Weine für Freunde Februar 2021

weinmusketier.de

Liebe Weinfreundin, lieber Weinfreund,
keine Frage: Wein und Musik haben viele Gemeinsamkeiten. Und Wein plus Musik ist eine fantastische Kombination. Deshalb zeigen wir Ihnen in unserer neuesten Ausgabe ‚Weine für Freunde‘ Winzer, die das Handwerk des Weinmachens virtuos verstehen.
Die tonangebenden Rebsorten stellen wir Ihnen mit einem kurzen Portrait vor. Zum Beispiel Carignan, die eigentlich meist im Cuvée zu finden ist, und aus der Marilyn Lasserre von Les Vignerons de Cébazan einen sortenreinen magischen Speisebegleiter gezaubert hat. Oder Enantio, eine autochthone rote Rebsorte aus dem südlichen Trentino, der die Winzerfamilie Fugatti ihr reichhaltiges und komplexes Bouquet entlockt.
Sie ‚hören‘ lieber Weiß? Dann spielen Sie vielleicht einmal den Grünen Veltliner vom Weinhof Grill an. Der Weißweinstar aus dem Anbaugebiet Wagram ist noch ein echter Geheimtipp. Unsere feurige Weißweinempfehlung: der Silvaner Kabinett vom Röttinger Feuerstein des kleinen Weinguts Hofmann. Die Muschelkalkböden des Taubertals verleihen dem Silvaner Finesse und angenehme Mineralität.
Entdecken Sie Rebsortenstars und Geheimtipps und die ‚Musik für Ihren Gaumen‘ – jetzt in unserer neuesten Ausgabe ‚Weine für Freunde‘.

Viel Spaß mit unserer Hits.

Herzlichst Ihre
Tina James & das WEIN-MUSKETIER Team

Weine aus handwerklicher Herstellung

WEIN-

MUSKETIER

Februar 2021

Musik für Ihren Gaumen:

Rebsorten-Stars

und Geheimtipps


2

Symphonie in Weingläsern

Genuss hat vieles gemeinsam mit Musik. Auch beim Wein

sind die Eindrücke erlebbar und so unendlich vielfältig, dass

sie sich eigentlich nie wirklich beschreiben lassen. Ein Genuss,

der (fast) alle Sinne anspricht und der immer wieder neu

daherkommt. Tauchen Sie mit uns ein in eine Symphonie aus

„Wein-Klängen“, gespielt von unseren Partner-Winzern mit

den vielfältigen Instrumenten, die die Natur den unterschiedlichen

Rebsorten gegeben hat.

Seit Jahren ein Superhit für die Liebhaber von Prickelndem:

Glera, die Prosecco-Rebsorte

Die grünhäutige Rebsorte Glera wird schon seit Jahrhunderten in

den Regionen Venetien und Friaul angebaut und in erster Linie zur

Herstellung von Perl- und Schaumweinen verwendet. Ursprünglich

war die Traube als Prosecco (genauer gesagt Prosecco Tondo)

bekannt, erhielt aber 2009 eine Namensänderung, als die Prosecci

aus den Kerngebieten Conegliano und Valdobbiadene den

DOCG-Status erhielten. Im Zusammenhang damit wurde der Begriff

‚Prosecco‘ regional geschützt – seit 2010 dürfen nur noch

Weine den Namen Prosecco tragen, die in der offiziellen italienischen

Prosecco-Appellation angebaut werden.

Optimal geeignet für Perl- und Schaumweine

Glera wird als halbaromatische Sorte angesehen, obwohl sie auf

flachem Land mit uneingeschränkten Erträgen eher neutrale Ergebnisse

bringt. Wenn Glera an Südhängen mit kontrollierten Erträgen

gepflanzt wird, produziert sie Weine mit Tiefe und Charakter: leicht,

weich und erfrischend mit Aromen von weißen Blüten, Zitrone,

Birne, Apfel und Pfirsich. Mit anderen Worten: Die optimalen Eigenschaften

zur Herstellung von Perl- und Schaumweinen.

Familie Nardi steht als Garant für herausragende Qualität.

Was unter ihren Händen auf die Flasche kommt, ist grandios:

feinste Perlage, frische Frucht und ein Aromenspiel am Gaumen,

das kein Ende zu kennen scheint.

Glera – die Prosecco-Rebsorte

Glera (Prosecco) zum Essen

Prosecco wird so oft solo getrunken, dass man sich über die mögliche Kombination

mit Essen selten Gedanken macht. Dabei passt zum Beispiel die

Verbindung mit Canapés und Fingerfood perfekt. Köstlich schmeckt er auch

zu luftgetrocknetem (Parma-) Schinken und Foccacia, Mini-Quiches und

Frittata, zu mildem Käse, weißem Spargel, Sushi, Dim Sum mit Meeresfrüchten,

zu Vitello Tonato und vielen Gemüsesorten.

La Farra, Prosecco DOC Treviso, Frizzante Brut

IT0241 € 7,95 ( € 10,60/L)

Team La Farra

Winzer: Azienda Agricola La Farra, Guido & Innocente Nardi

Region: Treviso, Veneto, Italien

Rebsorte: 100 % Glera

Alkohol: 11 % Vol.

Säure: 6 g/l

Restzucker: 10 g/l

Boden: Kalkhaltig

Genuss: Bei 7–10 °C, jetzt bis Anfang 2022

Ausbau: Handlese, 1. langsame Gärung ca. 15 Tage bei 16–18 °C in

Edelstahl, 2. Gärung Méthode Charmat in Drucktanks


Monastrell – Fortissimo im Glas

Monastrell ist eine klassische Mittelmeer-Rebsorte, die über

2.000 Jahre Zeit hatte, sich an schwierige klimatische Gegebenheiten

anzupassen. Sie kommt hervorragend mit sehr kargen Böden,

wenig Wasser und großer Hitze klar und sie liebt den kühlen

nächtlichen Luftzug vom Meer. Auch extreme Temperaturschwankungen

zwischen Tag und Nacht machen dem Rebstock nichts

aus. Monastrell reift sehr langsam und wird deshalb spät gelesen,

selbst in den sonnigsten Regionen Spaniens erfolgt die Lese erst

im Oktober.

Körperreiche Rotweine mit verführerischen Aromen

Monastrell ist vielfältig, mehr ein ganzes Orchester denn ein

einzelnes Instrument. Aus ihm entstehen dunkle, körperreiche

Rotweine mit verführerischen Aromen: reife rote und schwarze

Frucht (Brombeere), Noten von Holunder, Kräutern, Pfeffer,

überraschend mineralische Nuancen und, bei richtigem Ausbau,

ein nur moderater Tanningehalt. Auch intensive Noten von Schokolade

oder Leder können sich zeigen, das geschmackliche Profil

reicht von Himbeeren bis zu gedörrten Pflaumen, von Lakritze zu

Wild, Süßholz oder Rauch.

„Highway to Hell“ gleich hinter Valencia

Fünf Freunde und Musiker schreiben die Geschichte der Bodega

„Wines n’ Roses Viticultores“ in La Font de la Figuera. Sie lieben

Rock ‘n‘ Roll und Wein und haben einen gemeinsamen Traum: authentische

Weine zu erzeugen. Vom Namen ihres Weingutes war

es nicht weit zu einem Rotwein, der „Highway to Hell“ heißt. Das

Ergebnis geht genau in die andere Richtung – ein himmlisches Erlebnis.

Dabei erfahren die über 30 Jahre alten Rebstöcke im gesamten

Prozess der Weinbereitung einen Focus auf Nachhaltigkeit

und Verminderung des CO 2

-Ausstoßes, beispielsweise durch den

Einsatz von Wasserfiltern und Sonnenkollektoren und den Verzicht

von Dünger und Chemikalien.

Monastrell zum Essen

Der intensive Geschmack der Monastrell-Weine macht sie zu einem guten Begleiter

von deftigen Speisen sowie von Gerichten mit intensiven Gewürzen und

kräftigen Aromen: Chili con Carne, deftiger Bohneneintopf, Schmorgerichte

vom Rind oder Lamm, Schweinebraten, Hackbraten, Pilzlasagne, Spareribs,

luftgetrocknetem Schinken, Wildterrine, Manchego-Käse. Und sie sind mit

ihrer Fruchtsüße und den weichen Tanninen exzellente Sofaweine, die einen

Feierabend mollig ausklingen lassen.

José Carpio

ES-ECO-020-CV

2019 Highway to Hell, Valencia DO

Wines n’ Roses Viticultores

ES0175-2019 € 6,95 (€ 9,27/L)

Musik im Blut und

Wein im Herzen

Winzer: Marc Gómez & José Carpio, Wines n‘ Roses, Viticultores

Region: Valencia, Spanien

Rebsorte: 100 % Monastrell

Alkohol: 14 % Vol.

Säure: 3,6 g/l

Restzucker:


Grüner Veltliner – Weißweinstar aus Österreich

Auch wenn das Rätsel seines Namens bisher nicht gelöst wurde,

der Grüne Veltliner spielt unter den Weißweinen Österreichs die

erste Geige. Rund ein Drittel der dortigen Weinberge ist mit dem

autochthonen Weißweinstar bestockt. Die spontane Kreuzung aus

Tramin und St. Georgen, die seit dem 18. Jahrhundert in Österreich

heimisch ist, hat sich vom einfachen Zechwein zum renommierten

Spitzengewächs gemausert, das inzwischen eine Top-Platzierung

unter den europäischen Weißweinen eingenommen hat.

Grüner Veltliner zum Essen

Traumhafter Speisenbegleiter zu Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat,

Wurstsalat, Honigmelone mit Schinken, Risotto, Meeresfrüchten, Süßwasserfischen

mit cremigen Saucen. Seine frische, aber nicht säurebetonte

Art setzt leichte Vorspeisen, Pastagerichte mit Sahnesaucen und helles

Fleisch optimal in Szene. Auch zu Gemüsegerichten, besonders zu Spargel

schmeckt er köstlich.

Terroir-Rebsorte

Grüner Veltliner ist eine der großen Terroir-Reben: er kann unterschiedliche

Böden im Geschmack abbilden. Er bringt eine enorme

Geschmacksvielfalt mit: Apfel, Birne, Aprikose, Pfirsich, Zitrone,

Limette, Mandel, Ananas und Grapefruit. Typisch ist ein frischer,

mineralischer Geschmack und eine pfeffrige Würze. Dazu kommt

ein harmonisches Spiel von Säure, Saftigkeit und Aromen.

4

Charaktervolle Weine aus dem Herzen des Wagram

Der Wagram in Niederösterreich ist ein Lösswall, der die Donau

wie ein zweites natürliches Ufer begleitet. In dieser einzigartigen

Kulturlandschaft findet der Grüne Veltliner hervorragende Voraussetzungen

und wird von Gudrun Grill-Gnauer besonders intensiv

gepflegt. Auf den tiefgründigen Lössböden erhält die Rebsorte ihr

volles Aroma mit einer sehr ausgewogenen Säure. Einfach und unkompliziert,

gleichzeitig mit Kraft und Finesse und für eine längere

Lagerung geeignet. Geheimtipp!

Unsere Empfehlung:

leicht, fruchtig, unkompliziert

Gudrun Grill-Gnauer

2019 Grüner Veltliner vom Wagram

Qualitätswein, Weinhof Grill

AT0009-2019 € 8,95 ( € 11,93/L)

Winzer: Gudrun Grill-Gnauer, Weinhof Grill

Region: Fels am Wagram, Österreich

Rebsorte: 100 % Grüner Veltliner

Alkohol: 12,5 % Vol.

Säure: 6 g/l

Restzucker: 4 g/l

Boden: Tiefgründiger Lössboden

Genuss: Bei 10–12 °C, jetzt bis Anfang 2022

Ausbau: Konventionell und temperaturkontrolliert

zu 100 % in Edelstahl


Carignan – Südländische Klangvielfalt in Rot

Carignan ist eine schwarzhäutige Rotweintraube, die sich in vielen

Weinen entlang der Mittelmeerküste findet, insbesondere im

Nordosten Spaniens und in der französischen Region Languedoc-Roussillon.

Die Carignan-Rebe bevorzugt warmes, trockenes

Klima, um ihre besten Seiten zu zeigen. Dann entwickelt sie Farbe,

Tannin und Frucht. Diese Eigenschaften machen sie zu einer

hervorragenden Ergänzung für Rotweinsorten mit viel Aroma und

Geschmack, aber wenig Körper und Farbtiefe. Im Cuvée findet

man Carignan in Frankreich, Nordspanien in Rioja (als Mazuelo)

und im Priorat, wo sie hervorragende Ergebnisse bringt.

Geschichte und neuer Trend

Carignan ist eine spät reifende Sorte, die hohe Erträge liefert. Das

war mit ein Grund, dass in Südfrankreich Carignan bis in die 90er

Jahre die am meisten gepflanzte Rebsorte war. Als die EU Subventionen

zahlte, um die immensen Rebflächen in Südfrankreich zu

reduzieren, waren die Carignan-Rebstöcke beliebte Opfer. Da seither

keine Neupflanzungen vorgenommen wurden, findet man heute

nur mehr alte Carignan-Rebstöcke, die wenig Ertrag bringen.

Das Ergebnis läutete einen neuen Trend ein: In der Zwischenzeit

sind häufig Topweine von renommierten Weingütern in Südfrankreich

zu 100 % aus Carignan gekeltert. Die besten Beispiele zeigen

Merkmale von dunklen und schwarzen Früchten, Pfeffer, Lakritz

sowie würzigen und herzhaften Akzenten.

Tipp

Inspiration für Rezepte gibt

Yotam Ottolenghi in seinem

Buch „Flavor: mehr Gemüse,

mehr Geschmack“

Carignan zum Essen

Sortenreine Carignan-Weine sind magische Speisebegleiter. Egal ob mit

Fleisch oder vegetarisch wenn Sie einen Carignan zum Essen wählen, sollten

Sie dem Gericht orientalische Noten mit Gewürzen wie Zimt, Kreuzkümmel,

Sternanis und Kräutern verleihen. Der Wein verstärkt die Aromen und versüßt

den Geschmack.

Marilyn Lasserre

2019 Chemin de La Serre

Carignan Vieilles Vignes, Pays d‘Hérault IGP

Les Vignerons de Cébazan

FR0391-2019 € 6,50 (€ 8,67/L)

Winzer: Marilyn Lasserre, Les Vignerons de Cébazan

Region: Languedoc, Frankreich

Rebsorte: 100 % Carignan von alten Reben

Alkohol: 12,5 % Vol.

Säure: 6,95 g/l

Restzucker: 7,5 g/l

Boden: Kieseliger Kalkstein und Tonerde

Genuss: Bei 16–18 °C, jetzt bis Anfang 2022

Ausbau: Gärung bei kontrollierter Temperatur, um die fruchtigen

Aromen des Weins zu erhalten. Alterung in Tanks mit einer

kleinen Menge französischer Eichendauben, um dem Wein mehr

Komplexität und Rundheit zu verleihen.

5


Silvaner – Das klingt nach viel Potential

6

Obwohl der Silvaner in Deutschland und auf der anderen Seite

des Rheins, im Elsass, weit verbreitet ist, wird die Weißweintraube

gerne unterschätzt. Generell unterbewertet, allerdings von Jancis

Robinson als Edelrebe kategorisiert, prophezeien immer mehr

Wein experten, dass nach dem Riesling-Boom bald ein Silvaner-Boom

folgen könnte.

Ursprung in Österreich

Die Rebsorte Silvaner zählt zu den ältesten europäischen Kulturreben

und kommt ursprünglich aus Österreich. Dank der Zisterzienser

Mönche hat sie ihren Weg nach Deutschland gefunden und wird

hier seit über 350 Jahren angebaut. Während die größten Anbauflächen

in Rheinhessen zu finden sind, kommt der beste Silvaner

bekanntermaßen aus Franken. Auf Muschelkalkböden fährt er dort

zur Höchstform auf und bringt – entsprechende Ertragsreduzierung

vorausgesetzt – einzigartige Weine hervor.

Mineralität mit wenig Säure

Silvaner ist vielfältig und die Aromatik hängt stark von Boden und

Lage ab. In der Regel sind Silvaner feingliedrig, finessenreich und

feinfruchtig mit ausgeprägter Mineralität und überraschend hohem

Alterungspotential. Typisch ist ein Duft nach Kernobst (grünem

Apfel, Quitte), ergänzt von Wiesenkräutern, frischem Heu, Orange,

weißen Steinfrüchten und Muschelkalk-Mineralik. Aber auch

Stroh- und Stachelbeeraromen sind möglich. Der Geschmack ist

sehr lebendig, eher athletisch als körperreich, geschmeidig strukturiert

und leicht cremig. Charakteristisch ist ein geringer bis mittlerer

Säuregehalt.

Direkt an der ‚Romantischen Straße‘ im beschaulichen Taubertal

gedeiht der südlichste Wein Frankens. Das kleine Weingut von

Familie Hofmann legt den Fokus auf Qualität – das trägt Früchte.

Mittlerweile wurde das Weingut vom Gault Millau mit drei

Trauben ausgezeichnet, der besten Beurteilung im fränkischen

Teil des Taubertals.

Silvaner zum Essen

Silvaner und Hausmannskost gehören zusammen. Der Weißwein ist ein

echtes Multitalent bei Tisch und passt zu rustikaler Brotzeit, Bratwurst mit

Sauerkraut, Kartoffelsuppe, Pfifferlingen in Sahnesauce mit Knödeln, geräucherter

Forelle. Er ist der Klassiker zu weißem Spargel und zu feinen

Fischgerichten. Spitzenköche empfehlen Silvaner zu vegetarischer Küche

und auch zu mildem Käse passt er hervorragend.

Jürgen Hofmann

2019 Hofmann, Silvaner Kabinett

Röttinger Feuerstein

Qualitätswein trocken, Weingut Hofmann

DE0124-2019 € 10,50 ( € 14 /L)

Winzer: Jürgen Hofmann, Weingut Hofmann

Region: Röttinger Feuerstein, Franken, Deutschland

Rebsorte: 100 % Silvaner

Alkohol: 12 % Vol.

Säure: 5,8 g/l

Restzucker: 4,3 g/l

Boden: Muschelkalk, durchzogen mit weißen Quarzadern, und

toniger Lehm

Genuss: Bei 10–13 °C, jetzt bis Anfang 2024

Ausbau: Konventionell im Stahltank


Enantio – Vielstimmig und voller Leidenschaft

Enantio, früher bekannt als Lambrusco a Folglia Frastagliata, ist

eine autochthone rote Rebsorte, die im südlichen Trentino angebaut

wird. Enantio gedeiht in den sandigen Böden der Region.

Die Wurzeln des Rebstocks sind relativ resistent gegenüber der

Reblaus, weshalb viele Enantio-Reben wurzelecht sind. Die Tauben

reifen spät, die Beeren sind reich an Antioxydantien und Polyphenolen.

Wein aus Enantio ist ausgesprochen frisch und fruchtig.

Wenn die Weine in Eichenfässern reifen, wird der würzige Charakter

hervorgehoben. Bei zunehmender Lagerung bilden sich deutliche

Tertiäraromen aus. Ein stabiles Tanningerüst und eine gut

strukturierte Säure zeichnen die Weine aus.

Eine Kostbarkeit am Ufer der Etsch

Die Geschichte der Azienda Agricola Roeno beginnt mit der

Hingabe und Leidenschaft von Rolando Fugatti, der in den 60er

Jahren im Terradeiforti, dem Zentrum des Valdadige, beginnt, seinem

Traum Gestalt zu geben. Auf den unterschiedlichen Böden

wurden jeweils die dafür bestens geeigneten Rebsorten gepflanzt.

Die Reben der einzelnen Weinberge werden separat ausgebaut.

Das Resultat sind authentische Weine von großer Eleganz mit viel

Persönlichkeit. Die Enantio-Rebstöcke der Familie Fugatti sind uralt.

Sie wachsen in Pergola-Erziehung an den sandigen Ufern der

Etsch. So entsteht ein einzigartiger Rotwein für Liebhaber, die auf

der Suche nach dem Besonderen sind.

Tipp

Das authentische Agriturismo,

wo Mama Fugatti mit Liebe

die Spezialitäten der Region

zubereitet. Mehr Infos:

www.cantinaroeno.com

Enantio zum Essen

Ideal zu allen Wildgerichten, vom deftigen Hirschgulasch bis zum feinen Rehrücken.

Perfekt kombiniert auch mit intensiv würzigem und gereiftem Käse.

Köstlich zu geräuchertem Ricotta oder ganz einfach mit Gnocchi und Butter.

Von links nach rechts:

Mirko Maccami, Guiseppe Fugatti, Alessandro Corazzola

2015 Enantio, Valdadige Terradeiforti DOC,

Azienda Agricola Roeno

IT0504-2015 € 15,95 (€ 21,27/L)

Winzer: Cristina Fugatti, Mirko Maccani & Alessandro Corazzola

Azienda Agricola Roeno

Region: Brentino Belluno, Italien

Rebsorte: 100 % Enantio

Alkohol: 13 % Vol.

Säure: 5,24 g/l

Restzucker: 3,0 g/l

Boden: Sandige Böden

Genuss: Bei 18 °C, jetzt bis Anfang 2022

Ausbau: Die Trauben werden sanft gepresst und gären temperaturkontrolliert

in Edelstahltanks bei 23–25 °C. Der Wein wird

einer malolaktischen Fermentation in französischen Eichenfässern

unterzogen, wo er 15 Monate reift.

7


Primitivo – Bühne frei für den Ersten

Der Primitivo reift sehr früh und wird als Erster im Weinberg gelesen.

Aus dem Ersten, dem „Primo“, entwickelte sich mit der Zeit

Primitivo. Heimisch ist der Primitivo hauptsächlich in der heißen,

trockenen Region Apuliens im Absatz des italienischen Stiefels.

Dort hat die Gemeinde Manduria seit Jahrhunderten den Ruf, die

qualitativ hochwertigsten Primitivo anzubauen und ist mit einer eigenen

DOC ausgezeichnet.

Carlo Sani

Braucht Raum zum Entfalten

Mit den typischen Aromen von dunklen Waldbeeren und Zimt, der

leicht erhöhten Restsüße, dem erfrischenden Säurekick und den

geschmeidigen Gerbstoffen ist er der ideale Sofawein. Apropos

Glas: Nehmen Sie große Rotweingläser, in denen sich der Wein gut

schwenken lässt – so entfalten sich die Aromen optimal.

8

Primitivo zum Essen

Besonders gut schmeckt er zu Gerichten mit süßen und exotischen

Aromen. So ist er ein perfekter Begleiter zu Wild mit

Preiselbeeren, Ente süß-sauer, aber auch Gerichte mit kräftigen

Saucen wie Rouladen mit Rotkraut, Pasta mit Ragout, Spareribs

und Barbecue. Ganz crazy: zu amerikanischer Enten-Pizza! Man

nehme das klassische Pizzarezept und verfeinere es mit geschnittener,

geräucherter Entenbrust, karamellisierten Zwiebeln und

Rosmarin, dazu ein Glas Primitivo – und Sie kommen ohne Umwege

in den Geschmackshimmel.

„Carlos Kreationen sind virtuos“, so beschreibt Luciano Contri die

Begabung seines Freundes und Geschäftspartners Carlo Sani.

„Mit seinen Weinen schafft er es immer wieder, die Gaumen von

Weinfreunden zu verführen.“ Auch der Primitivo di Manduria ̦95

Edizione Limitataˇ hat das Zeug, zum Publikumsliebling zu werden.

2017 ‘95 Edizione Limitata‘

Primitivo di Manduria DOC, Carlo Sani

IT0532-2017 € 12,50 ( € 16,66/L)

Winzer: Carlo Sani

Region: Brindisi und Taronto in Apulien, Italien

Rebsorte: 100 % Primitivo

Alkohol: 14,5 % Vol.

Säure: 6,1 g/l

Restzucker: 12 g/l

Boden: Überwiegend felsig, steinige Lagen und Kreideschichten

Genuss: Bei 18–22 °C, jetzt bis Ende 2022

Ausbau: Lese Anfang Oktober. Gärung im temperaturkontrollierten

Stahltank für zwei Wochen. Anschließend sechs Monate

Reifung.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine