2021/08 | Digitale Transformation | Unternehmen! 2021

suedwest.presse

FEBRUAR 2021

Digitale

Transformation

DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT

Auf dem Weg

in die Zukunft

Die Digitale Transformation bringt Chancen und Potenziale

und bietet neue Zukunftsvisionen für Unternehmen.

PERSPEKTIVE 5G

Was kann die neue Technik

und was sind die

Voraussetzungen? Seite 4

IM INTERVIEW

Prof. Dr. Daniel Schallmo

von der Hochschule

Neu-Ulm, Seite 14

AUF DER SICHEREN SEITE

Was ist das A und O der

Datensicherheit. Ein

Überblick auf Seite 8


EDITORIAL & INHALT 3

Inhalt

Editorial

Im Interview

Es braucht

etwas Mut

Professor Dr. Daniel Schallmo von der

Hochschule Neu-Ulm über die Potenziale

der Digitalen Transformation. Seite 14

Die Chancen

nutzen!

Angesichts einer anhaltenden

Pandemie, extrem schnell fortschreitender

Digitalisierung und

IT-Sicherheitsrisiken kann es

manchem schon bange werden.

Dennoch, wie Prof. Dr. Schallmo

von der Hochschule Neu-Ulm im

Interview ausführt, ist das Thema

Digitale Transformation kein

Feld für „German Angst“, sondern

vielmehr für „Nur Mut!“. In

diesem Sinne wünsche ich Ihnen

eine anregende Lektüre.

04 Schneller, höher,

weiter:

Perspektive 5G

Der neue Mobilfunkstandard

kann unseren Alltag

revolutionieren.

Tobias Lehmann

Teamleitung Sonderpublikationen

08 Hauptsache Sicher:

Wie erreicht man

Datensicherheit?

Neue Möglichkeiten ziehen

auch Cyber-Kriminelle an.

Wie schützt man sich?

22 Immer offen:

Hochsaison für

Webshops

Onlineshopping boomt. Auch

kleine Läden können mit

guter Strategie profitieren.

Impressum

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Projektleitung

Tobias Lehmann

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(verantwortlich)

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Redaktion

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Kerstin Auernhammer,

Stefan Loeffler, Thomas

Hoffmann, SVH GmbH

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Franziska Oblinger,

mediaservice ulm

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4 5G-TECHNOLOGIE

Ein Jogger bricht im

Wald zusammen. Herzversagen.

Zum Glück

sind Spaziergänger vor

Ort, die sofort ihr Handy

zücken, um den Notarzt zu

alarmieren. Doch dann zum Unglück:

Funkloch. Ein Horror. Wie

gut wäre es in dieser Situation,

wenn man in jeder noch so abgelegenen

Gegend ein sicheres

Netz hätte – und wenn gar nach

wenigen Minuten eine Drohne

mit einem rettenden Defibrillator

heranschweben würde? Zukunftsmusik?

Ja und nein. Denn

im Rahmen eines 5G-Innovationswettbewerbs

des Bundesministeriums

für Verkehr und digitale

Infrastruktur arbeiten die

Stadt Ulm und die beiden Landkreise

Neu-Ulm und Alb-Donau

Ein leistungsstarkes 5G-Netz

kann vieles schneller und

effizienter machen. Angefangen

im Privaten beim

Filmstreaming über Kommunikationsprozesse

bis hin

zum autonomen Fahren.

5G

heißt die neue Generation

der Mobilfunkstandards.

Diese zielt vor allem auf

hohe Datenraten, reduzierte

Latenzzeiten und Energieeinsparungen

ab.

Quelle: Statista

in den kommenden vier Jahren

daran, das regionale Rettungswesen

mit modernster Funktechnologie

auszustatten. „Wir

hoffen, mit unserem Konzept

,Rettungsbürger/in und smarter

Rettungseinsatz‘ einen Push für

den flächendeckenden Ausbau

der 5G-Technologie zu geben“,

so Marius Pawlak.

Testnetz von Dornstadt bis

Senden

Für den Leiter der Zentralstelle

im Ulmer Rathaus ist es wichtig,

den Bürgern mit dem Projekt

„5G: Stadt.Land.Leben retten“

konkreten, praktischen Nutzen

der neuesten und nun eben fünften

Generation des Mobilfunkstandards

aufzuzeigen. Aus

diesem Grund haben sich die

Kooperationspartner sehr

schnell für das Feuerwehr- und

Rettungswesen entschieden, das

Drohne mit

Defibrillator

Mobilfunkstandard Schon bald werden Daten so schnell wie ein

Wimpernschlag übertragen. Die neue 5G-Funktechnologie macht

es möglich. Die Stadt Ulm möchte sie gemeinsam mit dem

Alb-Donau-Kreis und dem Landkreis Neu-Ulm für ein innovatives

Rettungskonzept nutzen. Von Stefan Loeffler

sich durch einen enorm hohen

technischen Aufwand auszeichnet

– zum Schutz und zur Rettung

von Menschenleben. Mit

dabei im Konsortium sind zudem

das Fraunhofer-Institut sowie

der Telekommunikationsanbieter

Nokia, der für das Projekt

sein örtliches 5G-Testnetz zur

Verfügung stellt. Dieses wird

ausschließlich für Forschungszwecke

genutzt und erstreckt

sich von Dornstadt bis Senden,

beinhaltet jedoch auch Teile der

Autobahn A8, den Alb-Aufstieg

sowie schwer erreichbare Gebiete

auf dem Alb-Plateau und im

Landkreis Neu-Ulm. Marius

Pawlak hat die Zukunft des neuen

Funkstandards für das Ulmer

Projekt klar vor Augen: „Wir

möchten mit der 5G-Technologie

erreichen, dass man auch in

ländlichen Gebieten der beiden


5G-TECHNOLOGIE 5

BERUFSBEGLEITEND

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Management

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Neu ab WiSe 2021: B.A. Digitales Management

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Landkreise jederzeit mit einer

Rettungsleitstelle Kontakt aufnehmen

kann.“ Zusätzlich können

Live-Videobilder dazugeschaltet

werden und durch eine

Dolmetscher-Funktion können

die Notrufe in alle gewünschten

Sprachen übersetzt werden.

Nahezu in Echtzeit

Gute Ideen. Und durch 5G

durchaus denkbar. Die fünfte

Generation des Mobilfunkstandards

überträgt mehr Daten als

der Vorgänger 4G (LTE) und sogar

hundert mal so schnell – und

damit nahezu in Echtzeit. Raten

von bis zu zehn Gigabit sind dies

pro Sekunden was in ungefähr

einem Fingerschnippen gleichkommt.

Neben Privatpersonen,

die den neuesten Blockbuster

nun in viel kürzerer Zeit runterladen

können, profitiert in erster

Linie die Wirtschaft von der

rasend schnellen Zukunftstechnologie,

die es zudem erlaubt,

dass mehr Geräte zeitgleich im

Netz aktiv sein können. In Produktionsanlagen

können zukünftig

noch mehr Maschinen oder

Sensoren kabellos miteinander

kommunizieren – und dies sogar

über mehrere Standorte hinweg.

Serviceroboter können aus der

Ferne reparieren, Chirurgen

operieren. Und auch im täglichen

Straßenverkehr wird man

in naher Zukunft auf 5G nicht

mehr verzichten wollen und

können. Denn Unfälle mit autonom

fahrenden Autos können

eben dann vermieden werden,

wenn die Datenübertragung zwischen

den Fahrzeugen nicht

mehr zeitverzögert stattfindet.

Geringe Reichweite

In der Tat. 5G ist richtig schnell,

aber eben leider auch noch nicht

so schnell zu haben. Und so wird

es auch etwas dauern, bis eine

hochautomatisierte Drohne das

erste Rettungspaket abwerfen

wird – zur Überbrückung bis der

Notarzt kommt. Zur Erklä-

www.wirtschaft.alb-donau-kreis.de

Breitband

– voll im Ausbau

... für 50 MBit/s oder mehr !

Im Idealfall:

Glasfaser bis in den Betrieb !

Dazu:

Top Bildungsangebote,

gute Infrastruktur und

günstige Flächen,

hoher Wohnwert und

viele Freizeitangebote !

Beste Lagen nahe Ulm

– rund um Dietenheim, Ehingen,

Munderkingen, Laichingen und Langenau

Alles im Alb-Donau-Kreis

Gute Chancen – gute Zukunft

Wir sind für Sie da !

Wirtschaftsförderung im Alb-Donau-Kreis

Schillerstraße 30, 89077 Ulm; Telefon: 0731 185 1300

E-Mail: wirtschaft@alb-donau-kreis.de

Foto: klaus thenmayer/fotolia.com


6 5G-TECHNOLOGIE

rung: Die neue Technologie nutzt

höhere elektromagnetische Frequenzen

als ihre Vorgänger. Doch

die Reichweite ist geringer.

100 Sendemasten in Ulm

Damit sich 5G zur vollen Blüte entwickeln

kann, benötigt man schlicht

und ergreifend ein viel feingliedrigeres

Netz, das sich über ganz

Deutschland zieht. Und das bedeutet:

mehr Funkantennen. Wesentlich

mehr. Stellt sich sofort die Frage:

Mehr Sendemasten, mehr Strahlung?

Ist 5G gar gefährlich für unsere

Gesundheit? Immer wieder tauchen

Schlagzeilen von möglichen Tumorerkrankungen

infolge von permanenter

und erhöhter Handystrahlungen

in den Medien auf. Das Bundesamt

für Strahlenschutz (BfS) winkt

vorsichtig ab und beruft sich auf

vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse

über die Wirkung von

elektromagnetischen Feldern, die

auch für 5G weitestgehend aussagekräftig

sind. „Wenn der Aufbau der

nötigen Infrastruktur umsichtig

erfolgt, sind auch durch 5G keine

gesundheitlichen Auswirkungen zu

befürchten“, betont die Präsidentin

der Behörde, Inge Paulini. Viele

technische Aspekte von 5G seien

mit denen bisheriger Mobilfunkstandards

vergleichbar. Erkenntnisse

aus Studien, in denen

mögliche Gesundheitsauswirkungen

des Mobilfunks

untersucht

wurden, können daher zu einem

großen Teil auf 5G übertragen

werden, so die Behörde. Derzeit gibt

es im Ulmer Stadtgebiet rund 100

Mobilfunkstationen, die bislang von

der Deutschen Telekom AG, der Vodafone

GmbH und der Telefonica

Deutschland Holding AG betrieben

werden. Seit 2019 mischt auch die

1&1 Drillisch AG auf dem Markt mit,

die vermutlich auch in Ulm ihr Netz

ausbauen wird. Unabdingbare Voraussetzung

für den Ausbau der

5G-Technologie ist auf jeden Fall die

flächendeckende Ausweitung des

Glasfasernetzes, ohne das nichts

geht. Auch Ulm wird nicht umhinkommen,

in den Breitbandausbau zu

investieren. Für den Aufbau der

erforderlichen Funkmasten sind

jedoch die vier großen Anbieter

zuständig. „Das ist nicht unser Job“,

betont Marius Pawlak, der jedoch

beruhigen kann: So schnell werde

die Stadt nicht mit Funkantennen

zugepflastert sein: „Letztendlich

wird der Markt entscheiden, wie

dicht das neue Netz sein wird.“

Mit dem Projekt „5G: Stadt.Land.

Leben retten“ hat sich Ulm auf

jeden Fall schon einmal auf den richtigen

Weg gemacht – am Boden und

in der Luft.

Man

benötigt ein

viel feingliedrigeres

Netz, das

heißt vor

allem

wesentlich

mehr

Antennen.

Aus für graue

Flecken

Die Bundesnetzagentur begrüßt

Kooperationen der Mobilfunknetzbetreiber

für eine

bessere Breitbandversorgung

der Bevölkerung. Denn der Anbieter

Telefónica Deutschland Holding

AG hat mit Telekom und mit

Vodafone jeweils ein „Memorandum

of Understandig“ abgeschlossen,

wonach die Unternehmen

beabsichtigen, in grauen Flecken

zusammenzuarbeiten.

„Kooperationen der Betreiber können

wesentlich zu einer besseren

Mobilfunkversorgung in Deutschland

beitragen,“ so Jochen Homann,

Präsident der Bundesnetzagentur,

in einer Presseinfo.

Bei grauen Flecken handelt es sich

in Abgrenzung zu den sogenannten

weißen Flecken um Gebiete,

die bislang nur von einem Betreiber

mit mobilem Breitband versorgt

werden.

ILLUS: © IVECTOR/SHUTTERSTOCK.COM


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 7

Ausgezeichnetes

„Digital Banking“

Vom kontaktlosen Bezahlen über eine multifunktionale Testsieger-App bis hin zur

maximalen Datensicherheit: Die Sparkasse Ulm zählt zu den modernsten Kreditinstituten.

Sparkassenkunden

bleiben dank der

vielfältigen App-Funktionen

immer auf dem

Laufenden und können

ganz bequem kontaktlos

bezahlen, von

unterwegs aus Geld

überweisen oder alle

Umsätze im Blick

behalten.

Dafür wurde die Sparkasse Ulm

nun von den Experten des Deutschen

Instituts für Bankentests

auch ausgezeichnet. Im Rahmen

des Qualitätsvergleichs der Zeitung

„DIE WELT“ wurde dabei

anhand von mehr als 60 Einzelkriterien

– darunter Sicherheitstools,

digitale Zahlsysteme, Banking-Features,

Design und Responsivität

– das jeweilige digitale

Angebot bewertet.

Vorreiter: Sparkassen-Card

in Apple Pay integriert

Die Corona-Pandemie hat die

Nachfrage nach kontaktlosen Bezahlverfahren

in Deutschland

noch weiter verstärkt. Passend

dazu können die Kunden der

Sparkasse Ulm seit August 2020

auch ihre Sparkassen-Card für

einfache, sichere und vertrauliche

Zahlungen mit Apple Pay im

Handel benutzen. Dafür halten

die Kunden ihr iPhone oder ihre

Apple Watch einfach nah an das

Kartenterminal. Sie müssen weder

ihre Sparkassen-Card aus der

Hand geben noch ihre PIN am

Terminal eingeben oder mit Bargeld

hantieren. Jeder Kauf mit

Apple Pay ist sicher, denn die

Authentifizierung erfolgt über

Face ID (Gesichtserkennung),

Touch ID (Fingerabdruck) oder

Gerätecode sowie mit einem einmaligen

dynamischen Sicherheitscode.

Das Einkaufen mit

Apple Pay und der Sparkassen-Card

in Apps oder im Web

über den Safari Browser wird in

2021 ebenfalls möglich sein.

Testsieger: die

Sparkassen-App

Die Sparkassen-App ist ausgezeichnet

– und das wortwörtlich:

Denn die Stiftung Warentest hat

die Banking-App der Sparkassen

auf iOS-Geräten 2020 erneut

zum Testsieger erklärt, bei Android

gelang mit dem zweiten

Platz ebenfalls der Sprung aufs

Siegerpodest. Je Betriebssystem

wurden dabei 19 unterschiedliche

Banking-Apps getestet. Sparkassenkunden

bleiben dank der

vielfältigen App-Funktionen immer

auf dem Laufenden und können

ganz bequem von unterwegs

aus Geld überweisen, Daueraufträge

anlegen oder alle Umsätze

im Blick behalten. Doch die Sparkassen-App

bietet weitaus mehr

als pures Banking: Zu den zusätzlichen

Features zählen unter anderem

die blitzschnelle Echtzeit-Überweisung,

die praktische

Bezahlfunktion Kwitt, die supereinfache

Fotoüberweisung und

der verlässliche Kontowecker.

Mit S-Trust können Sparkassenkunden

wichtige digitalisierte

Dokumente wie zum Beispiel

Scans von Rechnungen, Urkunden

oder Ausweisen hochladen

sowie Passwörter verschlüsselt

hinterlegen. Die App punktet dabei

mit maximaler Sicherheit,

großem Komfort – und ist in der

Basisversion kostenlos.

S-Trust: für sichere Daten

und Passwörter

Der im Dezember 2020 eingeführte

„digitale“ Helfer erleichtert

das Leben seiner Nutzer

enorm, indem sein Passwortspeicher

das Merken und Einsetzen

von Kennwörtern übernimmt.

Maximale Sicherheit wird dadurch

gewährleistet, indem die

Daten sicher verschlüsselt auf

Servern in Europa gespeichert

werden. Das Besondere an der

„Zero-Knowledge-Verschlüsselung“

von S-Trust: Allein der Nutzer

hat Zugriff auf seine Daten –

niemand anders kann diese entschlüsseln.

Connect zur heimischen Wirtschaft:

initiative.ulm.digital

Von Beginn an ist die Sparkasse

Ulm als Mitglied der „initiative.

ulm.digital“ aktiv. Seit ihrer

Gründung im Jahr 2016 hat sich

die Ulmer Unternehmerinitiative

als aktiver Treiber und Vernetzer

digitaler Aktivitäten in

der Region etabliert. Unterstützt

werden unter anderem das Verschwörhaus

am Ulmer Weinhof

sowie die regionalen LoRa-

WAN-Projekte. Die Sparkasse

Ulm stellt sowohl ihre Räumlichkeiten

für das erfolgreiche Vortragsformat

„10x10 digital.konkret“

als auch in ihrem Vorstandsvorsitzenden

Dr. Stefan

Bill ein Beiratsmitglied der Ulmer

Digitalinitiative.

Online-Produkte

Was viele noch gar nicht

wissen: Vom Girokonto mit

Kreditkarte bis hin zum

Privatkredit – nahezu alle

Produkte der Sparkasse Ulm

können mit wenigen Klicks

online beantragt oder

abgeschlossen werden. Das

umfangreiche Angebot aller

Online-Produkte ist bei der

Internet-Filiale der Sparkasse

Ulm zu finden.


8 SICHERHEIT

Viren, Würmer und

Trojaner

Sicherheit DoppelPaymer, WannaCry, Winnti – drei Namen, die IT-Sicherheitsexperten

zusammenzucken lassen. Es sind die Termini von Schadprogrammen, die von

Cyberkriminellen in Betriebe und Behörden eingeschleust werden. Von Jürgen Hoffmann

DoppelPaymer legte als

„Mitgift“ einer Fernwartungssoftware

im September

letzten Jahres 30

Server der Universitätsklinik

Düsseldorf lahm, der Verschlüsselungstrojaner

WannaCry

verwüstete hunderttausende Computer

in 150 Ländern und Winnti ist

ein Werkzeug, mit dem Digital-Agenten

Unternehmensnetze

ausspionieren. Neben diesen drei

existieren rund eine Milliarde weitere

bösartige Programme, Computerviren

und -würmer sowie Trojanische

Pferde, mit denen Hacker

IT-Architekturen infiltrieren, Daten

abziehen und Rechner blockieren,

um Betriebe zu schwächen oder zu

erpressen. Laut dem Bundesamt für

Sicherheit in der Informationstechnik

(BSI) kommen pro Tag etwa

320.000 neue Malware-Varianten

hinzu. Wehrlos ergeben muss man

sich deswegen als Unternehmer aber

nicht. Es gibt zahlreiche technische,

organisatorische und personelle

Maßnahmen, mit denen Unternehmen

Einbrechern aus dem Web Paroli

bieten können. Mehr als 100 Milliarden

Euro Schaden durch Sabota-

15

Prozent mehr Cyberangriffe

gab es

2019. Hauptziele sind

Unternehmen und

öffentliche Einrichtungen,

weil dabei die

höchsten kriminellen

Gewinne zu erzielen

sind.

Quelle: BKA

ge, Spionage und Datendiebstahl hat

der Branchenverband Bitkom für

2020 ermittelt. Drei von vier befragten

Betrieben wurden demnach

schon mal Opfer einer Cyber-Attacke.

Die Messe Stuttgart gehörte

dazu, der Automatisierungsspezialist

Pilz in Ostfildern auch.

Anwenderfreundlichkeit

versus IT-Sicherheit

Die digitale Vernetzung der Welt

bietet Onlinegangstern viel Angriffsfläche,

verteiltes Arbeiten und

Homeoffice, in der Corona-Pandemie

mit Elan vorangetrieben,

stellt vor allem kleine und

mittlere Firmen vor

scheinbar unlösbare Sicherheitsherausforderungen.

Wie beispielsweise

lässt sich das heimische

WLAN sichern?

Das ab Werk gesetzte

Standard-Administrations-Passwort

sollte, so raten

Experten, durch ein sichereres ersetzt

und die WPA2-Verschlüsselung

aktiviert werden. Apropos Passwort:

Sowohl zu Hause als auch im

Betrieb sind Benutzername und

Passwort allein nicht mehr sicher.

„Hacker haben riesige Datenbanken

von erbeuteten Login-Daten“, warnt

Jens Albrecht, Chef der Cybersecurity-Firma

Concentrade: „Die im

Mittelstand beliebte Kommunikationslösung

Microsoft Office 365 etwa

sollte unbedingt mit einer Multi-Faktor-Authentifizierung

gesichert

werden.“ Gebraucht wird dafür

mindestens ein zweiter „Schlüssel“.

Albrecht: „Das kann ein aufs

Handy gesendeter Code oder eine

zusätzliche Genehmigung des Zugriffs

über eine App sein.“ Er konstatiert

aber: „Zu hundert Prozent

wappnen gegen Attacken

kann sich niemand.“

Was also tun?

Es gibt bei der IT-Sicherheit

keinen Königsweg.

„Jedes Unternehmen

braucht seinen

Maßanzug“, betont

Jens Albrecht. Der muss

mal größer sein, mal kann

er kleiner sein. „Es gibt aber für jeden

Betrieb die passende individuelle

Strategie.“ Klar, eine Firewall

hat fast jedes Unternehmen, eine

Absicherung von E-Mails – eines der


SICHERHEIT 9

© WK1003MIKE, © TELNOV OLEKSII/SHUTTERSTOCK.COM

beliebtesten Einfallstore von

Hackern – auch. Aber ist auch

jeder Client hinreichend gesichert?

„Oft nicht“, weiß der

Concentrade-Geschäftsführer.

Er empfiehlt eine logische

Trennung sowohl der

Server als auch der

Arbeitsplätze:

„Wenn die Rechner

im Lager, Marketing

und in der Buchhaltung im

selben Netzwerk arbeiten, kann

bei einer Cyberattacke jeder jeden

mit in den Abgrund reißen.“

Eine Segmentierung des Unternehmensnetzes

verhindert das.

Es gibt immer einen Zielkonflikt:

Mehr Vernetzung bedeutet mehr

Komfort für die Anwender, aber

auch höhere IT-Sicherheitsrisiken.

Wenig Vernetzung und strenge

Sicherheitsregeln verärgern

die Nutzer. „Die Kunst ist, den

Mittelweg zu finden“, sagt Albrecht.

Und der sei in jedem Betrieb

ein anderer.

Cloud-Server sollten

in Deutschland stehen

Sein Fazit: „So viel Anwenderfreiheit

geben wie nötig, so viel

Sicherheit ergreifen wie

möglich.“ Ist ein Angreifer

trotz aller

Maßnahmen erfolgreich,

bewegt er

sich im Schnitt 180

Tage unentdeckt im

Unternehmensnetzwerk,

so Studienergebnisse.

Das könnte

sich durch eine neue, die

sogenannte Deception-Technologie

ändern. Mit ihr kann ein

Eindringling schneller aufgespürt

werden. Wie? Es werden

Die Kunst

ist es, den

Mittelweg zu

finden.

Jens Albrecht

Geschäftsführer,

Concentrade

präparierte Informationen gestreut,

nach denen Angreifer suchen,

bei deren Nutzung sie aber

sofort entdeckt werden. Fakt ist

aber: Sicherheitslösungen sind

immer nur Nadel und Faden, mit

dem der IT-Security-Maßanzug

geschneidert werden kann.

Ebenso wichtig ist es, dass die

Anwender, in Betrieben also die

Mitarbeiter und das Management,

geschult sind und kontinuierlich

weitergebildet werden.

Sie kennen die Abläufe, Gewohnheiten

und Infrastruktur

des Unternehmens. Als externe

Helfer bieten sich Dienstleister

an, die ihre Expertise einbringen

können, um ein passendes Sicherheitskonzept

auszuarbeiten

und umzusetzen. Und Daten –

das Blut der Wirtschaft – sind

von immer neuen Gefahren


10 SICHERHEIT

bedroht. „In den letzten Jahren

ist Cloud-Computing immer beliebter

geworden“, verweist Dr.

Bruno Quint vom IT-Security-Haus

Rohde & Schwarz Cybersecurity

auf eine neue Angriffsfläche.

Ganze Infrastrukturen

lassen sich auf den Plattformen

von Serviceanbietern in der

Datenwolke zentralisieren und

Applikationen weltweit und

rund um die Uhr nutzen. Für das

in der Pandemie vielerorts eingeführte

Remote Work mit Kollaborationstools

wie Zoom oder

Microsoft Teams bietet die

Cloud den bedarfsgerechten Einsatz

von Software, Speicherplatz

und Rechenleistung. Das aber

birgt auch neue Risiken in Sachen

Datenschutz und Datensicherheit.

Ein Beispiel: Die

EU-Datenschutzgrundverordnung

(DSGVO) gilt auch in der

Wolke. Sie schreibt rechtsverbindlich

vor, wie mit Daten umzugehen

ist. Nachdem der Europäische

Gerichtshof das sogenannte

EU-US Privacy Shield,

das bislang für den Datenverkehr

zwischen Europa und den USA

galt, gekippt hat, sind private

Identitäten nicht mehr geschützt.

Deshalb ist es untersagt,

Privatsphäre-Daten in die USA

zu transferieren. „Für die großen

Cloud-Anbieter wie Amazon

Web Services, Microsoft, Google

oder salesforce.com ist das

aber für den globalen Zugriff

notwendig“, erläutert Quint.

„Gerade deutsche Mittelständler,

an deren Geschäftsgeheimnisse

viele gerne kommen

würden, sollten sich dieser Gefahr

in Public Clouds bewusst

sein. Sie müssen die Kontrolle

über ihre Daten behalten oder

sich zurückholen.“ Das gelte besonders

für Baden-Württemberg,

das Land der Tüftler und

Weltmarktführer, erfolgreicher

Familienbetriebe und Großkonzerne.

Diese sollten auch die

Kommunikationskanäle absichern:

„Wer in der Wolke einund

ausgeht, sollte sich unbedingt

Security dazu buchen.“

Die Digitalisierung muss

sicher sein

Die Welle von Web-Attacken

auf Betriebe und Behörden – in

der Landesverwaltung Baden-

Passwörter: leicht zu merken,

leicht zu knacken

Manche Menschen vergeben

Passwörter, die Mathematikgenies

an ihre Grenzen

bringen würden. Der

Großteil setzt aber auf Klassiker.

Auf den Spitzenplatz der

häufigsten Passwörtern der

Deutschen schafft es die Zahlenkombination

123456, gefolgt

von 123456789 und 12345678

sowie 1234567 auf den Plätzen

2 bis 4. Auf Platz 5 findet sich

der ewige Klassiker password.

Geburtstage, Kindernamen

oder der Name des Ehepartners

sind auch keine gute Wahl

- zu einfach sind sie zu knacken.

Gute Passwörter sollten länger

als 15 Zeichen sein und alle Zeichenklassen

beinhalten.

Für alle, die Schwierigkeiten

haben sich diese langen Worte

zu merken: Die Verwaltung der

komplexen Sicherheitsschlüssel

lässt sich sehr gut mit einem

Passwort-Manager erleichtern.

Württemberg werden täglich

über eine Million E-Mails mit

Spam und Viren isoliert – ist

Grund für die Gründung einer

Agentur für Cybersicherheit.

Sie soll im Frühjahr ihre Arbeit

aufnehmen. Ihr Aufgabenspektrum

reicht von Prävention über

Detektion bis zur Unterstützung

bei der Wiederherstellung

von IT-Systemen. Als Plattform

soll sie die Arbeit der Ermittlungsbehörden

koordinieren.

Innenminister Thomas Strobl:

„Die Digitalisierung wird nur

gelingen, wenn sie sicher ist und

die Menschen der Technik vertrauen.“

© WK1003MIKE/SHUTTERSTOCK.COM


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 11

Weg durch die Krise

Die aktuelle Pandemie-Situation zwingt Unternehmen nicht nur ihre Geschäftsmodelle, sondern

auch ihre IT-Infrastruktur so flexibel wie möglich zu gestalten. Eine Cloud-Strategie bietet die Lösung.

Die richtige Cloud-Strategie

kann, beispielsweise indem sie

IT-Kosten reduziert, wesentlich

auf den Geschäftserfolg einzahlen

und ist nicht selten sogar

überlebensnotwendig. Eine

Wirtschaftlichkeitsanalyse, die

Migration in die Cloud sowie virtuelle

Arbeitsplätze fürs Homeoffice

sind wesentliche Bestandteile

einer erfolgreichen und krisensicheren

IT-Strategie.

Tom Simon und Oliver Schallhorn, Geschäftsführer der

Innovations ON GmbH.

Foto: Innovations ON GmbH

Der Weg in die Cloud

Für ein mittelständisches Unternehmen

bedeutet eine

Cloud-Strategie im ersten Schritt

die Migration der servergebundenen

On-Premise Umgebung

in die Cloud. Damit ermöglicht

man in Situationen wie der aktuellen

Covid-Pandemie das Bereitstellen

von Homeoffice-Arbeitsplätzen.

In der Fachsprache

sind das Desktops aus der

Cloud, per Knopfdruck und nach

Bedarf.

Eine Umstellung hat zudem

langfristige Mehrwerte: So können

der IT-Bedarf an Außenstandorten

durch eine cloudbasierte

Anbindung reduziert oder

virtuelle Umgebungen wie VMware

durch Cloud-Erweiterungen

noch belastbarer gestaltet

werden.

Die passenden Partner

Um diese Vorteile auszuschöpfen

und von den Erfahrungen

anderer Unternehmen zu profitieren,

bietet es sich an, mit einem

Cloud-Dienstleister zusammenzuarbeiten.

Hersteller wie

Amazon Web Services (AWS)

oder Microsoft stellen dabei

das Grundgerüst der Cloud zur

Verfügung. Den wirtschaftlichen

Aufbau einer individuellen Umgebung

übernimmt ein spezialisierter

Dienstleister, wie die Innovations

ON mit Sitz in der Ulmer

Wilhelmsburg.

Skalierbar und

kostenoptimiert

„Was großen Digitalunternehmen

mit ihrer IT gelingt, schaffen

wir auch für den Mittelstand

im Südwesten. Cloud-Strategien

sind nicht nur für Unternehmen

mit digitalem Kerngeschäft gedacht:

Jedes produzierende Unternehmen

kann beispielsweise

CAD-Arbeitsplätze aus der

Cloud beziehen. Die Zielsetzung

sollte immer eine höhere Flexibilität

und die bedarfsgerechte

Skalierung der IT-Ressourcen

sein, die durch das Pay-Per-Use-

Prinzip und den daraus resultierenden

Kosteneinsparungen unterstützt

wird,“ erklärt Tom Simon,

Geschäftsführer Innovations

ON GmbH.

Info:

Innovations ON GmbH,

Prittwitzstraße 100,

89075 Ulm

Ihr Cloud-Partner für den Mittelstand!

Alles für die Digitalisierung Ihrer IT-Umgebung aus

einer Hand:

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Ab ins Digitalzeitalter

Die NetCom BW GmbH verbindet Menschen und macht Unternehmen und Privatkunden

fit für die digitalen Herausforderungen unserer Zeit.

Arbeit im Homeoffice, Team- und

Kundenmeetings per Videokonferenz,

Unterricht online, Freunde

treffen im Internet: Die mit Covid-19

einhergehenden Beschränkungen

zwingen uns alle weiterhin,

innovative Lösungen für das

Leben und Arbeiten in einer Welt

mit möglichst wenig persönlichem

Kontakt zu finden.

Mehr als

60.000 Kunden

Ein großer Teil unseres Alltags

hat sich dabei in den vergangenen

Monaten in digitale Räume

verschoben und uns noch einmal

gezeigt, welch unverzichtbarer

Pfeiler der Zugang zu Telekommunikation

und Internet für

das Funktionieren unserer Gesellschaft

mittlerweile ist. Genau

hier setzt die NetCom BW GmbH

mit Sitz in Ellwangen an und bietet

Privat- und Geschäftskunden

Das oberste Anliegen: Schnelle Datenkommunikation und hochleistungsfähiges

Internet für die Region. Foto: Lange_Photography

zukunftsorientierte Kommunikationstechnik

an. 2014 gegründet,

ist es seither das Ziel des Unternehmens,

möglichst alle weißen

Flecken auf der Breitband-Landkarte

Baden-Württembergs auszumerzen.

Derzeit versorgt die

Konzerntochter der EnBW AG

– dank ihres großen Backbonenetzes

– bereits mehr als 60.000

Kundinnen und Kunden mit Internet-

und Telekommunikationslösungen.

Dazu zählen neben Zugang

zu Highspeed-Internet und

Telefonie auch Produkte, die besonders

auf die Bedürfnisse von

Geschäfts- und Industriekunden

zugeschnitten sind.

Unter anderem vernetzt die Net-

Com BW Unternehmensstandorte,

gewährleistet Festverbindungen

und findet individuelle Lösungen

für viele weitere Kundenwünsche.

Bernhard Palm,

Vorsitzender der Geschäftsführung,

fasst die Zielsetzung des

Unternehmens folgendermaßen

zusammen: „Wir möchten mit unserer

langjährigen Erfahrung und

einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis

einen Beitrag dazu leisten,

dass sowohl Privathaushalte

als auch Unternehmen sorgenfrei

in eine digitale Zukunft schreiten

und die aktuellen Hürden der Coronapandemie

bestmöglich hinter

sich lassen können.“


NEWS 13

Trophäe für digitales

Sicherheitslogbuch

Preis Die junge Blausteiner SafetyGO GmbH & Co. KG hat den baden-württembergischen

Nobis Arbeitsschutzpreis abgeräumt.

Das webbasierte Management-Tool,

das eine systematische

Organisation

und Dokumentation von

Qualifikationen, Berechtigungen

und Zertifikaten von Mitarbeitern

ermöglicht, schaffte es in

der Kategorie „Start up“ des baden-württembergischen

Preises

auf Platz 3. Das digitale Werkzeug

für die Verwaltung von Personen

und Arbeitsmitteln wurde

über Jahre hinweg den Anforderungen

von Unternehmern, Arbeitern,

Angestellten, Verbänden,

Akademien sowie Ausbildungs-

und Fahrschulbetrieben

angepasst. Der Nobis Arbeitsschutzpreis

Baden-Württemberg

Lea Müller von der SafetyGO GmbH & Co. KG nimmt den Arbeitsschutzpreis

des Landes Baden-Württemberg via Bildschirm von Dr.

Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und

Wohnungsbau Baden-Württemberg, entgegen.

Foto: SGO

für kleine und mittlere Betriebe,

der die besondere Bedeutung von

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

würdigt, wurde in diesem

Jahr zum ersten Mal vom

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit

und Wohnungsbau Baden-

Württemberg vergeben. Lea Müller,

Mitgründerin der SafetyGo

GmbH & Co. KG, die die Trophäe

bei einer Online-Preisverleihung

von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

symbolisch entgegen

nahm, ist stolz: „Die Auszeichnung

ermutigt uns, an unserem

Ziel festzuhalten, den Arbeitsschutz

für alle noch einfacher

und praktikabler zu gestalten.“

www.safety-go.eu

Anzeige

Softwareteams auf

neuem Level

Starfish deckt mit seinen Leistungen

das ganze Spektrum von

der Produktstrategie, über das

Design und die Umsetzung bis

zum Betrieb ab. Dabei setzt das

Unternehmen auf modernste

Technologie und agile Prozesse.

Aber am Wichtigsten sind die

eingespielten Teams.

Komplexes

Software-Engineering

Starfish ist ein junges Team mutiger

Software-Pioniere, die mit

einem ganz eigenen Spirit Software

entwickeln und ihr umfangreiches

Wissen mit vielfältigsten

Kunden teilen. Judith Kuhnt, Geschäftsführerin

des Ulmer Unternehmens

dazu: „Der Kern unserer

Arbeit besteht darin, Teams

auf ein neues Level der Leistungsfähigkeit

und Kreativität zu

heben, deren Organisationsstruktur

zu verbessern oder komplexes

Software-Engineering als

Sorglos-Paket anzubieten.“ Dazu

bringt das Unternehmen die

Kundenteams mit der eigenen

Erfahrung aus vielen unterschiedlichsten

Projekten zusammen.

Starfish entwickelt nicht

nur digitale Lösungen mit besonderem

Anspruch, sondern konzipiert

integrierte Entwicklungsteams

für Kunden und hilft mit

Coaching und Consulting fachliche

und zwischenmenschliche

Prozesse im Bereich der Software-Entwicklung

zu optimieren.

„Gerade im Bereich Qualitätssicherung

haben wir uns einen

Namen gemacht – denn wir

testen Kunden-Software permanent

und gnadenlos“, sagt Markus

Kuhnt, CEO.

Das muss nicht teuer sein

Der Anspruch lautet bei allem:

Kreativ denken und so begeistern.

Wichtig für alle, die nun

glauben, innovativ gedachte Softwarelösungen

müssten teuer sein

– bei Starfish schonen bessere

Ideen Kundenbudgets. Ein Gespräch

lohnt sich also immer,

gerne auch einfach bei einem virtuellen

Kaffee. Zu buchen unter:

https://starfish.team

endgegner

erledigt man

besser im team.

bring deine

softwareentwicklung auf

ein neues level.

www.starfish.team


14 INTERVIEW

Für Prof. Dr. Schallmo von

der Hochschule Neu-

Ulm (HNU) ist es wichtig,

dass bei der Digitalen

Transformation die eigenen Unternehmenswerte

nicht auf der

Strecke bleiben.

Herr Dr. Schallmo, welchen Einfluss

haben Technologien im

Kontext der digitalen Transformation,

also beim Prozess,

analoge Technologien durch

digitale Lösungen zu ersetzen?

Prof. Daniel Schallmo: Ein wesentlicher

Faktor sind die geringen

Kosten vieler Technologien,

was zu einer höheren Verfügbarkeit

und somit zu einem höheren

Einsatz führt. Denken Sie

zum Beispiel an die Preisentwicklungen

für 1 MB-Arbeitsspeicher

seit den 70er-Jahren.

Waren diese elektronischen Bausteine

damals für mehrere zehntausend

Euro verfügbar, kosten

sie heute nur noch wenige Cents.

Projekte

umsetzen

und damit neue

Denkweisen

transportieren.

Dr. Daniel Schallmo

Professor Hochschule NU

Welche Vorteile bietet die

Digitalisierung von Produkten?

Produkte und Komponenten

sind leistungsfähiger, benötigen

weniger Platz und haben ein geringeres

Gewicht – im Vergleich

zur Vergangenheit. Ein Beispiel:

Der „Apollo Guidance Computer“,

der Ende der 60er-Jahre des

vergangenen Jahrhunderts entwickelt

und für die Apollo-Mission

zum Mond zur Navigation

eingesetzt wurde, wog 32 Kilogramm.

Heute sind diese Dimensionen

bereits unvorstellbar.

Was bedeutet das für

Unternehmen?

Sie sind heutzutage zunehmend

dazu angehalten, Produkte und

Dienstleistungen schneller,

günstiger und in einer höheren

Prof. Dr. Daniel Schallmo sieht die Digitalisierung als Chefsache.

Nur Mut!

Foto: Archiv

Interview Morgen ist vieles schon wieder ganz anders. Die digitale

Transformation treibt sich selbst voran – und bietet Firmen viele

neue Perspektiven. Von Stefan Loeffler


INTERVIEW 15

Qualität anzubieten. Dies alles

wird durch die Digitalisierung

natürlich begünstigt.

In welcher Form?

Die genannten Gründe führen

eben dazu, dass technologische

Potenziale genutzt werden. Produkte

bestanden früher häufig

aus mechanischen und elektrischen

Komponenten. Heute stellen

sie zunehmend komplexe

Systeme dar, die eine Verknüpfung

von Hardware, Software

und Datenspeichern ermöglichen.

Sie sind die Basis, um Daten

auszuwerten. Die Produkte

sind folglich „intelligenter“ und

vernetzter als in der Vergangenheit.

Daneben werden aber auch

Dienstleistungen, Prozesse,

Wertschöpfungsnetzwerke und

die Kundenschnittstellen digitalisiert.

Dies alles erfordert neue

Geschäftsmodelle – und ermöglicht

sie.

ausgewertet werden. Diese Informationen

können anschließend

genutzt werden, um Produkte,

Kommunikation und Interaktionen

an die spezifischen

Bedürfnisse der Kunden anzupassen.

Der digitale Wandel zeichnet

sich durch einen kontinuierlichen,

sich stetig verändernden

Prozess aus. Wie kann dieses

langfristige Ziel in die strategische

Ausrichtung eines Unternehmens

integriert werden?

In erster Linie geht es darum, die

gesamte Belegschaft mitzunehmen

und die bewährte strukturierte

Arbeitsweise mit schnellen,

angepassten und agilen Prozessen

zu kombinieren.

Man muss Dinge ausprobieren,

ohne von vorneherein eine hundertprozentige

Sicherheit zu haben.

Man benötigt etwas Mut.

Dabei gilt es bestehende Projekte

umzusetzen und zeitgleich

neue Denkweisen zu transportieren,

also die Transformation

zu verfolgen – Mitarbeiter und

Agilität stehen hier im Mittelpunkt.

Wie kann es einem Unternehmen

gelingen, die Belegschaft

für die digitale Welt zu begeistern?

Neben der Sensibilisierung sollten

die Strukturen und Möglichkeiten

geschaffen werden, die

Zur Person

Dr. Daniel Schallmo ist Ökonom,

Unternehmensberater

und Autor zahlreicher Publikationen.

Er ist Professor für

Digitale Transformation und

Entrepreneurship an der Hochschule

Neu-Ulm, Leiter des Instituts

für Entrepreneurship

und Mitglied am Institut für Digitale

Transformation. Zu seinen

Arbeits- und Forschungsschwerpunkten

gehören unter

anderem die Entwicklung von

Digitalstrategien, die digitale

Transformation von Geschäftsmodellen

und die Implementierung

digitaler Initiativen.

Durch immer neue Kanäle und

die Echtzeit-Kommunikation

dreht sich die Welt eben auch

für Unternehmen schneller –

und die Kundenerwartungen

wachsen. Was sind die

größten Herausforderungen

der Digitalisierung?

Es mangelt nicht an

Konzepten, Technologien

und Ideen. Die

größte Hürde sehe

ich in der Umsetzung

und in der Mobilisierung

aller Mitarbeiterinnen

und

Mitarbeiter. Das ist

ein unternehmenskultureller

Aspekt,

der bestehende

Denk- und Handlungsweisen

in Frage

stellt. Gleichzeitig

muss natürlich das Tagesgeschäft

„am Laufen“

gehalten und verbessert

werden.

Was bedeutet dies für die

Kundenbindung?

Beziehen wir die Herausforderungen

auf die Erfüllung von

Kundenanforderungen, so liegt

hier der Schwerpunkt auf der

Nutzung personalisierter Kundendaten,

die durch mobile

Technologien gewonnen und


16 INTERVIEW

die Digitalisierung vorantreiben.

Das beginnt mit Seminaren, in

denen die Mitarbeiter dazu qualifiziert

werden, konkrete Ideen

und erste Konzepte zu entwickeln.

Es folgen weitere Initiativen,

bis hin zum Aufbau einer eigenen

Abteilung, die sich ausschließlich

mit der Digitalisierung

beschäftigt.

Was sind dabei die wichtigsten

Aufgaben?

Möchte ein Unternehmen den

digitalen Wandel sinnvoll nutzen,

so müssen eigene Ideen und

Ideen vom Markt aufgegriffen,

geprüft und bewertet werden,

um daraus Potenziale für das eigene

Geschäftsmodell oder eben

für neue Geschäftsmodelle abzuleiten.

Digitalisierung betrifft

dabei das gesamte Unternehmen

und ist dennoch Chefsache.

Häufig werden bekannte Unternehmen

aus dem Silicon Valley als

Vorreiter der Digitalisierung genannt.

Was können sich die

Unternehmen der Region von den

großen Technologie-Unternehmen

abschauen?

Zunächst einmal geht es darum,

nicht um jeden Preis wie Google,

Apple, Facebook und Amazon

sein zu wollen. Wir haben

in Deutschland und insbesondere

in unserer Region hervorragende

Unternehmen, die bisher

sehr gute Arbeit geleistet haben,

deshalb auch sehr gut dastehen

und in ihrer Branche Vorreiter

sind. Dies zu bewahren, Werte

zu erhalten und die Weiterentwicklung

mit dem eigenen Stil

voranzutreiben, halte ich für wesentlich.

Viele Unternehmen aus dem

Silicon Valley haben eine höhere

Dynamik, die sich konsequent

an den Kundenbedürfnissen

ausrichtet. Alle Prozesse

von der Entwicklung bis zum

Service laufen sehr schnell ab.

Was können wir davon lernen?

Ein Problem ist, dass wir in

Deutschland einfach noch zu

viel Angst davor haben zu scheitern.

Das strukturierte und ingenieurmäßige

Vorgehen, das uns

in den vergangenen Jahren erfolgreich

gemacht hat, kann gerade

bei der Digitalisierung von

Geschäftsmodellen hinderlich

sein.

Wie können wir diese Angst

überwinden?

Zunächst heißt dies, einfach zu

beginnen, iterativ, also schrittweise,

eine Verfeinerung von

Konzepten vorzunehmen und

erst danach die perfekte technische

Lösung zu entwickeln, die

sich an den Kundenbedürfnissen

ausrichtet. Dies kann zum Beispiel

mittels Design Thinking erfolgen,

einem Ansatz für die nutzerorientierte

Entwicklung von

Lösungen, den wir an der Hochschule

Neu-Ulm mit einigen Kolleginnen

und Kollegen in Transferprojekten

mit Unternehmen

lehren. Pauschal kann man jedoch

sagen, dass es keine „one

fits all“-Lösungen gibt. Vielmehr

geht es immer darum, die Organisation

und Prozesse auf die Bedürfnisse

und Position des eigenen

Unternehmens abzustimmen.

© VLADGRIN/SHUTTERSTOCK.COM


MQTT

IOT

GATEWAY

DATEN

BETRIEBS-

DATEN-

QUALITÄT

BIG DATA

ANALYTICS

DATA

ANALYTICS

KAMERA-

SYSTEME

ALERT

CONCEPT

DRIFT

LASER

Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 17

Faszination für die Technik

Heutzutage sind es intelligente Maschinen und vernetzte Systeme, die den Menschen

ihre tägliche Arbeit erleichtern. Und morgen? Was es auch ist: Die ATR Software

GmbH arbeitet mit Begeisterung für moderne Technologien und einem starken

Forschungsnetzwerk an den Themen der Zukunft.

„Ohne diese Softwarelösung haben

alle zwei Wochen zwei Mitarbeiter

einen Tag für die Erstellung der Produktionsplanung

gebraucht und wir

mussten trotzdem fast täglich umplanen.

Heute bekomme ich auf Knopfdruck

unter Berücksichtigung der aktuellen

Daten einen optimierten Produktionsplan

vorgeschlagen.”

Erfolgreiche digitale Transformation

So beschreibt ein zufriedener Kunde

der ATR Software GmbH die Vorteile

der Digitalisierung von Informationsströmen.

Solche Lösungen ermöglichen

es Unternehmen den aktuellen

Herausforderungen wie zum

Beispiel der gestiegenen Produktvielfalt

und Komplexität in der Produktion

zu begegnen. Damit bilden sie

zusammen mit der papierlosen Fertigung

und der daraus resultierenden

Zur Person

Alexander Treß

studierte Informatik

an der Universität

Ulm und entwickelt

mit seinem Unternehmen

ATR Software

GmbH individuelle

Softwarelösungen zur

Digitalisierung von

Unternehmensprozessen.

Transparenz die Basis für eine erfolgreiche

digitale Transformation. Die

Vermeidung von Papier bietet zusätzliches

Einsparungspotential,

schont die Umwelt und ist somit ein

wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Um Prozesse ganzheitlich

zu vereinfachen, bietet ATR Software

zusätzlich Lösungen in den Bereichen

IoT, Datenanalyse und KI sowie

industrieller Bildverarbeitung

und ist daher der ideale Partner für

KMU auf ihrem Weg zu einer modernen

und effizienten Fertigung.

Forschung und Praxis

Ein Grundbaustein für viele erfolgreiche

Projekte ist die schnelle Einarbeitung

in komplexe Prozesse. In

den letzten Jahren haben die Mitarbeiter

der ATR Software GmbH Projekte

in vielen verschiedenen Branchen

erfolgreich bearbeitet und sind

jeder Herausforderung gewachsen.

Sie verstehen sich als Forscher und

Entwickler, denen es gelingt, sich mit

jedem Kunden und Projekt direkt zu

identifizieren. Um immer auf dem

neuesten Stand wissenschaftlicher

und technologischer Entwicklungen

zu sein, kooperiert ATR Software unter

anderem in den Bereichen Optimierung,

Simulation, Datenanalyse

und Usability mit regionalen Universitäten

und Hochschulen. Durch die

Verbindung von Forschung und Praxis

entstehen Synergieeffekte für beide

Kooperationspartner. Vor allem

aber profitieren die Kunden von der

Erfahrung der ATR Software GmbH,

denn die Innovationen aus der Forschung

fließen direkt in Softwarelösungen

und Beratungsleistungen ein.

Info www.atr-software.de

CONDITION

MONITORING

ANOMALY

DETECTION

PREDICTIVE

MAINTENANCE

PREDICTIVE

ANALYTICS

OPC UA

STREAMING

MASCHINEN

KOMMUNIKATION

MANAGEMENT

KALIBRIERUNG

BILD-

VERARBEITUNG

PERSONAL-

PLANUNG

KENNZAHLEN

TEXTERKENNUNG

DISPOSITION

PRODUKTIONS-

STEUERUNG

ÜBERWACHUNG

Effiziente Produktionsprozesse

Einfach gesteuert

MES

PRODUKTIONS-

OPTISCHE

OPTIMIERUNG


18 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Berufliche Ausbildung hält

Schritt mit dem Wandel

In Berufsschulen wird verstärkt auch auf digitale Lernmethoden gesetzt, um flexibel auf

Lernsituationen zu reagieren.

Nicht nur der digitale Wandel stellt

Anforderungen an die berufliche

Ausbildung. Die Auszubildenden

bringen heute unterschiedliche Voraussetzungen

an Vorwissen und Fähigkeiten

mit. Damit die einen den

Anschluss und die anderen das Interesse

behalten und herausgefordert

werden, müssen das Ausbildungspersonal

und die Berufsschullehrer*innen

die Lernsituationen flexibel gestalten.

Tools und Methoden

bereichern den Unterricht

Die IHK Ulm hat mit dem Projekt

„Digitalisierung in der beruflichen

Ausbildung“ unter wissenschaftlicher

Begleitung des Forschungsinstituts

Betriebliche Bildung (f-bb)

Nürnberg und mit finanzieller Unterstützung

durch das Ministerium

für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Baden-Württemberg neue

Wege erprobt.

Gemeinsam mit engagierten Berufsschullehrer*innen

und Ausbildenden

aus Unternehmen, die Mechatroniker*innen

ausbilden, sind digitale

Lernsettings entwickelt und erprobt

worden. Ein weiterer

Schwerpunkt ist die Qualifizierung

von Ausbildungspersonal und Be-

Die Firma Handtmann testet das neue digitale Berichtsheft.

Zur Person

FOTO: MARTINA DACH

Max-Martin W.

Deinhard ist

Hauptgeschäftsführer

der IHK Ulm.

rufsschullehrkräften im Bereich Medienpädagogik

und -didaktik. In Fortbildungsveranstaltungen

wurden

Tools und Methoden vorgestellt, die

den Unterricht und die Ausbildung

bereichern.

Foto: Armin Buhl

Ein neues Rollenverständnis

„Es geht nicht darum, dass Elemente

der digitalen Bildung eingesetzt

werden, weil das gerade modern ist.

Es muss von den Lernzielen ausgehend

überlegt werden, mit welchen

Methoden und Medien die Ziele am

besten erreicht werden können. Eine

gute Gestaltung des Lernens ist ein

Mix aus traditionellen Lehrmethoden,

neuen Medien und einem neuen

Rollenverständnis, in dem die

Ausbilder*innen als Lerncoach das

selbstorganisierte Lernen fördern –

wenn die Lernsituation dazu passt“,

sagt Max-Martin W. Deinhard,

Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.

Schluss mit der Zettelwirtschaft

Das digitale Berichtsheft ist die erste

Ausbaustufe des bundesweiten

Serviceportals Bildung der IHK-Organisation,

das den IHK-Ausbildungsbetrieben

kostenfrei zur Verfügung

steht. „Machen Sie mit, weil

Ausbildung mehr Zeit und weniger

Papierkram braucht“, appelliert

Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer

der IHK Ulm, an die

Ausbildungsunternehmen. „Die Zukunft

ist digital und die IHK Ulm

plant, ihren Mitgliedern sukzessive

weitere Onlineservices zur Verfügung

zu stellen.“

Zeitgemäßere Pflege

für alle Beteiligten

Tages- und Wochenberichte verfassen,

einreichen, sichten und frei-

Zur Person

Nikolas Schneider

ist Ausbildungsberater

bei der IHK

Ulm. Er berät Ausbildungsunternehmen

und Auszubildende

zu allen Themen

rund um die duale

Ausbildung und

insbesondere zum

Einsatz des digitalen

Berichtshefts.

FOTO: MARTINA DACH

zeichnen – der Ausbildungsnachweis

kann für Auszubildende

und

Ausbilder*innen

im Alltag gleichermaßen

aufwendig

sein. Mit

dem digitalen Berichtsheft

haben

die IHKs ein Angebot

entwickelt, das die

Pflege des Ausbildungsnachweises

für alle Beteiligten zeitgemäßer,

einfacher und intuitiver gestaltet.

Ausbildungsunternehmen

und Auszubildende finden alle Informationen

zum Serviceportal Bildung

mit dem digitalen Berichtsheft auf

der Webseite der IHK Ulm unter

www.ulm.ihk24.de/digitales-berichtsheft.

Kontakt:

IHK Ulm, Nikolas Schneider,

Tel. 0731 / 173-374,

schneider@ulm.ihk.de


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 19

Duale Ausbildung anstatt

Studium

Wer mit seinem Studiengang nicht den erhofften Volltreffer gelandet hat, sollte nicht

verzagen. Es bleiben viele Möglichkeiten für die nächsten Schritte. Die IHK Ulm hilft dabei.

Das Informatik-Studium ist

nicht das Richtige? Nach einer

aktuellen Studie des Deutschen

Zentrums für Hochschul- und

Wissenschaftsforschung verlassen

27 Prozent der Studierenden

aus Bachelorstudiengängen die

Universität oder Hochschule

ohne Abschluss. Ein Studienabbruch

ist kein Weltuntergang,

sondern kann die Chance sein,

die Karriere mit einer Lehre

zum bzw. zur Fachinformatiker*in

zu beginnen.

Individuelle Gespräche

für Interessenten

Die Ausbildung zum bzw. zur

Fachinformatiker*in ist derzeit

eine der beliebtesten in Deutschland.

Gute und passende Auszubildende

zu finden, ist für viele

Unternehmen eine Herausforderung.

Neben individuellen Beratungsgesprächen,

Informationsveranstaltungen

und der Hil-

BLITZ spricht Studienabbrecher, Abiturienten und 2 BKI’ler an

Foto: archerix@AdobeStock.com

fe beim direkten Berufseinstieg

hat die IHK Ulm ein Angebot

entwickelt, um die duale Ausbildung

für Studienabbrecher*innen

attraktiv zu gestalten: das

Angebot „BLITZ: IT-Ausbildung

auf der Überholspur“.

Die Zielgruppe für die Ausbildung

sind Studienabbrecher*innen

aus dem MINT-Bereich, aber

auch Abiturient*innen mit Programmiererfahrung

und Absolvent*innen

des zweijährigen Berufskollegs

für Informationsund

Kommunikationstechnik.

Die IHK Ulm bietet in Kooperation

mit regionalen Unternehmen

ein attraktives Angebot.

FOTO: MARTINA DACH

Die Inhalte im Überblick:

• duale Ausbildung in nur zwei

Jahren

• verdichteter Unterrichtsstoff

und zusätzliche Inhalte

• Schulpartner: Robert-

Bosch-Schule

Zur Person

Sibel Elshof ist Ansprechpartnerin

bei der IHK Ulm für

das Projekt „Neue Ziele im

Blick: Studienabbruch –

Chance auf Veränderung“

und berät zu neuen beruflichen

Perspektiven.

Lernfabriken 4.0

Die Digitalisierung der Arbeitswelt

stellt Auszubildende und

Fachkräfte vor neue Herausforderungen.

Angesichts intelligenter

Maschinen und digital

vernetzter Prozesse ist es wesentlich,

die Auszubildenden in

möglichst praxisnahen Lernumgebungen

zu qualifizieren.

Digitalisierung in der

Wirtschaft fassbar machen

Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor,

das im Aufbau und in der Ausstattung

industriellen Automatisierungslösungen

gleicht und

in dem die Grundlagen für anwendungsnahe

Prozesse erlernt

werden können. Maschinenbau

und Elektrotechnik werden dabei

durch professionelle Produktionssteuerungssysteme

verknüpft. Das Ministerium für

Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Baden-Württemberg

fördert den Aufbau der „Lernfabriken

4.0“ an beruflichen Schu-

FOTOS: MARTINA DACH

len. Ziel ist es, dass die Digitalisierung

in der Wirtschaft für

Nachwuchskräfte und Beschäftigte

fassbar wird.

In der IHK-Region Ulm wurden

die „Lernfabriken 4.0“ an

der Karl-Arnold-Schule in Biberach,

der Gewerblichen

Schule in Ehingen sowie an

Zur Person

Holger Balkheimer ist

Ausbildungsberater bei der

IHK Ulm. Er berät Ausbildungsunternehmen

und

Auszubildende zu allen Themen

rund um die duale Ausbildung

und insbesondere

zur Digitalisierung der Ausbildung.

der Robert-Bosch-Schule in

Ulm eingerichtet. Die IHK Ulm

unterstützt und begleitet diese

„Lernfabriken 4.0“ und bietet

bedarfsgerechte Seminare zur

Qualifizierung für Auszubildende

und Fachkräfte an.

Kontakt:

IHK Ulm, Holger Balkheimer,

Tel. 0731 / 173-193,

balkheimer@ulm.ihk.de

Zur Person

Simone Görtz ist Ausbildungsberaterin

bei der IHK

Ulm. Sie berät Ausbildungsunternehmen

und Auszubildende

zu allen Themen rund

um die duale Ausbildung.

IT-Berufe neu

definiert

Diese vier IT-Berufe wurden

2020 auf eine hochmoderne und

aktuelle Basis gestellt: IT-Interessierte

können zukünftig zwischen

den beiden kaufmännisch

geprägten Berufen „Kaufleute

für Digitalisierungsmanagement“

und „Kaufleute für

IT-System-Management“ oder

den eher technisch orientierten

Fachinformatiker*in und IT-System-Elektroniker*in

wählen. Bei

den Fachinformatikern kommen

zwei neue Fachrichtungen dazu,

sodass nun vier Fachrichtungen

möglich sind: Anwendungsentwicklung,

Systemintegration,

Daten- und Prozessanalyse sowie

digitale Vernetzung.

Kontakt:

IHK Ulm, Simone Görtz,

Tel. 0731 / 173-133,

goertz@ulm.ihk.de


20 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Online-Lehrgang zu

Künstlicher Intelligenz

Die Digitalisierung wälzt die Welt um. Alle reden über Digitalisierung. Die IHK Ulm packt die

Digitalisierung an.

In einer zunehmend digitalisierten

Arbeitswelt bietet Künstliche

Intelligenz (KI) für Unternehmen

und Fachkräfte vielfältige

Chancen. Mit Hilfe von

KI-Anwendungen kann die Effizienz

von Produktionsprozessen

gesteigert werden und neue

Dienstleistungen, Produkte und

Geschäftsmodelle entstehen.

Wichtig: qualifizierte

Fachkräfte

Um diese Chancen zu nutzen,

brauchen Unternehmen neben

einem offenen Innovationsklima

vor allem eines: qualifizierte

Fachkräfte. „Wir wollen Unternehmen

bei ihrer digitalen

Transformation unterstützen“,

so Max-Martin W. Deinhard,

Hauptgeschäftsführer der IHK

Ulm. „Es geht darum, KI zu entmystifizieren.

Was steckt dahinter,

wenn Maschinen lernen?

Wie können KI-Systeme Bilder,

Texte oder Objekte erkennen,

Spiele spielen und mit uns in Interaktion

treten? Für die Teilnahme

am Kurs sind weder mathematische

noch Programmier-Kenntnisse

erforderlich.“

Unter der Schirmherrschaft von

Bundeswirtschaftsminister Peter

Altmaier bieten IHKs den

kostenlosen Online-Lehrgang

„Elements of AI“ an. Zu finden

ist dieser auf der Homepage der

IHK Ulm unter: www.elements

ofai.de (Grundlagen von künstlicher

Intelligenz KI; englisch:

Artificial Intelligence bzw. AI).

Der Lehrgang umfasst sechs

Module, die in 30 bis 60 Stunden

online absolviert werden

können. Ziel ist es, insbesondere

Unternehmen und deren Beschäftigten

kostenlos Grundlagenwissen

in KI zu vermitteln

und so Fachkräfte in der Breite

für das Thema KI zu gewinnen.

Für fast 90 Prozent der Unternehmen

ist eine zusätzliche

Weiterbildung eine zentrale

FOTO: MARTINA DACH

Antwort auf die fortschreitende

Digitalisierung. Die IHK Ulm

unterstützt Unternehmen dabei

– nicht zuletzt durch ihre Weiterbildungsangebote,

beispielsweise

Lehrgängen mit IHK-Zertifikat,

wie Fachkraft Industrie

4.0, Fachkraft für 3D-Drucktechnologien

oder Online Marketing

Manager*in (IHK). Künstliche

Intelligenz ist im Alltag bereits

sehr präsent: Sprachgesteuerte

Assistenten erleichtern die Datenein-

und -ausgabe, vollautomatische

Einparkassistenten

verhindern Blechschäden an

Autos und autonomes Fahren ist

in aller Munde.

Zur Person

Thomas Barthel ist Ansprechpartner

bei der IHK Ulm für den

kostenfreien Online-Lehrgang zu

künstlicher Intelligenz.

Kontakt:

IHK Ulm, Thomas Barthel,

Tel. 0731 / 173-165,

barthel@ulm.ihk.de

Digitale Ausbildungsinfos im Klassenzimmer

Die Initiative Ausbildungsbotschafter

der IHK Ulm geht neue

Wege: Um Schüler*innen auch

während der Corona-Pandemie

in ihrer Berufswahlentscheidung

zu unterstützen, finden die Einsätze

der Ausbildungsbotschafter*innen

digital statt. Ausbildungsbotschafter*innen

sind

Auszubildende, die Schulklassen

ihren Ausbildungsberuf und -betrieb

vorstellen. Die Schüler*innen

werden aktiv eingebunden

und können live ins Gespräch

kommen und ihre Fragen stellen.

Damit geht die IHK Ulm gezielt

auf die Interessen und Bedürfnisse

der Schüler*innen ein. Die

Fragen reichen von „Wusstest du

schon immer, dass du genau diese

Ausbildung machen möchtest?“

über „Was zeichnet deinen

Ausbildungsbetrieb aus?“ bis hin

zu „Welche persönlichen und

fachlichen Voraussetzungen sollte

ich für diese Ausbildung mitbringen?“

Die Karrieremöglichkeiten

Jugendliche erhalten umfassende

Informationen über die Berufsausbildung,

die Vielfalt der

Berufswelt, den Ablauf von Bewerbungs-

und Auswahlverfahren

sowie über die verschiedenen

Karrieremöglichkeiten. „Der

Schritt in die Arbeitswelt ist für

junge Menschen mit viel Unsicherheit

verbunden. Durch den

Kontakt mit den Ausbildungsbotschafter*innen

erhalten die

Jugendlichen ein konkretes Bild

vom Alltag in den Unternehmen.

Unsicherheiten beim Übergang

von der Schule in den Beruf werden

so abgebaut“, betont Max

Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer

der IHK Ulm.

Gleichzeitig könne die IHK Ulm

mit dem digitalen Format Betriebe

auch unter den derzeit

schwierigen Rahmenbedingungen

dabei unterstützen, ihre Ausbildungsplätze

zu besetzen.

Die Initiative Ausbildungsbotschafter

ist ein vom Ministerium

für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

gefördertes Projekt.

Sibel Elshof und Beate Sikora sind

Ansprechpartnerinnen bei der IHK

Ulm für das Projekt „Initiative Ausbildungsbotschafter“.

Kontakt:

IHK Ulm, Sibel Elshof, Tel. 0731 / 173-

374, elshof@ulm.ihk.de

IHK Ulm, Beate Sikora, Tel. 0731 / 173-

241, sikora@ulm.ihk.de


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 21

Digitalisierung – sie ist

wichtiger denn je

Welche Bedeutung die Digitalisierung für den Alltag und die Arbeit jedes Einzelnen bzw

jeder Einzelnen von uns bereits hat, wurde zuletzt durch die Corona-Krise offengelegt.

Bereits vor der Corona-Krise hat die

Digitalisierung über Jahre unsere

Wirtschaft und Gesellschaft immer

stärker durchdrungen. Die IHK Ulm

baute hierzu ihr Angebot im Bereich

Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 in

den vergangenen Jahren deutlich aus.

Im Fokus steht die konkrete Umsetzung

von Digitalisierungsmaßnahmen

in den Unternehmen.

Die IHK steht unterstützend zur Seite.

Fragen rund um die

Digitalisierung

Hierfür setzt die IHK Ulm mit Gernot

Schnaubelt einen Technologietransfermanager

speziell zum Thema

Digitalisierung ein. Schnaubelts

Aufgabe ist es, kleinen und mittleren

Unternehmen bei Fragen rund um

das hochdynamische Thema Digitalisierung

unterstützend zur Seite zu

stehen. Angefangen von der Umsetzung

kleinerer Maßnahmen, wie die

Einführung der E-Rechnung, über die

Implementierung von „predictive

maintenance“ (Prädiktive Instandhaltung)

bis hin zur Erarbeitung einer

Digitalisierungsstrategie bietet

Schnaubelt sein Know-how und Hilfestellung

an. IT-Projekte können

zeit- und kostenintensiv werden. Für

kleine und mittlere Unternehmen

gibt es für diese Maßnahmen häufig

Unterstützung in Form von Zuschüssen

und Beratungsprogrammen. Hier

berät Gernot Schnaubelt zu passenden

Förderprogrammen und deren

Rahmenbedingungen und sucht für

die Unternehmen den passenden

wissenschaftlichen Partner. Doch

auch die beste IT-Ausstattung hilft

wenig, wenn diese schlecht angebunden

ist oder gar angegriffen wird.

Die IHK Ulm engagiert sich daher

zusammen mit den Unternehmen der

Region, ehrenamtlich Tätigen und

deren Team sowie Partner*innen dafür,

dass die digitale Transformation

gelingt und es der IHK-Region Ulm

nachhaltig gut geht. Wie macht die

IHK Ulm das? Unter anderem mit

Forderungen und Vorschlägen an die

Foto: Armin Buhl

Politik und Verwaltung, der Teilnahme

an der nationalen Transferstelle

zur IT-Sicherheit und mit einem „Digital

Hub“, dem Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach.

Das Motto des Hubs lautet dabei:

„55.000 Unternehmen. 500.000 Einwohner

– eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen“.

Unternehmen

können sich an den Standorten Ulm,

Ehingen, Riedlingen und Biberach zu

Themen wie künstliche Intelligenz

(KI), 3D-Druck, Virtual Reality,

E-Business oder Building Information

Modeling informieren und diese

live ausprobieren.

Zur Person

FOTO: MARTINA DACH

Gernot Schnaubelt

ist Technologietransfermanager

für die

Digitalisierung bei der

IHK Ulm. Mitgliedsunternehmen

der IHK

Ulm können sich

gerne mit ihren Anliegen

an ihn wenden.

Kontakt:

IHK Ulm,

Gernot Schnaubelt,

Tel. 0731 / 173-179,

E-Mail: schnaubelt@

ulm.ihk.de

Programmieren lernen mit „Calliope mini“

Die IHK Ulm beschäftigt, wie man

Schüler*innen eine kompetente Teilnahme

an der digitalisierten Welt ermöglichen

kann. Dabei sollen Lehrkräfte

unterstützt werden, digitale

Bildung in den Unterricht zu integrieren

und an Themen des Lehrplans

anzuknüpfen. Bei den „Future

Skills“, also den Fähigkeiten, die zukünftig

besonders relevant für das

Berufsleben sein werden, sind Programmierkenntnisse

zunehmend von

Bedeutung. Von verschiedenen Seiten

wird gefordert, Programmieren

als weitere Fremdsprache in Schulen

zu etablieren. Doch welche Programmier-Tools

eignen sich wirklich und

wie kann man Mädchen und Jungen

gleichermaßen fürs Programmieren

begeistern? Wie kann man Lehrkräfte

dazu befähigen, Kinder in diesem

Lernprozess zu begleiten, wenn sie

selbst bisher keine Erfahrungen mit

Programmierung gemacht haben? Einen

guten Einstieg bietet der Minicomputer

„Calliope mini“, der

für den Einsatz ab der dritten

Klasse konzipiert ist

und vielfältig in unterschiedlichen

Fächern eingesetzt

werden kann. Unterstützt

wird das Projekt

von Unternehmen der Region,

die den Schulen die Hardware zur

Verfügung gestellt haben. So kann

der „Calliope mini“ an den teilnehmenden

Grundschulen nachhaltig im

Unterricht eingesetzt werden.

Kontakt:

IHK Ulm, Silvia Geppert,

Tel. 0731 / 173-280, geppert@ulm.ihk.de

Zur Person

FOTO: MARTINA DACH

Silvia Geppert

bietet Workshops für

pädagogische Fachkräfte

und Kitas und

Schulen an und hilft

dabei, die Faszination

für Naturwissenschaften

und Technik

und Digitalisierung zu

fördern.


22 WEBSHOP

Webshops helfen gegen

Corona-Blues

Handel Die Tübinger Buchhandlungskette Osiander, das Versandhaus Walz in Bad Waldsee

und der Anbieter von Kindergarten- und Schulbedarf Betzold Versand in Ellwangen – drei

Unternehmen im Südwesten, die einen Großteil ihres Umsatzes im Web machen – auch

schon vor COVID-19. Von Jürgen Hoffmann

Die Onlineshops dieser

Häuser sind klug in ihre

betriebliche IT-Landschaft

integriert. „Ein

Erfolgsrezept guter Webshops

ist die hinter der Oberfläche befindliche

Technologie“, erklärt

Stan Carstensen, Leiter des operativen

Geschäfts beim Softwareunternehmen

Novomind.

So seien ein leistungsstarkes

Shop- und ein Produkt-Informations-Managementsystem

(PIM)

das A und O für Unternehmen,

die E-Commerce betreiben. „Das

zeigt sich jetzt in der Corona-Krise.

Selbst bei enormen

Traffic ist das schnelle Laden der

Seiten im Shop durch diese

Technologie gewährleistet.“ Eine

Weisheit gelte nun mal: „Ein guter

Webshop ist ein Webshop,

der einfach und schnell zu bedienen

ist.“

Im Jahr 1995 wurde der erste

Artikel online bei Amazon bestellt

– ein Buch. 25 Jahre später

werden Billionen Euro im Internet

umgesetzt. Auch in Deutschland

steigt die Zahl der Webshops

rasant. Die drei hierzulande

umsatzstärksten E-Commerce-Unternehmen

sind Amazon,

Otto und Zalando. Doch auch

kleinere Betriebe haben Läden

im Web: Maler und Tapezierer,

Oberbekleidungshäuser und

Spielzeughändler. Rekordumsätze

melden seit Beginn der Pandemie

Online-Anbieter von Masken,

Handschuhen und Desinfektionsmitteln,

rezeptfreien

Medikamenten gegen Grippe

und Erkältung, Fitnessgeräten,

Bürostühlen und Laptops

– schließlich müssen hunderttausende

Homeoffices ausgestattet

werden.

Auf die Wortwahl

kommt es an

Bildungsspezialist Betzold, der

vor 50 Jahren seinen ersten Versandhandelskatalog

drucken

ließ, mittlerweile aber 85 Prozent

seines Umsatzes mit Behörden

und Eltern via Internet

macht, hat auf die Schulschließungen

mit einem Homeschooling-Konzept

reagiert.

„Wir bieten Online-Fortbildungen

für Lehrkräfte und

Lernspiele, mit denen Kinder zu

Hause ähnlich wie in der Schule

lernen können“, berichtet Geschäftsführer

Albrecht Betzold.

Hygieneprodukte und iPads gehören

ebenfalls zu dem in der

Krise erweiterten Sortiment,

das inzwischen mehr als 100.000

Artikel umfasst. Für deren Präsentation

im Netz sind Millionen

Datensätze notwendig. „Bei der

Größe geht man ohne ein gutes

PIM unter“, weiß Betzold. Und

er gibt noch eine Erfahrung weiter:

„Ein Webshop muss permanent

aktualisiert werden.“ Sein

Haus habe in den letzten fünf

Jahren „wohl 100 Updates“ vollzogen.

„Um flexibel und schnell

zu sein, muss man einen Partner

haben, der sowohl die Software

implementiert als auch eine professionelle

Service-Betreuung

bietet.“ Stan Carstensen von

Novomind ergänzt: „Dazu gehören

auch Seminare, Beratung

über mögliche Verknüpfungen

zu anderen großen Marktplätzen

wie Amazon und Ratschläge

zur Suchmaschinenoptimierung

durch die richtige Technik

und das richtige Wording.“


WEBSHOP 23

Die Wortwahl im neuen B2B-Onlineshop

für Betzold-Großkunden,

der im November eröffnet wurde,

unterscheidet sich von der im

Web-Geschäft für Privatleute. Carstensen:

„Eine andere Zielgruppe

braucht anderen Content, Händler,

Exporteure und Distributoren interessieren

andere Fakten als einen

Laien, sie verstehen Fachbegriffe, die

Privatperson abschrecken.“

Kein Online-Shop ohne

detaillierte Produktdaten

Neben mittelständischen Softwarehäusern

wie Novomind bieten Konzerne

wie SAP oder Salesforce sowie

unzählige kleinere Agenturen,

die meist lediglich regional tätig

sind, Webshop-Konstruktionen an.

Auch Do-it-yourself-Lösungen für

kleines Geld gibt es. Von denen hält

Bettina Vier, die seit 2011 als Digitalisierungsexpertin

und Interim Managerin

für größere mittelständische

Betriebe arbeitet, allerdings nichts:

„Häufig merken Unternehmen erst

beim Aufbau ihres Webshops, dass

notwendige Voraussetzungen für

Auch in der Corona-Krise

geöffnet: der Webshop.

FOTO: © HALFPOINT/SHUTTERSTOCK.COM

das Projekt fehlen. Ohne eine Analyse

des vorhandenen Datenmaterials,

der technischen Infrastruktur

und der organisatorischen Rahmenbedingungen

scheitern solche Vorhaben

häufig.“ Ein Onlineladen

braucht detaillierte Produktdaten

wie etwa die stofflichen Inhalte verwendeter

Textilien. Vier, Mitautorin

des Buchs „Digital Insights – Digitalisierung:

7 Sichtweisen aus der Praxis“

(Best Practice Verlag), rät deshalb

sowohl davon ab, sich einen La-

40

Prozent des gesamten

Onlineumsatzes im Jahr

2019 wurde von den

Top-10-Online-Shops in

Deutschland generiert.

Quelle: Statista

den selbst zu basteln, als auch davon,

eine Agentur oder Softwarefirma zu

beauftragen ohne sich fachmännisch

beraten zu lassen. „Der erfahrene

Helfer kann sowohl die Analyse der

Rahmenbedingungen als auch die

Auswahl des Dienstleisters unterstützen,

eine sinnvolle Vorgehensweise

vorschlagen und die Zusammenarbeit

mit benachbarten Abteilungen

wie Marketing und Logistik

organisieren.“

Jerome Güls, Consultant der auf

Interim-Management spezialisierten

Personalvermittlung Management

Angels: „Sich externe Unterstützung

zu holen, die auch bei der Bewertung

der Dienstleister, des internen

Stands der Dinge und der passenden

Technologien viel Erfahrung mitbringt,

kann bares Geld sparen.“ Das

gelte nicht nur für den Aufbau eines

Webshops, sondern für alle komplexeren

Digitalisierungsprojekte.

Click and Collect gibt Rückenwind

Personalprovider erleben seit Beginn

der Corona-Krise zwar einen

Run auf zeitlich begrenzt tätige Führungskräfte

mit Digitalisierungskompetenz,

die Zahl der Shop-Projekte

aber ist nicht viel höher als vor

der Pandemie. „Der Aufbau eines

Online-Geschäfts ist ein längerer

Prozess“, erklärt Güls. „Ich bin sicher,

dass in den kommenden Monaten

viele Firmen, die momentan

nur damit beschäftigt sind, zu überleben,

E-Commerce als notwendigen

Vertriebskanal erkennen und dafür

Shops und Plattformen nutzen werden.“

Erste Signale sind mehr Anfragen

seit Jahresbeginn. Auch der Erfolg

vieler Einzelhändler in den letzten

Monaten mit der Click-and-

Collect-Methode, bei der online bestellt

und die Ware im stationären

Geschäft weitgehend kontaktlos abgeholt

wird, befeuert den Trend zum

Web-Shop. Juweliere, Floristen und

Möbelhändler – die Not hat viele Firmenchefs

erfinderisch gemacht. Und

die Verbraucher goutieren das, indem

sie den neuen Service intensiv

nutzen, auch um – via Internet – lokale

Anbieter zu unterstützen. Digitalisierungsexpertin

Vier stimmt

dieser Einschätzung zu: „Weil im

Netz der Konkurrent nur einen Klick

entfernt ist, muss der Webshop ein

perfekt zum Kunden passender Anzug

sein und sowohl vom Wording

als auch vom Sortiment her auf die

Zielgruppe zugeschnitten sein.“


24 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Einfach clever!

Seit zwei Jahren ist Ulm eine „Smart City“-Modellstadt des Bundes. Der Weg zu einer

digitalen, umweltbewussten und bürgerorientierten Kommune ist damit frei.

Es kann so einfach sein. Ein

Blick auf das Handy zeigt an,

ob ein Behindertenstellplatz im

Parkhaus „Neue Mitte“ im Moment

frei ist und es verrät zudem,

wie man auf dem schnellsten

Weg und vor allem auf die

umweltfreundlichste Art von A

nach B kommen kann. Und in

der Nacht wird die Helligkeit

der Straßenlaternen automatisch

gesteuert. Zugegeben, für

einige von uns mögen diese

Dinge wie unnütze Spielereien

klingen. Wer benötigt schon intelligente

Lampen, die ihr Licht

nachhaltig senken. Wer die

städtischen Energieverbräuche

clever regelt, kann die Strommengen

langfristig minimieren.

Das Motto:

Offen für alles

Klar ist: Der digitale Wandel

geht uns alle an. Ob wir wollen

oder nicht. Ulm möchte ihn.

Und so freut man sich im Rathaus

darüber, dass man vor zwei

Jahren vom Bundesministerium

des Inneren, für Bau und Heimat

(BMI) sogar zu einer der

deutschen Smart City-Modell-

digital wachsenden Stadt kümmert:

„Kennzeichen des Ulmer

Wegs ist dabei der intensive

Austausch und der Diskurs mit

der Bürgerschaft.“ Mit dem Modellprojekt

ist der Weg geebnet.

Nun gilt es, Neues auszuprobieren.

Offen, mutig, intelligent.

Die Ideen der Bürger werden

gefragt

Bis Jahresende entwickelt die Digitale

Agenda mit ihren Partnern

aus der Wirtschaft, Wissenschaft,

der Verwaltung und Poli-

emplarisch für die gesamte

Stadt umgesetzt. Dazu zählen

unter anderem das Wengen- und

Dichterviertel, das Neubaugebiet

beim Theater, die Innenstadt

mit den Sedelhöfen sowie

das Areal um den Hauptbahnhof.

Die Stadt Ulm blickt auf

ihrem Weg zur smarten Modellstadt

jedoch weit über die eigenen

Quartiersgrenzen hinaus.

Sie ist seit einigen Monaten Teil

des internationalen Städte- und

Expertennetzwerks Intelligent

City Challenge (ICC) der Euro-

Bei der Entwicklung der Ulmer Smart City-Strategie sind neben der Stadtverwaltung und Partnern aus der regionalen Wirtschaft und

Wissenschaft immer auch die Bürger gefragt.

Grafik: Digitale Agenda

dem Verkehrsaufkommen oder

der Anzahl der Fußgänger anpassen?

Wer jedoch genau hinsieht,

entdeckt, dass all diese

kleinen Dinge für eine große

Idee stehen. Nämlich die, die

Stadt Ulm mit modernsten Sensoren

auszustatten und mit einer

Vielzahl von digitalen Anwendungen

intelligent zu vernetzen.

Denn das zeichnet eine

clevere Stadt aus, die so zu einem

noch lebenswerteren, klimafreundlichen

und bürgerorientierten

Ort wird – die Digitalisierung

macht’s möglich.

Denn wer Car- und Bikesharing

Angebote intelligent verbindet,

kann für ein nachhaltig geprägtes

Mobilitätsbewusstsein sorgen

und den CO2-Ausstoß

städte auserkoren wurde. Unter

dem Titel „Ulm4CleverCity“

steht man hier der digitalen

Transformation nicht nur offen

gegenüber, man möchte sie aus

eigenen Stücken sogar kraftvoll

vorantreiben.

Belange der digital

wachsenden Stadt

„Es geht darum, die Stadt und

ihre digitale Infrastruktur so

aufzurüsten und kommunale

Leitlinien zu erstellen, dass wir

die vielfältigsten Möglichkeiten,

zum Beispiel im Bereich Mobilität,

vernetzt nutzen können“,

bringt es Sabine Meigel auf den

Punkt. Sie leitet die städtische

Geschäftsstelle Digitale Agenda,

die sich um alle Belange der

tik sowie der Bürgerschaft eine

integrierte Smart City-Strategie,

dann geht es für fünf Jahre an die

konkrete Umsetzung von Projekten.

Ein Beispiel ist ein digitaler

Treffpunkt mit Marktplatzcharakter

für Bürgerinnen und Bürger

jeden Alters, um die Zusammenarbeit

aller Generationen zu

fördern. Im Mittelpunkt steht

der Mensch, für den digitale

Werkzeuge zur Verfügung gestellt

werden, um Menschen mit

ähnlichen Interessen kennen zu

lernen und das Wissen mit anderen

zu teilen.

Die Quartiere

als Testfelder

Die ersten digitalen Ansätze

werden in fünf Quartieren ex-

päischen Kommission. Ziel ist

es, in den unterschiedlichsten

Regionen ein intelligentes, sozial

verantwortliches und nachhaltiges

Wachstum durch fortschrittliche

Technologie zu erreichen.

Durch einen intensiven

Dialog im Expertentool

strebt Ulm im Club der 100 intelligenten

Städte internationale

Partnerschaften an, ohne jedoch

die eigenen Stärken aus

den Augen zu verlieren. Oberbürgermeister

Gunter Czisch:

„Die Teilnahme am Netzwerk ist

eine Auszeichnung für unsere

umfassenden Aktivitäten und

Projekte. Jetzt möchten wir unsere

Erfahrungen international

einbringen und von den Besten

lernen.“


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 25

Eine Insel namens

Cyber Security

Wenn es um die Sicherheit geht, ist es wichtig, dass alle Bereiche im Unternehmen Hand in

Hand laufen. Lösungen dafür bietet der technische Dienstleister steep aus Ulm.

„Es war einmal …“, so fangen sie

an, die Märchen und Geschichten

von damals: Was früher oft

nur eine Insellösung war, wird

heute durch vollintegrierte Systeme

abgelöst, das heißt, moderne

Sicherheitslösungen arbeiten

Hand in Hand mit anderen Bereichen.

„Was viele aber immer

noch übersehen“, so Marc Frank,

Spezialist für Cyber Security bei

der steep GmbH, „ist, dass hier

nicht nur technische Belange

eine Rolle spielen. Auch rechtliche

Fragen sowie die spezifischen

Business Rules der Unternehmen

müssen berücksichtigt

werden.“ Er sitzt mit seinen

Kolleginnen und Kollegen

der steep GmbH in Ulm, wo der

technische Dienstleister einen

starken IT-Standort hat.

Die tägliche Arbeit der Cyber

Security-Expert*innen ist von

Interdisziplinarität bestimmt.

Denn: Vorbei sind die Zeiten, in

der IT-Sicherheitselemente getrennt

betrachtet wurden. „Und

die Komplexität nimmt weiter

zu“, erläutert Frank. „Unterschiedliche

Geräte greifen

Nicht nur

technische

Belange spielen

hier eine

wichtige Rolle.

Marc Frank

Cyber Security bei steep

Alle Bereiche laufen Hand in Hand, dafür sorgt der technische

Dienstleister steep.

Foto: metamorworks/shutterstock.com

auf unterschiedliche Netzwerke

zu. Denken Sie allein an die

Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Aber die Frage ist auch: Wer darf

eigentlich auf welche Daten zugreifen

und wo landen diese letzten

Endes?“ Im Strom von endlosen

Logdateien, die im Hintergrund

korreliert werden, Endpoints,

die ihren Status melden

und Firewalls, die besagte Netzwerkelemente

erst freigeben

müssen, sind Administrator*innen

froh um jedes bisschen mehr

Transparenz. Aber diese kann

angesichts von Compliance und

Datenschutz erst der Anfang der

eigentlichen Probleme für ein

Unternehmen sein.

Die Herausforderungen

an Cyber Security

„Natürlich freuen sich Admins“,

so Experte Frank weiter „über

jede Info in Sachen Verbindungen

und Zugriffe – schon allein,

weil es die Fehlersuche deutlich

erleichtert. Ich kann aber anhand

von WLAN-Logdateien auch herausfinden,

wie sich Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter durch das

Haus bewegen.“ Ein DSGVO-konformer

Zugriff auf die Daten muss

also sichergestellt werden, damit

die IT-Landschaft kein Fall für

Datenschutz, Compliance oder

Schlimmeres wird.

In dieser Situation gibt es

für Sicherheitslösungen besondere

Herausforderungen, weil

man die Datensicherheit sowie

die Datenschutzrichtlinien unter

einen Hut bringen muss. Bereits

heute keine leichte Aufgabe

für interne IT-Abteilungen. Es ist

davon auszugehen, dass dies in

Zukunft noch komplizierter werden

wird und solche Abteilungen

an ihre Grenzen bringen könnte.

Spezialisierte Dienstleister können

da häufig ein deutlich breiteres

Spektrum abbilden.

Full-Service-Provider

IT ist mehr als IT

Daher, so die steep-Spezialist*innen

aus Ulm, setzt man auf multidisziplinäre

Teams aus verschiedenen

Bereichen, um den

Kunden ganzheitliche Lösungen

mit bestmöglicher Customer

Experience zu liefern. Entsprechend

fällt auch der Rat des Experten

aus: „IT-Dienstleistung ist

weit mehr als IT. Sicherheit und

die Klärung rechtlicher Fragen

sind ein absolutes Muss bei der

Auswahl eines Anbieters. Das

bedeutet auch, dass die Lösung

von der Stange nur die zweitbeste

Variante ist, weil jedes Unternehmen

andere Rahmenbedingungen

und Strukturen hat“, so

Marc Frank.

© METAMORWORKS/SHUTTERSTOCK.COM

Maßgeschneidert

passt eben am besten

Entsprechend dieser Philosophie

fokussiert man bei steep auf voll

verzahnte IT-Lösungen aus einer

Hand. Dies geht von der Auslagerung

des deutschlandweiten

First Level Supports bis zu

DSGVO-konformen Sicherheitslösungen

durch die Ulmer Cyber

Security Abteilung oder Zertifizierungen

nach unterschiedlichen

Standards wie zum Beispiel

NIST oder ISO 27001.

Ein so breites Leistungsspektrum

in den Bereichen IT-Services

und Compliance bietet

Kunden die Möglichkeit, ihre

IT-Prozesse ganzheitlich betreuen

zu lassen. Konkret bedeutet

das: Unterstützung von der Beratung

über die Erstellung der

IT-Architektur und das Netzwerk-Management

bis hin zur

Softwareentwicklung. Ergänzt

wird das Portfolio durch externe

Datenschutz- oder IT-Sicherheitsbeauftragte.

Der Anspruch,

so sagt man in Ulm, ist es, dem

Kunden die Lösung anzubieten,

die am besten zu ihm passt. Daher

ist sie dann, auf den jeweiligen

individuellen Bedarf abgestimmt,

auch wirtschaftlich und

sinnvoll. Die Kunden erhalten die

Sicherheit, die sie brauchen, zu

einem fairen Preis. Von den daraus

resultierenden Einsparungen

in der eigenen Struktur ganz zu

schweigen.

Technische Dienstleistung

auf internationalem Niveau

Das Thema IT-Service stellt eine

von sechs Business-Säulen der

steep GmbH dar. 1961 unter dem

Namen „Elektronik- und Luftfahrtgeräte

GmbH“ mit 7 Mitarbeiter*innen

gegründet, ist steep

heute ein international erfolgreicher

Dienstleister mit mehr als

30 Standorten und rund 800 Mitarbeiter*innen

in Deutschland

und Europa. Das Ulmer Büro ist

dabei besonders auf IT-Dienstleistung

und IT-Engineering spezialisiert.

Kontakt: Marc Frank, Teamleiter

Cyber Sec steep GmbH, Söflinger

Straße 100, 89077 Ulm, Tel.: +49 731

933-1058, E-Mail: cyber-sec@steep.

de; www.steep.de


26 NEWS

Commerce Week 2021

Kommunikation Unter dem Motto „Das Business von morgen – beginnt heute!“ präsentiert

die Internet World vom 8. bis 12. März 2021 die Commerce Week.

Eine Woche lang diskutieren

Commerce-Experten,

die (digitale) Kommunikationsbranche,

Online-Service-Anbieter

und Unternehmen

Lösungen und Themen

entlang der Wertschöpfungskette

des Handels – von der

IT-Infrastruktur über die Produktentwicklung

und das Marketing

bis hin zu den Bereichen

Transaktion und Distribution.

Die virtuelle Veranstaltungswoche

bildet dabei die Schnittstelle

zwischen Produkten, Lösungen

und Expertenwissen – gebündelt

auf einer Event-Plattform.

Die Commerce Week

schafft zudem den Rahmen für

verschiedene Thementage, darunter

auch die Internet World

Expo, die Leitmesse für alle Handelsthemen

im deutschsprachigen

Raum.

Die Zukunft des Handels

Die Commerce Week bietet fünf

Tage Programm zu 14 relevanten

Themenblöcken der Handelsbranche:

Keynotes mit hochkarätigen

Speakern, die Inspiration

schaffen und einen Ausblick

über die Zukunft im Handel geben.

Roundtables, in denen die

Internet World Fachredakteure

mit Branchenexperten über aktuelle

Themen diskutieren. In

den 45-minütigen Masterclasses

Patrick Schmitt, Managing

Director Digital Business, Ebner

Media Group. Foto: Ebner

profitieren Teilnehmer von den

Innovationen und dem tiefen

Fachwissen verschiedener

E-Commerce- und Marketing-Spezialisten.

Fachinterviews mit Branchenexperten

runden das Programm

ab. „Kaum eine Industrie wandelt

sich dynamischer als der

Handel. So ist für uns klar: Wissen

wird größer, wenn man es

interdisziplinär und auch branchenübergreifend

teilt. Und addiert.“,

sagt Patrick Schmitt,

Managing Director Digital Business,

Ebner Media Group.

www.commerce-week.de

Förderung für digitale Projekte

„Durch die Corona-Pandemie

mussten viele Unternehmen

ihre Prozesse in kürzester Zeit

digitalisieren. Diesen Digitalisierungsschub

der letzten Monate

wollen wir unbedingt nutzen.

Es ist daher wichtig, dass

die ‚Digitalisierungsprämie

Plus‘ mit ihren noch attraktiveren

Förderkonditionen

schnell an

den Start gehen

kann“, sagt Wirtschaftsministerin

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Für das Programm,

für das die

erfolgreiche „Digitalisierungsprämie“

passgenau weiterentwickelt

wurde, stehen

insgesamt 66 Millionen

Euro zur Verfügung. „Mit dem

Programm wollen wir die Digitalisierung

noch stärker in den

breiten Mittelstand unseres Landes

bringen. Um eine spürbare

konjunkturelle Wirkung zu erzielen,

fördern wir mit der ‚Digitalisierungsprämie

Plus‘ Projekte

bei Unternehmen mit bis

zu 500 Mitarbeitern“, so die Ministerin

weiter. Förderfähig sind

Digitalisierungsprojekte wie die

Einführung additiver Fertigungsverfahren

wie der

3D-Druck, die Integration von

73

Millarden US Dollar setzt

Deutschland im Bereich E-Commerce

um. China ist Spitzenreiter

mit 673 Milliarden. Prognosen zufolge

sollen im Jahr 2040 95 Prozent

aller Einkäufe online abgewickelt

werden.

Quelle: Business.com

CRM- und ERP-Lösungen oder

die Implementierung von IT-Sicherheitskonzepten,

Big-Data-Anwendungen

und KI-Systemen.

Zuschuss oder Darlehen

Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojektes

notwendigen

Schulungen der Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen können

gefördert werden. Vorhaben mit

einem Kostenvolumen zwischen

10.000 Euro und 200.000 Euro

werden mit einer finanziellen

Förderung zwischen 5.000 Euro

und 20.000 Euro unterstützt.

Der konkrete Fördersatz hängt

jeweils vom Kostenvolumen ab.

Außerdem sollen die Unterneh-

men entsprechend ihrer eigenen

Bedarfs- und Liquiditätssituation

entscheiden können, ob sie

einen Direktzuschuss oder ein

Förderdarlehen der L-Bank

mit Tilgungszuschuss in

Anspruch nehmen wollen.

„Mit der neuen ‚Digitalisierungsprämie

Plus‘ werden

die Digitalisierungsvorhaben

des Mittelstandes

und damit der Strukturwandel

der Wirtschaft noch

besser unterstützt“, sagte

Edith Weymayr, Vorsitzende des

Vorstands der L-Bank. „Auch die

Bedingungen für eine erneute

Förderung wurden verbessert

und so der schnell fortschreitenden

Digitalisierung der Arbeitswelt

Rechnung getragen.“

Förderanträge für die „Digitalisierungsprämie

Plus“ können

ab sofort gestellt werden. Anträge

für die „Digitalisierungsprämie

Plus“ in der Darlehensvariante

können von den antragsberechtigten

Unternehmen über

ihre Hausbank bei der L-Bank

eingereicht werden. Anträge für

die Zuschussvariante können direkt

bei der L-Bank gestellt werden.

http://www.l-bank.de/digiplus-darlehen

bzw.www.l-bank.

de/digiplus-zuschuss

ILLU: © ELENABSL/SHUTTERSTOCK.COM


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 27

Highspeed-Business

Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes in der Region schreitet schnell voran.

Eine zuverlässige Netzinfrastruktur

mit leistungsfähigen

und schnellen Datenleitungen ist

für Privathaushalte wie für Gewerbe

und Industrie essenziell.

Das haben die zurückliegenden

Corona-Monate gezeigt. Nicht

zuletzt deshalb werden die

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm mit

ihrem flächendeckenden Glasfaserausbau

in Ulm und Neu-Ulm

bestätigt.

Michael Beuschlein, SWU TeleNet-Geschäftsführer.

Nächste Etappe wird in

Angriff genommen

Nach der erfolgreichen Verlegung

und Ausstattung des Ulmer

Industriegebiets Donautal mit

megaschnellen Glasfaserleitungen

2020 nimmt die SWU Tele-

Net mit den Neu-Ulmer Industrie-

und Gewerbegebieten jetzt

eine weitere Etappe in Angriff.

Ausschlaggebend hierfür ist

auch der große Bedarf seitens

der Gewerbetreibenden. Schließlich

bietet die neue Übertragungstechnologie

wettbewerbsentscheidende

Funktionen und

Einsatzmöglichkeiten für die Unternehmen.

Als ebenso sichere

wie schnelle Infrastruktur mit

Foto: SWU

Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich

stellt sie den stabilen

wie sicheren Betrieb aller Anwendungen

(Internetzugang,

Kunden-Portale, Shop-Systeme)

sicher und unterstützt eine Vielzahl

an weiteren innovativen Anwendungen,

wie Internet-Telefonie/-Konferenzen,

sowie standortübergreifende

Netzwerke und

Home-Office-Anbindungen. Verlegt

werden die Glasfaserleitungen

in kleinen Bauabschnitten

von 50 bis 150 Metern fast durchgängig

im Gehwegbereich, damit

der Verkehr auch während der

Arbeiten ohne größere Beeinträchtigungen

weiter fließen

kann. „Unsere Erfahrungen mit

gewerblichen wie privaten Nutzern

zeigen, dass unser Ausbau

einer leistungsfähigen digitalen

Infrastruktur ebenso auf enormen

Zuspruch stößt wie unsere

breitgefächerte Angebotspalette

für Internet und Telefonie. Vor

allem schätzen die Ulmer und

Neu-Ulmer Gewerbetreibenden,

dass wir als kompetente Ansprechpartner

vor Ort erreichbar

sind“, so Michael Beuschlein,

SWU TeleNet-Geschäftsführer.

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