DorfStadt 03-2021

markuskrohn

Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld. Wir sind Elbvororte.

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 03/20 · vom 18. Februar 2021 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

BLANKENESE: S.2

Neue Wohnungen

am Björnsonweg

BLANKENESE: S.4

Neue Post für

Blankenese

BLANKENESE: S.7

Flucht nach

Blankenese

Bezirk sorgt

für Artenvielfalt

Anfang März 2021 soll auf

einem etwa 8000 Quadrat -

meter großen Areal direkt

an der Grenze zu Wedel

eine Wildblumenwiese angesät

werden. Bereits im Herbst 2020

wurde im Rahmen des Natur -

cents eine Streuobstwiese auf

dem Gelände angelegt. Hierfür

wurden alte Sorten wie Alt -

länder Pfannkuchenapfel, Fin -

ken werder Herbstprinz, Bühler

Frühzwetsche oder Gute Luise

von Avranches ausgewählt.

Die neue Wildblumenwiese soll

nun dafür sorgen, dass die

Artenvielfalt in dem Gebiet

erhöht und eine Grundlage für

Insekten geschaffen wird. Zur

Ansaat wird Regiosaatgut verwendet,

das sowohl Wild blu -

men als auch Kulturpflanzen

beinhaltet und für trockene

Standorte geeignet ist.

Da die Fläche einer starken

Frequentierung, vor allem

durch Hundebesitzer, unterliegt,

wird der angesäte Bereich

für den Zeitraum des An -

wachsens mittels Pflöcken und

Kordelband abgesperrt, um eine

erfolgreiche Ansaat zu gewährleisten.

Die abgesperrte Fläche

wird zusätzlich mit Infoschil -

dern ausgestattet, um die

Anwohner auf die Maßnahme

und deren Hintergrund hinzuweisen,

in der Hoffnung, dass

die Fläche erst wieder genutzt

wird, wenn sich die Pflanzen

entwickeln konnten.

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Foto: privat

Hier wächst der Hamburger

Westen zusammen

Tunnelbau vorm Elbtunnel startet am 12. März | Markus Krohn

Auf dem längsten Hamburger Deckel werden zwischen der Behringstraße und der Anschlussstelle

Volkspark Grünflächen geschaffen, die die Stadtteile verbinden werden.

Grafik: DEGES/V-KON.media

Gerade erst wurde der Bau

des A7-Tunnels in Stellin -

gen fertiggestellt, da schließt

sich in Kürze der Bau des

längsten Hamburger Auto -

bahntunnels in Altona an.

Mit einer Länge von 2.230

Metern ist er zwar nicht der

Längste Tunnel in Deutschland,

aber zusammen mit den Bau -

wer ken in Stellingen und

Schnelsen sowie dem Elbtunnel

gehört er zu den bedeutensten

Verkehrsbauwerken in ganz

Europa. Mit 45 Meter Breite

gehört er zudem zu den breiteten

Tunnels in Europa. Die

Breite entsteht aus dem achtstreifigen

Ausbau sowie groß -

zügiger Gestaltung der Seiten -

streifen, um während der Bau -

zeit und später bei notwendigen

Reparaturen den Verkehr in

beiden Richtungen gut durch

die Baustelle leiten zu können.

Einmalig ist auch der Bau der

Tunnelkette unter laufendem

Betrieb. Die bisherigen Erfah -

rungen aus den Tunnelbauten

in Schnelsen und Stellingen

bringen die Planer jetzt in die

Umsetzung am längsten Tun -

nel abschnitt mit ein.

Offizieller Spatenstichtermin ist

Freitag, der 12. März, die Fer -

tigstellung erwarten Verkehrs -

senator Dr. Anjes Tjarks und

Chefplaner Bernd Rothe 2028.

Schon in vier Jahren soll der

Verkehr durch den ersten Tun -

nelabschnitt in Richtung Süden

geleitet werden, sodass der

Verkehrslärm der A7 ab 2025 in

Othmarschen und Bahrenfeld

der Vergangenheit angehören

sollte. Für die Anwohner

ELBVORORTE

bedeutet dies eine Lärmreduk -

tion von 95–97 Prozent.

Nach der Fertigstellung wird

mit der Stadtteilreparatur be -

gonnen: Dafür sollen auf dem

Deckel 27 Hektar Grünflächen

wie Parks und Schrebergärten

angelegt werden, die Stadtteile

werden mit Fuß- und Rad we -

gen miteinander verbunden.

Nebeneffekt: Durch die gewonnen

Flächen neben der Auto -

bahntrasse könnten zusätzlich

3.800 Wohnungen entstehen,

schwärmt der Verkehrssenator.

Der Autobahnabschnitt zwischen

Behringstraße und dem

Elbtunnel wird nicht überdeckelt.

Aus lärmtechnischer

Sicht bestünde keine Notwen -

digkeit, erklärte der Verkehrs se -

nator in einem Pressegespräch

vergangene Woche, zudem

wäre der sicherheitstechnische

An spruch und die Kosten we -

sentlich höher, da bei einem

direkten Anschluss des Deckels

an den Elbtunnel das Bauwerk

als Ganzes betrachtet werden

müsse, erläuterte Bernd Rothe

von der DEGES, die seit 1991

die Planung und Baudurch füh -

rung wichtiger Infrastruk tur -

projekte in Deutschland verantwortet.

Die Bauzeit beginnt mit einem

Vollsperrungswochenende vom

Donnerstag, dem 18. März, 22

Uhr bis Montagmorgen am 22.

März um 5 Uhr. Dabei werden

die Brückenbauwerke der Beh -

ringstraße, am Osdorfer Weg

und an der Bahrenfelder Chaus -

see der Länge nach halbseitig

abgebrochen. Der Verkehr wird

während der Bauzeit über die

restliche Hälfte geleitet. In der

Zwischenzeit werden Tunnel -

Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks und Bernd Rothe von der DEGES

informierten über den Start des A7-Deckelbaus am 12. März 2021

zellen errichtet. Nach deren

Fertigstellung kann dann die

jeweils zweite Hälfte der

Brücken abgebrochen werden

und durch weitere Tunnelzellen

ersetzt werden.

Für den Bau des Altonaer Tun -

nels veranschlagt die DEGES

Kosten in Höhe von insgesamt

790 Mio. Euro, davon trägt die

Hansestadt 190 Mio. Euro.

Fotos: Reinhardt, DEGES

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Der Otto-Schokoll-Höhen -

weg in Rissen bietet spektakuläre

Aussichten auf die

Elbe. Doch ein besonders

schöner Abschnitt des

Wan derwegs ist aufgrund von

Erosion seit Jahren gesperrt.

Nach langer Untersu chungs -

phase fand im Novem ber 2019

eine Informationsver anstaltung

statt, in deren Rah men der

RISSEN

Öffentlichkeit drei Varianten

für eine zukünftige Gestaltung

des beliebten Wan derwegs vorgestellt

wurden. Seither hat

sich am Otto-Schokoll-Höhen -

weg nichts verändert. Ein An -

frage beim Senat von Dr. Anke

Frieling, Wahl kreis abgeordnete

der CDU-Frak tion in der Ham -

burger Bür gerschaft, macht nun

Hoff nung, dass es endlich vorangeht:

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„Im März wird der Entwurf dem

Ausschuss für Grün, Natur -

schutz und Sport der Bezirks -

versammlung Altona vorgestellt.

Und nach der Ausschrei -

bung der Baumaßnahme in der

zweiten Hälfte dieses Jahres

wird der Otto-Schokoll-Höhen -

weg im kommenden Jahr endlich

wieder nutzbar gemacht.

Ich bin sehr gespannt auf den

Foto: privat

neuen Entwurf und freue mich

schon jetzt auf den ersten

Spaziergang auf dem Otto-

Schokoll-Höhenweg, wenn auch

wohl erst im übernächsten

Jahr“, so Dr. Anke Frieling.

Auch die notwendigen finanziellen

Mittel für die Maßnahme

liegen mittlerweile vor: Insge -

samt stehen für die Umsetzung

des Vorhabens 4,9 Mio. Euro

zur Verfügung.

Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021

Elbvororte

Altona in Kürze

Aktuelles aus dem Bezirk | Markus Krohn

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn

Foto: privat

Liebe Leserinnen und Leser!

kennen Sie die Frage: was würden

Sie mit einer Million Euro

machen? Den meisten fällt

sicher eine gute Antwort darauf

ein. Doch was, wenn Sie je -

mand fragen würde, was Sie

mit unendlicher Freiheit anfangen

würden? Im Augenblick

leben wir mit Einschränkungen,

die die meisten von uns so noch

nicht kannten. Wir haben uns

damit arrangiert. Aber ja auch

nur, weil wir hofften, in ein

paar Wochen wieder „normal“

leben zu können. Inzwischen

sind aus den Paar Wochen

Monate geworden, und es ist

wahrscheinlich, dass weitere

Wochen oder gar Monate drangehängt

werden, zum Beispiel

für Künstler oder Gastronomen.

Was passiert, wenn unsere

Gesellschaft aus dieser Art

Dämmerschlaf wieder aufwacht?

Werden wir dann bessere

Menschen? Nehmen wir

mehr Rücksicht aufeinander?

Kaufen wir lokaler ein? Oder

haben wir uns ans Online-

Shopping als Freizeitbe schäf -

tigung so sehr gewöhnt, dass

wir unsere Nachbarschaft neu

gestalten müssen…? Von einer

Resilienz-Beraterin habe ich in

gelernt, dass Menschen Gesell -

schaft brauchen, um die Her -

ausforderungen und Verände -

rungen des Lebens gut verarbeiten

zu können. Ich wünsche mir

für die Zeit nach Corona viele

gute Freunde, lächelnde Kolle -

ginnen und treue Geschäfts -

partner. Menschen, die aufeinander

zugehen, statt übereinander

zu lästern. Dann pfeif‘ ich auf

die Million! Ihr Markus Krohn

Online-Erörterung für

Fernwärme-Planung

Seit Montag führt die Umwelt -

behörde im Planfeststellungs -

verfahren für die Fernwärme -

leitung West anstelle eines Er -

örterungstermins eine Online-

Konsultation durch.

Wegen der anhaltenden Corona-

Pandemie hat sich die Plan -

feststellungsbehörde dazu entschlossen

eine zweiwöchige

Online-Kon sultation durchzuführen.

Dazu wird in der Zeit

vom 15.02. bis 01.03.2021 eine

Internetseite für die Teilnahme -

berechtigten bereitgestellt. Die

Online-Konsultation ist nicht

öffentlich. Teilnahmeberechtigt

sind diejenigen, die Ein wen -

dungen erhoben haben sowie

Be hör den, Träger öffentlicher

Be lan ge, der Träger des Vor -

habens oder Betroffene, deren

Belange durch das Vorhaben

berührt werden können.

A7 wegen Tunnel-

Inbetriebnahme 55

Stunden gesperrt

Die A 7 wird vom Freitag, den

26.2., 22 Uhr bis Montag, den

1.3.2021, 5 Uhr zwischen den

Anschlussstellen HH-Volkspark

und HH-Eidelstedt voll ge -

sperrt. An diesem Wochenende

wird die gesamte Verkehrs füh -

rung zwischen dem Auto bahn -

dreieck HH-Nordwest über die

Langenfelder Brücke bis zur AS

HH-Volkspark für den endgültigen

Richtungs verkehr der A 7

im Bereich Stellingen eingerichtet.

Anschlie ßend steht die

Auffahrtsrampe Fahrt richtung

Norden an der AS HH-Stel lin -

gen wieder uneingeschränkt

zur Verfügung und der Verkehr

wird durch beide Tunnelröhren

geführt.

Anlaufstelle in Lurup

Senatorin Dr. Dorothee Sta -

pelfeldt nahm am Montag ge -

meinsam mit Bezirksamtslei -

terin Dr. Stefanie von Berg, ,

an der symbolischen Einwei -

hung der Community School

Lurup mit Anbringen der RISE-

Plakette, teil. Das LURUM ist

ein mehrsprachiges Angebot an

Beratung, Kultur und Bildung

in dem Gebäude der Stadt teil -

schule Lurup.

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags

in den Elbvororten bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de, termine@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf A.

Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de) Herausgeber/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden

nicht zurückgesandt und nicht vergütet. Wir behalten uns vor,

die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 11. März, Redaktionsschluss: 3. März 2021

Die Geflüchteten am Björnsonweg fühlen sich wohl in Blankenese. Die Integration macht Fortschritte

Björnsonweg: Bezirk plant Wohnungen

Gutes Beispiel für Integration soll am Björnsonweg mit festen Wohnungen fortgesetzt werden | Konrad Matzen

Für eine gute Integration:

Das Bezirksamt Altona hat

in den vergangenen Mo na -

ten die Nutzungsper spek -

tive der Flüchtlingsun ter -

kunft im Björnsonweg in

Blankenese eingehend geprüft.

Dem Planungsausschuss wurde

nun ein Vorschlag unterbreitet,

wie der Standort künftig ge -

nutzt werden könnte.

Die Anwohner verfolgen die

Pla nungen mit Skepsis, da sie

sich in die Planungen erneut

nicht eingebunden fühlen.

Um die an vielen Stellen bereits

verstetigte gute Integration in

Altona weiterführen und die

zukünftige Unterbringung von

Geflüchteten gewährleisten zu

können, wird seitens des Be -

zirksamtes Altona vorgeschlagen,

die jetzige Fläche künftig

als allgemeines Wohngebiet

auszuweisen. Zusätzlich soll

ein Vorschlag der Vorsitzenden

der GRÜNEN-Bezirksfraktion,

Gesche Boehlich, geprüft werden,

das Grabeland am Björn -

sonweg mit in den B-Plan einzubringen,

um das Gelände, das

jetzt von Hamburg Wasser ge -

nutzt wird, als Grünfläche zu

sichern. Sie sagte: „Das angestoßene

Verfahren will einerseits

den dringend gebrauchten

ELBVORORTE

Dieser Hamburger Ver -

kehrs versuch trägt jetzt das

Prädikat „ausgezeichnet“:

Das Projekt „Ottensen macht

Platz“ hat den Deutschen

Verkehrsplanungspreis

2020 gewonnen. Die Idee, dem

nicht-motorisierten Verkehr

Vorrang zu gewähren und den

öffentlichen Raum Bürgern zur

Verfügung zu stellen, hat eine

mehrköpfige Fachjury überzeugt.

Gesucht wurden innovative

und ressortübergreifende Kon -

zepte und Projekte, die aufzeigen,

wie Parkplatzflächen zu

attraktiven Aufenthaltsflächen

im öffentlichen Raum umgewandelt

werden können. Ins -

gesamt 13 Städte und Ini tia -

tiven haben sich beworben –

ausgewählt wurde das Projekt

„Ottensen macht Platz“, eingereicht

vom Bezirksamt Altona.

Dr. Stefanie von Berg, Altonas

Bezirksamtsleiterin freut sich:

„Der Verkehrsversuch ‚Ottensen

geförderten Wohnungsbau auf

den Weg bringen und für Woh -

nungen sorgen, die an die

Vergabe durch das Wohnungs -

amt gebunden sind. Davon

haben wir in Altona viel zu

wenige. Andererseits soll das

Grabeland am Björnsonweg mit

in den B-Plan und als Grün -

fläche gesichert werden. So

können wir die Integration von

Geflüchteten weiterhin erleichtern

und zugleich für Aus -

gleichs maßnahmen nach dem

Naturschutzrecht sorgen.“

Thomas Adrian, Vorsitzender

der SPD-Bezirksfraktion wies

darauf hin: „In der Flüchtlings -

unterkunft im Björnsonweg

wird hervorragende Integra -

tions arbeit geleistet, deshalb

hätten wir uns den Fortbestand

der Unterkunft gewünscht. Lei -

der ist dies nicht möglich. Die

frei werdenden Flächen wollen

wir nun dem geförderten Woh -

nungsbau zuführen und somit

die Wohnungsbauziele des Se -

nats, insbesondere im Segment

der Wohnraumförderung stützen.

Vor Ort sollte dabei das

Ziel sein, vor allem für die

Zielgruppe der Geflüchteten,

eine Perspektive zu schaffen um

auch weiter im Stadtteil Blan -

kenese leben zu können.“

macht Platz‘ hat deutlich

gemacht, dass Mobilität gerade

in einem Viertel wie Ottensen

mit kurzen Wegen und engen

Straßen nicht immer mit dem

Auto stattfinden muss und der

öffentliche Raum mehr sein

kann als kostenlose Parkplätze.

Längst hat das Projekt Strahl -

kraft entwickelt und ist zum

Vorbild für andere Quartiere,

beispielsweise in Volksdorf,

geworden. Es ist offensichtlich,

dass sich jeder investierte Euro

bezahlt gemacht hat. Und weil

„Ottensen macht Platz“ eine

Erfolgsgeschichte ist, ist es

richtig, dass dieses Projekt nun

verstetigt wird und wir in

Altona an einer dauerhaften

Lösung arbeiten. Ich bin stolz

auf die Kolleg*innen im Be zirks -

amt, sie haben ausgezeichnete

Arbeit geleistet und deswegen

hat das Projekt auch zu recht

diese Auszeichnung erhal ten.“

Auch Anjes Tjarks, Senator für

Verkehr und Mobilitätswende

Die bestehende Flüchtlings -

unter kunft kann wegen eines

mit den Anwohnern geschlossenen

Vergleichs aus dem Jahre

2017 nur bis 2023 Bestand ha -

ben. Mit den aktuellen Pla nun -

gen soll Rechtssicherheit für

eine künftige Bebauung ge -

schaf fen werden, wie auch

Sven Hielscher, Fraktionsvor -

sit zender der CDU-Bezirks frak -

tion, begrüßt.

Anhand der bestehenden Ge -

bäude wurde eine Bruttoge -

schoss fläche von ca. 3.000 bis

3.500 Quadratmeter ermittelt,

welche bei einer möglichen

Neuplanung auf diese übertragen

werden könnte. Eine Nach -

nutzung der vorhandenen Ver -

sorgungsinfrastruktur sollte

geprüft werden. Um zu 100

Prozent geförderten Woh -

nungs bau umsetzen zu können,

ist zu überlegen und zu prüfen,

ob die Fläche an Fördern &

Wohnen AöR übertragen werden

könnte.

Ergänzend könnte es dann

Regelungen zwischen Hamburg

Wasser, der Sozialbehörde und

Fördern & Wohnen AöR geben,

in dem zum einen geregelt

würde, dass die Fläche an den

städtischen Träger übertragen

wird und zum anderen der

ist ein Fan des Projektes: „Es

zeigt, wie die Mobilitätswende

in hochverdichteten, lebendigen

und bunten Stadtteilen erfolgreich

umgesetzt werden kann.

In Ottensen haben die Anwoh -

nerinnen und Anwohner ihrem

Wunsch Ausdruck verliehen,

dem Fuß- und Radverkehr mehr

Freiraum geben zu wollen.

Dadurch wird Ottensen mit seinen

vielen Geschäften, Cafés

und dem Wochenmarkt ganz

neu erlebbar, die Aufenthalts -

qualität steigt und Verkehrs -

kon flikte in den engen Straßen,

die für große Verkehrsmengen

nicht ausgelegt sind, werden

spürbar reduziert. Ich gratuliere

Altona zum Verkehrspla nungs -

preis 2020, dessen Ver lei hung

bekräftigt, dass das Projekt eine

Blaupause für weitere autoarme

Stadtteile und Quartiere in

Hamburg sein kann.“

„Ottensen macht Platz“ ist ein

Experiment, das dem nichtmotorisierten

Verkehr Vorrang

Foto: Krohn

Anteil an Wohnraum mit Woh -

nungsamt Bindung festgelegt

wird. Zudem würde geregelt,

dass dorthin vor allem Ge -

flüchtete mit Wohnbere chti -

gung vom Wohnungsamt vermittelt

werden können.

Katarina Blume, Vorsitzende

der FDP-Bezirksfraktion, hofft

nun, „dass der Bezirk Altona

jetzt, wie von der Politik gefordert,

eine intensive Bürgerbe -

teiligung aufnimmt und ein

offenes Ohr für die Ideen und

Vorschläge zu Verkehrsan bin -

dung, baulicher Gestaltung und

Naturschutz aufnimmt. Die Ak -

zeptanz vor Ort ist die Grundlage

für gute Integration und darf

nicht verspielt werden.“

Altonas Bezirksamtsleiterin Dr.

Stefanie von Berg bekräftigt

daher: „Entschieden ist jedoch

noch nichts, es ist nun Sache

der Bezirksversammlung und

des Bezirksamtes, Nutzungs -

varianten eingehend zu prüfen

und einen Bebauungsplan zu

erstellen.“

Demnächst wird sich der

Planungsausschuss erneut mit

dem Thema befassen und über

die Einleitung eines Verfahrens

zur Aufstellung des Bebau -

ungs plans mit der Bezeichnung

Blankenese 52 beschließen.

Ottensen: Experiment gewinnt Preis

Dauerhafte Lösung soll im Laufe des Jahres präsentiert und diskutiert werden | Konrad Matzen

OTTENSEN

gewährt und in dem der öffentliche

Raum den Bürgern zur

Verfügung gestellt wird.

Zusätzlich zur bereits bestehenden

Fußgängerzone wurden

vom Bezirksamt fünf Stra -

ßenzüge als autoarm ausgeschildert.

Hineinfahren durften

nur Taxen, Personen mit einem

Privatparkplatz auf dem

Grund stück und, zwischen 23

und 11 Uhr zum Be- und

Entladen. Mehr Informationen

zu dem Verkehrsversuch gibt es

unter: www.ottensenmachtplatz.de

Im Frühjahr 2021 wird sich ein

neugeschaffenes Projektteam

mit der Planung des aus dem

Verkehrsversuch „Ottensen

macht Platz“ hervorgegangenen

Bezirksversamm lungsbe -

schlusses zur Einrichtung eines

autoarmen Quartiers befassen.

Im Laufe des Jahres sind Be -

teiligungsformate und erste

Ergebnisse zur Gestalt und

Umsetzung zu erwarten.


Bezirksversammlung: Real oder virtuell?

Politische Diskussion um ausreichenden Pandemieschutz und fehlendes Demokratieverständnis | Markus Krohn

Sollen Sitzungen der Be -

zirksversammlung (BV) und

ihrer Ausschüsse in Prä -

senz sitzungen abgehalten

werden oder ist in Pande -

miezeiten eine Videokon fe -

renz der Ort für politische

Debatten und Entscheidungen?

Im Bezirk Altona ist ein heftiger

Streit darüber entbrannt.

Während sich der Großteil der

Bevölkerung an die Be schrän -

kungen der Landesverordnung

hält, Kontakte zu Personen au -

ßerhalb des eigenen Haus haltes

vermeidet, im Home-Office

arbeitet, soweit das möglich ist,

gleichzeitig die Kinder betreut

und um den Job bangt, wollen

etliche Bezirkspolitiker weiter

in Präsenz tagen.

51 gewählte Vertreter sitzen

normalerweise im Kollegiensaal

des Altonaer Rathauses, hinzu

kommen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der Bezirks verwal -

tung, Journalisten und Zu -

schau erinnen auf der Tribüne.

Um die Personenanzahl in dem

großen Saal mit hoher Decke zu

reduzieren, hatten die Vertreter

in der Bezirksversammlung be -

reits beschlossen, die Angele -

genheiten der BV während der

Pandemiezeiten im Hauptaus -

schuss mit seinen lediglich 15

Mitgliedern zu beschließen.

Außer dem AfD-Abgeord ne ten -

duo sind alle Fraktionen

paritätisch im Hauptausschuss

mit Stimmrecht vertreten.

Die Landesverordnung regelt in

ELBVORORTE

Es ist eine alarmierende

Entwicklung: Immer weniger

Kinder und auch Er -

wachsene können laut

DLRG richtig schwimmen.

In einer repräsentativen forsa-

Umfrage im Auftrag der DLRG

von 2017 kommt heraus: Fast

60 Prozent der Zehnjährigen

sind keine sicheren Schwim mer!

Um diese Entwicklung aufzuhalten,

braucht es hamburgweit

eine gut ausgebaute Hallenbad-

Infrastruktur. Davon ist Dr.

Anke Frieling, CDU-Wahlkreis -

abgeordnete, überzeugt. Gerade

die bevölkerungsstärksten

Stadt teile Altonas, Osdorf und

den Ausnahmen, dass politische

Gremien weiterhin in

Präsenz tagen dürfen, wenn

auch unter Beachtung von

Hygieneregeln und weiteren

Schutzmaßnahmen.

Diskurs ist in einer Demokratie

wichtig. Darüber gibt es keinen

Zweifel. Auch nicht in der

Bezirksversammlung. Der Streit

geht um etwas anderes: Braucht

es in der Diskussion Gestik und

Mimik? Können Abgeordnete

gute Lösungen für ihre Wäh -

lerinnen und Wähler entwickeln,

ohne sich direkt in die

Augen schauen zu können? Via

Zoom-Konferenz oder Skype-

Anruf? Wer selbst in den letzten

Monaten mit Krawatte und

in Jogginghose an einem entsprechenden

Meeting teilgenommen

hat, weiß, wie schwer

ein Verhandlungspartner am

Bildschirm einzuschätzen ist…

Wenn genau das aber Bevöl -

kerung abverlangt wird, sollten

Politiker mit gutem Vorbild

vorangehen, befindet die SPD.

„Wir müssen in diesen Zeiten

nicht das Gewöhnliche leisten,

sondern in dieser Situation sind

wir aufgefordert das Außer ge -

wöhnliche zu ermöglichen. Da -

zu gehört es auch Online-Sit -

zungen zu ermöglichen und

nicht aus Bequemlichkeit Aus -

nah men zu suchen. Was wir

den Menschen abverlangen

müssen wir erst recht vorleben:

Zum Schutz unserer Mitmen -

schen, zum Schutz der Mit ar -

beiterinnen und Mitarbeiter der

Verwaltung und zu unserem

eigenen Schutz und dem unserer

Familien“, fordert Gregor

Werner, Baupolitscher Sprecher

der SPD-Bezirksfraktion Altona.

Hallenbad in Osdorf gefordert

Zu wenig Menschen können richtig Schwimmen | Konrad Matzen

OSDORF

Auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Katarina Blume setzt sich

für Online-Sitzungen im Bezirk Altona ein. Screnshot aus der

BV-Debatte um Online-Sitzungen der Bezirksversammlung und

ihrer Ausschüsse im Bezirk Altona.

Foto: Bezirksamt Altona

streiten.

Frieling setzte sich deshalb mit

einem Antrag in der Bürger -

schaft für den Bau einer

ganzjährig nutzbaren Schwimm -

halle auf dem aktuellen Som -

merfreibadgelände in Osdorf

ein: „In jeder Badesaison wird

deutlich, dass mangelndes

Schwimmvermögen ein echtes

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de in Osdorf vorhanden und

nutzbar – wir sollten hier dringend

handeln und den Men -

schen vor Ort die Möglichkeit

geben, sicher schwimmen zu

lernen.“

Die Idee der Christdemokratin

kommen nicht überall gleichermaßen

gut an. Weder der

Schwimmbadbetreiber Bä der -

land noch die SPD zeigten sich

von der Idee begeistert. Bä -

derland begrüße zwar eine

Prüfung, bevorzuge aber eine

Vergrößerung des Schwimm -

bads in der Elbgaustraße oder

am Standort in der Sim -

Elbvororte DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021 • 3

Die Fraktionsvorsitzende der

GRÜNEN-Bezirksfraktion

Altona, Gesche Boehlich, hält

dagegen: „Wir haben ein halbes

Jahr mit den Sozialdemokraten

gerungen, um Maßnahmen zum

Schutz für alle Bezirksab geord -

neten durchzusetzen. Fast alle

Ausschüsse tagen bereits digital.

Es gibt aber auch eine

besondere Verantwortung für

Politik und Verwaltung, die wir

in wesentlichen Ausschüssen

auch in Präsenz wahrnehmen

müssen“. Als Beispiel nennt

Sven Hielscher, Fraktionsvor -

sit zender der CDU-Bezirks frak -

tion den Planungs- und Bau -

ausschuss, in dem komplexe

Pläne vorgestellt und diskutiert

würden.

Inzwischen haben sich die

Bezirksfraktionen darauf verständigt,

die wichtigsten Aus -

schüsse (Hauptausschuss, Pla -

nungsausschuss) und die Be -

zirksversammlung in Präsenz

stattfinden zu lassen und zu -

sätzlich künftig alle Sitzungen

bis auf den Ältestenausschuss

zu streamen, um wieder öffentlich

zu tagen. Die Kosten hierfür

übernimmt die Stadt. Noch

ist unklar, ob die Leistung ausgeschrieben

werden muss.

Davon hängt nun der Start des

öffentlichen Streamings ab.

Dasselbe gilt für die Nutzung

der Barclaycard-Arena für die

nächsten Sitzungen der Be -

zirksversammlung.

Büchertausch in Sülldorf

Seit einigen Tagen steht dieses Tauschregal im Nahkauf-Markt

Op’n Hainholt mit einer Auswahl an Büchern aus der Nachbar -

schaft. Hier können Bücher wettergeschützt zu den Öffnungs -

zeiten des Marktes kostenlos getauscht werden.

Foto: Ries

Neuplanung Spielplatz

Op’n Hainholt vorgestellt

SÜLLDORF

Hören,

was los ist!

Opa,

lass mich

rein!

Die Neuplanung der Park -

anlage mit Spielplatz am

Sülldorfer Kirchenweg/

Ecke Op’n Hainholt ist ab -

geschlossen. Im Herbst soll

mit der Umsetzung begonnen

werden. Das teilte das Be -

zirksamt Altona mit. Die Ver -

anstaltungsfläche auf dem Ge -

lände am S-Bahnhof Sülldorf

soll erhalten bleiben und bes -

teht künftig aus einer begehbaren

Rasenfläche, die von fünf

ökologisch nutzbringenden Wie -

sen umgeben werden. Nebenan

wird ein Spielplatz mit Tram -

polin, Nestschaukel und Wasser -

tränke entstehen. Schweine,

Hühner und Schafe sollen an

die ehemalig landwirtschaftlich

genutzte Fläche erinnern.

beteiligung.hamburg/

oph-altona

Blick auf das Becken im Osdorfer Freibad

Foto: Bäderland Hamburg

Lurup, seien seit Jahren unterversorgt,

was ganzjährig nutzbare

Wasserflächen angeht.

Durch die stetig wachsende

Bewohnerschaft der Hansestadt

würden sich Schulen, Schwimmvereine,

Taucher und Betriebs -

sportler um die Wasserzeiten

Problem ist und im schlimmsten

Fall zum „stillen Tod durch

Ertrinken“ führt. Das Erlernen

und Training der richtigen

Schwimmtechniken ist für Kin -

der und Erwachsene existentiell

wichtig. Die Flächen für eine

Schwimmhalle sind auf dem

rockstraße. Für die SPD steht

fest, dass die Osdorfer Feldmark

nicht weiter bebaut werden

dürfe. In der Tat liegt das Ge -

lände des Freibades im Zen -

trum der grünen Oase zwischen

Rugenfeld im Süden und dem

Angelsee in Schenefeld.

www.hoergeraete-dornis.de

Hamburg-Rissen

Wedeler Landstraße 43

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4 • DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021 Elbvororte

»Langsam beginne ich, die Schule zu vermissen...!«

Wie Jugendliche aus den Elbvororten unter Einschränkungen und Kontaktbeschränkungen leiden | Markus Krohn

Die Lebensqualität der Kin -

der und Jugendlichen in

Deutschland hat sich wäh -

rend der Corona-Pandemie

vermindert, sie berichten

vermehrt von psychischen

und psychosomatischen

Auf fälligkeiten. Betroffen sind

vor allem Kinder aus sozial

schwächeren Familien. Das

sind die wesentlichen Ergeb -

nisse der sogenannten COPSY-

Studie, in der Wissenschaft le -

rinnen und Wissenschaftler des

Universitätsklinikums Ham -

burg-Eppendorf (UKE) die

Auswirkungen und Folgen der

Corona-Pandemie auf die psychische

Gesundheit von Kin -

dern und Jugendlichen in

Deutschland untersucht haben.

Dafür befragten sie zwischen

26. Mai und 10. Juni über 1000

Kinder und Jugendliche zwischen

11 und 17 Jahren und

mehr als 1500 Eltern per

Online-Fragebogen.

„Die Studie hat gezeigt, dass

die Herausforderungen der Pan -

demie und die damit im sozialen

Leben einhergehenden Ver -

änderungen die Lebensqualität

und das psychische Wohlbe fin -

den von Kindern und Ju gend -

lichen verringern und das

Risiko für psychische Auffäl lig -

keiten erhöhen. Die meisten

Kinder und Jugendlichen fühlen

sich belastet, machen sich vermehrt

Sorgen, achten weniger

auf ihre Gesundheit und beklagen

häufiger Streit in der Fa -

milie. Bei jedem zweiten Kind

hat das Verhältnis zu seinen

Freunden durch den mangelnden

physischen Kontakt gelitten“,

sagt Prof. Dr. Ulrike Ra -

vens-Sieberer, Leiterin der

Studie und der Forschungs -

gruppe „Child Public Health“

der Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie, -psychotherapie

und -psychosomatik des

UKE.

Im Mittelpunkt der COPSY

(Corona und Psyche)-Studie

standen Themen wie psychische

Gesundheit, Lebens qua -

lität und Gesundheitsverhalten

sowie konkrete Fragen zu

Schule, Familie und Freunden.

Um herauszufinden, wie sich

die Werte im Vergleich zu der

Zeit vor Corona verändert

haben, verglichen die UKE-

Forscherinnen und -Forscher

die aktuellen Werte mit vorher

erhobenen Daten bundesweiter

Studien.

ELBVORORTE

Jugend-Pastor Robert Zeidler lädt zu einer digitalen interaktiven Ausstellung ein

Auch im Hamburger Westen

gibt es starke Veränderungen

im Leben der Jugendlichen, wie

Aussagen von Jugendlichen

belegen, die die DorfStadt-

Zeitung in der vorletzten Wo -

che eingefangen hat.

Vielen von ihnen ist klar, dass

der Wohlstand der meisten Fa -

milien in den Elbvororten

durchaus Vorteile hat, denn

beispielsweise ist die Ausstat -

tung mit elektronischen Gerä -

ten in den meisten Haushalten

hervorragend oder Geräte und

Junge Familie sucht Eigenheim

(Grundstück ggf.

mit Altbestand). Finanzierungszusage

ist vorhanden.

Bitte um Kontaktaufnahme

unter der Nummer:

040 6 07 74 07 00

Fam. Schulz

Software konnte kurzfristig

angeschafft werden. Nichtsde -

stotrotz teilen die Kinder und

Jugendlichen auch die Sorgen

ihrer Eltern, die sich möglicherweise

in Kurzarbeit befinden,

ihre Arbeit gar verloren haben

oder die als Firmeninhaber um

ihre Zukunft bangen.

Bedrückende Angst vor Anste -

ckung oder wirtschaftlichen

Schäden scheint allerdings

kaum einer der Jugendlichen

zu haben. Die 17-jährige Jo -

hanna sagt: „Mir geht es

momentan echt sehr gut und

ich bin froh, dass ich im Home -

schooling weniger Stress als

sonst habe. Dadurch habe ich

mehr Zeit für mich selbst, was

mir guttut.“ Auch Jan Lennart

G., 21-jähriger Student aus

Oth marschen möchte sich nicht

über seine Situation beschweren:

„Ich kann studieren, arbeiten

und bin gesund“. Mit seinen

Großeltern hält er Kontakt via

Zoom.

Trotzdem haben auch die Ju -

gendlichen langsam keine Lust

mehr auf Einschränkungen:

„Mir fehlen spontane Gespräche

und Treffen mit Menschen in

der gleichen Situation, um auf

dem Weg zum Mittagessen kurz

über den Alltag zu reden“,

meint Jan Lennart. Auch der

kontaktfreudigen Magdalena L.

aus Iserbrook fehlen ihre Freun -

dinnen und Freunde: „langsam

lässt die Motivation nach, in

Kontakt zu bleiben!“, stellt sie

fest.

Sorgen bereitet den Schüle -

rinnen und Schülern das anstehende

Abitur, sie fragen sich,

ob die Vorbereitung via Skype

oder Webex ausreicht. „Reicht

unser Wissen als „Corona-

Jahrgang“? fragt beispielsweise

Leon W., 18-jähriger angehender

Abiturient am Jenisch

Gym nasium. Die meisten in seinem

Jahrgang würden am liebsten

ihr Abitur gemeinsam mit

Gleichaltrigen feiern. Unbe -

schwert, spontan, manchmal

vielleicht auch verrückt. Aller -

dings haben die Jungen allzu

Foto: Jugendkirche

umfangreiche Reisepläne schon

mal beiseite gelegt: „Die Vor -

stellung, in den Sommerferien

mal entspannt nach Thailand

zu fliegen, um im Anschluss in

New York Barhopping zu

betreiben, ist meist sowieso nur

ein Wunschtraum gewesen.

Spätestens jetzt hat sich dieser

in „Ostsee-Wochenende im Au to“

verwandelt,“ konstatiert Leon W.

Natürlich suchen die Jugend -

lichen Kontakte unter Gleich -

altrigen. Charlotte M., 17

Jahre, fasst zusammen: „Home -

schooling hat mir gezeigt, dass

sich sehr gut selbständig arbeiten

kann, aber es ist jeden Tag

aufs Neue sehr schwer mich zu

motivieren, an den Aufgaben zu

arbeiten, bei Zoomkonferenzen

mich zu konzentrieren und

nicht alles hinzuschmeißen.“

Für ihre Freizeit möchte Char -

lotte derzeit lieber keine Pläne

schmieden, um nicht enttäuscht

zu werden.

Jugendlichen in den 2020er

Jahren wird nachgesagt, viel

Zeit mit elektronischen Geräten

zu verbringen und damit zu

„versumpfen“. Spätestens mit

der Corona-Pandemie ist ihnen

deutlich geworden, dass der

Kontakt via Videotelefonie oder

Zoom-Konferenz den persönlichen

Kontakt nicht ersetzen

kann.

Die befragten Jugendlichen

sehnen sich nach realem und

spontanem Kontakt zu ihren

Freundinnen und Freunden

zum Entspannen, um sich ge -

genseitig auszutauschen, Sport

zu treiben oder einfach Spaß zu

haben.

„Langsam beginn ich, die

Schule zu vermissen“, stellt

Konrad W. fest, 14-jähriger

Schüler. „Das Lernen dort ist

letztlich angenehmer und effizienter.

Derzeit bleibt ihm nur

sein neues Hobby, das er auch

gut allein oder mit seinem Vater

ausüben kann: Beim Angeln.“

Alle ausführlichen Antworten

der Jugendlichen veröffentlicht

die DorfStadt-Redaktion auf

www.dorfstadt.de!

»Alles anders«

Die Ev.-Luth. Jugendkirche in

Osdorf hat eine digitale Aus -

stellung konzipiert unter dem

Motto „Alles Anders“, um jungen

Menschen Raum und Zeit

zu geben, die Erfahrungen und

Erlebnisse der letzten Monate

zu reflektieren.

Kommentar

Wer löffelt die Corona-Suppe aus?

Pastor Robert Zeidler: „Gerade

Jugendliche haben unter den

Schulschließungen, den Kontakt -

beschränkungen und den eingeschränkten

Freizeitmög lich kei -

ten sehr gelitten. Wir möchten

ihnen die Möglichkeit geben,

ver schiedene Aspekte der Le -

bens veränderung und des ge -

sell schaftlichen Diskurses zu

bedenken, eine eigene Position

zu finden und neue Perspek -

tiven zu entdecken.“

Es geht um Frage wie: Was antwortest

du einem Corona Leug -

ner? Wie begegnest du einem

Menschen, der in der S-Bahn

keine Maske trägt? Was machst

du, wenn du bei einer Freundin

bist und plötzlich sechs weitere

Freunde in das Zimmer kommen?

Andere Stationen dienen der

Stärkung der eigenen Person

und laden ein, sich über die

innere Balance, das alltägliche

Glück Gedanken zu machen.

Eine Anmeldung zur Ausstel -

lung ist per E-Mail bis zum 31.

März 2021 an sekretariat@diejugendkirche.de

möglich.

Auf die allermeisten von ihnen können wir richtig stolz sein:

Kaum einer der Jugendlichen jammert über die Einschrän kun gen

der Pandemie. Stattdessen büffeln sie still vor dem heimischen

PC oder Tablet für ihren Schulabschluss. Was für ein zurückhaltenes

Leben für eine Generation, die zuvor noch selbstbewusst

und friedlich für ein glückliches Leben im Einklang mit der

Natur lautstark gekämpft hat!

Kaum eine Altersgruppe leidet mehr, denn auch wenn die Viren

hauptsächlich für ältere Menschen todgefährlich sind, werden

die Auswirkungen der Pandemie auch noch in mehreren Jahren

oder Jahrzehnten spürbar sein: Das Virus wird so schnell nicht

ausgerottet sein, ggf. entwickeln sich weitere Mutationen, die

wir heute noch gar nicht kennen. Die wirtschaftlichen Auswir -

kungen und steuerlichen Belastungen werden die Arbeitneh mer -

innen und Arbeitnehmer von morgen schultern müssen. Viele

Schulabgänger sind in ihrem Berufseinstieg gehemmt worden.

Home-Office ist mit Sicherheit kein guter Einstieg ins Berufs -

leben. Viele motivierte junge Menschen sind ins Studium gestartet,

ohne ihre Kommilitonen kennen lernen zu dürfen, einige von

ihnen haben sich sogar von ihren ursprünglichen Berufszielen

verabschiedet, weil sie wegen der Pandemieauswirkungen keine

Perspektive mehr darin sahen. Auch der Verlust von geliebten

Großeltern, die an Covid-19 sterben oder ohne menschliche

Kontaktmöglichkeit im Altenheim vereinsamen ist für ihre Enkel

schwer zu ertragen.

Die Jugendlichen ertragen die Einschränkungen mit Mitgefühl

und Verantwortungsbewusstsein. Noch schätzen sie die Auswir -

kungen der Pandemie auf ihr persönliches Leben als gering ein

(lt. Studie der DKJS). Doch lauter wird die Kritik an den

Er wachsenen, sie ernster zu nehmen und an der Gestaltung

einer gerechteren Welt teilhaben zu lassen. Insbesondere, was

die Öffnung der Schulen angeht. Man hätte sie ja mal fragen

können!

Markus Krohn

Neue Post für Blankenese

DAK-Gesundheit: Norovirus sogar um 66 Prozent zurückgegangen | Konrad Matzen

BLANKENESE

Nachdem die Unternehmer

im Blankenese Interessen-

Gemeinschaft e.V. (BIG)

und die CDU Blan kenese

bereits gegen die Schlie -

ßung der Blankeneser Post

protestiert hatten und im

Hintergrund nach einer Lösung

suchen, hat auch der Blan ke -

neser Bürgerverein e.V. (BBV)

eine Petition gestartet. Der BBV

möchte vor allem für ältere

Mitbürgerinnen und Mit bürger

aus dem Treppenviertel die

Poststelle erhalten, die CDU

und die BIG Blankenese fordern,

die Post als sozialen

Anlaufpunkt und Nachver sor -

gungs-Ankerpunkt zu erhalten.

Der CDU Bundestagsab geord -

nete für den Hamburger We -

sten, Marcus Weinberg, wies

darauf hin, dass die Post-

Universaldienstleistungsvorord

nung regelt, dass in Städten mit

über 4.000 Einwohnern eine

Filiale in maximal zwei Kilo -

metern verfügbar sein muss.

Unterdessen hat der Regionale

Politikbeauftragte der Post,

Thorn Schütt, letzte Woche im

Hauptausschuss der Bezirks -

versammlung Altona angekündigt,

dass am 24. Juni 2021 bei

Rewe Eichemeyer in der Elb -

chaussee 576 eine Postfiliale

eröffnen wird und damit den

Verlust der Postbankfiliale in

der Bahnhofstraße ausgleichen

soll. Das gab der SPD-Be zirk -

sabgeordnete Henrik Strate via

Twitter bekannt.

Pakete kann man auch weiterhin

am S-Bahnhof Blankenese

bei Press + Books abgeben oder

einem der Zusteller mitgeben.

Ob das den Postkunden wirklich

reicht?

Massage für Alltagshelden

Wer hat eine Massage verdient? Nennen Sie uns Ihren Alltagshelden! | Konrad Matzen

Kennen Sie jemanden, der

oder die in diesen Tagen

immer für andere da ist?

Der für Nachbarn einkaufen

geht oder die im

Supermarkt an der Kasse

die Stellung hält? Jemand,

der in Ihrem Betrieb mit seiner

Freundlichkeit andere zum

Lächeln bringt oder mit seinen

kreativen Ideen den Laden am

Laufen hält und andere motiviert?

„Wir finden, diese Men -

schen haben sich eine Beloh -

nung verdient!“, sagt Friedhelm

Penning, Ge schäftsführer vom

ELBVORORTE

Gesundheits-Hof in Osdorf und

hat dafür die „Alltagshelden“-

Aktion ins Leben gerufen. „Wir

verschenken jeden Tag von Mon -

tag bis Freitag einen Mas -

sagegutschein an einen All tags -

helden und rufen die Leser der

DorfStadt-Zei tung auf, uns Kan -

didatinnen zu nennen, die diesen

Gutschein verdient haben.“

Unter allen Nominierten werden

wöchentlich per Los ver -

fahren fünf glückliche Gewin -

ner gezogen, die dann bei einer

Massage im Gesundheits-Hof

so richtig schön entspannen

kön nen. Die Aktion soll das

ganze Jahr 2021 laufen.

Im Gesundheits-Hof in Osdorf

gibts nicht nur Massagen, sondern

auch Physiotherapie und

Präventionsangebote. Zu dem

ganzheitlichen interdiszipli nä -

ren Behandlungskonzept ge hört

die enge Zusammearbeit mit

Orthopäden und Thera peuten.

Gesundheits-Hof

Osdorfer Landstraße 251 a/b

Tel.: 80 60 10 930

Gesundheits-hof/

alltagshelden


Schlachterei Günter Feddern

Herkunft und Qualität: Ein Familienbetrieb mit Haltung | Markus Krohn

Einkaufen auf dem Wo -

chenmarkt macht Spaß.

Die Produkte sind ausgesucht,

regional und frisch

und der Service individuell

auf die Kundschaft ab -

gestimmt. In dieser neuen

Serie stellen wir in den kommenden

Ausgaben die Markt -

beschicker auf dem Blanke -

ne ser Markt vor.

BLANKENESE

Marktgemeinschaft

Blankenese e.V.

Die Schlachterei von Günter

Feddern ist ein Familien un ter -

nehmen, das seit fünf Jahren

von Jan Günter Feddern in die

Zukunft geführt wird. Die

Eltern Christina und Günter

sind bereits seit 26 Jahren

dabei. Die erste Begegnung mit

Lammfleisch hatte Günter

Feddern übrigens als Jugend -

licher, als er sich auf der

„Rheinland“ nach Südostasien

als Matrose verdingte. An -

schlie ßend war er auf der

„Badenstein“ dabei, BMW-

Luxuslimousinen der 7er-

Reihe nach Neuseeland zu

bringen. Auf dem Rückweg

brachte er unter Kapitän Nee -

huis auch gefrorenes Lamm -

fleisch von ganzjährig geweideten

Schafen mit nach Ham burg.

Regional und frisch

auf den Tisch!

Geschlachtet wird in der

Schlachterei in Hoisdorf. Drei

Rinder pro Monat, bis zu fünf

Schweine die Woche und von

März bis Oktober auch Lamm -

fleisch. „Die Schweine kenne

ich von der Weide“, erzählt

Günter Feddern. „Mit Namen!“,

auch wenn das viele Kunden

gar nicht so genau wissen wollen,

haben sie ein gutes Gefühl

dabei zu wissen, woher das

Fleisch stammt. Und dass die

Tiere ein glückliches Leben

gelebt haben, gutes Futter

bekamen und somit schmackhafte

Schinken und Wurst auf

den Teller kommen.

Fedderns Rinder stammen vom

Hitscherberger Hof im Herzen

der Vierlanden. Die Mutter -

kuh herde umfasst etwa 100

Tiere, in der die Kälber ge meinsam

mit ihren Müttern mindestens

acht Monate pro Jahr

drau ßen aufgezogen werden.

Seit 1989 schlachten und verarbeiten

die Fedderns in einem

von vier EU-Schlachtbetrieben

in Kreis Stormarn die Tiere zu

Fleisch und Wurstwaren. Die

Familie pökelt und räuchert

selbst. So entstehen in dem

Betrieb bis zu 40 Wurstsorten,

die jeden Freitag auf dem

Blankeneser Markt verkauft

werden. Jagdwurst, Kohlwurst,

Wiener, Bratwurst, Rohpol -

nische zum Beispiel. Bei denen

schmeckt man den Unterschied

zum Discounter..! Natürlich

umfasst das Sortiment sämtliche

Fleischteile, Gulasch und

Rouladen.

Inhaber Jan, Mutter Christina, Vater Günter und Brian Feddern vor ihrem Verkaufswagen Foto: Krohn

Für die Familie Feddern ist der

Kontakt zu ihren Bauern wichtig,

um die Lebensqualität der

Tiere und damit die Qualität

des Fleisches zu kennen. Ein

Wermutstropfen: Wegen der

regelmäßig strengeren EU-

Auflagen wird ihr Betrieb wohl

bald keine Schweine mehr

selbst schlachten können. Die

Entsorgung der Borsten gilt als

Sondermüll, für den Familien -

betrieb wird das zu teuer. „Wir

geben die Tiere dann an einen

größeren Betrieb zur Schlach -

tung und lassen uns die

Schweinehälften liefern. Dabei

achten wir dann sehr genau

darauf, unsere Tiere zurück zu

erhalten“.

Bis bald auf dem Wochenmarkt!

Markttage und Marktzeiten in Blankenese:

Dienstag: 8 – 14 Uhr · Freitag: 8 – 16 Uhr · Samstag: 8 – 13 Uhr

Elbvororte

Nach Abschluss der aktuellen

Tarifverhandlungen im

öffentlichen Dienst können

Pflegekräfte mit mehr Ge -

halt sowie einer „Corona-

Prämie“ rechnen. Die Arbeitsbedingungen

in der Kran -

ken- und Altenpflege, seien es

hohe Belastung oder fehlendes

Fachpersonal, sind jedoch nicht

erst seit der Corona-Krise im

Fokus. Dennoch haben die

Pflegeberufe nicht an Beliebt -

heit beim Nachwuchs eingebüßt,

im Gegenteil: Im Jahr

2019 begannen 71.300 Men -

schen eine Ausbildung in

einem Pflegeberuf, wie das

Statistische Bundesamt (Desta-

tis) mitteilt. Das waren 8,2%

beziehungsweise 5.400 mehr

als ein Jahr zuvor. Rund 44.900

Menschen schlossen im vergangenen

Jahr ihre Ausbildung

in einem Pflegeberuf erfolgreich

ab.

Trotz der herausfordernden

Tätigkeit erschien die Wahl

eines Pflegeberufs in den vergangenen

Jahren für immer

mehr Menschen attraktiv:

Wäh rend im Jahr 2009 noch

51.400 Menschen eine Ausbil -

dung im Pflegebereich begonnen

hatten, waren es zuletzt 71

300 und damit 39% mehr als

zehn Jahre zuvor. Damit stieg

auch die Zahl derer, die ihre

Ausbildung erfolgreich absolviert

haben: Im Jahr 2019

schlossen 25% mehr Menschen

ihre Ausbildung in einem Pfle -

ge beruf erfolgreich ab als zehn

Jahre zuvor (2009: 36.000).

Mehr Männer

sind interessiert

Zwar wird der Pflegeberuf nach

wie vor überwiegend von Frau -

en angestrebt – 75 Prozent der

Anfängerinnen und Anfänger

waren zuletzt weiblich – doch

auch der Männeranteil ist in

den letzten zehn Jahren gestiegen:

Während er 2009 noch bei

19% lag, waren im Jahr 2019

ein Viertel (25 %) Männer.

Mehr Azubis

in der Altenpflege

Zu den Pflegeberufen zählen

die Ausbildungen in der Al ten -

pflege, der Gesundheits- und

Krankenpflege sowie der Ge -

sundheits- und Kinderkranken -

pflege. Zudem gibt es die Mög -

lichkeit, eine einjährige Ausbil -

dung in der Gesundheits- und

Krankenpflegehilfe oder der

DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021 • 5

Pflegeberufe attraktiver

Zahl der Anfängerinnen und Anfänger stieg seit 2009 um 39 Prozent | Konrad Matzen

ELBVORORTE

Pflegebrufe gewinnen an Attraktivität. Bis zu 39 Prozent mehr

Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung Foto: Africa Studio/AdobeStock

Altenpflegehilfe zu absolvieren.

Unter diesen Ausbildungs be -

rufen war es die Altenpflege,

die den stärksten Zuwachs an

Anfängerinnen und Anfängern

zu verzeichnen hatte: von 19

400 im Jahr 2009 auf 27 300

im Jahr 2019, dies entspricht

einer Steigerung von 41%.

Doch auch der Ausbil dungs -

gang der Gesundheits- und

Krankenpflege konnte mit

26.600 Anfängerinnen und An -

fängern im Jahr 2019 rund

5.200 mehr Menschen gewinnen

als zehn Jahre zuvor

(21.400).

Tag und Nacht

im Einsatz

Tag und Nacht im Einsatz, ob

werktags oder am Wochenende,

und das für einen vergleichbar

geringen Verdienst – so werden

die Arbeitsbedingungen in der

Pflege vielfach beschrieben.

Wer eine Ausbildung in der

Pflege erfolgreich abgeschlossen

hat und weiter im Beruf

arbeitet, kann mit einem durchschnittlichen

Bruttoverdienst

von 3.502 Euro monatlich

rechnen – so viel verdiente eine

vollzeitbeschäftigte Fachkraft

in der Gesundheits- und Kran -

ken pflege im Jahr 2019. Bei

ausgebildeten Altenpfle ger in -

nen und -pflegern lag der

Bruttomonatsverdienst bei

durchschnittlich 3.116 Euro

und damit unter dem Durch -

schnittsverdienst von Fach kräf -

ten in der Gesamtwirtschaft

(Produzierendes Gewerbe und

Dienstleistungen) von 3.327

Euro.

Rund 60% der Krankenp flege -

rinnen und -pfleger und mehr

als die Hälfte (57%) der Alten -

pflegerinnen und -pfleger

arbeiteten im Jahr 2019 im

Schichtdienst. Noch mehr wa -

ren von Wochenendarbeit be -

troffen: 74% der Kranken- und

79 % der Altenpflegerinnen

und -pfleger arbeiteten 2019

regelmäßig samstags und sonntags.

Ist Ihre

Es gibt ein paar Leser, die wissen immer schon am Donner -

stag, was die Wo che über in ihrer Nachbarschaft ge schah,

denn sie ha ben den Leser-Brief abonniert.

Jeden Freitag in formiere ich kurz und knapp über aktuelle

Themen aus dem Hamburger Westen und den Elbvororten

per E-Mail. Außerdem gibts am Ende des News letters regelmäßig

Tipps fürs Wochenende – Veran stal tungs highlights in

den Elbvor orten oder in der näheren Umgebung. Ihr Vorteil:

In unregelmäßigen Abständen verlose ich exklusiv an meine

Leser-Brief Abonnenten Eintrittskarten für groß artige

Theaterabende, Kino- oder Restaurant-Gutscheine.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern zählen zu

dürfen. Melden Sie sich einfach auf der Internetseite www.

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RISSEN

ISERBROOK

SÜLLDORF

6 • DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021 Wirtschaft

ANZEIGEN

Friseure im März ausgebucht

Rücklagen aufgebraucht – jetzt Preiserhöhung? | Markus Krohn

Haben Sie schon Ihren

nächsten Friseurtermin vereinbart?

Nein? Dann könnte

es sein, dass Sie unabhängig

von den Corona-

Lockerungen der Länder leider

noch ein paar Wochen länger

auf den ersehnten Schnitt warten

müssen, denn nur wenige

Stunden nach Bekanntwerden

des Öffnungstermins am 1.

März waren die Friseure der

Elbvororte für den März nahezu

ausgebucht…

Die Friseure wird’s freuen, denn

die zurück liegenden Monate

im Winter-Lockdown waren

hart für die Selbständigen, die

meist als Solo-Selbständige

organisiert sind und daher

noch nicht einmal Kurzarbei -

tergeld für sich selbst beantragen

konnten. Auch auf die vom

Bund versprochenen Hilfen

mussten die Friseure lange

warten, erst letzte Woche war

eine Beantragung möglich,

obwohl die Salons bereits seit

dem 17. Dezember 2020 ge -

schlossen waren.

Preiserhöhung

unvermeidlich

Das größte Problem ist jedoch,

„dass wir die Verluste nie werden

ausgleichen können“, sagt

Friseurmeister Frank Steffens

vom Rissener Salon Wuschel -

kopf. Die vergleichsweise ge -

ringe Marge könne die Um -

satzverluste auch bei Mehr -

arbeit nach der Öffnung nicht

Frank Steffens, Teresa Brandt, Liane Hartwigsen und Anja Will

vom Salon Wuschelkopf freuen sich auf frische Frisuren Foto: PR

wettmachen, weiß er. Auch das

Kurzarbeitergeld reicht für die

ohnehin knapp entlohnten

Mitarbeiterinnen und Mitar bei -

ter im Friseurhandwerk nicht,

um die laufenden privaten

Kosten decken zu können. „Wir

gehen alle an unsere Reserven“.

Inzwischen dürften die ebenfalls

aufgebraucht sein, die

Altersversorgung für viele

selbständige Friseure damit

Makulatur. „Ich bin davon

überzeugt, dass die Preise in

den Salons demnächst kräftig

steigen werden“, meint Stef -

fens, denn auch die Kosten für

die zusätzlichen Hygienemaß -

nahmen seit Beginn der

Pandemie müssten in den

nächsten Wochen und Monaten

erwirtschaftet werden.

Erstmal freut er sich allerdings

auf seine Kundinnen und

Kunden, die sich bereits telefonisch

oder per E-Mail einen

Termin gesichert haben. Ein

gepflegtes Äußeres sorgt auch

für seelisches Wohlbefinden...

„mit einem professionellen

Haarschnitt können wir Ihre

Laune im Handumdrehen aufhellen“,

ist sich Steffens sicher.

Gerade für ältere Menschen, die

sich täglich frisieren lassen,

eine gute Nachricht!

Friseur Wuschelkopf

Wedeler Landstraße 48

Tel.: 87 43 40

wuschelkopf-hamburg.de

Eine Tierarztpraxis zieht um

Tierarztpraxis Vogg: Neueröffnung auf dem Hof Timmermann am 1. März | Matzen

Eine Institution zieht um:

Die Tierarztpraxis Sülldorf

unter der Leitung von

Dorothea Vogg zieht in den

ehemaligen Hofladen von

Agnes Timmermann am

Sülldorfer Kirchenweg 237.

Start am neuen Standort ist

Montag der 1. März.

Damit wird die ehemalige

Fläche des Hofladens wieder

vollständig mit Leben erfüllt:

Neben dem Obst- und Gemü -

sehandel Minners und der dem

Hundesalon „Zum Schnüffel“

von Christin Hofmann zieht

nun die Tierarztpraxis unter

das Dach des Hof Timmermann.

„Wir sind sehr glücklich, nach

über 45 Jahren in Sülldorf nach

Auslaufen des aktuellen Miet -

ver trages ein weiteres Mal eine

Bleibe im Herzen Sülldorfs

gefunden haben“, sagt Praxis -

ma nager Ingo Spring.

Eröffnet hatte die Tierarzt -

praxis Dr. Hans-Jürgen Jarke

1974 in ehemaligen ESSO-

Tankstelle an der Sülldorfer

Landstraße 190. Dort, wo sich

heute der LIDL-Markt neben

dem Hamburger Konserva to -

rium befindet. Als jüngster

Tierarzt Hamburgs gründete er

damit eine Institution mit der

ersten mobilen Pferde fahr -

praxis im Hamburger Westen in

einem umgebauten VW-Bus.

Dorothea Vogg begann in dersel

ben Praxis 1996 als As si -

stenzärztin und baut, neben der

Arbeit mit Pferden, die Praxis

im Bereich Kleintiere aus.

Vier Jahre später zieht die

Praxis in ihre heutigen Räume

am Sülldorfer Kirchenweg. Erst

2009 übernimmt die heutige

Inhaberin die Praxis und

modernisiert den Praxisablauf.

Inzwischen besteht das Team

aus vier Tierärzten und zahlreichen

Tierarzthelferinnen, die

sich liebevoll um das Wohl

ihrer zahlreichen Patienten aus

Sülldorf und Umgebung kümmern.

Am 1. März 2021 eröffnet das

Das Team der Tierarztpraxis vor der neuen Praxis auf dem Biohof Timmermann: Liane Reidock

(TFA) Corinna Meyer (TÄ), Vanity Fascher (TFA), Vanessa Haus (TFA), Inge Eychmüller (TÄ),

Dorothea Vogg (TÄ), Dr. Arne Lüssen (TA) und das vierbeinige Praxisrudel...

Foto: Spring

Team nun auf der Fläche des

ehemaligen Bioladens eine

neue moderne und technisch

auf dem neuesten Stand ausgestattete

Tierarztpraxis. Bis

dahin ist das Team noch am

alten Standort erreichbar.

Tierarztpraxis Sülldorf

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Die Haspa-Filiale in Iser -

brook ist, mitten im Stadt -

teil an der Kreuzung Süll -

dor fer Landstraße/ Schene -

felder Landstraße gelegen,

für die meisten Iserbrooker

gut zu erreichen. Hier treffen

sich Schüler, Studenten,

Arbeitnehmer, Rentner, Selbst -

ständige, Freiberufler und Ver -

mögende. Denn die Haspa ist

eine Bank für alle – mit speziellem

Wissen für besondere

Lebenssituationen und viele

Branchen.

Als Bank vor Ort finden die

kompetenten Ansprechpartner

„gemeinsam mit unseren Kun -

den individuelle Lösungen zum

Erreichen ihrer finanziellen

Ziele“, sagt die neue Filial -

leiterin Eltje Reimers-Booms.

Es sei wichtig, dass Kunden in

Produkte und Leistungen investieren,

die sie auch verstehen.

Wem der Kapitalmarkt zu kompliziert

sei, könne auf Fonds

setzen oder als Festgeld anlegen.

„Unser Haspa Zinslotse

findet auch für Ihr Geld einen

sicheren Hafen“, sagt die Spar -

kassenbetriebswirtin. Apropos

Filialleiterin Eltje Reimers-Booms mit ihrem Stellvertreter Julian

Leist auf der Treppe zu den Schließfächern

Foto: Krohn

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Meine Bank...in Iserbrook

Beratung und Unterstützung in finanziellen Fragen · neues Filialführungsduo in Iserbrook | PR

sicher: „Für Wertsachen, wichtige

Unterlagen und andere

Dinge, die geschützt werden

sollen, haben wir noch freie

Schließfächer.“

Die Sülldorferin startete 1994

als Auszubildende bei der

Haspa und arbeitete anschließend

hauptsächlich im Ham -

burger Westen, u.a. als Ver -

mögensberaterin in Othmar -

schen und Nienstedten sowie

zuletzt als Filialleiterin in

Lurup. Die verheiratete 45-

Jährige trifft stets den richtigen

Ton – beruflich, aber auch privat

beim Trompetespielen. Sie

liebt Kunst und Kultur, reist

gern und das am liebsten nach

Italien.

Ihr Stellvertreter Julian Leist

liebt italienischen Cappuccino,

besonders beim oder nach dem

Spaziergang mit seiner Frau

und dem gemeinsamen Hund

an der Elbe. Der 27-Jährige

kommt aus Ottensen, wo er

nach seiner Ausbildung für die

Haspa als Finanz- und Ver -

mögensberater tätig war, bevor

er für knapp zwei Jahre als

Ausbilder in den Personal be -

reich wechselte. Seit No vember

setzt er sich in der Iserbrooker

Filiale mit Leidenschaft für die

Kunden ein. Für Privatanleger

genauso wie für Firmenkunden.

Bei Bedarf zieht er interne

Spezialisten hinzu – für

Immobilienkäufer, Existenz -

grün der oder erfahrene Unter -

nehmer, die die Nachfolge

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Corona: Flucht nach Blankenese

Von Blankenese nach Manhattan – und zurück: Lina Zinecker | Markus Krohn

Künstler gehören eindeutig

zu den Verlierern der Co ro -

na-Krise. Seit knapp einem

Jahr können Schauspieler

kaum noch arbeiten. Auf -

führungen für Stücke, die

im Sommer unter Hygiene -

regeln vorbereitet wurden,

wurden mehrfach verschoben

bis sie dann im Januar komplett

abgesagt wurden. Das gilt

jedenfalls für Hamburg. Schau -

spieler, Musi ker, Artisten oder

Magier warten auf die Öffnung

von Schauspiel- Konzert- und

Opernhäusern oder Circuszelten,

um vor großem Publikum ihre

Kunst zu zeigen. Auch für

Filmschauspieler gibt es jedoch

derzeit keine Perspektive.

Eine von ihnen ist Lina

Zinecker. Die 25-jährige Schau -

spielerin aus Blankenese

schloss 2017 ihr Studium an

der American Musical and

Dramatic Academy (AMDA) in

New York ab und arbeitete seitdem

erfolgreich an den zahlreichen

Bühnen New Yorks. „Dort

gibt es an jeder Ecke Theater

und es werden ständig Schau -

spielerinnen für Filme oder

Serien gesucht. Ich habe regelmäßig

an Castings teilgenommen,

von denen ich etliche

gewonnen habe“, erläutert

Zinecker, die fließend amerikanisch

spricht und von New

York als ihrer Heimat. Bis im

Frühjahr 2020 die Corona-

Pandemie ausbrach, wollte sie

auch unbedingt an der Upper

BLANKENESE

West Side in Manhatten wohnen

bleiben. Doch dann wurde

es ihr in ihrer neuen Heimat zu

ungemütlich: „Am Anfang war

alles gar nicht so schlimm“,

erinnert sie sich. Doch „plötzlich

hörte ich Vogelgezwitscher

am Times Square, so leer war

es in den Straßen!“ Einkaufen

war ohnehin kaum mehr möglich,

weil die Supermärkte

ebenfalls leergefegt waren.

Lan ge Schlangen waren die

Folge. Abstandhalten war hier

kaum mehr möglich. Auch in

New York wurden im Frühjahr

2020 kurzfristig viele Jobs aufs

Eis gelegt. Vor allem aber die

So präsentiert sich Lina Zinecker auf ihrer Homepage

Foto: PR

Kühlwagen vor den Kranken -

häu sern, die die Corona-Toten

aufbewahrten, werden der jungen

Frau in Erinnerung bleiben.

Mit dem vorletzten Flug einer

Lufthansa-Maschine von New

York nach Hamburg kehrte

Lina Zinecker zu ihren Eltern in

Blankenese zurück. Social Dis -

tancing in einem acht Qua drat -

meter große Zimmer in Man -

hatten zu erleben, das war

nichts für die ehemalige Abi -

turientin an der Stadtteilschule

Blankenese.

Hier fühlt sie sich besser,

obwohl ihr die Kontakte fehlen,

die sie in ihrer neuen Heimat

im Künstlerviertel geknüpft

hatte. So bleibt ihr derzeit nur

der Kontakt via Telefon, Zoom

oder Skype. Über Instagram hat

sie wenigstens zwei ihrer ehemaligen

Mitschülerinnen aus

der Stadtteilschule wieder ge -

funden. Mit Workshops bleibt

sie am Ball und tauscht sich mit

Kolleginnen und Kollegen aus

– auch aus Deutschland. „Der

Unterschied ist gewaltig: Wäh -

rend hier die Kollegen mit festem

Engagement wenigstens Kurz -

arbeiter- oder Arbeitslosengeld

erhalten, bekomme ich nichts!“.

Inzwischen schaut sich Lin -

ecker auch nach Castings und

Auftrittsmöglichkeiten in ihrem

Geburtsland um. Doch bislang

ergeben sich auch in der

Deutschen Filmbranche kaum

Möglichkeiten. Geschweige

denn beim Theater.

Also bleibt ihr nur die Hoff -

nung auf ein baldiges Ende der

Einschränkungen durch die

Pandemie. Ein Projekt bleibt ihr

noch, als Zoom-Theater, das

später live gespielt werden soll.

Wann das sein wird, ist jedoch

offen…

www.linazinecker.com

Leserbriefe

ICH HABE

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Leserbriefe bitte an redaktion@dorfstadt.de.

Veröf fent lichung/Kürzung vorbehalten.

■ Corona und kein Friseurbesuch

Was macht man, wenn allen Frisören verboten ist, ihren Beruf

auszuüben? Naja, nicht allen! Maskenbildnerinnen, die beim

Fernsehen beschäftig sind, dürfen auch Haare schneiden, sofern

sie dies können. Denn die TV-Studios dürfen arbeiten und

offenbar gehört das dann zu deren Arbeit dazu. Ich kann mir

allerdings nicht vorstellen, dass wir der klugen Frau

Maischberger und ihren Gästen aus Wissenschaft und Politik

ab sofort nicht mehr glauben, wenn sie nicht professionell frisiert

und geschminkt sind. Das Gegenteil ist der Fall!

Auch die Gattinnen von Fußballern sind zu Fachkräften des

Frisörhandwerks mutiert, wenn man den Aussagen glauben

darf. Die Herrschaften des Grünen Rasens laufen nicht irgendwie

verschnitten herum, da sind schon Könnerinnen am Werk

mit dem entsprechenden Handwerkszeug.

Das mit den illegalen und zudem unsolidarischen Frisörbesuchen

können wir nicht beweisen. Aber eines sieht jeder: die Masken -

pflicht ist sowohl im Fernsehen als auch bei der Ausübung des

Sportberufes ausgesetzt, obgleich man sich doch insbesondere

beim letztgenannten oft sehr nahe kommt.

Bei Youtube hat die Formation „Eulenspiegels Töchter“ hierzu

einen sehr treffenden Song eingestellt. Darin ist alles gesagt.

Am Schluss heißt es dort: „Wer Haare trägt statt Maske, der

kann kein Vorbild sein, der predigt uns nur Wasser und selber

trinkt er Wein.“

Christiane Lux

■ Flachmänner in der Wedeler Au:

Weggeworfene Flaschen oder Verpackungsmüll ist nicht nur in

den Gewässern der Feldmark ärgerlich, sondern vor allem im

Wald oder auf Spielplätzen. Wie soll man da dem Nachwuchs

klar machen, dass die Abfälle in die Papierkörbe gehört?

Barnabas Sperber, Osdorf

■ Lösung für Schulcampus Rissen in Sicht

Die Apfelwiese in Rissen reicht genauso in das Naturschutz -

gebiet hinein wie das ursprünglich genannte Gebiet. Auf die

Vorschläge der Bürgerinitiative ist die Schulbehörde und sind

auch die Bezirkspoltitiker gar nicht mehr eingeagen. Wird die

Bürgerbeteiligung von Poltik und Verwaltung überhaupt ernst

genommen, frage ich mich?

Frank Neumann, Rissen

Zeitzeugin aus Sülldorf

98-Jährige Sülldorferin erzäht lebendig und humorvoll | Konrad Matzen

Die Sülldorferin Lore Bün -

ger hat die Hamburger Ge -

schichte seit den Zwanziger

Jahren des letzten Jahr -

hunderts miterlebt und

schildert sie sehr anschaulich

in ihren Lebenserin ne -

rungen: Die Verhaftung ihres

sozialdemokratischen Groß -

vaters, der Bürgermeister von

Hamburg-Farmsen gewesen

war. Die sorglose Kindheit auf

dem Baubetriebshof des Vaters

– eines Maurermeisters und

Architekten –, wo sie auf Last -

wagen spielte, Schlachtfeste

erlebte und die erste Zigarette

rauchte. Die Schatten, die

durch das Aufkommen des

Nationalsozialismus auf diese

Kindheit fielen.

SÜLLDORF

Wegen der familiären Lage

musste sie früh die Schule verlassen

und Geld verdienen. Sie

war ab 1940 bei der Verwal -

tung des Luftgaukommandos

XI angestellt, erlebte die Zer -

störung der Stadt im Krieg,

überlebte nur mit viel Glück.

Nach Kriegsende kamen

Schwarz markt, Kohlenklau und

Hamstern. Das Arbeitsamt vermittelte

Lore Bünger zur Royal

Air Force.

In ihrem weiteren Berufsleben

hat sie als Leiterin der Passa ge -

abteilung in einer Schiffs -

makler- und Speditionsfirma

das Wiederaufblühen des Ham -

burger Hafens miterlebt.

Lebhaft, humorvoll und prägnant

hat sie ihre Erlebenisse

schriftlich festgehalten und mit

Hilfe der Germanistin und

Kunst historikerin Annette

Laugwitz in Buchform ge -

bracht.

Lore Bünger, Jahrgang 1923,

engagiert sich bis heute als

Zeit zeugin, um die Erinne -

rungen an den fatalen Krieg

wach zu halten und dadurch

zum Erhalt des Friedens beizutragen.

Seit 1998 engagiert sie

sich daher in dem Projekt

„Zeitzeugenbörse Hamburg“

des Seniorenbüros Hambur e.V.,

hat es mit aufgebaut und weiterentwickelt.

Eine Hamburger Zeitzeugin

über 100 Seiten, viele

Abbildungen. Bearbeitet von

Annette Laugwitz, 10,00 €

ISBN 978-3-96194-145-2

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Koralle & Co.

Warum die Unterwasserwelt für unser Überleben so wichtig ist | Hans-J. Odrowski

ELBVORORTE

Viele Segler und Motor -

bootfahrer wissen nicht,

welche wunderbare Welt

der bunten Korallenriffe

und phantastischen Fischen

sich unter ihren Kiel befindet.

Diese beeindruckende geheimnisvolle

Unterwasserwelt in

diesem besonderen prachtvollen

Bildband mit außergewöhnlichen

Fotos in unterschiedlichen

Situationen mal liebevoll,

mal spektakulär sind gekonnt

in Szene gesetzt. – Dr. Richard

Smith hat das komplexe

System der Korallenriffe, welche

jahrhundertelang gewachsen

mit fundiertem Wissen und

spannenden Material zusammengetragen.

Schon das erste Kapitel „Ein -

tauchen“ zieht einen unwiderstehlich

in den Bann. Der angenehme

Plauderton, mit dem der

der Autor und Wissenschaftler

sein immenses Wissen leicht

verständlich in allen Kapiteln

vermittelt, bereitet beim Lesen

Freude.

Das Auge fesselt den Betrachter

auf jeder Seite aufs Neue und

bereichert mit den Texten diesen

Bildband. Einfach schön!

Der letzte Teil verdeutlicht, dass

die Unterwasserwelt keine

heile Welt mehr durch das

Menschenwerk ist. Dieses sensible

Ökosystem ist in seiner

Schönheit vom Untergang

bedroht. Es liegt in unserer

Hand, wie wir diese Unter -

wasserwelt schützen, erhalten

und auch wieder aufbauen

können.

Ein kostbares wundervolles

Buch mit ausführlichen Ge -

schichten zu den faszinierenden

Bewohnern der Weltmeere

zum Verschenken für besondere

Anlässe – Geburtstage, Jubi -

läen, Verabschiedungen. Bord -

bibliothek etc. oder für sich

selbst geeignet.

Dr. Richard Smith

„Koralle & Co.“

Warum die Unterwasserwelt für

unser Überleben so wichtig ist

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Delius Klasing Verlag „Edition

Delius“, Bielefeld.

Erhältlich im Buchhandel oder

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oder unter der Hotline (05 21)

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8 • DorfStadt-Zeitung 03/2021 • 18.02.2021

Im Gespräch

Ein Hauch von Urlaub in Frankreich

Bretonin backt für ihre Nachbarn traditionelles Gebäck gegen Spende für Kinder in Ecuador | Markus Krohn

Was tut jemand, der durch

die zahlreichen Corona

Eindämmungs verord nun -

gen seinen Beruf derzeit

nicht ausüben kann? Wir

haben Catherine Jouzel in

Blankenese getroffen, die

aus der Not eine Tugend ge -

macht hat. Mit dem Rezept

ihrer Großmutter verwöhnt sie

ihre Nachbarn gegen eine

Spen de, mit der sie gleichzeitig

armen Kindern in ihrem Lieb -

lingsreiseland Ecuador eine

Perspektive ermöglicht.

BLANKENESE

Catherine Jouzel ist in der

Bretagne geboren und aufgewachsen.

Seit vielen Jahren

arbeitet sie leidenschaftlich in

der Flug- und Reisebranche.

„meine Begeisterung für die

deutsche Sprache hat mich

erstmal nach Stuttgart geführt.

Die Sehnsucht nach Wasser

und Meer hat mich und meinen

Partner vor vier Jahren nach

Hamburg, in diese tolle Stadt,

gebracht“.

Jouzel liebt Sprachen, Reisen,

Menschen, Kommunikation,

Leute treffen, Spaziergänge und

schönes Essen, Märkte, die

Bretagne natürlich und auch

Hamburg. Neben Französisch,

Englisch und Deutsch spricht

die Neu-Blankeneserin auch

fließend Spanisch. „Ich freue

mich immer über neue Kontakte

in der Nachbarschaft, gern können

wir auch gemeinsam ko -

chen oder französisch backen!

Ich mag auch teilen, lernen,

andere Horizonte erleben oder

anderen Menschen helfen.“

Eine vielseitige Frau, voller

Lebenslust. Eine ihrer weiteren

Leidenschaften ist es, andere

Länder auf eigene Faust zu entdecken.

Auf diese Weise hat sie

Ecuador für sich entdeckt. Ein

Land, in dem sich die Charak -

tere der Menschen von Land -

strich zu Landstrich deutlich

unterscheiden. Ähnlich wie ihre

Vorfahren auf der bretonischen

Atlantik-Halbinsel. Gleichzeitig

eint sie die Gastfreundlichkeit.

Far Breton frisch aus dem Ofen: Catherine Jouzel in ihrer Küche in Blankenese

Eine Einladung zu einem guten

Essen gehört somit dazu.

Die Touristikmanagerin begann

damit, ihre Nachbarn mit Far

Breton, einer traditionellen

Spe zialität aus ihrer Heimat, zu

verwöhnen. Sie backt es seit

Jahren nach einem alten Fa -

milienrezept, wie sie es von

ihrer Mutter gelernt hat. „wer

mal in dieser schönen Gegend

Frankreichs gewesen ist, freut

sich vielleicht, wieder ein Far

Breton zu genießen“, dachte

sich Jouzel. Klar, das kann man

gut gebrauchen, in einer Zeit,

in der Urlaub kaum möglich ist.

Davon kann Jouzel ein Lied

singen, als Flug- und Reise -

beraterin ist sie derzeit besonders

von den Beschränkungen

betroffen. „Ich freue mich, in

meiner Küche aktiv zu sein, ein

bisschen aus meiner Heimat,

der Bretagne, hier an die Elbe

bringen zu können. Es macht

mir Spaß, für andere zu

backen“, sagt sie. Für Jouzel ist

es eine willkommene Abwechs -

lung in der Zwangspause, diesen

unvergleichlich köstlichen

„Eierkuchen“ zu backen.

Tatsächlich enthält Far Breton

viel Ei. Milch, gesalzene Butter,

Mehl und Zucker kommen

dazu, das Rezept hat aber mit

einem Pfannkuchen, wie ihn

die meisten Norddeutschen

ken nen, nur wenig zu tun.

Catherine Jouzel backt ihren

bretonischen Backpflau men -

Foto: Krohn

kuchen auch in einer Variation

„Le Far breton revisité à la

Catherine“, nämlich glutenund

lactosefrei.

Der Far Breton ist ein Gericht,

das wie viele andere auch ur -

sprünglich in armen Bauern -

familien in der Bretagne verbreitet

war. Damals wurde das

Gebäck aus Buchweizenmehl

und wenigen Zutaten hergestellt.

Es glich eher einem

Getreidebrei. Seeleute brachten

erst viel später gut zu lagernde

getrocknete Pflaumen von

ihren Kabeljau-Fangfahrten aus

Island mit, die sie zunächst vorbeugend

gegen die Seeleute-

Krankheit Skorbut einsetzten.

So eigenwillig wie die Men -

schen in der Bretagne, die noch

heute ihre eigene Sprache sprechen,

so eigenwillig ist auch die

Küche der Region: Cidre, der

herbe, aber doch so aromatische

Apfelwein, gehört zu

jedem Essen einfach dazu.

Fisch und Meeresfrüchte werden

im Atlantik jede Nacht

gefangen und landen fangfrisch

auf den Tellern in den

vielen kleinen Restaurants der

Küstenorte wie Trégastel oder

Concal. Nicht vergessen sollte

man aber auch die köstlichen

Crêpes in unzähligen süßen

und herzhaften Varianten wie

dem traditionellen Buchwei -

zen-Crépes Galette. Und natürlich

nicht den Far Breton.

Er ist eine für die Bretagne sehr

typische, traditionelle Leckerei,

die üblicherweise in allen

Bäcke reien und Konditoreien

der Region leicht zu bekommen

ist. Bekannt ist er für seine

besonders köstliche, fast puddingartige

Teigmasse. Die deftige

Spezialität wird gern bei

Familienfeiern genossen oder

zum Kaffee am Nachmittag mit

Kollegen. Auch zum Frühstück

ist Far Breton beliebt.

Wer einmal Urlaub in der Bre -

tagne gemacht hat, weiß nicht

nur die einzigartige, wildromantische

Landschaft zu

schätzen, sondern auch ihre

herzlichen und gastfreundlichen

Menschen und ihre

Küche! Von ihnen kann Jouzel

übrigens viel erzählen. In den

vergangenen Monaten hat sie

ihr Netzwerk in der Bretagne

ausgebaut, um als Reisecoach

individuelle Reisen auch zu

Corona-Zeiten in die Region

vermitteln zu können.

Wenn Catherine Jouzel backt,

ist sie in Gedanken bei ihrer

Familie und ihren Freunden, zu

denen sie einen regen Aus -

tausch pflegt. Doch auch der

Kontakt zu ihren Nachbarn in

den Elbvororten ist ihr wichtig.

Umso mehr freut sie sich über

zahlreiche Anfragen zu ihrem

Angebot, die Süßspeise zu

backen. Egal, ob für vier, sechs,

acht oder noch mehr Personen.

„Ich freue mich über jeden

Kontakt“.

Noch mehr freut sich Jouzel

über eine Spende zugunsten

des Hilfsvereins „Hilfe für

Guasmo“. Die 55-Jährige lernte

die Gründerin des Hilfsvereins

am Flughafen in Stuttgart kennen,

die Liebe der beiden

Frauen zu Ecuador verbindet

sie noch heute. „Ich habe mit

meinem Mann dort ein Paten -

kind, das wir seit Jahren unterstützen.

Auch seine Familie ist

von Corona betroffen, wie wir

alle, nur noch viel schlimmer…

viele müssen jetzt die Schule

abbrechen, die Eltern sind

arbeitslos, es gibt dort keine

staatliche Hilfe und viele haben

nichts mehr zu essen“, erläutert

sie die Situation vor Ort. Ohne

Bildung ist der Weg in die

Armut programmiert, befürchtet

nicht nur Jouzel. Nur mit

finanzieller Unterstützung ist der

Schulbesuch weiter möglich.

Wer Lust auf Far Breton

bekommen hat, sollte Kontakt

zu Catherine Jouzel aufnehmen.

Am besten per E-Mail an

catairmer@yahoo.fr

Wer für die Kinder in Ecuador

spenden möchte, kann sich hier

informieren:

AH

Moin, liebe Leser,

dass ein Laster mal Bierkästen

verliert ist keine sehr große

Sache. Gerade bei dem gegenwärtig

eisigen Wetter kommt

manch Lkw leicht ins Schleu -

dern und verliert Ladung. Wenn

aber ein hunderte Meter langer

Containergigant einen Teil seiner

Boxen verliert bedeutet das

Kopfzerbrechen. Nicht nur, dass

die Ladung futsch ist. Die Stahl -

kisten, von denen manche

schwimmen, sind gefährliche

Barrieren für andere Schiffe.

Und sich auflösende Chemie am

Meeresgrund ist auch kein

Pappenstiel. Kein Wunder, dass

nun die Verzurrungstechniken

unter die Lupe kommen. Und

damit zu den Meldungen:

Container über Bord!

Los Angeles – Eine Serie von

Ladungsverlusten auf hoher

See beunruhigt derzeit die Con -

tainerlogistik. Ende Januar

stürzten bei Sturm 41 Boxen

von Bord der „MSC Aries“ (366

m lang, 14.300 TEU) in den

Pazifik. Sie waren leer und es

entstand kein Ladungs- oder

Umweltschaden. Treibend können

sie allerdings zur Gefahr

für andere Schiffe werden. Der

Zwischenfall ist der fünfte dieser

Art seit November, als die

„One Apus“ fast 2.000 Container

verlor. Die Ursachen für das

Selbstständigmachen der Stahl -

kisten werden jetzt erforscht.

Klimaneutraler Hafen

Busan – Im fünfgrößten Hafen

der Welt, Busan (Südkorea),

sol len bis 2030 nur noch klimaneutrale

Dienstschiffe verkehren.

Um das Ziel umzusetzen

werden rund 140 konventionelle

Fähren, Zollboote und

Schlepper ausgemustert und

ersetzt. Zum Auftakt ist die

erste rein elektrisch betriebene

Hafenfähre in Auftrag gegeben

worden.

Der Katamaran läuft mit zwei

1.068-kWh-Batteriepacks

(nachts in betriebsfreier Zeit

aufladbar). Er wird 40 Meter

lang sein, soll 100 Passagiere

befördern und 24 km/h schnell

laufen können. Die Republik

I, Hamburg!

Neues aus der Schifffahrt | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Südkorea will als ganzes Land

bis 2050 klimaneutral werden.

Kraftprotz kommt

Hamburg – Die Spezialreederei

United Heavy Lift (UHL) erwartet

dieser Tage das erste von ins gesamt

acht bestellten Schwer -

last-Transportschiffen der um -

weltfreundlichen Eco-Lifters-

Klasse. Die 150 Meter lange

„UHL Faith“ (14.100 tdw) ist

nach dem Bau auf der chinesischen

Werft CSSC Hudong

nach Hamburg unterwegs. Es

verfügt über zwei Kräne, die

zusammen 900 Tonnen halten

können. Das letzte ihrer sieben

baugleichen Schwesterschiffe

soll 2022 ausgeliefert werden.

UHL ist seit 2015 am Markt.

Chinahafen in Israel

Haifa – Der größte Hafen Isra -

els ist in die Kritik der US-

Regierung unter Präsident Joe

Biden geraten. Sie ist entsetzt

darüber, dass der erneuerte

Mittelmeer-Hafen im Rahmen

einer Privatisierung künftig

Die UHL Faith kommt Anfang März nach Hamburg

Foto: Küster

Foto: Stehle

von einer Firma aus China

betrieben werden soll. Die handelspolitisch

aggressiv auftretende

Volksrepublik ist derzeit

ärgster Gegner der USA. Israel

hat die Anfrage Washingtons,

ob die US-Küstenwache einen

Sicherheitscheck in Haifa durchführen

dürfe, brüsk abgelehnt.

Damit schwelt der Streit weiter.

Weltpremiere für

Windkraftsystem

Oslo - Der unter Malta-Flagge

fahrende norwegische RoRo-

Frachter „SC Connector“ ist als

erstes Schiff der Welt mit sogenannten

Kipprotorsegeln ausgestattet

worden. Das sind der

Windströmung ausgesetzte

rotierende Zylinder, die wie ein

Segel wirken. Neu ist, dass die

35 Meter hohen Rotoren eingeklappt

werden können. So kann

das 155 Meter lange Schiff

nied rige Brücken oder Strom -

leitungen unterfahren. Das

Wind antriebssystem kann dem

Motor zugeschaltet werden

oder ihn ganz ersetzen. Das

spart Treibstoff und verringert

klimaschädliche Gase.

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