moebel kultur 02/21

holzmannverlag

ZKZ 4937

2 I 2021

MAGAZIN FÜR DAS MÖBEL-BUSINESS

Big Change

Dänisches Bettenlager investiert

250 Mio. Euro in „One Jysk“

Foto: Musterring

Alles

sauber!

Wie der Handel mit Sicherheit

nach dem Lockdown punkten kann

MÖBELPALÄSTE 2021

181 GIGANTEN

MIT 6,4 MIO. QM

Liquidität: Die Krisen-Szenarien

Bilanz 2020: Viele Ups & Downs

Magazin: 50 Jahre einfach gut

Maßmöbel: Passgenauer Online-Boom

Strasser: Erfolg mit echten Unikaten

AEG: Tag für Tag eine kleine Revolution


TOP-THEMA/DÄNISCHES BETTENLAGER

Christian Schirmer ist beim

Dänischen Bettenlager groß geworden.

Der 45-jährige startete dort 1996 seine

Ausbildung zum Handelsfachwirt.

Seit Mai 2019 steht er als Country

Manager an der Spitze des Dänischen

Bettenlagers Deutschland.

Noch glaube ich fest

daran, die Vorjahresergebnisse

erreichen zu können.

Fotos: Dänisches Bettenlager

26 möbel kultur 2/2021


Das Dänische Bettenlager ist bislang gut durch die

Corona-Krise gekommen. Doch auch abseits der

Pandemie hat sich der Konzern einiges vorgenommen.

Die „möbel kultur“ war vor Ort am Firmensitz in

Handewitt bei Flensburg und hat mit Country Manager

Christian Schirmer über die aktuellen Herausforderungen,

wie den Changeprozess hin zu „One Jysk“,

gesprochen.

An der deutschen Konzernzentrale in

Handewitt wird das Jysk-Logo bereits

deutlich gezeigt.

250 Millionen

für „One Jysk“

möbel kultur: Herr Schirmer, seit knapp

zwei Jahren stehen Sie als Country Manager

an der Spitze des Dänischen Bettenlagers

in Deutschland. 2019 war allein

schon durch den Zusammenschluss mit

Jysk Nordic ein sehr ereignisreiches Jahr

für den Konzern. Und genau zu dieser Zeit

haben Sie das jahrzehntelange Führungsduo

Nielsen/Nielsen abgelöst. Wie ist es

dazu gekommen?

Christian Schirmer: Ich bin dem Dänischen

Bettenlager bereits sehr lange

verbunden. Angefangen mit meiner

Ausbildung zum Handelsfachwirt,

mehreren Stationen als Store- ,

später District- und Retailmanager

habe ich mich in dem Unternehmen

immer weiterentwickeln

können. Nach 20 Jahren wollte ich

jedoch etwas Neues kennenlernen

und wechselte als Geschäftsleiter

Vertrieb zu Höffner. Eine sehr spannende

Zeit, denn hier konnte ich

die Großfläche kennenlernen, mit

ganz anderen Sortimenten wie beispielsweise

Küche sowie Herstellermarken,

einer Vermarktung, bei der

mit Erlebniskauf begeistert wird,

insgesamt anderen Kundenbedürfnissen,

der Gastronomie und ganz

anderen Herausforderungen in der

Logistik. Nach zwei lehrreichen

Jahren habe ich aber für mich den

Schluss gezogen, dass ich der skandinavischen

Unternehmenskultur

doch mehr zugetan bin. Weshalb

ich den Weg zurück zum Dänischen

Bettenlager suchte und zum Glück

die Türen für mich sofort wieder

offenstanden. Ich bin dann direkt in

diesen Changeprozess geraten, der

Zusammenführung von Jysk Nordic

und dem Dänischen Bettenlager zu

Jysk. In diesem Zuge konnte ich

dann im Mai 2019 die Position des

Countrymanagers für Deutschland

übernehmen. Mir wurde die Möglichkeit

gegeben, ab dann meine

Vorstellungen, natürlich in Abstimmung

mit Jysk, zu verwirklichen,

um das Dänische Bettenlager in

Deutschland weiterzuentwickeln.

möbel kultur: Im August 2019 starb

Firmengründer Lars Larsen. Eine weitere

Zäsur.

Christian Schirmer: Das war ein

Schock für alle, auch wenn man

in einem so großen Konzern nicht

täglich mit ihm zu tun hatte. Aber

er stand ja für die Werte von Jysk.

Gleichwohl ist sein Sohn und Nachfolger

Jacob Brunsborg bereits seit

vielen Jahren im Unternehmen

tätig. Das sorgte für viel Zuversicht.

Lars Larsen war es zudem

immer ein zentrales Anliegen, dass

das Unternehmen in Familienbesitz

verbleibt. Und die jetzige

Generation sieht das genauso. Das

hat gerade den unglaublich vielen

langjährigen Beschäftigten wirklich

viel Sicherheit gegeben. Und das

gibt auch Rückenwind bei einem so

enormen Veränderungsprozess, den

wir seit zwei Jahren durchlaufen.

möbel kultur: 2020 wurde nicht weniger

ereignisreich, vor allem durch die

Corona-Pandemie.

Christian Schirmer: Ja, auch das war

im März 2020 ein Schock, als wir

plötzlich alle 960 Stores schließen

mussten. Von einen Tag auf den anderen

ging es nicht mehr darum, etwas

zu verkaufen, sondern sich beispielsweise

mit dem Thema Kurzarbeit zu

beschäftigen. Das hatte es ja in den

36 Jahren des Unternehmens nie

gegeben.

Doch sowohl die Führungskräfte

als auch die Mitarbeiter haben sehr

schnell gelernt, mit dieser Situation

umzugehen. Das zeigte ganz deutlich

den Teamgeist und den Spirit, der in

dem Unternehmen steckt. Dabei hat

das Dänische Bettenlager von Anfang

an das Kurzarbeitergeld um 20 Prozent

aufgestockt, denn uns war klar,

dass wir, wenn wir wieder öffnen

dürfen, jeden Mitarbeiter brauchen.

Wir wussten, wenn es endlich wieder

losgeht, dann richtig.

möbel kultur: Warum waren Sie sich so

sicher?

Christian Schirmer: Weil wir sehen

konnten, was in den Baumärkten

los war. Dort wurden in den

Wochen zuvor riesige Mengen Gartenmöbel

verkauft, die wir noch im

Lager hatten. Deshalb sind wir nach

dem Lockdown sofort offensiv mit

unserem Sortiment in die Werbung

gegangen.

2/2021 möbel kultur 27


HANDEL/LIQUIDITÄTSPLANUNG

Foto: shutterstock/Roman Samborskyi

Illustration: Freepik.com

Urlaub oder

neue Möbel?

Für den deutschen Möbelhandel lief das vergangene

Jahr zwar auf und ab, alles in allem aber unerwartet

gut. Mit vollen Auftragsbüchern ging es ins Jahr

2021. Leider auch mit dem Lockdown, der sich noch

weiter hinziehen wird. Für viele könnte sich daraus

im Laufe des Jahres ein gefährlicher Liquiditätsengpass

ergeben, warnt Sebastian Deppe, Mitglied

der Geschäftsleitung der BBE Handelsberatung. Die

„möbel kultur“ stellt zwei mögliche Szenarien vor.

Wie sich 2021 für die Möbelbranche

entwickeln wird,

hängt noch von vielen Un -

wägbarkeiten ab. In erster Linie stellt

sich die alles entscheidende Frage:

Wann darf der Einzelhandel – und

speziell der Möbelhandel – seine

Tore wieder öffnen? Bei der Ministerpräsidenten-Konferenz

am 10.

Februar mit der Bundeskanzlerin

machten die Politiker einmal mehr

deutlich, dass eine Schließung bis

einschließlich 7. März unausweichlich

sei. Erst wenn die Inzidenzzahlen

weiter deutlich gesenkt werden,

kann mit Lockerungen und damit

auch Öffnung des Einzelhandels

gerechnet werden. Für die Branche

bedeutet das ohnehin schon, dass

über 30 Prozent des gewöhnlichen

Jahresumsatzes abgeschrieben wer -

den können. Denn die Monate

Dezember, Januar und Februar

gehören zu den umsatzstärksten im

32 möbel kultur 2/2021


Möbelhandel. Die zweite spannende

Frage, die sich dann stellt, ist die,

wie die Endverbraucher reagieren

werden. Während nach dem ersten

Shutdown der Run auf die Möbelhäuser

einsetzte und viele aufgestaute

Konsumwünsche realisiert

wurden, bleibt diesmal abzuwarten,

welche Prioritäten 2021 gesetzt

werden. Urlaub oder Möbel? Oder

doch lieber ein neues E-Bike? Die

Antwort hierauf werden erst die

Bilanzen am Ende des Jahres liefern.

„Zwar war die Liquidität zum

Stichtag 31.12.2020 bei den meisten

hoch, nicht zuletzt aufgrund

der coronabedingten KFW-Sonderkredite,

doch das Polster kann schnell

aufgebraucht sein“, warnt Sebastian

Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung

der BBE Handelsberatung, die

zwei mögliche Szenarien entwickelt

hat, die verdeutlichen, wie aus den

Umsatz-Schwankungen im Jahresverlauf

Über- oder Unterdeckungen

in der Liquidität resultieren.

Im ersten Szenario geht Deppe

von einem Shutdown bis Ende Februar

aus (inzwischen bis 7. März,

was aber an der Grafik nur zu

marginalen Veränderungen führt).

„Der geschriebene Umsatz durch

,Non-Offline‘-Verkäufe, also Online,

aber im Möbelhandel vor allem

per Telefon, Video, Mail, Whatsapp,

Hausbesuche ohne Onlineshop,

dürfte bei ca. 25 Prozent des

Umsatzes 2019 liegen“, schätzt er.

„Wer seine Community gut gepflegt

hat, egal auf welchem Kanal, profitiert

jetzt eindeutig.“ Insbesondere

der Küchen-Bereich laufe nach wie

vor gut, jedoch gebe es u. a. Lieferprobleme

bei den E-Geräten und

Verzögerungen bei den Neubauten,

die sich jetzt auswirken könnten.

Zudem ist Sebastian Deppe wenig

optimistisch, dass sich der Run auf

Möbel nach dem 1. Lockdown 2020

wiederholt.

Eine Besonderheit des Möbelhandels,

nämlich der zeitliche Versatz

zwischen Auftragseingang und fakturiertem

Umsatz, erschwert ebenso

die Planungen. Auf der Kostenseite

hat der Möbelhandel zwar schnell

reagiert und die Verkaufsmitarbeiter

in Kurzarbeit geschickt, nach dem

Shutdown müsse allerdings in der

Regel das Verkaufspersonal wieder

sukzessive auf Vollzeit hochgefahren

und stattdessen für die Auslieferungsmannschaft

Kurzarbeit angemeldet

werden. „Nachteilig für den

Möbelhandel wirkt sich zudem der

446

eingeschränkte Zugang zur Überbrückungshilfe

3 aus. Zwar ist diese

bis Juni verlängert worden, sodass

grundsätzlich auch Möbelhändler in

den Genuss der Hilfe kommen können,

allerdings bleibt die Herausforderung,

entsprechende Fixkosten

darzustellen. Außerdem verfügen

viele Möbelhändler über Eigentum,

sodass die Miete als Kostenblock

wegfällt“, gibt Sebastian Deppe zu

bedenken.

Wie die Grafik unten zeigt, kommt

es in diesem Szenario von Januar

bis einschließlich April zu Liquiditätsengpässen.

Darüber hinaus

könnte es in den Monaten August

bis Oktober eng werden. „Der Rohertrag

konnte gegenüber 2019 oft

sogar erhöht werden, insbesondere

weil Preiserhöhungen der Industrie

vorgezogen und die MwSt-Reduzierung

vielfach einbehalten wurde.

Aber auch dies ist kein nachhaltiger

Effekt und wird 2021 wahrscheinlich

wieder korrigiert.“ Ab April

sei ohnehin wieder mit stärkerem

• Schließung bis einschließlich 7. März.

• Geschriebener Umsatz liegt durch „Non-Offline“-Verkäufe

bei ca. 25 Prozent des Umsatzes von 2019.

• Auslieferung geht weitestgehend weiter.

• Kein Run wie 2020 nach dem 1. Lockdown, sondern

verhaltener Restart.

• Ab September 2021 wieder auf Niveau wie 2019.

387

Umsatzplan/Korrektur

1.488 1.607 1.666 1.333

1.071 1.178 1.017

1.074

1.190

1.017

Jan 21 Feb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 Sep 21 Okt 21 Nov 21 Dez 21

Preiswettbewerb zu rechnen, was

sich ebenso negativ auf den Rohertrag

auswirke.

Deutlich volatiler gestaltet sich

das Szenario 2, bei dem von einer

Schließung bis einschließlich März

ausgegangen wird. Während es

im Szenario 1 zumindest in den

Monaten Mai bis Juli zu einer Überdeckung

in der Liquidität kommt,

schlagen Juni und Juli im Szenario

2 negativ aus. „Erfahrungsgemäß

ist der Monat März für den Verkauf

deutlich wichtiger als der April, in

dem die Nachfrage in ,normalen‘

Jahren eher abflaut“, sagt Sebastian

Deppe. Eine weitere Delle in der

Liquidität ist für den Oktober zu

erwarten (s. Grafik auf S. 34).

So kommt Deppe insgesamt zu

dem Ergebnis, dass der Möbelhandel

den Shutdown in den ersten beiden

Monaten aufgrund des hohen

Auftragsbestandes aus 2020 noch

relativ gut wegstecken kann. „Doch

danach wird es eng. Fällt zusätzlich

der wichtige Monat März aus, dann

Annahmen Szenario 1:

LIQUIDITÄTS-COCKPIT

PLAN

KORR

Über-/Unterdeckung

-50 -71

Die hellblauen Balken entsprechen der Umsatzplanung (ohne Covid-Pandemie) auf der Basis 2019.

Die dunkelblaue Linie ist die angepasste Umsatzplanung (geschrieben) aufgrund der beschriebenen

Annahmen des Szenarios. Die Grafik rechts zeigt die Auswirkungen auf die Liquidität in den jeweiligen

Monaten des laufenden Jahres.

-174

+173

+166

+266

-340

-428

Jan 21 Feb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 Sep 21 Okt 21 Nov 21 Dez 21

-21

Möbelhändler, Szenario 1

-152

+35

+157

2/2021 möbel kultur 33


2 2021

PALÄSTE 2021

New Normal:

On- und offline

optimieren

> Expansion gebremst: Trotzdem erneut

Rekordmarke mit 6,427 Mio. qm

> 181 Großflächen mit einer Verkaufs-

Fläche von mindestens 25.000 qm

> Neues Machtgefüge: Allein 90 Paläste

gehören zur Begros, 48 zu Giga

Noch mehr Paläste-News!

++ VERKAUFSFLÄCHEN ++ NEUERÖFFNUNGEN ++ BAUPLÄNE ++ TRENDS ++


03

Analysiert: Möbelpaläste weniger flexibel

Wie sich die Pandemie

auf die Großfläche auswirkt

Der Möbelhandel gehört 2020 zu den Gewinnern unter den Einzelhändlern.

Doch nicht alle Vertriebstypen haben sich gleichermaßen

gut entwickelt. Die BBE Handelsberatung hat die Pandemieeffekte

nach den Preisgenres und der spezifischen Unternehmensstruktur

analysiert. Danach zeigen sich die Großflächenanbieter im

Shutdown weniger flexibel als mittelständische Möbelhäuser.

SHUTDOWN-EFFEKTE MÖBELHANDEL 2020

hochwert

Discount

positive Entwicklung

kleinflächig

negative Entwicklung

Großflächig/Filialisten

Quelle: BBE Handelsberatung, Grafik: möbel kultur

Klein, flexibel und nah – so lauten die Erfolgsfaktoren

im Einzelhandel in Pandemiezeiten.

„Im Möbelhandel konnten insbesondere

Küchenstudios, Wohnstudios und kleinere Vollsortimenter

durch Einzeltermine, Hausbe ratungen, Telefonverkäufe

und andere ,Non-Offline‘ Instrumente

sogar überproportional profitieren“, sagt Sebastian

Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung der BBE-

Handelsberatung. „Großflächige Anbieter taten

sich aufgrund der Entscheidungswege oft schwerer

mit flexiblen Lösungen und haben mitunter die

staatlichen Vorgaben auch strenger umgesetzt. Einzelne

konnten zwar durchaus sehr erfolgreich ihre

Onlineumsätze erhöhen, dies hat aber in der Regel

nicht ausgereicht, um die Umsatzverluste stationär

zu kompensieren.“ Auf der anderen Seite sei eine

starke Polarisierung bei den Preisgenres zu sehen.

„Hochwertanbieter bzw. Hochwertsortimente

konnten über alle Warenbereiche im Möbelhandel

profitieren. Durch die Verschiebungen der Ausgabebereitschaft

von Urlaub zu Möbeln hat sich ein

deutliches Trading-up ergeben, während der Bereich

Discount stärker von der wirtschaftlichen Unsicherheit

und dem geringeren, verfügbaren Einkommen

der Zielgruppe betroffen war.“ Die BBE-Prognose

für 2021: „Aktuell wächst die Gefahr, dass es 2021

zu einer Korrektur mit negativen Umsatzeffekten

für die Branche kommt. Die Chancen, dass ein

erfolgreicher Restart wie in 2020 folgt, sinken.“

GROSSFLÄCHEN 2021: DIE WICHTIGSTEN VERÄNDERUNGEN

NEUER REKORD: DREI PALÄSTE MEHR ALS 2019

Die Anzahl der Möbelpaläste ist auf 181 gestiegen. 2019 waren es noch 178.

Neu hinzugekommen sind Rieger in Heilbronn mit 36.500 qm, Möbel Martin in

Saarbrücken mit 32.000 qm sowie Ehrmann in Trier (ehemals Hölzmer) mit

26.000 qm VK-Fläche. Möbel Hübner in Berlin hat sich verkleinert und ist

somit aus der Liste der Möbelhäuser ab 25.000 qm herausgefallen und Möbel

Höffner in Paderborn hat das übernommene Finke-Stammhaus abgerissen und

an gleicher Stelle einen Neubau hingesetzt.

DIE TOP 20, TOP 50 UND TOP 100

Die 20 größten Möbelhäuser vereinen mit 1,084 Mio. qm (2019: 1,083 Mio. qm)

eine leicht gestiegene VK-Fläche. Die 50 Größten liegen mit 2,335 Mio. qm auf

dem Niveau von 2019. Ebenso konstant geblieben: Die Top-100-Häuser mit

4,137 Mio. qm.

135 STANDORTE MIT MEHR ALS 30.000 QM

Beachtliche Anzahl: 135 Einrichtungshäuser betreiben aktuell eine Fläche von

mindestens 30.000 qm, zusammen kommen sie auf 5,205 Mio. qm. Die 10

größten Einrichtungshäuser verfügen über eine VK-Fläche von 598.500 qm.

GESAMTFLÄCHE STEIGT ABERMALS

Die Gesamtfläche aller Möbelpaläste ("möbel kultur"-Definition: ab

25.000 qm VK-Fläche) ist von 2019 bis 2021 um 1,6 Prozent auf nunmehr

6,427 Mio. qm gestiegen.

IM DURCHSCHNITT 35.575 QM

Die durchschnittliche Verkaufsfläche aller 181 gelisteten Großflächen

liegt aktuell bei 35.508 qm. Vor 10 Jahren gab es 155 Paläste mit durchschnittlich

34.645 qm.

10- UND 20-JAHRES-VERGLEICH

Die Giganten werden immer größer: Die Fläche der 30 größten Einrichtungshäuser

stieg in den letzten zehn Jahren um 4,9 Prozent auf 1,528 Mio. qm.

In den vergangenen 20 Jahren, also seit 2001, von 1,376 Mio. qm, um gut

11 Prozent.

Quelle: möbel kultur


E-COMMERCE/MASSMÖBEL IM NETZ

Online-Boom

nach Maß

Die Corona-Lage hat auch dazu geführt, dass die

Verbraucher in den eigenen vier Wänden weniger

Kompromisse eingehen wollen. So werden hochwertige

und passgenaue Einrichtungslösungen stark

nachgefragt. Davon konnten bislang

insbesondere Maßmöbelanbieter

im Internet profitieren,

sofern sie in einem völlig

unvorhersehbaren Jahr

ihre Prozesse im Griff

hatten. Wir haben

mit führenden Shops

gesprochen, um zu

erfahren, wie sie bis

dato durch die Pandemie

gekommen sind.

INTERNATIONALES

PARTNER- NETZWERK WÄCHST

Form.bar ist eine Vertriebsmarke von Okinlab, einem Start-Up

aus Saar brücken. Das Geschäftsmodell ist technologiegetrieben:

„Nur die Interdisziplinarität aus Architektur, Bionik, Mathematik

und Informatik ermöglichen das Ausschöpfen des zur Verfügung

stehenden technologischen Potenzials und ebnen den Weg für den

innovativen Möbelkonfigurator.“ Das Ergebnis dieser Herangehensweise

sind ästhetisch herausragende Möbel.

Auch wenn das wegen Corona etwas seltsam

klingen mag: Im Grunde waren die Herausforderungen

für Form.bar nicht viel anders als in den Jahren davor.

Wir haben unser Portfolio und die Technologie weiterentwickelt,

die Marke bekannter gemacht und ve r -

sucht, Form.bar noch mehr Menschen näherzubringen.

Ganz konkret haben wir zum Beispiel den Weg vom

ersten Kontakt bis zum Kauf optimiert.

Wir rechnen 2021 wieder mit steigenden Umsätzen,

mit nochmals mehr Kunden. Und wir freuen uns, wenn

international immer mehr Partner dazukommen und

tolle Form.bar-Möbel zum Beispiel in Kanada oder

Südafrika entstehen. Natürlich muss man abwarten, wie

sich die Pandemie auf die allgemeine wirtschaft liche

Lage auswirkt. Wir sind jedoch so gut aufgestellt, dass

wir Gewerbekunden genauso wie Privatleute gut

bedienen können. Dank unseres dezentralen Ferti gungsnetzwerks

hatten wir bislang nie Engpässe in der

Lieferkette und könnten auch weiter regional

produzieren, selbst wenn neue Corona-Wellen kämen.

Diese hohe Flexibilität ist ein absolutes Plus von Form.

bar. Vielleicht hat die Pandemie manchem die Augen

dafür geöffnet, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein für

solche extremen Herausforderungen.

Alessandro Quaranta, Geschäftsführer von Form.bar

42 möbel kultur 2/2021


ENORMER DRUCK

AUF DEN MARGEN

Die Corona-Pandemie hat definitiv auch unser Jahr geprägt.

Die weitverbreitete Meinung, dass wir als Online-Shop für Maßmöbel

,Corona Gewinner‘ sind, kann ich leider nicht teilen. Wir hatten ein

sehr herausforderndes Jahr. Mit viel Anstrengungen können wir unser

geplantes Umsatzwachstum erreichen. Jedoch haben unsere Margen

enorm unter der Corona-Situation gelitten.

Um die Schwankungen in der Nachfrage auszugleichen, mussten

wir mit sehr niedrigen Margen arbeiten. Dies hat unsere Ergebnisse

belastet. Dennoch möchte ich ergänzen, dass ich dankbar bin, kein

Messebauunternehmen oder Hotel zu führen. Wir sind im vergangenen

Jahr mit vielen Herausforderungen konfrontiert worden, konnten diese

jedoch meistern und Chancen nutzen. So haben wir den virtuellen

Showroom eröffnet, ohne Corona hätte dies vermutlich nicht auf

meiner Agenda gestanden. Besonders freut mich auch, dass wir für

dieses Konzept von „Kauf Nebenan! Der Visa Ideenaktion“ ausgezeichnet

wurden.

Wir rechnen 2021 mit einem vorsichtigen, normaleren Jahr. Wir

gehen davon aus, dass unsere Zulieferer, Logistiker und Kunden sich

an die Pandemie-Situation „gewöhnt“ haben. Dadurch erwarten wir

uns ein weniger schwankendes Geschäftsjahr 2021.

Birgit Schips, Meine Möbelmanufaktur

In der Nische der Online-Maßmöbel

mischt inzwischen eine

Vielzahl von Anbietern mit. Zu

den führenden Adressen zählen

DeinSchrank.de, Mycs, Tylko, Meine

Möbelmanufaktur, Pickawood,

Form.bar, MBzwo und natürlich

die E-Furniture GmbH mit der

Online-Marke Audena und dem

stationären Label Holzconnection.

Ein Platzhirsch ist allerdings noch

nicht auszumachen, denn zu sehr

unterscheiden sich die Spezialisten

für konfigurierbare Möbel in der

Sortimentsbreite. Auf der einen Seite

stehen die Generalisten wie Dein-

Schrank.de, (auch wenn der Name

anderes verheißt). Der Maßmöbelpionier

aus Frechen bietet Schränke,

Regale Badmöbel, aber auch Sessel,

Schlafsofas, Tische und Bänke an.

Auch Mycs setzt auf ein breites

Angebot. Tylko hingegen legt den

Fokus auf Perfektion in der Nische

und vertreibt ausschließlich Regale.

Auch in der Produktionsstruktur

liegen Unterschiede. Während

Dein.Schrank.de im eigenen hochautomatisierten

Werk in Rheinbach

nach dem Leitgedanken der Industrie

4.0. fertigt, baut Form.bar auf ein

Partner-Netzwerk hochspezialisierter

Manufakturen – inzwischen sind

es über 70 Partner in Deutschland,

Österreich, Schweiz, Luxemburg,

Frankreich, Italien und Holland. Der

regionale Plattformgedanke ist somit

auch die Triebfeder des Marketings:

„Möbel von Form.bar werden nicht

anonym in einer großen Fabrik produziert,

sondern von regionalen

Handwerksbetrieben mit modernen

CNC-Fräsen gefertigt und in liebevoller

Handarbeit veredelt.“

Im Corona-Jahr erlebten die

Maßmöbel-Anbieter einen noch

größeren Zulauf als in den Jahren

zuvor, denn das Angebot liegt im

Trend: Individuell, trendy und mit

Manufaktur-Touch. Davon fühlt ich

die junge urbane Gesellschaft angesprochen,

wie Benjamin Kuna, CEO

von Tylko weiß: „Unsere Hauptzielgruppe

ist die sogenannte europäische

moderne Kreativklasse, also

Menschen, die mit Ideen, neuen

Technologien und kreativen Inhalten

arbeiten. Oft suchen diese bewusst

nach Marken, die ihre Werte repräsentieren.

In Anbetracht unseres

Online-First-Geschäftsmodells sind

unsere Käufer in der Regel technisch

versiert und haben Zugriff auf einen

Computer oder ein Smartphone,

mit dem sie personalisierte Regallösungen

konfigurieren. Sie sind

tendenziell bereit, etwas mehr

für ein Produkt zu bezahlen, das

dem persönlichen Lebensstandard

entspricht.“

Dreh- und Angelpunkt für alle

Anbieter ist der Konfigurator, der

nutzerfreundlich und visuell ansprechend

funktionieren muss. Gami-

HANDWERKLICHE EXPERTEN

MIT DIGITALEM MINDSET

Das vergangene Jahr war vermutlich für viele Unternehmen eine

große Herausforderung. Wir hatten zugegebenermaßen jedoch großes

Glück: Als Online-Unternehmen sind wir darauf ausgerichtet, dass uns

unsere Kundinnen und Kunden vor allem bequem von zuhause erreichen

möchten. So gesehen konnten und können wir unseren Beratungs- und

Planungsservice im Grunde wie gewohnt anbieten.

Dazu kommt, dass wir auch von der Besinnung auf die eigenen vier

Wände profitieren, so dass 2020 für uns sogar ein gutes Wirtschaftsjahr

mit einer erfreulichen Neukundenquote war. Aber gerade am Anfang der

Pandemie war es nicht immer leicht einzuschätzen, wie sich die Lage

entwickelt. Eine der größten Herausforderungen war daher vor allem,

einen klaren Kopf zu bewahren und sich von der allgemeinen Verunsicherung

nicht irritieren zu lassen. Als Teil eines Familienunternehmens

haben wir natürlich einen entscheidenden Vorteil:

Fachliches und unternehmerisches Know-how, mit dem wir über die

Jahre schon einige Situationen gemeistert haben. So bündeln wir ein

halbes Jahrhundert handwerkliche Expertise mit einem digitalen

Mindset und fußen damit auf einem sehr stabilen Fundament. Das

schafft Vertrauen in die Zukunft, wie auch immer diese aussehen mag.

Da die Pandemie das Leben erst mal anhaltend zum Rückzug ins

Private zwingt und damit natürlich auch den Trend zum Cocooning

verstärkt, investieren Menschen immer mehr in hochwertige

Einrichtungen. Daher blicken wir mit MBzwo sehr optimistisch ins neue

Jahr und rechnen mit einem weiteren Neukunden- und Umsatzzuwachs.

Johann Ehlhardt, MBzwo

fication heißt das Gebot im Netz:

Damit wird die Anwendung Computerspiel-typischer

Elemente in einem

spielfremden Kontext bezeichnet.

Deshalb sieht Deny Nagel, Gründer

von Audena und Holzconnection

hier auch den Schlüssel für weiteres

Wachstum: „Aktuell bauen wir unseren

Online-3D-Konfigurator weiter

aus und wollen dieses Tool künftig

auch auf weitere Brands und Channels

ausrollen.“

SASCHA TAPKEN

NACHFRAGE-HAUSSE

HÄLT WEITER AN

Die Corona-Pandemie war und ist für alle Unternehmen

und deren Mitarbeiter eine Herausforderung. Bei DeinSchrank.

de haben wir 2020 alle Mitarbeiter weiter beschäftigt und sogar

weitere eingestellt. Das lag vor allem an der großen Nachfrage,

die uns sowohl von bestehenden als auch von Neukunden

erreichte. Aufgrund des Cocooning-Trends gehen wir davon aus,

dass auch 2021 die Nachfrage nach individuellen Maß möbeln

bestehen bleibt. Daher blicken wir positiv in die Zukunft, auch

wenn uns die Corona-Lage als Herausforderung noch länger

begleiten wird.

Philipp Koecke, DeinSchrank.de

2/2021 möbel kultur 43


IDEEN ZUR

LOOKINSPIRATION

KLASSE KONTRAST

/// „Eine Botschaft des Glücks, die von Stärke getragen wird und uns Hoffnung gibt“, heißt es in

diesem Jahr von den Pantone-Farb-Experten zu den „Colors of the Year 2021“. Sie wählten die

„geerdete Sicherheit“ mit dem Grauton „Ultimate Gray“ in Kombination mit der „farbenfrohen

Zuversicht“ „Illuminating“. Denn wir müssen gerade in diesen Zeiten das Gefühl haben, dass alles

heller werden wird. Die folgenden Seiten zeigen, wie gut das Duo harmoniert.

48 möbel kultur 2/2021


Selbst als florale Inszenierung machen die Pantone-Farben 2021

eine gute Figur (Marburger Tapetenfabrik).

2/2021 möbel kultur 49


TOP-THEMA/HYGIENE-KONZEPTE

Saubere

Sache

Der Möbelhandel hat seine Hausaufgaben gemacht und erwartet

sehnsüchtig den Tag, an dem die Geschäfte wieder öffnen dürfen.

Dann treffen Endverbraucher mit noch erhöhtem Sicherheitsbedürfnis

– die Corona-Infektionsgefahr ist ja nicht weg – auf bewährte

Hygienekonzepte. Noch ungenutzt blieb bislang die Chance, das eigene

Sortiment um Boom-Produkte wie mobile Luftfilter zu ergänzen.

56 möbel kultur 2/2021


Berührungsängste bauen Rolltreppen

ab, deren Handläufe dank

„Escalite“-Ausstattung mit UVC-

Licht stetig von Bakterien und

Viren gereinigt werden. Ihr Einbau

in die Europa Passage und die

Oberflächenbeschichtungen mit

„Titano“ – beides Produkte von

Uvis – brachten das Hamburger

Einkaufszentrum in die Medien.

Fotos: Europapassage/

Robin Lösch, UVIS GmbH

Einrichtungshäuser und Küchenstudios

sind schon lange startklar.

Sobald der Lockdown aufgehoben

wird, öffnen sich die Türen.

Die Hygiene-Konzepte, die die Endkunden

dort vorfinden, unterscheiden

sich meist nicht von denen nach dem

ersten Lockdown.

Oft gibt es Mund-Nasen-Masken,

falls Kunden doch mal keine dabeihaben,

denn das Prinzip „Ohne Maske

kein Möbelkauf“ kennt keine Ausnahmen.

Unglaublich eigentlich, dass

Endverbraucher sich vereinzelt nicht

nur vor Ort, sondern tatsächlich noch

im Nachhinein darüber beschwert

haben, ohne Maske abgewiesen worden

zu sein. Ebenfalls nicht neu sind

transparente Kunststoff-Scheiben und

Desinfektionsmittel-Spender. Bewährt

haben sich auch die Maßnahmen zur

Wegeführung und Sicherstellung, dass

sich nur eine bestimmte Anzahl Kunden

pro Quadratmeter im Geschäft

aufhält, ob nun gezählt oder die Zahl

per App erfasst wird.

„Wir haben unsere Hausaufgaben

dazu bereits vollständig gemacht und

sämtliche Aspekte mit einbezogen“,

so Kai Weckesser, Weckesser Wohnen

in Wiesloch, und weiter: „bis auf

etwaige Anpassungen bezüglich der

maximalen Kundenzahl pro Quadratmeter

rechne ich nicht damit, nachjustieren

zu müssen. Zudem verteilen

sich unsere Kunden auf eine Fläche

von 7.000 qm und aufgrund unserer

Sortimentsausrichtung ist unsere

Zielgruppe nicht so breit gefächert.

Fakt ist: Ein Besuch bei uns ist ganz

bestimmt sicherer und stressfreier

als jeder Einkauf im Supermarkt oder

bei Ikea.“

In Sachen Hygiene sehr gut und

sattelfest aufgestellt fühlt sich auch

Porta. „Als Vorreiter der gesamten

Branche haben wir unser Sicherheitsund

Hygienekonzept während des

ersten Lockdowns vom TÜV Rheinland

prüfen und auszeichnen lassen“,

teilte das Unternehmen mit. Dazu

hielten sich Mitarbeiter des TÜV

tagelang vor Ort auf, um sich mit

den Abläufen vertraut zu machen.

Das aufwendig erarbeitete, umfangreiche

Maßnahmen-Paket, das dann

in allen Porta Einrichtungshäusern

und Möbel Boss-Märkten umgesetzt

wurde, lobten die für Hygienekonzepte

zuständigen Gesundheits- und

Ordnungsämter an den jeweiligen

Standorten als „nachahmenswert“

und „vorbildlich“.

In den Fokus gerückt sind durch

die Corona-Pandemie keimfreie

Foto: Udo Geisler

Für uns war es

ein Jahr der Extreme.

Die Anfragen prasselten

nur so auf uns ein. “

Tanja Zirnstein und Katharina Obladen, Gründerinnen des Start-up Uvis in Köln.

Oberflächen, denn die Berührungsängste

haben stark zugenommen.

Deshalb ist die von Tanja Zirnstein

und Katharina Obladen gegründete

Uvis UV-Innovative Solutions GmbH

aus Köln richtig durchgestartet. Mit

dem patentierten Desinfektionsmodul

für Rolltreppenhandläufe

„Escalite“ und der antimikrobiellen

Oberflächenbeschichtung „Titano“,

beispielsweise für Fahrstühle, bietet

das Kölner Start-up genau das, was

gerade gefragt ist. Als die Europa Passage

in Hamburg im Sommer 2020

damit ausgestattet wurde, berichteten

die Medien groß über diesen „Sicherheitsgewinn“

im Einkaufszentrum.

„Es sind kurzwellige UVC-Strahlen,

die alle Organismen, auch Viren

unschädlich machen, weil das Licht

ihre DNA angreift und zerstört“,

erläutert Tanja Zirnstein. Die Strahlen

seien nicht ganz ungefährlich, und

deshalb außerhalb der Reichweite

von Benutzern im verschlossenen

Bereich der Fahrtreppe integriert.

Die kompakte Bauform der Module

eigne sich für Neu- und Bestandsanlagen

aller Hersteller, versichert sie.

2/2021 möbel kultur 57


KÜCHE

Strasser: Erfolgsstory mit echten Unikaten

Glücks-Steine von Natur aus

Eine wirklich einzigartige Ästhetik – so echt, wie sie nur die Natur gestalten kann – macht Stein-Arbeitsplatten

immer beliebter. Und auch das alltägliche Handling wird immer leichter. Zwei Gründe, warum der

österreichische Spezialist Strasser von Jahr zu Jahr mehr Markt gewinnt. Dabei schafft es das Unternehmen,

durch Ideen und Innovationen zusätzliche Verkaufsimpulse zu setzen.

66 möbel kultur 2/2021


Das puristische Design der heutigen Küche verlangt geradezu nach besonderen

Akzenten und hat entsprechend die Nachfrage nach Strasser Naturstein beflügelt.

„Jeder Stein erzählt eine eigene Story. Dabei sind die Kunden heute

viel mutiger als vor ein paar Jahren. Man soll die Natur sehen“, stellt Inhaber

Johannes Artmayr mit Blick auf den Trend zu ausgeprägten Strukturen fest.

(Foto links: „Terra“ als Monolith für die „St-One“-Küche)

Mit fünf Prozent Plus konnte

Strasser auch 2020 wieder

zulegen und kam damit

schon dicht an 40 Mio. Euro Umsatz

heran. Der Anteil der Denkmalund

Grabsteine, mit denen 1963

der Geschäftsbetrieb aufgenommen

wurde, beträgt demgegenüber nur

noch rund neun Prozent. Ein klares

Echo für den Trend in der Küche.

Ein guter Teil der Natursteinarbeitsplatten

wird bereits in Deutschland

abgesetzt (über 30 Prozent), wo das

Unternehmen bei Ingolstadt seit

2016 seine Vertriebsdependance

hat. Aber da die Vertriebsstrukturen

üblicherweise sehr kleinteilig sind,

ist Strasser wahrscheinlich sogar der

größte Produzent von Natursteinarbeitsplatten

in Mitteleuropa. Mit

der modernsten Fertigungstechnik

seiner Art. Parallel dazu wuchs das

Personal am Standort St. Martin

(Mühlkreis) auf 250 Mitarbeiter.

Ein Grund für die steigende

Nachfrage ist die überall registrierte

Wertschätzung der Küche. Und

gerade der moderne Purismus in

den Uni-Lacktönen Weiß, Grau oder

Schwarz verlangt nach einem besonderen

Akzent mit Charme und Charakter,

erklärt der geschäftsführende

Gesellschafter Johannes Artmayr –

und gerät selbst ins Schwärmen,

wenn er an den millionenjahrealten

Werkstoff denkt und die „sensationell

schönen Strukturen“. Denn:

„Jeder Stein ist ein Unikat, erzählt

seine eigene Geschichte.“

Beste Beispiele liefere die noch

recht junge „Alpenwelt“-Kollektion

mit ihren ausgeprägten Strukturen.

Vor drei Jahren ist Artmayr

dafür eigens Kooperationen mit

Steinbrüchen in der Alpenregion

eingegangen, um Exklusivität mit

regionalem Bezug anzubieten. In

relativ kurzer Zeit hat sich daraus

ein umsatzstarkes Sortiment entwickelt,

das nun konsequent ausgebaut

wird. Neben der besonderen Ästhetik

zähle dabei auch die Herkunft

als nachhaltiges Verkaufsargument,

weil die Steine aus Österreich und

den Nachbarländern keine langen

Transportwege erfordern, anders

als bei den handels üblichen Steinen

aus Südamerika. Ohnehin werde

die Nutzung der Stein-Ressourcen

in Europa stark kontrolliert. Nach

„Alpengrün“ und „Gletscherbach“

kam im Herbst 2020 ein französischer

Stein unter dem Namen

„Dunkelwalder“ dazu, der durch

seine tiefdunkle Tönung an einen

unergründlichen Alpensee erinnert.

Daneben feiert im Highend-Segment

„St-One“ internationale Erfolge.

Ob Wien, Moskau oder Shanghai:

Die Option für eine komplette

Insel oder auch größere Konfigurationen

aus Naturstein, perfekt

gearbeitet und in verschiedenen

Ausführungen und bis zu sieben

Meter Länge, gilt als Inbegriff der

Luxusküche. Auch wenn dies nicht

der große Umsatzbringer ist, betont

Artmayr: „Das Thema macht uns viel

Spaß, weil wir damit unsere Kompetenz

unter Beweis stellen können.“

Stolz ist er auch auf den ersten

Flagship-Store, den ein deutscher

Handelspartner Anfang September

in Port d’Andratx auf Mallorca

eröffnet hat. Drei Naturstein-Inseln

und ein Hochschrank-Ensemble

2/2021 möbel kultur 67


KÜCHE

Ob Wäschepflege, Saugen,

Spülen oder Kochen: Über

alle Gerätekategorien und

in allen Werbekanälen lenkt

die bislang umfassendeste

AEG-Kampagne den Blick auf

den innovativen Mehrwert der

Traditionsmarke.

AEG: Die neue Marken-Kampagne für 2021

Tag für Tag eine

kleine Revolution

Mit einer neuen Werbekampagne ist AEG 2021 gestartet –

die umfangreichste seit über zehn Jahren, wie es heißt. Ob

Wäschepflege, Kochen oder Raumpflege: Unter dem zentralen

Slogan „Für alle die mehr erwarten“ fordert der crossmediale

Auftritt Gerätekäufer dazu auf, Gewohnheiten zu hinterfragen

und den Mehrwert von Innovationen zu erkennen. Verbunden

mit dem Anspruch an modernen Lifestyle, Nachhaltigkeit und

auch traditionelle Verlässlichkeit.

Traditionsverhaftet und doch

modern: Mit der Opulenz eines

barocken Gemäldes weist das

Keyvisual auf die Vorteile des

„SensePro“-Kochfelds für besonderen

Genuss hin – und illustriert

damit das Markenversprechen

„Für alle die mehr erwarten“.

Sogar das fehlende Komma im

Slogan bricht zugunsten der

Ästhetik mit Gewohnheiten.

Nicht so sehr das einzelne

Gerät, sondern die große

Klammer für all das, was AEG

ausmacht, steckt hinter der neuen

Kampagne, die aktuell mit TV-Spots,

Bannern und Printanzeigen auf

allen Kanälen gespielt wird. Denn

es ist an der Zeit, wieder über die

Marke an sich zu reden, und für

welche Qualitäten und Spezialitäten

die drei Buchstaben stehen. „Wir

70 möbel kultur 2/2021


Küchen Aktuell: Corona-Bilanz 2020

Umsatzexplosion auf

300 Millionen

„Wir räumen auf mit veralteten Vorstellungen von der Hausgerätebranche.

Gleichzeitig schärfen wir das Markenprofil von AEG“, erklärt Heidi Zucker,

Head of Marketing, die Intention der crossmedialen Kampagne.

räumen auf mit veralteten Vorstellungen

von der Hausgerätebranche.

Gleichzeitig schärfen wir das Markenprofil

von AEG und spannen

mit einem coolen und selbstbewussten

Look & Feel den Bogen zu

unseren Berliner Wurzeln“, erklärt

Heidi Zucker, Head of Marketing

Deutschland und Österreich, die

Zielsetzung.

Der Kampagnen-Claim „Für alle

die mehr erwarten“ schlägt einerseits

die Brücke zum Ursprung

der schon seit 1883 bestehenden

Traditionsmarke und unterstreicht

zugleich, wie die neuen AEG-Produkte

alltägliche Arbeiten im Haushalt

revolutionieren. „Wir entwickeln

Technologien, die es den Kunden

ermöglichen, innovativer und nachhaltiger

zu leben“, fasst Zucker das

Markenversprechen zusammen.

So werden nicht nur Gewohnheiten

bei der Wäschepflege, beim

Kochen oder bei der Raumpflege

hinterfragt, sondern es wird auch

gezeigt, wie alles mit weitergedachten

Technologien besser geht.

Kochgewohnheiten revolutioniert

AEG beispielsweise mit dem

„Sense Pro“-Kochfeld, dem „weltweit

ersten drahtlosen Gargutsensor

für durch und durch perfekte

Geschmackserlebnisse“. So lässt

sich das Maximum aus hochwertigen

Produkten herausholen. Andere

Beispiele aus dem Pool der Innovationen

sind die Waschmaschinen

der „Serie 9000“, die auch die

empfindlichsten Textilien waschen,

oder der „QX9“-Akkustaubsauger

für die kraftvolle Bodenreinigung.

Markenversprechen, die zudem

durch starke Bilder mit opulenter

Ausstrahlung oder ungewöhnlichen

Perspektiven illustriert werden.

Mitte Januar gestartet, verbinden

sich mit der Kampagne 2021

umfassende Marketingmaßnahmen

– sie umfassen TV-Werbespots

auf Sat1 und Pro7 in der

Prime Time, zielgruppenorientierte

Streamingdienste (Adressable TV)

und gezielte Bannerwerbung („Programmatic

Advertising“) sowie

Aktivitäten auf YouTube und Social

Media und reichen bis zu Printanzeigen

im „Michelin Guide“. Auch

im stationären Fachhandel wird sich

die Kampagne wiederfinden, um

auf das neue Markenversprechen

„Für alle die mehr erwarten“ einzuzahlen.

In einer ersten Umfrage

war das Feedback bereits vielversprechend:

Konsumenten bezeichneten

die neue AEG-Markenwelt

als „hochwertig“, „stilvoll“ und

„cool“.

HEIKE LORENZ

Wir haben nach der

Lockdown-Phase im

letzten Jahr förmlich

eine Umsatzexplosion erlebt

und konnten unseren Gesamtumsatz

auf knapp 300 Mio. Euro

ausbauen“, berichtete Claus

Küpers, Geschäftsführer von

Küchen Aktuell, Mitte Januar.

Deshalb sei der Filialist noch

für mindestens sechs Monate

mit den Auslieferungen „extrem

vollbeschäftigt“. „Wir haben

mittlerweile über 150 neue Mitarbeiter

eingestellt“, unterstrich

er die positive Entwicklung im

vergangenen Jahr, die trotz der

Pandemie am Ende 30 Mio. Euro

Umsatz mehr als im Vorjahr in

die Kassen gespült hat (Umsatz

2019: 270 Mio. Euro).

Dennoch sieht Küpers auch

den zweiten harten Lockdown

mit Sorge: „Jeder Ladenschluss

ist ,Mist‘. Unsere Mitarbeiter

haben wie beim Lockdown Nr. 1

aber keinerlei finanzielle Nachteile,

da wir alle Kurzarbeiterzahlungen

auf 100 Prozent aufgestockt

haben beziehungsweise

aufstocken werden.“ Wie bereits

in der ersten Lockdown-Phase

im Frühjahr 2020 werde die

Zeit nun auch zum Aufarbeiten,

Renovieren und zum Vorbereiten

der Zeit danach genutzt.

Auch die Expansionspläne

behält Küchen

Aktuell im Blick:

Als 15. Standort

kommt in Kürze

Hanau dazu.

30 Mio. Euro

Umsatz mehr konnte

Küchen Aktuell im Corona-Jahr

2020 erwirtschaften, berichtet

Geschäftsführer Claus Küpers.

Je länger eine Lockdown-Phase

ist, desto größer wird die Nachfrage

nach Online-Beratungen,

lautet Küpers Feststellung, wobei

dieser relativiert: „Wir sind an

allen Standorten technisch, organisatorisch

und personell auf

diese Leistungen eingerichtet.

Trotz größerer Nachfrage als

früher ist die Bedeutung dieses

Services allerdings nach wie vor

sehr gering.“

Bei allen Unwägbarkeiten

bleibt auch die Neueröffnung im

März am Standort Hanau auf der

Agenda. Daneben werden gerade

die Neubauten in Brühl (Mannheim),

ein Erweiterungsbau in

Braunschweig und ab Juni ein

Neubau in Weiterstadt geplant.

www.kuechen-aktuell.de

2/2021 möbel kultur 71


INDUSTRIE

Ekornes: Start ins Jubiläumsjahr

Nachhaltig auf

allen Ebenen

Zu den Jubiläums-Neuheiten

zählen „Stressless Tokyo“ mit

dem neuen Original Untergestell

in Chrom (r.) und „Stressless Erik“

(u.) mit einem Cross Untergestell.

Mit gut gefüllten Auftragsbüchern

ist Ekornes ins neue

Jahr gestartet. Dank einer

international anhaltend hohen

Nachfrage produziert der Hersteller

mit maximaler Auslastung. Die

Lieferzeiten mussten zwar etwas

angepasst werden, jedoch setzt das

Unternehmen alle Hebel in Bewegung,

um die Produktionskapazitäten

signifikant zu erhöhen.

Eine Herausforderung stellt

unterdessen der erhebliche Preisanstieg

diverser Rohstoffe dar. Um

die steigenden Kosten abzufedern,

haben sich die Norweger um neue

Zulieferbetriebe und Frachtwege

bemüht. Mit Blick auf die Händler

entschieden sie sich zudem, die

steigenden Kosten nicht auf die

Produkte umzulegen.

Für eine weiter Unterstützung

seiner Partner führte Ekornes 2020

die Scorecard zur laufenden Beurteilung

der Studioqualität am POS ein.

Seitdem werden die Produkte mit

noch mehr Detail-Liebe präsentiert.

Eine ähnliche Wirkung hat der 2018

gelaunchte Studioaward – und das

mit einem nachhaltigen Effekt:

Denn laut einer aktuellen Auswertung

konnten die Gewinner der

unterschiedlichen Kategorien ihren

Umsatz mit Stressless um durchschnittlich

30 Prozent steigern.

Dieser Erfolg soll nun auch in den

Online-Auftritten der Partner sichtbar

werden. Händler mit Optimierungsbedarf

erhalten dabei Unterstützung.

Wer das nicht möchte,

muss künftig auf die Bildrechte für

den Netz-Auftritt verzichten.

Einen weiteren Umsatz-Schub

versprechen die Produkt-Neuheiten.

Diese können nach Terminvereinbarung

persönlich oder im Rahmen

einer virtuellen Führung im Hamburger

Showroom in Augenschein

genommen werden. Anlässlich des

50. Geburtstag von Stressless warten

attraktive Jubiläums-Highlights wie

das Original Untergestell aus dem

Jahr 1971 auf die Besucher.

Das Portfolio 2021 wird u. a.

auch von „Stressless Ella“

mit „BalanceAdapt-System“

ergänzt. Das Sofa besticht

mit einem exklusiven Look,

der durch das Doppelstichmuster

nochstärker

hervorgehoben wird.

Gleichzeitig launcht Ekornes ein

neues Kommunikationskonzept, in

dem die Nachhaltigkeitsthemen, die

den Hersteller auszeichnen, eine

noch stärke Einbindung finden. So

werden die Verbraucher am POS, auf

der Homepage, in Print oder Social

Media Dank verschiedener Materialien

emotional abgeholt. Zusätzlich

wird ihr Bedürfnis nach wahren

Werten damit optimal erfüllt.

Aber nicht nur bei den Produkten

und Konzepten gibt es tolle Neuigkeiten,

sondern auch im Team: Seit

dem 1. Februar zeichnet Ursula

Schuppisser als Country Manager

Switzerland verantwortlich. Als

Vertriebsspezialistin ist sie in der

gesamten Schweiz unterwegs.

www.stressless.com

74 möbel kultur 2/2021


Musterring: Outdoor-Kollektion wird erweitert

Leuchtende Ideen für

die kommende

Sommer-Saison

Die Musterring Outdoor-Kollektion

„Freilicht“ blickt auf einen

sehr erfolgreichen Start zurück.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen

– seine Premiere feierte

das Sortiment ausgerechnet während

des ersten Lockdowns im Frühjahr

2020 – hat „Freilicht“ sowohl den

Fachhandel als auch die Endverbraucher

von seinen Qualitäten überzeugt.

Die Nachverkäufe zogen sich

bis weit in den Oktober 2020 hinein,

was die Vermutung nahelegt, dass die

Produkte nicht nur für die Sommersaison

auf den Terrassen erworben

werden, sondern auch ganzjährig in

Wintergärten zum Einsatz kommen.

Im April dieses Jahres wird die

Kollektion durch exklusive Sonnenschirme

des Lieferanten Doppler

und durch Outdoor-Leuchten erweitert

und abgerundet. Die akkubetriebenen

Leuchten lassen sich stufenlos

dimmen und können unabhängig

von Steckdosen überall frei platziert

werden. Dank der Schutzart IP65

sind sie sicher vor Regen und Wind.

Mit „France“ und „Spanien“ werden

außerdem zwei neue Tische vorgestellt,

die jeweils in einer modernen

Beton-, Granit- oder Zementoptik

verfügbar sind und über eine elegante

Facettenkante verfügen. Ein weiterer

Neuzugang ist der Armlehnstuhl

Neben Möbeln umfasst die Outdoor-Kollektion

„Freilicht“ von Musterring ab April auch Sonnenschirme

von Doppler und Outdoor-Leuchten.

„Madrid“, der mit seinem schmutzabweisenden

Stoffbezug in „Canvas

Heather anthrazit“ Wind und Wetter

trotzt.

Mit diesem umfangreichen Sortiment

sieht sich Musterring bestens

für den nächsten Sommer gerüstet –

und auch für die Zeit darüber hinaus.

Nutzen auch Sie als Handelspartner

die Chancen, die sich aus

einer Platzierung der Musterring

Outdoor-Kollektion ergeben!

www.musterring.com

CIFF

Im März

werden

300.000

Besucher

erwartet

Die Planungen laufen auf Hochtouren:

Für die 47. CIFF in Guangzhou

erwarten die Veranstalter ca. 4.000

Aussteller und rund 300.000 Besucher.

Während von 18. bis 21. März Trends für

Wohnmöbel, Heimtextilien und Accessoires

sowie Outdoor- und Freizeitmöbel

gezeigt werden – besonders das erreichte

Design-Niveau wird herausgestellt –, sind

es von 28. bis 31. März Büro- und Objektsowie

Hotelmöbel und (Holzbearbeitungs-)Maschinen.

Auf einer Fläche von

750.000 qm soll die gesamte Möbel-Lieferkette

in Szene gesetzt werden. Die CIFF

ist stolz, eine sichere Präsenzmesse trotz

Corona-Pandemie durchführen zu können.

Traditionell gibt es ein umfangreiches

Rahmenprogramm. www.ciff.furniture

Fatboy

Steigende Nachfrage

Eine gute Entwicklung verzeichnet Fatboy. „Wir rechneten zu Beginn

der Pandemie mit einem Umsatzeinbruch, aber das Gegenteil war

der Fall: Die Nachfrage vieler Produkte schoss in die Höhe“, erklärt

Kim de Jong, Demand & Supply Planner bei Fatboy (Foto), allerdings

ohne nähere Zahlen zu nennen. Besonders hilfreich in der Situation

der anziehenden Nachfrage war für das niederländische Unternehmen

laut de Jong die Einführung einer neuen Bestandsoptimierungslösung.

Hatte Fatboy vor der Krise noch mit Excel gearbeitet, wurde „Slim4“

eingeführt, womit Nachfrageschwankungen

besser

erkannt werden konnten.

Seitdem das Unternehmen

mit der Industriedesignerin

Carole Baijings zusammenarbeitet,

hat es mit der „A Pop of

Colour“-Kollektion ein unverwechselbares

Design-Statement

für den ikonischen

„Original Slim“ im Portfolio,

denn die Töne wurden speziell

angemischt. Zusätzlich entwarf

Carole Baijings noch eine

Serie rechteckiger Kissen.

Bequem, fest und aus weicher

Baumwolle hergestellt, sind

sie eine farbenfrohe Ergänzung

für jedes Zuhauses.

www.fatboy.de

2/2021 möbel kultur 75


Onlinelösungen für den Möbelhandel

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