FINDORFF GLEICH NEBENAN Nr. 17

FINDORFF.GLEICH.NEBENAN

FINDORFF GLEICH NEBENAN ist das Stadtteilmagazin für Findorff und Bremen für Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik

Im Winter 2021 | Ausgabe 17 | Kostenlos, aber nicht umsonst

GLEICH NEBENAN

Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik im Stadtteil

®

BUSINESS VON A BIS Z

FINDORFF FINDER

» Ich suche auf www.findorff-finder.de ! «

YOSRA AL SAID Falafel Queen ANDREAS ECKERT Der Badmanager JUS Zurück ins

Leben DIETMAR HOPPE Rücke vor bis zum Los ! LOKALPOLITIK Video killed the

Hinterzimmer BAUPROJEKT Findorff Living MAHLZEIT Persische Gerichte im Sara


BEXTES BLICK

q VOM LEBEN GEZEICHNET

FÜR HEUTE. FÜR MORGEN. FÜR MICH.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 03


1.

Ihr Immobilien-Expertenteam für Bremen und umzu.

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2.

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Beratung durch Ihre Stadtteilmakler:

0421 179-4000

» Wer sucht, der findet. «

F

indorff ist bunt. Aber wie

bunt und vielfältig ist

Findorff tatsächlich ? Wir

behaupten seit jeher: Unser

Stadtteil ist sehr bunt

– und belegen diese These

seit vier Jahren immer wieder

neu. Bunt heißt gemischt

und vielgestaltig. Bunt zeichnet

sich im Gegensatz zu Weiß, Grau und Schwarz durch leuchtende

Farben aus. FINDORFF GLEICH NEBENAN setzt auch diesmal

auf eine farbenfrohe Mischung aus ganz unterschiedlichen

Inhalten – vermittelt über interessante Menschen, die Findorff

durch das, was sie tun, zum Leuchten bringen.

Ab und zu werden wir gefragt: »Gehen Euch irgendwann nicht

die Themen aus ?« Danke der Nachfrage. Die Antwort ist: Nein.

In unserem Dorff mit über 25.000 EinwohnerInnen gibt es auch

in Zukunft in den Interviews viele Geschichten zu erzählen – und

wir schauen zugleich weiterhin über den dörfflichen Tellerrand.

Wer sich im Stadtteil einbringen möchte, kann am »Dorffleben«

in völlig unterschiedlichen Welten teilhaben. Man könnte sich

online der größten Findorffer »facebook«-Gruppe anschließen.

Die hat über 1.700 Mitglieder und ist ein gutes Forum, um zu

erfahren, was im Stadtteil los ist. Oder man könnte ganz analog

in den bald 120 Jahre alten »Bürgerverein Findorff« eintreten.

Auch wer in Findorff essen gehen möchte, hat die Auswahl. Ob

asiatisch, deutsch, französich, griechisch, indisch, italienisch,

q AUS FINDORFF. FÜR FINDORFF

japanisch, türkisch oder vegan: Die lokale Gastronomie

bringt ihre Gäste äußerst abwechslungsreich

auf den Geschmack. Und: Im Vergleich zu anderen

Stadtteilen ist Findorff mit vielen Geschäften und

zahlreichen DienstleisterInnen gut aufgestellt. Das

alles und noch viel mehr gibt es bei uns.

Wer sucht, der findet. Nicht nur für neu im Stadtteil

ankommende BewohnerInnen stellt sich die Frage:

»Was finde ich wo in Findorff ?« Auch für Alteingesessene

gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Handel und Wandel

in Findorff: Wer hat den Überblick ? Irgendwann entwickelte

sich aus dieser Erkenntnis eine Idee: »Warum gibt es keinen

digitalen Branchenführer für die gesamte lokale Findorffer

Geschäftswelt, in der alle Geschäftsleute im Stadtteil zu finden

sind ?« Lange Rede, wenig Sinnvolles ist ebenso wenig unsere

Sache wie endlose Diskussionen, was man alles machen könnte.

Gedacht, gesagt, getan finden wir viel besser.

Nun ist er da, der neue FINDORFF FINDER: Unter der Adresse

www.findorff-finder.de wird Suchenden geholfen – erstmals auf

einem umfassenden Portal mit weit über 300 Adressen aller

Unternehmen in Findorff. Als Bonus gibt es die Adressen der

lokalen Einrichtungen aus Kultur, Politik und Vereinsleben.

Unterstützen Sie uns, wenn es weitere Einträge mitzuteilen gibt.

Der »Findorff Verlag« bedankt sich bei den drei Parteien im

Beirat, die durch die Förderung des Projektes den »FINDORFF

FINDER« unterstützt haben – und wünscht jetzt druckfrischen

Lesespaß mit der neuen Ausgabe Nr. 17. Viel Vergnügen !

GLEICH NEBENAN

Ihre Wünsche

in kompetenten

Händen.

Von der Stadtmitte über Schwachhausen

und Findorff bis Walle:

Von Osterholz über

Oberneuland bis Horn:

06 l YOSRA AL SAID

Die »Falafel Queen« bietet syrische Spezialitäten an

10 l ANDREAS ECKERT

Über Personalmangel, smarte Heizungen und Karl Lagerfeld

14 l JUGENDHILFE IN DER PLANTAGE

Die »JUS« unterstützt straffällig gewordene Jugendliche

24 l VIDEO KILLED THE HINTERZIMMER

Bürgerbeteiligung goes online: Warum für den Beirat

Findorff Videokonferenzen ein Sprung nach vorn sind

31 l BAUPROJEKT FINDORFF LIVING

32 l AKTIV VOR ORT

Neues von der Sparkasse Bremen in Findorff

Von Arsten über die Neustadt und

Huchting bis Woltmershausen:

Daniel

Mazurek

Benjamin

Rauch

Von Burglesum über

Vegesack bis Blumenthal:

Stefan

Kahle

Martina

Schneemann

Für Gewerbe

und Investment:

Andreas

Marx

19 l KHALED HADIDI

Tipps rund um den Verkauf und Erwerb einer Immobilie

20 l EIN FAHRZEUG FÜR DEN URLAUB

Finanzexpertin Saskia Döring rät zum Autokredit

22 l DIETMAR HOPPE

Schwieriger Start für die Bürgerpark-Tombola 2021

33 l DER GUTE TIPP

34 l DORFFKLATSCH

36 l MAHLZEIT

Auf Geschmacksvisite im »Sara«

38 l SUPERSUSE

Stephan

Freund

Marit

Kaiser

Edda

Landwehr

Deike

Bülichen

Thomas

Vahlsing

Aylin

Sel

Christoph

Entelmann

Tim

Kulke

In dieser Winterausgabe geht es dreimal um Chancen:

zur Selbstständigkeit mit eigenem Imbiss, einen krisenfesten Beruf

zu ergreifen oder sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen FINDORFF GLEICH NEBENAN | 05


PROFILE

q YOSRA AL SAID BIETET SYRISCHE SPEZIALITÄTEN AUF DEM FINDORFFMARKT AN

» Mein Imbisswagen kam an meinem Geburtstag an. «

YOSRA AL SAID

Y

Seit wann gibt es Ihr Angebot ?

osra Al Said, Sie haben sich selbstständig gemacht.

Man findet Sie als »Falafel Queen«

dreimal die Woche auf dem Findorffmarkt.

Wie sind Sie auf den Namen gekommen ?

Ein Freund hat den Namen ausgesucht. Er

sagte, dass dieser Name der Richtige sei,

da meine Falafel so köstlich seien, dass sie

selbst der Queen schmecken würden.

Seit zwei Jahren und drei Monaten bin ich auf dem Findorffmarkt.

Es gibt einen zweiten Wagen auf dem Domshof – und

ich biete einen Partyservice an.

Worin besteht Ihr Angebot ?

Ich biete Speisen aus der arabischen Küche an. Es gibt Suppe,

Vorspeisen und Hauptgerichte wie Hühnchen in unterschiedlichen

Variationen. Ich habe frisch gemachte Falafel Rollo,

gefüllte Paprika, Mandireis und Röllchen mit Spinat. Viele der

Gerichte sind vegan, wie der Falafel Rollo, Mandireis und verschiedene

Vorspeisen. Ab März werde ich mit einem Geschäftspartner

einen Laden in Findorff in der Hemmstraße 273 eröffnen,

in dem wir Feinkost aus der syrischen Küche anbieten.

Welche Unterstützung haben Sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit

in Bremen erfahren ?

Ein Professor von der Hochschule Bremen kam mit seiner Frau

in die Flüchtlingsunterkunft, in der ich mit meinen Kindern

untergebracht war. Da ich die einzige syrische Frau in der Unterkunft

war, die Englisch sprach, übersetzte ich die Gespräche

zwischen ihm und den Flüchtlingsfamilien. So lernten wir uns

kennen. Dann fragte er mich, ob er mich und meine Kinder

unterstützen könne. Mittlerweile sind wir sehr eng befreundet.

Wie kam es zu der Idee, sich selbstständig zu machen ?

In Damaskus, wo ich herkomme, habe ich Englisch studiert. In

Bremen bräuchte ich sechs Jahre, um das Studium zu beenden.

So lange wollte ich nicht warten. Irgendwann kam mir die Idee,

einen Imbisswagen zu eröffnen. Mein erster eigener Imbisswagen

kam in Bremen an meinem Geburtstag an.

Was haben Sie vorher gemacht ?

Nachdem ich 2015 in Bremen angekommen bin, habe ich zunächst

mit meinen Kindern in der Flüchtlingsunterkunft gelebt.

Nur wer eine Wohnung hat, darf auch Sprachkurse besuchen.

Nachdem wir eine Wohnung gefunden hatten, habe ich einen

Deutschkurs sowie den Test »Leben in Deutschland« erfolgreich

abgeschlossen. Während ich den nächsten Kurs gemacht habe,

absolvierte ich nebenbei zwei Monate ein Praktikum inklusive

Kochkurs und später ein Praktikum auf dem Findorffmarkt.

Dort habe ich viel gelernt über die Arbeit auf dem Markt mit

allem, was dazugehört. Ich bin die erste syrische Frau auf dem

Findorffmarkt, die einen Imbissstand aufgemacht hat !

Sie haben in Syrien als Sozialarbeiterin in einem Kinderheim

mit verwaisten Kindern und Jugendlichen gearbeitet, bis zu

600 im Jahr 2014. Ein Jahr später sind Sie dafür als Unterstützerin

der Widerständler inhaftiert worden. Sie wurden verhaftet,

haben im Gefängnis schlimme Dinge erlebt, konnten mit

Ihren eigenen Kindern fliehen und sind am Ende in Bremen

gelandet. Woher nehmen Sie Ihre Kraft ?

Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, mich für die verwaisten

Straßenkinder in meinem Stadtviertel Barzeh einzusetzen.

Als ich 20 Jahre alt war, habe ich mich verlobt. Ich war zu

der Zeit im zweiten Jahr meines Englischstudiums. Im dritten

Studienjahr habe ich geheiratet und weiterstudiert. Dann bekam

ich vier Töchter und einen Sohn innerhalb von sechs Jahren.

In Syrien sagt man: »Bring‘ die Kinder mit wenig Abstand auf

die Welt, damit sie zusammen groß werden können.« Mit dem

Studium habe ich aufgehört. Irgendwann wollte ich aber wieder

etwas tun, und sei es ehrenamtlich. Ich habe 2006 in einem

Waisenheim gearbeitet, wo »meine« 25 Kinder Essen, Kleidung

und Geld bekamen. Das Heim wurde von reichen Leuten

finanziell unterstützt, so dass wir unser Angebot nach und

nach ausweiten konnten. 2011 waren 200 Kinder da. u

FALAFELQUEEN

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 06

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 07


q YOSRA AL SAID IM INTERVIEW

» Meine Falafel sind frisch und selbstgemacht.«

Ich unterrichtete sie in Englisch und kochte mit ihnen. Als im

selben Jahr der Krieg ausbrach, wuchs die Anzahl der Waisenkinder

auf bis zu 600 im Jahr 2014. Ihre Eltern waren getötet

oder vom al-Assad-Regime inhaftiert worden. Im Jahr 2014

kam ich für 68 Tage ins Gefängnis, weil ich mich um die Kinder

gekümmert hatte, deren Eltern gegen al-Assad waren. Ich sagte

ihnen, dass ich keine Gegnerin von al-Assad sei, sondern mich

um die verwaisten Kinder kümmern wollte. Sie schlugen und

folterten mich. Niemand wollte verstehen, dass sie ihren Krieg

führen, doch den Kindern eine Chance geben sollten ! Die

Kinder, deren Väter beim Militär dienen und pro al-Assad sind,

erhalten jede Unterstützung bis zum Studienplatz. Doch Kinder

sind Kinder. Wir sollten keine Unterschiede machen und allen

Bildung und Schutz zukommen lassen.

des Tages nichts mehr vornehmen, weil nie klar ist, wie lange es

dauern wird oder auch, wann man an die Reihe kommt. Außerdem

kann es vorkommen, dass dir die Papiere vor deinen Augen

zerrissen werden, wenn ein einziges Papier fehlt. In Barzeh hat

meine Nachbarin gekocht und auf die Kinder aufgepasst, wenn

ich krank war. Das ist hier anders. Ich bin gut vernetzt und habe

gute FreundInnen, aber der Zusammenhalt der Menschen in

Damaskus ist noch viel größer. Alle Familienmitglieder wohnen

normalerweise im gleichen Stadtteil. Alle helfen sich gegenseitig.

In Syrien habe ich die Männer so wahrgenommen, dass

sie niemals fragten, wie es mir geht oder was ich möchte. Sie

drehen sich sehr um sich selbst. In Deutschland erlebe ich, dass

ein Mann seine Frau durchaus in allen Angelegenheiten befragt

und die Beziehungen gleichberechtigt sind.

Wie hat Ihre Flucht aus Syrien ausgesehen ?

Was wünschen Sie sich für die Zukunft ?

Nach meiner Inhaftierung musste ich das Land verlassen. Mein

Mann, der sich nicht vorstellen konnte, im Ausland zu leben,

brachte mich und meine Kinder bis zur Grenze des Libanon.

Von Beirut aus flogen wir in die Türkei, wo wir zunächst sieben

Monate blieben. Dann fuhren wir mit dem Boot nach Griechenland

und reisten mit dem Bus, zu Fuß und zuletzt mit der Bahn

einen Monat lang weiter bis nach Bremen.

Seit wann lernen oder sprechen Sie Deutsch ?

Vor fünf Jahren bin ich mit meinen Kindern in Deutschland

angekommen. Meine Tochter hat binnen zwei Monaten ihre

Prüfung des Sprachniveaus B1 erfolgreich abgelegt. Ich habe

die Sprache nicht so schnell wie meine Tochter gelernt. Ich

lerne immer noch dazu.

Wie leben Sie in Bremen ?

Ich wohne in Findorff mit dreien meiner fünf Kinder. Mein

Sohn und eine Tochter gehen zur Schule. Eine Tochter arbeitet

im Martinshof. Zwei Töchter studieren außerhalb Bremens.

Ich wünsche mir, dass meine beiden Kinder, die noch zur Schule

gehen, studieren können. Meine Tochter möchte Design oder

Architektur studieren. Mein Sohn möchte vielleicht Ingenieur

werden. Meine zweite Tochter, die im Martinshof arbeitet,

spart auf eine Wohnung. Zudem wäre es schön, wenn »Falafel

Queen« in Findorff noch bekannter werden würde. Es kommen

immer wieder Leute, die staunen, dass es mich schon seit über

zwei Jahren auf dem Findorffmarkt gibt. Am Tag der Eröffnung

habe ich nur zehn Rollos verkauft. Letzten Samstag waren es

70. Meine Falafel sind frisch und selbstgemacht. Ich verwende

immer frisches Öl. Und wer sie probiert, kommt wieder. Ich

wünsche mir für den neuen Feinkostladen in der Hemmstraße,

dass er gut anlaufen wird – und es bald wieder möglich sein

wird, Sitzplätze anbieten zu können. Langfristig würde ich

gerne einen Saal haben, in dem ich für Hochzeiten, Verlobungen

oder Geburtstage die Feiern ausrichte. Ich würde den Raum

selbst designen und für das Essen sorgen, so dass die GastgeberInnen

sich um nichts kümmern bräuchten.

Wir sind weiter für Sie da ! TAKE AWAY als außer Haus

Verkauf Mittwoch bis Montag 12 - 14:30 Uhr und

18 - 21 Uhr, am Samstag ab 18.00 Uhr. Dienstag

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Wie schaffen Sie es, als alleinerziehende Mutter Ihre Selbstständigkeit

und das Familienleben parallel zu managen ?

Alle Kinder sind tagsüber außer Haus, während ich auf dem

Findorffmarkt bin. So bekommen wir es gut hin. Die ersten drei

Monate, in denen ich noch kein Auto hatte, haben mir meine

Kinder sehr geholfen, die Lebensmittel nach Marktschluss nach

Hause zu tragen. Auch samstags helfen sie oft noch gerne mit.

Was für Unterschiede zwischen den BewohnerInnen von

Damaskus und Bremen sind Ihnen besonders aufgefallen ?

Vieles ist anders. Zum Frühstück isst man bei uns zum Beispiel

Falafel oder Fatteh. Das ist Hummus mit Brot, Joghurtsoße,

Tahin und etwas Fleisch. Das Frühstück ist also kräftig – für

einen guten Start in den Tag. In Bremen gefällt mir das Verkehrsnetz

sehr gut, wie die Straßenbahn. Auch werden Termine

eingehalten. Das ist in Syrien nicht unbedingt so. Wenn man

einen Termin in der Behörde hat, braucht man sich für den Rest

▼ ÜBER YOSRA AL SAID

Yosra Al Said wurde 1973 in Syrien geboren – ein Land, das seit

einem Militärputsch 1963 die nationalistische »Arabisch-Sozialistische

Baath-Partei« regiert. Nach dem Tod von Präsident

Hafiz al-Assad im Jahr 2000 regiert sein Sohn Baschar al-Assad.

Ein friedlicher Protest gegen das Regime al-Assads im Zuge des

»Arabischen Frühlings« in 2011 war Auslöser für einen Bürgerkrieg,

der bis heute andauert. Yosras Vater diente als General

unter Hafiz al-Assad. Da er aus der Pension zurück in den Militärdienst

gerufen worden wäre, ist er mit Yosras ältester Tochter

nach Schweden geflüchtet. Dort leben mittlerweile auch ihre

Mutter und Geschwister. Yosra galt als Gegnerin von al-Assad,

weil sie sich um verwaiste Kinder gekümmert hat. Mehr unter

»Falafel Queen Bremen« auf »facebook«. Der Feinkostladen

startet im März in der Hemmstraße 273.

Interview: Nicole Henze, Foto: Martin Bockhacker ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 08


PROFILE

q ANDREAS ECKERT ÜBER PERSONALMANGEL, »SMARTE« HEIZUNGEN UND KARL LAGERFELD

» Es muss mehr passieren, um junge Leute zu gewinnen. «

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 10

ANDREAS ECKERT

BADMANAGER

H

err Eckert, Sie sind Meister im Zentralheizungs-

und Lüftungsbauerhandwerk

und der Inhaber von »Rolf Flato«. Das

Unternehmen gibt es in Findorff seit über

100 Jahren. Wann und wie haben Sie

einst dort angefangen ?

Ich habe Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

gelernt, dann aber erstmal im Vertrieb

gearbeitet. Während dieser Tätigkeit

habe ich Rolf Flato viele Heizungen verkauft. Er selbst wollte

damals nicht mehr, weil es ihm zu stressig und zu viel geworden

war. Er hat mich gefragt, ob ich Interesse hätte, sein Unternehmen

zu übernehmen. Nach zehn Jahren Vertriebstätigkeit hatte

ich große Lust, nach dem Motto »Back to the Roots« wieder

etwas anderes zu machen. Wir wurden uns einig – und so bin

ich zu einem eigenen Betrieb gekommen. Ich habe das Unternehmen

»Rolf Flato« vor fast fünfzehn Jahren am 1. August

2006 übernommen.

Wer aufmerksam durch den Stadtteil geht, wird zwei Unternehmen

für Sanitär, Bad und Heizung entdecken: »Rolf Flato

Inh. Andreas Eckert« in der Admiralstraße und »Flato Haustechnik«

in der Hemmstraße. Wie kam es dazu, dass es in

Findorff zwei Unternehmen »Flato« aus einer Branche gibt ?

Das ist ganz einfach. Die Tochter von Rolf Flato wollte das

Unternehmen damals nicht übernehmen. Andrea ist seinerzeit

zurück in den Stadtteil gekommen und hat mit ihrem damaligen

Mann bei mir gearbeitet. Als ich 2015 den ursprünglichen

Standort von »Rolf Flato« verlassen habe, um größere Geschäftsräumlichkeiten

anzumieten, haben sich Andrea Flato und ihr

Mann überlegt, sich am alten Standort selbstständig zu machen,

auch um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Daher gibt es

jetzt in Findorff zwei Unternehmen namens »Flato«.

Überall im Stadtteil sieht man Ihre Fahrzeuge im Einsatz.

Wie groß ist Ihr Team ?

Aktuell haben wir zehn MitarbeiterInnen, darunter sechs

Gesellen, drei Auszubildende und eine Dame im Büro. Eine

weitere Bürokraft suchen wir zur Zeit noch.

Auf Ihrem Schaufenster steht groß geschrieben »Monteure

gesucht!«. Wie schwierig ist es heutzutage für ein Heizungsund

Sanitärunternehmen, gute MitarbeiterInnen zu finden ?

Diese Entwicklung hat sich schon vor ungefähr drei, vier Jahren

angedeutet: Es ist heute extrem schwierig MonteurInnen zu finden.

Das Problem beginnt beim Mangel an Nachwuchs und der

schulischen Bildungsqualität einiger BewerberInnen, die zu uns

kommen. Gleichzeitig wirbt uns die Industrie das Fachpersonal

mit viel Geld ab – Geld, das wir als Löhne nicht zahlen können,

weil wir die hohen Lohnkosten an die KundInnen weiterleiten

müssten, die die daraus resultierenden Stundensätze völlig zu

Recht nicht mehr akzeptieren würden.

Ein Installateur- und Heizungsbaumeister aus Findorff

erzählte mir, dass es auch schwierig sei, junge Menschen für

den Ausbildungsberuf »Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-

und Klimatechnik« zu begeistern. Der Beruf wäre bei

jungen Menschen immer noch mit einem überholten Klischee

des Klempners belegt, der für »Gas, Wasser und Scheiße«

zuständig sei. Er hat einen Kandidaten erlebt, der meinte,

Klempner wird man nur, wenn einem nichts anderes einfällt.

Ist das so – und wenn ja: Was müsste man tun, um das

negativ besetzte Image der Branche zu ändern ?

Das ist richtig. Unsere Lobby und ihr Einfluss sind in den letzten

Jahrzehnten nicht sehr groß gewesen. Es muss mehr passieren,

um junge Leute für den Beruf zu gewinnen. Die Anforderungen

haben sich mittlerweile sehr gewandelt. Der Beruf ist extrem

vielfältig und abwechslungsreich geworden. Toll ist: Ich habe

jeden Tag Kontakt zu unterschiedlichen Menschen. Ich habe

jeden Tag andere Aufgabenstellungen. Ich kann frei und flexibel

agieren. Wer möchte, kann sich auf bestimmte Aufgaben und

Bereiche spezialisieren – und wer besonders fit ist, kann noch

ein Studium anhängen, den Meister machen und eine eigene

Firma gründen. Die verschiedenen Möglichkeiten, einen eigenen

Weg zu gehen, sind immens und toll – nur muss das auch

in der Öffentlichkeit herübergebracht werden.

Können Sie Beispiele nennen, wie sich die Anforderungen und

Kompetenzen – neudeutsch: »Skills« – in Ihrem Beruf geändert

haben ? Spielt die Digitalisierung eine größere Rolle ?

Das ist zutreffend: Auch unser Beruf ist von der Digitalisierung

nicht ausgenommen. Es gibt heute moderne, neue Heizungen,

die wie kleine Computer sind und komplett per Smart- oder

iPhone geregelt werden. Das ist nur ein Beispiel. Mit »Smart

Home« als System hat sich viel geändert. In einem technisch

intelligenten Zuhause hat man weniger Arbeit, spart Energiekosten,

weil Heizung oder auch Licht sich effektiv, sicher und

problemlos digital steuern lassen. MonteurInnen haben heute

immer ein Smartphone dabei, um sich beispielsweise Daten

einer realisierten Installation abzuspeichern und dadurch zu

dokumentieren. Auch das papierlose Büro, von dem wir seit

dreißig Jahren reden, wird jetzt Realität. Es gibt bei uns keine

Zettel mehr: Wir arbeiten im Service zum Beispiel mittlerweile

mit Tablets, auf denen die KundInnen digital unterschreiben.

Alle Infos kommen bei uns in Echtzeit an – und das ist schon toll.

Herr Eckert, in drei kurzen Sätzen ein flammendes Plädoyer

für Ihren Beruf: Warum macht es Spaß, sich bei Ihnen zum

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker ausbilden zu lassen ?

Erstens: Bei uns gibt es jeden Tag eine berauschende Vielfalt

an Aufgaben und Tätigkeiten. Zweitens: Wir bieten eine hohe

Flexibilität in den Arbeitszeiten. Drittens: Unsere Teameinheiten

sind klein und familiär aufgestellt. Fazit: Wir eröffnen

interessante Wege für die persönliche Zukunftsgestaltung. u

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 11


q ANDREAS ECKERT IM INTERVIEW

» Wer gut ist, kann bei uns auch mehr verdienen. «

Wie kann man sich bei Ihnen melden, um mehr über den

Beruf zu erfahren, um ein Praktikum oder vielleicht sogar

eine Ausbildung bei »Rolf Flato« zu machen ?

Ein Praktikum ist eine gute Möglichkeit, um herauszufinden,

wo die eigenen Stärken liegen und was einem beruflich Spaß

machen könnte. Die Kontaktaufnahme ist ganz unkompliziert:

anrufen, mailen oder einfach vorbeikommen – völlig egal,

das geht alles.

Wie hoch ist der Lohn im ersten Ausbildungsjahr – und

wieviel kann man später als ausgebildeter Sanitär-, Heizungsund

Klimatechniker verdienen ?

Im 1. Ausbildungsjahr verdienen angehende InstallateurInnen

monatlich 600,00 Euro brutto. Das durchschnittliche Gehalt

eines Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

liegt zwischen 2.000 Euro und 3.200 Euro brutto im

Monat. Wer gut ist, kann bei uns auch mehr verdienen.

Während Gastronomie und Einzelhandel in der Coronakrise

um ihr Überleben kämpfen, habe ich den Eindruck, Handwerk

hat weiterhin goldenen Boden. Ist das so ?

Als es im März 2020 mit Corona richtig losging, hatten wir

einen kleinen Einbruch. Viele Menschen wollten damals keine

MonteurInnen bei sich zuhause sehen. Mittlerweile läuft es

wieder sehr gut. Selbstverständlich arbeiten alle von uns nach

dem Hygienekonzept. Wir tragen Masken und halten Abstand.

Um Aufträge muss ich mir keine Sorgen machen. Es hapert

momentan nur an neuen MitarbeiterInnen.

Vor sechs Jahren sind Sie mit Ihrem Unternehmen von der

Hemmstraße in die Admiralstraße umgezogen. In den »neuen«

Räumlichkeiten verfügen Sie jetzt über mehr Gesamtfläche

für Geschäftsführung, Büro, Werkstatt und Lager – und es

gibt einen kleinen Showroom. Reicht der aus, um KundInnen

bei vorhandenem Interesse erste Anregungen für qualitativ

hochwertige Badlösungen zu geben ?

Nein. Vor Ort ist das bei uns nur ein minimaler Showroom,

um über unser Schaufenster zu zeigen, worum es in diesem

Geschäft überhaupt geht.

Worauf kommt es an, wenn ich mein Bad neu gestalten lassen

möchte – und wie läuft eine entsprechende Beratung ab ?

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 12

Eine anschauliche Beratung erfolgt immer über die großflächigen

Ausstellungsräume der GroßhändlerInnen, wo für unsere

KundInnen ein umfassendes und vielfältiges Angebot zu sehen

ist. In der Beratung gibt es ein klares Procedere. Der erste

Schritt im Bad-Check ist, dass ich zur Kundin oder zum Kunden

fahre und die Gegebenheiten in den Räumlichkeiten vor Ort

kennenlerne, um mir zu überlegen, wie ich die Wünsche und

Anforderungen umsetzen kann. Wir besprechen natürlich auch,

was es kosten darf. Danach gibt es ein erstes Angebot. Wenn

das Angebot angenommen wird, fahren wir zusammen zu den

Ausstellungsräumen des Großhändlers, um verschiedene Alternativen

bezogen auf technische Möglichkeiten und Design kennenzulernen

und auszuwählen. Wir überprüfen zugleich auch,

ob die Elemente für die Badgestaltung tatsächlich in das Budget

passen. Wir finden fast immer eine abgestimmte Lösung. Dann

folgen die weiteren Schritte wie Planung und Ausführung, die

wir mit bewährten MalerInnen und MaurerInnen aus unserem

Handwerkerpool bis zur Endreinigung komplett aus einer

Hand anbieten.

Ihr Slogan lautet: »Akkurat muss es sein.« Akkurat heißt ja

sorgfältig und ordentlich. Können Sie uns Ihren Anspruch

noch näher erläutern ?

Diese Kernaussage unserer Philosophie ist aus meiner Ausbildungszeit

heraus entstanden. Mein Lehrmeister hat immer

gesagt: »Junge, mach das anständig. Wenn der Kunde glücklich

ist, dann bin auch ich glücklich und dann wirst auch Du

glücklich sein.« Diesen Satz habe ich mitgenommen und mir zu

Beginn meiner Selbstständigkeit gesagt: »So will ich arbeiten !«

Heute sage ich meinen Auszubildenden: »Wenn Du findest,

dass das, was Du geleistet hast, super geworden ist, dann

merkt das auch der Kunde – und wir sind alle glücklich.«

Als Karl Lagerfeld 2019 verstarb, stand in Ihrem Schaufenster

ein Schwarzweißfoto als Andenken an den Modemacher. Karl

Lagerfeld galt als preußisch diszipliniert und sehr arbeitsam.

Was kann man von einer solchen Legende lernen ?

Genau das. Disziplin und Fleiß sind die Eigenschaften, die uns

auszeichnen. Wenn ich einen Beruf habe, der mir Spaß macht,

kommt automatisch der Fleiß dazu, weil ich dann mehr arbeite,

als ich eigentlich muss – zum Beispiel, wenn ich mir auch noch

zuhause Gedanken mache. Disziplin ist erforderlich, um jeden

Tag aufzustehen und sich zu sagen: »Heute mache ich dieses

und jenes.« Nicht nur in dieser Hinsicht bleibt Karl Lagerfeld

für mich ein großes Vorbild.

▼ ÜBER ANDREAS ECKERT

Andreas Eckert (51) ist Meister im Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerk,

zertifizierter Bad-Manager und Inhaber

des Findorffer Dienstleistungsunternehmens »Rolf Flato«. Er

und ein bewährtes Team von zehn MitarbeiterInnen sind seit

nunmehr sechs Jahren am »neuen Standort« in der Admiralstraße

19 ansässig. In den Ausstellungsräumen berät Andreas

Eckert umfassend, fair und persönlich rund um Heizung,

Sanitär und Klima. Privat lebt der »Smart«-Fahrer im Nachbarstadtteil

Schwachhausen in einer festen Beziehung. Hobbys

von Andreas Eckert sind arbeiten und Golf spielen. »Rolf Flato

Inhaber Andreas Eckert« hat montags bis donnerstags von 7:00

bis 17:00 Uhr und freitags von 7:00 bis 13:00 Uhr geöffnet und

ist erreichbar unter Telefon 35 65 17. Außerdem gibt es einen

24-Stunden-Notdienst. Ausführliche Informationen über

das Unternehmen gibt es auf www.flato.de

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Martin Bockhacker ▲

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Text & Gestaltung: Rätsch Communications, www.raetsch.de, Foto: © Andreas Weimann


PROFILE

q ÜBER DIE ARBEIT MIT STRAFFÄLLIGEN JUGENDLICHEN IN FINDORFF IN DER »JUS«

» Ich kann nicht sagen, die Jugendlichen sind alle gleich. «

NINA HANAU

JACOB VON SPRECKELSEN

JUGENDHILFE

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 14

W

ir sprechen heute mit Nina Hanau

und Jacob von Spreckelsen über

die JUS, die ihren Standort in der

Plantage in Findorff hat. Was verbirgt

sich hinter dieser Abkürzung

mit den drei Buchstaben ?

Nina Hanau: JUS bedeutet Jugendhilfe

und Soziale Arbeit GmbH. Die

hat sich 2005 gegründet. Die JUS

ist aus dem Bremer Verein für Jugendhilfe & Soziale Arbeit e.V.

hervorgegangen. Wir werden getragen vom Deutschen Roten

Kreuz, der Stiftung St. Petri Waisenhaus und von Kriz e.V.. Die

JUS ist ein Träger der Jugend- und Jugendstraffälligenhilfe. Wir

bieten Soziale Trainingskurse, das Training für Aggressionskompetenz

sowie Erziehungsbeistandschaften an. Zudem gibt

es die Fachstelle für gemeinnützige Arbeit, die das Ableisten

von Sozialstunden koordiniert. Außerdem haben wir hier noch

die »Bremer Maulwürfe«, die mit zu Arbeitsauflagen verurteilten

Jugendlichen 52 Spielplätze im Bremer Raum pflegen. Die

Jugendhilfemaßnahmen der JUS umfassen schließlich noch die

Abteilung der Mobilen Betreuung, des Betreuten Jugendwohnens

und der Inobhutnahme.

Das klingt riesig. Wie viele Leute arbeiten in der JUS ?

Nina Hanau: Bei uns arbeiten ungefähr 60 Personen.

Welche konkreten Angebote bietet die JUS als Jugendhilfe und

Jugendstraffälligenhilfe ?

Jacob von Spreckelsen: Neben der Abteilung zur Organisation

und Durchführung gemeinnütziger Arbeit gibt es den Bereich

der Sozialen Trainingskurse (STK), des Trainings für Aggressionskompetenz

(TAK) und der Erziehungsbeistandschaften –

das Team, zu dem wir gehören.

Nina Hanau: Das Training für Aggressionskompetenz wird in

Kooperation mit der Stadtteilschule e.V. durchgeführt. Neu ist

ein Coronaschutzkurs für Jugendliche und Heranwachsende,

die Bußgelder erhalten haben, weil sie gegen die Coronaschutzverordnungen

verstoßen haben – und nicht bezahlen können.

Jacob von Spreckelsen: Der Auftrag für den Coronaschutzkurs

kam von der Senatorischen Behörde für Inneres. Die Idee dazu

kam aus der Richterschaft und der Jugendhilfe im Strafverfahren,

die sagten, dass es noch etwas anderes geben müsste, als

Bußgelder in Höhe von 50,00 bis 150,00 € zu verhängen. Das

ist für Jugendliche viel Geld – und da ist ein Kurs schon nachhaltiger.

Es geht um die eigene Verantwortung. Was uns ganz

besonders wichtig ist: Wie kann man Jugend noch ausleben

trotz Pandemie, trotz Einschränkungen.

Gibt es eigentlich den typischen jugendlichen Kriminellen ?

Jacob von Spreckelsen: Ich finde, diese Frage kann man unterschiedlich

beantworten. Gibt es den typischen Jugendlichen ?

Ein bisschen gibt es den. Zum Aufwachsen und zum Identitätsfindungsprozess

des typischen Jugendlichen gehört auch ein

ganz natürlich stattfindendes regelbrechendes Verhalten. Das

heißt, zum Erwachsenwerden und Ablösen vom Elternhaus

gehört es, gegen Konventionen zu verstoßen. Bei den meisten

reicht es, dass sie beispielsweise mal bei Rot über die Straße gehen.

Andere gehen vielleicht noch einen Schritt weiter und begehen

Straftaten. Viele werden einfach gar nicht erwischt, andere

schon. Das ist ein Teil der Antwort. Der andere ist ein bisschen

komplizierter, denn es gibt nicht den typischen Jugendlichen,

aber es gibt bestimmte Rahmenbedingungen und Gegebenheiten

bei Jugendlichen, die man immer wieder findet: Das sind

oftmals Schwierigkeiten im Elternhaus, in der Beziehung zu den

Eltern und zur Familie, ökonomische Benachteiligungen oder

Suchtproblematiken. Insgesamt also prekäre Lebensverhältnisse.

Nina Hanau: Es gibt oft negative Faktoren beim Aufwachsen.

Dennoch kann ich nicht sagen, die Jugendlichen bei uns seien

alle gleich. Sie sind in ihrem allgemeinen Verhalten und auch

in ihren Straftaten sehr unterschiedlich.

Viele besorgte BürgerInnen finden: Junge Kriminelle gehören

härter bestraft – und man würde viel zu nachsichtig mit ihnen

umgehen. Der Jugendrichter Stephan Kuperion hingegen sagt,

das dringendste Problem sei die Erwartungshaltung der Politik

und der Gesellschaft. Es werde erwartet, dass am Jugendgericht

das verkorkste Leben eines Jugendlichen mit ein, zwei

oder drei Prozessen wieder in die entsprechenden Bahnen zu

lenken sei. Seiner Meinung nach müsste Problemerkennung

viel früher einsetzen, noch weit vor den Straftaten, die sich oft

ankündigen. Zudem könne man im Jugendstrafvollzug nicht

das tun, was man tun könnte und müsste. Es würde an den

entsprechenden Ressourcen fehlen. Wie ist das in Bremen ?

Nina Hanau: In Bremen ist die Jugendstrafhilfe gut ausgebaut

und vernetzt. Ich glaube, dass wir in vielen Bereichen deutschlandweit

ziemlich weit vorne liegen und Vorbildcharakter haben.

Wer sagt »Kriminelle gehören härter bestraft«, dem entgegne ich,

dass die pädagogische und präventive Arbeit mit möglichen TäterInnen

dazu führt, dass die Anzahl an Straftaten geringer wird.

Gute TäterInnenarbeit bedeutet auch gute Arbeit für die Opfer.

Jacob von Spreckelsen: In der Phase der Identitätsfindung von

Jugendlichen können beispielsweise aus Gruppendruck oder

finanzieller Benachteiligung resultierende Straftaten auftreten.

Unser Jugendstrafrecht setzt darauf, dass dann pädagogische

Arbeit an erster Stelle steht.

Nina Hanau: Selbstverständlich sollen Straftaten, nur weil sie

jugendtypisch sind, nicht verherrlicht werden. Unsere Jugendlichen

müssen sich bei uns intensiv damit auseinandersetzen, was

sie getan haben. Es ist besser, Alternativen für das eigene Leben

zu finden, anstatt einfach irgendwo eine Strafe abzusitzen. Im

Jugendalter geht man davon aus, dass man noch etwas lenken

kann. Genau das versuchen wir, weil dieser Weg sinnvoller ist,

als Jugendliche zu verwahren und zu warten. u

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 15


q NINA HANAU UND JACOB VON SPRECKELSEN IM INTERVIEW

» Respekt steht bei uns ganz oben, das ist völlig klar. «

Irgendwann sind sie 21, sollen dann auf einmal gereift sein und

Alternativen gefunden haben – aber durch was und wie ?

Jacob von Spreckelsen: Ein Strafverfahren im rechtsstaatlichen

Sinne samt Ermittlungsarbeit ist ein langwieriger Prozess, so

dass eine zeitnahe Verhandlung von angezeigten Straftaten nicht

immer stattfinden kann. Durch den großen zeitlichen Abstand ist

die Verbindung von der Sanktion, die auferlegt wird, und der Tat

schwer zusammenzubringen. Das kann ein Problem sein, das sich

potentiell auf die Umsetzbarkeit der Maßnahmen auswirkt.

Wie kommen Jugendliche zu Euch ? Gibt es eine Altersgrenze ?

Jacob von Spreckelsen: Die Jugendlichen, die zu uns kommen,

werden uns von der Jugendhilfe im Strafverfahren und den FallmanagerInnen

des Sozialdienst Junge Menschen zugewiesen.

Nina Hanau: Die Jugendhilfe fängt ab 14 Jahren an und geht

laut Gesetz bis 21 Jahre, theoretisch nach dem Sozialgesetzbuch

in Einzelfällen bis 27 Jahre, wenn es beispielsweise eine

starke Reifeverzögerung gibt. Der Schnitt der von uns betreuten

Jugendlichen liegt bei ungefähr 19 Jahren. Vor dem 21. Lebensjahr

wird in der Regel vor dem Jugendgericht verhandelt. Dann

greifen Maßnahmen aus dem Jugendgerichtsgesetz.

Sie bieten ein »Training für Aggressionskompetenzen« für

straffällige Jugendliche an. Wie kann ich mir das vorstellen ?

Nina Hanau: TAK ist ein deliktspezifisches Angebot für junge

Männer. Im Training für Aggressionskompetenzen geht es um

den Umgang mit eigenen Aggressionen, Verhaltensänderung,

Auseinandersetzung mit der Tat und darum, Alternativen zu finden.

Ein großes Thema ist Opferempathie. Das Ziel ist: Wie kann

ich meine Aggressionen kontrollieren und ein gewaltfreies Leben

führen ? Es gibt ein Erst- und ein Abschlussgespräch, Gruppensitzungen

und zwei »Erlebnispädagogische Tage«. Das Angebot

ist sehr getaktet und findet nur in Gruppen statt.

Warum gibt es das nicht für junge Frauen ?

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 16

Nina Hanau: Wir merken jetzt gerade, dass der Bedarf wieder

etwas ansteigt, aber schwere Gewalttaten sind meistens männlich

dominiert. Wir haben schon weibliche Teilnehmerinnen,

die wegen Körperverletzung hier sind, aber wir können das im

Rahmen des Sozialen Trainingskurses auf jeden Fall abdecken.

Auf »Youtube« findet sich unter den Suchbegriffen »JUS«

und »Bremen« ein Video über die Arbeit der JUS. Tim hat ein

Handy geklaut, sich geprügelt und einen weiteren Diebstahl

begangen. Der Richter hat ihm eine letzte Chance gegeben

und in die Plantage geschickt, damit er Hilfe bekommt. Das

Video zeigt ein Erstgespräch und verschiedene Maßnahmen.

Laufen die Kurse immer so konfliktfrei ab – oder ist das

ein idealisierter Imagefilm ?

Jacob von Spreckelsen: Wir sind ja nur bedingt ein Dienstleistungsbetrieb.

Ein Imagefilm ist es daher nicht. Der Sinn dieses

Videos ist es, dass die Jugendlichen, aber auch die zuweisenden

Stellen, sich informieren können, was genau passiert im »Sozialen

Trainingskurs« ? Wir stellen online dar, was wir anbieten.

Es gibt auch eine Kurzversion für die Jugendlichen, die bei der

Jugendhilfe im Strafverfahren sind. Im Beratungsgesprächen

kann man sich den Film zusammen angucken und sagen: »Hier,

schau‘ mal, das schlage ich vor, das ist die Maßnahme, die Du

machen solltest und das kannst Du Dir darunter vorstellen.«

Dafür haben wir den Film gedreht.

Wie lange dauern die sozialen Trainingskurse ?

Nina Hanau: Die Sozialen Trainingskurse dauern in der Regel

sechs Monate – ebenso das erwähnte »Training für Aggressionskompetenz«.

Beide Angebote sind äußerst intensive Maßnahmen.

Wie wichtig ist in Eurer Arbeit gegenseitiger Respekt ?

Nina Hanau: Respekt steht bei uns ganz oben, das ist völlig

klar. Wir haben eine offene Haltung und begegnen den Zugewiesenen

vorurteilsfrei. Viele Jugendliche haben oft schon einige

Erfahrungen mit Jugendhilfemaßnahmen gemacht oder sind

in der Schule durchs Raster gefallen. Wir haben die Haltung:

»Ok, Du bist jetzt hier. Cool, dass Du da bist ! Wir gucken,

was wir in den sechs Monaten gemeinsam schaffen und erarbeiten

können.« Wichtig ist, dass wir Jugendliche dort abholen,

wo sie gerade stehen. Wir möchten ihnen mit Offenheit und

Wertschätzung begegnen. Beziehungsarbeit ist dabei das A

und O. Aber auch klare Absprachen und Strukturen sind wichtig.

Viele Jugendliche haben beides in ihrem bisherigen Leben selten

erlebt – weder zu hause, in der Schule noch mit anderen.

Jacob von Spreckelsen: Es gilt Verlässlichkeit aufzubauen, die

Jugendlichen wissen zu lassen, wir stehen zu unserem Wort,

meinen es ernst. Aber auch wenn uns etwas ärgert, spiegeln wir

es ihnen zurück, wobei die Jugendlichen wissen: Das ändert an

unserer professionellen Beziehung nichts. Schnell merkt man

dann, dass Absprachen immer besser funktionieren und dass

eine Struktur sich einfach gut anfühlt. Es geht also schon vor

allem um die Wertschätzung, Verlässlichkeit und Offenheit. Wir

sind nicht die Freunde der Jugendlichen, aber sie sollen sich bei

uns wohlfühlen. Nur weil hier ein Kicker oder Billardtisch u


q NINA HANAU UND JACOB VON SPRECKELSEN IM INTERVIEW

q IMMOBILIENTIPPS VOM EXPERTEN

» Wir sind keine offene Einrichtung. «

» Individuelle Immobilienwerte «

// WIRKLICHMACHER SEIT 1919

steht, ist es nicht so, dass wir die ganze Zeit spielen. Kickern

kann aber eine Situation auflockern, zum Beispiel wenn man

ein Trainingsmodul abgeschlossen hat.

Werden die TeilnehmerInnen auch außerhalb der Kurse der

JUS von Ihnen begleitet ?

Nina Hanau: Ja, wir unterstützen sie im Kontakt mit Ämtern,

bei Wohnungsbesichtigungen, schreiben Bewerbungen, gehen

mit zur Handwerkskammer oder zur Klassenkonferenz. Unser

Ziel ist, dass die Jugendlichen keine weiteren Straftaten begehen

und ihre Auflagen erfüllen können, um eine Haft zu vermeiden.

Welche Art von Problemen kann es geben, wenn Jugendliche

gemeinnützige Arbeit zu leisten haben ?

Jacob von Spreckelsen: Es gibt viele mögliche Schwierigkeiten.

Eine Herausforderung kann sein, dass sie Arbeitsauflagen bekommen,

aber zugleich auch zur Schule oder zur Arbeit gehen,

vielleicht in einer Ausbildung sind. Dann wäre es pädagogisch

gesehen nicht sinnvoll zu sagen, du gehst jetzt mal zwei Wochen

nicht zur Schule, sondern stattdessen auf den Spielplatz, um

zu arbeiten. Für die Jugendlichen selbst steht gemeinnützige

Arbeit immer in einem Zwangskontext. Die Fachstelle ist dabei

bemüht, für alle Zugewiesenen passende Rahmenbedingungen

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herzustellen. Es gilt, die Jugendlichen zu unterstützen, damit sie

regelmäßig erscheinen, pünktlich sind, Verabredungen und die

Tagesstruktur einhalten. Insgesamt geht es bei den Arbeitsauflagen

darum, den jungen TäterInnen für ihr begangenes Unrecht

die Möglichkeit einer Schadenswiedergutmachung im Sinne

eines positiven Beitrags für die Gesellschaft zu ermöglichen.

Hilfe, mein Kind klaut – und was ist, wenn Drogen im Spiel

sind ? Können sich besorgte Eltern direkt an Sie wenden ?

Jacob von Spreckelsen: Nein, das können sie nicht. Wir sind

keine offene Einrichtung, wir haben kein Sorgentelefon. Wenn

Eltern sich um ihre Kinder Sorgen machen, sind die Erziehungsberatungsstellen

ein guter Anlaufpunkt.

▼ JUS JUGENDHILFE UND SOZIALE ARBEIT

Die gemeinnützige Gesellschaft »JUS Jugendhilfe und Soziale

Arbeit« in der Plantage 24 bietet ein breites Angebotsspektrum

in den Bereichen Jugendhilfe und Jugendstraffälligenhilfe.

Multiprofessionelle Teams begleiten TeilnehmerInnen im Alter

von 12 bis 25 Jahren. Gesellschafter der JUS sind langjährig

anerkannte Träger der Jugendhilfe. www.jus-bremen.de

Interview: Nicole Henze, Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲

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dem Nutri-Score.

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Was ist der Nutri-Score?

Der Nutri-Score ist eine Nährwertkennzeichnung und gibt die

Nährwertqualität verarbeiteter Lebensmittel an.

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Ein grünes A ist bei vergleichbaren Produkten ernährungsphysiologisch

eine bessere Wahl als ein rotes E.

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Die erzielbaren Preise für Wohnimmobilien

befinden sich auf einem Spitzenniveau – das

ist ein ausschlaggebender Beweggrund für

einen Immobilienverkauf, ebenso aber auch

für einen Erwerb von beispielsweise Grundstücken

mit Entwicklungspotential. Hintergrund

dieser Entwicklung ist der vorherrschende

Nachfrageüberhang, der in Bremen auf ein

limitiertes Angebot stößt. Auf der einen Seite

ermöglicht das anhaltend niedrige Zinsniveau Kaufinteressenten

einen Immobilienerwerb mit einem vergleichsweise hohen

Fremdkapitalanteil – sollten sich die Banken jedoch aufgrund

von Unsicherheiten in Bezug auf die Pandemieentwicklung

anders aufstellen, wird die Zielgruppe der potentiellen Käufer

hier wieder kleiner und demzufolge nimmt der Nachfragedruck

mittelfristig ab. Auf der anderen Seite haben Anleger, die über

einen hohen Eigenkapitalanteil verfügen, gegenwärtig kaum

Alternativen als die Wertanlage in eine Immobilie. Die gestiegene

Nachfrage führt dazu, dass die Preisvorstellungen der Eigentümer

aktuell oftmals übertroffen werden.

Selbstverständlich muss der aufgerufene

Preis realistisch sein – folglich

muss der Marktwert auch richtig

eingeschätzt sein. Zunächst bildet

die Analyse wertbildender Kriterien

wie Lage, Größe, Zustand

und Baujahr der Immobilie vor

dem Hintergrund der momentanen

Marktsituation sowie dem Verhältnis

von Angebot und Nachfrage die Basis für

den Verkehrswert, beziehungsweise das Gutachten. Mindestens

genauso wichtig ist aber, den individuellen Wert der Immobilie

bei der Preiseinschätzung mit zu berücksichtigen – dieser

kann nur mit der langjährigen Marktexpertise unseres Teams,

den Erfahrungen aus zahlreichen abgeschlossenen Verkäufen

und Vermietungen sowie einer engen, präzisen Kenntnis der

Nachfragenden bestimmt werden. Ziel ist es, für den Verkäufer

– oder auch Vermieter – immer einen individuellen Mehrwert

herauszukristallisieren. Das ist nur durch eine enge Betreuung

und genaue Kenntnis der Kunden möglich. Für jede individuelle

Immobilie gibt es den bestmöglichen Erwerber, der die

Besonderheiten und die relevanten Wertedetails einer Immobilie

zu schätzen weiß und daher auch bereit ist, durchaus mehr

als den reinen Verkehrswert zu zahlen. Eine realistisch erzielbare

Preiseinschätzung erfordert also eine präzise Marktkenntnis

verbunden mit der Antizipierung für den emotionalen Wert.

▼ ÜBER KHALED HADIDI

Khaled Hadidi ist Geschäftsführer der Unternehmensgruppe

Robert C. Spies. Mehr Infos unter www.robertcspies.de

Text: Khaled Hadidi, Foto: Pressefoto ▲

Die Regelung zur Maklerprovision bei der Vermittlung

von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen

sieht seit dem 23.12.2020

eine hälftige Teilung der Maklerprovision

zwischen Käufer und Verkäufer vor.

Wir begrüßen die neue Regelung, da wir uns schon

immer als Vermittler zwischen den Parteien verstehen

und beide Seiten gleichermaßen von unserer

umfassenden Dienst- und Beratungsleistung profitieren.

Wir glauben, dass sich dadurch auch das Berufsbild

des Immobilienmaklers professionalisieren

wird. Ebenso wird die Regelung jungen Familien den

Eigenheimerwerb durch gesenkte Kaufnebenkosten

erleichtern.

„Das Gesetz

zur Provisionsteilung

schafft eine

einheitliche und faire

Regelung.“

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen!

Dipl. Immobilienökonomin (BI)

Nicola Metzger

Verkauf Wohnimmobilien & Immobilienbewertung

T 0421 173 93-54

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Für dich geöffnet: Montag – Samstag von 7 bis 22 Uhr

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FINANZTIPP

q EIN FAHRZEUG FÜR DEN URLAUB? SASKIA DÖRING BERÄT PRIVATKUNDEN IN FINDORFF

» Jetzt Caravan oder Reisemobil finanzieren.«

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 20 | PROMOTION

SPARKASSE BREMEN

AUTOKREDIT

I

m vergangenen Jahr ist der Urlaub anders

verlaufen als gewöhnlich. Sofern er überhaupt

stattgefunden hat. Der Deutsche Reiseverband

(DRV) berichtet Ende 2020 über ein hohes Interesse

an Zielen, die mit dem Auto zu erreichen

sind. Neben Deutschland seien das vor allem

Österreich, Italien und Polen. Es falle auf, dass

Reiseinteressenten extrem kurzfristig buchen.

Das schleppend anlaufende Impfprogramm

macht wenig Hoffnung auf einen »normalen« Urlaub 2021.

Menschen machen sich deshalb auch für die kommende Ferienzeit

Gedanken, mit dem Auto zu verreisen. Vielleicht sogar mit

dem eigenen Caravan oder Reisemobil. Die Idee dahinter:

unabhängig reisen, große Menschenansammlungen vermeiden

und flexibel den Urlaub an die Situation vor Ort anpassen.

Offensichtlich wirkt sich die Pandemie direkt auf den Fahrzeugmarkt

aus: Nach dem ersten Lockdown 2020 stiegen die

Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen rasant an, berichtet

der Marktdatenanbieter Statista.

Leider ist selbst die Anschaffung gebrauchter Fahrzeuge recht

teuer. Wer also gerade nicht über das nötige Geld verfügt, muss

sich seinen Traum finanzieren. »Gerade im Spezialfahrzeug-

Bereich ist das nicht so einfach«, sagt Saskia Döring von der

Sparkasse Bremen. Die Kundenberaterin in der Filiale Fürther

Straße weiß, dass viele Anbieter Fahrzeugtypen ausschließen.

Sie hat aber auch eine sehr gute Nachricht für die Menschen im

Stadtteil: »Mit dem Sparkassen-Autokredit können wir

unseren Kundinnen und Kunden nicht nur eine schnelle

Finanzierung für Kraftfahrzeuge anbieten, sondern auch

für Motorräder, Caravans oder Reisemobile.«

Wer sich entschieden hat ins Ausland zu reisen, bekommt bei

der Sparkasse Bremen natürlich auch gute Tipps für den Zahlungsverkehr:

Mit welcher Karte zahle ich am günstigsten vor

Ort ? Welche Versicherungen enthält meine Kreditkarte Gold ?

Worauf sollten Interessenten bei einem Autokredit achten ?

Saskia Döring, Finanzexpertin in der Sparkassenfiliale Fürther

Straße 8 in Findorff, gibt Interessenten im nachfolgenen

Interview wertvolle Hinweise für den Autokredit.

Ist es eine Ausnahme, ein gebrauchtes Fahrzeug mit einem

Kredit zu bezahlen ?

Saskia Döring: Nein, überhaupt nicht. Im Neuwagenbereich

hat sich das Leasing oder die Finanzierung über den Hersteller

bereits durchgesetzt. Fast jeder Zweite nutzt inzwischen auch

die Möglichkeit, einen Gebrauchtwagen mit einem Kredit zu

bezahlen.

Was sind die Gründe dafür ?

Die Listenpreise für neue Autos sind in den letzten Jahren

deutlich gestiegen. Das hat natürlich Auswirkungen auf die

Verkaufspreise gebrauchter Fahrzeuge. Reisemobile sind schon

durch ihre Sonderausstattung hochpreisig und haben zusätzlich

einen geringen Wertverlust. So kommen 30.000 Euro und mehr

für ein Gebrauchtfahrzeug schnell zusammen.

Welche Vorteile gibt es bei einer Finanzierung ?

Wer das Geld für sein Traumfahrzeug nicht auf einmal zur

Verfügung hat, kann mit einem Kredit dennoch als Barzahler

gegenüber dem Verkäufer auftreten. Hier gibt es oftmals

zusätzliche Rabatte. Wenn die Finanzierung mit festen Raten

und einem festen Zinssatz zurückgezahlt wird, sind die Kosten

außerdem transparent und kalkulierbar. Aufpassen sollte man

hingegen bei Finanzierungen, die einen hohen Betrag am Ende

der Laufzeit offenlassen. Die Raten sind auf den ersten Blick

günstig, wenn aber der

Rest nicht auf einen

Schlag gezahlt

werden kann, ist die

nächste Finanzierung

fällig. Und das wird

teuer.

Was mache ich,

um einen Kredit

zu erhalten ?

Für den Sparkassen-

Autokredit gibt es

mehrere Wege. Wer

mag, kann sich online

durch die Antragsstrecke

klicken und erhält

Fragen zum Autokredit ? Saskia Döring

direkt eine Kreditentund

das Team der Sparkasse in der Fürther

scheidung. Natürlich ist

Straße 8 in Findorff sind für Sie da.

das auch per Telefon

oder nach Terminvereinbarung persönlich in der Filiale möglich.

Kundinnen und Kunden der Sparkasse Bremen müssen

übrigens keine Gehaltsnachweise einreichen und erhalten den

Wunschbetrag nach der Sofortzusage direkt aufs Girokonto ausgezahlt.

Oft ist das Geld innerhalb eines Tages auf dem Konto.

Rufen Sie gerne bei uns an – wir beraten Sie in allen Fragen

zum Autokredit !

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n keine versteckten Gebühren

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Interview: Nils Andresen, Foto: Kerstin Rolfes, Pressefoto ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 21 | PROMOTION


PROFILE

q DIETMAR HOPPE ÜBER DIE BÜRGERPARK-TOMBOLA IN ZEITEN VON CORONA

» Wir müssen da jetzt gemeinsam durch ! «

DIETMAR HOPPE

LOSVERKÄUFER

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 22 | PROMOTION

H

err Hoppe, Sie sind Geschäftsführer der

Bürgerpark-Tombola. Die Lose sind gedruckt,

die Buden aufgebaut und die Preise

warten auf glückliche GewinnerInnen. Nun

ist der Start durch den weiteren Lockdown

verschoben. Haben Sie eine Perspektive,

wann es soweit sein könnte, dass die

Tombola starten darf ?

Auf diese anscheinend einfache Frage gibt es

derzeit keine Antwort. Der verlängerte Lockdown sorgt dafür,

dass die diesjährige Bürgerpark-Tombola nicht im gewohnten

Stil eröffnen konnte. Geplanter Start war für uns eigentlich der

3. Februar 2021. Auch wir sind von den Ansagen und Entscheidungen

der Politik abhängig. Wir sind fast täglich im Austausch

mit den Behörden und hoffen auf einen baldigen Start der

diesjährigen Bürgerpark-Tombola.

Ziel der Tombola ist es, den ausschließlich privat finanzierten

Bürgerpark, aber auch viele andere Projekte in den Parkanlagen

der Stadt Bremen zu unterstützen. Welchen Anteil am

Gesamtetat für den Bremer Bürgerpark haben die Erlöse

aus der Tombola ?

Der Anteil am Etat für den Bürgerpark beträgt ca. 15 Prozent.

2020 hatte die Bürgerpark-Tombola durch den vorzeitigen

Abbruch aufgrund des ersten Lockdown sehr viel weniger

Einnahmen. Können Sie die Verluste im Vergleich zum

»coronafreien« Vorjahr beziffern?

Wir hatten 2020 leider 430.000 Euro weniger Einnahmen im

Vergleich zu unserem »coronafreien« Rekordjahr 2019.

Die Bürgerpark-Tombola hat ungefähr 500 SponsorInnen und

SpenderInnen, die Sie als Geschäftsführer der Tombola betreuen.

Wie erleben Sie das Engagement Ihrer UnterstützerInnen

in der schwierigen Zeit seit der Coronakrise ?

Von beiden Seiten ist es ein sehr partnerschaftliches Verhältnis.

Auch von uns erfordert es einen äußerst sensiblen und empathischen

Umgang mit unseren SponsorInnen. Aber wir müssen

sicherlich feststellen, dass einige Unternehmen mehr oder minder

stark durch die Pandemie betroffen sind. Dieses drückt sich

bei allem Wohlwollen uns gegenüber in diesem Jahr auch in der

Beteiligung hinsichtlich Sponsoring und Spenden aus. Dennoch

ist mein Motto: »Wir müssen da jetzt gemeinsam durch !«

Ralph Saxe, Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft,

postet: »Das kann doch nicht wahr sein ! Aufbau der Buden

für die Bürgerpark-Tombola – als wäre nichts geschehen.« Er

schreibt: »Diese Buden sind nicht schön und seit Jahren zu

Recht in der Kritik. Sie jetzt da mal einfach so in die Gegend

zu stellen, ist unsensibel.« Was entgegenen Sie ?

Wir sind eine kleine Mannschaft und »drehen jeden Cent um«.

Unser alleiniges Ziel ist es, Jahr für Jahr Erlöse für den Bürgerpark

und Stadtwald sowie für weitere Bremische Grünanlagen

zu erzielen. Dabei haben wir natürlich die Tombola-Aufbauten

im Auge. Dank des Engagements der Tischlerei Wenzel aus

Woltmershausen wurden beispielsweise in der Vergangenheit

die Mehrzahl der Verkaufshäuser ausgetauscht – und zwar

völlig kostenneutral. Da wir täglich mit dem Verkauf der Lose

beginnen könnten, musste der zeitaufwendige Aufbau zum anvisierten

Verkaufsstart am 3. Februar 2021 beendet sein. Hierbei

gilt unser besonderer Dank den Handwerksunternehmen aus

Bremen und umzu, die uns alljährlich mit Ihrem Know-how

und professioneller »Manpower« unterstützen.

»Lotto einfach online spielen – ganz bequem von zu Hause

aus«. Wäre ein zweites, digitales Standbein auch für den Losverkauf

online für die Bürgerpark-Tombola eine Option –

oder ist so eine Lösung nicht realisierbar ?

Wir sind und bleiben die Straßenlotterie Deutschlands. Die

seit Jahren bewährte Kombination »Hier Lose kaufen und

Gewinne sofort abholen« macht unseren großen Erfolg aus.

Wie kann man die Bürgerpark-Tombola bis zum Start noch

unterstützen ?

Man kann vorab Loskontingente in unserer Tombola-Geschäftsstelle

telefonisch unter 0421 - 32 36 66 ordern; eine tolle Idee,

nicht nur für Unternehmen. MitarbeiterInnen, GeschäftspartnerInnen

und FreundInnen werden sich über ein geschenktes

Los sicherlich freuen. Außerdem kann man jederzeit unser

Spendenkonto DE49 2905 0101 0001 0808 03 »füttern«.

Vorfreude ist die schönste Freude: Welche besonderen Preise

wird es dieses Jahr zu gewinnen geben ?

Als Klassiker sind wieder Spitzengewinne wie Autos und

Bargeld im Lostopf. Die Preise bleiben weiterhin attraktiv: Hier

können wir uns zum Glück auf treue PartnerInnen verlassen.

Auch die Gutscheinpalette ist vielfältig. Ein Besuch im wunderbaren

Bremer Varieté-Theater »GOP« oder Gutscheine für den

»Findorffer Weinladen«: Es ist alles dabei.

Wo kann man erfahren, wann es losgeht ?

Sobald bekannt, werden wir den Eröffnungstermin auf unserer

Homepage www.buergerpark-tombola.de veröffentlichen und

selbstverständlich auch der Tagespresse mitteilen.

Herr Hoppe, vielen Dank für das Gespräch.

▼ ÜBER DIETMAR HOPPE

Dietmar Hoppe (59) ist seit 15 Jahren Geschäftsführer der

Bürgerpark Tombola. Als Kind zog er mit seiner Familie von

Meppen nach Bremen, das zu seiner Heimat geworden ist.

Der studierte Diplom-Kaufmann ist leidenschaftlicher Fan von

Werder Bremen, mag ein gutes Steak und kann im Sommer

einem leckeren Schokoladeneis einfach nicht widerstehen.

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Martin Rospek ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 23 | PROMOTION


THEMA

q MEHR ÖFFENTLICHKEIT FÜR DEN BEIRAT FINDORFF

» Sitzungen vor Ort können anstrengend sein.«

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 24

LOKALPOLITIK

H

and aufs Herz: Haben Sie schon einmal

eine öffentliche Beiratssitzung in Findorff

besucht ? Wenn ja: Wie lange ist das her ?

Wenn nein: Wussten Sie nicht, dass alle

Sitzungen des Beirats öffentlich sind – und

wann die Sitzungen stattfinden ? Zweimal

Nein ? Verständlich: Sie sind nicht allein.

Sie sind in guter Gesellschaft. Auch viele

FindorfferInnen wissen nicht, wann, wo

und wie die gewählten LokalpolitikerInnen sich für unseren

Stadtteil engagieren. Wie auch ? Oder kennen Sie etwa die

Unterseite der Internetpräsenz, auf der die Termine der Beiratssitzungen

regelmäßig eingepflegt werden ? Kennen Sie nicht ?

Besuchen Sie die Internetpräsenz des Ortsamtes West: Dort finden

Sie unter dem Menüpunkt »Findorff« die besagte Unterseite

www.ortsamtwest.bremen.de/findorff/termine-2728. Nun ja,

man kann auch nicht alles wissen – und der Seitentitel ist schon

ein bisschen lang, um ihn sich zu merken. Was man aber weiß:

Die meisten Beiratssitzungen in Findorff sind katastrophal

schlecht besucht. Unser Stadtteil hat ca. 25.000 EinwohnerInnen

– aber es kommen seit Jahren nur wenige BürgerInnen in

ihr lokales »Stadtteilparlament Beirat«, das, mangels fehlender

Räumlichkeiten in Findorff, manchmal auch im Nachbarstadtteil

Walle stattfindet. Wenn jemand kommt, sind es oftmals die

gleichen Gesichter. Manchmal kommt niemand. Gut besucht

sind nur Beiratssitzungen mit echten »Aufregerthemen«. Der

Hauptgrund für das in der Regel geringe Interesse: eine seit

Jahren komplett fehlende Öffentlichkeitsarbeit.

Es war Anfang der Siebzigerjahre, als Beiräte und Ortsämter flächendeckend

für Bremen geschaffen wurden. Die Zeiten waren

extrem politisiert – und so erhielt jeder Stadtteil seinen Beirat.

Seit 1989 können die FindorfferInnen die Beiratsmitglieder

für ihren Stadtteil direkt wählen – als ehrenamtlich engagierte

BürgerInnen aus den verschiedenen demokratischen Parteien.

Öffentliche Beiratssitzungen sind eigentlich Arbeitssitzungen.

Aber zu Beginn jeder Sitzung besteht mit dem Tagesordnungspunkt

»Anfragen, Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung«

die Möglichkeit für jede Bürgerin und jeden Bürger sich

vor Ort einzubringen und auch im weiteren Verlauf zu verschiedenen

Themen Stellung zu beziehen. Was man auch wissen

sollte: Der Beirat Findorff hat, wie alle Beiräte in Bremen, zwar

begrenzte Entscheidungsrechte, aber dafür eine umfassende Beratungszuständigkeit.

Die Mitglieder beraten in verschiedenen

Fachausschüssen über alle Angelegenheiten, die von öffentlichem

Interesse sind. Der Beirat reagiert auch über das Ortsamt

West auf von außen eingebrachte Themen und Rückmeldungen.

Beantrage die Kohle im Dorff : Der Beirat entscheidet auch

eigenverantwortlich über die Globalmittel. Globalmittel sind

jene Gelder, die für stadtteilbezogene Maßnahmen eingesetzt

werden und »Vereine, Verbände und Institutionen können aus

diesen Mitteln Zuschüsse für Projekte beantragen.« Fazit: Der

Beirat in Findorff ist eine gute Einrichtung, um Demokratie

hautnah zu (er)leben – wenn man nur mehr darüber wüsste,

wann und wo die insgesamt fast dreißig Beiratssitzungen mit

den verschiedenen Fachausschüssen pro Jahr stattfinden.

Welches waren in den letzten Jahren die Themen im Beirat

Findorff ? Auch dafür gibt es eine Seite im Internet, auf der zeitversetzt

drei Monate nach jeder Sitzung die endgültigen Protokolle

abgelegt werden und von jedem, den es interessiert, heruntergeladen

werden können. Das wussten Sie nicht ? Zappalott !

www.ortsamtwest.bremen.de/findorff/protokolle-2740 heißt

die Domain, in der regelmäßig alle Protokolle der öffentlichen

Beiratssitzungen in Findorff gesetzlich vorgeschrieben archiviert

werden. Im »Archiv« sind auf einer weiteren Seite zurückgehend

bis in das Jahr 2011 auch alle Protokolle als PDF-Dateien

zwecks Download öffentlich verfügbar. Vielleicht sind

Sie jetzt neugierig, welche Themen im Beirat Findorff bisher

behandelt wurden ? Das ist ziemlich schwierig: Alle PDF-Dateien

haben wenig aussagekräftige Namen wie zum Beispiel das

»Protokoll FA ›Bau‹ vom 12.04.2011 (pdf, 196.7 KB)«. Bringen

Sie also Zeit mit, um in Erfahrung zu bringen, was wann wo in

den letzten zehn Jahren Thema war. Eine nachvollziehbare Dokumentation

von engagierter Beiratsarbeit im letzten Jahrzehnt

sieht anders aus. Erste Chance vertan: Schade, eigentlich !

Nörgeln wir nicht weiter im Detail. Suchen wir den Fehler bei

uns. Wie interessiert sind wir tatsächlich an den Aktivitäten des

Beirates Findorff ? Tatsache ist: Das Verhältnis zwischen unseren

LokalpolitikerInnen und den FindorfferInnen ist offenbar

keine Liebesbeziehung. Man beachtet einander nicht wirklich.

Das hat mehrere Gründe: Sitzungen vor Ort können anstrengend

sein. Man braucht Zeit, muss hingehen und zuhören. Die

Luft in den Räumlichkeiten ist oft schlecht. Es wird ab und zu

sehr viel und zu kompliziert diskutiert. Lokalpolitik ist eine

ernsthafte Sache und ziemlich spaßbefreit. Wer in den letzten

Jahren dabei war, weiß: Die Bearbeitung von Themen ist komplexer,

als man denkt. Viele Lösungen brauchen Zeit. Oft sind

lokalpolitische Kompromisse nicht optimal, sondern bilden

im Ergebnis den kleinsten gemeinsamen Nenner ab. u

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 25


q MEHR ÖFFENTLICHKEIT FÜR DEN BEIRAT FINDORFF

» Videokonferenzen sind ein gelungener Schritt.«

Auf der anderen Seite: Vielen von uns ist vieles viel zu kompliziert

geworden. Deshalb nutzen wir Kanäle, über die man

mit wenig Aufwand und Tiefsinn Frust ablassen kann. Wilder

Müll vor der Haustür ? Falsch geparkte Autos im Bürgerpark ?

Recyclingstation schon wieder geschlossen ? Hundekot auf den

Fußwegen ? Schlimm, schlimm, schlimm ! Warum macht da niemand

etwas ? Wer auf Missstände aufmerksam machen möchte,

schreibt heute kurz und bündig einen Kommentar auf »facebook«,

um Aufmerksamkeit zu generieren. Daumen

hoch ! Ein Post ist einfach, geht schnell und

man hat sofort Resonanz von ebenfalls

empörten »FreundInnen«. Das bestätigt

und ist einfacher, als sich

an die zuständigen AnsprechpartnerInnen,

die gewählten

Beiratsmitglieder oder an

das Ortsamt West zu wenden.

Was aber bringt

»facebook«? Wenig bis gar

nichts – und ein schnell

abgesetzter Kommentar

erzeugt und beweist

leider kein nachhaltiges

Interesse an den Themen,

die im Stadtteil eine Rolle

spielen. Wie textete einst Marius

Müller-Westernhagen ? »Da

müsstest Du schon selber gehen...«

In diesem Fall wenigstens ab und zu

auch zu den öffentlichen Beiratssitzungen.

Das Verhältnis zwischen den BürgerInnen und dem

Beirat muss keine Liebesbeziehung sein. Mehr Interesse aneinander

wäre in dieser Beziehung allerdings hilfreich. Auf der

unattraktiven Startseite des Beirats Findorff wird online sehr

wortkarg wenig bis nichts an Inhalten zu den Themen der Sitzungen

redaktionell aufbereitet kommuniziert. Das ist schade,

da im Beirat engagierte Arbeit für den Stadtteil geleistet wird.

Wie soll sich ohne Kommunikation Interesse oder zumindest

eine Annäherung auf sachlicher »Arbeitsebene« und mehr

Transparenz und Bürgerbeteiligung entwickeln ?

Tue Gutes und rede darüber: Was wiederum verstehen manche

Beiratsmitglieder unter Öffentlichkeitsarbeit ? Sitzungsprotokolle,

die nach Wochen auf einer kaum bekannten Seite

des Ortsamtes hochgeladen werden, können eine zeitgemäße

Darstellung nach außen im digitalen Zeitalter der schnellen

Kommunikation sicherlich nicht ersetzen. Erstaunlich: Einige

Beiratsmitglieder sind der Meinung, dass die Berichterstattung

in der lokalen Findorffer Tagespresse und zwei Stadtteilmagazinen

ausreicht. Das ist leider eine völlig falsche Vorstellung.

Warum ? Mit dieser Argumentation nach dem Motto »Ist doch

alles gut !« macht man es sich einfach – und verwechselt als

politisch denkende Menschen externe Presseberichterstattung

mit einer zielgerichteten Außendarstellung: Die könnte die

Arbeit der Fachausschüsse transparenter machen und erfolgreich

kommunizieren. Man sollte wissen: In der Demokratie

erfüllen unabhängige Medien als sogenannte »vierte Gewalt«

andere Funktionen. Sie sollen informieren, durch Kritik und

Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und Partizipation

ermöglichen. Die Presse hat im Rahmen der Gewaltenteilung in

einer demokratischen Gesellschaft auf die öffentliche

Meinung und auf politische Entscheidungen

einzuwirken. Auch auf lokaler Ebene haben

die Medien für Findorff nicht die

Aufgabe, Stadtteilthemen im Sinne

des Beirats zu kommunizieren.

Ein Gedankenspiel: Wie

wären wir eigentlich über die

Arbeit im Beirat Findorff

informiert ohne die lokale

Berichterstattung im

»Weser Kurier« ? Gar nicht.

Die Berichterstattung in

FINDORFF GLEICH

NEBENAN wurde übrigens

2020 auf einer Sitzung des

Fachausschusses »Wirtschaft,

Kultur, Inneres und Sport«, als

»Öffentlichkeitsarbeit« Thema

war, von einem Beiratsmitglied als

tendenziös bezeichnet. Gut erkannt: Wir

haben uns über dieses »Lob« eines liberalen

Jungpolitikers sehr gefreut. Auch ein Stadtteilmagazin

für Handel, Dienstleistung, Kultur und Politik darf tendenziös

sein, ist aber kein Ersatz für eine Öffentlichkeitsarbeit des

Beirats. Angesichts von weiterhin polarisierenden Entscheidungen,

wie den Antrag für die Einführung des Bewohnerparkens,

wird eine bürgernahe und eigenständige Vermittlung von Lokalpolitik

durch die verantwortlichen Akteure sehr bald noch

sehr notwendig werden.

Wir wollen fair sein: Wer könnte eine offensive Öffentlichkeitsarbeit

für unser Stadtteilparlament überhaupt leisten ?

Freiwillige Beiratsmitglieder ? Die haben, wie auf der besagten

Sitzung Anfang 2020 deutlich wurde, weder Zeit und Energie,

noch finanzielle Mittel oder Wissen und Know-how, um eine

professionelle Kommunikation für den Beirat zu leisten. Das

Informationsbedürfnis der FindorfferInnen ist mit Sicherheit

vorhanden. Zweite Chance vertan: schade, eigentlich !

Mit dem Beginn der Coronakrise hat sich vieles für uns geändert.

Das öffentliche Leben wurde zeitweise in weiten Teilen

der Gesellschaft heruntergefahren wie nie zuvor – und die

weltweite Pandemie hatte auch große Auswirkungen auf

die Politik in Bremen und den Beirat in Findorff. u

»Es kommt darauf an, den

Körper mit der Seele und die Seele

durch den Körper zu heilen.«

Gesichtsanalyse

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 26


q MEHR ÖFFENTLICHKEIT FÜR DEN BEIRAT FINDORFF

» Ein gewaltiger Sprung für den Beirat Findorff.«

Vielen Dank

für das erste Jahr...

Plötzlich galt es coronabedingt, Abstand zu halten und Kontakte

zu vermeiden. Sitzungen vor Ort mussten durch das Ortsamt

regelkonform mit viel Aufwand organisiert werden – und auch

die zunehmende Digitalisierung eröffnete dem Beirat Findorff

völlig neue Möglichkeiten für mehr Bürgerbeteiligung auf anfangs

ungewohnten Wegen.

Video killed the Hinterzimmer ? Videokonferenzen, an denen

jedeR online teilnehmen kann, ersetzen seit Oktober 2020

in Findorff analoge Sitzungen – und für mehr

Öffentlichkeit und Transparenz ist das ein

echter Sprung nach vorn. Wie konnte

es nach vielen Jahren des Stillstands

dazu kommen ? Anfang

März wurden wegen Corona

alle im 1. Halbjahr 2020

geplanten Beiratssitzungen

abgesagt.

Wie es für Findorff mit

der vorgeschriebenen

Bürgerbeteiligung nach

der Sommerpause weitergehen

könnte, dazu gab

es Anfang Mai 2020 laut

»Weser Kurier« ein Treffen

von Beiratsmitgliedern. Zitat:

»Es ist ja nicht realistisch,

dass es in nächster Zeit wieder

Sitzungen wie gewohnt geben wird

– da müssen wir Wege finden«, sagte

Beiratssprecherin Anja Wohlers (Grüne). Juni

2020 wurde zudem durch den Stadtteilbeirat ein Beschluss

zur »Ermöglichung der Teilhabe am politischen Diskurs«

gefasst. In dem Beschluss forderte der Beirat das Ortsamt West

und die Senatskanzlei auf, die technischen und organisatorischen

Voraussetzungen zu schaffen, um allen BürgerInnen die

Teilnahme an den Sitzungen im 2. Halbjahr digital zu ermöglichen.

Begründung: »Die Kommunalpolitik zeichnet sich durch

die räumliche und persönliche Nähe zwischen der Politik und

Bevölkerung aus. Wenn Präsenzsitzungen durch eine Pandemie

nicht in gewohnter Öffentlichkeit erfolgen könnten, dann

sei es notwendig, andere Formen der Öffentlichkeit, Transparenz,

Teilhabe und Inklusion zu ermöglichen.« Präsenzsitzungen

mit einer eingeschränkten Öffentlichkeit seien ein richtiger

und wichtiger erster Schritt. Allerdings müsste das grundsätzliche

Ziel darin bestehen, eine umfassende Öffentlichkeit

zu ermöglichen. Neben der demokratischen Teilhabe sei die

politische Öffentlichkeit eine wichtige Voraussetzung für die

gesellschaftliche Kontrollfunktion. Die abschließend genannte

Zielsetzung des Beschlusses lautete: »Wenn die Beiratssitzungen

in Form einer Videokonferenz organisiert würden, dann wäre

es möglich, Kommunikation beispielsweise über einen Chat zu

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 28

etablieren und dem Anspruch einer umfassenden Öffentlichkeit

inklusive politischer Teilhabe gerecht zu werden.«

Nach der Sommerpause in 2020 ging es mit den Sitzungen

des Beirats in Findorff wie in den Jahren zuvor zunächst in

analogen Räumlichkeiten weiter – ohne Videokonferenz oder

»Live-Stream« sowie unter strengen Auflagen und mit Anmeldung

für stark begrenzte BesucherInnenplätze. Problematisch für die

Umsetzung als »Live-Stream« ist: Auch in Findorff müssen aufgrund

der geltenden Corona-Regeln die Veranstaltungsräume

für die Übertragung von analog

abgehaltenen Sitzungen groß genug

sein, damit Tische und Sitzplätze

mit dem erforderlichen Abstand

ausgerichtet werden können.

Die vor Corona genutzten

Veranstaltungsorte sind

als Räume aber zu klein.

Im Vergleich zu anderen

Beiräten hat der Beirat

Findorff keine Möglichkeit,

Schulen oder Mensen

im Stadtteil zu buchen. In

den Messehallen auf der

Bürgerweide gibt es zwar

Räumlichkeiten, die groß

genug wären, sie sind aber nicht

zu finanzieren. Infrage kommen

im Stadtteil nur der Gemeindesaal

der Martin-Luther-Gemeinde und die

Kesselhalle im Schlachthof – und auch diese

Räume müssen kostenpflichtig angemietet werden.

Um Beiratssitzungen als »Live-Stream« übertragen zu können,

ist für jedes Beiratsmitglied außerdem ein Tisch für ein Mikro

zu stellen. Das ist im Gemeindesaal möglich, war in der Kesselhalle

auf der erhöhten Bühne aber bisher nicht zu leisten.

Die Erkenntnis der Notwendigkeit für eine digitale Lösung,

um Sitzungen weiterhin zu realisieren, war also in der Theorie

vorhanden, aber es fehlte weiterhin an einer praktischen

Umsetzung. Bereits Anfang Oktober 2020 zeichnete sich ein

»Worst-Case-Szenario« ab, dass aufgrund steigender Zahlen an

Infizierten erneut gar keine analogen Sitzungen mehr stattfinden

würden – zumal die Gesundheit von Beiratsmitgliedern

und Gästen weiterhin stark gefährdet war, insbesondere die von

Personen, die zu den Risikogruppen gehören. Der Autor dieser

Zeilen schrieb zur gleichen Zeit in einen »Zwischenruf« auf dem

Stadtteilportal www.findorff-gleich-nebenan.de folgende für

die weitere Entwicklung prophetische Sätze: »Wären angesichts

steigender Coronazahlen kurzfristig auch rein virtuelle

Beiratssitzungen möglich, die als digitale Videokonferenzen abgehalten

und online zu sehen sein könnten – selbstverständlich

unter Beteiligung aller interessierten BürgerInnen ?« u

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q MEHR ÖFFENTLICHKEIT FÜR DEN BEIRAT FINDORFF

» Der Login ermöglicht eine ortsunabhängige Teilnahme. «

q NEUES WOHNBAUPROJEKT IN FINDORFF FÜR ANLEGER UND SELBSTNUTZER

»Findorff Living« schafft barrierefreie Eigentumswohnungen.

Surprise, surprise ! Am 3. November 2020 Punkt 18:00 Uhr fand

die erste Sitzung im Fachausschuss »Wirtschaft, Kultur, Inneres

und Sport« in Form einer Videokonferenz statt. Diese digitale

Premiere ist als Zeitsprung für eine unkomplizierte Bürgerbeteiligung

und verbunden mit mehr öffentlicher Transparenz in der

Lokalpolitik fast ebenso wegweisend wie die Mondlandung vor

50 Jahren. Man möchte sofort Neil Armstrongs berühmten Satz

abwandeln, den er nach seinen ersten Schritten auf dem Mond

gesagt hat: »Ein kleiner Schritt für die Menschheit,

aber ein gewaltiger Sprung für den Beirat

Findorff«.

Die Öffentlichkeit wird seitdem

digital hergestellt. JedeR kann

an den als Videokonferenzen

veranstalteten Beiratssitzungen

bequem von zuhause

aus teilnehmen. Auch

ohne Onlinezugang ist

eine Teilnahme per Telefon

möglich. In dieser

Form können bis zu 250

Personen teilnehmen. Die

erste Videokonferenz einer

Sitzung des Beirats Findorff

hat übrigens technisch

hervorragend geklappt. Schade

nur: Es gab so gut wie keine

Beteiligung von BürgerInnen an der

ersten Onlinesitzung. Shame on you !

Auf der zweiten Sitzung des Fachausschusses

»Bau, Klima, Umwelt und Verkehr« waren zeitweise schon bis zu

49 Personen inklusive Beiratsmitglieder, Moderatorin und ExpertInnen

eingeloggt. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass

das Aufregerthema »Bewohnerparken« auf der Tagesordnung

stand. Auf der dritten Sitzung waren es zeitweise bereits bis zu

75 Personen, die online dabei waren. So kann es weitergehen !

Wurde man früher kurz vor Beginn einer analogen Beiratssitzung

schon einmal süffisant mit den vielsagenden Worten

»Sehen Sie, wer uns sucht, der findet uns auch !« begrüßt,

nachdem man mangels Ausschilderung das Hinterzimmer in

einem Schulgebäude gerade doch noch gefunden hat, ist eine

Teilnahme an einer Videokonferenz von zuhause aus jetzt unkomplizierter

und zeitlich mit weniger Aufwand verbunden.

Auch die Art und Weise der Gesprächsführung hat sich positiv

geändert. Christina Contu, im Ortsamt West zuständig für die

»Stadtteilsachgebietsleitung Findorff«, hat nicht nur die Technik

im Griff. Sie moderiert auch, wie es in neutraler Position sein

soll: pragmatisch, aufmerksam und überparteilich. Auch die

Chatfunktion wird gut angenommen. Diese Funktion nur

auf Einträge wie »Wortmeldung« zu reduzieren, entspricht

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 30

allerdings nicht ihrem Zweck. Es macht durchaus Sinn, dass

alle TeilnehmerInnen während der Diskussion über den Chat

auch Fragen stellen oder Kommentare und Hinweise abgeben

können. Es muss auch nicht alles beantwortet werden. In

den Videokonferenzen ist jetzt von überall aus zu sehen: Wer

agiert und argumentiert wie ? Auch für Videokonferenzen gilt:

Von intelligenten Wortbeiträgen, pomadigen Selbstdarstellungen,

klassischen Wutbürgerbeiträgen und eher schweigenden

TeilnehmerInnen ist weiterhin alles dabei. Ein klarer

Vorteil ist auch, dass die zeitliche Koordination

von Redebeiträgen durch die Hoheit der

Moderatorin über die Mikrophone

sehr diszipliniert abläuft. Was aber,

wenn man live nicht teilnehmen

kann ? Videokonferenzen lassen

sich mit »Go to Meeting«

aufzeichnen – und können

auf Videoportalen wie

»vimeo« eingestellt und

nachträglich zugänglich

gemacht werden.

Fazit: Videokonferenzen

ermöglichen eine ortsunabhängige

Teilnahme für alle.

Sie sind eine Vereinfachung für

alle Beteiligten. Chance genutzt !

Lokalpolitik wird dadurch transparenter

und »moderner«. Der Weg dahin

war eine echte Leistung: Respekt für die

MitarbeiterInnen im Ortsamt West. Auch wenn

man sich nach Corona wieder analog treffen kann, sollten

Sitzungen durch elektronische Kommunikation als Regelinstrument

ergänzt werden – damit die Türen für eine Lokalpolitik

in Hinterzimmern auch nach Corona dauerhaft verschlossen

bleiben. Das Thema Öffentlichkeitsarbeit allerdings bleibt

präsent. Zumindest die Termine von Sitzungen sollten durch

den Beirat breit kommuniziert werden. Weil dafür viel Luft

nach oben ist, postet FINDORFF GLEICH NEBENAN, bis

es hoffentlich bald soweit ist, die Einladungen weiter auf

www.facebook.com/FindorffVerlag

▼ BÜRGERBETEILIGUNG LEICHT GEMACHT

Mit der Installation des Programms »Go to Meeting« auf dem

Rechner kann man an den Videokonferenzen teilnehmen. Das

Programm lässt sich über www.gotomeeting.com/de-de herunterladen.

Der Online-Zugang zur Videokonferenz erfolgt als

Login über einen Link. Der Link und eine Anleitung über die

weiteren Schritte sowie alle Termine für und die Einladungen

zu den Beiratssitzungen im 1. Halbjahr 2021 finden sich hier:

www.ortsamtwest.bremen.de/findorff/termine-2728

Text und Recherche: Mathias Rätsch, Foto: Everett Collection ▲

U

rban trifft grün, Qualität trifft Innovation:

Im Zusammenspiel aus modernem Stadtleben

und der Ruhe der Natur bietet »Findorff

Living« unter der Projektentwicklung von

Justus Grosse Eigentumswohnungen für

Jung bis Alt. »Findorff Living« entsteht im

lebendigen Stadtteil Findorff an der Ecke

Göttinger Straße/Leipziger Straße in der

Nähe zum Bürgerpark und zur Innenstadt.

Bis Ende 2022 sollen die insgesamt 44 stilvollen

Wohnungen bezugsfertig sein. Über

50 Prozent sind bereits verkauft. Aktuell

werden noch 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen

mit Größen von circa 65 bis 99 Quadratmetern

angeboten. Die Wohnungen eignen sich sowohl hervorragend

zur Eigennutzung als auch als sichere Kapitalanlage. Der

Baustart steht kurz bevor.

Im »Findorff Living« steht der Wohnkomfort der Bewohner

an erster Stelle. Helle Räume, eine barrierefreie Gestaltung

und eine hochwertige Ausstattung verschaffen einen hohen

Wohlfühlcharakter in den gut geschnittenen Wohnungen. So

sorgen bodentiefe Fenster für viel Licht und Echtholzparkett

mit Fußbodenheizung sowie ein stillvolles Bad-Design für

Gemütlichkeit. »Findorff Living« steht für Qualität, die sich

sehen und fühlen lässt. Zum Verweilen laden in allen Wohnungen

mindestens ein Balkon oder eine Terrasse ein und zusätzliche

Freiräume schafft der begrünte Innenhof mit Spielplatz

für die Kleinen. Dank Abstellraum und eigenem Kellerabteil

wurde auch an Stauflächen gedacht. Mit High-Speed-Internet,

Videogegensprechanlage, Lift und Tiefgarage mit zum Teil

E-Lade-Vorrüstung sind die Bewohner zudem technisch auf

dem neuesten Stand.

Offen, zeitgemäß und vielfältig: »Findorff Living« in der Nähe des Bürgerparks

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 31 | PROMOTION

BAUPROJEKT

»Findorff Living« ist zeitgemäßes Wohnen nach Wunsch. In

dem modernen Gebäudekomplex mit begrüntem Dach verteilen

sich die 44 Wohnungen auf fünf Geschosse. Ob für Singles,

Paare oder Familien: So vielfältig wie die zukünftigen Bewohner

sind auch die Möglichkeiten. Kurz- und Frühentschlossene

können Grundrisse jetzt noch bedingt mitgestalten und so die

Option nutzen, eigene Wünsche in den Wohnraum einfließen

zu lassen. »Findorff Living« bietet nicht nur umfangreiche

Entfaltungsmöglichkeiten, sondern entspricht zugleich den

neuesten energetischen Baustandards. Vor

dem Hintergrund des aktuellen Niedrigzinsniveaus

stellen die Wohnungen auch

für Kapitalanleger eine ideale Investition

dar. Ein kostenfreier Erstvermietungsservice

rundet zudem das Angebot ab.

Das Gebäude »Findorff Living« liegt im lebendigen Findorff

mit seinen diversen Einkaufsmöglichkeiten sowie gastronomischen

und kulturellen Angeboten. Bewohner genießen hier

alle Annehmlichkeiten eines modernen Stadtlebens und sind

trotzdem in unmittelbarer Nähe zur Natur. Besonderes Highlight

ist zudem die Nähe zum Bürgerpark mit seinen vielfältigen

Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Groß und Klein. Auch

Innenstadt und Hauptbahnhof sind im Handumdrehen mit

dem öffentlichen Nahverkehr, dem Rad oder zu Fuß erreichbar.

▼ KONTAK T

Interessierte können gerne telefonisch bei der Firma Justus

Grosse unter Telefon 0421 30 80 68 91 oder per Mail unter

findorffliving@justus-grosse.de zu den Eigentumswohnungen

im »Findorff Living« beraten lassen. Auch online finden sich

weiterführende Informationen und Impressionen.

www.findorff-living.de

Mehr Infos auf www.findorff-living.de


q DIE SPARKASSE BREMEN IN FINDORFF

A

uch in diesem Jahr gehen die

Einschränkungen durch

Corona hier im Stadtteil

weiter. Wir können

immerhin unsere Filiale

in der Fürther Straße geöffnet

halten. Allerdings

sind wir angehalten, den

Infektionsschutz bestmöglich

sicherzustellen: Nur dringliche Kontakte können

persönlich erfolgen und selbstverständlich

nur mit dem medizinischen

Maskenschutz. Mein Tipp: Rufen Sie

uns am besten vorab an unter Telefon

179 - 26 27 oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an

Filiale27@sparkasse-bremen.de. Wir finden eine schnelle

Lösung für Ihre Serviceanfragen oder Beratungswünsche.

Insbesondere in dieser Zeit haben unsere digitalen Helfer

Hochkonjunktur. Viele Findorfferinnen und Findorffer haben

in der Pandemie etwas Neues ausprobiert. Auch wenn es hier

und da noch mal hakt, überwiegen aus meiner Sicht die positiven

Erfahrungen. Es geht mir genau so: Manchmal muss man

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 32

Tschüs, Soli !

AKTIV VOR ORT

eine Sache erst ausprobieren, um den Wert für sich zu

erkennen. Und wir helfen gerne weiter. Bleiben Sie

also neugierig und testen doch mal unsere Sparkassen-App.

Nicht nur für Kontoumsätze oder

Überweisungen eignet sie sich. Sie bietet auch

spezielle Funktionen – vom Kontowecker bis

hin zur Fotoüberweisung.

Oder wie wäre es mit der Smavesto-App ? Gerade,

wo der Solidaritätszuschlag für die allermeisten

weggefallen ist, könnte doch etwas Geld zur Seite gelegt

werden. Ein Wertpapiersparplan kommt

dafür ebenso in Frage wie ein Bausparvertrag.

Zu unmodern? Nein, denn die

staatlichen Förderungen für Wohneigentum

können nun noch mehr Menschen im Stadtteil nutzen.

Und der Wunsch nach der eigenen Immobilie liegt nach wie

vor im Trend.

Sprechen Sie unser Team in der Fürther Straße gerne an und

bleiben Sie gesund !

Herzlichst, Saskia Döring, Kundenberaterin

Text: Sakia Döring, Foto: Kerstin Rolfes ▲

In Findorff seit 1989

Top-Schuhreparaturen

Kompetent und zuverlässig: Fred Doll ist Ihr Spezialist in

Findorff für Schuhreparaturen, Tanzschuhsohlen, Gürtelanfertigung,

Taschenreparatur, Reißverschlüsse, Messerund

Scherenschliff, Sicherheitstechnik, Schlüsseldienst

sowie Teppichreinigung und Textilreinigung.

DOLL’S Service Center, Fred Doll, Münchener Straße 81

Tel. 0421 / 35 69 59, Infos: www.dolls-service-center.de

q DIE DÄMMVISITE VON »ENERGIEKONSENS« ZEIGT, WIE ES GELINGT

Den Energieverbrauch senken, das Klima schonen

E

in strenger Winter macht deutlich: Es lohnt

sich, das eigene Haus umfassend vor Kälte

zu schützen. So können EigentümerInnen

ihre Heizkosten senken und gleichzeitig

einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Doch welche Strategie

ist dafür die Beste ? Wo

genau geht wertvolle

Energie im Gebäude

verloren ? Mit welchen Maßnahmen lässt

sich das verhindern ? Antworten auf diese und weitere Fragen

gibt die Dämmvisite – ein Beratungsangebot der gemeinnützigen

Klimaschutzagentur energiekonsens, welches HausbesitzerInnen

im Land Bremen für nur 30,00 Euro in Anspruch

nehmen können. Im Rahmen des Angebots prüfen unabhängige

EnergieberaterInnen die Gebäudehülle von Ein- oder Mehrfamilienhäusern

mit bis zu zehn Wohneinheiten hinsichtlich

ihrer Wärmedämmung. Die ExpertInnen zeigen auf, wo sich

Energielecks wie zum Beispiel Wärmebrücken an

Wänden oder undichten Fensterrahmen befinden und

an welchen Stellen es sinnvoll ist, zusätzlich oder nachträglich

zu dämmen. Zudem stellen sie verschiedene

Dämmvarianten vor – von Innen-, Fundament-, Dachund

Dachbodendämmung bis hin zur Außendämmung

von Fassaden. »Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile

möglicher Maßnahmen sprechen unsere Energieberaterinnen

und -berater Handlungsempfehlungen

für die in Augenschein genommene Immobilie aus«,

erklärt Heinfried Becker, Projektleiter bei energiekonsens,

der das Angebot mit entwickelte.

Frank Haber, Hauseigentümer in Findorff, hat über die

Dämmvisite einige Hinweise erhalten – so zum Beispiel

dazu, warum die Kellerräume nachträglich gedämmt

werden sollten, bevor eine neue Brennwerttherme installiert

wird, die weniger Wärme abstrahlt. »Ich habe

erfahren, dass dies die beste Möglichkeit ist, um Frostschäden

an den Rohrleitungen zu vermeiden. Zudem

waren die Kellerdecken- und die Fußbodendämmung

in der Erdgeschosswohnung ein Thema.«

Im Anschluss an die Hausbegehung bekam der Hausbesitzer

einen Beratungsbogen vom Energieexperten

vor Ort ausgehändigt. Darin finden sich neben den

Handlungsempfehlungen auch eine Übersicht über

gängige Dämmstoffe sowie Informationen zu Finanzierungsangeboten

und Förderprogrammen für energetisches

Sanieren im Land Bremen. »Mit der Broschüre

habe ich etwas zum Nachschlagen vorliegen, was

wichtig ist, damit die Anregungen im Laufe der Zeit

nicht in Vergessenheit geraten. Schließlich geht man

nicht alles sofort an«, so Frank Haber.

DER GUTE TIPP

Wer mit dem Gedanken spielt, den Wärmeschutz der eigenen

Immobilie zu verbessern, sollte entsprechende Maßnahmen

gut planen und vorbereiten. »Dafür ist die Dämmvisite eine

wertvolle Unterstützung«, betont Heinfried Becker. Er rät

HauseigentümerInnen, möglichst schnell einen Termin für die

Beratung zu vereinbaren, denn: »Die

Erfahrung zeigt, dass die Umsetzung

solcher Bauvorhaben mitunter lange

dauert – insbesondere, weil Handwerker

lange Wartezeiten haben. Das Frühjahr

ist der beste Zeitpunkt, dafür alles in die Wege zu leiten.«

▼ INTERESSE GEWECKT?

Die Dämmvisite ist buchbar unter Telefon 0421 - 376 67 10

oder per E-Mail unter daemmung@energiekonsens.de. Weitere

Informationen unter www.energiekonsens.de/daemmvisite

Text: Sandra Wagner, Foto: energiekonsens, Antje Schimanke ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 33 | PROMOTION


q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM

+++ Corona geht (hoffentlich bald) und LUGGER kommt:

Kneipe und Biergarten im und am Schlachthof haben neue

Pächter. Björn »Buddle« Ladehoff (rechts im Bild) und Matthias

»Madde« Mecking hoffen, dass es bald mit frischem Wind für die

neue Kneipe im SCHLACHTHOF losgehen kann. Beide planen

die Eröffnung voraussichtlich ab April, um bisherigen und neuen

Gästen »Essen und Trinken, Kunst und Kultur, oben und unten,

drinnen und draußen« zu bieten. Unter neuer Flagge und mit

dem neuen Namen »Lugger«, der ursprünglich das Segel an einem

Torfkahn bezeichnet, möchte man auch in schwierigen Zeiten

durchstarten – wenn Corona es zulässt. »Lugger« steht zugleich

für ein maritimes Konzept und drückt auch aus, dass man sich

mit Findorff eng verbunden fühlt. Dazu passt, dass das

tägliche Gesicht vor Ort Stefan »Kimbo« Gräfe

(links im Bild) als dritter Partner im Bunde

sein wird. STEFAN GRÄFE ist seit einigen

Jahren begeisterter Wahl-Findorffer und gilt

schon länger als eine Institution in Sachen

»Gäste-Wohlfühl-Macher« in Bremen. Erklärte

Absicht des gleichberechtigten Trios

ist es, eine gemütliche Kneipe mit origineller

Küche und einem der coolsten Biergärten

Bremens zu schaffen. Der wird erstmal

umgetauft und heißt ab sofort BIERHAVEN.

Es wird raffiniertes, bodenständiges Essen geben,

aber auch Kunst und Kultur sind geplant.

Für die Neugestaltung »binnen und buten«

hat man mit Immo Wischhusen und Olaf

Kock zwei Tausendsassa der Bremer

Kulturszene »schanghait«. Der Schlachthof-Vorstand

hatte den Vertrag mit den bisherigen Betreibern der

Schlachthofkneipe nicht verlängert. Betreiber des »Lugger« ist

jetzt die Mecking Ladehoff GbR. www.luggerbleiben.de

+++ »Wir kombinieren das Schöne !«, verspricht Nicole Lange

von NILA FASHION auf der Internetpräsenz des Findorffer

Ladengeschäfts. Sie präsentiert im Blog auf www.nilafashion.de

passende Kombinationen für Modefans. Mode für Damen und

Herren sowie Accessoires kann man bei »Nila fashion« mit wenigen

Klicks ansehen, auswählen, bestellen, bezahlen und liefern

lassen. Natürlich ist es auch möglich, das »Lieblingsteil« der Wahl

reservieren zu lassen. Der Shop ist komplett verschlüsselt und

bietet neben der Zahlung via Banküberweisung auch »PayPal«

und »PayPal Kauf« auf Rechnung an. Unbedingt empfehlenswert:

lokales Shoppen mit großer Auswahl unter www.nilashop.de

+++ Mutig hat das ALTE PUMPWERK für den März zwei

Veranstaltungen angekündigt, um auch 2021 mit »Cultur contra

Corona« in weiterhin ziemlich kulturlosen Zeiten ein Zeichen

zu setzen. Man möchte zugleich den KünstlerInnen wieder eine

Möglichkeit bieten, vor Publikum aufzutreten. Am Freitag, den

12. März 2021 spielt das »hanseSWINGproject-Trio« in kleiner

Besetzung mit »Springtime - Swingtime« auf. Am Freitag, den

26. März gibt es spanische Romanzen und Duette mit dem Trio

»González, Sandoval & Kim«, die Ausschnitte aus dem Programm

»Zarzuela« in der Alten Maschinenhalle präsentieren werden.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 34

DORFFKLATSCH

Es werden keine Eintrittspreise festgesetzt. Es wird um Spenden

gebeten, die vollständig den KünstlerInnen zugute kommen. Anmeldungen

sind über www.altespumpwerk.de unter »Veranstaltungen«

mit den jeweils angegebenen E-Mail-Adressen möglich.

Die Anmeldung wird bestätigt, soweit noch Plätze frei sind. Sollte

sich herausstellen, dass doch kein Veranstaltungsbetrieb möglich

ist, erhält man per E-Mail eine Absage.

+++ Der BREMER GEWÜRZHANDEL, bisher in der Leipziger

Straße, hat den Standort Findorff ebenso verlassen wie der

kleine, feine SCHOKOLADEN in der Hemmstraße. Geschäftsaufgaben

liegen auch in Findorff leider im Trend: Mittlerweile

stehen beispielsweise in der Admiralstraße drei Läden nebeneinander

leer. Das aktuelle »Zentren- und Nahversorgungskonzept

für die Stadt Bremen« stellt für

die Zukunft des Einzelhandels in Findorff fest:

»Eine entscheidende Zukunftsaufgabe wird

es sein, die Stadtteilzentren aufgrund der

aktuellen Herausforderungen gegenüber

Wettbewerbsstandorten und dem Onlinehandel

zu positionieren.« Problematisch

sei die negative Entwicklung der Einzelhandelssituation

seit 2006. In Findorff ist die

Anzahl der Einzelhandelsbetriebe seitdem um

27 % sowie die Verkaufsfläche im Stadtteil um

11 % erheblich gesunken. Wünschenswert wäre eine

öffentliche Präsentation des Konzepts im

Beirat. Das Konzept kann unter online auf

www.transparenz.bremen.de als PDF-Datei

heruntergeladen werden.

+++ Erstmals großzügige finanzielle Unterstützung für die

Findorffer Geschäftswelt ? Dafür sieht es 2021 gut aus. Die

Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa kündigt in der

Vorlage für die »Institutionelle Förderung und Mehrbedarfe der

Innenstadt- und Stadtteilinitiativen in der Stadt Bremen« an:

»Dem Ressort liegt ein Antrag des Vereins der FINDORFFER

GESCHÄFTSLEUTE auf Förderung eines Stadtteilmarketings

über 50.000 € pro Jahr vor, dem entsprochen werden soll. Mit

diesen Mitteln sollen eine Büroassistenz in Teilzeit sowie Aktionen

finanziert werden. Das Gesamtbudget des Vereins beträgt

dann für 2021 74.000 €, so dass ein Betrag von 24.000 € selbst

eingebracht wird.« Lass die Kohle im Dorff: Der ganze Stadtteil

freut sich auf Unterstützung durch Marketingmaßnahmen für

alle Geschäftsleute in Findorff.

+++ »Konflikte entstehen, wenn zwei Menschen gleichzeitig

Unterschiedliches wollen«, beschreibt PETRA HASLOP

die Ausgangssituation für ihre Angebote. Die Mediatorin aus

Findorff bietet u. a. Beratung in Einzelgesprächen oder gemeinsam,

Mediation mit Konfliktparteien, Vorträge, Kurse, Themenabende

und Übungsgruppen für »Wertschätzende Kommunikation«

an. Außerdem im Programm: Kommunikationstraining

in Unternehmen und sozialen Einrichtungen und Beratung für

Kinder, Jugendliche und Familien. www.mediation-haslop.de

Textredaktion: Mathias Rätsch, Foto: Jens Werner ▲

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Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr.

Teilnahme nur mit Anmeldung

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 35


▼ GEHEIMTIPP: GASTROAUTORIN NICOLE HENZE ÜBER DAS PERSISCHE RESTAURANT »SARA«

Speisen aus Tausendundeiner Nacht

G

leich um die Ecke des Eiscafés

»Cercená«, in der Walsroder

Straße 6, befindet sich seit

2016 das Persische Restaurant

»Sara«. Für alle, die es

noch nicht kennen sollten:

Es ist ein echter Geheimtipp.

Inhaber Farzad Najafi

hat das Restaurant vor zwei

Jahren übernommen. Mit viel Liebe und Herzblut

führt er seitdem das hübsche Restaurant, in

dem man auf mehreren Ebenen sitzen kann.

Der Rechtsanwalt und Koch aus Leidenschaft

stammt aus Teheran. Ab und zu steht er sehr

gern auch schon mal selbst hinter dem Herd, um Köstlichkeiten

wie aus Tausendundeiner Nacht für seine Gäste zu zaubern.

Farzad Najafi legt Wert auf frische Qualität für die iranische

Küche aus der Heimat.

Gereicht werden warme und kalte Vorspeisen, Hauptgerichte

wie zum Beispiel Grillspieß mit zarten Hähnchenbrustfilets,

mariniert in Zwiebeln, Safran und Limettensaft mit Grilltomate

und Reis oder Salat. An Fisch gibt es Forelle in einer Marinade

aus Zwiebeln, Knoblauch, frischen Kräutern und Limettensaft

gebraten – serviert mit durch Safran verfeinerten Kräuter-Basmatireis,

Oliven und Spezial-Sauce. Besonders erwähnenswert

sind aufwendig zubereitete Saucengerichte, »Khoresht« genannt,

mit Fleisch und sehr leckeren Gewürzen. Sehr lecker ist

beispielsweise auch das persische Gulasch. Das bekommt der

Gast, wenn er »Khoresht-e Ghormeh Sabsi« bestellt. Das geschmorte

Lammfleisch zergeht auf der Zunge. Es wird in einer

Kräutersauce mit roten Bohnen und getrockneten Limonen

mit Safranreis gereicht. Als Beilage zu empfehlen ist »Borani«,

eine Speise aus Joghurt mit Spinat, Knoblauch und Gewürzen

MAHLZEIT

oder »Mast-o-Mousir«, eine Creme aus Joghurt und

fein gehacktem Wildknoblauch. Die Vorspeisen

Nr. 2 und 3 und die Beilagen sind vegetarisch.

Alle Saucengerichte können auf Wunsch auch

vegetarisch zubereitet werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis

im »Sara« ist hervorragend. Wer

dieses persische Restaurant noch nicht kannte

und es nun für sich entdeckt, wird begeistert sein

und immer wiederkommen. Die Speisekarte hat viel

zu bieten und jedes neue Gericht nimmt einen mit auf

eine köstliche, orientalische Reise, die einem

noch lange ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht

zaubert – und im Sommer lädt die Sommerterrasse

zum Verweilen ein.

Wie viele Gastronomen trifft auch Farzad Najafi der Lockdown

hart. Die Gute Nachricht ist: Alle Speisen können Sie sich über

»Lieferando« liefern lassen. Und zwar sieben Tage die Woche.

Auch ist es möglich, die Speisen telefonisch vorzubestellen und

sie selbst im Sara abzuholen. Sobald das Restaurant wieder

Gäste empfangen darf, sorgt ein Luftreiniger für den Austausch

von Aerosolen. Außerdem gibt es das obligatorische Hygienekonzept

für größtmögliche Sicherheit.

▼ ÜBER DAS »SARA«

Geöffnet ist Montag bis Freitag von 16:30 bis 19:30 Uhr und

am Wochenende von 13:00 bis 18:30 Uhr. Vorbestellungen für

die Selbstabholung unter Telefon 0421 / 69 52 38 87 oder Mobil

0176 / 76 59 17 20. Oder Sie bestellen über www.lieferando.de

und lassen sich das Essen nach Hause liefern. Unter »Lieferando«

ist auch die Speisekarte einzusehen. Sobald das »Sara« wieder

Gäste empfangen darf, wird eine Tischreservierung empfohlen.

Mehr unter »Sara Restaurant Bremen« auf www.instagram.com

Text: Nicole Henze, Foto: Torabkhani, majidtorabkhani.com ▲

www.raetsch.de, Foto: »Nahaufnahme Dame« © Roman Samborskyi, www.shutterstock.com

WAS FINDE ICH WO IN FINDORFF ?

Im FINDORFF FINDER wird Ihnen geholfen – jetzt

erstmals auf einer umfassenden Internetpräsenz mit

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Politik und Vereinsleben. Sie kennen Unternehmen

oder Einrichtungen, die nicht dabei sind ? Nobody is

perfect: Mailen Sie uns ! Wir ergänzen für Sie gern.

Alle Infos dazu und über Werbemöglichkeiten online

auf www.findorff-finder.de

IMPRESSUM

AUTOR/INN/EN

Saskia Döring, Khaled Hadidi, Nicole Henze, Suse Lübker, Nils

Andresen, Mathias Rätsch, Sandra Wagner © Nutzung durch

Nachdruck oder digital, auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger

Genehmigung gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung

liegen beim Findorff Verlag. Zuwiderhandlungen in Form

von Urheberrechtsverletzungen werden strafrechtlich verfolgt.

FOTOGRAFIE

Martin Bockhacker, www.bildplantage13.de

Karim Sander, www.bildplantage13.de

Kerstin Rolfes, www.kerstinrolfes.de

Martin Rospek, www.rospek.de

ILLUSTRATION

Bettina Bexte, www.bettina-bexte.de

ART DIRECTION

Mathias Rätsch, www.raetsch.de

LEKTORAT

Leona Ilgner

BILDNACHWEIS

Titel/Seite 5/37: »Nahaufnahmee« © Roman Samborskyi,

www.shutterstock.com, Seite 5/6/10: Yosra Al Said, Andreas

Eckert, © Bockhacker, www.bildplantage13.de, Seite 14/23/

32: Hanau und von Speckelsen, Döring © KerstinRolfes,

www.kerstinrolfes.de, , Seite 19: Hadidi © Pressefoto Seite

22: Hoppe @ Rospek, www.rospek.de, Seite 24: »Retrostyle

People« © Everett Collections, www.shutterstock.com, Seite

26/28/30: »Video« © Koch, www.pixabay.com, Seite 31: Pressefotos

© Justus Grosse, Seite 33: energiekonsens © Schimanke,

Seite 34, Dorffklatsch © Jens Werner, Seite 36: Mahlzeit

© Majid Torabkhanio, Seite 38: Supersuse © Rainer Pleyer

DRUCK

BerlinDruck GmbH + Co KG,

www.berlindruck.de, FSC ® -mixed

produziert. Es wurden Materialien

aus FSC-zertifizierten Wäldern

und/oder Recyclingmaterial sowie

Material aus kontrollierten

Quellen verwendet.

DRUCKAUFLAGE

10.000 Exemplare

ERSCHEINUNGSWEISE

Alle Erscheinungstermine 2021 auf www.findorff.info

DISTRIBUTION

Verteilung in Briefkästen von ausgesuchten Haushalten in

Findorff sowie über ca. 50 Arztpraxen und 70 »Hotspots« im

Stadtteil. Infos unter »Distribution« auf www.findorff.info

ANZEIGENBUCHUNG

Beratung per Telefon 0421 / 579 55 52 oder E-Mail unter

kontakt@findorff.info. Ansprechpartner ist Herr Rätsch.

Mehr Infos auf www.findorff.info/anzeige/online-buchen

Ausgabe 18 erscheint ab dem 5. Juni 2021. Anzeigenschluss

ist der 21. Mai 2021. Ausgabe 19 erscheint ab dem 18. September

2021. Anzeigenschluss ist der 3. September 2021.

Änderungen vorbehalten. Unser Dank gilt allen treuen und

neuen AnzeigenkundInnen aus und um Findorff, ohne die

diese Ausgabe so nicht möglich gewesen wäre.

HERAUSGEBER

Mathias Rätsch

VERLAG

Findorff Verlag

Magdeburger Str. 7, 28215 Bremen

Telefon 0421 / 579 55 52

Telefax 0421 / 579 55 53

E-Mail kontakt@findorff.info

®

KOOPERATIONEN

Der Findorff Verlag kooperiert mit der Stadtteilinitiative

»Leben in Findorff«. Wir betreuen ehrenamtlich das Portal

www.findorffaktuell.de sowie den www.findorff-finder.de

Im Maharani treffen Genuss und Verführung auf

einen Ort der Entspannung und der Begegnung.

Jetzt reservieren: Telefon 0421 566 25 66

oder E-Mail: info@maharani-bremen.de

Findorffstraße 114 · 28215 Bremen

Alle Informatione zu Bestellservice, Mittagstisch,

Sonntagsbuffet und Speisekarte finden Sie

unter www.maharani-bremen.de

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MITGLIEDSCHAFT

Der Findorff Verlag ist Mitglied in der Handelskammer

Bremen. Infos unter www.handelskammer-bremen.de

FACEBOOK

Gefällt ! Sie finden den Findorff Verlag auf »facebook«:

www.facebook.com/FindorffVerlag

LESERBRIEFE

Wir freuen uns über Leserbriefe zu den Themen in dieser

Ausgabe auf www.findorff-gleich-nebenan.de/leserbriefe

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 36

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 37


q ZEITMANAGEMENT IN DER FAMILIE ? MUSS AUF DIE TO-DO-LISTE FINDET SUPERSUSE

M

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 38

ach ich gleich !« »Momääääänt.

Ich bin noch nicht fertig !«

»Warte kurz !«

Seit vielen Jahren sind das hier

bei uns die Standardsprüche der

Kinder. Und gern immer dann,

wenn‘s eilig ist. Und so warten und

warten und warten wir. Und aus

dem Warten wird irgendwann Unwirsch. Und aus

dem Unwirsch wird Wut. Aber die nützt auch nix.

Also warten wir weiter und atmen tief ein und

aus. Ommm.

Seit vielen Jahren gebe ich Zeitmanagement-Workshops

für Eltern (Naja, meist

kommen nur die Mütter. Leider). Also ich

weiß genau: Kinder ticken anders. Brauchen

länger, verlieren sich in Augenblicken.

Hinsetzen – Legospielen – Zeit vergessen.

Da kann man schon mal neidisch werden.

Wenn ich auf dem Sofa sitze, dann höchstens

zwei Sekunden lang. Denn vom Sofa aus sehe ich,

was alles noch getan werden muss. Und dann

muss ich leider aufspringen. Und sinnvolle Dinge

tun: rumräumen, rumorganisieren, rumscheuchen.

Diese Rums kommen nicht so gut an bei

meiner Restfamilie. Die wissen genau: Jetzt werden Aufträge

verteilt (im Zeitmanagement heißt das Delegation). Und schon

sind sie auf der Flucht.

Dabei sind wir wirklich gut organisiert, Früchte jahrelanger

Zeitmanagement-Recherchen: Riesige Küchentafel mit allen

Wochen- und Außer-der-Reihe-Terminen. Post-Its an der Wand

mit Familien-To-dos. Alle haben Zugriff auf einen gemeinsamen

Online-Kalender, Erinnerungen plöppen rechtzeitig und sehr

penetrant auf. Kaninchenstall saubermachen, Zahnarzttermin,

sowas halt. An die Kaninchen, die Zahnarzttermine und was

sonst noch so anliegt, denke meist nur ich. Und oft auch vor

dem Aufplöppen. Meine innere To-do-Liste ist zuverlässig.

Zumindest, was die Restfamilie angeht. Meine eigenen Termine

bleiben manchmal auf der Strecke. Ups, schon wieder meinen

Augenarzt-Termin vergessen. Könnte mich ja mal jemand dran

erinnern. Die Kinder finden es lustig.

Und dann sind da noch die vielen anderen To-dos, die in

keinem Kalender stehen und die dennoch Aufmerksamkeit verlangen.

Mein Mann nennt sie die »Wir-müssen-nochs«. Ganz

plötzlich tauchen sie auf, für mich ganz logisch, für die Restfamilie

erstaunlich. Warum fällt mir gerade jetzt beim Frühstück

ein, dass wir dringend eine Glühbirne fürs Tochter-Fahrrad

brauchen ? Ganz klar, ich höre im Radio einen Bericht über

geteilten Unterricht, erinnere mich an eine Nachricht von der

» Wir müssen noch … «

Elternsprecherin, dann mir fällt ein, dass morgen ja Schule

ist und es morgens noch dunkel ist und dann denke ich:

Fahrradlicht.

Um die Ecke denken hab‘ ich im Blut. Vergessen auch. Nach

dem Frühstück ist das Fahrradlicht nicht mehr in meinem

»Mental Load«. Also meinem Unbedingt-dran-denken-Speicher.

Am nächsten Morgen holt die Tochter das Fahrrad aus

SUPERSUSE

der Garage und bemerkt: Licht kaputt. Ich könnte jetzt

was sagen. Mach ich aber nicht. Fährt sie halt mit

Klemmlicht.

Dummerweise tauchen diese Wir-müssennochs

auch in der Nacht auf. Kennt ihr

das: Ihr wacht plötzlich auf und seid

hellwach. Ich könnte jetzt all das machen,

was auf meiner To-do-Liste steht.

Aber es ist ja mitten in der Nacht. Also:

Einschlafen. Jetzt. Klappt aber nicht,

denn meine Wir-müssen-nochs sind

nachtaktiv. Sehr. Ich muss sie einschläfern

und schnappe mir ein Buch. Sie wollen

nicht, drängeln sich in die Geschichte, die ich zu

lesen versuche, werden immer mehr. Langsam

werde ich ungehalten (unwirsch !).

Ich will doch nur schlafen !

Meist gewinne ich dann doch, es dauert

halt nur und macht nicht gerade gute Laune am nächsten Tag.

Am Morgen versuche ich mich an alles Wichtige zu erinnern,

aber da ist nichts mehr. Alles weg – wie kann das bloß sein?

Zeitmanagement-Gurus, Mental-Load-ExpertInnen und mein

Mann sagen: Das Zeugs muss raus aus dem Kopf, am besten

alles aufschreiben. Gleich in der Nacht. Hätte ich bloß alles

aufgeschrieben – meine Familie hätte sich gefreut, endlich

neue Aufträge.

Gerade schenkte mein Mann mir einen kleinen Block, von ihm

selbstgestaltet mit Supersuse-Illustration. Oben drüber steht:

»Wir müssen noch:«, ganz unten: »Darauf freue ich mich:«.

q ÜBER SUSE LÜBKER

Suse »Supersuse« Lübker lebt mit Kindern und Ehemann im

schönen Findorff. Die freiberufliche Texterin und Trainerin

konzipiert, schreibt und redigiert Texte für Verlage, Vereine,

Verbände und Soloselbstständige, online und offline. Zudem

veranstaltet sie Kommunikations- und Schreibworkshops. 2015

erschien ihr Buch »Das Bremer Kinderlexikon. Von Achterdiek

bis Ziegenmarkt« – für alle kleinen und großen BremerInnen,

die Lust haben, ihre Stadt (neu) zu entdecken. In ihrem Blog

berichtet sie über Alltagsabenteuer und gibt Tipps zum Thema

Zeitmanagement. Der Blog auf www.suseluebker.de/blog

Text: Suse Lübker, Illustration: Rainer Pleyer ▲

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