gesund Bremen 02
Den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer öfter in die Tat umgesetzt werden. In dieser Ausgabe widmet sich gesund Bremen dem Thema Augen. Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa.
Den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer öfter in die Tat umgesetzt werden. In dieser Ausgabe widmet sich gesund Bremen dem Thema Augen. Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa.
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gesund
Bremen
FIT // SCHÖN // LEBENDIG
Geh ran
Besser trainieren, fit ins
neue Jahr starten
Iss was
Besser essen, schneller
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Guck mal
Besser sehen, besser
aussehen
Das Gesundheitsmagazin für Bremen und umzu
02
1
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gesund EDITORIAL 3
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
den Augenblick zu genießen, ist ein schöner Vorsatz, und er sollte immer
öfter in die Tat umgesetzt werden.
Wenn Sie diese neue Ausgabe gesund Bremen in den Händen halten,
warten Sie vielleicht gleichzeitig in einer Praxis darauf, dass die Sprechstundenhilfe
Sie aufruft und Sie endlich dran kommen. Sie werden
dann nicht weiter lesen, aber in Ihrer nächsten Apotheke finden Sie das
Magazin zum kostenlosen Mitnehmen oder virtuell unter www.gesund-
Bremen.de und können das Lesen in einem weiteren genussvollen Augenblick
entspannt fortsetzen.
Schwerpunktmäßig haben wir uns dem Thema Augen gewidmet und
möchten Sie darüber, umfangreicher als Sie es sonst finden, informieren.
Außerdem möchten wir Sie darin unterstützen sich für das neue Jahr zu
stärken: Trainieren Sie zu Hause mit der „Fitalistin“ Sina Cordsen, bereiten
Sie sich einen leckeren Salat zu mit Jan-Philipp Iwersens Rezept
und lassen sich dann auf das Möbelstück fallen, das wir in dieser Zeit des
Lockdowns besonders lieb gewonnen haben, das Sofa. Endlich werden
sie alle Zeit der Welt haben, die vielen lesenswerten Seiten in diesem
Magazin zu entdecken.
Viel Lesevergnügen! Bleiben Sie gesund!
Susanne Lolk
Impressum
Herausgeberin und Chefredakteurin
Susanne Lolk I T 0421 25 75 747
Weserstr. 65A I 28757 Bremen
Online
gesund-bremen.de
facebook.com/gesund-bremen.de/
Redaktionelle Mitarbeiter
Anja E. Brinckmann
Karla Götz
Susanne Lolk
Stefan Stolz
Peter Strotmann
Konstantin Zigmann
Layout /Art Direction
Konstantin Zigmann
PR- und Anzeigenberatung
Susanne Lolk
T 0421 2575747
lolk@gesund-bremen.de
Ausgabe 03
Anfang April 2021
Anzeigenschluss: 15. März 2021
Erscheinungsweise
4 x im Jahr
Druck
Berlin Druck
Auflage
10.000 Exemplare
Vertrieb
Lesezirkel Leserkreis Daheim,
Haferwende 29/a1, 28357 Bremen
Erhältlich und zu lesen
gesund Bremen finden Sie zum Mitnehmen
in über 60 Apotheken und an ausgewählten
Plätzen in Bremen, zusätzlich an
1420 Auslegestellen zum Lesen in Arztpraxen,
bei Friseuren, in der Gastronomie, in
Vereinen und Institutionen.
Titelbild
Foto: Soup Studio
3
gesund KOLUMNE
Dr. Lars Pohlmeier ist Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt
und betreibt mit zwei weiteren Ärzten eine Gemeinschaftspraxis
in Bremen-Brinkum. Zur Zeit beteiligt er sich an der Biontech
Studie des neuen Corona Impfstoffs.
ABENTEUER PRAXIS
„Impfungen zu entwickeln das kann doch gar nicht sicher sein?“
Diese Frage von Patientinnen und Patienten kann ich bestens verstehen.
Hinter den Kulissen schaut das aber ganz anders aus. Interessant: Bei großen
globalen Studien zur Entwicklung neuer Medikamente werden in der Regel
20-25.000 Patientinnen und Patienten untersucht, um darüber zu entscheiden,
ob ein Medikament die Hoffnung auf eine Verbesserung der Therapie auch
tatsächlich erfüllt. Hier wird immer auch weiter auf mögliche Nebenwirkung geprüft,
obwohl dies in Voruntersuchungen der Phasen I und II dann schon sehr
intensiv erfolgt ist.
Langzeit-Nebenwirkungen kann man eben immer erst nach langer Zeit feststellen.
Tatsächlich gibt es in der Medizin-Geschichte immer mal wieder Überraschungen,
wenn Medikamente bereits über Jahrzehnte gegeben wurden, dann
aber plötzlich vom Markt genommen werden müssen. Diese Rest-Unsicherheit
bleibt immer, sie gilt aber als sehr klein.
Aktuell haben die Pharmafirmen zeigen müssen, dass sie in sehr kurzer Zeit
einen Impfstoff entwickeln können, darunter auch deutsche Hersteller. In der
Phase-III-Studie von BioNTech werden über 40.000 Patienten über 2 Jahre
untersucht. Das sind sehr viele Gesundheitsdaten, die so zur Verfügung stehen.
Daneben sind zeitraubende bürokratische Hürden vereinfacht worden, indem
beispielsweise Fristen verkürzt wurden. Die Beteiligten sind quasi 7 Tage die
Woche im Einsatz gewesen. Das bedeutet effektives Arbeiten ohne Kompromisse
in Sachen Sicherheit. Die Firmen wissen auch, dass im Falle von Manipulationen
hohe Schadensersatz-Forderungen drohen. Daran hat niemand Interesse.
Insgesamt haben Impfungen dazu beigetragen, dass wir heute viel länger leben
dürfen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Sie werden unter strengen Sicherheitsbedingungen
entwickelt und es ist wichtig, daß die Zulassungsuntersuchungen
in der EU und gerade auch in Deutschland durchgeführt werden. Hier
ist die Kontrolle streng und die Standards sind sehr hoch. Das kommt am Ende
allen zugute.
4
gesund INHALT 5
06
12
26
30
34
36
40
56
APOTHEKEN
Engel Apotheke
Horner Apotheke
AUGEN
Augenvoruntersuchung
Grauer Star / Monofokallinsen
Praxisvorstellung Augenärzte
Schöne Augen
Augentraining / Generation Screen
KLINIKEN
Augenklinik Universum
Paracelsus Schmerztherapie
Krankenkasse Digital
IMPFUNG
Angst bei Kindern ernst nehmen
Covid-Impfung ohne Wartezeiten
BARRIEREFREI
Immobilien und Bäder
BEWEGUNG
Verein Vorwärts
Fit mit der Fitalistin
ERNÄHRUNG
Findorffmarkt
Biostadt Bremen
Reformhaus Ratjen
REWE Nutri-Score
Rezept Küche 13
UNTERHALTUNG
Buchbesprechung
Horoskop
Cartoon
Ama Diem
02
gesund HISTORIE
Trinken
ENGEL
Lebertran?
von Peter Strotmann
Ostertorsteinweg Blick in Richtung Altstadt, Ansichtskarte um 1905
Auf der rechten Schaufensterscheibe steht geschrieben: Engel-Apotheke
Dr. C. V. Stroever, Quelle: Staatsarchiv Bremen
von Peter Strotmann
6
Besonders markant ist auch heute noch der Eckeingang mit dem Jugendstil-Portal, Quelle: Peter Strotmann, 2016
Die Geschichte der „Engel-Apotheke“ ist auf den ersten Blick recht unspektakulär.
Sie beginnt 1849, als Wilhelm Heinrich Lahusen sen. (1811 bis 1889) die
Apotheke am Ostertorsteinweg 31/33 eröffnete. Es ist der gleiche Standort den
heute das Engel WeinCafé inne hat. Aber es war seinerzeit ein verhältnismäßig
bescheidenes zwei-stöckiges Gebäude. Wobei es seinerzeit Vorschrift war, dass
der Apotheker mit seiner Familie im Haus wohnen musste, um rund um die Uhr
erreichbar zu sein.
Dreiunddreißig Jahre wurde die
Apotheke vom Gründer geleitet.
1882 übernahm sein Sohn, der
Apotheker Wilhelm Heinrich
Lahusen jun. (1856-1928) die
„Engel-Apotheke“. Nach 14 Jahren
im Jahr 1896 übergab er die
Apotheke an Dr. phil. Carl Valentin
Stroever. Dieser, nicht unvermögend,
ließ 1902 einen ansprechenden
Neubau errichten.
1918 verkaufte Stroever die
„Engel-Apotheke“ an Bruno Julius Arnold Molle. Die
Familie Molle war Besitzer bis 1965. Nach erneutem
Besitzerwechsel schloss die Apotheke Mitte der
1980er. Anschließend machte das Café Engel auf,
Die ehemalige Engel-Apotheke,heute: Engel
WeinCafé, Quelle: Peter Strotmann 2016
heute (2020): Engel WeinCafé oder
auch kurz Engel genannt.
Das ist die Geschichte der Apotheke in
Kürze. Wäre da nicht eine besondere
Klausel, die beispielsweise im Vertrag
zwischen Stroever und Molle enthalten
ist. Das lässt darauf schließen, dass
Wilhelm Heinrich Lahusen jun. noch
pharmazeutisch tätig war, obwohl er
bereits vor 22 Jahren die Apotheke
verkauft hatte. Molle, als neuer Besitzer,
darf das von Lahusen hergestellte
Jod-Eisen-Lebertran-Präparat weder herstellen noch
an Wiederverkäufer abgeben. Alle eingehenden Bestellungen
sind an Lahusen abzugeben.
7
gesund HISTORIE
Auf den Rückseiten der Werbekarten prieß der Apotheker Wilh. Lahusen „Lahusen‘s Jod-
Eisen-Lebertran“ für vielerlei Krankheiten an. Quelle: Sammlung Bätjer/Schwachhausen-Archiv
Die grundsätzliche Einstellung der Apotheker der Engel-Apotheke lässt
sich auch an ihrem lateinischen Wahlspruch erkennen, der an der rechten
Seite des Gebäudes angebracht ist:
MORBI NON ELOQUENTIA
SED REMEDIIS CURANTUR.
Übersetzt: Krankheiten heilt man nicht durch Beredsamkeit, sondern mit
Heilmitteln. Das sagt nicht nur etwas über den Standpunkt der Schulmedizin
aus, sondern möchte alternative, bis hin zu „göttlichen“ Heilungen
ausschließen. Es scheint das wirtschaftliche Interesse der Apotheke im
Vordergrund zu stehen. Und da beginnt die Geschichte spannend zu
werden!
„Lahusen‘s Jod-Eisen-Lebertran“
Als Wilhelm Heinrich Lahusen jun. die Apotheke 1882 von seinem Vater
übernahm, bekam er wertvolle Besitztümer. Denn eine Apotheken-
Konzession soll seinerzeit mehr als 100.000 Goldmark wert gewesen
sein. Eine Apotheke war also eine Lizenz zum Geld-Verdienen. Außerdem
bekam er die Rezeptur für das „Lahusen‘ s Jod-Eisen-Lebertran“ in die
Hand. Unverzüglich ließ er die Marke „Jodella“ patentamtlich schützen
und intensivierte die Vermarktung. Er bediente sich dabei der seinerzeit
üblichen Wege. Beliebt waren Reklamemarken, mit denen man aber im
Unterschied zu Post-Briefmarken keine Briefen und Paketen frei machen
konnte. Aber man verwendete diese Marken zum Verschließen oder auch
einfach nur zur Verzierung von Briefen. So wurde jede Postsache zur
Werbung. Auch Werbekarten, meist als Quartette, wurden herausgegeben.
Auf der Rückseite jeder Karte war Platz für eine ausführliche Produktwerbung.
Weiterhin wurden Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften
geschaltet.
Reklame- oder Ereignismarken für „Jodella“,
die Post-Briefmarken ähnelten., Quelle:
privater Leihgeber/Schwachhausen-Archiv
Der Autor berichtet:
„Lebertran – schon wenn ich das Wort höre, läuft es mir heiß und kalt
den Rücken runter. Meine Mutter war der Meinung, dass wir Kinder nur
groß und stark werden würden, wenn sie uns täglich einen Löffel Lebertran
einflöße. Das ging nur mit unsäglichem Widerwillen und bei meiner
Schwester mit viel Gebrüll. Meine Mutter sagte nur:„Schnabel auf! Oder
will‘ste krumme Dackelbeine haben?“ Diesen penetranten Lebertran-
8
Ganz links: Villa Lahusen Osterdeich 70 an der Straßenecke zur Lüneburgerstraße,
Ansichtskarte 1917, Quelle: Schwachhausen-Archiv
Geschmack kann man nicht vergessen. Ab Ende der 1950er gab es dann
Lebertran-Kapseln. Das war eine Erlösung.“
Lebertran ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das aus der Leber von
Fischen, meist von Dorschen (Kabeljau), gewonnen wird. Es enthält von
Natur aus eine Vielzahl von Inhaltsstoffen. Bekannt ist er für einen hohen
Gehalt an Omega-3 Fettsäuren. Ferner enthält Lebertran von Natur aus
Vitamin A (u.a. wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute), Vitamin D
(u.a. verbesserte Calciumaufnahme im Körper und damit für ein stabiles
Skelett) und außerdem noch Jod und Phosphor.
„Lahusen‘s Jod-Eisen-Lebertran“ sollte den einfachen
Lebertran noch wertvoller und vor allem schmackhafter
machen. Dazu gab er dem Dorsch (Kabeljau)-Leberöl
noch 0.2% Eisenjodür hinzu. Dieses Eisenjodür entsteht
bei der Einwirkung von Jod und Wasser auf
Eisenfeilspäne. Damit sich Eisenjodür nicht zu schnell
zersetzt, wird Zucker zugesetzt.
Wilhelm Heinrich Lahusen jun. war mit dem Verkauf
der Apotheke und dem Verkauf von „Jodella“ offensichtlich
ein reicher Mann geworden. 1895 ließ er sich
an der Osterdeich 70/Ecke Lüneburger Straße durch
den Architekten Fritz Dunkel eine freistehende Villa
errichten.
Reklame- oder Ereignismarken für „Jodella“,
die Post-Briefmarken ähnelten. Quelle:
privater Leihgeber/Schwachhausen-Archiv
Ostertorsteinweg 31/33
28203 Bremen
Obwohl er sich 1904 im Haus noch ein Laboratorium
einrichtete, stellte er fest, dass das Haus nicht für
Wohnzwecke und der Herstellung von „Lahusen‘s
Jod-Eisen-Lebertran“ geeignet war. Deshalb verkaufte
er das Haus bereits 1910 und zog zur Straßburger Straße.
An der Straßburger Straße 24 hatte er sein Wohnhaus,
an der Straßburger Straße 81 seinen pharmazeutischen
Betrieb.
Wilhelm Heinrich Lahusen jun. starb 1928 in seinem
Wohnhaus. Damit scheint auch die Geschichte von
„Jodella“ zum Ende gekommen zu sein.
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9
gesund PORTRAIT
Apotheker Sebastian Köhler im Medikamentenlager der Horner Apotheke
HORNER
Text: Karla Götz
Fotos: Cosima Hanebeck
19.000 Packungen
voll im Griff
Apotheke
Wer sie betritt, die Apotheke an der Horner Heerstraße
35, findet sich in einem Halbrund mit fünf Ansprechpartnerinnen
wider. Freundliche Beratungsgespräche
erzeugen eine angenehme Atmosphäre,
die Kundinnen und Kunden zu schätzen wissen. Ein
älterer Herr zeigt einen Coupon für FFP2-Masken,
gestempelt mit dem Bundesadler. „Die sind Gold
wert“, scherzt die Mitarbeiterin, und er lacht. Fühlt
sich wohl.
Warum es in der Horner Apotheke im Lestra-Gebäude
so entspannt zugeht, kann der Inhaber, Apotheker
Sebastian Köhler, anschaulich erklären. Er bittet in die
hinteren Räume. „Beratung wird für uns immer großgeschrieben,
wir sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle,
und das ist ein unschätzbarer Wert“, sagt der
42-Jährige. Wie aber gewinnen seine Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen diese Zeit? Sebastian Köhler führt zu
einem Schrank in elegantem dunkelgrauem Design.
Durch eine Glastür sieht man ihn jetzt, den Mitarbeiter
10
mit den Greifarmen. Robotik in der Apotheke. Und
das geht so: Über die Eingabe an der Kasse löst die
pharmazeutische Angestellte eine Bestellung aus, und
der Automat flitzt los. Hoch und runter im Regal, wo
er punktgenau die Packung findet, die er vorher nach
Größe einsortiert hat. So hat die qualifizierte Mitarbeiterin
Zeit für ein freundliches und beratendes Gespräch.
Eben weil sie nicht nach hinten verschwinden
und altmodisch Schubladen aufziehen muss. 19.000
Packungen werden hier gemanagt. „Kommissionierautomat“,
so Sebastian Köhler, sei der Fachterminus
für das Gerät, das der Apotheker nicht mehr missen
möchte. Zischt der kleine Roboter durch die Hochregale,
erreicht er eine Wucht von drei Tonnen.
Also: Vorsicht!
Auf dem Weg zum Hightech-Unternehmen
Beim Rundgang stellt sich heraus: Die Horner Apotheke,
die der Vater des jetzigen Inhabers, Rainer
Köhler, vor 45 Jahren gegründet hat, ist im Laufe der
Jahre ein Hightech-Unternehmen geworden. 22 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. 20
Computerarbeitsplätze gibt es im Backoffice. Und alles
geht schnell. „Fünfmal am Tag bekommen wir internetbasierte
Lieferungen von Großhändlern in Oldenburg,
Walle und Hannover“, sagt Sebastian Köhler.
„Im Schnitt dauert es zweieinhalb Stunden, bis wir ein
Präparat beschafft haben.“
Apotheke in zweiter Generation
Ein bisschen so, wie man es von altmeisterlichen Gemälden
kennt, geht es in einem Raum zu, der „Rezeptur“
genannt wird. Hier werden Salben und Tinkturen
angerührt, Augentropfen angemischt und Dosierungen
für Kinder angepasst. Aber auch im Labor ist
digitale Unterstützung angesagt. Ob die Zusammensetzung
genau stimmt, prüfen das Nahinfrarotspektrometer
und vollautomatische Rührsysteme. „Wir
mussten das früher noch mühselig von Hand machen“,
sagt Sebastian Köhler. Er hat nach dem Pharmaziestudium
in Freiburg seine Frau Ariane, ebenfalls
Individuelle Medikamente aus dem Apotheken Labor
approbierte Apothekerin, „in den Norden entführt“,
wie er schmunzelnd sagt. Das Paar hat inzwischen
vier Kinder von sechs bis zwölf Jahren und die Horner
Apotheke 2009 in zweiter Generation übernommen.
Zukunft: Arzneimittelmanager und Aufpasser
„Es läuft so viel bereits elektronisch und digital, es
gibt unheimlich viel zu tun, langweilig wird mir nicht“,
sagt Köhler. Die Zukunft sieht er in der papierlosen
Apotheke und in einer sich weiter verändernden Berufsauffassung.
„Wir sind weiter auf dem Weg in
Richtung Arzneimittelmanager und fungieren auch
als Lotse und Aufpasser.“ Wie das? Der Apotheker sei
derjenige, der am besten prüfen könne, ob Rezepte,
ausgestellt von verschiedenen Fachärzten, zusammenpassen,
sagt er. Fundierte Beratung war und wird
immer am wichtigsten sein. So beschicke die Horner
Apotheke nicht nur Kunden, sondern ebenso Pflegeheime
per Boten mit den nötigen Medikamenten. „Wir
schulen auch Pflegekräfte“, sagt er.
Was Trend ist und wie sich die Aufgaben in der pharmazeutischen
Versorgung verändern, weiß Sebastian
Köhler aus erster Hand. Er ist im Vorstand der Apothekerkammer
Bremen. Sofort hat er Zahlen parat.
„Deutschlandweit gibt es 19.000 Betriebsstätten, die
im Schnitt 4.300 Einwohner betreuen, 160.000 Fachleute
insgesamt“, rechnet er vor. „Ich habe unbestritten
einen tollen Beruf“, schwärmt der sympathische
Mann. Wenn eine Kundin oder ein Kunde in den Laden
kommt und sagt: „Vielen Dank, mir geht es wieder
gut“, dann ist Sebastian Köhler richtig glücklich.
Horner Apotheke
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11
THEMA: AUGEN
gesund
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Mehr als 1,3 Milliarden Menschen auf der ganzen
Welt leiden laut Weltgesundheitsorganisation WHO
an einer Sehschwäche, wobei 80 Prozent dieser
Fälle bei frühzeitiger Erkennung behandelbar wären.
Eine neue Untersuchung zeigt: Auch in Deutschland
wird der Vorsorge zur Gesundheit der Augen nicht
genügend Bedeutung beigemessen.
Nur 37 Prozent gehen regelmäßig zur Augenuntersuchung.
So glauben der Umfrage von Johnson & Johnson
Vision zufolge zwar drei Viertel der deutschen
Erwachsenen, dass Augenuntersuchungen für ihre
allgemeine Gesundheit wichtig seien. 63 Prozent sind
der Ansicht, dass eine gesunde Sehkraft entscheidend
für ihr Glück und Wohlbefinden sei, 71 Prozent erklärten,
dass ein gesundes Sehvermögen ihre Lebens-
Grafik: djd/Johnson & Johnson Vision AMO Germany GmbH
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M_12_2017_Anzeigen_Original.qxp_om 07.11.17 09:21 Seite 20
D A S B E S T E F Ü R I H R E A U G E N
BRAND & SILLER
AUGENOPTIK
Weniger als 37 Prozent der deutschen Erwachsenen lassen ihre Augen
mindestens einmal im Jahr untersuchen.
Foto: djd/Johnson & Johnson/Getty Images/Huntstock
qualität verbessere. Trotzdem gehen nur weniger als
vier von zehn Befragten (37 Prozent) jedes Jahr zur
Augenuntersuchung. Die Mehrheit (61 Prozent) gab
zudem an, zu wissen, dass eine solche Kontrolle helfen
könne, erste Anzeichen von chronischen Krankheiten
zu diagnostizieren. Allerdings war auch fast ein
Drittel von dieser Erkenntnis überrascht. Vier von zehn
der Umfrageteilnehmer waren sich zudem nicht bewusst,
dass es einen Zusammenhang zwischen ihrer
Augengesundheit und diversen Erkrankungen gibt.
Noch weniger wussten, dass Augenuntersuchungen
dazu beitragen können, auch medizinische Probleme
wie Bluthochdruck, Diabetes, hohen Cholesterinspiegel
oder Krebs zu erkennen.
Vorsorgeuntersuchung kann viel bewirken
Doch aus welchen Gründen werden die jährlichen
Augen-Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrgenommen?
Am häufigsten schoben die Befragten die Arzttermine
auf, weil sich ihre Sehkraft nicht verändert
hatte (41 Prozent). Als weiterer Grund wurde ein voller
Terminkalender oder die Covid-19-Pandemie genannt.
Überraschend: Mit 42 Prozent glaubt weniger als die
Hälfte der Befragten, dass sie eine Verschlechterung
ihres Sehvermögens verhindern können. Für sie erscheint
der Sehkraftverlust als ein Teil des Alterungsprozesses,
über den sie keine Kontrolle haben. Dabei
kann bereits eine einzige Augenuntersuchung der
Startpunkt für die Vorbeugung und eine eventuelle
Behandlung von lebensverändernden Augenproblemen
sein. Die Umfrage ist Teil der Kampagne „Priorität
für Ihre Augen“, die im Februar 2020 von Johnson
& Johnson Vision ins Leben gerufen wurde. Ziel der
Aktion ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der
Augengesundheit zu schärfen und jeden zu ermutigen,
sich jährlich einer Augenuntersuchung zu unterziehen.
(did)
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13
THEMA: AUGEN
gesund
GRAUER STAR
Mehr Sicherheit beim Autofahren: Mit der neuen Monofokallinse
können Patienten in die Ferne gut sehen, aber auch das Ablesen
von Tachometer und Navi ist kein Problem mehr. Foto: djd/TECNIS
Symfony IOL/mauritius images/Alamy/Bombaert Patrick
Freie Sicht nach Kataraktoperationen
Im Leben zählt jede Sekunde. Auch für unsere Augen.
Wenige Augenblicke genügen, um uns ein Bild
von unserer Umgebung zu machen. Gutes Sehen ist
daher im Alltag unerlässlich - privat wie beruflich.
Doch die Sehkraft lässt mit dem Alter nach und immer
häufiger wird die Diagnose „Grauer Star“ gestellt.
Diagnose Grauer Star
Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist ein natürlicher
Alterungsprozess und befällt früher oder später
fast jeden Menschen über 60. Durch die schleichend
fortschreitende Linsentrübung lässt die Sehkraft immer
mehr nach, das Sehen wirkt unscharf, grau und
verschleiert. Zudem werden die einfallenden Lichtstrahlen
durch die Katarakt gestreut, was eine verstärkte
Lichtempfindlichkeit zur Folge hat. Unbehandelt
kann die Augenerkrankung zur Erblindung führen.
Die einzige Behandlungsoption ist das Einsetzen von
Kunstlinsen, sogenannten Intraokularlinsen (IOL).
Linsenmodelle mit verschiedenen Sehoptionen
Heute zählt die Staroperation zu den häufigsten Operationen
überhaupt, sie erfolgt ambulant und dauert
nur wenige Minuten. Das Auge wird örtlich betäubt,
die getrübte Linse wird entfernt und durch eine künstliche
ersetzt. Vor jeder Operation ist ein Gespräch mit
dem behandelnden Augenarzt beziehungsweise mit
dem Augenchirurgen wichtig, denn die ausgewählte
Linse muss zum Patienten und dessen individuellen
Lebensstil passen. Man sollte beachten: Linse ist nicht
gleich Linse. Verschiedene Linsenmodelle können verschiedene
Sehoptionen bieten.
Besser sehen mit Monofokallinse
Die am häufigsten eingesetzte Linse bei Kataraktoperationen
ist die sogenannte Monofokallinse, die bisher
jedoch einen Nachteil hatte. „Bislang mussten Katarakt-Patienten
bei der Wahl einer monofokalen Linse
Abstriche in Kauf nehmen. Sie konnten eine korrigierte
Sicht für die Ferne haben, aber für Aktivitäten im Nahund
Zwischenbereich, zum Beispiel für die Arbeit am
Computer oder den Blick auf den Tachometer im Auto,
benötigten sie eine Brille“, erklärt Professor Dr. Oliver
Findl, Vorstand der Augenabteilung im Hanusch Krankenhaus
Wien. Inzwischen gibt es jedoch die nächste
Generation monofokaler Linsen wie die Tecnis Eyhance
IOL von Johnson & Johnson. Diese bietet Betroffenen
bei Tag und bei Nacht in der Ferne und zusätzlich
bis in den mittleren Sehbereich eine hohe Sehqualität.
„Mit dieser innovativen Linse erhält der Patient ein
hochwertiges Sehvermögen im intermediären Bereich
und in der Ferne. Dies bedeutet eine wesentliche
Verbesserung im täglichen Leben von Patienten“, bestätigt
auch Professor Findl. Ob diese Linse eine passende
Option ist, sollte mit dem Augenarzt besprochen
werden. (djd)
14
THEMA: AUGEN
gesund
Auf
Auch nach dem operativen Ersatz der
getrübten Linse sollten die Augen gut
geschützt werden - besonders vor
aggressiver UV-Strahlung.
Foto: djd/A. Schweizer
UV-Spezialgläser zum Schutz der Netzhaut
Sicher den neuen Sehkomfort erreichen
Gerade nach einer Katarakt-OP sinnvoll, die Augen gut
zu schützen und zu unterstützen. Denn gerade aggressive
UV-Strahlung kann die Netzhaut schädigen
und zu weiteren Augenschäden führen. Hier ist eine
Brille mit vollständigem UV-Schutz gefragt – wie bei
den medi-lens Spezialbrillengläsern Cataract-Comfort
von Schweizer Optik. Zusätzlich bewirken die Gläser
mit ihrer abgestimmten Kombination von Glasveredelungen
eine Verstärkung der Kontraste und reduzieren
auch die unangenehme Blendung. Das verbessert
nicht nur die Sehleistung, sondern ist auch deutlich
komfortabler für die vorgeschädigten Augen.
eine gute Beleuchtung achten
Um in jeder Situation gewappnet zu sein, gibt es die
Spezialgläser in Ausführungen für den Innen- und
Außenbereich, mehr Informationen finden sich unter
www.medi-lens.de. Bei Indoor-Tätigkeiten ist im
Übrigen vor allem auch eine gute Beleuchtung entscheidend.
Hier können spezielle LowVision-Leuchten
nicht nur für gleichmäßige Helligkeit sorgen, sondern
auch das Kontrastsehen verbessern. Sie werden in
verschiedenen Lichtfarben angeboten, mit denen sich
die Beleuchtung an die individuellen Bedürfnisse anpassen
lässt. (djd)
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15
THEMA: AUGEN
gesund
„Erleuchtung“
schenken
Ob Haushaltsarbeiten, Kreuzworträtsel, Buch oder Puzzle: Dank einer
hellen, blendfreien Ausleuchtung in der passenden Lichtfarbe geht alles
auch mit Sehbehinderung wieder leichter. Foto: djd/A. Schweizer
Gutes Licht ist
Gold wert
Bei Hilfsmitteln für Menschen mit Sehbehinderung
denkt man zuerst an Brillen, Lupen oder Lesegeräte.
Eine ganz einfache und effektive Unterstützungsmöglichkeit
wird oft übersehen: die richtige Beleuchtung.
Sie kann die zum Lesen benötigte Vergrößerung
um das bis zu Vierfache reduzieren. Das merken
schon Normalsichtige ab dem mittleren Alter, wenn
die Lesebrille bei hellem Tageslicht im Etui bleiben
kann. Für Menschen mit Augenerkrankungen und
Sehbehinderungen ist das richtige Licht noch wichtiger
und kann die Lebensqualität deutlich verbessern.
Hell, blendfrei, flexibel
Denn für Betroffene kommt es nicht nur auf Helligkeit
an, auch gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung und
zielgenaue Einstellung sind wichtig für die optimale
Nutzung der verbliebenen Sehkraft. Diese Anforderungen
können spezielle LowVision-Leuchten erfüllen,
etwa aus der Serie Multilight Pro von Schweizer
Optik. Sie bringen das passende Licht an die gewünschte
Stelle – ob als Stehlampe neben dem Sofa,
als Tischleuchte oder mit Klemmfuß für den variablen
Einsatz. Mit ihren flächig angeordneten LEDs können
Haushaltsarbeiten, Bücher, Zeitschriften, Bastelarbeiten
oder Puzzles homogen und flackerfrei ausgeleuchtet
werden, dank der vielfältigen Verstellbarkeit
in fast jeder gewünschten Position. Als „erleuchtendes“
Geschenk – Bezugsquellen gibt es unter www.
schweizer-optik.de – können LowVision-Leuchten
langanhaltende Freunde bereiten.
Licht in der „Lieblingsfarbe“
Eine weiterer Bonus für schwache Augen: Die Leuchten
sind in drei verschiedenen Lichtfarben erhältlich:
Warmweiß, Neutralweiß und Kaltweiß, alternativ mit
allen drei Farben zum Umstellen. Das ist wichtig, weil
bei verschiedenen Augenproblemen unterschiedliche
Lichtfarben optimal sind. Während Patienten mit Makuladegeneration
oft kaltes, bläuliches Licht bevorzugen,
weil dieses heller wirkt, kommen Menschen mit
Trübungen von Hornhaut oder Linse meist mit wärmerem,
gelblichem Licht besser klar, da es weniger
blendet. Durch die Kombination von Helligkeit, Gleichmäßigkeit
und der passenden Lichtfarbe werden dann
viele Tätigkeiten wieder möglich oder erleichtert. (djd)
.
16
THEMA: AUGEN
gesund
ZEISS VISIONEN
Perfekte Messtechnik
perfekte Gläser
Innovationen haben es dem Optiker Christoph Meyer
angetan. Deshalb hat er sich einen starken Partner
gesucht. Christoph Meyer ist Geschäftsführer des
ZEISS Vision Center in Bremen. Eine repräsentative
Niederlassung von insgesamt 14 in Deutschland.
Alle Gläser, die der Optiker in Brillen der verschiedensten
Designer einbaut, sind von der weltberühmten
Firma. Das gleichnamige Geschäft am Schüsselkorb
26/27 überrascht Eintretende durch eine futuristische
Optik. „Aber das Wichtigste für uns“, so Christoph
Meyer, „ist das Screening.“ Eine mehrstufige ZEISS
Seh-Analyse geht einer Brillenanfertigung voraus.
„Wir sind exklusiv in dem, was wir tun“, sagt der Experte
mit Überzeugung.
„Ich entdecke bei den Untersuchungen manchmal
Ergebnisse, mit denen ich Kundinnen und Kunden
dringend zum Augenarzt schicken muss.“ Auch das ist
eine Besonderheit des Centers am Schüsselkorb: Die
genaue Überprüfung und die enge Kooperation mit
Fachärzten.
Angesichts einer Riesenauswahl
an Brillengestellen kommt die
Frage auf, welche Marke seine
Bremer Kundschaft bevorzugt?
„Ganz klar, Silhouette“, sagt Christoph
Meyer. Die leichteste Brille
der Welt ist immerhin mit der
Nasa ins All geflogen. Im ZEISS
Vision Center gibt es keinen
Stillstand. Immer wieder werden
neue Geräte geliefert. Sein Kooperationspartner
ist in diesem
Christoph Meyer
Herbst für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert.
Auch das freut Christoph Meyer.
Futuristisch: Das Zeiss Vision Center am Schüsselkorb
ZEISS Vision Center Bremen
Schüsselkorb 26/27
28195 Bremen
T 0421 27 74 56 35
bremen@vision-center.com
17
gesund PRAXISEMPFEHLUNG
EIN NEUES
TEAM FÜR IHRE
AUGEN
von Karla Götz
Fotos: K. Zigmann
Das nette Praxisteam (von links): Martina Voigtmann, Nanette Wulsten, Freya Speike, Dr. Christoph Krüger, Dr. Wiebke Schwarz.
Augenarztpraxis in der Knochenhauerstraße
mit breitem Leistungsspektrum
Eine große Bremer Augenarztpraxis betreibt seit diesem Herbst einen weiteren Standort
mit zwei Fachärzten in der Knochenhauerstraße 18/19: Bisher ist die überörtliche
Praxis Dres. Bodanowitz, Kusserow-Napp und Ertel im Ärztehaus „An der Weide“ und
in der Bürgermeister-Spitta-Allee („Augenärzte am Sendesaal“) vertreten.
18
Dr. Wiebke Schwarz untersucht eine Patientin an der Spaltlampe.
Am neuen Standort in der Bremer Innenstadt übernimmt
das Ehepaar Dr. Wiebke Schwarz und Dr. Christoph
Krüger die ärztliche Leitung. Nach dem Medizinstudium
in Göttingen und zahlreichen Erfahrungen
in Kliniken und Praxen, zuletzt in Hamburg, haben sie
sich nun für eine Tätigkeit im Herzen Bremens entschieden.
„Wir bieten an unserem Standort das volle
Programm einer nicht-operativen Augenarztpraxis
an“, sagt Dr. Christoph Krüger. „Wenn spezielle Fragestellungen
geklärt werden müssen oder eine operative
Behandlung ansteht, haben wir natürlich einen kurzen
Draht zur Hauptpraxis mit OP-Zentrum direkt neben
dem Sendesaal im Radio-Bremen-Viertel.“
Routineuntersuchungen bei Problemen mit der Brille,
Vorsorge wegen des Grünen Stars, Bindehautent-
Mit dem hochmodernen OCT, einem unscheinbaren Kasten, sind
genaue Schnittbilder der Netzhaut möglich.
Das Kopf-Ophthalmoskop ermöglicht kabellose genaue Augenuntersuchungen.
„Das ist nützlich, wenn Patienten zum Beispiel im Rollstuhl
sitzen“, sagt Dr. Krüger.
zündungen, Netzhautkontrollen bei Diabetes und die
Betreuung rund um operative Eingriffe gehören zu
den Leistungen. Aber auch der Sehtest zum Erwerb
des Führerscheins und eine Untersuchung für Menschen,
die vorrangig am Bildschirm arbeiten, seien
weitere häufige Gründe für einen Praxisbesuch. Die
Praxis ist mit modernster Technik ausgestattet. Mit
der Optischen Kohärenztomografie (OCT) lässt sich
ein Schnittbild von Netzhaut und Sehnerv darstellen.
„Das ist wichtig, um Feinheiten zu erkennen, die mit
konventionellen Untersuchungsmethoden gar nicht
sichtbar sind, zum Beispiel eine Gewebeschwellung
bei einer Erkrankung der Makula“, sagt der 42-jährige
Mediziner.
Dem gesamten Team – Ärzten und Medizinischen
Fachangestellten – ist das Zeitmanagement sehr
wichtig. „Kurze Wartezeiten sind heute ein wichtiges
Qualitätsmerkmal“, unterstreicht Dr. Wiebke Schwarz.
Und ihr Mann fügt hinzu: „Wir tun alles, damit fachliche
Kompetenz und menschliche Zuwendung durch
eine moderne Praxisorganisation ergänzt werden.“
Regelmäßige Fortbildungen sind für die beiden Augenärzte
eine Selbstverständlichkeit. „Nur so können
wir unseren Patienten eine Betreuung anbieten, die
immer auf dem neuesten Stand ist.“
Das Ehepaar lebt mit der zweijährigen Tochter ganz
in der Nähe der Praxis. „Bremen ist gemütlich“, sagt
der gebürtige Hamburger Dr. Christoph Krüger. „Und
die wichtigsten Ziele kann man leicht mit dem Fahrrad
erreichen.“
Dr. Wiebke Schwarz und Dr. Christoph Krüger
- Angestellte Fachärzte -
Augenarztpraxis Bodanowitz, Kusserow-Napp,
Ertel (ÜBAG, Partnerschaft)
Knochenhauerstraße 18/19
T 0421 323210
bremer-augenarzt.de
Die Hauptpraxis mit OP-Zentrum neben dem „Sendesaal“ im Radio-
Bremen-Viertel
19
gesund CORONA Mehr sagen als mit tausend Worten
SCHAU MIR IN
DIE AUGEN...
von Konstantin Zigmann
Begegnen wir jemandem, schauen wir zuerst in sein Gesicht, danach auf seine Hände,
um einzuschätzen, ob er uns gefährlich werden kann. Das alles erfolgt im Bruchteil
einer Sekunde und ist völlig unbewusst. Daraus resultiert die Reaktion: Lächeln oder
nicht, Interesse oder Ablehnung, Aggression oder entspanntes aufeinander Zugehen.
Gewöhnt an diese nonverbale Kommunikation, die in
Mimik und im Zusammenspiel mit den Augen dem
Gegenüber signalisiert in welcher Stimmung man ist,
beschränkt sich die Hauptlast der Kommunikation in
Zeiten von Corona auf die Augen. Sie müssen unser
Lächeln, unser Erstaunen oder unseren Ärger ausdrücken.
Positiv: Für den Gang an die Öffentlichkeit
reicht es in kalter Zeit ein Lippenbalsam aufzutragen,
da sich Lippenstift und Schminke in kürzester Zeit in
der Maske wiederfinden. Gerade deshalb sollte den
Augen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden,
denn sie sind die Gewinner der Situation. Man sollte
sie gut betonen und in Kombination mit der zu tragenden
Maske sehen, der No-Make-Up Trend ist hier
eher hinderlich und lässt die Augen zwischen Maske
und Mütze fast ganz verschwinden. Deshalb: Mut zur
Betonung.
20
FFP2 Maske
Die sichersten, aber auch langweiligsten und hässlichsten
Masken. Zumindest bewegen sie sich lustig beim
Ein- und Ausatmen. Würden sie in Gelb hergestellt
werden, würden wir alle wie Enten durch die Straße
laufen. Da sie aber in einem langweiligen Weiß daher
kommen, passt zu ihnen ein dunkler Grunge-Look
sehr gut. Die Augen mit Kohlestift dunkel betont und
mit dem Finger leicht verwischt, erhält man ein gespensterhaftes
Aussehen. Mit dem Kohlestift lässt
sich sogar die Maske an den Look anpassen. Dazu
bitte Kleidung in dunklen Erdtönen oder in Schwarz,
bei weißer Kleidung wird man schnell für einen Krankenhausmitarbeiter
gehalten, der völlig erschöpft von
seinem Dienst kommt.
Medizinische Einmal-Maske
Sie sehen billig aus, ihr Nutzen ist wohl auch noch
Basic, aber sie lassen den ersten Freiraum für ein
leichtes Farbspiel um die Augen. Ob sie mehr ins Blau,
ins Grün oder ins Türkis gehen, hier kann die Betonung
der Lider durch eine passende Farbe den Augen
einen geheimnisvollen Ausdruck geben. Die Maske,
gezogen durch die Gummis zum Ohr, fällt schräg nach
unten, doch die „Statement Wings”, der Lidstrich aus
den Lidern nach oben geschwungen, setzt dagegen
und vergrößert die Augen. Bei einem Lächeln ziehen
sich die „Wings” in die Höhe, bei einem bösen Blick
wird der Ausdruck umso grimmiger. Übrigens, die
Pantone Farbe des Jahres ist Classic-Blue – passt.
Stoffmaske
Erst wurde gesagt, sie haben keinen Nutzen, jetzt sind
sie vor aller Munde. Sind sie auch störend, so werden
sie mittlerweile als modisches Accessoire wahr genommen.
Endlich kommt wieder Farbe ins Gesicht.
Wie wunderbar lässt sich die Maske farblich auf Kleidung
und Kopfbedeckung abstimmen. Das Gleiche gilt
für die Augen und es darf auch ruhig dick aufgetragen
werden. Versuchen Sie es mal komplementär zur
Maske, auberginefarbenes Outfit, senffarbene Maske
mit rosé Lidstrich. Wer mutig ist und die Augen zum
Strahlen bringen möchte, greift zu Neon-Orange mit
dem passenden Kleidungsstil. Endlose Möglichkeiten.
Seidenmaske
Ganz edel für die ganz Mutigen. Ihre Nutzer stellen
den modischen Effekt gleich von Anfang an über die
Desinfektionsmöglichkeiten. Bei 30 Grad Handwäsche
tritt man dem Virus mutig entgegen und lädt
ihn ein, lange in der Maske zu bleiben. Aber egal, das
Gefühl einer Seidenmaske ist einfach phänomenal
leicht, der Stoff changiert, ist dünn und wirkt elegant.
Deshalb lässt sich das Auge auch eleganter betonen.
Eine buschige und natürliche Augenbraue ist gerade
total im Trend. Der Effekt verstärkt sich, wenn man die
Braue mit einem Puder im passenden Farbton auffüllt
und in die gewünschte Form bürstet. Dies lässt sich
selbstverständlich auch mit einem Katzenaugen Lidstrich
unterstreichen.
21
Brillenträger haben mit Masken Vor- und Nachteile.
Der größte Nachteil ist das ständige Beschlagen der
Gläser. Dem kann abgeholfen werden durch Antibeschlagsspray
oder -tüchern. Ein weiterer Tipp ist die
Brille über den Masken zu tragen und eine Maske zu
wählen, die am oberen Rand so gut wie möglich abschließt.
Ein Vorteil ist jedoch, dass sich Brillenträger
immer einen modischen Rahmen um die Augen legen
können. Weitsichtige haben zudem noch den Vorteil,
dass ihre Augen hinter der Brille größer wirken. Leider
ist der Effekt bei Kurzsichtigen jedoch umgekehrt, ihre
Augen wirken noch kleiner. Hier helfen sehr dünn geschliffene
Gläser, die das Phänomen abschwächen.
Da durch den Rahmen der Brille oft ein dunkler Schatten
über den Augen liegt, ist es um so wichtiger diesen
Effekt durch einen helles, schimmerndes Augen-
Make-Up zu kompensieren. Passend dazu ein heller
Lidstrich statt dem dunklen Kayal. Doch Obacht, weniger
ist mehr bei ausdrucksvolleren Gestellen, mehr
ist mehr bei rahmenlosen Modellen. Sie werden durch
betontes Augen-Make-Up in den Hintergrund gerückt
und die Augen selbst herausgestellt.
Also, Mut zur Farbe und Mut mit den Augen zu kommunizieren. Sie
können es auch üben: Maske auf und verschiedene Emotionen vor dem
Spiegel üben. Dazu die Augen unterschiedlich schminken und die Effekte
ansehen. Am besten davon Fotos machen und auf Ihre Instagram
oder Facebook Seite hochladen. Der Spaß an nonverbaler Kommunikation
kommt dann von ganz alleine.
22
Thema: Augen
gesund
Den Augen Gutes tun...
…mit ganzheitlichem Seh training
Unsere Augen lieben es umherzuschweifen. Nähe
und Ferne im Wechsel mit verschiedenen Farben
und Formen wahrzunehmen tut unseren Augen gut.
Leider sieht der „Arbeitsalltag“ unserer Augen heute
oft anders aus. Stundenlanges Arbeiten am Bildschirm,
das Sehen auf überwiegend die gleiche
Distanz und oft zu wenig Abwechslung in den Tätigkeiten
verlangen unserer Sehkraft viel ab. Verspannungen,
müde Augen und Konzentrationsprobleme
können dann die Folge sein. Auch Kopfschmerzen
und körperliche Erschöpfung kennen viele Menschen,
manchen sind die Zusammenhänge jedoch nicht bewusst.
Sport trägt zur körperlichen Fitness bei – ähnlich
kann unser visuelles System (Augen und Gehirn)
durch ganzheitliches Sehtraining gesund erhalten
werden.
Übung: Augen-Auflockerung am Bildschirm
Schließen Sie bewusst Ihre Augen, atmen Sie
tief durch. Recken und strecken Sie sich, gähnen
Sie herzhaft. · Lassen Sie Ihre Schultern
sanft einige Male nach hinten kreisen. · Richten
Sie Ihren Blick entspannt über den Bildschirm
hinweg, schauen Sie in die Ferne. · Stehen
Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte. · Blinzeln
Sie mit locker-leichtem Lidschlag, wie ein
Schmetterling der langsam und sanft mit seinen
Flügeln schlägt. · Abwechslung fördert klares
Sehen und bessere Konzentration.
Ganzheitliches Sehtraining ist mehr als eine Art Gymnastik
mit den Augen, denn die Augen selbst sind nur
zu etwa 10 Prozent am Sehen beteiligt. Die weitere Informationsverarbeitung,
also das Wahrnehmen, Auswählen
und Erkennen, erfolgt im Gehirn. Außerdem
beeinflussen auch unsere allgemeine körperliche
Verfassung und das seelische Befinden die Sehkraft.
Was tun, wenn die Augen müde, angespannt oder
trocken sind? Hier hilft es, eine kleine Augenpause
einzulegen und zu Palmieren*
Übung: Palmieren (lat. palma, Handinnenfläche)
Sitzen oder liegen Sie bequem. · Reiben Sie Ihre
Handflächen aneinander, bis sie warm sind. ·
Bedecken Sie die geschlossenen Augen mit
den leicht gewölbten Händen, so dass die Augen
gut gegen das äußere Licht abgeschirmt
sind. · Die Augenlider werden dabei nicht berührt.
· Die Nase hat ausreichend Platz zum
freien Atmen. · Genießen Sie nun die sich langsam
einstellende Dunkelheit. · Beobachten Sie
in Ruhe eine zeitlang Ihren Atem und spüren
Sie die Wärme Ihrer Hände. · Beenden Sie das
Palmieren mit Recken und Strecken, mit herzhaftem
Gähnen und locker-leichtem Blinzeln.
Die Ursachen für Augenbeschwerden, schwankende
Sehkraft oder Fehlsichtigkeiten sind vielfältig. Neben
einer den Sehanforderungen entsprechenden, gut
angepassten Brille oder Kontaktlinse nehmen auch
Ernährung, Bewegung und ungünstige Sehgewohnheiten
Einfluss auf das Sehen. Wenn Sie Interesse am
Sehtraining bekommen haben, schauen Sie auf meine
Webseite, ich biete verschiedene Bildungszeiten und
„Sehminare“ , z.B. in den Bremer Bildungseinrichtungen,
an. Auch angeleitete Augenspaziergänge in
Bremer Parks und Grünanlagen sind eine gute Möglichkeit,
Sehtraining spielerisch kennenzulernen und
den Augen Gutes zu tun.
Dagmar Wanschura
ganzheitliche Sehtrainerin & Mitautorin
des Sehtrainingsbüchleins:
Immer öfter zwischendurch
schaulust-bremen.de
23
SO BETRACHTET...
gesund
Zu viel Zeit am Bildschirm ändert die Sehfähigkeit
GENERATION
SCREEN
Digitale Geräte und Medien sind aus unserem Alltag
nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich nur im beruflichen
Bereich eingesetzt, bestimmen heute Computer
im weitesten Sinne unser Leben. Wir verwenden
täglich Smartphones, Tablets und Laptops sowohl
zur Beschaffung von Wissen und Informationen, als
auch zur Kommunikation mit Menschen an verschiedenen
Orten. Neben E-Mails, Whats-App und SMS
sind es die social-media-Plattformen wie Facebook,
Twitter, Instagram etc., die uns eine pausenlose
weltweite Interaktion ermöglichen. Gerade aktuell in
Zeiten von Corona versuchen wir, so viel wie möglich
digital zu erledigen, um den direkten Kontakt zu anderen
Menschen zu vermeiden.
Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind vielfältig:
Schmerzen im Rücken, in den Armen oder Schultern
gehören ebenso dazu wie Schmerzen in den Augen.
Unser visuelles System, das mit Auge, Netzhaut,
Sehnerv und Sehrinde Teil unseres Nervensystems
ist, vollbringt permanent Höchstleistungen. Unsere
Augen haben rund 130 Millionen Sehzellen, die in
jeder Sekunde mehr als 10 Millionen Informationen
aufnehmen und in rasanter Geschwindigkeit an unser
Gehirn weiterleiten. Dabei unterscheiden sie zusätzlich
„nebenbei“ zwischen 600.000 verschiedenen
Farbtönen. Diese Beanspruchung und Überanstrengung
der Augen kann verschiedene Symptome zur
Folge haben: Kopfschmerzen, Müdigkeitsgefühl der
Augen, verschwommenes Sehen, Wahrnehmungsstörungen,
Flackern und Flimmern vor den Augen.
Unser gesamter Organismus und unsere Augen werden
zusätzlich durch das künstliche blaue Licht, das
von Smartphone, Computer & Co. ausstrahlt, belastet.
Wenn auch bislang nicht bewiesen, so ist es doch
wahrscheinlich, dass zu viel blaues Licht Schädigungen
an der Netzhaut des Auges verursachen kann.
Fakt ist, dass künstliches blaues Licht gerade am
Abend negative Auswirkungen auf unseren Schlaf hat.
24
Brillenträger können sich durch das Tragen von Brillengläsern mit
„Blaulichtfilter“ schützen. Diese Brillengläser reflektieren einen Teil des
künstlichen blauen Lichts, wodurch es weniger ins Auge gelangt. Positiver
Effekt: angenehmes, entspannteres Sehen, verbesserter Kontrast,
Minderung der Blendwirkung und Vorbeugung von Überanstrengung der
Augen.
Entscheidend für die Erholung der Augen und somit für gutes Sehen ist
genügend Schlaf. Im geschlossenen Zustand entspannt sich die Augenmuskulatur,
die Augen haben große Pause und können sich erholen. Zur
weiteren Regeneration der Augen und zur Verbesserung der Sehkraft
können diese Übungen helfen, wieder klar zu sehen.
AUGENROLLER
Zur Lockerung der Bewegungsmuskeln die Augen langsam in alle Richtungen
„rollen“: oben, unten, rechts und links.
BLINZELN
Häufiger und auch ganz bewusst blinzeln, um die Augen zu befeuchten.
So reinigt die Tränenflüssigkeit die Linse und vermindert die Austrocknung
des Auges.
MASSIEREN
Mit den Fingerkuppen den Bereich um die Augen in kleinen kreisenden
Bewegungen massieren oder ganz sanft mit den Fingern diesen Bereich
„abklopfen“. Beides regt die Durchblutung an und entspannt das Auge.
HOL DIR
DEIN
DATE
FERNBLICK
Mehrmals täglich aus dem Fenster in die Ferne schauen und einen Punkt
fixieren, der ca. 30 Meter entfernt ist. Das verhindert ein Verkrampfen der
Muskeln und den sogenannten „Tunnelblick“, der bei langanhaltender
intensiver Bildschirmarbeit zum Teil entsteht.
PALMIEREN
Eine alternativmedizinische Methode zur Entspannung der Augen. Einfach
aber intensiv. Man reibt die Hände aneinander, bis sie angenehm
warm sind und hält sie dann wie einen Deckel auf die Augen. Nach 15
Sekunden Hände langsam vom Gesicht lösen, die Augen aber noch geschlossen
halten. Diese Übung beruhigt brennende, trockene und müde
Augen.
Garantiert die beste Entscheidung
Wir sehen uns!
Andreas Elster, Augenoptiker,
seit 2008 Geschäftsführer von
STILPLUS OPTIC
Unser Lieben Frauen Kirchhof 9
28195 Bremen
0421 - 3 64 93 93
info@stilplus.de · www.stilplus.de
25
Neben der konservativen sowie der operativen Versorgung
von komplexen Netzhaut-/Glaskörpererkrankungen
bietet die Augenklinik Universitätsallee in Bremen
mittlerweile nahezu das komplette Spektrum der
Augenheilkunde an. Hierzu gehören insbesondere
auch die refraktive Chirurgie wie z.B. Kataraktoperagesund
KLINIKEN
AUGENKLINIK
UNIVERSITÄTSALLEE
Kompetenzzentrum für Netzhauterkrankungen
und Augenoperationen
Mit insgesamt mehr als 95.000 Operationen und mehr
als 76.500 kleineren Eingriffen sowie einem Team aus
mehreren erfahrenen Netzhautspezialisten und Netzhautchirurgen
unter einem Dach hat sich die Augenklinik
Universitätsallee mittlerweile zu einem der größten
Kompetenzzentren für Netzhauterkrankungen und
Augenoperationen Europas entwickelt.
tionen (Grauer Star) und andere Linsenoperationen. „In
einem angenehmen Ambiente mit direkter Verbindung
zum Hotel Munte am Stadtwald versorgen wir Patienten
aus ganz Deutschland, aber auch aus anderen
Ländern“, so Verwaltungsdirektorin Natalie Reeh. Ein
besonderer Fokus wird dabei in der Augenklinik Universitätsallee
auf die Ergebnisqualität gerichtet. „Selbstverständlich
wird aber auch ein hohes Augenmerk auf
eine freundliche, wertschätzende und vertrauensvolle
Behandlung gelegt. Alle Angestellten unseres Hauses
begreifen sich als Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens,
das im Zentrum den Patienten mit seinen
Ängsten, Nöten und gesundheitlichen Problemen
sieht.
26
Leistungsspektrum
• Netzhaut-/Glaskörperchirurgie
inkl. Notfalloperationen
• Makuladegeneration
• Intravitreale Medikamenteninjektionen
• Laserbehandlung (Vorder-/Hinterabschnitt)
• Kryokoagulation
• Grauer Star / Katarakt-Operationen
• Linsen-Operationen (auch Premiumlinsen)
• Grüner Star / Glaukom-Operationen
• Hornhautchirurgie
• Schiel-Operationen
• Lidchirurgie
Fortgeschrittene Netzhaut-Diagnostik
• Fundusphotographie
• Fundusautofluoreszenz
• Fluoreszenz-Angiographie
• Weitwinkel: Fundusphotographie,
Angiographie, Fundusautofluoreszenz
• OCT-Angiographie
• Hochauflösendes OCT
(Vorder-/Hinterabschnitt)
• Ultraschall
• Laser-Biometrie
• Ultraschall-Biomikroskopie
AUGENKLINIK UNIVERSITÄTSALLEE
Parkallee 301 / Ecke Universitätsallee • 28213 Bremen
Tel.: 0421 5665 200 • Fax: 0421 5665 299
E-Mail: info@augenklinik-bremen.de
Internet: www.augenklinik-bremen.de
Natalie Reeh
(Verwaltungsdirektorin)
27
KAMPF
DEM
Schmerzmedizinische Kompetenz unter
einem Dach
Am Anfang einer Behandlung steht die intensive Untersuchung
der individuellen Schmerzursache an.
Daraufhin stimmt ein Team aus Schmerzmedizinern,
Orthopäden, Neurologen, Neurochirurgen, Sportmedizinern,
Psychologen und Physiotherapeuten die vielgesund
KLINIKEN Paracelsus-Klinik Bremen baut
Schmerzmedizin weiter aus
TEAM: (von links nach rechts): Soraya Sowa (Medizinische Fachangestellte), Dr. Hubertus Kayser (Chefarzt der Schmerzmedizin), Eva Maria
Hoffmann (Chefärztin der Schmerzmedizin), Annette Semsroth (Fachärztin Orthopädie), Alisha Snijders (Medizinische Fachangestellte), Sabine
Rommich (Pain Nurse), Johanne Gensink-Lentz (Fachärztin für Anästhesie), Yvette Berger (Pain Nurse)
Die Paracelsus-Klinik Bremen erweitert ihre schmerzmedizinische
Fachabteilung und eröffnet ein ambulantes
Versorgungszentrum. Die neuen Räume für die
ambulante Behandlung befinden sich direkt neben
der Klinik in der Sonneberger Straße 1. Die stationäre
Behandlung erfolgt weiterhin in der Paracelsus-Klinik.
„Dank unseres neuen Standortes können wir nicht nur
mehr Schmerzpatienten helfen, sondern auch unser
Behandlungsangebot deutlich vergrößern und
noch individueller gestalten“, erklärt Eva
Maria Hoffmann, Chefärztin der Schmerzmedizin
an der Paracelsus-Klinik Bremen.
„Ob ambulant, stationär oder eine
Mischung aus beidem – wir passen unsere
therapeutischen Maßnahmen an
die Bedürfnisse unserer Patienten an“, ergänzt
Hoffmann.
Der schmerzmedizinische Fachbereich
bietet eine umfassende Diagnostik, ganzheitliche Behandlung
und individuelle Betreuung bei chronischen
Schmerzen. Neben den klassischen Sprechzeiten bietet
das Team der Schmerzmedizin auch Videosprechstunden
nach vorheriger telefonischer Rücksprache
an.
Eva Maria Hoffmann
Chefärztin der Schmerzmedizin
versprechendsten Therapiemaßnahmen ab. Die Behandlungsmodelle
schließen die multimodale ebenso
wie die interventionelle Schmerztherapie ein. „Unser
oberstes Ziel ist es, den Alltag unserer Patienten zu erleichtern
und ihre Lebensqualität zu erhöhen“, sagt Dr.
med. Hubertus Kayser, Co-Chefarzt der Schmerzmedizin
an der Paracelsus-Klinik Bremen und fährt fort:
„Mit dem neuen Standort haben wir die Möglichkeit,
chronische Beschwerden ambulant zu behandeln und
haben gleichzeitig die Vorteile einer Klinik im
Rücken.“
Aufrechterhaltung der Behandlung
trotz Lockdown
Die negativen Corona-Auswirkungen
von Social Distancing und Isolierung haben
viele Patienten in den letzten Wochen
und Monaten in einen Teufelskreis getrieben.
Denn psychosoziale Umstände können
den Schmerz verstärken. „Es ist bekannt,
dass körperliches und psychisches Leid oftmals
zusammenhängen. Deshalb haben wir im Laufe der
letzten Monate weiterhin chronische Schmerzpatienten
ambulant behandelt – natürlich unter Einhaltung
der Corona-Regelungen“, erklärt Hoffmann.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit Termine
zu vereinbaren finden Interessierte unter:
paracelsus-kliniken.de/akut/bremen/fachbereiche/
schmerzmedizin/
Telefonnummer MVZ Paracelsus Gesundheitszentrum:
0421 224-1020
28
gesund VERSORGUNG
KRANKENKASSEN:
Starthelfer für digitale Innovationen
Die aktuelle Pandemie stellt jeden Einzelnen vor
große Herausforderungen. In einem Aspekt jedoch
bringt uns die besondere Situation voran: Bei der
Digitalisierung unseres Gesundheitswesens.
Beispielsweise ist mittlerweile der Nutzen
von Fernbehandlungen unumstritten.
Das elektronische Rezept ist inzwischen
Realität und seit Beginn dieses Jahres
haben die Menschen - mit Einführung der
elektronischen Patientenakte (ePA) - ihre
Gesundheitsdaten selbst in der Hand. Wer
die TK-Doc-App installiert hat, kann mit
dem TK-ÄrzteZentrum jederzeit persönlich
in Kontakt treten und sich umfassend medizinisch
beraten lassen.
Susanne Klein, TK
Man sieht, digitale Angebote bieten Chancen zur Verbesserung
der Versorgungsqualität. Das wollen wir
nutzen. Können dies aber nicht allein. Hier braucht
es Akteure, die mitmachen, die bereit sind, Neues
auszuprobieren. Und die gibt es auch in Bremen, die
jungen Unternehmen, die Startups, die klugen Köpfe,
die Verbesserungspotentiale sehen und smarte Ideen
für eine bessere Gesundheitsversorgung entwickeln.
Die TK bietet ihnen Unterstützung, damit sie sich im
Dickicht des Gesundheitsmarkts zurechtfinden und
die richtigen Partner treffen. Einige tolle Ideen sind so
schon entwickelt worden. Als Projektpartner der Universität
Bremen freuen wir uns z. B. über
die „Initiative zur smarten Pflegeplatzsuche“.
Biotechnologie, Medizinforschung und
Robotik, verschmelzen mithilfe moderner
Software und Rechenleistung zu einem
riesigen Wissensquell. Dadurch ergeben
sich mittlerweile ganz neue Therapieansätze:
Wir unterstützen gerade ein Bremer
Startup bei der Entwicklung einer App
für die hautärztliche Versorgung.
Wir sollten die veränderte Einstellung zu neuen Technologien
mehr nutzen, um Digitalisierung im Gesundheitswesen
weiter voran zu bringen. Dafür sollten wir
den Mut haben, auch um die Ecke zu denken. Denn
nur so kann unser Gesundheitssystem zukunftsfähig
werden und auch weitere Krisen gut überstehen.
Wohlfühlen ist
das neue Gesund.
Die TK-Gesundheitskurse sorgen nicht
nur für ein besseres Körpergefühl,
sondern auch für mehr Bewegung.
Wir wissen weiter. Die Techniker
dietechniker.de
gesund IMPFUNG
Impfungen können bei Kindern
Schmerzen und Angst auslösen
Impfungen im Baby- und Kindesalter sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge und
können viele schwere Erkrankungen verhindern. Doch der eigentliche Impftermin ist für alle
Beteiligten oft purer Stress. Denn der vermeintlich „kleine Piks“ ist für die Kleinen mit teils erheblichen
Schmerzen verbunden und kann dauerhafte Ängste auslösen. So leiden fast zwei
Drittel aller Kinder (63 Prozent) unter Impfangst. Auch für die Eltern ist es schwer, ihre Kleinen
weinen oder schreien zu sehen, und nicht zuletzt kann der vertrauensvolle Kontakt zum Arzt
durch die schlechte Erfahrung beeinträchtigt werden. Manchmal bleibt die Angst vor Nadeln
und Arztbesuchen sogar bis ins Erwachsenenalter bestehen.
Tipps für schmerzfreieres Impfen
Während in vielen anderen Ländern Maßnahmen zur Schmerz- und Stressreduktion bei Impfungen
schon lange üblich sind, hat sich in Deutschland dazu noch nicht allzu viel getan. Mittlerweile
verweist jedoch die Ständige Impfkommission (STIKO) in ihren Impfempfehlungen auf
diese Möglichkeiten. So sollten die Eltern bei der Impfung anwesend sein und ihre Kinder im
Arm oder auf dem Schoß halten. Säuglinge können zur Schmerzreduktion gestillt werden.
Bei älteren Kindern helfen oft kleine Ablenkungsmanöver, außerdem sollten
sie während der Impfung möglichst aufrecht sitzen. Um unnötige
Schmerzen zu vermeiden, ist den Empfehlungen zufolge auch
eine lokale Betäubung möglich. Bewährt hat sich hier eine
Wirkstoffkombination aus Lidocain und Prilocain. Sie
kann etwa mit dem gut verträglichen Schmerzpflaster
Tapfi von Geburt an angewendet werden, um die
Einstichstelle sanft zu betäuben und Impfungen,
Blutabnahmen und Co. den Schrecken zu nehmen.
Die Anwendung ist ganz einfach und
wird unter www.paedia.de genau gezeigt:
einfach das Pflaster eine Stunde vorher
zu Hause auf die vorgegebene Hautstelle
kleben, dann ist der Einstich kaum noch
zu spüren.
Piks Panik
Große Zustimmung bei Eltern
Ein Rezept benötigt man für die schmerzarme
Impfung nicht, das Pflaster kann
einfach in der Apotheke gekauft werden.
Auch Erwachsene mit Furcht vor Injektionen
können es nutzen. Noch ist diese
Möglichkeit der Schmerz- und Stressreduktion
beim Impfen allerdings vielen Menschen
nicht bekannt. Umfragen haben aber ergeben,
dass 97 Prozent der Eltern von Kindern bis zu
zwei Jahren ein solches Schmerzpflaster gerne für
ihren Nachwuchs nutzen würden, bei Elf- bis Zwölfjährigen
noch erstaunliche 78 Prozent. (djd)
Impfungen sind für die Gesundheit von Kindern wichtig.
Dank eines Schmerzpflasters muss der Piks nicht mehr weh tun.
Foto: djd/www.paedia.de/Yuganov Konstantin/shutterstock
30
gesund IMPFUNG
In Bremen keine langen Wartezeiten
beim COVID-19 Impftermin
Im Gegensatz zu den Meldungen aus anderen Bundesländern
zu überlasteten Hotlines für Impfterminvergaben
hat Bremen eine gut funktionierende Lösung gefunden.
Um einen reibungslosen Betrieb sicherstellen
zu können, wurde unter anderem auch eine separate
Bremer Telefonnummer geschaltet, die
in allen Impfeinladungen mit aufgeführt ist.
Das Call Center zur Vergabe von Terminen
zur Covid-19-Impfung für die angeschriebenen
Bremerinnen und Bremer hat dadurch
bisher eine gute Erreichbarkeit von
konstant nahezu 100 Prozent. Dies wird
auch zukünftig durch einen erhöhten
Personaleinsatz der Fall sein. Seit Anfang
des Jahres 2021 haben sich im Call Center
der „Initiative Bremen Impft“ bis zum
28. Januar mehr als 8.300 Anruferinnen
und Anrufer gemeldet. In Spitzenzeiten
betrug die Wartezeit im Durchschnitt gerade
einmal 90 Sekunden. Für die angeschriebenen
Bremerinnen und Bremer konnten bis
zum 27. Januar 2021 mehr als 11.700 Impftermine
gebucht werden und für die Bürgerinnen
und Bürger in Bremerhaven 4.490.
»Initiative Bremen Impft«
Das Call Center wird im Auftrag der Senatorin für Gesundheit,
Frauen und Verbraucherschutz von der „Initiative
Bremen Impft“, sowie der Bremer Handelskammer und weiteren
Unternehmen der bremischen Privatwirtschaft betrieben. Aktuell
arbeiten im Call Center bis zu 60 Helferinnen und Helfer aus der Hotellerie,
der Veranstaltungsbranche sowie von der SWB und der AOK. Die „Initiative Bremen
Impft“ wird von Unternehmen der Bremer Privatwirtschaft getragen und hat sich zum Ziel
gesetzt dabei zu unterstützen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Bremen und Bremerhaven
so schnell wie möglich geimpft werden können. Dafür stellt die „Initiative Bremen Impft“
personelle und administrative Ressourcen zur Verfügung.
Im Konferenzraum Lloyd
und vier weiteren Räumen
im CCB ist das Call Center
eingerichtet worden.
„Bisher sind im Land Bremen die über 90 Jahre alten Menschen angeschrieben
worden. Aktuell werden die über 85-Jährigen informiert,
dass sie ihre Impftermine buchen können. Wenn nicht Kinder oder
Enkel den Termin für die Senioren online buchen, rufen sie bei uns an.
Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir bisher allen Anrufern*innen
bei der Terminbuchung helfen konnten“, erläutert Peter Gärtner, der
aktuell das Call Center leitet und in seinem normalen Leben der Revenue
Manager und Leiter der Zentralen Reservierung der ATLANTIC
Hotels ist.
Bild links: Call Center Leiter
Peter Gärtner
31
gesund ENGAGEMENT
Förderverein Neurologisches
Rehabilitationszentrum
Friedehorst e.V.
„Nichts ist mehr,
wie es mal war“
Foto: M. Lorenz und M. Sabelhaus
„Nichts ist mehr, wie es war“... dieser Satz eines jungen
Patienten im Neurologischen Rehabilitationszentrum
Friedehorst kennzeichnet den tiefen Einschnitt
einer Hirnverletzung im Leben eines Menschen.
Das Neurologische Rehabilitationszentrum Friedehorst
bietet eine umfassende Rehabilitation für Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene, die eine solche
Hirnverletzung erlitten haben. Es ist eine Spezialeinrichtung
für Patienten mit Verletzungen und Erkrankungen
des Nervensystems nach Unfall, Krankheit
oder von Geburt an.
Mit dem Ziel die wertvolle Arbeit des Rehabilitationszentrums
zu unterstützen, haben sich 1995 engagierte
Bremerinnen und Bremer zum Förderverein Neurologisches
Rehabilitationszentrum in Friedehorst e. V.
zusammengeschlossen.
Der Förderverein unterstützt und finanziert Rehabilitationsmöglichkeiten,
welche nicht vom Kassenträger
übernommen werden. Folgende Projekte haben maßgeblich
zur Verbesserung des Behandlungsangebotes
beigetragen:
Ausstattung der Frührehabilitationsstation
Einrichtung eines Motoriklabors (Ganglabor)
Elke Rohr
1. Vorsitzende
Inge Sandstedt
Ehrenvorsitzende
Susanne Lolk
2. Vorsitzende
Therapie durch Klinikclowns
Bereitstellung unterschiedlicher Therapiemittel,
z.B. Crosstrainer und Gangtrainer THERA lyra
Bau eines Elternhauses um eine größtmögliche Nähe
von Eltern / Patient zu ermöglichen
Für dieses Engagement ist der Vorstand des Fördervereins
angewiesen auf private Spenden und freut
sich über jeden, der mit einem Mitgliedsbeitrag oder
einer Spende den Verein unterstützen möchte.
Forderverein
Neurologisches RehabilitationsZentrum
Friedehorst e.V.
Rotdornallee 64 I 28717 Bremen
T 0421 27 74 37-501
foerderverein-nrz.de
Spendenkonto
Sparkasse Bremen
IBAN: DE35 2905 0101 0007 0580 01
BIC: SBREDE22
32
33
gesund LEBEN
Barrierefrei und
eigenständig Leben
wir gelernt, uns die Situation ganz genau anzuschauen, um
den Wunsch nach einem passenden Zuhause zu verwirklichen.
Im Fokus stehen die jeweilige Wohnsituation und
Umgebung, die finanziellen Möglichkeiten, gesundheitliche
Situation und Anforderungen sowie Lebensumstände und
Lebensziele unserer Kunden.“
Barrierefreiheit ist nicht nur ein Thema für Menschen mit
körperlichen Einschränkungen. Auch junge Immobilienbesitzer
schauen voraus und beschäftigen sich heute schon mit
dem Thema Wohnen im Alter. Das Ziel ist es, möglichst lange
selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben und an
einem vertrauten Umfeld teilzuhaben. Die Nachfrage nach
barrierefreiem Wohnraum steigt.
Als geprüfter ImmoBarrierefrei-Experte ® ist EXPOSÉ Immobilien
dafür der Fachberater in Bremen und umzu.
Als ausgewiesene Experten für barrierefreies Wohnen sind
Ulrice Czehowsky und ihre Mitarbeiter mit den Anforderungen
an barrierefreies und uneingeschränkt rollstuhlgerechtes
Bauen nach DIN 18040-2 vertraut. Sie unterstützen Interessenten
gerne bei allen Fragen rund um eigenständiges Wohnen
im Alter.
Individuelle Lösungen für eine barrierefreie Immobilie
ImmoBarrierefrei-Expertin Ulrice Czehowsky: „Das Thema ist
komplex und die Lösungen sehr individuell. Deshalb haben
In einem persönlichen Gespräch betrachtet Ulrice Czehowsky
von EXPOSÉ Immobilien dann die Möglichkeiten, die die Immobilie
dafür bietet, und entwickelt ein nachhaltiges Wohnkonzept
für den vorhandenen Bedarf.
Intelligente Finanzierung
Eine Lösung wird es immer geben: Ein Umbau, eine Teilung,
vielleicht ein ganz neuer Aufbau des Hauses oder der Wohnung.
Oft ist mehr möglich, als man zunächst denkt. Die Experten
von EXPOSÉ Immobilien haben Erfahrung darin, wie
sich auch aufwendige Veränderungen realisieren lassen und
wie Fördermittel beantragt werden können. Gleichzeitig erhöhen
die Eigentümer damit den Wert ihrer Immobilie und
schaffen eine Grundlage für lebenslanges Wohnen.
Darüber hinaus hilft das Team bei der Organisation und Umsetzung
des gesamten Umzugs, Aussortieren, Einpacken,
Entsorgen, Verschenken – die Kunden sind nur bei den ganz
persönlichen Dingen dabei, fahren in Urlaub und ziehen danach
direkt in Ihr neues Heim.
Immobilien
34
Heute schon an morgen denken:
Barrierefreie Badezimmer
bei ELEMENTS
Stolperfallen lauern im Alltag bekanntlich
viele, mit ELEMENTS aber
im Badezimmer künftig keine mehr.
Wer heute schon an morgen denkt,
kann sein Badezimmer dank geradliniger
Designs schnell mit kleineren
und größeren Anschaffungen in ein
barrierefreies Bad umfunktionieren.
Je nach Bedarf reicht das Sortiment
von Haltegriffen über Klorollenhalter
mit Stützgriffen und unterfahrbaren
Waschbecken bis hin zur Walk-in-
Dusche. Vor allem über die Walk-in-
Dusche dürfte sich die Mehrheit der
Deutschen freuen, schließlich liegt
das Duschen im Trend: Mehr als zwei
Drittel der Deutschen ziehen die
Dusche der Badewanne vor.
So einfach geht barrierefreies Bad
Der Weg zu einem barrierefreien Bad
mit einer Dusche, die auch im Alter
noch nutzbar ist, ist ein leichter: Er
beginnt mit nur einem Klick auf der
neuen ELEMENTS-Website. Hier warten
neben zahlreichen Inspirationen auch
hilfreiche Tools wie der 3D-Badplaner
sowie ein Budgetplaner.
Bestückt mit ersten Eindrücken, eigenen
Ideen und konkreten virtuellen
Vorplanungen führt der Weg weiter
in eine der aktuell 260 bundesweiten
ELEMENTS-Ausstellungen, in denen
Fachhandwerker und Badverkäufer
von Beginn an Hand in Hand arbeiten.
KfW-Programme für Modernisierung
Zur Rundum-Sorglos-Betreuung von
ELEMENTS zählen übrigens auch finanzielle
Förderungsmöglichkeiten.
Was viele Verbraucher nicht wissen:
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) stellt zinsgünstige Kredite
oder Zuschüsse für die barrierefreie
Umgestaltung bereit. Über das KfW-
Programm 159 (Altersgerechtes
Umbauen) werden beispielsweise
Modernisierungsmaßnahmen gefördert,
die Barrieren verringern oder
den Wohnkomfort erhöhen. Bis zu
50.000 Euro stehen Hausbesitzern
oder Wohnungseigentümern dabei
zur Verfügung. Mit bis zu 6.250 Euro
werden über das KfW- Programm
455 B frei kombinierbare Einzelmaßnahmen
bezuschusst.
DER EINFACHSTE WEG
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DIE BADAUSSTELLUNG IN IHRER NÄHE.
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35
gesund BEWEGUNG
Kinder-Sport im Verein für jedes Alter
VEREIN
»VORWÄRTS«
Der Start in die
gesunde Bewegung
Für die Gründung des Vereins Vorwärts stand im
Mittelpunkt, etwas für gewisse Schichten der Bevölkerung
zu tun, um sie aus einem Bildungsnotstand
herauszuführen. Eine Schulpflicht gab es 1846 noch
nicht. In Bremen stand die Zigarrenfabrikation in hoher
Blüte, die mehrere tausend Arbeiter beschäftigte.
Diese erfreuten sich allerdings keines besonders guten
Rufes. Denn oft ohne jegliche Erziehung aufgewachsen,
schon in der Kindheit durch die Arbeit hart
in Anspruch genommen, im allgemeinen nur geringe
oder gar keine Schulkenntnisse besitzend, herrschte
bei ihnen ein derber Ton.
Der Kaufmann Johann Caspar Koop veranstaltete im
Herbst 1846 eine Abendgesellschaft, bei der die Idee
entstand einen Zigarrenmacher-Bildungsverein zu
gründen. In Zusammenarbeit mit Dr. Karl Theodor
Andree. Am 20. Dezember 1846 fand die erste Ver-
Nadja trainiert mit der Langhantel
36
sammlung im Hause der Buchtstrasse 57 statt. 144
Personen erklärten ihren Beitritt und wählten einen
aus sieben Personen bestehenden Vorstand. Franz
Münnich war der 1. Präsident. Ihm verdankt der Verein
seinen jetzigen Namen „Vorwärts“. Der ausgesprochene
Zweck des Vereins war Bildung. So etwas gab
es damals noch nicht.
Da sich aber ein gleiches Bildungsbedürfnis auch in
anderen Berufskreisen äußerte, beschloss man im Mai
1847, jede Person als Mitglied willkommen zu heißen.
Unterrichtsstunden im Schreiben, Rechnen, Zeichnen,
sowie in deutscher und englischer Sprache wurden
eröffnet. Im selben Jahr gründete Herr Hufeland, einen
Männerturnverein. Etwas später folgten dann die
Frauen. Dazu kamen diverse musische Abteilungen.
Die Veranstaltungen fanden zunächst in gemieteten
Räumen statt, aber der Verein strebte nach einem eigenem
Heim. Am 24. Juni 1853 fand die Einweihung
des ersten eigenen Heimes in der Sandstraße statt.
Im Zuge der Stadtplanung musste der Verein Vorwärts
1972/73 aus seinen Häusern an der Sandstraße
weichen. Zur Abwendung eines Enteignungsverfahrens
trat der Verein 1970 seine Grundstücke an der
Sandstraße an die Stadtgemeinde Bremen ab und erwarb
von ihr für den Bau eines neuen Vereinshauses
Grundstücke an der Violenstraße. Bezogen wurde es
ab September 1972. Hier an der Violenstraße steht nun
das heutige Vereinshaus mit Turnhalle, Gymnastikhalle
und diversen Büroräumen. Unsere alten Gebäude
wurden unter Denkmalschutz gestellt.
Heute muss der Verein, um selbst nicht zu stark finanziell
belastet zu werden, Teile des Hauses an Firmen
und Institutionen vermieten. Denn sonst wäre es uns
nicht möglich, unser Sport-Angebot so günstig anzubieten.
Denn auch heute steht es bei uns im Vordergrund,
Sport und Musik jedem Menschen zu ermöglichen.
Der Verein Vorwärts bietet die klassischen Angebote
wie Senioren-Fitness, Kinder-Sport, Fitness, BBP,
Rücken- Fitness oder Yoga an. Ungewöhnlichere
Sportarten wie Krump-Dance, Line-Dance oder Bujinkan
finden ebenso ein Zuhause wie die musischen
Abteilungen, das Kammer-Orchester und der Bremer
Zither-Verein. Aufgrund von Corona bietet der Verein
zur Zeit Online-Sport-Kurse an. Besuchen Sie uns auf
unserer Website, alle Online-Angebote sind kostenfrei.
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37
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gesund FITNESS
Training mit der Fitalistin
In der aktuellen Zeit ist es wichtig, dass jeder etwas für seine Gesundheit tut. Auch zu Hause,
ohne Equipment und mit wenig Platz, kann einiges gemacht werden, um sich fit zu halten.
Neben regelmäßigen Übungen zu Hause, sollte man
auch regelmäßig an die frische Luft gehen. Auch wenn
es in der kalten Jahreszeit nicht so viel Spaß macht
wie im Sommer, ist die frische Luft gut für die Abwehrkräfte
und das Her-Kreislauf System. Von langen
Spaziergängen über Radtouren oder Laufrunden ist
für jeden etwas dabei, wie er sich draußen betätigen
kann. Für zu Hause bieten sich ein paar Übungen zur
Kräftigung der großen Muskelgruppen an. Alle Übungen
sollten in zwei bis drei Sätzen mit jeweils 12-15
Wiederholungen durchgeführt werden:
Kniebeuge
(zur Stärkung der Bein und Gesäßmuskulatur):
Für die Kniebeuge werden die Füße hüftbreit aufgestellt.
Für die Bewegung beugen sich die Knie und das
Gesäß wird nach hinten geschoben (als wenn man
sich auf einen imaginären Stuhl setzen möchte). Der
Rücken sollte in der Bewegung lang und gerade bleiben,
auch wenn der Oberkörper beim tief gehen leicht
nach vorne kippt. Die Fersen sowie die Außenkannten
sollten in der Übung vermehrt belastet werden.
Unterarm Stütz
(eine Ganzkörper Übung mit Stärkung
der Bauchmuskulatur):
Diese Übung ist auch als „Plank“ bekannt. In der
Bauchlage werden die Unterarme aufgestützt, die
Fußspitzen werden aufgesetzt. Der Körper hebt sich
ab und hält in der Stützposition. Sollte diese Position
nicht möglich sein, können die Knie abgesetzt werden.
Die Position sollte drei Mal für 30-60 Sekunden gehalten
werden.
38
Backplank
(Stabilität der Körperrückseite – Rücken,
Gesäß und Oberschenkelrückseite):
Hier wird in einer sitzenden Position begonnen. Die
Beine werden lang nach vorne ausgestreckt und die
Hände hinter dem Körper aufgesetzt. Aus dieser Position
wird das Gesäß angehoben, so dass der Körper
auf den Fersen und den Händen gestützt ist. In der
Bewegung wird der Körper abwechselnd angehoben
und wieder abgesetzt.
Brücke
(Kräftigung des unteren Rückens sowie der
Begleitmuskelgruppen des Ischiasnervs):
Zu guter Letzt begibt man sich für diese Übung in die
Rückenlage und stellt die Füße auf. Die Arme liegen
rechts und links am Körper. Von hieraus spannt sich
das Gesäß an und wird abgehoben, bis die Schultern,
Hüfte und Knie in einer Linie sind. Langsam wieder
absetzen und anheben.
Liegestütz
(Kräftigt den Brustmuskel und den Trizeps):
Für die Übung geht es auf die Erde bzw. auf die Matte
oder ein Handtuch runter. Es gibt hierbei zwei Varianten.
Bei der ersten bleiben die Knie auf der Erde aufgesetzt,
die Hände werden auf Brusthöhe aufgesetzt.
Aus dem Vierfüßler Stand wird der Oberkörper abgesenkt
und aus der Arm- und Brustmuskulatur wieder
nach oben gedrückt. In der zweiten Variante, die etwas
anstrengender ist, werden die Knie vom Boden
abgehoben, so dass nur noch die Hände und Füße
Kontakt zu Erde haben. Bei beiden Varianten sollte die
Bauchmuskulatur angespannt werden, um den Körper
zu stützen.
Sport begleitet Sina Cordsen ihr ganzes Leben. Im Kindesalter begann sie
mit dem Reitsport dem sie fast 20Jahre nachgegangen ist. Teils auch auf
Leistungsebene. Nach dem Abitur begann sie Sport- & Fitnessökonomie
als dualen Studiengang zu studieren. Nachdem sie sich 2013 als Personal
Trainerin sebstständig gemacht hat, bezog sie 2016 die Räumlichkeiten
im Ring Hotel Munte am Stadtwald. Hier bietet sie neben dem Personal
Training auch Kurse an und führt für die Tagungen und Seminare im
Hotel „Bewegte Mittagspausen“ durch. Sina Cordsen bildet als Dozentin
Trainer im Raum Norddeutschland aus und ist zweite Vorsitzende im
Bundesverband Personal Training e.V.
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39
gesund ERNÄHRUNG
MARKT
TAG
Interview mit Kurt Richter
und Marie Pigors über
ihren Biohandel auf
dem Findorffmarkt
Interview von Mathias Rätsch
Moin Marie und Kurt ! Ist das
Marktleben so idyllisch wie einige
Menschen es sich vorstellen ?
Kurt Richter: Als idyllisch würde
ich das, was wir tun, nicht bezeichnen.
Es ist Arbeit. Das gilt für die
frühe Anfahrt, das Aufbauen, die
Auszeichnung der Preise und was
sonst noch alles getan werden
muss, damit der Verkauf beginnen
kann. Dann ist es nett oder es kann
nett werden. Aber idyllisch ist etwas
anderes.
Wann fahrt Ihr morgens auf dem
Findorffmarkt vor ?
Kurt Richter: Am Dienstag und am
Donnerstag bin ich gegen 4:00
Uhr morgens da. Am Samstag versuche
ich früher da zu sein. Normalerweise
bin ich dann um 3:15
Uhr da.
Das ist mit An- und Abfahrt länger
als ein 12 Stunden Tag. Seid Ihr
ausschließlich auf dem Findorffmarkt
vertreten ?
Kurt Richter: Ja, das ist so.
Marie, vor zwei Jahren hast Du als
die von den MarktbeschickerInnen
gewählte Marktsprecherin öffentlich
gesagt, der Großmarkt, der
den Etat der Marktleute verwaltet,
reagiere oft zu langsam, es fehle
zudem an Modernität und die Potenziale
des Findorffmarktes würden
nicht ausgeschöpft werden.
Was hat sich seitdem geändert ?
Marie Pigors: Es hat sich positiv
geändert, dass ich von den MarktmeisterInnen
häufiger angesprochen
werde, heißt: Die Kommunikation
ist besser geworden. Die
von mir angesprochenen Defizite
sind vom Großmarkt erkannt worden
und es gibt neue AnsprechpartnerInnen.
Luft nach oben ist
immer: Ich freue mich, dass es in
der neuen Konstellation noch besser
wird.
Ein weiterer Ansatz von Dir war,
die positiven Aspekte des Marktes
hervorzuheben: Einkaufen
in entspannter Atmosphäre von
unverpackten, ökologischen und
hochwertigen Produkten. Reicht
das, damit der Findorffmarkt attraktiv
bleibt ?
40
Kurt Richter: Ich glaube, der Findorffmarkt
ist nach wie vor sehr
attraktiv. Momentan hat der Markt
regen Zulauf, weil Menschen in
Corona-Zeiten vermehrt unter
freiem Himmel einkaufen möchten.
Natürlich war es auch vorher
schon immer voll. Nicht nur an
einzelnen Ständen, sondern auch
insgesamt auf dem Markt; es sei
denn es waren im Winter acht Grad
minus oder es gab Schneetreiben.
Meine Wahrnehmung ist, dass
der Findorffmarkt in Bremen sehr
bekannt ist und auch stark von
KundInnen aus anderen Stadtteilen
besucht wird. Man muss natürlich
aufpassen, dass es auch so bleibt.
Marie Pigors: Was ich mir wünsche
ist, dass man über den Findorffmarkt
verstärkt positiv berichtet;
durch mehr Öffentlichkeitsarbeit
und mehr Werbung. Was mich
vor zwei Jahren gestört hat, war,
dass die öffentliche Kommunikation
seitens des Großmarktes in der Berichterstattung
der Medien immer
so leidklagend war. Ich finde, mittlerweile
sind wir auf einem guten
Weg. Der Tenor ist jetzt ein ganz
anderer, der lautet: Es macht Spaß
auf den Findorffmarkt zu gehen
und einzukaufen.
Der Findorffmarkt hat vormittags
geöffnet, also genau dann, wenn
viele potentielle KundInnen arbeiten
gehen. Sind diese Zeiten
arbeitnehmerfreundlich und wie
kann es gelingen, neue Zielgruppen
wie junge Familien anzusprechen
?
Kurt Richter: Es gibt schon länger
und immer wieder die Diskussion,
ob man die Marktzeiten auf den
späten Nachmittag verlegt. Warum
soll man etwas, das jahrelang gut
läuft, jetzt aufgeben für etwas, von
dem man nicht weiß, ob es laufen
wird ? Zu den jungen Familien: Bei
uns am Stand ist es schon immer
so gewesen, dass wir Familien mit
Mensch Kurt,
da ist die Fa. Nußbaum mit seinen
33 Jahren ein echter Jungspund.
Herzlichen Glückwunsch
zum Jubiläum.
Die Nußbäume
41
Der Ursprung des Findoffmarkts
ist gewesen, dass ein Bauer aus
dem Blockland, Worpswede oder
Grasberg in die Stadt fuhr und das
von ihm angebaute Gemüse auf
dem Markt verkaufte. Das hat sich
gewandelt: Bauern, die als Erzeuger
auch auf dem Markt selbst verkaufen,
gibt es heute fast gar nicht
mehr. Der Nachwuchs der Bauern
als eigentlich die nächste Generagesund
ERNÄHRUNG
kleinen Kindern hatten und haben,
weil die Eltern möchten, dass ihre
Kinder biologisches Essen auf den
Tisch bekommen. Es gibt die schöne
Geschichte eines Lütten, der
sagt immer zu Mama und Papa, die
KundInnen bei uns sind: „Kurt gehen.
Spielen.“
Marie Pigors: Dass der Findorffmarkt
auch nachmittags geöffnet
sein muss, ist aus meiner Sicht
mittlerweile überholt. Das Arbeitszeitmodell,
nach dem viele von
8:00 Uhr bis 17:00 Uhr arbeiten
gehen, löst sich nicht nur coronabedingt
durch den Trend zum
„Homeoffice“ weiter auf. Der klassische
Arbeitstag ist so wie früher
nicht mehr gegeben. Für mich ist
Markt gefühlt auch immer morgens:
Wir haben viele KundInnen,
die kommen früh vor der Arbeit
einkaufen.
Es gab dennoch einen Versuch,
neue Zielgruppen mit einer Veranstaltung
am Freitagabend zu
erreichen, die mangels Beteiligung
der HändlerInnen allerdings nicht
zustande kam.
Hans Peter Schneider, Geschäftsführer
der Bremer Großmarkt
GmbH, die zuständig für die Wochenmärkte
ist, hat verschiedene
Ansätze für neue Ideen gebracht.
Sind neue Ideen notwendig oder
braucht es Veränderungen gar
nicht, weil der Findorffmarkt ein
„Selbstgänger“ ist und man gar
nichts ändern muss ?
Marie Pigors: Wenn wir als MarktbeschickerInnen
schon am Samstag
vor Ort sind, stelle ich mich
doch nicht auch noch am Freitag
hin und mache Markt. Wie soll
das allein zeitlich gehen ? Dieser
Ansatz ist für mich nicht nachvollziehbar
gewesen. Bezogen auf
den Dienstag und Donnerstag ist
sicherlich noch Luft nach oben, um
die Markttage in der Woche für
mehr KundInnen noch attraktiver
zu machen.
Die Wochenmärkte haben auch bei
den HändlerInnen ein Nachwuchsproblem.
Jüngere Generationen
möchten sich den „Knochenjob“
der Marktleute, deren Arbeitstag
in der Nacht anfängt, nicht mehr
antun. Kurt, bei Deinem Biohandel
ist das anders: Alle Generationen
sind am Stand vertreten und Deine
Tochter Marie ist sowieso dabei.
Was machst Du anders als andere
MarkthändlerInnen ?
Kurt Richter: Keine Ahnung. Mit
anderen vergleichen wir uns gar
nicht. Ich kann nur sagen: Ich
bin zuverlässig da am Dienstag,
Donnerstag und Samstag – egal
wie das Wetter ist. Und wir schleimen
nicht herum oder erzählen
Geschichten, sondern wir stehen
hinter der Sache. Bio ist uns ernst
und wenn die Sachen uns nicht
schmecken, sagen wir das auch
ehrlich.
42
tion der Marktleute will das schon
gar nicht. Die wollen nicht mehr
zum Markt fahren, sondern lieber
einen Job am Computer haben.
Marie Pigors: Ich glaube, was wir
anders machen, ist, dass wir nicht
vorrangig das Interesse haben,
zu verkaufen, um damit Geld zu
verdienen. Das auch, aber in erster
Linie haben wir ein starkes Interesse
an Menschen. Wir haben eine
Beziehung zu unseren KundInnen.
Ich könnte Dir Briefe zu unserem
dreißigjährigen Jubiläum vorlesen,
die unglaublich freundlich sind und
uns sehr gerührt haben.
Bauern, die selbst verkaufen, gibt
es fast gar nicht mehr.
Euren Stand gibt es nächstes Jahr
im Oktober seit 40 Jahren. Kurt,
Du warst damals ein echter Pionier.
Wie entstand 1981 die Idee,
einen Biostand auf dem Findorffmarkt
zu eröffnen ?
Kurt Richter: Wenn man sich das
noch einmal vor Augen führt, was
1981, als ich anfing, in Bremen
und Westdeutschland und in den
Köpfen von uns jungen Leuten los
war, waren das in meiner Jugend
in den Siebzigerjahren ganz andere,
bewegte Zeiten. Sind die Septemberstreiks
bei Klöckner Bremen
heute noch ein Begriff ? Ich habe
damals studiert. Bei mir und den
MitstreiterInnen in meinem Umfeld
war völlig klar: Wir wollten auf keinen
Fall eine „bürgerliche Karriere“
einschlagen.
Wir „beglücken“ Bremen mit Bio-
Kartoffeln. Wir sind dann einfach
zum Bio-Bauern in die Lüneburger
Heide gefahren, haben jede Menge
biologisch angebauter Kartoffeln
eingekauft – und uns damit
auf den Findorffmarkt gestellt. Der
Gedanke war: Wir wollten etwas
Gutes tun.
Marie Pigors: Und Ihr habt mitten
auf den Markt gestanden ?
Kurt Richter: Ja. Wir dachten: „Wir
sind clever, fahren früh los, stellen
uns auf den Platz und fangen an,
Kartoffeln an die Leute zu verkaufen.“
Wir haben uns dafür mitten
auf den Findorffmarkt gestellt.
Sofort kam jemand, der sagte: „So
geht das hier nicht. Das ist unser
Platz.“ Am Ende standen wir mit
einem Laster voller Bio-Kartoffeln
am Rand des Marktgeschehens
– und niemand wollte sie haben.
Rückblickend waren wir ziemlich
blauäugig, aber so war das halt.
Daraus ist dann der „Kurt Richter
Lebensmitteleinzelhandel Biohandel
Bremen“ entstanden, den es im
nächsten Jahr 40 Jahre gibt.
Was macht Euren Stand heute
besonders ?
Kurt Richter: Das besondere an
unserem heutigen Sortiment ist:
Es ist nicht am Reißbrett entstanden.
Am Anfang hatten wir nur
Kartoffeln. Irgendwann kamen
KundInnen und fragten uns: „Warum
habt Ihr nicht auch Möhren ?“
und: „Warum habt Ihr nicht auch
Äpfel ?“ Warum habt Ihr denn nicht
dies und das ? Irgendwann kam
ein Türke zu uns, der hatte Kontakte
zu den Bio-Bauern in seiner
Heimat. Dadurch boten wir auch
Feigen und Rosinen und Salbeitee
an. Jemand anders kam, der hatte
Kontakte zu einem Bio-Großhandel
in den Niederlanden.
Plötzlich führten wir biologisches
Distelöl. Irgendwann wollte einer
Rosen-Shampoo haben, also
führten wir Rosen-Shampoo. Man
konnte biologische Produkte früher
nicht irgendwo einfach zentral
einkaufen. Die Strukturen und das
Angebot von heute gab es ja gar
nicht. Auf diese Weise ist unser
Sortiment Schritt für Schritt ent-
Was macht man also, um die Welt
zu verbessern ? Unter uns gab es
jemanden, der kam von einem Demeter-Hof
in Schleswig-Holstein,
wo man schon seit Jahrzehnten
biologischen Anbau betrieb. Dieser
Mensch kam mit der Idee an,
dass wir etwas in dieser Richtung
auch in Bremen unternehmen
sollten. Irgendwann haben wir
gesagt: „Ja, wir machen das jetzt.“
43
gesund ERNÄHRUNG
standen – mit Angeboten, die wir
auch privat nutzen. Wenn man
das, was man tut, nicht aus Überzeugung
und mit Leidenschaft
macht, kann es sowieso nicht
funktionieren.
Marie Pigors: Dass nur ich gestalten
würde, stimmt so nicht. Wir
haben ein Feige-Walnuss-Baguette
neu im Angebot. Was macht
Papa ? Ein Bilderrätsel ! Er legt eine
Feige und eine Walnuss auf das
Baguette. Dann müssen die KundInnen
raten: „Was ist das für ein
Baguette ?“ Auf solche Ideen würde
ich nie kommen !
Im professionellen Marketing
würde man ein solches Vorgehen
„Aufmerksamkeit durch Irritation“
nennen ...
Marie Pigors: Oder Bärlauch ... da
legt er dann den Teddybär und
eine Porreestange hin – als Bilderrätsel
für Bär und Lauch. Oder er
hängt irgendwo am Stand Bananen
auf. Auf so etwas würde ich
nie kommen ! Er gestaltet auch, nur
so ganz anders als ich – und gibt
damit dem Stand einen ganz eigenen
Charme. Mit Marketing-Kram
hat das bei uns nichts zu tun.
Ich war schon als Kind dabei und
auch später, als ich studiert habe.
Irgendwann bin ich zur See gefahren.
Du bist zur See gefahren ? Erzähle
unseren LeserInnen mehr...
Marie Pigors: Der eine Familienzweig
von uns fährt seit jeher
zur See. Meine Großväter und Onkel
sind zur See gefahren. Ich bin
eine zeitlang auf dem Schiff gewesen.
Immer wenn ich frei hatte,
war ich in Findorff auf dem Markt.
Als ich auf dem Schiff war, haben
KundInnen mir gute Wünsche an
Bord gesendet. Ich habe dadurch
Strände auf den Seychellen oder
in Indien gesehen, die waren nicht
weiß, sondern komplett vollgemüllt
mit Plastik und allen möglichen
Dingen. Da ist mir klar geworden:
Papa hat mit seiner biologischen
Lebenweise und seiner Einstellung,
auf überflüssigen Konsum zu
verzichten, völlig recht.
Als Schülerin war ich auf dem
Hermann-Böse-Gymnasium. Als
ich erzählt habe, dass wir als BiohändlerInnen
mit einem Stand auf
dem Findorffmarkt stehen, wurde
ich belächelt. Papa wurde früher
als Öko-Spinner bezeichnet. Das
sagt heute niemand mehr, aber
als Kind bekommst Du diese Geringschätzung
der Arbeit deines
Vaters ja mit. Du denkst dann: Bin
ich ein Freak ? Das war nicht so
toll. Irgendwann habe ich erkannt:
Es macht Sinn, zu überdenken,
wie wir auf dieser Welt leben. Die
eigene Überzeugung zu leben und
zu vertreten habe ich von Papa
gelernt. Heute finden alle „Öko“
super, aber das war in meiner
Kindheit und Jugend ganz und gar
nicht so. Im Studium hat meine
Professorin zu mir gesagt: „Sie
wollen doch nicht am Marktstand
Ihres Vaters versauern ?“ So etwas
tut weh und trifft einen. Aber es
härtet auch ab.
Kurt Richter: Du hast mich vorhin
gefragt, wie es innerfamiliär bei
uns ist und was ich anders mache.
Es gibt von Marie Fotos, wie sie
als Acht- oder Neunjährige neben
dem großen Marktstand ihren
eigenen kleinen Marktstand mit
Äpfeln aufgebaut hat oder einen
eigenen Flohmarkt gemacht hat.
Kurt, was hättest Du beruflich
gern gemacht, wenn Du nicht
Markthändler geworden wärst ?
Marie Pigors: Papa wäre bestimmt
gern Erzieher geworden ...
Kurt Richter: Keine Ahnung. Es gibt
öfter mal Kommentare auf dem
Markt nach dem Motto: Kurt, Du
hättest werden sollen: Lehrer, Pastor,
Politiker ... Ich weiß nicht was
noch alles.
... und Marie ? Du bist ja auch nicht
als Markthändlerin geboren worden.
Marie Pigors: Der Markt ist schon
die Konstante in meinem Leben.
44
Ich habe sie als Kind einfach mitgenommen
und in das Marktleben
von Anfang an mit hereingelassen.
Sie ist mit dem, was ich beruflich
immer gemacht habe und weiterhin
mache, aufgewachsen.
Oft ist es ja so: Mit der Arbeit des
Vaters haben die Kinder gar nichts
am Hut. Die Bauern haben ihren
Nachwuchs erst mitgenommen,
als der mitarbeiten konnte. Das
war bei uns anders.
Marie, wirst Du den Biohandel
Deines Vaters irgendwann übernehmen
?
Marie Pigors: Dass es mir so viel
Spaß macht, liegt daran, dass wir
den Stand zusammen machen –
und ihn allein zu machen ist für
mich unvorstellbar. Darüber kann
ich gar nicht nachdenken.
Kurt Richter: Es gab eine Zeit, da
hätte ich – ohne eine Sekunde
darüber nachzudenken – sofort jedem
davon abgeraten, das zu tun,
was ich mache – weil es so viel
Arbeit ist, es sehr lange Zeit wenig
Anerkennung und Wertschätzung
für einen Biohandel gab und diese
Arbeit auch finanziell wenig rentabel
ist, so dass kein vernünftig
denkender Mensch meinen Beruf
machen sollte.
Aber die Situation hat sich seit
zwei Jahren leicht geändert,
nachdem wir einen neuen Hänger
angeschafft haben, wodurch die
Arbeit etwas einfacher wurde. Es
ist immer noch sehr viel Arbeit,
aber wir sind auch wirtschaftlicher
geworden. Wenn Marie jemanden
findet, der unseren Stand gemeinsam
mit ihr weiterführen will, dann
würde ich sagen: „Ja, macht das !“
Könntest Du nach vier Jahrzehnten
überhaupt loslassen ?
Marie Pigors: Absolut, das könnte
Papa.
Kurt Richter: Ja, sofort. Jetzt ist
es so: Solange ich kann, will und
es mir Spaß macht, stehe ich weiterhin
auf dem Findorffmarkt. Ich
denke auch nicht mehr an Übermorgen;
das habe ich mir mittlerweile
abgewöhnt.
Was macht den Findorffer Wochenmarkt
so liebenswert ?
Kurt Richter: Die Menschen.
Marie Pigors: Ja, ganz klar: Es sind
die Menschen.
Auf dem Findorffmarkt
Am 10. August 1948 eröffnete der Findorffmarkt mit den ersten Marktständen.
Seit dem 28. Oktober 1981 ist Kurt Richter als Biohändler auf dem
Markt vertreten. Vater und Tochter feiern deshalb nächstes Jahr mit allen
KundInnen und einem Team aller Generationen vierzigjähriges Jubiläum.
Der Stand ist ganzjährig dreimal die Woche am Dienstag und Donnerstag
von 8:00 bis 13:00 Uhr und am Samstag von 8:00 bis 14:00 Uhr auf dem
Findorffmarkt zu finden – abgesehen von einem kurzen Urlaub im Sommer.
findorffer-wochenmarkt.de
45
gesund ERNÄHRUNG Ökolandbau stärken,
regionale Wertschöpfung fördern
46
Marktfest der BioStadt 2020
Die Bremer lieben ihre Stadt. Warum auch nicht?
Bremen ist die Stadt mit der letzten Brücke vor dem
offenen Meer und das Zuhause der Stadtmusikanten.
Und Bremen ist BioStadt. Als Mitglied im Netzwerk
der BioStädte setzt die Hansestadt sich seit 2015
dafür ein, den Ökolandbau und die Nachfrage nach
Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen zu
fördern.
Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und
Wohnungsbau Maike Schaefer im Interview mit Moderator Helge Tramsen
Der ökologische Landbau schont Böden, sorgt für
weniger belastetes Abwasser, fördert die Artenvielfalt
und trägt dazu bei, unser Klima zu schonen. „Bio“
steht somit für Nachhaltigkeit, den sorgsamen Umgang
mit unserer Umwelt und eine möglichst artgerechte
Tierhaltung. Regionale und ökologische Erzeugung
greifen sinnvoll ineinander. Die regionale Wertschöpfung
von Lebensmitteln trägt dazu bei, die Umwelt
zu schonen und unsere Kulturlandschaften und
Naherholungsgebiete zu erhalten. Weniger Fleisch
auf dem Teller und mehr regionale Bio-Lebensmittel
– damit kann jeder etwas Gutes für sich selbst, für die
Tiere und für die Umwelt tun. Doch was ist die Blaupause
für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, gute
Ernährung, Klima, Bienen und starke Höfe? Bremen
trägt mit dem „Aktionsplan 2025“ dazu bei, die ökologische
und regionale Wertschöpfung zu fördern und
allen Menschen ein gesundes und nachhaltiges Essen
zu ermöglichen. Mit dem Aktionsplan hat Bremen sich
das Ziel gesetzt, das Essen in städtischen Schulen,
Kitas und Krankenhäusern auf Bio umzustellen. Das
Projekt BioStadt Bremen bei der Senatorin für Klimaschutz,
Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und
Wohnungsbau koordiniert die Umsetzung und unterstützt
den Prozess mit einer Vielzahl von Maßnahmen
und Kampagnen.
Die erklärten Ziele sind: Gesunde und ökologische
Ernährung für alle Menschen ermöglichen und die
im Bereich Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Ernährung
engagierten Menschen vernetzen. Von der
Bevölkerung in Bremen sind bisher wichtige Impulse
für das Themenfeld „Gemeinschaftsverpflegung“
ausgegangen. Mit dem neuen Förderprogramm der
BioStadt soll das bürgerschaftliche Engagement weiter
gestärkt und Projekte gefördert werden, die zur
Umsetzung des Aktionsplans beitragen.
Auch die Verbraucher*innen sollen für die Vorteile
der ökologischen und regionalen Landwirtschaft
sensibilisiert werden. Daher lädt das Marktfest der
BioStadt Bremen, mit buntem Programm und vielfältigen
Aussteller*innen jedes Jahr am ersten Sonntag
im Oktober dazu ein, Bio zu erleben und mit den
Erzeuger*innen aus der Region in Kontakt zu treten.
Wir freuen uns darauf, die ökologische Transformation
unseres Ernährungssystems mit Ihnen zu gestalten.
Nähere Informationen und Kontaktdaten finden
Sie unter www.biostadt.bremen.de
47
gesund ERNÄHRUNG
Christa Dohmeyer
Reformhaus ® Ratjen
Hindenburgstr. 35
28717 Bremen
reformhaus-ratjen.de
REFORMHAUS
Christa Dohmeyer über ihren Weg
zum eigenen Reformhaus
Was hat Sie bewegt in der heutigen Zeit, Inhaberin
eines Reformhauses zu werden?
Diese Frage ist mir vor einiger Zeit gestellt worden
und ich habe mir darüber meine Gedanken gemacht.
Zum einen war es familiär bedingt naheliegend, da
schon mein Großvater, Werner Ratjen, in den 40er
Jahren eine Drogerie in Hamburg betrieb und mir dies
somit in die Wiege gelegt wurde. Er war Drogistenlehrling
bei dem Vater unseres Bürgermeisters a.D.
Henning Scherf in Bremen und eröffnete später seine
erste Drogerie in Hamburg.
Im Krieg wurden meine Großmutter, Lotte Ratjen und
mein Großvater mit ihrer Tochter Doris ausgebombt
und flüchteten nach Bremen, wo sie 1947 eine Baracken
Drogerie in Grohn eröffneten. Als später das
Einkaufszentrum im Marßler Feld entstand, war mein
Großvater mit seiner Drogerie der erste Ankermieter.
Damals hatten sie schon das erste Reformhausdepot
in ihrem Unternehmen. Als mein Vater, Bernhard
Ratjen, die Drogerie 1978 von meinen Großeltern
übernahm, war das Reformhausdepot ein fester Bestandteil
des Unternehmens und er entdeckte seine
Leidenschaft für die Reformhausbranche.
Am 15.1.1981 wurde unser erstes Reformhaus in der
Hindenburgstr.35 in Bremen-Lesum eröffnet und wir
feiern diese Tage 40ten Geburtstag.
48
Nun bin ich die 3. Generation und auch mich hat die
Leidenschaft, für den Facheinzelhandel und das Reformhaus,
früh gepackt. Ich habe immer schon einen
Faible für die Beratung gehabt, wer mich kennt, weiß
was ich meine.
Im Reformhaus kommen, wie in keiner anderen
Branche, Tag täglich Kunden mit Wünschen, Sorgen,
Krankheiten und Befindlichkeiten und man darf aus
seinem großen Schatz an Wissen und Erfahrung helfen,
beraten und sie glücklich lächelnd aus dem Geschäft
gehen sehen.
Reformhäuser sind ein Schatz dieser Zeit, sie sind
die Fachgeschäfte für Vegetarische und Vegane Ernährung,
die Pioniere des Müslis, der Margarine, dem
Pflanzlichen Schmalz und der Naturkosmetik. Unser
Motto war immer schon: „Lasst das Natürliche so natürlich
wie möglich!“, wir Leben und lieben unseren
Beruf.
Wir fangen da an, wo der Arzt und der Apotheker aufhören,
wir sehen den Menschen ganzheitlich und stellen
jedem Kunden individuell unsere Fachkompetenz
bei Naturkosmetik, Naturartznei, alternativ Medizin,
TCM, Imunprofilaxe, Krebs begleitender Therapie und
vielem Mehr zur Verfügung.
Fachberatung ist unser A und O und es wird sehr
großen Wert auf eine ganzheitliche Ausbildung an der
Reformhausfachakademie in Oberstedten so wie permanente
Fort und Weiterbildung gelegt. Diese Form
der Ausbildung ist in Deutschland, Österreich und der
Schweiz einmalig und unterscheidet sie sehr deutlich
von ähnlichen Einzelhandelsunternehmen, wie Bioläden
und Biosupermärkten (siehe Tabelle).
Habe ich Sie neugierig gemacht und Sie möchten
gerne mal gucken, ob es immer noch den Rotbäckchensaft
gibt, den man von Früher von Oma und
Opa kennt, dann lade ich Sie sehr herzlich zu einem
Einkaufsbummel ins Reformhaus ein, bei mir, oder
meinen Kollegen in Bremen und Bremer Umland. Wir
freuen uns sehr Sie bei uns begrüßen zu dürfen und
Ihnen die Vielfalt des Reformhauses näher zu bringen.
Bleiben Sie gesund!
BIOLADEN
Gründungsjahr 1971
BIO-SUPERMARKT
Gründungsjahr 1987
REFORMHAUS
Gründungsjahr 1887
Betriebsart
Eigenständige Einzelunternehmen,
teilweise mit Filialen in Einkaufsgemeinschaften
organisiert.
In der Regel Filialen von mehreren
Geschäften, auch Ketten ( Alnatura,
Aleco, Denz) Teilw. Abzweigungen
vom Großhandel ( hinter Aleco und
Denz steht Denree).
50% Einzelunternehmen,
50% Filialunternehmen.
Organisiert über eine Genossenschaft
( Reformhaus e.G.). Es gibt einige Einkaufsgenmeinschaften
und eine größere
Aktionsgemeinschaft der 50%
der Mitglieder angehören (RAL).
Voraussetungen
Keine besonderen Voraussetzungen
zum betreibeneines Bioladens, ratsam
ist eine Kaufmännische Grundausbildung,
eventuell ein Freiverkäuflicher
Arzneimittelschein.
Keine besonderen Voraussetzungen
zum betreibeneines Bio-Supermarkts,
ratsam ist eine kaufmännische
Grundausbildung, eventuell ein Freiverkäuflicher
Arzneimittelschein.
Kaufmännische Ausbildung mit
einem Existenzgründer Kursus,
Diplomhandelsbetriebswirt oÄ, Ausbildung:
Reformhausfachverkäufer ,
Freiverkäuflicher Arzneimittelschein,
eventuell diverse Weiterbildungen (
TCM-Berater, Naturartzneiberater,
Fastenleiter, Darmexperte etc).
Sortiment
Lebensmittel in Bioqualität, Naturkosmetik,
eventuell Freiverkäufliche Artzneimittel
und Nahrungsergänzung
( Wenn Ausbildung vorhanden )bio
Fleisch und bio Fisch.
Lebensmittel in Bioqualität, Naturkosmetik,
eventuell Freiverkäufliche Artzneimittel
und Nahrungsergänzung
( Wenn Ausbildung vorhanden) bio
Fleisch und bio Fisch.
Lebensmittel in Bioqualität, überwiegend
rein Vegetarisch, Naturkosmetik
( teilw, mit Naturkosmetikkabinen ),
Naturartzneimittel, Alternativmedizin,
Spezialernährung bei Lebensmittelunverträglichkeiten
und Intolleranzen,
Natürliche Nahrungsergänzung,
TCM Produkte, Fachgeschäft für
Vegetarisch und Vegane Ernährung.
Siegel
Biosiegel, demeter, Natrue, BDIH,
Fairtaide.
Biosiegel, demeter, Natrue,BDIH,
Fairtraide.
Neuform Qualitätszeichen, Biosiegel,
demeter, Natrue, BDIH, Fairtraide, etc.
49
gesund ERNÄHRUNG
Heißhunger
und
Jo-Jo-Effekt
besiegen
Wenn Heißhungerattacken plagen,
macht das ganz schnell jeden
Diäterfolg zunichte.
Foto: djd-k/BioNorm-Forschung/
Pixel-Shot - stock.adobe.com
50
Mit den richtigen Proteinen kann
das Abnehmen ein Erfolg werden.
Viele Menschen, die schon mal eine Diät gemacht
haben, kennen das nur zu gut: Da verzichtet man
tage- oder wochenlang tapfer auf üppige Speisen,
knabbert stattdessen nur an Möhren, Salat und Knäckebrot
oder man ersetzt gleich ganze Mahlzeiten mit
irgendwelchen Shakes oder Smoothies. Auch dubiose
Crash-Kuren auf Basis von Kohlsuppe, Ananas und
Co. werden gern ausprobiert. Doch früher oder später
passiert es - die Heißhungerattacken kommen. Ganz
schnell finden sich Diätopfer dann vor dem Kühlschrank
wieder, wo Kuchen, Wurst und andere kulinarische
„Sünden“ in den Mund wandern.
Raus aus dem Teufelskreis
Aus schlechtem Gewissen und Frust wird daraufhin
nicht selten die Diät ganz abgebrochen. Und damit
nicht genug: Zu allem Überfluss setzt der Jo-Jo-
Effekt ein, wenn man wieder normal isst. Die bereits
verlorenen Pfunde sind bald aufs Neue drauf, und
meist legt man noch einige hinzu. Um aus diesem
Teufelskreis auszubrechen und nachhaltig erfolgreich
abzunehmen, kommt es auf die richtige Ernährungsstrategie
an. Der Fokus liegt hierbei auf hochwertigen
Proteinen. Diese sorgen dafür, dass das Hungergefühl
im Gehirn ausgeschaltet wird und man dementsprechend
weniger isst, um satt zu sein.
Anhaltend satt mit den richtigen Proteinen
Außerdem schaltet der Körper bei einer eiweißreichen
Kost – anders als bei herkömmlichen Diäten – nicht
auf Sparflamme. Der Stoffwechsel bleibt aktiv und
setzt die Nährstoffe effizient um, was der Anlagerung
von Fettpolstern entgegenwirkt. Der Jo-Jo-Effekt fällt
aus. Mit BioNorm bodyline beispielsweise wurde jetzt
eine rein pflanzliche Ernährungsformel entwickelt,
bei der die Proteinbausteine gemäß der Empfehlung
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kombiniert
wurden. Mit einem neuartigen 2-Phasen-Prinzip kann
über die enthaltenen Proteinbruchstücke eine schnell
eintretende Sättigung erzielt werden. Die komplexeren
Proteine wiederum sollen den Hunger über einen
langen Zeitraum hinweg stillen. Dabei handelt es sich
also nicht um einen Mahlzeitenersatz, sondern um
eine Ergänzung. So ist kein Verzicht notwendig. Unter
www.bionorm.de gibt es weitere Tipps und Infos. Eine
ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung
unterstützen darüber hinaus das Erreichen des
Wunschgewichts - zumal die Verbindung hochwertiger
Proteine mit Sport den Muskelaufbau fördert und
damit auch eine straffe Traumfigur.
Ihr Fachgeschäft für feinste Käsespezialitäten
aus Tradition und Handwerk in Bremen.
Hemmstraße 180
28215 Bremen
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Fax. 0421 6950 3877
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info@findorffer-kaesekontor.de
51
gesund ERNÄHRUNG
Von
NUTRI-SCORE
bis ErnährWert
Foto: REWE
Leicht besser
essen mit
REWE.
Im Supermarkt ist es bei der Fülle an Produkten nicht leicht zu erkennen,
welches Lebensmittel das richtige für die bewusste Ernährung ist.
REWE macht es seinen Kunden jetzt noch leichter, sich ausgewogen
zu ernähren! Ab sofort wird der Nutri-Score bei allen Produkten der
REWE Eigenmarken von „ja!“ bis REWE Bio zu finden sein.
Von grünem A bis rotem E – auf Preisetiketten am
Regal, auf ersten Verpackungen, in der REWE App
oder im REWE Online-Shop ist das einfache Nutri-
Score-Logo zu sehen. Dadurch unterstützt REWE
seine Kunden transparent bei einer bewussteren Lebensmittelauswahl
und gibt eine Orientierungshilfe für
eine ausgewogenere Ernährung.
Von grün bis rot
Beim Nutri-Score handelt es sich um eine freiwillige
Nährwertkennzeichnung, die auf den ersten Blick eine
gute Einschätzung der Nährwertqualität ermöglicht.
Der Nutri-Score ist als Ampelsystem mit fünf Stufen
aufgebaut. Es lässt sich somit auf einen Blick erkennen,
welche Lebensmittel zu einer bewussten Ernährung
beitragen.
Hans-Jürgen Moog, als Bereichsvorstand bei der
REWE Group für den Einkauf verantwortlich: „Viele
Menschen haben den Wunsch, sich gesünder zu ernähren.
Wir zeigen ihnen, dass es weder aufwändig
noch teuer ist, sich bewusst für Produkte zu entscheiden.“
Zum Beispiel für Obst und Gemüse aus der Region
oder ausgesuchten Produkten von REWE Bio.
REWE geht sogar noch über den Nutri-Score hinaus:
Denn zusätzlich erhalten viele Rezepte auf der REWE
Webseite ein neues Symbol, den REWE ErnährWert.
Der Unterschied zwischen Nutri-Score und Ernähr-
Wert: Der Nutri-Score bewertet einzelne Lebensmittel
und Produkte anhand der Inhalts- und Nährstoffe. Bei
den REWE Rezepten dagegen werden alle Zutaten,
ihre Nährwerte und Zubereitungsformen in die Rechnung
mit einbezogen.
Schon bewusst?
Manchmal ist weniger mehr. Deshalb hat REWE bereits
2018 und 2019 den Salz- und Zuckergehalt in
den Eigenmarkenprodukten reduziert. Mittlerweile
wurden mehrere Hundert Rezepturen von Eigenmarken-Produkten
bearbeitet und dabei im Durchschnitt
eine prozentuale Zuckersenkung im zweistelligen
Prozent-Bereich erzielt. Und das bei gleichbleibend
gutem Geschmack!
Schauen Sie einfach in Ihren REWE-Märkten in Bremen
und Bremerhaven vorbei. Rezepte, Tipps und
Informationen zum Thema Lebensmittel und Ernährung
finden Sie auf rewe.de
52
gesund ERNÄHRUNG
BÖLW
Gibt BIO eine „Stimme“
Foto: Cottonbro, Pexels
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft
(BÖLW) ist der Spitzenverband landwirtschaftlicher
Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel
in Deutschland.
Als Bio-Spitzenverband bietet er Raum für intensive
Kommunikation, offene Diskussionen und gemeinsame
Entscheidungen. Der BÖLW bündelt die Interessen
der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft und
vertritt diese mit einer Stimme gegenüber Politik und
Gesellschaft.
Ziel des BÖLW ist es, dass die ökologischen, ökonomischen
und sozialen Leistungen der Ökologischen
Lebensmittelwirtschaft in Politik und Gesellschaft angemessen
wahrgenommen werden. Der BÖLW setzt
sich für bessere politische Rahmenbedingungen zur
Förderung und Weiterentwicklung der Ökologischen
Landwirtschaft ein.
Neu im BÖLW Vorstand Handel ist Marcus Wewer.
Der Referent für Ökolandbau und Bio-Qualitätsmanagement
in der REWE-Zentrale in Köln kann auf
langjährige Erfahrung im
Bereich biologisch erzeugter
Nahrungsmittel
zurückblicken. In Bremen
ist er auch als ehemaliger
Inhaber von Holtorf Feinkost
& Kolonialwaren seit
1874 am Ostertorsteinweg
von 2013 bis 2017 bekannt. gesund Bremen hat ihm
3 Fragen zum Thema „Mehr Bio im Handel“ gestellt:
Herr Wewer, was bedeutet Bio für Sie?
Bio ist erst einmal ein Lebensmittel nach dem gesetzlichen
Rahmen der EU-Öko-Verordnung. Am besten
aus Deutschland oder regional von einem Bio-Betrieb,
der nach einem der Öko-Verbände wirtschaftet.
Möglichst schonend verarbeitet, nah am Ursprung,
nachhaltig verpackt, aber auch innovativ und modern.
Dann bin ich als Händler schon sehr zufrieden. Als
Mensch, Agraringenieur, Grüner, Vater und Ehemann
habe ich noch höhere Ansprüche.
Was braucht es für einen guten Handel mit Bio?
Gegenseitigen Respekt auf allen Handelsstufen, faire
Wettbewerbsbedingungen zwischen den Akteuren.
Gesetzliche Rahmenbedingungen, die einen hohen
Standard garantieren, aber keine Hemmnisse aufbauen.
Wenn wir Bio auf dem Acker haben wollen, müssen
wir die Produkte auch verkaufen können.
Welche Rolle spielt der Handel mit Bio in 10 Jahren?
Die EU-Politik will mind. 25 % Öko-Fläche. Manche
Länder werden das übertreffen, andere müssen
nachziehen. Wo wird Deutschland stehen? Für den
Lebensmitteleinzelhandel, über alle Vertriebsformen
hinweg, wird das eine immense Aufgabe. Wir müssen
ein Vielfaches vom jetzigen Mengenstatus anbieten.
Der Fachhandel wird viele neue Läden eröffnen
müssen, im klassischen LEH müssen konventionelle
Artikel geräumt und mit Bio-Produkten ausgetauscht
werden. Aber wir brauchen die Käufer – die Bevölkerung
muss mitgenommen werden. Bio verkauft sich
nicht von alleine, wir müssen überzeugen!
boelw.de
53
gesund REZEPT
Küche
mensa
13
Hier steht Jan-Philipp Iwersen nicht in meiner Küche, sondern hinterm Tresen der Mensa.
54
Raffinement zum Mitnehmen
Ich bin die Küche13 und heiße so wegen meiner
Adresse. Ich bin zugleich Küche und Restaurant –
alles in einem Raum. Deswegen ist es bei mir auch
etwas lebhafter, aber die meisten Gäste mögen genau
das.
Mein Koch Jan-Philipp Iwersen steht nun schon seit
2010 mit seinen KollegInnen an meinem Herd, gegenwärtig
sind das Milan Voigt, André Krause und
Niklas Kulla. Er legt großen Wert auf einwandfreie
Herkunft der Ware, auf frische Zubereitung und eine
Prise Raffinement. Und mein charmanter Service
bringt es fix auf den Tisch.
Was soll ich sagen: Es schmeckt wirklich lecker und ist
bezahlbar, und das wissen inzwischen fast alle. Eine
Reservierung per Anruf oder E-Mail ist zu empfehlen.
Ich freue mich auf Euren Besuch, wenn es wieder
möglich ist.
Mensa 13
Jan-Philipp hat aber, so lange es noch nicht möglich
ist, die Mensa13 mit TakeAway für Euch. Diese neue
Location in der Dechanatstraße in der Hochschule für
Künste bietet jeden Tag zwei Mittagsgerichte. Schaut
auf meine Homepage, da steht immer was es aktuell
gibt. Die Öffnungszeiten dort sind Mo-Fr von 11:30 bis
14:30 Uhr.
Küche 13
Beim Steinernen Kreuz 13
28203 Bremen
T 0421 20824721
kueche13.de
Mensa13
Musikhochschule
Dechanatstraße 13-15
28195 Bremen
REZEPT
Ziegenkäsekaramell mit Birnenchutney,
gebackener Bete und Wildkräutern (ca. 4 Portionen)
Birnenchutney
500g Birnen geschält und gewürfelt
3 Stück Sternanis
1 Zimtstangen
1 Chilischote
150g Zucker
100ml Weißweinessig
100ml Apfelsaft
5 Nelken
Für das Birnenchutney alle Zutaten in einen
Topf geben und langsam sämig reduzieren
lassen. Gegebenenfalls noch einmal
nachschmecken mit Essig oder Zucker.
200g Wildkräuter
50 ml Vinaigrette
Die Wildkräuter in der Vinaigrette marinieren.
Ziegenfrischkäse
4 Scheiben Pave Blanc
Zucker
Den Ziegenfrischkäse mit Zucker bestreuen
und mit dem Gasbrenner karamellisieren.
Schön anrichten und guten Appetit!
Gebackene Bete
400g bunte Bete
Salz
Die bunte Bete großzügig mit Salz bestreuen
und im Ofen backen. Dann im Salzmantel auskühlen
lassen und danach schälen und in Scheiben
schneiden.
55
gesund BUCHEMPFEHLUNG
Foto: Natasha Spencer
Der FETTversteher
Wie wir unser Gutes aktivieren,
um unser Schlechtes zu verlieren
von Gretel Sattler
Bartelt, 36, ist Biochemiker und Molekularbiologe,
aktuell ordentlicher Professor für kardiovaskulären
Stoffwechsel an der Ludwig-Maximilians-Universität
in München, trägt einen Doktortitel der Uni Hamburg
und arbeitete an der Harvard University USA an neuen
Wirkmechanismen des braunen Fettgewebes.
Er klärt seine Leser*innen auf: über weiße, beige und
braune Fettzellen und wie uns diese u. a. beim Abnehmen
helfen können. Er klärt uns auf, warum Körperfett
lebenswichtig ist und wie Fettzellen aufgebaut sind,
gedeihen und auch wieder schrumpfen.
56
Schon die Kapitel des übersichtlich gegliederten Inhaltsverzeichnisses
machen neugierig:
Die Einleitung beginnt mit „die wunderbare Welt der
Fette“, es folgt „was sich hinter unseren Fettpolstern
verbirgt“ und schließlich „so kriegt jeder sein Fett weg“.
Prof. Dr. A. Bartelt
Der FETTversteher
ULLSTEIN Extra
Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99 €
Bartelt führt uns ausführlich ein in die komplexe biochemische
Welt der Fette und geht u. a. diesen Fragen
nach: Wie funktioniert das mit den brauen Fetten? Wie
sind Fettzellen aufgebaut? Welche Rolle spielen sie im
Stoffwechsel? Bartelt, der sich selbst einfach „Fettforscher“
nennt, schafft es, egal ob es um den Bauplan
von Fettzellen geht oder um die neuesten Erkenntnisse
der Fettforschung, diese so zu erklären, dass der neugierige
Laie nicht überfordert wird.
Alexander Bartelt, Foto: privat
Der Tonfall ist locker und man spürt die Begeisterung
Bartels für die Fettforschung zwischen den Zeilen. Mit
den kleinen erklärenden Geschichten zwischendurch
liest sich dieses Buch, trotz der Fülle der Informationen,
unterhaltsam. Das Buch schließt ab mit einem kurzen
Kapitel über gängige Diäten und die Aufklärung über
deren Auswirkungen auf den Stoffwechsel.
Buchhandlung Sattler
Schwachhauser Heerstr. 13
28203 Bremen
T 0421 72228
buchhandlungsattler.de
Eine wirklich erkenntnisreiche Lektüre!
Gretel Sattler, Foto: Fabian Sattler
UNSERE VIDEO-
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Sind Sie ängstlich, sich mit dem Coronavirus zu
infi zieren oder möchten ganz allgemein die Gefahr
einer Ansteckung meiden? Neuerdings müssen Sie
nicht zu jedem Thema in unsere Praxis kommen.
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Melden Sie sich dazu einfach über unsere Website
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Zu weiteren Fragen, rufen Sie uns gern an:
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Mund. Kiefer. Gesicht. Bremen
Mund. Kiefer. Gesicht.
Bremen
Im Ärztehaus am DIAKO
Am Klinikum NORD
In der STERNKLINIK
mund-kiefer-gesicht-bremen.de
57
gesund HOROSCOP Widder 21.3.-20.4.
Fische 20.2.-20.3.
Partnerschaft
Mit Ihrer Ungeduld bei der Partnersuche
machen Sie sich das Leben nur selbst
schwer. So kann es passieren, dass Sie die Chance für die ganz
große Liebe übersehen. Nehmen Sie sich mehr Zeit, um Ihre
eigenen Gefühle zu ergründen, denn wenn Sie selbst mit sich
im Einklang sind, werden sich neue und interessante Kontakte
ergeben, die sich auch zu einer Partnerschaft entwickeln können.
Gesundheit
In Zukunft sollten Sie Ihre Termine besser planen und vor allem
den Stress der letzten Zeit vermeiden. Ziehen Sie sich einfach
öfter mal zurück und machen es sich alleine gemütlich. Ihre
Freunde werden sich zwar wundern, aber Sie auch verstehen.
Machen Sie sich den Spruch „Nichtstun ist auch eine Tätigkeit“
zum Motto, dann werden Sie wieder neue Kraft tanken.
Zwilling 22.5.-21.6.
Partnerschaft
Dieses Jahr beginnt mit Romantik und
großen Gefühlen. Diese Phase sollten Sie
nutzen, um mit Ihrem Schatz Pläne für die Zukunft zu schmieden.
Vielleicht läuten sogar schon bald die Hochzeitsglocken
und Sie kommen Ihrem Ziel einen großen Schritt näher. Sorgen
Sie mit kleinen Überraschungen dafür, dass die Liebe nicht
langweilig wird.
Gesundheit
Sich mit Ihrer Gesundheit zu beschäftigen, war ein guter Start.
Sie müssen nur kontinuierlich bei der Sache bleiben. Natürlich
fällt es Ihnen schwer, das rechte Maß zu finden. Aber vielleicht
schaffen Sie es, sich selbst auszutricksen, dann ist es nicht
mehr ganz so schwierig. Gehen Sie mit Humor an die Sache,
dann wirkt es nicht mehr so monumental.
Partnerschaft
Versuchen Sie künftig, mit jemandem,
dem Sie vertrauen, über Ihre Gefühle zu
sprechen. Manchmal kann ein Gespräch helfen, Dinge von einer
anderen Seite zu betrachten, die einem selbst noch gar nicht in
den Sinn gekommen sind. Denken Sie auch noch einmal darüber
nach, ob Sie wirklich bereit sind, sich auf Dauer zu binden.
Gesundheit
Vielleicht haben Sie hin und wieder Kopfschmerzen, was daran
liegt, dass Ihnen tatsächlich vieles durch den Kopf geht. Versuchen
Sie regelmäßig abzuschalten, sonst geht es bald mit Ihren
Verdauungsorganen weiter. Sorgen Sie für reichlich Bewegung.
Auch wenn es manchmal nur für einen kurzen Spaziergang
reicht, aber die Zeit sollten Sie sich nehmen.
Stier 21.4.-21.5.
Partnerschaft
In 2020 hat das Liebeskarussell schon
angefangen, sich für Sie zu drehen und
es bleibt auch weiter spannend. Konzentrieren Sie sich auf
Ihren Partner und suchen Sie nicht schon gleich wieder nach
Abwechslung. Wenn man immer auf was „Besseres“ wartet,
ist man bald allein. Und vielleicht haben Sie das „Beste“ schon
zuhause?
Gesundheit
Sie sollten auch mal den Rat anderer Menschen annehmen und
sich Ihre Kräfte besser einteilen. Man erwartet gar nicht von
Ihnen, dass Sie immer hundert Prozent geben. Lernen Sie Ihre
Grenzen kennen, damit Sie wissen, wie weit Sie gehen können.
Im Moment sollten Sie aber Ihre Aufmerksamkeit lieber auf
Dinge richten, die Ihnen Spaß bereiten. Passen Sie mehr auf
sich auf!
JAH
HORO
20
Krebs 22.6.-22.7.
Partnerschaft
In Liebesdingen hat das neue Jahr einiges
zu bieten. Auch wenn der Start etwas
zögerlich beginnt, werden Sie bald auf Wolke sieben schweben.
Im Sommer versetzen Sie romantische Abende in einen wahren
Gefühlsrausch. Ihr Partner schätzt Ihre Aufmerksamkeit und liest
Ihnen jeden Wunsch von den Augen ab. So können Sie harmonisch
das Jahr ausklingen lassen.
Gesundheit
Sie neigen dazu, sich manchmal etwas zu überfordern. Deshalb
sollten Sie daran denken, Ihre Kräfte besser einzuteilen und
öfter mal „nein“ zu sagen. Dann ist mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen
in der nächsten Zeit nicht zu rechnen. Das neue
Jahr ist eine gute Gelegenheit, sich von alten Angewohnheiten
zu verabschieden. Auch kleine Schritte können ein Anfang sein.
Löwe 23.7.-23.8.
Partnerschaft
Große Ereignisse werfen Ihre Schatten
voraus! Eine interessante Bekanntschaft
könnte Ihr Leben verändern. Sie sollten sich aber Zeit lassen, um
Ihr Gegenüber richtig kennen zu lernen. Sortieren Sie Ihre Gefühle
erst einmal, bevor Sie sich in ein Abenteuer stürzen und machen
Sie sich klar, was Sie selbst möchten: Nur Spaß oder vielleicht
doch mehr?
Gesundheit
Mit ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist im
kommenden Jahr nicht zu rechnen. Ganz im Gegenteil: Ihre Leistungskurve
liegt gut über dem Durchschnitt. Besonders in der
ersten Jahreshälfte ist Ihr Ehrgeiz kaum zu bremsen. Werden
Sie aber nicht übermütig, sonst kann es schnell zu Verletzungen
kommen. Respektieren Sie Ihre körperlichen Grenzen.
58
Jungfrau 24.8.-23.9.
Partnerschaft
Wenn demnächst eine neue Beziehung
in Ihr Leben tritt, sollten Sie das zunächst
lieber für sich behalten und nicht gleich allen davon erzählen.
Bewahren Sie sich das kleine Geheimnis noch eine Weile und
genießen Sie die Zweisamkeit. Erst, wenn Sie sich ganz sicher
sind, sollten Sie Ihre Freunde einweihen. Manchmal gibt es
Neider, denen man das gar nicht zugetraut hätte.
Gesundheit
Kopf hoch! Die stressigen Zeiten scheinen jetzt erst einmal
vorbei zu sein. Sie können aufatmen und gesundheitliche Dinge
wieder ins rechte Lot bringen. Versuchen Sie künftig jeden Tag
ein paar Minuten autogenes Training einzuplanen. Sorgen Sie
aber auch für möglichst viel Bewegung an der frischen Luft,
denn auch das könnte mit Ihrer Erschöpfung zusammenhängen.
Schütze 23.11.-21.12.
Partnerschaft
An Ihrem Strahlen kann man erkennen,
wie glücklich Sie in Ihrer Partnerschaft
sind, auch wenn es in der letzten Zeit Tage gab, an denen Sie
Ihre Beziehung infrage gestellt haben. Seitdem Sie gemerkt haben,
dass Sie nicht immer nur Ihren Kopf durchsetzen können,
sondern über alles reden können, was Sie belastet, verläuft das
gemeinsame Leben sehr harmonisch.
Gesundheit
Sie müssen weder sich noch anderen etwas beweisen. Richten
Sie Ihr Augenmerk weiter darauf, gelassen zu bleiben und sich
nicht zu überfordern. Wenn Sie immer die richtige Mischung
aus Ruhe und Aktivität finden, werden Sie im Laufe des Jahres
keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten haben. Ihr ausgeprägter
Wille wird Sie dabei unterstützen.
RES
SKOP
21
Waage 21.4.-21.5.
Partnerschaft
Die Zeichen stehen in diesem Jahr ganz
eindeutig auf Liebe! Wenn auch zunächst
noch nicht so viel in Bewegung kommt, lassen Sie sich
nicht entmutigen. Viele schöne Stunden der Zweisamkeit und
prickelnde Momente stehen Ihnen bevor. Hören Sie auf Ihre
inneren Impulse, dann könnte alles, wovon Sie schon lange
geträumt haben, in Erfüllung gehen.
Gesundheit
Nehmen Sie das Tempo aus Ihrem stressigen Alltag ein bisschen
heraus. Sie müssen nicht immer hundert Prozent geben.
Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie sich mehr Ruhe und Entspannung
gönnen. Nutzen Sie Ihre Freizeit mehr für kulturelle
Dinge, bei denen Sie nicht körperlich aktiv sein müssen. Wie
wäre es mit einem Konzert- oder Museumsbesuch, das kann
auch fordern, aber mehr auf der geistigen Ebene.
Skorpion 24.10.-22.11.
Partnerschaft
In der kommenden Zeit müssen Sie mit
Veränderungen in der Partnerschaft
rechnen. Vor den Problemen davon zu rennen ist aber keine
Lösung. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner und sprechen
Sie alles an, was Ihnen auf der Seele liegt, dann könnte es
doch noch einmal eine Wende geben und das neue Jahr kann
für beide eine positive Entwicklung bringen.
Gesundheit
Wenn Sie sich antriebsarm und müde fühlen, könnte es daher
kommen, dass Sie sich in den vergangenen Monaten sowohl
beruflich als auch privat zu viel zugemutet haben. Ihr Körper
und Ihre Seele benötigen eine Auszeit. Um wieder zu Ihrer
Unbeschwertheit zurück zu finden, brauchen Sie Zeit für sich.
Versuchen Sie, so schnell wie möglich ein paar Urlaubstage
einzuplanen.
Wassermann 21.1.-19.2.
Partnerschaft
Die kommende Zeit wird sich vollkommen
harmonisch gestalten und kein einziges
Wölkchen wird den Beziehungshimmel trüben. Sie wissen, dass
Sie sich auf Ihren Partner verlassen können, daher sollten Sie
auch manchmal über kleine Schwächen hinwegsehen. Zusammen
haben Sie die besten Chancen für eine gemeinsame Zukunft.
Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihren Partner nicht mit
Ihren Zukunftsvorstellungen überfordern.
Gesundheit
Was kann ich mir zumuten? Diese Frage sollten Sie sich in Zukunft
öfter stellen, denn in letzter Zeit haben Sie Ihre Gesundheit
manchmal ziemlich vernachlässigt. Sie sollten nicht ständig
glauben, dass Sie immer funktionieren müssen. Folgen Sie
einfach Ihren Gefühlen und stehen Sie zu Ihren Wünschen und
Bedürfnissen, das steigert Ihr Wohlbefinden.
Steinbock 22.12.-20.1.
Partnerschaft
In Zukunft sollten Sie versuchen, mit Ihren
schmerzlichen Erfahrungen endgültig
abzuschließen, sonst werden Sie daran gehindert, ein neues
Liebesglück genießen zu können. Ziehen Sie sich deswegen
aber nicht zurück, sondern geben Sie den Dingen Zeit, sich zu
entwickeln. Auf keinen Fall sollten Sie sich auf eine Affäre mit
jemanden einlassen, der schon liiert ist.
Gesundheit
Die letzten Monate haben Sie viel Kraft gekostet und man merkt
Ihnen Ihre Erschöpfung an. Sagen Sie das ganz offen auch
Ihrem Umfeld und verlangen Sie, dass man eine gewisse Rücksicht
auf Sie nimmt. An den freien Tagen sollten Sie versuchen,
Ihre Reserven wieder aufzufüllen, im dem Sie sich einfach auf
die faule Haut legen oder sich mit einer Massage verwöhnen
lassen.
59
gesund BREMEN
Wichtige Adressen
Corona Informationen
Info-Hotline Coronavirus: Bürgertelefon 115
Sollten Sie bei sich Krankheitssymptome feststellen,
melden Sie sich zur weiteren medizinischen Abklärung
Ihres Gesundheitszustandes zunächst telefonisch bei
Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin. Außerhalb der
regulären Sprechzeiten können Sie sich an den ärztlichen
Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung
Bremen (KVHB) wenden: Telefon 116 117
An den folgen Anlaufstellen können Tests gemacht
werden, wenn zuvor eine Überweisung ausgestellt
wurde:
Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung:
Die Adresse wird telefonisch bei der Terminabsprache
mitgeteilt, nachdem die Hausärztin/der Hausarzt eine
Überweisung ausgestellt hat.
Corona-Ambulanz in Bremen-Nord:
Die Adresse wird telefonisch bei der Terminabsprache
mitgeteilt, nachdem die Hausärztin/der Hausarzt eine
Überweisung ausgestellt hat.
Teststelle GeNo Corona Messehalle (Bremen Mitte):
Messehalle 5 und 6 - Messe Bremen
Theodor-Heuss-Allee 15 · 28215 Bremen
Geöffnet: Mo.-Sa. 9-19 Uhr und So. 9-17 Uhr; ein
Termin ist nicht erforderlich.
Arztsuche
Sie suchen einen Arzt, eine Ärztin in Bremen oder
Bremerhaven? Dann werden Sie hier fündig:
kvhb.de/arztsuche
Ärztlicher Notdienst
Telefon 116 117
Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bremen-Stadt im St.
Joseph-Stift, Eingang Notaufnahme, Schubertstraße
Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bremen-Nord im
Klinikum Bremen-Nord, Hammersbecker Str. 228
Kinderärztlicher Notdienst
Kinder- und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst
Bremen-Stadt in der Prof.-Hess-Kinderklinik des Klinikum
Bremen-Mitte, Friedrich-Karl-Str. 68
Telefon 0421 3404444
Kinder- und Jugendärztlicher Bereitschaftsdienst
Bremen-Nord im Klinikum Bremen-Nord, Hammersbecker
Str. 228, Telefon 0421 66061800
Apotheken Notdienst
apothekenfinder.mobi
Telefon 0800 00 22 8 33
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Apotheke Am Dobben
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63
gesund KREUZWORTRÄTSEL
Staat
in Nordostafrika
Länder
jenseits
der
Meere
internat.
Druckmesse
(Abk.)
Teil des
Schafts
antiker
Arztarbeitsraum
Säulen
Erfrischungsgetränk
(Kurzw.)
Ostseebad
bei
Kiel
Bildwerfer
Festlandmasse,
Kontinent
1
Stadtteil
der
Hptst.
Ungarns
zugespitzte
Lage
Sauerkirschenart
Wiener
Vergnügungspark
20
Heißluftbad
Ort im
Etschtal
Verbandmull
Adria-
Wind
Vorsilbe:
Blut (gr.)
Vollkommenheit,
Ziel
lat.:
drei
Ichmensch
6
15
Geliebter
der Hero
scherzen
frisieren
Beingelenk
Rhein-
Zufluss
bei
Bingen
Sinnesorgan
Seitenverhältnis
im
Dreieck
19
Grundrechenart
10
Sülze
4
größter Nationalsport
der
Fluss im
südlichen
Afrika
Japaner
schmaler
Weg
innerer
Antrieb
16
Roman
von Zola
† 1902
13
Teil eines
dt.
Bundeslandes
Pferdegangart
Pariser
Opernhaus
Folge Stadt bei
undichter Toulouse
Venenklappen
Dt. Reiches
Bewohner d.
niederes
Volk,
Pöbel
(lat.)
Atmosphäre/frz.
metallhaltiges
Mineral
altes
indisches
Gewicht
afrik.
Schraubenantilope
Frauenname
span.
Königin
(Kosen.)
† 1969
7
Hautausschlag
sauber
22
21
Betrieb,
Unternehmen
17
kräftig
reiben,
frottieren
9
Gerät
zum Betrachten
von Dias
früheres
Narkosemittel
Lebensabschnitt
unbekleidet
Pilzerkrankungen
(Med.)
14
Vorname
von Cervantes
† 1616
11
Mandelentzündung
(Med.)
ital.
Heiliger
(Filippo)
† 1595
Kfz-Z.
Syrien
nordische
Götterbotin
Körperflüssigkeit
2
auftritt
„Nachfolger“
des Zivis
(Kurzw.)
Stadion
Südosteuropäer
oberital.
Landschaft
heilige
Formel
der
Inder
mit der
Zunge
aufnehmen
sich entwickeln,
gedeihen
Techniker
für den
Live-
18
Körpergewebe
Südfrucht
3
blaue
Farbe
des
Himmels
5
12
weibliches
Rind
digitales
Datennetz
(Abk.)
8
Ankerplatz
vor dem
Hafen
Int. Luftfahrtverband
(Abk.)
nichts
anderes,
bloß
®
svd1719-4
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
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20
21
22
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64
gesund CARTOON
65
gesund KOLUMNE
AMA DIEM
von Anja E. Brinckmann
Frisch gebackenes Baguette, Foto: Ivan J. Long
Das Jahr 2021 macht, trotz der vielen Zurufe,
es könne nur besser werden, in der gleichen
Stille weiter, in der das alte Jahr aufgehört hat, nichts
Neues also. Lähmend kann das sein, wo Monotonie und
Melancholie nur darauf warten, sich breit zu machen.
Besonders morgens, wenn ein neuer Tag beginnt, der
schließlich beschrieben werden will wie ein leeres Blatt
Papier. Kein leichtes Unterfangen sich so einen Tag
beherzt zu packen und an die Brust zu drücken, obwohl
doch jeden Tag alles beim Alten bleibt.
Meine kleine Schwester schickte kürzlich ein Foto von
einem perfekten Baguette in unseren Familienchat.
Nicht etwa, weil sie in Paris lebt und es der vollkommenen
Pariser Hausfrau gleich tut. Die kauft gleich zweimal
am Tag Baguette, da es schon nach wenigen Stunden
von außen nicht mehr so knusprig und von innen nicht
mehr so fluffig ist, wie man es vom besten Baguette der
Welt eben gewohnt ist. Meine kleine Schwester lebt in
Rom und nutzt ihre Zeit während des Lockdowns nicht
nur dazu, ihre Doktorarbeit zu schreiben, sondern ankert
sich vor allem mit Backen. Sie bleibt zuversichtlich
und hat für das inspirierende Foto des Baguettes lauter
likes und thumb ups aus der Familie bekommen. Backen
also? Warum auch nicht.
Allein der Gedanke an den Geruch von frisch gebackenem
Brot! Nichts ist so tröstlich und vielversprechend
wie dieser Duft, der in jede Ritze eines Tages einzudringen
und ihn wie selbstverständlich auszufüllen vermag.
Viele Menschen sind in den letzten Monaten mit einer
neu entdeckten Lust ans Backen gegangen. Es kann also
nicht der schlechteste Zeitvertreib sein. Und nein, es ist
keine besondere Kunst ein Brot zu backen. Ich schreckte
viele Jahre vor Hefe zurück, weil ich sicher war, zu wenig
magische Hände zu besitzen, um dieses Viech zum
Aufgehen zu bewegen. Für den Skeptiker: Ganze Bücher
beschäftigen sich mit dem Backen von Brot, ebenso
Back-Communities oder Food-Blogs. Jeder Dritte scheint
einen Sauerteig in seinem Kühlschrank zu füttern, immerhin
fast so regelmäßig wie ein Haustier. Schade nur,
dass der Sauerteig nicht auch Gassi geführt werden muss,
sonst hätte ihn dieser Tage wohl jeder.
Aber Spaß beiseite! Die Zutaten für einen Brotteig
habe ich schnell zusammen und versinke schließlich
mit meinen Händen in dem Gemisch. Ich schubse und
knete, was das Zeug hält, dringe vor und weiche zurück
und wähne mich alsbald in einer Art modernem Tanz:
meine Finger, der Teig und ich. Kurzum ich versinke
in einen Zustand von Reflexion und Regeneration, und
mein inneres Gleichgewicht stabilisiert sich auf höchst
wundersame Weise. Den Teig lasse ich dann in einer
Schüssel unter dem Küchentuch allein, damit er sich in
der Wärme erholen kann und aufgehen.
Die chilenische Autorin Isabelle Allende schrieb einmal
„Der Dichter und der Bäcker sind Brüder in der wesentlichen
Aufgabe die Welt zu füttern. Aber wie die Dichtkunst
ist das Brotbacken eine melancholische Berufung,
deren Grundbedingung die freie Zeit für die Seele ist.“
Herrlich, wie sich der längste Tag, das größte Haus, das
leerste Blatt Papier und die verzagteste Seele füllen mit
dem Duft, der aus dem Ofen kommt. Dem Duft von
eigenem, frisch gebackenen Brot. Damit lässt sich die Familie
füttern und der zurück gezogene Nachbar oder die
einsame Nachbarin. Ein deutsches Sprichwort besagt:
Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto
mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurück.
Ama diem! Liebe den Tag!
66
Erna K., Rentnerin, und ihre Schwiegertochter Astrid
Die Impfung besonders
gefährdeter Menschen ist
für uns alle der erste Schritt
in ein Leben ohne Lockdown.
Wenn Sie über 80
oder pflegebedürftig sind:
Lassen Sie sich impfen
und schützen Sie sich vor
einer schweren Erkrankung!
Für alle anderen gilt:
Unterstützen Sie bitte Ihre
Angehörigen und informieren
Sie sich frühzeitig.
corona-schutzimpfung.de
RAUM
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AUSZEIT