Auf der Erfolgswelle: Testkapitän John Marcus begeistert TV-Publikum

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Auf der Erfolgswelle: Testkapitän John Marcus begeistert TV-Publikum

Voll konzentriert:

der Testkapitän

Nr. 3 März 2006

Auf der Erfolgswelle:

Testkapitän John Marcus begeistert TV-Publikum

Mit 20 Knoten Höchstgeschwindigkeit pflügt die „Sima Paya“ durch die Ostsee. Das

Kommando führt John Marcus, 52, Deutschlands gefragtester Testkapitän. Auf der

Brücke herrscht Hochspannung. Ingenieure, Nautiker, Werftvertreter und der

Auftraggeber aus Dubai überwachen mit Argusaugen die Instrumente. Erstmals mit

an Bord: ein Kamerateam des SWR. Parallel filmt ein Hubschrauber mit Spezialkamera

aus 300 m Höhe die Probefahrt. Seit John Marcus sich als Mutmacher beworben

hat, reißen sich die Medien um ihn.

Schäumendes Heckwasser: Hält die Maschine, was sie verspricht?

Millionen Zuschauer haben die Testfahrt auf

dem Bildschirm miterlebt. ARD, SWR,

Radio Bremen und 3Sat setzten den Bremer

und das 14.000-Tonnen-Containerschiff

zur besten Sendezeit in

Szene. Marcus freut sich:

„Die Reportage gibt richtig

Rückenwind. Meine Kunden

freuen sich, neue

Auftraggeber kommen

sehr respektvoll auf mich

zu.“

Auch Aufnahmeleiterin Ulrike Gehring

schwärmt: „Der Mann ist professionell, nett

und bescheiden zugleich – vorbildlich!“ In

die Dreharbeiten ist er gelassen und unvorbereitet

gegangen: „Mutmacher

machen das so“, meint der

Nautiker augenzwinkernd. Sein

Tipp: Immer freiweg von der

Leber, nichts darstellen wollen!

Zehn Jahre hat der

Hanseat hart an seiner

Karriere gearbeitet, unbeirrt

trotz schmerzhafter Flauten.

Vier große Werften, seine

Hauptauftraggeber, gingen Pleite.

Jetzt teilnehmen

und gewinnen!

„Einfach deprimierend. Da musst du dir

jeden Morgen selbst Mut machen und

Klinken putzen“, weiß Marcus. Mit waghalsigen

Törns hielt er sich über Wasser; so

überführte er Küstenwachboote nach

Brasilien: „Drei Wochen quer über den

Atlantik mit Nußschalen, die keinen Sturm

aushalten ...“ Nebenbei entwickelte er eine

einzigartige Software für Probefahrten,

schrieb Manövrier- und Versicherungsgutachten

und bildete sich zum Kompass-

Regulierer und „Certified Dynamic Positioning

Operator“ fort.

Heute steht Marcus für zehn deutsche und

fünf ausländische Werften am Ruder. Er

testet Forschungs- und Kreuzfahrtschiffe,

erprobt Minensucher im Marmarameer und

Hochseeschlepper vor dem Suezkanal,

Luxusyachten und Kühlfrachter. Sein

„Nautisches Büro Bremen“ beschäftigt zwei

Angestellte, weitere vier Kapitäne und

Ingenieure stehen als „feste Freie“ auf der

Gehaltsliste. John Marcus bewirbt sich als

„Mutmacher der Nation“ für Bremen.

www.nautisches-buero.de

Für eine Handvoll Dollar –

Mutmacher in Indien

Unkonventionelle

Kleinstkredite der

Grameen Bank

haben in Indien ein

Wirtschaftswunder

ausgelöst.

Das legendäre Geldinstitut in Bangladesh

wurde 1983 von Prof. Muhammad Yunus

gegründet. Er macht alles anders als normale

Banker – und verhilft Millionen zur

erfolgreichen Selbstständigkeit. Seite 8 »

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Offensiv in die

Öffentlichkeit

Das Geschäft ist eröffnet – jetzt fehlen nur

noch die Kunden. Aber was nützt das

beste Angebot, wenn niemand davon

weiß? Gutes Marketing ist heute wichtig,

überzeugende PR im Kampf um Marktanteile

überlebensnotwendig. Sich in der

Öffentlichkeit zu positionieren fängt bei

einem Eintrag in DasÖrtliche an. Wer darin

sucht, der findet. Denn unser Telekommunikationsverzeichnis

liegt neben jedem

Telefon in Deutschland. Auch an Zeitungen,

Radio und Fernsehen führt kein Weg mehr

vorbei, wenn es darum geht ein Unternehmen

oder ein Produkt bekannt zu

machen. Unsere Initiative möchte Sie

dabei unterstützen. Wir öffnen Türen,

informieren die Medien über packende

Unternehmergeschichten. Und die kommen

an – längst sind Journalisten verstärkt auf

der Suche nach positiven Geschichten. Sie

haben den unbekannten Mittelstand wiederentdeckt,

würdigen „Unternehmer von

nebenan“ als Hoffnungsträger für den

ersehnten Wirtschaftsaufschwung. Heute

wissen wir: Das Stimmungsbarometer

steigt. Das bestätigen auch die Kandidaten,

die wir in dieser Ausgabe vorstellen.

Lesen Sie selbst!

Ihr

Dr. Gerd Buchwald

Dr. Gerd Buchwald,

Geschäftsführer

Adolf Christ Verlag

GmbH & Co. KG

und Mitglied

im Beirat von

DasÖrtliche

Goldener Boden:

Öko-Parkett

Armin Schäfer steht auf gesunde Bodenbeläge

Wer ihn mit „du Öko!“ betitelt, bekommt ein dankbares Lächeln zurück. Denn Armin

Schäfer, Parkettlegermeister aus Ammerbuch in Baden-Württemberg, verspürt

Aufwind mit seinen umweltfreundlichen Bodenbelägen und Massivholz-Böden.

Diesen Markt hat der Handwerker 2005 für sich entdeckt und aufgebaut. Doch dazu

musste er erstmal krank werden ...

Als der studierte Lebensmittelingenieur

keine Anstellung in der Industrie fand, stieg

er kurz entschlossen ins Parkett-Handwerk

ein. Da gab es Arbeit – und Atemnot.

„Jahrelang machten mir Lösungsmittel

in Klebern und Lacken

zu schaffen“, erinnert sich

Schäfer mit Schaudern.

Hautausschlag und

Bringt Gesundes

unter die Füße:

Armin Schäfer

Atembeschwerden waren die Folge. Schäfer,

inzwischen Geselle, erwarb 2004 den

Meisterbrief. Dann zog der Schwabe die

Reißleine, er kündigte und gründete 2005

sein eigenes Unternehmen. Parkett ohne

Gesundheitsrisiken? Die Branche zeigte

Unverständnis. „Wohnraumgifte werden

von unserem Fachverband

noch zu wenig thematisiert.“

Positiv reagierte dagegen die

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

– sie setzte sich dafür ein, dass

der gesundheitsbewusste Handwerker

sein Startkapital bekam. „Ich

fühle mich verantwortlich für das, was

ich meinen Kunden in die Wohnungen

einbaue“, lautet Schäfers Maxime.

Vom kernigen Baum zum massiven Parkett

Besonders pfiffig: Er schleift

Böden und Treppen ohne

Staubentwicklung. Sein Mut zur

Nische hat sich gelohnt, die

Nachfrage steigt. „Wir sind

Monate im Voraus ausgebucht.“

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Die Presse macht Dampf

Wettbewerbsfieber erfasst auch die Redaktionen

„Erfolg am Standort Deutschland“, „Von sieben auf 100 Jobs“, „Oberstes Ziel: Besser

sein als die Konkurrenz“ – das sind Schlagzeilen, wie sie Mutmachern gebühren.

Journalisten fiebern mit den Kandidaten mit: Wer wird Landessieger, schafft es

unser Kandidat unter die ersten Drei?

Seit dem Start 2004 begleitet Wolfgang

Schulz, Hauptstadtredakteur der Madgeburger

Volksstimme, die Initiative. Er ist

fasziniert von der Idee, dem Jammern in

Deutschland ein Ende zu setzen: „Es wird

wahrlich Zeit!“ Auch Heiko Hampel von der

Celleschen Zeitung sucht den Kontakt zur

Mutmacher-Redaktion: „Wenn sich jemand

aus unserer Region bewirbt, berichten wir

gerne.“

Zu den regelmäßigen Lesern des

„Mutmacher-Magazins“ gehört auch Axel

Winkelnkemper, Chefredakteur vom

GründerMagazin. Hier findet er spannende

Geschichten, die auch für seine eigene

Berichterstattung anregend sind. „Ich habe

durch euch gerade die beiden Geschäftsführerinnen

von BLUES-Anlagen entdeckt.

Das gibt ein super Beispiel für unsere

Finanzierungsgeschichte.“

Da bleibt

was hängen

Medien bringen

Unternehmer nach vorne

Rund 2.000 Artikel in Deutschlands

Zeitungen, über 23.800 aktuelle Einträge

bei google.de: „Mutmacher der Nation“

hat die Öffentlichkeit erobert. Davon

profitieren vor allem die Teilnehmer.

„Die Zeitungen berichteten ohne Ende, das

Fernsehen war da – das war Werbung ohne

Ende.“ Eva Risse, Landessiegerin 2005 in

Nordrhein-Westfalen, wurde zum Medienstar.

Sogar in der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung erschien ein Artikel über sie. Auch

Andreas Saalbach von „PC und mehr“ in

Chemnitz, freut sich über acht Zeitungsartikel.

Zudem wurde der größte private

Hörfunksender Sachsens, Radio PSR, auf den

Computerfachmann aufmerksam. „Da bleibt

was hängen, ich bedanke mich herzlich für

diese gute Pressearbeit.“

Dem kann sich Angelika Göckelmann-Pesch,

die mit Natursteinen handelt, nur anschließen:

„Dank Ihrer Unterstützung habe ich

bereits eine Anfrage von Radio NEWS 98,4

erhalten und fasste Mut, mich bei der ARD-

Erfindershow zu bewerben. Inzwischen bin

ich in die Vorauswahl gekommen!“

Stephan Knoll, Gründer von „handicapcar“

und Landessieger 2005 in Schleswig Holstein,

fasst seine Erfahrungen so zusammen: „Die

Bewerbung war schnell ausgefüllt, es folgte

eine sehr gute PR-Arbeit.“ Seitdem steigen

seine Umsätze Monat für Monat. FAZ,

Handelsblatt, ZDF, MDR, WDR – die Liste der

Veröffentlichungen ist lang. „Unsere Mutmacher

erzielen mit redaktionellen Beiträgen

spürbare Wirkung bei ihren Kunden“, sagt

Dirk Schulte, Kommunikationschef von

DasÖrtliche. Dass sie die Werbewirkung

durch eine Anzeige in DasÖrtliche noch steigern

könnten, sei den meisten auch schon

klar, fügt er augenzwinkernd hinzu.

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Alles entschieden nach 0,24 Sekunden

Körpersprache-Coach Ulrich Sollmann weiß, was vor der Kamera zählt

Herr Sollmann, worauf achten Fernsehzuschauer?

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite

Chance. Wer unsympathisch wirkt, kann

noch so gut argumentieren – er erreicht die

Zuschauer nicht. Der erste Eindruck entsteht

nach nur 0,24 Sekunden unbewusst beim

Zuschauer. Besonders wichtig: Die Inhalte

zählen dabei weniger als vermutet. Ob der

Interviewte beim Zuschauer ankommt, hängt

zu 90 Prozent von Gestik und Stimme ab.

Und wenn der erste Eindruck negativ ist?

Dann haben auch die klügsten Argumente

keine Wirkung.

Gibt es Gesten, die man unbedingt

vermeiden sollte?

Verschränkte Arme gelten allgemein als

Zeichen der Ablehnung. Das ist so pauschal

aber nicht richtig. Die Geste kann auch

signalisieren: Ich packe an, löse Probleme.

Oder im Winter heißt das: Mir ist kalt. Es

kommt immer auf den Kontext an.

Aber Äh’s und Öh’s sind nicht souverän ...

Wenn solche Laute übertrieben oft vorkommen.

Nehmen wir Edmund Stoiber. Bei

seinem ersten Fernsehduell gegen Gerhard

Schröder sagte er nicht einmal „Äh“. So

etwas kann man abtrainieren. Doch Stoiber

wirkte nicht authentisch, sondern dressiert.

Und er erreichte das Publikum nicht.

Marotten können also auch glaubhaft wirken.

Wie erfährt man, wie man auf andere

wirkt?

Man muss hinter die eigenen Kulissen

blicken. Und das geht nur mit Hilfe Außenstehender.

Was tun gegen Nervosität?

Ein Schauspieler, der kein Lampenfieber hat,

ist kein guter Schauspieler. Nervosität ist

nichts Schädliches, im Gegenteil. Sie schärft

die Sinne, erhöht die Aufmerksamkeit. Am

besten übt man Interviews vor der Kamera

unter echten Bedingungen.

Wie die Hefe für den Kuchen

Clevere Zusätze machen Gummi, Kunststoff und Öle robuster

Clevere Mischung:

Schäfers Additive kommen an

Schäfer erfindet Zusätze, indem er bereits

vorhandene Stoffe neu kombiniert und dann

von Auftragnehmern produzieren lässt.

Seine Schäfer-Additivsysteme GmbH, 2003

in Ludwigshafen gegründet, musste sich

ihren Platz in der chemischen Industrie hart

erkämpfen. „Chemikaliengesetze, Regelungen

zur Arbeitshygiene und Umweltschutz

sind für ein junges Unternehmen

eine schier unüberwindliche Hürde, die

einen enormen finanziellen und zeitlichen

Aufwand erfordern.“ Der Unternehmer

Stichwort: Ulrich Sollmann

Ulrich Sollmann ist studierter Sozialpsychologe.

Seit über 30 Jahren coacht

der Bochumer Unternehmer und Politiker

in Körpersprache und Gestik. Er ist zudem

Autor zahlreicher Sachbücher wie „Schaulauf

der Mächtigen – Was uns die

Körpersprache der Politiker verrät“.

www.sollmann-online.de

Wenn man Dr. Volker Schäfer nach seinem Job fragt, kommt wie aus der Pistole

geschossen sein Lieblingsvergleich: „Aus Mehl, Zucker und Milch kann man einen

wunderbaren Kuchenteig kneten. Doch erst durch Hefe geht er auf. So ist das auch

mit den Stoffen, die wir entwickeln. Sie werden Kunststoffen, Gummi und Ölen beigemischt,

um diese in ihrer Wirkung zu verbessern.“

wälzte dicke Gesetzesbände, diskutierte mit

Behörden und konnte schließlich alle bisherigen

Auflagen erfüllen.

„Das nächste Problem war die Finanzierung

von Rohstoffen. Keine Bank sprang ein, ich

nahm eine Bürgschaft auf mein Haus auf,

und mit viel Erspartem ging es los.“ Heute

hat das Unternehmen fünf Mitarbeiter, eine

weitere Stelle wird derzeit ausgeschrieben.

Die Stoffe der Schäfer-Additivsysteme GmbH

sind mittlerweile weltweit gefragt.

Seite 4


Schreiben,

bis der Doktor kommt

Was läuft in der Redaktion von „Mutmacher der Nation“?

Hinter jedem Bewerber steckt ein persönliches Schicksal – und oft eine spannende

Geschichte. In der Textschmiede der Mittelstands-Initiative werden daraus packende

Presseinformationen.

Monique Junkers rechtes Ohr glüht in

gesundem Rot: das vierte Telefoninterview

heute morgen! Mit Charme und Biss entlockt

die 25-Jährige dem Bewerber – einem

Lasertechniker aus dem niedersächsischen

Alfeld – seine Erfolgsgeschichte. Später wird

sie eine knackige Story schreiben und zur

Freigabe zurückmailen. Parallel begutachtet

Projektleiter Dirk Schulte, Leiter Werbung &

Kommunikation bei DasÖrtliche, den Bericht,

und einer der vier Redakteure aktiviert seine

Pressekontakte. Diese Geschichte eignet sich

für die Lokalzeitungen und ein Anzeigenblatt.

Kurzer Anruf bei einem Branchenmagazin:

„Ja, das könnte interessant sein.

Habt ihr auch Fotos?“ Sind alle passenden

Adressaten aus dem Presseverteiler ausgewählt,

treten die Texte per Mausklick ihre

Reise an. Ob die Presseinformation abgedruckt

wird, liegt allerdings ganz bei den

zuständigen Journalisten. Redakteur Wolfgang

Maas hakt sicherheitshalber telefonisch

nach. Er hat das Journalistenhandwerk von

der Pike auf gelernt und weiß: „Die Kollegen

haben stapelweise Meldungen auf dem

Mut macht …

Tisch. Da müssen wir uns ins Gedächtnis

rufen.“ Das klappt nirgends so gut wie bei

den Mutmachern. Seit über zwei Jahren

machen unsere Mittelständler konstant

Schlagzeilen – absolut ungewöhnlich für

eine Wirtschaftsinitiative.

… Heiko Banaszak aus Saarbrücken mit

seinem „Ü40-Virus“. Er arbeitet oft mehr

als 40 Stunden pro Woche und empfindet

das keineswegs als Belastung: „Ich identifiziere

mich mit dem, was ich tue und

deshalb mache ich es auch gerne! Diese

Einstellung hat Deutschland zu dem

gemacht, was es heute ist.“ Nun sucht er

+++ NEWS +++

Aktuelle

Angestellte, weitere vier Kapitäne und

Ingenieure stehen als „feste Freie“ auf der

Gehaltsliste. John Marcus bewirbt sich als

Mutmacher Sendetermine

der Nation für Bremen.

auf n-tv

Neue Zeiten, neue Stories:

Die nächsten acht Mutmacher-Sendungen

bei n-tv laufen an. Sendetermine bitte

vormerken: 30. März, 28. April,

19. Mai, 28. Juni, 26. Juli, 23. August,

20. September, 22. November,

jeweils um 22.50 Uhr.

Interview, Freigabe,

Pressetext:

In der Mutmacher-Redaktion

gibt es keine Atempause

auf seiner Website www.erfahren-siemehr.de

Gleichgesinnte – mit Erfolg. An

die 700 zufriedene Vielarbeiter haben sich

schon geoutet: Juristen und Gastronomen,

Studenten und Unternehmer, Programmierer

und Makler, DJs und Pharmareferenten.

„Die Welle geht gerade erst

los“, freut sich der Gewerkschaftsschreck.

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Sehen, fühlen, staunen

Stuttgarter Architekten bieten

Material-Feeling für die Baubranche

Die Krise in der Bauwirtschaft lässt sich nicht wegdiskutieren. Auch für Hannes

Bäuerle aus Stuttgart sah es nach dem Studium nicht eben rosig aus. Allerdings –

auch diese gebeutelte Branche hat noch ihre Chancen. „Man muss sie nur erkennen.“

Bäuerle und sein Partner Joachim Stumpp haben eine gefunden: Ihre Firma

raumPROBE präsentiert über 600 verschiedene Materialien in einer innovativen

Ausstellung. Architekten, Handwerker, Bauherren und die Industrie können sich hier

über Trends und Materialentwicklungen informieren.

Auf 400 Quadratmetern werden Metalle,

Hölzer, Kunststoffe, Halbzeuge, Stoffe und

Produkte für den Bau- und Designsektor

gezeigt. „Ein Bild reicht nicht, um Materialien

wirklich zu begreifen. Bei uns kann

man die Muster anfassen, ihre Haptik

erleben“, erklärt Innenarchitekt Bäuerle.

Zudem hilft die Ausstellung, den Überblick

zu behalten. „Das Angebot am Markt

wächst ständig, selbst Bauprofis kommen da

nicht mit.“ Das Unternehmen finanziert sich

hauptsächlich über die Hersteller, die für die

Aufnahme in die Dauerausstellung eine

Gebühr bezahlen. Jeder Interessierte kann

bei raumPROBE Mitglied werden und so

mindestens ein Jahr ausgiebig stöbern.

„Entscheidet sich jemand für ein Material,

geben wir die Kontaktdaten der Hersteller

Bitte anfassen: Über

600 Materialien wollen

entdeckt werden

Magnet für Bauprofis:

die Ausstellung von raumPROBE

weiter“, so Bäuerle. Ein weiteres Angebot

sind gezielte „Materialscoutings“. Die

beiden Experten übernehmen die Recherche

nach Produkten mit den gewünschten

Anforderungen.

Das Unternehmen hat sich seit seiner

Gründung Anfang 2005 gut etabliert. Die

Fachpresse und der ARD-Ratgeber „Bauen

und Wohnen“ berichteten über die neue

Dienstleistung. Für Hannes Bäuerle eine

schöne Erfahrung: „Mit dem Konzept

betraten wir Neuland und mussten einen

sehr ausführlichen Businessplan

erarbeiten, um eine Bank zu

finden, die unsere Idee finanzierte.

So wurde das

Konzept schon im Vorfeld

von allen Seiten

geprüft und weiter verfeinert.

Das kommt uns

heute zugute, da wir

von Anfang an gelernt

hatten, Entscheidungen

kritisch zu hinterfragen

und Potenziale richtig

auszubauen.“

Umfrage

Die Mottos

der Mutmacher

People will forget what

you said – people will forget

what you did – but

people will never forget

how you made them feel.

Herbert Piel, P!ELmedia, Boppard,

Teilnehmer „Mutmacher der Nation“ 2006

Mein Motto ist die Erkenntnis, dass ein

Mensch an sich glauben muss und ein Ziel

braucht. Dann ist alles möglich.

Sandra Jürgens-Schrader, Feist Style, Osterode,

Teilnehmer „Mutmacher der Nation“ 2006

„Eine Minute ist immer eine Minute Deines

Lebens – ob Du Dich ärgerst oder freust.“

Schriftsteller Mark W. Bonner

Ute Krauß, RELAX Sonnenstudio, Esslingen,

Teilnehmer „Mutmacher der Nation“ 2006

Geht eine Tür zu, gehen drei neue auf – und

immer von einer Seite, mit der man nicht

rechnet. Beginnt ein neuer Tag, werden die

Würfel neu geworfen.

Marc-Oliver Hager, Elektrotechnik Marc-Oliver Hager,

Bonn, Teilnehmer „Mutmacher der Nation“ 2006

„Wer niemals ruht, wer mit Herz und Blut

auf Unmögliches sinnt – der gewinnt.“

Johann Wolfgang von Goethe

Bernd Schallenberg,

SchalliMuVi Werbung,

Magdeburg,

Teilnehmer

„Mutmacher der

Nation“ 2006

Seite 6


Weiblichem Clown verging das Lachen

Birgit Hofmann startete ihre Firma KibePS – und hatte erst einmal nichts zu tun

Wenn der Clown Kibepsi auftritt, strahlen die Kinderaugen. Hinter der

kugelrunden roten Nase verbirgt sich die gelernte Erzieherin Birgit

Hofmann. Sie hat sich mit ihrer Firma KibePS Kinderbetreuungs- und

Projekt-Service vor zwei Jahren im rheinland-pfälzischen Rammelsbach

selbstständig gemacht. Die 27-Jährige richtet Kinderfeste aus, betreut

aber auch Senioren sowie Behinderte und engagiert sich an Schulen. Der

Erfolg stellte sich allerdings nicht sofort ein.

„Trotz guten Marketings und günstiger

Tarife herrschte in den ersten drei Monaten

totale Flaute.“ Gründe dafür sieht die junge

Unternehmerin darin, dass sich in der ländlichen

Region noch die Verwandten um die

Betreuung von Kindern und Senioren

kümmern und neue Ideen sehr schleppend

angenommen werden. Schwierig sei auch,

dass die Krankenkassen die Betreuung von

Senioren nicht finanzieren. „Daher konzentrierte

ich mich auf öffentliche Stellen und

ging zu Messen und Veranstaltungen, um

Kontakte aufzubauen“, betont Hofmann.

Langsam kam das Unternehmen in Fahrt.

Sie wurde bei regionalen Veranstaltungen

wie dem Hutmacherfest Kusel oder dem

Saarspektakel gebucht. Birgit Hofmann

hatte das Glück, von der Kreisverwaltung

Hartmut Schauerte, Parlamentarischer

Staatssekretär beim Bundesminister für

Wirtschaft und Technologie

für Kinderaktivitäten in der

Bücherei sowie in einer Hauptschule

als Honorarkraft engagiert

zu werden. Dort führt

sie unter anderem mit einer

fünften Klasse ein selbst

geschriebenes Zirkus-Theaterstück

auf.

Dass Lernen auch mit Spaß verbunden ist,

zeigt Hofmann bei ihren Benimm-Kursen für

Kinder und Jugendliche. Dort vermittelt sie

ihren quirligen Zuhörern spielerisch das

richtige Verhalten beim Essen und Trinken.

„Mit dabei sind immer eine Plüschkatze und

ein Teddybär, mit denen die Kinder zum

Beispiel den richtigen Abstand zwischen

Tisch und Stuhl lernen“, erklärt Birgit

Hofmann.

Jetzt darf richtig gelacht werden:

Kibepsi hat den Durchbruch geschafft

Meine persönlichen

Mutmacher sind …

Eine wichtige Einsicht hat die Unternehmerin

weitergebracht: „Je flexibler man

handelt, desto weiter kommt man. Ich lehne

nie eine Anfrage eines potenziellen Kunden

ab, sondern überlege gründlich, was ich

genau tun kann. Dabei habe ich gemerkt,

dass ich sehr viel bewegen kann.“ Ihr

Erfolgsrezept für flexibles Unternehmertum

will sie jetzt in die Mittelstandsinitiative

„Mutmacher der Nation“ weitertragen.

… alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Visionen mit Tatkraft,

Ideenreichtum und Beharrlichkeit durchsetzen – zum eigenen Wohl, aber auch

zum Wohle anderer, denen beispielsweise Arbeits- und Ausbildungsplätze

angeboten werden. Auch das soziale Engagement vieler Unternehmer finde ich

bewundernswert.

Seite 7


Indiens Mikro-Mutmacher

Wie Kleinstkredite die Weltwirtschaft verändern

Im Jahr 1974 interviewt Yunus mit seinen

Studenten eine Frau, die Bambusstühle herstellt.

Das Material kauft sie auf Pump vom

Zwischenhändler – zu 10 Prozent Zinsen pro

Woche! Wenn sie ihm die fertigen Stühle

abliefert, reicht der Profit kaum zum Überleben.

Yunus berichtet, dass an diesem Tag

sein ökonomisches Weltbild zusammenbrach.

Und er packt spontan an. Aus

eigener Tasche leiht er 42 verarmten

Handwerkern „eine Handvoll Dollar“. Der

Erfolg ist elektrisierend. Denn der kleine

Betrag hilft ihnen nicht allein zu überleben;

er entfacht ihre unternehmerische

Initiative und führt sie binnen kurzem

aus der Armut.

Als Konsequenz gründet Yunus 1983

die „Grameen Bank“. Ihr Erfolgsgeheimnis:

Vertrauen statt Sicherheiten.

Kredite werden nicht Einzelnen

gewährt, sondern kleinen Gruppen. Diese

treffen sich regelmäßig, motivieren sich

gegenseitig. Was Banker in aller Welt verblüfft:

96 Prozent der Kreditnehmer sind

Frauen – und fast 99 Prozent der Darlehen

werden pünktlich zurückgezahlt! Heute

verzeichnet Grameen 5,6 Millionen Kredit-

Bangladesh hat zwar keine Bürgschaftsbanken, aber einen

Muhammad Yunus. Der charismatische Wirtschaftsprofessor

erfand den Mikrokredit – ein bahnbrechendes Finanzierungskonzept,

das Millionen arme Dorfbewohner zu erfolgreichen

Unternehmern machte. Entgegen allen Bankregeln gewährt

Yunus’ „Grameen Bank“ Darlehen ohne Sicherheiten und

erzielt dabei 99 Prozent Rückzahlung – eine Traumquote.

Muhammad Yunus:

Erfinder des Mikrokredits

In 60.000 Dörfern wurden neue Unternehmen gegründet

nehmer, beschäftigt selbst 16.000 Mitarbeiter

und hat knapp 1.800 Zweigstellen.

Seit Gründung wurden 5,28 Milliarden Dollar

an Krediten gewährt. 2004 erwirtschaftete

die Bank 7,17 Millionen Dollar.

Längst haben die Weltbank und andere

Geldinstitute nachgezogen. Heute gibt es

weltweit viele tausend Mikrokredit-Institute.

Informationen über deutsche Initiativen

finden Sie unter www.mikrofinanz.net.

Business in Mumbai, gefördert mit Mikrodarlehen

Mutmacher der Nation –

teilnehmen und gewinnen!

Mittelständler mit bis zu 500 Mitarbeitern,

die eine Krise aus eigener Kraft gemeistert

haben, sollten sich jetzt anmelden!

Teilnahmebögen im Internet unter

www.mutmacher-der-nation.de

oder direkt bei den Initiatoren von

„DasÖrtliche“, Postfach 100836,

45008 Essen, Fax 0201 - 439 48 - 14,

Mail: info@mutmacher-der-nation.de

Bewerbungsschluss: 30. September 2006

Letzte Meldung

Fünffache Krönung

Bei biz-AWARDS, dem Portal für Businesswettbewerbe,

wird „Mutmacher der Nation“

aktuell mit fünf Kronen bewertet. Das

bedeutet im Klartext „Klasse!“ und ist die

Top-Note.

Feedback

Herzlichen Dank für das „Mutmacher-

Magazin“. Wir sind selbst gerade im Begriff,

uns für ein Franchise-/Lizenzpartnerkonzept

zu entscheiden, wozu uns die „Mutmacher-

Magazine“ sehr behilflich sind. Insbesondere

das Konzept von agora gefällt uns sehr.

Sabine Hörner, Familienteam in Unternehmensgründungsvorbereitung,

Dorfen

Vielen Dank für die Zusendung des

Magazins. Es gefällt mir sehr gut.

Andrea Schuster, ETLog GmbH EnviroTech & Logistics,

Berlin, Teilnehmerin „Mutmacher der Nation“ 2005

Sagen auch Sie uns Ihre Meinung:

Mail genügt:

redaktion@mutmacher-der-nation.de

Impressum

Herausgeber:

DasÖrtliche

Service- und Marketinggesellschaft mbH,

Bamlerstraße 1a, 45141 Essen

ViSdP:

Dirk Schulte,

Leiter Werbung & Kommunikation,

DasÖrtliche Service- und

Marketinggesellschaft mbH

Layout und Redaktion:

BlueChip - Agentur für

Public Relations & Strategie GmbH,

Bullmannaue 11, 45327 Essen

Kontakt:

D. Schulte, Tel.: 0201 - 439 48 - 0

S. Ucar, Tel.: 0201 - 830 12 - 503

info@mutmacher-der-nation.de

www.mutmacher-der-nation.de

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