzentrum im Museumshafen Oevelgönne aussehen

Besucherzentrum für Museumshafen

Senat sichert Finanzierung – somit kann das schwimmende Besucherzentrum 2022 öffnen | Konrad Matzen

Hamburger und Touristen noch

attraktiver werden lassen und

den Museumshafen als ein

wichtiges maritim-kulturelles

Zentrum mit allen anderen

maritimen Einrichtungen der

Stadt verbinden.

Die Räume sollen darüber hinaus

für Fortbildungen, Ver -

samm lungen, Vorträge und

Abendveranstaltungen zur

Verfügung stehen und dem

Museumshafen die seit langer

Zeit fehlende Infrastruktur

geben. Der Fertigstellung des

neuen Besucher- und Informa -

tionszentrums ist für 2022

geplant.

Altonas Bezirksamtsleiterin Dr.

Stefanie von Berg freute sich:

„Altona und Seefahrt-Romantik

gehören einfach zusammen.

Deswegen freue ich mich, dass

der Museumshafen Oevelgönne

jetzt die finanziellen Mittel

erhalten hat, um direkt an der

Elbe ein modernes Besucher -

zentrum errichten zu können.

Das neue Gebäude wird die

maritime Nostalgie noch greifbarer

machen und sicher dazu

beitragen, dass noch mehr Men -

schen diesen wunderbaren Ort in

Altona besuchen werden.“

Der Altonaer Bundestagsab ge -

ordnete Dr. Matthias Bartke

(SPD) überbrachte die frohe

Botschaft kurz vor Weih nach -

Haspa unterstützt Sport

Dockenhudener Turnerschaft erhält Geld für Wärmeschutzverglasung | Konrad Matzen

Ihre Verbundenheit mit der

Region macht die Ham -

burger Sparkasse unter

anderem durch die Unter -

stützung von mehr als 500

gemeinnützigen Organi -

sationen in und um Ham -

burg besonders deutlich. Über

2.000 Euro Fördermittel aus

dem Haspa LotterieSparen

konnte sich jetzt auch die

Spielvereinigung Blankenese

von 1903 e.V. freuen.

BLANKENESE

„Das Geld wird für die An -

schaf fung verschiedener Möbel,

sowie Trainingsmaterial eingesetzt“,

sagte Jörg von Appen,

1. Vorstand. Er dankte Ilija

Ratkovic (Gewerbekun denbe -

rater Haspa Blankenese) und

Thomas Sobania (Filialleiter

Haspa Blankenese) für die

großartige Unterstützung.

„Die Spielvereinigung Blanke -

nese freut sich besonders in

diesen schwierigen Zeiten über

die finanzielle Hilfe aus dem

LotterieSparen-Topf“ fügt

Michael Flohr (Vereinsmanager

SVB) hinzu.

„Beim LotterieSparen wird mit

einem Schritt dreimal etwas

bewegt: Sparen, helfen und

gewinnen. Es ist ganz einfach

und bequem, ein Mitglied unserer

Gemeinschaft ‚Gut für

Hamburg‘ zu werden“, betont

ten gemeinsam mit Fi nanz -

senator Dr. Dressel und betonte

seine persönliche Verbun den -

heit: „Ich bin seit vielen Jahren

Mitglied des Vereins Museums -

hafen Övelgönne. Mit ihrer

Begeisterung und Leidenschaft

für das maritime Erbe Ham -

burgs haben die Vereinsmit -

glieder schon viele alte heruntergekommene

Schiffe zu neu -

em Leben erweckt. Der Muse -

ums hafen ist das schönste Aus -

hängeschild Altonas. In dem

neuen Informationszentrum

können sich die vielen Besucher

nun vor Ort informieren. Und

der Verein bekommt endlich

auch eine Heimstatt.“

Umsetzen muss das Projekt

Sobania. Die Teilnehmer spielen

jeden Monat ein oder mehrere

Lose für je fünf Euro.

Hiervon werden vier Euro

gespart und 25 Cent fließen

direkt an einen guten Zweck.

Wer mehr Gutes tun und seine

Gewinnchancen erhöhen

möch te, spielt zehn Lose mit

verschiedenen Endziffern. Auf

diese Weise gewinnt er jeden

Monat mindestens drei Euro.

„Mit den Fördermitteln werden

ganz gezielt lokale Projekte in

den Bereichen Soziales, Bil -

dung, Kultur, Sport und Um -

welt gefördert“, erläutert der

Abb: gmp

Bjørn Nicolaisen, Geschäfts -

füh rer des Museumshafens:

„Wir sind dankbar für die

öffentliche Anerkennung dieser

Jahrzehnte währenden ehrenamtlichen

Arbeit für Hamburgs

historische Schiffe und glücklich,

dass die Finanzierung

durch die Unterstützung des

Senats und vieler privater

Spender, nun noch vor Weih -

nachten gelungen ist. Das

schwimmende Gebäude wird im

Museumshafen, den Besucher

und Mitgliedern gleichermaßen,

einen neuen, tollen Ort für Tref -

fen und Information geben.“

www.museumshafenoevelgoenne.de

Filialleiter. „Das Haspa Lotterie

Sparen ist ein schönes Beispiel

dafür, wie man schon mit

Jörg von Appen und Michael Flohr (SVB) freuen sich über einen

Scheck von der HASPA Blankenese. Überreicht von Ilja Ratkovic

und Thomas Sobania.

Abb: PR

wenig Geld sich und anderen

eine Freude machen und viel

Gutes für Projekte vor der eigenen

Haustür tun kann.“

Am LotterieSparen kann man

in jeder Haspa-Filiale oder

online unter haspa.de/lotteriesparen

teilnehmen. Mehr über

das gesellschaftliche Engage -

ment der Haspa gibt es unter

www.haspa-gut-fuerhamburg.de.

Neuer VHS-Chef

Die Hamburger Volks -

hochschule (VHS) startet

mit einem neuen Direktor

ins Jahr 2021: Am 1. Ja -

ELBVORORTE

nuar hat Uwe Grieger (55)

die Geschäftsführung von

Hamburgs größter Einrich -

tung der Erwachsenenbildung

übernommen. Seine Vorgän -

gerin, die langjährige VHS-

Chefin Marlene Schnoor, ist

Ende des Jahres in den Ruhe -

stand getreten. Derzeit bietet

die Volkshochschule mit ihren

Dependencen in Othmarschen

und Osdorf zahlreiche Online-

Kurse an.

www.vhs-hamburg.de

Kalt – erwischt!

Kurz vor dem Jahres wech -

sel erwischte die Ham bur -

ger Polizei einen angehenden

Fahrlehrer unter Ein -

BAHRENFELD

fluss von Drogen am

Steuer. Im Rahmen einer

allgemeinen Verkehrskon -

trolle in der Volksparkstraße

stell ten die Beamten bei dem

27-Jährigen körperliche Auf -

fäl ligkeiten fest. Der 27-jährige

Deutsche stimmte einem Dro -

genschnelltest zu, der negativ

ausfiel. Allerdings bemerkten

die Polizisten, dass die abgegebene

Urinprobe nicht mehr

warm war. Der anschließend

durchgeführte Speicheldrogen -

schnelltest reagierte dann je -

doch positiv auf Kokain, woraufhin

der Fahrer den Konsum

von Betäubungsmitteln einräumte.

Sein Führerschein

wurde sichergestellt.

Iserbrooker gewinnt

26.000 Euro

Er hat den Honigtopf ge -

knackt: der sympathische

Dieter Stephan aus Iser -

brook (49) ist der glückliche

ISERBROOK

Gewinner der NDR BINGO

TV-Show vom vierten Ad -

vent. Stephan war nach der

Sendung überwältigt und fast

den Tränen nahe: „Unglaublich!

Ich hätte damit nicht gerechnet.

Ich muss erstmal überlegen,

was ich mit dem Geld machen

möchte.“ Einen Teil möchte er

aber auf jeden Fall seinem

Gegenspieler Ralf für einen

guten Zweck geben.

Das neue Spiel „Das süße

Glück“ mit dem „Honigtopf“

läuft seit Anfang 2020 in der

beliebten NDR-TV-Show.

Viele Kandidaten hatte kleine

Preise von bis zu 9.000 €uro

gewonnen, nur einer hatte bislang

das ganz große Glück.

Kein Hexenwerk

Auf Vorschlag des Bezirks

Altona wird künftig die im

RISSEN

Neubaugebiet an der Straße

Iserbarg/Ecke Sülldorfer

Brooksweg gelegene Straße

in Rissen Katherina-Hanen-

Weg heißen. Das hat jetzt die

für die Benennung von Straßen

zuständige Senatskommission

beschlossen.

Katherina Hanen war die erste

Frau in Hamburg, von der

urkundlich belegt ist, dass sie

wegen des Vorwurfs der „Zau-

berei“ im Jahr 1444 hingerichtet

wurde. In den letzten Jahren

hatten sich auch mehrere Bür -

gerinnen und Bürger für die

Benennung einer Straße nach

Katherina Hanen engagiert,

stellvertretend für alle Opfer

der Hexenverfolgung.


Die Stadt setzt mit seinem

im Zuge der Corona-Krise

auf gelegten Wirt schafts sta -

bili sierungsprogramm

(HWSP) einen klaren

Schwerpunkt im Bereich

Inno vation: Um Wirtschaft

und Wissenschaft noch enger

miteinander zu verzahnen, soll

in unmittelbarer Nachbarschaft

des Gründungs- und For -

schungs zentrums DESY Inno -

va tion Factory II am Vor horn -

weg ein Ort für Startups und

junge, technologieorientierte

Unternehmen entstehen. Für

das so genannte tecHHub wurden

vom Senat auf Initiative

von Wirtschafts- und Finanz -

behörde nunmehr 35 Millionen

Euro aus dem HWSP bereitgestellt

und im Haushalts plan -

entwurf eingeplant. Weitere 10

Mio. Euro sind für die Fi nan -

zierung weiterer Innovations -

pro gramme der Wirtschafts -

behörde vorgesehen – z. B. im

Bereich Künstliche Intelligenz

(KI).

ELBVORORTE

„Mit seiner ausgezeichneten

Lage und der top Infrastruktur

sehe ich das tecHHub als Mag -

net für talentierte Forsche r -

innen und Forscher sowie für

Startups und junge technologieorientierte

Unternehmen aus

den Bereichen Life Science,

Medizin- und Biotechnologie“,

sagte Wirtschafts- und Inno -

vationssenator Michael West -

hagemann (parteilos). „Ich

möchte, dass die Welt auf uns

schaut, wenn in einigen Jahren

all die Forscher, Unternehmer

und Startups am Vorhornweg

als Teil der Science City zusammenarbeiten.

Hier werden Pro -

jekte mit internationaler Strahl -

kraft durchgeführt. Innovation

made in Hamburg!“

Finanzsenator Dr. Andreas

Dressel, SPD, ergänzt: „Gezielte

Investitionen in Innovationen,

in Verknüpfungen von Wirt -

schaft und Wissenschaft sind

ein zentraler Hebel, um aus der

Corona-Krise wieder herauszukommen.

Die 45 Millionen

Euro zusätzlich aus unserem

Wirtschaftsstabilisierungsprogr

amm HWSP sind ein starkes

Bekenntnis für den Innova -

tions standort, sie werden kurzfristig

konjunkturwirksam und

schaffen Raum für starke An -

siedlungen in perfekter Lage

und für gute Projekte z. B. im

Bereich KI. Wirtschafts- und

Finanzbehörde haben bei allen

Corona-Hilfen immer auch die

Zukunftsorientierung unserer

Maßnahmen im Blick. Bei der

Soforthilfe gab es für Startups

Zuschläge, der Corona-Reco ve -

ry-Fonds ist speziell auf wachstumsorientierte,

innovative

Klein unternehmen zugeschnitten

und wir haben den Inno -

vationsfonds aus Corona-Mit -

teln aufgestockt. Auf diesem

Weg werden wir auch in 2021

weitergehen. So können wir

gestärkt aus der Corona-Krise

herauskommen.“

Das tecHHub wird als Gebäude

mit circa 10.000 Quadratmetern

Bruttogeschossfläche geplant.

Mit etwa 60 Prozent wird es

einen hohen Anteil an La bor -

flächen haben sowie Büros und

ausreichend Raum für Ver -

netzung bieten. Die künftigen

Nutzerinnen und Nutzer sollen

möglichst flexibel arbeiten

können. So wird es kombinierbare

Mietflächen mit unterschiedlichen

Ausstattungen,

Größen und Servicepaketen

geben – und neben Indivi dual -

büros und -laboren auch shared

labs, open space-Arbeitsplätze,

gemeinsame Infrastruk tur -

nutzung und Flächen für

Veranstaltungen und Networ -

king.

Start im Containerdorf

Anfang 2022

Das tecHHub soll etwa gleichzeitig

mit der DESY Innovation

Factory II im Jahr 2025 fertig

werden. Weil aber viele potentielle

Nutzerinnen und Nutzer

schon jetzt auf der Suche nach

geeigneten Räumen sind, kündigte

Senator Michael Westha -

gemann eine kurzfristige Lö -

sung an: „Wir wollen die besten

Talente hier halten bzw. ansiedeln.

Deshalb wollen wir den

Überholgang einlegen und

arbeiten gemeinsam mit dem

DESY und der Hamburg Invest

Entwicklungsgesellschaft schon

jetzt an der Idee einer kurzfristigen

Containerlösung. Dabei

denken wir an ein tecHHub

Village, das angrenzend an das

eigentliche tecHHub-Gebäude

entstehen wird. 1.400 Qua drat -

meter, zweigeschossig mit Platz

für etwa 40 Labore. Hinzu

kom men auch hier Büros, ein

Community Center mit Be spre -

chungsräumen und Platz für

Veranstaltungen. Schon nächstes

Jahr, im zweiten Quartal,

sollen die ersten Nutzer einziehen.

Damit schaffen wir jetzt

schon Fakten und starten die

erste Stufe des tecHHubs.“

Dr. Arik Willner, Chief Tech -

nology Officer bei DESY sagt:

„Wir freuen uns über den Be -

schluss des Senats, den Inno -

vationspark Altona bei DESY

durch das TechHub Village weiter

zu stärken. Wir werden über

unser Technologie- und Grün -

derzentrum, der DESY Inno va -

tion Factory, welches in direkter

Nachbarschaft zum TechHub

Village gebaut wird, eng mit

den Akteuren des TechHub

Village zusammenarbeiten. So

können wir das Innovations-

Öko system in Hamburg-Bah -

renfeld für Hightech-Unter neh -

men noch attraktiver machen.“

Willner ergänzt: „Die Entwick -

lungen in der Science City

Hamburg Bahrenfeld und im

angeschlossenen Innovations -

park sind aus DESYs Sicht einzigartig

und werden dafür sorgen,

dass dieser Innovations-

Standort mittelfristig im internationalen

Vergleich nicht

mehr wegzudenken sein wird.“

Ein Element im tecHHub-

Village soll das Fabrication

Laboratory werden. Dort wird

die Fertigung von Morgen

erlebt werden können. 3D-

Drucker und andere computergesteuerte

Maschinen werden

bereit stehen, um Kunststoffe,

Holz und weitere Materialien

präzise verarbeiten zu können.

Das FabLab soll ein Ort werden,

den alle Interessierten nutzen,

neue Technologien ausprobieren

oder vermitteln können.

Das FabLab wird die Vernet -

zung des Campus mit dem

Stadtteil herstellen und die

interessierten Nachbarinnen

und Nachbarn integrieren.

Elbvororte

Bis vor kurzem standen hier noch Circuszelte – bis 2025 sollen an der Elbgaustraße/ Ecke Vorhornweg 5.000 Wissenschaftler oder

Studentinnen und Studenten gemeinsam wohnen und forschen. Außerdem sind Flächen zur DESY-Erweiterung vorgesehen. Foto: BWI

Innovation made in Hamburgs Westen

Hamburg investiert 45 Mio Euro in Zentrum für Startups und junge Techunternehmen in Hamburg | Konrad Matzen

Hamburger Westen wird

Innovationsmotor

Der Senat hat es sich zur

Aufgabe gemacht, in Hamburg

ein Netz von Innovationsparks

zu errichten mit Fokus auf die

Standorte Altona, Bergedorf,

Harburg und Finkenwerder.

Ziel ist es, durch Förderung von

Netzwerken und Kooperationen

zwischen Wirtschaft und Wis -

senschaft den Technologie- und

Wissenstransfer zu stärken und

wertvolle Innovations- und

Wertschöpfungsketten abzubilden,

um Fachkräfte und Un ter -

neh men anzuziehen.

Zwischen Elbgaustraße, Luruper Hauptstraße und Vorhornweg

plant die Hansestadt einen großen Technologiepark als Ergän -

zung zur Science-City Bahrenfeld.

Abb: BWI

Der Innovationspark Altona am

Vorhornweg in Lurup und

damit das tecHHub versprechen

durch die Einbettung in das

Ecosystem der Science City

Hamburg Bahrenfeld herausragendes

Potential. Mit der

Science City baut die Stadt

einen völlig neuen, innovativen

und wissenschaftsgeleiteten

Stadtteil auf. Das Paket aus

exzellenten Forschungs bedin -

gungen und attraktivem Woh -

nen mit kurzen Wegen, spannender

Architektur und der

Nähe zum Grünen, wird kluge

Köpfe nach Hamburg locken.

Dieser Stadtteil wird hamburgweit

seinesgleichen suchen und

zu einer lebenswerten Stadt

beitragen.

Die Science City ist für die

kommenden Jahrzehnte eines

der anspruchsvollsten Zukunfts -

vorhaben Hamburgs. Sie integriert

Wissenschaft, Forschung

und Lehre, Wirtschaft sowie

Stadtentwicklung, u.a. indem

vorhandene und neue Wis sen -

schaftseinrichtungen, gewerbliche

Vorhaben sowie Stadt ent -

wicklung verknüpft werden mit

einem wohngeprägten, urbanen

Stadtteil. Es entstehen circa

2.500 neue Wohnungen, Kul -

tur- und Sportmöglichkeiten

sowie soziale Einrichtungen.

Zusätzlich zum DESY sollen

künftig mehr als 5.000

Studierende der Universität

Hamburg in den Bereichen

Chemie, Physik und Biologie

hier forschen, arbeiten und

leben. Vorgesehen sind renommierte

Institute und exzellente

Studier- und Lehrbedingungen.

Ein weiterer elementarer Bau -

stein ist der Innovationspark

Altona. Hier erfolgt der direkte

Schulterschluss von Wis sen -

schaft und Wirtschaft. Nicht

nur räumlich (über den Ge -

samt raum Science City Ham -

burg Bahrenfeld) an DESY und

Uni angedockt, sollen Start-ups

gemeinsam mit Wissenschaft -

lerinnen und Wissenschaftlern

an neuen Technologien arbeiten

und Innovationen vorantreiben.

Das TechHHub wird an

diesem Ort der erste sichtbare

Schritt sein.

900 Mio Euro, um

Wirtschaft anzukurbeln

Der staatlichen Investitions tä -

tigkeit und Aufgabenerfüllung

kommt gerade angesichts der

DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021 • 5

Größe der Corona-Pandemie

eine besonders wichtige Rolle

zu. Deshalb hat der Senat mit

der Aufstellung des Doppel -

haus halts 2021/2022 ein Wirt -

schaftsstabilisierungsprogramm

aufgelegt, welches die

Nachfrage ankurbeln und die

Investitions- und Innovations -

tätigkeit stärken wird, um da -

mit durch zusätzliche Anstren -

gungen die hamburgische Wirt -

schaft über das Haushalts jahr

2021 hinaus zu stabilisieren

und die sozialen Folgen der

Pandemie abzufedern.

Voraussetzung für die Berück -

sichtigung im Rahmen des

HWSP ist, dass die geplanten

Maßnahmen zeitnah umgesetzt

werden und ihre stabilisierende

Wirkung somit unmittelbar

entfalten können. Damit wird

der Senat einen wichtigen

Beitrag zur Überwindung der

ökonomischen Auswirkungen

der Covid-19-Pandemie leisten

und die Hamburger Wirtschaft

bei ihrer Rückkehr auf einen

langfristigen und stabilen

Wachstumspfad unterstützen.

Mit dem HWSP sollen in den

Jahren 2021 und 2022 insgesamt

rund 900 Mio. Euro in

diverse kurzfristig wirksame

bzw. vorgezogene städtische

Maßnahmen gelenkt werden,

um einen Beitrag dazu zu leisten,

dass insbesondere die

Hamburger Wirtschaft durch

verlässliche und verstärkte

staatliche Investitionstätigkeit

aus der Corona-Krise kommt.

Im Mittelpunkt des Programms

stehen insbesondere die wichtigen

Zukunftsthemen Klima -

schutz, Mobilitätswende, Digi -

talisierung, Forschung, Bildung

und Innovation. Die Mittel sollen

dabei insbesondere für konjunkturell

wirksame Maßnah -

men der Sanierung und des

Aus baus der städtischen Infra -

struktur (z.B. in Schulen, Hoch -

schulen, im Sport oder den

Bezirken), für IT- und Digita li -

sierungsprojekte, für Klima -

schutzmaßnahmen sowie für

Förderungen in den Bereichen

Gesundheit und Arbeitsmarkt,

aber auch Kultur und Touris -

mus eingesetzt werden. Dabei

stehen sowohl gesamtstädtisch

relevante Maßnahmen, wie

auch Projekte in den Bezirken

und Stadtteilen im Fokus, da

gezielte Konjunkturimpulse

auch vor Ort in den Stadtteilen

wirksam werden sollen. Insbe -

son dere die Ko-Finanzierung

von aktuellen, ebenfalls der

Krisenbewältigung dienenden

Bundesprogrammen soll durch

das Wirtschaftsstabi lisie rungs -

programm sichergestellt werden.

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#Umwelt #Gastro #Kultur #Verkehr #Elbstrand #Bus


RISSEN

ELBVORORTE

RISSEN

6 • DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021 Wirtschaft

ANZEIGEN

Augenoptiker bleiben geöffnet.

Aktuelle Problemlösungen bei Mott Optik

Augenoptiker sind als Ge -

sundheitshandwerk sy -

stem relevant und damit

von den Lockdown-Schlie -

ßungen ausdrücklich ausgenommen.

„Wir haben aber

nicht nur weiterhin geöffnet,

um in Notfällen eine neue Brille

zu fertigen,“ sagt Florian Mott

von Mott Optik in Rissen, „wir

können darüber hinaus auch

einige zur Zeit hochaktuelle

Probleme lösen.“

Als erstes aber stellt sich die

Frage nach den Corona-Si cher -

heitsmaßnahmen. Mott Optik

hat ein dafür ausgeklügeltes

Hy giene-Konzept entwickelt.

So wird z.B. jede Brille nach

dem Aufprobieren mit einem

UV-Sterilisator keimfrei ge -

macht und die erforderliche te -

lefonische Terminabsprache

stellt sicher, dass sich jeweils

nur 1 Kund*in im Geschäft aufhält.

Die zunehmende Verlagerung

der Berufstätigkeit ins Home -

office kann viel Stress mit sich

bringen – auch für das persönliche

Sehvermögen. Konzen -

triertes Arbeiten an meist kleinen

Bildschirmen und immer

die Umgebung im Blick behalten,

da ermüden die Augen

schnell. Modernste High-Tech-

Brillengläser können hier für

eine spürbare Erleichterung

sorgen. Mott Optik bietet deshalb

die innovativsten und für

diese Aufgabe optimal geeigneten

Gleitsichtgläser der Welt -

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bot“ zum extrem reduzierten

Preis an.

Ältere Menschen sind von der

Corona-Krise besonders betroffen,

besonders, wenn sie auch

noch unter Augenkrankheiten

leiden wie z.B. „AMD“ oder

„Grü ner Star“ und deshalb

kaum noch fernsehen oder

lesen können. Auf die Lösung

dieser Probleme hat sich die

Abteilung „Vergrößernde Seh -

hilfen“ bei Mott Optik in Rissen

spezialisiert und ist entsprechend

zertifiziert. Eine um -

fang reiche Auswahl technischer

Lösungen kann vor Ort

ausprobiert werden, von der

Leselupe bis zum Bildschirm-

Lesegerät. Es ist erstaunlich,

welche Ergebnisse sich auch bei

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sehr niedrigem Sehvermögen

er zielen lassen. Für die Ange -

hörigen ist es ein beglückendes

Gefühl, wenn Eltern oder

Großeltern plötzlich wieder

mehr am Leben teilhaben können,

vor allem im Hinblick auf

die momentan eingeschränkten

persönlichen Kontaktmög -

lichkeiten.

Zum Schluss noch die Antwort

auf die Frage nach der kreativen

Schwester von Mott Optik

„Schön & Jut“, gleich nebenan.

Ja, hier kann nach dem „Click

& Collect“-Prinzip auch weiterhin

telefonisch bestellt werden.

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Die Blankeneser Traditions-

Bäckerei Körner weitet ihr

Filialnetz aus – ab sofort,

erhalten die Kunden in der

Ebertallee 228 direkt am

Notdienst/Terminabsprachen:

Kreisel bei der Trabrenn -

0171 / 694 64 34

bahn in Bahrenfeld die

viel fach ausgezeichneten Back -

www.glaserei-fechtner.de

waren.

Wisserweg 16 · 22589 Hamburg-Iserbrook

Tel.: 87 35 64 · Fax: 87 35 65 · info@glaserei-fechtner.de

Bäckermeisterin und Inhaberin

CB Trans DSZ 10-2015 0.02:Layout 1 29.01.2016 16:03 Uhr

Sabine Möller übernimmt die

Verkaufsstelle der Bäckerei

Rögner, die ihre Backstube zum

Jahresende geschlossen hat. Die

Verkäuferinnen bleiben ihren

Kunden jedoch erhalten und

auch ein Bäcker ist zu dem

Team von Bäcker Körner ge -

wechselt.

Nach Corona Zeiten steht im

Geschäft für die Kunden ein

kleiner Sitzbereich zur Verfü -

gung. Auch die Sommerterrasse

wird dann wieder eröffnet.

Ausgeschenkt wird Kaffee von

der Hamburgischen Traditions-

Rösterei J.J. Darboven.

Neben Brot, Brötchen und

Kuchen werden auch belegte

Brötchen angeboten, die vor

Ort frisch zubereitet werden.

Filialleiter Daniel Malzahn mit seiner Stellvertreterin Denise Vogelgesang

Alles neu bei der Haspa in Rissen

Im Dezember wurde nicht

nur die neu gestaltete Haspa-

Filiale in Rissen eröffnet,

auch die Filialleitung hat

gewechselt: Seit dem 2. Dezem -

ber 2020 begrüßt das neue

Füh rungsduo Denise Vogelge -

sang und Daniel Malzahn ihre

Kundinnen und Kunden in der

zum Nachbarschaftstreff umgestalteten

Filiale.

„Wir setzen auf ein offenes,

freundliches Design und die

Räume sind individuell eingerichtet

– passend zu Rissen“,

sagt Filialleiter Malzahn. Neben

diskreten Beratungsräumen

gibt es offene Lounges mit

Sofas. Farben, Materialen und

Möbel vermitteln Wohl fühl -

atmosphäre.

„Unser Konzept beruht darauf,

dass wir mit unseren Nachbarn

noch enger zusammenarbeiten

wollen“, erläutert er. Das zentrale

Element ist der große

Holztisch. Hier können Besu -

cher Platz nehmen und sich

austauschen. Sobald es wieder

möglich ist, soll es auch

Veranstaltungen zu verschiedenen

Themen geben. „Wir wollen

die Filiale zum Treffpunkt

Bäckerei Körner jetzt auch in Bahrenfeld

Inhaberin Sabine Möller übernimmt Filiale von Rögners Backstube | Markus Krohn

Freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit: Verkäuferin

Aslihan Baysal mit Bäckermeisterin Sabine Möller Foto: Krohn

Für das 1901 gegründete Unter -

nehmen ist es die fünfte Ver -

kaufsstelle. Geführt wird das

Geschäft von Bäckermeisterin

und Konditorin Sabine Möller

(50), geb. Körner, in der vierten

Generation.

Die Blankener Bäckerei wurde

mehrfach für ihre hervorragenden

Backwaren ausgezeichnet,

für die Menschen im Stadtteil

machen“, betont Malzahn.

„Unternehmen, Vereine und

Institutionen aus der Nachbar -

schaft können sich schon jetzt

bei uns kostenlos vorstellen,

ihre Dienstleistungen und Pro -

dukte präsentieren.“ Der 49-

Jährige ist seit 17 Jahren eng

mit den Elbvororten verbunden,

zuletzt als Filialleiter in

Blankenese, in der er das neue

Haspa-Nachbarschafts-Konzept

bereits erfolgreich eingeführt

hat.

Daniel Malzahn und Denise

Vogelgesang kennen sich aus

vergangenen Blankeneser Zei -

ten gut. Zuletzt war Denise

Vogelgesang als stellvertretene

Filialleiterin in der Filiale Bah -

renfeld tätig. „Als wir uns hier

in der Rissener Nachbarschaft

vorgestellt haben, wurden wir

sehr freundlich begrüßt,“

erzählt Vogelgesang von ihren

ersten Erfahrungen in der

neuen Filiale. Sie habe aufgeschlossene

Rissenerinnen und

Rissener erlebt, so die 30-Jäh -

rige.

Beide schätzen an Rissen das

ausgewogene Verhältnis zwischen

Natur und Großstadt.

„Wir setzen uns mit Leiden -

schaft für unsere Kundschaft

und unsere Nachbarschaft in

der neuen zentral gelegenen

Filiale ein“, verspricht sie.

Während andere Banken die

Region verlassen, baut die

Haspa ihre Filiale um, sichert

den Standort damit für die

nächsten Jahre und wertet ihn

durch zusätzliche Experten auf:

So stehen die Spezialisten für

Vorsorge, Anlagestrategie und

Baufinanzierung wieder vor Ort

für eine individuelle Beratung

zur Verfügung. Selbstver ständ -

lich sind Ihre Ansprechpartner

auch via Telefon oder E-Mail

erreichbar. Die Kollegen an der

Hotline sind montags bis samstags

von 8 bis 20 Uhr telefonisch

unter 040 3579-7799 für

Privatkunden und unter 040

3579-2222 für Firmenkunden,

per E-Mail, Chat und Video-

Chat erreichbar.

Haspa Rissen

Wedeler Landstraße 41

Tel.: 3579-6738

www.haspa.de

Foto: Krohn

z. B. bei den jährlich stattfindenden

Brot- und Brötchen prü -

fungen, beim Franzbrötchen-

Text des Franzbrötchen-Ver -

lages und der Zeitschrift Prinz

für die besonders hohe Qualität.

Zuletzt wurde Bäckerei Körner

vom „Feinschmecker“ (Ausga -

be 12/2020) als eine der besten

Bäckereien Deutschlands ausgezeichnet.

Neben hervorragender Qualität

der Backwaren ist Bäcker mei -

sterin Sabine Möller die ökologische

Herstellung wichtig.

Daher ist die Bäckerei Körner

Umwelt-Partner der Stadt

Hamburg.

Viele der rund 30 Mitarbeiter

sind bereits mehr als 10 Jahre

bei Körners beschäftigt. Wich -

tig ist Sabine Möller die Aus -

bildung junger Menschen.

Auch im nächsten Jahr werden

wieder zwei Ausbildungsplätze

zur Verfügung stehen: als

FachverkäuferIn (Fachrichtung:

Bäckerei). Bewerbungen werden

ab sofort entgegengenommen.

Das Geschäft wird zunächst

unter der Woche von 6.00 –

14.00 Uhr geöffnet haben.

Sonnabends von 6.00 – 12.30

Uhr. Auch am Sonntag gibt es

knusprige Frühstücksbrötchen

von 8.00 – 11.00 Uhr.

Bäckerei Körner

Filiale Ebertallee 228

www.baeckerei-koerner.de


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021 • 7

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de/elbvororte-events

Sonnenschutz

Markisen

von der

Polizei

empfohlener

Errichter-

Betrieb

• Rolladen – Rolltore

• Fenster- u. Türsicherungen

• Markisen

• Insektenschutz

Erinnern Sie sich noch an

Ih ren ersten Kinofilm? Oder

an Ihren ersten Kuss im

Kino? Es gibt viele Erin ne -

rungen, die man immer

wieder mit den Plüsch ses -

seln im Kinosaal verbindet.

Wenn man jetzt nicht gemeinsam

im Kino sitzen kann, dann

kann man aber seine Erin ne -

rungen teilen, meinte Hans-

Peter Jansen, Inhaber der

Kinobetriebe des ELBE- und des

Blankeneser Kinos.

Zum Beispiel diese: „Als ich 14

Jahre alt war, traf ich zufällig

am ersten Weihnachtsfeiertag

nach dem Gottesdienst in der

Rissener Johanneskirche meinen

damaligen Klavierlehrer.

Im Gespräch über Aktivitäten

während der Weihnachtsferien

kamen wir unter anderem darauf,

dass er am nächsten Tag

mit seiner Familie ins Blan ke -

neser Kino gehen wollte. Das

war 1985. Dort lief „The Pur -

ple Rose Of Cairo“, ein Film

von Woody Allen (Regie) und

seiner Frau Mia Farrow in der

Hauptrolle. In der Tragiko mö -

die durchbricht eines Tages die

Filmfigur Baxter die vierte

Wand und spricht die Kino -

gängerin Cecilia direkt an.

Natürlich verlieben sich die beiden.

Allerdings können die

Schenefelder Landstr. 281

22589 Hamburg

Tel.:873032·Fax:8701080

www.kohlermann.de

Stadtteilkino sucht Lieblingsfilme

ELBE- und Blankeneser Kino starten nach Lockdown mit der Top-10 der Elbvororte – Markus Krohn

ELBVORORTE

restlichen Filmfiguren ohne

Baxter ihren Film nicht zu Ende

spielen und sind auf der Lein -

wand gefangen… mein erster

Film, denn meine Eltern hatten

mir zuvor den eigenständigen

Besuch eines Kinos verboten!“

Oder die Geschichte des ersten

Kusses nach dem gemeinsamen

Kinofilm: „Dabei haben wir die

Jeff Daniels als Gil Shepherd in The Purple Rose Of Cairo

Foto: PR

vor dem Kino stehenden

Mülleimer umgerannt und da -

bei umgefallen – ein schmerzhafter

erster Kuss!“

Das ELBE und das Blankeneser

Kino sind derzeit für den Pub -

likumsverkehr und den Kino ge -

nuss auf der großen Leinwand

geschlossen. Derzeit öffnet

lediglich das Blankeneser Kino

am Freitag und Sonnabend

jeweils zwischen 14 und 17

Uhr, um den Kontakt zum Pub -

likum aufrecht zu erhalten.

Zudem hat sich die Inha berf -

amilie Jansen diese besondere

Aktion überlegt, bei der alle

Kinogängerinnen und Cine -

asten der Elbvororte mitmachen

können: Bis zur Wie der -

öffnung sammeln die Jansens

Lieblingsfilme und die dazu

gehörigen Geschichten per Mail

oder persönlich während der

Öffnungszeiten im Kino. Die

Top 10 der genannten Filme

kommen dann in das Er öff -

nungsprogramm nach der Pan -

demie!

Wer seinen Filmwunsch wäh -

rend der Öffnungszeiten abgibt

und einen Kinogutschein an

der Kinokasse erwirbt, be -

kommt dazu noch eine Tüte

Popcorn gratis.

Blankeneser Kino

Blankeneser Bahnhofstr. 4

Tel.: 86 24 21

Leserbriefe

Leserbriefe bitte an redaktion@dorfstadt.de.

Veröf fent lichung/Kürzung vorbehalten.

■ Ich wohne in der Alten Sülldorfer Landstraße. Seit ca. zwei

Jah ren gibt es in dieser Straße eine rege Bautätigkeit. Das

Gebäude der Firma Behrendsohn wurde abgerissen. Auf dem

Gelände wurde ein riesiger Gebäudekomplex mit fast 100

Wohnungen und Handwerkerhöfen sowie eine Kita errichtet. Die

östliche Hälfte der Straße wurde verschmälert, Fußwege verbreitert,

Park streifen am Straßenrand entfernt und dafür einige

Park markierungen auf der Fahrbahn angebracht. Außerdem

wurde die Fahrbahn durch einige „Nasen“ rechts und links eingeengt.

Es ist offensichtlich, dass man das Befahren der Straße

so unbequem wie möglich machen will.

Seit ca. 2-3 Wochen ist die Straße wieder in voller Länge

befahrbar. Dabei habe ich festgestellt, das die Parkmarkierungen

auf der Fahrbahn kaum benutzt werden. Die Fahrzeuge parken

da, wo gerade Platz ist. Die Straße ist sehr schmal geworden.

Wenn ein Fahrzeug rechts parkt oder wenn ein Radfahrer überholt

werden muss, ist der Autofahrer gezwungen, auf die linke

Straßenseite ausweichen. Die Fahrbahnverengungen sind zwar

in Fahrtrichtung rechts durch rot-weiße Warntafeln (Leitplatte

626) gekennzeichnet, aber auf der linken Fahrbahnseite sieht

man nur die grauen Rückseiten der linken Warntafeln. Die

Einengungen sind nicht zu erkennen. Bei Dunkelheit und Regen

sind hier Unfälle vorprogrammiert.

Die alte Fahrbahn hatte auch Fahrbahnverengungen. Diese

waren auch nur in Fahrtrichtung rechts durch rot-weiße

Warntafeln markiert. Erst nach Beschwerden und Unfällen hat

man auch die linke Seite markiert.

Vielleicht könnte Sie das einmal zum Thema in Ihrer Zeitung

machen.

Manfred Lahmann

■ Wer hat denn bloß die Bänke am neuen Sülldorfer Kirchen -

weg Ecke Goßlers Park geplant? Nicht nur, dass die neuen Bän -

ke sofort beschmiert worden sind (an einer Ecke, die für Alkohol

trinkende Jugendliche bekannt ist!), die Bänke sind so aufgestellt,

dass man auf die Straße gucken muss, wenn man sich

darauf setzt – statt sie anders herum aufzustellen, dann könnte

man nämlich wenigstens in den Goßlers Park schauen. Das Geld

hätte man sinnvoller ausgeben können! Maren Schneider

Buchtipp: »Das Eis schmilzt«

Alternativen zum Weltuntergang | Hans-Jürgen Odrowski

Das Buch zur Ausstellung

Entrechtung – Volksgemeinschaft – Diktatur 1933–39. Lesenwert! | Markus Krohn

Wir verhalten uns so, als

wären die Ressourcen unserer

Erde unerschöpflich.

Woran liegt es, dass wir so

wenig Wertschätzung für

unseren Planeten empfinden?

Das Grenzenlose und Rück -

sichtslose Ausbeuten der Res -

sourcen müssen einem Neuen

Denken Platz machen.

Der Klimawandel ist kein drohendes

Zukunftsszenario, die

Erderwärmung ist Gegenwart,

besonders spürbar in der nördlichen

Polarregion.

In seinem neuen Buch „Das Eis

schmilzt“ hält Arved Fuchs ein

flammendes Plädoyer für die

Bewohnbarkeit der Erde. Arved

Fuchs ist kein Prediger. Er polemisiert

nicht, er argumentiert.

Auf seinen abenteuerlichen

Expeditionen hat er die Arktis

kennengelernt. Von den dramatischen

Veränderungen dort

und auch direkt vor unserer

Haustür handelt sein Buch. Als

„Chronist wider Willen“ dokumentiert

er die Entwicklung

mittels gründlich recherchierten

Zahlen und Fakten sowie

ELBVORORTE

durch wirkungsvolle Bilder.

Die Ursachen des Klimawandels

liegen in unserem „leichtfertigen

Umgang mit der Natur“

und unserer „Raubtier men ta -

lität“. Eine rettende Wende

durch das Engagement der

Zivilgesellschaft ist ein Mittel

und bleibt doch nur ein Not -

behelf, wenn man nicht an die

Wurzeln geht. Die liegen im

wirtschaftlichen Handeln, Öko -

nomie und Ökologie sind miteinander

vereinbar, grünes

Wach stum ist notwendig für

unser Überleben. Klimaschutz

und Wirtschaft neu denken:

Das ist unser aller Auftrag.

Arved Fuchs belässt es nicht

bei Analysen und Apellen. Er

zeigt Lösungen auf, schildert

Projekte, die konkrete und konsequente

Antworten auf die

drängenden Probleme versprechen.

Seine beeindruckenden Fotos

führen vor Augen, was wir zu

verlieren haben.

Dieses informative Buch sollte

möglichst in vielen Haushalten,

Behörden und bei Politikern zur

Pflichtlektüre werden.

Arved Fuchs: „Das Eis schmilzt“

Klimaschutz und Wirtschaft

neu denken

256 Seiten, 121 farbige Fotos

und Abbildungen, Format 15 x

22,5 cm, flexibel gebunden,

19,90 €

(ISBN 978-3-667-11985-8)

Wer ökonomisch und ökologisch

handeln will, besorgt sich

das Buch im lokalen Buch -

handel in Rissen, Blankenese,

Osdorf oder Othmarschen –

gern auf Bestellung/Abholung!

Ursprünglich war für An -

fang des Jahres die Pre -

miere eines Buches im

Rahmen einer Ausstellung

über Blankenese im Na -

tionalsozialismus geplant.

Durch die pandemiebedingten

Lockdown ist dies jetzt

nicht möglich, soll aber nachgeholt

werden.

Das Buch zur Ausstellung kann

aber ab sofort überall erworben

werden. Auch im Gemein de -

saal, in dem die Ausstellung

geplant war, ist das Buch für 22

€ erhältlich.

Blankenese und die Elbvororte

in der Zeit von der Ernennung

Adolf Hitlers zum Reichs -

kanzler bis zum Beginn des

Zweiten Weltkriegs - vom 20.

Januar 1933 bis zum 1. Sep -

tember 1939: Wie findet in dieser

Zeit die nationalsozialistische

Utopie der »Volksge mein -

schaft« ihren Niederschlag?

Die Forderung nach einer

»Volks gemeinschaft« war be -

reits Hauptbestandteil der NS-

Wahlkämpfe bis 1933 gewesen

- sie blieb freilich mehr

Schlagwort als ausformuliertes

ELBVORORTE

Gesellschaftsmodell. Mit dem

Januar 1933 ändert sich nun

alles, die »Volksgemeinschaft«

soll im »Führerstaat« des »Drit -

ten Reiches« entstehen - bis in

den letzten Winkel der Ge sell -

schaft. Die totale Diktatur wird

Realität.

Die Autoren beleuchten die

soziale und wirtschaftliche La -

ge in Blankenese und das konservative

Milieu der Elbge -

mein den, Blicken auf Opfer und

Täter, stellen die lokale Presse

von damals als Stütze der NS-

Herrschaft vor und zeigen den

Schulalltag der höheren Blan -

keneser Schulen im NS-Staat.

Ein besonderes Kapitel widmet

sich einem Fresko von Otto

Thämer im ehemaligen Fi -

nanzamt Blankenese. Soldaten,

Arbeiter, Bauern und Wissen -

schaftler – alle blond, markant

und voller Schaffenskraft – sollen

die von den National so -

zialisten propagierte Ideal der

»Volksgemeinschaft« widerspiegeln.

Mit der Realität der Jahre

nach 1933 hatte das allerdings

wenig zu tun...

Der Förderkreis Historisches

Blankenese präsentiert in der

Edition Gezeiten, Band 6:

„Blan kenese im Nationalso -

zialismus 1933–1939.“

Mit Beiträgen von Claudia

Bade, Maike Bruhns, Joachim

Eggeling, Hans Jürgen Höh -

ling, Bernhard Keller, Emma

Kühnelt, Jan Kurz, Frank Om -

land, Leonas Pausch, Carolin

Vogel und Fabian Wehner

großformatiges Paperback

ISBN 978-3-96194-118-6

KJM-Verlag, Blankenese


8 • DorfStadt-Zeitung 01/2021 • 14.01.2021

Im Gespräch

AH

I, Hamburg!

Neues aus der Schifffahrt | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Foto: Küster

Wer den Elbstrand besuchen will, sollte künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß anreisen.

Bezirk sagt Falschparkern Kampf an

CDU fordert technische Zugangskontrollen zu Elbstränden | Markus Krohn

Noch ist es draußen eiskalt

und niemand denkt an

Strandvergnügen. Doch bis

zum Sommer 2021 wollen

Bezirksabgeordnete eine

Lö sung für das Verkehrs -

problem am Elbstrand präsentieren.

Die CDU fordert jetzt

technische Zugangskontrollen

zum Elbstrand in Blankenese

und Rissen. Damit sollen Tou -

risten vom Falschparken abgehalten

werden und Hilfskräften

der Zugang zum Strand im

Ernst fall erleichtert werden.

ELBVORORTE

Im August letzten Jahres wäre

am Elbstrand in Rissen ein 19-

jähriger Schwimmer beinahe

tödlich verunglückt. Er konnte

von einem vor Ort befindlichen

Boot der DLRG kurzfristig ge -

rettet werden. Die Rettungs -

kräfte der Feuerwehr konnten

aufgrund von Falschparkern

derweil das Rissener Elbufer

nicht erreichen, auch der Ret -

tungswagen mit der verunfallten

Person konnte aufgrund

nur schwerlich in kürzester Zeit

das Krankenhaus erreichen.

Trotz breiter Berichterstattung

dieses Ereignisses konnte an

den darauffolgenden Tagen

keine Verbesserung erkannt

werden (auch die DorfStadt-

Zeitung berichtete). Ähnliche

Szenen spielten sich in der

Vergangenheit auch am Blan -

keneser Elbstrand ab.

Die Beamten am Polizeikom -

missariat 26 (PK 26) beobachten

die Situation seit Jahren

mit Sorge. Insbesondere an den

Wochenenden und an Feier ta -

gen und in Schulferienzeiten

werden die Zufahrtsstraßen von

Ausflüglern und Touristen stark

frequentiert, begutachtet das

PK 26 in einer Stellungnahme

gegenüber der Bezirksver -

samm lung. Dabei besteht beispielsweise

in Blankenese zwischen

April und September ab

der Blankeneser Hauptstraße,

Einmündung Am Eiland an den

Wochenenden und feiertags ein

Durchfahrtsverbot in Richtung

Elbstrand.

Im Jahr 2020 erfolgten durch

das PK 26 im Bereich des Elb -

ufers an 22 Tagen Maßnahmen

auch unter Hinzuziehung von

Kräften anderer Dienststellen.

Im Verlauf der genannten Maß -

nahmen wurden mehreren

hundert Fahrzeugen die Zu -

fahrt verwehrt, festgestellte

Verkehrsordnungswidrigkeiten

geahndet und eine Vielzahl von

Fahrzeugfuhrern im Rahmen

von Gesprächen für die besondere

Situation vor Ort sensibilisiert.

Neben der CDU-Fraktion fordern

auch die Anwohner technische

Zufahrtsbeschrän kun -

gen. Sie hatten in den Jahren

zuvor bereits eine Ausweitung

der Kontrollen gefordert, beispielsweise

vollautomatische

Schrankanlagen, bei denen die

Fahrzeuge via Kamera datenschutzkonform

erfasst werden.

Der Fahrzeugführer bestätigt

mit der Betätigung des Schran -

kenöffners sein Einverständnis,

dass sein Fahrzeug und Kenn -

zeichen bei Durchquerung der

Schranke digital erfasst und auf

eine Durchfahrtsberechtigung

überprüft wird. Diese Daten

werden mit einer entsprechenden

Datenbank abgeglichen

und sind damit überprüfbar.

Die Löschung der Daten aller

Fahrzeuge mit Durchfahrtbe -

rechtigung erfolgt nach 24

Stunden. Die Fahrzeuge ohne

Durchfahrtsberechtigung erhalten

voll automatisch eine entsprechende

Ordnungswi drig -

keits anzeige mit Anhörungs bo -

gen (wie bei allen anderen Ver -

kehrsüberwachungssäulen

auch).

Die Regulierung der Zufahrt

zum Elbufer durch technische

Zugangssysteme ist auch aus

Sicht des PK 26 grundsätzlich

denkbar und würde die Ver -

kehrsbelastung reduzieren. Fer -

ner würde der nicht unerhebliche

Kontrollaufwand durch das

PK 26 entfallen.

Es gibt jedoch auch Heraus -

forderungen für die Einführung

einer technischen Lösung, die

zuvor geklärt werden müssten.

Dazu gehört auch die Umwid -

mung der Zufahrtsstraßen,

denn die Straßenverkehrs-Ord -

nung berechtigt nicht zu verkehrsregelnden

Maßnahmen,

die den Widmungsumfang ei -

ner Straße einschränken. An -

fang Februar beschäftigt sich

der Verkehrsausschuss der Be -

zirksversammlung erneut mit

diesem Thema.

Blankeneser Post schließt im Herbst

Postbank-Filiale schließt · Kunden müssen sich mal wieder umgewöhnen | Markus Krohn

Das Jahr ist noch jung –

schon macht die Post mit

Negativschlagzeilen von

sich reden. Vor allem Blan -

kenese ist von der Schlie -

ßung der Postfiliale in der

Bahnhofstraße betroffen.

Insgesamt schließen in diesem

Jahr drei Hamburger Postfi -

lialen, die von der Postbank

betrieben werden. Die Postbank

bemängelt die mangelnde Wirt -

schaftlichkeit der Standorte.

Die Post verspricht jedoch, für

Ersatz zu sorgen, um den Briefund

Paketservice aufrecht zu

erhalten. „Die Deutsche Post

sucht bereits entsprechende

Partner, die in der näheren

Umgebung eine Partnerfiliale

betreiben können. Unsere Fi -

lialen werden in jedem Fall erst

BLANKENESE

Trotz großem Andrang: Die Post will unrentable Standorte wie

in Blankenese schließen

Foto: Krohn

schließen, wenn diese Partner

gefunden sind“, erklärt die

Postbank in ihrer Presse mit -

teilung. Auch der Vorstand der

Blankenese Interessengemein -

schaft e.V. ist auf der Suche

nach einem geeigneten Partner.

Schon jetzt nehmen Press +

Books am S-Bahnhof Blanke -

nese und Eichemeyer’s Frische -

Foto: oscity/AdobeStock

m ärkte GmbH in der Elb chau -

ssee 576-578 DHL-Pakete an.

Lediglich Postbank-Kunden

müssen sich wohl umgewöhnen.

Verbleibende Standorte

sind allerdings kilometerweit

entfernt:

· Beselerplatz 7

· Altonaer Poststraße 9–13

· Luruper Hauptstraße 138–142

· Bahnhofstraße 18a, Wedel

Kunden in anderen Stadtteilen

haben sich längst an die

Postpartner gewöhnt, die mehr

oder weniger zuverlässig die

Dienstleistungen von Post und

Postbank übernommen haben.

Über die Filialsuche im Internet

(www.deutschepost.de) kann

man die nächstliegende Part -

nerfiliale ausfindig machen.

Moin, liebe Leser,

das abgelaufene Jahr 2020 war

auch für die Seefahrt purer

Stress. Durch Corona bedingte

Fabrikschließungen zerrissen

Lieferketten von Asien nach

Europa. Wichtige Häfen hatten

infektionshalber zu wenig Ab -

fer tigungspersonal. Und Besat -

zungen blieben monatelang an

Bord, weil der Lockdown die

Ablösecrews stoppte. Doch zum

Jahresende steht zumindest die

Frachterbranche plötzlich gut

da. Mehr dazu in den Mel dun -

gen mit Trends für 2021:

Trend 1: Viel Fracht,

wenig Container

Hamburg – Die Corona pande -

mie hat der Container schiff -

fahrt goldene Zeiten beschert.

Experten: „Die Frachter sind

randvoll, Container werden

Man gelware.“ Grund: Die Boom-

Wirtschaft in China, das den

Vi rus im Griff hat und Pro -

duktionen aufholt, die beim

ersten Lockdown flachfielen.

Problem: In der Volksrepublik

stehen zu wenig Leercontainer

für die Verpackung zur Verfü -

gung. Folge: Die Frachtraten

erreichen ungeahnte Höhen.

Negativefffekt: Viele Häfen

zwischen Southampton und

Shanghai können den Wa ren -

strom kaum bewältigen und

zwingen Schiffe zu Warterei

auf Reede. Derzeit kommt nur

jeder zweite Container pünktlich

an.

Trend 2: Klimaschutz

auf See

London – Schiffe produzieren

knapp 2,5 Prozent der weltweiten

Treibhausgase. Deshalb ist

nur Treibstoff erlaubt, der

höchstens 0,5 Prozent Schwefel

enthält. Deshalb entstehen im -

mer mehr klimafreundliche

Schiffe mit Elektro-, Flüssig -

gas- oder Hybridantrieb. Ken -

ner sagen, deren Absatz werde

wachsen und im Jahr 2027 bei

20 Milliarden Dollar liegen.

„Wir müssen uns auf Netto-

Null-Kraftstoffe fokussieren,”

so Henriette Hallberg Thygesen

von Maersk, Esbjerg, der global

größten Reederei.

Trend 3: Schiffe werden

kleiner/größer

Tokio - Der Trend im Schiffbau

geht zu kleineren, moderneren

Frachtschiffen. Das prophezeit

BTC-ECHO, eine führende Me -

dienplattform im Bereich digitale

Währungen. Insbesondere

bei kleineren Schüttgut frach -

tern, den sogenannten Handy -

size Bulkern, bestehe Umdenk -

potenzial. Andererseits: Das

japanische Reedereinetzwerk

Ocean Network Express (ONE)

will ab 2023 die größten

Schiffe der Welt betreiben.

Nach Firmenangaben sollen

sechs Megafrachter mit jeweils

über 24.000 Container (TEU)

Ka pazität entstehen. Auch Ha -

pag-Lloyd hat sechs Frachter

mit je 23.500 Container ein hei -

ten geordert und revidiert da -

mit die bisherige Strategie.

ONE will ab 2023 die größten Schiffe der Welt betreiben Foto: ONE PR

Trend 4: Werften

in Bredouille

Hamburg – Die Corona-Krise

hat weltweit Aufträge zum Bau

neuer Schiffe abschmelzen lassen.

Konsequenz: Werften re -

du zierten Arbeitszeiten, verlängerten

Werksferien oder bauten

Überstunden ab. Besonders be -

troffen: Die Werften an Nordund

Ostsee. Von denen hängen

inklusive Zulieferern gut

103.000 Menschen ab. Die

Akquisition neuer Aufträge

wird 2021 zur Überlebensfrage.

Trend 5: Neue US-

Meeresmission

Washington – Die US-Küsten -

wache, die auch militärähnliche

Aufgaben wahrnimmt, wird

2021 erstmals im Südatlantik

aktiv. Das soeben vom Stapel

gelaufene Patrouillenschiff

„USCGC Stone“ soll gegen illegale,

unregulierte und nicht

gemeldete Fischerei vorgehen.

Das modernste Schiff der US

Coast Guard ist 127 m lang,

kann bis zu 28 Knoten fahren

und hat eine Reichweite von

12.000 Seemeilen (22.224 km).

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