akzent Modensee Frühjahr '20

akzent.Verlag

Die Sonderstrecke zu Mode & Lifestyle – zu Herstellern, Kreativen und News aus der Modelandschaft am Bodensee.

MODEN

SEE


MODENSEE

PLASTIK

46

BRA


MODENSEE

Alle Welt redet vom Plastikmüll. Die

Schwestern Lisa-Maria und Anna-Sophia

Beck aus Liechtenstein machen

nicht nur was dagegen, sondern auch

damit. Mit ihrer Idee, Bekleidung aus

recyceltem Plastikmüll auf den Markt

zu bringen, haben sie offenbar voll in

Schwarze getroffen: Über 45.000 Follower

auf Instagram, ausverkaufte Größen

nur wenige Tage nach der Präsentation

der Fitnesskollektion – und das, obwohl

kein Teil davon unter 100 Euro zu haben

ist. Die Bikini-Sets von Lanasia – so der

Name des Damenmode-Labels – schlagen

gar mit rund 180 bis 250 Euro zu

Buche. Was machen die beiden anders?

„Uns liegt am Herzen, einen eigenen

Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“,

erklärt Lisa-Maria (24) die Idee hinter

Lanasia. Doch der persönliche Verzicht

auf Fleisch und ein so weit wie möglich

plastikfreies Leben war ihnen nicht genug.

Vor allem der Plastikmüll in den

Meeren beschäftigte sie. Laut der Umweltorganisation

WWF schwappen jede

Minute rund 15 Tonnen Plastik in die

Ozeane. Vermeiden ist das Eine – etwas

daraus machen das Andere. So entstand

im März 2018 die Idee, aus diesem Plastikmüll

eine Modekollektion zu fertigen.

Ihre wie sie sagen „stilsichere Mama“

habe ihnen schon als Kinder viel über

Mode beigebracht. Das hatte Lisa-Maria

und Anna-Sophia zunächst dazu inspiriert

vor fünf Jahren einen Fashion-Blog

ins Leben zu rufen. Mehr als 10 000 Leser

im Monat folgten ihnen zuletzt. Die meisten

davon sind jetzt auch auf Instagram

dabei, wenn „Lanasia“ die neuesten Designs

präsentieren und als Modells mit

ihrer selbst entworfenen Mode vor der

Kamera stehen. (Bild links)

Start-up statt Master

Neben der Liebe zur Mode durch die

Mama, kam von Seiten des Vaters der

Unternehmergeist hinzu. „Ich habe bereits

während meines Studiums in einigen

Start ups gearbeitet. Als ich meinen

Bachelor gerade fertig gemacht habe,

war mir klar, dass ich unbedingt etwas

Eigenes gründen möchte anstatt weiter

zu studieren – lieber Start up statt Master“,

so Lisa-Maria. Mit ihrem Wissen aus

dem Marketing-Studium an der International

School of Management in München

bringt sie auch beste Voraussetzungen

mit. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester

Anna-Sophia, die an der EAM Eventmanagement

studiert und derzeit an ihrer

Bachelor-Thesis schreibt, konnte sie auch

47


EXY&Ö

MODENSEE

Dass der Businessplan der

Schwestern Hand und Fuß hat zeigt sich auch im Tempo,

das Lanasia an den Tag legt: nicht mal ein Jahr nach

der ersten Idee ging im Februar 2019 der Online-Shop mit

der ersten Bademode-Kollektion an den Start. Es folgte

eine stylische Sommermode-Kollektion, die die Eleganz,

Weiblichkeit und das Modebewusstsein von Lanasia zeigen

soll sowie eine Herbst-/ Winter-Kollektion, inspiriert

durch die Natur mit bunten Tweeds als Markenzeichen. Im

Frühjahr 2020 wurde die erste Fitnesskollektion, gemeinsam

mit den Gründerinnen Linda und Kaya des Boutique

Fitness-Studios BodyMethod, gelauncht. Bereits nach wenigen

Tagen waren die ersten Größen ausverkauft. „Das

hätten wir nicht erwartet“, freut sich Lisa-Maria.

Die Umweltbilanz

mit ins Boot holen. „Wir haben einen detaillierten Businessplan

ausgearbeitet und unserem Vater vorgelegt“, so

Lisa-Maria. Helmuth Julius Beck, erfahrener Unternehmer,

der bereits mehrere Aktiengesellschaften gegründet hat,

war schnell von der Idee seiner Töchter überzeugt und

stellte Startkapital bereit. Im Juli 2018 wurde dann die

Lanasia AG gegründet mit Lisa-Maria und Anna-Sophia

als Vorstand und Helmuth Beck als Aufsichtsratsvorsitzenden.

Lisa-Maria fungiert als strategischer Kopf, kümmert

sich um Logistik und die Vermarktungsaktivitäten. Anna-

Sophia ist das kreative Pendant: sie entwirft die Kollektionen,

die sie zunächst klassisch auf Papier zeichnet. Später

folgen in Zusammenarbeit mit den Produzenten die technischen

Zeichnungen, aus denen die ersten Prototypen

entstehen. Zudem kümmert sich die jüngere von beiden

um die Kampagnenplanung und die Eventgestaltung.

Basis für die Kollektionen von Lanasia sind Stoffe, die in

Italien aus Plastikmüll hergestellt werden, oder Mischgewebe

aus diesem recyceltem Nylon und portugiesischer

Bio-Baumwolle. Projekte wie etwa The Ocean Cleanup,

die Lanasia mit Spenden aus jeder neuen Kollektion unterstützt,

holen den Müll aus dem Wasser und geben die

Plastikteile an Produzenten, die Nylonstoffe daraus fertigen.

In den Weltmeeren schwimmen nicht nur Trinkhalme

und PET-Flaschen, sondern auch jede Menge verloren

gegangener Fischernetze. Nylon, das zur Gruppe der Polyamidfasern

gehört, ist sehr fein, elastisch und trocknet

schnell. Ideal also für Bade- und Fitnessmode. Aber: einsammeln,

sortieren, aufbereiten – ist das unterm Strich

wirklich so umweltfreundlich? „Pro 10.000 Tonnen recyceltem

Nylongewebe werden 57 Tonnen CO 2 gespart im

Vergleich zu herkömmlich hergestelltem Nylon. Auch wird

weniger Wasser verbraucht und vor allem Öl, aus dem

die Polyamidfasern ja sonst gewonnen werden“, erklärt

Lisa-Maria. Doch damit nicht genug: „Unser Produzent

48


MODENSEE

in Portugal, wo wir die Damenoberbekleidung

nähen lassen, baut momentan um. Sein ganzer

Prozess soll nachhaltiger werden. Zudem

dürfen unsere Lieferanten nichts in Plastik

verpackt verschicken!“ Wer im Online-Shop

von Lanasia bestellt, ist selbst in Sachen Umwelt

gefordert: „Wir bieten zwei verschiedene

Verpackungen ohne Preisunterschied an:

die Ökobox und die Luxusbox – der Kunde

entscheidet. Es wird aber erstaunlich oft die

Ökobox gewählt.“

Sexy und Öko?

Zwei Nachteile haben die Kollektionen aus

Plastikmüll-Nylon allerdings: der Stoff ist im

Einkauf deutlich teurer als nicht recycelte Materialien

und es gibt ihn technisch bedingt nur

in rund 30 Farben. Der Pantone-Farbfächer,

mit dem sonst in der Branche gearbeitet wird,

umfasst hingegen über 10.000 Farben … „Das

ist kein Hindernis für uns“, so Lisa-Maria und

ein Blick auf die dennoch farbenfroh wirkenden

Lanasia-Teile bestätigt das. Überhaupt

fällt auf, dass Lanasia alles andere als „typisch

Öko-Mode“ ist. Figurbetonte Kleider und sexy

Bikinis anstatt figurumspielender Gewänder.

Auch wird nicht gezielt mit Öko oder Nachhaltigkeit

geworben. Vielmehr wollen sie die

Eleganz der Frau in den Vordergrund stellen

und die Weiblichkeit und das Selbstwertgefühl

der Frauen stärken. „Leider kann Fashion

NIE zu 100% nachhaltig sein! Schon alleine

durch die Transportwege können wir das nicht

behaupten.“ Die Damenmode lassen die beiden

in Portugal produzieren, die Bademode

in Indonesien – was auch offen kommuniziert

wird.

In den kommenden Monaten wird jetzt weiter

durchgestartet: die neue Swimwear-Kollektion

mit 20 Styles wurde gerade präsentiert und

ein Showroom in Liechtenstein öffnet seine

Türen. Zudem sind sie mit verschiedenen

Großhändlern im Gespräch, um die Kollektion

mehr vor Ort anbieten zu können. Momentan

wird Lanasia im eigenen Online-Shop

angeboten sowie in drei Boutiquen außerhalb

der Großstadt Bodensee.

TEXT: TANJA HORLACHER, FOTO: LANASIA AG

Lanasia AG

FL-9491 Rugell

+41 (0)79 172 5959

www.lanasia.com

Meine

Lieblingsmodemarken

IMMER BIS ZU

60 % GÜNSTIGER*

KO

KONSTANZ

Bodanstraße 17

MEERSBURG

Marktplatz 3

www.hoegermann-kox.de

*im Vergleich zur Herstellerpreisempfehlung

49


50

MODENSEE


MODENSEE

SEE

SICHT

DIE DURCHBLICKER

Für die einen notwendiges Übel, für die anderen modisches Accessoire:

die Brille. In Österreich benötigen rund 46 Prozent der Männer

und 56 Prozent der Frauen eine Sehhilfe. In Deutschland sind es

geschlechterunabhängig etwa 64 Prozent und in der Schweiz gar

drei von vier Menschen. Gut, dass die Welt der, von Krankenkassen

nüchtern als Hilfsmittel bezeichneten, Brillen modisch so vielfältig

ist. Noch besser ist aber, dass es in der Großstadt Moden-, äh Bodensee

kreative Köpfe gibt, die ganz individuelle Lösungen für den

besseren Durchblick haben.

Egal ob mit dem 3D-Drucker gefertigt oder aus Büffelhorn von Hand

geschliffen – das Ziel ist klar: unabhängig von den Großen sein. Alleine

in Deutschland wurden 2019 etwa 6,6 Milliarden Euro mit Brillen

umgesetzt. Ein Massenartikel. Genau hier setzt die Idee von You Mawo

in Konstanz an: ein Massenprodukt individualisieren, in Deutschland

fertigen und weder dem Internet noch Discountern anvertrauen, sondern

mittelständischen Fachhändlern wie beispielsweise Augenweide

Optik in der Konstanzer Innenstadt. Die Idee zu einer individuell optimierten

Brille wurde 2012 auf einer Rucksackreise geboren. Hinter You

51


MODENSEE

1

Mawo – Your Magic World – stecken vier Gründer um

Geschäftsführer Sebastian Zenetti. „Die Welt ist vielfältig,

jeder Mensch ein Individuum. Dennoch konsumieren wir

Massenartikel. Auch Brillen, die ja mit unserem Gesicht

verschmelzen, sind oft nicht individuell.“ Sie entwarfen

eine 3D-Druck-Brille, die dank eines Gesichtsscans beim

Optiker individuell angepasst wird. Perfekter Sitz garantiert.

Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Seit dem Start

2016 gab es bereits zahlreiche Auszeichnungen wie den

German Design Award 2017 und den German Innovation

Award in Gold 2018. Hauptmaterial ist Polyamid sowie

bei sechs Modellen auch Horn und Edelstahl. Mit einem

Produzenten in Bayern hat You Mawo exklusiv Qualität,

Oberflächenfinishing und Haptik der Brillen entwickelt,

Montage und Versand finden in Konstanz statt.

2

Gemeinsam stark

Einer dieser mittelständischen Händler, die diese 3D-

Druck-Brillen aus Konstanz im Angebot haben, ist Peter

Trunk 1 . Seit 30 Jahren bietet er mit Individuell Optic

an zwei Standorten in Singen und Konstanz vor allem

eine professionelle augenoptische Fachberatung (siehe

auch www.augenkompetenzzentrum.com) und dazu eine individuelle

Auswahl an Brillengestellen. Der Name ist Programm.

Neben You Mawo sind beispielsweise Brillen von

Einstoffen aus St. Gallen im Angebot. Die Leidenschaft

der vier Freunde, die die Eyewear- und Fashion-Marke

2008 gründeten, gehört natürlichen Materialien wie

Holz, Stein oder Baumwolle. Ihre Brillen, etwa aus Holz

oder Baumwollacetat, konnten 2018 und 2019 insgesamt

vier German Design Awards gewinnen. Doch damit nicht

genug für Peter Trunk und sein Team: Ergänzt wird das

eingekaufte Angebot durch ihre Hauskollektion „Freundeskreis“.

So hatte er sich mit neun weiteren Optikern aus

ganz Deutschland zusammengetan, mit dem Ziel, selbst

Brillen fertigen zu lassen – „zu vernünftigen Preisen“, wie

er sagt. „Die Brille an sich lässt sich nicht neu erfinden,

aber in unserem ‚Freundeskreis‘ haben wir einen Wissenspool

über die Kunden im ganzen Land, aus dem wir

möglichst viele Ideen ziehen können“, erklärt der Augenoptikermeister.

Gemeinsam werden Grundmodelle entworfen

und anhand von Prototypen dann die Farben und

Details entschieden. Die Kollektion umfasst etwa 25-30

Modelle in je vier Farben. Ganz freundeskreismäßig haben

die Gestelle dann auch Namen wie

Emil, Marc 2 , Ramona oder

Brigitte. Gefertigt wird in der

Manufaktur Spreitz in Metzingen

oder, für den kleineren

Geldbeutel, in Fernost. Alles

ohne Zwischenhändler. Das ist

den zehn Freunden wichtig. „Wir

machen auch keine Werbung, keine

Messestände – die Brille kommt zum

UNSER

BLICK

AUF

EUROPA YOUMAWO

THEO

FRENK

52


MODENSEE

Herstellerpreis ins Geschäft“, so Trunk. Neu ins Sortiment

kommen jetzt „See(h)brillen“. Die Grundmodelle

aus Titan (etwa 40 Farbvarianten zur Auswahl) können

per 3D-Scan-Software auf dem iPad vom Kunden selbst

individuell angepasst werden. Das sei, so Trunk, vor allem

für sehr schmale oder etwas breitere Gesichter ein Vorteil.

Lieferzeit ist rund vier Wochen, gefertigt wird im brandenburgischen

Rathenow. „Wir werden weiter gegen den

Strom schwimmen“, so Trunk, dessen Kinder Lisa und

Florian nach ihrem Optometrie-Studium ebenfalls

bereits aktiv mit im Geschäft sind.

In den individuellen Brillen sehen

die Trunks einen Mehrwert, der

nachhaltig ist und unabhängig

von Großkonzernen macht.

4

Nicht genug

Einer, der ebenfalls Wert auf diese Unabhängigkeit

legt, ist Thomas Hofbauer. Der

Brillenmacher aus Rankweil ist, wie er sagt, in

der Bodensee-Region der Einzige, der handgefertigte

Büffelhornbrillen 3 herstellt. „Büffelhorn als Werkstoff

für Brillen ist bewährt. Das Material ist stabil und trotzdem

leicht, widerstandsfähig und doch flexibel“, so Hofbauer

und erklärt weiter: „Wir verwenden nur die Hörner

von landwirtschaftlichen Nutztieren nach deren Lebensende,

die sonst meist zu Düngemitteln zermahlen werden.

Die schönsten Hörner werden stattdessen für uns

weiterverarbeitet.“ Alleine durch die unterschiedlichen

Maserungen wird jede seiner Brillen zum Unikat. Doch

nur selten ist ihm nicht genug, nur exakt ist ihm nicht

genug, nur schön ist nicht genug – so entstand die Idee

zu seiner Marke enough. Nur enough ist einfach genug.

„Es ist eine Leidenschaft“, so der Brillenmachermeister.

Und die gehört wahrlich dazu. Rund 15 Arbeitsstunden,

ohne Vorbereitungszeit, stecken in jeder einzelnen Brille.

Alleine das Schleifen und Polieren 4 dauert je gute zwei

Stunden. Alle Brillen sind echte Unikate. „Neulich kam

jemand mit einem 60 Jahre alten Erbstück. An dieser Brille

hing das Herz, also habe ich sie nachgebaut.“ Nach den

Vorstellungen des Kunden werden 1-2 Prototypen gefertigt,

damit alles passt. Obwohl mit Büffelhorn nur ein

Werkstoff eingesetzt wird, ist die Farbpalette groß: von

Honig über sämtliche Brauntöne bis schwarz gestreift.

Zudem sind weitere Farben möglich, indem eine dünne

Holzfurnierschicht im gewünschten Farbton zwischen

zwei Büffelhornschichten gezogen wird. All das hat sich

Thomas Hofbauer selbst beigebracht: „Vier Jahre lang,

bevor ich meine handgefertigten Brillen dann 2015 in mein

Sortiment aufgenommen habe, habe ich learning by doing

gemacht, denn keiner verrät diese Technik.“ Es hat sich

gelohnt. Derzeit ist mit 8-10 Wochen Fertigungszeit zu

rechnen, da sich der Brillenmacher kaum vor Aufträgen

retten kann.

3

Augenweide Augenoptik

Obermarkt 14

78462 Konstanz

07531 / 26 222

DILEM ORGREEN GLORYFY

ETNIA

info@augenweide-konstanz.de

www.augenweide-konstanz.de

53


MODENSEE

5

Durchstarten

Individuell und handgemacht heißt es auch bei Kilian Wagner.

Doch im großen Stil. Der geborene Tuttlinger hat mit

Viu Eyewear 5 in nur knapp sieben Jahr bereits ein kleines

Imperium geschaffen. 2013 als Onlineshop gestartet gibt es

heute bereits 56 Flagship Stores sowie 42 Partneroptiker in

neun europäischen Ländern. Weitere sind in Planung. Designerbrillen

zu erschwinglichen Preisen heißt das Credo:

„Faire Preise und ein transparenter Herstellungsprozess sind

für uns selbstverständlich.“ Entworfen werden die Brillen

in der Schweiz – Wagner hatte bereits in St. Gallen „Business

Administration“ studiert und später mit Studienkollege

Peter Kaeser die Idee zu Viu – gefertigt wird in Italien. Ein

kleiner Familienbetrieb stellt in Handarbeit in 80 Arbeitsschritten

aus Baumwollacetat einen Großteil der Kollektion

her. Dazu kommen Titanbrillen aus Japan – ebenfalls im

Auftrag gefertigt. Damit die Designerbrillen vergleichsweise

günstig angeboten werden können, steuert Viu alles zentral,

mit Büros in Zürich und München, ohne Zwischenhändler

und mit direkten Wegen vom Produzenten in den Laden.

TEXT: TANJA HORLACHER,

FOTO: INDIVIDUELL OPTIC, DER BRILLENMACHER, VIU EYEWEAR

You MaWo

D-78467 Konstanz

+49 (0)7531 94 54 535

www.youmawo.com

Einstoffen

CH-9008 St. Gallen

+41 (0)71 244 28 19

www.einstoffen.de

Freundeskreis Brillen

über Individuell Optic

Scheffelstraße 1

D-78224 Singen

+49 (0)7731 67 572

und Salmannsweilergasse 10

D-78462 Konstanz

+49 (0)7531 91 96 56

Der Brillenmacher

Schleife 9

A-6830 Rankweil

+43 (0)5522 43 312

www.brillenmacher-rankweil.at

Viu

Wessenbergstraße 5

D-78462 Konstanz

+49 (0)7531 12 79 527

www.shopviu.com

Augenweide Optic GmbH

Obermarkt 14

D-78462 Konstanz

+49 (0)7531 26 222

www.augenweide-konstanz.de

54


MODENSEE

FLORIAN

DURCHSCHAUT‘S

Das Gute liegt oft nah – wie die

eigen-designte Hauskollektion

Freundeskreis: Gefertigt

aus transparentem Acetat

und Federstahlbügeln,

zu 100% nachhaltig in

Baden-Württemberg

produziert. Super

leicht, super schick -

und preiswert obendrein!

Hier im Bild trägt Florian

sein Lieblingsmodell „Marc“;

darüber hinaus gibt es noch

ganz viele weitere tolle

Modelle zum Ausprobieren.

LET’S GO

SHOPPING

Wenn die Tage wieder länger werden, ist auch außerhalb der

regulären Öffnungszeiten Shopping angesagt.

Foto: Wöhrstein

Exklusiv bei individuell

OPTIC, naheliegenderweise

in Singen und in

Konstanz.

DER OPTIKER FÜR

HÖCHSTE ANSPRÜCHE

IN KONSTANZ UND SINGEN!

29.03. Bad Saulgau | verkaufsoffener Sonntag

www.bad-saulgau.de

29.03. Bad Waldsee | Kultursonntag mit verkaufsoffener Sonntag

www.bad-waldsee.de

29.03. Engen | Ostermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag

www.engen.de

29.03. Radolfzell | verkaufsoffener Sonntag „SEE(H)REISE“

www.aktionsgemeinschaft-radolfzell.de

29.03. Ravensburg | Frühlingsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag

www.ravensburg.de

29.03. Überlingen | Überlinger Frühling mit verkaufsoffenem Sonntag

www.ueberlingen- bodensee.de

05.04. Singen | „Singen Classics“ und verkaufsoffener Sonntag

www.singen-totallokal.de

05.04. Stockach | verkaufsoffener Sonntag

www.stockach.de

26.04. Friedrichshafen

Straßenzauberer-Festival mit verkaufsoffenem Sonntag

www.friedrichshafen.de

17.05. Wilhelmsdorf

verkaufsoffener Sonntag und Leistungsschau

www.gemeinde-wilhelmsdorf.de

03.05. Markdorf | Straßenfest und verkaufsoffener Sonntag

www.markdorf-marketing.de

03.05. Radolfzell

Tag des Rades mit verkaufsoffenem Sonntag

www.aktionsgemeinschaft-radolfzell.de

07.06. Konstanz | verkaufsoffener Sonntag

www.konstanz-tourismus.de

Scheffelstraße 1

D - 78224 Singen

T + 49 - (0)7731 - 67 57 2

Salmannsweilergasse 10

D - 78462 Konstanz

T + 49 - (0)7531 - 91 96 56

WWW.INDIVIDUELLOPTIC.DE

55


MODENSEE

WORAUF WIR

STEHEN

Wer mit Monika Kritzmöller ins Gespräch kommt merkt

schnell, wie sie voller Leidenschaft für ihre Themen

brennt. Die Soziologin und Lebensstilforscherin hat

sich der Mode verschrieben, was auch in ihren Outfits,

die sie sich oft nach eigenem Entwurf schneidern lässt

oder strickt, zum Ausdruck kommt. Ihre Forschungsschwerpunkte

sind Architektur & Design sowie Körper,

Mode & Textil. Als Privatdozentin ist sie an der Uni

St. Gallen tätig und setzt ihr Know-How in ihrem St.

Galler Forschungs- und Beratungsinstitut Trends + Positionen

ein, mit dem sie u.a. Unternehmen in der Profilbildung

unterstützt: Ästhetik als Wirtschaftsfaktor

und Gesamtkonzept. Monika Kritzmöller im Gespräch

mit akzent über Kühe mit Sattel, Bloggerinen und das

modische Dolce Vita in der Großstadt Bodensee.

akzent: Machen Kleider Leute?

Monika Kritzmöller: Das ist wohl das meist missverstandene

Zitat. Der arme Schneidergeselle aus der Novelle von

Gottfried Keller gab nie vor, etwas anderes zu sein, trug

seine elegante, selbst gefertigte Kleidung aus Überzeugung

und hatte vor allem die passenden Manieren. Den Grafen

hat ihm ausschließlich sein Umfeld zugeschrieben. Eine

Kuh etwa, die einen Sattel trägt, wird deswegen kein Rennpferd!

Wer weiß, wie ein Rennpferd aussieht und sieht

diese Kuh – merkt, das passt nicht. Hat man aber keine

Ahnung von Rennpferden und bekommt erklärt, dass ein

Rennpferd ein kurzes braunes Fell, vier Hufe hat und einen

Sattel trägt, und sieht dann eine Kuh mit Sattel, denkt:

passt alles – das MUSS ein Rennpferd sein! Es gehört also

das stimmige Auftreten ebenso dazu wie die Wahrnehmungskompetenz

auf der Seite des Betrachters. Dass man

also völlig selbstverständlich die Dinge trägt.

akzent: Sie bezeichnen sich als Lebenstilforscherin, nicht

als Trendforscherin?

Monika Kritzmöller: Ja, denn Trends sind wie ein Ausschnitt

aus dem gesamten Lebensstilbereich. Mich interessiert

die Gesamtheit. Wie der Lebensentwurf materialisiert

wird. Trends haben Einfluss auf die Gestaltung von

Lebensstilen, aber es kommt auf meinen Lebensstil an, wie

ich mit Trends umgehe. Wenn ich zum Beispiel die aktuellen

Klimadiskussion nehme. Sage ich dann: ich verkaufe

mein Auto, bringe meine Kleider in den Second Hand und

kaufe mir nichts mehr zum Anziehen? Oder reagiere ich

auf diesen Trend, indem ich Luxusschuhe kaufe und sie

über die Jahre mehrfach neu besohlen lasse. Das sind ganz

unterschiedliche Ansätze, auf einen Trend zu reagieren.

Das ist das Spannende an einer Gesellschaft: Wer nimmt

wie einen Trend auf?

56


MODENSEE

Die Druckpresse

Stil und Ästhetik ziehen sich untrennbar

durch alle Bereiche von Monika Kritzmöllers

Berufs- und Privatleben. Im Rahmen

eines Fotoprojekts nach ihrem Lieblings-

Objekt befragt, zeigt sie ihre historische

Druckpresse. Auf ihr fertigt sie seit Jahrzehnten

als Künstlerin Radierungen, in

denen sie neben feinen Zeichnungen auch

Stickereien ins Kupfer ätzt. Bisweilen sind

es dieselben, aus denen ihre Kleider entstehen.

57


MODENSEE

akzent: Wie stehen Sie zu den Fashionistas

und Bloggerinen, die heute zuhauf im Internet

unterwegs sind und Trends vorgeben?

Monika Kritzmöller: Trends vorgeben geht

nicht, das schafft man schlicht nicht. Trends

sind immer aus einem gesellschaftlichen

Gefühl heraus geboren und Ausdruck dessen,

was in einer Gesellschaft vor sich geht.

Mode als Gesellschaftsbarometer. Sie können

höchstens sagen, sie haben ein Gespür für

das, was in die Zeit passt – und das kommunizieren

sie. Und wenn sich das schwunghaft

verbreitet, sieht es so aus, als hätten sie den

Trend gemacht. Bloggerinnen bergen auch

eine trügerische Sicherheit. Kendal Jenner wird

ihnen niemals bei Liebeskummer zur Seite stehen

… sie haben eine Projektionsfigur, die sie

nie kennenlernen werden, für die sie keine Bedeutung

haben. Vielmehr sollte man auf sich

hören: was bin ich für ein Mensch, was passt

zu mir? Das aber erfordert eine Auseinandersetzung

mit sich selbst. Man muss sich unter

Umständen auch verteidigen. Wenn ich etwa

einen meiner vielen Hüte anhabe, fällt das

auf und muss nicht allen gefallen. Ich mag

ihn aber, er bedeutet mir etwas, und deshalb

kann ich dazu stehen. Folge ich Fashionistas

oder Bloggerinen und imitiere sie, gebe ich ein

Stück von dieser Herausforderung ab. Man

entlastet sich, weil man keine Verbindlichkeit

eingeht. Ich kann jederzeit jemandem anderen

folgen und entgehe der Auseinandersetzung

mit mir. Bloggerinnen sind wie eine modische

Hängematte, man kann sich anlehnen.

Evita

Ein Herzensprojekt von Monika

Krutzmöller ist die im Oktober 2019

erschienene Soziografie über Eva

Margarita Hatschek (1924-2010)

„Evita – Fashionista, Bloggerin und

die Mode“. Hatschek galt als bildschön

und hochintelligent: sie studierte

in den 1940er Jahren Chemie,

als eine von 20 Frauen unter 500

Männern an der ETH Zürich und war

zeitweilig Ehefrau eines erfolgreichen

Unternehmers. Immer frönte sie ihrer

Leidenschaft: der Mode. Sie ließ

sich im Laufe ihres Lebens mehrere

hundert Haut-Couture-Kleider auf

den Leib schneidern. „Heute wäre

meine Mutter sicher eine bekannte

Fashionista“, so Tochter Andrea

über ihre Mutter im Gespräch mit

Monika Kritzmöller – die Idee zu einem

außergewöhnlichen Buch war

geboren. Auf 100 Seiten, illustriert

mit zahlreichen Bildern und Steckbriefen

zu den Kleidern, schrieb die

Soziologin quasi posthum einen Fashionblog

für „Evita“. Ergänzt durch

spannende Informationen aus der

Modegeschichte und Schneiderkunst,

über die Frauenrolle und das

Verständnis von Schönheit.

www.flabelli-verlag.de

akzent: Wie hat sich die Bedeutung der Mode

im Laufe der Jahre verändert?

Monika Kritzmöller: Artefakte zeigen ganz

stark, wie sich Gesellschaften verändern.

Mode ist wie ein Lebensgefühl, das man sich

anlegt. Wir haben heute nicht mehr DEN

Trend, etwa eine einzige bestimmte Rocklänge.

Früher gab es eine Klassen- und Schichtenmode.

Mittelschicht-Frauen haben günstigeren

Kunstpelz getragen, um so auszusehen

wie die Industriellen-Gattin mit dem Echtpelz.

Heute ist es eher eine Grundsatzfrage: Trage

ich Echtpelz oder eben nicht. Am unterschiedlichen

Umgang mit Mode lässt sich exakt die

Gesellschaftsstruktur ablesen, und die ist heute

nicht mehr geschichtet, sondern individualisiert

wie ein Patchwork.

akzent: Und welche Rolle spielt dabei derzeit

Friday for Future?

Monika Kritzmöller: Ich sehe da eine Oberflächenebene.

Es werden Postulate aufgestellt,

die dann auch von den Herstellern als Greenwashing

verwendet werden. Der Kern dessen,

was nachhaltige Mode wirklich ausmacht,

wird aber oft nicht berührt. Was trägt Greta

an den Füßen? Sneakers! Viele Friday for

Future-Demonstranten hinterfragen nicht,

dass sie Plastik und Gummi an den Füßen

haben. Viele gehen mit Fast Fashion auf die

Straße und sagen ‚ihr habt uns das Leben versaut‘

– das sind für mich Logikbrüche! Aber

gerade die Eigenschaft, auch typisch menschliche

Irrationalitäten aufzuzeigen, macht die

Erforschung von Mode so spannend. Ich behaupte,

dass edle Sandalen aus Leder nachhaltiger

sind. Auf richtig schönen Modellen

laufe ich gut 20 Jahre herum! Lederschuhe

sind biologisch abbaubar, hinterlassen keinen

Gummiabrieb oder Mikroplastik, können vom

Schuster repariert werden. Ich pflege sie akribisch,

damit ich sie lange tragen kann. DAS

ist doch nachhaltig! Mein Plädoyer ist, sich

lustvolle Mode zu leisten, von der ich weiß,

wo sie hergestellt ist. Das kann auch selbst

gestrickt oder Second Hand und muss nicht

teuer sein. Es gibt viele Möglichkeiten!

akzent: Wie würden Sie die Menschen in der

Bodenseeregion modemäßig beschreiben?

Monika Kritzmöller: (lacht) Eine heikle Frage

… Es ist eine sehr schöne Region mit hohem

Freizeitwert, aber es gibt keine großen Metropolen

in der Nähe. Das Straßenbild ist meines

Erachtens eher casual, weniger extravagant.

Dies ist etwas erstaunlich mit Blick auf die

Umgebungsqualitäten: Wir haben hier ein

mildes, liebliches Klima, den riesigen See mit

seiner Weite, es gibt Ufercafés und Weinbau

– da stelle ich mir Dolce Vita vor. Beschwingt

und sexy. Und ich staune, warum die Stärke

der Region nicht deutlicher auf die Mode

abfärbt. Meine Anregung wäre: modisch an

die Umgebungsqualität anzuknüpfen, sich inspirieren

zu lassen. Lebt doch das Dolce Vita

auch in einem freudigen Stilbekenntnis in der

Kleidung!

www.kritzmoeller.ch

TEXT: TANJA HORLACHER, FOTO: LIA HERZER,

A.K.WEHRLI, ALLTAG.CH

58


MODENSEE

59


MODENSEE

ANZEIGE

EINFACH NUR

SEIN

„Friseur ist eine Berufung, kein Beruf.

Warmherzigkeit und Vertrauen geben

geht nur, wenn Leidenschaft in einem

steckt“, ist Friseurmeisterin Anna Jedzig

überzeugt. In ihrem Salon steht die

Pflege des Haares im Vordergrund sowie

entspannen und Spaß beim Friseur

haben. Für die hohe Qualität steht sie

mir ihrem Namen.

„Ich möchte den Kunden die Möglichkeit

eröffnen, den Ballast an der Eingangstüre

abzugeben und einfach nur

sein zu können“, so Anna Jedzig, die

den Salon von ihrer Mutter übernommen

hat. Heide Jedzig hatte 2009 einen

bereits bestehenden Salon in der Bahnhofstraße

neu eröffnet. Beide sind stolz

darauf, dass sie das Kernteam gehalten

haben. Die Mitarbeiter sind teilweise

seit sieben oder zehn Jahren dabei und

unterschiedlich spezialisiert: Ob Farbe

oder Strähnen, ob Pixie- oder Fadecut,

ob lange Haare oder kurze – stets wird

eine Diagnose gemacht und die Haare

beurteilt. „So ist es möglich, dem Kunden

eine Einschätzung seines Wunsches

zu geben und Vorschläge zu machen.“

(th)

Coiffeur Jedzig

Bahnhofstraße 12

D-784672 Konstanz

+49 (0)7531 266 04

www.friseur-konstanz.com

FOTO: DANIEL MALEK

LEGENDÄRER

SCHWARZER FADEN

Ursprünglich aus der Not geboren, ist es der Name für Hemden

und Blusen, gefertigt aus edlen italienischen Stoffen: Fil

Noir. Die über 100 Jahre alte Geschichte der im traditionellen

Handwerk gefertigten Hemden beginnt zwar in der Toskana,

spielt heute jedoch in der Großstadt Bodensee.

Die Brüder Luca und Lorenzo Manzini hatten 1899 die Herrenwäschemanufaktur

ihres Vaters übernommen und begannen aus

feinsten Materialien Herrenhemden zu fertigen. Durch ein Erdbeben

wurde ihre Fabrik jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zerstört.

Doch die Produktion musste weitergehen. Übrig geblieben

war allerdings nur weißer Stoff – und schwarzes Garn. Egal. Die

weißen Hemden mit den schwarzen Nähten wurden schnell in

aller Welt erfolgreich. Vor allem in Pariser Kreisen. Alle wollten das

Hemd mit dem „fil noir“. Mit dem Ersten Weltkrieg kam jedoch

das Aus, da die Arbeiter in den Krieg geschickt wurden. 2012

brachte der Zufall die Manzini-Nachfahren in Italien mit Heiko

Storz zusammen, der in Sigmaringen Modedesign studiert und

später dann die Bereichsleitung „Herren und Lizenzen“ bei Schiesser

in Radolfzell übernommen hatte. Storz gefiel die Geschichte

von Fil Noir und die Philosophie der handwerklich gefertigten

Hemden, die immer etwas Besonderes waren. Er gründete für die

Lizenzübernahme die swiss hest GmbH, die heute rund 400 Händler

in der ganzen Welt, bis Neuseeland und Japan, mit den ausschließlich

in Europa aus italienischen Stoffen gefertigten Hemden

beliefert. Und das alles vom beschaulichen Radolfzell aus. (th)

Fil Noir | D-78315 Radolfzell | www.fil-noir.com

FOTO: FIL NOIR

60


ANZEIGEN

MODENSEE

BLUMIG

Der Modefrühling 2020 steht bei högermann & kox in

Konstanz und Meersburg ganz im Zeichen der Blume.

Das Motto: Schön gekleidet in den Frühling! Da kommt

garantiert keine Langeweile auf.

Floral- und Tropicalprints schmücken angesagte Blusen und

Shirts, klassische Hosen und sogar modische Leichtsteppjacken.

Die Muster dürfen dabei auch besonders auffällig in

Größe und Farbe sein, um noch mehr Lust auf den Frühling

zu bekommen. Einfach mal reinschauen lohnt sich, denn es

gibt dort vieles immer bis zu 60% günstiger.

högermann & kox – die Outlet-Boutique

Bodanstraße 17, D-78462 Konstanz

Marktplatz 3, D-88709 Meersburg

www.hoegermann-kox.de

GUT BEHÜTET

Gudrun Servay-Böttcher ist eine Künstlerin durch und durch. Derzeit sind ihre farblich

inspirierten Gemälde in Öl und Acryl im Rathaus Hagnau zu sehen. Im Rahmen ihrer

Werkschau „Chapeau“ präsentiert die leidenschaftliche Künstlerin jetzt eine Modenschau

der besonderen Art.

Ihr Faible für große, farbenfrohe Hüte bringt Gudrun

Servay-Böttcher mit ihren Gemälden auf dem

Laufsteg unter dem Motto „Gut behütet durch

mein Leben“ zusammen. Kunst und Hut – ihre

Leidenschaften. Die Models tragen jeweils passende

Hüte mit dem jeweiligen Gemälde über

den Laufsteg. Dazu erzählt Servay-

Böttcher Geschichten aus ihrem Leben

– und sie freut sich besonders

über Zuschauer mit Hut! (th)

07.03., 16 Uhr Hutmodenschau;

bis 03.04. Ausstellung

Bürger- und Gästehaus, Im Hof 5,

D-88709 Hagnau

+49 (0)7532 65 23

gudrunservayboettcher@gmail.com

www.hagnau.de

Mo-Do 8-12 Uhr, Do auch 14-18 Uhr,

Fr 8-12.30 Uhr

61


MODENSEE

Ena Ringli bittet

in ihre yép Schuhmanufaktur.

Regelmäßig

gibt die Schuhmacherin

und Designerin Einblicke hinter die

Kulissen ihrer Manufaktur. Am letzten Märzwochenende

öffnet sie die Türen für ihre neue

bunte Frühjahrskollektion.

27.03., 16-20 Uhr + 28.-29.03., 11-16 Uhr

yép Schuhmanufaktur

Hardstrasse 36, CH-8570 Weinfelden

+41 (0)79 886 61 22

www.yepstore.ch

Es ist wieder Hut-Tag! An diesem wird alle zwei Jahre

in Lindenberg im Allgäu die Deutsche Hutkönigin

gewählt. Am 17. Mai ist es wieder so weit, begleitet

vom Hut-Markt, einer Hut-Modenschau und viel Live-

Musik. Noch bis 19. April können sich Frauen ab

25 Jahren bewerben. www.lindenberg.de

MODENSEE

Schon gewusst? Das Textilmuseum

Sankt Gallen zeigt in jedem Frühjahr

und Herbst die aktuellen Kollektionen

der Schweizer Textilproduzenten im

Rahmen der „VISION“ in der Lounge

des Textilmuseums. Darüber hinaus gibt

es 2020 zwei Schwerpunkte im Ausstellungsprogramm:

Um Textilkunst geht es

bei der Europäischen Quilt-Triennale.

Noch bis 19. April sind die Werke von

Künstlerinnen aus elf europäischen Ländern

zu sehen. Bei „Material Matters.

Von der Faser zur Mode“ dreht sich ab

dem 15. Mai alles um Material, Mode

und Nachhaltigkeit.

www.textilmuseum.ch

62


MODENSEE

Mithilfe der Crowdfounding-Plattform

www.startnext.de hat Sportphysiotherapeut

Edwin Arnold aus Öhningen

seine Erfindung, den eja TravelSchal

realisiert. Aus weichem Mischgewebe

oder leichter Viskose hat der in Süddeutschland

handgenähte Schal sowohl

ein aufblasbares Nackenhörnchen als

auch ein Täschchen für Handy oder Reiseunterlagen

integriert. Erhältlich auf

www.travelschal.com.

GEFLÜSTER

Der etwas andere

NähmaschinenLaden!

wir unterstützen Sie in der Umsetzung all Ihrer

Wünsche rund um das Nähen, Sticken und

kreativen Schaffen.

Einfach reinschnuppern und sich RICHTIG

beraten lassen!

BEI UNS IM MÄRZ:

Frühjahrs- und Eintauschaktionen der

Nähmaschinenhersteller

besuchen Sie uns auf der

IBO-Friedrichshafen in der Halle B2

und sichern Sie sich einen

„Messevorführer“

Infos im Internet oder schauen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

ab Juli 2020

finden Sie

uns auch in

Friedrichshafen

Ob Nähen, Sticken, Quilten oder Overlocken – wir sind

für Sie da! Beratung, Verkauf & Service Näh-Kurse der

besonderen Art Näh-Café Auftrags-Stickerei

Wo Kreativität, Fachwissen und

Spaß zusammentreffen ...

Bei uns sind alle Willkommen, die

das „schönste Hobby der Welt“ bereits

genießen oder neu erleben wollen.

Ringgenweiler 401 | 88263 Horgenzell | Tel. 07504-97 18 64 | kontakt@nadelstich.de | www.nadelstich.de

63

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine