16.02.2021 Aufrufe

Marburger Magazin Express 6/2021

Das Marburger Stadtmagazin. Ausgabe 6/2021

Das Marburger Stadtmagazin. Ausgabe 6/2021

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06/21 12.2. – 18.2.21 39. Jg. www.marbuch-verlag.de Kostenlos

OB-Wahl

Dirk Bamberger

Stichtag

Impfzentrum geöffnet

Denkanstöße

Black History Month


Der Klassiker zum

Sonderpreis

Mit rund dreißig Beiträgen laden die Autorinnen und Autoren zu

einem reichbebilderten Gang in Geschichte, Gegenwart und

Zukunft der lebens- und liebenswerten Universitätsstadt.

Neue Ansichten tun sich auf, manches Bekannte erscheint in

überraschendem Blickwinkel. Kompetent und konturiert

beschrieben, entsteht ein facettenreiches Marburg-Bild.

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Buchhandlung Jakobi, Steinweg 42

Buchhandlung Lesezeichen, Am Grün 30

Lehmanns Media, Reitgasse 7 - 9

Roter Stern, Am Grün 28

Sirius, Barfüßerstr. 13

TEKA-Kaufhaus, Bahnhofstr. 3

Thalia im Ahrens, Universitätsstr. 14 - 22

Tourist-Information MSLT, Biegenstr. 15

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Marbuch Verlag

Ernst-Giller-Str. 20a

35037 Marburg

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I M P R E S S U M

MARBURGER

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Geschäftszeiten: Mo – Fr 9 –13 und 14–17 Uhr

VERLAGSLEITUNG

Katharina Deppe

HERAUSGEBER

Norbert Schüren

MAGAZIN

E X P R E S S

Gegründet 1983 von

Peter Mannshardt & Michael Boegner

REDAKTION

Georg Kronenberg (kro) (verantwortl.),

Michael Arlt (MiA), Gesa Coordes (gec),

(pe) = Presseerklärung

Tel: 06421-6844-30, -31

Fax: 06421-6844-44

Mail: redaktion@marbuch-verlag.de

HERSTELLUNG

Nadine Schrey, Hasret Sahin

VERANSTALTUNGSKALENDER

Ralf Wolny

Tel: 06421-6844-0, Fax: 06421-6844-44

Online-Formular: www.marbuch-verlag.de

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DRUCK

Brühlsche Universitätsdruckerei

GmbH & Co. KG, Gießen

Die Urheberrechte der Artikel, Annoncenentwürfe

und Fotos bleiben beim Verlag. Keine

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Manuskripte oder Fotos. Reproduktionen des

Inhalts ganz oder teilweise nur mit schrifttlicher

Erlaubnis des Verlages. Alle Adress- und

Programmangaben ohne Gewähr.

Es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 36 vom 1.1.2020

ABONNEMENT

26 x Ausgabe Marburg 44,- EUR

51 x Ausgabe Marburg 85,- EUR

SCHLUSS

Redaktion: Freitag, 11 Uhr

Veranstaltungshinweise: Freitag, 17 Uhr

Kleinanzeigen: Montag, 14 Uhr

Inserate: Dienstag, 12 Uhr

GEPRÜFTE AUFLAGE

(4. Quartal 2020)

Marburger Magazin EXPRESS

tatsächlich verbreitete Auflage

6757/Erscheinung

Mitglied der Informationsgemeinschaft

zur Feststellung der Verbreitung

von Werbeträgern (IVW), Berlin

Marbuch Verlag GmbH

Ernst-Giller-Str. 20a • 35039 Marburg

Geschäftsführer: Norbert Schüren

MAGAZIN __________________________ 4

OB-Kandidat Dirk Bamberger ________6

Stichtag ______________________________7

Arbeiten im Homeoffice ______________8

CORONA IM LANDKREIS ____________9

Equal Pay Day 2021 __________________9

Neurologische Corona-Folge ________10

Wandern im Verbund ________________11

Emma Becker: „La Maison“ ________11

Wolfenmond und die Wikinger________12

Tierische Überwinterungskünstler __14

BILD DER WOCHE ____________________15

Black History Month ________________15

MARBURG DIESE WOCHE ____________18

TV-Tipps ____________________________18

FLOHMARKT ________________________20

STELLENMARKT ____________________21

FAHRZEUGMARKT __________________22

Titelbild: Wintereinbruch

Foto: Georg Kronenberg

Alles ...

... kalt. Alles weiß. Alles öd. Auf

Dauer - und erst recht bei bedecktem

Himmel - kann einem der

ungewohnte Schneewinter mit

seinen graphischen Überzeichnungen

von Welt und Dingen und

strenger Schwarzweißreduktion

gehörig auf den Keks gehen.

Deswegen: Scheiß auf existenzialistische

Allüren. Bringen Sie Farbe

zurück. Malen Sie’n Bild. Vielleicht

mal wieder mit Fingerfarben?

Kochen Sie was Buntes. Mit

Tomaten, Paprika, Möhren. Häkeln

Sie ein Paar Topflappen aus den

allerkribbeligsten Wollresten, die

sich finden lassen. Kombinieren

Sie den rettungswestengelben

Kapuzenpullover mit der resedagrünen

Wollmütze. Wechseln Sie

die Lektüre, lassen Sie Bleiwüsten

hinter sich. Beginnen Sie mit

einfachen RAL-Tafeln und lesen

sich durch bis zu Pantone-

Farbkatalogen. Ja, lackieren Sie

meinetwegen auch die Fingernägel.

Stichtag

mehr auf Seite 7

Zellen

mehr auf Seite 11

Lernen Sie, farbig zu träumen.

Servieren Sie glutrot schillernde

italienische Aperitifs und giftiggrüne

Götterspeise. Und selbst

wenn momentan eher die Eisblumen

blühen und der Valentinstag

(14.2.) vermutlich

auch noch von

den Nazis

erfunden wurde:

Schmücken Sie

Ihr Heim mit

Blumen, Blumen,

Blumen. Aber

vermeiden Sie

Stiehlblüthen.

Michael Arlt

Überwinterungskünstler

mehr auf Seite 14

Ein kleines Geschenk des Hauses. Foto: Michael Arlt

Homeoffice

mehr auf Seite 8


An der Tanzdemo „One Billion Rising“ vor dem Gymnasium Philippinum beteiligten sich 2020

rund 400 Marburgerinnen & Marburger. Archivfoto: Stefanie Profus, i. A. d. Stadt Marburg

Der Karnevalsclub Niederwalgern streamt eine coronakonforme Faschingsfeier am

Samstag, 13. Februar, um 19.33 Uhr auf Youtube. Foto: anncapictures/Pixabay

Magazin

Tanzen gegen Gewalt

„Tanzt in den Gärten! Tanzt gegen

Gewalt!“ – dazu ruft das Gleichberechtigungsreferat

der Stadt Marburg

gemeinsam mit dem Gymnasium

Philippinum auf. Die Tanzdemonstration

„One Billion Rising

2021“ gegen Gewalt an Mädchen

und Frauen soll am Sonntag, 14.

Februar, um 14 Uhr stattfinden.

Getanzt werden kann in diesem

Jahr zwar nicht gemeinsam in einer

großen Gruppe, mitmachen

können aber dennoch alle: im Garten,

vor der eigenen Haustür oder

im Wohnzimmer.

Eigentlich wird in Marburg seit

2015 jedes Jahr am 14. Februar

gemeinsam getanzt – als Aktion

gegen jede Form von Gewalt an

Frauen und Mädchen. Die Stadt

beteiligt sich damit an der weltweiten

Kampagne „One Billion Rising“,

die 2012 startete. Laut aktuellen

Statistiken erfährt jede

dritte Frau im Laufe ihres Lebens

Gewalt. Das sind weltweit eine Milliarde

Frauen, die Opfer von Gewalt

werden. Um dagegen gemeinsam

am „One Billion Rising

Day“ tanzend zu demonstrieren,

können in diesem Jahr wegen der

Corona-Pandemie und den damit

verbundenen Schutzvorschriften

die Menschen allerdings nicht wie

sonst zusammenkommen.

„Die Universitätsstadt Marburg

hätte gerne auch wieder in diesem

Jahr eine Tanzdemo gegen Gewalt

im öffentlichen Raum mitorganisiert“,

sagt Oberbürgermeister

Thomas Spies und blickt auf die

gelungene Tanzdemo am 14. Februar

2020 mit rund 400 Teilnehmenden

zurück. Über die Zusammenarbeit

mit dem Gymnasium

Philippinum war es gelungen, dass

auch viele Schüler mitmachten.

Jecken auf Youtube

Der Karnevalsclub Niederwalgern

versucht sich trotz Pandemie an

ein bisschen Fasching. Der KCN

will nicht auf Karneval verzichten,

und so organisiert er am Samstag,

13. Februar, um genau 19.33 Uhr

einen Livestream auf Youtube, damit

jeder Karnevalist dabei sein

kann. An einem streng geheimen

Ort gehen die Jecken live auf Sendung

und hoffen auf jede Menge

Zuschauer.

Auch andere Vereine und Akteure

finden ihren Weg in den Live-Chat,

natürlich unter Pandemie-Bedingungen

nur in das Live-Bild integriert.

Deshalb befindet sich an

diesem streng geheimen Sendeort

eine ausgewählte Gruppe, die

sich liebevoll nur die „KCN-WG“

nennt. Dieser WG gehören zwei

Musiker, ein Ex-Kapitän, ein Möchte-Gern-Frauenheld

und ein Ordnungsfanatiker

an. Wer weiß, was

an diesem Abend so alles passiert

und wer noch seinen Weg in diese

wundersame Karnevalssitzung

schafft ...

Der Livestream am 13. Februar

kann über Facebook (www.facebook.com/KCN1997)

und Youtube

(Kanal „Karnevalsclub Niederwalgern“)

verfolgt werden.

Appell für Briefwahl

Rund 4,7 Millionen Menschen sind

am 14. März bei der Kommunalwahl

in Hessen aufgerufen, ihre

Stimme abzugeben. Doch die Corona-Pandemie

sorgt dafür, dass

es deutlich ruhiger läuft als sonst

– und es Menschen gibt, die nicht

direkt in der Kabine wählen wollen.

„Auch wenn Corona unser Leben

auf den Kopf stellt: Nutzen Sie

Ihre Chance zur Stimmabgabe,

auch per Briefwahl, wenn Sie wegen

Corona kein Wahllokal aufsuchen

wollen“, sagt der Gießener

Regierungspräsident Christoph

Ullrich. „Ihre Stimme ist zu wertvoll“,

betont er – besonders in

Richtung derjenigen, die grundsätzlich

nicht wählen gehen. Angesichts

der Pandemie empfiehlt

RP Ullrich sogar, von der Möglichkeit

der Briefwahl Gebrauch zu

machen.

„Die Menschen in Hessen stimmen

am 14. März darüber ab, wer

in ihren Gemeindevertretungen

beziehungsweise Stadtverordnetenversammlungen,

Kreistagen

und – sofern vorhanden – Ortsbeiräten

sitzt und somit Entscheidungen

fällt, die das tägliche Leben

aller betreffen“, sagt der Regierungspräsident.

In diesen

Gremien wird beispielsweise beschlossen,

ob das Dorfgemeinschaftshaus

saniert oder neu gebaut

wird, wie hoch die Kitagebühren

sind, welche Straßen erneuert

werden, ob die Grundsteuer erhöht

oder gesenkt wird oder wieviel

der Kubikmeter Wasser kostet.

Und das sind nur einige Beispiele.

„Die Liste ließe sich

beliebig fortsetzen“, ergänzt Ullrich,

der selbst viele Jahre lang

Mitglied der Gemeindevertretung

und des Kreistags war. „Letztlich

entscheidet auch Ihre Stimme

über die Zukunft Ihrer Heimat“,

appelliert er. Seit Anfang Februar

kann die Briefwahl bei der jeweiligen

Stadt oder Gemeinde beantragt

werden.

Frauenberg schützen

Schwimmbäder und Fitnessstudios

sind geschlossen, Veranstaltungen

gestrichen, Cafés ebenfalls

zu. Da ist es klar, dass es viele

Menschen besonders am Wochenende

ins Freie zieht. „Der Freizeitgenuss

an und in der Natur ist

zu begrüßen, wenn auch Coronabedingt

nicht in Gruppen“, sagt

der Gießener Regierungspräsident

Christoph Ullrich. „Wichtig

dabei ist aber: Bleiben Sie auf bestehenden

Wegen. Erst recht,

wenn Sie sich in einem Naturschutzgebiet

bewegen“, appelliert

er. Hintergrund sind Meldungen

aus der Oberen Naturschutzbehörde

des Regierungspräsidiums,

wonach Flora und Fauna unter hohem

Besucherandrang leiden.

Im Fall des Naturschutzgebiets

Frauenberg bei Beltershausen in

der Gemeinde Ebsdorfergrund hat

das Konsequenzen. Hier ist es besonders

der Magerrasen, den es

zu schützen gilt. „Durch die intensive

Freizeitnutzung, vor allem

das Rodeln im Winter und das

Mountainbiken im Sommer, bilden

sich zunehmend Trampelpfade

und der Boden samt Bewuchs wird

beschädigt“, berichtet Katrin

Schneider von der Oberen Naturschutzbehörde.

Daher ist der Südhang

vor kurzem mittels großer

Baumstämme gesperrt worden.

Zusätzlich sollen Schilder darauf

hinweisen, dass das Betreten der

Fläche und das Rodeln hier nicht

gestattet sind.

Fortbildungsprogramm

für Pädagogen

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf

bietet ein Fortbildungsangebot

für pädagogische Fachkräfte

in Kindertageseinrichtungen und

Betreuungsangeboten an Grundschulen

an.

Das Fortbildungsangebot behandelt

Themen wie die Förderung

kreativer Kompetenzen, selbstentdeckendes

Lernen, den Übergang

von der Kindertagesstätte in

die Grundschule, Gesundheitsförderung,

Auseinandersetzung und

Aneignung der Umwelt, Sprachförderung

sowie Medienkompetenz.

Wegen der derzeitigen Pandemie

findet ein großer Teil der Fortbildungsangebote

digital statt.

„Gerade auch in der derzeitigen

Pandemie zeigt sich, wie wichtig

die Bildung, Betreuung und Erziehung

von Kindern ist. Deshalb wollen

wir mit unserem Fortbildungs-

4


Schlittenfahrer haben am Frauenberg deutliche Spuren hinterlassen. Um die

Natur zu schützen, ist der Südhang seit kurzem gesperrt. Foto: RP Gießen

angebot in dieser herausfordernden

Situation Möglichkeiten der

Weiterqualifizierung und konkrete

Praxishilfen anbieten, um ein gelingendes

Aufwachsen der Kinder

zu ermöglichen“, macht der Erste

Kreisbeigeordnete Marian Zachow

deutlich.

Das Fortbildungsprogramm 2021

für pädagogische Fachkräfte findet

sich auf der Homepage des

Kreises unter www.lkmb.de/fortbildung.

Schulanfänger anmelden

Nach dem Hessischen Schulgesetz

beginnt für alle Kinder, die bis

zum 30. Juni 2022 das sechste

Lebensjahr vollenden, die Schulpflicht

am 1. August 2022. Stadträtin

und Schuldezernentin Kirsten

Dinnebier weist auf die Anmeldezeiten

der Schulanfänger

zum Schuljahr 2022/2023 hin. Die

Anmeldewoche für die Einschulung

ist bereits vom 15. bis zum 19.

März diesen Jahres. Der genaue

Termin an der jeweiligen Schule

wird den Erziehungsberechtigten

durch die aufnehmende Schule

mitgeteilt.

Bei einer Anmeldung der Kinder

in der Freien Waldorfschule, der

Montessorischule, der Bettinavon-Arnim-Schule,

der Steinmühle

Marburg oder der Freien Schule

Marburg werden die Erziehungsberechtigten

gebeten, die eigentlich

zuständige Grundschule zu informieren.

Auf Antrag können Kinder aufgenommen

werden, die in der Zeit

vom 2. Juli 2016 bis 1. Januar 2017

geboren sind. An der Astrid-Lindgren-Schule

können Kinder, die bis

zum 30. Juni 2022 das fünfte Lebensjahr

vollenden, zu einer kombinierten

Jahrgangsstufe 1/2 angemeldet

werden. Grundsätzlich

besteht an der Astrid-Lindgren-

Schule die Möglichkeit, Kinder

zum 1. August oder zum 1. Februar

einzuschulen. kro/Christina Schmid

Garten zum Mitmachen und Lernen

„Nachbarschaftsprojekte im Klimaschutz“

Bereits seit 2014 bringt der Marbacher „Mitmachgarten“

Menschen aus verschiedenen

Kulturen und Generationen zusammen. Neben

acht weiteren Nachbarschaftsprojekten

wurde er im vergangenen Jahr ausgewählt –

als eines der Klimaschutz-Projekte, die die

Stadt Marburg mit einer Gesamtsumme von

mehr als 20.000 Euro bezuschusst hat. Nun

ruft die Stadt erneut die Bürger dazu auf, sich

mit ihren Ideen für Klimaschutz-Projekte um

eine finanzielle Förderung zu bewerben.

64 ziemlich trostlos wirkende Quadratmeter

Erde – mit denen fing vor inzwischen fast sieben

Jahren alles an. Auf dem Gelände neben

dem Bürgerhaus in der Marbach wollte Christa

Stuwe gemeinsam mit etwa einem Dutzend

ebenfalls gartenbegeisterter Menschen

die Idee eines „Mitmachgartens“ in die Tat

umsetzen. Das Vorbild waren alte Klostergärten.

Ziel war es, das Wissen um Kräuter und

ihre Verwendung zu bewahren und weiterzugeben.

Sowohl von der Stadt Marburg wie

auch vom Marbacher Ortsbeirat und dem damaligen

Ortsvorsteher Ulrich Rausch kam

Unterstützung – und schon bald spross,

wuchs und blühte es.

Ein „buntes Gemisch“ hatte sich Initiatorin

Christa Stuwe damals für die Zukunft gewünscht

– sowohl auf die Pflanzen wie auch

auf die Beteiligten am Projekt bezogen. Ihr

Wunsch ging in Erfüllung: Vom Kindergartenkind

bis hin zu Senioren waren in den vergangenen

Jahren die unterschiedlichsten Menschen

vor Ort und haben gebuddelt und geerntet,

etwas hergestellt und dabei gelernt.

Durch die Corona-Pandemie konnte die Arbeit,

wie in vielen anderen Projekten, nicht

wie gewohnt weitergehen – auch wenn es immerhin

möglich war, dass weiterhin vor Ort

zumindest etwas getan werden konnte, weil

es unter freiem Himmel und mit Abstand

möglich war, Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Zusammenkünfte und Workshops, wie sie

darüber hinaus sonst zum regelmäßigen Programm

gehörten, können allerdings aktuell

nicht stattfinden. Und weil Not erfinderisch

macht, wurden einzelne Aufgaben dann eben

auf einzelne Schultern verteilt. Viele Freiwillige

haben zum Beispiel Senf aus den geernteten

Kräutern hergestellt, Gewürze gemahlen

oder Seifen gegossen. „Aktuell bereiten

sich mehrere Beteiligte darauf vor, Gemüse

zuhause auszusäen und vorzuziehen“, berichtet

Christa Stuwe. Im Garten selbst sei

über den Winter wenig zu tun, aber es laufen

bereits die Vorbereitungen auf die kommende

Gartensaison.

pe

Christa Stuwe im Marbacher „Mitmachgarten“. Foto: Nadja Schwarzwäller, i.A.d. Stadt Marburg

5


Dirk Bamberger möchte Marburg zum „Healthcare-Valley“ machen. Foto: Gesa Coordes

Bambi, Behring & Live-Stream

OB-Kandidat Dirk Bamberger (CDU) setzt auf Wirtschaftsthemen

Es ist „Zehn vor neun“ und

Oberbürgermeister-Kandidat

Dirk Bamberger (CDU) plaudert

bei einer Tasse Kaffee über

die neuesten Nachrichten: „Einen

wunderschönen guten Morgen

hier im Live-Stream aus dem heimischen

Wohnzimmer“, begrüßt

er die Zuschauer. Dass sich seine

Tochter noch beim gemütlichen

Frühstücken in der Fensterscheibe

spiegelt, stört ihn nicht. Auch über

kleine technische Pannen lächelt

er routiniert hinweg. „Guten Morgen

Bambi“, meldet sich ein Zuhörer,

der ihn offenbar besser

kennt.

Der christdemokratische Landtagsabgeordnete

gehört zu den

aussichtsreichen Kandidaten bei

der Marburger Oberbürgermeisterwahl

am 14. März. Vor fünf

Jahren ging er in die Stichwahl gegen

den Sozialdemokraten Thomas

Spies. Jetzt will er den Amtsinhaber

ablösen.

Angesichts der Corona-Pandemie

macht Dirk Bamberger einen „hybriden

Wahlkampf“. Jeden Morgen

meldet er sich in der Sendung

„Zehn vor neun“ auf Facebook

und Instagram. Er spricht über die

aktuellen Corona-Zahlen des

Landkreises, Jeff Bezos und den

Mord an Walter Lübcke, wirbt für

den Kauf bei heimischen Geschäften

und beendet seine Sendung

mit heiteren „Fun-Facts“.

In die eigens angemietete „Wahl-

Lounge“ im Schatten der Elisabethkirche

kommen die Menschen

nur nach Terminvereinbarung.

Stattdessen ist hier ein kleines

Studio aufgebaut. Jeden Nachmittag

sendet die CDU den „Lounge-

Talk“. Zum Teil mit, zum Teil ohne

Bamberger geht es um Kommunales,

Kultur, Frauen, Soziales und

natürlich die CDU. Dazu gibt es

„Politkabarett“ mit den CDU-

Stadtverordneten Jens Seipp und

Roger Pfalz. „Damit erreichen wir

jeden Tag mehrere 1000 Leute“,

freut sich Bamberger.

Der Christdemokrat setzt vor

allem auf Wirtschaftsthemen.

Schließlich ist er sparkassen- und

bankenpolitischer Sprecher der

CDU im Landtag, wo er im Wirtschaftsausschuss

sitzt. Zudem

hat er 28 Jahre lang bei der Marburger

Sparkasse gearbeitet, zuletzt

als stellvertretender Bereichsdirektor.

Er möchte Marburg zum „Healthcare-Valley“

machen und die

Pharmaindustrie weiter stärken.

Der 2020 beschlossene Masterplan

Behringwerke sei eine Forderung

der CDU gewesen: „Die Gewerbesteuereinnahmen

sind die

Lebensader unserer Stadt“, erklärt

Bamberger. Und die hängen

vor allem an den Pharmaunternehmen.

Deshalb möchte er auch,

dass der bereits seit den 70er

Jahren diskutierte Behringtunnel

„endlich ernsthaft geprüft wird“.

Dadurch möchte er die Nordstadt

mit der Ketzerbach vom Durchgangsverkehr

befreien. Der Tunnel

soll an der Abfahrt Afföller an

die Stadtautobahn angebunden

werden, über die Lahn führen und

dann in den Berg am Wehrdaer

Weg gebaut und am oberen Ende

der Marbach wieder herauskommen.

„Ich bin sicher, dass der Tunnel

realisierbar ist“, so Bamberger.

Zudem wünscht er sich eine

bessere Erreichbarkeit der City

mit dem Auto sowie eine Bauland-

Offensive für Marburg.

In der Universitätsstadt ist der

Konservative vor allem durch sein

langjähriges Engagement bei der

Feuerwehr bekannt. So war er

mehr als zehn Jahre lang Wehrführer

in Marburg-Mitte und hat

das Blasorchester der Blauröcke

gegründet. Seit 2018 ist der dreifache

Vater Landtagsabgeordneter.

Dort nahm er zunächst in der

vorletzten Bank Platz. Die einzige

bekannt gewordene Initiative aus

Wiesbaden ist die zum Gehörlosengeld,

das es voraussichtlich ab

Sommer geben wird. Der 48-Jährige

ist nämlich Sohn gehörloser

Eltern – die Gebärdensprache ist

seine Muttersprache.

Größte Schwäche: Die CDU regiert

in Marburg in einem Bündnis mit

der SPD von Amtsinhaber Spies.

Sich neben den Sozialdemokraten

zu profilieren, ist kompliziert.

Doch Bamberger kontert munter:

Das mit einem klaren Fahrplan

versehene Bildungsbauprogramm

Bibap sei eigentlich eine Idee der

CDU. Den „soliden Haushalt“ hätten

sie gemeinsam aufgestellt.

Das Seniorenzentrum am Richtsberg

hätten sie mit der SPD erfolgreich

auf den Weg gebracht.

Dass an die Weidenhäuser Brücke

ein Betonbauwerk „angeflanscht“

wird, hätten sie verhindert. Die

Radfahrer könnten ja auch die

Nachbarbrücken benutzen. Auch

persönlich grenzt er sich von

Amtsinhaber Spies ab, dem er

„Gutsherrenart“ unterstellt: „Der

Oberbürgermeister muss sich als

Dienstleister für diese Stadt verstehen“,

so Bamberger.

Ein weiteres Thema ist die von der

CDU initiierte Stärkung der Stadtpolizei.

Durch verstärkte Kontrollen

habe sich die Situation auf den

Lahnterrassen und im Norhampton

Park verbessert, sagt Bamberger.

Zudem sei die nach einem sexuellen

Übergriff eingerichtete

Kameraüberwachung per Knopfdruck

im Jägertunnel ein Erfolg.

Möglicherweise könne das Konzept

auf den Tunnel an der Philosophischen

Fakultät ausgeweitet

werden.

Klassisch konservative Themen

bedient er übrigens auch. So kritisiert

er die Vergabe des „Marburger

Leuchtfeuers“ an die Gießener

Ärztin Katharina Hänel scharf.

Laut Bamberger ist sie „fast

schon eine Abtreibungsfundamentalistin“.

Gesa Coordes

6


Stichtag

Impfzentrum in Marburg seit Dienstag geöffnet

Mit der Eröffnung des Impfzentrums

des Landkreises

Marburg-Biedenkopf auf dem

Marburger Messegelände ist ein

weiterer Meilenstein in der Bekämpfung

der Corona-Pandemie

erreicht. In Abhängigkeit der vorhandenen

Impfstoff-Vorräte können

jetzt zunächst bis zu 100 Personen

pro Tag in der eigens für

diesen Zweck errichteten Messehalle

geimpft werden.

Für den Beginn der Impfung ist

täglich in der Zeit von 9:00 Uhr

bis 18:00 Uhr eine sogenannte

Impfstraße in Betrieb. Unter voller

Auslastung könnten bis zu vier

dieser Straßen in Betrieb genommen

werden, um pro Tag mehr als

1.000 Menschen impfen zu können.

Pro Impfstraße sind bis zu

zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

im Einsatz: Ärztinnen und

Ärzte, medizinisches Fachpersonal

sowie Personal für Verwaltung

und Logistik. Mitarbeitende einer

Sicherheitsfirma sorgen parallel

für geordnete Abläufe und Fachpersonal

kümmert sich um die

Aufbereitung der Impfstoffdosen.

„Wir gehen derzeit von einem Betrieb

des Impfzentrums für 250

Tage aus. An sieben Tagen pro

Woche, unter voller Auslastung

etwa 15 Stunden zwischen 7:00

und 22:00 Uhr täglich. Wir stehen

jetzt also erst am Anfang eines

Marathons“, stellte Kreisbrandinspektor

Lars Schäfer fest. Die weitere

Entwicklung sei immer von

der Verfügbarkeit des Impfstoffes

abhängig erläuterte Schäfer. Das

Land gehe von einer Impfquote

von mindestens 60 Prozent der

Bevölkerung aus. Für den Landkreis

Marburg-Biedenkopf bedeutet

dies, die Impfungen für mindestens

147.000 Personen zu organisieren,

die zweimal innerhalb

unterschiedlicher Zeitintervalle

geimpft werden müssen.

„Dass wir jetzt tatsächlich anfangen

können, breit und in der Fläche

zu impfen, ist ein wichtiger

Aspekt in Bekämpfung der Corona-Pandemie“,

sagte die ärztliche

Leiterin des Impfzentrums, Andrea

Schroer. Sie wies darauf hin,

dass im Moment nur Personen

impfberechtigt sind, die nach der

Impfverordnung des Bundes in

der höchsten Prioritätsstufe eingruppiert

sind. Dazu gehören über

80-Jährige, Personen, die in stationären

Einrichtungen für ältere

oder pflegebedürftige Menschen

behandelt, betreut oder gepflegt

werden oder dort tätig sind, Pflegekräfte

in ambulanten Pflegediensten,

Beschäftigte in medizinischen

Einrichtungen mit hohem

Expositionsrisiko wie Intensivstationen,

Notaufnahmen, Rettungsdienste,

spezialisierte ambulante

Palliativversorgung, Impfzentren

und in Bereichen mit infektionsrelevanten

Tätigkeiten sowie Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in

medizinischen Einrichtungen, in

denen Personen behandelt werden,

bei denen eine Corona-Infektion

schwere oder gar tödliche

Verläufe erwarten lässt, also etwa

Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Bereits seit 11. Dezember 2020 ist

das Impfzentrum einsatzbereit.

Der Auf- und Ausbau der 3.200

Quadratmeter großen Halle einschließlich

der dazugehörigen Infrastruktur

war innerhalb von

acht Tagen gestemmt worden. Der

Messeplatz war als zentral im

Kreis liegender und gut erreichbarer

Ort für das Impfzentrum

ausgewählt worden.

Dienstleister im Impfzentrum sind

die Johanniter-Unfallhilfe und das

Deutsche Rote Kreuz. „Mit beiden

Organisatoren arbeiten wir schon

sehr gut im Bereich Rettungsdienst

und Katastrophenschutz

Rund 100 Corona-Impfungen sind derzeit pro Tag geplant. Wenn mehr Impfstoff verfügbar ist,

können die Kapazitäten jederzeit problemlos erweitert werden. Foto: iriam Feuerstein/JUH

zusammen und wir sind davon

überzeugt, für den Betrieb des

Impfzentrums leistungsfähige

Partner gefunden zu haben“ unterstrichen

Schroer und Schäfer.

Die Zusammenarbeit laufe reibungslos.

Die Dienstleister zeichnen

auch für die Gewinnung des

nicht-ärztlichen Personals verantwortlich.

Zwischenzeitlich konnte

ein Personalpool mit rund 200

Angehörigen medizinischer Fachberufe

gebildet werden. Hinzu

kommen nochmals etwa 200 Ärztinnen

und Ärzte, die für diese

Aufgabe speziell geschult worden

sind.

Nach ersten Testläufen mit Mitarbeitenden

des Rettungsdienstes

gehen die Organisatoren im Moment

davon aus, dass ein Impfdurchlauf

pro Person etwa 30

Minuten dauern wird.

pe

Anlässlich der Öffnung des Impfzentrums hat der Kreis eine weitere

Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 06421/405-1888

beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis

freitags in der Zeit von 9:00 bis 16:00 Uhr Fragen rund um die

Corona-Schutzimpfung und die Abläufe im Impfzentrum am Marburger

Messeplatz.

Termine zur Impfung können über diese kreiseigene Hotline ausdrücklich

nicht vereinbart werden. Die Terminvergabe für die Impfungen

erfolgt nach wie vor ausschließlich durch das Land Hessen,

also über die Telefonnummern 0611 505-92888 und 116117 sowie

online über die Webseiten www.impfterminservice.hessen.de und

www.impfterminservice.de.

Pro Impfstraße sind bis zu zehn Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern im Einsatz. Foto: Miriam Feuerstein/JUH

7


Wer? Wie? Warum?

Arbeiten im Homeoffice

Ein Aufschrei ging durchs

Land: „Arbeitgeber werden

nun gezwungen, ihre Beschäftigten

ins Homeoffice zu schicken.“

Ist das tatsächlich so? „Um

die Infektionsketten zu durchbrechen,

müssen Kontakte noch stärker

als bisher auf ein absolut notwendiges

Minimum reduziert werden.

Dies gilt auch in der Arbeitswelt“,

erklärt Regierungspräsident

Christoph Ullrich. Seine

Behörde ist in Mittelhessen zuständig

für die Überwachung der

seit Mittwoch, 27. Januar geltenden

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

(Corona-ArbSchV).

In die ist nun die Verpflichtung

aufgenommen worden, für bestimmte

Tätigkeiten Homeoffice

anzubieten.

„Wir betrachten die neue Verordnung

als einen Baustein, die Pandemie

einzudämmen und werden

in erster Linie beraten und in

Zweifelsfällen versuchen, mit Arbeitgebern

und Beschäftigten gute

Lösungen zu finden“, erläutert

RP Ullrich weiter. „Genaugenommen

ist das auch nichts Neues“,

ergänzt Holger Lehnhardt, Arbeitsschutzexperte

beim Regierungspräsidium

Gießen (RP Gießen).

Bereits in der SARS-CoV-2-

Arbeitsschutzregel, die seit dem

vergangenen Sommer gelte, sei

Homeoffice als eine wichtige

Schutzmaßnahme zur Bekämpfung

der Pandemie gefordert und

von vielen Unternehmen umgesetzt

worden.

„Wir haben dabei auch gesehen,

dass Homeoffice gar nicht von allen

Beschäftigten, die zu Hause

arbeiten könnten, gewünscht

wird.“ Deshalb sei es gut, wenn

einvernehmliche Regelungen getroffen

würden. „Die neue Verordnung

zwingt niemanden, ein Homeoffice-Angebot

anzunehmen.

Und es sind zum Beispiel auch

Teillösungen mit wechselnden Homeoffice-

und Präsenz-Tagen

möglich. Schließlich geht es um

Kontaktreduzierung“, sagt der

Fachmann für Arbeitsschutz weiter.

Wann müssen Arbeitgeber nun

Homeoffice anbieten? „Da schaut

man am besten mal direkt in die

neue Verordnung hinein, die übrigens

bundesweit Gültigkeit hat“,

berichtet Hilde Weigand, Leiterin

des Arbeitsschutzdezernats 25.2

Homeoffice-Pflicht? Bitte genau hinschauen. Foto: Michael Arlt

beim RP Gießen. Dort ist zu lesen:

„Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten

im Falle von Büroarbeit

oder vergleichbaren Tätigkeiten

anzubieten, diese Tätigkeiten

in deren Wohnung auszuführen,

wenn keine zwingenden betriebsbedingten

Gründe entgegenstehen.“

Damit wird deutlich, auch

der Gesetzgeber hatte im Blick,

dass längst nicht alle Tätigkeiten

im Homeoffice ausgeführt werden

können. Man denke nur an Arbeitsplätze

in der Produktion, im

Handwerk oder im Lebensmittelhandel.

Es wäre geradezu absurd,

hier den Beschäftigten Homeoffice

anzubieten. Aber da, wo es

möglich ist, muss es eben angeboten

werden.

Für die Umsetzung brauchen

nicht zwangsläufig Laptops oder

Notebooks beschafft werden.

Auch vorhandene IT-Technik aus

dem Betrieb kann ins Homeoffice

mitgenommen werden. Es besteht

sogar die Möglichkeit, die Nutzung

privater Rechner zu vereinbaren.

„Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht

für ihre Beschäftigten.

Das gilt bei uns schon seit Beginn

der Industrialisierung, es ist sozusagen

Teil unseres Wertesystems.

Sicherheit und Gesundheit bei der

Arbeit haben Vorrang vor wirtschaftlichen

Interessen“, erklärt

Holger Lehnhardt. Daher müssten

Arbeitgeber unter Berücksichtigung

der Verhältnismäßigkeit

stets solche Maßnahmen auswählen,

die den bestmöglichen Schutz

vor bestehenden Gefährdungen

bei der Arbeit böten. „Dies erfolgt

im Rahmen der sogenannten Gefährdungsbeurteilung.

Und der

beste Schutz in der aktuellen Lage

ist nun mal eine strikte Kontaktreduzierung“,

sagt er.

Und wann muss Homeoffice nicht

angeboten werden? Das ist dann

der Fall, wenn zwingende betriebsbedingte

Gründe dagegensprechen.

Dabei gilt der Grundsatz:

Dem Arbeitgeber kann nicht

zugemutet werden, dass der Betrieb

aufgrund von Homeoffice

nur noch eingeschränkt oder gar

nicht mehr läuft. Tätigkeiten wie

die Bearbeitung der Wareneinund

-ausgänge oder der Briefpost,

Schalterdienste für Kunden und

Personal, Materialausgabe, Reparatur-

und Wartungsaufgaben

(z.B. IT-Service), Hausmeisterdienste

und Ähnliches erfordern die

Anwesenheit im Betrieb.

Natürlich müssen auch die Beschäftigten

mit diesen Aufgaben

bestmöglich geschützt werden.

Die neue Verordnung sieht deshalb

auch hier Verschärfungen

vor, wie beispielsweise Einzelraumbelegung,

mindestens zehn

Quadratmeter Grundfläche pro

Person bei Mehrfachbelegung

oder medizinische Masken bzw.

FFP2-Masken, wenn Abstände

nicht eingehalten werden können.

Über den Bereich Arbeitnehmerschutz

des RP-Internetauftritts

(www.rp-giessen.de) gelangt man

zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

Sie ist auch beim

Bundesministerium für Arbeit und

Soziales zu finden. Dort ist auch

eine Liste mit Fragen und Antworten

(FAQs) zur Corona-Arbeitsschutzverordnung

angelegt, mit

der die gesamte Thematik beleuchtet

wird. So ist hier beispielsweise

zu erfahren, warum niemand

zur Arbeit im Homeoffice

verpflichtet werden kann oder

dass auch die Verwendung von

privaten Rechnern vereinbart

werden kann, wenn etwa auf die

Schnelle keine ausreichende Anzahl

betrieblicher Laptops verfügbar

ist.

Für Fragen zum Schutz der Beschäftigten

sowie zur neuen

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

(Corona-ArbSchV) ist in

Mittelhessen das Regierungspräsidium

Gießen zuständig. Die

Fachleute der Arbeitsschutz-Dezernate

sind erreichbar unter der

Rufnummer 0641/303-0 oder per

E-Mail an arbeitsschutz-giessen@rpgi.hessen.de.

pe/MiA

8


Corona im Landkreis

Wöchentliches Update: Inzidenz schwankt um 50 / Elf Menschen mit britischer Mutation

6273

bestätigte Infektionen

5847

genesen

222

aktuell erkrankt

204

verstorben

Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Die Inzidenz im Landkreis Marburg-Biedenkopf

hat sich in

der vergangenen Woche nur

geringfügig verändert: Meist lag

sie knapp über der Grenze von 50

Infektionen pro 100.000 Einwohner

in den vergangenen sieben Tagen,

am 9. Februar bei 50,7.

Nach wie vor unklar ist die Frage,

welche Bedeutung die Fälle der

britischen Mutation des Coronavirus

im Landkreis haben. Inzwischen

wurde bei insgesamt elf

Menschen die Virus-Variante

„B.1.1.7“ nachgewiesen. Bekannt

wurden zudem zehn Fälle der

Virus-Mutation in den Lahn-Dill-

Kliniken in Wetzlar, wo insgesamt

mehr als 60 Patienten und Mitarbeiter

mit Corona infiziert sind.

Um die Ausbreitung zu verhindern,

verhängte das Klinikum

einen Aufnahmestopp. An der

Uniklinik Gießen traf es einen

technischen Mitarbeiter. Auch in

den Kreisen Waldeck-Frankenberg

und Siegen-Wittgenstein tauchte

die englische Virus-Mutation auf.

Unterdessen wurde die erste Impfrunde

in den 38 Alten- und Pflegeheimen

abgeschlossen. 2270

Menschen und damit zwei Drittel

der betroffenen Senioren haben

auch schon die Zweiimpfung erhalten.

In den Pflegeeinrichtungen

helfen 24 Soldaten eines Panzerpionierbataillons

aus Holzminden

bei der Durchführung von

Schnelltests.

Im Vergleich zur Vorwoche starben

19 Menschen an oder mit Covid-19.

27 Erkrankte werden im Klinikum

behandelt, davon fünf auf

der Intensivstation. Die meisten

Fälle gibt es derzeit in Bad Endbach

(40), Dautphetal (25), Gladenbach

(22) und Marburg (51).

gec

Landkreis

Siegen-

Wittgenstein

Lahn-Dill-

Kreis

Landkreis

Marburg-Biedenkopf

Landkreis

Waldeck-Frankenberg

Landkreis Gießen

Neue Fälle je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen:

Schwalm-

Eder-

Kreis

Vogelsbergkreis

bis 5 bis 10 bis 20 bis 35 bis 50 bis 100 über 100

(Quellen: RKI/Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Game Changer

„Equal Pay Day 2021“

Laut Statistischem Bundesamt

beträgt der Lohnunterschied

zwischen Frauen und Männern

derzeit 19 Prozent. Wird dieser

Lohnunterschied auf Tage

umgerechnet, ergeben sich 69

Tage – das bedeutet, dass Frauen

im Durchschnitt bis zum 10. März

2021 unentgeltlich arbeiten, während

Männer ab dem 1. Januar

2021 Gehalt erhalten haben. Mit

dem „Equal Pay Day 2021“, dem

internationalen Aktionstag für

Entgeltgleichheit, wird daher am

10. März auf die Lohnlücke zwischen

Frauen und Männern hingewiesen.

Das bundesweite Motto des diesjährigen

„Equal Pay Days“ (übersetzt:

Tag des gleichen Lohns) ist

„Game Changer – Mach dich stark

für Equal Pay!“. „Game Changer“

sind mutige, kreative und moderne

Macherinnen und Macher –

Menschen, die aktiv, innovativ und

wettbewerbsfähig sind. „Game

Changer“ werden als Gewinnende

im doppelten Sinne des Wortes

verstanden: Sie gewinnen ihr Spiel

und gewinnen andere für ihre

Ideen.

Anlässlich des „Equal Pay Days“

möchte das Gleichberechtigungsreferat

der Stadt Marburg daher

den Blick auf die Handlungsmöglichkeiten

für Frauen lenken. Das

Referat bietet einen interaktiven

Online-Vortrag mit dem Titel „Weil

du es wert bist – wie Frauen erfolgreich

Gehalt verhandeln“ am

Dienstag, 9. März, von 19 bis 20.30

Uhr über Cisco Webex an. Die Veranstaltung

soll aufzeigen, wie sich

Frauen auch in Corona-Zeiten gut

Zum Equal Pay Day organisiert das Marburger Gleichberechtigungsreferat einen Online-Vortrag

mit dem Titel „Weil du es wert bist – wie Frauen erfolgreich Gehalt verhandeln. Foto: Pixabay

positionieren können, wenn es um

die Bewerbung auf Stellen geht,

und wie sie erfolgreich und gelassen

den Wert ihrer Arbeit – in

Bezug auf Gehälter – aushandeln

können.

Referentin des Vortrags ist Claudia

Irsfeld. Sie bringt langjährige

Erfahrung als Personalleiterin in

einer Managementberatung mit.

In dieser Position führt sie Einstellungsinterviews

und Gehaltsverhandlungen

mit Frauen und Männern.

Daneben trainiert sie speziell

Frauen in anspruchsvollen

und oft männlich geprägten beruflichen

Kontexten. Karrieregestaltung

sowie Gehaltsverhandlungen

sind ihre Fokusthemen –

etwa als Autorin des Buchs „Frauen

und Gehalt. So verhandeln Sie

gelassen und erfolgreich“.

Eine Anmeldung für die kostenfreie

Teilnahme ist bis zum 26. Februar

beim Gleichberechtigungsreferat

möglich, telefonisch unter

06421/201-1377 oder per E-Mail an

gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de.

pe

9


Covid geht, Symptome bleiben

Neurologische Corona-Folgen

Covid-19 geht häufig bereits

während der Akutphase mit

neurologischen Symptomen

einher. Typisch sind Geruchs- und

Geschmacksstörungen, aber auch

Kopfschmerzen, Muskelschmerzen

und das sogenannte Fatigue-

Syndrom (dauerhafte Erschöpfung

und Abgeschlagenheit) treten

während der Viruserkrankung

häufig auf. Darüber hinaus kommen

Bewusstseinsstörungen und

Störungen der Hirnfunktionen bei

Covid-19, gerade bei schweren

Verläufen, recht häufig vor. Eine

ernst zu nehmende Verwirrtheit

ist vor allem bei älteren Personen

ein unabhängiges Symptom von

Covid-19. Darauf weist die Deutsche

Gesellschaft für Neurologie

e.V. (DGN) hin und betont weiter,

dass auch lebensbedrohliche neurologische

Komplikationen während

oder direkt nach einer Covid-

19-Erkrankung auftreten können,

wie zum Beispiel Schlaganfälle

oder das Guillain-Barré-Syndrom.

Bereits im Sommer, so die DGN,

gaben Studien erste Hinweise auf

eine Persistenz der Symptome

Dauerhafte Erschöpfung und Abgeschlagenheit gehört zu den häufigsten Langzeitfolgen. Foto: Pixabay

nach akuter Coronavirus-Infektion.

„Inzwischen ist deutlich, dass

es insbesondere neurologische

Spätfolgen sind, mit denen die Betroffenen

zu kämpfen haben.“ Eine

niederländisch-belgische Studie

wertete drei Monate nach

Krankheitsbeginn die anhaltenden

Symptome von 2.113 Covid-19-

Patientinnen und -Patienten aus

(von denen 112 stationär behandelt

worden waren). Während der

Erkrankung litten 95% unter Fatigue,

drei Monate danach noch

87%. Damit war die Fatigue die

häufigste Komplikation und Langzeitfolge,

sogar häufiger als Kurzatmigkeit

(Dyspnoe). Ein in

„Nature Communications“ publizierter

Artikel beschrieb die häufigsten

Symptome vor, während

und nach einer Covid-19-Erkrankung

bei fast 2.500 Patientinnen

und Patienten. Noch Wochen nach

der Erkrankung waren auch hier

Fatigue, Schmerzen, Kurzatmigkeit

und Schnupfen/laufende Nase

die häufigsten Langzeitsymptome.

In einer britischen Studie

wurden 163 Covid-19-Patientinnen

und -Patienten 83 Tage nachverfolgt.

Auch hier waren die häufigsten

Langzeitfolgen nach zwölf

Wochen Kurzatmigkeit und Fatigue

(bei je 39% der Patienten).

Ebenfalls häufig waren Schlafstörungen

(24%) und Schmerzen (ca.

20%). Das Erstaunliche: Die

Symptompersistenz betraf auch

Patientinnen und Patienten mit

milden Covid-19-Verläufen.

Besonders hartnäckig und langanhaltend

scheinen neurologische

Symptome jedoch bei Covid-19-

Patientinnen und -Patienten zu

sein, die einen schweren Verlauf

der Infektionskrankheit hatten, erläutert

die DGN: „Deutliche Einbußen

der Lebensqualität werden

beschrieben.“ Eine französische

Studie erfasste die Lebensqualität

von Covid-19-Patientinnen und -

Patienten mit schweren, intensivpflichtigen

Krankheitsverläufen.

Die dokumentierten 19 Patienten

gaben nach drei Monaten alle einen

deutlichen Lebensqualitätsverlust

an: 89% klagten über

Schmerzen, 47% über eine eingeschränkte

Mobilität durch Muskelschwäche

und 42% über Angstzustände

und Depression.

„Zusammenfassend betreffen

neurologische Langzeitfolgen einen

hohen Anteil der Covid-19- Patientinnen

und -Patienten und wir

müssen diese Menschen neurologisch

nachbetreuen. Bei vielen Betroffenen

verbessern sich die neurologischen

Symptome zwar im

Laufe der Zeit, aber wir haben

auch Patienten, die bereits in der

ersten Welle der Pandemie im

Frühjahr 2020 erkrankten und bis

heute nicht beschwerdefrei sind.

Da es sich bei Covid-19 um eine

neuartige Krankheit handelt, müssen

wir die Ursachen der Symptome

und Spätfolgen klären, um gezielt

etwas gegen die neurologischen

Beschwerden unternehmen

zu können“, erklärt Peter Berlit,

DGN-Generalsekretär.

Um das zu erforschen, wurde eine

Arbeitsgruppe Neurologie im Nationalen

Pandemie Kohorten Netz

(NAPKON) etabliert. Eine von drei

Säulen des NAPKON-Projekts, das

aus Mitteln des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung finanziert

wird, ist eine populationsbasierte

Plattform. Dort werden

in geographisch definierten

Gebieten alle Patientinnen/Patienten

mit überstandener Coronavirus-Infektion

schweregradunabhängig

und populations-repräsentativ

identifiziert und in

ein diagnostisches Langzeitprogramm

eingeladen. In einem

epidemiologisch ausgerichteten

Krankenhaus der jeweiligen Region

erfolgen dann die detaillierte

Erfassung des akuten Erkrankungsverlaufes

und die Biomaterialsammlung

mit Erfassung der

Langzeitfolgen und Komorbiditäten.

Wie Samuel Knauss, stellvertretender

Sprecher der fachorganspezifischen

Arbeitsgruppe

Neurologie im NAPKON-Projekt

ausführt, sind solche großen

Nachbeobachtungsstudien wichtig,

um neurologische Spätfolgen

und ihre Persistenz zu erheben.

„Darüber hinaus beschäftigen uns

auch offene Forschungsfragen,

gerade was mögliche Spätfolgen

angeht. So beispielsweise die Fragen

‚Gibt es bei Patientinnen und

Patienten mit neurologischen

Symptomen dauerhafte Auswirkungen

auf die Kognition?‘ oder

‚Beschleunigt Neuro-Covid die

Entwicklung neurodegenerativer

Erkrankungen wie Alzheimer oder

Parkinson?‘.“

Gesicherte Antworten auf diese

Fragen werden wohl erst nach

Jahren oder sogar Jahrzehnten

gegeben werden können, sagen

die Neurowissenschaftler.

pe/MiA

10


Die Vorläufer von Muskelfasern

wandern im Verbund,

indem sie Kontaktstrukturen

bilden, mit denen sie aneinander

sowie am Untergrund haften. Wie

die unterschiedlichen Zellkontakte

entstehen und zur gemeinsamen

Bewegung des Zellverbands

beitragen, darüber berichtet ein

Marburger Forschungsteam aus

Medizin, Biologie und Informatik

im Fachblatt „Nature Communications“.

Die Gruppe beschreibt

erstmals im Detail, welcher molekulare

Mechanismus dieser Art

von Zellbewegung zugrunde liegt.

„Zellen wandern während der

Entstehung des Körpers gemeinsam

und gleichgerichtet, um Gewebe

und Organe zu bilden“, erläutert

der Marburger Physiologe

Die Vorläufer von Muskelfasern bilden Zellfäden (grün), um sich im Verband fortzubewegen.

Die Fasern des Zellskeletts sind violett angefärbt. Foto: Sven Bogdan und Maik Bischoff

Wandern im Verbund

Neu entdeckte zelluläre Kommunikation

Professor Sven Bogdan, der die

Forschungsarbeit leitete. Die bisher

bekannten Mechanismen erklären

vor allem, wie Zellverbünde

im Kollektiv wandern. Worauf

beruht aber die Bewegung von

Zellen, die zu Geweben verbunden

sind?

Das Team untersuchte die Wanderungsbewegung

von Myotuben,

den vielkernigen Vorläufern von

Muskelfasern, die aus mehreren

Zellen verschmolzen sind. „Wir

haben die Wanderung von Myotuben

als Modell für gemeinschaftliche

Zellbewegungen etabliert“,

erklärt Bogdan. „Unser Modellsystem

erlaubt es, Zellwanderungen

in Organkulturen zu studieren und

genetisch zu verändern, wobei wir

lebende Zellen unter dem Mikroskop

bei hoher Auflösung verfolgen

können.“

Um sich fortzubewegen, bilden

Myotuben fadenförmige Zellfortsätze,

sogenannte Filopodia, anstelle

der blattförmigen Ausbuchtungen

anderer Zelltypen. Auch

die genetische Steuerung ihrer

Entstehung unterscheidet sich bei

den verschiedenen Zellfortsätzen.

Die Filopodien erstrecken sich

zwar in alle Richtungen - ihre Anheftung

am Untergrund, der sogenannten

Matrix, ist jedoch stabiler

als die zwischen den Zellen. „Kontakte

zwischen den Zellen halten

Positionsinformationen bereit, die

den einzelnen Zellen im Gewebeverband

die Richtung vorgeben“,

erklärt Bogdans Mitarbeiter Maik

Bischoff, der als Erstautor des

Fachartikels firmiert. „Wenn die

Zellen den Kontakt zueinander

verlieren, stellen sie ihre Wanderungsbewegung

ein.“

„Die Zellen verhalten sich wie ein

Schwarm, der kein Voranlaufen

von Führungszellen erfordert, die

Verfolgerzellen mitziehen“, fasst

Bogdan zusammen. „Dass die

Wanderung der Zellen von deren

gegenseitigem Kontakt abhängt,

dient der Synchronisation der Bewegung,

wenn Organe entstehen“,

führt er weiter aus. „Gleichzeitig

schützt der Mechanismus

den Organismus vor einem unkontrollierten

Auswandern individueller

Zellen, wie wir es bei invasiven

Tumoren beobachten.“

Sven Bogdan lehrt Physiologie

und Pathophysiologie am Fachbereich

Medizin der Philipps-Universität.

Neben seiner Abteilung beteiligten

sich die Biologieprofessorin

Renate Renkawitz-Pohl

sowie der Informatiker Sebastian

Lieb an der Forschungsarbeit, die

beide ebenfalls der Philipps-Universität

angehören. Die Deutsche

Forschungsgemeinschaft förderte

die wissenschaftliche Arbeit

durch ihr Marburger Graduiertenkolleg

2213.

pe/red

Der Marburger Physiologieprofessor

Sven Bogdan leitete die Untersuchungen

zur Zellwanderung von Muskelfaser-Vorläufern.

Foto: Marike Rüder

Emma Becker: „La Maison“

Lesung und Gespräch im Livestream – Do 18.2. 19.00 Uhr

Selten hat eine Autorin alle Erwartungen

so unterlaufen wie

die fabelhafte Emma Becker”,

berichtet NDR-Literaturredakteur

Alexander Solloch, und beschreibt

ihren autofiktionalen Roman als

„Buch, das im scheinbar Absonderlichen

das ganz Normale

sucht“. Mit dieser Einschätzung

dürfte Solloch nicht alleine sein,

denn Emma Becker führt die Leser

in La Maison, so das gleichnamige

Haus in Berlin, in dem sie

selbst zwei Jahre lang als Prostituierte

gearbeitet hat, von Zimmer

zu Zimmer und von Mädchen

zu Mädchen. Die Protagonistin ist

ihren Freiern als Justine bekannt,

und Justine hat Freude am Sex –

wie viele der Frauen in „La Maison“,

die ein Doppelleben führen

und deren Ehemänner und Kinder

nicht wissen, was sie tun. Ein mutiger

und zugleich berührender Roman,

der in Frankreich die Kritiker

begeisterte, eine Debatte entfachte

und zum Bestseller wurde.

„Die glückliche Ex-Prostituierte

Emma Becker hat einen einerseits

kühlen und gleichzeitig sehr einfühlsamen

Roman geschrieben;

so wie sie die Persönlichkeiten

ihrer Bordell-Kolleginnen beschreibt,

ihre gepflegten Körper

oder kleine Alltagsgesten, Gerüche,

Farben, Gespräche, die Ausstattung

der Zimmer. Literarisch

ist das sehr kunstvoll, sehr fein,

auch sehr sinnlich“, schreibt Dirk

Fuhrig in Deutschlandfunk Kultur.

Emma Becker (*1988 im Großraum

Paris) ist französische Autorin

und lebt gemeinsam mit ihrem

Kind in Berlin. La Maison ist bereits

ihr dritter Roman, für den sie

mehrfach nominiert und ausgezeichnet

wurde. Für die authentische

Umsetzung arbeitete die damals

Anfang-20-Jährige zu Recherchezwecken

zwei Jahre in

einem Berliner Etablissement,

dessen Name sie jedoch für den

Roman änderte.

Die Veranstaltung mit Lesung und

anschließendem Gespräch findet

am Donnerstag, dem 18.2. digital

beim Literarischen Zentrum Gießen

statt, es moderiert Christina

Hohenemser. Die Veranstaltung

ist kostenfrei und beginnt um

19.00 Uhr. Der Zugangslink findet

sich kurz vor Beginn unter:

www.lz-giessen.de/

Veranstaltungen-Winter.

pe/red

11


Wolfenmond in der aktuellen Besetzung Christo, Robin, Sonja und Jan. Fotos: Wolfenmond

„arctic bitten“

Wolfenmond und die Wikinger

Mit neuem Album „Aufbruch“

meldet sich die Marburger

Band Wolfenmond zurück.

Gründungsmitglieder Christo und

Sonja über Synthesizer und Schalmeien,

das Schwimmen zwischen

Eisbergen und Proben unter

strengen Corona-Auflagen.

Fast zehn Jahren haben wir nichts

mehr von Wolfenmond gehört. Was

habt ihr die ganze Zeit über gemacht?

Christo: Wir haben Wolfenmond

1999 als Studenten-Band gegründet,

dieses Studententum ist natürlich

inzwischen vorüber. Dementsprechend

weniger Zeit hatten

wir in den letzten Jahren für Auftritte

und die Arbeit einem neuen

Album, deswegen ist es auch ein

wenig stiller um uns geworden.

Und nun ist mit „Aufbruch“ eine neue

Platte erschienen. Wie kam es dazu?

Christo: Auch wenn wir in den letzten

Jahren nicht mehr so viel Zeit

in das Projekt Wolfenmond stecken

konnten, wie wir oft gewünscht

hätten, haben wir weder die Band

aufgelöst noch aufgehört, Musik zu

machen und zu schreiben. So sind

nach und nach immer mehr neue

Tracks entstanden.

Sonja: Wir haben uns viel Zeit gelassen,

die Tracks zu entwickeln

und mit Gastmusikern zusammen

zu arbeiten. Selbst kurz vor Abschluss

des Albums haben wir

noch ein neues Instrument eingespielt

... Anfang 2020 haben wir

uns dann mit unserem Platten-Label

zusammengesetzt und entschieden,

wieder ein Album herauszubringen.

An diesem haben

wir dann das gesamte letzte Jahr

mit Hochdruck gearbeitet.

Wie und wo wurde „Aufbruch“ produziert?

Christo: Sonja und ich sind vor 11

Jahren zurück in unsere Wahlheimat

Marburg gekommen und haben

beschlossen, hier dauerhaft

zu bleiben. Das Haus, das wir gekauft

haben, ist zum Glück so beschaffen,

dass wir uns ein großzügiges

Zweiraum-Tonstudio einrichten

konnten, ein von mir seit

Jahren gehegter Traum. Hier sind

alle Aufnahmen für die „Aufbruch“

nach und nach entstanden,

der letzte Schliff ist dann in

einem professionellen Mastering-

Studio in Süddeutschland dazu

gekommen.

Wolfenmond kommt ursprünglich aus

der Mittelalter-Musikszene. Zumindest

musikalisch hat sich bei euch

aber inzwischen einiges getan ...

Christo: Wir haben lange mit Freude

und Hingabe traditionelle mittelalterliche

Musik gemacht, aber

schon sehr früh angefangen, auch

eigene Stücke zu schreiben und

diese erstmal im „traditionellen“

Gewand akustisch zu präsentieren.

So gab es auf dem Album „Sagas“

von 2007 nur noch eigene

Tracks.

Sonja: Unser letztes Album „Neumond“,

bei dem wir das erste Mal

mit Synthesizern und E-Gitarren

gearbeitet haben, war ursprünglich

als Versuch gedacht. Dieser

hat uns so gut gefallen, dass wir

auch für das neue Album „Aufbruch“

eine Mischung aus traditionellen

mittelalterlichen Instrumenten,

elektronischen Klängen

und rockigen E-Gitarren gestrickt

haben. Die klanglichen Möglichkeiten

sind so viel größer, das Album

hat dadurch enormen Druck

und Tanzbarkeit und eine großartige

Tiefe bekommen.

Gab es auch personelle Veränderungen?

Wer ist Wolfenmond 2021? Band

oder Projekt?

Christo: Wie auch die musikalischen

Schwerpunkte von Wolfenmond

schon immer einem Wandel

unterzogen waren, hat sich auch

im Laufe der Jahre unser Line-Up

verändert. Mit Sonja (Gesang,

Texte) und mir (Songwriting, Sackpfeifen,

Schalmeien, Drehleier,

Programming) sind beide Gründungsmitglieder

aber immer noch

an Bord. Aktuell arbeiten wir bereits

wieder an der nächsten Veröffentlichung,

hier wird Robin Hadamowsky

(u.a. Majesty) wieder

an den Gitarren mit an Bord sein.

Robin hat auch bereits für die

„Aufbruch“ mit uns gearbeitet

und hierfür alle Gitarrenspuren

eingespielt.

Sonja: Mit Jan Hanusch haben wir

für die kommenden Tracks einen

fantastischen Schlagzeuger gefunden,

der Tambor von Wila in

der Rhythmus-Sektion ablöst, der

aus zeitlichen Gründen aus der

Band ausgeschieden ist.

Christo: Wolfenmond fühlt sich

seit Beginn der heißen Phase zur

Fertigstellung der „Aufbruch“ auf

jeden Fall wieder wie eine Band

und nicht nur wie ein Projekt an.

Wir arbeiten zur Zeit nahezu jede

freie Minute daran. Auch Ideen für

die Rückkehr auf die Bühne sind

sehr konkret, werden im Moment

aber durch die Corona-Pandemie

ausgebremst. Doch so geht es

ja leider allen Kollegen in der

Musikszene.

Das neue Album entwickelt sich um

isländische Sagas herum, ein Themenkreis,

der euch früher schon beschäftigt

hat. Woher kommt diese

Faszination?

Christo: Wir sind mit Haut und

Haaren „arctic bitten“ („von der

Arktis gebissen“), haben also seit

unserem ersten Besuch auf Island

und später Grönland einen Teil

unseres Herzens an diese raue

und unwirkliche Gegend verloren.

Viele Filmaufnahmen für unsere

aktuellen Musikvideos entstanden

in Island, Grönland und

Schweden, und auch unsere textliche

und musikalische Inspiration

nehmen wir oft aus dem hohen

Norden.

Sonja: Haben wir bei der „Sagas“

noch alte isländische Sagen als

Thema gehabt, hat uns für das

neue Album „Aufbruch“ das

Schicksal des Wikingers Erik der

Rote mit seiner Verbannung aus

Norwegen und später Island und

dessen Entdeckung Grönlands als

„Wikinger-Kolonie“ gefesselt. Viele

Tracks des Albums nehmen diese

Thematik auf. So haben wir es

uns auch nicht nehmen lassen, unsere

Musikvideos z. T. an den Ori-

12


ginalschauplätzen in Island und

Grönland zu drehen.

Wie entstehen Text und Musik? Geht

ihr arbeitsteilig vor? Wer bestimmt

die Richtung?

Sonja: Klassischerweise schreibe

ich einen Text und lege ihn in der

Rohfassung Christo vor. Im Studio

basteln wir dann so lange an einer

Melodie, bis diese den Text perfekt

transportieren kann und sich „wie

angegossen“ anfühlt. Diese Melodie

nimmt Christo dann, schreibt

ein Arrangement, Chorsätze und

instrumentelle Begleitstimmen

und baut den Track nach und nach

auf. Die Schlagzeug– und Gitarrenspuren

entstehen dann in enger

Zusammenarbeit mit den anderen

beiden Musikern.

Somit könnte man sagen, dass ich

mit meinen Texten die erste Richtung

anzeige und Christo dann mit

den Jungs zusammen die eigentliche

Reise übernehmen. Aber richtig

schön wird das Ganze natürlich

erst, wenn ich dann dazu singe ...

Wie ist das Verhältnis von Text zu

Musik gewichtet?

Christo: Hatten wir in unseren Anfängen

ein überwiegend instrumentelles

Repertoire, so sind im

Lauf der Jahre immer mehr

Gesangspart dazu gekommen. Inzwischen

wird jeder Track vom Gesang

dominiert, auf der „Aufbruch“

gibt es mit „Dunder I Fjallet“

nur noch einen instrumentellen

Track, und dieser ist ein

Remake eines Wolfenmond-

Stückes eines früheren Albums.

Das Album ist in erzählerischer

Breite angelegt, unter anderem wurden

eine ganze Reihe von Musikvideos

gedreht ...

Christo: Es gibt aus dem neuen

Album insgesamt sieben Musikvideo-Auskopplungen,

das ist bisheriger

Wolfenmond-Rekord. Die

Ideen für die Tracks und vor allem

für die Musikvideos sind förmlich

aus uns herausgesprudelt, so bildlich

sind manche Parts unseres

neuen Albums. Es hat neben aller

notwendigen Anstrengung einen

irren Spaß gemacht, für die Videos

an so abgelegen Orten wie dem

isländischen Hochland oder in einem

Eisfjord in Südgrönland zu

drehen.

Sonja: Die meisten dieser Plätze

sind nur mit dem Jeep, per Boot

oder zu Fuß erreichbar. Es war ein

ziemlicher logistischer Aufwand,

die Drehs zu planen und manchmal

auch einfach nur schweißtreibend,

wenn wir mit 40 Kilo Kamera-Equipment

durch die arktische

Wildnis gestapft sind. Die spektakulärsten

Aufnahmen sind sicherlich

auf dem Langjökull entstanden.

Dort haben wir auf einem isländischen

Gletscher gestanden

und gedreht. Und für eine Szene

im Musikvideo zu „Verbannt“

musste ich in Grönland durch die

Eisberge schwimmen. Ich trage

zwar einen Neophrenanzug unter

der Gewandung, doch ich war

trotzdem sehr froh, als ich im Anschluss

unter die heiße Dusche

konnte!

Wie erreicht ihr euer Publikum in Zeiten

stagnierenden Kulturbetriebs?

Sonja: Über die Videos können wir

uns Publikum trotzdem erreichen

und die Leute noch intensiver in

unsere Welt mitnehmen. Zum

Glück haben wir einen Großteil

des notwendigen Materials bereits

vor der Corona-Krise abgedreht

und können so unsere Zuschauer

auch im Lockdown in ferne

und mystische Welten

entführen, YouTube sei Dank. Wer

Sängerin Sonja bei der Aufnahme.

mag, findet alle bisher veröffentlichten

Videos zur „Aufbruch“ kostenlos

auf unserer Homepage

unter www.wolfenmond.de

Christo: Dazu kommt natürlich

auch, dass wir uns auch dem Rest

der Social-Media-Welt nicht mehr

verwehren konnten ... So kann uns

jeder der möchte auf Facebook

(Wolfenmond) oder Instagram

(wolfenmond_band) folgen.

In welchen Formaten ist „Aufbruch“

erhältlich?

Christo: Waren wir bisher eher eine

„mittelalte“ Band mit einem

handfesten Album, das man im

Laden kaufen konnte, so haben

wir jetzt zusätzlich Kooperationen

mit allen wichtigen Streaming-

Diensten wie Spotify, Deezer, Apple

Music, Napster, Amazon Music

etc. Die Reichweite hier ist enorm,

wir sind selbst immer wieder ganz

überrascht, wie viele Menschen -

auch aus der ganzen Welt - unsere

Musik hören und kaufen.

Für alle, die es aber immer noch

handfest mögen, haben wir ein

wunderschön gestaltetes Digipak

mit opulentem Booklet auf den

Markt gebracht. Mit unserem Label

Trisol haben wir jetzt schon seit

vielen Jahren einen Partner, der

unglaublich Wert auf ein optisch

hochwertiges Endprodukt legt und

darin auch noch investiert.

Sonja: Für die Gestaltung des Albums

konnten wir eine befreundete

Künstlerin aus Marburg gewinnen.

Susanne Benning von

Mutabamur hat über Wochen hinweg

unzählige Stunden das Artwork

aus Knetmasse und anderen

Stoffen hergestellt. Jeder Kelch,

jedes Amulett, auch das Schiff für

das Cover sind damit physisch

entstanden. Beim Abfotografieren

wirken die Motive dadurch viel

plastischer, viel greifbarer und

ein wirklich kunstvolles Artwork

konnte entstehen.

Musikalische Fahrt in ferne und mystische Welten.

Alle Links zu den Videos, Streaming-Portalen

und den Verkäufen

gibt es zentral über unsere Homepage

unter www.wolfenmond.de

Früher ging es mit einer neuen Platte

im Gepäck auch live an den Start. Das

fällt aus gegebenen Gründen erstmal

flach. Was ist für die Zeit nach Corona

geplant?

Christo: Tatsächlich sind wir im

Moment ganz froh, dass uns Corona

etwas mehr Zeit als gewöhnlich

beschert. So haben wir schon

während des Releases der „Aufbruch“

mit der Arbeit an neuen

Stücken begonnen. Die erste

Bandbesprechung über Video-

Konferenz war zwar etwas komisch,

aber wir haben uns inzwischen

daran gewöhnt.

Sonja: Die wenigen Proben laufen

unter strengen Corona-Auflagen

ab. Ein Teil von uns ist schon

geimpft, die anderen lassen sich

testen. Außerdem proben wir in

vier verschiedenen Räumen, was

technisch und räumlich glücklicherweise

möglich ist. Dadurch

versuchen wir das Risiko so gering

wie möglich zu halten und trotzdem

unsere neuen Stücke fertigzustellen.

Natürlich möchten wir

mit unserem neuen Programm

aber auch wieder auf die Bühne,

da gibt es konkrete Pläne. Mal sehen,

wann uns das Virus aus seinen

Fängen lässt. Wir hoffen einfach

auf die Impfung ...

Was macht Wolfenmond eigentlich im

bürgerlichen Leben?

Christo: In der Tat haben wir ganz

bürgerliche Berufe. Wir arbeiten

in der Notfallmedizin, als Psychotherapeuten

und als Lehrer. Die

Musik ist gerade in den jetzigen

Zeiten eine willkommene und

hoch geschätzte Abwechslung

und ein wichtiger Ausgleich.

Interview: Michael Arlt

13


Große Schlafmütze: Die winzige Haselmaus. Foto: Ulrich Kuhn/Pixelio

Tierische Überwinterungskünstler

Naturnahe Gärten helfen

Während wir Menschen der

kalten Jahreszeit mit Bewegung

und Sport im Freien

begegnen können, schaltet die

Natur häufig in den Energiesparmodus.

„Wer die heimische Tierwelt

bei der Überwinterung unterstützen

möchte, der sollte auf einen

naturnahmen Garten mit

heimischen Pflanzenarten achten.

Denn Laub, Stein- oder Holzstapel,

nicht zurückgeschnittene

Stauden und Fruchtstände bieten

den überwinternden Tieren

Schutz und Nahrung, die sie dringend

brauchen, um die kalte Jahreszeit

gut zu überstehen“, empfiehlt

Gerhard Eppler, Landesvorsitzender

des NABU Hessen.

Viele Tiere haben im Laufe der

Evolution Überlebensstrategien

entwickelt, um die Zeit gut zu

überstehen. Diese sind so spannend

wie vielfältig. Amphibien

und Reptilien suchen sich einen

Unterschlupf in Mauerlücken, in

Bodenhöhlen oder im Schlamm

und fallen in Winterstarre. Im Gegensatz

dazu halten Igel, Siebenschläfer,

Hasel- und Fledermäuse

einen Winterschlaf, um weniger

Energie zu verbrauchen, solange

es draußen nichts zu fressen gibt.

Die winzige Haselmaus ist eine

sehr große Schlafmütze. Mit Haselnüssen

und Eicheln frisst sie

sich im Herbst den nötigen Speck

an, um dann sieben Monate Winterschlaf

zu halten. Danach wiegt

sie nur noch halb so viel. Manche

Singvögel plustern ihre Federn

zum Daunenschlafsack auf. Hasen

bekommen ein Winterfell und lassen

sich einschneien, nutzen also

die Iglu-Strategie. Zugvögel fliehen

vor der nahrungsarmen Zeit

gen Süden. Viele Tiere, wie der

Igel, fressen sich eine dicke, isolierende

Speckschicht an. Fette

liefern pro Gewichtseinheit doppelt

so viel Energie wie Kohlenhydrate

und sind zugleich leichter –

Nur die Harten bleiben im Garten: Zitronenfalter. Foto: Uschi Dreiucker/Pixelio

daher futtern sich etwa Zugvögel

Fettreserven bis zur Hälfte ihres

Körpergewichts an.

Insekten können ihre Körpertemperatur

nicht regulieren und haben

spannende und vielfältige Lösungen

entwickelt. Manche Tagfalter

wie der Admiral fliehen vor

der Kälte wie die Zugvögel in den

warmen Süden. Für die anderen

heißt es, ein sicheres Plätzchen

finden und ausharren, als Ei, Puppe

oder Falter. Das Tagpfauenauge

und der Kleine Fuchs zum Beispiel

überwintern als Falter in vor

Frost geschützten Holzschuppen,

Scheunen oder warmen Kellern.

Viele Schmetterlinge wie Aurorafalter

und Weißlinge verbringen

die kalte Jahreszeit im Puppenstadium

– versponnen im Boden

oder als Gürtel- oder Stürzpuppe

an Pflanzenstengeln. Die überwinternde,

große braune Raupe des

Brombeerspinners sucht sich ein

geschütztes Plätzchen unter

Herbstlaub. „Deshalb ist es so

wichtig, den Herbstgarten nicht

zu sehr aufzuräumen und dort

Überwinterungsplätze für Insekten

zu erhalten. Beispielsweise

werden die Stengel von Brombeeren

gerne von Keulhornbienen

und die Stengel von Königskerzen

von Mauerbienen als Nistplatz genutzt.

Hier überdauert der Nachwuchs

den Winter. Die Pflanzen

sollten daher stehen bleiben“, erläutert

Gerhard Eppler.

Nur ganz wenige Insekten vertragen

das völlige Einfrieren. So verkraften

manche Zuckmückenlarven

sogar mehr als 30 Grad Kälte.

Ihr Trick: Die Körperstellen, die

nicht so wichtig sind, lassen sie

gezielt einfrieren. Im dann konzentrierten

und daher weniger

frostempfindlichen Körpersaft

lassen sie „Anti-Gefrier-Verbindungen“

kreisen, die sie im

herbstlichen Abhärtungsprozess

gebildet haben. Diese hoch wirksamen

Frostschutzmittel setzen

den Gefrierpunkt des Blutes herab,

ähnlich wie Streusalz auf den

Straßen. Glycerin zum Beispiel ist

ein beliebtes, körpereigenes

Frostschutzmittel, das viele Insekten

bilden können. So übersteht

der Zitronenfalter den Winter im

Freien trotz Minusgraden. Er wartet

in einer Baumspalte, an der

Unterseite eines Brombeer- oder

Stechpalmenblattes oder im Efeudickicht

auf die ersten wärmenden

Sonnenstrahlen, die ihn zu

neuem Leben erwecken. „Übrigens

kann es durchaus vorkommen,

dass überwinternde Insekten

wie Schmetterlinge an milden,

sonnigen Tagen kurzzeitig aktiv

werden. Bitte belassen Sie die Tiere

dann im Freien, so dass sie sich

wieder sicher verkriechen können.

Sie kommen in kühlen Verstecken

wie etwa Totholz- oder

Laubhaufen dann auch wieder zur

Ruhe. Werden die Insekten jedoch

in warme Wohnräume gebracht,

so verbrauchen sie zu viel Energie

und halten dann nicht mehr bis

zum Ende des Winters durch“, rät

Gerhard Eppler.

pe/MiA

14


Bild der Woche

Eis, Eis, Baby ... Foto: Nadine Schrey

Denkanstöße

Black History Month in Marburg

Anlässlich des Black History

Month haben sich Marburger

Aktivisten, Künstler und Institutionen

zusammengetan, um den

Black History Month zu feiern,

Awareness (Bewusstsein) zu

schaffen und Empowerment

(Selbstbestärkung) zu fördern. Der

Monat ist außerdem Startpunkt zu

Aktionen und Veranstaltungen in

den kommenden Monaten.

Der Black History Month würdigt

die Geschichte schwarzer Menschen.

Er findet jedes Jahr, meist

im Februar, statt und wird in zahlreichen

Ländern gefeiert.

Im Februar gibt es in Marburg erste

Aktionen und Online-Veranstaltungen

zum Themenkomplex,

doch die Kooperation soll im Laufe

des Jahres immer wieder Denkanstöße

befördern. So sind längerfristig

etwa eine Aktion im

Stadtbild geplant, die an Schwarze

Menschen erinnert, die deutsche

Geschichte schrieben und nicht

oder zu wenig vorkommen sowie

Konzert mit Fallou Sy und Chorale

africaine geplant.

Los geht's mit Empowerment-Lesungen:

Am 11., 18. und 25. Februar

finden Lesungen in der Theaterkasse

des Hessischen Landestheaters

in der Oberstadt und im Erwin-Piscator-Haus

mit Übertragungen

nach außen statt.

Ensemblemitglieder des Hessischen

Landestheaters, aber auch

Künstler des TNT und des Fast

Forward Theaters lesen Texte von

Schwarzen Autoren, die von einer

Realität in Deutschland erzählen,

die Schwarze Menschen erleben.

People of Color, die selbst aktiv

werden möchten und ihre Geschichte

erzählen wollen, können

sich außerdem für einen kostenlosen

zweiteiligen Storytelling-

Workshop (20. & 27. Februar) unter

der Leitung des Theateraktivisten

und Schauspielers Rogers

Williams Mpaata aka Otako anmelden

(storytelling@hltm.de). Der

Workshop stellt persönliches Empowerment

in den Fokus und führt

die Teilnehmer in die Methodik

des „True Storytellings“ ein. Die

Geschichten werden kreativ umgesetzt

(Video, Audio oder schriftlich)

und die Teilnehmer währenddessen

emotional unterstützt und

umfänglich angeleitet. Alle Infos

zum Workshop gibt es hier:

www.hltm.de/media/PDF-Dateien/Ausschreibung_Storytelling.pdf

Im Stadtraum sind für den Februar

Plakat-Aktionen geplant, die

Schwarze Menschen empowern

und weiße Privilegien hinterfragen

wollen.

pe

Alle Infos zu Aktionen rund um

den Black History Month in Marburg

gibt es hier:

• www.instagram.com/

blackhistorymonth_marburg

• www.hltm.de/de/bhm

Auch ein Konzert mit Fallou Sy und Chorale

africaine ist geplant. Foto: Georg Kronenberg


Frühjahrsputz!

Wir haben für Sie umgebaut und kräftig renoviert: Ab sofort präsentiert sich unsere

Express-Website in einen komplett neuen Design: übersichtlicher, mit tagesaktuellen

Nachrichten, mehr Informationen, einem gründlich modernisierten

Veranstaltungskalender und vielem mehr.

Marburg auf einen Klick!

Essentielle Infos zu Marburg & Umgebung: Sehenswürdigkeiten,

Stadtleben, Hochschule & mehr und dazu alle Veranstaltungen.

Kommt vorbei!

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Immer gut informiert!

Ab sofort tagesaktuelle Meldungen

aus Marburg & Umgebung.

Kompakt

Den Express immer und überall dabei, im neuen

Design optimiert für Smartphone, Tablet & Co.

Wir machen das Fest!

Alle Infos rund um das von uns veranstaltete

Stadtfest „3 Tage Marburg“ gibt es künftig

auf der Express-Website.


Zu gut für die Tonne - Lebensmittel-Retten in Marburg

Food Sharing (Foto: pixabay)

Fr, Sa, Mo, Di, Mi, Do 13.00 - 21.00, Ockershausen

Internationalen Tag gegen Kindersoldaten

Vorlesung (Foto: pixabay)

Fr 18.00 Uhr, Online

MARBURG

ONLINE

LESUNGEN

„Niemand weiß, dass du hier

bist“

Der deutsch-italienische

Verein Il Ponte Marburg

lädt zur online Lesung (auf

Deutsch) mit Nicoletta

Giampietro ein. Den Link

zur Lesung findet ihr auf

unserer Homepage unter:

www.ilponte-Marburg.de

π18.00 Online

MARBURG

VORTRÄGE

ONLINE

Internationalen Tag gegen

Kindersoldaten

https://webconf.hrz.unimarburg.de/b/mai-hgz-67h

π18.00 Online

SAMSTAG

13. FEBRUAR

WETZLAR

FÜHRUNGEN

Fällt aus! Altstadtführung

Maximale Teilnehmerzahl:

15 Personen, Abstand: 1,5

Meter, Nase-Mund-Maske

tragen. Anmeldung erforderlich.

Karten können nur

online oder in der Tourist-

Informationen erworben

werden.

π14.00 Treffpunkt:

Brunnen am Domplatz

MARBURG

ONLINE

FREITAG

12. FEBRUAR

SONSTIGES

„Jeck @ Homeoffice“ -

karnevalistische Live-Sitzung

Livestream auf der

Facebook und Youtube

Seite des Karnevalsclub

Niederwalgern

π19.33 Online

REGELMÄSSIG AM SAMSTAG

GIESSEN

Lauftreff und Walking

π16.00 Treffpunkt:

MTV-Sportplatz,

Heegstrauchweg 3

SONNTAG

14. FEBRUAR

Leider heute keine

Veranstaltung

REGELMÄSSIG AM MONTAG

MARBURG

Beratungstelefon

rund um Schwangerschaft:

06421/21800

π12.30–13.30 pro familia,

Frankfurter Str. 66

MARBURG

KONZERTE

Fällt aus! Abschlusskonszert

- Jazz up Your Life

π20.30 Cavete, Steinweg 12

MARBURG

MONTAG

15. FEBRUAR

TELEFON

DIENSTAG

16. FEBRUAR

ONLINE

SONSTIGES

Mobilitätswende am Schulzentrum

Leopold-Lucas-Str.

Sichere Schulwege, Radwege

ausbauen; Durchgangsverkehr

einschränken

- Einwahllink:

www.gruenemarburg.de/calendar

π20.00 Online

MITTWOCH

17. FEBRUAR

MARBURG

VORTRÄGE

Dürfen ausländische

Mitbürger*innen wählen?

Am 14.03. finden die Ausländerbeiratswahlen

statt

• Wer darf den Ausländerbeirat

wählen?

• Wer kann wie gewählt

werden?

• Warum soll ich wählen?

Die Veranstaltung ist kostenlos.

https://bit.ly/3rg4dRa

π18.30 VHS,

Deutschhausstr. 38

MARBURG

SONSTIGES

Fällt aus! Kunstpause:

Henry Moore, o.T. Helmkopf

Aufgrund der aktuellen Situation

ist die Teilnehmeranzahl

zu allen

Veranstaltungen begrenzt;

um Anmeldung mit Angabe

des Namens und der Personenzahl

wird gebeten

unter:

bildung.museum@uni-marburg.de

oder telefonisch:

06421/2822355

π12.30 Kunstmuseum

Marburg, Biegenstr. 11

ONLINE

Gottesdienst

Nach dem Gottesdienst ist

der virtuelle Raum für Diskussionen

und Gespräche,

evtl. auch in Breakout

Rooms, zum Spielen und

Vorlese geöffnet. Aktuelle

Informationen unter

www.esg-marburg.de

π19.00 Online

ONLINE

Dein Engagement macht

anderen Mut!

ArbeiterKind.de unterstützt

Schüler:innen sowie

Studierende der ersten Generation

auf dem Weg in

und durch die Universität.-

Wir treffen uns virtuell per

ZOOM.- Kontakt: marburg@arbeiterkind.de

π20.00–21.30 Online

TV-Tagestipp am Freitag

Pro7 - 20.15 Kampf der Titanen

Auf dem Olymp braut sich etwas zusammen,

denn Göttervater Zeus

und sein Bruder, der Unterweltherrscher

Hades, sind böse auf die Bürger

von Argos, die ein Abbild von

Zeus von seinem Sockel reißen.

Zeus und Hades verlangen von den

Menschen ein Menschenopfer - die

attraktive Andromeda.

TV-Tagestipp am Samstag

Arte - 14.35 Mensch und Mond

Die Trilogie unternimmt einen Streifzug

durch Geschichte, Kultur, Wissenschaft

und Technik einer wahrhaft

himmlischen Beziehung. 1969

betreten erstmals zwei "Apollo"-Astronauten

den nächsten kosmischen

Nachbarn der Erde. Heute, ein halbes

Jahrhundert später, gibt es neue Expeditionspläne,

den Mond zu erobern.

TV-Tagestipp am Sonntag

RTL - 20.15 Warcraft: The Beginning

Als klar wird, dass ihr Land zum

Sterben verurteilt ist, stürmen gefährliche

Ork-Krieger unter der Führung

ihres Häuptlings Durotan

durch ein Portal in die Welt der Menschen,

Elfen und Zwerge, um sich

dort niederzulassen. Die Einwohner

des einst friedlichen Azeroth lassen

sich aber nicht so leicht vertreiben.

18 Kostenlose Veranstaltungshinweise: Annahme bis Freitag der Vorwoche 17 Uhr • Fax: 06421/684444 • Online: www.marbuch-verlag.de


rund um Schwangerschaft

Beratungstelefon (Foto: pixabay)

Mo 12.30-13.30 Uhr, Telefon

Stadtgespräch Marburg

Podcast (Foto: Michael Heuser)

Do, Online

DONNERSTAG

18. FEBRUAR

MARBURG

KONZERTE

Fällt aus! Götz Widmann:

„Das Beste“

π20.30–23.30 KFZ,

Biegenstr. 13

MARBURG

SONSTIGES

ONLINE

Italienisch-Schnupperkurs

der Volkshochschule

Sprachniveau A1, Anmeldung

unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de

π18.00–19.30 Online

ONLINE

Mobilität im Marburger

Osten + Lahnberge

Ringbuslinie östliche

Stadtteile; Rad- + Fußwege

zur Innenstadt Einwahl-

Link: www.gruenemarburg.de/calendar

π20.00 Online

REGELMÄSSIG AM DONNERSTAG

MARBURG

ONLINE

Stadtgespräch Marburg

Der Podcast. Gespräche

mit Menschen in eurer

Stadt. Immer neu

donnerstags. Aktuell: Gespräch

mit Aktivistis aus

dem Dannenröder Wald. Die

jüngste Fahrraddemo. Hubert

Zimmermann zur US-

Wahl. Und immer mehr. Auf

Spotify unter „Stadtgespräch

Marburg“ und vielen

anderen Podcastplattformen

frei zugänglich.

Online

ONLINE

Donnerstags

kostenlos!

Online-Debatten

Kommt vorbei und trainiert

Woche für Woche eure rhetorischen

Fähigkeiten im

sportlichen Wettstreit.

Lernt neue, interessante

Leute aus Marburg kennen

und entdeckt die Freude

daran, Gegner mit eurer

Wortkraft zu überzeugen.

Wir laden interessierte Studierende

aus allen Fachbereichen

zu unseren

spannenden Online-Debatten

ein. Das Angebot des

Debattierclubs ist diese Semester

digital und die Debatten

finden über Discord

statt.Die Zugangsdaten erhaltet

ihr über eine

Nachricht an

dcmarburg@gmail.com

π19.00 Online

In zahlreichen

Geschäften in und um Marburg oder unter:

marbuch-verlag.de

Private Kleinanzeigen

Tel: 0 64 21/68 44 68

Fax: 0 64 21/68 44 44

Online: marbuch-verlag.de

TV-Tagestipp am Dienstag

3sat - 20.15 Tödliches Comeback

Statt mit musikalischen Einlagen durch

Seniorenheime zu tingeln, schwebt

dem Kleinganoven Roy Singer die

Wiederbelebung seiner alten Combo

„Roy's Four“ vor. Der Sänger der Band

war damals Roys achtjähriger Sohn

Bruno. Dieser ist nun ein ehrgeiziger

Polizist und kann die Anwesenheit

seines Vaters gar nicht gebrauchen.

TV-Tagestipp am Mittwoch

Arte - 20.15 Mit Siebzehn

Der 17-jährige Damien wohnt gemeinsam

mit seiner Mutter Marianne,

einer Landärztin, am Fuße der

Pyrenäen. Als sie gerufen wird, um

eine schwangere Bäuerin in den

Bergen zu untersuchen, trifft sie

dort auf Thomas, den Adoptivsohn

der Bäuerin. Sie entschließt sich,

Thomas bei sich aufzunehmen ...

TV-Tagestipp am Montag

TV-Tagestipp am Donnerstag

Kabel eins - 20.15 Wolverine: Weg des Kriegers

Arte - 20.15 Schlafende Riesen

Neben Feinden wie Industriellen,

Politikern und Ninjas trifft Wolverine

auch auf Yashidas Enkelin Mariko,

die von der Yakuza gejagt wird.

Wolverine beschützt sie und stellt

schmerzlich fest, dass seine Selbstheilungskräfte

schwinden. Dahinter

steckt viel mehr, als er ahnt.

67 Großstädte liegen in der Nähe

aktiver Vulkane. Die Doku zeigt, wie

das United States Geological Survey

mithilfe von Seismometer-Netzwerken

Magmabewegungen überwacht,

um das Risiko eines Ausbruchs abzuschätzen.

Deine Veranstaltung soll groß rauskommen? Dann schick den Termin mit Foto an: feedback@marbuch-verlag.de

19


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Sie unter 06421/25164 oder

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Team der Buchhandlung Am

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Musik

l Ruth Schwarz hat noch Plätze

zu vergeben für Block- und

Querflöte (wg. Corona keine

Gruppen, per Skype), ab Feb.

06421/15697, 0177/7151789

(SMS).

Lernen/Unterricht

l Wer im Dienste der Medizin

und Heilkunde dem Menschen

Gutes tun möchte, muss sich

unweigerlich auch mit dem

Thema Hygiene befassen. Nach

der aktuellen Infektionshygieneverordnung

sind alle die, die

invasiv am Menschen arbeiten,

z.B. Heilpraktiker/innen, medizinische

Fußpfleger/innen oder

Tätöwierer/innen verpflichtet,

einen dokumentierten Nachweis

über ein ausreichendes Fachwissen

in Hygiene zu erbringen.

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SUDOKU

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9 7 2 4 6 3 1 5 8

Copyright Projekt- und Grafikwerkstatt 2021

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Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass einmal

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Lösung aus

Ausgabe 05/21

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Gießen, giessen@diamondwaycenter.org,

www.buddhismusgiessen.de

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Zeiten von Corona Resilienz für

Selbständige in Zeiten von Corona

- Energie schöpfen, um den

zermürbenden Stillstand zu überstehen.

Tagesseminar am 27.2.

von 10 - 17 Uhr im GAP-Zentrum

Marburg. Info und Anmeldung:

06421/22232 oder www .gapmarburg.de

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Achtsamkeit - MBPM. Bei chronischen

Schmerzen einen neuen

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28. März 2021, Sa 10-16 Uhr

und So 10-14 Uhr. Weitere Informationen

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Starke Töchter. Selbstbehauptungswochenende

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und Mädchen (6-9 Jahre), 27. +

28. März 2021, Sa 10-16 Uhr

und So 10-14 Uhr. Weitere Informationen

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Wendo Marburg e.V., 06421/

8891609, info@wendo-marburg.

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Informationen und Anmeldung

bei: Wendo Marburg e.V.,

Tel. 0421/8891609, info@wendo-marburg.de

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sonntags 10-14 Uhr. Weitere Informationen

und Anmeldung bei:

Wendo Marburg e.V., 06421/

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