MLL Ausgabe 5 Jan 2021

Mein.Leben.Live.Online

Interaktives Leser*innen - Magazin. Bei uns schreiben Leser*innen Geschichte (Neu: The Story of My Life - Herzgeschichten aus dem Leben gegriffen)

Ausgabe 5 | Januar – März 2021

lösen

lassen sich fast immer

Leser*innen Geschichte

schreiben uns Bei

Tipps für ein Mindset,

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

mit dem du

Geld- und

Zeitfreiheit

erschaffst

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

Typ- und

Stilberatung

Feng

Shui

1


2

Foto Stefan Korbion


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wieder ist ein Jahr vorbei und leider war es

sicher für viele kein gutes Jahr. Wir möchten nun

gemeinsam mit Euch nach vorne blicken und

hoffen, dass sich die Situation möglichst bald

wieder normalisiert, die Pandemie unter Kontrolle

gebracht werden kann und wir alle möglichst

schnell unser „normales Leben“, zumindest in

Bezug auf die sozialen Kontakte und den Berufsalltag, wieder aufnehmen

können. Was uns, das Team von Mein Leben Live betrifft, möchten wir Euch

ein wenig Normalität nach Hause bringen. Dazu haben wir nicht nur ein

neues Magazin zu den Themen Gesundheit und Natur ins Leben gerufen,

sondern auch einige Ideen für das vorliegende Heft und seine Nachfolger

erarbeitet. Eure Wünsche und Kritiken haben wir uns zu Herzen genommen,

aber natürlich auch besonders gern das bisher Lobenswerte für Euch weiter

hervorgehoben. Da uns die Nähe zu unseren Leserinnen und Lesern sehr

wichtig ist, gilt auch weiterhin unser Motto: „Bei uns schreiben Leser*innen

Geschichte – mach mit und sei dabei!“

Genau daraus haben wir nun ein neues Thema für Euch abgeleitet. The Story

of My Life – verurteile mich nicht, ohne ein Stück weit in meinen Schuhen

gelaufen zu sein. Herzgeschichten und Erfahrungsberichte für mehr Respekt

und Akzeptanz. Hier kommen diejenigen zu Wort, die einen ungewöhnlichen

Weg im Leben beschritten, außergewöhnliche Erfahrungen gesammelt haben,

einen neuen Weg einschlagen möchten oder einfach daran interessiert sind,

anderen zu helfen, ihr neues Glück zu finden. Nicht nur unsere Autor*innen

sind am Wohl unserer Leser*innen

interessiert, sondern auch wir, das Team

von Mein Leben Live – werden weiterhin

The

Story

alles tun, um Euren Weg, zumindest ein

wenig, positiver zu gestalten.

Viel Freude am vorliegenden Heft und

bleibt gesund!

Euer Team

Leser*innen Geschichte

schreiben uns Bei

Leser*innen Geschichte

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

3


64 Im Wandel der Jahreszeiten 68 Kreatives Upcycling mit Birgit

92 Geimpft – Geschimpft?

6 Tipps für ein Mindset, mit dem du

Geld- und Zeitfreiheit erschaffst

108 Spirituelle

Gesundheit

24 The Story Of My Life

36 Zu Gast bei Elend

und Not am Heiligen

Abend 2020

74 Saturn-Jahr 2021 48 Narzissmus

112 Nägel

und Haare

4


Inhalt

Ausgabe 5 | Januar – März 2021

3 | Vorwort

6

Inspiration zur

Selbstverwirklichung

|

Tipps für ein Mindset, mit dem du

Geld- und Zeitfreiheit erschaffst

14

|

Schreibtherapie

– ein Erfahrungsbericht

jenseits der Worte

18

23

|

Beziehungsprobleme lösen

– beinahe immer möglich

|

Eine Heldenreise mit mir selbst

Buchvorstellung

24 | The Story of My Life … NEU

36

44

|

Zu

Gast bei Elend und Not am

Heiligen Abend 2020

Es geht um Helfer und

Betroffene – real

Psychologie

|

Mode ist vergänglich, Stil ist für die

Ewigkeit – Typ- und Stilberatung

48

|

Narzissmus und Beziehungen

– Wenn zwei Welten

aufeinandertreffen (Buch)

54

|

Mein Leben mit der

Hochsensibilität

– Erfahrungsbericht

Wohlfühloase

(Schönes für Herz und Seele)

62 | Herzgeschichten

– Gisela Rieger

64 | Im Wandel der Jahreszeiten

68

72

74

|

Kreatives Upcycling mit Birgit

Kranz aus Zweigabschnitten (Basteln)

|

Homestaging – Tipps um Räume

optisch zu vergrößern

|

Ein astrologischer Einblick für das

SATURN-JAHR 2021 (Horoskop)

78

|

Feng Shui – Teil 5

Das Schlafzimmer

– Mach deine Träume wahr

82

86

92

94

98

Gesundheit/Schönheit

|

Die Qi Formel für mehr Gesundheit

im digitalen Zeitalter

|

KINESIOLOGIE UND JAHRESZEITEN:

DER WINTER

|

Geimpft – Geschimpft?

– Eine Pandemie und ihre Spuren

|

Die Gesundheit liegt in deinen

Händen – Buchvorstellung

|

Sauer macht lustig

– Rezepte vom Gourmet

108

|

Spirituelle Gesundheit

– Eine ganzheitliche Betrachtung,

aus Sicht einer Ärztin

112

|

Beauty-Tipps für schöne

Haare und Nägel

120 | Leserbriefe/Leserecke

122 | Impressum

5


Tipps für ein Mindset,

mit dem du

Geld- und

Zeitfreiheit

erschaffst

Von Yvonne Iris Heil

6


Ich hab da mal eine Frage an

dich: Bist du der Meinung, dass

du einfach nur härter arbeiten

musst, um erfolgreich auf allen

Ebenen zu sein?

Wenn du jetzt JA gesagt hast,

dann möchte ich dir hier eine

kurze Geschichte erzählen,

die ich in Price Pritchetts

Buch „You2“ gelesen habe,

und die bei mir so einige

Synapsen zum Klicken gebracht

hat: Eines Tages saß Price

Pritchett in einer Raststätte

und hörte ein unaufhörliches,

verzweifeltes Brummen hinter

sich. Er drehte sich um und

sah eine Fliege. Diese Fliege

versuchte vergeblich durch das

zugemachte Fenster ins Freie zu

kommen. Das ging einige Zeit

lang so weiter. Bis die Fliege

schließlich vor Erschöpfung tot

auf die Fensterbank fiel. Leider

hatte die Fliege übersehen, dass

nur wenige Zentimeter neben

ihr ein Fenster offen stand,

durch das sie mühelos hätte ins

Freie gelangen können. Ganz

ohne es härter zu versuchen.

Ganz ohne sich dabei zu

verausgaben. Und vor allem mit

ultimativer Leichtigkeit.

Bist du also immer noch

überzeugt davon, dass du nur

härter arbeiten musst, um

erfolgreich zu sein oder hast du

erkannt, dass es auch einfacher

gehen kann, wenn du links und

rechts die offenen Türen in Form

von Chancen wahrnimmst?

Dazu möchte ich dir etwas

Wichtiges sagen:

1. Falls du bis jetzt geglaubt

hast, dass du es nur härter

versuchen musst: Es ist

NICHT dein Fehler! Du hast

es geglaubt, weil du es so

vorgelebt bekommen hast!

2. Du hast jederzeit die

Möglichkeit, dein Mindset zu

ändern und neue Wege zu

beschreiten.

3. Chancen zeigen sich dir

jeden Tag. Und du darfst

sie ergreifen und dann

Quantensprünge machen!

Vielleicht hast du ja – genau

wie ich – einige Parallelen zu dir

in dieser Geschichte entdeckt.

Warum ich sie so spannend

fand ist, dass ich es immer und

immer erlebe und sehe, dass

gerade Frauen die Einstellung

haben, dass sie sich doch

nur etwas mehr anstrengen

müssten als ihre männlichen

Kollegen oder Mitbewerber

und dann würde es schon

funktionieren. Dabei übersehen

sie aber, dass sie sich dabei

ausbrennen.

Und das muss nicht sein. Denn

wenn du weißt, wie du dein

Mindset so programmierst,

dass du deine Talente und

Fähigkeiten so einsetzt,

dass du dich dadurch selbst

potenzierst, wirst du auf einmal

Quantensprünge machen.

Quantensprünge, von denen

andere nur sagen: Ja, sowas ist

doch nur die Ausnahme. Das

kann man doch gar nicht als

Referenz nehmen.

Ich sage dir: Sie alle liegen

falsch. Denn sie haben auch

nur die Schritt für Schritt

Erfolgserlebnisse vorgelebt

bekommen. Und schauen wir

uns doch mal in der Medienwelt

– Zeitungen, Radio, Fernsehen

– um. Da werden Menschen,

die außergewöhnliche Visionen

haben, immer als verrückt

dargestellt. So lange bis sie

bewiesen haben, dass es sehr

wohl möglich ist, diese Visionen

umzusetzen.

Genau so eine Vision habe

ich. Ich habe die Vision, dass

ich Frauen auf der ganzen

Welt in ein finanziell freies

und selbstbestimmtes Leben

führe. Einfach dadurch, dass

ich ihnen – und wenn du willst

auch dir – zeige, wie sie ihr

Mindset von all den alten

verfilzten und limitierenden

Glaubenssätzen befreien, die

sich seit der Geburt über ihre

wahre Bestimmung gelegt

haben. Das mache ich indem ich

dir dabei helfe, dein Mindset so

zu programmieren, dass du dir

dadurch neue Verhaltensmuster

aneignest, die dir ein finanziell

freies und Selbstbestimmtes

Leben ermöglichen.

Doch was bedeutet finanziell

frei und selbstbestimmt. Bin

ich das nicht schon längst,

wirst du dich vermutlich jetzt

7


fragen. Naja, solange du Zeit

gegen Geld tauschst, bist du

immer darauf angewiesen, dass

du für eine gewisse Anzahl an

Stunden eine gewisse Menge an

Geld verlangst. Kannst du das

aber mal nicht, dann könnte es

eng werden. Vor allem, wenn

du bereits selbst und ständig

unterwegs bist. Als Angestellte

wird es dann eng, wenn du von

Überstunden oder Trinkgeldern

abhängig bist.

Finanziell frei bist du erst dann,

wenn du dein Mindset auf die

Möglichkeit eingegroovt hast,

dass es auch anders geht. Wenn

du es zulässt, über andere

Möglichkeiten nachzudenken,

die es dir ermöglichen, deine

Zeit zu potenzieren, damit du

dich, wann immer du möchtest,

entspannt in die Hängematte

legen kannst mit dem Wissen,

dass Geld ohnehin auf deinem

Konto landet!

Und genau das lässt dich

absolut selbstbestimmt leben.

Aktuell bist du vielleicht noch

davon abhängig, dass du einen

Vorgesetzten hast, der die

Aufträge heranbringt, damit

du sie abarbeiten kannst oder

du bist von einem Kunden

abhängig, dass er dir diesen

Auftrag gibt.

Das ist keine Selbstbestimmung.

Das ist einfach Zeit gegen

Geld tauschen auf Befehl von

anderen. So krass es sich auch

anhört, aber genau das ist es.

Da ich immer halte was ich

verspreche, kommen hier nun

die 5 Tipps, wie du dein Mindset

auf Geld- und Zeitfreiheit polen

kannst.

In meinem Buch „Mindset F***

Adé“ habe ich 10 Methoden

für ein positives Mindset

zusammengestellt, die du

ganz einfach in deinen Alltag

einbauen kannst. Den Link dazu

findest du am Ende des Artikels.

In diesem Artikel hier zeige

ich dir 5 Methoden für den

Upgrade deines Mindsets, die

du sofort anwenden kannst.

1. FINDE DEIN INNERES GLÜCK

„Nicht Erfolg ist der Schlüssel

zum Glück, sondern Glück

ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wenn du gerne tust, was

du tust, wirst du auch

erfolgreich sein.“ Diese

Aussage von Albert Schweitzer

unterschreibe ich voll und

ganz. Viele denken, dass sie

erst erfolgreich sein müssten,

um endlich glücklich zu

sein. Dabei ist Glück eine

Notwendigkeit für ein erfülltes

Leben und die Basis für dein

Wohlbefinden. Das zu tun, was

du liebst, versetzt dich in ein

positives Mindset. Und dieses

Mindset führt dich zum Erfolg.

Dein ToDo: Höre in dich hinein.

Was macht dich wirklich

glücklich? Was motiviert

dich? Vielleicht ist es Reisen,

oder deine Familie oder ein

Hobby. Was auch immer es

ist, deinem eigenen inneren

Kompass zu folgen, ist der

erste Schritt zu einem starken

und positiven Mindset. Und

das Mindset ist der Schlüssel

zum Erfolg.

2. EFFEKTIVES

STRESSMANAGEMENT

„Es ist nicht die Last, unter der

du zusammenbrichst. Es ist die

Art, wie du sie trägst.“ Das ist

ein Zitat von Lou Holtz, einem

ehemaligen Football Coach, das

mir sehr gut gefällt. Um eine

Last tragen zu können, braucht

es ein gutes und effektives

Stressmanagement, denn

Stress lässt sich einfach nicht

vermeiden. Die Strategien, um

den Stress zu mindern, können

dabei für jede einzelne Person

vollkommen unterschiedlich

8


sein. Einige sporteln und

verausgaben sich, andere

lesen und versinken in der

Fantasiewelt, andere wiederum

drücken ihre Kreativität in

Bildern aus oder hören Musik.

Aus gutem Grund ist auch

Meditieren sehr beliebt, denn

die Meditation lenkt den Fokus

auf das Hier und Jetzt. Weg von

den Sorgen über das Vergangene

oder über das, was kommen

könnte. Auch eine dankbare

Grundhaltung hilft dir, dich nicht

gierig nach immer mehr von

dem zu verzehren, was du nicht

hast.

Dein ToDo: Manchmal hilft es

ganz einfach „loszulassen“, also

eine Sache abzuschließen und

nach vorne zu sehen. Oder um

9


es mit einem weiteren Sportzitat

zu sagen: „Nach dem Spiel ist

vor dem Spiel.” Du wirst sehen,

wenn du deinen Stress im Griff

hast und mal loslässt, wird das

sowohl dein Leben als auch das

deines Umfelds entscheidend

positiv beeinflussen.

3. BLEIB MOTIVIERT

„Menschen mit Zielen sind

erfolgreich, weil sie wissen

wohin sie gehen. So einfach

ist das.“ Dieses Zitat von Earl

Nightingale, einem Pionier der

Persönlichkeitsentwicklung,

zeigt ganz klar, dass es für einen

erfolgreichen Weg klare Ziele

braucht. Wenn du weißt, wohin

du gehst, fällt es dir leichter,

motiviert zu bleiben. Klar, das

ist manchmal eine ziemliche

Herausforderung. Das erlebe

ich selber immer wieder. Aber

dann erinnere ich mich wieder

an mein Ziel, und weiter

geht’s! Um glücklich zu sein,

und um sowohl beruflich als

auch privat erfolgreich zu sein,

braucht es einige Eigenschaften:

Können, Wissen und smarte

Arbeit. Auch wenn es oft nicht

so scheint, der Preis, den wir

für’s „Dranbleiben“ bezahlen,

ist das Ergebnis Wert. Um mir

dieses Ergebnis gut vorstellen

zu können, habe ich mir ein

Visionboard an die Wand vor

meinen Schreibtisch gehängt. So

bleiben meine Visionen im Blick

und das ist für mich die beste

Motivation.

Dein ToDo: Für dich ist es

genauso wichtig Visionen zu

haben, die dich motivieren und

dich auf deinem persönlichen

Lebensweg voranbringen.

4. STREBE NACH ALLEM, AUCH

DEM GUTEN

„Offensichtlich gibt es nichts,

was nicht heute passieren

kann.“ Mark Twain hat richtig

erkannt, dass wir nichts im

10


Leben vorhersehen können.

Gute Dinge können passieren.

Schlechte Dinge können

passieren. Sei also vorbereitet.

Mit einem offenen Mindset

bist du gut gewappnet. Du

weißt, dass du Fehler machen

wirst und du weißt, dass

du auf Hindernisse stoßen

wirst. Aber du akzeptierst die

Rückschläge, und du bist bereit,

die Schwierigkeiten zu meistern.

Mein Lieblingsspruch dazu ist:

„Hinfallen, aufstehen, Krönchen

richten, weitermachen!”

Mitunter haben Rückschläge

sogar ihr Gutes, denn wenn du

neue Wege beschreitest, musst

du flexibel und kreativ sein,

und das sind Voraussetzungen

für innovative Ideen. Und

Innovation ist ein weiterer

Meilenstein zum Erfolg. Hilfe

von außen einholen, schafft

Vertrauen, Informationen

einholen, schafft Wissen, dir

deine Erfolge vor Augen zu

halten, schafft Motivation.

Und manchmal wird dich das

Leben einfach mit wundervollen

Dingen positiv überraschen.

Gerade dann, wenn du es

am wenigsten erwartest. Sei

also bereit dafür, das Gute in

deinem Leben zu empfangen

und zu genießen, auch wenn es

unerwartet kommt.

5. Dein ToDo:

Schließe dich einer Master

Mind Gruppe an oder rufe

selbst eine ins Leben. Bereits

ab 2 Personen kann so eine

Master Mind Gruppe starten.

Spannend wird’s, wenn es 5

oder mehr sind. Und dann trefft

euch 1 x pro Woche und tauscht

euch über eure Erfolge und

Herausforderungen aus.

6. SCHAFFE DIR EIN NETZWERK

DER VERTRAUTEN

Das „Netzwerk der Vertrauten”

hört sich ein bisschen

„gschwollen“ an, das gebe

ich zu, aber was ich damit

sagen will, ist: Umgib dich mit

Menschen, denen du vertraust

und die dich weiterbringen.

Ewige Nörgler und negativ

denkende Menschen tun das

nämlich nicht.

Und ganz ehrlich, würdest du

mit jemandem Zeit verbringen,

dem du nicht vertrauen kannst?

Außerdem färben die Leute,

mit denen du zusammen

bist, tatsächlich auf deine

Persönlichkeit ab. Der

amerikanische Unternehmer,

Autor und Motivationstrainer

Jim Rohn meint sogar: „Du

bist der Durchschnitt der fünf

Menschen, mit denen du die

meiste Zeit verbringst.“ Wähle

also bewusst aus, wie du sein

möchtest und mit wem du deine

Zeit verbringst.

Dein ToDo: Überleg mal, welche

Menschen bewunderst du?

Welche Menschen bringen das

Beste in dir zum Vorschein? Auf

wen kannst du dich wirklich

verlassen? Diese Menschen,

die dich motivieren und dir

positive Energie geben, die

solltest du um dich haben.

Einen Kreis von Menschen zu

haben, denen du vertraust, gibt

dir den nötigen Rückhalt, dein

Ding erfolgreich durchzuziehen.

Pflege diesen Kreis regelmäßig

und liebevoll und erweitere

ihn. Falls du noch zu wenige der

oben beschriebenen Menschen

in deinem Leben hast, kannst

du überlegen, einen Coach

zu engagieren oder dir eine

Mentorin zu suchen.

MIT EINEM

OPTIMISTISCHEN

MINDSET

LEBT SICH’S LÄNGER

Verschiedene Studien zeigen,

dass eine positive Einstellung

auch einen positiven Einfluss auf

die Gesundheit hat, gemäßigte

Optimisten sind gesünder und

leben länger (2017), Pessimisten

leben doch nicht länger (2016).

Außerdem belegt die MESA-

Langzeitstudie (2015) einen

direkten Zusammenhang

zwischen Herzgesundheit und

Optimismus. Mit einer positiven

Einstellung und Vertrauen in

deine Fähigkeiten tust du also

etwas für deine Gesundheit

und hast gleichzeitig viel mehr

Energie für deine Arbeit und

dein Unternehmen. Diese

Motivation kannst du direkt

weitergeben.

Ich finde es großartig, was

man alles mit einem positiven

Mindset erreichen kann!

Leg los auf deinem Weg zu

neuen Perspektiven und deinem

geld- und zeitfreien Mindset,

gleich hier und jetzt!

https://yvonneirisheil.mykajabi.

com/pl/74933

Bilder: https://www.pexels.com/de-de/

11


12

Rodelbahn Winterberg


Foto Stefan Korbion

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SCHREIB

frei DICH

von Lesley B. Strong

Schreibtherapie – ein Erfahrungsbericht

jenseits der Worte

Wer kennt das nicht?

Widersprüchliche Gefühle,

konfuse Gedanken,

Unverarbeitetes aus der

Vergangenheit … manchmal

möchte man sich einfach alles

von der Seele schreiben, um

wieder unbeschwert durchs

Leben gehen zu können. Wenn

es nur so einfach wäre …

Es ist so einfach. Dies ist

jedenfalls meine persönliche

Erfahrung, die ich hier in

Verbindung mit einigem an

Knowhow dazu schildern

möchte, allerdings setze ich auch

ein großes ABER dazu. Denn es

gibt einen Unterschied, ob man

einfach mal alles rauslässt, quasi

entrümpelt oder ob man diesen

Prozess noch umfassender nutzt.

Dazu später mehr.

Grundsätzlich sind schwirrende

Gedanken um ungelöste oder

unklare Themen für die meisten

Menschen belastend. Das kann

sich äußern unter anderem

durch Nervosität, Gereiztheit,

Schlafstörungen … Manche

greifen dann zu Stift und Papier,

ob es nun ein Tagebuch oder

einfach nur ein Notizblock ist.

Bringen wir unsere Gedanken zu

Papier – oder in der moderneren

Form als Nullen und Einsen in

ein digitales Dokument – holen

wir sie aus unserer inneren, nur

uns selbst zugänglichen Welt und

manifestieren sie in der äußeren,

auch für andere einsehbaren.

Doch nicht nur andere können

nun von außen auf das blicken,

was uns beschäftigt. Auch für

uns selbst eröffnet sich damit

die Möglichkeit, das Thema

leichter aus der Meta-Ebene

wahrzunehmen. Dadurch

entsteht eine neue Perspektive,

die zumeist deutlich weniger

emotional aufgeladen ist. Allein

dadurch kann es bereits zur

angestrebten Klarheit und/oder

Veränderung kommen.

Ob nun Tagebuch, Logbuch,

Blog und wie sie sonst noch

alle heißen, jede dieser Formen

ist geeignet, sich selbst, die

eigenen Gedanken, Erfahrungen

und Herausforderungen des

Alltags zu reflektieren und

unerwünschten Brain Traffic zu

reduzieren.

Meine persönliche Erfahrung

geht weit über diese alltägliche

Anwendung hinaus, denn

ich habe das, was meinem

Borderline-Syndrom zugrunde

lag, mittels Schreibtherapie

aufgelöst. Für jene, die sich

noch nie mit der Borderline-

Thematik befasst haben:

Diese Persönlichkeitsstörung

äußert sich über ein zutiefst

destruktives Selbst- und

Weltbild, extreme Emotionalität

bis hin zum Kontrollverlust

sowie physische und

psychische Selbstverletzung

in unterschiedlichsten

Formen, Depressionen,

Suizidgefährdung und noch

einigem mehr. Ein Borderline-

Syndrom gilt allgemein als

nahezu therapieresistent, ergo

unheilbar. So steht es in den

Fachbüchern geschrieben. Ich

habe meine Version davon neu

geschrieben, und zwar mit einem

Happy End. Da die vollständige

Darstellung der Methodik hier

den Rahmen sprengen würde

– dies werde ich in Buchform

nachholen – beschränke ich mich

heute auf die Eckpunkte, ohne

im Detail zu erklären, wie sie

umgesetzt werden können.

Die Säulen meiner eigenen

Schreibtherapie waren eine

intrapersonelle Teilarbeit,

verbunden mit zahllosen (und

ich werde sie sicher nie zählen)

Reframings zum Auflösen

blockierender und destruktiver

Glaubenssätze sowie in den

Alltag integrierten Ankern.

Dieser Satz verlangt nach einigen

Begriffsklärungen.

Ein Reframing ist ein

Fachterminus aus dem NLP und

bezeichnet vereinfacht eine

Umdeutung. Zum leichteren

Verständnis ein plakatives

Beispiel: Sie haben sicherlich

zum Wort „Dämon“ ein Bild

im Kopf. Ich vermute weiter,

dass dieses Bild ein monströses

Wesen oder bösen Handlanger

des Teufels darstellt. Dies

entspricht der weit verbreiten

mittelalterlichen Bedeutung.

Doch in der Antike war

ein Dämon ein hilfreiches

Geistwesen aus einer Art

14


Zwischenwelt zwischen

Menschen und Göttern,

u.a. nachzulesen in Platons

Symposium. Diese von mir hier

weitergegebene Information

stellt eine Intervention dar mit

dem Ziel, Ihr inneres Bild zum

Wort „Dämon“ zu verändern,

es umzudeuten (zu reframen)

und damit auch ihre Gefühle zu

beeinflussen, die Sie mit dem

Wort „Dämon“ verbinden. In der

Praxis war es bei mir so, dass ich

über viele Jahre dachte, einen

Dämon (destruktives Potenzial)

in mir zu tragen. Aufgrund

des Reframings während

meiner Schreibtherapie wurde

daraus ein hilfreicher Dämon

(kreatives Potenzial, das gelebt

werden wollte). Diese bewusst

durchgeführte Veränderung

meiner Glaubenssätze hat alles

weitere in Gang gesetzt, denn sie

veränderte das Grundgefühl zu

mir selbst und wie ich mich sah.

Unter „Anker“ versteht man im

NLP eine Art „Schalter“, der ein

zuvor definiertes, erwünschtes

Gefühl auslöst. Dafür wird auf

bereits vorhandene Erfahrungen

zurückgegriffen, und die damit

verbundenen positiven (alles

andere wäre kontraproduktiv)

Gefühle werden mittels eines

Reizes von außen aktiviert.

Dieser Reiz kann ein Bild sein,

oder ein Song, ein Geruch oder

Geschmack, eine Berührung an

einer bestimmten Körperstelle,

… nahezu alles eignet sich als

Anker. Genaugenommen leben

wir alle unbewusst mit sehr

vielen Ankern. Haben Sie sich

z.B. einmal den Magen mit

einem Fischgericht verdorben,

kann es leicht sein, dass sich

danach lange Zeit bereits

beim Geruch von Fisch ein

eigenartiges Gefühl in Ihnen

breit gemacht hat. Anker

funktionieren unbewusst und

präzise. Einfach genial – wenn

man weiß, was man damit

machen kann.

Eine Schreibtherapie funktioniert

auch deshalb so gut, weil die

meisten beim Schreiben fast

automatisch in ihre innere

Erlebenswelt eintauchen, in

die Welt des Fühlens. Für mich

ist es, als würde ich ins Kino

gehen, rundum wird es dunkel,

der Vorhang öffnet sich und

ich sitze mittendrin, erlebe die

Geschichte als Zuseherin und

beschreibe, was ich wahrnehme.

Da unser Unterbewusstsein nicht

zwischen Realität und Fantasie

unterscheiden kann – auf dieser

Tatsache basieren autogenes und

Mentaltraining – löst das Erleben

der Geschichte auch Emotionen

aus. Hier wird es nun spannend.

Frühkindliche Traumatisierungen

hatten einiges in mir

„eingefroren“, weil nach den

traumatischen Ereignissen das

haltende Umfeld gefehlt hatte,

um diese zu verarbeiten und

loszulassen. Der Schmerz war

gewissermaßen in mir erstarrt.

Viele Szenen meiner Geschichte

starten genau mit diesem alten

Schmerz, doch sie enden mit

dem, was es vor Jahrzehnten

gebraucht hätte: Geborgenheit,

Liebe, dem Gefühl, dass jemand

da ist. Ich erlebte verspätet

mein Happy End. Das wiederum

half meinem Unterbewusstsein,

loszulassen und neue

Vorstellungen, Glaubenssätze

und Verhaltensmuster zu

entwickeln. Wenn ich heute

darüber nachdenke, staune ich

immer noch, wie simpel das

Prinzip im Grunde ist. Aber wer

sagt, dass das Leben kompliziert

sein muss?

15


Die emotionale Komponente

einer Geschichte wirkt also

auf unser Unterbewusstsein,

das wiederum überwiegend

bestimmt, wie wir uns

fühlen, was wir denken, tun,

glauben, Selbstvertrauen,

Selbstwert… vereinfacht

gesagt: wir bestimmen nur

einen Bruchteil unseres

Lebens bewusst. Den Rest

übernehmen die Programme

in unserem Unterbewusstsein.

Jene Programme, die wir neu

schreiben können, z.B. mit

einer Schreibtherapie, die

dann ähnlich funktioniert

wie Autosuggestion oder

Mentaltraining. Nur mit dem

Unterschied, dass nicht einzelne

Glaubenssätze oder Mantras

gepaukt werden, sondern eine

mitunter komplexe Geschichte

erzählt wird. Und das bevorzugt

nicht vom Verstand, sondern

aus der Gefühlswelt heraus. Bei

einer Schreibtherapie geht es

nicht darum, rhetorisch perfekte

Sätze zu kreieren, sondern

einfach mal „sein Herz sprechen

zu lassen“ und das zum Ausdruck

zu bringen, was auf der Seele

lastet. Das kann sich auf eine

Art und Weise äußern, die man

selbst nie erwartet hätte.

Manche Geschichten erzähle

ich in Ich-Form und verarbeite

etwas, das kein wirkliches

Problem darstellt, sondern

eher als reine Alltagsreflexion

dient. Anderes dürfen fiktive

Protagonisten für mich

erneut durchleben, während

ich ihnen dabei über die

Schulter blicke und verarbeite,

Glaubenssätze revidiere

und neue Verhaltensmuster

entwickle. Und dann gibt es

Themen, die derart intensive

Gefühle auslösen, dass ich sie in

ein modernes Märchen einbette

und Metaphern verwende, um

Trigger zu vermeiden. Diese

Geschichten transportieren

zumeist Botschaften für eine der

tieferen, schwer zugänglichen

Ebenen des Unterbewusstseins:

Werte und Selbstbild.

Glaubenssätze rangieren auf den

oberen Rängen und sind damit

recht einfach zu bearbeiten.

Auch wenn manche vielleicht

nicht diesen Eindruck haben,

doch glauben Sie mir, es ist so!

Veränderte Glaubenssätze bilden

die Schiene für die Veränderung

von Verhaltensmustern. Lange

Zeit dachte ich (weil es so

geschrieben steht), Werte

könnten nicht ohne fremde

Hilfe verändert werden. Welch

ein Irrtum, den mein geliebter

Dämon mich erkennen ließ.

Es ist möglich! Wir können

alles in uns selbst verändern,

allerdings denke ich auch, dass

ein gewisses Knowhow den

Prozess wesentlich erleichtert

und beschleunigt.

Es gibt eine Menge toller

Werkzeuge, um sich das (Er)

Leben dieser Welt angenehmer

zu machen, um Vergangenes

aufzuarbeiten, sich selbst zu

finden, (zwischen)menschliche

Probleme aufzulösen, innere

Spannungen abzubauen, sein

16


eigenes Potenzial zu entdecken

… Schreibtherapie ist eines

davon. Um ein Werkzeug optimal

einsetzen zu können, sollte man

einiges darüber wissen. Ich

kenne Menschen, die verwenden

Microsoft-Excel-Tabellen

nicht um etwas zu berechnen,

sondern weil sie damit schnell

und einfach „Kästchen“ zum

Ausfüllen machen können.

Welch eine Nicht-Nutzung von

Potenzial! Welches Potenzial

in einer Schreibtherapie

stecken kann, habe ich in den

vergangenen drei Jahren erlebt.

Im Anschluss an diesen Beitrag

finden Sie das Gedicht „28

Zeilen“. Ich schrieb es für mich

selbst als Intervention, um aus

depressiven Verstimmungen

zurück in einen ausbalancierten

emotionalen Zustand zu finden.

Es sind gefühlte Worte des

Herzens, die mich spätestens ab

Zeile 17 zum Lächeln bringen

– und genau das war das Ziel:

Worte zu schreiben, die mich

zurück in die Umarmung des

Lebens führen.

Bilder: https://pixabay.com/de/

28 Zeilen

Gefangen in der Dunkelheit,

im Rückzug -

allein.

Ein Tor würde hinaus führen, doch ich verharre -

zu groß ist die Angst vor der Freiheit,

vor Verletzung

und Schmerz.

Zu vertraut ist die Dunkelheit.

Du reichst mir deine Hand

und sagst: „Komm!

Folge mir.

Vertrau mir.

Höre nicht auf das, was andere über mich sagen.

Blicke hinter den Spiegel,

fühle die Wahrheit:

Wer ich bin.

Fühle das Licht, wenn du deine Schwingen ausbreitest.

Fühle die Kraft in jedem Schritt auf deinem Weg.

Fühle die Umarmung des Lebens,

die Ewigkeit in einem Herzschlag,

das Universum in einem Atemzug.

Fühle, wer ich immer war

und wer du immer sein wirst:

Ein feuriger Funken Lebensfreude!“

Ich nehme deine Hand,

lausche dem Klang deiner Stimme,

der Botschaft in deinen Worten.

Sehe die Lügen zu Staub zerfallen.

Schreite durch das Tor ins Licht -

zurück

in deine Arme

und zu mir selbst.

Ich bin Lesley.

https://www.facebook.com/Lesley.B.Strong

17


Ralf Hillmann:

Beziehungsprobleme basieren

in ihrem Kern meist auf

einem Mangel an Interesse,

Verständnis, Respekt,

Empathie, Wertschätzung,

Akzeptanz, Anerkennung,

Gleichberechtigung,

Unterstützung etc. Dieser

zeigt sich in der Regel daran,

dass Paare sich wegen ihrer

Unterschiede im Denken,

Fühlen und Handeln immer

öfter aneinader aufreiben und

die Gefühle von Verbundenheit

und Liebe dabei immer mehr

abnehmen. Anders als am

Anfang der Beziehung, als

jeder im jeweils anderen den

idealen, nahezu perfekten

Partner zu erkennen glaubte,

haben beide im Laufe der

Zeit damit angefangen, sich

gegenseitig das Gefühl zu geben,

18


lassen sich

fast immer

lösen

der andere sei so, wie er ist,

veränderungsbedürftig! Er bzw.

sie entspricht nicht mehr den

jeweils eigenen Erwartungen.

Vieles wünscht man sich anders.

Zudem trägt Alltagsroutine mit

täglich wiederkehrenden, immer

gleichen Abläufen dazu bei, dass

Beziehungen im Laufe der Zeit an

Reiz und Spannung verlieren.

Von der Unkenntnis zweier

Liebenden

Aus meiner Erfahrung als

Paarberater behaupte ich:

theoretisch hat jedes verliebte

Paar die Chance, das gemeinsame

Glück auf Dauer zu erhalten.

Praktisch gelingt dies in vielen

Beziehungen jedoch nicht. Der

Grund dafür ist: die Unkenntnis

darüber, was eine Beziehung

braucht, um langfristig erfüllend

zu bleiben! Vieles, was wir über

19


die Liebe von Kindesbeinen an

lernen, ist irreführend und der

Sache nicht dienlich. Übertrieben

sentimentale Liebesromane,

herzzerreißende Romantikfilme

und naive Herz-Schmerz-Love-

Songs zeichnen kein realistisches

Bild von erfüllter Zweisamkeit.

Sehr viele Menschen glauben

an diese naiven Hollywood-

Ideale, wo zwei Individuen

quasi miteinander zu einem

verschmelzen.

Was macht die erste

Verliebtheitsphase oder

überhaupt das Verliebtsein

so ganz besonders intensiv

und zauberhaft? Sie wissen

es sicher selbst! Plötzlich ist

da jemand, der uns genau das

geben kann, was wir uns schon

immer gewünscht haben. Zum

einen ist hier natürlich die Rede

von körperlicher Zuwendung

wie Zärtlichkeit, Sex etc. und

zum anderen – was noch viel

entscheidender und beglückender

ist – haben wir endlich jemanden

gefunden, der sich für uns

interessiert und uns nahe sein

möchte. Da ist plötzlich einer,

der uns anerkennt, respektiert,

annimmt sowie interessant und

attraktiv findet. Jemand, der ja zu

uns sagt, Zeit mit uns verbringen

möchte, uns Komplimente macht,

uns mit Geschenken überrascht.

Ein Mensch, der uns das Gefühl

gibt, etwas ganz Besonderes

zu sein, der uns aufregend und

spannend findet, WEIL WIR

GENAU SO SIND, WIE WIR SIND!

Bei solch einem Menschen

fühlen wir uns angenommen,

geborgen, sicher und geliebt.

Nichts kann glücklicher machen!

Der Grund weshalb die Gefühle

der seelischen Verbundenheit

und des großen Glücks bei vielen

Paaren dann aber irgendwann

nachlassen, ist: beide Beteiligten

wissen nicht, wie sich die für

eine glückliche Beziehung

elementaren Bedürfnisse nach

Akzeptanz, Wertschätzung, Nähe,

emotionaler Sicherheit, Respekt,

Vertrauen, Verständnis etc.

dauerhaft aufrechterhalten bzw.

erfüllen lassen. Wenn die soeben

genannten, sich wechselseitig

bedingenden Bedürfnisse

vernachlässigt werden und

dem Partner stattdessen mit

Erwartungen, Anschuldigungen,

Bedingungen, Streitereien,

Rechthabereien usw. signalisiert

wird, dass ER SO, WIE ER IST,

NICHT in Orndung ist und ER

SICH ÄNDERN SOLL, dauert es in

der Regel nicht lange, bis diese

Bedürfnisse nicht mehr genug

Erfüllung finden. Die Gefühle des

Gesehen-Werdens, Respektiert-

Werdens, Geliebt-Werdens

etc. leiden und gehen mit der

Zeit immer mehr verloren. Der

Schlüssel für eine dauerhafte,

glückliche Beziehung liegt also

in ehrlicher, gleichberechtigter,

wechselseitiger Anerkennung,

Akzeptanz, Wertschätzung

Empathie, sowie ehrlichem,

gleichberechtigtem,

wechselseitigem Interesse,

Respekt, Verständnis etc.

Von der Basis einer glücklichen

Beziehung

Wichtigste Basis-Zutat für

das gemeinsame Glück ist die

absolute Gleichberechtigung

20


zw. Gleichwertigkeit beider

Beteiligten. Hiermit ist nicht

gemeint, dass sich jeder

zu gleichen Teilen an der

Haushaltsarbeit oder Ähnlichem

zu beteiligen hat. Genauso wenig

geht es darum, das Einnehmen

männer- oder frauenspezifischer

Rollen abzuschaffen. Wenn

beide sich dabei wohlfühlen,

darf auch einer dominanter bzw.

devoter sein als der andere. In

einer Beziehung gleichberechtigt

bzw. gleichwertig zu sein,

bedeutet, dass die Bedürfnisse,

Meinungen, Gefühle, Interessen,

Wünsche, Begehren, Fähigkeiten,

Unfähigkeiten, Eigenschaften,

Talente, Stärken, Schwächen,

Ängste und Defizite von beiden

Beteiligten gleich viel Bedeutung

haben und jeder auch das gleiche

Recht auf deren Anerkennung

bzw. Berücksichtigung hat –

auch wenn diese bei beiden

zum Teil sehr unterschiedlich

sein können. Ferner braucht die

gutfunktionierende Beziehung

kontinuierliche und bewusste

Pflege! Behandeln sich zwei

Liebende gleichberechtigt bzw.

gleichwertig, ist diese Pflege

verhältnismäßig einfach. Denn

wer sich selbst und den anderen

als gleichberechtigt bzw.

gleichwertig anerkennt, begegnet

sich im Umgang miteinander

respektvoll, anerkennend,

wertschätzend, interessiert, fair

und gewaltfrei.

Zur Pflege einer Paarbeziehung

gehören: die Entwicklung

eines Bewusstseins für

sich selbst, das die eigenen

Bedürfnisse und Interessen

berücksichtigt; die Entwicklung

eines Bewusstseins für den

jeweils anderen, das dessen

Bedürfnisse und Interessen

anerkennt, wertschätzt und

respektiert sowie die Entwicklung

eines Bewusstseins für das

gemeinsame WIR, das die

Bedürfnisse und Interessen

beider miteinander vereint. Dies

ermöglicht, dass sich überhaupt

jeder vom jeweils anderen

geliebt fühlen kann, und dass das

Zusammensein die Bezeichnung

„Paarbeziehung“ verdient.

Möglichst gleiche oder zumindest

ähnliche Interessen und

Lebensziele erleichtern es den

beiden Beziehungspartnern

natürlich, diese solide Grundlage

herstellen und aufrechterhalten

zu können. Zwingend notwendig

sind sie jedoch nicht – zumindest

nicht in jedem Fall. Nur wenn

wirklich unüberwindbare

Unterschiede vorliegen, kann

das gemeinsame Glück nicht

zufriedenstellend gepflegt und

erhalten werden! Etwa wenn sich

der eine Treue wünscht und der

andere nicht! Beide Wünsche

sind legitim und zu respektieren!

Unter einen Hut kann man sie

jedoch nicht kriegen! Da hilft nur

eine gütliche Trennung. Jeder

Streit darum wäre sinnlos und

ein Zeichen dafür, dem Bedürfnis

des jeweils anderen nicht mit

genügend Respekt zu begegnen!

Von Offenheit, Ehrlichkeit und

Vertrauen

Wir alle haben jeweils unsere

eigenen Bedürfnisse, Meinungen,

Gefühle, Befindlichkeiten,

Interessen, Eigenschaften, Werte,

Wünsche, Ängste, Stärken,

Schwächen etc. Wenn wir uns

gegenseitig nicht genügend Raum

für Offenheit und Ehrlichkeit

zur Verfügung stellen, finden

wir vermutlich nicht immer

den Mut, die Bereitschaft und

das Vertrauen in uns, uns dem

jeweils anderen aufrichtig und

vertrauensvoll mitzuteilen.

Wenn wir befürchten müssen,

vom jeweils anderen für unser

Denken, Fühlen und Handeln

gerügt oder beschuldigt zu

werden, wenn wir beispielsweise

manchmal so sind, wie der

andere es nicht nachvollziehen

und auch nicht gutheißen kann,

dann werden wir uns nicht

zutrauen, immer offen und

ehrlich zu sein. Zum einen, um

uns selbst zu schützen und zum

anderen, um dem anderen nicht

wehzutun! Ob wir offen und

ehrlich über alles reden können,

hängt also immer auch vom

jeweils anderen ab. Wenn wir

darauf vertrauen können, dass

wir über alles reden dürfen,

egal was es ist und egal was

wir vielleicht falsch gemacht

haben, dann finden wir auch die

Bereitschaft in uns, stets einander

unsere Wahrheit anzuvertrauen

und zuzumuten. Wenn wir

21


hingegen befürchten müssen, für

unsere Offenheit und Ehrlichkeit

beschimpft und beschuldigt zu

werden, werden wir die Wahrheit

vielleicht lieber verschweigen.

Leider ist es in vielen

Beziehungen so, dass Ehrlichkeit

vom Partner nur dann als etwas

Wertvolles anerkannt wird, wenn

sie für ihn erfreulich ist. Ist sie

das nicht, wird man für die offen

und ehrlich mitgeteilte Wahrheit

kritisiert. Schlimmstenfalls

wird man dafür beschuldigt,

abgelehnt, angebrüllt etc.

und paradoxerweise sogar

als unehrlich, unehrenhaft

und charakterschwach

wahrgenommen und beschimpft.

Es ist daher gut, wenn in einer

Beziehung genügend Verständnis

dafür existiert, dass kein

Mensch fehlerfrei ist und es

genügend Raum für Offenheit

und Ehrlichkeit geben muss!

Wir sind gut beraten, wenn wir

Vertrauen nicht daran messen,

wie fehlerfrei der Partner seine

Versprechen einhält oder unsere

sonstigen Erwartungen erfüllt,

sondern viel mehr daran, ob

er stets bereit ist, sich uns

zuzumuten und anzuvertrauen,

wenn er einen Fehler oder eine

Dummheit gemacht hat. Ganz

egal um was es sich handelt!

Wer das hinbekommt bzw. diese

persönliche Reife entwickeln

kann, hat allerbeste Chancen,

dauerhaft eine glückliche und

erfüllende Beziehung miteinander

zu pflegen! Es ist sozusagen die

Kür in Sachen Sozialkompetenz

und Beziehungsfähigkeit! Wir alle

brauchen keinen Menschen an

unserer Seite, der uns erziehen

bzw. verändern will, sondern

jemanden, der uns so sein lässt

und so nimmt, wie wir sind!

Bilder: https://pixabay.com/de/

Zwei weiterführende Selbsthilfe-Bücher von Ralf Hillmann zu diesem Thema:

Unser Paar-Projekt

Der Selbsthilfe Intensiv-Kurs

für Paare in Beziehungskrisen

256 Seiten – 19.99 EUR

ÜBERALL IM HANDEL

5 Minuten Paartherapie an jedem Tag

Die tägliche Inspiration

zur Beziehungspflege

174 Seiten – 12,99 EUR

ÜBERALL IM HANDEL

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Eine

Heldenreise

mit mir selbst

Buchvorstellung Elisabeth Udelhoven

Im August 2018 bin ich in

Ostbelgien frohgemut auf

mein Treckingrad geklettert,

rechts und links meine roten

Fahrradtaschen mit ein paar

Klamotten, Schreibmaterial und

Lernunterlagen sowie auf dem

Gepäckträger ein Rucksack mit

Tagesproviant und Waschzeug.

Das Ziel dieser Reise sollte

meine Geburtsstadt Berlin

sein. So machte ich mich auf

den Weg mit leichtem Gepäck,

war nach ein paar Metern

bereits in Deutschland, folgte

meist den Wasserläufen und

schlief auch schon mal im

Tausendsternehotel.... Der

Sommer mit seiner Wärme und

Weite war mein Begleiter. Nun,

ich brauchte zwei Wochen für

die Fahrt quer durch das Land

und gab mir als Landei ein halbes

Jahr Zeit für das Ankommen

und sein in der Stadt selbst.

Und, ja, zum Frühling wollte ich

wieder zurückgekehrt sein, in

mein geliebtes Auelland. Oder

würde ich doch fort bleiben?

Die Reise sollte zeigen, wohin

mich das halbe Jahr führen

wird. Einen inneren Konflikt gab

es zu durchdringen und einen

neuen Job zu definieren... Wie

sollte das besser gehen, als in

der Freiheit des Unterwegsseins

und mit etwas Abstand. Ach

ja, da gab es noch eine Idee im

Gepäck. Sie fühlte sich wie ein

Auftrag an und war eine Ahnung,

eine Vision. Ich wollte ein Buch

schreiben. Mit den Erlebnissen

und Gedanken einer Mutter

von drei erwachsenen Kindern

und als sensibler Naturmensch

mochte ich erzählen, von den

freundlichen Wesen, denen

ich überall begegne und den

Briefen, die ich schreibe, von dem

Eisvogel, der mich zu begleiten

scheint, von dem blühenden

Apfelbaum und der Flut, die

mir vorausging... und von den

Geheimnissen des Lebens, wie

ich sie sehen und stückchenweise

zu entschlüsseln vermag.

Wenn ich es jetzt so besehe, so

bereitete ich mich für die Zeit

mit Corona vor und so konnte

ich auch in diesem Jahr die Reise

des Schreibens in aller Ruhe tun,

mit mir an der Seite. Brachte

nun denn die Teile zusammen

zu meinem Erstlingswerk. Der

erste Teil ist im Herbst 2020

fertig geworden. Er passt gut in

die Zeit. Die Krise erfordert die

ehrliche Konfrontation mit uns

und unserer inneren Familie, mit

unseren Träumen und unserem

Auftrag auf dieser Erde. Somit

fordert meine Geschichte

liebevoll heraus und macht Mut

nach dem Motto: Es wird nicht

mehr sein wie vorher, es wird

neu. Und wir haben es in der

Hand und im Herzen. Ich bin

dabei.

Ein feuilletoneskes Reisetagebuch.

Teil 1: „Die

Verteidigung meines eigenen

Landes“. BoD 978 3751996556

(Teil 2: „Die Eroberung meines

eigenen Lebens“ erscheint 2021).

Mit seinen 366 Seiten auch als

Kalender lesbar, 120 Fotoseiten

im Zeitungsstil. Gerne verschicke

ich mein Erstlingswerk auch mit

persönlicher Widmung. Schreib

mir. libelle@belgacom.net/

liebellenschule.com -

E li sabeth Udelhoven

Mutter

Försterausbildung

Umweltpädagogin

Heilung

23


Story

The

OF MY

LIFE

mit Nicole Führing

Lebensgeschichten von Menschen, die ihrem Herzen folgen

Der in Osnabrück geborenen

Unternehmerin Nicole Führing

liegt das Thema „Zuhören“ sehr

am Herzen.

Echtes Interesse an anderen

Menschen hat sie nicht nur

beruflich, sondern auch ehrenamtlich.

So hat sie vor einigen Jahren die

Plattform „The Story of my Life“

ins Leben gerufen.

Hier erzählen Menschen wie

Du und ich ihre persönliche

Geschichte. Warum sie das tun,

was sie jetzt tun und was sie

dazu bewegt hat.

Unter dem Motto „Was sagt

Dein Herz“ entstehen dann

kleine, oftmals berührende

Geschichten, die anderen Mut

machen sollen.

Jeder befindet sich mal in einer

herausfordernden Situation,

aber vielleicht möchte nicht

jeder direkt zu einem Coach gehen,

oder mit anderen darüber

sprechen. Die Seite „The Story

of my Life“ soll hier eine Art

Hilfestellung sein. Mit einem

Fragebogen wird der Suchende

durch seine aktuelle Herausforderung

begleitet und kann anhand

der Coachingfragen alles

für sich selbst erarbeiten.

Profil Nicole:

Nicole Führing, Jahrgang 1977

ledig, in einer Beziehung,

Beagledame (Curby)

Unternehmerin (Consulting)

Kontakt: Nicole Führing

www.nicolefuehring.de

05401-3679981

info@nicolefuehring.de

Nicoles eigene Geschichte, ist auf

folgender Webseite zu finden:

https://www.thestoryofmylife.de/

lebensgeschichte-nicole-fuehring/

Wir möchten unsere gemeinsame

Arbeit (Nicole Führing und

Guido Kreft/Redaktion ) mit zwei

außergewöhnlichen Berichten

starten.

• Die persönliche Geschichte von

Sabine Passlack

• Ein Erfahrungsbericht zum

Thema Menschlichkeit

24


Die Geschichte von Sabine

Viele Kinder, insbesondere

Mädchen, träumen davon, eine

Prinzessin zu sein. Bei mir war

das etwas anders: Mein größter

Traum in meiner Kindheit

war es, reich zu sein, unendlich

reich. So reich, dass ich mir alles

kaufen und anderen helfen kann.

Reich, schön und berühmt. Eine

wunderhübsche Millionärin. Das

faszinierte und begeisterte mich

zugleich.

Aber: Es war nur ein Traum.

Sehr schnell erkannte ich, dass

ich einen sehr starken Willen hatte.

Was ich mir in den Kopf setzte,

das wurde auch erreicht. Sobald

ich von etwas überzeugt war, gab

es kein Zurück mehr. Egal, ob das

nun richtig oder falsch war.

Und ich wusste sehr schnell, dass

ich meinen eigenen Weg gehen

wollte. Selbständig wollte ich

werden. Mit wem oder was, war

mir noch nicht klar. Als Kind hatte

ich keine Ahnung in welche Richtung

es gehen sollte. Nur etwas

Besonderes sollte es sein. Etwas

ganz Schönes.

Wer kann sich noch an seine

Kindheit erinnern? Mal abgesehen

von den Träumen, die wir

hatten, gab es in fast jeder Klasse

ein Kind, das war dick, doof,

dünn, hässlich oder rothaarig.

Ich war eines dieser Kinder. Nur

ich habe gestottert. Für mich war

es die Hölle. Kann sich jemand

vorstellen, wie das ist? Nicht

richtig sprechen zu können? Etwas

sagen zu wollen, aber es kommt

kein klarer, verständlicher Satz

raus? In die Gesichter zu schauen,

die mich fragend anschauten?

Weil niemand verstand, was ich

sagen wollte? Dir dieses gemeine

Lachen anzuhören, das dann in

noch gemeinere Hänseleien und

nachäffenden Lauten mündete?

Das alles führte dazu, dass ich immer

weniger sprach und unsicherer

wurde. Ich zog mich mehr und

mehr zurück. Irgendwie war ich

in mir selbst gefangen. Ich wollte

keine Fehler machen, also ließ ich

es ganz. Niemand war da, der mir

helfen konnte und auch helfen

wollte.

Übrigens, hieß das früher hänseln,

heute nennt sich das Mobbing.

Nur mit dem Unterschied,

dass es damals keine Handys gab.

Ich fing an, mich für Kampfsport

zu interessieren. Es faszinierte

mich, wie vermeintlich Unterlegene

sich erfolgreich wehren

konnten. Diese Kraft. Toll.

Also ging ich zum Kampfsport. Ich

erinnere mich noch sehr genau

an meine erste Trainingsstunde.

Der Trainer fragte mich vor der

Gruppe nach meinem Namen.

Damit hatte ich nicht gerechnet.

Knallrot vor Scham, mit einem

Puls, der jedes Messgerät gesprengt

hätte, fing ich ganz leise

an zu sprechen. Ssss aaaaa bbbbb

ii nenene …schallendes Gelächter,

der anderen Schüler brach aus.

Ich versank im Boden, noch röter

anlaufend mit Tränen von den

Wangen kullernd.

Sofort, mit lauter, bestimmender

Stimme unterbrach der Trainer

das Gelächter der Schüler. Ehrfürchtig

erstarrten alle. Sofort.

Er kniete sich zu mir herunter,

schaute mir tief in meine vor Tränen

nassen Augen und sagte mit

ruhiger, fast sanft warmer Stimme.

Schön, dass Du da bist Sabine.

Lass uns gemeinsam ein paar Trainingseinheiten

machen und dann

sehen wir, ob dir das Spaß macht.

Okay?

25


Auf einmal durchströmte mich

ein warmes, herzliches Gefühl.

Etwas, das ich so noch nicht

kannte. Da war jemand, der

mich offensichtlich verstand.

Jemand, der mir helfen wollte

und mir vertraute.

Es war Wahnsinn. Im Kampfsport

lernte ich mit Stresssituationen

umzugehen, aus Niederlagen

zu lernen, und mir Ziele zu

setzen.

Dadurch tankte ich eine Menge

Selbstbewusstsein. Es verbesserte

sich so vieles in meinem

Leben. Dinge, die ich mir davor

noch gar nicht vorstellen konnte.

Und über eine Sache freute ich

mich ganz besonders: Ich hörte

auf zu stottern und konnte endlich

fließend sprechen. Was für

ein schönes Gefühl.

An dieser Stelle auch noch mal

ein herzliches Dankeschön an

meinen damaligen Karatetrainer.

Aus heutiger Sicht war er

ein echter Engel für mich. Auch

wenn das Training hart war und

viele Tränen flossen.

Die wichtigste Erkenntnis für

mich: Wenn du etwas schaffen

willst, dann geh es an und mach

es. Jeder kann alles schaffen.

Wenn er will.

Und ich wollte aufhören zu

stottern.

Aus dem eingeschüchterten Mädchen

mit Sprachschwierigkeiten

wurde nun eine echte Quasselstrippe.

Kaum vorstellbar: Viele

Menschen habe ich mittlerweile

unter den Tisch gequatscht und

niemand kann sich vorstellen,

dass es in meinem Leben einmal

anders war.

Meine Sprachschwierigkeiten waren

nicht meine einzigen Herausforderungen.

Während meiner

Schulzeit kippte ich immer mal

wieder um. Kreislaufprobleme

machten mir und meinem Körper

zu schaffen. Meine Mutter holte

mich öfters im Lehrerzimmer

oder auch im Krankenhaus ab.

Die Folgen: mehrere Wochen Kuraufenthalte

und die Schulklasse

musste ich wiederholen. Mit dem

Lernstoff kam ich einfach nicht

hinterher.

Im Alter von 12 Jahren zog meine

Mutter mit uns Kindern vom

schönen, grünen Schwabenland

ins raue Berlin. Hier musste ich

nochmals eine Klasse wiederholen.

Schule war einfach nicht

meins.

Mit 14 war es dann endlich soweit.

Der nächste Lebensschritt.

Ich zog von zu Hause aus, half

in einem Friseur-Salon aus und

absolvierte danach bei einem

bekannten Promi-Friseur am Kurfürstendamm

eine Friseurlehre.

Hier lernte ich sehr viel über den

Umgang mit Menschen, insbesondere

Kunden.

Ohne weiter darüber nachzudenken,

welche Herausforderungen

auf mich warten, habe ich mich

dann im Alter von 17 Jahren selbständig

gemacht.

26


Ohne Schulabschluss, aber

wenigstens mit einer abgeschlossenen

Friseurlehre, habe ich nur

die Chancen und nicht die damit

verbundenen Risiken gesehen. Ich

wollte es mir beweisen, dass ich

alles erreichen kann, wenn ich nur

wollte.

In den 80er Jahren eröffnete ich

ein Fingernagelstudio in Berlin. In

Lichtgeschwindigkeit wurde ich

Betreiberin des ersten professionellen

Fingernagelstudios.

Von Anfang an lief das Geschäft

„wie geschnitten Brot“. Die Frauen

rannten mir förmlich den Laden

ein. Schnell wurde ich bekannter,

sowohl regional wie auch überregional.

Mein Ziel war es die Beste zu sein.

Die Nachfrage war so groß, dass

ich meine beiden Schwestern hinzugewinnen

konnte. Wir waren

so erfolgreich, dass wir jedes Jahr

komplett mit Terminen ausgebucht

waren. Und das über 30

Jahre lang!

Enormer Erfolg und Wachstum

führten dazu, dass ich nun auch

Ausbildungen zur Nageldesignerin

anbot. Für Kosmetikstudios, Wellnessstudios,

Friseure usw., also

alle Branchen, die mit Schönheit

zu tun haben, wurde das Trendthema

interessant. Gute 15 Jahre

lang war ich Ausbilderin und habe

für eine der größten Nagelfirmen

auf dem Markt den Großhandel

geleitet.

Leser*innen schreiben

Geschichte

uns Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

Ich habe viele Vorträge und Workshops

gegeben.

Die Krönung für mich:

Jurymitglied bei der Nageldesign-

Weltmeisterschaft.

Die Frau, die in ihren Lebensanfängen

kaum sprechen konnte.

Wahnsinn.

30 Jahre habe ich auf den größten

Kosmetik Messen national und

international gearbeitet. Es war

unglaublich, fast wie ein Traum:

ich war ein Star der Nagelbranche.

Nicht mehr wegzudenken.

Dieser Hype hielt rund 30 Jahre

an. Jahre, in denen ich sehr viel

unterwegs war und so unendlich

viele Menschen gesprochen und

von ihnen und ihren Erfahrungen

gelernt habe.

Wie das möglich war?

Die Kundinnen saßen vor mir und

sie erzählten mir alles. Einfach

alles.

Über Streitigkeiten mit dem Nachbarn,

über Krankheiten, sexuelle

Vorlieben, Fremdgehgeschichten,

und, und, und ... ob ich das hören

wollte oder nicht. Als Nageldesignerin

konnte ich ja nicht weg! So

habe ich unheimlich viele Dinge

über das Leben erfahren. Und es

gibt Dinge zwischen Himmel und

Erde, die möchte man auch einfach

nicht wissen. Trotzdem. Was

für ein wertvoller Schatz.

Irgendwann war im wahrsten

Sinne des Wortes, der Lack ab.

Ich war regelrecht ausgebrannt

von dem Job, den ich über alles

liebte und sehr gerne gemacht

habe. Aber fast 14 Stunden täglich.

Jeden Tag. Das war einfach

irgendwann zu viel. Völlig ausgepowert.

Kaum Freizeit. In meinem

Kopf war nur noch Arbeit,

Arbeit, Arbeit.

Was für ein Leben. Alles erreicht,

aber nicht erfüllt. Ich konnte einfach

auch nichts mehr erreichen.

Die Beste war ich. Sogar Jurymitglied.

Workshops und Seminare

habe ich geleitet. Menschen

ausgebildet.

Aber die Stories der Kundinnen

waren immer gleich. Niemand

interessierte sich für mich

persönlich. Es ging nur um das

Thema der Kundin und welche

neuen Produkte angesagt sind.

Ich fühlte mich leer und irgendwie

änderte sich auch etwas in

mir. War das alles, was in diesem

Leben auf mich wartete? Ohne

Privatleben?

Plötzlich gab es in meinem Kopf

nur noch: Ich muss hier raus. So

schnell wie möglich. Aber was

sollte ich machen? Ich konnte

nur schöne Nägel machen. Aus

dem Friseurberuf war ich schon

zu lange raus. Und zurück kam

für mich auch nicht mehr in

Frage.

27


So gab ich alles auf: den Laden,

meine Wohnung, die Kunden.

Einfach alles.

Klar zweifelte ich, ob das die

richtige Entscheidung war. Von

100 auf 0. Irre. Aber mein Freund

gab mir Halt und Mut diese

Entscheidung zu treffen. Es ging

auch um meine Gesundheit!

Hätte ich nicht irgendwann die

Stopptaste gedrückt, wer weiß,

was mit mir passiert wäre?

Immerhin hatte ich vieles erreicht

und so viel über Menschen

erfahren, wie vermutlich keiner

in einem ganz normalen Beruf.

Ein echter Goldschatz, wie sich

in meiner späteren Karriere noch

herausstellen sollte.

Das Einzige, was ich zu dieser Zeit

wusste: Ich möchte weiterhin mit

Menschen arbeiten. Auch wenn

bisher die Kunden sich für mich

persönlich nicht interessierten,

dann waren ihnen meine Tipps

doch immer wertvoll gewesen.

Am schönsten wäre es, wenn ich

eine Art Beratertätigkeit ausüben

könnte.

So nahm ich mir erst einmal eine

Auszeit. Allerdings hatte ich nicht

recht über diese Entscheidung

nachgedacht. Denn Rücklagen

habe ich wirklich kaum gebildet.

Das Geld steckte in dem Nagelbetrieb

und ich habe wirklich sehr

gut gelebt.

Wer denkt in jungen Jahren auch

schon daran, rechtzeitig Geld

beiseite zu legen? Niemand hatte

für mich damals den „goldenen

Tipp“. Ich war sehr jung. Alles

war so aufregend. Das Geschäft

boomte. Jedes Jahr stieg der Umsatz

und damit auch meine Ausgaben.

An schlechte Zeiten habe

ich gar nicht gedacht. Von den

wenigen Rücklagen war schon

bald nicht mehr viel übrig.

Vor dem Nichts stand ich. So

musste ich wieder von vorn anfangen.

Ich erinnerte mich an mein Lieblingszitat

von Erich Kästner:

„Es gibt nichts Gutes, außer man

tut es.“

Und an meine Kampfsportzeit.

Ich kann alles erreichen, wenn ich

es nur will!

Das Thema Persönlichkeitsentwicklung

interessiert mich sehr stark.

So las ich Bücher über Bücher, über

Motivation, Rhetorik, Körpersprache

und Mentaltraining. Bei den

größten Speakern und Trainern

absolvierte ich unzählige Seminare

und Ausbildungen zu den gleichen

Themen und vertiefte mein Wissen

über Menschen und ihre Persönlichkeit,

Zeit- und Zielmanagement,

Führen mit Zielen im Vertrieb,

optimale Marktbearbeitung, Motivation

von Mitarbeitern, Erfolgsfaktoren

für die persönliche und

verkäuferische Weiterentwicklung

und vieles mehr.

Ich fing an, meinen Lebensunterhalt

mit Beratungen zu finanzieren.

Alles was ich bislang über Menschen

erfahren habe in Kombination

mit dem neuen Wissen aus

Büchern und Seminaren konnte ich

nun wunderbar anwenden. Es war

sehr mühsam, denn zunächst hatte

ich noch wenige Ideen, wie ich

mich und mein Produkt verkaufe.

Den Unterschied zwischen beiden

Tätigkeiten habe ich erst gar nicht

so wichtig genommen. Ist er aber.

Denn im Grunde genommen kann

man eine Beratung nicht anfassen

und die Umsetzung darf dann

auch vom Kunden kommen. Ganz

anders im Beruf der Nageldesigner.

Hier sehen die Kunden sofort eine

Änderung und können diese auch

anfassen.

Das Thema Persönlichkeitsentwicklung

begleitete mich auch

schon während meiner Tätigkeit

als Nageldesignerin. Die Themen

28


der Kundinnen waren im Grunde

genommen immer die gleichen:

Liebe und Partnerschaft, Finanzen,

Familie und unerfüllte Wünsche.

Sie legten sehr viel Wert auf meine

Tipps und waren regelmäßig begeistert,

dass diese auch funktionierten.

Das Thema Mensch fasziniert

mich so sehr, dass ich eine

spannende Entdeckung machte.

Zahlen und Buchstaben haben

einen wichtigen Einfluss in unserem

Leben. Jeder von uns ist die

Summe von Zahlen.

Buchstaben sind umgewandelte

Zahlen.

Diese Erkenntnis in Kombination

mit meiner Lebenserfahrung, ist

ein Superwerkzeug als Bedienungsanleitung

fürs Leben.

Jetzt zeige ich als Zahlen- und

Namensexpertin Menschen, wie

sie aus persönlichen Krisen oder

beruflichen und privaten Schieflagen

wieder herauskommen.

Mit einer Auswertungsmethode

begleite ich sie während der

jeweiligen Veränderungsprozesse

lösungsorientiert in allen Themen

des Lebens – mit Klarheit in die

Umsetzung und zum Erfolg. So,

dass sie ihr Wunschleben leben

können.

Zu meinen Kunden gehören

Privatpersonen und Firmen,

auch bekannte Persönlichkeiten

aus der Unterhaltungsbranche,

Rundfunk, TV, Trainer und Speaker.

Sie alle wissen, dass es zu

meinen obersten Geboten zählt,

Stillschweigen zu wahren. Eine

Eigenschaft, die mich schon mein

Leben lang ausgezeichnet hat.

So konnten bereits viele Menschen

durch meine Beratung mit

kleinen und großen Veränderungen

Großes erreichen. Ob es

Hauptrollen in Musicals oder in

Filmen oder ob es eine Neuausrichtung

des Geschäftszweiges

waren. 100% meiner Kunden sind

zufrieden, wie die zahlreichen Bewertungen

im Internet belegen.

Heute, nach über 15 Jahren,

kann ich von mir behaupten, der

Neuanfang hat sich gelohnt. Ich

bin erfolgreiche Persönlichkeitsberaterin,

Mentorin und Coach.

Meine Beratungen mache ich mit

viel Herz, Spaß und Freude.

Außerdem stehe ich auf Bühnen,

halte Vorträge und motiviere

Menschen, Altes los zu lassen,

mutig zu sein, Neues zu beginnen

und immer daran zu glauben:

Wenn ich es wirklich will, erreiche

ich alles!

Die Reise meiner eigenen Erfolgsgeschichte

geht weiter. Mittlerweile

habe ich zwei Bücher

geschrieben und einen erfolgreichen

Videocast, bei dem ich Menschen,

wie du und ich interviewe

und bewerbe.

Das ist seit 2020 mein ganz neues

Projekt:

Sabine´s InfoBox.

Schon von Anbeginn durfte ich

immer wieder interessante, fast

unglaubliche Geschichten meiner

Kunden und Kundinnen anhören.

Es war alles dabei. Vorstellbares

29


und Unwirkliches. Selbsterlebtes

und Sachen, die ich nicht mal im

Ansatz erleben wollte.

Die Menschen erzählten mir alles.

Wirklich alles. So wurde ich zur

Geheimnisträgerin. Ob ich wollte

oder nicht. Während meiner Zeit

als Nagelstylistin saßen mir die

Kunden und Kundinnen rund 1,5

Stunden gegenüber. Das war eine

Menge Zeit für lange und ausführliche

Geschichten. Je nach

Stimmung wurden mir diese bis

ins letzte Detail erzählt.

So hatte eine Kundin über Jahre

hinweg ein Verhältnis zu einer

Frau. Im Grunde erst einmal

nichts Besonderes, wenn sie nicht

mit einem Mann verheiratet gewesen

wäre.

Eine andere Kundin erzählte mir

davon, dass sie sich einem Escort

Service angeschlossen hat. Ihr

Ehemann hatte sie verlassen.

Leider hat er keinen Unterhalt

bezahlt. Nun stand sie mit den

beiden Kindern allein da. Niemand

sollte davon wissen und so

durften ihre Kinder zweimal in

der Woche woanders schlafen.

So verdiente sie sich eine Menge

Geld nebenbei, um den Kindern

und sich ein gutes Leben zu ermöglichen.

Kaum vorstellbar, aber eine völlig

skurrile Geschichte erzählte mir

eine andere Kundin. Sie lebte in

einer ganz normalen Familie. Sie

hatte eine Schwester. Mit den

Eltern wohnten sie in einem schönen,

sehr gepflegten Haus. Ihr Vater

ging einer besonderen Arbeit

nach. Er war Diplomat. Sagte er

jedenfalls. Als Diplomat, so gab

er seiner Familie zu verstehen,

ist er viel in der Welt, in anderen

Ländern unterwegs. Ab und an

kamen dann auch Postkarten

oder Bilder aus anderen Städten

per Post. Alles schien in bester

Ordnung zu sein. Es war völlig

normal, dass Weihnachten mal

in der gesamten Familie gefeiert

wurde und mal ohne ihren Vater.

Jahre lang war es auch normal,

dass sie mit ihrer Schwester und

ihrer Mutter regelmäßig allein

in den Urlaub gefahren ist. Bis

ihr Vater plötzlich sterbenskrank

im Krankenhaus lag. Allerdings

ahnten meine Kundin und ihre

Familie nichts davon. Es hieß, er

wäre wieder in geheimer Mission

unterwegs.

So kam es, wie es kommen musste.

Und ich konnte es fast nicht

glauben. So unwirklich erschien

mir diese Geschichte.

Bei der Familie meiner Kundin

kam eines Abends ein Anruf an.

Am anderen Ende der Leitung

war eine einigermaßen gefasste,

weibliche Stimme. Sie erzählte,

dass sie selbst nicht glauben

kann, was ihr widerfahren sei. Ein

paar Stunden zuvor hatte ihr ihr

nun verstorbener Mann offeriert,

dass er eine zweite Frau geheiratet

und mit dieser nun zwei

weitere Kinder hatte.

Dieser Mann war damit zeitgleich

zweimal verheiratet. Er hatte zwei

Familien mit jeweils zwei Kindern.

Beide Familien wohnten in einem

schicken Einfamilienhaus.

Und beiden hat er erzählt, er

wäre als Diplomat viel unterwegs.

Man kann sich kaum vorstellen,

was da plötzlich in der Gefühlswelt

der beiden Frauen und der

Kinder vorging.

Selbst von sexuellen Vorlieben

der Partner wurde nicht Halt gemacht.

Aber darauf möchte ich

hier nicht weiter eingehen.

Auch von der Kundin, die ihr Geld

auf besondere Weise verdiente,

erzähle ich hier lieber keine

näheren Details. Nur so viel: Sie

arbeitete als Domina. Da haben

sich Abgründe aufgetan, die den

Glauben an die Liebe und den

Glauben an den Menschen in

weite Ferne gerückt haben. Im

Privatleben war sie jedoch sehr

glücklich liiert. Ihr Mann wusste

davon. Sie selbst hatten ein ganz

normales Liebesleben.

Sehr spannend, wie ein Mensch

es schafft, das Berufliche vom

Privaten zu trennen. Das kann

nicht jeder. Denn ich hörte auch

Leser*innen Geschichte

schreiben uns Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

30


egelmäßig Geschichten von

Kundinnen, wo die Männer auch

privat überhaupt nicht abschalten

konnten. Die beruflichen

Probleme wurden in die Familie

gebracht und zerstörten mehr

oder weniger die Liebe und die

Partnerschaft. Meist war die

Trennung dann die Folge.

Und es schien mir unglaublich,

wie viele Frauen bei ihren Männern

geblieben sind, nur wegen

der Absicherung. Viele hatten

einfach keinen Mut oder aber

auch Angst, selbst etwas auf die

Beine zu stellen. Unabhängig

vom Partner zu sein. Im Grunde

genommen ergaben sie sich der

Situation. Ihrem Schicksal.

Einige Frauen erlebten auch Brutalität

und Schläge in ihrer Ehe.

Und obwohl sie mir leidvoll davon

erzählten, schafften sie es nicht,

aus der Beziehung auszubrechen

und ihr Leben neu zu organisieren.

Dazu zählte auch sexuelle

Gewalt.

In diesen, wirklich sehr harten

Fällen, half auch nicht, dass ich

Unterstützung und Hilfe angeboten

habe. Diese Frauen waren tatsächlich

in sich selbst gefangen.

Ich erinnere mich an eine Geschichte

meiner Kundin. Sie hatte

sich von ihrem langjährigen Ehemann

getrennt. Die Partnerschaft

lief auseinander. Es gab weder

schöne Gespräche, noch irgendwelche

Gemeinsamkeiten. Sie

lebten letztlich nur noch nebeneinanderher.

Ein paar Monate

nach der Trennung lernte sie

einen neuen Mann kennen. Sie

schwärmte in höchsten Tönen von

ihm. Es war, als ob sie schwebte,

wenn sie von ihm erzählte. So

einfühlsam. So liebevoll. So aufmerksam.

Bis über beide Ohren

war sie verliebt und es schien, als

hätten sich nun alle ihre Träume

und Wünsche einer Partnerschaft

erfüllt. Bis sie eines Tages völlig

verheult zu mir kam und erzählte,

dass ihr Freund parallel mit der

Nachbarin ein Verhältnis hatte.

Wie sie das erfahren hat? In flagranti

hat sie beide erwischt. Nur

nicht bei der Nachbarin, sondern

im eigenen Bett.

Natürlich waren auch andere

Geschichten dabei.

Da berichteten Mütter ganz stolz

darüber, wie die Kinder das Abitur

geschafft haben. Oder auch, wie

die Einschulung gelaufen ist. Sie

zeigten Fotos, Gedichte und Bilder

ihrer Kinder.

Sie erzählten von dem ersten

Wohnungskauf oder auch vom

Umzug. Was alles funktioniert

und was kaputtging, oder auch

während des Umzugs gestohlen

wurde.

Ich kann sagen, dass ich über meine

Kunden und Kundinnen mehr

wusste, als mancher Partner. Alle

drei bis vier Wochen kamen sie zu

einem neuen Termin und erzählten

und erzählten. Wie schon

gesagt. Sie erzählten mir alles.

Ich glaube sie erzählten mir sogar

mehr, als ihrer besten Freundin

oder ihrem besten Freund.

Jahre später kam mir die Idee,

Interviews zu führen. Von Erfolgs-

und Lebensgeschichten von

Menschen, wie du und ich, lautet

der Claim und gibt den Inhalt von

Sabine´s InfoBoX wieder.

Bisher saßen mir die Kunden

bzw. Kundinnen gegenüber und

erzählten im Grunde genommen

ungefragt ihre Geschichten. Erlebnisse,

die sie irgendwo loswerden

mussten. Und was passt da besser,

als die Zeit bei der Nagelstylistin?

Heute interviewe ich Menschen

mit spannenden Erfolgs- und

Lebensgeschichten aus jeder Berufsschicht.

Die Besonderheiten im Vergleich

zu damals:

- Die Gespräche werden von mir

gezielt geleitet und geführt.

- Jeder Interviewpartner wird von

mir auf verschiedenen Plattformen

präsentiert.

- Das Interview wird mittels Video-

Call aufgezeichnet.

- Neben dem Videoportal YouTube

wird das Video auf Facebook und

sabines-infobox.de veröffentlicht.

- Zusätzlich wird das Interview als

Podcast auf bekannten Plattformen,

wie iTunes, Google Podcast

und vielen weiteren Portalen für

Hörer veröffentlicht.

- Die Gespräche sind für alle Welt

hörbar und zu sehen.

Der große Vorteil und die unendlichen

Chancen für alle Beteiligten

liegen darin, für sich selbst

Aufmerksamkeit zu erzielen.

Jeder kann sich mit der eigenen

Präsentation in ein besonderes

Licht rücken und vor allen Dingen

mit seiner Geschichte viele Menschen

erreichen und berühren.

31


Die unterschiedlichen Lebenswege

faszinieren mich immer

wieder.

Beispielsweise hat einer meiner

Interviewpartner, Norbert

Höchner, im Alter von 37 Jahren,

sein Leben noch einmal komplett

umgekrempelt. Statt jeden Abend

vor dem Fernseher zu sitzen und

Cola zu trinken und Chips zu futtern,

hat er von jetzt auf gleich,

sozusagen nach den Worten

„GESAGT-GETAN“, entschieden,

sein Leben zu ändern. Er stellte

alle seine Gewohnheiten und

Glaubenssätze auf den Prüfstand,

um herauszufinden, wie er sein

Leben ändern kann.

Er fing an, kritisch über sein

Leben nachzudenken und musste

nur ehrlich mit sich selbst sein. Er

stellte sich folgende Fragen:

- Was muss ich tun, um der zu

sein, der ich sein möchte?

- Welche schlechten Gewohnheiten

habe ich an mir, die mich

zu dem gemacht haben, was ich

heute bin?

- Welche negativen Glaubenssätze

halten mich auf, etwas in

meinem Leben zu ändern?

- Wer kann mir dabei helfen oder

kann mir überhaupt jemand

dabei helfen?

- Ist mein Schmerz so groß genug

und die Disziplin so stark genug,

um mein Leben komplett umzukrempeln?

- Glaube ich an mich und habe ich

das notwendige Durchhaltevermögen?

Die daraus folgende Klarheit half

ihm dabei, besser zu verstehen,

warum alles in seinem Leben so

ist, wie es ist und warum er sich

unglücklich fühlte.

In jedem Fall war sein Plan, das

Rauchen nach 25 Jahren aufzugeben,

die Ernährung umzustellen

und Sport zu treiben. So fiel die

Entscheidung, wieder mit dem

Kickboxen anzufangen, die Sportart,

die er in jungen Jahren schon

mal trainiert hatte. Aber nicht

irgendwie, sondern sein Ziel war

klar definiert: er wollte Weltmeister

werden.

Sein unendlich scheinender Wille

und seine Disziplin haben ihm

dann den Erfolg gebracht. Über

die Jahre hinweg hat er viele

nationale und internationale

Meisterschaften im Kickboxen gewonnen

und ist nun 6-facher Kickbox-Weltmeister.

Seine Pokale und

Auszeichnungen füllen mehrere

Schränke.

So unglaublich es auch klingen

mag: er hat bewiesen, dass alle

Ziele erreichbar sind. Er hat das

scheinbar Unmögliche möglich gemacht

und wurde sozusagen vom

Couchpotatoe zum Weltmeister.

Wenn man Norbert heute kennt,

dann kann man erkennen, dass

er sich ein komplett neues Leben

geschaffen hat. Dies war – nach

Aussage von Norbert selbst – nur

mit Umsetzungsdisziplin möglich

und wenn du mal diese 19 Buchstaben

der Umsetzungsdisziplin

hörst oder liest, dann kann es nur

mit Norbert zu tun haben.

32


Heute gibt er, so wie ich, seine

Erfahrungen auf der Bühne und in

Coachings weiter.

Eine andere, auch sehr schöne

Geschichte handelt von dem Mädchen,

das schon immer in der ersten

Reihe sein wollte. Als kleines

Kind hat sie gesungen und getanzt.

Zu Hause, draußen, in der Schule,

in der Familie. Einfach überall.

Bei jeder Veranstaltung, ob in

der Schule oder wo auch immer,

wollte sie immer dabei sein. Und

möglichst auch immer den Hauptakt

spielen. Es war ihr schon seit

jeher wichtig, etwas vorzuführen.

Ihre Eltern haben sie dabei

unterstützt. Sie haben sie machen

lassen, ohne sie in eine bestimmte

Richtung zu verbiegen.

Heute mit rund 27 Jahren hat sie

bereits mehrere Hauptrollen in

verschiedenen Musicals gespielt

und ist eine der gefragtesten Darstellerinnen

unserer Zeit. Darüber

hinaus gibt sie Gesangsunterricht

und Stimmentrainings an andere

weiter.

Sie hat an ihrem Traum festgehalten,

geübt und trainiert. Immer

mit dem Ziel, noch besser zu

werden.

Auch das ist eine Eigenschaft,

die mich selbst während meines

Lebens immer begleitet hat.

Nur so konnte ich mich von dem

stotternden Mädchen zu einer

Plaudertasche entwickeln.

Sehr spannend war auch das

Interview mit Norman Gräter,

einem dreifachen Europameister

im öffentlichen Reden, Keynote

33


Speaker und Mindset Coach, der

sich bereits 2014 zum Ziel gesetzt

hatte, die Stuttgarter Porsche

Arena mit 6.000 Menschen voll

zu füllen.

Er wollte den Gästen zeigen, dass

und wie sie jeden Traum erreichen

können. Mit den Eintrittsgeldern

sollte das Projekt „seeing

is believing“ unterstützt werden,

das dafür sorgt, dass Kindern in

Afrika, die an einer heilbaren Augenkrankheit

leiden, durch eine

OP ihr Augenlicht wiedergegeben

wird.

Obwohl er noch nicht wusste, wie

er die Arena voll bekommt, hat

er sich dieses Ziel fest vorgenommen.

Die Veranstaltung sollte über drei

Stunden dauern und die Gäste

emotional mit ihrem eigenen

Ziel verbinden. Mit musikalischer

Unterhaltung durch ein klassisches

Orchester. Die Buchung der

Arena erfolgte mit dieser Zielsetzung

bereits im Jahr 2014.

Fortan visualisierte er, wie die

Porsche Arena ein voller Erfolg

wird. Er knüpfte Kontakte, verkaufte

Eintrittskarten und machte

Werbung auf allen möglichen Kanälen,

um sein Ziel zu erreichen.

Und dann kam etwas völlig

Unerwartetes. Die Veranstaltung

musste 12 Tage vor dem

24.3.2020 wegen der Covid19

Pandemie abgesagt werden.

Vom Land Baden-Württemberg

wurden Veranstaltungen in dieser

Größe verboten.

Alle Arbeit, jede Kleinigkeit der

Vorbereitung war damit umsonst.

Sechs Jahre Lebenszeit einfach

für nix. Allen Karteninhabern

und Künstlern musste abgesagt

werden. Hotels waren gebucht

und mussten ebenfalls storniert

werden. Karteninhaber bekamen

ihr Geld zurückgezahlt. Aber das

krasseste – neben seinen Investitionen

über sechs Jahre und den

ausbleibenden Folgegeschäften –

war sein geplatzter Traum. Seine

zerstörte Vision, die Menschen

helfen sollte, ihren Traum zu

leben.

Was Menschen zu leisten fähig

sind. Wahnsinn. Heute ist Norman

erfolgreicher, als jemals

zuvor und arbeitet gerade mit einem

Oscar prämierten Hollywood

Produzenten an der Verfilmung

seiner Lebensgeschichte, um

über einen Hollywood Blockbuster

über 1 Milliarde Menschen zu

erreichen und sie zu motivieren,

den Mut zu finden, ihrem Traum

zu folgen. Tja, manchmal steht

das Gute dem Großartigen nur

im Wege. Vertrauen, flexibel sein

und dranbleiben sind die Schlüssel

zum Erfolg.

Und auch in dieser Story finde

ich viele Parallelen wieder, die

sich in meinem bisherigen Leben

abgespielt haben. Du kannst noch

so toll planen. Du kannst bis in

die Haarspitze vorbereitet sein.

Dennoch kann von jetzt auf gleich

alles anders sein.

Und das ist auch in Ordnung so.

Du musst die Situation erst einmal

annehmen, analysieren und

dann nach Möglichkeiten suchen,

wie du am besten dort wieder

herauskommst.

Rückschläge gehören genauso

zum Leben dazu wie Erfolge.

„Nur starke Menschen bekommen

schwere Wege!“ Vadim Litau

Vom Stottern, über die Selbstverteidigung,

zur bekanntesten

Nagelmodelistin Deutschlands,

dem Absturz ins Niemandsland,

hinauf zur Mentorin und Motivatorin

bis hin zur Speakerin. Und

das ist nur der gröbste Teil meines

Lebens. Was für eine Lebensgeschichte.

Heute kann ich meinen Namen

mit Stolz aussprechen und sagen:

Ich heiße Sabine Passlack.

Gern begleite ich Sie auf dem

Weg in Ihrer Schule des Lebens.

Zahlen.Namen.Erfolg.

Sabine Passlack

Fotos https://pixabay.com/de

„Ich erinnere mich, wie bestimmte

Menschen mir negative Gedanken

einreden wollten, indem sie versuchten,

mich zu überzeugen, es langsamer

anzugehen. Aber ich hatte die Sache

gefunden, der ich meine ganze Energie

widmen wollte, und es gab nichts, das

mich aufhalten konnte.“

(Arnold Schwarzenegger)

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Foto https://pixabay.com/de

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Zu Gast bei

Text Guido Kreft

Bilder Guido Kreft und https://pixabay.com/de

Elend & Not

am Heiligen Abend 2020

Auf der Suche

nach dem wahren Geist

der Weihnacht

Da waren Menschen am Rande

des Abgrunds und sie wollten

mit mir teilen.

Sie gaben mir Herzlichkeit und

etwas Wärme. Ich war auf dem

Weg nach Hause und fuhr in

einem beheizten Auto zu meiner

beheizten Wohnung. Doch ich

wusste in jenem Moment, dass

Wärme etwas anderes bedeutet.

Und es war in der Heiligen Nacht,

als mir Menschlichkeit begegnete

und mir bewusst wurde, wie

wenig ich selber in all den Jahren

davon gegeben hatte!

„Welche Frage Du Dir

auch stellen magst, Liebe ist

die richtige Antwort …

Es ist der 24. Dezember 2020

ca. 19:00 Uhr, als ich Kay Kuhnert

auf einem Parkplatz hinter einer

Trinkhalle in Dortmund treffe. Das

überdachte Portal dieser Trinkhalle,

ist nicht nur unser Ausgangspunkt

für einen gemeinsamen

Streifzug durch eine für mich unbekannte

Welt, sondern zugleich

eine Stelle, an der wir später

noch zwei von Kays Schützlingen

begegnen werden, die sich dort

regelmäßig aufhalten und oft

auch ihr Nachtquartier teilen.

Einer von ihnen war Nils, der an

jenem Abend, tief in mir, etwas

verändern sollte…

Kay ist ein sogenannter Engel der

Straße, wie obdachlose Menschen

gern ihre Wohltäter nennen,

die sich ehrenamtlich und

liebevoll um sie kümmern. Doch

warum müssen diese Menschen

in dieser kalten Jahreszeit überhaupt

draußen übernachten?

In einem kurzen Vorgespräch erfahre

ich von meinem Begleiter,

dass es für sehr viele Bedürftige

keine ausreichende Anzahl an

Unterkünften sowie Betreuungsmöglichkeiten

gibt und es den

Hilfesuchenden zudem oft unnötig

schwer gemacht wird, diese zu

nutzen, nur damit sie möglichst

nicht wiederkommen, um es sich

„zu gemütlich“ zu machen. Dann

erfahre ich weitere Details, über

die ich mir zuvor nie Gedanken

gemacht hatte, einfach weil sie

mich bis zu diesem Abend, den

ich ganz bewusst gewählt habe,

„scheinbar nichts“ angingen.

36


Es war die Rede von Ausweispapieren

verschiedenster Art, die

gerade jetzt in Zeiten von Corona,

auch von Obdachlosen zunächst

beantragt werden mussten, um

gewisse Annehmlichkeiten in Anspruch

nehmen zu können. Nicht

selten wurde ihnen dann vor Ort

mitgeteilt, dass die Behörde oder

amtliche Stelle nicht zuständig

wäre und die Obdachlosen dann

in entfernte Städte fahren sollten,

um entsprechende Dokumente

zu erhalten. Doch wie kommt

jemand, der nichts besitzt außer

der Kleidung am eigenen Leib,

zum Beispiel nach Gelsenkirchen

oder Essen, ohne öffentliche Verkehrsmittel

zu „missbrauchen“?

Deren Benutzung setzt schließlich

den Besitz eines Fahrscheins

voraus! Viele verzichten aufgrund

solcher Schikanen auf jede offizielle

Hilfe.

Eine Trinkhalle in Dortmund. Hier

treffen wir später auf Nils und seinen

Kumpel Rocky. Was Nils mir

dann vor Augen hielt, hat mich

tief bewegt und etwas in mir verändert.

Ich verdanke einem Obdachlosen

eine neue, bessere Lebenseinstellung

und noch etwas mehr...

Während ich diese Infos von Kay

erhalte, steigen wir in sein Auto

und erreichen kurze Zeit später

ein sogenanntes Wärme-Zelt, als

erste Anlaufstelle auf Kays Route.

Es ist ein großes Zelt und erinnert

irgendwie an ein Festzelt, obwohl

hier natürlich keine festliche

Stimmung aufkommen kann. Kay

möchte nachsehen, ob einige

seiner Schützlinge sich hier aufhalten.

Er hat Weihnachtstüten

mit Süßigkeiten und Pflegeutensilien

dabei. Auch etwas Kleingeld

in kleinen Pappbechern (sog.

Klimpergeld aus Spenden) soll jeder

erhalten. Masken auf und es

geht durch den hinteren Eingang

hinein. Dort wird zunächst unsere

Temperatur im Kopfbereich mit

einer Art Laserpointer gemessen.

Alle Tische sind, wenn überhaupt,

Unser Ausgangspunkt

einzeln besetzt. Die ehrenamtlichen

Helfer sind sehr freundlich

und bieten Kay und mir gleich ein

heißes Getränk an. Ich lehne dankend

ab, was einige Besucher und

das Personal scheinbar doch ein

wenig misstrauisch macht. Wer

war dieser Typ, der nur beobachtete,

was hatte er wohl vor?

Immerhin stellte diese Anlaufstelle

für Bedürftige eine erste und

halbwegs freundliche Begegnung

mit der sonst so harten Realität

der Armut für mich dar. Allerdings

war dies nur ein Aufwärmzelt und

keine Gelegenheit, sich dauerhaft

darin aufzuhalten oder gar dort

zu übernachten. Erst als wir nach

kurzem Aufenthalt weiterzogen,

sollte ich etwas mehr über sogenannte

Brennpunkte dieser Stadt

erfahren.

Ich hatte bis zu jenem Abend, der

tief in mir etwas veränderte, nur

für meine Zeitschrift über solche

Gegebenheiten berichtet und

wie so viele Menschen, den ein

oder anderen Euro einfach nur

in einen Becher geworfen, ohne

seinem Besitzer besondere Aufmerksamkeit

zu schenken.

Und Schenken, genau das ist

doch ein so wichtiger Brauch zum

„Fest der Liebe“!? Ich hatte in der

letzten Zeit viele Gelegenheiten,

darüber nachzudenken, was zum

Beispiel Liebe bedeutet oder was

im Leben wirklich wichtig ist. Na

ja, ganz konkret ausgedrückt, was

mir – in meinem Leben – wichtig

erschien. Und eines hatte ich jetzt

schon verstanden. Es ist niemals

falsch, Liebe zu (ver)schenken,

egal wie und worin diese sich

auch immer äußern mag.

37


dieser Stelle, starb ca. einen Monat

zuvor der junge Mann, im Alter

von 35 Jahren, an den Folgen

einer Herzschwäche. Zwei weitere

Kumpel von Leo hatten weit mehr

Glück. Sie haben mittlerweile eine

Bleibe gefunden und müssen zunächst

nicht mehr auf der Straße

schlafen.

Ein Zelt zum Aufwärmen. Das Zelt selbst wurde von der Stadt Dortmund zur

Verfügung gestellt. Ansonsten wird alles durch Spenden finanziert und von

ehrenamtlichen Helfern organisiert.

Für die Bedürftigen einige Stunden Geborgenheit. Ein kleines Glück auf Zeit!

Danke an alle, die sich so selbstlos für andere Menschen einsetzen!

An diesem besonderen „Heiligen

Abend“, traf ich einen Menschen

wie Kay, der genau das praktizierte,

und solche Menschen, die

dankbarer für jede Kleinigkeit

und Aufmerksamkeit waren, als

ich es bis zu jenem Zeitpunkt

jemals hätte sein können!

Unser Weg führte uns nun in

die Innenstadt von Dortmund.

Vorbei an den ersten Nachtlagern

derer, die von der Gesellschaft

nicht nur vergessen schienen,

sondern auch gemieden und

oftmals gedemütigt wurden. Aus

Angst vor Übergriffen und aus

Scham, verschanzten sie sich in

dunklen, kalten Ecken oder eben

manchmal in, vielleicht ein wenig

mehr Schutz versprechenden,

beleuchteten Kaufhauseingängen.

Ein winziges, trügerisches Stückchen

Geborgenheit auf Zeit. Kay

erzählte mir von häufigeren Übergriffen

jugendlicher Banden, die

schon mehrfach, und besonders

auf wehrlose Obdachlose, mit

Eisenstangen eingeprügelt hatten.

Auch Rasierklingen und

ähnliche Gegenstände wurden

benutzt, um den Leuten auf der

Straße Gewalt anzutun und ihnen

ihre wenigen Habseligkeiten wegzunehmen.

Ich kann nicht wirklich beschreiben,

was in meinem Kopf vorging.

Von Fassungslosigkeit, Wut und

einer gewissen Ohnmacht, nicht

wirklich etwas dagegen tun zu

können, war wohl alles an Emotionen

dabei und diese sollten

sich an diesem Abend noch bis ins

Maßlose steigern.

Das Auto an einer Kirche in der

Innenstadt abgestellt, begegnen

wir zunächst Leo, einem alten Bekannten

von Kay, der dort, gegenüber

der Kirche an einer Hausecke

sein Nachtquartier eingerichtet

hat. Nicht zum ersten Mal, wie ich

selbst unschwer erkennen kann.

Direkt neben Leo ist eine kleine,

liebevoll gestaltete Gedenkstätte,

bestehend aus Grablichtern, Tannenzweigen,

Bildern und weiteren

Gegenständen für seinen Kumpel

Teddy eingerichtet. Dort, an

Kay fragt nach, ob Leo noch

etwas braucht, was er bei seinem

nächsten Besuch mitbringen

könnte. Wegen der Weihnachtstüten

hatte Kay diesmal nicht so

viel Platz für andere Gebrauchsgegenstände

in seinem Auto und

verspricht, benötigte Sachen

bei Bedarf schnell zu besorgen.

Anschließend verteilte Kay seine

Weihnachtstüten. Auch an den

Mann, der gegenüber von Leo in

einem Kaufhauszugang sein Quartier

aufgeschlagen hatte.

Es ist Marc, ebenfalls ein Mann

im mittleren Alter, mit dem ich

eine Weile reden kann, während

Kay sich um die Weihnachtstüten

kümmert. Marc ist sehr freundlich

und ich gehe, zwar noch immer

auf Corona-Abstand achtend, etwas

näher an ihn heran. Er bittet

mich sehr freundlich, möglichst

ein kleines bisschen mehr

38


Abstand zu wahren, da die

obligatorische Wand aus Pappe

zwischen ihm und mir den

kleinen Rest seiner Privatsphäre

darstellen würde. Wieder etwas,

worüber sicher niemand nachgedacht

hätte, so wie ich selbst

in diesem Moment, obwohl wir

doch alle unseren Wohlfühlbereich

beanspruchen. Mit einigen

Worten des Bedauerns über

meine Unachtsamkeit trete ich

zwei Schritte zurück und frage

Marc, wie man es in Anbetracht

der Kälte und auch der Gefahr

auf der Straße fertigbringt, überhaupt

Ruhe zu finden oder gar zu

schlafen. Er lächelt mich freundlich

an und erklärt mir, dass man

unter solchen Umständen eine

Art Radar oder eine Antenne für

die Gefahren entwickeln würde.

Allerdings gibt er zu, dass

auch er bereits mehrfach Opfer

von Gewalt wurde. Er wurde

im Halbschlaf geschlagen und

ausgeraubt. Es waren mehrere,

so Marc, die äußerst brutal vorgingen

und dazu noch meinten,

er solle weiterschlafen, denn er

hätte alles nur geträumt, bevor

sie lachend und grölend weiterzogen.

Er erzählt mir auch von

seiner Alkoholsucht und der

Angst, gerade über die Feiertage

nicht genug zu bekommen, um

den täglichen Bedarf zu decken.

Er warte, nicht zum ersten Mal,

auf einen Therapie-Platz, um

der Sucht zu entfliehen. Als auch

er seine Weihnachtstüte bekommen

hat, ist er dankbar, und

gleichzeitig kann er seine Enttäuschung

nicht ganz verbergen,

obwohl er sich Mühe gibt. Es ist

kein erhofftes Bier in der Tüte.

Helfen wird ihm heute nur etwas

Kleingeld aus dem kleinen Pappbecher

(dem Klimpergeld aus

einer Spendenaktion) den er von

Kay erhält. Es sind fünf Euro. Ich

drücke ihm etwas Geld zusätzlich

in die Hand, und das auch nicht

ohne ein schlechtes Gewissen

zu haben. Nein, nicht weil er

sich davon Alkohol kaufen wird,

sondern weil ich in dieser Nacht

nicht jedem etwas geben kann.

- Von Kay erfuhr ich, dass der

Alkoholentzug bei vielen Obdachlosen

ein Teufelskreis darstellt.

Die Bereitschaft sei grundsätzlich

da, aber es gäbe zunächst eine

Entgiftung, wobei zwischen dieser

und der eigentlichen „Langzeittherapie“,

besonders in diesen

Zeiten der Pandemie, oftmals eine

lange Zeit verstreicht. Während

dieser Wartezeit greifen die

meisten wieder zur Flasche, in

Anbetracht der Not, in der sie sich

befinden. Tabletten und Alkohol

sind für manchen die Mittel zum

Zweck, um Schmerzen zu betäuben

und in der Kälte und mit

schmerzenden Muskeln, Gelenken

und Knochen überhaupt Schlaf zu

finden. Ganz zu schweigen von

der Angst, die so ein wenig in den

Hintergrund tritt. -

Wir verlassen Marc und gehen

zu Fuß weiter durch die beinahe

leeren und kalten Gassen der

Stadt. Noch nie habe ich einen

solchen Gang als so traurig,

schmerzlich und beinahe schon

unheimlich empfunden, wie an

jenem Heiligen Abend. Nicht

nur weil ich von den zurückliegenden

Übergriffen gewaltbereiter

Jugendlicher erfahren

hatte, beschlich mich ein ungutes

Gefühl.

Vereinzelt begegneten Kay und

mir tatsächlich kleinere Gruppen

von jungen Männern, die

durch ihr Verhalten meine ganze

Aufmerksamkeit erhielten. Dann

kam noch dazu, dass die meisten

Masken trugen, was ja Coronabedingt

durchaus seine Berechtigung

hatte.

39


Ich bin 187 groß, stattlich gebaut

und habe viele Jahre Erfahrung in

Sachen Kampfsport sowie ähnlichen

Maßnahmen, um gewissen

Gefahren zu begegnen. Doch

wer glaubt, dies würde gegen

eine Horde aggressiver Schlägertypen

ausreichen, der sieht

zu viel schlechte Filme. Und die

Menschen auf der Straße haben

ohnehin keine Chance gegen eine

solche Aggression. Und als wäre

das nicht schon schlimm genug,

müssen Betroffene sowie Helfer

immer auch auf der Hut vor Ordnungsamt

und Polizei sein, die

zu diesem Zeitpunkt allerdings

selten und unregelmäßig patrouillierten.

Dabei soll, „ich glaube

es irgendwo aufgeschnappt

zu haben“, die Polizei gegenüber

Helfern und Bedürftigen in der

Vergangenheit oft ein Auge zugedrückt

haben, während die

tüchtigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes

da angeblich schon

etwas entschlossener vorgehen

sollen. Wenn doch die Prämie

höher ist als die Moral, wer kann

da widerstehen?

Wir gehen weiter und begegnen

zwei jungen Männern von schätzungsweise

20 Jahren. Zumindest

sind sie zu zweit, während sie es

sich, ebenfalls in einem Kaufhauseingang,

etwas bequemer

machen. Mir wird langsam kalt.

Dabei haben wir gerade einmal

ca. 5 bis 6 Grad über Null. Was ist

mit den Leuten, die keine Hoffnung

auf ein warmes Zimmer, oftmals

nicht einmal auf eine warme

Mahlzeit haben? Ich gehöre Gott

sei Dank nicht dazu. Doch jeden

kann es treffen. All das fährt mit

rasender Geschwindigkeit immer

wieder durch meinen Kopf, während

ich gleichzeitig die Umgebung

sondiere. Wir beide sind

mit Weihnachtstüten bestückt

und nicht mehr die Jüngsten.

Das muss doch nach leichter

Beute für die Haie der Straße

aussehen. Die einzigen, denen ich

an diesem Abend ein winziges

bisschen Vertrauen entgegenbringen

kann, sind mein Begleiter

Kay und die Obdachlosen, die uns

immer freundlich und dankbar

begegnen und dazu noch eine

Frohe Weihnacht wünschen.

Wir begegnen Sigrid, einer älteren

Dame, die nicht gerne etwas

annimmt, vom Flaschenpfand

lebt und, laut Kay, rastlos immer

mit ihrem alten Rollator unterwegs

ist. Kay erzählte mir, dass

es ihn schon viel Überredungskunst

abverlangte, diese Frau

für eine geschenkte Isomatte

zu begeistern. Diese Menschen

haben eben auch ihren Stolz und

so ist es für die Helfer eben nicht

immer ganz einfach.

Einige Meter weiter sitzt ein

Mann, die Beine von den Knien

abwärts amputiert, in der Kälte

mitten auf dem Weg und freut

sich wie ein Kind über unsere

Mitbringsel. Auch er wünscht

uns gesegnete Weihnachten,

während ich denke, dass die

Quartier von Daniel und Kumpel

ganze Welt verrückt geworden

sein muss, denn die einzigen, die

gerade den sogenannten Geist

der Weihnacht verbreiteten,

waren diese hilflosen und armen

Menschen. Ich schämte mich

abgrundtief dafür, dass ich so oft

über Kleinigkeiten geklagt hatte,

während das Elend hier genau

vor mir zu finden war. Und das

waren Menschen, die immer mit

der Gefahr leben mussten, dass

man ihnen auch das noch nehmen

könnte.

Wir liefen zurück zum Auto, um

ein nahegelegenes Parkhaus zu

besuchen, in dem weitere Schützlinge

von Kay ihren Stammplatz

haben. Wir treffen Daniel und

seinen Kumpel. Nicht alle möchten

ihren Namen verraten. Sie

werden ihre Gründe haben. Beide

Männer sind sehr freundlich und

freuen sich über jede Kleinigkeit,

mit denen Kay sie versorgt. Hier

können wir aus Kays Bestand

noch ein paar Schuhe und Socken

40


Die Unterkunft von Paolo

an die Männer bringen. Auch

hier der Gestank von Urin, die

Kälte und das nackte Elend. Und

dennoch haben diese Menschen

alle etwas gemeinsam. Etwas, das

wir uns erst noch zu eigen machen

müssen. Sie sind dankbar,

bescheiden, teilen ihre Habseligkeiten

und sie sind respektvoll

anderen gegenüber!

Doch auch hier ist Gemeinschaft

aufgrund von Corona nicht erwünscht!

Und so finden wir auch Paolo

allein unter einer Eisenbahnbrücke

gegenüber des Parkhauses.

Als wir uns nähern, sehen wir aus

einiger Entfernung bereits einige

Kerzen flackern, zu dieser ach

so besinnlichen Zeit. Es macht

mich traurig und so schießen mir

unzählige Gedanken durch den

Kopf, wie man diesen Menschen

vielleicht wirklich helfen könnte.

Allerdings bin ich mir natürlich

auch der Realität bewusst, an der

selbst Weihnachten nichts ändert

und die danach höchstens noch

schlimmer aussieht. Dann, wenn

ach so weite Weihnachtsherzen

wieder eine Art Gefäßverengung

erleiden und die Menschen ihre

Scheuklappen wieder aufsetzen.

Paolo hat es sich „gemütlich gemacht“.

Ein kleiner Klapptisch, ein

Campingstuhl sowie andere Habseligkeiten,

darunter ein kleiner

Handkarren. Mehr besitzt Paolo

nicht. Er hat sich hingehauen

und wir bemerken ihn zunächst

nicht, eingerollt und hinter einem

Brückenpfeiler versteckt. Zwei

Damen im Auto nähern sich langsam

und bedächtig, halten an. Es

stellt sich heraus, dass auch sie

Weihnachten unterwegs sind, um

etwas Gutes zu tun. Doch erst als

sie wegfahren, bemerkt Paolo uns

und begrüßt Kay und mich ganz

herzlich. Eine kurze Unterhaltung,

die obligatorische Übergabe der

Weihnachtstüte, und es geht

weiter zum Ausgangspunkt einer

außergewöhnlichen Entdeckungsreise,

die schon jetzt tiefe Spuren

in mir hinterlassen hat.

Auf seinem kleinen Tisch brannten

Teelichter. Wäre man sich der

ernsten Situation nicht bewusst,

könnte man sagen, er hat es sich

hier gemütlich gemacht.

Ich nenne es Ironie des Schicksals

zu Heilig Abend

Es geht zu Nils und Rocky. Zwei

Kumpel, die sich gern an der

Trinkhalle aufhalten, hinter der

ich mein Auto geparkt und mich

mit Kay getroffen hatte. Beide sitzen

zusammen und sind erfreut,

als sie Kay erblicken. Sie sind auch

sofort sehr freundlich zu mir und

wir stellen uns einander vor. Nils

und Rocky sind dicke Kumpel,

wobei der jüngere Nils redseliger

und lebhafter wirkt. Gemessen an

den Umständen, eigentlich schon

richtig glücklich, was ich weniger

verstehen kann. Ich erfahre, dass

sein Kumpel Rocky vor kurzer

Zeit ebenfalls bestohlen wurde.

Obwohl sein alter Drahtesel

wieder auftauchte, waren seine

Sachen, die sich auf seinem Rad

befanden, wie zum Beispiel ein

41


Gaskocher, leider verschwunden.

Kay verspricht den Schaden zu

beheben und die Sachen beim

nächsten Besuch zu ersetzen.

Von Kay erfahre ich etwas sehr

Interessantes.

Nils geht gern Einkaufen, wenn

er genug zusammen hat. Er kauft

überwiegend frisches Gemüse

und gute Zutaten wie zum Beispiel

Pilze, um seinem Kumpel

und sich selbst eine gute Mahlzeit

zu bereiten. Als ich ihn darauf

anspreche, strahlt er übers ganze

Gesicht. Er bestätigt Kays Aussage

und erzählt mir von seiner Leidenschaft

fürs Kochen. Und wie war

es anders zu erwarten? Kay und

ich sind für den nächsten Tag

herzlich zum Essen eingeladen.

Er ist vollkommen aufgedreht vor

Freude, denn an diesem Tag hat

er viele Spenden erhalten und

meint, es sei tatsächlich Weihnachten

für ihn und damit natürlich

irgendwie auch für seinen

Kumpel. Auf Platte, so nennen

Obdachlose ihre Standorte, wird

eben geteilt. Er rennt sogar zur

anderen Straßenseite, um uns

eine Cola oder ein Bier auszugeben.

Ich bedankte mich herzlich

bei diesem sympathischen jungen

Mann, lehne aber dankend ab,

weil ich nun nach Hause aufbrechen

möchte. Doch bevor ich

mich an diesem ereignisreichen

Abend verabschiede, möchte ich

eines von Nils wissen. Ich frage

ihn, warum alle, die ich an diesem

Abend traf, und besonders er

selbst, so großzügig mit ihren

wenigen Mitteln waren, die ihnen

zur Verfügung standen.

Was ich nun zu hören bekomme,

verlangt noch einmal echte Standhaftigkeit

von mir, um keine Tränen

fließen zu lassen. Nils meint:

„Weißt du Guido, ich glaube fest

daran, dass wenn man etwas gibt,

immer auch etwas von da oben

zurückkommt!“ Er beteuert, dass

es ihm immer so ergangen sei…

Als ich mich gegen 21 Uhr an

jenem Abend in mein Auto

setzte, um nach Hause zu fahren,

war etwas mit mir geschehen.

Ich fuhr über die Autobahn und

Tränen liefen mir über das Gesicht.

Ich sagte mir selbst, dass

ich mich nun zusammennehmen

müsste, damit nichts passiert.

Mit Tränen in den Augen, ist man

blind! Mit Hass im Herzen, ist

man ohnmächtig! Mit Verachtung

für andere, fügen nur wir selbst

uns Schmerz zu! Verachte und

verurteile niemanden, bevor du

nicht selbst ein Stück weit in seinen

Schuhen gelaufen bist!

„Bitte gebt diese

Botschaft weiter. Helft denen,

die sich aus so vielen Gründen

nicht selbst helfen können. Es

sind gestrandete Menschen,

die einfach Pech im Leben

hatten. Es kann jeden treffen!

Der Erlös aus dem Verkauf unserer

Zeitschrift (Einzelhefte) geht

an Organisationen, Vereine und

Helfer, die Bedürftigen zur Seite

stehen. Aber auch direkte Geldspenden,

Sach-u. Lebensmittelspenden

werden dankbar angenommen!

Damit niemand denkt,

es wäre nur eine Werbeaktion,

um Zeitschriften zu verkaufen

folgendes:

Bestellungen der Magazine sowie

Spendenangebote bitte an folgende

Mailadresse senden:

draussenohnebleibe@mail.de

Die Gruppe dazu findet Ihr auf

folgender Facebook-Seite -

Draußen "Ohne Bleibe"

Natürlich beantwortet die Redaktion

(Kontaktformular) gern Eure

Fragen – Direkt unter

E-Mail:

leben.live.postfach@gmail.com

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

42


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43


„Mode

Stil

ist vergänglich,

ist für die

Ewigkeit.“

(Yves Saint Laurent)

Foto: Flybynig

In der letzten Ausgabe April 2020 habe ich mit

meinem Artikel „durch Farbberatung zu mehr

Selbstbewusstsein und innerer Ordnung“ schon

Einblicke in die Farb- und Stilberatung gegeben. In

diesem Artikel möchte ich den Schwerpunkt auf die

STILBERATUNG legen und einige Tipps dazu geben.

Jeder Mensch hat seinen

eigenen, unverwechselbaren

Stil – aber nicht jeder hat ihn

schon entdeckt. Persönlichkeit

und Körperform bestimmen

den größten Teil des eigenen

Stils, der Rest ist Intuition

und das Experimentieren mit

verschiedensten Stilen.

In der Farbberatung geht es

primär darum, die richtigen

Farben zum eigenen

Hautunterton bzw. Farb-Typ

wie Frühling, Sommer, Herbst

und Winter zu finden. Das Ziel

der Farbberatung ist, dass die

richtigen Farben die natürliche

Schönheit betonen. Die Augen

und der Teint werden zum

Strahlen gebracht. Man sieht

jünger und gesünder aus und

fühlt sich selbstbewusster.

44


Unter „Styling“ versteht man,

das gesamte Erscheinungsbild

in einen widerspruchsfreien

„Look“ zu integrieren. Ein

schönes Styling und die dazu

passende Kleidung, sind

nicht nur für das äußere

Erscheinungsbild wichtig,

sondern auch für die eigene

Persönlichkeit. Mit einem

perfekten Äußeren fühlen

Sie sich viel attraktiver und

selbstbewusster!

Styling-Tipps

weniger ist mehr, so lautet einer der wichtigsten

Styling-Tipps. Denn nur wer einen Überblick über

seinen Kleiderschrank hat, kann die besten Teile

für sein Styling auswählen.

Ansonsten darf nach Lust und Laune gemischt

werden: Farben und Muster, Alt und Neu, Lang

und Kurz können nach Belieben kombiniert werden.

Natürlich muss dabei immer darauf geachtet

werden, dass auch alles zusammenpasst.

45


Schuhe mit hohem Absatz gehören unbedingt in die Schuhsammlung einer jeden Frau –

sie strecken, machen schöne Beine und Frau bewegt sich automatisch graziler.

46

Beim Make-up besser

Zurückhaltung üben: Der

Look darf in keinem Fall

überladen wirken. Wer

diese Styling-Tipps beherzigt,

ist einem perfekten

Auftritt schon ein ganzes

Stück näher gekommen.


Ablauf einer Stilberatung

• Fragen zu Ihrer Persönlichkeit, mit

anschließender Auswertung

• Persönliche Figur – Typ Analyse,

Vermessung Ihrer Proportionen und

Körperform

• Empfehlungen passender Schnitte,

Längen, Ausschnitte…

• Die Brille, richtige Farbe und passend zu

Ihrer Gesichtsform

• Zielsicheres Einsetzen von typgerechten

Accessoires

• Erstellen Ihres persönlichen Stilbogens

Für weitere Fragen bin ich über meine

E-Mail Adresse

birgit.lehner@coaching-and-more.com

oder über meine Homepage

www.coaching-and-more.com

erreichbar und beantworte Ihre Fragen,

oder vereinbaren Sie einfach einen

Termin für eine professionelle Farb- und

Stilberatung!

Birgit Lehner

https://www.pexels.com/de-de/

Foto by Birgit Lehner

47


Leandra Fischer

Wir leben in einer verrückten

Welt.

Menschen zerstören ihren

Lebensraum, missbrauchen

sich gegenseitig und heften

diese Tatsache im Ordner

„Normalität“ ab. Wie würden

wir einem Außerirdischen

dieses Mysterium erklären?

Entsprechend verhält es sich

mit dem Thema „Narzissmus“.

Auch in diesem Zusammenhang

geht es um Zerstörung und

Missbrauch. Ich beobachte,

dass dieses Phänomen unsere

gesellschaftliche Matrix

seit Menschengedenken

schleichend unterwandert.

Jeder hat schon einmal von dem

Begriff „Narzissmus“ gehört.

Jedoch detailliert beschreiben

können ihn nur wenige.

Narzisstische Verhaltensweisen

unterwandern offensichtlich

subtil unseren Alltag

und wirken vorwiegend

zerstörerisch. Haben sich

diese Verhaltensweisen gar als

selbstverständlich im Kollektiv

etabliert? Beeinflussen sie

seit jeher manipulativ und

unerkannt die Geschichte der

Menschheit?

Liegt der Ursprung der

Zerstörung von Natur und

somit der gesamten Erde

vielleicht sogar in diesem

Persönlichkeitsmerkmal

begründet? Ist es nicht so,

dass sämtliche Gräueltaten,

48


Kriege sowie Ausbeutungen an

Mensch, Tier und Umwelt, die

sich wie ein roter Faden durch

die Geschichte der Menschheit

ziehen, ebenfalls auf die Werke

einiger weniger narzisstischer

Mächte zurückzuführen sind?

Viele Menschen leiden unter

schmerzhaften, subtilen

Manipulationen durch ein

narzisstisch geprägtes Umfeld

ohne die Symptomatik in

Worte fassen oder zuordnen

zu können. Denn Personen mit

narzisstischen Anteilen haben

meist eine charismatische

Ausstrahlung sowie zahlreiche

positive Eigenschaften, die sie

dazu einsetzen, sich beliebt

zu machen. In Debatten und

Diskussionen sind Narzissten

in der Regel bestrebt, auf

geschickte Weise ihr Gegenüber

kleinzumachen, um sich selbst

zu erhöhen. Um sich selbst

ins rechte Licht zu rücken,

schrecken sie nicht davor zurück,

ihr Gegenüber lächerlich zu

machen, es zu demütigen, zu

diffamieren, beleidigen und

es auf hinterhältige Weise

herabzusetzen – oft auch

mit unwahren Aussagen.

Diese Art der Kommunikation

ist in Paarbeziehungen, in

Unternehmen, unter Mitarbeitern

sowie auch in der Politik zu

beobachten. Doch hinter der

scheinbar vielversprechenden

Darstellung eines Menschen

mit narzisstischen Anteilen, der

sich auch nicht davor scheut,

Lügen zu verbreiten, steckt meist

die Sucht nach Bewunderung

und Anerkennung. Und hinter

dieser Sucht wiederum steckt

meines Erachtens einfach

nur Angst. Angst, nicht dazu

zu gehören, vielleicht auch

Angst, erkannt zu werden.

Fatalerweise besitzen diese

Menschen ein solch ausgeprägtes

selbstsicheres Auftreten, dass

sie ihre Umgebung damit massiv

täuschen können.

Ich bin keine Therapeutin, wohl

aber ein ehemaliges Opfer

einer solchen Verhaltensweise

– oder auch Störung. Aus dieser

Perspektive beleuchte ich die

Thematik. An dieser Stelle

möchte ich gleich erwähnen, dass

ich heute die volle Verantwortung

für meine damalige Opferrolle

übernommen habe. Denn ein

„Täter-Opfer-Spiel“ funktioniert

nur, wenn das Opfer das

Spiel mitspielt. Ohne Opfer-

Bereitschaft ist der Täter

machtlos.

Meine Geschichte

In meiner 20-jährigen

Ehe mit einem Mann, der

nach meinem heutigen

Ermessen ein narzisstisches

Persönlichkeitsmerkmal aufwies,

stimmte einfach nichts. Ich

fühlte mich kontinuierlich dazu

aufgefordert, mir über meinen

Mann den Kopf zu zerbrechen,

warum er gewisse diffuse Dinge

tat, oft abstruse Sätze von sich

gab und in mir unaufhörlich das

Bedürfnis weckte, Unwahrheiten,

die ich nicht greifen konnte,

aufdecken zu wollen.

Unsere Beziehung bestand aus

einem stetigen Wechsel zwischen

Nähe und Distanz, den er subtil

49


zu steuern schien. Diese Taktik

trieb mich manchmal schier in

den Wahnsinn. Doch ich konnte

damals nicht in Worte fassen,

was eigentlich zwischen uns

geschah. Ich fühlte mich oft elend

– natürlich vorwiegend in den

Phasen der Distanz.

In den Phasen der Nähe, die

mein Mann zu jener Zeit wie aus

dem Nichts unerwartet an den

Tag legte, erholte ich mich dann

wieder. Es waren jene Phasen,

die dann erneut in mir Hoffnung

weckten. Heute weiß ich, dass

man auf diese Weise Menschen

in eine Abhängigkeit bringen

kann.

Oft zweifelte ich an meiner

Wahrnehmung. Beispielsweise

vermutete ich, dass mein Mann

mich in einigen Bereichen

anlog. Es gab unter anderem

Geschichten mit anderen

Frauen, die im Prinzip eindeutig

waren, jedoch von ihm mit

einer authentischen Sicherheit

heruntergespielt wurden

und mich wie eine krankhaft

eifersüchtige Frau da stehen

ließen, die dringend eine

psychiatrische Behandlung

benötigte. Meine Intuition, die

mir mitteilen wollte, dass etwas

Fundamentales zwischen uns

nicht stimmte, wurde immer

wieder für nichtig erklärt. Auch

die Kommunikation meines

damaligen Ehemannes war in der

Regel achtlos, verletzend, dreist

und unverschämt.

Weitere Lügengeschichten

waren Anlass zu einer gewaltigen

Gedankenakrobatik, die in

meinem Kopf stattfand. Ferner

gab es unzählige Wortschlachten,

in denen es oft darum ging,

was wer wann in vergangenen

Situationen gesagt hatte. Meine

Worte wurden mir regelmäßig

im Mund umgedreht und

er verfälschte vergangene

Situationen so, dass sie nicht der

Wahrheit entsprachen. Das ging

so weit, dass ich manchmal an

meiner Sicht der Dinge zweifelte.

Ich war häufig verwirrt. Dieser

Zustand sorgte dafür, dass ich

enorm viel Energie verlor. Ich war

bisweilen depressiv.

Zeitweise fütterte mich

mein Mann dann wieder

mit Aufmerksamkeit und

Entgegenkommen, wie ich es

weiter oben schon beschrieben

habe, um mich dann wiederum

nach einigen Tagen oder

Wochen zu ignorieren. Er zog

die Fäden, dirigierte die Fahrt

und hielt subtil eine imaginäre

Fernbedienung in seinen Händen,

mit der er mein Befinden auf

Knopfdruck steuern konnte.

Freunden, Nachbarn und sogar

unseren eigenen Kindern erzählte

er unwahre Geschichten über

mich, in denen er sich als Opfer

meiner angeblichen Niedertracht

bezeichnete.

In all den Jahren schlich sich

für mich in dieser diffusen

Beziehung eine unterschwellige

Normalität ein. Ich bemerkte

lange Zeit nicht, dass ich restlos

manipuliert wurde. Ich bemerkte

jedoch, dass meine psychische

Verfassung ziemlich am Boden

war. Irgendwann kam endlich

der Impuls von innen, mich zu

50


trennen. Jedoch gab es ein Jahr

nach der ersten Trennung noch

einmal einen zweiten Versuch.

Für zahlreiche Menschen mag

es unverständlich sein, warum

meine Schmerzgrenze erst nach

so langer Zeit erreicht war. Es gibt

hierfür keine Erklärung. Wichtig

für mich ist, dass sie erreicht

wurde.

Meine Geschichte habe ich in

dem autobiografischen Roman

„Komm her – Geh weg / Der

Weg zu mir“ niedergeschrieben.

In diesem Buch beschreibe ich

all den Schmerz, die Emotionen

sowie auch die Hintergründe,

warum es zu einer solch toxischen

Beziehung kommen kann, bis ins

kleinste Detail. Die wichtigste

Message jedoch, die dieser

Roman vermitteln soll, ist, einen

Weg aufzuzeigen, der aus der

Opferrolle führt. Der Leser / die

Leserin begleitet die Protagonistin

Lydia auf diesem Weg und

erlebt ihre Heilung hautnah mit.

Vielleicht kann die Geschichte

dazu beitragen, Betroffenen ein

wenig Mut zu machen. Nicht-

Betroffene möchte ich dazu

einladen, einen Einblick in die

unbekannte Welt einer abstrusen

Beziehung zu bekommen.

Narzissmus und seine Facetten

Das Thema „Narzissmus“ betrifft

selbstverständlich nicht nur

Paarbeziehungen sondern findet

sich überall, wo soziale Kontakte

stattfinden, wieder. Besonders

tragisch trifft die Thematik

Kinder mit einem narzisstisch

veranlagten Elternteil. Aus

meiner Beobachtung findet

sich nicht selten der Ursprung

dieser Persönlichkeitsstörung

in einer von dieser Problematik

betroffenen Eltern-Kind-

Beziehung. Von Narzissmus

geprägte Verhaltensweisen ziehen

sich häufig wie ein roter Faden

durch ganze Generationen. Durch

Gespräche mit Betroffenen ergibt

sich für mich das Bild, dass ein

Kind, welches beispielsweise

mit einer narzisstischen Mutter

aufgewachsen ist, in der Regel

nicht oder nur selten das

Gefühl erfährt, wertgeschätzt

zu werden. Liebe, Beachtung

und Anerkennung bekommt

dieses Kind von seiner Mutter

nur, wenn es eine besondere

Leistung erbringt. In erster

Linie sind das Schul- aber auch

sportliche Leistungen oder

ähnliches, gefolgt von der

Erwartung an übertriebener

Hilfe im Haushalt und Garten.

Auch eine unverhältnismäßige

Betreuung jüngerer Geschwister

wird mitunter vom narzisstischen

Elternteil erwartet. In den

meisten Fällen wird das Kind

jedoch – strengt es sich noch

so sehr an – den Erwartungen

der Mutter nicht nachkommen

können.

Im Prinzip soll das Kind

merklich die Bedürfnisse

seiner narzisstischen Mutter

erfüllen und / oder einfach

durch Leistungsbereitschaft

einem Wunschbild der Mutter

entsprechen, was für das Kind

zur völligen Überforderung führt

und die individuelle Entwicklung

erheblich beeinträchtigt.

51


In weiteren Berichten von

Betroffenen konnte ich ebenso

erfahren, dass narzisstische

Mütter ihre Kinder insofern

vernachlässigen, indem sie

ihnen zeitweise keine Beachtung

schenken, sie so zu sagen für

einen längeren Zeitraum sich

selbst überlassen oder gar völlig

ignorieren. Manche narzisstischen

Mütter machen ihren Kindern

immer wieder Versprechungen,

die sie nicht einhalten. Auch

von Unterstellungen seitens der

Mutter wurde mir berichtet. In

diesem Fall wird den Kindern

völlig unbegründet eine Untat,

Böswilligkeit, Fehlverhalten oder

Illoyalität vorgeworfen. Manche

Mütter gehen sogar so weit, dass

sie die sozialen Kontakte ihrer

Kinder unterbinden, um das Kind

vollkommen an sich zu fesseln.

Jeglicher Kontakt zu Freunden

kann dann vom Kind als Schuld,

der Mutter untreu zu sein,

empfunden werden.

Manche dieser Kinder, die

in solchen Verhältnissen

aufwachsen, verlieren

offensichtlich ihren Zugang zu

ihren eigenen Gefühlen und

Wünschen. Innere Ohnmacht

breitet sich aus. Emotionen

wie seelischer Schmerz und

Trauer, aber auch ausgelassene

Freude können nicht mehr

empfunden werden, da sich

diese Emotionen als eine Art

Feindbild im Unterbewusstsein

etablieren. Mit den Jahren

breitet sich in ihnen eine innere

Leere aus, die sie spätestens

in der Pubertät versuchen

auszugleichen. So beginnen sie

in ihrem äußeren Umfeld nach

Bestätigung zu suchen. In dieser

Zeit entsteht schließlich das

Bedürfnis, diese unbewusste

Leere zu füllen indem sie

beispielsweise versuchen, beim

anderen Geschlecht eine extrem

übertriebene Aufmerksamkeit zu

erlangen. Manche Jugendliche

erfinden abstruse, spektakuläre

Geschichten mit denen sie sich

in den Vordergrund stellen, um

gesehen und beachtet zu werden.

Emotionen werden nicht mehr

gefühlt, die Empathiefähigkeit

nimmt mehr und mehr ab.

Irgendwann geht es nur noch

darum, die innere Leere zu füllen,

was verständlicherweise nie

gelingen kann.

Aber auch das Gegenteil kann der

Fall sein. Manche Kinder, die mit

einem narzisstischen Elternteil

aufgewachsen sind, scheinen

sich ihre inneren Emotionen

aufzubewahren und in sich

festzuhalten.

In einem Interview, das ich

in meiner Podcast-Reihe mit

Rey führen durfte, wurde mir

bewusst, dass ein Kind mit einer

narzisstischen Mutter durchaus

im Laufe des Lebens Mittel und

Wege finden kann, mit dem

seelischen Schmerz, der durch

diese Verbindung zwangsläufig

entsteht, umzugehen. Bei dieser

Variante geschieht es allerdings

sehr oft, dass diese Kinder als

Erwachsene erneut Menschen

begegnen, die die vertrauten

Emotionen aus der Kindheit

wieder auslösen durch ein

ähnliches Verhalten, welches

das Kind durch die Mutter erlebt

hat. In diesem Fall ist die Chance

nach meinem Ermessen höher,

die tragischen Erlebnisse aus der

Kindheit zu verarbeiten. Denn

Emotionen, die gefühlt, bemerkt

und gesehen werden, lassen sich

besser heilen als solche, die im

Verborgenen bleiben.

Heilung von narzisstischem

Missbrauch

Als Opfer von narzisstischem

Missbrauch kann ich sagen, dass

der erste Schritt zur Heilung

darin liegen kann, anzuerkennen,

dass man sich selbst irgendwann

einmal erlaubt hat, die Opferrolle

im „Täter-Opfer-Spiel“ zu

übernehmen – auch wenn dies

zum damaligen Zeitpunkt nicht

bewusst geschah. Die Eltern-

Kind-Variante des genannten

Spiels lässt sich allerdings nur aus

spiritueller Sicht erklären. Darauf

werde ich noch eingehen.

Als ich meine eigene Opferrolle

annehmen konnte und mir

plötzlich endgültig bewusst

wurde, dass sich meine Hoffnung

auf eine innige Beziehung mit

meinem Mann niemals erfüllen

würde, war ich in der Lage einen

großen Teil der Verantwortung

für das, was zwischen uns

passiert war, zu übernehmen.

Ich erkannte, dass ich mich

emotional völlig abhängig

von meinem Mann gemacht

hatte. Es handelte sich um eine

Sucht nach Zuneigung. Ich war

bedürftig, und diese Beziehung

entwickelte sich schleichend zu

einem Wartebereich für mich

aus dem es nur einen Ausgang

geben konnte: Entzug! Ich begann

mich innerlich zu stärken mit

Meditation und Yoga. Parallel

dazu schrieb ich Gedichte und

Geschichten, was schon als Kind

oftmals mein Seelenleben wieder

in Einklang gebracht hatte, wenn

mich mein cholerischer Vater

an den Rand der Verzweiflung

trieb. Ein stetiges diszipliniertes

Verlagern der Aufmerksamkeit ist

wie ein psychisches Training. Man

beobachtet seine Gefühle und

Gedanken, zieht Aufmerksamkeit

vom Negativen ab, taucht erst

einmal in einen neutralen Bereich

ein, um sich dann schließlich

seiner Talente und seiner

Bedürfnisse zu widmen. Dabei

sollte man sich immer wieder im

Klaren darüber sein, dass unser

tiefstes inneres Befinden niemals

vom Verhalten eines anderen

Menschen abhängig sein darf. Die

Begleitung eines Therapeuten in

einem solchen Ablöseprozess ist

auf jeden Fall sinnvoll.

Heute denke ich, dass ein

narzisstisches Umfeld eine

große Chance sein kann, seine

innere Stärke zu erkennen

52


und zu kräftigen. Wenn ich die

Thematik aus spiritueller Sicht

betrachte, dann behaupte ich,

dass die Seele schon vor der

Geburt ihre Lernaufgabe für das

Leben auswählt, um sich in der

Materie weiter zu entwickeln.

Ich denke jedoch, dass es

nicht zwingend notwendig ist,

die spirituelle Sichtweise zu

teilen. Jeder darf seine eigenen

Ansichten und Vorgehensweisen

haben. Das Fundamentalste ist

es jedoch meiner Meinung nach,

Verantwortung für sein Schicksal

zu übernehmen und einen Weg

zu finden, auf dem man seine

innere Stärke ans Licht bringen

kann. Diese innere Stärke trägt

jeder Mensch in sich. Ohne diese

gewaltige Kraft, die sich schon

darin zeigt, dass wir einst als

Samenfaden ein unfassbares

Rennen gewonnen haben, hätten

wir niemals in dieses Leben

gefunden. Wir – alle, die wir auf

der Erde leben – sind im Prinzip

Gewinner!

Bleib bei dir !

Deine Leandra

Als Lydia den charismatischen

Kai kennenlernt, glaubt sie, ihren

Seelengefährten gefunden zu

haben. Obwohl Kai schon zu

Beginn ihres Zusammenseins

ein geheimnisvolles,

undurchschaubares Verhalten

an den Tag legt, bekommen die

beiden Kinder und heiraten.

Auch Lydias Sohn aus erster Ehe

lebt mit in der neu gegründeten

Familie.

Die Beziehung entwickelt sich

zu einem diffusen Wechselspiel

aus Nähe und Distanz, das Kai

subtil zu steuern scheint. Seine

zunehmend widersprüchlichen

Aussagen sowie sein respektloses

Verhalten stürzen Lydia irritiert

in tiefe Traurigkeit. Verzweifelt

versucht sie, Lösungen für ihre

Probleme zu finden, doch es

gelingt ihr kaum, diese überhaupt

in Worte zu fassen. Längst ist sie

unbewusst in eine emotionale

Abhängigkeit von Kai geraten,

zweifelt an ihrer Wahrnehmung

und sucht verunsichert die Schuld

bei sich selbst. Bis sie erkennt,

dass ihr Ehemann narzisstische

Persönlichkeitsmerkmale

aufweist, vergehen viele

dramatische Jahre.

Wird Lydia sich von den

unsichtbaren Fesseln, durch die

sie an Kai gebunden ist, lösen

können?

Der Roman enthält Texte aus dem

Buch „GehDichte“ von Mrs.McH

Leandra Fischer

„Komm her – Geh weg /

Der Weg zu mir“ (Roman)

www.leandra-fischer.de

Instagram: leandra.fischer.official

Facebook: Leandra Fischer

Autorin

YouTube-Kanal: Leandra Fischer

Meine Podcasts gibt es auf

YouTube und Spotify! Unter dem

Titel „Narzissmus-Talk“ findest du

Interviews mit Betroffenen!

Möchtest du in meinem

Podcast über deine Erfahrung

mit narzisstischem Missbrauch

sprechen, dann schreibe mir

unter: leandra-fischer@web.de!

Ich freue mich, von dir zu hören!

Fotos: https://pixabay.com/de/

53


Mein Leben mit der

Hochsensibilität!

Was ist eigentlich HS, HB oder EQ?

Andrea Weihs

Immer wieder liest man von

diesen Abkürzungen.

HB = Hochbegabung ist ein

Geschenk für das Kind, für

die Familie und für die ganze

Gesellschaft. Hochbegabte Kinder

brauchen eine Förderung, die

ihren Bedürfnissen gerecht wird,

um sich harmonisch und glücklich

entwickeln zu können – genauso

wie jedes andere Kind auch.

HS = Hochsensibilität ist ebenfalls

eine Begabung und ein Geschenk

für die gesamte Gesellschaft.

Menschen mit Hochsensibilität

sind emphatisch, authentisch,

mitfühlend und haben oftmals

eine hohe emotionale Intelligenz.

Der Begriff EQ = „Emotionale

Intelligenz“ wurde im Jahr

1990 von den amerikanischen

Psychologen John D. Mayer und

Peter Salovey eingeführt.

EQ steht also für den emotionalen

Intelligenzquotienten. Im

Gegensatz zum IQ umfasst die

emotionale Veranlagung keine

verbalen oder mathematischen

Fähigkeiten. Vielmehr ist damit

die Begabung im Umgang mit

den eigenen und fremden

Empfindungen gemeint, die

Herzensbildung.

Menschen mit hoher emotionaler

Intelligenz sind also in der Lage,

fremde und eigene Gefühle

gut einzuschätzen und auch zu

beeinflussen.

Besonders begabte Kinder sind

in manchem anders als ihre

Altersgenossen. Das kann – muss

aber nicht – zu Schwierigkeiten

führen. Manchmal ist allerdings

leider erst das Auftreten von

Auffälligkeiten der Ausgangspunkt

für das Erkennen einer

Hochbegabung, Hochsensibilität

und hohen emotionalen

Intelligenz.

Mein Leben mit der

Hochsensibilität!

Ich bin hochsensibel und

das ist gut so. Wie ich meine

Hochsensibilität erlebe, erzähle

ich euch in meiner Geschichte.

Ich nehme euch mit auf meine

Reise, auf meinem Weg der

Hochsensibilität.

Die Hochsensibilität ist mir

angeboren. Seit meiner Kindheit

fühle ich mich “anders”. Anders,

weil ich andere Interessen hatte,

als andere Kinder. Immer wieder

hat mich die Welt der Kunst und

Bücher fasziniert. Meine Welt

dreht sich um Kreativität, um

meine Kreativität. Durch eigene

Geschichten und Texte hatte

ich mich als Kind in meine Welt

geflüchtet. Ich suchte das Glück,

mein Glück. Ich suchte Freiheit,

meine Freiheit. Ich spürte

Emotionen, doch leben durfte

ich sie nicht. Seit meiner Kindheit

entwickelte ich Feinfühligkeit,

Empathie und Antennen, die

mich spüren ließen, wie es

Mensch, Tier und Pflanzen ging.

Oftmals spürte ich die schlechten

Stimmungen der Menschen.

Das überforderte mich schon als

Kind. Meine Empathie machte

es mir nicht immer leicht, mich

abzugrenzen. Ich war schon

immer sehr sozial eingestellt

und wollte jedem immer helfen.

Oft konnte ich es einfach nicht

ertragen, wenn es anderen

schlecht ging.

Wenn ich diese Stimmungen

gar nicht mehr ertragen konnte,

nutzte ich mein Bauchgefühl, um

mich bei Menschen, die mir nicht

guttaten, abzugrenzen. Manchmal

war das ein Kampf, doch ich lebte

in meiner Welt.

Äußerliche Reize konnte ich

schwer verarbeiten und so zog

ich mich immer wieder zurück.

Das machte mich als Kind einsam.

Damals wusste ich nichts von

meiner Hochsensibilität, ich lebte

sie nur.

Als erwachsener Mensch und

auch Kind spürte oder träumte ich

bestimmte Situationen, die dann

auch eintrafen. Manchmal war

das sehr erschreckend, vor allem

immer dann, wenn ich traurige

Situationen erlebte. Leider konnte

54


ich das nicht verhindern und so

schrieb ich viele Eindrücke auf,

um sie zu verarbeiten.

Meine Sinneseindrücke sind

stark, ich rieche, fühle, schmecke

und höre ganz besonders intensiv.

Nahrung, die zu salzig oder zu süß

war, mochte ich nicht essen. Ich

erlebe und erlebte die Waldluft

oder den Meeresduft sehr

intensiv. Ich liebte diese Gerüche

und konnte mich so entspannen.

Ich hörte das Gras wachsen,

wenn ich mit den Blumen sprach.

Meine Pflanzen und Blumen

waren mir oft dankbar und

zeigten sich in voller Pracht.

Vor vier Jahren hatte ich

angefangen, mich mit den

Themen zu befassen und

auseinanderzusetzen.

Hochsensibilität war mein Thema

Labrador-Bandino-Mix »Monti«.

Gerettet aus einer Tötungsstation

aus Fuerteventura gehört Andrea.

und ich erkannte mich in allen

Empfindungen wieder. Ich sah

immer mehr Verbindungen

zwischen Kind und Enkelkind, die

auch hochsensibel sind. Bestätigt

wurde mir das letztendlich von

einem Psychologen. Mir wurde

eine hohe emotionale Intelligenz

nachgesagt, worauf ich heute

sehr stolz bin.

Ich war nicht empfindlich, wie

die meisten Menschen mir

vorwarfen. Wenn ich sehr starken

Reizen ausgesetzt war, wurde

ich schnell überfordert, sodass

ich bestimmte Situationen

nicht mehr ertragen konnte.

Am liebsten mochte ich die

Stille, die Natur oder auch

das Meer. Womit ich mich

immer beruhigen konnte, war

das Meer. Das Rauschen der

Wellen, Walgesänge oder auch

Delfingesänge. Immer wieder

hatte ich diesen einen Traum:

Schwimmen mit frei lebenden

Walen oder Delfinen. Sobald

ich diese Gedanken in meinem

Kopf bekam, konnte ich mich

beruhigen. Das war schon seit

meiner Kindheit so. Einmal

hatte ich das Glück in Norwegen

beim Angeln Wale zu sehen. Sie

schwammen um unser kleines

Boot herum und tauchten unter

uns hin und her. Das war ein

ganz besonderer Moment für

mich. Sie hätten uns mit einem

Schlag umwerfen können, doch

das taten sie nicht. Langsam

und in Ruhe schwammen sie um

uns herum. Alle hatten Angst,

nur ich steckte meine Hand in

das eiskalte Wasser, bis sie blau

anlief. Ich hatte das Gefühl,

das sie mit mir Kommunizieren

wollten. Ich war glücklich wie

noch nie. Ein Erlebnis was ich nie

vergessen werde.

Meine Erfahrung mit

hochsensiblen Tieren!

Ich habe die Erfahrung gemacht,

dass Tiere uns finden. Nicht

wir suchen uns die Tiere aus,

sondern die Tiere sensibilisieren

unsere Wahrnehmung, wenn

wir ihnen gegenübertreten.

Im Laufe der Jahre seitdem

ich als hochsensibler und

Mischling »Cooper«,

mittlerweile im Hundehimmel

55


Andrea Weihs mit »Bobby«,

dem Pferd Ihrer Tochter,

von einem Schlachthof gerettet.

hochemotionaler Mensch

bewusst lebe, sind mir immer

Tiere begegnet, die hochsensibel

sind.

Mein erster Hund war ein

Labrador, den ich geschenkt

bekam. Bevor dieser ins

Tierheim musste, wollte ich

ihm eine Chance bei uns geben.

Ich nahm ihn und stellte sehr

schnell fest, dass von jetzt

auf gleich, nach Betreten des

Hauses, aus einem wütenden

Hund ein lammfrommer Hund

wurde. Er lief durch das Haus,

segnete seine Räume ab und

schaffte für meine Kinder einen

emotionalen Abladeplatz ihrer

56


Gefühle – Traurigkeit oder

auch Wutempfindungen. Als

er sein Rentenalter erreichte,

sah ich unseren zweiten Hund

im Internet. Diesen wollte

niemand haben, da er nicht

der Schönheitsnorm entsprach.

Gerade deshalb sagte meine

innere Stimme, dass er ebenfalls

die Chance der Liebe haben

sollte. Aus der Tötungsstation

erreichte er uns nach wenigen

Wochen als kleiner Labrador-

Bandinomix. Ein Ungestüm,

schreckhaft, ängstlich, jammernd,

und immer wieder gab er Töne

von sich, meist wie ein Mensch.

Ständig am Beobachten, ständig

neugierig und immer wieder

sucht er Schutz. Schnell stellte

ich fest, wenn es mir nicht gut

ging, es aber niemand sah, kam

er zu mir, um mich aufzumuntern.

Weinte ich veranstaltete er

solange lustige Sachen, bis ich

lachte. Sein ganzes Verhalten war

mein Spiegelbild.

Vor sieben Jahren suchte

meine hochsensible Tochter

ein Freizeitpferd. Sie suchte

ein bestimmtes Bild von Pferd.

Als wir den Hof betraten

kristallisierte sich heraus,

dass das, was sie suchte,

nicht vorhanden war. Aus der

Traurigkeit ging sie an einem

Pferd vorbei, was sie sofort

mit seinem Maul berührte. Als

sie sich umdrehte und ihm in

die Augen sah, sah sie deutlich

seine Traurigkeit. Ein Irländer,

57


©Andrea Weihs

vom Schlachthof gerettet, der

nichts konnte. Heute ist er ein

Therapiepferd für besondere

Kinder. Er ist feinfühlig, sensibel

und vorsichtig. Auch hier war

unsere Wahrnehmung, unsere

Hochsensibilität, wieder ganz

deutlich.

Als ich mich mit dem Thema

Hochsensibilität beschäftigte

und mich weiterbildete, kam ich

immer mehr zu dem Entschluss,

dass es weitere hochsensible

Wesen geben musste. Das

Verhalten unserer Tiere war

eindeutig.

Wie erkenne ich hochsensible

Tiere?

Die Pawlow-Versuche

zeigen, wie der Physiologe

Iwan Petrowitsch Pawlow

das Prinzip der klassischen

Konditionierung entdeckte.

Ein, bis heute wichtiger Aspekt,

in der Hundeerziehung und

im Hundetraining. Für seine

Versuche zum bedingten Reflex

(Pawlow‘scher Hund) erhielt er

den Nobelpreis. Er stellte aber

auch Versuche zur menschlichen

Empfindsamkeit und deren

Belastbarkeit an. Sensiblere

Menschen und Tiere reagieren

in bestimmten Situationen

durch ihre Feinnervigkeit eben

anders, als von ihnen erwartet

wird. Neben diesen als sensibel

einzustufenden Menschen

gibt es jedoch noch eine feine

Abstufung zu unterscheiden: die

Hochsensiblen Menschen und

Tiere.

Hochsensible Hunde oder auch

Tiere unterliegen einer erhöhten

Reizwahrnehmung. Was je nach

Lebenssituation Dauerstress

bedeuten kann. Somit steigt das

Risiko dafür, Stresskrankheiten

früh zu entwickeln. Ein

hochsensibles Tier (Hund/

Pferd oder ein anderes) braucht

eine stressfreie Lebensführung

oder zumindest einen sicheren

Stressausgleich. Viel Ruhe,

Regelmäßigkeit im Alltag und

Sicherheit durch den Besitzer

sind absolute Notwendigkeiten

zur Erhaltung der Gesundheit

des hochsensiblen Hundes oder

Tieres.

Durch meine Hochsensibilität und

meine Arbeit mit Mensch und

Tier, habe ich einen feinen Blick

entwickeln dürfen, mit dem ich

Hochsensibilität schnell erkenne.

Jetzt ist es mir ein Anliegen,

dieses Wissen weiterzugeben.

Darauf aufmerksam zu machen,

dass es nicht nur hochsensible

Menschen gibt, sondern ebenfalls

hochsensible Hunde, Pferde oder

andere Tiere. Gern berate ich

betroffene Menschen.

Auf meiner Webseite

www.andreaweihs.de

können Sie sich einen Test für

sich, Ihr Kind und Tier kostenlos

downloaden.

(c) Andrea Weihs

58


Leben

Träume stolpern durch die Nacht,

innere Bilder flackern auf im Nebel.

Erinnerungen tauchen auf,

überdecken schmerzhaft das Jetzt,

gaukeln Frieden vor.

Sehnsuchtsvolle Gedanken

zerschmettern an der Mauer der Realität.

Bruchstücke davon überleben.

Genug, um einen Blick auf die Zukunft zu erhaschen,

deren zarte Farben am Horizont sichtbar werdend

sich unermüdlich durch das Grau arbeiten.

Sie ebnen den Weg zu einem ruhig schwingenden Lebenspendel,

welches zwar nicht mehr die volle Kraft

der überschäumenden Jugend erreicht,

dafür aber bewusst genießend seine Bahn zurücklegt

und sich einschwingt in ein dankbares Lächeln,

bereit für eine Handvoll Glück

erlebt jenseits der Norm,

gehütet im Herzen,

geborgen in der Nische jener Emotionen,

die die Schallmauer der Seele durchbrechen

ohne Reue, ohne Narben.

Heidemarie Kieslich

59


60


Gerade eben

Nichts, was die große Welt bewegt,

passiert gerade in meinem Herzen,

nur ein Funken Ich findet ein Zuhause,

ein Puzzleteil, verschoben vor endloser Zeit

rückt soeben lautlos an ein passendes Gegenstück.

Baut mein Innerstes neu, ist nun einen Schritt näher

an der leichtfüßigen Tänzerin in mir,

deren Schleier bei jeder Bewegung meine Seele berührt

und die behutsam und doch so wunderbar lebendig,

feurig und mitreißend meine Seelenmelodie tanzt.

Ein großer Augenblick für meine kleine Welt.

Heidemarie Kieslich

61


HERZ

Geschichten

Gisela Rieger

Die Arbeit läuft Dir nicht davon,

wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst.

Aber der Regenbogen wartet nicht,

bis Du mit der Arbeit fertig bist.

Chinesische Weisheit

Selbstverständlichkeiten

Ein Mann sitzt mit seinem

17-jährigen Sohn im Zug. Mit

großen Augen schaut der junge

Mann aus dem Fenster und fragt:

»Papa, ist das eine Kuh?« Der

Vater lächelt und antwortet: »Ja,

mein Sohn.« Aufgeregt spricht

der Junge weiter: »Papa, diese

Blumen sind Sonnenblumen,

oder?« Die Antwort lautet

wieder: »Ja, mein Sohn.«

Viele weitere Fragen folgen:

»Papa, ist das ein Lastwagen? ...

eine Tanne? ... ein Hubschrauber?

... ein hoher Berg ...?« Stets folgt

dieselbe Antwort: »Ja, mein

Sohn.«

Zwischendurch zeigt der Vater in

eine Richtung und sagt: »Schau,

mein Sohn, der Vogel ist ein

Bussard, dieser Baum ist eine

Eiche und dort ist ein Rapsfeld ...«

Ein Fahrgast, der den beiden

gegenübersitzt, spricht den Vater

nach einer Weile an: »Bei allem

Respekt, das Verhalten

Ihres Sohnes ist doch sehr

merkwürdig.« Gereizt weist er ihn

darauf hin, dass es heutzutage

doch sehr gute Kliniken für

Fälle »wie diesen« gäbe und die

Medizin in alle Richtungen große

Fortschritte mache.

Der Vater unterbricht ihn: »Wie

recht Sie doch haben!«, ruft er

und fährt freundlich fort: »Von

solch einer Fachklinik kommen

wir gerade. Mein Sohn hat vor

zwölf Jahren sein Augenlicht

verloren und kann seit wenigen

Tagen wieder sehen.«

Sichtlich beschämt senkt der

Mann den Blick. Nach einer Weile

wendet er sich dem Jungen zu:

»Junger Mann, ich muss mich

bei Ihnen entschuldigen.« Und

nach einer Pause sagt er noch:

»Und ich möchte mich bei

Ihnen bedanken. Sie haben mir

eben aufgezeigt, dass ich vieles

Wertvolle im Leben gar nicht

mehr wahrnehme, weil ich es

für selbstverständlich gehalten

habe.«

© Aus dem Buch von Gisela

Rieger: „111 Herzensweisheiten“

ISBN: 978-3-9819881-0-9

62


Ein besonderes Geschenk

Kurz vor Ladenschluss

hastete ein Ehepaar in ein

Spielwarengeschäft und

wandte sich umgehend an die

Verkäuferin: »Wir suchen für

unsere Tochter ein besonderes

Weihnachtsgeschenk, an dem sie

Freude hat.

Es soll etwas sein, mit dem sie

sich alleine beschäftigen kann,

da wir beide beruflich sehr

eingespannt und daher selten

zuhause sind. Es sollte auch

spannend sein, sodass sie sich

die Zeit damit vertreiben kann

und ihr das Gefühl des Alleinseins

genommen wird …«

Die Verkäuferin unterbrach den

Redeschwall: »Entschuldigen Sie,

aber Eltern haben wir nicht in

unserem Sortiment!«

© Aus dem Buch von Gisela

Rieger: „111 Herzensweisheiten“

ISBN: 978-3-9819881-0-9

Die Berghütte

Ich weiß es noch ganz genau: Es

war ein strahlender Novembertag

im Jahre 1999. Mein Mann und

ich waren gerade in unserer

Berghütte angekommen.

Zusammen leiteten wir eine

florierende Anwaltskanzlei, nur

in unserer Beziehung waren

wir nicht so erfolgreich. Daher

beschlossen wir, unsere Ehe, die

schon lange keine mehr war, zur

Jahrtausendwende zu beenden.

Ungestört von der Außenwelt

wollten wir unsere

Trennungsvereinbarungen zu

Papier bringen. Hier oben, wo

die Welt noch in Ordnung war,

gab es weder Handyempfang

noch sonstige Störungen. Nach

nur wenigen Stunden waren wir

uns einig und hatten alles im

gegenseitigen Einvernehmen

geregelt.

Abschließend saßen wir bei

unserer mitgebrachten Brotzeit

und stießen auf den erfolgreichen

Abschluss unserer Beziehung an.

Doch als wir uns auf den Heimweg

machen wollten, zog unerwartet

ein heftiger Schneesturm auf. Man

konnte kaum die Hand vor dem

eigenen Auge erkennen! So blieb

uns nichts anderes übrig, als die

Nacht gemeinsam auf dem Berg

zu verbringen. Zum Glück lag noch

ausreichend Brennholz hinter der

Hütte und verhungern mussten

wir auch nicht. Von der letzten

Party unserer Kinder waren

diverse Reste an Konserven, Chips,

Wein und Kerzen übrig geblieben.

Gezwungenermaßen verbrachten

wir die erste Nacht seit Jahren

wieder in einem gemeinsamen

Bett.

Als wir am nächsten Tag

eng aneinander gekuschelt

aufwachten, fanden wir es

insgeheim gar nicht mehr so

schlimm, noch einen Tag in der

Hütte verweilen zu müssen …

Nach zwei weiteren Nächten

konnten wir die Schneeketten

am Auto aufziehen und wieder

zurückfahren. Doch bevor wir die

Hütte abschlossen, verbrannten

wir unsere fein ausgeklügelten

Trennungsvereinbarungen in

der noch vorhandenen Glut und

starteten zur Jahrtausendwende

in ein neues gemeinsames Leben.

© Aus dem Buch von Gisela

Rieger: „111 Herzensweisheiten“

ISBN: 978-3-9819881-0-9

In der Ehe muss man einen

unaufhörlichen Kampf gegen ein

Ungeheuer führen, das alles

verschlingt: die Gewohnheit.

Honore de Balzac, französischer

Schriftsteller, 1799-1850

63


Philosophie

Ralf Kellmereit

Jahres

Im Wandel der

Jede Jahreszeit ist einzigartig, so

auch der Winter.

Drei Jahreszeiten haben wir

zuvor erlebt - als relativ kurze

Zeiten in diesem Jahr. Als lange

Entwicklungsphasen in unserem

Leben.

Der Frühling bedeutet Neubeginn

und Aufbruch. Das ist unsere

Kindheit und Jugend.

Der Sommer bedeutet

Energiehöhepunkt und Fülle.

Das sind unsere jungen

Erwachsenenjahre.

Der Herbst bedeutet Ernte. Das

sind unsere 40iger bis 60iger

Jahre. Zeit zum Innehalten

und um zu schauen, wo man

steht. Zeit, um Erreichtes zu

genießen. Oder um nochmal neu

durchzustarten.

Was bedeutet nun also der

Winter?

Für die Natur die Phase der

Ruhe. Nach dem Aufblühen, dem

Höhepunkt und dem Ernten folgt

jetzt die notwendige Zeit der

Regeneration. Sie mag uns nicht

so spektakulär und sinnenfroh

erscheinen. Aber sie ist absolut

notwendig.

Die Natur hält inne, um

auszuruhen. Auch die Natur

„entspannt“. Kräfte ständig unter

Hochspannung laufen zu lassen,

überspannt und überfordert sie.

Und würde sie schlussendlich

zusammenbrechen lassen.

Und hier haben wir es wieder:

Die Entsprechung zu unserem

Leben als Mensch. Auch wir

brauchen Zeiten der Ruhe, der

64


Zeiten

Entspannung, der Regeneration!

In denen wir „runterfahren“, uns

neu sammeln und sortieren. Um

später wieder mit neuen Kräften

zu starten.

Und auch diese Erkenntnis gibt

uns wieder die Möglichkeit zur

Selbstreflexion. Das Thema ist

also „Ruhe“.

Wie gehe ich mit Ruhe um?

Erlaube ich sie mir, gönne ich sie

mir, nehme ich sie mir?

Oder weiche ich ihr aus,

unfähig sie auszuhalten? Weil

Fluchtinstinkte stärker wirken?

Weil die Angst, mit mir selbst

konfrontiert zu werden, größer ist

als mein Entspannungsbedürfnis?

Natürlich kann alles zur Flucht

oder Sucht werden: Das Stürzen

in Lethargie und Passivität

genauso wie zwanghafte Aktivität.

Es lohnt sich, sich mal mit diesen

Aspekten zu beschäftigen. Sie

können wichtige Schritte sein auf

dem Weg dessen, was wirklich

bedeutsam ist: Unsere eigene

innere Heilung.

Ich wünsche dir von Herzen: Genieße

den Winter und … dein Leben!

Mach den Winter zu deiner Oase

der Ruhe und Geborgenheit für

dich und andere.

So wie es dir gut tut :-)

Viele liebe Grüße von

Ralf Kellmereit

Mehr von mir zu den

Themen Glücklich-sein,

Persönliche Entwicklung,

Gesundheitsförderung etc. auf:

http://kellmereit.simplesite.com/

65


66

Schneekanone Rodelbahn Winterberg


Foto Stefan Korbion

67


Kreatives

Upcycling

mit Birgit

Kranz aus Zweigabschnitten

Die Weihnachtsdeko ist

abgeräumt und wartet gut

verpackt auf den nächsten

Einsatz. Der Frühling lässt

noch auf sich warten. Doch

in den Gärten laufen bereits

die ersten Vorbereitungen für

die kommende Saison. Viele

Bäume und Sträucher werden

nun beschnitten, und da fällt

eine Menge Schnittgut an, das

zumeist entsorgt wird. Auch in

den Wäldern und in den Parks

liegen herabgewehte Zweige oder

Zweigabschnitte herum.

Was liegt da näher, als dieses

Material kreativ zu nutzen?

Ich zeige dir heute, wie du

aus diesem „Abfallholz“ einen

stylischen Kranz im Naturlook

herstellen kannst. Also: Warm

anziehen und raus in den Garten

oder die Natur! Zunächst steht

die Materialbeschaffung auf dem

Plan.

Für einen Kranz mit einem

Außendurchmesser von ca. 20

cm sammelst oder schneidest du

Zweige mit einem Durchmesser

von etwa 0,5 bis 0,8 cm. Es

kommt nicht auf den Millimeter

an. Die Zweige sollten aber

nicht zu dick sein. Ob du

„sortenreine“ Kränze herstellst

oder jeweils nur eine Baumoder

Strauchart verarbeitest,

bleibt dir überlassen. Schön ist

es auch, wenn du Abschnitte

mit Verzweigungen findest oder

auch mit Flechten. Das gibt ein

besonders interessantes und

lebendiges Ergebnis.

Wieder zu Hause angekommen,

schneidest du dein Material

zunächst in Abschnitte mit einer

Länge von etwa 3 bis 6 cm.

Du lässt alles ein paar Tage

trocknen.

Für die nächsten Arbeitsschritte

benötigst du:

- Gartenschere

- Pappe (hier kannst du alte Verpackungen

verwenden)

- Bleistift

- Papiercutter oder Schere

- Heißklebepistole mit „Klebe-Munition“

Decke deinen Arbeitsplatz ab, um deinen Tisch

nicht mit Heißkleber zu beschädigen.

Schneide aus dem Karton eine Kranzbasis. Ich

empfehle für den Anfang als Anhaltspunkt einen

Außendurchmesser von ca. 20 cm und einen

Innendurchmesser von ca. 17 cm. Zeichne dir

entsprechende Kreise auf den Karton, entweder

mit einem Zirkel oder mit Hilfe von zwei runden

Gegenständen (z. B. Dosen, Teller) und schneide

die Kranzbasis aus.

68


Nun nimmst du das getrocknete Zweigmaterial und beginnst mit der Klebearbeit. Lege zunächst

Zweigabschnitte rund um die Innenseite deiner Basis, und klebe sie darauf und auch aneinander fest.

Ein Tipp: Versuche mit

so wenig Klebstoff wie

möglich auszukommen.

Der Kranz ist einfach

schöner, wenn die

Klebestellen möglichst

unsichtbar sind. Das

ist am Anfang etwas

kniffelig, aber mit der

Zeit kriegst du „den

Bogen raus“.

Das Gleiche machst du noch einmal an der Außenseite.

Sofern deine Abschnitte zu lang sind, schneidest du sie mit der Gartenschere auf eine passende Länge.

Klebe nun Zweigabschnitte über den Innen- und den Außenkreis, so dass eine stabile Verbindung zwischen

beiden entsteht.

Schmal oder breit,

hoch oder flach. Du

bestimmst, wann

dein Kranz fertig ist!

Klebe weitere Lagen

von Zweigen auf diesen

Untergrund. Nimm

gern unterschiedliche

Stärken und Längen

und klebe ein bisschen

„wild“ und ohne

Richtung. Das verstärkt

den natürlichen

Eindruck. Achte darauf

dass die Kreisform

außen und innen

erhalten bleibt und

dass der Kranz auch in

der Höhe rundherum

ungefähr die gleiche

Stärke hat.

69


Der „technische“ Teil der

Kranzherstellung ist nun erledigt.

Hier kommen noch ein paar Tipps

für die kreative Gestaltung:

Unterschiedliches Material ergibt

unterschiedliche Ergebnisse in

Farbe und Form. Obstbaumschnitt,

verholzte Efeuranken und rote

Hartriegelzweige sind nur ein paar

Beispiele. Öffne deine Augen für

die Vielfalt der Natur und gebe

deinen Kränzen immer wieder ein

anderes Aussehen.

Spiele mit Größen und Formen. Es

muss nicht immer ein Kreis sein, du

kannst dir auch ein Oval, ein Herz

oder einen Stern als Basis anlegen.

Ein alter Spiegel ohne Rahmen

wird zum Blickfang, wenn du den

Rand wie oben beschrieben mit

Zweigabschnitten beklebst.

Du möchtest einen etwas feineren

Look? Bemale oder besprühe den

Kranz in deiner Lieblingsfarbe oder

passend zu den Farben deiner

Einrichtung.

Mit einem Hauch weißer Farbe

und einem nostalgischen Anhänger

oder einem alten Schlüssel im

Zentrum wird dein Kranz zu einem

Blickfang im Landhausstil.

Du kannst ihn durch

entsprechende Dekorationen

auch jahreszeitlich anpassen.

Gib ihm mit ein paar zarten

Papierblüten aus Buchseiten einen

frühlingshaften Ausdruck.

Oder verwandele ihn zu einem

Osternest, mit etwas Moos in

der Mitte und ein paar kleinen

Holzeiern und Federn als Deko.

Stimmungsvolle Effekte erzielst

du, wenn du ein Glas mit einem

Teelicht ins Zentrum setzt.

Und zu Weihnachten kannst

du mit goldenen Accessoires,

getrockneten Orangenscheiben,

Zimtstangen und cremefarbenen

Kerzen einen tollen Adventskranz

gestalten.

Das war meine kleine

Ideensammlung. Aber

es gibt noch viele, viele

Variationsmöglichkeiten. Jetzt bist

du an der Reihe. Leg einfach los!

Du wirst sehen, die besten Einfälle

kommen im Arbeitsprozess. Viel

Spaß beim kreativen Gestalten und

tolle Ergebnisse wünscht dir

Birgit

70


Ein fröhliches Hallo an alle Leser.

Mein Name ist Birgit Bruhns.

Ich bin Kreativschaffende und

Pädagogin und verstehe mich

als „Ideengeberin“. Ich liebe

die Vielfalt und mag mich nicht

festlegen. Deshalb zeichne, male,

schneide, drucke, werkele ich und

experimentiere gern mit neuen

Techniken und Materialien. Ich

brenne für das Thema Upcycling

und arbeite zumeist mit

Altpapier, Buchseiten, Kartonagen

und Ähnlichem.

Nach meiner Überzeugung

besitzt jeder Mensch eine

innewohnende Schaffenskraft,

die nur geweckt und trainiert

werden muss, um aufzublühen.

Ich möchte dir Inspiration geben

und zeigen, wie einfach es ist, ins

kreative Tun zu kommen, und wie

viel Freude das Selbermachen

gibt.

Falls du Fragen hast zu dieser

Anleitung oder Wünsche für

weitere Tutorials, schreibe mir

einfach eine Mail unter:

froekenbruhns@gmail.com

Mehr von mir und meiner Arbeit

erfährst du auf Instagram und

Facebook:

https://www.instagram.com/brubiruby/

https://www.facebook.com/brubiruby/

Für weitere Inspiration und ausführliche Video-

Anleitungen habe ich einen YouTube-Kanal eröffnet.

Du findest ihn hier:

https://www.youtube.com/channel/UCT3CzD_4Dox5Lnmy1Qc20iw

Schau gern mal dort rein!

Hier noch ein Hinweis für alle, die tiefer in die Welt

der Kreativität eintauchen wollen:

• Möchtest du neue kreative Wege gehen und mit

deinem inneren Künstler experimentieren?

• Hast du Lust, deine Bilder mit viel Leichtigkeit zu

gestalten – weit weg von Druck und Perfektion

• Wünschst du dir neue Gestaltungs-Ideen und

Inspirationen für dein Art Journal oder deine

Mixed Media-Arbeiten?

• Möchtest du ganz einfach eigene Bilder, Deko-

Papiere, Karten und mehr gestalten?

Dann ist mein Online-Kurs „Colourful Stamping“.

genau das Richtige für dich. Hier zeige ich dir, wie

du eigene Stempel aus Moosgummi herstellen

und anwenden kannst. Ich begleite dich im ganzen

Prozess, vom Finden der geeigneten Motive, über

das Herstellen des Stempels bis zum Stempeln und

Drucken nach Herzenslust in unzähligen Variationen.

Du erhältst viele wichtige Tipps und Tricks, die dich

ganz einfach und mit viel Spaß zum Erfolg führen,

und darüber hinaus bekommst du jede Menge

Inspiration für eigene Ideen.

Den Kurs gibt es auf www.happypainting.club.

Zum Einführungsvideo sowie auch zum Kurs selbst

kommst du über diesen Link:

https://happypainting.club/colourful-stamping/

Alles Gute für dich und viele Grüße

Birgit Bruhns

71


Räume optisch

vergrößern...

von Ing.Ferdinand Brejcha

Da die meisten von uns

nicht 500m² Wohnfläche zur

Verfügung haben und viele

Räume eher klein sind, ist

der Wunsch, diese größer zu

machen, verständlich. Wer hätte

nicht gerne ein größeres Wohn-

Schlaf- oder sonstiges Zimmer?

Die Räume quadratmetermäßig

zu vergrößern ist fast immer

ein Wunschtraum. Nur

selten können wir Mauern

durchbrechen und Zubauten

oder Nachbarwohnungen

integrieren. Selbst dann spielt

uns oft die Statik einen Streich.

Wer den Begriff einer „tragenden

Mauer“ kennt, lässt diese in

Ruhe, wer nicht, erlebt eine böse

Überraschung.

Optisch größer

Sie können daher in die Trickkiste

greifen und Ihre Räume optisch

„vergrößern“.

Ein Fliesen- oder Parkettboden

in einem langgestreckten Raum

quer verlegt, macht diesen

breiter. Entscheiden Sie sich für

große Fliesen oder Parkettdielen

an den Wänden und am

Boden, dann wird ein kleines

Badezimmer oder eine Küche

optisch vergrößert.

Ein Spiegel an einer strategisch

sinnvollen Position, lässt

einen Raum auch gleich viel

größer erscheinen. Ideal dafür

sind Ecken. Gleichzeitig ist

der Spiegel ein großartiges

Dekorationsobjekt.

Farben und Tapeten bieten

auch viele Möglichkeiten.

Kühle, helle Töne vermitteln das

Gefühl von Weite. Senkrechte

Streifenmusterung bewirkt,

dass der Raum optisch höher

wirkt. Bei einem schmalen,

langen Zimmer sollten die kurzen

Wandseiten dunkler gestrichen

werden. Eine hell oder weiß

gestrichene Decke lassen den

Raum höher wirken. Künstler

schaffen sogar Meisterwerke, die

Durchgänge in andere Räume

vortäuschen. Aber Vorsicht:

Nach einigen Gläsern zu viel der

Täuschung zu erliegen, sorgt für

rasche Ernüchterung!

Bilder können ein Zimmer

auch optisch vergrößern.

Großformatige Drucke mit einem

schlichten Rahmen haben die

beste Wirkung. Mehrere kleinere

Bilder engen den Raum optisch

ein.

Neben optischen Tricks spielt

die Einrichtung eine große

Rolle. Wo soll was stehen?

Hier ist gute Überlegung und

Planung angesagt. Welche

Hindernisse habe ich? Was muss

berücksichtigt werden?

Schiebetüren – mehr Platz mit

vielen Möglichkeiten

Ein Hindernis, welches wenig

beachtet wird, ist die Zimmertür.

In welche Richtung geht sie

auf? Wieviel Schwenkraum

benötigt sie? Stoßen zwei

Türen zusammen? Eine Drehtür

benötigt einen Schwenkraum,

im Normalfall mindestens

einen Viertelkreis von 90 cm

Durchmesser, und Platz zum

Vorbeigehen muss auch noch

vorhanden sein.

Foto: SAPELI Schiebetür in der Wand laufend Modell Note ,Glas Sapelux weiss‘

Fa. Sapeli (Bild)

72


aumtrennenden Charakter.

Glastüren lassen mit ihrer

Transparenz Räume freundlicher

und größer wirken. Sie

können bei entsprechender

Oberflächengestaltung

Sichtschutz bieten und trotzdem

Licht in den Raum bringen. Zur

Auswahl stehen für die kreative

Raumgestaltung viele Motive

und auch individuelle Wünsche

sind erfüllbar.

Foto: SAPELI vor der Wand laufend

Das System MINIMA in Kombination mit der Türe Modell Elegant, weiß lackiert,

kommt ohne Zarge und Abdeckung der Laufschiene aus.

Moderne Glastüren sind leicht

zu reinigen und zu pflegen,

alterungsbeständig und relativ

widerstandsfähig gegenüber

Kratzern. Der Sicherheit wird

durch die Standardausführung

mit Sicherheitsglas Rechnung

getragen.

Was absolut nicht geschehen

sollte, ist folgende Situation:

Bei einem Dachausbau wurde ein

WC mit nach innen aufgehender

Tür geplant. Am Papier sah es

gut aus, aber vor Ort blieben

zwischen Schwenkbereich und

WC-Ablauf nur 10 cm Platz. Die

WC-Muschel ist aber noch um

einiges größer! Wie kommen der

Installateur raus und die Benutzer

rein? Eine knifflige Situation…

Eine Alternative ist eine

Schiebetür. In einer Schiene, die

oberhalb der Türe montiert wird,

rollt ein Laufwagen, in den die

Schiebetür eingehängt wird.

Die platzsparendste Variante ist,

wenn die Tür in die Wand läuft.

Das muss allerdings schon in der

Planungsphase berücksichtigt

werden.

Bei nachträglichem Einbau

läuft die Tür vor der Wand. Die

benötigte Breite beträgt 6-10

cm und ca. 90 cm sind neben

der Türöffnung einzuplanen. Die

Schiebetür kann hinter Kästen

verschwinden oder als optisches

Element gestaltetet werden.

Mehr Licht im Raum mit

Glastüren

Im Gegensatz zu Holztüren

bringen Glastüren auch

Licht dorthin, wo es sonst

nicht hinfallen würde. Eine

lichtdurchlässige Glastür erhellt

dunkle Zimmer und verwinkelte

Räume.

Die durchsichtige und leicht

wirkende Glastür hat einen

verbindenden und nicht

Eine Glasschiebetür

vereint beide Vorteile,

Licht im Raum und wenig

Platzbedarf. Zusätzlich können

architektonische Akzente

gesetzt werden. Ob klassisch

oder modern, vieles ist möglich!

Egal für welches Modell man

sich entscheidet, der Wohnraum

wird aufgewertet und die damit

verbundene Großzügigkeit

schafft ein neues Raumgefühl.

Foto: GRIFFWERK W-Planeo Aire-Pure White. Vor der Wand laufend

Bild Fa. Frischeis

73

73


Ein astrologischer Einblick für das

SATURN-JAHR

2021

von der Draustädter Astrologin

Sonja Klade aus Villach in Kärnten/Österreich:

Ein astrologisches Jahr beginnt

immer zu Frühlingsbeginn, im

Jahr 2021 am 20. März, wenn

die vom Fischezeichen in das

Widderzeichen wechselt. In

dieser Zeit beginnt dann auch

das Saturnjahr. Bis zu diesem

Zeitpunkt regiert seit März 2020

noch der Mond. Im Mondjahr

geht es um Gefühle und

Emotionen, seelisches Befinden,

Geborgenheit, Familienleben,

aber auch um die Aufarbeitung

dieser Themen.

Was bringt uns das Saturnjahr

2021?

Jedes neue astrologische Jahr

steht unter der Schirmherrschaft

eines bestimmten

Himmelskörpers. Ab März 2021

beginnt das Saturnjahr. Die

Themen Saturns, Planet des

Steinbocks, sind Grenzsetzungen,

Verbote, Überprüfung von

Strukturen, Weichen stellen

und Ordnung herstellen,

materielle Sicherheit. Er steht

für Ausdauer, Disziplin, harte

Arbeit, Zuverlässigkeit, aber auch

für Einschränkungen, Verlust

und Verzicht. Er stellt uns vor

Pflichten und Prüfungen und

fordert Eigenverantwortung.

Durch oft schmerzhafte

Erfahrungen zwingt er uns, der

Realität ins Auge zu blicken, um

das Wahre zu erkennen.

Saturn liebt das Beständige

und Altbewährte, während der

Wassermann für Erneuerung,

Verbesserung, Umbruch und

Aufbruch ins Neue steht. Hier

74


geht es also um Gegensätzliches

und um Unterschiede zwischen

den beiden Zeichen Steinbock

(Planet Saturn) und Wassermann

(Planet Uranus) und die

Themen des Saturns müssen

auf konstruktive Art und Weise

in eine neuere Form gebracht

werden. Nicht nur Jupiter und

Saturn, die sich nun durch das

Wassermannzeichen bewegen,

sondern auch Uranus der

Wassermannplanet, der nun

durch das Zeichen Stier wandert,

zeigen Veränderungen der

wirtschaftlichen, materiellen

Situation, Besitztümer und

konservativer Einstellungen

an. Es geht um Freiheit und

Unabhängigkeit, um Befreiung

des Alten und um Aufbau des

Neuen.

Der Planet Saturn selbst

wechselte am 17. Dezember

2020 von seinem eigenen

Sternzeichen Steinbock in das

Zeichen Wassermann und bleibt

dort bis 7. März 2023, wobei der

Wechsel schon das erste Mal

von März 2020 bis Anfang Juli

2020 stattfand und Saturn dann

nochmal ins Steinbockzeichen

zurückwechselte.

Was möchten Saturn im

Wassermann und das Saturnjahr

bewirken?

Was geschieht und welche

Chancen hat man mit

dem Eintritt Saturns in das

Wassermannzeichen:

Saturn/Steinbock möchte

Ordnung und klare Verhältnisse

schaffen und im Zeichen

Wassermann vollzieht sich eine

plötzliche und gesellschaftliche

Wende, also um eine zukünftige

Neu- (Wasser-mann) -ordnung

(Steinbock/Saturn).

In der gereifteren Form des

Individuums bestehen die Chance

und gute Voraussetzungen

für eine positive Wende und

Veränderung der Menschheit

und im gesellschaftlichen

Zusammenleben. Es besteht

aber auch die Chance, sich

von evtl. noch vorhandenen

alten, aufgezwungenen

Verhaltensmustern zu befreien.

Altbewährtes, Traditionelles

(Steinbock/Saturn) sowie

Neues/Erneuerungen

(Wassermann/Uranus) darf nicht

abgelehnt werden, sondern man

sollte beides bei zukünftigen

Vorhaben, Plänen und Visionen

auf konstruktive Art und

Weise integrieren, um zu einer

Verbesserung der Verhältnisse zu

gelangen.

Verbesserungen und neue

Reformen kann man nur

mit Gleichgesinnten oder

im Team verwirklichen, um

so der Allgemeinheit mehr

Mitbestimmungsfreiheiten

einzuräumen und die starren

und überkommenen Strukturen

der Gesellschaft zu erneuern.

Dazu werden sich ab 2021 viele

Gelegenheiten bieten. Dazu

braucht es Menschen, die dazu

fähig sind, denen das Wohl der

Menschheit wirklich am Herzen

liegt und die unterscheiden

können, wann es sich lohnt,

eigenwillig und kompromisslos

aufzutreten oder tolerant und

nachgiebig.

Mit Pluto im Steinbock wird man

jedoch trotzdem noch damit

rechnen müssen, dass es zu

Widerständen kommen wird, weil

Verantwortliche ihre bisherige

Machtposition sichern wollen.

Am 19. Dezember 2020

wechselte auch Jupiter der

Schützeplanet vom Steinbock

in den Wassermann und in

der Zeit zwischen 13. Mai

und 28. Juli 2021 wechselt er

dann vom Wassermann in das

Fischezeichen, danach wieder

zurück in den Wassermann und

bleibt dort bis 29.12.2021. Jupiter

steht für Weisheit, Großzügigkeit,

Loyalität, Sinnsuche im Leben,

Glauben, Religion bzw. dem

75


Bild, das wir uns davon machen,

für unsere Weltanschauung,

für Optimismus, Philosophie,

Expansion und Wachstum.

Jupiter betritt nun das Zeichen

Wassermann, das von Genialität,

Experimentierfreudigkeit,

Fortschrittlichkeit, einzigartigen

Ideen, Humanität, Toleranz,

Originalität, Integrität, Sozialität,

Exzentrizität und für das Streben,

das zu vollbringen, was erst in

späterer Zeit verstanden und

gewürdigt werden kann, geprägt

ist.

Man sucht neue Wege, um

frei und unabhängig zu sein.

Andere wiederum profilieren

sich vielleicht eher im Team bzw.

Gruppenarbeit. Entdeckungen,

Erfindergeist, Forschung und

Wissenschaft, besonders

bezüglich Corona, werden

unter Jupiter im Wassermann

besonders gefördert. Nun geht

es darum, maximale, positive

Veränderung zu bewirken.

Diese jupiterhaften/uranischen

Energien sind jedoch so kraftvoll

und explosiv, dass es gut

ist, dass auch der überlegte

und vorsichtige Saturn im

Wassermann beruhigend

einwirkt. Mehr Freiheit ist jedoch

nur mit großer Verantwortlichkeit

möglich. Nur wenn man

die positiven Eigenschaften

beider Sternzeichen/

Planeten für ALLE Menschen

einsetzt, kommunikativer und

verständnisvoller wird, wird man

davon auch profitieren können.

Freundeskreis, soziale Netzwerke

oder neue Medien und

Gruppenarbeit, können unser

Leben erheblich beeinflussen, oft

sogar Glück bringen.

Im Jahr 2021:

Kräfteraubend und emotional

durch Saturn und Uranus

gefordert, werden viele aus

der ersten und zweiten Dekade

Geborenen, die fixen Zeichen

Stier, Löwe, Skorpion und

Wassermann, durch Pluto

transformiert werden die

Steinböcke, Widder, Krebse und

Waagen der dritten Dekade,

was leider auch nicht immer

ohne schmerzliche Erfahrungen

einhergeht. Meist ist eine

Läuterung jedoch nur dadurch

möglich und man wird nach

dieser Zeit wie neugeboren

bzw. wie Phoenix aus der Asche

steigen.

Neptun steht in diesem Jahr auch

für Unsicherheiten, Nebulöses,

Auflösungen, Verlust, Verzicht,

Selbst und Enttäuschung für

Menschen aus der dritten Dekade

und für ein paar Menschen noch

aus der zweiten Dekade der

Zwillinge, Jungfrauen, Schützen

und Fische und positiv wirkt

sich Neptun für die Krebse,

Skorpione, Steinböcke und Stiere

aus. Diese Zeichen dürften mit

Glück zu rechnen haben und

zwar in spirituellen, religiösen,

kreativen Bereichen und in

Heilungsangelegenheiten.

Sie sollten auf ihr Gefühl und

ihre Intuition achten und

Einfühlungsvermögen und

Hilfsbereitschaft auch für andere

Mitmenschen haben.

Durch Jupiter begünstigt,

gefördert und beglückt, ebenso

viele Wassermänner, Waagen,

Zwillinge, aber auch einige

Schützen und Widder (kurze Zeit

auch einige Fische der ersten

Dekade). Durch Jupiter können

Probleme wieder minimiert

oder gar zur Gänze aufgehoben

werden bzw. zu einem guten

Ausgang gelangen. Egal ob es sich

um eine Gerichtsverhandlung,

um ein privates, gesundheitliches

oder berufliches Problem

handelt.

Ich wünsche euch ein glückliches,

gesundes, erkenntnisreiches, vor

allem ein von Gott gesegnetes

neues Saturnjahr 2021

Ihr erreicht mich telefonisch

unter 0043 650 90 11 280

in Facebook und in WhatsApp

Meine Homepage:

http://members.aon.at/astrologie-klade

Fotos: https://pixabay.com/de/

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77


Feng Shui – Teil 5

Das Schlafzimmer –

Träume

© von Andrea Docter-Haslach – DieHausflüsterin.com

Mach

deine

wahr

Das Schlafzimmer ist ein Ort

der Entspannung. Dein wahrer

Rückzugsort für Körper und Geist,

um wieder Energien aufzutanken

und dich von den Anstrengungen

des Tages zu erholen.

Gerade in Zeiten der Unruhe

und Unsicherheit ist es umso

bedeutsamer, dass dieser Raum

eine ausgeglichene Atmosphäre

ausstrahlt.

Das Schlafzimmer gehört zu

den wichtigsten Räumen.

Guter Schlaf ist entscheidend

für dein Wohlbefinden, deine

Gesundheit und positive

Lebenseinstellung. 1/3 deines

Lebens verbringst du schlafend

und in keinem anderen Raum

hältst du dich so lange auf wie in

deinen Schlafräumen.

Es ist oft der einzige echte

private Ort in einer Wohnung,

an dem sich deine Sinne

ganz zurückziehen können

und zur Ruhe kommen. Ein

Raum, wo du deine Energien

auflädst nach einem Tag voller

Herausforderungen.

Es ist auch der Ort von

Sinnlichkeit und Erotik, an dem

liebevolle Beziehungen erhalten

werden.

Das Schlafzimmer beeinflusst

durch seine Raumatmosphäre,

seine Stimmung und Energie dein

gesamtes Leben. Wenn du dort

etwas veränderst, dann stärkst du

dich so richtig.

Daher ist eine der

Grundregeln für das

Schlafzimmer, es frei von

störenden oder schädigenden

Einflüssen zu halten. Jeder

Gegenstand in deinem

Schlafzimmer sollte der

eigentlichen Funktion des

Raumes dienen und dich dabei

Free Photo by Unsplash

unterstützen, gestärkt und mit

frischer Energie in den neuen Tag

zu starten.

Die Position des Bettes

Der Mittelpunkt des

Schlafzimmers? Natürlich ist das

meistens das Bett.

Dein Wunschbett ist das

wichtigste Element in deinem

Wohlfühlzimmer und sollte den

Mittelpunkt der Einrichtung

darstellen. Stelle dein Bett also an

den besten Platz im Raum – mit

ausreichend Abstand zu Tür und

Fenster. Also, erst das Bett, dann

alles andere.

Denn was viele nicht wissen:

Nicht nur eine gute Matratze ist

entscheidend für einen guten

Schlaf, auch die Position des

Bettes hat einen großen Einfluss

auf deine Schlafqualität.

Platziere das Bett so, dass es

dich im wahrsten Sinne des

Wortes einlädt, dich sofort

hineinzukuscheln, sobald du den

Raum betrittst.

Vermeide alles, was dir den

Weg zum Bett erschwert,

also Stolperfallen oder ein

umständliches Vorbeiquetschen

am Kleiderschrank.

Bestenfalls sollte dein Bett mit

dem Kopf an einer Wand stehen

oder zumindest an einem

massiven Raumteiler oder über

ein solides Kopfteil verfügten. Das

strahlt Schutz und Sicherheit aus

78


und dein Körper kann sich besser

entspannen und ruhen.

Wenn möglich sollte das Bett

außerdem nicht zwischen Tür

und Fenster stehen, da es sich

dort wie in einem Durchzug der

Chi (Lebens) Energie befindet.

Das kann sich negativ auf deinen

Schlaf auswirken.

Wuchtige, schwere oder

schwer wirkende Gegenstände

wie massive Möbelstücke,

Bilderrahmen, Lampen oder

Deckenbalken über oder

unmittelbar neben dem

Bett wirken bedrückend und

beklemmend. Es lässt dein

Unterbewusstsein immer in "Hab-

Acht" Stellung sein und macht

deinen Schlaf so eher unruhig.

Dein Bett sollte auf Beinen stehen

und genügend Platz unter der

Liegefläche haben. So kann die

Energie besser zirkulieren.

Und auch wenn es verlockend

ist – vermeide, den Platz unter

deinem Bett als Abstellfläche

zu benutzen. In Betten mit

eingebauten Schubladen kannst

du am besten Bettwäsche,

Handtücher und ähnliches

verstauen.

Bei Räumen mit Dachschrägen

sollte die Positionierung des

Bettes so gewählt werden,

dass du nicht direkt unter

Dachschrägen, Balken oder quer

verlaufenden Kanten schläfst.

Als Schlafrichtung ist in der Regel

eine Ausrichtung von Ost nach

West, West nach Ost oder Nord

nach Süd positiv.

Auswahl und Einrichtung

In der Ruhe liegt die Kraft.

Beruhigende, sanfte Farben wie

z.B. Blau oder Erdtöne sind in

einem Schlafzimmer eine gute

Wahl. Eine weiche Beleuchtung

vermittelt Ruhe und Intimität.

Lampenschirme oder Kerzen

(paarweise aufgestellt, um die

Photo by Bruce Mars on Unsplash

Partnerschaft zu stärken) schaffen

eine entspannte Atmosphäre.

Pinkfarbene oder rote Akzente

regen Liebe und Leidenschaft an.

Rosenquarz wirkt sich positiv auf

Beziehungen aus.

Achte darauf, dass dein Bett von

beiden Seiten zugänglich ist. Dies

sorgt für Gleichwertigkeit. Für

noch mehr Ausgewogenheit stelle

an jeder Seite ein Nachttischchen

mit einer Lampe auf.

Für einen tiefen und erholsamen

Schlaf wäre es außerdem gut,

wenn du bei geöffneten Fenstern

schläfst, diese jedoch

vollkommen abgedunkelt sind.

Umgib dich im Schlafzimmer

nur mit Sachen, die deinen

Geist beruhigen und glückliche

Erinnerungen und Gefühle in dir

hervorrufen. Dies gilt auch für

die Bilder an deiner Wand. Sie

sollen dich positiv stimmen, wenn

du morgens aufwachst.

Gönne dir schöne Bettwäsche.

Aus Feng Shui Sicht wird von

unruhigen Mustern, grellen

Farben und künstlichen

Materialen und Syntetikfasern

abgeraten, denn auch nachts will

deine Haut gut atmen können.

Investiere lieber in hochwertige

Bettwäsche, die sich gut auf

deiner Haut anfühlt und dir

ein wohliges Gefühl beim

Schlafengehen vermittelt.

Für Paare sind gleiche Bettbezüge

von Vorteil oder eine Tagesdecke,

die über das Bett geworfen wird.

Das schafft Einheit.

Probiere aus, was gut für dich

ist, damit du ausgeruht und

mit frischer Energie in den Tag

startest.

Die besten Schlafzimmer Tipps

Diese Tipps kannst du natürlich

auch in jedem Feng-Shui oder

Ordnungsratgeber nachlesen. Ich

habe dir hier jedoch einige der

besten Tipps – meiner Meinung

nach – für deine Schlafräume

zusammengestellt.

• Keine Unordnung im

Schlafzimmer – auch unter

dem Bett!

Ein Schlafzimmer ist kein Versteck

für Dinge, die sonst nirgendwo

Platz finden. Es ist immer günstig,

das Schlafzimmer aufgeräumt

und frei von Dingen zu halten, die

dort nicht hingehören, denn sie

beeinflussen die Qualität deines

Schlafes. Das betrifft ebenso den

Raum unter dem Bett, hinter den

Türen.

• Wichtig ist vor allem, dass die

Energie auch in diesem Raum

ungehindert fließen kann. Das

Schlafzimmer gehört in den

Bereich der Ying-Räume. Ying-

Räume zeichnen sich durch

79


Stille, Geborgenheit und

völlige Dunkelheit aus, denn

nur so können Körper, Geist

und Seele sich ausreichend

erholen.

• Stelle dein Bett an den

besten Platz im Raum – mit

ausreichend Abstand zu Tür

und Fenster. Von dort aus

solltest du den ganzen Raum

überblicken können. Das

Bett sollte auch nicht unter

Schrägbalken aufgestellt

werden. Halte gerade das

Kopfende frei.

• Auch der Wäschekorb mit der

schmutzigen Wäsche hat im

Schlafzimmer nichts verloren.

Richte dein Schlafzimmer so

ein, dass die Energie frei und

ungehindert zwischen den

Möbeln fließen kann. Auch im

Schlafzimmer gilt: Weniger ist

mehr.

• Verbanne Elektrogeräte wie

Funk-/Radiowecker,

Heizdecke, Fernseher,

Computer etc. aus

dem Schlafzimmer. Es

ist wissenschaftlich

erwiesen, dass technisch

erzeugte, elektrische und

elektromagnetische Felder

Photo by Greg Rivers on Unsplash

mittlerweile die Stressauslöser

und Ruhekiller Nummer 1 sind.

Nachttischlampen, Metallteile

im Bett, Federkerne in Matratzen

oder Stahlbeton im Fußboden

können elektromagnetische und

geopathische Störstrahlungen

zusätzlich verstärken. Wenn

du gar nicht darauf verzichten

kannst/willst, dann setze dein

Handy zumindest auf Flugmodus

während des Schlafens.

• Achte im Schlafzimmer

auf natürliche Materialen (auch

keine Kunststoffe).

Natürliche Hölzer für Bett und

Möbel wirken warm, gemütlich

und bringen Charme sowie

lebensfrohe Leichtigkeit.

• Bei der Farbkombination für

das Schlafzimmer gilt: Schaffe

mit den passenden Möbeln

und Farben ein harmonisches

Gesamtbild im Schlafzimmer.

• Pflanzen können im

Schlafzimmer mit Bedacht

gerne eingesetzt werden. Sie

sind dafür zuständig, die eher

stillen Bereiche einer Wohnung

mit etwas Farbe und Leben

zu füllen und werden daher

allgemein als sehr positive

und auflockernde Elemente

angesehen, eben auch im

Schlafzimmer.

• Lüfte dein Schlafzimmer

regelmäßig, um frischen

Sauerstoff und Energien in

den Raum zu bringen. Die Luft

sollte zirkulieren können –

auch unter dem Bett.

Dennoch sollte die

Raumtemperatur angenehm

sein. Sorge auch für einen

angenehmen Duft im Raum, der

einlädt dort zu verweilen.

• Spiegel sollten möglichst keine

im Schlafzimmer enthalten

sein, zumindest keine, in

denen du dich direkt sehen

kannst. Spiegelflächen stehen

für Aktivität und können

den Schlaf stören. Dein

Unterbewusstsein nimmt

wahr, dass sich etwas im Raum

aufhält (spiegelt). Das hält

dich wieder davon ab, in den

Tiefschlaf zu kommen.

• Sorge am besten für völlige

Dunkelheit im Schlafzimmer.

In der Nacht produzieren wir

Melatonin – das Schlafhormon,

das als natürlicher Botenstoff

den Schlaf-Wach-Rhythmus

regelt. Dunkelheit hilft deinem

Körper, besonders auch

den Nieren, dass die eigene

Produktion dieses Hormons

natürlich funktioniert und du

dich nachts gut regenerieren

kannst.

• Nutze gerade jetzt die

dunkle Jahreszeit, es dir im

Schlafzimmer so richtig schön

kuschelig und gemütlich

zu machen. So freust du

dich, abends in dein Bett zu

schlüpfen und morgens in ihm

aufzuwachen.

Also nun, ab ins Bett …

… und wohlfühlen! Ich wünsche

dir einen tiefen, erholsamen

Schlaf und wunderbare

angenehme Träume.

Erschaffe dir Räume, die dir

gut tun für ein Leben und ein

Zuhause, das du aus ganzem

Herzen liebst.

80


Photo by Lina Kivaka on Pexels

Andrea Docter-Haslach ist

leidenschaftliche Feng Shui

Raumexpertin + Home Energy-

Coach für äußere und innere

Ordnung und Klarheit, besser

bekannt als „Die Hausflüsterin“.

Ihr Motto lautet: Räum dich

glücklich und frei! Schaffe Platz

für das Leben, das du leben willst

und Räume, die du aus ganzem

Herzen liebst – innen wie außen.

In ihren Kursen, Seminaren

und Beratungen unterstützt

sie Menschen dabei, Altes

aufzulösen und Neues möglich

zu machen – ohne Angst, das

Falsche loszulassen und es später

zu bereuen.

Andrea zeigt in einfachen

Schritten, wie du mentalen und

physischen Ballast einfach loslässt

und wie durch Einbeziehung

von Feng Shui neue Impulse in

einem Zuhause gesetzt werden

können. Dies bereichert nicht nur

die Räume, sondern auch das

Leben selbst und es wird somit

noch schöner, freudvoller und

sinnerfüllter.

Andrea lebt mit ihrem Mann &

Hund in den Niederlanden.

https://diehausfluesterin.com

Kontakt:

andrea@bright-delight.com

81


Qi Formel Die für mehr

Die

für mehr

Gesundheit im digitalen Zeitalter

von Awai Cheung

Sie fühlen sich in letzter Zeit oft

gestresst und ausgepowert?

Und Sie merken allmählich, wie

Sie mit Ihren Kräften an Ihre

physischen Grenzen stoßen?

Eine Erfahrung, die Berufstätige

heutzutage immer häufiger

machen.

Stress am Arbeitsplatz ist

ein weltweites Problem, das

insbesondere in westlichen

Industriestaaten an Bedeutung

gewinnt. Nach Ansicht der

Weltgesundheitsorganisation

(WHO) zählt Stress sogar zu den

größten Gesundheitsgefahren

des 21. Jahrhunderts. Viele

Menschen muten sich mitunter

mehr zu, als sie im wörtlichen

Sinne verkraften können.

Die Folgen: persönlicher

Frust, Antriebsschwäche,

nervliche Anspannung und

Gesundheitsbeschwerden. Umso

wichtiger ist es, effektive Anti-

Stress-Strategien zu entwickeln,

um Stress wirksam und dauerhaft

vorzubeugen.

Stressfaktoren im Alltag

•Sorgen, Ängste, Probleme

•Informationsflut,

Reizüberlastung

•Zeit- und Termindruck

•Eigene Erwartungshaltung

•Bewegungsmangel

•einseitige Körperhaltung, zu

langes Sitzen

Wer die Alarmzeichen

des Körpers erkennt und

rechtzeitig handelt, kann Stress

wirksam mindern und durch

Entspannungstechniken im Alltag

ausgleichen. Nur so kann es

gelingen, länger erfolgreich und

gesund seinen Beruf auszuüben.

Grundlagen der asiatischen

Heilkunst

Was kann ich selbst

unternehmen, um innere Ruhe

und emotionale Ausgeglichenheit

zu erlangen? Schon mit einfachen

Übungen kann man viel für sein

gesundheitliches Wohlbefinden

tun.

Die Qi-Fitnessübungen führen

zu innerer Konzentration, bauen

Körperenergie auf und bringen

den Körper in Gleichklang.

Gestaute Lebensenergie Qi

beginnt wieder zu fließen.

Qi ist ein vieldeutiger Begriff

aus Asien, der unterschiedlich

übersetzt werden kann.

Er bedeutet Luft, Dampf,

Atem, Wind, Kraft oder

vitale Lebensenergie. In der

chinesischen Medizin und

Philosophie bezeichnet Qi die

universalen Gestaltungskräfte,

die in jeder Naturerscheinung

vorhanden sind. Qi befindet sich

in der Luft, die wir atmen (Qi des

Himmels) und in der Nahrung,

die wir zu uns nehmen (Qi der

Erde). Qi bewirkt Wachstum,

Veränderung, zeitlichen Wandel

und Erneuerung.

Die vitale Lebensenergie

durchströmt den menschlichen

Körper auf definierten

Leitbahnen, den sogenannten

Meridianen. Diese Energiekanäle

durchziehen den gesamten

menschlichen Körper und stellen

eine Verbindung zu den inneren

Organen her. Auf den Meridianen

befinden sich Energietore, die als

Akupunkturpunkte bezeichnet

werden.

Die Qi Formel – Mini-Workout

zur Entspannung und

Energiegewinnung

Die Qi Formel von Awai

Cheung setzt sich zusammen

aus: Gesundheit, Harmonie,

Achtsamkeit, Lebensfreude und

Dankbarkeit.

Wie Sie fit und gesund

bleiben, um die beruflichen

Herausforderungen der Zukunft

zu meistern, zeige ich Ihnen mit

meinem Qi-Fitness-Training.

Dieses Spezialtraining vereint

ausgewählte Elemente der

traditionellen chinesischen

Medizin – Yoga, Qigong

und Akupressur – mit den

Erfahrungswerten aus dem

modernen Berufsalltag.

Was ist das Ziel vom Qi-

Fitness-Training? Durch das

Zusammenspiel von Bewegung,

Atmung und Vorstellungskraft

sollen nicht nur Stresspotentiale

abgebaut, sondern auch Körper,

Seele und Geist wieder in

Einklang gebracht werden.

Im folgenden Praxisteil habe ich

Ihnen drei von 50 Qi-Fitness-

Übungen herausgesucht, die

Ihnen zu mehr Achtsamkeit, Kraft

und Beweglichkeit verhelfen

sollen. Weitere Übungen

finden Sie in meinem Buch Die

Qi-Formel für ein langes und

gesundes Leben, Riva Verlag.

82


ÜBUNGEN

•Standmeditation

Stehen Sie in lockerer, aufrechter

Haltung, die Knie sind leicht

gebeugt. Heben Sie die Arme

in Brusthöhe und umarmen Sie

mental einen Baum. Schließen Sie

die Augen und atmen Sie ruhig.

Dauer: bis zu 1 Minute täglich

Wirkung: Steigerung der

Konzentration, Ruhe,

Gleichgewicht, Abgrenzung

„Ein entspannter Mensch ist

ein gesunder Mensch“, lautet

eine chinesische Weisheit.

In diesem Sinne wünsche

ich Ihnen viel Erfolg beim

Ausprobieren der Übungen

und dass sie Ihnen helfen,

Ihren Alltag mit voller Energie

und Gelassenheit zu meistern.

Ihr

Awai Cheung

https://awaicheung.de/

Bildquelle: Harry Schnitger

•Jade

Begeben Sie sich in den

sogenannten Xie-Bu-Sitz, das

linke Bein wird vor dem rechten

Bein gekreuzt. Strecken Sie beide

Arme seitlich aus, wobei die

rechte Hand »leer« ist und die

linke Hand eine Faust bildet.

Dauer: 30 Sekunden halten

Wirkung: fördert Beweglichkeit,

Koordination und Ausdauer,

kräftigt die Rückenmuskulatur

•Power (Wo)Man

Gehen Sie in die Hocke. Lassen

Sie die rechte Fußsohle auf dem

Boden und strecken Sie das linke

Bein aus, sodass es sich ungefähr

drei Zentimeter vom Boden

abhebt. Die Hände sind in der

Gebetshaltung. Wechseln Sie die

Position. Für diejenigen, die die

Ferse nicht auf den Boden stellen

können, bietet sich ein Yogablock

als Hilfestellung an.

Dauer: 4 × links, 4 × rechts

Wirkung: kräftigt die

Beinmuskulatur und den unteren

Rücken, schult das Gleichgewicht

83


Über Awai Cheung

„Du behältst deine äußere Kraft,

wenn du beständig deine innere

Ruhe trainierst.“ (Awai Cheung)

Awai Cheung ist Dozent,

Redner, Lehrbeauftragter und

Bestsellerautor zum Thema

asiatische Bewegungskünste

und nachhaltige

Gesundheitsprävention. Seit

mehr als 25 Jahren hält er

Fachvorträge, gibt Seminare im

In- und Ausland und vermittelt

wertvolle, sofort umsetzbare

Impulse, Inspiration und

Motivation auf humorvolle Art.

Er hat von Kindheit an die

asiatischen Kampfkünste Judo,

Kung Fu und Tae Kwon Do bei

asiatischen Großmeistern gelernt.

Das Studium der Kampfkünste

betrieb er mit äußerster

Konzentration und Hingabe.

Seine Vorträge, Workshops

und Seminare bietet er in

Deutschland, Österreich und in

der Schweiz an.

Aktuelle Termine:

08.01.- 28.08.2021

– Ausbildung Yoga meets Qigong –

Info: www.yogo.at

Bild Fotograf Harry Schnitger

Awai Cheung:

Die Qi Formel für ein

langes und gesundes

Leben

Die fünf Säulen der

chinesischen Heilkunst.

riva, Softcover, 176 Seiten

ISBN: 978-3-7423-0947-1

19,99 Euro (D) bzw. 20,60

Euro (A)

www.Qi-Formel.de

84


Gesundheit erhalten und fördern

Stärke dein Immunsystem!

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Hallo lieber Leser*innen,

Mein Name ist Carmen

Kellmereit und ich bin 56 Jahre

jung - und so fühle ich mich seit

2011 endlich wieder!

Schon in jungen Jahren

bewegten mich die Themen

"Gesundheit" und "Ernährung".

In meiner späteren

Ausbildung zur Examinierten

Krankenschwester lernte ich

viel über die Hintergründe und

Zusammenhänge. Je mehr ich

lernte, desto bewusster wurden

mir auch die Defizite in unserer

Ernährung, unseren industriell

hergestellten Lebensmitteln.

2011 fand ich dann eine Lösung,

um diese eklatanten Lücken zu

schließen. Von da an ging es

mit meiner Gesundheit bergauf,

so dass ich bereits nach kurzer

Zeit mehr spürbare Energie

hatte, weitaus weniger Schlaf

brauchte und auch mehrere

kleine Wehwechen gänzlich

verschwanden.

Heute, 9 Jahre später, bin ich

nach wie vor fasziniert von der

Wirkung dieser Bioprodukte,

mit denen viele Menschen

ihre Lebensqualität verbessern

konnten. Diese Möglichkeit

möchte ich dir auch geben,

zu erleben, dass du deine

Gesundheit selbst mitgestalten

und verbessern kannst.

Was sind mögliche Erfahrungen,

von denen vielleicht auch du

profitieren möchtest:

* gesunder, erholsamer

Tiefschlaf >>> dadurch

morgens fitter, konzentrierter,

gute Laune und Tatendrang

* gesundes Abnehmen ohne

Jojo-Effekt

* schnellere Regeneration nach

Sport und auch mehr Lust auf

Sport

* gute Verdauung (ein Thema,

über das kaum jemand spricht,

was aber viele Menschen

betrifft)

Wenn du auch deine Gesundheit

verbessern möchtest, dann

schreibe mir einfach eine Email

mit dem Stichwort. "Ich will

fitter sein." Du erhältst dann 8

kostenfreie Tipps zur Erhaltung

und Pflege deiner Gesundheit.

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Notwendiger

Hinweis:

Aus rechtlichen

Gründen wird darauf

hingewiesen, dass in

der Benennung der

beispielhaft aufgeführten

Anwendungsgebiete

selbstverständlich kein

Heilversprechen oder die

Garantie einer Linderung

oder Verbesserung von

Krankheitszuständen

liegen kann. Im

Krankheitsfall suchen Sie

bitte einen Arzt auf.

85


KINESIOLOGIE

UND

JAHRESZEITEN

Der Winter

Die leise Kraft des Winters –

Wie können wir sie für uns nutzen?

Es ist Winter. Die Wintermonate

Januar/Februar sind auf einer

Beliebtheitsskala sicherlich

im unteren Bereich zu finden.

Die Tage sind kurz und dunkel

und es ist häufig kalt und

ungemütlich. Für viele Menschen

ist es eine schwierige Zeit.

Antriebsschwäche, Kraftlosigkeit,

Lustlosigkeit oder auch ein Gefühl

von Trauer können sich einstellen.

Unser Immunsystem ist auf

Hochleistung programmiert: Es ist

Erkältungszeit.

Welche Tonalität verkörpert

der Winter? Er kommt eher

leise daher, die Tiere haben

sich verkrochen, halten ihren

Winterschlaf. Vogelstimmen

hört man nur noch vereinzelt

und das Rauschen der Blätter im

Wind fehlt gänzlich. Der Wald,

gekleidet in undefinierbare Grau-

Braun-Töne, wirkt beruhigend

auf unsere Augen, denn es gibt

nicht mehr viel zu entdecken. Der

Geruch von nasser Erde umhüllt

unsere Nase, die Sinnesorgane

können entspannen. Fällt

Schnee, kommt das wahre

Wesen des Winters noch mehr

zum Vorschein, leise, langsam,

beruhigend. Alles scheint weiter

weg zu sein, für einen Moment

still zu stehen. Eine schneeweiße

Landschaft wirkt konturenlos,

sanft. In diesem Zustand des

Stillstandes sammelt die Natur

Kräfte für den kommenden

Frühling.

Auch der Mensch bleibt nicht

unbeeinflusst von diesem

Wandel. Früher gewiss mehr als

heute. Die Bauern z.B., die oft ein

karges und arbeitsames Leben

führten, zogen sich im Winter

zurück. Erledigten Handarbeiten,

Reparaturen, gingen früh

schlafen und verbrauchten so

wenig Energie wie möglich.

Auch sie sammelten neue Kräfte

für den kommenden Frühling.

Heutzutage wird unser Lebensstil

nicht mehr so direkt von den

Jahreszeiten bestimmt. Dank

technischer Errungenschaften

sind Straßen und Wohnungen hell

erleuchtet, überall ist es warm,

der Alltag läuft wie gewohnt

weiter. Manche Leserin, mancher

Leser mag jetzt vielleicht denken:

„Was habe ich denn davon,

wenn ich meine Gewohnheiten

an die Jahreszeiten anpasse?

Ist es nicht viel praktischer die

Alltagsroutinen beizubehalten?“

Die Jahreszeiten können als

Inspiration dienen und uns

anregen über uns und unser

Leben zu reflektieren. In der

Traditionellen Chinesischen

Medizin, kurz TCM, geht man

davon aus, dass alles Leben

einem Wandel unterliegt und

von zyklischen, dynamischen

Abläufen geprägt wird. Das

Modell der Wandlungsphasen

beschreibt diesen immer

86


wiederkehrenden Kreislauf.

Die einzelnen Phasen werden

Elementen zugeordnet, die in

ihrer Qualität unterschiedliche

Eigenschaften besitzen. Diese

beziehen sich auf Jahreszeiten,

Farben, Emotionen, Sinne,

Organe, Lebensphasen und

Energien. Die einzelnen

Elemente bilden einen immer

wiederkehrenden Kreislauf,

sie bauen aufeinander auf und

bringen einander hervor.

Dieser Grundgedanke aus

der TCM lässt sich auf andere

Bereiche, oder ein Projekt

anwenden. Derselbe Zyklus wird

im Laufe eines Jahres, aber auch

eines Tages oder innerhalb eines

Menschenlebens durchlaufen.

Werden wir uns z.B. bewusst, in

welcher Phase wir uns gerade

befinden, sagt das etwas über die

Art der Energie aus.

Schauen wir uns den Winter

in seinen Eigenschaften etwas

genauer an. Er wird in der

TCM dem Element Wasser

zugeordnet, das sich in seinem

flüssigen Aggregatzustand durch

eine hohe Anpassungsfähigkeit

auszeichnet. Wasser ist formlos

und gleichzeitig formbar.

Es kann von einem kleinen,

unbedeutenden Rinnsal zu einem

mächtigen Strom anschwellen.

Einen Tropfen oder einen Ozean

bilden. Wasser hat zudem

tragende Eigenschaften: Auf der

Wasseroberfläche kann man sich

zum Beispiel ohne Anstrengung

treiben lassen. Dazu benötigt es

Vertrauen in das eigene Können

und in die tragende Eigenschaft

des Wassers. Aber es bedarf

auch des Mutes, um einfach

loslassen zu können. Dem Fluss

des Lebens folgend, ohne Angst,

besonnen neue Wege formen

und diese beschreiten. Gleich

dem Wasser, das sich durch den

Sand schlängelt und eine neue

Spur zeichnet. So auch in der

kinesiologischen Beratung, die

zum Ziel hat, neue Erfahrungen,

Einsichten und Klarheit zu

ermöglichen. Beruhend auf

der TCM kann die Kinesiologie

Blockaden lösen und das

Energiesystem ins Gleichgewicht

bringen. Das hier exemplarisch

am Winter vorgestellte

Modell der Wandlungsphasen

findet auch Einsatz im

kinesiologischen Coaching und

in der Gruppenarbeit. Eine neue

Eingangstür eröffnet immer die

Möglichkeit, neue Einblicke zu

gewähren.

Wir können die Energie des

Winters für uns nutzen, um im

Alltag das Loslassen zu üben.

Loslassen von Sachen oder

Gewohnheiten, die überflüssig

geworden oder nicht mehr

notwendig sind. Oder auch

solche, die nicht mehr zu

passen scheinen. Es ist keine

kämpferische Energie, sondern

eine Energie, die aus einer tiefen

inneren Ruhe entsteht. Sie knüpft

direkt an unserem Urvertrauen

an. Das gelingt am besten, wenn

man sich auf das Wechselspiel

von Ruhe und Kraft einlässt.

Zu einem Annäherungsversuch

können hier die Lebensphasen

anregen. Das Wasserelement

wird dem Alter zugeordnet,

dem letzten Lebensabschnitt.

In dieser Phase kehrt meistens

etwas Ruhe ein, manches geht

etwas langsamer von der Hand,

der Ruhestand steht an. Auch

der Körper setzt seine Grenzen.

Reich an Lebenserfahrung tritt

eine gewisse Gelassenheit ein.

Das Tun weicht der Betrachtung.

Die Gesellschaft mag diese

Eigenschaften pauschal als

Verlust oder Einschränkungen

bewerten. Sie können jedoch

auch als Zugewinn oder gar als

Befreiung empfunden werden.

Das kann jeder für sich selber

entscheiden. Wann haben Sie

zuletzt einfach mal gar nichts

vorgehabt? Wann waren Sie

faul oder haben sich so richtig

gelangweilt? Wenn Sie an dieser

Stelle lange nachdenken müssen,

ist es vielleicht wieder an der

Zeit.

„Wie komme ich am besten

in diese Stimmung“, fragen

Sie sich? Da gibt es unzählige

Möglichkeiten. Das kann zum

Beispiel ein Saunagang sein,

ein Waldspaziergang, ein

Tag am Wasser, gemütliche

Kuschelzeit auf dem Sofa oder ein

Ausschlafen ganz ohne Wecker.

Auch Zeit zum Meditieren oder

für einen Mittagsschlaf sind gute

Alternativen. Es gibt unendlich

viele Möglichkeiten, wichtig

ist, dass sie gut tun und Freude

bereiten. Finden Sie heraus,

was zu Ihnen passt. Hier gilt das

Motto: Einfach mal ausprobieren!

Genehmigt man sich ab und an

solche kleinen Auszeiten und

fordert diese für sich ein, wird

man bald feststellen, dass diese

Ruhephasen ein großes Potential

in sich bergen. Achten Sie

darauf, die kleinen Oasen nicht

sofort wieder mit Aktionismus

vollzustopfen oder ihnen eine

Sinnhaftigkeit geben zu wollen.

Denn der nun entstandene leere

Raum füllt sich, wie von selbst,

mit Gefühlen, Gedanken und

Beobachtungen, die andernfalls

nie aufgekommen wären.

Mit der Zeit wird die gesamte

Wahrnehmung bewusster

und Körpersignale können

frühzeitiger gehört, gesehen,

gefühlt und somit erkannt

87


werden. Ganzheitlich betrachtet,

können unspezifische

Symptome auf einen Verlust

des inneren Gleichgewichts

deuten. Treten Kopfschmerzen,

Verspannungen, Schlafstörungen,

Verdauungsprobleme etc.

häufiger oder regelmäßig auf,

sollten diese als Warnsignale von

Körper, Geist und Seele ernst

genommen werden.

Eine weitere Zuordnung ist die,

zur Farbe Blau, die ganzheitlich

gesehen, eine beruhigende

und klärende Wirkung besitzt.

In allen Kulturen wird Blau mit

dem Wasser und dem Himmel

assoziiert. Das unendliche Wasser,

der unendliche Himmel werden

blau wahrgenommen. Blau steht

für Klarheit, Reinheit, aber auch

Beständigkeit. Vergleichbar mit

einer gut durchschlafenen Nacht

oder einem Tag ohne Termine

und Verpflichtungen. Wer das für

sich ausprobiert, wird feststellen,

dass das nicht ohne Einfluss

auf Kraft und Kreativität bleibt.

Im Tageszyklus symbolisiert

der Winter die Nacht, die Zeit

zwischen zwei Tagen. Zeit zur

Erholung, Ruhe, Rekonvaleszenz.

In dem Sprichwort „Schlaf ist

die beste Medizin.“ steckt viel

Wahres. Übrigens, wer tagsüber

genügend Pausen einlegt,

benötigt weniger Schlaf.

„Ich weiß nicht, wie ich das in

meinen Alltag einfügen soll!

Da habe ich keine Zeit dazu!

Das kann ich mir nicht leisten!“

Kommen Ihnen diese Sätze

bekannt vor?

Wo ein Wille ist, ist auch ein

Weg. Hat man diesen direkten

Zusammenhang zwischen Ruhe

und Kraft öfter erlebt, wird

es immer leichter fallen, sich

Pausen einzurichten. Ist man sich

darüber hinaus noch des hohen

Energiepotentials bewusst, sind

der eigenen Kreativität keine

Grenzen mehr gesetzt. Die größte

Einschränkung in unserem Leben

sind unsere eigenen Gedanken.

Ich erlebe das immer wieder in

meiner Beratungstätigkeit als

Kinesiologin. Schaffen wir es,

Situationen mit einer offenen

Einstellung zu begegnen,

ergeben sich neue Wege und

Möglichkeiten. Mit etwas Übung

wird man der eigenen inneren

Dialoge gewahr. Es stellt sich

ein besseres Gefühl ein, für das,

was im Moment stimmig ist und

welche Bedürfnisse Priorität

haben.

Wie kann ich die Energie des

Winters für mich nutzen? Die

folgenden Fragen können Ihnen

dabei helfen:

•Wie kann ich neue Freiräume

schaffen?

•Wie / Wo kann ich Pausen

einlegen?

•Wo benötige ich mehr Ruhe?

•Was darf pausieren? Was

benötigt noch Zeit?

•Wo möchte ich dieses Jahr

meine Energie hinlenken?

•Wo werde ich fremdbestimmt?

•Wann habe ich Angst, wo

besitze ich kein Urvertrauen?

Schreiben Sie mir, wie es Ihnen

mit dieser kleinen Übung

ergangen ist.

Wenn dieser Artikel Ihr Interesse

geweckt hat, oder Sie mehr über

die Kinesiologie als ganzheitliche

Methode wissen möchten,

besuchen Sie meine Homepage

oder kontaktieren Sie mich.

Almut Kleist – Kinesiologin

almut@sanate.net

www.sanate.net

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88


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feminin

immer

extravagant

immer

…das sind eindeutig

die fabelhaften und

luxuriösen Capes.

Die modischen

Begleiter

passen zu vielen

Stilrichtungen,

sind immer ein

Hingucker und

kaschieren auf

äußerst attraktive

Weise auch ein

paar Kilos zu viel!

Capes sind eines der ältesten

Kleidungsstücke. Über viele

Jahrhunderte war das Cape in allen

Kleiderschränken zu finden. Den

Königen verlieh es majestätische

Würde, Ritter hatten dadurch

mehr Bewegungsfreiheit und den

Damen kam die Weite eines Capes,

vor allem über den voluminösen

Kleidern getragen, sehr zugute.

Viel Extravaganz und Hochwertigkeit versprechen

die Rubin Capes aus Wien. Das Label Rubin

ART Design hat sich ganz der Fertigung dieses

einzigartigen Kleidungsstückes verschrieben. Das

Besondere daran ist, dass jedes Rubin Cape selbst

entworfen und in feinster Handarbeit nur einmal

gefertigt wird, sodass sich die Trägerin über ein

absolutes Unikat (absolute unique piece) freuen

kann. Das Motto des engagierten Mutter-Tochter-

Teams lautet: Jedes Cape ist so einzigartig, wie die

Frau, die es trägt!

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In den 50er Jahren war es

ein Zeichen von Stil und

Eleganz. Dann geriet es

ein wenig in Vergessenheit

und seit den 70er Jahren

liegt es wieder voll im

Trend. Capes fehlen bei

keiner Modenschau und

haben auch in vielen

Filmen eine bedeutsame

Rolle, denn sie machen

ihre Trägerin stets zur

Heldin!

Heute trägt man Capes nahezu zu jedem Outfit. Ob zu Jeans und

Pulli, über Kostüm oder Hosenanzug bis hin zur feinen Abendrobe

umschmeicheln sie die Trägerin äußerst attraktiv und machen

neugierig auf das, was darunter ist…!

89


90

Ort Winterberg


Foto Stefan Korbion

91


Geimpft –

Geschimpft?

von Jochen Dürselen, Arzt

Es ist ein Moment, an dem wir

uns wahrscheinlich alle zurück

erinnern können. Wenn wir

einmal ganz tief in die Kiste

unserer Kindheitserinnerungen

schauen, dann finden wir ihn.

Diesen kleinen Moment, der

dem einen mehr und dem

anderen weniger Angst bereitet

hatte. Die Rede ist von dem,

in Kinderbüchern so oft als

„Pieks“ beschriebenen Moment

unserer Impfung. Dabei sind

wahrscheinlich die meisten

schon mehrfach geimpft worden.

Manche im Rahmen der Kindheit,

manche auch wegen ihrem

Beruf, in dem sie besonderen

Infektionsgefahren ausgesetzt

sind. So manch einer erinnert

sich vielleicht auch noch an

die ehemals durchgeführte

Schluckimpfung gegen die sog.

Kinderlähmung: „Schluckimpfung

ist süß, Kinderlähmung ist

grausam“ – so hieß damals der

bekannte Slogan.

Aber auch heute noch spielen

Impfungen eine sehr prominente

Rolle – nicht zuletzt durch die

Ereignisse um das Coronavirus

neu entflammt. Lassen Sie

uns einmal sachlich mit den

Gegebenheiten und Begriffen

beschäftigen, danach ist sicher

noch etwas Raum für eine

kritische Diskussion.

Dabei ist eine Impfung im

Wesentlichen absolut nichts

Schlechtes! Ganz im Gegenteil:

Die Impfungen sind in

unserer Historie eine große

Errungenschaft. Man muss

jedoch bedenken, dass viele

Maßnahmen in der Medizin in

einem gewissen Maß Risiken

oder auch Nachteile aufweisen.

Dabei ist es hier wie vielerorts in

der Medizin: Es muss abgewogen

werden in welchem Verhältnis

die positiven Aspekte zu den

negativen stehen. Insbesondere

bei Impfungen, die als solche

Eingriffe am Gesunden

darstellen! Je nachdem in welche

Richtung ein Vorhaben tendiert,

kann man Empfehlungen

unterschiedlicher Abstufungen

dazu äußern. Je nachdem

in welchem Verhältnis man

schlussendlich die positiven und

negativen Aspekte abwägt, so

erhält man die Überzeugung in

die eine oder andere Richtung –

(eher) für bzw. gegen das Impfen.

Dabei ist es weiterhin wichtig zu

bedenken, dass Impfung nicht

gleich Impfung ist! Das Ziel ist

zwar immer jenes, den Köper vor

infektiösen Erregern zu schützen,

der Weg dahin kann jedoch

variieren. Um es ganz simpel

herunter zu brechen: es gibt zwei

verschiedene Arten der Impfung.

Zum einen ist da die passive

Impfung. Hierbei werden

dem Patienten direkt fertige

Antikörper injiziert. Der

Organismus bedarf also keiner

Eigenleistung mehr und

das Ganze gleicht einer Art

Lieferung frei Haus. Jedoch

werden diese „gelieferten“

Antikörper durch natürliche

Prozesse im Organismus

mit voranschreitender Zeit

zunehmend abgebaut. Daher

hält dieser Impfschutz nur eine

bestimmte Zeit lang an.

Zum anderen gibt es die aktive

Impfung. Hierbei werden

dem Patienten, Erreger bzw.

dessen Bestandteile injiziert.

Der Körper setzt sich dann mit

diesem auseinander und bildet

Antikörper dagegen. Es kommt

hierbei jedoch nicht zu einer

Erkrankung, da die injizierten

Erreger zwar lebendig sind,

jedoch zuvor abgeschwächt

wurden. Oder es wurden wie

beschrieben von vornherein nur

Erregerbestandteile verwendet,

also keine lebendigen und

kompletten Erreger. Das ist dann

so, als würde man in einem Glas

frisch gepressten Orangensaft,

Überreste vom Fruchtfleisch

finden. Einmal mit diesem

Erreger auseinandergesetzt,

entwickeln sich im Körper Zellen,

92


die fortwährend Antikörper gegen

diese Erreger bilden. Sollten

diese Erreger erneut mit dem

Organismus in Kontakt kommen,

dann können diese direkt durch

den bereits vorhandenen Spiegel

an Antikörpern abgefangen

werden, noch bevor sich

diese im Körper des Patienten

vermehren können – eine Art

Schnelleingriffstruppe!

Nun gibt es natürlich auch Impf-

Komplikationen verschiedener

Abstufungen. Wobei man

jedoch anmerken muss, dass

diese sehr selten vorkommen.

Diese gehen in den häufigsten

Fällen mit unspezifischen

Symptomen einher, wie einer

Rötung und Schwellung um

den Injektionsbereich, sowie

Kopf- und Gliederschmerzen.

Seltener kann es auch zu einer

Impfkrankheit kommen, bei

welcher sich ein schwächerer

Verlauf der Krankheit ereignet,

gegen die eigentlich geimpft

wurde. Ein Beispiel sind die

sogenannten „Impfmasern“.

Darüberhinausgehende, stärkere

Impfkomplikationen sind sehr

selten, können dann aber mit

Fieberkrämpfen, Atemnot und

schlimmstenfalls mit Herz-

Kreislaufversagen einhergehen.

Doch sind bei den bisher

gängigen Impfungen durch

die Erfahrung mit den dabei

verwendeten Impfstoffen solche

Reaktionen so selten, dass das

Risiko zur Entwicklung dieser,

weit hinter dem Risiko steht,

welches die geimpfte Erkrankung

verursachen könnte.

Wie verhält es sich nun mit den

Impfstoffen von Moderna und

Biontech/Pfizer, welche gegen

SARS-CoV-2 eingesetzt werden

sollen? Hierbei handelt es sich

um einen weiteren Weg, der sich

von den bisherigen Impfungen

unterscheidet. Um es verständlich

zu erklären: Hierbei geht es

darum, dass dem Patienten Stoffe

injiziert werden, die von unseren

Zellen aufgenommen werden.

Diese Stoffe bestehen aus

sogenannter mRNA (messenger

Ribonukleinsäure). Diese kann

von den Zellen „gelesen“ werden.

Anschließend baut die Zelle

nach diesem Bauplan Proteine

auf. Diese Proteine sind solche

wie sie auch auf der Oberfläche

von SARS-CoV-2 zu finden

sind und werden nach deren

Herstellung unseren Immunzellen

dargeboten, die das Protein als

fremd erkennen und dagegen

Antikörper bilden. Ähnlich also

einem Architekten, der einen

Bauplan abliest, das Modell für

das Haus erstellt und an die

Bauarbeiter weitergibt, die sich

dann um den Hausbau kümmern.

Was kann man nun von all dem

halten? Es gibt viele Ängste im

Zusammenhang damit. Dazu

sei gesagt, dass das Zutreffen

einiger Befürchtungen mehr und

anderer weniger wahrscheinlich

ist. Für mich stehen jedoch zwei

Sachen fest.

Erstens: Obwohl die Entwicklung

dieser Art von Impfstoffen

sehr interessant ist und nicht

erst seit Gestern oder im

Zusammenhang mit der aktuellen

Situation erforscht wurde, so

gibt es noch keine zuverlässige

Langzeituntersuchungen. Es

bleibt eben nichtsdestotrotz

eine völlig neuartige Impfung.

Es gibt noch keine Erkenntnisse

bezogen auf die massenhafte

Anwendung. Insbesondere,

da eine Impfung immer

noch einen Eingriff an einem

Gesunden darstellt und somit die

Sicherheitsanforderungen umso

höher sein sollten.

Zweitens: Ein positiver Test ist

nicht gleich einer Infektion. Eine

Infektion ist nicht gleich einer

Erkrankung. Und selbst wenn

die Patienten erkranken, so sind

die Verläufe in den allermeisten

Fällen sehr glimpflich. Wo ist

da die Relation? Bisher galt

immer: Eine Impfung macht

dann Sinn, wenn die Risiken

einer Erkrankung weitaus höher

sind als die möglichen Risiken

einer Impfung gegen eben diese

Erkrankung. Ist in Anbetracht,

der teilweise noch absolut

unklaren Umstände, für die breite

Masse eine Impfung überhaupt

mit einem absehbaren Vorteil

verbunden?

Wer Fragen stellt wird heute

sehr gerne als lästig, ja sogar

als Verschwörungstheoretiker

dahingestellt, welcher die

Menschen verunsichert. Aber

ist das Fragen nicht gerade jetzt

sogar unsere Pflicht? Für mich

eine Pflicht, die wirklich Sinn

macht...!

„Wer fragt, ist ein Narr für eine

Minute. Wer nicht fragt, ist ein

Narr sein Leben lang.“

(- Konfuzius 551 - 479 v. Chr.)

Bilder: https://pixabay.com/de/

93


Die Gesundheit liegt

in deinen Händen

– wir haben es tatsächlich in der Hand,

mit Akupressur und Selbstmassage

den Energiefluss im Körper zu

aktivieren und zu harmonisieren.

(Buchvorstellung)

Helga Schörgendorfer beschreibt

in ihrem Ratgeber „Happy

Hands“, wie man mit einfachen

Massagegriffen und dem Stimulieren

von Reflexzonen und

Akupressurpunkten das Wohlbefinden

und die Achtsamkeit

steigern kann.

Der Ratgeber ist für all jene

gedacht, die in Selbstverantwortung

ihre Gesundheit stärken und

verbessern wollen. Die Übungen

betreffen in erster Linie die

Hände, die mit Unterstützung der

Massageringe Impulse im Körper

freisetzen – genauer gesagt, entlang

der Meridiane beginnt die

Energie frei zu fließen.

Der Ratgeber bietet:

- Gesundheitsförderung durch

Selbstmassage durch einfache

Akupressur und Massagetechniken

- Man kann sofort loslegen: das

Buch-Set besteht aus den Massageringen,

detaillierten Anleitungen

und Übungsvideos

- praktisches Fachwissen aus der

Meridianlehre, Yoga und Qigong

sowie Meditation

Wir alle benützen irgendwann auch

mal intuitiv unsere Hände, um

schmerzende und angespannte

Körperstellen zu berühren oder

zu halten: Bei Kopfschmerzen

halten wir die Hände an die Stirn,

in den Nacken, oder an die

Schläfe – bei Müdigkeit streichen

wir über das Gesicht, die Stirn

und den Kopf und bei Angst und

Nervosität greifen wir an die

Handgelenke und verschränken

die Finger fest ineinander. Das

Berühren der Hände folgt einem

Urinstinkt, um Schmerzen zu

lindern und auch um die Funktion

bestimmter Organe zu beeinflussen.

Der Ratgeber gibt die wichtigsten

Tipps, um die angewandten

Übungen, so wie eine Hausapotheke

immer mit dabei zu

haben. Man kann sich dieses

Wissen in allen Lebenslagen zu

Nutze machen.

Helga Schörgendorfer lebt und

arbeitet in Grieskirchen und ist

Inhaberin der YOGO Yogastudios.

Sie ist diplomierte Yogalehrerin

und Aerobictrainerin,

ausgebildet in Traditioneller

Chinesischer Heilkunst, Qigong

und Yogatherapie. Ihre Lebensund

Arbeitseinstellung ist, ihr

Wissen ständig zu erweitern und

dazuzulernen.

Neben Lehr- und Vortragstätigkeit

gibt es in den YOGO

Yogastudios ein umfassendes

Angebot aus Yoga, Qigong, Akupressur,

Meditation, Workouts,

verschie-denen Therapieformen

und Fortbildungen, sowie Firmen-

und Business-Coachings.

Aus dieser Praxis heraus, wird es

die erste zertifizierte Ausbildung

zum Yoga und Qigong Coach ab

Januar 2021 geben, die auch

(online)- Zeit unabhängig gebucht

werden kann.

Die Autorin

Helga Schörgendorfer ist diplomierte

Yogalehrerin und Aerobictrainerin.

Sie hat darüber

hinaus Ausbildungen in Traditioneller

Chinesischer Heilkunst,

Qigong und Yogatherapie

absolviert. Zu ihrem beruflichen

Engagement gehören außerdem

die regelmäßige Teilnahme an

Workshops und Seminaren zu

diesem Themenbereich und der

intensive Erfahrungsaustausch

mit Kolleginnen und Kollegen.

Zudem ist sie gerngesehene

Referentin auf Ärztekongressen.

94


Es ist ihre Lebens- und Arbeitseinstellung,

ihr Wissen stetig zu

erweitern, fortwährend dazuzulernen

und das Erfahrene weiterzugeben.

In ihrer Heimat in

Oberösterreich gründete sie das

Yoga-Bewegungsstudio „YOGO“.

Ob Yoga, Qigong, Akupressur,

Meditation, Workouts, verschiedene

Therapieformen und

Fortbildungen sowie Gesundheitsförderung

für Mitarbeiter

in öffentlichen Einrichtungen

und Firmen – das alles wird an

zwei Standorten in ihren Kursen

vor Ort, aber auch extern

wie z.B. in Kliniken angeboten,

um Menschen Gesundheitsthemen

nahezubringen und sie in

der praktischen Umsetzung zu

inspirieren und anzuleiten. Als

Mutter von vier Töchtern kennt

Helga Schörgendorfer aus ihrer

eigenen Lebenssituation heraus

die zahlreichen Anforderungen,

die das Leben an berufstätige

Familienmenschen stellt. Sie

sieht in Yoga und Qigong beste

Möglichkeiten, den alltäglichen

Ansprüchen gut vorbereitet zu

begegnen, und es ist ihr zentrales

Anliegen, Menschen zu

ihrem eigenen Weg zu Gesundheit,

Wohlbefinden und Harmonie

zu verhelfen.

In diesem Sinne versteht sie ihre

vielfältige Arbeit als eine erfüllende

Aufgabe: Menschen für

östliche Philosophien zu begeistern,

Seminare und Vorträge zu

halten, Schüler als Yogalehrer/

innen auszubilden, Bewegungskunst

zu lehren, Lebensfragen

zu behandeln und die Freude

an der Eigeninitiative für ein

gesundes und glückliches Leben

zu vermitteln.

Info: www.yogo.at

HUSTEN UND

ERKÄLTUNGSKRANKHEITEN

– SYMPTOME LINDERN

AKUPRESSURPUNKT: LUNGE

10 YU JI – FISCHBAUCHGRENZE

(Bild 1)

Bei typischen Erkältungssymptomen

und Atemwegserkrankungen

kann man auf diesem Areal sehr

effektiv die Linderung der Beschwerden

erfahren. Die Akupressur

klärt die Lunge und lindert

den Husten. Der Energiefluss

in der Lungenleitbahn wird belebt

und unterstützt den Körper, um

schneller gesund zu werden.

Lage: LU 10 befindet sich am

Daumenballen an der höchsten

Stelle, genau am Mittelpunkt der

obersten Linie – und zwar an der

Stelle, an der die Haut eine leicht

unterschiedliche rötliche und

weiße Färbung aufweist.

95


Wirkung: Lindert die Symptome

bei starkem Husten, Atembeschwerden,

Asthma, Heiserkeit,

Halsschmerzen und Rachenentzündungen.

Wirkt unterstützend

bei allen Begleiterscheinungen

von Erkältungskrankheiten.

Anwendung: Den Ring mit der

„spitzen Seite“ kräftig gegen den

Punkt drücken – fünf tiefe Atemzüge

halten und mindestens dreimal

wiederholen. Je nach Belieben

leicht vibrierende Bewegung

entstehen lassen.

Tipp: Den Bereich zusätzlich auf

und neben dem Lungenmeridian

mit den Fingern streichend massieren.

SCHLAFLOSIGKEIT-ADE

– ANGSTZUSTÄNDE UND

NERVOSITÄT LINDERN

AKUPRESSURPUNKT

HERZ 7 SHEN MEN – TOR DES

GEISTES (Bild 2)

Dieser Punkt wirkt äußerst beruhigend

und wird empfohlen bei

Schlaflosigkeit, Unruhe und Angstzuständen.

Er klärt den Geist und

bringt Gelassenheit und Heiterkeit.

Die Aktivierung hat positive Wirkung

auf alle Herzensangelegenheiten

und unterstützt psychische und psychosomatische

Problemlösungen.

Lage: HE 7 liegt an der äußeren

Seite des Unterarms im Verlauf des

kleinen Fingers direkt an der Handgelenksbeugefalte

in der Vertiefung

innenseitig der fühlbaren Sehne.

Wirkung: Wirkt Reizbarkeit und

Unruhe entgegen, beruhigt bei

Angstzuständen und unterstützt den

erholsamen Schlaf. Wirkt positiv bei

Depression, Epilepsie und Herzschmerzen

und fördert die Gedächtnisleistung.

Anwendung: Den Ring mit der

„spitzen Seite“ fest gegen den

Bereich drücken. Die Übung

mindestens dreimal für je eine Minute

wiederholen.

Tipp: Ein Lächeln verstärkt

die Wirkung der Übung um ein

Vielfaches!

96


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97


Sauer

macht

lustig

von Hermann Dürselen

Sie stellen sich bestimmt die

Frage, worauf möchte ich hinaus,

bei dieser Überschrift. Dieser

Spruch, ist eine alte Redensart

und beruht darauf, dass saure

Speisen Lust auf mehr machen.

Also den Appetit anregen! Das

Konservieren von Lebensmitteln

durch Fermentieren, Räuchern

und Trocknen (Dörren) spielt

eine wesentliche Rolle, wenn

es um die Haltbarkeit von

Lebensmitteln geht. Der

Vorgang des Gärens beruht auf

dem chemischen Vorgang des

Fermentierens. Fermentation ist

ein natürlicher Gärungsprozess

durch Milchsäurebakterien,

die auf der Oberfläche vieler

Lebensmittel vorkommen. Man

nennt diese Methode deshalb

auch „milchsauer einlegen“.

Fast jedes Obst und Gemüse

lässt sich auf diese Weise

konservieren. Diesen Vorgang

treffen wir häufiger an, als wir

vermuten könnten. Denken wir

hier nur an unser altbeliebtes

Sauerkraut, den Essig, die

Milchprodukte oder das

Sauerteigbrot, um nur einige zu

nennen. Bei dem Vorgang des

Fermentierens werden unter

anderem durch Salzzufuhr

Bakterien in der Art und Weise

gesteuert, dass Gase sowie

Alkohol entstehen.

Der große Vorteil des

Fermentierens ist auch

die lange Haltbarkeit der

Lebensmittel. So können

auf genussvolle

Weise Obst und Gemüse

vor dem Verderben und

der Verschwendung

geschützt werden.

Hervorzuheben ist auch die

überaus positive Auswirkung auf

unsere Gesundheit. Hier freut

sich besonders unser Darm.

Schaut man sich in den aktuellen

Gesundheitsratgebern um, trifft

man häufig auf das Fermentieren.

Die Lust am Fermentieren hat

einen immensen Zulauf bei den

Menschen bekommen, die sich

bewusst und gesund ernähren

möchten. Im Grunde genommen

ist das Fermentieren nichts Neues

und eine altbekannte Technik, mit

Hilfe von Milchsäurebakterien

Lebensmittel bekömmlicher

und haltbarer zu machen. Beim

Fermentieren spricht man

auch von einem überwachten

Verrotten des zur Verarbeitung

anstehenden Lebensmittels.

Dennoch entstehen durch diesen

Fermentationsvorgang ganz

neue Geschmackserlebnisse,

die vollkommen überraschen.

Viele Menschen wissen zum

Beispiel nicht, dass auch unser

Lieblingsjoghurt und das

morgendliche Kefir-Getränk die

Fermentation als Basis hat.

Ich bin ein absoluter Matjesfan.

Sie auch?? Nun auch ein Matjes

erhält seinen Geschmack und

seine Konsistenz durch das

Fermentieren. Ich wette, dass

das viele Genießer dieses Herings

noch nicht gewusst haben.

Den Vorgang der Fermentation

beim Matjes (jungfräulicher

Hering) nennt man auch aerobe

Gärung, was auch auf den

Essig zutrifft. Dieser Vorgang

schließt die Lufteinwirkung

nicht aus, was z. B. bei der

Sauerkraut Fermentation

nicht der Fall ist. Hier muss ein

Sauerstoffausschluss vorhanden

sein, damit der Gärvorgang

abgeschlossen werden kann.

Fermentieren ist eigentlich in

aller Munde, schaut man sich

nur einmal die Bücherregale der

Büchereien an oder man klickt

in YouTube auf das Suchwort

„Fermentieren“, werden sie

erstaunt sein, wie viele Einträge

hier aufgelistet sind. Also die Lust

am selber fermentieren nimmt

zu, wie ich schon beschrieben

habe. Es macht Spaß, an den

Tagen darauf gespannt zu

beobachten, wie im Weck-Glas

ein Vorgang von statten geht, der

begeistern kann. Spaßig gesehen

gesagt: Was blubbert denn da?

Die Fermentation ist

keine neue Entdeckung,

sondern eine der ältesten

Konservierungsmethoden der

Menschheitsgeschichte.

Schauen wir kurz nach Japan, hier

können wir die „Miso Paste“, die

aus fermentierten Sojabohnen

hergestellt wird, die asiatische

Fischsauce „Sake“, die zu vielen

asiatischen Gerichten verwendet

wird finden, die nicht aus der

asiatischen Küche wegzudenken

sind. Natürlich können wir

außer Gemüse, Pilze, Fisch

und Milchprodukte auch Obst

fermentieren. Dazu im Rezeptteil

mehr! Beim Fermentieren

arbeitet ein komplexer Cocktail

von lebenden Mikroorganismen

am Lebensmittelprodukt. Die

Kunst des Vergärens besteht

eben darin, die uns nützlichen

98


Organismen gegen die

schädlichen auszuspielen.

Auf welche Dinge müssen wir

aber achten, wenn wir selber

fermentieren möchten?

In aller Munde natürlich die

Hygiene. Immer darauf achten,

dass wir mit sauberen Händen

(Handschuhe) arbeiten und das

Weck-Glas mit heißem Wasser

ausgespült wird, damit alle

schädlichen Bakterien abgetötet

werden.

Das Gemüse sollte absolut frisch

sein und keine schadhaften

Stellen aufweisen. Beim späteren

Entnehmen des Ferments

immer einen sauberen Löffel

verwenden. Das alles natürlich

nur am Rande erwähnt, da diese

Vorgänge sich von selbst erklären.

Was kann man alles

fermentieren? Zu Beginn hatte

ich schon einige Lebensmittel

erwähnt.

Lassen Sie sich anstecken und

fangen Sie den Sommer mit

dieser Jahrtausende alten

Konservierungsweise an! Mein

Favorit ist da immer das Gemüse,

sowie Obst und Milchprodukte.

Schon einmal Kimchi, das überaus

beliebte Koreanische Gemüse,

probiert? Einfach wunderbar

und in Korea ein Lebensmittel,

das nicht mehr wegzudenken ist.

Die Koreaner genießen es sogar

schon zum Frühstück, wie die

Japaner ihre Miso Suppe.

Es gibt zwei Möglichkeiten des

Fermentierens. Einmal mit Salz

(wilde Fermentierung) und

einmal mit Starterkulturen.

Wie Du Dich entscheidest, ist

Deine Sache. Mit Starterkulturen

(Milchsäurebakterien) geht es

natürlich schneller. Hierzu eignet

sich auch hervorragend Molke

von Joghurt und Quark.

Die wilde Fermentierung von

Gemüse und Obst in Salzlake ist

eine alte Tradition und mit die

einfachste Art und Weise Gemüse

und Obst zu fermentieren. Das

Gemüse oder das Obst wird

dabei einfach nur mit einer

Salzlösung übergossen und dann

im geschlossenen Gefäß zur

Fermentation stehen gelassen,

leicht beschwert mit einem

kleinen Marmeladenglas oder

einem Beschwerungsstein, damit

das Obst nicht an die Oberfläche

steigt. Mehr brauchst Du nicht zu

tun!

Wir machen uns da die Natur

zu Nutze, da die benötigten

Bakterien und die Hefe sich

schon auf dem Obst befinden

und bei der Vergärung Alkohol

produzieren.

Bei dem Fermentieren mit

Starterkulturen benötigen wir

Milchsäurebakterien oder einfach

Molke aus dem Joghurtbecher.

Vorab, wenn man durch

Salzzugabe fermentieren

möchte, auf 100 g Gemüse

10 g Salz verwenden.

Möchte man intensiv mit

dem Fermentieren beginnen,

kann man sich bei Amazon

praktische Mason Gläser mit

Verschlussdeckel besorgen, die

das Fermentieren einfacher

machen.

99


Koreanisches Kimchi

Zutaten:

● 1 ganzer Chinakohl (Gewicht berechnen, wegen

Salzzugabe)

● halber Rettich weiß, geschält, grob reiben

● 1 große Möhre grob reiben

● 3 Stg. Frühlingszwiebeln

● 1 Stück Ingwer

● 5 Knoblauchzehen

● Salz

● 30 g Zucker

● 2 Esslöffel Klebreismehl

● 1-2 dünne Teelöffel koreanisches Chilipulver

● 2-3 Esslöffel Fischsauce

● 200 ml Wasser

● 30 g weiße Sesamkörner

● 1 Weck-Glas mit Schraubdeckel ca. 700 ml

Zubereitung:

● Den Chinakohl in grobe Stücke schneiden.

● 200 g Salz zu dem geschnittenen Kohl geben und

gut vermischen. Mindestens 5 Std. wässern.

● Aus dem Klebreismehl und dem Wasser eine dicke

Paste kochen.

● Nach dem Abkühlen den Zucker, Ingwer (fein

gerieben), Chilipulver und die Fischsauce

hinzugeben und gut verrühren.

● Das Salz vom Chinakohl abspülen und mit beiden

Händen gut ausdrücken, so dass alles Wasser

entweichen kann.

● Den geriebenen Rettich, die geriebene Möhre und

die Frühlingszwiebeln mit der Klebreispaste und

dem Chinakohl gut vermengen.

● Kimchi in Weck-Gläser füllen und gut abdrücken,

damit kein Freiraum mehr im Glas vorhanden

ist, und bis zum Rand auffüllen. Mit einem

Schraubdeckel gut verschließen.

● Das Glas mit dem Kimchi 2 Tage bei

Zimmertemperatur stehen lassen, damit die

Fermentation beginnen kann, danach für

mindestens 8-10 Tage im Kühlschrank lagern.

● Das Kimchi in kleine Schüsseln portionieren und

mit Sesam bestreuen.

100


Fermentierte Rote Beete mit Apfel

Zutaten:

● 600 g rote Beete

● 60 g Salz

● 150 g rote Zwiebeln in feine Streifen

● 250 g Äpfel (Cox Orange)

● 5 g Senfkörner

● frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

● Rote Beete schälen und in feine Scheiben

schneiden oder hobeln

● Äpfel mit Schale in Spalten schneiden.

● Rote Zwiebeln in feinste Streifen schneiden

● Rote Beete, Äpfel und Zwiebeln mit dem Salz

vermengen anschließend die Senfkörner und den

frisch gemahlenen Pfeffer hinzugeben.

● Die Rote Beete in ein Weck-Glas geben und

fest andrücken, bis kein Freiraum mehr im Glas

vorhanden ist, und bis zum Rand auffüllen.

● Fünf Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen

und danach probieren, ob der Geschmack erreicht

ist.

Danach im Kühlschrank lagern.

101


Fermentierte Ingwer-Karotten

Zutaten:

● 800 g Bundmöhren

● 20 g Ingwer gerieben

● 80 g Salz

● 800 ml Wasser

● 30 g Zucker

● Die Salzlake aufgießen, bis das Glas voll ist, und

mit dem Deckel verschließen. Für 3 Tage im

Kühlschrank lagern. Von Tag zu Tag den Deckel

leicht aufdrehen, damit Co2 entweichen kann.

Zubereitung:

● Bundmöhren vom Grün befreien, schälen und fein

raspeln.

● Die geraspelten Karotten mit 60 g Salz

vermengen und über Nacht abgedeckt wässern

lassen. Es bildet sich Wasser.

● Am nächsten Tag die Karotten gut ausdrücken

und mit dem Zucker und Ingwer vermengen.

● Das Wasser erwärmen lassen und das

restliche Salz darin auflösen.

● Die Karottenmischung in ein Weck-Glas

geben und fest andrücken, bis kein

Freiraum mehr im Glas vorhanden ist, und

bis zum Rand auffüllen.

102


Fermentierte Ananas

Zutaten:

● Hierfür können alle möglichen Obstsorten

Verwendung finden

● 700 g in Würfel geschnittene Ananas

● 350 ml Wasser

● Milchsäurebakterien (Reformhaus) oder 1 Esslöffel

Joghurtmolke

● 1 g Salz

Zubereitung:

● Gewürfelte Ananas in das Weck-Glas einfüllen

● Aus dem Wasser mit Milchsäurebakterien und Salz

eine Lake anrühren. Die Früchte damit aufgießen

● Die Früchte im Glas leicht beschweren mit einem

Beschwerungsstein („Amazon“), einem kleinen

Marmeladenglas oder Stein. Den Deckel nur

auflegen und nicht fest verschließen.

● 1-3 Tage bei Zimmertemperatur ohne

Sonneneinwirkung fermentieren lassen. Danach

im Kühlschrank aufbewahren.

Speisequark

Zutaten:

● 2 l Magermilch

● 50 g Naturjoghurt (zum impfen)

● Labtropfen (Packungsbeilage beachten)

Zubereitung:

● Milch auf 28° Grad erwärmen. (Benutze hier zur

genaueren Kontrolle ein Küchenthermometer)

● Milch in eine sterile Schüssel geben

● Die Labtropfen mit der 10 fachen Menge Wasser

verrühren und in die Milch einrühren.

● Mindestens 15 Std. bei einer Raumtemperatur

von 20°-23° Grad abgedeckt „ruhen“ lassen. Die

Milch dickt selbst ein. Es entsteht der sogenannte

Käsebruch.

● Nach 15 Std. hat sich die Molke vom Quark

getrennt. Eine weitere Schüssel mit einem Sieb

und einem sterilen Mullhandtuch auslegen und

den Quark mindestens 6 Std. abhängen lassen,

so dass der Quark trocken ist. Die abgesonderte

Molke kühl aufbewahren, wenn man diese zum

weiteren Fermentieren benötigt.

● Soll der Quark cremig sein, flüssige Sahne unter

den Quark mit einem Schneebesen einrühren.

Möchten Sie noch weitere Ratschläge zum

Fermentieren, schreiben Sie mir:

f.hermannduerselen@gmx.de

Bilder: https://pixabay.com/de

103


Auch im kommenden Jahr berichtet - Mein Leben Live –

intensiv und vor Ort über den Verein

NOG (Naturheilpraxis ohne Grenzen)

und damit über engagierte Therapeut*innen

mit einem großen Herz für Menschen in Armut und Not.

Wir zeigen die Therapeut*innen im Einsatz

und sprechen mit ihnen und den Betroffenen

über ihre Erfahrungen, Wünsche, Hoffnungen,

Ziele und auch Ängste!

Gründerin Heike Goebel bei der Schmerztherapie

Das NOG-Team

sucht immer nette

Teamkolleg*innen,

die sich ehrenamtlich

engagieren möchten. Es

gibt viele Möglichkeiten

zu helfen und auch Du

findest hier ganz sicher

eine/Deine Berufung!

104


Naturheilkundliche Behandlungen für Frauen ohne Obdach in Köln

Verein „Naturheilpraxis ohne Grenzen“ eröffnet neue Praxis in Köln

NOG

(Naturheilpraxis

ohne Grenzen)

Team Essen – NOG ist mittlerweile

in sechs weiteren Städten aktiv

und es kommen immer mehr dazu,

da die Arbeit der Therapeut*innen

immer mehr Anklang findet und

auch die Gesundheitsämter sowie

Schulmediziner mit eingebunden

sind.

https://naturheilpraxis-ohne-grenzen.de/

Bilder: Heike Goebel

105


106

Ski- und Rodelbahn

Winterberg/Sauerland


Foto Stefan Korbion

107


Dr. Sieber

Spirituelle

Gesundheit

108


Ich werde oft gefragt: „Wie

sind Sie als ausgebildete

Schulmedizinerin auf die

Bedeutung einer spirituellen

Gesundheit gekommen?“

Das ist eine interessante Frage,

weil sie impliziert, dass sich

das widerspricht. Wenn man

wissenschaftlich ausgebildet ist,

hat die Spiritualität höchstens

einen Platz als Privatvergnügen.

Esoterik ist zu einem Schimpfwort

degradiert und der Glaube an

eine höhere Instanz gilt eher als

Zeichen der Ausweglosigkeit und

Verzweiflung.

Wenn wir uns mit der Frage

beschäftigen, wie Gesundheit

gelingen kann, kommen wir an

den körperlichen, geistigen und

spirituellen Aspekten unserer

Existenz nicht vorbei. An dieser

Stelle zitiere ich die Definition

von Gesundheit der WHO

„Gesundheit ist der Zustand

vollkommenen körperlichen,

geistigen und sozialen

Wohlbefindens und nicht allein

das Fehlen von Krankheiten und

Gebrechen.“

Auch wenn in dieser Erklärung die

Spiritualität (noch) keinen Einzug

gefunden hat, so ist bereits

angedeutet, dass subjektive

Gesundheit – und um die geht

es – von mehr Faktoren abhängig

ist, als von medizinischen oder

wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Wichtig ist das subjektive

Empfinden und anders als die

Norm ist nicht unbedingt krank.

Aber was bedeutet in diesem

Zusammenhang „vollkommen“?

Nicht mehr zu toppen, fertig,

endgültig, am Ziel, erledigt,

vollbracht, am Ziel. Vollkommene

Gesundheit ist im Tod erreicht.

Nur der Tod bringt dem

Menschen vollkommene

Gesundheit. Der Tod als

Endpunkt, befreit von allem

Belastenden. Bereits Rainer

Maria Rilke hat in einem Gedicht

gesagt „es geht darum, ALLES zu

leben“. Und so rege ich dazu an,

auch die Gesundheit als einen

Weg und nicht als Ziel erfahrbar

109


zu machen. Dass wir alle sterben

ist sicher. Aber jede Erfahrung,

die wir auf diesem Weg machen,

ist sinnvoll. Ob sie uns gefällt

oder nicht.

Gesundheit ist alles, was der

Seele zum Wachstum dient, was

die Seele erbeten hat, was Liebe

kreiert und was der Erfüllung

unseres Seelenplans dient.

Krankheiten sind keineswegs

das Gegenteil davon, sondern

das Ergebnis von Ursache und

Wirkung, Kreuzungen in unserem

Leben, an denen wir uns immer

wieder neu entscheiden,

unverzichtbar für unsere innere

Führung, das Korrektiv, das uns

auf Abwege hinweist und die

Ruhe und die Stille, die Pause und

das Innehalten vor dem nächsten

Schritt.

Wenn wir Gesundheit als

Geschenk betrachten, dann ist es

unsere Pflicht, dieses Geschenk

zu pflegen und nicht zu zerstören.

Auf der körperlichen Ebene ist

es der Tempel unserer Seele

und es erfüllt mich als Ärztin

mit großer Demut, wie unser

Körper immer wieder Tag für Tag

mit großer Zuverlässigkeit und

Genauigkeit unsere Existenz am

Leben erhält. Unzählige, für uns

selbstverständliche und nicht

wahrgenommene Funktionen

laufen - scheinbar ohne unser

Zutun – perfekt ab. Nur wenn

Abläufe so schwer beeinträchtig

sind, dass unser Körper sie nicht

mehr im Stillen reparieren kann,

werden wir gewahr, dass etwas

nicht stimmen kann. Und nicht

selten ist unsere Reaktion, dass

wir nicht „gestört“ werden und

die Symptome so schnell wie

möglich abstellen wollen.

Ich möchte mit meinem Wissen

und meinen Fähigkeiten dazu

beitragen, dass Menschen

körperlich und psychisch

110


gesünder und länger leben,

auf ihre innere Stimme und

ihren Körper hören lernen,

eine Korrektur ihrer bisherigen

Lebensstrategie vornehmen

können, eine bessere

Lebensqualität haben, den Sinn

ihres Lebens erkennen, in Frieden

miteinander leben und arbeiten,

liebevoll mit sich selbst und

anderen Menschen umgehen,

besser auf den Tod vorbereitet

sind, im Einklang mit der Natur

leben und respektvoll und

achtsam mit diesem Planeten

umgehen.

Und dazu braucht es die

Bereitschaft jedes Einzelnen,

wieder die Regie für das eigene

Leben und die eigene Gesundheit

in die eigenen Hände zu nehmen.

Welche Werkzeuge stehen uns

dafür zur Verfügung?

Die Menschheitsfamilie

befindet sich derzeit in einer

weltumspannenden Krise, die

sicher niemand mehr leugnen

kann. Sie ist zerteilt in ein

Armuts- und Wohlstandsgefälle,

eine Klima- und

Gesundheitskrise, eine Suchtund

Selbstmordkrise, über die

nicht viel gesprochen wird, das

Gefühl des Verlustes und der

Verlassenheit – kurz gesagt, eine

Sinnkrise. Wir haben immer mehr

Wissen angehäuft und leiden an

einem Verlust von Weisheit. Die

Weisheitstraditionen haben in

unserer westlichen, säkularen

Gesellschaft kaum noch einen

Platz. Sie bestimmen unsere

Kultur nicht. Aber genau dort

können wir finden, was wir

suchen. Ruhe und Frieden.

Harmonie und Einklang.

Verbundenheit und Liebe.

Gesundheit erschaffen wir dann,

wenn wir wieder lernen, uns

selbst zu vertrauen und an uns

selbst zu glauben. Wenn wir

uns wieder mit den tieferen

Quellen der Weisheit verbinden.

Und uns geistig ausrichten auf

das Wesentliche und das Gute.

Achtsamkeit und Fokussierung

sind die Schlüsselworte.

Wir können mit unserem

Bewusstsein, unseren Gedanken

und unseren Worten, Gesundheit

erschaffen bis hin zur kleinsten

Einheit unserer körperlichen

Materie, der Erbsubstanz.

Menschen sind in der Lage, ihren

Geist weiter zu entwickeln und

eine Vision zu erschaffen, die

Wirklichkeit wird. Gedanken sind

Energie und jeder Gedanke hat

das Potential der Manifestation.

Also denken wir täglich gesunde

Gedanken und übernehmen wir

Verantwortung für uns selbst.

Wir können nur das verändern,

das uns gehört. Nehmen wir also

unsere Gesundheit in Besitz und

überlassen wir sie nicht anderen.

Verlasse ungesunde

Lebenssituationen. Bleibe in

Bewegung, gehe aus Deiner

Komfortzone, probiere Neues

aus. Suche Dir eine spirituelle

Begleitung. Lerne, nach innen

zu gehen und sei offen für

Veränderungen. Entdecke

Deine Talente und diene

dem Gemeinwohl. Das sind

die Schlüssel zur spirituellen

Gesundheit.

https://www.regenbogenvision.com/

Bilder: https://pixabay.com/de

111


Nägel und

Sabina Furthmayer

Vintage-Nägel gehören für

Pin-up-Hände zum guten Ton.

Aber was ist das überhaupt?

Gab es in den 40ern auch

andere Nagellackfarben außer

Rot? Und wie lange gibt es

Nagellack überhaupt schon?

Wir nehmen euch mit auf eine

kleine Zeitreise, deren Epochen

ein gänzlich anderes Nageldesign

hervorgebracht hat, als das,

was wir heute so bestaunen

dürfen. Und wer immer schon

Fingernägel á la Rita Hayworth

haben wollte, bekommt es im

Tutorial Schritt für Schritt erklärt.

Der erste Nagellack kam 1925

auf den Markt, die Farbe war ein

blasses, durchsichtiges Rosa. Die

Nägel wurden spitz gefeilt, das

Tragen von kräftigen Farben war

bei „anständigen“ Frauen nicht

üblich, da dies den „verruchten

Damen“ vorbehalten war. Lackiert

wurde allerdings nicht der ganze

Nagel, sondern der Nagelmond

blieb frei, ebenso wie auch

die obere Nagelspitze. Dieses

wurde als „Mondmaniküre“ oder

„Gatsby-Look“ bezeichnet.

1930 wurde die Mondmaniküre

in allen erdenklichen Rotnuancen

weitergeführt, und Hollywoods

legendäre Filmdiven wie

Jean Harlow, Gloria Swanson,

Marlene Dietrich und Rita

Hayworth machten den

Sabina Furthmayer

Nagellack salonfähig. Gene

Laboratories sorgte dafür,

dass praktische Tools wie

Meine bezaubernde

Freundin Seher

von Seha Beauty

Nagellackentferner, Nagelhautöl

und Nagelhautentferner auf

den Markt kamen. Die übliche

112


Haare

Nagelform war immer noch spitz,

und die Nägel wurden meist lang

getragen. Eine tolle Erfindung

sorgte 1932 für Furore, als die

Brüder Revson und der Chemiker

Lachman den ersten deckenden

Nagellack erfanden und die heute

noch erfolgreiche Kosmetikfirma

Revlon gründeten. Sie sorgten

auch dafür, dass es Lippenstifte

und Nagellack Ton in Ton zu

kaufen gab. Beliebt waren neben

Rot- und Rosatönen auch die

Farben Silber und Gold.

1940 revolutionierte Rita

Hayworth einen neuen Look:

Oval gefeilte, vollständig lackierte

Nägel. Die Mondmaniküre war

out. Rot und Pink führten jedoch

immer noch die Beliebtheitsskala

der Farben an, und Elizabeth

Arden landete mit ihrem

„Schoolhouse Red“ einen

Riesenverkaufsschlager.

2 Bilder Seha und rote Nägel

Meine wunderschönen roten

Nägel wurden von Seha im

passenden Look der von mir so

heißgeliebten 40er-Jahre-Ära

lackiert.

Viel Spaß bei der Zeitreise und

beim Nachmachen.

Eure Vintage Diva

Sabina

Fotos Nägel Sabina Furthmayer

113


Sabina Furthmayer

LIEDTEXT „LASS JETZT LOS“ – Die Eiskönigin

Der Schnee glänzt weiß auf den Bergen heut‘ Nacht,

keine Spuren sind zu seh’n.

Ein einsames Königreich und ich bin die Königin.

Der Wind, er heult so wie der Sturm ganz tief in mir.

Nicht zu kontrollier’n, ich hab es versucht.

Lass sie nicht rein, lass sie nicht seh‘n wie du bist, nein,

das darf niemals gescheh’n. Du darfst nichts fühl’n,

zeig ihnen nicht dein wahres Ich.

Ich lass los, lass jetzt los. Die Kraft, sie ist grenzenlos.

Ich lass los, lass jetzt los. Und ich schlag‘ die Türen zu.

Es ist Zeit, nun bin ich bereit und ein Sturm zieht auf.

Die Kälte, sie ist nun ein Teil von mir.

Es ist schon eigenartig, wie klein jetzt alles scheint.

Und die Ängste, die in mir war’n,

kommen nicht mehr an mich ran.

Was ich wohl alles machen kann, die Kraft in mir treibt

mich voran. Was hinter mir liegt, ist vorbei. Endlich frei!

Ich lass los, lass jetzt los. Nun bin ich endlich so weit.

Ich lass los, lass jetzt los. Doch Tränen seht ihr nicht.

Hier bin ich und bleibe hier und ein Sturm zieht auf.

Ich spüre diese Kraft, sie ist ein Teil von mir.

Sie fließt in meiner Seeleund in all die Schönheit hier.

Nur ein Gedanke und die Welt wird ganz aus Eis.

Ich geh‘ nie mehr zurück, das ist Vergangenheit.

Ich bin frei, endlich frei und ich fühl‘ mich wie neugeboren.

Ich bin frei, endlich frei! Was war, ist jetzt vorbei.

Hier bin ich in dem hellen Licht und ein Sturm zieht auf.

Die Kälte sie ist nun ein Teil von mir.

(Quelle: aus dem Internet)

Schon beim ersten Mal hat mich

der Titelsong „Let it go“ zu tiefst

gerührt. Mir liefen die Tränen

und tief in mir strömten wogende

Resonanzwellen durch mein ganzes

Sein. Das Thema „Freiheit“ / „frei

sein“ ist eines meiner größten

und wichtigsten Lebensthemen.

Loslassen und Annehmen um zu

Freiheit und Frieden zu gelangen.

Die LIEBE ist es am Ende, die alles

ermöglicht und verwandelt, den

Frühling und die Wärme zurück

bringt. Und so ist es – Liebe kann

alles heilen und transformieren.

Sie ist unsere wahre Natur und

wir können uns immer wieder

daran erinnern und uns für sie

entscheiden!

Und von der wundervollen Elsa

habe ich mich auch beim Design

meiner Fingernägel inspirieren

lassen.

Im Winter funkelt es, denn

silberblaue Nägel sieht man nicht

nur auf den großen Fashion- und

Beauty-Laufstegen, sondern sie

passen auch hervorragend in

deinen Alltag. Schließlich braucht

es in der kalten Jahreszeit etwas

mehr Glamour und Glitzer, um die

trübe Stimmung zu vertreiben!

Was passt zu dicken, kuscheligen

Pullis und schicken Mänteln besser

als eine gepflegte Maniküre und

Nägel in unterschiedlichen blauen

Farben? Mit deinen Nägeln trotzt

du der kalten Jahreszeit und setzt

hübsche Akzente, passend zu

deinem Outfit!

PS: noch kurz ein paar Worte zu

der Fotoproduktion von Elsa Nails.

Die Nägel wurden modelliert von

Fidane Malici, Beauty Nails by

Laurona..

Leider ist Fidane vor dem Shooting

erkrankt. Doch meine bezaubernde

Freundin Seher von Seha Beauty in

Andorf, hat die Situation gerettet

und meine wunderschönen

Winternägel in Szene gesetzt.

Herzlichen Dank an beide.

Fotos Nägel Sabina Furthmayer

114


115


Fragen von Sabina Furthmayer

Liebe Elisabeth, erzähl uns

was über dich. Warum bist du

Friseurin aus Leidenschaft und

wofür stehst du?

Ich bin Elisabeth, kurz gesagt Lisi,

und bin Inhaberin von Rock'n'Hair.

Ein kleines Einfrau-Unternehmen

in Österreich.

Ich habe schon als Kind gerne

meinen Puppen die Haare

geschnitten und Frisuren

gemacht. Eigentlich war ich

schon immer sehr kreativ,

modebewusst, fantasievoll und

anders als andere.

Die beste Voraussetzung für den

Beruf als Friseurin denke ich.

Ich kann mir nichts Besseres

vorstellen, als Wünsche zu

erfüllen, Kunden zum Strahlen zu

bringen und die Freude zu sehen,

wenn wieder ein "Kunstwerk"

fertiggestellt ist.

Es bereitet mir Freude, die

Kunden zu verschönern und

glücklich zu machen. Diese

abwechslungsreiche Arbeit steckt

voller Überraschungen und es

macht irrsinnig Spaß, die Schnitte

und Haarfarben mit den eigenen

Händen zu erarbeiten.

Kurz gesagt: ich lebe für meinen

Job und meine Kunden.

Thema Vintage – Wir lieben

beide das Flair der guten alten

Zeit. Was ist nötig, um mich in

eine Lady der 30er/40er Jahre zu

verwandeln?

Ja, ich liebe die vergangene Zeit.

Den Flair der 40er 50er und 60er

Jahre. Den Kleidungsstiel und die

Frisuren strahlen Weiblichkeit

pur aus, um nicht zu sagen eine

gewisse Erotik.

In diesen Epochen kleidete man

sich elegant und stilvoll. Es war

eine Zeit der Langlebigkeit und

Beständigkeit.

Ich selber liebe die Kleider,

Frisuren und das Makeup

aus dieser Zeit und bin selber

komplett diesem Stiel verfallen

und kleide mich nur im

sogenannten Rockabilly Style.

Nun zu deinem Styling.

Um deine Haare in Form

zu bekommen, habe ich sie

eingedreht damit dieser

glamouröse Look entsteht.

Nach dem Eindrehen heißt es

bürsten, bürsten, bürsten!!

Die oberste Regel bei Vintage

Frisuren.

So bekommt man die

sogenannten Waves. Dann geht

es ans Toupieren und

"Ausfrisieren". Hierbei wird das

Haar in Wellen frisiert und gelegt

und mit Haarspray fixiert. Und

fertig ist die glamouröse Frisur

alla Marilyn Monroe, Ingrid

Bergmann, Rita Hayworth, Joan

Camcorder oder der modernsten

und heutzutage bekanntesten:

Dita von Teese.

Die absolute Meisterin in Sachen

Haare und Makeup.

Das Makeup z.B. wird von der

Grundierung her sehr dezent

gehalten. Bei den Augen

wiederum wird auf dramatischen

Eyeliner gesetzt und extreme

Wimpern.

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https://www.facebook.com/RocknHair-101325314912587/

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Das A und O bei Vintage Makeup

sind die roten Lippen.

Sie verkörpern Sinnlichkeit und

lassen das Makeup edel wirken.

Zum Schluss dürfen die geröteten

Wangen natürlich nicht fehlen.

Die werden mit etwas Rouge in

Szene gesetzt.

Somit ist das Vintage Makeup

fertig und man fühlt sich wie eine

Femme Fatale

Liebe Elisabeth, du bist Expertin

in Sachen Haare. Wie oft sollten

die Haarspitzen geschnitten

werden. Wie viel gehört denn

tatsächlich weg von einer langen

Mähne, damit diese dann wieder

schön füllig, gepflegt und gesund

aussieht?

Es kommt darauf an, wie lang die

Haare sind. Bei kurzen Haaren

empfehle ich alle 4-6 Wochen.

Bei langen strapazierten und

gefärbten Haaren empfehle ich

alle 6-8 Wochen die Spitzen

zu schneiden. Wobei es, wenn

man das so regelmäßig machen

lässt, reicht, wenn man 1-2 cm

schneiden lässt.

Diese Methode empfehle ich

meinen Langhaar-Kundinnen, da

die Haare gepflegt und immer voll

aussehen.

Wenn man aber zu den

Kundinnen gehört, die nicht so

oft zum Friseur gehen, empfiehlt

sich bei langen Haaren dann

auch dementsprechend mehr zu

schneiden, damit das Haar wieder

voll und schön aussieht. Und die

oberste Regel ist pflegen, pflegen

und nochmals pflegen!!

Wobei ich rate, dass man sich

hier von seinem Friseur beraten

lässt, um die individuelle und

typgerechte Pflege zu erhalten.

Dann steht langem, gesundem

Haar nichts im Weg.

Friseure üben einen vorwiegend

handwerklichen Beruf aus.

Friseure waschen, schneiden,

pflegen, färben und frisieren die

Haare ihrer Kunden; daneben

sind sie aber auch fachkundige

Berater und Ansprechpartner

bei Fragen rund um die Frisur.

Sie geben modische Tipps oder

beraten bei der Auswahl und

Verwendung von Pflegeprodukten

und Kosmetika.

In einer Lehre wird deshalb

auch Wert darauf gelegt, dass

man erfährt, was man bei

der Beratung, Betreuung und

Behandlung der Kunden beachten

muss. In der Ausbildung übt man

unterschiedliche Haarschneide-

Techniken und lernt Dauerwellen

zu legen, Hochsteckfrisuren

zu gestalten oder Haarteile

einzuarbeiten. Ferner lernt man,

wie man Haare tönt, färbt oder

blondiert und Nägel gestaltet.

Nach der Friseurlehre wird man

außerdem wissen, wie man

die Inventur durchführt, einen

individuellen Behandlungsplan

erstellt oder die Kasse abrechnet.

Wie bei jeder Lehrlingsausbildung

muss man für die Friseurlehre

mindestens die 9-jährige

Schulpflicht abgeschlossen haben.

Daneben sind gute Noten in

Deutsch und Kunst, eine kreative

Ader und Spaß am Umgang mit

Kunden wichtige Voraussetzungen

für diesen Beruf.

Der Beruf des Friseurs klingt

interessant für dich? Dann fragst

du dich vielleicht: Wie werde

ich Friseur? Die Lehre ist dual

aufgebaut, das heißt, man ist im

Wechsel

in Lehrbetrieb und Berufsschule.

Im Betrieb erlernt man die

praktischen und theoretischen

Seiten des Berufsbildes Friseur,

und man übernimmt konkrete

Aufgaben. In der Berufsschule

wird das nötige theoretische

Hintergrundwissen vermittelt.

Am Ende der 3-jährigen

Lehre nimmt man an der

Lehrabschlussprüfung teil, die

sich aus einer praktischen und

einer theoretischen Prüfung

zusammensetzt.

Fotos von Anton Eitzinger

118


119


Leser

briefe

Inge P. aus Iserlohn schrieb:

Liebes MLL-Team,

ich finde eure Zeitschrift so

toll und auch, dass diese noch

immer so günstig zu haben ist.

Schade, dass Corona den Start in

den Handel für euch verhindert

hat, aber es wird sicher bald

weitergehen. Ich hoffe das

Magazin bald in möglichst vielen

Regalen zu sehen, denn es gehört

veröffentlicht. Mich wundert

es immer nur, dass so wenige

bereit sind, ihre Meinungen zu

veröffentlichen, obwohl ihr ja oft

genug das Angebot unterbreitet

habt. Eine Frage habe ich zu

eurem psychologischen Angebot,

also die Hilfestellungen von

Frau Lehner. Kann ich diese

Frau auch direkt anschreiben,

ohne mein Anliegen der

Redaktion mitzuteilen oder zu

veröffentlichen? Danke, und ganz

liebe Grüße, Inge Pohl

MLL-Team antwortet:

Liebe Inge,

zunächst herzlichen Dank für Dein

Schreiben und die lieben Worte.

Auch wir glauben fest daran,

dass es bald wieder „normal“

weitergeht und wir somit im April

den verzögerten Start im Handel

vollziehen können. Es erreichen

uns sehr viel mehr Schreiben,

als wir hier veröffentlichen

können. Da ist alles vorhanden.

Mein Leben Live

Mail: leben.live.postfach@gmail.com

Webseite: https://meinlebenlive.de/

Leser

briefe

Von Lob über Kritik, bis zu

Verbesserungsvorschlägen und

auch „Meinungsäußerungen“,

die wir aus rechtlichen Gründen

nicht oder erst nach eingehender

Prüfung veröffentlichen können.

Das soll keine Zensur darstellen.

Deshalb veröffentlichen wir

so zu sagen alles oder nichts.

Natürlich bemühen wir uns um

Authentizität. Fragen in Bezug auf

unsere therapeutischen Angebote

zum Thema Lebenshilfe können,

nein sollen ja sogar zunächst bei

unserer Therapeutin eingereicht

werden. Dort bekommt Ihr

Hilfe und es wird dann später

entschieden, ob und in welcher

Form eine Frage samt Antwort

hier veröffentlicht werden soll.

Die Adresse wird in jedem Heft zu

finden sein.

Liebe Grüße vom Team

Hans G. aus Manheim schrieb:

Hallo,

ich bin Geschäftsmann aus

Manheim und würde gern einmal

wissen, ob man nicht gemeinsam

etwas gegen diese unsinnige

Corona-Politik tun kann. Vielleicht

würde es ja helfen, wenn Sie

und Ihre Zeitungskollegen, sie

sind ja sicher in Kontakt mit

anderen Herausgebern, sich

zusammenschließen, um da

„symbolisch“ mal auf den Tisch

zu hauen. Besonders diese

mangelnde Koordination der

Maßnahmen und dieses Auf und

Ab, mal so, dann wieder so, kann

doch nicht rechtens sein. Was

kann ein kleiner Unternehmer, der

sich seine Existenz über zwanzig

Jahre mühevoll aufgebaut hat,

gegen diese Willkür tun? Vielleicht

können Sie da irgendwie helfen.

Bin ratlos. Gruß Hans. G.

MLL – Team antwortet

Lieber Hans,

wir können Deine Verzweiflung

durchaus verstehen und würden

sehr gerne helfen. Allerdings

besteht sicher eine falsche

Vorstellung von einer möglichen

Zusammenarbeit verschiedener

Zeitschriftenverlage. Viele sind

in der letzten Zeit auf die Straße

gegangen, viele Existenzen sind

bedroht und zu diesen gehören

sicher auch einige, kleinere

Verlage und Herausgeber diverser

Magazine und Zeitschriften.

Auch wir haben uns bereits, zu

verschiedenen Gelegenheiten

auf Seite der Betroffenen gestellt.

Doch wo die Großen, sofern sie

sich einsetzen, leider scheitern,

müssen wir uns leider zunächst

auch noch fügen. Pressefreiheit

bedeutet nicht, dass die Presse

das Rechtssystem umgehen oder

beugen darf.

Wir haben Dein Anliegen allerdings

an unseren Juristen weitergeleitet.

Da es in dieser Pandemie aber

dazu besonders viele Anfragen

gibt, liegt uns noch keine

juristische Stellungnahme zum

Redaktionsschluss vor. Dennoch

wollten wir Dein Anliegen

veröffentlichen. Eine Antwort

wird dir, lieber Hans, etwas später

auf dem Postweg zugestellt und

wir werden eine Kurzform Deiner

Anfrage evtl. in einer späteren

Ausgabe erneut aufgreifen.

Alles Gute und liebe Grüße vom

Team

120


Ihr könnt schreiben, wenn Ihr rechtliche Probleme zu

bewältigen habt. Mit dabei ist nun auch der Rechtsanwalt

MANUEL EUFINGER (Deutsches Recht),

der sich nachfolgend kurz vorstellen möchte:

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne möchte ich mich Ihnen

in diesem Rahmen als tätiger

Rechtsanwalt kurz vorstellen.

Ich bin seit 2017 bei der

Rechtsanwaltskammer Frankfurt

am Main zugelassener und

entsprechend im Rhein-Main-

Gebiet ansässiger Rechtsanwalt.

Zuvor war ich während sowie

nach der Studienzeit in der

mittelhessischen Stadt Gießen

bei diversen Professuren unter

anderem auch lehrend vor

Studenten tätig. Meine Heimat

wie auch nunmehriger Sitz der

Kanzlei liegen daher in Hessen.

Die von mir ausgeübten

kanzleiinternen

Tätigkeitsschwerpunkte belaufen

sich weitestgehend auf alle

Rechtsfragen zivilrechtlicher

Natur. Bezogen auf die aktuelle

COVID-19-Pandemie ergeben

sich daher derzeit auch

vermehrt Mandate und aktuelle

Rechtsfragen zu Reiserücktritten

und deren finanziellen Folgen

bzw.den Urlaubern drohende

Stornierungskosten vonseiten

der Reiseanbieter.

Das Thema „Corona“ und

dessen Auswirkungen wird wohl

noch einige Zeit nicht nur die

Wirtschaft und Arbeitswelt,

sondern dem einhergehend

auch die weitere Rechtspraxis

zunehmend beschäftigen.

Zu diesen, ähnlichen und/oder

weitergehenden Rechtsfragen

und Problemfeldern

zivilrechtlicher Natur stehe

ich Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, gerne beratend

zur Verfügung. So werde ich

gelegentlich die ein oder

andere Rechtsfrage im Rahmen

der nächsten Ausgaben des

Magazins für Sie beantworten.

Bitte beachten Sie jedoch,

dass lediglich die Gesetzesund

Rechtslage in Deutschland

dabei Berücksichtigung finden

kann.

Weitergehende Rechtsauskünfte

über anderweitige

Rechtsordnungen, insbesondere

im Hinblick auf geltendes

Recht in Österreich, können

trotz Ähnlichkeit dagegen nicht

geleistet werden.

Bei entsprechenden rechtlichen

Anliegen können Sie sich gerne

auch per Email an mich wenden.

Manuel Eufinger, Rechtsanwalt

Siemensstraße 11

63071 Offenbach a.M.

069 856073

kanzlei@zeiser.net

Aber auch zu anderen

Themenbereichen

findet Ihr ab sofort Hilfe.

Für den Bereich Psychologie

Birgit Lehner

Dipl. Psychologische Beraterin

Dipl. Sozial- und Berufspädagogin

Dipl. Kinder- und

Jugendmentaltrainerin

Bacheler of Arts in Counceling

wird Euch auf Wunsch in ihrem

Fachbereich zur Seite stehen und

gern Eure Fragen beantworten.

Sie ist auch aus einigen Beiträgen,

wie zum Beispiel Typ- u.

Stilberatung und Interviews zu

verschiedenen Themen bekannt.

Ihr könnt Fragen unter folgender

Mail-Adresse einsenden:

birgit.lehner@coaching-and-more.com

Natürlich werden Eure Fragen

vertraulich behandelt und nur auf

ausdrücklichen Wunsch veröffentlicht!

Traut Euch, sie auch in sehr

persönlichen Angelegenheiten

anzuschreiben.

Euer Team von

Mein Leben Live

121


Impressum:

Heft Nummer 05 | 2021 Januar – März

Mein Leben Live

– Entdecke die Vielfalt –

ISSN 2698-525X (Print)

Bezugsmöglichkeiten:

Exklusive Verteilerstellen und Verlag (Print)

Ab April 2021 auch an über 800 Verkaufsstellen (Handel)

erhältlich!

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Im Technologiepark, 76131 Karlsruhe (Digital)

Herausgeber:

VGK-Verlag Kreft, Fontanestraße 26, 46242 Bottrop

Bankverbindung: G. Kreft

IBAN: DE31360501050002724938

BIG: SPESDE3EXXX

Mail: leben.live.postfach@gmail.com

Webseite: https://meinlebenlive.de/

Redaktion: Guido Kreft, Marcel Kreft

Bildbearbeitung/Coverdesign (Art Direktion):

Renee Rott – Dream Design – Cover and Art

Text: Guido Kreft, Susanna Csenkey, Ralf Hillmann

Anzeigen/Werbung/Marketing:

Guido Kreft, Susanna Csenkey

Gestaltung und Layout: Christoph Becker

Druck: Wir machen Druck, 71522 Backnang Deutschland

PR/Öffentlichkeitsarbeit: Marcel Kreft

Hinweise:

Autoren der Berichte und Artikel, können auch über die

Redaktion angeschrieben werden.

Für unaufgeforderte Einsendungen von Text und Bild wird

keine Haftung übernommen. Die Autoren sind für den

Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich!

Ansichten der Autoren entsprechen nicht unbedingt der

Meinung der Redaktion!

Der Verlag behält sich das Recht vor, Beiträge zu kürzen

oder zu ändern. Alle nicht exklusiven Rechte von Autoren-

Beiträgen gehen an den Verlag über, sobald diese von

der Redaktion angenommen worden sind. Diese Rechte

beinhalten uneingeschränkten Nachdruck und Nutzung

im digitalen Segment.

Quellen-Hinweise: Bilder zu den einzelnen Artikeln

wurden von den Autoren zur Verfügung gestellt oder

sind freien Bildquellen entnommen. Für weitere

Quellenangaben bitte Hinweise am Seitenende/

Seitenrand beachten.

Texte: Autoren werden in den einzelnen Beiträgen

benannt. Redaktionelle Hinweise sind gesondert

gekennzeichnet.

2020 für den gesamten Inhalt (VGK-Verlag Kreft)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger

Genehmigung

©

Alle Rechte vorbehalten!

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Ayurvedische

Nahrungsergänzung

in Bio-Qualität

Auch als Königin der Speiseöle“

bezeichnet.

Es weist eine ideale Balance zwischen

der Omega 6- und Omega-3-Fettsäure

auf. Es ist reich an Vitaminen sowie

Antioxidantien

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Natürliche Entlastung/

Reinigung für den Darm

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Die vorgestellten Produkte der Firma – Mynatura – sind reine Naturprodukte und von uns getestet!

Kurkuma wird, aufgrund der hohen Nachfrage auch als Naturheilmittel, sehr oft synthetisch

hergestellt. Dies kann der Gesundheit schaden. Die Produkte der Marke – Mynatura - können

dagegen bedenkenlos konsumiert werden (Bio)!

- Guido Kreft Heilpraktiker -

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