Prima Magazin - Ausgabe Februar 2021

prima.magazin

An einen Haushalt / Österreichische Post AG P.b.b. / RM 06A036811 K / Verlagspostamt 7400 Oberwart FEBER 2021

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GESAMTER BEZIRK OBERWART UND

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Transgender

Ein Lebensweg. Und: Das Kunstprojekt

von Musiker Christian De Lellis.

Foto © LEXI

TITELFOTO:

Musiker Christian De Lellis und sein Musikvideo.

Ein Aufruf zu mehr Akzeptanz für jene, die aus

der gesellschaftlichen Norm fallen, Seite 8

„Habe vier

Jahre lang den

Atem angehalten“

Expertengespräch: USA im Fokus

Faszination „Wexl“

Der Tanz mit dem Sonnenaufgang


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Foto © VIEW

INHALTSVERZEICHNIS

Foto © Berthold Benedek

Editorial

Nicole Mühl, MA

Herausgeberin & Medieninhaberin

In den Schuhen des anderen

Der Musiker Christian De Lellis hat

sich mit dem „Anderssein“ auseinandergesetzt

und will mit seinem Musikvideo

aufzeigen, wie wichtig es ist, einmal die

Rollen zu wechseln (Seite 8). Ein Rat,

der in vielen Bereichen guttun würde.

Was wäre also, wenn wir uns in die Situation

von Alexandra hineinversetzen,

die magersüchtig war und unter den

Kommentaren ihres Umfeldes enorm

gelitten hat (Seite 28). Oder Helga

(Seite 14), die an der Armutsgrenze lebt

und für die eine Stromnachzahlung von

400 Euro schlaflose Nächte bedeutet.

Was wäre, wenn der Immobilien-Großinvestor,

der ein weiteres Einkaufszentrum

am Stadtrand baut, in die Rolle des

Kleinunternehmers in der Innenstadt

schlüpft, der gegen den Konzern am

Stadtrand keine Chance hat. Und dann

natürlich Kara Tepe. Immer noch. Was

wäre, wenn die Regierenden der EU-

Staaten eine Nacht in einem der Flüchtlingszelte

verbringen. Bei Minusgraden,

während draußen auf den Wäscheleinen

die Kleidung gefriert. Wäre die „Hilfe

vor Ort“ dann immer noch ausreichend?

Oder wenn unsere Landwirtschaftsministerin

einmal bei einem Tiertransport

in Drittländer mitfahren würde. Tagelang

ohne Wasser. Bis die Tiere völlig erschöpft

auf die Schiffe geprügelt werden.

Ja, ich weiß, manches mag Ihnen jetzt

weit hergeholt erscheinen. Aber wie

gesagt. Der Gedanke hat mit Christian

De Lellis begonnen. Für sein Musikvideo

hat er sich optisch in eine Frau

verwandelt – oder besser gesagt zur

Dragqueen. Für unser Titelfoto dann

nochmals. Und während des dreistündigen

Verwandlungsprozesses und des

Shootings gingen die Gedanken ein

wenig auf Reisen. Schicken Sie Ihre gelegentlich

auch fort – in die Welt Ihres

Gegenübers. Nicole Mühl

www.prima-magazin.at

Wechselwanderung, Seite 32

Erwin Hochwarter, Seite 16 Christian De Lellis, Seite 8

Gesunder Genuss, Seite 34

REDE & ANTWORT

4 „Habe vier Jahre lang den Atem

angehalten“

Expertengespräch: Die USA im Fokus

IM FOKUS

6 Transgender

Tom, der junge Mann, der als Mädchen

geboren wurde

8 Eine schrille Rolle für mehr Akzeptanz

Das Video von Christian De Lellis

14 Hart an der Grenze

Die Gesichter der Armut

26 Sehnsucht nach Kultur

Stimmen aus der Kulturbranche

28 Der Körper als Makel

Bodyshaming

Foto © Karin Weingrill

OHO, Seite 18

PORTRÄT

16 Mutiger Visionär

Erwin Hochwarter entwickelt auch im

Schlaf, denn „Technik ist logisch“, sagt er

PLÄTZE & G‘SCHICHTN

18 Ein weiter Weg zur Kunst

Die Geschichte des OHO – Teil 1

ORTSREPORTAGE

20 Ort der vielen Facetten

Markt Allhau – Das Tor zum Südburgenland

REPORTAGE

32 Faszination „Wexl“

Der Tanz mit dem Sonnenaufgang.

Das Naturerlebnis eines prima! Lesers

Impressum: prima! Magazin, Herausgeberin: Nicole Mühl MA • 0664-4609220, redaktion@prima-magazin.at, www.prima-magazin.at,

Anzeigenleitung: Elke Ifkovits 0664-9198969, anzeigen@prima-magazin.at; Anzeigenberatung: Christina Stefanits, werbung@prima-magazin.at

Redaktionsleitung/Satz: Nicole Mühl; Redaktion: Eva Maria Kamper BA MSc, Christian Keglovits, Laura Weingrill; Dr. Olga Seus; ,Kommentar:

Feri Tschank; Rubrik „Rede & Antwort“: Walter Reiss; Rubrik „Plätze & G‘schichten“: Ing. Wilhelm Hodits; Kolumne „Liebe, Sex

& Co.: Silvia Messenlehner; Rubrik „So geht vegan“: Karin Weingrill MA; Titelfoto: LEXI • Verlags- und Herstellungsort: 7400 Oberwart •

Büro: Röntgengasse 28 Top 1, 7400 Oberwart • Offenlegung §25 Mediengesetz unter www.prima-magazin.at • Grundlayout Print:

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FEBER 2021

Foto © LEXI

Foto © Horst Horvath

3


Foto © ©zVg LEXI

Rede & Antwort

Persönlichkeiten im Gespräch

mit Walter Reiss

Erleichtert über den Abgang von Donald Trump zeigt sich der junge

Weltbürger und Experte für Konfliktlösung, Augustin Nicolescou.

Als Kenner von Politik und Gesellschaft in den USA beschreibt der

Mitarbeiter des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und

Konfliktlösung (ÖSFK) auf Burg Schlaining im Gespräch mit Walter

Reiss, was auf den neuen US-Präsidenten, sein gespaltenes Land

und die Weltpolitik zukommt.

„Habe vier Jahre lang

den Atem angehalten“

Mit welchem Gefühl haben

Sie die feierliche Angelobung

von Joe Biden erlebt?

Augustin Nicolescou: Ich

war sehr erleichtert. Denn vier

Jahre lang habe ich den Atem

angehalten. Es waren Jahre, wo

man nie wissen konnte, was

passiert. Und nach dem Sturm

aufs Kapitol ist es nun gut, dass

das zu Ende ist.

Ist das wirklich zu Ende? Der

neue Präsident hat betont,

Einigendes vor Trennendes zu

stellen. Wird er diese Erwartungen

auch erfüllen können?

Augustin Nicolescou: Er muss

wohl sehr viele Wünsche erfüllen.

Es gibt ja auch innerhalb

seiner Partei, den Demokraten,

unterschiedliche Interessen.

Er selbst steht als moderater

Politiker im Zentrum dieser

Partei. Es wird schwierig für

ihn, denn die USA sind tief

gespalten: zwischen Land und

Stadt, Nord und Süd, zwischen

ärmeren und wohlhabenden

Gruppen. Dazu kommt, dass

zwei Drittel der Wähler der

Republikanischen Partei nach

wie vor überzeugt sind, dass

der Sieg Bidens nicht legitim

war. Diese Leute haben Angst

vor dem, was jetzt kommen

wird und befürchten ein totalitäres

Regime und einen sozialistischen

Staat. Das Problem

dabei ist, dass die Leute das

wirklich und ehrlich glauben.

Meinungen statt Fakten

Wie und warum kommen die

Anhänger von Trump zu dieser

tiefen Überzeugung?

Augustin Nicolescou: Das

liegt wohl auch an der amerikanischen

Medienlandschaft.

Es gibt in den USA mehrere

parallele mediale Universen.

Früher haben sich die Menschen

über lokale Nachrichtensender

informiert. Man hat

die Sender und Redaktionen

gekannt und ihnen vertraut.

Seit es Social Media gibt, sind

diese lokalen Medien verschwunden.

In den großen

Netzwerken sind Meinungen

stärker präsent als Fakten.

Also die ideale Bühne für

Donald Trump?

Augustin Nicolescou: Ja, die

Spaltung der US-Gesellschaft

hat schon in den 1990er-Jahren

begonnen und Trump hat

sich auf Twitter – politisch erfolgreich

– als die bestimmende

Medienfigur präsentiert.

Auf Twitter und anderen

Kanälen wurde Trump ja gesperrt...

Augustin Nicolescou: Grundsätzlich

hat sich gezeigt, dass

nach solchen Sperren rechtsextreme

und rassistische Inhalte

an Bedeutung verloren haben.

Wird Joe Biden es schaffen,

die zerrissene Gesellschaft

Amerikas wieder zu vereinen?

Augustin Nicolescou: Auch

da werden die Medien eine

gewisse Rolle spielen: Es wird

sich zeigen, ob Trump-nahe

Medien wie Fox News die Kooperation

von Republikanern

und Demokraten unterstützen

oder ob sie es nicht tun. Und

es gibt nach wie vor weitere

– extrem rechts stehende –

Netzwerke, die falsche Fakten

verbreiten.

Verlorenes Vertrauen

wiedergewinnen

Sie sind Trainer für Konflikttransformation

und Experte

für Dialogprozesse: Nehmen

wir mal an, Joe Biden würde

Sie als Berater in seinen

politischen Stab aufnehmen:

Welche Tipps würden Sie ihm

geben?

Augustin Nicolescou: Joe

Biden ist innenpolitisch und

außenpolitisch gefordert. Seit

dem Zweiten Weltkrieg war

die amerikanische Außenpolitik

berechenbar, egal ob Demokraten

oder Republikaner an

der Macht waren. Die Trump-

Administration hat sich von

europäischen und südostasiatischen

Verbündeten abgewandt.

Mein wichtigster Tipp: Es gilt,

Vertrauen wieder zu gewinnen.

Leicht wird das nicht.

Wird sich im Kräfteverhältnis

der Mächte USA – China –

Russland etwas ändern?

Augustin Nicolescou: Dieses

Verhältnis ist heute ganz

anders als vor der Ära Trump.

4 FEBER 2021

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Foto © Strator Brilakis/shutterstock.com

Foto © mccv/shutterstock.com

Der Demokrat Joseph Biden ist seit 20. Jänner

2021 der 46. Präsident der USA. Nach vier Jahren

Donald Trump will Biden schnell mehrere

Entscheidungen seines Vorgängers zurückdrehen.

Er geht vor allem in den Bereichen

Außenpolitik, Klima, Migration, Gesundheitssystem

und Covid-19-Bekämpfung einen völlig

anderen Weg als sein Vorgänger

Kamala Harris ist die erste weibliche

Vizepräsidentin

Foto © Walter Reiss

Augustin Nicolescou

ist als Kind von Immigranten (Mutter: Französin, Vater: Rumäne) in der einst „größten

Stadt des Burgenlandes“ Chicago geboren und aufgewachsen.

Er studierte Politikwissenschaften in Montreal und kam 2004 ans damalige „Center for

Peace and Conflict Studies“ nach Stadtschlaining.

Als Mitarbeiter des Herbert C. Kelman-Instituts und Trainer für

Konflikttransformation befasst er sich mit Krisen in Sri Lanka,

im Mittleren Osten, in der Ukraine und im Südkaukasus. Nach

Tätigkeit für internationale Organisationen in Brüssel arbeitet

A. Nicolescou als Projektmanager am Österreichischen Studienzentrum

für Frieden und Konfliktlösung (www.aspr.ac.at)

in Wien und in der Friedensburg Schlaining.

Es wird wohl sehr schwierig für Biden, die

Beziehung zu China zu managen. Auch

Russland spielt auf internationaler Bühne

eine immer stärkere Rolle, zum Beispiel

im Konflikt zwischen Armenien und

Aserbeidschan. Biden muss die USA dort

wieder ins Spiel bringen, wo sie sich unter

Trump zurückgezogen haben. Das wäre

ein weiterer Rat, den ich ihm geben würde:

Das State Department, also das Außenministerium,

muss wieder zur starken

politischen Kraft aufgebaut werden, denn

die militärische Stärke der USA reicht hier

nicht aus.

Aus europäischer Sicht hatten die USA

lange die Rolle der demokratiepolitischen

Weltpolizei. Ist das nun Geschichte?

Augustin Nicolescou: Das hoffe ich nicht.

Wenn die Vereinigten Staaten demokratische

Werte und Menschenrechte

glaubhaft vertreten, dann ist das gut und

wichtig für die weltpolitische Lage. Dieser

Respekt vor den USA als Weltmacht und

ihr Ansehen gehen aber verloren, wenn

sie internationale Verträge aufkündigen

oder Kriege führen wie im Irak oder in

Vietnam. Ich sehe nämlich keinen anderen

Staat in der Welt, der geeignet wäre, eine

derartige Rolle im Dienste der Demokratie

zu übernehmen. Die Europäische Union

hat leider nicht den nötigen Einfluss,

gegen autoritäre Systeme aufzutreten und

ihre Entwicklung in Richtung Demokratie

mit Nachdruck zu fördern.

Schauspieler Trump: Person statt

Politik

Ist das Kapitel eines rüpelhaften Politikertyps

wirklich vorbei oder wird Trumpismus

weiterhin bestehen?

Augustin Nicolescou: Gerade die weiße

Mittelschicht und die Arbeiterklasse waren

früher im Kern der demokratischen Partei

zugeneigt. Aber dem Schauspieler Trump

ist es gelungen, Politik allein auf seine Person

zu konzentrieren. Er hat durch Identität

enorm gewirkt und Massen an sich gebunden.

Aber die Republikaner sind keine

geschlossene Partei und man wird sehen, ob

sich die fanatischen Anhänger Trumps oder

moderate Kräfte und deren Repräsentanten

durchsetzen werden.

Weil wir gerade bei Personen sind: Wie

beurteilen Sie die politische Strahlkraft

einer Kamala Harris als Vizepräsidentin?

Augustin Nicolescou: Sie ist viel mehr als

ein Symbol. Sie ist die erste südasiatischamerikanische

Vertreterin in einem Amt

an der Staatsspitze. Sie steht für politischen

Wandel und sie wird in enger Zusammenarbeit

mit Joe Biden eine sehr wichtige

Rolle in Innen- und Außenpolitik der USA

spielen.

FEBER 2021

5


Transgender

Feminine Burschen und burschikose Mädchen, die gab es schon immer. Die Gesellschaft ist längst

von der sinnbildlichen rosa/blau Trennung abgewichen. Auch bei der Berufswahl und anderen Vorlieben

achtet man immer stärker auf Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Was ist aber,

wenn man tatsächlich mit dem falschen Geschlecht geboren ist? prima! hat mit Tom gesprochen.

Einem jungen Mann, der als Mädchen auf die Welt gekommen ist und sich nun mitten in einem

medizinischen Prozess für die körperliche „Angleichung“ zu sich selbst befindet. Eva Maria Kamper

Tom ist 19 Jahre alt und

durchlebt den klassischen Alltag

wie alle Jugendlichen, deren

große Herausforderungen gerade

das Social-Distancing ist.

6 FEBER 2021

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Am Land aufgewachsen, ist er

nach der Matura für sein Studium

nach Wien gezogen und

besucht seither nur mehr an

den Wochenenden seine Heimatgemeinde

im Bezirk Oberwart.

Er trägt einen modernen

Kurzhaarschnitt, der manchmal

auch bunt eingefärbt sein kann

und widmet seine Freizeit seinen

Freunden, der Musik und

auch gerne der Kunst. Ein ganz

normaler Jugendlicher also, nur

eines unterscheidet Tom: Er ist

transgender.

„Ich habs eigentlich schon im

Kindergarten gemerkt, dass ich

lieber ein Junge sein wollte. Ich

hab mich beim Spielen eher

mit männlichen Charakteren

identifiziert und hab mich bei

den Mädchen nicht zugehörig

gefühlt“, erinnert sich Tom. In

gemischten Gruppen hätte es

ihn weniger gestört, erst als es

vermehrt Trennungen in weibliche

und männliche Bereiche

in der Schule gab, fühlte er sich

in Gesellschaft der Mädchen

mehr und mehr am verlorenen

Posten: „Ich wollte immer viel

lieber ein Junge sein.“

Zuerst war die Panik

„Mit 14 bin ich dann zufällig

auf den Begriff „transgender“

gestoßen. Ich hab dann gerätselt,

ob es das sein kann, was

ich bin und hab viel darüber

gelesen. Als ich mir sicher

war, bekam ich zuerst Panik!

Ich wollte es ignorieren oder

verstecken, bis ich 18 bin, aber

so leicht ist das nicht. Da ist

in mir ein Bewusstsein gewachsen,

ich hatte den Grund

bzw. die Antwort gefunden,

warum es mir oft schlecht ging.

Ich wollte mich so gerne auch

outen“, schildert Tom über das

Gefühlschaos, das in seinem

Inneren getobt hat.

Kurzhaarschnitt und

Männerhosen

Also begann er kleine Schritte

zu setzen, er sprach zuerst mit

seinem Umfeld darüber, ob es

okay wäre, wenn er sich die

Haare kurz schneiden würde.

Dann begann er in der Burschen-Abteilung

der Kleidungsgeschäfte

einzukaufen.

Trotz allem waren stets große

Unsicherheiten und auch eine

Depression, die ihn hartnäckig

begleiteten. Immer unter dem

beklemmenden Gefühl, dass

er sich nirgendwo zugehörig

fühlen könne.

Schulwechsel und Therapie

Als er 15 Jahre alt war, war der

Leidensdruck schon so hoch,

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Foto © shutterstock_visualis world

dass er sich in psychotherapeutische

Behandlung begab und

auch ein halbes Jahr Auszeit

von der Schule nahm. Im Zuge

eines Neustarts per Schulwechsel

hat er dann seinen Eltern,

seinen Lehrerinnen und Lehrern

und seinem Freundeskreis

anvertraut, dass er wohl „trans“

sei. Die Reaktionen waren gemischt,

aber nicht negativ. „Für

viele meiner Freunde war es

scheinbar keine Überraschung

mehr, aber meist kam die Frage

‚bist du dir sicher?‘, oder ‚okay,

ja, schauen wir mal‘. Das war

zwar keine Ablehnung, aber

auch kein wirklicher Bezug zu

diesem Thema“, sagt Tom über

sein Outing.

Odyssee durch

Ärztezimmer

Was dann folgte, war eine lange

Zeit mit Therapie und Gesprächen,

denn die Depression

war nach wie vor Teil seines

Lebens. Und stets die ach so

abstrakte Lösung vor Augen:

Dass er lieber ein Junge sein

möchte. So führte die Odyssee

zu verschiedenen Ärzten und

Therapeuten auch nach Wien,

denn es bedarf mehrerer unabhängiger

Statements – psychotherapeutisch,

klinisch-psy-

TRANSGENDER

IM FOKUS

Transgender in Österreich

Geschlechtsidentität beschreibt das erlebte und gefühlte Geschlecht einer Person als männlich, weiblich

oder einem anderen Geschlecht zugehörig. Stimmt diese Geschlechtsidentität nicht mit dem zugewiesenen

Geburtsgeschlecht überein, spricht man von „transgender“, „transsexuellen“ (veralteter Begriff) oder

„geschlechtsinkongruenten“ Personen. Der diagnostische Prozess zur grundsätzlichen Feststellung des

Vorliegens einer Geschlechtsdysphorie beziehungsweise Transidentität hat in 3 Teilen zu erfolgen:

• Psychiatrische Diagnostik

• Klinisch-psychologische Diagnostik

• Psychotherapeutische Diagnostik

Erst nach dieser unabhängigen Diagnose darf eine Hormontherapie erfolgen, die jedenfalls ärztlich begleitet

werden muss. Dies gilt in Österreich als Heilbehandlung und wird daher von der Krankenkasse bezahlt.

In Österreich gibt es laut Berichten etwa 400 – 500 transgender Personen, wobei mehr maskulinisierende

(64,1%) als feminisierende Eingriffe (35,9%) durchgeführt werden.

Quelle: „Geschlechtsinkongruenz in Österreich“ (www.sozialversicherung.at)

Unabhängig von somatischen Maßnahmen kann in Österreich eine Personenstands- und Vornamensänderung

beantragt werden. Geschlechtsanpassende Operationen in Form genitalchirurgischer Eingriffe

sind nach etwa einem Jahr Hormontherapie möglich. Sie sind aber nicht mehr Voraussetzung für die

Personenstandsänderung. (Quelle: https://www.oesterreich.gv.at)

Kontakte:

Beratung für Trans*Inter*Homosexuelle Personen in Österreich: http://transgender-team.at/team/

Verein für Transgender Personen: https://www.transx.at/TransX.php

chologisch sowie psychiatrisch

– um die benötigte Diagnose zu

bekommen: „Geschlechtsdysphorie“.

Mit dieser Diagnose

darf in Österreich dann mit

einer Hormontherapie ab dem

Alter von 18 Jahren begonnen

werden (mit Einwilligung der

Eltern schon früher). „Die

Wartezeiten sind sehr schwer

auszuhalten. Ich verstehe schon,

dass nicht jeder sofort Hormone

bekommt, aber allein schon

auf den Ersttermin musste ich

ein halbes Jahr warten. Das ist

schon ein Problem“, schildert

Tom diese Jahre des Stillstands.

Meilenstein

Hormonspritze

Tom bewies diese Willensstärke

und den langen Atem des

Wartens: Knapp vor seinem 18.

Geburtstag durfte er mit der

Testosteron-Hormontherapie

beginnen. Die bewirkt, dass sich

seine Gesichtszüge verändern

und die Stimme männlich tief

wird, ganz wie bei der Pubertät,

die junge Männer durchlaufen.

„Ich habe an diesem Tag

einfach nur gedacht, jetzt! Jetzt

geht es los!“ Nun, eineinhalb

Jahre und weitere Hormonspritzen

später, sieht er jeden

Tag als Meilenstein, als den

Anfang vom Rest. „Ich bin

inzwischen viel mehr da, wo

ich hinmöchte.“ Er habe die

staatliche Namensänderung im

Reisepass bereits vollzogen und

auch sein Körper hat bereits

weitere Veränderungen bekommen.

„Ich freue mich schon

darauf, wenn der Bart wächst“,

lacht der junge Mann gelöst.

Neugierde und

Sensationsgier

Dass er mit durchwegs positiven

Reaktionen aus seinem

Umfeld gesegnet ist, weiß Tom

zu schätzen. „Eine gewisse

Neugierde kann ich ja verstehen.

Aber unangebrachte Kommentare

gibt es aber immer

wieder. Ich wundere mich auch

oft bei Untersuchungen von

Ärzten, die mich ohne medizinischen

Kontext Dinge fragen,

die nur ihre Neugierde betreffen.

Zum Beispiel ‚auf welches

Geschlecht ich stehe’. Als hätte

das irgendeine Relevanz. Oder

Bekannte, die mich ohne mein

Wissen oder meine Zustimmung

outen, so quasi ‚Das ist

der Tom, der ist trans‘. Diese

Sensationsgier ist nicht notwendig.

Da geht es um meine

Sicherheit und meine Privatsphäre.

Am schlimmsten sind

natürlich jene, die dann schon

sehr respektlos fragen, was ich

denn nun ‚in der Hose‘ hätte!“

Was er jemandem raten würde,

der in der gleichen Situation ist

wie er damals? „Ganz wichtig

ist, seine Gefühle nicht zu ignorieren

und zu verdrängen, das

macht alles nur noch schlimmer.

Man muss der Situation Zeit

und Raum geben. Sich erkundigen,

sich jemandem anvertrauen,

das Gespräch und Unterstützung

suchen. In Wien oder

Graz gibt es Gruppentreffen

oder mehr Möglichkeiten für

eine Therapie. Es ist auch wichtig,

dass man zuerst abcheckt,

wie das Umfeld reagieren würde.

Es bringt auch nichts, wenn

man sich vorschnell outet und

dann verstoßen wird. Aber letztendlich

kann man nicht vor sich

selber weglaufen.“

FEBER 2021

7


Fotos © LEXI

Christian De Lellis ist Tontechniker und Musiker. In seiner aktuellen Single „Garten Eden“ macht er auf das Thema Transgender aufmerksam

In das andere Geschlecht hineinspüren – im Auftrag der Kunst. Eva Maria Kamper

Das Video zum

Song von Christian

De Lellis:

https://delellis.

at/garteneden

Eine schrille Rolle für mehr Akzeptanz

Christian De Lellis, der südburgenländische

Vollblutmusiker mit handwerk-

überzeichneten, überspitzten Kostümierung

Rolle als Künstler berufen fühlt, mit dieser

licher Berufsausbildung und italienischen für das Thema „transgender“ zu sensibilisieren

und zu mehr Akzeptanz aufzurufen.

Wurzeln, gilt als „bunter Hund“ in der

regionalen Künstlerszene. Einer, der gerne Auch für das Titelbild des prima! Magazins

seine musikalischen Facetten zeigt und zu verwandelte er sich in einem aufwendigen,

verliebten, lebensbejahenden, aber auch zu dreistündigen Prozess zur Frau: „Der Text

nachdenklichen und traurigen Texten und vom Lied ‚Garten Eden‘ handelt von Adam

Tönen ausholt. Für das Musikvideo für seine

Single „Garten Eden“ hat er sich diesmal Geschlechter ursprünglich eins waren.

und Eva und vom Bewusstsein, dass beide

überlegt, in die Rolle einer Dragqueen zu Und nach wie vor viel mehr beieinander

schlüpfen. Nicht mit persönlichem Hintergrund

oder weil er selber sein Alter Ego

liegen, als uns manchmal bewusst ist. Ich

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darin sieht, sondern weil er sich in seiner sexuell outen und ihrer Orientierung folgen.

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Denn das sucht man sich nicht aus, das ist

keine bewusste Entscheidung oder gar eine

Krankheit, wie sie leider – nach wie vor

– hinter vorgehaltener Hand gesellschaftlich

tituliert wird. Eine Schuldfrage zur

„Andersartigkeit“ darf nicht existieren, das

hat im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.

Hier muss meiner Meinung nach noch

viel in Richtung Toleranz und Akzeptanz

passieren“, sagt De Lellis, der mit seiner

Darstellung als Dragqueen in den sozialen

Medien durchaus polarisiert.

„Die Reaktionen waren querfeldein positiv,

aber es waren auch negative Meldungen von

scheinbar überforderten Menschen dabei,

die mir schon zu denken gaben. Denn wenn

schon eine offen kommunizierte, schauspielerische

Rolle dazu führt, dass Menschen

sich in ihrer Komfortzone bedroht sehen

und sich genötigt fühlen, ihren Unmut über

eine ‚Andersartigkeit‘ kundzutun, wie muss

es dann in der realen Welt sein, wo sich

Betroffene als Stein des Anstoßes für tatsächliche

Hassreden oder Mobbing fühlen

müssen?“, sinniert der Künstler. Dieses

Gefühl der Sehnsucht nach Toleranz sieht

er auch für die breiteren Themenbereiche in

der Gesellschaft als überfällig an: „Je mehr

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Fotos © LEXI

IM FOKUS

Für sein Musikvideo hat er sich zur Dragqueen verwandelt. Auch für das prima! Titelfoto kam es zur „Metamorphose“

Christian De Lellis möchte

mit seiner schauspielerischen

Darstellung als Dragqueen

für Akzeptanz einer gesellschaftlichen

„Andersartigkeit“

sensibilisieren.

Eine „Dragqueen“ ist ein

Mann, der in künstlerischer

Absicht durch Aussehen und

Verhalten temporär eine

Frau darstellt und damit

auffallen möchte.

Eine Transperson hingegen

(siehe Artikel S. 7/8) definiert

sich durch eine nachhaltige

Veränderung zum anderen

Geschlecht, auch mittels

Hormontherapie und Operationen.

Titelfoto: Christian

De Lellis, Kim Roznyak (Make

up Artist), LEXI (Fotograf)

Akzeptanz zwischen den Menschen

herrscht, desto weniger

Zerreibung findet untereinander

statt!“

Die Rolle als Frau spielt er inzwischen

perfekt. „Während der

Verwandlung – der Metamorphose

– mit der Schminke, dem

Kleid und den Frauenschuhen,

spürt man sofort die Veränderung

und dann ändert sich auch

die Haltung und die Sichtweise.

Hin und wieder hineinzuspüren

ins andere Geschlecht, das kann

sicher dazu beitragen, dass es

mehr Verständnis untereinander

gibt“, sagt Christian De Lellis

und zwinkert uns mit seinen

überdimensionalen Dragqueen-

Wimpern zu.

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Verbraucher, trifft ihn kein Restwertrisiko und er ist auch nicht zum Ankauf verpflichtet. Exkl. einmaliger Vertrags- und Bearbeitungsgebühr. Maximaler Bonus bzw. monatliche Rate nur gültig bei

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FEBER 2021

9


IM FOKUS DIGITALE GEMEINDERATSSITZUNG

Format für die Zukunft?

Probleme, da sind sich alle

einig, habe es kaum gegeben,

Maly-Scherf meint gar, es habe

„überraschend gut funktioniert.“

Der Umgangston der Gemeinderatssitzung,

zuweilen eher als

rau zu bezeichnen, sei auffällig

freundlich und gemäßigt gewesen.

Das Bewusstsein, ständig

beobachtet zu werden, sei wohl

dafür ausschlaggebend. Ob das

anhält, hängt von den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern ab,

on- oder auch offline. Da das

Streaming so einen breiten Anklang

gefunden hat, ist in Hartberg

eine Fortsetzung bereits

angedacht. Die Sitzungen selbst

sollen aber je nach Gelegenheit

und Sicherheitslage wieder vor

Ort stattfinden.

Auch in anderen Gemeinden

herrscht Offenheit für gestreamte

Online-Gemeinderats-

Gemeinderatssitzungen

künftig online?

Foto © zVg

Durch Corona verändert sich unsere Lebensumwelt.

Das Netz wird mehr denn je zum Begegnungsort.

Nun hat die Stadtgemeinde Hartberg

gezeigt, dass auch die Politik nicht Halt macht

vor der Digitalisierungswelle. Olga Seus

Am 16. Dezember sollte

die Gemeinderatssitzung von

Hartberg stattfinden. Doch

nach positiven Corona-Vortests

einiger Gemeinderatsmandatare

wurde zwei Tage

vorher beschlossen, die Sitzung

online abzuhalten. Um die Öffentlichkeit

nicht auszuschließen,

sollte sie zudem gestreamt

werden. Bürgermeister Marcus

Martschitsch erläutert, dass

„seit März Stadtrats- und Ausschusssitzungen

online stattfinden,

sich also nahezu jeder mit

der Technologie auskennt.“

Das Ergebnis konnte sich

sehen lassen. „In der Spitze

waren es bis zu 130 Viewer,

konstant aber mindestens 80“,

kann Andrea Maly-Scherf

von den Grünen berichten.

„Wobei viele der Viewer waren

Angehörige von Mandataren

und Mitglieder des Rathauses“,

dämpft der Bürgermeister. Er

räumt aber ein, dass die Zahl

wirklich hoch gewesen ist –

vor allem, wenn man die oft

verwaisten Zuschauerplätze

bei den Offline-Gemeinderatssitzungen

der letzten Jahre vor

Augen hat.

Maly-Scherf, selbst im Schuldienst,

sieht hier auch die

Chance, politische Bildung in

der Schule zu vermitteln. „Man

kann ein Thema vorbesprechen,

verschiedene Positionen

ausarbeiten und dann schauen,

wie das die Politikerinnen und

Politiker ausdiskutieren.“

Die letzte Gemeinderatssitzung in Hartberg fand online statt

sitzungen. Bürgermeister Josef

Hauptmann von Bad Waltersdorf

meint: „Dieses Modell

ist sicher sinnvoll“, räumt aber

zugleich ein, dass es in seiner

Gemeinde aktuell noch keine

konkreten Pläne dazu gibt, dass

es aber überlegenswert wäre.

Und in Kaindorf meint Bürgermeister

Thomas Teubl ebenfalls:

„Wir haben schon darüber

nachgedacht, unsere Gemeinderatssitzungen

online zu stellen,

auch ohne Corona.“ Er gibt

aber zu bedenken, dass persönliches

Erscheinen eine bessere

Möglichkeit eines direkten

Nachfragens und „Ausredens“

ermöglicht. Doch bisher scheitert

das Streamen in Kaindorf

vor allem an einem ambitionierten

Hobby-Kameramann bzw.

einer Kamerafrau. Bei Interesse

bitte gerne bei der Gemeinde

Kaindorf melden!

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10 FEBER 2021

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Und was haben wir jetzt

daraus gelernt?

Vor einem Jahr um diese Zeit war die Welt noch in Ordnung. Doch dann

kam Covid-19 und immer noch sind wir in Geiselhaft eines Virus, dessen

Entstehung bis heute nicht ganz klar ist. Viele meinen ja, dass unsere

Gier nach mehr, nach Geld und Profit dafür verantwortlich ist.

Den Tieren wird immer

mehr Lebensraum genommen

und sie kommen zusehends

mit Menschen in Kontakt, die

gegen ihre tierischen Viren

keine Abwehrstoffe haben.

Wir könnten ja diese weltweite

Pandemie zum Anlass nehmen,

unsere Lebensweise zu überdenken.

Tun wir aber leider

nicht. China verdient hervorragend

an der Krise. Angeblich

gibt es nicht genügend Frachtschiffe,

um all die Bestellungen,

die in China eingelaufen sind,

überhaupt transportieren zu

können. Wir brauchen zu viel,

werfen zu viel weg und leben,

als gäbe es kein Morgen.

Foto

Foto

© Markus

© Markus

Schnur

Schnur

Vor einem Jahr, als sich die

Welt zum ersten Mal in den

Lockdown begab, konnte man

einen flüchtigen Eindruck

von einem anderen Planeten

erhaschen. Der Smog in den

Großstädten hatte sich verzogen

und gab einen blauen

Himmel ohne Kondensstreifen

frei. Diese sogenannte „Anthropause“

(*) ist vorüber und

das Verschmutzungsniveau

erreicht bereits wieder Werte

wie vor der Pandemie. Wir

hören nicht auf, unsere Böden

mit immer mehr neuen Supermärkten,

Einkaufszentren und

dazugehörigen Parkplätzen zu

versiegeln, haben auf unseren

Straßen immer noch die

Diktatur des Autos. In den

Straßenbau wurden Milliarden

gebuttert, in Fahrradwege

gerade einmal ein paar Millionen.

Fahrradwege sind ja

was für Touristen. Aus diesem

Grund findet man sie ja –

wenn überhaupt – nur außerhalb

von Orten und Städten

und wo es sie gibt, werden sie

oft und gern von Autofahrern

zwecks Abkürzung genutzt.

„Die kleinste Großstadt der

Welt“ ist, zumindest was den

Verkehr anlangt, anderen

Großstädten nicht unterlegen.

Die Topographie, so heißt

es immer wieder, sei für den

Radverkehr ungeeignet. In der

Vor-E-Bike-Zeit hätte man

das ja noch durchgehen lassen

können. Jetzt ist es nur noch

ein Beweis von Ratlosigkeit.

Das Burgenland war übrigens

schon in den 50er-Jahren

das Land mit den wenigsten

Fahrrädern und ist es auch

heute noch. Schuld daran sind

natürlich nicht die Politiker

und die Kommunen, schuld

daran sind wir, weil wir es

selbst nicht leben und wegen

ein paar hundert Meter ins

Auto steigen müssen – weil es

zu heiß oder zu kalt ist, man zu

viel transportieren muss oder

was auch immer. Wir machen

uns selbst krank und suchen

die Ursachen dafür bei Fledermäusen

und Gürteltieren. Wir

passen einfach nicht gut genug

auf unsere Erde auf und die

wird eines Tages ganz furchtbar

zurückschlagen.

Kommentar

von Feri Tschank

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FEBER 2021

11

Grainer Metall und Krantechnik GmbH

Betriebsgebiet Grainer 4, Metall 7423 Neustift und Krantechnik der Lafnitz GmbH

Wenigstens Trump ist weg. Und bei alledem vergessen wir

Ein kleiner Hoffnungsschimmer

die Menschlichkeit. Da frieren

am Horizont. Aber Biden und erfrieren in unserem rei-

alleine wird es nicht richten. chen Erdteil Menschen. Haben

Wir sollten beginnen, unser Hunger und Angst vor Verfolgung

eigenes Leben zu überdenken

und Tod und wir schaffen

und vielleicht das eine oder es nicht einmal, eine Handvoll

andere zu ändern. Gegen Coronamaßnahmen

Kinder aufzunehmen.

zu demons-

Zum Abschluss noch eine

trieren, bringt uns nicht weiter. Bemerkung von Theodore

Ohne Masken und Gehirn Roosevelt, dem 26sten US-Präsident:

Eigenabdeckung „Der Staat an Strom verhält abrufen sich

Auf seinem Handy kann Markus Schnur die Eigenabdeckung an Strom abrufen

durch Auf seinem die Handy Gegend kann zu Markus stolpern Schnur die

und wirren Weltverschwörungstheorien

gut, wenn er die natürlichen

waren,

waren,

wurde

wurde ebenfalls

ebenfalls

zu lauschen,

2018

2018 Engagement Ressourcen als ein auf Vermögen

ein

wird

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passender

nichts bringen.

passender E-Lader

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Ein

für

für

Virus Engagement

die

die längere behandelt, Sicht das er auf der nächsten

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alltäglichen

hat keine Ohren

alltäglichen

Arbeiten

und

Arbeiten am

am

liebt

Hof

Hof

Das

Das

Generation

Gesamtresümee

Gesamtresümee

mit gesteigertem

ist

ist

wie

Maskenlose

wie Silo Silo ganz besonders.

aufbereiten und und Stall Stall trotzdem trotzdem

Wert übergeben

ernüchternd. ernüchternd.

muss, nicht

Zwar Zwar

Disziplin

misten und Verzicht

angeschafft „mit den den

wäre

konnten mit gemindertem.“

durch durch die die Anschaffunfung

Anschaf-

angesagt

gleichen und man darf

Argumenten: kurze

gar Bleiben

des des

Sie

Laders Laders

gesund

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Jahr Jahr

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Liter sich

Diesel auf!

gespart

wird, wenn

benutzung, man im

perfekt zum Sommer

wieder

werden Ihr Feri

und und

Tschank

auch auch der der Hof Hof

ohne Coronaimpfung

Aufladen.“ Vom elektrischen

in kein (*)

war Der beim Begriff schönen Anthropause Wetter

bezieht sich auf

Flugzeug oder über

Rasenmäherroboter, den keine

eine globale Verringerung der modernen

zwei

in in

menschlichen diesem Jahr Aktivitäten, von von April insbesondere bis bis

Grenze darf,

E-Bikes und dem denn

E-Roller, bis dahin

die

September des Reisens und immer wurde im zu zu Juni über 2020 94 94 von

ist mit

sich viel Glück

inzwischen allesamt vielleicht einem Forscherteam in einem Artikel geprägt,

in dem energieautark, die möglichen Auswirkungen doch

ein Viertel

am

Prozent Hof der

finden, Bevölkerung

ganz zu schweigen.

die der Umstellung COVID-19-Sperrung hatte auf durch-

wild lebende

geimpft.

Tiere erörtert wurden.

aus ihren

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beispielswe 100 Proze

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UNTERNEHMENSPORTRÄT SEIER.COM

Foto © SEIER.COM

„Wir sind Problemlöser

der kreativen Art.“

SEIER.COM. Die „All-In-One“-Agentur aus Großpetersdorf verbindet

Welten: die digitale mit der analogen. Klassische Marken-

Werbung ins digitale Zeitalter zu bringen, das ist die Stärke der

Agentur. Wie bei einem Orchester werden für jeden Kunden individuell

die passenden Kommunikationskanäle herangezogen,

um die richtigen Zielgruppen zu erreichen.

Gute Storys, packendes Design, relevanter Content. Spannend

aufbereitet und über den jeweils passenden Kanal ausgespielt.

Die SEIER.COM mit einem einzigen Satz

erklärt? Hier entsteht die beste Mischung

aus zwei Welten!

Die Agentur, die vor 30 Jahren von Robert

Seier gegründet wurde, hat ihre Wurzeln

im Design. Aus dieser analogen Welt ist

das Unternehmen mit der Entwicklung der

Technologie mitgewachsen und ist heute als

„All-In-One“-Agentur positioniert.

Das Design und die Kraft starker Ideen bilden

dabei die Basis und sind auch weiterhin

eine der Stärken von SEIER.COM. Aber diese

analoge Welt digital zu transformieren, ist

sicherlich die herausragendste Kompetenz

der Agentur. „Wir verbinden das Beste aus

der digitalen und der analogen Welt“, lautet

daher der Anspruch bei SEIER.COM. Und wie

wichtig die neuen Medien sind, haben die

letzten Monate gezeigt.

„Wir sind wie ein Orchester“

Die beste Mischung aus verschiedenen

Welten trifft aber auch auf das Team der

SEIER.COM zu. Um die Möglichkeiten der

neuen Technologien für jeden Kunden und

jede Kundin optimal zu nützen, setzt die

Agentur auf multiprofessionelle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Hier treffen

Expertinnen und Experten aufeinander, die

es verstehen, starke Ideen auf den verschiedensten

Kanälen so umzusetzen, dass

Werbung dort ankommt, wo sie soll und

Wirkung zeigt.

12 FEBER 2021

„Unser umfassendes Know-how eröffnet

unseren Kundinnen und Kunden eine große

Zahl an individuellen Lösungsmöglichkeiten

aus unterschiedlichen Disziplinen.“

Robert Seier

RIC - Regionaler Informations Channel

Erst für Gäste der Golf & Thermenregion

Stegersbach entwickelt, ist die Web-App

nun auch für die Weinidylle Südburgenland

erfolgreich im Einsatz.

Problemlöser und „Kümmerer“

Was verbindet diese unterschiedlichen

Professionistinnen und Professionisten im

SEIER.COM-Team? „Wir sind leidenschaftlich

darin, Probleme zu lösen und den Status

quo neu zu denken“, definiert sich das Team

selbst. Immer mit dem Ziel vor Augen,

bessere Perspektiven für die Zukunft ihrer

Kundinnen und Kunden zu schaffen.

Es sind Visionäre, die über den Tellerrand

blicken. Querdenker, die wissen, was sie tun

und daher gerne mal die Grenzen des bisher

Möglichen ausdehnen. Die gemeinsam starke

Ideen entwickeln und das Neue zelebrieren.

Schlaue Köpfe, die Kommunikation und IT

zusammenbringen und dadurch begeisternde

Markenerlebnisse schaffen, wie sie nur im

Digitalen möglich sind. Hier arbeiten Spe-

Gutes Packaging schafft eine Verbindung

zwischen Produkt und Konsumenten und

transportiert die Marke. Das schafft einen

Wiedererkennungswert und ist wesentlich

für die Kaufentscheidung.

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Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Kern-Team von SEIER.COM. Sympathie, Vertrauen und Verlässlichkeit sind die Grundlagen

innerhalb der Agentur und diese gelten auch in der Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden. „Wir sagen, was wir denken.

Für uns zählen Teamplay und ein menschliches und faires Miteinander.“

zialistinnen und Spezialisten, die durch ihr

Wissen und Können miteinander verbunden

sind, damit Ideen in wirksame Maßnahmen

und Kampagnen umgesetzt werden.

„Wir sind erfahren genug, um die

klassische Marken-Werbung zu gestalten

und jung genug, um die

digitale Kundenkommunikation in

Social-Media-Portalen zu entwickeln.“

Markenauftritt mit integrierter Shop-

Lösung. Intelligente Lösungen von

SEIER.COM sind durchdacht und bieten

den Kunden einen Mehrwert an Funktionalität

und Effizienz.

Worauf Sie sich verlassen können

„All-In-One“-Agentur bedeutet, dass Sie bei

SEIER.COM alles, was Ihre Werbung betrifft,

mit einem guten Gefühl abgeben können.

Durch die synchronisierte Zusammenarbeit

der Bereiche Strategie, Design, Marketing

und Digital entstehen ganzheitliche Konzepte

für einzigartige Markenkommunikation.

Das bedeutet eine intensive Auseinandersetzung

mit dem jeweiligen Unternehmen. „Oft

kennt man dieses so gut wie das eigene“,

weiß Robert Seier. Als Firmeninhaber und

Kreativer der Agentur ist er stolz auf die

zahlreichen Werbepreise und Auszeichnungen.

„Viel schöner ist aber zu sehen, was

unsere Arbeiten bei unseren Kundinnen und

Kunden auslösen – die Emotionen zu spüren.

Ein Kreativ- und Schöpfungsprozess bedeutet

viel Verantwortung. Dessen sind wir uns

immer bewusst.“

„Wir sehen das große Ganze und liefern

ein Gesamtprodukt.“

SEIER.COM Kreativ-Team

SEIER.COM agiert wie ein Generalunternehmen.

Mit einem multiprofessionellen Team

in der Agentur selbst und langjährigen

Partnern kann je nach Projektanforderung

das jeweils beste Team aufgebaut werden.

Für die Kundinnen und Kunden zählt die

Gewissheit, dass sie in allen Disziplinen die

beste Leistung bekommen.

„Worauf wir stolz sind“

Auf langjährige Kunden wie die OSG,

Fruchtsaft Trummer, Ögussa, die regionalen

Tourismus-Partner Stegersbach, Weinidylle

und Erlebnisparadies, sowie bus dich weg!,

Kurz Hotels, Sonnenerde und natürlich auf

alle Unternehmen, deren Marken wir entwickeln

bzw. neu aufladen dürfen, wie z.B.

Hallers Bull Beef® und solar.one.

Im Frühjahr wird die Agentur ein zweites Büro

in Stegersbach im SOLAR.ONE eröffnen. „Das

Thema Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit

passt zu uns“, sagt Robert Seier. Dieser

Standort soll auch für Fachvorträge externer

Expertinnen und Experten genutzt werden, zu

denen auch Partner-Firmen, Kundinnen und

Kunden und Freunde eingeladen werden. „All

jene, für die solche Inputs wichtig sind“, freut

sich Robert Seier auf den zweiten Standort.

TIPP:

Die Wirtschaftskammer Burgenland bietet

derzeit über den Corona-Unterstützungsfonds

Förderungen an. Insbesondere für

Marketing, Webauftritte sowie Online-Angebote.

Dabei wird seit dem 18.01.2021 auf

der Homepage der WKB ein Einmalzuschuss

von 75% (max. € 4.000) angegeben.

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FEBER 2021

13


Foto © shutterstock/Gabriele Rohde

Hart an der Grenze

Armut hat viele Gesichter. Oft trifft es alleinerziehende Frauen oder solche, die sich ein halbes

Leben lang in erster Linie um die Familie und nicht um ein eigenes Einkommen gekümmert

haben. Bei „Mamas Küche“, einem Projekt für langzeitarbeitslose Frauen in Oberwart, hat

uns Helga G. ihre Geschichte erzählt. Und der Weg, den sie aufzeigt, um aus der Armutsfalle

zu kommen, beginnt damit, die Scham abzulegen und Hilfe anzunehmen. Doch dieser erste

Schritt ist womöglich der schwierigste. Nicole Mühl

Ihre Lebensmittel kauft sie

im Sozialmarkt. Ihre Kleiddung

oft im Carla Shop der

Caritas. Jeder Cent wird

genau eingeteilt. Allein die

Fixkosten betragen monatlich

1.300 Euro. Ohne Auto, denn

das wäre nicht leistbar. Das

Leben ist immer an der Grenze

zur Armut. In Armutsfallen

tappt man schnell. Derzeit

ist es eine Nachzahlung für

den Strom von über 400 Euro.

Die Konsequenz daraus bedeutet,

den Gürtel noch enger

zu schnallen.

„Gearbeitet hab‘ ich immer“

Helga G. (Name der Red.

bekannt) lebt mit ihren zwei

Kindern in Oberwart. Sie ist

Alleinerzieherin. Bei „Mamas

Küche“ hat die 40-Jährige

eine Beschäftigung gefunden.

Einem sozialökonomischen

Projekt der Volkshilfe Burgenland,

um langzeitarbeitslosen

Frauen beim Wiedereinstieg

in den Beruf zu helfen. „Ich

bin sehr froh, dass ich hier sein

kann“, sagt sie. Auch wenn die

Arbeit um sieben Uhr morgens

beginnt. Aber hier fühlt sie sich

eg

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ng oder

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Zugänge

ildung.

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Informationsabende

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Vorbereitung zur Matura

14 FEBER 2021

Zweiter Bildungsweg

Zweiter Bildungsweg

Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung

Vorbereitung zur Matura

Berufsreifeprüfung, Frauenkirchen: Studienberechtigungsprüfung

Do. 18.02.2021, 18:00 Uhr

Eisenstadt: Mi. 17.02.2021, 18:00 Uhr

Frauenkirchen: Do. Di. 18.02.2021, 22.06.2021, 18:00 Uhr

Eisenstadt:

Oberwart: Mi. Do. 17.02.2021, 18.02.2021, 18:00 Uhr

Di. Do. 22.06.2021, 24.06.2021, 18:00 Uhr

Oberwart: Güssing: Do. Mi. 28.02.2021, 17.02.2021, 18:00 Uhr

Lehrabschluss nachholen Do. 24.06.2021, 18:00 Uhr

Güssing: Anerkennungsverfahren Mi. „Du 17.02.2021, kannst was!“ 18:00 Uhr

Lehrabschluss Eisenstadt: nachholen Di. 23.03.2021, 19:00 Uhr

Anerkennungsverfahren Di. „Du 15.06.2021, kannst was!“ 19:00 Uhr

Oberwart: Do. 25.03.2021, 19:00 Uhr

Eisenstadt: Di. Do. 23.03.2021, 17.06.2021, 19:00 Uhr

Wissen, was ich Di. kann15.06.2021, 19:00 Uhr

Oberwart: Fähigkeiten und Kompetenzen Do. 25.03.2021, feststellen 19:00 und Uhrnutzen

Do. 17.06.2021, 19:00 Uhr

Frauenkirchen: Do. 25.03.2021, 18:00 Uhr

Wissen, Eisenstadt: was ich kann Di. 23.03.2021, 18:00 Uhr

Fähigkeiten

Oberwart:

und Kompetenzen

Do. 25.03.2021,

feststellen

18:00

und

Uhr

nutzen

Güssing: Di. 25.03.2021, 18:00 Uhr

Frauenkirchen: Do. 25.03.2021, 18:00 Uhr

Eisenstadt:

Anmeldung unbedingt

Di. 23.03.2021,

erforderlich!

18:00 Uhr

Oberwart: Information und Do. Beratung 25.03.2021, 18:00 Uhr

Güssing: bildungsberatung@vhs-burgenland.at, Di. 25.03.2021, 18:00 0 26 Uhr 82/ 61 363

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Information Di. 14:00 - 16:00 und Uhr, Beratung Do. 17:00 - 19:00 Uhr

bildungsberatung@vhs-burgenland.at, 0 26 82/ 61 363

Online-Beratungsraum (www.vhs-burgenland.at)

Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Do. 17:00 - 19:00 Uhr

Zweiter Bildungsweg

Mit der VHS zu Ihrem Bildungsabschluss.

Der Zugang zu weiterführenden

Bildungsangeboten oder zur beruflichen

Weiterentwicklung ist

vielfach an den Abschluss einer

bestimmten Schul- oder Berufsausbildung

gebunden.

Die Burgenländischen Volkshochschulen

ermöglichen Ihnen

im Zweiten Bildungsweg einen

Abschluss nachzuholen.

Informieren Sie sich kostenlos bei

den VHS-Informationsabenden

oder bei einem persönlichen Beratungsgespräch!

Matura nachholen

Sie möchten eine Universität

besuchen, sich in eine Fachhochschule

einschreiben, Ihre Aufstiegschancen

verbessern oder

in einen neuen Beruf einsteigen,

haben aber keine Matura?

Mit der Berufsreifeprüfung oder

Studienberechtigungsprüfung eröffnen

sich für Sie neue Zugänge

zu Studium und Weiterbildung.

Lehrabschluss nachholen

Falls Sie in Ihrem aktuellen Lehrberuf

keinen formalen Abschluss

jedoch eine mehrjährige praktische

Berufserfahrung haben,

können Sie sich diese anerkennen

lassen. Das Projekt „Du kannst

was!“ ermöglicht Ihnen mit

einem speziellen Verfahren Ihren

Lehrabschluss kostenlos nachzuholen.

Infos unter: 0 26 82/ 61 363

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ARMUT

IM FOKUS

gebraucht und hier bekommt sie Unterstützung,

wenn sie organisatorisch nicht

weiterkommt.

Helga G. hat Ziele. Die Ausbildung zur

Pflegeassistentin hat sie vor vier Jahren

gemacht. Den Traumberuf hat sie nicht

ausüben können, weil ihre Gelenke nicht

mitgespielt haben. Gearbeitet hat sie aber

immer. „Und wenn es ein Putzjob war.“

Jetzt will sie unbedingt die Ausbildung zur

Behindertenfachbetreuerin machen. „Aber

das geht nur, wenn das AMS die Ausbildungskosten

übernimmt.“ Dass ihr Berufswunsch,

der mehr Einkommen und ihr

und ihren Kinder ein sorgenfreieres Leben

ermöglichen würde, eventuell wieder am

Geld scheitern könnte, nimmt sie geduldig

hin. Dann schließt sie kurz die Augen und

meint leise: „Aber ich weiß, dass es diesmal

klappen wird.“

Corona hat vieles verschlimmert. Die

Stimmung daheim habe sich verschlechtert.

Der Begriff Homeschooling stößt ihr bitter

auf. Laptop, Internetanschluss – das alles

sind Kostentreiber und wenn man mehr

daheim ist, geht auch die Kühlschranktür

öfters auf. „Man braucht einfach mehr

Geld für Lebensmittel“, sagt sie. Und fügt

gleich hinzu: „Aber meine Kinder leiden

nicht darunter. Da schau ich schon.“

„Nicht genieren – Hilfe annehmen!“

Helga G. hat ihr eigenes System, um zu

sparen. „Am Monatsanfang zahle ich alle

Fixkosten weg. Was übrig bleibt, heb ich

ab und mit dem muss ich auskommen.

Zur Bank gehe ich zwischendurch nie.

Wenn mir vom Einkaufen Geld übrigbleibt,

gebe ich es gleich in eine Spardose.

Da kommt schon einiges zusammen.“

Hätte sie ihre Freundinnen nicht, wäre

es schwieriger durchzukommen, sagt sie.

„Wir helfen uns gegenseitig. Ohne sie

wäre ich aufgeschmissen.“ Selbstorganisation

ist wichtig. Aufstehen und handeln!

Das kann sie jeder Frau raten, die auch

an der Grenze lebt. „Hilfe annehmen und

sich nicht genieren, wenn man zum Sozialmarkt

geht oder andere Stellen aufsucht.

Und vor allem zum AMS schauen“, sagt

sie. Es ist wichtig, Arbeit zu haben oder

eine Ausbildung zu machen. Dadurch ist

sie zu Mamas Küche gekommen. Und das

ist für sie hoffentlich die Brücke auf dem

langen, schweren Weg zu ihrem Traumjob

– und um von der Armutsgrenze weiter

wegzurücken.

„Armut ist oft versteckt. Aber es gibt Hilfe.

Daher bitte keine Scheu vor der Behörde!“

Burgenlands Landtagspräsidentin Verena Dunst

ist auch ehrenamtliche Präsidentin der

Volkshilfe Burgenland

Ab wann ist man arm?

Die Armutsgefährdungsschwelle liegt bei einem Ein-Personen-

Haushalt bei 1.286 Euro, bei einem Erwachsenen mit einem Kind

bei 1.671 Euro monatlich. Aber Armut ist immer sehr individuell.

Man muss sich die jeweilige Situation anschauen. Und Armut versteckt

sich oftmals. Wir haben im Burgenland etwa 6.000 Kinder,

die in Familien leben, die armutsgefährdet sind.

Nun sind ja Frauen oft an der Armutsgrenze, weil sie nur teilzeitbeschäftigt

und auch noch Alleinerzieherinnen sind.

Alleinerziehende Mütter und Väter – und das sind über 10.000 im Burgenland – sind oft

sehr nahe dran, dass sie das alleine nicht schaffen können. Als Alleinerziehender kann man

schwer einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen und Fakt ist: Arbeit schützt vor Armut. Daher

ist es so wichtig, auf Systeme bauen zu können – also Hilfe bei der Kinderbetreuung etc.

Was meinen Sie mit Systeme?

Viele Frauen haben eine Scheu davor, zur Behörde – wie zur Jugendwohlfahrt – zu gehen,

weil sie dann nicht mehr anonym sind. Diese Angst möchte ich ihnen nehmen. Bei den Behörden

laufen die Kompetenzen zusammen und letztlich auch die Geldflüsse. Daher mein

Appell: Bitte nicht zurückschrecken. Das bedeutet für Alleinerzieherinnen ganz konkret die

Botschaft: Es gibt Hilfe, wenn man sich an die Behörde wendet.

Was sind denn nun die Armutsfallen?

An erster Stelle steht sicherlich der Arbeitsplatz. Arbeit schafft Einkommen. Die zweite

Armutsfalle ist der Bereich, wenn es ums Wohnen geht. Was kann man sich leisten? Und

im dritten Bereich geht es um Mobilität und Kostentreiber wie Energie. Aber es gibt für alle

Bereiche Fördermöglichkeiten und Zuschüsse. Man muss sich bitte nur melden.

Ältere Frauen sind ja oft in einem Abhängigkeitsverhältnis, weil sie sich in erster Linie

um die Familie gekümmert haben, vielleicht keine Ausbildung – in manchen Fällen

nicht einmal einen Führerschein – haben. Wo kann man ansetzen?

Es gibt auch hier viele Qualifizierungsförderungen. Das AMS hat einiges möglich gemacht.

Auch für eine 52-Jährige muss eine Ausbildung möglich sein und sie ist es auch. Das Pensionsalter

wird nach oben gehen und daher ist es immer wichtig, sich weiterzubilden.

Viele Frauen haben ihr Selbstbewusstsein verloren und in Qualifizierungsmaßnahmen wie

bei Mamas Küche lernen sie wieder das Selbststeuern ihres Lebens. Manche haben vor

vielen Jahren Kompetenzen erworben, die heute nicht mehr in die Zeit passen. Das heißt,

man muss diese Kompetenzen in die heutige Zeit bringen. Und sie müssen oft auch erst

lernen, sich selber und den Tag zu organisieren.

Ihr Appell an die Frauen:

Auf sich selber achten! In vielen Bereichen des Lebens, aber unbedingt auch darauf, dass

man ein eigenes Einkommen erzielt. Einkommen macht unabhängig und macht

Leben erst möglich. Wenn Frauen den Mut und die Courage haben, können sie

sich super gegenseitig unterstützen. Daher ganz wichtig: Selbstorganisation.

Und bitte die Zeit nutzen, wenn man jetzt zuhause ist. Bei uns, bei der Volkshilfe,

hat im Jänner eine Frau in der Hauskrankenpflege eine Anstellung bekommen.

Sie hat im Zuge des Pflegemodells im Burgenland ihren Angehörigen

begleitet und sich hier viele Kompetenzen erworben. Auch das ist möglich.

In der online-Version

des Interviews finden Sie

auch die Ergebnisse zur

Umfrage „Corona

und Kinderarmut“:

www.prima-magazin.at

Rubrik: Im Fokus

FEBER 2021

15


PORTRAIT ERWIN HOCHWARTER

Foto © Nicole Mühl

Mutiger Visionär

Er stammt aus Kemeten und sein Unternehmen ist weltweit im Schienenverkehr

vertreten. Sein Netzwerk reicht bis Japan und dennoch

würde er immer wieder in seiner Heimatgemeinde seinen Lebens- und

Arbeitsmittelpunkt aufbauen. Erwin Hochwarter ist Entwickler und

Visionär. „Technik ist logisch“, sagt er. Deshalb findet er Lösungen für

die verschiedensten Bereiche. Er kann gar nicht anders. Auch im Schlaf

grübelt und entwickelt er. Nicole Mühl

Wenn sich Erwin Hochwarter

auf etwas in seinem

Leben verlässt, dann ist es sein

Verstand. „Und Mut“, sagt er.

„Wenn du hinfällst, brauchst

du ihn, um wieder aufzustehen

und weiterzumachen.“ Und

hingefallen ist Erwin Hochwarter

oft in seinem Leben.

16 FEBER 2021

Alles auf Schiene

Sein Name steht im Schienenverkehr

an oberster Stelle,

wenn es um die Entwicklung,

Forschung und Produktion

von Bauteilen geht. Die H&P

Trading GmbH (eine Tochterfirma

der EH Holding) gilt

bei Konzernen wie Siemens,

Wir sind ein führender Hersteller von Sand- und Natursteinprodukten.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir:

Techniker für die Wartung und Instandhaltung von

Aufbereitungs- und Verpackungsanlagen (m/w)

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Alstom, der Deutschen Bahn,

der ÖBB oder etwa den Wiener

Linien als Troubleshooter.

Wenn im Schienenverkehr

Ersatzteile oder Alternativen

gefordert sind, wenn eine Verbesserung

einzelner Elemente

oder ein Redesign gewünscht

wird, dann taucht weltweit der

Name Erwin Hochwarter auf.

Obsoleszenzmanagement heißt

der Fachbegriff dafür.

„Dabei gibt es nichts, was wir

nicht machen“, sagt der Unternehmer.

„Vom Interieur über

die Fenster, Türen, sogar die

LED Leuchten in den Wiener

U-Bahnen sind eine Entwicklung

der H&P Trading in Kemeten.

Der Kunde bekommt

Lösungen und muss sich um

nichts kümmern.

In Fachkreisen ist die Dimension

des Unternehmens

bekannt. Das Netzwerk reicht

bis Japan und in die USA. Forschungseinrichtungen

wie das

Joanneum Research gehören zu

den Partnern, mit denen Erwin

Hochwarter entwickelt. „In

der Gemeinde selbst“, glaubt

der Unternehmer, „wissen

sicher nicht viele, was wir hier

machen.“ Erwin Hochwarter

wirkt nicht wie der Big Player,

dem man ansieht, dass er in

riesigen Konzernen freien Zugang

zu Werkstätten hat, in die

sonst kaum eine betriebsfrem-

de Person reinkommt. Jeans,

Shirt, Trainingsjacke, Sportschuhe.

So huscht er durch die

Gänge seines Unternehmens.

So ist er auch bei seinen

Kunden vor Ort. Der Haarschnitt

stammt vom Frisör im

Ort. Abends und am Wochenende

ist er mit Freunden und

Familie in Kemeten unterwegs.

Nach Dienstschluss geht er mit

den Mitarbeitern gern auf ein

Bier (wenn Corona es zulässt).

40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beschäftigt das Unternehmen

europaweit. Neben

dem Hauptsitz in Kemeten

gibt es Standorte in Hamburg,

Belgien, Holland, Frankreich

und Schweden. „Der Großteil

ist aber in Kemeten tätig“, sagt

Erwin Hochwarter. 65 Prozent

kommen direkt aus der

Gemeinde.

Lebensweg

56 Jahre ist Erwin Hochwarter

alt. Seinen Berufsweg hat er

als gelernter Schlosser angefangen.

2003 hat er in Kemeten

seine Firma gegründet. Direkt

an der Hauptstraße bei der

Ortseinfahrt. Als im Jahr 2000

in Kaprun 155 Menschen bei

einem Brand in einem Zug

der Gletscherbahn ums Leben

kamen, entwickelte Erwin

Hochwarter eine feuerfeste

www.prima-magazin.at


PORTRAIT

Erwin Hochwarter aus

Kemeten hat ein weltweit

tätiges Unternehmen

für die Entwicklung

von Teilen im Schienenverkehr

aufgebaut.

Partnerschaften sind für

ihn das A und O in der

Geschäftswelt.

Sein Netzwerk ist

international

Bremsleitung. Er setzte sich bei

der Ausschreibung gegen einen

Konzern mit 12.000 Mitarbeitern

durch und bekam den Auftrag.

Bis zum heutigen Tag hat

die H&P Trading etwa 13.000

Produkte entwickelt. „Daraus

sind rund 5.000 Teile entstanden,

die am Markt eingeführt

wurden“, erklärt der Unternehmer.

Die Entwicklungskosten

trägt er immer selbst. Oft gehen

diese in die Hunderttausende

Euro und oft steckt darin eine

Arbeitszeit von Hunderten

Stunden. Die Vorleistungen

sind enorm. „Aber dafür

bleibt das Patent bei uns“, sagt

Hochwarter. Bei Neuaufträgen

ist er immer involviert. Auch

wenn er ein Team hat, das auch

ohne ihn funktioniert, wie er

sagt. Aber ihn reizt die Herausforderung,

Neues zu entwickeln.

„Technik ist Logik“, sagt er.

Und die funktioniert bei ihm

auch im Schlaf. „Ich glaube,

manchmal entwickle ich auch

beim Träumen.“

Auf die Heimat bauen

An Kemeten hält er fest. „Von

hier stamme ich ab. Hier bleibe

ich“, sagt er. Dass ihm aber

genau hier nicht jeder seinen

Erfolg gönnt, stört ihn heute

nicht mehr. „Jeder hat die

Möglichkeit, etwas aufzubauen,

das Risiko einzugehen und aus

eigener Kraft zu versuchen,

etwas zu schaffen“, sagt er

emotionslos.

Im Gewerbegebiet baut er

gerade zum zweiten Mal aus.

Forschung, Entwicklung,

Lagerung und Büros werden

dann dort untergebracht. Eine

Abwanderung wäre für ihn

nicht in Frage gekommen. Die

Kommunalsteuer zahlt er lieber

seiner Heimatgemeinde. Etwas

zurückzugeben, ist ihm wichtig,

deshalb unterstützt er auch die

Vereine im Ort, wo er kann.

Die Überdachung am Sportplatz

etwa hat er gesponsert.

Für die Bevölkerung hat er

kürzlich 1.600 Schutzmasken

zur Verfügung gestellt. Bei all

seinen Zielen will er immer

Rücksicht auf andere nehmen

und helfen. Das hat er sich

selbst versprochen.

Hinfallen und mutig sein

Visionen sind wichtig, sagt

er. Manchmal geht alles gut,

manchmal eben nicht. Das gehört

dazu. Wenn er von Rückschlägen

erzählt, dann denkt er

vor allem an seine Autounfälle.

Der erste 1998 um vier Uhr

morgens. Auf der A2 ist es

Mit dem Standort direkt an der Ortseinfahrt

Kemeten (von Oberwart kommend) hat Erwin

Hochwarter die H&P Trading im Jahr 2003

gegründet. Derzeit baut er bereits in zweiter

Phase im Gewerbegebiet Kemeten eine Halle.

Sein Unternehmen hat dann eine Größe von

insgesamt 4.200m 2

passiert, auf dem Weg zu

einem Termin. Wie aus dem

Nichts stand plötzlich der

Tankwagen vor ihm – quer

über die Autobahn. Der Fahrer,

ein junger Italiener war eingeschlafen

und gegen einen

Brückenpfeiler gedonnert.

Er war auf der Stelle tot. Als

Erwin Hochwarter daherkam,

waren wohl zehn Schutzengel

mit ihm im Auto. Er rutschte

mehr oder weniger unter

der Achse durch und kam 20

Meter weiter mit sämtlichen

Brüchen – aber lebend – zum

Stehen.

Fünf Jahre später raste wenige

Meter außerhalb von Kemeten

ein junger Bursche frontal in

sein Auto. Wieder war Erwin

Hochwarter dabei völlig

unschuldig. Der junge Mann

kam von seiner eigenen Geburtstagsfeier.

Er starb noch

am Unfallort. Erwin Hochwarter

konnte sich aus seinem

brennenden Auto retten und

überlebte ein zweites Mal.

Die Bilder haben ihn lange

verfolgt. „Es sind nur Bruchteile

einer Sekunde bis zum Aufprall.

Aber in dem Moment

Erwin Hochwarter

Er ist in Kemeten geboren

und hat die Ausbildung zum

Schlosser absolviert. In den

1980er-Jahren hat er Teile

für Kameras gebaut und ist

damit sogar bis nach Hollywood

gekommen. Später hat

Erwin Hochwarter Nachtsichtgeräte

für das Militär

gebaut und einen Maschinenhandel

betrieben. 2003

hat er in Kemeten die H&P

Trading GmbH gegründet.

Seit Kurzem ist das Unternehmen

ECM zertifiziert und

ist damit eines der wenigen,

das berechtigt ist, jegliche

Arbeiten an Schienenfahrzeugen

durchzuführen.

Neben der H&P Trading hat

Erwin Hochwarter auch die

H&P Care gegründet. Im Zuge

dessen hat er eine Bettdusche

für bettlägerige Menschen

auf den Markt gebracht.

Im Vorjahr hat er ein Gerät

zur Abtötung von Viren und

Keimen in Räumen (auch

Coronaviren) entwickelt.

Erwin Hochwarter hat neben

dem Obsoleszenzmanagement

im Schienenverkehr

unter anderem ein Gerät zu

Erkennung von gefälschten

Banknoten im Auftrag der

Nationalbank und ein Gerät

zur Identifizierung gefälschter

Medikamente entwickelt.

Seine Frau und seine beiden

Söhne – beide Wirtschaftsingenieure

– sind ebenfalls im

Unternehmen tätig.

bis zum Aufschlag, kommt

es dir wie eine Ewigkeit vor.

Du siehst dein Leben an dir

vorbeiziehen“, sagt er.

Sein größter Erfolg? Erwin

Hochwarter lächelt. „Ich lebe“,

sagt er „und ich kann etwas

bewegen.“ Weil er immer wieder

mutig ist. Weil er immer

wieder aufsteht und weitermacht.

FEBER 2021

17


Foto © www.momentothek-oberwart.at #236 Langer/Schober

Foto © www.momentothek-oberwart.at #2169 Tillfried Schober

Plätze & G‘schichtn

Oberwarts

von Ing. Wilhelm Hodits

0664/50 44 55 4

1980 wurde der Verein „Jugendhaus Oberwart“ gegründet und legte damit den Grundstein für eine kulturelle Bewegung, der der

Großteil der Einwohner skeptisch gegenüber stand. Foto: www.momentothek-oberwart.at (Aufnahme: 1984). Foto rechts: Der

Genossenschaftssaal wurde 1997 abgerissen und es kam zu einem bedeutenden Zu- und Umbau

Ein weiter Weg zur Kunst

Heute ist das OHO in der Lisztgasse Oberwart eines der bedeutendsten Kulturhäuser Österreichs.

Im Jänner 2014 wurde das OHO sogar mit dem Österreichischen Staatspreis für zeitgenössische

Kunst ausgezeichnet. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. TEIL 1

1928 wurde das Gebäude

erbaut, das sich heute als OHO

einen Namen in der zeitgenössischen

Kunstszene gemacht

hat. Aber von einem der

bedeutendsten Kulturhäuser

über die Grenzen des Burgenlandes

hinaus war damals noch

keine Rede. Gebaut wurde es

nämlich vom Bezirksverband

der Gewerbegenossenschaften.

Hauptsächlich war es als Büro

und als interne Fortbildungsstätte

gedacht. Rund 80.000

Schilling haben die Baukosten

betragen. Nur wenige Jahre

später wurde ein Saal dazugebaut,

der für Kurse, Tagungen

und auch für Tanzveranstaltungen

der Gewerbegenossenschaft

verwendet wurde. Bis

zum Umbau im Jahr 1997 war

das Haus deshalb nach seinem

Erbauer als „Genossenschaftssaal“

in Oberwart bekannt.

Und dann kam der Krieg

1938 wurde das Haus von den

Nationalsozialisten okkupiert

und später der Gauwirtschaftskammer

Steiermark

übertragen. Hier fanden viele

Propagandaveranstaltungen

der NSDAP statt. So kündigte

die Oberwarter Sonntagszeitung

im August 1938 eine

große Werbeveranstaltung des

Deutschen Roten Kreuzes im

Genossenschaftssaal Oberwart

an, um Krankenschwestern und

Sanitäter für den Kriegseinsatz

zu gewinnen. Neben Propagandaveranstaltungen

gab es auch

Fanfarebläser- und Trommlerkurse

sowie diverse Veranstaltungen

der Nationalsozialisten.

Am 5. November 1942 kaufte

die Stadtgemeinde Oberwart

das Haus – der Kaufvertrag ist

angeblich vernichtet worden.

Zumindest ist er heute nicht

mehr aufzufinden. Das Gebäude

war jedenfalls bis zum Jahr

1953 in Besitz der Gemeinde.

Mit Kriegsende und Auflösung

der Gauwirtschaftskammer

Steiermark in Oberwart wurde

das Haus leergeräumt. Geplündert,

könnte man sagen.

Nach dem Einmarsch der

Russen in Oberwart im April

1945 wurde der Genossenschaftssaal

von diesen beschlagnahmt

und für verschiedene

Veranstaltungen genützt. Ein

Zeitzeuge kann sich noch an

eine solche Propagandaveranstaltung

erinnern, die für einen

jungen Oberwarter gerade

noch einmal gut ausgegangen

ist. Bei der besagten Veranstaltung

der Russen haben

diese die angeblich zahlreichen

ruhmvollen Errungenschaften

der Kommunisten angepriesen.

Sie wollten den Oberwartern

erklären, was die russischen

Kommunisten denn nicht alles

erfunden und erbaut hätten. In

der letzten Reihe saß ein junger

Oberwarter Bursche, dem das

alles zu viel wurde. Er stand auf

und sagte laut in einem ordentlichen

Hianzisch: „Wos hobt’s

Ihr erfunden? An Schmorrn

hobt’s erfunden.“ Daraufhin

verließ er seelenruhig den Saal.

Im Raum wurde es ganz still.

Jeder wartete auf die Reaktion

der Russen. Und diese taten

– nichts. Mit großer Wahrscheinlichkeit

haben sie das

Hianzisch des jungen Mannes

nicht verstanden und schenkten

dem Auftritt des Burschen zum

Glück keinerlei Beachtung.

Standort der

Wirtschaftskammer

Die Wirtschaftskammer trat

nach dem Zweiten Weltkrieg

als Nachfolgerin der einstigen

Gewerbegenossenschaften in

Erscheinung und stellte am 19.

November 1946 den Antrag auf

eine Rückübertragung des Gebäudes.

Immerhin war die Gewerbegenossenschaft

von den

Nationalsozialisten ja sozusagen

enteignet worden. Die Rückerstattung

erfolgte jedoch erst

am 4. September 1953. Laut

Zeitzeugenberichten dürfte der

Bürobetrieb der Wirtschaftskammer

in diesem Haus in der

Lisztgasse 12 aber bereits 1947

erfolgt sein. Womöglich gab

es einen Pachtvertrag mit der

Gemeinde. Belegt werden kann

dies aber nicht. Da das Gebäude

für die Wirtschaftskammer

mit den Jahren zu klein wurde,

hat diese in der Wienerstraße

ein Grundstück erworben,

um ein neues Gebäude für die

Bezirksstelle und das WIFI zu

errichten. 1963 wurde es am

heutigen Standort fertiggestellt.

Die Wirtschaftskammer zog

somit aus dem „Genossenschaftssaal“

aus.

Ausweichquartier

Der „Genossenschaftssaal“ wurde

danach kurzfristig immer

wieder für die unterschiedlichsten

Zwecke verwendet.

So mietete die Firma Triumph

das Gebäude als Anlernbetrieb

für die Näherinnen. Ab März

1964 wurde das Haus an die

Bundesgebäudeverwaltung

vermietet und im Juli 1966 um

800.000 Schilling an diese verkauft.

In dieser Zeit war auch

das Ergänzungskommando des

Bundesheeres hier angesiedelt.

In den 1970er-Jahren lagerte

sogar die Begas Gasleitungsrohre

im Haus. Dann kam der

völlige Wandel. Im Jahr 1980

wurde der Verein „Jugendhaus“

gegründet.

Wie sich das Haus zu einem

Kunst- und Kulturhaus entwickelte,

das heute über die

Grenzen Österreichs bekannt

ist, lesen Sie in der nächsten

Ausgabe.

18 FEBER 2021

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Foto © Rutter Immobilien Gruppe

DABEI

REGIONAL

Der EO Park wird gegenüber des bestehenden EO errichtet. Vor 12 Jahren wurde dieses gebaut und von 35 Mio. Menschen besucht

Das EO erweitert: Mega-Interspar ist fix

150 neue Arbeitsplätze und eine Investition von 45 Millionen Euro –

das verspricht die Rutter Immobilien Gruppe mit der Erweiterung des

Einkaufszentrums am Oberwarter Stadtrand.

Mit einem Interspar auf

5.000 m 2 plus Restaurant

sowie mit Intersport stehen

die Ankermieter für die Rutter

Immobilien Gruppe für den

EO Park fest. Fix ist außerdem

ein Flagshipstore der Firma

„HandyPartner MCI“, das

Fitnessstudio MoreFit und das

Pizza- und Pasta-Restaurant

L‘Osteria. Einen Konkurrenzkampf

zur Innenstadt sieht

Wir sind das größte Ambulatorium für physikalische

Therapie im Raum Hartberg und

verfügen über Direktverrechnungsverträge mit

den Sozialversicherungen. Auf circa 2.000

m² und mit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

bieten wir unseren Patientinnen und

Patienten leistbare Qualität durch individuelle

Behandlungspläne zur Wiederherstellung und

Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit.

Um den vielseitigen Ansprüchen der zuweisenden

Stellen und den individuellen Bedürfnissen

der Patient*innen gerecht werden zu können,

bilden sich unsere Therapeut*innen und Masseur*innen

kontinuierlich weiter und stellen so

eine hohe Qualität der Behandlung sicher.

Bürgermeister Georg Rosner

nicht. „Es handelt sich um

große Fachmärkte. Mit dem

EO Park soll die Kaufkraft in

der Region bleiben, damit die

Kunden nicht in große Ballungszentren

ausweichen“, so

Rosner.

Kritik kommt von den Grünen,

die auf die aussterbenden Ortskerne

und auf die Bodenversiegelung

durch Einkaufszentren

Medizinischen Massage und Heilmassage.

Gerade jetzt ist es wichtig, in die Fortbildung

unserer Mitarbeiter*innen zu investieren. Mit

einer speziellen Unterstützung ist es möglich,

den Beruf des Medizinischen Masseurs oder

Heilmasseurs zu erlernen.

Auch Lehrlinge sind bei uns immer herzlich

willkommen! Neben der Ausbildung Lehrabschluss

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wir durch unser APT Ausbildungsprogramm

die Ausbildung zum medizinischen

Masseur bzw. zur medizinischen Masseurin.

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Ausbildungsprogramm für Masseur*innen

Ihr Partner für Physiotherapie, Ergotherapie und Massage.

und Supermärkte hinweisen.

„In Zeiten der Klimakrise

müssen wir jeden Quadratmeter

Boden schützen, statt ihn

zu versiegeln“, appelliert der

Grüne Landtagsabgeordnete

und Bezirkssprecher Wolfgang

Spitzmüller.

Interspar plant noch heuer die

Aufnahme des Betriebes. Der

EO Park wird im Frühjahr

2022 eröffnet.

Foto © Philipp Schulz

Ausbildungsprogramme

in der Massage

Wir haben in dieser schwierigen Zeit keine Mitarbeiter*innen

kündigen müssen – im Gegenteil

– wir suchen Unterstützung im Bereich der

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FEBER 2021

19


Foto © Olga Seus

Ort der vielen Facetten

„Das Tor zum Südburgenland“ liegt verkehrstechnisch gesehen optimal. Direkt an der A2 ist

man im Nu in Graz und ebenso in Wien. Für Unternehmen und Pendlerinnen und Pendler ein

guter Platz. Doch Markt Allhau hat mehr zu bieten als eine gute Verkehrsanbindung. Olga Seus

Die Gemeinde mit knapp

1.900 Einwohnern gliedert

sich in die zwei Katastralgemeinden

Markt Allhau und

Buchschachen auf. Durch

jeweils eine eigene Feuerwehr,

einen eigenen Kindergarten,

eine eigene Volksschule und

damit Kinderbetreuungsangebote

für Krippenkinder (nur in

Allhau), eine eigene Musikkapelle

und eigene Nahversorger

sind die Katastralgemeinden

nach wie vor weitgehend

infrastrukturell voneinander

unabhängig. Buchschachen

hat überdies noch seine eigene

Dorfkneipe, Allhau drei Gasthäuser.

Lediglich die neue Mittelschule

gibt es in der Gemeinde

nur einmal und zwar in Markt

Allhau. Überdies hat man Arzt

und Kinderärztin, Zahnärztin

und Apotheke auf Gemeindegrund.

Gewerbezuwachs und

traditionsreiche Betriebe

Im Westen der Gemeinde

verläuft die Lafnitz, deren

malerische Auen zu weiten

Spaziergängen einladen und

die zugleich die Grenze zur

Steiermark markiert. Doch in

Markt Allhau sieht man das

nicht so eng: Nicht nur in der

Meierhofermühle kommt man

gerne mit den Steirerinnen und

Steirern zusammen, auch sonst

ist die Gemeinde recht offen,

sowohl was die gute Gewerbestruktur

betrifft wie auch die

Gastronomie. So hat im vergangenen

Coronajahr Markt

Allhau sogar einen Zuwachs an

Gewerbe zu verzeichnen. Die

Firma G1-Personal-Transporte

GmbH, eine Personalleasingfirma

mit etwa 100 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern,

siedelt gerade neu an. Und die

Firma Partl und Vollmann,

Marktgemeinde Markt Allhau - Buchschachen

7411 Markt Allhau, Gemeindestraße 29

T: 03356/202-0, FAX: DW 85, post@markt-allhau.bgld.gv.at

www.marktallhau.at

20 FEBER 2021

www.prima-magazin.at


Niederlas

7411 Ma

Wolfauer

www.geo

Foto © Olga Seus

MARKT ALLHAU

ORTSREPORTAGE

Foto © Olga Seus

Hermann Pferschy (ÖVP) ist seit 2007 Bürgermeister

von Markt Allhau. Mitte Jänner fand die Eröffnung

des Firmenstandortes von G1-Personal-Transporte

statt. Auch hier weiß man die gute Anbindung

an die A2 besonders zu schätzen

deren Hauptsitz in Leibnitz ist, errichtet

eine Außenstelle im Burgenland. Dazu

kommen traditionsreiche Firmen wie

Holzbau Igler, die gerade ihre Mitarbeiteranzahl

aufstockt, das Bauunternehmen

Ronald Brenner oder das Ziviltechnikbüro

Forcher. Im Vorjahr hat der Tischlereibetrieb

von Mario Hari ein neues Firmengebäude

errichtet. Und weil die Immobilien

und Baugründe gerade hier gefragt sind,

verwundert es nicht, dass Krutzler Immobilien

bereits seit Jahrzehnten vor Ort

den Firmensitz hat. Der sozialökonomische

Verein „vamos“ ist nicht nur regional

eine wertvolle Institution, in der Inklusion

gelebt wird. Er ist aus Markt Allhau gar

Foto © Gemeinde Markt Allhau

In Stein gemeißelt

Die Monumentalkunst von Ulrike Truger

Genau an der Grenze zwischen Buchschachen und Markt

Allhau liegt Trulitsch – und damit das Haus der Steinbildhauerin

Ulrike Truger. Die gebürtige Hartbergerin hat es

nach ihrem Kunststudium nach Salzburg und viele Jahre

nach Wien gezogen, wo sie ihre Kunst in einem Staatsatelier

ausübte. Seit etlichen Jahren nun ist sie wieder in die

burgenländische Heimat ihres Vaters, der aus Kitzladen stammte, gezogen.

Gesellschaftspolitische Themen verarbeitet sie ebenso wie Naturphänomene. So finden sich

in ihrem Oeuvre neben der „Wächterin“, die für Wachsamkeit gegenüber politischen Veränderungen

seit dem Jahr 2000 vor dem Wiener Burgtheater steht, auch Kunstwerke mit

Titeln wie „die Woge“ oder „der Sturm“. Die Hartberger kennen sie durch den „steinernen

Fluss“, der sich durch Hartbergs Fußgängerzone zieht.

Bekannt ist auch der „Omofuma Stein“, der an den 1999 unter Fesseln und Knebeln

während der Abschiebung verstorbenen Nigerianer Marcus Omofuma gemahnt. Er wurde

von Truger zunächst auf eigene Kosten und ohne Zustimmung der Stadt Wien vor der

Staatsoper aufgestellt, bis er schließlich den heutigen Platz im Museumsquartier fand.

So kontrovers wie die Diskussion um den Fall Omofuma selbst, so auch der Umgang mit

dem Gedenkstein: Er changiert zwischen rassistischen und neonazistischen Schändungen

und Beschmierungen bis hin zur Nutzung als Treffpunkt für antirassistische und antifaschistische

Kundgebungen.

Eines der neuesten Werke einer der wenigen weiblichen Steinhauerinnen (und sicherlich der

einzigen in Österreich, die sich an solch monumentale Werke von bis zu sechs Meter Höhe

und mehreren Tonnen Gewicht wagt) trägt den Titel „How dare you“ und ist Greta Thunberg

und ihrer Empörung, die sie in der gleichnamigen Wutrede auf dem UN-Klimagipfel

2019 äußerte, gewidmet. Man kann gespannt sein, wo dieses Kunstwerk, das die für Truger

typischen Meißelspuren trägt, seinen Platz finden wird. www.ulriketruger.at

nicht mehr wegzudenken. Insgesamt hat

die Gemeinde mit ihren etwa 90 Gewerbebetrieben

etwas mehr als 550 Arbeitsplätze

zu bieten.

Zum Wohnen sehr beliebt

Auch als Baugegend ist die Gemeinde

sehr beliebt. So haben private Investoren

in Markt Allhau mehrere Reihenhäuser

und Wohnungen errichtet und die OSG

plant mit Ende des laufenden Jahres

den zweiten Teil des Samo-Centers, ein

modernes Wohn- und Geschäftsgebäude,

fertigzustellen. Auch in Buchschachen ist

ein Wohnprojekt mit zehn Einfamilienhäusern

in Planung. Im Gegensatz zum

gewerblicheren Allhau hat Buchschachen

mit vielen Arkadenhöfen durch eine große

Dorferneuerung in den letzten Jahren seinen

eher dörflichen Charakter behalten.

bitte umblättern >>

Niederlassung Burgenland

7411 Markt Allhau • Wolfauerstr. 101/Top 4

www.geomatrix.at

FEBER 2021

21


Die Volksschule Buchschachen gewann den 1. Preis

beim Literaturwettbewerb der Energie Burgenland

1998 wurde nach dem höchsten Hochwasserstand

in der Gemeinde ein Projekt

geplant, welches den Schutz der Bevölkerung

und der Objekte stark verbessert hat.

Insgesamt sieben Rückstaubecken sind in

den letzten Jahren innerörtlich und ein

großes in Stögersbach, an der Grenze zu

Buchschachen, errichtet und 2020 fertig

gestellt worden. Bürgermeister Hermann

Pferschy berichtet erleichtert, dass man

diese wichtige Maßnahme trotz der Krise

wie geplant zum Abschluss bringen

konnte. Er selbst ist Vollzeitbürgermeister

mit Leib und Seele – und das seit 2007.

Für dieses Jahr jedoch sind auch ihm die

Hände gebunden. Heuer hat coronabedingt

wohl Sparefroh das Sagen.

Foto ©Gemeinde Markt Allhau _ Archiv

ORTSREPORTAGE

kukma – kunstaktiv seit 2005

Vor gut 15 Jahren wurde der „kunst- und

kulturverein markt allhau“, kurz kukma, als

Plattform für autodidakte Künstler*innen

gegründet. Heute hat der Verein 100 Mitglieder

und Freunde, von denen etwa 40

aktiv kunstschaffend sind. Damit ist kukma

die maßgebliche Kunstinitiative vom Südburgenland

bis in die Oststeiermark. Längst sind die Mitglieder nicht rein

aus der Gemeinde, sondern kommen von überall aus dem Umland. Im

Verein vertreten sind Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Kleinkunsthandwerk,

Literatur und Musik. Zu den Vereinsaktivitäten gehören monatliche

Treffen, gemeinsame Ausstellungen, Malkurse und ein gemeinsamer

Ausflug pro Jahr.

Nachdem das zehnjährige Bestehen 2015 mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert

wurde, war Ähnliches im vergangenen Jahr auch für das 15-jährige Jubiläum geplant. Doch

durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen waren Vereinstreffen

nicht und Veranstaltungen nur eingeschränkt möglich. Kurzerhand entschloss sich der

Vorstand unter dem engagierten Obmann Ing. Gerhard Krutzler einen eigenen Katalog

zu gestalten, in dem 35 kukma-Mitglieder in Wort und Bild präsentiert werden. Zu beziehen

ist dieser Katalog über den Verein (Mail an kukma1@gmx.at) gegen einen Unkostenbeitrag

von 9,- € pro Stück. Interessierte können sich auch mit anderen Belangen

zur regionalen Kunst gerne melden. 2021 werden ab März/April mehrere Ausstellungen

im Rathaus von Stadtschlaining abgehalten. Im wechselnden Turnus von sechs bis acht

Wochen präsentieren verschiedene kukma-Künstler*innen ihre Werke.

Foto © zVg

Schick wohnen mitten im

Herzen von Markt Allhau

Im „Samo“-Center

werden weitere Wohnungen

gebaut.

Foto © OSG

Mitten im Zentrum der Gemeinde,

am Standort des ehemaligen

Gasthauses Hagenauer, ist mit

dem „Samo-Center“ ein modernes

Wohn- und Geschäftsgebäude

entstanden.

Im Erdgeschoß betreiben

Eveline und Christian Kuich auf

400 m 2 den attraktiven und gut

sortierten Sparmarkt. In den

Obergeschoßen sind betreubare

Wohnungen für Senioren, Startwohnungen

für junge Menschen

und auch familienfreundliche

Wohnungen entstanden, nicht zu

Wohnen im „Samo“-

Center: Der Supermarkt ist

bequem im Erdgeschoß

Mehr dazu

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03352/404-51!

vergessen die besonders attraktiven

Dachterrassenwohnungen!

Nun wird eifrig weitergeplant!

Bereits im Sommer soll mit dem

Bauteil 2 gestartet werden. Ein

gelungener Mix aus Kleinwohnungen

für Jung und Alt sowie familienfreundlichen

Zweizimmerwohnungen

wird hier entstehen.

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22 FEBER 2021

www.prima-magazin.at


VAMOS

UNTERNEHMENSPORTRAIT

vamos gemeinsam mit regionalen Unternehmen

Für eine chancenreichere Welt

vamos – der Verein zur Integration in Markt Allhau setzt Maßstäbe

und regt zu neuen Sichtweisen an: Wie können wir es

schaffen, Menschen mit Einschränkungen aktiv an der Gesellschaft

teilhaben zu lassen? Das beginnt bei unserer Sichtweise.

Wenn wir diese ändern und Menschen mit Behinderung nicht

ausgrenzen, ist vieles möglich.

Ist Integration eine Leistung, die von einzelnen

Menschen erbracht wird oder ist sie eine

gesellschaftliche Aufgabe? Seit Jahrzehnten

sind Integration und Inklusion in unserem

Wortschatz vorhanden. Aber werden sie

auch gelebt?

Der Verein vamos bemüht sich seit mehr als

dreißig Jahren um die Integration von Menschen,

die aufgrund ihrer Behinderung oder

ihrer persönlichen Problemlagen Schwierigkeiten

haben, am gesellschaftlichen Leben

teilzunehmen.

Blicken wir weiter –

denken wir weiter!

Die Grundbedürfnisse des Lebens sind bei

allen Menschen gleich. In der Integration

greifen hier die unterschiedlichsten Sicherungssysteme

ein. Diese unterstützen, stellen

u.a. Geld zur Verfügung und bedienen

sich verschiedenster Partner wie z.B. des

Vereins vamos.

Was all diesen Systemen in der sozialen

Arbeit gemein ist, ist der Umstand, dass sie

immer auf das Individuum fokussiert sind.

Menschen werden umgeschult, therapiert

und sollten sich den allgemein geltenden

Systemen konform verhalten. Diese Bemühungen

führen in vielen Fällen zum Erfolg,

stellen aber letztendlich nur eine Seite der

Medaille dar.

Was spricht dagegen, dass Menschen, die

von kognitiven, sozialen oder körperlichen

Einschränkungen betroffen sind, am beruflichen

Leben und anderen gesellschaftlichen

Aktivitäten teilnehmen? (Anm.:

Derzeit erfüllen nur 21 % der Unternehmen

die Einstellungspflicht von behinderten

Menschen.)

Angst vor dem Unbekannten, vor möglichen

Problemen und Schwierigkeiten, wirtschaftliche

Überlegungen, Egoismus, die Angst

vor Minderleistungen…

All dies ist nachvollziehbar, aber kein Grund,

nicht die andere Seite der Medaille zu

sehen! Denn es ist nicht schwierig, diesen

Menschen eine Chance zu geben, alle Bemühungen

werden von unterschiedlichen

Institutionen begleitet und unterstützt.

Dadurch werden die Ängste und die Sorge

gemildert oder sogar genommen und auch

die damit verbundenen wirtschaftlichen

Fragen beantwortet. Die Befürchtungen

relativieren sich und werden gelöst.

Es geht uns alle an

Integration und Inklusion sind gleichermaßen

eine gesellschaftliche wie eine

individuelle Aufgabe. Die Gesellschaft ist

genauso entwickelbar wie der Mensch an

sich. Alleine unser Denken und Handeln gibt

die Richtung vor. Leben wir in Zeiten, die

von Angst, Sorge, Egoismus und von dem

Streben nach dem größten individuellen

Nutzen bestimmt sind, entwickelt sich diese

Gesellschaft nach diesen Stimmungen.

Integration und Inklusion werden erst dann

tatsächlich stattfinden, wenn wir als Gesellschaft

in der Lage sind, unsere Schritte in

die Richtung einer Gesellschaft zu lenken,

die Menschen nicht ausgrenzt, die unserer

Vorstellung vom Menschsein nicht entsprechen.

Die nicht davon ausgeht, dass sich

der Mensch rechnen muss und die weniger

Angst vor dem Unbekannten hat. Erst dann

sind wir, um es mit Norbert Elias zu sagen,

zivilisiert. Diese Zivilisation ist erst am Entstehen.

Wenn Sie als Arbeitgeber*in ein paar

Schritte mit uns gemeinsam gehen wollen,

kontaktieren Sie unser Betriebsservice

unter 0664/8350-875 (Andrea Pinkernell).

vamos – Verein zur Integration

7411 Markt Allhau | Gemeindestraße 35

Tel: 03356/7772 | office@vereinvamos.at

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FEBER APRIL 2019 2021

231


ORTSREPORTAGE

MARKT ALLHAU

G1 – Ihr Personalvermittler

und Transportunternehmer

Die Vermittlung von qualifiziertem, erfahrenem

Personal ist eine der Stärken, die hinter dem

Namen G1 steckt. Die zweite Stärke liegt im

Transportwesen. Beide Schwerpunkte haben

das Unternehmen österreichweit als einen zuverlässigen

Dienstleister bekannt gemacht.

Geschäftsführer Rene Diabel

mit seinem Team in Markt

Allhau

Seit Jänner 2021 führt die G1-

Personal-Transporte GmbH einen

Standort in Markt Allhau und

ist Ihr regionaler verlässlicher

Personalvermittler und Transportdienstleister.

Sie suchen eine*n LKW-Fahrer*in,

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Dadurch sparen Sie Zeit

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können Sie kurzfristig

Spitzenzeiten in Ihrem Unternehmen

gut überbrücken, ohne

mit Fixpersonalkosten rechnen

zu müssen. Sie bezahlen nur die

tatsächlich geleisteten Stunden

– ohne Urlaubsgeld und ohne

Krankenstände berücksichtigen

zu müssen. „Unsere Mitarbeiter*innen

sind motiviert, flexibel

und weisen ein hohes Maß an

Erfahrung und Fachwissen auf“,

freut sich Geschäftsführer Rene

Diabel über den neuen Firmenstandort

in Markt Allhau.

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dann schauen Sie zur G1 GmbH.

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24 FEBER 2021

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und professionell am Markt angeboten wird. Viele Immobilienbesitzer versuchen ihr

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potenzielle Käuferschaft dabei nicht angesprochen.

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wurde – aber dass sich noch immer niemand wirklich ernsthaft dafür interessiert.

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APRIL 2019

3


Sehnsucht nach Kultur

Die Pandemie hat im Veranstaltungsbereich hohe Schäden verursacht. Es trifft nicht nur Kulturschaffende

und Zulieferer. Natürlich sind auch die Konsumierende die Leidtragenden

Foto © Laura Weingrill

Seit bald einem Jahr ist es nun ziemlich still in der Kulturbranche. Veranstaltungen

wurden bei Beginn der Pandemie als Erstes abgedreht

und werden auch als Letztes wieder aufgesperrt werden, wissen auch

die Organisatoren und Kulturschaffenden. Auf Machtworte der politischen

Entscheidungsträger wird gewartet. Wie es genau weitergeht,

weiß allerdings niemand. Eva Maria Kamper

Ewald Tatar, Veranstalter des Nova

Rock Festivals

„Ich will endlich wieder

die Sau rauslassen“

Wird es 2021 wieder Konzerte

geben? Diese Frage hört auch

Ewald Tatar, Veranstalter des

burgenländischen Nova Rock

Festivals im Moment immer

wieder, wenn er Interviews

gibt. Auch dem prima! Magazin

gewährt er Einblick in

sein „Kaffeesudlesen“, wie er

es tragisch und lustig zugleich

bezeichnet. „Ich habe vor allem

ein Bauchgefühl, das sagt: Ich

will endlich wieder die Sau

rauslassen“, findet er klare

Worte. „Nicht nur als Veranstalter,

sondern als Konzertbesucher

seit 40 Jahren will ich,

dass es endlich wieder losgeht.

Und ich glaube, so geht es

vielen Menschen.“ Niemand

habe zu Zeiten der Absagen

im Frühjahr 2020 tatsächlich

geahnt, wie lange es dauern

würde. Und es werde auch

noch ein paar Monate Durchhaltevermögen

abverlangen,

befürchtet Tatar, wobei auch er

nicht in die Zukunft blicken

könne. „Aber die Impfung

wird es richten, denke ich. Von

allein oder mit ‚Bachblüten‘

wird so eine Pandemie nicht

verschwinden. Da habe ich

Alfred Masal, Geschäftsführer

OHO, Oberwart:

„Virtuell und analog als

gemeinsame Zukunft?“

Auch das OHO als Veranstalter und

Künstlerwerkstätte befindet sich seit

dem vergangenen Jahr in einer schwierigen

Phase. Man hofft natürlich, dass das stabile Stammpublikum

nach der überstandenen Zeit wiederkommen wird und

auch dass die Künstler*innen mit der Verlagerung künstlerischer

Arbeiten in den virtuellen Raum den Anschluss nicht verpassen.

Die Solidarität in dieser Situation sei jedenfalls spürbar. Die gro-

26 FEBER 2021

Foto © Eva Maria Kamper

ße Herausforderung seien die Planung und eventuelle Verschiebungen

von sämtlichen Events. „Noch so kleine Veranstaltungen

bedürfen einer gewissen Vorlaufzeit.

Ebenso muss Klarheit herrschen, inwiefern etwas analog oder

doch virtuell abgehalten werden kann, da gibt es auch rechtliche

Differenzen“, schildert Geschäftsführer Alfred Masal. Ebenso sei

eine Kunstveranstaltung ohne anschließende Gespräche oder

Konsumation im Barbetrieb mit einem Streamingangebot nicht

vergleichbar, „auch wenn kombinierte virtuelle und analoge

Veranstaltungen nach der Pandemie eine gemeinsame Zukunft

haben werden!“ Auch Masal widmet seine Hoffnung auf Normalität

der COVID19-Impfung.

.

www.prima-magazin.at


Foto © Eva Maria Kamper

KULTUR- & VERANSTALUNGSSZENE

Günter Schütter, Veranstalter:

„Kultur ist systemrelevant“

Günter Schütter ist ein kulturschaffendes

Unikat des Südburgenlandes.

Er ist Organisator kleinerer Festivals

und Kabaretts wie „Herbst.Wort.Lieder“

oder dem „Uhudlertheater“. „Die derzeitige Situation ist verheerend.

Es geht auch um die Wertschöpfungskette und die Akzeptanz

gegenüber der Arbeit im Kulturgewerbe. Da läuft schon gewaltig

was schief“, eröffnet er seinen klaren Standpunkt. Natürlich könne

man niemandem einen Vorwurf machen, da keiner eine Pandemie

in diesem Ausmaß erahnen konnte und ein Künstlerdasein natürlich

auch ein Risiko birgt. „Aber das Krisenmanagement war als

PR der Regierung nicht akzeptabel“, zeichnet der Organisator ein

düsteres Bild. Er sei demnach vergeblich regional und auch bundesweit

damit beschäftigt, politische Diskussionen anzuzetteln, um

Lösungsansätze für die Kulturbranche herauszuarbeiten. Dabei

gehe es ihm klar um das Bewusstsein, dass jeder kleine Beitrag für

die Gesellschaft, auch aus der Kunst, ebenso „systemrelevant“ sei:

„Auch die Berufsgruppe der Kulturschaffenden muss ordentlich

sozial abgesichert und versorgt werden. Das öffentliche Bild über

die Kulturbranche muss überdacht werden. Manche Künstler*innen

geben letztendlich auf. Wenn es keine Kunst und Kultur mehr

gibt, enden wir alle in einer Systemdepression!“ Die corona-tauglichen

Anpassungen und Umbauten von Kulturbetrieben seien auch

nur ein allzu hoher Kostenfaktor gewesen. In der Großstadt habe

er zwar best-practise Beispiele erlebt, wie man trotz Corona ein

Kulturerlebnis schaffen kann. „Aber wenn ich am Land eine kleine

Veranstaltung plane und dann dennoch nur mit 40 Prozent Besucherauslastung

starten darf, da kann ich meine Kosten niemals

kompensieren, da kann ich es gleich sein lassen.“ Auch für Schütter

mündet der große Lösungsansatz in der breiten Impfung der Menschen:

„Auf ständige Tests bei allen kleinen Veranstaltungen ist

doch kein Besucher neugierig. Außerdem sind Veranstalter*innen

keine Gesundheitsbehörden, da ist nur die Impfung eine Lösung!“

mich schon längst als klarer

Impfbefürworter geoutet. Und

nicht, weil ich bloß Festivals

veranstalten will, sondern weil

ich möchte, dass Corona besiegt

wird und keine Menschen

mehr daran sterben müssen!“

Impfung bevorzugt

Das Nova Rock Festival, der

burgenländische Fixpunkt am

Festivalhimmel, hängt seit vergangenem

Frühjahr nach der

kapitalen Absage aller Massenveranstaltungen

genauso

in der Luft wie alle anderen

Konzerte und Festivals. Sitzplatzveranstaltungen

oder

virtuelle Online-Alternativen

waren in dieser Dimension nie

ein adäquater Ersatz. Für Juni

2021 ist man großer Hoffnung,

allerdings hänge dieses Projekt

sehr mit der Durchimpfungsrate

in der Bevölkerung zusammen

und zwar unabhängig

von Berufsstand und Alter der

Festivalbesucher. Der Impfplan

der Regierung orientiere sich

nach derzeitigem Stand aber

sehr wohl nach diesen Prioritäten.

Die generelle Impfbereitschaft

der Bevölkerung ist

de facto auch (noch) nicht von

einer allheilbringenden Euphorie

geprägt. „Dabei hat es

IM FOKUS

jeder in der Hand, wie schnell

wir unser normales Leben wieder

zurück bekommen“, mahnt

auch Ewald Tatar, wobei er

damit keine Impfpflicht auf

Konzerten meinen möchte.

Man habe bereits ein Konzept

angedacht, wonach geimpfte

Besucherinnen und Besucher

in einer Art „Fast Lane“ einen

rascheren Zutritt zu den Festivals

erhalten. Menschen, die

zuerst Testergebnisse vorzuweisen

haben, würden sehr viel

mehr Zeit einplanen müssen.

Entscheidungen im März

Tatar stünde auch in regem

Kontakt mit der Regierung,

um über die Planung von Veranstaltungen

zu diskutieren.

„In den nächsten Monaten

wird viel passieren. Wir haben

politische Entscheidungsträger

wissen lassen, dass wir

spätestens Anfang März eine

klare Ansage brauchen, ob

ein Festival in der Größe des

Nova Rock stattfinden kann.

Ansonsten geht es sich mit

der Organisation nicht mehr

aus!“ An der zuweilen kargen

Kommunikation seitens der

Regierung hat man schon zu

Zeiten der zwingenden Absage

im Frühjahr 2020 gelitten.

„Wochenlang hieß es weder

ja oder nein, ob man Konzerte

veranstalten darf. Das war

schon chaotisch. Als dann das

Verbot kam, haben wir schnell

reagiert und quasi das gesamte

Festival mit den meisten Beteiligten

ins Jahr 2021 verschoben!“

Wie er sich die Reintegration

der Menschen auf

den Konzertgeländen vorstellt,

wenn Abstandhalten passé

ist? „Die kurze ‚Sommerpause‘

vom Virus war schon ein Indiz

dafür, dass es schneller gehen

wird, als wir glauben oder befürchten

und die Menschen zu

ihrem gewohnten Verhalten

zurückfinden!“

Das Interview mit Ewald Tatar

nachzuhören im prima! Podcast

Schriftsteller und

Regisseur

Peter Wagner:

„Unbefriedigender Zustand,

aber dankbar

für die Erfahrung“

Künstler Peter Wagner hat

die Zeit des Stillstands

durchaus produktiv genutzt.

Zwei Filme hat er fertiggestellt,

einen neuen produziert

und eine Theateraufführung

inszeniert. Zuletzt

arbeitete er gemeinsam

mit einer Schülergruppe an

einem Livestream.

„Viele Künstler*innen hat es

brutal getroffen, auch wenn

die Hilfen vom Bund unbürokratisch

waren. Es ist natürlich

ein unbefriedigender

Zustand und dennoch bin ich

über die Erfahrung dankbar.

Es ist natürlich fraglich,

ob neue Spielformen im

virtuellen Bereich wirklich die

Kommunikationswege der

Zukunft sind. Die physische

Kommunion von ausübenden

Künstlerinnen und Künstlern

und zuschauendem Publikum

wird sich nicht auflösen, wir

werden uns auch weiterhin

als soziales Gefüge brauchen.

Trotzdem gehen wir in ein

neues Zeitalter und sollten erkennen,

dass sich tatsächlich

vieles im Umbruch befindet

– so dramatisch all die Kontaktbeschränkungen

auch

erscheinen. Diese Pandemie

kann auch als existenzieller

Hinweis verstanden werden,

als moralischer Vektor, unser

Leben gründlicher zu denken.

Besser, man erkennt die

Zeichen, das wird uns auch

bei der Klimakrise abverlangt

werden.

Foto © Christian Ringbauer

FEBER 2021

27


IM FOKUS BODYSHAMING

Foto © shutterstock_Juliette

Der Körper

als Makel?

Es ist eine traurige Tatsache, dass Menschen einander schon immer wegen ihres Aussehens

kommentiert, beurteilt und beleidigt haben. Im 21. Jahrhundert hat dieser Umstand einen neuen

Namen: „Bodyshaming“. Schon der Anblick von den überpräsenten Bildern von Schönheitsidealen

in der Medienwelt reicht bei manchen aus, um sich in ihrem eigenen Körper schlecht zu

fühlen. Und die Betroffenen werden immer jünger. Eva Maria Kamper

„Iss mehr Knödel!“ „Nur

Hunde spielen mit Knochen!“

Alexandra aus der Oststeiermark

war 12 Jahre alt, als die

Kommentare ihrer Mitschülerinnen

und Mitschüler in

einer gewaltigen Magersucht

gipfelten. Schon jahrelang

davor hat sie zu hören bekom-

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men, dass ihr Körper nicht in

Ordnung sei, so wie er ist, da er

so zierlich war. „Das Ganze hat

sich dann so im Kopf festgesetzt,

dass ich ein Problem mit

dem Essen bekommen habe“,

schildert die heute 18-Jährige.

Das ständige kritische Befassen

mit dem Aussehen des eigenen

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Körpers hatte ihre Wahrnehmung

komplett beeinträchtigt.

Und die zwanghafte Aufforderung,

„mehr zu essen“,

das Gegenteil hervorgerufen.

Sie aß gar nichts mehr und

wurde danach sieben Monate

in einer stationären Klinik

mittels Magensonde ernährt

und psychologisch betreut.

Heute möchte sie aufrütteln:

„Sämtliche Kommentare über

das Aussehen tragen nichts zur

Konversation bei. Ich brauche

mein Gegenüber auf nichts an

seinem Körper aufmerksam

machen, das er nicht innerhalb

von fünf Minuten ändern

kann!“

Bei Bodyshaming spiele aber

nicht nur Mobbing eine Rolle.

Auch die Medien tragen ihren

Teil dazu bei.

Hauptbetätigungsfeld

Social Media

Kinder- und Jugendpsychiater

Dr. Friedrich Thomas Mosler

aus Oberwart weiß: „Die Betroffenen

werden immer jünger.

Gerade verstärkt im Volksschulalter

entwickeln die Kids

ein falsches Körperverständnis,

da sie aufgrund der überpräsenten

Nutzung von Smartphone

und Social Media den Bildern

von ‚Schönheitsidealen‘ und

‚Influencern‘ ausgesetzt sind.

Und immer öfter werden dann

die eigenen Körpermaße mit

den scheinbar makellosen

‚Vorbildern‘ verglichen und

tragen zu einem verminderten

Selbstwertgefühl bei.“ Social

Media ist eines der Hauptbetätigungsfelder.

„Dabei

wird auf diesen Kanälen ein

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Fotos © Eva Maria Kamper

BODYSHAMING

IM FOKUS

Als Jugendliche war Alexandra magersüchtig. Kommentare über das Aussehen soll

man unterlassen, ist ihr Appell. Dr. Friedrich Thomas Mosler aus Oberwart warnt

vor den Idealen, die in den Social Media Plattformen vermittelt werden

völlig verfälschtes Körperbild

vermittelt, dem man nicht

gerecht werden kann, das sind

produzierte Bilder und Videos

ohne Wirklichkeit“, mahnt

der Experte und schildert

weiter: „Ganz junge Kinder

und Jugendliche fühlen sich

oft aufgrund ihres Aussehens

minderwertig. Dann kann

es passieren, dass achtjährige

Mädchen die gewohnte

Kleidung nicht mehr anziehen

wollen, da ihre Oberschenkel

darin ‚dick‘ aussehen!“

Bewusstseinsarbeit und

Vorbildwirkung

„Ganz wichtig ist hier eine

Bewusstseinsarbeit in den

Familien und vor allem in den

Schulen, wie in der Werbebranche

gearbeitet wird! Auch

wenn sich die Bestrebungen

in der Modewelt dahingehend

verändert haben, vermehrt eine

durchschnittliche Darstellung

von Körperformen zu zeigen,

wird dieser Risikofaktor natürlich

niemals verschwinden“,

erinnert Mosler. „Wichtig ist

auch, dass sich Eltern ihrer

Vorbildwirkung bewusst sind.

Wenn sie selbst mit dem

Körper ständig unzufrieden

sind, wird diese Haltung auch

auf die Kinder übertragen.

Und natürlich haben in diesem

jungen Alter die Meinungen

und Kommentare der anderen

Kinder im Umfeld sehr viel Gewicht.

Daher sind Kampagnen

in Schulen sehr wichtig, um

Mobbing entgegenzuwirken.“

Wichtig sei natürlich, hinzuschauen,

wenn man sich tatsächlich

Sorgen um jemanden

macht, räumt Alexandra als

Magersucht-Patientin ein.

„Offensichtliche gesundheitliche

Probleme sollten mit

betroffenen Personen schon in

Ruhe und Diskretion angesprochen

werden. Das ist kein

Mobbing. Und wenn man

bemerkt, dass jemand anderen

Menschen mit Mobbing

das Leben schwer macht,

sagt etwas!“ Auch sollten alle

Bodyshaming

Bodyshaming bedeutet, eine

andere Person aufgrund

ihres Körpers abzuwerten,

also übergriffige und gemeine

Kommentare über Größe,

Gewicht und Aussehen einer

Person zu machen.

Mädchen sind davon im Internet

wesentlich häufiger betroffen

als Burschen. (Quelle:

Jugendreferat Steiermark)

Instagram-Konten gemeldet

werden, die zum Beispiel mit

Magersucht-verherrlichenden

Inhalten präsent sind (Anm.

#proana)“, ist es Alexandra

eine Herzensangelegenheit.

Die junge Generation steht

vor ganz großen Herausforderungen.

Das Letzte, womit sie

sich aufhalten sollte, sind optische,

äußerliche Maßstäbe.

Die Geschichte von Alexandra

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wird per Mail zugeschickt.

www.bg-oberwart.at

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Schulfilm

FEBER 2021

Umsetzung: SuxxessSolution GmbH

29


WERBUNG

Tief verwurzelt

in der Region

ADEG Meisterfrost in Pinkafeld

Foto © Meisterfrost

ADEG Meisterfrost versteht sich als Nahversorger

für die Bewohner*innen der Region und

steht für persönliche Beratung und besten

Kundenservice.

Neu im Sortiment bei ADEG Meisterfrost in Pinkafeld: Mini-Eisknödel

In der Region verwurzelt zu sein,

bedeutet für einen ADEG Kaufmann

gezielt mit Unternehmen

aus der Region zusammenzuarbeiten.

Im Regionalregal und

auch in der Feinkost sowie in der

Gemüse-, Obstabteilung werden

ständig neue Produkte aus dem

Burgenland und der angrenzenden

Steiermark präsentiert. Der

Markt führt immerhin mehr als

500 regionale Produkte von mehr

als 70 regionalen Lieferanten.

Der größte regionale Zulieferer

ist allerdings der Eigentümer

Meisterfrost selbst.

Breites Tiefkühlsortiment

Eine überaus exklusive Besonderheit

des ADEG Meisterfrost

Marktes bietet das wohl größte

Tiefkühlsortiment in der Umgebung.

Die Produktpalette der

Meisterfrost-Artikel reicht von

süßen Desserts über österrei-

chische Hausmannskost hin zu

BIO-Produkten, veganen und

vegetarischen Speisen.

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30 FEBER 2021

www.prima-magazin.at


Baumfreunde Oberwart

Ohne Bäume kein Leben – die Serie zur Bewusstseinsbildung für mehr Baumschutz

* Die Baumfreunde Oberwart ist eine überparteiliche und unabhängige private Initiative engagierter Oberwarter*innen | baumfreunde@gmx.at

Baumschnitt mit Maß und Ziel ...

Da mit jedem Tag die Sonnenscheindauer zunimmt, lässt auch die

Gartensaison nicht mehr lange auf sich warten. Gartenbesitzer wissen,

die Hauptschnittzeit der Bäume steht bald an. Da Schnittführungen

je nach Baumart und Alter grundverschieden sind, behandle

ich im heutigen Text NUR Laubbäume der Reife- und Altersphase;

keine Obstbaum-, Gestaltungs- oder Jungbaum Schnittmaßnahmen!!

Sowohl im öffentlichen als auch privaten Bereich ist immer häufiger

die sogenannte Kappung zu beobachten. Dabei wird die Krone radikal

zurückgeschnitten. Übrig bleibt der Stamm mit wenig starken Seitenverzweigungen.

Bei der Kappung handelt es sich um KEINE Pflegemaßnahme!

Sie sollte nur im äußersten Notfall einer Fällung vorgezogen

werden. Bevor zur Motorsäge gegriffen wird, lohnt sich ein Blick

um und auf den Wurzelbereich. Da Bäume ihren Standort nicht ändern

können, müssen sie im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl an Immissionen

ertragen. Insbesondere Straßenbäume haben kein leichtes Dasein.

Bodenverdichtung durch Straßenverkehr und Baustellen, Schadstoffeinträge

durch Reifengummiabrieb und Unrat, Stammverletzungen

durch Mäharbeiten oder Anfahrschäden sind nur einige Gefährdungen,

denen sie ausgesetzt sind. Schnittmaßnahmen sind manchmal unumgänglich,

jedoch sollten sie nur mit Bedacht und aus absoluter Notwendigkeit

getätigt werden. Kenntnis zur Schnittführung sowie des geeigneten

Zeitpunktes sind unumgänglich, um den Schaden am Baum

Gastkommentar

Ina Gangoly

so gering wie möglich zu halten. Wird wie bei der Kappung die Krone zu

stark zurückgeschnitten, fehlt dem Baum Blattmasse zur Assimilation.

Auch Mensch und Tier wird dadurch wichtiger Lebens- bzw. Schattenraum

genommen. Kontaktieren Sie bei Unsicherheit einen Fachmann!

Denn jede Arbeitsstunde ist günstiger als einen neuen Baum zu pflanzen

und 30 Jahre lang darauf zu warten, dass dieser seine Dienste leistet.

Durch das Abschneiden eines Astes fällt die natürliche Schutzhülle,

die Borke. Je jünger ein Baum, desto schnittverträglicher ist dieser. Bei

alten Bäumen (>20 Jahre) sollte nur mehr Totholz entfernt werden.

Denn Baumwunden verheilen nie, sie werden im Laufe der Wachstumsphase

abgeschottet, also überwachsen. Jede Wunde am Baum stellt

ein Infektionsrisiko dar. Die nach dem Schnitt austreibenden Äste sind

zahlreich, sehr lang mit meist größeren Blättern. Der Baum versucht

so, die verlorene Blattmasse wieder herzustellen. Diese Äste sind durch

die fehlende Stabilität akut Wind- und Schneebruch-gefährdet. Der

Baum stellt nach der Kappung meist eine größere Gefahr für die Umgebung

dar als vorher. Dieser hatte Jahrzehnte Zeit, sich an Standort

und Umweltbedingungen anzupassen. Der Austrieb nach der Kappung

ist ein stiller Hilferuf. Die endgültigen Schäden von Kappungen kann

man erst in 5, 10 oder 20 Jahren abschätzen. Fakt ist, dass damit der

Sterbeprozess des Baumes eingeleitet wurde.

Nachlese Tipp: www.gartenjournal.net/baeume-schneiden

Sie finden alle

Gastkommentare der

Baumfreunde auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: Baumfreunde

In der Wintersaison 2019/20

wurde die Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee

vom

Internationalen Skiareatest

mit dem „Internationalen

Skiarea-Pistengütesiegel

in Doppelgold“ und der Beschneiungstrophy

in Gold

ausgezeichnet.

Doppelgold für die Schischaukel

Mönichkirchen-Mariensee

Das Erlebnis- u. Wohlfühlskigebiet am

Wechsel lädt mit 13,5km bestens präparierten

Pisten in allen Schwierigkeitsstufen

zum Wohlfühl-Skifahren ein.

Beim Photopoint in der Nähe der Bergstation

der Panoramabahn können Sie unvergessliche

Augenblicke einfangen. Spaß und

Abwechslung bietet die Skimovie-Strecke

auf der FIS-Piste in Mariensee. Jeder kann

hier zum Star in seinem eigenen Rennvideo

werden. Das Photo vom Photopoint und

das Rennvideo kann man kostenlos unter

www.skiline.cc downloaden und gleich mit

Freunden teilen, da bei jeder Liftstation

freies W-Lan zur Verfügung steht. Die extra

breit ausgebaute Bundestraße und 246

zusätzliche Parkplätze in Mönichkirchen

erleichtern den Start ins Skivergnügen.

Betriebszeiten: ab 1. Februar täglich

9.00 bis 16.30 Uhr

Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee GmbH

A-2872 Mönichkirchen 358,

T: 02649/209 06 | office@schischaukel.net

www.schischaukel.net

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Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee GmbH

FEBER 2021

31


Wer sich frühmorgens auf den Weg macht, um den Gipfel des Wechsels zu erklimmen, wird mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt

Faszination „Wexl“

Der Tanz mit dem Sonnenaufgang

Es ist kurios: Der Wechsel ist im Südburgenland und der Oststeiermark tagtäglich präsent und

doch wird ihm meist kaum Beachtung geschenkt. Dabei würde es oft schon reichen, einfach den

Kopf zu heben und den Blick über den Horizont schweifen zu lassen. Als einer der östlichsten

Gebirgszüge der Alpen erscheint er aus der Ferne wie eine sanfte Erhebung und doch findet

man sich im Gipfelbereich auf 1.743 Meter in alpinem Gelände wieder, in dem Wettergewalten

wie Kaltfronten, plötzlicher Wetterumschwung, Sturmböen und dichter

LOGBUCHEINTRAG

„Tour de Wexl“

von

MMag. Berthold Benedek

Jänner 2021

Nebel ihr Unwesen treiben. Zu jeder Jahreszeit, aus jeder Himmelsrichtung,

egal ob zu Fuß, per Rad oder per Ski – der Wechsel ist unglaublich weitläufig

und facettenreich. Der Südburgenländer Berthold Benedek, leidenschaftlicher

Sportler, Wechselkenner und prima! Leser gewährte uns einen Einblick in eine

seiner zahlreichen Sonnenaufgangstouren. Text & Fotos: MMag. Berthold Benedek

19:00 Uhr

Rucksack packen,

Ausrüstung vorbereiten, Skier

auffellen, Müsli fürs Frühstück

ansetzen – CHECK! Vorbereitung

ist die halbe Miete – vor

allem, weil ich in den frühen

Morgenstunden doch ziemlich

„ferngesteuert“ im Haus

herumirre. Ziel für morgen:

Sonnenaufgang auf dem Hochwechsel.

Jahrzehntelang habe ich

unseren „Hausberg“ nahezu ignoriert,

bis mir ein begnadeter

Bergkamerad im vorigen Früh-

32 FEBER 2021

www.prima-magazin.at


Fotos © Berthold Benedek

Das Naturschauspiel im Gipfelbereich begeistert und fasziniert immer wieder aufs Neue – auch wenn oder gerade weil es dort selten windstill ist

jahr die Faszination Wechsel

nähergebracht hat – mit dem

Mountainbike. Seither war ich

bestimmt an die zwanzig Mal

per Rad, zu Fuß oder mit den

Tourenskiern oben. Egal wie

– zumeist bereits zum Sonnenaufgang.

Denn das Gute liegt

so nah!

19:30 Uhr

Finale Abstimmung mit

meinem Tourenpartner, der

durch seine frühmorgendlichen

Rennradausfahrten im vergangenen

Sommer meine Liebe zu

Sonnenaufgängen geweckt hat.

Bei der ersten Ausfahrt war

ich noch skeptisch und musste

mich überreden lassen, doch

einmal von der Faszination gepackt,

kommt man kaum mehr

davon los. Wir sind mittlerweile

ein eingespieltes Team. Was

uns verbindet? Das Gespür für

magische Momente.

20:00 Uhr

Ich bringe unsere Kinder ins

Bett und verschlafe „zufällig“

mit ihnen. Ob ich schon vom

Hochwechsel träume? Nein,

ganz so weit ist es noch nicht,

aber ich begebe mich jedenfalls

mit einer riesengroßen Portion

Vorfreude ins Land der Träume.

Sonnenaufgänge haben

durchaus Suchtpotenzial und

der Blick vom Wechsel über

das Südburgenland ist einfach

magisch!

04:30 Uhr

Der Wecker läutet. Eigentlich

überflüssig – meine innere Uhr

hat ohnehin bereits angeschlagen.

Ich könnte nicht behaupten,

dass mir das Aufstehen um

diese Uhrzeit leichtfällt, aber

die Gewissheit, dass es sich

lohnt, hilft enorm. Ab sofort

läuft mein Routineprogramm

ab: Teewasser aufkochen, letzter

Wettercheck, zwei Mal Tee

aufgießen – einen zum gleich

Trinken, einen fürs Auto, Zähneputzen,

Anziehen, 10 Minuten

auf der Blackroll ausrollen

und aktivieren, Tee trinken,

Müsli trinken. Moment: Müsli

trinken? Ja, damit ich es in der

Früh leichter runterbekomme,

lass ich es durch den Mixer

laufen. Man muss sich eben zu

helfen wissen!

05:15 Uhr

Ski, Tourenschuhe und Rucksack

ins Auto – los geht’s

Richtung Wechsel. Wieder

einmal haben wir eine neue

Route ausgetüftelt und es gilt

noch zahlreiche weitere zu erkunden.

Meine Frau und unsere

beiden Kinder befinden sich zu

der Zeit noch im Tiefschlaf. Ich

bin ihnen unendlich dankbar für

dieses unbezahlbare Stück Freiheit,

das sie mir in den frühen

Morgenstunden schenken. Um

10.00 Uhr werde ich wieder zu

Hause sein und ich freue mich

schon auf einen gemeinsamen

Ausflug zum Bauernmarkt.

06:00 Uhr

Am Ausgangspunkt der

Tour angekommen, rein in

die Tourenschuhe, Rucksack

schultern, Ski anschnallen –

jeder Handgriff sitzt und schon

wenige Minuten später ziehen

wir unsere Spuren in die unberührte

Winterlandschaft. Es

ist eigentlich noch stockfinster,

doch der Schnee reflektiert und

verstärkt das Mondlicht so sehr,

dass die Stirnlampe wie so oft

überflüssig ist und ausgeschalten

bleibt.

07.30 Uhr

Wir befinden uns kurz vor dem

Gipfel. Der Himmel hat längst

zu „brennen“ begonnen, in

zehn Minuten geht die Sonne

auf. Punktlandung. Wieder einmal

alles richtig gemacht!

Die Handykamera zücke ich

mittlerweile nur mehr selten.

Nicht weil die Faszination

nachgelassen hat, sondern weil

man das Gesamterlebnis unmöglich

festhalten kann. Das

Gefühl, nach einer lohnenden

Tour am Gipfel zu stehen, dem

kalten Wind ausgesetzt zu

sein und das Kitzeln der ersten

Sonnenstrahlen im Gesicht zu

spüren, muss man einfach selbst

erlebt haben.

Ein Foto für meine Freunde

unter der Nebeldecke wird’s

dann doch: #nixversäumt :-)

FEBER 2021

33


Foto © LEXI

REPORTAGE XXX

Liebe, Sex & Co.

Silvia Messenlehner,

Klinische Sexologin und

Sexualtherapeutin

Jeder leidet still vor sich hin.

Oftmals kommt es auch bei

einem der Partner zum Seitensprung.

Der letzte Rest an

Vertrauen wird zerstört, wenn es

rauskommt. Möchten Sie etwas

ändern? Hier einige Anleitungen,

wie Sie Lösungen gestalten.

1. Schritt: Überlegen Sie, was

Sie wollen und wie Sie sich Ihre

Beziehung vorstellen. Beantworten

Sie für sich die Frage:

Will ich diese Beziehung noch?

2. Schritt: Wenn Sie an der

Beziehung arbeiten wollen und

sich FÜR sie entscheiden, dann

führen Sie ein klares Gespräch

(siehe dazu Kolumne in der

Jänner Ausgabe 2021). Wenn

Sie nicht weiterkommen, wenn

die Schuldzuweisungen oder

Verletzungen zu groß sind, holen

Sie sich professionelle Hilfe.

Das Ziel ist, dass Sie nach dem

Gespräch wieder die Chance

haben, aufeinander zuzugehen.

3. Wenn alles ausgesprochen

ist: Jetzt geht es darum, dass

Sie wieder Vertrauen und Nähe

zueinander aufbauen. Dazu ist

Ehrlichkeit notwendig. Das

setzt voraus, dass jeder Türen

schließt, die außerhalb der Beziehung

geöffnet wurden.

• Verzeihen und Vertrauen sind

die Voraussetzungen, dass das

Neue funktionieren kann.

• Führen Sie wöchentlich zu

einem festgelegten Zeitpunkt

ein Gespräch, um die nächsten

34 FEBER 2021

Sehr oft kommen

Paare in meine Praxis,

die aus den unterschiedlichsten

Gründen

nebeneinander

herleben und Nähe,

Körperlichkeit und Sex

vermissen. Eine Mauer

hat sich aufgebaut.

Miteinander aneinander vorbeileben

Schritte festzulegen.

• Gleichen Sie Ihre Erwartungen

und Bedürfnisse ab und

schließen Sie Kompromisse

• Überlegen Sie gemeinsam, was

Sie am Beginn Ihrer Beziehung

an Aktivitäten verbunden hat

und greifen Sie sie wieder auf.

• Erinnern Sie sich, wie Sie sich

kennengelernt haben. Her mit

alten Fotos!

• Achten Sie darauf, dass Sie

auch außerhalb der Beziehung

Ihren Hobbys und Freundschaften

nachkommen.

• Warten Sie noch mit dem

Sex! Kommen Sie sich erst einmal

körperlich langsam näher:

ansehen, berühren, gemeinsam

duschen oder baden, gegenseitig

abtrocknen – tun Sie es bewusst

und nicht mit Gedanken, dass

es ein Vorspiel ist. Wenn Sie

beide so weit sind, passiert der

Sex von selbst.

• Verwöhnen Sie einander

durch eine Massage, gemeinsam

kochen,...

• Reden Sie über Sex. Was

finden Sie schön? Wo sind Ihre

erogenen Zonen?

• Schlafen Sie in Löffelchenstellung

gemeinsam ein und

genießen Sie die Nähe.

Denken Sie dran: Sich nach

einer Krise wieder zu öffnen,

erfordert Zeit und Geduld. Und

wenn Sie Hilfe brauchen – es

gibt Experten, die Sie begleiten.

www.silviamessenlehner.at

Lesen Sie über

die Wichtigkeit von

Ballaststoffen auf

www.prima-magazin.at

Rubrik: So geht vegan

Gesunder

Genuss

Minestrone – vegan,

eiweißreich, ballaststoffreich,

schnelle

Zubereitung

Zutaten

• Rapsöl nativ

• 1 Knoblauchzehe

• 2 kleine Zwiebeln

• 2 Lorbeerblätter

• 3 Karotten

• 2 Stangensellerie

• 2 große Handvoll Grünkohl

• Gemüsebrühe

• 1 Dose ganze Tomaten

(400 g)

• 2 Dosen Bohnen

(à 400 g, z.B. weiße Bohnen

oder Wachtelbohnen)

• 150 g Dinkel- oder

Vollkornteigwaren

• 150 g Erbsen

• Kräuter nach Belieben

• 200 g Räuchertofu (optional)

Zubereitung

1. Den Knoblauch und die

Zwiebeln schälen, fein hacken

und mit den Lorbeerblättern in

Foto © Milisits

Foto © Karin Weingrill

Karin Weingrill MA

Expertin für vegane Ernährung

www.enjoi.at

einem Topf mit etwas Rapsöl

andünsten.

2. Die geschälten Karotten mit

den Selleriestangen in 1 cm dicke

Scheiben schneiden und in

den Topf geben. Das Gemüse

zusammen mit den zerkleinerten

Kohlstielen rösten, bis alles

leicht karamellisiert ist.

3. Gemüsebrühe einrühren, die

Dosentomaten hinzugeben und

mit dem Kochlöffel die Tomaten

zerkleinern. Danach eine

Dose Wasser hinzufügen.

4. Die Bohnen in den Topf

geben und alles würzen.

5. Den in Streifen geschnittenen

Kohl und die Teigwaren

zur Suppe geben und mit 600

ml Wasser aufgießen. Alles so

lange kochen, bis die Nudeln

gar sind. Falls notwendig immer

wieder ein wenig Wasser

hinzugeben.

6. Zum Schluss die Erbsen und

evtl. den in Würfel geschnittenen

Räuchertofu unterrühren,

die Suppe nach Belieben

würzen, in Schüsseln geben, mit

frischen Kräutern bestreuen und

genießen. Enjoi!

www.prima-magazin.at


MEHR

„KOHLE “ AM

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Wir

BAU?

suchen

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Handwerker!

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Die Josef Fuchs GmbH

Seit mehr als 27 Jahren ist unser Familienbetrieb

der steirische Experte rund um Kernbohrungen,

Diamantsägearbeiten, sowie Tiefen- und

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derzeit über 70 Mitarbeitern setzen wir regionale

bis internationale Projekte mit unserem

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(Baustellenerfahrung bevorzugt: zum Beispiel als

Maurer/in, Zimmerer/Zimmerin, Maler/in, Fliesenleger/in

usw. im Hoch- oder Tiefbaugewerbe).

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unsere Spezial-Geräte

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Penzendorf 237, A-8230 Greinbach

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Auszeichnung des

Landes Steiermark


Wir lassen Ihre Wände

wieder atmen!

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Malerei Herbsthofer

Als erster klimaneutraler Malerbetrieb in Europa sind wir mit

der Philosophie der Atmenden Wände ® Branchenvorreiter.

Als nachhaltiges Unternehmen haben wir uns über die Grenzen

der Region hinaus zum dynamischen Leitbetrieb entwickelt

und wurden als Betrieb mit sozialer Verantwortung, sowie für die

Arbeit mit nachhaltigen Produkten international ausgezeichnet. Ökologische

Farben und Putze für ein gesundes Raumklima und hochwertige Fassadengestaltung

sind die Grundlage unserer erfolgreichen Betriebsausrichtung.

Was wir von Dir erwarten

• Abgeschlossene Malerlehre

• Lernbereitschaft: Wir haben den Ehrgeiz, uns ständig weiter zu entwicklen

• Ehrlichkeit: Was wir denken, sprechen wir aus und stehen dazu.

• Eigenverantwortung: Jeder von uns ist Markenbotschafter der

Atmenden Wände ® und für seine Arbeit und seinen Erfolg verantwortlich.

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unbedenklichen, natürlichen und ungiftigen Werkstoffen.

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