Sauna & Bäderpraxis 1/2011

saunabund.ev.de

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

SAUNA& BÄDER

PRAXIS

ISSN 1862-8206 10633

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T 1/2011 | 7,50 e

EINZIGARTIG!

Hydrotherapie und Saunabaden

Familiensauna – lohnt sich das? • Saunareport aqua-sole Kitzingen

Baukriterien für Dampfräume • Jahrestagung Saunaimpulse®


Anmeldung

und Programme bei:

Akademie für

Aus- und Fortbildung im

Badewesen des Deutschen

Sauna-Bundes e.V.

Ulrike Martmann

Kavalleriestraße 9

33602 Bielefeld

Tel.: 0521/96679-11

Fax: 0521/96679-19

u.martmann@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Fortbildungen 2011/12

Inhouse-Schulungen / Betriebsfortbildungen:

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining: praktisches Üben von Wedeltechniken

Aufgusstraining: Entwicklung von Standard-Aufgüssen

Sauna und Aufguss heute

Erlebnisaufgüsse: mal prickelnd, mal harmonisch

Service mit Herz: Die Kunst, in Konflikten souverän aufzutreten

Grundlagen-Seminare:

Sauna und Aufguss heute

27.04.2011 Gütersloh bei Bielefeld, „Die Welle”

Saunabaden – aber richtig!

14.10.2011 Aachen, 63. Kongress für das Badewesen

Praxis-Seminare:

Klangaufguss in der Sauna

30.05.2011 Filderstadt, Fildorado

Erlebnisaufgüsse mit Pep

15.06.2011 Markranstädt bei Leipzig, meri SAUNA

Umsetzung der „Solarienverordnung” (UV-Schutzverordnung) in Saunabädern

28.06.2011 Bielefeld

Trainingscamp Aufguss – praktisches Üben

verschiedener Wedeltechniken

20. + 21.09.2011 Laatzen, aquaLaatzium

Service mit Herz: Die Kunst, in Konflikten souverän aufzutreten

26. + 27.09. 2011 Bielefeld

Duftwerkstatt: Gestalten von Saunadüften

28.09. 2011 Bad Kreuznach, Bäderhaus

Teamentwicklung:

Kurs nehmen, Stolpersteine meistern, Erfolge feiern

11. + 12.10.2011 Berlin

Saunaleistungen erfolgreich verkaufen

18.10.2011 Maintal bei Frankfurt a. M.

Wellness für Mutter und Kind

Baby-Sauna und Säuglingsschwimmen

24.10.2011 Bielefeld, Altstadt sauna

Wellness-Seminare:

Lomi Lomi Nui – die Hawaiianische Tempelmassage

12. – 14.09.2011 Bielefeld

Einführung in die Klangschalenmassage

02. – 04.11.2011 Bielefeld

Ausbildung in der Seifenschaummassage

15. – 17.11.2011 Bielefeld, Ishara

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

31.10. – 12.11.2011 München

06.02. – 17.02.2012 Bielefeld

30.04. – 12.05.2012 Leipzig

Wellnessmassagen-Ausbildung

19.03. – 23.03.2012 und 20. – 22.04.2012 Bielefeld

Termin- und Ortsänderungen oder Dozentenaustausch

behalten wir uns in dringenden Fällen vor.


Saunabesuch:

Solides Fundament, aber

Risse in den Mauern

Der Deutsche Sauna-Bund hat jetzt wieder durch ein bekanntes

Meinungsforschungsinstitut eine repräsentative Bevölkerungs-

befragung zum Saunabesuch in Deutschland durchführen lassen.

Dies war dringend notwendig, denn die letzte Befragung datierte

vom März 2004 und seitdem haben erhebliche wirtschaftliche

Veränderungen stattgefunden.

Die Befragungsergebnisse zeigen zunächst, dass das Sauna-

baden eine stabile, krisenresistente Basis im Freizeit- und

Gesundheitsverhalten der Deutschen hat: 44 Prozent der erwach-

senen Bevölkerung und damit zwei Prozentpunkte mehr als vor

sieben Jahren gehen heute mehr oder weniger regelmäßig in eine

Sauna. Das sind gut 31,4 Millionen Menschen und zwar 16,7

Millionen Männer und 14,7 Millionen Frauen.

Trotz des soliden Fundaments reißt aber an einigen Stellen des

Gebäudes das Mauerwerk. So ist – was viele Saunabetreiber

auch aus ihrer eigenen Statistik wissen – die Zahl der Stamm-

gäste und regelmäßigen Saunabesucher kleiner geworden. Der

wöchentliche und vierzehntägige Saunabesuch hat seit 2004

um schmerzhafte 31 Prozent abgenommen. Besonders betroffen

sind von dieser Entwicklung – wenn auch aus unterschiedlichen

Gründen – Saunaanlagen in Freizeitbädern und in Sportanlagen.

In Freizeitbädern sind 29 Prozent weniger Häufigsaunagänger

ermittelt worden. In privatwirtschaftlichen Saunabetrieben und

in Hallenbadsaunaanlagen ist der Prozentsatz dagegen

unverändert geblieben. Kräftig zugenommen hat die Besuchshäufigkeit

in der Sauna zuhause oder im privaten Umfeld.

Hier ist die wöchentliche/vierzehntägige Saunanutzung um

30 Prozent gestiegen; vielleicht eine Antwort auf die Drosselung

des privaten Konsums in der Finanzkrise.

Bei der Saunanutzung ungeachtet der Häufigkeit hat es bei den

genannten Betriebstypen in den letzten sieben Jahren kaum

Veränderungen gegeben. Die Saunaanlagen in Freizeitbädern

und kommunalen Hallenbädern sowie der privatwirtschaftliche

Saunabetrieb haben ihre Klientel und einen fest umrissenen

Marktanteil. Ein kräftiger Rückgang musste aber bei der

Saunanutzung in Fitnessstudios konstatiert werden; dort nahm

die Saunanutzung um 20 Prozent ab. Dafür dürften strukturelle

Veränderungen in der Branche mit einem größeren Marktanteil

von Billigstudios ohne Saunaangebot ausschlaggebend sein.

Die wirtschaftliche Basis für eine erfolgreiche Zukunft der

Saunaanbieter ist also sicher gegeben, das Marketing für den

regelmäßigen Saunabesuch muss jedoch nachhaltiger sein.

Wichtige Informationen dazu bietet unsere Jahrestagung

Saunaimpulse® 2011 in Leipzig.

Bis zum nächsten Mal

I h r

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Editorial

3


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Inhalt 1/2011

Jahrestagung Saunaimpulse® 2011 6

Nachrichten 8

Sauna- und Bäder-Journal 13

Neue Mitglieder 14

Das aktuelle Interview

Risto Elomaa 15

Leserfragen

Warmes Fußbad 16

vor der Sauna?

Wird es beim Aufguss eigentlich 16

wärmer oder kälter?

Woher kommt der 17

Saunaschweiß?

Schäden an Brillengläsern 17

durch Saunawärme?

Saunareport

Bade- und Saunaparadies 18

aqua-sole, Kitzingen

Ausstattung und Betrieb

Kriterien für den Bau 23

massiver Dampfräume

Familiensauna – 26

lohnt sich das?

Medizin und Gesundheit

Hydrotherapie und 28

Saunabaden

SPA & Wellness weltweit

Lomi Lomi Nui – die Hawaiianische 35

Tempelmassage

Geld und Recht

Haftung bei fehlerhaftem 36

Aufguss

Wer eine Fortbildung 37

abbricht, muss dafür zahlen

Schaufenster 38

Anzeigen-Index 43

Impressum 43

Titel:

FINNJARK® GmbH Sauna & Wellness,

Hamburg

Dr. Krieger Architekten + Ingenieure

GmbH & Co. KG, Velbert

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Inhalt

5


Jahrestagung Saunaimpulse® 2011

� Veranstaltungsort:

Konferenzbereich

RAMADA Hotel Leipzig

� Donnerstag, 19. Mai 2011

18.00 – 22.00 Uhr Get Together – Willkommen in Leipzig

Eröffnungsabend in der meri SAUNA am

Kulkwitzer See in Markranstädt

� Freitag, 20. Mai 2011

09.00 – 10.00 Uhr Feierliche Tagungseröffnung

10.30 – 16.00 Uhr

Themenkreis I: Organisation moderner Saunaanlagen

Themenkreisleiter: Martin Fromm, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe

Mühlhausen mit der Thüringentherme.

1. Haftungsrisiken in Saunaanlagen aus Betreibersicht

In dem Vortrag werden die Haftungsgrundlagen, die Grundsätze der Verkehrssicherungspflichten

sowie ausgewählte Risikobereiche vorgestellt und Hinweise für

Schaden vorbeugende Tätigkeiten gegeben.

Referent: Detlef Weiß arbeitet als Gruppenleiter beim Kommunalen Schadenausgleich

in Berlin. Er ist Mitglied des Ausschusses Bäderbetrieb und des Arbeitskreises

Organisation der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

2. Pflicht zur Wasseraufsicht in Saunabetrieben?

Es wird immer wieder kontrovers diskutiert, ob Badebecken in Saunaanlagen eine

Wasseraufsicht erfordern. Dabei kommt es in der Praxis zu unterschiedlichen Bewertungen.

Der Vortrag erläutert die Kriterien der Erforderlichkeit unter Berücksichtigung

des Merkblattes 94.05 der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen und der

einschlägigen Rechtsprechung.

Referent: Prof. Dr. Carsten Sonnenberg ist Präsident des Deutschen Sauna­Bundes in

Bielefeld und lehrt Wirtschaftsrecht an der Hochschule Anhalt in Bernburg.

3. Risikobeurteilung einer öffentlichen Saunaanlage mit Schwimm- und Badebecken

nach DIN EN 15288

Auf der Grundlage einer in einem öffentlichen Saunabad durchgeführten Risikoanalyse

stellt der Referent die Verfahrensschritte und die Beurteilung vor. Jeder Badbetreiber

sollte für seine Saunaanlage prüfen, ob eine Risikobeurteilung notwendig ist.

Referent: Dipl.­Sportwiss. Michael Weilandt ist leitender Mitarbeiter der Deutschen

Gesellschaft für das Badewesen e.V., Essen. Als Mitglied der CEN/TC 136/WG 8

„swimming pool“ ist er an der Erarbeitung der EN 15288 beteiligt gewesen.

4. Diskussion

13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr Fortsetzung Themenkreis I

5. Lohnt sich noch der Solarienbetrieb für öffentliche Saunaanlagen?

Das Referat behandelt das noch mögliche Solariengeschäft nach der neuen

UV­Schutz­Verordnung besonders in Sauna­ und Badebetrieben. Fragen nach der

Zulässigkeit von Besonnungsgeräten und den festgelegten Aufgaben und Anwesenheitspflichten

des Personals werden beantwortet. Eine Analyse der verbliebenen

Wirtschaftlichkeit des Solariengeschäfts wird vorgenommen.

Referent: Dr. Karsten Gröning ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

für betriebswirtschaftliche Unternehmensbewertungen und Präsidiumsmitglied

des Deutschen Sauna­Bundes.

6. Der Aufguss im Rahmen eines gesundheitsorientierten Saunabades –

Verträglichkeitsparameter und Aufgusszeremonie

Gesundheitsorientierte und erlebnisreiche Aufgüsse können die Kundenbindung und

den Bekanntheitsgrad eines Saunabetriebes deutlich erhöhen. Das Referat stellt ein

Ablaufschema aufgrund der „Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen in

öffentlichen Saunaanlagen“ vor.

Referent: Dipl.­Verwaltungswirt Dieter Gronbach, Vorsitzender des Ausschusses

Saunabetrieb des Deutschen Sauna­Bundes, ehemaliger Prokurist der Badgesellschaft

Bad Kreuznach (Bäderhaus).

7. Themenwochen in Saunabetrieben

Themenwochen können in Saunabetrieben ein interessantes Marketinginstrument

mit Vorteilen gegenüber Tagesevents sein. Das Referat bietet erprobte Tipps zur

Themenfindung sowie zur Veranstaltungsplanung und ­gestaltung.

6

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

2011

Saunaimpulse_2011.indd 1 04.04.2011 10:54:47

Referentin: Heidi Gohl arbeitet als Bad­ und Saunaleiterin im Badezentrum

Fildorado, Filderstadt.

8. Diskussion

16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause

� Kulturprogramm

17.00 – 19.00 Uhr Stadtrundfahrt „Leipzig erleben”

19.00 – 22.00 Uhr Abendessen im Restaurant „Tokio”

� Samstag, 21. Mai 2011

09.00 – 13.00 Uhr

Themenkreis II: Erfolgreich im Markt agieren!

Themenkreisleiter: Achim Fischer, Leiter der Abteilung Marketing und

Unternehmenskommunikation der KölnBäder GmbH.

1. Saunabesuch heute. Trends – Ranking – Wettbewerb

Die Ergebnisse einer neuen Verbandsumfrage liegen vor. Die Entwicklung des

Besuchs in öffentlichen Saunaanlagen, die Veränderungen im Wettbewerb der

Saunabetriebstypen und aller Marktteilnehmer werden aktuell dargestellt. Eine

unentbehrliche Information für Saunabetreiber.

Referent: Rolf­A. Pieper arbeitet als Geschäftsführer des Deutschen Sauna­Bundes

und als Chefredakteur von „Sauna & Bäderpraxis”.

2. Strategisches Marketing – Pflicht oder Kür?

Marketing ist fester Bestandteil von Unternehmensphilosophien sowie aller

unternehmerischer Planungen, die auf den Markt ausgerichtet sind. Marketing

setzt Kenntnisse über Zielgruppen, Bedürfnisse der Gäste und Flexibilität voraus.

Der Vortrag zeigt am praktischen Beispiel eines Thermal­ und Saunabetriebes, wie

strategisches Marketing dauerhaft wirken kann und Erfolg planbar wird.

Referent: Till A. Schüler ist Inhaber der Acclivis – Agentur für Marketing und befasst

sich schwerpunktmäßig mit strategischer Unternehmens­ und Marketingberatung.

3. Diskussion

10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause

4. Social Media für Sauna- und Bäderbetriebe

Soziale Netzwerke wie Blogs, Facebook und Twitter stehen momentan im Mittelpunkt

des werblichen Interesses. Doch wie funktionieren PR und Marketing im Social Web?

Was sind die Chancen und Risiken? Der Vortrag zeigt, wie die neuen Möglichkeiten

von Facebook, Twitter & Co. in klassisches Marketing integriert und sinnvoll für

Saunaanlagen genutzt werden können.

Referent: Oliver Hunke ist Mediengestalter und Inhaber der Agentur seitenweise

online/offline, die Medien übergreifende Kommunikationskonzepte erstellt.

5. Rabatte:

Intelligente Instrumente der nachhaltigen Neukundengewinnung?

Gutscheinhefte, „Saunaführer“ mit hohen Rabatten und Internetportale wie Groupon

werden heute von vielen Saunabetrieben zur Neukundengewinnung eingesetzt. Können

damit nachhaltige Steigerungen der Besucherzahlen erreicht werden oder wird

unser wertvolles Produkt „Saunabaden“ entwertet? Kann ein Wettbewerb über den

Preis in unserer Branche funktionieren? Zeigt dieser Preiskampf, dass es sich dabei

um Betriebe mit austauschbaren Produkten ohne Alleinstellungsmerkmale handelt?

Referent: Herrant Vortisch ist privater Saunabetreiber seit 1977, heute im Garden

Eden bei Frankfurt am Main.

6. Diskussion

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr

Mitgliederversammlung 2011

des Deutschen Sauna­Bundes e.V. mit Übergabe von Zertifikaten des Qualitätssystems

für öffentliche Saunabäder und Ehrungen langjähriger Mitglieder

� Kulturprogramm

09.00 – 17.00 Uhr Tagesausflug: Meißen – Stadt des „Weißen Goldes”

20.00 Uhr Kabarett: Leipziger Funzel

� Teilnahmegebühren

Je Themenkreis für Mitglieder und deren Betriebsangehörige 35,00 €/Person,

für Nichtmitglieder 60,00 €/Person.

In der Teilnahmegebühr enthalten sind Referatsunterlagen, Tagungsgetränke und

Lunchbuffet.

Bitte zahlen Sie die Teilnahmegebühren nach Rechnungserhalt.

� Hauptsponsor der Jahrestagung:

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Nachrichten

interbad 2012 startet

bereits am Dienstag

Die interbad, Europas internationale

Fachmesse für Schwimmbad, Sauna

und SPA, ändert die Tagefolge und

findet in Zukunft von Dienstag bis

Freitag statt. Darin werden Vorteile

für Aussteller und Besucher gesehen:

Da die Messe künftig an vier Arbeitstagen

ihre Pforten öffnet, wird das

Fachpublikum flexibler. Außerdem

bieten die Fahrpläne der Deutschen

Konjunktur: Heizöl und

Sprit deutlich teurer

Hohe Energiepreise heizen die Inflation

in Deutschland weiter an. Ökonomen

sehen wachsende Risiken.

Das meldete das Online­Portal des

Fernsehsenders N­TV Ende März

dieses Jahres. Welche konjunkturellen

Auswirkungen die Tsunami­

Katastrophe in Japan und der Krieg

in Libyen haben werden, ist noch

nicht abzusehen. „Obwohl die Aufwärtsbewegung

des Konsumklimas

zum Jahreswechsel unterbrochen

wurde, dürfte sich die weiterhin

gute Konsumlaune positiv auf die

Branchenkonjunktur der Sport­ und

Freizeiteinrichtungen auswirken. Für

Mit hoher Auflage:

Deutscher Sauna-Bund

in Printmedien

Dass Original­Veröffentlichungen

des Deutschen Sauna­Bundes von

den Medien allgemein, besonders

aber von Printmedien gern verarbeitet

oder nachgedruckt werden,

ist seit langem gängige Praxis.

Zwei berichtenswerte Beispiele aus

dem ersten Quartal dieses Jahres:

In der Rubrik „Gesundheit“ gab es

eine ganze Seite „Mit Volldampf

schwitzen“ im Kundenmagazin TIP

der Kaufland Warenhandelskette

Neckarsulm; Auflage in 377 Aus­

8

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Bahn und die Flugpläne der Stuttgart

bedienenden Fluggesellschaften

mehr Optio nen als am Wochenende.

Darüber hinaus wird das Rahmen­

und Kongress programm entzerrt

und der Abbau erleichtert. Die

interbad 2012 ist vom 9. bis 12.

Oktober auf der Messe Stuttgart.

Website: www.interbad.de;

interbad auf Twitter und XING:

http://twitter.com/interbad;

https://www.xing.com/net/

pri9b0127x/interbad

Fitnessanlagen, Unterhaltungsautomatenaufsteller,

Freizeitparks, Golfanlagen

und Seilbahn­ und Schleppliftbetreiber

ist in diesem Jahr ein

Umsatzwachstum zu erwarten, bei

den Sonnenstudios, Saunabetrieben

und im Schaustellergewerbe

ist dagegen mit Umsatzstagnation

zu rechnen. Die Ertragslage

ist in den meisten Teilsegmenten

zufriedenstellend oder zumindest

ausreichend.“ Diese Einschätzung

gibt das neue im April erschienene

„Branchen spezial Nr. 88 Sport­ und

Freizeiteinrichtungen“, das vom

Münchner ifo­Institut erstellt und

vom Bundesverband der Deutschen

Volks­ und Raiffeisenbanken (BVR)

herausgegeben wird.

gaben: 17,64 Millionen Exemplare.

Die in ganz Ostwestfalen verbreitete

Beilage „NWgesund“ der Tageszeitung

„Neue Westfälische“,

Auflage 244.000 Exemplare, warb

mit einem Titelfoto „Sauna für die

Seele“. Dazu gehörte auch ein vom

Deutschen Sauna­Bund vorgefertigtes

Interview mit dem bekannten

Saunaexperten PD Dr. med. Rainer

Brenke zu den gesundheitlichen

Vorteilen regelmäßigen Saunabadens.

Dieses Interview ist auf

der Website des Verbandes unter

dem Menüpunkt „Presse­ und

Öffentlichkeitsar beit“ nachzulesen:

www.saunabund.de


ISS wählt

Österreicher Jeitler zum

Vize präsidenten

Die Mitgliederversammlung der

International Sauna Society (ISS)

wählte Mitte März in Riga/ Lettland

den Präsidenten des

Ö s t e r r e i c h i s c h e n

Sauna­Forums, Ingenieur

Peter Jeitler, zum neuen

Vizepräsidenten. Jeitler

ist seit 2005 Mitglied im

ISS­Präsidium und folgt

im neuen Amt Prof. Dr.

Eberhard Conradi, der es von 1994

bis 2010 innehatte. Peter Jeitler arbeitet

mit dem von ihm geleiteten

Unternehmen Jeitler & Lenzinger

seit mehr als 40 Jahren in der

Nachrichten

„Das Geschäft mit der Gesundheit boomt.“

Die FIBO Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit

in ihrem Abschlussbericht 2011 Mitte April dieses Jahres. Es war

„die größte FIBO aller Zeiten“ mit über 58.000 Besuchern, über 580

Ausstellern auf einer Fläche von 75.000 qm.

Solarienverordnung

tritt in Kraft

Nachdem der Bundesrat Mitte

März dieses Jahres der – umstrittenen

– Solarienverordnung mit

einigen wenigen Änderungen

zugestimmt hat, sollte Anfang

Mai das Bundes kabinett die Endfassung

beschließen. Ende Mai

wird mit einer Veröffentlichung

im Bundesgesetzblatt gerechnet.

Dort sind dann die genauen Ausführungsbestimmungennachzulesen

(zur Solarienverordnung in der

Entwurfsfassung siehe „Sauna &

Bäderpraxis“ Nr. 3/2010, Seite 29).

Wie der Geschäftsführer der Ende

letzten Jahres zusammengeführ­

ten Fachverbände Photomed und

SLS, Dr. Schmid­Keiner, gegenüber

Sauna & Bäderpraxis“ erklärte,

beginnt die Umrüstungspflicht für

Altgeräte auf die Maximalbestrahlungsstärke

von 0,3 W/qm sechs

Saunabranche und liefert europaweit

Saunaräume zur öffentlichen

und privaten Nutzung.

Präsident der ISS ist der Finne Risto

Elomaa (siehe Interview S. 15). Sein

Ziel ist es, die Mitgliederzahl in

den nächsten Jahren stark zu steigern.

Mit der lettischen

Sauna vereinigung und

der aus Litauen bekam

die ISS jetzt zwei neue

Mitglieder dazu; Russland

soll 2012 folgen.

Eine wichtige Grundlage

für die Aufnahme neuer

Mitglieder soll Sauna­Bund­

Präsident Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

schaffen. Er hat es mit übernommen,

die Satzung der ISS zu

novellieren.

Monate nach Veröffentlichung

im Bundesgesetzblatt plus einer

sechsmonatigen Übergangszeit.

Saunabetreiber seien gut beraten,

den nächsten Lampenwechsel

zum Anlass für die Umrüstung zu

nehmen. Unklar seien noch die

Akkreditierungsmodalitäten für

Einrichtungen, welche die Schulung

des Personals vornehmen.

Über den aktuellen Stand berichtet

Dr. Karsten Gröning, öffentlich

bestellter und vereidigter Sachverständiger

für betriebswirtschaftliche

Unternehmensbewertungen

und Präsidiumsmitglied des

Deutschen Sauna­Bundes, im

Rahmen der diesjährigen Jahrestagung

Saunaimpulse® 2011 des

Verbandes in Leipzig. Über die

Umsetzung der UV­Schutz­Verordnung

in Saunabädern wird Ende

Juni in Bielefeld in einem Praxis­

Seminar der Fortbildungsakademie

aufgeklärt.

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

9

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Nachrichten

2013: FIBO-Umzug

nach Köln

Nach mehr als 20 Jahren kehrt die

FIBO von Essen nach Köln zurück.

Dort fand die weltgrößte Fitnessmesse

bereits von 1985 bis 1990

statt. Hauptgrund für den Standortwechsel

ist der anhaltende

Wachstumskurs der Messe. „Es gibt

mehrere Gründe für den Umzug

ab 2013, aber der wichtigste ist

tatsächlich der enorm gestiegene

Flächenbedarf. Für die diesjährige

Messe gab es bereits Ausstellerwartelisten“,

erläutert FIBO­Direktor

Olaf Tomscheit den Standortwechsel

10 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

gegenüber „Sauna & Bäderpraxis”.

„Aber uns fehlen nicht nur Ausstellungsflächen,

auch unser Bedarf an

Seminarräumen und Hotelzimmern

stößt in Essen an Grenzen. In Köln

kann die FIBO auch thematisch

ausgeweitet werden. So planen wir

die Ergänzung um einen Ärztekongress.

Auch die Ausstrahlungskraft

der Rheinmetropole und die ausgezeichnete

Infrastruktur haben den

Wechsel mit veranlasst.“ Die FIBO

hat sich zunächst für zehn Jahre an

Köln gebunden. Die Veranstaltung

2012 ist noch vom 19. bis 22. April

in Essen.

Website: www.fibo.de

Wie die japanische

Saunagesellschaft

auf Anfrage mitteilte,

ist keines ihrer

Mitglieder von

den katastrophalen

Auswirkungen des

Tsunami Mitte

März direkt betroffen

gewesen. Lediglich ein öffentliches Bad („Sentou“) sei zerstört

worden. In der Miyagi Präfektur Oshika­kun Onagawa­cho

wurden Schwitzzelte – mit aufsteigender Holzbank und einem

Saunaofen – aufgebaut (auf dem Foto mit dem Emblem der ISS

International Sauna Society, deren Mitglied die Japan Sauna

Association ist). Bei der vor zwei Jahren auf den Markt gekommenen

„Tent Sauna“ handelt es sich um ein Produkt des japanischen Unternehmens

METOS. (Website: www.metos.co.jp/english)

Brandenburg: Wirtschaft

gegen Änderung der

Kommunalverfassung

Unternehmerverbände und Landtagsopposition

in Brandenburg

machen Front gegen eine stärkere

wirtschaftliche Betätigung von

Kommunen. Der von der rot­roten

Landesregierung vorgelegte Gesetzentwurf

führe direkt in die Staatswirtschaft,

so der Vorwurf. Laut

„Welt Online“ von Mitte April dieses

Jahres erwägen CDU und FDP deshalb

eine Verfassungsklage. Nach

dem Willen von SPD und DIE LINKE

müssten Gemeinden, Ämter und

Landkreise erst dann Aufgaben privaten

Anbietern übertragen, wenn

diese sie wirtschaftlicher erfüllen.

Aus Sicht von Rot­Rot soll mit der

geplanten Änderung der Kommunalverfassung

eine „hochwertige

Versorgung mit wichtigen Dienstleistungen”

gewährleistet werden,

die obendrein bezahlbar sind. Der

Gesetzentwurf, mit dem sich der

Landtag in erster Lesung Mitte April

beschäftigte, würde auch die Gründung

und Betätigung kommunaler

Unternehmen außerhalb des Gemeindegebietes

erleichtern.


Heinola: Russe nahm

Medikamente

Beim Finale der seit 1999 jährlich

ausgetragenen „Sauna World

Championships“ („Sauna­Weltmeisterschaften”)

im südfinnischen

Heinola bei Lahti verstarb Anfang

August letzten Jahres der 62jährige

Russe Vladimir Ladyzhenskiy an Verbrühungen

dritten Grades. Sein Finalkonkurrent,

der damals 40jährige

Finne Timo Kaukonen, erlitt schwere

innere und äußere Verletzungen,

überlebte aber. „Sauna & Bäder­

praxis“ hat über die näheren Umstände

des tragischen Unglücks

mehrfach ausführlich berichtet.

Wie Anfang März dieses Jahres

durch Medienberichte bekannt

wurde, kam bei den medizinischen,

polizeilichen und staatsanwalt­

Wladimir Kaminer:

Saunieren auf Russisch

Der bundesweit bekannte, in

Deutschland lebende sowjetische

Schriftsteller Wladimir Kaminer

(„Russendisko“) gab im Februar

dieses Jahres eine Lesung in Bayreuth

(Bayern). Dabei wurde auch pointiert

über die Hölle sinniert, wie das

Online­Portal „inFranken.de“ mel­

aquanale 2011:

Finanzielle Förderung

junger Unternehmen

Junge innovative Unternehmen aus

Deutschland haben auch 2011 die

Chance, ihre Messeteilnahme an der

aquanale, der Internationalen Fachmesse

für Sauna, Pool, Ambiente,

vom Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie fördern zu

lassen. Ziel des Programms ist es,

dadurch den Export neuer Produkte

und Verfahren zu stärken. Die in

diesem Jahr einzige Internationale

Messe für Sauna, Pool und Ambiente

Nachrichten

schaftlichen Untersuchungen heraus,

dass Ladyzhenskiy vor dem

Wettkampf offenbar Medikamente

und entsprechende Hautcremes

zur Schmerzunterdrückung eingesetzt

hatte. Bei Kaukonen verliefen

entsprechende Nachforschungen

ergebnislos. Von einer öffentlichen

Anklage gegen die Organisatoren

des von weltweitem Medieninteresse

begleiteten Events

wird abgesehen, da keine krimi­

nelle Absicht zu erkennen war.

Ungeachtet dessen finden in Stralsund

(Mecklenburg­Vorpommern)

im HanseDom Ende Juni die

7. Deutschen Saunameisterschaften

statt. Wie Mitte April bekannt wurde,

wird es in Heinola künftig keine

Sauna World Championships“ mehr

geben (siehe auch „Das aktuelle

Interview“ in dieser Ausgabe, S. 15).

dete. Die Hölle sei ja nichts anderes

als eine russische Sauna. Der Russe

habe freilich ein anderes Verständnis

vom Saunieren als der Deutsche:

„Russen gehen mit Getränken in

die Sauna, manche angezogen und

manche machen auch die Tür nicht

zu.” Statt still die Hitze zu ertragen,

genieße der Russe lieber lärmend –

weshalb der Ruheraum für ihn eine

Zumutung sei.

findet vom 26. bis 29. Oktober mit

300 Unternehmen aus etwa 25 Ländern

in Köln statt. Für die Förderung

kommt auch die FSB infrage, die Internationale

Fachmesse für Freiraum­,

Sport­ und Bäderanlagen, die vom

26. bis 28. Oktober ebenfalls auf dem

Messegelände ist. Beide Veranstaltungen,

aquanale und FSB, sollen zusammen

die Bereiche Freizeit, Sport,

Schwimmbad und Wellness abbilden.

Partnerland ist Italien. Als ein Themenschwerpunkt

werden Schwimmteiche

und Naturpools genannt.

Websites: www.aquanale.de;

www.fsb­cologne.de

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

11

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Nachrichten

Nach dem kompletten Ausbrennen der Keltensauna in der Adelindis

Therme des Moor­Heilbades Buchau (Baden­Württemberg) Ende Januar

dieses Jahres wurden Mitte März die Pläne für den Wiederaufbau

vorgestellt, die archäologische Funde im Außengelände berücksichtigen.

Die Optimierung der Saunalandschaft soll gänzlich aus eigenen

Mitteln in Höhe bis zu 800.000 Euro finanziert werden. Spätestens

im Frühherbst soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Aus der neuen

Keltensauna soll eine 40 qm Aufgusssauna werden, die als regionales

Alleinstellungsmerkmal wieder ihr charakteristisches Spitzdach – mit

Glaselementen – bekommt. Bei dem Großbrand Anfang des Jahres

entstand ein Sachschaden in Höhe von einer halben Million Euro. Als

Ursache wird ein „Elektrodefekt“ an einer Zwischenwand eines Technikraumes

angegeben. Personen kamen nicht zu Schaden.

Website: www.adelindistherme.de

Silgmann Saunabau in

Konkurs

Wie Mitte Februar dieses Jahres

durch Medienberichte bekannt

wurde, wurde über das Vermögen

des 1966 gegründeten Unternehmens

Silgmann Saunabau aus dem

österreichischen Mondsee im Salzkammergut

ein Insolvenzverfahren

eröffnet. Betroffen sollen 35 Mitarbeiter

sein. Rund 130 Gläubiger

12 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Foto: Klaus Weiss

sollen auf unbezahlte Rechnungen

warten: Über vier Millionen Euro

auf der Passivseite stehen 137.000

Euro Aktiva gegenüber. Als Ursache

werden die „Wirtschaftskrise“ und

Mängel bei zwei Großprojekten angegeben.

Eine offizielle Bestätigung seitens

des Unternehmens, das auch in

Deutschland tätig war, gab es bis

Ende April wegen „vorübergehender

Nichterreichbarkeit“ nicht.

„Na, dann werde ich mal mit Jyrki Katainen

in die Sauna gehen und die Sache mit der

Regierungsbildung durchpalavern.“

Timo Soini (48), Chef der rechtspopulistischen Partei „Wahre Finnen“,

nach dem großen Erfolg (19 Prozent) bei der Parlamentswahl in

Finnland Mitte April dieses Jahres. Traditionell wurden politische und

andere Geschäfte so ausgehandelt: unter Männern in der Sauna.

Darauf wies der Nachrichtensender N-TV unter der Überschrift „Stirbt

die (Euro)Stabilität in der Sauna?“ hin und zitierte Soini mit den

Worten: „Ich bin traditionalistisch finnisch, mehr nicht.” Er liebe die

Sauna, sein Sommerhaus und Trabrennen: „Jeder braucht seine Wurzeln.“


Sauna- und

Bäder-Journal

In diesem Frühjahr hat der Bau der neuen Emser

Therme in Bad Ems (Rheinland­Pfalz) begonnen;

ihre Eröffnung ist im Herbst 2012 geplant.

Die Emser Therme gehört zur „Kannewischer

Collection“, neben der Spreewald Therme in

Burg, der KissSalis Therme in Bad Kissingen,

der VitaSol Therme in Bad Salzuflen sowie dem

Friedrichsbad und der Caracalla Therme in

Baden Baden. Websites: www.emser­therme.de,

www.kannewischer.com

Infolge des Betreiberwechsels zum Jahreswechsel

2010/2011 – von der GMF Gesellschaft für

Entwicklung und Management

von Freizeitsystemen hin zur

g1­Bädergruppe – beendete

Bertram Dorner seine dreieinhalbjährige

Tätigkeit als

Betriebsleiter der Meersburg Therme. Der diplomierte

Betriebswirt übernahm im ersten Quartal

dieses Jahres bei der GMF Sonderaufgaben.

Seit April arbeitet er als Geschäftsführer der

Schwaben-Therme Aulendorf, deren Mit­

gliedschaft im Deutschen Sauna­Bund seit 1993

besteht. Website: www.schwaben­therme.de

Bis zu fünf Millionen Euro sollen in die

Obermain Therme Bad Staffelstein

(Bayern) investiert werden. Nach einem

Medienbericht von Mitte März dieses Jahres

wird das bisherige SaunaLand verdoppelt und

ein neues Außenbecken gebaut. Das beschloss

der Thermalsolbad­Zweckverband. Baubeginn

soll 2012 sein. Im vergangenen Jahr haben rund

170.000 Menschen das SaunaLand besucht,

Tendenz steigend. Die Obermain Therme ist seit

1992 Mitglied im Deutschen Sauna­Bund und

führt das Qualitätszeichen „SaunaPremium“.

Website: www.obermaintherme.de

Anfang Februar dieses Jahres feierten die Bad

Aachener Carolus Thermen ihr zehnjähriges

Jubiläum. Das Motto: „Tu dir was Gutes!“.

Die Badekultur Aachens blickt auf eine 2000­

jährige Tradition zurück. Das freizeitorientierte

Thermalbad zählt jährlich bis zu 380.000

Gäste. Der Zuschuss der Stadt beträgt derzeit

1,7 Millionen Euro und wird ausschließlich

für Zins und Tilgung eingesetzt. Es werden

Sauna- und Bäder-Journal

15 verschiedene Schwitzmöglichkeiten

angeboten und

zahlreiche Wohlfühl­Anwendungen

im Carolus spa. Geschäftsführer

der Kur­ und

Badegesellschaft ist Werner Schlösser. Die

Carolus Thermen sind Mitglied im Deutschen

Sauna­Bund seit 1999; die SaunaWelt führt

das Qualitätszeichen „SaunaPremium“.

Website: www.carolus­thermen.de

Nach über zehn Jahren Betrieb und 4,5 Millionen

Besuchern wird das Ishara Sport- und

Freizeitbad in Bielefeld noch bis kommenden

Oktober für 3,5 Millionen Euro

modernisiert. Im Saunabereich,

dem das Qualitätszeichen

SaunaPremium“ zuerkannt

wurde, werden die Saunaräume

erneuert; im Außenbereich entsteht das

Ruhehaus „Salounge“. Das Ishara gehört zur

Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF);

Geschäftsführer ist Hans-Werner Bruns.

Die Mitgliedschaft im Deutschen Sauna­Bund

besteht seit 1997.

Website: www.ishara.de �


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„Als Hersteller hochwertiger Wellnessliegen für den Sauna-

und Spa-Bereich fühlen wir uns im Deutschen Sauna-Bund

sehr gut aufgehoben. Wir schätzen die Organisation, die

Mitglieder mit gleichen Zielen professionell repräsentiert

und freuen uns auf eine aktive Mitgliedschaft und regen

Austausch mit anderen Mitgliedern.“

Martin Reckert, Geschäftsführer reckertwerkstattmöbel GmbH, Borken

14 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Staatsbad Bad Bertrich GmbH

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Clara-Viebig-Straße 3-7

56864 Bad Bertrich

Tel.: 02674/913070

Fax: 02674/9130747

info@vulkaneifel-therme.de

www.vulkaneifel-therme.de

Bäder Radevormwald GmbH

Am Gaswerk 13

42477 Radevormwald

Tel.: 02195/9162-0

Fax: 02195/9162-33

info@life-ness.de

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Für Fragen zur

Mitgliedschaft:

Ulrike Martmann,

Tel. 0521/96679-11

u.martmann@sauna-bund.de

Marianne Pieper,

Tel. 0521/96679-15

m.pieper@sauna-bund.de


Das aktuelle

Interview

S&B: Wie ist Ihr persönliches Verhältnis zur

Sauna?

Risto Elomaa: Saunabaden mochte ich

immer schon. Mit sechs Monaten war ich

zum ersten Mal in einer Rauchsauna. Meine

Großeltern hatten eine Sauna und ich war vor

meiner Schulzeit oft bei ihnen. Bis heute hat

die Sauna für mich einen hohen Stellenwert:

am liebsten zweimal in der Woche – im Sommer

gern mehr – allein und in Ruhe. Wenn

ich im Ausland bin, versuche ich immer eine

interessante Saunaanlage kennenzulernen.

S&B: Warum haben Sie sich als Präsident der

„International Sauna Society“ (ISS) wählen

lassen?

Risto Elomaa: Ich sehe mich

schon lange als eine Art Saunabotschafter,

der sein Wissen und

seine Erfahrung gern Anderen zur

Verfügung stellen möchte. Die

ersten internationalen Sauna­

Kontakte hatte ich, als der spätere

finnische Präsident und Friedensnobelpreisträger

Martti Ahtisaari

noch Botschafter in Tansania war.

Ich arbeitete damals im benachbarten Zambia

und hatte mir dort eine Sauna gebaut.

Auf diese Weise konnte ich als im Export

tätige Person im Laufe von Jahrzehnten

zahlreiche freundschaftliche Kontakte zu

ausländischen Kunden knüpfen. Saunabegeisterte

Menschen können sehr interessante

Gesprächspartner sein.

Mein erklärtes Ziel ist es, die ISS in den

nächsten Jahren um neue nationale

Mitglieds organisationen zu erweitern und

dadurch die Saunaidee international weiter

voranzubringen. Die baltischen Länder Lettland

und Litauen gehören erfreulicherweise

seit kurzem dazu. 2012 soll Russland nach

Möglichkeit folgen; dort gibt es über zehn

Millionen Banjas. Das finnische Export­

produkt „Sauna“ ist inzwischen weltweit

verbreitet. In Asien – speziell in China – sehe

ich dafür große Entwicklungsmöglichkeiten.

Der XVI. Internationale Saunakongress ist für

2014 geplant.

S&B: Wo steht heute die 1937 gegründete

nationale „Finnische Saunagesellschaft“?

Risto Elomaa: Ich bin dort Mitglied seit

über 30 Jahren. Ende 2010 gab es 3950

Mitglieder als Privatpersonen und sechs

Unternehmen. Die begrenzten Saunakapazitäten

am Sitz der Gesellschaft in Vaskiniemi

sind damit fast erschöpft. Zu den sieben

Ehrenmitgliedern der Finnischen Sauna­

Seit einem halben Jahr Präsident

der in Helsinki ansässigen

„International Sauna Society“ (ISS):

Der Finne Risto Elomaa (65) verfügt durch

seine frühere Tätigkeit als Geschäftsmann

über weltweite Kontakte. Diese sollen helfen,

der 1977 gegründeten ISS künftig wieder

mehr Gewicht zu verleihen. Elomaa hat

ehrgeizige Ziele, die Sauna gemeinsam mit

den nationalen Mitgliedsorganisationen

voranzubringen.

Gesellschaft gehört neben Martti Athisaari

auch Prof. Dr. Eberhard Conradi, der heutige

Ehrenpräsident des Deutschen Sauna­Bundes.

Prof. Conradi wurde Ende letzten Jahres auch

zum Ehrenmitglied der ISS ernannt und wird

dafür auf der Sauna­Bund­Jahrestagung

Saunaimpulse® 2011 Mitte Mai in Leipzig

ausgezeichnet.

S&B: Welche Meinung haben Finnen zur

Sauna in Deutschland?

Risto Elomaa: Saunabaden in Deutschland

wird häufig als „zu kalt“ empfunden. Außerdem

möchten wir Finnen selber entscheiden, wann

wir „Löyly werfen“ (eine Art Aufguss). Aromatisierte

Aufgüsse sind verpönt, es sei denn, es

handelt sich um das Wasser eingetauchter

Das aktuelle Interview

Birkenquaste. Viele deutsche Anlagen werden

außerdem als zu groß empfunden, weil ihnen

der private Charakter fehlt.

S&B: Wie schätzen Sie die Arbeit des

Deutschen Sauna-Bundes ein?

Risto Elomaa: Der Deutsche Sauna­Bund

macht gute professionelle Arbeit und Promotion

für die Sauna und ist seit Gründung

der ISS ein wichtiges Mitglied. Ich wünsche

mir, dass wir künftig noch enger zusammenarbeiten

werden, um voneinander zu lernen.

S&B: Wie beurteilen Sie Großevents wie die

bislang jährlich stattfindenden „Sauna World

Championships“ im südfinnischen Heinola?

Dort gab es im letzten Jahr den ersten

Aufguss-Toten.

Risto Elomaa: Auch die Finnische Saunagesellschaft

und ISS sind strikt gegen solche Art

von Wettbewerben! Diese dummen

Ideen schaden dem Image der

Sauna allgemein und der finnischen

Saunakultur im besonderen. Es ist zu

begrüßen, dass künftig in Heinola

solche „Champion ships“ nicht

mehr stattfinden werden. Sauna

ist eine einfache, sehr persönliche

Angelegenheit und überhaupt nicht

gefährlich.

S&B: Saunabaden in Finnland heute. Immer

noch so populär wie früher?

Risto Elomaa: Aber ja! Es gibt schätzungsweise

3,2 Millionen Saunas bei 5,4 Millionen

Einwohnern. Dieses Verhältnis ist einmalig.

Wir Finnen, egal ob jung oder alt, mögen

einfach die Sauna. Sie ist ein Teil unserer

Alltagskultur, im Sommer und im Urlaub ganz

besonders. Dann gehen sehr viele gern jeden

Tag in ihre Sauna am See. Finnland und

Sauna, das gehört einfach zusammen. Ein

aktuelles Beispiel: Das „SaunaLab“ in Turku

wird von Juni bis August die finnische Saunakultur

thematisieren. Turku ist in diesem Jahr

europäische Kulturhauptstadt. �

Interview: Hans-Jürgen Gensow

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

15


Düfte erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

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Leserfragen

Leserfragen

Warmes Fußbad vor der

Sauna?

Frage

Ich habe erst kürzlich mit dem Sauna baden

angefangen. Jetzt habe ich von Mitbadenden

gehört, dass ein warmes Fußbad für

Saunaanfänger wichtig sein soll. Ist das so?

Antwort

Saunaanfängern, die annehmen oder an sich

beobachten, dass sie noch schlecht schwitzen,

da die Tätigkeit der Schweißdrüsen trainierbar

Foto: aqua-sole, Kitzingen

ist, kann ein Fußwärmbad vor Betreten des

Saunaraumes empfohlen werden. Dieser Hinweis

erleichtert ihnen den Badebeginn, da die

Schweißdrüsen aufgrund der guten Hautdurchblutung

ausreichend Flüssigkeit bekommen.

Es besteht nämlich ein Zusammenhang zwischen

der guten Durchblutung der Füße und

den Blutgefäßen der Haut des ganzen Körpers

bis hinauf zum Kopf. Diese Reaktionsverbindung

kann daher für gutes Schwitzen genutzt

werden.

Stellt der Saunabesucher seine Füße in das

Wasser der in Saunabetrieben vorhandenen

Fußbecken, werden durch einen Reflex, der von

Nerven in der Fußsohle ausgeht, die Blutgefäße

im gesamten Hautorgan weitgestellt. Es

kommt so zu einer verbesserten Durchblutung

der Haut und zu angeregtem Schwitzen, denn

16 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

die Schweißdrüsen erhalten ihre Flüssigkeit

aus dem Blut. Diese Gegebenheit ist übrigens

schon lange bekannt, denn bereits im Mittelalter

nutzten Heilkundige Fußwärmbäder beim

Schröpfen, um eine gute Hautdurchblutung bei

ihren „Patienten“ zu bekommen. Sie erleichterte

das Schröpfen.

Beim Saunabaden sollte das Wasser der Fußbecken

eine Temperatur von etwa 40 Grad

Celsius haben; es reicht ein knöchelhoher (10 –

15 cm) Wasserstand.

Rolf-Andreas Pieper

Deutscher Sauna-Bund e.V.

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Wird es beim Aufguss

eigentlich wärmer oder

kälter in der Sauna?

Frage

In unserem Saunabetrieb wurde unter den

„Experten“ heiß diskutiert, ob es beim Aufguss

in der Sauna nun wärmer oder kühler

wird. Was sagen Sie?

Antwort

Bei einem Aufguss wird kühles Wasser auf die

heißen Steine des Saunaheizgerätes aufge­

Foto: Claudia Hautumm/pixelio

bracht. Das Wasser verdunstet und es entsteht

Verdunstungskühle. Man kann also sagen, dass

in unmittelbarer Nähe des Ofens Wärme „wegfließt“.

Der Bereich wird also für kurze Zeit etwas

kühler. Dieses kann man sogar an einem Ther­


mometer ablesen, was dann allerdings sehr nah

am Ofen aufgehängt sein muss.

Der Saunabesucher merkt dieses aber auf seiner

Haut nicht. Er sitzt zumeist weit genug vom

Ofen entfernt und spürt wenige Sekunden nachdem

das Wasser auf den Ofensteinen verdunstet

ist, einen zusätzlichen Wärmereiz. Dieser

entsteht durch die Kondensation des vom Ofen

kommenden Wasserdampfes auf der Haut.

Fazit: Beim Aufguss wird es für einen kurzen Moment

in Ofennähe kühler, der Gast spürt jedoch

einen zusätzlichen Wärmereiz.

Rolf-Andreas Pieper

Deutscher Sauna-Bund e.V.

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Woher kommt der

Saunaschweiß?

Frage

Als aktiver Saunagänger habe ich mich

schon oft gefragt, woher kommt eigentlich

im Saunaraum der Schweiß auf der Haut?

Antwort

Schweiß wird von so genannten ekkrinen Drüsen

produziert, die sich an der Grenze zwischen

Lederhaut und Unterhaut befinden. Er entsteht

durch aktive Sekretion, das heißt, die Schweißdrüsenzellen

müssen dafür „arbeiten“, dass

Schweiß produziert wird. Die dafür nötigen

Subs trate (Wasser, Energie, Salze) kommen aus

dem Blutweg und werden aktiv durch die Zellwände

transportiert oder kommen mittels Diffusion

in die Schweißdrüsenzellen.

Schweiß ist eine hypotone Flüssigkeit, die zu

über 99 Prozent aus Wasser besteht. Die Zusammensetzung

des Sekretes ist unter anderem

von der persönlichen Konstitution und der Umgebungstemperatur

abhängig. Im menschlichen

Schweiß sind enthalten: Wasser (etwa 99 Prozent),

Chloridionen (58 mmol/l), Natriumionen

(45 mmol/l), Kaliumionen (5 – 9 mmol/l), wei­

tere anorganische Salze, Harnstoff, Harnsäure,

langkettige Fettsäuren, Aminosäuren, Ammoniak,

Zucker, Milchsäure. Je stärker geschwitzt

wird, desto geringer ist der relative Salzgehalt

des Schweißes.

Dr. med. Michael J. Flaig

Klinik und Poliklinik für Dermatologie

und Allergologie der Ludwig- Maximilians-

Universität München (LMU)

Frauenlobstraße 9-11

80337 München

Schäden an Brillengläsern

durch Saunawärme?

Frage

Ein Saunamitarbeiter, der regelmäßig Aufgüsse

durchführt, vermutet jetzt, dass seine

Kunststoffbrillengläser durch die Hitze

angegriffen werden. Andere Brille tragende

Saunamitarbeiter können die Vermutung

nicht bestätigen. Können Sie uns helfen?

Antwort

Kunststoffbrillengläser können im Saunaraum

unter dem heißen Klima leiden. Der Grund dafür:

Bei erhöhten Temperaturen dehnen sich sowohl

die Kunststoffmaterialien als auch deren

Leserfragen

Beschichtungen in verschiedenem

Maße aus.

Dadurch kann es zu Rissen

in der Beschichtung

und somit zur Beschädigung

der Brillengläser

kommen. Außerdem

nimmt Kunststoff bei hohen

Temperaturen mehr

Wasser auf, was wiederum

die Schicht des

Brillenglases angreift.

Wie stark und ob diese

Beschädigungen auftreten,

hängt von der Hitze,

Foto: Gerhard Walter/pixelio

dem jeweiligen Kunststoffmaterial

und auch von der Beschichtung

ab. Je nach Glasart und Beschichtung können

Brillengläser schon im Bereich zwischen zirka 50

– 80 Grad Celsius Schaden nehmen.

Mineralische Brillengläser sind gegen solche Klimaverhältnisse

besser gefeit, jedoch auch nicht

optimal für einen Saunagang geeignet, da das

Bruchrisiko hier höher als bei Kunststoffgläsern

ist. Grundsätzlich sollte daher in Sauna­ und

Dampfräumen auf das Tragen einer Brille eher

verzichtet werden.

Alternativ ist das Tragen einer einfachen und

unbeschichteten – und daher auch sehr preiswerten

– Brille mit Kunststoffgläsern eine gute

Lösung. �

Rodenstock GmbH

Isartalstr. 43

80489 München

Rodenstock ist Deutschlands führender Hersteller

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Das Unternehmen ist in mehr als 80 Ländern

mit Vertriebsniederlassungen und Distributionspartnern

vertreten und unterhält Produktionsstätten

in zwölf Ländern.

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Saunareport

Bade- und Saunaparadies aqua-sole Kitzingen am Main

Premium-Gütesiegel

steht für Qualität rundum

Eine halbe Million Besucher nach über

zwei Jahren und seit einigen Monaten

das Premium-Zertifikat des Deutschen

Sauna-Bundes – Birgit Grübler, Projektmanagerin

des aqua-sole, kann sich

zu Recht freuen. Die Generalsanierung

des weit über die unterfränkische Stadt

Kitzingen hinaus bekannten Sport- und

Freizeitbades hat sich gelohnt.

Was die Menschen aus Kitzingen und Um­

gebung schon lange wussten, bekam Mitte

November letzten Jahres eine objektive Bestätigung:

Das aqua­sole gehört zu den ausgezeichneten

Saunaanlagen Deutschlands. Das

Gütesiegel „SaunaPremium“ überreichte Dieter

Gronbach, Vorsitzender des Qualitätsausschusses

des Deutschen Sauna­Bundes: „Hier

ist Mut zu einer außergewöhnlichen

18 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Architektur bewiesen worden. Diese Anlage

hebt sich auch dadurch wohltuend von

anderen ab. Qualität und Breite des Angebots

ermöglichen einen Tagesaufenthalt. Das Leitbild

des aqua­sole ‚Wir stehen für Wohlfühl­

Atmosphäre und Herzlichkeit’ wird damit

deutlich unterstrichen.“

Foto: Ralf Weiskopf, Mainpost Kitzingen

Ende April dieses Jahres gab es deutschlandweit

77 zertifizierte Saunaanlagen, davon

46 mit dem Gütesiegel „SaunaPremium“ des

Deutschen Sauna­Bundes.

Betreiber DSBG

Tatsächlich hat das aqua­sole Einmaliges

zu bieten: Teile des Sauna­Außenbereiches

befinden sich auf einer kleinen idyllisch zugewucherten

Maininsel. Auf einem Holzsteg,

aufgeständert auf Stahlbetonstützen, sind

sowohl Schwitzräume als auch Liegeplätze zu

finden. Von überall hat man einen herrlichen

Blick auf den Fluß und die angrenzende Natur.

Etwa 1.200 Quadratmeter sind auf der breiten

Holzplattform verfügbar, die in etwa drei

Metern Höhe über dem darunter liegenden

Saunagarten gebaut wurde. In dem unmittelbar

angrenzenden ruhigen Nebenarm des

Mains (Mainaue) können sich die Saunagäste

abkühlen und sogar schwimmen. „Das Wasser


im Main hat Badewasserqualität. Wir haben

es untersuchen lassen“, berichtet Birgit Grübler

(33), seit Januar dieses Jahres Projektmanagerin

der DSBG Sportstättenbetriebs­ und

Planungsgesellschaft Herne und verantwortlich

für das aqua­sole Kitzingen. Zuvor war sie

Betriebsleiterin des Bades, das von der DSBG

(siehe Artikel auf S. 20) und den Stadtbetrieben

Kitzingen gemeinsam betrieben wird.

Neue Betriebsleiterin des aqua­sole ist Kerstin

Baus. Die 39­Jährige mit abgeschlossenem

Foto: aqua-sole Kitzingen

Kerstin Baus, Betriebsleiterin

Studium der Betriebswirtschaftslehre ist

gebürtige Kitzingerin. Sie war zuletzt – unter

anderem in München – Leiterin von Fitnessstudios.

In Kitzingen ist sie groß geworden,

dort hat sie Schwimmen gelernt: „Als ich das

aqua­sole nach 15 Jahren das erste Mal wieder

besuchte, war ich sofort begeistert.

Es ist schon toll, was aus dem ,alten Hallenbad’

geworden ist, und es ist für mich etwas

Besonderes, jetzt hier in diesem Team mitarbeiten

zu dürfen.“

Birgit Grübler kümmert sich als Projektmanagerin

weiter um das aqua­sole. Jedoch haben

sich für sie sowohl Aufgaben als auch die

Einsatzorte verändert. Die konzeptionelle

Weiterentwicklung und das Eventmanagement

stehen künftig im Mittelpunkt ihrer Arbeit

in der Hauptgeschäftsstelle der DSBG in

Herne. Neben dem aqua­sole ist sie in gleicher

Funktion zusammen mit DSBG­Geschäftsführer

Hans­Peter Vogelhofer für die Lahn­Dill­

Bergland­Therme im hessischen Bad Endbach

tätig und übernimmt weitere Verantwortungsbereiche

als Geschäftsführerin im modernisier­

ten „Schwimm in“ in Gevelsberg (Nordrhein­

Westfalen). Der regelmäßige Einsatz direkt vor

Ort in Kitzingen ist weiterhin garantiert: „Ich

werde auch in Zukunft jede Woche in Kitzingen

sein. Das aqua­sole ist ‚mein Baby’, dem werde

ich immer verbunden bleiben“, betont Grübler

mit Nachdruck.

Erfolg durch Sanierung und Sauna-

Erweiterung

Während der 20­monatigen Bauphase, im

September 2008, hatte Birgit Grübler ihre

Stelle als Betriebsleiterin

in Kitzingen angetreten.

Bereits im Juli 2007

hatten die Baumaßnahmen

begonnen – nach über

Fotos: FINNJARK Hamburg

30­jähriger Betriebszeit. Ausgangssituation war

ein deutlich sanierungsbedürftiges Hallenbad,

das in der gutachterlichen Stellungnahme viele

Mängel und vor allen Dingen auch Sicherheitsrisiken

aufwies. Zeitgemäße Standards konnten

nicht mehr gewährleistet werden. Sowohl aus

Saunareport

ökonomischer wie auch aus ökologischer Sicht

entschied man sich neben der zwingend erforderlichen

Totalsanierung für eine gleichzeitige

Erweiterung des Außensaunabereichs.

Um eine klare Positionierung der verkehrsgünstig

gelegenen Anlage zu erreichen und um

eine für Deutschland in dieser Form einmalige

Saunaanlage zu schaffen, bezog das beauftragte

Büro Dr. Krieger Architekten + Ingenieure

aus Velbert (NRW) die besonderen landschaftlichen

Gegebenheiten in sein Konzept mit ein.

So entstand die Idee einer Art Pfahlsauna, die

sich auf einem Steg über dem Seitenarm des

Mains erhebt. Die gesamte Anlage wurde in

die Flussauenlandschaft mit der vorgelagerten

Mondsee­Insel eingebunden.

Insgesamt 12,5 Millionen Euro wurden für den

Umbau investiert. Ende Februar 2009 wurde

das Bade­ und Saunaparadies

„aqua­sole“ neu eröffnet. „Durch

die Sanierung des Bades und

die Erweiterung Richtung Main

wurde eine echte Attraktion

geschaffen. Kitzingen hat seine

Position nicht nur lokal, sondern

auch im überregionalen Freizeit­

Markt deutlich verbessert, wie

die vielen positiven Rückmeldungen

der Besucher eindrucksvoll

belegen“, freut sich Birgit Grübler. Die

Zahlen geben ihr Recht: 450.000 Gäste in zwei

Jahren. Rund 40 Prozent liegt die Besucherstatistik

seit dem Start über den Schätzungen.

Ende März dieses Jahres konnte der 500000.

Badegast begrüßt werden.

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

19


Saunareport

Besuchermagnet:

die Pfahlbau-Sauna

Der Sauna­Außenbereich mit seinen Fassaden

aus unregelmäßig angeordneten Holzstäben

kommt zweifelsohne bei den Gästen am

besten an. Wen wundert's: Immerhin hat man

von allen vier polygonalen Element­Schwitzräumen,

die sich auf dem Holzsteg befinden,

eine wunderbare Sicht. Einen herrlichen

360­Grad­Blick über den Main bietet die

pfahlbauartige Panorama­Blockhaus­Sauna.

Das aus Kelo­Polarkiefer gebaute Saunahaus

am Ende des Steges auf der kleinen Maininsel

ist sechseckig und rundum verglast.

Die Sitzbänke türmen sich pyramidenförmig

um den hochgelegten mittigen Gasofen. Die

Spitze bildet ein großer Verdampferkessel aus

Kupfer. Zweimal täglich gibt es hier bei 75

Grad Celsius Aroma­Aufgüsse. 55 Besucher

haben in der Panorama­Sauna Platz, die sich

DSBG: 40 Jahre Betreiben

Die Deutsche Sportstättenbetriebs­ und

Planungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSBG)

im nordrhein­westfälischen Herne legt als

Beratungsunternehmen ihren Schwerpunkt

auf die Planung von Freizeiteinrichtungen und

Sportstätten, immer mit Rücksicht auf kommunale

Aufgabenstellungen. Standort­ und

Entwicklungspotentialanalysen, Konzeption

und Detailplanung werden betreibergerecht

erarbeitet und in enger Zusammenarbeit mit

Investoren und Architekten realisiert. Ziel

ist es, wirtschaftlich tragfähige Handlungskonzepte

vorzubereiten.

Das Management und die Betreibung von

Anlagen wird unter konsequenter Anwendung

20 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

harmonisch in die natürliche

Umgebung des

Flußufers einbettet.

Wandbilder mit echtem

Seegras hängen in

der Seegrassauna, die

ebenfalls im Außenbereich

zu finden ist. Ein

großer Granit­Ofen wurde

direkt in die Wand

gebaut und heizt die

Sauna auf 85 Grad Celsius; bis zu 30 Saunagäste

können dort entspannen. Ähnlich wie

die Seegrassauna ist das Schilfbad gestaltet;

etwa 35 Besucher finden darin Platz.

Die vierte Schwitzmöglichkeit im Außenbereich

ist die Schwemmholz­Sauna, die mit dem

Schwartenholz alter Kelo­Stämme gebaut

wurde. Satte 98 Grad Celsius werden hier

erreicht. Der Raum ist zweigeteilt und fasst 45

Besucher.

Birgit Grübler, Projektmanagerin Foto: Gabriele Hellwig

Fotos: aqua-sole Kitzingen

von Optimierungsprogrammen umgesetzt.

Eine permanente Qualitätssicherung garantiert

dabei die Reduzierung der Betriebskosten

und kennzeichnet die erfolgversprechenden

Verbesserungspotentiale.

Über eine ausgereifte Finanzierungsberatung

in allen Bereichen der Erfolgskette Analyse,

Konzeption, Detailplanung, Bau, Betrieb und

Management sichert die DSBG die prognostizierten

Ergebnisse für die von ihr betriebenen

Einrichtungen ab.

Die DSBG wurde 1969 als Tochterunternehmen

der Krieger­Gruppe gegründet und

Im Gebäude­Innenbereich

befinden sich

im Erdgeschoss zwei

Schwitzräume. Die

26 Quadratmeter

große Finnische

Sauna ist mit 100

Grad Celsius ein

klassisches Angebot,

ausgelegt für 40

Gäste. In einem

weiteren Warmluftbad mit 60 bis maximal 65

Grad Celsius kann leise Hintergrund­Musik

30 Leute in den körperlichen und psychischen

„Erholungsmodus” versetzen. Ein Dampfbad

mit Sternenhimmel und besonders schön gekachelten

Sitzbänken rundet das umfangreiche

Angebot ab. „Als Spezialist für individuelle

Lösungen“ zeichnet der Hamburger Qualitätsanbieter

FINNJARK® Sauna & Wellness dafür

verantwortlich.

Aufgüsse spielen im neuen aqua­sole eine

große Rolle; von 10 bis 22 Uhr finden diese

stündlich statt. Der Aufgussplan hängt gut

sichtbar im Eingangsbereich zur Sauna. Die

Erlebnisaufgüsse mit ausgewählten Düften,

Eis, Salz und Honig werden abwechselnd in

der Finnischen, der Schwemmholz­ und in der

Panorama­Sauna zelebriert. Birgit Grübler

erklärt: „Die Aufgüsse gleichen bei uns im

aqua­sole einer Zeremonie, wobei Abwechslung

und das Erlebnis im Vordergrund stehen,

betreibt seit mehr als 40 Jahren Bäder und Eissporthallen.

In der Geschäftsführung arbeiten

Hans­Peter Vogelhofer, Oliver Kirstein und

Dr. Christian Kuhn; 250 Mitarbeiter werden

beschäftigt.

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen

eröffnet die DSBG voraussichtlich in

diesem Herbst das „Schwimm in” in Gevelsberg.

Seit November 2010 betreibt die DSBG die

Lahn­Dill­Bergland­Therme in Bad Endbach.

Weitere betriebsgeführte Anlagen im Portfolio:

Maritimo Oer­Erkenschwick (2004),

Cabrio Senden (2007),

RappSoDie Bad Rappenau (2007),

aqua­sole Kitzingen (2008).


abgerundet mit ‚1000 Kleinigkeiten’, mit denen

wir unsere Gäste verwöhnen. Darüber hinaus

sind unsere Saunameister bestens geschult und

qualifiziert und stehen den Gästen für Fragen

jederzeit zur Verfügung.“

Zur Abkühlung gibt es im Innenbereich eine

Duschgrotte mit drei Kaltduschen, Kübeldusche

und Kneippschlauch. Ein kleines Tauchbecken

wurde etwas erhöht gebaut. Im Außenbereich

haben die Gäste die Wahl zwischen einer

Eimer­Schwalldusche, zwei Kaltduschen und

einem Kneippschlauch. Außerdem kann man

über einen Steg in den

Seitenarm des Mains

gehen und sich dort

erfrischen oder einige

Schwimmzüge machen.

Der schönste Ruheraum

befindet sich auf dem

Saunasteg in einem

eigens errichteten

Ruhehaus: Die eine

Wand ist lila gestrichen, die andere besteht

nur aus Glas. Die 19 hochwertigen Liegen sind

kuschelig und stilvoll gestaltet.

Lila Kissen wechseln sich mit weißen ab. Da­

zwischen stehen lila Tische mit Kerzen. In der

Mitte des Raumes befindet sich ein ausrangierter

Einbaum mit Pflanzen. Im offenen

Kamin lodert Feuer. Der zweite Ruheraum

(im Innenbereich) wirkt dagegen eher schlicht.

Aber auch hier läßt es sich zwischen den

Saunagängen oder am Ende des Saunabades

gut entspannen. Bei schönem Wetter stehen

den Gästen zusätzliche Liegen auf dem Holzsteg

zur Verfügung. Über 80 Besucher können

dann die Zeit auf dem Sonnendeck für ihre

ganz persönliche Erholungspause nutzen.

Für die Saunagäste gibt es 186 Garderobenschränke,

die mit einem Chip abgeschlossen

werden. Auf diesen wird alles aufgebucht,

sodass niemand sein Portemonnaie herumzutragen

braucht.

Im Saunabereich kann an zahlreichen Tischen

gespeist werden. Fränkische Spezialitäten, kleine

Snacks, leichte Vitalgerichte, Getränke – das

Angebot ist groß. „Die Gastronomie wurde im

Rahmen der Sanierung komplett neu errichtet.

Küche, Zubereitung und Ausgabe der Speisen

sind im Erdgeschoss zentral angeordnet, so

dass von dort nach drei Seiten, zur Sauna zum

Schwimmbad und zum Foyer bedient werden

kann. Bei schönem Wetter stehen Tische und

Stühle im Freien zur Verfügung“, erläutert

Birgit Grübler. Die Gastronomie wird in eigener

Regie durch die Stadtbetriebe Kitzingen unter

Leitung der DSBG geführt.

Viele Saunagäste nutzen gern das angrenzende

Schwimmbad, um ein paar Runden im Solewasser

(bis zu 3 Prozent

Solegehalt) zu

drehen. Das Becken

ist 25 Meter lang

und bietet mit fünf

Bahnen genug Platz

für alle. Das Solebad

ist grundsätzlich für

die Öffentlichkeit verfügbar,

parallel zum

Fotos: aqua-sole Kitzingen

Schulschwimmen

am Vormittag und zum Vereinsschwimmen

am Nachmittag oder Abend. Zusätzlich gibt

es noch das so genannte Lehrschwimmbecken

mit einer langen gelben Rutsche. Daneben

befindet sich ein Eltern­Kindbecken. Auch ein

Außenbecken mit Strömungskanal und Sprudelliegen

ist vorhanden.

Der Sauna direkt angegliedert ist der –

verpachtete – Wellnessbereich mit zwei

ansprechend gestalteten Massageräumen.

Fünf Masseure arbeiten dort. Zahlreiche Anwendungen

können gebucht werden, da runter

klassische Massagen, Ayurveda­, Fußreflexzonen­,

Hot Stone­ oder Lomi Lomi­Massagen.

Sogar mit weißer oder dunkler Schokolade wird

hier auf Wunsch massiert: „Hot Chocolate“

nennt sich dieser verführerische Massagegenuss.

Neu ist die so genannte Sensana­Anwendung.

Es handelt sich dabei um eine sanfte, punktuelle

Entspannungsmethode mit angenehmen

Ausgleichsgriffen, um das Wohlbefinden des

Gastes zu steigern. Die Behandlung von Kopf,

Gesicht und Nacken soll auf den ganzen Körper

ausstrahlen.

„Die Massagen sind sehr beliebt bei unseren

Gästen. Das zeigen die Buchungen und unsere

internen Befragungen. Wir sind im ständigen

Dialog, um aus erster Hand eine Rückmeldung

zu bekommen“, erläutert Birgit Grübler. So wurden

vor einiger Zeit über einen Zeitraum von

zwei Wochen insgesamt 300 Personen befragt.

Jedes Gespräch dauerte etwa 15 bis 20 Minuten.

Es gab Standard­ aber auch offene Fragen,

bei denen jeder seine Meinung sagen konnte.

Als kleines Dankeschön bekamen die Gäste ein

Glas Saft oder Sekt.

Freundlichkeit und Service im

Mittelpunkt

Saunareport

Die Befragung offenbarte ferner die große

Zufriedenheit der Gäste mit dem Service der

Mitarbeiter. „Wow, sind die freundlich!“, hört

Birgit Grüber oft. „Wir bemühen uns in der

Tat um einen entspannten Kontakt zu allen

Gästen“, betont die Projektmanagerin. „Sind

die Besucher zufrieden, ist das die beste Werbung.

Mundpropaganda ist das wertvollste

Marketinginstrument.“ Im Saunabereich gibt

es fünf festangestellte Mitarbeiter und fünf

Aushilfen. Insgesamt beschäftigt das aquasole

30 Personen.

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

21


Saunareport

Um das aqua­sole permanent attraktiv für die

Saunagäste zu halten, gibt es regel mäßige

Veranstaltungen in der Saunaanlage. Dreimal

im Jahr steigt ein Groß­Event: die lange

Saunanacht von 21 Uhr abends bis 7 Uhr

morgens mit jeweils einem anderen Motto.

Ende Januar dieses Jahres standen die sechs

Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde sowie

Holz und Metall im Mittelpunkt. Birgit Grübler:

„In Kombination mit einzigartigen Aufguss­

Zeremonien, Aktionen im Solebad, einem ausgezeichneten

Verwöhn­Büffet und vielen Angeboten

und Überraschungen haben 200 Gäste

eine unvergessliche Saunanacht verbracht. Das

war ein voller Erfolg.“ Bei der Verabschiedung

bekamen alle Eventgäste ein kleines Geschenk

als Erinnerung. Da der (finanzielle) Aufwand

dieser Saunanächte groß ist, will Birgit Grübler

sie nur dreimal jährlich anbieten: „Es soll etwas

Besonders bleiben.“

Als Marketingmaßnahme gab es im Rahmen

der Saunanacht auch ein Gewinnspiel.

Die Frage: „Benennen Sie einen unserer

„6 Elements”­Cocktails und schreiben Sie einen

Glücksspruch für das aqua­sole­Team.“ Unter

den Teilnehmern, welche die Frage richtig beantwortet

hatten, wurden Eintritts­, Kurs­ und

Verwöhn­Gutscheine verlost.

Ein neues Angebot stellt die „Traumreise mit

Klangenergiemassage“ in der Saunaanlage dar,

die ein­ bis zweimal im Monat stattfindet. Dafür

wird der große Ruheraum im Innenbereich

der Sauna genutzt und eine Entspannungstrainerin

engagiert. Im Preis von 29 Euro ist

die einstündige Traumreise, der Eintritt in die

Saunalandschaft und ein Heißgetränk enthalten.

Maximal 14 Personen können daran teilnehmen.

„Für die Dauer des Kurses ist dieser

Ruheraum dann für die anderen Sauna gäste

gesperrt, die für eine Stunde problemlos auf

den zweiten Ruheraum ausweichen können“,

sagt Birgit Grübler.

Marketing soll Bekanntheitsgrad

steigern

Um den Bekanntheitsgrad des aque­sole als

„überregionaler Leuchtturm“ weiter zu steigern,

will man die Marketingmaßnahmen intensivieren.

So soll zum Beispiel das Bade­ und Sauna­

22 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

paradies auf (Regional­)Messen präsentiert

werden. Auf Stadtfesten in Kitzingen und Umgebung

werden Flyer verteilt. Im städtischen

Einkaufszentrum soll es hin und wieder einen

kleinen Stand geben, auf dem über das aquasole

informiert wird. Als „Riesenchance“ sieht

Projektmanagerin Grübler die Landesgartenschau

2011 in Kitzingen, „Natur in Kitzingen

27.5. – 21.8. 2011 Gartenstadt am Fluss“

(Website: www.natur­in­kitzingen.de).

Im Rahmen von Kooperationen und mit

einem speziellen Programm möchte sie den

auswärtigen Gästen neben dem Besuch der

Gartenschau ein attraktives Schwimm­ und

Saunaangebot machen.

Auch im 20 Kilometer entfernten Würzburg

wird auf Großflächenplakaten für das aquasole

geworben. Die Zusammenarbeit mit der

lokalen Tourist­Information sowie verschiedenen

Partnern bieten weitere Marketing­Möglichkeiten.

Mit einer Kitzinger Bäckerei wird

seit diesem März die vorhandene Natursole in

einem eigenen „aqua­Solebrot“ verarbeitet und

in den Bäckerei­Filialen verkauft. Im aqua­sole

selbst wird das Brot als Beilage zu Suppen und

Salaten gereicht.

Auf gar keinen Fall will sich Birgit Grübler auf

den bisherigen Erfolgen mit dem aqua­sole

ausruhen. So soll das Kursprogramm erweitert

werden. Geplant sind weitere Entspannungsangebote

wie Yoga oder Progressive Muskelentspannung

nach Jacobsen. Im Saunagarten

wird zudem ein Barfußparcours angelegt.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer

Planungen und Investitionsideen zur Attraktivierung.

Auf der Wunschliste: die Anschaffung

von Strandkörben und Strandmuscheln für den

Saunagarten, ein – häufig nachgefragtes –

Solarium, ein Whirlpool sowie ein Eisbrunnen im

Kaltwasserbereich. Die geplanten Investitionen

erfolgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat

der Stadtbetriebe Kitzingen.

Das Bade­ und Saunaparadies Kitzingen am

Main ist seit 2010 Mitglied im Deutschen

Sauna­Bund und führt das Qualitätssiegel

SaunaPremium“ des Verbandes. �

Gabriele Hellwig

Daten und Fakten:

Raumprogramm:

2 Auskleideräume mit 183 Garderobenschränken,

3 Vorreinigungsräume mit 17 Duschen

Abkühlkaltwasserbereich: 1 Tauchbecken, Kaltwasserbereich

mit Erlebnisduschen (im Innen­ und

Außenbereich), Zugang zum Main (zum Abkühlen

und Schwimmen), 4 Fußwärmbecken

Ruheräume: 2 Ruheräume mit je 15 bzw. 19

Liegen, Liegepodest gepolstert (zzgl. 94 Liegen im

Ruhebereich und auf dem Saunasteg)

Gastronomie:

Restaurant im Saunabereich mit 50 Sitzplätzen,

zzgl. 20 Plätze auf dem Saunasteg (Sommer).

Weitere Gastronomie im Solebad mit 76 Sitzen,

Foyergastronomie mit 24 Plätzen

Sonstiges:

3 Schwimmbecken, Kinderbecken, 650 qm

Wasserfläche der Schwimmbecken

Dampfbad (FINNJARK, Hamburg)

6 Saunagasöfen KUSATHERM 50 und 90,

mit einer Gesamtleistung von 330 kW

(KUSATEK, Stadtlohn)

Solarium, Whirlpool, Eisbrunnen: geplant

Saunaräume:

2 innen:

Warmluftbad 65 °C, Finnische Sauna 100 °C

4 außen:

„Schilfbad” 70 °C, Seegrassauna 85 °C,

Schwemmholzsauna 98 °C,

Panoramasauna 75 °C

(FINNJARK, Hamburg)

Öffnungszeiten Saunalandschaft:

Montag bis Donnerstag: 9.00 bis 22.00 Uhr

Freitag und Samstag: 9.00 bis 23.00 Uhr

Sonn­ und Feiertage: 8.00 bis 21.00 Uhr

Solebad:

Montag bis Freitag: 8.00 bis 21.00 Uhr

Samstag: 10.00 bis 21.00 Uhr

Sonn­ und Feiertage: 8.00 bis 21.00 Uhr

Preise

Sauna (incl. Solebadnutzung)

Erwachsene:

4 Stunden 12,50 €, Tagesticket 17,50 €

Moonlight Tarif:

Montag bis Donnerstag ab 19.00 Uhr 10,00 €

Sonderpreise:

Geldwertkarte à 50, 100 oder 150 € mit fünf,

zehn bzw. 15 Prozent Rabatt auf Einzeleintritt.

Kinder und Jugendliche dürfen erst ab 16 Jahren

in Begleitung eines Erziehungsberechtigten die

Saunalandschaft besuchen.

Einen Bademantel oder ein Tuch erhält man für

jeweils fünf Euro Leihgebühr.

Bade- und Saunaparadies

aqua-sole Kitzingen am Main

Marktbreiter Str. 8

97318 Kitzingen

Tel.: 09321 / 39007-0

Fax: 09321 / 39007-13

info@aqua-sole.de

www.aqua-sole.de


Ausstattung und Betrieb

Kriterien für den Bau massiver Dampfbäder

Helmut Hilpert

Dampfräume gehören als selbstverständlicher

Bestandteil zu jeder

zeitgemäßen Sauna- und Thermenanlage.

Insbesondere massiv an Ort und

Stelle errichteten Dampfräumen kommt

eine immer größere Bedeutung zu. Ein

Kunde hat das einmal mit der treffenden

Bemerkung beschrieben, weiße

Kunststoff-Dampfräume seien „out wie

weiße Socken“.

Seit Januar 2010 gibt Teil 3

der „Richtlinien für den Bau

von gewerblich genutzten

Schwitzräumen“ des Deutschen

Saunabundes vor*,

welche Mindeststandards

beim Bau von Dampfräumen

einzuhalten sind. Als

allgemein anerkannte Regeln

der Technik für den Bäderbau

in öffentlichen Einrichtungen

und Gewerbebetrieben legen

sie Mindestanforderungen

fest und gelten als Orientungsrahmen

für Gerichte.

Es liegt im Ermessen jedes

Gewerbekunden, die für ihn wichtigen

Sachverhalte herauszusuchen, die auch über

Nutzerfreundlichkeit, Pflegeaufwand und

Ener giebedarf entscheiden. Um Fehler beim

Bau massiver Dampfräume nach Möglichkeit

zu vermeiden, sollte der Bauherr sein Augenmerk

auf eine Reihe von Kriterien richten.

Energieeffizienz

Weitsicht in der Planung, bei der Bauausführung

und beim Betrieb helfen, den Energieaufwand

zu verringern. Ein intelligentes

Konzept platziert den Dampfraum nahe

anderen Wärmeräumen und nicht an den

Außenwänden. Auch die Dimensionen wollen

gut überlegt sein. Denn mit der Größe eines

Dampfraums wächst sein Energieverbrauch.

Der erfahrene Planer achtet darauf, dass die

äußeren Oberflächen der Räume möglichst

gering sind, um den Wärmeverlust niedrig zu

halten.

Raumkonstruktion

Bei der klassischen konventionellen Methode

werden Umfassungswand und Einbauten der

„Kabine” in Mauerwerk errichtet. Anschließend

wird dieser Aufbau wärmegedämmt,

mit einer Feuchtigkeitssperre und mit der

inneren Verkleidung versehen. Anstelle des

Mauerwerks ist auch die Wandkonstruktion

in Trockenbau möglich. Bauplatten aus

Gips­Werkstoffen sind jedoch unbedingt zu

vermeiden.

Seit einigen Jahren existieren Materialien, aus

denen „Kabinen” als freitragende Konstruktionen

aufgestellt und dann innen verkleidet

werden können. Auch bei diesen muss je nach

verwendetem Material auf die Feuchtigkeitssperre

geachtet werden.

Abdichtung

Ein Dampfraum ist dauerfeucht. Das Gebäude,

in dem er sich befindet, ist daher gegen

diese Feuchte zu schützen. Die unterhalb des

Estrichs aufzubringende Abdichtung muss

an den Umfassungswänden des Raumes

hochgezogen werden. Im Türbereich ist eine

Schwelle anzuordnen, damit Wasser nicht an

dieser Stelle nach außen abläuft und an ganz

anderen Stellen die Decke durchdringt.

Bei der Abdichtung der Raumkonstruktion

selbst, die unterhalb der Keramik­ oder Natursteinoberfläche

erfolgt, handelt es sich um

die so genannte alternative Abdichtung, die

in erster Linie dem Schutz dieser Konstruktion

dient. Bei der Aufbringung der Abdichtung

ist handwerkliche Sorgfalt

gefragt. Besonders die

Ausbildung von Kanten

und Durchdringungen von

Installationsleitungen ist

fachgerecht herzustellen.

Fast alle Undichtigkeiten

treten an diesen Stellen auf.

Fußboden

Wie in allen Nassbereichen

in gewerblichen Anlagen ist

der Fußboden aus geeigneten

rutschhemmenden

Materialien auszuführen,

um Haftungsrisiken bei

Unfällen durch Ausrutschen

auszuschließen. Die Rutschhemmung muss

den Ansprüchen der Bewertungsgruppe B

nach DIN 51097 genügen. Von Fliesenherstellern

sind entsprechende Prüfzeugnisse zu

verlangen.

Der Fußboden des Dampfraumes muss über

mindestens einen Bodeneinlauf verfügen, zu

dem der Fußboden in entsprechendem Gefälle

zu führen ist.

Deckenkonstruktion

Bei der Ausführung einer Dampfraumdecke

trennt sich oft die Spreu vom Weizen. In

vielen Dampfbädern findet man gerade,

planebene Decken mit verputzter Oberfläche.

Heiße Kondenswassertropfen können hier

unkontrolliert abtropfen, wo immer sie wollen,

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

23


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Ausstattung und Betrieb

und in der rauen Struktur des Putzes lagern

sich Rückstände der dem Dampf zugeführten

Duftöle ab, die zu einem braunen Belag

führen.

Eine einwandfreie Dampfraumdecke besteht

aus einer glatten gut zu reinigenden Oberfläche,

die möglichst in gewölbter Form

ausgeführt werden sollte, damit das Kondenswasser

zu den Wänden hin abläuft.

Oberflächen

Der Belag im Inneren des Dampfraumes ist

Belastungen durch Feuchtigkeit und Chemikalien

ausgesetzt. Duftstoffe und Reinigungsmittel

sind teilweise sehr aggressive Substanzen.

Es ist daher genau zu prüfen, welche

Baustoffe hier verwendet werden dürfen.

Unglasiertes Feinsteinzeug ist in der Regel

sehr robust, Glasmosaik ebenfalls. Bei

glasierter Keramik und Naturstein ist die

Anwendung im Einzelnen zu prüfen. Auch das

Fugmaterial muss für die Beanspruchungen

geeignet sein. In jedem Fall müssen die verwendeten

Chemikalien auf die Oberflächen

abgestimmt werden. Mit dem Hersteller der

Oberflächen sind entsprechende Gewährleistungsbedingungen

abzusprechen.

Hygiene

Die Bauweise kann die Reinigung des

Dampfraumes, in dem ja ein dauerhaft

feuchtwarmes Klima herrscht, erleichtern oder

erschweren. Gerundete Innenecken und Hohlkehlprofile

an den Übergängen von Wand

und Boden schaffen deutliche Erleichterung.

Die Verwendung großformatiger Bauteile aus

Keramik oder Naturstein anstelle von kleinformatigem

Mosaik vermindert den Fugenanteil,

der bekanntlich eine Schwachstelle hinsichtlich

der Hygiene darstellt. Generell sind für

die Verfugung mehrkomponentige säurefeste

Materialien erforderlich.

Dampferzeugung

Zur Dampferzeugung werden handelsübliche

Dampfgeneratoren mit einer Einrichtung zur

Duftbeaufschlagung verwendet. Bei der Dampferzeugung

unterscheidet man zwischen Elektroden­

Dampferzeugern und Widerstandsheizern.

24 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Erstere erhitzen das Wasser dadurch, dass

Strom zwischen den Elektroden direkt durch

das Wasser fließt und es dadurch erhitzt.

Diese Geräte sind kompakt und wirtschaftlich,

jedoch nicht bei jeder Wasserqualität einsetzbar,

da die Funktion von der Leitfähigkeit des

Wassers abhängt.

Widerstandsheizer arbeiten nach dem

Tauchsieder­Prinzip. Die Funktion hängt nicht

von der Wasserqualität ab, die Geräte sind

jedoch größer und teurer.

Dampfeinbringung

Hilpert Keramik & Design

Bei der Führung der Dampfleitung zwischen

Dampferzeuger und Dampfaustritt ist darauf

zu achten, dass Kondenswasser ablaufen

kann. Fehlerhafte Rohrverlegung kann zu

einem Verschluss durch Kondensat oder zu

einer starken Geräuschentwicklung durch

aufkochendes Kondensat führen. Als Material

für die Dampfleitung ist Edelstahl am besten

geeignet, Kupferleitungen können unschöne

Grünspan­Ablagerungen hervorrufen.

Dampfleitungen sind gegen Wärmeverluste

und damit gegen erhöhte Kondensation zu

isolieren. Die Entfernung zwischen Dampferzeuger

und Dampfauslass sollte aus dem

gleichen Grund möglicht kurz sein. Entfernungen

über fünf Meter sollten vermieden

werden.

Allgemein wird zwar von „Dampfbädern”

gesprochen, aber eigentlich wünscht sich der

Benutzer heißen Nebel. Physikalisch korrekt


ist Dampf in Luft gelöstes Wasser und nicht

sichtbar. Ein gut gebauter Dampfraum ist

jedoch gleichmäßig mit sichtbarem Nebel,

feinsten Wassertröpfchen, gefüllt.

Da der Dampf an seinem Austritt aufgrund

seiner hohen Temperatur nach oben steigt, ist

dieser Austritt möglichst tief anzuordnen, um

eine Schichtbildung im Raum zu vermeiden.

Die Einstellung der „Dampfatmosphäre“ ist

eine höchst filigrane Angelegenheit, bei der

neben der Art der Dampfeinspeisung auch die

Dimensionierung und Steuerung von Zuluft

und Abluft sowie die richtige Isolierung der

Kabine zusammenwirken. Eine gut gemeinte

starke Wärmedämmung kann das Dampfbild

erheblich einschränken. Hier ist die Erfahrung

des Errichters des Dampfraumes gefragt, denn

es gibt unterschiedliche Lösungen.

Verbrühungsschutz

Dampf ist bei seiner Entstehung 100 Grad

Celsius heiß. Um Verbrühungen zu vermeiden,

gehört der Dampfaustritt an eine Stelle, an

der sich üblicherweise keine Personen aufhalten.

Wichtig ist, dass er deutlich sichtbar ist.

Das Verbrühungsrisiko verringert insbesondere

auch die Beimischung von Zuluft. Aus

haftungsrechtlichen Gründen sollte auch ein

Hinweisschild auf die Verbrühungsgefahr

aufmerksam machen.

Lüftung

Zur einwandfreien Funktion und zur Gewährleistung

eines angenehmen Raumklimas ist

die Be­ und Entlüftung eines Dampfraumes

unverzichtbar. Üblicherweise befindet sich

die Zuluft­Einbringung im Bodenbereich, die

Abluft­Absaugung im Deckenbereich. Bei

der Leitungsführung der Abluft ist darauf zu

achten, dass diese Luft warm und Feuchte

gesättigt ist. Dies führt zu sofortiger Kondensatbildung

im Abluftkanal. Die Leitungen sind

aus entsprechendem Material auszuführen

und Kondensatabläufe vorzusehen.

Sitzbänke

Bei der Ausführung der Sitzbänke ist auf Sitzkomfort

und auf das Ablaufen des Kondenswassers

zu achten. Die einfachste Bankform

besteht aus einer leicht nach vorn geneigten

ebenen Fläche. Bequemer sind nach hinten

geneigte Flächen, am Besten sogar in Körperform

mit passender Rückenlehne. In diesem

Fall muss natürlich das Kondenswasser und

das Abspritzwasser durch Einläufe abgeführt

werden. Der Übergang von Sitzbank zu Wand

sollte ähnlich ausgeführt werden wie der

Übergang von Boden zu Wand.

Aus Gründen der Verletzungsgefahr sollten

scharfe Kanten im Sitzbankbereich unbedingt

vermieden werden, die beispielsweise durch

unsachgemäße Verwendung von Mosaik oder

durchgeschnittene Fliesenkanten entstehen

können.

Tür

Fotos: Hilpert Keramik & Design

Aufgrund der Belastungen sind korrosionsfeste

Türen zu verwenden, in der Regel

pulverbeschichtete Alu­Zargen mit einem

Glastürblatt aus Sicherheitsglas. Die Tür sollte

durch einen Schnapper mit rostfreier Feder

schließen, nach außen öffnend, damit eine

Flucht möglich ist. Eine umlaufende Dichtung

vermeidet das Austreten von Dampf. Der

Helmut Hilpert

arbeitet als Geschäftsführer des Fuldaer

Traditionsunternehmens Hilpert Keramik &

Design. Das Unternehmen ist Partner von

HUFLAND. Hilpert engagiert sich in Arbeitskreisen

des Deutschen Sauna-Bundes.

Fußboden im Türbereich muss das an der

Tür ablaufende Kondenswasser nach innen

führen, damit keine unschöne Pfütze vor der

Tür entsteht.

Heizung

Um einen Dampfraum schon bald nach

Einschaltung des Dampferzeugers benutzen

zu können, ist es empfehlenswert, die Bänke

gesondert zu beheizen. Sowohl elektrische

Heizmatten in Niederspannung als auch

Warmwasser­Heizleitungen kommen hierfür

in Frage. Die Beheizung mit Warmwasser

reduziert die Energiekosten durch kürzere

Betriebszeiten für den elektrisch betriebenen

Dampferzeuger. In jedem Fall sollte der Fußboden

der Kabine beheizt werden, weil dieser

Bereich barfuß begangen wird.

Beleuchtung

Aus Sicherheitsgründen sollte die Beleuchtung

in Niederspannungstechnik ausgeführt

werden, in der Regel als Deckeneinbaustrahler.

Als besondere Effektbeleuchtung

werden in Dampfräumen gerne Faserlicht­

Sternenhimmel oder LED­Beleuchtungen

eingebaut. Bei LED­Licht ist zu beachten, dass

die Lebensdauer der Leuchten bei höheren

Einsatztemperaturen deutlich abnimmt. In

jedem Fall ist eine Putzbeleuchtung vorzusehen,

die für Reinigungszwecke eine optimale

Ausleuchtung des Raumes ermöglicht.

Kneippschlauch

Ausstattung und Betrieb

Kneippschlaucharmaturen gehören zur

Standard­Ausstattung von Dampfräumen.

Das Abspritzen eines Sitzes vor der

Benutzung ersetzt jedoch keine

Desinfektion. �

* Teil 3 der „Richtlinien für den Bau von

gewerblich genutzten Schwitzräumen“ in der

Fassung vom Januar 2010 behandelt Dampfräume.

Zum Preis von 56 Euro kann Teil 3

beim Verlag Sauna-Matti in Bielefeld bezogen

werden; Mitglieder im Deutschen Sauna-Bund

erhalten darauf 20 Prozent Ermäßigung.

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Sauna & Bäderpraxis 1/2011

25


Ausstattung und Betrieb

Familiensauna – lohnt sich das?

„Man muss es fast als paradox bezeichnen,

wenn sich ein deutscher Pädiater

als Referent zu diesem Thema äußern

soll. Stellt doch die Sauna in Deutschland

bisher fast ausschließlich einen

Treffpunkt für Erwachsene dar. Kinderinstitutionen

scheinen in Deutschland

nur selten mit Saunabädern ausgerüstet

zu sein. Das soll sich in nordischen

Ländern anders verhalten, und daher

wird dort vermutlich auch die Erfahrung

mit dem Saunabaden der Kinder und

Jugendlichen größer sein. Immerhin ist

es das Bestreben einsichtiger deutscher

Ärzte, das Saunabaden auch unter der

deutschen Jugend mehr als bisher einzuführen.

Noch sind die Erfolge dieser

Bemühungen nicht groß.“

Mit diesen Worten leitete der damalige Chefarzt

des Kinderkrankenhauses Bethel in Bielefeld,

Prof. Dr. Müller, sein Referat auf der Internationalen

Sauna­Tagung 1956 ein. Seitdem ist mehr

als ein halbes Jahrhundert vergangen und die

Sauna hat sich in Deutschland bestens etabliert.

Über 31 Millionen Menschen baden heute in

Deutschland mehr oder weniger regelmäßig

Sauna in etwa 2.300 öffentlichen Saunabädern

und in gut 9.000 Sauna­Anlagen in Sporteinrichtungen,

Hotels und Pensionen sowie jetzt mehr

als 1,6 Millionen Saunas in Privathaushalten.

Das Saunabaden hat somit weitgehende gesellschaftliche

Anerkennung für die gesundheitliche

Vorsorge und als sinnvolle Freizeitbeschäftigung

gefunden. Aber sehr viel mehr Kinder als 1956

dürfte man in den Saunabädern auch heute

nicht antreffen. Die Befragung des Deutschen

Sauna­Bundes im Jahr 2007 unter 23.380

Besuchern öffentlicher Saunabäder ergab, dass

nur 6,3 Prozent der Gäste mit ihren Kindern

die Saunaanlagen besuchen. Als Hauptgrund

für das geringe Kindersaunabaden muss das

Erholungs­ und Entspannungsbedürfnis der

Erwachsenen gelten. In der gleichen Befragung

nannten 79,2 Prozent der erwachsenen Saunagäste

die „Erholung“ als wichtigstes Motiv für

den Saunabesuch – und dieses ist mit Kindern

nicht so einfach zu realisieren.

Selbst wenn Eltern bereit sind, ihre eigenen

Bedürfnisse zugunsten des Saunaerlebnisses der

ganzen Familie zurückzustellen, bleiben oft die

Bedenken, das Verhalten der Kinder könnte die

anderen Saunabesucher stören. Außerdem sollte

auch heute nicht unterschätzt werden, dass

bei vielen Erwachsenen noch ein Schamgefühl

besteht, sich vor den eigenen Kindern unbekleidet

zu zeigen.

Welcher Grund letztlich ausschlaggebend ist,

spielt für einige Saunabetreiber keine Rolle, denn

sie sorgen sich um den Saunanachwuchs und

machen sich für die Familiensauna stark.

„Uns haben immer wieder Gäste gefragt, ob sie

nicht mit Kindern in die Sauna kommen dürfen“,

erklärt Jörg Kauffmann, stellvertretender Leiter

des Thermalbades Aukammtal in Wiesbaden

zu dem Thema. Um diesen Kundenwünschen

nachzukommen und Kindern die Gelegenheit zu

geben, das Saunabaden kennenzulernen, wurde

im Thermalbad die Familiensauna eingeführt.

Und zwar an jedem ersten Samstag im Monat.

An diesem Tag können Kinder ab drei Jahren in

Begleitung Erwachsener den Saunabereich besuchen.

Der Kindereintritt beträgt dann fünf Euro.

Kauffmann: „Die Kinder erhalten an diesem Tag

ein Kombi­Eintrittsband, mit dem ein Übergang

in den Badebereich ohne Aufpreis möglich ist.

So können sie jederzeit mit den Eltern von der

Saunaanlage ins Schwimmbad wechseln. Das

ist unserer Erfahrung nach ganz wichtig, denn

Kinder brauchen Bewegung und können nicht

so lange still sitzen.“ Die Familiensauna wird im

Thermalbad Aukammtal jedenfalls sehr gut angenommen,

und Ärger mit anderen Gästen gibt

es kaum. Aber es hat etwa ein halbes Jahr gedauert,

bis sich die Stammgäste daran gewöhnt

hatten. „Inzwischen ist bekannt, dass der erste

Samstag im Monat Familiensauna ist. Außerdem

haben wir Hinweise gut sichtbar aufgehängt. So

wissen alle Gäste, dass an diesem Tag auch Kinder

in der Anlage sind“, ergänzt Jörg Kauffmann

seinen Erfahrungsbericht. Außerdem hält er die

These, dass Kinder viel Lärm verursachen, für ein

Vorurteil. Bisher hat sich am Familiensaunatag

kaum ein Gast über die Kinder beschwert.

In der Niederrhein­Therme in Duisburg wird

ebenfalls eine Familiensauna angeboten.

„Nachdem wir vor einigen Jahren erfolgreich

Babysaunakurse in unser Angebot aufgenommen

haben, kam nun immer öfter die Frage auf,

ob im Anschluss an diese Kurse die Möglichkeit

bestünde, weiterhin die Saunen zu besuchen und

somit Familien mit Kleinkindern die Gelegenheit

zum Saunabaden zu geben“, erzählt Pressesprecherin

Sandra Blat y Bränder. So wurde in

Duisburg die Familiensauna „geboren“ und zwar

zunächst ebenfalls an jedem ersten Samstag im

Monat. Da aber der Zuspruch größer als erwartet

war, wurde das Angebot schon bald auf einmal

pro Woche ausgeweitet.

Samstag ist Familiensaunatag

„Samstagvormittag ist die ideale Zeit für

Familienunternehmungen, da Mama und Papa

Zeit haben und etwas gemeinsam mit dem

Nachwuchs machen möchten“, bestätigt Frank

Hinrichs, Marketingleiter des OLantis Huntebad

in Oldenburg den beliebten Termin für die

Familiensauna. Dort steht auch am Samstag von

9 bis 13 Uhr Familiensauna auf dem Programm.

Ähnlich ist es in der Sole­Therme in Otterndorf.

„Bei uns ist samstags von 9 bis 10 Uhr

Babyschwimmen. Die Familiensauna bot sich


an, damit die Kinder sich nach dem Schwimmen

aufwärmen können“, sagt Ann­Christine Frank,

Verwaltungsmitarbeiterin der Sole­Therme. Erst

seit Anfang letzten Jahres besteht in Otterndorf

das Angebot des Saunabades für Familien – und

zwar jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis

13 Uhr. „Der Versuch sollte eigentlich nur bis Juli

gehen, aber er war so erfolgreich, dass wir ihn

weiter fortgesetzt haben.“

Für eine interessante Familiensauna müssen

sich die Betreiber etwas einfallen lassen, um die

Kinder bei Laune zu halten. In

der Regel wird ein Bereich der

Saunaanlage für die Familien

reserviert. Hinrichs vom Olantis:

„Eine Sauna wird speziell für die

Kleinen temperiert, ein Ruheraum

wird als Spielzimmer umfunktioniert

und im Schwimmbecken

finden sie Kinderspielzeug.“

Auch in der Niederrhein­Therme

in Duisburg werden die Kinder

spielerisch an die Sauna herangeführt,

wie Sandra Blat y Bränder

berichtet: „Wir machen aus

den Aufgüssen ein Kinder­Event,

das immer unter einem anderen Motto steht.“

„Findet Nemo“ ist ein Relaxaufguss, bei dem eine

Geschichte vorgelesen wird; im Anschluss gibt

es noch ein kleines Quiz. Bei der „Reise durch die

Eiszeit“ werden kleine Blumenspritzen quasi zu

Wasserpistolen umfunktioniert und die Kinder

können sich zwischendurch mit dem Eiswasser

kühlen. Bei der „Schlumpf­Maske“ cremen sich

die Kinder mit einer blauen Quarkcreme ein, die

mit Lebensmittelfarbe gefärbt wurde.

Besteht bei Eltern Unsicherheit, ob das Kind

die Sauna verträgt, sollte ein Kinderarzt befragt

werden. Grundsätzlich gilt aber: Für Kinder ist

die Sauna gesund. „Die Eltern tun ihren Kindern

etwas Gutes, wenn sie diese mit in die Sauna

nehmen“, klärt PD Dr. med. Rainer Brenke

auf, ehemaliger Chefarzt der Akut­Abteilung

Naturheilverfahren der Hufeland­Klinik Bad

LED

Lichtsysteme

Zubehör

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Ems und ausgezeichneter Saunakenner auf.

Studien zeigen: Kinder, die regelmäßig einmal

pro Woche in die Sauna gehen, haben deutlich

weniger Infekte. Diese Abhärtung ist schon nach

einem Vierteljahr messbar. Dr. Brenke: „Kinder

im Kleinkindalter sollten anfangs jedoch nur drei

Minuten pro Saunagang im Saunaraum bleiben

und auf der unteren Bank sitzen. Der kindliche

Körper nimmt relativ mehr Wärme auf als der

erwachsene. Das liegt daran, dass das Kind eine

große Oberfläche im Verhältnis zur Körpergröße

hat. Außerdem ist die Temperaturregulation

noch nicht voll ausgereift.“ Je größer die Kinder

werden, desto mehr kann sich jedoch ihr Saunabaden

an das von Erwachsenen anpassen.

Einig sind sich alle befragten Anbieter der Familiensauna

dahingehend, dass nur zu begrenzten

Zeiten ein solches Angebot offeriert werden

kann. Ein Programm mit häufigem Kindersaunabaden

würde zweifellos zu heftigen Gästebeschwerden

führen: Mehr denn je wird ein Saunabad

als Ort der Entspannung und Erholung

definiert. Das wissen ebenfalls die Befürworter

der Familiensauna – darunter Jörg Kauffmann

vom Thermalbad Aukammtal: „Ich bin außerdem

bei uns für die Kaiser­Friedrich­Therme zuständig.

Dort herrscht kinderfreie Zone. Das ist wichtig

für Gäste, die keine Kinder haben oder Ruhe

pur genießen wollen. Außerdem besuchen viele

Touristen die Kaiser­Friedrich Therme – auch am

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Ausstattung und Betrieb

Wochenende. Diese würden eine Familiensauna

sicher nicht so gut aufnehmen.“

In dieser Weise wird in vielen öffentlichen

Saunabädern argumentiert. „Bei uns ist die

Nachfrage nach einer Familiensauna sehr gering.

Deshalb bieten wir diese nicht an“, weiß Torsten

Krier, Betriebsleiter des BadeLand Wolfsburg.

Und in der KissSalis Therme in Bad Kissingen hat

Betriebsleiterin Andrea Meurer ebenfalls nicht

die Absicht, eine Familiensauna einzuführen:

„Das entspricht nicht unserer Philosophie. Bringen

Stammgäste mal ein Kind in die

Sauna mit, wird es geduldet. Diese

Kinder können sich benehmen.

Aber Besuche von Kindern sind die

absolute Ausnahme.“

Rein wirtschaftlich betrachtet ist die

Betriebszeit für das Familiensaunabaden

ohnehin nicht lukrativ. Aber

darum geht es den Befürwortern

offenbar nicht, wie Frank Hinrichs

von Olantis betont: „Wir betrachten

die Familiensauna als Akquisitions­

und Kundenbindungselement. Wir

versuchen für jeden etwas anzubieten

– also ebenfalls für Familien. So bekommen

wir Gäste, die vorher nie in unsere Saunaanlage

gegangen sind. Außerdem sind die Kinder unsere

Kunden von morgen. Durch die Familiensauna

wird das Interesse der Kinder am Saunabaden

generell geweckt. Wir hoffen, dass sie dann auch

als Erwachsene in die Sauna gehen.“

Foto: 4elememts, Selm

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100 Jahre

Diese Sicht wird auch vom Deutschen Sauna­

Bund geteilt, der in seinen Umfragen feststellen

musste, dass der regelmäßige Saunabesuch

besonders bei der unter 20jährigen und der

20­ bis 30jährigen Altersgruppe drastisch

zurückgegangen ist. Und nicht zuletzt gehört ein

Familiensaunaangebot auch zur kommunalen

Daseinsvorsorge. �

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Medizin und Gesundheit

Hydrotherapie und Saunabaden

Prof. Dr. med. Eberhard Conradi

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Geschichte

Die Hydrotherapie hat eine lange Geschichte

und reflektiert in Vielem die Geschichte der

Medizin. Schon Hippokrates sprach dem

Wasser als einem Urelement heilende Wirkungen

zu, und in der Kultur des Altertums

galt das Badewesen als wichtiger Bestandteil.

Mit seinen eigenen Zünften für das Bade­

wesen stellte das Mittelalter einen Höhepunkt

der Hydrotherapie dar, deren Bedeutung

allerdings im späten Mittelalter wieder

schwand, als offenbar wurde, dass sich die

„Lustseuchen” (venerische Erkrankungen)

durch das gemeinsame Benutzen der Bäder

durch Männer und Frauen ausbreiteten.

Erneut popularisiert wurde die Hydrotherapie

durch die als „Wasserhähne” bekannten

Siegmund (1640 – 1742) und Johann Siegmund

Hahn (1696 – 1773). Als „begnadeter“

Laie behandelte Vinzenz Prießnitz (1799 –

1851) die verschiedensten Krankheiten mit

Wasser und entwickelte die Hydrotherapie

methodisch fort („Prießnitz­Umschlag").

Den ersten Lehrstuhl für Hydrotherapie

erhielt Wilhelm Winternitz, der sich 1864

in Wien auf dem Gebiet der Hydrotherapie

habilitiert und die Praxis der Hydrotherapie

durch intensive Kontakte zu Prießnitz

gelernt hatte.

In Deutschland machte der katholische

Priester Sebastian Kneipp (1821 – 1897) die

Hydrotherapie in breiten Bevölkerungskreisen

bekannt. Der Legende nach kam Kneipp

durch Selbsterfahrung zur Hydrotherapie:

Er soll sich durch kalte Bäder in der Donau

im Winter von der Tuberkulose geheilt haben.

Die temperaturansteigenden Teilbäder

wurden dann von dem Berliner Arzt Georg

Hauffe (1872 – 1936) in die Hydrotherapie

eingeführt.

28 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Definition

In Anlehnung an Cordes u. Zeibig wird unter

Hydrotherapie die Anwendung von Wasser

in fester oder flüssiger Form oder als Dampf

zu medizinischen Zwecken verstanden, wobei

das Wasser im Wesentlichen als Wärmeträger

dient. Hydrotherapeutische Reize sind sehr

differenziert anwendbar und können sehr fein

dosiert werden. In fester Form findet Wasser

z. B. als Eis bei der Kryotherapie Anwendung,

in flüssiger Form bei Bädern, Güssen, Wickeln

und als Dampf z. B. beim Kopfdampfbad,

dem Dampfstrahl oder der Dampfdusche.

Das Überwiegen der thermischen Reize in

der Hydrotherapie hat dazu geführt, dass

Hydro­ und Thermotherapie meist gemeinsam

genannt und abgehandelt werden.

Nach Conradi ist Hydrotherapie bei akuten

Erkrankungen oder bei chronischen Krankheitszuständen

kurmäßig, d. h. als Reizserie,

angezeigt, um langfristig adaptive Prozesse

und Umstimmungen im Körper auszulösen

mit dem Ziel der Optimierung der Kreislauf­

und Thermoregulation sowie der Stabilisierung

der vegetativen Regulationslage.

Die Mehrzahl der hydrothermotherapeutischen

Anwendungen zählt zu den passiven

Maßnahmen. Wärme und Kälte besitzen

tief greifende Wirkungen auf verschiedene

Funk tionskreise. Die Ursache für die große

Wirksamkeit thermischer Reize ist aus der

Phylogenese zu erschließen.

Im Folgenden werden in erster Linie der Einsatz

des Wassers in flüssiger Form und der thermische

Wechselreiz der Sauna besprochen.

Wirkungen

Die Anwendung von Wasser ist für den Menschen

in der Regel mit Emotionen verbunden,

da Wasser für uns eine weitaus größere

Bedeutung hat, als nur als Nahrungs­ bzw.

Reinigungsmittel oder zum Kühlen oder

Wärmen zu dienen. Gerade warmes Wasser

vermittelt sowohl unmittelbar als auch im

übertragenen Sinne ein Gefühl der Wärme

und Geborgenheit. Vermutlich hängt dies mit

der embryonalen Entwicklung zusammen,

bei welcher der Embryo im Mutterleib im

Wasser eingebettet ist. Neben der physiologischen

Wirkung, die vorwiegend aus einer

Inanspruch nahme der Thermoregulation resultiert,

entfaltet Wasser daher vielfach auch

eine psychische Wirkung. So können 37 °C

warme Bäder signifikant Ängstlichkeit und

Schmerzen schwangerer Frauen während der

Wehen reduzieren. Bei chronisch herzkranken

Patienten (NYHA II­III) vermag ein häusliches

Hydrotherapieprogramm die Lebensqualität

zu steigern und Symptome zu lindern.

Ziele hydrotherapeutischer

Anwendungen

• Zufuhr von Wärme

• Entzug von Wärme

• Auslösen einer reaktiven Hyperämie und

damit Wärmeproduktion, d. h. Verlagerung

von Körperwärme aus dem Körperkern an

die Körperoberfläche

Grundsätzlich muss zwischen unmittelbaren

Wirkungen (Immediatwirkungen) und langfristigen

Anpassungen unterschieden werden.

Eine einmalige kurzzeitige Anwendung

stellt einen Reiz für den Organismus dar, der

zunächst eine Stressreaktion im Sinne eines

Eustresses auslöst. Erwünscht sind langfristige

Anpassungen an wiederholte Reize im Sinne

einer seriellen Anwendung.

Wirkfaktoren

Bei hydrotherapeutischen Reizen ist der thermische

Faktor von entscheidender Bedeutung.

Die Einteilung nach Cordes unterscheidet

von –I = kühl (24 – 30 °C) bzw. +I warm


(38 – 40 °C) bis hin zu –VI = eiskalt

(0 – 6 °C) bzw. +VI = unerträglich

heiß (48 – 50 °C).

Da Wasser Wärme bzw. Kälte um

ein Vielfaches besser leitet als Luft,

kommt der Temperaturdifferenz zur

Haut eine besondere Bedeutung bei

der Wirkung zu. Wichtig sind weiterhin

der Umfang der Anwendung, die

Geschwindigkeit einer möglichen

Änderung der Reizintensität sowie der

Wechsel zwischen „warm” und „kalt”.

Als mechanischer Faktor ist zunächst

der hydrostatische Druck von Bedeutung.

Er ist für den Auftrieb ver­

antwortlich, wodurch der Körper sein

Eigengewicht nicht zu tragen braucht;

hierdurch werden manche Behandlungen

erleichtert oder auch möglich.

Unterschätzt wird oft ein anderer

Effekt des hydrostatischen Druckes:

Im Vollbad kommt es zu einer Blutverschiebung

von 700 – 8OO ml aus

den Speichervenen des Beines in den

intrathorakalen Raum, was mit einer

nicht unerheblichen Herzbelastung

verbunden ist.

Andere mechanische Reize, die mit

einer hydrotherapeutischen Anwendung

verknüpft sein können, sind

Handreibungen, Beschöpfung und

Bürstungen.

Ein typisches Beispiel für die Modifikation

der hydrotherapeutischen Wirkfaktoren

durch chemische Reize ist in

den Zusatzbädern (Balneotherapie,

Arzneimittelbäder) gegeben. Neben

dem Einsatz von ätherischen Ölen

sind Kohlendioxidbäder verbreitet,

die insbesondere bei Herz­Kreislauf­

Erkrankungen angewendet werden.

Sie entlasten das Herz und senken

den Blutdruck, was vor allem dadurch

zustande kommt, dass Kohlendioxid

die Warmrezeptoren reizt und die

Kaltrezeptoren hemmt. Wirksam sind

auch elektrische Faktoren. Mit der

Medizin und Gesundheit

Entwicklung der Elektrotherapie wurde

die Anwendung von Wasser und Strom

kombiniert.

Zum einen können sich die Wirkungen

addieren, zum anderen kann

(Leitungs­) Wasser eine sich optimal

der Körperoberfläche anpassende

großflächige Elektrode darstellen.

Typische Beispiele sind die Zwei­ und

Vierzellenbäder und die hydrogalvanischen

Vollbäder (Stanger­Bäder).

Die Nachwirkzeit hydrotherapeutischer

Reize hängt von ihrer Intensität und

Einwirkungsdauer ab. Bei mittleren bis

starken Reizen beträgt sie ca. 3 – 4

Stunden. Eine praktische Schlussfolgerung

daraus ist, dass nach einem

hydrotherapeutischen Reiz ausreichend

lange Reizpausen eingehalten

werden sollten, um Fehlregulationen

zu vermeiden.

Reizformen

Wärme und Kälte reizen die Thermorezeptoren.

Ihre Dichte ist je nach

Körperregion unterschiedlich. Sie

nimmt von peripher nach zentral zu.

Die meisten Thermorezeptoren finden

sich im Bereich des Bauches bis unter

die Brust und im Gesichtsbereich.

Speziell die Kaltrezeptoren haben ihre

geringste Dichte an den Fingern.

Im Indifferenzbereich (im Wasser

32 – 35 °C, in der Luft 28 – 32 °C)

haben thermische Reize allenfalls eine

geringe Wirkung auf das Thermoregulationssystem.

Außerhalb dieses

Bereiches unterscheidet man folgende

Reizformen:

• Kaltreize sind kurzfristige Anwendungen

von Wasser im Temperaturbereich

von ca. 12 – 16 °C.

Wasser wird schon mit einer unter

28 – 30 °C liegenden Temperatur

als kalt empfunden, löst aber in

diesem Bereich keine ausreichenden

Reaktionen aus. Beispiele sind Waschungen,

Güsse und Teilbäder. Je

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

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Medizin und Gesundheit

nach Temperatur, Umfang der Anwendung

und Reizdauer kann eine unterschiedliche

Dosierung erfolgen.

• Warmreize werden mit einer Temperatur

von 37 – 39 °C appliziert. Ziel ist häufig

die Aufwärmung nach oder vor einer Kaltanwendung.

• Heißanwendungen kommen meist im

Zusammenhang mit einer temperaturansteigenden

Anwendung zum Einsatz

(allmähliche Steigerung der Wassertemperatur

von 35 auf 45 °C). Beispiele sind

temperaturansteigende Teilbäder und der

Blitzguss.

• Wechselwarme Reize können z. B. der

Gewöhnung an Kaltreize und dem Üben

des Gefäßspiels dienen: durch mehrfache

Wiederholung steigt der Reizeffekt. Sie

kommen besonders als Güsse und Teilbäder

zur Anwendung.

Physiologische Reaktionen

Nach Reizung der Thermorezeptoren der Haut

leiten afferente Fasern die Erregung an das

Thermorezeptorenzentrum im Hypothalamus

weiter. Die Efferenzen erfolgen über motorische

und vegetative Fasern. In Abhängigkeit

vom Umfang des thermischen Reizes wird die

Thermogenese in inneren Organen und der

Skelettmuskulatur (Kältezittern) aktiviert, die

Hautgefäße verändern ihren Durchmesser zur

Wärmeabgabe oder zum Sparen von Wärme,

die Schweißdrüsen steigern in Wärme ihre

Produktion.

Diese Reaktionen haben die Konstanz der

Körperkerntemperatur zum Ziel. Zusätzlich

beeinflussen Wärme und Kälte immunologische

Reaktionen und die Aktivität des

Hormon systems, speziell des Hypophysen­

Nebenrindensystems. Akute thermische

Reize, besonders aber serielle Anwendungen,

beeinflussen das Immun­ bzw. Resistenzsystem.

Wichtige Stellglieder der Thermoregulation

sind auf der einen Seite die Vasomotorik

und damit das Herz­Kreislauf­System und das

Schwitzen („physikalische Wärmeregulation”),

auf der anderen Seite die Thermogenese

mit den Anteilen zitterfreie Thermogenese

(chemische Wärmeregulation) und Wärmeerzeugung

über den Muskeltonus (Kältezittern).

30 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Auch das bewusste Verhalten kann im Sinne

der Thermo regulation beobachtet werden,

sei es das Aufsuchen einer wärmeren oder

kälteren Umgebung oder die Wahl geeigneter

Kleidung.

Viele Reaktionen auf hydrotherapeutische

Reize können als physiologische Reaktion auf

einen thermischen Reiz beschrieben werden.

Zunächst lassen sich lokale, reflektorische, z. B.

konsensuelle, und generalisierte Wirkungen

unterscheiden. Beispiele für lokale Reaktionen

sind die Vasokonstriktion der Hautgefäße bei

Kälte, ihre Dilatation bei Wärme und die reaktive

Hyperämie. Die Temperaturreize führen

oftmals zu unterschiedlichen Reaktionen der

Blutgefäße der Haut und der im Körperinneren.

Nach Hauffe reagieren oberflächliche und

tiefe Gefäße auf einen örtlichen thermischen

Reiz gleichsinnig. Bei einem generalisierten

Reiz reagieren Hautdurchblutung („Peripherie”)

und die Durchblutung innerer Organe

(„Kesselgebiet“) gegensinnig. Allerdings läuft

die Blutgefäß reaktion innerhalb eines Gebietes

stets gleichsinnig ab.

Ein Beispiel für einen örtlichen thermischen

Reiz mit gleichlaufender Reaktion der

Durchblutung in der Tiefe ist das ansteigende

Armbad, bei dem sich sowohl die Hautdurchblutung

als auch die Durchblutung des

Herzens verbessern.

Bei einer konsensuellen Reaktion reagieren

auch körperferne Abschnitte auf einen

örtlichen Reiz. Diese Erkenntnis wird z. B.

dann umgesetzt, wenn im eigentlichen

Behandlungsgebiet Kontraindikationen

für thermische Reize bestehen, so bei einer

einseitigen pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Hier kann die gewünschte

Durchblutungssteigerung im Erkrankungsgebiet

durch Wärmeeinflüsse auf der Gegenseite

erzielt werden. Dieser Sonderfall der konsensuellen

Reaktion wird auch als kontralaterale

Reaktion bezeichnet.

Therapeutische Anwendungsformen

Während der langen Geschichte der Hydrotherapie

haben sich viele verschiedene

Methoden herausgebildet.


• Anwendungen mit einem Tuch:

Waschungen, Abklatschungen,

Abreibungen, Wickel, Auflagen,

Kompressen, Umschläge, Packungen.

• Anwendungen mit fließendem Wasser:

Güsse, Duschen, Unterwasserdruckstrahlbehandlungen.

• Anwendungen mit hydrostatischem

Druck: Bäder mit und ohne Medikamentenzusätze,

Teilbäder, hydroelektrische Bäder,

Schwimmen, Bewegungsbad.

• Anwendungen ohne hydrostatischen

Druck: Sauna, Dampfbäder.

Krauß beschreibt folgende Einteilung nach

der Stärke des Reizes:

• Kleine Hydrotherapie (milde Reize):

Abwaschungen, Abreibungen, Trockenbürstungen,

ansteigende Teilbäder bis zum

Umfang eines Unterarm­ oder Fußbades,

wechselwarme Fußbäder, kalte Güsse bis

zum Umfang eines Kniegusses, Wassertreten,

Wickel bis zur Größe eines Brustwickels,

feuchte Wärme geringen Umfangs, warme

Heusackauflagen, kleine Peloidpackungen.

• Mittlere Hydrotherapie (mittelstarke

Reize): ansteigende Bein­, Sitz­ oder Halbbäder,

Bürsten­ und Schöpfbäder, warme

Zusatzbäder, kalte Reibesitzbäder, Rumpfwickel

und feuchte Dreiviertelpackungen

mit mittlerer Liegedauer, Sitzdampfbäder,

Sauna bei vorsichtiger Handhabung.

• Große Hydrotherapie (stark wirksame

Reize): Überwärmungsbad, russisch­römisches

Dampfbad, subaquales Darmbad,

Vollblitzguss, lang liegende feuchte Dreiviertel­

und Ganzpackungen, Sauna

in üblicher Handhabung.

Reizintensität

Als stark wirksam gelten allgemein Temperaturen

im Bereich von 39 – 45 °C sowie

unterhalb von 19 °C. Mittelstark wirksam

sind Temperaturen zwischen 23 und 27 °C

sowie ein schwächerer Reiz bei 36 – 37 °C.

Außerhalb dieses Bereiches kommen extrem

stark wirksame Reize, z. B. bei der Heißen

Rolle oder der Kryotherapie, zum Einsatz.

Wassertemperaturen zwischen 28 und 35 °C

haben keinen gesundheitlichen Nutzen, sieht

man von den Bewegungsbädern ab.

Eine alte Regel der Physiotherapie besagt,

dass kleine Reize aktivieren, mittelstarke

kräftigen und fördern, übergroße Reize jedoch

eher hemmen und daher dem Organismus

schaden. Ob sich diese Auffassung heute in

Zeiten der extremen Verarmung an natürlichen

Reizen aufrecht erhalten lässt oder

ob nicht auch von extremen Reizen wie

kalten Seebädern oder dem Winterbaden

ein gesundheitlicher Nutzen zu erwarten

ist, ist kritisch zu hinterfragen. Die Erfahrungen

sprechen jedenfalls dafür, dass bei

Vermeidung von Übertreibungen und zu

großer Reizhäufigkeit oder Reizdauer bei

entsprechender Konstitution auch intensive

Reize der Gesundheit förderlich sein können.

Ein hydrotherapeutischer Reiz wirkt umso

stärker, je deutlicher der Temperaturreiz von

der Körpertemperatur abweicht, je größer die

behandelte Körperoberfläche und je länger

die Dauer der Anwendung ist.

Wärme und Kälte weisen zum Teil vergleichbare

Wirkungen und damit ähnliche Indikationen

auf. Jedoch können die Patienten auch

bei gleicher Diagnose unterschiedlich reagieren.

Die Anwendung von Wärme und Kälte

ist daher nicht nur der Diagnose und dem

Behandlungsziel anzupassen, sondern auch

den individuellen Reaktionen des Patienten.

Starre Regeln und feste Temperaturverläufe,

wie sie Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts

vorgegeben wurden, konnten sich

nicht bewähren. Grundsätzlich erwünschte

Medizin und Gesundheit

und unerwünschte Wirkungen von Wärme

und Kälte finden sich in Tabelle 1.

Für die Reaktion auf den thermischen Reiz ist

auch die Tageszeit von ausschlaggebender

Bedeutung. Entsprechend dem zirkadianen

Rhythmus und der im Tagesverlauf anstei­

Tabelle 1: Erwünschte und unerwünschte Wirkungen von Wärme und Kälte

Wärme Kälte

Erwünschte Wirkungen:

• Durchblutungs­ und Stoffwechselsteigerung • Schmerzlinderung durch unmittelbare

• Freisetzung von Mediatoren

Rezeptorenbeeinflussung

• Aktivierung von Lyosomen und Enzymen

• antientzündliche Wirkung

• Steigerung lokaler Abwehrmechanismen

• je nach Ausgangslage gesenkter Muskeltonus

• Senkung der Schmerzschwelle

• verminderte Ödemneigung

• bessere Dehnbarkeit von bindegewebigen Strukturen

• gesenkter Muskeltonus

• antihämorrhagische Wirkung

• erhöhte Ödemneigung, vor allem Lymphödeme

• gesteigerte Blutungsneigung

• vermehrte Aktivität kollagenolytischer Enzyme

• Stimulation von Entzündungsreaktionen

• unerwünschte Kreislaufeffekte

Unerwünschte Wirkungen:

• Zirkulationsstörungen

• Muskelsteifigkeit (bei langanhaltender Einwirkung)

• Erhöhung der Viskosität der Synovia

• ungünstige reflektorische Fernwirkunqen

genden Kerntemperatur wirken Kaltreize

am Morgen intensiver, weil sie der Anstiegstendenz

der Körpertemperatur entgegen

wirken. Analog dazu beanspruchen Wärmeanwendungen

am Morgen die Regulationsleistungen

des Organismus weniger stark

als abends, wenn der Wärmehaushalt auf

Wärmeabgabe eingerichtet ist.

In der Praxis sollten Fehlreaktionen nach

Möglichkeit durch einen angepassten Ablauf

vermieden werden:

• Ein zu intensiver oder falsch eingesetzter

Kaltreiz, z. B. auf kalter Haut, kann zu einer

lang anhaltenden Vasokonstriktion mit

Blässe der Haut, Schmerzen und ausbleibender

Wiedererwärmung führen.

• Zu intensive Heißreize, die nicht ansteigend

appliziert wurden, können eine paradoxe

Gefäßreaktion bewirken.

• Als Folge einer vegetativen Fehlregulation

können Fehlregulationen des Herz­Kreislauf­Systems

auftreten, so pektanginöse

Beschwerden, Kreislaufkollaps, Schwindel,

Kopfschmerzen oder Unruhezustände.

Diese Störungen können durch angepasste,

einschleichende Reizdosierung vermieden wer­

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

31


Medizin und Gesundheit

den. Treten sie dennoch auf, ist der Verlauf in

der Regel harmlos und meist durch einfache

Maßnahmen, z. B. eine kalte Herzkompresse

oder kalte Güsse bei Kollapsneigung, zu

beherrschen.

Anwendungsdauer

Die empfohlene Dauer hydrotherapeutischer

Anwendungen entspricht langen Erfahrungen

(Tabelle 2).

Grundregeln der Hydrotherapie

Bei der Anwendung hydrotherapeutischer

Maßnahmen sind folgende Hinweise zu

beachten:

• Die technisch korrekte Durchführung

der Maßnahmen ist unabdingbar.

• Wichtigster Anhaltspunkt für korrekte

Wasseranwendung und das Vermeiden

von Fehlregulationen ist das thermische

Wohlbefinden des Patienten.

• Kaltreize sind besonders für akute und

lokale Krankheitsprozesse geeignet. Wärmeanwendungen

eher für chronische. Der

Therapeut sollte immer das Empfinden des

Patienten beachten.

• Bei kalter Haut darf kein Kaltreiz

appliziert werden. In diesem Fall sollte

zuvor eine Erwärmung durch Bewegung

oder durch warmes Wasser, z. B. Fußbad,

erfolgen.

• Nach einem Kaltreiz sollte nach wenigen

Minuten eine Wiedererwärmung erfolgen.

Gegebenenfalls kann dieser Prozess durch

Zufuhr von Wärme von außen (warmes

Fußbad, Einpacken in warme Decken,

Bettwärme, warme Getränke) oder durch

Bewegung angestoßen werden.

• Nach Kaltwasseranwendungen

(z. B. kaltes Armbad) sollte das Wasser

in den meisten Fällen nur abgestreift

und nicht vollständig abgetrocknet

werden. Zum einen kann man so den

Kühleffekt durch die Verdunstung nutzen,

zum anderen wird die Reaktion auf den

thermischen Reiz durch eine zusätzliche

mechanische Reizung der Haut durch

das Abtrocknen nicht behindert. In

der Praxis sollte man sich z. B. nach

einem Bad mit feuchter Haut ins

Bett legen.

32 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

• Kaltanwendungen sollten in einem

warmen Raum durchgeführt werden.

Weitere wichtige Kriterien betreffen folgende

Parameter:

• Reizintensität:

Hier ist die augenblickliche körperliche

Verfassung zu berücksichtigen.

• Konstitution:

Astheniker haben meist ein verstärktes

Wärmebedürfnis. Teilbäder und kurzzeitige

kleinere temperierte Anwendungen sollten

hier bevorzugt werden. Pykniker vertragen

meist kräftige, umfassende Kaltanwen­

dungen. Athleten zeigen oft eine ausgeprägte

Kälte­ und Wärmesensibilität und

vertragen mittlere bis grenzwertig starke

Reize ohne Extreme am besten.

• Geschlechtsspezifische Besonderheiten:

Frauen sind meist kälteempfindlicher als

Männer, insbesondere vor der Mensis.

Nach der Mensis werden dagegen Kaltreize

oftmals besser vertragen als Warmreize.

Im Klimakterium sind die Reaktionen

sehr verschieden.

• Vegetative Ausgangslage:

Zur Beurteilung dient neben der anamnestischen

Erfassung offensichtlicher

funktioneller Störungen des Wärmehaushaltes

in der Praxis meist die Messung

von Puls und Blutdruck. Auch die klinische

Beobachtung so genannter vegetativer

Zeichen wie übermäßiges Schwitzen, Hauttemperatur,

schnelles Erröten der Haut

oder die Beurteilung des Dermografismus

kann hilfreich sein. In früheren Jahren

wurde auch großer Wert auf die Beurteilung

des Puls­Atem­Quotienten gelegt.

So wurde postuliert, dass bei einem Puls­

Atem­Quotienten über 4 eine erniedrigte

Reizschwelle vorliegt und die Reaktionsbereitschaft

gefördert ist. Bei einem

Puls­Atem­Quotienten unter 4 sollte das

Verhalten umgekehrt sein.

Tabelle 2: Dauer hydrotherapeutischer Anwendungen (Übersicht)

Anwendung Dauer

Vollbad 10 – 20 Min.

Teilbad 10 – 15 Min.

Wechselteilbad indifferent oder warm: 15 MIn., 1 – 2­mal

kalt: 8 – 10 Sek., 2­mal

immer mit einem Kaltreiz abschließen

Dämpfe 10 – 15 Min.

Heusackpackung 30 – 45 Min.

wärmeentziehende Wickel bis zur Erwärmung der Wickeltücher, wiederholtes

Anlegen

Wickel zur Erzeugung reaktiver Hyperämie bis zum Auftreten eines wohligen Wärmegefühls

(30 – 45 Min.)

ist es nach 10 Min. zu keiner Erwärmung

gekommen, werden die Wickeltücher entfernt

schweißtreibende Wickel 2 – 3 Std.

Güsse, Blitzguss, kalte Teilbäder, Wasser­ oder

Schneetreten

keine festen Zeitvorgaben: Anwendung entsprechend

dem Befinden und sichtbarer Reaktionen

zu beachten: Frieren, Blässe der Haut, Kälteschmerz

oder lokale Missempfindungen zwingen zum Abbruch

• Zeitlicher Faktor:

Zu den Mahlzeiten sollte ein Abstand von

mindestens 30 Min. eingehalten werden.

Eine Ausnahme bilden die speziellen

Anwendungen, mit denen die Verdauungsfunktion

angeregt werden soll.

• Genussmittel:

Sie beeinträchtigen die Wirkung hydrotherapeutischer

Maßnahmen. Insbesondere

vor und nach den Anwendungen

sollte nicht geraucht werden.

• Alter, Morbidität bzw. Komorbidität

(insbesondere Diabetes mellitus mit autonomer

Polyneuropathie), Arteriosklerose:

Diese Faktoren stellen schwer einschätzbare

Regulationshindernisse dar.


Sauna und Hydrotherapie

Die Sauna ist die effektivste und

praktikabelste Methode zur Abhärtung.

Insbesondere die Anregung

des Immunsystems scheint an die

milde Hyperthermie durch die

Sauna gekoppelt zu sein. Eine Verbesserung

der Durchblutungsregulation

ist jedoch nur durch Kaltreize

bzw. den Wechsel aus Warm­ und

Kalt reizen zu erreichen.

Neben psychologischen Wirkungen

kommen folgende physiologische

Anpassungen in Betracht:

• Verbesserung der Thermoregulation

und damit verbundene

Kreislaufumstellungen (bessere

Durchblutung der Akren)

• reflektorische Beeinflussung der

Schleimhautdurchblutung im

Nasen­Rachen­Raum

• vegetative Stabilisierung mit

Abnahme eines Hypersympathikotonus

• Beeinflussung von Immun­ und Resistenzparametern,

in erster Linie wohl an eine

milde Hyperthermie gekoppelt

• biochemische Veränderungen im Sinne

einer Stärkung antioxidativer Schutzmechanismen

(Regimen refrigerans als „oxidativer

Stress”). Dieser Effekt scheint an die

Kaltreize ge koppelt zu sein.

Im Gegensatz zur Sauna, für die auch im Kindesalter

schon vor längerem ein eindeutiger

präventiver Effekt auf Erkältungskrankheiten

Prinzip des Gusses: Ummantelung der Haut bzw. der Extremität mit

gleichmäßigen und weichem Wasserstrahl. Viel Wasser soll mit wenig

Druck fließen. Foto: Kneipp-Bund e.V.

gezeigt werden konnte, scheinen einfache

hydrotherapeutische Anwendungen im

Vorschulalter keinen Einfluss auf die Infekthäufigkeit

und deren Verlauf zu haben. Dem

stehen frühere, klinisch positive Erfahrungen

entgegen. Bei Erwachsenen scheinen aber

auf jeden Fall auch einfache kalte Güsse

einen nachweisbaren Effekt im Hinblick auf

die Häufigkeit grippaler Infekte zu haben,

wobei ein statistisch signifikanter Einfluss

ähnlich wie bei der Sauna nach einem Vierteljahr

nachweisbar ist.

Medizin und Gesundheit

Kalter Vollguss beim

Saunabaden

Beim heute praktizierten Saunabaden

hat der kalte Vollguss eine

besondere Bedeutung. Mit einem

Guss wird ein Wassermantel

erzeugt, der den behandelten

Körperteil komplett umgibt. Mit

Ausnahme der Druckstrahlgüsse

ist ausschließlich der thermische

Reiz von Bedeutung. Zusätzliche

mechanische Reize werden

vermieden. Deshalb werden für

die meisten Güsse Schläuche mit

einem relativ großen Durchmesser

verwendet, wobei viel Wasser mit

wenig Druck austreten und somit

den erwünschten „Ummantelungseffekt"

erzeugen kann.

Die Einteilung nach der Temperatur

ergibt folgende Güsse:

• kalte Güsse: 10 – 14 °C

• temperierte Güsse: 18 – 20 °C

• heiße Güsse: 40 – 42 °C

• wechselwarme Güsse

(Wechselgüsse) und ansteigende Güsse:

Beginn mit der Warmphase,

ca. 38 °C, 1 – 2 Min.

Kaltphase: 10 – 16 °C, 10 – 20 Sek.

Beim Saunabaden wird der Vollguss ausschließlich

als Flachguss durchgeführt.

• Flachguss

Dieser wird ohne bzw. mit nur geringem

Druck verabreicht, um zusätzliche mechanische

Reize, welche die Gefäßregulation

beeinflussen könnten, zu vermeiden.


Medizin und Gesundheit

Möglichst viel Wasser soll den zu behandelnden

Körperteil sanft umfließen und

„ummanteln”.

• Dazu dient ein an die Wasserleitung angeschlossener

Schlauch mit einem Durchmesser

von ca. 2 cm bzw. 3/4 Zoll.

• Schlauchanschlüsse für normale Wasserhähne

haben meist einen zu geringen

Durchmesser, weshalb man sich mit einem

so genannten umgekehrten Reduzieranschluss

behelfen kann.

• Eine Variante ist die Ausführung mit einem

geeigneten Gefäß, z. B. einer Kanne oder

einem Eimer.

Durchführung des kalten Vollgusses

Hier handelt sich um eine intensive Anwendung,

die nach folgenden tradierten Kriterien

erfolgt:

• erst herzfern, dann herznah

• erst peripher, dann zentral

• erst unten, dann oben

• erst außen, dann innen

• erst rechts, dann links.

Vor Beginn ist es ratsam, die Herz­ und

Stirngegend abzukühlen. Besonders bei

Prof. Dr. med. Eberhard Conradi

war Direktor der Klinik für Physikalische

Medizin und Rehabilitation des Univer­

sitätsklinikums (Charité) der Humboldt­

Universität zu Berlin. Von 1991 – 2009 war

er Präsident des Deutschen Sauna­Bundes;

seit 2009 Ehrenpräsident.

Für seine Verdienste bei der Förderung der

Saunaforschung erhielt er 2001 von der

Finnischen Republik das Ritterkreuz erster

Klasse des Ordens „Löwe von Finnland”.

© Dr. Bachmann

Anwendung des kalten Vollgusses als Abkühlungsmaßnahme,

z. B. nach der Sauna oder

einem warmen Vollbad, ist zügiges Vorgehen

angezeigt:

• Zunächst erfolgt ein Unterschenkelguss an

der Rückseite, anschließend ein Armguss

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

war Chefarzt der Akutabteilung Naturheilverfahren

der Hufeland­Klinik Bad Ems.

Er hat zahlreiche eigene wissenschaftliche

Untersuchungen zum Phänomen der

„Abhärtung” durchgeführt, ist Träger des

Werner­Fritzsche­Forschungspreises 1997

und seit über 30 Jahren mit dem Thema

Saunabaden und Gesundheit befasst.

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rechts und links. Der kleinere Teil des

Wassers (ca. ein Drittel) sollte vorn ablaufen,

der größere (ca. zwei Drittel) hinten.

Dabei sollte der Wasserstrahl bis

zur Schulter geführt werden.

• Nach Umdrehen des Patienten behandelt

man die Vorderseite in Analogie zur

Rückseite. In Schulterhöhe sollte die Seite

mehrfach gewechselt werden.

• Die Prozedur wird mit der so genannten

Leibspirale (mehrmaliges Umkreisen des

Bauchbereiches mit dem Wasserstrahl im

Uhrzeigersinn) fortgesetzt.

• Der Guss wird mit einem abwärts geführten

Wasserstrahl an der Außenseite des linken

Beines abgeschlossen.

Indikationen und Kontraindikationen

Der kalte Vollguss wirkt ausgesprochen

abhärtend und ist als Abkühlungsmaßnahme

nach der Sauna und zur Stoffwechselsteigerung

beim metabolischen Syndrom und bei

Übergewicht geeignet. Unzureichende Herz­

Kreislauf­Belastbarkeit und fehlende Gewöhnung

an Kälte werden als Kontra indikationen

gesehen. �

Der Aufsatz ist ein Auszug des Kapitels

„Hydrotherapie” des „Lehrbuches

Naturheilverfahren” aus dem Hippokrates

Verlag, Stuttgart. Das Kapitel enthält im

Original zahlreiche Ausführungen zu Güssen,

Waschungen und Bädern. Das umfangreiche

Literaturverzeichnis kann bei der Redaktion

angefordert werden.

Dem Georg Thieme Verlag Stuttgart sei

für die Abdruckerlaubnis gedankt.


SPA & Wellness weltweit

Lomi Lomi Nui –

die Hawaiianische Tempelmassage

Cornelia Schürmann

Hawaii, den aus 137 meist unbewohnten

Inseln bestehenden „Aloha-State“ im

Pazifischen Ozean, besuchte ich erstmals

in den 90er Jahren. Über mehrere Jahre

verbrachte ich einige Monate auf Maui,

der zweitgrößten Insel des Archipels,

um an einer Feldenkrais-Ausbildung

teilzunehmen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Im ersten Jahr stieg ich aus dem Flugzeug und

mich empfing warme, feuchte Luft und der

Geruch würziger Erde. „Wie in Mamas Bauch …",

schoss es mir durch den Kopf. Ein befreiendes

Gefühl machte sich breit, das Gefühl

angekommen zu sein.

Die weiche, üppige Natur und die

freundliche Mentalität der dort

lebenden Menschen nahmen mich

in den Folgejahren restlos ein.

Parallel zur Feldenkrais­Ausbildung

interessierte ich mich für die Kultur,

die Mythen und die Tanzformen

Hawaiis. Ich nahm an einigen

informativen und kulturellen Veranstaltungen

teil. Privat ließ ich mich

in der alten Tanzkunst Hawaiis, dem

Hula, unterrichten.

Eines Tages gab es die Möglichkeit, bei einer

Lomi Lomi­Behandlung zuzuschauen. Ein hawaiianisches

Paar massierte über zwei Stunden eine

Frau, die am Feldenkrais­Training teilnahm. Die

Beiden bewegten sich in vollendeter Harmonie

und wunderbarer Eleganz mit den ausgeführten

Massagestrichen – wie eine Melodie auf der

Haut.

Cornelia Schürmann

arbeitet als freiberufliche Physiotherapeutin

und lizensierte Feldenkrais-Trainerin in

Bielefeld.

Etwas so Harmonisches hatte ich selten

gesehen. Obwohl fast 30 Personen zuschauten,

herrschte andächtiges Schweigen. Der „Aloha

Spirit” beherrschte den Raum. Von ihm ist oft

die Rede, wenn Menschen von einem Aufenthalt

auf Hawaii berichten. So begann ich, das

alte Heilsystem und die Kultur Hawaiis näher

kennenzulernen.

Die Heilkunde wurde von Kahunas, den Medizinmännern

der Gemeinschaft, ausgeübt und

weitergegeben. Körperarbeit spielte dabei von

jeher ein große Rolle. Sie schloss Massage, Tanz

Gesang, Bewegungen und spirituelle Praktiken

mit ein. Die Hawaiianer nennen sich selbst

Kanaka maoli, was soviel bedeutet wie „vibrieren/schwingen

– authentisch sein – in Resonanz

sein mit dem was ist”. Der Mensch als Teil der

Natur lebt eng verbunden mit den Elementen,

dem Universum und mit seinen Ahnen. Körper,

Geist und Seele bilden eine untrennbare Einheit.

Ist eine Verbindung belastet durch störende Einflüsse

von außen (negative Umgebungseinflüsse)

oder von innen (negative Gedankenmuster),

entstehen Unwohlsein und Spannung.

Lomi steht für „drücken, kneten, reiben” aber

auch für „arbeiten am Innen und am Außen”,

Nui für „einzigartig, wichtig, groß”. Die Lomi

Lomi Nui – „die einzigartige Berührung des

Innen und Aussen” – ist ein Ritual, das zur Reinigung

und Vorbereitung auf wichtige Aufgaben

und Neuanfänge zelebriert wurde. Dabei wurde

die Massage mit Musik, Gesang und Gebeten

verbunden. So wurden Jugendliche oft stunden­

und tagelang massiert, um sie von Spannungen

zu reinigen, welche die Pubertät mit sich bringt.

Der „Performer” bewegt sich wie ein Tänzer. Im

Zustand der Präsenz und Hochenergie erfasst

er oder sie intuitiv, was gebraucht wird. Mit

eingeölten Händen und Unterarmen wird über

eine bis drei Stunden der ganze

Mensch behandelt. Begleitende

Musik fördert das Wohlbefinden.

Spannungen und Blockaden lösen

sich. Auf körperlicher und seelischer

Ebene tritt eine tiefe Entspannung

ein. Der intensive Hautkontakt

fördert den Anschluss an frühkindliche

Ressourcen – an eine Zeit,

in welcher der Mensch behütet,

gehalten, genährt wurde und in

der intensiven Berührung durch die

Mutter geborgen war.

Foto: Fotolia

Seit einigen Jahren kommt diese

Art der Körperarbeit verstärkt bei uns im Westen

an, wo man sie in Sauna­ und Wellnessanlagen,

privaten Heilpraxen oder in Hotels erleben

kann. �

Die Aus- und Fortbildungsakademie des

Deutschen Sauna-Bundes wird vom 12. bis 14.

September 2011 ein Lomi Lomi Nui-Seminar in

Bielefeld anbieten. Nähere Informationen bei

Ulrike Martmann:

E-Mail: u.martmann@sauna-bund.de;

Tel.: 0521/9 66 79-11

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

35


Geld und Recht

Geld und Recht

Haftung bei fehlerhaftem

Aufguss

Das Oberlandesgericht Naumburg musste sich

mit einem fehlerhaften Aufguss durch einen Gast

in einer Hotelsauna befassen. Der Gast hatte

sich durch einen eigenen Aufguss schwere Verletzungen

zugezogen und verlangte vom Hotelier

Schmerzensgeld und Schadenersatz. Dies lehnte

das Landgericht Magdeburg erstinstanzlich ab,

weil der Hotelier weder seine Verpflichtungen aus

dem Beherbergungsvertrag noch Verkehrssicherungs­

oder Organisationspflichten verletzt habe.

Selbst bei Annahme einer Sorgfaltspflichtverletzung

sei das Mitverschulden der klagenden „Aufgiesserin”

derart überwiegend, dass eine Haftung

des Beklagten ausscheide. (11 0 1617/06)

Sachverhalt

Die Klägerin, eine Zahnärztin, und ihr Ehemann

befanden sich als Gäste in einem Hotel des Be­

klagten und nutzten dort die Sauna. Die Klägerin

fand in der Sauna einen fast leeren Holzeimer vor,

welcher der Zubereitung von Aufgüssen diente,

was sie auch erkannte. Dennoch entnahm sie

im Saunavorraum einem offenen Holzregal eine

von zwei mit Aufgusskonzentrat gefüllte Plastikflaschen

und goss deren Inhalt unverdünnt auf

den erhitzten Saunaofen. Aufgrund der Verpuffung

entstand eine Stichflamme, die Brandverletzungen

1. und 2. Grades verursachte.

Auf der einen Aufgussflasche befanden sich der

Warnhinweis „Leicht entzündlich“ sowie weitere

Sicherheitshinweise. Die andere Flasche trug den

Warnhinweis, dass der Inhalt „nur verdünnt mit

Wasser (ca. 1:100) als Saunaaufguss“ verwendet

werden dürfe.

Aufgrund des Unfalls war die Klägerin in stationärer

Behandlung und nachfolgend als Zahnärztin

krank geschrieben. Auch in der Berufung

verlangte sie Schmerzensgeld, Verdienstausfall

und Aufwendungsersatz.

Entscheidung und Gründe

Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg

entschied (6 U 191/06):

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Der Klägerin steht gegen den Beklagten ein

Schmerzensgeldanspruch aus positiver Verletzung

des Beherbungsvertrages, §§ 280 Abs. 1,

253 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), und

aus den §§ 823 Abs. 1, 253 Abs. 2 BGB wegen

Verletzung der Verkehrssicherungspflicht in Höhe

von 3.500,00 € zu.

Den Beklagten trifft aus dem Beherbergungsvertrag

und aus der Verkehrssicherungspflicht

heraus die Verpflichtung, den Saunabetrieb so

zu organisieren, dass der Saunaaufguss nur von

eingewiesenen Mitarbeitern hergestellt und das

entsprechende Konzentrat für Saunabenutzer

unerreichbar aufbewahrt wird. Solche Sicherungspflichten

beziehen sich grundsätzlich nur

auf die Gefahren, die ein sorgfältiger Benutzer

bei zweckentsprechender Inanspruchnahme der

Einrichtung nicht oder nicht rechtzeitig erkennen

kann. Es ist daher zutreffend, dass ein in dem erforderlichen

Maß vorsichtiger Saunagast anhand

der Größe des vorhandenen Aufgussbottichs und

des Hinweises auf der Flasche hätte erkennen

können, dass das Aufschütten unverdünnten

Konzentrats auf den heißen Saunaofen mit der

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das öffentliche Bad


Gefahr einer Verpuffung der ätherischen Öle oder

des Ethanols und damit von Stichflammen verbunden

war. Den Sicherungspflichtigen treffen

aber weitergehende, von einer Erkennbarkeit unabhängige

Pflichten hinsichtlich solcher Gefahrenquellen,

die besonders schwere Unfallfolgen

auslösen können. Das ist hier der Fall.

Das Aufgusskonzentrat birgt in Verbindung mit

dem aufgeheizten Saunaofen die Gefahr einer

Verpuffung, eines dadurch verursachten Saunabrandes

und damit besonders schwerer Verletzungsfolgen.

Es war daher dem Beklagten zuzumuten,

das Aufgusskonzentrat unter Verschluss

aufzubewahren und Aufgussmischungen nur

von seinen Mitarbeitern herstellen zu lassen. Das

gilt laut OLG umso mehr, da die Sauna nicht nur

regelmäßigen Saunabesuchern, sondern auch

Gästen offen stand, die noch nie eine Sauna

besucht und einen Saunaaufguss durchgeführt

haben. Hinzu kommt, dass die Saunaflaschen

zugriffsbereit in einem offenen Regal mit anderem

Saunabedarf wie Bürsten und Handtüchern

standen, die offensichtlich zur Verwendung durch

die Gäste bestimmt waren. Dem Beklagten hätte

daher bewusst sein müssen, dass unerfahrene

Saunagäste zu einer Selbstbedienung an dem

Konzentrat animiert werden und dadurch in

große Gefahr kommen.

Die Klägerin handelte allerdings fahrlässig, sodass

ihr ein Mitverschuldensanteil von 50 Prozent

zuzurechnen ist. Denn sie hat die Warnhinweise

auf den Flaschen und den Umstand ignoriert,

dass es sich um Aufgusskonzentrat handelt.

Außerdem hatte sie erkannt, dass der fast leere

Holzbottich zur Aufnahme von verdünntem Saunaaufguss

diente, der mit der Schöpfkelle auf

den Ofen gegossen werden sollte. Wegen der

geringen Größe der 0,5 l­Flasche hätte es sich ihr

aufdrängen müssen, dass das Saunaaroma nur

in stark verdünnter Form als Aufguss verwendet

werden darf. Das gilt umso mehr, da es sich bei

der Klägerin um eine Zahnärztin handelt, die im

Umgang mit Chemikalien nicht unerfahren ist

und der die Entflammbarkeit von ätherischen

Von der

Industrie- und Handelskammer

für

Sauna- Solarien-

Wellnessanlagen

· HANS REINMANN ·

Öffentl. best. u. vereid. Sachverständiger

Ölen und Ethanol schon bei relativ niedrigen

Temperaturen bekannt sein müsste.

Fazit

Saunaaufgusskonzentrate dürfen den Saunagästen

nicht frei zugänglich sein. Ein Herstellen

des Aufgusses muss von eingewiesenen Mitarbeitern

durchgeführt werden.

Offen bleibt die Frage, ob Aufgüsse nur von

Mitarbeitern des Betreibers oder auch von den

Foto: Deutscher Sauna-Bund

Gästen der Anlage durchgeführt werden dürfen.

Dazu äußert sich das Gericht nicht. Auch das Thema,

ob Gäste selbst hergestellte Aufgusskonzentrate

im Saunaraum anwenden dürfen, wird nicht

behandelt. Beides kommt in der Praxis jedoch vor.

Um als Saunabetreiber rechtlich auf der sicheren

Seite zu sein und keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

zu begehen, sollten diese Fragen

in der Haus­ und Badeordnung geregelt werden.

Das Verwenden selbst hergestellter Saunaaufgüsse

durch Gäste ist zu verbieten. Ebenso sind

Saunaaufgüsse nur von eingewiesenen Mitarbeitern

durchzuführen. Hier unterscheidet sich

der Betrieb einer Sauna in einem Hotel von dem

Betrieb einer öffentlichen gewerblichen Sauna.

Das mag auf den ersten Blick verwunderlich sein,

entspricht aber der Differenzierung bei der erforderlichen

Wasseraufsicht zwischen Schwimm­

n Gutachten für Bauwerksmängel/-schäden

n Private und gerichtliche Beweissicherung

n Schiedsgutachten, Mediation

n Unternehmensberatung, Controlling, Wirtschaftlichkeit

Geld und Recht

becken in Hotels und solchen in „normalen“

Schwimmbädern. Dieses ist den ökonomischen

Zwängen beim Betrieb einer Hotelsauna geschuldet.

Allerdings sollte auch in Hotelsaunaanlagen

mindestens alle dreißig Minuten ein Rundgang

erfolgen.

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

Wer eine Fortbildung

abbricht, muss dafür

zahlen

Weiterbildungen von Mitarbeitern werden häufig

von den Unternehmen bezahlt, da sie von qualifizierten

Mitarbeitern profitieren. Fraglich ist

jedoch, wer die Kosten dafür trägt, wenn die Weiterbildung

vom Mitarbeiter abgebrochen wird.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat

jetzt darauf geantwortet. Es entschied, dass der

Mitarbeiter die Kosten übernehmen muss und

gab damit einer bayerischen Sparkasse Recht.

Die Sparkasse hatte in dem Fall mit einem Mitarbeiter

die Weiterbildung zum Sparkassenbetriebswirt

vereinbart. Der Studiengang bestand

aus drei Kursen von jeweils fünf Wochen, unterbrochen

von acht­ beziehungsweise sechsmonatigen

Wartezeiten. Der Sparkassenzweckverband

übernahm die Ausbildungskosten und zahlte die

Vergütung fort. Laut Vertrag waren diese Kosten

zurückzuzahlen, wenn der Arbeitnehmer kündigt

und die Ausbildung abbricht. Als der Mitarbeiter

während der Wartezeit vor dem dritten Kurs

kündigte, verlangte der Sparkassenzweckverband

7922 Euro für die ersten beiden Kurse zurück. Mit

Erfolg, denn die Rückzahlungsklausel ist wirksam,

entschied das BAG in dem Fall. Ein Arbeitnehmer,

der auch eigene Vorteile von einer Ausbildung

habe, werde durch solch eine Klausel nicht unangemessen

benachteiligt. Das gelte auch, wenn

eine Ausbildung in mehrere Abschnitte unterteilt

ist, sofern der Ausbildungsträger dies so verlangt.

(Az: 3 AZR 621/08) �

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Schaufenster

Harvia Hausmesse 2011

international

Harvia, einer der weltweit führenden Saunaofenhersteller

mit Sitz in Muurame/Mittelfinnland,

organisierte Mitte März dieses Jahres

erneut eine gut besuchte Hausmesse für Geschäftspartner

aus 23 Ländern. Die Themen

waren „Wohlbefinden“ und „Internationalität“.

Es gab Workshops, technische Schulungen, aber

auch Entspannung in einem Schwitzzelt mit

Yogaübungen. Auf der Abendparty konnte man

„cross­kitchen”, Musik und eine Feuer­Show ge­

Achhammer:

Neue Sauna & Wellness-Produkte

Das aktuelle Saunaprogramm bietet zahlreiche

Neuentwicklungen für den Sauna­ und Wellnessbereich.

Der über die Website als PDF­Dokument

einzusehende Katalog für gewerbliche

Anwender umfasst 148 Seiten. Die beiden Geschäftsführer

Erich und Marianne Achhammer

legen großen Wert auf kompetente Beratung.

Das bereits sehr umfassende Wellness­Sortiment

wartet mit einer Reihe innovativer

Produkte auf: Sauna­Cranberry­Creme mit

Peeling; Sauna­Kartoffel­Creme verfeinert

corso sauna manufaktur:

Ausgezeichnete Zen-Sauna

Ende März dieses Jahres verlieh der Fellbacher

Fachschriften­Verlag, Mitglied im Deutschen

Sauna­Bund seit 25 Jahren,

der corso sauna manufaktur

für das Produkt

„Zen­ Sauna“ den Innovationspreis

„Golden Wave

2011“ in der Kategorie

Sauna – Infrarot – Dampfbad.

Die Zen­Sauna erfüllt

nach Herstellerangaben

„höchste Ansprüche an

Qualität und Design“: Die

Wände, die Decke und der

Boden sind aus edler Thermo­Eiche

gefertigt und bilden

ein harmonisches Bild

mit den Glasflächen. Die

38 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

nießen. Bei dieser Gelegenheit

überreichte Geschäftsführer

Risto Harvia der Rektorin der

Universität von Jyväskylä, Aino

Sallinen (siehe Foto), einen

Scheck über 20.000 Euro. Mit

dieser Spende soll generell die

Zusammenarbeit zwischen der

Universität und der lokalen

Industrie unterstützt werden.

Das von Tapani Harvia (1920

– 1998) im Jahr 1950 gegründete

Familienunternehmen hat

mit wertvollen ätherischen Ölen (dazu gibt

es den Duft Kartoffel mit verschiedenen

Zitrusölen); Sauna­Eisgel und Sauna­Eishonig.

Neue Joghurt­Produkte stehen in den Sorten

Bratapfel, Grüner Tee, Papaya, Rhabarber und

Wassermelone bereit. Als Event­Creme werden

die Sorten Hopfen, Mandelblüte, Olive, Rose,

Traubenkern und Weinlaub angeboten. Neue

Schokoladensorten für die Hautpflege sind

Vollmilch­ und Minzschokolade.

außen im Deckenkranz eingebrachte Beleuchtung

taucht den Saunaraum in ein sanftes Ambiente.

Der Badegast soll dadurch Leichtigkeit

spüren und mit musikalischen Untermalungen

meditativ zur Ruhe kommen. Der Ofen mit

sich von einer Kunstschmiede

„zu einem Vorreiter auf dem

Saunamarkt“ entwickelt. Die

Harvia Firmengruppe beschäftigt

nach eigenen Angaben

300 Mitarbeiter, erwirtschaftet

zirka 50 Millionen Euro

Umsatz und exportiert in über

65 Länder (siehe auch „Sauna

& Bäderpraxis“, Heft 1/2010

und 3/2008).

www.harviasauna.com

Sauna­Honig­Gel Granatapfel heißt die neue

Kreation im Honigbereich. Dazu passt der

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Das beliebte Zucker­Peeling für Sauna und

Dampfbad gibt es jetzt mit der Duftvariante

Maracuja. Als neue Saunadüfte werden beispielhaft

Bambus, Waldmeister/Pistazie und

Holz aufgeführt.

Achhammer, gegründet 1980 in Neumarkt

(Bayern), ist seit zehn Jahren Mitglied im

Deutschen Sauna­Bund.

www.saunashop-achhammer.de

großem Steinvolumen und starker Strahlungswärme

erlaubt kräftige Aufgüsse. Die im Herbst

vergangenen Jahres auf den Markt gekommene

Zen­Sauna eignet sich auch für gewerbliche

Saunabetriebe, Hotels und Fitness studios. corso

ist seit 1978 Mitglied im

Deutschen Sauna­Bund. Die

Geschäfte des in Wallenhorst

bei Osnabrück (Niedersachsen)

ansässigen Unternehmens

führen Werner

Baumholt und Karl­Heinz

Bührmann. corso stellte auf

der diesjährigen FIBO in

Essen aus und kündigt für

die Internationale Fachmesse

aquanale Ende Oktober

in Köln ein neues Produkt­

Highlight an.

www.corso-saunabau.com


Miele: Wäschereimaschinen

„octoplus” für Sauna- und

Wellnessbetriebe

Frische Liege­ und Trockentücher für Sauna und

Massagebank oder die Beautybehandlung,

dazu ein sauberer Bademantel: Diesen Service

betrachten immer mehr Gäste von Sauna­, Wellness­

und Beauty­Einrichtungen als Selbstverständlichkeit.

Das führt in kurzen Zeitabständen

zu großen Wäschemengen. Aus diesem Grund

bietet das Unternehmen Miele neue Waschmaschinen

und Trockner für acht Kilogramm Füllgewicht

an. Die Gerätegeneration „octoplus“ ist

professionell ausgestattet und verfügt über 70

Wasch­ und 40 Trockenprogramme.

Die neue Baureihe besteht aus elektrisch beheizten

Waschmaschinen mit Ablaufventil und

Laugenpumpe (Modell PW 6080) und einem

Trockner (Modell PT 7186), der schon vor der

Markteinführung mit dem iF design award ausgezeichnet

wurde. Der Trockner wird entweder

mit Elektro­ oder mit Gasbetrieb angeboten.

Aufgrund der steigenden Energiepreise kann bei

emotion of sauna.

Erleben Sie

pure Entspannung!

EOS - Emotion Of Sauna

Überall dort, wo Wohlbefinden auf Knopfdruck benötigt wird, empfehlen

sich EOS-Produkte als zuverlässige Wärmespender für die

Sauna.

EOS konzipiert Saunatechnik seit Jahrzehnten im Hinblick auf

die individuellen Wünsche von Saunafreunden. Ob klassischfinnische

Sauna, Themensauna, Kräuter- oder Softdampfbad: Wir

wissen, welche Bedürfnisse die moderne Sauna erfüllen muss.

Kein Wunder, dass EOS-Saunaöfen oder Verdampfersysteme in

Deutschland sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich

die Nummer eins ist, wenn es um verlässliche und innovative

Saunatechnik geht.

Vertrauen Sie unserer Kompetenz. Realisieren Sie die Träume

Ihrer Kunden mit Saunatechnik von EOS.

Mehr Informationen zu unseren Sauna-Produkten unter:

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entsprechenden baulichen

Voraussetzungen der Gastrockner

die richtige Wahl

sein, da dieser gegenüber

elektrobeheizten Varianten

noch einmal deutlich niedrigere

Betriebskosten verursacht.

Alle Maschinen der neuen

Baureihe gibt es in den Ausführungen

Edelstahl, Lichtweiß

und Octoblau. Sie sind gegenüber der Vorgängergeneration

trotz eines um 0,5 Kilogramm

höheren Füllgewichts sparsamer. So verbraucht

die Waschmaschine im Buntwäscheprogramm

60 °C 30 Prozent weniger Wasser und 16 Prozent

weniger Strom. Darüber hinaus ermöglicht

das große Trommelvolumen von 80 Litern in der

Waschmaschine eine schnelle Durchfeuchtung

der Wäsche. Im Trockner sorgen 180 Liter Trommelvolumen

für eine geringere Knitterbildung.

Die Geräte der Generation „octoplus“ erlauben

einfache Bedienung über nur vier Programme.

Für wirtschaftliches Arbeiten bringen die

EOS Werke Günther GmbH • Adolf-Weiß-Straße 43 • 35759 Driedorf-Mademühlen, Germany

Fon: +49 (0)2775 82-0 • Fax: +49 (0)2775 82-431 • info@eos-werke.de • www.eos-werke.de

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Maschinen alle technischen

Voraussetzungen mit. Dank

der starken Heizleistung

von jeweils acht kW werden

sowohl beim Waschen als

auch beim Trocknen sehr

kurze Programmlaufzeiten

von jeweils unter einer

Stunde erreicht. Die solide

Konstruktion und der starke

Motor sorgen dafür, dass im

Endschleudern 1.300 U/min. erreicht werden,

sodass die Restfeuchte der Wäsche bei weniger

als 50 Prozent liegt. Dadurch werden erheblich

schnellere Trockenzeiten realisiert.

In der octoplus­Baureihe von Miele gibt es

außerdem in der 10 kg­Klasse die Waschmaschine

PW 5105 Vario, die bei 100 Liter Trommelvolumen

und großer Trommelöffnung „Höchstleistungen

bei maximaler Wirtschaftlichkeit”

verspricht.

www.miele-professional.de

www.miele-octoplus.de

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Schon

zertif iziert?

Das Zertifizierungssystem

für Saunaanlagen

– Darstellung der Betriebsqualität –

– Kundenorientierung im Saunamarkt erleichtern –

– Präsentation in www.saunaindeutschland.de –

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Ansprechpartner Heiko Laabs

Tel. 05 21 / 966 79-16

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EOS: Innovative Saunatechnik

im Sieben Welten

Therme & SPA Resort

Gemeinsam mit Saunatechnikhersteller

EOS und Thermenbauer Fladung

realisierte Betreiber Leo Groll 2010 das

Sieben Welten

Therme & SPA

Resort (vormals

„Rhön Therme“)

in Fulda­Künzell

auf über

30.000 qm. Die

Attraktionen

wurden mit den

Themen Asien,

A n d a l u s i e n ,

Arabien, Afrika,

Indien, Mexiko

und Japan verknüpft. Unterstützt wird

das multi thematische Sinneserlebnis

durch hochwertige Saunatechnik des

Herstellers EOS, „einer der weltweit

führenden Saunatechnikhersteller für

Saunaöfen, Saunasteuerungen und

Karasek:

Individuelle Einrichtungs-

konzepte angesagt

Nach dem großen Wellness­Wachstum

in den letzten 20 Jahren wird es für die

Anbieter nötig, eine klare Positionierung

zu finden und sich aufs Wesentliche zu

konzentrieren. Gefragt sind eindeutige

Profile und optimierte SPA­Flächen.

Das „Drumherum“ spielt eine entscheidende

Rolle und macht individuelle

Einrichtungskonzepte erforderlich.

40 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

Saunazubehör“. Zum Einsatz kommen

13 Sauna öfen (G 34, P1, S­Linie), neun

Lastkästen und neun Saunasteuergeräte

(Emotec 9000 und 9003). Die

EOS­Werke Günther aus dem hessischen

Driedorf­Mademühlen sind seit

1969 Mitglied im Deutschen Sauna­

Bund, das Sieben Welten Therme &

SPA Resort (vormals „Rhön Therme“)

seit 1987.

www.eos-werke.de

www.siebenwelten.de

Diese grundsätzlichen Überlegungen

nimmt Karasek, in Wien ansässiger

Anbieter von Qualitätsmöbeln, zum

Anlass, die bewährten Liegenmodelle

Caribic, Riviera und California Top

auch in der trendigen Ausführung

„pure“ anzubieten. Als „perfekte Ergänzung“

dazu dienen die neuen, besonders

komfortablen Auflagen aus sunbrella

Outdoorstoff.

„Diese hochwertige

Kombination gibt

jedem Wellness­ und

SPA­Ruhebereich

eine extravagante

Note.“ Anfang September

dieses Jahres

wird Karasek auf

der Messe SPOGA/

gafa und Ende

Oktober auf der aquanale in Köln als

Aussteller vertreten sein.

www.karasek.co.at


KLAFS: AIDAsol SPA- und

Fitnessbereich „Entspannungsoase

der Superlative”

Anfang April dieses Jahres wurde AIDAsol im

Kieler Hafen feierlich getauft. Das jüngste Kreuzfahrtschiff

der AIDA Cruises Flotte hält mit dem

2.602 qm großen SPA­ und Fitnessbereich einen

Superlativ bereit. Auf Deck 12, direkt

über der Brücke, genießen die

Gäste den gleichen Ausblick wie

Kapitän Detlef Harms, dessen Lieblingsort

in der Freizeit der Wellnessbereich

ist. Das derzeit modernste

Kreuzfahrtschiff Deutschlands

stach noch im April zu seiner zehntägigen

Premierenfahrt nach Nord­

und Nordwesteuropa in See. Das

jüngste Schiff der Reederei wird

unter dem Motto „Griechenland“

in See stechen. Im Wellnessbereich

stehen den Gästen 34 SPA­Balkon­

Kabinen und fünf SPA­Suiten zur Verfügung,

die in der Kreuzfahrt ein Novum darstellen.

Ein umfangreiches Body & Soul­Paket inklusive

Butler zur individuellen SPA­Beratung ist bereits

im Preis enthalten. Passend zum Motto können

Gäste unter einem sechs Meter hohen Olivenbaum

die Seele baumeln lassen. Besonderer Clou:

Trautwein: Neues Outfit für

Hydroxeur®

Nassmassagetisch Ergolima

Der Hydroxeur® ist eine seit Jahrzehnten bewährte

Hydrotherapieanlage. „Sowohl im

medizinischen Einsatz als auch im Wellnessbereich

überzeugt er mit seinen wohltuenden

Behandlungen und durch den geringen Personaleinsatz

mit einer sehr guten Rendite“, wirbt

das bei Freiburg in Baden ansässige Unternehmen

Trautwein für das Erfolgs­Produkt. Bei den

Hydroxeuren® wurden aktualisiert: Verkleidung,

Armaturen und (bei entsprechender Ausstattung)

Farblicht. Der Hydroxeur® kann für Detox­

Behandlungen, Aroma­ und Thalassobäder oder

im Privatbereich eingesetzt werden.

Ganz gleich ob für Seifenbürstenmassagen,

Peelings, Hamam­, Hot Stone­ oder Ayurveda­

Behandlungen: Der luxuriöse Nassmassagetisch

Ergolima von Trautwein bietet dem Gast einen

Das Dach des gläsernen Patios, das die Oase

überspannt, kann bei schönem Wetter geöffnet

werden. Das Expertenteam von KLAFS plante mit

großen Fensterflächen, um dem Entspannungssuchenden

ein Badevergnügen mit einzig­

artigem Panorama zu bieten. In den beiden

finnischen Saunas wird das Thema Wasser aufgegriffen:

Form und Liegeneinrichtung simulie­

ren durch ihre geschwungene Gestaltung die

wellenförmigen Bewegungen des Meeres. Der

Ofen versteckt sich hinter einer oval geformten

Verkleidung aus Stein – in Anlehnung an die felsigen

Ufer Griechenlands – und ist direkt vor der

bodentiefen Glasfront positioniert. Das großzügige

Aromabad präsentiert sich landestypisch

sehr hohen Liege­ und Behandlungskomfort:

Es gibt eine stufenlos verstellbare Kopfstütze

mit Nasenschlitz

und auf dem angeformten

Plateau

lassen sich die Arme

in Bauchlage entspannt

ablegen. Die

gewärmte, thermostatisch

geregelte Liegefläche ist serienmäßig

aus hochwertigem und pflegeleichtem Acryl

gefertigt. Verschiedene Farben stehen zur Verfü­

Schaufenster

durch den Einbau eleganter Säulen. Ein Wasserspiel

über dem Ofen sorgt für eine angenehme

und entspannende Geräuschkulisse sowie optimale

Luftfeuchte. Dampf­ und Schlammbad

zeichnen sich durch ein ansprechendes Design

aus: Magentafarbene Mosaike verhelfen diesen

beiden SPA­Angeboten zu besonderem Glanz.

Das Wellnessareal bietet neben der Vielfalt

an Badeprodukten zudem Platz für eine

großzügige Duschlandschaft, die sich

durch einen Materialmix aus Mosaik und

Bruchstein elegant in Szene setzt. Ein

Eisbrunnen sorgt zusätzlich für prickelnde

Abkühlung nach den Saunagängen.

„Eine der Besonderheiten bei der Planung

einer Wellnessanlage auf einem

Kreuzfahrtschiff sind die eingeschränkten

Platzverhältnisse für den Gastbereich und

die Technik. Wir freuen uns sehr über das

Ergebnis. Entstanden ist eine Entspannungsoase

der Superlative“, so Simone

Schöllhammer, Leiterin Unternehmenskommunikation

bei KLAFS.

KLAFS, „mit 80 Jahren Sauna­, SPA­ und Wellnesserfahrung“,

ist Mitglied im Deutschen

Sauna­Bund seit 1969.

www.klafs.com

www.aida.de

gung. Eine weitere Besonderheit ist die stufenlose

elektrische Höhenverstellung von 560 mm

bis 860 mm. Dadurch wird rückenschonendes

Arbeiten auf optimaler Höhe möglich. Der Gast

kann sicher auf­ und absteigen, da sich der Tisch

absenken lässt. Thermostat, Umstellventil, sowie

Gussschlauch und Auszugsbrause befinden sich

im Handbereich. Die Sockelverkleidung unterhalb

der Liege, die auf Knopfdruck elektrisch

angehoben werden kann,

erleichtert die Reinigung

und das Nachfüllen des Seifenschaumes.

Auf Wunsch

kann dort ein Seifenschaumgerät

mit Kompressor

untergebracht werden.

Die Mitgliedschaft von

Trautwein im Deutschen

Sauna­Bund besteht seit dem Jahr 2006.

www.trautwein-gmbh.com

Sauna & Bäderpraxis 1/2011

41


Wellness-Oasen: Träume aus Keramik und Holz.

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Von der urigen Blockhütte bis zur Designsauna –

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info@hilpert-fulda.de | www.hilpert-fulda.de

Schaufenster

Startschuss für den

neuen Tricura Online-

Shop

Hochwertige Produkte aus den Berei­

chen Bäderausrüstung und Wellness/Sauna

bietet seit Anfang

Mai dieses Jahres

der neue Online­

Shop von Tricura.

Der „zukunftsorientierteSystemanbieter“

hält dort ein

umfassendes Qualitätssortiment

bereit. Die benutzerfreundliche

Oberfläche mit frischen Farben

und die zeitgemäße Struktur des

Shops erlauben den Besuchern eine

schnelle und einfache Durchsicht

des vielfältigen Angebots, zu dem

Standardwerk zum

Schwimm- und Badebeckenwasser

in vierter

Auflage

Das bereits in der vierten, vollständig

bearbeiteten und erweiterten

Auflage erschienene Standardwerk

„Schwimm­ und Badebeckenwasser“

befasst sich mit dessen Aufbereitung

und Desinfektion. Detailliert

und praxisnah erfährt der

Leser alles Wissenswerte über die

dazu notwendigen Verfahren, Anlagen

und Geräte. Grundlage sind

Gesetze, Verordnungen, DIN EN

ISO­Normen und die Regelwerke

der Deutschen Gesellschaft für das

Badewesen, des Deutschen Vereins

des Gas­ und Wasserfaches und der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

sowie die Empfehlung

„Hygieneanforderungen an Bäder

und deren Überwachung“ des Umweltbundesamtes.

Der Zusammenhang

zwischen Becken hydraulik,

Wasseraufbereitung und den

verschiedenen Desinfektionsmethoden

wird ausführlich erläutert

und neue Verfahrenstechniken wie

42 Sauna & Bäderpraxis 1/2011

umfangreiche Beschreibungen und

Produktbilder gehören. Gängige

Zahlungsmittel und ein schneller

Versand mit fairen transparenten

Versandkosten gehören zum

Tricura­Kundenservice. Tricura, „Ihr

Partner für das öffentliche Bad“, ist

ein Gemeinschaftsunternehmen

von

BÜFA und

Chemoform

mit Firmensitz

in Wendlingen (Baden­Württemberg).

Geschäftsführer ist Thomas

Dassler. Chemoform gehört dem

Deutschen Sauna­Bund seit 1999

als Mitglied an.

www.tricura.com

der Einsatz von Aktivkohle, die UV­

Bestrahlung und die Membranfiltration

werden vorgestellt. Des

Weiteren beschreibt das fast 500

Seiten umfassende Opus die Kontrolle

der Hygiene­Hilfsparameter

und Untersuchungsmethoden

anderer Wasserinhaltsstoffe sowie

die computergestützte Messdatenerfassung,

die Prozess­Visualisierung

und die Web­Technologie.

Auf die Legionellenproblematik

wird im Kapitel „Verunreinigungen

und Verkeimung“ speziell eingegangen.

Der Autor, Dipl.­Chem.­Ing.

Wolfgang Roeske aus Günzburg

(Bayern), wendet sich mit seinem

Buch vor allem an Auszubildende,

Schwimmmeister, Techniker,

Betriebs­ und Planungsingenieure

sowie Architekten. Roeske gilt als

einer der führenden Experten auf

dem Gebiet der Aufbereitung und

Desinfektion. Er ist unter anderem

Mitglied im DIN­Ausschuss 19643

und Mitverfasser des Kommentars

zu dieser Norm.

www.roeske-verlag.de


Impressum / Anzeigen-Index

Achhammer S. 10 www.achhammer­gmbh.de

Akademie für Aus­ und Fortbildung S. 2 www.sauna­bund.de

Kölnmesse/aquanale S. 9 www.aquanale.de

Aroma­Fitness S. 14 www.aroma­fitness.de

Baum S. 42 www.baums­holzteam.de

B+S Finnland Sauna S. 13 www.welt­der­sauna.de

Corso Saunabau S. 30 www.corso­saunabau.com

Deutscher Sauna­Bund S. 34, 40 www.sauna­bund.de

Dr. Krieger Titel, S. 17 www.architekt­krieger.de

Dr. Nüsken S. 14 www.camena­vital.de

Elsässer S. 27 www.eliga.com

EOS­Werke Günther S. 39 www.eos­werke.de

Fasel S. 11 www.fasel­gmbh.de

Finlax S. 12 www.finlax.de

Finnjark Titel, S. 7 www.finnjark.de

Finnsa S. 29 www.finnsa.de

Happy Systems S. 11 www.hector.de

Harvia S. 24 www.harvia.de

Hilpert S. 42 www.hilpert­fulda.de

Holz Herrmann S. 8 www.holz­herrmann.de

Kemitron S. 16 www.kemitron.de

KLAFS S. 44 www.klafs.de

Klangschalen­Center S. 26 www.klangschalen­center.de

Konrad Kreitmair Der Zirbenschreiner S. 12 www.zirbenshop.de

KUSATEK S. 14 www.kusatek.de

RÖGER S. 33 www.roeger­sauna.de

Sachverständigenbüro Hans Reinmann S. 37 hans.reinmann@web.de

Sauna Matti S. 4, 10 www.sauna­matti.de

Saunabau Lehmann S. 8 www.saunabau­lehmann.de

Schöning S. 12 www.schoeningberlin.de

Tricura S. 36 www.tricura.com

Tylö Saunafreizeit Klaus Schlenker S. 10 www.tylo.de

Vitalis S. 11 www.birkenquasten.de

M. Voß Schwimmbad & Saunabedarf Beileger www.voss­reutlingen.de

WARDA­DUFTÖLE S. 8 www.warda­duftoele.de

PVC-Pool-Lamellenabdeckung

mit PU-Füllung, Fabr. Rehau,

gebraucht (neuwertig, da nur 1 Jahr montiert),

Profillänge 10 m, zuschneidbar,

400 m2 , auch Teilflächen günstig zu verkaufen.

Bali Therme GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen

Kontakt: 0162 / 2081331

Impressum

Sauna & Bäderpraxis

Offizielles Organ des

Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Kavalleriestraße 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-0

Telefax (05 21) 9 66 79-19

info@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Verlagsanschrift

Sauna-Matti Gesellschaft für Sauna

Werbe- und Betriebsmittel mbH

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-14

Telefax (05 21) 9 66 79-19

Chefredaktion

Rolf-A. Pieper (verantw.)

Redaktion/Anzeigen/Produktion

Hans-Jürgen Gensow (-18)

hans-juergen.gensow@sauna-bund.de

Layout/Produktion

Birgit Osunu (-14)

b.osunu@sauna-matti.de

Layout u. Herstellung

maerz kommunikation, Bielefeld

Druck

Offsetdruckerei L. Sertl, Spenge

Preis

Einzelheft 7,50 e (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkos

ten), Jahresabonnement (4 Hefte): Inland 26,- e

(inkl. MwSt. und Versandkosten); Ausland 34,- e (inkl.

Versandkosten); Mindestbezugszeitraum 1 Jahr.

Für Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes

ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

Bankkonten

Volksbank Bielefeld

(BLZ 480 600 36) 67 458 200

Postbank Hannover

(BLZ 250 100 30) 417 794-308

Vertrieb

Nur im Abonnement

Abonnement-Bestellung direkt

beim Verlag. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit

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Erscheinungsweise

viermal jährlich

Auflage

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sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere

das der Übersetzung in andere Sprachen,

sind vorbehalten. Nachdrucke oder Reproduktionen

in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren sowie Speicherung und

Wiederverarbeitung durch Datenverarbeitungsanlagen

– auch auszugsweise – nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages gestattet.

Artikel oder Zeitschriften mit Namen des Verfassers

stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die

der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Der Verlag behält sich vor, nur Anzeigen zu

veröffentlichen, die inhaltlich nicht der Zielsetzung

des Deutschen Sauna-Bundes widersprechen.

Printed in Germany

Im Verlag der Sauna-Matti GmbH erscheinen außerdem

weitere Fachschriften für Forschung und Praxis

des Saunabades und verwandter Fachgebiete.


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