Konzept Tageshort [PDF, 2.00 MB] - Baden

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Konzept Tageshort [PDF, 2.00 MB] - Baden

Konzept Tageshort Baden

Impressum

Herausgeber

Stadt Baden

Kinder Jugend Familie

Daniela Isidoro, Co-Leiterin Tageshort

Miriam Kessler,Co-Leiterin Tageshort

Brigitte Häberle, Leiterin Fachstelle Familie

Bezugsquelle

Stadt Baden

Kinder Jugend Familie

Fachstelle Familie

Mellingerstr. 19 / Postfach

5401 Baden

familien@baden.ag.ch

Februar 2012


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

1.1. Der Tageshort im Wandel der Zeit 3

2. Pädagogisches Konzept 4

2.1 Das Bild vom Kind 4

2.2 Ziele 4

2.3 Zielgruppen 5

2.4 Gestaltung des Hortalltags 5

2.5 Zusammentreffen unterschiedlicher Altersgruppen 6

2.6 Körper und Hygiene 6

2.7 Unterstützung beim Lernen / Zusammenarbeit mit Lehrpersonen 6

2.8 Freizeitgestaltung 7

2.9 Medienpädagogik 7

2.10 Verpflegung 8

2.11 Regeln und Freiräume 8

2.12 Konflikte und Streitkultur 8

2.13 Zusammenarbeit mit Eltern 9

2.14 Tageshortteam 10

3. Raumkonzept 11

3.1 Einleitung 11

3.2 Spielräume 11

3.3 Bewegungsräume 12

3.4 Raum für leise Aktivitäten 12

3.5 Aussenräume 12

4. Betriebskonzept 13

4.1 Allgemeine Organisation des Tageshorts 13

4.2 Interne Organisation des Tageshorts 13

4.3 Personal 14

4.4 Steuerung und Qualitätssicherung 14

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1. Einleitung

Die Betreuung im Rahmen der Tagesstrukturen ergänzt den Bildungsauftrag der Volksschule

und die Erziehungsaufgabe der Eltern. Betreuung, Verpflegung sowie Begleitung beim Lernen

und der Freizeitgestaltung spielen zusammen, mit dem Ziel, die Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz

der Kinder ganzheitlich zu fördern. Eine kindgerechte und stimulierende Umwelt sowie

eine wertschätzende und empathische Grundhaltung sind Voraussetzungen für eine positive

Entwicklung der Kinder.

Im Tageshort werden die Kinder rund um den Blockzeiten-Stundenplan von einem professionellen

Team betreut. Gemeinsam mit den Erwachsenen nehmen die Kinder das Mittagessen ein.

Das Team unterstützt die Kinder beim Erledigen der Hausaufgaben und Gestalten der Freizeit.

In der altersdurchmischten, interkulturellen Gruppe erhalten die Kinder die Möglichkeit zu sozialem

Lernen und zur Mitsprache bei der Gestaltung des Hortalltags. Eine anregende Einrichtung

der Horträume, vielfältiges Spielmaterial, klare Regeln und Grenzen schaffen einen Rahmen, in

dem sich die Kinder frei und ihrem Entwicklungsstand entsprechend entfalten können.

Das Konzept dient als Leitlinie für die pädagogische Arbeit mit den Kindern, die Zusammenarbeit

mit den Eltern und Lehrpersonen sowie den Betrieb des Tageshorts.

Das Betriebsreglement sowie das A-Z für Eltern, mit praktischen Hinweisen für den Alltag im

Tageshort, ergänzen das Konzept.

1.1. Der Tageshort im Wandel der Zeit

Anfang der 60er Jahre führte die Aargauische Frauenzentrale eine Erhebung über die Situation

von Kindern in der Stadt Baden durch. Im Bericht ist unter anderem festgehalten:

„In der Gemeinde- und Sekundarschule Baden bleiben rund 100 Kinder während der Schulzeit

tagsüber unbeaufsichtigt, weil entweder der alleinerziehende Elternteil oder gar beide Eltern

berufstätig sind.“

Dies bewog 1965 die Frauenvereine der Stadt Baden eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden und

das Projekt „Für das Schlüsselkind" zu lancieren. Ziel des Projektes war, in der Region Baden

für die Betreuung und Verpflegung von Kindern ein Tagesheim einzurichten. Der Weg bis zur

Eröffnung des Tageshorts war steinig und lang. Noch stiess die familienergänzende Betreuung

auf Widerstand. Aufgenommen werden sollten einzig Kinder von Alleinerziehenden, Kinder von

Doppelverdienern hingegen nur in Ausnahmefällen. Doch die Frauenvereine gaben nicht auf.

1967 genehmigt der Einwohnerrat schliesslich die Einrichtung des Tageshorts. Dank dem grossen

Engagement der Frauenvereine konnte er Anfang 1968 in den Räumen im Graben 2 eröffnet

werden. Er bot Platz für 15 Kinder. Bis zur Eröffnung des Mittagstisches Kappelerhof 1992

und der Tagesschule 1998 blieb der Tageshort die einzige Betreuungseinrichtung für Schulkinder

in der Stadt Baden.

Familienergänzende Betreuung ist heute aus dem Alltag von Familien nicht mehr wegzudenken.

Der Tageshort steht allen Kindern unabhängig von der familiären Situation offen. Seit April

2007 ist der Tageshort im Kornhaus, Kronengasse 10, in unmittelbarer Nähe des Schulhauses

Tannegg und des Spielplatzes im Graben, untergebracht.

Mit der Einführung der Blockzeiten in der Stadt Baden auf das Schuljahr 2007/08 wurde das

Betreuungsangebot angepasst und die Öffnungszeiten verlängert. Das Platzangebot ist seither

kontinuierlich erhöhrt worden. Auf das Schuljahr 2011/12 wurde der Mittagstisch Innenstadt mit

dem Tageshort zusammengeführt. Für die Betreuung stehen im Kornhaus Räume auf drei

Stockwerken zur Verfügung. Über Mittag können maximal 90 Kinder betreut werden, während

der übrigen Zeiten maximal 60 Kinder.

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2. Pädagogisches Konzept

2.1 Das Bild vom Kind

Kinder sind von Natur aus neugierig und aktiv. Sie sind eigenständig, kompetent und entwickeln

diese Fähigkeiten zunehmend weiter. Sie wollen von sich aus die Umgebung entdecken und

ihre Erlebnisse in einen Zusammenhang bringen. Die gewonnenen Erfahrungen unterstützen

die Kinder in ihrer körperlichen, emotionalen, sensomotorischen, kognitiven, sprachlichen und

sozialen Entwicklung.

In einer überschaubaren und kindgerechten Umgebung suchen sich Kinder selbständig neue

Herausforderungen und lernen sich zurechtzufinden. Sie tun dies nach einem eigenen Zeitplan.

Die Aufgaben werden so oft wiederholt, bis das Kind entscheidet, dass es zufrieden mit seiner

Leistung ist, um sich dann einer anderen Aufgabe zu widmen. Neue, passende Impulse versucht

es in sein Spiel und Lernen einzubauen. Mit hoher Konzentration kann es sich in selbständig

gewählte Aufgaben vertiefen und sich damit identifizieren. Stört man es allerdings dabei,

kann es sein, dass es das Interesse verliert. Wird das Kind mit zu vielen Reizen überflutet,

fällt es ihm zunehmend schwerer sich zu entscheiden und sich zu konzentrieren.

In verlässlichen Beziehungen fühlt sich ein Kind sicher. Es fällt ihm leichter, neue Herausforderungen

anzunehmen und sich zu öffnen. Die freie Entfaltung eines Kindes ist möglich, wenn

Beziehungen und Strukturen einen verlässlichen Rahmen bieten. Grenzen helfen dem Kind,

sich in einer Gruppe beziehungsweise in der Gesellschaft mit ihren Normen und Werten einzugliedern.

Freiräume ermöglichen ihm, sich selbst einschätzen zu lernen. In der Interaktion lernt

das Kind, sich und andere immer besser kennen. Es ist wichtig, dass ein Kind die Möglichkeit

hat, Erfahrungen und Erkenntnisse zum Ausdruck zu bringen

Überprüfungskriterien

� Die Hortnerin gibt Hilfe zur Selbsthilfe.

� Das Spielangebot regt alle Sinne an.

� Die Hortnerin beobachtet, lässt Raum zum Ausprobieren und interveniert so wenig wie möglich und

soviel wie notwendig.

� Die Hortnerin gibt Impulse und unterstützt autonomes Handeln.

� Die Kinder nehmen ihre Bedürfnisse wahr und bringen sie zum Ausdruck. Sie entdecken und erweitern

ihre Fähigkeiten, entwickeln Selbstvertrauen, bauen Selbstbewusstsein auf und entwickeln Selbständigkeit

und Entscheidungsfähigkeit. Sie lernen mit Erfolg und Misserfolg umzugehen.

2.2 Ziele

Sachkompetenz

Die Kinder erfahren mit allen Sinnen Elemente und Material und erweitern damit entsprechende

Kenntnisse. Sie nehmen Naturvorgänge wahr und erkennen Zusammenhänge, gehen mit

Werkzeugen, Instrumenten, Geräten und Gegenständen sachgerecht um, bilden Begriffe und

differenzieren ihre Kommunikationsmöglichkeiten. Den Kindern wird ermöglicht, sich mit einem

Thema geistig, sprachlich und motorisch auseinander zu setzen.

Ein vernetztes und ganzheitliches Lernen fördert ein ganzheitliches Denken und eine differenzierte

Wahrnehmung in verschiedenen Lebenslagen.

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Selbstkompetenz

Die Kinder nehmen ihre eigenen Gefühle wahr und bringen sie zum Ausdruck. Sie entwickeln

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. In der Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen

erweitern die Kinder ihre individuellen Fähigkeiten und erlangen schrittweise Autonomie und

Entscheidungsfähigkeit. Kinder brauchen Raum, um ihr eigenes und das Verhalten anderer zu

hinterfragen. Dabei lernen sie auch mit Erfolg und Misserfolg umzugehen.

Sozialkompetenz

In der Gemeinschaft treffen Kinder auf soziale Regeln, Werte und Normen. In der Interaktion mit

anderen Kindern und Erwachsenen erleben sie, dass sie auch eigene Regeln entwickeln müssen,

damit das Zusammenleben gelingt. Sie lernen gewaltfrei mit Konflikten umzugehen und

Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dabei sollen sie eine eigene Wertehaltung

aufbauen.

Die Kinder fühlen sich in andere ein und nehmen aufeinander Rücksicht. Innerhalb eines klar

definierten Rahmens von Freiräumen und Grenzen, sollen die Kinder Respekt und Akzeptanz

gegenüber sich selbst und anderen erleben und erlernen. Sie sollen herausfinden, was sie

möchten und was sie nicht wollen. So lernen sie, sich abzugrenzen oder Kompromisse einzugehen

und ihre eigene Rolle in der Gemeinschaft zu definieren.

2.3 Zielgruppen

Der Tageshort nimmt Kinder ab Eintritt in den 1. Kindergarten bis zum Ende der Primarschulzeit

auf. Erste Priorität haben Kinder, deren Geschwister bereits im Tageshort betreut werden. Zweite

Priorität haben Kinder mit Wohnsitz in Baden. Während der Schulferien nimmt der Tageshort

auch Kinder auf, welche die Tagesschule oder Tagesbetreuung in den Quartieren der Stadt

Baden besuchen.

2.4 Gestaltung des Hortalltags

Verlässliche und sichere Beziehungen zu den Bezugspersonen sind für den Aufbau einer eigenen

Identität entscheidend. Damit sich die Kinder orientieren können, wird im Tageshort auf

Kontinuität und Verbindlichkeit geachtet. Dies geschieht durch einen geregelten Tagesablauf,

Rituale im Alltag, möglichst konstante Bezugspersonen und eine im Team und mit den Kindern

gelebte Haltung der Verlässlichkeit und Verbindlichkeit.

Das Hortteam bezieht die Kinder bei der Gestaltung des Hortalltags ein. Insbesondere bei der

Freizeitgestaltung wird die Mitbestimmung der Kinder gefördert. Die Kinder werden in kleinere

Aufgaben einbezogen, angeleitet mitzuhelfen und Verantwortung zu übernehmen. Das

Hortteam leitet die Kinder zu sorgfältigem Umgang mit Material, Ordnung und Hygiene an.

Überprüfungskriterien:

� Die Gruppenleitung und Bezugsperson für Eltern und Kind bleibt über das ganze Schuljahr konstant.

� Die Hortnerinnen sind soweit möglich für dieselben Tagesgruppen über das ganze Schuljahr verantwortlich.

� Ruhe- und Aktionsphasen sind fester Bestandteil der Tagesstruktur und werden nicht der Willkür überlassen.

� Rituale sind im Alltag fest verankert. Dazu gehören z.B. Mahlzeiten, Kinderkonferenzen, Aufräumzeit,

Zähne putzen.

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2.5 Zusammentreffen unterschiedlicher Altersgruppen

Im Tageshort kommen Kinder vom ersten Kindergartenjahr bis Ende der Primarstufe zusammen.

Somit treffen unterschiedlichste Bedürfnisse und Entwicklungsstufen aufeinander, welche

eine einfühlsame Vorbereitung und Begleitung der Kinder durch die Eltern und durch das Hortpersonal

fordert.

Überprüfungskriterien:

� Es stehen mehrere Gruppenräume zur Verfügung welche altersentsprechend eingerichtet sind

� Regeln, Freiräume und Abläufe sind bestmöglich auf die entsprechenden Altersgruppen zugeschnitten

� Gruppenleiter/innen und Mitarbeitende sind auf ihre zu betreuuende Altersgruppe spezialisiert

2.6 Körper und Hygiene

Das Hortteam begegnet dem kindlichen Körper mit Respekt und einem gesunden Nähe -

Distanzverhältnis. Es wahrt die Intimsphäre eines jeden Kindes.

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und den Unterschieden zwischen den Geschlechtern

sind vor allem im Kindergartenalter und in der Vorpubertät für die Kinder ein Thema.

Das Hortteam unterstützt und begleitet Eltern und Kinder in diesem Prozess, indem sich

das Kind selbst kennenlernt und ein gesundes Nähe - Distanzverhalten entwickelt.

Das Hortteam leitet die Kinder zur Hygiene an (Zähneputzen, Händewaschen).

Überprüfungskriterien:

� Für Knaben und Mädchen bestehen getrennte WC Anlagen.

� Alle Kinder waschen sich vor dem Essen die Hände und Putzen nach den Malzeiten die Zähne.

� Bücher und Spielmaterial zu den Themen Körper und Hygiene sind vorhanden.

2.7 Unterstützung beim Lernen / Zusammenarbeit mit Lehrpersonen

Das Hortteam bietet den Kindern einen ruhigen Arbeitsplatz zum Erledigen der Hausaufgaben.

Es leitet die Kinder zum selbständigen Erledigen der Hausaufgaben an und unterstützt die Kinder,

falls nötig, beim Lernen. Das Hortteam gibt den Eltern Rückmeldungen über das Lernverhalten

der Kinder. Die Eltern unterstützen die Kinder beim Lernen.

Die Hortnerinnen pflegen in Absprache mit den Eltern den Austausch mit den Lehrpersonen,

damit sie die Kinder optimal beim Erledigen der Hausaufgaben und beim Lernen begleiten können.

Gezielte Zusammenarbeit und ein guter Informationsfluss sollen gewährleistet sein. Gemeinsame

Aktivitäten mit den Kindern sollen ermöglicht werden.

Überprüfungskriterien:

� Ein ruhiger Arbeitsplatz zum Erledigen der Hausaufgaben ist vorhanden.

� Es ist ausreichend Schulmaterial (z.B. Stifte, Lineale, Zirkel, Duden, Wörterbücher etc.) zum Erledigen

der Hausaufgaben vorhanden.

� Die Kinder erledigen die Hausaufgaben selbständig und beanspruchen, wenn nötig, Unterstützung.

� Die Hortnerinnen unterstützen Kinder, die ihre Hausaufgaben noch nicht selbständig erledigen können

und vermitteln ihnen Lerntechniken.

� Die Eltern sind über das Lernverhalten der Kinder informiert.

� Zeitgefässe für den Austausch zwischen den Hortnerinnen und Lehrpersonen sind vorhanden und

werden genutzt.

� Hortnerinnen und Lehrpersonen unterstützten sich gegenseitig und pflegen ein kollegiales Verhältnis.

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2.8 Freizeitgestaltung

Im Spiel können die Kinder entdecken, ausprobieren, experimentieren, üben, Gemeinsamkeiten

und Unterschiede entdecken, Konflikte austragen und Erlebnisse verarbeiten. Das Material- und

Spielangebot ist vielfältig und differenziert. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder sich oft

im Freien bewegen. Der Tageshort bietet zwei Spielformen an:

Freies Spiel: Die Kinder entscheiden selbst, was sie mit wem und wie lange spielen. Das

Hortteam stellt das Angebot bereit und setzt den Rahmen für ein konstruktives Spiel, beobachtet,

gibt Impulse und greift notfalls unterstützend ein. Das Spielangebot umfasst vielfältige und

alle Sinne ansprechende Materialien und Gegenstände. Aufgrund seiner Wahrnehmungen und

Beobachtungen sowie der Interessen und Bedürfnisse der Kinder verändert das Hortteam das

Spielangebot von Zeit zu Zeit.

Aktivitäten: Aktivitäten sind geführte Spiele oder Betätigungen. Das Hortteam verfolgt mit den

vorbereiteten Aktivitäten Ziele, die es aufgrund seiner Beobachtungen für die Kinder im Bereich

Selbst-, Sozial- oder Sachkompetenz gesetzt hat. Die Kinder erlernen Fertigkeiten, Wissen und

soziale Kompetenzen.

Überprüfungskriterien:

� Der Tageshort bietet vielfältige Freizeitaktivitäten. Folgende Themen kommen im Raum, Material, Alltag,

durch Projekte oder einzelne Angebote zum Tragen: Interkulturelles Lernen, Bewegung und Sport,

Fantasie und Rollenspiele, Bildende Kunst, Musik und Tanz, Sprache und Kommunikation, soziale und

emotionale Entwicklung, Technik, konstruieren und bauen, Mathematik und Naturwissenschaften, Ruhe

und Entspannung, Gesundheit und Hygiene.

� Spielmaterialien werden bei Bedarf verändert und der Raum wird den Bedürfnissen angepasst.

� Es existieren Dokumentationen und Beobachtungen über Projekte, Angebote, Spielverhalten und

Gruppendynamik.

� Es existieren Zeitgefässe, in denen Projekte und Angebote vor- und nachbereitet werden können.

� Rituale und feste Orientierungspunkte sind im Hortalltag vorhanden.

� Die Mitarbeitenden und Kinder pflegen eine wert- und gewaltfrei Kommunikation.

2.9 Medienpädagogik

Der Tageshort stellt den Kindern eine Vielzahl unterschiedlicher alter und neuer Medien zur

Verfügung. Die Kinder können in angeleiteten Aktivitäten (Bibliotheksbesuch, Kinonachmittag,

Internetrecherche) oder im Freispiel den verantwortungsvollen Umgang und Nutzen dieser Medien

kennenlernen und vertiefen.

Überprüfungskriterien:

� Eltern sind über die Art der genutzten Medien informiert.

� Kinder- und Jugendschutz sind am Kinder-PC aktiviert.

� Zeitlimit bei den Accounts sind beschränkt.

� Medien sind altersentsprechend und decken eine Vielzahl von Interessengruppen ab.

� Die Stadtbibliothek wird regelmässig besucht.

� Computer stehen den Kindern zur Verfügung.

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2.10 Verpflegung

Eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist für das Wohlbefinden der

Kinder wichtig. Das Hortteam achtet auf die Essgewohnheiten der Kinder und interveniert bei

Bedarf. Es sorgt für klare Regeln während den Mahlzeiten.

Eine ruhige und entspannte Atmosphäre beim Essen erlaubt den Kindern, das Essen zu geniessen

und mit anderen Kindern und Erwachsenen ins Gespräch zu kommen. Ess-Situationen

sind durch ihre Regelmässigkeit im Tagesablauf auch Orientierungspunkte für die Kinder. Die

Mahlzeiten bieten zudem Gelegenheit, soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, zu

verfeinern und zu festigen.

Überprüfungskriterien:

� 80% der Kinder sind mit dem Essen zufrieden.

� An der Kinderkonferenz können die Kinder ihre Wünsche einbringen.

� Tischregeln und Rituale sind vorhanden und werden von allen gelebt.

� Konsequenzen bei Nichteinhalten der Regeln sind klar und werden offen kommuniziert.

� Aussergewöhnliches Essverhalten wird wahrgenommen und es wird darauf eingegangen.

2.11 Regeln und Freiräume

Regeln dienen dazu, Klarheit zu schaffen und das Zusammenleben zu vereinfachen. Sie zeigen

Kindern was von ihnen erwartet wird und vermitteln Werte und Normen. Regeln werden konsequent

durchgesetzt und eingehalten. Regeln, die nicht eingehalten werden, haben Konsequenzen.

Regeln und Konsequenzen bei Nichteinhaltung sollen für die Kinder transparent sein. Eine

einheitliche Handhabung durch die Hortnerinnen schafft Klarheit und Orientierung.

Wichtig ist dabei, dass nur so viele Regeln wie nötig aufgestellt werden. Kinder brauchen Freiräume

um die Realität kennen zu lernen. Auch wenn sie ausrutschen, sich weh tun oder ihnen

etwas nicht gelingt, brauchen sie den Freiraum für Entdeckungen. Freiräume ermöglichen Erfolgserlebnisse

und stärken das Selbstbewusstsein. Sie sind wichtig, um ein autonomes und

verantwortungsvolles Leben führen zu lernen.

Überprüfungskriterien:

� Regeln werden mit den Kindern besprochen.

� Das Regelwerk hängt für alle ersichtlich in den Horträumen aus.

� Die Regeln sollen periodisch durch das Team und die Kinder hinterfragt und gelegentlich angepasst

werden.

� Die Konsequenzen sind durchdacht und stehen im Zusammenhang mit dem Regelverstoss.

� Die Hortnerinnen ermutigen Kinder zu autonomem Handeln und greifen nur, wenn nötig, in Interaktionen

ein.

� Die Hortnerinnen beobachten den Umgang der Kinder mit Regeln und Grenzen.

� Die Kinder unterstützen sich gegenseitig beim Umgang mit den Regeln.

2.12 Konflikte und Streitkultur

Konflikte gehören zum Alltag, auch in den von Kindern. Mit Konflikten sind viele Gefühle verbunden

und es ist für das Kind nicht immer einfach, herauszufinden was es empfindet. Kinder

sollen ihre Gefühle in Bezug auf Konflikte spüren und verbalisieren lernen. Sie sollen unterschiedliche

Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten erleben. Dazu gehört eine lebendige und

konstruktive Streitkultur. Beim Streiten lernen Kinder Spannungen auszuhalten, Kompromisse

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einzugehen oder zu verzeihen. Sie lernen die eigenen und die Bedürfnisse anderer kennen,

sich durchzusetzen oder anzupassen.

Überprüfungskriterien:

� Die Kinder akzeptieren und respektieren einander.

� Sie gehen mit Konflikten gewaltfrei um.

� Jüngere oder schwächere Kinder erlernen Möglichkeiten, sich in Konflikten von älteren oder stärkeren

Kindern abzugrenzen.

� Die Hortnerinnen schaffen Raum zum konstruktiven Austragen von Konflikten und nehmen dabei eine

mediative Rolle ein.

� Sie lassen den Kindern Raum, selber Lösungen für Konflikte zu finden und intervenieren wenn nötig.

� Die Hortnerinnen sind Vorbild im Umgang mit Konflikten.

2.13 Zusammenarbeit mit Eltern

Eine offene und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Tageshort und den Eltern ist

Grundlage für die pädagogische Arbeit mit den Kindern. Die Eltern werden als verantwortliche

Erziehungspersonen akzeptiert und respektiert. Soweit wie möglich nimmt der Tageshort auf

die unterschiedlichen Lebenssituationen und Kulturen der Eltern Rücksicht.

Beim Bringen und Holen der Kinder besteht unter Einhaltung des Persönlichkeitsschutzes (keine

belastenden Informationen in Anwesenheit der Kinder oder anderer Personen) die Möglichkeit,

kurze Informationen auszutauschen.

Der Tageshort bietet Eltern die Möglichkeit zu einem vertieften Einblick an Besuchstagen im

Tageshort. Auf Wunsch können Eltern auch ausserhalb der Besuchstage am Mittagessen teilnehmen.

Jeweils im ersten Quartal des Schuljahres wird ein Elternabend durchgeführt. In jährlichen, individuellen

Standortgesprächen findet ein gemeinsamer Austausch zwischen Eltern und Bezugsperson

statt. Es wird insbesondere über das Befinden des Kindes im Tageshort, über Fortschritte

und Auffälligkeiten gesprochen – und dies nicht erst, wenn Probleme da sind. Es geht auch

darum zu erfahren, wie die Eltern das Kind und den Tageshort erleben. Bei Differenzen wird

nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht.

Bei formellen und informellen Anlässen wie Informations- und Elternabenden sowie Festen und

Veranstaltungen können sich die Eltern untereinander kennen lernen und Kontakte knüpfen.

Überprüfungskriterien:

� Eltern fühlen sich ausreichend über das Befinden ihres Kindes und der Geschehnisse im Tageshort

informiert.

� Das Tageshortteam fühlt sich von den Eltern ausreichend über Änderungen, Absenzen, Termine,

Wohlbefinden und Gesundheit des Kindes informiert.

� Zeitgefässe für Informationsaustausch sind vorhanden und werden genutzt.

� Es existiert eine Elterninformationswand, Elterninfobriefe und Elternabende.

� 80% der Eltern sind mit dem Betreuungsangebot zufrieden.

� Eltern sind zuverlässig im Umgang mit dem Kontaktheft und leiten ihr Kind ausreichend zu einem zuverlässigen

Umgang mit dem Kontaktheft an.

� Ein Jahresgespräch ist durchgeführt.

� Die Gespräche sind dokumentiert.

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2.14 Tageshortteam

Voraussetzung für eine gute Qualität des Tageshortes (Betreuung der Kinder) ist eine gute Zusammenarbeit

im interdisziplinären Team. Die Mitarbeitenden besprechen und konkretisieren

die im Konzept beschriebenen Grundlagen regelmässig und setzen sich entsprechende Ziele.

Sie tun dies mit einer Haltung von Respekt und Wertschätzung gegenüber den Kindern und

deren Eltern. Sie pflegen einen partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern, der Raum für

Selbstbestimmung lässt.

Die Leitung des Tageshortes führt und unterstützt die Mitarbeitenden in ihrer pädagogischen

Arbeit und motiviert sie zu selbständigem Handeln. Das Koordinieren von Aufgaben und Zuständigkeiten,

sowie die Umsetzung des Konzepts und die Einhaltung der Grundsätze, liegen in

ihrer Verantwortung. Sie ist Ansprechpartner für Teammitglieder, Kinder, Eltern, Fachstellen

und Lehrpersonen.

Überprüfungskriterien:

� Zeitgefässe für Teamsitzungen, Supervision und Weiterbildung sind vorhanden und fester Bestandteil

der Arbeit.

� Mitarbeitergespräche und Feedbacks werden regelmässig durchgeführt und als Chance für berufliches

und persönliches Wachstum erlebt.

� Im Team herrscht eine wertschätzende und einfühlsame Grundhaltung.

� Die Teammitglieder können sich mit ihren Stärken und Interessen in die Arbeit einbringen.

� Vorgesetzte, Teammitglieder, Kinder und Lehrpersonen fühlen sich ausreichend informiert.

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3. Raumkonzept

3.1 Einleitung

Anregende Innenräume nehmen Bezug auf die grundlegenden Bedürfnisse der Kinder aller

Altersgruppen. Die Räume, die von den Kindern genutzt werden, vermitteln Orientierung und

Sicherheit. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich in den Räumen selbständig zu bewegen, sich

zurückzuziehen, Gruppen zu bilden und sich in Spiel oder in Betätigungen zu vertiefen. Die

Raumgestaltung ist flexibel und kann von Zeit zu Zeit an die aktuellen Bedürfnisse der Kindergruppen

angepasst werden.

Die grossen Räume im Kornhaus und die mangelnde Isolation sind für den Betrieb eines Horts

eine besondere Herausforderung. Der Tageshort soll angenehme Lebens- und Arbeitsräume für

Kinder und Erwachsene bieten. Durch pädagogische Massnahmen und einer Gestaltung mit

lärmdämmenden Elementen wird dafür gesorgt, dass eine dauerhafte Lärmbelastung von 90dB

nicht überschritten wird. So finden leise Aktivitäten grundsätzlich im dritten Stock statt, lautere

im ersten Stock. Kinder, die Ruhe möchten, bleiben zum Beispiel im Haus und Kinder, die das

Bedürfnis nach Bewegung haben, gehen auf den Spielplatz.

Zusätzlich zu den Räumen, die von den Kindern genutzt werden, steht ein Büro und ein Besprechungsraum,

der auch als Pausenraum für das Personal dient, zur Verfügung.

Weiter stehen zwei Küchen, ausreichend Lavabos für’s Händewaschen und Zähneputzen, Toiletten,

die nach Geschlechtern getrennt sind und ein Stauraum zur Verfügung.

3.2 Spielräume

Anregende Spielräume berücksichtigen die grundlegenden Bedürfnisse der Kinder. Sie sind so

gestaltet, dass verschiedene Tätigkeiten zur gleichen Zeit möglich sind. Die Räume bieten sowohl

Möglichkeiten für ein freies Spiel wie auch für geführte Aktivitäten. Die Kinder haben die

Möglichkeit, die Räume teilweise mitzugestalten. Die meisten Spiele, Bücher und Gestaltungsmaterialien

sind für die Kinder frei zugänglich.

Die Spielräume ermöglichen eine Auseinandersetzung mit folgenden Themen:

- Musik

- Kultur

- Kunst/Kreativität

- Bau/Konstruktion

- Rollenspiel

Überprüfungskriterien:

- Naturwissenschaft

- Medien/Literatur

- Natur/Umwelt

- Lautlose Bewegung

� Das Team schafft ein anregendes und altersentsprechendes Umfeld, welches lebendiges Lernen und

sinnstiftende Erfahrungen im Alltag ermöglicht.

� Die Raumgestaltung ermöglicht Aktions- und Ruhephasen.

� Die Kinder haben freien Zugang zu Spielmaterial.

� Die Kinder kennen sich in der Nachbarschaft des Tageshortes und im Quartier aus und erleben Alltagsnähe.

� Bewegungselemente ermöglichen lautlose Bewegungsspiele (Schaukeln, Klettern).

� Unterschiedliche Spielbereiche sind voneinander abgegrenzt.

� Kinder bewegen sich mit ihrem Spiel im dafür vorgesehenen Raum.

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3.3 Bewegungsräume

Bewegung findet in einem abgetrennten Raum statt. Die Bewegungsräume bieten Platz für das

lebendige und geräuschvolle Spiel. Es stehen ausreichend Sport-, Spiel- und Bewegungsmaterial

für die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik, der Ausdauer und der Geschicklichkeit zur

Verfügung.

Überprüfungskriterien:

� Der Bewegungsraum ermöglicht Bewegung für eine Gruppe von max. 25 Kindern.

� Es hat ausreichend Material für diese Gruppengrösse.

� Sportgeräte sind entsprechend gesichert.

� Der Personalschlüssel von 1:10 ist eingehalten.

� Der Bewegungsraum ist von anderen Räumen abgegrenzt und wird zur Zeit des Bewegungsspiels

ausschliesslich dafür genutzt.

3.4 Raum für leise Aktivitäten

Die Räume für leise Aktivitäten sind in sich geschlossen und befinden sich im 3. Stock des

Kornhauses. Hier können sich die Kinder zurückziehen, lesen oder ruhig spielen. Sie werden für

das Erledigen der Hausaufgaben genutzt und bieten der Betreuungsperson die Möglichkeit,

eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten. Sie sind mit dem notwendigen Schulmaterial

zum Erledigen der Hausaufgaben ausgestattet.

Überprüfungskriterien:

� Der Raum verfügt über ausreichend Tische zum Erledigen der Hausaufgaben.

� Der Raum ist mit bequemen Sitzmöglichkeiten für ruhige Aktivitäten ausgestatet.

� Es hat ausreichend Material für diese Gruppengrösse.

� Der Hausaufgabenraum ist von anderen Räumen abgegrenzt und wird zur Hausaufgabenzeit ausschliesslich

dafür genutzt

3.5 Aussenräume

Da das Kornhaus über keinen eigenen Aussenraum verfügt, ist die nähere Umgebung um den

Tageshort von grosser Bedeutung. Der Abenteuerspielplatz im Graben, der nahe Wald, das

Schwimmbad und die Innenstadt werden als Orte der Bewegung und des Entdeckens erfahren.

Die Teilnahme an Aktivitäten im Quartier und die Auseinandersetzung mit Nachbarn gehören

ebenfalls zum Hortalltag.

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4. Betriebskonzept

4.1 Allgemeine Organisation des Tageshorts

Träger des Tageshorts ist die Stadt Baden. Er ist der Abteilung Kinder Jugend Familie, Fachstelle

Familie, unterstellt.

Der Tageshort wird durch Elternbeiträge und Beiträge der Stadt Baden finanziert.

Die Elternbeiträge richten sich nach dem Elternbeitragsreglement für die familienergänzende

Betreuung von Kindergarten- und Primarschulkindern (EBR Baden) und der Verordnung zum

Elternbeitragsreglement für die familienergänzende Betreuung von Kindergarten- und Primarschulkindern

(VO EBR Baden). Auf der Internetseite der Stadt Baden steht ein Tarifrechner zur

Verfügung (www.baden.ch/tarifrechner_tagesstrukturen).

Die wesentlichen betrieblichen Fragen wie Aufnahmebedingungen, Anmeldung, Betriebszeiten,

Betreuungsvereinbarung, Zusammenarbeit mit den Eltern, Abwesenheiten des Kindes und

Nichtbeanspruchung des Betreuungsangebots sowie Fristen für Änderungen des Betreuungsumfangs

und Kündigung sind im Betriebsreglement Tageshort Baden geregelt.

4.2 Interne Organisation des Tageshorts

Personal

Dem Tageshort steht eine fachlich qualifizierte Leitung vor. Die Verantwortung für die Betreuung

der Kinder trägt pädagogisch ausgebildetes Personal (Fachpersonen Betreuung, Kleinkindererzieherinnen,

Sozialpädagoginnen oder Lehrpersonen Kindergarten/Primarschule). Der

Stellenschlüssel richtet sich nach den Richtlinien für Tagesstrukturen für Kindergarten- und

Primarschulkinder der Stadt Baden.

Gruppen

Die Kinder werden in altersdurchmischten Gruppen betreut. Den Bedürfnissen der verschiedenen

Altersgruppen wird bei der Gestaltung des Hortalltags und der Freizeit Rechnung getragen.

Für die Freizeitaktivitäten werden alters- und/oder interessenspezifische Gruppen zusammengestellt.

Mit Ausnahme der Frühbetreuung werden die Kinder in zwei Gruppen betreut. Damit

können Hausaufgaben und Spätnachmittagsaktivitäten dem Alter entsprechend gestaltet werden.

Betriebszeiten

Der Tageshort ist während der Schulzeit von 07.00 – 08.00 Uhr und von 11.00 – 18.30 Uhr geöffnet.

Während der Schulferien ist er von 07.00 – 18.30 Uhr offen. Während Feiertagen, in den

letzten drei Wochen der Sommerferien sowie in den Weihnachtsferien ist der Tageshort geschlossen.

Jahresplanung

Die Jahres- und Quartalsplanung mit den Daten zu den Betriebsschliessungen und den speziellen

Anlässen werden den Eltern jeweils zu Beginn des Quartals zugestellt.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit des Tageshorts (Informationsabende für Eltern, Medienberichterstattung,

Informationsmaterial, Internetauftritt) erfolgt in Zusammenarbeit und Absprache zwischen

Hortleitung, Fachstelle Familie und der Abteilung Kinder Jugend Familie.

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4.3 Personal

Qualifikation und Zusammensetzung des Personals

Die Anforderungen an die Qualifikation des Personals richten sich nach den Richtlinien für Tagesstrukturen

für Kindergarten- und Primarschulkinder der Stadt Baden. Der Tageshort wird

von einer Betriebsleitung geführt. Zusätzlich zum Betreuungspersonal steht Hauswirtschaftspersonal

zur Verfügung.

Weiterbildung / Teambildung / Supervision

Dem Tageshort steht ein Budget für kürzere Weiterbildungen, Teambildung sowie für Supervision

zur Verfügung. Alle Weiterbildungskurse, Teambildungsanlässe und die Supervision müssen

bei der Fachstelle Familie beantragt und durch diese genehmigt werden. Für umfassende

Weiterbildungen des Personals gelten die Bestimmungen der Stadt Baden.

Anstellung

Die Anstellung des Hortpersonals erfolgt nach den Bestimmungen der Stadt Baden. Die Anstellungsbedingungen

und Löhne richten sich nach den städtischen Vorgaben.

Stellenbeschreibungen / Aufgaben

Für alle Funktionen der Mitarbeitenden des Tageshorts bestehen Stellenbeschreibungen. Die

Aufgabenteilung und die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden sowie der Fachstelle

Familie sind klar geregelt.

Personalbeurteilungsgespräche

Einmal jährlich erfolgt ein Mitarbeitergespräch, welches der persönlichen Entwicklung und der

Qualitätssicherung dient. Grundlage sind die Vorgaben der Stadt Baden sowie die Unterlagen

der Abteilung Kinder Jugend Familie. Die Leitung des Tageshorts führt die Gespräche mit dem

Hortpersonal, die Fachstelle Familie das Gespräch mit der Hortleitung.

4.4 Steuerung und Qualitätssicherung

Politische Steuerung der Leistungs- und Qualitätsindikatoren

Die strategischen Ziele und Leistungsvorgaben für den Tageshort werden jährlich unter Berücksichtigung

der Vorgaben des Stadtrates und der Abteilung Kinder Jugend Familie in Zusammenarbeit

mit dem Tageshort festgelegt. Die Steuerung und Messung der Leistung geschieht

mit Hilfe der festgelegten Indikatoren im Rahmen der WOV-Produkteblätter und der Auswertung

der Jahresziele und der Jahresplanung.

Betriebliche Steuerung

Die betriebliche Steuerung geschieht mittels der Produktkennzahlen (Auslastung, Brutto- und

Nettokosten), die durch den Leiter der Abteilung Kinder Jugend Familie in Zusammenarbeit mit

der Fachstelle Familie erhoben und kontrolliert werden.

Die Fachstelle Familie vergleicht in Zusammenarbeit mit der Hortleitung die aktuelle Betriebsrechnung

quartalsweise mit der Budgetvorgabe und bespricht die Resultate mit der Leitung der

Abteilung Kinder Jugend Familie.

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Sicherstellung der Arbeitsqualität

Die Betreuungs- und Arbeitsqualität im Tageshort wird durch die Jahresgespräche, verschiedene

Zeitgefässe für den fachlichen Austausch, gezielte Weiterbildung des Tageshortteams oder

der einzelnen Mitarbeitenden mit anschliessender Auswertung, die Zusammenarbeit mit den

Eltern und die Rückmeldungen der Eltern sichergestellt.

Beobachtung und Dokumentation der Kinder

Für jedes Kind besteht eine schriftliche Dokumentation, in der Fortschritte, auffällige Verhaltensweisen,

Gespräche mit Eltern, Lehrpersonen sowie wichtige Ereignisse festgehalten sind.

Die Beobachtungen geben Hinweise auf den aktuellen Entwicklungsstand, sowohl der einzelnen

Kinder als auch der Kindergruppe(n). Gruppenleiterinnen und Mitarbeitende nehmen in der

Planung Bezug auf ihre Beobachtungen und setzen entsprechende Ziele für die einzelnen Kinder

und die Kindergruppe(n). Auffälligkeiten werden im Gruppenteam und mit den Eltern besprochen.

Sicherstellung der Pädagogischen Qualität

Die Qualitätskontrolle geschieht mit Hilfe der im Konzept festgelegten Überprüfungskriterien

und wird einmal jährlich im Rahmen der pädagogischen Jahresplanung durchgeführt. Die Ergebnisse

der Auswertung fliessen zur Sicherung in die pädagogischen Zielsetzungen mit ein.

Tageshort Konzept 2012 15

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