17.02.2021 Aufrufe

KÜCHENPLANER Ausgabe 1/2-2021

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Siebenmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Siebenmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

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Ausgabe 1/2 / 2021

STROBEL VERLAG

Küchenplanung –

Ideen fürs

Kitchenoffice

▶ 16

Küchenmontage –

Bundesweiter Service

in Premium-Qualität

▶ 42

Küchenmöbel –

SieMatic wandelt sich

zur Lifestylemarke

▶ 60


HÄNDLER-WEBSITE.

SOCIAL-MEDIA.

LOKAL-MARKETING.

DIGITAL-MARKETING.

AUS GUTEM GRUND.

AUS EINER HAND.

AUS RHEINBACH.

Ein umfassendes und gut geplantes Digital-Marketing ist

für Küchenprofis unerlässlich, um erfolgreich am Markt

zu bestehen. Doch was bedeutet eigentlich umfassend,

wie stimmt man die einzelnen Bausteine lokal aufeinander

ab und wie widmet man sich als Küchenprofi diesem

Thema entsprechend aufmerksam, wenn der Arbeitsalltag

keinen Raum dafür lässt?

Der Küchenring steht Ihnen mit Rat, Tat und den passenden

Digital-Konzepten zur Seite. Ein Anruf und wir kümmern

uns verlässlich um den Rest. So, wie Sie es von uns

gewohnt sind. Erste Infos unter:

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Impulse/Ansichten

Wie das Internet wirklich tickt

Industrie und Verbände modernisieren ihre Internetseiten, und immer mehr Planer

beraten im virtuellen Raum inzwischen ähnlich geschmeidig wie in echt.

Digitalisierung ist das Gebot der Stunde. Und das Internet der Raum der

Möglichkeiten. Fatal nur, dass wir kaum wissen, was uns dort erwartet.

Page Impression, Viewability, Targeting – Gespräche mit Onlinemarketing-Profis

rufen in mir eine angestaubte Kompetenz wach.

Sie datiert aus der Schulzeit: wissend nicken bei weitgehender

Ahnungslosigkeit. Diese Strategie hat in Physik und Französisch

gut funktioniert, jedenfalls bis zum nächsten Zwischenzeugnis,

doch beim Thema Online gerät sie heutzutage schnell an ihre

Grenzen. Denn die Internetwelt spricht ihre eigene Sprache, und

wer mitreden will, sollte Vokabeln kennen.

Dabei fing alles so harmlos an. An einem Herbsttag Ende

Oktober 1969 brachte der US-amerikanische Professor Leonard

Kleinrock erstmals zwei Computer über eine Telefonleitung zusammen.

In den nächsten 20 Jahren kam Schwung ins Thema

Vernetzung, und Anfang der 1990er-Jahre war das World Wide

Web in jener Weise geboren, wie wir es heute kennen: Als weltumspannendes,

offenes Computernetzwerk, in dem jeder Informationen

speichern, veröffentlichen und versenden kann. Mittlerweile

nutzen mehr als vier Milliarden Menschen das Internet

und gehen online – mit Smartphone, Tablet, Laptop oder Schreibtisch-Computer.

Was für eine Freiheit! Jeder kann sich mitteilen,

informieren, einkaufen und mit seiner Zielgruppe direkt in Kontakt

gehen.

Doch stimmt das überhaupt? Was wissen wir über das digitale

Universum, das unser aller Leben längst beeinflusst und in Zukunft

noch viel intensiver beeinflussen wird? „Vergleichsweise

wenig“ behaupten Martin Andree und Timo Thomsen. Die Autoren

haben sich nicht mit allgemeinen Behauptungen und oberflächlichem

Zahlenmaterial zufriedengegeben. Mit ihrem Buch

„Atlas der Digitalen Welt“ haben sie sehr viel tiefer geschaut

und das Internet quasi erstmals vermessen. Und das angetrieben

von Fragen wie: Wer ist überhaupt im Netz unterwegs? Nach

Geschlechtern und Altersgruppen aufgeschlüsselt. Was machen

die Menschen im Internet? Und vor allem in welcher Intensität?

Gibt es Unterschiede, ob Inhalte mit dem Smartphone, dem Tablet

oder am Desktop-PC betrachtet werden (Ja, die gibt es!!)? Im

„Atlas der Digitalen Welt“ stehen nicht Untersuchungen zu Nettoreichweiten

im Fokus, also die Frage, wie viele User mein Angebot

angeklickt haben, sondern die Kombination dieser Zahlen

mit der Nutzungsdauer. Kurz: Wie viel Aufmerksamkeit gemessen

in Zeit erhält mein Angebot überhaupt – und von wem und

mit welcher Technologie konsumiert? Der daraus resultierende

Wert wird als Duration bezeichnet. Wer sich damit näher beschäftigt,

wird sich niemals wieder allein mit Page Impressions

abspeisen lassen.

Die massive Konzentration der Online-Welt ist eine der tragenden

Erkenntnisse der Autoren. Im Buch dient dies als Basis für

wichtige Schlussfolgerungen. Klar wissen wir, dass Google (Alphabet),

Facebook, Apple und Amazon ziemlich groß sind. Aber

nur bedingt, wie sehr diese Konzerne den Großteil des Geschehens

(Traffic) tatsächlich bestimmen. Im Schatten des dynamischen

Wachstums dieser Player wird es für kleinere Anbieter

zunehmend schwieriger emporzukommen oder zu bestehen.

Manchmal ist dies fast unmöglich, weil sie gar nicht mehr genügend

wahrgenommen werden. Denn die Aufmerksamkeit der

Nutzer wird längst auf die eigenen Angebote gelenkt. Oder es

werden geschlossene Systeme geschaffen, in denen die Nutzer

im goldenen Käfig sitzen: ob dieser nun Apple heißt, WhatsApp,

Amazon Prime oder YouTube. Bitter: Selbst die Internetseiten von

sehr großen Unternehmen und fachkundigen Bloggern sind in

Duration betrachtet oft gar nicht mehr messbar.

Massenmedien haben schon immer die Wahrnehmung der Menschen

beeinflusst und damit Wirklichkeit geschaffen. Allein

durch die Auswahl der Inhalte. Das hat sich nicht verändert, nur

verschoben. Heute bestimmen zunehmend die Internetkonzerne

über das, was wahrnehmbar gemacht wird. Und diese Auswahl

orientiert sich allein am Geschäft. Was gleichermaßen für

das Social Web gilt. Auch hier zeigt sich die einst erhoffte Freiheit

im Internet zunehmend als Märchen. Sobald genügend Nutzer

an Bord sind, geht es ausschließlich um die Monetisierung

des Angebots und damit um die Frage, wie noch mehr Werbung

platziert werden kann. Dieses Wissen soll niemandem das Internet

vermiesen, aber es kann helfen zu erkennen, worauf man

sich einlässt, welche Langzeitfolgen möglich sind und wie man

es trotz allem clever nutzen könnte.

Dirk Biermann

Chefredakteur KÜCHENPLANER online/offline

PS: Das Buch „Atlas der Digitalen Welt“ (Campus Verlag) ist eine Pionierleistung der Autoren Martin Andree und Timo Thomsen. Gespickt

ist es mit zahlreichen Grafiken, erstellt von Verena Bönniger. Basis sind u. a. aktuelle Daten der GfK zur Nutzungsintensität

und -dauer von 16 000 Befragten in Deutschland.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Leicht Küchen

Foto: Engel Küchenmontagen

16 42

Eine verlängerte Arbeitsplatte ist noch lange kein Homeoffice.

Ein Hochschrank mit Einschubtüren, Tablarauszügen und Regalen

vielleicht schon. Ideen zur Integration eines Büroarbeitsplatzes.

Besser ein eigenes Montage-Team? Oder doch die Zusammenarbeit

mit einem Sub-Unternehmen? Welches Küchenstudio kennt

diese Fragen nicht! Ein Interview mit Enrico Engel.

Markt + Menschen

6 Personalien aus der Küchenbranche

11 Kolumne: Blick über den Tellerrand

14 interzum digital

15 Einstimmiges Ja zur Küchenmeile 2021

22 VDM: Öffnung im abgesicherten Modus gefordert

25 Mal ganz anders: Punk-Barde Iggy Pop wirbt für Schock

26 Nachgefragt: Spanplatten bleiben begehrt

27 BVDM: Küchenmarkt ist der Wachstumstreiber

Küchenplanung

16 Ideen fürs Kitchenoffice

Messe

28 HettichXperiencedays starten im März

29 LivingKitchen erst wieder im Jahr 2023

Hausgeräte

30 Groß- und Kleingeräte legen kräftig zu

32 Interview: Die Glaskeramik feiert 50. Geburtstag

36 Energielabel: Ab März wieder von A bis G

38 Miele produziert mobile Luftreiniger

38 Häfele kauft Elektro-Onlineshop

38 Samsung setzt erfolgreiche Kampagne fort

Foto: Grass

Zum Titelbild

Filigrane Eleganz: Das neue

„Vionaro V8 Slim Drawer“-System

von GRASS ist das schmalste

Schubkasten-Komplett-System

der Welt. Seitenwände,

Rückwand und Innenblenden

sind exakt 8 Millimeter schmal

und bilden ein harmonisches

Gesamtkunstwerk ganz ohne

Kunststoffteile. Dank einer patentierten

Kraftübertragung

zwischen Rückwand und Möbelfront

kann auf störende

Glashalter verzichtet werden.

Hausgeräte

39 AEG: Größte Werbekampagne seit 10 Jahren

39 Amica spendiert zum Jubiläum 30 Monate Garantie

40 Novy liefert direkt aus Belgien

41 Studie: KI wird noch kritisch beäugt

Küchenmontage

42 Interview mit Enrico Engel

46 Sicherheit im Transporter kann man kaufen

50 Übersicht: Ausstattung für Montagefahrzeuge

Betriebsmanagement

52 Bewertungsportale sind Fluch und Segen

54 SEB Steuerberatung: Kundenkontakt im Lockdown

Küchenverbände

56 Garant: Mehr Qualität beschert Rekordumsätze

Küchenzubehör

58 Blanco gibt eigene Keramikfertigung auf

59 „Home Solutions“: Franke konzentriert Küchendivisionen

59 Naber: Dreidimensional durchs Programm

Küchenmöbel

60 SieMatic: Wandel zur Lifestyle-Marke

62 Reform plant im großen Stil

64 Nobilia will emotionaler werden

65 Störmer zieht Schlussstrich

66 Ballerina-Küchen macht die 50 voll

Diverses

3 Ansichten: Wie das Internet wirklich tickt

66 Partner des Fachhandels

67 Impressum

4 KÜCHENPLANER 1/2/2021


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V-ZUG stärkt den technischen Kundendienst

Foto: V-ZUG

Neuer Geschäftsführer von DER KREIS Deutschland

DER KREIS besetzt seine Vertriebsspitze neu: Ulf Triebener, seit April 2020 Vertriebsleiter

in Leonberg, ist seit 1. Januar 2021 neuer Geschäftsführer von DER KREIS Deutschland

für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Einkauf. Der 56-jährige folgt auf Klaus

Speck, der sich wieder auf seine strategischen Aufgaben als Geschäftsführer von Euroteam

konzentrieren wird. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/ulf-triebener-wirdneuer-

geschaeftsfuehrer-von-der-kreis-deutschland/

Seit dem 1. Januar 2021 verstärkt Thomas

Brunner (Foto) den Kundendienst von

V-ZUG. Verantwortlich ist er für die südlichen

Bundesländer. Er war zuletzt bei

der Firma Coolhouse als Service-Leiter tätig.

Für den Norden bleibt weiterhin Timo

Reiser zuständig. www.kuechenplaner-magazin.

de/themen/detail/news/v-zug-staerkt-den-technischenkundendienst/

Expertin für Trinkwassersysteme

Blanco hat die Führung der Kommunikation neu organisiert. Daniela Römgens,

46, verantwortet seit Anfang Dezember die Marken- und Unternehmenskommunikation

der Gruppe. Sie kommt von Brita, Marktführer für Wasserfiltration

und -optimierung im privaten und gewerblichen Bereich. Die gebürtige

Rheinländerin war dort neun Jahre in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt

als Vice President Brand Marketing. Stefan Kohl, der bislang in Personalunion

die Leitung der Global Brand & Market Communications innehatte,

fokussiert sich künftig auf die globale Unternehmenskommunikation und

die interne Kommunikation für die gesamte Gruppe, deren Bedeutung und

Aufgaben im Zuge der Internationalisierung und Reorganisation laut Unternehmen

deutlich zugenommen haben. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/blanco-verpflichtet-expertin-fuer-trinkwassersysteme/

Foto: Blanco

Foto: DER KREIS

Foto: nobilia

20 prägende Jahre

Es war schon länger geplant, nun

wurde es fahrplanmäßig umgesetzt:

Nach 20-jähriger Tätigkeit beendete

Dr. Oliver Streit (Foto) Ende 2020

seine Tätigkeit als Geschäftsführer

bei nobilia. Im Rahmen seines langjährigen

Wirkens hat Dr. Oliver Streit

die vertrieblichen Erfolge von nobilia

nicht nur wesentlich geprägt, sondern

hat nobilia damit auch maßgeblich

auf den Weg zum führenden

Küchenmöbelhersteller geführt. Ganz

ohne Zweifel genießt er nicht nur bei

nobilia eine hohe Anerkennung, sondern

auch in der gesamten Küchenbranche,

die er ebenso entscheidend

geprägt hat. Unter anderem engagierte

er sich als Sprecher im Vorstand

der Arbeitsgemeinschaft Die

Moderne Küche. Auch aus dem Branchenverband

schied er zum Jahresende

aus.

Die Nachfolge bei nobilia ist geregelt:

Bernd Weisser verantwortet innerhalb

der Geschäftsleitung des Küchenmöbelherstellers

die Bereiche

Vertrieb, Marketing und Produktstrategie.

Parallel dazu erhält Matthias

Keudel Prokura, der bereits seit über

15 Jahren erfolgreich nobilias Exportaktivitäten

leitet. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/abschiednach-20-praegenden-jahren/

6 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: AMK

China-Tochter wieder komplett

China ist für die deutsche Küchenindustrie der wichtigste

Exportmarkt außerhalb Europas. Nach Auskunft

der AMK gibt es Grund, optimistisch auf diesen Markt

zu schauen. Zumal die AMK-Tochtergesellschaft

AMK Greater China nun wieder mit einem neuen

General Manager besetzt ist. Wie der Branchenverband

meldet, konnte John Ke Zhang

(Foto) für diese Position gewonnen

werden. Er tritt die Nachfolge von

Hongyi Cai an, der die AMK im Frühsommer

2019 verlassen hatte und zum Küchenmöbelhersteller

Allmilmö wechselte.

Der neue General Manager wird die Branchenaktivitäten

vom Pekinger AMK-Büro aus

unterstützen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

Wechsel im AMK-Vorstand

news-detail/news/china-tochter-der-amk-wieder-komplett/

Veriset bleibt in der Familie

Nadine Jost wurde zum 1. Januar 2021

zum Mitglied der Geschäftsleitung

des Schweizer Küchenbauers Veriset

AG ernannt. Sie ist die Tochter von

Inhaber Ueli Jost. Damit wurde der

geplante Generationswechsel weiter

untermauert. Nadine Jost, 35, kehrte

nach ihrem Mutterschaftsurlaub in

den Familienbetrieb zurück, für den

sie bereits seit zehn Jahren tätig ist.

Der Küchenbranche bleibt er treu, doch

statt Möbel hat Hans- Joachim Kalek

nun Armaturen im Blick. Zum 1. Januar

2021 übernahm der Vertriebsprofi

die Vertriebsleitung Küche der Hansgrohe

Deutschland GmbH. Vorher war er

bei Beckermann Küchen als Vertriebsleiter

DACH angestellt. Der ausgewiesene

Küchen-Vertriebsexperte blickt außerdem auf eine langjährige

Karriere bei Nolte Küchen zurück, zuletzt als Prokurist und Vertriebsleiter.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/vom-moebelzur-armatur/

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/veriset-bleibt-in-der-familie/

Dr. Oliver Streit (nobilia) gehörte dem AMK-Vorstand seit mehr als zehn

Jahren an, Werner Heilos (MHK) sogar fast 20 Jahre. Nun verabschiedeten

sich beide und übergaben an Fachleute aus den eigenen Häusern:

Bernd Weisser (nobilia, Foto) und

Dr. Olaf Hoppelshäuser (MHK) haben die

Vorstandsposten übernommen. Bernd

Weisser ist Vertriebschef bei nobilia in

Verl, und Dr. Olaf Hoppelshäuser gehört

dem Vorstand der MHK Group an.

Neuer Vorstandssprecher neben Roland

Hagenbucher (BSH Hausgeräte) ist nun

Markus Sander (Häcker Küchen). Er übernimmt

die Position von Dr. Oliver Streit.

Foto: AMK

Foto: Veriset

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/wechsel-im-amk-vorstand/

Vom Möbel zur Armatur

Trio führt Strasser Steine

Foto: Strasser Steine

Verstärkung für die Geschäftsleitung

von Strasser Steine: Zum 1. Januar

2021 hat Georg Rieger den Bereich

Vertrieb/Marketing übernommen. Er

unterstützt Mag. Harald Wegscheider

(Finanzen, IT und Administration)

und Johannes Artmayr (geschäftsführender

Gesellschafter).

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/vom-duo-zum-trio/

Mit Perfektion und Herzblut

Zum 31. Dezember 2020 ist Josef Fuchs (Foto) in den Ruhestand gewechselt.

Er war viele Jahre in der östlichen Hälfte Baden-Württembergs

für Ballerina-Küchen als Handelsagentur aktiv. Der

Küchenmöbelhersteller

verabschiedet Josef Fuchs

mit gro ßem Respekt. So

betonte die geschäftsführende

Gesellschafterin

Heidrun Brinkmeyer:

„Josef Fuchs betreute

unsere Stützpunktändler

über mehr als 17 Jahre mit

Fachkompetenz, Perfektion

und Herzblut.“ Der

Wechsel geht mit einer

Umstrukturierung des Vertriebsgebiets einher. Oliver Baumann,

48, aus Steißlingen wird als Nachfolger nun das südliche Baden-

Württemberg betreuen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/mit-perfektion-und-herzblut/

Foto: Ballerina-Küchen

Foto: Hansgrohe SE

1/2/2021 KÜCHENPLANER 7


Markt + Menschen

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de

Allmilmö stärkt den Inlandsvertrieb

Küchenmöbelhersteller Allmilmö will

den Kontakt zum Fachhandel weiter

stärken. Dafür wurde der Inlandsvertrieb

ausgebaut. Unter anderem übernahm

Ralf Arendt (Foto) zum 1. Januar

2021 die Gesamtvertriebsleitung. Ebenfalls

neu im Vertriebsteam sind Ralf

Braun und Bernd Rothermel. Sie werden

gemeinsam mit Zeyko-„Urgestein“

Hans Peter Vogel Süd- und Mitteldeutschland

als Vertriebsleiter betreuen.

Damit sind nun sieben Mitarbeiter

Ansprechpartner im Retail-Bereich, der nach Aussage des Unternehmens

„massiv ausgebaut“ werden soll. www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/allmilmoe-staerkt-den-inlandsvertrieb/

Kontinuität bei Villeroy & Boch

Skopik verstärkt Siemens in Österreich

Dieter Skopik ist in Österreich

für Siemens Hausgeräte

seit Beginn des Jahres

als Key Account Manager im

Möbelfachhandel tätig. Mit

ihm konnte das Vertriebsteam

unter der Leitung von

Harald Pölzl einen erfahrenen

Experten und Branchenkenner

zurückgewinnen.

www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/skopikverstaerkt-siemens-in-oesterreich/

Foto: BSH/Privat

Foto: Villeroy & Boch

Foto: Allmilmö

Frank Göring bleibt weiter

Vorstandsvorsitzender

der Villeroy & Boch

AG. Sein Vertrag wurde

bis Ende 2023 verlängert.

Für das Unternehmen

tätig ist er bereits

seit 1997, im Jahr 2005

wurde er in den Vorstand

berufen und seit

2007 ist er Vorstandsvorsitzender.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/frank-goering-verlaengert-bei-vb/

Wieder komplett

Nolte Küchen hat sein Vertriebsteam komplettiert.

Zum 1. Januar begrüßte der Küchenmöbelhersteller

Anca-Maria Kilzer, 34, in Löhne. Am

1. März 2021 folgt Tim Karl Rabe, 40. Damit sei die

Lücke, die der langjährige Verkaufsleiter Claus

Heinrich durch seinen Abschied im Sommer 2020

hinterlassen habe, geschlossen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/wieder-komplett/

Profi für Arbeitsrecht

Dr. iur. Martina Kütemann erweitert das Juristen-Team

in der Herforder Geschäftsstelle

der Verbände der Holz- und Möbelindustrie

Nordrhein-Westfalen. Die Fachanwältin für Arbeitsrecht

wird Mitgliedsunternehmen in allen

Bereichen des Individual- und Kollektivarbeitsrechts

einschließlich

des Tarifvertragsrechts

sowie den

damit in Zusammenhang

stehenden

sozialrechtlichen

Fragestellungen beraten

und vertreten.

www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/

news/arbeitsrecht-profiverstaerkt-herforder-moebelverbaende/

Foto: Nolte Küchen

Foto: VHK Herford

8 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: IKZ

Strobel Verlag unter neuer Leitung

Der Strobel Verlag, zu dem auch der Fachtitel KÜCHENPLANER

gehört, hat einen neuen Eigentümer. Michael Voss, 51, hat

100 % der Gesellschaftsanteile an der Strobel Media Group (SMG)

übernommen. Schon vor zwei Jahren erwarb Voss die Bauverlag

BV GmbH in Gütersloh. Michael Voss zeichnet nun für sämtliche

Publikationen und Online-Medien des Strobel Verlags

verantwortlich. Dazu zählen neben dem KÜCHENPLANER insbesondere

die SHK-Titel IKZ-HAUSTECHNIK/IKZ-FACHPLANER sowie

inwohnen und Flüssiggas samt den dazugehörigen Online-Auftritten

und digitalen Produkten. An der redaktionellen

Ausrichtung der Strobel-Medien soll sich nichts ändern. Die Redaktionsteams

bleiben vollständig bestehen, ebenso der Verlagsstandort

Arnsberg. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/bauverlag-uebernimmt-strobel-verlag/

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Foto: Nolte

Georg Nolte feiert 80. Geburtstag

Einer der prägenden Köpfe der deutschen Küchen- und

Möbelindustrie feierte einen runden Geburtstag: Am

27. Januar 2021 wurde Georg Nolte 80 Jahre alt. Seit mehr

als 60 Jahren prägt er die Entwicklung von Nolte zu einem

der größten Möbelhersteller Deutschlands. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/georg-nolte-feiert-80-geburtstag/

Kirk Mangels im BVDM-Vorstand

Der Vorstand des Handelsverbandes Möbel und Küchen

(BVDM) hat Kirk Mangels, Kommunikationsvorstand der

MHK Group, in das Gremium kooptiert. Mit diesem Schritt

will der BVDM seine Fachkompetenz weiter ausbauen. www.

kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kirk-mangels-im-bvdmvorstand/

Foto: BVDM / MHK

Foto: DCC

Rundes Jubiläum

Der reibungslose Austausch von Daten zwischen Möbelindustrie

und Handel ist das Spezialgebiet von Dr.-

Ing. Olaf Plümer. Und das bereits seit 20 Jahren. Zum

Jahreswechsel feiert der Geschäftsführer des Daten

Competence Centers e.V. (DCC) in Herford ein rundes Jubiläum.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/dankeschoen-und-weiter-so/

Noch näher dran am Handel

Uwe Paul (Foto) ist seit dem 1. Januar 2021 Gesamtvertriebsleiter

der Beko Grund Deutschland GmbH. Darüber

hinaus wurden weitere Stellen geschaffen und die beiden

bisher getrennten Vertriebsorganisationen Elektrogroß-

und Kleingeräte sowie Consumer Electronics unter

einem Dach vereint. Die

Vertriebsleitung im CE-Bereich

liegt weiterhin bei

Michael Schneider, der

diese Funktion seit 2018

innehat. Den Vertrieb SDA

(Kleingeräte) leitet nach

wie vor Carsten Siebler, der

seit 2019 im Unternehmen

ist.

Zudem wurden zwei

strategisch wichtige Positionen

mit Mitarbeitern

aus den eigenen Reihen

besetzt. Alexander Morkus,

30, hat am 1. Januar 2021 die Leitung des Bereiches Key

Account Management MDA Multi-Channel (Großhandel

und Kooperationen) übernommen. Jürgen Weiskopf, 45,

hat die neu geschaffene Position Key Account Management

Pure Player MDA übernommen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/noch-naeher-dran-am-handel/

Foto: Beko Grundig

10 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: Krüger

Kolumne: Blick über den Tellerrand

Ihr Kunde kauft bei Ihnen

nicht wegen Ihrer Küche

Klingt provozierend, oder?

Ich weiß, dass es Leser*innen gibt, die jetzt zustimmend

nicken und solche, die eher denken: „Was für

ein Unsinn! Mein Kunde kommt ja wohl zu mir, gerade

WEIL er (m)eine Küche kaufen will. Wieso soll das

nicht der Grund sein, dass er bei mir unterschreibt?“

Weil wir Menschen selten ganz einfach ticken. Wir

funktionieren in etlichen Bereichen weitaus vielschichtiger

und komplizierter, als uns das oft bewusst oder

bekannt ist.

Man weiß z. B, dass Kaufentscheidungen zu 95 %

aus dem Bauch getroffen werden und nur maximal zu

5 % mit dem Verstand. Das ist übrigens nicht neu. Das

erste Mal las ich vor etwa 20 Jahren darüber. Seitdem

aber kommen geniale Köpfe der Neurowissenschaft,

Quantenphysik oder Epigenetik zu immer neuen spannenden

Erkenntnissen und stellen unsere gewohnten

Vorstellungen von „Wie wir ticken“ auf den Kopf.

Wenn Sie Ihren Kunden auf seiner „Reise zur neuen

Küche“ begleiten, nimmt er ca. 15 000 000 (15 Millionen)

Infohappen (Bits) in einer Sekunde wahr. Allerdings

ohne, dass er das mitbekommt, es passiert unterbewusst.

Bewusst registriert er nur spärliche 60 Bits pro Sekunde.

Sie übrigens auch. Anders ausgedrückt: Ihr Kunde, Sie,

wir alle kriegen nur 0,0004 % bewusst von dem mit, was

um uns herum geschieht. Ist das wohl beeindruckend?

Nun lade ich Sie zu einem kleinen Gehirnspagat ein:

Die Küche trägt eine hochemotionale Komponente in

sich. Steht sie doch immer für das Zusammenleben,

das Miteinander und für ein gutes Essen, was bekanntlich

durch den Magen geht.

Können Sie sich nun vorstellen, dass die Wirkung

dessen, was und wie Sie Ihren Kunden durch seine

Küchen reise begleiten, viel mehr Einfluss auf die Kaufentscheidung

hat als die Küche selbst?

Die Aufmerksamkeit für dieses „gewisse gute Gefühl“

Ihres Kunden ist gerade bei unserem Produkt

Küche überaus ausschlaggebend, hat immense Tragweite

und ist geradezu der Geheimtipp. Sie bietet ein

Eldorado an noch ungenutzten Potenzialen, erneuerten

Kompetenzen und erfolgsversprechenden Sichtweisen,

die die Unvergleichbarkeit unserer (oder Ihrer?) Küche

immer nötiger hat.

In diesem Gespür für die vielen Möglichkeiten der

15 000 000 Bits liegt das Geheimnis gelungenen Verkaufs

und hoch geschätzter Kundenzufriedenheit.

Susanne Krüger

www.kuechengespuer.com

1/2/2021 KÜCHENPLANER 11


Markt + Menschen

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de

Ernst Tanzler berät rational/regina

In Österreich und Südtirol

lassen sich die Küchenmöbelhersteller

rational und

regina künftig von Ernst

Tanzler beraten. Er ist ein alter

Bekannter. Vor 2014 war

er 13 Jahre lang als Vertriebsleiter

für die beiden Unternehmen

tätig. Nach seinem

Abschied bei rational Ende

2013 viereinhalb Jahre Geschäftsführer

von MHK Österreich.

Zum 30. Juni 2018

machte er sich selbstständig.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/ernst-tanzler-beraet-rationalregina/

Gebietsverkaufsleiter Ost bei Amica

Foto: Amica

Am 1. Februar 2021 startete Uwe

Hutschenreuter (Foto), 52, als

neuer Gebietsverkaufsleiter Ost

für den Elektrofachhandel bei

Amica International GmbH. Er

übernahm das Gebiet von Sven

Ackermann, der sich jetzt wieder

ganz auf seine Funktion als

Gebietsverkaufsleiter Nord konzentrieren

kann. www.kuechenpla-

ner-magazin.de/themen/detail/news/neuer-

gebietsverkaufsleiter-ost-bei-amica/

CEO-Wechsel bei Pfleiderer

Seit 1. Februar 2021 ist Dr. Boris Gorella (Foto) neuer CEO (Chief Executive Officer) und

Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfleiderer. Mit Dr. Mani Herold hat das Unternehmen

seit dem 1. Januar 2021 auch einen neuen Finanzchef (Chief Financial Officer

/ FO). Damit und mit weiteren Veränderungen habe die Pfleiderer Gruppe die Ende

2019 begonnene Neuausrichtung der Organisationsstruktur in einzelne Geschäftsbereiche

nun abgeschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Unternehmensgruppe

wird künftig in drei selbstständigen Einheiten geführt. Der scheidende CEO der Gruppe,

Zbigniew Prokopowicz, wird dem Beirat beitreten und dort als Executive Chairman

für die beiden Geschäftsbereiche Panel East und Silekol zuständig sein. Der bisherige

CFO, Dr. Nico Reiner, scheidet aus der Pfleiderer Gruppe aus. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/dr-boris-gorella-neuer-chef-von-pfleiderer/

Foto: Biermann (Archiv)

Foto: Biermann

Jörg Bunde verlässt Elica

Nach rund fünfjähriger erfolgreicher Partnerschaft

haben sich die Wege von Jörg Bunde (Foto) 54, und

Elica getrennt. In einer Mitteilung aus der italienischen

Zentrale in Fabriano wird die „umfassende

internationale Reorganisation der Elica Gruppe“ als

Grund angeführt. Deutschland sei aber weiterhin ein

Schlüsselland. Weiteres Wachstum werde angestrebt.

Künftig soll Lars Ritter mehr operative Verantwortung

bei Elica Deutschland erhalten. Zum Team gehöre

zudem Gian Luca Vincenzetti, Country Manager

Deutschland. Jörg Bunde, bei Elica „Head of Elica

Brands Central Europe“, gilt als profilierter Kenner

der europäischen Hausgerätebranche. Wohin sein

Weg führt ist noch nicht bekannt. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/joerg-bunde-verlaesst-elica/

Foto: Pfleiderer

12 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: Haier

„Unbeirrbarer Visionär und mutiger Macher“

Rehau trauert um seinen Firmengründer und Ehrenpräsidenten

Helmut Wagner. Er starb am 24. Januar 2021 im

Alter von 95 Jahren in der Schweiz im Kreis seiner Familie.

Die Nachricht vom Tod des beliebten und bis zuletzt

hoch engagierten Gründervaters bewegt Mitarbeitende

rund um den Globus. „Die große Anteilnahme am Tod unseres

Vaters kommt aus vielen Regionen der Welt. Das rührt

uns als Familie sehr“, sagt Jobst Wagner, Präsident des

Supervisory Board. Es zeige, wie groß die Spuren sind, die

Helmut Wagner „als einer der Pioniere der modernen Industrie,

als mutiger Macher und unbeirrbarer Visionär hinterlassen

hat“, betont Wagner. „Wir werden das Andenken

an Helmut Wagner ehren, indem wir sein beeindruckendes

Wirken entschlossen weiter fortführen. Sein unternehmerischer

Geist wird uns auch zukünftig Leitlinie sein.“

Foto: Rehau

Von V-ZUG zu Haier

Tanja Castell, 46, ist zum 1. Februar

2021 als Marketing Managerin in der

Münchner Deutschlandzentrale des

Hausgeräteherstellers Haier gestartet.

Sie kommt vom Branchenkollegen

V-ZUG Europe. Die langjährig

erfahrene Branchenexpertin verfügt

neben ihrer Hochschulausbildung

zur Marketingmanagerin über

weitere Abschlüsse als Kommunikations-

und Screendesignerin. Bei

V-ZUG Europe BVBA war sie für die

Entwicklung und Steuerung aller

On- und Offline-Marketingaktivitäten

sowie für die Konzeption und

Umsetzung lokaler Kampagnen verantwortlich.

www.kuechenplaner-magazin.

de/themen/detail/news/neue-marketing-managerin-kommt-von-v-zug/

Indische Startups im Fokus

Chiratae Ventures, nach eigenen Angaben

Indiens führendes Venture

Capital Beratungsunternehmen mit

Sitz in Bengaluru, hat Dr. Andreas

Hettich zum 28. Januar 2021 in sein

Global Advisory Board berufen. Der

technologische Risikokapitalfonds

konzentriert sich auf indische Startups.

„Die indische Startup-Szene gehört

zu den am schnellsten wachsenden

weltweit. Chiratae Ventures spielt

eine Schlüsselrolle beim Aufbau einer

nachhaltigen Startup-Landschaft und

der Entwicklung branchenführender

Marken“, kommentiert Dr. Andreas

Hettich seine Aufnahme in den globalen

Beirat von Chiratae.

Foto: Hettich

Qanto ®

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die vertikale

Nutzung

verborgener

Stauräume.


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interzum digital

Getrennte Wege

Trotz Corona-Pandemie will die

interzum Trendplattform für Möbelzulieferer

und Innenausbauer sein.

Grundsätzlich war die interzum,

Weltleitmesse der Möbelzulieferer

und Innenausbauer,

in Köln in Form einer

hybriden Veranstaltung

geplant. Unmittelbar vor

Druck dieser Ausgabe kam

dann die zu erwartende

Nachricht: Die Koeln messe

verlegt die Messe komplett

ins Netz. In den Wochen zuvor

hatten führende Unternehmen

wie Blum, Hettich,

Vauth- Sagel, Häfele

und Kesseböhmer eine physische

Teilnahme in diesem Jahr ausgeschlossen – jedoch geschlossen

die Teilnahme an der digitalen Plattform interzum@home angekündigt.

Angesicht des Pandemiegeschehens mit den beeinträchtigten Reisebedingungen

ermöglichte die Messegesellschaft Ausstellern schon

früh eine rein digitale Präsenz. Stattfinden wird der internationale

Branchentreff vom 4. bis 7. Mai 2021. „Wir werden mit der interzum

2021 den Zulieferern der Möbelindustrie und des Interior Designs

wieder ihre Weltbühne für die Neuheiten & Trends bieten mit einem

noch umfangreicheren digitalen Angebot“, lautet das Statement von

Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der

Koelnmesse. Ursprünglich war geplant, den Ausstellern „das Beste aus

zwei Welten“ zu bieten: die rein digitale Teilnahme sowie Präsenz in

der neuen interzum@home-Messehalle. „Wir wussten, dass viele Unternehmen

aufgrund der aktuell unsicheren Entwicklung der Pandemie

für eine rein digitale Veranstaltung votieren. Deshalb haben wir

uns für ein Konzept mit höchst flexiblen Beteiligungsmöglichkeiten

entschieden, mit einem klaren Fokus auf den digitalen Auftritt“, erklärt

Pollmann weiter. Eine umfangreiche Vorberichterstattung zur interzum

2021 und den Themen der Aussteller lesen Sie in der Ausgabe

KÜCHENPLANER 3/4 2021.

Guter Arbeitgeber

Der Vertrieb von Softwarelösungen, die es dem Endkonsumenten ermöglichen, Möbel online zu

entwerfen und durch den Tischler vor Ort liefern und montieren zu lassen. Das war Ziel der im Juli

2019 von Roomle und Egger gegründeten Furniture eServices GmbH. Das hat nicht wie gewünscht

funktioniert. Beide Unternehmen gaben bekannt, dass die Furniture eServices GmbH mit Ende Dezember

2020 einvernehmlich aufgelöst wurde. In separaten Pressemitteilungen heißt es: „Unterschiedliche

Einschätzungen beider Gesellschafter zur Vorgehensweise und Ausrichtung haben

letztlich zur Entscheidung geführt, die Furniture eServices GmbH aufzulösen und deren Aktivitäten

einzustellen.“ www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/roomle-und-egger-gehen-getrennte-wege/

Foto: Koelnmesse

Seit Januar 2021 darf Nolte Küchen das Qualitätssiegel

„Leading Employer Deutschland“

führen. Damit gehört das Familienunternehmen

zu den TOP 1 % der Arbeitgeber

aus mittlerweile 100000 unabhängig bewerteten

Unternehmen, deren Daten in einer

umfangreichen Studie ausgewertet wurden.

Die Geschäftsführung von Nolte Küchen

sieht die Auszeichnung als Summe vieler

Teile: „Das Bestreben nach konstant hohen

Standards in allen Bereichen des Unternehmens

wird honoriert und die Qualität

der Maßnahmen bei der Aus- und Weiterbildung,

beim Gesundheitsmanagement und in

der Altersvorsorge wird bestätigt. Außer dem

werden bei dieser Auszeichnung Faktoren

wie Werteverständnis, Umweltbewusstsein,

Mar ken image, Wirtschafts- und Innovationskraft

und soziales Engagement berücksichtigt

und als Resultat einer Teamleistung

gewürdigt.“ Die Metaanalyse, durchgeführt

vom Institute of Research & Data

A g g r egation,

be rück sichtigt

über 200

unterschiedliche

Quellen.

Das macht die

Studie nach

Aussage des

Küchenmöbelherstellers

ebenso einzigartig

wie aussagekräftig.

Foto: Roomle

Foto: Nolte Küchen

14 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Einstimmiges Ja

Die 28 Mitglieder der Marketinggemeinschaft Küchenmeile A30 setzen

geschlossen auf ihre Hausmessen und Ausstellungen im September.

Stand Anfang Februar haben alle Unternehmen die Absicht geäußert,

ihre Ausstellungen vom 18. bis 24. September 2021 (Kernzeit) zu öffnen.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Rahmenbedingungen dies

im September zulassen werden. Die Einhaltung aller gegebenen Sicherheits-

und Hygienemaßnahmen zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern

sei garantiert. Zudem kündigt die Marketinggemeinschaft eine

neue virtuelle Plattform an. Diese sei interaktiv und mehrsprachig und

beinhaltet neben Architektur- und Einrichtungstrends auch herstellerspezifische

Showrooms, angereichert mit Produkthighlights und Planungsideen.

Unabhängig von diesen Online-Plänen sei das Credo der

Unternehmen eindeutig: „Auch wenn sich vieles virtuell eindrucksvoll

darstellen lässt, sind das Gespräch ebenso wie die haptische Erfahrung

der Neuheiten nicht ersetzbar. Live- Veranstaltungen wie diese lassen

die Kunden die Produkte persönlich erleben und bieten mit emotionaler

Ansprache immer noch die beste Inspiration.“

Neu aufgelegt: das Trendbook der Marketinggemeinschaft

A30 Küchenmeile e.V. kann auf www.kuechenmeile.de bestellt

werden; das Logo der Gemeinschaft wurde ebenfalls modernisiert.

Foto: A30 Küchenmeile e.V.

Foto: E.G.O. / Thomas Rebel

Los geht’s (Foto von links): Dirk Schallock (CEO der E.G.O.-Gruppe), Förster

Michael Deschner, Oberderdingens Bürgermeister Thomas Nowitzki, Gemeindemitarbeiter

Uwe Rothfritz und Thomas Kohlbauer, COO der E.G.O.-Gruppe.

E.G.O. pflanzt

Ein Setzling pro Mitarbeiter und Standort. Dieses Versprechen

löste Dirk Schallock, Vorsitzender der Geschäftsführung

der E.G.O.-Gruppe (E.G.O.) gemeinsam mit seinem Kollegen

Thomas Kohlbauer im Oberderdinger Wald ein. Bei der Aktion

des Hausgerätezulieferers werden weltweit 5600 Bäume

gepflanzt. Die Aktion soll die Verbindung von Strategie und

Nachhaltigkeit mit jedem einzelnen Mitarbeiter zeigen, betont

das Unternehmen. Denn der Baum sei das Sinnbild der neuen

E.G.O. Unternehmensstrategie. „Ich freue mich sehr, dass

wir selbst aktiv werden und symbolisch den Startschuss geben

können“, sagte Dirk Schallock. Insgesamt werden 5600 Baumsetzlinge

an den 20 Produktions- und Vertriebsstandorten gepflanzt

– für jeden Mitarbeiter ein Exemplar, das sich je nach

Region und Land unterscheiden kann. www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/ego-pflanzt-fuer-jeden-mitarbeiter-einen-baum/

AMK verschiebt

Branchenabend und Vereinsmitgliederversammlung

der AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne

Küche e.V.) finden nicht wie geplant im März

statt. Der Termin wurde wegen der Corona-Situation

vom 15./16. März auf Dienstag, 16. November

2021, verschoben. Sofern tatsächlich möglich,

wird im November der Branchenabend erstmals

im Anschluss an die Vereinsmitgliederversammlung

der AMK stattfinden. „Und so den besonderen

Abschluss eines hoffentlich möglichen Branchentreffens

bilden“, wie der Branchenverband

betont. Weitere Details folgen per Einladung. Tagungsort

ist wie gewohnt Mannheim.

Foto: AMK

Vorstandssprecher

Roland Hagenbucher

(Foto) will die Teilnehmer

der AMK-

Vereinsmitgliederversammlung

statt

im März am Dienstag,

16. November

2021, in Mannheim

begrüßen.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 15


Küchenplanung

… und der

Büroarbeitsplatz

ums Eck.

Fotos: Häcker

16 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Inspirationen

fürs Kitchenoffice

Von Dirk Biermann

Eine verlängerte Arbeitsplatte ist noch lange kein Homeoffice.

Ein separater Hochschrank mit Einschub türen, arretierbaren

Tablarauszügen und Regalen vielleicht schon. Vielleicht auch

ein optisch abgetrennter Bereich im Übergang von der Küche

zum Ess-Platz? Ideen zur Integration eines Büro arbeits platzes.

Gesehen bei Häcker Küchen

im September 2020.

Vorne Küche …

1/2/2021 KÜCHENPLANER 17


Küchenplanung

Aus einem Guss: Das Frontdekor (in diesem Fall „Alteiche Cognac“)

wird über die Küche hinaus ins Umfeld des Büroarbeitsplatzes

fortgeführt. (Häcker Küchen)

Foto: Ballerina-Küchen

Foto: LEICHT / P. Schumacher

Fotos: Häcker

Rollwagen wie hier „FreeMOBILE“

(von Ballerina-Küchen) sind in vielen

Fällen praktisch. Im Küchenalltag,

am Ess tisch, auf der Terrasse oder

wie hier im Wohnraum. Eine Helferfunktion

im Homeoffice ist ebenso

vorstellbar.

Das frei stehende Planungskonzept „Raum im Raum“ von LEICHT Küchen – bisher als begehbarer

Hauswirtschaftsraum bekannt – bekommt bei dieser Planung eine neue Funktion.

Angelehnt an moderne Arbeitsmodelle des 21. Jahrhunderts und die damit sich verändernden

Bedürfnisse an das eigene Zuhause ist der in den Raum integrierte Kubus als

flexibler Büroraum gestaltet. Umgesetzt wurde dies hier mit der neuen vertikal strukturierten

Gestaltungsoberfläche „Bossa“ in heller Eiche.

Auch Brigitte

Küchen hatte

sich zur Hausmesse

2020

Gedanken gemacht,

wie ein

Büro arbeits platz

ins Küchenumfeld

integriert

werden kann.

Foto: Brigitte Küchen

18 KÜCHENPLANER


Foto: AMK

Raumgestaltungssysteme verbinden und

unterteilen je nach Situation. Und das mit

homogenen Material- und Farbkonzepten,

hier z. B. als halbtransparente Abtrennung

zwischen Büro und Küche.

Wer in den letzten Wochen von zu Hause

arbeiten musste, durfte oder konnte, hat

es aus diversen Perspektiven erlebt: Das

Homeoffice hat Vor- und Nachteile. Keine

Frage: Die zeitliche Flexibilität bietet

im Vergleich zum organisierten Büroalltag

willkommene Freiräume. Doch die

mangelnde Struktur von außen lädt auch

den Schlendrian ein. Erst noch einen dritten,

vierten oder fünften Kaffee? Oder ein

kleiner Snack zwischendurch? Die Fenster

müssten auch mal wieder geputzt und

die Tüten mit der ausrangierten Garderobe

zur Altkleidersammlung gebracht

werden. Ablenkungen lugen im Homeoffice

aus den wunderlichsten Nischen.

Und das ist nur die Beschreibung einer

Light-Variante für Singles oder Paare.

Wenn Kinder im Haushalt leben, führt

dies zu einer ungleich anspruchsvolleren

Dynamik.

Eine Frage des Raums

Um die gesundheitlichen, sozialen oder

psychischen Auswirkungen der Arbeit

im Homeoffice soll es in diesem Beitrag

aber nicht gehen. Auch nicht über den

Sinn oder Unsinn einer rechtlich verordneten

Heimarbeit. Diese Geschichten werden

an anderen Stellen erzählt. Die Frage,

welcher Raum fürs Homeoffice der geeignetste

sein könnte, rückt schon näher:

Das über den Tag meist verwaiste Schlafzimmer?

Der ebenfalls nur temporär genutzte

Wohnungsflur? Der Wohnraum mit

dem Couchtisch vor der Entertainment-

Wand? Oder doch der großzügige Esszimmer-Tisch?

Wer ein separates Zimmer

nutzen kann, zählt gewiss zu den privilegierteren

Heimarbeitern. Ein Luxus. Andererseits

vielleicht auch nicht. Im Grunde

bleibt alles ziemlich subjektiv. Manche

lieben es besonders ruhig und erwarten

eine geschlossene Tür zwischen sich und

der Außenwelt, manche blühen erst auf,

wenn um sie herum das Leben pulsiert

wie in einem Großraumbüro und es im

Minutenrhythmus blinkt, klingelt, piepst

und vibriert. Und natürlich hängt die Frage

nach dem Optimum von den grundsätzlichen

räumlichen Gegebenheiten ab, von

den konkreten Notwendigkeiten, die die

Tätigkeit mit sich bringt (viele Video-Konferenzen

oder weitgehend kontaktfreies

Arbeiten in Stille) und von der Anzahl

der zwei- und vierbeinigen Mitbewohner

und deren Nervenstärke. Doch auch darum

soll es in diesem Beitrag nicht gehen.

Jedenfalls nicht vorrangig. Dieser

Text steigt ein, wenn die Entscheidung getroffen

ist, in der Küche oder in unmittelbarer

Nähe einen Homeoffice-Arbeitsplatz

zu integrieren. Warum auch immer. Also

wenn der Planungsbereich eines Küchenplaners

tangiert wird. Was könnte zu beachten

sein, wenn Kunden dieses Bedürfnis

berücksichtigt wissen wollen?

Viel Oberflächlichkeit

Die Ideenfindung zum Kitchenoffice führt

nach der ersten eigenständigen Gedankensammlung

ins Internet. Mal sehen,

was das Schwarmwissen zu bieten hat.

Vergleichsweise ernüchternd, so der erste

Eindruck. Die Ergebnisse auf den ersten

beiden Suchmaschinen-Seiten zur Anfrage

„Homeoffice in der Küche“ bieten viel

Oberflächlichkeit. Als gäbe es kein größeres

Glück, eingepfercht zwischen Kochfeld

und Apothekerauszug Quartalsberichte

zu erstellen, kreative Geistesblitze

heraufzubeschwören oder Texte höchster

Güte zu verfassen. Wie praktisch die

kurzen Wege doch seien. Zum Toaster,

zum Kaffeevollautomaten und zum Kühlschrank.

Und welche Zeitersparnis das

mit sich bringe. Hurra!

Klassiker überzeugen

Also muss gesiebt werden. Wie immer im

Internet. Der romantisierende Marketingkitsch

in das eine Körbchen, tragfähige

Tipps ins andere. Wenig überraschend

glänzen am Schluss wohlbekannte Klassiker:

gutes Licht, körpergerechte Arbeitshöhen,

genügend Platz auf der Platte

und Stauraum für alles, was nicht überall

herumliegen soll oder sollte. Betriebsgeheimnisse

und die Datenschutzgrundverordnung

ziehen schließlich mit ein

ins Homeoffice. Also sollten vertrauliche

Daten und Passwörter gut verschlossen

bleiben. Auch wenn davon auszugehen

ist, dass sich der Publikumsverkehr in

den halböffentlichen Privatgemächern in

Grenzen hält.

Gesammelte Ideen

Kommen wir zu den Möglichkeiten und

Anregungen, die sich auftun, wenn das

Homeoffice in der Küche oder küchennah

realisiert werden soll. Eine Sammlung

ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder

Sortierung nach Relevanz:

• Ausgangspunkt jeder ordnungsgemäßen

Schreibtischarbeit ist eine ausreichend

große Arbeitsfläche. Das konkrete

Maß hängt natürlich von den

zu erledigenden Arbeiten ab. Braucht

es lediglich Platz für einen Laptop

oder müssen mehrere Monitore und

ein Drucker installiert werden? Vielleicht

bieten sich natürliche Nischen

im Raum an. Wenn Platz nicht die

vorrangige Herausforderung ist, also

zum Beispiel bei offenen Wohnraumplanungen,

empfehlen sich Arbeitsflächen

mit 160 cm in der Breite und 60

bis 80 cm in der Tiefe.

• Die motorische Höhenverstellbarkeit

der Arbeitsfläche ist komfortabel, gesundheitsfördernd

und an allen Standorten

einfach realisierbar. Auf Wunsch

auch mit Akku-Betrieb. Besonders effektiv

ist eine solche Lösung in Kombination

mit einem Steh-Sitz-Hocker.

• Offene Ablageflächen und geschlossener

Stauraum gehen im besten Fall

Hand in Hand. Damit optisch Ruhe und

Ordnung gewahrt bleiben.

• Die zur Küchenmeile 2020 ins Rampenlicht

geschobenen Roll-Elemente

und Servier-Wagen könnten thematisch

genutzt werden. Vielleicht entwerfen

die Hersteller sogar schon bald

dem Zeitgeist entsprechend spezielle

Homeoffice-Varianten.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 19


Küchenplanung

Foto: nobilia

Foto: Naber

Direkt in die nobilia-Küchenzeile integriert:

Mit etwas Phantasie auch für die Homeoffice-Anwendung

vorstellbar.

Die Module dieses offenen und flexiblen Küchensystems lassen sich frei konfigurieren

sowie werkzeuglos auf- und abbauen – zu einer kreativen Kochwerkstatt

inklusive Homeoffice-Ecke. (Naber)

Foto: Biermann

Vielseitiges Schrankkonzept

in 120 cm Breite und mit

Pocket-Doors. Es lässt sich

individuell ausstatten: auch

als Homeoffice.

Foto: AMK

Immer mehr Küchenmöbelhersteller (wie hier rational)

bieten Lösungen für die Ausstattung von Speisekammern.

Ein Homeoffice könnte so auch separiert werden.

Foto: Häcker

Lösung für kleine Küchen

und überschaubare Homeoffice-Anforderungen.

20 KÜCHENPLANER 1/2/2021


• Sonst tun es auch herkömmliche Bürocontainer

auf Rollen. Die können nach

getaner Arbeit sogar in anderen Räumen

geparkt werden.

• Oder die spezialisierten Innenausstattungen

der Standardmöbel. Auch hier

ist manches möglich: Ordnungs systeme,

die Essig, Öl, Gewürzen und Besteck

eine Heimat bieten, sollten es mit

etwas Feintuning auch mit Tackern, Lochern

und der Kugelschreibersammlung

aufnehmen.

• Der Goldstandard

eines clever inte grierten

Büro-Arbeitsplatzes

ist – und das

ist jetzt vollständig

subjektiv zu verstehen

– der Hochschrank mit

Einschubtüren, ausziehbaren

belastbaren

Tablaren, Regalen und

abschließbaren Möbelelementen.

Damit

bleibt Arbeit Arbeit

und Feierabend

Feierabend. Zumindest

optisch. Und am

nächsten Tag ist alles

umgehend griffbereit.

Natürlich fordert eine

solche Umsetzung

den nötigen Raum,

kann aber auch in unterschiedlichen

Breiten

realisiert werden.

• Silberstandard: Den

vorhandenen Heimsekretär

mit offenem

und geschlossenem

Stauraum umbauen.

Auch damit lässt sich

fix Ordnung schaffen,

wenn es genug ist mit

der Büroarbeit.

• Schnelle Lösungen

lassen sich laut Branchenverband

AMK mit offenen, modularen

und erweiterbaren Regal systemen

realisieren. Im Nu seien diese

aufgebaut, an die Wand montiert oder

zwischen Decke und Boden verspannt.

Manche sind sogar ab Werk mit einer

integrierten Beleuchtung ausgestattet.

• Eine weitere interessante Option sind

multifunktionale Raumgestaltungssys

teme mit offenen und geschlossenen,

festen und verschiebbaren

Elementen und das Ganze in einem

durchgängigen Material- und Farbkonzept.

Sie eignen sich zur Unterteilung

und Neustrukturierung von Räumen

und punkten insbesondere in kleinen

Apartments (z. B. als Raumteiler).

Wenn nur sehr wenig Platz zur Verfügung

steht, dienen sie auch als Sichtschutz,

hinter dem sich ein kleiner Arbeitsplatz

verbirgt. Für Individualität

und Flexibilität sorgt diverses Zubehör

(z. B. Boxen, Regale), das sich in ein solches

Raumgestaltungssystem integrieren

lässt. (Quelle: AMK)

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• Wenn möglich sollte die Büroarbeitsfläche

seitlich zum Fenster positioniert

werden, damit es im Monitor-Display

nicht spiegelt, die Sonne nicht blendet

oder die Aussicht während der Arbeit

nicht ablenkt.

• Der konzentrierten Arbeit förderlich

ist ein gleichmäßig erhellter Raum mit

blendfrei positionierten Leuchten und

zusätzliche punktuelle Lichtquellen

mit Tageslichtfarbe.

• Immer und überall wichtig: Lademöglichkeiten

für die elektronischen Helfer.

Also Strom- und USB-Anschlüsse

in Arbeitsflächen und / oder Tischbeinen

einplanen. Oder gleich integrierte

Flächen zur Induktionsaufladung für

das Smartphone. Wer mit einer Ansammlung

von Dreiersteckern arbeitet,

schafft sich nur ungewollte Stolperfallen.

• Ein geeigneter Platz fürs Homeoffice in

offenen Wohnraum-Küchen kann wie

schon angedeutet der Übergang vom

Kochbereich ins wohnlichere Ess-Areal

sein. Weil dann niemand

beim Kochen im

Weg sitzt und wegen der

aus Gestaltungsgründen

auf der Hand liegenden

Überlegung, das Dekor

des Mobiliars homogen

fortzuführen. Und weil

Regale ohnehin schöne

Übergänge schaffen.

• Für den Notfall: Wenn

wirklich nichts anderes

geht, geht natürlich immer

der Esstisch. Das

ist auf jeden Fall besser,

als direkt an der verlängerten

Arbeitsfläche der

Kochinsel zu sitzen und

mit dem Team per Video

zu konferieren, während

gleich nebenan auf

dem Herd die Fischsuppe

simmert.

Das Fazit

Nur weil eine Standardküche

über Flächen verfügt,

auf denen ein Laptop

abgestellt werden

kann, eignet sie sich

noch nicht als Homeoffice-Arbeitsplatz.

Zumindest

nicht für jeden.

Büroarbeit am Küchentisch

ist möglich, aber

gewiss keine Dauerlösung.

Eine Ecke in der

Küche genügt nicht für

Video-Konferenzen und täglich viele

Stunden Büroalltag. Dennoch gibt es mit

den Standardangeboten der Küchenmöbelhersteller

und Innenausstatter praktikable

Möglichkeiten, um kundenspezifische

und bedürfnisorientierte Lösungen

für einen Home office-Arbeitsplatz zu kreieren.

In der Küche – aber vielleicht auch

mit „Küchen produkten“ in einem anderen

Raum der Wohnung oder als „Raum

in Raum“. Ein offenes Gespräch über die

konkrete individuelle Situation kann Bedürfnisse

und Möglichkeiten zusammenbringen.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 21


Markt + Menschen

Öffnung im abgesicherten Modus gefordert

Zwischen Mahnen, Warnen und erleichterter Berichterstattung. So bewegte sich Jan Kurth,

Geschäfts führer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und der Möbelfachverbände,

in seinem Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Möbelindustrie im Rahmen der traditionellen

Jahresauftakt-Pressekonferenz.

Denn die Bilanz 2020 fällt in der Möbelund

Küchenbranche deutlich positiver

aus als vor einigen Monaten befürchtet.

Wohnmöbel sind, grob gesagt, etwa plus/

minus Null aus dem ersten Corona-Jahr

herausgegangen, die Küchenmöbler sogar

mit einem Plus. Inklusive Büromöbel

und Ladenbau steht unter dem gemeinsamen

Bilanzstrich ein Umsatzminus

von rund 4 %. Dieses dennoch grundsätzlich

positive Jahresfazit verlor in der Berichterstattung

angesichts der aktuellen

Lockdown-Situation zum Zeitpunkt der

Pressekonferenz am 20. Januar aber an

Bedeutung.

Die Verlängerung der Schließungen

im Einzelhandel zu Jahresbeginn sei angesichts

der Pandemielage und der konkreten

Todeszahlen zwar verständlich, so

Jan Kurth, doch müsse diese Ausnahmesituation

zeitlich befristet bleiben. „Wir

brauchen eine Öffnung der Geschäfte ab

14. Februar“, forderte der VDM-Geschäftsführer

in seiner Stellungnahme eine Perspektive.

Und damit eine klare Aussage

der Politik. Um Insolvenzen in der Möbelbranche

zu vermeiden. Diese seien sonst

sehr wahrscheinlich. Die aktuelle Phase

des Stillstands könnten die meisten Unternehmen

angesichts guter Auftragsbestände

aus 2020 noch verkraften. Eine

abermalige Verlängerung, womöglich bis

Ostern, wie von manchen Stellen schon

ins Gespräch gebracht, hätte jedoch tiefgreifende

Wirkungen und sei nicht kalkulierbar.

„Wenn die Läger im Handel erst

volllaufen, wirkt sich das auf die gesamte

Zulieferer-Prozesskette aus und kann zu

einem Zusammenbruch des Systems führen“,

lenkte Kurth den Blick über den

Handel hinaus auf die Industrie. Betroffen

seien aber auch die Verbraucher. Denn

der schon im zweiten Halbjahr 2020 deutlich

sichtbare Einrichtungsbedarf sei weiterhin

hoch, könne jedoch nicht mehr in

konkrete Käufe überführt werden. Jan

Kurth: „Zudem finden in Deutschland täglich

rund 20 000 Wohnungsumzüge statt,

die oftmals direkt notwendige Ergänzungen

der Wohnungseinrichtung nach

sich ziehen.“

Beratung online und vor Ort

Der VDM forderte deshalb einen möglichen

Weg für ein Wirtschaften im „abgesicherten

Modus“. Gerade der deutsche

Möbelhandel mit seinen großflächigen

Verkaufsräumen und den seit Monaten erprobten

Hygienekonzepten liefere dafür

gute Voraussetzungen. Jan Kurth: „Ergänzend

fordern wir bereits kurzfristig

eine flächendeckende Möglichkeit zur

Onlinebuchung von Beratungs- und Verkaufsterminen

mit maximal zwei Personen,

um die Frequenzen zu steuern

und Begegnungen von Kunden zu reduzieren.

Neben dem weiteren Ausbau der

Onlineberatung müssen die aktuellen

Click & Collect-Lösungen bestehen bleiben.

Wenn zudem der Zutritt zu den Beratungs-

und Verkaufsflächen ausschließlich

mit FFP2-Masken erfolgt, wird das

Infektionsrisiko weiter gesenkt. In Abhängigkeit

der Infektionslage könnten

bei einer Öffnung des Handels die Abstandsflächen

auf 50 Quadratmeter pro

Kunde erhöht werden. Eine zusätzliche

Entzerrung der Öffnungszeiten in den

Abend hinein und am Wochenende sowie

der Verzicht auf Frequenz steigernde

Maßnahmen, sprich Werbung, runden

das Maßnahmenpaket ab.“

Wie eine Achterbahnfahrt

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Möbelindustrie

infolge der Corona-Pandemie

einen wechselvollen Geschäftsverlauf erlebt.

Jan Kurth sprach von einer Achterbahnfahrt

und dass die Branche unter

dem Strich mit einem blauen Auge davongekommen

sei. Zunächst brachte der

Lockdown im Frühjahr drastische Einbußen

für die Möbelhersteller mit sich. Nach

der Wiedereröffnung des Möbelhandels

zog die Nachfrage dann sehr schnell und

überraschend stark wieder an und lag insbesondere

im Sommer auf einem für diese

Jahreszeit untypisch hohen Niveau. Aber

auch über den Herbst und bis zum neuerlichen

Lockdown Mitte Dezember dauerte

die stabile Auftragsentwicklung bei

Küchen-, Polster- und Wohn- und Schlafzimmermöbeln

weiter an. Jan Kurth: „In

der Corona-Krise konzentrierten sich die

Verbraucher stark auf eine behagliche und

gemütliche Einrichtung ihres Zuhauses

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und der

Möbelfachverbände: „Mit einem blauen Auge davongekommen.“

Foto: VDM

22 KÜCHENPLANER 1/2/2021


und passten ihre eigenen vier Wände zudem

den neuen Anforderungen wie Homeoffice,

Homeschooling und Homecooking

an.“ Hinzu kamen als förderliche Elemente

Budgetverlagerungen wegen ausgefallener

Reisen und den Einschränkungen

der Gastronomie. Und auch die Reduzierung

der Mehrwertsteuer habe sich für

die Möbelbranche positiv ausgewirkt.

Foto: Biermann

Starke Küchenmöbelindustrie

Die einzelnen Segmente der deutschen

Möbelindustrie entwickelten sich von Januar

bis November 2020 höchst unterschiedlich.

Ebenso die Märkte im In- und

Ausland. (Siehe Kastentext) Die Küchenmöbelhersteller

verzeichneten laut VDM

2020 einen kräftigen Umsatzanstieg um

3,7 % auf rund 4,9 Mrd. Euro und entwickel

ten sich damit wesentlich besser

als andere Segmente.

Die Pandemie bestimmt

Ein konkreter Ausblick auf die Geschäftsentwicklung

in den kommenden Monaten

fällt aufgrund der Unwägbarkeiten

der Pandemie nachvollziehbar schwer.

„Vieles wird vom Zeitpunkt der Wiederöffnung

des Möbelhandels abhängen“, so

Jan Kurth. „Was den Stellenwert unserer

Branche in der Verbrauchersicht angeht,

sind wir optimistisch gestimmt. Wir gehen

davon aus, dass die Menschen dem

Thema Wohnen und Einrichten weiter

eine hohe Priorität einräumen werden.

Unsere Industrie ist dafür gut gerüstet:

Unsere Hersteller haben sich in der Corona-Krise

noch flexibler aufgestellt, ihre

Lieferketten noch breiter ausgebaut und

ihre Produktinnovationen weiter vorangetrieben.

Weiter an Fahrt nimmt auch

das Thema Digitalisierung auf, wie nicht

nur der Schub für den Online-Möbelhandel

zeigt, dessen Anteil wir für 2020 auf

18 % schätzen.“ (dib)

Weitere Zahlen zum Jahr 2020 auf Grundlage

der internen Erhebungen der Möbelfachverbände

und der amtlichen Statistik

lesen sie auf www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kraeftigebremspuren-befuerchtet/

Das darf nach Meinung des VDM kein Dauerzustand sein. Sonst seien

Insolvenzen unvermeidlich – trotz der zuletzt guten Auftragslage.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 23


Markt + Menschen

Foto: Blanco

Foto: Naber

Mit bdia-Label: Spülenkombination „Corno Turno“.

Nr. 1 bei Preis-Leistung

„Preis-Sieger 2020“ in Gold. Damit ist Blanco

nun ausgezeichnet worden – bei einer Analyse,

die vom Institut „Deutschland Test“ in Zusammenarbeit

mit dem Wirtschaftsmagazin „Focus

Money“ und dem Institut für Management- und

Wirtschaftsforschung (IMWF) durchgeführt

wurde. Um das Preis-Leistungs-Verhältnis für

Konsumenten messbar und somit vergleichbar

zu machen, recherchierten die Institute nach

eigenen Angaben mehrere Millionen Verbraucherstimmen

in den sozialen Netzwerken. Dabei

wurden Beurteilungen zu rund 23 000 Unternehmen

und Marken in einem Zeitraum zwischen

1. Juli 2019 und 31. Mai 2020 erfasst und

ausgewertet. Blanco erzielte 100 Punkte und

erobert somit den Spitzenplatz in der Rubrik

Küchen möbel.

Neun Auszeichnungen in zwei Jahren

Innovationsstärke und exzellentes Produktdesign prägen nach eigenen Angaben

die Unternehmensidentität von Naber. Innerhalb von zwei Jahren erhielt

der Küchenzubehörspezialist neun Design- und Innovationspreise für

sechs Produkte aus den Sortimenten Spülen, Abfallsammler und Lüftungstechnik.

Variabel: Eine der jüngsten Auszeichnungen ist der German Design Award

2021 in Gold für die Spülen-Kombination „Corno Turno“ aus Edelstahl (Design

by tbSTUDIO, Berlin). Im Jahr 2020 wurde das Produkt zudem mit den Universal

Design Awards prämiert. Und der Bund deutscher Innenarchitekten zählt

die Kombination zu den Gewinnern des Wettbewerbs „bdia ausgesucht! 2020“.

Weitere ausgezeichnete Produkte:

Beckenstufe: Die Keramik-Einbauspüle „PickUP“ (Design by Hans Winkler

Design, Grafenau) mit zweiter Arbeitsebene gehört zu den Siegern des German

Design Award 2021.

Vollautomatisch: Die von Naber gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Sobek von

der Universität Stuttgart entwickelte Mauerkasten-Technologie „COMPAIR ®

BIXO/BIXO Balance ® “ regelt die Zu- und Abluft vollautomatisch und wurde

2020 mit dem German Innovation Award ausgezeichnet. Sie zählt zu den Siegern

in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Building & Elements“.

Feuerfest: Die Jury des German Design Award 2019 bedachte das nicht brennbare

Luftkanalsystem COMPAIR STEEL flow ® aus Metall mit dem Prädikat

„Special Mention“ in der Kategorie Kitchen.

Modular: Der Innovationsgehalt des COMPAIR ® GREENflow Produktdesigns

wurde gleich zweimal hervorgehoben: Für das modulare Umluftfilter-System

erhielt Naber den ICONIC AWARD 2019: Innovative Interieur und wurde beim

German Innovation Award 2019 ebenfalls als „Winner“ im Bereich „Excellence

in Business to Consumer – Kitchen“ gekürt.

Für kleine Teile: Mit dem Red Dot Qualitätssiegel versehen ist die tragbare

Utensilienbox Cox Work ® (Design Kilian Schindler). Im Jahr zuvor war Cox

Work ® drei Mal ausgezeichnet worden.

24 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Iggy Pop sorgt für Aufmerksamkeit.

Hier zusammen mit der Schock-Spüle

„Cristadur Green Line“.

Foto: Schock

Spülenwerbung mal ganz anders

Mit Iggy Pop hat Schock ein ganz besonderes Gesicht für seine aktuelle Kampagne

gefunden. Der „Godfather of Punk“ erzählt die Geschichte der nachhaltigen Spüle.

In Szene gesetzt wird das in einer Märchenversion aus dem Bayrischen Wald.

Produziert wurde ein „Punkmärchen“ als Unterstützung

für den Fachhandel, erläutert der Spülenhersteller.

Im Launch-Film erzählt Iggy Pop die Geschichte

der „Cristadur Green Line“, der nachhaltigsten Spülenkollektion

des Herstellers, die zu über 99 % aus natürlichen,

nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen besteht

und für die in Deutschland ein Recycling-Konzept

angeboten wird.

Die Produktlinie ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie

„Sink Green“, mit der das Unternehmen seinen Einsatz

für Klimaneutralität auf allen Ebenen verstärkt.

Unter sinkgreen.de informiert das Unternehmen auf

seiner Website über seine strategische, nachhaltige

Unternehmensausrichtung.

Positiv irritierend

Die Kampagne wird europaweit laufen und auf verschiedenen

Digitalkanälen sowie punktuell auch Outof-Home

ausgespielt. Natürlich will das Unternehmen

auch im Handel damit für Aufmerksamkeit sorgen. Das

Video könne am POS gezeigt werden, passende Marketingmaterialien

stehen auch zur Verfügung. Schock

meint: „Ein großes Plus für den Küchenhandel, der mit

dieser besonderen Lifestyle-Kampagne das Produkt

Quarzkomposit-Spüle und das Thema Recycling ansprechend

kommunizieren kann. Mit der Kampagne

um Iggy Pop habe man „auf unkonventionelle, aufsehenerregende

und positiv irritierende Art die nachhaltige

Spülenrevolution auf den Punkt gebracht“.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 25


Markt + Menschen

Spanplatten bleiben begehrt

Im Sommer 2020 hieß es plötzlich: Spanplatten sind

knapp! Die Holzwerkstoffhersteller konnten nicht so

schnell produzieren, wie die Küchen- und Möbelproduzenten

Nachschub orderten. Angesichts der erhöhten

inländischen Nachfrage nach Küchen und Möbeln war

dies nachvollziehbar. Andererseits meldete die Möbelindustrie

aber auch deutliche Rückgänge im Export.

Hätte das die Nachfrage nach dem Rohstoff Spanplatte

nicht annähernd ausgleichen müssen? Und wie konnte

es gleich zu einer Verknappung kommen? Wir haben

bei Holzwerkstoffhersteller Egger zur aktuellen

Lage nachgefragt und von Ulrich Bühler, Gruppenleitung

Vertrieb & Marketing, Antworten erhalten. Demnach

waren die Egger-Werke in Europa seit Juni 2020

mit einer extrem hohen Nachfrage konfrontiert und

die Kapazitäten „in vielen Bereichen weit überschritten“.

Besonders die Werke in Deutschland, Österreich

und Frankreich hatten eine besonders hohe Nachfrage

im Binnenmarkt zu bewältigen. In Summe hatten

ab dem dritten Quartal alle europäischen Märkte einen

Bedarf, der weit über den Vorjahren gelegen habe. Treiber

dieser Entwicklung war einerseits die starke Nachfrage

nach Möbeln und Küchen, anderseits aber auch

die Baukonjunktur, die schon vor der Pandemie gut lief.

Ulrich Bühler: „Diese extrem hohe Nachfrage führte

auch bei uns zu sehr langen Lieferzeiten. Wir sind bemüht,

über die verschiedenen europäischen Lieferwerke

die Wünsche unserer Kunden zu optimieren.

Letztendlich halten wir aber keine Zusatzkapazität vor,

um solche Spitzen abdecken zu können. Wir produzieren

in allen Werken auf Volllast. Weiterhin übersteigt

die Nachfrage das Angebot. Mit einer Normalisierung

rechnen wir in den nächsten Monaten, abhängig von

der Fortdauer der Lockdown-Maßnahmen im stationären

Möbelhandel. Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand

Anfang Februar, Anm. d. Redaktion) ist die Situation

nach wie vor angespannt. Sämtliche freiwerdende Kapazitäten

werden wir zur Normalisierung nutzen.“

Unter Volllast: Auch das

Egger-Werk in Brilon

produziert derzeit

an der Kapazitätsgrenze.

Foto: Biermann

26 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Küchenmarkt ist der Wachstumstreiber

2020 war trotz widriger Umstände ein erfolgreiches Jahr für den Küchenhandel.

Laut Handels verband Möbel und Küchen (BVDM) geht der Küchenmarkt sogar als

Wachstumstreiber aus der Krise hervor.

Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel

wird aller Voraussicht

nach im Jahr 2020 den Umsatz

des Vorjahrs leicht übertreffen und

bei rund 34,5 Mrd. Euro Jahresbruttoumsatz

landen. Und das trotz

der Einschränkungen, die die Corona-Pandemie

mit sich brachten.

Dies ergibt sich nach Angaben von

BVDM-Geschäftsführer Christian

Haeser aus Hochrechnungen auf

Basis der ersten zehn Monate 2020.

Ermittelt wurden die Zahlen des

BVDM (Handelsverband Möbel und

Küchen) in Abstimmung mit dem

Marktforschungsunternehmen IFH

Köln. Für 2021 erwartet der Handelsverband

eine relativ stabile

Nachfrage, die vom weiteren Pandemiegeschehen

abhängt.

Stützen der Konjunktur

Wichtige Stützen für die Möbelbranche

waren und sind das Instrument

der Kurzzeitarbeit, die stabile

Lage der Neubaubranche und

Trends wie Cocooning, Homing

und Homeoffice. Laut Bauindustrie

und ZDB dürfte der Wohnungsbau,

einer der wichtigsten Indikatoren

für die Möbelbranche, am besten

durch die Corona-Krise kommen

und 2020 ein nominales Umsatzwachstum

von 4 % erreichen. 2021

werde dies mit 3 % wohl nur geringfügig

niedriger ausfallen. Mit

einem Umsatz von 52,6 Mrd. Euro

wird der Wohnungsbau demnach

auch 2021 die wichtigste Bausparte

bleiben. Christian Haeser: „Der

Druck auf die Wohnungsmärkte

in den Ballungsgebieten hat sich

nicht abgeschwächt. Aufgrund des

durch Corona gestärkten Trends

zum Home office scheint eine eigene

Immobilie noch erstrebenswerter.

Hinzu kommt, dass die

Haupttriebfeder der Wohnungsbauaktivitäten

in den vergangenen

Jahren, nämlich das äußerst niedrige

Zinsniveau, auch weiterhin Bestand

haben wird. Die Attraktivität

von Investitionen im Wohnungsbau

bleibt also ungebrochen.“

Die Küche gewinnt

Der Möbelhandel hat im letzten

Jahr laut BVDM Ups and Downs erfahren.

In der Summe konnte ein

Umsatzwachstum von rund einem

Prozent erzielt werden. Dem stehen

allerdings erhöhte Kosten, beispielsweise

durch Logistikausgaben

(Stichwort: Lieferengpässe)

entgegen. „Somit ist der Möbel-,

Küchen- und Einrichtungsfachhandel

weder Gewinner noch Verlierer

des Coronajahres“, resümiert der

BVDM-Geschäftsführer.

Gewinner im gesamten Möbelmarkt

ist laut IFH der Küchenmarkt.

Dies gelte für 2020 und auch langfristig

darüber hinaus. Für den Bereich

Küche wurde 2020 demnach

ein Wachstum von rund 8 % erzielt;

was zu einem Marktanteil von 39 %

führt (Küche inkl. Elektrogeräte).

„Handel muss hybrider werden“

„Die Branche geht ohne große Verluste

aus dem bisherigen Pandemieverlauf

hervor“, fasst Christian

Haeser die Lage zusammen. Gleichzeitig

mahnt er: „Der stationäre

Handel wird digitaler werden müssen.“

Künftig werde eine hybride

Mischform unerlässlich sein.

Haeser: „Virtual- und Augmented

Reality gewinnen als Beratungs-

und Planungstools immer

mehr an Bedeutung.“ Dennoch bestehe

bei einem beachtlichen Teil

der stationären KMU- Möbelhändler

laut einer internen Mitgliederversammlung

ein hoher digitaler

Nachholbedarf. (dib)

Christian Haeser, Geschäftsführer

Handelsverband Möbel und Küchen

(BVDM): „Der Küchenmarkt ist der

Wachstumstreiber. Insgesamt ist die

Konjunktur im Möbel- und Küchenhandel

im grünen Bereich.“

Foto: BVDM

1/2/2021 KÜCHENPLANER 27


Messe

„HettichXperiencedays“

starten im März

Urbanisierung, Individualisierung und New Work: Das

sind die Megatrends der Möbel- und Einrichtungsbranche.

Ideen und Konzepte dafür präsentiert Hettich in

diesem Jahr in einem neuen, hybriden Format unter

dem Titel „HettichXperiencedays“. Fachbesucher können

sich schon jetzt online vorregistrieren – auf dem

Webportal „xdays.hettich.com“. Mitte März geht es

dann praktisch los.

Die genannten Trends geben die Richtung vor: Hettich

verspricht für 2021 „mehr Design, mehr Funktion

und mehr Komfort“. Und das umgesetzt mit frischen,

kreativen Lösungen für große und kleine Räume, für

flexibles, urbanes Wohnen auf kleiner Fläche, für New

Work und Homeoffice, für Shop und Hotel, und auch für

den Outdoor-Bereich. „Hersteller, Handwerk und Handel

erfahren so aus erster Hand, mit welchen Lösungen

sie auf die geänderten Anforderungen ihrer Kundschaft

reagieren können“, erläutert das Unternehmen.

Online wie offline

Als hybrides Event werden die „HettichXperiencedays“

ab Mitte März über mehrere Wochen laufen. Online

wie offline wird ein umfassendes Programm mit vielen

Services geboten. Wo es an den Hettich-Standorten

möglich ist, können die Fachbesucher im Showroom direkt

in die jeweiligen Möbelwelten eintauchen. Für die

nötigen Hygiene- und Sicherheitskonzepte sei überall

gesorgt.

Aber auch Partner und Kunden, die aufgrund der

Pandemie-Lage nicht persönlich in die Ausstellungen

vor Ort kommen können, werden über alle Highlights

informiert. Die Initiatoren versprechen: „Alle Themen

und Höhepunkte lassen sich nach Wunsch auf dem digitalen

Portal der ‚HettichXperiencedays‘ miterleben.

Wer sich online als Fachbesucher registriert, bekommt

den exklusiven Zugriff auf das komplette Angebot.

Und das in sechs Sprachen: Kostenfrei und rund um

die Uhr gibt es auf ‚xdays.hettich.com‘ die ganze Fülle

an Informationen, Medien und Services und dazu digitale

Tools, mit denen man auch selbst auf virtuelle Entdeckungsreisen

gehen kann.“

Die HettichXperiencedays-Plattform erlaubt den registrierten

Nutzern ebenso eine persönliche Event-Planung

und die virtuelle Teilnahme an Live-Events wie

Fachvorträgen und Workshops.

Die Märkte bewegen

Das Motto der „HettichXperiencedays 2021“ lautet

„Let’s move markets!“. Dies sei eine Einladung an alle

Hettich-Partner und -Kunden weltweit, mit neuen Lösungen

für verschiedenste Möbelwelten in diesem Jahr

gemeinsam die Märkte zu bewegen. Mit dem Start der

Online-Registrierung gibt das Unternehmen schon einen

ersten Vorgeschmack auf das, was ab Mitte März

kommen wird, aber natürlich wird auf „xdays.hettich.

com“ vorab noch nicht alles verraten. Denn das Unternehmen

erwartet sich von seiner Online-Präsentation

viel: „Wenn Mitte März die ‚HettichXperiencedays‘ Premiere

feiern, wird Hettich als Impulsgeber international

für große Aufmerksamkeit sorgen.“

„Registrieren lohnt sich“,

verspricht Hettich: Das Webportal

„xdays.hettich.com“

bietet den angemeldeten

Fachbesuchern eine Vielzahl

an Informationen, Services

und ermöglicht ebenso die

Teilnahme an Live-Events

der HettichXperiencedays.

interzum digital

An der diesjährigen interzum (4. bis 7. Mai

2021) wird Hettich rein digital auf der Plattform

interzum@home teilnehmen. Das Unternehmen

betont: „Wir stehen grundsätzlich

zur Leitmesse interzum und hoffen,

dass im Jahr 2023 in Köln wieder eine Präsenzmesse

unter besseren Bedingungen

möglich sein wird.“

Foto: Hettich

28 KÜCHENPLANER 1/2/2021


LivingKitchen erst wieder 2023

Die Pandemie wirkt sich massiv auf das Messegeschehen aus – und wird wohl deutliche

Spuren hinterlassen. Für die Zukunft stellt sich die Koelnmesse deshalb grundsätzlich

hybrid auf. Das gilt auch für die imm cologne 2022 und die LivingKitchen 2023.

Seit März vergangenen Jahres

fand in Köln von kleineren Veranstaltungen

abgesehen keine einzige

Messe statt. Auch das nächste

Branchenevent, die interzum

Anfang Mai, wird wohl eher digital

über die Bühne gehen. Auf der

Plattform interzum@home. So hat

es zum Redaktionsschluss dieser

Ausgabe zumindest den Anschein

(über die weitere Entwicklung berichten

wir tagesaktuell auf www.

kuechenplaner-magazin.de). Auch

wenn die Koelnmesse ein ausgefeiltes

und vielfach gelobtes Hygienekonzept

erstellt hat. Der langanhaltende

Stillstand beschert

der Messegesellschaft Verluste in

Höhe von vielen Millionen Euro.

Diese können derzeit noch aufgefangen

werden, weil das Unternehmen

Koeln messe auf stabilen

wirtschaftlichen Beinen steht, erläuterte

Messe-Geschäftsführer

Oliver Frese im Rahmen einer Pressekonferenz

des Möbelverbandes

VDM. Doch ein Dauerzustand soll

das natürlich nicht bleiben. Und

Frese zeigte sich zuversichtlich,

dass schon bald wieder Messen am

Oliver Frese:

„Das Erfolgsmodell

Messe

soll erweitert

werden – nicht

ersetzt.“

Rhein stattfinden. Ganz bestimmt

dazu zählen wird die Einrichtungsmesse

imm cologne im Januar 2022.

Denn das Signal aus der Branche

sei unmissverständlich und lautet:

Wir brauchen und wir wollen physische

Messen. Der direkte Kontakt

zum Produkt sei unerlässlich.

Dies gelte vor allem für Küchen.

Die Living Kitchen steht aber erst

Fotos: Koelnmesse

wieder 2023 im Messekalender.

„Es bleibt beim regulären zweijährigen

Rhythmus“, bestätigte Oliver

Frese auf Nachfrage. Wie das Thema

Küche im kommenden Jahr auf

der imm umgesetzt werden könnte,

werde derzeit mit der Industrie diskutiert.

„Keine dauerhafte Alternative“

Grundsätzlich sieht Oliver Frese

die Zukunft des Messewesens hybrid.

„Wir werden die digitale und

die physische Welt verbinden und

die Vorteile zusammenführen“,

so der Messe-Manager. Er sagte

auch: „Das Erfolgsmodell Messe

soll erweitert werden – nicht ersetzt.“

Dies liege auch im Interesse

der Aussteller, die einer aktuellen

AUMA*-Umfrage zufolge in

digitalen Events mehrheitlich keine

dauerhafte Alternative zu physischen

Messen sieht.

Die imm cologne 2022 werde

„ganz sicher“ als hybride Veranstaltung

stattfinden. Durchgeführt

wird die Einrichtungsmesse vom 19.

bis 23. Januar 2022 und damit fünf

statt wie bisher an sieben Tagen.

* Verband der deutschen Messewirtschaft

„B-Safe4-

Business

Village“ heißt

das mehrstufige

Hygiene-Konzept,

mit dem

die Koelnmesse

physische Veranstaltungen

zu Pandemiezeiten

ermöglicht.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 29


Hausgeräte

Hausgeräte

legen 2020 kräftig zu

Die Küchenbranche zählt zu den wirtschaftlichen Gewinnern der

Corona-Pandemie. Weil die Menschen ins Zuhause investieren und

mehr kochen. Ganz besonders profitiert die Hausgeräteindustrie. Laut

Branchen verband ZVEI stieg der Inlands umsatz in 2020 um 11 %.

Dabei war der Start ins Jahr noch verhalten und

im zweiten Quartal führte der erste Shutdown

sogar zu Einbußen. Doch in der zweiten Jahreshälfte

2020 konnte der deutsche Elektro-Hausgerätemarkt

kräftig zulegen. Nach vorläufigen

ZVEI-Berechnungen kletterte der inländische

Gesamtumsatz mit Haushalt-Groß- und -Kleingeräten

im Jahr 2020 auf knapp 10 Mrd. Euro –

ein Plus von etwa 11% im Vergleich zum Vorjahr.

Alle Produktgruppen im Plus

Haushalt-Großgeräte kamen hier auf einen Anteil

von ca. 6,3 Mrd. Euro (+ 9%), wobei alle Produktgruppen

Zuwächse verzeichnen konnten.

Besonders stark nachgefragt waren Gefriergeräte

(+ 40%), große Kühl-/Gefrierkombinationen,

Einbaubacköfen, Induktionskochfelder

und Waschtrockner. Insgesamt wurden 2020

in Deutschland etwa 18,2 Mio. Haushalt-Großgeräte

verkauft.

Noch stärker wuchs der Inlandsmarkt für

Haushalt-Kleingeräte. Mit einem Herstellerumsatz

von 3,6 Mrd. Euro verzeichnet die Branche

hier ein Plus von etwa 15 %. Luftreiniger, akkubetriebene

Staubsauger, Kaffeevollautomaten,

Küchenmaschinen und Geräte aus dem Segment

Wellness und Beauty verkauften sich dabei

laut ZVEI „überdurchschnittlich gut“.

Foto: Biermann

30 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Starke Impulsgeber

Der hohe Ersatzbedarf und die gute Baukonjunktur

sind seit längerer Zeit starke Impulsgeber

für den Hausgerätemarkt. Der Hauptgrund

für die außergewöhnliche Entwicklung

im Jahr 2020 liegt jedoch in der Umschichtung

privater Ausgaben während der Corona-Pandemie,

wie der ZVEI in seiner Jahresbilanz betont.

„Die Menschen verbringen deutlich mehr

Zeit zu Hause und stellen höhere Ansprüche

an ihre Wohnumgebung. Dazu gehört auch

ein Upgrade der technischen Ausstattung,

was insbesondere rund um die Themen Kochen

und Lebensmittellagerung sichtbar wird.

Auch der Aspekt Gesundheit spielt eine große

Rolle.“

Qualität, Komfort und Design

Darüber hinaus prägen weitere stabile Trends

den Markt: Verbraucher achten beim Kauf

auf eine gehobene Ausstattung, komfortable

Bedienung und hochwertiges Design.

Auch smarte, vernetzbare Hausgeräte treffen

zunehmend das Interesse der deutschen

Verbraucher.

Auch der Export steigt an

Auch im Auslandsgeschäft zeigt sich eine ähnliche

Konjunkturentwicklung. Nach einem

Rückgang von 3 % im ersten Halbjahr 2020 erholte

sich der Export von kleinen und großen

Hausgeräten im weiteren Jahresverlauf deutlich,

so der ZVEI. Hochgerechnet auf Basis der

Zahlen des Statistischen Bundesamtes für den

Zeitraum Januar bis November, wurden demnach

im Jahr 2020 Elektrohausgeräte im Wert

von knapp 10 Mrd. Euro exportiert. Das entspricht

einem Zuwachs von etwa 5 %. Die Länder

der EU sind mit einem Anteil von etwa

70 % die größten Abnehmer. Deutschland gehört

zusammen mit Polen und Italien zu den

größten europäischen Produktionsländern von

Hausgeräten.

Stabiler Markt in 2021

Im Jahr 2021 erwartet der ZVEI „einen stabilen

deutschen Hausgerätemarkt auf sehr hohem

Niveau“. Und das trotz des Basiseffekts aufgrund

der sehr positiven Vorjahresergebnisse

und der Corona-bedingt nur schwer kalkulierbaren

weiteren Entwicklung des Konsumklimas.

Im Exportgeschäft wird ein Wachstum

im mittleren einstelligen Bereich für möglich

gehalten. (dib)

1/2/2021 KÜCHENPLANER 31


Hausgeräte

Fotos: SCHOTT AG

Kathrin Becker, Director Marketing

SCHOTT CERAN ® : „Wir sind weltweit

die Nr. 1 bei Glaskeramik-Kochflächen.“

32 KÜCHENPLANER 1/2/2021


„Das Kochen auf der

ganzen Welt revolutioniert“

Nicht überall, wo Innovation draufsteht, ist auch eine Innovation

drin. Heutzutage wird das entsprechende Etikett allzuschnell

in Anspruch genommen. Eine wirkliche Innovation im Sinne

einer Neuerung, die den Küchenmarkt veränderte, hat der

Spezialglashersteller SCHOTT vor genau 50 Jahren in Europa

eingeführt: die Glaskeramik-Kochfläche. Ein Interview mit

Kathrin Becker, Director Marketing.

KÜCHENPLANER: 50 Jahre SCHOTT CERAN ®

Glaskeramik. Ein stolzer Geburtstag.

Kathrin Becker: Das ist tatsächlich etwas Besonderes.

Vor 50 Jahren hat das Original aus Mainz die Küchen

und das Kochen auf der ganzen Welt revolutioniert. Die

Erfolgsgeschichte eines außergewöhnlichen Werkstoffs.

Das Original?

Ja, genau 1971 stellte SCHOTT unter der Marke CERAN ® die ersten

schwarzen Glaskeramik-Kochflächen in Europa vor und

löste so eine Revolution in der Küche aus. Seitdem entwickelte

sich SCHOTT CERAN ® zu einem Weltbestseller.

Viele Verbraucher sprechen von einer „Ceranfläche“,

wenn sie die Glaskeramik meinen.

Auch das stimmt. Der Markenname SCHOTT CERAN ® besitzt eine

enor me Strahlkraft und ist längst zum Synonym und Gattungsbegriff

einer ganzen Produktkategorie geworden. Aber dieses Problem haben

wir nur in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum. Wissen

Sie, die Menschen sind mit dieser schwarzen „Ceranfläche“, wie es so

schön im Volksmund heißt, seit den 70er-Jahren groß geworden und

sind sich gar nicht bewusst, dass sie in dem Moment unseren Markennamen

verwenden. Das ist Fluch und Segen zugleich. Wir sind sozusagen

bekannt wie „Tempo“, allerdings denken auch viele Menschen,

„Ceranflächen“ seien die rotglühenden Elektrokochflächen und verbinden

uns daher nicht mit moderneren Technologien wie der Induktion.

So müssen wir viel Aufklärungsarbeit in Deutschland leisten. In Zukunft

soll kein deutscher Endverbraucher mehr fragen: „Hast du eigentlich

ein ‚Ceranfeld‘ zu Hause oder kochst du mit Induktion?“.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 33


Hausgeräte

Vor 50 Jahren

führte Hersteller

SCHOTT

CERAN ® die

Glas keramik

in europäischen

Küchen

ein. Diese Momentaufnahme

stammt aus den

1970er-Jahren.

Kontakte, was uns sehr stolz macht. In Deutschland

kann man sicherlich die Marken Bosch, Siemens und

Miele als Kunden der ersten Stunde bezeichnen. Mit

der Marke Imperial haben wir damals den ersten Prototypen

1971 auf der „Domotechnica“, der großen Hausgeräte-Messe

in Köln, gezeigt. Danach kamen direkt

weitere europäische Herdhersteller auf uns zu, die

dringend um Bemusterung baten. So startete alles.

Verraten Sie uns, wie viele Glaskeramik-Kochfelder

in den letzten 50 Jahren produziert wurden?

Es sind inzwischen etliche Millionen Stück. Ich denke

in diesem Jubiläumsjahr 2021 dürften wir die historische

Zahl von 200 Mio. verkauften Stück erreichen.

Es gibt sie traditionell in Schwarz, aber auch in Weiß

und Transparent. Pro Jahr verlassen aktuell mehrere

Millionen Stück das Werk in Mainz und werden in Küchenherde

auf der ganzen Welt verbaut. Zudem haben

wir weitere Nachverarbeitungsstätten in China und

den USA, um auch dort den Markt schnell und zuverlässig

beliefern zu können.

Wie würde denn die richtige Antwort lauten?

Das ist ganz einfach: In beiden Fällen kann es sich

um unser Material CERAN ® handeln, eben unabhängig

von der darunterliegenden Heiztechnologie. Ob Sie

wirklich auf dem Original zu Hause kochen, erkennen

Sie dann an unserem Logo auf Ihrer Kochfläche neben

dem des Herstellers natürlich. Denn keine Kochfläche

verlässt unser Haus ohne unser Logo.

Wenn ich korrekt informiert bin, ist SCHOTT Weltmarktführer

bei CERAN ® Glaskeramik-Kochflächen.

Das ist korrekt. Wir sind weltweit die Nr.-1-Marke bei

Glaskeramik-Kochflächen. Wir sind der führende Lieferant

und zugleich Partner unserer Kunden in der

Hausgeräteindustrie.

Was macht SCHOTT so erfolgreich?

Ich würde sagen, die langjährigen Partnerschaften zu

unseren Kunden, die gemeinsamen Entwicklungsprojekte,

unser Anspruch immer wieder neue marktrelevante

Innovationen zu entwickeln und eine Marke zu

besitzen, die für Differenzierung sorgt. Zudem kommen

natürlich die vielen Mitarbeiter weltweit, die mit

viel Herzblut und Leidenschaft jeden Tag das Beste geben

und sich sehr mit der Marke identifizieren. Das begeistert

mich immer wieder aufs Neue.

Partner? Können Sie ein Beispiel geben?

Eigentlich ist es so, dass ich Ihnen schneller Beispiele

für Nicht-Kunden geben könnte, denn wir beliefern nahezu

alle weltweiten Hersteller von Hausgeräten. Mit

einigen haben wir bereits eben jahrzehntelange enge

War der Werkstoff von Beginn an ein Erfolg?

Kochen auf Glaskeramik? Bei dieser Frage winkten Ende

der 1960er-Jahre selbst bei SCHOTT manche Experten ab.

Und auch die Hausgerätehersteller waren anfangs skeptisch.

Doch SCHOTT ist gerne Pionier und die unübertrefflichen

Produktvorteile überzeugten dann schnell.

Was macht CERAN ® denn so besonders?

Die Glaskeramik von SCHOTT verbindet die Ästhetik

von Glas mit enormer Hitzebeständigkeit und Stabilität.

Sie ist äußerst belastbar und extrem temperaturstabil.

Sie altert nicht, ist lichtdurchlässig und geeignet

für alle Heiztechnologien – auch Induktion und Gas.

Das Grundrezept von CERAN ® wurde in den vergangenen

Jahrzehnten an entscheidenden Punkten weiterentwickelt.

Denn besser geht immer. Ein Meilenstein

ist der Verzicht auf den Zusatz der Schwermetalle Arsen

und Antimon. Pro Jahr werden dadurch mehr als

200 Tonnen Schwermetalle vermieden. Nicht alle unserer

Marktbegleiter beherrschen diese Technik.

Lange Zeit hieß es: Glaskeramik ist Schwarz.

Ja, ja, und die Erde ist eine Scheibe.

Das Produkt wurde also weiterentwickelt?

Kochflächen sind längst ein Designobjekt. So ermöglicht

die beschichtete Glaskeramik CERAN CLEARTRANS ®

verschiedene Farbvarianten. CERAN EXCITE ® , der

jüngste Spross der Produktfamilie, ermöglicht eine nie

dagewesene Benutzerbedienung durch Licht – möglich

machen dies unter dem schwarzen Kochfeld positionierte

LEDs, deren Licht in allen Farben durch eine

Kombination aus Glaskeramik, Filtern und Beschichtungen

an definierten Stellen das Licht ungetrübt passieren

lassen. Und das sogar im Heißbereich der Kochzonen.

2019 erhielt SCHOTT dafür den renommierten

34 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Fotos: SCHOTT CERAN ®

Mehrfach ausgezeichnet:

C E R A N E X C I T E ®

ermöglicht die

Benutzerbedienung

durch

Licht. Es ist die

jüngste Innovation

von

SCHOTT. Weitere

Produktneuheiten

werden

im Lauf dieses

Jahres folgen.

iF Gold Award. Ein wahnsinniger Erfolg für eine Komponentenmarke.

Ein weiterer Meilenstein ist CERAN

Miradur ® , die weltweit einzigartige Glaskeramik, die

fast so hart ist wie ein Diamant. Durch eine spezielle

patentierte Beschichtung erhält die Glaskeramik mit

Miradur ® eine signifikant erhöhte Resistenz gegenüber

Kratzern von beispielsweise abrasiven Putzschwämmen

oder Mikropartikeln wie Sand- und Salzkörner,

die beim Kochen auf die Oberfläche geraten können.

Wie sieht die Zukunft aus?

Die Küchen- und Kochwelt darf sich auf Produktneuheiten

freuen, die langfristig für noch mehr Begeisterung

und beste Argumente zum Kochen auf Glaskeramik

von SCHOTT CERAN ® sorgen. Im Lauf des Jahres

2021 werden wir den Neuheitenschleier im Rahmen

eines virtuellen Produktlaunchs lüften.

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf Ihr Produkt?

Wir beobachten ganz stark den Trend zum „Home

Loving“, manche nennen ihn auch „Cocooning“, aber

ich persönlich finde ihn zu negativ. Denn Menschen

wollen sich nicht einschließen, sondern müssen einfach

das Beste aus der Situation machen und dazu gehört

es auch, sein Zuhause zu verschönern. Viele investieren

dann eben auch in eine höherwertige Küche

oder einen neuen Herd. Eine nachhaltige Investition

wie ich finde.

Vielleicht abschließend noch die letzte Frage:

Wofür steht die Marke CERAN ® ?

Wenn man so lange das Aussehen der Küchen rund

um den Globus so entscheidend mitgeprägt hat, dann

darf man ruhig von einer „Ikone“ in der Küche reden.

CERAN ® steht für höchste Qualität, das Original und

für relevante Innovationen im Bereich Glaskeramik. Zusammen

mit unseren Partnern wollen wir auch in den

nächsten Jahrzehnten für ein weiter verbessertes Kocherlebnis

sorgen, denn darum geht es letztlich, dem Menschen

hinter dem Herd ein gutes Gefühl zu verschaffen.

Und hier gehen uns die Ideen so schnell nicht aus.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

Nur am Anfang Glas

Nach den in der Glastechnologie üblichen Methoden wird zunächst eine

Glasschmelze aus den dafür geeigneten Rohstoffen erschmolzen, geläutert,

homogenisiert und schließlich heißgeformt. Nach dem Abkühlen

und Entspannen des glasigen Rohlings folgt eine Temperaturbehandlung,

bei der das Glas durch kontrollierte Volumenkristallisation in eine

Glaskeramik überführt wird. In ihrem Inneren bilden schon der Schmelze

zugesetzte Stoffe jetzt Kristallkeime, an denen mit steigender Temperatur

winzige Kristalle wachsen. Diese haben die Eigenschaft, sich

bei Erwärmung zusammenzuziehen. Hierdurch wirken sie der Wärmeausdehnung

von reinem Glas entgegen und in der Kombination von

Restglas und Kristallen entsteht ein Werkstoff mit Nullausdehnung. Die

Glaskeramiken von SCHOTT überstehen so Temperaturschocks von plus

700 bis minus 200 Grad Celsius, ohne zu zerspringen oder ihre Form auch

nur geringfügig zu verändern.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 35


Hausgeräte

Künftig wieder von A bis G

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte müssen ausschließlich mit dem neuen

Energielabel ausgezeichnet werden. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte

Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A +++ bis D reicht sie dann von

A bis G. Und es gibt weitere Neuerungen.

Fotos: Hausgeräte+

Käufer von Haushaltsgroßgeräten wie

Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler,

Waschmaschine und Waschtrockner

müssen sich am 1. März 2021 umstellen:

„Waren bisher die sparsamsten

Geräte in der Energieeffizienzklasse A +++

zu finden, kann das zukünftig auch B, C

oder sogar D sein, je nach Gerätegruppe“,

erklärt Claudia Oberascher von der

Initiative HAUSGERÄTE + . Messbedingungen

und Berechnungsverfahren für

die Einstufung in die Energieeffizienzklassen

haben sich teilweise deutlich

geändert, daher ist keine Eins-zu-Eins-

Umrechnung von alten zu neuen Labelklassen

möglich. Auch die angegebenen

Energieverbrauchswerte sind nicht vergleichbar.

Die Europäische Kommission

hat die Klassengrenzen zudem so

streng definiert, dass die beste Klasse

A zur Einführung voraussichtlich nicht

oder nur in Einzelfällen erreicht wird,

damit Raum bleibt für den technischen

Fortschritt.

Energieverbrauch neu berechnet

Verbraucher und auch Händler sollten

sich nicht täuschen lassen durch den

deutlich niedrigeren Energieverbrauch

von Waschmaschinen und Geschirrspülern

auf dem neuen Label: Bisher ist ein

Jahresenergieverbrauch auf Basis von

220 Waschgängen bzw. 280 Spülgängen

angegeben, zukünftig wird von 100 Nutzungen

ausgegangen. Neu ist auch die

Angabe der Programmdauer in Stunden

und Minuten. Außerdem wird der Geräuschwert

nun ebenfalls klassifiziert,

um dem Käufer die Einschätzung des dB-

Wertes zu erleichtern.

Eine auffällige Neuerung ist der QR-

Code oben rechts auf jedem Energielabel.

Über ihn gelangt man zur Europäischen

Produktdatenbank EPREL, wo

zukünftig weitere Produktinformationen

erhältlich sein werden. Jede Bedienungsanleitung

muss Hinweise zum effizienten

Gebrauch der Geräte enthalten,

bei vielen Markenherstellern ist das heute

schon der Fall. Ebenfalls neu sind Vorgaben,

dass wichtige Ersatzteile wie z. B.

36 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Motoren, Pumpen, Türscharniere oder

-dichtungen bis zu zehn Jahre nach dem

letzten Inverkehrbringen noch erhältlich

sein müssen. Das soll Reparaturen erleichtern

und damit die Nutzung der Geräte

verlängern.

Wieso war die Umstellung nötig?

Ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch

und gute Gebrauchseigenschaften

sind die wichtigsten Kriterien beim

Kauf von Hausgeräten. Genau hierüber

informiert das europäische Energielabel

seit 1996. Verbraucher sollen die

sparsamsten Geräte anhand der Einstufung

in Energieeffizienzklassen auf einen

Blick erkennen und Geräte einfach

vergleichen können. Die Klassen-Einstufung

wird ausgedrückt durch Buchstaben

und optisch verstärkt durch farbige

Balken von grün bis rot.

Aufgrund des technischen Fortschritts

wurde bei vielen Gerätegruppen

die ursprüngliche Skala A bis G durch

die Klassen A + , A ++ und A +++ nach oben erweitert.

Mittlerweile war auch dies ausgereizt:

Waschmaschinen beispielsweise

waren fast nur noch in der besten Klasse

A +++ erhältlich. Daher hat die Europäische

Union das Energielabel modernisiert und

die Rückkehr zur einheitlichen Energieverbrauchsskala

mit den sieben Klassen

A bis G beschlossen.

Fotos: Hausgeräte+

Welche Geräte umgestellt werden

Alle bestehenden Label werden nach und

nach umgestellt. Besonders schnell geht

es bei Kühl- und Gefriergeräten, Weinkühlschränken,

Geschirrspülern, Waschmaschinen,

Waschtrockner, Fernsehern

und Monitoren: Sie sind ab März 2021 mit

dem neuen Energielabel und den Klassen

A bis G im Handel erhältlich. Elektrische

Lampen folgen ab September 2021. Trockner,

Staubsauger und Backöfen im Jahr

2024, Heizungen ab 2026. Spätestens bis

2030 sollen alle Produktgruppen, somit

auch Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter,

umgestellt sein. Details zu den

Änderungen: https://www.hea.de/fachwissen/energielabel

1/2/2021 KÜCHENPLANER 37


Hausgeräte

Reine Luft

Regelmäßiges Lüften ist in Zeiten der Pandemie das Gebot der

Stunde. Zusätzlich sollen Raumlüfter die Raumluft von Viren

befreien. Nun ist auch Miele in diesen Markt eingestiegen. In

Kooperation mit dem Spezialisten UlmAIR wird der mobile Luftreiniger

„Air Control“ produziert. Das Gerät ist speziell für den

Einsatz in Betrieben oder öffentlichen Einrichtungen konstruiert.

Es wird in drei Größen verfügbar sein und kommt im ersten

Schritt in Deutschland und Österreich auf den Markt. Der

Produktionsstart wurde für Mitte Februar im Miele-Werk Lehrte

angekündigt. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/miele-steigt-in-markt-fuer-luftreinhaltung-ein/

Foto: Miele

Braucht wenig Platz: Der Luftreiniger Miele „AirControl“ eignet sich auch

für Shops und Studios. Gegebenenfalls müssen mehrere Geräte kombiniert

werden.

Häfele kauft Elektro-Onlineshop

Große und kleine Küchengeräte und sogar Spülen und Armaturen

– kurz: alles, was die Küche an Ausstattung braucht. Das

bietet der Online-Shop moebelplus.de. Seit dem 1. Januar 2021

ist das Unternehmen – vorbehaltlich einer Freigabe durch das

Bundeskartellamt – Teil der Häfele Gruppe. moebelplus.de

soll als selbstständiges Tochterunternehmen von Häfele unter

der operativen Leitung der beiden bisherigen Geschäftsführer

Mathias Grummt und Rico Kellner weitergeführt werden.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

haefele-kauft-elektro-onlineshop/

Foto: Bildschirmfoto

Seit Jahresbeginn

100 %ige Häfele-Tochter:

Online-Shop moebelplus.de.

Helden des Alltags

Helden des Alltags: Erneut thematisiert Samsung das ganzheitliche Zusammenspiel von

Produkten aus den Bereichen Kühlen, Waschen und Einbau – in diesem Jahr noch ergänzt

um Bodenpflege.

Mit dem übergreifenden Ziel, 2021 in die Top

3 der Hausgeräte-Hersteller auf dem deutschen

Markt vorzudringen und dabei die

junge Zielgruppe noch besser zu erreichen,

setzt Samsung weiterhin auf das Zusammenspiel

der Warengruppen Waschen, Kühlen

und Einbau. Dafür wurde die „Zuhause

Unschlagbar“-Kampagne verlängert. Diese

rückt die Helden des Alltags in den Mittelpunkt

Und deren Botschaft lautet: „Mit

smarten Technologien zu mehr Energieeffizienz

im Alltag.“ Um dieses Versprechen zu

untermauern, hat der Hausgerätehersteller

gemeinsam mit der Kreativagentur Leo Burnett

neue Ideen entwickelt, die auf den bestehenden

aufbauen. Anstelle der nahenden

Schwiegereltern sind es 2021 allerdings die

typischen Probleme des Alltags, die die Protagonisten

vor Herausforderungen stellen.

Produziert wurden unterhaltsame Spots, die

seit Ende Januar mit Fokus auf Social- und digitale

Kanäle laufen. Herzstück ist ein 30-sekündiger

Online-Spot für die „QuickDriveTM“

Waschmaschinen. Erweitert wird die Kampagne

um eine Reihe von weiteren Videos,

die kurze Heldengeschichten rund um Kühlschrank,

Staubsauger und Trockner erzählen.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/

detail/news/samsung-laesst-helden-desalltags-agieren/

Foto: Samsung

38 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: Electrolux

AEG räumt auf

Mit der umfangreichsten Kampagne seit über zehn Jahren erneuert

Electrolux derzeit das Markenversprechen seiner Premiummarke

AEG. Der crossmediale Auftritt fordert Konsumenten dazu

auf, Gewohnheiten zu hinterfragen und sich auf kompromisslose

Innovationen für ein nachhaltigeres Leben einzulassen.

Der Kampagnen-Claim „Für alle die mehr erwarten“ schlägt

die Brücke zum Ursprung der Marke und unterstreicht, dass innovative

Produkte die Bereiche Wäschepflege, Kochen und Raumpflege

revolutionieren. Denn seit der Gründung im Jahr 1883 in

Berlin stellt AEG „höchste Ansprüche an Innovation und Design“,

wie das Unternehmen betont. Mit der ersten energiesparenden

Hausgerätelinie rückte der Öko-Pionier bereits in den 1980er-

Jahren das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. „Die Kampagne

beantwortet klar und selbstbewusst, wofür AEG steht. Wir

entwickeln Technologien, die es den Kunden ermöglichen, innovativer

und nachhaltiger zu leben“, fasst Heidi Zucker, Head

of Marketing Deutschland und Österreich, das Markenversprechen

zusammen. „Wir räumen auf mit veralteten Vorstellungen

von der Hausgerätebranche. Gleichzeitig schärfen wir das Markenprofil

von AEG und spannen mit einem coolen und selbstbewussten

Look and Feel den Bogen zu unseren Berliner Wurzeln.“

Der Launch der Mitte Januar 2021 gestarteten Kampagne ist

Auftakt umfassender Marketingaktivitäten, mit denen AEG im

Jahresverlauf auf das neue Versprechen einzahlt – vom TV-Werbespot

in der Prime Time über „Adressable T V“ und „ Programmatic

Advertising“ bis hin zu YouTube und Social Media. Auch im stationären

Fachhandel soll sich die Kampagne wiederfinden, um

über alle Kanäle hinweg auf das neue Markenversprechen einzuzahlen:

„Für alle die mehr erwarten“. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/aeg-raeumt-auf/

Amica spendiert 30 Monate Garantie

Unter dem Motto „30 Jahre jung mit 70 Jahren Erfahrung“ richtet Amica International

GmbH stolz den Blick auf 30 erfolgreiche Jahre auf dem Hausgerätemarkt

in Deutschland zurück und möchte das mit seinen Fachhandelspartnern feiern.

Denn für den heute so bedeutenden Markt Deutschland fiel der Startschuss vor

30 Jahren. Heute ist der Sitz der deutschen Tochtergesellschaft im münsterländischen

Ascheberg.

Zum Jubiläum hat das Unternehmen eigens eine Auswahl an Geburtstagsgeräten

definiert, die als besonderen Vorteil neben ihrer nutzerfreundlichen Ausstattung

eine Garantieverlängerung auf insgesamt 30 Monate erhalten. Dazu

gibt es eine eigene Microsite unter https://amica-group.de/geburtstag30.

In Kraft tritt diese exklusive Garantieleistung nach der einfachen Online-

Geräte-Registrierung. Damit ist dann für 30 Monate ein Kundendiensteinsatz

aufgrund von Material- und/oder Fertigungsmängeln kostenlos – ohne Anfahrts-

und Ersatzteilkosten. Eine schnelle Reaktion stellt Amica im Reparaturfall

sicher. Die Registrierung muss vom Endkunden spätestens drei Monate nach

dem Kaufdatum unter http://amica-group.de/garantieverlaengerung erfolgen.

Sechs Sondergeräte genießen anlässlich des 30. Geburtstages diesen Vorzug:

die beiden Einbau-Herdsets „EHIX 30.1“ und „EHCX 30.2“ im eleganten

„X-type Black Design“, der Standherd „SHCX 30.0“ mit 77 Liter Garraum, die

Kühl-/Gefrierkombination „KGCN 387 110 E“ in EEK A ++ , der Geschirrspüler „GSPX

30.3“ mit dritter Beladungsebene und der 2in1 Waschtrockner „WAT 404 070“.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/30-monategarantie-zum-30-geburtstag/

Foto: Amica

1/2/2021 KÜCHENPLANER 39


Hausgeräte

Foto: Haier

Platz 3 im Vertrauensranking

Haier genießt in Deutschland hohes Kundenvertrauen.

In einem Ranking belegte das Unternehmen Platz 3 im

Segment Haushaltsgroßgeräte. Bereits zum vierten Mal

führte das Institut für Management und Wirtschaftsforschung

(IMWF) im Auftrag von FOCUS-MONEY und

DEUTSCHLANDTEST eine Studie zum Thema „Höchstes

Vertrauen“ durch. Für die Studie untersuchte das IMWF

die Online-Reputation von 17 000 Marken aus circa 250

Branchen und Produktkategorien in Bezug auf Seriosität,

Weiterempfehlung, Vertrauen und Qualität. In der

Kategorie „Haushaltselektrogeräte“ erhielten 7 Unternehmen

die Auszeichnung „Höchstes Vertrauen“. Haier

konnte sich mit 81,8 Punkten Platz 3 im Ranking sichern.

Und das „noch vor Vorwerk Thermomix (81,5), Dyson

(80,3), Miele (79,7) und Liebherr (76)“, wie das Unternehmen

betont. Ausgezeichnet werden diejenigen Unternehmen,

die auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten

mindestens 70 Punkte in der Gesamtwertung erreichen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/platz-3-fuer-haier-im-vertrauensranking/

Foto: Novy

Direkt aus Belgien

Die zentralisierte

Logistik

soll den

Servicelevel

steigern.

Novy, belgischer Hersteller von Dunstabzügen und Kochfeldern, beliefert Kunden

in Deutschland künftig direkt von der Zentrale in Kuurne aus. Auch ein

Teil der Backoffice-Aktivitäten der Novy GmbH wurden verlagert. „Sowohl das

bestehende deutsche Vertriebsteam als auch das After-Sales-Team bleiben jedoch

marktnah in Deutschland, um eng mit den Kunden in Verbindung zu bleiben“,

betont das Unternehmen. Alle Kontaktdaten inklusive der Telefonnummern

bleiben wie gehabt, lediglich die Produkte werden seit dem 4. Januar 2021

direkt aus dem Zentrallager im belgischen Kuurne geliefert. Dort befindet sich

der Hauptsitz und die Produktionsstätte der Gruppe. In Deutschland ist Novy

seit mehr als 15 Jahren aktiv – zunächst im Rahmen einer Vertriebspartnerschaft

und seit 2012 über ein eigenes Vertriebsbüro in Langenhagen bei Hannover.

Deutschland ist für Novy eigenen Angaben zufolge ein Markt von strategischer

Bedeutung und deswegen im Laufe der Jahre stetig ausgebaut worden.

Die jetzt umgesetzten Änderungen sollen die Servicequalität weiter stärken.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/novy-liefert-direkt-aus-belgien/

Vollautomatische Menüplanung

Künstliche Intelligenz nimmt

bei Samsung Electronics einen

immer größeren Raum ein. Wie

dies künftig umgesetzt wird,

erläuterte das Unternehmen

anhand von Produktneuheiten

auf der Consumer Electronics

Show (CES) 2021 – im Rahmen einer

virtuellen Pressekonferenz.

Ein neuer Service im Rahmen

des Konzepts „SmartThings“ ist

zum Beispiel der automatische

Speiseplaner. Dieser empfiehlt

Mahlzeiten für eine ganze Woche,

erstellt Einkaufslisten und

stellt für den internetfähigen

„FamilyHub“-Kühlschrank (oder

andere Geräte) eine Verbindung

zu Lebensmittelhändlern

her. Rezeptanweisungen können

direkt an synchronisierte

Samsung-Kochgeräte gesendet

werden.

Neben diversen Unterhaltungs-

und Fitnessgeräten

wurde auch der neue „Bespoke“-Kühlschrank „4-Door Flex“ (Foto) vorgestellt. Diese neueste Version der Range verfügt über austauschbare

Paneele sowie diverse technische Neuheiten wie ein neues „Beverage Center“ und ein „Dual Auto Ice Maker“. Das 4-Türer-Modell kommt im

Frühjahr auf den Markt – aller dings erst in Nordamerika. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/menues-vollautomatischplanen-lassen/

Foto: Samsung

40 KÜCHENPLANER 1/2/2021


KI wird noch skeptisch beäugt

Seit Jahren ist Künstliche Intelligenz (KI) fester Bestandteil

technischer Innovationen – und doch steht

in Deutschland eine deutliche Mehrheit von 69 % diesem

Aspekt der Automatisierung immer noch kritisch

gegenüber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen

Studie* der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Die höchste Akzeptanz genießt KI in einem Bereich,

der einen alltäglichen Nutzen bringt: bei der Verkehrslenkung.

64 % aller Befragten begrüßen die Unterstützung

via Navigations-App, beispielsweise zur Stauumfahrung.

Im klassischen Feld der Spracherkennung, also bei

Anwendungen wie Siri, Alexa, Cortana & Co, befürwortet

knapp die Hälfte (47 %) den Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Einer anderen Funktion dagegen stehen 60 %

aller Befragten skeptisch gegenüber: der Gesichtserkennung.

Das ist besonders bemerkenswert, da viele

der neueren Smartphones und Tablets diese Funktion

bereits als Standard integriert haben. „Hier ist in der

konkreten Alltagsanwendung daher davon auszugehen,

dass der praktische Nutzen stärker als die Bedenken

gewichtet wird“, erläutert die gfu.

Auch in der Küche (noch) kein Hit

In anderen Kategorien, die sich mit der Automatisierung

von Prozessen beschäftigen, ist die Offenheit für

die Technologie noch weniger ausgeprägt. So befürworten

die Steuerung von Hausgeräten mithilfe von KI lediglich

36 %, die Steuerung von Smart Homes nur etwas

mehr als ein Drittel (34 %). Am ausbaufähigsten ist

der Zuspruch im Feld Mobilität: Nur knapp 30 % vertrauen

der Technik, die autonomes oder teilautonomes

Fahren ermöglicht.

Noch viel Überzeugungsarbeit

Die Betrachtung der übergeordneten Zahlen

von KI-Befürworter:innen und -Skeptiker:innen

zeigt, dass immer noch mehr als zwei Drittel der

Studienteilnehmer*innen von den Möglichkeiten der

KI überzeugt werden müssen. Nur 31 % stellen das

schon nicht mehr infrage. Die Bedenken sind vielfältig

und hängen meistens mit Datenschutzbedenken

zusammen: 55 % sagen, dass man persönliche Präferenzen

oder das eigene Verhalten nicht mit Dritten teilen

möchte. Fast genauso viele (54 %) befürchten, umfassend

kontrolliert zu werden. Und etwas weniger als

die Hälfte (47 %) denkt, dass KI noch nicht ausgereift

genug für einen breiteren Einsatz sei.

Je jünger desto offener

Ein klarer Trend zu mehr Offenheit gegenüber der neuen

Technologie ist in der Alterskohorte zwischen 16

und 39 Jahren, bei den sogenannten Millenials, zu erkennen

– hier sprechen sich immerhin 46 % aller Be-

fragten für den Einsatz von KI aus. Generell wohlwollender

wird der Blick auch, wenn nach dem Einsatz von

KI in der Zukunft gefragt wird: So erwarten fast 60 %,

dass es einen Zusatznutzen in medizinischen Anwendungen

geben wird – hier ist die Hoffnung bei den über

60-Jährigen mit 65 % deutlich ausgeprägter als bei den

Millenials (56 %). Auch an eine weitere positive Beeinflussung

der Verkehrslenkung glaubt noch etwas mehr

als die Hälfte (53 %). Generell positiv blicken 61 % auf

KI, wenn es um die Büro- bzw. Arbeitsumgebung geht

und sind der Meinung, dass sie den Arbeitsalltag erleichtern

wird. Skepsis kommt nur dann wieder zum

Tragen, wenn die generelle Beschäftigung in den Blick

genommen wird: 88 % der Befragten gehen nicht davon

aus, dass Künstliche Intelligenz zur Schaffung neuer

Arbeitsplätze führen wird.

Längst in der Praxis angekommen

„Das Verhältnis zur Künstlichen Intelligenz ist hierzulande

sehr zwiespältig“, erläutert Dr. Sara Warneke,

Geschäftsführerin der gfu Consumer und Home Electronics

GmbH. Und sie ergänzt: „Tatsächlich nutzen

jedoch eine Reihe von Produkten bereits KI-Technologien.

KI kommt beispielsweise beim Fotografieren mit

vielen Smartphones, bei der Bildaufbereitung in aktuellen

TV-Geräten, zur Klangverbesserung von Audio-

Produkten und in vielen Hausgeräten zum Einsatz, um

diese effizienter zu machen und den Bedienkomfort zu

steigern. In den Technikprodukten, die uns umgeben,

steckt bereits heute mehr KI, als den meisten Anwenderinnen

und Anwendern bewusst ist. Die Herausforderung

der Techbranche wird aber bleiben, den konkreten

Nutzen der Technologie zu kommunizieren und

nicht den abstrakten, um die Skepsis ihr gegenüber abzubauen.“

Foto: gfu

* Repräsentative Online-Befragung der gfu Consumer &

Home Electronics GmbH vom Juli / August 2020 mit 2000

Teilnehmer*innen aus Deutschland.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 41


Küchenmontage

„Wir bieten bundesweite

Küchen montagen in

Premium-Qualität“

Besser ein eigenes Montage-Team? Oder doch die Zusammenarbeit mit einem

Sub-Unternehmen? Diese Fragen kennt jedes Küchenstudio. In Zeiten des konkreten

Fachkräftemangels und des demo grafischen Wandels erhält das Thema zusätzliche

Bedeutung. Und bei Auftragsspitzen wie in den letzten Monaten sowieso.

Ein Interview mit Enrico Engel, Geschäftsführer des bundesweit tätigen

Dienstleisters Engel Küchenmontagen GmbH.

Das Unternehmen Engel Küchenmontagen GmbH

wurde vor 17 Jahren in zentraler Lage zwischen Kassel

und Erfurt am Standort Leinefelde-Worbis (Thüringen)

gegründet und wird von den Brüdern Enrico

und Tino Engel geleitet. „Wir verstehen uns als Premium-Dienstleister

und unterstützen deutschlandweit

Küchenstudios und Einrichtungshäuser bei der Montage

ihrer hochwertigen Küchen“, sagt Unternehmensgründer

Enrico Engel im KÜCHENPLANER-Gespräch.

Neben einer kontinuierlichen Zusammenarbeit ist es

ebenso möglich, ein Küchenmontage-Team für die

Mindestlaufzeit von einer Woche zu buchen. Derzeit

Bieten Küchenmontagen in Premium-Qualität an:

Tino Engel (Foto links ) und Enrico Engel (Foto rechts).

Foto: Engel Küchenmontagen

42 KÜCHENPLANER 1/2/2021


eschäftigt das Unternehmen 68 Küchenmontage-Spezialisten.

Diese sind stets als eingespielte Zwei-Mann-

Teams unterwegs. Das reduziere die Montagezeit und

erhöhe die Montagequalität, betont Enrico Engel. Bei

der Auswahl der Mitarbeiter gelten klar definierte

Qualitätsregeln.

KÜCHENPLANER: Sie bieten Ihre Küchenmontage-

Dienstleistung bundesweit an. Können Sie bitte

erläutern, wie Sie das organisieren?

Enrico Engel: Mit unseren derzeit 34 Küchenmontage-Teams

unterstützen wir unsere Auftraggeber

bundesweit vom Bodensee in Süddeutschland bis

zur dänischen Grenze in Norddeutschland. Bei der

Tourenplanung legen wir sehr viel Wert auf die geografische

Passung von den Wohnorten unserer Mitarbeiter

und der Entfernung zu den Logistikstandorten

unserer Auftraggeber. Wenn wir zum Beispiel

eine Anfrage von einem Küchenstudio bzw. Einrichtungshaus

aus Hamburg erhalten, dann wählen wir

für diesen Auftrag ein Küchenmontage-Team mit

Wohnsitz in Norddeutschland aus. Für einen Auftrag

in Stuttgart, würden wir ein Team mit Wohnsitz

in Baden-Württemberg auswählen. Die Grundlage

für unsere bundesweite Montagedienstleistung ist

aber natürlich die Reisebereitschaft unserer Mitarbeiter.

In der Regel reisen unsere Monteure am Montagmorgen

zum Standort der Auftraggeber und fahren

am Donnerstag oder Freitag wieder zurück zu

ihrer Familie. Wir organisieren und bezahlen das

Hotel oder die Ferienwohnung, in der unsere Mitarbeiter

nach Feierabend übernachten. Diese befinden

sich immer in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen

Logistikstandort.

Gesundheit geht vor

Die Teams von Engel Küchenmontagen kümmern

sich um die komplette Küchenmontage inklusive

der Sanitär- und Elektroanschlüsse. Nur Steinarbeitsplatten

bleiben außen vor. „Hier empfehlen

wir unseren Auftraggebern die Zusammenarbeit mit

lokalen Steinmetzen oder anderen Spezialisten“,

sagt Enrico Engel. Das hat mehrere Gründe. Zum einen

können Steinmetze die Platten vor Ort anpassen,

zum anderen verfügen diese Betriebe über die

notwendigen Transporthilfen und Montagehilfsmittel.

Diese sind in einem normalen Werkzeugbestand

eines Händlers meist nicht vorhanden. „Die

schweren Platten ohne Hilfsmittel zu tragen, wollen

wir unseren Mitarbeitern nicht zumuten“, betont

Enrico Engel. Die Gesundheit gehe klar vor. Das

gelte nicht nur für ältere Mitarbeiter, sondern auch

für die Jüngeren im Team, die vielleicht noch größere

Gewichte tragen könnten. „Doch hat der Rücken

erstmal einen Knacks weg, ist das für jeden Mitarbeiter

in jedem Lebensalter ein Problem“, so der

Geschäftsführer.

Welches sind die Vorteile für einen Händler in der

Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen?

Viele Händler möchten bevorzugt eigene, festangestellte

Küchenmonteure beschäftigen. Das Problem

ist häufig, dass sie viel Geld für Stellenanzeigen bezahlen

und aufgrund des Fachkräftemangels trotzdem

keine geeigneten Mitarbeiter in ihrer Region

finden. Unsere Lösung für dieses Problem besteht darin,

dass wir Küchen studios und Einrichtungshäuser

vor Ort unterstützen. Unsere Auftraggeber sagen uns,

wann und wo sie unsere Küchenmontage-Teams benötigen.

Der Vorteil für unsere Auftraggeber ist eine

schnelle Besetzung ohne aufwendige und kostenintensive

Personalsuche. Sie profitieren von sehr erfahrenen

Küchenmontage-Teams, die sie einfach und unkompliziert

dazu buchen können. Und sie profitieren

von hochqualifizierten, engagierten und freundlichen

Fachkräften, welche die Küchen in einer Spitzen-Montagequalität

auf den Millimeter genau einbauen. Dadurch

sparen unsere Auftraggeber viel Geld und Zeit

für Bewerbungs- und Mitarbeitergespräche und können

sich stattdessen auf ihre Kernaufgaben konzentrieren,

allem voran natürlich die Küchenplanung und

den Verkauf.

Welche Qualifikationen haben Ihre Mitarbeiter?

Wir beschäftigen ausnahmslos hochqualifizierte Küchenmonteure,

die alle fest bei uns angestellt sind.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt

rund acht Jahre. Viele arbeiten seit mehreren Jahren

als Zwei-Mann-Team zusammen. Unsere Mitarbeiter

besitzen TÜV-Zertifikate für Elektro- und Sanitäranschlüsse.

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle im Besitz

eines Lkw-Führerscheins bis 7,5 Tonnen, haben gültige

Modulschulungen und eine digitale Fahrerkarte.

90 % unserer Küchenmonteure sind ausgebildete

Tischler und Schreiner. Darüber hinaus verfügt jeder

Küchenmonteur, der bei uns beginnt, über eine Berufserfahrung

von mindestens 800 montierten Küchen.

Das entspricht einer Montageerfahrung von ungefähr

vier Jahren. Alle Engel-Mitarbeiter sind freundlich,

höflich und für den Auftritt in der Wohnung des

Endkunden mithilfe von Servicestandards und Schulungen

ausgebildet.

Wie kommen Sie an neue Mitarbeiter? Das scheint im

Metier der Montage ja ein grundsätzliches Problem

zu sein.

Wir investieren viel Zeit und Geld in Online-Marketing-

Kampagnen. Laut Google Analytics verzeichnen wir

aktuell ca. 3000 Besuche pro Monat auf unserer Karrierewebsite

engel-kuechenmontagen.de. Dadurch erhalten

wir aktuell 500 bis 600 Bewerbungen pro Monat.

Davon verfügen 95 % aber nicht über die gewünschte

Berufserfahrung. Nachdem alle Bewerber auf Herz und

Nieren geprüft wurden, entstehen daraus ein bis zwei

Neueinstellungen pro Monat.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 43


Küchenmontage

Favorisieren Sie eine besondere Vorgehensweise bei

der Einstellung von neuen Mitarbeitern?

Wir haben in 17 Jahren gelernt, dass wir keine Kompromisse

bei der Mitarbeiterauswahl machen dürfen.

Quereinsteiger, Jungfacharbeiter oder Fachhelfer stellen

wir deshalb nicht ein.

Warum nicht?

Weil sie aufgrund der fehlenden Berufserfahrung mit

hoher Wahrscheinlichkeit Montagefehler und Schäden

verursachen, die am Ende für die Endkunden und unsere

Auftraggeber sehr ärgerlich sind.

Meiner Meinung nach ist Berufserfahrung für eine

erfolgreiche Küchenmontage zwingend erforderlich.

Deshalb stellen wir nur Küchenmonteure ein, die nachweislich

mindestens vier Jahre Erfahrung in der Montage

von Küchen der Hersteller Nolte, Häcker, Schüller,

Nobilia, LEICHT oder SieMatic haben. Berufserfahrung

und die damit zusammenhängende Problemlösungskompetenz

sind für uns das wichtigste Einstellungskriterium.

Wenn zwei erfahrene Fachkräfte zusammen

vor Ort sind, können sie sich gegenseitig helfen. Sobald

nur ein erfahrener Monteur mit einer Hilfskraft als Unterstützung

arbeitet, ist der Erstmonteur nicht nur auf

sich allein gestellt, sondern ist obendrein noch für die

Gesamtmontage verantwortlich. Ich kann es sehr gut

nachvollziehen, wenn erfahrene Küchenmonteure nicht

mehr mit unqualifizierten Hilfskräften arbeiten wollen,

die sie dann auch noch nebenbei ausbilden müssen.

Deshalb haben Sie also diesen hohen Qualitätsstandard

für Ihre Mitarbeiter definiert.

Wir haben bei der Mitarbeiterauswahl eine klare Philosophie:

„Wenn du bei der Einstellung von einem neuen

Mitarbeiter nur die kleinsten Bedenken hast, dann lass

es sein“. Mit unserer selbst entwickelten Engel-Methode,

ein ausgefeilter Auswahlprozess, können wir Spitzenmitarbeiter

von mittelmäßigen Mitarbeitern besser

unterscheiden.

Foto: Engel Küchenmontagen

Was ist die Engel-Methode?

Mein Bruder Tino Engel und ich haben uns auf dem Gebiet

„Personalrekrutierung“ sehr viel Wissen angeeignet

und über die Jahre ein mehrstufiges Auswahl- und

Prüfverfahren entwickelt.

Stufe 1: Vorselektion und Prüfung der Bewerbung

Stufe 2: Telefoninterview. In diesem Telefonat werden

die wichtigsten Qualifikationen überprüft. Kann der

Bewerber vier Jahre Berufserfahrung nachweisen?

Sind Führerschein und Pkw vorhanden? Besteht Montage-

und Reisebereitschaft?

Stufe 3: Premium-Telefoninterview. In diesem Telefonat

werden 15 Fachfragen gestellt. Damit der Bewerber

zum persönlichen Gespräch eingeladen wird, sollten

von 100 möglichen Punkten mindestens 90 erreicht

werden.

Stufe 4: Vorstellungsgespräch im Büro in Leinefelde. In

diesem persönlichen Gespräch werden dem Bewerber

verschiedene Problem-Situationen mit verschiedenen

Schwierigkeitsgraden geschildert, die in der Wohnung

des Endkunden auftreten können. Wir möchten sehen,

wie der Bewerber damit umgeht und welche Vorschläge

er für die Lösung des Problems unterbreitet.

Stufe 5: Referenztelefonate. In dieser Phase werden

mehrere Telefonate mit ehemaligen Arbeitgebern geführt.

Die daraus gewonnen Erkenntnisse fließen in

die finale Entscheidungsfindung mit ein.

Anschließend wird der Bewerber eingestellt oder bekommt

eine wertschätzende Absage.

Mitarbeiter des bundes weit tätigen Montage dienstleisters haben mindestens

vier Jahre Erfahrung in der Montage von hochwertigen Markenküchen.

Zudem arbeiten sie ausschließlich in Zwei-Mann-Teams.

Das klingt nach einem enormen Aufwand?

Ja, das Rekrutieren von erstklassigen Küchenmonteuren

ist sehr zeitaufwendig aber es zahlt sich aus. Wir

44 KÜCHENPLANER 1/2/2021


haben eine extrem niedrige Reklamations-Quote und

viele zufriedene Stammkunden, mit denen wir seit

über 10 Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Auf Ihrer Website schreiben Sie, dass Sie die besten

Küchenmonteure Deutschlands suchen. Ist das nicht

trotzdem übertrieben?

Genau das ist der entscheidende Punkt. Unsere Auftraggeber

wollen bezüglich der Montagequalität Sicherheit.

Eine hohe Montagequalität erreichen wir nur

mit sehr erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern.

Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir uns

aussuchen können, ob wir einen neuen Küchenmonteur

einstellen oder ob wir ihm besser absagen.

Wir nehmen nur Aufträge von Neukunden an, wenn

wir sicher sind, dass wir diese Aufträge mit einem

Spitzen-Montageteam realisieren können. Beim Thema

„Mitarbeiterauswahl“ überlassen wir nichts dem Zufall.

Deshalb wollen wir nur mit den besten Küchenmonteuren

Deutschlands zusammenarbeiten.

Kommen wir zu den Kosten. Sie übernehmen die Anund

Abreise Ihrer Mitarbeiter und auch die Hotelübernachtungen:

Wie wirkt sich das auf die Kalkulation

für den Händler aus?

Wir arbeiten mit unseren Auftraggebern auf der Basis

von Tagespauschalen zusammen, unabhängig vom

Verkaufspreis der Küche. Unsere Tagespauschalen haben

trotz der inkludierten Hotelübernachtung ein sehr

gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Neukunden bestätigen

uns immer wieder, dass wir im Vergleich zu regional

ansässigen Montageunternehmen günstiger sind,

als sie gedacht haben.

Wer bucht Ihre Montagedienstleistung?

Die großen Einrichtungshäuser, oder eher

kleinere Küchen studios?

Wir montieren vorrangig für inhabergeführte kleinere

und mittelständische Studios sowie für Möbelhäuser.

Diese Unternehmen haben durch den demografischen

Wandel immer größere Schwierigkeiten, gute Küchenmonteure

zur Festanstellung zu finden. Immer mehr

ältere Küchenmonteure gehen alters- oder krankheitsbedingt

in den Ruhestand. Und genau für dieses regionale

Fachkräftemangelproblem bieten wir die perfekte

Lösung.

Gibt es Einschränkungen bei der Zusammenarbeit?

Für kleinere Händler, die kein eigenes Fahrzeug und

kein eigenes Werkzeug haben, kommt unsere Montagedienstleistung

leider nicht infrage.

Sie selbst haben also keine eigenen Fahrzeuge und

auch kein Werkzeug. Wie funktioniert das in der

Praxis?

Unsere Zwei-Mann-Teams bekommen von unseren

Auftraggebern ab dem Logistikstandort vollausgestattete

Fahrzeuge inklusive Werkzeug und Verbrauchsmaterialien

zur Verfügung gestellt. Sie beladen das

Fahrzeug, fahren damit zum Endkunden, tragen die

Küche in die Wohnung, beginnen mit der Montage und

installieren die Elektro- und Sanitäranschlüsse. Nach

erfolgreicher Montage fahren sie vom Endkunden zurück

zum Logis tikstandort und stellen das Fahrzeug

ordnungsgemäß ab. Anschließend fahren unsere Mitarbeiter

ins Hotel. Am nächsten Tag wiederholt sich

dieser Ablauf.

Wie sehen das Ihre Kunden?

Viele Auftraggeber bevorzugen es, wenn wir mit ihren

Fahrzeugen und der dazu passenden Werbung oder Beschriftung

die Küchen zum Endkunden transportieren.

Unsere Teams tragen hochwertige neutrale Kleidung

ohne Engel-Logo und stellen sich immer im Namen des

Auftraggebers bei den Endkunden vor.

Wie bereits bekannt haben immer mehr Studios

und Einrichtungshäuser das Problem, dass sie keine

Subunternehmen auf selbstständiger Basis oder keine

Küchenmonteure zur Festanstellung finden. Deshalb

denken immer mehr Inhaber oder Geschäftsführer inzwischen

um und investieren speziell für die Zusammenarbeit

mit uns in Werkzeuge und Fahrzeuge, meist

3,5-Tonnen-Transporter im Leasing.

Was empfehlen Sie beim Werkzeug?

Neukunden beraten wir auf Basis spezieller Checklisten

bei der Werkzeugbeschaffung. Zum Beispiel

empfehlen wir für präzise Schneid- und Anpassungsarbeiten

Werkzeug von Festool. Damit haben unsere

Mitarbeiter gute Erfahrungen gemacht. Für Bohr- und

Schraubarbeiten haben sich auch preiswertere Werkzeuge

von Bosch und Makita bewährt. Für einen Satz

Werkzeug von passender Qualität fallen ungefähr 3000

bis 4000 Euro an.

Wie hoch ist die Bereitschaft für diese Investition?

Neulich sagte mir ein Auftraggeber: „Herr Engel,

Werkzeug und Fahrzeuge kann ich an jeder Ecke kaufen

oder mieten. Aber Küchenmonteure in dieser Qualität,

wie Sie sie beschäftigen, bekomme ich so schnell

nicht.“

Mit wie vielen Küchenstudios und Möbelhäusern

arbeiten Sie derzeit zusammen?

Aktuell haben wir deutschlandweit mit rund 80 Küchenstudios

und Möbelhäusern gültige Rahmenverträge.

Leider konnten wir dieses Jahr nicht alle Anfragen

bedienen. Wir sind aber optimistisch, dass wir auch

in 2021 neue Mitarbeiter einstellen und somit weitere

Neukunden in der Montage ihrer Küchen unterstützen

können.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

1/2/2021 KÜCHENPLANER 45


Küchenmontage

„Sicherheit im Transporter

kann man kaufen“

Bei den vielen, teils sehr kleinen Teilen, die Monteure stets mit sich führen, ist es

nicht immer leicht, den rechtlichen Anordnungen im Montagefahrzeug zu genügen.

Dabei ist die Straßen verkehrs ordnung eindeutig und sollte befolgt werden.

Die gute Nachricht: Es ist machbar – mit den passenden Einbausystemen.

Foto: Kögl

Unterbauladen

bieten eine enorme Tiefe

und somit ein großes Maß

an zusätzlichem Stauraum.

46 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Am Anfang steht die rechtliche Norm. Paragraph

§ 22 (1) der Straßenverkehrsordnung (StVO) sagt: „Die

Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung

sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu

sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher

Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen,

hin und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren

Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten

Regeln der Technik zu beachten.“

„Sicherheit im Transporter kann man kaufen“, kommentiert

Dr. Klaus Ruff, stellvertretender Präventionsleiter

der BG Verkehr, diese Anforderung. Denn diverse

Hersteller bieten eine Vielzahl an Einbausystemen, die

helfen, Werkzeuge und Materialien sicher verstauen zu

können. Und für große Stücke gibt es verschiedene Hilfen,

mit denen diese während des Transports gesichert

werden. Dabei bietet eine ordentlich gesicherte Ladung

einen weiteren nicht zu unterschätzenden Vorteil: Im

Laderaum herrscht Ordnung.

Auf die Zugkraft achten

Unterschieden werden grundsätzlich zwei Arten der

Ladungssicherung: die kraftschlüssige und die formschlüssige.

Die kraftschlüssige Ladungssicherung besteht

im Prinzip aus dem sogenannten Niederzurren.

Dabei wird mithilfe von geeigneten Zurrmitteln wie

1/2/2021 KÜCHENPLANER 47


Küchenmontage

Foto: Sortimo

Fächer in verschiedensten Größen, mit unter schiedlichsten

Möglichkeiten der Öffnung, stehen ganz nach

Kundenwunsch bei nahezu allen Systemanbietern zur

Verfügung.

Foto: Hörner

Manche Hersteller bieten sogar passgenaue

Einlagen für Werkzeuge, sodass auch da

nichts durch das einzelne Schubfach rutscht.

Die zusätzliche Beschriftung erleichtert das

Auffinden.

Spanngurten die Ladung auf der Ladefläche niedergepresst.

Hier ist besonders darauf zu achten, dass die

genutzten Zurrmittel eine entsprechende Zugkraft besitzen.

Befestigt werden die Zurrmittel an geeigneten

Befestigungspunkten, die sich auf Transportern üblicherweise

auf beiden Seiten der Ladefläche finden.

Auch beim formschlüssigen Sichern der Ladung

spielen Zurrmittel und Befestigungspunkte eine Rolle.

Allerdings wird hier Ladung, die sich nicht niederzurren

lässt, mit den Ladungssicherungsgeräten direkt

am Aufbau, also meist an der Seiten- oder Trennwand

des Transporters, fixiert. Das kann durch Zurrgurte

geschehen, oder aber es werden Spannstangen, Rungen

oder Klemmbretter verwendet. Letztlich wird so

ein Verschieben oder Verrutschen sowie auch ein Umkippen

des Transportguts verhindert.

Übersicht wie in der Werkstatt

Wesentlich vielfältiger ist das Lösungspaket, das für

Werkzeuge und kleinere Teile auf dem Markt angeboten

wird. Diverse Spezialisten sind da aktiv, die im

Prinzip Systeme anbieten, die zu allen gängigen Transportern

und Lieferwagen kompatibel sind. Meist sind

die Systeme so ausgelegt, dass sie sich, angefangen von

einer Art Basis-Modul, in verschiedensten Größen und

Tiefen anpassen lassen. So lässt sich eine Wandseite im

Transporter zu einem regelrechten kleinen Materiallager

verwandeln. So sind Frontanbindungen und Winkelbegrenzer,

Dichtungen und Schrauben, Scharniere,

Winkel, Knöpfe und sonstiges Zubehör übersichtlich

und ordentlich wie in der Werkstatt selbst einsortiert.

Foto: Aluca

Die Systeme der Hersteller sind in verschiedenen Materialien zu erhalten,

auch in 100 Prozent Aluminium.

Häufig in Unfälle verwickelt

Grundsätzlich ist eine einzelne Schraube, die ungesichert

im Fahrzeug umherrollt, sicherlich kein Drama,

aber aktuelle Zahlen belegen: Transporter sind über

14 000-mal im Jahr in schwere Verkehrsunfälle verwickelt.

Nicht mitgezählt sind hier Arbeitsunfälle beim

Be- und Entladen. Gerade für die Fahrzeuge bis zu 3,5

Tonnen würde eine richtige Konfiguration beim Kauf

diese Zahl schon wesentlich senken, heißt es seitens

der BG Verkehr. Denn Fachleute sehen zwei Hauptursachen

für die vielen Unfälle: Viele gelernte Pkw-Fahrer,

die diese Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ja führen dürfen,

seien mit der „durchaus anspruchsvollen Fahrphysik

48 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: Tecnolam

Foto: Plastipol

Der geordnete Innenraum

eines Transporters

wirkt fast wie eine

rundum ausgestattete

Werkstatt

Es muss nicht immer ein Transporter

sein, auch in Kombis lassen

sich Fahrzeugeinrichtungen passgenau

integrieren.

Foto: Bott

der Transporter“ nicht ausreichend vertraut. Zum anderen

seien nicht alle Transporter in der serienmäßigen

Grundausstattung dem Stand der Technik gemäß ausgerüstet.

Dies gelte auch für den Schutz des Fahrers vor

nicht gesicherter Ladung, etwa bei starkem Abbremsen:

Airbag, Sicherheitsgurt und Knautschzone nutzen

wenig, wenn wegen fehlender oder mangelhafter

Trennwand von hinten Gefahr durch die Ladung droht.

Die Fahrzeugbetreiber selbst können Abhilfe schaffen,

wenn sie beim Kauf eines Fahrzeugs die Sicherheitsausstattung

definieren. Das verteuert zwar die

Anschaffung, ist aber gut angelegtes Geld. Denn Unfälle

treiben die Kosten für die Kfz-Versicherung hoch

und im Fall von Verletzungen der Beschäftigten auch

die Mitgliedsbeiträge für die gesetzliche Unfallversicherung.

Dazu kommen Ausfallzeiten für Personal und

Fahrzeug, Schäden an der Ware und vieles mehr. Unter

dem Titel „Sicherheit im Transporter kann man kaufen“,

nennt Dr. Klaus Ruff zehn Features, die bei keiner

Bestellung eine Transporters fehlen sollten:

• Rückfahrassistenzsysteme

• Brems- und Notbremsassistent

• Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)

• Geschwindigkeitsbegrenzer

• Reifendruckkontrollsystem

• Heckseitiger Aufstieg mit Haltegriffen

• Navigationssystem

• Trennwand

• Zurrpunkte

• Laderaumboden mit Antirutschhemmung

Die

Fahrzeugeinrichtungen lassen

sich individuell auf Fahrzeugtyp

und Kunden bedürfnisse anpassen.

Diese Sicherheitsausstattungen sind jedoch nur ein

kleiner Ausschnitt der verfügbaren Möglichkeiten. Einen

umfassenderen Einblick bietet die DGUV Information

214-083 – „Der sicherheits-optimierte Transporter“.

Sie ist auf der Homepage der BG Verkehr (www.bg-verkehr.de)

mit dem Webcode 11144964 erhältlich. „Allerdings“,

so erinnert Dr. Ruff, „gilt auch für einen perfekt

ausgestatteten Transporter: Letztlich entscheidend für

die Sicherheit ist immer der, der hinter dem Lenkrad

sitzt. Qualifizierungsmaßnahmen für den Fahrer in

Sachen Sicherheit sind Investitionen, die sich immer

rechnen.“

Camillo Kluge

Blick durch die seitliche Schiebetür eines Sprinters:

So könnte eine Fahrzeugeinrichtung aussehen.

Foto: Plastipol

1/2/2021 KÜCHENPLANER 49


Küchenmontage

Hersteller alpha-boxx Aluca Bott Flexmo Fahrzeug einrichtungen

by Kögl

System kompatibel zu

Mit allen Anbietern kompatibel

Alle Nutzfahrzeuglieferanten am

Alle gängigen leichten Nutzfahr-

Mit allen Anbietern kompatibel

welchen Autoherstellern?

Markt

zeuge auf dem Markt

Modulsystem Ja Ja Ja

Kleinste Modulgröße /

größtes Modul

400 mm - 2600 mm 360 mm - 1440 mm (individuell

noch breiter)

Im Rastermaß von 112 mm Breite

individuell konfigurierbar

B450 mm / H100 mm / T255 mm –

B1500 mm / keine direkte Beschränkung

/ T 455 mm

Module / Schubladen einzeln

Ja Ja Ja Ja

entnehmbar, bspw. zum

Auffüllen?

Schubladensicherung Ja Ja Ja Ja

Lade- / Ausladesystem für

schwere Teile, wenn ja

welche?

– Schwerlastauszug bis 1000 kg, eigenes

System; Schwerlastkran zur

Montage im Fahrzeug

Ladeboden mit Vollauszug

Ja, Unterflurschubladen

140 kg / 200 kg // Schwerlast auszug

150 kg / 300 kg

Unterbodensystem Ja Ja Ja Ja

Materialien der Module Metall, Aluminium, Kunststoff, Aluminium Aluminium, Kunststoff Aluminium, Stahl, Kunststoff

Wie im Fahrzeug befestigt? Individuell Schwimmende Bodenbefestigung

sowie variierende Anzahl an Befestigungen

an der Karosserie mittels

Winkeln; kein Durchbohren der Karosserie

Auf Fußboden fest verschraubt;

Seitenteile an Airline Zurrschienen

mit der Karosserie verbunden

Verankerung in der Boden platte

und über Montagewinkel an der

Fahrzeugkarosserie

Individuell konfigurierbar Ja Ja Ja Ja

Integrierte Beleuchtung Nein Nein Ja Optional

Nachträglich erweiterbar? Ja Ja Ja Ja

Welche Ladungssicherungsmöglichkeiten

für

große / sperrige Teile?

Sperrstangen, Gurte, Zurrschienen

Spanngurte, Zurrschienen, Ladungssicherungsnetze,

Spannstangen

etc.

Airlineschienen an Modulfronten

sowie frei konfigurierbare Lösungen

Finanzierung möglich? Ja Ja Ja

Wieviele Niederlassungen/

Ca. 110

Deutschland 5 NL und 32 SP;

32

Servicepartner in D / A / CH?

Tochter gesellschaften in A/CH

USP – das zeichnet diese

System besonders aus:

Hohe individuelle Flexibilität; verschiedene

Ausstattungsvarianten

sowie reichhaltiges Zubehör viele

individuelle Möglichkeiten; Produkte

für Innen- und Außenbereich

zur Sicherung und Ordnung

von Material und Werkzeug geeignet

Made in Germany; leicht, robust

und nachhaltig; 8 Jahre Premium-

Garantie; individuelle Lösungen für

jeden Anspruch, jede Branche, jedes

Fahrzeug sorgen für Ordnung

mit System; leichtestes Fahrzeugeinrichtungssystem

am Markt; zertifizierte

und geprüfte Qualität;

Vertrieb u. a. über Förch

Innovative Elemente für die Ladungssicherung;

Crashtests belegen

die Sicherheit im Straßenverkehr;

durchdachte Systemmaße der

Leichtbaueinrichtung ermöglichen

flexible, individuelle Gestaltung;

integriertes Koffersystem organisiert

Equipment

Hochwertige Strukturpulverbeschichtung;

flexibler Aufbau möglich;

jede Einrichtung wird individuell

geplant; Qualitätsprodukt

durch hohe Fertigungstiefe und

Produktion in Bubesheim / Günzburg

Internetseite www.alpha-boxx.de www.aluca.de www.bott.de www.flexmo.de

50 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Hörner System Edström Plastipol-Scheu Sortimo International Tecnolam Work System Würth

Für alle gängigen Transportfahrzeuge

Mit allen Herstellern Mit allen Herstellern Mit allen Herstellern Alle aktuellen Modelle

herkömmlicher Marken

Lösungen zu allen gängigen

Fahrzeugherstellern

Ja Ja Ja Ja Ja Ja

Ab 300 mm

Ab 410 mm,

Je nach System ab 520 mm

507 mm / 1520 mm 270 mm / 1910 mm Nach Kundenwunsch

weitere 6 Feldmaße

bis 1512 mm, Module in der

Breite beliebig erweiterbar

Zum Teil Ja Alternativer SR-Schub

komplett entnehmbar

Ja

Modulboxen sind entnehmbar

Ja

Ja Ja Ja Nein Ja Ja

Dachkran, Rampe Ladekran, Laderampen Schwerlastauszug mit integrierter

stufenloser Bremsfunktion

Dachträger mit integrierter

Rolle zum Auf- und Abladen

der Güter auf dem Dach

Nein

Schwerlastauszug, Sonderlösungen

u. a. mit Kran

möglich

des Transporters

Ja Ja Ja Ja Ja Ja

Metall

Stahl, Aluminium,

Aluminium, Kunststoff,

Stahlblech, Aluminium Aluminium, Blech Stahl, Aluminium, Kunststoff

Kunststoff

Metall

Mit Blindnietmuttern

Gemäß Aufbauherstellerrichtlinien

Über Verschraubungen am

Montage- und Ladungs-

Montagehalterungen und

Schrauben

Winkel, Schrauben und ggf.

Blindnieten

Schwimmend und an den

festgelegten Haltepunkten

sicherungsboden; über

Wandanbindung mit Einziehmuttern

und Befestigungseisen,

angepasst an

die Befestigungspunkte

Ja Ja, mittels 3D-Konfigurator Ja, eigener Online-Konfi-

Ja, eigenes Konfigurations-

Ja

Ja

gurator

programm

Nein Ja Ja Ja Ja Ja

Ja Ja Ja Ja Ja Ja

Sperrbalken, Zurrgurte, Anti-

Ladungssicherungsschie-

Integriertes ProSafe La-

Ladehalterungsstangen und

An Modulen oder im Fahr-

nach Kundenwunsch

rutsch matte, Anti rutschbeschichtunnen,

Ladungssicherungsnetze,

Sperrstangen, Sperrbalkedungssicherungssystem

mit

Ladungssicherungs boden,

Verzurrgurten, Spannstangen,

Zurrschienen und Ladungssicherungsnetzen

Verzurrschienen mit Gurten

zeug befestigte Airline-

Schienen

Nein Ja Ja Nein Nein Ja

10 35 Über 40 10 2 > 500 Niederlassungen

Spezielle Bauweise erlaubt

variable Fahrzeugeinrichtung

bis ins Detail angepasst

an die Bedürfnisse des

Kunden; vorhandener Platz

wird maximal genutzt; Kollisionstests

nach den Normen

des Instituts INRS; ergänzende

Produkte für die

Fahrzeugeinrichtung, Sicherheitsprodukte,

Beleuchtung,

Stromversorgung und

Haltbarkeit über mehrere

Fahrzeugzyklen problemlos

möglich; Materialmix sorgt

für stabile Bauweise; für

jede Anwendung geeignet;

Sortiment deckt sämtliche

Anforderungen für nahezu

jedes Gewerk ab

Maximale Nutzung des Laderaums;

Regal passt sich

flexibel an die Kontur des

Transporters an; individuell

und branchengerecht

online zu konfigurieren, zu

bestellen und durch Services

zu ergänzen

Günstig und langlebig; für

jedes Transporter-Modell

maßgeschneiderte Regale;

modulare Regal systeme

ermöglichen eine perfekte

Innenausstattung des

Kasten wagens und verwandeln

ihn in eine effiziente

Werkstatt

Starkes Preis- / Leistungsverhältnis,

Qualität „made

in Sweden“ ; schnelle Lieferung

in 6 - 10 Tagen; modernes

ansprechendes

Design; crash-getestete

Systeme mit 36 Monaten

Garantie; einfache Bestellung

im Onlineshop

TÜV/GS-geprüft und crashgetestet;

für jede Aufgabe

sichere und intelligente

Lösungen; im eigenen Unternehmen

in Deutschland

entwickelt und produziert;

optimiertes Gewicht; hohe

Flexibilität; Schubladen mit

Beschriftungsfeld, schnelles

Öffnen über die gesamte

Breite, Koffertableaus

u. v. m.

weiteres

www.is-hoerner.com www.plastipol-scheu.de www.mySortimo.de www.tecnolam.de www.worksystem.com www.wuerth.de

1/2/2021 KÜCHENPLANER 51


Betriebsmanagement

Bewertungsportale im Internet

Fluch und Segen

Bewertungsportale sind aus dem täglichen Leben nicht mehr hinwegzudenken.

Bewertet werden Waren und Dienstleistungen aller Art – also auch alle Segmente der

Kücheneinrichtung und damit verbundene Planungsleistungen. Doch was lässt sich

gegen schlechte Kritik oder gar Unwahrheiten tun?

„Für den Bewerteten sind die Bewertungsportale

Fluch und Segen“,

sagt Rechtsanwalt Dr. Ulrich

Franz. Denn wer von seinen Kunden

gut bewertet wird, erfreut sich

unerwarteter Gratiswerbung und

kann hierauf verweisen. Wer hingegen

schlecht bewertet wird, wird

mit weniger Neukunden und Umsatzrückgängen

rechnen müssen.

Für den Verbraucher zählen dabei

zunächst Aktualität, Kostenlosigkeit

und jederzeitige Abrufbarkeit,

dann aber vor allem, dass er Bewertungen

von anderen Verbrauchern

erhält, die die Leistung bereits in

Anspruch genommen haben. Diese

Kritik erscheint glaubwürdiger als

jede Art von Eigenwerbung. Auch

neigt der Verbraucher instinktiv zu

der Annahme, dass eine Vielzahl

subjektiver Einzelbewertungen irgendwie

ein objektives Gesamtbild

abgibt. Generiert der Portalbetreiber

Durchschnittsnoten, kommt

eine beim Verbraucher latent vorhandene

Zahlengläubigkeit hinzu.

Check-Liste zu einem Vorgehen gegen

negative Kritik in Bewertungsportalen

• Ist der Kritiker bekannt, sodass er selbst in Anspruch

genommen werden kann?

• Bestehen Anhaltspunkte für eine „fake“-Bewertung?

• Hat der Portalbetreiber seine neutrale Stellung

verlassen?

• Hat der Portalbetreiber sich die fremde Kritik zu

eigen gemacht?

• Liegt eine unwahre Tatsachenbehauptung vor?

• Liegt eine unzulässige Meinungsäußerung in

Form einer Beleidigung oder Schmähkritik vor?

• Ist der Portalbetreiber auf die Rechtsverletzung

hingewiesen worden? Hat er seine Pflichten zur

Nachforschung oder zur Löschung verletzt?

Unbestritten dienen Portale der Information

der Verbraucher und erhöhen

damit die Markttransparenz.

Wie die Bewertungen zustande gekommen

sind, ob sie inhaltlich

richtig oder vonseiten des Kritikers

oder des Bewerteten selbst

bzw. seines Strohmanns frei erfunden

sind, kann und wird der Verbraucher

nicht hinterfragen. Für

den Bewerteten stellt sich die Frage,

wann und wie er gegen geschäftsschädigende

Kritik vorgehen kann.

Was dabei zu beachten ist, erläutert

Dr. Franz in diesem Fachbeitrag.

Zu den gefestigten Grundlagen

des Medienrechts gehört demnach,

dass derjenige, der seine Leistungen

öffentlich anbietet, sich der öffentlichen

Kritik seiner Leistung

stellen muss. Auch betrifft Gewerbekritik

nur die berufliche Tätigkeit

des Bewerteten und damit die

am wenigsten geschützte Sozialsphäre.

Daher besteht grundsätzlich

kein Anspruch auf Löschung

sämtlicher Bewertungen; die ungefragte

„Zwangsmitgliedschaft“ in

einem Bewertungsportal wird von

der Rechtsprechung akzeptiert. Ein

umfassender Löschungsanspruch

kommt nur ausnahmsweise in Betracht,

wenn der Portalbetreiber seine

Stellung als neutraler Informationsmittler

verlässt. Das wurde z. B.

beim Arztbewertungsportal www.

jameda.de angenommen, weil dort

Ärzten entgeltliche Premium-Pakete

angeboten wurden, mit denen

bei Aufruf sämtliche im räumlichen

Umfeld konkurrierenden Ärzte mit

besserer Bewertung als Anzeige

präsentiert wurden, wohingegen

diese Werbung bei Aufruf der zahlenden

Ärzte unterdrückt wurde.

Unzulässige Schmähkritik

Der Bewertete hat daher allenfalls

Ansprüche auf Unterlassung

konkreter Äußerungen. Einfach

ist die Rechtslage bei „Fake“-Bewertungen:

Diese sind immer und

insgesamt unzulässig. Wer diese

selbst verfasst oder in Auftrag

gibt, handelt unlauter. Eindeutig

ist die Rechtslage auch bei Tatsachenbehauptungen

(z.B. Öffnungszeiten

oder die Anzahl der Mitarbeiter):

Diese müssen stets wahr

sein. Kritik in Bewertungsportalen

ist dagegen regelmäßig als Meinungsäußerung

zu qualifizieren.

Da das Grundgesetz die freie Meinungsäußerung

schützt, ist diese

nur unzulässig, wenn es sich um

Beleidigungen und Schmähkritik

handelt. Unzulässige Schmähkritik

liegt vor, wenn es dem Kritiker

nicht mehr um die Auseinandersetzung

in der Sache, sondern

um die Diffamierung des Bewerteten

geht. Im Ergebnis werden die

meisten Bewertungen eine zulässige

Meinungsäußerung darstellen,

insbesondere auch bei Vergabe von

Schulnoten, Durchschnittsnoten

oder Sternchen.

Häufig anonym

Bei der Anspruchsdurchsetzung

steht der Bewertete vor dem Problem,

dass der Kritiker seine Äußerungen

in der Regel anonym abgibt

und mangels Kenntnis von Namen

und Adresse nicht in Anspruch genommen

werden kann. Nach der

Rechtsprechung steht dem Bewerteten

kein Auskunftsanspruch gegen

den Portalbetreiber zu, weil

dieser ohne Einwilligung des Kritikers

die Herausgabe dessen Anmeldedaten

nicht befugt ist.

Daher bleibt dem Bewerteten

nur der Weg, den Portalbetreiber

in Anspruch zu nehmen. In diesem

Verhältnis stellt sich das Problem,

dass der Portalbetreiber keine

eigenen Behauptungen aufstellt

und sich fremde Kritik grundsätzlich

auch nicht zu eigen macht. Das

52 KÜCHENPLANER 1/2/2021


wäre nur dann anders, wenn er seine

Rolle als neutraler Vermittler

verlässt und eine aktive Rolle einnimmt,

indem er die fremden Äußerungen

inhaltlich-redaktionell

aufbereitet, ihren Wahrheitsgehalt

überprüft oder gar eigenmächtig

und ohne Rücksprache mit dem

Kritiker Änderungen vornimmt.

Portalbetreiber in der Pflicht

Der Portalbetreiber kann aber als

mittelbarer Störer in Anspruch genommen

werden, weil er die technischen

Möglichkeiten für die

Verbreitung einer rechtsverletzenden

Kritik schafft. Hier hat die

Rechtsprechung ein qualifiziertes

„ notice and action“-Verfahren entwickelt.

Ausgangspunkt ist, dass

der Portalbetreiber nicht verpflichtet

ist, die von Kritikern eingestellten

Beiträge vor Veröffentlichung

auf eventuelle Rechtsverletzungen

zu überprüfen. Das kann er auch

gar nicht. Tätig werden muss er

erst dann, wenn er vom Bewerteten

über eine Rechtsverletzung

informiert wird. In diesem Fall

ist der Portalbetreiber verpflichtet,

die Beanstandung an den Kritiker

weiterzuleiten und diesen zu

einer Stellungnahme innerhalb

angemessener Frist aufzufordern.

Bleibt diese aus, ist der beanstandete

Eintrag zu löschen. Bestreitet

der Kritiker substantiiert die Berechtigung

der Beanstandung, ist

der Portalbetreiber grundsätzlich

gehalten, dem Bewerteten dies –

ano nymisiert – mitzuteilen und

ggf. Nachweise zu verlangen, aus

denen sich die behauptete Rechtsverletzung

ergibt. Nunmehr ist

wieder der Bewertete gefordert:

Bleibt seine Stellungnahme aus

oder legt er die vom Portalbetreiber

geforderten Nachweise nicht

vor, ist eine weitere Prüfung nicht

veranlasst; der Eintrag bleibt bestehen.

Ergibt sich dagegen aus

der Stellungnahme des Bewerteten

oder den vorgelegten Nachweisen

unter Berücksichtigung

einer etwaigen Äußerung des

Kritikers eine Rechtsverletzung,

ist der beanstandete Eintrag zu

löschen.

Portale im Blick behalten

Der Portalbetreiber agiert in diesem

„Ping-Pong-Spiel“ wie ein neutraler

Schiedsrichter zwischen den

widerstreitenden Positionen. Wichtig

zu wissen ist, dass die meisten

Kritiker nach Zuleitung einer Beanstandung

nicht mehr reagieren, sodass

die Kritik i. d. R. gelöscht wird,

auch wenn sie inhaltlich berechtigt

war bzw. einer gerichtlichen

Überprüfung standgehalten hätte.

Es empfiehlt sich daher immer,

die digitale Repräsentation und Bewertungen

in Portalen regelmäßig

zu überwachen und das dargestellte

Verfahren selbst oder über einen

Anwalt einzuleiten.

Dr. Ulrich Franz ist seit 1994 als

Rechtsanwalt in Berlin tätig unter

www.franz.berlin. Er ist Fachanwalt

für Gewerblichen Rechtsschutz,

Fach anwalt für Urheber- und Medienrecht

und Lehrbeauftragter

an der Hochschule für Technik und

Wirtschaft/Berlin. Er hat zahlreiche

Fachartikel zu Bewertungs- und

Preisvergleichsportalen, Vergleichender

Warentest und Werbung

mit Testergebnissen veröffentlicht.

Foto: Franz

1/2/2021 KÜCHENPLANER 53


Betriebsmanagement

Foto: Biermann

Hinweis im Lockdown: Die folgenden Kontaktdaten wurden für das Foto außen vor gelassen.

Kundenkontakt

trotz Lockdown

Zum zweiten Mal innerhalb von 12 Monaten bleiben die Türen im Küchenhandel

geschlossen. Haben die Küchenstudios ihre Lehren aus dem ersten Lockdown

gezogen? „Bei Weitem nicht alle“, meint Volker Schmidt* von der SEB Steuerberatung.

Für Küchenstudios, die ihre Kommunikation noch nicht digital ausgerichtet haben,

erläutert er, welche einfachen Möglichkeiten bestehen, damit auch in Lockdown-Zeiten

Küchen verkauft werden können.

* Volker Schmidt von der SEB Steuerberatung

ist Steuerberater, Vereidigter

Buchprüfer und Fachberater für Unternehmensnachfolge

und für die Umstrukturierung

von Unternehmen sowie Datenschutzbeauftragter

insbesondere für

den Küchenhandel. Das Unternehmen

beschäftigt 50 Mitarbeiter und ist seit

1990 auf den Kücheneinzelhandel spezialisiert.

www.seb-steuerberatung.de

Der Küchenhandel hat sich vom

ers ten Lockdown im Frühjahr

2020 recht gut erholt. Im Sommer,

in dem sonst eher Flaute herrscht,

haben viele Kunden nachgeholt,

was sie im Frühjahr nicht konnten,

und im Oktober erreichte der

Küchenhandel sogar Zuwächse im

zweistelligen Bereich. Zu diesem

Wachstum haben mehrere Gründe

geführt: Die Menschen verbringen

jetzt mehr Zeit zu Hause. In diesem

nicht ganz freiwilligen Cocooning

möchte man sich in den eigenen

vier Wänden natürlich wohl fühlen.

Eine neue Küche kann dabei helfen.

Der zweite Grund: Trotz Lockdown

werden neue Häuser und Woh-

54 KÜCHENPLANER 1/2/2021


nungen fertiggestellt. Und es wird

– wenn auch in leicht vermindertem

Umfang – umgezogen: Täglich

finden in Deutschland im Schnitt

rund 20 000 Wohnungsumzüge

statt. Und ein weiterer Nebeneffekt:

Da die Gastronomie ebenfalls nur

sehr reduziert arbeiten kann, ist

die Küche im Haus umso wichtiger.

Der Bedarf ist vorhanden

Kurz gesagt: Neue Küchen werden

weiterhin benötigt. Doch wer

eine braucht, steht beim Küchenfachhandel

und bei den Möbelhäusern

vor verschlossenen Türen.

Und trotz der Erfahrung des

ersten Lockdowns sind viele Betriebe

nicht auf digitale Küchenplanungen

und Kaufvertragsabschlüsse

vorbereitet. Diese Küchenstudios

können aktuell kaum arbeiten und

niemand weiß, ob es nach der Aufhebung

des Lockdowns ohne den

Effekt aus der gesenkten Mehrwertsteuer

erneut eine Aufholjagd

geben wird. Und das Problem wird

sich fortsetzen. Die Digitalisierung

macht auch vor dem Küchenhandel

nicht halt. Wer darauf nicht eingestellt

ist, wird es in der Zukunft

schwer haben. Auch ohne Corona.

Dabei ist es im Grunde genommen

nicht kompliziert. Mit wenigen

Möglichkeiten können Küchenhänd

ler trotz Lockdown im Kundenkontakt

bleiben und sogar Neukunden

gewinnen.

Der Schlüssel zum Erfolg

Die drei wichtigsten Punkte für den

Verkaufserfolg heißen Kommunikation,

Kommunikation und noch einmal

Kommunikation. Bei den bereits

geknüpften Kundenkontakten

ist es recht einfach: Hier kann das

Verkaufspersonal per E-Mail oder

Telefon Kontakt zum Kunden halten

– und zum Erfolg führen. Denn

solche Kontakte führen oft zum

Kaufabschluss, wenn sie offensiv

gepflegt werden. Doch wie kommen

Neukunden ins Geschäft? Zufriedene

Kunden bringen neue Kunden.

Diese Erkenntnis gilt auch in Corona-Zeiten.

Der erste Kontakt findet

dann meist über die Website statt.

Eine professionelle, aussagekräftige

Website ist also unerlässlich.

Weiter geht es in der „ Customer

Experience“ dann über das Telefon.

Wenn der Küchen händ ler hier

überzeugen kann, sind Kunden bereit,

den Weg zur Wunschküche

auch unter besonderen Umständen

weiterzugehen.

Von Angesicht zu Angesicht

Telefon und E-Mail sind hier die

Standard-Kommunikationsmittel.

Als besser haben sich aber Gespräche

in digitaler Form erwiesen:

Berater oder Planer können den

Kunden sehen und andersherum

bekommt auch der Kunde direkten

Blickkontakt zum Verkäufer. Das

stärkt das Vertrauen der späteren

Vertragspartner. Bildschirminhalte

können geteilt werden, was die

Planung sowie Vertragsverhandlungen

erleichtert. Küchenstudios

sollten sich also mit Programmen

wie Skype, Zoom, WebEx, Teams

und Ähnlichem vertraut machen.

Die Programme unterscheiden sich

meist nur in kleinen Details und

sind leicht zu erlernen.

Hausbesuch trotz Corona?

Trotz der besonderen Umstände

sind längst nicht alle Kunden

auf digitale Kommunikation eingestellt.

Wenn der Küchenverkäufer

sich an die geltenden Bestimmungen

hält und darüber hinaus

sich und den Kunden maximal

schützt, sind sogar Besuche beim

Kunden möglich. Das hat den Vorteil,

dass physische Muster gezeigt

werden können und die Planung

vor Ort gemacht werden kann. Da

der Küchenkauf Vertrauenssache

ist, ist der direkte Kontakt vielfach

erfolgreicher. Im Falle eines

Vertragsabschlusses sollten Küchenstudios

in Hinblick auf das

Fernabsatzgeschäftsgesetz die Unterschrift

auf dem Kaufvertrag

beim Kunden oder an der Lagertür

vornehmen. Denn die Abholung

von Ware durch den Kunden

ist erlaubt; Eingangstür und Verkaufsraum

bleiben für sie aber

geschlossen. Eine Planung und

Küchenbemusterung im Küchenstudio

quasi durch die „Hintertür“

ist also keine gute Idee.

Nachhaltig profitieren

Viele Küchenhändler gehen davon

aus, dass der Online-Kontakt auch

in den Zeiten nach Corona eine wesentlich

größere Rolle spielen wird.

Warum? Fahrtzeiten und Fahrtkosten

fallen weg, die ersten Planungen

oder die Besprechung von

kleineren Zwischenschritten kann

auch mal zwischendurch gemacht

werden – der Kunde muss also

nicht einen halben Tag Urlaub nehmen,

sondern kann kleine Fragen

mit dem Küchenstudio auch mal

vom Arbeitsplatz aus klären. Zwar

seien, so berichten Küchenhändler,

die Online-Kontakte derzeit

noch zeitaufwendig. Es gebe mehr

Anfragen, als bedient werden können.

Man erreiche geschätzt 85 %

des Verkaufsumsatzes ohne die Corona-Beschränkungen.

Trotzdem

muss die Chance, den Küchenhandel

digitaler zu gestalten, ergriffen

und mit einem gewissen Grad

an Professionalität umgesetzt werden.

Auf kurze Sicht werden die

Fachhändler im Vorteil sein, die

einfach mal ausprobieren und im

ständigen Gespräch mit ihrer Community

sind. Im digitalen Verkaufsgespräch

ist heute noch keiner perfekt.

Aber wer nicht damit anfängt,

wird zukünftig mit ziemlicher Sicherheit

weniger Kaufverträge auf

sich ziehen können.

Was Küchenstudios brauchen,

um online zu verkaufen:

• Einen professionellen Internetauftritt

• Leistungsfähige Datenleitungen

• Eine zeitgemäße PC- und Bildschirmausstattung

• Meetingsoftware

• Kamera und Mikrofon

• Dropbox zum Austausch von

größeren Datenmengen

• Mut zum Experiment und zum Fehler

• Und natürlich: Kommunikation, Kommunikation,

Kommunikation!

1/2/2021 KÜCHENPLANER 55


Küchenverbände

Auf der Höhe der Zeit:

Die Leitküche des Eigenmarkenkonzepts

„Liva“.

Mehr Qualität

beschert Rekordumsätze

Die Garant Gruppe meldet neue Höchstwerte im Umsatz. Und das quer durch alle Sortimente.

Auch die Küche legte ordentlich zu: Von Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

um 17 %. Mit dafür verantwortlich: der starke mittelständische Fachhandel.

Dieser zeigte sich nach Auskunft der

Garant- Geschäftsleitung „in einem herausfordernden

Markt um feld deutlich

gestärkt“. Besonders im Wettbewerb mit

der konkurrierenden Großfläche konnte

das Kernklientel der Garant Gruppe Stärke

beweisen und mit hoher Beratungsqualität

Kunden überzeugen. Und das mit

einem umsatzfördernden Effekt: Stückzahlen

und Durchschnittspreise seien in

allen Sortimenten gestiegen. „Die Preissensibilität

der Kunden hat abgenommen“,

kommentierte Geschäftsführer

Torsten Goldbecker die Lage. Was ihn

und den zweiten Geschäftsführer Jens

Hölper ganz besonders freue. Schließlich

zähle die „Qualität in der Struktur“

zu den strategischen Zielen der Gruppe.

56 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Sprich: Nicht auf die möglichst hohe Zahl

der Partner soll es vorrangig ankommen,

sondern auf die hochwertige Vermarktungsqualität.

„Sehr hoher Auftragsbestand“

Garant zeigt sich bei Unternehmenszahlen

traditionell zurückhaltend, komplett

an weiteren Kennziffern kamen die

Verantwortlichen bei einer Online-Pressekonferenz

zum digitalen Partnerforum

2020 natürlich nicht vorbei. Stand 10. Dezember

gehören 1807 Mitglieder der Gruppe

an. Davon im Segment Küche (Küchen

Areal) 491 (plus 23 im Vergleich zu 2019).

Konnte die gesamte Gruppe ihren Umsatz

in den elf Monaten des vergangenen Jahres

um 14 % steigern, legte die Küche mit

Plus 17 % noch einen drauf. Laut Hendrik

Schütte, Mitglied der Geschäftsleitung

Foto: Garant

mit den Verantwortungsbereichen Marketing

und E-Business, resultieren diese

Rekordwerte unter anderem aus den inzwischen

bekannten Nebenwirkungen

der Corona-Pandemie: Cocooning und

Budget verlagerungen. Auch die Mehrwertsteuersenkung

habe einen Teil dazu

beigetragen. Ebenso die rege Bautätigkeit.

Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz Mitte

Dezember 2020 meldeten die Küchen

Areal- Mitglieder verbreitet einen „sehr

hohen Auftragsbestand“.

Noch erfolgreicher als die Küche präsentierte

sich im Berichtszeitraum das

Spezialsegment „Schlafen“. Und zwar mit

einem Umsatzplus von 21 %. „Bad + Haus“

kommen auf + 8 % und „Wohnen“ auf

+ 10,4 %. Konkrete Umsatzzahlen nennt

die Garant Gruppe nicht, betont aber: „Die

Entwicklung zu höherwertiger Qualität

zieht sich überall durch.“

Doch nicht nur Effekte von außen seien

maßgeblich für die erfolgreichen Umsatzzahlen.

Parallel sehen sich die Geschäftsführer

mit ihren eigenen Angeboten auf

dem richtigen Weg: „Die von uns in den

vergangenen Jahren für den Handel bereitgestellten

und platzierten Konzepte

greifen diese Veränderungen im Kundenverhalten

bedarfsgerecht auf und geben

der Entwicklung zusätzlichen Anschub.“

Partnerforum erstmals digital

Das in der Zeit vom 16. November bis

9. Dezember 2020 erstmalig komplett digital

durchgeführte Garant Partnerforum

stellte deshalb folgerichtig die Eigenmarken

und Kollektionen der einzelnen

Spezialverbände in den Mittelpunkt. In

12 interaktiven Messe-Formaten erfuhren

die Verbandsmitglieder alles rund um

die Sortimentsentwicklungen und Neuheiten

für 2021. Dabei wurde auch „zufriedenstellend

geordert“: Garant sammelt

hierzu zentral die digital von den Händlern

eingegangenen Platzierungsaufträge

der Kollektionsneuheiten und leitet diese

an die beteiligten Hersteller weiter. Zusätzlich

wurde in zwei Live-Events den

Partnern der Schiene Küchen Areal ein

umfassender Einblick in das erneut weiterentwickelte

und ausgebaute Marketing-Programm

2021 gegeben. Dazu zählen

auch Digital-Prospekte als einer der

neuen Bausteine. Zudem stellte sich der

neue Modulleiter Jörg Böhler den Mitgliedern

auch in diesem Rahmen vor.

Umfangreiche Neuheiten gab es in

diesem Jahr nicht, die Küchen-Ordermesse

findet wie geplant im Zweijahresrhythmus

erst 2021 wieder statt. Und das

war auch gut so, betonte Geschäftsführer

Torsten Goldbecker: „In diesem Jahr

ging es ohnehin eher um Bedarfsdeckung

als um Bedarfsweckung. Weitere Neuheiten

und Innovationen hätte der Verbraucher

wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen.“

Gut besucht

„Die Resonanz auf die digitalen Messe-

Formate war sehr erfreulich“, lautete das

Fazit zu den Partnertagen. Mit einer Teilnehmerzahl,

die in etwa dem Niveau des

Garant Partnerforums 2019 entsprach.

„Dabei konnten wir durchaus auch die

Teilnahme von Partnern verzeichnen,

die sonst den Weg zur physischen Veranstaltung

seltener gefunden haben“, berichtete

Hendrik Schütte. Auch das Angebot

zur digitalen Warenbestellung sei

sehr gut angenommen worden, „sodass

wir bei unseren Neuheiten im Bereich

der Kollektionen und Exklusivmodelle

erfreulicherweise ein Ordervolumen auf

Vorjahresniveau verzeichnen können“.

„Aber bei aller Zufriedenheit über die Akzeptanz

dieser neuen digitalen Formate

freuen wir uns natürlich auf ein persönliches

Wiedersehen mit unseren Handelsund

Handwerkspartnern im kommenden

Jahr“, betonten Torsten Goldbecker und

Jens Hölper abschließend. Allerdings sollen

die neuen digitalen Formate parallel

weiterhin genutzt werden.

Verhalten optimistisch

Und wie geht es 2021 weiter? Genau könne

das natürlich niemand sagen, doch

viele Zeichen deuteten darauf hin, dass

die Menschen erneut viel Geld ins eigene

Heim investieren. Während es bei Möbeln

eher um Emotionen im Kaufprozess

gehe, hat sich die Küche zum Statusobjekt

entwickelt. Mit entsprechenden Begehrlichkeiten

und wohl weiterhin steigenden

Durchschnittspreisen. So gehen

die Geschäftsführer für das laufende Jahr

2021 von weiterhin guten Umsätzen aus

und erhoffen sich eine „gute Seitwärtsbewegung“.

Im offiziellen Sprachgebrauch

heißt das: „Wir sind verhalten optimistisch.“

1/2/2021 KÜCHENPLANER 57


Küchenzubehör

Blanco trennt

sich von der

Keramikfertigung

in Eigenregie

und hat

mit der neuen

Gesellschaft

eine lang fristige

Liefervereinbarung

geschlossen.

Foto: Blanco

Blanco gibt eigene

Keramikfertigung auf

Langfristige Lieferpartnerschaft statt eigener Produktion:

Blanco gibt die Fertigung von Keramikspülen in

der Türkei auf und konzentriert sich stattdessen konsequenter

auf das Gesamtsystem Wasserplatz. Übernommen

wurde die Produktion in Istanbul im Zuge

eines Management- Buy-Out (MBO) vom langjährigen

Interims-Manager Tufan Uçar. Er wird das Werk unter

dem Namen Nuevo Seramik A.Ş. fortführen. Gleichzeitig

hat Blanco mit der neuen Gesellschaft eine lang fristige

Liefervereinbarung über die gefertigten Spülen

und Becken abgeschlossen. Die Transaktion trat nach

Genehmigung der Behörden zum 26. November 2020

in Kraft.

Ressourcen freisetzen

Andreas Ostermann von Roth, Chief Operations Officer

(COO) von Blanco, sieht in der Vereinbarung viele Gewinner.

„Die künftige Eigenständigkeit des Werks setzt

bei Blanco interne Ressourcen frei, die es uns ermöglichen,

unsere Positionierung als führender Systemanbieter

eines integrierten, nahtlosen Wasserplatzes erfolgreich

weiter zu entwickeln. Die Fortführung des

Werks unter der bisherigen Leitung gibt den Mitarbeitern

in Istanbul eine klare Perspektive. Gleichzeitig

gewährleistet der MBO einen nahtlosen Übergang für

unsere Kunden. Mit Herrn Uçar als Partner und dem

eingespielten ganzen Team sichern wir die Versorgung

unserer Kunden mit Keramikbecken in der gewohnten

hochwertigen Blanco-Qualität“, betont der Geschäftsführer.

Mit dem Aufbau einer eigenen Fertigung von Spülen

und Becken aus Keramik wollte sich Blanco aus

Materialsicht als Komplettanbieter am Spülenmarkt

etablieren. Mit Produkten aus Edelstahl und farbigen

Verbundwerkstoffen (Silgranit) ist das Unternehmen

ohnehin weltweit führend. Doch Spülen aus Keramik

sind in vielen Märkten ein relativ kleines Segment,

und gleichzeitig ist die Fertigung sehr komplex.

Keramikspüle bleibt im Programm

Das musste auch Blanco nach Start der Fertigung in

Istanbul im Jahr 2008 erfahren. Es gab technische Anlaufschwierigkeiten,

die zu überwinden waren. Nun

folgte also der Ausstieg aus der Eigenfertigung, wenngleich

das Produkt „Keramikspüle“ weiter im Programm

bleibt. Jedoch betont das Unternehmen in einer Presseinformation:

„Nach wie vor bestehen die meisten Spülen

weltweit aus Edelstahl. In Deutschland ist Blanco der

größte Hersteller von Edelstahl-Spülen. Spülen aus farbigem

Verbundwerkstoff verzeichnen hohe Wachstumsraten

und stellen das zweitgrößte Segment des Marktes

dar. In diesem Bereich ist Blanco mit seinen Silgranit-

Spülen Weltmarktführer.“

Nahtlos integrierte Lösungen

Mit seiner neuen, jüngst kommunizierten Ausrichtung

verfolgt Blanco das Ziel, noch stärker als Marke für

nahtlos integrierte Lösungen am Wasserplatz in der

Küche wahrgenommen zu werden. Konsumenten sollen

mit täglich erlebbarem Komfort und Nutzen rund

ums Trinken, Vorbereiten und Reinigen begeistert werden.

Mit den 2020 eingeführten Unit drink.systems

setzte Blanco im Produktbereich bereits ein entsprechendes

Signal im Markt.

58 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Alles für die private Küche

Spülen, Armaturen, Abfalltrennung,

Dunstabzüge und Kochgeräte – diese

bislang in unterschiedlichen Divisionen

gemanagten Produktsegmente

hat Franke nun vereint. Seit

dem 1. Januar 2021 ist die neue Division

operativ tätig. Sie trägt den Namen

Franke Home Solutions. Diese

neue Bezeichnung steht nicht nur

für die Essenszubereitung (u.a. Becken,

Spülen und Armaturen) und

das Kochen (Dunstabzugshauben

und Kochfelder), sondern soll auch

die Perspektive widerspiegeln, das

Know-how der Division zu nutzen,

um die Präsenz in der Küche auszubauen.

Die Division der Franke

Gruppe ist weltweit aktiv und beschäftigt

rund 5000 Mitarbeitende

in nahezu 40 Ländern. Der Umsatz

der Division beläuft sich derzeit auf

rund 930 Mio. Euro (rund 1 Mrd.

Schweizer Franken).

Türöffner für weitere Bereiche

Barbara Borra, President/CEO der

Division Franke Home Solutions,

beschreibt die Hintergründe so:

„Mit der neuen Division haben wir

uns zum Ziel gesetzt, unsere Präsenz

in der Küche stetig zu erweitern.

Unsere Anker-Produkte sollen

als Türöffner dienen, um in neue

Bereiche zu expandieren, zum Beispiel

mit dem Thema Raumluft-

Qualität. Unsere Vision ist es, in

jedem Haushalt mit unseren innovativen

Lösungen präsent zu sein.

Franke Home Solutions setzt dabei

nicht nur auf hochwertige Produkte

und exzellenten Service, sondern

auch auf die Entwicklung

intelligenter Gesamtlösungen. Mit

einem komplementären, perfekt

aufeinander abgestimmten Produktsortiment

aus einer Hand und

einfacheren Vertriebs- und Servicestrukturen

können wir unsere B2B-

Partner noch besser unterstützen

und unseren Endkunden das bestmögliche

Erlebnis bieten. So schaffen

wir einen echten Mehrwert für

alle – Geschäftspartner, Endkunden

und Mitarbeiter.“

Foto: Website

Die Franke Gruppe bündelt mit der neuen Division ihre

Kompetenzen in den Bereichen Essenszubereitung und

Kochen für die private Küche. Die Vision ist es, in jedem

Haushalt mit einem Anker­Produkt von Franke

vertreten zu sein.

Dreidimensional durchs Programm

Küchenzubehörspezialist Naber lädt zur virtuellen

Tour durch sein Programm. Neben allen aktuellen

Produkten rund um Küchenlüftung, Spülcenter und

Beleuchtung lässt sich sogar eine Frankfurter Küche

dreidimensional erkunden.

Auf der „Naber Live Tour“ bewegen sich die Besucher

per Maus von Modul zu Modul. Wichtige Informationen

und Videos sind mit nur einem Klick erreichbar.

Fotogalerien zeigen die Produkte zudem in

detaillierten Einzelansichten. Von der Tour gelangen

die Nutzer direkt ins Naber-Händlerportal. Dort lassen

sich Varianten und Maße prüfen, und registrierte

Händler können von hier direkt bestellen.

Frankfurter Küche in 3D

Smarte Elektronik und virtuelle Ansichten waren

1926 reine Utopie. Trotzdem war die Frankfurter Küche,

von Ernst May initiiert und von der Wiener Architektin

Margarete Schütte-Lihotzky realisiert,

wegweisend für die Entwicklung moderner Küchenwelten.

In der „Naber Live Tour“ ist ein aufwendig restauriertes

Original mit zahlreichen Details zu sehen.

Hier geht’s direkt zur Tour: www.naber.de/nurein-klick-entfernt-unsere-neue-live-tour/

Das Armate­Sortiment lässt sich auf der digitalen Tour detailreich erkunden.

Foto: Naber

1/2/2021 KÜCHENPLANER 59


Küchenmöbel

Wandel zur Lifestyle-Marke

Neue Eigentümerstruktur, Wechsel der Geschäftsleitung: Das Jahr 2020 stand für SieMatic im

Zeichen der Neuausrichtung. Jetzt meldet das Unternehmen: „Wir investieren Millionen in den

Standort Löhne“. Ziel sei der Wandel von einer Produkt- zu einer begehrten Lifestylemarke.

Damit bekenne sich die Geschäftsführung

und der Gesellschafter von SieMatic

zu einer klaren Investitionsstrategie,

heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Und dass der eingeschlagene

Weg zu mehr Wachstum forciert werden

soll. Wobei die Basis aktuell zu stimmen

scheint: In den Kernmärkten erzielte Sie-

Matic 2020 nach eigenen Angaben „ein

deutliches Wachstum“. Der Umsatz in

China beispielsweise sei nahezu verdreifacht

worden und auch in den Heimatmärkten

DACH und Niederlande sei der

Umsatz signifikant gesteigert worden.

Konkrete Zahlen nennt der Küchenmöbelhersteller

aber nicht. Dem Jahr 2021

sehe SieMatic jedenfalls optimistisch

entgegen.

Soliden zweistelligen Millionenbetrag

Hanjo Runde, CEO SieMatic, wird zu den

aktuellen Plänen so zitiert: „SieMatic investiert

einen soliden zweistelligen Millionenbetrag

in neue Produktionsanlagen

am heimischen Standort Löhne. Dies

wird unsere Wettbewerbsfähigkeit entscheidend

stärken. Zudem wird die Wandlung

von einer international begehrten

Produktmarke zu einer herausragenden

Lifestyle-Marke dieses Jahr sukzessive

erlebbar. Zusätzlich investieren wir in

die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells

und werden hierdurch die Frequenz

in den Studios unserer Vertriebspartner

entscheidend verstärken.“

Losgröße 1

In Partnerschaft mit dem Maschinenhersteller

HOMAG investiert der Küchenmöbelhersteller

demnach in zweistelliger

Millionenhöhe in eine neue,

vollintegrierte Losgröße-1-Fertigungslinie.

„Mit diesem Projekt bringt auch der

chinesische Gesellschafter Zugen Ni sein

langfristiges Engagement in den Standort

Löhne deutlich zum Ausdruck“, betont

das Unternehmen und kündigt an, dass

die ersten neuen Maschinen schon im

Spätsommer 2021 in Betrieb genommen

werden sollen. „Bis Ende 2022 werden

die kompletten neuen Anlagen installiert

sein.“ Die neue Fertigung berücksichtige

neben den nötigen Kapazitätserhöhungen

vorausschauend auch bereits die

Anforderungen der in Zukunft geplanten

Produktneuheiten, deren Entwicklung

parallel mit großem Engagement vorangetrieben

werde.

Maßstäbe setzen

Zentral ist laut Hanjo Runde die Stärkung

der Marke und die Wandlung von einer

begehrten Produktmarke zu einer „herausragenden

Lifestyle-Marke, die die

Zeichen der Zeit nicht nur erkennt, sondern

antritt, sie wieder maßgeblich mitzuprägen“.

Um mit der sich verändernden

Gesellschaft und dem Konsumverhalten

wichtiger Zielgruppen Schritt zu halten,

kündigte das Unternehmen an, die Marke

modernisieren zu wollen und in die Attraktivität

und Begehrlichkeit von SieMatic

zu investieren.

60 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Grundlegende Digitalisierung

Die Modernisierung der Marke soll an

jedem Berührungspunkt der Customer

Journey erlebbar werden. Die Kernzielgruppe

der „Creative Class“ ist digital orientiert.

SieMatic digitalisiert auch deshalb

das eigene Geschäftsmodell, nutzt

verstärkt digitale Medien und installiert

ein Digitales Lead Programm, um den

Traffic in den Studios zu steigern.

Bereits Mitte Januar erfolgt der Rollout

in den wichtigsten Kernmärkten

von SieMatic mit einer speziellen Kampagne

für die mehrfach mit Designpreisen

ausgezeichnete „SieMatic SLX“, die

laut Hanjo Runde bereits mehr als 20 %

zum Umsatz beisteuert. Im 2. Quartal

folge international die Kampagne zum

Marken-Relaunch mit weiteren Produktinnovationen.

Dank ans Team

Hanjo Runde betont auch: „Angesichts

der Herausforderungen im letzten Jahr

bin ich der SieMatic Mannschaft unglaublich

dankbar, wie wir die Krise bisher

gemeistert haben, und stolz auf das

gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern

erreichte Wachstum. Wir tun alles

dafür, diesen Weg auch 2021 erfolgreich

fortzusetzen und blicken positiv in die

Zukunft.“

Fotos: SieMatic

Hanjo Runde, CEO SieMatic Möbelwerke:

SieMatic zur Lifestyle-Marke machen, die

die Zeichen der Zeit nicht nur erkennt,

sondern antritt, sie wieder maßgeblich

mitzuprägen.“

Was mit Küchen:

Inspiration

im Straßenbild.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 61


Küchenmöbel

Reform

plant im großen Stil

Reform ist eine auf Küchen spezialisierte Designmarke aus

Däne mark. Und eine Marke mit ambitionierten Wachs tumsplänen.

Ziel und fester Plan sei es, zu einem Unter nehmen

zu wachsen, das im Umsatz die Milliarden schwelle überschreitet.

In Euro. Eine aktuelle Finanz spritze von rund

10 Millionen Euro soll diese Pläne nun weiter voranbringen.

Im Boot ist ein dänischer Finanzpartner.

Foto: Reform / Irina Boersma

Das Küchendesign

„Plate“ von David

Thulstrup wirkt

grifflos, wurde

jedoch mit einer

integrierten

Lösung gestaltet.

62 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Geplant ist der kontinuierliche Ausbau der Präsenz

in der DACH Region mit neuen Showrooms, die in Eigenregie

von angestellten Mitarbeitern betrieben werden.

Beispielsweise aktuell in Stuttgart und Frankfurt

sowie in Wien, Paris, Antwerpen und Brüssel. Schon

heute ist das Unternehmen in Deutschland mit Showrooms

in Berlin, Hamburg, Köln und München vertreten.

Darüber hinaus wird Reform 2021 weitere neue

Küchendesigns mit namhaften und preisgekrönten

Architekten und Designern auf den Markt bringen. Im

gerade abgelaufenen Jahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen

einen Umsatz von 14 Mio. Euro und meldet

ein „trotz Corona-Krise gutes Wachstum im Vergleich

zum Vorjahr“. Geleitet wird Reform von den beiden

Gründern Jeppe Christensen und Michael Andersen.

Gründer bleiben bestimmend

Aktueller Investor ist „Vækstfonden, The Danish

Growth Fund“. Dabei handele es sich um einen unabhängigen

Fonds. Vækstfonden habe die gleichen Ambitionen

und Visionen für Reform wie die beiden Gründer

Michael Andersen und Jeppe Christensen. „Uns war es

äußerst wichtig, einen Partner zu finden, der die richtige

Balance zwischen dem aufzubringenden Kapital

und der Beibehaltung der Eigentumsmehrheit ermöglicht“,

heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Design für die Mitte

Spezialisiert hat sich Reform auf das mittlere Preissegment

mit Tendenz nach oben. Und das mit einem

wahrnehmbaren Designanspruch, wie das Unternehmen

betont. Zielgruppe ist ein eher junges Publikum.

Auch das nebenstehende Design „Plate“

von David Thulstrup folgt diesem Anspruch. Es

setzt auf das Zusammenspiel von klassischer und

moderner Formensprache. „Moderne Schlichtheit“,

heißt es dazu von Reform. Ausgestattet werden

können die Schränke mit matt oder hochglänzend

lackierten oder hand-gebürsteten Fronten.

In ihrem puristischen, ehrlichen und angenehm

schnörkellosen Design treffen satte Farben und ausdrucksstarke

Oberflächen wie Granit auf mattes, industriell

anmutendes Aluminium und Edelstahl.

Die Oberflächen des Designs sind als mehrlagige

Strukturfronten gestaltet und produziert: Aluminiumplatten,

aufgebracht auf die beiden Seiten einer

klassischen schwarzen, durchgefärbten MDF-Platte.

Die Kanten sind offenliegend und machen jede einzelne

Schicht der Front dadurch von der Seite aus

sichtbar. Die Aluminiumoberflächen sind in zwei

Versionen erhältlich: Eine lackierte, pulverbeschichtete

Variante und eine handgebürstete Variante, die

der Küche mit ihrem subtil changierenden Ausdruck

einen sanfteren und doch klaren, industriellen

Charakter verleiht. Als Arbeitsplatte empfiehlt

David Thulstrup massiven Edelstahl sowie zwei verschiedene

Granitvarianten. Die Steinplatten sind in

zwei Varianten erhältlich: in hellgrauem Kalkstein

und Baltic Brown Granit.

Foto. Reform / Robert Rieger

Haben mit der

dänischen Designmarke

Reform

große Pläne: die

Gründer Michael

Andersen und

Jeppe Christensen.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 63


Küchenmöbel

Foto: nobilia

nobilia-Vertriebschef Bernd Weisser (Foto links) und

Dr. Lars Bopf (Sprecher der nobilia-Geschäftsleitung)

freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Bloggerin Sally.

Sie soll die Marke nobilia emotional darstellen und

bekannter bei Endkunden machen.

nobilia will emotionaler werden

Küchenmöbelmarktführer nobilia arbeitet ab sofort mit

Sally zusammen – der deutschland- und europaweit

größten Food-Bloggerin. Durch diese Partnerschaft

möchte nobilia die Marke stärker mit Emotionen aufladen,

die Sichtbarkeit beim Endkunden erhöhen und potenzielle

Käufer inspirieren sowie für die Notwendigkeit

einer funktionalen Küchenplanung sensibilisieren.

„Social-Media-Plattformen haben sich zu wichtigen

Touchpoints innerhalb der Customer Journey des Endkunden

entwickelt. Inspiration und Planungstipps lassen

sich über diese digitalen Kanäle sehr direkt, aktuell

und authentisch vermitteln. Neben unseren eigenen

Aktivitäten sehen wir in der Zusammenarbeit mit Sally

große Chancen und haben unser Engagement dahingehend

nun gezielt ausgebaut“, erklärt Dr. Lars Bopf, Vorsitzender

und Sprecher der nobilia Geschäftsführung,

in einer Pressemitteilung. Die neue Partnerschaft sei

ein weiterer konsequenter Schritt, die Markenbekanntheit

von nobilia beim Endkunden weiter auszubauen.

Vielfalt und Design

„Sally wird ihren authentischen Content um spannende

Inhalte rund um die nobilia Welt erweitern, wertvolle

Tipps geben und über persönliche Erfahrungen berichten“,

teilt der Küchenmöbelhersteller weiter mit. Zum

Start der Zusammenarbeit werde das neu entstehende

Innovations-Center „Sallycon Valley“ in Waghäusel

mit einer Küche und einem Hauswirtschaftsraum ausgestattet.

Auf diese Reise werden die Zuschauer mitgenommen

und können diesen Entstehungsprozess über

alle Kanäle verfolgen. Ziel der Kommunikation sei es,

durch Sally aufzuzeigen und zu erklären, welche besonderen

Mehrwerte und Funktionalitäten eine nobilia

Küche zu bieten hat. Aber auch die Planung wird einen

großen Baustein des Kommunikationspaketes darstellen.

Eine weitere Säule wird die Designvielfalt der

nobilia Kollektion sein, die Planungen nach individuellen

Vorstellungen und Bedürfnissen ermöglicht. Die

Kommunikation der gemeinsamen Inhalte wird vorrangig

über Instagram, Pinterest und YouTube erfolgen.

Ständig mehr Fans

Die gebürtige Badenerin Sally gründete 2012 ihren eigenen

YouTube-Kanal „Sallys Welt“. Seitdem begeistert

sie eine stetig wachsende Fangemeinde regelmäßig mit

Rezeptideen sowie Tipps rund um Lebensmittel, Haushalt

und Familie. Ihre Videos finden ihr Publikum vor

allem in Deutschland, Öster reich und der Schweiz.

Allein auf YouTube erzielt sie mit „Sallys Welt“ über

zwölf Millionen Views im Monat und ist dort mittlerweile

zu Deutschlands größtem Koch- und Backformat

gewachsen. Auch auf Pinterest und Instagram begeistert

sie mit ihren kreativen Ideen und praktischen Anregungen

ein Millionenpublikum.

64 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Foto: Störmer AG

Das neue Logo.

Störmer zieht Schlussstrich

Mit der Umwandlung der Gesellschaftsform in eine AG will

das Unternehmen Störmer eigenen Angaben zufolge einen

Schlussstrich unter die Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit

ziehen. Damit sei der Transformationsprozess von

einem klassischen Küchenhersteller zu einem digital agierenden

Möbelunternehmen abgeschlossen.

Seit dem 15. Dezember 2020 firmiert Störmer nun als AG.

Dafür wurden die Gesellschaften Störmer und Eschebach zusammengeführt.

„Damit setzen wir einen Schlussstrich unter

die turbulente Vergangenheit und schließen die Gesundung

erfolgreich ab“, teilt Christoph Fughe, CEO des neuen Unternehmens,

mit. Die Form einer Kapitalgesellschaft soll dem

Unternehmen einen besseren Zugang zu den Finanzmärk ten

erschließen und somit das anstehende Wachstum und die Erweiterung

der Geschäftsfelder unterstützen. Der Aufsichtsrat

der AG setzt sich neben Michael Otto (bislang Geschäftsführer

Störmer / Eschebach) aus Branchengrößen wie Andreas

Dornbracht, der gerade aus dem gleichnamigen Familienunternehmen

ausgeschieden ist, und Oliver Höner zusammen.

Dieses Gremium soll die operativen Akteure und deren Geschicke

strategisch beraten und begleiten.

Klassische Vertriebswege digital ergänzen

Und die neue AG hat große Pläne. In einer ersten noch nicht

näher erläuterten Ankündigung heißt es von Christoph

Fughe: „Wir haben vor, den ersten ganzheitlichen, von einem

Produktionsunternehmen getriebenen Branchenansatz zur

Digitalisierung der Küchen- und Möbelbranche anzugehen

und haben dafür ein Konzept für die Bereiche B2B und B2C

erarbeitet. Mehr wollen wir noch nicht verraten, aber es sollte

in den kommenden Monaten fertiggestellt sein. Diese Innovation

wird dann den herkömmlichen Vertriebszweig ergänzen.

Das klassische Geschäft wird dadurch profitieren und wir

freuen uns besonders, mit der Marke Musterring im Inland

weiter zu wachsen.“ Auch für die Marke Villeroy & Boch habe

das Unternehmen seinen Wunschpartner gefunden. Hier erwartet

Michael Otto die Markteinführung für 2021.

Schnell und flexibel

Dank des Software-Systems „2020 Insight“ habe sich das Unternehmen

zu einem prozessgesteuerten und flexiblen Unternehmen

entwickelt, das Standard- und Sonderanfertigungen

bereits über die Eingabesoftware realisiert. „Diese Schnelligkeit

und Flexibilität war immer das Ziel und ist nunmehr

erreicht worden“, so das Unternehmen. Die Ausgabe der Planungen

erfolge längst nicht mehr nur auf Papier, sondern

könne in alle modernen Formate ohne Schnittstellen transferiert

werden.

Foto: Biermann

Christoph Fughe (Foto) hat als CEO der neuen Gesellschaft die alleinige

operative Verantwortung übernommen. Störmer-Geschäftsführer

Michael Otto ist in den Aufscihtsrat gewechselt.

1/2/2021 KÜCHENPLANER 65


Küchenmöbel

Foto: Ballerina-Küchen

Ballerina-Geschäftsführerin

Heidrun Brinkmeyer

und

Ballerina-Geschäftsführer

Heiko Ellersiek

(Foto links) erhalten

die Urkunde

für

„ Möbel Made in

Germany“ aus

den Händen

von Jan Kurth

(Foto Mitte),

Geschäfts führer

des Verbands

der Deutschen

Möbel industrie

(VDM).

Ballerina-Küchen macht die 50 voll

Küchenmöbelproduzent Ballerina-Küchen hat sich

als 50. Hersteller für das RAL-Herkunftslabel „ Möbel

Made in Germany“ zertifiziert. Das Label steht für

Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion und wird

vom VDM (Verband der Deutschen Möbelindustrie)

verliehen.

„Seit der Gründung im Jahr 1978 produziert Ballerina-

Küchen ausschließlich am Standort Deutschland. Auf

diese Weise stellen wir die hohe Qualität und die Langlebigkeit

unserer individuell geplanten Einbauküchen

sicher“, sagte die geschäftsführende Gesellschafterin

Heidrun Brinkmeyer bei der Überreichung der

„ Möbel Made in Germany“-Urkunde durch Jan Kurth,

Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie

(VDM).

„Mit dem Herkunftssiegel können wir unsere heimische

Produktion künftig noch stärker betonen. Davon

versprechen wir uns nicht nur Wachstumschancen

im Inland, sondern insbesondere auch auf unseren Exportmärkten“,

fügte Brinkmeyer an. Jan Kurth zeigte

sich erfreut, „dass mit Ballerina Küchen ein innovatives

und designorientiertes Familienunternehmen

zum Kreis der Label-Unternehmen hinzustößt und

dass das Interesse der Industrie an dem neuen Herkunftsnachweis

so hoch ist“.

105 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2020

Die Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH

stellt am Stammsitz im ostwestfälischen Rödinghausen

auf mehr als 30 000 Quadratmetern Produktionsfläche

derzeit rund 28 000 Küchen pro Jahr her

und beschäftigt 342 Mitarbeiter. Im vergangenen

Jahr wurde erstmals die Umsatzschwelle von 100 Mio.

Euro überschritten: Erzielt wurde 2020 ein Umsatz

von 105 Mio. Euro nach 97,5 Mio. Euro im Jahr 2019.

Das inhabergeführte Familienunternehmen liefert

seine Küchen in 29 Länder und erzielt eine über dem

Branchendurchschnitt liegende Exportquote von 44 %.

Die Geschäftsführung besteht aus dem Gründer Heinz-

Erwin Ellersiek sowie den Gesellschaftern Heidrun

Brinkmeyer (Marketing und Vertrieb) und Heiko

Ellersiek (Technik).

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66 KÜCHENPLANER 1/2/2021


Impressum

Magazin für alle, die Küchen planen und

produzieren, kaufen und verkaufen.

Erscheint im 55. Jahrgang (2021)

www.kuechenplaner-magazin.de

www.strobelmediagroup.de

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Zur Feldmühle 11, 59821 Arnsberg,

Tel.: 02931 8900-0

Herausgeber

Michael Voss

Redaktion

Dirk Biermann, Chefredakteur,

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)

Amselweg 10, 32105 Bad Salzuflen

Telefon: 05222 9441188

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Astrid Plaßhenrich (apl)

Camillo F. Kluge (cfk)

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Postfach 56 54, 59806 Arnsberg,

E-Mail: datenannahme@strobelmediagroup.de

Herstellung

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Catrin Dellmann

Druck (Lieferadresse für Beihefter und Beilagen)

Griebsch & Rochol Druck GmbH

Gabelsbergerstraße 1 (Gewerbepark Rhynern)

59069 Hamm

Naber_Visitenkarte_Kuechenplaner_2021_2022.qxp_Layout 1 21.01.21 11:59

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1/2/2021 KÜCHENPLANER 67


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