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mensch joseph! | Magazin 2-2016

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<strong>joseph</strong>!<br />

<strong>mensch</strong><br />

IHR GESUNDHEITSMAGAZIN FÜR DIE REGION<br />

AUSGABE 2 | <strong>2016</strong><br />

Neue Palliativstation –<br />

Letzte Lebensphase lebenswerter machen S. | 04<br />

Marius Morr:<br />

Medizinstudent<br />

im JHW<br />

S. | 17<br />

Überwundene Blutarmut –<br />

Durch den Körper von Patientin<br />

Anna Müller fließt wieder Energie S. | 14<br />

Nachtschicht<br />

Das JHW ist für die Menschen rund<br />

um die Uhr im Einsatz S. | 06


Willkommen zur<br />

STADTVISITE!<br />

Samstag, 3. September, 10 bis 14 Uhr<br />

Laurentius-Kirchplatz Warendorf<br />

Das JHW stellt sich auf dem Laurentius-Kirchplatz in Warendorf vor – gehen Sie<br />

mit unserem Ärzte- und Pflegeteam auf eine medizinische Entdeckungstour:<br />

Informationen<br />

über unser medizinisches Leistungsspektrum<br />

Medizin zum Anfassen und Erleben<br />

(u. a. Gerätevorführungen, begehbare Organe)<br />

Unterhaltung für Jung und Alt<br />

(u. a. Glücksrad, Zauberer & Pantomime)<br />

Schauen Sie vorbei – wir freuen uns auf viele gute Gespräche!<br />

Josephs-Hospital Warendorf | Am Krankenhaus 2 | 48231 Warendorf<br />

Telefon 02581/20 - 0 | info@jhwaf.de | www.jhwaf.de


INHALT<br />

Peter Goerdeler<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

„Wir fühlen uns dem Menschen verpflichtet<br />

und sehen uns in der Tradition<br />

unseres Stifters Franz-Joseph Zumloh.“<br />

04 | IM INTERVIEW<br />

Dr. Sabine Zöller, ärztliche Leiterin<br />

der neuen Palliativstation<br />

05 | STICHTAG – TERMINE IM JHW<br />

· Das JHW auf Stadtvisite<br />

· Mitspieler gesucht!<br />

06 | NACHTSCHICHT<br />

Das JHW rund um die Uhr im Einsatz<br />

Liebe Leserin,<br />

lieber Leser,<br />

10 | INNERE MEDIZIN<br />

Domagk – Ein Name mit Geschichte<br />

<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! – dieser Titel macht<br />

deutlich, dass wir uns dem Menschen<br />

verpflichtet fühlen und uns zum<br />

anderen in der Tradition unseres<br />

Stifters Franz-Joseph Zumloh sehen.<br />

Beides vereinen wir in unserer<br />

neuen Palliativ station. Das Menschliche:<br />

Unsere Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter auf der Palliativstation<br />

kümmern sich um schwerstkranke<br />

Patienten mit einer begrenzten Lebenserwartung,<br />

um diesen eine gute<br />

Lebensqualität zu ermöglichen. Wir<br />

sind uns sicher, dass dies im Sinne<br />

unseres Stifters ist. Übrigens schließt<br />

unsere Palliativstation damit eine<br />

bestehende Versorgungslücke im<br />

Kreis Warendorf. In diesem existiert<br />

bislang keine entsprechende stationäre<br />

Versorgung. Mehr zu unserer<br />

Palliativ station finden Sie ab Seite 4.<br />

Wollten Sie schon immer wissen,<br />

was nachts im Krankenhaus geschieht?<br />

Welche Berufsgruppen für<br />

unsere Menschen rund um die Uhr<br />

da sind? Und wie unsere Mitarbeiter<br />

es eigentlich schaffen, wach zu<br />

bleiben? Antworten darauf gibt eine<br />

spannende Reportage ab Seite 6.<br />

Das wir für die Menschen im Kreis<br />

Warendorf (und darüber hinaus) da<br />

sind, können Sie live am 03.09.<strong>2016</strong><br />

erleben. Unsere Ärzte und Pflegekräfte<br />

kommen zu Ihnen – im Rahmen<br />

einer Stadtvisite auf dem Laurentius-<br />

Kirchplatz haben Sie die Möglichkeit,<br />

mit uns ins Gespräch zu kommen.<br />

Kommen Sie gut durch den Sommer<br />

und bleiben Sie gesund,<br />

12 | FIT-TIPP<br />

Sommer, Hitze, Prost!<br />

13 | MENSCH, SAG MAL<br />

„Was tun Sie, wenn es<br />

draußen heiß wird?“<br />

14 | GEBÄRMUTTERENTFERNUNG<br />

Nach monatelanger Blutarmut<br />

fließt durch Anna Müllers Körper<br />

wieder Energie<br />

17 | IM GESPRÄCH MIT ...<br />

Medizinstudent Marius Morr<br />

Einer der Menschen auf der Palliativstation<br />

ist unser Chefarzt der Inneren<br />

Medizin / Gastroenterologie, Prof.<br />

Dirk Domagk. Was er zu seinem<br />

berühmten Namen zu sagen und<br />

welche Visionen er für die Innere<br />

Medizin hat, lesen Sie ab Seite 10.<br />

Peter Goerdeler<br />

18 | WARENDORF BEWEGT<br />

Laufen, aber richtig!<br />

19 | SCHLUSSENDLICH<br />

· Wortfuchs-Gesundheitsrätsel<br />

· Impressum<br />

02<br />

—<br />

03


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! IM INTERVIEW<br />

Letzte<br />

Lebensphase<br />

lebenswerter machen<br />

Im April <strong>2016</strong> hat<br />

die neue Palliativstation<br />

im Josephs-<br />

Hospital eröffnet.<br />

Sie umfasst fünf<br />

Plätze, verfügt<br />

über speziell geschulte<br />

Mitarbeiter<br />

und schließt damit<br />

eine Versorgungslücke:<br />

Es ist die<br />

einzige Palliativstation<br />

im Kreis<br />

Warendorf. Die<br />

ärztliche Leitung<br />

hat Dr. Sabine<br />

Zöller übernommen.<br />

Gemeinsam<br />

mit ihrem Team<br />

betreut die 33-<br />

Jährige Patienten,<br />

deren schwere<br />

Erkrankungen<br />

aus medizinischer<br />

Sicht nicht mehr<br />

heilbar sind.<br />

Frau Dr. Zöller, für Sie als Ärztin steht<br />

das Heilen von Menschen im Vordergrund.<br />

Was reizt Sie an der Palliativmedizin<br />

– immerhin haben Sie in<br />

Ihrem beruflichen Alltag eher mit<br />

Patienten zu tun, die sich mit dem<br />

Tod beschäftigen müssen?<br />

❱ Dr. Sabine Zöller: In der Inneren Medizin<br />

trifft man auch immer auf Palliativpatienten,<br />

Berührungspunkte auf diesem Gebiet<br />

habe ich also bereits vor meiner Zusatzausbildung<br />

zur Palliativmedizinerin gehabt.<br />

Im Prinzip halte ich den Ansatz „Man kann<br />

nicht mehr viel machen“, wenn es um unheilbar<br />

kranke Patienten geht, für falsch.<br />

Es geht in diesen Fällen zwar nicht darum,<br />

das Leben zu verlängern. Aber auch bei<br />

Menschen, bei denen die medizinischen<br />

Möglichkeiten zur Heilung einer Krankheit<br />

ausgeschöpft sind und die Lebenserwartung<br />

begrenzt ist, kann man oft mit einfachen<br />

Mitteln die verbleibende Zeit mit mehr<br />

Lebensqualität füllen.<br />

„Im Vordergrund steht nicht, dem Leben<br />

mehr Tage zu geben, sondern den Tagen<br />

mehr Leben“ – ein poetisch anmutendes<br />

Zitat, das sich auf den Grundgedanken<br />

der Palliativmedizin bezieht. Wie<br />

setzen Sie und Ihr Team diesen Ansatz<br />

im Alltag um?<br />

❱ Zunächst einmal möchte ich betonen,<br />

dass unsere Einrichtung keine reine Sterbestation<br />

ist! Palliativmedizin beschränkt sich<br />

zwar auf die letzte Lebensphase eines Menschen,<br />

oft aber gelingt auch eine Verbesserung<br />

und Stabilisierung der Situation, sodass<br />

wir etwa jeden dritten Patienten nach<br />

einem Aufenthalt in unserer Palliativstation<br />

wieder nach Hause entlassen können. Ist<br />

eine häusliche Versorgung aus den verschiedensten<br />

Gründen nicht möglich, versuchen<br />

wir eine Hospizunterbringung in die Wege<br />

zu leiten.Unsere Aufgabe während des stationären<br />

Aufenthaltes ist es vor allem, die<br />

alltäglichen Leiden der Patienten zu lindern<br />

und die Beschwerden zu kontrollieren. Dabei<br />

orientieren wir uns in der Palliativmedizin<br />

weniger an den Krankheiten, sondern an<br />

den Symptomen. Hierfür arbeitet unsere<br />

Abteilung interdisziplinär mit ebenfalls in<br />

der Palliativmedizin ausgebildeten Kollegen<br />

aus anderen Fachbereichen zusammen,<br />

wie Psychologen, einer Aromatherapeutin,<br />

Physio- und Ergotherapeuten sowie Anästhesisten<br />

und Schmerzmedizinern.<br />

Gibt es neben der fachlichen Qualifikation<br />

auch persönliche Stärken, die<br />

jemand mitbringen muss, um auf der<br />

Palliativstation im Josephs-Hospital<br />

arbeiten zu können?<br />

❱ Natürlich ist es im Umgang etwas anderes,<br />

wenn man Sterbende oder schwerkranke<br />

Menschen betreut. Wir sprechen sehr offen<br />

mit unseren Patienten, Berührungsängste<br />

mit dem Thema „Tod“ sollte auf unserer<br />

Station niemand haben. Zusätzlich hilft es,<br />

wenn wir eine gewisse Ruhe ausstrahlen<br />

– unsere sechs Pflegekräfte, die unter der<br />

Koordination unserer pflegerischen Leitung<br />

Andrea Hoffmann hier arbeiten, sind allesamt<br />

entsprechend geschult.<br />

Wie hoch schätzen Sie den Bedarf<br />

dieser Station im Josephs-Hospital<br />

denn ein?


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! JHW INTERN<br />

ERSTE JHW-<br />

STADTVISITE<br />

Dr. Sabine Zöller möchte als<br />

ärztliche Leiterin der neuen<br />

Palliativstation die verbleibende<br />

Zeit ihrer Patienten mit mehr<br />

Lebensqualität füllen.<br />

❱ Nach fast fünf Monaten können wir sagen,<br />

dass es für das Angebot eine rege<br />

Nachfrage gibt. Kompetenzen waren vorher<br />

schon in unserem Haus vorhanden, es<br />

hat sich aber schnell herumgesprochen,<br />

dass das Josephs-Hospital jetzt eine ganzheitliche<br />

palliativtherapeutische Betreuung<br />

gebündelt auf einer Station anbietet. Es<br />

ist die einzige Palliativeinheit dieser Art<br />

in Krankenhäusern im gesamten Kreis<br />

Warendorf und schließt allein dadurch eine<br />

Versorgungslücke. Anrufe bekommen wir<br />

auch von Hausärzten und Privatpersonen.<br />

Zudem arbeiten wir eng mit dem Palliativmedizinischen<br />

Forum des Kreises und den<br />

Hospizvereinen zusammen, die eine große<br />

Stütze in der ambulanten Versorgung der<br />

Palliativ patienten darstellen. Die wohnortnahe<br />

Versorgung ist ein entscheidender<br />

Faktor. Angehörige oder das eigene Zuhause<br />

in der Nähe zu wissen, erleichtert<br />

unseren Patienten den Aufenthalt. Es gibt<br />

auch Patienten, die öfters wiederkommen.<br />

Auf was sollten sich Patienten denn<br />

einstellen, wenn sie auf der Palliativstation<br />

aufgenommen werden?<br />

❱ Neben der bereits erwähnten fachlichen<br />

und <strong>mensch</strong>lichen Qualifikation aller hier<br />

arbeitenden Kollegen ermöglicht auch das<br />

Raumkonzept unserer Abteilung eine intensive<br />

Betreuung der Kranken und Angehörigen<br />

– die auf Wunsch in den Zimmern übernachten<br />

können. Unsere Einheit ist durch<br />

eine räumliche Abtrennung der anderen<br />

Stationen, auf denen es auch mal wuseliger<br />

zugehen kann, deutlich ruhiger. Ruhe und<br />

Privatsphäre sind uns für unsere Patienten<br />

und ihre Angehörigen wichtig.<br />

Schon einmal einen Spaziergang durch den <strong>mensch</strong>lichen Darm gemacht?<br />

Vermutlich nicht. Das JHW bietet Interessierten am Samstag, 3. September,<br />

die Möglichkeit, völlig neue Einblicke ins eigene Innenleben zu bekommen.<br />

Begehbare Organmodelle werden eigens für die erste Warendorfer Stadtvisite<br />

des JHW auf dem Laurentius-Kirchplatz aufgebaut. Wie sieht das<br />

Herz von innen aus? Oder die Gebärmutter? Der Magen? Die überdimensionalen<br />

Modelle vermitteln den Besuchern mittels ungewohnter Perspektiven<br />

ein neues Körpergefühl, kleinste Details werden im wörtlichen Sinne<br />

„begreifbar” gemacht.<br />

Neben diesen seltenen Einblicken zeigt auch das JHW, was es zu bieten hat:<br />

Zwischen 10 und 14 Uhr stehen Ärzte und Pflegekräfte Besuchern für Fragen<br />

zur Verfügung, um Informationen über das medizinische Leistungsspektrum<br />

des Josephs-Hospitals zu geben. Unter dem Motto „Medizin zum Anfassen<br />

und Erleben“ werden zudem ausgewählte medizinische Geräte vorgeführt.<br />

Ein buntes Rahmenprogramm rundet die Stadtvisite auf dem Laurentius-<br />

Kirchplatz in Warendorf ab. Und auch für Kinder bietet der Tag etwas Unterhaltung,<br />

denn sie können sich zum Beispiel auf eine lustige Begegnung mit<br />

einem Zauberer und Pantomimen freuen.<br />

MITSPIELER GESUCHT<br />

Sie zeigen auf der Klaviatur<br />

echtes Fingerspitzengefühl<br />

und holen aus einem Flügel<br />

Töne und Melodien heraus,<br />

die angenehm ins Ohr gehen?<br />

Unser hauseigener Flügel<br />

bietet Interessierten auf ehrenamtlicher<br />

Basis die Möglichkeit,<br />

in der Eingangshalle für etwas<br />

Musik zu sorgen. Wer Lust<br />

hat, einfach bei Tobias Christof<br />

Dierker melden – telefonisch<br />

unter 02581 – 201017 oder per<br />

Mail: t.dierker@jhwaf.de<br />

04<br />

—<br />

05


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! JHW NACHT-REPORTAGE<br />

Freitag, kurz vor 21 Uhr in Warendorf. Die Sonne<br />

verabschiedet sich langsam in den dämmernden<br />

Feierabend. Feierabend? Von wegen: Für eine kleine<br />

Belegschaft im Josephs-Hospital beginnt jetzt<br />

der Arbeitstag. 30 Mitarbeiter halten im Klinikum<br />

auf den Stationen die „Nachtwache“, um für die<br />

stationären Patienten da zu sein. Und für alle, die<br />

in dieser Nacht noch kommen werden.<br />

NACHTS<br />

IM JHW:<br />

kleines Team,<br />

großer Einsatz!<br />

19:45 UHR<br />

Am Empfang im JHW beginnt<br />

für Marie-Therese Gösling der<br />

Dienst, ab jetzt heißt es, den<br />

Überblick behalten – vor Ort<br />

und am Telefon.


NACHT-<br />

SCHICHT<br />

DAS JHW SCHLÄFT NIE – ÄRZTE UND<br />

PFLEGEPERSONAL SIND FÜR IHRE<br />

PATIENTEN AUCH NACHTS HELLWACH.<br />

Wer am späten Abend die Eingangshalle<br />

des Josephs-Hospitals betritt, findet erst<br />

einmal eins: Ruhe. Von der wuseligen Atmosphäre,<br />

die hier am Tage vorherrscht,<br />

keine Spur. Nur ein knalliges Blau durchbricht<br />

die entspannte Atmosphäre: Hinter<br />

dem beleuchteten Empfangstresen sitzt<br />

seit 19:45 Uhr Marie-Therese Gösling.<br />

Die 55-Jährige hat von ihren Monitoren<br />

aus den Rundumblick über das Gebäude.<br />

Fährt zum Beispiel ein Rettungswagen<br />

vor, steuert sie die Aufzüge und schließt<br />

die automatisierten Türen der Halle auf, in<br />

der die Einsatzkräfte ankommen – „weil<br />

ja jede Minute zählen kann“, erklärt sie.<br />

Die Patienten, die zu später Stunde das<br />

Klinikum über den Haupteingang<br />

betreten, lotst die Empfangsdame<br />

freundlich zum Ziel. In den meisten<br />

Fällen führt der Weg in die Zentrale<br />

Notaufnahme (ZNA).<br />

Hier hat Internistin Dr. Eva Rieth<br />

gemeinsam mit ihrem chirurgischen<br />

Kollegen Andrejus Kriukovas<br />

die ärztliche Verantwortung. Zwei<br />

Nachtschichten hat die 30-Jährige<br />

noch vor sich, um sich dann für<br />

eine Woche vom Dienst abzumelden. „Ich<br />

finde die Schichten nicht so schlimm,<br />

aber es gibt Dinge, die mehr Spaß machen“,<br />

gibt die Assistenzärztin mit einem<br />

Ruhe vor dem<br />

(An)sturm: Die<br />

diensthabende<br />

Assistenzärztin<br />

Dr. Eva Rieth<br />

entspannt in der<br />

ZNA bei einer<br />

Tasse Kaffee.<br />

22:10 UHR<br />

Nehmen sich Zeit für ein „stationsübergreifendes“<br />

Gespräch: Krankenpfleger<br />

Eduard Rot besucht seine<br />

Kollegin Ina Schlotmann in der<br />

Allgemeinchirurgie.<br />

00:45 UHR<br />

Florian Elkmann und Marvin<br />

Zesnikowski vom DRK-Rettungsdienst<br />

haben einen Patienten<br />

gebracht – er klagt über starke<br />

Bauchschmerzen.<br />

06<br />

—<br />

07


Augenzwinkern zu. Im Grunde genommen<br />

müsse man sich dann mehrere Tage<br />

vom alltäglichen Leben verabschieden,<br />

in der Regel brauche ihr Körper etwa<br />

zwei Nächte, bevor sich ihr Biorhythmus<br />

auf die späte Arbeitszeit einstelle.<br />

„Das Wochenende vor der Nachtschicht<br />

versuche ich immer möglichst viel zu<br />

schlafen. Und während eines Dienstes<br />

trinke ich etwa drei Tassen Kaffee.“ Ein<br />

müder Punkt komme dennoch immer<br />

wieder mal, „ich habe aber gelernt damit<br />

umzugehen“.<br />

Viel Zeit, um müde zu werden, hat sie<br />

ohnehin nicht – zwar kämen nachts<br />

weniger Patienten in die ZNA als<br />

tagsüber, die Belastung hält sie<br />

in einer Nachtschicht aber für höher.<br />

Dem Ärzteteam stehen zwei<br />

Krankenschwestern zur Seite,<br />

darüber hinaus sind jederzeit ein<br />

internistischer und chirurgischer<br />

Oberarzt im Bereitschaftsdienst<br />

zur Stelle. Aber auch ohne die<br />

schweren Notfälle sei diese<br />

Woche schon sehr viel los<br />

gewesen. In 24 Stunden<br />

suchen rund 70 bis 120<br />

Patienten die ZNA auf,<br />

im gesamten Jahr <strong>2016</strong><br />

sind es bereits 15000.<br />

Eine hohe Zahl, die vor allem<br />

damit zu erklären ist, dass auch immer<br />

öfter Menschen kommen, die aus medizinischer<br />

Sicht nicht als Notfall gelten.<br />

„Das sind zum Beispiel Patienten, die<br />

nachts wegen eines eingewachsenen<br />

Zehennagels vorbeikommen.“ Ihre Aufgabe<br />

sei dabei herauszufinden, welcher<br />

Patient lebensbedrohlich krank ist.<br />

„Heute ist es bis jetzt erstaunlich ruhig“,<br />

wundert sich Dr. Rieth. Es ist 23 Uhr.<br />

Gemeinsam mit ihrem Kollegen, dem<br />

Anästhesisten Dr. Niklas Kohlhase, sitzt<br />

sie in einem der Untersuchungsräume,<br />

unterhält sich und trinkt einen Kaffee.<br />

Den Tag vor der Nachtschicht lobt sie<br />

aber zu Recht nicht – bis zu ihrem Dienstschluss<br />

um 8:15 Uhr werden noch 14<br />

Patienten die ZNA ansteuern. Auch wenn<br />

Assistenz arzt Dr. Kohlhase von den meisten<br />

Fällen nichts mitbekommen wird, hat<br />

es auch seine Nachtschicht in sich: „Ich<br />

habe heute Morgen um 8 Uhr mit meinem<br />

24-Stunden-Dienst begonnen. In der<br />

Regel kann ich mich aber ab Mitternacht<br />

hinlegen, auch wenn ich dabei eher ruhe<br />

und weniger schlafe.“ Insgesamt findet<br />

er die Atmosphäre einer Nachtschicht<br />

angenehm. Das Arbeiten im Team sei<br />

entspannter, Stressfaktoren von außen,<br />

wie das Klingeln der Telefone, gäbe es<br />

nicht. „Wir arbeiten eigenständiger, es ist<br />

aber gut zu wissen, dass man jederzeit<br />

den Oberarzt anrufen kann.“<br />

Für die Menschen in und um Warendorf<br />

ist es beruhigend, dass in der Not die<br />

„Nachtwächter“ im Josephs-Hospital für<br />

sie da sind.<br />

3:30 UHR<br />

In der Zentralen Notaufnahme füllt<br />

sich der Wartebereich – medizinische<br />

Notfälle wie dieser hier haben<br />

grundsätzlich Vorrang.


Meine<br />

Nachtschicht<br />

Krankenschwestern und Krankenpfleger sind die guten Seelen im JHW,<br />

betreuen Patienten auf den Stationen – und zwar rund um die Uhr.<br />

Routinierter<br />

Nachtschichtler<br />

Zwei bis drei Nächte im Monat ist Krankenpfleger<br />

Eduard Rot für die Unfallchirurgie-<br />

Station zuständig. Von den 33 Betten sind<br />

heute Nacht 25 belegt. Zehn davon mit<br />

„Sorgenkindern“, wie er die frisch operierten<br />

Patienten liebevoll nennt. Für den 50-Jährigen<br />

aber kein Problem – seit<br />

31 Jahren arbeitet er im<br />

JHW. Erfahrung, die er<br />

im Nachtdienst routiniert<br />

einsetzt: „Ich teile<br />

mir meine Arbeit so ein,<br />

wie ich es möchte.“<br />

Wenige Ruhephasen<br />

Seit 1992 ist Antje Mayer den Exter Krankenschwester<br />

im JHW – im Nachtdienst betreut sie<br />

an diesem Abend auf ihrer Station 16 Patienten.<br />

Ihr 10-Stundendienst ist gefüllt mit regelmäßigen<br />

Rundgängen. „Unter anderem lagere ich alle<br />

zwei Stunden Patienten, führe Vitalzeichenkontrollen<br />

durch, messe den Blutdruck oder<br />

wechsle Katheter.“<br />

ZNA fordert<br />

Für Jutta Rose hat die<br />

Nachtschicht einen anderen<br />

Rhythmus als die Schichten<br />

am Tag. "In der ZNA ist<br />

nachts meistens viel los, in<br />

einem kleineren Team kann<br />

man das Tempo aber auch<br />

selber besser und eigenständiger<br />

steuern."<br />

<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! JHW NACHT-REPORTAGE<br />

Voll konzentriert<br />

In der Intensivstation hat<br />

Dr. Alexander Holthaus alle<br />

Hände voll zu tun. Gemeinsam<br />

mit seinem dreiköpfigen<br />

Pflegeteam überwacht er den<br />

gesundheitlichen Zustand von<br />

acht Intensivpatienten – damit<br />

ist die Station in dieser Nacht<br />

voll ausgelastet.<br />

„Das Spannende an einer<br />

Nachtschicht ist, dass man<br />

eigenverantwortlich arbeiten<br />

kann.“ Auf Bildschirmen am<br />

Tresen blinkt und piept es hin<br />

und wieder. Von hier kontrollieren<br />

Dr. Holthaus und sein Team<br />

die Vitalzeichen der Patienten.<br />

4:45 UHR<br />

Anästhesist Dr. Niklas Kohlhase geht<br />

mit einem Patienten einen Fragebogen<br />

durch, um vor einer Notfall-OP<br />

Komplikationen auszuschließen.<br />

6:00 UHR<br />

In Warendorf geht langsam<br />

die Sonne auf, für das Personal<br />

im JWH wird der Nachtschicht-Endspurt<br />

eingeläutet<br />

und alles für eine Patientenübergabe<br />

vorbereitet.<br />

08<br />

—<br />

09


Ein Name mit Geschichte<br />

DOMAGK<br />

Sein Großvater ein Nobelpreisträger, er selbst ein international<br />

anerkannter Gastroenterologe: Chefarzt Professor Dirk Domagk<br />

fühlt sich in Warendorf wohl.<br />

GASTROENTEROLOGIE IM FOKUS<br />

Aus einer organisierten Abteilung noch mehr herauskitzeln:<br />

Bei Amtsantritt 2015 fand der Chefarzt<br />

der Inneren Medizin, Prof. Dirk Domagk, ein gut<br />

funktionierendes Team vor. Für den gebürtigen<br />

Göttinger galt es, auf dieser Basis aufzubauen<br />

und eigene Schwerpunkte zu setzen, um die Abteilung<br />

weiterzuentwickeln. Dazu gehört die spezielle<br />

Qualifikation der Fachärzte im Bereich der<br />

Gas troenterologie, um sich auf dem Gebiet von<br />

anderen Krankenhäusern abzuheben.<br />

„Auch unsere gerätetechnische Ausstattung ist auf<br />

dem neuesten Stand, was unter anderem daran<br />

liegt, dass wir mit Endoskopie-Unternehmen kooperieren<br />

und uns auch wissenschaftlich engagieren.“<br />

Die Warendorfer Ärzte vermitteln das eigene<br />

Wissen an den speziellen medizinischen Geräten<br />

an Kollegen und OP-Zentren anderer Häuser weiter.<br />

Auf der Domagk-Agenda steht zudem das Ziel, ein<br />

viszeralmedizinisches Zentrum aufzubauen, dafür<br />

sei ein kontinuierliches Qualitätsmanagement Voraussetzung.<br />

Gelebt werde heute vieles davon bereits<br />

im Darmzentrum Warendorf, in dem Patienten<br />

mit Darmkrebs nach einheitlichen und etablierten<br />

Standards behandelt werden. „Die Zusammenarbeit<br />

mit dem chirurgischen Partner Prof. Seiler<br />

funktioniert sehr gut“, erklärt Domagk. Ein wichtiges<br />

Anliegen ist für Prof. Domagk zudem die enge<br />

und kollegiale Zusammenarbeit mit den niedergelassenen<br />

Ärzten der Region (siehe auch Kasten S.<br />

11) – ebenso wie die Ausbildung des Medizinernachwuchses.<br />

Durch seine langjährige Tätigkeit<br />

an der Uni Münster könne er neue Impulse für das<br />

als akademisches Lehrkrankenhaus anerkannte<br />

Josephs-Hospital geben.<br />

Seit Anfang Februar 2015 ist Prof. Dirk Domagk Chefarzt der Inneren<br />

Medizin im Josephs-Hospital. Sein Schwerpunkt neben der allgemeinen<br />

Inneren Medizin: die diagnostische und therapeutische<br />

Endoskopie. Der 47-Jährige gilt als ausgewiesener Experte in der<br />

Gastroenterologie, ausgezeichnet mit zahlreichen Zertifikaten.<br />

Herr Prof. Domagk, warum hat es Sie vor anderthalb Jahren<br />

nach Warendorf verschlagen – an beruflichen Alternativen hat<br />

es vermutlich nicht gefehlt?<br />

❱ Nach vielen Jahren im Universitätsklinikum Münster, zuletzt acht<br />

Jahre als Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik B, habe<br />

ich einfach eine neue Herausforderung gesucht. Ich bin dann auch<br />

in einem Alter, in dem sich mir die Frage stellt: Wohin soll der Weg<br />

jetzt eigentlich gehen? Verschiedene Angebote lagen auf dem Tisch,<br />

unter anderem gab es Gespräche mit einem Endoskopischen Forschungszentrum<br />

aus den USA. Letztlich habe ich mich bewusst für<br />

das Josephs-Hospital als Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni<br />

Münster entschieden, da ich hier einerseits dicht am Patienten bin,<br />

andererseits auch noch den Kontakt zu meiner Alma Mater mit universitärer<br />

Ausbildung und Wissenschaft habe.<br />

Sie gehören einer Ärztefamilie mit Historie an, der<br />

Name Domagk ist unter Medizinern ein Begriff …<br />

❱ Sie spielen damit auf meinen Großvater an, Gerhard Domagk. Er<br />

gehört zu den Vorreitern in der Infektiologie und Bezwingern der<br />

Tuberkulose. 1935 entdeckte er die antibakterielle Wirkung des<br />

Sulfonamid-Farbstoffs Prontosil, das erste praktisch eingesetzte<br />

Antibiotikum. Für diese wichtige Entdeckung erhielt er 1939 den<br />

Nobelpreis für Medizin.<br />

Ist es Fluch oder Segen sich mit diesem Namen für eine Laufbahn<br />

als Mediziner zu entscheiden?


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! INNERE MEDIZIN<br />

Chefarzt Prof.<br />

Dirk Domagk<br />

hat mit seiner Abteilung,<br />

der Inneren<br />

Medizin, in Zukunft<br />

noch viele Ziele.<br />

❱ Als Kind habe ich weniger davon mitbekommen; meine Eltern achteten<br />

bei der Erziehung ihrer Söhne darauf, dass das Thema bei uns<br />

in der Familie nicht allzu hoch aufgehängt wurde. Während meines<br />

„Ich bin meinen eigenen<br />

Weg gegangen.“<br />

Prof. Dirk Domagk<br />

Studiums konnte es da schon manchmal etwas anstrengender werden,<br />

immer wieder mit dem Namen konfrontiert zu werden. Letztendlich<br />

habe ich mich davon aber ein Stück weit emotional gelöst<br />

und bin meinen eigenen Weg gegangen.<br />

Sie selbst sind als Gastroenterologe ein über Deutschlands<br />

Grenzen hinaus anerkannter Fachmann – unter anderem gehören<br />

Sie diversen Kommissionen für die Europäische Gesellschaft für<br />

Gastrointestinale Endoskopie (ESGE) an. Umso größer ist die<br />

Freude gewesen, dass Sie sich für ein verhältnismäßig kleines<br />

Haus wie das Josephs-Hospital entschieden haben.<br />

❱ Ich freue mich auch, hier zu sein. Zum einen fußte meine Entscheidung<br />

darauf, dass meine Frau und ich nach 18 Jahren im Münsterland<br />

hier heimisch geworden sind. Warendorf und das Umland bieten attraktive<br />

Möglichkeiten zum Leben, auch meine Familie fühlt sich hier<br />

sehr wohl. Zum anderen geht dem Josephs-Hospital der Ruf eines<br />

gut funktionierenden und organisierten Betriebs voraus. Mir kam es<br />

weniger auf die Größe der Klinik, sondern auf die Visionen und Entwicklungsperspektiven<br />

an, die mir mein neuer Arbeitgeber bietet.<br />

Ich sehe das Josephs-Hospital mit dem aktuellen Kuratorium und<br />

Verwaltungsdirektor für die Zukunft gut aufgestellt. Wir haben eine<br />

tolle Mannschaft, Ärzte, Pflegende und Verwaltung ziehen an einem<br />

Strang. So macht die Arbeit Spaß.<br />

Licht ins Dunkel<br />

Eine Kooperation, die sprichwörtlich<br />

durch den Magen geht: Bei einem<br />

Vortragsabend im Josephs-Hospital,<br />

den Prof. Dirk Domagk gemeinsam<br />

mit dem Warendorfer Internisten<br />

Dr. Jörg Bremer zum Thema Darmspiegelungen<br />

abhielt, schluckte der<br />

Chefarzt eine Kapsel, die es in sich<br />

hat: Die Video-Kapsel, ausgestattet<br />

mit einer Kamera, Lampe, Batterie und<br />

einem Sender, machte sich auf den<br />

Weg in den Dünndarm des Chefarztes.<br />

Die Zuhörer bekamen dadurch Einblicke<br />

in das „Innenleben“ des Professors,<br />

denn die Kamera überträgt<br />

die Bilder, die sie im Dünndarm<br />

aufnimmt, auf einen Rekorder – live<br />

und in Farbe. Die hochtechnisierte<br />

Kapsel zeichnet bis zu zwölf Stunden<br />

lang alles auf, was sie im Darm<br />

des Patienten sieht. Der behandelnde<br />

Arzt kann dann mithilfe der hochauflösenden<br />

Bilder nach Auffälligkeiten<br />

und Problemstellen suchen. Die Untersuchungsmethode<br />

ist etwa in Fällen<br />

von Blutarmut, bei chronischen<br />

Entzündungen oder Blutungen im<br />

Einsatz. Angeboten wird diese Form<br />

der Diagnose-Technik vom Internisten-Team<br />

an der Dr. Rau-Allee. Im<br />

Falle von Blutungen beispielsweise<br />

erfolgt dann die Weiterbehandlung<br />

in der Medizinischen Klinik I bei<br />

Prof. Domagk und seinem Team.<br />

i<br />

Innere Medizin & Gastroenterologie<br />

Tel.: 0 25 81 20-1401<br />

Fax: 0 25 81 20 1402<br />

inn@jhwaf.de<br />

10<br />

—<br />

11


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! FIT-TIP<br />

Melonen-Orangen<br />

SMOOTHIE<br />

Eine 250 ml-Fruchtbombe,<br />

püriert und eisgekühlt.<br />

Und das steckt drin:<br />

250 g Melonenfruchtfleisch<br />

(ohne Kerne; z. B. Charentais-,<br />

Galia- und/oder Wassermelone)<br />

10 bis 12 Minzeblättchen |<br />

ca. 75 ml frisch gepresster<br />

Orangensaft | 2 Eiswürfel<br />

Melone, Minze und Orangensaft<br />

in einen hohen Rührbecher geben<br />

und mit dem Stabmixer pürieren.<br />

Oder alles in einem Blender glatt<br />

mixen. Die Eiswürfel entweder<br />

gleich mitpürieren oder den<br />

Smoothie auf Eis servieren.<br />

Zitronen-Basilikum-Limo<br />

800 ml süß-saure Erfrischung.<br />

Und das steckt drin:<br />

65 g Zucker | 20 große Basilikumblätter | 2-3 große<br />

Zitronen, gut verschließbare Flaschen (sterilisiert)<br />

Sommer, Hitze,<br />

PROST!<br />

Weder kalt, noch warm: Sie sind eher trinkfaul<br />

und gießen mit Wasser lieber Ihre Blumen statt<br />

Ihren Organismus? Mit diesen etwas anderen<br />

(alkoholfreien) Sommerdrinks könnte die Trinklaune<br />

wieder mehr aufblühen.<br />

An heißen Sommertagen viel trinken – ist jedem klar,<br />

fällt den meisten aber schwer. Generell wird empfohlen,<br />

täglich zwischen 1,5 und 2 Liter Flüssigkeit<br />

aufzunehmen. Bei hohen Temperaturen jenseits der<br />

30 Grad sollte das Doppelte getrunken werden. Beim<br />

Sport wird je nach Intensität des Trainings die Aufnahme<br />

von 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde empfohlen.<br />

Für die Körperkühlung sind warme (nicht heiße!)<br />

Getränke besser als kalte. Wird dem Körper von innen<br />

Wärme zugeführt, löst das den besten Kühlungsmechanismus<br />

aus, den wir haben: Schwitzen.<br />

Den Zucker mit 65 ml Wasser in einem Topf aufkochen und<br />

auflösen. Die so entstandenen 100 ml Läuterzucker vom Herd<br />

nehmen. Die Basilikumblätter im Mörser grob zerreiben und<br />

zum heißen Läuterzucker geben. Mindestens 30 Minuten ziehen<br />

lassen. 100 ml Saft der Zitronen auspressen, Läuterzucker<br />

durch ein feines Sieb gießen und auffangen, das Basilikum<br />

mit einem Löffelrücken ausdrücken. Läuterzucker mit dem<br />

Zitronensaft und 600 ml kaltem Wasser aufgießen (oder nach<br />

eigenem Geschmack mit mehr oder weniger Wasser verdünnen).<br />

Mango-Minze<br />

Milchshake<br />

Muntermacher an heißen Tagen.<br />

(für vier Personen)<br />

Und das steckt drin:<br />

1 reife Mango | 1 Zweig Minze |<br />

800 ml eiskalte Buttermilch |<br />

Zucker<br />

Mango schälen, Fruchtfleisch<br />

vom Stein schneiden. Minze<br />

abbrausen, Blättchen abzupfen.<br />

Mangofruchtfleisch mit<br />

Minzeblättchen in einer hohen<br />

schmalen Schüssel pürieren.<br />

Buttermilch vorsichtig untermixen.<br />

Nach Geschmack süßen.


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! MENSCH, SAG MAL<br />

„Ich versuche insgesamt meine Aktivitäten<br />

zurückzuschrauben, trinke den ganzen Tag<br />

lang viel Wasser und meide die Sonne. Stattdessen<br />

gehe ich gerade an heißen Tagen<br />

auch mal in die Sauna, danach kann ich die<br />

Hitze besser aushalten.“<br />

Doro R., 56 Jahre, aus Warendorf<br />

Der deutsche<br />

Sommer gilt als unbeständig.<br />

Wenn die Sonne scheint, sind hohe<br />

Temperaturen und ein schwüles Klima<br />

aber nicht selten. Mit dieser Hitze muss<br />

man erst einmal klarkommen.<br />

„Am liebsten liege ich am Wasser,<br />

damit ich mich zwischen dem<br />

Sonnen und Grillen darin gelegentlich<br />

abkühlen kann.“<br />

Stefan R., 25 Jahre, aus Warendorf<br />

„ENDSPURT SOMMER –<br />

WAS TUN SIE<br />

BEI HITZE?“<br />

Wir haben bei<br />

unseren Besuchern<br />

nachgefragt.<br />

„Am besten ist es, wenn ich mich in der<br />

kühlen Wohnung aufhalte. Früher bin<br />

ich zwar gerne in die Sonne gegangen,<br />

heute laufe ich draußen bei Hitze nicht<br />

mehr rum. Stattdessen setze ich mich<br />

auf die Terrasse, unter den Sonnenschirm,<br />

habe Funkkopfhörer auf und<br />

entspanne beim Musikhören.“<br />

Helmut E., 76 Jahre, aus Warendorf<br />

„Wir suchen uns schattige Plätze, lassen<br />

alles etwas langsamer angehen<br />

und genießen einen kühlen Eistee.“<br />

Erik D., 48 Jahre, mit Sohnemann aus Ostbevern<br />

12<br />

—<br />

13


WENN JEDER TAG ZUM<br />

KRAFTAKT<br />

WIRD<br />

NACH MONATE-<br />

LANGER BLUT ARMUT<br />

FLIESST DURCH<br />

ANNA MÜLLERS*<br />

KÖRPER WIEDER<br />

ENERGIE.<br />

*Zum Schutz der Privatsphäre<br />

haben wir den Namen geändert.


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! GYNÄKOLOGIE<br />

Der Wecker klingelt, ein neuer Tag bricht<br />

für Anna Müller* an. Durch ihren Kopf rauschen<br />

all die Dinge, die auf ihrer To-do-Liste stehen.<br />

Berufliche Verpflichtungen, denen die Medizinproduktberaterin<br />

nachkommen muss,<br />

private Verabredungen, alltägliche Besorgungen.<br />

Das Problem dieser Gedankenliste:<br />

Es bleibt beim Rauschen, denn nichts davon<br />

würde die 50-Jährige ernsthaft umsetzen<br />

können. An jenen Tagen, Anfang <strong>2016</strong>, fühlte<br />

lung im Josephs-Hospital entschieden habe“,<br />

gibt die gebürtige Cellerin zu, die seit 2000 in<br />

Warendorf lebt. Ihr gutes Gefühl bestätigte<br />

sich: „Mehr als anderthalb<br />

Stunden nahm sich Dr.<br />

Engelhardt beim ersten<br />

Gespräch für mich Zeit.<br />

Mir ist bewusst, dass es<br />

eher eine Ausnahme ist,<br />

als Kassenpatientin kurz-<br />

Eine Anämie kommt für<br />

gewöhnlich nicht über Nacht.<br />

sich Anna Müller nicht in der Lage, ihren Körper<br />

irgendeiner Anstrengung auszusetzen:<br />

„Ich spürte eine unerträgliche Müdigkeit,<br />

war komplett antriebslos – ich bin morgens<br />

aufgestanden und konnte schon nicht<br />

mehr.“ Jeder Handgriff schien zu viel zu<br />

sein, sogar das Gassigehen mit Hund Shari<br />

kam ihr wie ein Gewaltmarsch vor. Für die<br />

ansonsten energiegeladene und tatendurstige<br />

Frau kein Zustand.<br />

Leere Eisenspeicher,<br />

kraftloser Körper<br />

Der Besuch bei ihrem Hausarzt bestätigte<br />

zunächst den Verdacht, dass in ihrem<br />

Körper zu wenig Eisen vorlag. Ein Problem,<br />

das Anna Müller bereits seit einigen Jahren<br />

kannte – sie litt an starken und zu langen<br />

Regel blutungen, den dadurch einsetzenden<br />

Eisenmangel glich sie durch die Einnahme<br />

von Eisentabletten aus. Medikamente<br />

schienen allerdings nicht mehr zu wirken:<br />

Die Blutanalyse des Hausarztes ergab bei<br />

Anna Müller eine Blutarmut (Anämie). Die<br />

Eisenspeicher bei der Patientin waren komplett<br />

leer, der Körper produzierte nicht mehr<br />

ausreichend rote Blutkörperchen nach (siehe<br />

Kasten Seite 16). „Mein Arzt empfahl mir<br />

Dr. Engelhardt, um mir eine zweite Meinung<br />

für den weiteren Therapieverlauf einzuholen<br />

– Herrn Engelhardt kannte ich bereits aus<br />

seiner Zeit als Oberarzt im HJK Münster<br />

Hiltrup. Ehrlich gesagt ist er auch der Grund,<br />

warum ich mich für eine weitere Behand-<br />

fristig einen Termin beim<br />

Chefarzt einer Klinik zu<br />

bekommen und von ihm<br />

behandelt zu werden.“<br />

Dr. Matthias Engelhardt,<br />

der gemeinsam mit<br />

seinem Kollegen Gregor<br />

Pschadka seit 2014 die<br />

Gynäkologische Abteilung<br />

im Josephs-Hospital leitet,<br />

fand bei Anna Müller<br />

ein chronisches Erkrankungsbild<br />

vor: „Eine Anämie<br />

kommt für gewöhnlich<br />

nicht über Nacht und<br />

ist ein schleichender Prozess,<br />

der bei Frau Müller<br />

durch unregelmäßige,<br />

unvorbereitete und sehr<br />

starke Regelblutungen<br />

aus gelöst wurde.“ Frauen,<br />

die an einer Anämie und<br />

den daraus resultierendem<br />

Eisenmangel leiden, spüren demnach<br />

eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität.<br />

„Viele meiner Patientinnen beschreiben<br />

ihren Zustand wie unter einer Käseglocke.“<br />

Schonend die Gebärmutter<br />

entfernt<br />

Etwa eine von 20 Frauen habe eine solche<br />

Hypermenorrhoe, wie sie im medizinischen<br />

Jargon heißt. Die Ursachen dafür können<br />

Bei Dr. Matthias Engelhardt,<br />

Chefarzt der Gynäkologie, fühlte<br />

sich Anna Müller gut aufgehoben.<br />

14<br />

—<br />

15


Nachdem Anna Müller ihre Blutarmut überwunden<br />

hat, findet sie auch wieder Kraft für längere<br />

Spaziergänge mit Hund Shari.<br />

unterschiedlicher Natur<br />

sein, zum Beispiel lösen<br />

gutartige Geschwulste und<br />

Verwach sungen wie Polypen<br />

oder Myome an der Gebärmutter<br />

eine starke Regelblutung<br />

aus. Seltener können<br />

auch andere medizinische<br />

Probleme wie Hormonstörungen,<br />

Blutgerinnungsstörungen,<br />

Herz-, Nieren-, Schilddrüsen-<br />

oder Leberkrankheiten<br />

der Grund sein. Manchmal<br />

lassen sich aber auch keine<br />

eindeutigen Ursachen finden.<br />

Ebenso vielfältig sind<br />

die medikamentösen oder<br />

operativen Behandlungsmöglichkeiten,<br />

deren Einsatz<br />

von der Diagnose, den<br />

gesundheitlichen Voraussetzungen<br />

und der persönlichen<br />

Lebenssituation der Patientin<br />

abhängt. „Da bei Frau Müller<br />

kein Kinderwunsch mehr<br />

vorlag, haben wir uns nach<br />

Gesprächen dafür entschieden,<br />

die Gebärmutter zu entfernen.“<br />

Für Dr. Engelhardt<br />

und seinen Kollegen Gregor<br />

Pschadka schon fast ein Routineeingriff<br />

– sie führen mit<br />

ihrem erfahrenen Team im<br />

Josephs-Hospital etwa 200<br />

Gebärmutterentfernungen im<br />

Jahr durch. „Ich bin wirklich<br />

mit einem guten Gefühl in<br />

den OP-Tag gegangen, was<br />

auch daran lag, dass ich mir<br />

meinen Wunschtermin aussuchen<br />

konnte“, erinnert sich Anna Müller.<br />

Und passend zum Wohlfühltermin kam auch<br />

ein besonders schonendes OP-Verfahren<br />

zum Einsatz: Bei einer laparoskopisch suprazervikalen<br />

Hysterektomie (LASH) wurde<br />

ihr die Gebärmutter über kleine Schnitte in<br />

der Bauchdecke entfernt.<br />

Mit Energie durch den<br />

neuen Alltag<br />

Ein Schritt, den Anna Müller nicht bereut<br />

hat: „Ich bin an einem Freitag Anfang Juni<br />

operiert worden und am Montag darauf<br />

fühlte ich mich schon wieder putzmunter.“<br />

Auch wenn Dr. Engelhardt sie etwas bremsen<br />

musste, sie noch einige Zeit krankgeschrieben<br />

gewesen ist und in den ersten<br />

Tagen weder schwer heben noch zügig<br />

gehen durfte, habe sie schnell wieder in ihren<br />

Alltag gefunden. Durch die Gebärmutterentfernung<br />

hörten die Regelblutungen<br />

auf, der Befund der Anämie gehörte der<br />

Vergangenheit an. Wenn jetzt morgens der<br />

Wecker klingelt, spürt Anna Müller wieder<br />

Energie durch ihren Körper fließen – und<br />

Hund Shari freut sich auf eine Gassi-Runde<br />

mit Frauchen.<br />

Eisenmangel<br />

und seine Folgen<br />

Eisen ist eines der wichtigsten<br />

Spurenelemente im <strong>mensch</strong>lichen<br />

Körper. Es wird für die Blutbildung,<br />

den Sauerstofftransport und für viele<br />

weitere Zellfunktionen benötigt.<br />

Wenn eine Frau während ihrer<br />

Periode viel Blut verliert, kann dies<br />

zu einem Eisenmangel führen.<br />

Eisen ist für den Aufbau roter<br />

Blutkörperchen sehr wichtig. Ist<br />

zu wenig Eisen im Körper, können<br />

nicht ausreichend rote Blutkörperchen<br />

produziert werden, es kommt<br />

zur Blutarmut (Anämie). Rote<br />

Blutkörperchen transportieren im<br />

Blut Sauerstoff zu den Organen.<br />

Wenn nicht genug rote Blutkörperchen<br />

vorhanden sind, wird der<br />

Körper weniger gut mit Sauerstoff<br />

versorgt – die Folge sind Schwäche<br />

und Abgeschlagenheit. Weitere<br />

mögliche Anzeichen einer Anämie<br />

können Blässe sowie kalte Hände<br />

und Füße sein. Bei einer stärkeren<br />

Blutarmut können sich auch andere<br />

Symptome wie Atemnot und<br />

Herzrasen zeigen, vor allem nach<br />

körperlicher Belastung.<br />

i<br />

Ihr<br />

Kontakt:<br />

Gynäkologie<br />

Tel.: 02581 20-1501<br />

Fax: 02581 20-1502<br />

gyn@jhwaf.de


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! IM GESPRÄCH MIT ...<br />

IM GESPRÄCH MIT ...<br />

Marius Morr<br />

Seit Anfang Mai absolviert Medizinstudent<br />

Marius Morr einen<br />

Teil seines „Praktischen Jahres“<br />

in der Inneren Medizin und Gastroenterologie<br />

im Josephs-Hospital<br />

– nach den bestandenen beiden<br />

Staatsexamen ist das „PJ“ der<br />

letzte Abschnitt seines Medizinstudiums.<br />

Unter Anleitung der<br />

Warendorfer Klinikärzte lernt<br />

der 25-Jährige Tag für Tag sein<br />

theoretisches Wissen praktisch<br />

umzusetzen und ist damit einer<br />

von derzeit sechs PJ'lern im<br />

Josephs-Hospital.<br />

Herr Morr, als gebürtiger Marburger<br />

wäre doch ein Medizinstudium in<br />

Ihrer Heimatstadt naheliegend –<br />

immerhin sagt man, Marburg habe<br />

keine Universität, es sei eine Universität.<br />

Warum hat es Sie in das<br />

Münsterland verschlagen?<br />

❱ Marius Morr: Ja, in Marburg hätte ich<br />

natürlich auch Medizin studieren können.<br />

Als ich mich im Sommer 2011 für die Medizinische<br />

Fakultät an der Uni Münster<br />

entschied, stand vor allem der persönliche<br />

Wunsch im Vordergrund, mal aus dem<br />

familiären Nest rauszukommen. Eine Entscheidung,<br />

die ich nicht bereut habe.<br />

Genauso wenig, wie sich für den Beruf<br />

„Arzt“ zu entscheiden?<br />

❱ Eigentlich stand lange Chemie ganz<br />

oben auf meiner Liste. Schon als Schüler<br />

haben mich die naturwissenschaftlichen<br />

Fächer mehr interessiert. Dass ich mich<br />

letztendlich doch für Medizin entschieden<br />

habe, lag am gesundheitlichen Zustand<br />

meines Großvaters – er ist mehrfacher<br />

Bypass-Träger und musste sich vor einigen<br />

Jahren einer weiteren schweren<br />

Herzoperation unterziehen. Was mich<br />

damals sehr beeindruckte: Nur wenige<br />

Wochen nach der OP ist er wieder richtig<br />

fit gewesen. Die Dankbarkeit, die ich damals<br />

als Angehöriger gefühlt habe, würde<br />

ich auch gerne als Arzt erfahren.<br />

Gibt es eine Fachrichtung, die Sie<br />

besonders interessiert?<br />

❱ Ja, die Neurologie ist ein Gebiet, wo ich<br />

mich sehe – weswegen ich den zweiten<br />

Teil meines Praktischen Jahres auch in<br />

einer Klinik machen werde, die diesen<br />

Fachbereich anbietet. Neurologie ist für<br />

mich ein supertolles Fach, weil wir in der<br />

Sinnesmedizin vieles für so selbstverständlich<br />

halten, doch die Systeme, die<br />

dahinter stecken, so komplex sind. Das<br />

Gehirn ist ein faszinierendes Organ!<br />

Gut, jetzt wissen wir, was Sie später<br />

mal werden wollen – erklären Sie doch<br />

mal, was Sie heute so tun: Was steckt<br />

hinter einem Praktischen Jahr?<br />

❱ Es ist ein praxisorientierter Teil des<br />

Medizinstudiums und besteht aus 48<br />

Wochen, die sich aus drei „Tertialen“ zusammensetzen.<br />

Eines ist für die Chirurgie<br />

vorgesehen, eines für Innere Medizin. Das<br />

dritte steht für ein Wahlfach in einem der<br />

übrigen klinisch-praktischen Fachgebiete<br />

frei. Das reizvolle an dem PJ ist, dass ich<br />

nicht mehr zu Hause am Schreibtisch<br />

sitze, sondern hier im Josephs-Hospital<br />

in der Notaufnahme stehe oder auf Station<br />

bin. Im Grunde genommen mache<br />

ich vieles, was die Ärzte auch machen,<br />

nur natürlich alles mit Netz und doppeltem<br />

Boden, also unter ärztlicher Aufsicht<br />

– zu meinem Alltag gehören zum Beispiel<br />

Patientenvisiten, das Blutabnehmen,<br />

die Deutung von Ultraschallbildern oder<br />

auch kleinere invasive Eingriffe wie z. B.<br />

Pleurapunktionen. Es geht darum, all die<br />

Dinge zu lernen, die ich als Arzt später<br />

einmal alleine machen werde.<br />

Als Medizinstudent der Universität<br />

Münster hatten Sie für Ihr Praktisches<br />

Jahr eine Auswahl von mehr als 30<br />

kooperierenden Lehrkrankenhäusern<br />

– warum ist die Entscheidung pro<br />

Josephs-Hospital gefallen?<br />

❱ Mein früherer Studentennachbar hatte<br />

sein PJ auch in Warendorf gemacht, er<br />

fand sich hier gut aufgehoben. Ein Eindruck,<br />

den ich nach fast vier Monaten bestätigen<br />

kann. Die Stimmung ist locker, ich<br />

bekomme viel vom Stationsalltag mit und<br />

betreue auch eigene Patienten. Die Assistenzärzte<br />

geben ihre Erfahrungen dabei<br />

gerne weiter und helfen, wo es geht.<br />

Zudem verfüge ich über eine freie Zeiteinteilung<br />

und kann neben den „Pflichtaufgaben“,<br />

wozu das Blutabnehmen gehört,<br />

auch eigene Schwerpunkte setzen.<br />

Und Sie haben es nicht wirklich weit,<br />

falls mal Not am Mann ist…<br />

❱ Oh nein, ich habe von der Klinik die<br />

Möglichkeit bekommen hier in einem<br />

Dienstzimmer im ehemaligen Schwesternwohnheim<br />

zu wohnen. So spare ich<br />

mir weite Anfahrtswege und eine doppelte<br />

Miete, da ich in Münster weiterhin meine<br />

Wohnung habe. Das Zimmer hier ist<br />

zwar einfach eingerichtet, aber die, sagen<br />

wir mal, „reizarme“ Umgebung sorgt dafür,<br />

dass ich mich nach Dienstschluss sehr<br />

gut auf meine Doktorarbeit konzentrieren<br />

kann (schmunzelt dabei).<br />

16<br />

—<br />

17


<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! WARENDORF BEWEGT<br />

LÄUFT!<br />

4<br />

3<br />

1<br />

Das Joggingfieber ist in Deutschland seit Jahren ununterbrochen, Laufen<br />

zählt zu den beliebtesten Ausdauersportarten, geschätzte zehn Millionen<br />

Menschen schnüren sich in Deutschland ihre Laufschuhe. Laufen ist<br />

gesund, kräftigt Herz und Kreislauf und verhindert Übergewicht. Also:<br />

Schuhe an und los? Für Einsteiger gibt es ein paar Faustregeln zu beachten,<br />

damit die Laufkarriere gleich von Anfang an rund läuft:<br />

Erst abchecken,<br />

dann loslaufen.<br />

Wer übergewichtig,<br />

krank oder älter als<br />

35 Jahre ist und nur selten<br />

Sport treibt, sollte sich<br />

vor dem ersten Lauf von<br />

einem Arzt durchchecken<br />

lassen. Ansonsten ist das<br />

Risiko zu hoch, dass nicht<br />

erkannte gesundheitliche<br />

Störungen den Läufer<br />

gefährden.<br />

Keine Ausreden, richtig ausrüsten.<br />

Das Tolle beim Laufen: Man braucht nicht viel um loszulegen.<br />

Vernünftige Laufschuhe wären allerdings eine<br />

sinnvolle Investition. Ob das Sparmodell vom Discounter<br />

für 25 Euro oder das Profimodell für 250 Euro – das spielt<br />

dabei weniger eine Rolle. Wer aber regelmäßig trainiert,<br />

sollte sich auf den eigenen Fuß abgestimmte Laufschuhe<br />

kaufen. Und um bei schlechtem Wetter keine Ausreden<br />

parat zu haben, empfiehlt sich ein der Witterung und Jahreszeit<br />

entsprechendes Outfit aus Hose und Oberteil.<br />

Nicht übertreiben, realistische Ziele setzen.<br />

Es muss zu Beginn ja nicht gleich der 10-Kilometer-Intensivlauf sein.<br />

Und es kommt besonders für Einsteiger nicht auf die Geschwindigkeit<br />

an. Wer seit Jahren nicht gejoggt ist, sollte das Lauftempo mäßig dosieren<br />

und, falls nötig, auch das Laufen mit einer Gehpause unterbrechen. Absolute<br />

Neueinsteiger starten mit einer Minute Laufen und zwei Minuten Gehen (bei<br />

einer Übungsdauer von 20 bis 30 Minuten). Das „Wohlfühl-Tempo“ ist dann<br />

gegeben, wenn während des Laufens mehrere Sätze hintereinander flüssig<br />

gesprochen werden können. Übrigens: Wer sich aus Motivationsgründen einer<br />

Laufgruppe anschließt, sollte sich Laufpartner auf ähnlichem Level suchen –<br />

um nicht zu einem überhöhten Tempo verführt zu werden.<br />

2Training dosieren, Laufen genießen.<br />

Die wöchentliche Laufdosis sollte in einem gesunden<br />

Wechselspiel zwischen Anstrengung und<br />

Erholung sein. Ausreichende Regeneration ist<br />

in jedem Fall wichtig, möchte man Verletzungen und<br />

einem stagnierenden Leistungsniveau vorbeugen.<br />

Was auch recht wenig bringt: Sich in einer Woche<br />

voll auszupowern, um in der nächsten zu faulenzen.<br />

Verbesserungen der Leistungsfähigkeit stellen sich nur<br />

ein, wenn Läufer bedacht und regelmäßig trainieren.<br />

37. Emssee-Lauf<br />

Am 3. September wird rund<br />

um den Emssee wieder ordentlich<br />

geschwitzt: Beim<br />

37. Emssee-Lauf treffen sich<br />

ambitionierte Laufprofis wie<br />

Hobbyjogger, um die diversen<br />

Strecken durch die Münsterländer<br />

Parklandschaft zu meistern.<br />

Für jede Alters- und Leistungsklasse<br />

ist etwas dabei – vom<br />

950-Meter-Bambinilauf und<br />

dem 2,5-Kilometer-Schülerlauf,<br />

über den Jedermannlauf (5 km)<br />

bis zum Volkslauf (10 km) und<br />

Halbmarathon (21,0975 km).<br />

Start und Ziel sind wie immer<br />

das Warendorfer Freibad.<br />

Anmeldung und alle<br />

weiteren Informationen:<br />

www.emsseelauf.de


WORTFUCHS<br />

<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! SCHLUSSENDLICH<br />

Wie fit sind Sie, wenn es um Ihr Allgemeinwissen geht? Stellen<br />

Sie es auf die Probe, finden Sie das gesuchte Wort und schicken<br />

Sie uns die Lösung unter dem Kennwort „Wortfuchs“ per<br />

E-Mail an <strong>mensch</strong><strong>joseph</strong>@jhwaf.de oder postalisch an das<br />

Josephs-Hospital, Am Krankenhaus 2, 48231 Warendorf (Ihren<br />

Namen und Ihre Anschrift nicht vergessen!). Lösung einsenden<br />

und 150-Euro-Gutschein von Darpe schreiben & schenken gewinnen.<br />

Einsendeschluss ist der 31. Oktober <strong>2016</strong>.<br />

Mit freundlicher<br />

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Die Gewinnerin des 150-Euro-Gutscheins von INTERSPORT<br />

KUSCHINSKI ist: L. Temme aus Versmold.<br />

Markt 4, 48231 Warendorf<br />

Schal<br />

eine<br />

Krankheit<br />

übertragen<br />

langer<br />

Stock,<br />

Stab<br />

Körperflüssigkeit<br />

Geheimdienst<br />

der USA<br />

(Abk.)<br />

Einzelheit<br />

Edelgas<br />

aufrichtig,<br />

zuverlässig<br />

Protestkundgebung<br />

(Kzw.)<br />

kleine<br />

Rechnung<br />

aus<br />

gebranntem<br />

Ton<br />

gefertigt<br />

amerik.<br />

Schauspieler<br />

(Richard)<br />

Ärgernis,<br />

Eklat<br />

altrömisches<br />

Gewand<br />

Sekret d.<br />

Lederhautdrüsen<br />

Vorderasiat,<br />

Perser<br />

9<br />

Kniegeige<br />

Teil des<br />

Hauses<br />

Vorhersage<br />

des<br />

Krankheitsverlaufs<br />

griechischer<br />

Held vor<br />

Troja<br />

Rollkörper<br />

gemächlich,<br />

schwerfällig<br />

durch<br />

einer der<br />

die Nase<br />

Heiligen<br />

sprechen<br />

Drei<br />

Könige<br />

11 Türkei<br />

5<br />

elektr.<br />

geladenes<br />

Teilchen<br />

locker,<br />

wacklig<br />

span.<br />

Maler<br />

(Francisco<br />

de)<br />

verlassen;<br />

langweilig<br />

an<br />

Gewicht<br />

verlieren<br />

Anwendung<br />

bei<br />

Kneippkuren<br />

Hauskaninchen<br />

ugs.: in<br />

Ordnung<br />

(amerikanisch)<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11<br />

3<br />

Buch für<br />

erste<br />

Eintragungen<br />

Kühlungsmittel<br />

engstirnig,<br />

eingebildet<br />

Kalifenname<br />

Keimträger;<br />

Lappe<br />

2<br />

Frau, die<br />

ein fremdes<br />

Kind<br />

stillt<br />

Wundstarrkrampf<br />

(Med.)<br />

schwach,<br />

zerschlagen<br />

besitzanzeigendes<br />

Fürwort<br />

biblischer<br />

Stamm-<br />

10 vater<br />

6 kleben<br />

8<br />

auf<br />

etwas<br />

fest-<br />

vor dem<br />

Erkanntwerden<br />

schützen<br />

Materialsplitter<br />

trainieren<br />

Freund<br />

des<br />

Schönen<br />

im Jahre<br />

(lateinisch)<br />

örtlich<br />

beschränkt<br />

Liebesverhältnis<br />

Fissur,<br />

Schrunde<br />

Hauptstadt<br />

der<br />

Westslawe,<br />

Wende<br />

Verpackungsgewicht<br />

7<br />

Geliebte<br />

des Zeus<br />

feierliches<br />

Gedicht<br />

Kellner<br />

englischer<br />

Physiker<br />

(Isaac)<br />

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinnerin oder der Gewinner werden schriftlich<br />

benachrichtigt. Alle persönlichen Daten werden von uns nur für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verwendet.<br />

1<br />

4<br />

den<br />

Mund<br />

betreffend<br />

Stadt<br />

in den<br />

Niederlanden<br />

Fluss der<br />

Schweiz<br />

u. Frankreichs<br />

Handmähgerät<br />

Schluss<br />

sich<br />

bräunen<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber:<br />

Josephs-Hospital Warendorf<br />

Am Krankenhaus 2<br />

48231 Warendorf<br />

Telefon: 02581 20-0<br />

Telefax: 02581 20-1003<br />

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www.jhwaf.de<br />

Verantwortlich für den Inhalt:<br />

Tobias Christof Dierker<br />

Marketing & Kommunikation<br />

Konzept, Redaktion und Design:<br />

KIRCHNER<br />

Kommunikation und Marketing GmbH<br />

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Bildnachweis:<br />

Sabine Meyer (S. 1, 3-11, 13-17)<br />

shutterstock (S. 12, 18)<br />

fotolia (S. 12)<br />

Warendorf Marketing (S. 2)<br />

Tobias Christof Dierker (S. 20)<br />

18<br />

—<br />

19


Ihre Meinung zählt!<br />

Wie fanden Sie unsere aktuelle Ausgabe? Wir sind dankbar für Kritik,<br />

Lob und Anregungen – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an<br />

<strong>mensch</strong><strong>joseph</strong>@jhwaf.de<br />

Wir freuen uns, Sie schon bald wieder mit spannenden Gesundheitsthemen<br />

aus dem Josephs-Hospital Warendorf informieren zu dürfen:<br />

Die nächste Ausgabe erscheint im Dezember <strong>2016</strong>.<br />

Kontakt: Josephs-Hospital Warendorf<br />

Am Krankenhaus 2 · 48231 Warendorf<br />

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