mensch joseph! | Magazin 3-2018
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<strong>mensch</strong> <strong>joseph</strong>! EHRENAMT<br />
GEMEINSAM<br />
G AUBEN<br />
Einmal in der Woche besucht Anneliese Ruten das<br />
Josephs-Hospital. Genauer: alle Patienten, die gemeinsam<br />
mit der ehemaligen Pfarrsekretärin die<br />
Kommunion feiern wollen. Mit ihr und 17 weiteren<br />
Kommunionhelferinnen und -helfern, die sich jeden<br />
Samstagabend jeweils zu viert auf den Weg machen<br />
und „den Kranken die Kommunion ans Bett bringen“.<br />
Die Serie<br />
EHRENSACHE:<br />
EHRENAMT<br />
IM JHW<br />
DEN<br />
GLAUBEN<br />
FEIERN<br />
Anneliese Ruten organisiert die<br />
Kommunion für die Patienten.<br />
Etwa 30 von ihnen besuchen<br />
die Kommunionhelfer abends –<br />
ehrenamtlich. Weil sie alle gerne<br />
helfen, gerne unterstützen. Nicht<br />
jeder von ihnen hat einen geistlichen<br />
Beruf erlernt, „aber das<br />
ist auch gar nicht notwendig“,<br />
meint Ruten. „Vor Beginn unserer<br />
Tätigkeit wurde jeder von<br />
uns gründlich angeleitet – am<br />
wichtigsten aber ist der Glaube<br />
an das, was wir tun.“<br />
Sie selbst sei schon seit<br />
über 20 Jahren dabei, erinnert<br />
sie sich. „Ich wurde damals von<br />
unserer Küsterin angesprochen,<br />
ob ich nicht Lust hätte, hier im<br />
JHW als Kommunionhelferin zu<br />
unterstützen. Das habe ich gerne<br />
zugesagt, weil es einfach toll<br />
ist, gemeinsam mit den Patienten<br />
an Gott zu denken und den<br />
Glauben zu feiern.“ Doch bei<br />
dem Verteilen der Kommunion<br />
geht es um viel mehr, nämlich<br />
den Patienten zu helfen. Ihnen<br />
zu zeigen, dass sie nicht alleine<br />
sind, ihnen Hoffnung zu geben<br />
oder ihnen die Sorgen vor einer<br />
bevorstehenden Operation zu<br />
nehmen, weiß Anneliese Ruten.<br />
Vier Monate im Voraus plant sie<br />
den wöchentlichen Einsatz der<br />
Kommunionhelfer – auch an<br />
Weihnachten oder Ostern ist<br />
der Besuch im Krankenhaus für<br />
die Ehrenamtler unerlässlich.<br />
Bevor Anneliese Ruten und ihre<br />
Kollegen samstagabends ihre<br />
Runde durch die Station drehen,<br />
werden die Gebetszettel<br />
vorbereitet. „Wir nehmen da<br />
immer einen schönen Vers aus<br />
dem Evangelium.“ Diese Zettel<br />
sind wichtig, sagt sie, „denn so<br />
bekommen die Patienten die<br />
Chance auch selbst das Gebet<br />
zu sprechen“. Aber da ist<br />
jeder Patient anders, weiß<br />
Ruten. Manche möchten gerne<br />
alleine beten, anderen liest sie<br />
den Psalm vor und betet gemeinsam<br />
mit ihnen das Vaterunser.<br />
„Eigentlich wissen wir<br />
nie, was uns erwartet. Manche<br />
Patienten kennen wir, andere<br />
sind neu. Unabhängig davon<br />
haben wir aber immer ein Ziel:<br />
Wir möchten mit unserem Besuch<br />
helfen.“<br />
MENSCHEN<br />
BEDANKEN SICH<br />
BEI UNS<br />
Und das gelingt:<br />
„Es ist bei jedem Besuch, bei jedem<br />
Patienten eine andere, aber<br />
immer eine tolle Atmosphäre.<br />
Die Menschen bedanken sich<br />
bei uns. Das zeigt uns, dass wir<br />
das Richtige tun und mit unserer<br />
Arbeit die Patienten hier im Krankenhaus<br />
unterstützen können.“