19.02.2021 Aufrufe

altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe März/April 2021

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

<strong>Ausgabe</strong> 64 | <strong>März</strong> / <strong>April</strong> <strong>2021</strong><br />

.de<br />

Eine Produktion von<br />

mit Veranstaltungskalender <strong>für</strong> zwei Monate<br />

Titelbild: traveldia, Adobe Stock<br />

Wieskirche vor Ammergebirge<br />

Whale City<br />

Die neue Single<br />

Auf der Roten Couch<br />

Susanne Lengger im Interview<br />

Mit Sonderteil<br />

BAUEN &<br />

WOHNEN<br />

im Altlandkreis


Alle Stellenangebote unter<br />

www.wz-kliniken.de/karriere<br />

Zeit <strong>für</strong> Patienten.<br />

Sicherheit im Job.<br />

Weiter <strong>den</strong>ken.<br />

Mitarbeiter (m/w/d)<br />

<strong>für</strong> die Abteilung Abrechnung in Vollzeit<br />

Physiotherapeut (m/w/d)<br />

in Voll­ oder Teilzeit<br />

Spezialisierte Akut- und Rehabilitationsmedizin in einer der<br />

landschaftlich schönsten Regionen Deutschlands.<br />

Die Klinik Oberammergau – Zentrum <strong>für</strong> Rheumatologie, Orthopädie und Schmerztherapie<br />

– ist eine Fachklinik <strong>für</strong> spezialisierte Akut­ und Rehabilitationsmedizin. Mit<br />

rund 300 stationären Betten, ärztlichen Spezial ambulanzen, einem Medizinischen<br />

Versorgungszentrum (MVZ) sowie einem breit gefächerten Therapie spektrum kümmern<br />

wir uns sowohl stationär als auch ambulant um die Versorgung von Patienten aus<br />

ganz Deutschland und darüber hinaus.<br />

Klinik Oberammergau<br />

Zentrum <strong>für</strong> Rheumatologie, Orthopädie und Schmerztherapie<br />

Hubertusstr. 40 | 82487 Oberammergau<br />

Bewerbung und weitere Informationen zur Stelle<br />

unter www.klinik-oberammergau.de<br />

WZ_<strong>2021</strong>/01_007


Lifestyle im Altbau<br />

bereits wenigen Wochen überragende Resonanz aus<br />

aller Welt erfuhr. Auch dank eines landschaftlich beeindrucken<strong>den</strong><br />

Musikvideos, an dessen Produktion<br />

nahezu ausschließlich künstlerisch begabte Männer<br />

aus dem Schongauer Altlandkreis vor und hinter der<br />

Kamera gearbeitet haben.<br />

Geprägt wird diese <strong>März</strong> / <strong>April</strong>-<strong>Ausgabe</strong> jedoch nicht<br />

von Ausbildung und Musik, sondern einem Sonderteil<br />

zu „Bauen & Wohnen“. Darin fin<strong>den</strong> Sie, liebe<br />

Leser, auch eine Geschichte über <strong>den</strong> Betrieb von<br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach, der unter dem klangvollen<br />

Namen „El Carpintero“ Altes zu neuem Leben erweckt.<br />

Und sich im Zuge dessen auch immer wieder<br />

mit Denkmalschutzauflagen auseinanderzusetzen<br />

hat. Wir haben <strong>für</strong> Sie bei Dr. Thomas Hermann in<br />

München angerufen und gefragt: Wer entscheidet eigentlich,<br />

wann und unter welchen Voraussetzungen<br />

ein Gebäude in die Denkmalschutzliste aufgenommen<br />

wird? Ein wieder beliebter wer<strong>den</strong>der Baustoff<br />

<strong>für</strong> die Restaurierung von historisch wertvollen Altbauten:<br />

Lehm. Klaus Achtzehner aus Birkland-Hofen<br />

wurde vor wenigen Jahrzehnten noch belächelt, als<br />

er sich darauf spezialisierte. Dabei zählt Lehm nicht<br />

nur zu <strong>den</strong> ältesten Naturbaustoffen der Welt, sondern<br />

weist auch jede Menge positive Wohneigenschaften<br />

auf. Cordula Moser aus Bernbeuren weiß<br />

die facettenreichen Gestaltungsmöglichkeiten von<br />

Lehm zu schätzen. Die 29-Jährige arbeitet seit einigen<br />

Jahren als Lifestyle-Spezialisten <strong>für</strong> ein international<br />

gefragtes Trend-Möbelhaus. Ihre Hauptaufgabe:<br />

Wohnungen von Prominenten einzurichten. Vom berühmtesten<br />

Urlaubsgast, der je im Schongauer Altlandkreis<br />

verweilte, hat im Rahmen des Rote-Couch-<br />

Interviews erfahren,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

Für ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Für ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Zahnarztpraxis<br />

Zahnarztpraxis<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Exotische Baumarten im<br />

Langzeittest — ein einzigartiges<br />

Generationenprojekt<br />

Seite 6<br />

Far Away — die neue Single<br />

der Görlitz-Band Whale City<br />

ist frisch auf dem Markt<br />

Seite 9<br />

Auf der Roten Couch:<br />

Tourismusexpertin Susanne<br />

Lengger im Interview<br />

Seite 14<br />

Ein ewiges Geheimnis?<br />

<strong>Das</strong> einzige „Ostern“ in<br />

ganz Deutschland<br />

Seite 20<br />

Kohaku, Showa & Shusui:<br />

<strong>Das</strong> sind die wertvollsten<br />

Karpfen der Welt<br />

Seite 24<br />

„Immer mehr Menschen<br />

<strong>den</strong>ken um“: Pflanzensamen<br />

aus Bio-Anbau<br />

Seite 28<br />

Saisonal und regional:<br />

Leckere Brotzeit-Rezepte der<br />

Hauswirtschafterei<br />

Seite 30<br />

Rollstuhlfahrern das Leben<br />

erleichtern: Start-Up-Gründer<br />

ist selbst betroffen<br />

Seite 34<br />

„Kultur ist systemrelevant!“<br />

Im Gespräch mit Bestseller-<br />

Autorin Nicola Förg<br />

Seite 42<br />

Online und kontaktlos: Neue<br />

Ausbildungs-Plattformen ab<br />

Anfang und Mitte <strong>März</strong><br />

Seite 48<br />

Wahrzeichen bayerischer<br />

Kultur? So bekommen Altbauten<br />

Denkmalschutzstatus<br />

Für ein atemberaubendes Seite 58 Lächeln…<br />

Im Wohnzimmer der Bayern-<br />

Zahnarztpraxis<br />

Für ein atemberaubendes Stars: Lifestyle-Spezialistin Lächeln…<br />

aus Bernbeuren<br />

Zahnarztpraxis<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

Seite 27<br />

Seite 60<br />

Erinnerung an eine<br />

Altes zu neuem Leben<br />

Dampflok — das<br />

erwecken: Schreinerarbeit<br />

Heimaträtsel<br />

von El Carpintero<br />

Zur Verstärkung unserer qualitäts- und prophylaxeorientierten, modernen Praxis<br />

suchen wir eine/n motivierte/n, freundliche/n<br />

<strong>für</strong><br />

Für ZMF/DH/ZMP in Vollzeit oder Teilzeit.<br />

ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Schriftliche Bewerbungen bitte an:<br />

Zahnarztpraxis<br />

Für ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Zahnarztpraxis<br />

Für ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Dr. Zahnarztpraxis Oliver Kellermann<br />

• Funktionelle Zahnerhaltung<br />

• Ästhetische Funktionelle Zahnheilkunde<br />

Zahnerhaltung<br />

• Bleichen Ästhetische verfärbter Zahnheilkunde Zähne<br />

• Parodontitisbehandlung<br />

Bleichen verfärbter Zähne<br />

• Implantate<br />

Parodontitisbehandlung<br />

Zahnarztpraxis<br />

• Implantate<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

Dr. Oliver Kellermann<br />

Für ein atemberaubendes Lächeln…<br />

• Funktionelle Zahnerhaltung<br />

• Ästhetische Funktionelle Zahnheilkunde<br />

Zahnerhaltung<br />

Strahlend weiße Zähne<br />

• Bleichen Ästhetische Funktionelle verfärbter Zahnheilkunde<br />

Zahnerhaltung<br />

Strahlend<br />

in nur Zähne 90 Minuten!<br />

weiße Zähne<br />

Zahnarztpraxis<br />

Dr. • Parodontitisbehandlung<br />

Bleichen Ästhetische verfärbter Zahnheilkunde<br />

Oliver Zähne<br />

Kellermann<br />

in nur 90 Minuten!<br />

•<br />

Jugendheimweg 1 · 86956 Schongau<br />

Implantate<br />

Parodontitisbehandlung<br />

Bleichen verfärbter Zähne<br />

Strahlend weiße Zähne<br />

• Implantate<br />

Parodontitisbehandlung<br />

Tel. Jugendheimweg 0 88<br />

Dr.<br />

61 /<br />

Oliver<br />

23 36-0 Fax 86956<br />

Kellermann<br />

Strahlend in nur weiße 90 Minuten! Zähne<br />

• Implantate Strahlend in in nur weiße 90 Minuten!<br />

Zähne<br />

Jugendheimweg<br />

088 Schongau 61 / 2336-14<br />

1 · 86956 Schongau<br />

nur 90 Minuten!<br />

Tel. Jugendheimweg 0 88 61 / 23 36-0 1 · Fax 86956 0 88 Schongau<br />

61 / 23 36-14<br />

info@dr-o-kellermann.de<br />

Tel. 0 88 61 88 61 / 23 info@dr-o-kellermann.de<br />

Tel. Tel. Jugendheimweg 8861 / 23 23 36-01 · Fax 86956 0 88 Schongau 61 61 / 23 2336-14<br />

www.dr-o-dellermann.de<br />

info@dr-o-kellermann.de<br />

Tel. 088 61 / 2336-0 · Fax 088 61 / 23 36-14<br />

www.dr-o-dellermann.de<br />

www.dr-o-dellermann.de<br />

info@dr-o-kellermann.de<br />

www.dr-o-dellermann.de<br />

• Funktionelle Zahnerhaltung<br />

• Funktionelle Zahnerhaltung<br />

www.dr-o-dellermann.de<br />

• Ästhetische Funktionelle Für Zahnheilkunde<br />

Zahnerhaltung<br />

ein atemberaubendes Lächeln…<br />

• Ästhetische Funktionelle Für Zahnheilkunde<br />

Zahnerhaltung<br />

ein atemberaubendes Lächeln…<br />

Sollten Eltern ihre Kinder so früh<br />

wie möglich in fachkompetente<br />

Betreuung geben, oder in ihrem<br />

Job kürzertreten, finanzielle<br />

Einbußen riskieren? Viele Väter<br />

und Mütter zermartern sich<br />

darüber <strong>den</strong> Kopf. Fakt ist: Die<br />

Nachfrage nach Betreuungs-<br />

angeboten <strong>für</strong> Schulkinder<br />

ist riesig, das Angebot jedoch<br />

gering. Insbesondere Bayern<br />

hinkt im bundesweiten Vergleich<br />

stark hinterher. Damit sich<br />

das ändert, wurde vor knapp<br />

zwei Jahren ein neuer ruf geschaffen: Er heißt „Pädagogische Fachkraft <strong>für</strong><br />

Grundschulkindbetreuung“. Und wird nun erstmals<br />

Ausbildungsbe-<br />

auch im Schongauer Altlandkreis ausgebildet. Viele<br />

weitere Ausbildungs- und Studienangebote <strong>für</strong> zukünftige<br />

Schulabgänger halten ab Anfang und Mitte<br />

<strong>März</strong> zwei neue Online-Plattformen bereit. Die eine<br />

heißt Schongauer Ausbildungsmarkt, kurz SAM. Die<br />

andere Berufsbildungsforum. Beide Internetseiten<br />

sind die alternative Antwort zu <strong>den</strong> eigentlichen Präsenzveranstaltungen<br />

Schongauer Ausbildungsmesse,<br />

Jobmesse Weilheim und Hochschulforum, die Corona-bedingt<br />

auch dieses Jahr nicht stattfin<strong>den</strong> können<br />

in Lechsport- und Stadthalle. Verzichten müssen seit<br />

Monaten auch die Musiker Andreas Görlitz, Juri Jangl<br />

und Michael Eichele auf das, was sie am allerliebsten<br />

tun: Live-Konzerte spielen. Umso erfreulicher<br />

<strong>für</strong> die Fans von Whale City: Die brandneue Single<br />

„Far Away“. Ein Rock-Pop-Song, der melodisch wie<br />

textlich Alt und Jung unter die Haut geht. Und nach<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 3


Kun<strong>den</strong>nr: 1337753<br />

Auftrag: 5492299, Motiv: 001<br />

Stand: 10.08.2017 um 09:55:01<br />

Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

*1337753-5492299-001*<br />

Einzigartiges Generationenprojekt bei Marnbach<br />

Exotische Baumarten<br />

im Langzeittest<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1337753<br />

Auftrag: 5492299, Motiv: 001<br />

Stand: 10.08.2017 um 09:55:01<br />

Art: Kun<strong>den</strong>nr: UNB, Farben: 1337753 Black Cyan Magenta Yellow<br />

Alles <strong>für</strong> Pferd und Reiter<br />

Englisch und Western<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Alles <strong>für</strong> Pferd und Reiter<br />

Englisch und Western<br />

Pferdedeckenwaschservice<br />

und Reparatur<br />

4 | <strong>altlandkreis</strong><br />

*1337753-5492299-001*<br />

Auftrag: 5492299, Motiv: 001<br />

*1337753-5492299-001*<br />

Stand: 10.08.2017 um 09:55:01<br />

Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

Pferdedeckenwaschservice<br />

und Reparatur<br />

Gebrauchte Reitartikel<br />

Alles <strong>für</strong> Pferd und Reiter<br />

Großes Englisch Sortiment und an Western<br />

Pferdefutter<br />

10<br />

• Pferdedeckenwäsche, Pferdedeckenwaschservice<br />

Reparatur<br />

• Gebrauchte und Reitartikel Reparatur<br />

• Gr. Sortiment Gebrauchte an Pferdefutter Reitartikel<br />

• Pferdegebissverleih<br />

• Top-Marken Großes Sortiment (Spooks, BR, an Pferdefutter<br />

etc.)<br />

Jahre<br />

Marnbach | Ein vertrautes Bild.<br />

Denkt man. Bis man entdeckt, dass<br />

hier ein neues Kapitel Waldbaugeschichte<br />

begonnen hat. In der Nähe<br />

von Marnbach stößt man mitten<br />

im Wald auf eine große Wiese,<br />

die von Wildschutzzaun umgeben<br />

ist. An einem Westhang gelegen,<br />

windgeschützt durch <strong>den</strong> umgeben<strong>den</strong><br />

Wald, von der Sonne gut<br />

erreichbar. Eine Neuanpflanzung<br />

von Bäumen – wie man sie überall<br />

findet. Meint man. Im Moment<br />

vor allem geprägt durch hunderte<br />

Stäbe, die die Pflanzstellen kennzeichnen.<br />

<strong>Das</strong> ist bei vielen dieser<br />

Winzlinge auch nötig, sonst würde<br />

man sie im Gras glatt übersehen.<br />

Offensichtlich sind hier Laub- und<br />

Nadelbäumchen gleichermaßen<br />

vertreten. An einigen Setzlingen<br />

entdeckt man vertraute Blätter. Eiche,<br />

Hasel, Ahorn scheint dabei zu<br />

sein. Und bei <strong>den</strong> Nadelhölzern?<br />

Offensichtlich Weißtanne und,<br />

wohl als künftige Rückegassen, ab<br />

und zu eine Fichtenreihe. Und außerdem?<br />

Zedern? Wie man sie vom<br />

Urlaub in südlichen Ländern kennt?<br />

Nein, Zedern können es eigentlich<br />

nicht sein. Die gibt es bei uns gar<br />

nicht. „Doch, es sind tatsächlich<br />

Zedern“, klärt der <strong>für</strong> diesen Bereich<br />

zuständige Revierförster,<br />

Marco Walbrecker, auf. Er ist einer<br />

von zehn Förstern, die beim Amt<br />

<strong>für</strong> Ernährung, Landwirtschaft und<br />

Forsten Weilheim Waldbesitzer beraten.<br />

Im weiten Umkreis<br />

erster Versuchsanbau<br />

„Die natürliche Waldgesellschaft<br />

wäre in diesem Bereich ein Buchenwald,<br />

zu dem neben der<br />

Neuanpflanzung von überregionaler Bedeutung: Auf dieser Waldwiese<br />

bei Marnbach wer<strong>den</strong> neben nicht heimischen Zedern auch zehn besondere<br />

Laubbaumarten getestet. 2 840 Stäbe weisen auf die Setzlinge hin.<br />

Rotbuche auch die Fichte und die<br />

Weißtanne gehören. Als Nebenbaumarten<br />

können noch Bergahorn<br />

und Eschen vorkommen. In<br />

<strong>den</strong> trockenen Kuppenlagen wären<br />

noch Kirschen oder Kiefern zu fin<strong>den</strong>,<br />

sowie Mehlbeeren und Vogelbeeren<br />

als Pionierbaumarten“,<br />

erläutert er. Also schon eine recht<br />

große Vielfalt an unterschiedlichen<br />

Baumarten. Wieso wer<strong>den</strong> auf<br />

dieser Fläche dann noch zusätzlich<br />

Zedern gepflanzt? „<strong>Das</strong> ist ein<br />

Versuchsanbau. Im weiten Umkreis<br />

der erste. Zu <strong>den</strong> Zedern – übrigens<br />

Atlaszeder und Libanonzeder –<br />

kommt hier noch eine ganze Reihe<br />

von Bäumen, die bisher in unseren<br />

Wäldern auch nicht oder nur<br />

vereinzelt vertreten sind“, erklärt<br />

Walbrecker. Baumhasel sei, so wie<br />

die Zedern, zum Beispiel in der<br />

Türkei heimisch, der Tulpenbaum<br />

in Nordamerika. Die gepflanzten<br />

Traubeneichen seien sonst eher in<br />

Franken anzutreffen. Auf einem Teil<br />

der Erstaufforstung seien Baumarten<br />

gepflanzt wor<strong>den</strong>, die bei<br />

uns zwar heimisch, aber selten im<br />

Wald zu fin<strong>den</strong> sind. Flatterulme,<br />

Elsbeere, gemischt mit Wildkirschen,<br />

Walnuss, Spitzahorn und<br />

Sommerlinde. Wegen der Pfahlwurzeln<br />

auch Weißtannen. „Hier<br />

wer<strong>den</strong> auf einer Privatwaldfläche<br />

Baumarten getestet. Nach allem,<br />

was wir bisher von ihnen wissen,<br />

bringen sie Stärken mit, die uns<br />

helfen könnten, unseren Wald mit<br />

seinen wichtigen Funktionen trotz<br />

des Klimawandels zu erhalten“,<br />

erläutert der Revierförster. „Zum<br />

Beispiel durch Baumarten, die in


Immergrüne Atlas-Zedern<br />

stammen aus dem nordafrikanischen<br />

Atlas-Gebirge.<br />

ihrer ursprünglichen Heimat sowohl<br />

mit winterlichem, strengem<br />

Frost als auch sommerlicher Hitze<br />

und Trockenheit zurechtkommen.<br />

Und die vielleicht auch auf unseren<br />

heimischen, oft kalkhaltigen Bö<strong>den</strong><br />

gedeihen könnten.“<br />

Wald trotz Klimawandel<br />

vital erhalten<br />

Nach dem Klima-Szenario, das<br />

Wissenschaftler berechnet haben,<br />

könnte es in Bayern bis zum Ende<br />

des Jahrhunderts um durchschnittlich<br />

1,8 Grad wärmer wer<strong>den</strong>. <strong>Das</strong><br />

künftige Klima in einigen Teilen<br />

Bayerns wäre dann mit dem jetzigen<br />

im Südwesten Frankreichs<br />

oder in Norditalien vergleichbar.<br />

Mit langer Trockenheit im Sommer,<br />

kalten Wintern und Wetterextremen<br />

dürfte sich der Klimawandel<br />

vor allem auf <strong>den</strong> Wald gravierend<br />

auswirken. Mehr als ein Drittel der<br />

Landesfläche Bayerns ist von Wald<br />

bedeckt. Und die flachwurzeln<strong>den</strong><br />

Fichten – bisher Hauptbaumart<br />

mit einem Anteil von weit über<br />

40 Prozent – sind bereits jetzt<br />

von Trockenheit besonders betroffen.<br />

Ein winziger Setzling der immergrünen<br />

Libanon-Zeder.<br />

„Auch Fichten wer<strong>den</strong> künftig noch<br />

eine Bedeutung haben“, erläutert<br />

Marco Walbrecker. „Aber nicht als<br />

Monokultur, sondern als Mischbaumart<br />

an günstigen Standorten.<br />

An Klima und Standort möglichst<br />

gut angepasste Mischwälder haben<br />

bessere Chancen. Gemischte und<br />

strukturreiche Waldbestände streuen<br />

das Risiko. Fällt eine Baumart<br />

aus, können die verbleiben<strong>den</strong><br />

Baumarten die wirtschaftlichen<br />

und ökologischen Verluste ausgleichen.“<br />

Wer heute Waldbäume<br />

pflanze, müsse bei der Baumartenwahl<br />

bereits berücksichtigen,<br />

mit welchen Klimabedingungen<br />

sie in hundert Jahren zurechtkommen<br />

müssen. Damit kämen auch<br />

Bäume aus Regionen in Frage, die<br />

heute schon ähnliche Klimaverhältnisse<br />

haben. „Beim Waldumbau<br />

geht es nicht darum, <strong>den</strong> heutigen<br />

Wald durch einen völlig anderen zu<br />

ersetzen“, so Walbrecker. Vielmehr<br />

müssten in das bestehende Waldökosystem<br />

neue Baumarten integriert<br />

wer<strong>den</strong>, die <strong>den</strong> Wald trotz<br />

des Klimawandels stabil und vital<br />

erhalten.<br />

Für die richtige Baumartenwahl<br />

fehle es aber schlicht an Erfahrungen<br />

mit nichtheimischen Baumarten.<br />

Dies erschwere die Entscheidung,<br />

wer die künftigen, in unsere<br />

Waldgesellschaft passen<strong>den</strong> Leistungsträger<br />

sein könnten. Man<br />

könne deren Entwicklung in ihrem<br />

bisherigen Umfeld nicht einfach auf<br />

unsere Standortbedingungen und<br />

Ökosysteme übertragen. Neben<br />

Bo<strong>den</strong>- und Wetterverhältnissen<br />

müsse die unterschiedliche Fauna<br />

und Flora berücksichtigt wer<strong>den</strong>.<br />

„Wir brauchen Praxisanbauversuche<br />

auf Flächen mit unterschiedlichen<br />

Standortbedingungen. Nur so<br />

können wir die richtigen Entschei-<br />

dungen treffen und Handlungsempfehlungen<br />

geben“, erläutert<br />

der Weilheimer Revierförster. „Hier<br />

wird die Fläche bei Marnbach Er-<br />

kenntnisse liefern, die auch überregional<br />

Bedeutung haben. <strong>Das</strong> ist<br />

ein wichtiger Mosaikstein im bayernweiten<br />

Gesamtbild.“ Der Privatwaldbesitzer<br />

ermögliche mit seiner<br />

Investition, dass die Entwicklung<br />

der gesetzten Bäume genau beobachtet<br />

und dokumentiert wer<strong>den</strong><br />

könne. Die gewonnenen Daten und<br />

praktischen Erfahrungen wer<strong>den</strong><br />

so in die überregionale Auswertung<br />

einfließen und <strong>den</strong> allgemeinen<br />

Kenntnisstand verbessern.<br />

Ein solcher Test im Waldbau sei<br />

aber mit anderen Tests nicht vergleichbar.<br />

„Wir lernen während<br />

des Wachstums von jungen Bäumen<br />

und beobachten deren Anwuchserfolg<br />

und Entwicklung.<br />

Erfahrungen mit mächtigen und<br />

die Waldgesellschaft prägen<strong>den</strong><br />

Bäumen wer<strong>den</strong> wir erst in Jahrzehnten<br />

haben. Es wird also auch<br />

Jahrzehnte dauern, bis man erkennen<br />

kann, welche Kandidaten sich<br />

am besten <strong>für</strong> welche Standorte<br />

eignen.“ Die heute noch winzigen<br />

Setzlinge im Wald bei Marnbach<br />

sind damit Teil eines Projekts, das<br />

an die nächsten Generationen<br />

weitergegeben wird. Ein neues<br />

Kapitel Waldbaugeschichte hat begonnen.<br />

kp<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 5


Far Away – der neue Song von Whale City<br />

Energiegela<strong>den</strong>e Verletzlichkeit<br />

Rott | Am ersten Freitag des Februars<br />

<strong>2021</strong> war Release-Day von<br />

„Far Away“. <strong>Das</strong> Echo bislang?<br />

„Mega! Bis jetzt der Song mit der<br />

besten Resonanz. Wir bekommen<br />

nicht nur aus Deutschland enorm<br />

positives Feedback, sondern auch<br />

aus Norwegen und <strong>den</strong> USA.<br />

Lustigerweise mel<strong>den</strong> sich sogar<br />

Menschen aus Mexiko und Brasilien<br />

bei uns“, sagt Sänger, Gitarrist<br />

und Songschreiber Andi Görlitz<br />

über die neue Single von Whale<br />

City, deren Wirkung gleichermaßen<br />

mitreißend wie nach<strong>den</strong>klich<br />

beim Zuhörer ankommt. Denn der<br />

englischsprachige Pop-Rock-Song<br />

handelt inhaltlich von einem eher<br />

traurigen, aber auch allgegenwärtigen<br />

Thema: Von Menschen, die<br />

selbst- oder unverschuldet sich<br />

zurückziehen, ein isoliertes Leben<br />

führen, an Depressionen lei<strong>den</strong>.<br />

Der Ausweg aus einer solchen<br />

Situation? Mühsam, aber nicht<br />

aussichtslos, wie im neuen Song<br />

klangvoll suggeriert wird. „Wir<br />

wollen mit ‚FarAway‘<br />

ein Gefühl transportieren,<br />

das seit Monaten<br />

bei uns allen innewohnt:<br />

Sehnsucht<br />

nach Lebensfreude.“<br />

Aufgrund Corona bekommt<br />

dieser „hoffnungsvolle<br />

Aufschrei<br />

aus der Einsamkeit“<br />

in der Tat doppelt<br />

Gewicht. Zwar betont<br />

Andi Görlitz<br />

ausdrücklich, dass er<br />

und seine Bandkollegen<br />

– Schlagzeuger Juri Jangl aus<br />

Landsberg am Lech sowie Bassist<br />

und Keyboarder Michael Eichele<br />

aus Dießen-Bischofsried – grundsätzlich<br />

sehr positiv gestimmte<br />

Menschen sind. Die Pandemiemaßnahmen,<br />

die der gesamten<br />

Kulturbranche vor ziemlich genau<br />

einem Jahr <strong>den</strong> Stecker gezogen<br />

haben, gehen <strong>den</strong>noch nicht spurlos<br />

an <strong>den</strong> Dreien vorbei. „Live zu<br />

spielen ist einer der Hauptgründe,<br />

warum man eine Band gründet.<br />

Man will eigene Songs schreiben,<br />

sie <strong>den</strong> Leuten präsentieren und<br />

Juri Jangl (v.l.), Andi Görlitz und Michael Eichele.<br />

einfach gemeinsam eine gute Zeit<br />

haben – das geht uns brutal ab.“<br />

Videodreh am<br />

Sylvensteinspeicher<br />

Hinzu kommt, dass Berufsmusiker<br />

wie Görlitz, Jangl und Eichele von<br />

ihrer Musik leben, „wir ohne Millionen<br />

von Streams nur über Ticketverkäufe<br />

<strong>für</strong> Live-Auftritte Geld<br />

verdienen können“. Der Plan <strong>für</strong><br />

die kommen<strong>den</strong> Wochen und Monate<br />

deshalb: Digitale Live-Konzerte.<br />

„Wir wer<strong>den</strong> unsere Fans<br />

über genaue Termine auf unseren<br />

Social-Media-Kanälen auf dem<br />

Laufen<strong>den</strong> halten und<br />

freuen uns über je<strong>den</strong>,<br />

der sich dann ein Ticket<br />

kauft und uns damit<br />

unterstützt.“ Whale<br />

City freut sich aber<br />

auch über all jene,<br />

„die unsere Beiträge<br />

bei Facebook und Instagram<br />

liken und kommentieren,<br />

die unsere<br />

Songs streamen und in<br />

ihre Playlists packen“.<br />

<strong>Das</strong> bringt der Band<br />

zwar finanziell nichts,<br />

zeigt aber, „dass wir mit unserer<br />

Musik die Menschen erreichen“.<br />

Bei „Far Away“ gelingt dieses „Erreichen“<br />

nicht nur durch Anhören<br />

des Songs. Auch das Musikvideo<br />

dazu ist schlichtweg genial. Und<br />

wurde nahezu ausschließlich mit<br />

Protagonisten aus dem Schongauer<br />

Altlandkreis umgesetzt. Videoproduzent<br />

Felix Pitscheneder<br />

sowie Lichtdesigner Manuel Raab<br />

stammen – wie Andi Görlitz auch –<br />

aus Rott am Lech. „Wir sind da<br />

mittlerweile ein eingespieltes<br />

Team.“ Die Hauptrolle im Clip<br />

spielt dagegen Florian „Flossn“<br />

Schilcher aus Peiting. „Nicht nur<br />

ein cooler, gutaussehender Typ,<br />

sondern auch jemand, dem wir<br />

es zugetraut haben, unsere Idee<br />

eines Einsiedlers schauspielerisch<br />

umzusetzen“, sagt Andi Görlitz,<br />

der mit dem Endergebnis nach<br />

zwei intensiven Drehtagen mehr<br />

als zufrie<strong>den</strong> ist, sogar von „Erwartungen<br />

übertroffen“ spricht.<br />

Dazu beigetragen hat auch eine<br />

geniale Landschaft. „Wir haben<br />

das große Glück, dass die Familie<br />

unseres Drummers Juri an der<br />

Grenze zu Österreich – am Achenpass<br />

zwischen Sylvensteinspeicher<br />

und Tegernsee – eine Hütte besitzt,<br />

die über 1 200 Jahre alt ist.<br />

Dorthin ziehen wir uns immer mal<br />

wieder zurück, verbringen privat<br />

Zeit miteinander und machen Musik.<br />

Schon oft hatten wir darüber<br />

gesprochen, die Location und die<br />

beeindruckende Landschaft drumherum<br />

in einem Video in Szene zu<br />

setzen.“<br />

„Begreifen die Zeit<br />

als Chance“<br />

Wesentlich aufwändiger als der<br />

Videodreh war letztlich das Schreiben,<br />

Texten, Proben und Aufnehmen<br />

des neuen Songs. „Wir sitzen<br />

nie mit einer Stoppuhr da,<br />

daher ist das schwer, in Stun<strong>den</strong><br />

zu fassen“, sagt Andi Görlitz, der<br />

von einem Prozess „über mehrere<br />

Wochen und Monate“ spricht:<br />

6 | <strong>altlandkreis</strong>


Die Idee, der erste Mix, die Rücksprache<br />

mit dem Produzenten, die<br />

Einarbeitung von Veränderungen,<br />

der Griff zum Instrument, die zahlreichen<br />

„Live-Auftritte“ im Bandraum,<br />

die wiederum weitere Änderungen<br />

nach sich ziehen – und<br />

schließlich in die finale Produktion<br />

mit einfließen. Letztlich hat sich<br />

die harte Arbeit ausgezahlt. „Weil<br />

wir alle sehr happy sind mit dem<br />

Resultat“, sagt Andi Görlitz. <strong>Das</strong><br />

sind auch die Fans aus Rott, Bayern,<br />

Deutschland und der Welt, die<br />

sich natürlich nicht weniger nach<br />

Live-Konzerten mit guter Musik<br />

sehnen. Und sogar auf weitere,<br />

unter die Haut gehen<strong>den</strong> Whale<br />

City-Songs hoffen dürfen? „Wir<br />

begreifen die aktuelle Zeit als<br />

Chance, uns in vielen Bereichen<br />

noch besser aufzustellen, auch<br />

innovativ zu <strong>den</strong>ken. So wer<strong>den</strong><br />

wir zeitnah nicht nur unser erstes<br />

virtuelles Konzert geben.“ Andi,<br />

Juri und Michael haben die vergangenen<br />

Monate genutzt, um<br />

intensiv an weiteren, neuen Songs<br />

zu arbeiten. „Dabei sind viele tolle<br />

Nummern entstan<strong>den</strong>, die nur<br />

darauf warten, veröffentlicht zu<br />

wer<strong>den</strong>.“ Insofern dürfen die Fans<br />

von Whale City gespannt sein, was<br />

auf diese „energiegela<strong>den</strong>e Verletzlichkeit“<br />

namens „Far Away“<br />

folgen wird.<br />

js<br />

HOLZBRIKETTS<br />

Holzbriketts lose 1.000 kg € 175,-<br />

Holzbriketts verpackt 12 kg € 2,50<br />

Holzbriketts verpackt 1.000 kg auf Palette € 200,-<br />

Preise verstehen sich inkl. MwSt, zzgl. Palettenpfand o. Tauschpalette<br />

Schwerblmühle 4 · 86984 Prem · Tel. 0 88 62-71 15 · www.gebr-heisserer.de<br />

Armin Haf<br />

„gegr. 2001“<br />

www.beraburo-galaxis.de www.beraburo-galaxis.de www.beraburo-galaxis.de<br />

Beim Videodreh: Juri Jangl,<br />

Andi Görlitz, Michael Eichele<br />

und bunte Luftballons vor<br />

der 1 200 Jahre alten Hütte.<br />

Florian Schilcher (v.l.), Felix<br />

Pitscheneder und Manuel<br />

Raab in der Hütte, zwischen<br />

Achenpass und Sylvensteinspeicher<br />

gelegen.<br />

PC-Systeme<br />

Laptops<br />

Internetseiten<br />

DSL-Service<br />

Ihr kompetenter Partner <strong>für</strong>:<br />

Netzwerke<br />

Server<br />

seit<br />

20<br />

Jahren<br />

Service und Wartung<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 7


8 | <strong>altlandkreis</strong>


Auf der Roten Couch<br />

Die Tourismusexpertin<br />

Der Hohe Peißenberg bildet das Zentrum des <strong>Pfaffenwinkel</strong>s und<br />

war somit – trotz Eiseskälte – der ideale Ort <strong>für</strong> das Fotoshooting<br />

mit Tourismusexpertin Susanne Lengger.<br />

Foto: Felix Baab<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 9


Schongau | Der Tourismusverband<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> mit Sitz in Schongau<br />

wird heuer 50, ist damit ähnlich alt<br />

wie seine Geschäftsführerin: Susanne<br />

Lengger, 48, aufgewachsen<br />

in Unterhausen bei Weilheim, seit<br />

1993 wohnhaft in Peißenberg, verheiratet<br />

und Mutter zweier Kinder,<br />

übt diesen verantwortungsvollen<br />

Posten bereits seit 25 (!) Jahren aus.<br />

„Als ich mich auf diese Stelle beworben<br />

hatte, war ich gerade mal<br />

23 und mit dem Studium noch gar<br />

nicht fertig.“ Umso überraschender<br />

war <strong>für</strong> sie die Zusage, und umso<br />

schöner sind die Erinnerungen an<br />

diese Zeit. <strong>Das</strong> Internet zum Beispiel<br />

steckte noch in <strong>den</strong> Kinderschuhen.<br />

„Wir haben damals eine erste eigene<br />

Mailadresse bekommen, auf<br />

die wir nur über einen PC zugreifen<br />

konnten, und das auch nur einmal<br />

die Woche machten.“ Seither hat<br />

sich verdammt viel getan. Nicht nur<br />

technisch. Im großen Interview auf<br />

der Roten Couch spricht die Diplom-Betriebswirtin<br />

(FH) <strong>für</strong> Tourismus<br />

über massive Umsatzeinbrüche<br />

aufgrund Corona, das immer<br />

wichtigere Thema „Besucherlenkung“,<br />

<strong>den</strong> wohl berühmtesten Urlaubsgast,<br />

Tourismus als Indikator<br />

<strong>für</strong> eine funktionierende Region im<br />

Allgemeinen und die Tatsache, dass<br />

sie und ihre fünf Mitarbeiter immer<br />

<strong>für</strong> zwei Seiten agieren: Urlauber<br />

und Einheimische.<br />

10 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Frau Lengger, was zeichnet <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

als Urlaubsregion aus?<br />

Bei uns in der Region ist es ein<br />

bisschen ruhiger, herrscht weniger<br />

Trubel, was als Gegenpol zum Höher,<br />

Schneller und Weiter im Alltag<br />

vieler Menschen ein großes Qualitätsmerkmal<br />

ist, nicht nur zur Corona-Zeit.<br />

Gerade im vergangenen<br />

Jahr haben wir aus benachbarten<br />

Regionen immer wieder mitbekommen,<br />

welch Schwierigkeiten<br />

Massenanstürme bereiten – die<br />

Natur kann nicht mehr geschützt<br />

wer<strong>den</strong>, die Infrastruktur stößt an<br />

ihre Grenzen, die Einheimischen<br />

haben das Gefühl, regelrecht erdrückt<br />

zu wer<strong>den</strong>. Wer dagegen<br />

hier mal eine Stunde spazieren und<br />

sich in aller Ruhe auf einer Bank<br />

niederlassen möchte, kann dies oft<br />

tun, ohne auch nur einem Menschen<br />

zu begegnen. Insofern ist<br />

der <strong>Pfaffenwinkel</strong> eine wunderbare<br />

Region, um Kraft zu tanken und abzuschalten.<br />

Der Tourismusverband <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

wurde 1971 gegründet?<br />

Ganz genau. Damals noch als<br />

Frem<strong>den</strong>verkehrsverband des<br />

Schongauer Landes, der im Zuge<br />

der Gebietsreform 1972, also nur<br />

ein Jahr später, um <strong>den</strong> Weilheimer<br />

Altlandkreis vergrößert und<br />

ein paar Jahre später zum Tourismusverband<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> umbenannt<br />

wurde. Es war damals einer<br />

der ersten Zusammenschlüsse auf<br />

Landkreisebene in ganz Oberbayern<br />

– und war in erster Linie eine<br />

zentrale Anlaufstelle <strong>für</strong> Gäste, die<br />

sich über uns als Urlaubsregion<br />

informieren wollten, hat aber auch<br />

wesentlich zur Entwicklung des<br />

Tourismus und der touristischen<br />

Angebote in der Region beigetragen.<br />

Heute fungieren wir als kommunaler<br />

Zweckverband <strong>für</strong> alle<br />

Gemein<strong>den</strong> im Landkreis Weilheim-Schongau,<br />

kümmern uns<br />

um die Entwicklung des Tourismuses<br />

und der Region insgesamt.<br />

Die Urlauber selbst können sich<br />

dagegen online und vor Ort informieren.<br />

Wo genau?<br />

Infos zum Thema Urlaub im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

gibt es in allen Rathäusern<br />

des Landkreises Weilheim-<br />

Schongau. Eine eigene Tourist<br />

Information gibt es in <strong>den</strong> Orten<br />

Schongau, Peiting, Weilheim, Penzberg,<br />

Iffeldorf, Bernried, Bernbeuren,<br />

Prem, Rottenbuch, Böbing,<br />

Hohenpeißenberg, Steinga<strong>den</strong> und<br />

Bad Bayersoien.<br />

Welches konkrete Ziel verfolgen Sie<br />

mit dem Tourismusverband <strong>Pfaffenwinkel</strong>?<br />

Stimmungsvoller Ausblick: Susanne Lengger im Gespräch mit „<strong>altlandkreis</strong>“-Redakteur Johannes Schelle.<br />

Die Attraktivität unserer Region in<br />

<strong>den</strong> vier Bereichen „Natur spüren“,<br />

„in die Kultur eintauchen“,<br />

„Verweilen“ und „Genießen“ zu<br />

sichern, weiterzuentwickeln und in<br />

Wert zu setzen. Und zwar in gleichem<br />

Maße <strong>für</strong> Gäste und Einheimische.<br />

Wie meinen Sie das?<br />

Der Fokus liegt bei uns nie in erster<br />

Linie auf dem auswärtigen Gast,<br />

dem klassischen Urlauber, sondern<br />

auch immer auf <strong>den</strong> Bedürfnissen<br />

der Einheimischen. Wir legen<br />

großen Wert darauf, dass durch<br />

neue Maßnahmen, zum Beispiel<br />

durch die Ausarbeitung eines neuen<br />

Wander- oder Radwegenetzes,<br />

immer beide Seiten profitieren.<br />

Damit gewährleisten wir, dass unsere<br />

Region nicht nur <strong>für</strong> Urlauber<br />

interessant, sondern auch <strong>für</strong> Einheimische<br />

sehr lebenswert ist.<br />

Welche Aufgaben hat der Tourismusverband<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> im Detail<br />

zu erfüllen?<br />

Wir betreiben ein zentrales Reservierungssystem<br />

<strong>für</strong> unsere Gastgeber<br />

und unterstützen sie bei<br />

der Digitalisierung. Wir betreiben<br />

aktives Marketing auf regionaler<br />

und überregionaler Ebene, sind <strong>für</strong><br />

Pressearbeit genauso wie <strong>für</strong> die<br />

Produktion von Flyern, Broschüren<br />

und <strong>Magazin</strong>en verantwortlich. Wir<br />

entwickeln touristische Produkte<br />

wie Wander- und Radangebote,<br />

legen Wert auf Barrierefreiheit,<br />

besuchen Messen wie die „Free“ in<br />

München oder die „CMT“ in Stuttgart<br />

und versuchen immer wieder<br />

Trends aufzugreifen, die zu unserer<br />

Region passen. Zum Beispiel<br />

eine kostenfreie ÖPNV-Nutzung<br />

<strong>für</strong> Gäste sowie die Einführung der<br />

„KönigsCard“. Wichtiger Baustein<br />

<strong>für</strong> uns ist dabei das Netzwerken –<br />

dass wir möglichst alle Gemein<strong>den</strong>,<br />

<strong>den</strong> Landkreis, sowie alle<br />

Menschen, die hier im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

direkt oder indirekt vom Tourismus<br />

leben, bei neuen Ideen und<br />

Ausarbeitungen von Konzepten mit<br />

ins Boot holen und auf <strong>den</strong>selben<br />

Nenner bringen. Nur gemeinsam<br />

können wir unsere Region weiterentwickeln.<br />

Sie nennen „<strong>Pfaffenwinkel</strong>“ und<br />

Landkreis „Weilheim-Schongau“ oft<br />

in einem Atemzug. Dabei reicht der<br />

Begriff ursprünglich betrachtet über<br />

die Landkreisgrenzen hinaus?<br />

<strong>Das</strong> Einzugsgebiet unseres Tourismusverbandes<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> ist<br />

tatsächlich die exakte Grenze des<br />

Landkreises Weilheim-Schongau<br />

plus die Gemeinde Bad Bayersoien.<br />

Historisch betrachtet beinhaltet<br />

der Begriff <strong>Pfaffenwinkel</strong>, der<br />

schon im 18. Jahrhundert entstan<strong>den</strong><br />

ist und die gesamte Region mit<br />

ihren vielen Kirchen und Klöstern<br />

umfasst, auch Gebiete außerhalb<br />

unserer Landkreisgrenze, <strong>für</strong> die<br />

wir als Tourismusverband nicht<br />

zuständig sind. Zum Beispiel Ettal<br />

und Benediktbeuern.<br />

Betrachten wir <strong>den</strong> Landkreis Weilheim-Schongau<br />

als Wirtschaftsstandort:<br />

Welchen prozentualen<br />

Anteil macht der Tourismus aus?<br />

Der Tourismus leistet einen relativen<br />

Beitrag zum Primäreinkommen<br />

von 2,4 Prozent. <strong>Das</strong> ist<br />

nicht ganz wenig, aber auch nicht<br />

berauschend viel. Im Landkreis<br />

Starnberg liegt der Wert mit 1,8<br />

Prozent etwas unter unserem. <strong>Das</strong><br />

Tölzer Land verzeichnet 3,7 Prozent,<br />

die Zugspitzregion 16,4 Prozent.<br />

Oberbayernweit gesehen liegt der<br />

Tourismus-Anteil am Primäreinkommen<br />

bei 4,1 Prozent. Man kann<br />

sagen: Der Tourismus ist <strong>für</strong> unseren<br />

Landkreis ein wichtiger Faktor,<br />

vor allem aber lebt unsere Region<br />

von einem sehr vielfältigen Branchenmix.<br />

Wie viele Menschen in Weilheim-<br />

Schongau leben vom Tourismus?<br />

Umgerechnet bedeutet das, dass<br />

rechnerisch etwa 3 220 Vollzeitarbeitskräfte<br />

vom Tourismus leben<br />

könnten. Ganz viele, zum Beispiel<br />

in Bäckereien, Metzgereien, Wirtshäusern<br />

und Restaurants, leben


aber nur anteilig vom Tourismus<br />

oder profitieren indirekt von ihm.<br />

Ein Großteil der Kun<strong>den</strong> dort sind<br />

zwar Einheimische, aber eben<br />

auch immer wieder Touristen.<br />

Letztlich hat der Tourismus auf fast<br />

alle Lebensbereiche positive Auswirkungen.<br />

In strukturschwachen<br />

Regionen, wo es keinen Tourismus<br />

gibt, wird es in vielen Dörfern leer,<br />

die Bevölkerung dort schwindet,<br />

der Einzelhandel geht kaputt, es<br />

gibt keine Gaststätten mehr. Insofern<br />

ist der hiesige Tourismus, auch<br />

wenn er nur einen kleinen Teil unserer<br />

Gesamtwirtschaft ausmacht,<br />

ein enorm wichtiger Indikator <strong>für</strong><br />

eine funktionierende Region im<br />

Allgemeinen.<br />

Wäre da nicht diese leidige Pandemie.<br />

Wie stark waren die Umsatzeinbrüche<br />

aufgrund Corona?<br />

Allein im <strong>März</strong> und <strong>April</strong> 2020<br />

haben wir im <strong>Pfaffenwinkel</strong> 21<br />

Millionen Euro an touristischen<br />

Umsätzen verloren. Hochgerechnet<br />

auf das ganze Jahr – die finalen,<br />

genauen Zahlen, sind leider noch<br />

nicht bekannt – rechnen wir mit<br />

einem Umsatzverlust von rund 50<br />

Millionen Euro. Damit gemeint sind<br />

allerdings nur die direkten touristischen<br />

Umsätze, nicht die Vorleistungen<br />

wie beispielsweise die<br />

Frühstückssemmeln, die das Hotel<br />

beim örtlichen Bäcker bezieht. Und<br />

auch nicht die aus dem Gastro-<br />

Gewerbe, die durch Einheimische<br />

getätigt wer<strong>den</strong> und das speziell<br />

um Weihnachten herum extrem<br />

hart getroffen wurde. Insofern sind<br />

die Verluste <strong>für</strong> die Branche noch<br />

erheblich höher anzusetzen.<br />

Wie viele Urlauber haben <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

früher, wie viele 2019 und<br />

wie viele 2020 besucht – also weit<br />

vor, unmittelbar vor und während<br />

Corona?<br />

1975 hatten wir um die 700000<br />

Übernachtungen. Mitte der 1990er<br />

auch schon 1,1 Millionen – das war<br />

nach dem Mauerfall, als sehr viele<br />

Ostdeutsche gezielt <strong>den</strong> Westen<br />

erkundet haben. Bis Pandemie-<br />

Beginn hat sich die Zahl auf rund<br />

800 000 Übernachtungen eingependelt,<br />

was rund 220 000 Gästen<br />

pro Jahr entspricht. Im Corona-Jahr<br />

2020 mussten wir einen Rückgang<br />

von rund 23 Prozent bei <strong>den</strong> Übernachtungen<br />

verzeichnen.<br />

Für <strong>2021</strong> sehen die Prognosen ähnlich<br />

düster aus. Sind viele Existenzen<br />

bedroht?<br />

Im Sommer konnte nach der Flaute<br />

im ersten Lockdown noch einiges<br />

gerettet wer<strong>den</strong>, weil sich viele<br />

Menschen <strong>für</strong> Urlaub Dahoam<br />

entschie<strong>den</strong> haben, auch bei uns<br />

nahezu alle Betten voll waren über<br />

die warme Jahreszeit. Da ging es<br />

auch in der Gastronomie verhältnismäßig<br />

ganz gut. Aber jetzt, seit<br />

Beginn des zweiten Lockdowns, ist<br />

ganz entschei<strong>den</strong>d: Bekommen die<br />

Gastronomen tatsächlich das vom<br />

Staat angekündigte Hilfspaket in<br />

Höhe von 75 Prozent ihres Umsatzes<br />

vom Vorjahr <strong>für</strong> die geschlossenen<br />

Monate? Und wie lange dauert der<br />

Lockdown noch an? Bislang ist von<br />

<strong>den</strong> November- und Dezemberhilfen<br />

bei vielen noch nichts oder nur<br />

wenig angekommen. Sollte das<br />

so bleiben, wer<strong>den</strong> viele Betriebe<br />

massive Probleme bekommen. Allen<br />

voran die, die unmittelbar vor<br />

der Krise investiert haben.<br />

Lebt der hiesige Tourismus grundsätzlich<br />

mehr von Tages- oder Übernachtungsgästen?<br />

Ganz klar von Tagesgästen, von <strong>den</strong>en<br />

wir rund sechs Millionen pro<br />

Jahr haben, was uns einen Umsatz<br />

von mehr als 120 Millionen Euro<br />

beschert. Der Umsatz bei Übernachtungsgästen<br />

lag vor Corona<br />

bei rund 85 Millionen Euro.<br />

Woher kommen die Übernachtungsgäste?<br />

91,5 Prozent aller Gäste, das war<br />

auch vor Corona schon so, kommen<br />

aus Deutschland. Die Hälfte<br />

davon aus Bayern, die meisten<br />

anderen aus Ba<strong>den</strong>-Württemberg<br />

und Nordrhein-Westfalen – also<br />

<strong>den</strong> bevölkerungsstärksten Bundesländern.<br />

Hammerschmiedstraße 20 · D-86989 Steinga<strong>den</strong> · Telefon +49 (0)8862 - 93 20 25 · moebel@silviorohrmoser.de · www.silviorohrmoser.de<br />

Außenbereich in handwerklicher Weise selbst.<br />

wir unsere Möbelkollektion <strong>für</strong> <strong>den</strong> Innen- und<br />

sR_anz_AL_tassilo_245x110_<strong>2021</strong> 03.02.<strong>2021</strong> 15:39 Uhr Seite 1<br />

In eigenen Werkstätten entwerfen und fertigen<br />

nach telefonischer Vereinbarung.<br />

Besuch unserer Ausstellung<br />

Der berühmteste Urlaubsgast, der je<br />

im <strong>Pfaffenwinkel</strong> verweilte?<br />

<strong>Das</strong> ist eine schwierige Frage, da<br />

wir aus Diskretionsgrün<strong>den</strong> vieles<br />

nicht mitbekommen. Was wir<br />

wissen: Michail Gorbatschow,<br />

Frie<strong>den</strong>snobelpreisträger und ehemaliger<br />

Staatspräsi<strong>den</strong>t der damaligen<br />

Sowjetunion, war 1992 mit<br />

seiner Frau in der Wies und hat im<br />

Landgasthof Moser aus dem Fenster<br />

im zweiten Stock gewunken.<br />

Leider befindet sich der <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

nicht direkt an <strong>den</strong> bayerischen<br />

Alpen. Wie sehr blutet Ihnen<br />

das Herz, international bekannte<br />

Markenzeichen wie Zugspitze oder<br />

Königsschlösser nicht direkt vor der<br />

eigenen Haustüre als Touristen-Magnet<br />

zu haben?<br />

Formgebung wider – langlebig und zeitlos.<br />

spiegelt sich in der klaren, konsequenten<br />

Unsere Lei<strong>den</strong>schaft <strong>für</strong> geradliniges Design<br />

In eigenen Werkstätten entwerfen und fertigen<br />

sR_anz_AL_tassilo_245x110_<strong>2021</strong> 03.02.<strong>2021</strong> 15:39 Uhr Seite 1<br />

wir unsere Möbelkollektion <strong>für</strong> <strong>den</strong> Innen- und<br />

Außenbereich in handwerklicher Weise selbst.<br />

Unsere Lei<strong>den</strong>schaft <strong>für</strong> geradliniges Design<br />

spiegelt sich in der klaren, konsequenten<br />

Formgebung wider – langlebig und zeitlos.<br />

Besuch unserer Ausstellung<br />

nach telefonischer Vereinbarung.<br />

Hammerschmiedstraße 20 · D-86989 Steinga<strong>den</strong> · Telefon +49 (0)8862 - 93 20 25 · moebel@silviorohrmoser.de · www.silviorohrmoser.de<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 11


Wir haben mit der Wieskirche ein<br />

international bekanntes UNESCO<br />

Weltkulturerbe, was es in <strong>den</strong><br />

Nachbarregionen nicht gibt. Und<br />

andere wichtige Sehenswürdigkeiten<br />

wie die Königsschlösser sind,<br />

auch wenn sie nicht auf unserer<br />

Flur stehen, trotzdem zum Greifen<br />

nahe. Insofern sind wir mit unserer<br />

Lage nicht unzufrie<strong>den</strong>. Gerade<br />

wenn man die Probleme bei unseren<br />

Nachbarn sieht, die durch die<br />

hohen Besucherzahlen im Moment<br />

entstehen.<br />

Wie gefährlich ist beim Thema<br />

„Massenanstürme“ Social Media?<br />

Immer mehr Fotos von Naturschätzen<br />

machen im Netz die Runde,<br />

locken Tagesausflügler aus großen<br />

Städten an Orte, die ihnen vor wenigen<br />

Jahren noch nicht bekannt<br />

waren.<br />

Die Schleierfälle dienen hier<strong>für</strong> als<br />

gutes Beispiel. Sie gehören neben<br />

anderen, zum Beispiel der Pähler<br />

Schlucht, zu unseren größten<br />

Natur-Sehenswürdigkeiten. Beide<br />

Orte haben wir bewusst noch nie<br />

beworben. Und trotzdem zählen<br />

sie zu <strong>den</strong> meistbesuchtesten Natur-Orten<br />

unserer Region. Einerseits,<br />

weil sie bei Einheimischen<br />

sehr beliebt und seit jeher bekannt<br />

sind. Andererseits aber auch, weil<br />

sich im Netz mittlerweile die abenteuerlichsten<br />

Bilder fin<strong>den</strong> lassen<br />

– von Menschen, die auf <strong>den</strong><br />

Schleierfällen oder in der Pähler<br />

Schlucht herumklettern, sich dadurch<br />

sogar in Lebensgefahr begeben<br />

und obendrein sich an Stellen<br />

aufhalten, wo es aus Naturschutzgrün<strong>den</strong><br />

verboten ist. Insofern ist<br />

das Thema Besucherlenkung eine<br />

riesengroße Herausforderung, die<br />

auch auf uns, die ruhigere Region,<br />

immer stärker zukommen wird.<br />

Wie sieht Ihr persönlicher Arbeitsalltag<br />

als Geschäftsführerin<br />

des Tourismusverbandes <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

aus?<br />

Es gibt eigentlich keinen Tag, der<br />

wie der andere ist. Sehr viel Kommunikation<br />

via Telefon, E-Mail und<br />

in persönlichen Gesprächen. Aber<br />

auch zahlreiche Sitzungen, Vor-<br />

Ort-Termine sowie kreative Arbeit,<br />

zum Beispiel das Herausgeben<br />

unserer <strong>Magazin</strong>e, prägen meinen<br />

beruflichen Alltag. Da ich, seit<br />

ich Mutter bin, nicht mehr Vollzeit<br />

arbeite, sind Handy und Laptop<br />

besonders wichtig <strong>für</strong> mich, um<br />

trotzdem immer greifbar zu sein.<br />

Für wie viele Mitarbeiter?<br />

Insgesamt arbeiten wir mit sechs<br />

Mitarbeitern, die meisten sind in<br />

Teilzeit bei uns. Unsere Büros befin<strong>den</strong><br />

sich in Schongaus Altstadt,<br />

Bauerngasse 5.<br />

Wie seid Ihr finanziell aufgestellt?<br />

Wir haben eine Verbandsumlage<br />

von 387 000 Euro zur Verfügung,<br />

die zu zwei Dritteln vom Landkreis<br />

und zu einem Drittel von <strong>den</strong> Gemein<strong>den</strong><br />

kommt. Zusätzlich gibt’s<br />

noch Geld aus Beträgen, die wir<br />

selbst erwirtschaften. Zum Beispiel<br />

durch <strong>den</strong> Anzeigenverkauf<br />

<strong>für</strong> unser <strong>Magazin</strong> „Landurlaub“.<br />

Außerdem können wir, je nach<br />

Projekt, auch auf Fördermittel wie<br />

beispielsweise aus dem Leader-<br />

Programm zurückgreifen.<br />

Reicht das Budget aus, um <strong>den</strong><br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> Schritt <strong>für</strong> Schritt attraktiver<br />

zu machen?<br />

Mehr Geld und Personal könnte<br />

man immer gebrauchen. Aber<br />

wir haben von Beginn an gelernt,<br />

sparsam mit unseren zur Verfügung<br />

stehen<strong>den</strong> Mitteln umzugehen<br />

– und das Beste daraus zu machen.<br />

Natürlich wäre es manchmal<br />

schöner, einfach mal 10 000 Euro<br />

in die Hand nehmen zu können<br />

und diese in eine Kampagne zu investieren.<br />

Da schaut man durchaus<br />

auch neidisch auf andere oberbayerische<br />

Regionen, die eigene<br />

Produktmanager nur <strong>für</strong>s Radeln<br />

haben. Aber in Summe gesehen<br />

sind wir zufrie<strong>den</strong> damit, wie es<br />

ist, und können durchaus einiges<br />

<strong>für</strong> die Region bewegen.<br />

Der schönste Wanderweg im <strong>Pfaffenwinkel</strong>?<br />

Sicherlich der bekannteste ist der<br />

König-Ludwig-Weg, der vom Starnberger<br />

See, quer durch unser Gebiet,<br />

bis nach Füssen führt. Unsere<br />

drei Pilgerweg-Schleifen durch<br />

<strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong>, deren zentraler<br />

Ausgangspunkt auf dem Hohen<br />

Peißenberg liegt, zählen zu <strong>den</strong><br />

Wander-Highlights in unserer Region.<br />

Aber es gibt auch viele kleine,<br />

weniger bekannte Highlights wie<br />

die Betbichlrunde in Antdorf.<br />

Und wie sieht es in Sachen Radwege<br />

aus?<br />

Es gibt viele bekannte Fernradwege,<br />

die durch unsere Landschaft<br />

führen. Zum Beispiel der Ammer-<br />

Amper-Radweg, die Romantische<br />

Straße oder der Bo<strong>den</strong>see-<br />

Königssee-Radweg. Besonders<br />

schön finde ich die Strecke entlang<br />

des „Sachsenrieder Bähnle“, von<br />

Schongau nach Kaufbeuren.<br />

Beim Wandern und Radeln stößt<br />

man auch immer wieder auf Sehenswürdigkeiten.<br />

Die beliebtesten<br />

Besucherattraktionen im <strong>Pfaffenwinkel</strong>,<br />

vom UNESCO Weltkulturerbe,<br />

der Wieskirche, mal abgesehen?<br />

Die Wieskirche ist tatsächlich unsere<br />

klare Nummer eins. Gefolgt vom<br />

Hohen Peißenberg mit Wallfahrtskirche,<br />

Wetterstation und dem<br />

Ausgangspunkt <strong>für</strong> die drei Pilger-<br />

Wander-Wege „Heilige Landschaft<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong>“. Dem Märchenwald<br />

in Schongau. Den namhaften Gewässern<br />

Starnberger See, Ammersee<br />

und Osterseen. Dem Buchheim<br />

Museum in Bernried. Dem Campendonk-Museum<br />

in Penzberg.<br />

Sowie <strong>den</strong> Klosterdörfern Wessobrunn,<br />

Steinga<strong>den</strong>, Rottenbuch,<br />

Polling und Bernried.<br />

Zwischen Wallfahrtskirche und Wetterstation: Der Ausgangspunkt dreier<br />

beliebter Pilgerweg-Schleifen durch <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong>.<br />

Was hat der <strong>Pfaffenwinkel</strong> kulinarisch<br />

zu bieten?<br />

Von Top-Restaurants an Seen bis<br />

hin zum beschaulichen Bauernhofcafé<br />

mit selbstgemachten Kuchen<br />

ist <strong>für</strong> je<strong>den</strong> was dabei. Wir versuchen<br />

neben <strong>den</strong> Gastronomiebetrieben<br />

auch die kulinarischen<br />

Produkte aus unserer Region in<br />

<strong>den</strong> Vordergrund zu rücken. Zum<br />

Beispiel im Rahmen einer kulinarischen<br />

Rundtour, die wir in unserem<br />

<strong>Magazin</strong> beschreiben und die<br />

direkt an kulinarischen Genüssen<br />

regionaler Erzeuger vorbeiführt. Ob<br />

das der Hirsch vom Kreilhof ist, alpine<br />

Steinschafe aus Seeshaupt, ab<br />

Hof geerntetes Obst und Gemüse<br />

oder bayerische Tortilla-Chips – die<br />

kulinarischen Highlights sind bei<br />

uns extrem facettenreich.<br />

Wie gefragt ist in der Region Camping-Urlaub?<br />

Camping boomt seit Jahren. Wir<br />

haben Plätze in Rottenbuch, Peißenberg,<br />

Seeshaupt und Iffeldorf,<br />

darüber hinaus eine Reihe von<br />

Wohnmobil-Stellplätzen. In etwa<br />

90 000 Übernachtungen pro Jahr<br />

sind auf Camping zurückzuführen.<br />

Ähnlich beliebt dürfte Urlaub auf<br />

dem Bauernhof sein?<br />

<strong>Das</strong> ist seit vielen Jahren ein ganz<br />

wichtiges Angebot <strong>für</strong> Familien. Wir<br />

haben im Bauernhof-Bereich eine<br />

sehr hohe Qualität, mehrere Fünf-<br />

Sterne-Betriebe, und auch eine<br />

sehr gute Auslastung. Viele Gäste<br />

bleiben während ihres kompletten<br />

Aufenthalts auf <strong>den</strong> Höfen, weil da<br />

so viel geboten ist, es <strong>den</strong> ganzen<br />

Tag über nicht langweilig wird.<br />

Welcher Ort wird im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

am häufigsten von Urlaubern aufgesucht?<br />

Am meisten Besucher, teilweise bis<br />

zu 10 000 am Tag und rund 800 000<br />

im Jahr, kommen natürlich zur<br />

Wies. Die meisten Übernachtungen,<br />

280 000 pro Jahr, haben wir<br />

jedoch im beschaulichen Bernried<br />

am Starnberger See zu verbuchen.<br />

Dort gibt es zwar wenige, da<strong>für</strong> mit<br />

Kloster, Hotels und Präventions-,<br />

Kur- und Reha-Klinik umso größere,<br />

sehr beliebte Beherbergungsbetriebe.<br />

Was steht <strong>2021</strong> an Projekten an,<br />

um <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong> attraktiver<br />

zu machen?<br />

Wir sind dabei, ein neues Konzept<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Freizeitradverkehr auszuarbeiten.<br />

Außerdem wer<strong>den</strong> wir die<br />

Umsetzung eines Natur-Tourismus-<br />

Konzepts <strong>für</strong> die Ammer weiter<br />

vorantreiben. Da geht es im Wesentlichen<br />

um Besucherlenkung in<br />

sensiblen Bereichen, wie beispielsweise<br />

der Ammerschlucht. Aber<br />

auch um die Angebotsentwicklung<br />

in <strong>den</strong> ortsnahen Erholungsräumen.<br />

Es gibt doch schon viele Radwege<br />

in der Region?<br />

Es geht darum, gemeinsam mit<br />

dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen,<br />

ein umfassendes Radwege-<br />

Konzept mit Tourenvorschlägen <strong>für</strong><br />

12 | <strong>altlandkreis</strong>


alle Radel-Typen zu entwickeln –<br />

Trekking, Gravel, Rennrad, Mountainbike.<br />

<strong>Das</strong> Konzept wird diesen<br />

Sommer fertig wer<strong>den</strong>. Die finale<br />

Umsetzung dauert dann sicherlich<br />

bis 2022 oder 2023 und erfordert<br />

sehr viele Absprachen mit Gemein<strong>den</strong>,<br />

Landwirtschaft, Privatgrundbesitzern,<br />

dem Naturschutz und<br />

vielen anderen. <strong>Das</strong> schwierigste<br />

an diesem Projekt wird sicherlich,<br />

ein Angebot <strong>für</strong> Mountainbiker im<br />

Konsens mit allen Interessensgruppen<br />

zu entwickeln. Zum Beispiel<br />

am Hohen Peißenberg.<br />

Haben Sie einen absoluten Geheim-<br />

Tipp <strong>für</strong> Einheimische?<br />

Ich kann nur jedem ans Herz legen,<br />

einfach mal einen anderen Landkreis-Teil<br />

zu besuchen. <strong>Das</strong>s der<br />

Penzberger nicht wie üblich über<br />

die A95 Richtung Alpen, sondern<br />

auch mal nach Bernbeuren fährt<br />

und beispielsweise durch die Feuersteinschlucht<br />

auf <strong>den</strong> Auerberg<br />

wandert. Oder sich der Premer das<br />

Campendonk-Museum in Penzberg<br />

anschaut. Viele Einheimische fahren<br />

<strong>für</strong> ihre Freizeitaktivitäten oft<br />

in die gleiche Richtung und wissen<br />

gar nicht, wie viele schöne Fleckerl<br />

und Sehenswürdigkeiten es in anderen<br />

Ecken ihres Landkreises gibt.<br />

Wo verbringen Sie persönlich am<br />

liebsten Ihre Freizeit?<br />

Sehr gerne zuhause auf der Terrasse,<br />

mit einem guten Buch in der<br />

Hängematte. Oder an einem unserer<br />

zahlreichen Seen – ich gehe<br />

sehr gerne schwimmen.<br />

Sie verreisen auch gerne, zum Teil<br />

weit über die Landkreisgrenzen hinaus?<br />

Mein Mann und ich sind immer<br />

schon viel verreist, allerdings so gut<br />

wie nie mit dem Flugzeug. Im Rahmen<br />

unserer Hochzeitsreise fuhren<br />

wir mit einem Pick-Up und Dachzelt<br />

nach Island. Später haben wir<br />

Wüsten-Reisen <strong>für</strong> uns entdeckt,<br />

waren vor der Geburt unserer Kinder<br />

öfter in Nordafrika und im Nahen<br />

Osten, zum Beispiel Libyen und<br />

Syrien, quasi überall dort, wo man<br />

jetzt aus Sicherheitsgrün<strong>den</strong> nicht<br />

mehr hinfahren kann. Aber auch<br />

mit <strong>den</strong> Kindern waren wir mal<br />

länger in Marokko sowie viel im<br />

ost- und nordeuropäischen Raum.<br />

Ihre Kinder sind ziemlich erfolgreich<br />

im BMX-Sport?<br />

<strong>Das</strong> Hobby unserer Kinder gibt auch<br />

mir und meinem Mann sehr viel<br />

Struktur, weil wir da<strong>für</strong> im Sommer<br />

Wochenende <strong>für</strong> Wochenende unterwegs<br />

sind – zumindest war das<br />

bis Eintritt der Pandemie so. Ich engagiere<br />

mich da ehrenamtlich <strong>für</strong><br />

die Bayernliga-Koordination, mein<br />

Mann ist BMX-Trainer <strong>für</strong> <strong>den</strong> MC<br />

Peißenberg. Darüber hinaus bin ich<br />

in der Peißenberger Pfarreiengemeinschaft<br />

aktiv und spiele gerne<br />

Klavier.<br />

Ihr absolutes Lieblingsplatzerl im<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong>?<br />

Mir geht das Herz auf, wenn ich<br />

nach der Arbeit von Schongau<br />

über <strong>den</strong> Schlagberg nach Peißenberg<br />

fahre und von dort oben in<br />

die Weite schaue. Aber genauso,<br />

wenn ich in einem unserer gemütlichen<br />

Gasthöfe oder herrlichen<br />

Restaurants auf der Terrasse sitze<br />

und meinen Blick über einen See<br />

schweifen lasse. Gleiches gilt <strong>für</strong><br />

die traumhafte Aussicht von Schönegg,<br />

vom Hohen Peißenberg oder<br />

Auerberg aus. Es sind diese vielen<br />

verschie<strong>den</strong>en Weitblicke in alle<br />

vier Himmelsrichtungen, die ich an<br />

unserer Region so sehr zu schätzen<br />

weiß.<br />

Und was wünschen Sie Urlaubern<br />

und Einheimischen <strong>für</strong> die nahe Zukunft<br />

– Corona wird uns sicherlich<br />

noch länger einschränken?<br />

<strong>Das</strong>s wir so gesund wie möglich<br />

durch diese Krise kommen. Und<br />

zwar in jeder Hinsicht. Nicht nur<br />

körperlich, sondern auch wirtschaftlich.<br />

Wir haben viele gute<br />

Betriebe, die nicht kaputtgehen<br />

dürfen.<br />

js<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 13


Die Schongauer Goldschmiede<br />

- Schmuck aus eigener Werkstatt, gerne<br />

auch nach Ihren persönlichen Wünschen<br />

- Reparaturen und Änderungen<br />

- Trauringe (mit-)schmie<strong>den</strong> <strong>für</strong> Brautpaare<br />

Zwischen Prem und Forggensee<br />

<strong>Das</strong> ewige Geheimnis<br />

um Ostern<br />

Ihr Goldschmiedemeister<br />

im Herzen der Schongauer Altstadt,<br />

am Marienplatz / Ecke Ballenhausstr. 5<br />

Tel. 08861 7584, Telegram: 0151 599 405 12, mail@schongauer-goldschmiede.de<br />

MOTORENPROBLEME?<br />

KEIN PROBLEM –<br />

WIR HELFEN IHNEN!<br />

HABEN SIE MOTORENPROBLEME?<br />

KEIN PROBLEM, ICH HELFE IHNEN!<br />

Ihr Spezialist <strong>für</strong>:<br />

IHR MWM, SPEZIALIST MAN, Perkins, FÜR:<br />

MWM, Deutz MAN, und Perkins,<br />

Mercedes<br />

Deutz und Mercedes<br />

Auerbergstraße Lauterbach 17a 2 | 86989 | Steinga<strong>den</strong> | | Tel.: 08862/932143<br />

62-9117 18 00<br />

Fax: Email: 08862/932132 auskunft@weindl-motoren.de<br />

| Mobil: 0171/7585545<br />

Halblech | In ganz Deutschland gibt<br />

es nur einen einzigen Ort, der so<br />

heißt wie das Fest der Auferstehung<br />

Christi. Genau genommen<br />

handelt es sich um einen kleinen<br />

Ortsteil der ostallgäuer Gemeinde<br />

Halblech, der sich allerdings nur<br />

wenige Kilometer außerhalb des<br />

Schongauer Altlandkreises befindet:<br />

Der Weiler „Ostern“, vier Kilometer<br />

südlich von Prem. <strong>Das</strong> Bild<br />

des beschaulichen, ziemlich abseits<br />

gelegenen Dorfes ist schnell<br />

beschrieben: Drei Bauernhöfe, wovon<br />

noch zwei aktiv in Betrieb sind.<br />

Darüber hinaus zwei Wohnhäuser,<br />

unter anderem mit Ferienwohnung<br />

ausgestattet. Die Einwohnerzahl?<br />

„Um die zehn“, sagt Hubert<br />

Romeder, 77, Archivar aus Halblech,<br />

der immer wieder mal Anfragen<br />

von Medienvertretern aus<br />

Funk, Fernsehen und Print zu diesem<br />

namhaften Ortsteil bekommt.<br />

„Urkundlich erstmals erwähnt<br />

wurde der Weiler nach 1503“, sagt<br />

Romeder. Damals noch als „Zu Osteren“.<br />

Laut Romeder gibt es auch<br />

eine urkundliche Erwähnung aus<br />

dem Jahre 1523 mit „Ostrach“, ehe<br />

der Weiler 1535 wieder als „Zu Osteren“<br />

bezeichnet wurde. Erstmals<br />

urkundlich so benannt, wie der<br />

Ortsteil bis heute heißt, wurde er<br />

jedoch erst im Jahre 1611. Seither<br />

heißt Ostern tatsächlich so wie<br />

das bedeutendste Fest der Christen<br />

überhaupt. Nur die Frage nach<br />

dem warum, die lässt sich nicht<br />

ganz so einfach beantworten. „Wir<br />

wissen es schlichtweg nicht“, sagt<br />

Romeder, der sich immer wieder<br />

mit uralten Dokumenten rund um<br />

diesen Weiler auseinandergesetzt<br />

hat, mit Bewohnern sprach, und<br />

versuchte, historische Zusammenhänge<br />

herzustellen, um sinnige<br />

Schlüsse daraus zu ziehen. Alles<br />

vergeblich. „Es gibt keinen einzigen<br />

erforschten Hinweis darauf,<br />

warum ausgerechnet dieser Ortsteil<br />

hier in unserer Region Ostern<br />

heißt“, sagt er mit hörbarer Verzweiflung.<br />

Eine Anlehnung an das<br />

christliche Fest sei laut Romeder<br />

zwar nicht auszuschließen, ten-<br />

<strong>den</strong>ziell leite sich der Name jedoch<br />

eher von der Himmelsrichtung<br />

„Osten“ ab. Doch auch da<strong>für</strong> fehle<br />

letztlich ein endgültiger Beweis.<br />

„Weil meines Wissens nach um<br />

1500 noch gar nicht von Ost, Süd,<br />

West und Nord die Rede war.“<br />

Anno dazumal wurde vielmehr<br />

von Sonnaufgang (Osten), Mittag<br />

(Sü<strong>den</strong>), Sonnenuntergang (West)<br />

und Nacht (Nor<strong>den</strong>) gesprochen.<br />

Himmelsrichtung oder<br />

Auferstehung Christi?<br />

Auch längst verstorbene Historiker<br />

haben sich mit dem klangvollen<br />

Weiler auseinandergesetzt. Und<br />

auch damals schon anhand fehlender,<br />

stichhaltiger Anhaltspunkte<br />

spekulieren müssen über die Herleitung<br />

des Ortsnamens „Ostern“.<br />

Eine Version: Der Name stammt aus<br />

dem Mittelhochdeutschen, zwischen<br />

1050 und 1500 nach Christus<br />

gesprochen – damals könnte<br />

dieses „Ostern“ tatsächlich <strong>für</strong> „im<br />

Osten“, also „östlich“ gestan<strong>den</strong><br />

DHARMA-TOR<br />

Zentrum <strong>für</strong> buddhistische<br />

Meditation und Studien<br />

Sitze wie ein Berg - sei offen wie der Himmelsraum<br />

Die Lehre von Mitgefühl und Weisheit kennenlernen,<br />

in Meditation erfahren, im Alltag anwen<strong>den</strong><br />

Huttenried 2, 86980 Ingenried<br />

info@dharma-tor.de * phon: 08868-180265<br />

www.dharma-tor.com * www.buddhalicht.com<br />

Ostern auf einen Blick: Wer von Halblech<br />

aus Richtung Ilasbergsee fährt, bekommt<br />

<strong>den</strong> Weiler vollständig zu Gesicht.<br />

14 | <strong>altlandkreis</strong>


haben, was jedoch der Sonnenauf-<br />

und untergangs-Sprache zeitlich<br />

widersprechen würde. Es gibt<br />

auch die Theorie eines keltischen<br />

Opferplatzes, der sich oberhalb<br />

des Forggensees (Nähe heutigem<br />

Panoramastadel) befun<strong>den</strong> habe –<br />

und von dort aus betrachtet befindet<br />

sich der Weiler Ostern sehr<br />

wohl östlich davon. Eine weitere<br />

Vermutung: Früher soll „Ostern“<br />

nicht zu Halblech, sondern zum<br />

Ort Waltenhofen gehört haben.<br />

Wäre das kleine Waltenhofen bei<br />

Schwangau gemeint, befände sich<br />

der Weiler jedoch nördlich davon.<br />

Wäre das größere Waltenhofen bei<br />

Kempten gemeint, würde die Himmelsrichtung<br />

„Osten“ zwar perfekt<br />

ins geographische Landschaftsbild<br />

passen – allerdings lägen schen <strong>den</strong> bei<strong>den</strong> Orten stolze 55<br />

zwi-<br />

(!) Autokilometer, was einen direkten<br />

Zusammenhang ebenfalls<br />

ausschließen sollte. Ebenso haltlos<br />

ist die Aussage, dass Alemannen<br />

im Zuge ihrer Besiedlung dieses<br />

Örtchen als „Osteren“ benannten.<br />

„Insofern alles sehr gewagt“, sagt<br />

Hubert Romeder, grinst, und fügt<br />

an dieser Stelle eine wohl noch<br />

gewagtere These an: „Vielleicht<br />

haben an diesem schön gelegenen<br />

Südhang an Ostern erstmals entdeckte,<br />

besonders schöne Blumen<br />

geblüht – oder es ist an Ostern<br />

wirklich etwas besonderes passiert<br />

an diesem Ort, woraufhin er<br />

seinen klangvollen Namen letztlich<br />

bekommen hat.“ Der einzige Fakt,<br />

der bis heute unbestritten ist: Der<br />

Weiler „Ostern“ befindet sich am<br />

östlichsten Punkt eines länger gezogenen<br />

Kammes, was wiederum<br />

eindeutig <strong>für</strong> einen Zusammenhang<br />

mit der Himmelsrichtung,<br />

und eben nicht dem christlichen<br />

Fest sprechen würde.<br />

Beliebte<br />

Radel-Strecke<br />

Die Bewohner, so heißt es, sind je<strong>den</strong>falls<br />

sehr bo<strong>den</strong>ständig, bil<strong>den</strong><br />

sich nichts ein auf diesen deutschlandweit<br />

einzigartigen Namen ihres<br />

Ortes. Viel lieber schätzen sie<br />

die Idylle und Ruhe, die sie insbesondere<br />

zu ungemütlichen Jahreszeiten<br />

<strong>für</strong> sich haben. Denn im<br />

Sommer, trotz dieser Abgeschie<strong>den</strong>heit,<br />

herrscht schon immer<br />

wieder reger Verkehr im s-kurvigen,<br />

durchaus steil abfallen<strong>den</strong><br />

Dorfkern. Vor allem Radelfahrer,<br />

die aus dem Schongauer Raum<br />

kommen, schätzen die Strecke<br />

östlich entlang des Leches bis zum<br />

Forggensee, zweigen häufig drei<br />

Kilometer nach Prem rechts ab, von<br />

wo ein etwas längerer, kräftezehrender<br />

Anstieg über eine schmalere<br />

Asphaltstraße direkt in <strong>den</strong><br />

Ortsteil Ostern hinaufführt. Und<br />

eine scharfe, abfallende Linkskurve<br />

wieder hinaus. Der sportlich anspruchsvolle<br />

Fahrer hält sich somit<br />

selten länger als wenige Sekun<strong>den</strong><br />

auf in Ostern. Der weniger fitte<br />

braucht dagegen eine kurze Verschnaufpause,<br />

einen Schluck aus<br />

Plastikflasche oder Trinkbeutel.<br />

Ziel beider Radel-Typen ist jedoch<br />

meistens der herrlich gelegene<br />

Ilasbergsee, der von Ostern nur<br />

noch einen sprichwörtlichen Katzensprung<br />

entfernt ist. Oder eben<br />

der Forggensee mit toller Bademöglichkeit<br />

unterhalb des bereits<br />

erwähnten Panoramastadels, rund<br />

zwei Kilometer weiter westlich von<br />

Ostern, das auch bei Urlaubern<br />

ein beliebter Ausgangspunkt <strong>für</strong><br />

tolle Rad-, Wander-, Berg- und<br />

Klettertouren ist. Aber vor allem<br />

auch deshalb in ewiger Erinnerung<br />

bleibt, weil er als einziger Ort<br />

Deutschlands „Ostern“ heißt. Und<br />

das ist, auch wenn die Herleitung<br />

des klangvollen Namens wohl ein<br />

ewiges Geheimnis bleiben wird, in<br />

jedem Falle speziell.<br />

js<br />

Von Prem aus kommend: Die letzten Meter eines längeren<br />

Anstieges, der insbesondere im Sommer sehr<br />

häufig von Radfahrern in Angriff genommen wird.<br />

Autohaus Hintermeyer<br />

Ihr Peugeot-Partner in Schongau<br />

Erleben Sie bei uns die neuen Peugeot Modelle 3008 und 5008!!<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 15


Berufsfachschule <strong>für</strong> Pflege der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau<br />

Ausbildung im digitalen Klassenzimmer<br />

Weilheim / Schongau | Ausbildungsberufe<br />

in der Pflege sind<br />

vielfältiger und lukrativer gewor<strong>den</strong>,<br />

sind sinnstiftend und<br />

zukunftsträchtig. Und haben in<br />

Zeiten von Corona eine deutliche<br />

Aufwertung in der öffentlichen<br />

Wahrnehmung erfahren. Inzwischen<br />

ist allseits und generationenübergreifend<br />

bekannt: Pflegeberufe<br />

sind systemrelevant.<br />

Ein großer Ausbildungsbetrieb <strong>für</strong><br />

Pflegeberufe in der Region: Die<br />

Weilheim-Schongauer Krankenhaus<br />

GmbH, die im Kampf gegen<br />

<strong>den</strong> Fachkräftemangel nichts unversucht<br />

lässt.<br />

Die Ausbildung zum Pflegefachhelfer,<br />

zur Pflegefachhelferin beginnt<br />

immer am 1. August und<br />

geht über ein Jahr. Der theoretische<br />

Teil dieser Ausbildung wird in<br />

der Fachschule direkt neben dem<br />

Schongauer Krankenhaus gelehrt.<br />

Die praktischen Ausbildungsinhalte<br />

lernen die Absolventen und<br />

Absolventinnen dagegen in <strong>den</strong><br />

Krankenhäusern Weilheim und<br />

Schongau, sowie in Einrichtungen<br />

der Altenhilfe und ambulanten<br />

Pflege. Wesentliche Lerninhalte<br />

der einjährigen Ausbildung zur<br />

Pflegefachhelferin, honoriert mit<br />

einer monatlichen Ausbildungsvergütung<br />

in Höhe von 800,65<br />

Euro: Die Anleitung zum Erhalt<br />

der Eigenständigkeit kranker und<br />

pflegebedürftiger Menschen. Die<br />

Unterstützung dieser Menschen<br />

in ihren täglichen Aktivitäten. Und<br />

die Mitwirkung am Pflegeprozess.<br />

Wer sich da<strong>für</strong> interessiert, sollte<br />

16 Jahre alt sein, Freude am Umgang<br />

mit Menschen sowie einen<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

abgeschlossenen Hauptschulabschluss<br />

mitbringen – und gesundheitlich<br />

da<strong>für</strong> geeignet sein.<br />

Generalisierte Ausbildung<br />

zur Pflegefachkraft<br />

„<strong>Das</strong> war ein Kraftakt <strong>für</strong> uns alle“: Schulleiter Bernhard Bölt über die<br />

Generalisierung der Ausbildung zum Pflegefachmann und zur Pflegefachfrau.<br />

Die Mittlere Reife oder eine bereits<br />

abgeschlossene Berufsausbildung<br />

sind dagegen die Voraussetzung<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> zweiten, komplett neuen<br />

Ausbildungsberuf an der Berufsfachschule<br />

<strong>für</strong> Pflege: Die Ausbildung<br />

zum Pflegefachmann, zur<br />

Pflegefachfrau. Sie beginnt immer<br />

am 1. September, wird mit 1 165,59<br />

Euro im ersten Lehrjahr vergütet<br />

und erstreckt sich über insgesamt<br />

drei Jahre. Auch hier wer<strong>den</strong> alle<br />

theoretischen Ausbildungsinhalte<br />

an der Berufsfachschule in Schongau,<br />

Marie-Eberth-Straße 8, vermittelt.<br />

Die praktischen Abläufe<br />

dagegen in <strong>den</strong> Krankenhäusern<br />

Weilheim und Schongau, darüber<br />

hinaus in anderen Einrichtungen,<br />

die mit der Krankenhaus GmbH<br />

kooperieren. Pflegerisches Handeln<br />

in kurativen Prozessen und<br />

Akutsituationen, die Unterstützung<br />

von Menschen mit selbstbestimmter<br />

Lebensführung, die<br />

Gestaltung von Arbeits- und Beziehungsprozessen,<br />

die Förderung<br />

von Gesundheit und Entwicklung<br />

von betroffenen Pflegefällen sowie<br />

die Fächer Deutsch und Kommunikation,<br />

Politik und Gesellschaft,<br />

sowie religiös-ethische Bildung<br />

sind unter anderem die schwerpunktmäßigen<br />

Lehrinhalte der<br />

Ausbildung zum Pflegefachmann,<br />

„Man kriegt so viel mehr zurück, als man gibt“<br />

Rebekka Orterer aus Wessobrunn kommt frisch aus<br />

der Schule, als sie sich dazu entschie<strong>den</strong> hat, ein FSJ<br />

in der Krankenhaus GmbH zu machen. Ihr gefiel die<br />

Arbeit so gut, dass Sie zum 1. September 2020 eine<br />

Ausbildung zur Pflegefachfrau begonnen hat.<br />

Die erste Woche war <strong>für</strong> Rebekka noch „etwas komisch“,<br />

doch schnell ist der Arbeitsalltag <strong>für</strong> sie zur<br />

Normalität gewor<strong>den</strong>.<br />

„Es wur<strong>den</strong> all meine Erwartungen übertroffen“<br />

Da derzeit der Unterricht online stattfindet, ist Rebekka<br />

froh darüber, dass die Schule schon frühzeitig<br />

<strong>für</strong> alle Schüler iPads bereitgestellt hat.<br />

zur Pflegefachfrau, der im vergangenen<br />

Jahr generalisiert wurde.<br />

„<strong>Das</strong> war ein Kraftakt <strong>für</strong> uns alle“,<br />

sagt Schulleiter Bernhard Bölt.<br />

Konkret damit gemeint sind: Neue<br />

Ausbildungsinhalte, neuer Lehrplan,<br />

neue Lehrkräfte, neue Räumlichkeiten<br />

und die Aufstockung auf<br />

einen zweiten Kurs – von 20 auf 40<br />

Azubis.<br />

Freizeitangebot und<br />

eigenes iPad<br />

Passend zum neuausgerichteten,<br />

breitgefächerten Lehrinhalt,<br />

gilt auch das Lernumfeld und die<br />

technische Ausstattung als topmodern<br />

im Hause der Berufsfachschule<br />

<strong>für</strong> Pflege. Sowohl die<br />

Absolventen der einjährigen Ausbildung<br />

zum Pflegefachhelfer, zur<br />

Pflegefachhelferin, als auch die


„Mein Ziel und meine Arbeit ist es, erkrankten Menschen<br />

dabei zu helfen, wieder vollständig zu genesen“<br />

Julian Grünfelder aus Schongau hat zuvor in einem<br />

Kino in München gearbeitet, bevor er sich <strong>für</strong> die<br />

Ausbildung zum Pflegefachmann entschie<strong>den</strong> hat.<br />

„Anfangs war <strong>für</strong> mich noch alles sehr aufregend und<br />

ich hatte Berührungsängste“<br />

Inzwischen hat sich der 25-Jährige an <strong>den</strong> Arbeitsalltag<br />

gewöhnt. Dazu leisten das gute Miteinander<br />

und die Hilfsbereitschaft im Krankenhaus einen<br />

großen Beitrag. Die theoretischen Bestandteile der<br />

Ausbildung wer<strong>den</strong> derzeit im Homeschooling absolviert,<br />

das bereitet Julian nicht so viel Freude, <strong>den</strong>n<br />

es macht einen großen Unterschied, ob praktische<br />

Übungen vor Ort ausgeführt, oder nur auf einem<br />

Bildschirm gesehen wer<strong>den</strong>.<br />

Jetzt Jetzt pflegen<br />

Jetzt lernen.<br />

pflegen<br />

lernen.<br />

kompetent, kompetent, modern, modern, persönlich persönlich<br />

kompetent, modern, persönlich<br />

Persönliches<br />

Skills-Lab<br />

iPad<br />

Spannende<br />

Digitales<br />

Seminare Klassenzimmer<br />

der dreijährigen, generalisierten<br />

Ausbildung zum Pflegefachmann,<br />

zur Pflegefachfrau, dürfen sich<br />

auf Folgendes freuen: Digitales<br />

Klassenzimmer, Skills-Lab (eine<br />

Trainingseinrichtung <strong>für</strong> praktische<br />

Übungen), Wohnheim, spannende<br />

Seminare, Ausflugs- und<br />

Lehrfahrten, ein großes Freizeitangebot<br />

sowie – ausschließlich<br />

die Absolventen der dreijährigen<br />

Ausbildung – Fachbücher als E-<br />

Book, Schulverwaltungs-App,<br />

Lernplattform und eigenes iPad.<br />

Insofern ist die Berufsfachschule<br />

<strong>für</strong> Pflegeberufe der Krankenhaus<br />

GmbH Weilheim-Schongau bestens<br />

aufgestellt in Zeiten von Corona<br />

– je nach Inzi<strong>den</strong>z-Wert kann<br />

der Unterricht blitzartig umgestellt<br />

wer<strong>den</strong>, von Präsenz- auf Distanzunterricht.<br />

„Zu Beginn der Pandemie<br />

war das ungewohnt <strong>für</strong> die<br />

Schüler, die sich aber sehr schnell<br />

wichtige Eigenschaften wie Eigenverantwortung,<br />

Kreativität und<br />

Durchhaltevermögen angeeignet<br />

haben“, sagt Bernhard Bölt über<br />

Tugen<strong>den</strong>, die seine<br />

Schüler im späteren<br />

Berufsalltag immer gut gebrauchen<br />

können.<br />

Wer sich <strong>für</strong> eine ein- oder dreijährige<br />

Ausbildung an der Berufsfachschule<br />

<strong>für</strong> Pflege interessiert,<br />

darf sich jederzeit bei Schulleiter<br />

Bernhard Bölt telefonisch unter<br />

der Rufnummer 08861 / 215-580<br />

mel<strong>den</strong>. Darüber hinaus hält die<br />

übersichtliche Internetseite www.<br />

bfs-schongau.de alle wichtigen<br />

Informationen sowie weitere Kontaktmöglichkeiten<br />

rund um die<br />

bei<strong>den</strong> Ausbildungsberufe — Pflegefachhelfer/in<br />

und Pflegefachfrau/mann<br />

— bereit.<br />

Fachbücher<br />

als E-Book<br />

Großes<br />

Freizeitangebot<br />

Wohnheim<br />

Ausflugs- und<br />

Lehrfahrten<br />

„Man nimmt viel <strong>für</strong>s Leben mit“<br />

Die 19-jährige Selina Schach hat sich nach dem Abitur<br />

und nach dem Absolvieren zweier Praktika <strong>für</strong> die Ausbildung<br />

als Pflegefachfrau entschie<strong>den</strong>.<br />

Nach diesen abwechslungsreichen Schnuppertagen stand<br />

<strong>für</strong> die junge Schongauerin fest, dass sie <strong>den</strong> richtigen<br />

Beruf <strong>für</strong> sich gefun<strong>den</strong> hat.<br />

„Die Ausbildung ist sehr vielfältig, da passt immer alles“<br />

Der Kontakt zu <strong>den</strong> vielen unterschiedlichen Menschen<br />

macht <strong>den</strong> Beruf sehr besonders.<br />

Selinas Kollegen achten besonders darauf, dass sie in<br />

vielen Bereichen einen Einblick bekommt, damit die Ausbildung<br />

spannend ist und ein idealer Transfer zwischen<br />

Theorie und Praxis gegeben ist.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 17<br />

Werde Werde bei Werde uns bei in uns bei Weilheim in uns Weilheim in Weilheim und und Schongau:<br />

Schongau: und Schongau:<br />

Pflegefachfrau /-mann<br />

/-mann<br />

3-jährige 3-jährige Ausbildung 3-jährige Ausbildung<br />

Pflegefachhelfer /-in<br />

/-in<br />

BFS<br />

BFS BFS<br />

Berufsfachschule<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Pflege Berufsfachschule<br />

<strong>für</strong> Pflege <strong>für</strong> Pflege<br />

1-jährige 1-jährige Ausbildung 1-jährige Ausbildung Ausbildung<br />

weitere Infos:<br />

Bernhard Bölt, weitere Tel. 08861 Infos: weitere 215-580 In<br />

Bernhard Bölt, Bernhard Tel. www.bfs-schongau.de<br />

08861 Bölt, 215-580 Tel. 08861 21<br />

www.bfs-schongau.de


<strong>Das</strong> Therapiezentrum Pro in Peißenberg<br />

Ambulante Reha im Erlebnisbad<br />

Der Haupteingang des Therapiezentrums befindet sich im Hintergrund.<br />

Peißenberg | Diese Nachricht am<br />

Nachmittag des 11. Februars 2016<br />

war ein Schock <strong>für</strong> die ganze Region:<br />

Großbrand in Peißenbergs<br />

Rigi Rutsch’n. Glücklicherweise<br />

wurde niemand verletzt, der<br />

Scha<strong>den</strong> in Höhe von 750 000<br />

Euro war jedoch enorm. Im Zuge<br />

der Sanierung wurde <strong>den</strong> Verantwortlichen<br />

schnell klar: Es braucht<br />

einen Zusatz an Attraktivität,<br />

oder ein zweites Standbein, um<br />

Schwimmbad und Sauna langfristig<br />

finanzieren zu können. Die<br />

Idee des heutigen Peißenberger<br />

Bürgermeisters Frank Zeller damals:<br />

Eine ambulante Reha sowie<br />

Physio- und Ergotherapie direkt<br />

ins Gebäude des Schwimmbades<br />

zu integrieren. Damit kam Gesundheitsökonom<br />

Reinhard Huber<br />

ins Spiel. Der heutige Peißenberger,<br />

vorherige Weilheimer und<br />

ursprünglich aus der Traunsteiner<br />

Gegend stammende 61-Jährige hat<br />

bereits die international bekannte<br />

Orthopädische Chirurgie München<br />

(OCM) mit aufgebaut, eine private<br />

Rehaklinik in Österreich gegründet,<br />

ein ambulantes Rehazentrum<br />

in Feldafing und schließlich auch<br />

das Therapiezentrum Pro in Peißenberg.<br />

„Mein letztes großes<br />

Projekt“, sagt er heute. In Betrieb<br />

genommen wurde es bereits am<br />

29. Dezember 2018, offiziell eingeweiht<br />

am 15. <strong>April</strong> 2019. Wie es<br />

bis dato läuft? „Wir sind wirklich<br />

sehr zufrie<strong>den</strong>, trotz Corona wird<br />

unser Angebot gut angenommen“,<br />

sagt Huber, der dem Vorhaben<br />

nichts dem Zufall überlassen hat,<br />

von Beginn an auf Professionalität<br />

in allen Bereichen gesetzt hat.<br />

Angefangen bei der Einrichtung,<br />

aufgehört bei der Zusammenstellung<br />

der Mitarbeiter. Inzwischen<br />

arbeiten im Therapiezentrum Pro<br />

21 hochqualifizierte Männer und<br />

Frauen. Darunter Physiotherapeuten,<br />

Ernährungsberater, Sportwissenschaftler,<br />

Ergotherapeuten,<br />

Pflegefachkräfte, eine Psychologin,<br />

Sozialdienst-Experten, Bürofachkräfte<br />

sowie ein Facharzt <strong>für</strong> Orthopädie<br />

und Sportmedizin.<br />

Der Weg zum Therapiezentrum Pro<br />

an der Pelozzistraße 8 in Peißenberg<br />

ist leicht zu fin<strong>den</strong>: Durch <strong>den</strong><br />

Haupteingang des Schwimmbades<br />

gleich rechts die breite Treppe<br />

hoch in <strong>den</strong> ersten Stock, optional<br />

mit Aufzug.<br />

Trainieren, analysieren<br />

und regenerieren<br />

Dort oben tut sich dann eine<br />

700 Quadratmeter große, eigene<br />

Welt auf. Zum Beispiel ein<br />

115 Quadratmeter großer Raum<br />

<strong>für</strong> Trainingstherapie, ausgestattet<br />

mit einer Kletterwand sowie<br />

topmodernen Fitnessgeräten,<br />

an <strong>den</strong>en ganz gezielt Übungen<br />

<strong>für</strong> Rücken, Schulter, Hüfte, Knie<br />

und alle anderen Körperbereiche<br />

nach modernsten, sportwissenschaftlichen<br />

Standards absolviert<br />

wer<strong>den</strong> können. Ein anderer, 55<br />

Quadratmeter großer Raum dient<br />

der Bewegungs- und Ergotherapie,<br />

wo die Körper der Patienten<br />

nicht nur trainiert, sondern auch<br />

analysiert wer<strong>den</strong>. Hinzu kommen<br />

acht Einzelbehandlungszimmer,<br />

ein Ärztezimmer, ein Untersuchungs-<br />

und Notfallzimmer, eines<br />

<strong>für</strong> Psychologische Betreuung, eines<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Pflege- und eines <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Sozialdienst. An dieser Stelle<br />

nicht zu vergessen: Ein Speisesaal<br />

<strong>für</strong> leckeres Mittagessen sowie<br />

ein Ruhe- und Entspannungsraum<br />

mit bequemen Multifunktionssesseln.<br />

Obendrein wird im<br />

Schwimmbad, erster Stock, ein<br />

80 Quadratmeter großes und 1,20<br />

Meter tiefes Schwimmbecken<br />

<strong>für</strong> Therapie in 32 Grad warmem<br />

Wasser verwendet. „Insofern sind<br />

wir bestens, durch die Mitnutzung<br />

des Schwimmbades sogar bundesweit<br />

einzigartig, aufgestellt“,<br />

sagt Geschäftsführer Reinhard<br />

Huber, der an dieser Stelle betont,<br />

dass das Therapiezentrum Pro in<br />

Peißenberg keine private Einrichtung<br />

ist. Es handelt sich um ein<br />

Tochterunternehmen der Gemeindewerke<br />

Peißenberg, obendrein<br />

ist die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau<br />

Mitteilhaber der<br />

GmbH. Patienten kommen jedoch<br />

aus allen Himmelsrichtungen<br />

an die Pelozzistraße. „Wir arbeiten<br />

nicht nur mit der Weilheim-<br />

18 | <strong>altlandkreis</strong>


Schongauer Krankenhaus GmbH<br />

eng zusammen, sondern auch<br />

mit <strong>den</strong> Häusern aus Murnau,<br />

Garmisch-Partenkirchen, Landsberg<br />

und vielen anderen.“ Letztlich<br />

ist das Therapiezentrum Pro<br />

in Peißenberg Reha-, Physio- und<br />

Ergotherapie-Anlaufstelle <strong>für</strong> alle,<br />

die nach einem operativen Eingriff<br />

oder aufgrund einer Verletzung<br />

sich <strong>für</strong> eine ambulante Reha oder<br />

Einzeltherapie entschei<strong>den</strong> – egal<br />

ob Privatpatient, Kassenpatient<br />

oder als „Fall“ der Berufsgenossenschaft.<br />

Effektiver als eine<br />

stationäre Reha?<br />

Trotz Corona-Krise konnte das Therapiezentrum<br />

Pro seinen Betrieb<br />

durchgehend aufrechterhalten. Im<br />

Drei-Schichtbetrieb wer<strong>den</strong> am<br />

Tag bis zu 40 Patienten auf Vordermann<br />

gebracht. Die Resonanzen?<br />

„Durchwegs sehr positiv“, sagt<br />

Reinhard Huber über die überwiegend<br />

älteren Männer und Frauen,<br />

die ihre drei- bis vierwöchige<br />

Reha in Peißenberg absolvieren,<br />

und dank Bereitstellung eines<br />

Fahrdienstes ohne Reisestress<br />

ankommen, und nach intensiven<br />

Einheiten auch wieder bequem<br />

nach Hause gefahren wer<strong>den</strong>. Dabei<br />

auffallend: „<strong>Das</strong>s unsere Patienten<br />

im System der ambulanten<br />

Reha auffallend schnell Fortschritte<br />

erzielen“, sagt Huber. Der Mix<br />

aus gewohntem Umfeld zuhause,<br />

gepaart mit professioneller, intensiver<br />

Therapie in Peißenberg, sei<br />

gegenüber einer stationären Reha<br />

„mit Urlaubs-Charakter zwischen<br />

<strong>den</strong> Therapie-Stun<strong>den</strong>“ ein echter<br />

Vorteil. Selbstverständlich hat<br />

Reinhard Huber Verständnis <strong>für</strong><br />

Menschen, die ihre Reha bewusst<br />

stationär verbringen möchten,<br />

um komplett Abstand vom Alltag<br />

zu gewinnen. Er stellt aber ganz<br />

klar fest, dass viele Menschen das<br />

nicht mehr wollen. Allen voran in<br />

einer ländlicheren Gegend wie im<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong>. „Landwirte, die ihr<br />

Leben lang hart auf ihrem Hof gearbeitet<br />

haben und von dort auch<br />

nicht mehr wegwollen, schätzen<br />

die ambulante Reha sehr.“ Ebenso<br />

Selbstständige, die nach <strong>den</strong><br />

Reha-Einheiten Organisatorisches<br />

oder Büroarbeit aus ihrem gewohnten<br />

Umfeld heraus erledigen<br />

können. Vor allem aber sind es die<br />

minimal invasiven Operationen,<br />

die Patienten immer schneller gesun<strong>den</strong><br />

lassen. Wer beispielsweise<br />

ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk<br />

bekommt, kann mittlerweile<br />

nach sechs, sieben Tagen das<br />

Krankenhaus verlassen, nach Hause<br />

fahren und ohne Weiteres eine<br />

ambulante Reha antreten. Die erste<br />

Anlaufadresse im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

ist dann: <strong>Das</strong> Therapiezentrum Pro<br />

in Peißenberg, das dank hochqualifizierten<br />

Mitarbeitern, familiärer<br />

Atmosphäre und integriertem<br />

Schwimmbad weit und breit einzigartig<br />

ist.<br />

js<br />

Tantal<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 19


Gutschein<br />

<strong>für</strong> eine kostenlose<br />

und unverbindliche<br />

Bewertung Ihrer<br />

Immobilie!<br />

Engel & Völkers Weilheim<br />

Lizenzpartner der Engel & Völkers Resi<strong>den</strong>tial GmbH<br />

Telefon +49 881 418590-10 · Telefax +49 881 418590-11<br />

weilheim@engelvoelkers.com · www.engelvoelkers.com/weilheim<br />

ormat 87x50mm<br />

Die Z900. Dieser Name steht <strong>für</strong> Vierzylinder-Power, perfektes Handling und<br />

hochwertige Die Z900. Dieser Ausstattung: Name steht Traktionskontrolle, <strong>für</strong> Vierzylinder-Power, Riding Modes, perfektes TFT-Farbdisplay,<br />

Handling und<br />

LED-Licht hochwertige – alles Ausstattung: Serie. Trotzdem Traktionskontrolle, bietet die Z900 Riding ein Modes, hervorragendes TFT-Farbdisplay, Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

LED-Licht – alles Und Serie. <strong>für</strong> Trotzdem alle Führerschein-Einsteiger bietet die Z900 ein gibt hervorragendes es die Z900 Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Variante. Und <strong>für</strong> Beide alle Modelle Führerschein-Einsteiger stehen bei uns gibt bereit!<br />

es die Z900 70kW als<br />

A2-konforme Variante. Beide Modelle stehen bei uns 70kW als<br />

A2-konforme<br />

bereit!<br />

Motorrad Hintermeyer GmbH<br />

Schwabbrucker Motorrad Hintermeyer Straße 11, GmbH 86956 Schongau<br />

08861/9300380, Schwabbrucker Straße info@motorrad-hintermeyer.de 11, 86956 Schongau www.motorrad-hintermeyer.de<br />

08861/9300380, info@motorrad-hintermeyer.de www.motorrad-hintermeyer.de<br />

Wir machen Ihren Klassiker fit<br />

<strong>für</strong> <strong>für</strong> die kommende Saison!<br />

Restauration I I Service und Instandsetzung<br />

Aufbereitung I I Umbauten I Verkauf<br />

Ammergauer Straße 59b / Peiting<br />

Tel.: 08861/9098828<br />

www.oldtimer-technik-haack.de<br />

Koi – die wertvollsten Karpfen der Welt<br />

Kohaku, Showa & Shusui<br />

Peißenberg | Der Name einer Frau<br />

aus Taiwan ist bis heute nicht an<br />

die Öffentlichkeit gedrungen. Sie<br />

möchte anonym bleiben. Für umgerechnet<br />

1,5 Millionen (!) Euro hat<br />

sie im Rahmen der Sakai-Auktion<br />

in Japan <strong>den</strong> mit Abstand teuersten<br />

Koi aller Zeiten ersteigert. Einen<br />

sogenannten „Kohaku“, 101<br />

Zentimeter lang, damals, am 4.<br />

Oktober 2018, neun Jahre alt. An<br />

dieser Stelle schüttelt nicht nur der<br />

Laie <strong>den</strong> Kopf, sondern auch Dieter<br />

Maier aus Peißenberg. Er selbst hat<br />

im Jahr 2000 mit dem Halten von<br />

Kois angefangen, weil ihn diese<br />

aus Japan stammende, von Menschen<br />

hochgezüchtete Karpfenart<br />

plötzlich nicht mehr losgelassen<br />

hat. „Ich habe diese Fische gesehen<br />

und war sofort fasziniert.“ <strong>Das</strong><br />

erste Mal im Rahmen der Olympischen<br />

Winterspiele in Nagano, wo<br />

der heute 63-Jährige als Equipment-Manager<br />

der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft<br />

unterwegs<br />

war. Ein weiteres Mal beim<br />

Spaziergang durch <strong>den</strong> Münchner<br />

Tierpark Hellabrunn. Hinzu kamen<br />

immer wieder Zeitungsannoncen<br />

von gewöhnlichen Gartenteichen.<br />

In Summe dieser Eindrücke reifte<br />

bei Maier schließlich die Idee, keinen<br />

gewöhnlichen, sondern einen<br />

speziellen Teich in seinem Garten<br />

anzulegen – einen <strong>für</strong> die Haltung<br />

von Kois. Aktuell schwimmen in<br />

seinem 6,50 Meter langen, drei<br />

Meter breiten und rund 1,5 Meter<br />

tiefen Becken 14 Prachtexemplare<br />

in unterschiedlichen Größen. Darunter<br />

auch die drei gängigsten,<br />

ursprünglichsten Koi-Arten, die<br />

einst im Iran entdeckt, seither von<br />

Japanern künstlich hochgezüchtet<br />

wur<strong>den</strong>. Dazu gehören auch diese<br />

„Kohaku“, in ihrer Grundform<br />

Der Blick auf Maiers Teich — ein Mix aus Kraft, Ruhe und Farbenpracht.<br />

weiß, jedoch aufgrund starker,<br />

roter Zeichnungen besonders beliebt<br />

bei Koi-Liebhabern, obendrein<br />

immer wieder Grand Champion<br />

bei preisgekrönten Veranstaltungen<br />

wie beispielsweise Weltmeisterschaften.<br />

Ähnlich begehrt sind<br />

„Sanke“ in <strong>den</strong> Farben Weiß, Rot<br />

und Schwarz. Oder „Showa“, ebenfalls<br />

Weiß, Rot, Schwarz, jedoch<br />

mit wesentlich stärkeren Schwarz-<br />

Anteilen. Insgesamt gibt es mindestens<br />

16 Haupt- und weit mehr<br />

als 100 Unterarten von Kois. Ein-,<br />

zwei-, drei-, vier oder- fünffarbig,<br />

matt oder metallic, mit oder ohne<br />

Schuppen, in ihrer Grundform weiß,<br />

gelb, schwarz oder orange, ja sogar<br />

olivgrün, braun oder goldgelb. Einer<br />

der absoluten Lieblings-Kois<br />

von Dieter Maier: Der „Shusui“ –<br />

ein schuppenfreier Fisch in <strong>den</strong><br />

Farben Weiß, Rot und Hellblau.<br />

Ab zehn Grad<br />

in <strong>den</strong> Wintermodus<br />

<strong>Das</strong> Halten dieser farbenprächtigen,<br />

trägen, in sich ruhen<strong>den</strong><br />

Fische ist eine Wissenschaft <strong>für</strong><br />

sich. Wo Geld keine Rolle spielt,<br />

wer<strong>den</strong> Teich, Filteranlage und<br />

Wasserheizung von <strong>den</strong> wenigen<br />

in Deutschland ansässigen Fachfirmen<br />

installiert. Dieter Maier dagegen<br />

hat nahezu alles eigenhändig<br />

aufgebaut, sich Detailwissen aus<br />

stapelweiser Fachliteratur angeeignet.<br />

PH-Wert, Wassertemperatur,<br />

Strömungsverlauf, Qualität des<br />

Spezialfutters, Futtermenge je nach<br />

Jahreszeit – alles spielt <strong>für</strong> das<br />

Wohl der Fische, deren Wachstum<br />

und somit auch optische Entwicklung<br />

eine entschei<strong>den</strong>de Rolle.<br />

Hinzu kommt, dass Halter von Kois<br />

ihre Prachtexemplare beim Blick<br />

durch die Wasseroberfläche sehen<br />

möchten, Wert auf glasklares<br />

Wasser legen, was eher weniger<br />

dem natürlichen Lebensraum eines<br />

Karpfens entspricht, somit durch<br />

Pflege ausgeglichen wer<strong>den</strong> muss –<br />

wildlebende Karpfen bevorzugen<br />

bekannterweise trübes Binnenseegewässer.<br />

Dieter Maier hat auch<br />

keine kostenfressende Wasser-Heizung<br />

installiert, muss deshalb noch<br />

vorsichtiger mit seinen Fischen<br />

umgehen. „Am schnellsten wach-<br />

20 | <strong>altlandkreis</strong>


Gezüchtet wer<strong>den</strong> Koi-Karpfen nahezu ausschließlich in Japan.<br />

sen Kois bei einer ganzjährigen<br />

Wassertemperatur von 25 Grad“,<br />

sagt er. Ein Wert, der in seinem<br />

Garten lediglich ein, zwei, maximal<br />

drei Monate im Jahr erreicht wird.<br />

Heißt: Sobald die Wassertemperatur<br />

in Maiers Teich weniger als<br />

zehn Grad Celsius beträgt, schalten<br />

seine Kois automatisch in <strong>den</strong> Wintermodus,<br />

lassen sich träge und<br />

ohne Bewegung auf <strong>den</strong> Grund des<br />

Teichs nieder. „Wechselwarme Tiere“,<br />

sagt Dieter Maier, die von ihm<br />

im Herbst, Winter und Frühjahr<br />

wenig bis gar nicht gefüttert wer<strong>den</strong>.<br />

„Keine Bewegung, kein Energieverbrauch,<br />

keine Verdauung.“<br />

Insofern wachsen und gedeihen<br />

die 14 Prachtexemplare von Dieter<br />

Maier verhältnismäßig langsam.<br />

Umso erstaunlicher, dass einige<br />

trotzdem stattliche 80 Zentimeter<br />

erreicht haben – und sicherlich um<br />

die 1 000 Euro wert sind.<br />

Gezüchtet wird<br />

in Japan<br />

Da Dieter Maier, seit vielen Jahren<br />

Equipment-Manager des EHC<br />

München, nach dieser DEL-Saison<br />

in Rente geht, wird er <strong>für</strong> sein ausgefallenes<br />

Hobby wesentlich mehr<br />

Zeit haben. „Eventuell werde ich<br />

eine neue Filteranlage einbauen<br />

und die Stufen auf der Südseite<br />

des Teiches herausnehmen, um<br />

so eine gleichmäßigere Strömung<br />

Dieter Maier hat sich Koi-Wissen<br />

über Fachliteratur angeeignet.<br />

zu erreichen“, sagt er. Die Rede<br />

ist von einer sogenannten Trommelfilteranlage,<br />

die professioneller<br />

arbeitet und zugleich weniger Wartung<br />

voraussetzt. Damit könnte die<br />

Wasserqualität und somit auch die<br />

Entwicklung seiner Kois nochmals<br />

optimiert wer<strong>den</strong>. Ein Fisch im<br />

Wert von 1,5 Millionen Euro wird<br />

bei ihm im Teich trotzdem nicht<br />

schwimmen. „Im Leben nicht“,<br />

sagt er und grinst. Dieter Maier<br />

kauft seit jeher Fische im Wert von<br />

maximal 300 Euro. „Dieses Limit<br />

habe ich mir gesetzt und wird auch<br />

nicht überschritten.“ Kois in dieser<br />

Preiskategorie sind in der Regel um<br />

die 30 Zentimeter lang. Und sollten<br />

aus bakteriell-hygienischen Grün<strong>den</strong><br />

immer beim gleichen Händler<br />

gekauft wer<strong>den</strong>. „Im Optimal von<br />

jemandem, der die Fische zunächst<br />

<strong>für</strong> vier Wochen in Quarantäne hält<br />

und täglich auf Bakterien untersucht.“<br />

In Maiers Fall von einem<br />

Straubinger. Der wiederum bezieht<br />

seine Fische, wie alle Koi-Vertriebe<br />

in Bayern, Deutschland und Europa,<br />

aus Japan, wo riesige, professionelle<br />

Zuchtanlagen stehen.<br />

Sobald dort um die 200000 Fische<br />

aus <strong>den</strong> Eiern schlüpfen, wer<strong>den</strong><br />

sie mit Argusaugen von <strong>den</strong> Züchtern<br />

beobachtet, dann selektiert.<br />

„Sicherlich bis zu vier Mal in sechs<br />

Monaten.“ Erst dann kommen die<br />

Fische auf <strong>den</strong> Markt. Und zwar nahezu<br />

ausschließlich die weiblichen,<br />

die interessanterweise größer und<br />

schöner wer<strong>den</strong> als ihre männlichen<br />

Artgenossen. Wie wertvoll<br />

ein Koi tatsächlich wer<strong>den</strong> kann,<br />

ist in <strong>den</strong> ersten Monaten und<br />

Jahren selbst <strong>für</strong> absolute Kenner<br />

schwer abschätzbar. Trotzdem<br />

sind die Preise stattlich. Auch <strong>für</strong><br />

durchschnittliche Kois, die es hier<br />

in Bayern zu kaufen gibt – und via<br />

Flugzeug importiert wer<strong>den</strong>. Ein<br />

Premium-Koi mit einer Größe von<br />

15 bis 30 Zentimetern ist <strong>für</strong> rund<br />

200 Euro noch erschwinglich. Ab<br />

einer Länge von 45 Zentimetern<br />

steigen die Preise bereits auf 600<br />

bis 2500 Euro. Ab 70 Zentimetern<br />

oder größer kosten sie satte 3000<br />

bis 25 000 Euro! „Je größer und<br />

schöner, desto wertvoller“, sagt<br />

Dieter Maier, der seine Kois alles<br />

andere als ein Statussymbol <strong>für</strong><br />

Wohlstand und Reichtum ansieht.<br />

Für ihn sind diese einzigartigen,<br />

bunten Karpfen ein wertvoller<br />

Ausgleich zum reisestressigen<br />

Betreuer-Job beim EHC München.<br />

„Weil sie wunderschön anzuschauen<br />

sind und eine enorme Kraft und<br />

Ruhe ausstrahlen.“ Deshalb wird er<br />

sein Hobby trotz Eintritt in die Rente<br />

nicht aufgeben. Wer einmal vom<br />

Koi-Virus infiziert ist, wird ihn nicht<br />

mehr los. Weder Dieter Maier noch<br />

diese unbekannte, steinreiche Frau<br />

aus Taiwan.<br />

js<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 21


22 | <strong>altlandkreis</strong>


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS<br />

Böse Betrüger und starke Betriebe<br />

Freistaat sucht die besten Mittelständler<br />

Eindringliche Warnung vor Trickbetrügereien<br />

Altlandkreis | <strong>Das</strong> Bayerische Staatsministerium <strong>für</strong><br />

Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sucht auch<br />

dieses Jahr wieder die 50 besten mittelständischen Betriebe<br />

des Freistaats. „Bayerns Best 50“ heißt der preisgekrönte<br />

Wettbewerb, im Rahmen dessen auch schon<br />

einige Betriebe aus dem Schongauer Altlandkreis ausgezeichnet<br />

wur<strong>den</strong>. Dieses Jahr wer<strong>den</strong> mittelständische<br />

Unternehmen gesucht, die nicht nur in <strong>den</strong> vergangenen<br />

fünf Jahren nachhaltiges Wachstum nachweisen<br />

konnten, sondern auch in der anhalten<strong>den</strong> Corona-Pandemie<br />

mit all ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen<br />

Begleiterscheinungen sich erfolgreich behaupten –<br />

und daher als „Mutmacher“ und Vorbilder fungieren<br />

können. Heißt: Alle inhabergeführten, mittelständischen<br />

Unternehmen mit Sitz in Bayern sind von Seiten<br />

der Regierung herzlich eingela<strong>den</strong>, sich über die Inter-<br />

netseiten www.bayerns-best-50.de und www.bakertilly.de/bb50<br />

über <strong>den</strong> Preis zu informieren –<br />

und sich kostenlos zu bewerben. Teilnahmeschluss<br />

ist der 31. <strong>März</strong> <strong>2021</strong>.<br />

js<br />

Altlandkreis | Immer wieder warnt die Polizei vor Trickbetrügereien,<br />

die seit Beginn der Corona-Pandemie<br />

stark zunehmen. Die Maschen dabei sind ganz unterschiedlich<br />

– vom klassischen „Enkeltrick“ über „Gewinnversprechen“<br />

bis hin zu vermeintlichen „Bankbeamten“.<br />

Laut Polizeiangaben sitzen die Trickbetrüger überwiegend<br />

im Ausland, agieren über illegal angeschlossene<br />

Callcenter und sind in ihrer Vorgehensweise völlig skrupellos.<br />

Viele rufen im Minutentakt an, suchen sich über<br />

Telefonbücher bewusst kurze Nummern im drei- oder<br />

vierstelligen Bereich aus, da alte Nummern meist Senioren<br />

zuzuordnen sind – und <strong>den</strong> Tätern eine Erfolgsquote<br />

von „einer Überweisung auf 100 Anrufe“ einbringt. Die<br />

dabei erzählten Lügengeschichten sind an Dreistigkeiten<br />

kaum zu übertreffen – der wahre Bänker wird ganz<br />

schnell zum Bösewicht, der Bösewicht zum Retter des<br />

Kontostandes der Opfer. Insofern warnt die Polizei die<br />

gesamte Bevölkerung eindringlich, sich mit dem Thema<br />

Trickbetrügereien immer wieder bewusst auseinanderzusetzen,<br />

um nicht selbst Opfer eines solchen Anrufs zu<br />

wer<strong>den</strong>. Grundsätzlich sollte<br />

jedem bewusst sein: Bei unerwarteten<br />

Anrufen zum Thema<br />

Geldangelegenheiten und<br />

Kriminalrat<br />

Gerrit Gottwald<br />

vertraulichen Informationen immer äußerst sensibel reagieren.<br />

Denn weder die Polizei noch eine Behörde oder<br />

anderweitige Institution wird jemals einen Menschen<br />

dazu auffordern, vertrauliche Informationen via Telefon<br />

rauszugeben. Heißt: Bei jedem noch so kleinem Zweifel<br />

das Telefonat been<strong>den</strong> und sofort die Polizei darüber<br />

informieren. Entweder über die 110, oder unter der örtlichen<br />

Dienststellennummer. Für <strong>den</strong> Schongauer Bereich<br />

wäre das die 08861 / 23460. Außerdem empfiehlt die Polizei,<br />

das Thema „Trickbetrügereien“ immer wieder im<br />

Freundes- und Bekanntenkreis anzusprechen, sich so<br />

gegenseitig zu sensibilisieren, um Schlimmeres zu ver-<br />

hindern. Denn allein im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums<br />

<strong>für</strong> Oberbayern Süd entstand in<br />

nur zweieinhalb Monaten ein Beutescha<strong>den</strong><br />

von insgesamt 500000 Euro!<br />

js<br />

Lesen, Wandern und Musikhören – die Gewinner<br />

Altlandkreis | Musik hören, Bücher lesen und die schönsten Bergund<br />

Wandertouren <strong>für</strong> <strong>den</strong> bevorstehen<strong>den</strong> Sommer planen: Gibt<br />

sicherlich schlimmere Beschäftigungsmöglichkeiten in Zeiten eines<br />

Lockdowns. Je ein Exemplar von „Der gute Mensch von Auschwitz“<br />

haben Gerhard Kral aus Peiting, Margit Angerhofer aus Lechbruck<br />

und Wolfgang Bauer aus Thaining gewonnen. <strong>Das</strong> neue Porsche-<br />

Rohrer-Werk „Heile, heile Segen, Natur kann viel bewegen“ Alfons<br />

Hengeler aus Steinbach, Denis Scharfenroth aus Wehringen und<br />

Emma Hackinger aus Vilgertshofen. Und je einen Wanderführer <strong>für</strong><br />

die Zugspitzregion Andrea Wittmann aus Hohenpeißenberg, Elisabeth<br />

Wagner aus Bad Bayersoien und Robert Eder aus Böbing. Was<br />

klangvolles auf die Ohren gab’s dagegen <strong>für</strong> Gertrud Kainzmaier<br />

und Heinz Wegler aus Peiting sowie Tobias Schleich aus Rottenbuch,<br />

die sich auf je eine neue CD der Knappschafts- und Trachten-<br />

kapelle Peiting freuen durften. An alle eifrigen Gewinnspielteilnehmer,<br />

die diesmal kein Glück hatten: In dieser <strong>Ausgabe</strong><br />

gibt's nicht nur <strong>den</strong> neuen Alpen-Krimi von autorin Nicola Förg zu gewinnen. Viel Erfolg!<br />

Bestsellerjs<br />

Forstmulchen<br />

Web forstservice-schmid.de<br />

Telefon 08861 90 99 473<br />

Brennholz<br />

Rin<strong>den</strong>mulch<br />

Lohnhäckseln Forstmulcher<br />

Hackgutankauf<br />

Hackschnitzel<br />

Rin<strong>den</strong>mulch Lohnhäckseln<br />

Hackschnitzel<br />

Hackgutankauf<br />

Forstmulcher<br />

Brennholz<br />

Manfred Schmid<br />

Hoheneggstr. 35a<br />

86978 Hohenfurch<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 23


Pflanzensamen aus biologischem Anbau<br />

TRANSPORTER ZUM MIETEN<br />

HABEN SIE<br />

?<br />

TRANSPORT-<br />

PROBLEME<br />

Wir haben die Lösung!<br />

TAGESTARIFE<br />

Mercedes Sprinter Lang/Hoch ab € 69,-<br />

Mercedes Sprinter Mittellang ab € 59,-<br />

LKW Mercedes Atego 7,5 t<br />

mit Hebebühne ab € 99,-<br />

Sie können alle Fahrzeuge auch stun<strong>den</strong>weise mieten.<br />

STUNDENTARIFE ab € 15,-<br />

Ihre Adresse <strong>für</strong> mehr Fahrspaß!<br />

auto.rieser<br />

Bahnhofstr. 31 • 86971 PEITING • 08861/5817 • www.auto-rieser.de<br />

KANTINE<br />

KANTINE CATERING METZGEREI<br />

„Sie „Sie suchen einen einen Partnerzum<br />

Partner zum betreiben betreiben oder<br />

oder beliefern beliefernIhrer IhrerBe-<br />

Betriebskantine?<br />

Wir Wirbieten Ihneneinein-<br />

eine<br />

individuelle dividuelleBetreuung<br />

nach IhrenWünschen.“<br />

CATERING<br />

Ob Firmenfeste, Ob Firmenfeste, Hochzei-<br />

Hochzeiten, Geburtstage,Abendessenodersonstige<br />

Abendessen Events, sonstige Ihre Wünscheals Events,<br />

KundeIhre stehen Wünsche dabeiimmerimVordergrund.<br />

Kunde stehen dabei<br />

als<br />

immer im Vordergrund.<br />

Schmid GmbH<br />

Friedrich­Haindl­Straße -Haindl -Straße 12 12<br />

86956 86956Schongau Schongau<br />

Tel. Tel.08861-213171<br />

08861­21 31 71<br />

www.kantine­schmid.de<br />

www.kantine-schmid.de<br />

METZGEREI<br />

"DIE" „DIE“ Weißwurst -die Legende –die<br />

unter Legende <strong>den</strong> Weißwürsten. unter<strong>den</strong> Weißwürsten.<br />

Die Schmid´sche<br />

Die Schmid´sche Weißwurst,<br />

wahrscheinlich die Beste<br />

Weißwurst, WWeißwurst der wahrscheinlich<br />

Welt. Oft kopiert,<br />

besteWeißwurst nachgemacht undder<br />

nie<br />

die<br />

Welt. Oftkopiert, erreicht. nachgemachtund<br />

nie erreicht.<br />

„Immer mehr<br />

Menschen <strong>den</strong>ken um“<br />

Bernbeuren-Eschach | Die<br />

namhaften Hersteller gewinnen<br />

ihr Saatgut, wie<br />

es in der konventionellen<br />

Landwirtschaft üblich<br />

ist: Sie setzen chemische<br />

Pflanzenschutzmittel und<br />

Mineraldünger ein, um<br />

möglichst hohe Erträge<br />

zu erwirtschaften. Für Regina<br />

Römer aus Eschach<br />

am Auerberg war das keine<br />

Option. Sie erkannte,<br />

dass Samen geimpft und<br />

manipuliert wer<strong>den</strong>, sich<br />

somit ihr Erbgut verändert,<br />

jedoch ohne zu wissen,<br />

welche langfristigen<br />

Folgen dies <strong>für</strong> Mensch,<br />

Tier, Natur und Umwelt<br />

haben kann. Daher suchte<br />

sie nach Alternativen, die sie nun<br />

über das Internet europaweit vertreibt.<br />

<strong>Das</strong> älteste Zuchtverfahren der<br />

Welt ist die sogenannte Auslesezüchtung<br />

– und die ist <strong>den</strong>kbar<br />

einfach: Schon im Altertum sammelten<br />

die Bauern bei jeder Ernte<br />

das Saatgut <strong>für</strong>s nächste Jahr, nahmen<br />

dieses aus besonders großen<br />

und schönen Früchten. Wenn<br />

einzelne Pflanzen auf dem Acker<br />

besondere Eigenschaften zeigten,<br />

beispielsweise sehr gesund oder<br />

groß waren, eine spezielle Färbung<br />

oder Form hatten, wurde<br />

deren Saatgut bevorzugt <strong>für</strong> eine<br />

Folgekultur verwendet. Auf diese<br />

Weise entstand über Jahrhunderte<br />

eine große Pflanzen-Bandbreite<br />

von unterschiedlichsten Landsorten,<br />

von <strong>den</strong>en heute jedoch viele<br />

Die Inhaberin des Webshops am Auerberg, Regina<br />

Römer, testet in ihrem Hochbeet das Saatgut,<br />

bevor es in <strong>den</strong> Vertrieb geht.<br />

vom Aussterben bedroht sind, weil<br />

sie kaum noch kultiviert wer<strong>den</strong>.<br />

Der größte Vorteil besteht darin,<br />

dass es sich meist um historische<br />

Sorten handelt, die durch klassische<br />

Auslesezüchtung entstan<strong>den</strong><br />

sind, mit der samenfeste Sorten<br />

erzielt wer<strong>den</strong>.<br />

Hohe Ernteerträge zu<br />

niedrigem Preis<br />

Heute ist im Handel aber die F1-<br />

oder Hybridzüchtung üblich, bei<br />

der Pflanzen in einer recht einheitlichen<br />

Qualität abreifen. <strong>Das</strong> ist<br />

vor allem <strong>für</strong> die hochtechnisierte<br />

Landwirtschaft interessant. Einer<br />

der Nachteile der Hybrid-Zucht ist,<br />

dass das Saatgut aus der F1-Generation<br />

kaum weiterverwendet wer<strong>den</strong><br />

kann – es spaltet sich in der<br />

F2-Generation in<br />

unterschiedlichste<br />

Eigenschaften auf.<br />

Also muss der bygärtner immer wieder<br />

Hobneues<br />

Saatgut kaufen, was<br />

die Hybrid-Züchtung <strong>für</strong><br />

die Anbieter zu einem lukrativen<br />

Geschäft macht.<br />

Darüber hinaus hat die<br />

Gentechnik mit der sogenannten<br />

Cytoplasmatischen<br />

Männlichen Sterilität (CMS)<br />

Einzug in das Geschäft<br />

mit Saatgut gehalten. Mit<br />

diesem Verfahren können<br />

deutlich höhere Erträge zu<br />

niedrigen Preisen erzielt<br />

wer<strong>den</strong>. Aus der Molekularbiologie<br />

schließlich<br />

entstand das sogenannte<br />

Genome Editing (CRIPR/Cas-Verfahren),<br />

bei dem die Erbsubstanz,<br />

die DNA, verändert und umgeschrieben,<br />

„editiert“ wird. Und bei<br />

einem biotechnischen Verfahren,<br />

der Polyploidisierung, mit der der<br />

Chromosomensatz vervielfacht<br />

wird, kommt sogar das Gift der<br />

Herbstzeitlosen, das Colchicin,<br />

zum Einsatz, um die Teilung der<br />

Chromosomen im Zellkern zu<br />

verhindern. Alle diese Verfahren<br />

haben schwerwiegende Nachteile<br />

<strong>für</strong> Hobbygärtner. Zum einen<br />

bleibt der besondere Geschmack<br />

einzelner Sorten auf der Strecke,<br />

zum anderen sind die Samen in<br />

der nächsten Generation steril und<br />

können nicht vermehrt wer<strong>den</strong>.<br />

Außerdem können „degenerierte“,<br />

verstümmelte Pflanzen die Folge<br />

sein. Und welche Auswirkungen<br />

24 | <strong>altlandkreis</strong>


Tomaten in ihrer ganzen Vielfalt: San Marzano, Belmonte,<br />

Zuckertraube, Flonda und viele andere, die sich durch<br />

vollfruchtigen Geschmack auszeichnen.<br />

der Einsatz von Fungizi<strong>den</strong> und<br />

anderen chemischen Präparaten<br />

sowie die Eingriffe in das Erbgut<br />

der Pflanzen haben, ist noch weitgehend<br />

unerforscht. Vielen Menschen<br />

ist bewusst, dass solch ein<br />

Handeln negative Auswirkungen<br />

haben kann, weshalb sich langsam<br />

eine Rückbesinnung breit<br />

macht, sodass immer mehr Hobbygärtner<br />

beginnen, ihre Pflanzen<br />

aus Bio-Saatgut zu ziehen.<br />

Der Mensch ist,<br />

was er isst<br />

„<strong>Das</strong> kann es nicht sein", sagte<br />

sich auch Regina Römer, nach-<br />

dem sie <strong>für</strong> ihren<br />

eigenen<br />

Garten<br />

Saatgut<br />

kaufen<br />

wollte. „Ich will<br />

weder<br />

verstümmelte<br />

Pflanzen in<br />

meinem<br />

Garten<br />

sehen, ge <strong>den</strong>n essen,<br />

geschweijedes<br />

Jahr neues<br />

Saatgut kaufen. Die<br />

und auch nicht<br />

Pflanzen in meinem Garten sollen<br />

sich selbst vermehren können.“<br />

<strong>Das</strong> war der Anstoß <strong>für</strong> ihren Handel<br />

mit natürlichem, ökologisch<br />

erzeugtem Saatgut. „Ich verstehe<br />

nicht, dass die Menschheit <strong>den</strong><br />

Eingriff in die Natur, in das Erbgut<br />

von Pflanzen, Tieren und Menschen<br />

zulässt", erklärt die 67-Jährige.<br />

„Ich habe <strong>den</strong> Saatguthandel<br />

2019 in die Welt gerufen, weil ich<br />

vielen Menschen die Gelegenheit<br />

geben will, natürliche und ökologisch<br />

erzeugte Samen zu verwen<strong>den</strong>.<br />

Je mehr Menschen sich zurückbesinnen,<br />

desto mehr können<br />

wir alle dem Missbrauch bei der<br />

Samenerzeugung entgegenwirken."<br />

Und der Erfolg gibt<br />

ihr recht. Immer<br />

mehr Hobbygärtner<br />

beziehen ihr Saatgut<br />

von Regina Römer,<br />

die in Eschach am<br />

südlichen Auerberg ihr Domizil<br />

hat. Die gepflegte Kulturlandschaft<br />

um sie herum und der tägliche<br />

Blick auf die Alpenkette beeinflussen<br />

sie je<strong>den</strong> Tag aufs Neue in ihrer<br />

Einstellung zur Natur und zum<br />

ökologischen Handeln. Über ihren<br />

Onlineshop (seeds-for-the-world.<br />

com) vertreibt sie ausschließlich<br />

zertifizierte Samen aus biologischem<br />

Anbau <strong>für</strong> Blumen, Kräuter,<br />

Heilpflanzen, Gemüse und Salat.<br />

„Mein Saatgutshop ist nach DE-<br />

ÖKO-007 zertifiziert“, erklärt die<br />

Samenhändlerin. Sie ist erstaunt,<br />

wie sich das Geschäft im Lauf des<br />

vergangenen Jahres entwickelt hat<br />

und verweist auf das Coronavirus<br />

und die damit einhergehen<strong>den</strong><br />

Lockdowns: „Die Menschen haben<br />

mehr Zeit <strong>für</strong> ihren Garten, und<br />

auch, um über Alternativen im<br />

Garten- und Gemüseanbau nachzu<strong>den</strong>ken.“<br />

Ein großer Renner<br />

sei das ausgesprochen hübsche<br />

Tausendgül<strong>den</strong>kraut, das eine<br />

positive Wirkung auf <strong>den</strong> Verdauungstrakt<br />

habe. „Oder unsere Tomatensorten.“<br />

Inzwischen nimmt<br />

sie Bestellungen aus dem kompletten<br />

deutschsprachigen Raum<br />

entgegen und plant die Ausweitung<br />

ihres Shops. „Wir arbeiten<br />

gerade an einer englischen und<br />

einer französischen Variante, damit<br />

wir <strong>den</strong> gesamten Euroraum<br />

bedienen können“, erklärt Regina<br />

Römer. Damit könnten bald<br />

alle Europäer in <strong>den</strong> Genuss<br />

von Pflanzen aus biologisch<br />

erzeugtem Saatgut kommen –<br />

liebevoll verpackt und versen-<br />

det vom Fuße des Auerbergs.<br />

hun<br />

WIR SUCHEN DICH!<br />

Du hast eine abgeschlossene<br />

Ausbildung zum Anlagenmechaniker<br />

und Berufserfahrung.<br />

Du suchst einen Betrieb, der Dir<br />

etwas zutraut. Der Dich fördert.<br />

Der dich fordert, aber nicht überfordert.<br />

Faire Entlohnung und ein angenehmes<br />

Arbeitsklima sind Dir wichtig.<br />

Auf Dich kann man sich verlassen.<br />

Du bist ein Team-Player.<br />

Du arbeitest selbständig und bist<br />

verantwortungs bewusst.<br />

Werde Teil unseres Teams.<br />

BEWERBE DICH!<br />

Neben Bio-Saatgut <strong>für</strong> Blumen-<br />

und Heilkräutern sind auch<br />

Gemüse- und Salatsamen im<br />

Angebot.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 25<br />

www.wechner.de<br />

Klammspitzstraße 11, 86971 Peiting<br />

08861 4187 I info@wechner.de


<strong>Das</strong> neue Jahrbuch „Lech-Isar-Land“<br />

Heimatkunde aus<br />

dem Oberland<br />

Freuen Sie sich<br />

auf <strong>den</strong> Frühling!<br />

Click & Collect:<br />

Nutzen Sie unseren Webshop<br />

Click & Collect:<br />

Nutzen Sie unseren Webshop<br />

Mit Ihrem Wunsch e-Bike<br />

vom Experten in der Region<br />

Beratung per Telefon und Kamera<br />

kostenlose Probefahrt vor Ort<br />

Werkstatt ist <strong>für</strong> ALLE Räder geöffnet<br />

www.emotion-technologies.de/fuchstal<br />

www.emotion-technologies.de/fuchstal<br />

Altlandkreis | Wer zwischen Lech<br />

und Isar zuhause ist, und über seine<br />

Heimat Wissenswertes erfahren<br />

möchte, kommt an einer Lektüre<br />

nicht vorbei: Gemeint ist das heimatkundliche<br />

Jahrbuch „Lech-<br />

Isar-Land“. Seit 1924 veröffentlicht<br />

der gleichnamige Heimatverband<br />

dieses Buch jährlich, greift darin<br />

immer wieder Neues, historisch<br />

Wertvolles über Landschaft und<br />

Leute, über Stadt- und Dorfgeschichte,<br />

über Freizeitgestaltung,<br />

Kultur, Handwerk und Industrie aus<br />

der Vergangenheit des bayerischen<br />

Oberlands auf. Einzig zwischen 1943<br />

und 1956 erschien das Buch nicht –<br />

Grund hier<strong>für</strong> waren die Wirrungen<br />

und Nachwehen während und nach<br />

dem Zweiten Weltkrieg.<br />

Dennoch beachtlich, dass die Autoren<br />

um Schriftleiter und Kreisheimatpfleger<br />

Klaus Gast <strong>für</strong> <strong>2021</strong><br />

das bereits 80. Jahrbuch auf <strong>den</strong><br />

Markt gebracht – und auch diesmal<br />

verdammt viel Fleiß und Herzblut<br />

hineingepackt haben. Letztlich<br />

gewor<strong>den</strong> sind es 320 Seiten,<br />

eingebun<strong>den</strong> im kompakten DIN<br />

A5-Format. <strong>Das</strong> Cover zeigt <strong>den</strong><br />

Weilheimer Ortsteil Deutenhausen,<br />

genaugenommen eine Ansicht aus<br />

26 | <strong>altlandkreis</strong><br />

dem Jahre 1947, ein Aquarell<br />

der bereits verstorbenen Babette<br />

Weyerer. <strong>Das</strong> Innere des<br />

Buches ist dagegen prall gefüllt<br />

mit Texten, Bildern und<br />

Notenzeilen. Es geht um Natur,<br />

Technik, Kunstgeschichte<br />

und Musik, darüber hinaus<br />

wer<strong>den</strong> andere, lesenswerte<br />

Bücher mit regionalem Bezug<br />

vorgestellt.<br />

> > > JAHRBÜCHER ZU GEWINNEN<br />

Kriegsende in<br />

kleinen Dörfern<br />

Besonders wertvoll im neuen<br />

Lech-Isar-Land ist gleich<br />

das erste Thema: Die „Stunde Null“<br />

aus Sicht der Weilheimer Ortsteile<br />

Deutenhausen und Marnbach.<br />

Zwar sind anlässlich zu „75 Jahre<br />

Ende des Zweiten Weltkrieges“<br />

zahlreiche Publikationen, Zeitungsserien<br />

und Filme über das Jahr<br />

2020 verteilt erschienen. Jedoch<br />

überwiegend auf die Geschehnisse<br />

in größeren Städten konzentriert.<br />

Die Macher von „Lech-Isar-Land“<br />

blicken auf das Kriegsende in <strong>den</strong><br />

hiesigen Dörfern, und leisten damit<br />

einen wichtigen Aufklärungsbeitrag<br />

<strong>für</strong> jüngere Generationen.<br />

Über 100 e-Bikes zum Probefahren<br />

Beratung<br />

Individuelle & Kompetente<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>altlandkreis</strong>“ verlost drei Exemplare des neuen,<br />

heimatkundlichen Jahrbuchs „Lech-Isar-Land“. Schicken Sie uns<br />

bis 15. <strong>März</strong> eine Postkarte mit dem Stichwort „Heimatgeschichte“<br />

an „<strong>altlandkreis</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail<br />

an info@<strong>altlandkreis</strong>.de. Unter allen Einsendungen entscheidet das<br />

Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!<br />

Indoor Probefahrten<br />

Januar:<br />

ab NEU<br />

vom Experten in der Region<br />

e-Bike<br />

Wunsch Ihrem Mit<br />

Finanzierung & Firmenleasing<br />

www.emotion-technologies.de/fuchstal<br />

Denn nur<br />

das Wissen über die grausamste<br />

Zeit in der Geschichte der Menschheit<br />

kann verhindern, dass sich<br />

Ähnliches wiederholt. In der Rubrik<br />

„Musik“ geht es dagegen um die<br />

Entstehung volksmusikalischer Lieder.<br />

Beim Thema Kunstgeschichte<br />

um Zeichnungen ehemaliger Maler<br />

aus Weilheim. Im Bereich Natur<br />

um <strong>den</strong> beliebten Aussichtsberg<br />

Heimgarten – eine Wanderung aus<br />

dem November 1946. Und in der<br />

Rubrik „Technik“ wird umfassend<br />

auf Einsturz und Wiederaufbau des<br />

Radoms in Raisting eingegangen.<br />

Erhältlich ist das neue „Lech-<br />

Isar-Land“ mit diesen und vielen<br />

weiteren, historisch wertvollen<br />

Hintergrundgeschichten aus dem<br />

Oberland in allen regionalen Buchhandlungen.<br />

Weitere Informationen<br />

hält außerdem die Internetseite<br />

des Heimatverbandes (www.<br />

heimatverband-lech-isar-land.de)<br />

bereit.<br />

js


DAS HEIMATRÄTSEL<br />

Erinnerung an<br />

eine Dampflok<br />

Altlandkreis | Vom „Sachsenrieder<br />

Bähnle“ haben Sie, liebe Leserinnen<br />

und Leser, sicherlich schon<br />

häufiger gehört. So wird ein 35<br />

Kilometer langer Radwanderweg<br />

beschrieben, der zu großen<br />

Teilen entlang einer stillgelegten<br />

Bahnstrecke zwischen Schongau<br />

und Kaufbeuren führt. Susanne<br />

Lengger, Geschäftsführerin des<br />

Tourismusverbandes <strong>Pfaffenwinkel</strong>,<br />

bezeichnet diese Tour als<br />

„eine der schönsten in der Region“.<br />

Auch deshalb, weil mehrere<br />

Informationstafeln <strong>für</strong> zusätzlichen<br />

Erlebnischarakter sorgen, die<br />

Radfahrer viel Wissenswertes über<br />

diese ehemalige Zugverbindung<br />

erfahren. Unter anderem auch<br />

dank lasergeschnittenen Blechtafeln,<br />

die Wagons und Lokomotiven<br />

aus dieser Zeit bildlich darstellen.<br />

Eine davon haben wir <strong>für</strong> Sie, liebe<br />

Leser, fotografiert, und folgende<br />

Rätselfrage dazu „gestrickt“:<br />

An welchem Ort steht die hier<br />

abgebildete Tafel, und bis zu welchem<br />

Jahr war diese Dampflok<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

unterwegs zwischen Schongau<br />

und Kaufbeuren?<br />

Schicken Sie uns bis 15. <strong>März</strong> eine<br />

Postkarte mit der Lösung und<br />

dem Stichwort „Heimaträtsel“ an<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“, Birkland 40, 86971<br />

Peiting. Oder eine E-Mail an info@<br />

<strong>altlandkreis</strong>.de. Zu gewinnen gibt<br />

es <strong>den</strong> leckeren Spezialitäten-Korb<br />

„Osterfrühstück“ der Schönegger<br />

Käse-Alm. <strong>Das</strong> Los entscheidet,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

chem Jahr war diese Dampflok Wir wünschen Viel Erfolg!<br />

Wo sich der „Schneebedeckte Bronzeschädel“ befindet, wollten wir<br />

von Ihnen in unserer Januar / Februar-<strong>Ausgabe</strong> wissen. Gesucht war<br />

die Römer-Skulptur am östlichen Ortseingang von Epfach, was auch<br />

erstaunlich viele Leser gewusst haben. Losglück hatte diesmal Renate<br />

Zöpf aus Schongau, die sich ebenfalls auf einen leckeren Spezialitäten-Korb<br />

der Schönegger Käse-Alm freuen durfte. Guten Appetit!<br />

> > > IMPRESSUM<br />

BayWa Baustoffe<br />

Immer ein gutes Baugefühl<br />

Die Gartensaison kann beginnen!<br />

Unser Sortiment<br />

Terrassenplatten<br />

Pflaster-/Natursteine<br />

Sicht- und Sonnenschutz<br />

Zäune, Gartenmauern,<br />

Gabionen<br />

Rasen und Sämereien<br />

Automatische Bewässerungssysteme<br />

Regenwassernutzung<br />

Baugeräte und Werkzeuge<br />

Unser Service<br />

Fachberatung<br />

Tipps aus erster Hand<br />

Bedarfsermittlung<br />

Handwerkervermittlung<br />

Abhol- und Lieferservice<br />

Unsere Expertin Andrea Neuner berät Sie jederzeit gerne!<br />

Tel. 08861 692-32 E-Mail: andrea.neuner@baywa.de<br />

der „<strong>altlandkreis</strong>“ ist ein Medium von<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Birkland 40 in 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-16<br />

Fax: 08869 / 91 22-17<br />

Mail: info@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Stand bei Drucklegung im Februar <strong>2021</strong>.<br />

Änderungen und Fehler vorbehalten.<br />

Auflage: 28000 Exemplare<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung<br />

sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten<br />

<strong>Ausgabe</strong> Mai / Juni <strong>2021</strong>: Freitag, 30. <strong>April</strong> <strong>2021</strong><br />

(Anzeigenschluss: 12. <strong>April</strong> <strong>2021</strong>)<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle,<br />

Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter dieser <strong>Ausgabe</strong>: Klaus Papenfuß,<br />

Hubert Hunscheidt<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,<br />

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Jeannine<br />

Echtler, Christian Lechner<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH,<br />

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH,<br />

Am Wei<strong>den</strong>bach 8, 82362 Weilheim<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose<br />

Verteilung an alle Haushalte im Altlandkreis<br />

Schongau und einzelnen angrenzen<strong>den</strong><br />

Gemein<strong>den</strong><br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie<br />

Erscheinungstermine und weitere technische<br />

Angaben fin<strong>den</strong> Sie auf unserer Webseite<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe<br />

Stock, traveldia, Felix Pitscheneder, Klaus<br />

Papenfuß, Whale City, Krankenhaus GmbH<br />

Weilheim-Schongau, Therapiezentrum Pro,<br />

Dieter Maier, Polizeipräsidium Oberbayern<br />

Süd, Hubert Hunscheidt, Seeds of the<br />

World, Kurt Zarbock, Schönegger Käse-Alm,<br />

Bettina Eder, Florian Deventer, Pendo Verlag,<br />

Achim Gerbig, Stefan Eblenkamp, FOS/BOS<br />

Weilheim, Lobster GmbH, Sabrina Schmid,<br />

Sieber Holzmanufaktur GmbH, Bayerisches<br />

Landesamt <strong>für</strong> Denkmalpflege, Martina Waibel,<br />

WECHNER GmbH, Kathrin Kröner, Amt <strong>für</strong><br />

Digitalisierung, Breitband und Vermessung<br />

in Weilheim, KARE, Lehmbau Achtzehner, EL<br />

Carpintero<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

BayWa AG<br />

Baustoffe<br />

Schönriedelstraße 11<br />

86971 Peiting<br />

EMS TRAINING<br />

Fit mit nur 20 Minuten pro Woche<br />

Sport Reha Training<br />

Pilates Vita Fitness<br />

Gesundheit Leben<br />

Natural Fitness Kraft<br />

Ausdauer<br />

Body Forming<br />

Beweglichkeit<br />

baywa-baustoffe.de<br />

Schongauer Str. 7, 86971 Peiting<br />

Tel. 08861 / 22 49 400<br />

info@vita-web.de • www.vita-web.de<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 27


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

Brotzeit aus dem Glas<br />

Altlandkreis | Brotzeiten zählt<br />

nach getaner Arbeit zur Lieblingsbeschäftigung<br />

der Bürger im Altlandkreis.<br />

Die kann einfach aussehen<br />

mit Brot, Butter, Frischkäse,<br />

Hartkäse, Wurst und geschnittenem,<br />

rohen Gemüse, zum Beispiel<br />

Karotte, Paprika, Gurke und Tomate.<br />

Dazu Salz, Pfeffer, ein paar<br />

Kräuter und schon ist der Tisch facettenreich<br />

gedeckt, ohne großen<br />

Aufwand zu betreiben. Sie kann<br />

aber auch etwas exquisiter zubereitet<br />

wer<strong>den</strong>. Die Drei Damen<br />

der Hauswirtschafterei können<br />

beides. In ihren zahlreichen Kochbüchern<br />

verstecken sich dutzende<br />

Brotzeit-Rezepte, die von einfach<br />

bis kompliziert, von vegetarischmild<br />

bis fleischig-deftig reichen.<br />

Im Folgen<strong>den</strong> gibt’s Brotzeit aus<br />

dem Glas, unter anderem mit gekochten<br />

Eiern befüllt. „Insofern<br />

ideal geeignet, um von Ostern<br />

übrig gebliebene, gefärbte Eier<br />

sinnvoll zu verwerten“, sagt Silvia<br />

Schlögel, die an dieser Stelle aber<br />

noch zwei weitere Brotzeit-Ideen<br />

<strong>für</strong> <strong>März</strong> und <strong>April</strong> vorschlägt:<br />

Flammkuchenschnecken aus dem<br />

28 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Backofen. Und, <strong>für</strong> die absoluten<br />

Feinschmecker unter Ihnen: Fisch-<br />

Tatar aus geräuchertem Forellen-<br />

Filet. Im Folgen<strong>den</strong> fin<strong>den</strong> Sie,<br />

liebe Leser, alle wichtigen Zutaten<br />

und Zubereitungstipps, um Brotzeitglas,<br />

Flammkuchenschnecken<br />

und Fisch-Tatar auf <strong>den</strong> hauseigenen<br />

Esstisch zu zaubern.<br />

Brotzeit im Glas<br />

ZUTATEN:<br />

200 g Schmand<br />

Salz, Pfeffer<br />

½ Bund Radieserl<br />

200 g Camembert<br />

8 bis 12 kleine, runde Scheiben<br />

Pumpernickel<br />

2 EL gehackte Kräuter<br />

ZUM ANRICHTEN:<br />

2 hart gekochte Eier<br />

2 Salatblätter, Kresse<br />

ZUBEREITUNG: Den Schmand mit<br />

Salz und Pfeffer pikant würzen.<br />

Die Radieserl waschen, putzen<br />

und in Scheiben schnei<strong>den</strong>. Den<br />

Camembert würfeln.<br />

Pumpernickel, Schmand, Radieserl,<br />

Camembert und Kräuter in<br />

kleine Gläser schichten. Die Eier<br />

schälen und grob hacken. Die Salatblätter<br />

waschen, trockenschleudern<br />

und halbieren. Jedes Glas mit<br />

einem Stück Salatblatt, Schmand<br />

und gehacktem Ei abschließen<br />

und mit Kresse bestreuen.<br />

Schnecken<br />

à la Flammkuchen<br />

ZUTATEN:<br />

Füllung:<br />

150 g gekochter Schinken<br />

1 Bund Frühlingszwiebeln<br />

1 EL Rapsöl<br />

Salz, Pfeffer<br />

150 g Schmand<br />

100 g geriebener Bergkäse<br />

Quarkölteig:<br />

150 g Magerquark<br />

6 EL neutrales Öl<br />

1 Ei<br />

300 g Mehl<br />

1 Päckchen Backpulver<br />

etwas Salz<br />

ZUBEREITUNG: Für die Füllung<br />

<strong>den</strong> Schinken klein würfeln. Die<br />

Frühlingszwiebeln putzen, waschen<br />

und in feine Ringe schnei<strong>den</strong>.<br />

Beides im heißen Öl andünsten<br />

und würzen. Kurz abkühlen<br />

lassen.<br />

Für <strong>den</strong> Quarkölteig <strong>den</strong> Quark<br />

mit dem Öl und dem Ei glattrühren.<br />

Mehl, Backpulver und Salz<br />

mischen und mit <strong>den</strong> Knethaken<br />

unterkneten. Bei Bedarf <strong>den</strong> Teig<br />

mit <strong>den</strong> Hän<strong>den</strong> noch kurz durcharbeiten.<br />

Den Teig zu einem Rechteck ausrollen<br />

und mit dem Schmand be-


streichen. Die Schinkenmischung<br />

darauf verteilen, <strong>den</strong> Käse darüberstreuen.<br />

<strong>Das</strong> Ganze anschließend aufrollen<br />

und in dünne Scheiben schnei<strong>den</strong>.<br />

Die Schnecken auf ein mit<br />

Backpapier ausgelegtes Backblech<br />

legen und backen.<br />

Die Backzeit beträgt circa 20 Minuten<br />

bei 190 °C (170 °C)<br />

Fisch-Tatar<br />

ZUTATEN:<br />

125 g geräuchertes<br />

Forellenfilet<br />

2 Frühlingszwiebeln<br />

2 Essiggurken<br />

200 g Schmand<br />

1 TL Meerrettich<br />

Salz, Pfeffer<br />

ZUM ANRICHTEN:<br />

Salatblätter<br />

Kresse,<br />

Schnittlauch<br />

ZUBEREITUNG: <strong>Das</strong> Fischfilet fein<br />

würfeln. Die Frühlingszwiebeln<br />

putzen, waschen und mit der<br />

Essiggurke ebenfalls in kleine<br />

Würfel schnei<strong>den</strong>. Schmand und<br />

Meerrettich miteinander verrühren<br />

und pikant würzen. Fisch,<br />

Frühlingszwiebel und Essiggurken<br />

vorsichtig unterheben. Eine Stunde<br />

kühl stellen. Die Salatblätter<br />

waschen und trocken tupfen. Mit<br />

einem Löffel aus dem Fisch-Tatar<br />

Nocken formen und auf die Salatblätter<br />

setzen. Mit Kresse und<br />

Schnittlauch bestreut servieren.<br />

Ihr Team „Altlandkreis“ wünscht<br />

gemeinsam mit <strong>den</strong> drei Damen der<br />

Hauswirtschafterei gutes Gelingen<br />

beim Zubereiten der drei leckeren<br />

Brotzeit-Ideen – und selbstverständlich<br />

einen guten Appetit! js<br />

Berufliches Bildungszentrum <strong>für</strong> pädagogische Berufe in Roenbuch<br />

Staatlich geprüe Erzieherin/<br />

geprüer Erzieher<br />

Sie arbeiten in engem Kontakt mit Menschen.<br />

Tägkeit als Fachkra in vielfälgen pädagogischen<br />

Bereichen vom Kleinkind bis zum Erwachsenen<br />

NEU: Verkürzte Ausbildung ab <strong>2021</strong>:<br />

mit Milerer Reife:<br />

Einsegsprakkum, 2 Schuljahre, einjähriges tariflich<br />

bezahltes Berufsprakkum<br />

mit (Fach-)Abitur:<br />

soforger Einseg in die schulische Ausbildung<br />

Darlehensfreie Finanzierung durch das Aufsegs-<br />

BAFÖG<br />

Fachakademie <strong>für</strong> Sozialpädagogik<br />

faks-sekretariat@regens-wagner.de<br />

Tel: 08867/91 12 22 · www.faks-roenbuch.de<br />

Berufe <strong>für</strong> die Zukunft – krisensicher<br />

Ab sofort suchen wir in unseren<br />

Pädagogische Fachkra <strong>für</strong> Staatlich geprüe Kinderpflegerin/geprüer<br />

und Kinderpfleger Rottenbuch<br />

Grundschulkindbetreuung Wohngruppen in Peißenberg<br />

gerne auch in Teilzeit, nur abends oder am<br />

Sie betreuen und unterstützen Schulkinder beim<br />

Sie haben Freude im Umgang mit Kindern und<br />

Lernen und in der Freizeitgestaltung Wochenende<br />

in Horten,<br />

wollen kreav arbeiten.<br />

Kinderhäusern und an Schulen.<br />

2-jähriges Ausbildungsmodul<br />

1. Jahr: schulisches Studienjahr<br />

2. Jahr: bezahltes Berufsprakkum<br />

Voraussetzung: Milere Reife und abgeschlossene<br />

Berufsausbildung<br />

Finanzierung durch das BAFÖG möglich<br />

Sie erlernen Fergkeiten zur päd. Betreuung, Bildung<br />

und Erziehung von Kindern im Säuglingsalter<br />

Erzieher (m/w/d)<br />

bis ins frühe Schulalter<br />

Heilerziehungspfleger, 2-jährige Ausbildung -helfer mit integrierten (m/w/d)<br />

Prakka<br />

Weiterbildung zum/zur Erzieher/in möglich<br />

Sozial- bzw. Kinderpfleger Voraussetzung: Mielschulabschluss (m/w/d)<br />

Bewerbung an: bewerbung-rottenbuch@regens-wagner.de<br />

Weitere Informationen, Anfragen und Bewerbungen:<br />

Weitere Stellen und Infos in unserem<br />

Klosterhof 7-9, 82401 Roenbuch<br />

bfs-sekretariat@regens-wagner.de<br />

Karriereportal unter<br />

www.regens-wagner-rottenbuch.de<br />

Fachschule <strong>für</strong> Grundschulkindpädagogik<br />

Tel: 08867/91 12 22 · www.faks-roenbuch.de<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Kinderpflege<br />

Tel: 08867/91 12 23 · www.regens-wagner-roenbuch.de<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 29


Start-Up-Gründer Thomas Rößle ist selbst betroffen<br />

FLYER UPROC2 ab 3.699 €<br />

MTB-Hardtail <strong>für</strong> epische Touren<br />

• 120mm Federweg<br />

• Shimano Deore / XT-Schaltung<br />

• Auch mit absenkbarer Sattelstütze!<br />

FLYER UPSTREET5 ab 3.799 €<br />

Bequemer & vielseitiger Begleiter<br />

• Für Stadt und Feldwege<br />

• Extrem wartungsarmer Riemenantrieb möglich<br />

• Wahlweise Ketten/Nabenschaltung<br />

Beide<br />

Modelle:<br />

• Bis 90Nm starker Panasonic Motor<br />

• Wahlweise mit 630Wh oder 750Wh Akku<br />

• Auch andere Rahmenformen / Farben auf Lager<br />

IHR E-BIKE FACHMANN FÜR ALLGÄU UND OBERLAND<br />

• große Auswahl an MTBs, E-Bikes, Rennrädern in allen Preisklassen<br />

• unverbindliche Beratungen und Probefahrten jederzeit möglich<br />

• vertrauen Sie auf Top-Service unserer Europameister-Werkstatt!<br />

Rollstuhlfahrern das<br />

Leben erleichtern<br />

Backofen auf Augenhöhe: Thomas Rößle in<br />

seiner barrierefreien Küche.<br />

Ingenried | Die Frage nach<br />

dem Datum dieses Horrorunfalls<br />

beantwortet Thomas<br />

Rößle sprichwörtlich wie aus<br />

der Pistole geschossen: „Achter<br />

Dritter Dreizehn!“ Sein Vater<br />

ging damals auf Krücken,<br />

weshalb er nach Ablauf der<br />

Sperrfrist die über <strong>den</strong> Winter<br />

angesammelte Gülle hätte<br />

ausfahren sollen. Ob die Bö<strong>den</strong><br />

auch schon bereit da<strong>für</strong><br />

waren, weder gefroren noch<br />

zu feucht sind, will Thomas an<br />

diesem Tag herausfin<strong>den</strong>, fährt<br />

da<strong>für</strong> die Felder mit seiner<br />

Motocross ab. Nur schnell schauen.<br />

Dann passiert es. Bei rund 80<br />

Stun<strong>den</strong>kilometern erkennt er zu<br />

spät eine vor ihm liegende Senke,<br />

überspringt diese und kracht<br />

nahezu ungebremst acht Meter in<br />

die Tiefe – und in <strong>den</strong> Gegenhang.<br />

Irgendwie gelangt er an sein Handy,<br />

ruft zuhause an und erreicht<br />

auch jeman<strong>den</strong>, „obwohl man an<br />

der Stelle eigentlich nie Empfang<br />

hat, wie ich hinterher festgestellt<br />

habe“. Je<strong>den</strong>falls spricht er von<br />

„zerlegt, aber keine Ahnung wo“.<br />

Die Schmerzen sind brutal, er wird<br />

bewusstlos, und erst nach mehreren<br />

Anläufen gefun<strong>den</strong>, weil die<br />

Handy-Ortung der Polizei nicht<br />

funktioniert, seine Angehörigen<br />

ihn auch nicht mehr erreichen<br />

und an dieser Stelle zunächst vorbeisuchen.<br />

Rund 30 Minuten nach<br />

dem Crash, es ist eisig kalt, trifft<br />

glücklicherweise dann doch die<br />

Rettung ein. „Drei Minuten länger,<br />

und ich wäre erfroren“, erfährt<br />

Thomas Rößle ebenfalls im Nachhinein.<br />

Seine Körpertemperatur ist<br />

abgesackt auf gut 30 Grad. Mindestens<br />

so brutal ist schließlich die<br />

Diagnose im Krankenhaus: Zwei<br />

gebrochene Wirbel, ein komplett<br />

zertrümmerter Kiefer, Schädel-<br />

Hirn-Trauma, unzählige Rippen<br />

gebrochen und vieles mehr. Nach<br />

16 Tagen im künstlichen Koma, zig<br />

schweren Operationen an Rücken<br />

und Kiefer, Tagen und Nächten<br />

unvorstellbarer Schmerzen sowie<br />

Reha, Schmerztherapien und<br />

weiteren Operationen kann er die<br />

Murnauer Unfallklinik schließlich<br />

verlassen. Genaugenommen nach<br />

vier Monaten und vier Tagen. Im<br />

Rollstuhl. Für immer.<br />

„Jammern war<br />

nie meine Stärke“<br />

Thomas Rößle ist seit diesem<br />

Unfall querschnittsgelähmt. <strong>Das</strong><br />

Schöne an diesem grausamen<br />

Schicksalsschlag aber ist: Er lässt<br />

sich nicht hängen. „Jammern war<br />

ohnehin noch nie meine Stärke“,<br />

sagt er, grinst und vermittelt<br />

mit einem nach vorne<br />

gerichteten Blick ein ziemlich<br />

deutliches: „Es gibt so viel<br />

zu tun.“ Hintergrund: Zum<br />

Zeitpunkt des Unfalls besuchte<br />

der gelernte Landwirt die<br />

Technikerschule, brach diese<br />

aber ab, „weil du im Rollstuhl<br />

keine Landwirtschaft führen<br />

kannst – und ich aufgrund<br />

der ganzen Geschichte auch<br />

irgendwie komplett raus wollte<br />

aus diesem alten Leben“.<br />

Er schulte in Kirchseeon um<br />

zum Technischen Produktdesigner,<br />

arbeitet inzwischen Vollzeit<br />

als Konstrukteur bei BB Umwelttechnik<br />

in Roßhaupten und hat<br />

sich vor rund einem Jahr auch<br />

noch selbstständig gemacht. R.T.<br />

Construction heißt sein Start-Up<br />

mit dem klaren Ziel: <strong>Das</strong> Leben <strong>für</strong><br />

Menschen im Rollstuhl zu erleichtern.<br />

Als direkt Betroffener wurde<br />

ihm schnell bewusst, wie wenig<br />

barrierefrei Deutschland wirklich<br />

ist. „Man meint immer, wie gut<br />

und vorbildlich wir in allem sind“,<br />

moniert er, „dabei hinkt Deutschland<br />

im EU-weiten Vergleich weit<br />

hinterher in puncto Barrierefreiheit“.<br />

Viele Gebäude, Plätze und<br />

Transportmittel wer<strong>den</strong> zwar als<br />

barrierefrei deklariert, sind es im<br />

Detail betrachtet aber nicht. Zu<br />

eng, zu hoch, zu stufig, zu verwinkelt.<br />

Paradebeispiel aus Rößles<br />

Leben: Sein vorheriges Zuhause.<br />

Nach dem schweren Unfall kaufte<br />

er ein fast neu gebautes Haus in<br />

Rettenbach am Auerberg, das als<br />

30 | <strong>altlandkreis</strong>


vollständig barrierefrei beschrieben<br />

war. Gescheitert ist diese Liaison<br />

letztlich an einem fehlen<strong>den</strong><br />

Aufzug, was extrem teuer in Sachen<br />

Nachrüsten gewor<strong>den</strong> wäre.<br />

Und an anderen Kleinigkeiten mit<br />

großen Auswirkungen: Zum einen<br />

an einer zwei Zentimeter hohen<br />

Stufe zwischen Hauseingang und<br />

Hofeinfahrt, „wo du einfach nicht<br />

sauber drüber kommst mit einem<br />

Rollstuhl“. Zum anderen an der<br />

Küche ohne unterfahrbaren Arbeitsplatten<br />

und „viel zu umständlichen,<br />

runterfahrbaren Hochschränken“.<br />

Also zieht er nach<br />

kurzer Zeit wieder aus, kehrt von<br />

Rettenbach in seinen Heimatort<br />

zurück und verwirklicht sich dort<br />

<strong>den</strong> Traum eines wahren, barrierefreien<br />

Hauses, indem er neu und<br />

vollständig nach seinen eigenen<br />

Vorstellungen baut.<br />

Neubau mit<br />

Nullbarriere<br />

Geräumiger Aufzug, keine einzige<br />

Schwelle, 1,01 Meter breite Türen,<br />

viel Bewegungsfreiheit in allen<br />

Räumlichkeiten, durchwegs unterfahrbare<br />

Tische und Waschbecken,<br />

Arbeitsplatten in der Küche<br />

aus Granit, „damit ich heiße Töpfe<br />

direkt, also ohne Untersetzer,<br />

abstellen kann“. Einen auf Augenhöhe<br />

positionierten Backofen<br />

mit automatischem Türöffner. Ein<br />

pflegeleichter Bo<strong>den</strong> aus ökologischem<br />

Bio-Vinyl, der sich durch<br />

das komplette Haus zieht, „weil du<br />

als Rollstuhlfahrer immer Dreck<br />

in die Wohnung schleppst, Bö<strong>den</strong><br />

mit Fugen extrem viel Mehrarbeit<br />

bedeuten wür<strong>den</strong>“. Jede Menge<br />

Apothekerschränke – ausziehbar,<br />

unterfahrbar und per Knopfdruck<br />

zu öffnen. Individuell einbetonierte<br />

Sitzbank in der Dusche. Pool<br />

mit aus dem Bo<strong>den</strong> ragen<strong>den</strong><br />

Beckenrändern <strong>für</strong> eine ideale<br />

Einstiegshöhe, Gegenstromanlage<br />

<strong>für</strong> Oberkörpertraining, sanften,<br />

großflächigen Stufen, über die<br />

er gut ein- und aussteigen kann.<br />

Eine großzügige Terrasse, die sich<br />

um das komplette Haus zieht – alles<br />

auf einer Ebene, die Oberfläche<br />

glatt. Und eine Smart-Home-<br />

Ausstattung mit Mikrofonen und<br />

Kameras, die er via Smartphone<br />

aus aller Welt rund um die Uhr<br />

bedienen kann. Der größte Clou<br />

an seinem Haus mit Nullbarriere<br />

aber ist, „dass absolut nichts auf<br />

einen Haushalt <strong>für</strong> Menschen mit<br />

Handicap hindeutet“. <strong>Das</strong> Katheter-Equipment<br />

verstaut Thomas<br />

Rößle im Wandschrank des Gäste-WCs.<br />

Rollstuhlfahrer-gerechte<br />

Griffe an WC, Dusche oder Badewanne<br />

wur<strong>den</strong> durch kluges Planen<br />

und Gestalten kompensiert –<br />

zum Beispiel durch einen deutlich<br />

breiteren Badwannenrand in<br />

Form einer Sitzbank, über die er<br />

sich aus dem Rollstuhl heraus in<br />

die Wanne „hineindrehen“ kann.<br />

Wobei: Einen Makel hat Thomas<br />

Rößle dann doch entdeckt, als es<br />

schon zu spät war: „Die Garage ist<br />

etwas zu kurz.“ Seit er seinen Audi<br />

S3 durch einen A4 ersetzte, kann<br />

er nicht mehr hinter dem parken<strong>den</strong><br />

Fahrzeug vorbeifahren, „was<br />

aber zu verschmerzen ist“.<br />

Produktionsreife<br />

Prototypen<br />

Da<strong>für</strong> ist sein Bürozimmer mit zwei<br />

großen Bildschirmen groß genug,<br />

um sich kreativ auszutoben. Auf<br />

seinem dortigen Rechner abgespeichert<br />

sind bereits mehrere<br />

Konstruktionen, aus <strong>den</strong>en bereits<br />

der eine oder andere Prototyp gebaut<br />

wurde. Alle seine Ideen kann<br />

und will Thomas Rößle aus po-<br />

Am Bahnhof 2 – Telefon 08862-8498 – Fax -7667<br />

NEUWAGEN – JAHRESWAGEN – GEBRAUCHTWAGEN<br />

Je<strong>den</strong> Dienstag, Donnerstag und Freitag TÜV im Haus!<br />

• Unfall-Instandsetzung • Reparaturen aller Fahrzeuge<br />

• Lackierung im Haus • Mietwagen (OPEL-Rent)<br />

• Steinschlag-Reparaturen • TÜV/AU<br />

• Klimaanlagen-Checks • Fahrzeugaufbereitung<br />

Öffnungszeiten<br />

Mo. bis Fr. 7.00 - 19.00 Uhr<br />

Sa. 7.00 - 17.00 Uhr<br />

So. 9.00 - 12.00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

tentiellen Patentschutz-Grün<strong>den</strong><br />

nicht nennen. Eine passgenaue<br />

Verbindungsachse, die Rollstuhl<br />

und Handbike fest verknüpft, ist in<br />

jedem Fall eine Bereicherung <strong>für</strong><br />

ihn – und sicherlich auch <strong>für</strong> alle<br />

anderen Rollstuhlfahrer, die sich<br />

gerne an der frischen Luft sportlich<br />

betätigen möchten. Für <strong>den</strong> Winter<br />

je<strong>den</strong>falls entwickelte er einen<br />

Adapter, um über diese passmärz<br />

/ april <strong>2021</strong> | 31


genaue Verbindungsachse eine<br />

Schneefräse mit seinem Rollstuhl<br />

zu verbin<strong>den</strong>. So kann er eigenhändig<br />

Hofeinfahrt und Terrasse<br />

von <strong>den</strong> weißen Massen befreien,<br />

„was echt supergut funktioniert“.<br />

Eine andere Erfindung von ihm:<br />

Wagenheber <strong>für</strong> Rollstühle, um<br />

ohne Hilfe die Reifen des „Stuhles“<br />

wechseln oder versetzen zu<br />

können. Aufgrund Vollzeit-Job und<br />

vielen weiteren Lei<strong>den</strong>schaften<br />

ist die Zeit <strong>für</strong> sein Start-Up zwar<br />

begrenzt, die Kontaktaufnahme<br />

zu Maschinenbau-Betrieben, die<br />

seine ausgeklügelten Ideen produzieren<br />

könnten, ist <strong>den</strong>noch im<br />

Gange. <strong>Das</strong> gilt auch <strong>für</strong> Produkte,<br />

die nicht nur mit Barrierefreiheit<br />

zu tun haben.<br />

Montage-Halterung <strong>für</strong><br />

Groß-Modellautos<br />

Thomas Rößle liebt nach wie vor<br />

hohe Geschwindigkeiten, ist und<br />

bleibt ein Rennsportbesessener.<br />

<strong>Das</strong> verrät nicht nur die PS-Zahl<br />

„300“ seines Audi A4. In seiner<br />

Garage, neben dem geparkten<br />

Flitzer, hat er eine kleine Werkstätte<br />

<strong>für</strong> sein Hobby eingerichtet: Eine<br />

Hand voll ferngesteuerte Geländewagen<br />

im Großformat, aufgeräumt<br />

auf Tischen und in Regalen.<br />

Diese „Autos“ sind bis zu 80 Zentimeter<br />

lang, 55 Zentimeter breit,<br />

15 Kilogramm schwer,<br />

benzinbetrieben und<br />

erreichen<br />

Spitzen<br />

geschwindigkeiten<br />

von<br />

bis zu 100 (!) Stun<strong>den</strong>kilometern.<br />

„Also definitiv kein Spielzeug <strong>für</strong><br />

Kinder.“ Mit seinen Vereinskollegen<br />

trifft er sich regelmäßig, duelliert<br />

sich auf einer professionell<br />

angelegten, gut abgesicherten<br />

Rennstrecke. Und obwohl die Gaudi<br />

ganz klar an erster Stelle steht,<br />

„möchtest du dich natürlich Runde<br />

<strong>für</strong> Runde verbessern, immer der<br />

schnellste sein“. <strong>Das</strong>s bei diesen<br />

harten Offroad-Duellen es immer<br />

wieder kracht, die Modellautos<br />

stark in Mitlei<strong>den</strong>schaft gezogen<br />

wer<strong>den</strong>, dürfte selbsterklärend<br />

sein. Reinigung, Wartung, Tuning<br />

und Instandsetzung nehmen mehr<br />

Zeit in Anspruch als die Gaudi-<br />

Rennen an der Strecke selbst. Weil<br />

Thomas Rößle aufgrund seiner<br />

Querschnittslähmung jedoch keine<br />

Kraft im Bauch- und Rumpfbereich<br />

hat, um diese 15 Kilogramm schweren<br />

Groß-Modellautos <strong>für</strong> längere<br />

Zeit zu halten, ließ er sich auch<br />

hier<strong>für</strong> etwas ziemlich Geniales<br />

einfallen: Eine schwenkbare Montage-Halterung,<br />

die diese Autos <strong>für</strong><br />

ihn trägt. So kann er ohne großen<br />

Kraftaufwand reinigen, schrauben,<br />

tunen. Auch seine Vereinskollegen<br />

schätzen diese Erfindung, sind regelrecht<br />

narrisch darauf, weil damit<br />

auch ihnen das Tüfteln an <strong>den</strong><br />

Autos deutlich leichter fällt. Noch<br />

besser aus Rößles Sicht: Ein großer<br />

Groß-Modellauto-Vertriebler aus<br />

Deutschland ist ebenfalls auf seine<br />

Montage-Ständer aufmerksam gewor<strong>den</strong><br />

– eine Zusammenarbeit<br />

scheint nur noch<br />

Formsache zu sein.<br />

Bis dahin schmiedet Thomas Rößle<br />

weitere Pläne. „Dieser Rollstuhl<br />

beispielsweise ist nicht nur <strong>für</strong><br />

mich, sondern auch meine Freundin<br />

ein Segen“, sagt er an dieser<br />

Stelle. Gemeint ist ein High-Tech-<br />

Rollstuhl aus Vollcarbon, der lediglich<br />

vier (!) Kilogramm wiegt.<br />

Heißt <strong>für</strong> Thomas Rößle: Verdammt<br />

wenig Gewicht zum Bewegen,<br />

was ihm wiederum von früh<br />

bis spät Kraft und Nerven spart.<br />

Und auch seine Freundin kann<br />

diesen „Rolli“ ohne großen Kraftaufwand<br />

heben, so problemlos im<br />

Kofferraum seines A4 verstauen.<br />

Rücksichtlose<br />

Gesellschaft<br />

Frust kommt bei <strong>den</strong> bei<strong>den</strong> meistens<br />

dann auf, wenn die einzigen<br />

zwei Behindertenparkplätze vor<br />

dem Supermarkt von Menschen<br />

ohne Behinderung besetzt sind –<br />

und diese auch keinen Funken<br />

schlechten Gewissens versprühen.<br />

Wobei auch das Einkaufen<br />

an sich immer wieder eine Hürde<br />

darstellt, da Lebensmittelregale<br />

zu hoch, Gänge oft mit Paletten<br />

voller Nachschubware zugestellt<br />

sind. Ärgerlich findet Thomas<br />

Rößle auch die Tatsache, dass die<br />

meisten hiesigen Restaurants <strong>für</strong><br />

Rollstuhlfahrer nur über Stufen,<br />

die Toiletten aufgrund zu schma-<br />

ler Gänge und Räume oft gar nicht<br />

zugänglich sind. Und dann wäre<br />

da noch die Deutsche Bahn. „Ganz<br />

schlimm“, sagt Thomas Rößle. Die<br />

bietet zwar einen Hilfsdienst an,<br />

der Rollstuhlfahrern beim Ein- und<br />

Ausstieg helfen soll. „Zum Abfahren<br />

klappt’s meistens noch.“ Bei<br />

Rückfahrten stand Rößle jedoch<br />

mehrfach alleine im Zug oder am<br />

Bahnsteig und wusste nicht, wie<br />

er wieder zurückkommen soll.<br />

„Wäre das eine Mal nicht zufäl-<br />

32 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Abgefahrenes Gespann: So befreit<br />

Thomas Rößle Hofeinfahrt<br />

und Terrasse von Neuschnee.


lig ein Trupp von Bundeswehrsoldaten<br />

in meiner Nähe gewesen,<br />

würde ich heute noch dort hilflos<br />

verweilen.“ Allzu viele Gedanken<br />

an diesen und ähnlichen Missstän<strong>den</strong><br />

möchte er aber gar nicht<br />

verschwen<strong>den</strong>. Viel lieber zieht<br />

er sich in sein Konstruktions-Büro<br />

zurück und überlegt, wie er <strong>den</strong><br />

Alltag von Menschen im Rollstuhl<br />

erleichtern, und mit mehr Freude<br />

am Leben füllen kann. Genau das<br />

zeichnet <strong>den</strong> 29-jährigen Ingenrieder<br />

nämlich aus, der trotz dieses<br />

Schicksalsschlags vor rund acht<br />

Jahren seinen gesun<strong>den</strong> Humor<br />

sowie die Lust auf Arbeit, Hobbys<br />

und Familie nicht verloren hat –<br />

und somit auch als Vorzeige-Typ<br />

<strong>für</strong> Rollstuhlfahrer gilt, die ihren<br />

Alltag komplett eigenständig bewältigen<br />

wollen. Und dies durch<br />

unbändigen Willen, gepaart mit<br />

klugen Ideen und einer gewissen<br />

Portion Kreativität auch können. js<br />

Hallo<br />

Eigenheim!<br />

9 Günstige und flexible Kredite<br />

9 KfW-Förderprogramme mit dem Sparkassen-<br />

Bonus<br />

9 Kurzfristige Termine mit unseren Baufinanzieungs-Spezialisten<br />

Termine unter 0881 641-0 oder<br />

sparkasse-oberland.de/termin<br />

Maßgeschneiderte<br />

Finanzierungen<br />

s<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 33


Bestseller-Autorin Nicola Förg zu „Böse Häuser“<br />

„Kultur ist<br />

systemrelevant!“<br />

Lauterbach 14 86989 Steinga<strong>den</strong><br />

0173 / 77 38 33 5<br />

● Holzeinschläge / Durchforstungen<br />

● Problembaumfällung mit Versicherungsschutz<br />

● Holzhandel / Brennholzhandel<br />

● Garten- und Landschaftsbau<br />

● Natursteinmauern-Steinbau<br />

● Fluss- und Lawinenverbau<br />

● Bagger- und Drainagearbeiten<br />

● Leitungssuche mit Wünschelrute<br />

● Transporte jeglicher Art unter 3,5t<br />

● Mobiler Reparatur- und Ersatzteileservice<br />

● Geräte- und Fahrzeugbau<br />

● Schweiß-und Holzbauarbeiten<br />

● Landwirtschaftliche Produkte / Dienstleistungen<br />

● Winterdienst<br />

● forstbetrieb_schmid@yahoo.de<br />

Prem | Nicola Förg zählt mit<br />

rund 1,3 Millionen verkauften<br />

Büchern zu <strong>den</strong> erfolgreichsten<br />

Autorinnen Deutschlands.<br />

Und ist des Schreibens<br />

noch lange nicht müde.<br />

Zum 1. <strong>März</strong> bringt sie ihren<br />

zwölften Alpen-Krimi auf <strong>den</strong><br />

Markt. Er heißt „Böse Häuser“,<br />

ist 304 Seiten stark, wie<br />

immer Bestseller-verdächtig<br />

und ab sofort <strong>für</strong> 16 Euro in<br />

allen regionalen Buchhandlungen<br />

erhältlich. Wir haben<br />

mit der bei Prem leben<strong>den</strong><br />

Tier- und Naturschützerin<br />

über das neuformierte<br />

Ermittlerduo Mangold-<br />

Weinzirl, astronomische Immobilienpreise,<br />

fehlen<strong>den</strong><br />

Fan-Kontakt, ungerechtfertigte<br />

Corona-Maßnahmen und neue<br />

Buchprojekte gesprochen.<br />

Frau Förg, am 1. <strong>März</strong> erscheint<br />

ihr zwölfter Alpen-Krimi. Worum<br />

geht’s?<br />

Kommissarin Irmi Mangold ist<br />

einfach nicht die Frau <strong>für</strong> eine Etagenwohnung!<br />

Sie hat zwar ihren<br />

Beziehungsstatus vor sich selber<br />

immer noch nicht geklärt, aber sie<br />

sucht zusammen mit dem Hasen<br />

rein privat einen Hof zum Kauf.<br />

Und weil es im Wer<strong>den</strong>fels und<br />

<strong>Pfaffenwinkel</strong> rein gar nichts gibt,<br />

zieht es sie weiter westwärts. Bei<br />

einer Besichtigung am Auerberg<br />

wird ein anderer Kaufinteressent<br />

direkt neben ihr erschossen. Der<br />

Tote: der Besitzer eines Autohauses<br />

<strong>für</strong> Nobelkarossen. Der Makler:<br />

ein Geschäftsmann mit eigener<br />

Nicola Förg greift in ihrem neuen Krimi die<br />

monströsen Immobilienpreise auf.<br />

Moral. Der Hausbesitzer: ein zugeknöpfter<br />

Biobauer. Irmi unterstützt<br />

<strong>den</strong> leiten<strong>den</strong> Ermittler Gerhard<br />

Weinzirl und die bei<strong>den</strong> spüren,<br />

wie sehr Neid und Hass regieren,<br />

wenn es um Geld und Besitz geht.<br />

Die Spuren führen auch ins Berlin<br />

der Nachwendezeit, wo Spekulanten<br />

im erbitterten Kampf mit<br />

Hausbesetzern lagen.<br />

Warum der Titel „Böse Häuser“?<br />

Häuser per se sind nicht böse,<br />

aber manche Menschen darin.<br />

Sehr alte Häuser stehen oft auf<br />

„guten“ Plätzen. Unsere (bäuerlichen)<br />

Vorfahren wussten noch viel<br />

mehr um Kraftplätze, Wasseradern<br />

und Lagen, die von Wind oder Lawinen<br />

geschützt sind. Alte Häuser<br />

wur<strong>den</strong> aus Holz, Lehm oder<br />

Tuffstein geschaffen, organische<br />

Materialien, die atmen konnten.<br />

Schindelfassa<strong>den</strong> sind der genialste<br />

Schutzmantel <strong>für</strong> ein Haus,<br />

sofern man die Schindeln nicht<br />

streicht! Sie verwittern, alte<br />

Fensterrahmen blättern, alte<br />

Häuser sind auch verwundbar,<br />

aber immer würdig. Ein Niedrigenergiehaus<br />

hingegen bleibt<br />

clean, effektiv und völlig charmelos.<br />

Wo Fenster hermetisch<br />

abriegeln, ist kein Austausch.<br />

Und keiner der Altvorderen<br />

hätte je in <strong>den</strong> Überschwemmungsgürtel<br />

eines Flusses gebaut,<br />

wie das heutige Neubaugebiete<br />

so gerne tun.<br />

Sie greifen auch diesmal wieder<br />

gesellschaftskritische Themen<br />

auf. Astronomische Immobilienpreise,<br />

ungebremster Flächenfraß,<br />

Münchner SUV-Moms und E-Autos<br />

sind unter anderem die Themen,<br />

die unsere Natur zerstören – und<br />

die Gesellschaft spalten?<br />

Ich bin kein Freund von Polemik<br />

und nachgeplapperten Parolen<br />

aus dem Internet und <strong>den</strong> sozialen<br />

Netzwerken. Nur wer sich seriös<br />

informiert, sollte mitschnabeln.<br />

Drum biete ich keine Lösungen<br />

an, aber Anregungen zum Nach<strong>den</strong>ken:<br />

In Deutschland wer<strong>den</strong><br />

tagtäglich rund 60 Hektar Landschaft<br />

<strong>für</strong> Gewerbe, Wohnen, Erholen<br />

und Verkehr verbraucht. Es<br />

ist beklemmend, wie auch bei uns<br />

kleine Dörfer wachsen wie Geschwüre.<br />

Ein Gipfel der Perversion<br />

sind <strong>für</strong> mich Abstellflächen <strong>für</strong><br />

Hunderte von Wohnmobilen auf<br />

einer Bauernwiese. In Kleinstädten,<br />

von <strong>den</strong>en aus man München<br />

34 | <strong>altlandkreis</strong>


oder Augsburg noch irgendwie<br />

erreichen kann, kosten schon<br />

Doppelhaushälften 800 000 Euro<br />

aufwärts. Wohin soll das gehen?<br />

Oder Autoscham: Es macht einen<br />

Unterschied, ob die Münchner<br />

Vorstadt-Mom <strong>den</strong> Sprössling mit<br />

dem Q7 fast in die Schule fährt<br />

oder der Bauer mit dem Suzuki<br />

Vitara bergwärts – beides sind<br />

SUVs. Zwei Drittel der Deutschen<br />

leben noch auf dem Land. Warum<br />

nehme ich nicht die U-Bahn?<br />

Nächster Halt Steinga<strong>den</strong>, bitte<br />

rechts aussteigen? Komisch, es<br />

gibt gar keine U-Bahn! Und die<br />

Witwe des Ermordeten sagt, dass<br />

sie wenig Verständnis da<strong>für</strong> hat,<br />

dass die Einbauküche dreißigtausend<br />

gekostet hat, es aber <strong>für</strong><br />

eine PV-Anlage am Dach nicht gereicht<br />

hat? Sie fragt sich nicht zu<br />

Unrecht, woher Strom und Lithium<br />

kommen und bezweifelt daher die<br />

Ökobilanz der E-Autos.<br />

Auch neu in „Böse Häuser“: Irmi<br />

Mangold ermittelt mit Gerhard<br />

Weinzirl, dem wortkargen Allgäuer.<br />

Warum? Und was macht Kathi<br />

Reindl?<br />

Zum einen hab ich auf Lesungen<br />

so oft gehört, wie sehr die Weinzirl-Fans<br />

ihren Ermittler vermissen.<br />

Er ist eigen: Immer wieder<br />

blitzen Emotionen durch, dann<br />

verschanzt er sich wieder hinter<br />

seinem Bärengebrumme. Insofern<br />

war es ein „Trick“, beide Teams zusammen<br />

ermitteln zu lassen. Und<br />

dann war es <strong>für</strong> mich als Schreiberling<br />

durchaus eine Herausforderung:<br />

Irmi musste sich an <strong>den</strong><br />

neuen Kollegen gewöhnen. Ich<br />

> > > „BÖSE HÄUSER“ ZU GEWINNEN<br />

überdies auch, weil ich gar nicht<br />

damit gerechnet hatte, dass auch<br />

ich die bei<strong>den</strong> zunächst zusammenschmie<strong>den</strong><br />

musste – und sie<br />

wer<strong>den</strong> auch erst ein Team, als sie<br />

in eine lebensbedrohliche Situation<br />

kommen. Und Kathi taucht natürlich<br />

auch auf – vor allem privat<br />

und dass ausgerechnet sie, diese<br />

hochexplosive Frau, <strong>den</strong> Weinzirl<br />

emotional erwischt, das birgt ja<br />

auch viel Neues in sich.<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>altlandkreis</strong>“ verlost drei Exemplare des<br />

neuen Alpen-Krimis „Böse Häuser“. Schicken Sie uns bis 15. <strong>März</strong><br />

eine Postkarte mit <strong>den</strong> Stichwörtern „Nici Förg“ an „<strong>altlandkreis</strong>“,<br />

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

<strong>Das</strong> Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Wir wünschen viel Erfolg!<br />

Nach „Flüsternde Wälder“ 2020<br />

erscheint mit „Böse Häuser“ <strong>2021</strong><br />

bereits Ihr zweites Buch in Zeiten<br />

von Corona. Vermissen Sie <strong>den</strong> direkten<br />

Kontakt zu <strong>den</strong> Fans – normalerweise<br />

stellen Sie Ihre Bücher<br />

im Rahmen von Lesungen im gesamten<br />

deutschsprachigen Raum<br />

vor?<br />

Und wie! Ich leide massiv darunter,<br />

dass nicht mehr VORgelesen<br />

wird! Der <strong>März</strong> ist eigentlich immer<br />

die Zäsur in meinem Jahr. <strong>Das</strong><br />

Buch erscheint, es folgen zwei,<br />

drei Monate vieler Lesungen. Für<br />

mich fühlt sich das ohne Lesungen<br />

so an, als verpuffe das Buch einfach.<br />

Sicher wer<strong>den</strong> Bücher weiter<br />

verkauft, aber die Präsenz, die<br />

Kommunikation mit dem Leser,<br />

Dialog, Gestik, Mimik, Menschsein<br />

in Lesungen – das fehlt auf<br />

mehrfach tragische Weise. Mir<br />

fehlt auch der Input, die Gespräche<br />

live mit Menschen, <strong>den</strong>n nur<br />

wo Input ist, ist auch Output. Und<br />

nach 20 Jahren Lesungspraxis darf<br />

ich doch feststellen: Auch schon<br />

vor Corona waren Menschen in<br />

Lesungen eher jene, die still auf<br />

dem Pöpöchen saßen. Sie schrei-<br />

en nicht, sie singen nicht mit und<br />

verwirbeln Aerosole! Sie rennen<br />

nicht rum, schwitzen nicht ungebührlich…<br />

Und verbürgt: Sie küssen<br />

ganz selten die Autorin!<br />

Andererseits sind die Menschen<br />

viel häufiger zuhause, haben mehr<br />

Zeit zum Lesen. Hat sich das in positiven<br />

Verkaufszahlen von „Flüsternde<br />

Wälder“ ausgedrückt?<br />

Die Zahlen waren gut, viele Verlage<br />

stellten gottlob fest, dass ein<br />

echtes gedrucktes Buch auch tröstet.<br />

Fesselnde oder unterhaltsame<br />

Stoffe laufen gut, mitten im Corona-Wahnsinn<br />

ist es schön, mal ein<br />

paar Stun<strong>den</strong> in eine Geschichte<br />

abzutauchen.<br />

Kulturschaffende, die von Live-Auftritten<br />

leben, haben massive Existenz-Probleme.<br />

Wie sehr ärgern<br />

Sie sich über die zweischneidigen<br />

Corona-Maßnahmen der Politik –<br />

der eine darf, der andere nicht?<br />

Wie viele Seiten habe ich <strong>für</strong> die<br />

Antwort? Im Cartoon sagt Snoopy:<br />

Die beste Waffe gegen Corona ist<br />

ein gesunder Menschenverstand.<br />

Charlie Brown kontert: Hilfe, die<br />

Mehrheit ist unbewaffnet. So<br />

scheint es seit einem Jahr. Gastronomie,<br />

die extrem investiert hat,<br />

wo höchste Transparenz herrscht,<br />

muss schließen. Die kleine Boutique,<br />

die froh ist, wenn<br />

überhaupt am Tag fünf Leute<br />

kommen, ist zu. In Drogeriemärkten<br />

aber Menschenmassen. Städter<br />

fluten das Umland, ballen sich<br />

in Massen auf Bergen und Seen<br />

zusammen, die Einheimischen<br />

hoffen seit einem Jahr verzweifelt<br />

auf schlechtes Wetter an Wochenen<strong>den</strong><br />

und Feiertagen! Und Kultur<br />

braucht keiner? Alle schalten<br />

mal eine Woche das Radio ab,<br />

alle anderen Tonträger, das TV,<br />

alle Streaming-Dienste. Sie nehmen<br />

alle Bücher aus <strong>den</strong> Regalen<br />

und hängen alle Bilder ab. Auch<br />

wenn das nur Drucke sind, die hat<br />

einst jemand gestaltet! Eigentlich<br />

müsste auch das Geschirr weg,<br />

die Alessi Töpfe… Und wenn sie<br />

dann auf die traurigen Abdrücke<br />

der Bilder sehen und die Löcher<br />

in <strong>den</strong> Regalen, müsste der Letzte<br />

verstehen: Kultur ist systemrelevant!<br />

Ist trotz allem auch schon ein neues<br />

Werk <strong>für</strong> das Frühjahr 2022 in<br />

Arbeit?<br />

Ja ist es, das diesmal raus aus <strong>den</strong><br />

Bergen eher an einem See spielen<br />

wird. Und unter anderem die Flut<br />

an SUPs nicht so sehr goutiert.<br />

Aber mehr als das: Es gibt schon<br />

im Herbst <strong>2021</strong> einen großen<br />

opulenten Roman. Keinen Krimi,<br />

sondern eine Familiengeschichte,<br />

tique, die froh ist, wenn die mit mehreren Zeitebenen, ginnend 1940, spielt. Die Erb-<br />

beschaft<br />

eines Tierschutzhofes<br />

von der französischstämmigen<br />

Tante wirbelt das Leben der<br />

Münchner Lehrerin Aurelie und<br />

deren Familie gehörig durcheinander,<br />

zumal das Erbe nur<br />

unter Bedingungen frei geben<br />

wird. Der „Kniff“ an der Geschichte:<br />

Die Protagonisten der<br />

Jetzt-Zeit wissen das nicht, was<br />

der Leser durch die Lektüre der<br />

„historischen“ Passagen erfährt.<br />

Sie missdeuten <strong>den</strong> Willen ihrer<br />

Ahnen, sie hadern und müssen<br />

betreten feststellen, dass sie zu<br />

Lebzeiten ihre Verwandten einfach<br />

viel zu wenig gefragt haben.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 35


Neu und einzigartig in der Region<br />

Fachausbildung <strong>für</strong> Schulkindbetreuung<br />

...mit Jobgarantie<br />

36 | <strong>altlandkreis</strong><br />

noch freie<br />

Plätze <strong>für</strong><br />

<strong>2021</strong><br />

Wir bil<strong>den</strong> aus (m/w/d):<br />

-Mechatroniker (PKW & NFZ)<br />

-Lagerist<br />

-Automobilkaufmann<br />

Rottenbuch | Der Bedarf an Schulkindbetreuung<br />

ist deutschlandweit<br />

hoch. Ziel des Staates deshalb: 80<br />

Prozent aller Schülerinnen und<br />

Schüler im Alter von sechs bis<br />

zwölf Jahren nach und zwischen<br />

<strong>den</strong> Unterrichtsstun<strong>den</strong> betreuen<br />

zu lassen. Und zwar von Fachpersonal.<br />

Manche Bundesländer, zum<br />

Beispiel die Stadtstaaten Bremen<br />

und Hamburg, sind mit rund 70<br />

Prozent nah dran an dieser sportlichen<br />

Quote. Die meisten anderen<br />

Bundesländer hinken diesem<br />

Anspruch jedoch (weit) hinterher.<br />

<strong>Das</strong> gilt auch <strong>für</strong> Bayern, wo aktuell<br />

lediglich 40 Prozent aller Schulkinder<br />

fachgerecht betreut wer<strong>den</strong><br />

können. Damit sich diese Prozentzahl<br />

deutlich nach oben verbessert,<br />

führte der Freistaat im Jahr<br />

2019 einen neuen Ausbildungsberuf<br />

ein. Er heißt „Pädagogische<br />

Fachkraft <strong>für</strong> Grundschulkindbetreuung“,<br />

kann in zwei Jahren<br />

erlernt wer<strong>den</strong> und setzt folgende<br />

Ausbildung...<br />

Heinz Resch GmbH & Co. KG<br />

Ammergauer Str. 64<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08861 2508-0<br />

www.autohaus-resch.de<br />

Zugangskriterien voraus: Mittlere<br />

Reife, eine bereits abgeschlossene<br />

Berufsausbildung, egal in welcher<br />

Branche, sowie ein sechswöchiges<br />

Praktikum in einer Einrichtung mit<br />

Schulkindbetreuung.<br />

Großbrand<br />

verzögerte Angebot<br />

Ab September <strong>2021</strong> kann dieser<br />

Beruf auch im Schongauer Altlandkreis<br />

erlernt wer<strong>den</strong>. Genaugenommen<br />

an der Fachakademie<br />

<strong>für</strong> Sozialpädagogik im Kloster<br />

Rottenbuch – eine private, aber<br />

staatlich anerkannte Schule der<br />

Regens-Wagner-Stiftung. „Ursprünglich<br />

wollten wir <strong>den</strong> neuen<br />

Ausbildungsberuf zur Schulkindbetreuung<br />

schon vor zwei Jahren<br />

in unser Programm mit aufnehmen“,<br />

sagt Edith Richter-Schindele,<br />

stellvertretende Schulleiterin.<br />

Der Großbrand des historischen<br />

Bräuhauses im September 2018,<br />

in dem sich ein wesentlicher Teil<br />

der Akademie befindet, hatte<br />

dieses Vorhaben jedoch zunichte<br />

gemacht. Mittlerweile sind die<br />

Wiederaufbauarbeiten jedoch weit<br />

vorangeschritten. Läuft alles nach<br />

Plan, kann das Gebäude Anfang<br />

2022 wieder bezogen wer<strong>den</strong>. Und<br />

die neue Ausbildung zur Pädagogischen<br />

Fachkraft <strong>für</strong> Grundschulkindbetreuung<br />

gestartet wer<strong>den</strong>.<br />

Planmäßig bereits im September<br />

dieses Jahres, „weil wir inzwischen<br />

geübt sind im Improvisieren<br />

und genug Räumlichkeiten<br />

zur Überbrückung dieser wenigen<br />

Monate haben“, so Richter-Schindele.<br />

Vorausgesetzt natürlich, es<br />

bewerben sich ausreichend Männer<br />

und Frauen <strong>für</strong> diese neue<br />

Ausbildung.<br />

Mindestens 16 Bewerbungen, die<br />

alle Voraussetzungen erfüllen,<br />

sollten bis Ende Mai (persönliche<br />

Infos unter 08867 / 9112-22<br />

Einblick in <strong>den</strong> Schulalltag, vor Corona: Die Fachakademie <strong>für</strong><br />

Sozialpädagogik steht <strong>für</strong> praxisorientierte Unterrichtsgestaltung.<br />

oder edith.richter-schindele@<br />

regens-wagner.de) im Rottenbucher<br />

Kloster eingegangen sein.<br />

„Mit weniger Schülern wäre es<br />

aus wirtschaftlicher Sicht nicht<br />

stemmbar“, sagt Richter-Schindele,<br />

die sich allerdings sicher ist,<br />

ausreichend Interessenten zu fin<strong>den</strong>.<br />

Allein deshalb, weil Rottenbuch<br />

die einzige Anlaufstelle <strong>für</strong><br />

diese Ausbildung weit und breit<br />

sein wird. „Die nächstgelegenen<br />

Schulen wären in München und<br />

Augsburg.“ Und ein erstes Dutzend<br />

brauchbarer Bewerbungen<br />

sei ohnehin schon eingegangen.<br />

„Sogar von einer Frau mit über<br />

50 Jahren.“ Ein exemplarisches<br />

Beispiel <strong>für</strong> einen Beruf, der nach<br />

oben keine Altersbeschränkung<br />

kennt. Mehr als 30 Schüler können<br />

allerdings nicht aufgenommen<br />

wer<strong>den</strong>. „Wir starten diese<br />

Fachausbildung mit einer Klasse.“<br />

Menschen mit Lebenserfahrung,<br />

die sich beruflich nochmals umorientieren<br />

möchten, im Idealfall<br />

natürlich Eltern von Kindern, die<br />

dieses Alter von sechs bis zwölf<br />

Jahren bereits hinter sich haben,<br />

eigenen sich in <strong>den</strong> Augen von<br />

Richter-Schindele besonders gut.<br />

Theoretisch komme aber jeder in<br />

Frage, der teamfähig ist, gerne mit<br />

Kindern arbeiten möchte und vor<br />

allem Lust hat auf dieses „besonders<br />

spannende Alter“ der zu betreuen<strong>den</strong><br />

Jungs und Mädels. Von<br />

extrem wissbegierig und lernfähig<br />

bis zu schlecht gelaunt ist alles dabei.<br />

Langweilig dürfte <strong>den</strong> zukünftigen<br />

Schulkindbetreuern insofern<br />

nicht wer<strong>den</strong>. Umso wichtiger<br />

aber ist eine fundierte Ausbildung.<br />

Entsprechend vollgepackt sind<br />

diese zwei Jahre mit theoretischen<br />

und praktischen Lehrinhalten.<br />

Nur im ersten Jahr<br />

viel Theorie<br />

<strong>Das</strong> erste Ausbildungsjahr zur Pädagogischen<br />

Fachkraft <strong>für</strong> Grundschulkindbetreuung<br />

besteht aus<br />

Vollzeit-Schulunterricht, gepaart<br />

mit insgesamt fünf Wochen Praktikum.<br />

Die Fächer: Pädagogik,<br />

Psychologie und Heilpädagogik.<br />

Praxis- und Metho<strong>den</strong>lehre.<br />

Deutsch, Politik und Gesellschaft.<br />

Recht, Verwaltung und Organisation.<br />

Sprachliche Bildung. Mathematik<br />

und Naturwissenschaften.


CHANCEN FÜR IHR KIND!<br />

Die Privaten Oberlandschulen in Weilheim<br />

WIRTSCHAFTSSCHULE<br />

(staatl. anerkannt)<br />

KAUFMÄNNISCHE SCHULE<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Büromanagement (staatl. anerkannt)<br />

Neu!<br />

Jetzt schon<br />

ab der 6. Klasse!<br />

FREMDSPRACHENSCHULE<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Fremdsprachen/Fachrichtung Wirtschaft (staatl. anerkannt)<br />

Soll ab Anfang 2022 neu bezogen wer<strong>den</strong>: <strong>Das</strong> Bräuhaus im Kloster<br />

Rottenbuch, das im September 2018 lichterloh gebrannt hatte.<br />

Umwelt- und Gesundheitsbildung.<br />

Religiöse und Ethische Bildung.<br />

Inwieweit sinnvoll ganztägige Betreuungsangebote<br />

<strong>für</strong> Schulkinder<br />

Bewegungspädagogik. Medienbildung.<br />

generell sind, teilt die Meinungen<br />

Ästhetische, musikalische<br />

Bildung. Und Englisch. Allein die<br />

von Eltern, Lehrern und Schülern.<br />

Die einen sehen Eltern in der Erziehungspflicht.<br />

Anzahl der Fächer deutet auf ein<br />

Andere be<strong>für</strong>-<br />

straffes Programm hin, das 36 worten <strong>den</strong> zeitgemäßen Weg im<br />

Unterrichtsstun<strong>den</strong> die Woche Höher, Schneller, Weiter. Edith<br />

voraussetzt. Immer von Montag Richter-Schindele hat selbst eine<br />

bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr inzwischen 16-jährige Tochter,<br />

sowie zusätzlich an ein bis zwei<br />

Nachmittagen. <strong>Das</strong> zweite Jahr dagegen<br />

ist sehr praxisbezogen – die<br />

meiste Zeit verbringen die Absolventen<br />

dann in einer Einrichtung<br />

<strong>für</strong> Schulkindbetreuung, sind dort<br />

festangestellt und verdienen dabei<br />

auch gutes Geld. Die Fachschule<br />

in Rottenbuch wird in diesem<br />

Jahr nur <strong>für</strong> noch Seminar-Tage<br />

mit wählbaren Themen besucht.<br />

140 Stun<strong>den</strong> insgesamt sind hier<strong>für</strong><br />

vorgesehen. Mit welchen Einrichtungen<br />

die Regens-Wagner-<br />

Fachschule letztlich kooperieren<br />

wird <strong>für</strong> diese neue Ausbildung,<br />

steht noch nicht endgültig fest.<br />

Die Auswahl hier<strong>für</strong> ist aber groß.<br />

Grundschulen mit Mittagsbetreuung,<br />

„die ich bewusst sehr früh und<br />

<strong>für</strong> relativ lange Zeit in Nachmittagsbetreuung<br />

gegeben habe“.<br />

Und bereut diesen Schritt keine<br />

Sekunde. „Durch das Leben in der<br />

Betreuungsgemeinschaft ist sie in<br />

kurzer Zeit zu einer zielstrebigen,<br />

selbständigen Person gereift, die<br />

ohne Probleme durch die Schule<br />

marschiert.“ Ein Positiv-Effekt,<br />

der auch bei anderen betreuten<br />

Schulkindern zu erkennen ist. Vor<br />

allem dann, wenn die Betreuer<br />

explizit da<strong>für</strong> ausgebildet wur<strong>den</strong>,<br />

<strong>den</strong> Schülern in Sachen Hausaufgaben-<br />

und Lernhilfe ebenso viel<br />

zu bieten haben wie beim Thema<br />

Freizeitgestaltung. Genau deshalb<br />

nimmt nun auch die Rottenbucher<br />

Kinderhorte, Kinderhäu-<br />

Fachakademie <strong>für</strong> Sozialpädago-<br />

ser und Kinder-Tagesheime, die gik diesen neuen, in der Region<br />

Kinderhilfe Oberland, offene und einzigartigen Ausbildungsberuf<br />

geschlossene Ganztagsschulen, in ihr Lehrprogramm auf – auch<br />

Förderschulen sowie viele weitere<br />

Anlaufstellen in näherer und<br />

weiterer Umgebung sind hier<strong>für</strong><br />

wenn der vom Staat bestimmte<br />

Name „Pädagogische Fachkraft <strong>für</strong><br />

Grundschulkindbetreuung“ etwas<br />

geeignet.<br />

sperrig klingt.<br />

js<br />

GYMNASIUM (staatl. genehmigt)<br />

Jetzt ist<br />

Anmeldezeit!<br />

WIRTSCHAFTSSCHULE<br />

KAUFMÄNNISCHE SCHULE<br />

FREMDSPRACHENSCHULE<br />

OBERLANDSCHULEN<br />

GYMNASIUM<br />

GEMEINSAM ZUM ZIEL<br />

Private Oberlandschulen Weilheim e. V. | Leprosenweg 14 | D-82362 W eilheim i.OB | Tel 0881 9253503 | www.oberlandschulen.de<br />

alle <strong>Ausgabe</strong>n online unter<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Staatlich geprüfte/r<br />

Maschinenbautechniker/in<br />

KERN.Architekten ©Photostudio Julia Schambeck<br />

Ausbildung in Vollzeit oder<br />

berufsbegleitender Teilzeit<br />

Burkhart-Grob-Schule<br />

Staatliche Fachschule<br />

(Technikerschule) <strong>für</strong><br />

Maschinenbautechnik<br />

Westernacher Straße 5<br />

87719 Mindelheim<br />

Tel. 08261 7620-0<br />

www.bsmn.de/<br />

verwaltung@bsmn.de<br />

Anmeldeschluss <strong>für</strong> das<br />

Schuljahr <strong>2021</strong>/2022:<br />

26. <strong>März</strong> <strong>2021</strong><br />

<strong>2021</strong> <strong>Ausgabe</strong> Feb Altlandkreis_01.indd 1 03.02.<strong>2021</strong> 11:08:16<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 37


Zu 50 Jahren FOS und BOS in Weilheim<br />

Starke Persönlichkeiten<br />

mit Berufserfahrung<br />

Blick auf <strong>den</strong> Haupteingang der FOS und BOS in Weilheim. Die quote unter <strong>den</strong> Abschluss-Schülern liegt bei über 90<br />

Erfolgs-<br />

Prozent.<br />

Weilheim | Wer sich nach der<br />

Grundschule <strong>für</strong> die Mittel-, Realoder<br />

Wirtschaftsschule entscheidet,<br />

kann trotzdem das Abitur<br />

erlangen. Möglich machen dies<br />

Fach- und Berufsoberschulen, die<br />

erstmals im Jahre 1970 ins Leben<br />

gerufen wur<strong>den</strong>. Damit zählt die<br />

FOS und BOS in Weilheim zum<br />

„Kind der ersten Stunde“. Schüler<br />

und Schülerinnen sowie junge<br />

Männer und Frauen können dort<br />

nach erfolgreichem Abschluss der<br />

Mittleren Reife, oder nach erfolgreichem<br />

Abschluss einer beruflichen<br />

Ausbildung, ihr Fachabitur,<br />

optional auch das allgemeine Abitur<br />

über <strong>den</strong> sogenannten zweiten<br />

Bildungsweg absolvieren. Einzige<br />

Voraussetzung <strong>für</strong> eine erfolgreiche<br />

Aufnahme an dieser speziellen<br />

Schulform: Ein Notendurchschnitt<br />

von mindestens 3,5 in <strong>den</strong> Fächern<br />

Mathematik, Deutsch und Englisch.<br />

Der größte Unterschied an<br />

einer FOS oder BOS im Vergleich<br />

zum klassischen Gymnasium: Die<br />

Auswahl von Fachrichtungen. In<br />

Weilheim wer<strong>den</strong> mit Sozialwesen,<br />

Wirtschaft, Technik sowie<br />

Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie<br />

(ABU) vier „Zweige“<br />

angeboten. „Was in unserer<br />

Region einzigartig ist und viele<br />

gar nicht wissen“, sagt Schulleiter<br />

Christian Dick sichtlich mit Stolz.<br />

Weder in Landsberg, Kaufbeuren<br />

noch an der privaten FOS und<br />

BOS in Garmisch-Partenkirchen<br />

gebe es diesen ABU-Zweig. „Die<br />

nächste Anlaufstelle hier<strong>für</strong> wäre<br />

dann schon München.“ Insofern<br />

ist die Weilheimer Fach- und Berufsoberschule<br />

nicht nur die mit<br />

der meisten Erfahrung, sondern<br />

auch die mit dem breitesten Angebotsspektrum<br />

<strong>für</strong> ambitionierte<br />

Schüler aus dem Oberland. Aktuell<br />

zählt das orange-rote Haus an<br />

der Kerschensteinerstraße 550 (!)<br />

Schüler. Die meisten kommen aus<br />

dem Weilheim-Schongauer Landkreis,<br />

einige aber auch aus <strong>den</strong><br />

benachbarten Landkreisen Landsberg<br />

am Lech und Starnberg. Am<br />

häufigsten entschei<strong>den</strong> sich die<br />

Schüler <strong>für</strong> <strong>den</strong> sozialen Zweig,<br />

gefolgt von Wirtschaft, Technik<br />

und dem <strong>für</strong> viele nach wie vor<br />

exotischen ABU, der zum Beispiel<br />

prädestiniert ist <strong>für</strong> eine spätere<br />

Ausbildung oder ein duales Studium<br />

in bio- und chemietechnologischen<br />

Bereichen, Stichwort<br />

„Roche GmbH“ in Penzberg.<br />

Während der Weg zum Abitur über<br />

ein Gymnasium strikt vorgegeben<br />

ist, könnte der Weg über eine<br />

FOS oder BOS flexibler nicht sein.<br />

Christian Dick spricht an dieser<br />

Stelle vom gestuften Ein- und Ausstieg.<br />

Wer sich die elfte Klasse FOS<br />

oder die zwölfte Klasse BOS nicht<br />

auf Anhieb zutraut, kann sich <strong>für</strong><br />

eine Vorklasse entschei<strong>den</strong>, wird<br />

so über ein zusätzliches Schuljahr<br />

an das deutlich höhere Lehrniveau<br />

sanfter herangeführt. Dagegen<br />

haben besonders gute und ambitionierte<br />

Schüler wiederum die<br />

Möglichkeit, nach erfolgreichem<br />

Fachabitur nahtlos weiterzumachen,<br />

können über die 13. Klasse<br />

eine fachgebun<strong>den</strong>e Hochschulreife,<br />

oder mit Hinzunahme einer<br />

zweiten Fremdsprache sogar das<br />

allgemeine Abitur erlangen. Bei-<br />

38 | <strong>altlandkreis</strong>


de Möglichkeiten, sowohl die 13.<br />

Klasse als auch diese Vorklassen,<br />

wer<strong>den</strong> in Weilheim aktiv genutzt.<br />

Der Großteil der Schüler entscheidet<br />

sich jedoch <strong>für</strong> <strong>den</strong> ungestuften<br />

Ein- und Ausstieg mit dem klaren<br />

Ziel: Fachabitur, was bei Unternehmen,<br />

Fachhochschulen und Hochschulen<br />

sehr gefragt ist. Vor allem<br />

deshalb, weil FOS- und BOS-Schüler<br />

wertvolle Praxiserfahrungen<br />

aus dem „wahren Arbeitsleben“<br />

mitbringen, so in oft kurzer Zeit<br />

zu starken Persönlichkeiten reifen<br />

und sich im richtigen Berufsleben<br />

auffallend schnell zurechtfin<strong>den</strong>.<br />

Hintergrund: Die elfte Klasse FOS<br />

besteht nur zu 50 Prozent aus klassischem<br />

Schulunterricht – die restliche<br />

Zeit verbringen die Schüler<br />

wochenweise in einem Betriebspraktikum,<br />

dessen Arbeitsinhalte<br />

in <strong>den</strong> Schulunterricht miteinbezogen,<br />

analysiert und präsentiert<br />

wer<strong>den</strong>. Noch mehr Berufserfahrung<br />

bringen logischerweise BOS-<br />

Schüler mit, die bereits eine rund<br />

dreijährige Ausbildung hinter sich<br />

haben und insofern wissen, wie<br />

stark sich Schulbank-Theorie vom<br />

praktischen Arbeitsalltag unterscheidet.<br />

Kein Wunder also, das<br />

von FOS- und BOS-Lehrkräften immer<br />

wieder zu hören ist, wie gerne<br />

sie ihre Schüler unterrichten, mit<br />

ihnen zusammenarbeiten – viele<br />

packen nach ihren Praxiserfahrungen<br />

das Projekt „Fachabitur“ ehrgeiziger,<br />

respektvoller und pflichtbewusster<br />

an.<br />

Sehnsucht nach<br />

Präsenzunterricht<br />

An Weilheims FOS und BOS liegt<br />

die Abschluss-Erfolgsquote bei<br />

deutlich über 90 Prozent, womit<br />

Schulleiter Christian Dick sehr<br />

zufrie<strong>den</strong> sein kann. Auch im turbulenten<br />

Corona-Jahr 2020 haben<br />

seine Lehrer und Schüler das Beste<br />

aus dieser unvorhergesehenen<br />

Situation gemacht. <strong>Das</strong> „Corona-<br />

Abi“ sei laut Christian Dick <strong>für</strong> alle<br />

Schüler fair, aber nicht geschenkt<br />

gewesen. 93 Prozent haben genaugenommen<br />

das Fachabi oder<br />

allgemeine Abitur seit 2020 neu in<br />

der Tasche. Damit waren auch die<br />

insgesamt 52 Lehrkräfte, „mit <strong>den</strong>en<br />

wir selbst im Falle von Vertretungen<br />

gut aufgestellt sind“, sehr<br />

zufrie<strong>den</strong>. Und auch die Coronabedingte<br />

Umstellung von Präsenzauf<br />

Distanz-Unterricht habe laut<br />

Christian Dick gut geklappt. „Gerade<br />

Lehrer, die dieser Umstellung<br />

am Anfang extrem skeptisch gegenüberstan<strong>den</strong>,<br />

blühen in ihrer<br />

neuen Rolle als Online-Lehrer regelrecht<br />

auf.“ Trotzdem wünschen<br />

sich der Schulleiter und seine Kollegschaft<br />

inständig, so schnell wie<br />

möglich zum alten Unterrichtssystem<br />

zurückzukehren. Allen voran<br />

das soziale Miteinander gehe Lehrern<br />

wie Schülern gleichermaßen<br />

ab. Und auch didaktisch betrachtet<br />

sei ein Face-to-Face-Unterricht<br />

durch nichts zu ersetzen.<br />

Viele Wege<br />

führen aufs Hörnle<br />

Abgesehen davon ist die FOS und<br />

BOS in Weilheim bekannt <strong>für</strong> tolle,<br />

teambil<strong>den</strong>de Projekte, bei <strong>den</strong>en<br />

die Schülerinnen und Schüler<br />

ähnlich aufblühen wie im Rahmen<br />

ihrer Betriebspraktika. „Kennenlern-Tage“<br />

auf der Staffelseeinsel<br />

„Libi“, „Jugend debattiert“ und<br />

„Schule ohne Rassismus“ heißen<br />

die gelebten Aktionen, die in Zeiten<br />

von Corona jedoch wenig bis<br />

gar nicht umgesetzt wer<strong>den</strong> können.<br />

Bewirb dich über unser<br />

Bewerberportal unter:<br />

www.hochland-group.com/schueler<br />

Außerdem wäre da noch das<br />

50-jährige Gründungsjubiläum<br />

der weiterführen<strong>den</strong> Schule nachzuholen.<br />

Bereits 2019 wurde hier<strong>für</strong><br />

ein Festausschuss gebildet,<br />

der <strong>für</strong> 2020 eine Festwoche mit<br />

buntem Rahmenprogramm auf<br />

die Beine gestellt hatte. „Die Hoffnung<br />

ist nach wie vor da, dass wir<br />

unser Jubiläumsfest, zumindest in<br />

abgespeckter Form, wenigstens<br />

dieses Jahr nachholen können“,<br />

sagt Christian Dick, der übrigens<br />

selbst seit 20 (!) Jahren an der FOS<br />

und BOS in Weilheim arbeitet, seit<br />

zwei Jahren deren Schulleiter ist<br />

und selbst über <strong>den</strong> zweiten Bildungsweg<br />

zum Abitur gekommen<br />

ist. Er absolvierte nach erfolgreichem<br />

Abschluss der Realschule<br />

eine Lehre zum Bankkaufmann,<br />

Werde Azubi<br />

bei Hochland!<br />

Unser Ausbildungsangebot<br />

hatte dann aber das Gefühl, „dass<br />

es das noch nicht gewesen ist“.<br />

Insofern dient sein Werdegang als<br />

Paradebeispiel <strong>für</strong> ambitionierte<br />

Mittel- oder Realschüler, die Lust<br />

auf ein nächsthöheres Bildungs-<br />

Level haben. „Ich vergleiche das<br />

immer mit dem Bergsteigen oder<br />

Wandern am Beispiel Hörnle.“<br />

Es gibt die Bahnfahrer, die Leistungssportler,<br />

die <strong>den</strong> schnellsten,<br />

direktesten Weg zu Fuß suchen,<br />

oder die Genußtourer, die am<br />

liebsten über einen Umweg oben<br />

an der Hütte ankommen. <strong>Das</strong> Ziel<br />

dieser unterschiedlichen Typen ist<br />

jedoch das gleiche: Fachabitur mit<br />

Option auf das allgemeine Abitur.<br />

Die FOS und BOS in Weilheim<br />

macht’s hoffentlich auch die kommen<strong>den</strong><br />

50 Jahre möglich. js<br />

• Milchtechnologe (m/w/d)<br />

• Milchwirtschaftlicher Laborant (m/w/d)<br />

• Mechatroniker (m/w/d)<br />

• Industriemechaniker (m/w/d)<br />

• Elektroniker (m/w/d) <strong>für</strong> Betriebstechnik<br />

Deine Ansprechpartnerin:<br />

Monika Vogler, Ausbildungsleiterin<br />

monika.vogler@hochland.com<br />

Tel.: 08381 502-334<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 39


AUSBILDUNG oder DUALES STUDIUM ?<br />

Ihr<br />

Ausbildungsangebote <strong>für</strong> 2022<br />

Bewerbungsschluss: 30. <strong>April</strong> <strong>2021</strong><br />

• Berufsausbildung zum<br />

Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)<br />

• Ausbildung zum Verwaltungswirt (m/w/d)<br />

Studienangebot <strong>für</strong> 2022<br />

...in die berufliche...<br />

Bewerbungsschluss: 30. Juni <strong>2021</strong><br />

• Praxisorientiertes Hochschulstudium<br />

zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) (m/w/d)<br />

...Zukunft!<br />

vielseitige<br />

Aufgabengebiete<br />

zukunftssichere<br />

Karrierechancen<br />

in der Region<br />

Bezahlung<br />

während des<br />

Studiums<br />

Mehr Infos erhalten Sie unter der Nummer 0881/681-1135 bei<br />

Frau Steidl oder im Internet unter www.weilheim-schongau.de<br />

Komm in unser Team!<br />

Feinwerkmechaniker (m/w/d)<br />

Metallbauer (m/w/d)<br />

Erstmal schnuppern? | Jetzt online zu deinem Praktikum<br />

anmel<strong>den</strong>: karriere.pfanzelt.com<br />

Als größter deutscher Hersteller <strong>für</strong> Forsttechnik umfasst<br />

das Produktprogramm heute neben Seilwin<strong>den</strong>, Rückeanhänger<br />

und Ladekranen auch Forstspezialtraktoren.<br />

Derzeit wer<strong>den</strong> rund 160 Mitarbeiter beschäftigt.<br />

www.pfanzelt.com<br />

Fachinformatiker <strong>für</strong> Anwendungsentwicklung<br />

Zwischen Bits, Bytes<br />

und smarten Kollegen<br />

Pöcking | „Es ist mein absoluter<br />

Traumberuf“, sagt David Dodlek<br />

über seine Ausbildung zum Fachinformatiker<br />

<strong>für</strong> Anwendungsentwicklung<br />

bei der Firma Lobster.<br />

Der Weg zum Softwareunternehmen<br />

aus Pöcking verlief <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

18-Jährigen jedoch nicht ganz direkt.<br />

Aber der Reihe nach: Schon<br />

zu Schulzeiten ist David Dodlek<br />

klar, dass er in seiner beruflichen<br />

Zukunft etwas mit Computern<br />

machen möchte. Nach der<br />

Mittleren Reife beginnt er seine<br />

Ausbildung zum Fachinformatiker<br />

<strong>für</strong> Anwendungsentwicklung<br />

in der IT-Abteilung eines Modeunternehmens.<br />

Allerdings: „Ich<br />

habe nach einer noch größeren<br />

Herausforderung gesucht.“ Er<br />

recherchiert – und findet Lobster.<br />

Da sein vorheriges Unternehmen<br />

zustimmt, kann David Dodlek bei<br />

Lobster direkt in seinem zweiten<br />

Lehrjahr weitermachen, muss seine<br />

Ausbildung nach dem Wechsel<br />

im Oktober 2020 nicht wieder bei<br />

null beginnen. Heute ergänzt der<br />

Azubi das Entwicklungsteam der<br />

Lobster DATA GmbH rund um Moritz<br />

Christian, Head of Software<br />

Development, und Geschäftsführer<br />

Steffen Brehme.<br />

Erfahrung mit Lobster-<br />

Softwarelösung<br />

Einen Vorteil, <strong>den</strong> David Dodlek<br />

direkt nach seinem Start in Pöcking<br />

ausspielen kann: Bereits<br />

bei der Modekette arbeitete er<br />

mit Lobster data, der Lobster-<br />

Softwarelösung <strong>für</strong> Daten- und<br />

So sieht die neue Firmenzentrale der Lobster-Gruppe aus. Anfang 2022<br />

soll der Umzug nach Tutzing stattfin<strong>den</strong>.<br />

Systemintegration. <strong>Das</strong> Vorwissen<br />

habe ihm in jedem Fall geholfen,<br />

betont er heute: „Lobster data ist<br />

eine Software, die <strong>für</strong> User, nicht<br />

<strong>für</strong> IT-Experten gemacht ist. Unsere<br />

Kun<strong>den</strong> müssen nichts programmieren.“<br />

Damit Lobster data<br />

<strong>für</strong> Benutzer leicht zu bedienen<br />

ist, leistet das Lobster-Entwicklerteam<br />

ganze Arbeit. Akribisch erledigt<br />

David Dodlek täglich seine<br />

mit Ausbildern und Vorgesetzten<br />

besprochene To-Do-Liste. Klingt<br />

eintönig, ist es ganz und gar<br />

nicht. Im Gegenteil, geht es doch<br />

täglich um neue kleine Projekte.<br />

Derzeit spezialisiert er sich auf die<br />

Entwicklung von Add-Ons, Hilfsprogrammen<br />

zur Erweiterung<br />

von Anwendungen, in Form von<br />

sogenannten Web-Components.<br />

Häufig erledigt er bereits Aufgaben,<br />

die nicht ganz alltäglich<br />

sind <strong>für</strong> einen Fachinformatiker-<br />

Azubi im zweiten Lehrjahr. „Da<br />

haben mir meine Vorkenntnisse<br />

geholfen“, sagt Dodlek über genau<br />

die Herausforderung, die er<br />

immer gesucht hat. Auch über die<br />

Zusammenarbeit innerhalb der<br />

Entwicklungsabteilung gerät der<br />

Jung-Informatiker ins Schwärmen.<br />

<strong>Das</strong> Bild, das so mancher<br />

noch immer von Mitarbeitern in<br />

IT-Berufen hat – introvertierte<br />

Zeitgenossen verstecken sich hinter<br />

dicken Brillen und noch größeren<br />

Bildschirmen – ist längst<br />

überholt und kann auch von David<br />

Dodlek so gar nicht bestätigt<br />

wer<strong>den</strong>. Die Bildschirme haben<br />

natürlich eine gewisse Größe,<br />

40 | <strong>altlandkreis</strong>


der Spaß kommt im Team aber<br />

keineswegs zu kurz. Derzeit allerdings<br />

meist virtuell, da die gesamte<br />

Lobster-Gruppe aufgrund<br />

der aktuellen Situation überwiegend<br />

im Homeoffice arbeitet.<br />

„Interesse, Neugier und vor allem<br />

Spaß an IT-Themen“, zählt Moritz<br />

Christian als Eigenschaften auf,<br />

die ein Auszubil<strong>den</strong>der mitbringen<br />

sollte, um im Beruf Fachinformatiker<br />

<strong>für</strong> Anwendungsentwicklung<br />

durchzustarten. Dazu<br />

sollten sich ein gewisses Logikverständnis,<br />

aber auch Kommunikationsfähigkeit<br />

und Recherche-<br />

Kompetenzen gesellen. All das<br />

trifft auf David Dodlek zu. Lobster<br />

bietet ihm im Gegenzug die Möglichkeit,<br />

eigenständig zu arbeiten,<br />

Schwerpunkte zu setzen. „Allein<br />

Lobster data und generell EDI –<br />

elektronischer Datenaustausch –<br />

sorgen <strong>für</strong> eine große Themen-<br />

Vielfalt“, erklärt Moritz Christian,<br />

der mit einem deutlichen Augenzwinkern<br />

ergänzt: „Kaffee kochen<br />

muss David nur selten.“ Auch die<br />

späteren Übernahmechancen stehen<br />

sehr gut <strong>für</strong> David Dodlek, der<br />

alle fünf, sechs Wochen zum einoder<br />

zweiwöchigen Blockunterricht<br />

die Berufsschule in München<br />

besucht. Da derzeit Präsenz nicht<br />

erlaubt ist, findet der Unterricht<br />

online statt.<br />

Digitale Transformation<br />

neu <strong>den</strong>ken<br />

Während viele Branchen aufgrund<br />

der Corona-Pandemie in der Krise<br />

stecken, boomt die IT-Branche<br />

nach wie vor. Insbesondere, wenn<br />

man wie Lobster zum Ziel hat,<br />

andere Unternehmen bei deren<br />

Digitalisierung zu unterstützen.<br />

Unter der Überschrift „Digitale<br />

Transformation neu <strong>den</strong>ken“<br />

veröffentlichte Lobster erst kürzlich<br />

seine Unternehmensvision.<br />

Grundtenor: Menschen, Dinge und<br />

Systeme nahtlos miteinander zu<br />

verbin<strong>den</strong>. Bereits seit 2002 bietet<br />

die Lobster-Gruppe seinen Kun<strong>den</strong><br />

drei Integrationsprodukte und<br />

mittlerweile auch ein eigenes<br />

Portal <strong>für</strong> die Logistikbranche.<br />

Die große Stärke bei allen<br />

Lösungen ist die anwenderfreundliche<br />

No-Code-Technologie.<br />

Damit müssen Benutzer<br />

nicht selbst programmieren,<br />

sondern dank des Einsatzes<br />

visueller Techniken „lediglich“<br />

konfigurieren. Somit können<br />

Entwickler entlastet und<br />

Business-Verantwortliche in<br />

die Lage versetzt wer<strong>den</strong>, Digitalisierungsstrategien<br />

unternehmensindividuell<br />

umzusetzen.<br />

<strong>Das</strong> scheint gut anzukommen,<br />

<strong>den</strong>n: Seit 2015 konnte Lobster seinen<br />

Umsatz mehr als verdoppeln,<br />

die Beschäftigungszahl stieg im<br />

selben Zeitraum von 60 auf 160.<br />

Konzentriertes Arbeiten: David Dodlek ist im zweiten Jahr seiner Ausbildung<br />

zum Fachinformatiker <strong>für</strong> Anwendungsentwicklung.<br />

Nicht zuletzt deshalb wurde Lobster<br />

Ende 2020 vom Bayerischen<br />

Staatsministerium <strong>für</strong> Wirtschaft<br />

als eines der 50 erfolgreichsten<br />

Mittelstandsunternehmen im<br />

Du hast ein Ziel?<br />

HIER kannst<br />

DU es erreichen! - auch als Quereinsteiger<br />

Freistaat ausgezeichnet – Bayerns<br />

Best 50. Prämiert wur<strong>den</strong> Firmen,<br />

die über einen Zeitraum von fünf<br />

Jahren Umsatz und Mitarbeiterzahl<br />

überdurchschnittlich anheben<br />

konnten, organisch gewachsen<br />

sind sowie eine solide<br />

Eigenkapitalquote und einen<br />

hohen Digitalisierungsgrad<br />

aufweisen. Trotz aller professionellen<br />

Arbeitsstrukturen,<br />

versucht Lobster weiterhin ein<br />

familiäres Umfeld zu schaffen.<br />

<strong>Das</strong> bestätigt auch David Dodlek.<br />

Neben Fachinformatiker/<br />

innen <strong>für</strong> Anwendungsentwicklung<br />

bildet Lobster auch<br />

Fachinformatiker/innen <strong>für</strong><br />

Systemintegration sowie IT-<br />

Systemkaufleute aus. Ab Anfang<br />

2022 übrigens in der sich<br />

derzeit im Bau befindlichen neuen<br />

Firmenzentrale in Tutzing. Direkt<br />

gegenüber des Bahnhofs, damit<br />

wirklich jeder Lobster entspannt<br />

erreichen kann.<br />

js<br />

Wir bil<strong>den</strong> dich<br />

zum Industriemechaniker (m/w/d) aus<br />

Infos unter eirenschmalz.de<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 41


SAM <strong>2021</strong> – online und kontaktlos<br />

Neue Plattform<br />

<strong>für</strong> Azubis von morgen<br />

Altlandkreis | Die Schongauer<br />

Ausbildungsmesse wird Coronabedingt<br />

zum Schongauer Ausbildungsmarkt,<br />

der ab dem 1. <strong>März</strong><br />

<strong>2021</strong> stattfin<strong>den</strong> wird – kontaktlos<br />

und online. Mehr als 60 Firmen<br />

wer<strong>den</strong> sich im Rahmen dessen auf<br />

einer neuangelegten Internetseite<br />

(www.schongauer-ausbildungsmarkt.de)<br />

mit Adressen, Ansprechpartnern,<br />

Ausbildungsberufen, Berufsbeschreibungen,<br />

Verlinkungen<br />

von Firmen-Homepages und dem<br />

einen oder anderen Videoclip rund<br />

ums Thema Ausbildung <strong>den</strong> potentiellen<br />

Azubis von morgen präsentieren.<br />

„Da wir auch in diesem Jahr<br />

die Präsenzmesse in der Schongauer<br />

Lechsporthalle pandemiebedingt<br />

nicht durchführen können,<br />

haben wir nach einer effektiven Alternative<br />

gesucht“, sagt Alexander<br />

Berndt vom Organisations-Team<br />

der SAM <strong>2021</strong>. Mit einer übersichtlichen,<br />

<strong>für</strong> jedermann zugänglichen<br />

Online-Plattform ist dieses Vorhaben<br />

in jedem Falle geglückt. Beim<br />

Blick auf die Startseite von www.<br />

schongauer-ausbildungsmarkt.de<br />

entdeckt der Nutzer unter anderem<br />

<strong>den</strong> Reiter „Ausbildungsplätze“,<br />

über <strong>den</strong> die Rubriken Industrie,<br />

Handwerk, Handel, Gesundheit<br />

sowie öffentlicher und sozialer<br />

Bereich abrufbar sind. Dahinter<br />

verstecken sich wiederum alle<br />

teilnehmen<strong>den</strong> Firmen, ihrer<br />

jeweiligen Branche zugeordnet.<br />

Die an der Online-Plattform<br />

teilnehmen<strong>den</strong> Betriebe kommen<br />

überwiegend aus dem<br />

kompletten Landkreis Weilheim-<br />

Schongau, sowie zu Teilen aus<br />

42 | <strong>altlandkreis</strong><br />

<strong>den</strong> benachbarten Landkreisen<br />

Ostallgäu, Landsberg am Lech und<br />

Garmisch-Partenkirchen. Einzelne<br />

Firmen oder Institutionen sitzen<br />

sogar in Kempten, Rosenheim oder<br />

Bad Wörishofen. Neben allseits<br />

bekannten Industriebetrieben wie<br />

Aerotech, ept, Hirschvogel, Hoerbiger,<br />

UPM, Hochland, Zarges,<br />

Eirenschmalz oder Roche stellen<br />

auch einige Handwerks-Betriebe<br />

ihre Ausbildungsberufe umfassend<br />

vor. Metzgerei Boneberger, Glasund<br />

Fensterbau Huber, Spenglerei<br />

Hein oder Elektro Schöffmann<br />

sind nur wenige Beispiele. Nicht<br />

zu vergessen sind kaufmännische<br />

Berufe, die in Banken, bei Krankenversicherungen<br />

oder in Automobilhäusern<br />

ausgebildet wer<strong>den</strong>.<br />

Aber auch die Chance auf eine<br />

Beamtenlaufbahn, zum Beispiel<br />

durch ein Duales Studium beim<br />

Landratsamt, oder eine Ausbildung<br />

beim Zoll. Besonders wichtig, und<br />

seit Beginn der Coronapandemie<br />

mit längst verdienter, höherer<br />

Wertschätzung: Pflegeberufe, die<br />

in Schongau und Umgebung zu<br />

Hauf ausgebildet wer<strong>den</strong>. Zum<br />

Beispiel in <strong>den</strong> Berufsfachschulen<br />

der Regens-Wagner-Stiftung oder<br />

der Krankenhaus GmbH. Kurzum:<br />

Ob männlich, weiblich oder diverse,<br />

aus Mittelschule, Realschule<br />

oder vom Gymnasium – alle, die<br />

<strong>für</strong> kommendes Jahr eine Lehrstelle<br />

suchen, haben trotz Coronakrise<br />

beste Aussichten, eine passende zu<br />

fin<strong>den</strong>.<br />

Zugänglich bis in<br />

<strong>den</strong> Herbst<br />

Selbstverständlich wird nach der<br />

kurzfristigen SAM-Absage im Frühjahr<br />

2020 auch dieses Jahr der<br />

Charme einer Präsenzveranstaltung<br />

fehlen: Die eifrige Teilnahme<br />

an Gewinnspielen, das Zertrümmern<br />

eines Sicherheitsglases, die<br />

Vier-Augen-Unterhaltung zwischen<br />

Schülern, Ausbildern und Azubis.<br />

Und <strong>den</strong>noch bietet die aus der Not<br />

heraus geborene Online-Plattform<br />

entschei<strong>den</strong>de Vorteile gegenüber<br />

einer Präsenzveranstaltung – ins<br />

Internet können die Azubis von<br />

morgen, ihre Lehrer sowie Eltern<br />

jederzeit, rund um die Uhr. Insofern<br />

bleibt <strong>den</strong> Schülern viel mehr<br />

Zeit, sich in aller Ruhe durch die<br />

informativen Seiten der ausstellen<strong>den</strong><br />

Ausbildungsbetriebe, Behör<strong>den</strong><br />

und Fachschulen zu klicken,<br />

sich Ausbildungsprofile detailliert<br />

durchzulesen sowie im<br />

Falle eines konkreten Interesses<br />

direkten Kontakt zu Ausbildern –<br />

telefonisch oder per E-Mail –<br />

aufzunehmen. Laut Veranstalter<br />

bleibt die Internetseite der SAM<br />

<strong>2021</strong>, die bereits am 1. <strong>März</strong> online<br />

geht, auf je<strong>den</strong> Fall bis in<br />

<strong>den</strong> Herbst hinein zugänglich. js


Für angehende Azubis und Stu<strong>den</strong>ten<br />

<strong>Das</strong> Berufsbildungsforum<br />

Altlandkreis | Hochschulforum und<br />

Jobmesse können aufgrund Corona<br />

auch im Jahr <strong>2021</strong> nicht als<br />

Präsenzveranstaltung stattfin<strong>den</strong>.<br />

Daher hat die Kreisentwicklung des<br />

Landkreises Weilheim-Schongau<br />

mit Partnern und Kooperationspartnern<br />

beschlossen, beide Messen<br />

zusammenzulegen und sie<br />

in digitaler Form durchzuführen.<br />

Unter dem Namen „Berufsbildungsforum“<br />

können sich Schüler,<br />

Stu<strong>den</strong>ten, Lehrer, Eltern und die<br />

interessierte Öffentlichkeit unter<br />

www.berufsbildungsforum.de kostenfrei<br />

über zahlreiche regionale<br />

wie überregionale Ausbildungsplätze<br />

und Studiengänge informieren.<br />

Die Plattform wird ab Montag,<br />

15. <strong>März</strong>, <strong>für</strong> insgesamt drei Monate<br />

online gehen. Im Mittelpunkt der<br />

übersichtlich gestalteten Homepage<br />

stehen dann die virtuellen<br />

Messestände aller Teilnehmer.<br />

Hochschulen und Universitäten aus<br />

Bayern, zum Teil auch aus Österreich,<br />

sowie Ausbildungsbetriebe<br />

und Institutionen aus verschie<strong>den</strong>en<br />

Branchen und Bereichen, stellen<br />

ihre Angebote vor. Insgesamt<br />

hält die Internetseite des Berufsbildungsforums<br />

120 virtuelle Ausstellungsplätze<br />

bereit.<br />

Auftakt mit<br />

Live-Vorträgen<br />

Zum offiziellen Beginn der Online-Messe<br />

wird Landrätin Andrea<br />

Jochner-Weiß am Montag, 15.<br />

<strong>März</strong>, um 14 Uhr virtuell begrüßen.<br />

Gefolgt von einem rund einstündigen<br />

Highlight, das unter die Haut<br />

gehen wird: Ein Motivationsvortrag<br />

<strong>für</strong> Schüler, live vorgetragen<br />

von einem professionellen Coach.<br />

Neben <strong>den</strong> zahlreichen virtuellen<br />

Messestän<strong>den</strong> aller teilnehmen<strong>den</strong><br />

Betriebe, Universitäten, Hoch- und<br />

Fachschulen ist die erste Woche<br />

des Berufsbildungsforums mit<br />

weiteren Programm-Highlights<br />

gespickt. Am Dienstag, 16. <strong>März</strong>,<br />

und Mittwoch, 17. <strong>März</strong>, wer<strong>den</strong><br />

zwischen 14 und 17 Uhr jede Menge<br />

Live-Vorträge zu Themen wie<br />

„Online-Bewerbung“ oder „Tipps<br />

<strong>für</strong> ein Vorstellungsgespräch“ von<br />

Ausbildern, IHK-Experten sowie<br />

Vertretern der Agentur <strong>für</strong> Arbeit<br />

und anderen stattfin<strong>den</strong>. Am Donnerstag,<br />

18. <strong>März</strong>, und Freitag, 19.<br />

<strong>März</strong>, wer<strong>den</strong> mehrere Hochschulvertreter<br />

spannende 20-Minuten-<br />

Vorträge halten.<br />

Kontaktaufnahme<br />

via Videochat<br />

Christiane Wurm, Kreisentwicklung<br />

<strong>für</strong> Weilheim-Schongau, berichtet<br />

von durchwegs positiven Resonanzen:<br />

„Die Unternehmen, Institutionen,<br />

Universitäten und Hochschulen<br />

zeigen sich sehr erfreut, dass<br />

sie auf der virtuellen Plattform ihre<br />

Angebote zu Ausbildung und Studium<br />

vorstellen können.“ In Zeiten<br />

von Corona seien die Möglichkeiten,<br />

miteinander ins Gespräch zu<br />

kommen, stark eingeschränkt. Im<br />

Rahmen des Berufsbildungsforums<br />

haben Ausbildungsbetriebe,<br />

Fachschulen und Universitäten<br />

<strong>den</strong>noch die Möglichkeit, sich<br />

Schülern, Lehrern und Eltern umfassend<br />

und in aller Ruhe zu präsentieren.<br />

Unter anderem auch via<br />

Textchat, E-Mail oder Videoschalte,<br />

wodurch sich Schüler und Ausbilder<br />

auf Augenhöhe begegnen können<br />

– und somit doch ein gewisses<br />

Flair einer Präsenzveranstaltung gegeben<br />

ist.<br />

js<br />

Unsere Ausbildungsplätze am Standort Wessobrunn-Forst<br />

Als weltweit führender Spezialist <strong>für</strong> Maschinen zur Blechbearbeitung<br />

entwickeln wir, die Hans Schröder Maschinenbau GmbH, Lösungen <strong>für</strong><br />

Industrie und Handwerk. Unsere hochmoderne Fertigung ist ein wichtiger<br />

Schlüssel zum Erfolg. Wir suchen junge Technik begeisterte Menschen mit<br />

Potenzial und Visionen, die sich in unserem Team entwickeln wollen.<br />

Folgende Ausbildungsberufe (w/m/d) bieten wir:<br />

• Fachinformatiker <strong>für</strong> Systemintegration (<strong>2021</strong>/2022)<br />

• Feinwerkmechaniker (<strong>2021</strong>/2022)<br />

• Kaufmann <strong>für</strong> Büromanagement (2022)<br />

• Mechatroniker (2022)<br />

• Elektroniker <strong>für</strong> Betriebstechnik (2022)<br />

Bewerbungen richten Sie bitte an:<br />

Hans Schröder Maschinenbau GmbH I Feuchten 2<br />

82405 Wessobrunn-Forst I Tel.: +49 8809 9220-0<br />

E-Mail: bewerbung@schroedergroup.eu<br />

Jetzt<br />

bewerben!<br />

www.schroedergroup.eu<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 43


44 | <strong>altlandkreis</strong>


Sonderteil<br />

BAUEN &<br />

WOHNEN<br />

Was sich seit 1. Februar geändert hat<br />

Der Freistaat hat<br />

eine neue Bauordnung<br />

Altlandkreis | Seit 1. Februar <strong>2021</strong><br />

gilt <strong>für</strong> ganz Bayern eine neue Bauordnung.<br />

„Wir möchten damit <strong>den</strong><br />

Bereich Bauen und Wohnen effektiver<br />

vorantreiben, ihn einfacher,<br />

schneller, kostengünstiger und<br />

flächensparender machen“, sagt<br />

die Bayerische Bau- und Verkehrsministerin<br />

Kerstin Schreyer, die im<br />

Rahmen einer Kurzvorstellung Änderungen<br />

in <strong>den</strong> Bereichen Baugenehmigungsfrist,<br />

Abstandsflächenrecht,<br />

Bauen mit Holz, Stellplätze<br />

und Mobilität sowie Dachgeschoss<br />

und Aufzug erläutert.<br />

Drei-Monats-Frist: Für die Genehmigung<br />

von Wohnbauten, zum<br />

Beispiel Einfamilien- oder Mehrparteienhäuser,<br />

gilt seit Anfang<br />

Februar eine Drei-Monats-Frist,<br />

die besagt: Ab Eingang eines vollständigen<br />

(!) Bauantrags bei der<br />

zuständige Baugenehmigungsbehörde,<br />

hat diese drei Monate<br />

Zeit, über diesen eingegangenen<br />

Antrag zu entschei<strong>den</strong>. Meldet sich<br />

die zuständige Behörde innerhalb<br />

dieser Frist nicht, gilt der Bauantrag<br />

automatisch als genehmigt.<br />

Für <strong>den</strong> Weilheim-Schongauer<br />

Landkreis ist hier<strong>für</strong> das Bauamt<br />

des Landratsamtes zuständig.<br />

Abstandsflächenrecht: Hier wird<br />

geregelt, wie groß der Abstand<br />

zwischen einzelnen Gebäu<strong>den</strong><br />

sein muss. Nur so kann gewährleistet<br />

wer<strong>den</strong>, dass die jeweiligen<br />

Bewohner ausreichend natürliches<br />

Licht sowie Belüftungsmöglichkeiten<br />

haben, darüber hinaus ein<br />

gewisser sozialer Abstand <strong>für</strong> ausreichend<br />

Privatsphäre eingehalten<br />

wird. Im Rahmen der neuen Bauordnung<br />

wurde die Abstandsfläche<br />

auf 40 Prozent der jeweiligen<br />

Wandhöhe reduziert. Heißt: Ein<br />

Haus mit zehn Meter hohen Wän<strong>den</strong><br />

braucht einen Abstand von<br />

vier Metern. Der Abstand zwischen<br />

diesem und einem benachbarten,<br />

ebenfalls zehn Meter hohen Gebäude,<br />

müsste somit acht Meter<br />

(zwei Mal vier) betragen. Grundsätzlich<br />

gilt immer: Ein Mindestabstand<br />

von drei Metern, der nicht<br />

unterschritten wer<strong>den</strong> darf.<br />

Nach alter Regelung waren die<br />

Hausabstände etwas großzügiger,<br />

aber auch komplexer definiert. Es<br />

gab ein sogenanntes 16-Meter-Privileg,<br />

das besagte: Gebäude, die<br />

an zwei Seiten weniger als 16 Meter<br />

lang oder breit sind, dürfen an<br />

diesen zwei Seiten eine halbierte<br />

Abstandsfläche haben – also 50<br />

Prozent der Wandhöhe. Die bei<strong>den</strong><br />

anderen Gebäudeseiten brauchten<br />

dagegen einen Abstand von 100<br />

Prozent der jeweiligen Wandhöhe.<br />

Insofern ist der Unterschied durch<br />

die Einführung dieser 40-Prozent-<br />

Regelung, die sich immer auf alle<br />

vier Seiten eines Gebäudes bezieht,<br />

ziemlich deutlich.<br />

Es sei <strong>den</strong>n, Gemein<strong>den</strong> machen<br />

von einer Ermächtigung gebrauch,<br />

wonach sie Abstandsflächen abweichend<br />

der gesetzlichen Regelung<br />

bestimmen dürfen. Im Landkreis<br />

Weilheim-Schongau trifft das<br />

immerhin auf rund 50 Prozent aller<br />

Gemein<strong>den</strong> zu.<br />

Parkettbö<strong>den</strong><br />

verschie<strong>den</strong>e Holzarten,<br />

versiegelt oder lackiert<br />

Vinylbö<strong>den</strong><br />

sich die Gemeinde innerhalb von<br />

Laminatbö<strong>den</strong><br />

Ahorn, Buche, Eiche,<br />

Nußbaum, u.v.m.<br />

Bauen mit Holz: Neu ist auch die<br />

Regelung in Sachen Bauen mit<br />

Holz, das bislang nur bei Gebäu<strong>den</strong><br />

mit maximal drei Etagen erlaubt<br />

war. Seit 1. Februar aber<br />

gilt: Bauen mit Holz wird auch <strong>für</strong><br />

Gebäude mit bis zu sieben Etagen<br />

genehmigt. Einerseits, weil<br />

es technisch und statisch be<strong>den</strong>kenlos<br />

möglich ist. Andererseits,<br />

um so nachhaltiges Bauen zu bestärken<br />

– Holz ist bekanntlich ein<br />

natürlicher, somit umweltfreundlicher<br />

Baustoff.<br />

Stellplätze und Mobilität: Beim<br />

Bau neuer Gebäude muss immer<br />

eine Stellplatzpflicht berücksichtigt<br />

wer<strong>den</strong>. Die kann im Rahmen der<br />

neuen Bauordnung flexibler geregelt<br />

wer<strong>den</strong>. Hintergrund: Nachverdichtung<br />

bedeutet weniger Platz<br />

<strong>für</strong> Stellflächen, die im Falle einer<br />

guten Anbindung an <strong>den</strong> öffentlichen<br />

Nahverkehr (ÖPNV) jedoch<br />

gar nicht nötig sein muss. Will heißen:<br />

Wer die Möglichkeit hat, soll<br />

mehr zu Fuß gehen, mit dem Rad,<br />

Bus oder der Bahn fahren.<br />

Dachgeschoss und Aufzug: Ab sofort<br />

fällt der Ausbau von Dachgeschossen,<br />

sofern die Höhe des Gebäudes<br />

unverändert bleibt, in die<br />

Genehmigungsfreistellung. Heißt:<br />

Die Unterlagen eines geplanten<br />

Dachgeschoss-Ausbaus müssen<br />

zwar bei der zuständigen Gemeinde,<br />

jedoch nicht mehr beim Landratsamt<br />

eingereicht wer<strong>den</strong>. Sollte<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 45<br />

Parkettbö<strong>den</strong><br />

verschie<strong>den</strong>e Holzarten,<br />

versiegelt oder lackiert<br />

Laminatbö<strong>den</strong><br />

Ahorn, Buche, Eiche,<br />

Nußbaum, u.v.m.<br />

Parkettbö<strong>den</strong><br />

Parkett | verschie<strong>den</strong>e Laminat Holzarten, | Kork | Paneele Vinylbö<strong>den</strong>| Bo<strong>den</strong>welt<br />

Profilholz | Gartenholz | Ausstellung | Fachberatung | Planung Türenwelt<br />

| Lieferservice<br />

versiegelt oder lackiert<br />

Laminatbö<strong>den</strong><br />

Ahorn, Buche, Eiche,<br />

Nußbaum, u.v.m.<br />

Wand- + Deckenverkleidungen Fassa<strong>den</strong> + Terrassendielen<br />

Parkett | Laminat | Kork | Paneele | Profilholz | Gartenholz | Ausstellung | Fachberatung | Planung | Lieferservice<br />

Parkettbö<strong>den</strong><br />

verschie<strong>den</strong>e Holzarten,<br />

versiegelt oder lackiert<br />

vier Wochen nicht mel<strong>den</strong>, gilt der<br />

Ausbau automatisch als genehmigt.<br />

Außerdem entfällt die kürzlich<br />

noch geltende Aufzugspflicht<br />

bei der Aufstockung von (größeren)<br />

Gebäu<strong>den</strong>, sofern dieser ei-<br />

Nur in Hohenfurch!<br />

Laminatbö<strong>den</strong><br />

Ahorn, Buche, Eiche,<br />

Nußbaum, u.v.m.<br />

Parkettbö<strong>den</strong><br />

verschie<strong>den</strong>e Holzarten,<br />

versiegelt Vinylbö<strong>den</strong> oder lackiert<br />

Laminatbö<strong>den</strong><br />

Ahorn, Buche, Eiche,<br />

Nußbaum, u.v.m.<br />

Nur in Hohenfurch!<br />

Vinylbö<strong>den</strong><br />

Parkett | Laminat | Kork | Paneele | Profilholz | Parkett Gartenholz | Laminat | Kork Laminat | Ausstellung | Paneele | Profilholz | Kork | Fachberatung Gartenholz | Paneele | Ausstellung | Fachberatung Planung | Profilholz | | Planung Lieferservice<br />

| | Ga<br />

nen zu großen baulichen Aufwand<br />

darstellt.<br />

js<br />

Vinylbö<strong>den</strong><br />

Nur in Hohenfurch!<br />

Gartenhäuser auch auf Maß<br />

Terrassendächer + Markiesen<br />

Nur in Hohenfurch!<br />

Kaufbeuren<br />

Kaufbeuren<br />

Schongau<br />

Marktoberdorf<br />

Steinga<strong>den</strong><br />

Schongau<br />

Marktoberdorf<br />

Steinga<strong>den</strong><br />

Besuchen Sie unsere über 2500 m²<br />

großen Musterausstellungsflächen<br />

Kaufbeuren<br />

Schongau<br />

Marktoberdorf<br />

Steinga<strong>den</strong><br />

Landsberg<br />

Hohenfurch<br />

Landsberg<br />

Hohenfurch<br />

Peißenberg<br />

Peiting<br />

Bayersoien<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo. - Fr. 8 - 12 Uhr und 13 - 18 Uhr · Sa. 9 - 13 Uhr<br />

Landsberg<br />

Hohenfurch<br />

Peißenberg<br />

Peiting<br />

Holz Fichtl<br />

Hoheneggstraße 50<br />

86978 Hohenfurch<br />

Tel.: 08861 2313-0 · Fax: 08861 2313-19<br />

Email: info@holzfichtl.de · www.holz-fichtl.de<br />

Holz Ficht<br />

Hoheneggstraße 5<br />

86978 Hohenfurc<br />

Tel.: 08861 2313-0 · Fax: 08861 2313-1<br />

Email: info@holzfichtl.de · www.holz-fichtl.d<br />

Haustüren Alu + Holz<br />

Bayersoien<br />

Öffnungszeiten<br />

Mo. - Fr. 8 - 12 Uhr und 13 - 18 Uhr · Sa. 9 - 13 Uh<br />

Besuchen Sie uns gerne<br />

auf unserer Homepage unter<br />

WWW.HOLZFICHTL.DE<br />

Nur in Hohenfu<br />

Holz Holz Fichtl<br />

Landsberg<br />

Hohenfurch<br />

Hoheneggstraße 50<br />

86978 86978 Hohenfurch<br />

Kaufbeuren<br />

Peißenberg<br />

Peißenberg<br />

Schongau<br />

Peiting<br />

Peiting<br />

Tel.: 08861 2313-0 Tel.: 08861 · Fax: 2313-08861 · Fax: 08861 2313-19<br />

Marktoberdorf<br />

Email: info@holzfichtl.de Email: info@holzfichtl.de · www.holz-fichtl.de<br />

· Steinga<strong>den</strong><br />

Bayersoien<br />

Bayersoien Öffnungszeiten:<br />

Mo. - Fr. 8 - 12 Uhr und Mo. - Fr. 138 -- 1218 Uhr und Uhr 13 -· 18 Sa. Uhr · 9 Sa. - 913 - Uhr


SAG MAL, DIESMAL MIT SABRINA SCHMID<br />

„Mama war erstmal<br />

nicht so begeistert“<br />

Jetzt schon an <strong>den</strong><br />

Sommer <strong>den</strong>ken...<br />

W E R K S V E R K A U F<br />

Garnitur „<strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

aus Lärchenholz<br />

Holzprodukte aus der Region in höchster Qualität<br />

…wir bieten Gartengarnituren, Hausbänke,<br />

Pflanztröge, Blumenkästen und vieles mehr!<br />

Verwendung heimischer Hölzer<br />

Handwerklich hervorragende Verarbeitung<br />

Öffnungszeiten Werksverkauf:<br />

Betrieb Gaißach<br />

Mo. - Do.: 9.00 - 12.30 , 13.00 - 16.00 Uhr<br />

Freitag: 9.00 - 13.00 Uhr<br />

Betrieb Polling<br />

Mo. - Do.: 7.30 - 15.30 Uhr, Freitag: 7.30 - 12.30 Uhr<br />

Garnitur<br />

„Isarwinkel“<br />

aus Fichtenholz<br />

Oberland Werkstätten GmbH<br />

Betrieb Gaißach<br />

Lenggrieser Str. 19, 83674 Gaißach<br />

Tel.: 08041 7857-60<br />

E-Mail: vertrieb@o-l-w.de<br />

Betrieb Polling<br />

Obermühlstr. 81, 82398 Polling<br />

Tel.: 0881 9246-21<br />

E-Mail: holz.polling@o-l-w.de<br />

www.o-l-w.de<br />

Wildsteig | Kennen Sie eine<br />

Frau, die einen traditionellen,<br />

von Männern dominierten<br />

Handwerksberuf<br />

ausübt? Die „<strong>altlandkreis</strong>“-<br />

Redaktion hat sich auf die<br />

Suche gemacht, ist letztlich<br />

fündig gewor<strong>den</strong> in<br />

Wildsteig. Sabrina Schmid<br />

heißt die junge Frau, ist<br />

Schreinerin mit Leib und<br />

Seele. Im Interview verrät<br />

die 26-Jährige, dass es<br />

keinen schöneren Werkstoff<br />

gibt als Holz, stumpf<br />

eingeschlagende Türen<br />

hochpräzises Arbeiten voraussetzen,<br />

und zwei ihrer<br />

Finger schon etwas kürzer<br />

sind. Außerdem spricht Sie<br />

über Ausbildungsinhalte,<br />

ein ausgezeichnetes Gesellenstück<br />

und Arbeitstage, die auch mal<br />

nicht so einfach sind.<br />

Sag mal Sabrina, warum hast Du<br />

Dich <strong>für</strong> eine Schreiner-Ausbildung<br />

entschie<strong>den</strong>?<br />

Opa und Vater haben bei uns Zuhause<br />

immer schon viel selbst<br />

gemacht. Insofern habe ich das<br />

Arbeiten mit Holz von klein auf<br />

mitbekommen, auch mitgeholfen<br />

und großen Spaß dabei gehabt.<br />

Wann war <strong>für</strong> Dich klar: <strong>Das</strong> möchte<br />

ich auch beruflich machen?<br />

Während meiner Schulzeit habe<br />

ich in mehrere Betriebe hineingeschnuppert.<br />

Unter anderem bei<br />

meinem späteren Arbeitgeber, der<br />

mich unmittelbar nach meinem<br />

dortigen Praktikum angerufen<br />

Höchste Vorsicht und Konzentration sind die wichtigsten<br />

Attribute beim Schreinern. Hier bearbeitet<br />

Sabrina Schmid Holz an einer Hobelbank.<br />

und gefragt hat, ob ich nach meinem<br />

Qualifizierten Hauptschulabschluss<br />

anfangen möchte. Ich war<br />

begeistert, sagte zu und habe so<br />

die Lehrstellensuche abgeschlossen,<br />

ohne auch nur eine einzige<br />

Bewerbung zu schreiben.<br />

Wie hat Dein Umfeld damals reagiert?<br />

Mama war im ersten Moment<br />

nicht so begeistert, weil man natürlich<br />

schwer heben muss im<br />

Schreinerberuf. Papa und Opa dagegen<br />

fan<strong>den</strong> es auf Anhieb richtig<br />

gut. Letztlich stan<strong>den</strong> aber alle<br />

voll dahinter. Auch meine Freunde,<br />

<strong>den</strong>en immer schon klar war,<br />

dass ein klassischer Bürojob nichts<br />

<strong>für</strong> mich ist.<br />

Wo hast Du Deine Lehre absolviert?<br />

Bei der Firma Sieber<br />

Holzmanufaktur in<br />

Prem, unter anderem<br />

bekannt <strong>für</strong> hausgemachte<br />

Fußbö<strong>den</strong> aus<br />

Landhausdielen, wo ich<br />

auch nach wie vor angestellt<br />

bin.<br />

Wie lange hat Deine<br />

Ausbildung damals gedauert?<br />

Insgesamt drei Jahre.<br />

Im ersten galt es ein Berufsgrundschuljahr<br />

zu<br />

absolvieren. <strong>Das</strong> zweite<br />

und dritte Lehrjahr lief<br />

dagegen ganz klassisch<br />

ab: Einmal die Woche<br />

Berufsschule in Weilheim.<br />

Ansonsten learning<br />

by doing im Meisterbetrieb in<br />

Prem. Oder wir absolvierten Maschinenkurse<br />

in <strong>den</strong> Lehrwerkstätten<br />

der Handwerkskammer, die<br />

sich gegenüber der Weilheimer<br />

Berufsschule befin<strong>den</strong>.<br />

Was musstest Du im Rahmen der<br />

Gesellenprüfung schaffen?<br />

Es gab eine Zwischen- und eine<br />

Abschlussprüfung, beide Male in<br />

Theorie und Praxis. Hauptaufgabe<br />

war letztlich das Fertigen eines<br />

Gesellenstücks. Da<strong>für</strong> hatten wir<br />

80 Stun<strong>den</strong> Zeit, mussten von der<br />

Planung über <strong>den</strong> Entwurf bis hin<br />

zur Fertigung alles eigenhändig<br />

machen. In meinem Falle einen<br />

Couchtisch aus Eiche, der sogar<br />

eine Auszeichnung bekommen<br />

hat, in der Kategorie „Die gute<br />

Form“ <strong>den</strong> zweiten Platz erreichte.<br />

46 | <strong>altlandkreis</strong>


Glückwunsch. Inzwischen hast Du<br />

reichlich Berufserfahrung gesammelt,<br />

bist im siebten Gesellenjahr.<br />

Was macht am wenigsten Spaß?<br />

(lacht) Sockelleisten montieren.<br />

Und dass man tatsächlich immer<br />

wieder körperlich schwer heben<br />

muss – eine Holztreppe wiegt nun<br />

mal was. Aber Tage, die nicht so<br />

leicht sind, gibt’s schließlich in jedem<br />

Beruf.<br />

Welche Ausrüstung begleitet Dich<br />

durch <strong>den</strong> Tag?<br />

Sicherheitsschuhe, Meterstab,<br />

Bleistift und Schieblehre sind immer<br />

am Körper. Seit Corona natürlich<br />

auch eine Schutzmaske.<br />

Und an welchen Maschinen arbeitest<br />

Du regelmäßig?<br />

Kreissäge, Hobelmaschine, Fräsmaschine.<br />

In unserem Falle manuell.<br />

Was höchste Vorsicht voraussetzt?<br />

Ja. Zwei meiner Finger sind leider<br />

schon etwas kürzer. Hobelmaschine.<br />

Ging extrem schnell.<br />

Arbeitest Du mehr in der Werkstätte,<br />

oder draußen auf Baustellen?<br />

Je nach Auftrag ganz unterschiedlich.<br />

Mal mehr auf Montage, dann<br />

wieder <strong>für</strong> längere Zeit in unserer<br />

Werkstätte.<br />

<strong>Das</strong> bislang schwierigste Schreinerstück,<br />

das Du je gemacht hast?<br />

Der Renner schlechthin sind momentan<br />

stumpf einschlagende<br />

Türen, die eben mit der Verkleidung<br />

sind und entsprechend auf<br />

<strong>den</strong> Millimeter genau eingepasst<br />

wer<strong>den</strong> müssen. <strong>Das</strong> ist echt nicht<br />

leicht.<br />

Apropos: Wie schwer ist es als einzige<br />

Frau in der Werkstatt?<br />

Von insgesamt 30 Mitarbeitern arbeiten<br />

bei uns zehn Schreiner, wovon<br />

tatsächlich drei weiblich sind.<br />

Insofern bin ich nicht die Einzige.<br />

Vorbildlich in Sachen Frauenquote.<br />

Was schätzt Du generell an Deinem<br />

Beruf?<br />

Den Werkstoff Holz, der sich beim<br />

Anfassen nie kalt und unangenehm<br />

anfühlt, schön aussieht, und<br />

aus dem man so viele tolle Sachen<br />

machen kann.<br />

Dein Lieblingsholz?<br />

Wir arbeiten nahezu ausschließlich<br />

mit Eiche und Althölzern verschie<strong>den</strong>er<br />

Art.<br />

Ist Altholz im Trend?<br />

Seit Jahren der absolute Renner.<br />

Zimmertüren, Wandverkleidung,<br />

Bö<strong>den</strong>, Theken.<br />

Was machst Du zum Ausgleich Deiner<br />

körperlich schweren Arbeit?<br />

Berggehen und Mountainbiken ist<br />

<strong>für</strong> mich extrem wichtig, um <strong>den</strong><br />

Kopf frei zubekommen.<br />

Auch im Winter, mit Ski?<br />

Normalerweise schon. Nur momentan<br />

fehlt da<strong>für</strong> die Zeit. Mein<br />

Freund und ich bauen gerade ein<br />

Haus. Insofern ist es aktuell besonders<br />

anstrengend. Allerdings mit<br />

dem großen Vorteil, dass ich endlich<br />

auch mal persönlich was von<br />

meiner Arbeit habe, nicht immer<br />

nur die Kun<strong>den</strong>.<br />

js<br />

Ohne Kraft und Ausdauer<br />

geht nix. Sabrina Schmid<br />

wusste früh, dass ein klassischer<br />

Bürojob nicht in<br />

Frage kommt.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 47


21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40<br />

So wird ein Altbau zum Denkmal<br />

Wahrzeichen<br />

bayerischer Kultur<br />

blumen blumen<br />

Bestellen Sie jetzt<br />

Ihren blühen<strong>den</strong> Balkon<br />

<br />

Manfred Filser<br />

Dipl.Ing. <strong>für</strong> Bauwesen<br />

48 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Blumen May Schongau<br />

in Zusammenarbeit<br />

mit Altenstadter Landmarkt<br />

Blumen May Schongau<br />

in Zusammenarbeit<br />

mit Altenstadter Landmarkt<br />

Balkonblumen in 1A-Gärtnerqualität<br />

zum Vorteilspreis: Nur 2,– € / Pflanze<br />

(Verkaufseinheit 6 Stk.)<br />

· Im 13 cm-Kulturtopf, robust und wüchsig<br />

· Umweltfreundlich produziert mit Abwärme<br />

· Kein Qualitätsverlust durch lange Lieferwege<br />

Bestellung Bestellformulare bis 13.3.21<br />

bei <strong>den</strong> o. g. Firmen<br />

Abholung zum Wunschtermin (06.05. oder 07.05.) im Altenstadter Landmarkt<br />

Oder weitere Infos unter www.blumenmay.de<br />

Innen- und Außenputz<br />

Wärmedämmsysteme<br />

Planung und Projektierung<br />

Bautrocknung<br />

Gerüstarbeiten<br />

86971 Peiting, 08861-5673<br />

Altlandkreis | Manche haben das<br />

Alte geschätzt, es gepflegt und<br />

mit viel Herzblut aufrechterhalten.<br />

Andere konnten wenig damit<br />

anfangen, ließen es <strong>für</strong> Neues rigoros<br />

weichen. Bei bayerischen<br />

Parlamentariern löste letzteres<br />

zunehmend ein bedrückendes<br />

Gefühl des Verlustes aus. Der Gedanke,<br />

alte Gebäude, die Kriege<br />

sowie Naturkatastrophen überlebt<br />

haben und <strong>den</strong> Freistaat historisch,<br />

kulturell und landschaftlich<br />

als festverankerte Zeugen der Zeit<br />

auszeichnen, staatlich zu schützen,<br />

reifte infolgedessen immer<br />

stärker heran. Im Jahre 1973 war<br />

es schließlich soweit: Der Erlass<br />

des Denkmalschutzgesetzes. Heute<br />

stehen deutschlandweit 1,3<br />

Millionen Gebäude unter Denkmalschutz.<br />

Bayernweit sind es<br />

109 000. Im Weilheim-Schongauer<br />

Landkreis derzeit 998, was einem<br />

Anteil von knapp einem Prozent<br />

aller Denkmäler in Bayern entspricht.<br />

„Damit ist der <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

eine vergleichsweise starke<br />

Region, was das Thema Bau<strong>den</strong>kmäler<br />

betrifft“, sagt Dr. Thomas<br />

Hermann, Oberkonservator am<br />

Bayerischen Landesamt <strong>für</strong> Denkmalpflege<br />

in München, der unter<br />

anderem auch <strong>für</strong> <strong>den</strong> Landkreis<br />

Weilheim-Schongau als Gebietsreferent<br />

zuständig ist. Und somit<br />

auch ganz genau weiß, unter welchen<br />

Voraussetzungen Gebäude in<br />

die Liste bayerischer Denkmäler<br />

aufgenommen wer<strong>den</strong>. „Es müssen<br />

in jedem Falle von Menschen<br />

gemachte „Sachen“ sein, die aus<br />

einer bereits abgeschlossenen<br />

Eine Luftbildaufnahme von Schongau um das Jahr 1900: In diesem Falle<br />

gilt die komplette Altstadt als <strong>den</strong>kmalgeschützter Bereich, der in Fachkreisen<br />

klangvoll als Ensemble bezeichnet wird.<br />

Epoche stammen.“ Darüber hinaus<br />

mindestens eines der folgen<strong>den</strong><br />

fünf Kriterien erfüllen: In<br />

besonderer Weise künstlerisch,<br />

geschichtlich, städtebaulich, wissenschaftlich<br />

oder volkskundlich<br />

wertvoll sein.<br />

Die Ermittlung von<br />

Bau<strong>den</strong>kmälern<br />

Als historisch wertvolle Kunst gilt<br />

zum Beispiel die aufwändige Innengestaltung<br />

einer barocken<br />

Klosterkirche. Geschichte schreibt<br />

ein Gebäude über die Jahrzehnte<br />

hinweg logischerweise von selbst.<br />

Städtebaulich interessant sind Gebäude,<br />

die ein Ortsbild aufgrund<br />

Alter, Bauweise oder Lage nachhaltig<br />

prägen. „Zum Beispiel ein<br />

sehr großes, altes Bauernhaus<br />

mit einem aufwändig gestalteten<br />

Giebel, das direkt neben der<br />

Kirche in einem Ortskern steht.“<br />

Von wissenschaftlicher Bedeutung<br />

sind beispielsweise Schulen, Universitäten,<br />

aber auch alte Bauernhäuser,<br />

an <strong>den</strong>en die Wissenschaft<br />

forscht und aus ihnen historisch<br />

wertvolle Erkenntnisse zieht. Dagegen<br />

volkskundlich wertvoll sind<br />

alte Gebäude, die bis heute zeigen,<br />

wie Menschen früher gelebt<br />

haben. Die meisten dieser fünf<br />

Merkmale greifen eng ineinander<br />

– selten wird ein Gebäude aus<br />

nur einem dieser Gründe unter<br />

Denkmalschutz gestellt. Doch wie<br />

wer<strong>den</strong> Gebäude mit Denkmalschutzpotential<br />

ermittelt? „Viele<br />

Bürger leben mit dem Irrglauben,


Luftbild (li.) von Schongau um 1900, sowie ein Panorama<br />

aus 1932. Die komplette Altstadt, gleiches gilt<br />

<strong>für</strong> Weilheim (re.), ist als Ensemble <strong>den</strong>kmalgeschützt.<br />

dass wir vom Amt durch die Gegend<br />

fahren, nach potentiellen<br />

Bau<strong>den</strong>kmälern suchen und diese<br />

dann als solche bestimmen –<br />

so ist es natürlich nicht“, sagt Dr.<br />

Thomas Hermann. <strong>Das</strong> Verfahren<br />

kommt oft aus ganz unterschiedlichen<br />

Grün<strong>den</strong> zustande: Auf<br />

Wunsch des Eigentümers. Nach<br />

Hinweisen von Gemein<strong>den</strong>, einzelnen<br />

Bürgern oder Vereinen.<br />

Oder aber nach Feststellung des<br />

Landesamtes <strong>für</strong> Denkmalpflege.<br />

Ist ein Gebäude der Behörde bekannt,<br />

und erfüllt mindestens eines<br />

der oben genannten Kriterien,<br />

wird es jedoch immer (!) aufgenommen<br />

in die Liste der Bayerischen<br />

Bau<strong>den</strong>kmäler – auch dann,<br />

wenn der jeweilige Eigentümer<br />

wenig begeistert<br />

davon ist. Nur so<br />

kann gewährleistet<br />

wer<strong>den</strong>, dass<br />

historisch wertvolle<br />

Altbauten –<br />

und damit ein hohes Gut an bayerischem<br />

Kulturgut – tatsächlich<br />

nicht verloren gehen.<br />

Finanzielle Zuschüsse<br />

und steuerliche Vorteile<br />

Steht ebenfalls unter Denkmalschutz: Der<br />

Weilheimer Marienplatz. Diese Aufnahme in<br />

schwarz-weiß stammt aus dem Jahre 1932.<br />

Sobald ein Gebäude unter Denkmalschutz<br />

steht, ändert sich <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Eigentümer zunächst wenig<br />

bis nichts, da kleinere Pflegemaßnahmen<br />

und Instandhaltungen,<br />

die auch ohne Status anfallen<br />

wür<strong>den</strong>, in der Regel nicht teurer<br />

sind als Arbeiten in Gebäu<strong>den</strong><br />

ohne Denkmalschutz. Kostspieliger<br />

könnte es <strong>für</strong> Bau<strong>den</strong>kmal-Besitzer<br />

erst wer<strong>den</strong>, sobald größere<br />

Umbauten geplant, oder Sanierungen<br />

notwendig sind. Die müssen<br />

immer mit der Unteren Denkmalschutzbehörde<br />

des jeweils<br />

zuständigen Landratsamtes abgesprochen<br />

wer<strong>den</strong> – ohne deren<br />

Erlaubnis geht sozusagen nichts.<br />

<strong>Das</strong> Gute dabei aber ist: <strong>Das</strong> Bayerische<br />

Landesamt <strong>für</strong> Denkmalpflege<br />

hat eine ganze Reihe<br />

Als <strong>den</strong>kmalgeschütztes Highlight<br />

<strong>für</strong> Urlauber und Einheimische<br />

gilt die massive Mauer<br />

der Schongauer Altstadt.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 49


<strong>Das</strong> Radom, jüngstes Bau<strong>den</strong>kmal im Landkreis, noch immer ohne Hülle.<br />

Michael Drexl<br />

Michael Drexl<br />

Elektrotechnikermeister<br />

Elektrotechnikermeister<br />

Hoheneggstraße 41<br />

Hoheneggstraße 41<br />

86978 86978 Hohenfurch<br />

Telefon Telefon 86978 08861-2542207<br />

Hohenfurch<br />

Telefon 08861-2542207<br />

50 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Elektrotechnik<br />

Elektrotechnik<br />

©2016 werbung pfaffenwinkel<br />

Ihr kompetenter Elektro-Partner<br />

©2016 werbung pfaffenwinkel<br />

Ihr ©2016 kompetenter werbung pfaffenwinkel Elektro-Partner<br />

Ihr ©2016<br />

kompetenter werbung pfaffenwinkel<br />

Elektro-Partner<br />

www.elektrotechnik-drexl.de<br />

©2016 werbung pfaffenwinkel<br />

Ihr kompetenter Elektro-Partner<br />

www.elektrotechnik-drexl.de<br />

www.elektrotechnik-drexl.de<br />

handwerklich versierter Experten<br />

an der Hand, die in solchen Fällen<br />

vollumgänglich fachliche Unterstützung<br />

geben. „Im Idealfall trifft<br />

sich der Eigentümer mit einem<br />

Fachmann von der Denkmalpflege<br />

und einem Architekten, um die<br />

jeweiligen Pläne Schritt <strong>für</strong> Schritt<br />

im Rahmen eines Vor-Ort-Termins<br />

durchzugehen.“ Viele Eigentümer<br />

glauben nämlich oft, dass alles so<br />

bleiben muss, wie es immer schon<br />

war. „Ein großes Missverständnis“,<br />

sagt Dr. Thomas Hermann.<br />

„Die bemalte Stube sicherlich,<br />

die in die Jahre gekommene Toilette<br />

natürlich nicht.“ Heißt: Ein<br />

Teil einer Bau<strong>den</strong>kmal-Sanierung<br />

kann meistens ohne Schutzauflagen<br />

erfolgen, kostet somit nicht<br />

mehr als eine Sanierung „normaler“<br />

Gebäude. Für Arbeiten, die<br />

sehr wohl dem Denkmalschutz<br />

unterliegen, und damit auch mit<br />

einem höheren Arbeits- und Kostenaufwand<br />

verbun<strong>den</strong> sind, hilft<br />

der Staat dagegen auch finanziell.<br />

Einerseits kann der Eigentümer<br />

die Maßnahmen von der Steuer<br />

absetzen. Andererseits bekommt<br />

er Zuschüsse vom Freistaat. Wie<br />

hoch die sind? „Im Grunde geht es<br />

uns immer darum, <strong>den</strong> <strong>den</strong>kmalpflegerischen<br />

Mehraufwand an<br />

Kosten zu reduzieren.“<br />

Wie beliebt <strong>den</strong>kmalgeschützte<br />

Gebäude bei Eigentümern, Nachbarn<br />

und Urlaubern sind? „Ähnlich<br />

wie auch schon vor 1973 – ganz<br />

unterschiedlich“, sagt Dr. Thomas<br />

Hermann. Die einen können nichts<br />

damit anfangen, die anderen<br />

wür<strong>den</strong> nie etwas anderes wollen.<br />

Wieder andere suchen sogar<br />

gezielt nach <strong>den</strong>kmalgeschützten<br />

Gebäu<strong>den</strong>. „Ich bekomme oft Anrufe<br />

von Leuten, die sich nach zum<br />

Verkauf stehen<strong>den</strong> Bau<strong>den</strong>kmälern<br />

erkundigen, die beispielsweise<br />

in ein altes Bauernhaus ziehen<br />

und es <strong>für</strong> sich, aber auch Urlauber<br />

originell herrichten möchten.“<br />

Allein die Tatsache, dass Altbauten<br />

komplett aus chemiefreien Materialien<br />

errichtet wur<strong>den</strong>, spricht <strong>für</strong><br />

sich. Aber auch die Langlebigkeit<br />

dieser Gebäude beeindruckt und<br />

zeugt von immensem Fachwissen<br />

und handwerklichem Können<br />

damaliger Zimmerer, Maurer,<br />

Schreiner, Tischler, Schlosser, Stuckateure.<br />

Aussagen mangelnder<br />

Wertschätzung wie „alts Glump“<br />

bekommt Dr. Thomas Hermann<br />

trotzdem immer wieder zu hören.<br />

„Was ich überhaupt nicht nachvollziehen<br />

kann.“ Ganz im Gegenteil<br />

sogar. „Ich bin mir ziemlich<br />

sicher, dass die meisten Häuser,<br />

die heute gebaut wer<strong>den</strong>, keine<br />

250 Jahre oder älter wer<strong>den</strong>.“ Allein<br />

deshalb, weil die Auswahl des<br />

Baumaterials damals viel gezielter<br />

getroffen wurde. „Bäume <strong>für</strong> Bauholz<br />

fällte man bewusst in hohen<br />

Gebirgslagen, die dort langsamer<br />

gewachsen waren, dadurch stabiler<br />

und langlebiger sind.“<br />

Viele Bau<strong>den</strong>kmäler aus Weilheim-Schongau<br />

stammen aus<br />

dem hohen Mittelalter. Zum Beispiel<br />

die Altstädte von Schongau


und Weilheim, die aus mehreren,<br />

aneinandergereihten Gebäu<strong>den</strong><br />

bestehen, somit als „Ensembles“<br />

bezeichnet wer<strong>den</strong>. Oder die Basilika<br />

in Altenstadt. Gleiches gilt <strong>für</strong><br />

die zahlreichen Klöster und deren<br />

Kirchen, die – in der Barockzeit<br />

überformt – <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

bis heute kulturell stark prägen:<br />

Polling, Rottenbuch, Steinga<strong>den</strong>,<br />

Wessobrunn, sowie das barocke<br />

UNESCO Weltkultur-Erbe, die<br />

Wieskirche, <strong>für</strong> die der alljährliche,<br />

touristische Andrang fast zu<br />

viel des Guten ist, „weil sie ein<br />

sehr fragiles, konstruktiv schlankes<br />

Bauwerk mit<br />

reicher Stuck- und Fassa<strong>den</strong>ausstattung<br />

ist“. Aber auch einige aus<br />

dem Bergbau stammende Fabrikund<br />

Siedlungsgebäude in Penzberg,<br />

Peißenberg und Peiting sind<br />

als Bau<strong>den</strong>kmäler gelistet.<br />

Beispiele hiesiger<br />

Bau<strong>den</strong>kmäler<br />

<strong>Das</strong> derzeit jüngste Bau<strong>den</strong>kmal<br />

steht allerdings in Raisting, derzeit<br />

entblößt von der Kraft der<br />

Natur: <strong>Das</strong> Radom. Wieder älter<br />

ist die Altenstadter Kaserne, die<br />

in der Zeit des Nationalsozialismus<br />

entstan<strong>den</strong> ist. Und natürlich<br />

jede Menge Bauernhäuser, die<br />

250 Jahre, oder deutlich älter sind.<br />

Zum Beispiel ein Bauernhaus in<br />

Antdorf, dessen Baujahr dank<br />

Holzaltersbestimmung – Analyse<br />

der Jahresringe – auf 1560 zurückzuführen<br />

ist. Oder der Meierhof<br />

(beim „Moar“) Nähe Bernbeuren,<br />

entstan<strong>den</strong> um 1575 und bis zur<br />

Säkularisation in Besitz des Klosters<br />

Steinga<strong>den</strong>. <strong>Das</strong> älteste Bauernhaus<br />

in Weilheim-Schongau,<br />

das je auf der Bau<strong>den</strong>kmalliste zu<br />

fin<strong>den</strong> war, ist „leider Gottes“ vor<br />

rund drei Jahren abgebrannt. Es<br />

war ein Blockbau in Rudersau bei<br />

Rottenbuch, gebaut um 1430. js<br />

Haustechnik<br />

Reißmann<br />

Der Meierhof bei Bernbeuren gehörte früher (oben links) zum Kloster Steinga<strong>den</strong>, ist seit der Säkularisation<br />

in Privatbesitz, steht unter Denkmalschutz und wurde im Jahre 1981 freigelegt und frisch bemalt (unten).<br />

Stubentüre und Schrank (oben rechts) sind so alt wie der Hof selbst, stammen aus dem Jahre 1575.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 51<br />

Heiztechnik<br />

Wärmepumpen<br />

Lüftungstechnik<br />

Sanitärtechnik<br />

Solarsysteme<br />

Schwabbrucker Str. 10, Schongau<br />

08861-90249, baywa-haustechnik.de


WECHNER Wärmepumpen GmbH an neuem Standort<br />

Umweltfreundliches<br />

Heizsystem<br />

Peiting | In Zeiten von<br />

Corona ist das mindestens<br />

so brisante Thema<br />

„Klimawandel“ ein<br />

wenig in Vergessenheit<br />

geraten. Noch weniger<br />

präsent in <strong>den</strong> Köpfen<br />

der Bürger: Rund<br />

30 Prozent aller CO2-<br />

Emmissionen entfallen<br />

Seit 2015 Inhaber: Max Barnickel mit Ehefrau Anna vor<br />

dem neuen Betriebsgebäude in Peiting.<br />

deutschlandweit auf<br />

Gebäude. Dabei gibt es<br />

neben Gas- und Öl-Heizungen<br />

eine seit vielen<br />

Jahren ausgereifte, wesentlich<br />

umweltfreundlichere<br />

Alternative: ein<br />

Heizsystem mit Wärmepumpe,<br />

das komplett ohne<br />

fossile Brennstoffe als Energieträger<br />

auskommt. Ansprechpartner<br />

Nummer eins in dieser Sache: Die<br />

Firma WECHNER. Gründer Jürgen<br />

Wechner ärgerte sich bereits im<br />

Jahre 1973 über umweltbelastende<br />

Ölheizungen. Gemeinsam mit einem<br />

befreundeten Kältetechniker<br />

entwickelte er deshalb eine erste<br />

Wärmepumpe, erzielte auf Anhieb<br />

effektive Heizwerte und sorgte so<br />

in der Region <strong>für</strong> Aufmerksamkeit<br />

– heizen mit kaltem Wasser<br />

machte Land und Leute neugierig.<br />

Über die Jahre hinweg wurde diese<br />

Technik optimiert, der Betrieb<br />

immer größer. Aus seiner Privat-<br />

Garage im Peitinger Bachfeld zog<br />

Jürgen Wechner schon bald ins<br />

Schongauer Gewerbegebiet an<br />

der Dießener Straße, stellte immer<br />

mehr Mitarbeiter ein. Seither hat<br />

sich erneut viel getan. 2015 übergab<br />

Jürgen Wechner seinen Betrieb<br />

an Max Barnickel, ebenfalls<br />

Peitinger, studierter Maschinenbauingenieur,<br />

technisch wie kaufmännisch<br />

sehr bewandert. Und<br />

der wiederum hat sich wenige<br />

Jahre darauf <strong>für</strong> einen Standortwechsel<br />

entschie<strong>den</strong>. „Der Mietvertrag<br />

im Gewerbegebiet an der<br />

Dießener Straße ist ausgelaufen<br />

und wir mussten uns entschei<strong>den</strong>:<br />

Entweder <strong>den</strong> Vertrag verlängern,<br />

das Gebäude kaufen oder<br />

wo anders neu bauen.“ Barnickel<br />

entschied sich <strong>für</strong> letzteres. Seit<br />

genau einem Jahr befindet sich<br />

die WECHNER GmbH nun an der<br />

Klammspitzstraße 11 in Peiting –<br />

das neuere Gewerbegebiet im<br />

Südosten der Marktgemeinde.<br />

Wärmeenergie aus<br />

natürlichen Quellen<br />

Insofern blicken Max Barnickel,<br />

seine ebenfalls im Betrieb aktive<br />

Ehefrau Anna und<br />

die zwölf Mitarbeiter,<br />

darunter zwei Azubis,<br />

auf ein turbulentes<br />

Jahr zurück. „Wir haben<br />

viel Eigenleistung<br />

in <strong>den</strong> Neubau gesteckt,<br />

parallel dazu<br />

<strong>den</strong> Normalbetrieb<br />

komplett aufrechterhalten.“<br />

Mit rund 50<br />

verbauten Wärmepumpen<br />

jährlich zählte<br />

die Firma WECHNER<br />

GmbH, gemessen an<br />

der Betriebsgröße,<br />

auch 2020 wieder zu<br />

<strong>den</strong> Spitzenreitern in<br />

ganz Deutschland. Einzelne Kun<strong>den</strong><br />

leben sogar in Ulm, am Gardasee<br />

oder in Großbritannien.<br />

<strong>Das</strong> schwerpunktmäßige Einzugsgebiet<br />

erstreckt sich jedoch bis<br />

52 | <strong>altlandkreis</strong>


nach München, Augsburg, Kempten<br />

und Garmisch-Partenkirchen,<br />

allen voran entlang der Grenzen<br />

des Schongauer Altlandkreises.<br />

Wie genau das immer beliebter<br />

wer<strong>den</strong>de Heizsystem mit Wärmpumpen<br />

funktioniert? Die wohl<br />

einfachste Erklärung: Wie ein<br />

Kühlschrank, mit dem entschei<strong>den</strong><strong>den</strong><br />

Unterschied, dass nicht<br />

Kälte, sondern Wärme erzeugt<br />

wird. Und zwar mit Wärmeenergie<br />

aus <strong>den</strong> natürlichen Quellen Luft,<br />

Erdreich und Grundwasser. Dazu<br />

notwendig: Technik, die diese<br />

Wärmeenergie aus der Umwelt in<br />

ein geschlossenes Kreislauf-System<br />

transportiert. Mit Hilfe eines<br />

Kältemittels wird die aus der Natur<br />

gewonnene Wärmeenergie dann<br />

verdampft, komprimiert, verflüssigt<br />

und wieder „entspannt“. Ein<br />

immer wiederkehrender Prozess,<br />

mit dem aus dieser sanft gewonnen,<br />

natürlichen Wärmeenergie<br />

eine enorme Heizleistung erzielt<br />

wird. Dies gelingt durch diesen<br />

Verdichtungsprozess, <strong>für</strong> <strong>den</strong> zwar<br />

zusätzliche Energie, also Strom,<br />

hinzugeführt wer<strong>den</strong> muss. Wer<br />

diesen jedoch über eine Photovoltaikanlage<br />

erzeugt, kann sein<br />

komplettes Gebäude zu fast 100<br />

Prozent umweltfreundlich und<br />

autark beheizen. Und an heißen<br />

Sommertagen sogar umweltfreundlich<br />

kühlen. „Auch das<br />

funktioniert mit einem Wärmepumpen-Heizsystem“,<br />

sagt Max<br />

Barnickel. Wichtig sei nur, das<br />

Gebäude mit Fußbo<strong>den</strong>-, Wandoder<br />

Deckenheizung auszustatten.<br />

Auch <strong>für</strong> Altbausanierungen<br />

geeignet<br />

Insofern ist die Firma WECHNER<br />

nicht nur auf Beratung, Planung,<br />

Montage und Service von Wärmepumpen-Heizsystemen<br />

spezialisiert,<br />

sondern auch auf klassische<br />

Arbeiten im Bereich Sanitär und<br />

Heizung, Wohnraumlüftung und<br />

Klimaanlagen. „Die Vorlaufzeit<br />

<strong>für</strong> Neukun<strong>den</strong>, die sich <strong>für</strong> ein<br />

Wärmepumpen-Heizsystem interessieren,<br />

beträgt derzeit drei bis<br />

vier Wochen“, sagt Max Barnickel,<br />

der damit ganz bewusst zwei Zielgruppen<br />

anspricht: Diejenigen, die<br />

neu bauen. Aber auch diejenigen,<br />

die eine umfangreiche Altbau-<br />

Sanierung geplant haben. Auf<br />

bei<strong>den</strong> Baustellen setzt die WECH-<br />

NER GmbH auf ein kompetentes,<br />

erfahrenes Team, „das wir gerne<br />

mit neuen, jungen, motivierten<br />

und zuverlässigen Leuten verstärken<br />

wür<strong>den</strong>“. Gesucht sind Facharbeiter<br />

aus dem Sanitär- und<br />

Mehr Platz, mehr Aufmerksamkeit: <strong>Das</strong> neue Firmenareal der WECHNER<br />

Wärmepumpen GmbH an der Klammspitzstraße in Peiting.<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

Heizungsbereich ebenso wie Elektriker,<br />

handwerklich interessierte<br />

Quereinsteiger sowie an einer<br />

Ausbildung interessierte Schulabgänger,<br />

die sich jederzeit unter<br />

www.wechner.de informieren und<br />

sich beim Geschäftsführer mel<strong>den</strong><br />

dürfen.<br />

Wie viel ein Wärmepumpen-Heizsystem<br />

<strong>den</strong> Kun<strong>den</strong> kostet, hängt<br />

letztlich sehr stark von der Größe<br />

des jeweiligen Gebäudes ab – es<br />

ist sowohl <strong>für</strong> kleine Einfamilienhäuser<br />

als auch größere Mehrparteienhäuser<br />

sowie Firmengebäude<br />

ideal geeignet. Als Kostenbeispiel<br />

<strong>für</strong> ein komplettes System mit<br />

Fußbo<strong>den</strong>heizung, Pufferspeicher,<br />

Frischwasserspeicher und Wärmepumpe<br />

nennt Anna Barnickel<br />

35 000 Euro, bezogen auf ein Einfamilienhaus<br />

mit 240 Quadratmetern<br />

zu beheizender Wohnfläche.<br />

Wobei diese Summe dank Förderung<br />

vom Staat deutlich nach<br />

unten gedrückt wer<strong>den</strong> kann. Wer<br />

sein Haus energieeffizient baut<br />

oder saniert, bekommt eine Förderung<br />

in Höhe von bis zu 45 (!)<br />

Prozent. <strong>Das</strong> gilt auch <strong>für</strong> die Installation<br />

und Inbetriebnahme eines<br />

Wärmepumpen-Heizsystems Auftrag: – 6031142, Motiv: 001<br />

die umweltfreundlichste Variante<br />

Stand:<br />

Auftrag:<br />

03.02.<strong>2021</strong> 6031142,<br />

um Motiv:<br />

14:40:02<br />

001<br />

<strong>für</strong> ein warmes Wohnzimmer oder<br />

Art:<br />

Stand:<br />

UNB, 03.02.<strong>2021</strong><br />

Farben: um<br />

Black 14:40:02<br />

Cyan Magenta Yellow<br />

eine heiße Dusche.<br />

js<br />

Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

• Velux u. Roto<br />

• Dachfenster<br />

Velux u. Roto<br />

Dachfenster<br />

• Dachfenster Rollla<strong>den</strong><br />

• Dachfenster Rollla<strong>den</strong><br />

• Hitzeschutz Markisen<br />

• Hitzeschutz Markisen<br />

• Verdunkelungsrollos<br />

• <strong>für</strong> Verdunkelungsrollos<br />

innen und außen<br />

<strong>für</strong> innen und außen<br />

• Motor + Funk + So-<br />

• larvarianten Motor + Funk möglich<br />

+ Solarvarianten<br />

möglich<br />

*1350259-6031142-0<br />

*1350259-6031142-0<br />

Handelsvertretungen<br />

S. Forstmann Handelsvertretungen<br />

Klausenweg 1 b · 86971 Peiting Tel. 0 88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax Klausenweg 9 30 73 64 1· b www.sforstmann.de · 86971 Peiting Tel. · 0info@sforstmann.de<br />

88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax 9 30 73 64 · www.sforstmann.de · info@sforstmann.de<br />

Fenster · Markisen · Haustüren · Tore · Rolllä<strong>den</strong><br />

Fenster · Markisen · Haustüren · Tore · Rolllä<strong>den</strong><br />

märz / april <strong>2021</strong> | 53


Tiefe Einblicke von oben – der BayernAtlas<br />

<strong>Das</strong> bayerische Google Maps<br />

Duschen Kunstverglasung Reparaturen<br />

Siliconfugen Küchenrückwände Spiegel<br />

lnh. Andreas Fischer<br />

Trahtweg 14, 82435 Bad Bayersoien<br />

e-mail: info@glaserei-andreasfischer.de<br />

telefon: 0163 / 914 88 08<br />

www.glaserei-andreasfischer.de<br />

Altlandkreis | Schon mal vom Geodaten-Portal<br />

„BayernAtlas“ gehört?<br />

„Den könnte man durchaus<br />

als das Google Maps <strong>für</strong> Bayern<br />

bezeichnen“, sagt Angelika Jais,<br />

Leiterin des Amtes <strong>für</strong> Digitalisierung,<br />

Breitband und Vermessung<br />

in Weilheim. Sie und ihre 34 Mitarbeiter<br />

arbeiten nicht nur mit diesem<br />

facettenreichen „Tool“, sondern<br />

liefern auch immer wieder<br />

wichtige Vermessungs-Daten aus<br />

der Region, die schließlich bei <strong>den</strong><br />

BayernAtlas-Machern am Landesamt<br />

<strong>für</strong> Digitalisierung, Breitband<br />

und Vermessung in München eingepflegt<br />

wer<strong>den</strong>. So ist das Landkarten-Portal<br />

des Freistaats stets<br />

auf aktuellstem Stand, gespickt mit<br />

einer Vielzahl an interessanten Daten,<br />

auf die rund um die Uhr über<br />

Smartphone, Tablet, Laptop oder<br />

PC unter www.bayernatlas.de zugegriffen<br />

wer<strong>den</strong> kann. Und zwar<br />

kostenlos. Einzige Voraussetzung<br />

neben eben erwähnter Hardware:<br />

Eine stabile Internetverbindung,<br />

um die verschie<strong>den</strong>en Landkarten-<br />

Modelle störungsfrei aufrufen zu<br />

können: Web-Karte, Web-Karte<br />

in schwarz-weiß, Topographische<br />

Karte, Luftbild-Karte, Historische<br />

Karte. Alle fünf zeigen Bayern auf<br />

einen Blick. Oder, dank Such- und<br />

Zoomfunktion, einzelne Orte sowie<br />

Ortsteile oder Viertel bis ins kleinste<br />

Detail, stets gepaart mit dazu<br />

passen<strong>den</strong> Zusatzinformationen.<br />

Wer sich beispielsweise in die<br />

Tiefe der topographischen Karte<br />

hineinzoomt, findet nicht nur<br />

das komplette Straßennetz samt<br />

Straßennamen sowie Flurstückabgrenzungen<br />

aller bayerischen<br />

Grundstücke inklusive Hausnummern.<br />

Auch die exakte Meereshöhe<br />

hiesiger Viertel, Wälder, Felder,<br />

Straßen und Wege kann mit nur<br />

einem Mausklick punktuell aufgerufen<br />

wer<strong>den</strong>. Noch spannender<br />

wird’s beim Blick auf die Historische<br />

Karte. Die zeigt Bayern, wie<br />

es zwischen 1804 und 1864 ausgesehen<br />

hat. Dünn besiedelt, frei von<br />

asphaltierten Straßen, landwirtschaftlich<br />

wesentlich stärker geprägt.<br />

Wer an dieser Stelle „Schongau“<br />

in die Suchleiste eintippt und<br />

auf „Enter“ drückt, entdeckt zwar<br />

die historische Altstadt in – bis<br />

heute – vergleichbaren Umrissen.<br />

Wohnsiedlungen drumherum fin<strong>den</strong><br />

sich aus anno dazumal jedoch<br />

vergeblich. Gab’s schlichtweg noch<br />

nicht. An dieser Stelle kommt eine<br />

weitere, tolle Funktion im Bayern-<br />

Atlas zum Tragen: Der „Vergleich“.<br />

Damit können zum Beispiel die<br />

aktuelle Luftbild-Karte sowie diese<br />

Historische Karte gleichzeitig geöffnet,<br />

und dank eines „Schiebers“<br />

beliebig überlappt sowie wieder<br />

voneinander getrennt wer<strong>den</strong>. Eine<br />

nette „Spielerei“, die eindrucksvoll<br />

auf einen Blick demonstriert, wie<br />

stark der Häuserbestand zwischen<br />

1804 und <strong>2021</strong> angewachsen ist in<br />

Bayern – heute ist nicht die Altstadt<br />

das dominante Gesicht Schongaus,<br />

es sind die Wohn- und Gewerbegebiete<br />

drumherum.<br />

Professionelle<br />

Luftbildflüge<br />

Eine historische Vergleichskarte<br />

hat Google Maps übrigens nicht zu<br />

bieten. Und auch die Luftbildaufnahmen<br />

sind andere. Google Maps<br />

greift <strong>für</strong> seine Karten zwar neben<br />

Satellitenbildern auch auf Luftbilder<br />

zurück, die jedoch in <strong>den</strong> seltensten<br />

Fällen senkrecht, sondern<br />

eher schräg von oben geknipst<br />

wer<strong>den</strong>. <strong>Das</strong> führt beim Blick auf<br />

die Google-Maps-Luftbild-Karte<br />

oft zu Überlappungen, Verzerrungen<br />

und somit ungleichmäßigen<br />

Draufsichten. Die Luftbildaufnahmen<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> BayernAtlas dagegen<br />

wer<strong>den</strong> ausschließlich im Rahmen<br />

von Spezial-Luftbildflügen aufgenommen.<br />

Hier<strong>für</strong> fliegt ein ausgebildeter<br />

Pilot mittels Motorflieger<br />

und hochwertiger Kameraausstattung<br />

jährlich halb Bayern ab – in<br />

einem Jahr Südbayern, im darauffolgen<strong>den</strong><br />

Nordbayern. Und zwar<br />

immer in einem streng vorgegebenen<br />

Muster, womit eine senkrechte<br />

Bildaufnahme gewährleistet wird.<br />

Ein gutes Beispiel, um diesen Unterschied<br />

sichtbar zu machen: Der<br />

Blick auf <strong>den</strong> berühmten Turm des<br />

BMW-Werks in München, der im<br />

BayernAtlas vollständig senkrecht,<br />

in Google Maps dagegen leicht<br />

verkippt zu sehen ist. Insofern investiert<br />

der Freistaat Bayern immer<br />

wieder Geld, Zeit und Personal in<br />

die Aktualisierung des BayernAtlas.<br />

In Sachen Arbeitsaufwand spricht<br />

auch die Digitalisierung dieser<br />

Historischen Karte <strong>für</strong> sich. Hier<strong>für</strong><br />

wur<strong>den</strong> rund 20000 alte Papierkarten<br />

aus <strong>den</strong> Archiven der Landesvermessung<br />

eingescannt und<br />

über spezielle PC-Programme wie<br />

ein Puzzle zu ganz Bayern maßstabsgetreu<br />

zusammengeführt.<br />

Virtueller Rundflug<br />

dank 3D-Funktion<br />

Beim Blick auf die Startseite des<br />

BayernAtlas findet der Nutzer am<br />

rechten Seitenrand ein weiteres<br />

54 | <strong>altlandkreis</strong>


Vergleichs-Funktion: Die Stadt Schongau damals und heute.<br />

Highlight – die Leiste „3D“. Die<br />

ermöglicht einen virtuellen Rundgang<br />

durch, oder einen virtuellen<br />

Flug über ganz Bayern. Über <strong>den</strong><br />

Reiter „Menü“, der sich auf der<br />

Startseite links oben befindet,<br />

gelangt der Nutzer zu zahlreichen<br />

„Werkzeugen“ sowie Zusatzinformationen<br />

aus <strong>den</strong> Themenbereichen<br />

Freizeit, Geobasisdaten,<br />

Planen und Bauen, Infrastruktur,<br />

Umwelt, Naturgefahren, Schulatlas,<br />

Zeitreise, Heimat sowie<br />

Verwaltungsatlas. Eltern künftiger<br />

Schüler können beispielweise<br />

herausfin<strong>den</strong>, welche staatliche<br />

(Grund)Schule ihrem Wohngebiet<br />

zugeteilt ist. Internet-Nutzer sehen<br />

auf einen Blick, wie weit der<br />

Breitbandausbau in ihrer jeweiligen<br />

Gemeinde vorangeschritten<br />

ist – Förderverfahren beantragt,<br />

im Förderverfahren, in der Umsetzung,<br />

Breitbandausbau abgeschlossen.<br />

Vorzeigebeispiel beim<br />

Thema Breitband-Ausbau im<br />

Weilheim-Schongauer Landkreis<br />

ist an dieser Stelle die Gemeinde<br />

Schwabbruck, die als einzige<br />

sowohl innerorts als auch alle<br />

umliegen<strong>den</strong> Weiler und Einsiedlerhöfe<br />

direkt mit Glasfaser angeschlossen<br />

hat. Mit wenigen Klicks<br />

erreicht man die Projektbeschreibung<br />

über <strong>den</strong> jeweils durchgeführten<br />

Breitbandausbau – auf<br />

der dazu passen<strong>den</strong> Karte sind<br />

die verlegten Glasfaserleitungen<br />

mit blauen Linien gekennzeichnet.<br />

Aber auch von der Natur ausgehende<br />

Gefahren sind im Bayern-<br />

Atlas grafisch hinterlegt: Wo in der<br />

Region existiert eine Hangrutschgefahr?<br />

Wo liegen Hochwasser-<br />

Risiko-Gebiete? Wo herrscht im<br />

Winter Lawinengefahr? Ebenso ersichtlich,<br />

und somit interessant <strong>für</strong><br />

junge Paare, die ein eigenes Haus<br />

bauen möchten: grafisch hinterlegte,<br />

bereits von <strong>den</strong> Gemein<strong>den</strong><br />

ausgewiesene Bebauungspläne.<br />

Bezahlversion<br />

mit Infrarot-Luftbild<br />

Regelmäßig genutzt wird der BayernAtlas<br />

insbesondere von Behör<strong>den</strong>.<br />

Aber auch von Grundstücksoder<br />

Baugutachtern, die sich vor<br />

einem geplanten Vor-Ort-Termin<br />

bereits ein Bild der (geographischen)<br />

Lage des bevorstehen<strong>den</strong><br />

Auftrags machen möchten. Journalisten<br />

greifen ebenfalls immer<br />

wieder auf dieses facettenreiche<br />

„Tool“ zurück. Und<br />

natürlich Privatpersonen, die<br />

über ihre und die benachbarte<br />

Heimat Interessantes<br />

in Erfahrung bringen möchten,<br />

ohne da<strong>für</strong> komplexere<br />

Recherche-Wege einschlagen<br />

zu müssen. Im Jahr 2020 wurde<br />

der BayernAtlas mehr als<br />

25 Millionen Mal aufgerufen,<br />

was rund 70000 Aufrufen am<br />

Tag entspricht!<br />

Für Gewerbetreibende, die<br />

<strong>den</strong> BayernAtlas noch akribischer<br />

nutzen möchten, gibt es<br />

auch eine BayernAtlas-plus-<br />

Version. Die kostet monatlich<br />

zwar 40 Euro, ermöglicht da<strong>für</strong><br />

aber <strong>den</strong> Zugriff auf noch<br />

mehr Daten. Zum Beispiel ist<br />

über diese Bezahlversion eine<br />

Flurkarte aufzurufen, die neben<br />

Grenzlinien und Adressen sogar<br />

Flurnummern und im Bo<strong>den</strong><br />

verankerte Grenzmarkierungen<br />

anzeigt. Oder eine Infrarot-Luftbild-Karte,<br />

auf der beispielsweise<br />

Experten aus der Land- und Forstwirtschaft<br />

erkennen, wie trocken<br />

oder feucht Wald- und Ackerflächen<br />

hierzulande sind. Wer sich<br />

<strong>den</strong> BayernAtlas <strong>für</strong> weniger fachgebun<strong>den</strong>e<br />

Zwecke anschauen<br />

möchte, ist mit der kostenlosen<br />

Version jedoch bestens aufgestellt –<br />

und bei Unklarheiten bestens aufgehoben.<br />

Neben der „Hilfe“ auf<br />

der Internetseite des „BayernAtlas“<br />

selbst, beantworten auch die<br />

Mitarbeiter des Weilheimer Amtes<br />

<strong>für</strong> Digitalisierung, Bereitband und<br />

Vermessung (0881/ 9860; E-Mail:<br />

poststelle@adbv-wm.bayern.de)<br />

jederzeit Fragen zur Funktion dieses<br />

ziemlich einzigartigen Geo-<br />

Portals. „Die Bürger dürfen uns<br />

jederzeit anrufen oder eine E-Mail<br />

schreiben“, sagt Angelika Jais, die<br />

sich auch über neue, interessante<br />

Infos aus der Region sehr freut.<br />

„Da ist in einigen Bereichen noch<br />

Luft nach oben.“ Allein was die<br />

Eintragung hiesiger Sehenswürdigkeiten<br />

betrifft.<br />

js<br />

Wir lieben Holz<br />

deshalb bauen wir<br />

Massivholzhäuser<br />

Unser Gesamtkonzept <strong>für</strong> gesundes Bauen und Wohnen: HOLZPUR<br />

Steinwies 27 - 86984 Prem<br />

Tel. 08862 82 92<br />

WWW.HOLZBAU-JOERG.COM<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 55


Fachgeschäft <strong>für</strong> Haushaltswaren<br />

<strong>Das</strong> letzte seiner Art<br />

Baustoffgroßhandel – Baubetrieb – Erd- und Tiefbau –<br />

Baustoffgroßhandel – Baubetrieb – Erd- und Tiefbau –<br />

Abbruch – Kehrmaschinen – Baukräne – Bautransporte<br />

Abbruch – Kehrmaschinen – Baukräne – Bautransporte<br />

Baustoffgroßhandel 86943 Thaining – Baubetrieb Mühlweg – Erd- und 34<br />

Tiefbau –<br />

Abbruch 86943 Thaining Mühlweg 34<br />

Tel. – Kehrmaschinen (08194) 253 – Fax Baukräne (08194) – Bautransporte<br />

8455<br />

Tel. (08194) 253 Fax (08194) 8455<br />

86943 info@kirchner-thaining.de<br />

Thaining Mühlweg 34<br />

Tel.<br />

info@kirchner-thaining.de<br />

www.kirchner-thaining.de<br />

(08194) 253 Fax (08194) 8455<br />

www.kirchner-thaining.de<br />

info@kirchner-thaining.de<br />

www.kirchner-thaining.de<br />

info@kirchner-thaining.de<br />

86943 Thaining Mühlweg 34<br />

Peiting | Es handelt sich um das<br />

letztverbliebene seiner Art, ist<br />

somit einzigartig im Schongauer<br />

Altlandkreis und darüber hinaus:<br />

<strong>Das</strong> Haushaltswarengeschäft<br />

Sailer im Zentrum der Peitinger<br />

Marktgemeinde. Die Tradition des<br />

Fachgeschäftes reicht bis ins Jahr<br />

1890 zurück. Eine Schmiede samt<br />

Verkaufsla<strong>den</strong> befand sich damals<br />

noch im kleineren Haus direkt<br />

gegenüber des Rathauses, worin<br />

sich heute ein Fachgeschäft <strong>für</strong><br />

Internet und Mobilfunk befindet.<br />

„Am alten Standort wurde irgendwann<br />

alles zu eng, woraufhin sich<br />

mein Vater <strong>für</strong> einen Neubau auf<br />

der anderen Seite der Peitnach<br />

entschie<strong>den</strong> hatte“, sagt Franz<br />

Sailer, der das 1960 eröffnete,<br />

wesentlich geräumigere La<strong>den</strong>geschäft<br />

mit Frau Marianne bis heute<br />

führt. Haushaltswaren, Geschenkund<br />

Dekoartikel sowie ausgewählte<br />

Spielwaren namhafter Marken<br />

zeichnen das facettenreiche Sortiment<br />

seither aus. „Es war immer<br />

schon unser eigener Anspruch,<br />

nur qualitativ hochwertige Ware<br />

anzubieten. Produkte, von <strong>den</strong>en<br />

wir selbst überzeugt sind.“ Und<br />

die gibt es im Fachgeschäft an der<br />

Ammergauer Straße 1 zu Hauf. In<br />

der Ecke links hinten befindet sich<br />

zum Beispiel die Porzellan-Abteilung<br />

mit Tassen, Tellern, Schüsseln<br />

und Kannen <strong>für</strong> je<strong>den</strong> Anlass –<br />

vom Sonntagsgeschirr mit edlem<br />

Blumenmuster bis hin zu praktischem,<br />

einfarbigem Geschirr <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> täglichen Gebrauch. Gleiches<br />

gilt <strong>für</strong> die angrenzende Abteilung<br />

mit Gläsern und Glasgefäßen aller<br />

Art, oder explizit ausgewählten<br />

Dekoartikeln, die aufgrund Form,<br />

Funktion und Farbe oft beim ersten<br />

Anblick einen Wow-Effekt<br />

beim Kun<strong>den</strong> auslösen. „An dieser<br />

Stelle darf man ruhig mal sagen,<br />

dass meine Frau ein wirklich geniales<br />

Auge <strong>für</strong> Dekoration und<br />

Produktauswahl hat“, sagt Franz<br />

Sailer. In der Tat erkennt selbst<br />

der Laie auf <strong>den</strong> ersten Blick, dass<br />

beim Gang durch die Sailer-Regale<br />

nicht nur das Sortiment an sich<br />

Hand und Fuß hat, sondern auch<br />

das Gesamtbild des La<strong>den</strong>s in sich<br />

stimmig ist – eine gesunde Mischung<br />

aus Qualität, Schlichtheit<br />

und Moderne.<br />

Kompetente<br />

Produktberatung<br />

Besonders gefragt sind im Hause<br />

Sailer Pfannen, Kochtöpfe und<br />

Backformen sowie dazu passendes<br />

Zubehör. „Vor allem seit Ausbruch<br />

von Corona“, sagt Franz Sailer.<br />

In der Tat backen und kochen<br />

die Altlandkreis-Bürger in Zeiten<br />

Tel. (08194) 253 Fax (08194) 8455<br />

56 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Einzigartig in der Region: <strong>Das</strong> Haushaltwarengeschäft Sailer, das sich im Ortszentrum der Peitinger Marktgemeinde<br />

befindet, und bekannt ist <strong>für</strong> qualitativ hochwertige Produkte sowie fachkompetente Beratung.


Passt zur Philosophie: Franz Sailer mit einem Schweizer Taschenmesser,<br />

das ebenfalls aus einem familiengeführten Qualitäts-Betrieb kommt.<br />

von Kurzarbeit und Homeoffice<br />

fleißiger – und haben dabei offensichtlich<br />

auch <strong>den</strong> einen oder<br />

anderen Ausstattungs- und Qualitätsmangel<br />

in ihrer Küche festgestellt.<br />

„Wobei die teuerste Pfanne<br />

nichts bringt, wenn man nicht<br />

richtig damit umgehen kann“, so<br />

Franz Sailer über die sicherlich<br />

größte Stärke von ihm und seiner<br />

Frau: Fachkompetente Kun<strong>den</strong>beratung.<br />

Jedes einzelne Produkt<br />

im Hause Sailer kann von <strong>den</strong> Inhabern<br />

bis ins kleinste Detail erklärt<br />

wer<strong>den</strong>. Entweder, weil sie<br />

selbst ihren Alltag damit bestreiten.<br />

Oder dank jahrzehntelangem<br />

Direktkontakt zu Produktherstellern<br />

alle wichtigen Informationen<br />

stets aus erster Hand erfahren.<br />

„Beschichtete Pfannen sollte man<br />

nie auf höchster Stufe erhitzen“,<br />

sagt Marianne Sailer in dieser<br />

Sekunde am schnurlosen Telefon.<br />

„Gusseiserne sind dagegen immer<br />

richtig heiß.“ Weil an diesem Mittwochvormittag<br />

noch immer die<br />

Lockdown-Maßnahmen über <strong>den</strong><br />

(kleinen) Einzelhandel herrschen,<br />

ist der La<strong>den</strong> <strong>für</strong> Kun<strong>den</strong>verkehr<br />

geschlossen. „Dabei könnten wir<br />

unter Einhaltung der Hygiene-<br />

Maßnahmen ohne Weiteres bis<br />

zu 20 Menschen in unser Geschäft<br />

lassen.“ Franz Sailer ist maßlos<br />

enttäuscht über die einseitige Regelung<br />

der Politik. „In Supermärkten<br />

darf Haushaltsware uneingeschränkt<br />

weiterverkauft wer<strong>den</strong>,<br />

während wir zusperren müssen.“<br />

Bis Eintritt der Pandemie kamen<br />

die Kun<strong>den</strong> bis aus Starnberg,<br />

Herrsching, Tutzing, Weilheim<br />

und Peißenberg, aus Kohlgrub,<br />

Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald<br />

sowie aus Denklingen,<br />

Landsberg und Augsburg. Seither<br />

rufen sie an, bestellen telefonisch<br />

und dürfen die Ware über die<br />

Fahrradwerkstätte von Franz Sailer<br />

auf der Rückseite des Gebäudes<br />

abholen.<br />

Karriere <strong>für</strong> Familie<br />

aufgegeben<br />

Jammern kommt <strong>für</strong> Familie Sailer<br />

trotzdem nicht in Frage. „Da haben<br />

wir schon ganz andere Hür<strong>den</strong><br />

gemeistert.“ In der Tat war<br />

der Start mit dem La<strong>den</strong>geschäft<br />

im neuen Gebäude von Beginn<br />

an schwer. Die ersten Jahre haben<br />

zwar nahezu alle Mitbewerber in<br />

der Region ihr La<strong>den</strong>geschäft aufgegeben,<br />

jedoch stets verbun<strong>den</strong><br />

mit rabattstarken Räumungsverkäufen,<br />

„weshalb die Kun<strong>den</strong> natürlich<br />

auf Schnäppchenjagd aus<br />

waren und nicht zu uns gekommen<br />

sind.“ Es folgte der rasant<br />

wachsende Online-Handel sowie<br />

die Niederlassungen immer größerer<br />

Supermärkte, die zum Teil<br />

ähnliche Produkte zu oft extrem<br />

niedrigen Preisen anbieten. Aber<br />

eben ohne kompetente Fachberatung.<br />

Und genau darauf legen<br />

die Kun<strong>den</strong> inzwischen wieder<br />

mehr Wert. „Dieser Trend ist seit<br />

gut zwei Jahren deutlich zu spüren“,<br />

sagt Franz Sailer, der bei <strong>den</strong><br />

Leuten ein Um<strong>den</strong>ken feststellt.<br />

„Nachhaltigkeit sowie Qualität<br />

statt Quantität gewinnt wieder an<br />

Wert.“ Ob sich deshalb das letztverbliebende<br />

Fachgeschäft <strong>für</strong><br />

Haushaltswaren auch die kommen<strong>den</strong><br />

Jahre und Jahrzehnte halten<br />

kann, steht Stand jetzt trotzdem<br />

in <strong>den</strong> Sternen. Franz Sailer<br />

ist 66, Marianne Sailer 60. Insofern<br />

möchten die bei<strong>den</strong> in jedem Falle<br />

noch sieben Jahre weitermachen –<br />

und bis dahin eine mögliche<br />

Nachfolge geklärt haben. Ihre drei<br />

Kinder haben je<strong>den</strong>falls anderweitig<br />

Karriere gemacht, arbeiten<br />

in München und Innsbruck in der<br />

Forschung, Medizin und im Bankenwesen<br />

– und erinnern ihren<br />

Vater Franz Sailer an seinen eigenen,<br />

hauptberuflichen Weg zurück:<br />

Produktentwickler und Ausbilder<br />

bei Siemens in München,<br />

der von der Konzernleitung sogar<br />

auserwählt wurde, um in allen<br />

ausländischen Siemens-Werken<br />

Ausbildungszentren aufzubauen.<br />

Obendrein war er oberstes Mitglied<br />

im IHK-Prüfungsausschuss<br />

<strong>für</strong> ganz Bayern. Aufgrund einer<br />

Erkrankung seines Vaters kehrte<br />

er allerdings vorzeitig zurück nach<br />

Peiting und übernahm das La<strong>den</strong>geschäft<br />

samt Fahrradwerkstatt,<br />

brachte es optisch wie wirtschaftlich<br />

auf Vordermann und kann<br />

heute mit Stolz auf ein gut funktionierendes<br />

Geschäft blicken, das im<br />

Jahre <strong>2021</strong> definitiv einzigartig ist<br />

in der Region.<br />

js<br />

Weiß wirklich alles über Töpfe und Pfannen: Marianne Sailer, die hier<br />

einen hochwertigen Schnellkochtopf in ihren Hän<strong>den</strong> hält.<br />

Pool ... – gerne<br />

Niederhofer Weg 2<br />

86987 Schwabsoien<br />

08868 - 180 95 60<br />

www.gartenbau-gschwend.de<br />

Wir beraten<br />

märz / april Sie <strong>2021</strong> gerne! | 57


Lifestyle-Spezialistin aus Bernbeuren<br />

Im Wohnzimmer<br />

der Bayern-Stars<br />

Bernbeuren / München | Konkrete<br />

Namen darf Cordula Moser aus<br />

Diskretionsgrün<strong>den</strong> nicht nennen,<br />

das Privatleben von Prominenten<br />

gehöre nicht an die Öffentlichkeit.<br />

Die 29-jährige Lifestyle-<br />

Spezialistin aus Bernbeuren hat<br />

sie trotzdem schon gesehen – die<br />

intimsten Räumlichkeiten namhafter<br />

Männer und Frauen von<br />

Welt. Fußballprofis des FC Bayern<br />

München, international bekannte<br />

Schauspieler, Moderatoren,<br />

Musiker, Topmanager und reiche<br />

Unternehmer. Sie alle sind Kun<strong>den</strong><br />

bei „Kare“, einem exquisiten<br />

Möbelhaus mit rund 100 Filialen<br />

in aller Welt. <strong>Das</strong> Prunkstück der<br />

Firma, der Flagshipstore namens<br />

„Kare Kraftwerk“ samt sechsstöckigem<br />

Bürogebäude, befindet sich<br />

in München-Obersendling. Genau<br />

dort hat auch Cordula Moser seit<br />

sechs Jahren ihren Arbeitsplatz.<br />

Über die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau<br />

in einem regional<br />

bekannten Möbelhaus ist sie auf<br />

das Unternehmen in der Landeshauptstadt<br />

erstmals aufmerksam<br />

gewor<strong>den</strong>. Auf Anhieb fasziniert<br />

von diesem extravaganten, topmodernen<br />

wie einzigartigen Style, hat<br />

sie sich dort beworben und wurde<br />

zu ihrer großen Freude auch<br />

gleich eingestellt. In erster Linie<br />

als Verkäuferin <strong>für</strong> die dort riesige<br />

Ausstellungshalle, die vor allem an<br />

Samstagen im Herbst sprichwörtlich<br />

aus allen Nähten platzt. „Der<br />

Kun<strong>den</strong>andrang ist dann riesig.“<br />

Zur großen Stärke von Cordula<br />

Moser zählt jedoch nicht nur der<br />

Face-to-Face-Kun<strong>den</strong>kontakt im<br />

Geht voll auf in ihrem Job: Cordula Moser aus Bernbeuren arbeitet seit<br />

sechs Jahren als Lifestyle-Spezialistin <strong>für</strong> Kare in München.<br />

La<strong>den</strong>geschäft. Bereits im Kindesalter<br />

gab es kaum einen Tag,<br />

an dem sie nicht <strong>den</strong> Drang zum<br />

Malen oder Basteln verspürte. „Ich<br />

wollte mich immer schon kreativ<br />

betätigen.“ Diese Begabung hat<br />

sich über die Jahre hinweg manifestiert<br />

– und kommt ihr nun in<br />

diesem außergewöhnlichen Job<br />

als Lifestyle-Spezialistin zugute.<br />

Rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit<br />

verbringt sie mittlerweile am großen<br />

Bildschirm, Telefon oder direkt<br />

bei Kare-Kun<strong>den</strong> zuhause. Immer<br />

mit dem Ziel, die <strong>für</strong> <strong>den</strong> Kun<strong>den</strong><br />

ideale Wohnungseinrichtung zu<br />

fin<strong>den</strong>.<br />

Hipp, ausgefallen und<br />

topmodern<br />

Am liebsten sind ihr Kun<strong>den</strong>, die<br />

kurz anrufen und sagen: „Mach<br />

mal, Geld spielt keine Rolle.“ Eine<br />

Situation, die bei vielen sicherlich<br />

Gefühle von Druck und Nervosität<br />

auslösen wür<strong>den</strong>. Doch genau<br />

dann blüht Cordula Moser so richtig<br />

auf. Manche Kun<strong>den</strong> schicken<br />

der Lifestyle-Expertin dann <strong>den</strong><br />

Umrissplan ihrer kompletten Wohnung<br />

oder Villa per E-Mail. Über<br />

ein spezielles Zeichen- und Gestaltungsprogramm<br />

designt Cordula<br />

Moser zunächst ein sogenanntes<br />

Moodboard in 3D, womit die Kun<strong>den</strong><br />

schon mal virtuell tief eintauchen<br />

können in ihr zukünftiges<br />

Wohn- oder Schlafzimmer. Urige,<br />

traditionell bayerische Einrichtungsformen<br />

wie beispielsweise<br />

aus Echtholz ausgekleidete Stuben<br />

fin<strong>den</strong> sich auf Mosers Rechner<br />

jedoch vergeblich. Kare ist hipp,<br />

ausgefallen, topmodern, definitiv<br />

anders als alle anderen. <strong>Das</strong> zeigt<br />

bereits die Ausstellungshalle des<br />

Flagshipstores. Während in <strong>den</strong><br />

58 | <strong>altlandkreis</strong>


Ausgeflippt, aber <strong>den</strong>noch in sich stimmig: Diese rosa, pinke, lilane und<br />

gol<strong>den</strong>e Wohnungseinrichtung steht exemplarisch <strong>für</strong> Kare.<br />

meisten Möbelhäusern dieser Welt<br />

streng nach Produkten sortiert<br />

ausgestellt wird, betritt der Kare-<br />

Kunde ein stylisches Zimmer nach<br />

dem anderen. Dabei auffallend:<br />

Viele verschie<strong>den</strong>e Farben, jede<br />

Menge Glitzer und Glamour sowie<br />

ausgefallene Accessoires, aber als<br />

Gesamtbild trotzdem in sich stimmig.<br />

Eine Einrichtungs-Kunst, die<br />

Cordula Moser offensichtlich im<br />

Blut liegt. Und sie immer wieder<br />

hinausführt aus dem Büro im Firmengebäude,<br />

hinein in die private<br />

Welt der Promis. Einen ehemaligen<br />

Champions League-Sieger des<br />

FC Bayern München begleitet sie<br />

beispielsweise seit vielen Jahren.<br />

„Der ist sozusagen mein persönlicher<br />

Stammkunde.“ Aber auch<br />

nichtprivate Aufträge gehören zu<br />

Mosers Aufgabenspektrum. Ein<br />

Großprojekt an der Ostsee, wo<br />

sie vor Ort 30 Ferienwohnungen<br />

einrichtete, die Gestaltung einer<br />

VIP-Lounge in der Allianz Arena,<br />

die Einrichtung einer Lounge<br />

im Haupthaus der Süddeutschen<br />

Zeitung sowie die Einrichtung der<br />

bekannten Münchner Promi-Diskothek<br />

P1 sind nur vier Beispiele.<br />

200 Autokilometer<br />

täglich<br />

Die Frage, warum sie nicht nach<br />

München gezogen ist, „bekomme<br />

ich immer wieder gestellt“,<br />

sagt Cordula Moser. Wobei „die<br />

Liebe“, „der Freundeskreis“ und<br />

„die ländliche Ruhe zum Krafttanken“<br />

gute Gründe <strong>für</strong> das in Kauf<br />

nehmen langer Autofahrten sind.<br />

Von Montag bis Donnerstag sowie<br />

je<strong>den</strong> Samstag pendelt sie zwischen<br />

Bernbeuren und München,<br />

braucht <strong>für</strong> diese 99,6 Kilometer<br />

(einfach) rund eine Stunde und 20<br />

Minuten. Ihr Dienst beginnt um 9<br />

Uhr, endet gegen 20 oder 21 Uhr,<br />

„weshalb ich recht zügig durchkomme,<br />

weil die Hauptverkehrsbelastungen<br />

schon wieder vorbei<br />

sind“. Dennoch: Cordula Moser<br />

lebt <strong>für</strong> ihre Arbeit. Und trotzdem<br />

schaut sie nach einem stressigen<br />

Tag noch vorbei auf Geburtstagsfeiern<br />

von Freun<strong>den</strong>, wo<strong>für</strong> sie<br />

im Bekanntenkreis sehr geschätzt<br />

wird. „Die jammert nie“, heißt es<br />

immer wieder. Und hat obendrein<br />

<strong>den</strong> einen oder anderen wertvollen<br />

Einrichtungstipp natürlich<br />

gratis mit im Gepäck. „Mut zur<br />

Farbe, einfach mal ausprobieren<br />

und sich was trauen“ seien in<br />

Mosers Augen die mit wichtigsten<br />

Kriterien <strong>für</strong> eine ebenso stylische<br />

wie gemütliche Wohnungseinrichtung.<br />

„Die nicht immer teuer<br />

sein muss.“ Derzeit voll im Trend:<br />

Samt, Seide sowie alte, gebrauchte<br />

und somit auch nachhaltige<br />

Möbel, die gut und gerne eigenhändig<br />

mit brandaktuellen Farben<br />

bemalt wer<strong>den</strong> können. Senfgelb,<br />

Okka und Mint-Grün seien angesagt.<br />

Und sicherlich auch in <strong>den</strong><br />

luxuriösen Wohnungen und Villen<br />

zahlreicher Promis zu sehen.<br />

Vorgeschlagen von einer Lifestyle-<br />

Spezialistin aus dem beschaulichen<br />

Bernbeuren.<br />

js<br />

Seltene Ausnahme: Im Zuge des zweiten Lockdowns hat Cordula Moser<br />

ab und an von Zuhause in Bernbeuren gearbeitet. Am PC-Bildschirm<br />

zeigt sie eine von ihr designte Wohnungseinrichtung in 3D.<br />

HOLZHAUSBAU<br />

Ökologie, Wohngesundheit, Nachhaltigkeit und<br />

Design sind bei Sonnleitner Bestandteil einer gelebten<br />

Philosophie. Seit Jahrzehnten sammeln wir unser Wissen<br />

und setzen es bei jedem Bauvorhaben individuell ein -<br />

auch bei Ihrem!<br />

Bitte vereinbaren Sie einen persönlichen<br />

(Online)-Beratungstermin<br />

und besuchen Sie unser Musterhaus<br />

in Eresing bei München.<br />

Wir beraten Sie gerne zu<br />

Ihrem eigenen Bauvorhaben.<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

Niederlassung ERESING:<br />

Auftrag:<br />

Kun<strong>den</strong>nr: Sonnleitner<br />

6031138, 1350259<br />

Holzbauwerke GmbH & Co. KG<br />

Motiv: 001<br />

Stand:<br />

Auftrag: Frietingerstr.<br />

03.02.<strong>2021</strong> 6031138,<br />

um Motiv: 1 | D-86922<br />

14:40:01<br />

001 Eresing<br />

Art:<br />

Stand:<br />

UNB, 03.02.<strong>2021</strong> Tel. 08193 9386-41<br />

Farben: um<br />

Black 14:40:01 | eresing@sonnleitner.de<br />

Cyan Magenta Yellow<br />

Art: UNB, www.sonnleitner.de<br />

Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Top Qualität<br />

Top Qualität<br />

zum Aktionspreis<br />

zum Aktionspreis<br />

ab 998,- *<br />

ab € Unverbindliche 998,- *<br />

Preisempfehlung<br />

Unverbindliche<br />

Unverbindliche<br />

inkl. MwSt.<br />

Preisempfehlung<br />

Preisempfehlung<br />

IST NATUR PUR<br />

HOLZHAUSBAU<br />

richtig gut bauen<br />

*1350259-6031138-0<br />

*1350259-6031138-0<br />

Smarte Garagentore<br />

Smarte Garagentore<br />

komfortabel, sicher und schön<br />

komfortabel, sicher und schön<br />

inkl.<br />

inkl.<br />

MwSt.<br />

MwSt.<br />

Handelsvertretungen<br />

S. Forstmann Handelsvertretungen<br />

Mehr Tor <strong>für</strong>s Geld!<br />

Mehr Tor <strong>für</strong>s Geld!<br />

Klausenweg 1 b · 86971 Peiting Tel. 0 88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax Klausenweg 9 30 73 64 1· b www.sforstmann.de · 86971 Peiting Tel. · 0info@sforstmann.de<br />

88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax 9 30 73 64 · www.sforstmann.de · info@sforstmann.de<br />

Fenster · Haustüren · Markisen · Rolllä<strong>den</strong><br />

Fenster · Haustüren · Markisen · Rolllä<strong>den</strong><br />

märz / april <strong>2021</strong> | 59


Schreinerarbeiten von „El Carpintero“<br />

Altes zu neuem<br />

Leben erwecken<br />

Steinga<strong>den</strong> | Wer Christian Brei<strong>den</strong>bach<br />

ein altes Brett aus Holz,<br />

einen eisernen Türbeschlag oder<br />

ein ausgebautes Fenster von anno<br />

dazumal in die Hand drückt, entfacht<br />

in ihm ein Feuer der Begeisterung.<br />

„Faszinierend, wie gut<br />

erhalten dieser Jahrhunderte alte<br />

Rahmen noch ist, wie filigran die<br />

damals gearbeitet haben müssen,<br />

obwohl sie ja kaum Werkzeuge<br />

und Maschinen hatten.“ Andere<br />

Schreiner wür<strong>den</strong> in diesem Moment<br />

wahrscheinlich sagen: „Was<br />

willsch n mit dem alta Glump, so<br />

dünn und lapprig – weg damit!“<br />

Doch Brei<strong>den</strong>bachs Philosophie<br />

ist schon immer eine andere gewesen:<br />

Diesen historisch wertvollen<br />

Fensterrahmen nicht in<br />

<strong>den</strong> Sperrmüllcontainer werfen,<br />

sondern zu neuem Leben erwecken.<br />

Und zwar so, dass die ursprüngliche<br />

Optik des Fensters<br />

vollständig erhalten bleibt, trotzdem<br />

ein moderner, zeitgemäßer<br />

Wohnkomfort gewährleistet wird –<br />

mit guten Dämm- und Wetterschutzeigenschaften.<br />

Da<strong>für</strong> notwendig:<br />

Handwerkliches Geschick,<br />

viel Fachwissen in Materialkunde,<br />

konventionelle Maschinen aus<br />

<strong>den</strong> 1980ern, zum Beispiel Bandschleifer,<br />

Fräse und Hobelbank,<br />

obendrein ein hohes Maß an<br />

Kreativität, jede Menge klassische<br />

Schreinerwerkzeuge wie Stemmeisen,<br />

Fitscheneisen, Handsägen<br />

und Schleifpapier, sowie ein ausgeprägtes<br />

Faible <strong>für</strong> Altes. Genau<br />

das besitzt der 52-jährige Gründer<br />

und Inhaber von „El Carpintero“,<br />

zu Deutsch „Der Schreiner“.<br />

Bereits im Jahre 1996 machte sich<br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach als Möbel-<br />

Restaurator mit diesem ausgefallenen,<br />

aus seiner Südamerikareise<br />

mitgebrachten Firmennamen<br />

selbstständig. „Zu Beginn eine<br />

nicht immer leichte Zeit in der<br />

ehemaligen Schlosserwerkstätte<br />

meines Vaters, die mitten in einem<br />

Peitinger Wohngebiet ziemlich<br />

versteckt lag, ein wenig unter<br />

dem Radar potentieller Kun<strong>den</strong><br />

existierte.“ Trotzdem wuchs sein<br />

60 | <strong>altlandkreis</strong>


Auf diesem uralten Bauernhof im österreichischen Alpbachtal waren<br />

Christian und Cornelia Brei<strong>den</strong>bach bereits als Jugendliche.<br />

Gewerbe schrittweise an – und erlangte<br />

spätestens mit dem Umzug<br />

nach Steinga<strong>den</strong> einen Bekanntheitsgrad,<br />

der weit über die Grenzen<br />

des Schongauer Altlandkreises<br />

hinausreicht.<br />

Großauftrag weckt<br />

Jugenderinnerungen<br />

Dort an der Ammergauer Straße 7<br />

ist selbst zu Corona-Zeiten viel<br />

Verkehr. „Weil es die südlichste<br />

Queralpenstraße im Oberland ist.“<br />

Touristen befahren sie auf dem<br />

Weg zur Wieskirche. Einheimische,<br />

um aus der Garmischer in<br />

die Schwangauer Gegend zu kommen.<br />

Die gleiche Strecke befuhr<br />

vor vier Jahren auch ein Österreicher,<br />

der ihnen <strong>den</strong> mit größten<br />

und schönsten Arbeitsauftrag bescheren<br />

sollte. Die Rede ist von der<br />

Restaurierung eines 500 Jahre alten<br />

Bauernhofes, der einsam und<br />

alleine in der Tiefe des Alpbachtals<br />

im Tiroler Bezirk Kufstein<br />

steht – ausgerechnet der Hof, <strong>den</strong><br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach und seine<br />

Ehefrau Cornelia bereits zu Schulzeiten<br />

mit ihren jeweiligen Klassen<br />

<strong>für</strong> Schullandheimaufenthalte<br />

besucht hatten. Nach Jahrzehnten<br />

an diesen Ort zurückzukehren, aus<br />

purem Zufall, „war <strong>für</strong> uns wirklich<br />

unglaublich“, jedoch mit ein<br />

wenig Unmut beginnend. „Weil es<br />

schon frech war, uns am Sonntagmorgen<br />

aus unserem Privathaus<br />

zu klingeln – normalerweise machen<br />

wir da gar nicht auf“, sagt<br />

Cornelia Brei<strong>den</strong>bach, die werktags<br />

das Büro von „El Carpintero“<br />

schmeißt. An diesem Sonntag je<strong>den</strong>falls<br />

herrschte besonders viel<br />

Verkehr, der sich vom Abzweig der<br />

Steinga<strong>den</strong>er Tankstelle zurückstaute.<br />

In einem dieser stehen<strong>den</strong><br />

Autos saß auch dieser Österreicher,<br />

der beim Blick aus dem seitlichen<br />

Fenster die große Glasfassade<br />

des Ausstellungsraums von<br />

„El Carpintero“ sah, darin auch<br />

antike Fensterformen entdeckte<br />

und sofort neugierig wurde. Denn<br />

die Prototypen aller sechs österreichischen<br />

Schreiner-Betriebe,<br />

die er <strong>für</strong> dieses Großprojekt exquisit<br />

anfertigen ließ, passten<br />

dem Bauherrn nicht. Er wollte<br />

dieses Haus nämlich in seiner<br />

ursprünglichsten Form erhalten.<br />

Was er bei Christian Brei<strong>den</strong>bach<br />

an diesem Sonntag entdeckte, war<br />

<strong>für</strong> ihn endlich genau das, wonach<br />

er suchte.<br />

Ausstellung mit<br />

Museumscharakter<br />

Obwohl Christian Brei<strong>den</strong>bach<br />

und seine inzwischen sechs Mitarbeiter<br />

mit der Restauration alter<br />

Möbel angefangen haben, stehen<br />

seit vielen Jahren Altbau-Sanierungen<br />

im Mittelpunkt ihres Tuns.<br />

Genaugenommen was die Bereiche<br />

Fenster, Haustüren und Wohnungstüren<br />

betrifft. Brandstatthof<br />

südlich von Steinga<strong>den</strong>, Rathaus<br />

Kinsau oder Barbara-Kapelle<br />

Imposanter Treppenaufgang zum Materiallager: Links hängen gut erhaltene<br />

Beschläge, rechts massive Stahlschlösser an der Wand.<br />

Peter Szikora<br />

Freier Sachverständiger<br />

<strong>für</strong> Schä<strong>den</strong> an Gebäu<strong>den</strong><br />

Sachverständiger<br />

<strong>für</strong> Schimmelsanierung<br />

Flößerstraße 1a<br />

86974 Apfeldorf<br />

Telefon 0 88 69 / 92 10 66<br />

Telefax 0 88 69 / 92 10 63<br />

info@szikora-baubetreuung.de<br />

sit_p_szikora2.indd 1 03.11.09 17:35<br />

Gartenweg 10<br />

86975 Bernbeuren<br />

Tel: 08860 922570<br />

dreher-haustechnik.de<br />

SANITÄR HEIZUNG SPENGLEREI<br />

Wir installieren<br />

Zukunft!<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 61


SolvisBen<br />

Der Besserkessel: Mehr Heizung <strong>für</strong>s Geld!<br />

in Peiting-Hohenbrand sind drei<br />

tolle Referenz-Beispiele aus der<br />

Region. Großaufträge in Bad Wörishofen,<br />

dieser im Alpbachtal<br />

oder – <strong>für</strong> dieses Jahr geplant – in<br />

Holzgau, einer kleinen Gemeinde<br />

im österreichischen Lechtal, zählen<br />

zu entfernten Kun<strong>den</strong>, wo<strong>für</strong><br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach und seine<br />

Mitarbeiter auch immer wieder<br />

mal <strong>für</strong> mehrere Tage von Zuhause<br />

wegmüssen. Angefangen <strong>für</strong> die<br />

Begutachtung der Gebäude, anhand<br />

derer ermittelt wer<strong>den</strong> muss:<br />

Können Fenster und Türen im Originalzustand<br />

erhalten bleiben und<br />

individuell hergerichtet wer<strong>den</strong>?<br />

Gilt es komplett neue Fenster und<br />

Türen zu fertigen, die ebenfalls aus<br />

natürlichen Materialien bestehen<br />

und optisch zu Hundertprozent an<br />

die damalige Zeit zurückerinnern<br />

und die Anforderungen des Denkmalschutzes<br />

erfüllen? „Oft ist es<br />

eine Mischung aus Herrichten und<br />

Neuanfertigungen“, sagt Christian<br />

Brei<strong>den</strong>bach, der sich über die<br />

Jahre hinweg ein riesiges Materiallager<br />

aufgebaut hat, in dem er<br />

von geplanten Gebäudeabbrüchen<br />

Wind bekam und rechtzeitig zuschlug.<br />

1 000 Türen, 250 Fenster,<br />

zahlreiche Treppen, stapelweise<br />

Dielen antiker Bö<strong>den</strong>, Türschlösser,<br />

Beschläge und Schlüssel in<br />

allen Größen und Variationen,<br />

die zwischen 100 und 350 Jahre<br />

alt sind – Menschen, die <strong>für</strong> Altes<br />

etwas übrighaben, wer<strong>den</strong> beim<br />

Gang durch Ausstellungsraum und<br />

Lager von „El Carpintero“ aus dem<br />

Staunen nicht herauskommen.<br />

„Hat sicherlich Museumscharakter“,<br />

sagt Christian Brei<strong>den</strong>bach,<br />

der in Zeiten vor Corona auch<br />

immer wieder Besuch von neugierigen<br />

Touristen bekam. „Wenn<br />

das Wetter schlecht war, sind sie<br />

zu uns gekommen – und wollten<br />

oft gar nicht mehr gehen“, sagt<br />

er und grinst. Vor allem deshalb,<br />

weil hinter jedem Schrank, hinter<br />

jedem Stück Holz, hinter jedem<br />

Eisenschloss, Schlüssel und Beschlag<br />

nicht nur ein materieller,<br />

sondern auch ideeller Wert steckt.<br />

„Eine Geschichte, die uns und unsere<br />

Kultur geprägt und geformt<br />

hat.“<br />

Blutendes Herz<br />

trotz Denkmalschutz<br />

solvis.de<br />

Generationsübergreifend<br />

&<br />

Zukunftssicher!<br />

Energieeffizienzklasse<br />

A+ / A++*<br />

* mit Solarthermie<br />

Umso stärker blutet Christian Brei<strong>den</strong>bach<br />

das Herz, „wenn mal<br />

wieder ein uraltes, architektonisch<br />

äußerst wertvolles Haus in<br />

oft sehr gutem Zustand von heu-<br />

Benedikt Klöck Heiztechnik<br />

Winterscheidstraße 12 | 86972 Altenstadt<br />

Telefon 08861 8189 | kloeck-heiztechnik@t-online.de<br />

www.kloeck-heiztechnik.de<br />

Dieses historisch wertvolle Fenster behält seinen alten Charakter bei,<br />

wird punktuell erneuert und <strong>für</strong> bessere Dämmung aufgedoppelt.<br />

62 | <strong>altlandkreis</strong>


Hat das Auge <strong>für</strong> Details und liebt <strong>den</strong> Erhalt uralter Fenster und Türen:<br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach, hier im Austellungsraum, zeigt mit seinem Meterstab<br />

auf einen filigranen Fensterbeschlag aus anno dazumal.<br />

te auf morgen abgerissen wird“.<br />

Trotz Denkmalschutzauflagen?<br />

„Ich wundere mich ehrlich gesagt<br />

immer wieder, wie viele Bauten<br />

in Deutschland, Bayern und<br />

auch unserer Region nicht in die<br />

Denkmalschutzliste aufgenommen<br />

wur<strong>den</strong>, obwohl mehrere Voraussetzungen<br />

da<strong>für</strong> eindeutig erfüllt<br />

wären.“ Brei<strong>den</strong>bach kritisiert,<br />

dass Theorie und praktische Umsetzung<br />

beim Denkmalschutz in<br />

Bayern „weit auseinanderliegen“,<br />

und würde sich dahingehend zwei<br />

Dinge wünschen: „<strong>Das</strong>s einerseits<br />

mehr historisch wertvolle Altbauten<br />

in die Denkmalliste aufgenommen<br />

wer<strong>den</strong>. Andererseits<br />

die bei Sanierungen anfallen<strong>den</strong><br />

Mehrkosten auch wirklich erstattet<br />

wer<strong>den</strong> – und zwar zeitnah.“ Als<br />

Vorbild diene in seinen Augen der<br />

Denkmalschutz in Österreich, der<br />

Bauherrn unmittelbar darüber informiert,<br />

<strong>für</strong> welche Arbeiten sie<br />

welche Fördersumme bekommen.<br />

Wobei Geld bei der Arbeit von<br />

Christian Brei<strong>den</strong>bach und seinen<br />

handwerklich geschickten Mitarbeitern,<br />

darunter ein Schreinermeister,<br />

zwei Schreinergesellen,<br />

ein Schreiner-Lehrling sowie zwei<br />

Hilfskräfte in Teilzeit, ohnehin eine<br />

untergeordnete Rolle spielt. Sie<br />

Teilen alle die gleiche Lei<strong>den</strong>schaft:<br />

„Alte Werte erhalten und<br />

mit alten, natürlichen Baumaterialien<br />

und deren unvergleichlichem<br />

Charme eine lebenspositive<br />

Atmosphäre schaffen – auch in<br />

neuen Wohnräumen.“ Treffender<br />

könnte die Firmenphilosophie von<br />

„El Carpintero“ nicht beschrieben<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

js<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1705692<br />

Auftrag: 5009267, Motiv: 001<br />

*1705692-5009267-0<br />

Stand: 11.03.2015 um 21:00:01<br />

Art: G, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

El Carpintereo in Steinga<strong>den</strong>: Links befindet sich das Wohnaus von Christian und Cornelia Brei<strong>den</strong>bach, in<br />

der Mitte die Werkstätte samt Lager und rechts der verglaste Ausstellungsraum mit Museumscharakter.<br />

Schleich<br />

INNEN- UND AUSSENPUTZ<br />

TROCKENLEGUNG<br />

und Wild<br />

WDVS, PFLASTERARBEITEN<br />

BETONSANIERUNG<br />

x 01 71 / 300 95 07<br />

Wankstr. Bschorrwald 13, 5 Hohenpeißenberg • 82383 hohenpeissenBerg d 08805/1006<br />

• - 06<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 63


HUBER<br />

Johann<br />

BAUUNTERNEHMEN<br />

MOORWEG 1 86984 PREM<br />

www.huberprem.de<br />

huberprem aol.com<br />

Handy 01525 / 765 77 28<br />

86972 ALTENSTADT<br />

BURGLACHBERGSTR. 2<br />

TELEFON 08861/4352<br />

64 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Bauberatung<br />

Bauplanung<br />

Bauleitung<br />

Bauausführung<br />

Garagen<br />

An/Umbauten<br />

Regiearbeiten<br />

www.haberstock-bau.de<br />

info@haberstock-bau.de<br />

Chemiefreie Wohnraum-Gestaltung<br />

Lieblingsbaustoff Lehm<br />

Peiting-Birkland | Seit mehr<br />

als 25 Jahren arbeitet Klaus<br />

Achtzehner mit Lehm. Und<br />

schwärmt bis heute: „Es ist<br />

nach wie vor faszinierend <strong>für</strong><br />

mich, wie man im Grunde<br />

aus Dreck, der weltweit auf<br />

oder unter der Erdoberfläche<br />

liegt, die tollsten Sachen<br />

bauen kann.“ Als er angefangen<br />

hat, sich auf diesen<br />

natürlichen Baustoff zu spezialisieren,<br />

war er hierzulande<br />

ein Exot. Heute spricht er<br />

von einer „Hand voll Mitbewerber<br />

im Oberland“. Doch<br />

Konkurrenz belebt bekanntlich<br />

das Geschäft, und ist an<br />

dieser Stelle ein wichtiger Indikator<br />

<strong>für</strong> seinen Lieblings-<br />

Baustoff: Der Trend zu Bauten<br />

mit Lehm nimmt nämlich<br />

zu. Warum? „Weil Lehm an<br />

optischen Gestaltungsmöglichkeiten<br />

eine unschlagbare Vielfalt zu<br />

bieten hat – das spricht sich herum.“<br />

Vor allem aber sind es seine<br />

Klaus Achtzehner hat sich vor vielen Jahren<br />

auf <strong>den</strong> Naturbaustoff Lehm spezialisiert.<br />

hervorragen<strong>den</strong> Eigenschaften:<br />

Lehm reguliert die Feuchtigkeit im<br />

Raum, was <strong>für</strong> ein angenehmes,<br />

gesundes Raumklima sorgt, obendrein<br />

bleiben Wände, Bö<strong>den</strong> und<br />

Decken trocken, somit langlebig<br />

und frei von Schimmelbefall. Er<br />

gilt aber auch als guter Wärmespeicher.<br />

Und bindet Gerüche. „In<br />

einem Lehm-Bau stinkt’s nicht“,<br />

sagt Achtzehner. Darüber hinaus<br />

wirke Lehm antistatisch, bindet<br />

somit keinen Staub und eignet<br />

sich deshalb <strong>für</strong> Allergiker. <strong>Das</strong> allerbeste<br />

aber ist: Er zählt zu <strong>den</strong><br />

saubersten Baustoffen überhaupt,<br />

kommt komplett ohne chemische<br />

Zusatz- und Bindemittel aus.<br />

Klaus Achtzehner kann diese tollen<br />

Eigenschaften anhand zahlreicher<br />

Praxisbeispiele belegen.<br />

Nur eines davon: „Ein bekannter<br />

von mir hatte ein Wirtshaus, dessen<br />

Innenwände wir mit Lehm<br />

verputzt hatten. Obwohl damals<br />

noch im Inneren geraucht wurde,<br />

war die Luft am nächsten Morgen<br />

immer rein.“ Seinem Nachfolger<br />

gefiel die braune Farbe an <strong>den</strong><br />

Wän<strong>den</strong> jedoch nicht, strich sie<br />

daraufhin blau an. Die Folge: Gestank<br />

nach Rauch und Küchenfett<br />

rund um die Uhr.<br />

Ein idealer<br />

Ergänzungsbaustoff<br />

Neben Holz gilt Lehm als ältester<br />

Baustoff in der Geschichte<br />

der Menschheit, der bis heute in<br />

zwei Dritteln aller Häuser weltweit<br />

verbaut ist. Überwiegend in<br />

Afrika, Indien, im Nahen Osten<br />

sowie China. Klaus Achtzehner ist<br />

auf diesen Natur-Baustoff<br />

jedoch nicht im Rahmen einer<br />

Weltreise aufmerksam<br />

gewor<strong>den</strong>. Ihm stieß das<br />

zunehmende Verbauen von<br />

chemischen Zusatzstoffen<br />

sauer auf, woraufhin er nach<br />

umweltfreundlichen Alternativen<br />

suchte. Parallel dazu<br />

entwickelte sich ein Trend<br />

hin zu ökologischem Bauen<br />

mit Holz. „Und hier<strong>für</strong> eignet<br />

sich Lehm als idealer Ergänzungsbaustoff.“<br />

Paradebeispiel:<br />

Alte, <strong>den</strong>kmalgeschützte<br />

Fachwerkhäuser wur<strong>den</strong><br />

oftmals mit konventionellen<br />

Baustoffen saniert. <strong>Das</strong> darin<br />

verbaute, bis zu 300 Jahre alte<br />

Holz, verrottete plötzlich nach<br />

nur wenigen Jahren völlig.<br />

Baugutachter zogen daraus<br />

folgen<strong>den</strong> Schluss: Die Langlebigkeit<br />

dieser alten Häuser ist<br />

einzig und allein auf Lehmausfachungen<br />

zurückzuführen, da diese<br />

das Holz konservieren und trocken<br />

halten. Seither wird wieder mit<br />

natürlichen Stoffen wie eben Lehm<br />

saniert, wodurch diese prachtvollen<br />

Denkmalbauten so stabil und<br />

langlebig bleiben, wie es Jahrhunderte<br />

zuvor der Fall war. <strong>Das</strong> trifft<br />

auch auf Altbau-Sanierungen im<br />

Schongauer Altlandkreis zu, obwohl<br />

sich „hier in direkter Umgebung<br />

größere Lehmbau-Aufträge<br />

eher in Grenzen halten“. Klaus<br />

Achtzehner berichtet von aktuellen<br />

Projekten in Asch (Fuchstal) und<br />

Gimmenhausen (Reichling). Ansonsten<br />

aber kämen die meisten<br />

seiner Aufträge aus der Gegend<br />

rund um Ammersee und Starnberger<br />

See sowie Richtung Augsburg,<br />

Garmisch-Partenkirchen und Füssen.<br />

„In München war ich früher


Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

Blick auf Wohnhaus und Firmengebäude: In diesem alten Bauernhaus<br />

lebt und arbeitet Klaus Achtzehner. Die Fassa<strong>den</strong> sind aus Lehm.<br />

sehr viel, lehne ich aber aus Altersgrün<strong>den</strong><br />

inzwischen ab.“ Klaus<br />

Achtzehner wird 60, fuhr noch nie<br />

gerne Auto und arbeitet auch deshalb<br />

viel als Berater, Bausachverständiger<br />

und Händler <strong>für</strong> Lehm<br />

und Naturkalkbaustoffe, die er<br />

direkt vom Hersteller vertreibt,<br />

oder aus seinem umfangreichen<br />

Lager zuhause in Birkland-Hofen<br />

verkauft. Mittlere bis kleinere Bauprojekte<br />

im Umkreis von bis zu 50<br />

Kilometern dürfen trotzdem nicht<br />

fehlen. Die meistert er entweder<br />

in enger Zusammenarbeit mit ihm<br />

bekannten Fachbetrieben aus der<br />

Region. Oder komplett eigenhändig.<br />

147 verschie<strong>den</strong>e<br />

Farbtöne<br />

Besonders gefragt sind inzwischen<br />

Design-Projekte aus Lehm.<br />

„Speziell was das Verputzen und<br />

Gestalten von Innenwän<strong>den</strong> betrifft“,<br />

sagt Achtzehner, der von<br />

Lehmdesignputzen in sechs verschie<strong>den</strong>en<br />

Farben spricht (Weiß,<br />

Rot, Grün, Gelb, Schwarz und<br />

Braun), aus <strong>den</strong>en er wiederum<br />

147 (!) verschie<strong>den</strong>e Farbtöne mischen<br />

kann. „Die Auswahl in Sachen<br />

optischer Gestaltung ist mittlerweile<br />

fast schon zu groß.“ Legt<br />

er Kun<strong>den</strong> die Farbmuster-Palette<br />

vor, beginnt meist das große Hin<br />

und Her. „Die meisten können sich<br />

am Ende nicht mehr entschei<strong>den</strong>.“<br />

Dabei ist die Auswahl der perfekten<br />

Farbe noch längst nicht alles.<br />

Soll der Lehmdesignputz glatt, gerieben<br />

oder rau aufgetragen wer<strong>den</strong>?<br />

Obendrein mit Zuschlägen<br />

aus Stroh, Perlmutt (gemahlene<br />

Muschelschalen), rotem Granitsand,<br />

verschie<strong>den</strong>e Planzenfasern<br />

oder schwarzem Glimmer? „Es<br />

sind über 1 000 Varianten möglich.“<br />

Umso wertvoller, dass es<br />

fachlich wie handwerklich begabte<br />

Experten gibt, die einem diese<br />

Entscheidung abnehmen. Klaus<br />

Achtzehner trägt nämlich auch<br />

eine ausgeprägte, künstlerische<br />

Ader in sich, hat also Auge und<br />

Gespür <strong>für</strong> harmonische Farb- und<br />

Musterabstimmungen.<br />

Lehm in seiner natürlichsten Art<br />

gibt’s je<strong>den</strong>falls nicht nur in seinem<br />

eigenen Haus sowie auf<br />

seinen Baustellen zu entdecken.<br />

Im Schongauer Altlandkreis findet<br />

sich der älteste Naturbaustoff<br />

in der Geschichte der Menschheit<br />

nahezu überall. Zum Beispiel an<br />

Uferbereichen von Ammer und<br />

Lech. Oder bei Ausgrabungen auf<br />

Feldern und Gärten. „Bei uns in<br />

Birkland-Hofen müsste man nur<br />

wenige Meter tief graben, um<br />

auf eine Lehmschicht mit einer<br />

Dicke von zehn bis zwölf Metern<br />

zu stoßen.“ Damit arbeitet Klaus<br />

Achtzehner natürlich nicht. Entgegen<br />

seiner Anfangszeiten vor<br />

gut 25 Jahren gibt’s Ton und Sand<br />

inzwischen feinsäuberlich vorgemischt<br />

und in Säcken oder Eimern<br />

abgefüllt zu kaufen. Wie viel Wasser<br />

letztlich zum Verrühren des<br />

perfekten Lehmputzes dazugegeben<br />

wird? „<strong>Das</strong> Anmischen und<br />

Aufbringen des Lehmmörtels ist<br />

vergleichbar mit konventionellem<br />

Putz aus Kalk oder Zement, nur<br />

das Lehm ausschließlich auf natürliche<br />

Art trocknet und dadurch<br />

etwas mehr Zeit in Anspruch<br />

nimmt", sagt Klaus Achtzehner,<br />

der trotz seiner bald 60 Jahren<br />

seinen vielseitigen Beruf nach wie<br />

vor über alles liebt. In erster Linie<br />

deshalb, weil er mit der Natur,<br />

nicht gegen sie arbeitet.<br />

js<br />

Wohlige Atmosphäre und gesund: Innenwände aus Lehm.<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Christian Bosch | Immobilienverwalter (IHK) | Steuerfachwirt<br />

Liedlstraße 5 | 86956 Schongau | Tel.: 08861/2279972<br />

mail@immobilienverwaltung-bosch.de<br />

www.immobilienverwaltung-bosch.de<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

Kun<strong>den</strong>nr: 1350259<br />

Licht- und Kraftanlagen GmbH<br />

*1350259-6031143-0<br />

*1350259-6031143-0<br />

Auftrag: 6031143, Motiv: 001<br />

Stand:<br />

Auftrag:<br />

03.02.<strong>2021</strong> 6031143,<br />

um Motiv: Weinstr.<br />

14:35:07<br />

001<br />

7-11<br />

Rudolf-Diesel-Str. 5<br />

Art:<br />

Stand:<br />

UNB, 03.02.<strong>2021</strong><br />

Farben: um<br />

Black 14:35:07<br />

Schongau<br />

Landsberg<br />

info@LKG-elektro.de<br />

08861 Cyan 23660 Magenta Yellow<br />

08191 478805<br />

Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow<br />

www.LKG-elektro.de<br />

NEUBAU • UMBAU • RENOVIERUNG<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

jetzt Vorteile sichern<br />

jetzt Vorteile sichern<br />

Perfekte Lösungen.<br />

Seit über 60 Jahren arbeiten wir daran,<br />

Ihnen <strong>den</strong> Alltag etwas komfortabler<br />

zu gestalten. Unzählige zufrie<strong>den</strong>e<br />

Kun<strong>den</strong> profitieren bereits davon.<br />

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner,<br />

wenn <strong>für</strong> Sie Professionalität und Zuverlässigkeit<br />

unverzichtbar sind!<br />

• Elektrotechnik<br />

• Sicherheitstechnik<br />

• Kun<strong>den</strong>dienst & Beratung<br />

• Kommunikationstechnik<br />

• Gebäudesystemtechnik (EIB/KNX)<br />

• Photovoltaik<br />

Winteraktion!<br />

Markisen<br />

• Wintergärten-<br />

Markisen<br />

• Wintergärten-<br />

Pergolabeschattungen<br />

Neubespannungen<br />

Pergolabeschattungen<br />

• Neubespannungen<br />

Handelsvertretungen<br />

S. Forstmann Handelsvertretungen<br />

Klausenweg 1 b · 86971 Peiting Tel. 0 88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax Klausenweg 9 30 73 64 1· b www.sforstmann.de · 86971 Peiting Tel. · 0info@sforstmann.de<br />

88 61 / 9 30 73 63<br />

Fax 9 30 73 64 · www.sforstmann.de · info@sforstmann.de<br />

Fenster · Haustüren · Garagentore · Rolllä<strong>den</strong><br />

Fenster · Haustüren · Garagentore · Rolllä<strong>den</strong><br />

märz / april <strong>2021</strong> | 65


nsere Lackiererei - Leistungen:<br />

Unsere Lackiererei - Leistungen:<br />

Spotlackierung von Kleinlackschä<strong>den</strong><br />

Drücken/Ziehen Spotlackierung von Dellen Kleinlackschä<strong>den</strong> ohne Lackierung<br />

Smart Drücken/Ziehen Repair von Dellen ohne Lackierung<br />

Auslegen Smart Repair von kleinen Kratzern<br />

Herauspolieren Auslegen von kleinen von kleinen Kratzern Kratzern<br />

TÜV Herauspolieren zertifizierte Felgeninstandsetzung<br />

von kleinen Kratzern<br />

Hohlraumversiegelung/Unterbo<strong>den</strong>schutz<br />

TÜV zertifizierte Felgeninstandsetzung<br />

u.v.m. Hohlraumversiegelung/Unterbo<strong>den</strong>schutz<br />

u.v.m.<br />

Andreas Bauske<br />

Serviceberater Andreas Bauske<br />

Karosserieinstandsetzung<br />

Serviceberater<br />

Karosserieinstandsetzung<br />

Tel. 08860 / 9192 0<br />

bauske@autohaus-heuberger.de<br />

Tel. 08860 / 9192 0<br />

bauske@autohaus-heuberger.de<br />

Unfallscha<strong>den</strong>? Kein Problem!<br />

Unfallscha<strong>den</strong>? Kein Problem!<br />

Alles aus einer Hand.<br />

Alles aus einer Hand.<br />

Kontaktieren Sie einfach unsere Ansprechpartner im Haus,<br />

Kontaktieren wir arbeiten mit Sie einfach über 20 unsere Versicherungspartnern Ansprechpartner im zusammen Haus,<br />

wir und arbeiten wickeln mit Ihren über Scha<strong>den</strong> 20 Versicherungspartnern direkt mit diesen ab. zusammen<br />

und Unsere wickeln geschulten Ihren Scha<strong>den</strong> Mitarbeiter direkt sind mit Ihnen diesen auch ab. gerne bei der<br />

Unsere Scha<strong>den</strong>sabwicklung geschulten Mitarbeiter behilflich. sind Auch Ihnen im Falle auch eines gerne Eigenscha<strong>den</strong>s<br />

bei der<br />

Scha<strong>den</strong>sabwicklung sind wir genau die richtige behilflich. Adresse Auch im <strong>für</strong> Falle Sie! eines Unsere Eigenscha<strong>den</strong>s hauseigene<br />

sind Lackiererei wir genau sorgt die da<strong>für</strong>, richtige dass Adresse Ihr Auto <strong>für</strong> Sie! bald Unsere wieder hauseigene strahlt.<br />

Lackiererei sorgt da<strong>für</strong>, dass Ihr Auto bald wieder strahlt.<br />

Felgenreparatur: ab 149,- inkl. MwSt.<br />

Felgenreparatur: ab 149,- inkl. MwSt.<br />

Vorher:<br />

Nachher:<br />

Vorher:<br />

Nachher:<br />

Anton Niggl<br />

Anton Serviceleitung Niggl<br />

Serviceleitung<br />

Tel. 08860 / 9192 0<br />

Tel. 08860 / 9192 0<br />

MÄRZ/<br />

niggl@autohaus-heuberger.de<br />

niggl@autohaus-heuberger.de


Veranstaltungskalender<br />

MO 01.03.<br />

SCHONGAU<br />

ganztags<br />

Schongauer Ausbildungsmarkt<br />

„SAM<strong>2021</strong>“. Weitere Infos unter<br />

www.schongauer-ausbildungsmarkt.de,<br />

auf S. 42 u. Anzeige S. 22<br />

DI 02.03.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

DEL PFALZ<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

MI 03.03.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

SCHONGAU<br />

DO 04.03.<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

APRIL <strong>2021</strong><br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

FR 05.03.<br />

Stand 12.02.<strong>2021</strong> – kurzfristige Absagen, Änderungen und Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind möglich!<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

im Gemeindehaus der<br />

Evangelischen Kirche<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

Für Sie geöffnet:<br />

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr<br />

älzer Wein?<br />

www.weinhandelpfalz.de<br />

Bernbeurener Str. 7 • Schongau<br />

Rückseite dm-Drogeriemarkt<br />

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

PEITING<br />

8.30 bis 12.00 Uhr<br />

Bauern- / Frühlingsmarkt am<br />

oberen Hauptplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SO 07.03.<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

eöffnet:<br />

Do 14-18 Uhr<br />

andelpfalz.de<br />

tr. 7 • Schongau<br />

-Drogeriemarkt<br />

(Inh.: Uwe Wieland)<br />

MO 08.03.<br />

BIRKLAND<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ im Feuerwehrhaus.<br />

Für Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

DI 09.03.<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ in der Bücherei. Für<br />

Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

MI 10.03.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

14.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe<br />

„Schlaganfallbetroffene im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

im Alpenhotel<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ in der Bücherei. Für<br />

Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

DO 11.03.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Nachhaltigkeit – Mode –<br />

ein Widerspruch?“ mit Yvonne<br />

Ley im Ballenhaus. Anmeldung<br />

bei der VHS unter 08861 / 214-191.<br />

Eintritt: 7 €<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

WILDSTEIG<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“. Örtlichkeit wird im<br />

Mitteilungsblatt Wildsteig noch<br />

bekanntgegeben. Für Kinder ab 6<br />

Jahren. Eintritt: 1 €<br />

FR 12.03.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ im Haus der Vereine.<br />

ür Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

1. <strong>März</strong> bis 30. <strong>April</strong> <strong>2021</strong><br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 13.03.<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ im Haus der Vereine.<br />

Für Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

SO 14.03.<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Tauschtag der Sammlerfreunde<br />

Peiting und Umgebung e.V. <strong>für</strong><br />

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten<br />

in der Deckerhalle<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS<br />

Do, 25. <strong>März</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule<br />

Mo, 29. <strong>März</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 67


SCHWABNIEDERHOFEN<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

Kokosnuss“ im Kulze. Für Kinder<br />

ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

MO 15.03.<br />

WEILHEIM<br />

ganztags<br />

Online-Messe „Berufsbildungsforum<br />

– Ausbildung & Studium“.<br />

Weitere Infos unter www.berufsbildungsforum.de.<br />

Siehe Seite 43 und<br />

Anzeige Seite 38<br />

DI 16.03.<br />

PEITING<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Mit Hurtigruten rund<br />

um Spitzbergen ... ein arktisches<br />

Abenteuer – das es in sich hat.“<br />

mit Windfried Kröner in der<br />

ehemaligen Mädchenschule.<br />

Anmeldung bei der VHS unter<br />

08861 / 599-62. Kosten: 5 €<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

MI 17.03.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

68 | <strong>altlandkreis</strong><br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

- Einlagen nach Maß<br />

- Schuhreparatur<br />

- Schuhverkauf<br />

- Flip-Flops und Hausschuhe nach Maß<br />

Schuhe<br />

Vorher<br />

Nachher<br />

Werkstä(e <strong>für</strong> Fußgesundheit<br />

Benjamin Schwarz<br />

Brandsta( 18<br />

82435 Bad Bayersoien<br />

08845/9146<br />

www.orthopaedieschwarz.de<br />

DO 18.03.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

FR 19.03.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

19.00 Uhr<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

Märchen und Musik „Märchen an<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

besonderen Plätzen“ im Ballenhaus.<br />

Anmeldung bei der VHS<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

unter 08845 / 8784<br />

ROTTENBUCH<br />

DO 25.03.<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

SCHONGAU<br />

unter 08867 / 489<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

SA 20.03.<br />

SCHONGAU<br />

9.00 Uhr<br />

Seminar zum Gesundheitstag<br />

mit Inge Böhm im Turmsaal des<br />

Münzgebäudes. Anmeldung bei<br />

der VHS unter 08861 / 214-191.<br />

Eintritt: 35 €<br />

SO 21.03.<br />

PEITING<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Frühjahrsmarkt am Hauptplatz.<br />

Einzelhandel geöffnet<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

DI 23.03.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

SCHONGAU<br />

MI 24.03.<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer<br />

MÄRZ/<br />

im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Der untergegangene<br />

wilde Lech zwischen Burggener<br />

Alm und Papierfabrik“ mit Werner<br />

Schmitt im Ballenhaus. Anmeldung<br />

bei der VHS unter 08861 / 214-<br />

191. Eintritt: 7 €<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

PEISSENBERG<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspen<strong>den</strong> in der Mittelschule<br />

FR 26.03.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PEITING<br />

18.00 Uhr<br />

10. Museumsnacht mit Bewirtung<br />

und Rahmenprogramm im Museum<br />

im Klösterle. Eintritt frei<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert mit „Unterbiberger<br />

Hofmusik“ im Rainer-Endisch-<br />

Saal. Einlass: 19 Uhr, AK: 14 €, VVK:<br />

7 € unter 08861 / 219-228


SA 27.03.<br />

DI 30.03.<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

unter 08867 / 489<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

MINDELHEIM<br />

MI 31.03.<br />

ganztags<br />

Anmeldeschluss an der Fachschule<br />

<strong>für</strong> Maschinenbautechnik <strong>für</strong><br />

SCHONGAU<br />

das Schuljahr <strong>2021</strong> / 2022. Siehe 15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Anzeige Seite 37<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

10.00 Uhr<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

Kinderkino „Der kleine Drache<br />

unter 08845 / 8784<br />

Kokosnuss“ in der Bücherei. Für<br />

FR 02.04.<br />

Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

Karfreitag<br />

DO 01.04.<br />

SCHONGAU<br />

SO 28.03.<br />

SCHONGAU<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

im Gemeindehaus der<br />

Evangelischen Kirche<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

LECHBRUCK<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

PEITING<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

12.00 bis 14.00 Uhr<br />

PEITING<br />

Steckerlfischessen im Vereinsheim<br />

des Kleingartenvereins „Tiefenlachen<br />

e.V.“. Anmeldung unter<br />

MO 29.03. 8.30 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt am Gründonnerstag<br />

08861 / 258635 oder 0152 / 04833573<br />

LECHBRUCK<br />

mit Ostergebäck und -dekosachen<br />

am oberen Hauptplatz<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

SO 04.04.<br />

Blutspen<strong>den</strong> in der Lechhalle<br />

LECHBRUCK<br />

Ostersonntag<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

ALTENSTADT<br />

ADG_anz_AL_2018_221x35 02.05.2018 12:04 Uhr Seite5.00 2 Uhr<br />

Osterfeuer vor der Basilika<br />

DI 06.04.<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Trauercafé im Bürgerzentrum<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

MI 07.04.<br />

SCHONGAU<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

DO 08.04.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

LECHBRUCK<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

FR 09.04.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

14.00 Uhr<br />

Happy Painting! „die Malmethode,<br />

die glücklich macht“ in der<br />

Münzstraße 9. Infos und Anmeldung<br />

unter www.zeichenblog.de<br />

oder 0151 / 21263859. Kosten: 49 €<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SCHONGAU<br />

SA 10.04.<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

SO 11.04.<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Tauschtag der Sammlerfreunde<br />

Peiting und Umgebung e.V. <strong>für</strong><br />

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten<br />

in der Deckerhalle<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

www.boeglmueller.com<br />

APRIL <strong>2021</strong><br />

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 08862-98 77-50 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de<br />

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“<br />

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz<br />

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator<br />

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün<br />

• 18 Golf-Carts<br />

Golf-Indoor-Anlage<br />

Golfen mit besten Aussichten...<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 69


MO 12.04.<br />

PEITING<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag „Galapagos & Ecuador“<br />

mit Harald Mielke in der ehemaligen<br />

Mädchenschule. Anmeldung<br />

bei der VHS unter<br />

08861 / 59962. Kosten: 7 €<br />

BIRKLAND<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“<br />

im Feuerwehrhaus. Für<br />

Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

DI 13.04.<br />

SCHONGAU<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Vortrag „Leinöl – Wie lässt es sich<br />

<strong>für</strong> unsere Gesundheit nutzen?“<br />

mit Dr. Reinhard Lauterbacher im<br />

Ballenhaus. Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“<br />

in der Bücherei. Für Kinder<br />

ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

MI 14.04.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

PEITING<br />

14.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe<br />

„Schlaganfallbetroffene im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

im Alpenhotel<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“<br />

in der Bücherei<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

DO 15.04.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Der Handelsweg nach<br />

Italien und die Rottflößerei“ mit<br />

Helmut Schmidbauer im Ballenhaus.<br />

Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

LECHBRUCK<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

WILDSTEIG<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“.<br />

Örtlichkeit wird im<br />

Mitteilungsblatt Wildsteig noch<br />

bekanntgegeben. Für Kinder ab 6<br />

Jahren. Eintritt: 1 €<br />

FR 16.04.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SCHONGAU<br />

SA 17.04.<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

PEITING<br />

12.00 bis 21.00 Uhr<br />

Stockschützenturnier TSV Peiting I<br />

gegen EC Altwasser Windorf<br />

SO 18.04.<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

MO 19.04.<br />

SCHONGAU<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Nachhaltigkeitsziele –<br />

was kann ich als Bürger beitragen?“<br />

im Ballenhaus. Anm. bei der<br />

VHS unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

SCHONGAU<br />

DI 20.04.<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Vitamin D – Mangel oder<br />

Mode?“ mit Dr. Reinhard Lauterbacher<br />

im Turmsaal des Münzgebäudes.<br />

Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

LECHBRUCK<br />

MÄRZ/<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

MI 21.04.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet. Anmeldung<br />

unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

18.00 bis 19.00 Uhr<br />

Vortrag / Besichtigung am Biofhof<br />

Jocher. Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 5 €<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

DO 22.04.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

LECHBRUCK<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

SCHONGAU<br />

FR 23.04.<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Diavortrag „Der Sudan – Land<br />

zwischen Niltal, Sahara und Rotem<br />

Meer“ mit Harald Mielke im Ballenhaus.<br />

Anmeldung bei der VHS<br />

unter 08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

70 | <strong>altlandkreis</strong>


ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 24.04.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

WEILHEIM<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag „Wie vererbe ich richtig? –<br />

Was geschieht, wenn ich nichts tue<br />

und wie hoch ist der Pflichtteil?<br />

Auch im Hinblick auf Landwirtschaftliche<br />

Betriebe“ von Caroline<br />

Kistler im Dachs Bräustüberl.<br />

Eintritt frei, siehe Anzeige links oben<br />

MI 28.04.<br />

APRIL <strong>2021</strong><br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Vortrag „Vorsorgevollmacht und<br />

Patientenverfügung“ mit Maximilian<br />

Maar in der Mittelschule.<br />

Anmeldung bei der VHS unter<br />

08861 / 214-191. Eintritt: 7 €<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

SO 25.04. Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

LECHBRUCK<br />

REICHLING<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

15.00 Uhr<br />

ROTTENBUCH<br />

Kinderkino „Quatsch und die<br />

Nasenbärenbande“ im Pfarrheim.<br />

DI 27.04.<br />

Eintritt: 1 €<br />

SCHONGAU<br />

DO 29.04.<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Vortrag „Wohnen ohne Elektrosmog“<br />

im Ballenhaus. Anmeldung<br />

SCHONGAU<br />

bei der VHS unter 08861 / 214-191. 14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Eintritt: 7 €<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet<br />

LECHBRUCK<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

SCHONGAU<br />

FR 30.04.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE ALTLANDKREIS<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

19.00 bis 20.30 Uhr<br />

Märchen und Musik „Märchen an<br />

besonderen Plätzen“ im Turmsaal<br />

des Münzgebäudes. Anmeldung<br />

bei der VHS unter 08861 / 214-191.<br />

Eintritt: 7 €<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

Änderungen und Fehler vorbehalten.<br />

Stand 12.02.<strong>2021</strong> – kurzfristige<br />

Absagen, Änderungen und<br />

Einschränkungen aufgrund der<br />

Corona-Pandemie sind möglich!<br />

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“<br />

Anschrift<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08869 / 91 22-16<br />

Fax: 08869 / 91 22-17<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Email<br />

Redaktion: redaktion@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Termine: veranstaltungen@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Anzeigen: anzeigen@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Anregungen / Kritik: info@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

<strong>Das</strong> Impressum fin<strong>den</strong> Sie auf Seite 27.<br />

märz / april <strong>2021</strong> | 71


ZEIT FÜR VERÄNDERUNGEN?!<br />

REGIONAL ARBEITEN. INTERNATIONAL DENKEN.<br />

GLEICH BEWERBEN.<br />

Themen wie Digitalisierung, Logistik oder Industrie 4.0 begeistern<br />

dich? Außerdem möchtest du vor Ort und trotzdem <strong>für</strong><br />

ein international agierendes Unternehmen arbeiten? Dann starte<br />

in deine persönliche Lobster-Karriere. Stärke deine Stärken.<br />

Lerne je<strong>den</strong> Tag dazu. Verändere mit uns gemeinsam <strong>den</strong> Markt.<br />

Wir <strong>den</strong>ken digitale Transformation neu!<br />

Ergänze unser Lobster-Team als:<br />

SACHBEARBEITER<br />

IM AUFTRAGSMANAGEMENT (M/W/D)<br />

KUNDENBETREUER IM HELPDESK (M/W/D)<br />

TECHNISCHER KUNDENBETREUER (M/W/D)<br />

Übrigens: Der perfekte Ausgleich zwischen Arbeit, beruflichem<br />

Fortschritt und Freizeit ist bei Lobster selbstverständlich.<br />

Lobster sagt dir noch wenig? Dann wirf einen Blick auf unsere<br />

Webseite. Erfahre mehr über die Lobster-Gruppe. Unsere Produkte<br />

und Kun<strong>den</strong>. Sowie deine neuen Kollegen.<br />

Reinschauen. Informieren. Bewerben.<br />

www.lobster-world.com/karriere<br />

Der Weg zu deinem neuen Job:<br />

hr@lobster.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!