DorfStadt 02-2021

markuskrohn
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Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld. Wir sind Elbvororte.

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ELBVORORTE: S.2

Elbchaussee wird

zum Nadelöhr

RISSEN: S.3

Lösung für den

Schulcampus?

ELBVORORTE: S.8

Kommt die Kunst

durch die Krise?

Februar – April 2021

StadtLandKirche

Neuigkeiten aus der Kirchengemeinde Sülldorf-Iserbrook

Seid barmherzig,

wie auch Euer Vater

barmherzig ist!

(Jahreslosung, aus Lukas 6, 36)

Bitte beachten Sie unsere

Beilage in der Teilauflage

Sülldorf-Iserbrook!

www.kgmsi.de/newsletter www.facebook.de/kgmsi

Wem gehört der

Bahnhof Altona?

Seit Jahren verfällt der

Bahn hof Altona. Auch die

83.000 Euro, die der DB-

Konzern aus dem Corona-

Konjunkturpaket des Bun -

des für den Altonaer Bahn -

hof erhalten hat, werden

lediglich für kosmetische Repa -

raturen genutzt (Reinigung und

Erneuerung des Fachdaches im

2. und 3. OG). Laut Schreiben

an die Bürgerinitiative Prell -

bock will die Bahn wegen der

anstehenden Bahnhofsver le -

gung derzeit kein weiteres Geld

in die Sanierung des Bahnhofes

stecken.

Indes streiten sich die Stadt

Hamburg und die Volksbank

Braunschweig-Wolfenbüttel,

wer ein Anrecht auf die Bahn -

hofsimmobilie hat. Finanz se -

nator Andreas Dressel hatte im

August 2019 angekündigt, ein

Vorkaufsrecht für den Bahnhof

wahrnehmen zu wollen. Da ge -

gen klagte der Immobilienfonds

der Bank. Ausgang offen –

und demnach wohl auch eine

dringend notwendige Grund sa -

nierung der Immobilie!

www.dorfstadt.de

Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Sülldorf-Iserbrook

Flaschenfunde wie diese sind auf dem wöchentlichen Streifzug der Waldkitakinder nichts ungewöhnliches.

Was die Kinder Anfang des Jahres erlebten, machte sie betroffen...

Fotos: Spyrou

Unglaublicher Fund in der

Wedeler Au: Anfang des

Jahres bargen Kitakinder

zwischen drei und fünf

Jahren 83 Küstennebel-

Flach männer aus dem Flüss -

chen unter einer Brücke. Die

Herkunft der Flaschen macht

Kindern wie Erziehern Sorge.

Dienstags ist für die Wald -

gruppe einer Rissener Kita

Müllaktion angesagt. „Wir finden

alles Mögliche in unserem

Einsatzgebiet“ erzählt Steven

Spyrou, Tagesvater aus Blan -

kenese: Plastiktüten oder alte

Schuhe sind dabei, Dosen und

Flaschen sammeln die Kinder

ebenfalls regelmäßig auf, um

„ihren“ Wald vom Müll zu

befreien. Dabei treten auch alte

Tür- oder Möbelbeschläge,

Mün zen oder sogar gebrauchte

Munition zutage…

Jede Woche dasselbe Bild: Mal

sind es zehn Flaschen, mal

zwanzig. Sie finden den Müll

unter Bänken, an Parkplätzen

oder im Gebüsch. Am 5. Januar

fanden die jüngsten Naturschü t -

zerinnen und Naturschützer

unter einer Brücke über die

Wedeler Au in der Feldmark

unweit des Wald spielplatzes im

Klövensteen wieder leere Fla -

schen. Aber mehr als 80? Das

war zu viel. Je mehr Flaschen

die Kinder zutage förderten,

desto entsetzter waren sie.

Für Spyrou war die Ange le -

genheit sehr unangenehm,

denn natürlich musste der

Pädagoge aus Blankenese seinen

Kindern erklären, wie so

etwas möglich ist! „Es ist nicht

einfach, den Kleinen zu er -

SÜLLDORF

klären, warum jede Woche wieder

neuer Müll im Wald herum

liegt. Diese Menge an Flaschen

schlug dem Fass den Boden aus

– unfassbar!“

Wurden die Flaschen im Rah -

men einer illegalen Co rona-

Party von Jugendli chen hier in

der Wedeler Au entsorgt? Trifft

sich hier regelmäßig eine Grup -

pe, die zu faul ist, die Flaschen

mit nach Hause zu nehmen, um

sie dort in den Mülleimer zu

werfen? Übernachten hier, mitten

im Wald, vielleicht Obdach -

lose, die sich am Küstennebel

wärmen wollten? Mit diesen

Fragen setzten sich Erziehe rin -

nen, Eltern und die Kitakinder

nach dem Fund auseinander.

Eine eindeutige Antwort gab es

auf diese Fragen nicht.

Erst einige Tage später erfuhr

Spyrou von einem Freund den

wahrscheinlichsten Grund für die

Müllabladung: Ein einzelner al -

ko holabhängiger Mensch könn te

seinen zuvor geheim gehaltenen

Vorrat hier entsorgt haben!

Müllentsorgung in der Natur ist

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 02/20 · vom 28. Januar 2021 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

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Foto: Bosselmann

Wer entsorgt Flachmänner

in der Wedeler Au?

Flaschenfund im Klövensteen macht Kitakinder stutzig | Markus Krohn

immer noch weit verbreitet,

dabei sorgen tausende öffentlicher

Mülleimer in der Hanse -

stadt für eine nahe Entsor -

gungs möglichkeit. Die roten

Behälter werden regelmäßig

von der Stadtreinigung geleert.

Besonders in der Nähe von

Spiel- und Rastplätzen sind sie

aufgestellt. Es gibt also keinen

Grund, seinen Müll im Klö ven -

steen oder der Feldmark in die

Natur zu werfen. Gerade Fla -

schen können großen Schaden

anrichten, indem sie während

der Sommermonate wie Brenn -

gläser wirken oder ihre Scher -

ben für Verletzungen bei Wild -

tieren sorgen.

Der volle Bollerwagen wurde bei nächster Gelegenheit in einem

Altglascontainer der Stadtreinigung fachgerecht entsorgt.

Alkoholiker finden Unterstüt -

zung für ihren Weg aus der

Sucht bei den Gesundheits äm -

tern oder in der Gemeinschaft

der Anonymen Alkoholiker.

Voraussetzung ist die Einsicht

und Bereitschaft, Hilfe anzunehmen.

Steven Spyrou jedenfalls setzt

seine Müllsammelaktion weiter

fort. Jeden Dienstag.

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Es gibt ein paar Leser, die wissen immer schon am Donner -

stag, was die Wo che über in ihrer Nachbarschaft ge schah,

denn sie ha ben den Leser-Brief abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag in formiere ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem Hamburger Westen und den

Elbvororten per E-Mail.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern zählen zu

dürfen. Melden Sie sich einfach auf der Internetseite www.

dorfstadt.de an (am unteren Bildschirm rand im Käst chen).

Ihr Markus Krohn (Herausgeber)

Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021

Elbvororte

Altona in Kürze

Aktuelles aus dem Bezirk | Markus Krohn

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn

Liebe Leserinnen und Leser!

neulich hing ich mal wieder ein

einer Warteschleife… zum Glück.

Denn zuvor fragte mich eine

elektronische Stimme nach

meiner Kundennummer. Zwei -

mal schon hatte der Telefon -

computer mich nicht verstanden,

dann brach der Kontakt

ganz ab. Beim erneuten Versuch

sprach ich die Nummer n o c h

d e u t l i c h e r. Keine Chance.

Plötzlich ein Klingelton und

eine freundliche Stimme meldete

sich: Ich war tatsächlich

beim Kundendienst gelandet!

Ja, das mit der Abrage kenne

man, das System sei kaputt.

Nach ein paar weiteren Abfra -

gen zu meinem Anliegend wieder

Stille. Dann meldete sich

die Mitarbeiterin wieder: „Tut

mir Leid, Herr Krohn, das

System hängt…“ Deutschland –

deine Digitalisierung..!

Bezirk Altona vorn

Hamburgs Corona-Zahlen sinken

schneller als im Bund. Die

westlichen Stadtteile im Bezirk

Altona tragen erheblich dazu

bei: Wie die Mopo ausgerechnet

hat, ist die Inzidenz in Altona

innerhalb einer Woche am

stärksten gesunken. Während

der Wert in der Vorwoche noch

bei 160,94 gelegen hatte, konnte

er in der Woche vom 12. bis

18. Januar fast halbiert werden.

Schutz für Obdachlose

Die Linke Bezirksfraktion Alto -

na fordert mehr Schutz für

Obdachlose vor Corona. Die

Fraktionsvsorsitzende Thérèse

Fiedler fordert eine Zimmer -

belegung im Winternot pro -

gramm mit jeweils einer bzw.

maximal zwei Personen aus

demselben Haushalt, Bereitstel -

lung von Schnelltests, FFP2-

Masken sowie kostenlose Nut -

zung von Bus und Bahn. Die

Linkspartei konnte sich in der

Bezirksversammlung jedoch mit

dem Antrag nicht durchsetzen.

Foto: privat

Genehmigungen

verlängert

Die FDP hat gemeinsam mit

SPD und CDU in der Be zirks -

versammlung erfolgreich ge -

fordert, dass gastronomische

Betriebe während des verlängerten

Corona-Lockdowns auch

künftig Sondernutzungen für

Außengastronomie ohne Ver -

waltungsbürokratie beantragen

oder weiterhin nutzen können.

Mit dem Antrag wurde das

Bezirksamt Altona aufgefordert,

laufende Genehmigungen

unbürokratisch zu verlängern.

Zu wenig Platz

Wegen fehlender Aufstellplätze

für Parkscheinautomaten in

Altona will der Bezirk jetzt

ermöglichen, dass diese, wie

auch Elektro- und Telekom mu -

nikationskästen bei engen

Straßenräumen auf der Fahr -

bahn installiert werden können.

Dafür werden weitere

Pkw-Stellplätze wegfallen.

Auf grund der Abmessungen

der Geräte würden Gehwege in

der Regel zu stark eingeengt

werden, sodass vielfach bereits

auf Parkstandsflächen zurückgegriffen

werden musste, heißt

es in einem Antrag für den

Haupt ausschuss der BV.

Keine neue Bücherhalle

Die Stiftung Hamburger Öffent -

liche Bücherhallen möchte ihr

heutiges Standortsystem nicht

schon wieder überarbeiten. Das

geht aus einer Stellungnahme

der HÖB hervor, die dem

Hauptausschuss der BV zuging.

Dieser wiederum hatte gefordert,

einen neuen Standort in

Lurup zu eröffnen, um einen

Stadtteiltreff für die Bürger zu

ermöglichen. Der Bücherbus in

Lurup erfreut sich großer Be -

liebtheit und hätte nach Mei -

nung der Bezirkspolitiker Po -

ten tial für einen neuen HÖB-

Standort.

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags

in den Elbvororten bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de, termine@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf A.

Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de) Herausgeber/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden

nicht zurückgesandt und nicht vergütet. Wir behalten uns vor,

die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 18. Februar, Redaktionsschluss: 11. Februar 2021

Die nächsten drei Jahre wird die Elbchaussee für Auto- und Radfahrer zur Tortur

Elbchaussee wird zum Nadelöhr

Bauzeit wird durch Kooperation der Leitungsträger um drei Jahre verkürzt | Konrad Matzen

Das erste kooperative Stra -

ßenbauprojekt in Hamburg

geht an den Start. Der Lan -

desbetrieb Straßen, Brücken

und Gewässer (LSBG),

HAMBURG WASSER (HW),

Stromnetz Hamburg (SNH) und

Gasnetz Hamburg (GNH) werden

in den nächsten Jahren ge -

meinsam und in enger Koor di -

nation als INFRACREW HAM-

BURG die Elbchaussee sanieren.

Dabei werden sie die verschiedenen

Baumaßnahmen

bündeln und erstmals ihre Lei -

stungen in einer gemeinsamen

Baustelle erbringen. Durch die

Kooperation der Baulastträger

verkürzt sich die Bauzeit um

mindestens drei Jahre. Die

umfangreiche Grundinstand -

set zung der Elbchaussee be -

ginnt im Mai 2021. U.a. wird

die über 100 Jahre alte Was ser -

leitung instand gesetzt. Sie ist

existenziell für die Wasserver -

sorgung des Hamburger We -

stens. Vorab sind vorbereitende

Leitungsbauarbeiten notwendig,

die ab Montagmorgen, 11.

Januar, an der Kreuzung Elb -

chaussee und Parkstraße durchgeführt

werden.

Die Kooperationspartner der

INFRACREW HAMBURG stimmen

ihre Bauleistungen innerhalb

des Projektes aufeinander

ab und setzen diese erstmals

auch gemeinsam um. Durch

diese Kooperationsleistungen

ELBVORORTE

Das Bundeskabinett hat

sich letzte Woche auf einen

Kompromiss zur Aufnahme

der Kinderrechte in das

Grundgesetz geeinigt. Da -

mit wird ein wichtiges Vor -

haben, das im Koalitionsvertrag

festgeschrieben wurde, auf den

parlamentarischen Weg ge -

bracht. Der Altonaer Bundes -

tags abgeordnete Marcus Wein -

berg freute sich über diese Eini -

gung, weil aus seiner Sicht

wichtige Anmer kungen und

Forderungen der Union in dem

Entwurf berücksichtigt wurden.

ergeben sich viele Synergien.

Die Bauzeit des ersten Ab -

schnitts halbiert sich dadurch:

Statt ursprünglich erforderlichen

sechs Jahren wird nun

drei Jahre saniert. Auch die

Kosten reduzieren sich. Die

weiteren Baumaßnahmen im

Umfeld der Elbchaussee werden

zudem zeitlich und räumlich

eng koordiniert, um die Ein -

schränkungen für die Bürger -

innen und Bürger so gering wie

möglich zu halten.

Der erste Bauabschnitt zur Sa -

nierung der Elbchaussee wird

ab Mai 2021 bis voraussichtlich

Anfang 2024 zwischen der

Man teuffelstraße/Schenefelder

Landstraße (Blankenese) und

der Parkstraße (Othmarschen

erfolgen. Vorab müssen um -

fangreiche Bauarbeiten an der

Trinkwasserleitung durchgeführt

werden, um die Versor -

gungssicherheit der Bürgerin -

nen und Bürger während der

Grundinstandsetzung sicherzustellen.

Die zwischen 1906 und

1908 gelegte Leitung ist existentiell

für die Wasser ver sor -

gung des Hamburger Westens.

Die Bauarbeiten im Kreu zung -

sbereich Elbchaussee und

Parkstraße sind bereits im

Gange und dauern voraussichtlich

bis Ende April. Die Trink -

wasserversorgung ist während

der Bauarbeiten sichergestellt.

„Zum ersten Mal in der

Geschichte der Bun des republik

Deutschland sollen die Rechte

von Kindern ausdrück lich in

der Verfassung be nannt werden.

Mit dem heutigen Kabinett -

beschluss wird ein gelungener

und ausgewogener Kompromiss

auf den parlamentarischen Weg

gebracht, der so wohl die Kin -

derrechte im Grundgesetz sichtbar

macht als auch die Erst ver -

antwortung der Eltern bewahrt.

Nicht zuletzt aus historischer

Verantwortung haben sich die

Unionsparteien dafür eingesetzt,

dass der Staat auch weiterhin

nur eine Wächter funk -

tion bei der Erziehung ausüben

darf. Die Rolle der Eltern wird

durch die Grundgesetzänderung

nicht geschmälert. Das war uns

besonders wichtig, denn für uns

Neben der Hauptleitung im

Straßenraum werden während

der Gesamtbaumaßnahme Elb -

chaussee von HW auch teilweise

Versorgungsleitungen in den

Nebenflächen und einige Haus -

anschlüsse erneuert. Auch SNH

erneuert einige Hausan schlüs -

se. Die Maßnahme bringt Ma -

terial und Technik auf den neusten

Stand. Hierfür sind Auf -

grabungen auf privatem Grund

erforderlich. Betroffene Anlie -

ger innen und Anlieger sind

bereits in den laufenden Pro -

zess eingebunden. Die Zufahrt

zu den Grundstücken ist in dieser

Zeit weiterhin gewährleistet.

Grundinstandsetzung

ab Mai 2021

Die grundlegende Instand set -

zung der Elbchaussee zwischen

Manteuffelstraße und Palmaille

erfolgt ab Mai 2021 in mehreren

Abschnitten. Der erste

Bauabschnitt erstreckt sich von

der Manteuffelstraße bis zur

Parkstraße und wird bis voraussichtlich

Anfang 2024 ab -

ge schlossen sein. Dabei erneuern

der LSBG den Straßenraum

und HW die Trinkwasser lei -

tungen unter der Straße. SNH

und GNH legen neue Leitungen

unter Fahrbahn, Rad- und Geh -

wege. Die Baumaßnahme soll

die Elbchaussee für alle Ver -

kehrsteilnehmerinnen und Ver -

kehrsteilnehmer sicherer und

Marcus Weinberg sieht Unions-Handschrift

bei Grundgesetzänderung für Kinderrechte

ELBVORORTE

CDU-Politiker Marcus Weinberg im Bundestag

hat das Elternrecht auch weiterhin

und unverändert ausdrücklich

Vorrang vor den

staatlichen Befugnissen. Durch

die Kinderrechte im Grund -

gesetz gestärkte Kinder und vor

unverhältnismäßigen Eingriffen

Foto: Markus Hammes

Foto: LSBG

komfortabler machen. Zugleich

gewährleisten erneuerte und

teils verstärkte Versorgungslei -

tungen eine zukunftsfähige

und leistungsstarke Infrastruk -

tur für die Anwohner.

Die Instandsetzung der Elb -

chaussee ist mit den zurückliegenden

Arbeiten an der Strese -

mannstraße nicht zu vergleichen.

Dabei ist wichtig zu verstehen,

dass auf der Strese -

mann straße in wesentlich ge -

rin gerem Umfang Leitungsar -

beiten durchgeführt werden

mussten. Dies gilt insbesondere

in Hinblick auf den kompletten

Tausch der Hauptwasserleitung

in Hamburgs Westen. Zudem ist

die Stresemannstraße vierstreifig

und somit doppelt so breit

wie die Elbchaussee. Es gibt

zudem in der Stresemannstraße

wesentlich breitere Nebena n -

lagen und keinen vergleichbaren

Baumbestand wie in der

Elbchaussee. Zudem waren die

vorlaufenden Leitungsarbeiten

in wesentlich geringerem Um -

fang zu tätigen, so war ein

kom pletter Austausch einer

Wasserleitung nicht erforderlich.

Es waren darüber hinaus

bei der Stresemannstraße auch

bessere Möglichkeiten für Aus -

weichstrecken bzw. Umlei tun -

gen gegeben.

lsbg.hamburg.de/elbchaussee/

weiterhin geschützte Eltern,

machen starke Familien aus.

Wir haben als Familienpolitiker

in enger Abstimmung mit den

Rechtspolitikern eine verfassungsrechtlich

gangbare und

familienpolitisch ausgewogene

Formulierung gefunden. Auch

in Hamburg gab es immer eine

breite Unterstützung für die Im -

plementierung von Kinder rech -

ten in das Grundgesetz. Der

Hamb urger Senat sollte jetzt

seine Unterstützung für die vorliegende

Formulierung signalisieren“,

sagte der familienpolitische

Sprecher der CDU/CSU

Bundestagsfraktion.

Vorausgegangen war dem

Gesetzentwurf ein breit angelegter

Diskussionsprozess:

Bund und Länder berieten in

einer Arbeitsgruppe intensiv,

wie ein Kindergrundrecht formuliert

werden kann und legten

dazu im Oktober 2019 einen

Abschlussbericht vor. Auf dieser

Grundlage entstand jetzt

der Gesetzentwurf der Koali -

tion. Für eine Grundge setzä -

nderung ist eine Zweidrittel-

Mehrheit in Bundestag und

Bundesrat nötig.


Lösung für Schulcampus Rissen in Sicht?

SPD-Bezirksfraktion will Nägel mit Köpfen machen – Bürgerini will detailliertere Antworten | Markus Krohn

Im Konflikt um die Schul -

erweiterung in Rissen

zeichnet sich eine Lösung

ab. Am 14. Januar veröffentlichte

die Schulbehörde

die Ergebnisse der Standort prü -

fung zur Erweiterung des

Schulcampus Rissen. Darin

geht die Behörde auch auf

einen Kompromissvorschlag

ein, der möglicherweise konsensfähig

ist. Auch die SPD-

Bezirksfraktion spricht sich für

den vorgeschlagenen Standort

auf der jetzigen Apfelwiese aus.

Damit würde ein kleinerer Teil

der Brünschenwiesen bebaut,

gleichzeitig böte sich aber auch

die Chance, den gesamten Na -

turraum Brünschenwiesen dauerhaft

zu schützen, meinen die

Sozialdemokraten im Bezirk.

Der SPD-Bezirksfraktions vor -

sit zende Thomas Adrian gibt

sich mit dem Kompromiss-vorschlag

zufrieden: „Die Suche

nach neuen Schulstandorten in

Altona war in den vergangenen

Jahren häufig konfliktbehaftet.

Ich freue mich, dass es in

Rissen jetzt gelungen ist, einen

offenen und transparenten Pla -

nungsprozess auf den Weg zu

bringen, der auch die Bedenken

aufgreift, die sich zum Na tur -

schutz formuliert hatten. Wenn

Schulbehörde und Bezirk wie

hier an einem Strang ziehen,

kommen wir schnell zu einem

guten Ergebnis für die Schü -

lerinnen und Schüler.“

Auch Henrik Strate, SPD-

Wahlkreisabgeordneter aus Ris -

sen, sieht in dem Kompromiss -

vorschlag eine Chance, wenn

der B-Plan Rissen 7 entsprechend

geändert wird. Strate

hatte sich vehement für eine

Kompromisslösung eingesetzt.

„Die Aufgabe, einen vernünftigen

Standort für die Erwei -

terung des Schulcampus Rissen

zu finden, war, im Span nungs -

feld zwischen den Bedarfen der

Schulgemeinschaft und den Bedarfen

des Umweltschutzes,

sehr anspruchsvoll. Umso mehr

freuen wir uns, dass die Schul -

behörde nun sehr transparent

und anhand eines klaren Kri te -

rienkatalogs die Vor- und

RISSEN

Nach teile möglicher Standorte

aufgezeigt hat. Das war auch

dringend notwendig, da die

anfänglich angedachte umfangreichere

Bebauung der Brün -

schenwiesen vor Ort zu Recht

auf großen Widerstand ge -

stoßen ist.“

Aufgrund steigender Schüler -

zahlen ist der Ausbau des

Schulcampus Rissen dringend

notwendig. In einem ersten

Planungsaufschlag gab es von

Seiten der Behörde für Schule

und Bildung (BSB) das Signal,

eine größere Fläche der Brün -

schen wiesen zu bebauen. Laut

geltendem Bebauungsplan Ris -

sen 7 ist diese Fläche als

Schulbedarfsfläche ausgezeichnet.

Naturschutzverbände und

Anwohnerinnen und Anwohnern

kritisierten die Planungen

unter anderem im Rahmen

einer öffentlichen Anhörung

des Planungsausschusses sowie

des Ausschusses für Grün, Na -

turschutz und Sport der

Bezirksversammlung Altona im

November 2020 scharf. Im An -

schluss der öffentlichen Anhö -

rung der Bezirksversammlung

Altona hat die(BSB) daher weitere

Alternativflächen prüfen

lassen und einen Varian ten ver -

gleich durchgeführt. Dabei

wurden mehrere Optionen, darunter

auch aus dem Stadtteil

benannte Varianten, verglichen

und nach verschiedenen Krite -

rien untersucht (u. a. Wirt -

schaft lichkeit, Nähe zum Stand -

ort, Umweltaspekte, Meinung

der Schulgemeinschaft, öffentliche

Meinung, Planrecht). Die

Ergebnisse dieses Varianten -

vergleichs liegen nun vor.

„Die Nutzung der Apfelwiese

hat sich als die beste Option

herausgestellt, und wir nehmen

damit nur einen sehr kleinen

Teil der Brünschenwiesen in

Anspruch. Gleichzeitig ist die

Nähe zum jetzigen Schul -

standort gegeben. Dass diese

Fläche bereits im Besitz der

Stadt Hamburg ist und fertiges

Planrecht besteht, sind weitere

wichtige Faktoren, die helfen,

Die Apfelwiese ist als Kompromissfläche für die Schulerweiterung

in Rissen im Gespräch

Quelle: Google Maps

Elbvororte DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021 • 3

den Ausbau in einem vernünftigen

Kostenrahmen zu bewegen.

Ein vollständiger Verzicht auf

die Inanspruchnahme von un -

bebauten Flächen wäre sicherlich

die wünschenswerteste

Option gewesen. Die nun gefundene

Lösung ist allerdings ein

sehr guter Kompromiss, der

Naturraum erhält und gleichzeitig

die Weichen für einen

zukunftsfähigen Schulstandort

in Rissen stellt“, so Strate weiter.

Die Herstellung der neuen

Schulgebäude soll dabei aus

Sicht der SPD-Fraktion entsprechend

der Hamburger

Holz baustrategie in vorbildlicher

Weise in ökologischer,

naturnaher und erkennbarer

Holzbauweise erfolgen und

geeignete Mittel für Dachbegrünung

und/oder Photo vol -

taik vorgesehen werden.

„Im Zuge der Entscheidung für

eine Bebauung der Apfelwiese

bietet sich uns jetzt die Chance,

den gesamten Naturraum Brün -

schenwiesen ein für alle Mal

dauerhaft zu sichern“, so die

Einschätzung von Strate.

Die Vertreter der Bürgerini tia -

tive (BI) rettet die Brünschen -

wiesen geben sich dem Kom -

promissvorschlag gegenüber

offen, sind aber noch skeptisch,

ob dies eine gute Lösung für

Rissen darstellt. Sprecher Jan

Reifenstein sagte: „Wir bedauern

es, dass sich die Schul be -

hörde einen Tag nach Übergabe

von fast 11.000 Unterschriften

gegen eine Bebauung des Land -

schaftsschutzgebietes und ohne

direkte Gespräche mit den

Initiativen und anerkannten

Naturschutzverbänden festgelegt

hat. Nach unserer Ein -

schät zung war die Prüfung

nicht ergebnisoffen und nicht

von dem Willen getragen, beide

Zielsetzungen – Erhalt des

Landschaftsschutzgebietes und

Schulausbau – miteinander zu

vereinen.“

Die BI hatte einen umfangreichen

Lösungsvorschlag für eine

Alternative am Rand der Ris -

sen-Sülldorfer Feldmark ausgearbeitet,

der jedoch wegen

erheblicher und finanzwirksamer

Eingriffe in den laufenden

Planungsprozess der SAGA mit

ungewissem Ausgang sowie zu

weiter Entfernung vom Stand -

ort Voßhagen von der Schul -

behörde abgelehnt wurde. Mit

diesem Vorschlag wollte die BI

dazu beitragen, auch Schü le -

rinnen aus anliegenden Stadt -

teilen wohnortnah unterzu bringen.

Nach Wahrnehmung der

BI-Vertreter müssen immer

mehr Schülerinnen und Schüler

aus Sülldorf, Iserbrook oder

Blankenese auch in Rissen

beschult werden.

Die Bürgerinitiative fordert von

der Schulbehörde nun, detaillierter

über das Ergebnis ihrer

Bewertung informiert zu werden

und es öffentlich zu diskutieren.

Appell der Geschäftsleute:

Bleiben Sie freundlich!

Veranstaltungen und Tref -

fen abgesagt, Maske tragen

– seit November müssen

weitere Einschränkungen

ertragen werden. Das ist

nicht einfach, aber: „Mit

ein wenig Freundlichkeit, einem

Scherz oder einem positiv formulierten

Hinweis könnte es

einfacher sein, diese Zeit zu

überstehen“, meint Bäcker mei -

sterin Sabine Möller, Inhaberin

der Bäckerei Körner in Blan -

kenese mit fünf Filialen in den

Elbvororten. Sie fordert mehr

Respekt und Toleranz gegenüber

ihren Verkäuferinnen, die

genauso wie ihre Kunden unter

den Einschränkungen leiden

müssen.

Situationen wie diese erleben

ihre Verkäuferinnen täglich:

Eine Kundin bestellt am Telefon

Brot zur Abholung zu einem

späteren Zeitpunkt in der

Filiale. Die Kundin beschreibt

den Vorgang im Nachhinein so:

„Ich ging wie üblich mit meinem

Hund, nur um dann festzustellen,

dass ich mir bedauerlicherweise

keine Maske eingepackt

hatte. Trotzdem ging ich

bei der Bäckerei vorbei, hatte

auch einen dicken Schal vor

dem Mund als Notlösung, doch

man teilte mir lakonisch mit,

auf gar keinen Fall einzutreten.

Bei etwas gutem Willen hätte

man mir das Brot herausreichen

können, so wie man es in

vielen Geschäften ohne Problem

macht.“

Sabine Möller erfüllt sonst je -

der zeit gern machbare Wün -

sche ihrer Kunden, ihre Ver -

käuferinnen sind jedoch derzeit

gesetzlich verpflichtet, auf

ELBVORORTE

DorfStadt MEDIA

Einhaltung der Corona-Regeln

zu bestehen. „Und das gefühlt

hundert Mal am Tag. Sie können

sich sicher vorstellen, wie

anstrengend das ist. Immerhin

müssen unsere Verkäuferinnen

den ganzen Tag lang Maske tragen..!“

gibt sie zu bedenken.

„Man möchte freundlich und

nett mit den Kunden umgehen,

ist aber gezwungen, die Kunden

ständig zu maßregeln.“

Durch einen Vorfall in der

Filiale in der Filiale Lieber -

mannstraße ist Möller besonders

sensibilisiert: im Herbst

bediente eine Verkäuferin tat -

sächlih eine Kundin, die nur

mit einem Schal vor der Nase

in die Filiale kam – nachmittags

informierte der Ehemann

der Kundin das Team über

einen positiven Corona-Test.

Zwei Wochen lang zitterten

anschließend die Verkäufe rin -

nen der Filiale davor, selbst mit

dem Coronavirus infiziert worden

zu sein – kein gutes Gefühl.

Auch Möller selbst war betroffen,

denn bei einer nachgewiesenen

Corona-infektion bei

einer ihrer Verkäuferinnen hät -

te sie den Laden möglicherweise

längere Zeit schließen müssen:

„Diese Situation möchte

ich nicht noch einmal erleben!“

Gegenüber der DorfStadt-Re -

dak tion bestätigen auch andere

Inhaber von Ladengeschäften

Versuche von Kunden, regelwidrig

ohne Maske einzukaufen.

Inzwischen sind die Regeln

erneut verschärft worden. Die

Polizei in Hamburger Westen

beobachtet jedoch, dass sich die

meisten Bürger an die Co -

ronaregeln halten.

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4 • DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021 Elbvororte

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Gibt es eine Zukunft fürs Wildgehege?

Gutachten soll Wege zur Sanierung und optimale Haltung von Wild aufzeigen | Markus Krohn

Die Gute Nachricht ist: Der

Auftrag für ein Gutachten

ist erteilt! Die Aufgabe des

Gutachters ist allerdings

kaum lösbar: Neben der Finan -

zierung einer umfänglichen

Sanierung des Wildgeheges soll

das Gutachten auch aufzeigen,

wie die Tiere dort künftig im

Sinne vieler Natur- und Tier -

schützer besser gehalten werden

können – und das bei weiterhin

freiem Zutritt für Be -

sucher und Besucherinnen.

Zweieinhalb Jahre ist es nun

her, dass die Bezirks versamm -

lung Altona beschlossen hat,

ein eigenes Konzept für den

Erhalt des Wildgeheges Rissen

zu erarbeiten. Im Januar hat

nun nach Informationen der

DorfStadt-Redaktion eine Gut -

achterin aus Österreich die

Arbeit aufgenommen, um zu

klären, wie künftig mit dem

Wildgehege umgegangen werden

soll.

Das Wildgehege ist derzeit

coronabedingt für Besucher

gesperrt. Aber schon vorher

war deutlich zu sehen, dass die

Gehege und Volieren in dem

Wildpark marode sind. Die

RISSEN

Im Oktober nahm das Wildgehege ein im menschlichen Umfeld

aufgezogenes Rehkiz auf, das zuvor bei einem Tierarzt im

Garten gelebt hatte.

Foto: Anett B./pixelio.de

Waschbären wohnen seit über

eineinhalb Jahren in einer Not -

unterkunft, weil das ursprüngliche

Gehege nicht mehr ausbruchsicher

war. Auch die Uhu-

Voliere ist in die Jahre gekommen.

Kein Wunder: nach 20

Jahren müsste sie saniert oder

gar neu gebaut werden.

Der Bezirk verfügt aber über

keinerlei Mittel, um in das

Wildgehege zu investieren. Da -

her hatten in der Vergangenheit

immer wieder private Spender

und der Förderverein Klöven -

steen e.V. Geld für einzelne

Projekte zur Verfügung gestellt.

Der Betrieb des Wildparks wird

vom Bezirk Altona finanziert,

der Eintritt ist frei.

Die Bezirkspolitiker aller Frak -

tionen sind sich einig, dass das

Wildgehege in seiner jetzigen

Form erhalten bleiben soll. Als

erste Maßnahme wurden die

schnelle Sanierung der Infra -

struk tur und die Verbesserung

der Tierhaltung in den Volieren

gefordert. Dazu hat die Bezirks -

versammlung am 28.03.2019

die Drucksache 20-5748 „Selbst

ist der Bezirk – schnelle Repa -

raturen im Wildgehege Klöven -

steen“ beschlossen. Tat säch lich

werden jetzt kleinere Maß -

nahmen umgesetzt. Aller dings

können mit den vorhandenen

Mitteln keine neuen Volieren

oder Gehege gebaut werden.

Die langfristige Entwicklungs -

planung für das nächste Jahr -

zehnt sollte vordringlich zum

Ziel haben, das Gehege finanziell

nachhaltig zu betreiben,

Natur und Tiere zu respektieren

und den einmaligen Charakter

und ökologischen Wert des

Naturraums Klövensteen zu

wahren. Der laufende Betrieb

sollte unabhängig von Ver käu -

fern, Vermietungen und Ver -

anstaltungen möglich gemacht

werden, ohne für den Bezirk

Altona zur Belastung zu werden.

Wie das gelingen soll, klärt

jetzt eine erfahrene Gutach terin

aus Österreich. Sie war die einzige,

die überhaupt auf die eu -

ropaweite Ausschreibung reagierte.

Spätestens im Sep tember

2021 sollen dann endlich die

Ergebnisse öffentlich präsentiert

werden – in der Hoff nung,

dass durch die Vor schläge der

Gutachterin diesmal alle

Interessen befriedigt werden

können. Ein erstes Gutachten,

der so genannte „Masterplan“,

wurde von Kriti kern und

Politikern heftig kritisiert.

Mit dem neuen Gutachten soll

das Verfahren zurück gesetzt

werden, um dem Kleinod im

Klövensteen eine gute Zukunft

zu ermöglichen. Entscheidend

wird aber die Finanzierung der

nötigen Investitionen und der

Betrieb unter zukunftsweisenden

Haltungsbedingungen sein.

Für die nächsten beiden Haus -

haltsjahre wurden jedenfalls

keine städtischen Mittel für das

Wildgehege eingeplant. Bleibt

die Frage, woher die Mittel

dann kommen sollen.

Mosambikaner nach

Raub festgenommen

Ermittler des für die Region

Altona zuständigen Raub -

de zernats haben letzte Wo -

che einen 45 Jahre alten

BLANKENESE

Mann vorläufig festgenommen,

der im Verdacht steht,

im vergangenen Dezember

vier Seniorinnen im Alter von

75 bis 86 Jahren in Blankenese

überfallen zu haben.

Die Opfer waren gerade auf

dem Heimweg vom Einkauf

nach Hause. Die Taten ereigneten

sich am Mühlenberger Weg,

Baurs Park, Blankeneser Haupt -

straße und Witts Allee.

Polizei schnappt

Grafitti-Sprayer

Beamte des Polizei kommis -

sariats 26 (Blomkamp) ha -

ben neulich auf der Hasen -

höhe vier mutmaßliche Spra -

BLANKENESE

yer festgenommen, nach dem

ein Zeuge am späten Abend

des 14. Januar zwei Män -

ner beobachtete, die groß flä -

chige Graffitis an die Mauer der

Bahnunterführung sprühten.

Als die Beamten an Ort und

Stelle eintrafen, waren die beiden

Sprayer mit ihren beiden

Komplizen bereits auf der

Flucht. Mithilfe des Dienst hun -

des „Buk“ spürten die Beamten

die Flüchtigen jedoch schnell auf.

DAK meldet weniger Infekte

DAK-Gesundheit: Norovirus sogar um 66 Prozent zurückgegangen | Konrad Matzen

Im Corona-Jahr 2020 ist in

der Hansestadt durch die

Hygienemaßnahmen ein

deutlicher Rückgang bei

vielen Infektionskrank hei -

ten festzustellen. In der

Summe waren 42,1 Prozent

weniger Nachweise gemeldet

worden. Laut einer Analyse der

DAK-Gesundheit von Zahlen

des Robert Koch-Instituts (RKI)

gingen Norovirus-Infektionen

um 66 Prozent zurück. Diese

sich gerade in Gemeinschafts -

einrichtungen rasch verbreitende

Erkrankung wurde im vergangenen

Jahr 613-mal gemeldet,

im Jahr zuvor waren es

noch 1818 Fälle. Aber auch

sogenannte Kinderkrankheiten

kamen weniger oft vor. Wind -

pocken gingen um etwas mehr

als ein Drittel zurück, Er kran -

kungen durch Rota-Viren sogar

um 87 Prozent. Die Gründe für

den Rückgang sieht die Kran -

kenkasse vor allem bei den

Corona-Maßnahmen der Re -

gierung, die auch einen Ein -

fluss auf die Übertragung von

anderen Krankheiten gehabt

haben.

„Der positive Effekt bei den

Ansteckungen zeigt, dass die

ELBVORORTE

Hygienemaßnahmen zur Ein -

dämmung der Corona-Pan de -

mie prinzipiell wirken. Die

Übertragung vieler anderer

gefährlicher Krankheiten wurde

so spürbar reduziert“, sagt

Katrin Schmieder, Landes -

chefin der DAK-Gesundheit in

Hamburg. „Die Maßnahmen

wie etwa Schul- und Kita -

schließungen, Homeoffice, Ab -

standsregeln, Kontaktbe schrän -

kungen und Handhygiene ha -

ben beispielweise die Über -

tragung von Atemwegs- und

Magen-Darm-Erkrankungen

Zahnarztpraxis Sülldorf

- Prophylaxe

- Kinderzahnheilkunde

- Endodontie

- Zahnersatz

Gesunde Zähne

verhindert und damit zumindest

einen positiven Einfluss gehabt.“

Die Statistik weist dementsprechend

auch bei der typischen

Reiseerkrankung Denguefieber

einen rückläufigen Trend aus.

So gingen hier die Fallzahlen

von 60 auf fünf zurück. „In der

Hansestadt Hamburg liegt der

Regelmäßiges Händewaschen sorgt für einen Rückgang der

Infektionszahlen in Deutschland.

Abb: iStock/DAK-Gesundheit

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Rückgang mit 42,1 Prozent

deutlich über dem deutschen

Durchschnitt“, ergänzt Katrin

Schmieder. Im gesamten Bun -

desgebiet wurden 29,7 Prozent

weniger meldepflichtige Er -

kran kungen registriert.

An Apple a day...

Gesunde Ernährung sorgt für gesunde Zähne. Darauf weisen Zahnärzte hin | K. Matzen

„Gesund beginnt im Mund“.

Was wir essen und trinken,

nimmt unmittelbaren Ein -

fluss auf unsere Mund ge -

sundheit. Die Zusammen -

setzung der Nahrung kann

das Entstehen von Krank -

heiten innerhalb der Mund -

höhle beschleunigen. Karies,

die durch eine übermäßige Zu -

fuhr von Kohlenhydraten in

Form von Zucker befördert

wird, ist dafür ein Beispiel.

Auch eine vitamin- und mineralstoffarme

Ernährung kann

Zahnfleisch und Zähnen schaden

und so wiederum die Nah -

rungsaufnahme erschweren –

ein Teufelskreis beginnt.

ELBVORORTE

Konsequente

präventive Strategie

Die Bundeszahnärztekammer

(BZÄK) unterstreicht die Wech -

selwirkungen zwischen oralen

und Allgemeinerkrankungen.

„Verwiesen sei hier auf den Zu -

sammenhang zwischen Über -

gewicht und Zahnkaries, oder

auf die Entwicklung eines Dia -

betes, der wiederum Zahnbett -

er krankungen begünstigen

kann. Mangelernährung in

Folge einer schlechten Mundge -

sundheit hat darüber hinaus

Folgen für die physische und

psychische Gesundheit. Und

schließlich kommt einem übermäßigem

Alkoholkonsum bei

der Entstehung von Mundhöh -

lentumoren eine erhebliche Be -

deutung zu“, sagt Prof. Dr.

Diet mar Oesterreich, Vizeprä -

sident der BZÄK. Der Verein für

Zahnhygiene beispielsweise

em pfiehlt für Kinder und Ju -

gendliche, möglichst auf Sü -

ßig keiten und zuckerhaltige

Getränke zu verzichten und

ansonsten regelmäßig die Zäh -

ne mit einer fluoridierten

Zahnpasta zu putzen.

So wenig Zucker wie möglich

Der Verein für Zahnhygiene

(VfZ) legt ein besonderes Au -

genmerk auf Kinder und Ju -

gend liche. Eine wichtige Grund -

regel für die mund- und zahngesunde

Ernährung im Kindesund

Jugendalter lautet: Sü ßig -

keiten und zuckerhaltige Ge -

tränke sollte es nur in geringen

Mengen und idealerweise nach

bzw. zu den Hauptmahlzeiten

geben. „Es bringt übrigens

nichts, Säfte zu verdünnen“,

erklärt VfZ-Geschäftsführer Dr.

Christian Rath. „Bakterien

brauchen sehr wenig Zucker,

das gilt auch für Fruchtzucker,

um ihre kariogene Wirkung

zu entfalten. Auch

ein kleiner

Schuss

Ap fel -

saft im

Mine -

ral wasser

ist also

schädigend für

die Zähne.“

Der Bundes ver -

band der Zahnärz -

tin nen und Zahn -

ärzte des Öf -

fent lichen

Gesund -

heitsdienstes

(BZÖG)

betont im

Zusam -

menhang

mit einer

mund- und

zahngesunden

Ernäh -

rung die Ver -

antwortung

der Eltern. „Der Apho -

rismus „Gesundes Essen

hält Leib und Seele zu -

sammen“ ist keine Bin -

sen weisheit. Er zeigt vielmehr,

wie groß die elterliche Verant -

wortung für die körperliche und

geistige Entwicklung ihrer

Kinder ist und wie grundlegend

die Ernährung als Bestandteil

der Erziehung den weiteren

Lebensweg der Kinder beeinflusst“,

schreibt der BZÖG in

seinem Statement zum Tag der

Zahngesundheit 2020.

Der BZÖG weist in diesem Zu -

sammenhang darauf hin, dass

nicht allen Kindern im Eltern -

haus eine gesunde Esskultur

vermittelt werde. „Aus diesem

Grund setzt sich der BZÖG vor

allem in den Settings Kita und

Schule für sozialkompensatorische

Maßnahmen und

Chancengleichheit für

Kinder ohne familiäre

Ernährungsrituale und

gesunde Mahlzeiten

ein.“

www.tagderzahn

gesundheit.de

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de


ANZEIGEN DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021 • 5

Im Oktober wurden die

Bezirke vom Senat informiert,

dass sie in den

Haushaltsjahren 2021 und

2022 knapp ein Drittel we -

niger Geld als in den

Vorjahren erhalten sollen.

Auch wenn das zum Teil revidiert

wurde: Damit würde die

Stadtteilarbeit erschwert, zum

Teil sogar unmöglich gemacht.

Die Bezirksversammlung Al to -

na forderte daher bereits am 29.

Oktober in einem interfraktionellen

Antrag den Senat auf,

die Kürzungen zurückzunehmen.

Einzelne Politiker fordern

sogar, Sonderausgaben auch

auf Bezirksebene zu ermöglichen,

um lokale Projekte in

Vereinen und Kultur nach der

Corona-Pandemie fördern zu

können. Zuvor hatte der Senat

mit dem Hamburger Wir t -

schafts stabilisierungsprogramm

(HWSP) bereits Mittel

bereitgestellt, die dem wirtschaftlichen

Aufbau dienen

sollen. Von dem Geld werden

u.a. die Sanierung des historischen

Fischerhauses in Blan ke -

nese und die energetische

Sanierung des Bürgerhauses

Osdorf finanziert. Dafür will die

Stadt Hamburg zusätzlich 1,2

Mrd. Euro in diesem Jahr und.

700 Mio. Euro im kommenden

Jahr ausgeben, um die Ge sund -

heitskosten und die Coronabedingten

Einnahmeverluste

der öffentlichen Unternehmen

abzufedern. Damit werden aber

vor allem Projekte im gesamtstädtischen

Kontext gefördert.

ELBVORORTE

Benjamin Eschenburg, stellver

tretender Fraktionsvor sit -

zender und haushaltspolitischer

Sprecher der GRÜNEN in

Altona betont: „Wir sind uns

der schwierigen Situation, be -

dingt durch die Corona-Pande -

mie, durchaus bewusst. Es

kann allerdings nicht im

Interesse des Senates sein, die

Bezirksversammlungen handlungsunfähig

zu machen und

direkte stadtteilbezogene Arbeit

ohne Unterstützung dastehen

zu lassen. Daher fordern wir

den Senat auf, die Mittel für die

Quartiersfonds und die Poli tik -

mittel in gleicher Höhe wie in

2020 zur Verfügung zu stellen.“

Dr. Kaja Steffens, Sprecherin

für regionale Stadtteil ent wick -

lung und Mitglied im CDU-

Fraktionsvorstand, ergänzt:

„Mit bezirklichem Geld werden

substantiell wichtige, oft soziale

Projekte in den Quartieren

gefördert. Gerade in diesen

schwierigen Pandemie-Zeiten

brauchen die Träger Finan zie -

rungs-Gewissheit. Auch die

Bezirkspolitik ist in der Ver ant -

wortung dort weiterhin Unter -

stützung anbieten zu können,

wo es durch zentrale Mittel ver -

gabe mangelt. Eine verlässliche

Finanzierungszusage in bisher

gewährter Höhe an die Bezirks -

versammlungen ist daher das

Gebot der Stunde und wir bitten

den Senat hier dringend tätig

zu werden.“

Inzwischen ist der Haus halts -

ent wurf den Bürgerschaftsab -

geordneten zur Beratung vorgestellt

worden, der endgültige

Beschluss wird erst für den

Sommer 2021 erwartet. In dem

überarbeiteten Entwurf wird

auch auf die Forderungen der

Bezirke Bezug genommen. „Wir

haben die Zusage bekommen,

dass wir auch in den nächsten

Jahren über die Gelder für die

Quartiersfonds und die Politik -

mittel in den Bezirken verfügen

können“, bestätigt Benjamin

Eschenburg gegenüber der

DorfStadt-Zeitung. Über 75

Prozent der Quartiersmittel darf

die Bezirksversammlung bereits

beschließen, die Politikmittel

stehen allerdings erst nach dem

endgültigen Beschluss über den

Haushalt im Juni 2021 zur

Verfügung. Zu spät?

Das Geld ermöglicht es den

Bezirken durch die Quartiers -

fonds I und II, Projekte zur

stadtteilbezogenen Arbeit so -

wie integrativen Arbeit für

Geflüchtete zu unterstützen.

Bei den weiteren bezirklichen

Politikmitteln – Gestaltungs -

fonds, Sondermittel sowie

Förderfonds der Bezirke – ist

die Höhe der Mittel für 2021

und 2022 noch unbekannt. Die

bezirkliche Arbeit sowie die

Arbeit von zahlreichen Ver -

einen, Initiativen und Ehren -

amtlichen ist auf diese Gelder

Elbvororte

Bezirk Altona: Ohne Moos nix los!

Politiker fordern mehr Geld für bezirkliche Arbeit | Markus Krohn

Das Altonaer Rathaus im Sommer

angewiesen, eine Kürzung

schränkt sie stark ein oder

bringt sie sogar zum Erliegen.

Der interfraktionelle Antrag

„Bezirkliche Arbeit kostet Geld“

aus Oktober 2020 (Drs. 21-

1377) fordert daher den Senat

auf, die Kürzungen zurückzunehmen.

Für Thérèse Fiedler ist die Kür -

zung der Quartiersfonds eine

absolute Katastrophe für die

bezirkliche Arbeit. „Die Ein -

heits gemeinde Hamburg mischt

sich dabei noch mehr in die

bezirklich sinnvolle Arbeit ein,

welche kurzfristig und unkompliziert

wichtige Projekte und

Stadtteilkultur unterstützen

kann. Die bezirklichen Mittel

werden unmittelbar kleinteilig

für Projekte und Aktivitäten

eingesetzt, die aus der Mitte der

Gesellschaft im Interesse aller

entstanden sind. Wenn dafür

kein Geld mehr eingesetzt wird,

zerstört dies Nichthandeln den

Zusammenhalt der Gemein -

schaft, das kann es doch wohl

nicht sein!", meint die Frak -

tionsvorsitzende der Linken

Altona.

Ist also der Fortbestand von gut

laufenden sozialen Projekten in

den Bezirken in Gefahr? „Die

Träger brauchen Planungs sic h -

erheit“, meint Katarina Blume,

FDP-Fraktionsvorsitzende und

Foto: Cekora/pixelio.de

Vorsitzende im Sozialaus -

schuss: „Es wäre ein Fehler,

gerade an dieser Stelle jetzt den

Geldhahn zuzudrehen. Er folg -

reiche Initiativen und Projekte,

die erwiesenermaßen gerade

Menschen erreichen, die am

Rande der Gesellschaft stehen,

werden so in ihrer Existenz

gefährdet.“

Johann Riekers von der CDU

Blankenese macht darauf aufmerksam,

dass derzeit etliche

Projekte aufgrund der unklaren

Haushaltslage noch nicht um -

gesetzt werden könnten. Dazu

gehört beispielsweise die von

der CDU und den Grünen vorgeschlagene

Fahrradrinne im

Treppenviertel in Blankenese.

Aber er hat auch Hoffnung:

„Natürlich gibt es immer Mittel

und Wege“, so der erfahrene

Lokalpolitiker, so könnten die

Mittel auch über die Fachbe -

hörden direkt eingeworben

werden. Außerdem hofft er, wie

auch andere Bezirkspolitiker

der anderen Fraktionen, auf

Nachtrag, wenn im Sommer

2021 deutlich wird, welche

bezirklichen Projekte nach der

Pandemie besonders gefördert

werden müssen, um das gesellschaftliche

Leben anzukurbeln.

Dennis Mielke, haushaltspolitischer

Sprecher der SPD-Frak -

tion Altona fasst das Problem

noch einmal zusammen: „Die

Corona-Pandemie führt ge -

sundheitlich, gesellschaftlich

und wirtschaftlich zu großen

Herausforderungen für unsere

Stadt. Wir begrüßen, dass der

Senat für Hamburg in allen

Bereichen ein umfangreiches

Investitionsprogramm zur Be -

wältigung der Krise in den

Haus haltsjahren 2021/2022

vorschlägt. Hierin müssen sich

auch die bezirklichen Aufgaben

im Hinblick auf die Förderung

von sozialen und quartiersbezogenen

Projekten und Einrich -

tun gen wiederfinden. In den

Stadt teilen findet die soziale

Inklusion, das sportliche Ange -

bot und die kulturelle Vielfalt

statt. Die Bezirksversamm lun -

gen müssen auch in der Krise

die finanziellen Möglichkeiten

bekommen, Projekte und Träger

durch ausreichend Politikmittel

und Mittel aus den Quar tiers -

fonds zu unterstützen.“

KfW verlängert Frist für

Baukindergeld-Programm

(epr) Wer den Traum von

den eigenen vier Wänden

verwirklichen möchte, sollte

sich vorab über mögliche

staatliche Bezuschussungen

zum „Nestbau“ informieren.

Dazu zählt auch das Bau -

kindergeld, dessen Frist aktuell

verlängert wurde: Erhalten Fa -

milien mit minderjährigen Kin -

ELBVORORTE

dern bis 31. März 2021 eine

Baugenehmigung oder erwerben

eine Immobilie, können sie

bei der Kreditanstalt für Wie -

deraufbau (KfW) die seit Sep -

tember 2018 erhältliche Förde -

rung beantragen. Konkret be -

deutet das, dass pro Kind zehn

Jahre lang jährlich 1.200 Euro

als Zuschuss für die Fami li en -

kasse winken, die im Anschluss

nicht zurückgezahlt werden

müssen. Zu den Bedingungen

zählt, dass das Kind zum Zeit -

punkt der Antragstellung be -

reits geboren ist und die

Elternteile kindergeldberechtigt

sind. Die Höhe des jährlich zu

versteuernden Einkommens

und das Datum der Melde -

bestätigung – der Antrag muss

spätestens drei Monate nach

dem Einzug in die neue Im -

Wenn Kinder mit ins Eigenheim ziehen, bekommen die Eltern

eine großzügige Prämie vom Staat

Foto: onkey Business Images/Fotolia

mobilie bei der KfW eingereicht

sein – spielen ebenfalls eine

Rolle. Eine individuelle Finan -

zie rungsstrategie erhalten Häus -

lebauer bei den Profis von

Baufi24, die die Angebote von

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zur Seite stehen und zudem über

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Duschen ohne Hindernisse

Altersgerechte Badeinrichtung designt mit rutschhemmenden Fliesen und bodengleicher Dusche | Konrad Matzen

(epr) Wie oft haben wir es

schon gehört? „Gerne wür -

de ich 100 Jahre alt werden,

wenn ich dabei fit bliebe.“

Dass das nicht allein in

unseren Händen liegt, wissen

wir alle. Aber man kann

einiges dafür tun, damit alltägliche

Wege auch im Alter noch

genauso leichtfallen wie heute.

Barrierefrei sanierte Woh nun -

gen sind dabei essentiell. Sie

bieten Senioren die Möglich -

keit, länger selbstbestimmt und

eigenständig in den eigenen

vier Wänden zu wohnen. Im

Badezimmer sorgen zum Bei -

spiel eine bodenebene Dusche

und rutschhemmende Fliesen

für die nötige Sicherheit.

Egal ob noch vollkommen

selbstständig oder mit Hilfe

eines Rollators: Ein Duschplatz,

der bei einer anstehenden Re -

novierung bodengleich gestaltet

wird, kann auch von in ihrer

Mobilität eingeschränkten

Men schen gut erreicht werden.

Die Dusche ist dann sowohl

begeh- als auch befahrbar.

Reicht der Platz aktuell nicht

aus, kann die Badewanne entfernt

werden. So erhält man

einen Duschplatz von 1 x 1

Meter oder noch größer. Solche

bodengleichen Modelle vermindern

gleichzeitig die Gefahr

ELBVORORTE

von Stürzen und Verletzungen,

da der hohe Dusch- oder Bade -

wannenrand, der häufig eine

riskante Hürde beim Ein- und

Aussteigen darstellt, wegfällt.

Ausgestaltet wird das Ganze

mit rutschhemmenden Fliesen -

oberflächen für den Boden, die

mit bauchemischen Lösungen

genau nach Vorschrift „wasserdicht“

gemacht werden. So tragen

rutschhemmende Boden -

fliesen in allen Barfußzonen zu

einem weiteren Stück Sicher heit

im Alltag bei. Für die Wand

eignen sich groß geschnittene

Fliesen, die mit einem nur noch

geringen Fugenanteil verlegt

werden müssen. Keramische

Fliesenlösungen bieten aber

Bodengleiche Duschplätze, ausgestattet mit rutschhemmenden

Fliesenoberflächen, vermindern die Gefahr von Stürzen und

Verletzungen, da der hohe Dusch- oder Badewannenrand entfällt.

Foto: epr/Eurobaustoff/V & B Fliesen GmbH

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In Kombination mit einer Fuß -

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angenehme, die Atemwege

schonende Strahlungswärme

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dichte Oberfläche erfüllt außerdem

maximale Hygiene an sprü -

che, da man ohne mit Zusätzen

versehene oder aggressive Putz -

mittel auskommt. Bei geringen

Verschmutzungen reicht im

privaten Haushalt bereits lauwarmes

Wasser zur Reinigung.

Auch Hausstaubmilben oder

Pollen, die Allergien verursachen

und die Luft nehmen können,

können sich auf einer

keramischen Oberfläche nicht

„häuslich niederlassen“. Die

passenden Produkte zur Aus -

gestaltung des barrierefreien

Bades mit Keramikfliesen gibt

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schaft Blankenese e.V.

In der Hala-Hütte auf dem

Martini-Vorplatz ist das beliebte

libanesische Restaurant aus

Othmarschen zu Gast. Neben

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füllte Fladenbrote mit Salat

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Das Blankeneser Quartiersmanagement lädt zum Schlemmen auf dem Blankeneser Marktplatz und

auf dem Martini-Vorplatz ein. Die Hygieneregeln werden eingehalten.

Foto: PR

la feln.

Direkt gegenüber auf dem

Marktplatz bietet der blaue

MyThüringer-Wagen neben Thü -

ringer Würstchen auch Leber -

käse und weitere wechselnde

Snacks an.

Die drei Stände sind dienstags

bis samstags zwischen 12 und

14 Uhr geöffnet und sonntags

von 14 bis 17 Uhr (außer bei

Dauerregen).

Oliver Diezmann, Blankenese

Interessen-Gemeinschaft: „Wir

wollten für Blankeneser und

Besucher die Möglichkeit schaffen,

während des Shut-downs

etwas Abwechslung zu genie -

und die Vorlage eines aktuellen

Rentenbescheides und Per so -

nalausweises.

Die Seniorinnen und Senioren,

die schon im ersten Lockdown

eine oder mehrere Lebensmit -

teltaschen erhielten, nahmen

bereits wieder mit großer Dank -

barkeit eine der gut gefüllten

Taschen entgegen.

Erhalten Sie Grundsicherung?

DorfStadt MEDIA

ßen. Nun kann der Bummel

durch Blankenese mit weiteren

kulinarischen Angeboten zum

Mitnehmen abgerundet werden.

Wir bitten alle, die vorgeschriebenen

Abstands- und Masken -

ge bote einzuhalten.“

www.blankenese.de

Kennen Sie eine oder mehrere

Nachbarn, Verwandte, Be -

kannte, die Grundsicherung

erhalten und sich über eine

Lebensmittelspende freuen

würden? Dann geben Sie gerne

die Telefonnummer weiter!

ASB OV Hamburg West e.V.

Seniorentreff Rissen

Rissener Dorfstr. 40

Mit den DorfStadt-Medien erreichen Sie jeden

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„Wir haben hier in Blan -

kenese eine der schönsten

Filialen“, wirbt Thomas

Sobania mit einem gewinnenden

Lächeln. Der neue

Filialdirektor holt den Gast

Notdienst/Terminabsprachen:

am Nachbarschaftstisch ab,

0171 / 694 64 34

neben dem sich der Stadtteil

präsentiert. Die Fläche soll

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Menschen zusammenbringen.

Wisserweg 16 · 22589 Hamburg-Iserbrook

Tel.: 87 35 64 · Fax: 87 35 65 · info@glaserei-fechtner.de

Vereine und Unternehmer stel-

CB Trans DSZ 10-2015 0.02:Layout 1 29.01.2016 16:03 Uhr

len sich vor, Sport und Kultur

präsentieren sich hier. Wenn

Corona vorbei ist, werden hier

auch wieder Veranstaltungen

stattfinden. „Wir wollen unsere

Kundinnen und Kunden durchs

Leben begleiten. Dazu gehört

auch, dass wir sie in unser

Netzwerk einbinden“, erläutert

Bärbel Grupp, stellvertretende

Filialleiterin in Blankenese.

Die beiden betonen, wie wichtig

eine kompetente und um -

fas sende Beratung ist. Die können

sie am Standort in Blan ke -

nese bieten. Für Privat- und

Firmenkunden stehen Finanzund

Vermögensberater, Baufi -

nan zierungsexperten und weitere

Spezialisten zur Verfü -

gung. „Wir legen großen Wert

auf den persönlichen Kontakt

zu unseren Kunden“, sagt

Grupp. Die Beratung kann telefonisch

oder vor Ort in der

Filiale sowie oder sogar montags

bis samstags von 8 bis 20

Uhr über die Direktberatung

telefonisch, per Chat oder Vi -

deo-Call erfolgen. „Da richten

Kleine Schritte im

Stadtzentrum Schenefeld

Die prachtvolle Weih -

nachtsdekoration des Cen -

ters ist einer winterlichen

Landschaft auf dem Markt -

platz gewichen.

Ruhig und unaufgeregt

erledigen die Besucher – alle

mit Maske – ihre Einkäufe in

den geöffneten Geschäften des

sogenannten alltäglichen Be -

darfs, und das sind einige: von

der Apo theke über Drogerie -

märkte, Banken und Lebens -

mit tel geschäfte.

Aber auch von der Schließung

betroffene Läden nutzen Krea -

tivität und Einsatz, um im Kon -

takt mit ihren Kunden zu bleiben,

so z.B. die Buchhandlung

Heymann. Die Buchhänd ler in -

nen sind während der normalen

Geschäftszeit täglich am Tele -

fon im Geschäft zu erreichen,

nehmen Bestellungen entgegen,

beraten und machen auf

Neuerscheinungen aufmerksam.

Die Buchhandlung, die ja

im Prinzip geschlossen ist, hat

im Eingangsbereich ihre Kasse,

das übrige Geschäft ist abgesperrt:

Am Eingang steht ein

Türsteher/in der/die sicherstellt,

wir uns ganz nach dem Kun -

den“, betont Grupp.

Sie gehört schon seit 39 Jahren

zur Haspa, zuletzt war sie in

Wedel eingesetzt. „Ich war

schon immer ein Kind des

Westens“, sagt sie. Die 55-

Jährige ist hier aufgewachsen

und in ihrer Freizeit ist die

dass nur jeweils ein Besucher

die Bestellung abholt. Nina

Hermann, Leiterin der Buch -

handlung: „Wir haben früh

angefangen, Konzepte für die

Shutdown-Phase zu entwickeln.

Uns war klar, dass Leser diese

schwierige Zeit nicht ohne

Bücher erleben wollen. Unser

Beitrag ist weiß Gott keine

Heldentat, aber ein kleiner

wichtiger Schritt in eine

Normalität.“

Besonders freut Frau Hermann,

dass auch viele Nachbar ge -

schäfte kreative Konzepte fuer

Kundenkontakt und Verkauf

erarbeitet haben. So zum Bei -

spiel das flexible Bestell- und

Auslieferungskonzept des

Blumengeschäfts „florali“.

In diesen unübersichtlichen

schwierigen Zeiten wachsen oft

neue innovative Geschäfts -

modelle und Wege, die neue

Chancen bieten. Wir freuen uns

trotzdem auf baldige persönliche

Einkaufserlebnisse mit un -

seren Kunden.

www.stadtzentrumschenfefeld.de

Geballte Kompetenz in Blankenese

Beratung und Unterstützung in finanziellen Fragen · neues Filialführungsduo in Blankenese | PR

Bärbel Grupp und Thomas Sobania in der Beratungs-Lounge. Im

Hintergrund eine Blankenese-Collage ihres ehemaligen Kollegen

Frank Thenert.

Foto: Krohn

Die kleine Winterlandschaft unter der Kuppel des Stadtzentrums

erfreut kleine und große Besucher des Einkaufscenters Foto: PR

Rissenerin als Co-Trainerin der

2. Handball-Damen des SV

Blankenese unterwegs. Bärbel

Grupp hat zwei erwachsene

Töchter. Gemeinsam mit Tho -

mas Sobania leitet sie die

Blankeneser Haspa-Filiale. Die

beiden kennen sich schon länger

und ergänzen sich sehr gut.

„Wir ziehen an einem Strang“,

sagt der 54-jährige Luruper, für

den Blankenese die zweite

Heimat ist. Er liebt es, Fußball

zu spielen und Ski zu fahren.

Seine Freizeit verbringt er am

liebsten mit seiner Familie.

Gern tobt er mit seiner Enkelin

durch den Garten.

Das Haspa-Team in Blankenese

freut sich darauf, das Vermögen

der Kunden zu vermehren,

Depots und Geldanlagen zu

optimieren sowie Vorhaben zu

finanzieren. Natürlich gibt es

auch Hilfe beim Einrichten

eines Sparkontos, beim Online-

Banking oder anderen Themen.

Haspa in Blankenese

Erik-Blumenfeld-Platz 25

Tel.: 3579-50 16

www.haspa.de


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021 • 7

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de/elbvororte-events

Sonnenschutz

Markisen

von der

Polizei

empfohlener

Errichter-

Betrieb

• Rolladen – Rolltore

• Fenster- u. Türsicherungen

• Markisen

• Insektenschutz

Die historischen Museen in

Hamburg sind zwar wie alle

anderen Kultureinrich tun -

gen pandemiebedingt noch

für die Öffentlichkeit ge -

schlossen, aber die Arbeiten

sind in vielen Bereichen in

vollem Gange. Ob bei der Vor -

bereitung kommender Ausstel -

lungen, bei der Planung zu -

künftiger Veranstaltungen –

oder im Bereich der Restau -

rierung. Das Altonaer Museum

hat beispielsweise „Das Bildnis

eines Mädchens“ des Föhrer

Schenefelder Landstr. 281

22589 Hamburg

Tel.:873032·Fax:8701080

www.kohlermann.de

Rettung eines Mädchens

ELBE- und Blankeneser Kino starten nach Lockdown mit der Top-10 der Elbvororte – Markus Krohn

ELBVORORTE

Malers Oluf Braren (1787-

1839) der erfahrenen Osdorfer

Papier-Restauratorin Gudrun

Kühl übergeben, um es aufarbeiten

und konservieren zu lassen.

Braren gilt heute als der

vielleicht ursprünglichste unter

den nordfriesischen Malern.

Sein Bild zeigt das Mädchen

Ernestine Tischbein, die Tochter

des Goethe-Freundes Johann

H. W. Tischbein (1751-1829),

der u.a. auch als Galerist und

Foto: SHMH

Hofmaler des Herzogs Peter

Friedrich Ludwig von Olden -

burg (1755-1829) in Eutin tätig

war. Brarens Bild der Tisch -

bein-Tochter im Format 47 x

37cm wurde zusammen mit

weiteren Werken des Künstlers,

darunter ein 94-seitiges Skiz -

zen buch mit Tierillustrationen,

Papierrestauratorin Gudrun Kühl bei der Retusche

Foto: Claas Kühl

dem Altonaer Museum im Jahr

1998 als Schenkung überlassen.

Zu Lebzeiten blieb Braren weitgehend

unbekannt und seine

Bilder wurden wenig geschätzt.

Noch als 1897 der Nachlass seines

Neffen Jürgen Braren verteilt

wurde, ist überliefert, dass

die Verwandtschaft einem

Mikroskop den Vorzug gegenüber

drei Gemälden von Oluf

Bra ren gab. Erst im 20. Jahr -

hundert erfuhr sein Werk eine

große Wertschätzung.

Die Grafik aus dem Archiv des

Altonaer Museum wies leider

seit der Übergabe an das Mu -

seum schwere Schäden auf, die

nur im Rahmen einer aufwendigen

Restaurierung behoben

werden können. Dank des

Engagements der Föhrer Fer -

ring Stiftung ist diese Restau -

rierung durch private Spenden

u.a. aus der weitläufigen Bra -

ren-Familie und durch das

Sponsoring des Lions Clubs

Föhr möglich geworden.

In den kommenden Wochen

wid met sich die erfahrene Pa -

pierrestauratorin Gudrun Kühl

in ihrer Werkstatt der „Rettung

des Mädchens“. Be reits im

Vorfeld der Aktivitäten sagte

sie: „Die Restaurierung der

Gouache wird herausfordernd

sein. Das Papier ist durch die

natürliche Alterung der Mate ri -

alien und frühere Restaurie -

rungsmaßnahmen sehr fragil.

Es sind viele alte, zum Teil

nicht fachgerecht durchgeführte

Retuschen und Verklebungen

erkennbar, die das Erschein -

ungsbild stark beeinträchtigen

und das Objekt langfristig schädigen.

Vermutlich wird der

Eingriff auf eine Stabilisierung

des derzeitigen Zustands sowie

eine zurückhaltende Retusche

hinauslaufen. Auf diese Weise

lassen sich die unterschiedlichen

Materialien langfristig

konservieren. Ziel wird es au -

ßerdem sein, die Authentizität

der Malerei wiederherzustellen

und das optische Erschei nungs -

bild zu verbessern.“

Ein bis zwei Wochen dauert die

Restaurierung mit Unter bre -

chungen. „Die Arbeit erfordert

große Konzentration. Das kann

niemand acht Stunden am Tag

leisten!“, erklärt die Expertin.

Das Portrait wird vermutlich

zunächst auf der Insel Föhr in

einer Ausstellung gezeigt, zu

der die vielen Förderer eingeladen

werden.

www.altonaer-museum.de

Leserbriefe

Leserbriefe bitte an redaktion@dorfstadt.de.

Veröf fent lichung/Kürzung vorbehalten.

■ Eingekehrt in St. Simeon

Auf dem Weg zu unserem Kleingarten kam ich kurz vor 10 Uhr

an der Kirch St. Simeon vorbei und wollte kurz Station machen.

Daraus wurde eine Stunde mit Kerzen, erste Reihe mit fast leerer

Kirche, mit einem Gottesdienst aus Stuttgart in meinem

Minihörer. Ein Genuss! Um 10 Uhr senden DLF und NDR Info

regelmäßig Gottesdienste, die ich nun auch vor dem Altar „meiner“

Kirche hören kann. Eine Chance vielleicht auch für andere

angesichts Meister Corona und seines Wütens!!

Werner Schack, Osdorf

Anm. d. Redaktion: Viele Kirchen in den Elbvororten haben

auch in Corona-Zeiten tagsüber geöffnet und bieten einen

Rückzugsort zum Nachdenken, Abschalten oder Beten.

■ Buchtipp:

Freue mich immer wenn ich Ihre so abwechslungsreiche Zeitung

bekomme. Besonderer Dank für den Buchtipp ,DAS EIS

SCHMILZT“ von Arved Fuchs. Ein Mann, der weiß wovon er

schreibt. Seit Jahren dokumentiert er die Umweltschäden, ein

Kampf gegen Windmühlenflügeln! Vielleicht hat Corona in der

Hinsicht auch etwas Positives. Wünsche Ihnen weiterhin viel

Erfolg.

Ingrid Kosmala, Othmarschen

■ Wer verleiht der Osdorfer Mühle Flügel?

Es kann doch nicht sein, dass die Osdorfer Mühle nicht saniert

werden kann. Die Räume sind gut vermietet und der Eigentümer

kann wegen des Denkmalschutzes die Kosten großzügig

abschreiben. Die Mühle ist seit Jahrzehnten identifikationsstiftend

für den Stadtteil. Sie darf nicht dem Wohnungsbau geopfert

werden, auch wenn Investoren schon mit den Hufen scharren,

weil hier möglicherweise Millionen verdient werden könnten!

Olaf Hübner, Osdorf

■ Ich habe mich im Restaurant »Don Quichotte« in der Osdorfer

Mühle immer sehr wohl gefühlt. Leckeres und bezahlbares

Essen, nette Bedienung und ein tolles Ambiente. Das muss

erhalten bleiben! Ich erinner mich auch noch an die Sommer -

abende, in dem wir unter dem Dach wunderschöne Blues-Musik

erleben durften. Das möchte ich auf keinen Fall missen.

Carsten Schröder, Rissen

Polen in Norddeutschland

Unterhaltsam, faktenreich und lecker. | Hans-Jürgen Odrowski

In diesem durchgängig

deutsch-polnisch-sprachigen

Taschenbuch, POLEN

in NORDDEUTSCHLAND,

gibt es eine Fülle von reich

bebilderten Informationen

über aktuelle polnische of -

fi zielle Vertretungen, polnische

und deutsch-polnische Ein rich -

tungen, Vereine, Gesellschaften

und Freundeskreise, Unter neh -

men aus Handel und Wirt -

schaft, Unternehmensbera tun -

gen, vereidigte Übersetzer/in -

nen, Kulturein richtungen, Ga -

stro nomie und Geselligkeit.

Besonders bildreich ausführlich,

informativ, inspirierend

und unterhaltend sind die

Seiten in jedem Buchteil über

polnische regionale Küche mit

ihren Spezialitäten, beispielsweise

Pierogi (gefüllte Knödel),

Bigos (Fleisch-Gemüsepfanne),

Rosol (Hühnersuppe) oder

Golabki (Schweinehack mit

Reis, Pilzen und Zwiebeln in

Kohlblättern) – sehr lecker!

Die freundschaftlichen Bezie -

ELBVORORTE

hun gen zwischen Deutschen

und Polen mit 65 Part ner -

schaften zwischen deutschen

und polnischen Städten im

Raum Bremen, Hamburg,

Schleswig-Holstein und Meck -

lenburg -Vorpommern geben

Zeugnis davon, wie beständig

sich die Beziehungen in Wirt -

schaft ,Handel und Kultur sich

im Norden Deutschlands entfaltet

und sich gefestigt haben.

Auf 208 Seiten steht mit dieser

Neuerscheinung dem Leser/

Nutzer eine Quelle aktuell,

unterhaltsam und faktenreich

zur Verfügung.

Die Herausgeberin Dr. Susanne

Müller, Cross-Culture Publi -

shing, Frankfurt/Main hat in

der bewährten Reihe Hamburg

City International bereits Por -

tugal in Hamburg, Brasilien in

Hamburg, Frankreich in Ham -

burg und Grossbritannien &

Irland in Hamburg und jeweils

zweisprachig publiziert. Der

aktuelle Titel POLEN in NORD-

DEUSCHLAND erschien als

Band 10 der in 2019 geschaffenen

(EU) REGIO Reihe.

Polen in Norddeutschland

ISBN 978-3-939044-54-3,

12,50 €

Bestellbar beim Verlag über

www.cc-publishing.com/

bookshop oder per E-Mail an

mail@cc-publishing.com

Was kommt nach Corona?

Wie geht es weiter? Gedanken von Kultursenator Carsten Brosda | Markus Krohn

„Wir haben, unmittelbar

nachdem Corona so richtig

in die gesellschaftliche Rea -

lität eingedrungen ist und

schockhafte Wellen durch

unsere Gesellschaft gezogen

hat, eine ganze Menge

grundsätzlicher Fragen formuliert,

die wir angesichts der

Pandemie für notwendig zu diskutieren

erachtet haben. Ich

habe über den Sommer hinweg

das Gefühl bekommen, dass

relativ viel davon uns wieder

durch die Hände zu rinnen

droht. Wie gehen wir damit um,

dass uns unsere Verletzlichkeit

als Individuen so vor Augen

geführt worden ist? Wie gehen

wir damit um, dass wir feststellen,

dass wir einander solidarisch

brauchen, um gemeinsam

durch so eine Zeit zu kommen?

Wie organisieren wir öffentliche

Debatte in Zeiten, in denen

wir eigentlich gar keine Zeit

dafür haben? Und wie kooperieren

wir über Grenzen hinweg?

Das sind nur ein paar der

ELBVORORTE

Themen, die bleiben. Diese

Debatten jetzt schon in den

Blick zu nehmen, halte ich für

unerlässlich“, sagte Hamburgs

Kultursenator und Journalist

Carsten Brosda gegenüber dem

NDR auf die Frage, warum er

denn bereits vor Ende der

Corona-Pandemie ein Buch

über dieselbe geschrieben habe.

Wird es unserer Gesellschaft

gelingen, sich von dem Schock

zu erholen und zu vermeiden,

dass die Ausnahme zum andauernden

Zustand wird? Wir stehen

vor wichtigen Debatten

über die Verletzlichkeit unseres

Seins, den Wert gesellschaftlicher

Solidarität,den öffentlichen

Raum, den Wert wissenschaftlichen

Denkens, die Logik

des Kapitalismus und die Rolle

des Staates. Kultursenator

Carsten Brosda beschreibt, wie

wir unsere Gesellschaft sozial

und demokratisch weiterentwickeln

können, wenn wir uns

diesen Fragen offensiv stellen.

Vor uns liegt eine Zeit, die nach

politischer Gestaltungslust verlangt.

Brosda fordert in seinem

Buch vor allem einen Diskurs

mit Kultur, deren Relevanz sich

auf das Genze beziehe. Absolut

lesenswert!

»Ausnahme / Zustand«

Fest gebunden

ISBN: 978-3-455-01047-3

125 Seiten 11,99 €

Hoffmann & Campe


8 • DorfStadt-Zeitung 02/2021 • 28.01.2021

Im Gespräch

AH

I, Hamburg!

Neues aus der Schifffahrt | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Foto: Küster

Ungewohnt für die Orchestermusiker: Musizieren mit Abstand. Hier in einem Konzert Anfang Oktober mit Mini-Publikum

Wie kommt die Kunst durch die Krise?

Ein Gespräch mit Musikern aus dem Hamburger Westen | Markus Krohn

Künstlerinnen und Künstler

gehören zu denjenigen, die

während der Corona-Pan -

demie bisher am meisten

Geduld haben mussten.

Fast alle mussten erkennen,

dass ihre Kreativität Gren -

zen hat, auch wenn Kunst

eigentlich grenzenlos sein müsste.

DorfStadt-Herausgeber Mar -

kus Krohn hat mit drei Musi -

kern gesprochen, wie sie die

Lockdown-Zeiten erlebt haben.

„Zum Glück sind in meiner

Familie alle gesund“, meint beispielsweise

Stefan Schäfer,

Solo-Kontrabassist des Phil -

harmonischen Staatsorchesters

Hamburg. Immerhin: wirtschaftlich

muss sich der Süll -

dorfer keine Sorgen machen,

denn als Orchestermusiker ist er

als Mitglied beim Hamburgi -

schen Staatsorchester abgesichert.

Aber als Künstler ist auch

er den allgemeinen Ein schrän -

kungen unterworfen. „Für mich

ist mein Beruf auch gleichzeitig

Berufung“, meint Schäfer. Na -

türlich verfüge man im Lock -

down über mehr Zeit zum

Üben. Auch gebe es genügend

Zeit für Ungewöhnliches, das

man sonst nicht ausprobieren

würde. „Für uns Musiker gehö -

ren die Aufführungen, das

Publikum aber dazu“, erläutert

er die Situation: „Wir hangeln

uns gerade von Termin zu Ter -

min“. Gerade noch hat er ein

neues Stück komponiert – auch

dafür war jetzt mehr Zeit – aber

ob es aufgeführt werden darf,

ob Publikum zugelassen wird,

ist fraglich.

Für freie Musikerinnen und

Musiker ergibt sich in vielen

Fällen noch nicht einmal die

Möglichkeit eines Streams,

weiß Imme-Jeanne Klett zu

berichten. Die Flötistin hält sich

mit privatem Musik-Unterricht

und an der Hamburger Musik -

hochschule derzeit über Wasser.

„Viele Kolleginnen und Kolle -

gen leben zur Sicherheit von

ihren beiden Standbeinen Auf -

tritt und Unterricht,“ weiß sie

aus zahllosen Gesprächen, in

denen sich Musiker gerade

gegenseitig versuchen zu motivieren.

Im Augenblick fehlt

daher schlicht das Geld für

ELBVORORTE

kreative Alternativen.

Klett initiierte als Intendantin

des Hamburger Kammermusik -

festivals Obligat! zum Jubiläum

trotzdem nicht nur ein Vi de o -

konzert, sondern auch etliche

Konzerte, die im Sommer und

Herbst mit den besonderen

Hygienevorschriften über die

Bühne gingen. Auch Anfang

dieses Jahres waren wieder

Kon zerte geplant. „Wir haben

nicht nur Plan B, sondern auch

C und D in der Schublade“,

berichtet Klett, allerdings be -

deutet das auch einen nicht

abschätzbaren Mehraufwand,

der nicht entlohnt wird. Dazu

kommt der psychische Druck,

der im Laufe der Zeit immer

mehr zunimmt. „Wir planen

einen Termin, die ersten Proben

und freuen uns auf die Auf -

führung und Begegnung mit

unserem Publikum – und ein

paar Tage vorher wird deutlich,

dass wir das Konzert leider

wieder verlegen müssen. Es ist

eine emotionale Berg- und

Talfahrt. Und das in extremer

Regelmäßigkeit“, beklagt die

sonst optimistische Flötistin.

Für Künstler und Philosophen

wie Volkan Baydar (Orange

Blue) ist das keine Neuigkeit.

„Ich habe schon mein ganzes

Leben lang Höhen und Tiefen

erlebt“, sagt ein tiefenentspannter

Musiker, der immerhin

noch sein Mischpult in seinem

geliebten Studio in der

Osdorfer Feldmark im Einsatz

hat. Dabei hatte er gemeinsam

mit Vince Bahrdt als Orange

Blue (She’s Got That Light)

Mitte Februar 2020 nach 13

Jahren das neue Doppelalbum

„White/Weiss“ vorgestellt. An -

schließend wollten die beiden

auf Tour gehen. Daraus wurde

nichts. Kleine Engagements wie

im August auf der MS Europa 2

gaben Halt: „Es war wunderbar.

Endlich wieder Kontakt zum

Publikum, das mir Energie gab“.

Die Zeit in der Kabine nutzten

die beiden Künstler, um sich

über ihre Ideen für neue Songs

Kommen entspannt durch die Krise: Vokan Baydar und Vince

Bahrdt alias Orange Blue

Foto: Khatib

auszutauschen. Im Dezember

und Januar kamen dann An -

fragen für Hof- und Balkon -

konzerte in Harburg. „Damit

kann man kaum Geld verdienen,

aber wir dürfen musizieren!“

freut sich Baydar. Bis zu

30 Minuten dürfen die Künstler

Straßenmusik machen, so die

offizielle Bezeichnung für die

Tätigkeit, die der Künstlerseele

guttut. Da tut auch der Hagel

nicht weh, der auf die Schul -

tern der Musiker fällt…

„Das Schlimmste ist, nichts zu

tun“, meint auch Imme-Jeanne

Klett. Immer am Ball bleiben,

ist die Devise. Bevor die nächsten

Konzerttermine wieder ins

Wasser fallen, will sie eine CD

produzieren. Auch das gelingt

natürlich nur, wenn sich das

Ensemble wieder treffen darf.

Außerdem fehlt dafür das Geld.

Kurzerhand hat die Intendantin

ein Crowdfunding aufgelegt,

bittet ihr Publikum und Kam -

mermusikbegeisterte Musikfans

um Mithilfe (Spendenkonto -

nummer: DE59 3807 0724 0207

0720 00). Kreativpausen können

dann im Studio für die CD-

Produktion genutzt werden. „In

dieser schweren Phase des

Arbeitsverbots, in der sich zeitweise

ein Gefühl des Lebendigbegraben-seins

ausbreitet, wollen

wir strahlend-klingendes

entgegensetzen und die Sere na -

de op. 11 von Johannes Brahms

einspielen - an dem Ort, wo

Brahms dieses Werk in seiner

Urfassung für Nonett im Jahr

1859 zur Uraufführung brachte:

in Altona!“

Andere Künstler streamen was

das Zeug hält. Zu den aktiven

Klangkörpern gehören die

Ham burger Philharmoniker,

obwohl die Lust der Musiker an

diesem Format begrenzt ist.

Stefan Schäfer stellt fest: „Es

ist sehr merkwürdig, dauerhaft

in einem Raum ohne Publikum

zu sein. Mit Abstand zu den

Kollegen spielen zu müssen ist

auch sehr mühsam, weil wir

uns dadurch kaum gegenseitig

hören.“ Ein gemeinsamer Klang

entsteht nur durch das „ge-

meinsame Atmen“ eines Orche -

sters. Auf Abstand kaum möglich.

ensemble-obligat.de

orangeblue.com

staatsorchester-hamburg.de

Info

Foto: Höhne

Wie wichtig ist Kunst?

Kunst ist nicht systemrelevant.

Das hat die Gesell schaft

in Pandemiezeiten gelernt.

Und doch nähren Kunst und

Kultur den menschlichen

Geist und das Zusammen le -

ben. Das schreibt Hamburgs

Kultursenator Carsten Brosda

in seinem Buch Ausnahme/

Zustand, das im Corona-

Som mer 2020 erschienen ist.

„Kunst und Kultur haben eine

herausragende Bedeutung für

die Gesellschaft“ bekräftigt

auch der Deutsche Kulturrat,

der als politisch unabhängiger

Dachverband Deutscher

Kulturverbände fungiert. „Sie

spiegeln gesellschaftliche De -

batten wider, sie bieten Rei -

bungsflächen zur Auseinan der -

setzung mit der Wirk lich keit,

sie weisen über das alltägliche

Geschehen hinaus. Kunst und

Kultur sind Aus druck des

menschlichen Daseins.“

Moin, liebe Leser,

der Hafen Hamburg schläft nie.

Hier werden 24 Stunden an sieben

Tagen der Woche Waren

aus aller Welt umgeschlagen.

Doch die Emsigkeit allein reicht

nicht aus, um den 832 Jahre

alten Handelsplatz attraktiv zu

halten. In Zeiten harten weltweiten

Wettbewerbs und starken

Preisdrucks muss sich

Hamburg immer wieder neu

erfinden – die Konkurrenz

schläft nicht. Insofern hat die

Handelskammer mit ihrer Mah -

nung recht, mehr als bisher am

Trend zu bleiben. Nur wer innovativ

ist, wird auf Dauer am

Ruder bleiben können. Siehe die

Meldungen:

Nicht einschlafen,

Hamburg!

Hamburg – Unser Hafen musss

erfindungsreicher werden! Das

hat die hamburgische Handels -

kammer dem rotgrünen Senat

ins Stammbuch geschrieben.

Nach Ansicht der Industrie ver -

tretung sind nicht Umschlags -

zahlen das Wichtigste, sondern

die Wertschöpfung in Europas

drittgrößtem Hafen. Dazu ge -

hö ren laut HK die Nutzung,

Her stellung und der Transport

alternativer Treibmittel wie

Wasserstoff. Rund 150.000 Jobs

hingen von der Ansiedlung

neuer, zukunftsträchtiger und

nachhaltiger Angebote ab.

Mit Gestank

gegens Stinken

Oslo – Ein wenig bekannter

Stoff kommt immer mehr ins

Gespräch als alternatives Treib -

mittel für Schiffsmaschinen:

Ammoniak. Denn die chemische

Verbindung von Stickstoff

und Wasserstoff, Formel: NH 3 ,

kann klimaneutral hergestellt

werden und verbrennt CO 2 -

frei. Das stechend riechende,

farblose Gas regt immer mehr

Umweltschützer, Schiffsbe trei -

ber und Kraftstoffhersteller zur

Forschung an. Der staatliche

Energiekonzern von Norwegen

Equinor hat sogar mit der

„Viking Explorer“ das erste

ozeantaugliche Schiff umgebaut,

das „grünes“ Ammoniak

nutzt.

Pieks fürs

Hafenpersonal

Singapur – Eine großangelegte

Impfkampagne gegen das Co -

ro na-Virus ist im Stadtstaat

Singapur gestartet worden. Im

zweitgrößten Hafen der Welt

sollen rund 10.000 Hafenar bei -

ter mit direkten Schiffskon tak -

ten sowie Schiffsabfertiger und

Beamte vor dem Virus ge -

schützt werden. Hintergrund:

Bei der ersten weltweiten Welle

2020 waren zahlreiche Häfen

lahmgelegt worden, weil es

wegen Erkrankungen und

Lockdowns nicht genügend

Personal gegeben hatte. Für

Singapur ist der Hafen mit

1.000 Liegeplätzen systemrelevant.

(((Foto North Sea Giant)))

ONE will ab 2023 die größten Schiffe der Welt betreiben Foto: ONE PR

Ungewöhnlicher

Werftengast

Hamburg – Das weltweit größte

Offshore-Versorgungsschiff

„North Sea Giant" ist derzeit im

Dock 11 der Werft Blohm+Voss

zu bestaunen (siehe Foto oben).

Der 154 Meter lange Kraftprotz

(29.000-PS-Motor), der meist in

Ölfördergebieten der rauen

Nord see unterwegs ist, be kommt

an der Elbe den „Schiffs-TÜV“.

Besonderheit: Auf dem extralangen

tiefgelegten Arbeitsund

Transportdeck steht ein

Kran mit 400 t Tragkraft und

drei km langer Leine - das ist

Weltrekord! Die „North Sea

Giant" kann selbst bei Sturm in

ultratiefen Gewässern zum

Beispiel Kabel verlegen, weil

Spezialpropeller sie absolut stabil

über Wasser halten.

Klimaschutz

an Flussufern

Mainz – Das Land Rheinland-

Pfalz will die Stromversorgung

der Binnenschifffahrt klima -

freundlicher gestalten. Dazu

fördert es auf Anlegestellen der

Flüsse Rhein und Mosel den

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