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Falstaff Magazin Österreich 01/2021

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feb–mär <strong>2021</strong><br />

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN<br />

ROTE SIEGER<br />

TOP-ROTWEINE<br />

AUS ÖSTERREICH<br />

RARER GENUSS<br />

TAUBEN AUS DEM<br />

BURGENLAND<br />

RICHTIG RETRO<br />

LITTLE ITALY<br />

IN DER BRONX<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 20<strong>01</strong>7908<strong>01</strong>, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1<strong>01</strong>0 WIEN<br />

Seelentröster Pasta<br />

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Stromverbrauch und CO²-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Stand <strong>01</strong>/<strong>2021</strong>


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Werte zu Reichweite und Stromverbrauch basieren auf dem WLTP-Testverfahren. *** Mit 85 kW Ladeleistung an einer DC-Schnellladestation.


HERAUSGEBERBRIEF<br />

CORONA, PASTA & UNSERE SEELE<br />

DAS OHR ISST MIT.<br />

Akustik für Restaurants<br />

LIEBE FEINSCHMECKERINNEN,<br />

LIEBE FEINSCHMECKER!<br />

Nach bald einem Jahr Corona, Lockdowns und<br />

Belastungen für so gut wie jeden von uns gibt es<br />

kaum mehr jemanden, der nicht die Schnauze<br />

voll hat. Es ist unerträglich geworden, und die Stimmung<br />

kippt selbst bei denen, die bis dato Verständnis für<br />

die nötigen Maßnahmen aufgebracht haben. Leider wird<br />

deshalb aktuell viel parteipolitisches Kleingeld gewechselt.<br />

In sozialen Medien werden die Regierenden dargestellt,<br />

als hätten sie das Virus selbst in die Welt gesetzt.<br />

Einziger Trost für Kurz & Kogler: Es ergeht den Regierungen<br />

aller Länder ähnlich. Vielleicht hat uns das inspiriert,<br />

eine Filmfigur aufs Cover zu setzen: Don Camillo,<br />

der im ewigen Kampf gegen seinen kommunistischen<br />

Widersacher Peppone zwar auch oft die Contenance verlor,<br />

aber trotzdem letztlich immer zu einem Happy End<br />

fand – meist bei einem gemeinsamen Teller Pasta.<br />

Ja, die Pasta! Diese wundervolle Kohlenhydrat-Bombe<br />

mutierte in Corona-Selbstversorgungszeiten zum kulinarischen<br />

Seelentröster Nummer eins. Grund genug, diese<br />

Speise aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erörtern.<br />

Tolle Persönlichkeiten finden Sie in dieser Ausgabe.<br />

Den weltbesten Koch Massimo Bottura aus Modena.<br />

Oder Wein-Gigant Piero Antinori. Und dann noch Henkell<br />

Freixenet. Wussten Sie, dass die Wiesbadener den<br />

größten Schaumwein-Konzern der Welt aufgebaut haben?<br />

Wir freuen uns, dass wir auch in Corona-Zeiten Ihr<br />

publizistischer Begleiter sind! 2020 hat <strong>Falstaff</strong> Zehntausende<br />

Social-Media-Fans dazugewonnen – darauf<br />

sind wir besonders stolz! So haben wir monatlich bereits<br />

die Zwei-Millionen-Visits-Marke durchstoßen, eine Vervielfachung<br />

binnen kürzester Zeit. Bleiben Sie uns bitte<br />

weiterhin gewogen! Die Zeiten werden besser, und die<br />

Wiedererlangung unseres Genuss- und Reiselebens naht!<br />

Mit optimistischen Grüßen, herzlichst<br />

Wolfgang und Angelika Rosam<br />

Herausgeber <strong>Falstaff</strong><br />

Pasta! Diese<br />

wundervolle<br />

Kohlenhydrat-<br />

Bombe mutierte<br />

durch Corona<br />

zum kulinarischen<br />

Seelentröster<br />

Nummer eins.<br />

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Foto: Ingo Pertramer<br />

WOLFGANG M. ROSAM<br />

wolfgang.rosam@falstaff.com<br />

@RosamWolfgang<br />

ANGELIKA ROSAM<br />

angelika.rosam@falstaff.com<br />

@jewelista.girl<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

7


fals_AT_21<strong>01</strong>_Cover.indd 1 <strong>01</strong>.02.21 15:23<br />

FEBRUAR<br />

12<br />

Alles Pasta! Wir präsentieren die<br />

besten Nudelgerichte für Gourmets<br />

und geben Tipps, welche Weine am<br />

besten zu welcher Sauce passen.<br />

/ feb–mär <strong>2021</strong><br />

ROTE SIEGER<br />

TOP-ROTWEINE<br />

AUS ÖSTERREICH<br />

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN<br />

RARER GENUSS<br />

TAUBEN AUS DEM<br />

BURGENLAND<br />

RICHTIG RETRO<br />

LITTLE ITALY<br />

IN DER BRONX<br />

COVER<br />

FOTO: BJÖRN BISCHOFF<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 20<strong>01</strong>7908<strong>01</strong>, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1<strong>01</strong>0 WIEN<br />

Seelentröster Pasta<br />

WIE UNS DAS ITALO-SOULFOOD DURCH DIE KRISE BRINGT<br />

ÖSTERREICH-AUSGABE <strong>01</strong>/<strong>2021</strong> € 9,50 WWW.FALSTAFF.COM<br />

26<br />

Philipp Grassl holte sich den<br />

ersten Platz im <strong>Falstaff</strong><br />

Rotweinguide <strong>2021</strong>.<br />

38<br />

Top-Weine aus der Toskana: die<br />

Geschichte der Supertuscans.<br />

WEIN & MEHR<br />

10 WEIN-NOTIZEN<br />

Wein-Chefredakteur Peter Moser<br />

präsentiert Neuigkeiten aus der Welt<br />

des Weins<br />

12 PASTA E VINO<br />

Food-Pairing: die besten Weine zu Pesto,<br />

Tomatensauce, Lasagne & Co.<br />

26 ROTE EXTRAKLASSE<br />

Die Sieger aus dem neuen <strong>Falstaff</strong><br />

Rotweinguide <strong>2021</strong><br />

38 GEBURT EINER LEGENDE<br />

Wie aus einfachen Tafelweinen die<br />

legendären Supertuscans wurden<br />

50 WEINJAHRGANG 2020<br />

Von <strong>Österreich</strong> bis Kalifornien:<br />

Top-Qualität trotz Corona<br />

64 BLAUER PORTUGIESER<br />

Seit 250 Jahren ein »echter <strong>Österreich</strong>er«<br />

74 IM LAND DER VIELFALT<br />

Die Winzer der steirischen Region<br />

Vulkanland sind klar auf Erfolgskurs<br />

80 SERIE: WORLD CHAMPIONS<br />

Antinori: der Clan der Wein-Magier<br />

88 DIE WEINE DES DROGERIE-KÖNIGS<br />

Die Unternehmerfamilie Müller macht<br />

auf Mallorca charmante Weine<br />

7 HERAUSGEBERBRIEF<br />

202 LESERBRIEFE<br />

237 IMPRESSUM<br />

250 SAGEN SIE EINMAL …<br />

80<br />

Der Supertuscan<br />

Solaia ist eines der<br />

Aushängeschilder der<br />

legendären Weinmacher-<br />

Familie Antinori.<br />

Fotos: Shutterstock, Getty Images, Rafaela Pröll, ieffestudio.it, Stine Christiansen<br />

8 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


94 DER SPARKLING-GIGANT<br />

Henkell Freixenet ist der größte<br />

Schaumwein-Produzent der Welt<br />

102 ITALIANITÀ FÜR DAHEIM<br />

Der italienischen Aperitivo-<br />

Kultur auf der Spur<br />

110 NÜCHTERN BETRACHTET<br />

Fruchtsaft mal anders:<br />

alkoholfreie Speisenbegleiter<br />

GOURMET<br />

118 GOURMET-NOTIZEN<br />

Chefredakteur Martin Kubesch<br />

präsentiert das Neueste aus der<br />

Welt des Genusses<br />

120 PASTA UNSER<br />

Alles rund um die Nudel:<br />

Formen-Vielfalt, Produzenten<br />

und praktische Koch-Tipps<br />

134 GENUSS AL DENTE<br />

Drei Spitzenköche verraten ihre<br />

besten Pasta-Rezepte<br />

142 FAST WIE BEI NONNA<br />

Topf, Sieb & Co.: Wer gute Pasta<br />

machen will, braucht das richtige<br />

Zubehör<br />

144 HART IM NEHMEN<br />

Parmesan und andere Käsesorten<br />

»zum Drüberstreuen«<br />

150 BEST OF CUCINA ITALIANA<br />

Die besten italienischen<br />

Restaurants in <strong>Österreich</strong><br />

134<br />

Drei Pasta-Rezepte zum<br />

Nachkochen.<br />

MÄRZ<br />

162 PASTA ALLA FAMIGLIA<br />

Joachim Riedl über Pasta als<br />

Soulfood Nummer eins<br />

164 SERIE: STERNEMILLIONÄRE<br />

Massimo Bottura: »Ich mache,<br />

was ich liebe!«<br />

170 MACHT PASTA DICK?<br />

Dr. Marlies Gruber über den<br />

schlechten Ruf der Kohlenhydrate<br />

174 DAS WAHRE LITTLE ITALY<br />

In der New Yorker Bronx florieren<br />

italienische Shops und Restaurants<br />

182 DAS BLAUE WUNDER<br />

Severin Corti kocht Miesmuscheln<br />

mit Ingwer und Zitronengras<br />

184 WIE IM SCHLARAFFENLAND<br />

Uralte Tradition: Die heimische<br />

Taubenzucht ist in Gefahr<br />

192 SERIE: KUNST & KULINARIK<br />

Zu Gast bei den »Buddenbrooks«<br />

198 ELDORADO<br />

Stylishe Tischkultur-Accessoires<br />

JOURNAL<br />

200 GUT ZU GAST<br />

TASTING<br />

204 SUPERTUSCANS<br />

218 KAMPANIEN-BASILIKATA-<br />

KALABRIEN TROPHY<br />

226 VULKANLAND TROPHY<br />

238 TENUTA DI BISERNO<br />

240 ÖSTERREICHS<br />

ROTWEIN-SIEGER<br />

WEIN<br />

UND<br />

GENUSS<br />

FRUHLING<br />

11. JUNI <strong>2021</strong><br />

16 - 21 UHR<br />

STADTSAAL<br />

VOCKLABRUCK<br />

WEIN UND GENUSS<br />

Vielfältige spannende Genussmomente erwarten Weinfreunde<br />

und kulinarische Genießer bei der feinen Messe<br />

in Vöcklabruck - Gustieren, Verkosten und Genießen in<br />

persönlichem Rahmen.<br />

TOP-WEINE AUS ÖSTERREICH UND ITALIEN<br />

Top-Winzer unterschiedlicher Weinbauregionen aus<br />

<strong>Österreich</strong>, Südtirol und Italien präsentieren ihre Weine.<br />

Kosten Sie sich durch das breite Sortiment, vergleichen<br />

Sie vor Ort und erfreuen Sie sich an guten, persönlichen<br />

Gesprächen mit den Winzern.<br />

VON ALLEM DAS BESTE - GENUSSLAND OÖ<br />

Beste Weine verlangen beste kulinarische Begleitung.<br />

Dafür sorgen erlesene Produzenten des Genusslandes<br />

Oberösterreich und verwöhnen mit ihren außergewöhnlichen,<br />

regionalen Schmankerln die Besucher.<br />

DIE NÄCHSTE FALSTAFF-AUSGABE ERSCHEINT AM 19. MÄRZ <strong>2021</strong><br />

KARTEN ONLINE UNTER WWW.KUF.AT<br />

UND IM TOURISMUSBÜRO VÖCKLABRUCK<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

9


Wein-Chefredakteur<br />

PETER MOSER<br />

WEIN<br />

NEU AB <strong>2021</strong>: WEIN<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Mit der Gründung der »Wein Niederösterreich«<br />

als Dachorganisation<br />

des größten Weinbaulandes entsteht<br />

einerseits eine Plattform für die Imagewerbung<br />

und Verknüpfung von Wein und<br />

Tourismus, andererseits dient sie als ein<br />

Bindeglied zwischen ÖWM und den einzelnen<br />

DAC-Gebieten und deren Regionalkomitees.<br />

Zusätzlich soll Niederösterreich als<br />

volumenmäßig größte Herkunftsbezeichnung<br />

<strong>Österreich</strong>s ein geschärfteres Profil erhalten.<br />

Die Geschäftsführung der neuen Wein Niederösterreich<br />

wird mit Ulrike Hager eine sehr<br />

profilierte Managerin übernehmen, sie leitete<br />

bisher überaus erfolgreich das Regionale<br />

Weinkomitee Weinviertel. Als Vorsitzender<br />

wird der neue NÖ-Weinbaupräsident Reinhard<br />

Zöchmann fungieren.<br />

BIODYNAMISCHER<br />

WEIN BOOMT WEITER<br />

Die europäische Winzergruppe »respekt-<br />

BIODYN« wächst. Mit Anfang des Jahres<br />

schlossen sich zwei namhafte Häuser der<br />

Gruppe an: das Weingut Leiner in der Pfalz<br />

und der Sattlerhof in der Südsteiermark<br />

(o. & r.). Mit nun 25 Weingütern etabliert<br />

sich die Gruppe immer stärker als Kraft auf<br />

dem internationalen Weinmarkt. Mit den<br />

beiden neuen Gütern zählt der 2007 gegründete<br />

Verein 17 Mitglieder in <strong>Österreich</strong>, sieben<br />

in Deutschland und eines in Südtirol, die<br />

gesamte Rebfläche der 25 Betriebe beträgt<br />

rund 850 Hektar. »respekt-BIODYN« hat<br />

sich in den vergangenen Jahren international<br />

als wichtige und treibende Kraft im<br />

biodynamischen Weinbau etabliert.<br />

respekt-biodyn.bio<br />

WEIN-EINBRUCHSERIE<br />

SETZT SICH FORT<br />

Mitte Jänner wurde das Kronenschlösschen<br />

in Hattenheim, vielen österreichischen Winzern<br />

vom »Rheingau Weinfestival« her ein<br />

Begriff, Opfer eines Einbruchs. Die Täter<br />

entwendeten aus dem Keller nur die feinsten<br />

Flaschen von Romanée-Conti bis Pétrus.<br />

Der Schaden beträgt rund 500.000 Euro.<br />

10 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


NOTIZEN<br />

Fotos: Shutterstock, respekt-BIODYN, Fabian Pellegrini, Hotel Kronenschlösschen, Sothebys, picturedesk<br />

DOMAINE LEROY TOPPT DIE »LIV-EX POWERLIST« 2020<br />

Seit 15 Jahren errechnet die Fine-Wine-Plattform »Liv-ex« gemeinsam mit »The Drinks<br />

Business« die wichtigsten Marken unter den Edelweinen. Dieses Jahr erreichte die<br />

Domaine Leroy aus dem Burgund den ersten Rang an Wert und Menge der gehandelten<br />

Weine, gefolgt von Domaine Leflaive, Platz drei geht an Gaja aus dem Piemont. Die<br />

Ränge 4 bis 10 holten Sassicaia, Penfolds, Ornellaia, Dom Pérignon, Château Haut-Brion,<br />

Masseto und Louis Roederer. liv-ex.com<br />

EISWEIN 2020/21: SPÄT, ABER<br />

DOCH – UND VON TOPQUALITÄT<br />

Für die meisten Eiswein-Winzer sind die unruhigen Nächte jetzt<br />

vorbei: Nach ersten Erfolgen in der Nacht auf den 11. Jänner<br />

konnte in der Nacht auf den 12. Jänner <strong>2021</strong> die Eisweinlese fast<br />

vollständig abgeschlossen werden. Gerhard Kracher berichtet<br />

von »sensationeller Qualität« und einem »zu 100 Prozent<br />

geglückten Nachteinsatz«. Im Seewinkel konnten Hans Tschida,<br />

Helmut Lang und Gerhard Haider ihre Eisweintrauben bei perfekten<br />

Bedingungen ernten. Erfolgsmeldungen kommen auch aus<br />

der Südsteiermark, aus Rust vom Weingut Ceel und aus dem<br />

Kremstal vom Weingut Türk. Damit die Trauben für Eiswein verwendet<br />

werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger,<br />

denn erst dann sind die Trauben komplett gefroren.<br />

GOLDFIEBER IM FINE-WINE-SEGMENT:<br />

DOM PÉRIGNONS TEUERSTES STÜCK<br />

Allen Problemen zum Trotz konnte sich der Fine-Wine-Sektor<br />

während der Pandemie auch im Homeoffice-Modus sehr<br />

gut behaupten. Selten wurden Spitzenweine so nachgefragt<br />

wie in diesen Krisenzeiten. Auch wenn es noch wenig Anlass<br />

gibt, die Korken knallen zu lassen, so hat es dennoch ein<br />

Champagner in der Liste der aktuell teuersten Flaschen an<br />

die Spitze geschafft. Der Dom Pérignon Rosé Gold – Auflage<br />

limitiert – kostet so viel wie etwa 270 »normale« Flaschen<br />

des Luxussprudels. domperignon.com<br />

ZAHLREICHE ÄNDERUNGEN IN<br />

ÖSTERREICHS WEINRECHT<br />

Eine neue Sammelverordnung bringt<br />

Neues für das Weinviertel DAC, Kremstal<br />

DAC, das Leithaberg DAC und die steirischen<br />

DAC-Gebiete. Um etwa die Sorte<br />

Grüner Veltliner wieder stärker hervorheben<br />

zu können, darf sie zukünftig<br />

gleich groß wie der Begriff Weinviertel<br />

auf dem Etikett stehen. Zudem wird die<br />

Angabe von Großlagen erlaubt und eine<br />

neue Kategorie »Große Reserve« definiert.<br />

Leithaberg DAC Rot darf in Zukunft<br />

ausschließlich aus Blaufränkisch bestehen,<br />

die bisherigen Verschnittpartner wie<br />

Zweigelt oder St. Laurent fallen weg.<br />

Für die Bereitung von Kremstal DAC<br />

können nun 15 Prozent der Trauben aus<br />

einer an das Kremstal angrenzenden<br />

Gemeinde stammen.<br />

In der Steiermark wurde der Restzuckergehalt<br />

für Riedenweine aus Gelbem<br />

Muskateller beschränkt, für die steirischen<br />

DAC-Weine wurde der traditionelle<br />

Begriff »Reserve« definiert und im<br />

Vul kanland Steiermark die Ortsweinbezeichnung<br />

»Gleichenberg« eingeführt.<br />

oesterreichwein.at<br />

BENJAMIN DE ROTHSCHILD<br />

MIT 57 JAHREN VERSTORBEN<br />

Das Oberhaupt der Edmond de Rothschild-Gruppe<br />

ist Mitte Jänner in seinem<br />

Schweizer Domizil einem Herzinfarkt<br />

erlegen. Der Philanthrop und begeisterte<br />

Segler besaß in Bordeaux das bekannte<br />

Château Clarke in Listrac und erzeugte<br />

zahlreiche Weine in Joint Ventures, etwa<br />

jenem in Südafrika mit Rupert & Rothschild<br />

oder Macán in Rioja mit der Familie<br />

Alvarez von Vega Sicilia.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

11


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

Was wäre die italienische Küche<br />

ohne Pasta und Wein? Die<br />

<strong>Falstaff</strong>-Weinredaktion sagt,<br />

welche Weine mit welchen<br />

Pasta-Varianten besonders<br />

gut harmonieren.<br />

Die italienische Küche kennt unzählige Pastavarianten.<br />

Und je nach Sauce und Zubereitung<br />

verlangen diese nach unterschiedlichen Begleitern.<br />

Die <strong>Falstaff</strong>-Weinredaktion hat legendäre<br />

Pastagerichte unter die Lupe genommen und<br />

ihre liebsten Begleiter definiert. So viel vorab:<br />

Es muss nicht immer ein Italiener sein.<br />

TEXT BENJAMIN HERZOG UND DOMINIK VOMBACH<br />

PASTA E VINO<br />

Foto: Getty Images<br />

12 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

13


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

94<br />

92+<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 ZWEIGELT CARNUNTUM<br />

DAC RIED KIRCHWEINGARTEN<br />

1ÖTW<br />

Weingut Gerhard Markowitsch,<br />

Carnuntum, <strong>Österreich</strong><br />

Tiefdunkles Rubingranat.<br />

Reife schwarze Herzkirschen,<br />

Lakritze, ein Hauch von Edelholzwürze<br />

und Nougat, zart mit<br />

Orangenzesten unterlegt. Kraftvoll,<br />

komplex, wieder dunkle<br />

Kirschen, feine, tragende Tannine,<br />

mineralisch im Abgang, zeigt<br />

gute Länge.<br />

markowitsch.at, € 28,–<br />

2<strong>01</strong>1 BLACK TIE<br />

Weingut Heitlinger, Baden,<br />

Deutschland<br />

Um die Tomate einzufangen,<br />

braucht man Reife und Fülle, wie in<br />

dieser Top-Cuvée, die zudem eine<br />

feine aromatische Ergänzung darstellt.<br />

Schokoladig im Duft, getrocknete<br />

Tomate, Pflaume, Süßkirsche,<br />

Rote Johannisbeere, Miso. Am Gaumen<br />

mit schöner Saftigkeit, einer<br />

ganz sachten, frischen Spannung.<br />

Elegant und mineralisch. Feine,<br />

würzige Abgangsfrucht.<br />

weingut-heitlinger.de, € 40,–<br />

2<strong>01</strong>9 QUINTESSENZ<br />

KALTERER SEE CLASSICO<br />

SUPERIORE SÜDTIROL DOC<br />

Kellerei Kaltern, Südtirol, Italien<br />

Strahlend helles Rubinrot. Hält sich<br />

etwas zurück, leicht nach Walderdbeeren.<br />

Am Gaumen mit klarer und<br />

präziser Frucht, leicht salzig, spannt<br />

sich frisch und saftig über die Zunge,<br />

dezentes Tannin.<br />

kellereikaltern.com, € 12,60<br />

94<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 ST. LAURENT RIED<br />

FRAUENFELD<br />

Johanneshof-Reinisch,<br />

Thermenregion, <strong>Österreich</strong><br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Dezente Kräuternuancen, feiner<br />

heller Nougattouch, Brombeernoten,<br />

reife Pflaumen, Orangenzesten<br />

klingen an. Saftig, komplex, reife<br />

schwarze Kirschen im Abgang,<br />

Tabakwürze im Nachhall, vielschichtiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

j-r.at, € 19,60<br />

SPAGHETTI<br />

ALLA<br />

NAPOLETANA<br />

2<strong>01</strong>5 LINDES DE REMELLURI<br />

VIÑEDOS DE LABASTIDA<br />

Kräftiges Rubingranat, violette<br />

Reflexe, breitere Randaufhellung.<br />

Feines Erdbeerkonfit, Nuancen von<br />

eingelegten Kirschen, angenehme<br />

Holzwürze. Mittlere Komplexität,<br />

feine Fruchtsüße, gut integrierte,<br />

tragende Tannine, mineralischer<br />

Nachhall, bereits gut antrinkbar.<br />

Erinnert an einen hervorragenden<br />

Chianti.<br />

gute-weine.de, € 14,95<br />

93<br />

92<br />

91<br />

2<strong>01</strong>7 OGNISANTI DI NOVARE<br />

VALPOLICELLA CLASSICO<br />

SUPERIORE DOC<br />

Bertani, Veneto, Italien<br />

Funkelndes Rubingranat. Sehr<br />

s chöne, duftige Nase, ansprechende<br />

Noten nach frischen Kirschen, etwas<br />

Granatapfel und Blutorange. Zeigt<br />

am Gaumen sehr gute Spannung,<br />

feinmaschiges Tannin, gleitet<br />

geschmeidig über den Gaumen,<br />

saftig, bleibt lange am Gaumen.<br />

dallmayr-versand.de, € 22,–<br />

2<strong>01</strong>7 »ROSA VON P« PINOT<br />

NOIR ROSÉ TROCKEN<br />

Weingut Solveigs, Rheingau,<br />

Deutschland<br />

Hat Stoff und Kraft wie ein südlicher<br />

Rosé, die wildwürzige Spontangärung<br />

harmoniert mit der Fruchtigkeit<br />

der Tomate. Balsamische Würze,<br />

Quitte, Erdbeere, Thymian und Salbei,<br />

Pfeffer. Im Mund stoffig und<br />

säurefrisch, dicht, ungekünstelt<br />

gradeaus, mit geschmeidigem Fond<br />

und saftigem Abklang.<br />

solveigs.de, € 15,–<br />

2<strong>01</strong>7 ALTA NAOUSSA<br />

Thymiopoulos Vineyards,<br />

Makedonien, Griechenland<br />

In der Nase Noten von dunklen<br />

Waldbeeren, kühle Frucht, reife<br />

Sauerkirsche und feinwürzige<br />

Anklänge. Am Gaumen saftige<br />

Struktur, wirkt elegant und äußerst<br />

trinkig, spürbares reifes Tannin,<br />

klare rote und dunkle Frucht. Mittlere<br />

Länge. Unkompliziert<br />

und einladend.<br />

fohringer.at, € 21,40<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

14 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Pasta mit Tomatensauce gehört<br />

zu den beliebtesten Gerichten<br />

der Welt. Einerseits seiner<br />

Einfachheit wegen, andererseits,<br />

weil kaum eine Speise<br />

auf dieser Welt einen in derart gute Stimmung<br />

versetzen kann – bei den meisten<br />

Menschen werden beim Genuss von Pasta<br />

alla napoletana Kindheitserinnerungen<br />

wach oder zumindest Erinnerungen an Italien.<br />

So einfach eine Pasta mit Tomatensauce<br />

auch ist, wer sich auf eine Spurensuche<br />

nach deren Herkunft begibt, verliert<br />

sich bald in Irrungen und Wirrungen – wie<br />

das bei vielen Gerichten der italienischen<br />

Küche der Fall ist.<br />

Erstmals schriftlich erwähnt wurde das<br />

Gericht bereits im Jahr 1790 im Kochbuch<br />

»Apicio moderno« des legendären italienischen<br />

Kochs Francesco Leonardi.<br />

Heute kennt in Italien nicht nur jede Region<br />

ihre eigene Version von Pasta mit Tomatensauce,<br />

ja, jede Familie verwendet ihr<br />

eigenes Rezept. Als »Mutter« der Tomatensauce<br />

darf aber durchaus die Version aus<br />

GEKOCHTE TOMATEN<br />

SIND WAHRE<br />

UMAMI-BOMBEN. DIESE<br />

EIGENSCHAFT KANN<br />

MAN SICH BEI DER<br />

WEINAUSWAHL<br />

ZUNUTZE MACHEN.<br />

Neapel bezeichnet werden. Sie kommt mit<br />

nur wenigen Hauptzutaten aus – Tomaten,<br />

Zwiebeln, Knoblauch und Basilikum. In<br />

Neapel selber nennt man das Gericht allerdings<br />

nicht wie bei uns Spaghetti Napoli<br />

oder Alla napoletana, sondern ganz einfach<br />

als Nudeln mit Tomaten. Die Sauce wird<br />

schlicht als salsa bezeichnet, was nichts<br />

anderes als die direkte Übersetzung des<br />

Wortes ist. Alles ganz simpel.<br />

Ein Regelwerk, wie es etwa für die zweite<br />

neapolitanische Spezialität – die Pizza –<br />

besteht, gibt es für Nudeln mit Tomatensauce<br />

nicht, bei der Vermählung mit dem<br />

richtigen Wein gibt es allerdings einige<br />

Punkte, deren Beachtung sich lohnt:<br />

• Wie der Wein selbst lebt auch eine Tomatensauce<br />

von ihrer Balance aus Süße und<br />

Säure. Gerade eher frische, wenig gekochte<br />

Tomantensaucen – eventuell angereichert<br />

mit frischen Cherrytomaten – sind<br />

nur schwer mit Wein in Symbiose zu bringen.<br />

Der säuerliche Bittergehalt von rohen<br />

Tomaten ist dafür verantwortlich. Die Bitterkeit<br />

der Tomaten verstärkt die Säure<br />

und die Gerbstoffkomponenten im Wein,<br />

was die Kombination aus dem Gleichgewicht<br />

bringt.<br />

• Anders bei gekochten Saucen: Tomaten<br />

zeigen dann nicht nur ihre Süße, sondern<br />

auch ihre Umami-Komponente. Die fünfte,<br />

vor allem aus Asien bekannte<br />

Geschmacksart, ist einer der Hauptfaktoren<br />

dafür, dass Tomatensauce praktisch<br />

jedem schmeckt. Gerade rustikalere Weine<br />

mit eher zurückhaltender Säure profitieren<br />

davon und werden von Pasta mit Tomatensauce<br />

geradezu gezähmt.<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

15


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

G<br />

efüllte Teigtaschen erfreuen<br />

sich in fast jedem Kulturkreis<br />

großer Beliebtheit – seien<br />

es schwäbische Maultaschen,<br />

russische Pelmeni,<br />

polnische Piroggen, tibetische Momos oder<br />

chinesische Wan Tan. In Italien hat die<br />

gefüllte Pasta eine besondere Vielfalt<br />

erreicht. Einerseits unterscheiden sich hier<br />

die gefüllten Nudeln in der Form – neben<br />

Ravioli gibt es beispielsweise Tortellini oder<br />

Cappelletti – andererseits gibt es bei der<br />

Füllung die verschiedensten Spielarten. Die<br />

Vielfalt der italienischen gefüllten Pastagerichte<br />

ist auf deren lange Tradition im Land<br />

zurückzuführen. Die Bezeichnung Ravioli<br />

als kulinarische Spezialität tauchte erstmals<br />

im 13. Jahrhundert in Norditalien auf, verwandt<br />

ist das Wort mit dem lateinischen<br />

Begriff »raviola«, der für Fleischkügelchen<br />

steht. In Vulgärlatein bedeutet »rabiolae«<br />

so viel wie Leckerbissen. Passt – denn schon<br />

im Mittelalter zählten Ravioli zu den<br />

besonderen Delikatessen. 1549 servierte der<br />

Koch Bartolomeo Scappi den Kardinälen<br />

des päpstlichen Konklaves Ravioli mit<br />

Hühnerfleischfüllung. Zur Schnellkost zählen<br />

Ravioli wohl erst, seit sie erstmals mit<br />

Tomatensauce in Dosen gefüllt wurden.<br />

Entgegen der landläufigen Meinung, dass<br />

diese Erfindung deutschen Ursprungs ist,<br />

waren es die Italiener selbst, die das Fertiggericht<br />

erfanden, zur Versorgung der Soldaten<br />

an der Front im Ersten Weltkrieg. Diese<br />

DIE PAARUNG VON<br />

WEIN UND<br />

GEFÜLLTER PASTA IST<br />

NICHT NUR VON DER<br />

FÜLLUNG ABHÄNGIG –<br />

AUCH DIE HERKUNFT<br />

DES REZEPTES ZÄHLT.<br />

Art Ravioli ist für die Paarung mit den Weinen<br />

natürlich nicht gemeint. Am besten<br />

schmeckt auch diese Pasta frisch und handwerklich<br />

hergestellt.<br />

Bei der Kombination von gefüllter Pasta<br />

mit Wein ist die Füllung ausschlaggebend.<br />

Insbesondere mit Fleisch gefüllte Pasta eignet<br />

sich hervorragend für die Wein- und<br />

Speisenkombination, wobei die Herkunft<br />

des Gerichts die endgültige Weinauswahl<br />

durchaus beeinflussen kann. Eine zusätzliche<br />

Komponente ist die allenfalls dazu<br />

gereichte Sauce – Salbeibutter etwa versteht<br />

sich überraschend gut mit kräftigen Rotweinen.<br />

Zu dem piemontesischen Klassiker<br />

Ravioli al brasato passt natürlich ein Nebbiolo<br />

perfekt, jedoch können auch andere<br />

Rotweine hier glänzen, insbesondere, wenn<br />

diese schon etwas gereift sind. Ravioli mit<br />

Schweinefleisch- oder Salsiccia-Füllung hingegen<br />

sollten von säurehaltigeren, frischen<br />

Weinen begleitet werden – gerne auch aus<br />

heimischen Anbaugebieten.<br />

<<br />

Fotos: Getty Images, beigestellt<br />

16 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


94<br />

2<strong>01</strong>6 PFAFFENHOFEN SPIT-<br />

ZENBERG LEMBERGER GG<br />

Weingut Wachtstetter,<br />

Württemberg, Deutschland<br />

Dichte und Würze dieses Weins<br />

nehmen es auch mit Ochsenschwanz<br />

auf. Dunkle Frucht,<br />

Schwarzkirsche und Brombeere,<br />

umrahmt von Kräutern und Rauch.<br />

Am Gaumen dicht verwoben und<br />

konsistent mit reifem Gerbstoff<br />

hoher Güte, Würze und Eleganz<br />

verbinden sich, nuancenreich, wirkt<br />

bei aller Konzentration lebhaft.<br />

wachtstetter.de, € 28,–<br />

93<br />

2<strong>01</strong>8 REICHOLZHEIM FIRST<br />

SCHWARZRIESLING »R«<br />

TROCKEN<br />

Weingut Schlör, Baden,<br />

Deutschland<br />

Delikater Nuancenreichtum, perfekt<br />

für Füllungen auf Basis Schwein.<br />

Himbeergelee und frische Schwarze<br />

Johannisbeere im Duft. Im Mund ein<br />

zartbitteres Tanningerüst. Gleichauf<br />

die Säure, die im Nachhall lange<br />

bleibt. Insgesamt ein vielschichtiger<br />

Wein, den Schwarzriesling hat man<br />

nicht oft auf diesem Niveau im Glas.<br />

weingut-schloer.de, € 25,–<br />

93+<br />

2<strong>01</strong>5 FINCA TORREMILANOS<br />

TORRE ALBÉNIZ RESERVA<br />

Finca Torremilanos, Ribera del<br />

Duero, Spanien<br />

Amarenakirsche, leicht portig angehaucht,<br />

aber auch Veilchen, deutlich<br />

floral. Etwas Neuholz. Wuchtiger<br />

Körper, körniges, aber nicht raues<br />

Tannin auf öligem Fond, deutlich<br />

kalkmineralisch grundiert, in der<br />

Gaumenfrucht zurückhaltend, aber<br />

reichhaltig und langanhaltend im<br />

Abgang.<br />

moevenpick-wein.de, € 25,–<br />

93<br />

2<strong>01</strong>8 CONNÉTABLE<br />

DE TALBOT<br />

Château Talbot, Bordeaux,<br />

Frankreich<br />

Kräftiges Rubingranat, zarte Ockerreflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Nuancen<br />

von kandierten Orangenzesten<br />

und reifen Feigen, Johannisbeeren<br />

unterlegt, zart rauchige Edelholznuancen<br />

im Hintergrund. Saftig, süße<br />

Textur, reifes Brombeerkonfit, runde<br />

Tannine, schokoladiger Touch im<br />

Abgang, bereits zugänglich, mit guter<br />

Länge und Potenzial ausgestattet.<br />

millesima.at, vinatis.de, € 34,51<br />

RAVIOLI<br />

MIT FLEISCH-<br />

FÜLLUNG<br />

93<br />

2<strong>01</strong>7 VALMAGGIORE<br />

NEBBIOLO D’ALBA DOC<br />

Luciano Sandrone, Piemont,<br />

Italien<br />

Intensives, funkelndes Rubingranat.<br />

Fein gezeichnete, duftige Nase,<br />

Noten nach Weichsel und Himbeere.<br />

Im Ansatz viel saftige Kirschfrucht,<br />

etwas Granatapfel, öffnet<br />

sich dann mit feinmaschigem, dichtem<br />

Tannin, herzhaft und lange,<br />

salziges Finale.<br />

50second-finish.de, € 25,90<br />

93<br />

2<strong>01</strong>7 MERUGE DOURO DOC<br />

Lavradores de Feitoria, Paços,<br />

Portugal<br />

Leuchtendes dunkles Rubingranat,<br />

violette Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Feinwürzig unterlegtes Bukett<br />

nach reifen Herzkirschen, rote<br />

Früchte, feine florale Nuancen, fast<br />

burgundische Anmutung. Saftig,<br />

extraktsüß, seidige Textur, finessenreich<br />

strukturiert, bereits gut entwickelt<br />

und antrinkbar, ein facettenreicher<br />

Speisenbegleiter.<br />

masterwein.de, € 24,–<br />

93<br />

2<strong>01</strong>6 VISELLIO PRIMITIVO<br />

SALENTO IGT<br />

Tenute Rubino, Apulien, Italien<br />

Intensives, leuchtendes Rubinrot mit<br />

glänzendem Kern. Kompakte Nase<br />

nach reifen Himbeeren und Erdbeeren,<br />

leicht würzige Nuancen. Im<br />

Mund dann zupackend und gehaltvoll,<br />

hat einen strammen Körper mit<br />

lebhafter Säure, sehr lange, kompakte<br />

Tanninstruktur mit festem<br />

Druck, im Nachhall viel süßer<br />

Fruchtschmelz.<br />

interspar.at, € 19,99<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 ALEGRE VALGAÑON<br />

TINTO<br />

Alegre Valgañon, Rioja, Spanien<br />

Würzig-fruchtiges Bukett mit<br />

Noten von Lakritze, dunkel ge -<br />

backenem Brot und reifer Pflaume<br />

sowie Brombeere. Dunkle Aromatik,<br />

ein Hauch Sandelholz. Am Gaumen<br />

frisch, elegant, geschliffenes<br />

Tannin, schöne dunkle Waldbeeraromatik,<br />

würziger Abgang mit<br />

schwarzem Pfeffer und etwas<br />

Melisse.<br />

gute-weine.de, € 13,90<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

17


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

94<br />

94<br />

93<br />

2<strong>01</strong>8 CHIANTI CLASSICO<br />

DOCG<br />

Querciabella, Toscana, Italien<br />

Kraftvolles, leuchtendes Rubin.<br />

Sehr intensive und ansprechende<br />

Nase, satt nach Preiselbeere,<br />

Schwarzkirsche und roter Rübe.<br />

Viel frische Frucht, Kirsche und<br />

Himbeere, elegantes, feinmaschiges<br />

Tannin, zieht sich lange hin,<br />

im Finale feiner Schmelz.<br />

Bezug: Transgourmet, Traun,<br />

Wein & Co., Wien; Vergani, Zürich;<br />

€ 25,–<br />

2<strong>01</strong>6 ARTADI VALDEGINÉS<br />

Bodegas y Viñedos Artadi, Rioja,<br />

Spanien<br />

Frisches, fruchtig-würziges Bukett<br />

mit Noten von Brombeere, Kirsche<br />

und Cassis. Dazu reife Pflaume und<br />

ätherische Anklänge. Am Gaumen<br />

elegant, saftig, reife dunkle Beerenfrucht,<br />

feinkörniges, leicht spürbares<br />

Tannin, langer mineralisch<br />

anmutender Abgang.<br />

ciel-del-vino.de, € 37,–<br />

2<strong>01</strong>8 »MEISTERWERK« ROT-<br />

WEINCUVÉE TROCKEN<br />

Weingut Escher, Württemberg,<br />

Deutschland<br />

Eine fruchtbetonte, kräftige, aber<br />

eher milde Cuvée aus Cabernet<br />

Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot<br />

und Lemberger. Brombeere,<br />

Schwarze Johannisbeere, Holundersaft,<br />

schwarzer Pfeffer sowie Kräuter.<br />

Dezentes Holz. Im Mund mit<br />

mineralischer Präsenz, Saftigkeit,<br />

ausgeprägter Frucht, feines Tannin,<br />

intensiver, modern gedachter Wein.<br />

wein-escher.de, € 16,80<br />

94<br />

93<br />

2<strong>01</strong>8 ZWEIGELT SCHWARZ<br />

ROT<br />

Schwarz Wein, Burgenland,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, breitere Randaufhellung.<br />

Zart floral und mit Nuancen von<br />

Hibiskus unterlegte reife Herzkirschfrucht,<br />

Cassis, Edelholz, etwas Bourbonvanille,<br />

attraktives Bukett.<br />

Stoffig, extraktsüß, elegant, feine<br />

Kirschfrucht, gut integrierte Tannine,<br />

frisch strukturiert, mineralisch und<br />

anhaftend, rotbeeriger Nachhall.<br />

schwarz-weine.at, € 44,90<br />

LASAGNE<br />

AL FORNO<br />

2<strong>01</strong>8 FIDES VIGNA MOSCONI<br />

BARBERA D’ALBA DOC<br />

Pio Cesare, Piemont, Italien<br />

Sattes, dunkles Rubin mit leichtem<br />

Violettschimmer. Intensiver und<br />

klarer Duft, nach saftigen Herzkirschen<br />

und Zwetschgen, dazu<br />

Gewürznelken, etwas Szechuanpfeffer.<br />

Im Ansatz viel saftige<br />

Frucht, entfaltet sich sehr geschliffen,<br />

weiches, gut eingebundenes<br />

Tannin, strömt ruhig dahin, im<br />

Nachhall feiner Schmelz.<br />

superiore.de, € 29,50<br />

94<br />

93<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 PINOT NOIR RESERVE<br />

Weingut Pöckl, Burgenland,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Kräftiges Rubingranat, violette<br />

Reflexe, breitere Randaufhellung.<br />

Feine Röstaromen, rote Kirschen<br />

klingen an, weißes Nougat, tabakige<br />

Würze, einladendes Bukett.<br />

Saftig, angenehme Extraktsüße,<br />

dezentes Erdbeerkonfit, samtige<br />

Tannine, mineralischer Abgang,<br />

Holznuancen im Nachhall, gute<br />

Länge, ein facettenreicher Speisenbegleiter.<br />

poeckl.com, € 28,–<br />

2<strong>01</strong>1 CONDE VALDEMAR<br />

GRAN RESERVA<br />

Conde Valdemar, Rioja, Spanien<br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Feinwürzig unterlegte dunkle<br />

Beerenfrucht, reife Pflaumen,<br />

etwas Feige, kandierte Orangenzesten,<br />

ein Hauch von Vanille. Saftig,<br />

frische Kirschenfrucht, reife<br />

Tannine, gute Frische, rotbeerig im<br />

Nachhall, sehr jugendlich, mineralischer<br />

Abgang.<br />

weinundco.at, € 23,95<br />

2<strong>01</strong>6 FINCA TERRERAZO<br />

Bodegas Mustiguillo, Valencia,<br />

Spanien.<br />

Einladendes fruchtig-würziges<br />

Bukett mit Noten von Brombeere,<br />

gedörrter Pflaume und Heidelbeere.<br />

Dazu feine Röstnoten. Am<br />

Gaumen saftiger Auftakt, samtiger<br />

Eindruck, feines Tannin, etwas<br />

Tabak und Lorbeere, Beerenkompott,<br />

langer Abgang.<br />

fohringer.at, € 32,80<br />

Foto: Shutterstock, beigestellt<br />

18 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


EINE LASAGNE IST<br />

SÄMIG, WÜRZIG<br />

UND REICHHALTIG<br />

ZUGLEICH UND DAMIT<br />

EIN PERFEKTER<br />

PARTNER FÜR<br />

ELEGANTE ROTWEINE .<br />

Lasagne al forno gehört zu den<br />

bekanntesten im Ofen gebackenen<br />

Pastasorten und für<br />

viele zu den absoluten Wohlfühlgerichten.<br />

Auch in Italien<br />

selber gehört eine Lasagne zu den eher feierlichen<br />

Speisen, die man etwa am Sonntag<br />

genießt – denn ihre Zubereitung ist durchaus<br />

langwierig und komplex. Insbesondere<br />

wenn die verwendete Pasta frisch und selber<br />

gemacht wird, was sich nicht nur bei<br />

dieser Pastasorte mehr als nur auszahlt.<br />

Klassischerweise besteht eine Lasagne al<br />

forno aus mehreren abwechselnden Schichten<br />

von Nudelblättern, Ragù alla bolognese,<br />

Béchamelsauce und geriebenem Parmesan<br />

– wie schön wäre es, wenn diese<br />

Geschichte so einfach wäre! Der italienische<br />

Wikipedia-Eintrag zu Lasagne al forno<br />

unterscheidet neun verschiedene, regionale<br />

Varianten – und bildet damit noch lange<br />

nicht die ganze Vielfalt ab. Die bei uns am<br />

weitesten verbreitete Version mit Ragù,<br />

Béchamelsauce und Parmesan stammt aus<br />

Bologna in der Emilia-Romagna. Im nördlichen<br />

Piemont beispielsweise wird für die<br />

Sauce gerne Schweinefleisch statt Rind verwendet,<br />

während bei der sizilianischen<br />

Variante Erbsen in die Fleischsauce sowie<br />

hartgekochte Eier und Kochschinken in die<br />

Mitte des Auflaufs kommen. Eine ganz<br />

eigene Version der Lasagne findet man in<br />

der Region Marken um Ancona. Hier existiert<br />

ein Gericht unter dem Namen Vincisgrassi.<br />

Der Name ist inspiriert vom österreichischen<br />

Feldmarschall Alfred I. zu Windisch-Graetz<br />

– Vincisgrassi ist eine Verballhornung<br />

davon. Das Gericht besteht ebenfalls<br />

aus Nudelblättern, Béchamel und<br />

Parmesan, wobei die Fleischsauce aus Kalbfleisch,<br />

Kalbshirn und -bries besteht. Außerdem<br />

wird der Pastateig für diese Version<br />

mit Zugabe von Süßwein zubereitet und die<br />

Fleischsauce mit Zimt abgeschmeckt. In der<br />

modernen Küche – in und außerhalb Italiens<br />

– finden sich unzählige weitere Varianten.<br />

Lasagne gibt es heute mit Fisch oder<br />

mit Meeresfrüchten sowie in vegetarischer<br />

oder veganer Version.<br />

Für die Weinempfehlungen hat sich die<br />

<strong>Falstaff</strong>-Redaktion an der klassischen Version<br />

aus Bologna orientiert. Mit dem reichhaltigen<br />

Ragù alla bolognese, der sämigen<br />

Béchamelsauce, dem würzigen Käse sowie<br />

den Röstaromen vom Backen im Ofen ist<br />

eine Lasagne ein nahezu perfekter Partner<br />

für elegante Rotweine. Ein hochwertiger<br />

Chianti Classico etwa begleitet mit seiner<br />

feinen aber charakterstarken Art eine deftige<br />

Lasagne perfekt, ebenso können es auch<br />

heimische Rotweine wie ein Zweigelt oder<br />

ein Pinot Noir mit einer Lasagne spielend<br />

aufnehmen.<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

19


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

TONNARELLI CACIO E PEPE<br />

Würziger Pecorino Romano und schwarzer Pfeffer geben<br />

dem Gericht Pfiff – Weißwein ist die perfekte Begleitung.<br />

94<br />

2<strong>01</strong>8 GRAUBURGUNDER<br />

SÜDSTEIERMARK DAC RIED<br />

GOLA 1STK<br />

Weingut Wohlmuth, Steiermark,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart<br />

nach frischer Birne, Nuancen von<br />

Blutorangen, dezente Kräuterwürze,<br />

dunkle Mineralität. Engmaschig,<br />

saftig, angenehme Extraktsüße,<br />

zarter Holzkuss, feiner Säurebogen,<br />

mineralisch im Abgang, salzige<br />

Schiefernote, tolles Entwicklungspotenzial.<br />

weinundco.at, € 21,95<br />

Cacio e Pepe gehört zu den einfachsten<br />

Pastagerichten überhaupt.<br />

Der Name bedeutet in<br />

verschiedenen italienischen<br />

Dialekten ganz einfach Käse<br />

und Pfeffer. Das Gericht besteht dann auch<br />

nur aus diesen zwei Zutaten, Pasta sowie<br />

ein wenig Kochwasser, um der Sauce<br />

Sämigkeit zu verleihen. Die Pastavariante<br />

stammt aus der römischen Küche und wird<br />

traditionellerweise mit Pecorino Romano<br />

hergestellt. Als Pasta kommen oft Spaghetti<br />

zum Einsatz, wobei traditionellerweise<br />

Tonnarelli verwendet werden. Dabei handelt<br />

es sich um eine römische Pastavariante,<br />

die mit der Chitarra hergestellt wird.<br />

Das Wort heißt Gitarre und tatsächlich<br />

handelt es sich dabei um eine Vorrichtung<br />

aus Holz und feinen Drahtsaiten, die dazu<br />

dient, den Pastateig in gleichmäßige Streifen<br />

zu schneiden. Die Legende sagt, dass<br />

das Gericht von Schafhirten stammt, da<br />

sämtliche Zutaten trocken und gut lagerbar<br />

sind. Für die Weinauswahl entscheidend<br />

ist bei dem Gericht der Käse. Pecorino<br />

Romano wird aus Schafmilch hergestellt.<br />

Ein pikanter, würziger Käse mit fast<br />

zitrischer Würze. Insbesondere letztere<br />

Eigenschaft macht Weißwein zum Begleiter<br />

erster Wahl.<br />

94<br />

2<strong>01</strong>6 CONTRADA<br />

SALVARENZA VECCHIE VIGNE<br />

SOAVE CLASSICO DOC<br />

Gini, Veneto, Italien<br />

Strahlendes, leuchtendes Strohgelb.<br />

Elegante, kompakte Nase, nach Feuerstein,<br />

Blutorange, kandierter Ananas<br />

und Zitronensaft. Öffnet sich am<br />

Gaumen mit tollem Schmelz, feinem<br />

Druck und mineralischem Unterton,<br />

elegant, baut sich schön auf, leicht<br />

salzig im Finale.<br />

alleswein.com, € 28,91<br />

95<br />

94<br />

93<br />

2<strong>01</strong>7 ILEX CALAMIN<br />

GRAND CRU<br />

Domaine Bovard, Waadt,<br />

Schweiz<br />

Elegante, komplexe Aromatik von<br />

Honig, Lindenblüten und feinen<br />

Zitrusnoten. Alles zurückhaltend,<br />

klar und feingliedrig. Am Gaumen<br />

sehr ausbalanciert, mit fruchtigen<br />

Noten von Kernobst, Mirabelle und<br />

Mandarine. Im Abgang dann feinste,<br />

salzig-mineralische Noten.<br />

gute-weine.de, € 29,95<br />

2<strong>01</strong>8 PINOT BLANC<br />

LEITHABERG DAC<br />

Weingut Prieler, Burgenland,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas Tabakwürze, ein Hauch von<br />

Apfelnoten, Limettenzesten, dunkle<br />

Mineralität, vielschichtiges Bukett.<br />

Komplex, saftig, engmaschig, feiner<br />

Birnentouch im Abgang, lang anhaltend,<br />

salzig im Nachhall, sicheres<br />

Potenzial.<br />

prieler.at, € 17,–<br />

2<strong>01</strong>9 VERDEJO EL<br />

TRANSISTOR<br />

Telmo Rodriguez, Rueda, Spanien<br />

In der Nase intensive Frucht mit<br />

Noten von Birne, reifem Apfel,<br />

Limette und Zitronengras. Dazu feine,<br />

gut eingebundene Röstnoten. Am<br />

Gaumen zeigt sich der Verdejo frisch,<br />

kraftvoll, zitrusfruchtig, mit Anklängen<br />

von Limette, Grapefruit, reifem<br />

Kernobst und einem Hauch Mandel.<br />

Klassiker mit langem Abgang.<br />

weinundco.at, € 17,95<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

20 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

94<br />

CRÉMANT D’ALSACE BRUT<br />

NATURE<br />

Dirler-Cadé, Elsass, Frankreich<br />

Feines Bukett nach Williamsbirne,<br />

frischem Hefebrötchen, weißen Blüten<br />

und Nuancen von gerösteten<br />

Mandeln. Saftiger, leicht salziger<br />

Gaumenauftakt mit straffer Säure<br />

und ausbalanciertem Mousseux.<br />

Ungemein langes Finale, das mit<br />

leichten Zitrusnoten finessenreich<br />

ausklingt. Sehr elegant. Wunderbarer<br />

Essensbegleiter.<br />

viniculture.de, € 18,–<br />

93<br />

TAGLIATELLE ALLO SCOGLIO<br />

Pasta mit Meeresfrüchten gehört zu den klassischen<br />

»primi piatti« – der Wein dazu sollte beschwingen.<br />

95<br />

A<br />

n ihre erste italienische<br />

Menüfolge erinnern sich<br />

viele Menschen noch lange.<br />

An die Antipasti, die zu<br />

Beginn serviert wurden und<br />

bereits wie die Vorspeise anmuteten. Dann<br />

an die Pasta mit Meeresfrüchten, die als<br />

»primo piatto« auf den Tisch kommt und<br />

die man aufgrund der Größe der Servierplatten<br />

schon als einzigen Hauptgang<br />

wahrnahm. Entsprechend wurde zugegriffen,<br />

und als man dann beim »secondo piatto«<br />

ankam – dem zweiten Hauptgang –<br />

war der Appetit längst gestillt. Schade um<br />

das Bistecca fiorentina, von dem man gerade<br />

noch einige Bissen runterbrachte. Und<br />

von da an wusste man: Pasta wird in Italien<br />

neben Risotto als erster Hauptgang serviert.<br />

Hier spielen Kohlenhydrate die Hauptrolle,<br />

während beim zweiten Hauptgang das Protein<br />

im Zentrum steht. Und wenn man das<br />

weiß, kann man seinen Appetit entsprechend<br />

einteilen. Pasta allo scoglio ist ein<br />

»primo piatto«, ein Kohlenhydrat-Hauptgang<br />

also. Vor allem an der Küste gibt es<br />

viele Lokale, die dafür berühmt sind. Weinmäßig<br />

sollte man sich an die Meeresfrüchte<br />

halten – und an die Menüfolge: folgt zum<br />

zweiten Hauptgang mit Fleisch ein schwerer<br />

Rotwein, ist hier Leichtigkeit angesagt.<br />

95<br />

2<strong>01</strong>8 SAUVIGNON BLANC<br />

RESERVE<br />

Weingut Weedenborn,<br />

Rheinhessen, Deutschland<br />

Mundwässernd frisch und stoffig,<br />

ein Idealtyp zu Muscheln. Nuanciert,<br />

balanciert mit Tiefe ohne<br />

Schwere. Schöne Mineralik, zarte<br />

Fruchtsüße am Gaumen. Fluss und<br />

verwobene Textur, Noten von Gras,<br />

Stachelbeere, Mandarinenzeste,<br />

Maracuja. zitrisch-saftig. Finesse<br />

trifft auf Saft und Präsenz.<br />

weedenborn.de, € 32,–<br />

93<br />

2<strong>01</strong>7 MÖRSTADT IM<br />

WASSERLAND CHARDONNAY<br />

TROCKEN<br />

Weingut Milch, Rheinhessen,<br />

Deutschland<br />

Cremiger Chardonnay, aber auch<br />

genug Stoff und Struktur für die<br />

Meeresfrüchte. Verschlossen beerig,<br />

kalkwürzig, im Mund mit noblen<br />

Phenolen, präsent und druckvoll,<br />

aber nicht breit, mit gut eingebundener<br />

Säure und mineralischen<br />

Untertönen, völlig in sich ruhend.<br />

weingut-milch.de, € 30,–<br />

93<br />

2<strong>01</strong>8 SAUVIGNON BLANC<br />

SÜDSTEIERMARK DAC RIED<br />

NUSSBERG GSTK<br />

Weingut Gross, Steiermark,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Tropenfrucht, reife Stachelbeeren,<br />

Anklänge von Guaven, zart<br />

nach kandierten Orangenzesten.<br />

Straff, engmaschig, weiße Frucht,<br />

finessenreicher Säurebogen, zitronig-salziger<br />

Nachhall, sicheres<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

gross.at, € 39,–<br />

2<strong>01</strong>9 RIESLING SMARAGD<br />

RIED KALKOFEN<br />

Weingut FJ Gritsch, Wachau,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mineralisch unterlegte gelbe Tropenfrucht,<br />

weißer Pfirsich, ein Hauch<br />

von Limettenzesten, floraler Touch.<br />

Straff, extraktsüße Textur, finessenreicher<br />

Säurebogen, mineralisch-salzig<br />

im Abgang, feiner Blütenhonig im<br />

Rückgeschmack, schon sehr verführerisch,<br />

wird von Reife profitieren.<br />

gritsch.at, € 38,–<br />

2<strong>01</strong>8 ANDRIUS SAUVIGNON<br />

BLANC SÜDTIROL DOC<br />

Kellerei Andrian, Südtirol,<br />

Italien<br />

Strahlendes, helles Strohgelb. In der<br />

Nase präzise, nach frischer Zitrusfrucht<br />

mit mineralischem Unterton,<br />

leichter Cassis, frisch geschnittenes<br />

Gras und Brennnesseln. Öffnet sich<br />

am Gaumen mit eleganter Fruchtsüße<br />

und zarter Grünwürzigkeit,<br />

sehr saftig und klar, spannt einen<br />

schönen Bogen, im Finale salzig.<br />

kellerei-andrian.com, € 24,50<br />

Fotos: Stocksy,/ Jesse Morrow, beigestellt<br />

22 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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Verbrauch: 7,5 – 10,0 l/100 km. CO₂-Emission: 198 – 262 g/km. Symbolfoto.


wein / DIE BESTEN ZUR PASTA<br />

93<br />

FRIULANO VIGNETO STORICO<br />

FCO DOC 2<strong>01</strong>8<br />

Gigante, Friuli-Venezia Giulia,<br />

Italien<br />

Intensives Strohgelb mit funkelndem<br />

Reflex. Zarte Nase, verhaltener Duft,<br />

etwas Pfirsich und Banane. Am Gaumen<br />

fein cremig, zarter, feiner<br />

Schmelz, druckvoll, zartbittere<br />

Nuance, animierend.<br />

adrianogigante.it, € 21,–<br />

TROFIE AL PESTO GENOVESE<br />

Pasta mit Basilikumpesto ist eine aromaintensive<br />

Speise. Genau so sollte auch der Wein dazu sein.<br />

Pesto alla genovese, das allseits<br />

beliebte Basilikumpesto aus<br />

Ligurien, wird traditionell im<br />

Mörser hergestellt. Zunächst<br />

wird eine Knoblauchzehe mit<br />

Pinienkernen zu einer Crème zerstossen,<br />

dann werden ein paar Körner Salz beigegeben<br />

und nach und nach Basilikum eingearbeitet<br />

bis eine leuchtend grüne Flüssigkeit<br />

austritt. Dann wird schließlich noch Olivenöl<br />

beigemengt und geriebener Parmigiano<br />

Reggiano untergemischt. So einfach und<br />

so gut! Die Verarbeitung des Pestos soll<br />

schnellstmöglich beendet werden, um eine<br />

mögliche Oxidation zu vermeiden. Das<br />

97<br />

2<strong>01</strong>7 BLAUFRÄNKISCH<br />

LUTZMANNSBURG V.V.<br />

Uwe Schiefer, Welgersdorf,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Kräftiges Rubingranat, violette<br />

Reflexe. Schwarzes Waldbeerenkonfit,<br />

reife Herzkirschen, feine Würze<br />

von Kardamom und Trockenkräutern,<br />

mineralisch unterlegt, weißer<br />

Pfeffer. Komplex, engmaschig, reife<br />

Herzkirschen, straffe Tannine, frisch<br />

strukturiert, bleibt lange haften,<br />

großes Zukunftspotenzial.<br />

weinbau-schiefer.at, € 48,–<br />

Pesto alla genovese wird üblicherweise als<br />

Sauce zu Trofie und Trenette, aber auch zu<br />

Bavette, Linguine, Tagliatelle und Taglioni<br />

serviert. Und natürlich sind auch die klassischen<br />

Spaghetti erlaubt. Bei der Weinwahl<br />

zum Basilikumpesto sind verschiedene Varianten<br />

denkbar. Wichtig ist, dass man Weine<br />

als Begleiter auswählt, die der Kraft des<br />

Pestos ebenbürtig sind. Kräftige Weiß- und<br />

Rotweine können gleichermaßen brillieren.<br />

Besonders gut lassen sich diese Gerichte mit<br />

Rosé kombinieren. Diese Weinart kommt<br />

mit den herbalen Kräuternoten und dem<br />

prägnanten Knoblauchgeschmack des Pestos<br />

überraschend gut klar.<br />

94<br />

2<strong>01</strong>8 THE SHIRAZ<br />

Weingut Scheiblhofer, Andau,<br />

<strong>Österreich</strong><br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker<br />

Kern, violette Reflexe. Feine<br />

schwarze Beerenfrucht, zarte<br />

Gewürzanklänge, ein Hauch von<br />

Nougat, Oliven und kandierte Orangenzesten.<br />

Komplex, kraftvoll, saftige<br />

Extraktsüße, feine Tannine,<br />

elegant und lange anhaftend, schokoladig,<br />

sicheres Reifepotenzial, ein<br />

würziger Begleiter bei Tisch.<br />

scheiblhofer.at, € 26,–<br />

92<br />

2<strong>01</strong>9 GODRAMSTEIN MÜNZ-<br />

BERG SCHLANGENPFIFF<br />

WEISSBURGUNDER GG<br />

Weingut Münzberg, Pfalz,<br />

Deutschland<br />

Pfälzer Kraft meets ligurische Eleganz.<br />

Kräftige und opulente Nase<br />

mit gelben Blüten, blumig, reife<br />

Aprikose, Orangenzeste, auch ein<br />

ätherischer Ton. Am Gaumen ziemlich<br />

wuchtig, zeigt die Großzügigkeit<br />

des Jahres, aber auch Eleganz.<br />

Kräftiges Format.<br />

weingut-muenzberg.de, € 24,–<br />

92<br />

MAIA VERMENTINO DI GALLU-<br />

RA SUPERIORE DOCG 2<strong>01</strong>8<br />

Sìddura, Sardinien, Italien<br />

Intensiv leuchtendes Strohgelb. In<br />

der Nase elegante gelbfruchtige<br />

Töne dominiert von blumigem<br />

Hauptton, auch nach Heu und Bienenwaben,<br />

im Nachhall Blutorange.<br />

Saftiger Gaumeneintritt mit<br />

salzigem Nerv, stoffig, mit sattem<br />

Druck und rassiger, gut eingebundener<br />

Säure, kommt immer wieder<br />

im Nachhall.<br />

mair-mair.com, € 18,92<br />

91+<br />

ULTIMATE ROSÉ PROVENCE<br />

Ultimate Provence, Côtes de<br />

Provence, Frankreich<br />

Pastellfarben. Himbeerbonbon und<br />

sehr viel Gletschergold. Cremig im<br />

Mund, mollig, weich und butterzart,<br />

milde Säure, kleidet den Gaumen<br />

ölig aus, hat aber durchaus auch<br />

Stoff, und offenbart im Abgang<br />

eine ganz interessante, garigueartige<br />

Kräuterwürze. Und pfeffrige<br />

Noten.<br />

meinlamgraben.at<br />

€ 19,99<br />

Fotos: Stockfood, beigestellt<br />

24 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Weingenuss perfekt integriert.<br />

Ein Gerät. Zwei Temperaturzonen. Maximaler Genuss.<br />

Qualität, Design und Innovation<br />

wein.liebherr.com


wein / DIE BESTEN ROTWEINE ÖSTERREICHS<br />

Fast 1400 österreichische<br />

Rotweine wurden für den<br />

<strong>Falstaff</strong> Rotweinguide <strong>2021</strong><br />

bewertet. Der begehrte Titel<br />

»<strong>Falstaff</strong>-Sieger Jahrgang<br />

2<strong>01</strong>8« ging an Philipp Grassl<br />

aus Göttlesbrunn. Bei der<br />

Reserve Trophy gab es zweimal<br />

die 100-Punkte-Topwertung.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

FOTOS RAFFAELA PRÖLL<br />

PRODUKTION THOMAS HOPFERWIESER<br />

ÖSTERREICHS<br />

ROTE EXTR A<br />

26 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Rotes Sieger-Quartett:<br />

Philipp Grassl, Gerhard Markowitsch,<br />

Werner Achs und Thomas<br />

Kopfensteiner (v.l.) sind die Sieger<br />

im <strong>Falstaff</strong> Rotweinguide <strong>2021</strong>.<br />

Aus Sicherheitsgründen wurden<br />

die Winzer einzeln fotografiert<br />

und die Bilder am Computer<br />

zusammengefügt.<br />

KLASSE<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 27


wein / DIE BESTEN ROTWEINE ÖSTERREICHS<br />

28 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


1Weingut<br />

Philipp Grassl<br />

Am Graben 4–6<br />

2464 Göttlesbrunn<br />

Carnuntum<br />

T: +43 2162 8483<br />

weingut-grassl.com<br />

DER »FALSTAFF-<br />

WINZER DES<br />

JAHRES 2<strong>01</strong>8«<br />

HOLTE SICH<br />

NUN AUCH DEN<br />

BEGEHRTEN<br />

ROTWEINSIEG.<br />

Als Location für das dies jährige<br />

Fotoshooting der besten<br />

Rotweinwinzer des Landes<br />

wählte die <strong>Falstaff</strong>-Redaktion<br />

den Bridge-Club-Wien<br />

(bridgeclub-wien.at), der in einer<br />

prächtigen Herrschaftswohnung<br />

in Wien 1 residiert.<br />

Das Besondere dabei:<br />

Die mehr als 500 Quadratmeter<br />

große Wohnung wurde<br />

seiner zeit von Architektur-Genie<br />

Adolf Loos gestaltet, dessen<br />

Geburtstag sich vor Kurzem zum<br />

150. Mal gejährt hat. Und: Das<br />

beeindruck ende Dekor ist noch<br />

komplett im Original erhalten.<br />

Das Ergebnis sehen Sie auf<br />

diesen Seiten.<br />

Da durch die bekannten<br />

Umstände die große Rotweingala<br />

im November 2020<br />

ausfallen musste, fehlte den<br />

ausgezeichneten Winzern<br />

erstmals die Gelegenheit, ihre Topweine<br />

dem interessierten Publikum persönlich zu<br />

präsentieren – was hiermit nachgeholt<br />

werden soll. Also …<br />

Beim Rennen um den punktehöchsten<br />

Wein des aktuellen Jahrgangs der Prämierung,<br />

diesmal 2<strong>01</strong>8, stellte sich wie so oft<br />

die Frage: Wird es ein reinsortiger Wein<br />

oder eine Cuvée?<br />

• Um es kurz zu machen: Der diesjährige<br />

<strong>Falstaff</strong>-Sieger kommt von Philipp Grassl<br />

aus Göttlesbrunn in Carnuntum und ist<br />

der Carnuntum DAC Ried Bärnreiser<br />

1ÖTW Höflein 2<strong>01</strong>8, Weinfreunden kurz<br />

und bündig als »der Bärnreiser« bekannt.<br />

• Knapp ging es jedenfalls in der Cuvée-<br />

Kategorie zu, denn Grassls Freund<br />

Ger hard Markowitsch landete mit seinem<br />

Carnuntum DAC Ried Rosenberg 1ÖTW<br />

Höflein 2<strong>01</strong>8 nur einen Wimpernschlag<br />

in den Kommastellen hinter Grassl auf<br />

Rang zwei – und zwar sowohl in der<br />

Cuvée-Kategorie als auch als <strong>Falstaff</strong>-<br />

Sieger. Beide Topweine erhielten starke<br />

98 Punkte. Den dritten Platz bei den<br />

Cuvées holte sich mit Franz Netzl ein<br />

dritter Winzer aus Göttlesbrunn, der mit<br />

Carnuntum DAC Ried Bärnreiser 1ÖTW<br />

»Anna- Christina« 2<strong>01</strong>8 und 97 Punkten<br />

das Glück der Weinbaugemeinde im<br />

Osten Wiens zur Vollendung brachte.<br />

• 220 Weine waren in der Cuvée-Gruppe des<br />

Jahrgangs 2<strong>01</strong>8 am Start, bei den reinsortigen<br />

Blaufränkisch 2<strong>01</strong>8 waren es 150 Sortenvertreter.<br />

Über den Sieg in der Sortengruppe<br />

darf sich das Weingut Kopfensteiner<br />

aus Deutsch Schützen mit dem Eisenberg<br />

DAC Reserve Ried Reihburg 2<strong>01</strong>8<br />

freuen, der mit 98 Punkten auch der dritte<br />

<strong>Falstaff</strong>-Gesamtsieger des Jahrgangs ist.<br />

• Paul Achs aus Gols belegte mit seinem<br />

Blaufränkisch Ried Unterberg 2<strong>01</strong>8 und<br />

97 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von<br />

Reinhold Krutzler aus Deutsch Schützen<br />

mit Blaufränkisch Perwolff 2<strong>01</strong>8 mit<br />

ebenfalls 97 Punkten.<br />

• Unter 160 eingereichten reinsortigen Blauen<br />

Zweigelt 2<strong>01</strong>8 konnte René Pöckl aus<br />

Mönchhof mit der Neusiedlersee DAC<br />

Reserve 2<strong>01</strong>8 und stattlichen 95 Punkten<br />

den Sortensieg einfahren. Der zweite Platz<br />

ging an Kurt Angerer aus Lengenfeld im<br />

Kamptal für den enorm kraftvollen Zweigelt<br />

Ried Schreckenstein limited edition<br />

2<strong>01</strong>8, den dritten Rang belegte Hans »The<br />

Butcher« Schwarz aus Andau mit dem<br />

Zweigelt Schwarz Rot 2<strong>01</strong>8 (94 Punkte).<br />

SORTENTYPIZITÄT IM FOKUS<br />

• Den Sieg in der mit rund 50 Weinen heuer<br />

jahrgangsbedingt etwas schwächer besetzten<br />

Gruppe der Cabernet Sauvignons holte<br />

das Weingut Leberl aus Großhöflein mit<br />

Cabernet Sauvignon CALX 2<strong>01</strong>8<br />

(94 Punk te) vor Anton Bauer aus Feuersbrunn<br />

am Wagram mit Cabernet Sauvignon<br />

Reserve Limited Edition 2<strong>01</strong>8<br />

sowie dem ebenso mit 93 Punkten<br />

bewerteten Cabernet Sauvignon Ried<br />

Neuberg 2<strong>01</strong>8 vom Winzerhof Kiss in Jois<br />

am Leithaberg.<br />

• Besser kam der Merlot mit den Witterungsbedingungen<br />

im Jahr 2<strong>01</strong>8 zurecht,<br />

was sich auch in der hohen Anzahl von<br />

85 eingereichten Weinen ausdrückte. Mit<br />

tollen 95 Punkten siegte hier das Weingut<br />

Krutzler aus dem Südburgenland mit<br />

Merlot 2<strong>01</strong>8, den zweiten Platz sicherte<br />

sich der Merlot 2<strong>01</strong>8 vom Klosterkeller<br />

der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt<br />

mit 94 Punkten, das Stechen um den<br />

dritten Rang holte sich mit 93 Punkten<br />

Niki Windisch aus Großengersdorf im<br />

Weinviertel mit dem Merlot Sandwühler<br />

2<strong>01</strong>8 vor sieben weiteren Weinen mit<br />

gleicher Punktezahl.<br />

• Gut etabliert hat sich im Laufe der vergangenen<br />

Jahre die seit 20<strong>01</strong> als Qualitätsrebsorte<br />

zugelassene Varietät Syrah. Hier<br />

darf sich das Weingut Wellanschitz aus<br />

Neckenmarkt im Mittelburgenland mit<br />

dem Syrah Ortho gneis 2<strong>01</strong>8 über den<br />

Sortensieg freuen. Ebenfalls mit 94 Punkten<br />

wie der Sieger wurde The Shiraz 2<strong>01</strong>8<br />

von Erich Scheiblhofer aus Andau Zweitplatzierter,<br />

den dritten Rang holt sich<br />

Toni Hartl aus Reisenberg mit dem<br />

Syrah Ried Thenau 2<strong>01</strong>8.<br />

• Besonders hart umkämpft – dank Topqualitäten<br />

an der Spitze – war der Sortensieg<br />

beim Pinot Noir, wo gleich fünf Weine mit<br />

95 Punkten in ein Stechen gehen mussten.<br />

Am Ende ergab sich folgendes Resultat:<br />

Sieg für Fritz Wieninger aus Wien-Stammersdorf<br />

mit Pinot Noir Grand Select<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

29


wein / DIE BESTEN ROTWEINE ÖSTERREICHS<br />

Weingut Gerhard Markowitsch<br />

Pfarrgasse 6<br />

2464 Göttlesbrunn<br />

Carnuntum<br />

T: +43 2162 8222<br />

markowitsch.at<br />

GERHARD MARKOWITSCH<br />

HAT SEINER CUVÉE RIED<br />

ROSENBERG LÄNGST<br />

KULTSTATUS<br />

VERSCHAFFT.<br />

30 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Weingut Kopfensteiner<br />

Untere Hauptstraße 31<br />

7474 Deutsch Schützen<br />

Eisenberg<br />

T: +43 3365 2236<br />

kopfensteiner.at<br />

DIE RIED REIHBURG<br />

AM EISENBERG BRINGT<br />

IKONEN DER REBSORTE<br />

BLAUFRÄNKISCH<br />

HERVOR.<br />

3<br />

><br />

2<strong>01</strong>8 hauchdünn vor dem Weingut der<br />

Familie Auer aus Tattendorf in der<br />

Thermenregion mit Pinot Noir Reserve<br />

2<strong>01</strong>8 und Paul Achs aus Gols mit Pinot<br />

Noir Selektion P 2<strong>01</strong>8 – übrigens alle aus<br />

biologischem Anbau.<br />

• Sehr hohes Niveau bewiesen die Sortenvertreter<br />

des St. Laurent aus dem Jahrgang<br />

2<strong>01</strong>8, die den Pinots um nichts<br />

nachstanden. Hier krönte sich Markus Iro<br />

aus Gols mit dem St. Laurent Ried<br />

Herrschaftswald Privatfüllung 2<strong>01</strong>8 zum<br />

Champion, fast gleichauf mit 95 Punkten<br />

rangiert Walter Glatzer aus Göttlesbrunn<br />

mit seinem St. Laurent Alte Reben 2<strong>01</strong>8.<br />

Das Weingut Erich Sattler aus Tadten<br />

freut sich mit 94 Punkten über den dritten<br />

Rang für den St. Laurent Reserve 2<strong>01</strong>8.<br />

GRANDIOSE RESERVEN<br />

Zu besonderer Bedeutung hat sich die<br />

Reserve Trophy entwickelt, in der jene<br />

Weine bewertet werden, die länger im Fass<br />

und auf der Flasche reifen dürfen, bevor sie<br />

auf den Markt kommen. Es handelt sich<br />

dabei nicht um Weine aus der Vinothek,<br />

sondern um jene, die im Laufe des Jahres<br />

2020 erstmalig auf den Markt gekommen<br />

sind. In den letzten 18 Jahren hat die<br />

Anzahl der hier eingereichten Weine stetig<br />

zugenommen, und so hat die Jury entschieden,<br />

die Reserve Trophy dieses Mal in zwei<br />

Gruppen zu teilen. Erstmals wurde die<br />

Rebsorte Blaufränkisch separat ausgezeichnet,<br />

während die Cuvées und die anderen<br />

Sortenweine in der allgemeinen Gruppe<br />

starteten. Insgesamt waren nicht weniger ><br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

31


Weingut Werner Achs<br />

Goldberg 5<br />

7122 Gols<br />

T: +43 2173 23900<br />

wernerachs.at1<br />

wein / DIE BESTEN ROTWEINE ÖSTERREICHS<br />

RESERVE TROPHY<br />

TOP-BEWERTUNG<br />

VON 100 PUNKTEN<br />

FÜR DIE SPITZENCUVÉE<br />

WERNER ACHS RESERVE.<br />

><br />

als 355 Weine am Start, darunter auch<br />

die wohl besten Rotweine, die die heimische<br />

Weinszene in den letzten Jahrzehnten<br />

hervorgebracht hat. Das Gros der<br />

Einreichungen kam aus dem tollen Jahrgang<br />

2<strong>01</strong>7, der selbst für höchste Ansprüche<br />

nichts zu wünschen übrig ließ. Dass<br />

schließlich in beiden Reserve-Gruppen der<br />

beste Wein mit 100 Punkten ausgezeichnet<br />

wurde, ist Ausdruck dafür, was die heimischen<br />

Topwinzer zu leisten imstande sind.<br />

Noch nie war die Dichte an herausragenden<br />

Rotweinen so hoch – und gemessen an der<br />

internationalen Szene sind diese Topkreszenzen<br />

preislich zur Freude der Weinliebhaber<br />

noch immer sehr moderat gehalten.<br />

• Zum Sieger der Reserve Trophy der<br />

Gruppe Cuvée und Sortenvielfalt wurde<br />

Werner Achs aus Gols mit seiner Cuvée<br />

Werner Achs Reserve aus 2<strong>01</strong>7 erkoren<br />

und mit 100 Punkten bewertet – eine<br />

Ikone der Zukunft, die über Kultpotenzial<br />

verfügt. Der zweite Platz ging ans Mittelburgenland,<br />

das Weingut Kerschbaum<br />

holte sich mit der Cuvée Paul Kerschbaum<br />

2<strong>01</strong>7 und 99 Punkten die Silbermedaille.<br />

Den dritten Rang teilen sich ex aequo zwei<br />

Weine aus Göttlesbrunn in Carnuntum mit<br />

98 Punkten, nämlich Philipp Grassls<br />

Grassl Reserve 2<strong>01</strong>7 und Gerhard<br />

Markowitschs M 2<strong>01</strong>7.<br />

• Der Sieger in der neuen Kategorie Reserve<br />

Trophy Blaufränkisch heißt Hans »John«<br />

Nittnaus aus Gols, dessen Leithaberg<br />

DAC vom Joiser Jungenberg aus dem<br />

Jahrgang 2<strong>01</strong>7 alles mitbringt, was ein<br />

perfekter Blaufränkisch braucht. Um<br />

diesem Punkt Nachdruck zu verleihen,<br />

wurden auch diesem Superwein<br />

100 Punkte zuteil. Einen Hauch dahinter<br />

reihte sich Albert Gesellmann aus<br />

Deutschkreutz ein, der mit Blaufränkisch<br />

hochberc 2<strong>01</strong>7 und 99 Punkten den<br />

zweiten Rang belegte. Und auch in dieser<br />

Gruppe gab es mit jeweils 98 Punkten<br />

zwei dritte Plätze: Diese holten das<br />

Weingut Prieler aus Schützen am Gebirge<br />

mit dem Leithaberg DAC Ried Goldberg<br />

2<strong>01</strong>7 sowie Roland Velich vom Weingut<br />

Moric mit dem Blaufränkisch Lutzmannsburg<br />

Alte Reben aus 2<strong>01</strong>7.<br />

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WERNER ACHS<br />

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ANZUG HUGO BOSS ÜBER STEFFL MEN’S WORLD<br />

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Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

falstaff.com/rotweinguide-<strong>2021</strong>-alle-weine<br />

32 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


GROSSE KUNST.<br />

OHNE ALLÜREN.<br />

<strong>Österreich</strong>s Weine sind daheim im<br />

Herzen Europas, wo kontinentale<br />

Wärme mit kühler Nordluft tanzt.<br />

In diesem einzigartigen Klima wachsen<br />

edle Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung<br />

– zu erkennen an der<br />

rotweißroten Banderole auf der Kapsel<br />

und der staatlichen Prüfnummer auf<br />

dem Etikett.<br />

österreichwein.at


wein / DIE BESTEN ROTWEINE ÖSTERREICHS<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 240 148.<br />

FALSTAFF RESERVE TROPHY <strong>2021</strong><br />

100<br />

1. Werner Achs Reserve 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Werner Achs, Gols<br />

99<br />

2. Cuvée Paul Kerschbaum 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Kerschbaum, Horitschon<br />

98<br />

3. ex aequo Grassl Reserve 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Grassl, Göttlesbrunn<br />

3. ex aequo M1 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Gerhard Markowitsch<br />

Göttlesbrunn<br />

BLAUFRÄNKISCH RESERVE TROPHY <strong>2021</strong><br />

100<br />

1. Leithaberg DAC Ried Joiser Jungenberg 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Hans und Anita Nittnaus, Gols<br />

99<br />

2. Blaufränkisch hochberc 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Gesellmann, Deutschkreutz<br />

98<br />

3. ex aequo Leithaberg DAC Ried Goldberg 2<strong>01</strong>7<br />

Weingut Prieler, Schützen am Gebirge<br />

3. ex aequo Blaufränkisch Lutzmannsburg Alte<br />

Reben, Weingut MORIC, Großhöflein<br />

CUVÉE<br />

98<br />

1. <strong>Falstaff</strong>-Sieger<br />

Carnuntum DAC Ried Bärnreiser 1ÖTW 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Grassl, Göttlesbrunn<br />

2. <strong>Falstaff</strong>-Sieger<br />

Carnuntum DAC Ried Rosenberg 1 ÖTW 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Gerhard Markowitsch<br />

Göttlesbrunn<br />

97<br />

3. Carnuntum DAC Ried Bärnreiser 1ÖTW 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Franz und Christine Netzl<br />

Göttlesbrunn<br />

DIE BESTEN<br />

ROTWEINE<br />

BLAUFRÄNKISCH<br />

98<br />

3. <strong>Falstaff</strong>-Sieger<br />

Eisenberg DAC Reserve Ried Reihburg 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Thomas Kopfensteiner, Deutsch Schützen<br />

97<br />

2. ex aequo Blaufränkischer Ried Ungerberg 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Paul Achs, Gols<br />

2. ex aequo Blaufränkisch Perwolff 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Krutzler, Deutsch Schützen<br />

ZWEIGELT<br />

95<br />

1. Neusiedlersee DAC Reserve 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Pöckl, Mönchhof<br />

2. Zweigelt Ried Schreckenstein limited edition<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Kurt Angerer, Lengenfeld<br />

94<br />

3. Zweigelt Schwarz Rot 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Hans Schwarz, Andau<br />

PINOT NOIR<br />

95<br />

1. Pinot Noir Grand Select 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Fritz Wieninger, Wien<br />

2. Pinot Noir Reserve 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Familie Auer, Tattendorf<br />

3. Pinot Noir Reserve Selektion P 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Paul Achs, Gols<br />

ST. LAURENT<br />

95<br />

1. St. Laurent Ried Herrschaftswald Privat 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Markus Iro, Golsf<br />

2. St. Laurent Alte Reben 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Walter Glatzer, Göttlesbrunn<br />

94<br />

3. St. Laurent Reserve 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Erich Sattler, Tadten<br />

CABERNET SAUVIGNON<br />

94<br />

1. Cabernet Sauvignon Calx 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Leberl, Großhöflein<br />

93<br />

2. Cabernet Sauvignon Res. Limited Edition 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Anton Bauer, Feuersbrunn<br />

3. Cabernet Sauvignon Ried Neuberg 2<strong>01</strong>8<br />

Winzerhof Ronny Kiss, Jois<br />

MERLOT<br />

95<br />

1. Merlot 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Krutzler, Deutsch-Schützen<br />

94<br />

2. Merlot 2<strong>01</strong>8<br />

Klosterkeller der Barmherzigen Brüder, Eisenstadt<br />

93<br />

3. Merlot Sandwühler 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Niki Windisch, Groß-Engersdorf<br />

SYRAH<br />

94<br />

1. Syrah Orthogneis 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Wellanschitz, Neckenmarkt<br />

2. The Shiraz 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Erich Scheiblhofer, Andau<br />

93<br />

3. Syrah Ried Thenau 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Toni Hartl, Reisenberg<br />

CUVÉE GRAND PRIX <strong>2021</strong><br />

92<br />

1. Premium Cuvée 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Scheiblhofer, Andau<br />

ZWEIGELT GRAND PRIX <strong>2021</strong><br />

92<br />

1. Zweigelt Ried Sand 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Kurt Angerer, Lengenfeld<br />

BLAUFRÄNKISCH GRAND PRIX <strong>2021</strong><br />

92<br />

1. Blaufränkisch Ried Alter Satz 2<strong>01</strong>9<br />

Rotweingut Prickler, Lutzmannsburg<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

34 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


IBY ROTWEINGUT<br />

WIR LEBEN<br />

BLAUFR ÄNK ISCH<br />

Am Blaufränkischweg 3 entstand ein lichtdurchfluteter Verkostungsraum,<br />

wo der Genuss im Mittelpunkt steht. Ebenso wurde ein Seminarraum mit<br />

Blick auf die Lage Dürrau errichtet sowie ein neuer Weinkeller.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © MW-Architekturfotografie<br />

W<br />

ir haben schon viele Trends<br />

kommen und gehen gesehen<br />

und deshalb laufen wir<br />

auch nicht jedem hinterher.<br />

Vielmehr haben wir uns darauf konzentriert,<br />

eine eigene Stilistik zu entwickeln, wir setzen<br />

auf die Charakteristik der Rebsorte, des<br />

Bodens und des Klimas. Wir lieben es, wenn<br />

der Wein unverfälscht und jahrgangstypisch<br />

den Charakter der Rebsorte widerspiegelt.<br />

Das Resultat sind fruchtige, geschmeidigelegante<br />

und äußerst finessenreiche Rotweine,<br />

die von Beginn an begeistern.<br />

KOMPROMISSLOS ZEITLOS<br />

Das IBY Bio-Rotweingut ist bereits seit<br />

über zehn Jahren bio- und IFS- (International<br />

Food & Global Standard) zertifiziert.<br />

Die Gär- und Klimatechnik wurde selbstverständlich<br />

von den beiden Antons im<br />

Haus entwickelt und zählt dadurch zu den<br />

ausgeklügeltsten Systemen im Burgenland.<br />

Durch den Neubau kann kompromisslos<br />

und zielgerichtet vinifiziert werden.<br />

Ziel ist es, dass die vollreifen Trauben<br />

sofort nach der Ernte binnen 30 Minuten<br />

vom Rebstock in die Gärtanks kommen.<br />

Dies gewährleistet Frische und Finesse.<br />

Außerdem schmecken die Weine fruchtintensiver,<br />

harmonischer und natürlich. Mehrere<br />

Klimazonen, je nach Reifestatus,<br />

ermöglichen eine individuellere Faßreifung<br />

unserer großartigen Weine. Der neue Verkostungsraum<br />

verfügt über ein gemütliches<br />

Flair. Zusätzlich gibt es einen großen,<br />

freundlichen Seminarraum und Besprechungsräume.<br />

Hier können Verkostungen,<br />

Meetings, aber auch Fortbildungsseminare<br />

für Sommeliers und Mitarbeiter der Hotellerie<br />

sowie Gastronomie veranstaltet werden.<br />

Es bietet sich auch die Möglichkeit von<br />

Firmenseminaren mit anschließender Weinverkostung<br />

und Rieden-Wanderung im<br />

wunderschönen Weingut – mitten in der<br />

Natur direkt am Blaufränkischweg mit Blick<br />

in die schönen Horitschoner Weinrieden!<br />

INFO<br />

IBY Rotweingut GmbH<br />

Am Blaufränkischweg 3, 7312 Horitschon<br />

T: +43 2610 42292<br />

weingut@iby.at<br />

iby.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 35


wein / SUPERTUSCANS<br />

GEBURT EINER<br />

LEGENDE<br />

Auch wenn sich optisch<br />

kaum etwas verändert hat:<br />

Die Toskana und ihre Weine haben<br />

sich in den letzten 50 Jahren<br />

massiv weiterentwickelt.<br />

Foto: Shutterstock<br />

38 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Tignanello, Sassicaia, Flaccianello, Cepparello, Pergole Torte:<br />

Alle diese italienischen Spitzenweine entstanden einst als schlichte<br />

Tafelweine – aus Protest gegen ein längst obsolet gewordenes<br />

Produktionsreglement. Zentrum des Geschehens war damals das<br />

Chianti Classico. Und wie steht es heute um die Supertuscans?<br />

TEXT OTHMAR KIEM<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

39


wein / SUPERTUSCANS<br />

San Felice im südlichen Chianti<br />

Classico: Ein wunderbar<br />

gelegener Borgo mit Weingut,<br />

edlem Hotel und feinem<br />

Sternerestaurant.<br />

Der Vigorello di San Felice<br />

ist der Stammvater aller<br />

Supertuscans.<br />

Der britische Master of Wine<br />

Nicolas Belfrage war Mitte<br />

der 1980er-Jahre der Erste,<br />

der die Vielfalt der in den<br />

Jahren zuvor entstandenen<br />

neuen Weine aus der Toskana kurzerhand<br />

als Supertuscans bezeichnete. Bis dahin war<br />

es mit dem italienischen Wein stetig bergab<br />

gegangen. Der bekannteste war der Chianti<br />

Classico – schwer in der Krise und zu<br />

Spottpreisen gehandelt. In der Welt der Fine<br />

Wines war Italien nicht präsent. Da thronte<br />

Frankreich mit Bordeaux und Burgund über<br />

allem, daneben gab es bestenfalls noch einige<br />

Exoten, die etwas galten.<br />

TRADITION IM UMBRUCH<br />

Für den Chianti Classico war damals noch<br />

vorgeschrieben, dass neben Sangiovese und<br />

etwas Canaiolo oder Colorino auch Anteile<br />

von weißen Trauben, Trebbiano oder<br />

Mal vasia Bianca in der Cuvée mitverarbeitet<br />

werden mussten. Für die stetig wachsen-<br />

Fotos: Bruno Bruchi Photo, Martino Balestreri, Maurizio Gjivovich , Andrea Getuli ,<br />

40 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


SANGIOVESE GALT<br />

SEINERZEIT ALS ZU<br />

SCHWACH, MERLOT<br />

ODER CABERNET<br />

SOLLTEN NACHHELFEN.<br />

ABER EINIGE GLAUBTEN<br />

DENNOCH FEST AN IHN.<br />

de Zahl von Winzern, die zeigen wollten,<br />

dass in der Toskana auch großartige,<br />

langlebige Rotweine erzeugt werden<br />

können, war dieses antiquierte Reglement<br />

ein unüberwindbares Hindernis. So reifte<br />

die Idee, einen Wein allein aus roten<br />

Trauben zu erzeugen. Enzo Morganti,<br />

Önologe und Direktor des Weinguts San<br />

Felice im süd lichen Chianti Classico, machte<br />

den ersten Schritt: Vom Jahrgang 1968 an<br />

erzeugte er einen Wein nur aus Sangiovese,<br />

den er Vigorello nannte. Die Weinwelt nahm<br />

davon zunächst jedoch wenig Notiz.<br />

Martino Manetti führt<br />

auf seinem Weingut<br />

Montevertine die klare<br />

Linie seines Vaters<br />

Sergio konsequent fort.<br />

Das änderte sich schlagartig drei Jahre<br />

später. Die Marchesi Antinori, damals wie<br />

heute eine der Leitmarken des italienischen<br />

Weins, präsentierten den Tignanello 1971<br />

– ganz ohne weiße Trauben und bei diesem<br />

ersten Jahrgang noch allein aus Sangiovese.<br />

Erst mit dem nächsten Jahrgang, 1974,<br />

kam Cabernet Sauvigon hinzu. Als Chianti<br />

Classico durfte dieser Wein allerdings nicht<br />

auftreten, da ja die vorgeschriebenen<br />

wei ßen Trauben fehlten. Eine Lösung war<br />

rasch bei der Hand. Der Tignanello erschien<br />

einfach als »Vino da Tavola«, als Tafelwein,<br />

denn in dieser Kategorie war alles erlaubt.<br />

Vom ersten Jahrgang gab es über 130.000<br />

Flaschen, die weggingen wie die warmen<br />

Semmeln – auch wenn der Preis für den<br />

Tignanello fünf Mal so hoch<br />

war wie für einen Chianti<br />

Classico Riserva. Mitte<br />

der 1970er-Jahre<br />

übernahm Antinori<br />

den Vertrieb des<br />

Sassicaia, den<br />

Incisa della<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

41


wein / SUPERTUSCANS<br />

Das Weingut im Castello di Volpaia hoch<br />

über dem Örtchen Radda im Chianti war<br />

mit dem Coltassala unter den ersten<br />

Produzenten von Supertuscans.<br />

<<br />

Rocchetta im damals weinmäßig noch<br />

unbekannten Bolgheri erzeugte. Ein Wein<br />

aus Cabernet Sauvignon und Cabernet<br />

Franc, ganz ohne Sangiovese – eine absolute<br />

Neuheit für die Toskana …<br />

EINE IDEE WIRD FLÜGGE<br />

Ende der 1960er-Jahre erstand Sergio<br />

Manetti, erfolgreicher Industrieller aus<br />

Mailand, ein verlassenes Gehöft bei Radda,<br />

das er als Ferienhaus ausbaute. Rund um<br />

das Haus gab es einige Weinberge, aus denen<br />

er Wein erzeugte. Zunächst erschien sein<br />

Montevertine noch als Chianti Classico.<br />

PREISVERFALL UND<br />

LANDFLUCHT – DIE<br />

KRISE DES WEINBAUS<br />

IN DEN 70ER-JAHREN<br />

MACHTE EINE GANZ<br />

RADIKALE ÄNDERUNG<br />

UNUMGÄNGLICH.<br />

Giovanni<br />

Poggiali (o.)<br />

und Giuseppe<br />

Mazzocolin<br />

haben Fèlsina<br />

und den<br />

Fontalloro<br />

bekannt<br />

gemacht.<br />

Doch dann überwarf er sich mit dem<br />

mächtigen Consorzio, weil auch er nur<br />

mehr rote Trauben verwenden wollte. Vom<br />

Jahrgang 1977 erschien schließlich zum<br />

ersten Mal der Pergole Torte – nur aus<br />

Sangiovese und selbstverständlich als »Vino<br />

da Tavola«. So wie Tignanello zum Stammvater<br />

der Supertuscans auf der Basis von<br />

Sangiovese und etwas Cabernet Sauvignon<br />

wurde, gilt seither der Pergole Torte als<br />

Vorbild aller reinsortigen Sangiovese-Weine.<br />

Zu Beginn der 1980er-Jahre schien dann<br />

die Zeit reif für den großen Sprung. Eine<br />

wahre Flut an neuen Weinen erblickte das<br />

Licht der Welt: I Sodi di San Niccolò von<br />

Castellare (Jahrgang 1977), Cepparello von<br />

Isole e Olena und Sammarco von Castello<br />

dei Rampolla (beide 1980), Flaccianello von<br />

Fontodi, Coltassala von Volpaia, Camartina<br />

von Querciabella (alle 1981), Cabreo von<br />

Rufino (1982) und schließlich Fontalloro<br />

von Fèlsina und Percarlo von San Giusto a<br />

Rentennano (beide 1983). Mit diesen neuen<br />

»Vini da Tavola« waren nun erstmals<br />

italienische Weine verfügbar, die »sich mit<br />

der Welt messen konnten«, wie Paolo de<br />

Marchi von Isole e Olena sagt.<br />

In den folgenden Jahren schienen der<br />

Kreativität keine Grenzen gesetzt. Jeder<br />

Betrieb erzeugte mindestens einen Supertuscan.<br />

Die Namen folgten dabei oft den<br />

bekannten Vorbildern und endeten auf -ello<br />

oder -aia. Viele der neuen Kreationen sind<br />

inzwischen wieder sang- und klanglos<br />

verschwunden. Doch die Auslöser dieser<br />

Welle zählen immer noch zu den Speerspitzen<br />

des modernen italienischen Weinbaus<br />

und sind weltweit gesuchte Kultweine.<br />

<<br />

Fotos: Filippo Venturi, beigestellt<br />

42 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Wetscher<br />

Wohngalerien<br />

im Zillertal.<br />

WETSCHER — Corporate-Design Basic Graphics — Version 1.0<br />

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und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem<br />

der führenden Einrichtungshäuser in <strong>Österreich</strong> macht.<br />

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wein / SUPERTUSCANS<br />

Der Cabreo von Tenute Folonari folgte der<br />

Stilistik des Tignanello.<br />

<<br />

Mit der Novellierung des italienischen<br />

Weinrechts wurden diese »Vini da Tavola«<br />

ab 1995 als Toscana IGT klassifiziert.<br />

1996 wurde es möglich, Chianti Classico<br />

DOCG allein aus Sangiovese zu erzeugen.<br />

Viele Supertuscans hätten ab dem Zeitpunkt<br />

auch als Chianti Classico deklariert<br />

werden können. Angesichts des Preisgefälles<br />

zwischen den besten Super tuscans und<br />

einem Chianti Classico war es für die<br />

meisten Hersteller aber ratsam, auch weiter<br />

Supertuscans zu erzeugen.<br />

2<strong>01</strong>3 wurde mit der Einführung der<br />

neuen Kategorie »Chianti Classico Gran<br />

Selezione« ein weiterer Anlauf gestartet.<br />

Einige Supertuscans laufen seitdem tatsächlich<br />

als »Gran Selezione«, etwa Coltassala<br />

von Volpaia oder Sassello von Castello di<br />

Verrazzano. Giovanni Manetti von Fontodi,<br />

Präsident des Consorzio Chianti Classico,<br />

hofft, dass weitere Weine folgen werden.<br />

Doch Renzo Cotarella von Antinori kann<br />

dieser Idee wenig abgewinnen. Der Tignanello,<br />

so sein Argument, sei nach 50 Jahren<br />

inzwischen selbst zu einer Marke geworden<br />

– und das soll auch so bleiben.<br />

<<br />

DIE SUPER-<br />

TUSCANS<br />

Die Spitzenweine werden<br />

in drei Kategorien unterteilt<br />

SANGIOVESE & CABERNET / MERLOT<br />

Vorbild war Antinoris Tignanello, das Rezept<br />

bei allen ähnlich: überwiegend Sangiovese<br />

und etwas Cabernet oder Merlot für mehr<br />

Kraft und Dichte. Weitere berühmte Weine<br />

in dieser Kategorie: Cabreo (Folonari), Siepi<br />

(Fonterutoli) und Camartina (Querciabella).<br />

SANGIOVESE, REINSORTIG<br />

Erstmals von Sergio Manetti auf Montevertine<br />

mit dem Pergole Torte realisiert.<br />

In die gleiche Kategorie gehören: Flaccianello<br />

(Fontodi), Percarlo (San Giusto a Rentennano),<br />

Fontalloro (Fèlsina) und Cepparello (Isole<br />

e Olena). Auch immer mehr Chianti Classico<br />

Gran Selezione fallen in diese Kategorie.<br />

CABERNET & CO., OHNE SANGIOVESE<br />

Erstmals mit Sassicaia in Bolgheri und dann<br />

mit Antinoris Solaia realisiert (Letzterer<br />

immer mit einem kleinen Teil Sangiovese).<br />

Zu dieser Kategorie gehören weiters: d’Alceo<br />

(Castello dei Rampolla), Il Pareto (Folonari),<br />

Mormoreto (Frescobaldi), Apparita (Castello<br />

di Ama). Auch San Felices Vigorello entsteht<br />

heute ohne Sangiovese. Außerdem Galatrona<br />

(Petrolo), Giorgio Primo (Tenuta La Massa),<br />

Oreno (Sette Ponti) und die Weine von Andrea<br />

Franchetti auf der Tenuta di Trinoro.<br />

Der Herr des Flaccianello:<br />

Giovanni Manetti von Fontodi.<br />

Im Keller verwendet er<br />

neuerdings auch Amphoren<br />

aus eigener Produktion.<br />

Fotos: ANGELO TRANI, Bruno Bruchi Photo, beigestellt<br />

44 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WEIN & CO<br />

PASTA FÜR<br />

FORTGESCHRITTENE<br />

Dass Pasta mit ihrer schier unendlichen Vielfalt – auf der Welt gibt es etwa sechshundert<br />

unterschiedliche Pastaformen – heutzutage als sogenanntes »Convenience Food«<br />

vermarktet wird, lässt Spitzenköche erschaudern. Dabei braucht es nicht viel, um<br />

Nudelgerichten eine würdige Qualität zu verleihen.<br />

TEXT WILLI KLINGER, GESCHÄFTSFÜHRER WEIN & CO.<br />

Entscheidend ist die Produktwahl,<br />

denn bei minderwertigen Zutaten<br />

hilft das beste Rezept nichts. Der<br />

abruzzische Hersteller Rusticella<br />

gehört zu den exquisiten Nadeln im großen<br />

Heuhaufen der Massenproduktion: Die Pasta<br />

wird mit Bronzewerkzeugen statt mit Teflon<br />

hergestellt, was für eine rauere Oberfläche<br />

sorgt – optimal für Saucen. Das schonende<br />

Trocknungsverfahren erhält Nährwerte<br />

und Geschmack. Ihre Bucatini, die »Spaghetti<br />

mit Loch«, werden im Latium zu<br />

Bucatini all’amatriciana verarbeitet, für die<br />

Guanciale-Speck, Tomaten, Pecorino, Peperoncini<br />

und Olivenöl zum Einsatz kommen.<br />

Di Martino stellt die einzige italienische Trockenpasta<br />

mit geschützter Herkunftsbezeichnung<br />

aus 100 Prozent italienischem Weizen<br />

und Wasser von den Lattari-Bergen her, die<br />

Pasta di Gragnano IGP. Auch hier findet<br />

Bronze Verwendung, wodurch der Teig länger<br />

und fester in die Form gepresst wird.<br />

Dies sorgt dafür, dass die zusammengerollten<br />

Fusillata Casareccia den Sugo – egal, ob<br />

mit Fleisch oder rein mit Tomaten – förmlich<br />

aufsaugen und trotzdem ihre Form behalten!<br />

Mitten im Piemont produziert der kleine<br />

handwerkliche Betrieb von Marco Giacosa<br />

Pasta all’uovo mit ganzen 36 Eidotter pro<br />

Kilo Hartweizengrieß. Flaggschiff sind die<br />

Tajarin tagliati a mano: Der fertige Teig wird<br />

dabei mit einem Messer händisch in dünne<br />

Streifen geschnitten. Zu Ragù di carne oder<br />

mit Salbeibutter ein absolutes Gedicht.<br />

Würdige Mitstreiter der edlen Pasta sind<br />

die fantastischen Pelati von Gustarosso, die<br />

wir bei Enzo Coccia gefunden haben, einem<br />

der besten Pizzaioli von Neapel. Sie stammen<br />

von den vulkanischen Vesuvböden der<br />

Region Dell’agro Sarnese-Nocerino und dürfen<br />

in keiner Pastasauce fehlen.<br />

REZEPT-TIPP:<br />

Rezepte und weitere<br />

deliziöse Anregungen sind<br />

unter der Rubrik<br />

»WEIN & CO. serviert«<br />

auf unserer Website zu finden:<br />

weinco.at/wein-und-co-serviert<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Stefan Feichtinger; beigestellt<br />

BUCATINI<br />

Erzeuger: Rusticella<br />

Preis: € 3,95<br />

FUSILLATA<br />

CASARECCIA<br />

Erzeuger: Di Martino<br />

Preis: € 2,19<br />

TAJARIN<br />

Erzeuger: Marco Giacosa<br />

Preis: € 5,45<br />

POMODORO SAN MARZANO<br />

DELL’ AGRO SARNESE-NOCERINO DOP<br />

Erzeuger: Gustarosso Preis: € 2,95<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 45


wein / SUPERTUSCANS<br />

DIE JUNGEN<br />

REVOLUZZER<br />

Winzer wie Giampaolo Motta oder<br />

Bibi Graetz stehen beispielhaft für<br />

die neue Supertuscan-Generation.<br />

W<br />

ährend historische Supertuscan-Produzenten<br />

heute oft überlegen,<br />

wieder in die klassische Denomination<br />

zurückzukehren (siehe<br />

Story ab S. 38), findet das Konzept<br />

Supertuscan bei jüngeren<br />

Produzenten nach wie vor<br />

starken Anklang. Zu ihnen gehört<br />

Bibi Graetz. Die Begegnung mit den<br />

Weinen seines Freundes Jurij Fiore<br />

von Poggio Scalette in Greve traf ihn wie<br />

ein Blitz: »So etwas will ich auch machen!«<br />

Gesagt, getan. Mithilfe von Jurij und dessen<br />

Vater Vittorio Fiore begann er, die ersten<br />

Weine einzukeltern. Weinberge mit alten<br />

Reben faszinieren ihn: »Die Trauben alter<br />

Reben geben mir eine Viel schichtigkeit, die<br />

ich einfach mehr schätze als jugendliche<br />

Fruchtigkeit«, so Bibi Graetz. Im gesamten<br />

Gebiet der zentralen Toskana konnte er<br />

solche Weinberge ausfindig machen. Seinen<br />

bekanntesten Wein nennt er Testamatta,<br />

»verrückter Kopf«. Irgendwie trifft das<br />

auch auf seinen Macher zu. Graetz hat nie<br />

das Önologenhandwerk erlernt, er lässt sich<br />

bei der Wahl der Weingärten, der Trauben<br />

und der Weine vom Visuellen und von seiner<br />

Intuition leiten. Damit ist er bisher gut<br />

gefahren. Seine Weine sind erfrischend unkonventionell<br />

– und be eindruckend. Testamatta<br />

(70.000 Flaschen) besteht aus Sangiovese<br />

aus neun verschiedenen Parzellen,<br />

deren Reben zwischen 35 und 70 Jahre alt<br />

sind. Wesentlich weniger erzeugt er vom<br />

Colore, nämlich gerade einmal 8000 Flaschen.<br />

Dessen Trauben, Sangiovese und<br />

etwas Colorino und Canaiolo, entstammen<br />

einem 80 Jahre alten Weingarten in Lamole<br />

im Chianti Classico. Ein Wein, der Vielschichtigkeit,<br />

Würze und Frucht wunderbar<br />

vereint. Theoretisch könnte er auch als<br />

Chianti Classico laufen, aber damit hat Bibi<br />

Bibi Graetz (oben) liebt alte Reben mindestens<br />

so sehr wie die Aussicht von seinem<br />

Verkostungsraum direkt auf die Stadt Florenz.<br />

DIE STRENGEN<br />

VORSCHRIFTEN<br />

IN DER PRODUKTION<br />

WÜRDEN MICH NUR IN<br />

MEINER KREATIVITÄT<br />

EINSCHRÄNKEN.«<br />

Graetz nichts am Hut. Als Kind verbrachte<br />

er seine Sommerferien auf der Insel Giglio.<br />

Als er mit seinem Weinprojekt startete,<br />

erinnerte er sich an die steilen Terrassen der<br />

Insel, die mit der weißen Ansonica-Traube<br />

bestockt sind. Seit einigen Jahren erzeugt<br />

Bibi Graetz daher nun auch zwei Weißweine<br />

auf Giglio.<br />

Das Konzept bei Testamatta Bianco<br />

(8000 Flaschen) und Colore Bianco (rare<br />

300 Flaschen) ist ähnlich wie bei den Roten.<br />

Testamatta Bianco entstammt mehreren<br />

kleinen Parzellen, Colore Bianco einer steilen<br />

Einzellage 50 Meter oberhalb des Meeres.<br />

Bibi Graetz’ letzter Geniestreich ist sein<br />

neuer Keller in Fiesole. Dafür erstand er das<br />

direkt am Hauptplatz gelegene Hotel »Aurora«<br />

und adaptierte es für seine Zwecke.<br />

Im Obergeschoß wohnt er mit seiner Familie,<br />

im ehemaligen Speiseraum stehen die<br />

Holzfässer, in denen der Wein reift, und in<br />

den anliegenden Räumen, früher eine Diskothek,<br />

vergären zwischen verglasten Säulen<br />

und alter Discokugel die Weine. Von der<br />

Terrasse aus blickt man direkt auf den Dom<br />

in Florenz – ein spektakulärer Keller der<br />

anderen Art, ganz im Stil des unkonventionellen<br />

Winzers.<br />

Ein anderes Beispiel ist Giampaolo Motta<br />

von der Tenuta La Massa in Panzano. In<br />

den 1990er-Jahren erzeugte er mit seinem<br />

Giorgio Primo einen der teuersten und<br />

ambitioniertesten Chianti Classico. Dann<br />

schwenkte er um, kehrte der Denomination<br />

den Rücken, und aus dem Giorgio Primo<br />

wurde eine der gesuchtesten Bordeaux-Cuvees<br />

der Toskana. Zum Sangiovese hat er<br />

mittlerweile mit Carla VI. zurückgefunden.<br />

Theoretisch könnte er ihn auch als Chianti<br />

Classico deklarieren …<br />

Was diese Beispiele zeigen: Im Chianti<br />

Classico entstehen heute auch international<br />

erfolgreiche Spitzenweine – mit und ohne<br />

detaillierte Herkunftsangabe.<br />

<<br />

Fotos: edoardodelille, beigestellt<br />

46 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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GENERATIONEN.<br />

WEIL WIR FREUDE TEILEN,<br />

DIE DEN AUGENBLICK<br />

ÜBERDAUERT.<br />

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wein / SUPERTUSCANS<br />

BEST OF<br />

SUPERTUSCANS<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 204. 148.<br />

100<br />

98<br />

98<br />

PERCARLO TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>6<br />

San Giusto a Rentennano<br />

Kraftvolles sattes Rubin. Überaus<br />

ansprechende, vielschichtige Nase,<br />

nach Zigarrenkiste und Zypressen,<br />

dann satte Noten nach Waldhimbeere<br />

und Schwarzkirsche. In Ansatz<br />

und Verlauf sehr gehaltvoll, festes,<br />

stoffiges Tannin, sehr gut herausgearbeitete<br />

Frucht, im Finale tiefgründig<br />

mit erdigen Noten, ein Erlebnis!<br />

Vinussi, Dornbirn; Noitz, Palt;<br />

Alpina, Buchloe; Steines, Erding;<br />

Caratello, St. Gallen; € 55,–<br />

D’ALCEO TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Castello dei Rampolla<br />

Sattes, undurchdringliches Rubinviolett.<br />

Eröffnet mit leicht rauchigen<br />

Noten, dann satt nach Holunderbeeren,<br />

Cassis und Lakritze. Kleidet den<br />

Gaumen satt aus, viel präsente<br />

Frucht, öffnet sich mit herzhaftem,<br />

zupackendem Tannin in vielen<br />

Schichten, im Finale feine, erdige<br />

Noten, süßer Schmelz.<br />

Döllerer, Golling;<br />

AMC, Saarbrücken;<br />

Weibel, Thun; € 180,–<br />

GIORGIO PRIMO TOSCANA IGT<br />

2<strong>01</strong>7<br />

Tenuta La Massa<br />

Sattes, funkelndes Rubin mit<br />

schwarzem Kern. Intensive Nase mit<br />

Noten nach Melasse und Lakritze,<br />

dann viel Holunderbeere und Cassis.<br />

Stoffig und dicht in Ansatz und Verlauf,<br />

baut sich in vielen Schichten<br />

auf, fest und zupackend, im Finale<br />

saftig und mit festem Druck.<br />

Wein Wolf, Salzburg; La Cantina<br />

Italiana, Hamburg; AMC, Saarbrücken;<br />

Martel, St. Gallen; € 100,–<br />

99<br />

98<br />

98<br />

TENUTA DI TRINORO TOSCANA<br />

IGT 2<strong>01</strong>8, Tenuta di Trinoro<br />

Sattes Rubinviolett. Intensive und<br />

vielschichtige Nase, etwas Minze,<br />

dann nach dunklen Johannisbeeren<br />

und Brombeeren, kompakt, aber auch<br />

frisch. Füllt den Gaumen großartig<br />

aus, Berge von feinmaschigem Tannin,<br />

gepaart mit saftiger, präsenter<br />

Frucht, sehr langer Nachhall.<br />

Morandell, Wörgl; Döllerer, Golling;<br />

Fischer & Trezza, Stuttgart;<br />

Lobenberg, Bremen; Smith &<br />

Smith, Zürich; Arvi, Melano;<br />

€ 260,–<br />

FLACCIANELLO DELLA PIEVE<br />

TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>7, Fontodi<br />

Sattes Rubin. Kompakte, konzentrierte<br />

Nase, nach schwarzem Trüffel,<br />

Brombeere, etwas Schwarzkirsche,<br />

dazu feine balsamische Töne.<br />

Am Gaumen kraftvoll und zupackend,<br />

zeigt griffiges Tannin in vielen<br />

Schichten, ummantelt von süßem<br />

Schmelz, satt und lange, ein Rohdiamant,<br />

der durch die Zeit noch<br />

geschliffen werden muss. Rieger,<br />

Salzburg; Lobenberg, Bremen;<br />

Vinissimo, München; Caratello,<br />

St. Gallen; Weibel, Thun; € 105,–<br />

ORENO TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta Sette Ponti<br />

Sattes, funkelndes Rubin mit leichtem<br />

Violettschimmer. Vielschichtige<br />

Nase mit Noten nach Zedernholz,<br />

schwarzem Trüffel, dann viel Cassis<br />

und Brombeere. Rund und geschmeidig<br />

am Gaumen, zeigt gut<br />

gereifte Frucht, überaus präzise,<br />

feines, geschliffenes Tannin, sehr<br />

lange, im Nachhall nach dunkler<br />

Schokolade.<br />

Moranell, Wörgl; Imparato, Essen;<br />

Terravigna, Utzendorf; Zweifel,<br />

Uster; Arvi, Melano; € 79,–<br />

98<br />

98<br />

98<br />

COLORE TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Bibi Graetz<br />

Kraftvolles, leuchtendes Rubin. Sehr<br />

intensive Nase mit betont würzigen<br />

Noten, Gewürznelke, Brombeere,<br />

Schwarzkirsche, reiche Waldhimbeere,<br />

balsamische Noten im<br />

Hintergrund. Kleidet den Gaumen<br />

wunderbar aus, viel seidiges, sehr<br />

feinmaschiges Tannin, viel saftige<br />

Frucht, im Finale salzig und lange.<br />

Kracher, Illmitz;<br />

Tesdorf, Lübeck;<br />

Arvi, Melano;<br />

€ 250,–<br />

GALATRONA MERLOT VAL<br />

D’ARNO DI SOPRA DOC 2<strong>01</strong>8<br />

Petrolo<br />

Sattes Rubinviolett. Eindrucksvolle<br />

Nase, nach Zigarrenkiste und Kardamom,<br />

dahinter viel satte Beerenfrucht,<br />

spannend. Rollt mit viel Präsenz<br />

und viel saftiger Frucht über<br />

den Gaumen, öffnet sich in der Mitte<br />

mit feinmaschigem Tannin in vielen<br />

Schichten, lange und geschliffen.<br />

Morandell, Wörgl; Bacchus, Rottweil;<br />

Fischer & Trezza, Stuttgart;<br />

Terravigna, Utzendorf; Arvi,<br />

Melano; € 110,–<br />

SOLAIA TOSCANA IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Antinori<br />

Sattes, undurchdringliches Rubinviolett,<br />

schwarzer Kern. Kompakte<br />

und überaus dichte Nase, nach reifer,<br />

dunkler Johannisbeere, Maulbeeren,<br />

dazu Kardamom und etwas<br />

rote Rüben. Reich und üppig in<br />

Ansatz und Verlauf, viel reife Beerenfrucht,<br />

öffnet sich mit dichtem,<br />

feinmaschigem Tannin, eingebettet<br />

in süßen Schmelz, sehr langer<br />

Nachhall. Morandell, Wörgl; Ariane<br />

Abayan, Hamburg; Bindella,<br />

Zürich; € 270,–<br />

Fotos: Othmar Kiem<br />

48 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WEINGUT REEH<br />

ZEIT FÜR<br />

ROSÉ. OLÉ!<br />

In den letzten Jahren ist es laut geworden<br />

um den Rosé. Sein altmodisches<br />

Image hat er abgestreift – nun erlebt<br />

der Wein, der aus roten Trauben<br />

gewonnen wird, die wie weiße verarbeitet<br />

werden, eine fulminante Renaissance. Lange<br />

Zeit haben wir den Rosé-Hype beobachtet<br />

und analysiert. Lange Zeit haben wir uns<br />

die Köpfe darüber zerbrochen, wie ein Rosé<br />

vom Reeh schmecken müsste. Und nun –<br />

Trommelwirbel! – ist es so weit. Ganz bald<br />

kommt unser »IN BLOOM« Rosé auf den<br />

Markt. Als Limited Edition. »IN BLOOM«, wie<br />

der gleichnamige Nirvana-Song – denn<br />

wie Sie ja wissen, mögen wir auch ehrliche<br />

Musik, am liebsten unplugged.<br />

Erhältlich ab<br />

März <strong>2021</strong>!<br />

DER »IN BLOOM« ROSÉ:<br />

GESELLIG UND KOMPLEX.<br />

So wie alle unsere Weine ist der Rosé ein<br />

ehrlicher, geselliger Charakter, der aber auch<br />

vielschichtig, intensiv und komplex daherkommt<br />

– eben »in voller Blüte«, wie der Nirvana-Song.<br />

Er versteht sich, wie viele seiner<br />

Kollegen, nicht nur als Sommerwein. Er<br />

passt auch zu gemütlichen Winterabenden<br />

und macht sich ebenso gut als schimmernder<br />

Begleiter von kulinarischen Genüssen.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

EXPLOSIONEN IN AROMA UND<br />

GESCHMACK: EIN BILD VON<br />

EINEM WEIN.<br />

Besondere Weine brauchen besondere<br />

Etiketten. Deshalb haben wir den Künstler<br />

Alex Schindler gefragt, ob er uns etwas zum<br />

Wein Passendes aufs Label zeichnen kann.<br />

Das extravagante Ergebnis sehen Sie nun<br />

auf unseren Flaschen, die alle mit dem extra<br />

für uns kreierten Etikett ausgestattet sind.<br />

Drei Etiketten – ein Wein. Und das Gute<br />

daran: Pro 6er-Karton gibt es von jedem<br />

Outfit zwei Flaschen. Olé!<br />

Weingut Hannes Reeh<br />

Augasse 11, 7163 Andau • Burgenland, Austria<br />

T: +43 2176 27<strong>01</strong>1 • hannesreeh.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 49


wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

DER WEIN-<br />

JAHRGANG<br />

2020<br />

Auch im Weinbau war Corona<br />

das beherrschende Thema<br />

des letzten Jahres. Bereits im<br />

Frühjahr war die Weinlese auf<br />

der Südhalbkugel vom Virus<br />

überschattet. Die Winzer<br />

haben diese Herausforderung<br />

zwar bestanden, doch die<br />

Absatzmärkte noch lange nicht.<br />

TEXT BENJAMIN HERZOG, OTHMAR KIEM,<br />

PETER MOSER, ULI SAUTTER, DOMINIK VOMBACH<br />

Foto: Getty Images<br />

50 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Wie hier im Elsass gehörten<br />

Covid-Schutzmasken im<br />

letzten Jahr zur Standard-<br />

Ausrüstung bei der Weinlese.<br />

Gerade qualitativ verspricht<br />

der Jahrgang 2020 manches.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

51


wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

ÖSTERREICH LEBENDIG, KLASSISCH UND VIELVERSPRECHEND<br />

D<br />

ie Winzer der Alpenrepublik zeigen<br />

sich mit dem Weinjahr 2020<br />

auf breiter Front zufrieden. Ein<br />

kaltes und trockenes Frühjahr hatte den<br />

Austrieb der Reben zunächst verzögert,<br />

ab April sorgte eine signifikant hohe Anzahl<br />

von Sonnenstunden für eine zügige<br />

Entwicklung der Reben, die gefürchteten<br />

Spätfröste blieben aus. Die Blüte war bei<br />

den meisten Sorten Mitte Juni abgeschlossen,<br />

nur punktuell gab es Einbußen<br />

durch Verrieseln. Der Sommer brachte viele<br />

heiße Tage, immer wieder unterbrochen<br />

von Niederschlägen, der Druck durch Pilzkrankheiten<br />

ließ die Winzer wachsam bleiben.<br />

Leider gab es auch während der Reifeperiode<br />

lokale Hagelereignisse, zum Beispiel<br />

im Donauraum, wobei die Wachau<br />

mit Schwerpunkt Spitz besonders hart<br />

getroffen wurde. Dank der Niederschläge<br />

nahmen die Reben und Trauben sonst<br />

im Großen und Ganzen eine weitgehend<br />

stressfreie Entwicklung. Das Finale des<br />

Weinjahres 2020 brachte für die Winzer<br />

einerseits überdurchschnittlich viele<br />

Sonnenstunden dank zahlreicher noch<br />

sehr sommerlicher Tage, was eine optimale<br />

Reife der Trauben beförderte, ein<br />

Kaltlufteinbruch brachte aber auch starke<br />

Niederschläge mit sich. Man beeilte sich<br />

also schließlich, die gesunden Trauben in<br />

den Keller zu bringen. Erste Jungweinproben<br />

haben Vielversprechendes gezeigt, sowohl<br />

Weiß- wie Rotweine präsentieren sich<br />

mit guter Frucht und harmonisch, die Weißweine<br />

verfügen über eine lebendige Säurestruktur.<br />

Ähnlich wie 2<strong>01</strong>9 dürfte die Erntemenge<br />

mit etwa 2,3 Millionen Hektoliter<br />

leicht unter dem Durchschnitt liegen, was<br />

angesichts der Covid-bedingten Reserven<br />

kein Problem darstellt. Nicht nur in Bezug<br />

auf die geernteten Mengen, auch stilistisch<br />

dürfte der jüngste österreichische Weinjahrgang<br />

seinem sehr guten Vorgänger recht<br />

ähnlich sein. Weißweinfreunde dürfen sich<br />

schon bald auf spritzige, knackige Sortenvertreter<br />

freuen, insgesamt könnten die<br />

Säurewerte vielleicht eine Spur über jenen<br />

von 2<strong>01</strong>9 liegen, was die Trinkfreude noch<br />

beflügelt. Bei den reiferen Weinen zeigt sich<br />

eine sehr gute Aromenausprägung und eingebundene<br />

Säure struktur, auch die Rotweine<br />

sind in dieser jungen Phase sehr vielversprechend.<br />

Fotos: Shutterstock, picturedesk/Andreas Tischler<br />

52 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


DEUTSCHLAND AUSSICHTSREICH<br />

I<br />

n Deutschland ist das augenfälligste<br />

Merkmal des Jahrgangs 2020, wie<br />

stark die Erträge je nach Anbaugebiet<br />

variieren: Die Hessische Bergstraße und der<br />

Rheingau etwa haben eine reiche Ernte eingefahren<br />

– 31 bzw. 20 Prozent über dem<br />

langjährigen Mittel. Am anderen Ende der<br />

Skala rangieren, bedingt durch verheerende<br />

Spätfröste, Saale-Unstrut mit minus 29<br />

und Franken mit minus 38 Prozent.<br />

In puncto Vegetationsverlauf ist 2020<br />

vom Austrieb weg der dritte frühe Jahrgang<br />

in Folge. Auch ein weiteres Motiv<br />

kennt man bereits aus den Vorjahren:<br />

Obwohl es im Jänner und Februar 2020<br />

reichlich Niederschlag gab, waren die<br />

Wasserreserven im Spätsommer aufgezehrt.<br />

Die Trockenheit führte zu kleinen Beeren,<br />

was sich besonders in den Rotweinen mit<br />

guter Farbe und stoffiger Dichte bemerkbar<br />

macht. In besonders warmen Regionen wie<br />

dem Kaiserstuhl in Südbaden war die Lese<br />

bereits um den 15. September beendet. Die<br />

extrem warme Witterung Mitte September<br />

führte dazu, dass die Winzer vermehrt in<br />

den frühen Morgenstunden oder hie und da<br />

sogar mitten in der Nacht zur Lese schritten,<br />

um die Frische der Trauben zu wahren.<br />

In den kühleren Riesling-Regionen wie<br />

Nahe und Mosel dauerte die Lese bis in den<br />

Oktober hinein. Allgemein wird aber berichtet,<br />

dass der zeitliche Abstand zwischen<br />

früh- und spätreifen Sorten dieses Jahr<br />

besonders klein war.<br />

Hinsichtlich der Qualität sprechen die<br />

Winzer von vielversprechenden Ergebnissen.<br />

Die Weine weisen in der Regel<br />

eine gute Konzentration auf, durch die<br />

schnelle und zeitige Lese konnten frische<br />

Säuren erhalten werden. In den Kellern<br />

liegt ein klassischer Riesling-Jahrgang.<br />

SCHWEIZ KLEIN, ABER FEIN<br />

N<br />

ach den ertragreichen letzten beiden<br />

Jahren mussten sich die<br />

Schweizer Winzer 2020 mit einer<br />

geringeren Menge begnügen. In der<br />

Deutschschweiz erntete man vor allem in<br />

den östlichen Regionen wie Graubünden<br />

deutlich weniger als im Vorjahr – Winzer<br />

sprechen von einer Halbierung im Vergleich<br />

zu 2<strong>01</strong>9. Schuld daran war eine Kaltwetterperiode<br />

während der Blüte, die nicht<br />

nur in Graubünden, sondern auch im<br />

Waadtland für Ertragseinbußen sorgte.<br />

Auch aus dem Thurgau vermelden die<br />

Winzer weniger Ertrag, etwa 70 Prozent<br />

des Vorjahres wurden hier erreicht. Bei<br />

der aktuellen Lage im Schweizer Weinmarkt,<br />

der mit Überbeständen – nicht nur<br />

wegen der Corona-Krise – zu kämpfen<br />

hat, nicht unbedingt ein Wermuts tropfen.<br />

Genau wegen dieser besonderen Marktsituation<br />

hatten einige Regionen nämlich schon<br />

vor der Ernte eine Mengenbeschränkung für<br />

den Jahrgang 2020 beschlossen. Im Tessin<br />

bespielsweise durften für die Weine mit<br />

DOC-Status nur mehr 800 Gramm statt ein<br />

Kilo Trauben pro Quadratmeter geerntet<br />

werden. Auch im Wallis, dem größten Weinbaukanton<br />

des Landes, setzte man auf Ertragsregulierung.<br />

Wegen der klimatischen<br />

Bedingungen sowie den Bestrebungen zur<br />

Ertragsminderung wird der Jahrgang 2020<br />

wohl unterhalb des Zehnjahresschnitts liegen.<br />

Genaue Zahlen waren bis Redaktionsschluss<br />

jedoch noch nicht verfügbar.<br />

Auch wenn die Erntemenge für das letzte<br />

Jahr deutlich geringer ausgefallen ist, zeigt<br />

man sich jedoch landesweit mit der Qualität<br />

des 2020er-Jahrgangs höchst zufrieden. Vom<br />

Tessin über das Wallis und Waadtland bis<br />

hin zur Deutschschweiz spricht man dank<br />

langer physiologischer Reife von hervorragender<br />

Aromakonzentration und Zugänglichkeit.<br />

Die Winzer im nördlichen Teil des<br />

Tessins sehen gar einen der besten Jahrgänge<br />

der letzten zwanzig Jahre kommen.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

53


wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

FRANKREICH MIXED EMOTIONS<br />

G<br />

lorios an der nördlichen Rhône,<br />

durchwachsen in Bordeaux – der<br />

Jahrgang 2020 brachte den französischen<br />

Winzern einen Ertrag auf durchschnittlichem<br />

Niveau, und das bei qualitativ<br />

stark streuenden Ergebnissen. In Bordeaux<br />

führten nach einem frühen Austrieb<br />

vier feuchte Monate von März bis Juni zu<br />

kräftigem Mehltau-Druck. Juli und Anfang<br />

August waren heiß und trocken, Mitte<br />

August führten starke Niederschläge zu<br />

Botrytis-Infektionen. Da das trockene<br />

Wetter zurückkehrte, konnte die Lese<br />

des Merlot Mitte September unter günstigen<br />

Bedingungen erfolgen. Allerdings<br />

zwangen die hochsommerlichen Temperaturen<br />

dazu, Trauben und Most bestmöglich<br />

zu kühlen. Ab dem 30. Septem-<br />

ber folgten zehn Tage mit Regen und Gewittern,<br />

so dass die Cabernets vielerorts unter<br />

Regen gelesen wurden. In der ersten Oktoberwoche<br />

war die Lese vorüber. Man darf<br />

davon ausgehen, dass das Jahr eher eines<br />

des rechten als des linken Ufers ist.<br />

Auch in Burgund war die Witterung 2020<br />

extrem: Der Sommer war trockener als<br />

2003, die Lese war verbreitet bereits Ende<br />

August vorüber, nach einer Vegetationsperiode<br />

von meist 90 statt der sprichwörtlichen<br />

100 Tage nach der Blüte. Auch die übliche<br />

Lesereihenfolge stand 2020 Kopf: Der Pinot<br />

Noir war vor dem Chardonnay reif, durch<br />

die Trockenheit eingeschrumpfte Beerenhäute<br />

führten zu hoher Konzentration.<br />

Die Weine haben eher geringe Gesamtsäuren,<br />

aber paradoxerweise auch einen<br />

niedrigen pH-Wert. Manche Winzer ziehen<br />

Vergleiche mit dem Jahrgang 2005 –<br />

an der Nordrhône spricht etwa Michel<br />

Chapoutier von einem »Jahrhundertjahrgang«.<br />

Bei niedrigen Erträgen hätten<br />

die Weine trotz ihres »solaren« Charakters<br />

Balance und eine große Frische.<br />

ITALIEN HERVORRAGEND IN MITTEL- UND SÜDITALIEN, SCHWIERIG IM NORDEN<br />

W<br />

ährend das öffentliche Leben<br />

zum Stillstand kam, ging es in<br />

der Natur beständig weiter.<br />

Frühjahr und Sommer verliefen wie aus<br />

dem Bilderbuch, das Wetter war warm<br />

und sonnig, im Juli gab es zwar Spitzen<br />

um die 40 Grad, aber Regen fiel ausreichend<br />

und zum richtigen Zeitpunkt. So<br />

ging das in weiten Teilen Italiens bis Ende<br />

August. Dann gab es im Norden einen Wetterumschwung.<br />

Im Valpolicella verwüstete<br />

Hagel große Gebiete, im Trentino, in Südtirol<br />

und im Friaul gab es ab Mitte September viel<br />

Regen. Da waren aber die Weißen und auch<br />

einige Rote schon im Keller. Stephan Filippi,<br />

Kellermeister der Kellerei Bozen, zeigt sich<br />

»erfreut über die hohe Qualität«, man habe<br />

»gut auf die Wetterverhältnisse reagiert und<br />

gesundes, reifes Traubengut lesen können.<br />

Vor allem beim Lagrein erwarten wir einen<br />

exzellenten Jahrgang 2020.«<br />

Weiter im Süden herrscht eitel Wonne. Pio<br />

Cesare im Piemont vergleicht 2020 gar mit<br />

dem herausragenden Jahrgang 2<strong>01</strong>6. Viel<br />

verspricht man sich vom Jahrgang auch<br />

in der Toskana. Lamberto Frescobaldi:<br />

»September war bei uns warm und sonnig.<br />

Sangiovese konnte perfekt ausreifen,<br />

und sowohl bei Rufina als auch bei Chianti<br />

Classico und Brunello erwarten wir<br />

uns herausragende Qualitäten.« Ähnlich<br />

die Einschätzung ganz im Süden. Alessio<br />

Planeta vom gleichnamigen Weingut in Sizilien<br />

meint: »Das einzig Gute an 2020 war<br />

die Qualität der Trauben, die wir einbringen<br />

konnten. Einzig die Mengen liegen um 15 bis<br />

20 Prozent unter dem langjährigen Mittel.«<br />

Was sonst zu großem Jammer führen würde,<br />

nimmt nun allerdings Verkaufsdruck. Und es<br />

gab auch Regionen, in denen die Erntemenge<br />

gestiegen ist: Sardinien meldet plus 20, Lombardei<br />

und Emilia Romagna plus zehn Prozent,<br />

so dass sich die Ertragsminderung für<br />

ganz Italien auf zwei Prozent beschränkt.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

54 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

SPANIEN UNGEWÖHNLICHE VORAUSSETZUNGEN<br />

Das Jahr 2020 wird den spanischen<br />

Weinproduzenten wohl lange in Erinnerung<br />

bleiben. Zum einen sorgte<br />

die Covid-Pandemie für Personalengpässe<br />

während der Vegetationsperiode, zum anderen<br />

machte eine in Spanien nahezu unbekannte<br />

Rebenplage den Winzern zu schaffen:<br />

der echte Mehltau. Hohe Temperaturen<br />

im Frühling und starke Regenfälle sorgten<br />

in vielen Regionen des Landes für nahezu<br />

tropische Wetterkonditionen. Sogar im<br />

sonst sehr trockenen Priorat fiel im Frühling<br />

übermäßig viel Regen: perfekter Nährboden<br />

für Pilzkrankheiten wie den erwähn-<br />

ten echten Mehltau. Regionen wie Rioja,<br />

Galizien und Penedès litten besonders<br />

unter dessen Auswirkungen. In der Region<br />

Penedès verloren einige Produzenten<br />

bis zu drei Viertel der Erntemenge. Lediglich<br />

Ribera del Duero blieb dank seiner<br />

Höhenlage verschont. Dafür führten<br />

in der Prestige-Region Regenfälle während<br />

der Ernte zu Unterbrechungen derselben.<br />

Richtig rund lief es also kaum irgendwo.<br />

Außerdem litten die spanischen<br />

Winzer aufgrund der Covid-Situation unter<br />

großen Absatzschwierigkeiten, manche Betriebe<br />

sprachen von bis zu 80 Prozent<br />

Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Um<br />

übervolle Keller zu vermeiden, entschieden<br />

sich einige Regionen deshalb für Mengenbeschränkungen<br />

für die jüngste Ernte. In<br />

Rioja beispielsweise durften nur 90 Prozent<br />

geerntet werden. Hinsichtlich der erwarteten<br />

Weinqualität zeigen sich die spanischen<br />

Produzenten jedoch optimistisch und sprechen<br />

von charakterstarken, frischen Rotund<br />

Weißweinen mit lebendiger Frucht und<br />

großem Reifepotenzial.<br />

PORTUGAL<br />

ZU TROCKEN, ZU WARM<br />

– UND DENNOCH GUT<br />

E<br />

in kompliziertes Jahr stand 2020<br />

den Winzern Portugals ins Haus.<br />

Wie praktisch überall in Europa<br />

trieben die Reben früh aus. Im Sommer<br />

gingen Hitzewellen über das Land, die<br />

selbst für portugiesische Verhältnisse ungewöhnlich<br />

hohe Temperaturen mit sich<br />

brachten. Während der Sommermonate<br />

Juni und Juli blieb es etwa am Douro<br />

komplett trocken, sodass eine darauf folgende<br />

Niederschlagsperiode im August<br />

höchst willkommen war. Die Lese begann<br />

früh – Anfang September – und sie verlief<br />

schnell. Fast alle Sorten wurden gleichzeitig<br />

reif, was manche Erzeuger dazu nützten,<br />

beispielsweise Touriga Nacional und<br />

Touriga Franca gemeinsam zu vergären.<br />

Auch die übliche Abfolge zwischen den diversen<br />

Douro-Teilregionen war 2020 so<br />

gut wie aufgehoben. Aufgrund der kleinen<br />

Beeren fielen die Erträge gering aus. Die<br />

Port-Produzenten berichten von sehr<br />

dunklen, hoch konzentrierten Weinen.<br />

Paradoxerweise scheint allerdings die<br />

stark unter Hitze und Trockenheit leidende<br />

Sorte Touriga Nacional sehr gute<br />

Ergebnisse gebracht und zugleich auch<br />

die Säure gut gehalten zu haben. Dabei<br />

brachten oft Osthänge bessere Ergeb-<br />

nisse als Südlagen. Und eine weitere Besonderheit<br />

macht den Port-Jahrgang<br />

2020 einzigartig: Wegen der Covid-19-Vorkehrungen<br />

war die traditionelle<br />

Kelterungsweise des Stampfens<br />

der Trauben mit den Füßen in diesem<br />

Jahr nicht zulässig – Kollege Roboter<br />

hat diese Arbeit übernommen.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

56 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

KALIFORNIEN FRISCHE IM FEUER-JAHR<br />

N<br />

eben<br />

den von Covid verursachten<br />

Sorgen hatten die kalifornischen<br />

Winzer 2020 während der<br />

Weinlese auch noch zusätzlich mit rekordverdächtigen<br />

Waldbränden zu<br />

kämpfen. Wer sich an die furchtbaren<br />

Bilder zurückerinnert, wird kaum glauben<br />

können, dass am Ende weniger als<br />

20 von insgesamt 4200 Betrieben von<br />

nennenswerten Schäden an den Kellereien<br />

berichteten. Mit den durch die tagelange<br />

Rauchentwicklung entstandenen Problemen<br />

haben deutlich mehr Weingüter zu kämpfen,<br />

hier kam es bei den später reifenden<br />

Sorten, allen voran beim Cabernet Sauvignon,<br />

zu teils gravierenden Einschnitten.<br />

Von der Qualität der Jungweine an sich<br />

zeigen sich die Produzenten durchwegs<br />

begeistert. Ein relativ kühler und milder<br />

Witterungsverlauf, gefolgt von einer heißen<br />

Periode im August, erlaubte eine um<br />

zwei Wochen frühere Ernte als sonst, die<br />

Trauben waren kleinbeerig und die Aromen<br />

in den Beeren konzentriert. Alle Weine<br />

aus Traubenmaterial, das vor dem Ausbruch<br />

der Feuer geerntet wurde, zeigen sich<br />

toll, beim Rest werden strenge Selektionen<br />

die Mengen stark reduzieren.<br />

ARGENTINIEN ERNTE SO FRÜH WIE NIE<br />

D<br />

ieses Jahr wird man in Argentinien<br />

nicht so schnell vergessen:<br />

Es brachte die früheste Weinlese,<br />

an die man sich hier erinnern kann. Einem<br />

kalten, trockenen Winter war ein<br />

heißer Sommer mit 70 Prozent weniger<br />

Niederschlag gefolgt, die Beeren der<br />

Trauben waren dadurch winzig und reiften<br />

extrem schnell heran. Am Ende wurden<br />

die Weißweine zwei Wochen, die<br />

Rotweine in einigen Fällen sogar ein Monat<br />

vor dem üblichen Termin geerntet. Frost<br />

und Hagel reduzierten die Erntemenge im<br />

Uco Valley, Spitzenzonen wie Gualtallary,<br />

La Consulta, Altamira und San Pablo<br />

waren davon betroffen. Es erforderte<br />

von den Winzern eine große logistische<br />

Leistung, den richtigen Reifezeitpunkt<br />

zu erwischen und überreife Noten zu<br />

vermeiden. Den Konsumenten erwarten<br />

tieffarbige, komplexe und fruchtbetonte<br />

Rotweine von erstaunlicher Frische, teilweise<br />

in fantastischen Qualitäten, aber<br />

in entsprechend geringeren Mengen.<br />

Weniger einfach war die Situation für den<br />

spätreifenden Cabernet Sauvignon, hier<br />

fehlt es manchmal an der nötigen Balance.<br />

Fazit: ein bemerkenswertes Jahr.<br />

CHILE HEISS UND TROCKEN, TOLLE CABERNETS<br />

A<br />

uch aus Chile wird ein frühes,<br />

sehr warmes und trockenes Jahr<br />

gemeldet, hier konnten allerdings<br />

bei den wichtigen Sorten Cabernet Sauvignon<br />

und Carménère sehr gute Ergebnisse<br />

erzielt werden. Weniger zufrieden<br />

ist man mit dem Merlot, der unter dem<br />

anhaltenden Trockenstress stärker zu leiden<br />

hatte als andere Rotweinsorten. In<br />

Maipo erntete man zwei Wochen früher<br />

und die Menge fiel rund ein Fünftel kleiner<br />

aus, in Aconcagua waren die Leseverluste<br />

geringer. Dank der kleinen Beeren und geringen<br />

Erträge waren die Säurewerte in den<br />

Jungweinen überdurchschnittlich hoch,<br />

was nach der Vinifikation zu einer sehr<br />

angenehmen, lebendigen Frische in den<br />

Rotweinen führte. Oft sind die sehr heißen<br />

Jahre in Kombination mit anhaltender<br />

Trockenheit nicht die besten, diesmal<br />

spielten die bestimmenden Faktoren<br />

aber den Winzern in die Hände. Auch<br />

mit den Weißweinen ist man sehr glücklich,<br />

die Chardonnays aus Limarí zeigen<br />

sich zwar konzentriert, verfügen aber über<br />

eine überzeugende Frische. In Itata und<br />

Biobío im Süden sorgten Frost und Trockenheit<br />

für empfindliche Verluste.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

58 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Wein- und Genussreisen<br />

auf dem Fluss.<br />

Die 2. Person<br />

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Nürnberg<br />

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beschauliche Wertheim bei einem kulinarischen Rundgang oder<br />

blicken Sie hinter die Kulissen eines Gourmet-Restaurants.<br />

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Frankfurt-Passau: 10.05. - 18.05., 09.06. - 17.06.<br />

Passau-Frankfurt: 18.05. - 26.05., 17.06. - 25.06.<br />

Code: FSFEB1FRP-SPI<br />

Code: FSFEB1PAF-SPI<br />

Wiesbaden<br />

Wertheim<br />

Frankfurt<br />

DEUTSCHLAND<br />

Würzburg<br />

Main<br />

Bamberg<br />

Rothenburg<br />

ob der Tauber<br />

Main-Donau-Kanal<br />

Nürnberg<br />

Regensburg<br />

Donau<br />

Passau<br />

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Angebot gilt nur für Neubuchungen. Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Es gilt die Reisebestätigung des Veranstalters. Dies ist eine Aktionsreise. Es gelten besondere<br />

Storno- und Umbuchungsbedingungen gemäß den AGB der nicko cruises Schiffsreisen GmbH.


wein / SO WIRD DER JAHRGANG 2020<br />

SÜDAFRIKA GUTE MENGEN, TOLLE WEINE<br />

Das Weinland am Südkap blickt<br />

auf ein tolles Jahr zurück, denn<br />

hier hat 2020 so ziemlich alles<br />

gepasst. Durchgängig herrschten optimale<br />

Bedingungen für die Rebe, eine<br />

recht windige Phase während der Blüte<br />

und der Beerenausbildung führte zu kleineren<br />

Früchten und lockeren Trauben.<br />

Die wichtigsten Anbauzonen wie Stellenbosch,<br />

Paarl, Breedekloof, Cape<br />

South Part und Swartland dürfen sich nicht<br />

nur über tolle Qualitäten, sondern auch<br />

über sehr gute Erntemengen freuen, insgesamt<br />

verzeichnete Südafrika ein Plus von<br />

8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr,<br />

Frostprobleme gab es nur in North Cape<br />

Part. Mit der anhaltenden Trockenheit zu<br />

kämpfen hatten Winzer in Klein Karoo<br />

und Teilen der Region Robertson. Weißweinfreunde<br />

kommen mit exzellenten<br />

Chenins Blancs und sehr guten Chardonnays<br />

voll auf ihre Rechnung, die Rotweine<br />

zeigen sich tieffärbig, komplex und<br />

ausgestattet mit reifem Tannin. Das Potenzial<br />

des Jahres ist also sehr hoch einzuschätzen,<br />

man darf sich auf eine breite Palette<br />

von Pinot Noir bis Pinotage, aber auch auf<br />

facettenreiche, reife Weißweine freuen.<br />

AUSTRALIEN WENIGER IST MEHR<br />

I<br />

n Australien erntete man 2020 so<br />

wenig wie zuletzt im Jahr 2007.<br />

Die Erntemenge lag bei rund 1,5<br />

Millionen Tonnen, womit sie etwa um<br />

zwölf Prozent niedriger als im Vorjahr<br />

und rund 13 Prozent niedriger als im<br />

Zehnjahres-Durchschnitt (1,75 Millionen<br />

Tonnen) ausfiel. Zu Beginn des Jahres<br />

wüteten schwere Waldbrände auf<br />

dem Kontinent, wobei ein Viertel der<br />

gesamten Weinanbaufläche Australiens betroffen<br />

war. Die Schäden für die Weinindustrie<br />

hielten sich jedoch glücklicherweise<br />

in Grenzen. Lediglich drei Prozent der ge-<br />

samten Erntemenge, oder etwa 40.000<br />

Tonnen Trauben, fielen den Flammen<br />

und ihren direkten Auswirkungen zum<br />

Opfer. Die Einzelschicksale der Weinproduzenten<br />

spiegelt diese Zahl jedoch<br />

kaum wider, denn die Brände betrafen<br />

vor allem kleinere Weingüter im Süden<br />

und Osten des Landes, die teils ihre gesamte<br />

Erntemenge verloren.<br />

Zur Erntezeit sorgten dann kühlere<br />

Temperaturen für optimale Traubenreife,<br />

sodass sich Weinliebhaber auf qualitativ<br />

hochwertige 2020er-Tropfen aus Down<br />

Under freuen dürfen.<br />

NEUSEELAND KÜHLES JAHR, TOLLE WEISSE<br />

Hier gilt es, den mengenmäßig<br />

drittstärksten Jahrgang der letzten<br />

Dekade zu vermelden – und<br />

die Qualitäten sind gut ausgefallen. Im<br />

Vergleich zu 2<strong>01</strong>8 war 2020 ein sehr<br />

spätes Jahr, in manchen Regionen wie<br />

Central Otago begann die Weinlese erst<br />

zu einem Zeitpunkt, wo sie vor zwei Jahren<br />

bereits abgeschlossen war. In den<br />

Weingärten kam es während der Vegetation<br />

und Reifeperiode zu keinerlei nennenswerten<br />

Problemen, es war ein trockener,<br />

aber kein ausgesprochen warmer Jahrgang.<br />

In Marlborough zeigt man sich enthusias-<br />

tisch über die Frische und Frucht des<br />

Sauvignon Blanc, jener Sorte, die sich<br />

zur Leitsorte des Landes entwickelt hat.<br />

Aber auch Riesling und Pinot Gris haben<br />

von diesem feinen, kühlen Jahr profitiert.<br />

In Hawke’s Bay berichten die Kellermeister<br />

von sehr gelungenen Rotweinen,<br />

von Syrah bis Cabernet Sauvignon,<br />

viele zählen den Jahrgang schon jetzt zu<br />

den Besten. Deutlich geringer – um 28<br />

Prozent im Vergleich zu 2<strong>01</strong>9 – fiel die Ernte<br />

in Central Otago aus, wo manche Winzer<br />

wegen der kühlen Bedingungen zu kämpfen<br />

hatten, um die volle Reife zu erreichen.<br />

<<br />

Fotos: Shutterstock<br />

60 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


BREITLING<br />

DIE NEUE CHRONOMAT<br />

Die komplett neu gestaltete Chronomat-Damen- & Herrenkollektion ist mit<br />

ihrer beispiel- sowie zeitlosen Eleganz definitiv die erste Wahl für Männer und<br />

Frauen, denen Zielstrebigkeit, Action und Stil gleichermaßen wichtig sind.<br />

Zeitlos und wunderschön<br />

präsentiert sich die<br />

neue Chronomat-<br />

Damenkollektion<br />

von Breitling.<br />

Die neue<br />

Chronomat 42<br />

für Herren<br />

überzeugt<br />

durch edle,<br />

schlichte<br />

Eleganz.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Die Chronomat nimmt einen<br />

wichtigen Platz in Breitlings<br />

Geschichte ein. Im Jahr 1984,<br />

als extradünne Quarzuhren an<br />

der Tagesordnung waren, setzte Breitling<br />

mutig auf eine beeindruckende mechanische<br />

Uhr, die sich als Gewinnerin erwies und<br />

zu einer Ikone ihrer Ära wurde. Beinahe<br />

40 Jahre später spricht nun die neu gestaltete<br />

Chronomat die heutige Generation von<br />

Männern und Frauen an, denen Zielstrebigkeit,<br />

Action und Stil wichtig sind.<br />

Die neue Breitling Chronomat ist eine<br />

universell einsetzbare Sportuhr, die sowohl<br />

auf dem roten Teppich als auch am Strand<br />

eine gute Figur macht. Ihre Merkmale erinnern<br />

an den klassischen Namensvetter aus<br />

den 1980er-Jahren und machen sie unver­<br />

kennbar. Das auffällige Rouleaux-Armband<br />

mit Doppelfaltschließe bringt den modernen<br />

Retrostil von Breitling perfekt zum<br />

Ausdruck, ebenso wie die charakteristische<br />

Drehlünette mit Reitern. Die neue Chronomat<br />

feiert eine bedeutende Zeit in Breitlings<br />

Geschichte und zeichnet zugleich eine klare<br />

Vision für die Zukunft.<br />

CHRONOMAT 36 UND 32 – DIE<br />

NEUE KOLLEKTION FÜR FRAUEN<br />

Charlize Theron, Misty Copeland und Yao<br />

Chen sind die neuen Werbeikonen für Breitling,<br />

und somit hat sich der Uhrenhersteller<br />

für diese neue Kollektion von den Breitling-<br />

Frauen selbst inspirieren lassen, die die<br />

#SQUADONAMISSION-Kampagne prägen:<br />

herausragende Frauen, denen Action,<br />

Zielstrebigkeit und Stil wichtig sind. Die<br />

atemberaubenden Uhren der Chronomat-<br />

Kollektion für Frauen sind mit dem legendären<br />

Rouleaux-Armband mit Doppelfaltschließe<br />

ausgestattet, das ebenso robust wie<br />

elegant ist. Wie alle Breitling-Uhren sind<br />

auch die Chronomat-Modelle COSC-zertifizierte<br />

Chronometer. Diese unabhängige<br />

Überprüfung ist eine Garantie für ihre absolute<br />

Schweizer Genauigkeit.<br />

Schwimmer, Surfer, Taucher und sogar<br />

Badewannennixen schätzen es, dass die<br />

Modelle bis 100 Meter wasserdicht sind.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

breitling.com<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 61


QUAL DER WAHL<br />

Das Sortiment von Erich Scheiblhofer aus Andau im Burgenland ist vielfältig.<br />

Eine Qual, den Wein seines Geschmacks zu entdecken, ist es aber nie,<br />

denn Erich Scheiblhofer veranstaltet mit seinen einfachen, für den täglichen Genuss<br />

gekelterten Weinen bis hin zu seinen Topweinen ein rotes Gaumenfest.<br />

Dass 2<strong>01</strong>9 ein ganz großer Jahrgang<br />

für burgenländische Rotweine<br />

sein wird, haben letzten<br />

Herbst bereits die Jungweine<br />

gezeigt. Zum wiederholten Mal sicherte<br />

sich das Weingut Scheiblhofer in dieser<br />

Kategorie den Sieg mit seiner Premium<br />

Cuvée 2<strong>01</strong>9. Nun sind bereits weitere<br />

Cuvées des Hauses aus diesem Paradejahrgang<br />

gefüllt und verfügbar. Allen voran<br />

<strong>Österreich</strong>s bekanntester Rotwein, Big<br />

John, der seit Jahrzehnten das Publikum<br />

begeistert. Die etwas ungewöhnliche<br />

Zusammenstellung aus Zweigelt, Pinot<br />

Noir und Cabernet Sauvignon zeigt den<br />

Mut zur Entdeckung neuer Geschmacks­<br />

welten, die auch eine breite Basis erreichen.<br />

The Legends ist hingegen eine klassische<br />

Cuvée nach Vorbild des Bordeaux. Merlot<br />

und Cabernet Sauvignon, Rebsorten die<br />

Erich Scheiblhofer auch zu reinsortigen<br />

Highlights macht, stehen für das internationale<br />

Format des Weinguts. Bei Mordor<br />

hingegen ist der Name Programm. Die<br />

Blaufränkischtrauben, die neben Cabernet<br />

Sauvignon, Merlot und Syrah die Hauptrolle<br />

spielen, stammen aus dem Mittelburgenland,<br />

und schon das äußere Erscheinungsbild<br />

der Flasche zeigt, dass hier Wege<br />

zu neuen Ufern beziehungsweise anderem<br />

Terroir eingeschlagen wurden, allerdings im<br />

typischen Scheiblhofer-Style. Auch The<br />

62<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WEINGUT SCHEIBLHOFER<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Peak of Glory tanzt aus der Reihe, wenn<br />

man nur die Ausstattung betrachtet. Das<br />

Etikett, das übrigens wie bei so gut wie allen<br />

anderen Weinen auch im Siebdruckverfahren<br />

erstellt wird, macht schon allein die Flasche<br />

zu einem Sammlerobjekt. Der Inhalt<br />

ist ein perfekter Mix aus heimischem Zweigelt,<br />

gewürzt mit Bordelaiser Esprit, der<br />

nebenbei trotz seiner Jugend oder gerade<br />

deshalb noch Funken des Ausbaus in neuen<br />

Barriques versprüht.<br />

TRAUMJAHRGANG 2<strong>01</strong>7<br />

Wer lieber zu Gereifterem aus dem Weingut<br />

Scheiblhofer greift, kann das mit den reinsortigen<br />

Weinen aus der »The«-Serie des<br />

Hauses tun. Es gibt noch ein paar Flaschen<br />

von The Merlot, The Cabernet Sauvignon<br />

und The Shiraz aus dem fabelhaften Weinjahrgang<br />

2<strong>01</strong>7. Im Burgenland hat hier<br />

alles gepasst, von der Vegetationsperiode<br />

bis hin zur Lese. Ein Jahr, an das sich viele<br />

erinnern, ein Herbst wie aus dem Bilderbuch.<br />

Mit allen drei Weinen hat der sympathische<br />

Kellermeister schon zahlreiche Auszeichnungen<br />

eingeheimst. Es sind neben<br />

Zweigelt, der den größten Anteil in seinen<br />

Weingärten einnimmt, seine absoluten Lieblingssorten.<br />

Und die hohe Anerkennung, die<br />

das Weingut genießt, hat wohl nicht nur<br />

mit Big John, sondern auch mit diesen Topweinen<br />

des Hauses zu tun.<br />

Auch 2<strong>01</strong>8 war ein sehr gutes Jahr und<br />

ist nun schon in ein Stadium getreten, das<br />

die erste Jugendphase abgelegt hat und jetzt<br />

mit den Sekundäraromen besticht. The<br />

Zweigelt, The Cabernet Franc und The<br />

Pinot Noir, beide erstmals reinsortig vom<br />

Jahrgang 2<strong>01</strong>7 erschienen, bringen das<br />

typische Rebsortenprofil gepaart mit dem<br />

unverkennbaren Scheiblhofer-Touch auf<br />

den Punkt. 2<strong>01</strong>7 erschien übrigens auch<br />

erstmals The Great Bustard, eine Cuvée,<br />

die, dominiert von Merlot, auch Anteile<br />

von Zweigelt und Cabernet Sauvignon harmonisch<br />

vereint. Dass es sich auch dabei<br />

um einen sehr speziellen Wein handelt, zeigt<br />

die Großtrappe, die hier ihre Schwingen<br />

zum Flug ansetzt. 2<strong>01</strong>8 ist nach dem Erstlingswerk<br />

wieder ein Überflieger.<br />

VOM LEITHAGEBIRGE<br />

Die Sorte Blaufränkisch und Freundschaften<br />

haben Erich Scheiblhofer schon zehn<br />

Jahre zuvor ans andere Ufer des Neusiedler<br />

Sees zum Leithagebirge gezogen. 2007 feierte<br />

Blaufränkisch Jois, eine Gemeinde am<br />

nordwestlichen Rand des Sees, Premiere.<br />

Und mit 2<strong>01</strong>8 präsentiert Scheiblhofer zum<br />

wiederholten Mal diesen facettenreichen<br />

Roten aus der Nachbarregion. Nur zwei<br />

Ortschaften weiter, in Breitenbrunn, vinifiziert<br />

er gemeinsam mit seinem Freund Florian<br />

Gayer nur in Ausnahmejahrgängen seine<br />

Interpretation eines Supertuscan, den Praittenbrunn.<br />

Nach 2<strong>01</strong>1, 2<strong>01</strong>2 und 2<strong>01</strong>3 ist<br />

aktuell 2<strong>01</strong>5 auf dem Markt. Eigentlich<br />

hätte im Vorjahr dazu eine große, internationale<br />

Probe stattfinden sollen, die sicher für<br />

Aufmerksamkeit gesorgt hätte, und lange<br />

hat man den Wein zurückgehalten. Corona<br />

hat das leider unmöglich gemacht, aber die<br />

gute Nachricht ist: Wein ist virenfrei, und<br />

damit man sich nicht noch länger gedulden<br />

muss, ist der Blend aus Merlot und Cabernet<br />

Sauvignon nun endlich erhältlich.<br />

INFO<br />

Weingut Scheiblhofer<br />

Halbturner Straße 1<br />

7163 Andau<br />

T: +43 2176 2610<br />

office@scheiblhofer.at<br />

scheiblhofer.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 63


wein/ 250 JAHRE BLAUER PORTUGIESER<br />

BLAUER PORTUGIESER:<br />

SEIT 250 JAHREN<br />

EIN ECHTER<br />

OSTERREICHER<br />

Bereits im 18. Jahrhundert begann die Karriere des leichten<br />

Rotweins. Zwischenzeitlich entwickelte sich die autochthone Sorte<br />

zur beliebtesten blauen Traube des Landes. Doch der Siegeszug der<br />

internationalen Trendsorten wie Merlot oder Cabernet Sauvignon<br />

drängte den Blauen Portugieser zunehmend ins Abseits.<br />

Dabei hätte diese Spezialität viel zu bieten.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

Der Blaue Portugieser reift<br />

früher als viele andere<br />

Rotweinsorten und kommt<br />

auch mit sandigen Böden<br />

sehr gut zurecht.<br />

Fotos: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picturedesk.com, beigestellt<br />

64 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


LOW<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

65


wein/ 250 JAHRE BLAUER PORTUGIESER<br />

Wenn man wissen will,<br />

wo die traditionsreiche<br />

Sorte Blauer<br />

Portugieser im Jahr<br />

<strong>2021</strong> steht, muss man<br />

nur die Weinkarten führender Restaurants<br />

oder das Angebot der größten Weinhändler<br />

des Landes durchblättern. Die Antwort:<br />

nirgendwo. Dabei war der Portugieser noch<br />

vor 40 Jahren die am meisten angebaute<br />

Rotweinsorte in <strong>Österreich</strong>. Doch seither<br />

wurde die Anbaufläche – völlig gegen den<br />

Rotweintrend – um mehr als die Hälfte<br />

reduziert und die Sorte in die völlige<br />

Bedeutungslosigkeit entlassen.<br />

Nichtsdestotrotz nimmt der Blaue<br />

Portugieser in <strong>Österreich</strong>, gemessen an<br />

der bepflanzten Fläche, mit 1265 Hektar<br />

immer noch den dritten Rang ein hinter<br />

Zweigelt (6300 Hektar) und Blaufränkisch<br />

(2800 Hektar), das sind immerhin 8,5<br />

Prozent der heimischen Rotweinfläche und<br />

2,7 Prozent aller österreichischen Weinberge<br />

insgesamt. Wobei – etwa die Hälfte aller<br />

Portugieser-Weingärten in <strong>Österreich</strong> hat<br />

ein Bestandsalter von 30 oder mehr Jahren.<br />

Warum aber wird dieser immer noch<br />

relativ weitverbreiteten Sorte so<br />

wenig Liebe entgegengebracht? Ist<br />

die Karriere dieser Rebsorte am<br />

Ende? Und: Wäre es überhaupt<br />

sinnvoll, den Blauen Portugieser vor<br />

dem Schicksal anderer heimischer<br />

Weinspezialitäten wie dem Neuburger oder<br />

dem legendären Zierfandler (von dem es<br />

heute keine 80 Hektar mehr gibt) zu<br />

bewahren, die Schritt für Schritt verschwinden?<br />

Zudem: Viel ist heutzutage vom<br />

»Feinkostladen <strong>Österreich</strong>« und all den<br />

autochthonen Sorten die Rede, die Realität<br />

sieht allerdings anders aus. Internationale<br />

Varietäten wie Chardonnay, Cabernet<br />

Sauvignon oder Merlot stehen heute global<br />

in der Gunst der Winzer und Konsumenten<br />

– nur allzu oft austauschbar und gleichzeitig<br />

mit wenig Aussicht, irgendwann zu den<br />

wirklich Besten gezählt zu werden.<br />

EINE HISTORISCHE SORTE<br />

Bis vor vier Jahren hielt sich jahrhundertelang<br />

die Mär, der Blaue Portugieser stamme<br />

tatsächlich aus Portugal – immerhin hieß er<br />

Alexander Stauffer aus Flomborn<br />

in Rheinhessen in Deutschland<br />

verarbeitet Trauben vom wurzelechten<br />

Blauen Portugieser.<br />

SEINE KARRIERE<br />

BEGANN 1770 IN BAD<br />

VÖSLAU, 100 JAHRE<br />

SPÄTER TRANK MAN IHN<br />

AUCH IN LONDON. HEUTE<br />

IST DER PORTUGIESER<br />

JEDOCH VERGESSEN.<br />

Fotos: Melanie Hubach Photographie, x-default, WSNA, beigestellt<br />

66 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


früher auch einmal Oporto-Rebe. Denn in<br />

der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts<br />

hatte der steinreich gewordene Bankier<br />

Johann von Fries die Herrschaft Vöslau im<br />

Süden Wiens erworben, wo fast ausschließlich<br />

Weißweinbau betrieben wurde. Fries,<br />

der Rotwein bevorzugte, ließ also auch<br />

blaue Reben auspflanzen. Ein wenig<br />

Mährische (Blaufränkisch) gab es bereits,<br />

um das Jahr 1770 ließ der Freiherr seinen<br />

Hauern »Bündel mit Schnittreben zur<br />

Auspflanzung übergeben, die er auf<br />

Anraten seines portugiesischen Agenten<br />

hatte kommen lassen, um diese so vorzügliche<br />

blaue Rebgattung auf seiner Herrschaft<br />

Fesselau einzubürgern«. Woher man<br />

die Reben tatsächlich bezog, lässt sich<br />

heute nicht mehr erschließen, Ende der<br />

ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts tippten<br />

Experten aber bereits auf die Steiermark<br />

als Ursprung – was sich fast 200<br />

Jahre später aufgrund von Genanalysen<br />

als richtig herausstellen sollte.<br />

Schnell wurden die Vorzüge der frühreifen<br />

Rotweinsorte mit ihrem blumigen Duft<br />

und milden Charakter erkannt, und sie<br />

verbreitete sich unter dem Namen »Vöslauer«<br />

zunächst im direkten Umland. Dennoch<br />

blieb Rotwein auch weiterhin ein exklusives<br />

Minderheitenprogramm in der Region.<br />

Aus dem Jahr 1798 hat sich die Einladung<br />

zu einer öffentlichen Weinversteigung<br />

erhalten, in welcher der Hofkeller der<br />

Herrschaft Vöslau rund 530 Eimer (oder<br />

30.000 Liter) seiner Eigenbauweine,<br />

darunter eine kleine Menge Rotweine,<br />

anbietet. Verkauft werden »drei Eimer vom<br />

1788er Burgunder Vöslauer, sieben Eimer<br />

vom 1795er Burgunder und schließlich<br />

zwölf Eimer vom rothen Vöslauer aus<br />

1797« – also insgesamt ganze 1245 Liter<br />

Rotwein. Mit »Burgunder« ist hier die<br />

Rebsorte Blaufränkisch, mit »Vöslauer«<br />

eben der Blaue Portugieser angesprochen,<br />

der dann einige Jahre später auch in<br />

der Steiermark unter dem Namen<br />

»Feßlauer« in den Weingärten<br />

der Herrschaft Herberstein zu<br />

finden war.<br />

Thomas Pfaffmann vom<br />

Weingut Pfaffmann in<br />

der Pfalz pflegt einen<br />

Portugieser-Weingarten, der<br />

bereits 1931 gepflanzt wurde.<br />

Christoph und<br />

Heidi Bauer aus Jetzelsdorf<br />

im Pulkautal keltern den<br />

aktuell besten Blauen<br />

Portugieser <strong>Österreich</strong>s.<br />

RASANTER AUFSTIEG<br />

Der Wiener Kongress von<br />

1813 bis 1815 war nicht nur<br />

ein weltpolitisch bedeutsames<br />

Ereignis, er veränderte auch<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

67


wein/ 250 JAHRE BLAUER PORTUGIESER<br />

<<br />

die bis dahin im Vergleich zu Paris und<br />

London provinziell anmutende kulina rische<br />

Welt der Donaumetropole. Der legendäre<br />

französische Außenminister Talleyrand<br />

brachte Marie-Antoine Carême, den Vater<br />

der Drei-Sterne-Küche, nach Wien. Die<br />

internationalen Gäste hatten auch die<br />

besten Weine der Welt im Gepäck – und<br />

siehe da, der Rotwein aus Vöslau konnte<br />

mit den besten Burgundern mithalten.<br />

OB ALS FRUCHTIGER<br />

UND DUFTIGER<br />

JAUSENWEIN ODER IM<br />

BARRIQUE GESCHULT:<br />

PORTUGIESER ZEIGT<br />

SICH STETS LEBENDIG<br />

UND LEICHTFÜSSIG.<br />

Die Familie<br />

Seymann aus<br />

Karlsdorf im<br />

Weinviertel steht<br />

voll und ganz<br />

hinter der Pflege<br />

des Portugiesers.<br />

In den folgenden Jahrzehnten eroberte<br />

die Rebe das Weinviertel. Ab 1836<br />

entwickel ten die Grafen Kinsky die Region<br />

um Matzen zum zweiten Portugieser-Zentrum<br />

in Niederösterreich. Im »Ernestinerberger<br />

Weingebirge« bei Prottes lief seit<br />

1838 ein Versuch mit »schwarzen portugiesischen<br />

Reben von Vöslau und Gainfarn«,<br />

der Wein wurde im legendären Matzener<br />

Schlosskeller der gräflich Kinsky’schen<br />

Herrschaft verarbeitet. Hier wurden in<br />

einem dreigeschossigen, stufenlosen<br />

Kreuzkeller mit domartigem Zentralraum<br />

auch neuartige Weine wie Eiswein (ausgefroren)<br />

oder Feuerwein (durch Mostkonzentration)<br />

erzeugt.<br />

Im Jahr 1843 kreierte ein junger Mann<br />

namens Robert Schlumberger in Vöslau<br />

zum ersten Mal in <strong>Österreich</strong> einen<br />

Schaum wein nach Champagnermethode,<br />

indem er weißen Grundwein aus blauen<br />

Trauben verarbeitete. Er hatte dafür Blauen<br />

Portugieser gewählt, aus dem er später<br />

auch seinen berühmten Rotwein »Vöslauer<br />

Goldeck« entwickelte, der in der zweiten<br />

Hälfte des 19. Jahrhunderts in die ganze<br />

Welt exportiert wurde. Im Verschnitt mit<br />

etwas Blaufränkisch und kleinen Anteilen<br />

Cabernet und Merlot wurde der Portugieser<br />

so zur Basis des bekanntesten<br />

Rotweins und des ersten eingetragenen<br />

Markenweins der<br />

Donaumonarchie.<br />

Bereits in der Mitte des<br />

19. Jahrhunderts hielt der<br />

Portugieser auch Einzug in<br />

den Weingärten Deutschlands,<br />

aber auch in Mähren<br />

und Ungarn.<br />

Im Retzer Land fühlt sich der Blaue<br />

Portugieser besonders wohl,<br />

wie auch in den Weingärten von<br />

Michael Petricek aus Unternalb.<br />

BLUMIG UND MILD<br />

Was den Blauen Portugieser speziell<br />

in kühleren Weinbaugebieten so<br />

beliebt machte, war seine relativ frühe<br />

Reife und die Tatsache, dass er in Bezug auf<br />

Böden und Lage wenig wählerisch ist. Die<br />

Sorte ist auch sehr produktiv, was ihm,<br />

ähnlich wie dem Grünen Veltliner, den Ruf<br />

eines Massenträgers einbrachte. Legt man<br />

es allerdings nicht auf Quantität an und<br />

stehen ältere Reben zur Verfügung, dann<br />

ergibt der Portugieser durchaus anspruchsvolle<br />

und eigenständige Rotweine. Statt<br />

einen unkomplizierten, jung zu trinkenden<br />

Jausenwein erhält man dann einen farb-<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

68 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


wein/ 250 JAHRE BLAUER PORTUGIESER<br />

Jungwinzer<br />

Laurenz<br />

Schöfmann vom<br />

Weingut Anton<br />

Schöfmann in<br />

Haugsdorf im<br />

Weinviertel<br />

mag die Vielfalt<br />

des Blauen<br />

Portugiesers.<br />

Reserveweine von heute ergeben. Aber<br />

auch in Mähren, der Slowakei und in<br />

Ungarn bis ins warme Villány gedeihen<br />

Portugieser-Reben, die einst sogar den<br />

Weg in die Champagne gefunden haben.<br />

Ende 2<strong>01</strong>6 konnte dann endlich die<br />

Abstammung der Rebsorte von Experten<br />

des Julius-Kühn-Instituts am Geilweilerhof<br />

im deutschen Siebeldingen aufgeklärt und<br />

die Herkunft in Nordostslowenien, in der<br />

ehemaligen Untersteiermark, verortet<br />

werden. Mit dem ebenfalls von dort<br />

kommenden Blaufränkisch teilt sich die<br />

Sorte als natürliche Kreuzung einen<br />

Elternteil, die Blaue Zimmettraube. Der<br />

zweite Elternteil ist der Grüne Silvaner.<br />

Damit ist sicher: Mit Portugal hat der<br />

Portugieser nichts zu tun. Fest steht aber,<br />

dass es gut wäre, an geeigneten Standorten<br />

an der Sorte festzuhalten. Auch wenn der<br />

Portugieser nie der ganz große Rotwein<br />

sein wird, so verdient er es, mit seiner<br />

eigenständigen Aromatik und seinem<br />

sanften Wesen jenen Platz, den er sich<br />

in den letzten 250 Jahren erobert hat,<br />

auch zukünftig behalten zu dürfen.<br />

<<br />

<<br />

tiefen Rotwein mit blumigen Aromen<br />

nach Himbeeren, rotem Cassis und<br />

Veilchen, die im Bukett an feine Burgunder<br />

oder Côte-Rôtie erinnern, am Gaumen eine<br />

gute Frucht, samtige Tannine und frische<br />

Struktur. Ein komplexer, qualitätsorientiert<br />

vinifizierter Portugieser kann entgegen allen<br />

Vorurteilen durchaus gut reifen und zeigt<br />

eine unverwechselbare Persönlichkeit.<br />

Bauen auf den<br />

Portugieser:<br />

Herbert und<br />

Gertrud Studeny aus<br />

Obermarkersdorf und<br />

Christian Jassek aus<br />

Ragelsdorf (unten).<br />

DER PORTUGIESER VON HEUTE<br />

Leider hält sich die Zahl jener Enthusiasten,<br />

die den Blauer Portugieser mit Herzblut<br />

pflegen, in Grenzen. In <strong>Österreich</strong> ist heute<br />

nach wie vor das Weinviertel die Heimat<br />

der Sorte, das Dreieck Schrattenthal, Retz<br />

und Haugsdorf ist für den Blauen Portugieser<br />

aktuell der Kristallisationspunkt.<br />

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die<br />

Sorte auch in Deutschland heimisch, in den<br />

letzten Jahren hat sich der Bestand von fast<br />

5000 Hektar aber um die Hälfte reduziert.<br />

Auf sandigen Böden in der Pfalz stehen die<br />

alten Reben, welche die vielleicht besten<br />

Fotos: Martin Lifka Photography, Astrid Bartl, beigestellt<br />

70 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Mit Blick auf<br />

die Zukunft:<br />

Fondssparen.<br />

Schon ab 50 Euro im Monat.<br />

Dies ist eine Werbemitteilung.<br />

Das Veranlagen in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.<br />

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wein / 250 JAHRE BLAUER PORTUGIESER<br />

BEST OF<br />

BLAUER PORTUGIESER<br />

94<br />

92+<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 BLAUER PORTUGIESER<br />

RÉSERVE QBA TROCKEN<br />

Weingut Wageck Pfaffmann GbR<br />

Bissersheim, Pfalz, D<br />

Dunkles Rubingranat, fester Kern,<br />

dezente Ockerrandaufhellung. Mit<br />

zart balsamisch-würzigem Edelholztouch<br />

unterlegte reife Zwetschkenfrucht,<br />

nussig-tabakige Nuancen. Saftig,<br />

reife Kirschenfrucht, engmaschig<br />

gewobene Textur, feines Spiel aus<br />

Säure und runden Tanninen, mineralisch,<br />

extraktsüßer Abgang, gute Länge,<br />

sicheres Entwicklungspotenzial.<br />

wageck-weine.de, € 28,90<br />

2<strong>01</strong>8 PORTUGIESER<br />

WALPORZHEIMER KRÄUTER-<br />

BERG GOLDKAPSEL<br />

Peter Kriechel, Ahrweiler, Ahr, D<br />

Kräftiges Rubingranat, dunkler Kern,<br />

dezenter Ockerrand. Rauchig-mineralisch<br />

unterlegte Nuancen von Vanille<br />

und Gewürznelken, schwarze Beeren,<br />

dunkle Kirschen, feiner Schiefertouch.<br />

Komplex, saftig, frische Kirschen,<br />

Elsbeeren, salzige Textur, ein<br />

Hauch von Nougat im Abgang, schreit<br />

förmlich nach Rehfilet, bleibt gut haften,<br />

sicheres Reifepotenzial.<br />

weingut-kriechel.de, € 25,–<br />

2<strong>01</strong>8 PORTUGIESER HOLZFASS<br />

ORTSWEIN TROCKEN<br />

Weingut Grober Feetz<br />

Freyburg/Unstrut, D<br />

Kräftiges Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Ockerrandaufhellung.<br />

Nuancen von Feigen, Dörrpflaumen<br />

und Nougat, rotbeerig unterlegt,<br />

kandierte Orangenzesten. Saftig,<br />

elegant, reife Kirschenfrucht, feines<br />

Säuregerüst, angenehme Extraktsüße<br />

im Abgang, bleibt haften, ein<br />

sehr gut ausgewogener Begleiter<br />

bei Tisch.<br />

groberfeetz.de, € 15,–<br />

93<br />

92<br />

92<br />

2<strong>01</strong>8 GOLDBERG BLAUER POR-<br />

TUGIESER TROCKEN SELECTION<br />

Weingut Stauffer<br />

Flomborn, Rheinhessen, D<br />

Dunkles Rubingranat, fester Kern,<br />

dezente Ockerrandaufhellung. Mit<br />

einem Hauch von Veilchen unterlegte<br />

dunkle Beerenfrucht, zart nach<br />

Lakritze und Cassis, Noten von Dörrfeigen<br />

und Nougat. Saftig, elegant,<br />

reife Kirschen, finessenreiche, trinkanimierende<br />

Säurestruktur, zart nach<br />

Gewürznelken im Abgang, gute Länge,<br />

mineralisch, gutes Potenzial.<br />

weingutstauffer.de, € 12,50<br />

2<strong>01</strong>9 BLAUER PORTUGIESER<br />

Familie Neubauer<br />

Kleinhöflein-Retz, Weinviertel, Ö<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Zarte<br />

Kräuterwürze, frische Zwetschken,<br />

Brombeerkonfit, kandierte Veilchen<br />

im Hintergrund, tabakige Nuancen.<br />

Saftig, gute Komplexität, rund und<br />

harmonisch, frisches Säurespiel,<br />

feine Fruchtsüße im Nachhall, sehr<br />

sortentpyisch, verfügt über Länge<br />

und gutes Entwicklungspotenzial.<br />

weinbau-neubauer@utanet.at<br />

€ 6,–<br />

2<strong>01</strong>7 »EINZELSTÜCK«<br />

PORTUGIESER TROCKEN<br />

Markus Schneider<br />

Ellerstadt, Pfalz, D<br />

Kräftiges Rubingranat, violette<br />

Re flexe, dezente Ockerrandaufhellung.<br />

Mit einem Hauch von Nougatkaramell<br />

unterlegtes Brombeerkonfit,<br />

feine Röstaromen, einladendes<br />

Bukett. Saftig, elegant, feine Extraktsüße,<br />

rote Kirschen, runde Tannine,<br />

reife Pflaumenfrucht im Abgang, ausgewogen<br />

und vielseitig einsetzbar,<br />

bereits gut antrinkbar (ab Feb. <strong>2021</strong>).<br />

black-print.net, € 30,–<br />

93<br />

92<br />

91<br />

2<strong>01</strong>7 BLAUER PORTUGIESER<br />

PRIVAT BIO Christoph Bauer<br />

Jetzelsdorf, Weinviertel, Ö<br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Mit einem zarten Hauch von Edelholz<br />

und Havanna-Tabak unterlegte<br />

schwarze Waldbeerenfrucht, frische<br />

Zwetschken, zart nach Feigen, vielschichtiges<br />

Bukett. Stoffig, elegante<br />

Textur, zeigt gute Komplexität und<br />

reife, tragende Tannine, ein Hauch<br />

von Nougat im Abgang, feinwürzig<br />

und gut anhaftend, zeigt Länge.<br />

bauerwein.at, € 24,–<br />

2<strong>01</strong>9 BLAUER PORTUGIESER<br />

Weingut Petricek<br />

Unternalb, Weinviertel, Ö<br />

Dunkles Rubingranat, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Feinwürzig unterlegte schwarze<br />

Herzkirschen, ein Hauch von Kardamom<br />

und Nelken, etwas Nougat<br />

unterlegt. Komplex, saftig und<br />

elegant, feine Extraktsüße, reife<br />

Tannine, gute Frische, schokoladig<br />

im Abgang, ein kräftiger Sortenvertreter,<br />

ausgestattet mit gutem<br />

Reifepotenzial.<br />

petricek-wein.at, € 6,90<br />

2<strong>01</strong>9 BLAUER PORTUGIESER<br />

SELECTION<br />

Heidemarie Schnabl<br />

Retz, Weinviertel, Ö<br />

Mittleres Rubingranat, violette<br />

Re flexe, breitere Ockerrandaufhellung.<br />

Zarte florale Nuancen<br />

nach Hibiskus und Veilchen, frische<br />

Zwetschkenfrucht, dezenter Gewürztouch.<br />

Saftig, reife Herzkirschen,<br />

mineralische Textur, zarter Nougat,<br />

Brombeer konfit im Abgang, ausgewogen<br />

und bereits gut antrinkbar,<br />

verfügt über ansprechende Länge.<br />

jh-schnabl.at, € 6,20<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

72 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WEINGUT WINKLER-HERMADEN<br />

VON VULK AN &<br />

MEER GEPRÄGT<br />

Ein vor 2,5 Millionen Jahren entstandener Vulkan schuf beste Bedingungen<br />

für hervorragende Weine aus dem Vulkanland Steiermark.<br />

ADVERTORIAL Foto: beigestellt<br />

Die Familie Winkler-Hermaden<br />

bewirtschaftet 150 Hektar Forst<br />

und Landwirtschaft, davon<br />

37 Hektar Weingärten nach biologischen<br />

Richtlinien und betreibt ein Hotel<br />

und Restaurant im Schloss Kapfenstein.<br />

Das Ortsweingebiet Kapfenstein bietet auf<br />

kleinster Fläche eine Vielzahl an Kombinationen<br />

unterschiedlicher Böden und Mikroklimata.<br />

Vor 2,5 Millionen Jahren stieg<br />

der Kapfensteiner Vulkan aus den vorherrschenden<br />

Fluss- und Meeressedimenten empor.<br />

Die Flüsse füllten den Krater mit Wasser<br />

und bildeten einen Kratersee. Die Seesedimente<br />

verbanden sich mit den feinen Vulkanaschen<br />

und schufen das einzigartige Terroir<br />

auf dem Kapfensteiner Schlosskogel. In<br />

dieser kühlen Riede bringen der Grauburgunder<br />

Schlosskogel 1 STK und der Kapfensteiner<br />

Sauvignon Blanc feine salzige<br />

Nuancen mit langem Abgang hervor.<br />

VIELSCHICHTIGES VULKANLAND<br />

Die Kapfensteiner Ried Kirchleiten ist weniger<br />

vom Vulkan als vom Meer geprägt.<br />

Die tiefen, schottrigen Sandböden auf<br />

Opok werden tagsüber sehr warm und<br />

kühlen in der Nacht schnell ab. Die warmen<br />

Tage führen zu sehr reifen, gelbfruchtigen<br />

Aromen, und durch die kühlen Nächte<br />

bleibt die steirische Säure erhalten.<br />

Neben der Kirchleiten befindet sich das<br />

Hochplateau der Riede Rosenleiten mit<br />

wiederum sandig-schottrigen Sedimenten,<br />

aber einem kühleren Mikroklima. Der<br />

vorherrschende Wind und das Wäldchen<br />

im Süden führen zu niedrigeren Temperaturen<br />

und liefern reife Kernobstnoten mit<br />

Strohblumen und einer frischen Säure im<br />

Wechsel mit Nasser-Stein-Mineralität. Diese<br />

Vielschichtigkeit findet sich im ganzen<br />

Vulkanland Steiermark und wartet darauf,<br />

entdeckt zu werden.<br />

INFO<br />

Weingut Winkler-Hermaden<br />

Schloss Kapfenstein<br />

8353 Kapfenstein 105<br />

T: +43 3157 2322<br />

weingut@winkler-hermaden.at<br />

winkler-hermaden.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 73


wein / VULKANLAND STEIERMARK DAC<br />

IM LAND DER<br />

VIELFALT<br />

Die Winzer der südöstlichen Steiermark steuern klar auf<br />

Erfolgskurs. Mit dem Schwung der neuen »Vulkanland<br />

Steiermark DAC«-Herkunftsweine eilen sie von Erfolg zu Erfolg.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

Foto: Winzer Vulkanland Steiermark, U. Korntheuer<br />

74 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Graz<br />

Steirisches Vulkanland<br />

Die Riegersburg ist<br />

nicht nur eine der<br />

schönsten Burgen<br />

des Landes, sie ist in<br />

luftiger Höhe auch<br />

von mehreren Hektar<br />

Weingärten umgeben.<br />

Vielfalt hat im Weinbaugebiet<br />

Vulkanland Steiermark eine<br />

übergeordnete Bedeutung<br />

und ist hier alles andere als<br />

ein Schlagwort. Hier<br />

verteilen sich die Weingärten auf viele,<br />

teilweise nicht zusammenhängende Flächen,<br />

und das auf Böden von einer geologischen<br />

Unterschiedlichkeit, wie sie sich in keinem<br />

anderen Weinbaugebiet <strong>Österreich</strong>s finden<br />

lässt. Dies ermöglicht es den innovativen<br />

Winzern im Vulkanland Steiermark, eine<br />

große Zahl an unterschiedlichen Weiß- und<br />

Rotweinsorten anzupflanzen und zu<br />

vinifizieren, die stilistisch von leicht und<br />

fruchtbetont bis hin zu komplex, kraftvoll<br />

und ernsthaft reichen. Die Herkunft der<br />

Weine spielt eine eminent wichtige Rolle<br />

und wird durch die Gruppe der Ortsweine<br />

und – noch individueller – durch die<br />

zahlreichen Riedenweine repräsentiert.<br />

Neun Ortsweine wurden für das Vulkanland<br />

Steiermark definiert – und für diese<br />

wiederum besonders gute passende<br />

Leitsorten empfohlen.<br />

VIELFALT ALS TRUMPFKARTE<br />

Das Vulkanland Steiermark verfügt über<br />

etwas mehr als 1500 Hektar an Rebfläche,<br />

die kein zusammenhängendes Weinbaugebiet<br />

darstellt, sondern eher aus kleinen<br />

und mittelgroßen »Weinbauinseln« besteht.<br />

In dieser Tatsache liegt auch die große<br />

Vielfalt begründet, die diese Weinregion<br />

im Südosten der Steiermark besonders<br />

auszeichnet. Kleinklima und Terroir<br />

definieren die Inseln im Vulkanland im<br />

Detail, und im Laufe der Jahrhunderte<br />

haben die Winzer herausgefunden, welche<br />

Rebsorten wo besonders gut gedeihen.<br />

Vom Norden, wo auf den Höhenlagen<br />

des Ringkogels bei Hartberg Weinbau<br />

betrieben wird, bis zum Süden im Klöch<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

75


wein / VULKANLAND STEIERMARK DAC<br />

<<br />

bietet eine abwechslungsreiche Geologie<br />

die Grundlage für den stilistischen wie<br />

aromatischen Reichtum der Weine mit der<br />

Herkunftsbezeichnung Vulkanland<br />

Steiermark DAC. Auf dieser geografischen<br />

Nord-Süd-Achse reihen sich die Ortsweingebiete<br />

namens Oststeiermark, Riegersburg,<br />

Bad Gleichenberg, Kapfenstein,<br />

St. Peter, Straden St. Anna, Tieschen und<br />

Klöch in loser Formation aneinander.<br />

Die beiden großflächigsten Gebiete<br />

Oststeiermark und Riegersburg liegen<br />

nördlich des Flüsschens Raab. An dessen<br />

rechtem Ufer liegen die Anbaugebiete von<br />

Bad Gleichenberg und weiter im Osten<br />

Kapfenstein, mit nur 73 Hektar das kleinste<br />

Ortsweingebiet des steirischen Vulkanlandes.<br />

Westlich davon erstreckt sich von<br />

Kirchbach bis Mureck das Gebiet St. Peter<br />

bis an die slowenische Grenze, im Süden<br />

von Bad Gleichenberg und im Westen an<br />

St. Peter anstoßend, liegt das Gebiet von<br />

Straden. Unter Kapfenstein reihen sich im<br />

Osten St. Anna, Tieschen und Klöch<br />

aneinander. Das für die Weinbauregion<br />

namensgebende Vulkangestein findet sich in<br />

gleich sechs der neun Gebiete, nur St. Peter<br />

und Straden weisen Böden auf, wo<br />

Sandstein, Sand und Schotter dominieren,<br />

während im Gebiet Oststeiermark<br />

Schiefer, Gneis, aber auch Kalkstein und<br />

Opok neben Schotterböden ein vielfältiges<br />

geologisches Profil anbieten.<br />

Eine der<br />

zahlreichen<br />

Komponenten<br />

der Region<br />

Vulkanland<br />

Steiermark<br />

sind die<br />

Muschelkalke<br />

des Urmeeres.<br />

UNTER DEN WELTBESTEN<br />

In jeder der neun Ortsweinappellationen<br />

zählt jene Weißweinsorte zu<br />

den ausdrücklich empfohlenen, die in<br />

der jüngeren Geschichte die steirische<br />

Weinkultur positiv geprägt hat wie keine<br />

andere: Der Sauvignon Blanc bildet eine<br />

Speerspitze im Bereich des trockenen<br />

Weißweins, mit dieser Varietät können sich<br />

auch die südoststeirischen Winzer unter<br />

den besten Weinen der Welt einreihen. Und<br />

daher ist sie als Leitsorte des Vulkanland<br />

Steiermark DAC unverzichtbar.<br />

Rund um den Hügel, auf dem die<br />

Ortschaft Straden einer Appellation ihren<br />

Namen gibt, sind es tiefgründige, kalkhaltige<br />

Sedimentböden, die mit Sand, Ton und<br />

Schotter durchsetzt sind und die sich für<br />

das Kultivieren der kräftigen Sorte Grauburgunder<br />

besonders eignen, der hier neben<br />

dem Sauvignon Blanc als Leitsorte dient.<br />

Ähnliche Bedingungen herrschen im<br />

Fotos: Winzer Vulkanland Steiermark, U. Korntheuer<br />

76 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Westteil des Weinbaugebiets, der in der<br />

Ortsappellation St. Peter zusammengefasst<br />

ist. Hier steht neben dem Sauvignon Blanc<br />

der Weißburgunder im Vordergrund.<br />

Östlich von Straden hingegen nimmt neben<br />

den hier vorherrschenden Sedimentböden<br />

der Anteil von Vulkangestein stärker zu und<br />

macht sich in Form von Basalt und Tuff<br />

bemerkbar. Hier liegt der Schwerpunkt der<br />

Winzer neben dem Sauvignon Blanc auf den<br />

weißen Burgundersorten, die in der Ortsappellation<br />

Tieschen bereits seit Jahren als<br />

Cuvée vinifiziert werden – die Gemeinschaftsmarke<br />

TAU hat sich unter Weinfreunden<br />

bereits einen sehr guten Namen als<br />

facettenreicher Speisenbegleiter gemacht.<br />

In der Appellation St. Anna, zu der auch<br />

die umgebenden Katastralgemeinden<br />

zählen, gibt es neben den vulkanischen<br />

Elementen auch Terroir auf Muschelkalk<br />

und Sandstein, die dem Morillon besonders<br />

entgegenkommen. In den nördlichen<br />

Appellationen ist die größte Vielfalt<br />

anzutreffen, hier findet sich alles, von<br />

Schiefer bis Schotter, entsprechend bunt<br />

geht es in den Weingärten zu.<br />

Klöch ist der vielleicht bekannteste<br />

Weinort im Vulkanland, hier dominiert das<br />

verwitterte, teilweise sehr eisenhaltige<br />

Vulkangestein, vor allem der Basalt. Hier<br />

findet der Traminer die besten Bedingungen<br />

vor, der hier in all seinen Facetten zur<br />

Höchstform aufläuft.<br />

<<br />

DIE STEIRISCHEN<br />

DAC-GEBIETE SIND<br />

DIE EINZIGEN DAC-<br />

GEBIETE ÖSTERREICHS,<br />

IN DENEN DIE<br />

HANDLESE DER<br />

TRAUBEN PFLICHT IST.<br />

Die besten Jahrgänge<br />

reifen in Flaschen<br />

ihrer Perfektion<br />

entgegen.<br />

DAC-PYRAMIDE<br />

Das steirische DAC-System<br />

ist in drei Stufen<br />

gegliedert.<br />

GEBIETSWEINE<br />

Die DAC-Gebietsweine sind die jungen,<br />

frischen und fruchtbetonten Weine aus dem<br />

Vulkanland Steiermark DAC. Sie sollen einen<br />

ersten Eindruck des gesamten Terroirs der<br />

jeweiligen Region vermitteln und die jeweilige<br />

Rebsorte – oder die Rebsorten einer etwaigen<br />

Cuvée – in der größtmöglichen Klarheit<br />

geschmacklich abbilden.<br />

ORTSWEINE<br />

Die DAC-Ortsweine sind jene Weine, die das<br />

Lokale und Regionale geschmacklich<br />

abbilden. Sie sind dazu gedacht, die<br />

Unterschiede der jeweiligen Gemeinden und<br />

Anbaugegenden in Wein zu fassen und von<br />

den jeweiligen Böden, den kleinklimatischen<br />

Verhältnissen und auch von den Leitsorten<br />

mancher Weininseln zu erzählen.<br />

RIEDENWEINE<br />

Die Riedenweine sind die höchste Stufe in der<br />

DAC-Pyramide. Ihr eigener Charakter, der sich<br />

aus der Ausrichtung der Riede, der Sonneneinstrahlung,<br />

dem Boden und der Arbeit des<br />

Winzers zusammensetzt, gibt dem Wein,<br />

der aus dieser Riede kommt, seinen<br />

individuellen Charakter.<br />

Diese Einschaltung wird im Rahmen des LEADER-Projekts » DAC Vulkanland Steiermark « durch Mittel aus dem Programm für<br />

ländliche Entwicklung 2<strong>01</strong>4–2020 unterstützt. Das LEADER-Programm wird durch das Regionalressort des Landes Steiermark umgesetzt. feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 77


wein / VULKANLAND STEIERMARK DAC<br />

TASTING<br />

INFO<br />

WEITERE BEWERTUNGEN<br />

UND BESCHREIBUNGEN<br />

FINDEN SIE SIE AB<br />

AB SEITE 226. 148.<br />

BEST OF<br />

VULK ANLAND STEIERMARK<br />

96<br />

94<br />

93<br />

SAUVIGNON BLANC VULKAN­<br />

LAND STEIERMARK DAC RIED<br />

BUCH GSTK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Frauwallner<br />

Karbach, Staden<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife gelbe Tropenfrucht, etwas<br />

Holzwürze unterlegt Grapefruitzesten,<br />

Stachelbeernoten, Blütenhonig<br />

klingt an. Straff, elegant, facettenreiche<br />

Säurestruktur, mineralisch,<br />

zarte Apfelfrucht, salziger Nachhall,<br />

balancierter, finessenreicher Speisenbegleiter<br />

mit Reifepotenzial.<br />

frauwallner.com, € 29,–<br />

GELBER TRAMINER VULKAN­<br />

LAND STEIERMARK DAC<br />

KLÖCH 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frühwirth, Klöch<br />

Der SALON-Sieger 2020: Mittleres<br />

Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Nuancen<br />

von Rosen und Marshmallows,<br />

gelber Pfirsich und Ananas im Hintergrund,<br />

etwas Blütenhonig. Straff,<br />

engmaschig und voll Energie, feine<br />

weiße Steinobstaromen, frisch und<br />

mineralisch, elegant, gute Länge,<br />

harmonisch, bereits zugänglich, verfügt<br />

über sicheres Reifepotenzial.<br />

fruehwirth.at, € 15,–<br />

WEISSBURGUNDER VULKAN­<br />

LAND STEIERMARK DAC<br />

RIED KLAUSEN 1STK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Neumeister<br />

Straden<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladender Duft nach reifer Tropenfrucht,<br />

etwas Röstaromatik, ein<br />

Hauch von kandierten Orangenzesten,<br />

Papaya klingt an. Saftig, elegant,<br />

facettenreiche Säurestruktur,<br />

mineralisch, feinwürzig, weißes<br />

Steinobst im Abgang, vielschichtiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

neumeister.cc, € 22,–<br />

95<br />

94<br />

92<br />

GRAUBURGUNDER VULKANLAND<br />

STEIERMARK DAC RIED HOCH­<br />

STRANDL 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

Leuchtendes Roségold, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett, reife Tropenfrucht<br />

unterlegt mit etwas Blütenhonig,<br />

Gewürznelken, Guave-Touch,<br />

kandierte Orangenzesten. Saftig,<br />

gute Komplexität, facettenreicher<br />

Säurebogen, mineralisch, extraktsüß<br />

nach getrocknetem Pfirsich,<br />

vielschichtig, sicheres Potenzial,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

krispel.at, € 32,–<br />

2<strong>01</strong>9 SAUVIGNON BLANC VUL­<br />

KANLAND STEIERMARK DAC<br />

RIED NEUSETZBERG 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Krispel<br />

Hof bei Straden<br />

Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Dezentes weißes Steinobst unterlegt<br />

mit Kräuterwürze, ein Hauch<br />

von gelbem Paprika, Cassis unterlegt,<br />

attraktives Bukett. Komplex,<br />

saftig, straff, lebendiger Säurebogen,<br />

Klementinen im Abgang, mineralisch,<br />

Birnentouch im Nachhall,<br />

sicheres Potenzial.<br />

krispel.at, € 21,–<br />

TAU CUVÉE WEISS<br />

VULKANLAND STEIERMARK DAC<br />

TIESCHEN 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Gollmann<br />

Piechla, Tieschen<br />

Leuchtendes Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Honigmelone, etwas<br />

nach Melisse, ein Hauch von Pfirsich,<br />

Gewürznuancen unterlegt mit<br />

Zitrus. Saftig, straff, eingebundene<br />

Säurestruktur, balanciert, extraktsüß<br />

nach Pfirsich, bleibt gut haften,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weinhof-gollmann.at<br />

€ 9,–<br />

95<br />

94<br />

92<br />

MORILLON VULKANLAND<br />

STEIERMARK DAC RIED<br />

MOARFEITL GSTK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Neumeister, Straden<br />

Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine<br />

Röstaromatik, etwas nach reifer<br />

Tropenfrucht, dunkle Mineralität,<br />

Mandarinenzesten, vielschichtiges<br />

Bukett. Komplexer Körper, saftig,<br />

elegant, feine Säurestruktur, mineralisch,<br />

extraktsüß, Birnenfrucht,<br />

sicheres Potenzial.<br />

neumeister.cc<br />

€ 37,–<br />

GRAUBURGUNDER VULKANLAND<br />

STEIERMARK DAC<br />

RIED SCHLOSSKOGL 1STK 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Winkler-Hermaden<br />

Kapfenstein<br />

Helles Goldgelb, Silberreflexe. Feine<br />

Holzwürze, etwas nach dunkler<br />

Mineralität, weißes Steinobst, ein<br />

Hauch von Quitte, Kräuternoten<br />

unterlegen Orangenzesten. Saftig,<br />

elegant, feine Struktur, mineralischsalzig,<br />

feine Apfelfrucht, etwas<br />

Gerbstoff, feine Extraktsüße, guter<br />

Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

winkler-hermaden.at, € 24,–<br />

TAU CHARDONNAY VULKAN­<br />

LAND STEIERMARK DAC<br />

TIESCHEN 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut und Weinhotel<br />

Kolleritsch, Tieschen<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze unterlegt reife<br />

Tropenfrucht, ein Hauch von Maracuja,<br />

feiner Quitten-Touch, einladendes<br />

Bukett. Saftig, mittlere Komplexität,<br />

eingebundene Säurestruktur,<br />

extraktsüß nach Papaya, bleibt gut<br />

haften, vielseitig einsetzbar.<br />

kolleritsch.com<br />

€ 9,50<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

78 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WEINGUT KRISPEL<br />

WEINE VOM<br />

GENUSSGUT K RISPEL<br />

Mitten im malerischen Vulkanland im südöstlichen Teil der Steiermark, von sanften<br />

Hügeln und grünen Wäldern umgeben, liegt das Genussgut Krispel. Seit zwei<br />

Generationen werden hier außergewöhnliche Weine von höchster Qualität produziert.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Chris Rogl; Michael Reidinger; beigestellt<br />

Die Geschichte des steirischen<br />

Vulkanlands liest sich wie ein<br />

Abenteuerroman: Von der<br />

Gebirgsbildung der Alpen wird<br />

erzählt, vom Dehnen der Erdkruste, von<br />

heftigen Vulkanausbrüchen am Alpenostrand,<br />

vom Versinken unter dem Meer und<br />

vom Wiederauftauchen aus dem Ozean vor<br />

mehr als fünf Millionen Jahren, um in der<br />

Eiszeit unter einem Gletscher zu verschwinden.<br />

Diese Ereignisse können die Reben<br />

in den Böden spüren: Von Basalt, über<br />

Muschelkalk, Sand, Ton und Lehm reicht<br />

das Spektrum, auf dem Stefan Krispel seine<br />

vielschichtigen Weine ernten kann.<br />

VIEL SONNE & VIELSCHICHTIGE<br />

VULKANBÖDEN<br />

Die Lagen kann man sich wie ein nach Straden<br />

ausgerichtetes Amphitheater vorstellen.<br />

Die ältesten Reben graben hier schon über<br />

45 Jahre ihre Wurzeln. Die vielen Sonnenta­<br />

ge gehören zur Grundausstattung des Klimas<br />

im Vulkanland. Dazu noch warme<br />

Winde von der Adria und vom Osten, die<br />

sich mit den kühlen Luftmassen der Alpen<br />

vermengen, heiße Tage, die auf laue Nächte<br />

folgen und so für ein spezielles Kleinklima<br />

sorgen. Trinkt man den Wein, kann man leise<br />

die Geschichten hören: über die Vulkane,<br />

die Meere, die Gletscher, den Respekt, mit<br />

dem die Reben behandelt werden. Die aufwendige<br />

Handlese, die regionale Herkunft<br />

der Trauben, die Reifezeit im Keller, das<br />

klare Bekenntnis zu Vulkanland Steiermark<br />

DAC – davon erzählt das Glas Wein in<br />

einer stillen Stunde.<br />

DAS GENUSSGUT KRISPEL<br />

STELLT SICH VOR<br />

Fährt man in das Vulkanland zum Genussgut<br />

Krispel, sollte man genug Zeit einplanen.<br />

Hier kann man wunderbar die Seele<br />

baumeln lassen, die Vielfalt der Krispel­<br />

Weine erkunden und sich kulinarisch mit<br />

Schmankerln vom Wollschwein verwöhnen<br />

lassen – oft von Toni Krispel persönlich<br />

zubereitet. Zum Nachtisch muss es unbedingt<br />

noch Süßes von Lisa sein, der begeisterten<br />

Patissière der Familie Krispel. Um den<br />

Aufenthalt unbeschwert zu genießen, sollte<br />

man ein Zimmer am Genussgut reservieren.<br />

Sie können nicht persönlich kommen oder<br />

wollen in Erinnerungen schwelgen? Bestellen<br />

Sie im Webshop des Genussguts Krispel<br />

feine Produkte vom Wollschwein und charakterstarke<br />

Weine aus dem Vulkanland –<br />

und hören Sie genau hin!<br />

INFO<br />

Weingut Krispel<br />

Neusetz 29, 8345 Hof bei Straden<br />

T: +43 3473 7862<br />

M: office@krispel.at<br />

krispel.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 79


wein / WORLD CHAMPIONS<br />

DER CLAN DER<br />

WEIN-MAGIER<br />

Seit mehr als 600 Jahren widmet sich die Familie Antinori bereits<br />

der Weinproduktion. Mit den beiden Supertuscans Tignanello und<br />

Solaia schuf man die Prototypen für das italienische Weinwunder<br />

der 80er-Jahre. Heute ist Antinori nicht nur der größte private<br />

Weinbaubetrieb Italiens, sondern weltweit erfolgreich.<br />

TEXT OTHMAR KIEM<br />

Foto: mauritius images / Alamy / FIORANI FABIO<br />

80 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Family-Business:<br />

der Marchese<br />

Piero Antinori mit<br />

seinen Töchtern<br />

Alessia, Allegra<br />

und Albiera.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

81


wein / WORLD CHAMPIONS<br />

Antinori-Land: In der sanften<br />

Hügellandschaft der Toskana<br />

entstehen einige der besten<br />

Weine Italiens.<br />

A<br />

ntinori, das kann man<br />

heute getrost sagen, ist das<br />

Flaggschiff der italienischen<br />

Wein-Armada. Mit 23 Millionen<br />

Flaschen Jahresproduktion,<br />

2600 Hektar Weinbergen und einem<br />

Umsatz von über 260 Millionen Euro<br />

(im Jahr 2<strong>01</strong>9) ist es der größte pri vate<br />

Weinbetrieb Italiens – seine Geschichte<br />

reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.<br />

Im Jahr 1385 trat Giovanni di Piero Antinori<br />

der Zunft der Vinattieri, der Weinschenker,<br />

in Florenz bei. Seit damals ist die<br />

Familie Antinori tief mit Wein verbunden.<br />

1898 gründeten Lodovico und Piero Antinori<br />

die L&P Antinori, die später in die<br />

Marchesi Antinori überging. Bereits damals<br />

wurden die ersten Flaschen nach London,<br />

New York, Buenos Aires und São Paulo exportiert.<br />

Heute ist Marchesi Antinori eine<br />

Aktiengesellschaft, befindet sich aber zur<br />

Gänze im Besitz der Familie. Ehrenpräsident<br />

ist Piero Antinori, Präsidentin seine<br />

Tocher Albiera. Seine beiden anderen Töchter<br />

Alessia und Allegra sind ebenfalls mit<br />

Aufgaben in der Unternehmensleitung be-<br />

traut. Einziges Nicht-Familienmitglied in<br />

der Führungsebene des Unternehmens ist<br />

Renzo Cotarella als Generaldirektor und<br />

verantwortlicher Önologe.<br />

IM HERZEN DES CHIANTI<br />

An der Einfahrt zum neuen, futuristisch gestalteten<br />

Keller in Bargino prangt in großen<br />

Lettern »Marchesi Antinori nel Chianti<br />

Classico« – eine klare Ansage: »Wir wollten<br />

mit diesem Bau ein Zeichen setzen gegenüber<br />

dem Chianti Classico und dieser<br />

Landschaft«, so Piero Antinori. Seit 2<strong>01</strong>2<br />

ist Antinoris Zentrale hier untergebracht.<br />

Mit 300.000 Besuchern jährlich ist der<br />

neue Keller ein Publikumsmagnet und steht<br />

für das neue »Hospitality-Konzept« von<br />

Antinori, das vorsieht, die Kunden näher an<br />

den Ursprung der Weine heranzuführen.<br />

Die Restaurants unter dem Namen »Cantinetta<br />

Antinori« in Zürich, Wien, Moskau,<br />

Monte Carlo und Florenz dienen dabei als<br />

erste Anknüpfungspunkte für alle, die sich<br />

näher auf Antinori einlassen möchten.<br />

Das weinbauliche Zentrum von Antinori<br />

liegt indes wenige Kilometer entfernt auf<br />

der Tenuta Tignanello. Die beiden berühmtesten<br />

Lagen heißen Tignanello und Solaia.<br />

Durch Landflucht und Preisverfall war der<br />

Chianti Classico in den 1970er-Jahren in<br />

Bedrängnis geraten. Die ehemals sehr beliebte<br />

Bastflasche war bei Weingenießern<br />

nun definitiv out. Piero Antinori erwies sich<br />

in der Not als großer Erneuerer. Gemeinsam<br />

mit dem legendären Kellermeister Giacomo<br />

Tachis erzeugte er 1971 erstmals einen<br />

Wein aus der Lage Tignanello allein aus<br />

Sangiovese, ohne Beigabe von weißen Traubensorten.<br />

Nach den damals geltenden Bestimmungen<br />

für Chianti Classico war das<br />

nicht erlaubt. So erschien am Ende der Tignanello<br />

schlicht als »Vino da Tavola«. In<br />

den folgenden Jahren wurde der Sangiovese-Anteil<br />

auf 80 Prozent reduziert, den Rest<br />

bestreiten Cabernet Sauvignon und etwas<br />

Cabernet Franc. In den Jahren danach wurde<br />

Tignanello zum Vorbild für viele Erzeuger<br />

in der Toskana und auch außerhalb. ><br />

Fotos: Getty Images, ieffestudio.it, mauritius images / Alamy / FIORANI FABIO<br />

82 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


»WIR HABEN DER WELT<br />

GEZEIGT, DASS MAN<br />

IN DER TOSKANA<br />

SPITZENWEINE VON<br />

INTERNATIONALEM<br />

RANG ERZEUGEN KANN.«<br />

PIERO ANTINORI Ehrenpräsident Marchesi Antinori<br />

Blickt zufrieden auf sein<br />

Lebenswerk: der Marchese<br />

Piero Antinori im neuen,<br />

hochmodernen Keller des<br />

Unternehmens<br />

in Bargino.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

83


wein / WORLD CHAMPIONS<br />

Tradition trifft Zukunft:<br />

Der Antinori-Keller<br />

in Bargino mutet<br />

futuristisch an, ist<br />

aber zugleich auch<br />

hervorragend in die<br />

Landschaft eingebettet.<br />

><br />

Auf dem gleichen Weingut wachsen<br />

auch die Trauben für den Solaia, den<br />

zweiten herausragenden Wein von Antinori.<br />

Als diese Cuvée aus Cabernet Sauvignon,<br />

Cabernet Franc und 20 Prozent<br />

Sangiovese im Jahr 1978 zum ersten Mal<br />

erzeugt wurde, war das ein absolutes Novum<br />

für das Chianti Classico. Heute ist der<br />

Solaia einer der begehrtesten Weine Italiens.<br />

»Wir haben der Welt gezeigt, dass man<br />

in der Toskana und in Umbrien Spitzenweine<br />

von internationalem Rang erzeugen<br />

kann«, so Piero Antinori stolz.<br />

Das andere wichtige Standbein von Antinori<br />

im Chianti Classico ist Badia a Passignano,<br />

drei Kilometer südlich von Tignanello.<br />

1987 erstand Antinori das zu einem<br />

mittelalterlichen Kloster gehörende weitläufige<br />

Landgut. Nach dem Kauf wurden<br />

die Weinberge neu angelegt. Als Pflanzmaterial<br />

dienten dabei Setzlinge, die von alten<br />

Rebstöcken auf Tignanello gezogen worden<br />

waren. Damit wurde es nun möglich, einen<br />

Wein rein aus Sangiovese zu erzeugen, den<br />

Chianti Classico Gran Selezione Badia a<br />

Passignano, der ausschließlich aus selektionierten<br />

Sangiovese-Trauben besteht.<br />

»UNSER BADIA A<br />

PASSIGNANO IST DER<br />

ENDPUNKT EINER<br />

ENTWICKLUNG, DIE<br />

EINST MIT DEM<br />

TIGNANELLO BEGANN.«<br />

RENZO COTARELLA CEO Marchesi Antinori<br />

Nachlesen<br />

Alle Teile aus der Serie<br />

»World Champions« unter<br />

falstaff.com/champ<br />

ANTINORI WELTWEIT<br />

Antinori produziert aber auch außerhalb<br />

des Chianti Classico unterschiedlichste<br />

Weine. In Bolgheri an der Küste<br />

liegt Guado al Tasso. La Braccesca ist<br />

Antinoris Weingut in Montepulciano, und<br />

auf Pian delle Vigne in Montalcino wird<br />

hervorragender Brunello erzeugt. Ganz im<br />

Süden runden die Fattoria Aldobrandesca<br />

bei Sovana sowie Le Mortelle bei Castiglione<br />

della Pescaia das Antinori-Imperium ab.<br />

Außerhalb der Toskana hat Antinori Güter<br />

in Apulien (Tormaresca), im Piemont (Prunotto),<br />

in der Franciacorta (Montenisa), in<br />

Ungarn (Tüzkö), Rumänien (Vitis Metamorfosis),<br />

auf Malta (Meridiana), in Chile<br />

(Haras de Pirque) und in den USA (Col Solare,<br />

Stag’s Leap, Antica).<br />

Das Castello della Sala in Umbrien hingegen<br />

zählt zu den traditionellen Familienweingütern.<br />

Seit dem ersten Jahrgang 1985<br />

zählt der Cervaro della Sala zu den höchstprämierten<br />

Weißweinen Italiens. Der Chardonnay<br />

war eine der ersten Kreationen von<br />

Renzo Cotarella, der hier 1977 begann.<br />

Heute ist er gemeinsam mit Piero Antinori<br />

für den Stil des Hauses verantwortlich.<br />

<<br />

Fotos: Ph. Mauro Puccini, loredpenofvutogul<br />

84 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


©Mag. Bernhard Schösser<br />

KOCHEN IM FREIEN DAS GANZE JAHR ÜBER<br />

OFYR verzaubert durch seine einzigartige Vielseitigkeit! Hobbyköche<br />

sind vom kultigen Design-Grill ebenso begeistert wie Chefköche beim<br />

Zubereiten von mehrgängigen Menüs. Außerdem ist der OFYR mit seinem<br />

archaisch lodernden Feuer auch in der kalten Jahreszeit - mit Abstand -<br />

ein absoluter Garant für Genuss und Wärme oder auch harmonischer<br />

Kommunikationsmittelpunkt am individuellen Platz im Freien - und das das<br />

ganze Jahr über!<br />

Mit Leidenschaft und Enthusiasmus werden laufend neue innovative OFYR<br />

Produkte entwickelt und bringen das, was seit Jahrtausenden in allen<br />

Kulturen rund um die Welt gemacht wurde: Zusammen am Feuer stehen,<br />

essen und sich Geschichten erzählen.<br />

OFYR ÖSTERREICH<br />

Farm-Fill Umweltinnovations<br />

und Vertriebs GmbH<br />

Markt 13/1, A-8162 Passail<br />

Tel.: +43 (0)3179 277 270<br />

E-Mail: info@ofyr.at<br />

www.facebook.com/ofyraustria/<br />

WWW.OFYR.AT


wein / WORLD CHAMPIONS<br />

BEST OF<br />

ANTINORI<br />

100<br />

97<br />

96<br />

SOLAIA 2<strong>01</strong>5<br />

Antinori<br />

Funkelndes, tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Kompakt und dicht in der Nase,<br />

viel dichte, saftige Johannisbeere,<br />

klar und präzise, dahinter feine<br />

würzige Noten. Sehr viel feinmaschiges<br />

Tannin, das sich in vielen<br />

Schichten öffnet, reife, dunkle Beerenfrucht,<br />

dazu feine salzige Komponenten,<br />

hat sehr gute Spannung,<br />

sehr langer Nachhall.<br />

ca. € 320,–*<br />

SOLAIA 2<strong>01</strong>3<br />

Antinori<br />

Sattes, dunkles Rubinviolett.<br />

Betont würzige Nase, etwas Sellerieblatt<br />

und Lorbeer, dann satte<br />

Brombeere, etwas Tabak. Spielt<br />

am Gaumen toll auf, auch da<br />

do minieren würzige Aromen, auch<br />

dunkle Beerenfrucht, öffnet sich<br />

mit griffigem, herzhaftem Tannin,<br />

sehr lange.<br />

ca. € 270,–*<br />

TIGNANELLO 2<strong>01</strong>6<br />

Antinori<br />

Sattes, tiefdunkles Rubin. Offene<br />

und intensive Nase, zeigt Noten<br />

nach Brombeeren und Zwetschgen,<br />

dazu etwas Rauch und Lakritze.<br />

Rund und ausgewogen im Ansatz,<br />

öffnet sich mit viel feinmaschigem,<br />

gut eingebundenem Tannin, überaus<br />

harmonisch, langer Nachhall.<br />

Morandell, Wörgl; A. Abayan,<br />

Bonn; Bindella, Zürich<br />

€ 90,–<br />

98<br />

97<br />

95<br />

SOLAIA 2<strong>01</strong>6<br />

Antinori<br />

Leuchtendes, sattes Rubin. Zeigt in<br />

der Nase zunächst dezent zurückhaltende<br />

Noten, dann klar gezeichnete<br />

Frucht, vor allem Cassis,<br />

etwas Zwetschge, dahinter Tabak,<br />

kompakt und ausgewogen. Am<br />

Gaumen dichtes Tannin, sehr gut<br />

eingebunden, feinmaschig und elegant,<br />

strömt lange dahin, im Finale<br />

dann nochmals satter Druck, im<br />

Nachhall feine Tabaknoten.<br />

Morandell, Wörgl; A. Abayan,<br />

Bonn; Bindella, Zürich; € 320,–<br />

SOLAIA 2004<br />

Antinori<br />

Tiefdunkles, sattes Rubingranat.<br />

Zeigt am Beginn leicht rauchige<br />

Noten, dann viel dunkle Beerenfrucht,<br />

etwas Melasse und Waldhonig.<br />

Rund und satt am Gaumen,<br />

öffnet sich mit viel süßem Fruchtschmelz,<br />

dunkler Cassis, feinmaschiges,<br />

präsentes Tannin, wunderbar<br />

gereift, hat auch noch viel<br />

Potenzial.<br />

ca. € 300,–*<br />

TIGNANELLO 2004<br />

Antinori<br />

Sattes, tiefdunkles Rubin, breiter,<br />

dunkler Granatrand. Satte, dunkle<br />

Frucht in der Nase, nach Melasse,<br />

reife Zwetschgen, etwas dunkler<br />

Waldhonig, im Hintergrund feine<br />

Schwarzkirsche. Noch sehr kompaktes,<br />

präsentes Tannin, entfaltet<br />

sich feinmaschig, zeigt klarerweise<br />

schon seine Reife, salzig.<br />

ca. € 150,–*<br />

98<br />

96+<br />

95<br />

SOLAIA 2<strong>01</strong>0<br />

Antinori<br />

Junges, frisches Rubin, tiefdunkles<br />

Auge. Eröffnet in der Nase mit<br />

Noten nach dunkler Schokolade,<br />

viel Cassis, Maulbeeren, dahinter<br />

feine Minze. Straffes, dichtes Tannin,<br />

öffnet sich in vielen Schichten,<br />

kraftvoll und zupackend, tiefgründig,<br />

im Finale dezent erdige Noten,<br />

nach roter Rübe, lange und<br />

kraftvoll.<br />

ca. € 270,–*<br />

TIGNANELLO 2<strong>01</strong>5<br />

Antinori<br />

Sehr sattes, tiefdunkles Rubin mit<br />

Violettschimmer. Betont würzige<br />

Nase, nach Rosmarin und Currykraut,<br />

dann sehr feine, geschliffene<br />

Kirschfrucht, griffiges Tannin, das<br />

sich sehr gut eingebunden zeigt,<br />

etwas schwarze Trüffel, kernig<br />

und tiefgründig, satt.<br />

Morandell, Wörgl; A. Abayan,<br />

Bonn; Bindella, Zürich<br />

€ 110,–<br />

CERVARO DELLA SALA 2<strong>01</strong>8<br />

Castello della Sala<br />

Klares, leuchtendes Strohgelb.<br />

In der Nase nach Feuerstein, zartem<br />

Fumé, elegantem Holzeinsatz,<br />

reifer Birne, Quitte, Banane, im<br />

Nachhall nach Mango. Am Gaumen<br />

elegant und mit kompaktem Körper,<br />

spannt einen weiten Fächer<br />

auf, mineralischer Unterton, helle<br />

Frucht, mit Druck und Salz.<br />

Morandell, Wörgl; A. Abayan,<br />

Bonn; Bindella, Zürich<br />

€ 50,–<br />

Fotos: ieffestudio.it<br />

86 falstaff feb–mär <strong>2021</strong> * aktuelle Internet-Preise, die Weine sind nicht mehr offiziell erhältlich


PRIVATSTIFTUNG HILFE MIT PLAN ÖSTERREICH<br />

SO STÄRKT<br />

SENTA BERGER<br />

MÄDCHEN<br />

WELTWEIT<br />

»Die Welt muss für Mädchen<br />

gerechter werden«, sagt<br />

Schauspielerin Senta Berger,<br />

Schirmherrin der ersten<br />

weltweiten Kampagne<br />

für Mädchen der<br />

Kinderhilfsorganisation<br />

Plan International.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Felix Broede; Plan International; privat<br />

Ich habe erlebt, dass Mädchen in<br />

Nepal bei eisiger Kälte nur Fetzen<br />

anhatten, bloß weil sie Mädchen sind,<br />

während ihre Brüder warme Kleidung<br />

trugen. Ich weigere mich, diese Ungerechtigkeit<br />

hinzunehmen.« Die Plan-Botschafterin<br />

Senta Berger engagiert sich für die<br />

Privat stiftung Hilfe mit Plan <strong>Österreich</strong>,<br />

weil sie damit gezielt etwas für Mädchen<br />

bewirken kann. Denn die Stiftung sichert<br />

die Arbeit von Plan International langfristig.<br />

STARKE KINDER MACHEN<br />

EINE BESSERE WELT<br />

Eine, die von diesem Engagement profitiert<br />

hat, ist die Menschenrechtsaktivistin<br />

Urmila Chaudhary<br />

wurde aus Leibeigenschaft<br />

befreit.<br />

Urmila Chaudhary. Mit sechs Jahren<br />

wurde sie von ihren Eltern an eine reiche<br />

Familie in Nepal als Hausmädchen verkauft<br />

und musste dort bis zu 16 Stunden<br />

täglich putzen, waschen und kochen. Nach<br />

elf Jahren wurde sie aus der Leibeigenschaft<br />

befreit und fand bei Plan International<br />

Zuflucht und Unterstützung. Heute<br />

spricht die junge Frau vor den Vereinten<br />

Nationen und wurde für ihren Einsatz mit<br />

vielen Preisen ausgezeichnet.<br />

MIT EINER ZUSTIFTUNG<br />

KINDER SCHÜTZEN<br />

Wir als Privatstiftung haben besonders<br />

viel Kraft, wenn wir uns zusammentun und<br />

gemeinsam eine gute Sache voranbringen.<br />

Dies ist das Prinzip der Zustiftung. Durch<br />

eine Zustiftung in den Grundstock der<br />

Privatstiftung Hilfe mit Plan <strong>Österreich</strong><br />

wird das Fundament unserer Arbeit<br />

gestärkt. Mit zielgerichteten Projekten zu<br />

Bildung und Mädchenförderung kann<br />

man Kindern eine langfristige Perspektive<br />

bieten.<br />

»Die Privatstiftung ist ein starker Partner,<br />

mit dem man für Kinder so viel erreichen<br />

kann«, betont Senta Berger. »Durch eine<br />

Zustiftung können Sie ihnen eine Zukunft<br />

schenken!«<br />

WEITERE INFOS:<br />

Für weitere Informationen über die Privatstiftung<br />

Hilfe mit Plan <strong>Österreich</strong> stehen<br />

wir jederzeit gerne zur Verfügung.<br />

Ihre Claudia Neuhüttler<br />

T: +43 1 5810800-34<br />

stiftung@plan-international.at<br />

Eine kostenlose Infobroschüre gibt es unter<br />

oben genannten Kontaktdaten.<br />

Durch eine Zustiftung Kindern helfen!<br />

Privatstiftung Hilfe mit Plan <strong>Österreich</strong><br />

IBAN: AT23 2<strong>01</strong>1 1837 9270 77<strong>01</strong><br />

Erste Bank<br />

Jedes Engagement kann steuerlich geltend<br />

gemacht werden.<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 87


wein / CA’ S BEATO AUF MALLORCA<br />

DIE WEINE DES<br />

DROGERIE-<br />

KÖNIGS<br />

Die deutsche Unternehmerfamilie Müller erzeugt auf<br />

Mallorca – unterstützt von einem renommierten Winzer –<br />

eine ganze Palette elegant-fruchtiger Weine.<br />

TEXT PETER MOSER<br />

Unweit der<br />

schönsten Buchten<br />

von Capdepera auf<br />

Mallorca entstehen<br />

würzig-samtige<br />

Rotweine.<br />

Fotos: Claudia Moser (1), Shutterstock, A-way! , Cas Beato<br />

88 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Der beschauliche Ort Capdepera<br />

liegt im Osten der<br />

mallorquinischen Weinstadt<br />

Manacor. Ganz in der Nähe<br />

liegt das kleine, feine Weingut<br />

Ca’s Beato der deutschen Familie Müller.<br />

Die Weine, die hier entstehen, tragen die<br />

Herkunftsbezeichnung Plà i Llevant DOP<br />

– der Name verbindet die Begriffe Plà für<br />

Ebene und Llevant für die nahe Küstenlinie<br />

im Süden des Gebiets. Das Klima dieser<br />

Region, die heute etwa 450 Hektar Reben<br />

ausweist, unterscheidet sich von den durch<br />

hohe Bergrücken geschützten Weinbauzonen<br />

im Norden Mallorcas dadurch, dass<br />

hier etwas mehr Niederschläge zu erwarten<br />

sind, was im mediterranen Raum speziell<br />

im Sommer durchaus ein Vorteil sein kann.<br />

Hier im Südosten bewirtschaften mehr als<br />

70 Familien ihre kleinen Rebflächen, Wein<br />

wird nur von etwa 15 Weingütern abgefüllt.<br />

Die Region ist geprägt von einer<br />

gesunden Mischung aus Tradition und<br />

Fortschritt.<br />

Die 19 unterschiedlichen, hier<br />

kultivierten Rebsorten sind einerseits<br />

autochthone Varietäten wie Prensal<br />

Blanc oder die rote Callet; die meistvertretene<br />

Sorte ist Fogoneu. Dazu<br />

AUF DEN KALK- UND<br />

LEHMREICHEN<br />

BÖDEN DER FINCA<br />

CA’S BEATO WACHSEN<br />

RUNDE, CHARMANTE<br />

WEINE MIT DEZENTER<br />

SÄURESTRUKTUR.<br />

Anita und Erwin Müller haben sich im Südosten<br />

von Mallorca den gemeinsamen Traum eines<br />

eigenen Boutique-Weinguts erfüllt (ganz u.).<br />

gesellen sich internationale Größen wie<br />

Cabernet Sauvignon und Merlot. In den<br />

Weingärten sieht man traditionelle Erziehungsformen<br />

in niedriger Buschform, wie<br />

sie wohl schon in der Antike angewandt<br />

wurden, neben modernen Drahtrahmen­<br />

Erziehungen. Doch trotz der guten Bedingungen<br />

ist der Weinbau im Osten Mallorcas<br />

allzu oft nur eine landwirtschaftliche<br />

Nebenbeschäftigung. Es wundert also<br />

nicht, wenn es vor allem Quereinsteiger<br />

sind, die dem Weinbau hier auf die Sprünge<br />

helfen. Das gilt auch für den talentierten<br />

Winemaker der Ca’s Beato, den Winzer<br />

Miquel Gelabert, der ursprünglich als Koch<br />

begann und für sein Restaurant in Manacor<br />

seinen eigenen Wein keltern wollte. Von<br />

1985 an begann er, sich immer intensiver in<br />

Sachen Weinbau zu engagieren, experimentierte<br />

mit heimischen sowie zahlreichen importierten<br />

Sorten. Mittlerweile ist er eine<br />

Ikone der iberischen Weinszene, war Spaniens<br />

»Winzer des Jahres« und schaffte<br />

das Kunststück, sowohl für einen Weißwein,<br />

einen Chardonnay, als auch für<br />

einen Rotwein – in dem Fall einen<br />

Callet – den Titel »Wein des Jahres«<br />

bei der bedeutendsten Weinmesse<br />

Spaniens zu erringen.<br />

<<br />

DAS MÜLLER-<br />

IMPERIUM<br />

Erwin Müller – vom Friseur<br />

zum Selfmade-Milliardär<br />

Erwin Müller, Jahrgang 1932, absolvierte<br />

zunächst eine Ausbildung zum Friseur und<br />

eröffnete 1953 seinen ersten Salon in Ulm.<br />

Zusätzlich verkaufte er ab 1966 auch Parfümerie-<br />

und Drogeriewaren. 1973 wurde der<br />

erste Müller-Drogeriemarkt eröffnet. Heute<br />

beschäftigt Müller mehr als 35.000 Mitarbeiter<br />

in 878 Filialen, davon 571 in Deutschland<br />

und 93 in <strong>Österreich</strong>. Im Geschäftsjahr<br />

2<strong>01</strong>9/20 setzte die Kette vier Milliarden<br />

Euro um. In den Märkten gibt es inzwischen<br />

auch ein wachsendes Weinsortiment. Neben<br />

den hauseigenen Weinen der Ca’s Beato<br />

auf Mallorca sind dies Bioweine, Sekt und<br />

Prosecci von Alnatura, biorebe und Landlust.<br />

Die Weine sind auch online erhältlich.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

89


wein / CA’ S BEATO AUF MALLORCA<br />

TASTING<br />

2<strong>01</strong>8 CA’S BEATO TINTO<br />

92 Punkte<br />

Bodega Ca’s Beato Plà i Llevant-Mallorca<br />

Manto Negro, Merlot, Cabernet Sauvignon<br />

14,5 Vol.-%. Dezente Holzwürze, Nougat und<br />

Kokosnuss, dazu Herzkirsche, Salbei und<br />

Ricola Kräuterzucker. Sehr dicht mit feinem<br />

Gerbstoff besetzter Gaumen, dazu eine intensive,<br />

saftige Frucht, lebendiger Säurenerv,<br />

kräftiger, aber integrierter Alkohol, ein straffer,<br />

gehaltvoller Wein, dem man unbedingt ein<br />

paar Jahre Flaschenreife gönnen sollte.<br />

€ 15,90<br />

WEINE VOM STAR-WINZER<br />

Ca’s Beato verfügt heute über einige Hektar<br />

nach ökologischen Grundsätzen und ganz<br />

ohne jede Chemie bestens gepflegte Weingärten,<br />

die zu zwei Drittel mit roten und<br />

einem Drittel mit weißen Sorten bepflanzt<br />

sind. Für die Vinifikation der Trauben konnte<br />

von Anfang an Starwinzer Gelabert gewonnen<br />

werden, der hier einen Rot-, einen<br />

Rosé- und einen Weißwein kreiert.<br />

Auf den kalkreichen Lehmböden der Finca<br />

entstehen runde, charmante Weine mit<br />

dezenter Säurestruktur. Der Rotwein wird<br />

etwas länger als ein Jahr in neuen, kleinen<br />

Eichenfässern geschult und reift ein weiteres<br />

Jahr auf der Flasche, bevor er den Keller<br />

verlassen darf. Ursprünglich als Cuvée à<br />

la Bordeaux aus Cabernet Sauvignon und<br />

Merlot erzeugt, ist in den letzten Jahren mit<br />

der feinwürzigen mallorquinischen Sorte<br />

Manto Negro auch noch eine regionale<br />

Komponente eingebaut worden, die diesen<br />

elegant-stoffigen Rotwein sogar noch geschmeidiger<br />

erscheinen lässt. In der Jugend<br />

noch etwas vom Einsatz des neuen Holzes<br />

geprägt, gewinnt dieser Rotwein mit einigen<br />

Jahren der Flaschenreife an Komplexität<br />

und Struktur und präsentiert sich nach<br />

fünf Jahren als perfekter Speisenbegleiter,<br />

wie die Verkostung älterer Jahrgänge eindrucksvoll<br />

unter Beweis stellt.<br />

Die weiße Cuvée von Ca’s Beato ist ebenfalls<br />

eine Mischung aus einheimischen und<br />

»zugereisten« Sorten, Muscat und Viognier<br />

sorgen für intensive Frucht, Macabeo und<br />

Prensal für eine ansprechende Kräuterwürze.<br />

Der Wein ist erstaunlich leichtfüßig, mit<br />

Autochthone, urtümliche<br />

Rotweinsorten wie Manto<br />

Negro oder Callet geben<br />

dem mallorquinischen<br />

Rotwein das gewisse Etwas.<br />

einer erfrischenden Säurestruktur angelegt<br />

und ein toller Begleiter für die klassische<br />

Fischküche der Insel. Und auch dem<br />

weltweiten Rosé-Trend wird Rechnung<br />

getragen – speziell als Aperitif oder auf<br />

der sommerlichen Terrasse darf ein Glas in<br />

Pink nicht fehlen. Der Ca’s Beato Rosado<br />

ist aromatisch und durchaus kräftig und<br />

so auch als Begleiter für eine Vielzahl von<br />

Gerichten eine exzellente Wahl.<br />

Der spanische Starwinzer Miquel Gelabert<br />

ist für die Vinifikation bei Ca’s Beato<br />

verantwortlich.<br />

DER WEISSWEIN<br />

VON CA’S BEATO<br />

WIRKT LEICHTFÜSSIG<br />

UND FRISCH UND<br />

PUNKTET MIT FEINER<br />

KRÄUTERWÜRZE.<br />

<<br />

2<strong>01</strong>7 CA’S BEATO TINTO<br />

93 Punkte<br />

Bodega Ca’s Beato Plà i Llevant-Mallorca<br />

Manto Negro, Merlot, Cabernet Sauvignon<br />

14 Vol.-%. Reife Schwarze Johannisbeere, Rote<br />

Bete, Obertöne von Menthol, im Mund druckvoll,<br />

sehr dicht, natürlich wirkende Säure, sehr<br />

festes Tannin, adrette Gaumenfrucht, deutlich<br />

kalkmineralisch grundierter Wein mit bestem<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

€ 15,90<br />

2<strong>01</strong>5 CA’S BEATO TINTO<br />

93 Punkte<br />

Bodega Ca’s Beato Plà i Llevant-Mallorca<br />

Manto Negro, Merlot, Cabernet Sauvignon<br />

14,5 Vol.-%. Dunkles Rubingranat, tiefer<br />

Farbkern, zarte Ockerrandaufhellung. Feine<br />

Kräuterwürze, süße Waldbeerfrucht mit einem<br />

Hauch von Eukalyptus, Cassis und Bourbonvanille,<br />

einladendes Bukett. Stoffig, elegant, reife<br />

Kirschenfrucht, eingebundene, runde Tannine,<br />

frisch strukturiert, salzige Mineralität im Abgang,<br />

zeigt sehr gute Länge, bereits gut entwickelt,<br />

verfügt über weiteres Reifepotenzial.<br />

Exklusiv über piccantino.de, € 19,90<br />

2<strong>01</strong>9 CA’S BEATO ROSADO<br />

90 Punkte<br />

Bodega Ca’s Beato Plà i Llevant-Mallorca<br />

Manto Negro, Merlot, Cabernet Sauvignon<br />

13,5 Vol.-%. Hellzinnober mit orangetönigen<br />

Reflexen. Quitte, Orangenblüte, im Mund druckvoll,<br />

geschmeidig grundiert, gut integrierte<br />

Säure, süße Gaumenfrucht, geschmeidig und<br />

ausgewogen kraftvoll, rund und homogen, ein<br />

sehr eigenständiger Rosé, gehaltvoll-aromatischer<br />

Speisenbegleiter, zum Spanferkel mallorquinischer<br />

Art oder zu Würsten und Käse.<br />

€ 12,50<br />

2<strong>01</strong>9 CA’S BEATO BLANCO<br />

89 Punkte<br />

Bodega Ca’s Beato Plà i Llevant-Mallorca<br />

12,5 Vol.-%. Gelber Muskateller, Macabeo,<br />

Viognier, Prensal Blanc. Apfel und Lakritze im<br />

Duft, buttrige Untertöne. Im Mund saftig und<br />

knackig, kräftige Säure, Zitrustouch, braucht<br />

einen gegrillten Fisch als Sparringspartner, um<br />

seinen herben Charme entfalten zu können.<br />

€ 12,50<br />

Die aufgelisteten Ca’s-Beato-Weine sind auch über<br />

mueller.at bzw. mueller.de / Click und Collect bestellbar<br />

Fotos: Cas Beato<br />

90 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


RIESLING/ZINFANDEL<br />

ROTER STIEL<br />

RIEDEL.COM


WEGEN DES RIESENERFOLGS<br />

DER WEIHNACHTSAUKTION<br />

FOLGT NUN …<br />

DIE GROSSE<br />

JETZT<br />

EINBRINGEN<br />

OSTER-<br />

WEINAUKTION<br />

26. 3. <strong>2021</strong> – 7. 4. <strong>2021</strong><br />

Bringen Sie bis 8. 3. <strong>2021</strong> Ihre Raritäten ein:<br />

falstaff.com/osterauktion<br />

Foto: Michael Breitner


&<br />

RIESENERFOLG DER<br />

WEIHNACHTSAUKTION<br />

Die Dorotheum-<strong>Falstaff</strong>-Weinauktion vergangene<br />

Weihnachten war ein Riesenerfolg! 100 Prozent<br />

der Lots wurden verkauft. Zu Höchstpreisen!<br />

Die meisten Lots wechselten um das Doppelte<br />

des Rufpreises den Besitzer, viele lagen<br />

noch weit darüber.<br />

Also eine echte Win-win-Situation: für die<br />

Einbringer, die für ihre Weinraritäten fantastische<br />

Preise erzielten, und für die Käufer, die trotz der<br />

hohen Lizitationen bei der Auktion zu sehr guten<br />

Preisen Raritäten ersteigern konnten.<br />

Angespornt und motiviert durch diesen großen<br />

Erfolg war es klar, dass die Partnerschaft zwischen<br />

einem der führenden Auktionshäuser weltweit, dem<br />

Wiener Dorotheum, und <strong>Falstaff</strong>, dem größten Weinund<br />

Gourmetmagazin im deutschsprachigen Raum,<br />

fortgesetzt wird.<br />

OSTER-WEINAUKTION<br />

Ende März / Anfang April<br />

Von 26. März bis 7. April <strong>2021</strong> findet daher die<br />

nächste große Weinauktion von Dorotheum und<br />

<strong>Falstaff</strong> statt. Wieder online und abermals mit<br />

fantastischen Raritäten zu perfekten Marktpreisen.<br />

»Dank« Corona ziehen die Weinpreise weltweit<br />

in Auktionen enorm an – somit ist jetzt der<br />

perfekte Zeitpunkt für Verkäufer, besondere<br />

Weine aus ihrem Bestand einzubringen<br />

(unter falstaff.com/osterauktion).<br />

Aber auch für Käufer ist aktuell ein guter Zeitpunkt,<br />

Bestände nachzukaufen, die Keller zu füllen, eine<br />

großartige Investition in eine Wein-Rarität zu tätigen<br />

und so den Corona-Frust etwas zu kompensieren.<br />

Denn die Preise werden weiter steigen.<br />

Merken Sie sich daher bitte schon jetzt diesen<br />

Termin vor und machen Sie mit!


wein / PORTRÄT<br />

DER<br />

SPARKLING-<br />

GIGANT<br />

Der größte Schaumweinproduzent der Welt – mit<br />

eigenen Tochterunternehmen in 30 Ländern und<br />

Export in mehr als 150 Staaten – kommt aus<br />

Deutschland. Mit rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz<br />

(im Jahr 2<strong>01</strong>9) und fast 3600 Mitarbeitern ist das<br />

Wiesbadener Unternehmen Henkell Freixenet<br />

ein Gigant in der fantastischen und extrem<br />

bewegten Sparkling-Welt.<br />

TEXT WOLFGANG ROSAM<br />

Foto: Henkell Freixenet Austria GmbH<br />

94 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Henkell Freixenet<br />

ist heute der größte<br />

Schaumweinproduzent der<br />

Welt. Auch die Premium-<br />

Sektmarke »Fürst von<br />

Metternich« gehört zum<br />

Sortiment der Hessen.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

95


wein / PORTRÄT<br />

Andreas Brokemper ist Sprecher<br />

der Geschäftsführung von<br />

Henkell Freixenet und damit<br />

gemeinsam mit seinen Kollegen<br />

Eberhard Benz und Frank van<br />

Fürden verantwortlich<br />

für den größten Schaumweinhersteller<br />

der Welt.<br />

Ich bin eine Art Urgestein in diesem<br />

großartigen Unternehmen«, sagt<br />

Andreas Brokemper, Sprecher der<br />

Geschäftsführung von Henkell Freixenet,<br />

der bald 20 Jahre in diesem<br />

prickelnden Konzern verbracht hat. Er<br />

und sein Team waren es auch, die aus dem<br />

ur-deutschen Sektproduzenten Henkell mit<br />

der Übernahme des spanischen Schaumwein-Riesen<br />

Freixenet die Erfolgsformel<br />

»1+1=3« realisierten.<br />

»Freixenet und Henkell ergänzen sich<br />

perfekt. Die Vermählung der zwei Welten<br />

Cava und Sekt erhöhte unseren wertmäßigen<br />

Marktanteil auf schon heute zehn<br />

Prozent. Zukünftig wollen wir mit unserem<br />

gemeinsamen Haus auch im Absatz<br />

für jedes zehnte Glas Sekt weltweit stehen«,<br />

bringt Brokemper, nicht ohne Stolz, das<br />

Credo des Weltmarktführers auf den Punkt.<br />

GUTE NASE FÜR TRENDS<br />

Henkell scheint aber generell eine gute<br />

Nase dafür zu haben, was gerade von wem<br />

»UNSERE VISION:<br />

JEDES ZEHNTE GLAS<br />

SCHAUMWEIN, DAS<br />

IN DER WELT<br />

GETRUNKEN WIRD,<br />

SOLL AUS UNSEREM<br />

HAUS KOMMEN.«<br />

ANDREAS BROKEMPER<br />

SPRECHER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Rosé-, Riesling- oder Chardonnay-Sekt – das Produkt-<br />

Portfolio der Marke »Fürst von Metternich« ist breit.<br />

und wo am liebsten<br />

getrunken wird. War die<br />

Fusion mit Freixenet der absolute<br />

Quantensprung für den Schaumweinproduzenten,<br />

wusste Henkell auch davor stets,<br />

was gerade angesagt war. So war es sicher<br />

auch kein Zufall, dass der legendäre österreichische<br />

Gründer des Erfolgsdrinks Red<br />

Bull, Didi Mateschitz, seinen Marktaufbau<br />

und Vertrieb in Deutschland den Wiesbadener<br />

Sektprofis überließ. »Wir haben Herrn<br />

Mateschitz in den Anfangsjahren sicher<br />

gut die Türen für Red Bull in Deutschland<br />

geöffnet«, erinnert sich Brokemper.<br />

Den beispiellosen Prosecco-Boom verschlief<br />

Henkell natürlich auch nicht. Ganz<br />

im Gegenteil. Dem Prosecco-Hype, der in<br />

den Neunzigerjahren zuerst Deutschland,<br />

<strong>Österreich</strong> und die Schweiz erfasste, vor<br />

zehn Jahren das Vereinigte Königreich und<br />

die USA infizierte und heute die Osteuropäer<br />

nicht genug davon bekommen lässt,<br />

wurde bei Henkell mit der Akquisition der<br />

vielleicht besten italienischen Prosecco-<br />

><br />

Fotos: Henkell Freixenet Austria GmbH, Christophe GAGNEUX Pixim Communication<br />

96 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Die Prosecco-Marke Mionetto<br />

wurde 2008/2009 erworben<br />

– ein Geniestreich, wie sich<br />

herausstellen sollte.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

97


wein / PORTRÄT<br />

<<br />

Marke Mionetto entsprochen.<br />

»Wir ahnten zu Beginn der Zweitausenderjahre,<br />

dass der Prosecco-Boom<br />

in Deutschland noch lange nicht zu<br />

Ende sein würde und begaben uns auf<br />

die Suche nach einer Prosecco-Marke, die<br />

zu uns passte. Wir fanden sie in Mionetto.<br />

Fantastische Qualität, tolle Marktanteile<br />

in der Gastronomie, perfekt für Henkell«,<br />

resümiert Brokemper. So erwarb Oetkers<br />

Tochterunternehmen Henkell innerhalb<br />

von zwei Jahren (2008 und 2009) 100 Prozent<br />

der italienischen Parademarke, die sich<br />

nach wie vor großartiger Zuwachsraten<br />

er freut. Mehr als 550 Millionen Flaschen-<br />

Prosecco werden heute weltweit getrunken.<br />

Fast viermal so viel wie noch vor 20 Jahren.<br />

Von solchen Zahlen können Champagner,<br />

Cava, Sekt & Co. nur träumen.<br />

Henkell hatte dies frühzeitig begriffen<br />

und rechtzeitig gehandelt.<br />

Spannend ist auch die vielseitige Segmentierung<br />

von Henkell Freixenet. Während<br />

Henkell der aus deutscher Sicht meistexportierte<br />

Sekt ist (zum Beispiel in Öster-<br />

Das Weingut Schloss Johannisberg<br />

im Rheingau erzeugt einen der besten<br />

Weine Deutschlands. Hier wurde in die<br />

Weinproduktion investiert, der Keller ausgebaut<br />

sowie die Organisation neu strukturiert.<br />

»SCHLOSS<br />

JOHANNISBERG MACHT<br />

UNS SEHR VIEL<br />

FREUDE. DER GESAMTE<br />

BERG IST EINE<br />

GRAND-CRU-LAGE.«<br />

ANDREAS BROKEMPER<br />

SPRECHER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

reich mit sagenhaften 40 Prozent<br />

Marktführer), Freixenet das Cava-Sortiment<br />

weltweit abdeckt und<br />

Mionetto der Super-Qualitätsprosecco<br />

ist, wird die Palette mit dem Premium-<br />

Sekt »Fürst von Metternich« beeindruckend<br />

komplettiert.<br />

EIN LEADER NAMENS<br />

GORBATSCHOW<br />

Nein, es war nicht der ehemalige sowjetische<br />

Präsident und Glasnost-Ermöglicher<br />

Michail Gorbatschow, der diesen Wodka<br />

kreierte. Schade eigentlich, die Story wäre<br />

zu schön gewesen. Aber die Marke lieben<br />

die Deutschen – und auch die Schweizer<br />

(!) – mehr als jeden anderen Wodka.<br />

Gorbatschow ist heute klarer Marktführer<br />

in Deutschland und der Schweiz und<br />

führt das Spirituosen-Sortiment des Henkell<br />

-Freixenet-Konzerns an. Spannend in<br />

der Spirits-Palette ist auch das Bar- und<br />

Mix-Produkt Mangaroca Batida de Côco.<br />

Es erfüllt besonders Fernweh-Sehnsüchte in<br />

Deutschland, Spanien – und <strong>Österreich</strong>.<br />

<<br />

Fotos: Heroes of Riesling, Henkell Freixenet Austria GmbH<br />

98 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Homeoffice...<br />

...am liebsten<br />

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Seehäuser im Eigentum in Neusiedl am See.<br />

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wein / PORTRÄT<br />

DIE HENKELL-<br />

HISTORIE<br />

1832<br />

Adam Henkell gründet eine Weinhandlung in<br />

Mainz. Ab 1856 produziert er auch Schaumwein<br />

– damit wird die Marke Henkell geboren.<br />

1864<br />

Johann Jacob Söhnlein gründet die<br />

Rheingauer Schaumweinfabrik, aus der<br />

1922 die Söhnlein Rheingold AG wird.<br />

1960<br />

Einstieg in das Wodka-Geschäft durch die<br />

Übernahme der Gorbatschow Wodka KG.<br />

1987<br />

Henkell & Co. sowie die Söhnlein Rheingold<br />

AG, seit 1958 im Besitz des Bielefelder Unternehmers<br />

Rudolf August Oetker, fusionieren.<br />

metallenen und den lackfarbenen, war eine<br />

absolut richtige und zeitgemäße Entscheidung«,<br />

sagt Brokemper.<br />

So gibt der aktuelle <strong>Falstaff</strong>-Weinguide<br />

<strong>2021</strong> dem 2<strong>01</strong>7er »Goldlack« Johannisberger<br />

Riesling stolze 94 von 100 Punkten,<br />

dem 2<strong>01</strong>9er »Silberlack« Johannisberger<br />

Riesling GG 93 von 100 Punkten und der<br />

süßen TBA, dem 2<strong>01</strong>9er »Blaulack», sogar<br />

sagenhafte 97 von 100 Punkten.<br />

1997<br />

Übernahme der Sektkellerei Deinhard AG.<br />

2000<br />

Übernahme der französischen Sekt- und<br />

Champagnerkellerei Gratien & Meyer S.A.S.<br />

sowie des slowakischen Schaumweinproduzenten<br />

Hubert J. E. s.r.o.<br />

2003<br />

Übernahme der Vertriebs- und Markenrechte<br />

der Sektmanufaktur Menger-Krug sowie des<br />

rumänischen Sektmarktführers S.C. Angelli<br />

Spumante & Aperitive s.r.l.<br />

Das Mix-Produkt Mangaroca<br />

Batida de Côco sowie der<br />

Wodka Gorbatschow runden<br />

das Produktsortiment von<br />

Henkell Freixenet im Spirits-<br />

Bereich harmonisch ab.<br />

SCHLOSS JOHANNISBERG,<br />

DER WEIN<br />

Auf mehr als 45 Hektar gedeiht einer der<br />

besten Weine Deutschlands: Schloss Johannisberg.<br />

»Schloss Johannisberg macht uns<br />

derzeit sehr viel Freude. Wir haben aber<br />

auch in den letzten Jahren enorm viel in die<br />

Qualitätssteigerung unserer Weinproduktion<br />

investiert, den historischen Keller komplett<br />

ausgebaut und die Organisation neu<br />

strukturiert. Das hat sich eine der besten<br />

Weinberglagen Deutschlands auch verdient.<br />

Der gesamte Johannisberg ist eine Grand-<br />

Cru-Lage, und die realisierte Trennung zwischen<br />

trockenen und restsüßen Weinen, den<br />

ROSIGE ZUKUNFTSAUSSICHTEN<br />

Während die aktuelle Covid-Krise die Gastronomie<br />

und den nicht möglichen Konsum<br />

ebendort furchtbar getroffen hat – und<br />

trifft –, ist der private Konsum »zu Hause«<br />

gestiegen. Kompensiert kann dadurch<br />

natürlich der Ausfall in der Gastronomie<br />

nicht werden, aber so traurig und dramatisch<br />

die Situation sich derzeit darstellt, sie<br />

ist temporär und wird ein Ende haben. Alle<br />

Verhaltensforscher sind sich einig: Nach<br />

Covid wird mehr getrunken, mehr gefeiert<br />

und mehr ausgegangen denn je. Also sollte<br />

die Zukunft für den größten Schaumweinproduzenten<br />

der Welt nicht nur durch den<br />

immer stärker werdenden Trend bei den<br />

Rosé-Varianten von Prosecco, Cava, Sekt<br />

und Champagner »rosig« sein, sondern<br />

auch durch den wieder erstarkten Konsum<br />

nach dem Ende des pandemischen Wahnsinns.<br />

Zum Feiern gehört Sparkling. Zur<br />

Lebensfreude ebenso. Und somit wird die<br />

Erfolgsstory von Henkell Freixenet wohl<br />

noch viele weitere Kapitel beinhalten. <<br />

2007<br />

175-jähriges Kellereijubiläum von Henkell.<br />

Übernahme der Sektkellerei Stolichniy in Kiew.<br />

2008<br />

Übernahme der italienischen Prosecco-<br />

Kellerei Mionetto S.p.A.<br />

2<strong>01</strong>0<br />

Übernahme der Spirituosenmarken Fürst<br />

Bismarck, Kuemmerling und Jacobi 1880.<br />

2<strong>01</strong>6<br />

Neue Geschäftseinheit: Henkell & Co. Global.<br />

Vollständige Übernahme Copestick/Murray (GB).<br />

2<strong>01</strong>7<br />

Übernahme von Batida de Côco.<br />

2<strong>01</strong>8<br />

Die Henkell & Co.-Gruppe übernimmt 50,67 %<br />

Anteile von Freixenet S.A., Spanien<br />

2<strong>01</strong>9<br />

Henkell und Freixenet sind nun eins.<br />

Ein neues Logo vereint die Allianz<br />

auch visuell.<br />

Fotos: Henkell Freixenet Austria GmbH<br />

100 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Real dolce vita.<br />

IN VENETIEN GEBOREN, IN APULIEN GEWACHSEN, EINE GRÖSSE IN DER GANZEN WELT.<br />

tinazzi.it


spirits / APERITIVO<br />

ITALIANITÀ<br />

FÜR DAHEIM<br />

Bei kaum einer Gelegenheit ist Italien so italienisch wie beim<br />

Aperitivo. Was für ein Glück, lässt sich doch Fernweh so<br />

gerade auch daheim ein wenig stillen – und das noch dazu mit<br />

spannenden neuen Aperitivo-Variationen von Top-Barkeepern.<br />

TEXT LUKAS ZIMMER<br />

Mag das Wort »Aperitif«<br />

auch von den Franzosen<br />

geborgt sein, und mag die<br />

Tradition des gepflegten<br />

Drinks vor Mahlzeiten<br />

schon vor über 2500 Jahren mit dem griechischen<br />

Medizin-Urvater Hippokrates<br />

begonnen haben, der seinen Patienten ge gen<br />

Appetitlosigkeit das selbst gemixte »vinum<br />

hippocraticum« (mit Wermut und anderen<br />

Kräutern versetzter Wein) empfahl – eines<br />

ist klar: Das Herz der Aperitif-Kultur<br />

schlägt in Italien, und ein Aperitivo ist<br />

weit mehr als ein Aperitif – nämlich nicht<br />

nur einer der zahllosen Getränkeklassiker<br />

made in Italy, sondern alltäglicher und allabendlicher<br />

sozialer Fix- wie Brennpunkt<br />

des Dolce Vita. Das Treffen in einer Bar im<br />

Kollegen- und Freundeskreis nach getaner<br />

Arbeit – oder auch schon untertags als<br />

Auszeit – hat Work-Life-Balance schon<br />

vorexerziert, als noch niemand überhaupt<br />

an einen Begriff dafür dachte.<br />

Italianità lässt sich zwar an vielen Orten<br />

erleben – vom frühen Morgen auf<br />

den Märkten bis zum abendlichen Spazieren,<br />

Sehen und Gesehenwerden –,<br />

aber der Aperitivo ist wohl die Krönung<br />

italienischer Lebenskunst. Und gerade<br />

deshalb ein idealer Fluchtpunkt, wenn<br />

Fernweh nicht unmittelbar gestillt werden<br />

kann: Ein passender Drink ist auch<br />

daheim schnell gemixt, als Snacks dazu<br />

sind Schinken, Oliven und Käse bald zur<br />

Hand, Gesellschaft lässt sich allenfalls per<br />

Telefon oder Video-Call leicht finden –<br />

fertig ist der Do-it-yourself-Aperitivo.<br />

Als Extra-Anreiz hat <strong>Falstaff</strong> vier Top-<br />

Bartender um ihre Aperitivo-Variationen<br />

gebeten, mit einer Bandbreite von<br />

<<br />

Erfrischend, leicht und<br />

mit dem aromatischen<br />

Wechselspiel von bitter<br />

und süß: Es hat einen<br />

guten Grund, warum die<br />

italienische Aperitivo-Kultur<br />

zum globalen Trend wurde.<br />

Foto: Shutterstock<br />

102 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


All about Aperitivo unter<br />

falstaff.com/aperitivo<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

103


spirits / APERITIVO<br />

HERMÈS<br />

Markus Blattner, »Old Crow«, Zürich<br />

ZUTATEN<br />

4 cl trockener Sherry<br />

4 cl nicht zu süßer weißer Wermut<br />

1 Dash Orangen-Bitter oder wahlweise auch<br />

Grapefruit-Bitter<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Alles auf Eis verrühren und in ein Martini-<br />

Glas abseihen.<br />

GOLDEN<br />

SAVAGE<br />

Mit seiner Wermut-Kreation<br />

»Hermès« beweist Markus Blattner<br />

seine Finesse auch abseits seines<br />

legendären Rufs in Sachen Whisk(e)y<br />

und seltene Spirituosen.<br />

<<br />

winterlich (Attila Szelhoffer mit seinem<br />

»AperiTea«) über kräftig-gehaltvoll (Geri<br />

Tsais »Spey Classic«) bis zu finessenreich<br />

(Markus Blattners Sherry-Wermut-Aromenspiel<br />

im »Hermès«) und hochelegant, wie<br />

Ivan Urech mit seinem »Golden Savage«,<br />

der die italienischen Standards Wermut und<br />

Aperol mit Champagner verheiratet, wobei<br />

ein Klacks Bitterorangenmarmelade als<br />

Kupplerin fungiert.<br />

VERBITTERUNG MIT TRADITION<br />

So vielfältig und innovativ die Rezepte auch<br />

sind, eines weist sie klar als Vertreter der<br />

Aperitivo-Tradition aus: Wie die gesamte<br />

italienische Drink-Kultur sind sie durch<br />

die Verwendung von Bitter-Aromen definiert.<br />

Entweder indem sie intensiv deren<br />

Tiefe ausloten – oder indem sie die bitteren<br />

Geschmacksnoten umgekehrt gerade dazu<br />

nützen, um ein umso intensiveres Wechselspiel<br />

mit blumigen oder süßen Noten<br />

entstehen zu lassen. Schon die Basics italienischer<br />

Barbestände vereinen beides in sich,<br />

von Campari und Aperol über die Liköre<br />

Averna und Cynar bis hin zu Wermut in<br />

seinen unzähligen Spielarten. Das Faible für<br />

Bitterstoffe hat in Italien nicht nur Tradition,<br />

sondern in seiner modernen Form sogar<br />

seinen Ursprung: Bereits 1773 findet sich in<br />

der »Oenologia toscana«, quasi dem Urvater<br />

aller Toskana- Weinguides, der Vermerk<br />

über die Popularität von »medizinischen<br />

Weißweinen mit dem germanischen Namen<br />

Wermut« in der Gegend. Schon die alten<br />

Römer freilich tranken mit Wermutkraut<br />

versetzten Wein, Cicero soll Gäste etwa regelmäßig<br />

mit diesem Aperitivo empfangen<br />

haben.<br />

Endgültig festzumachen ist die moderne<br />

Aperitivo-Tradition aber mit dem<br />

Jahr 1786, als der gescheiterte Naturwissenschaftler<br />

Antonio Benedetto Carpano<br />

in seinem Brotberuf als Helfer in einem<br />

Turiner Spirituosengeschäft nicht die Finger<br />

vom Experimentieren mit Kräuter-<br />

Essenzen lassen konnte: Das Resultat war<br />

ein bitter-süßes aromatisiertes Weiß-<br />

<<br />

Ivan Urech, »Atelier Classic Bar«, Thun<br />

ZUTATEN<br />

2 cl Aperol<br />

2 cl Cognac VSOP<br />

1 cl trockener weißer Wermut<br />

1 BL Bitterorangenmarmelade<br />

5 – 6 cl trockener Champagner<br />

Garnitur: Grapefruit-Zeste<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Alle Zutaten außer dem Champagner<br />

zusammen in einem Rührglas verrühren,<br />

dann auf Eis kalt rühren.<br />

– Doppelt abgeseiht in eine vorgekühlte<br />

Champagner-Schale geben.<br />

– Mit Champagner auffüllen, nochmals kurz<br />

umrühren und mit einer Grapefruit-Zeste<br />

abspritzen.<br />

Fotos: Philipp Rohner, beigestellt<br />

104 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Genuss<br />

SALON<br />

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spirits / APERITIVO<br />

<<br />

weingetränk, das einschlug wie eine<br />

Bombe und bis heute die Vorgabe für die<br />

geschmackliche Charakteristik von modernem<br />

Wermut bildet. Der Legende nach<br />

musste der Spirituosenhandel in den Arkaden<br />

der heutigen Piazza Castello bald<br />

24 Stunden täglich geöffnet halten, um die<br />

Nachfrage zu befriedigen.<br />

AUFGESPRITZTE ÖSTERREICHER<br />

Ein wenig darf sich aber auch <strong>Österreich</strong><br />

rühmen, an der Kulturgeschichte des Aperitivo<br />

mitgeschrieben zu haben, und zwar<br />

rund um das Jahr 1800 im Hinblick auf<br />

den »Spritz« in seinen unzähligen Variationen,<br />

die sich meist auf das venezianische<br />

Grundrezept von einem Drittel Schaumwein<br />

(meist Prosecco), einem Drittel Bitterlikör<br />

(etwa Aperol oder Campari) und<br />

einem Drittel Soda beziehen. Die Inspiration<br />

dafür hatten die Venezianer allerdings<br />

von einer für sie anfangs befremdlichen<br />

Gewohnheit der österreichischen K.u.k.­<br />

Truppen, die im damaligen Königreich<br />

Lombardei-Venetien stationiert waren:<br />

APERITEA<br />

Attila Szelhoffer, »Burdock«, Salzburg<br />

ZUTATEN<br />

4 cl Campari<br />

1 cl Falernum-Rumlikör<br />

10 cl kalter Rooibos-Vanille-Tee,<br />

aromatisiert mit Grapefruit-Zeste<br />

Serviert mit schwarzen Oliven<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Das Getränk kann kalt oder auch heiß serviert<br />

werden. Es eignet sich auch als Punsch-Bowl<br />

für mehrere Personen, dabei die Menge<br />

einfach hochrechnen!<br />

Diese waren die Kombination aus dem<br />

warmen Klima und den gehaltvollen italienischen<br />

Weinen nicht gewohnt und behalfen<br />

sich damit, dass sie ihre Weine mit<br />

(Soda-)Wasser streckten. Dass daraus irgendwann<br />

der heutige »Spritz« werden<br />

musste, war quasi nur eine Frage der Zeit:<br />

Einen Schuss Wermut in den Weißwein zu<br />

geben, war damals südlich des Brenners<br />

schon längst gang und gäbe – und wird bis<br />

heute vor allem in Genua als »Bianco Amaro«<br />

gepflegt.<br />

Als lebendig gebliebene historische Zwischenstation<br />

zum heutigen »Spritz« darf<br />

der »Pirlo« gelten, dessen Erfindung sich<br />

die Stadt Brescia rühmt: je ein Achtel Sodawasser<br />

und Bitter auf ein Viertel Weißwein,<br />

garniert mit einer Orangenscheibe. Irgendwann<br />

in den 1920er-Jahren wurde schließlich<br />

in Venedig die Kombination aus<br />

Schaumwein, Bitter (dort bevorzugt mit<br />

der örtlichen Marke »Select«, die sich<br />

von anderen Bitterlikören durch einen<br />

spannenden Touch Wacholder abhebt)<br />

und Soda populär und sollte ihren<br />

<<br />

Attila Szelhoffer<br />

(<strong>Falstaff</strong>-Barkeeper des<br />

Jahres 2020, o.) gewinnt<br />

vermeintlich bekannten<br />

Campari-Aromen mit<br />

seinem »AperiTea«<br />

gänzlich neue Seiten ab.<br />

Fotos: Shutterstock, Barbara Dopplinger<br />

106 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


www.die3.eu<br />

Euram Bank AG<br />

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spirits / APERITIVO<br />

DIE »HOLLAND-<br />

CONNECTION«<br />

HERRN CAMPARIS EXPERIMENTE<br />

Ein Name überstrahlt die Aperitivo-Kultur wie<br />

kein anderer: der von Gaspare Campari, dem<br />

Begründer des heutigen Weltkonzerns. Große<br />

Pläne hatte der Inhaber einer Getränkehandlung<br />

in Novara allerdings gar nicht, als er<br />

um 1860 neben vergessenen Kreationen wie<br />

»Rum-Öl« und »Elixier für langes Leben« auch<br />

einen »Bitter nach holländischem Brauch« anbot.<br />

Der wurde so beliebt, dass Campari schon<br />

zwei Jahre später in Mailand sein erstes Café<br />

eröffnen konnte. Und statt mit seinem eigentlichen<br />

Namen wurde der bittersüße rote Likör<br />

immer als »Der Bitter von Herrn Campari«<br />

bestellt. Der Rest ist Aperitivo-Geschichte.<br />

FÜR FORTGESCHRITTENE<br />

SPEY<br />

CLASSIC<br />

<<br />

weltweiten Siegeszug antreten. Dass der<br />

»Spritz« schließlich von Nord italien aus<br />

auf der ganzen Welt Verbreitung fand, bedarf<br />

keiner weiteren Begründung: Jeder<br />

einzelne Schluck ist Erklärung genug, so<br />

wie auch das Ritual des Aperitivo selbst<br />

keiner Überzeugungsarbeit bedarf – erst<br />

recht, wenn zu den Drinks noch die obligatorischen<br />

Snacks kommen.<br />

GENIALE IMBISS-WELTEN<br />

Auch wenn in der Basis-Variante eben<br />

Käse, Schinken und Oliven für einen durchaus<br />

gepflegten Aperitivo reichen, lohnt ein<br />

klein wenig kulinarische Ambition, um die<br />

volle Genuss-Bandbreite auszuloten: Auch<br />

Chicchetti wie in Venedig, Tramezzini –<br />

von vielen mit Mailand in Verbindung<br />

gebracht, obwohl sie vermutlich eher von<br />

Turin aus die Imbiss-Welt eroberten – und<br />

die in ganz Italien in unterschiedlichen regionalen<br />

Spielarten verbreiteten Bruschette<br />

oder Crostini sind daheim ohne viel Aufwand<br />

zu produzieren, von den genialen<br />

Möglichkeiten zur kulinarischen Resteverwertung<br />

ganz zu schweigen: Mit ein wenig<br />

Geschick lässt sich übrig gebliebenes Risotto<br />

in köstliche Arancini – zu Kügelchen<br />

formen, panieren und herausbacken – und<br />

übrig gebliebene Pasta nach derselben Methode<br />

in Pastacini verwandeln.<br />

Außerdem ist darauf Verlass, dass Italien<br />

selbst immer zuverlässig Neues in Sachen<br />

Aperitivo bietet. Zum einen lässt er sich<br />

durch ein ständig wachsendes Angebot an<br />

auch hierzulande erhältlichen – und qualitativ<br />

immer besseren – alkoholfreien Bitters<br />

inzwischen auch problemlos gänzlich promillefrei<br />

gestalten. Zum anderen entwickelt<br />

sich gerade in Italiens Norden das ohnehin<br />

oft genug in der Bar eingenommene Frühstück<br />

zur Aperitivo-Alternative. Womit<br />

auch so bewiesen wäre: Aperitivo bedeutet<br />

vor allem, einen ganz gewöhnlichen Moment<br />

in ein genussvolles Erlebnis zu verwandeln,<br />

und das mit erstaunlich wenig<br />

Aufwand, egal wann und egal wo – daher:<br />

Viva l’aperitivo!<br />

<<br />

Geri Tsai, »Tür 7«, Wien<br />

ZUTATEN<br />

5 cl Speyside Single Malt Whisky<br />

2 cl extratrockener Fino-Sherry<br />

1 cl Mozart Chocolate Spirit<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Alle Zutaten auf Eis im Rührglas rühren und in<br />

eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.<br />

– Mit einer frischen Grapefruit-Zeste abspritzen<br />

und eine neue frische Grapefruit-Zeste als Deko<br />

ins Glas geben.<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

108 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


getränke / ALKOHOLFREIE SPEISEBEGLEITER<br />

Alkoholfreie Cocktails<br />

zum Nachmixen unter<br />

falstaff.com/drinks-ohne-alkohol<br />

Perfektes Pairing auch ohne Alkohol:<br />

Ob Frucht- und Gemüsesäfte, Shrubs<br />

oder Fermentiertes – die Bandbreite<br />

an alkoholfreien Alternativen zur<br />

klassischen Weinbegleitung ist groß.<br />

Foto: Shutterstock<br />

110 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


NÜCHTERN<br />

BETRACHTET<br />

Alkoholfreie Speisebegleitungen sind ein großer Trend<br />

in der Top-Gastronomie. Das Neueste auf diesem<br />

bunten, höchst facettenreichen Innovationsgebiet:<br />

im Weinglas servierte Jahrgangsfruchtsäfte.<br />

TEXT JULIA KOSPACH<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

111


getränke / ALKOHOLFREIE SPEISEBEGLEITER<br />

Thomas Kohl produziert<br />

in Südtirol sortenreine<br />

Apfelsäfte sowie<br />

spannende Cuvées.<br />

Sogar Grand Crus hat<br />

er im Sortiment – ein<br />

Begriff, der vielen bisher<br />

nur aus der Fine-Wine-<br />

Welt bekannt war.<br />

Es ist eine klare Ansage, und sie<br />

lautet: »Ohne ist das neue<br />

Mit.« Dieser eingängige Slogan<br />

zu einem der facettenreichsten<br />

neuen Kulinarik-Trends<br />

stammt von der deutschen Gastro-Beraterin,<br />

Autorin und Foodbloggerin Nicole<br />

Klauß, die in ihrem Erfolgsbuch »Die neue<br />

Trinkkultur« das Thema Genuss ohne<br />

Alkohol auslotet. Vorbei die Zeiten, in<br />

denen all jene, die keinen Alkohol trinken<br />

wollten, in der Top-Gastronomie mit<br />

Mineralwasser, Orangensaft oder ein paar<br />

Standardlimos samt dazugehörigen<br />

scheelen Blicken abgespeist wurden.<br />

»Schwanger? Muslim? Trockener Alkoholiker?<br />

Autofahrer? Alles auf einmal? Auf<br />

jeden Fall: Spaßbremse!« lauteten – in<br />

Nicole Klauß’ Worten – die Botschaften, die<br />

in diesen Blicken enthalten waren und das<br />

Restaurant-Personal viel zu oft zu berechtigen<br />

schienen, die Nicht-Trinker links<br />

liegen zu lassen.<br />

Gut gekühlt – bei etwa 8 bis 12 Grad Celsius –<br />

und aus dem Stielglas getrunken, entfalten die<br />

Kohl-Apfelsäfte ihr Aroma am besten.<br />

Viel bunter präsentiert sich das Bild heute.<br />

Die Top-Gastronomie mitsamt Sommeliers<br />

hat darauf reagiert, dass Alkoholfreies<br />

wichtiger wird: durch den Trend zu<br />

gesünderer Naturkost, durch strengere<br />

Promille-Regeln im Straßenverkehr, durch<br />

mehr Gäste aus Weltgegenden, in denen<br />

kein oder weniger Alkohol getrunken wird,<br />

und durch immer mehr überzeugte<br />

No-Alk-Genießer. Die Palette des Angebotenen<br />

wird immer reicher: Shrubs und<br />

Säfte, Tees und Auszüge, Extrakte und<br />

Molken, Sirupe und Bio-Limos, Kräuteressenzen<br />

und Fermentiertes, Trinkessige,<br />

Frucht- und Gemüsesäfte sowie eine stetig<br />

wachsende Zahl an alkoholfreien Bieren<br />

und sogar Spirituosen (siehe Kasten letzte<br />

Seite). Da stehen etablierte alkoholfreie<br />

Klassiker wie Jörg Geigers spritzige<br />

»PriSeccos«, Thomas Kohls reinsortige<br />

Bergapfelsäfte aus Südtirol oder die<br />

Frucht-Seccos und Direktsäfte von van<br />

Nahmen neben Newcomer-Produkten wie<br />

Fotos: Kohl, beigestellt<br />

112 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


ES MUSS NICHT<br />

IMMER ALKOHOL<br />

IM GLAS SEIN –<br />

AUCH NICHT BEIM<br />

SECHS-GÄNGE-MENÜ<br />

IM STERNE-<br />

RESTAURANT.<br />

Winzer Markus Weiss (im Kreis) hat mit<br />

»Native Grape« gemeinsam mit seinen<br />

Brüdern eine alkoholfreie Wein-Alternative<br />

aus fermentierten Trauben entwickelt.<br />

dem roten und weißen Weintraubenkombucha<br />

»Native Grape« aus<br />

Chardonnay- und Pinot-Noir-<br />

Trauben. »Menschen, die in<br />

Restaurants keinen Alkohol zu sich<br />

nahmen, wurden als Genießer<br />

einfach nicht ernst genommen. Wer<br />

Bier und Wein verweigerte, landete bei<br />

Wasser oder süßen Kinderlimonaden«, so<br />

der Jungwinzer Markus Weiss aus Gols im<br />

Burgenland. Mit Getränken wie »Native<br />

Grape« habe sich das geändert, zeigt sich<br />

Weiss überzeugt, der »Native Grape«<br />

gemeinsam mit seinen Brüdern David und<br />

Christian erfunden hat. »Kombuchakulturen<br />

wandeln den natürlichen Traubenzucker<br />

in organische Säuren um. Dabei<br />

entsteht das facettenreiche weinähnliche<br />

Fermentationsaroma«, erläutert Weiss.<br />

VOM NEULAND ZUM TREND<br />

»Native Grape« ist eines der Produkte, die<br />

den Bereich der alkoholfreien Speisebegleitung<br />

zum florierenden Entwicklungsgebiet<br />

gemacht haben, auf dem sich einige der<br />

innovativsten, leidenschaftlichsten und<br />

experimentierfreudigsten Köpfe der<br />

Branche tummeln, um Neues, nie Dagewesenes,<br />

Verfeinertes oder ganz und gar<br />

Innovatives rund um das Thema alkoholfreier<br />

Trinkgenuss auf den Weg zu bringen.<br />

Wie so oft haben auch hier die nordischen<br />

Spitzenrestaurants dem Trend den Weg<br />

geebnet. Die Nachfrage wächst stetig.<br />

Es muss längst nicht immer Alkohol im<br />

Glas sein – auch nicht beim Sechs-Gänge-Menü<br />

im Sterne-Restaurant.<br />

Hauptsache, das Glas und das Produkt<br />

stimmen. Wer hätte das noch vor<br />

wenigen Jahren gedacht?<br />

»Vor 25 Jahren war das Höchste<br />

der Gefühle ein gespritzter Apfelsaft«,<br />

sagt Werner Retter und lacht.<br />

Der steirische Bio-Pionier und<br />

»Obst-Magier«, dessen Pöllauer<br />

Obsthof auf Basis einer 130-jährigen<br />

Familientradition ein umfassendes Repertoire<br />

an exzellenten Frucht- und Beerensäften,<br />

Elixieren und Edelbränden hervorgebracht<br />

hat, hat gut lachen. Erneut nämlich<br />

hat Retter mit einer alkoholfreien Produktreihe<br />

einen Trend innerhalb des Trends<br />

angestoßen und echtes Neuland betreten:<br />

»Edition Sommelier WILD« bzw. »WELL«<br />

heißen die High-End-Direktsäfte, die<br />

Natur-Aficionado Retter seit fast zehn<br />

Jahren – wie er sagt – »aus Jux und<br />

Tollerei« und jeder Menge Forschergeist<br />

entwickelt und die inzwischen ihren fixen<br />

Platz als Menübegleiter in der Spitzengastronomie<br />

zwischen Salzburg und<br />

Zürich eingenommen haben: schonend<br />

gepresst aus von Hand gesammelten<br />

Wildpreisel beeren aus Lappland, Wildheidelbeeren<br />

aus den Karpaten oder wilden<br />

Weintrauben aus chilenischer Hochlage,<br />

um nur drei Beispiele zu nennen, in<br />

schlanke Weinflaschen abgefüllt, bis zur<br />

Trinkreife bei kon s tanten Temperaturen<br />

hinter den dicken Mauern des Pöllauer<br />

Schlosskellers gelagert.<br />

Was ihre Besonderheit ausmacht?<br />

»Hochwertige, in der Natur gesammelte<br />

Wildfrüchte und -beeren stellen die<br />

Ideallösung für den alkoholfreien<br />

Bereich dar«, erklärt Retter. Bei<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

113


getränke / ALKOHOLFREIE SPEISEBEGLEITER<br />

Sauer statt süß: Für die »Edition<br />

Sommelier WILD« und »WELL«<br />

verwendet Werner Retter<br />

(im Kreis) ausschließlich<br />

hochwertige Wildfrüchte und<br />

-beeren, die den Säften komplexe<br />

Säurearomen verleihen.<br />

DIE BESTEN<br />

PRODUZENTEN<br />

FLEIN – WEINGUT GROSS & GROSS<br />

Um einen besonders sortentypischen<br />

Geschmack zu erhalten, werden die Trauben<br />

für Veronika Mittereggers »Flein« wie in<br />

der Champagnerherstellung sanft gepresst<br />

und schonend pasteurisiert.<br />

flein.at<br />

PRISECCO<br />

MANUFAKTUR JÖRG GEIGER<br />

Jörg Geiger bietet eine ganze Palette an<br />

PriSeccos an, die er in seiner Manufaktur in<br />

Baden-Württemberg herstellt.<br />

shop.manufaktur-joerg-geiger.de<br />

BERGAPFELSÄFTE – KOHL<br />

Die naturreinen Bergapfelsäfte von Thomas<br />

Kohl werden auf fast 1.000 Meter Seehöhe<br />

am Ritten in Südtirol produziert.<br />

kohl.bz.it<br />

EDITION SOMMELIER WILD UND WELL<br />

OBSTHOF RETTER<br />

Die High-End-Direktsäfte von Werner Retter<br />

werden schonend aus von Hand gesammelten<br />

Wildfrüchten gepresst.<br />

obsthof-retter.com<br />

DIE JAHRGANGS-<br />

FRUCHTSÄFTE VOM<br />

OBSTHOF RETTER<br />

KÖNNE MAN HEUTE<br />

»GENIESSEN WIE DEN<br />

HÖCHSTEN BORDEAUX«,<br />

SAGEN VERKOSTER.<br />

<<br />

ihnen ist die Balance aus Säure und<br />

Frucht eine andere als bei Kulturfrüchten,<br />

die Inhaltsstoffe höher konzentriert:<br />

»Wildfrüchte haben um die Hälfte weniger<br />

Fruchtzucker als Kulturfrüchte und viel<br />

mehr Säure.« Die Säure bringt Geschmack<br />

und Haltbarkeit. Der geringere Zuckergehalt<br />

löst eines der zentralen Probleme,<br />

die viele Fruchtsäfte in der Speisebegleitung<br />

haben: Sie sind einfach zu süß und zu<br />

reichhaltig. Nicht so bei Retters »Edition<br />

Sommelier«. 18 Punkte hat etwa die<br />

»Edition Sommelier WILD Preiselbeere<br />

2<strong>01</strong>5« bei der VINUM-Verkostung 2<strong>01</strong>8<br />

eingefahren: ein verdienter Stockerlplatz für<br />

einen Jahrgangsgourmetfruchtsaft von so<br />

komplexem Geschmacksreichtum, dass<br />

»man ihn genießen kann wie den höchsten<br />

Bordeaux«. Womit wir auch schon bei der<br />

Präsentation wären: Ja nicht mischen!<br />

Nicht als Durstlöscher ansetzen, sondern<br />

»in kleinen Einheiten, im richtigen Weinglas,<br />

bei der richtigen Temperatur«, wie<br />

Retter sagt, mit dem Ziel, »die Fruchtaromen<br />

der Edition optimal zu den Speisen zu<br />

kombinieren«. Der Erfolg gibt Werner<br />

Retter recht – nicht nur weil er einen<br />

Großteil seiner »Edition Sommelier« an die<br />

Schweizer Fünf-Sterne-Hotelgastronomie<br />

liefert.<br />

<<br />

GEGENBAUER TRINKESSIGE<br />

Erwin Gegenbauers »edelsaure Trinkessige«<br />

werden aus Trockenbeerenauslesen vergoren.<br />

Sie reifen bis zu zwölf Jahren in Eichenfässern.<br />

gegenbauer.at<br />

VAN NAHMEN PRIVATKELLEREI<br />

Das Sortiment reicht von Direktsäften<br />

über Nektare und Frucht-Seccos bis hin<br />

zu Juicy-Tea-Variationen.<br />

vannahmen.de<br />

SECCO – SEKTHAUS RAUMLAND<br />

Für die Herstellung der Seccos aus<br />

Trauben und Wildäpfeln achtet Volker<br />

Raumland penibel auf die Qualität<br />

der verwendeten Früchte.<br />

raumland.de<br />

GIMBER – THE ORIGINAL<br />

Aus 38 Prozent Ingwer besteht Dimitri<br />

Oosterlyncks Ingweressenz, die pur ebenso<br />

genossen werden kann wie mit kaltem oder<br />

heißem Wasser oder auch in Mocktails gemixt.<br />

gimber.com<br />

NATIVE GRAPE<br />

Gemeinsam mit seinen Brüdern David<br />

und Christian entwickelte Jungwinzer<br />

Markus Weiss das rote und weiße<br />

Wein traubenkombucha aus Chardonnayund<br />

Pinot-Noir-Trauben.<br />

nativegrape.at<br />

Fotos: Helmut Schweighofer, Regula Wolf<br />

114 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Rezepte:<br />

ALKOHOLFREI • 18 BOTANICALS • ZUCKERFREI • VEGAN<br />

ceders-alt-gin.com<br />

ENJOY RESPONSIBLY


getränke / ALKOHOLFREIE SPEISEBEGLEITER<br />

Die steirische Winzerfamile Gross<br />

erzeugt auf dem Weingut »Gross<br />

& Gross« die Wein-Alternative<br />

»Flein« von Veronika Mitteregger.<br />

Befreundete Winzer wie Sebastian<br />

Schmidt (Kreis) greifen diese Idee<br />

nun ebenfalls auf.<br />

AUCH NICHT<br />

OHNE:<br />

SPIRITS MIT<br />

NULL PROMILLE<br />

Den Geist aus der Flasche lassen und<br />

dabei nüchtern bleiben? Darum geht es bei<br />

den neuen alkoholfreien Spirits. Der Trend<br />

dazu heißt »sober curious« und steht für<br />

die neue Neugier auf eine Nüchternheit,<br />

die trotzdem keine Abstriche beim<br />

Trinkerlebnis machen will.<br />

<<br />

Einen eng verwandten Ansatz verfolgt<br />

auch seit drei Jahren die steirische Winzerfamilie<br />

Gross & Gross mit sortenreinen<br />

Traubensäften der Marke »Flein«. »Ich<br />

habe mich gefragt, ob reinsortiger Traubensaft<br />

mit der gleichen Wertschätzung wie<br />

Wein erzeugt werden kann: mit Leidenschaft,<br />

geprägt von Jahrgang und Rebsorte.<br />

Es klingt naheliegend, ist aber ein komplett<br />

neuer Zugang«, sagt »Flein«-Erfinderin<br />

Veronika Mitteregger. Ihr ging es um den<br />

Traubengeschmack »frisch aus der Presse,<br />

wie ihn sonst nur der Winzer erlebt«. Der<br />

Unterschied zwischen »Flein« und herkömmlichen<br />

Traubensäften liege vor allem<br />

in der kompromisslosen Erzeugung. Denn<br />

die Trauben für »Flein-Saft vom Sauvignon<br />

Blanc«, »Flein-Saft vom Gelben Muskateller«<br />

und den sprudelnden »Flein Fizz«<br />

wachsen in Gross’schen Weingärten, »die<br />

eigens für die Saftproduktion nach biologischen<br />

Grundsätzen gepflegt werden.<br />

Sanfte Pressung, wie sie in der Champa-<br />

gner-Erzeugung üblich ist, und neueste<br />

Pasteurisierungstechnologie tun den Rest,<br />

um Traubensäfte zu erzeugen, deren<br />

Geschmack vom »Terroir« erzählt und die,<br />

im Weinglas serviert, als echte Wein-Alternative<br />

punkten können. Ganz neu ist die<br />

»Flein«-Kooperation mit zwei befreundeten<br />

Weingütern: Die Südtiroler Kellerei<br />

Kurtatsch hat kürzlich ihren »Flein-Saft<br />

vom Sauvignon Blanc« präsentiert. Im<br />

Herbst <strong>2021</strong> wird auch das Weingut<br />

Schmidt am Bodensee seinen ersten »Flein«<br />

ausschenken: eine transalpine, antialkoholische<br />

Kooperation sozusagen. »Meine Winzerfamilie<br />

und ich haben einen Weg<br />

gefunden, sortentypische Aromen in einem<br />

frischen, lebhaften Traubensaft einzufangen«,<br />

freut sich Veronika Mitteregger. »Und<br />

dass aus der simplen Alternative zu einem<br />

Glas Wein, die ich während meiner<br />

Schwangerschaft gesucht habe, eine<br />

internationale Zusammenarbeit entstanden<br />

ist, macht mich einfach nur glücklich.«<br />

<<br />

Der Zeitgeist setzt auf Alternativen zu Gin,<br />

Rum & Co. mit vollem Geschmack, aber null<br />

Alkohol. »Rick Free« aus der Manufaktur<br />

des preisgekrönten Bio-Ginmachers Patrick<br />

Marchl ist ein heimisches Produkt, das den<br />

Spirit jener stetig wachsenden Gruppe von<br />

Menschen einfängt, die zwar keinen oder<br />

weniger Alkohol trinken, deswegen aber<br />

nicht auf den Geschmack der Spirituosenklassiker<br />

verzichten wollen. In »Rick Free«<br />

finden Freunde des Alkoholfreien die<br />

Aromenvielfalt von Gin, ohne davon trunken<br />

zu werden. Die Zutaten sind alle bio, Zucker<br />

oder künstliche Aromastoffe – Fehlanzeige.<br />

Stattdessen sind es Kräuter- und Gewürzdestillate<br />

bzw. -extrakte aus Wacholder,<br />

Ingwer, Orange, Grapefruit oder Kubebenpfeffer,<br />

aus denen sich hier das<br />

Geschmacks erlebnis zusammensetzt.<br />

Bereits seit 2<strong>01</strong>7 gibt es auch mit der Marke<br />

»Ceder’s« alkoholfreie Gin-Alternativen, in<br />

denen sich die Aromen von südafrikanischen<br />

Botanicals wie Rooibos mit Gin-Klassikern<br />

wie Wacholder oder Koriander zu neuen<br />

Gin-Ersatzspirits mischen – in mittlerweile<br />

vier Geschmackskombinationen von<br />

»Ceder’s Classic« bis »Ceder’s Pink Rose«<br />

mit einem Hauch Rose.<br />

Eine breite Palette alkoholfreier Spirits bietet<br />

auch das australische Unternehmen<br />

»Lyre’s«: Gin, Whisky, Rum, Absinth oder<br />

Amaretto sind nur einige der Geschmacksrichtungen,<br />

die hier vollkommen ohne<br />

Promille angeboten werden.<br />

Foto: Peter hack, www.medienagenten.de<br />

116 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


IN DER RÜBE<br />

LIEGT DIE KRAFT<br />

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Voller Saft voraus! Unser direkt<br />

gepresster Saft aus österreichischen<br />

Bio-Roten-Rüben enthält Folsäure.<br />

Folsäure trägt zu einer Verringerung<br />

von Müdigkeit und Ermüdung bei.<br />

Jetzt ist die Zeit, sich mit super<br />

Bio-Qualität aus <strong>Österreich</strong><br />

zu stärken.<br />

#biosuperfood<br />

janatuerlich.at<br />

Gibt’s nur bei:<br />

Gemeinsam mit:<br />

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind wichtig.


Chefredakteur<br />

MARTIN<br />

KUBESCH<br />

GOURMET<br />

VEGANE KOST IM AUFWIND<br />

ERSTER VEGANER<br />

MICHELIN-STERN<br />

Das Feinschmeckerlokal »ONA« in<br />

Arès nahe Bordeaux hat als erstes<br />

veganes Lokal einen Michelin-Stern<br />

erhalten. Claire Vallée (r.), die das »ONA«<br />

(für »Origine Non Animale«, also »Nicht<br />

tierischen Ursprungs«) betreibt, gründete<br />

das Lokal vor fünf Jahren mithilfe einer<br />

Ökobank, da traditionelle Geldinstitute<br />

die Idee eines veganen Feinschmeckerlokals<br />

als zu wenig erfolgversprechend abgelehnt<br />

hatten – offenbar eine Fehleinschätzung.<br />

In Wien bestätigte gleichzeitig das »forum.<br />

ernährung heute« die Bedeutung veganer<br />

Ernährung für den Klimaschutz: Bereits ein<br />

veganer Tag pro Woche reduziere demnach<br />

die Treibhausgasemissionen jedes Einzelnen<br />

stärker als eine Ernährung ausschließlich<br />

mit regional erzeugten Lebensmitteln.<br />

clairevallee.com, forum-ernaehrung.at<br />

WIEN IM ZENTRUM DER NESPRESSO-WELT<br />

An einer neuen Location in der Bundeshauptstadt<br />

findet sich ab Ende März die<br />

Flagship-Boutique von Nespresso. Die<br />

Adresse Kärntner Straße 9 liegt exakt<br />

vis-à-vis des einzigen österreichischen<br />

Apple-Stores und nur einen Steinwurf vom<br />

Stephansdom entfernt. Auf zwei Stockwerken<br />

soll die Filiale nicht nur das Kundenerlebnis<br />

auf ein neues Level heben, sondern<br />

auch einige bisher nicht da gewesene Services<br />

bieten – man darf also gespannt sein.<br />

Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, hat<br />

der Kapselkaffeehersteller die neue Serie<br />

»World Explorations« lanciert. Die Idee<br />

dahinter: unterschiedliche Kaffee-Kulturen<br />

aus aller Welt auch für den Genuss zu Hause<br />

118 falstaff feb–mär <strong>2021</strong><br />

bereitzustellen. Erstmals ist dabei auch Wien<br />

eine eigene Kaffee-Kreation gewidmet. Der<br />

»Vienna Linizio Lungo« ist geschmacklich an<br />

die Wiener Kaffeehauskultur angelehnt und<br />

vereint süße brasilianische und kolumbianische<br />

Arabicas, die leicht geröstet sind.<br />

nespresso.com<br />

Öffnet Ende März ihre Pforten:<br />

die neue Flagship-Boutique von<br />

Nespresso in bester Lage in der<br />

Wiener Kärntner Straße.


NOTIZEN<br />

BURGER UND POMMES VOM »NOMA«-CHEF<br />

Die Corona-Pause hat der<br />

gefeierte dänische Spitzenkoch<br />

und »Noma«-Chef René<br />

Redzepi genutzt, um eine<br />

Burger-Linie zu entwickeln.<br />

Unter dem Namen »POPL«<br />

führt er seit Kurzem in<br />

Kopenhagen einen Takeaway.<br />

Drei Burger (mit Rind,<br />

vegetarisch und vegan) stehen<br />

zur Auswahl, außerdem<br />

Pommes frites, Coleslaw und<br />

fermentierte Chilis. Preis pro<br />

Redzepi-Burger: ca. € 15,–.<br />

poplburger.com<br />

FLEUR DE SEL AUS DEN ALPEN<br />

Hauchzarte, handgeschöpfte Salzflocken,<br />

die in speziellen Sudpfannen<br />

erzeugt werden, bietet Bad Ischler seit<br />

Kurzem unter dem Namen »Salzzart«.<br />

Die Flocken begeistern mit ihrer knusprig-schmelzenden<br />

Textur und veredeln<br />

Steaks, Grillgemüse, Carpaccio, aber<br />

auch Süßspeisen zur Vollendung.<br />

badischler.at<br />

Fotos: MEHDI FEDOUACH/AFP/picturedesk.com, Nespresso, Ditte Isager, Lunik, Tom Swalens, Matt Observe, beigestellt<br />

NICHTS FÜR ANFÄNGER<br />

Ingwer an sich ist ja bereits eine Herausforderung<br />

für die Geschmacksknospen, doch die neue,<br />

alkoholfreie Ingwer-Essenz »Gimber« fühlt sich<br />

an wie ein kleiner Stromstoß – aber einer von<br />

der angenehmen Sorte. Die Essenz besteht zu<br />

38 Prozent aus der asiatischen Wurzel sowie<br />

aus Zitrone, Kräutern und Gewürzen und kann<br />

mit Wasser, Softdrinks oder Fruchtsäften aufgespritzt,<br />

aber auch zum Verfeinern von alkoholischen<br />

Getränken und Cocktails eingesetzt werden.<br />

Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.<br />

Und das Beste: Die Mixturen schmecken nicht<br />

nur top, sondern sind auch gesund!<br />

gimber.com<br />

»LABSTELLE« JETZT<br />

AUCH TO-GO<br />

Nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch<br />

ausgesprochen gelungen sind die Köstlichkeiten,<br />

die das Team des Wiener Restaurants<br />

»Labstelle« seit Kurzem im Glas<br />

anbietet. Ob Coq au Vin, Zackelschaf-Tajine<br />

oder veganes Pilzgulasch, das Essen im<br />

Glas ist ohne Konservierungsmittel gefertigt<br />

und lässt sich einfach aufwärmen.<br />

shop.labstelle.at<br />

KOCHEN WIE DAMALS<br />

Alte Weinviertler Rezepte sowie Anekdoten<br />

von damals versammelt das Buch<br />

»Aufkochen« aus der Edition Winkler-<br />

Hermaden. Ob Riegelkrapfen, Wuchteln<br />

mit Fisolen, Grammeltorte oder Stockfleisch,<br />

das Buch ist eine Fundgrube für<br />

Hobbyköche mit Nostalgie-Faible.<br />

edition-wh.at<br />

KEINE NEWS MEHR<br />

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feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

119


gourmet / PASTA UNSER<br />

PASTA UNSER<br />

Pasta ist nicht nur das Nationalgericht Italiens, sondern eine<br />

der populärsten Speisen weltweit. Auch, weil sie aus einem<br />

Minimum an Zutaten und Aufwand eine schier unerschöpfliche<br />

Vielfalt an Aromen und Konsistenzen möglich macht.<br />

Denn kein anderes Nahrungsmittel der Welt hat so<br />

viele verschiedene Gesichter wie simple Nudeln.<br />

TEXT HERBERT HACKER<br />

Pasta-Rezepttipps<br />

unter<br />

falstaff.com/pasta<br />

Traditionelle Pasta-Produktion im<br />

Italien der 1950er-Jahre. Nudeln<br />

sind auf der ganzen Welt gleichermaßen<br />

beliebt, in Italien aber sind sie<br />

ein Nationalheiligtum.<br />

Foto: Getty images<br />

120 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

121


gourmet / PASTA UNSER<br />

Das Coronavirus ist wie Pasta«,<br />

textete der chinesische Konzeptkünstler<br />

Ai Weiwei im<br />

Mai des Vorjahres auf In stagram:<br />

»Die Chinesen haben<br />

es erfunden, und die Italiener haben es<br />

dann verbreitet.«<br />

Kein Wunder, dass sich der 62-jährige,<br />

regimekritische Dissident und Medienliebling,<br />

der seit einigen Jahren in Europa lebt,<br />

mit dieser flapsigen Aussage weder in seiner<br />

alten Heimat noch bei unseren südlichen<br />

Nachbarn besonders beliebt gemacht hat.<br />

Angesichts Zigtausender Toter und teils<br />

apokalyptischer Szenen in den Spitälern<br />

alleine am Appenin hagelte es landesweit<br />

Kritik und Empörung.<br />

Lässt man allerdings die – verständlichen<br />

– Emotionen einmal außer Acht, dann<br />

merkt man, dass der Künstler mit seiner<br />

umstrittenen Wortmeldung nicht nur auf<br />

den uralten Streit um die Entstehungsgeschichte<br />

von Pasta angespielt hat – also<br />

welchem der beiden Völker es zu verdanken<br />

ist, dass die Nudeln seinerzeit überhaupt<br />

erfunden worden sind. Der Sager des Chinesen<br />

war auch eine Anspielung darauf,<br />

dass sich Pasta und alles, was dazugehört,<br />

nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie<br />

zu einem der beliebtesten Gerichte für die<br />

Menschen in der Selbst-Isolation gemausert<br />

hat. Wie sonst nur Toilettenpapier, wurden<br />

zwischenzeitlich auch Nudeln aller Art wie<br />

verrückt gehamstert, und viele Pasta-Hersteller<br />

zählten plötzlich zu den großen<br />

Gewinnern der Krise. Und die Fabrikation<br />

von Nudelteig samt aller möglichen Pestos<br />

und Sugos zählt jetzt schon seit Monaten<br />

zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen<br />

für Feinschmecker in Isolation.<br />

Aber wie kommt es eigentlich, dass<br />

dieses im Grunde so unendlich simple<br />

Lebensmittel aus Wasser, Hartweizengrieß<br />

und (manchmal) ein wenig Ei heute auf<br />

der ganzen Welt einen derartigen<br />

Kultstatus genießt? Was macht die<br />

Nudel so speziell, dass kaum einer<br />

von ihr lassen möchte? <strong>Falstaff</strong><br />

hat sich auf Spurensuche<br />

begeben.<br />

<<br />

ESSEN IST IMMER<br />

EINE EMOTIONALE<br />

UND SINNLICHE SACHE.<br />

ABER PASTA KANN MEHR:<br />

SIE IST DER KITT, DER<br />

FAMILIEN GEMEINSAM<br />

GENIESSEN LÄSST.<br />

Italien oder China? Der Ursprung der Nudeln<br />

war lange umstritten, inzwischen sind sich die<br />

Forscher einig: Die ersten Nudeln wurden mit<br />

ziemlicher Sicherheit mit Stäbchen gegessen …<br />

Pasta geht immer:<br />

In Italien gehören<br />

Nudeln zu jedem<br />

Essen – ob als<br />

Vorspeise, als<br />

Hauptgericht oder<br />

als schneller Snack<br />

zwischendurch. Bis<br />

zu 25 Kilo verdrückt<br />

rein statistisch<br />

gesehen jeder<br />

Italiener pro Jahr.<br />

Fotos: Shutterstock<br />

122 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


DIE GROSSE VIELFALT DER PASTA-WELT:<br />

INSGESAMT GIBT ES ÜBER 600 VARIANTEN<br />

BUCATINI<br />

Lange Röhrennudeln, die aussehen<br />

wie dicke, hohle Spaghetti<br />

CANNELLONI<br />

Dicke Röhren, die mit Fleisch<br />

oder Gemüse gefüllt werden<br />

CAPELLINI<br />

Die dünnsten Spaghetti, oft als<br />

lange Fadennudeln in Suppen<br />

CHIFFERONI RIGATI<br />

Große Hörnchennudeln mit<br />

geriffelter Oberfläche<br />

CONCHIGLIE<br />

Muschelförmige Nudeln aus Kampanien<br />

in verschiedenen Größen<br />

FARFALLE<br />

Zur Schmetterlingsform gedrückte<br />

Nudeln mit gezacktem Rand<br />

FETTUCCINE<br />

Mittelbreite Bandnudeln aus<br />

Mittelitalien<br />

FUSILLI<br />

Spiralförmige Nudeln, die<br />

besonders viel Sauce aufnehmen<br />

LASAGNE<br />

Nudelplatten zur Bereitung<br />

des gleichnamigen Gerichts<br />

MACCHERONI<br />

Lange, dicke und innen hohle<br />

Röhrennudeln<br />

ORECCHIETTE<br />

Kleine, halbrunde Schalen, auch<br />

als »Öhrchennudeln« bekannt<br />

PACCHERI<br />

Breite Röhrennudeln, kürzer als<br />

Cannelloni, eher speziell<br />

PAPPARDELLE<br />

Sehr breite Bandnudeln mit welligem<br />

Rand<br />

PENNE<br />

Kurze Röhrennudeln, schräg<br />

geschnitten und innen hohl<br />

RAVIOLI<br />

Viereckig oder halbrund, mit<br />

Spinat, Ricotta oder Ei gefüllt<br />

RIGATONI<br />

Kurze, dicke Röhrennudeln, deren<br />

Oberfläche geriffelt ist<br />

SPAGHETTI<br />

Ur-Nudel: dünne und lange Rundnudeln<br />

in verschiedenen Stärken<br />

STROZZAPRETI<br />

Die kordelartigen »Priesterwürger«<br />

stammen aus Apulien<br />

TAGLIATELLE<br />

Schmale Bandnudeln, getrocknet<br />

meist zu Nestern gerollt<br />

TORTELLINI<br />

Runde Nudeltaschen, oft mit einer<br />

Mischung aus Fleisch und Käse gefüllt<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

123


gourmet / PASTA UNSER<br />

AM ANFANG WAR DIE NUDEL<br />

Im Jahr 2005 fand man bei Ausgrabungen<br />

in China einen etwa 4000 Jahre alten Topf,<br />

auf dessen Boden noch einige Nudeln<br />

klebten. Diese chinesischen »Ur-Spaghetti«<br />

waren etwa einen halben Meter lang,<br />

bestanden aus Hirseteig und gelten heute<br />

als ultimativer Beweis dafür, dass die Wiege<br />

der Pasta im Fernen Osten stand. Aber<br />

schon vorher waren viele Historiker<br />

überzeugt, dass die Chinesen als Erste auf<br />

die Idee gekommen sind, aus Mehl und<br />

Wasser einen Teig zu formen und diesen zu<br />

kochen. Jedenfalls ist aus dem dritten<br />

Jahrhundert nach Christus bereits eine<br />

»Ode an die Nudel« erhalten – verfasst<br />

vom chinesischen Dichter Shu Xi.<br />

Der daraus abgeleitete Vorwurf, die<br />

Italiener hätten sich die Herstellung<br />

der Pasta schlicht von den Chinesen<br />

abgeschaut, hat sich aber bis heute<br />

nicht erhärtet. Als wahrscheinlicher<br />

gilt, dass die Nudel an mehreren<br />

Orten unabhängig voneinander<br />

erfunden wurde.<br />

Ob kunstvoll gefertigte und<br />

gefärbte Farfalle (Bild oben)<br />

oder die kreisrunden Anellini:<br />

Letztlich entscheidet über<br />

die Güteklasse der Pasta<br />

die Qualität des Hartweizens,<br />

der auf Italiens Feldern reift.<br />

JEDEM DORF SEINE PASTA<br />

Wirklich kompliziert wird es erst, wenn<br />

man bedenkt, dass in Italien fast jede<br />

Region mit einer eigenen Theorie über den<br />

Ursprung der Pasta aufwartet. So geht man<br />

etwa in Ligurien davon aus, dass Genueser<br />

Kaufleute das Rezept von den Nomadenvölkern<br />

der Mongolei an die Riviera gebracht<br />

haben. Die Venezianer wiederum<br />

sind überzeugt, dass Marco Polo die Nudel<br />

im 13. Jahrhundert aus China nach Europa<br />

brachte. Der Haken dabei: Seit Forscher in<br />

italienischen Gräbern aus dem 4. Jahrhundert<br />

diverse Abbildungen von Geräten zur<br />

Nudelherstellung fanden, gelten diese<br />

Annahmen als weitgehend widerlegt.<br />

In Rom wiederum wird gerne behauptet,<br />

dass schon die alten Kaiser und Senatoren<br />

Nudeln gegessen hätten. In Sizilien ist man<br />

sich hingegen sicher, dass es die antiken<br />

Griechen oder die Araber waren, die die<br />

Nudeln auf die Insel brachten. Davon ist<br />

man in Kampanien keineswegs überzeugt<br />

und hält dagegen, dass es sich bei den<br />

»Ur-Nudeln« der Griechen oder Araber<br />

<<br />

Fotos: Shutterstock<br />

124 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Außergewöhnlich.<br />

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gourmet / PASTA UNSER<br />

Mehr als<br />

600 Sorten finden<br />

sich im Pasta-<br />

Kosmos, dessen<br />

Galaxien<br />

»Pasta secca«,<br />

»Pasta fresca« und<br />

»Pasta all’uovo«<br />

darstellen.<br />

LINGUINE<br />

al pesto genovese<br />

(für 4 Personen)<br />

<<br />

bloß um grobe Teigklumpen gehandelt<br />

habe. Erst die findigen Köche der neapolitanischen<br />

Maccheroni-Küche hätten die<br />

Pasta zu dem gemacht, was sie heute ist: ein<br />

italienisches Nationalgericht von geradezu<br />

globaler Bedeutung. Eine vergleichbare<br />

Karriere hat bestenfalls Pizza hingelegt.<br />

DIE SPIELARTEN DER PASTA<br />

Die Faszination der Pasta als teigiges<br />

Genussprodukt reicht weit über das übliche<br />

Spektrum der Kulinarik hinaus. »Pasta ist<br />

Architektur für den Mund«, schreibt etwa<br />

der österreichische Künstler und Filmemacher<br />

Peter Kubelka in seinem 1985 entstandenen<br />

»Pasta-Atlas«, in dem er minutiös<br />

auflistet, in welchen Ecken Italiens einzelne<br />

Pasta-Sorten im Laufe der Zeit entstanden<br />

sind. Kubelka, der lange Zeit in Frankfurt<br />

als Professor eine Klasse für »Film und<br />

Kochen als Kunstgattung« leitete, widmet<br />

sich in seinem Buch nicht nur den populärsten<br />

Pasta-Sorten, sondern auch unbekannteren<br />

Nudelvarianten wie etwa<br />

Anellini, Tubetti lunghi und Stricchetti tondi<br />

– Sorten, von denen selbst viele Italiener<br />

noch nie etwas gehört haben.<br />

Die Vielzahl an Nudelformen ist jedenfalls<br />

enorm. Jede Region hat ihre eigenen<br />

Kreationen, die mitunter sogar von Dorf<br />

zu Dorf unterschiedlich sind. Experten<br />

schätzen, dass heute in Italien über 600<br />

verschiedene Sorten in Verwendung sind.<br />

Wer sich dem Thema Pasta nähert, der<br />

muss grundsätzlich zwischen »Pasta secca«<br />

und »Pasta fresca« unterscheiden. »Pasta<br />

secca« wird meist industriell aus Hartweizengrieß<br />

und Wasser hergestellt, bei »Pasta<br />

fresca« oder »Pasta fatta in casa« handelt<br />

es sich um frische, hausgemachte Pasta,<br />

deren Teig aus Weizenmehl und Eiern und<br />

eventuell etwas Wasser besteht.<br />

Die »Pasta secca« wird wieder in zwei<br />

Gruppen unterteilt: in »Pasta lunga« und<br />

»Pasta corta«. Zur »Pasta lunga« zählen<br />

alle Nudeln über zehn Zentimeter Länge<br />

wie Spaghetti, Spaghettini oder Tagliatelle.<br />

Unter den Oberbegriff »Pasta corta« fallen<br />

hingegen kürzere Nudelkreationen wie<br />

Penne oder Farfalle.<br />

Hinzu kommt noch die »Pasta all’uovo«,<br />

eine oft verwendete Bezeichnung für Eiernudeln,<br />

die nicht wie die »Pasta fresca« zu<br />

Hause oder im Restaurant frisch gemacht,<br />

sondern von kleineren oder mittleren Pasta‐Herstellern<br />

produziert werden. Bestes<br />

Beispiel: der Pasta-Produzent Marco<br />

Giacosa aus Alba im Piemont. Für seine<br />

<<br />

ZUTATEN<br />

2–3 große Handvoll Basilikum<br />

1 Zehe Knoblauch<br />

30 g Pinienkerne<br />

125 ml Olivenöl<br />

4 EL Parmesan, gerieben<br />

4 EL Pecorino piccante, gerieben<br />

ZUTATEN FÜR DIE PASTA<br />

300 g Linguine<br />

1 großer Erdapfel<br />

300 g Fisolen<br />

1 EL Salz<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Für das Pesto alle Zutaten in einem elektrischen<br />

Zerkleinerer kurz durchmixen, sodass eine relativ<br />

grobkörnige Sauce entsteht.<br />

– Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen.<br />

– Die Fisolen putzen und der Länge nach teilen,<br />

sodass ihre Form jener der Linguine ähnelt.<br />

– Die Kartoffel schälen und in kleine Würfel<br />

schneiden.<br />

– Wenn das Wasser kocht, großzügig salzen und<br />

die Linguine mitsamt den Kartoffelwürfeln zugeben.<br />

Gut umrühren. Nach circa sechs Minuten die<br />

Fisolen zugeben und nach zehn bis elf Minuten<br />

probieren: Die Fisolen sollten halbwegs weich<br />

sein, die Pasta aber deutlich kernigen Biss haben.<br />

– Mindestens zwei Schöpflöffel vom Kochwasser<br />

aufbewahren, Pasta abgießen und mit dem Pesto<br />

in einer Schüssel vermengen.<br />

– Reichlich Kochwasser zugeben, sodass in Verbindung<br />

mit den zerfallenden Kartoffeln und dem<br />

Olivenöl eine satte, seidige Sauce entsteht.<br />

– In der Schüssel auftragen und separat Parmesan<br />

dazu reichen, damit sich jeder nach Belieben zusätzlich<br />

davon über die Pasta reiben kann.<br />

Fotos: : Shutterstock, Getty Images, Stine Christiansen<br />

126 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Erfolg fängt an,<br />

wo man vertraut.<br />

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gourmet / PASTA UNSER<br />

REGELN UND<br />

IRRTÜMER<br />

Was Sie noch nicht übers<br />

Pasta-Machen wussten<br />

PASTA UND DIE SAUCE<br />

Es kommt bei einem Pasta-Gericht immer<br />

darauf an, wie gut sich die Sauce mit den<br />

Nudeln (egal, welche) vermischt. Daher macht<br />

es einen Unterschied, ob man die Sauce über<br />

die Nudeln kippt oder ob man die Nudeln in<br />

einer Pfanne mit der fertig gekochten Sauce<br />

vermengt. Letzteres ist richtig. Nur so mischt<br />

sich die Sauce ideal mit der Pasta.<br />

Also: immer die Nudeln in die Sauce geben<br />

und nicht umgekehrt.<br />

DAS PASTA-WASSER<br />

Lange Zeit hielt sich die Theorie, dass man<br />

Nudeln in möglichst viel Wasser kochen soll.<br />

Doch das stimmt nicht. Beim Kochen der<br />

Nudeln nimmt das Wasser nämlich Stärke<br />

auf, und dieses Pasta-Wasser ist eine wichtige<br />

Zutat beim Zubereiten eines Pasta-Gerichts.<br />

Das stärkehaltige Wasser bindet die Sauce und<br />

macht das Gericht cremig und nicht trocken.<br />

Deshalb immer etwas Pasta-Wasser zurückbehalten.<br />

Am besten die Nudeln nicht abseihen,<br />

sondern mit einem Sieb aus dem Wasser nehmen.<br />

Wie viel Pasta-Wasser verwendet wird,<br />

hängt vom Geschick des Kochs ab.<br />

<<br />

»Pasta all’uovo« verwendet der gute<br />

Mann tatsächlich 36 Eidotter pro Kilo<br />

Mehl. Das ist in ganz Italien rekordverdächtig.<br />

Seine Tagliatelle und Pappardelle, aber<br />

vor allem seine Tajarin sind wohl auch<br />

deshalb wahre Delikatessen. Die Nudeln<br />

werden dabei nach alter Methode mit einem<br />

Messer händisch in ungleichmäßige dünne<br />

Streifen geschnitten. Giacosas Tajarin sind<br />

das emotionale Kunstwerk eines wahren<br />

Pasta-Aficionados.<br />

PASTA FÜR DIE TOP-KÖCHE<br />

Auch Riccardo Felicetti steht im Ruf, ein<br />

Extremist der italienischen Pasta-Szene zu<br />

sein. Seine Nudelproduktion liegt in keinem<br />

der großen Pastagebiete wie etwa die Region<br />

um Neapel oder das Piemont, sondern in<br />

einem kleinen Bergdorf in den Dolomiten.<br />

Dort erzeugt er Nudeln, die so hoch<br />

dekorierte Spitzenköche wie etwa Davide<br />

Scabin in Turin, Andrea Berton in Mailand,<br />

Massimo Bottura in Modena und Norbert<br />

Niederkofler in St. Kassian für die beste<br />

Pasta Italiens halten. »Für eine gute Pasta<br />

braucht es ausgewählten Hartweizengrieß<br />

und Wasser«, sagt Felicetti, »und wir haben<br />

hier das beste Wasser der Welt. Es stammt<br />

aus einer Quelle auf zweitausend Meter<br />

Höhe, dazu kommt noch die reine Bergluft.<br />

Voraussetzungen, die unsere Pasta so<br />

einzigartig machen.« Den Hartweizengrieß<br />

kauft Felicetti in Apulien und Kampanien –<br />

vorwiegend aus biologischem Anbau.<br />

Was die getrocknete Pasta betrifft, hat sich<br />

schon im Mittelalter Neapel und sein Umland<br />

als Zentrum der italienischen Pastakultur<br />

etabliert. Das liegt auch daran, dass das<br />

Klima dort für das Trocknen – der heikelste<br />

Teil der Pastaproduktion – am besten<br />

geeignet ist. Je nach Wind und Wetter<br />

müssen die Nudeln mehrmals täglich – oft<br />

auch mitten in der Nacht – an eine andere<br />

Stelle gehängt werden. Denn für die besten<br />

Ergebnisse soll der Teig erst schnell antrocknen<br />

und dann feucht und kühl abhängen –<br />

eine Prozedur, die bei traditionellen Herstellern<br />

zwischen acht Tagen und drei Wochen<br />

dauert. In den großen Fabriken werden die<br />

Nudeln hingegen oft bei mehr als hundert<br />

Grad in wenigen Stunden getrocknet, was<br />

der Qualität keineswegs dienlich ist.<br />

Es gibt aber noch weitere Faktoren, die<br />

die Qualität einer getrockneten Pasta maßgeblich<br />

beeinflussen: exzellenter Grieß und<br />

reines Wasser für den Teig sowie Bronzeformen<br />

und -düsen bei der Verarbeitung.<br />

Der Weizen beziehungsweise Grieß bestimmt,<br />

wie gut die Struktur des Pasta-Teigs<br />

und die Bissfestigkeit des Endprodukts<br />

<<br />

ÖL IM PASTA-WASSER?<br />

Weit verbreitet und auch hartnäckig hält sich<br />

die Theorie, man müsse Öl in das Kochwasser<br />

geben, damit die Nudeln nicht zusammenkleben.<br />

Das ist grundfalsch. Denn ölige Nudeln<br />

vermischen sich später weit weniger gut mit<br />

der Sauce. Also Hände weg von Öl.<br />

Pasta carbonara,<br />

modern interpretiert – in<br />

jedem Fall ohne Obers.<br />

AL DENTE ODER NICHT?<br />

»Pasta secca« muss immer »al dente«<br />

gekocht werden. Sie muss »bissfest« sein,<br />

also nicht zu weich oder gar zerkocht. Das<br />

ist bei »Pasta fresca« oder »Pasta all’uovo«<br />

nicht nötig, die Kochzeit ist hier auch<br />

wesentlich kürzer. Frische Pasta oder Pasta<br />

mit vielen Eiern sollte eher weich sein –<br />

allerdings auch nicht zerkocht.<br />

CARBONARA MIT ODER OHNE OBERS?<br />

Carbonara mit Obers gemacht – ein Irrtum,<br />

der außerhalb Italiens wie ein Kaugummi an<br />

der Schuhsole klebt. Spaghetti carbonara<br />

wird in ganz Italien nur mit Eiern, Guanciale<br />

(ein aus der Schweinebacke oder dem<br />

Schweinenacken hergestellter, luftgetrockneter<br />

Speck) und geriebenem Hartkäse (im<br />

Idealfall Pecorino) gemacht. Man kann<br />

natürlich auch Parmesan und ganz normalen<br />

Speck verwenden. Obers aber hat in einer<br />

Carbonara nichts verloren.<br />

Foto : Shutterstock<br />

128 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Unser Beitrag<br />

zum Klimaziel:<br />

48.000.000 t<br />

weniger CO 2<br />

smart – digital – klimaneutral<br />

Wir stärken mit unseren Kunden den<br />

Wirtschaftsstandort <strong>Österreich</strong> und<br />

erhalten unsere Welt lebenswert.<br />

siemens.at/klimaneutral<br />

Durch unsere Umwelttechnologien haben wir im letzten Jahr unseren Kunden dazu verholfen, 48 Millionen Tonnen CO 2<br />

einzusparen.


gourmet / PASTA UNSER<br />

»Spaghetti bolognese,<br />

bitte!« – »Scusi!?«<br />

Wer das in Italien<br />

bestellt, wird meist<br />

Unverständnis ernten:<br />

Denn Spaghetti sind zu<br />

dünn, Tagliatelle etwa<br />

passen zu der dicken<br />

Sauce viel besser.<br />

TAGLIOLINI<br />

al limone<br />

(für 4 Personen)<br />

<<br />

sind. Das Material der Pressdüsen<br />

wiederum beeinflusst, wie gut sich die<br />

getrocknete Pasta später mit einer Sauce<br />

verbindet. Pasta-Düsen waren ursprünglich<br />

aus Kupfer, mit der zunehmenden Industrialisierung<br />

der Pasta-Produktion im 20. Jahrhundert<br />

wurden sie oft durch billigeres,<br />

pflegeleichteres Teflon ersetzt. Eine folgenschwere<br />

Entscheidung, denn das raue Kupfer<br />

gibt der Pasta eine aufgeraute Oberfläche,<br />

wodurch die Sauce besser haftet. Und das<br />

ist von enormer Bedeutung.<br />

»Bei der Zubereitung einer Pasta ist kein<br />

Schritt so wichtig wie das Wenden in der<br />

Sauce«, schreibt etwa die Köchin und<br />

Kochbuchautorin Marcella Hazan in ihrem<br />

Standardwerk »Die klassische italienische<br />

Küche«. Hazan besteht darauf, dass die<br />

Pasta direkt nach dem Kochen und<br />

Abtropfen in eine vorgewärmte Schüssel<br />

oder Pfanne mit Sauce gekippt und gut<br />

durchmischt wird: »Bis zu diesem Zeitpunkt<br />

sind Pasta und Sauce zwei ganz<br />

verschiedene Dinge. Erst das Wenden<br />

verbindet sie innig. Die Sauce muss jede<br />

Nudel gleichmäßig überziehen, in jede Rille<br />

kriechen und alle Aromen mitnehmen.«<br />

Falsch ist hingegen der Mythos, Pasta<br />

müsse in jeder Menge Wasser gekocht<br />

werden: Harold McGee, Kochkolumnist<br />

der »New York Times« und Autor des<br />

Bestsellers »On Food and Cooking«, hat in<br />

zahlreichen Versuchen bewiesen, dass es<br />

überhaupt keinen Unterschied macht, in<br />

wie viel Wasser die Pasta gart, solange man<br />

sie anfangs ein wenig umrührt, damit sie<br />

nicht verklebt. Und natürlich darf keinesfalls<br />

Öl in das Wasser gegossen werden.<br />

Denn dann vermischt sich die Sauce nicht<br />

mit den öligen Nudeln. Einer der großen<br />

Irrtümer in der Welt der Pasta.<br />

Hartnäckig hält sich auch außerhalb<br />

Italiens der Begriff »Spaghetti bolognese«.<br />

Wer in einem italienischen Restaurant<br />

danach verlangt, wird auf blankes Unverständnis<br />

stoßen. Denn dieses Gericht gibt es<br />

in Italien überhaupt nicht, da die glatten<br />

Spaghetti für eine so reichhaltige Sauce wie<br />

das »Ragù alla bolognese« völlig ungeeignet<br />

sind – denn die Sauce haftet nicht an<br />

den Nudeln. Daher wird das »Ragù alla<br />

bolognese« auch meist mit Tagliatelle<br />

vermischt. Oder es wird gleich mit einer<br />

Bechamelsauce zu Lasagne verarbeitet.<br />

<<br />

ZUTATEN<br />

100 g Butter<br />

2 Biozitronen<br />

125 ml Schlagobers<br />

500 g Tagliolini all’uovo (die Besten, die Sie finden<br />

können)<br />

3 EL Parmigiano Reggiano, gerieben<br />

Salz<br />

schwarzer Pfeffer aus der Mühle<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Die Butter in einer Pfanne bei geringer Hitze<br />

schmelzen lassen. Die Schale der Zitronen hineinreiben,<br />

dabei darauf achten, dass Sie nur die<br />

aromatische, gelbe Schale abreiben, nicht den<br />

weißen Teil – der würde dem Gericht eine unangenehm<br />

bittere Note verleihen. Bei kleinster Hitze<br />

etwas ziehen lassen – es soll keinesfalls brutzeln.<br />

Dann das Obers zugießen, gut verrühren<br />

und von der Hitze nehmen. In einem großen Topf<br />

Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Tagliolini<br />

sehr al dente kochen – sie garen auch nach<br />

dem Abgießen nach. Abgießen und eine Tasse<br />

der Kochflüssigkeit auffangen.<br />

– Die Tagliolini mit der Obers-Butter-Zitronen-Sauce<br />

vermengen, Parmigiano zugeben und<br />

ebenfalls gut vermischen. Die Pasta soll sehr<br />

cremig sein, deshalb nach Bedarf etwas von der<br />

Kochflüssigkeit zugeben, bis die gewünschte saftige<br />

Konsistenz der Sauce erreicht ist. Auf eine<br />

vorgewärmte Servierplatte transferieren, mit<br />

frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit extra<br />

Parmigiano zwecks individuellem Abschmecken<br />

zu Tisch bringen.<br />

Foto: Shutterstock, Stine Christiansen<br />

130 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


BUCHEN SIE ERFOLG<br />

TV · RADIO · DIGITAL


gourmet / PASTA UNSER<br />

DIE BESTEN<br />

PASTA-<br />

PRODUZENTEN<br />

MARCO GIACOSA<br />

Für viele die beste Pasta aus dem Piemont.<br />

Paradeprodukt sind die Tajarin mit 36 Eiern pro<br />

Kilo Mehl, ideal für Pasta mit Trüffel.<br />

Z. B. bei weinco.at<br />

MONOGRANO FELICETTI<br />

Teigwarenfabrik im Nordosten Italiens in<br />

Predazzo, umgeben von den Dolomiten.<br />

Viele Starköche schwören auf diese Pasta.<br />

Z. B. bei foodist.at<br />

PASTA RUMMO<br />

Kultpasta aus Benevento bei Neapel. Aus Hartweizengrieß<br />

mit 14,5 Prozent Proteingehalt<br />

und langsam verarbeitet.<br />

Z. B. bei gourmet-versand.com<br />

DIE PERFEKTE FRISCHE PASTA<br />

(für 2 Personen)<br />

ZUTATEN<br />

120 g Weizenmehl<br />

4 Eigelb<br />

15 ml Milch<br />

Salz<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Alle Zutaten in einer Schüssel mit der Hand so<br />

lange vermischen, bis ein grober Teig entsteht.<br />

Dann auf eine saubere Arbeitsfläche transferieren<br />

und kneten, bis der Teig geschmeidig ist und<br />

nicht klebt. Achtung: Er wird sehr trocken sein<br />

und sich zu Beginn nur schwer formen lassen.<br />

Lassen Sie sich davon nicht abschrecken! Hartnäckigkeit<br />

wird mit herausragender Pasta<br />

belohnt.<br />

– Den Teig in Klarsichtfolie schlagen und im<br />

Kühlschrank eine Stunde rasten lassen.<br />

– Mit der Pastamaschine nach und nach auf die<br />

gewünschte Dicke ausrollen (bei handelsüblichen<br />

Modellen ist das meist Stufe sechs oder<br />

sieben). Dafür auf jeder Stufe mindestens einmal<br />

durchlaufen lassen und so langsam dünner<br />

werden lassen.<br />

– Die fertigen Pasta-Bänder kurz lufttrocknen<br />

lassen – italienische Hausfrauen hängen sie dafür<br />

gern über einen waagrecht zwischen zwei<br />

Stühlen gelegten Besenstiel. Dann in die gewünschte<br />

Form schneiden, etwa Linguine. Am<br />

leichtesten geht das mit dem Schneideaufsatz<br />

der Pasta-Maschine.<br />

– In kochendem Salzwasser etwa zwei Minuten<br />

garen. Mit Sauce nach Wahl vermengen, nach<br />

Bedarf mit etwas von dem zurückbehaltenem<br />

Pasta-Kochwasser zu geschmeidiger Konsistenz<br />

bringen und sofort servieren.<br />

BENEDETTO CAVALIERI<br />

Im 1918 gegründeten Betrieb in Apulien verwendet<br />

man nur Hartweizen aus der Region.<br />

Z. B. bei gustini.at<br />

MANCINI<br />

Kleine Nudelfabrik in den Marken. Den Betrieb<br />

gibt es erst seit 2<strong>01</strong>0. Spezialität des Hauses:<br />

die Mancini Bucatini.<br />

Z. B. bei gourmet-versand.com<br />

MARTELLI<br />

Handgemachte Spaghetti der Familie Martelli<br />

aus der Toskana. Eine Kultpasta.<br />

Z. B. bei nonsolovino.at<br />

PASTIFICIO GENTILE GRAGNANO<br />

Die Gentile Pasta Factory ist einer der historischen<br />

Handwerksbetriebe der Stadt Gragnano.<br />

pastificiogentile.com<br />

SPINOSI<br />

Vincenzo Spinosi gilt in Italien als<br />

König der Eier-Pasta.<br />

Z. B. bei delikatess-express.de<br />

PASTA FAELLA<br />

Die 1907 gegründete Pastificio Faella in<br />

Gragnano ist bis heute in Familienbesitz.<br />

Z. B. bei gourmet-versand.com<br />

DE CECCO<br />

Großer und bekannter Nahrungsmittelhersteller<br />

mit Sitz in Fara San Martino in den Abruzzen.<br />

dececco.com<br />

BARILLA<br />

Einer der größten und bekanntesten<br />

Pasta-Produzenten Italiens.<br />

barilla.com<br />

JA! NATÜRLICH<br />

Gute Qualität für Freunde von Bio-Pasta aus<br />

österreichischem Bio-Getreide.<br />

janatuerlich.at<br />

Fotos: Stockfood<br />

132 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


BURATTI<br />

DER ITALIENSPEZIALIST<br />

Seit fast drei Jahrzehnten steht der Genuss- und Lebensmittelgroßhändler<br />

Buratti südlich von Wien im Dienst der italienischen Gastronomie und trägt<br />

dazu bei, Italien auf den Teller zu bringen.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

nomen diese ihren Gästen anbieten können.<br />

Die frischen Zutaten für die Füllungen der<br />

Pasta werden dreimal wöchentlich im Lager<br />

in Münchendorf angeliefert und sofort an<br />

die Kunden verteilt. Dies geschieht mit<br />

einer Flotte an Kühl-LKW, um die Kühlkette<br />

nicht zu unterbrechen – ein entscheiden-<br />

Haben Sie sich schon einmal<br />

gefragt, woher die italienische<br />

Gastronomie im Osten <strong>Österreich</strong>s<br />

ihre Ware bezieht? Als<br />

Genuss- und Lebensmittelgroßhändler für<br />

italienische Restaurants hat sich Buratti als<br />

Ziel gesetzt, nur das Beste aus Italien zu<br />

importieren. Gastronomen haben die Möglichkeit,<br />

gute Zutaten zu außergewöhnlichen<br />

Spezialitäten zu veredeln. Durch eine<br />

große Auswahl an Produkten sind der Fantasie<br />

keine Grenzen gesetzt. Egal, ob Pasta<br />

aus reinem Hartweizengrieß oder mit Eiern,<br />

ob trocken, frisch oder tiefgekühlt, gefüllt,<br />

kurz oder lang, ausgefallen oder klassisch,<br />

High Class oder als Mittagsmenü oder einfach<br />

selbst gemacht, Buratti hat die passenden<br />

Produkte, um Ideen in die Realität<br />

umsetzen zu können. Stetige Sortimentserweiterungen<br />

sorgen dafür, dass neue Trends<br />

frühzeitig erkannt werden und die Gastroder<br />

Faktor, wenn es um die Erhaltung der<br />

Qualität der Produkte geht.<br />

EXZELLENTE BERATUNG<br />

Ein hoch qualifiziertes Beraterteam sorgt<br />

dafür, dass der Gast als Mittelpunkt gesehen<br />

wird, damit Pasta im Restaurant mehr<br />

als nur Nahrungsaufnahme ist und das italienische<br />

Lebensgefühl zu jederzeit auch in<br />

<strong>Österreich</strong> genossen werden kann.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

buratti.at & shop.buratti.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 133


gourmet / REZEPTE<br />

<strong>Falstaff</strong> Rezept-Newsletter<br />

Rezeptideen kostenlos<br />

via E-Mail erhalten:<br />

falstaff.com/rezept-newsletter<br />

134 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Pasta ist längst nicht mehr<br />

nur etwas für den »kleinen<br />

Italiener ums Eck«. Auch<br />

die hohe Kochkunst findet<br />

Gefallen an Nudeln und<br />

ihren unerschöpflichen<br />

Variationsmöglichkeiten.<br />

Hier drei ganz besonders<br />

gelungene Beispiele.<br />

FOTOS STINE CHRISTIANSEN<br />

KONZEPT & PRODUKTION<br />

THOMAS HOPFERWIESER<br />

FOODSTYLIST GITTE HEIDI<br />

GENUSS<br />

AL<br />

DENTE<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

135


gourmet / REZEPTE<br />

136 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


TORTELLI FATTI IN CASA<br />

Ripieni alla Porchetta Toscana<br />

& Cipolla Rossa al Taurasi<br />

(FÜR 4 PERSONEN)<br />

ZUTATEN FÜR DEN PASTATEIG<br />

150 g glattes Mehl<br />

150 g Durum-Hartweizengrieß<br />

12 Eigelb<br />

2 EL Olivenöl<br />

Salz<br />

ZUBEREITUNG DES PASTATEIGS<br />

– Für den Pastateig alle Zutaten zu einem<br />

kompakten Teig kneten und in Frischhaltefolie<br />

für 30 Minuten rasten lassen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE TORTELLI-FÜLLUNG<br />

250 g Porchetta<br />

250 g Prosciutto<br />

250 g Büffelricotta<br />

150 g Parmesan<br />

250 g Mascarpone<br />

Salz<br />

Pfeffer<br />

Cayennepfeffer<br />

Olivenöl<br />

ANRICHTEN<br />

Die Rotweinzwiebeln mittig auf einem Teller<br />

anrichten und die Tortelli darauf platzieren.<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

2<strong>01</strong>5 Taurasi »Radici«<br />

Weingut Mastroberardino, Kampanien<br />

Ein wunderbarer Rotwein aus der Provinz<br />

Avellino mit rubinroter Farbe, würzigem<br />

Geschmack und vollmundiger Struktur.<br />

superiore.de, € 28,90<br />

Butter, Eigelb (zum Kochen der Tortelli)<br />

ZUBEREITUNG DER TORTELLI-FÜLLUNG<br />

– Den Porchetta und den Prosciutto für die<br />

Tortelli-Füllung faschieren, mit den restlichen<br />

Zutaten vermengen, abschmecken und kaltstellen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE<br />

CIPOLLA ROSSA AL TAURASI<br />

300 g Tropea-Zwiebeln<br />

500 ml Taurasi (Rotwein aus Kampanien)<br />

ZUBEREITUNG DER<br />

CIPOLLA ROSSA AL TAURASI<br />

– Die Tropea-Zwiebeln in feine Streifen schneiden<br />

und in Olivenöl bei niedriger Hitze glasieren. Nach<br />

und nach mit dem Rotwein ablöschen und zur<br />

Gänze reduzieren.<br />

ZUBEREITUNG DER TORTELLI<br />

– Den Teig mit einer Nudelmaschine dünn ausrollen,<br />

rund ausstechen und mit etwas Eigelb<br />

bestreichen.<br />

– Nun die Füllung mittig platzieren und die Tortelli<br />

formen.<br />

– Die Tortelli in reichlich Salzwasser kochen<br />

und anschließend in Butter sowie etwas Pastawasser<br />

schwenken.<br />

Rezept von Christoph Brunnhuber, Restaurant<br />

»Fabios«, Wien; <strong>Österreich</strong><br />

Im »Fabios« gilt Christoph Brunnhuber als<br />

Koch der ersten Stunde. Nach kurzem Zwischenstopp<br />

im Restaurant »Artner am Franziskanerplatz«<br />

kehrte er ins »Fabios« zurück und begeistert<br />

die Gäste seit eh und je mit hervorragend<br />

guter und leichter italienischer Küche. Besonders<br />

seine Pasta- und Risottokreationen sind in aller<br />

Munde. Das »Fabios« gilt daher nicht umsonst<br />

als eine der besten Adressen für Liebhaber italienischer<br />

Küche in <strong>Österreich</strong>.<br />

Foto: Stefan Gergely<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

137


gourmet / REZEPTE<br />

SPAGHETTI CHITARRA<br />

mit Melanzani, Datterini-Tomaten<br />

und Burrata<br />

(FÜR 4 PERSONEN)<br />

ZUTATEN FÜR DEN CHITARRATEIG<br />

500 g Mehl »Tipo 00«<br />

5 Eier<br />

ZUBEREITUNG DES CHITARRATEIGS<br />

– Das Mehl und die Eier von Hand circa fünf Minuten<br />

lang zu einem Teig kneten.<br />

– Nun den Teig für 30 Minuten mit Klarsichtfolie<br />

zugedeckt ruhen lassen.<br />

– Anschließend den Teig mit einer Pastamaschine<br />

oder einem Nudelholz dünn ausrollen.<br />

– Den Teig danach in dünne Streifen schneiden.<br />

(Klassisch werden die Spaghetti Chitarra mit<br />

einem gitarrenähnlichen Pastaschneider hergestellt.)<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

2<strong>01</strong>9 Scalabrone, Tenuta Guado al Tasso<br />

Ein Wein für einen ganzen Abend: Antinoris<br />

Scalabrone aus dem toskanischen Weinmekka<br />

Bolgheri passt sowohl als Aperitivo als auch zum<br />

anschließenden Pasta-Schmaus. Duftet herrlich<br />

nach Himbeeren. Im Gaumen kraftvoll und doch<br />

erfrischend.<br />

vinorama.at, € 16,60<br />

ZUTATEN FÜR DIE SAUCE<br />

1 Melanzani, in Würfel geschnitten<br />

Sonnenblumenöl<br />

400 g Datterini-Tomaten, halbiert<br />

100 g Olivenöl<br />

½ Knoblauchzehe, gehackt<br />

200 g Tomatensauce<br />

20 g Basilikum, gehackt<br />

5 g Minze, gehackt<br />

100 g Parmesan, gerieben<br />

ZUBEREITUNG DER SAUCE<br />

– Die Melanzani in Sonnenblumenöl goldgelb<br />

frittieren, abtropfen und beiseitestellen.<br />

– Nun die Datterini-Tomaten in Olivenöl anbraten,<br />

den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.<br />

– Jetzt die Tomatensauce beigeben und aufkochen.<br />

– Die Spaghetti Chitarra in Salzwasser kochen und<br />

mit der Sauce vermischen.<br />

– Die frittierte Melanzani sowie die gehackten<br />

Kräuter dazugeben.<br />

– Zum Schluss den geriebenen Parmesan daruntermischen.<br />

ZUTATEN FÜR DAS ANRICHTEN<br />

2 Stück Burrata<br />

ANRICHTEN<br />

Die Spaghetti Chitarra auf einem Teller anrichten<br />

und jeweils mit einem halben Stück Burrata<br />

belegen.<br />

Rezept von Federico Pinelli,<br />

Restaurant »Più«, Zürich und Bern; Schweiz<br />

Die drei »Più«-Restaurants in Zürich und<br />

Bern sind weit mehr als einfache Pizzerien.<br />

Executive Chef Federico Pinelli begeistert hier<br />

seine Gäste mit kreativen italienischen Gerichten.<br />

Geboren in Verona, verbrachte Pinelli fünf Jahre<br />

beim Schweizer Starkoch Anton Mosimann in<br />

London, ehe er in die Schweiz ging.<br />

138 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Foto: beigestellt<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

139


gourmet / REZEPTE<br />

140 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


SIZILIANISCHE MACCHERONI<br />

con le sarde<br />

(FÜR 4 PERSONEN)<br />

ZUTATEN FÜR DEN TEIG<br />

150 g Hartweizenmehl<br />

50 g Weizenmehl<br />

1 Prise Salz<br />

2 Eier<br />

ca. 50 ml Wasser<br />

ZUBEREITUNG DES TEIGS<br />

– Alle Zutaten vermengen und 20 Minuten lang zu<br />

einem Teig verkneten.<br />

– Wenn die Konsistenz zu trocken ist, tropfenweise<br />

Wasser hinzugeben.<br />

– Den Teig mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens<br />

2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.<br />

ZUBEREITUNG DER MACCHERONI<br />

– Walnussgroße Teigportionen mit den Händen zu<br />

kleinfingerdicken Würsten rollen.<br />

– Diese in 1 cm lange Stücke schneiden.<br />

– Jeweils eines dieser kleinen Stücke Teig von der<br />

Mitte nach außen um einen dünnen Strohhalm<br />

(bekommt man im Bas telladen) rollen, bis die<br />

einzelnen Maccheroni eine ungefähre Länge von<br />

20 cm haben. (Das Teigstück parallel zum Strohhalm<br />

legen und beide gemeinsam hin und her<br />

rollen, dabei gerät der Halm in die Nudelmasse.)<br />

– Dann den Strohhalm vorsichtig herausziehen.<br />

– Auf diese Weise alle Teigstücke ausrollen.<br />

– Während des gesamten Bearbeitens den Teig<br />

immer wieder mit etwas Mehl bestreuen.<br />

ZUTATEN FÜR DIE SARDINEN<br />

(PASTE UND FILETS)<br />

250 g frische Sardinen, filetiert<br />

100 g weiße Zwiebeln, gewürfelt<br />

150 ml Weißwein<br />

3 g Rosinen, erst in Weißwein einweichen<br />

und dann hacken<br />

15 Safranfäden<br />

Meersalz<br />

40 ml Olivenöl, extra vergine<br />

schwarzer Pfeffer<br />

30 g frisches Wildfenchelgrün<br />

20 Pinienkerne<br />

20 g Paniermehl<br />

30 ml Zitronen-Olivenöl<br />

einige Tropfen Zitronensaft<br />

ZUBEREITUNG DER SARDINEN<br />

(PASTE UND FILETS)<br />

– Die Sardinenfilets 30 Minuten unter laufendem<br />

Wasser wässern.<br />

– Die Zwiebeln in etwas Olivenöl langsam<br />

anschwitzen.<br />

– Nach einigen Minuten mit Weißwein ablöschen.<br />

– Nun die Rosinen und den Safran hinzugeben und<br />

alles mit Deckel bei geringer Hitze schmoren.<br />

– Wenn der Weißwein sich mit den anderen<br />

Zutaten verbunden hat, die Sardinenfilets (bis<br />

auf vier Stück) hinzugeben und mit Salz abschmecken.<br />

Rezept von Anna Sgroi, Restaurant<br />

»Anna Sgroi«, Hamburg; Deutschland<br />

Geboren in Sizilien und aufgewachsen in Mailand,<br />

machte Anna Sgroi vor über 25 Jahren ihre<br />

Leiden schaft zum Beruf. Seit 2<strong>01</strong>3 bringt sie in<br />

ihrem Hamburger Restaurant »Anna Sgroi«<br />

regionale Kochtraditionen aus ihrer italienischen<br />

Heimat zum Ausdruck. Die Hauptrolle spielen<br />

hier zweifelsohne die Produkte, aus denen<br />

hervorragende italienische Gerichte gezaubert<br />

werden. Lernen durfte sie unter anderem vom<br />

Mailänder 3-Sterne-Koch Gualtiero Marchesi.<br />

– Das Ganze bei starker Hitze 5 Minuten lang<br />

kochen, immer wieder umrühren.<br />

– Anschließend 25 ml Olivenöl hinzugeben und die<br />

Mischung mit dem Stabmixer pürieren.<br />

– Zum Schluss mit Pfeffer abschmecken und<br />

warmhalten.<br />

– Das Fenchelgrün in einen Pastatopf geben.<br />

– In kochendem Salzwasser blanchieren, danach<br />

fein schneiden und unter die Sardinenmasse<br />

mischen.<br />

– Währenddessen die Pinienkerne ohne Fett in<br />

einer kleinen Pfanne golden rösten.<br />

– In einer weiteren Pfanne das Paniermehl in etwas<br />

Olivenöl unter ständigem Rühren bei geringer<br />

Hitze golden rösten.<br />

– Die übrigen vier Sardinenfilets einseitig (die Seite<br />

ohne Haut) ganz kurz anbraten.<br />

FERTIGSTELLEN<br />

– In demselben Wasser, in dem das Fenchelgrün<br />

blanchiert wurde, die Maccheroni 20 Minuten<br />

kochen.<br />

– Die Nudeln direkt aus dem Wasser in die Sardinenmasse<br />

geben.<br />

– Das Zitronenöl und den Zitronensaft unterrühren.<br />

ANRICHTEN<br />

Die Pasta auf vier Tellern anrichten. Je ein Sardinenfilet<br />

darauflegen und das Paniermehl sowie die<br />

Pinienkerne darüber verteilen.<br />

TIPP<br />

Falls kein Wildfenchelgrün verfügbar ist:<br />

Fenchelsamen im Mörser zerkleinern. Direkt<br />

mit den Zwiebeln einkochen und später etwas<br />

gehackte Petersilie unterrühren.<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

2<strong>01</strong>8 Biancosesto La Tunella<br />

Friaul<br />

Der 2<strong>01</strong>8er-Biancosesto wirkt im Vergleich zu seinen<br />

Vorgängern durch seine dezent betonte Säure<br />

belebter und schlanker, ohne seinen prägnanten<br />

Charakter zu verlieren. Frucht, Mineralität und<br />

Säure sind in ausgewogener Balance.<br />

vinorama.at, € 24,90<br />

Foto: beigestellt<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

141


gourmet / PASTA-ACCESSOIRES<br />

Saucenkelle<br />

Großzügig Sugo<br />

über dampfende<br />

Pasta geben, daran<br />

hat wohl jeder<br />

Genießer Freude. Der<br />

Schüttrand vermeidet<br />

lästiges Tropfen.<br />

roesle.com, € 22,95<br />

Nudelholz<br />

Ein hochwertiges Multitalent für<br />

die Küche, das es in verschiedenen<br />

Längen gibt.<br />

isenberg-rollholz.de<br />

ab € 59,–<br />

Pastalöffel<br />

Für den perfekten<br />

Genuss sollte man<br />

die Pasta aus dem<br />

kochenden Wasser<br />

direkt in die Sauce<br />

heben, dafür braucht<br />

man dieses Werkzeug.<br />

Ein Schuss<br />

Nudelwasser dazu,<br />

und voilà!<br />

wmf.com, € 24,99<br />

Nudeltrockner<br />

Gemischt, gewalzt, geschnitten – wer so<br />

weit gekommen ist mit seinem Nudelteig,<br />

sollte den letzten Schritt der Pastaproduktion<br />

nicht vernachlässigen: An diesem Ständer<br />

trocknen die Nudeln sicher und zuverlässig,<br />

bis sie endlich ins kochende Wasser<br />

kommen. kitchenaid.de, € 50,–<br />

FAST WIE<br />

BEI NONNA<br />

Wenig schweißt so zusammen, wie gemeinsam<br />

köstliche Pasta zu kochen und diese womöglich sogar<br />

selbst zu machen. Dafür braucht es das passende Zubehör,<br />

das wir hier zusammengestellt haben.<br />

Küchenmaschine »Chef Titanium«<br />

Zugegeben, sie nur für Nudelteig zu<br />

nutzen, wäre schade. Aber dafür eignet<br />

sie sich eben auch sehr gut. Wer viel<br />

Zeit in der Küche verbringt, wird<br />

die hochwertige Maschine bald<br />

nicht mehr missen wollen.<br />

kenwoodworld.com, € 1119,–<br />

Pastatopf »Multi Star«<br />

Wasser und reichlich Salz:<br />

Mehr braucht es nicht für die<br />

optimale Zubereitung von<br />

Nudeln aller Art. Das Multitalent<br />

von Fissler besticht<br />

durch sein integriertes Sieb<br />

und lässt sich auf Induktions-,<br />

Gas- und Ceranfeldherden<br />

gleichermaßen gut einsetzen.<br />

fissler.com, € 249,–<br />

Fotos: beigestellt<br />

142 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Flotte Lotte<br />

Ein Stabmixer wird heutzutage für so vieles genutzt, zu Recht.<br />

Doch um selbst Tomaten zu passieren, kommt man an diesem<br />

Helfer nicht vorbei – und die Ergebnisse sind nicht zu<br />

vergleichen mit denen eines Mixers. gefu.com, € 55,–<br />

Saucentopf<br />

Zwei junge Firmengründer<br />

haben jede Menge<br />

Herzblut und Arbeit in -<br />

ves tiert, um langlebiges<br />

Kochgeschirr zu entwickeln.<br />

Herausgekommen<br />

ist die edle Olav-Serie<br />

mit Kupferkern. Der Topf<br />

mit 26 cm Durchmesser<br />

eignet sich exzellent für<br />

große Mengen an Sauce.<br />

myolav.com, € 165,–<br />

Nudelmaschine<br />

Pastasorten selbst zu<br />

machen, etwa köstliche<br />

Fettuccine, das kommt<br />

fast schon Meditation<br />

nahe. Man braucht<br />

Geduld und eine<br />

gewisse Fingerfertigkeit<br />

– und natürlich gutes<br />

Equipment wie die<br />

bewährte Atlas 150.<br />

marcato.it, € 79,–<br />

Parmesanreibe Bari 2.0<br />

Etliche Pastagerichte<br />

bekommen durch geriebenen<br />

Parmigiano einen<br />

willkommenen Umami-<br />

Kick, der den Ge schmack<br />

nochmals verbessert. Die<br />

Reibe aus Nussbaumholz<br />

überzeugt mit Schärfe<br />

und edlem Design.<br />

raumconceptstore.com<br />

€ 148,–<br />

Ravioli-Stempel »65«<br />

Mit den handgemach -<br />

ten Stempeln »made<br />

in Italy« lassen sich<br />

mundgerechte Ravioli<br />

(Durchmesser 6,5 cm)<br />

etwas leichter her -<br />

stellen als mit dem<br />

sonst üblichen Rad.<br />

lagondola.it, € 57,30<br />

Gourmet-Seiher, 24 cm Durchmesser<br />

Mit einem Schwung das Pastawasser abgießen –<br />

geht perfekt mit diesem Sieb. Aber nicht vergessen,<br />

etwas aufzufangen – das stärkehaltige Wasser verbessert<br />

jede Sauce. wmf.com, € 39,99<br />

Hobel<br />

Ein scharfer Gemüsehobel ist ein<br />

Must-have für die Küche. Mit diesem<br />

Exemplar lässt sich auch gereifter<br />

Parmesan mühelos über die Pasta hobeln.<br />

microplane-brandshop.com, € 34,95<br />

Spiralschneider steingrau/weiß<br />

Wer sagt, dass Nudeln immer aus Teig sein müssen? Hin und<br />

wieder einen Teller Zoodles sollte sich jeder Genießer gönnen,<br />

und dieses Gerät erspart die Schneidearbeit der Zucchini.<br />

lurch.de, € 34,95<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

143


gourmet / GRANA & CO.<br />

HART<br />

IM<br />

NEHMEN<br />

Geriebener italienischer Hartkäse gehört zu<br />

den meisten Pasta-Gerichten wie das Kolosseum<br />

zu Rom. Doch es muss nicht immer nur<br />

Parmigiano Reggiano sein. In Italien werden<br />

seit jeher auch andere Hartkäsesorten<br />

für die Pasta-Küche verwendet.<br />

TEXT HERBERT HACKER<br />

Er ist nicht nur der berühmteste<br />

Hartkäse der Welt, er wird<br />

auch so häufig wie kein<br />

anderer über alle möglichen<br />

Pasta-Gerichte gerieben: der<br />

Parmigiano Reggiano aus Kuhmilch, ein<br />

Paradekäse der italienischen Nudelküche.<br />

Nicht minder geeignet für Pasta-Gerichte<br />

sind die bekannten Hartkäsesorten Grana<br />

Padano aus der Po-Ebene, der Trentingrana<br />

aus dem Trentino und der aus Schafmilch<br />

produzierte Pecorino aus verschiedenen<br />

Regionen Italiens.<br />

Als Reibkäse geeignet sind aber auch<br />

noch einige andere, deutlich exotischere<br />

Sorten wie etwa der Carmasciano aus<br />

Schafmilch aus Kampanien oder der<br />

Caprino a latte crudo aus Ziegenmilch aus<br />

Sardinien. Käsesorten wie diese sind<br />

außerhalb Italiens weit weniger verbreitet<br />

und werden oft nur in ganz speziellen<br />

Regionen verwendet. Die italienische Küche<br />

ist insgesamt regional sehr unterschiedlich,<br />

mitunter sogar von Dorf zu Dorf verschieden.<br />

Da werden auch beim Käse für die<br />

Pasta je nach Rezept Unterschiede gemacht.<br />

DIE KÄSE-KLASSIKER<br />

Der Parmigiano Reggiano ist eindeutig der<br />

König unter den italienischen Käsesorten.<br />

Er darf laut den DOP-Vorschriften nur in<br />

den Provinzen Parma, Reggio Emilia,<br />

Modena und Bologna sowie westlich des<br />

Reno und östlich des Po produziert werden.<br />

Die Herstellung wird durch das Consorzio<br />

del Formaggio Parmigiano Reggiano<br />

überwacht. Insgesamt sind es 330 Molkereien<br />

mit mehr als 2800 Milchproduzenten,<br />

die zusammen rund 3,7 Millionen Laibe im<br />

Jahr herstellen.<br />

Obwohl die Produktion denkbar<br />

aufwendig ist, hat die Herstellungsmethode<br />

eine jahrhundertelange Tradition. Historische<br />

Quellen aus Benediktiner- und<br />

Zisterzienserklöstern in Parma belegen,<br />

dass der Hartkäse seit rund 900 Jahren in<br />

nahezu unveränderter Form hergestellt<br />

wird. Für einen echten Parmigiano<br />

<<br />

Foto: Shutterstock<br />

144 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Parmigiano Reggiano ist<br />

zweifellos der bekannteste<br />

Pasta-Begleiter. Vor allem<br />

im Süden Italiens gibt es<br />

aber auch wunderbare<br />

Abwechslung zu Italiens<br />

Käse-Klassiker.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

145


gourmet / GRANA & CO.<br />

<<br />

Reggiano wird ausschließlich Kuhmilch,<br />

natürliches Lab und Salz verwendet. Pro<br />

Laib sind nicht weniger als 550 Liter Milch<br />

erforderlich.<br />

In der Käserei lässt man die Milch einige<br />

Zeit stehen, damit der Rahm abgeschöpft<br />

werden kann. Dann gibt man zu der<br />

entfetteten Milch frisch gemolkene<br />

Vollmilch. Das Gemisch wird auf 33 Grad<br />

Celsius erwärmt, erst dann rührt der<br />

Käsemeister Lab aus Kälbermägen hinein.<br />

Die Milch gerinnt und wird mit einer<br />

runden Käseharfe in viele kleine Körner<br />

geteilt. Daher auch die Bezeichnung<br />

»grana« (Korn). Je kleiner die Körner,<br />

desto härter wird später der Käse.<br />

Die Qualität und der Geschmack hängen<br />

aber auch von der Reifedauer ab,<br />

maximal sind es 72 Monate,<br />

sehr junger Parmesan ist<br />

weniger als 18 Monate<br />

gereift.<br />

Der Grana Padano<br />

unterscheidet sich<br />

äußerlich und<br />

produktionstechnisch<br />

nur wenig<br />

von einem Parmigiano<br />

Reggiano, nur<br />

das Herkunftsgebiet<br />

ist ein gänzlich anderes.<br />

ECHTER PARMESAN<br />

UND GRANA<br />

UNTERSCHEIDEN SICH<br />

VOR ALLEM DURCH DAS<br />

HERKUNFTSGEBIET,<br />

MANCHMAL ABER AUCH<br />

DURCH DIE REIFEZEIT.<br />

Grana Padano wird fast in der ganzen<br />

Po-Ebene – bis nach Trient – hergestellt.<br />

Über den Ursprung dieses Käses streiten<br />

sich bis heute die Städte Lodi und Codogno.<br />

Der Grana Padano ist ein typischer<br />

Reibkäse mit einem eindeutigen, aber<br />

niemals zu pikanten Geschmack. Seine<br />

Reifezeit beträgt dementsprechend auch<br />

nur zwölf bis 36 Monate.<br />

Der Trentingrana gehört ebenfalls zur<br />

»Grana-Familie«, stammt aber aus dem<br />

Trentino. Auch er wird vom Aufsichtsverband<br />

der Grana-Käse kontrolliert, darf aber<br />

den auf der Rinde eingeprägten Schriftzug<br />

»Trentino« verwenden. Das ist eine<br />

Garantie für die regionale Erzeugung, die<br />

Herstellungsmethode ist aber nicht viel<br />

anders als bei einem Grana Padano.<br />

Never change<br />

a winning cheese:<br />

Seit dem Hochmittelalter<br />

hat sich die Herstellung<br />

von Parmesan im<br />

Wesentlichen nicht verändert.<br />

Fotos: LINDAVUKAJ, CARLO GUTTADAURO, Shutterstock, StockFood/Pizzochero, Franco<br />

146 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Was dem Norden Italiens<br />

der Grana, das ist den<br />

südlicheren Regionen<br />

der Pecorino – nur echt,<br />

wenn er ohne Kuhmilch<br />

auskommt.<br />

Zu den klassischen und auch<br />

außerhalb Italiens bekannten<br />

Hartkäsen zählt auch der<br />

Pecorino aus Schafmilch. Diese<br />

Hartkäsespezialität gibt es in<br />

verschiedenen Regionen, die<br />

bekanntesten Varianten sind<br />

Pecorino Romano, Pecorino Sardo,<br />

Pecorino Siciliano und Pecorino Toscano.<br />

Der Pecorino Romano stammt ursprünglich<br />

aus dem Latium, wobei die Herstellungsmethode<br />

im Laufe der Zeit auch an<br />

andere Regionen weitergegeben wurde.<br />

Pecorino Romano wird auch in Sardinien<br />

und Sizilien produziert, weshalb die<br />

Bezeichnung »Romano« mehr ein Hinweis<br />

auf die Machart ist. Pecorino wird grundsätzlich<br />

aus Rohmilch hergestellt, wobei<br />

das Lab aus Zicklein- und Lammmägen zu<br />

der erwärmten Milch gegeben wird. Bei<br />

manchen billigeren Käsen wird auch<br />

Kuhmilch beigemischt, reine Schafmilch-<br />

Versionen erkennt man an der Bezeichnung<br />

»tutto di latte di pecora«. Der eigentliche,<br />

sardische Pecorino, wird allerdings unter der<br />

Bezeichnung Pecorino Sardo gehandelt.<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

147


gourmet / GRANA & CO.<br />

umfasst die gesamte Pecorino-Produktion in<br />

der Toskana, wobei die Käse-Varianten sehr<br />

unterschiedlich sind, unter anderem aufgrund<br />

der jeweiligen lokalen Bedingungen,<br />

aber auch wegen der verwendeten Milchsorten<br />

und Herstellungsverfahren.<br />

SPEZIELLES FÜR EINGEWEIHTE<br />

Zu den unbekannteren Spezialitäten<br />

gehören Sorten wie der Caprino a latte<br />

crudo, ein aus roher Ziegenmilch hergestellter<br />

Hartkäse aus Sardinien. Der würzige<br />

Käse ist nicht nur auf der Insel sehr beliebt,<br />

auch außerhalb Sardiniens wird er gerne<br />

über diverse Pasta-Gerichte gerieben.<br />

Zu den Hartkäsesorten mit stark pikantem<br />

Aroma, die man außerhalb Italiens<br />

weniger kennt, zählt auch der Pecorino<br />

Bagnolese, eine Pecorino-Variante aus<br />

Kampanien. Er reift mehrere Jahre und ist<br />

nicht nur als Reibkäse für Nudelgerichte<br />

ideal, sondern passt als Käsedelikatesse<br />

auch bestens zu kräftigen Rotweinen.<br />

Aus Kampanien stammt schließlich auch<br />

der Carmasciano, ein Hartkäse mit<br />

durchdringend intensivem Geruch und<br />

überaus pikantem Geschmack. Länger<br />

gereifte Varianten werden in der Region<br />

gerne als Reibkäse verwendet. Doch dafür<br />

ist Fingerspitzengefühl notwendig: Der<br />

Carmasciano ist mitunter ziemlich intensiv<br />

und kann eine Pasta mit einem etwas<br />

zarteren Sugo auch völlig ruinieren. Bei<br />

richtiger Dosierung allerdings kann er zur<br />

Krönung des Gerichts werden. <<br />

<<br />

Sardinien hat einen riesigen Schafbestand<br />

von über sieben Millionen Tieren. Der<br />

Großteil der Milch wird für den Pecorino<br />

Sardo verwendet. Es gibt ihn in einer milden<br />

und in einer gereiften Version. Nur der<br />

Gereifte eignet sich als Reibkäse.<br />

Der Pecorino Siciliano hat eine lange<br />

Geschichte, die bis in die Zeit der griechischen<br />

Antike zurückreicht. Die besten<br />

Qualitäten müssen mindestens vier Monate<br />

reifen, man erkennt den Pecorino Siciliano<br />

auch an den beigemischten ganzen Pfefferkörnern.<br />

Er wird in Sizilien meist für<br />

Pasta-Gerichte wie »Maccheroni al sugo«<br />

oder »Bucatini alla contadina« verwendet.<br />

Bleibt noch die toskanische Variante des<br />

Pecorino. Die Bezeichnung Pecorino Toscano<br />

Die Pfefferkörner im<br />

Pecorino weisen ihn<br />

als Sizilianer aus,<br />

dessen kulinarische<br />

Wurzeln bis in die<br />

Antike reichen.<br />

Foto: Stockfood Karte: Stefanie Hilgarth<br />

148 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


gourmet / DIE BESTEN ITALIENER<br />

Noch nie gab es in <strong>Österreich</strong><br />

so viele tolle italienische<br />

Restaurants. Die meisten<br />

davon findet man in Wien,<br />

aber auch die Bundesländer<br />

holen auf. <strong>Falstaff</strong> stellt<br />

die Top-Betriebe mit<br />

authentischer Küche<br />

und dem Quäntchen<br />

Italianità vor.<br />

TEXT HERBERT HACKER<br />

BEST OF …<br />

CUCINA<br />

ITALIANA<br />

Fotos: Fabios<br />

150 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


K<br />

urrentgasse 12 in Wien 1. An<br />

dieser feinen Adresse direkt<br />

beim Judenplatz hat sich in<br />

grauer Vorzeit ein italienischer<br />

Padrone einen Namen gemacht:<br />

Celestino Conte galt in den 1980er-Jahren als<br />

Pionier der italienischen Küche in Wien. Sein<br />

Lokal »Da Conte« wurde zu einer Institution,<br />

lange Jahre traf sich hier eine Hautevolee aus<br />

Politik und Wirtschaft, um mehr oder weniger<br />

gelungene Cucina Italiana zu genießen.<br />

Einige Jahrzehnte später wird in der Kur -<br />

rent gasse wieder italienisch gekocht – und das<br />

besser denn je. Stilistisch lässt der jetzige<br />

Inhaber Piero Corapi in seinem Ristorante<br />

»Mangia e Ridi« (»Essen und Lachen«)<br />

klassische süditalienische Gerichte auffahren<br />

und bietet damit eine traditionelle Küche von<br />

erfrischend guter Qualität.<br />

Das »Mangia e Ridi« ist einer der neueren<br />

Italiener in Wien, die großartige Küche – und<br />

damit auch großartige Pasta-Gerichte – auftischen,<br />

so wie auch das »La No« in der<br />

Annagasse in der Inneren Stadt. Der aus der<br />

Toskana stammende Mario Lorenzetti bietet<br />

hier eine toskanische Küche, wie es sie kaum<br />

anderswo im Land gibt: Top-Qualität bei den<br />

Produkten, anspruchsvoll bei der Zubereitung.<br />

Restaurants wie diese gibt es hierzulande<br />

mittlerweile mehr denn je. Das war aber nicht<br />

immer so. In den Achtzigern, als noch das »Da<br />

Conte« in Sachen italienischer Küche Pionierarbeit<br />

leistete, hatte es bestenfalls mit der<br />

»Grotta Azzurra« hinter dem Kunsthistorischen<br />

Museum ernsthafte Konkurrenz. Die<br />

meisten anderen Italiener in <strong>Österreich</strong> fielen<br />

eher ins Segment »Pizzeria ums Eck«.<br />

Mehr als ein Jahrzehnt später stiegen dann<br />

Edel-Italiener wie das ehemalige »Novelli«, die<br />

»Cantinetta Antinori« und das »Fabios« in<br />

den Ring. Zwischen »Novelli« und »Fabios«<br />

entstand ein regelrechter Wettkampf, aus dem<br />

das »Fabios« des Mailänder Padrone Fabio<br />

Giacobello als Sieger hervorging. Es ist bis<br />

heute das von der Gourmetkritik höchstbewertete<br />

italienische Restaurant in <strong>Österreich</strong>.<br />

Zwar gibt es mittlerweile auch in den<br />

Bundesländern weit mehr italienische Lokale<br />

als früher, Wien aber hatte immer schon die<br />

meisten Adressen für eine anspruchsvolle Cucina<br />

Italiana – für eine Millionenstadt nicht<br />

sonderlich überraschend.<br />

Im Folgenden stellen wir jene italienischen<br />

Feinschmeckerlokale aus ganz <strong>Österreich</strong> vor,<br />

die 2020 im <strong>Falstaff</strong> Restaurantguide die<br />

höchsten Bewertungen erhalten haben.<br />

<<br />

FABIOS<br />

Ein seit fast 20 Jahren stets bis auf<br />

den letzten Platz ausgebuchtes<br />

Restaurant mit toller Bar. Fabio<br />

Giacobello hat an dieser Adresse in der<br />

Wiener Innenstadt Restaurantgeschichte<br />

geschrieben. Das »Fabios« gilt seit Jahren<br />

als bestes italienisches Lokal des<br />

Landes, obwohl mit dem genialen Christoph<br />

Brunnhuber ein <strong>Österreich</strong>er am<br />

Herd steht. Hier wird in jeder Hinsicht<br />

Perfektion geboten, was auch die Wiener<br />

Gesellschaft zu schätzen weiß.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Tuchlauben 4–6<br />

T: +43 1 5322222, fabios.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

46 von 50<br />

19 von 20<br />

18 von 20<br />

10 von 10<br />

93 von 100<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

151


gourmet / DIE BESTEN ITALIENER<br />

CUCINA CIPRIANO<br />

Der talentierte Koch Andrea Cipriano<br />

aus Grado und seine Partnerin<br />

Carmela aus Neapel zelebrieren<br />

hier eine fantasievolle Fischküche, wie sie<br />

selten ist: Meeresfrüchte und Fischspezialitäten<br />

– von Austern bis zum Wolfsbarsch –<br />

in Top-Qualität und mit beeindruckendem<br />

Können zubereitet.<br />

1060 Wien, Aegidigasse 15<br />

T: +43 660 1647608, cucinacipriano.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

86 von 100<br />

MATERIA<br />

PAN E VIN<br />

In dem kleinen Souterrainlokal wird<br />

herrlich unkonventionell gekocht.<br />

Im »Materia« (Untertitel: »cucina<br />

essenziale«) steht Stefano Patelli am<br />

Herd, an seiner Seite im Service agiert<br />

Francesca De Rossi. Beide kommen aus<br />

Rom. Patelli, kulinarisch sozialisiert im<br />

Süden Italiens, interpretiert hier die italienische<br />

Küche modern und spannend.<br />

1080 Wien, Tigergasse 31<br />

T: +43 1 4026916<br />

materia.restaurant<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

46 von 50<br />

18 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

88 von 100<br />

OSTERIA D’ATRI<br />

E<br />

in paar Stufen hinunter, und man<br />

steht in einem charmanten, aber<br />

winzigen Ristorante, für das die<br />

Bezeichnung Osteria etwas tiefgestapelt ist.<br />

Hier wird nämlich wirklich anspruchsvoll<br />

gekocht, nach dem Vorbild der Küche<br />

Apuliens mit Schwerpunkt Fisch. Dazu gibt<br />

es eine ordentliche Weinauswahl.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Schauflergasse 4<br />

T: +43 1 5354804, datri.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

18 von 20<br />

17 von 20<br />

8 von 10<br />

88 von 100<br />

Zentral gelegenes Restaurant mit<br />

einer seit Jahren konstant guten<br />

Küchenleistung. Die Einrichtung ist<br />

gediegen, die Produktqualität hoch. Eine<br />

verlässliche Adresse für all das, was eine<br />

gute und klassische italienische Küche ausmacht.<br />

Dazu eine umfangreiche Weinkarte.<br />

5020 Salzburg, Gstättengasse 1<br />

T: +43 662 844666, panevin.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

17 von 20<br />

17 von 20<br />

8 von 10<br />

87 von 100<br />

Fotos: DÍNTINO, beigestellt<br />

152 falstaff feb–mär <strong>2021</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


DIE INNOVATIVSTE ART<br />

KAFFEE ZU MACHEN.<br />

DAS ERSTE ELEKTRISCHE POUR OVER SYSTEM<br />

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gourmet / DIE BESTEN ITALIENER<br />

CANTINETTA<br />

ANTINORI<br />

Im ehrwürdigen Ambiente der<br />

»Cantinetta« werden seit ewigen<br />

Zeiten Klassiker der toskanischen<br />

Küche auf luxuriöse Weise interpretiert.<br />

Eine durch und durch verlässliche Adresse.<br />

Der Keller des Hauses bietet natürlich ein<br />

konkurrenzloses Angebot an hauseigenen<br />

Antinori-Weinen.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Jasomirgottstraße 3–5<br />

T: +43 1 5337722<br />

cantinettaantinori-vienna.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

17 von 20<br />

17 von 20<br />

8 von 10<br />

86 von 100<br />

ROSSO DI<br />

ACQUA E SOLE<br />

IL MELOGRANO<br />

In diesem modern eingerichteten<br />

Ristorante in einer verträumten<br />

kleinen Gasse der Wiener Innenstadt<br />

serviert die Familie d’Atri noble<br />

Pasta-, Fleisch- und Fischgerichte der<br />

klassischen italienischen Art. Von<br />

Austern bis Chateaubriand, von Calamari<br />

fritti bis Linguine mit Scampi, die<br />

Produkte sind stets von ausgesuchter<br />

Qualität. Das hat natürlich auch seinen<br />

Preis.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Blumenstockgasse 5<br />

T: +43 1 5127784, ilmelograno.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

17 von 20<br />

17 von 20<br />

9 von 10<br />

88 von 100<br />

G<br />

ilt seit Jahren als bester Italiener<br />

in Linz. Ingmar Goetzloff präsentiert<br />

hier eine Cucina Italiana<br />

mit all ihren Facetten. Perfekte Pasta,<br />

köstliche Mehlspeisen. Außergewöhnlich:<br />

die Bistecca alla fiorentina mit<br />

Fleisch von Dario Cecchini, dem kultigen<br />

Selbstdarsteller, Gastronom und<br />

Gott der toskanischen Fleischhauer.<br />

4020 Linz, Weingartshofstraße 29<br />

T: +43 699 11112212<br />

restaurantrosso.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

45 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

86 von 100<br />

Fotos: Weinwurm, Eisenhut & Mayer, beigestellt<br />

154 falstaff feb–mär <strong>2021</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


gourmet / DIE BESTEN ITALIENER<br />

MANGIA E RIDI<br />

SOLE<br />

Der musik- und kulturbegeisterte Gastronom Aki Nuredini<br />

etablierte hier in der Nähe der Wiener Staatsoper einen<br />

Treff, der seit über 30 Jahren von den berühmtesten<br />

Opernstars der Welt frequentiert wird. Zu den Stammgästen<br />

zählen etwa Stardirigent Zubin Mehta, die Operndiva<br />

Anna Netrebko und der ebenso weltberühmte Belcanto-Tenor<br />

Juan Diego Flórez.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Annagasse 8–10, T: +43 1 5134077<br />

ristorante-sole.at<br />

Piero Corapi aus Kalabrien ist ein<br />

überaus sympathischer Gastgeber,<br />

der genau weiß, was seine vielen<br />

Stammgäste wollen: eine klassische, süditalienische<br />

Küche, möglichst geradlinig und<br />

pur wie etwa ein perfekt mariniertes Thunfisch-<br />

oder Schwertfischcarpaccio, Spaghetti<br />

alle vongole wie aus dem Lehrbuch und<br />

einen Wildfang-Branzino in der Salzkruste,<br />

der mit viel Grandezza serviert wird.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Kurrentgasse 12<br />

T: +43 1 5122703, osteria-mangiaeridi.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

9 von 10<br />

86 von 100<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

18 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

86 von 100<br />

TRATTORIA LA NO<br />

Der aus der Toskana stammende<br />

Mario Lorenzetti ist mit seinem<br />

Lokal vor einigen Jahren von<br />

der Dorotheergasse hierher in die Annagasse<br />

übersiedelt. Seine Frau Jizka leitet<br />

den Service. Beeindruckend die Produktqualität,<br />

stilsicher die toskanische<br />

Küche. Inmitten des Gastraums: ein<br />

kleiner Reifeschrank mit Dry-aged-Beef.<br />

1<strong>01</strong>0 Wien, Annagasse 12<br />

T: +43 1 5120360, lano.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

85 von 100<br />

IL CONVENTO<br />

Eine italienische Enklave am Franziskanerplatz<br />

in Innsbruck.<br />

Küchenchef Mimmo aus der<br />

Basilikata kreiert im Lokal von Angelika<br />

Conte mediterrane Speisen wie in Bella<br />

Italia. Die Patronin führt damit die<br />

Tradition fort, mit der Peppino Conte<br />

das Lokal etablierte, inklusive Küchenchef<br />

Mimmo, der bereits in Contes<br />

»Solo Pasta/Solo Vino« zum Team<br />

gehörte. Schöne Terrasse und gefragter<br />

Businesslunch.<br />

6020 Innsbruck, Burggraben 29<br />

T: +43 512 581354, ilconvento.at<br />

BEWERTUNG<br />

Essen<br />

Service<br />

Weinkarte<br />

Ambiente<br />

GESAMT<br />

44 von 50<br />

17 von 20<br />

16 von 20<br />

8 von 10<br />

85 von 100<br />

Fotos: beigestellt<br />

156 falstaff feb–mär <strong>2021</strong><br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte


LAMERCANTILE<br />

LAMERCANTILE – DER<br />

FEINKOSTSPEZIALIST<br />

Lamercantile ist der Feinkostspezialist für ein hochwertiges Sortiment an<br />

Lebensmitteln und Weinen mit mediterranem Schwerpunkt.<br />

Von traditionellen Produkten<br />

über regionale Spezialitäten bis<br />

hin zu innovativen Trends findet<br />

das internationale Category<br />

Team, auch liebevoll »Die Trüffelhunde«<br />

genannt, alles was das Herz begehrt. Mit<br />

einer feinen Auswahl italienischer Produkte<br />

kann man sich auch einen Hauch Dolce<br />

Vita nach Hause holen. Ausgewählte Spezialitäten<br />

garantieren gleichbleibende Qualität,<br />

trendgerechte Vielfalt und echten<br />

Genuss. Wichtig ist dafür auch die jahrelange<br />

und vertrauensvolle Zusammenarbeit<br />

mit ausgewählten Partnern, wie beispielsweise<br />

das Weingut Livon. Die Weine aus<br />

dem Collio, dem Chianti-Gebiet und der<br />

Region um Montefalco in Umbrien sind<br />

vielfach prämiert und finden sich auch auf<br />

den Weinkarten zahlreicher italienischer<br />

Restaurants in Wien wieder. Ein besonderes<br />

Highlight ist auch der sardische Spirituosenhersteller<br />

Silvio Carta, der hochwertigen<br />

Wermut, fruchtig-frischen Limonello und<br />

aromatischen Gin produziert.<br />

NEUHEITEN UND RARITÄTEN AUS<br />

DEM GENUSSLAND ITALIEN<br />

Mit langjährigen Partnern aus allen Regionen<br />

Italiens ermöglicht Lamercantile Gastrokunden<br />

und privaten Genussmenschen<br />

Zugang zu Neuheiten und Raritäten auf<br />

dem mediterranen Feinkostsektor. Das Sortiment<br />

bietet auch zahlreiche Bio-Produkte,<br />

Tierwohl-gekennzeichneten Gorgonzola,<br />

feinste Salami und Wurstspezialitäten,<br />

diverse Büffelmilchkäse, hochwertigste Öle<br />

aus Sizilien und Umbrien, frischen Fisch<br />

und Meeresfrüchte aus Italien & Kroatien<br />

und vieles mehr.<br />

Privatkunden können auch über den<br />

Onlineshop liebevoll zusammengestellte<br />

Pakete ausgewählter Spezialitäten erwerben.<br />

Von Premium über Happy Weekend<br />

bis hin zum Rettungspaket, das Lebensmittel<br />

kurz vor dem Ablaufdatum vor dem<br />

Wegwerfen rettet, ist für jeden Anlass und<br />

Geschmack das Passende dabei. Zu den<br />

wichtigsten Gastrokunden zählen natürlich<br />

drei der besten italienischen Pizzerien der<br />

Stadt. Die authentischen Pizzen werden in<br />

einem original neapolitanischen Holzofen<br />

gebacken und mit Zutaten aus der Region<br />

um Neapel verfeinert. »Il Sestante« am<br />

wunderschönen Piaristenplatz sowie »I<br />

Carusi« und »I Terroni« im 7. Bezirk werden<br />

jede Woche mit frischen Produkten und<br />

Weinen aus ganz Italien versorgt. Dort<br />

kann man übrigens auch die feinen italienischen<br />

Craft-Biere von Mastri Birrai aus<br />

Umbrien genießen.<br />

Der Feinkostspezialist<br />

beliefert die besten<br />

Restaurants der Stadt,<br />

unter anderem das<br />

»Il Sestante« in Wien.<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

INFO<br />

Lamercantile – Der Feinkostspezialist<br />

Baumgasse 70, 1030 Wien<br />

T: +43 1 7964308<br />

M: office@lamercantile.com<br />

lamercantile.com<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 157


DIE SEHNSUCHT<br />

NACH ITALIEN<br />

Wer sich »la dolce vita« in die eigenen vier Wände<br />

holen möchte, muss nicht unbedingt weit reisen.<br />

Zahlreiche italienische Besonderheiten können<br />

auch hier in <strong>Österreich</strong> genossen werden!<br />

Pecoraro Balsamico – ein Produkt<br />

für Generationen<br />

Seit über 30 Jahren hegt und pflegt die Familie<br />

Pecoraro jedes ihrer kleinen Fässer wie einen<br />

kostbaren Schatz. Die jahrhundertealte italienische<br />

Tradition der Herstellung von Aceto Balsamico<br />

tradizionale wird in Klosterneuburg hochgehalten –<br />

in der Acetaia Pecoraro, dem einzigen Betrieb dieser<br />

Art außerhalb der Grenzen Italiens.<br />

»Gutes italienisches Essen und ›la famiglia‹ werden<br />

auch bei uns großgeschrieben. Unser Sohn Mario<br />

wird in der nächsten Zeit den Familienbetrieb übernehmen,<br />

er kennt alle Facetten der aufwendigen<br />

Herstellung und ist ein absoluter Feinschmecker.«<br />

Mit Aromen von Dörrpflaume, Bitterschokolade<br />

und Honig auf der Zungenspitze und einer leichten<br />

Note von Karamell bis hin zu feinstem italienischem<br />

Espresso im Abgang bereichert der Pecoraro Balsamico<br />

schon seit vielen Jahren das kulinarische<br />

Geschehen in <strong>Österreich</strong>. Da er bei jeder Verkostung<br />

bestplatziert ist, hält sich der Familienbetrieb<br />

standhaft auf dem österreichischen Gourmet-Markt<br />

und freut sich immer wieder über die zahlreichen<br />

Auszeichnungen!<br />

Mario Pecoraro wird den Weg des hohen Qualitätsanspruchs<br />

bezüglich des Geschmacks und der<br />

Nachhaltigkeit in der Produktion weitergehen: vom<br />

besten Bio-Traubensaft aus niederösterreichischem<br />

Grünen Veltliner über die neun- bis 15-jährige<br />

Lagerungszeit in den verschiedenen Holzfässern bis<br />

zur umweltfreundlichen Verpackung. Das alleine in<br />

erster Linie für die begeisterten Kunden, aber auch,<br />

um das Weiterleben dieses einzigartigen Produkts<br />

für viele weitere Generationen zu gewährleisten.<br />

Die Familie freut sich über Ihre Bestellung im neuen<br />

Online-Shop: balsamico.at<br />

PECORARO BALSAMICO<br />

Eisenhütte 32<br />

3400 Klosterneuburg<br />

T: +43 2243 87323<br />

pecoraro@balsamico.at<br />

balsamico.at<br />

158<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


ITALIENISCHER GENUSS<br />

Schönbrunner Riviera<br />

»Falls Italophilie ein Ausdruck für die italienische Sehnsucht ist, dann würden wir uns hier wiederfinden.« Die Schönbrunner Straße lebt von besonderen Lokalen<br />

mit italienischer Lebensart. Nach dem Motto »dolce vita« kommen hier Liebhaber der mediterranen Küche auf ihre Kosten.<br />

Excellentiarum<br />

»Giacomo« übernahm das bestehende Konzept<br />

von Arianna, Luca und Davide und erweckt die<br />

Philosophie des »Excellentiarum« in Wien zum<br />

Leben – mit dem Ziel, den bestehenden Online-<br />

Shop auch mit persönlichem Service zu bedienen.<br />

Der Tag beginnt mit einem typischen Cappuccino<br />

al volo, gefolgt von deftigen Panini, Mortadella von<br />

frei lebenden Schweinen aus dem Karstal, in Tabak<br />

geräuchertem Hartkäse oder lieber frischer hausgemachter<br />

Pasta. Ob süß oder salzig, der Genuss<br />

der Produkte spiegelt sich in jedem Bissen wider.<br />

Ristorante Gondola<br />

Seit über 22 Jahren ist das Ristorante »Gondola«<br />

beliebt für seine italienische Küche und erlesene<br />

Weinauswahl. Der als »Padrone« bekannte Gastronom<br />

sucht stets das Gespräch mit Gästen und lässt<br />

sich die Leidenschaft fürs Kochen nicht nehmen.<br />

Der wunderschöne große Gastgarten in der ruhigen<br />

Seitenstraße zaubert mit mediterranem Flair ein<br />

wenig Urlaub in den Wiener Alltag. Selbstverständlich<br />

richtet das »Gondola«-Team auch jegliche Art von<br />

Veranstaltungen und Feiern aus.<br />

RISTORANTE GONDOLA<br />

Schönbrunner Straße 70<br />

1050 Wien<br />

T: +43 1 5442358<br />

Moffice@gondola.at<br />

gondola.at<br />

EXCELLENTIARUM<br />

Schönbrunner Straße 91<br />

1050 Wien<br />

T: +43 677 63411356<br />

excellentiarum.com<br />

ADVERTORIAL Foto: © Shutterstock; beigestellt<br />

Der Traum eines<br />

jeden Neapolitaners<br />

Das Ristorante »La Delizia« bietet<br />

italienisch-mediterrane Küche auf<br />

höchstem Niveau. Hausgemachte<br />

neapolitanische Spezialitäten bringen<br />

den Charme und die Lebensart<br />

Neapels nach Wien.<br />

LA DELIZIA<br />

Florianigasse 19<br />

1080 Wien<br />

T: +43 1 4063702<br />

office@la-delizia.at<br />

la-delizia.at<br />

Friaul-Urlaub in Wien–<br />

auch online!<br />

Eine kulinarische Reise ins Friaul.<br />

Mitten in Wien authentische Küche<br />

der Region, fernab der alltäglichen<br />

Kulinarik. Weine des Collio, Prosciutto<br />

San Daniele und viele Spezialitäten<br />

mehr. 24/7-Einkauf beim<br />

Spezialisten cantinashop.at!<br />

CANTINA OSTERIA FRIULANA<br />

Bartensteingasse 3<br />

1<strong>01</strong>0 Wien<br />

T: +43 1 8906496<br />

osteria@cantinafriulana.at<br />

cantinafriulana.at<br />

Italienisches Lebensgefühl<br />

in Wattens<br />

Das Restaurant des gebürtigen<br />

Italieners steht nicht nur für authentische<br />

italienische Küche, sondern<br />

auch für italienisches Lebensgefühl.<br />

Inmitten Tirols können in »Carlo’s<br />

Ristolounge« hausgemachte<br />

italienische Spezialitäten genossen<br />

werden.<br />

CARLO’S RISTOLOUNGE<br />

Dr.-Hans-Gollner-Straße 1<br />

6112 Wattens<br />

T: +43 669 19194662<br />

carlos-ristolounge.at<br />

Bacaro<br />

Bacaro ist Ihr österreichischer<br />

Online-Shop für italienischen Genuss.<br />

Ob ausgezeichneter Grappa,<br />

besonderer Prosecco, handgefertigtes<br />

Backwerk oder venezianischer<br />

Baccalà. Exklusiv in <strong>Österreich</strong><br />

bestellen, ab einem Bestellwert von<br />

€ 100 sogar versandkostenfrei.<br />

bacaro.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 159


ITALIENISCHER GENUSS<br />

Speisen in gemütlicher<br />

Atmosphäre<br />

Die Millstätter »Pizzeria Peppino«<br />

entwickelte sich in den letzten Jahren<br />

nach mehreren Umbauten, insbesondere<br />

der Sushi-Bar und des einzigartigen<br />

Salzwasserbeckens, immer<br />

mehr zum Szenelokal Kärntens.<br />

16 Austernsorten, 3 Hummersorten<br />

und Alaska King Crabs befinden sich<br />

im 1600-Liter-Becken. Das Sushi wird<br />

nur mit hochwertigsten Produkten zubereitet.<br />

Die Pizzen des Starpizzaiolo<br />

Paolo Manaco zählen unbestritten zu<br />

den besten der Welt. Die Küche wird<br />

vom Südtiroler Sternekoch Thomas<br />

Mayr geleitet und umfasst hausgemachte<br />

Pasta, Südtiroler Hausmannskost<br />

bis hin zu Gourmetgerichten.<br />

RISTORANTE PEPPINO<br />

Seemühlgasse 57<br />

9872 Millstatt am See<br />

T: +43 4766 2036<br />

info@pizzeria-peppino.at<br />

pizzeria-peppino.at<br />

Mediterrane Lebenslust<br />

im Herzen von Wien<br />

Gegenüber vom Goldenen Quartier<br />

befindet sich das »Fabios«. Ideal bietet<br />

sich das Restaurant & Bar zu jedem<br />

Zeitpunkt des Tag an: am Vormittag<br />

auf einen schnellen Espresso und ein<br />

kleines Frühstück, zu Mittag auf einen<br />

Teller Pasta oder einen leichten Salat,<br />

und am Abend wird das »Fabios« ein<br />

Treffpunkt für Liebhaber italienischer<br />

mediterraner Gastronomie. Nach dem<br />

Shoppen, Afterwork oder einfach nur<br />

so ist das »Fabios« ein Hotspot in der<br />

Innenstadt geworden. Auch für Nachtschwärmer<br />

und urbanes Ausgehpublikum<br />

ist die Bar mit Cocktails und<br />

renommierten DJs besetzt.<br />

Fabio Giacobellos Idee eines lässigen<br />

internationalen italienischen Restaurants<br />

mit herrlicher, unkomplizierter<br />

Küche wird oft zu kopieren versucht.<br />

Gelingt nur keinem – was das »Fabios«<br />

nur noch begehrenswerter macht!<br />

RESTAURANT, BAR, CAFFÈ FABIOS<br />

Tuchlauben 4–6<br />

1<strong>01</strong>0 Wien<br />

T: +43 1 5322222<br />

fabios@fabios.at<br />

fabios.at<br />

Alfredo – ein kulinarischer<br />

Ausflug nach Italien<br />

Das »Alfredo« liegt in einer stillen<br />

Seitengasse an der Bezirksgrenze<br />

Ottakring/Penzing. Auf der großen<br />

Terrasse kann man wunderbar verweilen,<br />

auch in der kühlen Übergangszeit<br />

bieten wir überdachte Plätze mit<br />

Heizstrahlern an. Das Ambiente ist<br />

mediterran-modern mit viel Holz und<br />

edlem Leder. Wir bieten viele italienische<br />

Spezialitäten, täglich frische<br />

Fische, Holzofenpizzen und wunderbare<br />

Weine. Unsere Wochenkarte<br />

verwöhnt mit besonderen Kreationen<br />

wie zum Beispiel Kürbisrisotto mit<br />

gegrillten Steingarnelen. Unsere<br />

wöchentlichen Mittagsmenüs gibt es<br />

wahlweise mit Suppe, Vorspeise oder<br />

gemischtem Salat. Alle Pastagerichte<br />

werden mit hausgemachten Nudeln<br />

zubereitet. Auch größere Gesellschaften<br />

bewirten wir sehr gerne. Hierbei<br />

können Sie sich Ihr individuelles Menü<br />

zusammenstellen. Das »Alfredo« ist<br />

stets eine Genussreise wert.<br />

ALFREDO RISTORANTE TRATTORIA<br />

Steinbruchstraße 30, 1160 Wien<br />

T: +43 1 9121717<br />

office@alfredo.at<br />

alfredo.at<br />

Werkovits – Der Pasta-<br />

Kaiser<br />

Unsere Nudel-Manufaktur ist besonders<br />

im Osten <strong>Österreich</strong>s beliebt. In<br />

jeder Nudel steckt eine große Portion<br />

Liebe zum Produkt und die Erfahrung<br />

aus über 25 Jahren erfolgreicher<br />

Produktion. Kreativität, Einfallsreichtum<br />

und Qualität zeichnen den<br />

Familienbetrieb aus Draßmarkt aus.<br />

Die betriebseigenen Frischeier und<br />

Durum-Hartweizengrieß aus der<br />

Region sind Hauptbestandteile der<br />

hochwertigen Lebensmittel. Wir setzen<br />

bei unseren Produkten stark auf<br />

Regionalität und Nachhaltigkeit.<br />

Werkovits beeindruckte wahrhaftig mit<br />

den Sechs-Eier-Teigwaren so manche<br />

Jury, im Frischei- & Convenience-<br />

Relaunch und bei der AB-HOF-Spezialmesse<br />

für bäuerliche Direktvermarkter<br />

in Wieselburg.<br />

Fazit: 1. Platz »PRODUKT Champion«,<br />

Pasta-Kaiser 2<strong>01</strong>9 und 2020.<br />

WERKOVITS FRISCHEIER UND<br />

TEIGWAREN OG<br />

Hauptstraße 7<br />

7372 Draßmarkt<br />

T: +43 2617 2216<br />

office@werkovits-nudeln.at<br />

werkovits-nudeln.at<br />

ADVERTORIAL Foto: © René Langer, beigestellt<br />

160<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


CIBUS ITALY<br />

ITALIEN … VON SEINER<br />

SCHMACKHAFTEN SEITE<br />

Es war einmal ein Geschmack, der Belpaese hieß.<br />

ADVERTORIAL Fotos: © Olga Rubio Dalmau<br />

C<br />

ibus Italy entstammt der einfachen<br />

gastronomischen Exzellenz, dem<br />

ursprünglichen, ehrlichsten Produkt.<br />

Ein einzigartiges, elegantes<br />

Produkt mit unverwechselbarem<br />

Geschmack – respektiert und hervorgehoben.<br />

Es verschenkt großartige Gefühle und<br />

eine unendliche Leidenschaft. Es ist mit keinem<br />

anderen Produkt vergleichbar, Speerspitze<br />

der besten gastronomischen Traditionen<br />

der Welt.<br />

In den 80er-Jahren lernte Arnaldo Miliffi<br />

<strong>Österreich</strong> und insbesondere Wien kennen.<br />

Der österreichischen Hauptstadt schenkte<br />

er etwas Besonderes: Er stellte ihr die weiße<br />

Qualitätstrüffel vor und wurde somit<br />

zum Trüffelpionier. Luca Miliffi, CEO von<br />

Cibus Italy, war damals noch ein Kind,<br />

stand aber von Anfang an mit Stolz an der<br />

Seite seines Vaters und verschaffte sich mit<br />

der Zeit ein großartiges kulturelles Gepäck<br />

– die Kultur des Geschmacks, der Echtheit<br />

und des gesunden Produktes. Er besuchte<br />

die angesehene Universität des<br />

Geschmacks, die tägliche Universität der<br />

Märkte und die traditionelle Universität<br />

der großartigen Küche seiner Oma. Die<br />

Universität der Innovation, als er mit den<br />

ersten gastronomischen Philosophen wie<br />

Veronelli bereits in Kontakt war. Die Universität<br />

der authentischen Dinge, des Wertes<br />

der Früchte der Erde und der Arbeit. Er<br />

lernte somit bäuerliche Produzenten kennen,<br />

nach welchen er seitdem stets auf der<br />

Suche ist und entdeckte seine Heimat Italien:<br />

das Italien des Genusses, Italien von<br />

seiner schmackhaften Seite.<br />

»Ich sehe mich als ein zeitgenössischer<br />

Wegweiser – ich bin sehnsüchtig nach der<br />

Vergangenheit und bereite mich gleichzeitig<br />

mit Freude auf die Zukunft vor. Es ist<br />

die Zukunft meiner Träume, meiner Leidenschaften<br />

und genau für diese Zukunft<br />

engagiere ich mich, um diese Träume zu<br />

verwirklichen.«<br />

DIE ITALIENISCHE SPEERSPITZE<br />

DER GASTRONOMIE<br />

Cibus Italy war bisher und stellt noch heute<br />

die italienische Speerspitze in der Gastronomie<br />

dar. Die besten hochqualitativen Produkte,<br />

gesund und ethisch. Cibus Italy hat<br />

sie gesucht und gefunden, gepriesen und<br />

davon berichtet, und schließlich der österreichischen<br />

Tradition und ihren Spitzengastronomen<br />

vorgestellt. Heute ist Cibus Italy<br />

aber viel mehr geworden: Die Firma wird<br />

in einem jüngeren Gewand neu geboren<br />

und blickt der Zukunft freudvoll entgegen,<br />

ohne die wertvolle und lehrreiche Vergangenheit<br />

zu vergessen.<br />

Wichtige Werte von Cibus Italy sind heute<br />

ihre Familie und die Menschen, die sie<br />

jeden Tag erleben und sie mit ihrer täglichen<br />

Arbeit zu dem machen, was sie heute<br />

ist. Wichtige Werte sind die großartigen<br />

Produzenten, die sie mit ihrem wertvollen<br />

Wissen bereichern und innovativ gestalten.<br />

Wichtige Werte sind ihre Kunden, die sie<br />

sensibilisieren, mit ihr interagieren und zur<br />

stetigen Verbesserung anregen.<br />

CIBUS ITALY ALS SCHNEIDER<br />

DES GESCHMACKS<br />

Cibus Italy ist der Schneider des<br />

Geschmacks: Für jeden Kunden wird der<br />

eigene Anzug maßgeschneidert gefertigt,<br />

einzigartig und vom Charakter des Einzelnen<br />

geprägt. Nadel und Faden sind seine<br />

Produkte. Die Suche nach den besten Seiden<br />

führt zu seinen Produzenten. Cibus<br />

Italy hat stets mit voller Überzeugung als<br />

Gegenwind agiert. Während die Welt sich<br />

zunehmend industrialisierte, wurde sie zum<br />

Handwerker der Spitzenqualität.<br />

Cibus Italy trägt heute die italienische<br />

gastronomische Kultur in sich – die gesunde<br />

und genüssliche. Sie öffnet die Augen für<br />

neue Lebensweisen, interagiert mit ihren<br />

Kunden und Produzenten und legt den<br />

Grundstein zu einer schönen Zukunft – die<br />

es tatsächlich schon immer gab, aber die<br />

die Welt fast vergessen hatte.<br />

Italien ist bunt, und die Farben sind wir.<br />

Blau wie das Meer. Gelb wie das<br />

Getreide. Grün wie die Hügel und rot wie<br />

unsere Herzen.<br />

Wir sind Italien.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

cibusitaly.it<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 161


gourmet / ESSAY<br />

PASTA ALLA FAMIGLIA<br />

Sich rund um eine Schüssel Nudeln zu versammeln, bedeutet mehr, als nur<br />

seinen Hunger zu stillen. Pasta schafft Zusammenhalt – vom Familientisch über<br />

die italienische Identität bis hin zum weltweit geliebten Seelentröster. Und sie ist<br />

damit gerade in Zeiten von Unsicherheit und Anspannung Soulfood Numero uno.<br />

Es existieren so viele Hymnen<br />

auf Italien, auf das Land, in<br />

dem die Zitronen blühen, den<br />

Sehnsuchtsort für Menschen,<br />

die nördlich der Alpen leben. Es<br />

gibt so viele Oden an ein unnachahmliches,<br />

mediterran beschwingtes Lebensgefühl, das<br />

Land und Leute seit vielen Jahrhunderten<br />

geprägt hat. Ein zentrales Element dieser<br />

Italianità ist die Gemeinschaft, der Familienverband.<br />

Letzterer besteht nicht nur aus<br />

Eltern und Kindern, sondern umfasst die<br />

meisten Verwandten, erstreckt sich über<br />

drei, vier Generationen, vereint ein ausuferndes<br />

Menschengeflecht. Ein wichtiges,<br />

wenn nicht gar das bedeutendste Ritual<br />

dieser Comunità ist das gemeinsame Mahl,<br />

dieser Ausdruck von Zusammengehörigkeit,<br />

Geborgenheit und Wohlergehen.<br />

An diesem Punkt kommt die Pasta ins<br />

Spiel. Sie ist die Königin der Familientafel,<br />

das Bindeglied zwischen all den Menschen,<br />

die sich um sie versammelt haben. Es ist<br />

nicht übertrieben zu behaupten, eine dampfende<br />

Schüssel Pasta stille nicht nur den<br />

Hunger, sondern sie wärme auch die Seele.<br />

Das mag auch der Grund dafür sein, dass<br />

Pasta landes- und weltweit zum Identitätssymbol<br />

wurde für eine Lebensart, die auf<br />

Gemeinschaft beruht. Das erklärt sich<br />

schon aus ihrer Geschichte. »Geografisch<br />

und historisch ist Italien ein Land, das<br />

getrennt ist durch eine gemeinsame Küche«,<br />

schreibt der britische Romanist John Dickie<br />

in »Delizia!«, einer Historie der italienischen<br />

Ernährungsweise: »Pasta ist das eine<br />

große Vereinigungsmoment in Italiens sich<br />

fortwährend veränderndem gastronomischem<br />

Mosaik.« Die Geschichte der italie-<br />

162 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


JOACHIM RIEDL<br />

ist Journalist,<br />

Schrift steller und<br />

Ausstellungsgestalter.<br />

Bis 2020 leitete er<br />

das Wiener Büro und<br />

die <strong>Österreich</strong>-Seiten<br />

der Wochenzeitung<br />

»DIE ZEIT«.<br />

Illustration: Gina Mueller<br />

nischen Küche beginnt laut Dickie mit<br />

der Verbreitung der Pasta als kulinarischer<br />

Dialog zwischen italienischen Städten und<br />

Regionen. Die Nudel- und Teiggerichte nehmen<br />

zwar in unterschiedlichen Gebieten<br />

verschiedene Formen an und stärken<br />

dadurch auch das regionale Identitätsgefühl,<br />

aber aufgrund ihrer gemeinsamen<br />

Grundelemente – im Grunde genommen<br />

Mehl und Wasser – verbindet sie auch ein<br />

gemeinsamer Familienname.<br />

Es ist gewiss ein aussichtsloses Vorhaben,<br />

Pasta in ihrer Vielfalt, ihrer verspielten<br />

Diversität und Individualität darstellen zu<br />

wollen. Das tut nichts zu Sache. Pasta ist<br />

das kulinarische Risorgimento, das lange<br />

vor der politischen Vereinigung stattfand.<br />

Sie ist die Basis von viel mehr als einer<br />

Nationalküche: Pasta war der große Bindfaden,<br />

der die unterschiedlichen Regionen<br />

zusammenhielt. Wenn man so will, vollzog<br />

sich die italienische Einigung unter dem<br />

Zeichen der Spaghetti.<br />

Ganz ähnlich, wie sich jeder Familienverband<br />

um die Schüssel mit Pasta nicht bloß<br />

zum kulinarischen Kuscheln versammelt,<br />

versammelte sich gewissermaßen das ganze<br />

Land um sein Nationalgericht und drückte<br />

dadurch sein Lebensgefühl aus. Aus einer<br />

Speise entwickelte sich ein Lebensquell und<br />

Seelenwärmer. Pasta nährt Leib und Seele.<br />

EIN TOPF VOLL LEBENSGEFÜHL<br />

Vor einigen Jahren hat ein schräges Autoren-<br />

Trio den eigentümlichen Versuch unternommen,<br />

mithilfe neuer, ausgefallener<br />

Rezepte Pasta zu einem liturgischen Gericht<br />

zu verklären. Ein Gericht tauften die drei<br />

von der »Küchenkirche« sogar nach dem<br />

PASTA GELINGT ES,<br />

EINE GANZE KETTE<br />

AN GEFÜHLEN ZU<br />

ERZEUGEN, WEIT<br />

ÜBER WOHLIGE<br />

SÄTTIGUNG HINAUS.<br />

päpstlichen Segen – Urbi et orbi. Damit trafen<br />

sie einen Punkt: Denn bis es die Pasta<br />

in den Erdkreis schaffte, musste sie erst in<br />

die Welt getragen werden. Und das war ein<br />

verschlungener Prozess – auch in negativer<br />

Hinsicht. In den deutschen Wirtschaftswunderjahren<br />

wurden die italienischen<br />

Gastarbeiter mit dem Leibgericht ihrer<br />

Heimat gleichgesetzt und mit verächtlichen<br />

Bezeichnungen wie »Makkaroni« oder<br />

»Spaghettifresser« beleidigt. Das weckte<br />

nicht gerade den Appetit der Deutschen<br />

auf ein Pastagericht. Erst der wachsende<br />

Tourismus in Richtung Land der Sonne<br />

trug zur Verbreitung der Pasta fern südlicher<br />

Gefilde bei, der mithilfe äußerst rudimentärer<br />

Nudelspeisen einen Nachhall an<br />

unbeschwerte Urlaubs tage heraufbeschwö-<br />

ren sollte. Wie zur Rache begannen nun die<br />

verunglimpften Italiener, den Deutschen<br />

und <strong>Österreich</strong>ern das Pasta-Essen beizubringen.<br />

Das war Italianità zum Ausleihen<br />

gewissermaßen. Pasta ist nämlich ein transportables<br />

Identifikationssymbol. Überall,<br />

wo der dampfende Topf auf den Tisch<br />

kommt, entfaltet er das Lebens- und das<br />

Gemeinschaftsgefühl der italienischen Heimat.<br />

It’s magic! Aber es wirkt.<br />

Eindringlich veranschaulicht das Hollywood-Regisseur<br />

Francis Ford Coppola,<br />

selbst italienischer Abstammung, in »Der<br />

Pate«, seiner Mafia-Trilogie über die Familie<br />

Corleone. Gerät der Clan in Bedrängnis,<br />

igelt er sich in seinem Stammsitz ein und<br />

beratschlagt sich beim gemeinsamen Pastakochen<br />

über unvermeidliche Rachefeldzüge.<br />

Mit diesem Ritual und dem Gericht aus der<br />

alten Heimat Sizilien will die Gangsterfamilie<br />

ihre Stärke nach innen demonstrieren.<br />

Es soll – fast wie ein Zaubertrank – die alte<br />

Kraft der Mafiafamilie heraufbeschwören.<br />

Darin liegt die Magie von Pasta: Ihr<br />

gelingt es, eine ganze Kette an Gefühlen zu<br />

erzeugen, die weit über wohlige Sättigung<br />

hinausreichen. Merkwürdigerweise gelingt<br />

ihr das ausgehend vom familiären Kreis<br />

über regionale und nationale Identitäten bis<br />

hin zu einer fragmentierten Welt. Überall,<br />

wo Pasta draufsteht, steckt die traditionelle<br />

Lebensart drinnen, die auf Zusammenhalt<br />

und den Werten einer Gemeinschaft beruht.<br />

Und vielleicht ist dieses Solidaritätsfutter<br />

genau deshalb schon wieder jenes Gericht,<br />

das so wunderbar in diese bedrängte Zeit<br />

passt. Mal sehen, vielleicht kann eine<br />

dampfende Schüssel Pasta auch Zuversicht<br />

wecken.<br />

<<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

163


gourmet / MASSIMO BOTTURA<br />

SERIE<br />

DIE<br />

RESTAUR ANT-<br />

MILLIONÄRE<br />

TEIL 10<br />

MASSIMO<br />

BOTTUR A<br />

ICH MACHE,<br />

WAS ICH LIEBE!<br />

Massimo Bottura ist der Rockstar des Fine Dining und hält mit seiner<br />

»Osteria Francescana« seit Jahren kontinuierlich drei Michelin-Sterne.<br />

Zuletzt kam noch der grüne Stern für Nachhaltigkeit hinzu.<br />

TEXT OTHMAR KIEM<br />

Fotos: PAOLO TERZI Fotografo, Modena, beigestellt<br />

Die Via Stella liegt weniger als<br />

hundert Meter vom zentralen<br />

Domplatz von Modena<br />

entfernt. Lediglich eine<br />

schlichte Tür und ein<br />

hochglanzpoliertes Messingschild weisen<br />

auf einen der weltweit am meisten geschätzten<br />

Gourmettempel hin. Gerade<br />

einmal zwölf Tische finden in den Räumlichkeiten<br />

der »Osteria Francescana« Platz,<br />

die Warteliste ist lang, und jeder Gourmet<br />

ist glücklich, einmal hier essen zu können.<br />

2<strong>01</strong>6 wurde die »Osteria Francescana« von<br />

»50 Best« zum besten Restaurant der Welt<br />

gekürt. Im Jahr danach als bestes Restaurant<br />

Europas auf Platz zwei gereiht, kehrte<br />

die Osteria 2<strong>01</strong>8 wieder zurück auf den<br />

absoluten Spitzenplatz.<br />

Wie ein Orchesterleiter dirigiert Massimo<br />

Bottura das knapp 50-köpfige Team und<br />

spornt es immer wieder zu Höchstleistungen<br />

an. Das zwölfgängige Degustationsmenü<br />

ist ein farbenfroher Reigen an<br />

Kreativität und Geschmack. »Meine Küche<br />

fußt auf der jahrhundertealten<br />

Tradition der italienischen Küche,<br />

gefiltert durch die zeitgenössische<br />

Philosophie und unsere globale<br />

Erfahrung«, so Massimo Bottura.<br />

Seine Küche spielt immer wieder<br />

mit zutiefst emotionalen Elementen.<br />

Das wird an Gerichten<br />

wie »The Crunchy Part of the<br />

Lasagna« oder den »Tortellini alla<br />

Panna« deutlich, die auf kulinarischen<br />

Kindheitserinnerungen<br />

aufbauen. Im Mittelpunkt steht hier<br />

bei aller Technik und Präzision in der<br />

Ausführung immer noch der unmittelbare<br />

sinnliche Genuss – eben ganz der Tradition<br />

der italienischen Küche entsprechend.<br />

WIE BEI MARIA LUIGIA<br />

In der Küche von Großmutter Maria<br />

Luigia machte Massimo Bottura einst seine<br />

ersten kulinarischen Erfahrungen. Im<br />

vergangenen Jahr eröffnete er gemeinsam<br />

mit seiner Ehefrau Lara Gilmore am<br />

<<br />

Zeitgenössische Kunst ist für<br />

Massimo Bottura und seine Frau<br />

Lara Gilmore wichtig – das findet<br />

auch auf den Tellern Ausdruck.<br />

164 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Alle Teile der Serie unter<br />

falstaff.com/sterne-millionaere<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

165


gourmet / MASSIMO BOTTURA<br />

Ein schlichtes,<br />

poliertes Messingschild<br />

weist zur<br />

»Osteria Francescana«<br />

in Modena, einem<br />

der weltbesten<br />

Restaurants. Bei<br />

»Crunchy Part of<br />

the Lasagna« (u.)<br />

spielt Bottura mit<br />

kulinarischen<br />

Kindheitserinnerungen.<br />

><br />

Stadtrand von Modena ein Gästehaus,<br />

das sie nach ihr benannten: »Casa Maria<br />

Luigia«. Eine Villa aus dem 19. Jahrhundert<br />

wurde sorgsam restauriert und mit italienischen<br />

Design-Ikonen ausgestattet, die das<br />

Flair des Dolce Vita einfangen. Die Casa<br />

hat zwölf Zimmer und war ursprünglich als<br />

reines »Bed & Breakfast« geplant. Von hier<br />

aus kann man die reizvolle Landschaft der<br />

Emilia entdecken, das Land der schnellen<br />

Maschinen (Ferrari, Maserati, Lamborghini<br />

und Ducati sitzen im direkten Umland) und<br />

der langsamen Lebensmittel (Parmigiano<br />

Reggiano reift mindestens zwölf Monate,<br />

Aceto Balsamico Tradizionale reift zwölf<br />

Jahre). Zuletzt wurde die »Casa Maria<br />

Luigia« um ein Element erweitert, das<br />

Feinschmeckern gefallen wird: »Francescana<br />

at Maria Luigia«. In diesem Privat-<br />

Dining werden an drei Gemeinschaftstischen<br />

die großen Klassiker der »Osteria<br />

Francescana« serviert.<br />

»FOOD FOR SOUL«<br />

Massimo Bottura ist nicht nur ein kreativer<br />

Geist, er steht auch für soziale Verantwortung.<br />

»Ein Drittel aller Lebensmittel<br />

weltweit landet im Müll, das ist ein<br />

Skandal!«, empört er sich. »Spitzenköche<br />

gelten heute als Stars, aber nun müssen ><br />

Fotos: PAOLO TERZI Fotografo, Modena, beigestellt<br />

166 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Wenn die Besten zusammenkommen, kann Großes entstehen. Wir als OMV haben Borealis übernommen,<br />

um die Stärken der beiden Unternehmen zu vereinen und gemeinsam einen neuen Weg<br />

zu gehen. Wir verarbeiten Rohstoffe zu hochwertigen Produkten, unersetzlich für die Energiewende,<br />

die Medizin, unseren Alltag und eine CO 2 -ärmere Welt. Gemeinsam treten wir an, um mit Leidenschaft<br />

und Innovationskraft die Zukunft zu gestalten.<br />

Jetzt mehr erfahren: omv.com und borealisgroup.com


gourmet / MASSIMO BOTTURA<br />

<<br />

wir auch unsere soziale Verantwortung<br />

wahrnehmen.« Im Rahmen der Weltausstellung<br />

2<strong>01</strong>5 in Mailand lancierte Bottura<br />

ein erstes Projekt. Einige der besten Köche<br />

der Welt kamen auf seine Einladung hin<br />

nach Mailand und verarbeiteten, medienwirksam<br />

inszeniert, die täglich anfallenden<br />

Essensreste zu schmackhaften Gerichten,<br />

die in Gemeinschaftsküchen an Arme und<br />

Bedürftige ausgegeben wurden. In der<br />

Folge entstand weltweit eine Reihe solcher<br />

»Refektorien«: zuerst in Bologna, Modena<br />

und Neapel, dann in London, Paris und<br />

Rio de Janeiro. In den großen amerikanischen<br />

Städten sind weitere in Planung.<br />

Für sein soziales Engagement wurde er von<br />

Papst Franziskus in einer Privataudienz<br />

gelobt. Und im Herbst 2020 wurde<br />

Massimo Bottura zum UN-Botschafter<br />

für das Umweltprogramm der Vereinten<br />

Nationen ernannt.<br />

BOTTURA WELTWEIT<br />

Der erste kulinarische Schritt über die<br />

Region hinaus führte Massimo Bottura<br />

nach Florenz. Mit Marco Bizzarri, CEO des<br />

Modehauses Gucci, verbindet ihn<br />

seit der Schulzeit eine enge<br />

Freundschaft. Warum<br />

also nicht »Alta<br />

Cucina« und »Alta<br />

Moda« zusammenbringen?<br />

Im »Gucci<br />

Garden« direkt an<br />

der weltbekannten Piazza della Signoria<br />

eröffneten sie 2<strong>01</strong>8 die erste »Gucci<br />

Osteria«. Küchenchefin ist Karime López,<br />

eine Mexikanerin, die in Peru ihr Handwerk<br />

lernte und dann lange in der »Osteria<br />

Francescana« arbeitete. Sie verbindet<br />

italienische Tradition mit süd- und mittelamerikanischen<br />

Einflüssen. Bereits nach<br />

einem Jahr konnte López den ersten Stern<br />

erkochen. Im Februar 2020 – knapp vor<br />

Ausbruch der Corona-Krise – folgte der<br />

zweite Streich des Duos Bottura/Bizzarri:<br />

eine »Gucci Osteria« am Rodeo Drive in<br />

Beverly Hills. Im Dachgeschoss des Gucci<br />

Flagship-Stores schafft die Osteria ein<br />

raffiniertes Ambiente mit italienisch-mediterranem<br />

Lebensgefühl. Das Menü nennt<br />

sich »Vieni in Italia con me« – »Komm mit<br />

mir nach Italien« – und soll Sehnsüchte<br />

wecken. Und für heuer ist die Eröffnung<br />

einer dritten Osteria in Tokio geplant.<br />

Zeitlich noch vor Beverly Hills startete<br />

das erste persönliche Engagement Botturas<br />

außerhalb von Europa. Mit der Marriott-<br />

Gruppe richtete er in Dubai ein Restaurant<br />

ein, das mit seinem farbenfrohen Design an<br />

das Italien der 60er-Jahre<br />

erinnert. »Torno Subito«<br />

lautet der programmatische<br />

Name des<br />

Lokals, also »Ich<br />

komme gleich<br />

zurück«. Sehr<br />

gerne, jederzeit!<br />

><br />

BOTTURA FÜR<br />

JEDEN GUSTO<br />

massimobottura.it<br />

OSTERIA FRANCESCANA<br />

Via Stella 22, 41121 Modena (I)<br />

T: +39 059 223912<br />

Zwölf exklusive Tische im Herzen von<br />

Modena: Hier zelebrieren Massimo Bottura<br />

und seine Mitarbeiter grandiose Küche.<br />

Immer wieder ein Hochgenuss! Leider<br />

häufig ausgebucht.<br />

FRANCESCHETTA 58<br />

Via Vignolese 58, 41124 Modena (I)<br />

T: +39 059 3091008<br />

Die »kleine Schwester« der »Osteria Francescana«.<br />

Botturas Interpretation eines italienischen<br />

Wirtshauses. Nur mittags geöffnet.<br />

GUCCI OSTERIA FIRENZE<br />

Piazza della Signoria 10<br />

5<strong>01</strong>22 Firenze (I)<br />

T: +39 055 75927039<br />

Direkt an der traumhaften Piazza della<br />

Signoria, dem Gucci-Store angegliedert.<br />

GUCCI OSTERIA BEVERLY HILLS<br />

347 N Rodeo Drive, Beverly Hills<br />

90210 California, T: +1 424 6007490<br />

Auf dem Dach des Gucci Flagship-Stores.<br />

Die Klassiker aus der »Francescana«-<br />

Küche in kalifornischer Interpretation.<br />

TORNO SUBITO<br />

W Dubai – The Palm, West Crescent<br />

Jumeirah, DBX, T: +971 42455800<br />

Botturas erstes eigenes Restaurant außerhalb<br />

Europas bringt das Riviera-Flair der<br />

60er-Jahre auf die Palme von Dubai.<br />

Chefkoch Bernardo Paladini arbeitete<br />

über sieben Jahre bei Bottura in Modena.<br />

168<br />

falstaff<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

Das jüngste Bottura-Projekt:<br />

die »Casa Maria Luigia«, ein<br />

Landhaus in einem traumhaften<br />

Park vor den Toren von Modena.<br />

CASA MARIA LUIGIA<br />

Stradello Bonaghino 56<br />

41126 San Domaso (I)<br />

T: +39 059 469054<br />

Das neueste Projekt von Massimo Bottura<br />

und Lara Gilmore: kleines, feines Landhaus,<br />

eingebettet in einen großzügigen Park.<br />

Zwölf Zimmer, ursprünglich als reines B&B<br />

geplant, kann man hier nun auch die Klassiker<br />

der »Francescana«-Küche genießen.<br />

Foto: beigestellt


BACKE<br />

ALLE ARTEN VON BROT<br />

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Gültig von 15. Oktober bis 31. Dezember 2020.<br />

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gourmet / WISSENSCHAFT<br />

MACHT PASTA<br />

WIRKLICH DICK?<br />

Eine hartnäckige Fama haftet Nudeln<br />

und Kohlenhydraten ganz generell an:<br />

Dick sollen sie machen und Diabetes<br />

fördern. Seit »Low Carb«-Ernährung hoch<br />

im Kurs steht, verfestigt sich der Glaube<br />

daran umso mehr. Offizielle Empfehlungen<br />

raten hingegen auch weiterhin, viele<br />

Kohlenhydrate zu essen. Also was nun?<br />

TEXT MARLIES GRUBER ILLUSTRATION: GINA MÜLLER<br />

170 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

171


gourmet / WISSENSCHAFT<br />

K<br />

ohlenhydrate und Zucker<br />

machen per se weder dick<br />

noch zuckerkrank. Das hält<br />

die Deutsche Gesellschaft für<br />

Ernährung (DGE) in ihrer<br />

evidenzbasierten Leitlinie dazu fest und rät,<br />

wie auch andere Ernährungsgesellschaften,<br />

seit langem, mehr als die Hälfte der Tagesenergie<br />

über Kohlenhydrate zu decken. Das<br />

können somit pro Tag zumindest eine Portion<br />

Nudeln (oder Reis oder Kartoffeln)<br />

und etwa drei bis fünf Scheiben Brot, plus<br />

etwa fünf Esslöffel Getreideflocken sein.<br />

Doch diese Menge ist den Lebensgewohnheiten<br />

anzupassen. Denn Kohlenhydrate<br />

muss man sich »verdienen«. Während die<br />

Empfehlungen noch immer an einem einigermaßen<br />

aktiven Lebensstil orientiert sind,<br />

schauen die Realitäten auf der Couch, vor<br />

dem Bildschirm und mit körperlich nicht<br />

forderndem Jobprofil anders aus. Kurz<br />

gesagt: Wer muskulär inaktiv lebt, also<br />

weder körperlich hart arbeitet noch Ausdauer-<br />

und Kraftsport betreibt, benötigt<br />

etwas weniger Kohlenhydrate als diejenigen,<br />

die ihre Muskeln regelmäßig fordern.<br />

DIE MUSKELN ENTSCHEIDEN<br />

Gesunde, bewegungsaffine Menschen profitieren<br />

gar nicht, wenn sie auf Kartoffeln,<br />

Reis, Nudeln, Brot und Mehlspeisen verzichten.<br />

Im Spitzensport ist nicht umsonst das so<br />

genannte »Carbohydrate-Loading« ein Thema.<br />

Dagegen sieht die Lage bei Menschen,<br />

die eher eine sedentäre, also vorwiegend im<br />

Sitzen verbrachte Lebensweise verfolgen und<br />

ihre Muskeln nur rudimentär beanspruchen,<br />

anders aus. Sie verbrauchen häufig nicht nur<br />

weniger Kalorien als sie aufnehmen (und legen<br />

diese als Fett an den Hüften an), sondern<br />

werden auch eher insulinresistent. Das<br />

bedeutet, dass Muskulatur und Leber weniger<br />

auf Insulin reagieren und daher den Zucker<br />

aus dem Blut nur noch in geringerem<br />

Maße aufnehmen. Der Blutzuckerspiegel<br />

lässt sich dann schwieriger regulieren und<br />

anstatt Kohlenhydrate als Glykogen zu speichern,<br />

macht der Körper Fett daraus. Für<br />

diese Menschen ist daher einerseits auf die<br />

Menge an Nudeln, Reis und Co. zu achten.<br />

Andererseits spielt auch die Art der verzehrten<br />

Kohlenhydrate eine Rolle, weil sie beeinflusst,<br />

wie sehr und schnell der Blutzuckerspiegel<br />

steigt. Das Maß dafür ist der sogenannte<br />

Glykämische Index.<br />

172 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


UNTERSUCHUNGEN HABEN GEZEIGT, DASS PASTA KEINE<br />

SCHULD AN VERBREITETEM ÜBERGEWICHT TRÄGT –<br />

UND WER SIE AL DENTE KOCHT, TUT NICHT NUR SEINEM<br />

GAUMEN, SONDERN AUCH SEINEM KÖRPER ZUSÄTZLICH<br />

GUTES. NOCH MEHR GILT DAS FÜR SPANNENDE NEUE<br />

PASTAVARIANTEN AUS LINSEN ODER ERBSEN.<br />

Während Traubenzucker als Einfachzucker<br />

schnell ins Blut geht, brauchen Haushaltsund<br />

Milchzucker länger. Komplexe Kohlenhydrate,<br />

wie sie in Getreide und damit auch<br />

in der klassischen Hartweizennudel vorliegen,<br />

benötigen dafür noch einmal mehr Zeit.<br />

Schließlich muss die Kohlenhydratkette erst<br />

aufgespaltet werden. Der Blutzuckerspiegel<br />

steigt demnach langsam, und man ist auch<br />

länger satt. Für Hartweizennudeln im Konkreten<br />

gilt: Sie haben einen eher niedrigen<br />

Glykämischen Index.<br />

FREUDE FÜR ZÄHNE UND TAILLE<br />

Übersichtsarbeiten haben auch gezeigt, dass<br />

Pasta nicht zur Entwicklung von massivem<br />

Übergewicht beiträgt, sondern mitunter sogar<br />

beim Abnehmen helfen kann. Allerdings<br />

kommt es dafür auf das gesamte Essmuster<br />

an. Die Forschung bezog sich in dem Fall<br />

auf ein Muster mit generell niedrigem Glykämischem<br />

Index. In Stein gemeißelt ist der<br />

jedoch nicht. Er fällt etwa bereits höher aus,<br />

wenn die Nudeln zu lange gekocht wurden,<br />

also nicht al dente. Dann ist die Kohlenhydratkette<br />

bereits mehr gelockert und der<br />

Körper hat nicht mehr so viel zu tun, um<br />

Energie zu gewinnen. Der Glykämische Index<br />

kann sich in der Praxis aber ohnehin<br />

recht schnell ändern, nämlich dann, wenn<br />

die Sauce zu den Nudeln kommt. Dann besteht<br />

auch kaum mehr ein Unterschied zu<br />

Reis, der pur verzehrt in einer höheren Liga<br />

spielt. Großes Potenzial, um das Gewicht im<br />

Lot und Diabetes fernzuhalten, hat jedenfalls<br />

eine ausreichend hohe Menge an Ballaststoffen.<br />

Diese sind in Vollkornbrot und<br />

-nudeln sowie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten<br />

enthalten.<br />

Alternative Pasta aus Hülsenfrüchten hat<br />

daher zusätzliche Pluspunkte auf ihrer Seite.<br />

Nicht nur Menschen mit Weizenunverträglichkeit<br />

oder -allergie, Zöliakie oder Glutensensitivität<br />

zählen zu den potenziellen Konsumenten.<br />

Die Nudeln aus Kichererbsen,<br />

Soja oder Linsen liefern im Vergleich zu Weizennudeln<br />

deutlich mehr Ballaststoffe. Diese<br />

sättigen lange, regen die Darmaktivität an,<br />

unterstützen die Verdauung und verbessern<br />

die mikrobielle Zusammensetzung. Sie spielen<br />

eine wesentliche Rolle dabei, massives<br />

Übergewicht, Diabetes, zu hohe Cholesterinwerte<br />

sowie Arteriosklerose vorzubeugen<br />

oder in den Griff zu bekommen. Die Leguminosen-Pasta<br />

hat darüber hinaus noch<br />

etwa zwei- bis dreimal so viel Eiweiß wie<br />

Weizennudeln. Und Eiweiß ist ein wichtiger<br />

Baustein im Körper: Hormone und Enzyme<br />

bestehen aus Eiweiß, Immunsystem und<br />

Muskeln sind ebenso darauf angewiesen.<br />

Eiweiß fördert zudem das Sättigungsgefühl<br />

und kurbelt den Energieverbrauch direkt<br />

nach dem Essen an. Gerade für ältere Menschen<br />

und jene, die vorrangig auf pflanzenbasierte<br />

Kost setzen, ist der höhere Eiweißgehalt<br />

von Vorteil. Und dass die alternative<br />

Pasta, ähnlich wie die aus Vollkorn, ein vorerst<br />

ungewohntes Mundgefühl erzeugt, bedeutet<br />

ja nur, dass sie auf ihre Art zur Entwicklung<br />

von neuem Küchen-Know-how<br />

anregt. <<br />

Weitere Food-Facts<br />

aus der Welt der Wissenschaft:<br />

falstaff.com/science<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

173


gourmet / LITTLE ITALY IN DER BRONX<br />

Während im legendären Little Italy in Manhattan<br />

inzwischen kaum mehr Italiener leben, floriert<br />

das gleichnamige Klein-Italien in der Bronx<br />

seit mehr als 100 Jahren. Rund um die Arthur<br />

Avenue haben sich unzählige Restaurants und<br />

Feinkostgeschäfte etabliert, die italienische<br />

Genussfreude und Handwerkskunst zelebrieren.<br />

TEXT ANGELIKA AHRENS<br />

DAS WAHR E<br />

LITTLE ITALY<br />

Foto: Shutterstock<br />

174 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Little Italy in der Bronx<br />

atmet noch heute jenen<br />

authentischen Geist,<br />

der dem gleichnamigen<br />

Viertel im Süden von<br />

Manhattan schon längst<br />

abhanden gekommen ist.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

175


gourmet / LITTLE ITALY IN DER BRONX<br />

NICHT UMSONST<br />

WURDE DIE<br />

ARTHUR AVENUE<br />

OFFIZIELL ALS EINE<br />

VON »AMERICA'S<br />

GREAT STREETS«<br />

AUSGEZEICHNET.<br />

In dritter Generation führt Chris Borgatti<br />

seine Pasta-Manufaktur – mit den<br />

Rezepten und im Geist seiner Großeltern,<br />

die seinerzeit aus Bologna einwanderten.<br />

W<br />

enn du am Samstag<br />

kommst, habe ich<br />

auch Spinat-Lasagne.<br />

Heute gibt es nur die<br />

normale.« Das reicht<br />

aber bereits völlig. Der Andrang ist riesig,<br />

und so manch einer ist froh, wenn er<br />

überhaupt noch ein paar Blätter von<br />

Borgattis handgemachter Lasagne bekommt.<br />

»Wie soll ich dir die Blätter<br />

schneiden?«, fragt Chris Borgatti, der das<br />

Geschäft in dritter Generation betreibt. Er<br />

schneidet die geschirrtuchgroßen Lasagne-<br />

Blätter gleich passgerecht für die jeweilige<br />

Auflaufform zu Hause zu. Die dünnen,<br />

frischen Scheiben sind das Gegenteil von<br />

dem, was man sonst getrocknet in Packungen<br />

kaufen kann. Damit die Blätter nicht<br />

zusammenkleben, streut Chris etwas Grieß<br />

dazwischen, faltet und verpackt sie<br />

schließlich in Wachspapier. Satte drei Dollar<br />

kostet das Stück. »Darf es sonst noch etwas<br />

sein? Wir haben frische Eiernudeln mit<br />

Lemon-Pepper, Tomaten, Basilikum,<br />

Karotten, Spinat, Vollkorn, Tintenfisch<br />

oder, ganz neu: rote Rüben.«<br />

Pastamachen ist für Chris Borgatti eine<br />

Kunstform, und das kann man auch<br />

beobachten, wenn er an seiner italienischen<br />

Nudelmaschine aus den 1950ern arbeitet,<br />

langsam den Teig durch seine Finger gleiten<br />

lässt und immer wieder die Stärke prüft.<br />

Weich muss die Pasta sein und dennoch<br />

solide. Die Heiligenbilder über der Maschine<br />

sollen offenbar ihren Segen dazu geben.<br />

ALS STÜNDE DIE ZEIT STILL<br />

Die Auswahl bei Chris Borgatti fällt schwer,<br />

denn auch seine Ravioli sind großartig.<br />

»Natürlich machen wir unsere traditionellen,<br />

mit Ricotta-Käse oder Fleisch gefüllten<br />

Ravioli wie zu der Zeit, als meine Großeltern<br />

aus Bologna herkamen und den Laden<br />

aufgesperrt haben«, erklärt Chris. Hinter<br />

ihm hängen Hochzeitsbilder seiner Vorfahren.<br />

Der Verkaufsraum ist nur durch<br />

Vor hänge von der Produktion abgetrennt.<br />

In alten, cremefarbenen Regalen stapeln sich<br />

Tomaten und Muscheln in der Dose für die<br />

Gerichte zu Hause. »Cash only« steht auf<br />

einem der handgeschriebenen Schilder. Es<br />

scheint ein bisschen, als ob hier die Zeit<br />

stehen geblieben wäre.<br />

Drei Tage halten sich die Ravioli im<br />

Kühlschrank, sonst sollte man sie besser<br />

einfrieren, denn die Borgattis verwenden<br />

keine Konservierungsstoffe: »Du kannst die<br />

Nudeln aber auch lufttrocknen. So, wie man<br />

es früher gemacht hat.« Opa Lindo und<br />

Oma Maria haben klein angefangen, so wie<br />

viele Immigranten. Mit Rezepten von zu<br />

Hause und einer selbst gemachten Holzform,<br />

über die der Teig gespannt wurde,<br />

<<br />

Fotos: Angelika Ahrens, Shutterstock, Beth J. Harpaz/AP/picturedesk.com<br />

176 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


IM »WAHREN LITTLE<br />

ITALY« VON NEW YORK<br />

GIBT ES SÄMTLICHE<br />

REGIONALEN KÜCHEN<br />

ITALIENS EXTREM<br />

KONZENTRIERT AUF<br />

KLEINSTEM RAUM.<br />

Schon vor Corona standen die Menschen<br />

vor der »Casa Della Mozzarella« geduldig<br />

Schlange – der Mozzarella hier soll<br />

der beste von ganz New York sein.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

177


gourmet / LITTLE ITALY IN DER BRONX<br />

Im Calabria Pork<br />

Store hängen<br />

die Würste wie<br />

Kronleuchter<br />

von der Decke.<br />

Pizzen sind hauchdünn, darauf achtet Küchenchef<br />

Massimo. Nicht so wie die Teigwülste,<br />

die man sonst in den USA findet.<br />

Hier wurde eine Folge der TV-Serie »Die<br />

Sopranos« gedreht, auch Filmstar Elizabeth<br />

Taylor sowie Gouverneur Nelson Rockefeller<br />

haben hier schon gespeist.<br />

Regina, die Chefin in fünfter Generation,<br />

ist stolz auf ihre Tomatensoße: »Wir sind<br />

bekannt dafür. Das Rezept ist noch dasselbe<br />

wie vor 100 Jahren.« Und sie grinst<br />

verschmitzt: »Das Geheimnis geben wir<br />

natürlich nicht preis.« Die Tomaten holt<br />

Regina von den »Teitel Brothers«, einem<br />

jüdischen Delikatessenladen, seit 1915 ebenfalls<br />

eine fixe Größe hier im Viertel. »Wenn<br />

sie große Wagenladungen von einer anderen<br />

Charge bekommen, gehe ich zuerst einmal<br />

kosten, ich bin da sehr heikel. Die Qualität<br />

und der Geschmack müssen passen.«<br />

Gekocht wird wie zu Ur-Urgroßmutters Zeiten.<br />

Auf der Karte stehen Calamari und<br />

Braciole napoletane, kleine gefüllte Rindsrouladen,<br />

die es sonst eher selten gibt.<br />

<<br />

weil es keine Maschine gab. »Als sie das<br />

Geschäft 1935 aufgesperrt haben, verkauften<br />

sie 100 kleine Ravioli für einen Dollar.<br />

Das hatten die Leute damals gerade in der<br />

Hosentasche.« Heute kostet die gleiche<br />

Menge rund 15 Dollar. Und mittlerweile<br />

verschicken die Borgattis ihre Pasta<br />

landesweit bis nach Hawaii und Alaska.<br />

Auch »Mario’s« verwendet Borgattis<br />

Teigwaren. Es ist das älteste Restaurant in<br />

Little Italy in der Bronx, die Speisekarte<br />

hier ist zu 100 Prozent neapolitanisch. Die<br />

GERADE IN ZEITEN<br />

DER PANDEMIE<br />

ERINNERN SICH DIE<br />

GESCHÄFTSLEUTE AN<br />

DIE ZÄHIGKEIT UND<br />

DIE TUGENDEN IHRER<br />

VORFAHREN.<br />

Die Rezepte seiner<br />

Ahnen hält der<br />

Bäcker Peter<br />

Madonia ebenso in<br />

Ehren wie deren<br />

sizilianischen<br />

Akzent.<br />

KRISENSICHER AUS TRADITION<br />

Entlang der Arthur Avenue gibt es nicht nur<br />

frischen Fisch, sondern auch Fleischhauer<br />

wie Peter Parrotas Calabria Pork Store, aus<br />

dem das wochenlange Zusammenwirken der<br />

Aromen und Gewürze von frisch Geräuchertem<br />

strömt. In dem kleinen Laden hängen<br />

unzählige Würste wie Kronleuchter von der<br />

Decke. Vor der »Casa Della Mozzarella«<br />

stehen die Menschen nicht nur in Covid-Zeiten<br />

geduldig Schlange. Für manche gibt es<br />

hier den besten Mozzarella New Yorks oder<br />

sogar diesseits des Atlantiks.<br />

So viele verschiedene exzellente Lebensmittelgeschäfte<br />

und Restaurants direkt<br />

nebeneinander, das gibt es heute nur noch<br />

selten, gerade in den USA. Nicht nur, weil<br />

Handwerksbetriebe weltweit aufgeben und<br />

die Massenproduktion übernimmt, sondern<br />

auch weil Einkaufszentren viele Ortskerne<br />

und Hauptstraßen zerstört haben. Während<br />

viele Geschäfte in Manhattan leer stehen,<br />

war die Arthur Avenue in der Bronx bis dato<br />

Covid-resistent. »Wir waren in New York<br />

die Vorreiter des Outdoor Dinings, bei dem<br />

die Restaurants ihre Tische und Zelte auch<br />

auf die Straße stellen dürfen. Manche<br />

Straßen sind deshalb sogar eigens für den<br />

Verkehr gesperrt worden«, erklärt Peter<br />

Madonia nicht ohne Stolz. Er ist der<br />

<<br />

Fotos: Angelika Ahrens<br />

178 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Mission:<br />

Digital voraus<br />

Wir machen <strong>Österreich</strong>s Unternehmen<br />

fit für eine vernetzte, digitale Zukunft.<br />

Ein vernetzter Arbeitsplatz ist immer dort, wo Sie gerade sind – und wir<br />

machen ihn möglich. Mit modernsten Netztechnologien, unseren besten<br />

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praktischen Cloud-Lösungen – für Unternehmen aller Branchen und Größen.<br />

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gourmet / LITTLE ITALY IN DER BRONX<br />

BRONX FACTS<br />

Die Arthur Avenue, das Zentrum von Little<br />

Italy in der Bronx, wurde im Jahr 2<strong>01</strong>6 von der<br />

»American Planning Association« als eine von<br />

nur wenigen »America’s great streets« ausgezeichnet.<br />

Die Organisation für Stadtplanung<br />

vergibt diesen Titel, wenn ein Stadtbereich<br />

außergewöhnlich ist und gelebte Qualität und<br />

Wirtschaftswachstum auch andere Städte<br />

landesweit inspirieren können.<br />

Die Arthur Avenue dient immer wieder als<br />

Filmkulisse, etwa für die Serie »Die Sopranos«.<br />

Auch Lady Gaga hat hier das Musikvideo<br />

zu ihrem Song »Eh, eh« gedreht.<br />

Traditionsbewusstsein<br />

und kulinarische<br />

Handwerks kunst sind<br />

seit über 100 Jahren<br />

das Erfolgsrezept der<br />

kleinen Geschäfte.<br />

Robert De Niro entdeckte den später<br />

oscargekrönten Schauspieler Joe Pesci<br />

in einem der örtlichen Restaurants, wo<br />

dieser als Maitre’d arbeitete.<br />

Das Viertel hat sich dank der zahlreichen<br />

Familienbetriebe über viele Jahrzehnte kaum<br />

verändert – eine Seltenheit in New York.<br />

<<br />

Sprecher der Kleinunternehmer vor Ort.<br />

Madonia war Stabschef unter Bürgermeister<br />

Michael Bloomberg und anschließend<br />

Geschäftsführer der Rockefeller Foundation.<br />

Als diese ihr 100-jähriges Jubiläum feierte,<br />

sattelte der Karrierist kurzerhand um – denn<br />

solch ein Meilenstein stand auch in seiner<br />

eigenen Familie bevor: »Ich bin für das<br />

100-Jahr-Jubiläum unserer Bäckerei auf die<br />

Arthur Avenue zurückgekehrt.«<br />

GRUNDSTEIN FÜR LITTLE ITALY<br />

Als um die Jahrhundertwende der berühmte<br />

Bronx Zoo gebaut wurde, arbeiteten<br />

viele Italiener in der Bronx, weil sie gute<br />

Maurer waren. Sie<br />

kamen gern zum Essen<br />

in die Straße und siedelten<br />

sich schließ lich an. Davon<br />

haben auch Peters Großeltern<br />

profitiert, die als Teenager bettelarm mit<br />

dem Schiff nach New York kamen. Mario<br />

Madonia hatte am Stadtrand von Palermo<br />

bereits das Bäckerhandwerk gelernt. Das<br />

sizilianische Bastone-Brot, ein langer<br />

Brotlaib aus Hartweizengrieß, wird heute<br />

noch wie damals gebacken. Aber auch das<br />

Pane di Casa und die Cannoli sind populär.<br />

Über die Jahre sind verschiedene Brotspezialitäten<br />

dazugekommen, dazu Biscotti aller<br />

Art: Mandelgebäck, etwa mit Orange-Preiselbeeren-Walnuss<br />

oder in Schokolade<br />

getunkt. Den »Bish-cotti«, wie Madonia sie<br />

mit sizilianischem Akzent stolz nennt, hat<br />

er eine ganze Wand im Laden gewidmet.<br />

»Meine Vorfahren hatten eine unglaubliche<br />

mentale und physische Widerstandskraft,<br />

sie waren zäh und haben die erste<br />

Pandemie 1918 durchgehalten, den<br />

Zweiten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise«,<br />

erzählt er. Und irgendetwas mussten<br />

die Leute ja auch in schlechten Zeiten<br />

essen, deswegen hätten vor allem Lebensmittelgeschäfte<br />

sowie Familienbetriebe<br />

überlebt.<br />

Die individuellen Küchen Italiens gibt es<br />

im »wahren Little Italy«, wie die Bewohner<br />

gerne betonen, so konzentriert wie kaum<br />

sonst wo. Und die Geschäftsleute sind<br />

darauf bedacht, so authentisch wie möglich<br />

zu bleiben. Das bedeutet auch, nur nicht zu<br />

viel zu renovieren. Eine Gentrifizierung<br />

oder großflächige Umwidmungen sind<br />

bisher ausgeblieben. Das hat wohl auch<br />

damit zu tun, dass die U-Bahn nicht gerade<br />

um die Ecke und eine der großartigsten<br />

Straßen der USA eher schwer mit öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln zu erreichen ist.<br />

ANGELIKA AHRENS<br />

Die ehemalige ORF-Star-<br />

Moderatorin lebt seit<br />

vielen Jahren mit<br />

ihrem Ehemann,<br />

dem Küchenchef<br />

Kurt Gutenbrunner,<br />

in New York und<br />

arbeitet als freie<br />

Journalistin.<br />

<<br />

Fotos: Angelika Ahrens, Shutterstock<br />

180 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Helvetia Cyber Versicherung<br />

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KÜCHENZETTEL<br />

Gourmet-Autor<br />

SEVERIN CORTI<br />

DAS BLAUE<br />

WUNDER<br />

Miesmuscheln sind aus zahllosen Gründen ein echtes Wunder<br />

der Natur – insbesondere aus kulinarischen. Nur ihr Name wird<br />

dem nicht gerecht. Doch das ließe sich ändern!<br />

Sie schillert in nachtschwarzem<br />

Blau und ist auch sonst ein<br />

Wunder der Natur, von dem sich<br />

die Wissenschaft geradezu<br />

Erstaunliches abschauen kann.<br />

Zuerst einmal will die Miesmuschel aber<br />

von jenem unglücklichen Nimbus erlöst<br />

werden, der mit ihrem Namen zusammenhängt.<br />

Wie soll man schließlich seine Qualitäten<br />

zur Geltung bringen, wenn schon der Name<br />

an Muschelvergiftung denken lässt? Idealerweise<br />

gewöhnen wir uns deshalb ab,<br />

überhaupt von Miesmuscheln zu reden. Der<br />

unglückliche Begriff ist einer Lautverschiebung<br />

aus dem Mittelhochdeutschen anzukreiden,<br />

die aus Moosmuscheln Miesmuscheln<br />

gemacht hat. Die italienischen<br />

»Cozze« sind da keine Alternative. Der<br />

Norddeutsche hingegen, an sich ja kein<br />

Vorbild für uns burgtheaterdeutsch gebildete<br />

Austriaken, macht es in dem Fall besser.<br />

Da oben wird die köstliche Molluske nämlich<br />

so hübsch geheißen wie sie aussieht:<br />

Blaumuschel.<br />

Wer die Dinger mit dem suggestiv<br />

geformten Innenleben nur kurz der Hitze<br />

aussetzt, gerade lang genug, dass die Schalen<br />

sich öffnen, wird mit unheimlich duftigem,<br />

vor Meeresfrische strotzendem Fleisch<br />

belohnt. Ein paar Minuten zu viel, und der<br />

Zauber ist vorbei: Was eben noch Inbegriff<br />

von Zartheit war, wirkt plötzlich gummig,<br />

zach, ausgelaugt. Längeres Kochen ist auch<br />

nicht geeignet, um die – ohnehin mini­<br />

male – Wahrscheinlichkeit zu senken, Opfer<br />

einer Muschelvergiftung zu werden: Das<br />

dafür verantwortliche Toxin kommt über<br />

eine fallweise vorkommende (und streng<br />

kontrollierte) Alge in die Muschel und ist<br />

hitzeresistent. Wichtig: Trotz Garen nicht<br />

geöffnete Muscheln sind stets zu entsorgen!<br />

BESONDERS VITAMINREICH<br />

Wer zu einem mitternächtlichen Döner,<br />

einem in der Warmhaltevitrine vor sich<br />

hinwelkenden Schnitzel oder einer mittels<br />

Handschuhhand befüllten Extrawurstsemmel<br />

nicht immer Nein sagen kann, der<br />

bewegt sich auf vergleichbar gefährlichem<br />

Terrain. Im Gegensatz zu den eben genannten<br />

Optionen können Muscheln aber mit<br />

besonderem Reichtum an Jod sowie den<br />

Vitaminen B1, B2, B6 und E punkten.<br />

Sie sind allerdings auch auf ganz anderer<br />

Front von unschätzbarem Wert: Was in der<br />

Küche als lästiger »Bart« vor dem Kochen<br />

entfernt wird – also die Byssusfäden, mit<br />

denen sich die Muschel in der Brandung an<br />

Felsen, Pfähle, selbst Schiffsrümpfe anheftet<br />

–, haben Forscher vor Kurzem als einzigartigen<br />

Superklebstoff synthetisiert.<br />

Damit, so die Hoffnung, könnten in naher<br />

Zukunft Operationswunden verklebt statt<br />

vernäht werden, Zahnersatz fixiert oder<br />

sogar beschädigte Arterien mit der Kraft<br />

der Natur repariert werden. Wir erkennen:<br />

Blaumuscheln sind endlich einmal ein<br />

Superfood, das den hochtrabenden Namen<br />

auch tatsächlich verdient!<br />

MIESMUSCHELN<br />

mit Ingwer und Zitronengras<br />

(für 2 Personen)<br />

ZUTATEN<br />

1 kg geputzte Miesmuscheln<br />

2 Stück Pak Choy<br />

1 roter Paprika<br />

2 EL Entenschmalz oder Olivenöl<br />

2 Knoblauchzehen<br />

1 Stück Ingwer, daumengroß<br />

1 Chilischote<br />

2 Stängel Zitronengras<br />

1 Schuss Shaoxing-Reiswein oder Weißwein<br />

1 Bund Koriander<br />

1 Bund dünne Jungzwiebel<br />

2 EL fermentierte schwarze Bohnenpaste<br />

oder Misopaste (Asiashop)<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Die Pak Choy putzen und der Länge nach in<br />

sechs Spalten schneiden. Paprika in feine Streifen<br />

schneiden. Ingwer, Knoblauch und Chilischote<br />

fein hacken. Koriander und Jungzwiebeln<br />

grob zerkleinern. Das Ende des Zitronengrasstängels<br />

mehrmals kräftig platt klopfen, damit<br />

sich das Aroma entfalten kann. Anschließend in<br />

je fünf oder sechs Stücke schneiden.<br />

– Das Entenschmalz (oder Öl) in einem großen<br />

Topf mit dickem Boden erhitzen. Paprika,<br />

Ingwer, Knoblauch, Bohnenpaste und Chilischote<br />

ein paar Minuten darin anbraten.<br />

Das Zitronengras und den Wein hinzufügen<br />

und alles einmal auf kochen lassen. Dann die<br />

Muscheln und den Pak Choy zugeben. Umrühren,<br />

zudecken und bei größter Hitze etwa drei<br />

Minuten kochen lassen bis die Muscheln<br />

gerade geöffnet sind. Koriander und Frühlingszwiebel<br />

unterheben, kurz durchwärmen und zu<br />

Tisch bringen.<br />

Fotos: Stine Christiansen, Johannes Kernmayer<br />

182 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Gesammelte Rezepttipps<br />

von Severin Corti unter<br />

falstaff.com/corti<br />

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG<br />

Orthogneiss 2<strong>01</strong>8, Domaine de l‘Ecu, Bio<br />

Ein Muscadet von mythischem Ruf, der<br />

zeigt, was in dieser Appellation möglich ist:<br />

pure, mineralische Finesse, fantastischer<br />

Spannungsbogen, wie gemacht<br />

für Krus tentiere und Muscheln.<br />

Biodynamie auf höchstem Niveau!<br />

weinskandal.at, € 14,–<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

183


gourmet / TAUBEN AUS ÖSTERREICH<br />

WIE IM<br />

SCHLARAFFEN-<br />

LAND<br />

Die Geschichte von den gebratenen Tauben, die einem<br />

wie von selbst in den Mund fliegen, ist nicht zufällig die<br />

bekannteste Assoziation mit dem mythischen Schlaraffenland.<br />

Die köstlichen Vögel werden auch im Burgenland gezüchtet –<br />

und von heimischen Topköchen verarbeitet und verehrt.<br />

Aber nun scheint ihre Produktion in Gefahr.<br />

TEXT SEVERIN CORTI<br />

Spitzenköche wissen den exquisiten<br />

Geschmack von Taubenfleisch seit<br />

jeher zu schätzen und innovativ<br />

zu unterstreichen.<br />

Foto: Stockfood/ Tre Torri<br />

184 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

185


gourmet / TAUBEN AUS ÖSTERREICH<br />

DIE TRADITION DER<br />

BÄUERLICHEN<br />

TAUBENZUCHT IN<br />

ÖSTERREICH DROHT<br />

IM GESETZLICHEN<br />

NIEMANDSLAND ZU<br />

VERSCHWINDEN.<br />

Im Alleingang hat der Wahlburgenländer<br />

Gerhard Methlagl<br />

landwirtschaftliche Taubenzucht<br />

in <strong>Österreich</strong> wiederbelebt.<br />

Es kracht verheißungsvoll, als<br />

das Messer durch die knusprige<br />

Haut fährt. Darunter<br />

kommt kraftvolles, unendlich<br />

zartes Fleisch mit einem<br />

rubinroten Schimmer zum Vorschein. Taube<br />

gilt nicht zufällig als vornehmes Fleisch par<br />

excellence – im mythischen Schlaraffenland<br />

geht es auch deshalb so lukullisch zu, weil<br />

einem da »gebratene Tauben in den Mund<br />

fliegen«: Fantastisches Fleisch, knusprig<br />

gleißende Haut, dazu ein wahrhaft edler<br />

Geschmack – und, für ein landwirtschaftlich<br />

genutztes Tier ganz wichtig, ein sehr<br />

gesunder Hang zur Reproduktion. Seit<br />

Jahrhunderten genießt die Taube deshalb in<br />

der Großen Küche den Nimbus des edelsten<br />

aller Fleischgänge.<br />

Heinz Reitbauer<br />

hält in seinem<br />

»Steirereck« die<br />

»urösterreichische<br />

Tradition« der Taube<br />

auf dem Teller in<br />

Ehren.<br />

Fotos: Philipp Horak, Stefan Liewehr, Stockfood/Anders, Ben<br />

186 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


SEINERZEIT<br />

GEHÖRTEN<br />

TAUBENSCHLÄGE<br />

GERADE AUF<br />

BURGENLÄNDISCHEN<br />

BAUERNHÖFEN ZUR<br />

GRUNDAUSSTATTUNG.<br />

Die Aromen des Taubenfleisches<br />

erlauben kreative Kombinationen – hier<br />

etwa mit Artischocken und Biersauce.<br />

Dass Taube in unseren Breiten, im Unterschied<br />

zu Italien, Großbritannien und<br />

Frank reich, heute nur noch in den erlauchten<br />

Sphären der Nobelgastronomie zu finden<br />

ist, müssen wir der Industrialisierung<br />

der Landwirtschaft ebenso zuschreiben wie<br />

der Vergenossenschaftung des Agrarsektors<br />

nach dem Krieg, die vielen lokalen Traditionen<br />

den Garaus gemacht hat. Noch bis<br />

in die 1950er-Jahre waren Taubenschläge,<br />

aus denen Tauben ein- und ausflogen, in<br />

den Dörfern des Burgenlandes gang<br />

und gäbe. »Die Taube am Bauernhof<br />

ist eigentlich eine urösterreichische<br />

Tradition«, sagt <strong>Österreich</strong>s bester<br />

Koch Heinz Reitbauer, der sich<br />

der Rettung solcher Merkmale der<br />

echten österreichischen Küche verschrieben<br />

hat – und so zum international<br />

gefeierten Star wurde.<br />

Dementsprechend »begeistert« war<br />

Reitbauer laut eigener Aussage, als vor einigen<br />

Jahren die Taubenzucht in <strong>Österreich</strong><br />

wieder Fuß gefasst hat – und noch dazu<br />

»mit Ergebnissen, die sich interna tional<br />

nicht verstecken müssen – im Gegenteil!«<br />

Dass dem so ist, ist ausschließlich das Verdienst<br />

von Gerhard Methlagl. Der Mann<br />

ist Vorarlberger und war einst Masseur<br />

des österreichischen Abfahrts-Nationalteams.<br />

Aber er träumte »schon als Bub«<br />

davon, einmal Bauer zu werden. Weil er<br />

außerdem ein Freund des wirklich guten<br />

Essens ist und Tiere liebt, erstand er im<br />

Südburgenland, kaum drei Kilometer<br />

<<br />

<strong>Falstaff</strong>-Autor Severin Corti auf<br />

Recherche im mit innovativen<br />

wie naturnahen Mitteln<br />

nachhaltig bewirtschafteten<br />

Taubenschlag.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

187


gourmet / TAUBEN AUS ÖSTERREICH<br />

Die Taubengerichte<br />

von Max Natmessnig<br />

im »Schualhus«<br />

genießen geradezu<br />

legendären<br />

Status unter<br />

Feinschmeckern.<br />

<<br />

von der ungarischen Grenze, einen<br />

alten Hof und begann mit der Taubenzucht.<br />

»In Vorarlberg hätte ich mir die<br />

Grundstückspreise einfach nicht leisten<br />

können«, lacht er.<br />

Methlagl züchtet seine Tiere in hochmodernen<br />

Volieren – bisher ist er damit der<br />

Einzige im deutschen Sprachraum. Längst<br />

sind auch Reitbauers Kollegen aus der<br />

Top-Gastronomie, darunter natürlich auch<br />

Burgenlands Top-Koch Max Stiegl vom Gut<br />

Purbach, auf die außerordentlich zarten und<br />

fleischigen Vögel aufmerksam geworden. Inzwischen<br />

liefert Methlagl sogar in seine alte<br />

Heimat Vorarlberg, konkret zum gefeierten<br />

Top-Chef Max Natmessnig im »Schualhus«<br />

der »Roten Wand« in Lech. Natmessnig,<br />

der über Jahre im New Yorker Dreisterner<br />

»Brooklyn Fare« in verantwortlicher Position<br />

gekocht hat, ist begeistert von der Qualität<br />

der Tauben: »Das Fleisch hat absolutes<br />

Top-Niveau, kann sich jederzeit mit französischen<br />

und auch kalifornischen Tauben<br />

DAS FLEISCH HAT<br />

ABSOLUTES TOP-<br />

NIVEAU, KANN SICH<br />

JEDERZEIT MIT<br />

FRANZÖSISCHEN<br />

TAUBEN MESSEN.<br />

MAX NATMESSNIG, CHEF »SCHUALHUS«<br />

messen, wie wir sie im ›Brooklyn Fare‹<br />

bekommen haben.« Methlagl füttert nur<br />

heimisches Biogetreide, Mais, Ackererbsen<br />

und Ackerbohnen. Auf Antibiotika<br />

kann er verzichten – und setzt stattdessen<br />

auf Kräutertees, Knoblauchwasser und<br />

Fermente, um das Immunsystem der Tiere<br />

natürlich zu stärken.<br />

Die Lust am Kochen treibt ihm in den<br />

letzten Jahren auch viele private Kunden<br />

zu. Sie dürfen sich über handgerupfte, nach<br />

Wunsch auch »à l’étouffée«, also ohne<br />

Blutverlust geschlachtete Tauben freuen,<br />

deren zartes Fleisch zu den ganz großen<br />

Freuden fortgeschrittener Genießer gehört.<br />

Immer samstags steht Methlagl mit seiner<br />

Ware am Markt in der Lange Gasse in<br />

Wien-Josefstadt, auf Wunsch wird aber<br />

auch über Nacht via Kühlpaket verschickt.<br />

Jetzt aber scheint sein Qualitätsbetrieb<br />

in Gefahr zu sein. Weil die österreichische<br />

Wirtschaftstaubenzucht in den vergangenen<br />

Jahren keine Tradition mehr hatte, wird die<br />

Taube in der Tierhalteverordnung des<br />

<<br />

Fotos: Ingo Pertramer,, Gabriel Kollreider<br />

188 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


ICH SCHAU AUF<br />

kontrollierte Tiergesundheit<br />

nachvollziehbare<br />

Herkunft<br />

hygienische Sauberkeit<br />

sorgfältige<br />

Verarbeitung<br />

WEIL ICH AUFS<br />

AMA-GÜTESIEGEL SCHAU.<br />

Wer beim Einkaufen auf Milchprodukte mit dem AMA-Gütesiegel schaut,<br />

schaut auf mehr. Auf gentechnikfreie Futtermittel und das Wohl der Tiere.<br />

Auf streng kontrollierte Hygiene bei der Herstellung und der Verarbeitung<br />

der Lebensmittel – und auf vieles mehr.<br />

Ich schau auf amainfo.at


gourmet / TAUBEN AUS ÖSTERREICH<br />

GESETZLICHE NOT<br />

MACHTE DEN<br />

KLUGEN LANDWIRT<br />

ERFINDERISCH:<br />

OFFIZIELL ZÜCHTET<br />

GERHARD METHLAGL<br />

BRIEFTAUBEN.<br />

»VIELFALT VOR DEN VORHANG«<br />

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger will den<br />

Anbietern von Nischenprodukten den Rücken stärken<br />

<<br />

Landwirtschaftsministeriums nicht mehr<br />

als Fleischgeflügel geführt. Methlagl hat<br />

sich bisher damit beholfen, bei den Brieftaubenzüchtern<br />

unterzukommen – die züchten<br />

zwar auch Tauben, aber per Definition nicht<br />

für den Genuss durch Feinschmecker. »Es<br />

wäre absolut dramatisch, wenn diese Tradition<br />

nach erfolgreicher Wiederbelebung wieder<br />

abgedreht werden würde«, sagt Heinz<br />

Reitbauer. Weil Gerhard Methlagl herausragend<br />

arbeitet, gab es bislang nie Beanstandungen<br />

vonseiten des Tierschutzes oder<br />

der Tierärztin, die seine Ware in Augenschein<br />

nimmt. »Die Nachfrage ist so, dass<br />

ich eigentlich Arbeitsplätze schaffen und<br />

neue Leute anstellen möchte. Aber ich stehe<br />

unter immensem Druck«, sagt der Landwirt.<br />

Und das, obwohl die anerkannt besten<br />

Köche des Landes genau seine Produkte der<br />

Importware (die dank EU-Bestimmungen<br />

natürlich als Lebensmittel zugelassen ist)<br />

eindeutig vorziehen.<br />

Deshalb hofft er, dass die Politik im Rahmen<br />

der anstehenden Novelle der Tierhaltungsverordnung<br />

ein Einsehen hat und die<br />

bäuerliche Taubenzucht als Wirtschaftsgeflügel<br />

klassifiziert. Dass hier ein Markt<br />

für herausragendes Geflügel im Entstehen<br />

begriffen ist, lässt sich auch daran ablesen,<br />

dass sich Landwirte aus Oberösterreich<br />

und Kärnten bei Methlagl melden, um sich<br />

Tipps für den Aufbau einer Zucht zu holen:<br />

»Solange diese Ungewissheit herrscht, trauen<br />

sie sich aber über die nötigen Investitionen<br />

noch nicht drüber.« Heinz Reitbauer<br />

vom »Steirereck« assistiert: »Ich hoffe sehr,<br />

dass die heimische Tradition der Taubenzucht<br />

nicht verschwinden muss.« Der<br />

Markt ist da, die Kunden sind begeistert –<br />

jetzt ist die Politik gefordert.<br />

<<br />

FALSTAFF Gerhard Methlagl züchtet als<br />

Vorarlberger im Südburgenland<br />

Fleischtauben und belebt damit eine traditionelle<br />

regionale Spezialität wieder. Ist<br />

das nicht ein Paradebeispiel für innovative<br />

Landwirtschaft mit höchstem Qualitätsanspruch?<br />

ELISABETH KÖSTINGER Ja, das<br />

stimmt. Unsere Landwirtschaft zeichnet<br />

sich gerade durch diese Diversität und unsere<br />

Spezialitäten aus. Vom Bodensee bis<br />

zum Neusiedler See gibt es eine einzigartige<br />

Vielfalt, die man immer wieder vor den<br />

Vorhang holen muss. Genau dafür ist<br />

auch unser »Netzwerk Kulinarik« da,<br />

auch in Verbindung mit dem AMA-Genuss-Region-Gütesiegel.<br />

Unsere Verarbeiter<br />

und Veredler leisten großartige Arbeit.<br />

Durch sie wird Regionalität und Qualität<br />

greifbar, etwas, das man schmecken kann.<br />

Köche wie Heinz Reitbauer, die die regionale<br />

Küche des Landes auf Weltniveau<br />

gehoben haben, schätzen die burgenländische<br />

Taube als besondere Spezialität.<br />

Wie kann gesichert werden, dass es sie<br />

auch weiterhin geben wird?<br />

Wir werden unsere Bäuerinnen und Bauern<br />

natürlich unterstützen, wo es nur<br />

geht. Gerade Landwirte, die sich auf<br />

Nischenprodukte spezialisieren, unterstützen<br />

wir gerne. Von der gesetzlichen<br />

Bestimmung her ist die Taubenhaltung in<br />

der 2. Tierhaltungsverordnung geregelt.<br />

Hier liegt die Zuständigkeit im Gesundheitsministerium.<br />

Landwirte in Kärnten und Oberösterreich<br />

wollen auch in die Taubenzucht einsteigen.<br />

Wie kann Sicherheit geschaffen<br />

werden, dass diese Unternehmer in<br />

<strong>Österreich</strong> nicht im rechtsfreien Raum<br />

agieren?<br />

Ich wäre dafür, in die 2. Tierhaltungsverordnung<br />

spezielle und praktikable<br />

Bestimmungen für die Fleischtaubenhaltung<br />

aufzunehmen. Oder man regelt das<br />

in der Verordnung für die Nutztierhaltung,<br />

die wird gerade überarbeitet. Leider<br />

ist dieses Thema aber für viele Tierschutzorganisationen<br />

ein rotes Tuch.<br />

Foto: ÖVP Klub<br />

190 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


gourmet / »BUDDENBROOKS«<br />

NEUE SERIE<br />

Teil 1<br />

»BUDDENBROOKS«<br />

KLOTZEN, NICHT<br />

KLECKERN<br />

Der Niedergang einer Patrizierfamilie steht im Zentrum von Thomas Manns<br />

Jahrhundertroman »Buddenbrooks«. Die detailreichen kulinarischen<br />

Schilderungen darin hat der Autor dem Hauskochbuch seiner eigenen Familie<br />

entliehen. Der Auftakt zur neuen <strong>Falstaff</strong>-Serie über Kulinarik in der Kunst.<br />

TEXT JUDITH HECHT<br />

Essen und Trinken sind unverzichtbar,<br />

auch in der Weltliteratur.<br />

Das haben viele große<br />

Dichter längst bewiesen. Denn<br />

Essen ist nicht nur ein alltägliches<br />

Grundbedürfnis, sondern steht auch<br />

sinnbildlich für Lust und Begehren, für<br />

Leid oder Freud, für Liebe oder Einsamkeit<br />

und vieles mehr. Wen wundert es also,<br />

dass Essen und Trinken auf vielfältigste<br />

Weise Eingang in die Dichtung gefunden<br />

haben?<br />

»Leben ist Essen, Essen ist Leben.« Die ­<br />

ser Ansicht war bereits der bedeutendste<br />

griechische Satiriker, Lukian Samosata<br />

(120–180 n. Chr.): »Ich meines Orts ken ne<br />

im ganzen Leben nichts Nützlicheres als<br />

Essen und Trinken, da ohne beides vom<br />

Leben nicht einmal die Rede wäre«, schrieb<br />

er bereits vor etwa 1900 Jahren nieder. Da<br />

wird ihm wohl bereits damals niemand<br />

widersprochen haben. Schon gar nicht der<br />

französische Schriftsteller und Gastrosoph<br />

Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755–1826).<br />

Dieser kommt in seinem Werk »Physiologie<br />

des Geschmacks« zu folgendem Schluss:<br />

»Das Vergnügen der Tafel gehört jedem<br />

Alter, jedem Stande, jedem Lande und jeder<br />

Zeit an. Es verträgt sich mit allen anderen<br />

Genüssen und bleibt bis ans Ende, um uns<br />

über deren Verluste zu trösten.«<br />

VOM ESSEN & VOM SCHREIBEN<br />

Essen ist so gut wie immer mit Emotionen<br />

verbunden. Kein Wunder also, dass sich<br />

Dichter jeder Epoche damit befasst haben.<br />

Literatur ist schließlich Lebenszeugnis. Von<br />

Homer, dem Verfasser der »Odyssee« und<br />

der »Ilias«, wissen wir etwa, dass sich der<br />

griechische Held Achill vor schwierigen<br />

<<br />

Foto: StockFood / News Life Media<br />

192 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Ein prachtvoller<br />

Krustenschinken, wie er<br />

in Thomas Manns Roman<br />

»Buddenbrooks« aufgetischt<br />

wird, um den Wohlstand<br />

der Familie für jeden<br />

sichtbar zu machen.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

193


gourmet / »BUDDENBROOKS«<br />

Kräutersuppe<br />

(für 12 Personen)<br />

ZUTATEN<br />

500 g junger Spinat, Petersilie,<br />

Basilikum, Estragon, Schnittlauch,<br />

Sauerampfer, junges Selleriekraut,<br />

Portulak, einige Salatblätter<br />

100 g Butter<br />

2 Schalotten<br />

2 EL Mehl<br />

2–3 l Suppe<br />

2–3 Eidotter<br />

¼ l Schlagobers<br />

Salz und Pfeffer<br />

ZUBEREITUNG<br />

– Kräuter und Salatblätter waschen und<br />

abtropfen lassen.<br />

– In einem großen Suppentopf die Butter zergehen<br />

lassen und darin die fein geschnittenen<br />

Schalotten andünsten. Mehl dazugeben<br />

und anschwitzen. Nach und nach mit Suppe<br />

aufgießen und 10 Minuten leise köcheln<br />

lassen.<br />

– In der Zwischenzeit die Kräuter fein hacken<br />

oder mit ein wenig Suppe im Mixer zerkleinern.<br />

Anschließend zur Suppe geben. Weitere<br />

fünf Minuten köcheln lassen. Nun zwei<br />

bis drei Eidotter mit Schlagobers verquirlen<br />

und in der Suppe verrühren. Mit Salz und<br />

Pfeffer abschmecken und in einer vorgewärmten<br />

Terrine servieren.<br />

– Zur Suppe reicht man am besten in Butter<br />

vorgeröstete Semmelwürfel.<br />

<<br />

ERST AN DEN TAFELN<br />

UND TISCHEN DER<br />

LITERATUR LERNEN WIR<br />

DIE PROTAGONISTEN<br />

DER JEWEILIGEN<br />

WERKE SO<br />

RICHTIG KENNEN.<br />

Verhandlungen höchstpersönlich um<br />

die Zubereitung der Speisen gekümmert<br />

hat und »den Rücken der feisten Ziege, des<br />

Schafes und auch des Mastschweins Schulter<br />

voll blühenden Fettes« auf das Feuer<br />

legte. Auch in den Märchen der Gebrüder<br />

Grimm und von E.T.A. Hoffmann, den<br />

Werken von Jean Paul, Honoré de Balzac,<br />

Theodor Fontane, Franz Kafka, Thomas<br />

Mann oder Günther Grass – um nur einige<br />

der großen Autoren zu nennen – spielt das<br />

Essen eine bedeutende Rolle.<br />

Erst an den Küchentischen und Festtafeln<br />

der Literatur lernen wir die Protagonisten<br />

so richtig kennen. Was und wie<br />

viel sie zu essen haben, sagt uns nicht nur<br />

etwas über ihr Leben, sondern auch über<br />

die Zeit, in der die Geschichten spielen.<br />

Und nicht zuletzt verraten die Essensbeschreibungen<br />

einiges über die Schriftsteller<br />

selbst, über ihr Verhältnis zu leiblichen<br />

Genüssen, ja über ihre gesamte ästhetische<br />

Weltsicht.<br />

»BUDDENBROOKS« – ZWISCHEN<br />

GENUSS UND DEKADENZ<br />

Ein Meister der Darstellung kulinarischer<br />

Ereignisse war Thomas Mann. Das weiß<br />

jeder, der sein Meisterwerk »Buddenbrooks<br />

– Verfall einer Familie« gelesen hat. Als<br />

Vorlage der Handlung diente ihm übrigens<br />

seine eigene Familiengeschichte. Vier Jahre<br />

lang arbeitete er an seinem ersten großen<br />

Roman, ehe dieser im Jahr 19<strong>01</strong> erschien.<br />

1929 erhielt er dafür den Literaturnobelpreis.<br />

»In weiten Kreisen bin ich, glaub’ ich,<br />

als Schilderer guter Mittagessen geschätzt«,<br />

schrieb Thomas Mann kurze Zeit, nachdem<br />

sein Buch erschienen war. Tatsächlich verstand<br />

er es, Menüs zusammenzustellen, die<br />

dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen<br />

lassen. Man könnte meinen, er sei<br />

passionierter Koch gewesen, so detailliert<br />

beschreibt er die Zubereitung der Speisen.<br />

Mann war zwar ein Feinschmecker, das<br />

wissen wir aus seinen Tagebüchern und<br />

Briefen, kochen konnte er aber nicht. Vielmehr<br />

hat er die Rezepte für seinen Roman<br />

eins zu eins aus dem Lübecker Hauskochbuch<br />

seiner Familie übernommen.<br />

Fotos: StockFood / Newedel, Karl, Getty Images<br />

194 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


DIE WEINE DER<br />

»BUDDENBROOKS«<br />

Mehrfach nimmt der Leser an der Tafel der<br />

großbürgerlichen Lübecker Kaufmannsfamilie<br />

Buddenbrook Platz. Als stiller Gast<br />

erfährt er erstmals beim Einweihungsbankett<br />

des neuen Hauses in der noblen<br />

Mengstraße 4, wie es um das familiäre<br />

Gefüge der Buddenbrooks steht. Geschäftlich<br />

läuft es 1835 hervorragend für die<br />

Kaufleute – und das soll die Lübecker<br />

Gesellschaft auch sehen. »Klotzen statt<br />

kleckern«, lautet die Devise. Dementsprechend<br />

wird das opulente Festmenü »auf<br />

Meißener Porzellan mit Goldrand« serviert.<br />

Zuerst Kräutersuppe mit geröstetem Brot,<br />

gefolgt von Fisch. Dann wurden die Teller<br />

»aufs neue gewechselt. Ein kolossaler,<br />

ziegelroter, panierter Schinken erschien,<br />

geräuchert, gekocht, nebst brauner, säuerlicher<br />

Schalottensauce und solchen Mengen<br />

von Gemüsen, dass alle aus einer einzigen<br />

Schüssel sich hätten sättigen können«,<br />

schreibt Mann. Ohne Verschnaufpause geht<br />

es weiter. »Das Meisterwerk der Konsulin<br />

Buddenbrook, der ›Russische Topf‹, ein<br />

prickelnd und spirituös schmeckendes Gemisch<br />

konservierter Früchte, wurde dargereicht.«<br />

Als Nächstes kommt »Plettenpudding,<br />

ein schichtweises Gemisch aus<br />

IN WEITEN KREISEN<br />

BIN ICH, SO GLAUBE<br />

ICH, ALS SCHILDERER<br />

GUTER MITTAGESSEN<br />

GESCHÄTZT«, GAB DER<br />

AUTOR SELBST ZU<br />

PROTOKOLL.<br />

Makronen, Himbeeren, Biskuits und Eiercreme«<br />

auf den Tisch. Doch damit nicht<br />

genug. Erst Käse und Früchte, Zigarren,<br />

Kaffee und ein »goldgelber, traubensüßer<br />

Malvasier« runden das Festmahl ab. Nach<br />

einem Reigen von Dankesreden und Lobeshymnen<br />

auf die Gastgeber und ihr neues<br />

Heim verlässt die Gesellschaft endlich<br />

zufrieden und mit vollen Bäuchen das<br />

rauschende Fest. Beim Leser macht sich<br />

trotzdem ein flaues Gefühl breit: »Kann<br />

es denn tatsächlich immer so maßlos weitergehen?«<br />

Und tatsächlich ist die Völlerei nicht<br />

allen gut bekommen. Christian Buddenbrook,<br />

jener Sohn, der weder den ge­<br />

<<br />

Bei den Buddenbrooks kommt nicht nur das<br />

beste Essen auf den Tisch, auch die feinsten<br />

Weine werden dazu kredenzt. Ob »Lübecker<br />

Rotspon«, »kräftige Cuvée französischer<br />

Rotweine« oder »goldgelber, traubensüßer<br />

Malvasier in Dessertgläsern«, Thomas Mann<br />

wusste, was gut ist. Ein ganz besonderes<br />

Denkmal setzte der Schriftsteller dem<br />

Weinhändler Tesdorpf. Unter dem Pseudonym<br />

»Kistenmaker« hat er die hanseatische<br />

Patrizierfamilie als noblen Wein-Lieferanten<br />

der Buddenbrooks verewigt. Das hat seinen<br />

Grund: Der damalige Patron, Krafft Tesdorpf,<br />

war zeitweise der Vormund von Thomas Mann<br />

und seinen vier Geschwistern, nachdem ihr<br />

Vater im Jahr 1891 gestorben war.<br />

In seinem Roman beschreibt Mann das<br />

Weinhaus Tesdorpf alias »Kistenmaker &<br />

Söhne« als »aufblühende Weinhandlung«,<br />

die es fertigbrachte, all die anderen Lübecker<br />

Mitbewerber »aus der Mode zu bringen«. Kein<br />

Wunder, dass der junge Thomas Buddenbrook<br />

darauf Wert legt, dass beim Galadiner anlässlich<br />

seiner Vermählung Tesdorpf'sche Weine<br />

serviert werden.<br />

Der Weinhandel Tesdorpf, 1678 gegründet,<br />

zählt zu den ältesten Deutschlands. Das Geschäft<br />

in der Lübecker Mengstraße – nächst<br />

dem Buddenbrook-Haus – schloss allerdings<br />

2<strong>01</strong>9 nach 341 Jahren seine Pforten. Heute<br />

hat das Unternehmen seinen Sitz in Hamburg.<br />

Vier Mal wurden die<br />

»Buddenbrooks« bisher<br />

verfilmt, das erste Mal bereits<br />

1923. Im Jahr 1959 spielte die<br />

Wienerin Nadja Tiller (2. v. l.)<br />

unter anderem mit Liselotte<br />

Pulver und Hansjörg Felmy (v.r.).<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

195


gourmet / »BUDDENBROOKS«<br />

THOMAS MANN<br />

UND DIE<br />

»BUDDENBROOKS«<br />

Sohn aus gutem Hause,<br />

Literaturnobelpreisträger,<br />

erbitterter Nazi-Gegner<br />

<<br />

sellschaftlichen Konventionen noch<br />

den Vorstellungen seiner Eltern entsprechen<br />

will, krümmt sich hernach in der<br />

Säulenhalle: »Mir ist übel, Mama, mir<br />

ist verdammt übel«, wimmert er der Konsulin<br />

zu. Ihr Mitgefühl hält sich in Grenzen:<br />

»Wenn wir solche Worte gebrauchen,<br />

straft uns der liebe Gott mit noch größerer<br />

Übelkeit«, antwortet sie ihm bloß im Vorbeigehen.<br />

VÖLLERND IN DEN UNTERGANG<br />

Die Jahre ziehen ins Land, und der Niedergang<br />

der Buddenbrooks nimmt langsam,<br />

aber stetig seinen Lauf. Und wieder dient<br />

Thomas Mann ein Festmahl, das Weihnachtsessen<br />

des Jahres 1869, um den mittlerweile<br />

maroden Zustand der Familie zu<br />

beschreiben. Nach außen wird die Fassade<br />

freilich gewahrt, die starre Tradition erlaubt<br />

keine Veränderung: So jagt wieder eine<br />

Köstlichkeit die andere. Und wie immer<br />

gibt es alles im Überfluss. Diesmal macht<br />

»Karpfen in aufgelöster Butter und mit<br />

altem Rheinwein« den Anfang, ihm folgt<br />

»Puter, gefüllt mit Brei von Maronen,<br />

Thomas Mann (2. v. l.)<br />

mit Schwiegermutter Hedwig<br />

Prinsgheim, Ehefrau Katia und<br />

Schwiegervater Alfred Pringsheim (v.l.).<br />

Ro sinen und Äpfeln, dazu gebratene Kartoffeln,<br />

zweierlei Gemüse und zweierlei<br />

Kompott, das alles in großen Mengen …«.<br />

Dennoch – oder gerade deshalb – fühlt<br />

sich diesmal der kleine Hanno nicht wohl.<br />

Dem Stammhalter der Familie, auf dessen<br />

Schultern alle Zukunftshoffnungen ruhen,<br />

ist das viele Essen nicht bekommen. Doch<br />

als die mit Schokoladeeis gefüllten Baisers<br />

gebracht werden, kann der Bub nicht widerstehen.<br />

Er verzehrt sie, »obgleich es ihm<br />

fast unerträglich weh tat an den Zähnen«.<br />

Nicht nur ihm, sondern auch seinem Vater<br />

Thomas, dem nunmehrigen Oberhaupt der<br />

Familie, soll das Zuviel des Guten und Süßen<br />

zum Verhängnis werden. Es ist kein<br />

Zufall, dass der Dichter Thomas Buddenbrook<br />

am Ende seines Jahrhundertwerks<br />

ausgerechnet an einer misslungenen Zahnbehandlung<br />

sterben lässt – und damit den<br />

Untergang der Familie besiegelt.<br />

Thomas Mann hatte übrigens selbst eine<br />

Schwäche für Süßes, vor allem für Honig:<br />

»Ihn esse ich unter allen Dingen am liebsten«,<br />

schrieb er einem Freund. »Allerdings<br />

nur in intimen Mengen.«<br />

<<br />

Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in<br />

Lübeck als zweites von vier Kindern geboren.<br />

Sein Vater war ein erfolgreicher Lübecker<br />

Kaufmann, wurde Konsul und schließlich<br />

Senator. Thomas war kein guter Schüler und<br />

verließ das Gymnasium ohne Abitur. Nach<br />

dem Tod seines Vaters 1891 erhielt er eine<br />

monatliche Rente und konnte sich ganz dem<br />

Schreiben widmen. An seinem ersten großen<br />

Werk, »Buddenbrooks«, schrieb Thomas<br />

Mann vier Jahre lang, und zwar von 1896 bis<br />

1900. Es handelt vom allmählichen, sich über<br />

vier Generationen hinziehenden Niedergang<br />

einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in<br />

Lübeck und spielt zwischen 1835 und 1877.<br />

Als Vorlage diente Thomas Mann seine eigene<br />

Familiengeschichte sowie viele historische<br />

Persönlichkeiten der Hansestadt. Mann selbst<br />

wird in der Figur des Hanno Buddenbrook<br />

ebenfalls Teil der Handlung.<br />

Im Februar 19<strong>01</strong> erschien das Werk erstmals,<br />

doch viele Lübecker waren empört über Mann<br />

und bezeichneten ihn als Nestbeschmutzer.<br />

Zunächst verkaufte sich das Werk auch<br />

eher schleppend, erst eine verhältnismäßig<br />

günstige Ausgabe, die im Jahr 1903 erschien,<br />

bescherte dem Werk den gewünschten Erfolg.<br />

In weiterer Folge schuf Mann unter anderem<br />

»Der Tod in Venedig« und »Der Zauberberg«.<br />

1929 erhielt der Schriftsteller für »Buddenbrooks«<br />

den Literaturnobelpreis. 1933, kurz<br />

nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten<br />

in Deutschland, kehrten Thomas Mann<br />

und seine Ehefrau Katia von einer Vortragsreise<br />

nicht mehr nach Deutschland zurück, sondern<br />

gingen ins Exil, zunächst in die Schweiz<br />

und später in die USA. Erst 1952 kehrten sie<br />

wieder nach Europa zurück. Am 12. August<br />

1955 starb Thomas Mann in Zürich.<br />

Foto: ullstein bild / Ullstein Bild / picturedesk.com<br />

196 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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Tagliatelle und Co werden<br />

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drapiert und sollten etwa<br />

48 Stunden trocknen – danach<br />

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Aus unzähligen Pastasorten auszuwählen,<br />

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Spaghetti sind ein absoluter<br />

Klassiker, dennoch gilt es<br />

beim Kauf, einige Regeln zu beachten:<br />

der Eieranteil muss unbedingt<br />

hoch sein – das macht die<br />

richtige Konsistenz der Nudeln<br />

aus und erinnert an bella Italia.<br />

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Fotos: Rafaela Pröll, beigestellt<br />

198 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


eldorado<br />

LIFESTYLE<br />

FEIN SERVIERT<br />

Parmesan und Pasta bilden eine<br />

köstliche Kombination, die würdig<br />

präsentiert werden will. Um<br />

den edlen italienischen Hartkäse<br />

tischtauglich anzurichten, darf<br />

die passende Parmesandose nicht<br />

fehlen – und sie darf durchaus<br />

elegant sein, wie von Christofle.<br />

€ 231,93, gesehen bei<br />

artedona.com<br />

Kolumnistin ANGELIKA ROSAM<br />

ist Herausgeberin und Miteigentümerin<br />

des <strong>Falstaff</strong>-Verlags. Mit einem großen<br />

Faible für die schönen Dinge des Lebens<br />

präsentiert sie ihre Lieblings-Items aus<br />

der Gourmetwelt.<br />

PASTA LAUSCHEN<br />

Podcasts sind en vogue wie nie –<br />

egal, um welche Themen es sich<br />

gerade dreht. Kein Wunder also,<br />

dass es auch in puncto Pasta viel<br />

zu sagen gibt. Besonders erfrischend<br />

gestalten die Moderatorinnen<br />

von »Italien für die Ohren«<br />

ihre Sendung und vermitteln<br />

via Headset eine Extraportion<br />

italienische Lebensfreude. Zu<br />

suchen über Spotify.<br />

PASTA KOCHEN<br />

Auch wenn man davon überzeugt<br />

ist, die eigenen Spaghetti perfektioniert<br />

zu haben, hält die Welt von<br />

Pasta & Co immer noch Überraschungen<br />

bereit. Ob man sich in<br />

der Erzeugung hausgemachter<br />

Nudeln versuchen oder eine der<br />

unzähligen Saucenvariationen<br />

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auch Sie in unsere<br />

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feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

199


Die 20.000 Mitglieder des <strong>Falstaff</strong> Gourmetclubs besuchen<br />

und bewerten die besten Restaurants <strong>Österreich</strong>s. In dieser<br />

Rubrik stellen wir Restaurants aus unserem Guide vor, die wir<br />

Ihnen wärmstens empfehlen wollen. Alle 1800 Restaurants<br />

dieses Guides finden Sie auf falstaff.com.<br />

Spanische Glücksmomente<br />

im »Toro Toro«<br />

La Patrona Gisela Reitsamer hat<br />

sich mit ihrem Restaurant einen<br />

Lebenstraum erfüllt, an dem sie ihre<br />

Gäste teilhaben lässt. Das Kochen<br />

hat die gebürtige Oberösterreicherin<br />

vor mehr als 30 Jahren entlang der<br />

Costa Brava gelernt. Bereits seit<br />

vielen Jahren gilt das »Toro Toro« als<br />

einer der besten Spanier Öster reichs.<br />

Für die frisch zubereiteten Gerichte<br />

werden nur beste Zutaten verwendet.<br />

Auch Liebhaber spanischer Weine<br />

kommen voll auf ihre Kosten. Die<br />

Weinkarte bietet nicht nur edle Tropfen<br />

aus bekannten Weinbaugebieten,<br />

sondern auch spannende Neuheiten<br />

aufstrebender Regionen wie La Mancha<br />

und Extremadura.<br />

RESTAURANT-BODEGA<br />

TORO TORO<br />

90 Punkte im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide 2020<br />

Schloss-Altendorff-Straße 2<br />

5400 Hallein bei Salzburg<br />

T: +43 6245 84223<br />

Öffnungszeiten: Di–Sa, 18–1 Uhr<br />

toro-toro.at<br />

Klein und fein …<br />

… und mit hoher Verwöhnkultur auf<br />

1750 Meter Seehöhe. Unvergleichbar<br />

ist die atemberaubende Aussicht – sei<br />

es bei Frühstück, Lunch, Tea-Time oder<br />

Dinner: vom abwechslungsreichen<br />

Frühstücksbuffet bis zur mehr fach<br />

ausgezeichneten À-la-carte-Küche<br />

mittags. Frische, hochwertige Produkte<br />

werden hier seit Jahren sorgfältig<br />

verarbeitet – der Eigen geschmack<br />

der Speisen steht für Küchenchef<br />

Wolfgang Strauss im Vordergrund.<br />

Köstlichkeiten serviert man auch auf<br />

der Sonnenterrasse, deren Plätze beinahe<br />

schon mehr Gäste anlocken als<br />

das Skifahren selbst. Abends gibt es<br />

ein Gourmet-Menü. Erlesene Tischkultur,<br />

verbunden mit liebenswürdigem<br />

Service und krea tiver Küche für Verwöhnte,<br />

zeich net die Gastlichkeit des<br />

»Murmeli« aus.<br />

Hier kehrt regelmäßig der<br />

Winterzauber ein.<br />

MURMELI<br />

93 PUNKTE im <strong>Falstaff</strong><br />

Restaurantguide 2020<br />

Oberlech 297, 6764 Lech<br />

T: +43 5583 2467<br />

hotel@murmeli.at, murmeli.at<br />

200<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Die Region »erschmecken«<br />

im Hilberger’s Beisl<br />

Unsere Region gibt uns die Inspiration sowie die nötigen<br />

Zutaten für Kulinarik mit dem gewissen Etwas.<br />

Diese Philosophie verfolgen wir bereits seit 1996.<br />

Garantierte Frische, kein Fleisch aus Massentierhaltung,<br />

Fisch und Gemüse aus der Region sowie<br />

natürliche Kräuter und Gewürze sind unser Credo.<br />

Serviert wird neben kulinarischen Schmankerln wie<br />

knuspriges steirisches Backhendl auch Ausgefallenes<br />

wie Schweinsfledermaus mit Spitzkraut oder<br />

Kalbsbries mit Apfel und Lauch.<br />

Wer auch gern einmal auf Fleisch verzichtet, hat<br />

die Qual der Wahl. Bester österreichischer BIO Seitan<br />

von Familie Reininger aus dem Wald viertel<br />

oder Pinzgauer Bergkräuterpesto mit Ofenkürbis<br />

und Pasta vom Schusterhof Familie Hermann<br />

verwöhnen auch vegane Gaumen. Stets greifen<br />

wir auf das regionale Angebot der umliegenden<br />

Anbieter zurück. Die Spezialitäten lassen sich in den<br />

alpin-rustikalen Gasträumen oder im gemütlichen<br />

Gastgarten direkt am Gebirgsfluss Kapruner Ache<br />

genießen. Als Menübegleitung empfehlen wir neben<br />

Bierspezialitäten auch edle Tropfen aus dem eigenen<br />

Weinkeller, in dem die eine oder andere Rarität<br />

österreichischer und internationaler Regionen lagert.<br />

Zusätzlich lädt eine kleine Bar zum Plaudern<br />

und Verweilen ein.<br />

Vorfreude mit einem Gutschein verschenken,<br />

einfach online bestellen und nach dem Lockdown<br />

genießen.<br />

HILBERGER’S BEISL<br />

86 Punkte im <strong>Falstaff</strong> Restaurantguide 2020<br />

Wilhelm-Fazokas-Straße 12<br />

5710 Kaprun<br />

T: +43 6547 72461<br />

M: hilberger@hilberger.at<br />

hilberger.at<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

Weingut Weber<br />

Seit 1928 ist der Betrieb in Familienbesitz,<br />

damals noch als landwirtschaftlicher<br />

Mischbetrieb geführt.<br />

Doch mit viel Fleiß und Engagement<br />

konnte ein wunderbares Weingut mit<br />

höchsten Qualitätsansprüchen geschaffen<br />

werden. Seit 1995 werden<br />

am Weingut von Eduard und seiner<br />

Partnerin Susanne facetten reiche<br />

Weine erzeugt. In der hauseigenen<br />

Buschenschank können zudem<br />

nachhaltige Spezialitäten aus der<br />

Region genossen werden. In den<br />

vergangenen Wochen war viel Zeit,<br />

um an neuen Spezialitäten für unsere<br />

Gäste zu tüfteln. Die ersten Weine<br />

des neuen Jahrgangs sind bereits<br />

abgefüllt und viele neue Schmankerl<br />

warten im Buschenschank darauf,<br />

verkostet zu werden.<br />

Voller Vorfreude blicken wir der<br />

kommenden Saison entgegen.<br />

WEINGUT WEBER<br />

Lestein 73<br />

8511 St. Stefan ob Stainz an der<br />

Schilcherweinstraße<br />

T: +43 664 736526 97<br />

M: office@weingutweber.at<br />

weingutweber.at<br />

Nur das Beste für Genießer!<br />

<strong>Falstaff</strong> gibt Ihnen hier einen Überblick<br />

über aktuelle Top-Produkte von<br />

höchster Qualität sowie Einkaufsund<br />

Eventtipps.<br />

Buchungsinfos zu dieser<br />

Rubrik erhalten Sie telefonisch<br />

unter +43 1 9042141-472 oder per<br />

E-Mail an sales@falstaff.at.<br />

Vinothek St. Stephan –<br />

beste Beratung und<br />

faire Preise<br />

Neben einer tollen Weinauswahl<br />

findet man auch hochwertige Single<br />

Malts und Rums bei hervorragendem<br />

Service. <br />

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Weine und mediterrane Köstlichkeiten:<br />

Treffpunkt für Gastfreundschaft,<br />

Qualität und Geschmack.<br />

Das Lokal kann auch für Events<br />

gemietet werden. <br />

vinipertutti.at<br />

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 2<strong>01</strong>


leserbriefe<br />

Lesermeinung ist uns wichtig, egal,<br />

ob Lob oder Tadel. Schreiben Sie uns einfach an<br />

redaktion@falstaff.at, oder posten Sie auf<br />

falstaff.com beziehungsweise unserer Facebook-Seite.<br />

DAS FALSTAFF-KOCHBUCH –<br />

EIN ECHTER VOLLTREFFER!<br />

Liebes <strong>Falstaff</strong>-Team,<br />

lieber Herr Rosam!<br />

Vielen Dank für diese wunderbare<br />

Weihnachtsüberraschung. Ich<br />

habe eine echte Freude mit dem<br />

Buch, weil da Rezepte drin sind,<br />

die gerade jetzt so gut tun. Kann<br />

gut sein, dass die Menschen sich<br />

in nächster Zeit mehr nach »echten«<br />

Werten sehnen. So gesehen<br />

habt ihr den Nerv der Zeit voll<br />

getroffen, wie ich meine. Wir<br />

spüren das im Moment auch gerade<br />

sehr, anders ist es nicht zu<br />

erklären, warum wir gerade heuer<br />

unser bestes Wirtschaftsjahr<br />

»ever« verbuchen durften. Euer<br />

Schokotest hat natürlich auch<br />

dazu beigetragen, keine Frage.<br />

Lieben Dank für eure Arbeit,<br />

und jetzt eine schönes Jahr <strong>2021</strong>.<br />

Josef Zotter, Chocolatier<br />

E-Mail<br />

EINTAUCHEN IN DIE<br />

GESCHICHTE DER KULINARIK<br />

Sehr geehrter Herr Rosam,<br />

ich habe das <strong>Magazin</strong> zum<br />

40-Jahr-Jubiläum bekommen,<br />

und Sie und Ihr Team überraschen<br />

mich immer wieder. Da ich<br />

die Entwicklung der Kulinarik<br />

und des Weins als Leser der ersten<br />

Stunde mitverfolgt habe, sind<br />

so viele Erinnerungen wieder<br />

wach geworden, und ich kann zu<br />

dieser Ausgabe wirklich gratulieren.<br />

Weil ich selbst gelernter<br />

Koch bin und als Personalchef<br />

im Wiener »Hilton« mehr als<br />

zehn Jahre mit Werner Matt zusammengearbeitet<br />

habe, waren<br />

natürlich die Artikel über die<br />

kulinarische Entwicklung für<br />

mich besonders interessant. In<br />

dieser Zeit habe ich viele spätere<br />

Größen eingestellt beziehungsweise<br />

auf ihrem Weg begleitet –<br />

Mitsche, Reiner, Gutenbrunner,<br />

Gerer, Hedrich, Pußwald, Kröpfl,<br />

Glocker, Fercher, Zotter, um nur<br />

einige zu nennen.<br />

Mit besten Grüßen – bleiben Sie<br />

gesund und weiter so …<br />

Gerhard Mayrhofer<br />

Wien, E-Mail<br />

40 JAHRE FALSTAFF –<br />

EIN GENIESTREICH!<br />

Sehr geehrter Herr Rosam,<br />

heute erhielt ich Ihre fulminante<br />

Jubiläumsausgabe und bin total<br />

begeistert! Allein das Cover ist<br />

ein Geniestreich. Ein herrliches<br />

Schwarz-Weiß-Foto von drei<br />

unsterblichen Legenden, kombiniert<br />

mit heißfoliengeprägten<br />

Goldlettern – das muss Ihnen<br />

erst mal einer nachmachen.<br />

Als <strong>Österreich</strong>-affiner Genussmensch<br />

verbringe ich seit vielen<br />

Jahren mit meiner Familie den<br />

Urlaub in Ihrem schönen Land –<br />

sei es in der unbeschreiblichen<br />

Wachau, in Wien oder anderswo.<br />

Meine Liebe zu Ihrem Land<br />

begann in den 80er-Jahren, als<br />

ich berufsbedingt oft in Wien<br />

weilte und den Grünen Veltliner<br />

entdeckte, der auch heute noch<br />

unser Lieblingswein ist; inzwischen<br />

genießen wir auch die<br />

Roten. <strong>Österreich</strong> ist für mich<br />

das Genussland schlechthin, die<br />

Menschen sind freundlich und<br />

zugewandt und es ist nicht so<br />

hektisch wie in Deutschland.<br />

<strong>Falstaff</strong> war und ist bei unseren<br />

Exkursionen immer ein zuverlässiger<br />

und wichtiger Begleiter.<br />

Ich möchte Ihnen auch zum<br />

meistgelesenen Gourmetmagazin<br />

in Deutschland gratulieren; was<br />

für ein Erfolg!<br />

Für die Zukunft wünsche ich Ihnen<br />

und dem gesamten <strong>Falstaff</strong>-<br />

Team weiterhin viel Erfolg und<br />

Freude – und uns Lesern zahlreiche<br />

Anregungen zum Thema<br />

Essen & Trinken.<br />

Herzlichst<br />

Hans-Joachim Heuel<br />

Bielefeld, Deutschland<br />

Die Redaktion behält sich vor, dem<br />

<strong>Falstaff</strong> zugesandte Leserbriefe<br />

aus Platzgründen für die Ver öf fent ­<br />

lichung zu kürzen.<br />

Fotos: Shutterstock, Mauritius Images, J. Godany<br />

202 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


ÖSTERREICHS BESTE REZEPTE<br />

DIE NEUN<br />

BUNDESLÄNDER<br />

AUF 200 SEITEN<br />

Das <strong>Falstaff</strong>-Kochbuch für Genussliebhaber<br />

Die liebsten Rezepte der neun Bundesländer-Sieger des <strong>Falstaff</strong> Restaurantguides <strong>Österreich</strong>.<br />

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tasting / SUPERTUSCANS & CHIANTI CLASSICO GRAN SELEZIONE<br />

TOSK ANA<br />

VOM FEINSTEN<br />

Der Sangiovese ist die Leitsorte der Toskana und findet im Chianti Classico Gran Selezione<br />

und in einigen der sogenannten Supertuscans seinen höchsten Ausdruck. Und seit der »Wein-<br />

Revolution« in den 1980er-Jahren weiß man, dass auch Cabernet & Co. hier toll gedeihen.<br />

TEXT OTHMAR KIEM NOTIZEN OTHMAR KIEM, SIMON STAFFLER<br />

Das Landesinnere der Toskana<br />

ist ein traditionsreiches Weinbauland.<br />

Die wichtigsten Ge ­<br />

biete sind die Hügel des Chianti<br />

Classico zwischen Florenz<br />

und Siena, die daran anschließenden<br />

Weinbauzonen wie Valdarno, Carmignano<br />

oder Rufina sowie die Landstriche um<br />

Montalcino. Aber auch aus den umliegenden<br />

Gebieten kommen herausragende Weine.<br />

Dominante Rebsorte ist Sangiovese, die<br />

sich durch feine Kirschfrucht, saftige Säure<br />

und griffiges Tannin auszeichnet.<br />

In allen Chianti Classico ist Sangiovese<br />

der Hauptbestandteil. In der neuen Kategorie<br />

der Gran Selezione sind die besten Chianti<br />

Classico vereint, vielfach handelt es<br />

sich dabei um sortenreine Sangiovese. Der<br />

Plan des Consorzio sieht vor, dass in Zukunft<br />

Gran Selezione nur mehr aus Sangiovese<br />

bestehen dürfen. Reinsortige Sangiovese<br />

gibt es aber auch in der Kate gorie<br />

der Supertuscans. Das sind meist Weine, die<br />

ihren Ursprung in den 1980er-Jahren haben<br />

und die seinerzeit bewusst nicht als Chianti<br />

Classico deklariert wurden.<br />

2<strong>01</strong>6 war in diesen Gebieten ein perfekter<br />

Jahrgang. Das wird in unserer Verkostung<br />

erneut bestätigt, und der Percarlo 2<strong>01</strong>6<br />

erhält die höchsten Noten. 2<strong>01</strong>7 war als<br />

Jahrgang schwierig, heiß und trocken. Häufig<br />

sind diese Weine durch trockenes, raues<br />

Tannin gekennzeichnet. Trotzdem gibt es<br />

auch hier Hervorragendes. 2<strong>01</strong>8 schließlich<br />

zeigt sich frisch, mit viel saftiger Frucht und<br />

trotz der Jugend schon sehr ausgewogen.<br />

Hier sind es vor allem Weine auf Basis von<br />

Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc oder<br />

Merlot, die begeistern.<br />

Foto: Shutterstock<br />

204 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Im Herzen der Toskana entstehen<br />

mit die besten Weine Italiens.<br />

Die Chianti Classico Gran<br />

Selezione sowie die sogenannten<br />

Supertuscans der Jahrgänge<br />

2<strong>01</strong>6, 2<strong>01</strong>7 und 2<strong>01</strong>8 wurden<br />

von <strong>Falstaff</strong> verkostet.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

205


tasting / SUPERTUSCANS & CHIANTI CLASSICO GRAN SELEZIONE<br />

LEGENDE<br />

100<br />

•<br />

Weißwein, trocken<br />

•<br />

Rotwein, trocken<br />

• Süßwein<br />

95 – 100 Klassiker<br />

93 – 94 ausgezeichnet<br />

91 – 92 exzellent<br />

88 – 90 sehr gut<br />

85 – 87 empfehlenswert<br />

DIAM<br />

DV<br />

KK<br />

NK<br />

VL<br />

Verschluss aus<br />

gepresstem<br />

Korkgranulat<br />

Drehverschluss<br />

Kunststoffkork<br />

Naturkork<br />

Vinolok<br />

zertifiziert nachhaltig<br />

(<strong>Österreich</strong>)<br />

Supertuscan<br />

BIO Percarlo Sangiovese Toscana<br />

IGT 2<strong>01</strong>6, San Giusto a Rentennano<br />

15 Vol.-%, NK. Kraftvolles, sattes Rubin.<br />

Überaus ansprechende, vielschichtige<br />

Nase nach Zigarrenkiste und Zypressen,<br />

dann nach satten Noten von Waldhimbeere<br />

und Schwarzkirsche. In Ansatz und<br />

Verlauf sehr gehaltvoll, festes, stoffiges<br />

Tannin, sehr gut herausgearbeitete<br />

Frucht, im Finale tiefgründig mit erdigen<br />

Noten, ein Erlebnis!<br />

fattoriasangiusto.it, € 55,–<br />

99<br />

•<br />

Tenuta di Trinoro Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Trinoro<br />

15,5 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubinviolett.<br />

Intensive und vielschichtige Nase,<br />

zunächst etwas Minze, dann nach dunklen<br />

Ribiseln und Brombeeren, kompakt,<br />

aber auch frisch. Füllt den Gaumen großartig<br />

aus, Berge von feinmaschigem Tannin,<br />

gepaart mit saftiger, präsenter<br />

Frucht, sehr langer Nachhall.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 260,–<br />

98<br />

•<br />

Oreno Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta Sette Ponti<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubin<br />

mit leichtem Violettschimmer. Vielschichtige<br />

Nase mit Noten nach Zedernholz,<br />

schwarzer Trüffel, dann viel Cassis<br />

und Brombeere. Rund und geschmeidig<br />

am Gaumen, zeigt gut gereifte Frucht,<br />

überaus präzise, feines, geschliffenes<br />

Tannin, sehr lange, im Nachhall nach<br />

dunkler Schokolade.<br />

tenutasetteponti.it, € 79,–<br />

•<br />

Giorgio Primo Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenuta La Massa<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubin<br />

mit schwarzem Kern. Intensive Nase mit<br />

Noten nach Melasse und Lakritze, dann<br />

viel Holunderbeeren und Cassis. Stoffig<br />

und dicht in Ansatz und Verlauf, baut sich<br />

in vielen Schichten auf, fest und zupackend,<br />

im Finale saftig und mit festem<br />

Druck. lamassa.com, € 100,–<br />

•<br />

BIO Flaccianello della Pieve<br />

Toscana IGT 2<strong>01</strong>7, Fontodi<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin.<br />

Kompakte, konzentrierte Nase, zeigt Noten<br />

nach schwarzer Trüffel, Brombeere,<br />

etwas Schwarzkirsche, dazu feine balsamische<br />

Töne. Am Gaumen kraftvoll und<br />

zupackend, zeigt griffiges Tannin in vielen<br />

Schichten, ummantelt von viel süßem<br />

Schmelz, satt und lange, ein Rohdiamant,<br />

der durch die Zeit noch geschliffen<br />

werden muss. fontodi.com, € 105,–<br />

•<br />

BIO Galatrona Merlot Val d'Arno<br />

di Sopra DOC 2<strong>01</strong>8, Petrolo<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Eindrucksvolle Nase mit Noten<br />

nach Zigarrenkiste und Kardamom, dahinter<br />

viel satte Beerenfrucht, spannend.<br />

Rollt mit viel Präsenz und viel saftiger<br />

Frucht über den Gaumen, öffnet sich in<br />

der Mitte mit feinmaschigem Tannin in<br />

vielen Schichten, lange und geschliffen.<br />

petrolo.it, € 110,–<br />

•<br />

BIO D'Alceo Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Castello dei Rampolla<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, undurchdringliches<br />

Rubinviolett. Eröffnet mit leicht<br />

rauchigen Noten, dann satt nach Holunderbeeren,<br />

Cassis und Lakritze. Kleidet<br />

den Gaumen satt aus, viel präsente<br />

Frucht, öffnet sich mit herzhaftem, zupackendem<br />

Tannin in vielen Schichten,<br />

im Finale feine erdige Noten, süßer<br />

Schmelz.<br />

castellodeirampolla.it<br />

€ 180,–<br />

•<br />

Colore Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Bibi Graetz<br />

14 Vol.-%, NK. Kraftvolles, leuchtendes<br />

Rubin. Sehr intensive Nase mit betont<br />

würzigen Noten, Gewürznelke, Brombeere,<br />

Schwarzkirsche, reiche Waldhimbeere,<br />

balsamische Noten im Hintergrund.<br />

Kleidet den Gaumen wunderbar aus, viel<br />

seidiges, sehr feinmaschiges Tannin, viel<br />

saftige Frucht, im Finale salzig und lange.<br />

bibigraetz.com, € 250,–<br />

•<br />

Solaia Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Marchesi Antinori<br />

14 Vol.-%, NK. Sattes, undurchdringliches<br />

Rubinviolett, schwarzer Kern. Kompakte<br />

und überaus dichte Nase nach reifer,<br />

dunkler Ribisel, Maulbeeren, dazu Kardamom<br />

und etwas Rote Rüben. Reich und<br />

üppig in Ansatz und Verlauf, viel reife<br />

Beerenfrucht, öffnet sich mit dichtem,<br />

feinmaschigem Tannin, eingebettet in süßen<br />

Schmelz, sehr langer Nachhall.<br />

antinori.it, € 270,–<br />

97<br />

•<br />

Camartina Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Querciabella<br />

13,5 Vol.-%, NK. Glänzendes, dichtes Rubin.<br />

Eröffnet in der Nase mit feinen würzigen<br />

Noten, Zimtblüte und Gewürznelke,<br />

dahinter Cassis und Zwetschge. Stoffig<br />

und kraftvoll im Ansatz, öffnet sich mit<br />

vielen Schichten an präsentem Tannin,<br />

viel saftige Beerenfrucht.<br />

querciabella.com<br />

€ 80,–<br />

•<br />

Campo di Tenaglia Toscana Rosso<br />

IGT 2<strong>01</strong>8, Tenuta di Trinoro<br />

16 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin<br />

mit Violettschimmer. Konzentrierte<br />

Nase, satt nach reifen Zwetschgen und<br />

Zimt, dunkle Ribisel. Salzig und saftig am<br />

Gaumen, breitet sich satt aus, viel dichtmaschiges<br />

Tannin, umwoben von süßem<br />

Schmelz, fester Druck im Finale, satt<br />

nach Tabak.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 90,–<br />

•<br />

Il Caberlot Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Podere Il Carnasciale<br />

13,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit<br />

Violettschimmer. Eröffnet in der Nase<br />

mit Noten nach Zigarren und Zedernholz,<br />

etwas Lorbeerblatt, dazu viel dunkle Ribisel.<br />

Die Würze prägt auch den Verlauf im<br />

Gaumen, öffnet sich da mit dichtem Tannin,<br />

umwoben von süßem Schmelz, langer<br />

Nachhall. caberlot.eu, € 245,–<br />

•<br />

Colore Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Bibi Graetz<br />

14 Vol.-%, NK. Sattes, stoffiges Rubin mit<br />

feinem Granatschimmer. Ansprechende,<br />

intensive Nase mit Noten nach Zwetschgen,<br />

Waldhimbeere, unterlegt von zartem<br />

Zimt. Viel saftige Kirschfrucht am Gaumen,<br />

öffnet sich mit feinem, griffigem<br />

Tannin, klar und geschmeidig, im Finale<br />

fester Druck. bibigraetz.com, € 295,–<br />

96<br />

•<br />

Il Carbonaione Alta Valle della<br />

Greve IGT 2<strong>01</strong>8, Poggio Scalette<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Granat mit einem<br />

Tupfen Purpur. Edle Nase mit feinem<br />

Würzeton, Edelhölzer, satte Brombeere<br />

und Cassis, zart nach dunklen Ribiseln,<br />

minimal balsamisch. Öffnet sich<br />

kernig und mit dunkler, klarer Beerenfrucht,<br />

spannungsgeladen und vielschichtig,<br />

breitet sich toll über die Zunge,<br />

lang. poggioscalette.it, € 45,–<br />

•<br />

Poggio De' Colli Cabernet Franc<br />

Toscana IGT 2<strong>01</strong>8, Piaggia<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkel leuchtendes, sattes<br />

Granat. Sehr satte und vielschichtige<br />

Fotos: Othmar Kiem<br />

206 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Nase, nach reifen Schwarzen Ribiseln,<br />

Brombeeren und dunklem Leder, im<br />

Nachhall ein Hauch Johannisbrot.<br />

Spannt sich am Gaumen satt, klar und<br />

weit auf, herzhafter Fruchtkern, leicht<br />

salzig, wirkt von vorne bis hinten stimmig<br />

und präzise, lang.<br />

piaggia.com, € 55,–<br />

•<br />

Mormoreto Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Castello Nipozzano – Frescobaldi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Kompakte und intensive Nase,<br />

satt nach Tabak, schwarzer Trüffel und<br />

Lakritze, dazu viel Cassis, balsamisch.<br />

Vielschichtig am Gaumen, öffnet sich mit<br />

stoffigem, sehr präsentem Tannin, viel<br />

reife Beerenfrucht, breitet sich lange<br />

aus, wirkt noch sehr jung.<br />

frescobaldi.com, € 55,–<br />

•<br />

Testamatta Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Bibi Graetz<br />

13,5 Vol.-%, NK. Sattes, dunkles Rubin.<br />

Intensive Nase, satt nach Kirsche und<br />

Brombeere, im Hintergrund feine Zimtnoten,<br />

sehr präzise. Dicht und kraftvoll<br />

am Gaumen, satt nach reifen Kirschen,<br />

im Hintergrund feine Würzenoten, zupackendes,<br />

festes Tannin, sehr langer Nachhall.<br />

bibigraetz.com, € 85,–<br />

•<br />

Cepparello Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Isole e Olena<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, kraftvolles Rubin.<br />

Konzentrierte und offene Nase, satt nach<br />

reifen Brombeeren, Schwarzkirsche und<br />

würzigem Unterholz, etwas Zigarrenkiste.<br />

Rund und geschmeidig am Gaumen,<br />

viel präsente, knackige Frucht nach Himbeere,<br />

öffnet sich mit feinmaschigem<br />

Tannin, strömt ruhig dahin.<br />

isoleolena.it, € 87,–<br />

•<br />

Campo di Magnacosta Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Tenuta di Trinoro<br />

15,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin.<br />

Sehr kompakte Nase mit viel satter Cassisfrucht,<br />

reife Brombeeren, dazu etwas<br />

Tabak. Am Gaumen viel reife Beerenfrucht,<br />

öffnet sich mit feinem, leicht griffigem<br />

Tannin, im Finale erdige Noten.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 90,–<br />

•<br />

Ferro Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Fattoria I Collazzi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefes, dunkles Granat. In<br />

der Nase nach frischem Cassis und einer<br />

Prise Edelholz, elegant und filigran. Öffnet<br />

sich am Gaumen mit ordentlicher<br />

Wucht, satt und vielschichtig, baut sich<br />

langsam, aber sehr lange auf, mit saftigem<br />

Tannin, wirkt wie aus einem Guss,<br />

betörende Länge.<br />

collazzi.com, € 100,–<br />

•<br />

Siepi Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Castello di Fonterutoli – Mazzei<br />

14,5 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin<br />

mit feinem Violettschimmer. Sehr klare<br />

und einprägsame Nase, satt nach Cassis<br />

und Brombeere, im Hintergrund balsamische<br />

Noten. Am Gaumen sehr präzise,<br />

zeigt viel frische Frucht nach Schwarzkirsche,<br />

geschliffenes, feinmaschiges Tannin,<br />

im Finale feiner Schmelz.<br />

mazzei.it, € 110,–<br />

•<br />

Le Pergole Torte IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Montevertine<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubin<br />

mit Granatschimmer. Tiefgründige und<br />

vielschichtige Nase nach Lakritze,<br />

Schwarzkirsche und Zwetschge, im Hintergrund<br />

feine Rauchnoten. Zeigt sich im<br />

Ansatz fein und geschliffen, viel saftige<br />

Frucht, baut sich in vielen Schichten auf,<br />

im Finale satter Druck, braucht noch<br />

längere Lagerung.<br />

montevertine.it<br />

€ 120,–<br />

•<br />

BIO Petrucci Anfiteatro Orcia DOC<br />

2<strong>01</strong>5, Podere Forte<br />

15 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit feinem<br />

Granatschimmer. Ansprechende<br />

Nase mit Noten nach Waldhimbeere und<br />

Brombeere, im Hintergrund etwas Koriandersamen.<br />

Kraftvolles, dichtes Tannin<br />

am Gaumen, eingebettet in süßen<br />

Schmelz, im Finale erdige Noten, salzig.<br />

podereforte.it<br />

€ 240,–<br />

•<br />

Palazzi Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Trinoro<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, dichtes Rubin mit<br />

feinem Granatschimmer. Offene Nase<br />

mit viel reifer Frucht nach Zwetschgen,<br />

Zedernholz und Lakritze. Am Gaumen<br />

sehr dicht, füllt den Mund satt aus, viel<br />

süße Frucht, im hinteren Bereich etwas<br />

trocknendes Tannin.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 250,–<br />

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Dieses Produkt enthält Nikotin: einen Stoff, der sehr stark abhängig macht.<br />

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tasting / SUPERTUSCANS & CHIANTI CLASSICO GRAN SELEZIONE<br />

95<br />

•<br />

BIO Vigneto Bucerchiale Chianti<br />

Rufina Riserva DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Selvapiana<br />

DIAM. Kraftvolles, leuchtendes Rubin mit<br />

feinem Granatrand. Sehr intensive und<br />

spannende Nase nach reifer Frucht, vor<br />

allem Kirsche und Zwetschge, etwas<br />

schwarze Trüffel. Breitet sich am Gaumen<br />

satt aus, viel dichtmaschiges Tannin,<br />

saftig und dicht, öffnet sich in vielen<br />

Schichten, im Finale fester Druck und erdige<br />

Noten, viel Tabak.<br />

selvapiana.it, € 28,–<br />

•<br />

Vigorello Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

San Felice<br />

13,5 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubin.<br />

Eröffnet mit intensiven Noten nach Gewürznelken<br />

und Kardamom, etwas weißer<br />

Pfeffer, dann Brombeere und<br />

Zwetschge. Sattes, griffiges Tannin am<br />

Gaumen, zeigt feines Spiel von Frucht<br />

und Würze, im Finale balsamische Noten.<br />

agricolasanfelice.it, € 32,–<br />

•<br />

Fontalloro Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Fèlsina<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit feiner<br />

Granatzunge. Ansprechende, vielschichtige<br />

Nase mit Noten nach Tabak,<br />

Zwetschgen und Himbeere. Fließt ausgewogen<br />

und harmonisch über den Gaumen,<br />

viel feinmaschiges Tannin, klar herausgearbeitete<br />

Frucht, zeigt im Finale<br />

nochmals satten Druck, langer Nachhall.<br />

felsina.it, € 38,–<br />

•<br />

Geremia Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Rocca di Montegrossi<br />

15 Vol.-%, NK. Dunkles, sattes Granat.<br />

Elegante und fein duftende Nase nach<br />

reifen Brombeeren, Cassis sowie einer<br />

Prise Waldfrüchte, im Nachhall edle Gewürznoten.<br />

Am Gaumen kompakt und<br />

vielschichtig, zeigt sich präsent und klar<br />

mit langem Verlauf, saftiges Finish.<br />

roccadimontegrossi.it, € 40,–<br />

•<br />

BIO Syrah Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Poggio al Sole<br />

14,5 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubinviolett.<br />

Feine, einladende Nase mit Noten<br />

nach Heidel- und Maulbeeren, feine Würze<br />

im Hintergrund. Geschliffenes Tannin<br />

und viel satte Frucht mit süßem Kern,<br />

füllt den Gaumen satt aus, im Finale fester<br />

Druck, strahlt.<br />

poggioalsole.com, € 55,–<br />

•<br />

I Sodi di San Niccolò Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>6, Castellare di Castellina<br />

14 Vol.-%, NK. Kraftvolles, sattes Rubin.<br />

Intensive und ansprechende Nase, eröffnet<br />

mit Noten nach Zimt, dann viel reife<br />

Zwetschge und dunkle Kirsche. Kompakt<br />

in Ansatz und Verlauf, zeigt satte Noten<br />

Damit lässt es sich<br />

gut anstoßen!<br />

Auf den Hügeln der<br />

Toskana gedeihen<br />

spannende Rotweine.<br />

nach Schwarzkirsche, öffnet sich mit kernigem,<br />

dichtem Tannin, fester Druck im<br />

Finale. castellare.it, € 65,–<br />

•<br />

Cepparello Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Isole e Olena<br />

15 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubin mit<br />

Granatzunge. Eröffnet mit Noten nach<br />

Zedernholz und Lakritze, dann viel Brombeere,<br />

etwas Zwetschge. Am Gaumen<br />

stoffig und herzhaft, zeigt im mittleren<br />

Verlauf viel Kraft, warme Frucht, im Finale,<br />

dann etwas trocknend.<br />

isoleolena.it, € 79,–<br />

•<br />

Piantonaia Alta Valle della Greve<br />

IGT 2<strong>01</strong>8, Poggio Scalette<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles, fast undurchdringliches<br />

Granat. In der Nase von mittlerem<br />

Ausdruck, leichte Minze, Brombeere,<br />

Waldfrucht. Am Gaumen dicht und<br />

mit viel Druck, zeigt reichlich Spannung,<br />

herzhaft und lebendig, erster Ansatz von<br />

toller Harmonie, hat noch ein langes Leben<br />

vor sich. poggioscalette.it, € 96,–<br />

•<br />

Testamatta Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>6, Bibi Graetz<br />

14,5 Vol.-%, NK. Kraftvolles Rubingranat.<br />

Sehr offene, fein gezeichnete Nase, zeigt<br />

Noten nach reifen Kirschen und Zwetschgen,<br />

etwas Zigarrenkiste. Viel geschliffenes<br />

Tannin, umwoben von feinem<br />

Schmelz, satte Kirschfrucht, zeigt im<br />

Finale viel satten Druck.<br />

bibigraetz.com, € 100,–<br />

•<br />

BIO Campo Lusso Cabernet Sauvignon<br />

Val d'Arno di Sopra DOC 2<strong>01</strong>8<br />

Petrolo<br />

13,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Fein gezeichnete Nase mit feiner<br />

Würze nach Zedernholz und Kardamom,<br />

dazu etwas dunkle Schokolade, im Hintergrund<br />

viel Cassis. Zeigt auch am Gaumen<br />

betont würzige Noten nach Thymian<br />

und Oregano, öffnet sich mit griffigem,<br />

feinem Tannin, saftig und lange.<br />

petrolo.it, € 110,–<br />

•<br />

Luce Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Luce della Vite<br />

14,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubinviolett.<br />

Intensive, fleischige Nase nach Tabak,<br />

Kardamom und Lakritze, dann viel Brombeere<br />

und Cassis, feine mineralische<br />

Töne im Hintergrund. Ausgewogen und<br />

geschmeidig, kleidet den Gaumen satt<br />

aus, entfaltet sich mit feinkörnigem Tannin<br />

in vielen Schichten, saftiges Finale.<br />

lucedellavite.it, € 120,–<br />

•<br />

BIO Petrucci Melo Orcia DOC 2<strong>01</strong>5<br />

Podere Forte<br />

15 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit Granatschimmer.<br />

Offene Nase mit gereifter<br />

Frucht nach dunklen Kirschen und<br />

Zwetschgen, etwas Tabak im Hintergrund.<br />

Viel feinmaschiges, sehr gut platziertes<br />

Tannin, umwoben von süßem<br />

Schmelz, im Finale feine Lakritze.<br />

podereforte.it, € 240,–<br />

94<br />

•<br />

Vigna Toia Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Colline San Biagio<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Dunkelrubin<br />

mit Tendenz zum Granat. Offenherzige<br />

und einladende Nase nach satter Pflaume,<br />

reifer Kirsche, einer Prise dunklem<br />

Leder, etwas Minze und Salbei. Sehr geschmeidig<br />

und ausgewogen am Gaumen,<br />

herzhaft und klar, saftig, eleganter Verlauf<br />

mit leichtem Salz, im Finale wiederum<br />

saftig.<br />

collinesanbiagio.it<br />

€ 28,–<br />

•<br />

Il Sasso Carmignano DOCG 2<strong>01</strong>8<br />

Piaggia<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Granat. Offenherzige<br />

und einladende Nase nach satten<br />

Waldbeeren, Roten Rüben und einem<br />

leicht erdigen Nachhall sowie Schwarztee.<br />

Geschmeidiger und dunkelwürziger<br />

Gaumen, fließt elegant über die Zunge,<br />

sehr eigenständig und charaktervoll, langes<br />

Finish. piaggia.com, € 30,–<br />

•<br />

Cabreo Il Borgo Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenute Folonari<br />

15,5 Vol.-%, NK. Sattes, dunkles Rubin. Eröffnet<br />

in der Nase mit betont reifen Noten<br />

nach Zwetschgen, Lakritze und Kardamom.<br />

Griffiges, herzhaftes Tannin am<br />

Gaumen, packt fest und entschlossen zu,<br />

satt nach Schwarzkirschen und Oliven im<br />

Finale. tenutefolonari.com, € 34,–<br />

•<br />

Piaggia Carmignano Riserva DOCG<br />

2<strong>01</strong>7, Piaggia<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, tiefdunkles<br />

Rubin mit Granat. In der Nase etwas laktisch,<br />

nach Belüftung reife Waldbeeren<br />

und Himbeere, im Nachhall Erdbeerjo g-<br />

hurt. Am Gaumen dicht und schmelzig,<br />

zeigt sich geschliffen und mit dichtem,<br />

elegantem Verlauf, mit Finesse und Zug.<br />

piaggia.com, € 45,–<br />

•<br />

BIO Cuculaia Syrah Cortona DOC<br />

2<strong>01</strong>6, Fabrizio Dionisio<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, leuchtendes Dunkelgranat.<br />

In der Nase offenherzig und<br />

fruchtbetont, schöne, reife Kirschfrucht,<br />

auch Brombeere, Cassis, leichte Minze.<br />

Am Gaumen dicht und in vielen Schichten,<br />

baut sich satt und lange auf, kompakt,<br />

fruchtwürziger Kern, hat noch ein<br />

langes Leben vor sich.<br />

fabriziodionisio.it, € 45,–<br />

•<br />

BIO Il Guercio Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Tenuta di Carleone<br />

13,5 Vol.-%, NK. Helles, funkelndes Rubinrot.<br />

Ansprechende Nase nach Walderdbeeren<br />

und frisch gepflückten Himbeeren,<br />

etwas Hagebutte, erinnert an reife<br />

Blutorange im Nachhall, auch blumig.<br />

Am Gaumen ausgewogen und klar,<br />

spannt sich elegant und finessenreich<br />

über die Zunge, fruchtsüß, zeigt hohen<br />

Trinkfluss, salziges Finish.<br />

tenutadicarleone.com, € 50,–<br />

•<br />

BIO Liù Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Castello dei Rampolla<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin<br />

mit schwarzem Kern. Eröffnet mit Noten<br />

Fotos: Othmar Kiem, Shutterstock<br />

208 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


nach Tabak und schwarzer Trüffel, dann<br />

Brombeere und Holunderbeere. Satte,<br />

konzentrierte Frucht am Gaumen, griffiges<br />

Tannin, wirkt im mittleren Verlauf ein<br />

wenig rau, im Finale saftig und lange.<br />

castellodeirampolla.it, € 50,–<br />

•<br />

BIO Boggina C Sangiovese Val<br />

d'Arno di Sopra DOC 2<strong>01</strong>8<br />

Petrolo<br />

13,5 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubin.<br />

Eröffnet mit betont würzigen Noten nach<br />

Kardamom und Koriandersamen, dahinter<br />

satte Kirsche. Schönes Spiel am Gaumen,<br />

saftig, entfaltet sich mit viel Kirschfrucht,<br />

feinmaschiges Tannin, im Finale<br />

feine Himbeernote. petrolo.it, € 50,–<br />

•<br />

La Gioia Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Riecine<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubin mit feinem<br />

Granatschimmer. Einprägsame<br />

Nase mit satten Noten nach Waldhimbeere<br />

und Gojibeere, balsamische Noten<br />

im Hintergrund. Kleidet den Gaumen satt<br />

aus, öffnet sich mit feinmaschigem, gut<br />

platziertem Tannin, umwoben von feinem,<br />

süßem Schmelz, gute Spannung.<br />

riecine.it, € 50,–<br />

•<br />

BIO Case Via Syrah Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>7, Fontodi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Überschwängliche Nase mit satten Noten<br />

nach Holunder- und Heidelbeere, im<br />

Hintergrund etwas grüner Pfeffer. Fest<br />

und zupackend am Gaumen, breitet sich<br />

satt aus, dichtmaschiges Tannin, viel<br />

Würze, im Finale dezente Kokosnoten,<br />

wirkt etwas rau. fontodi.com, € 50,–<br />

•<br />

Il Blu Rosso Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Brancaia<br />

14,5 Vol.-%, NK. Fleischiges, dunkles Rubinviolett.<br />

Eröffnet mit würzigen Noten,<br />

erinnert an Nadelhölzer, dann Lakritze<br />

und viel Heidelbeere. Geschliffen und<br />

fein in Ansatz und Verlauf, zeigt viel präsente,<br />

satte Frucht, feinmaschiges Tannin,<br />

im Finale fester Druck.<br />

brancaia.com, € 51,–<br />

•<br />

Carnasciale Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Podere Il Carnasciale, Mercatale<br />

13 Vol.-%, NK. Dunkles Granat mit Violett.<br />

Würzig-einladende Nase, edel-vegetal<br />

nach Brom- und Holunderbeere, Veilchen,<br />

etwas eingelegten Kirschen, dann<br />

wieder nach weißem Pfeffer und rotem<br />

Paprika. Am Gaumen dicht und elegant,<br />

breitet sich fein und saftig mit gewissem<br />

Druck aus, fein und ausgewogen, mit<br />

würziger Stütze, langer, harmonischer<br />

Nachhall.<br />

caberlot .eu, € 55,–<br />

•<br />

Sancti Blasii Carmignano DOCG<br />

2<strong>01</strong>6, Colline San Biagio<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot mit<br />

funkelndem Kern. In der Nase etwas zurückhaltend,<br />

dezente Würze, dunkle Beerenfrucht.<br />

Am Gaumen dicht und satt, eröffnet<br />

mit vielen Schichten, spannt einen<br />

weiten Fächer, mit Druck und kernigem<br />

Tannin, saftiges Finish.<br />

collinesanbiagio.it, € 55,–<br />

•<br />

Il Pareto Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenute Folonari<br />

15,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit<br />

leichtem Violettschimmer. Intensive<br />

Nase nach Kuba-Zigarren, Zedernholz<br />

und sattem Cassis. Stoffig und fest am<br />

Gaumen, breitet sich mit viel dichtem<br />

Tannin aus, tiefgründig und warm, im<br />

Finale nach Lakritze.<br />

tenutefolonari.com, € 58,–<br />

•<br />

BIO Sammarco Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Castello dei Rampolla<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, kraftvolles<br />

Rubin. Eröffnet mit feinen würzigen Noten,<br />

zart nach Lorbeerblatt, etwas Kardamom,<br />

dann reife dunkle Ribisel und Tabak.<br />

Rund und geschliffen im Ansatz, öffnet<br />

sich dann mit griffigem Tannin, herzhaft<br />

und mit festem Druck im Finale.<br />

castellodeirampolla.it, € 60,–<br />

•<br />

Solengo Rosso Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Argiano<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefdunkles, leuchtendes<br />

Granat mit Purpur. Elegante und duftende<br />

Nase nach reifer Himbeere und Kirsche,<br />

ein Hauch helles Leder, getrocknete<br />

Blutorange, im Nachhall elegante<br />

Würze. Elegant auch am Gaumen, spannungsvoll,<br />

zeigt sich klar und präzise,<br />

kompaktes Tannin breitet sich griffig<br />

über die Zunge, wirkt mineralisch, im<br />

Nachhall lang und klar.<br />

argiano.net, € 65,–<br />

•<br />

Carla 6 Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenuta La Massa<br />

14,5 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubin<br />

mit leichtem Granatschimmer. Einladende,<br />

offene Nase mit Noten nach Himbeere,<br />

Schwarzkirsche und etwas Gewürznelke.<br />

Stoffig und fest in Ansatz und Verlauf,<br />

öffnet sich mit zupackendem, dichtem<br />

Tannin, eingebettet in feinen<br />

Schmelz, im Finale dann etwas trocknend.<br />

lamassa.com, € 80,–<br />

•<br />

Anfiteatro Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Vecchie Terre di Montefili<br />

13,5 Vol.-%, NK. Edles, dunkel leuchtendes<br />

Rubinrot. In der Nase nach reifer Kirsche<br />

und reifer Zwetschge, finessenreich<br />

und zart würzig, sehr einladend. Am Gaumen<br />

geschmeidig und elegant, zeigt eng<br />

gewobenes, feinmaschiges Tannin, saftig-klare<br />

Frucht, viel Saft und Zug, langer,<br />

präziser Nachhall.<br />

vecchieterredimontefili.it<br />

€ 80,–<br />

•<br />

Campo di Camagi Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Trinoro<br />

16 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubinviolett.<br />

Gibt sich in der Nase zunächst etwas<br />

verschlossen, dann viel dunkle Beerenfrucht,<br />

vor allem Cassis, dazu<br />

Schwarzkirsche und Tabak. Satt und konzentriert<br />

am Gaumen, viel griffiges, zupackendes<br />

Tannin, wirkt noch ein wenig<br />

kantig, braucht zusätzliche Reife.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 90,–<br />

•<br />

Tignanello Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Marchesi Antinori<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin<br />

mit leichtem Violettschimmer. Eröffnet<br />

mit feinen würzigen Noten, etwas Rosmarin,<br />

dann getrocknete Tomaten, viel<br />

Brombeere. Griffiges, sattes sowie herzhaftes<br />

und zupackendes Tannin, viele<br />

Schichten, im Finale salzig und lange,<br />

großartiges Lagerpotenzial.<br />

antinori.it, € 90,–<br />

•<br />

Quattordicisei Toscana IGT 2<strong>01</strong>5<br />

Colline San Biagio<br />

14 Vol.-%, NK. Intensives, dunkles Rubin.<br />

Edle Nase nach reifen Waldbeeren, Brombeeren,<br />

einem Hauch Pfefferwürze und<br />

Leder, nicht zu viel, nur eine Prise, dann<br />

wieder satte Beerenfrucht. Öffnet sich<br />

kraftvoll am Gaumen, strahlende Frucht<br />

mit süßem Kern, dezentes Holz, dicht<br />

und kompakt, langer Abgang.<br />

collinesanbiagio.it, € 90,–<br />

•<br />

Pecchia Colli della Toscana<br />

Centrale IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Gagliole<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubin mit<br />

funkelndem Kern. Zeigt sich in der Nase<br />

fein duftig nach Edelhölzern, reifen Himbeeren<br />

und satten Kirschen, eleganter<br />

Pfeffernachhall. Am Gaumen zunächst<br />

strahlend und klar, öffnet sich auf rotem<br />

Fruchtkern, leicht salzig, mit Druck, im<br />

Finale minimale Nachtrocknung<br />

gagliole.com, € 100,–<br />

•<br />

Palafreno Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Querciabella<br />

13,5 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin.<br />

Sehr gut herausgearbeitete Frucht in der<br />

Nase, satt nach Brombeere und Waldhimbeere.<br />

Am Gaumen dichtes Tannin,<br />

frische Frucht, im Finale dann leider noch<br />

etwas rau. querciabella.com, € 110,–<br />

•<br />

Colore Toscana Bianco IGT 2<strong>01</strong>9<br />

Bibi Graetz<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes Grüngelb. Intensive<br />

und ansprechende Nase zeigt Noten<br />

nach reifer Marille und Honigmelone,<br />

etwas Pfirsich, schönes Spiel. Am Gaumen<br />

sehr schöne Balance zwischen<br />

Frucht, Salz und Cremigkeit, breitet sich<br />

lange aus, reife gelbe Frucht, sehr langer<br />

Nachhall. bibigraetz.com, € 250,–<br />

93<br />

•<br />

Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>8 ME/CS<br />

Torcilacqua<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Rubin. In der<br />

Nase sehr duftig, blumig, nach getrocknetem<br />

Rosenblatt, auch leicht erdig,<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

209


tasting / SUPERTUSCANS & CHIANTI CLASSICO GRAN SELEZIONE<br />

Eine Landschaft zum<br />

Verlieben – mit den Weinen<br />

verhält es sich ebenso.<br />

gend ausgewogen, mittelgewichtig und<br />

elegant, trinkt sich bereits jetzt hervorragend.<br />

corzanoepaterno.com, € 30,–<br />

•<br />

BIO Il Corzano Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Corzano e Paterno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Rubin. Duftende<br />

und einladende Nase nach reifen, satten<br />

Waldbeeren, ein Hauch Crème de Cassis,<br />

dann schwarzes Leder und ein Hauch<br />

Milchschokolade. Am Gaumen saftig und<br />

geschmeidig, öffnet sich mit elegant-cremigem<br />

Schmelz, auch druckvoll, kerniges<br />

Tannin begleitet das Finish.<br />

corzanoepaterno.com, € 30,–<br />

•<br />

Il Fauno di Arcanum Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>7, Tenuta di Arceno,<br />

15 Vol.-%, NK. Tiefes Dunkelrubin. Fruchtwürzig<br />

in der Nase, satte Kirsche, dunkle<br />

Pflaume, deutlicher Pfeffer, etwas Nelke,<br />

im Nachhall fleischige Tomate. Am Gaumen<br />

äußerst geschliffen und glatt,<br />

warmherzig, spannt einen schönen Fächer,<br />

zupackend, mit Druck, lang und<br />

satt, schließt im Finale mit minimaler<br />

Trocknung schön ab.<br />

tenutadiarceno.com, € 32,–<br />

•<br />

Le Cupole Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Trinoro<br />

15 Vol.-%, NK. Leuchtendes, edles Granat.<br />

In der Nase nach satten Zwetschgen, Kirschen,<br />

Holunderbeeren und leicht balsamisch-würzigen<br />

Tönen. Am Gaumen satt<br />

und saftig, zeigt viel Konzentration, ohne<br />

etwas Leder, satte Kirschfrucht im Finale.<br />

Am Gaumen dicht und satt, zeigt ordentlich<br />

Stoff, engmaschig-druckvolles<br />

Tannin breitet sich gut aus, moderne Stilistik,<br />

mit Kraft, im Finale ausgewogen,<br />

aktuell noch etwas jung.<br />

torcilacqua.it, € 20,–<br />

•<br />

Le Redini Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta degli Dei<br />

14 Vol.-%, NK. Dunkles Rubin mit Granat.<br />

In der Nase von mittlerem Ausdruck mit<br />

edlen Gewürznoten nach Nelke, etwas<br />

Zimt und reifer Amarenakirsche. Am<br />

Gaumen fruchtbetont und saftig, breitet<br />

sich mit klarer Frucht aus, salziger Kern,<br />

geschliffen, mit elegantem Verlauf und<br />

Nachdruck. deglidei.it, € 25,–<br />

•<br />

BIO Vigneto Bucerchiale Chianti<br />

Rufina Riserva DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

NK. Glänzendes, sattes Rubin. Eröffnet<br />

mit Noten nach Harz und Buchsbaum,<br />

dann dunkle Kirsche. Kompakt und dichtmaschig<br />

in Ansatz und Verlauf, zeigt viel<br />

Kraft, griffiges, zupackendes Tannin, gepaart<br />

mit feinem, süßem Schmelz, herzhaft<br />

und lange. selvapiana.it, € 28,–<br />

•<br />

BIO I Tre Borri Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Corzano e Paterno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubin mit<br />

funkelndem Kern. Duftige, einladende<br />

Nase nach reifer Kirsche, einem Hauch<br />

Himbeere, Hagebutte und heller Würze.<br />

Am Gaumen klar, saftig und hervorradabei<br />

seine Trinkigkeit zu verlieren, salziges<br />

Tannin, mit viel sattem Nachdruck<br />

im Finish.<br />

vinifranchetti.com/tenuta-di-trinoro<br />

€ 35,–<br />

•<br />

Pàmpano Ciliegiolo Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Montenero<br />

13 Vol.-%, NK. Leuchtendes, elegantes<br />

Rubinrot. Frische, fruchtbetonte Nase<br />

nach frischen Kirschen, frischen Walderdbeeren<br />

und einem Hauch heller Würze,<br />

einladend. Öffnet sich am Gaumen<br />

mit feiner Fruchtsüße, elegant im<br />

Schmelz, saftig, betont salzig, fließt elegant<br />

und wohlig dahin, finessenreiches<br />

Finish. montenerowinery.com, € 40,–<br />

•<br />

Collazzi Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Fattoria I Collazzi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkel leuchtendes Rubinrot.<br />

Einladende Zwetschge, eingelegte<br />

Kirsche, Waldbeere, dann Zedern- und<br />

zartes Unterholz, im Nachhall wiederum<br />

Cassis. Öffnet sich vielschichtig am Gaumen<br />

mit klarer und kompakter Frucht,<br />

leicht salzigem Tannin und elegantem<br />

Trinkfluss, harmonisches Finish.<br />

collazzi.com, € 40,–<br />

•<br />

Argento Vivo Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>7, Lecci e Brocchi<br />

13,5 Vol.-%, NK. Dunkles, sattes Granat.<br />

Einladende und offenherzige Nase nach<br />

satten Erdbeeren, reifen Kirschen und<br />

baumreifen Zwetschgen, zarter Honigduft<br />

im Nachhall, einladend und klar.<br />

Auch am Gaumen reife Frucht mit sanftem<br />

Honigtouch, extraktsüß, mit saftigem<br />

Tannin und leicht salzigem Finish.<br />

vinolecciebrocchi.it, € 40,–<br />

•<br />

Donna Mingarda Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Colline San Biagio<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, funkelndes<br />

Rubinrot. Edle Nase nach reifen Kirschen,<br />

satten Himbeeren und hellem Leder, unterlegt<br />

von zartem, rotem Pfefferduft.<br />

Am Gaumen klar und fruchtbetont, zeigt<br />

satten Kern, geschliffen und druckvoll,<br />

herzhaft, mit spannendem, leicht salzigem<br />

Finale. collinesanbiagio.it, € 40,–<br />

•<br />

Vigneto Erchi Chianti Rùfina DOCG<br />

2<strong>01</strong>6, Selvapiana<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot mit<br />

funkelndem Kern. Edle und einladende<br />

Nase nach dezenter Gewürznelke, satter<br />

Kirsche und Pflaume sowie einer Prise<br />

Weihrauch. Am Gaumen saftig und präsent,<br />

spannt sich mit mineralischem Unterton<br />

auf, zeigt satten Druck, kraftvolles<br />

Tannin, bleibt lange haften.<br />

selvapiana.it, € 40,–<br />

•<br />

Capogatto Alta Valle della Greve<br />

IGT 2<strong>01</strong>8, Poggio Scalette<br />

14 Vol.-%, NK. Tiefes, dunkles Granat mit<br />

Purpur. Satte, kompakte und dichte Beerennase<br />

nach sattem Cassis, Brombeere<br />

und einem Hauch Holunderbeere, edler<br />

Würzeton. Am Gaumen dicht, satt, voll,<br />

Foto: Shutterstock<br />

210 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


eitet sich in vielen Schichten aus, harmonisch,<br />

mit Nachdruck.<br />

poggioscalette.it, € 45,–<br />

•<br />

Cavalli Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenuta degli Dei<br />

14 Vol.-%, NK. Sattes, leuchtendes Rubin.<br />

Eröffnet mit betont würzigen Noten,<br />

viel Kardamom, etwas Lakritze, dann<br />

Schwarzkirsche und Brombeere. Viel<br />

saftige Frucht am Gaumen, knackige<br />

Kirsche, griffiges Tannin, wirkt im Finale<br />

etwas spröde.<br />

deglidei.it, € 45,–<br />

•<br />

BIO Boggina A Sangiovese Val<br />

d'Arno di Sopra DOC 2<strong>01</strong>8, Petrolo<br />

13,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit<br />

leichtem Granatschimmer. Eröffnet mit<br />

Noten nach Kräutern und Anchovis, dann<br />

viel frische Zwetschge. Zeigt am Gaumen<br />

viel saftige Frucht, griffiges, herzhaftes<br />

Tannin, gute Anlagen, braucht aber noch<br />

zusätzliche Reife.<br />

petrolo.it, € 50,–<br />

•<br />

BIO Boggina B Trebbiano Toscana<br />

IGT 2<strong>01</strong>8, Petrolo<br />

12 Vol.-%, NK. Hellstes Strohgelb mit<br />

einem Tupfen Olivgrün. Spannende und<br />

einladende Nase, leicht nach Heu, Wiesenkräutern,<br />

auch Rosmarin, ein wenig<br />

nach Wachs, dann weißer Pfirsich und<br />

Birnenjoghurt. Am Gaumen mit Schmelz<br />

und cremigem Eintritt, spannt sich elegant<br />

auf, saftig-salzig, spannender Verlauf,<br />

hallt trotz seiner Leichtigkeit lange<br />

nach. petrolo.it, € 50,–<br />

•<br />

BIO Gratius Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Il Molino di Grace<br />

14 Vol.-%, NK. Kraftvolles, leuchtendes<br />

Rubin. Ansprechende Nase mit Noten<br />

nach Granatapfel, Schwarzkirsche und<br />

Zedernholz. Zeigt am Gaumen viel feinmaschiges,<br />

geschliffenes Tannin, präsente,<br />

frische Säure, breitet sich gut aus,<br />

sehr saftig.<br />

ilmolinodigrace.it, € 50,–<br />

•<br />

BIO Inversus Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Casaloste<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefes, sattes Rubin. In<br />

der Nase würzig nach Pfeffer und Nelken,<br />

dann nach satten Kirschen, Brombeeren<br />

und Schwarzen Ribiseln, vielschichtig<br />

und präsent. Am Gaumen kompakt, mit<br />

salzigem Fruchtkern, breitet sich schön<br />

über die Zunge, mit Nachdruck.<br />

casaloste.com<br />

€ 50,–<br />

•<br />

Rebruno Sangiovese Toscana IGT<br />

2<strong>01</strong>6, Montenero<br />

13,5 Vol.-%, NK. Dunkel leuchtendes Rubinrot.<br />

Satte, leicht erdige Nase, mit etwas<br />

Belüftung nach satten reifen Kirschen,<br />

Zwetschgen, einem Hauch Blutorange,<br />

im Nachhall edle Pfefferwürze.<br />

Am Gaumen dicht und elegant, sehr saftig-salziges<br />

Tannin, spannt sich schön<br />

auf, mit Druck, komplex und dennoch<br />

finessenreich, lang.<br />

montenerowinery.com<br />

€ 50,–<br />

•<br />

Roccato Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Rocca delle Macìe<br />

14 Vol.-%, NK. Dunkles, leuchtendes Granatrot.<br />

In der Nase nach reifen, satten<br />

Ribiseln und reifen Himbeeren, einem<br />

Hauch eingelegte Kirsche, helle Würze.<br />

Fruchtsüßer Kern mit geschliffenem<br />

Tannin, sehr herzhaft, trinkt sich fein und<br />

gleichmäßig, leicht salziger Kern, charaktervoll,<br />

mit Nachdruck.<br />

roccadellemacie.com, € 50,–<br />

•<br />

Montevertine Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Montevertine<br />

13,5 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubin mit feiner<br />

Granatzunge. Eröffnet mit leicht rauchigen<br />

Noten, dahinter feine Himbeere.<br />

Saftig und unmittelbar am Gaumen, zeigt<br />

griffiges, gut eingebundenes Tannin,<br />

herzhaft und kernig.<br />

montevertine.it, € 55,–<br />

•<br />

Fabrizio Bianchi Sangioveto Grosso<br />

Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Castello di Monsanto<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtend-funkelndes Rubinrot.<br />

Duftende und einladende Nase<br />

nach reifen Kirschen und Himbeeren, ein<br />

Hauch Würze, getrocknetes Rosenblatt,<br />

erinnert im Nachhall an Marzipan, einladend.<br />

Am Gaumen saftig, mit klarer<br />

Frucht, auch salzig, spannt sich elegant<br />

über die Zunge, sehr trinkig, salziges<br />

Finish mit dezenter Nachzehrung<br />

castellodimonsanto.it<br />

€ 55,–<br />

•<br />

Lamaione Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Castelgiocondo – Frescobaldi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefdunkles, sattes Granat.<br />

In der Nase zunächst duftig nach<br />

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Edelholz, dann nach Früchtetee, Grafit,<br />

reifen Schwarzen Ribiseln, zarte balsamische<br />

Töne runden das Bukett ab. Am<br />

Gaumen dicht und satt, spannt sich wie<br />

ein breiter Fächer über die Zunge, mit viel<br />

Druck im Nachhall, allerdings aktuell<br />

noch vom Holz überlappt, kann ruhig<br />

noch liegen bleiben.<br />

frescobaldi.com, € 57,–<br />

•<br />

Riecine di Riecine Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Riecine<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubin mit feinem<br />

Granatschimmer. Sehr duftige Nase,<br />

geprägt von Noten nach Him- und Erdbeere,<br />

etwas Gojibeere. Präsente, frische<br />

Frucht am Gaumen, satt nach Weichselkirsche,<br />

entfaltet sich mit feinmaschigem<br />

Tannin, weich und geschmeidig.<br />

riecine.it, € 60,–<br />

•<br />

Lam'Oro Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>5<br />

Lamole di Lamole<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubingranat.<br />

In der Nase zunächst leicht harzig, dann<br />

nach schüchternen, dunklen Beeren, im<br />

Nachhall nach Zedernholz. Am Gaumen<br />

mit griffigem Tannin, klare, salzige<br />

Frucht, herzhaft, mit viel Druck und langem<br />

Nachhall, wiederum Salz im Finish.<br />

lamole.com<br />

€ 60,–<br />

•<br />

BIO Batàr Toscana Bianco IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Querciabella<br />

13,5 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Strohgelb.<br />

Intensive und ansprechende Nase,<br />

eröffnet mit Noten nach Grapefruit, viel<br />

saftiger Pfirsich, etwas weiße Schokolade<br />

im Hintergrund. Ausgewogen und<br />

rund am Gaumen, zeigt gut gereifte<br />

Frucht, aber auch gute Frische,<br />

langer Nachhall.<br />

querciabella.com, € 70,–<br />

•<br />

Tresette Merlot Toscana IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Riecine<br />

14,5 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin<br />

mit lichtem Rand. Eröffnet mit betont<br />

würzigen Noten nach Kardamom und<br />

Lorbeerblatt, dahinter nach Himbeere.<br />

Saftig und geschliffen am Gaumen, viel<br />

Himbeerfrucht, im Finale guter Druck.<br />

riecine.it, € 80,–<br />

•<br />

Bruno di Rocca Toscana Rosso IGT<br />

2<strong>01</strong>6, Vecchie Terre di Montefili<br />

13,5 Vol.-%, NK. Tiefes, satt leuchtendes<br />

Granatrot. In der Nase zurückhaltend,<br />

gibt nur sanft dunkle Beeren und helle<br />

Würzetöne preis. Am Gaumen klar, mit<br />

mineralisch-salziger Frucht, rotbeerigreifer<br />

Kern, ausgewogen und elegant,<br />

spannt sich satt über die Zunge, leicht<br />

salziges Finish.<br />

vecchieterredimontefili.it, € 80,–<br />

•<br />

Giramonte Toscana Rosso IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Tenuta di Castiglioni – Frescobaldi<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, intensives<br />

Rubinviolett. Satte Nase mit Noten nach<br />

Holunder- und Gojibeere, unterlegt von<br />

würzigen Noten nach Koriander und Lorbeerblatt.<br />

Samtig und geschliffen am<br />

Gaumen, öffnet sich mit feinmaschigem<br />

Tannin, gut herausgearbeitete Frucht,<br />

saftig und mit gutem Druck.<br />

frescobaldi.it, € 105,–<br />

97<br />

Chianti Classico<br />

Gran Selezione<br />

•<br />

Vigna Il Poggio Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Castello di Monsanto<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubingranat.<br />

Sehr intensive und einladende<br />

Nase mit satten Noten nach reifen Kirschen,<br />

etwas Preiselbeeren, dazu feine<br />

Tabaknoten, spannend. Swingt und singt<br />

am Gaumen, viel reife Frucht, Kirschen<br />

und Zwetschge dominieren, dazu feinmaschiges,<br />

sehr gut eingebautes Tannin.<br />

castellodimonsanto.it, € 55,–<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Isole e Olena<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubingranat.<br />

Eröffnet mit leicht rauchigen<br />

Noten, satt nach Zedernholz, dann viel<br />

Brombeere und reife dunkle Kirsche, etwas<br />

Tabak im Hintergrund. Satt und präsent<br />

in Ansatz und Verlauf, zeigt viel saftige,<br />

präsente Frucht, öffnet sich mit<br />

feinmaschigem, kernigem Tannin, gute<br />

Spannung.<br />

isoleolena.it, € 250,–<br />

96<br />

•<br />

BIO Il Margone Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Il Molino di Grace<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin.<br />

Sehr intensive, ansprechende Nase, offen<br />

und sinnlich, nach reifen Kirschen und<br />

Brombeeren, im Hintergrund etwas Gewürznelke.<br />

Präsentiert sich am Gaumen<br />

mit viel präsenter, knackiger Frucht, griffiges,<br />

engmaschiges Tannin in vielen Lagen,<br />

fester Druck.<br />

ilmolinodigrace.it, € 40,–<br />

•<br />

BIO Il Puro Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Castello di Volpaia<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes, intensives Rubin.<br />

Kompakte Nase mit Noten nach reifen,<br />

dunklen Kirschen und Waldhimbeeren,<br />

im Hintergrund dezent harzige Noten.<br />

Geschliffen und fein am Gaumen,<br />

zeigt viel saftige Frucht, öffnet sich mit<br />

feinmaschigem Tannin in vielen Schichten,<br />

sehr langer Nachhall.<br />

volpaia.com, € 80,90<br />

95<br />

•<br />

Chianti Classico Riserva DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Riecine<br />

15 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit Violettschimmer.<br />

Offene und zugängliche<br />

Nase, zeigt Noten nach Holunder- und<br />

Maulbeere, ausgewogen. Rund und geschmeidig<br />

am Gaumen, viel feinmaschiges,<br />

geschliffenes Tannin, baut sich in<br />

vielen Schichten auf, im Finale nach<br />

Holunderbeeren.<br />

riecine.it, € 30,–<br />

•<br />

Millennio Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Castello di Cacchiano<br />

15,5 Vol.-%, NK. Sattes, kraftvolles Rubingranat.<br />

Braucht lange Belüftung, zeigt<br />

Noten nach schwarzer Trüffel, Kohlröschen<br />

und frischen Zwetschgen. Am Gaumen<br />

große Power, öffnet sich mit vielen<br />

Schichten an feinem Tannin, nach eingelegten<br />

Kirschen, dahinter etwas Zimt,<br />

langer Nachhall.<br />

castellodicacchiano.it, € 30,–<br />

•<br />

Vigna Vecchia Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Vecchie Terre di Montefili<br />

13 Vol.-%, NK. Dunkles, elegantes Rubinrot.<br />

Tolle, edle Nase nach Hagebutte,<br />

Himbeere, frischer Erdbeere und einem<br />

Hauch Veilchen, gepaart mit kandierter<br />

Zitrusfrucht. Am Gaumen mit saftigem,<br />

elegantem Körper, toll eingebundene<br />

Säure, kristallklar und finessenreich, langer,<br />

feiner Abgang.<br />

vecchieterredimontefili.it<br />

€ 48,–<br />

•<br />

Colledilà Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Ricasoli<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes, intensives<br />

Rubin. Ansprechende, fein gezeichnete<br />

Nase, zeigt Noten nach Veilchen, frischer<br />

Kirsche, etwas Maulbeere. Rund und ausgewogen<br />

am Gaumen, gibt sich erstaunlich<br />

frisch, sehr gute Spannung.<br />

ricasoli.it, € 50,–<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>7, Castello di Fonterutoli –<br />

Mazzei<br />

13,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubin mit<br />

feinem Violettschimmer. Präsentiert sich<br />

ausgewogen und klar in der Nase, viel<br />

reife Kirschen, Himbeere, unterlegt von<br />

feinen Gewürzen. Viel saftige Frucht am<br />

Gaumen, öffnet sich mit feinmaschigem<br />

Tannin, viel Schichten, langer Nachhall.<br />

mazzei.it, € 55,–<br />

Fotos: Othmar Kiem<br />

212 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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tasting / SUPERTUSCANS & CHIANTI CLASSICO GRAN SELEZIONE<br />

Reifer Sangiovese dient dem<br />

Chianti Classico, aber auch<br />

vielen Supertuscans als<br />

wichtige Grundlage.<br />

•<br />

BIO Vigna del Sorbo Chianti<br />

Classico Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Fontodi<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, tiefgründiges Rubin.<br />

Satte und fleischige Nase, duftet<br />

nach Brombeere und reifer Zwetschge,<br />

im Hintergrund etwas Zimt. Fleischig und<br />

zupackend auch am Gaumen, viel dunkle<br />

Beerenfrucht, öffnet sich mit präsentem,<br />

dichtem Tannin, im Finale noch ein<br />

wenig harsch.<br />

fontodi.com, € 60,–<br />

94<br />

•<br />

BIO Le Baroncole Chianti Classico<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

San Giusto a Rentennano<br />

15 Vol.-%, NK. Kraftvolles, leuchtendes<br />

Rubin. Eröffnet mit leicht harzigen Noten,<br />

reife Zwetschge und Brombeere, balsamisch.<br />

Rund und geschmeidig am Gaumen,<br />

auch da wieder viel Zwetschge, griffiges,<br />

tiefgründiges Tannin, im Nachhall<br />

reife Beerenfrucht.<br />

fattoriasangiusto.it<br />

€ 25,–<br />

•<br />

Il Poggiale Chianti Classico Riserva<br />

DOCG 2<strong>01</strong>8, Castellare di Castellina<br />

14 Vol.-%, NK. Kraftvolles, sattes Rubin.<br />

Zeigt in der Nase viel reife Beerenfrucht,<br />

es dominieren Brombeere und Zwetschge,<br />

etwas schwarze Olivenpaste. Am Gaumen<br />

rund und geschmeidig, viel saftige<br />

Frucht, öffnet sich mit gut eingebundenem,<br />

feinmaschigem Tannin, geschliffen<br />

und lange. castellare.it, € 29,–<br />

•<br />

Giovanni Folonari Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Tenute Folonari<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, edles Rubinrot.<br />

Duftende, einladende Nase nach reifen<br />

Waldbeeren, Hagebutten, getrockneten<br />

Orangenzesten, gestützt von heller<br />

Pfefferwürze. Am Gaumen sehr elegant<br />

und saftig, spannt sich mit klarer, salziger<br />

Frucht über die Zunge, hoher Trinkfluss,<br />

im Finale harmonisch und präzise.<br />

tenutefolonari.com, € 29,–<br />

•<br />

Le Fioraie Chianti Classico Riserva<br />

DOCG 2<strong>01</strong>5, Piemaggio<br />

13,5 Vol.-%, NK. Dunkel leuchtendes, sattes<br />

Rubin. Zeigt sich in der Nase feinwürzig<br />

und einladend, satte Kirsche, vielschichtiges<br />

Würzebukett. Am Gaumen<br />

sehr saftig mit gut integrierter Säure,<br />

klarer Frucht und reifem, eng gewobenem<br />

Tannin, breitet sich schön aus, dicht<br />

und anhaftend mit guter Länge.<br />

piemaggio.com<br />

€ 29,90<br />

•<br />

Chianti Classico Riserva DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Querciabella<br />

14 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubin.<br />

Duftige, ansprechende Nase mit reifer<br />

Kirsche, etwas Gojibeere, dahinter feine<br />

Minze. Saftig und klar in Ansatz und Verlauf,<br />

griffiges, dichtes Tannin, zeigt feinen<br />

Schmelz, langer Nachhall.<br />

querciabella.com, € 30,–<br />

•<br />

Badia a Passignano Chianti<br />

Classico Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Marchesi Antinori<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubin mit Granatschimmer.<br />

Zeigt in der Nase eine betont<br />

reife Frucht nach Zwetschgen, balsamische<br />

Noten und etwas Kardamom.<br />

Rund und satt in Ansatz und Verlauf,<br />

zeigt gut gereifte Fruchtkomponenten,<br />

kerniges, dichtes Tannin, fester Druck<br />

im Finale.<br />

antinori.it, € 35,–<br />

•<br />

Vigna del Capannino Chianti<br />

Classico Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Bibbiano<br />

15 Vol.-%, NK. Dunkel leuchtendes Rubin.<br />

Einladende und satte Beerennase nach<br />

Waldfrucht und Cassis, Erdbeerkonfitüre,<br />

dezentes Edelholz, Zigarrenkiste. Am<br />

Gaumen mineralisch und sehr saftig, gestützt<br />

von gut integrierter Säure, balanciert<br />

Körper und Saft gut aus, mit viel<br />

Potenzial weiterhin.<br />

bibbiano.eu, € 35,–<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>6, Vecchie Terre di Montefili<br />

13 Vol.-%, NK. Leuchtendes, elegantes<br />

Rubin mit funkelndem Kern. Ansprechende<br />

Nase, toll ausbalanciert zwischen<br />

Würze und Frucht, nach baumreifen Kir-<br />

schen und frischen Zwetschgen. Am Gaumen<br />

überaus saftig, mit klarer Frucht<br />

und elegantem Verlauf, hoher Trinkfluss,<br />

sehr fein und lange.<br />

vecchieterredimontefili.it, € 35,–<br />

•<br />

Rialzi Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6, Tenuta Perano<br />

– Frescobaldi<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubinrot mit<br />

feinem Granatrand. Klar und fein in der<br />

Nase, zeigt sehr gut herausgearbeitete<br />

Noten nach Himbeere und dunkler Kirsche,<br />

einladend. Überaus saftig in Ansatz<br />

und Verlauf, viel knackige Kirsche, öffnet<br />

sich mit feinmaschigem Tannin, hallt<br />

lange nach.<br />

en.frescobaldi.com, € 40,–<br />

•<br />

BIO Coltassala Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Castello di Volpaia<br />

14 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes Rubin.<br />

Fein gezeichnete Nase mit Noten nach<br />

Kirsche, Himbeere und Gewürznelken.<br />

Ansprechendes Spiel zwischen saftiger<br />

Frucht und griffigem Tannin, lange nach<br />

Kirschen. volpaia.com, € 41,80<br />

•<br />

BIO Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6, Casaloste<br />

15 Vol.-%, NK. Tiefdunkles Rubingranat.<br />

Satte, dunkelbeerige Nase nach reifer<br />

Herzkirsche, Pflaume, Cassis und Brombeere<br />

sowie dunklem Leder, erdig, kompakt,<br />

vielschichtig und einladend. Am<br />

Foto: Shutterstock<br />

214 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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Gaumen sehr satt, mächtig, mit viel<br />

Frucht und Säure, rassig und stoffig mit<br />

langem Abgang.<br />

casaloste.com, € 42,–<br />

•<br />

Roncicone Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Ricasoli<br />

14 Vol.-%, NK. Glänzendes, sattes Rubin.<br />

Offene, einladende Nase mit Noten nach<br />

dunklen Kirschen und frischen Zwetschgen.<br />

Saftig und frisch am Gaumen, feinmaschiges<br />

Tannin in mehreren Schichten,<br />

salzig im Finale.<br />

ricasoli.it, € 50,–<br />

•<br />

Vicoregio 36 Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Castello di Fonterutoli – Mazzei<br />

13,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, kraftvolles<br />

Rubin. Duftige Nase mit Noten nach Tabak<br />

und frischen Kirschen, etwas Blutorange.<br />

Geschliffen und saftig in Ansatz<br />

und Verlauf, sehr gut herausgearbeitete<br />

Frucht, lebendige Säure, im Finale schönes<br />

Spiel.<br />

mazzei.it, € 55,–<br />

•<br />

BIO Casasilia Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Poggio al Sole<br />

14,5 Vol.-%, NK. Kraftvolles Rubin mit<br />

leichtem Granatschimmer. Kompakte<br />

und dichte Nase nach Zwetschgen und<br />

dunklen Kirschen, etwas Koriandersamen.<br />

Stoffig und dicht am Gaumen, viel<br />

dunkle Kirsche, schöner Schmelz, kraftvoll<br />

und tiefgründig, im Finale erdige<br />

Noten. poggioalsole.com<br />

Preis: k. A.<br />

93<br />

•<br />

La Forra Chianti Classico<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Tenute Folonari<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot. In<br />

der Nase offenherzig und einladend nach<br />

reifen Kirschen, Hagebutten und getrockneten<br />

Blutorangen, leicht nach Edelholz<br />

und getrocknetem Rosenblatt. Zeigt sich<br />

am Gaumen geschliffen und druckvoll,<br />

salzig, mit saftigem Tannin und klarer<br />

rotbeeriger Frucht, sehr elegant, klares<br />

Finish. tenutefolonari.com<br />

€ 18,50<br />

•<br />

Brolio Chianti Classico<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Ricasoli<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot. In<br />

der Nase nach Hagebutten, Granatapfel,<br />

Walderdbeeren und feiner Würze, einladend.<br />

Am Gaumen klar, mit präsenter<br />

Frucht, spannt sich saftig über die Zunge,<br />

auch salzig, füllt einen weiten Bogen, im<br />

Finale lange anhaltend und mit Nachdruck.<br />

ricasoli.it, € 21,70<br />

•<br />

BIO Chianti Classico Riserva<br />

DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Castello di Volpaia<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot.<br />

Tolle, einladende Nase nach reifen Erdbeeren<br />

und satten Himbeeren, unterlegt<br />

von zartem Rosenduft und Vanilleschote.<br />

Am Gaumen beachtlich klar und saftig,<br />

spannt sich feingliedrig und elegant über<br />

die Zunge, auch mit Druck, im Nachhall<br />

minimale Nachzehrung.<br />

volpaia.com, € 24,50<br />

Wälder, Weinberge und idyllische<br />

Ortschaften: Das ist der<br />

Reiz der Toskana.<br />

•<br />

BIO Chianti Classico Riserva DOCG<br />

2<strong>01</strong>6, Castellinuzza<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, helles Rubinrot.<br />

In der Nase deutlich nach Zimt und<br />

Nelken, dann nach reifen roten Beeren,<br />

zart getrocknetes Rosenblatt. Auch am<br />

Gaumen nach edlen Gewürzen und Nelken,<br />

rote Frucht, sehr schönes Spiel aus<br />

Frucht, Säure und Tannin, saftig im<br />

Trunk, nicht gewichtig, sondern elegant.<br />

chianticlassicocastellinuzza.it<br />

€ 25,–<br />

•<br />

Campoalto Chianti Classico<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Tenuta Casuccio Tarletti<br />

13,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, sattes Rubinrot.<br />

Edle Nase nach reifen roten Beeren,<br />

ein Hauch Karamell, Brotkruste, im<br />

Nachhall Himbeermarmelade. Am Gaumen<br />

äußerst klar, sehr saftig und mit satter<br />

Frucht, leicht salzig, wirkt elegant<br />

und edel, eine Überraschung.<br />

tenutetoscane.com, € 25,–<br />

•<br />

BIO Ceppeto Chianti Classcio<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Mannucci Droandi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefdunkles Rubin mit<br />

Granat. Satte, ansprechende Weichselkirsche,<br />

etwas Pflaume, zarter Blütenhonig,<br />

einladend. Zeigt sich am Gaumen dicht<br />

und warmherzig, baut sich in vielen<br />

Schichten auf, lange und harmonisch.<br />

mannuccidroandi.it<br />

€ 26,–<br />

•<br />

BIO Chianti Classico Riserva DOCG<br />

2<strong>01</strong>7 , Il Molino di Grace<br />

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes Rubinrot mit<br />

funkelndem Kern. In der Nase feine reife<br />

Beerenfrucht, gepaart mit feinen Noten<br />

von Rumtopf, etwas Siegellack und Edelholz.<br />

Am Gaumen warmherzige Frucht<br />

mit klarem Verlauf, spannt sich fein auf,<br />

griffig-kerniges Tannin begleitet den<br />

Trunk, saftiger Nachhall.<br />

ilmolinodigrace.it<br />

€ 28,–<br />

•<br />

Belvedere Campóli Chianti<br />

Classico Riserva DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Conte Guicciardini<br />

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtendes, elegantes,<br />

dunkles Rubin. Offenherzige und ansprechende<br />

Nase nach reifem Pfirsich, Erdbeere,<br />

einer Prise Hagebutte, unterlegt<br />

von minimalem Zimtduft. Am Gaumen<br />

mit schönem Spiel, eröffnet sich offenherzig<br />

und mit klarer Frucht, spannt sich<br />

schön auf, bereits zugänglich, trinkt<br />

sich sehr gut.<br />

conteguicciardini.it, € 28,–<br />

•<br />

BIO Chianti Classico Riserva DOCG<br />

2<strong>01</strong>6, Il Palagio di Panzano<br />

14,5 Vol.-%, NK. Tiefdunkles, sattes Rubin<br />

mit Granat. In der Nase nach satten Herzkirschen,<br />

mineralischer Anklang, satt.<br />

Ebenso am Gaumen, dicht und anhaftend,<br />

breitet sich weit auf, mit Eleganz<br />

und Power, tolle Riserva aus Panzano.<br />

palagiowineandoil.com<br />

€ 28,–<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>6, Rignana<br />

15 Vol.-%, NK. Dunkles, leuchtendes Rubinrot.<br />

In der Nase duftig und würzig<br />

nach Edelhölzern, reifem Cassis und satter<br />

Waldbeerfrucht, ein Hauch Schokoladepulver<br />

umhüllt das Bukett. Öffnet sich<br />

Fotos: Othmar Kiem, Shutterstock<br />

216 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


präsent am Gaumen mit süßlichem<br />

Fruchtschmelz, herzhaft und kompakt,<br />

spannt einen schönen Bogen, wahrnehmbares<br />

Holz, mit Nachdruck.<br />

rignana.it, € 29,–<br />

•<br />

Basilica Solatìo Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Basilica Cafaggio<br />

14,5 Vol.-%, DIAM. Dunkel leuchtendes<br />

Rubinrot. Reife Frucht, Würze, Pflaume,<br />

Herzkirsche, Leder, getrocknete Rose,<br />

eine Prise Schokoladepulver. Am Gaumen<br />

satt und kraftvoll, zeigt mächtigen<br />

Körper mit reifer Frucht und gut integrierter<br />

Säure, noch jung, mit viel<br />

Potenzial. cafaggio.wine, € 29,50<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Borgo La Stella<br />

13,5 Vol.-%, NK. Dunkles Rubin. Würzigfruchtige<br />

Nase nach satter Kirsche, hellem<br />

Leder, Himbeere und einem Hauch<br />

getrocknete Blutorange. Am Gaumen<br />

sehr saftig mit rassiger, gut eingebauter<br />

Säure, gewisse Eleganz, mit hohem Trinkfluss,<br />

leicht salziges Finale, sehr feingliedrige<br />

Gran Selezione.<br />

borgolastella.com, € 35,–<br />

•<br />

Sergioveto Chianti Classico Riserva<br />

DOCG 2<strong>01</strong>6, Rocca delle Macìe<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, dunkel leuchtendes<br />

Rubinrot. In der Nase nach Waldbeermarmelade,<br />

satten Kirschen und einem<br />

Hauch Brombeeren, zarte Holzwürze. Am<br />

Gaumen mit klarer, leuchtender Frucht,<br />

breitet sich schön über die Zunge, spannt<br />

einen weiten Fächer auf, leicht salzig, anhaftend<br />

und lange.<br />

roccadellemacie.com<br />

€ 35,–<br />

•<br />

BIO Vigneto San Marcellino Chianti<br />

Classico Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Rocca di Montegrossi<br />

14,5 Vol.-%, NK. Kraftvolles Rubin mit feinem<br />

Violettschimmer. Etwas verhangene<br />

Nase nach schwarzer Trüffel, Holunderbeere,<br />

etwas Rote Rübe. Zeigt am Gaumen<br />

viel Kraft, dichtmaschiges, herzhaftiges<br />

Tannin, wirkt aber auch recht kantig,<br />

im Finale rau.<br />

roccadimontegrossi.it, € 45,–<br />

•<br />

Vigna Bastignano Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Villa Calcinaia<br />

14,5 Vol.-%, NK. Kraftvolles Rubin mit<br />

leichtem Violettschimmer. Intensive<br />

Nase mit viel reifer Beerenfrucht, Brombeere<br />

und Maulbeere, etwas Schokolade.<br />

Saftig am Gaumen, zeigt viel präsente<br />

Frucht, im hinteren Verlauf dann griffiges,<br />

noch etwas grobes Tannin, braucht<br />

noch Zeit.<br />

villacalcinaia.it<br />

€ 48,–<br />

•<br />

Ceniprimo Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Ricasoli<br />

14,5 Vol.-%, NK. Funkelndes Rubingranat.<br />

Fein gezeichnete Nase mit Noten nach<br />

Weichselkirsche und Granatapfel. Griffiges,<br />

zupackendes Tannin am Gaumen,<br />

gepaart mit reifer Fruchtnote, im Finale<br />

viel Tabak. ricasoli.it, € 50,–<br />

•<br />

Chianti Classico Gran Selezione<br />

DOCG 2<strong>01</strong>5, Capannelle<br />

13,5 Vol.-%, NK. Dunkles, sattes Rubin. In<br />

der Nase satte Kirsche, satte Himbeere,<br />

getragen von dezentem Edelholz und<br />

dunkler Würze, etwas Zimt und Nelken.<br />

Am Gaumen satt und ausgewogen, breitet<br />

sich fein über die Zunge, herzhaft und<br />

mit leicht salzigem Tannin, anhaftend,<br />

mit Kraft, aber dennoch finessenreich.<br />

capannelle.it, € 60,–<br />

•<br />

Sergio Zingarelli Chianti Classico<br />

Gran Selezione DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Rocca delle Macìe<br />

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles, elegant leuchtendes<br />

Rubin. Öffnet sich in der Nase auf<br />

Noten von Schwarztee, Weihrauch, Salbei,<br />

dann ein wenig Fumé, reife Kirsche,<br />

Waldbeeren. Am Gaumen dicht, straff,<br />

sehr stoffig, öffnet sich mit vielen Schichten<br />

und engmaschigem Tannin, warme<br />

und klare Frucht, im Nachhall mit viel<br />

Druck. roccadellemacie.com, € 70,–<br />

•<br />

Colonia Chianti Classico Gran<br />

Selezione DOCG 2<strong>01</strong>7, Fèlsina<br />

13,5 Vol.-%, NK. Glänzendes Rubin mit<br />

Granatschimmer. Zeigt in der Nase betont<br />

erdige Komponenten nach Tabak<br />

und Roter Rübe, dann viel Himbeere.<br />

Stoffig und herzhaft in Ansatz und Verlauf,<br />

zeigt viel griffiges Tannin, auch am<br />

Gaumen wieder erdige Noten, wirkt im<br />

Finale ein wenig spröde.<br />

felsina.it, € 90,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

falstaff.com/toskana-<strong>2021</strong><br />

FLEXIBLE VERLÄSSLICHKEIT<br />

Der Lockdown war der wahrscheinlich größte anzunehmende Unfall,<br />

den man sich aus unternehmerischer Sicht vorstellen konnte.<br />

ADVERTORIAL Foto: © D. Mikkelsen / Leadersnet<br />

Wobei sich die Größe der Herausforderung<br />

nicht zuletzt darin<br />

manifestierte, dass sie sich aus<br />

unzähligen kleinen Problemen zusammensetzte.<br />

Beispiel Supermärkte: Plötzlich<br />

musste flächendeckend Personal organisiert<br />

werden, das sich um die Desinfektion der<br />

Einkaufswagen kümmerte – und die Kunden<br />

auf die neuen Verhaltensregeln hinweisen<br />

sollte.<br />

An dieser Stelle kam easystaff ins Spiel:<br />

Einen entsprechenden Anruf erhielten wir<br />

an einem Freitag. 72 Stunden später mussten<br />

200 easystaffer aufgestellt werden. Um<br />

es kurz zu machen: Das Projekt wurde<br />

österreichweit sechs Wochen lang ohne<br />

einen einzigen Ausfall umgesetzt. Gelungen<br />

ist das, weil wir bei easystaff auf unsere<br />

Leute schauen: zunächst, indem wir uns<br />

überlegen, ob die Bewerber zu uns passen,<br />

und wenn ja, in welchem Bereich. Weiters,<br />

indem wir uns um unsere Leute kümmern.<br />

Wir achten auf ihr Wohlbefinden und auf<br />

die Zumutbarkeiten. Im Gegenzug können<br />

wir auf bis zu 12.000 extrem motivierte<br />

Mitarbeiter zählen, die wir dann einsetzen,<br />

wenn unsere Kunden Bedarf haben. Variable<br />

Kosten zu fixer Qualität, das war vor<br />

Covid unsere Stärke – und ist es dieser Tage<br />

umso mehr.<br />

INFO<br />

Bei Interesse erreichen Sie uns unter<br />

T: +43 1 3693242–0<br />

M: office@easystaff.at<br />

easystaff.at<br />

easystaff-<br />

Geschäftsführer<br />

Gerhard Huber.


tasting / KAMPANIEN-Basilikata-Kalabrien trophy<br />

schätze aus<br />

dem süden<br />

Kampanien, Basilikata, Kalabrien – Weine aus diesen drei italienischen Regionen führen in den<br />

deutschsprachigen Ländern immer noch ein Randdasein. Dabei blickt das bereits von<br />

den antiken Griechen als »Land des Weins« bezeichnete Gebiet auf eine lange<br />

Weinbau-Geschichte zurück – vor allem in Sachen autochthone Rebsorten.<br />

Text OTHMAR KIEM Notizen othMAR KIEM, SIMON stAFFLER<br />

Fotos: beigestellt<br />

218 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


K<br />

ampanien, Basilikata und<br />

Kalabrien galten schon in der<br />

Antike als herausragende<br />

Weinbaugebiete. Die besten<br />

Lagen des römischen Imperiums<br />

– davon ging man damals aus – seien<br />

jene in Kampanien. Und die Region um Neapel<br />

ist auch heute noch das wichtigste der<br />

drei Anbaugebiete. Die rote Aglianico-Traube<br />

ist eine der hochwertigsten Sorten Italiens<br />

und wird wegen ihres hohen Tanningehalts<br />

oft auch »Nebbiolo des Südens« genannt.<br />

In den Steillagen um Avellino findet sie als<br />

Taurasi ihren höchsten Ausdruck. Im weiter<br />

nördlich gelegenen Gebiet um Benevento<br />

erbringt der Aglianico del Taburno spannende<br />

Weine. Aus den Sorten Greco, Fiano und<br />

Falanghina werden in Kampanien zudem<br />

sehr interessante Weißweine erzeugt.<br />

Aglianico spielt auch in der Nachbarregion<br />

Basilikata die Hauptrolle. An den Hängen<br />

des Vulkankegels des Vulture fallen die Weine<br />

im Vergleich zu Taurasi runder und weicher<br />

aus. In Kalabrien ist Weinbau auf die küstennahen<br />

Gebiete der Stiefelspitze konzentriert.<br />

Auch hier gibt es zahlreiche autochthone Sorten,<br />

etwa Gaglioppo und Magliocco.<br />

Der erste Platz unserer Trophy geht an<br />

einen Taurasi der Extraklasse, den Vigna<br />

Grande Cerzito Taurasi Riserva DOCG von<br />

Quintodecimo. Luigi Moio ist Professor für<br />

Önologie an der Universität Neapel und von<br />

vielen geschätzter Berater. 20<strong>01</strong> gründete er<br />

nicht weit von Avellino mit seiner Frau seinen<br />

eigenen Betrieb Quintodecimo. Vigna Grande<br />

Cerzito entstammt einer gerade mal einen<br />

Hektar großen Einzellage mit vulkanischem<br />

Boden. Ein Musterbeispiel eines großartigen<br />

Taurasi, der neben Kraft auch Finesse zeigt.<br />

Die Familie Librandi in Crotone zählt seit<br />

Jahrzehnten zu den herausragenden Qualitätsbotschaftern<br />

kalabrischer Weine. Sie sind<br />

die führenden Erzeuger von Cirò, dem<br />

bekanntesten Wein der Region. Ihr Gravello<br />

ist eine Cuvée aus Gaglioppo und Cabernet<br />

Sauvignon. Seit dem ersten Jahrgang 1988 ist<br />

der Gravello einer der ersten Topweine aus<br />

dem Süden. Der Jahrgang 2<strong>01</strong>7 des Gravello<br />

eroberte den zweiten Platz.<br />

Terra di Lavoro ist ein Landstrich im Norden<br />

Kampaniens. So heißt auch ein Wein von<br />

Galardi. Seit Beginn der 1990er-Jahre erzeugt<br />

die Familie bei Roccamonfina Weine auf vulkanischen<br />

Böden. Der Terra di Lavoro 2<strong>01</strong>7,<br />

eine Cuvée aus Aglianico und Piedirosso, ist<br />

der Drittplatzierte unserer Trophy.<br />

><br />

Steile Lagen und tiefblaues<br />

Meer sind charakteristisch<br />

für Süditalien – spannende<br />

Gegensätze ergeben auch<br />

spannende Weine.<br />

Platz<br />

quintodecimo – Taurasi<br />

Dicht und kernig, reifer<br />

Fruchtkern, spannungsvoll.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

219


tasting / KAMPANIEN-Basilikata-kalabrien trophy<br />

94<br />

•<br />

Basilikata<br />

Don Anselmo Aglianico del Vulture<br />

DOC 2<strong>01</strong>6, Paternoster<br />

Edles, leuchtendes Rubinrot. In der Nase<br />

edel und leicht würzig, nach reifen Erdbeeren,<br />

Teer, Gewürznelken, etwas Harz, dann<br />

wieder nach reifen Waldfrüchten und hellem<br />

Leder. Am Gaumen elegant und mineralisch,<br />

breitet sich saftig über die Zunge,<br />

zeigt Eleganz und Kraft, salziges Tannin,<br />

langer Nachhall. GES Sorrentino, Delmenhorst;<br />

Martel, St. Gallen; Mounier,<br />

Wien, € 39,90<br />

93<br />

•<br />

La Terrazza Aglianico del Vulture<br />

DOCG 2<strong>01</strong>3, Casa Maschito<br />

Edles, dunkel leuchtendes Rubinrot. In der<br />

Nase nach reifen Zwetschgen, Früchtetee,<br />

ein Hauch Rote Johannisbeeren, roter<br />

Pfeffer, getrocknetes Rosenblatt. Spannt<br />

sich am Gaumen mit toller Fruchtsüße<br />

auf, gleichzeitig saftig und leicht salzig,<br />

mit straffem Tannin, druckvoll, mit langem<br />

Nachhall. casamaschito.it, € 25,–<br />

•<br />

Basilisco Aglianico del Vulture<br />

Superiore DOCG 2<strong>01</strong>3<br />

Feudi di San Gregorio<br />

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase nach<br />

reifen Kirschen, leicht angetrockneten Hagebutten,<br />

heller Würze. Am Gaumen saftig<br />

und mit salzigem Tannin ausgestattet,<br />

klar, stoffig und anhaftend, mit sattem<br />

Nachdruck. Morandell, Wörgl; Superiore,<br />

Dresden; Weinbastion, Ulm; Bindella,<br />

Zürich; Giovo GmbH, Frankfurt; Casa<br />

del Vino SA, Dietikon, Preis: k. A.<br />

92<br />

•<br />

BIO Basilisco Teodosio Aglianico del<br />

Vulture DOC 2<strong>01</strong>9, Feudi di San Gregorio<br />

Intensives Rubinrot. In der Nase nach reifen<br />

Kirschen und reifen Himbeeren, getragen<br />

von leicht heller Würze. Spannt sich<br />

mit süßem Fruchtkern am Gaumen auf,<br />

saftig und klar, schöner Verlauf, harmonisch<br />

und stimmig. Morandell, Wörgl;<br />

Superiore, Dresden; Weinbastion, Ulm;<br />

Bindella, Zürich; Giovo GmbH, Frankfurt;<br />

Casa del Vino SA, Dietikon, € 18,–<br />

•<br />

Piano del Cerro Aglianico del<br />

Vulture DOC 2<strong>01</strong>8, Vigneti del<br />

Vulture - Fantini<br />

Intensives Granat mit Purpur. Satte Nase<br />

nach Himbeeren und reifen Erdbeeren, ein<br />

Hauch Brombeermarmelade, dezenter<br />

Holzeinsatz, gut integriert. Am Gaumen<br />

satt und kompakt, breitet sich harmonisch<br />

über die Zunge mit gut ausbalanciertem<br />

Holzeinsatz, kerniges Tannin gibt ordentlich<br />

Druck.<br />

Gottardi, Innsbruck; Ariane Abayan,<br />

Hamburg; South Wines, Orbe, € 18,–<br />

•<br />

BIO DaGinestra Aglianico del Vulture<br />

Superiore DOCG 2<strong>01</strong>6, Grifalco<br />

Intensives, edles Granat. In der Nase eine<br />

Spur Edelholz, dann Cassis und eine Prise<br />

Würze, dezent nach reifen dunklen Beeren<br />

im Nachhall. Am Gaumen mit saftigem<br />

Kern und klarer Frucht, wirkt noch sehr<br />

jung, im Nachhall leicht salzig, braucht<br />

noch Zeit. K&U - Weinhalle, Nürnberg;<br />

Cave SA, Gland; Grandi Vini; Weinhaus<br />

Waldsee, Bad Waldsee; Wein Sued Oliver<br />

Zenz, Klosterneuburg, € 30,–<br />

91<br />

•<br />

Terra di Vulcano Primitivo<br />

Basilicata IGT 2<strong>01</strong>8, Bisceglia<br />

Intensives Rubinrot. In der Nase nach reifen<br />

Beeren und hellem Leder, im Nachhall<br />

sogar kurz nach Weihrauch und Edelpilzen.<br />

Am Gaumen saftig, klar und ausgewogen,<br />

breitet sich fein über die Zunge, mit dezentem<br />

Druck, toller Primitivo!<br />

Fischer & Trezza, Stuttgart; Dettling &<br />

Marmot, Dietlikon, € 7,90<br />

•<br />

Synthesi Aglianico del Vulture DOC<br />

2<strong>01</strong>7, Paternoster<br />

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase nach<br />

Bienenwachs, frischem Honig, Hagebutten,<br />

leichter Anklang von Gummi, im Nachhall<br />

helles Harz. Am Gaumen kernig-saftig<br />

mit klarem Fruchtkern, gewisser Druck,<br />

salzigen Anklängen und frischem Verlauf.<br />

GES Sorrentino, Delmenhorst;<br />

Martel, St. Gallen; Mounier, Wien<br />

€ 9,90<br />

•<br />

Gudarrà Aglianico del Vulture DOC<br />

2<strong>01</strong>6, Bisceglia<br />

Leuchtendes Granat. In der Nase nach Cassis,<br />

Waldbeeren und einem Hauch weißem<br />

Pfeffer, dezent nach getrocknetem Rosenblatt.<br />

Am Gaumen saftig und ausgewogen,<br />

spannt sich klar über die Zunge, fein, mit<br />

guter Länge.<br />

Fischer & Trezza, Stuttgart; Dettling &<br />

Marmot, Dietlikon, € 13,90<br />

•<br />

BIO Grifalco Aglianico del Vulture<br />

DOC 2<strong>01</strong>8, Grifalco<br />

Intensives Rubin mit leichtem Granat. Würzig-pfeffrige<br />

Nase, leicht animalisch, dann<br />

nach Unterholz und reifen Waldbeeren.<br />

Am Gaumen klar und strahlend, zeigt kernig-saftiges<br />

Tannin, dezente Zwetschgen-<br />

Frucht begleitet den Verlauf, eigenständig,<br />

hat Charakter.<br />

K&U - Weinhalle, Nürnberg; Cave SA,<br />

Gland; Grandi Vini; Weinhaus Waldsee,<br />

Bad Waldsee; Wein Sued Oliver Zenz,<br />

Klosterneuburg, € 20,–<br />

Platz<br />

Librandi – Gravello<br />

Elegant und geschliffen, Waldfrüchte<br />

und ein Hauch Pfeffer.<br />

•<br />

BIO SCEG Aglianico del Vulture DOC<br />

2<strong>01</strong>8, Elena Fucci<br />

Leuchtendes, edles Rubinrot. In der Nase<br />

nach Honig, Wachs und Roten Johannisbeeren,<br />

im Nachhall nach Früchtetee und<br />

deutlicher Pfefferwürze. Öffnet sich am<br />

Gaumen saftig und klar, mit roter Himbeerfrucht,<br />

straff, mit druckvollem Tannin, aktuell<br />

noch jung, trinkt sich bereits sehr<br />

fein, wird sich gut entwickeln.<br />

elenafuccivini.com, € 20,–<br />

•<br />

La Bottaia Aglianico del Vulture<br />

DOC 2<strong>01</strong>7, Casa Maschito<br />

Intensives, dunkles Granat. In der Nase dezent<br />

und zurückhaltend, leicht nach Unterholz,<br />

Zigarrenkiste, etwas Cassis und Lakritze.<br />

Entfaltet sich dicht am Gaumen mit<br />

sehr feinem Schmelz und klarer, dunkler<br />

Frucht, von kernig-salzigem Tannin umhüllt,<br />

leichte Nachtrocknung, insgesamt<br />

stimmig. casamaschito.it, € 22,–<br />

•<br />

Rotondo Aglianico del Vulture DOC<br />

2<strong>01</strong>7, Paternoster<br />

Dunkles Rubinrot. In der Nase zunächst<br />

leichter Anklang von Eichenholz, dann<br />

dunkle Schokolade, Pflaumen, reife Waldbeeren<br />

und Amarenakirschen, im Nachhall<br />

leicht malzig. Satt am Gaumen mit mittlerem<br />

Körper, breitet sich harmonisch und in<br />

sich stimmig aus, verkörpert seinen Holzeinsatz<br />

gut, im Nachhall kerniges, leicht<br />

weitmaschiges Tannin.<br />

GES Sorrentino, Delmenhorst; Martel,<br />

St. Gallen; Mounier, Wien, € 29,–<br />

•<br />

BIO DaMaschito Aglianico del<br />

Vulture Superiore DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Grifalco<br />

Intensives, elegantes Granat. In der Nase<br />

nicht ganz präzise, benötigt Zeit, reife<br />

dunkle Beerenfrucht paart sich mit edlem<br />

Gewürzton. Zeigt am Gaumen schöne<br />

Dichte, klare Frucht und kerniges Tannin,<br />

verläuft satt über die Zunge, aktuell im Finish<br />

leider noch etwas zu sehr nachtrocknend,<br />

liegen lassen!<br />

K&U – Weinhalle, Nürnberg; Cave SA,<br />

Gland; Grandi Vini; Weinhaus Waldsee,<br />

Bad Waldsee; Wein Sued Oliver Zenz,<br />

Klosterneuburg, € 30,–<br />

95<br />

•<br />

Kalabrien<br />

Gravello Calabria Rosso IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Librandi<br />

Leuchtendes Rubin mit Granat. Elegante<br />

und einladende Nase, nach reifen Erdbeeren,<br />

Waldfrüchten, einem Hauch Pfeffer,<br />

aber auch mit erdigen Noten, nach Roten<br />

Rüben. Sehr eleganter und feiner Gaumeneintritt,<br />

spannt sich äußerst geschliffen<br />

über die Zunge, finessenreich und klar,<br />

Fotos: Othmar Kiem<br />

220 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


schöne Länge, minimale Nachtrocknung.<br />

Gottardi, Innsbruck; GES Sorrentino,<br />

Delmenhorst; Vini Bee, Stabio<br />

€ 25,–<br />

92<br />

•<br />

Megonio Calabria Rosso IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Librandi<br />

Dunkles Rubin. In der Nase dezenter Holzeinsatz<br />

spürbar, dann leicht nach Edelpilzen<br />

und schwarzen Beeren, im Nachhall<br />

leicht blutig, nach Leber. Öffnet sich auf<br />

cremiger Frucht am Gaumen, klar und geschliffen,<br />

elegant und feingliedrig, mit saftigem<br />

Nachhall.<br />

Gottardi, Innsbruck; GES Sorrentino,<br />

Delmenhorst; Vini Bee, Stabio, € 20,–<br />

•<br />

Liber Pater Cirò Rosso Classico<br />

Superiore DOC 2<strong>01</strong>8, Ippolito<br />

Leuchtendes Rubinrot. Fruchtige Nase,<br />

nach reifen Himbeeren und reifen Kirschen,<br />

dezentes, helles Leder, Erdbeermarmelade,<br />

einladend. Zeigt am Gaumen tollen<br />

Schmelz mit klarer, roter Beerenfrucht,<br />

herzhaft und saftig, harmonisch in Ansatz<br />

und Verlauf.<br />

ippolito1845.it, Preis: k. A.<br />

91<br />

•<br />

Cauro Rosso Calabria IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Statti<br />

Dunkles Rubin mit Granat. In der Nase<br />

nach satten Kirschen, Schwarzen Johannisbeeren<br />

und Cassis-Sirup, im Nachhall<br />

nach Veilchen. Am Gaumen saftig und<br />

fruchtbetont, mit Druck und schönem<br />

Fächer, bleibt lange haften mit minimaler<br />

Nachtrocknung.<br />

Ariane Abayan, Hamburg; Matasci, Tenero-Contra,<br />

€ 11,50<br />

•<br />

Duca Sanfelice Rosso Riserva Classico<br />

Superiore Cirò DOC 2<strong>01</strong>7<br />

Librandi<br />

Leuchtendes Rubin mit funkelndem Kern.<br />

Offene Nase, nach reifen roten Beeren,<br />

Himbeeren, Hagebutten und Walderdbeeren,<br />

zeigt dezenten Würze-Nachhall. Am<br />

Gaumen mit schönem, elegantem<br />

Schmelz, breitet sich klar über die Zunge,<br />

saftig und leicht salzig, minimale<br />

Nachtrocknung. Gottardi, Innsbruck;<br />

GES Sorrentino, Delmenhorst; Vini Bee,<br />

Stabio, € 15,–<br />

•<br />

Batasarro Lamezia Riserva DOC<br />

2<strong>01</strong>7, Statti<br />

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase dezent<br />

und zurückhaltend, leichte Würze. Am<br />

Gaumen mit viel Frucht und Saft, von mittlerem<br />

Körper, wenig Tannin, sehr fruchtbetont,<br />

ausgewogen und klar.<br />

Ariane Abayan, Hamburg; Matasci,<br />

Tenero-Contra, € 20,–<br />

96<br />

•<br />

Kampanien<br />

Vigna Grande Cerzito Taurasi<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Azienda Agricola Quintodecimo<br />

Leuchtendes Rubin mit Granat. Elegante<br />

und duftende Nase, nach reifen Brombeeren,<br />

Waldfrüchte, Erdbeermarmelade,<br />

ein Hauch Blutorangen, Wachs, im<br />

Nachhall nach getrockneten Rosen, gezuckerten<br />

Veilchen und hellem Würzeton.<br />

Am Gaumen dicht und kernig, baut<br />

sich in vielen Schichten auf, wie aus einem<br />

Guss, reifer Fruchtkern, spannungsvoll,<br />

mit Kraft und Geschmeidigkeit, hallt<br />

sehr lange nach. Di Gennaro, Stuttgart;<br />

DM Vini, Luzern, € 130,–<br />

95<br />

•<br />

Terra di Lavoro Campania IGT 2<strong>01</strong>7<br />

Galardi<br />

Edles, dunkles Rubin mit Granat. Satte<br />

Nase, nach reifen Waldbeeren und satten<br />

Himbeeren, ein Hauch Brombeere, edler<br />

Würzeton im Nachhall nach Zimt und Gewürznelken.<br />

Am Gaumen kernig und salzig,<br />

spannt sich elegant über die Zunge<br />

mit reifer Frucht eingebettet in kerniges<br />

Tannin, eleganter Nachhall. Caastello<br />

Vini, Haßloch; Cave SA, Gland; Baur<br />

au Lac, Zürich; Ullrich, Zürich; IZZOS,<br />

Bruck an der Mur, € 45,–<br />

94<br />

•<br />

Vigna Cataratte Aglianico del<br />

Taburno Riserva DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Fontanavecchia<br />

Edles, leuchtendes Rubinrot. Einladende<br />

Nase, nach Edelholz, leicht rauchig, dann<br />

nach satten Waldbeeren, reifen Himbeeren,<br />

im Nachhall helles Harz. Am Gaumen<br />

ausgewogen und klar, mit kompakter,<br />

dunkler Frucht, straff und mit viel<br />

Druck, kraftvoller, langer Nachhall.<br />

Rindchens Weinkontor, Hamburg; Archetti,<br />

Basserdorf; Enoteca Capponi,<br />

Lausanne, € 22,–<br />

•<br />

Omaggio a Gillo Dorfles Aglianico<br />

Paestum IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Azienda Agricola San Salvatore 1988<br />

Tiefes Granat mit einem Tupfen Purpur.<br />

In der Nase nach Grafit, zart nach Edelhölzern,<br />

satten Kirschen, einem Hauch<br />

Salbei. Am Gaumen dicht, klar und kompakt,<br />

zeigt eng gewobenes, geschliffenes<br />

Tannin, dunkler Fruchtkern, anhaftend,<br />

hallt lange nach. Lorenz & Cavallo,<br />

Köln; Frischeparadies Niederreuther,<br />

München; Vergani, Zürich; AMC Weinimport,<br />

Saarbrücken, € 37,–<br />

Platz<br />

galardi – terra di lavoro<br />

Nach reifen Waldbeeren,<br />

edle Würze, salzig.<br />

93<br />

•<br />

Piano di Montevergine Taurasi<br />

Riserva DOCG 2<strong>01</strong>4<br />

Feudi di San Gregorio<br />

Helles Rubinrot. In der Nase zunächst<br />

leicht vegetal, nach weißem Pfeffer,<br />

dann nach Zimt und roten Beeren. Am<br />

Gaumen filigran und elegant, spannt sich<br />

saftig auf, leicht weitmaschiges Tannin,<br />

minimale Nachtrocknung.<br />

Morandell, Wörgl; Superiore, Dresden;<br />

Weinbastion, Ulm; Bindella, Zürich;<br />

Giovo GmbH, Frankfurt; Casa del Vino<br />

SA, Dietikon, € 23,–<br />

•<br />

Tenuta Jossa Campi Flegrei Bianco<br />

DOC 2<strong>01</strong>8, Cantine degli Astroni<br />

Intensives, leuchtendes Strohgelb mit einem<br />

Tropfen Goldgelb. In der Nase elegant<br />

und einladend, zart rauchig, nach<br />

Sulfit, mit satter Birne und Banane, auch<br />

nach gerösteten Haselnüssen im Nachhall.<br />

Zeigt sich am Gaumen mit elegantem<br />

Fruchtschmelz, saftig und salzig,<br />

breitet sich schön über die Zunge, eleganter<br />

Nachhall.<br />

cantineastroni.com, € 23,50<br />

•<br />

Taurasi Riserva DOCG 2<strong>01</strong>3<br />

Claudio Quarta<br />

Intensives, sattes Granat. Edle, würzige<br />

Nase, nach Unterholz und Tabak, zarte<br />

Lakritze, ein Hauch Grafit, im Nachhall<br />

Schwarze Johannisbeeren. Am Gaumen<br />

ausgewogen mit gut eingebundener Säure<br />

und geschliffenem Tannin, dicht und<br />

saftig, spannt sich schön auf, langer<br />

Nachhall. Divina Food, Dietlikon;<br />

Levini, Weinstadt, € 30,–<br />

•<br />

BIO Fren Taurasi DOCG 2<strong>01</strong>6<br />

Stefania Barbot<br />

Intensives Granat. In der Nase nach edlen<br />

Gewürzen und satten Amarenakirschen,<br />

ein Hauch Brombeere, sehr einladend.<br />

Am Gaumen ausgewogen, saftig und<br />

satt, mit kernigem Tannin, klarer, reifer<br />

Frucht und salzigem Unterton, spannt<br />

sich schön über die Zunge, lang anhaltend,<br />

ein voller Schluck Wein.<br />

Silkes Weinkellerei, Mettmann, € 35,–<br />

•<br />

Taurasi Riserva DOCG 2008<br />

Perillo<br />

Elegantes, sattes Granat. In der Nase<br />

vielschichtig, mit balsamischen Anklängen,<br />

leicht medizinal, nach etwas Zeit<br />

dann nach reifen Waldbeeren und<br />

Schwarzen Johannisbeeren, im Nachhall<br />

nach Edelpilzen. Am Gaumen dicht und<br />

geschliffen, breitet sich fein über die<br />

Zunge, mit südländischer Prägung, reifer<br />

Fruchtkern, wirkt mineralisch, im Nachhall<br />

filigrane Zehrung.<br />

Caastello Vini, Haßloch; Denz Weine,<br />

Zürich; Castello del Vino, Linz; Castello<br />

del Gusto, Kerpen;,€ 50,–<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

221


tasting / KAMPANIEN-Basilikata-Kalabrien trophy<br />

Alte Gärten mit lokalen<br />

Rebsorten kennzeichnen<br />

die Produktion im<br />

Süden Italiens.<br />

92<br />

•<br />

Cutizzi Greco di Tufo DOCG 2<strong>01</strong>9<br />

Feudi di San Gregorio<br />

Leuchtendes Strohgelb. In der Nase mit<br />

eleganter gelber Frucht, leicht nach weißen<br />

Blüten, etwas Sulfit. Am Gaumen<br />

straff und saftig, zeigt leichtes Salz, kühler<br />

Fruchtkern, mit sattem Nachdruck,<br />

kann sicherlich gut reifen.<br />

Morandell, Wörgl; Superiore, Dresden;<br />

Weinbastion, Ulm; Bindella, Zürich;<br />

Giovo GmbH, Frankfurt; Casa del Vino<br />

SA, Dietikon, € 9,80<br />

•<br />

Senete Falanghina del Sannio DOC<br />

2<strong>01</strong>9, La Guardiense<br />

Strahlendes Strohgelb. Einladende und<br />

duftige Nase, nach weißem Pfirsich, Birnen<br />

und einer Prise weißer Blüte, wirkt<br />

fein und gelbfruchtig. Am Gaumen mit<br />

klarer und saftiger Frucht, salzig, strahlend<br />

und mit harmonischem Verlauf,<br />

bleibt angenehm haften.<br />

Stoppervini, Lugano, € 10,–<br />

•<br />

Campi Taurasini Iprinia DOC 2<strong>01</strong>6<br />

Fonzone<br />

Dunkles Rubin mit einem Tropfen Purpur.<br />

In der Nase nach Weihrauch, dezenter<br />

Edelholzanklang, Schwarze Johannisbeeren,<br />

leicht nach Minze. Spannt sich<br />

am Gaumen mit feiner Creme auf, dicht<br />

und kompakt, endet im Finale auf klaren<br />

Würzenoten, kann ruhig noch etwas liegen<br />

bleiben. Sardo Vino, Ludwigsburg;<br />

Hofer Wine & Spirits, Zürich, € 14,90<br />

•<br />

Vigna Ortale Greco di Tufo DOCG<br />

2<strong>01</strong>8, Cantine di Marzo<br />

13,5 Vol.-%, DIAM. Intensives, brillantes<br />

Strohgelb mit einem Tropfen Hellgold. In<br />

der Nase zu Beginn etwas verhalten, öffnet<br />

sich mit etwas Zeit auf Noten von<br />

Edelpilzen, Kräutern und ganz leicht auf<br />

goldener Birne. Am Gaumen mit toller<br />

Saftigkeit, kompakt und klar, mit sattem<br />

Druck, auch salzig, langer Nachhall.<br />

Liechti, Basel; Buongustaio, Hohenems;<br />

Mark Skodocks Wein, Hannover<br />

€ 18,–<br />

•<br />

Strione Falanghina Campania IGT<br />

2<strong>01</strong>5, Cantine degli Astroni<br />

Intensives, leuchtendes Goldgelb. In der<br />

Nase deutlich mineralisch, nach Meersalz<br />

und Sulfit, goldene Frucht und leichte<br />

Würze im Nachhall. Am Gaumen besonders<br />

cremig in der Frucht und salzig<br />

im Nachhall, spannt sich weit auf, sehr<br />

eigenständig und funkelnd, hallt lange<br />

nach. cantineastroni.com, € 20,–<br />

•<br />

Elea Greco Paestum IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Azienda Agricola San Salvatore 1988<br />

Helles Strohgelb. In der Nase zunächst<br />

leicht würzig, dann nach weißer Trüffel,<br />

gedörrter Banane und einem Hauch weißem<br />

Pfeffer. Am Gaumen saftig und mit<br />

zartem Schmelz, öffnet sich kompakt<br />

und mit elegantem Druck, cremiger<br />

Touch, mit langem Nachhall.<br />

Lorenz & Cavallo, Köln; Frischeparadies<br />

Niederreuther, München; Vergani,<br />

Zürich; AMC Weinimport, Saarbrücken,<br />

€ 23,–<br />

•<br />

Opera Mia Taurasi DOCG 2<strong>01</strong>4<br />

Tenuta Cavalier Pepe<br />

Intensives Rubin mit Granat. Duftige und<br />

frisch anmutende Nase, nach frischen<br />

Waldbeeren, rotem Pfirsich, Rosenblatt<br />

und rotem Pfeffer. Zeigt sich am Gaumen<br />

saftig und klar, mit geschliffenem<br />

Fruchtkern, engmaschigem Tannin,<br />

leichtem Salz und elegantem Nachklang.<br />

Derksen, Leobendorf; Il Panino, Reutlingen;<br />

Vini e Dolci, Gummersbach-<br />

Derschlag; Caporaso, Würenlingen<br />

€ 26,–<br />

•<br />

Cara Cara Falanghina Benevento<br />

IGT 2<strong>01</strong>7, Terre Stregate<br />

Helles Strohgelb. In der Nase nach weißem<br />

Pfirsich, weißen Blüten, im Nachhall<br />

duftig und leicht nach Banane. Am<br />

Gaumen sehr fein und mit leichter<br />

Creme, spannt sich elegant über die Zunge,<br />

voll und satt mit klarer gelber Frucht,<br />

langer Abgang. Schelte, Köln; Rossini,<br />

Hannover; Giovo GmbH, Frankfurt;<br />

capomondo; Luigia, Genf, € 28,–<br />

•<br />

Bosco Faiano Taurasi DOCG 2<strong>01</strong>3<br />

I Capitani<br />

Intensives Granat. In der Nase leicht balsamisch,<br />

nach Zederholz, Minze, Brombeeren,<br />

dann wieder nach nassem Stein,<br />

im Nachhall edle Amarenakirsche. Am<br />

Gaumen ausgewogen und saftig, mit eng<br />

gewobenem Tannin, dezenter Würze und<br />

saftig-kernigem Nachhall.<br />

icapitani.com, € 30,–<br />

•<br />

Horus Taurasi Riserva DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Canonico & Santoli<br />

Intensives Granat. Einladende und kompakte<br />

Nase, nach reifer Brombeere und<br />

edlem Gewürzton. Am Gaumen dicht und<br />

satt, breitet sich mit präsentem und gut<br />

Aglianico ist hier die<br />

wichtigste rote Sorte.<br />

eingebundenem Tannin über die Zunge,<br />

geschliffen, mit Nachdruck.<br />

inx.canonicoesantoli.it, € 35,–<br />

91<br />

•<br />

Greco di Tufo DOCG 2<strong>01</strong>9<br />

Feudi di San Gregorio<br />

Leuchtendes Strohgelb. In der Nase frisch,<br />

nach Zitrusfrucht, Limette, im Nachhall<br />

nach Holunderblüten. Am Gaumen saftig<br />

und leicht salzig, vibrierender Verlauf,<br />

strahlend, mit beachtlicher Länge.<br />

Morandell, Wörgl; Superiore, Dresden;<br />

Weinbastion, Ulm; Bindella, Zürich;<br />

Giovo GmbH, Frankfurt; Casa del Vino<br />

SA, Dietikon, € 7,90<br />

•<br />

Janare Falanghina del Sannio DOC<br />

2<strong>01</strong>9, La Guardiense<br />

Intensives, helles Strohgelb. In der Nase<br />

nach kandiertem Pfirsich, Orangenblüten<br />

und Williamsbirne, ein Hauch Banane.<br />

Öffnet sich saftig und mit rassigem Säurenerv,<br />

klarer Fruchtkern, mit Nachdruck,<br />

gute Länge.<br />

Stoppervini, Lugano, € 8,–<br />

•<br />

Erta dei Ciliegi Casavecchia Terre<br />

del Volturno IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Viticoltori del Casavecchia<br />

Rubin mit Purpur. Sehr duftige Nase,<br />

Fotos: Shutterstock<br />

222 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Für eine Welt,<br />

in der Designkunst<br />

neuen Raum erhält.<br />

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Minotti, das ist mehr als „Designkunst, made in Italy“. Minotti ist pure Exzellenz.<br />

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tasting / KAMPANIEN-basilikata-kalabrien trophy<br />

nach Zimt und Erdbeertrauben, nach<br />

Zwetschge und Veilchen. Am Gaumen<br />

mit geschliffener Frucht, zeigt viel Spannung<br />

und druckvolles, kompaktes Tannin,<br />

noch jung, sehr eigenständig.<br />

viticoltoridelcasavecchia.it, € 8,–<br />

•<br />

Brunilde di Menzione Aglianico del<br />

Vulture DOC 2<strong>01</strong>9<br />

Schenk Italian Wineries<br />

Intensives Rubinrot. Klare und präzise<br />

Nase, nach reifen Himbeeren, reifen<br />

Walderdbeeren und einem Hauch edler<br />

Gewürztöne. Am Gaumen saftig und kernig,<br />

spannt sich leicht salzig über die<br />

Zunge, wahrnehmbares Tannin, das sich<br />

aber gut in das Ensemble einbettet.<br />

Morandell, Wörgl; Schenk, Baden<br />

Baden; Schenk S.A., Rolle, € 8,50<br />

•<br />

Aglianico del Taburno DOCG 2<strong>01</strong>7<br />

Fontanavecchia<br />

Leuchtendes Rubinrot. Von mittlerem<br />

Ausdruck in der Nase, vorwiegend helle<br />

Würzetöne, reife Kirschfrucht. Am Gaumen<br />

dicht und mit saftigem Tannin,<br />

spannt sich mit sahnigem Schmelz elegant<br />

und fein über die Zunge, mit Druck,<br />

hallt lange nach. Rindchens Weinkontor,<br />

Hamburg; Archetti, Basserdorf;<br />

Enoteca Capponi, Lausanne, € 11,–<br />

•<br />

BIO Aglianico del Tamburo DOCG<br />

2<strong>01</strong>6, La Fortezza<br />

Dunkles Rubin. In der Nase feiner Zimt-<br />

Duft, dann nach Walderdbeeren und reifen<br />

Hagebutten, im Nachhall etwas roter Pfeffer.<br />

Saftig am Gaumen mit klarer Frucht,<br />

ausgewogen, wirkt sehr frisch, im Finale<br />

leicht salzig, beachtlicher Trinkfluss.<br />

Vini & Olii, Unterföhring; Borgovecchio,<br />

Balerna<br />

€ 13,50<br />

Die weiße Falanghina wird<br />

um Neapel angebaut.<br />

•<br />

Jungano Aglianico Paestum IGT<br />

2<strong>01</strong>8, Azienda Agricola San Salvatore<br />

1988<br />

Dunkles Rubin mit einem Tupfen Granat.<br />

Nach reifen Kirschen und reifen Erdbeeren<br />

in der Nase, dezenter, heller Lederton.<br />

Am Gaumen sehr saftig und mit klarer,<br />

dunkler Pflaumenfrucht, zeigt saftiges<br />

Tannin, leichte Salzigkeit begleitet<br />

das Finale. Lorenz & Cavallo, Köln;<br />

Frischeparadies Niederreuther, München;<br />

Vergani, Zürich; AMC Weinimport,<br />

Saarbrücken, € 14,50<br />

•<br />

Taurasi DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Feudi di San Gregorio<br />

Intensives Rubinrot. In der Nase nach<br />

satten Kirschen, dezent fleischiger Ton,<br />

nicht fehlerhaft, im Nachhall feine Würze.<br />

Am Gaumen dicht und präsent,<br />

spannt sich mit saftigem Tannin über<br />

die Zunge, kernig und klar, noch jung,<br />

minimale Nachtrocknung.<br />

Morandell, Wörgl; Superiore, Dresden;<br />

Weinbastion, Ulm; Bindella, Zürich;<br />

Giovo GmbH, Frankfurt; Casa del Vino<br />

SA, Dietikon, € 15,–<br />

•<br />

BIO Fuocoallegro Piedirosso<br />

Vesuvio DOC 2<strong>01</strong>9, Casa Setaro<br />

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase nach<br />

frischen Zwetschgen, Kirschen und Veilchen,<br />

wirkt blumig und fruchtsüß. Zeigt<br />

sich am Gaumen mit klarer, dunkler Beerenfrucht,<br />

saftig-straffem Tannin, welches<br />

sich durch den ganzen Trunk durchzieht,<br />

eisenhaltig und mineralisch, passt<br />

toll als Speisenbegleiter.<br />

casasetaro.it, € 16,–<br />

•<br />

Aglianico Sannio DOC 2<strong>01</strong>9<br />

Vino Palma<br />

Leuchtendes Rubinrot. Fruchtbetonte,<br />

leicht würzige Nase, nach frischen Himbeeren<br />

und Waldfrüchten, leicht vegetabiler<br />

Unterton, im Nachhall nach Hagebutten.<br />

Spannt sich klar und saftig am<br />

Gaumen auf, mittlerer Körper, zieht einen<br />

saftigen Nerv von vorne bis hinten durch,<br />

klares Finale.<br />

vinopalma.ch, € 16,50<br />

•<br />

Greco di Tufo DOCG 2<strong>01</strong>9<br />

Claudio Quarta<br />

Intensives, leuchtendes Strohgelb. In der<br />

Nase mit präsenter, klarer Zitrusfrucht,<br />

leicht kandiert, mineralisch-sulfitiger Anklang.<br />

Zeigt sich mit schöner Harmonie<br />

am Gaumen, saftig und mineralisch,<br />

spannt sich salzig über die Zunge, klarer<br />

Verlauf. Divina Food, Dietlikon; Levini,<br />

Weinstadt, € 16,50<br />

•<br />

Celsì Aglianico Irpinia DOC 2<strong>01</strong>5<br />

Fiorentino<br />

Dunkles Granat. Satte, einladende Nase,<br />

nach reifen Waldbeeren, Orangentee und<br />

dezenten Gewürznelken, im Nachhall<br />

Amarenakirsche. Am Gaumen mit schöner<br />

Dichte und saftig-kernigem Tannin,<br />

breitet sich toll über die Zunge, ausgewogen,<br />

im Nachhall feine Würze.<br />

Castello Vini, Haßloch; Irpinia, Frenkendorf,<br />

€ 18,–<br />

•<br />

Fiano di Avellino DOCG 2<strong>01</strong>9<br />

Vino Palma<br />

Intensives, strahlendes Strohgelb. In der<br />

Nase nach Eichenholz, Banane, reifer Birne,<br />

im Nachhall nach Peche Melba. Satt<br />

und cremig am Gaumen, herzhaft, füllt<br />

den Mund schön aus, dabei saftig und mit<br />

kühler Frucht, in sich stimmig.<br />

vinopalma.ch, € 18,50<br />

•<br />

BIO Pietrafumante Caprettone<br />

Spumante Metodo Classico Millesimato<br />

Brut 2<strong>01</strong>7, Casa Setaro<br />

Leuchtendes, helles Goldgelb im Glas.<br />

In der Nase nach reifer Zitrone, einem<br />

Hauch Sulfit, dann wieder Meersalz, im<br />

Nachhall nach Brotkruste. Zeigt sich am<br />

Gaumen mit gut eingebundener Perlage,<br />

sehr frisch und saftig, leicht salzig, wirkt<br />

in sich stimmig, eine tolle Überraschung.<br />

casasetaro.it, € 21,–<br />

•<br />

BIO Ion Campi Taurasini Irpinia<br />

DOC DOC 2<strong>01</strong>7, Stefania Barbot<br />

Tiefdunkles Granat mit purpurnen Reflexen.<br />

In der Nase nach reifen Zwetschgen<br />

und reifen Kirschen, ein Hauch nasser<br />

Stein. Am Gaumen satt und druckvoll,<br />

zeigt klare, dunkelbeerige Frucht, hat viel<br />

präsentes Tannin vorzuweisen, im Nachhall<br />

harzig und mit dezenter Zehrung.<br />

Silkes Weinkellerei, Mettmann<br />

€ 22,–<br />

•<br />

Dioniso Aglianico Colli di Salerno<br />

IGT 2<strong>01</strong>5, Tempere<br />

Dunkles Granat. In der Nase nach offen-<br />

herziger Beerenfrucht, satten Kirschen,<br />

Erbeerkonfitüre und edlem Würze-Nachhall.<br />

Am Gaumen sehr würzig und ledrig,<br />

auch saftig, sogar leicht salzig, zeigt sich<br />

eigenständig und charaktervoll, gewisse<br />

Eleganz.<br />

vino-tempere.it, € 22,–<br />

•<br />

Terra di Rosso Piedirosso Campania<br />

IGT 2<strong>01</strong>7, Galardi<br />

Sattes Granat. Zeigt sich in der Nase mit<br />

intensiven Waldbeer-Aromen, reife Himbeere,<br />

leicht erdig-harzig im Nachhall.<br />

Am Gaumen zunächst saftig und mit knackiger<br />

Waldbeer-Frucht, zeigt ordentlich<br />

Würze, etwas vegetal, geht im Abgang<br />

leicht auseinander, macht mehr Spaß,<br />

wenn man ihn vorher lüftet.<br />

Caastello Vini, Haßloch; Cave SA,<br />

Gland; Baur au Lac, Zürich; Ullrich,<br />

Zürich; IZZOS, Bruck an der Mur<br />

€ 24,–<br />

•<br />

Brancato Fiano di Avellino DOCG<br />

2<strong>01</strong>7, Tenuta Cavalier Pepe<br />

Strahlendes Hellgold. In der Nase etwas<br />

verschlossen, schüchterne Gelbfrucht.<br />

Am Gaumen satt und leicht cremig, breitet<br />

sich fein über die Zunge, trocken, mit<br />

leicht salzigem Nachhall.<br />

Derksen, Leobendorf; Il Panino, Reutlingen;<br />

Vini e Dolci, Gummersbach-<br />

Derschlag; Caporaso, Würenlingen<br />

€ 33,–<br />

•<br />

Taurasi DOCG 2<strong>01</strong>5<br />

Fiorentino<br />

Intensives Granat mit einem Tropfen<br />

Purpur. Würzig-fleischige Nase, nach<br />

Zwetschgen, grünem Pfeffer, Salbei und<br />

einer Prise Blut, im Nachhall nach einiger<br />

Zeit auch Amarenakirsche. Am Gaumen<br />

dicht und satt, breitet sich mit eng gewobenem<br />

Tannin über die Zunge, leichte Bitterkeit<br />

in der Frucht, bleibt lange haften.<br />

Castello Vini, Haßloch; Irpinia, Frenkendorf,<br />

€ 33,–<br />

•<br />

Taurasi Riserva DOCG 2<strong>01</strong>2<br />

Vino Palma<br />

Intensives Granat. In der Nase nach reifen<br />

Waldbeeren, ein Hauch Teer, dann Leder,<br />

auch eine Prise Lack, im Nachhall nach<br />

Milchschokolade. Am Gaumen leicht<br />

süßlicher Schmelz in griffiges Tannin<br />

gehüllt, mächtig, im Nachhall leicht<br />

nachzehrend.<br />

vinopalma.ch, € 46,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

falstaff.com/kampanien-trophy-21<br />

Foto: Shutterstock<br />

224 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

MIT DER KRAFT<br />

Ein wachsende Zahl von engagierten Winzerbetrieben zeigt das Potenzial im Weinbaugebiet<br />

Vulkanland Steiermark auf. Seit Einführung des DAC-Herkunftssystems weisen die terroirgeprägten<br />

Weine der Regionen einen weiteren klaren Aufwärtstrend auf.<br />

TEXT & NOTIZEN VON PETER MOSER<br />

Das <strong>Falstaff</strong>-<strong>Magazin</strong> hat die<br />

Winzer der Region eingeladen,<br />

ihre Weißweine in unterschiedlichen<br />

Kategorien zur<br />

»Vulkanland Steiermark DAC<br />

Trophy <strong>2021</strong>« einzureichen. Diesmal war<br />

die Teilnahme mit trockenen (bei der Rebsorte<br />

Traminer auch halbtrockenen) Weißweinen<br />

aus den Jahrgängen 2<strong>01</strong>9 und 2<strong>01</strong>8<br />

möglich, bewertet wurden die führenden<br />

Rebsorten sowie weiße Cuvées. Insgesamt<br />

verfügt das in viele »Anbauinseln« geografisch<br />

wie geologisch stark gegliederte Wein-<br />

baugebiet mit etwas mehr als 1500 Hektar<br />

Weingärten über eine etwas größere Fläche<br />

als die Wachau in Niederösterreich, ist aber<br />

so wie diese sehr kleinteilig strukturiert.<br />

Für diese »Vulkanland Steiermark DAC<br />

Trophy <strong>2021</strong>« haben wir uns folgende Sorten<br />

vorgenommen: den Weißburgunder<br />

(239 ha), den Sauvignon Blanc (108 ha),<br />

den Morillon oder Chardonnay (92 ha),<br />

den Grauburgunder, der sich rund um den<br />

Stradner Kogel sehr wohl fühlt, sowie die<br />

Traminer-Spielarten, die sich auf den Raum<br />

Klöch konzentrieren. Die dominierende<br />

Weißweinsorte ist immer noch der Welschriesling<br />

mit 320 Hektar, der als idealer<br />

Wein für die zahlreichen Buschenschänken<br />

allerdings nur regionale Bedeutung hat.<br />

Insgesamt wurden von den teilnehmenden<br />

Betrieben 135 Weine eingereicht, die besten<br />

Weine pro Sorte und Jahrgang wurden mit<br />

der Trophy ausgezeichnet. Neben sehr<br />

bekannten Namen konnte die Jury wieder<br />

einige Newcomer entdecken, die sich mit qualitativ<br />

sehr ansprechenden Weinen empfehlen.<br />

Bei einem Besuch in der Region lässt sich die<br />

enorme Vielfalt am besten erschließen.<br />

Foto: Weingut Neumeister<br />

226 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


DER VULKANE<br />

Die Kirchen von Straden<br />

bekrönen den Hügel, an<br />

dessen Hängen tolle<br />

Grauburgunder und<br />

Morillons wachsen.<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

227


tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

96<br />

Sauvignon Blanc<br />

2<strong>01</strong>8<br />

1. Platz<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Buch GSTK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife gelbe Tropenfrucht, etwas<br />

Holzwürze unterlegt Grapefruitzesten,<br />

Stachelbeernoten, Blütenhonig klingt an.<br />

Straff, elegant, facettenreiche Säurestruktur,<br />

mineralisch, zarte Apfelfrucht, salziger<br />

Nachhall, balancierter, finessenreicher<br />

Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.<br />

frauwallner.com, € 29,–<br />

95<br />

•<br />

BIO Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Moarfeitl GSTK<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Röstaromatik, etwas nach<br />

Guave und Johannisbeere, dunkle Mineralität<br />

unterlegt von Orangenzesten. Gute<br />

Komplexität, balanciert und straff, eleganter<br />

Säurebogen, finessenreiche Fruchtnuancen<br />

nach Papaya, mineralisch-salzig,<br />

bleibt gut haften, sicheres Potenzial.<br />

neumeister.cc, € 37,–<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden Privat 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Holzwürze, Orangenschalen<br />

unterlegen Stachelbeernoten, ein Hauch<br />

von Cassis, dunkle Mineralität, facettenreich.<br />

Saftig, straff, komplex, finessenreiche<br />

Säurestruktur, würzig, gute Länge,<br />

zarter Limettentouch, ein Hauch von<br />

Tropenfrucht im Nachhall, sicheres<br />

Reifepotenzial.<br />

frauwallner.com, € 50,–<br />

94<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kratzer Vinothekfüllung<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Frühwirth, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Karamellnote unterlegt Johannisbeernoten,<br />

ein Hauch von Papaya<br />

und Ananas, feine Würze klingt an. Saftig,<br />

elegant, engmaschig, zart nach Cassis, etwas<br />

dunkle Mineralität, kraftvolles Finish,<br />

integrierte Säurestruktur, bleibt gut haften,<br />

sicheres Potenzial.<br />

fruehwirth.at<br />

€ 15,–<br />

•<br />

BIO Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Klausen 1STK<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternote, ein Hauch von<br />

Orangenzesten, zart nach Maracuja, feine<br />

Stachelbeernoten, Nougatnoten klingen<br />

an. Komplex, saftig, elegant, facettenreiche<br />

Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

dunkle Mineralität, vielschichtiger Speisenbegleiter<br />

mit Potenzial.<br />

neumeister.cc, € 24,–<br />

92<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kirchenegg 2<strong>01</strong>8<br />

Weinbau Gölles, Fehring<br />

12,7 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nussige Nuancen unterlegen<br />

reife Tropenfrucht, etwas nach Blütenhonig,<br />

Karamell klingt an. Saftig, straff, integrierte<br />

Säurestruktur, etwas nach Vanille,<br />

Mangonoten im Abgang, mineralischer<br />

Nachhall, bleibt gut haften, vielseitiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

weinbau-goelles.at, € 14,90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Seindl 2<strong>01</strong>8<br />

Müller Klöch, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuternoten unterlegen<br />

Ananas, ein Hauch von gelbem Paprika,<br />

Blütenhonig klingt an. Mittlere Komplexität,<br />

saftig, straff, feine Extraktsüße, Honig<br />

und Kokosflocken klingen an, bleibt gut<br />

haften, guter Speisenbegleiter.<br />

weingut-mueller.at, € 19,–<br />

Die Weißweine des Vulkanlands<br />

punkten mit Komplexität und<br />

mineralischer Frische.<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Preguckenberg 2<strong>01</strong>8<br />

Weinhof Gollenz, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DIAM. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze, etwas nach Cassis,<br />

ein Hauch von Maracuja, feine Limettenzesten,<br />

frisches Bukett. Saftig, lebendige<br />

Struktur, mineralisch, weißer Apfel,<br />

salziger Nachhall, bleibt gut haften, guter<br />

Speisenbegleiter.<br />

weinhof-gollenz.at, € 22,50<br />

94<br />

Sauvignon Blanc<br />

2<strong>01</strong>9<br />

1. Platz<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Neusetzberg 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13,5 Vol.-%, DIAM. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Dezentes weißes Steinobst unterlegt<br />

mit Kräuterwürze, ein Hauch von gelbem<br />

Paprika, Cassis unterlegt, attraktives<br />

Bukett. Komplex, saftig, straff, lebendiger<br />

Säurebogen, Klementinen im Abgang, mineralisch,<br />

Birnentouch im Nachhall, sicheres<br />

Potenzial. krispel.at, € 21,–<br />

93<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC St. Peter 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Rauch, St. Peter<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Zitrusnoten, etwas nach<br />

Cassis, feine Kräuternoten, frische florale<br />

Nuancen, Brombeerblätter klingen an.<br />

Saftig, straff, eingebundener Säurebogen,<br />

gelbes Kernobst im Abgang, salzig-mineralisch<br />

im Nachhall, bleibt gut haften,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weinhof-rauch.at, € 12,90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Stachelbeeren, ein Hauch<br />

von Kräutern, etwas nach frischer Mango,<br />

einladendes Bukett. Saftig, ein Hauch von<br />

weißem Kernobst, frisch und lebendig<br />

strukturiert, engmaschig im Abgang,<br />

Zitrus im Nachhall, sicheres Potenzial.<br />

frauwallner.com, € 15,50<br />

92<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Kratzer 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frühwirth, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Weiße Tropenfrucht unterlegt mit<br />

Blütenhonig, zart nach Klementinen, etwas<br />

nach Litschi. Saftig, komplex, elegant,<br />

fruchtsüß nach Mango und frischen Stachelbeeren,<br />

mineralisch-salzig, eleganter<br />

Sortenvertreter mit Potenzial.<br />

fruehwirth.at, € 9,50<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland<br />

Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Etwas Kräuterwürze, ein Hauch von<br />

Stachelbeere und Cassis, Limettenzesten<br />

klingen an, einladendes Bukett. Saftig, engmaschig,<br />

rassige Säurestruktur, minerali-<br />

Fotos: Shutterstock, Claudia Schindlmaißer<br />

228 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


scher Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

frauwallner.com, € 9,60<br />

•<br />

BIO Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

GSTK Kapfenstein 2<strong>01</strong>9, Weingut Winkler-Hermaden<br />

Kapfenstein<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Dezente<br />

gelbe Tropenfrucht, zart nach Mango, ein Hauch von Johannisbeere,<br />

kandierte Orangenzesten, einladendes Bukett.<br />

Saftig, elegant, feine Struktur, mineralisch, eingebundener<br />

Säurebogen, lebendig, feines weißes Steinobst im<br />

Abgang, bleibt gut haften, vielseitiger Speisenbegleiter<br />

mit Potenzial. winkler-hermaden.at, € 14,–<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

Straden 2<strong>01</strong>9, Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine grasige<br />

Nuancen unterlegt von Zitruszesten und Stachelbeere, ein<br />

würziges Bukett. Mittlerer Körper, saftig, elegant, eingebundene<br />

Säurestruktur, weißes Kernobst im Abgang,<br />

würziger Nachhall. krispel.at, € 14,50<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

St. Anna 2<strong>01</strong>9, Josef Scharl – Charakterweine<br />

St. Anna am Aigen<br />

12 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Kräuternoten<br />

unterlegen Cassis, ein Hauch von Blüten, zart<br />

nach Nelken, frisches Bukett. Saftig, lebendig, eingebundene<br />

Säurestruktur, Limetten klingen an, etwas nussig im<br />

Nachhall. weinhof-scharl.at, € 14,90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC Ried<br />

Oberberg 2<strong>01</strong>9, Weinhof Rauch, St. Peter<br />

14,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Reife Tropenfrucht,<br />

etwas nach Honigmelone, ein Hauch von Ananas,<br />

reife Stachelbeere unterlegt mit kandierten Orangenzesten.<br />

Kraftvoll, elegant, feine Säurestruktur, fruchtsüß<br />

nach Marillen, stoffiger Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

weinhof-rauch.at, € 16,40<br />

91<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

St. Anna 2<strong>01</strong>9, Weinbau Grießbacher<br />

Sankt Anna am Aigen<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Reife<br />

Stachelbeere, ein Hauch von Kräuterwürze, zart nach<br />

Grapefruit, etwas Pfirsich. Saftig, elegant, integrierter<br />

Säure bogen, fruchtsüß nach Tropenfrucht, feinwürzig<br />

im Abgang, unkomplizierter Speisenbegleiter.<br />

weinbau-griessbacher.at, € 7,50<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Domittner, Klöch<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Zart<br />

nach Granny-Smith-Apfel unterlegt mit Blütenhonig,<br />

etwas Wiesenkräuter, ein Hauch von Zitruszesten, frisches<br />

Bukett. Saftig, feine Säurestruktur, Fruchtsüße nach Weingartenpfirsich,<br />

mineralisch, bereits gut antrinkbar, sicherer<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingut-domittner.at, € 8,–<br />

•<br />

BIO Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

2<strong>01</strong>9 , Tropper Weine, Straden<br />

11,8 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Etwas Wiesenkräuter,<br />

zart nach weißem Kernobst, ein Hauch von Birnen,<br />

frische Limettenzesten, einladendes Bukett. Saftig,<br />

elegant, feine Säurestruktur, mineralisch, Pfirsichnoten im<br />

Abgang, bleibt gut haften, unkomplizierter Speisenbegleiter.<br />

wein-tropper.at, € 8,50<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC Gleichenberg<br />

2<strong>01</strong>9, Weingut Leitgeb, Bad Gleichenberg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Wiesenkräuter<br />

unterlegen gelbe Tropenfrucht, kandierte Orangenzesten,<br />

floraler Touch. Mittlerer Körper, saftig, feine<br />

Struktur, mineralisch, eingebundene Säurestruktur, Papaya<br />

im Abgang, bereits gut antrinkbar.<br />

weingut-leitgeb.at, € 9,30<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Rossmann, Sankt Peter am Ottersbach<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Wiesenkräuter,<br />

etwas nach Stachelbeere, ein Hauch von Ananas,<br />

weißes Kernobst klingt an. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, feinwürzig, extraktsüßes<br />

Finish, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-rossmann.at, € 9,50<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Josef Scharl – Charakterweine, St. Anna am Aigen<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart floraler<br />

Touch unterlegt mit Zitrusnuancen, ein Hauch von Stachelbeere,<br />

feine Wiesenkräuter. Mittlerer Körper, saftig, elegant,<br />

gelbe Fruchtnuancen, zart salzig, integrierte Säurestruktur,<br />

mineralisches Finish.<br />

weinhof-scharl.at, € 9,90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

Oststeiermark Sauvignons Rast 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Posch, Pischelsdorf i. d. Steiermark<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Wiesenkräuter,<br />

zart nach Tabakwürze, ein Hauch von gelbem<br />

Paprika und etwas weißes Kernobst. Saftig, extraktsüß,<br />

eingebundene Säurestruktur, mineralisch, Stachelbeere<br />

im Abgang, bereits gut antrinkbar.<br />

posch-weine.at, € 10,50<br />

•<br />

BIO Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

Straden 2<strong>01</strong>9, Bioweinhof Monschein, Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Mit feinem<br />

Blütenhonig unterlegte reife Stachelbeere, etwas nach<br />

Orangenzesten, zart florale Nuancen. Saftig, frische Struktur,<br />

mineralisch-salzig, weißes Kernobst im Abgang, bleibt<br />

gut haften, elegant und strukturiert.<br />

wein-monschein.at, € 12,20<br />

90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Buschenschank Altenbacher, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Mit frischer<br />

Kräuterwürze und Grapefruitzesten unterlegte Stachelbeernote,<br />

zart nach Litschi und Pfirsich. Mittlerer Körper,<br />

grüner Apfel, frische Säurestruktur, mineralisch-salzig im<br />

Abgang, zitroniger Rückgeschmack.<br />

weingut-altenbacher.at, € 7,90<br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC<br />

Riegersburg 2<strong>01</strong>9, Weinbau Gölles, Fehring<br />

12,7 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Einladender<br />

Duft nach gelber Tropenfrucht, zart nach Mango, etwas<br />

Cassis, weißes Steinobst klingt an. Saftig, elegant, balancierte<br />

Säurestruktur, gelbe Apfelfrucht im Abgang, kraftvolles<br />

Finish, bereits gut antrinkbar.<br />

weinbau-goelles.at, € 9,50<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

229<br />

Lenz Moser Selection –<br />

Weine von höchster Qualität<br />

und Güte.<br />

Weinkellerei Lenz Moser<br />

@weinkellerei_lenzmoser<br />

www.lenzmoser.at


tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

•<br />

Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark<br />

DAC, Tieschen 2<strong>01</strong>9,<br />

Weinhof Gollenz, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tropenfrucht, zart nach Orangenzesten,<br />

ein Hauch von Ananas, etwas<br />

Lemongrass. Saftig, frisch, eingebundene<br />

Säurestruktur, zart nach Melone, etwas<br />

Stachelbeere im Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-gollenz.at, € 9,90<br />

Chardonnay/Morillon<br />

2<strong>01</strong>8<br />

95<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Moarfeitl GSTK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Röstaromatik, etwas nach reifer<br />

Tropenfrucht, dunkle Mineralität, Mandarinenzesten,<br />

vielschichtiges Bukett.<br />

Komplexer Körper, saftig, elegant, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch, extraktsüß,<br />

Birnenfrucht, sicheres Potenzial.<br />

neumeister.cc, € 37,–<br />

94<br />

•<br />

Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Buch GSTK 2<strong>01</strong>8, Weingut<br />

Frauwallner, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladender Duft nach gelber Tropenfrucht,<br />

zart nach Papaya, ein Hauch<br />

von kandierten Mandarinenzesten, rauchige<br />

Nuancen. Saftig, straff, extraktsüß, zarte<br />

Holzwürze, feine Säurestruktur, Klementinen<br />

im Nachhall, sehr harmonisch,<br />

gute Länge, sicheres Reifepotenzial.<br />

frauwallner.com, € 27,–<br />

93<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC, Ried Rosenleiten 1STK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Winkler-Hermaden<br />

Kapfenstein<br />

12,9 Vol.-%, VL. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Apfelfrucht, etwas Blütenhonig,<br />

ein Hauch von Wiesenkräutern, floraler<br />

Touch, kandierte Orangenzesten, attraktives<br />

Bukett. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

cremig, Quitte im Abgang, feine<br />

Holznuancen, gutes Potenzial.<br />

winkler-hermaden.at, € 12,50<br />

•<br />

Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Rosenberg Koasasteffl 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Frühwirth, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Karamellnuancen, ein Hauch<br />

von reifer Tropenfrucht, Papaya klingt an,<br />

attraktives Bukett. Saftig, elegant, vielschichtig,<br />

mineralisch, zart nach Ananas,<br />

etwas Blütenhonig, vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

fruehwirth.at, € 15,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Aunberg Reserve 2<strong>01</strong>8<br />

Weinhof Platzer, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit etwas Röstaromatik unterlegte<br />

Mangonoten, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

zart nach Ananas. Gute Komplexität,<br />

stoffig, integrierter Säurebogen,<br />

etwas Honigmelone im Abgang, Vanille im<br />

Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-platzer.at, € 16,–<br />

92<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Klöchberg 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Engel, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DIAM. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuternoten, etwas nach<br />

Mandarinen und Papaya, feine Tropenfruchtnoten,<br />

Melisse unterlegt. Mittlerer<br />

Körper, saftig, feine Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

eingebundene Säurestruktur,<br />

Apfelfrucht im Abgang, würziger Nachhall.<br />

engelweine.at, € 18,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Königsberg – 2<strong>01</strong>8<br />

Weinhof Gollenz, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DIAM. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Einladender Blütenhonig unterlegt<br />

reife Tropenfrucht, etwas nach Ananas,<br />

Honigmelone klingt an, kandierte Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

cremig, Mangonoten im Abgang,<br />

salzig im Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

weinhof-gollenz.at, € 19,–<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Schemming – 2<strong>01</strong>8<br />

Fischer Weine, Sankt Anna am Aigen<br />

13 Vol.-%, NK, Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Einladendes Bukett nach reifer Mango,<br />

etwas Apfelfrucht unterlegt mit Blütenhonig,<br />

Klementinenzesten, Kräuterwürze<br />

klingt an. Frische Struktur, seidig, elegant,<br />

eingebundener Säurebogen, frisches<br />

Kernobst im Abgang, lebendiges Finish.<br />

fischer-weine.at, € 24,–<br />

91<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU 2<strong>01</strong>8<br />

Weinhof Thurner-Seebacher, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine kandierte Orangenzesten,<br />

etwas Ananas, ein Hauch von Guave, Blütenhonig<br />

klingt an. Saftig, balanciert, eingebundene<br />

Säurestruktur, feinwürzig, weißes<br />

Steinobst im Abgang, frisches Finish,<br />

guter Speisenbegleiter.<br />

thurner-seebacher.at, € 9,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kirchenegg 2<strong>01</strong>8<br />

Weinbau Gölles, Fehring<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Tropenfrucht, zart nach Karamell,<br />

ein Hauch von Papaya, Röstaromatik<br />

klingt an. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

Melisse, extraktsüß, zart nach<br />

Maracuja, bereits gut antrinkbar.<br />

weinbau-goelles.at, € 11,90<br />

•<br />

Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Frauenberg 2<strong>01</strong>8<br />

Weinbau Wurzinger Frauenberg, Bad<br />

Gleichenberg<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Tropenfrucht, etwas nach<br />

Marille, zart nach kandierten Orangenzesten,<br />

feine Röstaromatik. Mittlere Komplexität,<br />

elegant, feine Säurestruktur, cremiger<br />

Touch, Mango im Abgang, bleibt gut<br />

haften, vielseitig einsetzbar.<br />

weinbau-wurzinger.at, € 14,–<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Buchberg Straden 2<strong>01</strong>8<br />

Tropper Weine, Straden<br />

13,3 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Mangonoten, etwas nach<br />

Pfirsich, ein Hauch von Gewürzen, Blütenhonig<br />

unterlegt, Papaya klingt an. Mittlerer<br />

Körper, frische Struktur, salzig, Mandarinen<br />

im Abgang, bereits gut antrinkbar.<br />

wein-tropper.at, € 14,50<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Himberg Straden 2<strong>01</strong>8<br />

Bioweinhof Monschein, Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Leuchtendes Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Räucherwürze, etwas<br />

nach Apfel, ein Hauch von dunkler Mineralität,<br />

Orangentouch. Mittlerer Körper, feine<br />

Struktur, mineralisch, leichtfüßig, zart<br />

nach Karamell, Williamsbirne im Nachhall,<br />

guter Speisenbegleiter.<br />

wein-monschein.at, € 16,50<br />

90<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Königsberg 2<strong>01</strong>8, Weingut<br />

und Winzerhotel Kolleritsch, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Dezenter Blütenhonig unterlegt<br />

reife Tropenfrucht, etwas nach Quitte,<br />

kandierte Klementinen. Saftig, elegant, extraktsüß,<br />

leichtfüßig, zart nach Gewürzen,<br />

weißes Steinobst im Abgang, bereits gut<br />

antrinkbar. kolleritsch.com, € 9,50<br />

Chardonnay/Morillon<br />

2<strong>01</strong>9<br />

92<br />

1. Platz<br />

•<br />

Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9, Weingut Frauwallner<br />

Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Birnenfrucht, etwas nach Papaya<br />

und Mango, zart nach Blütenhonig, Kräutertouch<br />

klingt an. Komplex, saftig, elegant,<br />

integrierte Säurestruktur, facettenreicher<br />

Abgang, Zitrus im Nachhall, vielseitiger<br />

Speisenbegleiter.<br />

frauwallner.com, € 9,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU 2<strong>01</strong>9, Weingut und<br />

Winzerhotel Kolleritsch, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuterwürze unterlegt reife<br />

Tropenfrucht, ein Hauch von Maracuja, feiner<br />

Quittentouch, einladendes Bukett. Saftig,<br />

mittlere Komplexität, eingebundene<br />

Säurestruktur, extraktsüß nach Papaya,<br />

bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.<br />

kolleritsch.com, € 9,50<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Mangonoten, etwas reifer<br />

Apfel, ein Hauch von Karamell und Wiesenkräutern,<br />

einladendes Bukett. Gute Komplexität,<br />

saftig, straff, facettenreiche Säurestruktur,<br />

dunkle Mineralität, weiße<br />

Fruchtnoten, sicheres Potenzial.<br />

krispel.at, € 15,–<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Rosenleiten 1STK 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Winkler-Hermaden<br />

Kapfenstein<br />

12,5 Vol.-%, VL. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Gelbe Tropenfrucht, zart nach Melisse,<br />

Blütenhonig unterlegt, feine Gewürznoten,<br />

Vanilletouch klingt an. Saftig, fri-<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

230 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Fotos: © Klöcher Traminer-Winzer<br />

sche Struktur, mineralisch-salzig, leichtfüßig,<br />

etwas Steinobst im Abgang, guter<br />

Speisenbegleiter.<br />

winkler-hermaden.at, € 19,–<br />

91<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9 , Josef Scharl – Charakterweine,<br />

St. Anna am Aigen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach reifem Apfel, etwas nach<br />

Guave, feiner Blütenhonig, Wiesenkräuter<br />

und Marillen unterlegen. Saftig, leichtfüßig,<br />

elegant, lebendige Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, weißes Steinobst im<br />

Abgang, guter Speisenbegleiter mit<br />

Potenzial. weinhof-scharl.at, € 8,90<br />

•<br />

Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Hollerberg Wein und Frieden<br />

2<strong>01</strong>9, Weinhof Posch, Pischelsdorf i. d.<br />

Steiermark<br />

14 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tropenfrucht, etwas nach Mango,<br />

zart nach Kiwi, kandierte Orangenzesten<br />

klingen an. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch, extraktsüß, gelbe<br />

Fruchtnoten im Abgang, guter Speisenbegleiter.<br />

posch-weine.at, € 9,50<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Engel, Tieschen<br />

13,1 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feines Bukett, ein Hauch von Gewürzen,<br />

zart nach Pfirsich, Zitrustouch unterlegt.<br />

Saftig, elegant, feine Struktur, extraktsüß<br />

nach Maracuja, bleibt gut haften.<br />

engelweine.at, € 9,90<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Platzer, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, etwas nach<br />

reifer Tropenfrucht, zart nach Maracuja,<br />

Pfirsich klingt an. Saftig, elegant, balancierte<br />

Säurestruktur, weißes Kernobst, frische<br />

Birnenfrucht, bleibt gut haften.<br />

weinhof-platzer.at, € 10,–<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC St. Anna 2<strong>01</strong>9<br />

Fischer Weine, Sankt Anna am Aigen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Guave, etwas nach kandierten<br />

Orangenzesten, ein Hauch von Melisse,<br />

weiße Tropenfrucht. Saftig, straff,<br />

leichtfüßig, lebendige Säurestruktur, mineralisch,<br />

gelber Apfel im Abgang, zart<br />

cremiger Nachhall, guter Speisenbegleiter.<br />

fischer-weine.at, € 14,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Königsberg Tieschen 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Neubauer, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberre-<br />

flexe. Zarte Tropenfruchtnuancen, etwas<br />

nach Klementinenzesten, feine Wiesenkräuter<br />

unterlegen. Saftig, mittlere Komplexität,<br />

Extraktsüße nach Maracuja und<br />

Papaya, nussiger Nachhall, bleibt gut haften,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

weinhof-neubauer.at, € 15,–<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Hochstrandl Tieschen 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Buschenschank Altenbacher,<br />

Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarter Hauch von Karamell und frischer<br />

weißer Birnenfrucht, Nuancen von<br />

Ananas, ein Hauch von Biskuit. Mittlere<br />

Komplexität, cremige Textur, feine Apfelfrucht,<br />

dezente Holzwürze im Abgang, ein<br />

straffer Speisenbegleiter.<br />

weingut-altenbacher.at, € 16,90<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Seindling – 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Fassold, Straden<br />

14 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig, etwas nach Karamell,<br />

zart nach Mandarinenzesten, reife<br />

Ananas und Babybanane. Saftig, straff, eingebundener<br />

Säurebogen, zart tabakig, extraktsüß<br />

nach Pfirsich, bleibt gut haften.<br />

fassold.at, € 17,–<br />

90<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Gleichenberg 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Leitgeb, Bad Gleichenberg<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Apfelfrucht, zart nach Gewürzen,<br />

ein Hauch von Maracuja, Blütenhonig<br />

unterlegt, etwas Toffee. Mittlerer Körper,<br />

zarte Tropenfrucht, integrierte Säurestruktur,<br />

Karamell im Abgang, salziger Nachhall,<br />

unkomplizierter Speisenbegleiter.<br />

weingut-leitgeb.at, € 8,90<br />

•<br />

Chardonnay Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU 2<strong>01</strong>9, Weingut<br />

Buschenschank Altenbacher, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, zart nach<br />

Mango und etwas Ananas, feiner Blütenhonig<br />

im Hintergrund. Saftig, ein Hauch<br />

von weißem Pfirsich, dezenter Säurebogen,<br />

mineralischer Touch im Abgang, feine<br />

Fruchtsüße im Nachhall.<br />

weingut-altenbacher.at, € 9,50<br />

•<br />

BIO Morillon Vulkanland Steiermark<br />

DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Tropper Weine, Straden<br />

12,9 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frisches Bukett, etwas nach gelbem<br />

Apfel, ein Hauch von Orangenzesten,<br />

Maracuja klingt an. Saftig, eingebundene<br />

Säurestruktur, weißes Kernobst im Abgang,<br />

stoffig, bereits gut antrinkbar.<br />

wein-tropper.at, € 11,50<br />

ADVERTORIAL<br />

MYTHOS KLÖCHER<br />

TR AMINER<br />

Er gehört zu den edelsten und auch<br />

bedeutendsten Rebsorten der Welt:<br />

Der Klöcher Traminer.<br />

Die Weinbau- und Tourismusgemeinde Klöch befindet sich<br />

im Weinbaugebiet »Vulkanland Steiermark« und steht<br />

für herausragende Bodenqualität. Die Rebsorte Traminer<br />

stellt hohe Ansprüche an Boden sowie Lage und benötigt außerordentliche<br />

Zuwendung. Von einem einzigartigen Mikroklima<br />

verwöhnt, von nährstoffreichen, kalkfreien Vulkanböden aus<br />

Basalt- und Tuffstein geprägt und von den qualitätsorientierten<br />

Klöcher Traminer-Winzern aufwendig kultiviert, besitzen die<br />

Klöcher Traminer ein gemeinsames und unverkennbares Sortenmerkmal<br />

– den einzigartig intensiven Duft nach Rosen. Der<br />

Klöcher Traminer wird in allen Qualitätsstufen vinifiziert, vom<br />

trockenen Ortswein bis hin zum Prädikats- und Riedenwein.<br />

Die besondere Rebsorte hat noch weitere unvergleichbare<br />

Merkmale. Der Säuregehalt liegt weit unter jener von anderen<br />

Weißweinen und bringt selbst die versiertesten Kenner ins Schwärmen.<br />

Farblich zeigt sich ein Traminer sowohl intensiv grün-gelblich<br />

als auch im leuchtend tiefen Bernsteingold. Das Weinbaugebiet<br />

»Vulkanland Steiermark« zählt seit jeher zu den bedeutendsten<br />

europäischen Anbaugebieten. Die Klöcher Gewächse zählen<br />

zu den edelsten und ausdrucksvollsten der Welt. Hat ein Genießer<br />

sich einmal für den Klöcher Traminer begeistert, kommt er<br />

nicht mehr ab von ihm. Er ist einfach ein legendärer Mythos –<br />

der Wein mit dem unverkennbaren Duft der Rose.<br />

INFO<br />

Klöcher Traminer-Winzer<br />

8493 Klöch 110<br />

info@kloecher-traminer.at<br />

kloecher-traminer.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

231


tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

nach Maracuja, Gewürznoten im Nachhall,<br />

unkomplizierter Speisenbegleiter.<br />

weinbau-griessbacher.at, € 6,80<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9, Weingut und Winzerhotel<br />

Kolleritsch, Tieschen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Kräuternoten, ein Hauch von<br />

Maracuja, zart nach Birnen, Blütenhonig<br />

unterlegt. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch-salzig, extraktsüß<br />

nach Pfirsich, Zitrus im Nachhall.<br />

kolleritsch.com, € 7,–<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Gleichenberg 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Leitgeb, Bad Gleichenberg<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Frische Apfelfrucht, etwas nach Wiesenkräutern,<br />

zart nach Lemongrass und<br />

Zitruszesten. Saftig, feine Säurestruktur,<br />

etwas extraktsüß, zart nach Marille.<br />

weingut-leitgeb.at, € 7,90<br />

•<br />

Weißer Burgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Freudentanz 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Dietl Eschenhof, Riegersburg<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Würze unterlegt gelbes Kernobst,<br />

ein Hauch von Kräutern, zart nach<br />

Mango. Saftig, elegant, feine Säurestruktur,<br />

mineralisch, zart nach Apfel, bereits<br />

gut antrinkbar. dietl-wein.at, € 8,50<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9, Josef Scharl –<br />

Charakterweine, St. Anna am Aigen<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zart nach Zitrus und Birnen, etwas nach<br />

Drachenfrucht, Mandarinenzesten klingen<br />

an. Saftig, straff, mineralisch, eingebundene<br />

Säurestruktur, leichtfüßig, Tropenfrucht<br />

im Abgang, salziger Nachhall.<br />

weinhof-scharl.at, € 8,70<br />

•<br />

BIO Weißer Burgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Bioweinhof Monschein, Straden<br />

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tabakwürze, etwas nach Mango,<br />

ein Hauch von Pfirsich, zart nach Orangenzesten,<br />

einladendes Bukett. Saftig, feine<br />

Säurestruktur, etwas weitmaschig, weißes<br />

Kernobst im Abgang, salziger Nachhall,<br />

bereits gut antrinkbar.<br />

wein-monschein.at, € 9,20<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Engel, Tieschen<br />

12,7 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Zarte Williamsbirne unterlegt Wiesenkräuter,<br />

feiner Zitrustouch, ein Hauch<br />

von weißem Pfirsich. Saftig, elegant, integrierte<br />

Säurestruktur, mineralisch, leichtfüßig,<br />

zarte Kräuternoten im Abgang, Apfeltouch<br />

im Nachhall, vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

engelweine.at, € 9,90<br />

Die Riegersburg mit ihren<br />

Burgweingärten ist das<br />

touristische Herz des<br />

Vulkanlands.<br />

Weißburgunder 2<strong>01</strong>8<br />

93<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Weißburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Klausen 1STK<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladender Duft nach reifer Tropenfrucht,<br />

etwas Röstaromatik, ein Hauch<br />

von kandierten Orangenzesten, Papaya<br />

klingt an. Saftig, elegant, facettenreiche<br />

Säurestruktur, mineralisch, feinwürzig,<br />

weißes Steinobst im Abgang, vielschichtig.<br />

neumeister.cc, € 22,–<br />

91<br />

•<br />

BIO Weißburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden 2<strong>01</strong>8<br />

Tropper Weine, Straden<br />

13,3 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, SIlberreflexe.<br />

Zarte Tropenfrucht unterlegt mit<br />

Blütenhonig, zart nach Ananas, ein Hauch<br />

von Mandarinenzesten. Saftig, straff, elegant,<br />

feine Säurestruktur, etwas nach Toffee,<br />

bleibt gut haften, guter Speisenbegleiter.<br />

wein-tropper.at<br />

€ 11,50<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Seindl 2<strong>01</strong>8<br />

Müller Klöch, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Mit etwas Kräuterwürze unterlegte<br />

gelbe Tropenfrucht, zart nach Zitrus,<br />

feine Melisse und Papaya. Mittlerer Körper,<br />

saftig, extraktsüß, Mangotouch, frische<br />

Orangen klingen an, bereits gut antrinkbar.<br />

weingut-mueller.at<br />

€ 15,–<br />

Weißburgunder 2<strong>01</strong>9<br />

92<br />

1. Platz<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Einladender Duft, zart nach Rosenblüten<br />

und Wiesenkräutern, ein Hauch von<br />

Mango, dunkle Mineralität. Gute Komplexität,<br />

saftig, straff, engmaschig, weiße Tropenfrucht<br />

im Abgang, bleibt gut haften.<br />

krispel.at, € 15,–<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kalvarienberg 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Rauch, St. Peter<br />

14,5 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tropenfrucht, etwas nach<br />

Ananas, kandierte Orangenzesten, floraler<br />

Touch, zarter Blütenhonig, einladendes<br />

Bukett. Mittlerer Körper, saftig, elegant,<br />

feine Säurestruktur, mineralisch, cremige<br />

Textur, Mangonoten im Abgang.<br />

weinhof-rauch.at<br />

€ 16,40<br />

91<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Familie Kohl, Großwilfersdorf<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Floraler Touch, einladendes Bukett, etwas<br />

nach Blütenhonig, feine Zitrusnuancen,<br />

Maracuja klingt an. Saftig, elegant,<br />

leichtfüßig, zarte Birnenfrucht im Abgang,<br />

bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.<br />

kohl-weine.at<br />

€ 7,50<br />

•<br />

BIO Weißburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Tropper Weine, Straden<br />

14,1 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Kräuter-Apfel-Note, ein Hauch<br />

von Birnen, zart floral. Mittlerer Körper, feine<br />

Säurestruktur, mineralisch, extraktsüß<br />

im Abgang, Kernobst im Nachhall, bereits<br />

gut antrinkbar. wein-tropper.at, € 11,50<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC St. Peter 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Rauch, St. Peter<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine Tabakwürze, etwas nach Blütenhonig<br />

und frischem Kernobst, zart nach<br />

Guave, frisches Bukett. Saftig, frische<br />

Struktur, mineralisch, Zitrustouch im Abgang,<br />

weiße Fruchtnoten im Nachhall.<br />

weinhof-rauch.at, € 12,90<br />

90<br />

•<br />

Weißburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9, Weinbau Grießbacher<br />

Sankt Anna am Aigen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feinwürzig, etwas weißes Kernobst,<br />

zart nach Ananas, Zitrusnuancen klingen<br />

an. Mittlerer Körper, saftig, extraktsüß<br />

Fotos: Shutterstock, Claudia Schindlmaißer<br />

232 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


FALSTAFF.COM<br />

Das Web-Portal für Genuss<br />

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tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

Grauburgunder 2<strong>01</strong>8<br />

95<br />

1. Platz<br />

•<br />

Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Hochstrandl – 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13,5 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Roségold,<br />

Silberreflexe. Einladendes Bukett, reife<br />

Tropenfrucht unterlegt mit etwas Blütenhonig,<br />

Gewürznelken, Guavetouch, kandierte<br />

Orangenzesten. Saftig, gute Komplexität,<br />

facettenreicher Säurebogen, mineralisch,<br />

extraktsüß nach getrocknetem<br />

Pfirsich, vielschichtig, sicheres Potenzial,<br />

vielseitig einsetzbar.<br />

krispel.at, € 32,–<br />

94<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Saziani GSTK 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Tabakwürze, etwas nach<br />

Stachelbeere, ein Hauch von Mango,<br />

dunkle Mineralität, spannendes Bukett.<br />

Saftig, elegant, feine Säurestruktur, mineralisch-salzig,<br />

weißes Kernobst, kraftvoller<br />

Abgang, facettenreiches Finish, gutes<br />

Potenzial.<br />

neumeister.cc, € 37,–<br />

93<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Schlosskogel 1STK<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Winkler-Hermaden<br />

Kapfenstein<br />

13,6 Vol.-%, VL. Mittleres Goldgelb, feiner<br />

Messingtouch. Zarter Blütenhonig unterlegt<br />

mit etwas Gewürzen, ein Hauch von<br />

Dörrobst, Lavendeltouch, zarte Holznuancen.<br />

Saftig, elegant, mineralisch, frisch<br />

strukturiert, extraktsüß, Tabakwürze,<br />

weißer Pfirsich im Abgang, lebendig.<br />

winkler-hermaden.at, € 24,–<br />

92<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Buchberg Straden<br />

2<strong>01</strong>8, Tropper Weine, Straden<br />

14 Vol.-%, DV. Mittleres Gold, Bernsteinreflexe.<br />

Reife Tropenfrucht, etwas<br />

Kräuter noten, ein Hauch von Papaya, kandierte<br />

Orangenschalen, Eibischtouch. Saftig,<br />

elegant, fruchtsüß, Karamell im Abgang,<br />

stoffiger Nachhall, bleibt gut haften,<br />

toller Speisenbegleiter.<br />

wein-tropper.at<br />

€ 16,–<br />

Grauburgunder 2<strong>01</strong>9<br />

94<br />

1. Platz<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Schlosskogl 1STK<br />

Kapfenstein 2<strong>01</strong>9, Weingut Winkler-<br />

Hermaden, Kapfenstein<br />

13 Vol.-%, VL. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Holzwürze, etwas nach dunkler<br />

Mineralität, weißes Steinobst, ein Hauch<br />

von Quitte, Kräuternoten unterlegen Orangenzesten.<br />

Saftig, elegant, feine Struktur,<br />

mineralisch-salzig, feine Apfelfrucht, etwas<br />

Gerbstoff unterlegt feine Extraktsüße,<br />

guter Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

winkler-hermaden.at, € 24,–<br />

93<br />

•<br />

Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, zarter<br />

Messingtouch. Zarte Karamellnoten unterlegen<br />

reife Birne, ein Hauch von Holzwürze,<br />

zart nach kandierten Nüssen. Saftig, gute<br />

Komplexität, eingebundene Säurestruktur,<br />

straff, lang anhaltend, Honigtouch im Abgang,<br />

facettenreiches Finish.<br />

frauwallner.com, € 15,50<br />

•<br />

Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Krispel, Hof bei Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Goldgelb,<br />

Bernsteinreflexe. Feine Kräuterwürze, etwas<br />

nach Blütenhonig, ein Hauch von Melisse,<br />

etwas nach Eibischteig, einladendes<br />

Bukett. Komplex, saftig, straff, lebendige<br />

Säurestruktur, fruchtsüß, Mangotouch im<br />

Abgang, vielseitiger Speisenbegleiter, gutes<br />

Potenzial. krispel.at, € 17,50<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Sand Straden<br />

Reserve 2<strong>01</strong>9, Bioweinhof Monschein<br />

Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Leuchtendes Goldgelb. Feiner<br />

Marillentouch unterlegt mit Blütenhonig,<br />

ein Hauch von Melone, floraler Touch,<br />

einladendes Bukett. Saftig, komplex, elegant,<br />

feine Kräuterwürze, etwas tabakig,<br />

reife Apfelfrucht im Abgang, mineralischer<br />

Nachhall, guter Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

wein-monschein.at, € 21,80<br />

92<br />

•<br />

Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC 2<strong>01</strong>9 , Weingut Buschenschank<br />

Altenbacher, Tieschen<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Kuofergelb, Messingreflexe.<br />

Ein Hauch von frischer Birne,<br />

ein Hauch von Feigen, zarte tabakige Nuancen,<br />

dezente Kräuterwürze. Komplex, saftig,<br />

feine gelbe Birnenfrucht, dezente Extraktsüße,<br />

bleibt haften, Noten von Blütenhonig<br />

im Rückgeschmack, gutes Potenzial.<br />

weingut-altenbacher.at, € 8,50<br />

91<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Tropper Weine, Straden<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Wiesenkräuter, etwas nach Karamell,<br />

ein Hauch von Apfel, floraler Touch<br />

klingt an. Mittlere Komplexität, saftig, extraktsüß,<br />

leichtfüßig wirkend, Maracuja im<br />

Abgang, guter Speisenbegleiter.<br />

wein-tropper.at, € 11,50<br />

•<br />

BIO Grauburgunder Vulkanland<br />

Steiermark DAC Straden 2<strong>01</strong>9<br />

Bioweinhof Monschein, Straden<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Messingreflexe.<br />

Feiner Blütenhonig, etwas<br />

nach Marillen, ein Hauch von Quitte und<br />

kandierten Klementinenzesten, einladendes<br />

Bukett. Saftig, elegant, feine Struktur,<br />

mineralisch-salzig, weiße Tropenfrucht,<br />

würziger Nachhall, vielschichtiger Speisenbegleiter.<br />

wein-monschein.at, € 13,80<br />

•<br />

Grauburgunder Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Ziegel 2<strong>01</strong>9<br />

Weinhof Fassold, Straden<br />

14 Vol.-%, DV. Leuchtendes Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Reife Apfelfrucht, etwas nach<br />

Melone und Blütenhonig, ein Hauch von<br />

Klementinenzesten, nussiges Aroma. Mittlerer<br />

Körper, saftig, stoffig, extraktsüß<br />

nach Pflaumen, etwas Quitte im FInish,<br />

bereits gut antrinkbar. fassold.at, € 17,80<br />

93<br />

Traminer 2<strong>01</strong>8<br />

1. Platz<br />

•<br />

Gelber Traminer Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Hochwarth – 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Frühwirth, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Mit feiner Holzwürze unterlegte gelbe<br />

Tropenfrucht, ein Hauch von Ananas<br />

und Papaya, etwas Honig, getrocknete Banane.<br />

Saftig, seidige Textur, zarte Rosenaromen<br />

am Gaumen, feiner Säurebogen,<br />

mineralisch-salzig, gute Frische, verfügt<br />

über sicheres Reifepotenzial, bereits gut<br />

antrinkbar. fruehwirth.at, € 16,50<br />

•<br />

BIO Roter Traminer Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Steintal 1STK<br />

2<strong>01</strong>8, Weingut Neumeister, Straden<br />

13,5 Vol.-%, NK. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine, rauchig-würzig unterlegte Nuancen<br />

von Rosenblättern, weiße Tropenfrucht,<br />

ein Hauch von Litschi, ein Hauch<br />

von Marshmallows. Saftig, feine weiße Birnenfrucht,<br />

frisch strukturiert, mineralischsalziger<br />

Nachhall, zarte Pfirsichfrucht, zarte<br />

Fruchtsüße. neumeister.cc, € 22,–<br />

•<br />

BIO Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kirchleiten GSTK<br />

Kapfenstein 2<strong>01</strong>8, Weingut Winkler-<br />

Hermaden, Kapfenstein<br />

12,4 Vol.-%, VL. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feines Rosoglio, attraktive rauchige<br />

Aromatik, etwas Birne und Kräuter, facettenreiches<br />

Bukett. Saftig, harmonisch,<br />

feine Birnenfrucht, wirkt leichtfüßig, trockene<br />

Stilistik, feine Kräuterwürze, salziger<br />

Nachhall, zitroniger Touch, entwickelt.<br />

winkler-hermaden.at, € 25,–<br />

•<br />

Gewürztraminer Vulkanland<br />

Steiermark DAC Ried Hochwarth 2<strong>01</strong>8<br />

Müller Klöch, Klöch<br />

14 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Mit einem Hauch von Röstaromen<br />

und Blütenhonig unterlegte gelbe Tropen-<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

234 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


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tasting / VULKANLAND STEIERMARK DAC TROPHY <strong>2021</strong><br />

frucht, zarter Touch von Litschi und Maracuja,<br />

ein Hauch von Rosenblättern im Hintergrund.<br />

Kraftvoller, trockener und zugleich<br />

saftiger Stil, reife gelbe Fruchtnuancen,<br />

salzige Mineralität , bleibt haftenl<br />

weingut-mueller.at, € 26,–<br />

92<br />

•<br />

Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch XERO 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Domittner, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feinwürziger Duft von Rosenextrakt,<br />

gelbe Tropenfrucht, mineralische<br />

Nuancen, kandierte Mandarinenzesten,<br />

rauchiger Touch. Saftig, elegante Textur,<br />

feiner trockener Stil, integrierter Säurebogen,<br />

straff, weiße Fruchtnuancen im<br />

Abgang, ein ausgewogener, leichtfüßig.<br />

weingut-domittner.at, € 11,50<br />

•<br />

Gewürztraminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Domittner, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Feine Nuancen nach Eibischteig<br />

und Rosen, ein Hauch von Litschi und Ananas,<br />

mineralisch unterlegt, einladender<br />

Duft. Saftig, elegant, angenehme Fruchtsüße,<br />

reifer Pfirsich, ausgewogen, gut anhaftend,<br />

mineralisch.<br />

weingut-domittner.at, € 11,50<br />

•<br />

Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Klöchberg – 2<strong>01</strong>8<br />

Weinhof Gollenz, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DIAM. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Mit zarter Holzwürze unterlegter<br />

Blütenhonig, reifer Pfirsich und Mango<br />

klingen an, reife Ananas unterlegt. Saftig,<br />

elegant, weiße Tropenfrucht, frisch strukturiert,<br />

feine Fruchtsüße, aber auch zitronige<br />

Nuancen im Abgang, ausgewogen.<br />

weinhof-gollenz.at, € 22,50<br />

94<br />

Traminer 2<strong>01</strong>9<br />

1. Platz<br />

•<br />

Gelber Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frühwirth, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Der SALON-Sieger 2020:<br />

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Feine Nuancen<br />

von Rosen und Marshmallows, gelber<br />

Pfirsich und Ananas im Hintergrund,<br />

etwas Blütenhonig. Straff, engmaschig<br />

und voll Energie, feine weiße Steinobstaromen,<br />

frisch und mineralisch, elegant,<br />

gute Länge, harmonisch, bereits zugänglich,<br />

verfügt über sicheres Reifepotenzial.<br />

fruehwirth.at, € 15,–<br />

92<br />

•<br />

Gelber Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch 2<strong>01</strong>9<br />

Müller Klöch, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Mit weißer Tropenfrucht unterlegte<br />

Nuancen von Marshmallows, Pfirsich und<br />

einem Hauch von Rosenöl, attraktives Bukett.<br />

Mittlere Komplexität, zart nach weißem<br />

Pfirsich und Litschi, salzig, integriertes<br />

Säurespiel, ein staubtrockener Stil, mineralisch<br />

und ausgewogen.<br />

weingut-mueller.at<br />

€ 10,70<br />

•<br />

Gewürztraminer Vulkanland<br />

Steiermark DAC St. Anna 2<strong>01</strong>9<br />

Josef Scharl – Charakterweine<br />

St. Anna am Aigen<br />

13,5 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine Rosen- und Eibischnuancen,<br />

zarte gelbe Tropenfrucht, ein Hauch von<br />

Blütenhonig, reife Ananas, Bienenwachs,<br />

einladendes Bukett. Saftig, elegant, zarte<br />

Holzwürze unterlegt, dezente Süße im Abgang,<br />

harmonisch und seidig im Abgang.<br />

weinhof-scharl.at<br />

€ 22,80<br />

91<br />

•<br />

Gewürztraminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch 2<strong>01</strong>9<br />

Müller Klöch, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Etwas verhalten, zarte gelbe Fruchtnuancen,<br />

ein Hauch von frischen Ringlotten<br />

und Marillen, mineralischer Touch.<br />

Mittlere Komplexität, saftig und elegant,<br />

feine Fruchtsüße, ein Hauch von Honig im<br />

Abgang, zugänglicher Stil, reifer Pfirsich.<br />

weingut-mueller.at<br />

€ 10,70<br />

•<br />

Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen 2<strong>01</strong>9, Weingut Buschenschank<br />

Altenbacher, Tieschen<br />

13 Vol.-%, DV. Helles Grüngelb, Silberreflexe.<br />

Nuancen von Rosenblättern, ein Hauch<br />

von Marshmallows, zart nach Grapefruitzesten<br />

und Lemongras. Saftig, feine Tropenfrucht,<br />

floraler Touch nach Hibiskus,<br />

angenehme Frische, gute Komplexität,<br />

bleibt haften, feiner saliner Touch, gutes<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

weingut-altenbacher.at<br />

€ 11,50<br />

•<br />

Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch XERO 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Domittner, Klöch<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Nuancen von gelber Tropenfrucht<br />

und Rosenblättern, etwas Blütenhonig,<br />

ein Hauch von Eibischteig. Kraftvoll,<br />

feinwürzig, süße Textur, mineralisch, reife<br />

gelbe Frucht, salzige Mineralität im Nachhall,<br />

wird von Flaschenreife profitieren.<br />

weingut-domittner.at<br />

€ 11,50<br />

•<br />

BIO Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Ried Kirchleiten GSTK<br />

Kapfenstein 2<strong>01</strong>9, Weingut Winkler-<br />

Hermaden, Kapfenstein<br />

12,8 Vol.-%, VL. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Kandierte Orangenzesten, zart<br />

nach Marshmallows, ein Hauch von reifen<br />

Ananas, etwas Blütenhonig, floraler Touch.<br />

Mittlere Komplexität, zart nach Birnen, dezenter<br />

Säurebogen, mineralisch im Nachhall,<br />

feine Fruchtsüße im Rückgeschmack.<br />

winkler-hermaden.at<br />

€ 25,–<br />

90<br />

•<br />

Traminer Vulkanland Steiermark<br />

DAC Klöch Tradition 2<strong>01</strong>9<br />

Weinbau Lamprecht, Halbenrain<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte florale Nuancen, ein Hauch von<br />

Eibischteig, feine gelbe Tropenfrucht, etwas<br />

Ananas und Pfirsich unterlegt. Saftig,<br />

harmonisch, zarter Honigtouch, dezenter<br />

Säurebogen, feine Süße im Nachhall..<br />

weinbau-lamprecht.at<br />

€ 9,50<br />

•<br />

Gelber Traminer Vulkanland<br />

Steiermark DAC Klöch 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Domittner, Klöch<br />

13 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, ein Hauch<br />

von Blütenhonig, kandierte Mandarinenzesten,<br />

zart nach Marshmallows. Saftig,<br />

dezenter Honig, blättrige Würze, weiche<br />

Textur, dunkle Mineralität im Abgang, bereits<br />

gut entwickelt.<br />

weingut-domittner.at<br />

€ 11,50<br />

94<br />

Cuvée 2<strong>01</strong>9<br />

1. Platz<br />

•<br />

Traminer Ried Stradener Rosenberg<br />

Vulkanland Steiermark DAC – 2<strong>01</strong>9<br />

Weingut Frauwallner, Straden<br />

13,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Feine gelbe Tropenfrucht, zarter Blütenhonig,<br />

angenehme Gewürznuancen, ein<br />

Hauch von Rosenöl, gelber Pfirsich unterlegt.<br />

Kraftvoll, dunkle Mineralität, weißer<br />

Apfel, frischer Säurebogen, salzige Gesteinsnoten<br />

im Abgang, trockener Stil,<br />

sehr gute Balance, facettenreich.<br />

frauwallner.com<br />

€ 18,–<br />

92<br />

•<br />

TAU 2<strong>01</strong>9 Vulkanland Steiermark<br />

DAC Tieschen TAU Tieschen 2<strong>01</strong>9 CH/<br />

WB, Weinhof Gollmann, Tieschen<br />

13,4 Vol.-%, DV. Leuchtendes Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Reife Honigmelone, etwas nach<br />

Melisse, ein Hauch von Pfirsich, Gewürznuancen<br />

unterlegt mit Zitrus. Saftig, straff,<br />

eingebundene Säurestruktur, balanciert,<br />

extraktsüß nach Pfirsich, bleibt gut haften,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter.<br />

weinhof-gollmann.at, € 9,–<br />

91<br />

•<br />

TAU Vulkanland Steiermark DAC<br />

Tieschen 2<strong>01</strong>9 CH/WB<br />

Weinhof Neubauer, Tieschen<br />

12,8 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.<br />

Weißes Kernobst unterlegt mit Zitruszesten,<br />

ein Hauch von Maracuja, frisches<br />

Bukett. Mittlerer Körper, lebendig,<br />

salzig, eingebundene Säurestruktur, Guavetouch<br />

im Abgang, bereits gut antrinkbar.<br />

weinhof-neubauer.at, € 9,–<br />

•<br />

TAU Vulkanland Steiermark DAC<br />

Tieschen 2<strong>01</strong>9 CH/WB<br />

Weinhof Thurner-Seebacher, Tieschen<br />

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Goldgelb, Silberreflexe.<br />

Zarte Kräuternoten, etwas nach<br />

Bergamotte, ein Hauch von weißem Steinobst,<br />

mineralisch, frisches Bukett. Saftig,<br />

elegant, balancierter Säurebogen, salzig,<br />

Apfelfrucht im Abgang, gutes Potenzial.<br />

thurner-seebacher.at, € 9,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

vulkanland-trophy-21<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

236 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


FEBRUAR–MÄRZ <strong>2021</strong><br />

IMPRESSUM<br />

INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT<br />

FÜR ESSEN, TRINKEN UND REISEN<br />

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind<br />

urheberrechtlich geschützt. Übersetzung, Nachdruck,<br />

Vervielfältigung und Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen<br />

nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser Ausgabe sind<br />

ausschließlich mit Angabe der Quelle gestattet.<br />

MEDIENINHABER<br />

<strong>Falstaff</strong> Verlags-GmbH<br />

REDAKTIONSORT DES MEDIENINHABERS<br />

Führichgasse 8, 1<strong>01</strong>0 Wien<br />

T: +43 1 9042141, F: +43 1 9042141-450<br />

redaktion@falstaff.at, www.falstaff.com<br />

Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe,<br />

der Verlag und der Vertrieb von Zeitschriften<br />

und Druckwerken aller Art unter der<br />

Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong>«.<br />

Mitglied der <strong>Österreich</strong>ischen<br />

Auflagenkontrolle<br />

Mitglied des Verbands<br />

<strong>Österreich</strong>ischer Zeitungen<br />

2<strong>01</strong>920021<br />

HERAUSGEBER<br />

Wolfgang M. Rosam, Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION<br />

Martin Kubesch, Peter Moser (Wein),<br />

Wolfgang M. Rosam<br />

STV. CHEFREDAKTEURINNEN<br />

Marlene Tragut, Julia Vacca<br />

CHEF VOM DIENST Lukas Zimmer<br />

SENIOR EDITOR Herbert Hacker<br />

REDAKTIONSASSISTENZ<br />

Anja Kleinschuster, B. A., Julia Kremser (Praktikantin)<br />

CREATIVE DIRECTOR Anton-Georg Kiener<br />

GRAFIK Isabella Gröller, Milena Hammerschmied,<br />

Katharina Winkler (Praktikantin)<br />

PHOTO DIRECTOR Thomas Hopferwieser<br />

PRODUKTION/LITHO Konstantin Riemerschmid<br />

ONLINE-CHEFREDAKTION Mag. Bernhard Degen<br />

CVD NEW MEDIA Marion Topitschnig<br />

REDAKTION WESTÖSTERREICH<br />

Ilse Fischer, Hellbrunner Straße 65, 5081 Anif-Salzburg<br />

T: +43 664 5455437, i.fischer@kulturdesign.at<br />

REDAKTION ITALIEN Dr. Othmar Kiem<br />

MITARBEITER DIESER AUSGABE<br />

AUTOREN<br />

Angelika Ahrens, Severin Corti, Philipp Elsbrock,<br />

Dr. Marlies Gruber, Judith Hecht, Benjamin Herzog,<br />

Othmar Kiem, Julia Kospach, Joachim Riedl,<br />

Dr. Ulrich Sautter, Simon Staffler, Dominik Vombach<br />

FOTOGRAFEN Stine Christiansen, Rafaela Pröll<br />

ILLUSTRATORIN Gina Mueller<br />

LEKTOREN Mag. Sandra Bak, Dr. Georg Bauer,<br />

Selina Gnos, Mario Palaschke, Dr. Monika Redlin,<br />

Mag. Sabine Schmidt, Mag. Petra Schwaiger<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Mag. Elisabeth Kamper<br />

Ronald Tomandl, MSc.<br />

ANZEIGEN- & PROMOTIONKONTAKT<br />

Kinga Mohrent (Anzeigenleitung)<br />

Christiane Ceccarelli (Anzeigenkoordination)<br />

Eva Bohuslav (Lebensmittel, Getränke, Tourismus)<br />

Mag. Michaela Cholewa (Interieur, Auto)<br />

Angela Kindermann Projektagentur (Immobilien)<br />

Annika Brandstetter (Pharma, Kosmetik, Finanzen)<br />

Nikolaus Peinitz (Sport, Salzburg/Tirol)<br />

Ricarda Posch-Steinacher (Life style, Auto, Tourismus)<br />

Claudia Schindlmaißer/Weintextur (Wein, Wein handel)<br />

Ursula Steiner (Banken, Versicherungen, Interieur)<br />

Lisa Tschernig (Lebensmittel, Tourismus, Oberösterreich)<br />

Mag. Sara Zager (Kärnten/Steiermark)<br />

anzeigen@falstaff.at<br />

DIRECT SALES<br />

Timotheus Lamberg (Leitung)<br />

Violeta Stokic (Gastronomie)<br />

ANZEIGENKONTAKT INTERNATIONAL<br />

BENELUX: Mediacontact International<br />

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ITALIEN: Wineline International<br />

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Johann Larcher, DW 431, abo@falstaff.at<br />

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HERSTELLER<br />

Druckerei Berger, Wiener Straße 80, 3580 Horn<br />

VERTRIEB<br />

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH<br />

Urstein Süd 13, 5412 Puch<br />

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Nicht gekündigte Abonnements gelten automatisch als<br />

verlängert. Einzelverkaufspreis: € 9,50<br />

Jahresabonnement (9 Hefte): € 65,–<br />

AUFLAGE<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>Österreich</strong>:<br />

44.000 Exemplare (ÖAK 1. Halbjahr 2020)<br />

<strong>Falstaff</strong> Deutschland: 66.739 Exemplare (IVW II/2020)<br />

<strong>Falstaff</strong> Schweiz: 28.000 Exemplare<br />

GESELLSCHAFTER DER FALSTAFF VERLAGS-GMBH<br />

67 % Wolfgang Rosam Privatstiftung<br />

23 % JOFE Immobilienverwaltung GmbH<br />

10 % Angelika Rosam<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

237


tasting / VERTIKALE TENUTA DI BISERNO<br />

LEIDENSCHAFTLICHE<br />

WEINE VON<br />

DER KÜSTE<br />

Ideales Terrain für<br />

Cabernet Franc: die<br />

Hügel von Bibbona.<br />

Lodovico Antinori ist einer der<br />

Hauptverantwortlichen für den<br />

kometenhaften Aufstieg von<br />

Bolgheri und der Weine der<br />

toskanischen Küste. Nachdem<br />

er zu Beginn des Jahrtausends die Tenuta<br />

dell’Ornellaia verkaufte, gründete Lodovico<br />

zusammen mit seinem Bruder Piero Antinori<br />

das neue Weingut Tenuta di Biserno. Es ist<br />

dies das erste gemeinsame Projekt der beiden.<br />

Von Beginn an mit dabei ist neben<br />

Grundbesitzer Umberto Mannoni auch<br />

Niccolò Marzichi Lenzi, der Neffe von<br />

Lodovico und Piero, der seit 2<strong>01</strong>4 das<br />

Weingut leitet. Biserno liegt nur einen Steinwurf<br />

von Bolgheri entfernt, im Nachbarort<br />

Bibbona. Marchese Lodovico Antinori hat<br />

die Ähnlichkeit zu den Böden von Bolgheri<br />

begeistert. Ab 20<strong>01</strong> wurden die Weinberge<br />

angelegt, in erster Linie Cabernet Franc,<br />

aber auch Cabernet Sauvignon, Merlot und<br />

Petit Verdot. Als Berater holte man sich den<br />

Star-Önologen Michel Rolland, mit dem<br />

Antinori schon auf Ornellaia viele Jahre zusammengearbeitet<br />

hatte. Verantwortliche<br />

Önologin vor Ort ist Helena Lindberg, eine<br />

Schwedin, die über Australien und Bordeaux<br />

zu Biserno stieß. Niccolò Marzichi Lenzi<br />

führt diese Teamarbeit erfolgreich weiter.<br />

40 Hektar Weinberge umfasst die Tenuta<br />

heute. Hauptwein ist der Biserno, daneben<br />

gibt es noch den Pino di Biserno mit ähnlicher<br />

Zusammensetzung. Dabei ist der Pino<br />

kein Zweitwein, sondern eher die jüngere,<br />

fruchtbetontere Variante des Biserno. Zu Biserno<br />

gehört noch ein zweites Gut, Campo<br />

di Sasso, auf dessen sandigen Böden Syrah<br />

ideale Wachstumsbedingungen findet. Dort<br />

gedeiht der Insoglio del Cinghiale.<br />

Fotos: Sara Matthews, 2008, Clay McLachlan, Antonio Settino, EnricoParrini<br />

238 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Die Tenuta di Biserno<br />

erfreut sich bei Fine-<br />

Wine-Trinkern großer<br />

Wertschätzung.<br />

Das ist kein Wunder,<br />

steht hinter diesem<br />

Projekt doch die<br />

Familie Antinori.<br />

Niccolò Marzichi Lenzi,<br />

Neffe von Lodovico und Piero<br />

Antinori, leitet das Weingut.<br />

TEXT & NOTIZEN<br />

VON OTHMAR KIEM<br />

98<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>6<br />

Tenuta di Biserno<br />

Sattes, tiefdunkles Rubinrot. Eröffnet mit<br />

erdigen Noten, etwas Trüffel und Leder,<br />

dunkler Tabak, reife Zwetschgen, spannend.<br />

Am Gaumen satt und geschmeidig,<br />

kleidet den Gaumen völlig aus, viel feinmaschiges<br />

Tannin eingebettet in süßem<br />

Schmelz, fester Druck, salzig, sehr lange.<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>2<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin<br />

mit leichtem Granatschimmer. Sehr intensive<br />

und vielschichtige Nase, nach reifen,<br />

dunklen Ribiseln, Brombeeren, Heidelbeeren,<br />

gepaart mit dunklem Tabak<br />

und feinem Leder. Geschmeidig und satt<br />

in Ansatz und Verlauf, zeigt viel fleischige<br />

Frucht, öffnet sich mit dichtem, feinmaschigem<br />

Tannin, streichelt den Gaumen<br />

förmlich, sehr spannend, salzig und lange<br />

im Nachhall, sehr ausgewogen, hat<br />

noch ein langes Leben vor sich.<br />

97<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>3<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin.<br />

Sehr intensive und dichte Nase, eröffnet<br />

mit fleischigen Noten nach Brombeere,<br />

Maulbeere und dunkler Johannisbeere,<br />

im Hintergrund nach Tabak und dunklem<br />

Pfeffer. Geschliffen und samtig in Ansatz<br />

und Verlauf, zeigt viel saftige Frucht,<br />

dunkle Beeren, dichtes, präsentes Tannin,<br />

strahlt lange dahin, fest und stoffig.<br />

Die Gründer: Lodovico<br />

und Piero Antinori.<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>1<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, undurchdringliches<br />

Rubingranat. Vielschichtige und<br />

kompakte Nase, satt nach Cassis, viel<br />

Holunderbeere, unterlegt von würzigen<br />

Kräutern und dunkler Schokolade. Straffes,<br />

dichtmaschiges Tannin, salzig und<br />

tiefgründig, geschliffen, baut sich im hinteren<br />

Verlauf mächtig auf, praller, im Finale<br />

langer Nachhall mit festem Druck.<br />

96<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, leuchtendes Rubin.<br />

Sehr klare, einprägsame Nase, nach<br />

dunklen Johannisbeeren, Maulbeeren<br />

und Blutorangen, im Hintergrund dezent<br />

nach Minze. Wirkt im ersten Ansatz etwas<br />

verhalten, blüht im Verlauf immer<br />

mehr auf, dichtes, sehr gut eingebundenes<br />

Tannin mit sattem Schmelz, feine<br />

Gewürznoten, im Finale fester Druck.<br />

•<br />

Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>5<br />

Tenuta di Biserno<br />

15 Vol.-%, NK. Sattes, tiefdunkles Rubin.<br />

Sehr ansprechende und intensive Nase,<br />

eröffnet mit Noten nach Tabak und Cassis,<br />

im Hintergrund nach schwarzen Nüssen<br />

und Leder, sehr spannend. Stoffig und<br />

tiefgründig am Gaumen, viel dunkelbeerige<br />

Frucht, entfaltet sich mit dichtmaschigem<br />

Tannin, stoffig und voluminös, im<br />

Finale satter Druck, süßer Schmelz.<br />

94<br />

•<br />

Il Pino di Biserno Toscana IGT 2<strong>01</strong>8<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Sattes, funkelndes Rubin<br />

mit leichtem Violettschimmer. Klare und<br />

präzise Nase, satt nach Gewürznelken<br />

und reifen dunklen Beeren, würziges Zedernholz<br />

im Hintergrund. Am Gaumen<br />

mit schönem Druck, fein und geschliffen,<br />

griffiges, feinmaschiges Tannin, dunkelbeerige<br />

Frucht, zarte Würze, herzhaft,<br />

wirkt sehr harmonisch, mit gutem Reifepotenzial.<br />

•<br />

Il Pino di Biserno Toscana IGT 2005<br />

Tenuta di Biserno<br />

14,5 Vol.-%, NK. Funkelndes, sattes<br />

Granat rot. Sehr ansprechende, duftige<br />

Nase, nach Zwetschgen und Himbeeren,<br />

feine Cassisnoten, spannend. Sehr schöne<br />

gereifte Noten, feinmaschiges Tannin, viel<br />

süßer Schmelz, erstaunlich jung und präsent,<br />

hallt lange nach.<br />

Bezug: Morandell, Wörgl; Wein & Co.,<br />

Wien; Abayan, Bonn; Bindella, Zürich.<br />

Preise für die aktuellen Jahrgänge:<br />

Biserno, € 150,–<br />

Pino: € 48,–<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

falstaff.com/biserno<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

239


tasting / DIE ROTEN SIEGER<br />

Das Erfolgsquartett <strong>2021</strong>: <strong>Falstaff</strong>-Sieger<br />

Philipp Grassl, Gerhard Markowitsch,<br />

Thomas Kopfensteiner und Reserve-<br />

Trophy-Sieger Werner Achs (von links).<br />

DIE BESTEN ROTWEINE<br />

ÖSTERREICHS <strong>2021</strong><br />

TEXT & NOTIZEN PETER MOSER<br />

Philipp Grassls Bärnreiser war<br />

die beste Cuvée des Jahres<br />

2<strong>01</strong>8, Kopfensteiners Ried<br />

Reihburg der Top-Blaufränkisch.<br />

Da die festliche Siegerehrung der besten<br />

Rotweinwinzer des Landes heuer<br />

covidbedingt von der realen Welt<br />

in der Hofburg in die virtuelle des<br />

Internets und der Sozialen Medien<br />

verlagert werden musste, konnten die Interessenten<br />

leider auch die Weine nicht bei der üblichen<br />

großen <strong>Falstaff</strong>-Gala verkosten. Doch ungeachtet<br />

aller Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich<br />

brachte, konnte der <strong>Falstaff</strong> Rotweinguide Ende<br />

November 2020 als Dokumentation zur 41. Rotweinprämierung<br />

pünktlich erscheinen und in den<br />

Handel kommen. Dieser fasst die Ergebnisse<br />

detailliert in einem handlichen Taschenbuch<br />

zusammen, über 400 Weingüter haben dafür<br />

diesmal 1373 Weine eingereicht. Die Hauptrunde<br />

zur Ermittlung der <strong>Falstaff</strong>-Sieger war den Weinen<br />

des ausgezeichneten Jahrgangs 2<strong>01</strong>8 gewidmet,<br />

der – über alle Sorten und Regionen hinweg<br />

betrachtet – die großen Erwartungen voll erfüllen<br />

konnte. In der Kategorie Reserve Trophy für<br />

länger im Fass ausgebaute Spitzenweine wurde<br />

erstmals zusätzlich der beste reinsortige Blaufränkisch<br />

prämiert. Zum <strong>Falstaff</strong>-Sieger 2020<br />

wurde Philipp Grassl aus Göttlesbrunn in Carnuntum<br />

mit der Cuvée Ried Bärnreiser 2<strong>01</strong>8 und<br />

tollen 98 Punkten gekürt – dieser Wein erreichte<br />

die höchste Punktebewertung aller aus dem Jahrgang<br />

2<strong>01</strong>8 eingereichten Weine. Den zweiten<br />

Rang als <strong>Falstaff</strong>-Sieger sicherte sich der Vorjahres-Gewinner<br />

Gerhard Markowitsch mit seinem<br />

Ried Rosenberg, punktegleich und denkbar<br />

knapp – aber da kommt es auf die Zahlen nach<br />

dem Komma an. Rang drei erreichte der beste<br />

reinsortige Blaufränkisch Ried Reihburg 2<strong>01</strong>8<br />

von Thomas Kopfensteiner aus Deutsch Schützen<br />

– auch dieser Wein wurde mit großartigen<br />

98 Punkten von der Jury bewertet. Die begehrten<br />

<strong>Falstaff</strong> Reserve Trophys gehen heuer an<br />

Werner Achs aus Gols für seine Cuvée Werner<br />

Achs Reserve 2<strong>01</strong>7 sowie den Blaufränkisch<br />

Leithaberg DAC Ried Joiser Jungenberg von<br />

Hans und Anita Nittnaus aus Gols – für beide<br />

Rotweine wurde erstmalig in der Geschichte des<br />

Rotweinguides die Bestnote von 100 <strong>Falstaff</strong>-<br />

Punkten vergeben.<br />

Fotos: Rafaela Pröll, Shutterstock, Claudia Schindlmaißer<br />

240 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


Cuvée<br />

Blaufränkisch<br />

98<br />

•<br />

1. PLATZ – 1. FALSTAFF-SIEGER<br />

2<strong>01</strong>8 Carnuntum DAC Ried<br />

Bärnreiser 1ÖTW<br />

Weingut Grassl, Göttlesbrunn<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern,<br />

violette Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Intensive schwarze Beerenfrucht, dezente<br />

Feigen, kandierte Orangenzesten, ein<br />

Hauch von Cassis und Kardamom. Saftig,<br />

feines Nougat, zart nach Herzkirschen,<br />

gut integrierte Tannine, frische Struktur,<br />

bleibt gut haften, extraktsüßer Nachhall,<br />

gutes Entwicklungspotenzial.<br />

weingut-grassl.com, € 28,–<br />

•<br />

2. PLATZ – 2. FALSTAFF-SIEGER<br />

2<strong>01</strong>8 Carnuntum DAC Ried<br />

Rosenberg 1 ÖTW<br />

Weingut Gerhard Markowitsch<br />

Göttlesbrunn<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern,<br />

violette Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Zart nach Edelholz, attraktives schwarzes<br />

Waldbeerenkonfit, Brombeeren, facettenreiches<br />

Bukett. Engmaschig, extraktsüß,<br />

reife Herzkirschen, tragende,<br />

gut integrierte, reife Tannine, angenehme<br />

Frische, feines Nougat im Abgang,<br />

mineralischer Nachhall, sicheres<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

markowitsch.at, € 33,–<br />

97<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Carnuntum DAC Ried Bärnreiser<br />

1ÖTW Anna-Christina<br />

Weingut Franz und Christine Netzl<br />

Göttlesbrunn<br />

Tiefdunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Einladendes<br />

Bukett nach Zartbitterschokolade,<br />

schwarzes Waldbeerenkonfit, ein Hauch<br />

von Pflaumen, Kräuterwürze klingt an.<br />

Komplex, straff, elegant, gut integrierte<br />

Säurestruktur, feine Extraktsüße, Karamell<br />

im Abgang, bleibt sehr gut haften,<br />

vielseitiger Speisenbegleiter mit<br />

Potenzial.<br />

netzl.com, € 28,–<br />

98<br />

•<br />

1. PLATZ – 3. FALSTAFF-SIEGER<br />

2<strong>01</strong>8 Eisenberg DAC Reserve Ried<br />

Reihburg<br />

Weingut Thomas Kopfensteiner<br />

Deutsch Schützen<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Reife schwarze Kirschen, ein Hauch von<br />

Pflaumen, kandierte Orangen, ein Hauch<br />

von Gewürzen, Kardamom und Schokolade.<br />

Saftig, extraktsüß, seidige Textur, feine<br />

dunkle Beerenfrucht, gut integrierte<br />

Tannine, frisch, sehr gute Länge, wirkt<br />

frisch und balanciert, verfügt über großes<br />

Entwicklungspotenzial.<br />

kopfensteiner.at<br />

€ 28,–<br />

97<br />

•<br />

2. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>8 Blaufränkischer Ried Ungerberg<br />

Weingut Paul Achs, Gols<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Einladende dunkle<br />

Beerenfrucht, frische Herzkirschen, zarte<br />

Holzwürze, Orangenzesten, Feigen, attraktives<br />

Bukett. Stoffig, straff und engmaschig,<br />

elegante Textur, präsente Tannine,<br />

angenehme Frische, dunkles Nougat im<br />

Nachhall, salzig-mineralisch, zeigt gute<br />

Länge, sicheres Entwicklungspotenzial.<br />

paul-achs.at, € 39,–<br />

•<br />

2. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>8 Blaufränkisch Perwolff<br />

Weingut Krutzler<br />

Deutsch Schützen<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife<br />

schwarze Kirschen, ein Hauch von Pflaumen,<br />

kandierte Orangen, ein Hauch von<br />

Gewürzen, Kardamom und Schokolade.<br />

Saftig, extraktsüß, seidige Textur, feine<br />

dunkle Beerenfrucht, gut integrierte Tannine,<br />

frisch, sehr gute Länge, wirkt frisch<br />

und balanciert, verfügt über großes Entwicklungspotenzial<br />

für die kommenden<br />

Jahre.<br />

krutzler.at, € 47,–<br />

95<br />

•<br />

Zweigelt<br />

1. PLATZ<br />

Neusiedlersee DAC Reserve 2<strong>01</strong>8<br />

Weingut Pöckl, Mönchhof<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife<br />

Pflaumen, schwarze Kirschen, Feigen, mit<br />

dunklem Nougat unterlegt, mineralisch.<br />

Komplex, ungemein stoffig, samtige Textur,<br />

feine, reife, gut integrierte Tannine,<br />

sehr große Länge, schokoladig , frische Kirschen<br />

im Nachhall, enormes Potenzial.<br />

poeckl.com, € 50,–<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Zweigelt Ried Schreckenstein<br />

limited edition<br />

Weingut Kurt Angerer, Lengenfeld<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Noch<br />

etwas zurückhaltend, feines dunkles Waldbeerenkonfit,<br />

ein Hauch von Lakritze und<br />

Brombeeren, Velours und Nougat im Hintergrund,<br />

Orangenzesten. Saftig, extraktsüß<br />

und komplex, schokoladig-vanillig, gut<br />

integrierte, tragende Tannine, feine Würze.<br />

kurt-angerer.at, € 80,–<br />

94<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Zweigelt Schwarz Rot<br />

Weingut Hans Schwarz, Andau<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Zart floral und<br />

Hibiskus, reife Herzkirschfrucht, Cassis,<br />

Edelholz, etwas Bourbonvanille, attraktives<br />

Bukett. Stoffig, extraktsüß, elegant,<br />

feine Kirschfrucht, feine, gut integrierte<br />

Tannine, frisch strukturiert, mineralisch<br />

und anhaftend, rotbeeriger Nachhall.<br />

schwarz-weine.at, € 44,90<br />

96<br />

•<br />

Pinot Noir<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Pinot Noir Grand Select<br />

Weingut Fritz Wieninger, Wien<br />

Mittleres Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Zarte Kräuternoten,<br />

rote Kirschfrucht, etwas Beerenkonfit,<br />

mit zarter Edelholzwürze unterlegt,<br />

Mandarinenzesten klingen an,<br />

noch scheu. Komplex, elegant, facettenreiche,<br />

frische Struktur, gut eingebundenes<br />

Tannin, Herzkirschen im Abgang,<br />

feinwürzig im Nachhall, sicheres Entwicklungspotenzial.<br />

wieninger.at, € 50,–<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Pinot Noir Reserve<br />

Weingut Familie Auer, Tattendorf<br />

Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Zart nach Hibiskus,<br />

ein Hauch von Vanille, etwas nach<br />

Kardamom, Gewürznelken, Pflaumentouch.<br />

Saftig, komplex, straff, facettenreiche<br />

Säurestruktur, extraktsüß nach<br />

Kirschen, tabakwürzig im Nachhall, spannender<br />

Speisenbegleiter.<br />

weingutauer.at, € 22,–<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Pinot Noir Reserve Selektion P<br />

Weingut Paul Achs, Gols<br />

Mittleres Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Floral unterlegtes<br />

rotes Waldbeerenkonfit, nach Himbeeren,<br />

Malven und Hibiskus, einladendes<br />

Bukett, zartes Nougat. Straff, feine<br />

rote Kirschfrucht, würzige Tannine, saftig,<br />

zart nach Vanille im Abgang, eleganter<br />

Stil, mineralisch, gutes Entwicklungspotenzial.<br />

paul-achs.at, € 32,–<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

241


tasting / DIE ROTEN SIEGER<br />

St. Laurent<br />

Cabernet Sauvignon<br />

Merlot<br />

Syrah<br />

96<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 St. Laurent Ried<br />

Herrschaftswald Privatfüllung<br />

Weingut Markus Iro, Gols<br />

Tiefdunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Frische Kräuternoten,<br />

etwas Orangenzesten, floraler<br />

Touch, mit Karamell unterlegtes Waldbeerenkonfit.<br />

Saftig, straff, facettenreiche<br />

Struktur, extraktsüß, nach Vanille<br />

und Brombeeren, Holzwürze im Nachhall,<br />

guter Speisenbegleiter.<br />

markusiro.at, € 18,40<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 St. Laurent Alte Reben<br />

Weingut Walter Glatzer, Göttlesbrunn<br />

Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Mit Nougat unterlegte<br />

feine Zwetschgen, ein Hauch von<br />

Himbeeren, eingelegte Kirschen, attraktives<br />

Bukett. Saftig, komplex, feine Herzkirschfrucht,<br />

samtige Tannine, extraktsüß<br />

und gut anhaftend, ein eleganter<br />

Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

weingutglatzer.at, € 18,50<br />

94<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 St. Laurent Reserve<br />

Weingut Erich Sattler, Tadten<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Mit feinem Nougat<br />

unterlegtes dunkles Waldbeerenkonfit,<br />

zart nach Dille und Vanille, ein Hauch von<br />

Zwetschgen, kandierte Orangenzesten,<br />

einladendes Bukett. Saftig, komplex, elegant,<br />

dezente Fruchtsüße, Brombeernoten<br />

im Abgang, schokoladig im Nachhall,<br />

zeigt Länge, guter Speisenbegleiter.<br />

erichsattler.at, € 13,–<br />

96<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Cabernet Sauvignon<br />

Weingut Leberl, Großhöflein<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Zarte Nougat-<br />

Holz-Würze, etwas nach reifen Kirschen,<br />

Cassis, Karamell, mit Röstaromen unterlegt.<br />

Straff, komplex, zartes Tannin, feine<br />

schwarze Beerenfrucht, Schokolade im<br />

Nachhall, guter Speisenbegleiter mit<br />

Potenzial. leberl.at, € 45,–<br />

93<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Cabernet Sauvignon Reserve<br />

Limited Edition<br />

Weingut Anton Bauer, Feuersbrunn<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Schwarze Beerenfrucht,<br />

Nougat, unterlegt mit Gewürznoten,<br />

feine Cassisnoten, feines Karamell,<br />

einladendes Bukett. Komplex, straff, gut<br />

eingebundene, samtige Tannine, extraktsüß,<br />

Brombeernoten, Holzwürze klingt<br />

an, mineralisch im Nachhall, gutes Entwicklungspotenzial.<br />

antonbauer.at, € 36,90<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Cabernet Sauvignon<br />

Ried Neuberg<br />

Winzerhof Ronny Kiss, Jois<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Feine Tabak-Holz-<br />

Würze, etwas nach Lakritze, schwarze<br />

Kirschfrucht, ein Hauch von Brombeeren,<br />

Nougattouch, einladendes Bukett. Saftig,<br />

komplex, elegante Extraktsüße, Cassisnoten,<br />

schwarzes Waldbeerenkonfit, lang<br />

anhaltend, sicheres Potenzial.<br />

winzerhof-kiss.at, € 28,–<br />

96<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Merlot, Weingut Krutzler<br />

Deutsch Schützen<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Zarte<br />

Holzwürze, etwas Vanille und Kardamom,<br />

reife Herzkirschen, mit dunklen<br />

Beeren unterlegt, ein Hauch von Nougat.<br />

Saftig, komplex, feine Fruchtsüße, reife<br />

Kirschen, tragende Tannine, schokoladig<br />

im Abgang, mineralisch, sehr gute Länge.<br />

krutzler.at, € 30,–<br />

94<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Merlot<br />

Klosterkeller der Barmherzigen<br />

Brüder, Eisenstadt<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Zarte Kaffeearomen,<br />

rotbeerige Nuancen, Brombeeren,<br />

Lakritze, Räuchernote, Mandarinen. Saftig,<br />

elegant, feine Säurestruktur, süßes,<br />

elegantes Tannin, feinwürzig, Brombeernoten,<br />

extraktsüßer Nachhall, bleibt haften.<br />

klosterkeller.at, € 17,50<br />

93<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Merlot Sandwühler<br />

Weingut Niki Windisch<br />

Groß-Engersdorf<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte<br />

Ockerrandaufhellung. Feine Edelholzwürze,<br />

schwarze Kirschen, Cassis, etwas<br />

Nougat. Saftig, elegant, angenehme Extraktsüße,<br />

feine Tannine, mineralisch und<br />

anhaftend, ein eleganter Speisenbegleiter<br />

mit guter Länge und Reifepotenzial.<br />

weingut-windisch.at, € 27,–<br />

96<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Syrah Orthogneis<br />

Weingut Wellanschitz, Neckenmarkt<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine<br />

Edelholzwürze, zart nach Lakritze und<br />

Vanille, dunkle Beerenfrucht, schwarze<br />

Kirschen, ein Hauch von Rosmarin und<br />

Thymian. Saftig, komplex, engmaschig,<br />

feine Extraktsüße, reife, gut eingebundene<br />

Tannine, elegant und anhaftend, Nougat<br />

und Pfeffer im Nachhall, sehr gutes<br />

Reifepotenzial.<br />

wellanschitz.at, € 22,–<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 The Shiraz<br />

Weingut Erich Scheiblhofer, Andau<br />

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern,<br />

violette Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Feine schwarze Beerenfrucht, zarte Gewürzanklänge,<br />

ein Hauch von Nougat,<br />

Oliven und kandierte Orangenzesten.<br />

Komplex, kraftvoll, saftige Extraktsüße,<br />

feine Tannine, elegant und lange anhaftend,<br />

schokoladig, sicheres Reifepotenzial,<br />

ein würziger Begleiter bei Tisch.<br />

scheiblhofer.at, € 26,–<br />

93<br />

•<br />

3. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>8 Syrah Ried Thenau<br />

Weingut Toni Hartl, Reisenberg<br />

Tiefdunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Feine Edelholzwürze,<br />

Feigen, zart nach Karamell, feine Wiesenkräuter,<br />

Brombeertouch. Komplex, elegant,<br />

fruchtsüß, Zwetschgentouch, lebendige<br />

Struktur, feines Tannin, dezente Süße,<br />

vielschichtiger Speisenbegleiter mit Potenzial.<br />

toni-hartl.at, € 27,–<br />

Fotos: Claudia Schindlmaißer<br />

242


98<br />

•<br />

3. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>7 Grassl Reserve<br />

Weingut Grassl, Göttlesbrunn<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, breitere Randaufhellung. Feine<br />

Edelholznuancen, reife Kirschen, zartes<br />

Cassis, etwas Mandarinenzesten, zart<br />

nach Nougat, tabakige Würze. Komplex,<br />

elegant, reife Herzkirschfrucht, reife Tannine,<br />

schokoladiger Nachhall, frisch<br />

strukturiert, sehr gute Länge, sicheres<br />

Reifepotenzial für viele Jahre.<br />

weingut-grassl.com, € 58,–<br />

•<br />

3. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>7 M1, Weingut Gerhard<br />

Markowitsch, Göttlesbrunn<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung.<br />

Dunkle Frucht, unterlegt mit Zedernholz<br />

und Grafit, ein Hauch von Nougat, reife<br />

Kirschen, mineralisch und vielschichtig.<br />

Kraftvoll, sehr saftig, engmaschig, extraktsüße<br />

Textur, schwarze Kirschen,<br />

präsente, reife Tannine, enorme Länge,<br />

sehr gute Frische im Abgang, enormes<br />

Reifepotenzial für viele Jahre.<br />

markowitsch.at, € 61,50<br />

Rotweinguide <strong>2021</strong><br />

<strong>Falstaff</strong> Verlags-GmbH<br />

€ 14,90, erhältlich<br />

im Handel oder online.<br />

Reserve Trophy 2020<br />

100<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>7 Werner Achs Reserve<br />

Weingut Werner Achs, Gols<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife<br />

dunkle Herzkirschen, feiner Hauch von<br />

Lakritze und Cassis, dezente Edelholznote,<br />

Gewürznuancen. Saftig, komplex, elegant,<br />

extraktsüße Textur, reife dunkle<br />

Frucht, feste Tannine, etwas Nougat im<br />

Abgang, mineralischer Touch im Nachhall,<br />

sehr große Länge, sicheres Reifepotenzial<br />

für Jahre.<br />

wernerachs.at, € 42,50<br />

99<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>7 Cuvée Paul Kerschbaum<br />

Weingut Kerschbaum, Horitschon<br />

Dunkles Rubingranat, opaker Kern, violette<br />

Reflexe, zarte Randaufhellung. Mit<br />

einem Hauch von Edelholzwürze unterlegte<br />

reife dunkle Herzkirschfrucht, feines<br />

Brombeerkonfit, zart floral, ein<br />

Hauch von Orangenzesten, einladend.<br />

Saftig, extraktsüß nach reifer dunkler<br />

Frucht, gut eingebundene, präsente Tannine,<br />

mineralisch und sehr lange anhaftend,<br />

Nougattouch im Rückgeschmack,<br />

sicheres Potenzial.<br />

kerschbaum.at, € 49,–<br />

Blaufränkisch<br />

Reserve Trophy 2020<br />

100<br />

•<br />

1. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>7 Leithaberg DAC Ried Joiser<br />

Jungenberg, Weingut Hans und Anita<br />

Nittnaus, Gols<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

breitere Randaufhellung. Rauchig-würzig,<br />

Noten von Brombeeren, schwarze Waldbeeren,<br />

frische Kirschen, Wacholder, zarte<br />

florale Nuancen, Orangenzesten, mineralisch<br />

unterlegt. Saftig, komplex, extraktsüße<br />

Textur, reife Kirschen, präsente, gut<br />

eingebundene Tannine, salziger Nachhall,<br />

sehr gute Länge, sicheres Reifepotenzial.<br />

nittnaus.at, € 49,–<br />

99<br />

•<br />

2. PLATZ<br />

2<strong>01</strong>7 Blaufränkisch hochberc<br />

Weingut Gesellmann, Deutschkreutz<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

zarte Randaufhellung. Tabakig-würzig<br />

unterlegte intensive dunkle Beerenfrucht,<br />

reife Herzkirschen, Kardamom<br />

und Nougat, feiner Edelholztouch. Komplex,<br />

sehr saftig, extraktsüßer Kern, feine,<br />

tragende Tannine, besitzt große Länge,<br />

gute Frische, salzig, Schokolade im<br />

Abgang, sicheres Reifepotenzial, aber bereits<br />

antrinkbar. gesellmann.at, € 38,–<br />

98<br />

•<br />

3. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>7 Leithaberg DAC Ried Goldberg<br />

Weingut Prieler<br />

Schützen am Gebirge<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

dezente Randaufhellung. Zarte rauchige<br />

Edelholznoten, feine rotbeerige Nuancen<br />

klingen an, Herzkirschen, mineralischer<br />

Touch im Hintergrund. Komplex, saftig,<br />

reife Kirschen, etwas Brombeerkonfit,<br />

straffe Textur, feine, tragende Tannine,<br />

mineralisch und anhaftend, ein Hauch<br />

von Feigen, sehr gute Länge, sicheres<br />

Reifepotenzial.<br />

prieler.at<br />

€ 56,–<br />

•<br />

3. PLATZ EX AEQUO<br />

2<strong>01</strong>7 Blaufränkisch<br />

Lutzmannsburg Alte Reben<br />

Weingut Moric<br />

Großhöflein<br />

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,<br />

dezenter Wasserrand. Mit feiner tabakiger<br />

Kräuterwürze unterlegte frische<br />

schwarze Beerenfrucht, zart nach Wacholder<br />

und Lakritze, ein Hauch Bergamotte.<br />

Saftig, frische rote Herzkirschen,<br />

feine, tragende Tannine, finessenreich<br />

strukturiert, mineralisch-salzig im Abgang,<br />

balanciert und leichtfüßig,<br />

bleibt gut haften, sicheres Potenzial.<br />

moric.at, € 75,–<br />

DER FALSTAFF<br />

ROTWEINGUIDE<br />

<strong>2021</strong><br />

Im aktuell zum 24. Mal in Buchform<br />

erschienenen <strong>Falstaff</strong> Rotweinguide<br />

veröffentlicht die <strong>Falstaff</strong>-Redaktion<br />

unter Chefredakteur Peter Moser die<br />

besten Rotweine <strong>Österreich</strong>s. Darin<br />

sind 1373 Weine von 417 österreichischen<br />

Top-Weingütern bewertet und<br />

beschrieben, die bereits auf dem<br />

Markt sind und die erforderliche<br />

Bewertung von mindestens 85 von<br />

100 Punkten erreicht haben. Als<br />

zusätzlicher Leserservice wurde auch<br />

der jeweilige Ab-Hof-Preis der Weine<br />

ermittelt. Bei jedem Wein ist der Kontakt<br />

zum Erzeuger mittels Internetadresse<br />

angegeben. Die Weine mit<br />

dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

sind gesondert ausgezeichnet.<br />

Erhältlich im Buch- und Zeitschriftenhandel<br />

und online unter<br />

shop.falstaff.at/products/<br />

rotwein-guide-osterreich-<strong>2021</strong><br />

um € 14,90<br />

Alle Verkostungsnotizen<br />

online unter<br />

falstaff.com/rotweinguide-<br />

<strong>2021</strong>-alle-weine<br />

feb–mär <strong>2021</strong><br />

falstaff<br />

243


ÖSTERREICHS<br />

ROTES WUNDER<br />

<strong>Österreich</strong>s Rotweine erfreuen sich sowohl im Inland als auch<br />

auf internationalen Märkten zunehmender Beliebtheit. Ideale<br />

klimatische Gegebenheiten, vielschichtige Bodenverhältnisse und<br />

über Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen der Winzer ergeben<br />

die perfekte Grundlage für die Erzeugung bester Rotweine.<br />

Christina & Franz –<br />

ein eingespieltes Team<br />

Christina vinifiziert gemeinsam mit ihren Eltern<br />

Franz und Christine Netzl charakterstarke, finessenreiche<br />

und vor allem tiefgründige Weine aus den<br />

familieneigenen Weingärten rund um Göttlesbrunn<br />

im Herzen des Weinbaugebiets Carnuntum. Das<br />

Weingut entstand um 1860 aus einem gemischten<br />

landwirtschaftlichen Betrieb. Stetes Streben<br />

nach höchster Qualität im Weingarten und auch<br />

im Keller prägen die letzten Generationen und<br />

ließen das Weingut zu seinen 28 Hektar Rebfläche<br />

heranwachsen. Persönliches Ziel als Mitglied der<br />

<strong>Österreich</strong>ischen Traditionsweingüter ist es, die<br />

Einzigartigkeit der einzelnen Rebsorten mit Fokus<br />

auf ihre Herkunft herauszuarbeiten. Vor allem die<br />

Charakteristika der Einzellagen rücken dabei in<br />

den Vordergrund. Grundlage dafür sind die Reben<br />

und daher die Bewirtschaftung der Weingärten<br />

nach biologischen Richtlinien. Während Franz seine<br />

Erfahrung, sein Wissen und die Tradition einbringt,<br />

sorgt Christina für neue Ideen und Innovationen –<br />

kurz gesagt, sie ergänzen sich perfekt. Und genau<br />

diese Kombination bildet die unverwechselbare<br />

Grundlage der Netzl-Weine.<br />

Der Zweigelt ist und bleibt der absolute King<br />

unter den Sorten, denn er fühlt sich in den klimatischen<br />

Gegebenheiten Carnuntums und auf<br />

dessen Böden sehr wohl. Als Basis nahezu aller<br />

Weine fasziniert der Zweigelt vor allem durch seine<br />

unglaubliche Bandbreite, denn vom klassischfruchtigen<br />

bis hin zum würzig-raffinierten Glas Wein<br />

steckt alles in dieser Traube! Und so bildet er als<br />

lagenreiner Zweigelt von der Ried Haidacker 1ÖTW<br />

und als wichtigster Teil in der Top-Cuvée »Anna-<br />

Christina« von der Ried Bärnreiser 1ÖTW die Spitze<br />

im Sortiment.<br />

Genau in diese Richtung geht es weiter, denn die<br />

Zweigelt-Weingärten bringen jedes Jahr höchste<br />

Qualitäten und somit großes Potenzial für die Zukunft!<br />

Autochthon, urtypisch und einfach genial!<br />

WEINGUT FRANZ & CHRISTINE NETZL<br />

Rosenbergstraße 17<br />

2464 Göttlesbrunn<br />

T: +43 2162 8236<br />

weingut@netzl.com<br />

netzl.com<br />

244<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


ROTWEINGENUSS<br />

<strong>Falstaff</strong><br />

SORTEN<br />

SIEGER<br />

ADVERTORIAL Fotos: © ÖWM / Marcus Wiesner; Julius Hirtzberger; beigestellt<br />

Purbach: Strommer Wine<br />

Das einzigartige Klima und die<br />

unterschiedlichen Bodenverhältnisse<br />

prägen den Geschmack der außergewöhnlichen<br />

Weine von Weinbau<br />

Strommer. Diese herrliche Vielfalt<br />

spiegelt sich auch in der umfangreichen<br />

Sortenvielfalt der Weine<br />

wider.<br />

WEINBAU STROMMER<br />

Kellergasse 20K, 7083 Purbach<br />

T: +43 664 4009322<br />

office@strommer.wine<br />

strommer.wine<br />

A Million Miles away<br />

from Monday!<br />

Ein erfolgreiches erstes Jahr liegt<br />

hinter dem Winzerpaar Paul und<br />

Maria. Top-Platzierungen und Auszeichnungen<br />

sind die Bestätigung für<br />

die konsequente Qualitätsarbeit von<br />

Achs-Wendelin Weine. Typisch österreichische<br />

Rotweine wie Zweigelt,<br />

Blaufränkisch und St. Laurent werden<br />

klassisch oder in der Barrique variante<br />

ausgebaut. Die frisch-fruchtige weiße<br />

Sortenvielfalt macht Lust auf mehr!<br />

Ab <strong>2021</strong> können sich weinbegeisterte<br />

Erholungsuchende auch<br />

weingut-wendelin.at<br />

in den neuen Studios oder in den<br />

gemütlichen Doppelzimmern hautnah<br />

von der Liebe zum Detail überzeugen.<br />

Besuchen Sie das Winzerpaar<br />

im Weingut in Gols. Starten Sie bei<br />

einem regionalen Frühstück in den<br />

Tag und lassen Sie den Abend bei<br />

einer gemütlichen Weinverkostung<br />

ausklingen.<br />

WEINGUT ACHS-WENDELIN<br />

Neustiftgasse 77, 7122 Gols<br />

T: +43 676 9719976<br />

office@achs-wendelin.at<br />

achs-wendelin.at<br />

Warum Weingut IRO, was<br />

macht euch besonders?<br />

Diese Frage wird uns oft gestellt.<br />

Entscheidend ist letztendlich einzig<br />

der persönliche Geschmack. Und<br />

da können wir uns bisher nur freuen<br />

und Danke sagen, dass das Verkostungsecho<br />

bei Präsentationen oder<br />

Besuchen bei uns am Weingut super<br />

positiv ist.<br />

Dann gibt es aber auch noch zahlreiche<br />

Bewerbe, Prämierungen, Punktebewertungen<br />

und Verkos tungen,<br />

bei denen uns von der Fach welt kontinuierlich<br />

bescheinigt wird, dass wir<br />

den richtigen Weg eingeschlagen<br />

haben. Und das bereits seit der ersten<br />

eigenverantwortlichen Kollektion von<br />

Markus im Jahr 2006 und obwohl er<br />

die Führung des elterlichen Weinguts<br />

erst 2<strong>01</strong>1, mit nur 28 Jahren, komplett<br />

übernommen hat. Wir dürfen<br />

uns regelmäßig über hohe Punktebewertungen<br />

und Stockerlplätze freuen.<br />

Als Winzer des Jahres 2<strong>01</strong>4, zweifacher<br />

Bundessieger und sechsfacher<br />

Landessieger werden vor allem<br />

die letzten beiden Auszeichnungen<br />

als besondere Wertschätzung des<br />

täglichen Schaffens und Lebensinhalts<br />

gewertet: <strong>Falstaff</strong>-Sieger beim<br />

Rotwein Grand Prix 2<strong>01</strong>9 in der Kategorie<br />

Cuvée mit dem Special Blend<br />

und <strong>Falstaff</strong>-Sortensieger 2020 mit<br />

St. Laurent Ried Herrschaftswald.<br />

Ich, Markus Iro, stelle als Winzer<br />

hohe Ansprüche an meine Arbeit<br />

in Weingarten und Keller und an<br />

das Ergebnis davon: meine Weine.<br />

Es bereitet mir große Freude, die<br />

spezielle Charakteristik der einzelnen<br />

Rebsorten zu erspüren und präzise<br />

herauszuarbeiten. Die autochthone<br />

Rebsorte St. Laurent hat es mir dabei<br />

übrigens besonders angetan. Unsere<br />

überschaubare Größe von rund<br />

20 Hektar ermöglicht es mir, dem<br />

Wein entsprechend Zeit zu geben,<br />

auf mein Bauchgefühl zu hören und<br />

neue Dinge, die interessant und<br />

vielversprechend wirken, auszuprobieren.<br />

Auf diese Weise möchte ich<br />

ehrliche und reintönige Weine mit<br />

klarer Sortentypizität auf die Flasche<br />

bringen – und diese Qualität und auch<br />

stückweise Verspieltheit der Weine<br />

langfristig garantieren.<br />

Wer uns besuchen möchte, findet<br />

uns in Gols, am nördlichen Rand des<br />

Weinbaugebiets Neusiedlersee. Unsere<br />

Weingärten sind mit 78.759 Rebstöcken<br />

bestockt, davon 70 Prozent<br />

rote und 30 Prozent weiße Trauben.<br />

Wir kultivieren nationale und internationale<br />

Rebsorten.<br />

WEINGUT MARKUS IRO<br />

Neubaugasse 55<br />

7122 Gols<br />

T: +43 2173 2139<br />

wein@markusiro.at<br />

markusiro.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 245


ROTWEINGENUSS<br />

Neckenmarkt die Winzer:<br />

Wein aus gutem Grund<br />

und Boden<br />

Die Weine aus Neckenmarkt gehören<br />

zu den Top-Weinen des Mittelburgenlands.<br />

Mit einem Marken-Relaunch<br />

präsentiert sich der ehemalige<br />

Winzerkeller Neckenmarkt ab sofort<br />

als »Neckenmarkt die Winzer«.<br />

Das Versprechen an die Natur und<br />

das hohe Niveau der Weine bleiben<br />

natürlich bestehen. Geschichte und<br />

Tradition bedeuten für die Winzer<br />

Neckenmarkts nicht, sich auf der<br />

Vergangenheit auszuruhen, sondern<br />

mit dem bereits gewonnenen Knowhow,<br />

höchster Qualität und Weitsicht<br />

die Zukunft zu gestalten. Gemeinsam<br />

schaffen die 100 Mitglieder der<br />

Genossenschaft aus vielem das Beste<br />

und bewirtschaften insgesamt rund<br />

280 Hektar. Die Trauben der Mitglieder<br />

bilden die Grundlage für hervorragende,<br />

gebietstypische Rotweine.<br />

NECKENMARKT DIE WINZER<br />

Harkauer Weg 2<br />

7311 Neckenmarkt<br />

T: +43 2610 42388<br />

diewinzer@neckenmarkt.at<br />

neckenmarkt.at<br />

Seit Generationen mit<br />

dem Land verbunden<br />

Am östlichen Rand des Wagrams<br />

befinden sich fruchtbare Lösshänge.<br />

Durch die Kombination aus traditionellem<br />

und modernem Wissen in<br />

der Kellerwirtschaft und die zusätzlich<br />

schonende und kontrollierte<br />

Vinifizierung kreieren wir naturnahe<br />

und qualitätsbewusste Weine.<br />

WEINGUT SIEGERT<br />

Horner Straße 22<br />

37<strong>01</strong> Großweikersdorf<br />

T: +43 2955 70385<br />

weingut-siegert.at<br />

Weingut Tobias Zinniel<br />

Geschichtsträchtiger Boden, Leidenschaft<br />

und Erfahrung des Winzers<br />

bieten die Basis für hervorragende<br />

Weine aus Mönchhof, der ältesten<br />

Weinbaugemeinde <strong>Österreich</strong>s. In<br />

jeder Flasche findet sich die Handschrift<br />

des Winzers und wartet<br />

darauf, entdeckt zu werden!<br />

WEINGUT TOBIAS ZINNIEL<br />

Neustiftgasse 63–65<br />

7123 Mönchhof<br />

T: +43 664 4997400<br />

weingut-zinniel.at<br />

Wein, der von seiner Herkunft<br />

erzählt<br />

In Göttlesbrunn, dem Herzen Carnuntums, wo<br />

Weine unverwechselbarer Herkunft entstehen, liegt<br />

das Weingut Taferner. Franz und Karoline Taferner<br />

lieben das, was sie tun, und das schmeckt man in<br />

ihren Weinen! Ihre Weingärten befinden sich auf den<br />

sonnigen Südhängen inmitten der idyllischen Landschaft<br />

des Arbesthaler Hügellands. Schwere Böden<br />

mit Lehm und Löss, Sand und Schotter bieten den<br />

kräftigen, ausdrucksvollen Rotweinen und den<br />

eleganten, vollmundigen Weißweinen allerbeste<br />

Bedingungen.<br />

»Wir glauben, dass echte Weinqualität im<br />

Weinberg und nicht im Keller erzeugt wird. Aus<br />

diesem Grund werden unsere 25 Hektar Weingärten<br />

biologisch und nachhaltig bewirtschaftet«, so<br />

Franz Taferner. Der Fokus wird hier auf autochthone<br />

Rebsorten gelegt, die das Terroir und das Weinbaugebiet<br />

Carnuntum auf unverwechselbare Art und<br />

Weise widerspiegeln. Und das sind in erste Linie<br />

Zweigelt und Blaufränkisch – gerne auch in Kombination<br />

mit internationalen Rebsorten.<br />

Doch auch Chardonnay und Weißburgunder<br />

genießen hier die geologischen und klimatischen<br />

Vorzüge der Region. Sie profitieren von den klimatischen<br />

Einflüssen des pannonischen Klimas und<br />

der Donau.<br />

»Die Auswahl unserer Rebsorten wurde mit<br />

großer Aufmerksamkeit für jeden einzelnen<br />

Weinberg getroffen – sein Boden, seine Lage und<br />

unser Verständnis davon, was sie dazu bringt, die<br />

besten Weine zu produzieren«, erklärt Karoline<br />

Taferner. Wein, der zeigt, woher er kommt und wer<br />

ihn gemacht hat – der Boden, das Klima und die<br />

Menschen, die ihn jeden Tag beeinflussen.<br />

Zu finden sind die Weine des Weinguts Taferner im<br />

Fachhandel, Lebensmittelhandel und natürlich im<br />

Online-Shop.<br />

WEINGUT TAFERNER<br />

Pfarrgasse 2<br />

2464 Göttlesbrunn<br />

T: +43 2162 8465<br />

weingut@tafi.at<br />

tafi.at<br />

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt<br />

246<br />

falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


#glaubandich<br />

erstebank.at<br />

sparkasse.at


LESEGENUSS ZUM<br />

KENNENLERNEN<br />

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WIENER STÄDTISCHE<br />

WIENER STÄDTISCHE: MIT<br />

SICHERHEIT IN DIE ZUKUNFT<br />

Ralph Müller hat im Jänner <strong>2021</strong> die Leitung der Wiener Städtischen übernommen.<br />

Im Interview spricht er über seine Ziele, Zukunftstrends & das Thema Sicherheit.<br />

FALSTAFF Herr Müller, Sie sind seit<br />

Jahresanfang Generaldirektor der Wiener<br />

Städtischen. Wie war der Start in diese<br />

neue Aufgabe?<br />

RALPH MÜLLER Sehr positiv, und ich freue<br />

mich, dass ich die Führung der Wiener<br />

Städtischen übernehmen durfte, das ist eine<br />

große Aufgabe! Die Wiener Städtische ist<br />

ein hervorragendes Unternehmen, bestens<br />

am Markt positioniert, verfügt über ein herausragendes<br />

Team, beste Produkte und<br />

moderne Services – und hat Wachstumspotenzial.<br />

FALSTAFF Welche Ziele haben Sie sich<br />

gesetzt, wie wird sich die Wiener Städtische<br />

entwickeln?<br />

RALPH MÜLLER Wir werden an unseren<br />

Werten Sicherheit und Beständigkeit festhalten<br />

– gerade in diesen Zeiten ist es uns<br />

besonders wichtig, den Menschen Halt und<br />

Zuspruch zu geben. Gleichzeitig werden<br />

wir unsere Modernisierung intensivieren,<br />

unseren Kundinnen und Kunden neue Services<br />

und Lösungen anbieten. Tradition, gepaart<br />

mit Innovation, ist aus meiner Sicht<br />

die ideale Mischung, für die die Wiener<br />

Städtische seit jeher steht.<br />

FALSTAFF Stichwort Krise und Corona –<br />

wie geht es der Wiener Städtischen im Hinblick<br />

auf die Corona-Pandemie aktuell?<br />

RALPH MÜLLER Die Wiener Städtische ist<br />

das Flaggschiff der österreichischen Versicherungsbranche:<br />

Auch in herausfordernden<br />

Zeiten steht sie für Halt und Sicherheit,<br />

wächst stärker als der Markt, ist Marktführer<br />

in der Lebensversicherung und Taktgeber<br />

für Produkte und Trends. Das macht<br />

mich stolz.<br />

FALSTAFF Was bedeutet Sicherheit in<br />

Zeiten wie diesen?<br />

RALPH MÜLLER Das Thema Sicherheit ist<br />

wichtiger denn je, das Sicherheitsbedürfnis<br />

der Menschen steigt gerade in Krisenzeiten<br />

an. Deswegen steht unsere aktuelle Werbekampagne<br />

auch unter dem Motto »Füreinander<br />

sorgen«. Wir wollen damit zeigen,<br />

dass wir für unsere Kundinnen und Kunden<br />

da sind.<br />

FALSTAFF Mit welchen Zukunftstrends<br />

setzen Sie sich auseinander?<br />

RALPH MÜLLER Die Bandbreite ist riesig:<br />

Vor allem beschäftigt uns der weitere zügige<br />

Ausbau unserer Digitalisierungsoffensive<br />

und neue Risiken wie beispielsweise Autonomes<br />

Fahren, E-Mobilität, Smart Home<br />

oder Cyberkriminalität. Ganz wichtig sind<br />

auch die Megatrends Pflege und Gesundheit<br />

– hier sowohl die Vorsorge als auch die<br />

Absicherung bei Krankheit oder Unfall. Es<br />

gibt viel zu tun!<br />

FALSTAFF Wie entspannen Sie?<br />

RALPH MÜLLER Sport spielt eine große<br />

Rolle – ich bin begeisterter Tennisspieler<br />

und gehe gerne laufen. Darüber hinaus ist<br />

mir die Zeit mit meiner Familie und meinen<br />

Freunden sehr wichtig. Und ich esse auch<br />

gerne, vorwiegend mediterrane Gerichte.<br />

ADVERTORIAL Foto: © Ian Ehm<br />

INFO<br />

Mehr unter:<br />

wienerstaedtische.at<br />

feb–mär <strong>2021</strong> falstaff 249


epilog / NACHGEFRAGT<br />

SAGEN SIE EINMAL,<br />

MARTIN STROHBECK …<br />

MARTIN STROHBECK<br />

Der Reiseunternehmer aus Stuttgart<br />

ist ein Wunscherfüller. Er hat<br />

sich auf Luxusurlaube für betuchtes<br />

Pub likum spezialisiert – mit Traumzielen<br />

wie den Malediven, den Seychellen oder<br />

Safari-Lodges in Afrika. Wie hat er sich in<br />

der Corona-Krise geschlagen? Ein<br />

Anruf bei einem über raschend<br />

glücklichen Reiseveranstalter.<br />

WOHIN GEHT<br />

DERZEIT DIE REISE?<br />

FALSTAFF Herr Strohbeck, ich erreiche Sie unter Ihrer Festnetznummer – Sie sitzen trotz Corona-Krise im Büro?<br />

STROHBECK Ja – natürlich mit Maske! Das ganze Jahr über hatten wir viel zu tun.<br />

Das unterscheidet Sie offenbar von anderen Reiseveranstaltern. Die Welttourismusorganisation erwartet für 2020 einen Einbruch<br />

der Reisewirtschaft um 70 Prozent. Uns hat es auch getroffen, aber nicht so hart wie den Branchenschnitt. Das Jahr war<br />

für alle gut, bis Mitte März, dann kamen die Reisewarnungen mit Lockdown und Einstellung des Flugverkehrs. Aber im<br />

Herbst hat die Nachfrage deutlich angezogen, und seither brummt es, als würde es kein Corona geben.<br />

Machen Sie momentan das Geschäft Ihres Lebens? Die dunklen Monate sind für uns immer die stärkste Zeit des Jahres.<br />

Aber ja, es könnte sein, dass wir den besten Dezember aller Zeiten hatten. Meine Erwartungen wurden übertroffen.<br />

Was haben Sie anders gemacht als andere? Zum einen waren wir im Frühjahr großzügig, was die Rückabwicklung<br />

anging. Wenn jemand sein Geld zurückhaben wollte, hat er es innerhalb eines Tages bekommen. Die Leute hatten<br />

Vertrauen, uns wurde nie mit dem Anwalt gedroht. Außerdem bin ich optimistisch geblieben. Das habe ich auch<br />

meinen Mitarbeitern gesagt, wenn die Stimmung unten war: Leute, Kopf hoch, das wird zurückkommen.<br />

Welche Ziele sind angesagt? Vor allem die Malediven und Lodges in Afrika. Malediven, weil man niemandem<br />

auf dem Schoß sitzt, sondern unendlich viel Platz hat. Es gibt keinen Publikumsverkehr.<br />

Und Afrika, in einer Lodge, da ist man eben auch weit weg von der Zivilisation.<br />

Sie können alle Wünsche erfüllen? Logisch, wir arbeiten in voller Mannschaftsstärke<br />

und haben niemanden entlassen, sondern sogar eingestellt im<br />

Juli. Ich habe mich mental gegen die Krise gestemmt und an<br />

das Gute geglaubt, und wer ans Gute glaubt,<br />

bekommt das auch.<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

250 falstaff feb–mär <strong>2021</strong>


WENN<br />

WIR WISSEN<br />

MÜSSEN,<br />

WAS PASSIERT.<br />

WENN’S DRAUF ANKOMMT.


LONGITUDE. LATITUDE. ATTITUDE.<br />

Portugieser Chronograph. Ref. 3716:<br />

Das funktionale Design der Portugieser ist von den<br />

nautischen Decksuhren inspiriert, die früher an<br />

Bord von Schiffen für die Navigation eingesetzt<br />

wurden. An dieses Erbe erinnert die Portugieser<br />

Chronograph mit ihrem klaren, einfach ablesbaren<br />

Zifferblatt. Die zwei vertieften Totalisatoren und der<br />

mit einer Viertelsekundenskala bedruckte Réhaut<br />

wiederum verleihen dieser zeitlos eleganten Uhr<br />

eine subtile sportliche Note. Neu wird der Design-<br />

Klassiker vom IWC-Manufakturkaliber 69355<br />

angetrieben, das sich durch einen Sichtboden<br />

betrachten lässt. Mit diesem Präzisionsinstrument<br />

am Handgelenk navigieren Sie zielsicher und<br />

mit stilvollem Understatement durchs Leben.<br />

IWC. ENGINEERING DREAMS. SINCE 1868.<br />

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Gangreserve nach Vollaufzug 46 Stunden ∙ Stoppfunktion<br />

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∙ Saphirglas ∙ Sichtboden mit Saphirglas ∙<br />

Wasserdicht 3 bar ∙ Durchmesser 41 mm<br />

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