Bürgerinformationsbroschüre Löbau - 800 Jahre Löbau

MediaLight

Bürgerinformation Löbau - in der Broschüre werden die Leser kurz und knapp über die große Kreiststadt Löbau - im Herzen der Oberlausitz - informiert. Der Fokus dieser Ausgabe liegt im 800-Jährigen Jubiläum der Stadt. Zudem wird im diesen Jahr der Sechs-Städte-Bund 675 Jahre und die Bergquellbrauerei Löbau feiert 175 Jahre. Diese Themen werden ausführlich mit interessanten Beiträgen bedacht.
Wir wünschen viel Spaß beim lesen!

mtsblatt der Großen Kreisstadt Löbau

800

2021

Stadt am Berge

675 Jahre

Sechs-

Städte-

Bund

175 Jahre

Bürgerinformations- und Ratgeberbroschüre Löbau


2

Löbau – Stadt am Berge

Anzeigen

Mit sozialer Verantwortung, Kompetenz und Qualität engagiert sich die AWO

Oberlausitz für Menschen in verschiedenen Lebenslagen, um ihnen ein

eigenständiges Leben und einen Anteil an der Gesellschaft zu ermöglichen.

• Altenhilfe

• Kindertagesstätten

• Kinder, Jugend und Familie

Wir werden dabei sein!

• Eingliederungshilfe und

Wohnen

• Service und Logistik

Besuchen Sie unsere AWO SPIELMEILE

zur 800-Jahr-Feier im Juni 2021 in Löbau.

Alle Informationen dazu erhalten Sie zu

gegebener Zeit unter:

www.awo-oberlausitz.de

1 9 9 1 - 2 0 2 1

Auf dem Balkon der Oberlausitz • Berg-Gasthof Honigbrunnen

Bereits auf dem Weg nach Löbau gleiten die Blicke unwillkürlich auf

den Berggasthof Honigbrunnen, der direkt auf dem Löbauer Berg

thront. Oben angekommen sind die Gäste von dem im schweizerischen

Baustil sanierten und restaurierten Haus und der fantastischen Aussicht

in die Oberlausitzer Berglandschaft begeistert. Angenehme Stunden

garantieren die 23 exklusiven Zimmer sowie die regionalen Spezialitäten

und Gaumenfreuden aus aller Welt. Auf hochwertige regionale Produkte

wird besonderer Wert gelegt.

MBE Maschinenbau GmbH Eibau

Berg-Gasthof Honigbrunnen

Löbauer Berg 4 • 02708 Löbau

Tel.: 03585 413 91 30

info@honigbrunnen.de • www.honigbrunnen.de

Mo – So, Feiertage: 11.00–22.00 Uhr


Löbau – Stadt am Berge 3

Liebe Leserinnen und Leser, liebe

Gäste und Besucher der Großen

Kreisstadt Stadt Löbau,

mir ist es Freude und Vergnügen zugleich, Ihnen eine weitere Bürgerinformationsbroschüre

zur Stadt Löbau in die Hand zu geben.

So wie es auch in den vorangegangenen Ausgaben unserer Agentur

Tradition war, ist auch diese aktualisierte Ausgabe für die Bürger

der Stadt sowie für Gäste und Besucher, die sich in der Stadt

aufhalten eine gute Orientierungshilfe. Neben der Übersicht von

kommunalen Einrichtungen macht die Broschüre aufmerksam auf

Ansprechpartner der Stadtverwaltung, Stätten für Kultur, Kunst,

Sport und Freizeit, besondere Bauwerke, Sehenswürdigkeiten und

vieles Interessante mehr.

Solche historischen Sehenswürdigkeiten und Bauten, wie der

weltweit einzige gusseiserne Aussichtsturm, der König-Friedrich-

August Turm, der als Wahrzeichen der Stadt gilt oder das Haus

Schminke, eine architektonische Meisterleistung aus der Bauhaus-

Zeit, erbaut durch den Architekten Hans Scharoun und in Auftrag

gegeben als Wohn- und Familienhaus durch den ehemaligen Fabrikanten

der Anker-Nudelfabrik Schminke oder auch das imposante

Rathaus im Zentrum der Stadt, Teile der noch vorhandenen historischen

Stadtmauer oder die an den ehemaligen Toren der Stadt

aufgestellten Postdistanzsäulen, machen den Reiz von Löbau aus.

Es sind Anziehungspunkte, die die Stadt Löbau interessant, aber

auch liebenswert machen.

Löbau präsentiert sich trotz vieler sichtbaren historischen Bezüge

als eine moderne Stadt, die sich im Dreiländereck zwischen Polen,

Tschechien und Deutschland und im Zentrum der Oberlausitz befindet,

eingebettet in eine wunderschöne, idyllische Landschaft,

von Bergen und Tälern umgeben. Nutzen Sie die Möglichkeiten,

die Ihnen hier die Menschen, die Natur, das Handwerk, die Kunst

und Kultur bieten und machen Sie sich damit näher vertraut.

Mit der Herausgabe unserer Broschüre im Jahr 2021 verbinden

sich eine Reihe von besonderen Ereignissen, denn die Stadt Löbau

begeht ihr 800-jähriges Bestehen. Die Stadt wurde in einer

Urkunde des Meißner Bischofs Bruno dem II. vom 24. Juni 1221

erstmals erwähnt. Ein weiteres bedeutsames Ereignis der Stadt ist

das 675-jährige Bestehen des Sechs-Städte-Bundes zwischen den

Städten Bautzen, Kamenz, Löbau, Zittau, Görlitz und Lauban und

das 175-jährige bestehen der Bergquell Brauerei Löbau. Im letzten

Teil unserer Broschüre finden Sie zu diesen besonderen Höhepunkten

eine Chronik zu den wichtigsten Etappen der Entwicklung der

Stadt Löbau, Informationen zur Geschichte des Sechs-Städte-Bundes

und zur Geschichte der Bergquell-Brauerei.

All denjenigen, die zum Erscheinen der Broschüre beigetragen

und so die Herausgabe unterstützt haben, möchte ich an dieser

Stelle ganz herzlichen Dank sagen.

Wir wünschen Ihnen nun viel Vergnügen beim Lesen und hoffen,

dass wir Ihr Interesse geweckt haben.

Hans-Henner Niese

und das Team der Werbeagentur Media-Light Löbau

Inhaltsverzeichnis

Große Kreisstadt Löbau 4

Lage und Verkehrsanbindung der Stadt Löbau 5

Löbauer Verwaltungsgebiete und Ortsteile 5

Tourist-Information der Stadt Löbau 6

Löbau als Wirtschaftsstandort mit den Gewerbegebieten 8

Partnerstädte 9

Ansprechpartner Stadtverwaltung Löbau 10

Stadtrat der Großen Kreisstadt Löbau (2019–2024) 12

Ortschaftsräte 12

Bildungseinrichtungen oder Betreuungseinrichtungen 14

Kirchliche Einrichtungen in der Stadt Löbau 18

Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen

in der Stadt Löbau 20

Die Stadt Löbau wird 800 Jahre 27

800 Jahre Löbau – Auszug aus der Chronik

einer Oberlausitzer Sechsstadt 28

800 Jahre Löbau! ...oder mehr! – Rückblicke

in die Historie 36

Jubiläum 675 Jahre Sechs-Städte-Bund – 21. August 1346 44

Bier mit Leidenschaft – Bergquell Brauerei Löbau

2021 – Jubiläum 175 Jahre Bergquell 48

Balkongeflüster – ein kleiner Streifzug durch

die Geschichte des Honigbrunnens 50


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Löbau – Stadt am Berge

Große Kreisstadt Löbau

Auch wenn Löbau bevölkerungsmäßig mit 14.759 Einwohnern

inklusive den Stadtteilen (Stand 31.12.2020) eine kleine Stadt ist,

so ist sie aber von der Fläche her mit 79km 2 in der Oberlausitz

die größte. Insgesamt verteilt sich die Stadt auf 24 Stadtteile. Der

Hauptanteil der Fläche befindet sich nord- bzw nordöstlich der

Kernstadt.

Löbau liegt geografisch im Zentrum der Oberlausitz und auch zentral

im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen. Diese

zentrale Lage mit guten Verkehrsanbindungen bringt Löbau einen

wichtigen Standortvorteil, den es zu nutzen gilt. Diese zentrale

Lage war sicherlich auch Beweggrund dafür, dass Löbau als Konventort

des Sechs-Städte-Bundes auserkoren wurde.

Seine landschäftliche Prägung erfährt Löbau durch seinen östlich

angrenzenden sattelähnlichen Hausberg mit zwei Gipfeln, dem Löbauer

Berg mit 447 m und dem Schafberg mit 449 m Höhe.

Technisches Rathaus

Löbau hat neben seinen vielen Wanderwegen, die durch eine reizvolle

Landschaft führen mit kleinen Hügeln und Bächen, schönen

Dörfern und netten Bürgern viel zu bieten. Durch ihren ganz besonderen

städtebaulichen und architektonischen Stil inmitten der

hügeligen Berglandschaft ist sie ein besonders Kleinod für die Touristen,

Gäste und Bewohner. Das Haus Schminke im Bauhaus-Stil

errichtet, den einzig in der Welt noch existierenden Gusseisernen

König-Friedrich-August Turm auf dem Löbauer Berg, das imposante

Rathaus, die Stadtmauer, die zwei Postdistanzsäulen und vieles

interessante mehr, verleihen der Stadt ihren einzigartigen Charakter.

In der „Stadt am Berge“ lohnt es sich immer zu verweilen, zu entspannen

und sich zu erholen und sich in Ruhe etwas genauer umzuschauen.

Rathaus der Stadt Löbau

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-0

Fax: 03585 450-450

E-Mail: info@loebau.de

Allgemeine Öffnungszeiten der Stadtverwaltung

Montag

09.00 – 12.00 Uhr

Dienstag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr

Mittwoch keine Sprechzeit

Donnerstag 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr

Freitag

09.00 – 12.00 Uhr


Löbau – Stadt am Berge 5

Lage und Verkehrsanbindung

der Stadt Löbau

Zentral gelegen im

sogenannten Dreiländereck

zwischen

Polen, Tschechien

und Deutschland,

ca. 25 km von deren

Grenzen entfernt

und zwischen den

Städten Bautzen,

Görlitz und Zittau

befindet sich die

Konventstadt Löbau.

Auch im Landkreis Görlitz ist sie zentral gelegen und gut

erreichbar. Bis zur Landeshauptstadt sind es ca. 80 km. Die Grenzübergänge

nach Tschechien und Polen sind ca. 15 bis 25 Km entfernt.

Löbau ist mit dem Auto über die A4 und die B6 gut mit dem eigenen

Fahrzeug erreichbar. Auch per Bus läßt sich Löbau aus

Bautzen, Zittau, Görlitz und Niesky gut über Bundes- und Landesstraßen

erreichen. Der Busbahnhof befindet sich im Zentrum

der Stadt. Gleich nebenan ist der Löbauer Bahnhof von wo Sie aus

Bautzen oder aus Richtung Löbau anreisen können. Per Flugzeug

ist der ca. 75 Km entfernte Verkehrslandeplatz und Passagierflugplatz

der Anlaufpunkt. Die Flugplätze Bautzen und Rothenburg

dienen auch als Verkehrslandeplatz.

Ro any

Tschechien

LÖBAU

Polen

Tschech

Löbauer Verwaltungsgebiete und Ortsteile

Verwaltungsgebiete

Großschweidnitz -

Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Löbau

Lawalde -

Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Löbau

Rosenbach -

Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Löbau

Ortsteile

Altcunnewitz

Bellwitz

Carlsbrunn

Dolgowitz

Ebersdorf

Eiserode mit Peschen

Georgewitz

Glossen

Großdehsa

Kleinradmeritz

Kittlitz mit Unwürde

Krappe

Laucha

Lautitz

Mauschwitz

Nechen

Neucunnewitz

Neukittlitz

Oppeln

Rosenhain

Wendisch-Paulsdorf

Wendisch-Cunnersdorf

Wohla


6

Löbau – Stadt am Berge

Tourist-Information der Stadt Löbau

Altmarkt 1

02708 Löbau

Tel.: 03585 450-140

Fax: 03585 450-141

E-Mail: tourist-info@loebau.de

Öffnungszeiten

Montag – Freitag 10.00 – 12.30 Uhr und 13.30 – 18.00 Uhr

Sonnabend 09.00 – 12.00 Uhr (Mai - September)

Die Tourist-Information der Stadt Löbau befindet sich in den sogenannten

„Fleischbänken“ - auf der Ostseite des Löbauer Rathauses.

Der Name steht für eine Art historische Markthalle, in der in mittelalterlicher

Zeit, Waren unterschiedlicher Art verkauft wurden. Hinter

dicken Rathausmauern ließ sich wohl auch Fleisch kühl lagern

und so kamen die „Fleischbänke“ zu ihrem Namen.

Heute beherbergt die Räumlichkeit eine Tourist-Information, die

modernen Ansprüchen gerecht wird. Sie ist mit dem „Roten I“ des

Deutschen Tourismusverbandes ausgezeichnet worden. Oftmals

ist sie für Gäste der Großen Kreisstadt die erste Anlaufstelle.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Sie gern über die

zahlreichen Ausflugsziele in und um Löbau sowie über das vielfältige

Beherbergungsangebot.

Was Sie sich unbedingt ansehen sollten!

- historisches Rathaus mit seltener Mondphasenuhr

- den weltweit einzigen gusseisernen Aussichtsturm auf dem Löbauer

Berg

- das Haus Schminke - Architektur der Moderne

-Stadtmuseum

- Nikolaikirche

TIPP: eine Stadtführung im historischen Innenstadtkern

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Löbauer Tourist-Information

freuen sich auf Ihren Besuch und beraten Sie gern zu weiteren

Möglichkeiten Ihrer Urlaubs- und Freizeitgestaltung.

© Wikipedia


Löbau – Stadt am Berge 7

1 Rathaus (Stadtverwaltung)

2 Stadthaus „Goldenes Schiff“

3 Reste der Stadtbefestigungsanlage

(innere Stadtmauer)

4 Postmeilensäulen

5 „Jugendstilhaus“

6 Nikolaikirche

7 Johanniskirche

8 „Brücknervilla“

9 „Preußkerschule“

(Technisches Rathaus)

10 Stadtmuseum

11 „Villa Reichel“

12 Stück der äußeren Stadtmauer

mit Wehrturm (rekonstruiert)

13 Johannis Apotheke (Jugendstil)

14 Bretschneider-Haus

15 „Haus Schminke“

16 Bahnhof Löbau

17 Gußeiserner König-Friedrich-

August-Turm

Legende

© Sara Fuchs


8

Löbau – Stadt am Berge

Löbau als Wirtschaftsstandort mit

den Gewerbegebieten

Löbau ist Mittelzentrum im Landkreis Görlitz und trägt seit 2000

den Titel „Große Kreisstadt“. Die Stadt bietet sich für Investoren

inmitten der Wirtschaftsregion Oberlausitz-Niederschlesien als

zukunftsorientierter Industrie- und Gewerbestandort an. Die besondere

Lage im Schnittpunkt der wichtigsten ostsächsischen

Verkehrswege macht Löbau für Investoren besonders attraktiv.

Auch die Nähe zur Grenze nach Polen und Tschechien spielt eine

ausschlaggebende Rolle. Löbau verbindet einen Verwaltungsstandort

mit Großschweidnitz, Lawalde und Rosenbach und ist für

bestimmte kommunale Aufgaben der Erfüllungsstandort.

Die Stadt verfügt über mehrere Gewerbe- und Einkaufszentren in

der Innenstadt und am Rande der Stadt. Dazu gehören das Gewerbe-

und Einkaufszentrum Breitscheidstraße, das Multifunktionale

Zentrum Wettiner Platz an der Sachsenstraße, das Einkaufs- und

Gewerbezentrum an der S 148 Löbau-Süd II in Richtung Oberland

und das Gewerbegebiet Löbau-Nord an der B6 in Richtung Bautzen

sowie das Gewerbegebiet südlich des Ortsteils Kittlitz an der

S 112. Die Stadt Löbau plant in Zusammenarbeit mit der städtischen

Wohnungsverwaltung und Bau GmbH als Projektträger die

Erweiterung des Gewerbegebiets „Löbau-West“.

© Ingo Morgenstern


Löbau – Stadt am Berge 9

Partnerstädte

Ettlingen in Baden-Württemberg

Seit nunmehr 30 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen

Ettlingen und Löbau.

Am 01.10.1990 wurde die Urkunde zur Partnerschaft unterzeichnet.

Seit dieser Zeit gibt es ein enges partnerschaftliches Verhältnis

zwischen den Städten und stattfindende gegenseitige Besuche

von Vertretern der Kommune, Vereinen, Sportgemeinschaften,

den Schulen, der Freiwilligen Feuerwehr, Familien und Bürgern

Web: www.ettlingen.de

dabei vom Förderverein „Oberlausitzer Gewerbe- und Leistungsschau“

aus. Die Zwiebel ist dabei das besondere Agrarprodukt

rund um Makó, denn fast die Hälfte der gesamten Zwiebelproduktion

Ungarns kommt von dort.

Web: www.mako.hu

Luban in Polen

Getragen wird die Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten

durch die historisch gewachsene Partnerschaft im Sechs-Städte-

Bund die im Jahr 1346 begründet wurde. Dieses Bündnis wurde

im Jahr 1991 durch alle beteiligten Städte neu besiegelt. Die guten

kommunalen Kontakte, der Austausch von Veranstaltungsplänen

(mehrsprachig) und die Zusammenarbeit der Feuerwehren beleben

diese Städtepartnerschaft.

Web: www.luban.pl

Makó in Ungarn

Die Städtepartnerschaft wurde im Jahr 2005 unterzeichnet, nachdem

bereits 2 Jahre vorher erste Gespräche dazu geführt wurden

und gegenseitige Besuche stattfanden, die vorallem eine ökonomische

Zusammenarbeit beinhalteten. Erste Initiativen gingen


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Löbau – Stadt am Berge

Ansprechpartner Stadtverwaltung Löbau

So finden Sie Ihre Ansprechpartner in

der Stadtverwaltung

Oberbürgermeister

Dietmar Buchholz

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-451

Telefax: 03585 450-450

E-Mail: oberbuergermeister@loebau.de

Büro Oberbürgermeister

Amtsleiterin

Eva Mentele

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-110

Telefax: 03585 450-496

E-Mail: eva.mentele@loebau.de

Allgemeine Verwaltung

Kornelia Moser

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-112

Telefax: 03585 450-496

E-Mail: kornelia.moser@loebau.de

Öffentlichkeitsarbeit

Marcus Scholz

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-111

Telefax: 03585 450-496

E-Mail: marcus.scholz@loebau.de

Tourismus

Kerstin Schöbel | Abteilungsleiterin

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-350

Telefax: 03585 450-359

E-Mail: kerstin.schoebel@loebau.de

Stadtratsbüro

Cornele Rönsch

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-116

Telefax: 03585 450-496

E-Mail: cornele.roensch@loebau.de

Empfang

Zentrale

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-0

E-Mail: info@loebau.de

Hauptamt

Amtsleiter

Guido Storch

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-454

Telefax: 03585 450-491

E-Mail: guido.storch@loebau.de

Personalverwaltung

Nico Kahlert | Abteilungsleiter

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-250

Telefax: 03585 450-450

E-Mail: nico.kahlert@loebau.de

Kinder|Jugend|Vereine

Nico Kahlert | Abteilungsl.

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-250

Telefax: 03585 450-450

E-Mail: nico.kahlert@loebau.de

Meldebehörde

Sebastian Jäger | Abteilungsleiter

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-334

Telefax: 03585 450-339

E-Mail: meldeamt@loebau.de

Standesamt

Sebastian Jäger | Abteilungsl.

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-333

Telefax: 03585 450-152

E-Mail: standesamt@loebau.de

Ordnung | Fundbüro

Alexandra Eichler | Abteilungsleiterin

Altmarkt 17, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-310

Telefax: 03585 450-302

E-Mail: ordnungsamt@loebau.de

Gewerbeamt

Jens-Uwe Klein

Altmarkt 17, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-316

Telefax: 03585 450-302

E-Mail: gewerbeamt@loebau.de

Stadtmuseum

Dr. Corinna Wandt | Abteilungsleiterin

Johannisstraße 3|5, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-376

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: stadtmuseum@loebau.de

Stadtarchiv

Dr. Corinna Wandt | Abteilungsleiterin

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-376

Telefax: 03585 450-371

E-Mail: stadtarchiv@loebau.de


Löbau – Stadt am Berge 11

Feuer | Zivilschutz

Annett Däubner-Klein

Altmarkt 17, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-317

Telefax: 03585 450-495

E-Mail: feuerwehr@loebau.de

Straßenverkehrsbehörde

Heiko Biernoth

Altmarkt 17, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-321

Telefax: 03585 450-494

E-Mail: strassenverkehrsbehoerde@loebau.de

ESF-Programmkoordinatorin

Alina Altmann

Altmarkt 1, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-252

Telefax: 03585 450-450

E-Mail: alina.altmann@loebau.de

Finanzen

Amtsleiter

Holm Belger

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-200

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: holm.belger@loebau.de

Haushalt|Kämmerei

Alexander Graf

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-210

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: alexander.graf@loebau.de

Anlagenbuchhaltung

Kathleen Hepper

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-211

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: kathleen.hepper@loebau.de

Stadtkasse

Antje Lehmann | Abteilungsleiterin

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-224

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: antje.lehmann@loebau.de

Geschäftsbuchhaltung

Kathrin Hambach

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-244

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: kathrin.hambach@loebau.de

Vollstreckung

Natalja Schlagehan

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-222

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: natalja.schlagehan@loebau.de

Systemadministrator IT

Volker Heinrich | Lars Gumbert

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-113

Telefax: 03585 450-490

E-Mail: volker.heinrich@loebau.de

Steuern

Ines Schumann

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-230

Telefax: 03585 450-293

E-Mail: ines.schumann@loebau.de

Bauamt

Amtsleiter

Albrecht Gubsch

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-401

Telefax: 03585 450-402

E-Mail: albrecht.gubsch@loebau.de

Hoch | Tiefbau

Karmen Fleischer

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-441

Telefax: 03585 450-402

E-Mail: karmen.fleischer@loebau.de

Liegenschaften

Carolin Walter

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-245

Telefax: 03585 450-492

E-Mail: carolin.walter@loebau.de

Forst

Lars Morgenstern | Abteilungsleiter

Johannisstraße 1a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-430

Telefax: 03585 450-492

E-Mail: lars.morgenstern@loebau.de

Betriebshof

Christian Schneider

Martin-Luther-Straße 17a, 02708 Löbau

Tel.: 03585 482216

Telefax: 03585 2199604

E-Mail: stadtbauhof@loebau.de

Herrmannbad

Michael Queißer

Vorwerkstraße 1-3, 02708 Löbau

Tel.: 03585 4137855

Telefax: 03585 4137856

E-Mail: herrmannbad@loebau.de

Friedensrichterin

Andrea Binder

Altmarkt 17, 02708 Löbau

Tel.: 03585 450-144 | 0162 1072843

E-Mail: schiedsstelle@loebau.info


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Löbau – Stadt am Berge

Stadtrat der Großen Kreisstadt Löbau (2019–2024)

Bürgerliste

Seiler, Ingo

Krumpolt, Mercedes

Neumann, Heiko

Förster, Andreas

Mengel, Tilo

Mosig, Norbert

Richter, Frank

Mosig, Kerstin

AfD Alternative für Deutschland

Haupt, Robèrt

Prof. Dr. Werner, Klaus

Binder, Andrea

Ballack, Andrè Jens

Stübner, Annegret

Putzmann, Heiner

Schneider, David

CDU Christlich Demokratische Union

Nahrstedt, Hartmut

Wislicenus, Uwe

Kurth, Ortrun

Röntsch, Andreas

DIE LINKE

Pingel, Heinz

Heinrich, Rita

Suchold, Mandy

Ortschaftsräte

Ortschaftsrat Ebersdorf

Bürgerliste

Förster, Andreas

Steudtner, Kersten

Richter, Frank

Cybinski, Jan

AfD Alternative für Deutschland

Binder, Andrea

Herrmann, Frank

DIE LINKE

May, Sandra

Impressum

Herausgeber: Werbeagentur Media-Light Löbau, Ziegeleiweg

7c, 02708 Großschweidnitz, Tel.: 03585 40 19 67,

Fax: 03585 46 88 87, post@media-light-loebau.de, www.

media-light-loebau.de

Fotos: Deckblatt: Haus Schminke © Marcel Schröder,

Stadtverwaltung, Media-Light Löbau, S. 18 - Peter Emrich,

S. 24+35 Stiftung Haus Schminke, S. 28 Jörg Krause, S. 32

Grafik Michael Westphal, S. 36 Konventa, S. 50-51 privat

(Bergquell Brauerei)

Texte: S. 4-26 Redaktion, S. 27 Stadtverwaltung Löbau, S.

28-29 Bettina Hennig, S 30– 36 Arnd Krenz, S. 38-49 Ulrich

Pilz, S. 50-51 Arnd Krenz

Ortschaftsrat Großdehsa

AfD Alternative für Deutschland

Schneider, David

Ballack, Andrè Jens

Bürgerliste

Penther, Gunnar

Hennersdorf, Michael

Ortschaftsrat Kittlitz

CDU Christlich Demokratische Union

Nahrstedt, Hartmut

Schneider, Peter

Röntsch, Andreas

Salomon, Martin

Satz und Gestaltung: Sharon Hille, DP

Anzeigenakquise, Textzusammenstellung:

Roswitha Beil, Hans-Henner Niese

Verteilung: kostenlose Verteilung Touristinformationen,

Stadtverwaltungen, Fremdenverkehrsverbände in der

Stadt Löbau und Ortsteile, Touristische Einrichtungen,

Anzeigenkunden und an publikumswirksamen Auslagestellen.

Wir danken allen die sich mit einer Anzeigenschaltung in

dieser Broschüre beteiligt haben, und uns bei der redaktionellen

Aufarbeitung geholfen haben. Dank auch für die

Bürgerliste

Schild, Bernd

Burckhardt, Janett

DIE LINKE

Heinrich, Rita

Ortschaftsrat Rosenhain

Bürgerliste

Gerlich, Friedhelm

Broda, Jörg

Ulbrich, Kerstin

Mücklisch, Sandro

Knieß, Annegret

Unterstützung der redaktionellen Zuarbeit und die zur

Verfügungstellung von Fotos durch die Stadtverwaltung.

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen in den Anzeigen

übernimmt die Werbeargentur keine Gewähr. Haftungsausschluß

besteht auch für redaktionelle und technische

Fehler. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie die

Nutzung der Broschüre zu werblichen und kommerziellen

Zwecken ist nicht zulässig.

© Media-Light Löbau 2021


Löbau – Stadt am Berge 13

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Ärztehaus Breitscheidstr. 9

02708 Löbau

Telefon 03585 / 86 18 80

Äußere Zittauer Str. 47b

02708 Löbau

Telefon 03585 / 41 33 32

Öffnungszeiten:

Mo–Do 07.00 – 19.00 Uhr

Fr 07.00 – 16.00 Uhr

Öffnungszeiten:

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14

Löbau – Stadt am Berge

Bildungseinrichtungen oder Betreuungseinrichtungen

Kindereinrichtungen

Kinderhaus „Am Löbauer Berg“

Haydnstraße 4

02708 Löbau

Träger: Große Kreisstadt Löbau

Tel.: 03585 404629

E-Mail: kinderhaus-am-loebauer-berg@

loebau.info

AWO-Kinderkrippe „Südzwerge“

Lindenstraße 3

02708 Löbau

Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband

Oberlausitz e.V.

Tel.: 03585 862095

E-Mail: suedzwerge@awo-oberlausitz.de

Kindertagesstätte „Dreikäsehoch“

Ringstraße 1

02708 Löbau / Kittlitz

Träger: Große Kreisstadt Löbau

Tel.: 03585 452981

E-Mail: dreikaesehoch@loebau.info

Lebenshilfe-Kita „Haus für Kinder“

Theobald-Hofmann-Straße 8

02708 Löbau

Träger: Regionalverein Löbau Lebenshilfe

für Menschen mit Behinderung e.V.

Tel.: 03585 860892

E-Mail: haus-fuer-kinder@gmx.de

AWO-Kindertagesstätte

„Haus Sonnenschein“

Lindenstraße 1

02708 Löbau

Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband

Oberlausitz e.V.

Tel.: 03585 832780

E-Mail: sonnenschein@awo-oberlausitz.de

AWO-Kindertagesstätte „Jäckelknirpse“

Am Sportplatz 13

02708 Löbau

Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband

Oberlausitz e.V.

Tel.: 03585 481222

E-Mail: jaeckelknirpse@awo-oberlausitz.de

Kinderhaus am Löbauer Berg

Kindertagesstätte „Dreikäsehoch“

AWO Kita „Haus Sonnenschein“

AWO-Kinderkrippe „Südzwerge“

Lebenshilfe-Kita „Haus für Kinder“

Kindertagesstätte „Jäckelknirpse“


Löbau – Stadt am Berge 15

Diakonische Kita „Samenkorn“

Pestalozzistraße 19

02708 Löbau

Träger: Diakonisches Werk im Kirchenbezirk

Löbau-Zittau gemeinnützige GmbH

Tel.: 03585 833093

E-Mail: kita.samenkorn@dwlz.de

Kinderhaus „Stadtzwerge“

August-Bebel-Straße 8

02708 Löbau

Träger: Große Kreisstadt Löbau

Tel.: 03585 832768

E-Mail: stadtzwerge@loebau.info

Schulen

Grundschule „Am Löbauer Berg“

Mozartstraße 5a

02708 Löbau

Tel.: 03585 404617

Fax: 03585 416274

E-Mail:

grundschule-am-loebauer-berg@loebau.net

Schulträger: Große Kreisstadt Löbau

Grundschule Herwigsdorf

Dorfstraße 38

02708 Rosenbach OT Herwigsdorf

Tel.: 03585 404441 | Fax: 03585 404442

E-Mail:

grundschule-herwigsdorf@loebau.net

Schulträger: Große Kreisstadt Löbau

Diakonische Kita „Samenkorn“

Grundschule „Am Löbauer Berg“

Kinderhaus Stadtzwerge

Grundschule Herwigsdorf


16

Löbau – Stadt am Berge

Grundschule Kittlitz

Lauchaer Straße 1a

02708 Löbau OT Kittlitz

Tel.: 03585 410628

E-Mail: grundschule-kittlitz@loebau.net

Grundschule Kleindehsa

Dorfstraße 6

02708 Lawalde OT Kleindehsa

Tel.: 03585 833233

E-Mail:

grundschule-kleindehsa@loebau.net

Pestalozzi-Oberschule Löbau

Pestalozzistraße 17

02708 Löbau

Schulart: Allgemeinbildende Schule

Tel.: 03585 833338 | Fax: 03585 405985

E-Mail:

heinrich-pestalozzi-oberschule@loebau.net

Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau

Pestalozzistraße 21

02708 Löbau

Schulart: Allgemeinbildende Schule |

Gymnasium

Tel.: 03585 80520

E-Mail: info@gymnasium-loebau.de

Web: www.gymnasium-loebau.de

Berufliches Schulzentrum

Dietrich-Bonhoeffer-Straße 9

02708 Löbau

Schulart: Berufsbildende Schule, Berufsschule,

Berufsfachschule, Fachschule, Berufliches

Gymnasium, Berufsbildende Förderschule

Tel.: 03585 4136120

E-Mail: kontakt@bszloebau.de

Hort

Hort Kittlitz

Lauchaer Straße 1A

02708 Löbau

Träger: Große Kreisstadt Löbau

Tel.: 03585 4689800

E-Mail: hort-kittlitz@loebau.info

Grundschulzentrum Kittlitz

Pestalozzi-Oberschule

Berufliche Schulzentrum

Grundschule Kleindehsa

Geschwister-Scholl-Gymnasium

Hort Kittlitz


Löbau – Stadt am Berge 17

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Altentagespflege

Seniorengerechtes Wohnen

Häusliche Pflege

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18

Löbau – Stadt am Berge

Kirchliche Einrichtungen in der

Stadt Löbau

Evangelisch-Lutherische

St.-Nikolai-Kirchgemeinde

Nikolaikirche

Nicolaistraße, 02708 Löbau

Pfarramt

Johannisplatz 1-3, 02708 Löbau

Pfarramtsleiter: Pfarrer Mögel

Telefon: 03585 - 47 04 20

E-Mail: daniel.moegel@evlks.de

Telefon: 03585 47040

Web: www.nikolaikirche-loebau.de

Römisch-Katholische Kirchgemeinde

Kirche Mariä Namen

Telefon: 03585 862580

Katholisches Pfarramt

August-Bebel-Straße 6, 02708 Löbau

Tel.: 03585 86 25 801

Die Trinitatis-Kirche

evang.-lutherisch

Pfarramt: Elisabeth Süßmitt,

Telefon: 03585 - 23 61 13 85

0176 - 23 61 13 85

Andachtsstätte

Die Heilige-Geist-Kirche

evang.-lutherisch

Mühlenstraße

02708 Löbau

Pfingstgemeinde Elim

Handwerkerstrasse 17, 02708 Löbau

Das Haus Bethanien

Telefon: 03585 400615

E-Mail: info@elim-loebau.de

Web: www.elim-loebau.de


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Löbau – Stadt am Berge

Kultur-, Sport- und Freizeit-

einrichtungen in der Stadt Löbau

CVJM Löbau e.V.

Jugendkeller Waschküche

Dienstag und Donnerstag ab 16 Uhr

1. Donnerstag im Monat: 9 Uhr

Frauenfrühstück mit Kinderbetreuung

Samstag, 17 - 20 Uhr Volleyball des CVJM

Turnhalle der Pestalozzi-Oberschule

Sport für Senioren

Donnerstag, 14.45 Uhr

Jahnturnhalle Löbau

Beratung des Seniorenrats

2. & 4. Donnerstag im Monat, ab 10.0 0 Uhr

Techn. Rathaus, Johannisstraße 1a, Zi. 105

Frauenring Kittlitz

jede Woche, verschiedene Aktivitäten u.a.

Sportnachmittag, Kegeln, Spielnachmittage,

Kaffeetrinken

Ringstraße 1, Kittlitz, Tel.: 03585 410605

Chor der Stadt Löbau

Dienstag, 20 - 21.30 Uhr, Chorprobe

im Musiksaal des Gymnasiums,

Pestalozzistr. 21

Kontakt: schulze@gymnasium-loebau.de

Kammerchor des Gymnasiums

Freitag, 19 - 21 Uhr

im Musiksaal des Gymnasiums,

Pestalozzistr. 21

Kontakt: schulze@gymnasium-loebau.de

Jugendblasorchester

Löbauer-Berg-Musikanten e.V.

Freitag, 15.30 - 17 Uhr, Probe

im Probenraum, Poststraße 3

Kontakt: M. Bogner,

info@farmhaouseonair.de

Orchesterprobe

Löbauer-Berg-Musikanten e.V.

Freitag, 18 - 21 Uhr

im Probenraum, Poststraße 3

Kontakt: M. Bogner,

info@farmhaouseonair.de

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+ Kleiderkammer

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+ Migrationsberatung

+ Obdachlosenhilfe

+ Pflegedienste

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Ambulante Pflege:

03585 4137742

Wohnanlage Löbau:

03585 4137743

Geschäftsstelle Löbau:

03585 850980

Tagespflege Kittlitz:

03585 2139245

Tagespflege Löbau:

03585 404220

DRK-Kreisverband Löbau e.V.


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Sozialstation Löbau,

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Bahnhofstraße 8, 02708 Löbau

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Dienstag, 9 - 12 Uhr oder nach Anmeldung

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Tel.: 03585 402030

Bowlingbahn „Fun Lane“

Dienstag - Sonnabend, 18 Uhr,

oder mit Termin

Karl-Liebknecht-Straße 18

Tel.: 03585 833534 oder 0173 8032498

Tennishalle

Montag - Sonntag, 9 - 22 Uhr

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Tel.: 03585 404155

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Löbau – Stadt am Berge 23


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Löbau – Stadt am Berge

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Stadtmuseum Löbau

Dienstag - Freitag 10 - 17 Uhr

Samstag & Sonntag 13 - 17 Uhr

Johannisstraße 3-5

Tel.: 03585 450-363

www.stadtmuseum.loebau.de

Stadtarchiv

Dienstag, 9 - 12 Uhr & 14 - 18 Uhr

Bauspielhaus Löbau

Dienstag - Freitag, 9 - 17 Uhr

Hartmannstraße 4

Tel.: 03585 4688331

Schulklassen oder Gruppen

bitte Voranmeldung

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© Marcel Schröder

Stadtmuseum Löbau

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Löbau – Stadt am Berge 25

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Tel.: 03585 2194171 oder 0172 1418718

www.heimat-undschlossverein-kittlitz.de

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Poststraße 8

Tel.: 03585 4177-0

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt

Kirchgemeinde St. Nikolai Löbau

Johannisplatz 1, Nikolaikirche

Tel.: 03585 47040

Kulturzentrum Johanniskirche Löbau

Heiraten, Veranstaltungen

Johannisplatz 6/8

Tel.: 03585 450-351

Stadtbibliothek

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Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH

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Evangelisch-Lutherisches Pfarramt

Kulturzentrum Johanniskirche


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Löbau – Stadt am Berge 27

Die Stadt Löbau wird 800 Jahre

Ein besonderes Ereignis steht der Stadt Löbau im Juni diesen Jahres

bevor. Die Stadt wird 800 Jahre. Auch in diesem Jahr wird das Jubiläum

675 Jahre Sechs-Städte-Bund begangen. Am 21. August 1346

trafen sich Vertreter der Städte Bautzen, Kamenz, Löbau, Zittau,

Görlitz und Lauban (in Polen gelegen) auf Anregung Karl des IV.

in Löbau zur Gründung des Sechs-Städte-Bundes. Zu den beiden

Jubiläen haben uns die Autoren Arnd Krenz und Ulrich Pilz, beide

in Löbau zu Hause, wichtige Etappen der Entwicklungsgeschichte

der Stadt herausgearbeitet und niedergeschrieben. Sie finden

die Chronik der Stadt sowie ausgewählte Höhepunkte der Stadtgeschichte

auf den folgenden Seiten in kurzer Form festgehalten.

Ein weiteres besonderes Ereignis dieses Jahr ist das 175-jährige

Bestehen der Bergquell-Brauerei Löbau. Arnd Krenz hat auch hier

auf zwei Seiten für Sie einige interessante Ausführungen zu dieser

Löbauer Traditionsfirma gemacht. So wie es jetzt aussieht lassen

es die äußeren Umstände leider nicht zu, dass diese besonderen

historischen Ereignisse feierlich mit einem großen Fest begangen

werden können. Dennoch sollten die Bürger der Stadt Löbau diesen

Tag würdig begehen und so die Erinnerung an die geschichtlichen

Ereignisse bewahren.

König-Albert-Bad - Stadtarchiv Löbau, Lö 96, um 1890

Der Bahnhof - Stadtarchiv Löbau, Album der Stadt Löbau, Elssner‘s Steindruckerei, 1867


28

Löbau – Stadt am Berge

800 Jahre Löbau – Auszug aus der Chronik einer Oberlausitzer Sechsstadt

zusammengestellt von Arnd Krenz

Eigentlich sind 800 Jahre nicht viel. Geht man vom Alter Methusalems

aus, umfassen sie gerade mal ein Menschenleben.

Nichtsdestotrotz ist die Zeit lang genug, um mit ihren Ereignissen

mehrere Buchbände füllen zu können. Sie vollständig aufzuschreiben,

dafür bietet dieses Heft leider keinen Platz. Die nachfolgenden

Geschehnisse stellen deshalb lediglich einen Abriss

der Chronik Löbaus dar.

Stadtmuseum Löbau, VI 55245 K1.

1221 erwähnte am 24. Juni der Meißner Bischof Bruno II. Löbau

zum ersten Mal in einer Urkunde als „Opidum Lubaw“. Bei einem

Opidum handelt es sich um einen befestigten Platz oder Ort, der

namens Lubaw in jenem Jahr hier bereits existiert haben muss.

Dabei ging es im bischöflichen Schriftstück nicht einmal direkt

um Löbau. Bruno II. verwendete die Ortsbezeichnung nur, um die

Siedlung Cunnersdorf (heute Ober- und Niedercunnersdorf) geografisch

näher zu beschreiben. Wie alt besagtes Opidum genau

ist, weiß keiner. Geschichtsforscher meinen, dass es seit ungefähr

1200 existiert. Wahrscheinlich hat es der böhmische König Ottokar

I. seinerzeit als Marktplatz auf dem Felsplateau links über dem

heutigen Löbauer Wasser anlegen lassen. Wie er dabei auf den

Namen Lubaw kam, ist genauso ungeklärt wie das exakte Gründungsdatum.

Höchstwahrscheinlich leitet sich der Name aus dem

slawischen Wörtern Lubo bzw. Luba ab, die für eine Burg oder einen

befestigen Ort stehen. Wie dem auch sei, das einzig gesichert

Die Stiftung des Sechsstädtebundes zu Löbau, 1346, historische Szene, kolorierte

Lithographie von A. Göhde bei J.G. Walde, Löbau um 1840

überlieferte Datum für die Existenz der Stadt Löbau ist der 24. Juni

1221 – und deshalb feiern wir auch im Juni 2021.

1311 erwarb Löbau für 80 Mark Silber den 180 Hektar großen

Kottmarwald.

1317 waren bereits über 20 nahegelegene Dörfer der Löbauer

Gerichtsbarkeit unterstellt.

1336 benannten die Annalen in Löbau erstmalig ein Franziskanerkloster

sowie daneben liegend ein Gotteshaus. Auf den Mauern

des alten Klosters steht heute das technische Rathaus und die 1996

sanierte Johanniskirche dient als Kultur- und Begegnungszentrum.

1346 schlossen in Löbau

Vertreter der königlich-böhmischen

Städte

Bautzen, Görlitz, Zittau,

Lauban (pol. Luban), Kamenz

und Löbau am 21.

August einen Bund. Als

Oberlausitzer Sechs-Städte-Bund

machte ihn die

Geschichtsschreibung zu

Heidelberger Miniatur / Unbekannter Schreiber

des 13 Jahrhunderts


Löbau – Stadt am Berge 29

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30

Löbau – Stadt am Berge

einem der bedeutensten ihrer Art auf deutschem Boden. Wegen

seiner zentralen Lage war Löbau immer dessen Konventort. Aufgrund

der Bestimmungen des Wiener Kongresses endete die Allianz

jedoch 1815 nach fast 500 Jahren. Da Görlitz und Lauban an

Preußen fielen, verblieb lediglich ein Viererbündnis, das sich 1868

auflöste. Heute noch erinnert die Konventa, die alljährliche in Löbau

stattfindet, eine der größten Leistungsschauen von Industrie,

Gewerbe und Handel, an den Sechsstädtebund

1429 brannte Löbau am 1. Januar vollkommen ab. Die Stadt war

ein rauchender Trümmerhaufen, unter wenigen anderen Gebäuden

blieben die Nikolaikirche sowie das Kloster unversehrt. Die

Urheber der Katastrophe waren schnell gefunden. Im Jahr zuvor

belagerten nämlich Hussiten die Stadt, mussten aber vor dem anrückenden

Feind zurückweichen. Aus Rache, so jedenfalls berichtet

es die historische Literatur, bestachen sie einen Brauknecht, der

für 12 Schock Groschen ihren schändlichen Auftrag ausführte und

Feuer legte. Bereits 2 Jahre danach kamen sie zurück und hatten

leichtes Spiel. Die schwer heimgesuchten und verarmten Bürger

ergaben sich und die Hussiten machten Löbau zu ihrem Stützpunkt

für weitere Unternehmungen in die Lausitz. 1434 aber mussten sie

die Gegend endgültig räumen. Jedoch erst 1489 konnte Löbau die

volle Ratskür zurückerlangen.

evangelischen Fürsten zu besiegen. Zusammen mit 1000 Reitern

des landständigen Adels sollten sie an die Elbe marschieren

und sich dort mit der katholischen Streitmacht vereinen. Wie das

Schicksal es wollte, traf diese jedoch erst am 23. April ein. Die Monate

waren allerdings abgelaufen und die Städter hatten sich im

Gegensatz zu ihren ländlichen Reiterkollegen längst in Richtung

Heimat abgesetzt. Der erzürnte Ferdinand I. zitierte daraufhin Vertreter

der Städte auf die Prager Burg und verkündete ihnen dort

seine völlig überzogene Strafe. Sämtliche Privilegien sowie das

Braumonopol in den Weichbildern gingen verloren, alle Landgüter

kamen an den König und die Zunftordnungen galten nicht mehr.

Obendrein hatten die Sechsstädte noch 100.000 Gulden zu zahlen

sowie Kanonen und Kirchenkleinodien abzugeben. Der als Oberlausitzer

Pönfall in die Geschichte eingegangene Akt bedeutete

für Löbau zunächst den Ruin. Jedoch besann sich der Landesherr

bald eines Besseren. Die Stadt erhielt bzw. kaufte Stück für Stück

ihre Privilegien und Güter zurück. Ab 1561 konnte sie auch die Gerichtsbarkeit

wieder ausüben.

1620 beschossen Truppen des sächsischen Kurfürsten Johann

Georg die Stadt. Im eben ausgebrochenen 30-jährigen Krieg war

das bei Weitem nicht das einzige Übel, das Löbau zu erleiden hatte.

Truppendurchmärsche, Zerstörungen und Morde standen auf der

Tagesordnung. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 war die Bürgerschaft

völlig verarmt, viele Häuser lagen in Schutt und Asche,

das Handwerk lag am Boden.

1708 gründeten Leinwandhändler in Löbau eine Handelssoziätät.

1523 wird im Zuge der Reformation die Nikolaikirche lutherisch.

1547 erreichte Löbau und die anderen Sechsstädte Anfang des

Jahres eine Order ihres Königs Ferdinand I. Insgesamt 500 Fußsoldaten

hatten sie für zwei Monate zu stellen, um gemeinsam mit

dem kaiserlichen Heer Karl des V. die in Böhmen eingefallenen

1710 brach am 22. Oktober, abends in der 7. Stunde, im Nachbargebäude

des Rathauses (heute Goldenes Schiff) ein Brand aus.

Schnell griff er um sich und vernichtete große Teile Löbaus. Insgesamt

57 Häuser, davon drei Bierhöfe, vier öffentliche Gebäude, darunter

das Rathaus, ein Brauhaus, neun Scheunen, drei Ställe und

Bereiche der Stadtbefestigungsanlagen fielen den Flammen zum

Opfer. Der Landesherr ließ daraufhin überall in Sachsen Kollekten

aufstellen. Darüber hinaus schickte der Rat sogenannte Kollektoren

los, die ebenfalls Geld für den Wiederaufbau herbeischaffen

sollten. Einer von ihnen hieß Christian Arnhold. Von der Sehnsucht

zur Heimat getrieben, wanderte er in die Niederlausitz, von da

aus ins Anhaltinische, dann nach Franken und über Nürnberg bis

Ansbach. Wie er zurück via Erzgebirge hier ankam, hatte er für den

Wiederaufbau seiner Stadt 283 Taler eingesammelt. Zusammen

mit den anderen Spenden – Görlitz beispielsweise hatte zeitnah


Löbau – Stadt am Berge 31

200 Taler gegeben – reichte das Geld, um die größte Not zu lindern.

1711 begann der Wiederaufbau des Rathauses. Die Stadtverwaltung

beauftragte den Zittauer Baumeister Prescher, ihr ein neues

Domizil zu entwerfen. Kurzfristig legte er ein Projekt vor und betraute

seinerseits den Maurermeister George Rößler damit, es zu

verwirklichen. Pünktlich von 5 Uhr morgens bis zum Abend 6 Uhr

versprach dieser mit seinen Gesellen am Bau zu arbeiten. Rößler

hielt sein Versprechen und brachte das Gebäude noch im selben

Jahr unters Dach. Die Stadtverwaltung nahm die wichtigsten Räume,

die Akzise- und Weinstube sowie das Ratszimmer, wieder in

Gebrauch. Heute gehört das Löbauer Rathaus zu den schönsten

in Sachsen.

1729 plante die Stadtverwaltung vor jedem Stadttor

eine Postdistanzsäule aufzustellen. Insgesamt waren

es drei Stück, die nach Vermessung des Landes auf

Weisung des Kurfürsten wahrscheinlich noch im gleichen

Jahr dorthin kamen. Noch heute besitzt Löbau

alle drei und ist damit neben Freiberg in Sachsen sozusagen

ein ‚postal-historischer‘ Spitzenreiter. Die Säule

vor dem ehemaligen Bautzener Tor hat die Steinmetzfirma

Hain aus Meißen im April des Jahres 2019 originalgetreu

restauriert.

1738 nahm die touristische

Erschließung des Löbauer

Berges Fahrt auf. Am 24.

August weihte die Stadt an

dessen Südspitze ein hölzernes

Häuschen ein, in dem

sich Wanderer ausruhen und

mit Getränken erfrischen

konnten. Ende des 19. Jahrhunderts

kam an seine Stelle ein steinernes Gebäude, das sogenannte

Berghäuschen.

1785 brachte Carl Friedrich Völkel den „Sächsischen Postillon“ heraus.

Von Ausgabe zu Ausgabe steigerte er die Auflage. Zunächst

erschien die Zeitung monatlich, dann wöchentlich und stand

schließlich als Tageszeitung bei den Löbauern in der Gunst an erster

Stelle. Die Nachfolger Völkels, darunter der berühmte Verleger

Johann Friedrich Hohlfeld (gest. 1861 in den USA), arbeiteten später

am Brücknerring. Noch heute steht dort das Löbauer Druckhaus.

Am 7. Mai 1945 erschien die letzte Ausgabe des „Sächsischen

Postillon“. Darin bedankte sich die Redaktion für die lang gehaltene

Treue und verabschiedete sich von ihren Lesern.

1813 war für die Bewohner Löbaus ein verheerendes Kriegsjahr.

Die geschlagenen, aus dem russischem Winter zurückgedrängten

Truppen Napoleons und ihre Verfolger strömten durch die Oberlausitz

und damit auch durch Löbau. Als ‚Mitbringsel‘ hatten sie

das gefährliche Nervenfieber – heute eher bekannt unter dem

Namen Typhus – im Gepäck. Am 13. April richteten die Russen in

der Stadt ein Militärlazarett ein, ebenso die königlich-sächsischen

Truppen vom Juni bis zum August. Niemand vermochte sich vor

Ansteckung zu schützen. Die Bürgerhäuser, öffentliche Gebäude

sowie Straßen nebst Plätzen barsten aus allen Nähten und die

zu großen Teilen siech liegenden Soldaten steckten an, wenn sie

nur konnten. Selbst vor Ärzten und Chirurgen machte der Bazillus

nicht Halt. Auch sie starben, bis es in der Stadt keinen mehr von

ihnen gab. Dazu gesellten sich weitere Gefechtshandlungen. Vom

20. bis 22. Mai tobte im Nordwesten die Schlacht bei Bautzen und

am 9. September überfielen Russen Ebersdorf und rückten in die

Stadt ein. Alles lag in jenem Jahr am Boden, Lebensmittel gab es

selbst zu hohen Preisen nicht mehr.

1822 wurde die Chaussee nach Görlitz gebaut. Ihr folgten neue

Straßen in Richtung Bautzen und Zittau. Schritt für Schritt begann

die Stadt auch mit dem Abbau ihrer Befestigungsanlagen sowie

dem Ausbau eines Promenadenrings.

1835 gründete Kaufmann Gottlob Hildebrandt nahe dem Löbauer

Wasser eine Rot- und Buntgarnfärberei. Aus ihr ging die

Stückfärberei und Appreturanstalt Firma Römer hervor, deren Betriebsanlagen,

wie die der Firma Rabe & Co., ebenfalls in Tiefendorf

(heute ehemaliges Gelände der Landesgartenschau) lagen. Das

war der Beginn für die Industrialisierung Löbaus. Viele Betriebe

folgten, sodass die Löbauer das Wort Arbeitslosigkeit bis Ende des

19. Jahrhunderts kaum kannten. Mehr noch bescheinigte der Statistische

Jahresbericht 1895 den Löbauern ein durchschnittliches

Vermögen pro Kopf von 524 Mark. Damit waren sie im gesamten

Königreich Sachsen die Einzigen, die über der Linie 500 lagen (Borna

459 M, Bautzen 431 M).

1846 gab die Sächsisch-Schlesische Eisenbahngesellschaft die

Strecke Bautzen – Löbau zum Verkehr frei. Damit nahm auch der an

der Reichenbacher Chaussee gelegene Bahnhof seinen Betrieb auf.


32

Löbau – Stadt am Berge

1846 begannen die Löbauer Bierbrauer am 1. Januar auf dem

Grund eines alten Malzhauses ihr Brauereigebäude zu erbauen. Bis

dato hatten sie sich in einer Braugenossenschaft zusammengetan,

die sie 1864 in die Braucommun Löbau und 1871 in eine Aktiengesellschaft

umwandelten. Von 1886 bis kurz vor dem 1. Weltkrieg

gab es in der Stadt noch einen 2. Braubetrieb, die Feldschlösschenbrauerei.

Sie stellte schon damals das heute so berühmte Löbauer

Porterbier her.

1847 nahm die Sächsisch-Schlesische Eisenbahngesellschaft am

1. Juli den Fahrverkehr auf dem neu erbauten Eisenbahnviadukt

in Richtung Görlitz auf. Die Freude darüber dauerte jedoch nicht

einmal 10 Jahre. In der Silvesternacht 1854/55 stürzte die Brücke

ein. Nach über 1 ½ jähriger Bauzeit wurde sie erneut eingeweiht.

1854 zogen begeisterte Kinder am 1. Januar mit ihren Schlitten

Ziegelsteine auf den Löbauer Berg. Oben erwartete sie der Bäckermeister

Friedrich August Bretschneider. Er spendete ihnen 1 Pfennig

Lohn pro Ziegel sowie Semmeln und Kaffee. Die Steine waren

für ein neues Restaurant bestimmt, das er neben seinem gusseisernen

Turm aufbauen wollte. Reichlich einen Monat vorher, am

28. November 1853, hatte er sich entschlossen, dieses Vorhaben zu

finanzieren. Mit dem eigentlichen Bau begann er aber erst im Mai

1854. Als Namensgeber hatte er den sächsischen König Friedrich

August II. höchstpersönlich gewonnen. Nachdem selbiger am 9.

August in den Tiroler Alpen tödlich verunglückt war, musste er die

Einweihung des Turmes allerdings verschieben. Am 9. September

war es dann soweit: Er öffnete einen Aussichtsturm, von dessen Art

es heute in der Welt keinen Zweiten gibt.

1859 gründete August Förster am 1. April in Löbau eine Pianofortefabrik.

Noch heute befindet sich das Traditionsunternehmen

im Besitz der Familie.

1866 stürzten viele Bewohner der Stadt in eine große Katastrophe,

die sie über Jahrzehnte nicht vergessen konnten. Anfang Juni

erklärte Preußen, veranlasst durch die Ereignisse in Holstein, den

Deutschen Bund für aufgelöst und machte mobil – Österreich und

Sachsen ebenso. Die sächsische Armee verließ eilig das Land in

Richtung Böhmen. Freies Feld also für die Preußen, die mit voller

Wucht in die Oberlausitz und damit in Löbau einrückten. Mit einem

Mal war die ganze Stadt voller Soldaten, die verpflegt und untergebracht

werden mussten. Die Preußen richteten ein Etappenkommando

sowie ein schweres Feldlazarett im Armenhaus nahe dem

Alten Friedhof ein. Feldlagerplätze rechts der Rumburger Straße

(heute Löbau-Süd) und der Herrnhuter Straße zerstörten die reifenden

Felder und brachten die Bauern um ihre Ernte. Am 22. Juni

aber schien damit Schluss zu sein, so schnell wie gekommen, vorbei

zu sein. Welch fatale Annahme! Die Preußen besiegten am 3.

Juli bei Königgrätz (Hradec Králové) Österreicher und Sachsen und

alles kam zurück – nur viel schlimmer. Zusätzlich hatte die Stadt

Verwundete zu versorgen. Sie richtete weitere Lazarettbetten und

in der Nähe des Bahnhofes eine Cholerastation ein. Aufopferungsvoll

half die Bevölkerung mit und begrub die Toten aus dem Lazarett

auf ihrem Alten Friedhof. Ihr Grabmal steht noch heute dort.

Historische Postkarte

1873 erhielt Löbau ein königliches Lehrerseminar. Zunächst in

der Preuskerschule untergebracht, bezog es 1876 sein eigenes,

neu errichtetes Domizil an der Seminarstraße. Heute befindet sich

dort das Geschwister Scholl Gymnasium.

1875/76 baute die Stadt anstelle des alten Löbauer Mineralbades

am Brunnenweg ein größeres Bad. Entworfen hat das im spätklassizistischen

Stil errichtete Gebäude der Dresdener Architekt Professor

Ernst Giese. Bereits 1714 ließ der Löbauer Bürgermeister Christian

Segnitz am Ort ein Brunnengewölbe errichten, da aus dem

Fels mineralhaltige Rinnsale sprudelten. Als der sächsische König

Albert das Heilbad besuchte, gestattete er, es mit seinem Namen

zu benennen.

1888 eröffnete am 7. Juli die kaiserliche Oberpostdirektion ihr


Löbau – Stadt am Berge 33

neues Postamt. Den Generalauftrag zur Errichtung des Gebäudes

erhielt Baumeister Moritz John.

1896 legte im Frühjahr Baumeister Bruno Berthold den Grundstein

für das Ausflugs- und Beherbergungslokal Honigbrunnen. Es

entstand ein repräsentatives, weithin sichtbares Gebäude mit 2 Sälen,

mehreren Restaurants und Gästezimmern. Bereits Ende des 18.

Jahrhunderts entdeckten die Löbauer das Fleckchen Erde für sich.

Hier oben sprudelte süßes Wasser aus einem Brunnen, mit dem sie

einen wohlschmeckenden Kaffee brühen konnten. 1841 erbauten

sie an der Stelle des Honigbrunnens ein Kaffeehäuschen, dem gegenüber

1854 ein größeres Restaurant – wie sie damals sagten im

‚Schweyzer Style‘ – entstand.

1898 begann am 14. Dezember die Pianofortefabrik August Förster

ihren per Dampfmaschine erzeugten Strom an Privat- und Geschäftshäuser

der Stadt zu exportieren.

1906 startete am 16. Juli der 1. Saisonbetrieb im Herrmannbad.

Möglich gemacht hatte das der Garnhändler Emil Bruno Herrmann,

weil er in seinem Testament vom 13. Januar 1903 der Stadt

für diesen Zweck 10.000 Mark hinterließ. Mit Warmwasserzufuhr

aus der nahegelegenen Brauerei versehen, galt es seinerzeit als

modernstes Bad Sachsens.

1912/13 erfolgte ein Erweiterungsbau am Krankenhaus zu seinem

heutigen Erscheinungsbild. Es befand sich bereits vorher auf

dem Taschenberg, war in frühen Jahren aber mehr oder weniger

ein Armenhaus. 1866 nutzte es das preußische Militär als Lazarett.

Die Löbauer setzten die Tradition fort und bauten es immer weiter

zu einem richtigen Krankenhaus aus. Am 01. Juli 1891 vereidigte

die Stadt zum ersten Mal einen Leiter für die Einrichtung: Dr. med.

Friedrich Alwin Kunad.

1913 fanden sich am 10. April Bürgermeister Dr. Schaarschmidt,

Stadtverordnete, Bauherren sowie Bürger der Stadt an der Georgewitzer

Straße ein und legten den Grundstein für die neue Jägerkaserne.

Damit ging ein langgehegter Traum der Löbauer, eine Garnison

zu erhalten, in Erfüllung. Am Karfreitag 1912 war die Botschaft

aus Dresden eingegangen, dass S. Majestät König Friedrich August

III. beabsichtige, das Jägerbataillon Nr. 12 von Freiberg nach Löbau

zu verlegen. Daraus wurde aufgrund des 1. Weltkrieges nichts. Dafür

kam von 1914 bis 1919 ein Reservelazarett in die neuerbaute

Jägerkaserne. Danach garnisonierte hier die Reichswehr, die Wehrmacht

und nach dem 2. Weltkrieg zunächst die KVP (Kasernierte

Volkspolizei), anschließend das Panzerregiment 16 der NVA (Nationale

Volksarmee) und schließlich ab Ende 1962 die Offiziers(hoch)

schule der Landstreitkräfte der NVA Ernst Thälmann. Nach 1991

wurde das Gebäude militärisch nicht mehr genutzt.

1933 baute Architekt Hans Scharoun

das Haus Schminke. Als Beispiel

organischen Bauens zählt

es heute zu den bedeutendsten

deutschen Architekturschöpfungen

überhaupt.

1945 verschonte das Ende des 2. Weltkrieges Löbau weitgehend

vor Zerstörungen. Direkte Kampfhandlungen fanden keine statt.

Nur wenige Häuser fielen Bomben zum Opfer und Pioniere der

Wehrmacht sprengten die Hindenburg Brücke und Weißenberger

Brücke.

1950 weihte die Stadt das neue Stadion der Jugend ein. Früher

befand sich auf diesem Areal die Bürgerschießwiese.

1960 entstand mit Löbau-Süd Block um Block das erste zusammenhängende

Neubaugebiet Löbaus. Es folgen 1972 Löbau-Nord

und ab 1981 Löbau-Ost.

1988 nahm die Deutsche Post ihren Betrieb im neu errichteten

Fernsehturm auf. Vom Schafberg aus weithin sichtbar, verleiht er

dem Doppelberg zusammen mit dem Gusseisernen sein heutiges

Gepräge. Leider wurden beim Bau des Turmes die Reste einer

bronzezeitlichen Siedlungsanlage einbetoniert.

1990 unterzeichnete Löbau einen Partnerschaftsvertrag mit der

baden-württembergischen Stadt Ettlingen. Viele VEB-Betriebe

schließen bzw. werden privatisiert.

1991 ließen am 21. Juni, anlässlich des 770. Geburtstages von

Löbau, die ehemaligen Oberlausitzer Sechsstädte ihren Bund symbolisch

wieder aufleben. Im Konventzimmer des Löbauer Rathauses

unterzeichneten die Urkunde allerdings 7 Stadtoberhäupter.

Aufgrund der nach dem 2. Weltkrieg erfolgten Teilung waren es für

Görlitz 2 – einmal der polnische Bürgermeister für Zgorzelec und

der Deutsche für den westlichen Teil der Stadt.

© Marcel Schröder


34

Löbau – Stadt am Berge

Erfolg: Es kamen rund 250.000 Besucher, um bei bester Stimmung

gemeinsam mit den Löbauern zu feiern.

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1994 weihte der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf

am 9. September, 140 Jahre nach seiner Eröffnung, den Gusseisernen

Turm wieder ein. 1993 hat ihn die Stadt abbauen und komplett

rekonstruieren lassen.

1998 unterzeichnete Löbau einen Partnerschaftsvertrag mit der

polnischen Stadt Luban (ehemals Lauban OL).

1999 marschierte Steffen Dittmar, alias Malzmönch, zu Fuß von

Eibau nach Löbau, um symbolisch als Geschäftsführer die Bergquell-Brauerei

zu übernehmen. Die bisher federführende Hochdorfer

Kronenbrauerei zog sich komplett zurück.

2000 wurde Löbau Große Kreisstadt.

2012 durfte Löbau vom 28. April bis 14. Oktober die 6. Sächsische

Landesgartenschau ausrichten. Unter dem Motto „Auf kurzem Weg

ins Grüne“ konnten die Gastgeber rund 480.000 Besucher begrüßen.

Das Areal umfasste das Plateau der alten Zuckerfabrik sowie

entlang des Löbauer Wassers das ehemalige LAUTEX-Gelände. Auf

insgesamt 20 ha entstand ein nachhaltig nutzbarer Erholung- und

Erlebnisbereich. Zusätzlich baute die Stadt eine Messe- und Veranstaltungshalle,

die sich bis heute regen Zuspruches erfreut.

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2015 fand in Löbau vom 18. bis 20. September das 18. Sächsische

Landeserntedankfest statt.

2017 richtete die

Stadt am ersten

Septemberwochenende

den Tag der

Sachsen, das traditionelle

Fest der Vereine,

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36

Löbau – Stadt am Berge

800 Jahre Löbau! ...oder mehr! – Rückblicke in die Historie von Ulrich Pilz

Herzliche Gratulation zu diesem Jubiläum, der Ersterwähnung

im Jahre 1221!

Mit diesem Beitrag übergebe ich mein Geburtstagsgeschenk!

Möchte erreichen, dass Ereignisse und Gegenständliches mit historischer

Bedeutung in Erinnerung bleiben. Gleichzeitig sind es

aber auch Startlöcher, um Ungeklärtes zu erforschen und dabei

auch neue und ungewöhnliche Gedankengänge und Techniken

anzuwenden.

Noch besser, es finden sich junge Leute zusammen, die diese Erinnerungen

weiter ausbauen, sodass diese im Gedächtnis der Löbauer

Bürger bleiben und wieder mit Leben erfüllt werden.

Wie alt ist unsere Stadt

Mit dieser oben benannten Ersterwähnung beginnt jedoch der

Zweifel bzw. die Ungewissheit. Denn in der benannten Urkunde

des Bischhofs von Meißen wird ja die Existenz des Ortes „opidum

Lubaw“ bestätigt, der Ort war folglich schon da! Aber wie lange

und mit welcher Bedeutung?

Der Begriff „opidum“ beschreibt einen Handelsplatz, bzw. eine befestigte

stadtartige Siedlung. Über den Rechtsstatus gibt es keine

Aussage. Bereits von Cäsar werden keltische „opida“ beschrieben!

Die Bayern und Österreicher sind demzufolge großzügiger! Sie

argumentieren, alles was mit „opidum“ beginnt, wird als keltische

Gründung angesehen. Und da gibt es viele Orte!

Zu dem Thema passen würde ein erst im Jahr 2020 gefundener

Keltenschatz in Pirna-Praschwitz. Und in dem veröffentlichten

Zeitungsartikel wird die Frage gestellt: „Waren die Kelten auch in

der Lausitz?“ Zufällig las ich dazu gerade im Oberlausitzer Familien-Kalenderbuch

2020 den Beitrag von Frau Agnieszka Bormann

(Kulturreferentin für Schlesien), dass der Begriff „Iser“ (Isergebirge)

aus dem Keltischen „isirás“ abgeleitet wird. Zur Übersetzung des

Begriffes und damit Wortbedeutung sowie zum Nachweis über

eine keltische Besiedlung im Iser-Gebirge müssen Wissenschaftler

herangezogen werden! Interessant ist der Ansatz auf jeden Fall.

Wenn schon das „opidum lubaw“ vor dem Jahr 1221 existierte, wie

alt ist dann erst unser „stara lubaw“, das alte Löbau? Heute noch

als Altlöbau benannt. Aufbau, Ausdehnung und Bedeutung dieses

Vorläufers unserer Stadt ist nicht hinlänglich beschrieben. Jedoch

gibt es Hinweise und belegte Funde am Lärchenberg und in der

Seltenrein auf Altlöbauer- und Oelsaer Flur, die auf eine Besiedlung

bereits im Neolitikum, also in der Steinzeit hindeuten. Das bedeutet,

unser Löbau als Siedlungsort ist steinalt!

Bedeutung des Löbauer Berges

Der Löbauer Berg hat eine Wallanlage von 1600 m Umfang auf

dem Schafberg, dem Zweitgipfel unseres Hausberges und wurde

bereits zur Bronzezeit vor ca. 3500 Jahren errichtet. Von wem, von

welcher Völkerschaft diese Anlage errichtet wurde, ist nicht eindeutig

geklärt. Auch die Frage, ob der Berg zum Territorium der

Stadt gehörte. Jedenfalls später, um 1221 war das Löbauer Wasser

(die lubotna) als Grenzfluss zum Land Ostrusna beschrieben, dazu

das Rosenhainer Wasser als ostrusnica .

Unsere Stadt befand sich im Einflussbereich des Bautzener Landes.

Ob vor 3500 Jahren diese Aufteilung schon bestand, ist anzuzweifeln.

Hierzu ist viel wissenschaftliche Aufarbeitung notwendig, ebenso

wie zu der Bedeutung und Nutzung dieser großartigen Anlage.

Große Wissenschaftler der Vergangenheit wie Preusker, Prof.


Löbau – Stadt am Berge 37

Wirchow und andere haben sich dem Berg schon gewidmet, aber

er ist für uns heute immer noch ein Unbekannter! Selbst geologisch

gibt es zur Entstehung der beiden Vulkankegel mehrere Deutungen.

Aber das ist heute nicht unser Thema.

Blick in die Geschichte

Die Tatsache, dass die Stadt Löbau bereits im Jahr 1311 den Kottmarberg

mit 360 ha Wald für 80 Silbertaler von Ottokar von Brandenburg

kaufte und nicht den Löbauer Berg, zeugt von komplizierten

Einfluss- und Machtverhältnissen. Ebenso wie es schwer

zu verstehen ist, dass eine Stadt die gerade erst gegründet wurde,

bereits soviel Kaufkraft hat, um diesen so großen Kottmar-Wald zu

kaufen.

Als Zwischenbemerkung sei an dieser Stelle gesagt: Der Kauf des

Kottmarberges war ja die eigentliche Ursache für den späteren

Eibauer Bierzug.

Weil die Löbauer Bürger (und nicht nur die) ihr Holz vom Berg kostenlos

holten und die Holzentnahme derart überhand nahm, setzte

man einen Förster ein. Dieser benötigte aber vor Ort eine Wohnstätte,

ein Forsthaus. Die Genehmigung für weitere Ansiedlungen

erfolgte erst 1691 und es bildete sich Walddorf heraus. Hier durfte

dann Löbauer Bier ausgeschenkt werden. Es war der Ursprung des

Streites um den Bierausschank, der dann in dem Eibauer Bierzug

gipfelte. Diese Bierzug-Tradition hat sich bis heute als touristische

Attraktion gehalten.

Furt durch die Löbau

Straße nach Dehsa

Alte Handelswege

Ebenso bedeutungsvoll wie der Berg und der Stadtwald waren die

alten Handelsstraßen für Löbau. Die „strada antiqua lusatia“ (alte

lausitzer Straße) existierte bereits vor der „via regia“. Ihr Verlauf änderte

sich mehrfach in der Geschichte. Auch die via regia änderte

ihren Verlauf nördlich von Löbau bzw. Kittlitz. Doch beide Verkehrsadern

hatten eines gemeinsam, einen Abzweig nach Süden

in Richtung Friedland und Prag und dieser Abzweig führte über

Löbau. Für die Stadt eine wichtige Zwischenstation und auch Zolleinnahmequelle.

Noch älter ist die „semitam besuncane“.

Bevor die Löbauer Brücken gebaut wurden, gab es Furten durch

das Löbauer Wasser.

Eine habe ich erst kürzlich in der Nähe der Tonhalle entdeckt, warscheinlich

für den Weg nach Prag. Die steinerne Brücke war die

Steinmühlenbrücke in Tiefendorf (gebaut 1676). Ob der Vorläufer

auch aus Stein war oder „nur“ aus Holz ist nicht bekannt. Davor war

Weg nach Prag

jedenfalls nur eine Furt.

Von hier mussten die Fuhrleute mit Pferd und Wagen den sogenannten

Schinderberg (der Name spricht für sich) hinauf bis zum

Zittauer Tor, um in die Stadt zu gelangen. Der umgekehrte Weg

führte hinunter nach Tiefendorf bis zur Herwigsdorfer Straße über

Herwigsdorf bis zu den Russenhäusern und weiter über Bernstadt

bis nach Ostritz bzw. Rosenthal. Dort befand sich die Furt durch die

Neisse und weiter ging es bis nach Friedland. Dieser ursprüngliche

Fahrweg ist sehr alt und unter der Bezeichnung „semitam besuncane“

aufgeführt.

Eine weitere Wegeführung beginnt am Zittauer Tor in Löbau, und

damit auch hier die „Schinderei“. Die sogenannten „Neue Sorge“

und anschließend die „Hohle“ bereitete den Fuhrleuten wie der

Name sagt, ersichtliche Schwierigkeiten. Erst in unserer Neuzeit


38

Löbau – Stadt am Berge

wurde das Brückenviadukt über das Tal der Seltenrein gebaut.

Der abzweigende Weg nach Prag und weiter bis nach Wien führte

über das Zittauer Gebirge. Es gab um das Jahr 1000 mehrere Wegeeinschnitte.

Erst Karl der IV. legte fest, dass es nur einen Weg gibt,

den am Lückendorfer Pass. 1361 wurde die Burg Karlsfried gebaut

und es bestand „Straßenzwang“. Damit sicherte sich Karl IV. auch

die Zolleinnahmen.

Erst viel später, ab 1846, wurde eine ebenso wichtige Verkehrsader

für Löbau und die gesamte Oberlausitz in einem rasanten Tempo

verwirklicht. Die Eisenbahnverbindung von Dresden nach Breslau.

Dabei entstand auch das imposante Bahnhofsgebäude und das

große Viadukt über das Löbauer Wasser. Das hatte erhebliche positive

Auswirkungen für unsere Stadt. Industrieansiedlungen und

Wohnkomplexe entstanden über einen Zeitraum von fast 100 Jahren.

Eine Liste der Fabrikgründungen verdeutlicht das:

1835 Rot- und Buntgarnfärberei Hildebrandt

1839 Konservenfabrik Berndt

1846 Brauerei Schreiber und Rätze, später Actienbrauerei

Löbau

1855 Eisengießerei und Maschinenfabrik Behrisch

1859 Maschinenfabrik und Kesselschmiede Mühle und Söhne

1859 Pianobau August Förster

1869 Cromopapiere Fabrik Beneke

1874 Knopffabrik Ernst

1875 Stückfärberei und Weberei Römer

1875 Grobgarnspinnerei und Weberei Gebr. Müller

1876 Schuh- und Filzwarenfabrik Gebr. Nedon

1876 Nudelfabrik Loeser und Richter

1884 Obwerlausitzer Zuckerfabrik

1889 Actien-Malzfabrik

1890 Gummiwarenwerk Kniepert

1893 Fleischwerk (Schlachthof) Löbau

1896 Kohlensäurefabrik

1896 Spinnerei Winkler (aus Corpsfärberei und Bleicherei)

1898 Spinnfabrik Raabe

1902 Steinmühle (dann Übernahme Kumpf)

1904 Steinschneiderei Kumpf

1915 Weberei Röntsch und Söhne

An der gesamten Bahnhofstraße entstanden prachtvolle Bürgerhäuser.

Ganze Wohnviertel, wie die Neustadt entstanden. Mit der

späteren Lückenbebauung ab 1885 bis 1915 gab es für Löbau die

Besonderheit, dass eine stattliche Anzahl an Jugendstilobjekten

mit auffällig schöner, aber einfarbiger Jugendstil-Ornamentik entstanden.

Die Stuckstruktur sollte für sich wirken. Für die Gäste unserer

Stadt immer etwas Besonderes und Unerwartetes.

Gußeiserner Aussichtsturm

In diese Aufbruchstimmung passt auch das Vorhaben von Friedrich

August Bretschneider, den Gußeisernen Aussichtsturm bauen

zu lassen. Zum Verständnis der Planungs- und Baugeschwindigkeit

hier einige Daten:

1853

Am 28. November sprachen mehrere Bürger beim Bürgermeister

vor, da kurz vorher alle Verhandlungen wegen Unstimmigkeiten

abgebrochen wurden. Bäckermeister Bretschneider war auch zugegen

und ein konkretes Angebot vom Hüttenwerk Bensdorf (bei

Kamenz) lag bereits vor. Bretschneider entschloss sich kurzerhand

das Turmvorhaben in die eigenen Hände zu nehmen und zu finanzieren.

Der Stadtrat überließ dem Bauherren kostenlos den Grund und Boden

am Berg und finanzierte die Fundament-Gründung.

1854

- Am 12. Januar begann die Abholzung des Plateaus.

- Am 04. Februar wurde der Steigebaum gefällt, mit dem man den

besten Aussichtspunkt erkundete.

- Am 24. Februar kam die Zustimmung vom Kurfürsten Friedrich

August, dass der Turm seinen Namen und das Sächsische Wappen

tragen darf.

- Am 18. Mai erfolgte das Einsetzen der Grundanker

- Am 09. Juni beginnt das Aufsetzen des Turmes, Zuvor wurden

jedoch die ersten Teile im 80 km entfernten Bernsdorf gegossen

und die weiteren folgten zügig.

- Am 16. Juni treffen alle Teile für die ersten zwei kompletten Stockwerke,

von Ochsenkarren gezogen, am Fuße des Löbauer Berges,

ein.

- Am 17. Juni ist „ganz nebenbei“ das Restaurant eingeweiht worden.

Zügig erfolgte der weitere Aufbau bis zur Fertigstellung. Es

ist zu vermuten, dass der Turm bereits am 09. August fertiggestellt

war. An diesem Tag verunglückte aber der König Friedrich

August tödlich in den Alpen und die Einweihung konnte nicht

stattfinden.

- Am 09. September 1854 (also noch im gleichen Jahr) war dann


Löbau – Stadt am Berge 39

die feierliche Eröffnung mit Festumzug, mit bengalischem Feuer

und Konzert.

Eisenoxidschicht bedeckt, die sich aus dem Wasser absetzte. Ob

diese 10 – 20 cm dicke Schicht auch zur Verhüttung genutzt wurde

ist nicht bekannt. Eine Vermutung zu der Verhüttung auf dem Löbauer

Berg am sog. Schlackewall konnte bisher nicht belegt werden.

Der Gedanke zur Nutzung der Quellen wurde von späteren Stadtvätern

und Ratsherren aufgegriffen und im Tal der Löbau 1851

ein Badehaus und später ein Dampfbad eingerichtet. 1889 wurde

dann das Stadtbad, das Köng-Friedrich-Albert-Bad, auf der Höhe

der Quellbereiche verwirklicht.

Bei der Rekonstruktion dieses Turmes durch die Firma FACH&WERK

von 1993 bis 1994 wurden verfahrenstechnische und bautechnische

Mängel ausgeglichen und viele erhebliche Korrosionsschäden

beseitigt. Trotzdem war und ist dieser gusseiseren Aussichtsturm,

übrigens der einzige auf der ganzen Welt, etwas Besonderes!

Mit den Worten des Geschäftsführers FACH&WERK Herrn Vogel:

„Dieser Turm ist eine einzigartige Leistung unserer Vorfahren. Sie

ist einzigartig, weil hinter dem Bauwerk kein König oder Präsident,

kein Papst oder Kriegsherr, kein genialer Ingenieur oder Architekt

stand – der Bauherr war ein Bäckermeister! Ihr Löbauer Turm ist

einzigartig, weil er im 19. Jh. in Deutschland wie der Kristallpalast

in London (England) das revolutionäre Verfahren des modernen

Skelettbaues vorwegnahm.“

Eisen- und Salzquellen und das König-Albert-Bad

Ebenso genial und zukunftsweisend war die Einfassung der 2 Salzund

4 Eisenquellen am alten Brunnenweg in Löbau. Der Bürgermeister

Segnitz hat im Jahr 1714 nach seiner Genesung durch das

Brunnenwasser, die alten Quellbereiche des historischen Eisenbrünnlertales

einfassen lassen. Was heißt fassen lassen: Ein Gewölbe

von 8 m Länge 2 m Breite und 1,8 m Höhe hat er bauen lassen.

Sein Ziel war es wohl, diese Quellen besser zu nutzen und der Öffentlichkeit

zugänglich zu machen, nach dem Motto: „Ein gesunder

Geist braucht einen gesunden Körper“.

Vordem war der Wasserlauf im Eisenbrünnlertal mit einer starken

Eisenquelle

Quellengewölbe

Bis in die späte DDR-Zeit waren hier Heilbäder und Heilmassagen

auf dem Tagesplan – unter Anwendung des Mineralwassers. Mit

der politischen Wende kam auch die Wende für das Bad. Das Gebäude

wurde von Grund auf saniert und dann genutzt als gehobene

Gastronomie-, Veranstaltungshaus mit kleinem Saal und in der

unteren Etage als Bowling-Center.

Das Quell-Wasser plätschert seit dem unterirdisch friedlich bis ins

Löbauer Wasser. Für die Landesgartenschau wurde eine unterirdische

Umleitung bis zum Gartenschaugelände gebaut und dort

plätschert das Mineralwasser oberirdisch über einen Eisen/Stahl-

Kanal auch wieder ins Löbauer Wasser. Wenigstens kann man es

jetzt abseits des Ursprunges sehen, wenn man genau hinschaut

und die Tafel liest.

Dabei gehören diese Eisen- und Salzquellen der Sage nach zum

Ursprung unserer Stadt : Ein Mädchen und ein Junge, Mlink und

Mlonk, so nannte man sie, hatten sich sehr lieb und wollten heiraten.

Aber der Vater des Mädchens, der Sippenälteste, gab keine

Einwilligung. Drei Nächte schlief der Jüngling nicht. Aber in der

dritten Nacht erschien ihm die Fee Pribolnica und wies ihn an, gen

Sonnenaufgang zu wandern bis er an ein weites Tal kommt, an


40

Löbau – Stadt am Berge

dem eine Quelle plätschert. Der Junge machte sich sofort auf den

Weg und kam tatsächlich an diese besagte Stelle. Er eilte zurück

und berichtete dem Vater des Mädchens davon. Nun zog die ganze

Sippe los, um diese Stelle zu erkunden. Als sie dort eintrafen, rief

der Sippenälteste aus: „jo so mie lubi“. Diesen Ort liebe ich. Oder

„hier gefällt es mir“, und die Sippe blieb und nannte den Ort „lubi“.

Und diese Stelle war wohl der Ort, an dem die Eisen- und Salzquellen

ihren Ursprung haben.

Vielleicht ergibt sich in naher oder ferner Zukunft die Möglichkeit,

sich dieser Quelle, mit Ihren mineralischen Inhalten, wieder zugänglich

zu machen und diese für die unterschiedlichen Anwendungen

zu nutzen.

Löbau im Untergrund und die Wasserversorgung

Zum Untergrund der Löbauer Innenstadt gibt es viele Gerüchte,

aber auch glaubhafte Berichte und Akten. In meiner Zeit als Tourismus-Leiter

der Stadt hatte ich Gelegenheit mit vielen älteren Menschen

zu sprechen bzw. diese kamen auf mich zu.

Eine ältere Dame erzählte mir, dass

sie als junge Bedienungskraft im

Hotel „Goldener Hirsch“ (Eckhaus

Marktplatz – Innere Zittauer Straße)

in den Keller gehen musste und

über einen längeren Gang (unter

dem Markt) weiße Karpfen aus einem

großen Bassin holte. Sie machte

auch eine Zeichnung zu dem

Gang.

In den Löbauer Ratsakten gibt es

auch Berichte, wonach ein Zittauer

Hotel 30 weiße Karpfen aus Löbau

bestellte und wohl auch bekam.

Gang zum Brunnen mit

weißen Karpfen

Aus frühen DDR-Zeiten ist bekannt, dass auf dem Gehweg zum

„Goldenen Hirsch“ auch ein trichterförmiges tiefes Loch entstand.

Zwei LKW-Ladungen Kies hat man hineingeschüttet und dann alles

wieder zugepflastert.

Ein älterer Herr berichtete mir, dass er als Kind noch vor dem Krieg

mit seinen Eltern in der Nicolaistraße gegenüber dem Rathaus

wohnte. Dort hat er viel mit seinen Freunden gespielt. Sie sind

auch öfter zum Rathaus gegenüber gelaufen, und so die wohl offene

Tür die Treppen hinunter in den alten Ratskellers gelangt. Eine

weitere Treppe führte nach links unten und diese führte unter die

Nikolaistraße. In der Mitte der Straße war jedoch das Gewölbe eingestürzt,

so dass die

Jungen nicht weiter

kamen. Dafür aber

war im Hinterhof

des Hauses mitten

in einem Rosenbeet

ein Einsturztricher

entstanden, bei dem

ein durchbrochenes

Deckengewölbe zu

erkennen war. Man

schütte dieses Loch einfach zu.

Im Rahmen des Sparkassen-Neubaues wurde von März bis Juni

1994 über das Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie das

freigelegte Gelände gründlich untersucht und viele interessante

Funde aus der Frühzeit unserer Stadt geborgen, die Rückschlüsse

über Handwerk und Lebensweise erbrachten. Z.B. wurden drei

Backofenfundamente freigelegt, die besagen dass das Löbauer

Handwerk gut funktionierte. Das hat sich bis heute so gehalten.

Die heutigen Fleischer und Bäcker und andere Handwerker können

stolz auf ihre Produkte sein.

Es wird aber auch darüber berichtet, dass nicht mehr ergiebige

Brunnen als Kloaken benutzt wurden und daneben ein neuer

Brunnen „gebuddelt“ wurde. Die daraus resultierende schlechte

Wasserqualität umging man bereits 1430, in dem der Stadtrat beschloss,

eine Holz-Rohrleitung vom drei km entfernten Oelsa bis

in die Stadt zu legen, um frisches Wasser zu bekommen. Es wurde

1433 extra ein Röhrmeister eingestellt, der dafür sorgen musste,

dass die Röhrbütten (Holzkästen mit Verteilerschieber) funktionierten

und alle Stadtteile abwechselnd mit Wasser versorgt werden

konnten. Und wenn Bier gebraut wurde, mussten alle anderen

Rohrverbindungen vom Röhrmeister abgeriegelt werden, sonst

hätte das Wasser nicht gereicht. Auch eine Badestube in der Badergasse

konnte man im 15. Jahrhundert damit schon betreiben.

Beim Einrichten der Fundamente für das neue Sparkassenquartier

wurde die Stützpfeiler mit 30 cm starken Bohrern bis 8 m tief

in den Untergrund getrieben, um sie mit Zement aufzufüllen, als

Stabilisierung für die Grundmauern. Dabei riss ein Bohrer in 8 m


Löbau – Stadt am Berge 41

Tiefe ab und wart

nicht mehr gesehen. Er

stürzte wahrscheinlich

in einen vorhandenen

Hohlraum! Die Konsequenz

war, dass man

mehrere Ladungen

dickflüssigen Beton in

das Loch kippte und

dann später das Fundament

darauf setzte.

Keiner hat mehr

danach gefragt, was

da unten in 8 m Tiefe

wohl gewesen ist.

In den Ratsakten wiederum

steht geschrieben,

dass die Ratsherren

trockenen Fußes altes Rohrleitungssystem

zu ihren Konventzusammenkünften

kamen. Das bedeutet wiederum, sie benutzten

einen unterirdischen Gang zum Refektorium, dem Versammlungsraum.

Eine als „Skizze aus den Hussitenkriegen“ bezeichnete Schrift aus

dem Jahr 1429, im Archivblatt Nr. 23 wiedergegeben von unserem

ehemaligen Archivar, Herrn Görner, beinhaltet sogar einen Bericht

zu einem unterirdischen Gang hin bis in unsere Stadt.

Der Grund des Schriftstückes ist aber eher grausam und frevelhaft.

Der Junge, Georg hieß er, war wohl sehr arm und wurde von

den Hussiten ausserhalb der Stadt in der Nähe von Herwigsdorf

gefangen genommen, oder dorthin gebracht. Man versprach ihm

schriftlich eine gute Geldsumme wenn er die Stadt Löbau anzündet,

unterschrieben mit „Koluch“ (Jan Koluch, der Anführer der

Hussiten).

Man entließ den Jungen, damit er in die Stadt gelangen konnte. Dort

ging er zu seiner Mutter und zu seinem Oheim, um eventuell von

seinem Vorhaben ablassen zu können. Aber der Junge entschied

sich nach mehreren Hin und Her doch dazu, so bösartig zu handeln.

Er wusste aber auch, dass er nicht direkt in der Stadt handeln

konnte, sondern von außerhalb, also unentdeckt, unterirdisch zu

seinem Tatort kommen konnte. Über das Görlitzer Tor verließ er die

Stadt in Richtung Tiefendorf und wieder bergauf, wo er hinter einer

großen Fichte den Eingang zu dem besagten Gang schon einmal

gefunden hatte. Die Eingangstür war morsch und lange nicht benutzt,

trotzdem zündete er ein Lichtlein an und begab sich hinein.

Hangabwärts ging es stufenweise, bis er an eine seichte Stelle kam,

von oben tropfte Wasser. Daher vermutete der Junge, dass er jetzt

unter dem Löbauer Wasser sein müsse. Eine lange nicht benutzte

offene Falltür war auf der anderen, also der Stadtseite zu erkennen.

Dann ging es im Zick-Zack-Weg über viele Stufen nach oben.

Georg gelangte durch eine nur angelehnte knarrende Tür in das

Innere einer Krypta. Von hier aus, so wusste Georg von dem Mönch

Bruder Martin, führte ein Gang direkt zum Rathaus. Er wollte aber

den Abzweig zum Klemmsteinschen Haus nehmen, denn dort

hatte er seine Freveltat vor. Doch unter dem Haus angekommen,

merkte er, dass der Eingang frisch zugemauert war. Er wusste nicht

weiter und in dem Moment merkte er, wie töricht und ohne Überlegung

er gehandelt hat.

An dieser Stelle bricht der Bericht des Archivblattes ab.

Die alten Bergwerke

Zum ersten Mal wird 1350 über ein Bergwerk berichtet. Es war immer

ein Mysterium um die bergmännische Tätigkeit in Löbau. Und

es gibt tatsächlich einige historische Akten, jedoch nicht aus der

Anfangszeit. So wird in der Handschrift A 315 von Alfred Moschkau

(aufbewahrt in der Christian-Weise-Bibliothek Zittau) darauf

verwiesen, dass zum Programm des Kreuzerfindungs-Festes 1521

auch Bergknappen anwesend waren.

Moschkau notiert aber auch, dass man nach einer alten Sage in

Löbau schon sehr früh ergiebigen Bergbau betrieben habe, die

Bergleute aber übermütig wurden, in mancherlei Weise gefrevelt

haben und daher sehr plötzlich gleichwohl als Strafe, der Bergsegen

versiegte.

Es gibt nur noch einen Hinweis im sog. Schwarzen Buch (ein Kaufbuch

aus den Jahren 1581/82, im Stadtarchiv), wo es hieß, dass

der Bergbau im 17. Jhd. wieder auflebte, so auch in Löbau an zwei

Orten. Hinter der Wetschke-Mühle wurde auf Blei und hinter dem

Kloster am Löbauer Wasser auf Alaun eingehauen.

Im Jahr 1656 schickte der Sächsische Oberbergrath von Haugwitz

einen Steiger mit Vermessungsinstruktionen nach Löbau. Am

01. Januar 1565 erließ der Churfürst Johann Georg der II. ein Reskript,

wegen der Errichtung eines Bergwerkes in Löbau und er

schickte einen Rutengänger. Das aufgefundene Erz wurde auf seinen

Bleigehalt und im Blei enthaltenes Silber untersucht. Der Gehalt

muss wohl sehr gering gewesen sein, da in Folge der Bergbau

zum Erliegen kam.


42

Löbau – Stadt am Berge

Im Jahr 1856 als das große Eisenbahnviadukt genau ein Tag nach

Ablauf der Garantiefrist einstürzte, wurde auch der Stolleneingang

zum Bergwerk völlig verschüttet und blieb es auch. Bis es unser

Sohn, Mathias Pilz im Jahr 2005 nach mehrjährigem Suchen wiederfand

und mit seinen geologieinteressierten Helfern öffnete.

Zum Erstaunen Aller tat sich vor ihnen ein über 50 m langer leicht

schräg führender Gang auf. Von diesem Gang führten zwei mit

Wasser gefüllte Schächte schräg nach unten. Von der Fa. Krause

und Lange wurde alles vermessen und ein Aufriss angefertigt. Mit

zwei großen Schmutzwasserpumpen wurde die zweite Sohle soweit

leer gepumpt, sodass der Stollen begehbar war. Von den noch

herumliegenden Holzteilen wurden Proben mitgenommen und

im Deutschen Archäologischen Institut in Berlin untersucht.

Das Ergebnis: Eine Tanne Fälldatum 1536, eine Fichte Fälldatum

Bergwerksgang

1542 und noch eine Tanne 1516 gefällt. Und dann wurde noch ein

Keramiktöpfchen mit Rindertalg gefunden, in dem noch ein angekohlter

Holzspan steckte. Aber noch interessanter ist die Tatsache,

dass dabei eine weitere Absenkung, ein noch tieferer Stollen entdeckt

wurde, in den man bis heute nicht kommt, da dieses Wasser

nicht mehr ausgepumpt werden konnte. Diese dritte Sohle müßte

auf dem Höhenniveau des Löbauer Wassers oder noch darunter

sein.

Letztendlich blieb es bei dieser Entdeckung. Der Stollen wurde unter

Auflagen wieder geschlossen.

Wichtige Ereignisse und Personen

Karl Benjamin Preusker

Auch zu Persönlichkeiten, die in Löbau geboren wurden, ist schon

viel berichtet worden. Allen voran Karl Benjamin Preusker, der am

22. September 1786 in Löbau auf die Welt kam. Seine hauptsächliche

Wirkungsstätte war aber Großenhain. Karl Preusker ist es zu

verdanken, dass die Archäologie im Laufe der Zeit zu einer Wissenschaft

wurde. Zu vielen Sammlungen hat er den Grundstein gelegt.

1828 gründet er eine Initiative zur Schaffung von Schulbibliotheken

und danach brachte er eine Broschüre über öffentliche und

Vereinsbibliotheken heraus. Damit wurde der Grundstein für das

Bibliothekswesen überhaupt erst gelegt.

Hieronymus und Johann Lauterbach

Zwei bedeutende Löbauer Persönlichkeiten der Stadt waren Hieronymus

und Johann Lauterbach. Beide wurden am 16. Juni 1531 in

Löbau geboren, wurden und werden besonders in Wien und Graz

hoch geehrt und mit ihren musealen Besonderheiten dokumentiert.

Hieronymus Lauterbach ging bereits als Jugendlicher zum Studium

nach Wien. Die Mathematik hatte es dem jungen Mann angetan.

Seit 1526 herrschte das Haus Habsburg über die Oberlausitz,

sodass er quasi im eigenen Land blieb.

Bereits 1556 erwarb er den Titel eines Magister artium. 1560 gab er

seine Professorenstelle in Wien auf und wechselte als Landschaftsmathematiker

und Astronom an die evangelische Stiftsschule in

Graz.

Hier sei eingefügt, dass nach seiner Tätigkeit kein Geringerer als

Johannes Keppler diese Stelle in Graz einnahm!

Seine hervorzuhebenden Werke sind:

- Almanach samt Evangelien aus alle Sonntage (Österreichische

Nationalbibliothek Wien)

- Aequatorium omnis genesis (Steiermärkische Landesbibliothek

Graz)

- Hemispherum supraterram

- Superior pars instrumentico

- Serenissimo at illustrissimo

Im Jahr 1576 stellte er der Öffentlichkeit eine hochkomplexe Säulensonnenuhr

vor, mit speziellen Tabellen, mit einem klappbaren

Schattenwerfer für die Ermittlung der genauen Zeit. Diese Uhr steht

heute im Steiermärkischen Landesmuseum Johanneum in Graz.


Löbau – Stadt am Berge 43

Hochgeehrt starb Hieronymus Lauterbach 1577 in Graz.

Johann Lauterbach

Auch ihn zog es bei Zeiten in die damalige Gelehrtenwelt. 1549

bis 1554 studierte er an der Universität Wittenberg bei Philipp Melanchthon,

auf dessen Empfehlung er 1556 zum Hofmeister beim

Grafen Ludwig Casimir von Hohenlohe-Neuenstein ernannt wurde.

Dort unterrichtete er die Söhne Wolfgang und Phillip.

Bereits 1557 wurde er zum Direktor der Lateinschule in Öhringen

berufen und stand im Kontakt mit Humanisten wie Nicodemus

Frischlin und Martin Crusius.

1558 erhielt er in Wien die Dichterkrone und wurde von Ferdinand I

in den Adelsstand erhoben.

1567 wurde er Rektor der Heilbronner Lateinschule und widmete

sich der zeitgenössischen Musikliteratur. Aus dieser Zeit stammt

seine bedeutende Sammlung an Notenhandschriften und Erstdrucken.

Der Grundstock des Heilbronner Musikschatzes.

Schwer krank und verwirrt starb er 1593.

Weitere Persönlichkeiten

Zu weiteren Personen werde ich in einem späteren Artikel berichten,

vielleicht über das neue Magazin „Granit“ welches im Mai /

Juni diesen Jahres von der Werbeagentur Media-Light Löbau herausgegeben

wird.

Das betrifft dann viele Löbauer, die innerhalb und außerhalb unserer

Stadt wirken und gewirkt haben! Da aber auch hier noch Vieles

unentdeckt ist, schwebt mir der Gedanke einer „Löbauer Botschaftermeile“

vor, an der viele Bürger mitwirken können!

Löbau und seine Zukunft

Für die Zukunft der Stadt Löbau bleibt zu sagen, dass sich weiterhin

viele Bürger, egal ob Jung oder Alt, einbringen sollten, um bei

der weiteren Erforschung der Geschichte dieser Stadt mitzuwirken

und bei der fortschreitenden Entwicklung teilzuhaben.

Rathausturm und Turm der Nikolaikirche


44

Löbau – Stadt am Berge

Jubiläum 675 Jahre Sechs-Städte-Bund – 21. August 1346

von Ulrich Pilz

Es war eine Zeit, die nach Bündnissen

rief, da auf den Straßen

und Wegen viel Unsicherheit

herrschte und Rechtsbrecher

auch in den Städten ihr Unwesen

trieben. König Johann von

Böhmen wollte Sicherheit haben

und natürlich Einnahmen,

die durch gut und sicher funktionierende

Städte, vereint über

ein Bündnis gestärkt werden

sollten.

Doch zuvor noch ein Blick

zurück, auf die Zeit vor dem

Sechs-Städte-Bund:

Es gab bereits Vorläufer dieses

Bundes. Im Jahr 1339 genehmigte

König Johann ein

Achtsbündnis der oberlausitzer

Städte Görlitz, Budissin (Bautzen), Kamenz und Löbau mit

den schlesischen Städten Breslau, Neumark, Glogau, Strehlen und

Ohlau.

Die 1339 festgelegten Ziele wurden bei der Gründung des Sechs-

Städte-Bundes übernommen und erweitert. Im Wesentlichen ging

es um die Ächtung von Mord, Brandstiftung, Diebstahl und Raub

an persönlichem und öffentlichem Gut.

Die Besonderheit: Wer in einer Stadt geächtet ist, soll auch in den

anderen Städten des Bundes geächtet sein.

Noch eher, im Jahr 1321, wird in Brandenburg ein Städtebund

gegründet. 23 Städte wollen Brandstiftung, Mord, Diebstahl und

Raub gleichermaßen ahnden.

Nach den ersten Erfahrungen mit diesen Vorläufern wurde am

21. August 1346 der Sechs-Städte-Bund in Löbau gegründet.

Löbau war die kleinste Stadt des Bundes, wurde aber wohl wegen

der zentralen Lage zum Konventort (Versammlungsort) erkoren.

1351 erkannte König Karl IV. den Bund urkundlich an und übertrug

ihm nach einem Besuch 1355 die „Order an die Städte des Sechs-

Städte-Bundes“, welche die Wahrung des Landes-Friedens und der

Ordnung gebietet.

Er verlieh Ihnen damit auch das Recht, die königliche „Acht“ zu verhängen.

Das beinhaltet das Recht, Urteile gegen Rechtsbrecher im Namen

des Königs auszusprechen.

Dieser Auftrag wurde mit der damals üblichen Strenge ausgeübt!

Wer in einer der sechs Städte des Mordes, Brandes, Diebstahls oder

Raubes beschuldigt wurde, galt auch in den anderen Städten als

angeklagt.

Die Mitglieder des Sechs-Städte-Bundes verpflichteten sich in einem

Vertrag zur gegenseitigen Hilfeleistung bei Straßenräuberei

und Landfriedensbruch.

Von den Konventen des Sechs-Städte-Bundes in Löbau berichten

zwei erhaltene und im Löbauer Stadt-Archiv wohl verwahrte Konventbücher.

Das Ältere beginnt mit dem Jahr 1672.

Nach stattgefundenen Konventen im Refektorium (Speisesaal des

Klosters), später im Konventzimmer des Rathauses, kreiste wohl

der mit drei Flaschen Wein gefüllte Konventpokal in der versammelten

Ratsherrenrunde.

Dazu gibt es auf dem inneren Titelblatt einen Konventspruch:

Weil allhier mit Nutz und Frommen

die Sechs Stadt zusammen kommen,

haben die hochweisen Alten,

gute Freundschaft zu erhalten,

sich ein großes Glas erlesen,

dass der, so nicht dagewesen,

pflegt auf aller gutbedünken,

treu und redlich auszutrinken.

Dass nun solch yr all Vertrauen

auch die Nachwelt möge schauen,

soll ein jeder sich einschreiben

und der Städte Freund verbleiben.

In dieser Zeit gab es aber auch mehrere einschneidende Ereignisse,

die das Leben in der Stadt Löbau und in der gesamten Oberlausitz

stark veränderten.

1419 – 1434 beherrschten die Hussitenkriege die gesamte Region

Oberlausitz. Löbau wurde mehrfach belagert und nur mit Unterstützung

der Sechs-Städte-Hilfstruppen konnten die Hussiten ver-


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46

Löbau – Stadt am Berge

jagt werden. Die Hussiten plünderten und brandschatzten dafür

ausgiebiger die umliegenden Dörfer.

Durch Verrat, die Hussiten gewannen einen Löbauer Knecht dafür

die Stadt in Brand zu setzen, wurde sie in Schutt und Asche verwandelt.

1547 ist der Pönfall das folgenschwerste Ereignis. König Ferdinand

erließ für einen Feldzug ein allgemeines Aufgebot, nach dem auch

die lausitzer Städte ein Truppenkontingent aufstellen und in Richtung

Dresden schicken sollten.

Dieser königliche Befehl wurde von den protestantischen Städten

nur zögerlich befolgt. Am 24. April 1547 waren die vereinbarten

zwei Monate abgelaufen. Just an diesem Tag fand eine Schlacht

bei Mühlberg gegen Kurfürst Johann statt.

Das Sechs-Städte-Kontingent war aber schon wieder abgezogen,

oder noch nicht am Ort des Geschehens.

Das Verhängnis war da! Der König zürnte!

Der Städte-Bund war in des Königs Ungnade gefallen.

Die Strafe fiel entsprechend hart aus, in dem die Städte all ihre

Privilegien einbüßten, Ländereien verloren und dazu ein Strafgeld

von 100.000 Gulden aufbringen mussten.

Löbau als kleinste Stadt, musste davon 5.000 Gulden aufbringen.

Aber bereits 1548 nahm der König die Sechs-Städte wieder unter

seinen Schutz und erteilte einige Privilegien wieder zurück.

Dadurch wurde die Stadt Löbau in die Lage versetzt, nach und

nach einen Großteil des ehemaligen Besitzes zurückzukaufen.

1552 das Dorf Oelsa und den Kottmarwald für 2100 Taler

1554 die zweite Hälfte des Löbauer Berges für 400 Taler

1576 den Ort Ebersdorf für 6800 Taler

1559 erhielten die Städte des Bundes auch die freie Ratssteuer

als Privileg wieder zurück.

Immerhin erstaunlich und beachtlich, wie Löbau und die anderen

Städte die hohen Ablöse- und Kaufsummen aufbringen konnten.

Der Handel brachte wohl doch reichlich Geld für die Händler und

in die Stadtkasse. Dadurch konnte auch gut und reichlich gebaut

werden. Die damaligen Häuser waren zwar nur ein- und zweistöckig

als Lehmfachwerk gebaut, dabei zeigte die Giebelseite zur

Straße. Die Häuser wohlhabender Bürger waren aber schon reich

verziert und hatten breite Hausflure, um mit dem Fuhrwerk zum

Be- und Entladen hineinfahren zu können. Diese Hausflure sind

auch heute noch in den Häusern am Altmarkt und in der Rittergasse

zu sehen und werden bei speziellen Stadtführungen besonders

gern gezeigt, ebenso wie einige großräumige Kellergewölbe.

Letztere dienten vorrangig der kühlen Lagerung von Bier, der notwendigen

leicht feuchten Lagerung von Leinen und natürlich der

Lagerung von Lebensmitteln.

Die Genehmigung vom König zum Brauen und zum Ausschank

von Bier führte zu einer wichtigen Einnahmequelle. Weit mehr als

100 Braurechte wurden erteilt, und die Schankgenehmigung galt

für alle Dörfer, die der Gerichtsbarkeit der Stadt unterstellt waren.

Einen erheblichen Aufschwung bekam Löbau unter August dem

Starken. Durch den Frieden zu Prag wurde die Oberlausitz 1635

dem Kurfürsten von Sachsen als erbliches Lehen zugesprochen

und ist bis heute sächsisch geblieben.

Um 1700 erlebte die Leineweberei und der Leinwandhandel eine

Blütezeit. Zahlreiche wohlhabende Handelsherren lebten und

wirkten in der Stadt, schlossen sich 1708 zur Handelssozietät zusammen,

um in den Überseehandel einzusteigen. Heute noch erkennbar

an den Kartuschen dem goldenen Schiff bzw. dem Anker

über dem Stadthauseingang.

Auch wurde unter August dem Starken das Straßennetz vermessen

und ausgebaut. 1721 erließ er die Order Postdistanzsäulen als

Orientierungshilfe und als Grundlage für ein einheitliches Postsystem

aufzustellen. Die Förderung von Verkehr und Handel brachte

ein reiches Wirtschaftsleben in die Stadt.

Im Zuge der Industrialisierung wurde Löbau ab 1822 durch Ausbau

von Chausseestraßen nach Bautzen, Görlitz und Zittau und

ab 1847 durch die Errichtung der Bahnstrecken von Dresden nach

Löbau und weiter nach Görlitz bis nach Breslau, sowie später nach

Zittau, Ebersbach, nach Weißenberg und nach Cunewalde zu einem

Verkehrsknotenpunkt.

Es ist wünschenswert, dass sich ähnliche Verbindungsachsen zum

Standort Löbau in der heutigen Zeit wieder stabilisieren! Vielleicht

geling uns dann wie damals ein kleiner Wirtschaftsboom.

Die im 19. Jahrhundert gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur wirkte

sich erheblich auf die Ansiedlung von Handwerk, Gewerbe und

Produktionsunternehmen aus.


Löbau – Stadt am Berge 47

Dominierend entwickelte sich die Textilindustrie. Als erste Fabrik

der Stadt wurde 1835 die Rot- und Buntgarnfärberei gegründet.

Aus diesem Unternehmen bildete sich 100 Jahre später die volkseigene

Oberlausitzer Textilveredlung.

Der Schwerpunkt all dieser Firmen lag in der Verarbeitung von

Rohwaren bzw. Halbprodukten.

Zu nennen sind für die Lebensmittelbranche: Brauerei, Essigherstellung,

Zuckerfabrik, Nudelherstellung, Molkerei, Käserei,

Schlachthof. Für die Baubranche: Natursteinwerke und Ziegeleien.

Für Maschinenbau und Energiewirtschaft: Gummiwerk, Kohlensäurefabrik,

Elektrizitätswerk und Gasanstalt und für die Musikbranche:

Flügel- und Pianomanufaktur.

Der Oberlausitzer Sechs-Städte-Bund erlitt eine herbe Niederlage,

als 1815 auf dem Wiener Kongress vom Königreich Sachsen verlangt

wurde, große Gebiete der Oberlausitz an Preußen abzutreten.

Die neue Grenze durchschnitt das Land von Nordost nach Südwest,

verlief südlich von Ruhland und Wittichenau in Richtung Reichenbach,

traf südlich von Görlitz auf die Neiße und über die Wittig bis

zur böhmischen Grenze.

In diesem nun zu Preußen gehörenden Landesteil befanden sich

die Städte Görlitz und Lauban. Die willkürlich gezogene Grenze

zerteilte eine über 800 Jahre gewachsene politische, wirtschaftliche

kulturelle und kirchliche Einheit. Auch der Sechs-Städte-Bund

war auseinander gerissen! Es fanden fortan nur Konvente der vier

Städte statt.

Durch die erneute Teilung nach dem zweiten Weltkrieg, wurde die

Neiße zum Grenzfluss. Die östliche Region wurde zu Polen geschlagen

und der westliche Teil zu Sachsen. Die zweimalige Teilung der

Oberlausitz war für Menschen in dieser Region nicht immer leicht.

Der Oberlausitzer Sechs-Städte-Bund ruhte lange Zeit. Vor der 770

Jahrfeier der Stadt Löbau entschlossen sich alle sechs Städte, den

historischen Bund wiederzubeleben. So fand am 12. Juni 1991, an

diesem Jubiläumstag mit der feierlichen Unterzeichnung der Urkunde,

die Wiederbelebung des Bundes seinen Anfang.

Die Städte treffen sich wieder in einem lockeren Rhythmus. Heute

sind aber mehr wirtschaftliche, kulturelle und soziale Themen, in

neuester Zeit auch gesundheitspolitische Themen und Abstimmungen

auf der Tagesordnung.

Mit diesem Beitrag verbindet sich der Wunsch, das der historische

Bund eine Renaissance erlebt und noch viele positive Geschichtsdaten

geschrieben werden.


48

Löbau – Stadt am Berge

Bier mit Leidenschaft – Bergquell Brauerei Löbau

2021 – Jubiläum 175 Jahre Bergquell

Einst war es das Alltagsgetränk für Leute

von hier, heute sind die Marken Bergquell

und die Porterfamilie weit über die

Grenzen der Oberlausitz bekannt. Überall

horchen Bierfreunde auf, denn das Motto

der Brauer „Wir leben Bier“ macht sie

doppelt sympathisch. Sie stecken in ihre

Produkte nicht nur Hopfen und Malz,

sondern ebenso eine gehörige Portion

Herzblut und Leidenschaft.

175 Jahre

von Arnd Krenz

Der Weg hat sich gelohnt

Vor über 170 Jahren schlossen sich die innerstädtischen Bierhöfe

zusammen und gründeten die Löbauer Braukommune. Sie erwarben

das alte Malzhaus am Theaterplatz und errichteten 1846

an dessen Stelle ihr neues Brauereigebäude. 1871 wandelten die

Brauer ihre Kommune in eine Aktiengesellschaft um und firmierten

fortan unter dem Namen „Löbauer Bergquell“. Erfolg allerdings

war der Gesellschaft zunächst nicht beschieden. Erst als 1888 Direktor

Julius Sandt den Betrieb übernahm, ging es aufwärts. Ähnlich

war es nach dem Ende der DDR. Pläne zur Sanierung der alten

Brauerei scheiterten, eine Neue wurde im Gewerbegebiet West

aufgebaut. Im Jahre 1999 kam Steffen Dittmar an Bord. Als Malzmönch

machte er sich zu Fuß von Eibau in Richtung Löbau auf, um

den Betrieb zu übernehmen.

Der Weg hat sich

gelohnt! Zusammen mit

seiner Belegschaft verwandelte

er die Brauerei

in eine der Modernsten

Europas. Ab 1999

konnte sie ihre Bierproduktion

von 7.000 auf

heute ca. 200.000 Hektoliter

steigern. Möglich

gemacht haben das

menschlicher Einsatz

und zahlreiche Investitionen, wie beispielsweise in eine Lager- und

Logistikhalle sowie eine neue Abfüllanlage. Auch in Sachen Umwelt

bzw. Energiesparen steht die Bergquell Brauerei nicht hintenan.

EquiTherm heißt ihr System, mit dem sie jährlich rund 250.000

Kilowattstunden thermische Energie einspart.

Bergquell-Biere mit Tradition

Bilder © Privat

Ob für ‚starke Männerkehlen‘ oder ‚zarte Gaumen‘, die Bergquell-

Brauerei hat für jeden Geschmack das Passende in ihren Fässern

und Flaschen. So wie die Mitarbeiter gemäß eigener Devise ihr Bier

leben, pflegen sie gleichzeitig heimische Traditionen. Top Marke

der Brauerei ist dabei das „Lausitzer Porter“. Dunkel und süffig darf

es auf keiner Party fehlen. Besonders beim weiblichen Geschlecht

findet es, wie das Kirsch- und Erdbeer-Porter, immer wieder sympa-


Löbau – Stadt am Berge 49

zieht sie Neugierige an. Und wer nach dem Genuss eines Löbauer

Bergquell Bieres nicht nur geistig abschweben will, dem sei eine

reale Luftfahrt mit dem Porter-Ballon oder dem Porter-Ultraleichtflugzeug

wärmstens empfohlen.

Bergquell-Brauerei Löbau GmbH

Weststraße 7

02708 Löbau

www.bergquell-porter.de

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thischen Zuspruch. Getränkehändler in ganz Deutschland führen

diese Brauspezialitäten aus der Oberlausitz in ihrem Sortiment.

Bei den hellen Brauspezialitäten dagegen steht das Bergquell-

Pilsner vor allem weit oben in der Gunst der männlichen Kunden.

Feinherb mit starkem Hopfenaroma sowie gebraut nach dem deutschen

Reinheitsgebot, führen es die Händler im ostsächsischem

Raum. Dasselbe trifft auf die übrigen Sorten zu. Deren Liste ist lang.

Sie reicht vom einfachen Hellen über das Lausitzer Hefeweizen bis

zum Goldenen Reiter. Daneben stellt Bergquell noch eine Reihe

saisonaler Biere her: zum Beispiel das Lausitzer Bergbock sowie das

Bergquell Festbier im Frühjahr und im Winter.

Abheben mit Porter

Um das Löbauer Bier optimal zu vermarkten, geht die Bergquell-

Brauerei zuweilen spektakuläre Wege. So hat sie seit einiger Zeit

Percheron-Pferde in ihrem

Besitz, die bei Bierauslieferungen

und Umzügen

samt Fuhrwerk

und originalgetreuen

Bier-Kutschern für Staunen

und Beifall sorgen.

Das Gleiche trifft auf die

einmalige Trabbi-Ausschank-Flotte

zu. Überall,

wo sie auftaucht,


50

Löbau – Stadt am Berge

© Jörg Krause

Balkongeflüster – ein kleiner Streifzug durch die Geschichte des Honigbrunnens

Am Westhang des Löbauer Berges auf circa halben Weg zum Gipfel

befindet sich ein besonderer Ort, der erstmals im Jahre 1681

Erwähnung fand. Der Legende nach soll unweit dieses Ortes eine

Quelle mit Wasser so süß wie Honig gesprudelt haben.

Als das Wandern in der Mitte des 19. Jahrhunderts zusehends an

Popularität gewann, wurden an diesem besonderen Ort 1841 bis

1844 die ersten Gebäude errichtet und schließlich im Jahr 1854

die erste Restauration eröffnet. An besonderen Orten verweilt

man gern und an besondere Orte kehrt man oft zurück. Das war

auch dem Löbauer Stadtrat bewusst, als im Jahre 1890 über die

zunehmende touristische Nutzung dieses besonderen Ortes, dem

sogenannten Honigbrunnen am Löbauer Berg, beraten wurde.

Groß sollte der neue Bau werden und ein Aushängeschild für die

Stadt am Berge. Eigens für diesem Zweck wurde sogar ein Architekturwettbewerb

ausgeschrieben. Der erste Preis ging an das

Architekturbüro Kuder&Müller aus Straßburg im Elsass, wie das

Berliner Centralblatt der Bauverwaltung im August 1893 verkündete.

Während im fernen Straßburg die Freude über das Preisgeld

von 1.000 Mark sehr groß war, machte man sich in Löbau an die

Arbeiten zum Um- und Ausbau des Berggasthofs. Gezeichnet und

projektiert wurde der Klinkerbau mit zahlreichen Holzelementen

vom damaligen Löbauer Stadtbauinspektor Max-Otto Rudert. Die

Eröffnung des neuen Berggasthofs wurde 1897 gefeiert. Da der


Löbau – Stadt am Berge 51

Honigbrunnen auch im Winter ein beliebtes Ziel war, konnten sich

die Löbauer ab dem Jahr 1909 über eine Rodelbahn nahe der Bergwirtschaft

freuen.

Über die Jahre wurde der Honigbrunnen von verschiedenen Pächtern

bewirtschaftet. Nach der Gründung der DDR übernahm ihn

schließlich die HO. Ende der 1950er Jahre erfuhr der Honigbrunnen

noch einmal einen Umbau, fortan wurde er als Ferienheim

der Deutschen Reichsbahn genutzt. Viele Löbauer erinnern sich

an zahlreiche Betriebs- und Kulturveranstaltungen oder private

Feiern auf dem Honigbrunnen. Eine Havarie in der Kesselanlage

führte leider zu Beginn des Jahres 1989 zur Schließung des Honigbrunnens

und ein trauriges Kapitel von Verfall und Vandalismus

begann, ein Investor war mehr als zehn Jahre nicht in Sicht.

Ein Brand in dem ungenutzten Gebäude in der Silvesternacht von

1999/2000 ließ schließlich nur noch eine Ruine übrig.

Für Hartmut Scholz, Geschäftsführer eines Oberlausitzer mittelständischen

Unternehmens schienen die Herausforderungen von

Finanzierung und Wiederaufbau des Honigbrunnes machbar. Im

Jahre 2003 erwarb er die Überreste des Honigbrunnes für einen

symbolischen Euro von der Stadt Löbau. Mit Gründung der Honigbrunnen

GmbH und des Vereins Kulturlichtung Honigbrunnen e.V.

wurden Konzepte für die Wiederbelebung erarbeitet. Aufgrund

des Zustandes des Honigbrunnes war die geplante Wiedereröffnung

für viele Löbauer eine ziemlich verrückte Idee. Seit nunmehr

15 Jahren ist der Honigbrunnen wieder ein Aushängeschild der

Stadt und begrüßt seine Gäste als Restaurant und Berghotel. Seit

2006 kann man vom Honigbrunnen wieder sagen: Dir mein Löbau

zur Zier.

Neben den zahlreichen Unternehmen, die am Wiederaufbau des

Honigbrunnens beteiligt waren, führte Klempnermeister Jens

Bräuer aus Löbau, Ortsteil Georgewitz, eine ganz besondere Leistung

aus. Seine Firma wurde zunächst mit den Installationsarbeiten

im Gebäude beauftragt. Im Zuge der Bauarbeiten trat eine

alte Bauzeichnung des Türmchens mit Kuppel zutage. Da sich der

Wiederaufbau am historischen Gebäude orientierte, entschied sich

der Bauherr für den originalgetreuen Nachbau des Türmchens mit

Kuppel. Dieses Mal allerdings wirklich mit Kuppel. Denn die Kuppel

des alten Honigbrunnens aus der Jahrhundertwende existierte

nur wenige Tage nach Montage. Zur Eröffnung im Jahre 1897 ist sie

nämlich schon vom Türmchen abgestürzt und wurde nie ersetzt.

Die heutige Kuppel wiegt 1,4 Tonnen und sitzt auf einem soliden

Rohling aus Holz. „Die Montage mit dem Kran war abenteuerlich“,

so Jens Bräuer. Erst wurde die 3,10 m Breite und 2,50 m Hohe tonnenschwere

Kuppel aufgesetzt und im Anschluss die 3,30 m lange

Spitze montiert. Die neue Kuppel erstrahlt nun sprichwörtlich im

neuen Glanz, denn das verwendete Titanzink ist vorverwittert, um

mit einer matten Optik nahe am historischen Vorbild zu bleiben.

Die Herstellung der Kuppeldachhaut erfolgte nach alter Tradition

in Doppelfalztechnik. „Das heißt keine Verwendung von Nieten

oder Lötstellen“, erinnert sich Jens Bräuer. Und noch ein alter

Brauch wurde aufgegriffen. Wie in damaliger Zeit ist die Kuppel

nun über hoffentlich ganz viele Jahre Hüterin von Zeitungen, Münzen

und anderen Erinnerungsstücken aus der Bauzeit. Jens Bräuer

denkt sehr gern an die Bauzeit und einen stets engagierten und

verlässlichen Bauherrn zurück und freut sich mit den Löbauern

und seinen Gästen über den größten Balkon der Stadt.


Begleitetes Wohnen Ambulanter Pflegedienst Begleitetes Wohnen und Begleitetes Wohnen und

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Tagespflege

Wir sind für Sie da…

Pflegerische Betreuung täglich sowie an

Sonn- und Feiertagen

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Dammstraße 9 · 02708 Löbau

Ivette Riegel · MBA (HCM)

Diplom-Pflegewirtin (FH)

Examinierte Krankenschwester

Tel. (03585) 41 51

Fax (03585) 41 52 00

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