08.02.2021 Aufrufe

gesund Bremen 02

Den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer öfter in die Tat umgesetzt werden. In dieser Ausgabe widmet sich gesund Bremen dem Thema Augen. Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa.

Den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer öfter in die Tat umgesetzt werden. In dieser Ausgabe widmet sich gesund Bremen dem Thema Augen. Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa.

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gesund

Bremen

FIT // SCHÖN // LEBENDIG

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neue Jahr starten

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Besser sehen, besser

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Das Gesundheitsmagazin für Bremen und umzu

02

1


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gesund EDITORIAL 3

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer

öfter in die Tat umgesetzt werden.

Wenn Sie diese neue Ausgabe gesund Bremen in den Händen halten,

warten Sie vielleicht gleichzeitig in einer Praxis darauf, dass die Sprechstundenhilfe

Sie aufruft und Sie endlich dran kommen. Sie werden

dann nicht weiter lesen, aber in Ihrer nächsten Apotheke finden Sie das

Magazin zum kostenlosen Mitnehmen oder virtuell unter www.gesund-

Bremen.de und können das Lesen in einem weiteren genussvollen Augenblick

entspannt fortsetzen.

Schwerpunktmäßig haben wir uns dem Thema Augen gewidmet und

möchten Sie darüber, umfangreicher als Sie es sonst finden, informieren.

Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu

stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten

Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept

und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des

Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa. Endlich werden

sie alle Zeit der Welt haben, die vielen lesenswerten Seiten in diesem

Magazin zu entdecken.

Viel Lesevergnügen! Bleiben Sie gesund!

Susanne Lolk

Impressum

Herausgeberin und Chefredakteurin

Susanne Lolk I T 0421 25 75 747

Weserstr. 65A I 28757 Bremen

Online

gesund-bremen.de

facebook.com/gesund-bremen.de/

Redaktionelle Mitarbeiter

Anja E. Brinckmann

Karla Götz

Susanne Lolk

Stefan Stolz

Peter Strotmann

Konstantin Zigmann

Layout /Art Direction

Konstantin Zigmann

PR- und Anzeigenberatung

Susanne Lolk

T 0421 2575747

lolk@gesund-bremen.de

Ausgabe 03

Anfang April 2021

Anzeigenschluss: 15. März 2021

Erscheinungsweise

4 x im Jahr

Druck

Berlin Druck

Auflage

10.000 Exemplare

Vertrieb

Lesezirkel Leserkreis Daheim,

Haferwende 29/a1, 28357 Bremen

Erhältlich und zu lesen

gesund Bremen finden Sie zum Mitnehmen

in über 60 Apotheken und an ausgewählten

Plätzen in Bremen, zusätzlich an

1420 Auslegestellen zum Lesen in Arztpraxen,

bei Friseuren, in der Gastronomie, in

Vereinen und Institutionen.

Titelbild

Foto: Soup Studio

3


gesund KOLUMNE

Dr. Lars Pohlmeier ist Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt

und betreibt mit zwei weiteren Ärzten eine Gemeinschaftspraxis

in Bremen-Brinkum. Zur Zeit beteiligt er sich an der Biontech

Studie des neuen Corona Impfstoffs.

ABENTEUER PRAXIS

„Impfungen zu entwickeln das kann doch gar nicht sicher sein?“

Diese Frage von Patientinnen und Patienten kann ich bestens verstehen.

Hinter den Kulissen schaut das aber ganz anders aus. Interessant: Bei großen

globalen Studien zur Entwicklung neuer Medikamente werden in der Regel

20-25.000 Patientinnen und Patienten untersucht, um darüber zu entscheiden,

ob ein Medikament die Hoffnung auf eine Verbesserung der Therapie auch

tatsächlich erfüllt. Hier wird immer auch weiter auf mögliche Nebenwirkung geprüft,

obwohl dies in Voruntersuchungen der Phasen I und II dann schon sehr

intensiv erfolgt ist.

Langzeit-Nebenwirkungen kann man eben immer erst nach langer Zeit feststellen.

Tatsächlich gibt es in der Medizin-Geschichte immer mal wieder Überraschungen,

wenn Medikamente bereits über Jahrzehnte gegeben wurden, dann

aber plötzlich vom Markt genommen werden müssen. Diese Rest-Unsicherheit

bleibt immer, sie gilt aber als sehr klein.

Aktuell haben die Pharmafirmen zeigen müssen, dass sie in sehr kurzer Zeit

einen Impfstoff entwickeln können, darunter auch deutsche Hersteller. In der

Phase-III-Studie von BioNTech werden über 40.000 Patienten über 2 Jahre

untersucht. Das sind sehr viele Gesundheitsdaten, die so zur Verfügung stehen.

Daneben sind zeitraubende bürokratische Hürden vereinfacht worden, indem

beispielsweise Fristen verkürzt wurden. Die Beteiligten sind quasi 7 Tage die

Woche im Einsatz gewesen. Das bedeutet effektives Arbeiten ohne Kompromisse

in Sachen Sicherheit. Die Firmen wissen auch, dass im Falle von Manipulationen

hohe Schadensersatz-Forderungen drohen. Daran hat niemand Interesse.

Insgesamt haben Impfungen dazu beigetragen, dass wir heute viel länger leben

dürfen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Sie werden unter strengen Sicherheitsbedingungen

entwickelt und es ist wichtig, daß die Zulassungsuntersuchungen

in der EU und gerade auch in Deutschland durchgeführt werden. Hier

ist die Kontrolle streng und die Standards sind sehr hoch. Das kommt am Ende

allen zugute.

4


gesund INHALT 5

06

12

26

30

34

36

40

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APOTHEKEN

Engel Apotheke

Horner Apotheke

AUGEN

Augenvoruntersuchung

Grauer Star / Monofokallinsen

Praxisvorstellung Augenärzte

Schöne Augen

Augentraining / Generation Screen

KLINIKEN

Augenklinik Universum

Paracelsus Schmerztherapie

Krankenkasse Digital

IMPFUNG

Angst bei Kindern ernst nehmen

Covid-Impfung ohne Wartezeiten

BARRIEREFREI

Immobilien und Bäder

BEWEGUNG

Verein Vorwärts

Fit mit der Fitalistin

ERNÄHRUNG

Findorffmarkt

Biostadt Bremen

Reformhaus Ratjen

REWE Nutri-Score

Rezept Küche 13

UNTERHALTUNG

Buchbesprechung

Horoskop

Cartoon

Ama Diem

02


gesund HISTORIE

Trinken

ENGEL

Lebertran?

von Peter Strotmann

Ostertorsteinweg Blick in Richtung Altstadt, Ansichtskarte um 1905

Auf der rechten Schaufensterscheibe steht geschrieben: Engel-Apotheke

Dr. C. V. Stroever, Quelle: Staatsarchiv Bremen

von Peter Strotmann

6


Besonders markant ist auch heute noch der Eckeingang mit dem Jugendstil-Portal, Quelle: Peter Strotmann, 2016

Die Geschichte der „Engel-Apotheke“ ist auf den ersten Blick recht unspektakulär.

Sie beginnt 1849, als Wilhelm Heinrich Lahusen sen. (1811 bis 1889) die

Apotheke am Ostertorsteinweg 31/33 eröffnete. Es ist der gleiche Standort den

heute das Engel WeinCafé inne hat. Aber es war seinerzeit ein verhältnismäßig

bescheidenes zwei-stöckiges Gebäude. Wobei es seinerzeit Vorschrift war, dass

der Apotheker mit seiner Familie im Haus wohnen musste, um rund um die Uhr

erreichbar zu sein.

Dreiunddreißig Jahre wurde die

Apotheke vom Gründer geleitet.

1882 übernahm sein Sohn, der

Apotheker Wilhelm Heinrich

Lahusen jun. (1856-1928) die

„Engel-Apotheke“. Nach 14 Jahren

im Jahr 1896 übergab er die

Apotheke an Dr. phil. Carl Valentin

Stroever. Dieser, nicht unvermögend,

ließ 1902 einen ansprechenden

Neubau errichten.

1918 verkaufte Stroever die

„Engel-Apotheke“ an Bruno Julius Arnold Molle. Die

Familie Molle war Besitzer bis 1965. Nach erneutem

Besitzerwechsel schloss die Apotheke Mitte der

1980er. Anschließend machte das Café Engel auf,

Die ehemalige Engel-Apotheke,heute: Engel

WeinCafé, Quelle: Peter Strotmann 2016

heute (2020): Engel WeinCafé oder

auch kurz Engel genannt.

Das ist die Geschichte der Apotheke in

Kürze. Wäre da nicht eine besondere

Klausel, die beispielsweise im Vertrag

zwischen Stroever und Molle enthalten

ist. Das lässt darauf schließen, dass

Wilhelm Heinrich Lahusen jun. noch

pharmazeutisch tätig war, obwohl er

bereits vor 22 Jahren die Apotheke

verkauft hatte. Molle, als neuer Besitzer,

darf das von Lahusen hergestellte

Jod-Eisen-Lebertran-Präparat weder herstellen noch

an Wiederverkäufer abgeben. Alle eingehenden Bestellungen

sind an Lahusen abzugeben.

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gesund HISTORIE

Auf den Rückseiten der Werbekarten prieß der Apotheker Wilh. Lahusen „Lahusen‘s Jod-

Eisen-Lebertran“ für vielerlei Krankheiten an. Quelle: Sammlung Bätjer/Schwachhausen-Archiv

Die grundsätzliche Einstellung der Apotheker der Engel-Apotheke lässt

sich auch an ihrem lateinischen Wahlspruch erkennen, der an der rechten

Seite des Gebäudes angebracht ist:

MORBI NON ELOQUENTIA

SED REMEDIIS CURANTUR.

Übersetzt: Krankheiten heilt man nicht durch Beredsamkeit, sondern mit

Heilmitteln. Das sagt nicht nur etwas über den Standpunkt der Schulmedizin

aus, sondern möchte alternative, bis hin zu „göttlichen“ Heilungen

ausschließen. Es scheint das wirtschaftliche Interesse der Apotheke im

Vordergrund zu stehen. Und da beginnt die Geschichte spannend zu

werden!

„Lahusen‘s Jod-Eisen-Lebertran“

Als Wilhelm Heinrich Lahusen jun. die Apotheke 1882 von seinem Vater

übernahm, bekam er wertvolle Besitztümer. Denn eine Apotheken-

Konzession soll seinerzeit mehr als 100.000 Goldmark wert gewesen

sein. Eine Apotheke war also eine Lizenz zum Geld-Verdienen. Außerdem

bekam er die Rezeptur für das „Lahusen‘ s Jod-Eisen-Lebertran“ in die

Hand. Unverzüglich ließ er die Marke „Jodella“ patentamtlich schützen

und intensivierte die Vermarktung. Er bediente sich dabei der seinerzeit

üblichen Wege. Beliebt waren Reklamemarken, mit denen man aber im

Unterschied zu Post-Briefmarken keine Briefen und Paketen frei machen

konnte. Aber man verwendete diese Marken zum Verschließen oder auch

einfach nur zur Verzierung von Briefen. So wurde jede Postsache zur

Werbung. Auch Werbekarten, meist als Quartette, wurden herausgegeben.

Auf der Rückseite jeder Karte war Platz für eine ausführliche Produktwerbung.

Weiterhin wurden Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften

geschaltet.

Reklame- oder Ereignismarken für „Jodella“,

die Post-Briefmarken ähnelten., Quelle:

privater Leihgeber/Schwachhausen-Archiv

Der Autor berichtet:

„Lebertran – schon wenn ich das Wort höre, läuft es mir heiß und kalt

den Rücken runter. Meine Mutter war der Meinung, dass wir Kinder nur

groß und stark werden würden, wenn sie uns täglich einen Löffel Lebertran

einflöße. Das ging nur mit unsäglichem Widerwillen und bei meiner

Schwester mit viel Gebrüll. Meine Mutter sagte nur:„Schnabel auf! Oder

will‘ste krumme Dackelbeine haben?“ Diesen penetranten Lebertran-

8


Ganz links: Villa Lahusen Osterdeich 70 an der Straßenecke zur Lüneburgerstraße,

Ansichtskarte 1917, Quelle: Schwachhausen-Archiv

Geschmack kann man nicht vergessen. Ab Ende der 1950er gab es dann

Lebertran-Kapseln. Das war eine Erlösung.“

Lebertran ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das aus der Leber von

Fischen, meist von Dorschen (Kabeljau), gewonnen wird. Es enthält von

Natur aus eine Vielzahl von Inhaltsstoffen. Bekannt ist er für einen hohen

Gehalt an Omega-3 Fettsäuren. Ferner enthält Lebertran von Natur aus

Vitamin A (u.a. wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute), Vitamin D

(u.a. verbesserte Calciumaufnahme im Körper und damit für ein stabiles

Skelett) und außerdem noch Jod und Phosphor.

„Lahusen‘s Jod-Eisen-Lebertran“ sollte den einfachen

Lebertran noch wertvoller und vor allem schmackhafter

machen. Dazu gab er dem Dorsch (Kabeljau)-Leberöl

noch 0.2% Eisenjodür hinzu. Dieses Eisenjodür entsteht

bei der Einwirkung von Jod und Wasser auf

Eisenfeilspäne. Damit sich Eisenjodür nicht zu schnell

zersetzt, wird Zucker zugesetzt.

Wilhelm Heinrich Lahusen jun. war mit dem Verkauf

der Apotheke und dem Verkauf von „Jodella“ offensichtlich

ein reicher Mann geworden. 1895 ließ er sich

an der Osterdeich 70/Ecke Lüneburger Straße durch

den Architekten Fritz Dunkel eine freistehende Villa

errichten.

Reklame- oder Ereignismarken für „Jodella“,

die Post-Briefmarken ähnelten. Quelle:

privater Leihgeber/Schwachhausen-Archiv

Ostertorsteinweg 31/33

28203 Bremen

Obwohl er sich 1904 im Haus noch ein Laboratorium

einrichtete, stellte er fest, dass das Haus nicht für

Wohnzwecke und der Herstellung von „Lahusen‘s

Jod-Eisen-Lebertran“ geeignet war. Deshalb verkaufte

er das Haus bereits 1910 und zog zur Straßburger Straße.

An der Straßburger Straße 24 hatte er sein Wohnhaus,

an der Straßburger Straße 81 seinen pharmazeutischen

Betrieb.

Wilhelm Heinrich Lahusen jun. starb 1928 in seinem

Wohnhaus. Damit scheint auch die Geschichte von

„Jodella“ zum Ende gekommen zu sein.

UNSERE BESTELLKARTE

engelweincafe-bremen.de

BESTELLHOTLINE

T. 0421 - 69 64 23 90

AUßERHAUS ZEITEN

Montag bis Freitag

12.00 - 15.00 Uhr

Donnerstag & Samstag

19.30 - 21.00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren kleinen und großen Hunger!

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gesund PORTRAIT

Apotheker Sebastian Köhler im Medikamentenlager der Horner Apotheke

HORNER

Text: Karla Götz

Fotos: Cosima Hanebeck

19.000 Packungen

voll im Griff

Apotheke

Wer sie betritt, die Apotheke an der Horner Heerstraße

35, findet sich in einem Halbrund mit fünf Ansprechpartnerinnen

wider. Freundliche Beratungsgespräche

erzeugen eine angenehme Atmosphäre,

die Kundinnen und Kunden zu schätzen wissen. Ein

älterer Herr zeigt einen Coupon für FFP2-Masken,

gestempelt mit dem Bundesadler. „Die sind Gold

wert“, scherzt die Mitarbeiterin, und er lacht. Fühlt

sich wohl.

Warum es in der Horner Apotheke im Lestra-Gebäude

so entspannt zugeht, kann der Inhaber, Apotheker

Sebastian Köhler, anschaulich erklären. Er bittet in die

hinteren Räume. „Beratung wird für uns immer großgeschrieben,

wir sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle,

und das ist ein unschätzbarer Wert“, sagt der

42-Jährige. Wie aber gewinnen seine Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen diese Zeit? Sebastian Köhler führt zu

einem Schrank in elegantem dunkelgrauem Design.

Durch eine Glastür sieht man ihn jetzt, den Mitarbeiter

10


mit den Greifarmen. Robotik in der Apotheke. Und

das geht so: Über die Eingabe an der Kasse löst die

pharmazeutische Angestellte eine Bestellung aus, und

der Automat flitzt los. Hoch und runter im Regal, wo

er punktgenau die Packung findet, die er vorher nach

Größe einsortiert hat. So hat die qualifizierte Mitarbeiterin

Zeit für ein freundliches und beratendes Gespräch.

Eben weil sie nicht nach hinten verschwinden

und altmodisch Schubladen aufziehen muss. 19.000

Packungen werden hier gemanagt. „Kommissionierautomat“,

so Sebastian Köhler, sei der Fachterminus

für das Gerät, das der Apotheker nicht mehr missen

möchte. Zischt der kleine Roboter durch die Hochregale,

erreicht er eine Wucht von drei Tonnen.

Also: Vorsicht!

Auf dem Weg zum Hightech-Unternehmen

Beim Rundgang stellt sich heraus: Die Horner Apotheke,

die der Vater des jetzigen Inhabers, Rainer

Köhler, vor 45 Jahren gegründet hat, ist im Laufe der

Jahre ein Hightech-Unternehmen geworden. 22 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. 20

Computerarbeitsplätze gibt es im Backoffice. Und alles

geht schnell. „Fünfmal am Tag bekommen wir internetbasierte

Lieferungen von Großhändlern in Oldenburg,

Walle und Hannover“, sagt Sebastian Köhler.

„Im Schnitt dauert es zweieinhalb Stunden, bis wir ein

Präparat beschafft haben.“

Apotheke in zweiter Generation

Ein bisschen so, wie man es von altmeisterlichen Gemälden

kennt, geht es in einem Raum zu, der „Rezeptur“

genannt wird. Hier werden Salben und Tinkturen

angerührt, Augentropfen angemischt und Dosierungen

für Kinder angepasst. Aber auch im Labor ist

digitale Unterstützung angesagt. Ob die Zusammensetzung

genau stimmt, prüfen das Nahinfrarotspektrometer

und vollautomatische Rührsysteme. „Wir

mussten das früher noch mühselig von Hand machen“,

sagt Sebastian Köhler. Er hat nach dem Pharmaziestudium

in Freiburg seine Frau Ariane, ebenfalls

Individuelle Medikamente aus dem Apotheken Labor

approbierte Apothekerin, „in den Norden entführt“,

wie er schmunzelnd sagt. Das Paar hat inzwischen

vier Kinder von sechs bis zwölf Jahren und die Horner

Apotheke 2009 in zweiter Generation übernommen.

Zukunft: Arzneimittelmanager und Aufpasser

„Es läuft so viel bereits elektronisch und digital, es

gibt unheimlich viel zu tun, langweilig wird mir nicht“,

sagt Köhler. Die Zukunft sieht er in der papierlosen

Apotheke und in einer sich weiter verändernden Berufsauffassung.

„Wir sind weiter auf dem Weg in

Richtung Arzneimittelmanager und fungieren auch

als Lotse und Aufpasser.“ Wie das? Der Apotheker sei

derjenige, der am besten prüfen könne, ob Rezepte,

ausgestellt von verschiedenen Fachärzten, zusammenpassen,

sagt er. Fundierte Beratung war und wird

immer am wichtigsten sein. So beschicke die Horner

Apotheke nicht nur Kunden, sondern ebenso Pflegeheime

per Boten mit den nötigen Medikamenten. „Wir

schulen auch Pflegekräfte“, sagt er.

Was Trend ist und wie sich die Aufgaben in der pharmazeutischen

Versorgung verändern, weiß Sebastian

Köhler aus erster Hand. Er ist im Vorstand der Apothekerkammer

Bremen. Sofort hat er Zahlen parat.

„Deutschlandweit gibt es 19.000 Betriebsstätten, die

im Schnitt 4.300 Einwohner betreuen, 160.000 Fachleute

insgesamt“, rechnet er vor. „Ich habe unbestritten

einen tollen Beruf“, schwärmt der sympathische

Mann. Wenn eine Kundin oder ein Kunde in den Laden

kommt und sagt: „Vielen Dank, mir geht es wieder

gut“, dann ist Sebastian Köhler richtig glücklich.

Horner Apotheke

Horner Heerstraße 35

28359 Bremen

T 0421 2036610

Kostenlose Servicehotline:

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hornerapotheke.de

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THEMA: AUGEN

gesund

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A N D I E A U G E N G E S U N D H E I T D E N K E N

Mehr als 1,3 Milliarden Menschen auf der ganzen

Welt leiden laut Weltgesundheitsorganisation WHO

an einer Sehschwäche, wobei 80 Prozent dieser

Fälle bei frühzeitiger Erkennung behandelbar wären.

Eine neue Untersuchung zeigt: Auch in Deutschland

wird der Vorsorge zur Gesundheit der Augen nicht

genügend Bedeutung beigemessen.

Nur 37 Prozent gehen regelmäßig zur Augenuntersuchung.

So glauben der Umfrage von Johnson & Johnson

Vision zufolge zwar drei Viertel der deutschen

Erwachsenen, dass Augenuntersuchungen für ihre

allgemeine Gesundheit wichtig seien. 63 Prozent sind

der Ansicht, dass eine gesunde Sehkraft entscheidend

für ihr Glück und Wohlbefinden sei, 71 Prozent erklärten,

dass ein gesundes Sehvermögen ihre Lebens-

Grafik: djd/Johnson & Johnson Vision AMO Germany GmbH

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M_12_2017_Anzeigen_Original.qxp_om 07.11.17 09:21 Seite 20

D A S B E S T E F Ü R I H R E A U G E N

BRAND & SILLER

AUGENOPTIK

Weniger als 37 Prozent der deutschen Erwachsenen lassen ihre Augen

mindestens einmal im Jahr untersuchen.

Foto: djd/Johnson & Johnson/Getty Images/Huntstock

qualität verbessere. Trotzdem gehen nur weniger als

vier von zehn Befragten (37 Prozent) jedes Jahr zur

Augenuntersuchung. Die Mehrheit (61 Prozent) gab

zudem an, zu wissen, dass eine solche Kontrolle helfen

könne, erste Anzeichen von chronischen Krankheiten

zu diagnostizieren. Allerdings war auch fast ein

Drittel von dieser Erkenntnis überrascht. Vier von zehn

der Umfrageteilnehmer waren sich zudem nicht bewusst,

dass es einen Zusammenhang zwischen ihrer

Augengesundheit und diversen Erkrankungen gibt.

Noch weniger wussten, dass Augenuntersuchungen

dazu beitragen können, auch medizinische Probleme

wie Bluthochdruck, Diabetes, hohen Cholesterinspiegel

oder Krebs zu erkennen.

Vorsorgeuntersuchung kann viel bewirken

Doch aus welchen Gründen werden die jährlichen

Augen-Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrgenommen?

Am häufigsten schoben die Befragten die Arzttermine

auf, weil sich ihre Sehkraft nicht verändert

hatte (41 Prozent). Als weiterer Grund wurde ein voller

Terminkalender oder die Covid-19-Pandemie genannt.

Überraschend: Mit 42 Prozent glaubt weniger als die

Hälfte der Befragten, dass sie eine Verschlechterung

ihres Sehvermögens verhindern können. Für sie erscheint

der Sehkraftverlust als ein Teil des Alterungsprozesses,

über den sie keine Kontrolle haben. Dabei

kann bereits eine einzige Augenuntersuchung der

Startpunkt für die Vorbeugung und eine eventuelle

Behandlung von lebensverändernden Augenproblemen

sein. Die Umfrage ist Teil der Kampagne „Priorität

für Ihre Augen“, die im Februar 2020 von Johnson

& Johnson Vision ins Leben gerufen wurde. Ziel der

Aktion ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der

Augengesundheit zu schärfen und jeden zu ermutigen,

sich jährlich einer Augenuntersuchung zu unterziehen.

(did)

Zeit für Sie

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wohltuender Atmosphäre Ihre individuelle

Brille. Freuen Sie sich auf eine

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THEMA: AUGEN

gesund

GRAUER STAR

Mehr Sicherheit beim Autofahren: Mit der neuen Monofokallinse

können Patienten in die Ferne gut sehen, aber auch das Ablesen

von Tachometer und Navi ist kein Problem mehr. Foto: djd/TECNIS

Symfony IOL/mauritius images/Alamy/Bombaert Patrick

Freie Sicht nach Kataraktoperationen

Im Leben zählt jede Sekunde. Auch für unsere Augen.

Wenige Augenblicke genügen, um uns ein Bild

von unserer Umgebung zu machen. Gutes Sehen ist

daher im Alltag unerlässlich - privat wie beruflich.

Doch die Sehkraft lässt mit dem Alter nach und immer

häufiger wird die Diagnose „Grauer Star“ gestellt.

Diagnose Grauer Star

Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist ein natürlicher

Alterungsprozess und befällt früher oder später

fast jeden Menschen über 60. Durch die schleichend

fortschreitende Linsentrübung lässt die Sehkraft immer

mehr nach, das Sehen wirkt unscharf, grau und

verschleiert. Zudem werden die einfallenden Lichtstrahlen

durch die Katarakt gestreut, was eine verstärkte

Lichtempfindlichkeit zur Folge hat. Unbehandelt

kann die Augenerkrankung zur Erblindung führen.

Die einzige Behandlungsoption ist das Einsetzen von

Kunstlinsen, sogenannten Intraokularlinsen (IOL).

Linsenmodelle mit verschiedenen Sehoptionen

Heute zählt die Staroperation zu den häufigsten Operationen

überhaupt, sie erfolgt ambulant und dauert

nur wenige Minuten. Das Auge wird örtlich betäubt,

die getrübte Linse wird entfernt und durch eine künstliche

ersetzt. Vor jeder Operation ist ein Gespräch mit

dem behandelnden Augenarzt beziehungsweise mit

dem Augenchirurgen wichtig, denn die ausgewählte

Linse muss zum Patienten und dessen individuellen

Lebensstil passen. Man sollte beachten: Linse ist nicht

gleich Linse. Verschiedene Linsenmodelle können verschiedene

Sehoptionen bieten.

Besser sehen mit Monofokallinse

Die am häufigsten eingesetzte Linse bei Kataraktoperationen

ist die sogenannte Monofokallinse, die bisher

jedoch einen Nachteil hatte. „Bislang mussten Katarakt-Patienten

bei der Wahl einer monofokalen Linse

Abstriche in Kauf nehmen. Sie konnten eine korrigierte

Sicht für die Ferne haben, aber für Aktivitäten im Nahund

Zwischenbereich, zum Beispiel für die Arbeit am

Computer oder den Blick auf den Tachometer im Auto,

benötigten sie eine Brille“, erklärt Professor Dr. Oliver

Findl, Vorstand der Augenabteilung im Hanusch Krankenhaus

Wien. Inzwischen gibt es jedoch die nächste

Generation monofokaler Linsen wie die Tecnis Eyhance

IOL von Johnson & Johnson. Diese bietet Betroffenen

bei Tag und bei Nacht in der Ferne und zusätzlich

bis in den mittleren Sehbereich eine hohe Sehqualität.

„Mit dieser innovativen Linse erhält der Patient ein

hochwertiges Sehvermögen im intermediären Bereich

und in der Ferne. Dies bedeutet eine wesentliche

Verbesserung im täglichen Leben von Patienten“, bestätigt

auch Professor Findl. Ob diese Linse eine passende

Option ist, sollte mit dem Augenarzt besprochen

werden. (djd)

14


THEMA: AUGEN

gesund

Auf

Auch nach dem operativen Ersatz der

getrübten Linse sollten die Augen gut

geschützt werden - besonders vor

aggressiver UV-Strahlung.

Foto: djd/A. Schweizer

UV-Spezialgläser zum Schutz der Netzhaut

Sicher den neuen Sehkomfort erreichen

Gerade nach einer Katarakt-OP sinnvoll, die Augen gut

zu schützen und zu unterstützen. Denn gerade aggressive

UV-Strahlung kann die Netzhaut schädigen

und zu weiteren Augenschäden führen. Hier ist eine

Brille mit vollständigem UV-Schutz gefragt – wie bei

den medi-lens Spezialbrillengläsern Cataract-Comfort

von Schweizer Optik. Zusätzlich bewirken die Gläser

mit ihrer abgestimmten Kombination von Glasveredelungen

eine Verstärkung der Kontraste und reduzieren

auch die unangenehme Blendung. Das verbessert

nicht nur die Sehleistung, sondern ist auch deutlich

komfortabler für die vorgeschädigten Augen.

eine gute Beleuchtung achten

Um in jeder Situation gewappnet zu sein, gibt es die

Spezialgläser in Ausführungen für den Innen- und

Außenbereich, mehr Informationen finden sich unter

www.medi-lens.de. Bei Indoor-Tätigkeiten ist im

Übrigen vor allem auch eine gute Beleuchtung entscheidend.

Hier können spezielle LowVision-Leuchten

nicht nur für gleichmäßige Helligkeit sorgen, sondern

auch das Kontrastsehen verbessern. Sie werden in

verschiedenen Lichtfarben angeboten, mit denen sich

die Beleuchtung an die individuellen Bedürfnisse anpassen

lässt. (djd)

Dr. Rüdiger Büsing

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THEMA: AUGEN

gesund

„Erleuchtung“

schenken

Ob Haushaltsarbeiten, Kreuzworträtsel, Buch oder Puzzle: Dank einer

hellen, blendfreien Ausleuchtung in der passenden Lichtfarbe geht alles

auch mit Sehbehinderung wieder leichter. Foto: djd/A. Schweizer

Gutes Licht ist

Gold wert

Bei Hilfsmitteln für Menschen mit Sehbehinderung

denkt man zuerst an Brillen, Lupen oder Lesegeräte.

Eine ganz einfache und effektive Unterstützungsmöglichkeit

wird oft übersehen: die richtige Beleuchtung.

Sie kann die zum Lesen benötigte Vergrößerung

um das bis zu Vierfache reduzieren. Das merken

schon Normalsichtige ab dem mittleren Alter, wenn

die Lesebrille bei hellem Tageslicht im Etui bleiben

kann. Für Menschen mit Augenerkrankungen und

Sehbehinderungen ist das richtige Licht noch wichtiger

und kann die Lebensqualität deutlich verbessern.

Hell, blendfrei, flexibel

Denn für Betroffene kommt es nicht nur auf Helligkeit

an, auch gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung und

zielgenaue Einstellung sind wichtig für die optimale

Nutzung der verbliebenen Sehkraft. Diese Anforderungen

können spezielle LowVision-Leuchten erfüllen,

etwa aus der Serie Multilight Pro von Schweizer

Optik. Sie bringen das passende Licht an die gewünschte

Stelle – ob als Stehlampe neben dem Sofa,

als Tischleuchte oder mit Klemmfuß für den variablen

Einsatz. Mit ihren flächig angeordneten LEDs können

Haushaltsarbeiten, Bücher, Zeitschriften, Bastelarbeiten

oder Puzzles homogen und flackerfrei ausgeleuchtet

werden, dank der vielfältigen Verstellbarkeit

in fast jeder gewünschten Position. Als „erleuchtendes“

Geschenk – Bezugsquellen gibt es unter www.

schweizer-optik.de – können LowVision-Leuchten

langanhaltende Freunde bereiten.

Licht in der „Lieblingsfarbe“

Eine weiterer Bonus für schwache Augen: Die Leuchten

sind in drei verschiedenen Lichtfarben erhältlich:

Warmweiß, Neutralweiß und Kaltweiß, alternativ mit

allen drei Farben zum Umstellen. Das ist wichtig, weil

bei verschiedenen Augenproblemen unterschiedliche

Lichtfarben optimal sind. Während Patienten mit Makuladegeneration

oft kaltes, bläuliches Licht bevorzugen,

weil dieses heller wirkt, kommen Menschen mit

Trübungen von Hornhaut oder Linse meist mit wärmerem,

gelblichem Licht besser klar, da es weniger

blendet. Durch die Kombination von Helligkeit, Gleichmäßigkeit

und der passenden Lichtfarbe werden dann

viele Tätigkeiten wieder möglich oder erleichtert. (djd)

.

16


THEMA: AUGEN

gesund

ZEISS VISIONEN

Perfekte Messtechnik

perfekte Gläser

Innovationen haben es dem Optiker Christoph Meyer

angetan. Deshalb hat er sich einen starken Partner

gesucht. Christoph Meyer ist Geschäftsführer des

ZEISS Vision Center in Bremen. Eine repräsentative

Niederlassung von insgesamt 14 in Deutschland.

Alle Gläser, die der Optiker in Brillen der verschiedensten

Designer einbaut, sind von der weltberühmten

Firma. Das gleichnamige Geschäft am Schüsselkorb

26/27 überrascht Eintretende durch eine futuristische

Optik. „Aber das Wichtigste für uns“, so Christoph

Meyer, „ist das Screening.“ Eine mehrstufige ZEISS

Seh-Analyse geht einer Brillenanfertigung voraus.

„Wir sind exklusiv in dem, was wir tun“, sagt der Experte

mit Überzeugung.

„Ich entdecke bei den Untersuchungen manchmal

Ergebnisse, mit denen ich Kundinnen und Kunden

dringend zum Augenarzt schicken muss.“ Auch das ist

eine Besonderheit des Centers am Schüsselkorb: Die

genaue Überprüfung und die enge Kooperation mit

Fachärzten.

Angesichts einer Riesenauswahl

an Brillengestellen kommt die

Frage auf, welche Marke seine

Bremer Kundschaft bevorzugt?

„Ganz klar, Silhouette“, sagt Christoph

Meyer. Die leichteste Brille

der Welt ist immerhin mit der

Nasa ins All geflogen. Im ZEISS

Vision Center gibt es keinen

Stillstand. Immer wieder werden

neue Geräte geliefert. Sein Kooperationspartner

ist in diesem

Christoph Meyer

Herbst für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert.

Auch das freut Christoph Meyer.

Futuristisch: Das Zeiss Vision Center am Schüsselkorb

ZEISS Vision Center Bremen

Schüsselkorb 26/27

28195 Bremen

T 0421 27 74 56 35

bremen@vision-center.com

17


gesund PRAXISEMPFEHLUNG

EIN NEUES

TEAM FÜR IHRE

AUGEN

von Karla Götz

Fotos: K. Zigmann

Das nette Praxisteam (von links): Martina Voigtmann, Nanette Wulsten, Freya Speike, Dr. Christoph Krüger, Dr. Wiebke Schwarz.

Augenarztpraxis in der Knochenhauerstraße

mit breitem Leistungsspektrum

Eine große Bremer Augenarztpraxis betreibt seit diesem Herbst einen weiteren Standort

mit zwei Fachärzten in der Knochenhauerstraße 18/19: Bisher ist die überörtliche

Praxis Dres. Bodanowitz, Kusserow-Napp und Ertel im Ärztehaus „An der Weide“ und

in der Bürgermeister-Spitta-Allee („Augenärzte am Sendesaal“) vertreten.

18


Dr. Wiebke Schwarz untersucht eine Patientin an der Spaltlampe.

Am neuen Standort in der Bremer Innenstadt übernimmt

das Ehepaar Dr. Wiebke Schwarz und Dr. Christoph

Krüger die ärztliche Leitung. Nach dem Medizinstudium

in Göttingen und zahlreichen Erfahrungen

in Kliniken und Praxen, zuletzt in Hamburg, haben sie

sich nun für eine Tätigkeit im Herzen Bremens entschieden.

„Wir bieten an unserem Standort das volle

Programm einer nicht-operativen Augenarztpraxis

an“, sagt Dr. Christoph Krüger. „Wenn spezielle Fragestellungen

geklärt werden müssen oder eine operative

Behandlung ansteht, haben wir natürlich einen kurzen

Draht zur Hauptpraxis mit OP-Zentrum direkt neben

dem Sendesaal im Radio-Bremen-Viertel.“

Routineuntersuchungen bei Problemen mit der Brille,

Vorsorge wegen des Grünen Stars, Bindehautent-

Mit dem hochmodernen OCT, einem unscheinbaren Kasten, sind

genaue Schnittbilder der Netzhaut möglich.

Das Kopf-Ophthalmoskop ermöglicht kabellose genaue Augenuntersuchungen.

„Das ist nützlich, wenn Patienten zum Beispiel im Rollstuhl

sitzen“, sagt Dr. Krüger.

zündungen, Netzhautkontrollen bei Diabetes und die

Betreuung rund um operative Eingriffe gehören zu

den Leistungen. Aber auch der Sehtest zum Erwerb

des Führerscheins und eine Untersuchung für Menschen,

die vorrangig am Bildschirm arbeiten, seien

weitere häufige Gründe für einen Praxisbesuch. Die

Praxis ist mit modernster Technik ausgestattet. Mit

der Optischen Kohärenztomografie (OCT) lässt sich

ein Schnittbild von Netzhaut und Sehnerv darstellen.

„Das ist wichtig, um Feinheiten zu erkennen, die mit

konventionellen Untersuchungsmethoden gar nicht

sichtbar sind, zum Beispiel eine Gewebeschwellung

bei einer Erkrankung der Makula“, sagt der 42-jährige

Mediziner.

Dem gesamten Team – Ärzten und Medizinischen

Fachangestellten – ist das Zeitmanagement sehr

wichtig. „Kurze Wartezeiten sind heute ein wichtiges

Qualitätsmerkmal“, unterstreicht Dr. Wiebke Schwarz.

Und ihr Mann fügt hinzu: „Wir tun alles, damit fachliche

Kompetenz und menschliche Zuwendung durch

eine moderne Praxisorganisation ergänzt werden.“

Regelmäßige Fortbildungen sind für die beiden Augenärzte

eine Selbstverständlichkeit. „Nur so können

wir unseren Patienten eine Betreuung anbieten, die

immer auf dem neuesten Stand ist.“

Das Ehepaar lebt mit der zweijährigen Tochter ganz

in der Nähe der Praxis. „Bremen ist gemütlich“, sagt

der gebürtige Hamburger Dr. Christoph Krüger. „Und

die wichtigsten Ziele kann man leicht mit dem Fahrrad

erreichen.“

Dr. Wiebke Schwarz und Dr. Christoph Krüger

- Angestellte Fachärzte -

Augenarztpraxis Bodanowitz, Kusserow-Napp,

Ertel (ÜBAG, Partnerschaft)

Knochenhauerstraße 18/19

T 0421 323210

bremer-augenarzt.de

Die Hauptpraxis mit OP-Zentrum neben dem „Sendesaal“ im Radio-

Bremen-Viertel

19


gesund CORONA Mehr sagen als mit tausend Worten

SCHAU MIR IN

DIE AUGEN...

von Konstantin Zigmann

Begegnen wir jemandem, schauen wir zuerst in sein Gesicht, danach auf seine Hände,

um einzuschätzen, ob er uns gefährlich werden kann. Das alles erfolgt im Bruchteil

einer Sekunde und ist völlig unbewusst. Daraus resultiert die Reaktion: Lächeln oder

nicht, Interesse oder Ablehnung, Aggression oder entspanntes aufeinander Zugehen.

Gewöhnt an diese nonverbale Kommunikation, die in

Mimik und im Zusammenspiel mit den Augen dem

Gegenüber signalisiert in welcher Stimmung man ist,

beschränkt sich die Hauptlast der Kommunikation in

Zeiten von Corona auf die Augen. Sie müssen unser

Lächeln, unser Erstaunen oder unseren Ärger ausdrücken.

Positiv: Für den Gang an die Öffentlichkeit

reicht es in kalter Zeit ein Lippenbalsam aufzutragen,

da sich Lippenstift und Schminke in kürzester Zeit in

der Maske wiederfinden. Gerade deshalb sollte den

Augen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden,

denn sie sind die Gewinner der Situation. Man sollte

sie gut betonen und in Kombination mit der zu tragenden

Maske sehen, der No-Make-Up Trend ist hier

eher hinderlich und lässt die Augen zwischen Maske

und Mütze fast ganz verschwinden. Deshalb: Mut zur

Betonung.

20


FFP2 Maske

Die sichersten, aber auch langweiligsten und hässlichsten

Masken. Zumindest bewegen sie sich lustig beim

Ein- und Ausatmen. Würden sie in Gelb hergestellt

werden, würden wir alle wie Enten durch die Straße

laufen. Da sie aber in einem langweiligen Weiß daher

kommen, passt zu ihnen ein dunkler Grunge-Look

sehr gut. Die Augen mit Kohlestift dunkel betont und

mit dem Finger leicht verwischt, erhält man ein gespensterhaftes

Aussehen. Mit dem Kohlestift lässt

sich sogar die Maske an den Look anpassen. Dazu

bitte Kleidung in dunklen Erdtönen oder in Schwarz,

bei weißer Kleidung wird man schnell für einen Krankenhausmitarbeiter

gehalten, der völlig erschöpft von

seinem Dienst kommt.

Medizinische Einmal-Maske

Sie sehen billig aus, ihr Nutzen ist wohl auch noch

Basic, aber sie lassen den ersten Freiraum für ein

leichtes Farbspiel um die Augen. Ob sie mehr ins Blau,

ins Grün oder ins Türkis gehen, hier kann die Betonung

der Lider durch eine passende Farbe den Augen

einen geheimnisvollen Ausdruck geben. Die Maske,

gezogen durch die Gummis zum Ohr, fällt schräg nach

unten, doch die „Statement Wings”, der Lidstrich aus

den Lidern nach oben geschwungen, setzt dagegen

und vergrößert die Augen. Bei einem Lächeln ziehen

sich die „Wings” in die Höhe, bei einem bösen Blick

wird der Ausdruck umso grimmiger. Übrigens, die

Pantone Farbe des Jahres ist Classic-Blue – passt.

Stoffmaske

Erst wurde gesagt, sie haben keinen Nutzen, jetzt sind

sie vor aller Munde. Sind sie auch störend, so werden

sie mittlerweile als modisches Accessoire wahr genommen.

Endlich kommt wieder Farbe ins Gesicht.

Wie wunderbar lässt sich die Maske farblich auf Kleidung

und Kopfbedeckung abstimmen. Das Gleiche gilt

für die Augen und es darf auch ruhig dick aufgetragen

werden. Versuchen Sie es mal komplementär zur

Maske, auberginefarbenes Outfit, senffarbene Maske

mit rosé Lidstrich. Wer mutig ist und die Augen zum

Strahlen bringen möchte, greift zu Neon-Orange mit

dem passenden Kleidungsstil. Endlose Möglichkeiten.

Seidenmaske

Ganz edel für die ganz Mutigen. Ihre Nutzer stellen

den modischen Effekt gleich von Anfang an über die

Desinfektionsmöglichkeiten. Bei 30 Grad Handwäsche

tritt man dem Virus mutig entgegen und lädt

ihn ein, lange in der Maske zu bleiben. Aber egal, das

Gefühl einer Seidenmaske ist einfach phänomenal

leicht, der Stoff changiert, ist dünn und wirkt elegant.

Deshalb lässt sich das Auge auch eleganter betonen.

Eine buschige und natürliche Augenbraue ist gerade

total im Trend. Der Effekt verstärkt sich, wenn man die

Braue mit einem Puder im passenden Farbton auffüllt

und in die gewünschte Form bürstet. Dies lässt sich

selbstverständlich auch mit einem Katzenaugen Lidstrich

unterstreichen.

21


Brillenträger haben mit Masken Vor- und Nachteile.

Der größte Nachteil ist das ständige Beschlagen der

Gläser. Dem kann abgeholfen werden durch Antibeschlagsspray

oder -tüchern. Ein weiterer Tipp ist die

Brille über den Masken zu tragen und eine Maske zu

wählen, die am oberen Rand so gut wie möglich abschließt.

Ein Vorteil ist jedoch, dass sich Brillenträger

immer einen modischen Rahmen um die Augen legen

können. Weitsichtige haben zudem noch den Vorteil,

dass ihre Augen hinter der Brille größer wirken. Leider

ist der Effekt bei Kurzsichtigen jedoch umgekehrt, ihre

Augen wirken noch kleiner. Hier helfen sehr dünn geschliffene

Gläser, die das Phänomen abschwächen.

Da durch den Rahmen der Brille oft ein dunkler Schatten

über den Augen liegt, ist es um so wichtiger diesen

Effekt durch einen helles, schimmerndes Augen-

Make-Up zu kompensieren. Passend dazu ein heller

Lidstrich statt dem dunklen Kayal. Doch Obacht, weniger

ist mehr bei ausdrucksvolleren Gestellen, mehr

ist mehr bei rahmenlosen Modellen. Sie werden durch

betontes Augen-Make-Up in den Hintergrund gerückt

und die Augen selbst herausgestellt.

Also, Mut zur Farbe und Mut mit den Augen zu kommunizieren. Sie

können es auch üben: Maske auf und verschiedene Emotionen vor dem

Spiegel üben. Dazu die Augen unterschiedlich schminken und die Effekte

ansehen. Am besten davon Fotos machen und auf Ihre Instagram

oder Facebook Seite hochladen. Der Spaß an nonverbaler Kommunikation

kommt dann von ganz alleine.

22


Thema: Augen

gesund

Den Augen Gutes tun...

…mit ganzheitlichem Seh training

Unsere Augen lieben es umherzuschweifen. Nähe

und Ferne im Wechsel mit verschiedenen Farben

und Formen wahrzunehmen tut unseren Augen gut.

Leider sieht der „Arbeitsalltag“ unserer Augen heute

oft anders aus. Stundenlanges Arbeiten am Bildschirm,

das Sehen auf überwiegend die gleiche

Distanz und oft zu wenig Abwechslung in den Tätigkeiten

verlangen unserer Sehkraft viel ab. Verspannungen,

müde Augen und Konzentrationsprobleme

können dann die Folge sein. Auch Kopfschmerzen

und körperliche Erschöpfung kennen viele Menschen,

manchen sind die Zusammenhänge jedoch nicht bewusst.

Sport trägt zur körperlichen Fitness bei – ähnlich

kann unser visuelles System (Augen und Gehirn)

durch ganzheitliches Sehtraining gesund erhalten

werden.

Übung: Augen-Auflockerung am Bildschirm

Schließen Sie bewusst Ihre Augen, atmen Sie

tief durch. Recken und strecken Sie sich, gähnen

Sie herzhaft. · Lassen Sie Ihre Schultern

sanft einige Male nach hinten kreisen. · Richten

Sie Ihren Blick entspannt über den Bildschirm

hinweg, schauen Sie in die Ferne. · Stehen

Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte. · Blinzeln

Sie mit locker-leichtem Lidschlag, wie ein

Schmetterling der langsam und sanft mit seinen

Flügeln schlägt. · Abwechslung fördert klares

Sehen und bessere Konzentration.

Ganzheitliches Sehtraining ist mehr als eine Art Gymnastik

mit den Augen, denn die Augen selbst sind nur

zu etwa 10 Prozent am Sehen beteiligt. Die weitere Informationsverarbeitung,

also das Wahrnehmen, Auswählen

und Erkennen, erfolgt im Gehirn. Außerdem

beeinflussen auch unsere allgemeine körperliche

Verfassung und das seelische Befinden die Sehkraft.

Was tun, wenn die Augen müde, angespannt oder

trocken sind? Hier hilft es, eine kleine Augenpause

einzulegen und zu Palmieren*

Übung: Palmieren (lat. palma, Handinnenfläche)

Sitzen oder liegen Sie bequem. · Reiben Sie Ihre

Handflächen aneinander, bis sie warm sind. ·

Bedecken Sie die geschlossenen Augen mit

den leicht gewölbten Händen, so dass die Augen

gut gegen das äußere Licht abgeschirmt

sind. · Die Augenlider werden dabei nicht berührt.

· Die Nase hat ausreichend Platz zum

freien Atmen. · Genießen Sie nun die sich langsam

einstellende Dunkelheit. · Beobachten Sie

in Ruhe eine zeitlang Ihren Atem und spüren

Sie die Wärme Ihrer Hände. · Beenden Sie das

Palmieren mit Recken und Strecken, mit herzhaftem

Gähnen und locker-leichtem Blinzeln.

Die Ursachen für Augenbeschwerden, schwankende

Sehkraft oder Fehlsichtigkeiten sind vielfältig. Neben

einer den Sehanforderungen entsprechenden, gut

angepassten Brille oder Kontaktlinse nehmen auch

Ernährung, Bewegung und ungünstige Sehgewohnheiten

Einfluss auf das Sehen. Wenn Sie Interesse am

Sehtraining bekommen haben, schauen Sie auf meine

Webseite, ich biete verschiedene Bildungszeiten und

„Sehminare“ , z.B. in den Bremer Bildungseinrichtungen,

an. Auch angeleitete Augenspaziergänge in

Bremer Parks und Grünanlagen sind eine gute Möglichkeit,

Sehtraining spielerisch kennenzulernen und

den Augen Gutes zu tun.

Dagmar Wanschura

ganzheitliche Sehtrainerin & Mitautorin

des Sehtrainingsbüchleins:

Immer öfter zwischendurch

schaulust-bremen.de

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SO BETRACHTET...

gesund

Zu viel Zeit am Bildschirm ändert die Sehfähigkeit

GENERATION

SCREEN

Digitale Geräte und Medien sind aus unserem Alltag

nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich nur im beruflichen

Bereich eingesetzt, bestimmen heute Computer

im weitesten Sinne unser Leben. Wir verwenden

täglich Smartphones, Tablets und Laptops sowohl

zur Beschaffung von Wissen und Informationen, als

auch zur Kommunikation mit Menschen an verschiedenen

Orten. Neben E-Mails, Whats-App und SMS

sind es die social-media-Plattformen wie Facebook,

Twitter, Instagram etc., die uns eine pausenlose

weltweite Interaktion ermöglichen. Gerade aktuell in

Zeiten von Corona versuchen wir, so viel wie möglich

digital zu erledigen, um den direkten Kontakt zu anderen

Menschen zu vermeiden.

Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind vielfältig:

Schmerzen im Rücken, in den Armen oder Schultern

gehören ebenso dazu wie Schmerzen in den Augen.

Unser visuelles System, das mit Auge, Netzhaut,

Sehnerv und Sehrinde Teil unseres Nervensystems

ist, vollbringt permanent Höchstleistungen. Unsere

Augen haben rund 130 Millionen Sehzellen, die in

jeder Sekunde mehr als 10 Millionen Informationen

aufnehmen und in rasanter Geschwindigkeit an unser

Gehirn weiterleiten. Dabei unterscheiden sie zusätzlich

„nebenbei“ zwischen 600.000 verschiedenen

Farbtönen. Diese Beanspruchung und Überanstrengung

der Augen kann verschiedene Symptome zur

Folge haben: Kopfschmerzen, Müdigkeitsgefühl der

Augen, verschwommenes Sehen, Wahrnehmungsstörungen,

Flackern und Flimmern vor den Augen.

Unser gesamter Organismus und unsere Augen werden

zusätzlich durch das künstliche blaue Licht, das

von Smartphone, Computer & Co. ausstrahlt, belastet.

Wenn auch bislang nicht bewiesen, so ist es doch

wahrscheinlich, dass zu viel blaues Licht Schädigungen

an der Netzhaut des Auges verursachen kann.

Fakt ist, dass künstliches blaues Licht gerade am

Abend negative Auswirkungen auf unseren Schlaf hat.

24


Brillenträger können sich durch das Tragen von Brillengläsern mit

„Blaulichtfilter“ schützen. Diese Brillengläser reflektieren einen Teil des

künstlichen blauen Lichts, wodurch es weniger ins Auge gelangt. Positiver

Effekt: angenehmes, entspannteres Sehen, verbesserter Kontrast,

Minderung der Blendwirkung und Vorbeugung von Überanstrengung der

Augen.

Entscheidend für die Erholung der Augen und somit für gutes Sehen ist

genügend Schlaf. Im geschlossenen Zustand entspannt sich die Augenmuskulatur,

die Augen haben große Pause und können sich erholen. Zur

weiteren Regeneration der Augen und zur Verbesserung der Sehkraft

können diese Übungen helfen, wieder klar zu sehen.

AUGENROLLER

Zur Lockerung der Bewegungsmuskeln die Augen langsam in alle Richtungen

„rollen“: oben, unten, rechts und links.

BLINZELN

Häufiger und auch ganz bewusst blinzeln, um die Augen zu befeuchten.

So reinigt die Tränenflüssigkeit die Linse und vermindert die Austrocknung

des Auges.

MASSIEREN

Mit den Fingerkuppen den Bereich um die Augen in kleinen kreisenden

Bewegungen massieren oder ganz sanft mit den Fingern diesen Bereich

„abklopfen“. Beides regt die Durchblutung an und entspannt das Auge.

HOL DIR

DEIN

DATE

FERNBLICK

Mehrmals täglich aus dem Fenster in die Ferne schauen und einen Punkt

fixieren, der ca. 30 Meter entfernt ist. Das verhindert ein Verkrampfen der

Muskeln und den sogenannten „Tunnelblick“, der bei langanhaltender

intensiver Bildschirmarbeit zum Teil entsteht.

PALMIEREN

Eine alternativmedizinische Methode zur Entspannung der Augen. Einfach

aber intensiv. Man reibt die Hände aneinander, bis sie angenehm

warm sind und hält sie dann wie einen Deckel auf die Augen. Nach 15

Sekunden Hände langsam vom Gesicht lösen, die Augen aber noch geschlossen

halten. Diese Übung beruhigt brennende, trockene und müde

Augen.

Garantiert die beste Entscheidung

Wir sehen uns!

Andreas Elster, Augenoptiker,

seit 2008 Geschäftsführer von

STILPLUS OPTIC

Unser Lieben Frauen Kirchhof 9

28195 Bremen

0421 - 3 64 93 93

info@stilplus.de · www.stilplus.de

25


Neben der konservativen sowie der operativen Versorgung

von komplexen Netzhaut-/Glaskörpererkrankungen

bietet die Augenklinik Universitätsallee in Bremen

mittlerweile nahezu das komplette Spektrum der

Augenheilkunde an. Hierzu gehören insbesondere

auch die refraktive Chirurgie wie z.B. Kataraktoperagesund

KLINIKEN

AUGENKLINIK

UNIVERSITÄTSALLEE

Kompetenzzentrum für Netzhauterkrankungen

und Augenoperationen

Mit insgesamt mehr als 95.000 Operationen und mehr

als 76.500 kleineren Eingriffen sowie einem Team aus

mehreren erfahrenen Netzhautspezialisten und Netzhautchirurgen

unter einem Dach hat sich die Augenklinik

Universitätsallee mittlerweile zu einem der größten

Kompetenzzentren für Netzhauterkrankungen und

Augenoperationen Europas entwickelt.

tionen (Grauer Star) und andere Linsenoperationen. „In

einem angenehmen Ambiente mit direkter Verbindung

zum Hotel Munte am Stadtwald versorgen wir Patienten

aus ganz Deutschland, aber auch aus anderen

Ländern“, so Verwaltungsdirektorin Natalie Reeh. Ein

besonderer Fokus wird dabei in der Augenklinik Universitätsallee

auf die Ergebnisqualität gerichtet. „Selbstverständlich

wird aber auch ein hohes Augenmerk auf

eine freundliche, wertschätzende und vertrauensvolle

Behandlung gelegt. Alle Angestellten unseres Hauses

begreifen sich als Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens,

das im Zentrum den Patienten mit seinen

Ängsten, Nöten und gesundheitlichen Problemen

sieht.

26


Leistungsspektrum

• Netzhaut-/Glaskörperchirurgie

inkl. Notfalloperationen

• Makuladegeneration

• Intravitreale Medikamenteninjektionen

• Laserbehandlung (Vorder-/Hinterabschnitt)

• Kryokoagulation

• Grauer Star / Katarakt-Operationen

• Linsen-Operationen (auch Premiumlinsen)

• Grüner Star / Glaukom-Operationen

• Hornhautchirurgie

• Schiel-Operationen

• Lidchirurgie

Fortgeschrittene Netzhaut-Diagnostik

• Fundusphotographie

• Fundusautofluoreszenz

• Fluoreszenz-Angiographie

• Weitwinkel: Fundusphotographie,

Angiographie, Fundusautofluoreszenz

• OCT-Angiographie

• Hochauflösendes OCT

(Vorder-/Hinterabschnitt)

• Ultraschall

• Laser-Biometrie

• Ultraschall-Biomikroskopie

AUGENKLINIK UNIVERSITÄTSALLEE

Parkallee 301 / Ecke Universitätsallee • 28213 Bremen

Tel.: 0421 5665 200 • Fax: 0421 5665 299

E-Mail: info@augenklinik-bremen.de

Internet: www.augenklinik-bremen.de

Natalie Reeh

(Verwaltungsdirektorin)

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KAMPF

DEM

Schmerzmedizinische Kompetenz unter

einem Dach

Am Anfang einer Behandlung steht die intensive Untersuchung

der individuellen Schmerzursache an.

Daraufhin stimmt ein Team aus Schmerzmedizinern,

Orthopäden, Neurologen, Neurochirurgen, Sportmedizinern,

Psychologen und Physiotherapeuten die vielgesund

KLINIKEN Paracelsus-Klinik Bremen baut

Schmerzmedizin weiter aus

TEAM: (von links nach rechts): Soraya Sowa (Medizinische Fachangestellte), Dr. Hubertus Kayser (Chefarzt der Schmerzmedizin), Eva Maria

Hoffmann (Chefärztin der Schmerzmedizin), Annette Semsroth (Fachärztin Orthopädie), Alisha Snijders (Medizinische Fachangestellte), Sabine

Rommich (Pain Nurse), Johanne Gensink-Lentz (Fachärztin für Anästhesie), Yvette Berger (Pain Nurse)

Die Paracelsus-Klinik Bremen erweitert ihre schmerzmedizinische

Fachabteilung und eröffnet ein ambulantes

Versorgungszentrum. Die neuen Räume für die

ambulante Behandlung befinden sich direkt neben

der Klinik in der Sonneberger Straße 1. Die stationäre

Behandlung erfolgt weiterhin in der Paracelsus-Klinik.

„Dank unseres neuen Standortes können wir nicht nur

mehr Schmerzpatienten helfen, sondern auch unser

Behandlungsangebot deutlich vergrößern und

noch individueller gestalten“, erklärt Eva

Maria Hoffmann, Chefärztin der Schmerzmedizin

an der Paracelsus-Klinik Bremen.

„Ob ambulant, stationär oder eine

Mischung aus beidem – wir passen unsere

therapeutischen Maßnahmen an

die Bedürfnisse unserer Patienten an“, ergänzt

Hoffmann.

Der schmerzmedizinische Fachbereich

bietet eine umfassende Diagnostik, ganzheitliche Behandlung

und individuelle Betreuung bei chronischen

Schmerzen. Neben den klassischen Sprechzeiten bietet

das Team der Schmerzmedizin auch Videosprechstunden

nach vorheriger telefonischer Rücksprache

an.

Eva Maria Hoffmann

Chefärztin der Schmerzmedizin

versprechendsten Therapiemaßnahmen ab. Die Behandlungsmodelle

schließen die multimodale ebenso

wie die interventionelle Schmerztherapie ein. „Unser

oberstes Ziel ist es, den Alltag unserer Patienten zu erleichtern

und ihre Lebensqualität zu erhöhen“, sagt Dr.

med. Hubertus Kayser, Co-Chefarzt der Schmerzmedizin

an der Paracelsus-Klinik Bremen und fährt fort:

„Mit dem neuen Standort haben wir die Möglichkeit,

chronische Beschwerden ambulant zu behandeln und

haben gleichzeitig die Vorteile einer Klinik im

Rücken.“

Aufrechterhaltung der Behandlung

trotz Lockdown

Die negativen Corona-Auswirkungen

von Social Distancing und Isolierung haben

viele Patienten in den letzten Wochen

und Monaten in einen Teufelskreis getrieben.

Denn psychosoziale Umstände können

den Schmerz verstärken. „Es ist bekannt,

dass körperliches und psychisches Leid oftmals

zusammenhängen. Deshalb haben wir im Laufe der

letzten Monate weiterhin chronische Schmerzpatienten

ambulant behandelt – natürlich unter Einhaltung

der Corona-Regelungen“, erklärt Hoffmann.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit Termine

zu vereinbaren finden Interessierte unter:

paracelsus-kliniken.de/akut/bremen/fachbereiche/

schmerzmedizin/

Telefonnummer MVZ Paracelsus Gesundheitszentrum:

0421 224-1020

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gesund VERSORGUNG

KRANKENKASSEN:

Starthelfer für digitale Innovationen

Die aktuelle Pandemie stellt jeden Einzelnen vor

große Herausforderungen. In einem Aspekt jedoch

bringt uns die besondere Situation voran: Bei der

Digitalisierung unseres Gesundheitswesens.

Beispielsweise ist mittlerweile der Nutzen

von Fernbehandlungen unumstritten.

Das elektronische Rezept ist inzwischen

Realität und seit Beginn dieses Jahres

haben die Menschen - mit Einführung der

elektronischen Patientenakte (ePA) - ihre

Gesundheitsdaten selbst in der Hand. Wer

die TK-Doc-App installiert hat, kann mit

dem TK-ÄrzteZentrum jederzeit persönlich

in Kontakt treten und sich umfassend medizinisch

beraten lassen.

Susanne Klein, TK

Man sieht, digitale Angebote bieten Chancen zur Verbesserung

der Versorgungsqualität. Das wollen wir

nutzen. Können dies aber nicht allein. Hier braucht

es Akteure, die mitmachen, die bereit sind, Neues

auszuprobieren. Und die gibt es auch in Bremen, die

jungen Unternehmen, die Startups, die klugen Köpfe,

die Verbesserungspotentiale sehen und smarte Ideen

für eine bessere Gesundheitsversorgung entwickeln.

Die TK bietet ihnen Unterstützung, damit sie sich im

Dickicht des Gesundheitsmarkts zurechtfinden und

die richtigen Partner treffen. Einige tolle Ideen sind so

schon entwickelt worden. Als Projektpartner der Universität

Bremen freuen wir uns z. B. über

die „Initiative zur smarten Pflegeplatzsuche“.

Biotechnologie, Medizinforschung und

Robotik, verschmelzen mithilfe moderner

Software und Rechenleistung zu einem

riesigen Wissensquell. Dadurch ergeben

sich mittlerweile ganz neue Therapieansätze:

Wir unterstützen gerade ein Bremer

Startup bei der Entwicklung einer App

für die hautärztliche Versorgung.

Wir sollten die veränderte Einstellung zu neuen Technologien

mehr nutzen, um Digitalisierung im Gesundheitswesen

weiter voran zu bringen. Dafür sollten wir

den Mut haben, auch um die Ecke zu denken. Denn

nur so kann unser Gesundheitssystem zukunftsfähig

werden und auch weitere Krisen gut überstehen.

Wohlfühlen ist

das neue Gesund.

Die TK-Gesundheitskurse sorgen nicht

nur für ein besseres Körpergefühl,

sondern auch für mehr Bewegung.

Wir wissen weiter. Die Techniker

dietechniker.de


gesund IMPFUNG

Impfungen können bei Kindern

Schmerzen und Angst auslösen

Impfungen im Baby- und Kindesalter sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge und

können viele schwere Erkrankungen verhindern. Doch der eigentliche Impftermin ist für alle

Beteiligten oft purer Stress. Denn der vermeintlich „kleine Piks“ ist für die Kleinen mit teils erheblichen

Schmerzen verbunden und kann dauerhafte Ängste auslösen. So leiden fast zwei

Drittel aller Kinder (63 Prozent) unter Impfangst. Auch für die Eltern ist es schwer, ihre Kleinen

weinen oder schreien zu sehen, und nicht zuletzt kann der vertrauensvolle Kontakt zum Arzt

durch die schlechte Erfahrung beeinträchtigt werden. Manchmal bleibt die Angst vor Nadeln

und Arztbesuchen sogar bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Tipps für schmerzfreieres Impfen

Während in vielen anderen Ländern Maßnahmen zur Schmerz- und Stressreduktion bei Impfungen

schon lange üblich sind, hat sich in Deutschland dazu noch nicht allzu viel getan. Mittlerweile

verweist jedoch die Ständige Impfkommission (STIKO) in ihren Impfempfehlungen auf

diese Möglichkeiten. So sollten die Eltern bei der Impfung anwesend sein und ihre Kinder im

Arm oder auf dem Schoß halten. Säuglinge können zur Schmerzreduktion gestillt werden.

Bei älteren Kindern helfen oft kleine Ablenkungsmanöver, außerdem sollten

sie während der Impfung möglichst aufrecht sitzen. Um unnötige

Schmerzen zu vermeiden, ist den Empfehlungen zufolge auch

eine lokale Betäubung möglich. Bewährt hat sich hier eine

Wirkstoffkombination aus Lidocain und Prilocain. Sie

kann etwa mit dem gut verträglichen Schmerzpflaster

Tapfi von Geburt an angewendet werden, um die

Einstichstelle sanft zu betäuben und Impfungen,

Blutabnahmen und Co. den Schrecken zu nehmen.

Die Anwendung ist ganz einfach und

wird unter www.paedia.de genau gezeigt:

einfach das Pflaster eine Stunde vorher

zu Hause auf die vorgegebene Hautstelle

kleben, dann ist der Einstich kaum noch

zu spüren.

Piks Panik

Große Zustimmung bei Eltern

Ein Rezept benötigt man für die schmerzarme

Impfung nicht, das Pflaster kann

einfach in der Apotheke gekauft werden.

Auch Erwachsene mit Furcht vor Injektionen

können es nutzen. Noch ist diese

Möglichkeit der Schmerz- und Stressreduktion

beim Impfen allerdings vielen Menschen

nicht bekannt. Umfragen haben aber ergeben,

dass 97 Prozent der Eltern von Kindern bis zu

zwei Jahren ein solches Schmerzpflaster gerne für

ihren Nachwuchs nutzen würden, bei Elf- bis Zwölfjährigen

noch erstaunliche 78 Prozent. (djd)

Impfungen sind für die Gesundheit von Kindern wichtig.

Dank eines Schmerzpflasters muss der Piks nicht mehr weh tun.

Foto: djd/www.paedia.de/Yuganov Konstantin/shutterstock

30


gesund IMPFUNG

In Bremen keine langen Wartezeiten

beim COVID-19 Impftermin

Im Gegensatz zu den Meldungen aus anderen Bundesländern

zu überlasteten Hotlines für Impfterminvergaben

hat Bremen eine gut funktionierende Lösung gefunden.

Um einen reibungslosen Betrieb sicherstellen

zu können, wurde unter anderem auch eine separate

Bremer Telefonnummer geschaltet, die

in allen Impfeinladungen mit aufgeführt ist.

Das Call Center zur Vergabe von Terminen

zur Covid-19-Impfung für die angeschriebenen

Bremerinnen und Bremer hat dadurch

bisher eine gute Erreichbarkeit von

konstant nahezu 100 Prozent. Dies wird

auch zukünftig durch einen erhöhten

Personaleinsatz der Fall sein. Seit Anfang

des Jahres 2021 haben sich im Call Center

der „Initiative Bremen Impft“ bis zum

28. Januar mehr als 8.300 Anruferinnen

und Anrufer gemeldet. In Spitzenzeiten

betrug die Wartezeit im Durchschnitt gerade

einmal 90 Sekunden. Für die angeschriebenen

Bremerinnen und Bremer konnten bis

zum 27. Januar 2021 mehr als 11.700 Impftermine

gebucht werden und für die Bürgerinnen

und Bürger in Bremerhaven 4.490.

»Initiative Bremen Impft«

Das Call Center wird im Auftrag der Senatorin für Gesundheit,

Frauen und Verbraucherschutz von der „Initiative

Bremen Impft“, sowie der Bremer Handelskammer und weiteren

Unternehmen der bremischen Privatwirtschaft betrieben. Aktuell

arbeiten im Call Center bis zu 60 Helferinnen und Helfer aus der Hotellerie,

der Veranstaltungsbranche sowie von der SWB und der AOK. Die „Initiative Bremen

Impft“ wird von Unternehmen der Bremer Privatwirtschaft getragen und hat sich zum Ziel

gesetzt dabei zu unterstützen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Bremen und Bremerhaven

so schnell wie möglich geimpft werden können. Dafür stellt die „Initiative Bremen Impft“

personelle und administrative Ressourcen zur Verfügung.

Im Konferenzraum Lloyd

und vier weiteren Räumen

im CCB ist das Call Center

eingerichtet worden.

„Bisher sind im Land Bremen die über 90 Jahre alten Menschen angeschrieben

worden. Aktuell werden die über 85-Jährigen informiert,

dass sie ihre Impftermine buchen können. Wenn nicht Kinder oder

Enkel den Termin für die Senioren online buchen, rufen sie bei uns an.

Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir bisher allen Anrufern*innen

bei der Terminbuchung helfen konnten“, erläutert Peter Gärtner, der

aktuell das Call Center leitet und in seinem normalen Leben der Revenue

Manager und Leiter der Zentralen Reservierung der ATLANTIC

Hotels ist.

Bild links: Call Center Leiter

Peter Gärtner

31


gesund ENGAGEMENT

Förderverein Neurologisches

Rehabilitationszentrum

Friedehorst e.V.

„Nichts ist mehr,

wie es mal war“

Foto: M. Lorenz und M. Sabelhaus

„Nichts ist mehr, wie es war“... dieser Satz eines jungen

Patienten im Neurologischen Rehabilitationszentrum

Friedehorst kennzeichnet den tiefen Einschnitt

einer Hirnverletzung im Leben eines Menschen.

Das Neurologische Rehabilitationszentrum Friedehorst

bietet eine umfassende Rehabilitation für Kinder,

Jugendliche und junge Erwachsene, die eine solche

Hirnverletzung erlitten haben. Es ist eine Spezialeinrichtung

für Patienten mit Verletzungen und Erkrankungen

des Nervensystems nach Unfall, Krankheit

oder von Geburt an.

Mit dem Ziel die wertvolle Arbeit des Rehabilitationszentrums

zu unterstützen, haben sich 1995 engagierte

Bremerinnen und Bremer zum Förderverein Neurologisches

Rehabilitationszentrum in Friedehorst e. V.

zusammengeschlossen.

Der Förderverein unterstützt und finanziert Rehabilitationsmöglichkeiten,

welche nicht vom Kassenträger

übernommen werden. Folgende Projekte haben maßgeblich

zur Verbesserung des Behandlungsangebotes

beigetragen:

Ausstattung der Frührehabilitationsstation

Einrichtung eines Motoriklabors (Ganglabor)

Elke Rohr

1. Vorsitzende

Inge Sandstedt

Ehrenvorsitzende

Susanne Lolk

2. Vorsitzende

Therapie durch Klinikclowns

Bereitstellung unterschiedlicher Therapiemittel,

z.B. Crosstrainer und Gangtrainer THERA lyra

Bau eines Elternhauses um eine größtmögliche Nähe

von Eltern / Patient zu ermöglichen

Für dieses Engagement ist der Vorstand des Fördervereins

angewiesen auf private Spenden und freut

sich über jeden, der mit einem Mitgliedsbeitrag oder

einer Spende den Verein unterstützen möchte.

Forderverein

Neurologisches RehabilitationsZentrum

Friedehorst e.V.

Rotdornallee 64 I 28717 Bremen

T 0421 27 74 37-501

foerderverein-nrz.de

Spendenkonto

Sparkasse Bremen

IBAN: DE35 2905 0101 0007 0580 01

BIC: SBREDE22

32


33


gesund LEBEN

Barrierefrei und

eigenständig Leben

wir gelernt, uns die Situation ganz genau anzuschauen, um

den Wunsch nach einem passenden Zuhause zu verwirklichen.

Im Fokus stehen die jeweilige Wohnsituation und

Umgebung, die finanziellen Möglichkeiten, gesundheitliche

Situation und Anforderungen sowie Lebensumstände und

Lebensziele unserer Kunden.“

Barrierefreiheit ist nicht nur ein Thema für Menschen mit

körperlichen Einschränkungen. Auch junge Immobilienbesitzer

schauen voraus und beschäftigen sich heute schon mit

dem Thema Wohnen im Alter. Das Ziel ist es, möglichst lange

selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben und an

einem vertrauten Umfeld teilzuhaben. Die Nachfrage nach

barrierefreiem Wohnraum steigt.

Als geprüfter ImmoBarrierefrei-Experte ® ist EXPOSÉ Immobilien

dafür der Fachberater in Bremen und umzu.

Als ausgewiesene Experten für barrierefreies Wohnen sind

Ulrice Czehowsky und ihre Mitarbeiter mit den Anforderungen

an barrierefreies und uneingeschränkt rollstuhlgerechtes

Bauen nach DIN 18040-2 vertraut. Sie unterstützen Interessenten

gerne bei allen Fragen rund um eigenständiges Wohnen

im Alter.

Individuelle Lösungen für eine barrierefreie Immobilie

ImmoBarrierefrei-Expertin Ulrice Czehowsky: „Das Thema ist

komplex und die Lösungen sehr individuell. Deshalb haben

In einem persönlichen Gespräch betrachtet Ulrice Czehowsky

von EXPOSÉ Immobilien dann die Möglichkeiten, die die Immobilie

dafür bietet, und entwickelt ein nachhaltiges Wohnkonzept

für den vorhandenen Bedarf.

Intelligente Finanzierung

Eine Lösung wird es immer geben: Ein Umbau, eine Teilung,

vielleicht ein ganz neuer Aufbau des Hauses oder der Wohnung.

Oft ist mehr möglich, als man zunächst denkt. Die Experten

von EXPOSÉ Immobilien haben Erfahrung darin, wie

sich auch aufwendige Veränderungen realisieren lassen und

wie Fördermittel beantragt werden können. Gleichzeitig erhöhen

die Eigentümer damit den Wert ihrer Immobilie und

schaffen eine Grundlage für lebenslanges Wohnen.

Darüber hinaus hilft das Team bei der Organisation und Umsetzung

des gesamten Umzugs, Aussortieren, Einpacken,

Entsorgen, Verschenken – die Kunden sind nur bei den ganz

persönlichen Dingen dabei, fahren in Urlaub und ziehen danach

direkt in Ihr neues Heim.

Immobilien

34


Heute schon an morgen denken:

Barrierefreie Badezimmer

bei ELEMENTS

Stolperfallen lauern im Alltag bekanntlich

viele, mit ELEMENTS aber

im Badezimmer künftig keine mehr.

Wer heute schon an morgen denkt,

kann sein Badezimmer dank geradliniger

Designs schnell mit kleineren

und größeren Anschaffungen in ein

barrierefreies Bad umfunktionieren.

Je nach Bedarf reicht das Sortiment

von Haltegriffen über Klorollenhalter

mit Stützgriffen und unterfahrbaren

Waschbecken bis hin zur Walk-in-

Dusche. Vor allem über die Walk-in-

Dusche dürfte sich die Mehrheit der

Deutschen freuen, schließlich liegt

das Duschen im Trend: Mehr als zwei

Drittel der Deutschen ziehen die

Dusche der Badewanne vor.

So einfach geht barrierefreies Bad

Der Weg zu einem barrierefreien Bad

mit einer Dusche, die auch im Alter

noch nutzbar ist, ist ein leichter: Er

beginnt mit nur einem Klick auf der

neuen ELEMENTS-Website. Hier warten

neben zahlreichen Inspirationen auch

hilfreiche Tools wie der 3D-Badplaner

sowie ein Budgetplaner.

Bestückt mit ersten Eindrücken, eigenen

Ideen und konkreten virtuellen

Vorplanungen führt der Weg weiter

in eine der aktuell 260 bundesweiten

ELEMENTS-Ausstellungen, in denen

Fachhandwerker und Badverkäufer

von Beginn an Hand in Hand arbeiten.

KfW-Programme für Modernisierung

Zur Rundum-Sorglos-Betreuung von

ELEMENTS zählen übrigens auch finanzielle

Förderungsmöglichkeiten.

Was viele Verbraucher nicht wissen:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KfW) stellt zinsgünstige Kredite

oder Zuschüsse für die barrierefreie

Umgestaltung bereit. Über das KfW-

Programm 159 (Altersgerechtes

Umbauen) werden beispielsweise

Modernisierungsmaßnahmen gefördert,

die Barrieren verringern oder

den Wohnkomfort erhöhen. Bis zu

50.000 Euro stehen Hausbesitzern

oder Wohnungseigentümern dabei

zur Verfügung. Mit bis zu 6.250 Euro

werden über das KfW- Programm

455 B frei kombinierbare Einzelmaßnahmen

bezuschusst.

DER EINFACHSTE WEG

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DIE BADAUSSTELLUNG IN IHRER NÄHE.

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35


gesund BEWEGUNG

Kinder-Sport im Verein für jedes Alter

VEREIN

»VORWÄRTS«

Der Start in die

gesunde Bewegung

Für die Gründung des Vereins Vorwärts stand im

Mittelpunkt, etwas für gewisse Schichten der Bevölkerung

zu tun, um sie aus einem Bildungsnotstand

herauszuführen. Eine Schulpflicht gab es 1846 noch

nicht. In Bremen stand die Zigarrenfabrikation in hoher

Blüte, die mehrere tausend Arbeiter beschäftigte.

Diese erfreuten sich allerdings keines besonders guten

Rufes. Denn oft ohne jegliche Erziehung aufgewachsen,

schon in der Kindheit durch die Arbeit hart

in Anspruch genommen, im allgemeinen nur geringe

oder gar keine Schulkenntnisse besitzend, herrschte

bei ihnen ein derber Ton.

Der Kaufmann Johann Caspar Koop veranstaltete im

Herbst 1846 eine Abendgesellschaft, bei der die Idee

entstand einen Zigarrenmacher-Bildungsverein zu

gründen. In Zusammenarbeit mit Dr. Karl Theodor

Andree. Am 20. Dezember 1846 fand die erste Ver-

Nadja trainiert mit der Langhantel

36


sammlung im Hause der Buchtstrasse 57 statt. 144

Personen erklärten ihren Beitritt und wählten einen

aus sieben Personen bestehenden Vorstand. Franz

Münnich war der 1. Präsident. Ihm verdankt der Verein

seinen jetzigen Namen „Vorwärts“. Der ausgesprochene

Zweck des Vereins war Bildung. So etwas gab

es damals noch nicht.

Da sich aber ein gleiches Bildungsbedürfnis auch in

anderen Berufskreisen äußerte, beschloss man im Mai

1847, jede Person als Mitglied willkommen zu heißen.

Unterrichtsstunden im Schreiben, Rechnen, Zeichnen,

sowie in deutscher und englischer Sprache wurden

eröffnet. Im selben Jahr gründete Herr Hufeland, einen

Männerturnverein. Etwas später folgten dann die

Frauen. Dazu kamen diverse musische Abteilungen.

Die Veranstaltungen fanden zunächst in gemieteten

Räumen statt, aber der Verein strebte nach einem eigenem

Heim. Am 24. Juni 1853 fand die Einweihung

des ersten eigenen Heimes in der Sandstraße statt.

Im Zuge der Stadtplanung musste der Verein Vorwärts

1972/73 aus seinen Häusern an der Sandstraße

weichen. Zur Abwendung eines Enteignungsverfahrens

trat der Verein 1970 seine Grundstücke an der

Sandstraße an die Stadtgemeinde Bremen ab und erwarb

von ihr für den Bau eines neuen Vereinshauses

Grundstücke an der Violenstraße. Bezogen wurde es

ab September 1972. Hier an der Violenstraße steht nun

das heutige Vereinshaus mit Turnhalle, Gymnastikhalle

und diversen Büroräumen. Unsere alten Gebäude

wurden unter Denkmalschutz gestellt.

Heute muss der Verein, um selbst nicht zu stark finanziell

belastet zu werden, Teile des Hauses an Firmen

und Institutionen vermieten. Denn sonst wäre es uns

nicht möglich, unser Sport-Angebot so günstig anzubieten.

Denn auch heute steht es bei uns im Vordergrund,

Sport und Musik jedem Menschen zu ermöglichen.

Der Verein Vorwärts bietet die klassischen Angebote

wie Senioren-Fitness, Kinder-Sport, Fitness, BBP,

Rücken- Fitness oder Yoga an. Ungewöhnlichere

Sportarten wie Krump-Dance, Line-Dance oder Bujinkan

finden ebenso ein Zuhause wie die musischen

Abteilungen, das Kammer-Orchester und der Bremer

Zither-Verein. Aufgrund von Corona bietet der Verein

zur Zeit Online-Sport-Kurse an. Besuchen Sie uns auf

unserer Website, alle Online-Angebote sind kostenfrei.

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Bremerhaven: A27 /Abfahrt Universität

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Oldenburg: A28, B75 Richtung Hauptbahnhof

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37


FITfor

FRÜHLING

gesund FITNESS

Training mit der Fitalistin

In der aktuellen Zeit ist es wichtig, dass jeder etwas für seine Gesundheit tut. Auch zu Hause,

ohne Equipment und mit wenig Platz, kann einiges gemacht werden, um sich fit zu halten.

Neben regelmäßigen Übungen zu Hause, sollte man

auch regelmäßig an die frische Luft gehen. Auch wenn

es in der kalten Jahreszeit nicht so viel Spaß macht

wie im Sommer, ist die frische Luft gut für die Abwehrkräfte

und das Her-Kreislauf System. Von langen

Spaziergängen über Radtouren oder Laufrunden ist

für jeden etwas dabei, wie er sich draußen betätigen

kann. Für zu Hause bieten sich ein paar Übungen zur

Kräftigung der großen Muskelgruppen an. Alle Übungen

sollten in zwei bis drei Sätzen mit jeweils 12-15

Wiederholungen durchgeführt werden:

Kniebeuge

(zur Stärkung der Bein und Gesäßmuskulatur):

Für die Kniebeuge werden die Füße hüftbreit aufgestellt.

Für die Bewegung beugen sich die Knie und das

Gesäß wird nach hinten geschoben (als wenn man

sich auf einen imaginären Stuhl setzen möchte). Der

Rücken sollte in der Bewegung lang und gerade bleiben,

auch wenn der Oberkörper beim tief gehen leicht

nach vorne kippt. Die Fersen sowie die Außenkannten

sollten in der Übung vermehrt belastet werden.

Unterarm Stütz

(eine Ganzkörper Übung mit Stärkung

der Bauchmuskulatur):

Diese Übung ist auch als „Plank“ bekannt. In der

Bauchlage werden die Unterarme aufgestützt, die

Fußspitzen werden aufgesetzt. Der Körper hebt sich

ab und hält in der Stützposition. Sollte diese Position

nicht möglich sein, können die Knie abgesetzt werden.

Die Position sollte drei Mal für 30-60 Sekunden gehalten

werden.

38


Backplank

(Stabilität der Körperrückseite – Rücken,

Gesäß und Oberschenkelrückseite):

Hier wird in einer sitzenden Position begonnen. Die

Beine werden lang nach vorne ausgestreckt und die

Hände hinter dem Körper aufgesetzt. Aus dieser Position

wird das Gesäß angehoben, so dass der Körper

auf den Fersen und den Händen gestützt ist. In der

Bewegung wird der Körper abwechselnd angehoben

und wieder abgesetzt.

Brücke

(Kräftigung des unteren Rückens sowie der

Begleitmuskelgruppen des Ischiasnervs):

Zu guter Letzt begibt man sich für diese Übung in die

Rückenlage und stellt die Füße auf. Die Arme liegen

rechts und links am Körper. Von hieraus spannt sich

das Gesäß an und wird abgehoben, bis die Schultern,

Hüfte und Knie in einer Linie sind. Langsam wieder

absetzen und anheben.

Liegestütz

(Kräftigt den Brustmuskel und den Trizeps):

Für die Übung geht es auf die Erde bzw. auf die Matte

oder ein Handtuch runter. Es gibt hierbei zwei Varianten.

Bei der ersten bleiben die Knie auf der Erde aufgesetzt,

die Hände werden auf Brusthöhe aufgesetzt.

Aus dem Vierfüßler Stand wird der Oberkörper abgesenkt

und aus der Arm- und Brustmuskulatur wieder

nach oben gedrückt. In der zweiten Variante, die etwas

anstrengender ist, werden die Knie vom Boden

abgehoben, so dass nur noch die Hände und Füße

Kontakt zu Erde haben. Bei beiden Varianten sollte die

Bauchmuskulatur angespannt werden, um den Körper

zu stützen.

Sport begleitet Sina Cordsen ihr ganzes Leben. Im Kindesalter begann sie

mit dem Reitsport dem sie fast 20Jahre nachgegangen ist. Teils auch auf

Leistungsebene. Nach dem Abitur begann sie Sport- & Fitnessökonomie

als dualen Studiengang zu studieren. Nachdem sie sich 2013 als Personal

Trainerin sebstständig gemacht hat, bezog sie 2016 die Räumlichkeiten

im Ring Hotel Munte am Stadtwald. Hier bietet sie neben dem Personal

Training auch Kurse an und führt für die Tagungen und Seminare im

Hotel „Bewegte Mittagspausen“ durch. Sina Cordsen bildet als Dozentin

Trainer im Raum Norddeutschland aus und ist zweite Vorsitzende im

Bundesverband Personal Training e.V.

Sina Cordsen

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Ernährungsberatung

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39


gesund ERNÄHRUNG

MARKT

TAG

Interview mit Kurt Richter

und Marie Pigors über

ihren Biohandel auf

dem Findorffmarkt

Interview von Mathias Rätsch

Moin Marie und Kurt ! Ist das

Marktleben so idyllisch wie einige

Menschen es sich vorstellen ?

Kurt Richter: Als idyllisch würde

ich das, was wir tun, nicht bezeichnen.

Es ist Arbeit. Das gilt für die

frühe Anfahrt, das Aufbauen, die

Auszeichnung der Preise und was

sonst noch alles getan werden

muss, damit der Verkauf beginnen

kann. Dann ist es nett oder es kann

nett werden. Aber idyllisch ist etwas

anderes.

Wann fahrt Ihr morgens auf dem

Findorffmarkt vor ?

Kurt Richter: Am Dienstag und am

Donnerstag bin ich gegen 4:00

Uhr morgens da. Am Samstag versuche

ich früher da zu sein. Normalerweise

bin ich dann um 3:15

Uhr da.

Das ist mit An- und Abfahrt länger

als ein 12 Stunden Tag. Seid Ihr

ausschließlich auf dem Findorffmarkt

vertreten ?

Kurt Richter: Ja, das ist so.

Marie, vor zwei Jahren hast Du als

die von den MarktbeschickerInnen

gewählte Marktsprecherin öffentlich

gesagt, der Großmarkt, der

den Etat der Marktleute verwaltet,

reagiere oft zu langsam, es fehle

zudem an Modernität und die Potenziale

des Findorffmarktes würden

nicht ausgeschöpft werden.

Was hat sich seitdem geändert ?

Marie Pigors: Es hat sich positiv

geändert, dass ich von den MarktmeisterInnen

häufiger angesprochen

werde, heißt: Die Kommunikation

ist besser geworden. Die

von mir angesprochenen Defizite

sind vom Großmarkt erkannt worden

und es gibt neue AnsprechpartnerInnen.

Luft nach oben ist

immer: Ich freue mich, dass es in

der neuen Konstellation noch besser

wird.

Ein weiterer Ansatz von Dir war,

die positiven Aspekte des Marktes

hervorzuheben: Einkaufen

in entspannter Atmosphäre von

unverpackten, ökologischen und

hochwertigen Produkten. Reicht

das, damit der Findorffmarkt attraktiv

bleibt ?

40


Kurt Richter: Ich glaube, der Findorffmarkt

ist nach wie vor sehr

attraktiv. Momentan hat der Markt

regen Zulauf, weil Menschen in

Corona-Zeiten vermehrt unter

freiem Himmel einkaufen möchten.

Natürlich war es auch vorher

schon immer voll. Nicht nur an

einzelnen Ständen, sondern auch

insgesamt auf dem Markt; es sei

denn es waren im Winter acht Grad

minus oder es gab Schneetreiben.

Meine Wahrnehmung ist, dass

der Findorffmarkt in Bremen sehr

bekannt ist und auch stark von

KundInnen aus anderen Stadtteilen

besucht wird. Man muss natürlich

aufpassen, dass es auch so bleibt.

Marie Pigors: Was ich mir wünsche

ist, dass man über den Findorffmarkt

verstärkt positiv berichtet;

durch mehr Öffentlichkeitsarbeit

und mehr Werbung. Was mich

vor zwei Jahren gestört hat, war,

dass die öffentliche Kommunikation

seitens des Großmarktes in der Berichterstattung

der Medien immer

so leidklagend war. Ich finde, mittlerweile

sind wir auf einem guten

Weg. Der Tenor ist jetzt ein ganz

anderer, der lautet: Es macht Spaß

auf den Findorffmarkt zu gehen

und einzukaufen.

Der Findorffmarkt hat vormittags

geöffnet, also genau dann, wenn

viele potentielle KundInnen arbeiten

gehen. Sind diese Zeiten

arbeitnehmerfreundlich und wie

kann es gelingen, neue Zielgruppen

wie junge Familien anzusprechen

?

Kurt Richter: Es gibt schon länger

und immer wieder die Diskussion,

ob man die Marktzeiten auf den

späten Nachmittag verlegt. Warum

soll man etwas, das jahrelang gut

läuft, jetzt aufgeben für etwas, von

dem man nicht weiß, ob es laufen

wird ? Zu den jungen Familien: Bei

uns am Stand ist es schon immer

so gewesen, dass wir Familien mit

Mensch Kurt,

da ist die Fa. Nußbaum mit seinen

33 Jahren ein echter Jungspund.

Herzlichen Glückwunsch

zum Jubiläum.

Die Nußbäume

41


Der Ursprung des Findoffmarkts

ist gewesen, dass ein Bauer aus

dem Blockland, Worpswede oder

Grasberg in die Stadt fuhr und das

von ihm angebaute Gemüse auf

dem Markt verkaufte. Das hat sich

gewandelt: Bauern, die als Erzeuger

auch auf dem Markt selbst verkaufen,

gibt es heute fast gar nicht

mehr. Der Nachwuchs der Bauern

als eigentlich die nächste Generagesund

ERNÄHRUNG

kleinen Kindern hatten und haben,

weil die Eltern möchten, dass ihre

Kinder biologisches Essen auf den

Tisch bekommen. Es gibt die schöne

Geschichte eines Lütten, der

sagt immer zu Mama und Papa, die

KundInnen bei uns sind: „Kurt gehen.

Spielen.“

Marie Pigors: Dass der Findorffmarkt

auch nachmittags geöffnet

sein muss, ist aus meiner Sicht

mittlerweile überholt. Das Arbeitszeitmodell,

nach dem viele von

8:00 Uhr bis 17:00 Uhr arbeiten

gehen, löst sich nicht nur coronabedingt

durch den Trend zum

„Homeoffice“ weiter auf. Der klassische

Arbeitstag ist so wie früher

nicht mehr gegeben. Für mich ist

Markt gefühlt auch immer morgens:

Wir haben viele KundInnen,

die kommen früh vor der Arbeit

einkaufen.

Es gab dennoch einen Versuch,

neue Zielgruppen mit einer Veranstaltung

am Freitagabend zu

erreichen, die mangels Beteiligung

der HändlerInnen allerdings nicht

zustande kam.

Hans Peter Schneider, Geschäftsführer

der Bremer Großmarkt

GmbH, die zuständig für die Wochenmärkte

ist, hat verschiedene

Ansätze für neue Ideen gebracht.

Sind neue Ideen notwendig oder

braucht es Veränderungen gar

nicht, weil der Findorffmarkt ein

„Selbstgänger“ ist und man gar

nichts ändern muss ?

Marie Pigors: Wenn wir als MarktbeschickerInnen

schon am Samstag

vor Ort sind, stelle ich mich

doch nicht auch noch am Freitag

hin und mache Markt. Wie soll

das allein zeitlich gehen ? Dieser

Ansatz ist für mich nicht nachvollziehbar

gewesen. Bezogen auf

den Dienstag und Donnerstag ist

sicherlich noch Luft nach oben, um

die Markttage in der Woche für

mehr KundInnen noch attraktiver

zu machen.

Die Wochenmärkte haben auch bei

den HändlerInnen ein Nachwuchsproblem.

Jüngere Generationen

möchten sich den „Knochenjob“

der Marktleute, deren Arbeitstag

in der Nacht anfängt, nicht mehr

antun. Kurt, bei Deinem Biohandel

ist das anders: Alle Generationen

sind am Stand vertreten und Deine

Tochter Marie ist sowieso dabei.

Was machst Du anders als andere

MarkthändlerInnen ?

Kurt Richter: Keine Ahnung. Mit

anderen vergleichen wir uns gar

nicht. Ich kann nur sagen: Ich

bin zuverlässig da am Dienstag,

Donnerstag und Samstag – egal

wie das Wetter ist. Und wir schleimen

nicht herum oder erzählen

Geschichten, sondern wir stehen

hinter der Sache. Bio ist uns ernst

und wenn die Sachen uns nicht

schmecken, sagen wir das auch

ehrlich.

42


tion der Marktleute will das schon

gar nicht. Die wollen nicht mehr

zum Markt fahren, sondern lieber

einen Job am Computer haben.

Marie Pigors: Ich glaube, was wir

anders machen, ist, dass wir nicht

vorrangig das Interesse haben,

zu verkaufen, um damit Geld zu

verdienen. Das auch, aber in erster

Linie haben wir ein starkes Interesse

an Menschen. Wir haben eine

Beziehung zu unseren KundInnen.

Ich könnte Dir Briefe zu unserem

dreißigjährigen Jubiläum vorlesen,

die unglaublich freundlich sind und

uns sehr gerührt haben.

Bauern, die selbst verkaufen, gibt

es fast gar nicht mehr.

Euren Stand gibt es nächstes Jahr

im Oktober seit 40 Jahren. Kurt,

Du warst damals ein echter Pionier.

Wie entstand 1981 die Idee,

einen Biostand auf dem Findorffmarkt

zu eröffnen ?

Kurt Richter: Wenn man sich das

noch einmal vor Augen führt, was

1981, als ich anfing, in Bremen

und Westdeutschland und in den

Köpfen von uns jungen Leuten los

war, waren das in meiner Jugend

in den Siebzigerjahren ganz andere,

bewegte Zeiten. Sind die Septemberstreiks

bei Klöckner Bremen

heute noch ein Begriff ? Ich habe

damals studiert. Bei mir und den

MitstreiterInnen in meinem Umfeld

war völlig klar: Wir wollten auf keinen

Fall eine „bürgerliche Karriere“

einschlagen.

Wir „beglücken“ Bremen mit Bio-

Kartoffeln. Wir sind dann einfach

zum Bio-Bauern in die Lüneburger

Heide gefahren, haben jede Menge

biologisch angebauter Kartoffeln

eingekauft – und uns damit

auf den Findorffmarkt gestellt. Der

Gedanke war: Wir wollten etwas

Gutes tun.

Marie Pigors: Und Ihr habt mitten

auf den Markt gestanden ?

Kurt Richter: Ja. Wir dachten: „Wir

sind clever, fahren früh los, stellen

uns auf den Platz und fangen an,

Kartoffeln an die Leute zu verkaufen.“

Wir haben uns dafür mitten

auf den Findorffmarkt gestellt.

Sofort kam jemand, der sagte: „So

geht das hier nicht. Das ist unser

Platz.“ Am Ende standen wir mit

einem Laster voller Bio-Kartoffeln

am Rand des Marktgeschehens

– und niemand wollte sie haben.

Rückblickend waren wir ziemlich

blauäugig, aber so war das halt.

Daraus ist dann der „Kurt Richter

Lebensmitteleinzelhandel Biohandel

Bremen“ entstanden, den es im

nächsten Jahr 40 Jahre gibt.

Was macht Euren Stand heute

besonders ?

Kurt Richter: Das besondere an

unserem heutigen Sortiment ist:

Es ist nicht am Reißbrett entstanden.

Am Anfang hatten wir nur

Kartoffeln. Irgendwann kamen

KundInnen und fragten uns: „Warum

habt Ihr nicht auch Möhren ?“

und: „Warum habt Ihr nicht auch

Äpfel ?“ Warum habt Ihr denn nicht

dies und das ? Irgendwann kam

ein Türke zu uns, der hatte Kontakte

zu den Bio-Bauern in seiner

Heimat. Dadurch boten wir auch

Feigen und Rosinen und Salbeitee

an. Jemand anders kam, der hatte

Kontakte zu einem Bio-Großhandel

in den Niederlanden.

Plötzlich führten wir biologisches

Distelöl. Irgendwann wollte einer

Rosen-Shampoo haben, also

führten wir Rosen-Shampoo. Man

konnte biologische Produkte früher

nicht irgendwo einfach zentral

einkaufen. Die Strukturen und das

Angebot von heute gab es ja gar

nicht. Auf diese Weise ist unser

Sortiment Schritt für Schritt ent-

Was macht man also, um die Welt

zu verbessern ? Unter uns gab es

jemanden, der kam von einem Demeter-Hof

in Schleswig-Holstein,

wo man schon seit Jahrzehnten

biologischen Anbau betrieb. Dieser

Mensch kam mit der Idee an,

dass wir etwas in dieser Richtung

auch in Bremen unternehmen

sollten. Irgendwann haben wir

gesagt: „Ja, wir machen das jetzt.“

43


gesund ERNÄHRUNG

standen – mit Angeboten, die wir

auch privat nutzen. Wenn man

das, was man tut, nicht aus Überzeugung

und mit Leidenschaft

macht, kann es sowieso nicht

funktionieren.

Marie Pigors: Dass nur ich gestalten

würde, stimmt so nicht. Wir

haben ein Feige-Walnuss-Baguette

neu im Angebot. Was macht

Papa ? Ein Bilderrätsel ! Er legt eine

Feige und eine Walnuss auf das

Baguette. Dann müssen die KundInnen

raten: „Was ist das für ein

Baguette ?“ Auf solche Ideen würde

ich nie kommen !

Im professionellen Marketing

würde man ein solches Vorgehen

„Aufmerksamkeit durch Irritation“

nennen ...

Marie Pigors: Oder Bärlauch ... da

legt er dann den Teddybär und

eine Porreestange hin – als Bilderrätsel

für Bär und Lauch. Oder er

hängt irgendwo am Stand Bananen

auf. Auf so etwas würde ich

nie kommen ! Er gestaltet auch, nur

so ganz anders als ich – und gibt

damit dem Stand einen ganz eigenen

Charme. Mit Marketing-Kram

hat das bei uns nichts zu tun.

Ich war schon als Kind dabei und

auch später, als ich studiert habe.

Irgendwann bin ich zur See gefahren.

Du bist zur See gefahren ? Erzähle

unseren LeserInnen mehr...

Marie Pigors: Der eine Familienzweig

von uns fährt seit jeher

zur See. Meine Großväter und Onkel

sind zur See gefahren. Ich bin

eine zeitlang auf dem Schiff gewesen.

Immer wenn ich frei hatte,

war ich in Findorff auf dem Markt.

Als ich auf dem Schiff war, haben

KundInnen mir gute Wünsche an

Bord gesendet. Ich habe dadurch

Strände auf den Seychellen oder

in Indien gesehen, die waren nicht

weiß, sondern komplett vollgemüllt

mit Plastik und allen möglichen

Dingen. Da ist mir klar geworden:

Papa hat mit seiner biologischen

Lebenweise und seiner Einstellung,

auf überflüssigen Konsum zu

verzichten, völlig recht.

Als Schülerin war ich auf dem

Hermann-Böse-Gymnasium. Als

ich erzählt habe, dass wir als BiohändlerInnen

mit einem Stand auf

dem Findorffmarkt stehen, wurde

ich belächelt. Papa wurde früher

als Öko-Spinner bezeichnet. Das

sagt heute niemand mehr, aber

als Kind bekommst Du diese Geringschätzung

der Arbeit deines

Vaters ja mit. Du denkst dann: Bin

ich ein Freak ? Das war nicht so

toll. Irgendwann habe ich erkannt:

Es macht Sinn, zu überdenken,

wie wir auf dieser Welt leben. Die

eigene Überzeugung zu leben und

zu vertreten habe ich von Papa

gelernt. Heute finden alle „Öko“

super, aber das war in meiner

Kindheit und Jugend ganz und gar

nicht so. Im Studium hat meine

Professorin zu mir gesagt: „Sie

wollen doch nicht am Marktstand

Ihres Vaters versauern ?“ So etwas

tut weh und trifft einen. Aber es

härtet auch ab.

Kurt Richter: Du hast mich vorhin

gefragt, wie es innerfamiliär bei

uns ist und was ich anders mache.

Es gibt von Marie Fotos, wie sie

als Acht- oder Neunjährige neben

dem großen Marktstand ihren

eigenen kleinen Marktstand mit

Äpfeln aufgebaut hat oder einen

eigenen Flohmarkt gemacht hat.

Kurt, was hättest Du beruflich

gern gemacht, wenn Du nicht

Markthändler geworden wärst ?

Marie Pigors: Papa wäre bestimmt

gern Erzieher geworden ...

Kurt Richter: Keine Ahnung. Es gibt

öfter mal Kommentare auf dem

Markt nach dem Motto: Kurt, Du

hättest werden sollen: Lehrer, Pastor,

Politiker ... Ich weiß nicht was

noch alles.

... und Marie ? Du bist ja auch nicht

als Markthändlerin geboren worden.

Marie Pigors: Der Markt ist schon

die Konstante in meinem Leben.

44


Ich habe sie als Kind einfach mitgenommen

und in das Marktleben

von Anfang an mit hereingelassen.

Sie ist mit dem, was ich beruflich

immer gemacht habe und weiterhin

mache, aufgewachsen.

Oft ist es ja so: Mit der Arbeit des

Vaters haben die Kinder gar nichts

am Hut. Die Bauern haben ihren

Nachwuchs erst mitgenommen,

als der mitarbeiten konnte. Das

war bei uns anders.

Marie, wirst Du den Biohandel

Deines Vaters irgendwann übernehmen

?

Marie Pigors: Dass es mir so viel

Spaß macht, liegt daran, dass wir

den Stand zusammen machen –

und ihn allein zu machen ist für

mich unvorstellbar. Darüber kann

ich gar nicht nachdenken.

Kurt Richter: Es gab eine Zeit, da

hätte ich – ohne eine Sekunde

darüber nachzudenken – sofort jedem

davon abgeraten, das zu tun,

was ich mache – weil es so viel

Arbeit ist, es sehr lange Zeit wenig

Anerkennung und Wertschätzung

für einen Biohandel gab und diese

Arbeit auch finanziell wenig rentabel

ist, so dass kein vernünftig

denkender Mensch meinen Beruf

machen sollte.

Aber die Situation hat sich seit

zwei Jahren leicht geändert,

nachdem wir einen neuen Hänger

angeschafft haben, wodurch die

Arbeit etwas einfacher wurde. Es

ist immer noch sehr viel Arbeit,

aber wir sind auch wirtschaftlicher

geworden. Wenn Marie jemanden

findet, der unseren Stand gemeinsam

mit ihr weiterführen will, dann

würde ich sagen: „Ja, macht das !“

Könntest Du nach vier Jahrzehnten

überhaupt loslassen ?

Marie Pigors: Absolut, das könnte

Papa.

Kurt Richter: Ja, sofort. Jetzt ist

es so: Solange ich kann, will und

es mir Spaß macht, stehe ich weiterhin

auf dem Findorffmarkt. Ich

denke auch nicht mehr an Übermorgen;

das habe ich mir mittlerweile

abgewöhnt.

Was macht den Findorffer Wochenmarkt

so liebenswert ?

Kurt Richter: Die Menschen.

Marie Pigors: Ja, ganz klar: Es sind

die Menschen.

Auf dem Findorffmarkt

Am 10. August 1948 eröffnete der Findorffmarkt mit den ersten Marktständen.

Seit dem 28. Oktober 1981 ist Kurt Richter als Biohändler auf dem

Markt vertreten. Vater und Tochter feiern deshalb nächstes Jahr mit allen

KundInnen und einem Team aller Generationen vierzigjähriges Jubiläum.

Der Stand ist ganzjährig dreimal die Woche am Dienstag und Donnerstag

von 8:00 bis 13:00 Uhr und am Samstag von 8:00 bis 14:00 Uhr auf dem

Findorffmarkt zu finden – abgesehen von einem kurzen Urlaub im Sommer.

findorffer-wochenmarkt.de

45


gesund ERNÄHRUNG Ökolandbau stärken,

regionale Wertschöpfung fördern

46


Marktfest der BioStadt 2020

Die Bremer lieben ihre Stadt. Warum auch nicht?

Bremen ist die Stadt mit der letzten Brücke vor dem

offenen Meer und das Zuhause der Stadtmusikanten.

Und Bremen ist BioStadt. Als Mitglied im Netzwerk

der BioStädte setzt die Hansestadt sich seit 2015

dafür ein, den Ökolandbau und die Nachfrage nach

Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen zu

fördern.

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und

Wohnungsbau Maike Schaefer im Interview mit Moderator Helge Tramsen

Der ökologische Landbau schont Böden, sorgt für

weniger belastetes Abwasser, fördert die Artenvielfalt

und trägt dazu bei, unser Klima zu schonen. „Bio“

steht somit für Nachhaltigkeit, den sorgsamen Umgang

mit unserer Umwelt und eine möglichst artgerechte

Tierhaltung. Regionale und ökologische Erzeugung

greifen sinnvoll ineinander. Die regionale Wertschöpfung

von Lebensmitteln trägt dazu bei, die Umwelt

zu schonen und unsere Kulturlandschaften und

Naherholungsgebiete zu erhalten. Weniger Fleisch

auf dem Teller und mehr regionale Bio-Lebensmittel

– damit kann jeder etwas Gutes für sich selbst, für die

Tiere und für die Umwelt tun. Doch was ist die Blaupause

für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, gute

Ernährung, Klima, Bienen und starke Höfe? Bremen

trägt mit dem „Aktionsplan 2025“ dazu bei, die ökologische

und regionale Wertschöpfung zu fördern und

allen Menschen ein gesundes und nachhaltiges Essen

zu ermöglichen. Mit dem Aktionsplan hat Bremen sich

das Ziel gesetzt, das Essen in städtischen Schulen,

Kitas und Krankenhäusern auf Bio umzustellen. Das

Projekt BioStadt Bremen bei der Senatorin für Klimaschutz,

Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und

Wohnungsbau koordiniert die Umsetzung und unterstützt

den Prozess mit einer Vielzahl von Maßnahmen

und Kampagnen.

Die erklärten Ziele sind: Gesunde und ökologische

Ernährung für alle Menschen ermöglichen und die

im Bereich Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Ernährung

engagierten Menschen vernetzen. Von der

Bevölkerung in Bremen sind bisher wichtige Impulse

für das Themenfeld „Gemeinschaftsverpflegung“

ausgegangen. Mit dem neuen Förderprogramm der

BioStadt soll das bürgerschaftliche Engagement weiter

gestärkt und Projekte gefördert werden, die zur

Umsetzung des Aktionsplans beitragen.

Auch die Verbraucher*innen sollen für die Vorteile

der ökologischen und regionalen Landwirtschaft

sensibilisiert werden. Daher lädt das Marktfest der

BioStadt Bremen, mit buntem Programm und vielfältigen

Aussteller*innen jedes Jahr am ersten Sonntag

im Oktober dazu ein, Bio zu erleben und mit den

Erzeuger*innen aus der Region in Kontakt zu treten.

Wir freuen uns darauf, die ökologische Transformation

unseres Ernährungssystems mit Ihnen zu gestalten.

Nähere Informationen und Kontaktdaten finden

Sie unter www.biostadt.bremen.de

47


gesund ERNÄHRUNG

Christa Dohmeyer

Reformhaus ® Ratjen

Hindenburgstr. 35

28717 Bremen

reformhaus-ratjen.de

REFORMHAUS

Christa Dohmeyer über ihren Weg

zum eigenen Reformhaus

Was hat Sie bewegt in der heutigen Zeit, Inhaberin

eines Reformhauses zu werden?

Diese Frage ist mir vor einiger Zeit gestellt worden

und ich habe mir darüber meine Gedanken gemacht.

Zum einen war es familiär bedingt naheliegend, da

schon mein Großvater, Werner Ratjen, in den 40er

Jahren eine Drogerie in Hamburg betrieb und mir dies

somit in die Wiege gelegt wurde. Er war Drogistenlehrling

bei dem Vater unseres Bürgermeisters a.D.

Henning Scherf in Bremen und eröffnete später seine

erste Drogerie in Hamburg.

Im Krieg wurden meine Großmutter, Lotte Ratjen und

mein Großvater mit ihrer Tochter Doris ausgebombt

und flüchteten nach Bremen, wo sie 1947 eine Baracken

Drogerie in Grohn eröffneten. Als später das

Einkaufszentrum im Marßler Feld entstand, war mein

Großvater mit seiner Drogerie der erste Ankermieter.

Damals hatten sie schon das erste Reformhausdepot

in ihrem Unternehmen. Als mein Vater, Bernhard

Ratjen, die Drogerie 1978 von meinen Großeltern

übernahm, war das Reformhausdepot ein fester Bestandteil

des Unternehmens und er entdeckte seine

Leidenschaft für die Reformhausbranche.

Am 15.1.1981 wurde unser erstes Reformhaus in der

Hindenburgstr.35 in Bremen-Lesum eröffnet und wir

feiern diese Tage 40ten Geburtstag.

48


Nun bin ich die 3. Generation und auch mich hat die

Leidenschaft, für den Facheinzelhandel und das Reformhaus,

früh gepackt. Ich habe immer schon einen

Faible für die Beratung gehabt, wer mich kennt, weiß

was ich meine.

Im Reformhaus kommen, wie in keiner anderen

Branche, Tag täglich Kunden mit Wünschen, Sorgen,

Krankheiten und Befindlichkeiten und man darf aus

seinem großen Schatz an Wissen und Erfahrung helfen,

beraten und sie glücklich lächelnd aus dem Geschäft

gehen sehen.

Reformhäuser sind ein Schatz dieser Zeit, sie sind

die Fachgeschäfte für Vegetarische und Vegane Ernährung,

die Pioniere des Müslis, der Margarine, dem

Pflanzlichen Schmalz und der Naturkosmetik. Unser

Motto war immer schon: „Lasst das Natürliche so natürlich

wie möglich!“, wir Leben und lieben unseren

Beruf.

Wir fangen da an, wo der Arzt und der Apotheker aufhören,

wir sehen den Menschen ganzheitlich und stellen

jedem Kunden individuell unsere Fachkompetenz

bei Naturkosmetik, Naturartznei, alternativ Medizin,

TCM, Imunprofilaxe, Krebs begleitender Therapie und

vielem Mehr zur Verfügung.

Fachberatung ist unser A und O und es wird sehr

großen Wert auf eine ganzheitliche Ausbildung an der

Reformhausfachakademie in Oberstedten so wie permanente

Fort und Weiterbildung gelegt. Diese Form

der Ausbildung ist in Deutschland, Österreich und der

Schweiz einmalig und unterscheidet sie sehr deutlich

von ähnlichen Einzelhandelsunternehmen, wie Bioläden

und Biosupermärkten (siehe Tabelle).

Habe ich Sie neugierig gemacht und Sie möchten

gerne mal gucken, ob es immer noch den Rotbäckchensaft

gibt, den man von Früher von Oma und

Opa kennt, dann lade ich Sie sehr herzlich zu einem

Einkaufsbummel ins Reformhaus ein, bei mir, oder

meinen Kollegen in Bremen und Bremer Umland. Wir

freuen uns sehr Sie bei uns begrüßen zu dürfen und

Ihnen die Vielfalt des Reformhauses näher zu bringen.

Bleiben Sie gesund!

BIOLADEN

Gründungsjahr 1971

BIO-SUPERMARKT

Gründungsjahr 1987

REFORMHAUS

Gründungsjahr 1887

Betriebsart

Eigenständige Einzelunternehmen,

teilweise mit Filialen in Einkaufsgemeinschaften

organisiert.

In der Regel Filialen von mehreren

Geschäften, auch Ketten ( Alnatura,

Aleco, Denz) Teilw. Abzweigungen

vom Großhandel ( hinter Aleco und

Denz steht Denree).

50% Einzelunternehmen,

50% Filialunternehmen.

Organisiert über eine Genossenschaft

( Reformhaus e.G.). Es gibt einige Einkaufsgenmeinschaften

und eine größere

Aktionsgemeinschaft der 50%

der Mitglieder angehören (RAL).

Voraussetungen

Keine besonderen Voraussetzungen

zum betreibeneines Bioladens, ratsam

ist eine Kaufmännische Grundausbildung,

eventuell ein Freiverkäuflicher

Arzneimittelschein.

Keine besonderen Voraussetzungen

zum betreibeneines Bio-Supermarkts,

ratsam ist eine kaufmännische

Grundausbildung, eventuell ein Freiverkäuflicher

Arzneimittelschein.

Kaufmännische Ausbildung mit

einem Existenzgründer Kursus,

Diplomhandelsbetriebswirt oÄ, Ausbildung:

Reformhausfachverkäufer ,

Freiverkäuflicher Arzneimittelschein,

eventuell diverse Weiterbildungen (

TCM-Berater, Naturartzneiberater,

Fastenleiter, Darmexperte etc).

Sortiment

Lebensmittel in Bioqualität, Naturkosmetik,

eventuell Freiverkäufliche Artzneimittel

und Nahrungsergänzung

( Wenn Ausbildung vorhanden )bio

Fleisch und bio Fisch.

Lebensmittel in Bioqualität, Naturkosmetik,

eventuell Freiverkäufliche Artzneimittel

und Nahrungsergänzung

( Wenn Ausbildung vorhanden) bio

Fleisch und bio Fisch.

Lebensmittel in Bioqualität, überwiegend

rein Vegetarisch, Naturkosmetik

( teilw, mit Naturkosmetikkabinen ),

Naturartzneimittel, Alternativmedizin,

Spezialernährung bei Lebensmittelunverträglichkeiten

und Intolleranzen,

Natürliche Nahrungsergänzung,

TCM Produkte, Fachgeschäft für

Vegetarisch und Vegane Ernährung.

Siegel

Biosiegel, demeter, Natrue, BDIH,

Fairtaide.

Biosiegel, demeter, Natrue,BDIH,

Fairtraide.

Neuform Qualitätszeichen, Biosiegel,

demeter, Natrue, BDIH, Fairtraide, etc.

49


gesund ERNÄHRUNG

Heißhunger

und

Jo-Jo-Effekt

besiegen

Wenn Heißhungerattacken plagen,

macht das ganz schnell jeden

Diäterfolg zunichte.

Foto: djd-k/BioNorm-Forschung/

Pixel-Shot - stock.adobe.com

50


Mit den richtigen Proteinen kann

das Abnehmen ein Erfolg werden.

Viele Menschen, die schon mal eine Diät gemacht

haben, kennen das nur zu gut: Da verzichtet man

tage- oder wochenlang tapfer auf üppige Speisen,

knabbert stattdessen nur an Möhren, Salat und Knäckebrot

oder man ersetzt gleich ganze Mahlzeiten mit

irgendwelchen Shakes oder Smoothies. Auch dubiose

Crash-Kuren auf Basis von Kohlsuppe, Ananas und

Co. werden gern ausprobiert. Doch früher oder später

passiert es - die Heißhungerattacken kommen. Ganz

schnell finden sich Diätopfer dann vor dem Kühlschrank

wieder, wo Kuchen, Wurst und andere kulinarische

„Sünden“ in den Mund wandern.

Raus aus dem Teufelskreis

Aus schlechtem Gewissen und Frust wird daraufhin

nicht selten die Diät ganz abgebrochen. Und damit

nicht genug: Zu allem Überfluss setzt der Jo-Jo-

Effekt ein, wenn man wieder normal isst. Die bereits

verlorenen Pfunde sind bald aufs Neue drauf, und

meist legt man noch einige hinzu. Um aus diesem

Teufelskreis auszubrechen und nachhaltig erfolgreich

abzunehmen, kommt es auf die richtige Ernährungsstrategie

an. Der Fokus liegt hierbei auf hochwertigen

Proteinen. Diese sorgen dafür, dass das Hungergefühl

im Gehirn ausgeschaltet wird und man dementsprechend

weniger isst, um satt zu sein.

Anhaltend satt mit den richtigen Proteinen

Außerdem schaltet der Körper bei einer eiweißreichen

Kost – anders als bei herkömmlichen Diäten – nicht

auf Sparflamme. Der Stoffwechsel bleibt aktiv und

setzt die Nährstoffe effizient um, was der Anlagerung

von Fettpolstern entgegenwirkt. Der Jo-Jo-Effekt fällt

aus. Mit BioNorm bodyline beispielsweise wurde jetzt

eine rein pflanzliche Ernährungsformel entwickelt,

bei der die Proteinbausteine gemäß der Empfehlung

der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kombiniert

wurden. Mit einem neuartigen 2-Phasen-Prinzip kann

über die enthaltenen Proteinbruchstücke eine schnell

eintretende Sättigung erzielt werden. Die komplexeren

Proteine wiederum sollen den Hunger über einen

langen Zeitraum hinweg stillen. Dabei handelt es sich

also nicht um einen Mahlzeitenersatz, sondern um

eine Ergänzung. So ist kein Verzicht notwendig. Unter

www.bionorm.de gibt es weitere Tipps und Infos. Eine

ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung

unterstützen darüber hinaus das Erreichen des

Wunschgewichts - zumal die Verbindung hochwertiger

Proteine mit Sport den Muskelaufbau fördert und

damit auch eine straffe Traumfigur.

Ihr Fachgeschäft für feinste Käsespezialitäten

aus Tradition und Handwerk in Bremen.

Hemmstraße 180

28215 Bremen

Tel. 0421 6950 3878

Fax. 0421 6950 3877

www.findorffer-kaesekontor.de

info@findorffer-kaesekontor.de

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gesund ERNÄHRUNG

Von

NUTRI-SCORE

bis ErnährWert

Foto: REWE

Leicht besser

essen mit

REWE.

Im Supermarkt ist es bei der Fülle an Produkten nicht leicht zu erkennen,

welches Lebensmittel das richtige für die bewusste Ernährung ist.

REWE macht es seinen Kunden jetzt noch leichter, sich ausgewogen

zu ernähren! Ab sofort wird der Nutri-Score bei allen Produkten der

REWE Eigenmarken von „ja!“ bis REWE Bio zu finden sein.

Von grünem A bis rotem E – auf Preisetiketten am

Regal, auf ersten Verpackungen, in der REWE App

oder im REWE Online-Shop ist das einfache Nutri-

Score-Logo zu sehen. Dadurch unterstützt REWE

seine Kunden transparent bei einer bewussteren Lebensmittelauswahl

und gibt eine Orientierungshilfe für

eine ausgewogenere Ernährung.

Von grün bis rot

Beim Nutri-Score handelt es sich um eine freiwillige

Nährwertkennzeichnung, die auf den ersten Blick eine

gute Einschätzung der Nährwertqualität ermöglicht.

Der Nutri-Score ist als Ampelsystem mit fünf Stufen

aufgebaut. Es lässt sich somit auf einen Blick erkennen,

welche Lebensmittel zu einer bewussten Ernährung

beitragen.

Hans-Jürgen Moog, als Bereichsvorstand bei der

REWE Group für den Einkauf verantwortlich: „Viele

Menschen haben den Wunsch, sich gesünder zu ernähren.

Wir zeigen ihnen, dass es weder aufwändig

noch teuer ist, sich bewusst für Produkte zu entscheiden.“

Zum Beispiel für Obst und Gemüse aus der Region

oder ausgesuchten Produkten von REWE Bio.

REWE geht sogar noch über den Nutri-Score hinaus:

Denn zusätzlich erhalten viele Rezepte auf der REWE

Webseite ein neues Symbol, den REWE ErnährWert.

Der Unterschied zwischen Nutri-Score und Ernähr-

Wert: Der Nutri-Score bewertet einzelne Lebensmittel

und Produkte anhand der Inhalts- und Nährstoffe. Bei

den REWE Rezepten dagegen werden alle Zutaten,

ihre Nährwerte und Zubereitungsformen in die Rechnung

mit einbezogen.

Schon bewusst?

Manchmal ist weniger mehr. Deshalb hat REWE bereits

2018 und 2019 den Salz- und Zuckergehalt in

den Eigenmarkenprodukten reduziert. Mittlerweile

wurden mehrere Hundert Rezepturen von Eigenmarken-Produkten

bearbeitet und dabei im Durchschnitt

eine prozentuale Zuckersenkung im zweistelligen

Prozent-Bereich erzielt. Und das bei gleichbleibend

gutem Geschmack!

Schauen Sie einfach in Ihren REWE-Märkten in Bremen

und Bremerhaven vorbei. Rezepte, Tipps und

Informationen zum Thema Lebensmittel und Ernährung

finden Sie auf rewe.de

52


gesund ERNÄHRUNG

BÖLW

Gibt BIO eine „Stimme“

Foto: Cottonbro, Pexels

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

(BÖLW) ist der Spitzenverband landwirtschaftlicher

Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel

in Deutschland.

Als Bio-Spitzenverband bietet er Raum für intensive

Kommunikation, offene Diskussionen und gemeinsame

Entscheidungen. Der BÖLW bündelt die Interessen

der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft und

vertritt diese mit einer Stimme gegenüber Politik und

Gesellschaft.

Ziel des BÖLW ist es, dass die ökologischen, ökonomischen

und sozialen Leistungen der Ökologischen

Lebensmittelwirtschaft in Politik und Gesellschaft angemessen

wahrgenommen werden. Der BÖLW setzt

sich für bessere politische Rahmenbedingungen zur

Förderung und Weiterentwicklung der Ökologischen

Landwirtschaft ein.

Neu im BÖLW Vorstand Handel ist Marcus Wewer.

Der Referent für Ökolandbau und Bio-Qualitätsmanagement

in der REWE-Zentrale in Köln kann auf

langjährige Erfahrung im

Bereich biologisch erzeugter

Nahrungsmittel

zurückblicken. In Bremen

ist er auch als ehemaliger

Inhaber von Holtorf Feinkost

& Kolonialwaren seit

1874 am Ostertorsteinweg

von 2013 bis 2017 bekannt. gesund Bremen hat ihm

3 Fragen zum Thema „Mehr Bio im Handel“ gestellt:

Herr Wewer, was bedeutet Bio für Sie?

Bio ist erst einmal ein Lebensmittel nach dem gesetzlichen

Rahmen der EU-Öko-Verordnung. Am besten

aus Deutschland oder regional von einem Bio-Betrieb,

der nach einem der Öko-Verbände wirtschaftet.

Möglichst schonend verarbeitet, nah am Ursprung,

nachhaltig verpackt, aber auch innovativ und modern.

Dann bin ich als Händler schon sehr zufrieden. Als

Mensch, Agraringenieur, Grüner, Vater und Ehemann

habe ich noch höhere Ansprüche.

Was braucht es für einen guten Handel mit Bio?

Gegenseitigen Respekt auf allen Handelsstufen, faire

Wettbewerbsbedingungen zwischen den Akteuren.

Gesetzliche Rahmenbedingungen, die einen hohen

Standard garantieren, aber keine Hemmnisse aufbauen.

Wenn wir Bio auf dem Acker haben wollen, müssen

wir die Produkte auch verkaufen können.

Welche Rolle spielt der Handel mit Bio in 10 Jahren?

Die EU-Politik will mind. 25 % Öko-Fläche. Manche

Länder werden das übertreffen, andere müssen

nachziehen. Wo wird Deutschland stehen? Für den

Lebensmitteleinzelhandel, über alle Vertriebsformen

hinweg, wird das eine immense Aufgabe. Wir müssen

ein Vielfaches vom jetzigen Mengenstatus anbieten.

Der Fachhandel wird viele neue Läden eröffnen

müssen, im klassischen LEH müssen konventionelle

Artikel geräumt und mit Bio-Produkten ausgetauscht

werden. Aber wir brauchen die Käufer – die Bevölkerung

muss mitgenommen werden. Bio verkauft sich

nicht von alleine, wir müssen überzeugen!

boelw.de

53


gesund REZEPT

Küche

mensa

13

Hier steht Jan-Philipp Iwersen nicht in meiner Küche, sondern hinterm Tresen der Mensa.

54


Raffinement zum Mitnehmen

Ich bin die Küche13 und heiße so wegen meiner

Adresse. Ich bin zugleich Küche und Restaurant –

alles in einem Raum. Deswegen ist es bei mir auch

etwas lebhafter, aber die meisten Gäste mögen genau

das.

Mein Koch Jan-Philipp Iwersen steht nun schon seit

2010 mit seinen KollegInnen an meinem Herd, gegenwärtig

sind das Milan Voigt, André Krause und

Niklas Kulla. Er legt großen Wert auf einwandfreie

Herkunft der Ware, auf frische Zubereitung und eine

Prise Raffinement. Und mein charmanter Service

bringt es fix auf den Tisch.

Was soll ich sagen: Es schmeckt wirklich lecker und ist

bezahlbar, und das wissen inzwischen fast alle. Eine

Reservierung per Anruf oder E-Mail ist zu empfehlen.

Ich freue mich auf Euren Besuch, wenn es wieder

möglich ist.

Mensa 13

Jan-Philipp hat aber, so lange es noch nicht möglich

ist, die Mensa13 mit TakeAway für Euch. Diese neue

Location in der Dechanatstraße in der Hochschule für

Künste bietet jeden Tag zwei Mittagsgerichte. Schaut

auf meine Homepage, da steht immer was es aktuell

gibt. Die Öffnungszeiten dort sind Mo-Fr von 11:30 bis

14:30 Uhr.

Küche 13

Beim Steinernen Kreuz 13

28203 Bremen

T 0421 20824721

kueche13.de

Mensa13

Musikhochschule

Dechanatstraße 13-15

28195 Bremen

REZEPT

Ziegenkäsekaramell mit Birnenchutney,

gebackener Bete und Wildkräutern (ca. 4 Portionen)

Birnenchutney

500g Birnen geschält und gewürfelt

3 Stück Sternanis

1 Zimtstangen

1 Chilischote

150g Zucker

100ml Weißweinessig

100ml Apfelsaft

5 Nelken

Für das Birnenchutney alle Zutaten in einen

Topf geben und langsam sämig reduzieren

lassen. Gegebenenfalls noch einmal

nachschmecken mit Essig oder Zucker.

200g Wildkräuter

50 ml Vinaigrette

Die Wildkräuter in der Vinaigrette marinieren.

Ziegenfrischkäse

4 Scheiben Pave Blanc

Zucker

Den Ziegenfrischkäse mit Zucker bestreuen

und mit dem Gasbrenner karamellisieren.

Schön anrichten und guten Appetit!

Gebackene Bete

400g bunte Bete

Salz

Die bunte Bete großzügig mit Salz bestreuen

und im Ofen backen. Dann im Salzmantel auskühlen

lassen und danach schälen und in Scheiben

schneiden.

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gesund BUCHEMPFEHLUNG

Foto: Natasha Spencer

Der FETTversteher

Wie wir unser Gutes aktivieren,

um unser Schlechtes zu verlieren

von Gretel Sattler

Bartelt, 36, ist Biochemiker und Molekularbiologe,

aktuell ordentlicher Professor für kardiovaskulären

Stoffwechsel an der Ludwig-Maximilians-Universität

in München, trägt einen Doktortitel der Uni Hamburg

und arbeitete an der Harvard University USA an neuen

Wirkmechanismen des braunen Fettgewebes.

Er klärt seine Leser*innen auf: über weiße, beige und

braune Fettzellen und wie uns diese u. a. beim Abnehmen

helfen können. Er klärt uns auf, warum Körperfett

lebenswichtig ist und wie Fettzellen aufgebaut sind,

gedeihen und auch wieder schrumpfen.

56


Schon die Kapitel des übersichtlich gegliederten Inhaltsverzeichnisses

machen neugierig:

Die Einleitung beginnt mit „die wunderbare Welt der

Fette“, es folgt „was sich hinter unseren Fettpolstern

verbirgt“ und schließlich „so kriegt jeder sein Fett weg“.

Prof. Dr. A. Bartelt

Der FETTversteher

ULLSTEIN Extra

Gebundene Ausgabe

Preis: 16,99 €

Bartelt führt uns ausführlich ein in die komplexe biochemische

Welt der Fette und geht u. a. diesen Fragen

nach: Wie funktioniert das mit den brauen Fetten? Wie

sind Fettzellen aufgebaut? Welche Rolle spielen sie im

Stoffwechsel? Bartelt, der sich selbst einfach „Fettforscher“

nennt, schafft es, egal ob es um den Bauplan

von Fettzellen geht oder um die neuesten Erkenntnisse

der Fettforschung, diese so zu erklären, dass der neugierige

Laie nicht überfordert wird.

Alexander Bartelt, Foto: privat

Der Tonfall ist locker und man spürt die Begeisterung

Bartels für die Fettforschung zwischen den Zeilen. Mit

den kleinen erklärenden Geschichten zwischendurch

liest sich dieses Buch, trotz der Fülle der Informationen,

unterhaltsam. Das Buch schließt ab mit einem kurzen

Kapitel über gängige Diäten und die Aufklärung über

deren Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Buchhandlung Sattler

Schwachhauser Heerstr. 13

28203 Bremen

T 0421 72228

buchhandlungsattler.de

Eine wirklich erkenntnisreiche Lektüre!

Gretel Sattler, Foto: Fabian Sattler

UNSERE VIDEO-

SPRECHSTUNDE FÜR SIE!

Sind Sie ängstlich, sich mit dem Coronavirus zu

infi zieren oder möchten ganz allgemein die Gefahr

einer Ansteckung meiden? Neuerdings müssen Sie

nicht zu jedem Thema in unsere Praxis kommen.

Wir beraten Sie nun auch per Videosprechstunde!

Melden Sie sich dazu einfach über unsere Website

zu einem Termin Ihrer Wahl an:

mund-kiefer-gesicht-bremen.de/videosprechstunde

Zu weiteren Fragen, rufen Sie uns gern an:

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Mund. Kiefer. Gesicht. Bremen

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Bremen

Im Ärztehaus am DIAKO

Am Klinikum NORD

In der STERNKLINIK

mund-kiefer-gesicht-bremen.de

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gesund HOROSCOP Widder 21.3.-20.4.

Fische 20.2.-20.3.

Partnerschaft

Mit Ihrer Ungeduld bei der Partnersuche

machen Sie sich das Leben nur selbst

schwer. So kann es passieren, dass Sie die Chance für die ganz

große Liebe übersehen. Nehmen Sie sich mehr Zeit, um Ihre

eigenen Gefühle zu ergründen, denn wenn Sie selbst mit sich

im Einklang sind, werden sich neue und interessante Kontakte

ergeben, die sich auch zu einer Partnerschaft entwickeln können.

Gesundheit

In Zukunft sollten Sie Ihre Termine besser planen und vor allem

den Stress der letzten Zeit vermeiden. Ziehen Sie sich einfach

öfter mal zurück und machen es sich alleine gemütlich. Ihre

Freunde werden sich zwar wundern, aber Sie auch verstehen.

Machen Sie sich den Spruch „Nichtstun ist auch eine Tätigkeit“

zum Motto, dann werden Sie wieder neue Kraft tanken.

Zwilling 22.5.-21.6.

Partnerschaft

Dieses Jahr beginnt mit Romantik und

großen Gefühlen. Diese Phase sollten Sie

nutzen, um mit Ihrem Schatz Pläne für die Zukunft zu schmieden.

Vielleicht läuten sogar schon bald die Hochzeitsglocken

und Sie kommen Ihrem Ziel einen großen Schritt näher. Sorgen

Sie mit kleinen Überraschungen dafür, dass die Liebe nicht

langweilig wird.

Gesundheit

Sich mit Ihrer Gesundheit zu beschäftigen, war ein guter Start.

Sie müssen nur kontinuierlich bei der Sache bleiben. Natürlich

fällt es Ihnen schwer, das rechte Maß zu finden. Aber vielleicht

schaffen Sie es, sich selbst auszutricksen, dann ist es nicht

mehr ganz so schwierig. Gehen Sie mit Humor an die Sache,

dann wirkt es nicht mehr so monumental.

Partnerschaft

Versuchen Sie künftig, mit jemandem,

dem Sie vertrauen, über Ihre Gefühle zu

sprechen. Manchmal kann ein Gespräch helfen, Dinge von einer

anderen Seite zu betrachten, die einem selbst noch gar nicht in

den Sinn gekommen sind. Denken Sie auch noch einmal darüber

nach, ob Sie wirklich bereit sind, sich auf Dauer zu binden.

Gesundheit

Vielleicht haben Sie hin und wieder Kopfschmerzen, was daran

liegt, dass Ihnen tatsächlich vieles durch den Kopf geht. Versuchen

Sie regelmäßig abzuschalten, sonst geht es bald mit Ihren

Verdauungsorganen weiter. Sorgen Sie für reichlich Bewegung.

Auch wenn es manchmal nur für einen kurzen Spaziergang

reicht, aber die Zeit sollten Sie sich nehmen.

Stier 21.4.-21.5.

Partnerschaft

In 2020 hat das Liebeskarussell schon

angefangen, sich für Sie zu drehen und

es bleibt auch weiter spannend. Konzentrieren Sie sich auf

Ihren Partner und suchen Sie nicht schon gleich wieder nach

Abwechslung. Wenn man immer auf was „Besseres“ wartet,

ist man bald allein. Und vielleicht haben Sie das „Beste“ schon

zuhause?

Gesundheit

Sie sollten auch mal den Rat anderer Menschen annehmen und

sich Ihre Kräfte besser einteilen. Man erwartet gar nicht von

Ihnen, dass Sie immer hundert Prozent geben. Lernen Sie Ihre

Grenzen kennen, damit Sie wissen, wie weit Sie gehen können.

Im Moment sollten Sie aber Ihre Aufmerksamkeit lieber auf

Dinge richten, die Ihnen Spaß bereiten. Passen Sie mehr auf

sich auf!

JAH

HORO

20

Krebs 22.6.-22.7.

Partnerschaft

In Liebesdingen hat das neue Jahr einiges

zu bieten. Auch wenn der Start etwas

zögerlich beginnt, werden Sie bald auf Wolke sieben schweben.

Im Sommer versetzen Sie romantische Abende in einen wahren

Gefühlsrausch. Ihr Partner schätzt Ihre Aufmerksamkeit und liest

Ihnen jeden Wunsch von den Augen ab. So können Sie harmonisch

das Jahr ausklingen lassen.

Gesundheit

Sie neigen dazu, sich manchmal etwas zu überfordern. Deshalb

sollten Sie daran denken, Ihre Kräfte besser einzuteilen und

öfter mal „nein“ zu sagen. Dann ist mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen

in der nächsten Zeit nicht zu rechnen. Das neue

Jahr ist eine gute Gelegenheit, sich von alten Angewohnheiten

zu verabschieden. Auch kleine Schritte können ein Anfang sein.

Löwe 23.7.-23.8.

Partnerschaft

Große Ereignisse werfen Ihre Schatten

voraus! Eine interessante Bekanntschaft

könnte Ihr Leben verändern. Sie sollten sich aber Zeit lassen, um

Ihr Gegenüber richtig kennen zu lernen. Sortieren Sie Ihre Gefühle

erst einmal, bevor Sie sich in ein Abenteuer stürzen und machen

Sie sich klar, was Sie selbst möchten: Nur Spaß oder vielleicht

doch mehr?

Gesundheit

Mit ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist im

kommenden Jahr nicht zu rechnen. Ganz im Gegenteil: Ihre Leistungskurve

liegt gut über dem Durchschnitt. Besonders in der

ersten Jahreshälfte ist Ihr Ehrgeiz kaum zu bremsen. Werden

Sie aber nicht übermütig, sonst kann es schnell zu Verletzungen

kommen. Respektieren Sie Ihre körperlichen Grenzen.

58


Jungfrau 24.8.-23.9.

Partnerschaft

Wenn demnächst eine neue Beziehung

in Ihr Leben tritt, sollten Sie das zunächst

lieber für sich behalten und nicht gleich allen davon erzählen.

Bewahren Sie sich das kleine Geheimnis noch eine Weile und

genießen Sie die Zweisamkeit. Erst, wenn Sie sich ganz sicher

sind, sollten Sie Ihre Freunde einweihen. Manchmal gibt es

Neider, denen man das gar nicht zugetraut hätte.

Gesundheit

Kopf hoch! Die stressigen Zeiten scheinen jetzt erst einmal

vorbei zu sein. Sie können aufatmen und gesundheitliche Dinge

wieder ins rechte Lot bringen. Versuchen Sie künftig jeden Tag

ein paar Minuten autogenes Training einzuplanen. Sorgen Sie

aber auch für möglichst viel Bewegung an der frischen Luft,

denn auch das könnte mit Ihrer Erschöpfung zusammenhängen.

Schütze 23.11.-21.12.

Partnerschaft

An Ihrem Strahlen kann man erkennen,

wie glücklich Sie in Ihrer Partnerschaft

sind, auch wenn es in der letzten Zeit Tage gab, an denen Sie

Ihre Beziehung infrage gestellt haben. Seitdem Sie gemerkt haben,

dass Sie nicht immer nur Ihren Kopf durchsetzen können,

sondern über alles reden können, was Sie belastet, verläuft das

gemeinsame Leben sehr harmonisch.

Gesundheit

Sie müssen weder sich noch anderen etwas beweisen. Richten

Sie Ihr Augenmerk weiter darauf, gelassen zu bleiben und sich

nicht zu überfordern. Wenn Sie immer die richtige Mischung

aus Ruhe und Aktivität finden, werden Sie im Laufe des Jahres

keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten haben. Ihr ausgeprägter

Wille wird Sie dabei unterstützen.

RES

SKOP

21

Waage 21.4.-21.5.

Partnerschaft

Die Zeichen stehen in diesem Jahr ganz

eindeutig auf Liebe! Wenn auch zunächst

noch nicht so viel in Bewegung kommt, lassen Sie sich

nicht entmutigen. Viele schöne Stunden der Zweisamkeit und

prickelnde Momente stehen Ihnen bevor. Hören Sie auf Ihre

inneren Impulse, dann könnte alles, wovon Sie schon lange

geträumt haben, in Erfüllung gehen.

Gesundheit

Nehmen Sie das Tempo aus Ihrem stressigen Alltag ein bisschen

heraus. Sie müssen nicht immer hundert Prozent geben.

Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie sich mehr Ruhe und Entspannung

gönnen. Nutzen Sie Ihre Freizeit mehr für kulturelle

Dinge, bei denen Sie nicht körperlich aktiv sein müssen. Wie

wäre es mit einem Konzert- oder Museumsbesuch, das kann

auch fordern, aber mehr auf der geistigen Ebene.

Skorpion 24.10.-22.11.

Partnerschaft

In der kommenden Zeit müssen Sie mit

Veränderungen in der Partnerschaft

rechnen. Vor den Problemen davon zu rennen ist aber keine

Lösung. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner und sprechen

Sie alles an, was Ihnen auf der Seele liegt, dann könnte es

doch noch einmal eine Wende geben und das neue Jahr kann

für beide eine positive Entwicklung bringen.

Gesundheit

Wenn Sie sich antriebsarm und müde fühlen, könnte es daher

kommen, dass Sie sich in den vergangenen Monaten sowohl

beruflich als auch privat zu viel zugemutet haben. Ihr Körper

und Ihre Seele benötigen eine Auszeit. Um wieder zu Ihrer

Unbeschwertheit zurück zu finden, brauchen Sie Zeit für sich.

Versuchen Sie, so schnell wie möglich ein paar Urlaubstage

einzuplanen.

Wassermann 21.1.-19.2.

Partnerschaft

Die kommende Zeit wird sich vollkommen

harmonisch gestalten und kein einziges

Wölkchen wird den Beziehungshimmel trüben. Sie wissen, dass

Sie sich auf Ihren Partner verlassen können, daher sollten Sie

auch manchmal über kleine Schwächen hinwegsehen. Zusammen

haben Sie die besten Chancen für eine gemeinsame Zukunft.

Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihren Partner nicht mit

Ihren Zukunftsvorstellungen überfordern.

Gesundheit

Was kann ich mir zumuten? Diese Frage sollten Sie sich in Zukunft

öfter stellen, denn in letzter Zeit haben Sie Ihre Gesundheit

manchmal ziemlich vernachlässigt. Sie sollten nicht ständig

glauben, dass Sie immer funktionieren müssen. Folgen Sie

einfach Ihren Gefühlen und stehen Sie zu Ihren Wünschen und

Bedürfnissen, das steigert Ihr Wohlbefinden.

Steinbock 22.12.-20.1.

Partnerschaft

In Zukunft sollten Sie versuchen, mit Ihren

schmerzlichen Erfahrungen endgültig

abzuschließen, sonst werden Sie daran gehindert, ein neues

Liebesglück genießen zu können. Ziehen Sie sich deswegen

aber nicht zurück, sondern geben Sie den Dingen Zeit, sich zu

entwickeln. Auf keinen Fall sollten Sie sich auf eine Affäre mit

jemanden einlassen, der schon liiert ist.

Gesundheit

Die letzten Monate haben Sie viel Kraft gekostet und man merkt

Ihnen Ihre Erschöpfung an. Sagen Sie das ganz offen auch

Ihrem Umfeld und verlangen Sie, dass man eine gewisse Rücksicht

auf Sie nimmt. An den freien Tagen sollten Sie versuchen,

Ihre Reserven wieder aufzufüllen, im dem Sie sich einfach auf

die faule Haut legen oder sich mit einer Massage verwöhnen

lassen.

59


gesund BREMEN

Wichtige Adressen

Corona Informationen

Info-Hotline Coronavirus: Bürgertelefon 115

Sollten Sie bei sich Krankheitssymptome feststellen,

melden Sie sich zur weiteren medizinischen Abklärung

Ihres Gesundheitszustandes zunächst telefonisch bei

Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin. Außerhalb der

regulären Sprechzeiten können Sie sich an den ärztlichen

Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung

Bremen (KVHB) wenden: Telefon 116 117

An den folgen Anlaufstellen können Tests gemacht

werden, wenn zuvor eine Überweisung ausgestellt

wurde:

Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung:

Die Adresse wird telefonisch bei der Terminabsprache

mitgeteilt, nachdem die Hausärztin/der Hausarzt eine

Überweisung ausgestellt hat.

Corona-Ambulanz in Bremen-Nord:

Die Adresse wird telefonisch bei der Terminabsprache

mitgeteilt, nachdem die Hausärztin/der Hausarzt eine

Überweisung ausgestellt hat.

Teststelle GeNo Corona Messehalle (Bremen Mitte):

Messehalle 5 und 6 - Messe Bremen

Theodor-Heuss-Allee 15 · 28215 Bremen

Geöffnet: Mo.-Sa. 9-19 Uhr und So. 9-17 Uhr; ein

Termin ist nicht erforderlich.

Arztsuche

Sie suchen einen Arzt, eine Ärztin in Bremen oder

Bremerhaven? Dann werden Sie hier fündig:

kvhb.de/arztsuche

Ärztlicher Notdienst

Telefon 116 117

Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bremen-Stadt im St.

Joseph-Stift, Eingang Notaufnahme, Schubertstraße

Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bremen-Nord im

Klinikum Bremen-Nord, Hammersbecker Str. 228

Kinderärztlicher Notdienst

Kinder- und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst

Bremen-Stadt in der Prof.-Hess-Kinderklinik des Klinikum

Bremen-Mitte, Friedrich-Karl-Str. 68

Telefon 0421 3404444

Kinder- und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst

Bremen-Nord im Klinikum Bremen-Nord, Hammersbecker

Str. 228, Telefon 0421 66061800

Apotheken Notdienst

apothekenfinder.mobi

Telefon 0800 00 22 8 33

60


Apotheken

Empfehlungen, bei denen Sie auch

dieses Magazin kostenlos erhalten.

Innenstadt (28195)

Remberti-Apotheke

Dr. Tammo Funke

Rembertistr. 52

Apotheke Am Dobben

Dr. Tammo Funke

Am Dobben 29

Ostertor-Apotheke

Hassan Safari

Ostertorsteinweg 4-5

Apotheke Außer d. Schleifmühle

Nicole Antosik

Außer der Schleifmühle 80

Malteser Apotheke

Herbert Wagner

Graf-Moltke-Str. 67

Hanseaten Apotheke

Holger Piekuth

Schwachhauser Heerstr. 71-73

Riensberg (28213)

Apotheke im Schüsselkorb

Joachim Uwe Wetzel

Schüsselkorb 19

Adler-Apotheke

Kychosro Iraji

Hutfilter Str. 23

Apotheke Lloyd Passage

Philip Hien-Völpel

Lloydpassage 40

Raths Apotheke

Thomas Real

Am Markt 11

Woltmershausen (28197)

Deich Apotheke

Susanne May-Brandt

Woltmershauser Str.343

Neustadt (28199)

Delme Apotheke

Christian Paszkiet

Pappelstr. 91

Buntentor (28201)

Huckelriede Apotheke

Joachim Polls

Kornstraße 607

Nettelbeck Apotheke

Joachim Polls

Kornstraße 120

Ostertor/Steintor (28203)

St. Jürgen Apotheke

Annette Knevelkamp-von Wuthenau

Vor dem Steintor 185

Hulsberg (28205)

Oranien Apotheke

Annette Knevelkamp-von Wuthenau

Hamburger Str. 51

Apotheke zur Goldenen Kugel

Horst Bartholomä

Hamburger Str. 220

Hastedt (28207)

Apotheke im Hansa Carré e.K.

Oluf Carstensen

Apotheker für Offizinpharmazie

Pfalzburger Str. 41

Schwachhausen (28209)

Ring Apotheke

Bettina u. Valesca von Aderkas

Schwachhauser Heerstr. 124

Wilhadi Apotheke

Peter Lohmann

Wachmannstr. 50

Apotheke am St. Joseph Stift

Ruth Lohmann

Georg-Gröning-Str. 57

Apotheke im Medicum

Ruth Lohmann

Schwachhauser Heerstr. 50

Gete/Radio Bremen (28211)

Scharnhorst Apotheke

Andrea Ludwig

Scharnhorststraße 127E

Riensberg Apotheke

Herbert Wagner

Kulenkampfallee 176

Findorff (28215)

Findorff Apotheke

Silke Iber

Admiralsstr. 159

Roland Apotheke

Christina Köster

Hemmstr. 231

Walle (28217 / 28219)

Neptun Apotheke

Christa Kling

Elisabethstr. 41

Waller-Ring-Apotheke

Arne Fischbach

Waller Ring 140c

Die Apotheke im Walle-Center

Thomas Ansorge

Waller Heerstr. 101

Gröpelingen (28237)

Kranich Apotheke

Ingo Tepe

Gröpelinger Heerstr. 190

Elefanten Apotheke

Rüdiger Pollok

Gröpelinger Heerstr. 145

61


gesund BREMEN

Apotheken

Huchting (28259)

Apotheke in der Huchtinger

Heerstraße

Jürgen Pleteit

Huchtinger Heerstraße 24-28

Vahr (28327 / 28329)

Wilhelm-Leuschner-Apotheke

Andreas Galperin

Kurt-Schumacher-Allee 19

Fortuna Apotheke

Jutta Scharnick

Dieter.-Bonhoeffer-Str. 1a

Charlotte-Wolf-Allee 7

Rotdorn Apotheke

Henner Buts

Rotdornallee 55

Eichenapotheke

Monika Weißenhorn

Hindenburgstr. 47a

Apotheke Roland-Center

Matthias Hauptmann

Alter Dorfweg 30-50

Gartenstadt Apotheke

Andreas Elmers

Haverbecker Weg 7

Burgdammer Apotheke

Renate Hohorst

Bremerhavener Heerstr. 11

Kattenturm (28277)

Kattenturmer Apotheke

Christiane Lutter

Gorsemannstr. 18

Kopernikus Apotheke

Claudia Dopudja-Herrmann

Paul-Singer-Str. 9

Oberneuland (28355)

Hindenburg Apotheke

Renate Hohorst

Hindenburgstr. 9-11

Schönebeck (28755)

62

Habenhausen (28279)

Albrecht-Dürer-Apotheke

Christiane Lutter

Ohserstraße 4

Osterholz (28307)

Weserpark Apotheke

Joachim Uwe Wetzel

Hans-Bredow-Str. 19

Bremer Schlüssel-Apotheke

Petra Sieversten

Colshornstr. 31

Hemelingen (28309)

Hemelinger Apotheke

Anke Kerstin Becker

Hemelinger Bahnhofsstr. 16

Engel Apotheke

Cornelia Krüger

St.-Gotthard-Str. 33a

Osterholz (28325)

Osterholzer-Apotheke

Martin Weltmann

Osterholzer Landstr. 47

Ost-Apotheke

Robin Stüdemann

Osterholzer Heerstr. 162a

Apotheke Oberneuland

Amelie Backhoff

Rockwinkler Heerstr. 19

Eulen Apotheke

Ute Schmiedeken

Oberneulander Heerstr. 34

Borgfeld (28357)

Kaisen Apotheke

Susan Plietker

Borgfelder Heerstraße 51

Hollerland Apotheke

Susan Plietker

Kopernikusstr. 63-69

Horn (28359)

HORNER

direkt bei Lestra!

Horner Apotheke

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Tel.: 0800 20 366 10

Apotheke im Mühlenvietel

Joachim Uwe Wetzel

Gerold-Janssen-Str. 2

Lesum (28717)

Lesum Apotheke

Christoph Bannert

APOTHEKE

Ihrer Gesundheit zuliebe

www.hornerapotheke.de

Vital-Apotheke im

Fachärztezentrum Nord

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Hammersbecker Str. 224

Machandel Apotheke

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Dobbheide 52

Vegesack (28757)

Hammersbecker Apotheke

Dr. Claudia Dehnhard

Georg-Gleistein-Str. 93

Aesculap-Apotheke

Christoph Bannert

Gerhard-Rohlfs-Str. 16A

Gerald-Rohlfs-Apotheke

Christoph Bannert

Gerhard-Rohlfs-Str. 15

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Reeder-Bischoff-Str. 28

Bermpohl Apotheke

Jan Weisenburger

Gerhard-Rohlfs-Str. 54c

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Im Kontor zum Alten Speicher 2


Empfehlungen für Ihre Gesundheit

Alternativmedizin

Hausärzte

Kiefer-Chirurgie

Friedrich-Karl-Str. 55

28205 Bremen

Dr. med. Jutta Ehlers

Schubertstr. 1A

die-gesundheitschance.de

Augenärzte

Augenarztpraxis am Sendesaal

Dr. med. Bodanowitz

Bürgermeister-Spitta-Allee 49

augenarzt-in-bremen.de

Dr. Wiebke Schwarz

Dr. Christoph Krüger

Knochenhauerstr. 18/19

bremer-augenarzt.de

Frauenheilkunde

Tel.: 0421 699 13 90

www.drk-icm.de

H. Rommerscheid

Parkstr. 5

gynäkologie-schwachhausen.de

Mammographie Screening Bremen

Schwachhauser Heerstr. 50

mammasreening-bremen.de

Praxisgemeinschaft Stuhr-Brinkum

Melcherstätte 7

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aerzte-brinkum.de

Hautärzte

Prof. Dr. med. Jörn Elsner

Wachmannstr. 7

hautarzt-elsner.de

Dr. Birte Pehle

Am Wall 151

Hautarzt-pehle.de

Kinder- und Jugendärzte

Martin Schacht

Schwachhauser Heerstr. 63a

kinderarzt-schacht.de

Dr. med. Ronald Müller

St. Jürgen-Str. 1a

ronaldmüller.de

Mund-Kiefer und Gesicht

Carl-Ronning-Str. 4-6

Hammersbecker Str. 228

Gröpelinger Heerstraße. 406

mund-kiefer-gesicht-bremen.de

Physiotherapie

Andreas Sarembe

Kurt-Schumacher-Allee 2

ergo-logo-physio-bremen.de

Schmerztherapie

Citypraxis Bremen für Orthopädie

und Schmerztherapie

Lieben Frauen Kirchhof 20

fakharani.de

Paracelsus Klinik

MVZ Paracelsus Gesundheitszentrum:

0421 224-1020

paracelsus-kliniken.de

Zahnärzte

Dr. Rüdiger Büsing

Kurfürstenallee 4

privatzahnarzt-bremen.de

63


gesund KREUZWORTRÄTSEL

Staat

in Nordostafrika

Länder

jenseits

der

Meere

internat.

Druckmesse

(Abk.)

Teil des

Schafts

antiker

Arztarbeitsraum

Säulen

Erfrischungsgetränk

(Kurzw.)

Ostseebad

bei

Kiel

Bildwerfer

Festlandmasse,

Kontinent

1

Stadtteil

der

Hptst.

Ungarns

zugespitzte

Lage

Sauerkirschenart

Wiener

Vergnügungspark

20

Heißluftbad

Ort im

Etschtal

Verbandmull

Adria-

Wind

Vorsilbe:

Blut (gr.)

Vollkommenheit,

Ziel

lat.:

drei

Ichmensch

6

15

Geliebter

der Hero

scherzen

frisieren

Beingelenk

Rhein-

Zufluss

bei

Bingen

Sinnesorgan

Seitenverhältnis

im

Dreieck

19

Grundrechenart

10

Sülze

4

größter Nationalsport

der

Fluss im

südlichen

Afrika

Japaner

schmaler

Weg

innerer

Antrieb

16

Roman

von Zola

† 1902

13

Teil eines

dt.

Bundeslandes

Pferdegangart

Pariser

Opernhaus

Folge Stadt bei

undichter Toulouse

Venenklappen

Dt. Reiches

Bewohner d.

niederes

Volk,

Pöbel

(lat.)

Atmosphäre/frz.

metallhaltiges

Mineral

altes

indisches

Gewicht

afrik.

Schraubenantilope

Frauenname

span.

Königin

(Kosen.)

† 1969

7

Hautausschlag

sauber

22

21

Betrieb,

Unternehmen

17

kräftig

reiben,

frottieren

9

Gerät

zum Betrachten

von Dias

früheres

Narkosemittel

Lebensabschnitt

unbekleidet

Pilzerkrankungen

(Med.)

14

Vorname

von Cervantes

† 1616

11

Mandelentzündung

(Med.)

ital.

Heiliger

(Filippo)

† 1595

Kfz-Z.

Syrien

nordische

Götterbotin

Körperflüssigkeit

2

auftritt

„Nachfolger“

des Zivis

(Kurzw.)

Stadion

Südosteuropäer

oberital.

Landschaft

heilige

Formel

der

Inder

mit der

Zunge

aufnehmen

sich entwickeln,

gedeihen

Techniker

für den

Live-

18

Körpergewebe

Südfrucht

3

blaue

Farbe

des

Himmels

5

12

weibliches

Rind

digitales

Datennetz

(Abk.)

8

Ankerplatz

vor dem

Hafen

Int. Luftfahrtverband

(Abk.)

nichts

anderes,

bloß

®

svd1719-4

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

SchönEck

Dekoratives und Feines

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64


gesund CARTOON

65


gesund KOLUMNE

AMA DIEM

von Anja E. Brinckmann

Frisch gebackenes Baguette, Foto: Ivan J. Long

Das Jahr 2021 macht, trotz der vielen Zurufe,

es könne nur besser werden, in der gleichen

Stille weiter, in der das alte Jahr aufgehört hat, nichts

Neues also. Lähmend kann das sein, wo Monotonie und

Melancholie nur darauf warten, sich breit zu machen.

Besonders morgens, wenn ein neuer Tag beginnt, der

schließlich beschrieben werden will wie ein leeres Blatt

Papier. Kein leichtes Unterfangen sich so einen Tag

beherzt zu packen und an die Brust zu drücken, obwohl

doch jeden Tag alles beim Alten bleibt.

Meine kleine Schwester schickte kürzlich ein Foto von

einem perfekten Baguette in unseren Familienchat.

Nicht etwa, weil sie in Paris lebt und es der vollkommenen

Pariser Hausfrau gleich tut. Die kauft gleich zweimal

am Tag Baguette, da es schon nach wenigen Stunden

von außen nicht mehr so knusprig und von innen nicht

mehr so fluffig ist, wie man es vom besten Baguette der

Welt eben gewohnt ist. Meine kleine Schwester lebt in

Rom und nutzt ihre Zeit während des Lockdowns nicht

nur dazu, ihre Doktorarbeit zu schreiben, sondern ankert

sich vor allem mit Backen. Sie bleibt zuversichtlich

und hat für das inspirierende Foto des Baguettes lauter

likes und thumb ups aus der Familie bekommen. Backen

also? Warum auch nicht.

Allein der Gedanke an den Geruch von frisch gebackenem

Brot! Nichts ist so tröstlich und vielversprechend

wie dieser Duft, der in jede Ritze eines Tages einzudringen

und ihn wie selbstverständlich auszufüllen vermag.

Viele Menschen sind in den letzten Monaten mit einer

neu entdeckten Lust ans Backen gegangen. Es kann also

nicht der schlechteste Zeitvertreib sein. Und nein, es ist

keine besondere Kunst ein Brot zu backen. Ich schreckte

viele Jahre vor Hefe zurück, weil ich sicher war, zu wenig

magische Hände zu besitzen, um dieses Viech zum

Aufgehen zu bewegen. Für den Skeptiker: Ganze Bücher

beschäftigen sich mit dem Backen von Brot, ebenso

Back-Communities oder Food-Blogs. Jeder Dritte scheint

einen Sauerteig in seinem Kühlschrank zu füttern, immerhin

fast so regelmäßig wie ein Haustier. Schade nur,

dass der Sauerteig nicht auch Gassi geführt werden muss,

sonst hätte ihn dieser Tage wohl jeder.

Aber Spaß beiseite! Die Zutaten für einen Brotteig

habe ich schnell zusammen und versinke schließlich

mit meinen Händen in dem Gemisch. Ich schubse und

knete, was das Zeug hält, dringe vor und weiche zurück

und wähne mich alsbald in einer Art modernem Tanz:

meine Finger, der Teig und ich. Kurzum ich versinke

in einen Zustand von Reflexion und Regeneration, und

mein inneres Gleichgewicht stabilisiert sich auf höchst

wundersame Weise. Den Teig lasse ich dann in einer

Schüssel unter dem Küchentuch allein, damit er sich in

der Wärme erholen kann und aufgehen.

Die chilenische Autorin Isabelle Allende schrieb einmal

„Der Dichter und der Bäcker sind Brüder in der wesentlichen

Aufgabe die Welt zu füttern. Aber wie die Dichtkunst

ist das Brotbacken eine melancholische Berufung,

deren Grundbedingung die freie Zeit für die Seele ist.“

Herrlich, wie sich der längste Tag, das größte Haus, das

leerste Blatt Papier und die verzagteste Seele füllen mit

dem Duft, der aus dem Ofen kommt. Dem Duft von

eigenem, frisch gebackenen Brot. Damit lässt sich die Familie

füttern und der zurück gezogene Nachbar oder die

einsame Nachbarin. Ein deutsches Sprichwort besagt:

Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto

mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurück.

Ama diem! Liebe den Tag!

66


Erna K., Rentnerin, und ihre Schwiegertochter Astrid

Die Impfung besonders

gefährdeter Menschen ist

für uns alle der erste Schritt

in ein Leben ohne Lockdown.

Wenn Sie über 80

oder pflegebedürftig sind:

Lassen Sie sich impfen

und schützen Sie sich vor

einer schweren Erkrankung!

Für alle anderen gilt:

Unterstützen Sie bitte Ihre

Angehörigen und informieren

Sie sich frühzeitig.

corona-schutzimpfung.de


RAUM

FÜR

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