2021/09 | Helfensteiner Wohnraum | ET 01.03.2021

suedwest.presse

Helfensteiner

WOHNRAUM MAGAZIN März 2021

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GEISLINGER ZEITUNG

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SVH GmbH & Co. KG

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INHALT 3

Inhalt

3 Inhalt

4 Mähroboter

Liebe Leserinnen und Leser,

Heike Siegemund

6 Daniel Jeckel

seit Corona bleiben wir verstärkt

in den eigenen vier Wänden.

Freizeitmöglichkeiten gibt

es nicht mehr viele, auch das

Reisen ist schwieriger geworden.

Ein Grund für viele, das eigene

Heim noch schöner und

gemütlicher zu gestalten. Von

diesem sogenannten Cocooning-Effekt

profitieren auch die

Möbel- und Einrichtungshäuser

in der Region. Möbel und Einrichtungsgegenstände,

aber

auch Dekoartikel sowie sämtliche

Utensilien zum Kochen und

Backen in der heimischen Küche

werden nachgefragt wie selten

zuvor. „Die Leute bauen ihre

Nester aus“, bestätigt beispielsweise

Volker Wannenwetsch

vom gleichnamigen Möbelhaus

in Gingen. Mehr zu diesem Thema

lesen Sie auf den Seiten acht

und neun.

Ein weiterer Trend unserer

Zeit ist der Mähroboter, auf den

immer mehr Menschen setzen.

Sie möchten die Vorteile dieser

Geräte nutzen, die zuverlässig

den Rasen mähen, dabei nie das

Grundstück verlassen und dank

Sensoren bei jedem Hindernis

stoppen und wenden. Nicht wenige

schrecken jedoch vor der

Technik der Mähroboter zurück.

Genau diese Tatsache hat

vier junge Leute aus Amstetten

auf eine Geschäftsidee gebracht:

Sie gründeten im März 2019

gemeinsam die „Mähroboter

Service Grashalm GbR“ als

Fachbetrieb für Mähroboter. Die

Geschäftsidee stieß schnell auf

Resonanz: Der Rat der Firma

Grashalm ist gefragt. Die ganze

Geschichte gibt es auf den Seiten

vier und fünf.

Auch Daniel Jeckel aus Treffelhausen

hat sich in einem relativ

jungen Alter für die Selbständigkeit

entschieden: Der

36-jährige gelernte Raumausstatter

eröffnete 2012 seinen

eigenen Betrieb – zunächst in

Geislingen, mittlerweile ist er

mit seinen Geschäftsräumen

nach Eybach umgezogen. Das

traditionelle Handwerk liegt

ihm am Herzen, ebenso der

künstlerische Bereich. Sein

Herz schlägt höher, sobald es

ans Außergewöhnliche und

Kreative geht und er sich so

richtig austoben kann, was das

Thema Innenausbau anbelangt

– sei es mit extravaganten Tapeten,

selbst genähten Gardinen

oder in die Jahre gekommenen,

restaurierten und aufgepeppten

Möbelstücken. Alt mit Modern

kombinieren: Das macht Daniel

Jeckel besonders viel Spaß.

Weitere Infos dazu erhalten Sie

auf den Seiten sechs und sieben.

Viele weitere Themen rund

ums Wohnen und Bauen finden

Sie in diesem Magazin. Wir

wünschen Ihnen viel Spaß beim

Lesen – und bleiben Sie gesund.

Ihre

Heike Siegemund

8 Cocooning

10 Bauplätze

1 1 Jugendherberge

Hohenstaufen

14 Badespaß im Garten

16 Rituale beim

Hausbau

17 Smart Home

18 Aufstocken

Handwerk und

Kunst verbinden

Daniel Jeckel liebt es, beim Innenausbau

kreativ sein zu können

Seite 6

14 Pools

Schwimmbecken und Pools

für den eigenen Garten sind

in der Corona-Zeit besonders

gefragt.

24 Garten im Frühling

Der Frühling steht vor der Tür.

Vier Schritte für den

perfekten Start in die

Gartensaison.

20 Immobilienkredit

22 Neue Trends

bei Fenstern

23 Rechtstipps

24 Garten im Frühling

08 Cocooning

In der Corona-Zeit wollen es

sich die Menschen zuhause

so schön wie möglich

einrichten. Davon profitieren

die Möbel- und Einrichtungshäuser.

10 Bauplätze

Das Bauen liegt auch in der

Region nach wie vor im Trend.

11 Innovativ

Die sanierte Jugendherberge

in Hohenstaufen lädt zur

abenteurlichen Übernachtung

im Baumhaus ein.

Mähroboter im

Grashalm-Hotel

Vier junge Leute aus Amstetten bieten

einen Rundum-Service Seite 4

26 Schließsysteme

27 Putz- und

Haushaltstipps

28 Sonnenschutz

3 0 Neue Energielabels

3 1 Treppen


4 TECHNIK

Foto: Firma Grashalm

Mähroboter

im Grashalm-Hotel

Mähroboter faszinieren Menschen. Viele schrecken aber vor deren Technik zurück. Diese

Nische nutzen vier junge Leute aus Amstetten als Geschäftsidee und bieten einen

Rundum-Service. Von Claudia Burst

Wenn Jessica Luprich

von „unseren Robbies“

spricht, meint

sie Mähroboter.

Also elektrische, vollautomatische

Rasenmäher, die wie kleine

Haustiere auf Rädern über den

Rasen schnurren und diesen dabei

zuverlässig mähen. Dabei

verlassen sie nie das Grundstück;

dank Sensoren stoppen und wenden

die Geräte, die bequem vom

Handy oder Tablet gesteuert

werden können, automatisch bei

jedem Hindernis. Es sind Rasenmäher,

die so leise sind, dass man

Durch eine Art Stollen an den Reifen schaffen Mähroboter bis zu 35

Prozent Steigung.

Foto: Claudia Burst

sie selbst kaum hört, geschweige

denn der Nachbar. Sie halten sich

von Beeten und Büschen fern

und verbrauchen für ihren Dauereinsatz

weniger Strom als ein

Kaffeevollautomat (sieben Kilowattstunden

im Monat).

Kein Wunder, dass Jessica Luprich

(30), ihre Schwester Miriam

(32), ihr Mann Mirko (32) und

ihr Schwager Andreas Mader (35)

von den Geräten fasziniert waren,

kaum, dass sie sich damit beschäftigten.

Das Ganze fing an,

als sich die Eltern von Jessica und

Miriam Luprich vor einigen


TECHNIK 5

„Unser Ziel ist es, d i e Anlaufstelle

für Mähroboter zu werden“,

bekennt Miriam Luprich.

Mirko Luprich ergänzt: „Wir finden

für jeden Rasen eine Lösung“.

Jahren einen Mähroboter zulegten,

aber nicht wussten, wie man

ihn installiert. „Da haben wir uns

reingelesen und festgestellt: Das

ist ja eine richtig coole Sache“,

schwärmt Jessica Luprich.

Der Mähroboter der Eltern

zog Nachahmer aus der Nachbarschaft

nach sich; auch sie suchten

den Rat der jungen Leute.

„Viele würden sich gerne einen

Mähroboter anschaffen, um

nicht mehr selbst ihren Rasen

mähen zu müssen, aber sie verstehen

die Technik oft nicht“,

sagt Jessica Luprich. Miriam Luprich

ergänzt: „Da dachten wir:

Das ist doch eigentlich eine tolle

Geschäftsidee, eine Nische“.

Das Quartett aus Amstetten

gründete im März 2019 gemeinsam

eine Gesellschaft bürgerlichen

Rechts (GbR) mit dem Namen

„Mähroboter Service Grashalm“

als Fachbetrieb für Mähroboter.

Sie ließen sich offiziell als

Gardena-Händler registrieren

und konzentrieren sich für den

Privatverkauf auf diese Marke.

„Auf diese Weise erhalten wir

problemlos Ersatzteile und kennen

unsere Ansprechpartner bei

Gardena“, erläutert Andreas Mader.

Die Geschäftsidee stieß

schnell auf Resonanz: Der Rat

der Firma Grashalm ist gefragt.

Inzwischen machen zwei der

Vier die Aufgabe bereits

hauptberuflich. Andreas

Mader wundert das nicht:

„Mähroboter haben so viele

Vorteile“, betont er. Dadurch

dass die kleine Maschine fast

täglich im Einsatz sei, sehe

der Rasen immer perfekt aus.

Weil der Rasen auf Dauer

kurzgehalten wird, fällt kein

sichtbarer Rasenschnitt an.

Die kurzen, gemähten Gras-

spitzen mulchen den Boden,

und es muss auf diese Weise

kein gemähtes Gras entsorgt

werden. „Die Gardena-Mähro-roboter

schaffen alles bis 2000

Quadratmeter und bis 35 Prozent

Steigung“, informiert Mader

und begründet Letzteres mit

„einer Art Stollen an den Reifen“. en“.

Die Mähroboter gibt es mit oder

ohne Smart-Steuerung (also vom

Handy aus); mit einem Pin-Code

sind sie gegen Diebstahl gesichert.

Weil die Amstetter Jungunternehmer

auch Nachfragen von

Sportplatzbetreibern erhielten,

vertreiben sie auch große „Robbies“

der Marke „Echo Robotics“.

„Diese schaffen 24000 Quadratmeter

pro Tag und sind GPS-gesichert“,

erklärt Mirko Luprich.

Miriam Luprich, Andreas Mader sowie Jessica und Mirko Luprich waren von den Geräten fasziniert,

kaum, dass sie sich damit beschäftigten.

Foto: Claudia Burst

Die vier Experten legen auf

Wunsch die für den Mähroboter

notwendigen Begrenzungskabel

an der Gartengrenze sowie um

Bäume und Beete, damit

der elektronische

Gartenhelfer erkennt,

wo sich sein Betätigungsfeld befindet.

„Die Kabel dafür müssen

nicht vergraben werden. Auf der

Schwäbischen Alb mit all den

Steinen und Wurzeln geht das oft

gar nicht. Sie werden oberirdisch

mit Haken fixiert und sind nach

zwei bis sechs Wochen komplett

eingewachsen und unsichtbar“,

erklärt Andreas Mader.

Wenn die Mähsaison

zu Ende ist,

dürfen die Mäh-Roboter

ins Grashalm-Hotel.

„So

heißt unser Rundum-Sorglos-Paket“,

sagt Jessica

Luprich schmunzelnd.

Die Vier

holen die „Robbies“

ab, reinigen

sie, wechseln die

Mäh-Messer

aus, sorgen für

ein

Software-Update

und dafür, dass

die Geräte im

Winter keinen

Minusgraden

ausgesetzt

sind. „Außerdem

sorgen

wir dafür,

dass sich die

Akkus der

Geräte über den

Winter nicht total entleeren,

denn das dürfen sie nicht“, ergänzt

Mader. Im Frühjahr, sobald

das Wetter das Mähen wieder ins

Blickfeld rückt, liefern die „Grashalm“-Experten

die Mähroboter

in general-überholtem Zustand

wieder aus.

Foto: Firma Grashalm

Info

Weitere Infos gibt es im

Internet unter

www.maehrobotergrashalm.de


6 PORTRÄT

Foto: Alexander Jennewein

Handwerk

mit Kunst verbinden

Der Raumausstatter Daniel Jeckel bringt in seine Arbeit gerne seine

künstlerische Ader mit ein. Sobald es ans Außergewöhnliche geht, schlägt sein Herz höher.

Von Heike Siegemund

Daniel Jeckel bezeichnet

sich selbst als Freigeist

– und in der Tat hat der

gelernte Raumausstatter

eine ausgeprägte kreative

Ader. Der 36-Jährige aus Treffelhausen,

der seit Sommer vergangenen

Jahres seinen Unternehmenssitz

in Eybach hat, verbindet

traditionelles Handwerk mit

Kunst.

„Natürlich verlege ich auch

einfache Laminatböden oder

streiche Wände“, sagt Daniel Jeckel.

Doch sein Herz schlägt höher,

sobald es ans Außergewöhnliche,

ans Kreative geht und er

sich so richtig austoben kann,

was das Thema Innenausbau anbelangt.

Ein besonders umfangreiches

Projekt hatte er vor Kurzem

bei einem Kunden in Bad

Ditzenbach, wo er ein komplettes

Haus neu gestaltete und in

den Räumen dort unter anderem

mit extravaganten

Tapeten und selbst

genähten Gardinen

experimentieren

durfte. „Ich freue

mich immer, wenn

ich mit Farben und

Formen spielen kann. Kunst

ist grenzenlos“, betont der Inhaber

der Raumausstattung

„Freigeist – Handwerk und

Kunst“.

„Im Badezimmer beispielsweise

müssen es nicht immer

Putz und Fliesen sein. Es gibt

auch andere Wege, Räume zu

gestalten und sich ein Wohlfühl-Zuhause

zu schaffen“,

sagt Daniel Jeckel und verweist

hier auf die Tapete, bei

der viele nur an Raufaser

denken, die „aber so viele

Möglichkeiten“ biete.

Ein Hingucker seien

zum Beispiel Glastapeten

mit zahlreichen

glitzernden kleinen

Glasperlen, Tapeten

aus Korkgranulat,

Steintapeten

oder Tapeten, die

mit außergewöhnlichen

Rosteffekten

daherkommen.

Daniel Jeckel kreiert auch

besondere Lampen, die er mit

Wurzeln, Weinreben oder

Granitsteinen kombiniert.

Für seine Arbeit sammelt er

nicht nur Naturmaterialien,

sondern auch „alte Lampenschirme,

Kommoden, Stühle,

Sessel und Spiegel - die alten Sachen

gefallen mir einfach, sie

haben Leben“, erzählt er. Möbel

restaurieren und Antiquitäten

aufpeppen, indem

zum Beispiel alte Sessel

mit ungewöhnlichen Stoffbezügen

versehen werden –

kurzum: Alt mit Modern kombinieren,

das ist seine große Leidenschaft.

„Warum soll man

Omas Lieblingssessel nicht in

modernes Wohnen integrieren?

Diese Möbelstücke haben eine

ganz andere Wertig- und Langlebigkeit“,

verdeutlicht der 36-Jährige

und ergänzt: „Ein Billy-Regal

steht in 100 Jahren sicherlich

nirgendwo mehr herum“.

Schon als Kind hat sich bei Daniel

Jeckel gezeigt, dass das Kreative

sein Ding ist. Schon immer

habe er gerne gemalt und gebastelt,

als Fünfjähriger bereits genäht.

Auch seine Naturverbundenheit

zeigte sich schon früh:

„Während die anderen ihren ersten

Computer hatten und zockten,

zog es mich nach Draußen

zum Schaffa und Lägerle bauen“,

erinnert sich Daniel Jeckel. Was

seine kreative Ader anbelangt,

hat er wohl viel von seiner


PORTRÄT 7

Glastapeten mit glitzernden kleinen Glasperlen oder Tapeten mit

Rosteffekten sind ein echter Hingucker, sagt Daniel Jeckel.

Daniel Jeckel peppt alte Sessel auf, indem er diese mit ungewöhnlichen

Stoffbezügen versieht.

Fotos: Heike Siegemund

Mutter geerbt: Sie ist als Zeichnerin

bei der Kunstgießerei

Strassacker tätig und unterstützt

ihn ab und an auch bei seiner Arbeit.

Zum Beispiel hat sie für ein

Badezimmer, das Daniel Jeckel

neu gestaltete, Schnecken aus

Bronze beigesteuert, die ihr Sohn

in Mosaikfliesen einarbeitete.

Für seine Arbeit ist der 36-Jährige

schon viel herumgekommen:

Zum Beispiel war er bereits

am Gardasee tätig, wo er alten

Ferienwohnungen ein neues,

frisches Gesicht verlieh,

indem er vom Trockenbau

bis zur Wandgestaltung

und Möblierung

den kompletten Innenausbau

übernahm. Ein Burger-Restaurant

im Schwarzwald

gestaltete er im Gastraum

und Eingangsbereich in

rustikalem Stil mit viel Holz an

den Wänden, alten Wagenrädern

als Lampen und vielen Details

mehr.

Wenn er neben seiner Arbeit

noch Zeit findet, geht der Treffelhausener

auch gerne seinen

Hobbys nach: dem Klettern und

der Malerei. Was Letzteres anbelangt,

hat es ihm besonders das

Acrylic Painting angetan. Dabei

werden Farben miteinander gemischt

und in Schichten

aufgetragen. Was dabei

herauskommt, ist meist

sehr farbenfroh und flippig

– diese Bilder eignen

sich als weitere Accessoires,

die zum Beispiel

mit Omas altem Sessel

kombiniert

werden

können.

Info

Daniel Jeckel ist in Kuchen

und Gingen aufgewachsen

und lebt mittlerweile in Treffelhausen,

wo er sich mit seiner

Frau ein Haus, Baujahr 1964,

gekauft hat, das er komplett

umgestaltet und auch hier Alt

mit Modern kombiniert. Nach

dem Realschulabschluss an der

Geislinger Schubartrealschule

absolvierte er eine Ausbildung

zum Raumausstatter in Salach.

Anschließend war er in mehreren

Maler-, Schreiner- und Raumausstatterbetrieben

tätig.

Im Jahr 2012 entschied er sich

dafür, sich mit einer eigenen

Raumausstattung selbständig

zu machen. Unternehmenssitz

war in den ersten Jahren in Geislingen;

hier arbeitete er hauptsächlich

für Firmen, wo er unter

anderem Böden verlegte oder an

den Fenstern Sonnenschutz anbrachte.

Seit Sommer 2020 befindet

sich seine Raumausstattung

in Eybach; die Räume dort

teilt er sich mit der Firma „CHK

Bauelemente“, mit der er sich

gut ergänze, betont der 36-Jährige.

Mittlerweile ist Daniel Jeckel

hauptsächlich für Privatleute im

Einsatz. An seinem Beruf gefällt

ihm vor allem die Vielfältigkeit:

„Unsere Branche entwickelt sich

ständig weiter“.

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8 COCOONING

„Die Leute

bauen ihre

aus“

In der Corona-Zeit wollen es sich die

Menschen zuhause besonders schön

einrichten. Davon profitieren auch die

Möbel- und Einrichtungshäuser in der

Region. Von Heike Siegemund

D

ie Corona-Krise zwingt

uns alle dazu, mehr Zeit

zuhause zu verbringen.

Man ist angehalten, in

den eigenen vier Wänden zu

bleiben und zieht sich deshalb

aus der Öffentlichkeit in das

häusliche Privatleben zurück.

Dieses Phänomen bezeichnen

Trendforscher als Cocooning

oder Homing. Eine Folge davon:

Die Menschen wollen ihr Heim

so schön wie möglich einrichten

und gestalten.

Von diesem Trend können

auch die Möbel- und Einrichtungshäuser

in der Region berichten.

„Grundsätzlich haben

wir eine ähnliche Entwicklung

wie die Baumärkte und alles, was

mit Innenausbau zu tun hat: Die

Leute sind bereit, mehr Geld in

ihre Wohnungen und Häuser zu

investieren. Sie bauen ihre Nester

aus“, sagt Volker Wannenwetsch

vom gleichnamigen Möbelhaus

in Gingen mit Blick auf

das vergangene Jahr. Vom Vorhang

über Teppichböden bis hin

zu neuen Möbeln werde alles

nachgefragt. „Besonders gut laufen

Küchen und Polstermöbel.

Da wird schon viel Geld investiert“,

ergänzt Wannenwetsch.

Aber auch komplett neue Schlafzimmerausstattungen

samt Accessoires,

Deko und Bettwäsche

legen sich die Menschen in der

Krise zu. Auch in der sogenannten

Wohnboutique im Möbelhaus

Wannenwetsch, in der zum

Beispiel Bilder, Tischwäsche, Geschirr

und Dekoartikel erhältlich

sind, sei die Nachfrage 2020 trotz

der Lockdowns im Vergleich

zum Vorjahr wesentlich gestiegen.

Eine Kundin habe kurz vor

Weihnachten gesagt: Sie verdiene

ihr neues Esszimmer auf dem

Sofa. Der Grund: Das Geld, das

sie in normalen Zeiten fürs Essengehen

und andere Freizeitaktivitäten

ausgegeben hätte, konnte

sie in der Corona-Krise sparen.

Von dem Ersparten legte sie

sich dann neue Esszimmermöbel

zu. „Bei Menschen, die nicht gerade

jeden Cent umdrehen müssen,

bleibt einfach Geld übrig.

Auch die Kosten für den Urlaub

wurden eingespart“, sagt Wannenwetsch.

Während viele bisher

über ihre Wohnungseinrichtung

gesagt hätten „ach, die tut‘s

doch noch“, werde jetzt genau

hier investiert.

Grundsätzlich habe sich auch

im aktuellen Lockdown, was das

Kaufverhalten anbelangt, nichts

geändert. „Noch nichts“, fügt

Wannenwetsch hinzu. Er will

trotz der Einschränkungen nicht

klagen. Die Lockdown-Zeiten

hätten sich bislang nicht negativ

ausgewirkt. „Die Umsätze sind

bis zum Lockdown im Dezember

weiterhin im hohen zweistelligen

Plus-Bereich stabil gestiegen.“ Es

bestehe auch deshalb noch kein

Problem, „weil wir auf einem

Berg voll Aufträge sitzen, den wir

immer noch nicht annährend abarbeiten

konnten. Gott

sei Dank!“.

Wannenwetsch

betont

allerdings

auch: „Wir

wissen nicht,

wie groß die

vorweggenommenen Umsätze

sind“. Es könne sich teilweise

auch um vorgezogene Investitionen

handeln, „die uns dann fehlen“.

Spätestens im vierten Quartal

rechnet er mit einer Umorientierung.

„Dann haben das Reisen,

Feste und Festivals wieder

Priorität. Spätestens dann beginnt

für uns das Tal der Tränen.“

Auch Uli

Held bestätigt

den Cocooning-Trend

für sein Einrichtungshaus

in Geislingen.

„Am besten laufen

Küchen. Viele Kaufentscheidungen

werden vorgezogen“, sagt er.

Aber auch sämtliche Einrichtungsgegenstände

würden überaus

gut nachgefragt – sowohl für

den Schlaf-, Ess- und Wohnbereich

als auch für die Garderobe

und fürs Homeoffice.

Eine wichtige Hauptverkaufszeit

für die Möbelbranche seien

generell die Weihnachtsferien,


COCOONING 9

Info

Auch Ilona Gerstlauer, die

zusammen mit ihrem Mann

Hans-Martin Gerstlauer ein

Raumausstattergeschäft in

Geislingen betreibt, kann vom

Cocooning-Trend berichten. „Wir

merken es schon, dass wesentlich

mehr Wohnaccessoires wie

Teppiche, Tisch- und Bettwäsche

verkauft werden“, sagt sie.

Aber auch Fensterbeschattungen

und Wandpanelen aus Holz

(eine Alternative zu Tapeten)

würden in der Corona-Krise besonders

nachgefragt. „Viele

Menschen setzen jetzt das um,

was sie längst tun wollten. Bisher

sind sie lieber in den Urlaub

gefahren – jetzt wollen sie es zuhause

schön haben.“ Bei vielen

sei Geld übrig, auch weil man in

der Corona-Zeit weniger neue

Kleidung benötige als zuvor. Die

Einbußen durch den Lockdown

im Frühjahr vergangenen Jahres

habe man gut reinholen können,

sagt Illona Gerstlauer. „Ob das

beim zweiten Lockdown wieder

so klappt, da sind wir noch nicht

sicher. Aber wir können trotzdem

nicht klagen“, betont sie.

Ute Rieger von „Tisch und

Trends Rieger“ in Kuchen kann

ebenfalls eine verstärkte Nachfrage

durch Cocooning verzeichnen.

Seit Corona werde Zuhause

auch wesentlich mehr selbst

gekocht und gebacken. Dadurch

legten die Leute „mehr Wert auf

eine vernünftige Küchenausstattung“.

Ein großes Thema sei das

Brotbacken, weshalb sie in ihrem

Geschäft verstärkt Brotbackformen

und Gärkörbchen verkauft.

Aber auch sonst seien „sämtliche

Utensilien für‘s Kochen und

Backen“ überaus gefragt, zum

Beispiel auch Maschinen, mit denen

man Nudeln selbst herstellen

kann. Darüber hinaus liegen

den Menschen seit Corona schöne

Wohnaccessoires am Herzen,

informiert Ute Rieger weiter. „Sie

wollen ihre Wohnung schön

dekorieren und damit für Geborgenheit

sorgen.“

Trotz des aktuellen Lockdowns

verzeichnen sowohl Ute Rieger

als auch Ilona Gerstlauer eine

weiterhin gute Nachfrage. „Wir

liefern, montieren und gehen

ausmessen und beraten. Zum

Teil nehmen wir auch unsere Kollektionen

zu den Kunden mit“,

berichtet Ilona Gerstlauer. Sie

glaubt, dass der Trend zum

Verschönern der Wohnungen in

diesem Jahr weiter anhält.

die „uns aufgrund des Lockdowns

genommen wurde“.

Trotzdem betont Held: „Ich denke,

wir können das regenerieren.

Deshalb sind wir ganz weit weg

vom Klagen“. Die Umsatzeinbußen

durch den Lockdown im

Frühjahr vergangenen Jahres

habe man durch einen guten

Sommer „wieder reinholen können“,

betont Held.

Auch während des aktuellen

Lockdowns dürfe man weiterhin

Möbel ausliefern. Freilich sei vieles

durch die Einschränkungen

erschwert, und „wir haben derzeit

nicht die Umsätze, die wir

normalerweise hätten“, gibt Held

zu bedenken. „Aber ich will

trotzdem nicht jammern“. Er

glaubt, dass auch dieses Jahr das

Wohnen ein wichtiges Thema

bleiben wird.

Ähnlich äußert sich Uli Steck,

Inhaber des gleichnamigen Einrichtungshauses

in Geislingen.

Es sei natürlich nicht der Fall,

dass man angesichts der Lockdowns

in Euphorie ausbreche;

trotzdem fühle

man sich

noch in einer

angenehmen

Lage und

sei zuversichtlich.

Die

Nachfrage sei

„im Gesamtbereich“ stabil.

Sprich: Auch sein Einrichtungshaus

profitiert davon, dass in der

Corona-Zeit verstärkt Möbel,

Dekorationsartikel, Teppiche,

Leuchten und mehr gekauft werden.

Auch jetzt im zweiten Lockdown

können die Kunden im

Einrichtungshaus Steck Möbel

und Co. bestellen, die dann ausgeliefert

werden. Allerdings sei

die ausführliche Beratung im

Lockdown extrem erschwert.

„Das ist schon eine Herausforderung“,

sagt Steck.

Generell sei es „verständlich,

nachvollziehbar und logisch“,

dass die Menschen jetzt verstärkt

ihre Wohnungen und Häuser

verschönern wollen. „Früher, als

sie mehr unterwegs waren und

viel um die Ohren hatten, war ihnen

die Situation zuhause vielleicht

gar nicht so bewusst“,

überlegt Steck. Viele Kunden hätten

sich schon seit längerer Zeit

neue Einrichtungsgegenstände

zulegen wollen, waren aber bisher

auf Schwäbisch gesagt „immer

em Gschend“. In der Corona-Krise

sei jetzt die Gelegenheit,

sein Zuhause richtig schön

einzurichten.

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10 GRUNDSTÜCKE

Bauplätze in der Region

Bauen liegt nach wie vor im Trend. Einige Gemeinden im GZ-Verbreitungsgebiet planen

neue Baugebiete.

Gemeinde Bauplätze Größe (m 2 ) €/m 2 Vergünstigungen bereits erschlossen?

Amstetten

Bad Ditzenbach

Auendorf

Bad Überkingen

Böhmenkirch

Gemeinde plant derzeit das Baugebiet Brühl in Amstetten-Dorf mit etwa 22 Bauplätzen

Gemeinde plant, das Baugebiet Riedmorgen mit 13 Plätzen zu erschließen

Gemeinde plant, im Baugebiet Wettenbach Süd acht Grundstücke zu schaffen

Es sind zwar zwei Baugebiete in der Erschließung, aber alle Bauplätze sind bereits vergeben

Gemeinde verfügt zwar über freie Bauplätze, vergibt diese aber derzeit ausschließlich an einheimische Bewerber

Deggingen – Birkhof 10 (Gewerbe) 446 – 1242 noch offen noch offen 2021/22

37 (Wohnen) 422 – 2471

Drackenstein 0 / / / /

Geislingen 0 / / / /

Aufhausen

Die Gemeinde plant und erschließt derzeit ein neues Baugebiet mit rund 10 Bauplätzen,

Verkaufsstart: voraussichtlich 2022

Eybach 0 / / / /

Türkheim 0 / / / /

Waldhausen 0 / / / /

Stötten 0 / / / /

Weiler

Gerstetten

Heldenfingen

Der Aufstellungsbeschluss für ein neues Baugebiet besteht, Verkaufsstart steht noch nicht fest

Im Laufe dieses Jahres sollen im Baugebiet Östlich des Wasserturms 14 Bauplätze erschlossen und vermarktet werden

Im Laufe dieses Jahres sollen im Baugebiet Vordere Gasse 9 Bauplätze erschlossen und vermarktet werden

Gussenstadt 1 646 75 / ja

Gingen

Hohenstadt

Die Gemeinde plant, für 2022 weiteres Bauland bereitzustellen

Die Gemeinde plant, das Baugebiet Länge zu erschließen

Kuchen 0 / / / /

Nellingen

Gemeinde plant die Erschließung weiterer Bauplätze in den Baugebieten Bruckäcker VI und Geislinger Linde II

Westerheim 0 / / / /

Wiesensteig 2 797 – 1022 90 – 150 / ja, keine Zusatzkosten

Mühlhausen 0 / / / /

Gruibingen 0 / / / /

Von der Gemeinde Lonsee gab es bis Redaktionsschluss keine Rückmeldung.


JUGENDHERBERGE

11

Bei der Sanierung der Jugendherberge Hohenstaufen wurde auch ein innovatives Baumhausprojekt umgesetzt, das für ein ganz

besonderes Übernachtungserlebnis sorgt.

Foto: Giacinto Carlucci

Erwacht aus dem

Dornröschenschlaf

Die sanierte Jugendherberge in Göppingen-Hohenstaufen lädt ihre Gäste zur abenteuerlichen

Übernachtung im Baumhaus ein. Von Anne Meßmer

England gewann die

Fußballweltmeisterschaft,

Kurt Georg Kiesinger

wurde Bundeskanzler,

zum ersten

Mal fand die Verleihung der Goldenen

Kamera statt und in Hohenstaufen

wurde die Jugendherberge

eröffnet – all das geschah

im Jahr 1966.

Ein geschichtsträchtiger Ort

inmitten beeindruckender Natur:

Wohl kaum eine Jugendherberge

dürfte an einem so historisch

bedeutenden Platz erbaut worden

sein wie die Jugendherberge

Göppingen-Hohenstaufen.

Denn direkt darüber stand einst

die Burg Hohenstaufen – Stammburg

des Geschlechts der Staufer.

Seit ihrer Eröffnung im Jahr

1966 haben zahlreiche Gäste hier

– umgeben von Naturschutzgebieten

und Biotopen – schöne

Stunden verbracht. Dass diese

Zeit Spuren hinterlässt, steht außer

Frage. Und so begannen im

Juli 2017, nach einigen Diskussionen

über die Verteilung der

Kosten zwischen der Stadt Göppingen

und dem Landesverband

Baden-Württemberg des Deutschen

Jugendherbergswerks

(DJH), die Sanierungsarbeiten.

Und die hatten es in sich. Federführend

war das Stuttgarter Architekturbüro

„Blattmann + Oswald“.

Den Blick schweifen lassen

Vom Tag des offiziellen Spatenstichs

bis zur Wiedereröffnung

am 18. Mai 2019 wandelte sich

das Aussehen der Jugendherberge

von Tag zu Tag. „Es ist ein einzigartiges

Projekt“, sagte Karl

Rosner, damaliger Geschäftsführer

des baden-württembergischen

Jugendherbergswerks,

über die Sanierungsarbeiten. Im

Hauptgebäude wurden die Gästezimmer,

die Küche und Sanitäreinrichtungen

modernisiert.

Auch der Eingangsbereich wurde

umgestaltet. Dieser geht nun

über zwei Stockwerke, wodurch


12

JUGENDHERBERGE

In der Jugendherberge Hohenstaufen kann

man nun Erlebnisferien verbringen.

Foto: Giacinto Carlucci

Zum größten Teil wurden

Rohstoffe aus der Region beim

Bau genutzt.

Foto: Staufenpress

Ganz neue Perspektiven –

für Stammgäste, aber

auch für neue Gäste der

Jugendherberge.

Foto: Staufenpress

ein weiterer Gemeinschaftsraum

und eine Sonnenterrasse entstanden

sind. Letztere ist einer der

Lieblingsort der Herbergseltern

Maria und Robert Gentzel, die die

Leitung der Jugendherberge im

Januar 2019 übernommen haben.

„Hier hat man einen unglaublichen

Blick in das Remstal“,

schwärmt Maria Gentzel. Auch

der Speisesaal hat es den beiden

angetan.

Unbestrittenes Highlight des

Umbaus sind die acht auf Stelzen

stehenden Baumhäuser in

drei bis vier Metern Höhe. Insgesamt

28 Betten gibt es in den

Baumhäusern, verteilt auf zwei

Zweibett- und sechs Vierbettzimmer

– ausgestattet mit

Waschbecken und Heizung. Außerdem

sind die Baumhäuser

mit Terrassen verbunden, die

man vom Hauptgebäude aus

oder über Treppen erreichen

kann. Weil die Holzboxen der

Baumhäuser auf Stelzen aus Metall

stehen, war die Sicherheit

beim Bau natürlich ein wichtiger

Aspekt. So sind die Baumhäuser

von einem Halbkreis aus

zwölf Meter hohen und konisch

zulaufenden Blitzschutzpfeilern

umgeben

Nachhaltig und regional

Neben der spannenden Natur,

die die Jugendherberge umgibt,

gibt es seit der Sanierung auch

einen Fußballplatz, zwei Rutschen,

ein Klavier, Aufenthaltsund

Gemeinschaftsräume, zwei

Grillstellen, einen Sandkasten

und eine Tischtennisplatte – da

kommt auf keinen Fall Langeweile

auf. Hell, modern, freundlich,

aber auch naturnah und

nachhaltig – so sollte die Jugendherberge

Hohenstaufen in

ihrem neuen Gewand erscheinen.

Wer will, kann spenden

Ein Konzept, das aufging. „Viele

unserer Gäste kannten die

Jugendherberge noch in ihrem

alten Zustand. Hier wurde die

Neugestaltung durchweg gelobt“,

sagt Maria Gentzel.

„Aber auch unsere neuen Gäste

finden den Umbau gelungen.“

Ein zentrales Thema, neben

baulichen Veränderungen

und mehr Platz für die Gäste,

war der Aspekt der Nachhaltigkeit.

So wurden viele der

Arbeiten von Handwerkern

und Unternehmen aus der Region

ausgeführt. Der Strom

kommt von einem Anbieter,

der die Energie aus nachhaltigen

Quellen gewinnt. Bedeutet:

100 Prozent Ökostrom. Bei allen

Arbeiten wurde zudem auf

nachhaltige Rohstoffe geachtet.

Zur Eröffnung erhielt die

Jugendherberge das Zertifikat

„Erlebnis Nachhaltigkeit“ – als

Anerkennung der Verwendung

von Bio-Produkten und Produkten

aus fairem Handel.

Auch das soziale Miteinander

wurde nicht vergessen: Wer

möchte, kann pro Nacht 20

Cent spenden. Dieses Geld

geht nach Bolivien und Paraguay,

um Hilfsprojekte zu unterstützen.


JUGENDHERBERGE 13

Steckbrief

In 36 Zimmern bietet

die Jugendherberge

Hohenstaufen 134 Betten.

Im Haupthaus gibt es

sechs Zweibett-, zwei Dreibett-,

16 Vierbett- und vier

Sechsbettzimmer.

Die Jugendherberge ist

weitgehend barrierefrei.

Das Haupthaus verfügt

über einen großen Aufzug,

und es gibt zwei rollstuhlgerechte

Zimmer mit WC

und Dusche.

Nachhaltigkeit stand ganz oben auf der Proritätenliste bei der Sanierung der

Jugendherberge.

Foto: Architekt

4,8

Millionen Euro hat der

Umbau der Jugendherberge

Hohenstaufen gekostet.


14 SOMMER

Badespaß

im Garten

Seit Corona sind sie besonders gefragt:

Pools und Schwimmbecken für den

eigenen Garten, die man möglichst selbst

aufbauen kann. Was ist für die Privatpool-

Planung wichtig?

Welcher Pool der richtige

ist, kommt zunächst

auf den Einsatzzweck

an“, sagt

Landschaftsarchitektin Daniela

Toman. Aber auch Größe und

Beschaffenheit des Gartens spielen

eine Rolle.

Von preiswert bis teuer:

Diese Pools gibt es

„Generell lassen sich Pools in

drei Kategorien einteilen“, erklärt

Ute Wanschura, Geschäftsführerin

des Bundesverbands

„Schwimmbad und Wellness“.

Die erste Kategorie fasst sie

unter dem Begriff „Frame Pool“

zusammen. Zu dieser preiswertesten

Variante gehören „Quick-

Up-Pools“: also Bassins, die man

selbst aufstellen kann. Diese lassen

sich binnen weniger Stunden

aufbauen und sind sofort nutzbar.

Die zweite Kategorie, die

schon kostenintensiver ist, umfasst

Becken, die in die Erde eingelassen

werden können. Auch

Pools aus Polystyrol-Steinen gehören

dazu. Becken dieser zweiten

Kategorien lassen sich von

geschickten Heimwerkern zwar

selbst aufbauen; jedoch sind vor

allem dann, wenn Erdarbeiten

notwendig sind, mehrere Arbeitstage

einzuplanen. Man muss

also Geduld haben, bevor man

Abkühlung findet.

Individuell geplant werden

die Pools der dritten und teuersten

Kategorie, die sogenannten

Einstückbecken. Diese sind aus

glasfaserverstärktem Kunststoff

(GFK), Polypropylen, PVC, Edelstahl

oder Beton gefertigt.

Schwimmbadbau-Fachunternehmen

benötigen mehrere Wochen

oder gar Monate, bis solch‘ ein

Privatschwimmbad bereitsteht.

Kinder-Planschbecken

brauchen einen besonders

sicheren Standort

Bei aufblasbaren Planschbecken

für Kinder ist der Standplatz besonders

wichtig. „Die Kleinen

müssen beim Baden ständig beobachtet

werden“, sagt Toman.

Der Tipp der Expertin: „Der Pool

sollte sicher auf einem möglichst

ebenen Untergrund stehen“. Rasen

hingegen ist nicht geeignet;

denn dort gibt es unter Umständen

schon nach ein paar Tagen

braune Flächen unter dem Pool.

„Soll das Planschbecken auf dem

Balkon aufgebaut werden, muss

zusätzlich unbedingt dessen Statik

beachtet werden“, betont Toman.

Große Pools fassen bis zu

zehn Kubikmeter Wasser oder

mehr und sind entsprechend


SOMMER 15

schwer. „Sicher stehen sie auf einer

ebenen Kiesschicht, über die

Betonplatten gelegt werden“,

sagt Toman. Darüber sollte noch

ein Vliesstoff ausgebreitet werden.

„Das bietet mechanischen

Schutz und gibt auch Wühlmäusen

keine Chance, den Pool zu

beschädigen.“

Das A und O:

Pools richtig reinigen

In größeren Pools muss das Wasser

regelmäßig gereinigt werden.

„Zu den Sets, die von Baumärkten

oder Discountern angeboten

werden, gehören oft einfache

Pumpen und Filter. Ist das nicht

der Fall, sollte man diese zusätzlich

kaufen“, betont Toman. Außerdem

ist der Einsatz eines Desinfektionsmittels

notwendig, das

Keime und Pilze bekämpft. Ute

Wanschura ergänzt: „Dabei hat

sich Chlor bewährt“. dpa

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16 BAUEN

Das Richtfest ist für viele Bauherren ein wichtiger Meilenstein.

Auch bei Fertighäusern gibt es den Spatenstich, das Richtfest und

die Bauabnahme. Manche Unternehmen binden diese Rituale

bewusst in den Bauprozess ein.

Ein Fertighaus wird lange

am Computer geplant,

dann von einem Tag auf

den anderen aufgestellt -

und das war’s? Manchem neuen

Besitzer fehlt da das Gefühl, wie

es ist, das Haus Stein auf Stein

wachsen zu sehen und dann den

fertigen Dachstuhl mit einem

Richtfest zu feiern. Aber das Feiern

geht natürlich auch beim Fertigbau.

Rituale wie der erste Spatenstich,

das Richtfest und die Bauabnahme

gehören auch hier dazu.

Manche Unternehmen binden

diese bewusst in den Bauprozess

ein – selbst dann, wenn die Fertigung

und der eigentliche Hausbau

fernab vom Auftraggeber

stattfinden.

„Der Bauherr soll zu seinem

Haus eine emotionale Bindung

schaffen können. Das ist vielen

wichtig“, betont Christoph Windscheif,

Sprecher des Bundesverbands

Deutscher Fertigbau. Der

Verband hat dies vor einigen Jahren

auch in einer Studie untersuchen

lassen.

Anteilnahme trotz Hausbau

in der Fabrik

Zwar gebe es auch Bauherren, die

sich bewusst für den Fertigbau

entscheiden, um am Ende einfach

nur den Schlüssel zu erhalten

und einziehen zu können.

Aber die Mehrheit will aktiv Anteil

am Bauprozess haben - auch

wenn es dabei oft nicht darum

geht, selbst Hand anzulegen oder

jeden Tag selbst vor Ort zu sein.

„Wenn man sich mit der Entscheidung

trägt, ein Haus zu bauen,

ist das eine sehr grundsätzliche,

oft auch schwere Entscheidung.

Wenn es dann endlich richtig

losgeht, braucht man etwas

Emotionales“, verdeutlicht

Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Ein Hoch

auf unser Haus!

Windscheif. Viele Firmen richten

daher auch beim Fertigbau

ein Richtfest aus. „Beim Fertighaus

lässt sich das Richtfest sehr

gut planen, weil der Tag, an dem

das Haus aufgebaut wird, fest terminiert

ist. Manche Bauherren

versammeln dann die ganze Familie

an der Baustelle, frühstücken

zum Beispiel dort miteinander

und schauen zu, wie

das Haus wächst“, ergänzt Windscheif.

Dann fliegen die Gläser vom Dach

Je nach Region und Firma wird

dann auch ein Richtbaum oder

ein Richtring am Dachstuhl befestigt.

„Weil Fertighäuser meist

Holzbauten sind, also von Zimmermännern

gefertigt werden,

bringen diese die Tradition mit

auf die Baustelle“, sagt Fabian

Tews, Pressesprecher des Fertighaus-Verbands.

„Manchmal

spricht der Baustellenleiter einen

Richtspruch, man hebt das

Glas und wünscht alles Gute. Es

gibt aber auch die Tradition, dass

ein Glas vom Hausdach geworfen

wird - das soll Glück bringen.“

Eine Alternative ist, dass der

Bauherr am ersten Bautag vor

Ort einen Nagel einschlagen soll.

Die Baufirma macht es ihm dabei

so schwer wie möglich - und

je nachdem, wie viele Schläge

der Bauherr braucht, umso zünftiger

muss dann das Fest zum

Ende der Arbeiten ausfallen.

Zuschauen, wenn die erste Wand

gebaut wird

Je nach Baufirma gibt es noch andere

Angebote, den Hausbau zu

zelebrieren. Zum Beginn des eigentlichen

Bauprozesses laden

manche die Bauherren zur Besichtigung

der Fabrik ein: Wenn

dann die erste Wand für das Eigenheim

des Bauherrn gefertigt

wird, stehen sie am Band und

schauen zu. Oder die Bauherren

erhalten die Möglichkeit, eine

Zeitkapsel in die Bodenplatte

einzulassen, wenn diese auf der

Baustelle betoniert wird.

Und letztlich gibt es auch beim

Fertigbau die Bauabnahme. Dabei

begutachten die Bauherren

die erbrachte Leistung des Bauunternehmers

und übernehmen

das neue Eigenheim. Beim Fertighausbau

überreichen die Unternehmen

mit diesem Zeitpunkt

die Schlüssel für das Gebäude

und eine sogenannte Hausakte

mit allen Unterlagen, die der

Bauherr künftig brauchen wird.


SICHERHEIT 17

Wie Smart-Home-Systeme

das Zuhause schützen

Die Systeme lassen sich ganz einfach über Tablet oder

Smartphone steuern. Doch auch hier gibt es Schwachstellen,

weshalb Schutz vor Hackern wichtig ist.

FOTO: VLADGRIN/SHUTTERSTOCK.COM

Einbrecher haben das ganze

Jahr über Saison. Meist

knacken sie mit wenigen

Handgriffen das Schloss

und räumen die Wohnung aus.

Mithilfe von Sicherheitsschlössern

lassen sich Türen und Fenster vor

Einbrechern sichern. Doch es gibt

auch eine modernere Lösung:

Smart-Home-Systeme schützen

die eigenen vier Wände digital.

Haustechnik fernsteuern

So können die Systeme beispielsweise

Rollläden automatisch per

Smartphone hoch- und herunterfahren,

installierte Kameras

ein- und ausschalten oder Bewegungsmelder

aktivieren. Aber Vorsicht:

Auch diese Systeme haben

Schwachstellen. Davor warnt die

Polizeiliche Kriminalprävention.

Oberstes Gebot: Externe dürfen

nie in das Heimsystem eindringen.

Wird das Smart-Home-

System vom Einbrecher gehackt,

bietet es keinen Schutz mehr.

Passwörter ändern

und verschlüsseln

Die Polizei rät daher, die Software

der Geräte zu aktualisieren, sobald

ein Update verfügbar ist. Außerdem

sollte man noch vor der Installation

die voreingestellten Passwörter

ändern – denn die sind oft

leicht zu erraten und schützen das

System nicht vor Eindringlingen.

Auch die Firewall des WLAN-Routers

sollte aktiviert sein. Ratsam

ist es zudem, die Kommunikation

mit den Smart-Home-Systemen

zu verschlüsseln. Dafür kann

man zum Beispiel VPN als sichere

Verbindung zum Heimnetzwerk

verwenden. Auch ein separates

WLAN für die Verbindung

mit den Smart-Home-Systemen ist

denkbar. Hier sollten die Zugangsdaten

dann nur beim Administrator

des Sicherheitssystems liegen

und nicht an Dritte weitergegeben

werden.

dpa

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18

WOHNRAUM

Noch Luft

nach oben?

FOTO: FRANCK BOSTON/SHUTTERSTOCK.COM

Bauland ist knapp und teuer, aber Platz nach oben gibt es eigentlich genug.

Warum also nicht einfach eine zusätzliche Etage aufs Haus bauen?

Wer zusätzlichen Platz braucht, sollte sich überlegen, einfach

aufzustocken. © Svjatoslav Andreichyn/shutterstock.com

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Ein Obergeschoss

bietet

Raum

für vieles:

Genügend

Zimmer für die

Kinder, Platz für

Hobbys, vielleicht

Büro- oder

Gewerberäume

fürs Homeoffice

oder eine

Einliegerwohnung,

die vermietet

werden

kann. „Grundsätzlich

ist es

eine gute Idee,

darüber nachzudenken, ein

neues Dach aufzusatteln“, sagt

Eva Reinhold-Postina vom Verband

Privater Bauherren. „Aber

jedes diesbezügliche Gedankenspiel

sollte mit einem Besuch der

zuständigen Baubehörde beginnen“,

lautet ihr Rat. Denn ein Geschossaufbau

ist vergleichbar mit

einem Neubau. Das bedeutet: Der

Bauherr muss Pläne und Berechnungen

einreichen und behördlich

genehmigen lassen.

Erster Schritt:

Baubehörde aufsuchen

Nur wenn es die regionale Bauordnung

hergibt, darf in die Höhe

gebaut werden. Der örtliche Bebauungsplan

regelt Gebäudehöhen,

maximale Wohnflächen,

Dachform, Dachneigung und

Firstrichtung. „Ist kein Bebauungsplan

vorhanden, gilt der

Grundsatz, dass sich jeder an

den Gebäuden der Umgebung

zu orientieren hat“, erklärt Reinhold-Postina.

Ob sich ein neues

Geschoss aufbauen lässt, hängt

natürlich auch wesentlich vom

Zustand des vorhandenen Gebäudes

ab. „Es muss intakt und wertig

sein“, sagt Bauexperte Georg

Lange.

Fast wie ein Neubau

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten,

ein neues Dachgeschoss

zu errichten. „Man kann

ein Flachdach durch ein stärker

geneigtes Dach ersetzen“, nennt

Reinhold-Postina ein Beispiel.

Die umfangreichste Maßnahme

ist jedoch der Aufbau einer

kompletten zusätzlichen Etage.

Dafür wird das alte Dach entfernt

und ein neues Geschoss

mit einem neuen Dach aufgebaut.

Meist wird das in Häusern

mit einem Flachdach praktiziert.

„Das lässt sich gut mit

Holztafelelementen ausführen“,

sagt Lange. „Sie eignen sich

nicht nur hervorragend zum Bau

von Fertighäusern, sondern nahezu

jedes Wohnhaus kann mit

diesen Fertigteilelementen aufgestockt

werden.“ Solche neuen

Obergeschosse sind zum Teil

schon mit Küche, Bad und Privaträumen

ausgestattet und haben

eine bereits montierte Sanitärausstattung.

Wichtig ist,

dass die Anschlüsse zum alten

Haus passen, erklärt Lange.

„Deshalb sollten Bauherren unbedingt

ihre alten Baupläne bereithalten,

um die Planung zu

erleichtern.“


WOHNRAUM 19

Hinweis

© ANAYOT SAVOV/SHUTTERSTOCK.COM

Damit die Dachsanierung

gelingt und man dabei auch

finanziell auf der sicheren

Seite ist, gilt: Angebote von

Dachdeckerbetrieben müssen

auf der Basis einer Vor-Ort-

Besichtigung erstellt werden.

Verfasst ein Fachbetrieb das

Angebot nach einer Inspektion

des Daches und auf der Basis

eines ausführlichen Beratungsgesprächs,

lassen sich böse

Überraschungen vermeiden.

Bad & Sanitär



Terrassen

Auch wenn manche Baufirmen

versprechen, dass das neue

Dach im Handumdrehen aufgebaut

ist, sollten Bauherren den

Aufwand nicht unterschätzen.

Aufstocken: Aufwand

nicht unterschätzen

„Es ist nicht mit zwei, drei Tagen

getan“, warnt Reinhold-Postina.

„So ein Dachaufbau kann Monate

dauern.“ Ist das Haus in dieser

Zeit bewohnt, müssen die Bewohner

mit viel Lärm und Dreck

rechnen. Und es kann sein, dass

der Dachausbau weitere Baumaßnahmen

am Haus nach sich

zieht. „Nicht selten steht am

Ende eine Komplettsanierung

des Gebäudes an“, sagt die Bauexpertin.

Lange findet die Investition

in ein zusätzliches Geschoss

trotzdem oftmals sinnvoll.

„Vorausschauende Häuslebauer

planen schon beim Neubau ihres

Hauses einen möglichen Dachausbau

mit ein“, sagt er. Entsteht

Bedarf nach zusätzlichen Wohnraum,

könne er so unkompliziert

und kostengünstig geschaffen

werden, weil das Haus ja bereits

darauf vorbereitet ist. pm

Heizungsbau

Quelle:

le: ZinCo GmbH

Geislingen • Tel.: 07331 - 44400


20

FINANZIERUNG

Immobilienkredite:

Restschuld

besser schnell

tilgen 5

Bei der Anschlussfinanzierung sollten

Eigentümer auf Flexibilität setzen.

Denn auf diesem Weg können sie die

Restschuld leichter abbauen.

FOTO: BENNYARTIST/SHUTTERSTOCK.COM

Wer derzeit einen

Kreditvertrag für

eine Immobilie abschließt,

profitiert

vom aktuell niedrigen Zinsniveau

auf dem Markt. Der mit

der Bank vereinbarte Zinssatz

wird zu Beginn des Vertrags

festgeschrieben und gilt bis

zum Ende der Zinsbindung.

Das kann - je nach Vertrag -

nach 10, 15 Jahren oder noch

später sein.

Ist die Zinsbindung abgelaufen

und die Kreditsumme

für die Immobilien noch nicht

vollständig abgezahlt, bleibt

eine Restschuld. Diese muss

mit einem Anschlusskredit bedient

werden. Bauherren, die

vor Jahren mit einem höheren

Zinssatz gestartet sind, können

nach Ende ihrer Zinsbindung

neu verhandeln.

Vertrag nach zehn Jahren

Laufzeit kündbar

„Das ist ein wichtiger Punkt bei

der Immobilienfinanzierung“,

sagt Dirk Eilinghoff. „Denn mit

der Anschlussfinanzierung beeinflusst

der Kunde seine Rate

für die nächsten Jahre. Hier fällt

die Entscheidung, wie lange

und zu welchen Kosten er

zukünftig finanziert“, erklärt

der Experte vom Ratgeberportal

Finanztip. Wer einen

Vertrag hat, dessen Zinsbindung

länger als zehn Jahre läuft,

kann ihn schon vorher kündigen.

Laut BGB besteht die Möglichkeit,

das Darlehen zehn Jahre

nach vollständiger Auszahlung

zu kündigen. Die Kündigungsfrist

beträgt sechs Monate. Der

früheste Zeitpunkt der Kündigung

ist nicht immer exakt zehn

Jahre nach Vertragsschluss, sondern

kann auch später sein,

wenn das Darlehen erst nach

Vertragsschluss vollständig ausgezahlt

wurde. „Der vorzeitige

Ausstieg lohnt sich im Regelfall,

weil die Zinsen vor zehn Jahren

noch im Schnitt bei knapp vier

Prozent lagen“, betont Niels

FOTO: ALEX OAKENMAN/SHUTTERSTOCK.COM

Nauhauser von der Verbraucherzentrale

Baden-Württemberg.

Je höher die Restschuld ist,

desto wichtiger ist es, bei der

Anschlussfinanzierung auf günstige

Konditionen zu achten.

Denn das spart bares Geld. „Es

gibt große Unterschiede zwischen

den Banken“, sagt Nauhauser.

„Man kann ein zehnjähriges

Darlehen schon für 0,3 Prozent

Zinsen erhalten, während

andere Banken dafür aber auch

für 1 bis 1,5 Prozent Zinsen nehmen.“

Kunden können

selbst aktiv werden

Kunden sollten nicht warten, bis

ihnen ihre Bank ein neues Angebot

macht, rät Florian Becker,

Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes.

„Besser ist

es, ein halbes Jahr vor Ablauf

der Zinsbindung ein oder zwei

Vergleichsangebote einzuholen

und die eigene Bank darüber zu

informieren.“ Das könnte diese

dazu animieren, statt eines Standardangebots

bessere Konditionen

zu offerieren. Doch nicht

nur ein günstiger Zinssatz ist

wichtig. „Weil die Bauherren

nun schon Erfahrungen mit

der Erstfinanzierung gemacht

haben, achten sie in

der zweiten Runde in der

Regel stärker auf höhere und flexible

Tilgungsmöglichkeiten“,

sagt Becker. „Viele fangen sogar

erst mit der Anschlussfinanzierung

an, richtig zu tilgen.“ Besser

wäre es natürlich, gleich in

der ersten Finanzierung hohe

Tilgungsraten zu vereinbaren

und in der Anschlussfinanzierung

damit weiterzumachen.

Tilgung flexibel aufstellen

Je höher die Tilgungsrate, desto

früher ist der Kredit abgezahlt.

„Man sollte mindestens drei Prozent

Tilgung anstreben“, rät Dirk

Eilinghoff. Außerdem ist es ratsam,

Sondertilgungen zu vereinbaren.

Dann kann man jährlich

eine größere Summe in einem

Stück abzahlen, etwa nach Ablauf

einer Lebensversicherung

oder bei einer Erbschaft. Diese

Möglichkeit sollte man sich offen

halten, denn sie beschleunigt

die Rückzahlung. Eine Pflicht

zur Sondertilgung besteht aber

nicht. Umgekehrt ist es wichtig,

sich für Umstände zu wappnen,

die eine Finanzierung gefährden

könnten. Es kann passieren, dass

ein Einkommen durch Kurzarbeit

oder Arbeitslosigkeit sinkt.

„Diesen Risiken kann man mit

einem Recht auf Wechsel des

Tilgungssatzes vorbeugen. Dann

lässt sich die Rate bei Bedarf


FINANZIERUNG 21

reduzieren“, sagt Nauhauser.

„Das Recht auf einen Tilgungssatzwechsel

wird aber auch

nicht von allen Banken angeboten

– man muss aktiv nachfragen.“

Es kann sich durchaus lohnen,

für den Anschlusskredit die

Bank zu wechseln. Damit lassen

sich möglicherweise einige tausend

Euro sparen. Ob es allerdings

der richtige Schritt ist,

hängt von den Konditionen und

der persönlichen Situation ab.

„Der Vorteil der bisher finanzierenden

Bank ist, dass sie ihren

Kunden genau kennt. Bei ihr

läuft die Anschlussfinanzierung

in der Regel unkompliziert. Die

Kreditwürdigkeit wird nicht erneut

geprüft“, sagt Eilinghoff.

Bei einem Wechsel muss der

Kunde jedoch seine Kreditwürdigkeit

bei der neuen Bank nachweisen.

Das kann schwierig werden,

wenn sich die finanziellen

Verhältnisse verschlechtert haben.

Wer nicht noch einmal seine

finanziellen Verhältnisse offen

legen möchte, bleibt besser

seinem alten Geldinstitut treu.

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22 FENSTER

Fenster bestimmen auch das Aussehen der Fassade. Beliebt

sind bodentiefe Varianten. Foto: Florian Schuh/dpa-mag

Mehr als nur ein

guter Durchblick

Quadratisch, praktisch, gut: Das war gestern. Auch bei Fenstern gibt es neue Trends

und unterschiedliche Konstruktionen – ein Überblick.

Fenster ist nicht gleich

Fenster. Einfach nur quadratisch,

praktisch, gut -

das ist Schnee von gestern.

Bauherren haben die

Wahl zwischen unterschiedlichen

Fensterkonstruktionen

wie zum Beispiel

Dreh-,

Kipp- oder

Schiebekonstruktionen,

Integralfenstern,

Verbundoder

Kastenfenstern.

Und das noch aus

den unterschiedlichsten Materialien:

von Holz über Metall und

Kunststoff bis hin zu Kombinationen

aus den verschiedenen Materialien

mit Glas. Wir stellen die

aktuellen Trends vor:

Große Glasflächen

„Beliebt sind bodentiefe Fenster

und große Panoramascheiben“,

sagt Jürgen Benitz Wildenburg

vom Institut für Fenstertechnik.

Dies möglichst nicht nur im Erdgeschoss,

sondern im ganzen

Haus. Diese Fenster lassen

viel Tageslicht herein

und eröffnen Sichtachsen

in den

Garten und die

Umgebung.

Der Experte

warnt aber:

„Große Fenster

sind bei der

Montage anspruchsvoll

und

brauchen einen

wirksamen Sonnenschutz.“

Schmale Rahmen

„Insgesamt ist zu beobachten,

dass die Fensterrahmen immer filigraner

werden“, sagt Frank Lange,

Geschäftsführer des Verbands

„Fenster + Fassade“. Um dem

Wunsch vieler Bauherren nach

einem eleganten Design zu entsprechen,

werden Fensterkon-

struktionen so im Tragwerk der

Fassade platziert, dass keine Einspannblendrahmen

mehr zu sehen

sind.

Gute Bedienbarkeit

und Komfort

Groß ist die Nachfrage nach

leicht handhabbaren Griffen und

automatisierten Elementen für

das Öffnen und Schließen der

Fenster. „Das ist gerade bei großen,

schweren Fenstern ein wichtiges

Thema“, sagt Benitz-Wildenburg.

Das gilt auch beim Sonnenschutz,

ohne den Panoramafenster

gar nicht denkbar wären.

Denn die Räume würden an sonnigen

Tagen schnell überhitzen.

„Hier werden gern elektrische

Steuerungen für Außenjalousien

oder auch Zeitschaltuhren genutzt,

um die Temperatur im

Haus auch bei Abwesenheit zu

regulieren.“

Sicherheit

Fenster und Fenstertüren haben

einen großen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl

der Bewohner.

Viele Bauherren legen großen

Wert auf einbruchssichere Konstruktionen

und eine fachgerechte

Montage des Fensters im Mauerwerk.

Wichtig sind die ordentliche

Befestigung der Scheibe im

Fensterflügel, hochwertige Beschläge

und widerstandsfähige

Schließeinrichtungen. Für den

Privatgebrauch sind Fenster und

Fenstertüren mit mindestens der

Widerstandsklasse 2 (RC 2) empfehlenswert.

Bei diesen ist sichergestellt,

dass es in der Gesamtkonstruktion

keinen

Schwachpunkt gibt.

Energieeffizienz

und Wärmedämmung

Ein wichtiger Trend hinsichtlich

Umwelt und Klima: Moderne

Fenster sind Energiesparer. „Sonnenlicht

bedeutet Wärmegewinn

durch die Verglasung“, sagt Lange.

„Diese solaren Wärmeeinträge

reduzieren in den kalten Monaten

die notwendige Heizenergie.“

dpa


RECHT 23

Foto: Adobe Stock Photo/ Trueffelpix

Rechtstipps

Abweichende Betriebskostenabrechnung

bei Eigentumswohnung

Mit Ablauf des Jahres wird oft die

Betriebskostenabrechnung wieder

fällig. Diese erfolgt im Mietrecht in

der Regel nach Wohnfläche und Verbrauch.

Vermietende Wohnungseigentümer

dürfen seit dem 1. Dezember

davon abweichen.

Spätestens nach Ablauf von

zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums

ist die Betriebskostenabrechnung

dem Mieter

zuzustellen. Darauf weist der Eigentümerverband

„Haus & Grund

Deutschland“ hin. Diese Frist gilt

auch für vermietende Wohnungseigentümer.

Die

Abrechnung

muss laut

Rechtsprechung

des Bundesgerichtshofs

in diesem

Fall selbst dann erstellt werden,

wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft

(WEG) über die Jahresabrechnung

noch nicht beschlossen

hat (Az.: VIII ZR 249/15).

Haben Mieter und Vermieter einer

Eigentumswohnung im Mietvertrag

nichts Gegenteiliges vereinbart,

darf der vermietende Wohnungseigentümer

aber seit dem 1. Dezember

auf die Abrechnung der WEG zurückgreifen.

Er darf die – in der Regel

nach Miteigentumsanteilen verteilte

– Betriebskostenabrechnung an den

Mieter durchleiten. Passt die WEG

den Abrechnungsschlüssel an, so

gilt dieser dann automatisch auch

für den Mieter.

dpa-tmn

Kosten fürs Schneeschieben

von der Steuer absetzen

Hauseigentümer trifft in der Wintersaison

oft eine Räumpflicht, die

auch an die Mieter weitergebenen

werden kann. In der Regel wird jedoch

ein Unternehmen mit der

Schneebeseitigung beauftragt –

und die Kosten für den Winterdienst

mindern die Steuerlast. Darauf

macht der Bund der Steuerzahler

aufmerksam.

In der Einkommensteuererklärung

können die Ausgaben als haushaltsnahe

Dienstleistungen abgesetzt

werden. Es dürfen 20 Prozent

der Aufwendungen und maximal

4000 Euro pro Jahr bei der Steuer

abgezogen werden – also 20 Prozent

von 20 000 Euro. Zahlt der

Steuerzahler beispielsweise 600

Euro für das Kehren des Gehwegs

vor dem Haus, so lassen sich mit

dem Steuerbonus bis zu 120 Euro

Steuern sparen.

Voraussetzung für den Steuerabzug:

Der Räumdienst hat eine

Rechnung ausgestellt, und der

Rechnungsbetrag wurde auf das

Konto des Dienstleisters überwiesen.

Mieter können die Kosten für

die Schneebeseitigung der Betriebskostenabrechnung

entnehmen.

Die Finanzverwaltung akzeptierte

früher nur die Kosten, die für

Arbeiten auf dem privaten Gelände

wie Hof und Garten anfielen. Diese

Einschränkung gilt nicht mehr: Die

Rechnungen für das Reinigen des

öffentlichen Gehwegs sollten daher

nicht aussortiert werden. dpa-tmn

Modernisierung darf nicht

zu früh angekündigt werden

Modernisierungen müssen angekündigt

werden. Allerdings darf diese

Ankündigung nicht zu früh erfolgen.

Denn das ist rechtsmissbräuchlich,

befand das Landgericht Berlin (Az.:

67 S 108/20), wie die Zeitschrift

„Deutsche Wohnungswirtschaft“

(11/2020) des Eigentümerverbands

„Haus & Grund Deutschland“ berichtet.

Aus einer solchen Ankündigung

können Vermieter keine Duldungsansprüche

ableiten.

In dem verhandelten Fall hatte

die Vermieterin im September 2018

eine Modernisierung angekündigt.

Dabei handelte es sich um ein Großprojekt,

bei dem unter anderem die

Heizungsanlage einer Wohnsiedlung

erneuert und Baulücken geschlossen

werden sollten. Die Arbeiten sollten

ab Februar 2020 beginnen. Weil nicht

alle Mieter die Maßnahmen befürworteten,

landete der Streit vor Gericht,

denn der Vermieter klagte auf

Duldung der Maßnahmen.

In diesem Fall ohne Erfolg:

Die Ankündigung 16

Monate vor Beginn

der Arbeiten ist

rechtsmissbräuchlich,

befand das

Gericht. Denn dadurch

werde das

Recht zur Sonderkündigung

durch

den Mieter unterlaufen;

zudem würden dessen

Möglichkeiten beschränkt,

Härtegründe geltend zu

machen. Auch bekomme

ein Mieter in Bezug auf die

zu erwartende Mieterhöhung

keine ausreichende

Planungssicherheit.

Denn es sei absehbar,

dass bei einem

so großen

Vorlauf Unsicherheit

in Bezug auf den

Kostenrahmen der

Arbeiten besteht.

dpa-tmn

Foto: Adobe Stock Photo/VRD

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24 GARTEN

Es geht wieder los

Die ersten Aufgaben

für alle Hobbygärtner

Der Frühling steht vor der Tür - und mit ihm locken die ersten

warmen Sonnenstrahlen die Menschen wieder ins Freie. Vier

Schritte für den perfekten Start in die Gartensaison.

Es wird wieder wärmer,

und an manchen Tagen

scheint die Frühlingssonne

strahlend von Himmel.

Das heißt: Raus gehen in den Garten!

Die ersten Aufgaben für Hobbygärtner

stehen nun an. Vom

Frühlingsschnitt bis zum Düngen:

vier Tipps für den Frühling im

Garten.

1Der Frühlingsschnitt – Der beste

Zeitpunkt: baldmöglichst

Manche Pflanze kann jetzt gut zurückgeschnitten

werden, etwa

wenn sie zu groß geworden ist

oder ein Schädlingsbefall droht.

Vor allem bei Rosen sollte man

rasch handeln, denn bei warmen

Temperaturen treiben sie schnell

aus, sagt Isabelle Van Groeningen,

Dozentin an der Königlichen

Gartenakademie. „Gerade wenn

Rosen lange nicht mehr geschnitten

wurden, sollte man jetzt mutig

und hart rangehen. Dann hat

man im Sommer die duftenden

Blüten wieder auf Nasenhöhe.“

Auch der Buchsbaum muss jetzt

geschnitten werden - und zwar

dringend, um den Befall mit dem

Buchsbaumzünsler zu vermindern.

„Weil die Larven in den

Spitzen überwintert haben, ist in

den nächsten paar Wochen eine

gute Zeit, um Buchshecken zu

schneiden. Die Zünsler werden

sonst bald aufwachen und sich rasant

vermehren“, erklärt Van

Groeningen. „Man sollte ziemlich

akribisch vorgehen und auch die

kleinsten Abfälle aus dem Garten

entfernen“, ergänzt die Expertin.

Sie rät, den Boden um einen

Buchsbaum oder links und rechts

von Hecken mit einem Bettlaken

oder mit Plastikfolien abzudecken.

Darin wird das Schnittgut

gesammelt und dann in den Restmüll

oder in die grüne Tonne gegeben.

In den gewerblichen Kompostieranlagen

herrschen hohe

Temperaturen, die die Schädlinge

abtöten - auf dem heimischen

Kompost aber nicht.

2Die Rasenpflege – Der beste

Zeitpunkt: bis etwa Mitte April

Mit den steigenden Temperaturen

braucht der Rasen eine Prise

Aufmerksamkeit, um gut und

dicht austreiben zu können. Dazu

gehört das Vertikutieren, bei dem

abgestorbenes oder überflüssiges

Material wie Moos entfernt wird.

Zurück bleibt eine ausgedünnte

Rasenfläche. Diese Maßnahme ist

wichtig; sonst verfilzen Flächen

mit der Zeit. „Entweder man

FOTOS: © MYKHAILO PAVLENKO, © SIAM.PUKKATO, © NIKOLABOROVIC, © RAFFALO, HALFPOINT, © PICKONE, © JURGA JOT, © MELINDA NAGY, © IMARZI, © IGORSTEVANOVIC/SHUTTERSTOCK.COM


GARTEN 25

macht das mit einer kräftigen

Harke, oder man leiht sich für ein

paar Stunden einen Vertikutierer

aus“, erklärt Isabelle Van Groeningen.

„Das lohnt sich meiner

Meinung nach gerade bei größeren

Grundstücken, denn mit der

Harke ist das Knochenarbeit.

Man muss intensiv kratzen, und

das mindestens von zwei verschiedenen

Richtungen aus.“

Stellen, an denen Gras eingegangen

ist, können nun nachgesät

werden. Im Frühjahr hat der Boden

noch mehr Feuchtigkeit. Vom

Mai an könnten sommerliche

Trockenperioden dagegen das

Anwachsen der Sämlinge erschweren.

„Mein Tipp: An schattigen

Flächen zu speziellem

Schattenrasen greifen“, sagt Van

Groeningen. Letztlich wird der

Rasen gedüngt, damit er nach der

Kur kräftig und in sattem Grün

austreibt.

Das Pflanzen – Der beste Zeitpunkt:

ab März, teils aber auch

3

erst ab Ende April

Erste Frühblüher verführen im

Handel zum Kauf - zumindest in

Töpfen lassen sie sich gut setzen

und damit Balkone und Hauseingänge

verschönern. Dort sind die

meist frostempfindlichen, im Gewächshaus

vorgetriebenen Pflanzen

auch besser vor letzter Winterkälte

geschützt. Kissenprimeln

sind ein schönes Beispiel für jetzt

schon blühende Pflanzen. Die

Gärtnerin Ingrid Franzen empfiehlt

als Partner dazu zum Beispiel

Tête-à-Tête-Narzissen,

Traubenhyazinthen und Hyazinthen.

„Im Frühling kann man die

Farben bunt mischen, damit eine

fröhliche Stimmung aufkommt“,

rät sie. Auch rote oder weiße Tausendschön

und Hornveilchen

kombiniere sie mit den Primeln

gerne.

Auch Gehölze lassen sich

schon – oder in Gegenden ohne

wirklichen Winter besser gesagt:

immer noch – gut einsetzen. In

den ersten Frühlingswochen finden

Hobbygärtner noch sogenannte

Wurzelnackte im Handel.

Sie werden nicht in einem Topf

mit Erde angeboten, sondern mit

offenliegenden Wurzeln. Später

kommt dann fast nur noch Topfware.

Doch vieles geht in

Deutschland noch nicht, auch

wenn der Handel die Pflanzen

schon anbietet: vom Einsetzen

der Kräuter sollte man zum Beispiel

noch Abstand nehmen. Die

in Gewächshäusern gezogenen

Kräuter sind frostempfindlich –

Zuhause wohlfühlen

und in Deutschland muss man

noch bis etwa Mitte Mai mit Frösten

rechnen. Daher gilt als üblicher

Tipp, frostempfindliches

Grün bis dahin im Haus zu halten.

Auch empfindliche Gemüsepflanzen

wie Tomaten und Paprika

sollte man noch nicht kaufen.

Hier gilt derselbe Rat: Vor Mitte

Mai sollte man sie auf dem Land

nicht aussetzen. Auf den etwas

wärmeren städtischen Balkonen

sei das je nach Witterung allerdings

auch schon Ende April bis

Anfang Mai möglich, erläutert

Van Groeningen. Noch ist aber

Zeit, die eigenen Gemüsepflanzen

auf der Fensterbank vorzuziehen

– auch sie kommen dann

erst ab April ins Freie. Robustere

Gemüsesorten wie Salat, Spinat

und Radieschen hingegen

dürfen bereits jetzt direkt im

Beet ausgesät werden.

Zwiebelpflanzen düngen –

4 Der beste Zeitpunkt: bis zur

Blüte der Zwiebelblumen

Tulpen, Narzissen und Zierlauch

halten sich länger und prächtiger

im Garten, wenn sie ausreichend

mit Nährstoffen versorgt sind.

Daher sollte man ihnen jetzt etwas

Dünger geben, rät die Staudengärtnerin

Svenja Schwedtke.

Am besten ist es, wenn sie drei

bis vier Zentimeter aus der Erde

herausschauen. „Auf jeden Fall

aber vor der Blüte“, betont

Schwedtke. Gut geeignet ist ein

sogenannter Volldünger, der aber

nicht zu viel Stickstoff enthalten

darf. Ein Tomatendünger zum

Beispiel ist ideal.

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26

TÜREN

Welches Türschloss

passt zu mir?

Die meisten Menschen setzen auf ein klassisches

Haustürschloss mit mechanischem Schließsystem.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten,

die Vorteile bieten.

FOTO: MARKUS SCHOLZ/DPA-MAG

Einen Haustürschlüssel Jürgen Spermann vom Bundesverband

Sicherungstechnik

hat fast jeder in der Tasche.

Aber vielleicht wird Deutschland.

der ja bald überflüssig. „Elektronische Schließsysteme

erhöhen zwar den Komfort.

Denn Türen lassen sich auch mit

dem Smartphone öffnen und Für die Sicherheit sind sie jedoch

nicht unbedingt notwen-

schließen - sogar aus der Ferne.

„Ob das aber für jeden Sinn dig“, sagt der Sicherheitsexperte.

macht, ist zu bezweifeln“, sagt

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Es gibt aber durchaus Situationen,

in denen das Öffnen und

Schließen der Haustür via Internet

praktisch ist. „Man kann zum

Beispiel Berechtigungen an einen

Besucher vergeben“, erklärt

Stephan Schmidt, Geschäftsführer

des Fachverbands Schlossund

Beschlagindustrie. Der Gast

erhält dann über das Internet einen

Code, der ihm in einem bestimmten

Zeitfenster den Zugang

zur Wohnung ermöglicht.

„Wenn der Besucher die Wohnungstür

wieder schließt, verliert

der Code seine Gültigkeit“,

erklärt Schmidt weiter.

Immer häufiger genutzt werden

heutzutage bereits elektronische

Schließsysteme, die zwar

nicht mit dem Internet verbunden

sind, sich aber auch aus der

Ferne steuern lassen. Dabei wird

die Tür nach einer Pin-Eingabe

oder per Transponder-Schlüssel

geöffnet.

Haustürschlüssel ist noch

immer die Nummer Eins

Die Mehrheit hat jedoch nach

wie vor ein Haustürschloss mit

einem mechanischen Schließsystem.

Diese Schlösser sind keinesfalls

altbacken, sagt Schmidt.

„Mechanische Schließzylinder

gibt es zwar seit vielen Jahrzehnten.

Aber sie werden ständig weiterentwickelt

und mit Quer- und

Sperrstiften ergänzt.“ Kunden

Um möglichen Fremdzugriffen standzuhalten,

muss eine Tür möglichst massiv und gegebenenfalls

mit mehreren Beschlägen und Hinterbandsicherungen

ausgestattet sein.

finden in diesem Bereich mittlerweile

technisch anspruchsvolle

Schlösser mit einer feinen, hochwertigen

Mechanik, weiß der Experte.

„Der Schließzylinder allein

macht eine Tür nicht sicher“,

stellt Spermann jedoch

klar. „Um möglichen Fremdzugriffen

standzuhalten, muss die

Tür möglichst massiv und gegebenenfalls

mit mehreren Beschlägen

und Hinterbandsicherungen

ausgestattet sein“, ergänzt

er.

Doch nicht immer braucht es

eine neue Tür, um dem eigenen

Bedarf nach Sicherheit gerecht

zu werden. Auch eine alte Tür

kann aufgerüstet werden. Dafür

muss geprüft werden, in welchem

Zustand sie ist. Wichtig ist,

dass Türblatt, -rahmen, -bänder,

und -schlösser sowie Beschläge,

Schließbleche und Zusatzsicherungen

in ihrer Wirkung sinnvoll

aufeinander abgestimmt sind

und fachgerecht eingebaut werden.

Erfüllt die Tür diese Kriterien

nicht mehr, muss sie ausgetauscht

werden. „Bei Neu- und

Umbauten erhält man durch den

Einbau geprüfter einbruchhemmender

Türen nach DIN EN 1627

mit mindestens Widerstandsklasse

RC 2 einen guten Einbruchschutz“,

sagt Harald

Schmidt, Geschäftsführer der polizeilichen

Kriminalprävention

der Länder und des Bundes. dpa


PUTZ- UND HAUSHALTSTIPPS 27

Tipps für den Haushalt

Foto: Adobe Stock Photo/GVictoria

Waschmittel selbst

herstellen

Wer etwas für die Umwelt tun möchte

und keine Lust mehr hat, die schweren

Kartons mit Waschpulver nach Hause zu

schleppen, kann sein Waschmittel einfach

selbst herstellen – und zwar

mit Efeu. Denn die Blätter des

Efeus enthalten Saponine, also

waschaktive Substanzen, die die

Wäsche reinigen. Besonders eignen sich

die dunklen Blätter. Man kann entweder

zehn Blätter in einem Wäschenetz direkt

zur Wäsche geben, oder man legt sie

über Nacht in Wasser ein. Dann lösen

sich die Saponine besser heraus. Am

nächsten Tag die Blätter entfernen –

und schon kann man den Sud als

Flüssigwaschmittel benutzen.

So wird die Matratze

frühlingsfrisch

Was gibt es Schöneres als frische,

duftende Bettwäsche? Gerade nach

dem Winter steht vielen der Sinn

nach einer gründlichen Reinigung

des Schlafzimmers. Dazu gehört

auch die Matratze. Im ersten Schritt

sollte diese gründlich von allen Seiten

abgesaugt werden. Im Anschluss

löst man 200 Gramm Natron

in einem Eimer mit heißem

Wasser auf. Danach die Matratze

mit dieser Lösung nebelfeucht abbürsten.

Die Bürste sollte nicht zu

nass sein. Am besten ist es, die Matratze

danach in der Sonne trocknen

lassen. Zum Schluss die Matratze

nochmals gründlich absaugen.

Das hilft gegen

Silberfischchen

Sie sind klein und lieben die

Dunkelheit: Silberfischchen

sind im Haus kein gern gesehener

Gast. Um sie loszuwerden, muss man aber

nicht gleich zu giftigen Substanzen greifen. Wichtig

zu wissen: Die Tiere werden von Feuchtigkeit angezogen.

Entdeckt man also Silberfischchen, sollte man

nachsehen, ob es eventuell feuchte Wände oder ähnliches

gibt. Als natürliches Abwehrmittel hat sich die Kartoffelfalle

bewährt. Einfach eine rohe Kartoffel halbieren und in die Schnittfläche

ein paar Furchen ziehen. Die beiden Hälften werden

dann auf den Schnittflächen so auf ein Blatt Papier

gelegt, dass ein Silberfischchen darunter passt. Da

Silberfischen nachtaktiv sind, stellt

man die Falle am besten am Abend

auf und entsorgt sie am nächsten

Morgen.

Foto: Adobe Stock

Photo/ lotus_studio

Für weniger Staub

in der Wohnung

Staub nervt nicht nur Allergiker. Auch

ordnungsliebende Menschen kann

er zur Verzweiflung bringen. Damit

sich erst gar nicht so viel

Staub bildet, hilft zum Beispiel

Feuchtigkeit. Denn Staub liebt

trockene Luft und davon hat es

in der Heizperiode mehr als genug.

Um die Luft etwas feuchter

und so weniger staubig zu bekommen,

sollte man mehrmals am Tag

für ein paar Minuten die Fenster komplett

öffnen und Stoßlüften. Auch kleine

Schälchen mit Wasser auf der Heizung sorgen

für mehr Luftfeuchtigkeit. Auch Zimmerpflanzen

sorgen für ein staubfreieres Raumklima.

Foto: Adobe Stock Photo/ FrederickS

Foto: Adobe Stock Photo/ totojang1977

Keine Chance

den Blattläusen

Blattläuse sind der Feind des Pflanzenliebhabers.

Ein bewährter Klassiker ist Seifen

lauge aus zehn Litern Wasser und

200 Gramm Schmierseife, die auf Pflanzen

gesprüht wird. Ebenfalls wirksam ist

Oregano. Dazu einfach einen Liter Oregano-Tee

aufbrühen und 20 Minuten

ziehen lassen. Anschließend werden

die Oreganoblätter durch ein Sieb

abgegossen, und der Tee wird im

Verhältnis 1:3 mit Wasser gemischt.

Mit diesem Sud können die befallenen

Pflanzen dann eingesprüht

werden.

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28 SONNENSCHUTZ

Kühler

Kopf

an heißen

Tagen

Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

Große Fensterflächen liegen im Trend. Doch

ohne Verschattungen kann die Sonne die

Räume schon im Frühjahr stark aufheizen.

So schön die Sommersonne

ist, sie kann auch

belastend sein. Ihre

Strahlen heizen Räume

bei direkter Einstrahlung schon

bei moderaten Außentemperaturen

schnell auf. Doch als Schutz

die Rollläden unten zu lassen

und im Dunkeln bei Kunstlicht

zu arbeiten, ist auch keine gute

Lösung.

„Große Fensterflächen liegen

im Trend, denn sie bringen gesundes

Tageslicht und Sonnenwärme

ins Haus“, sagt Jürgen

Benitz-Wildenburg vom Institut

für Fenstertechnik. Trotzdem:

Ohne Sonnenschutz lassen sich

moderne Gebäude heute nicht

betreiben. Denn gerade neuere

Häuser sind so gut gedämmt,

dass ohne Verschattungen die

Sonne die Räume schon im Frühjahr

sehr stark aufheizen kann.

Verschattungssysteme wie

Rollläden, Außenjalousien, Markisen

oder Fensterläden schützen

gut vor Hitze, betont Martin

Brandis, Energieberater der Verbraucherzentrale.

„Weil sie außen

vor dem Fenster angebracht

werden, lassen sie einen Großteil

der Sonnenwärme erst gar

nicht ins Haus.“ Ein weiterer

Vorteil dieser Verschattungssysteme:

Sie schützen gleichzeitig

vor unerwünschten Einblicken

Fremder durch die Fenster.

„Mit solchen außenliegenden

Systemen kann die Sonneneinstrahlung

im Raum um 60 bis

75 Prozent reduziert werden“,

betont Frank Lange, Geschäftsführer

des Verbands „Fenster +

Fassade“.

Vorhang, Plissees und Co.:

Dunkel, aber warm

Weniger wirksam, aber trotzdem

sinnvoll, sind innenliegende Sonnenschutzsysteme.

Das sind Rollos, Plissees oder

Vorhänge. Wer allerdings ausschließlich

auf Innenschutz

setzt, muss damit rechnen, dass

die Räume wärmer werden als

mit einem Außenschutz. Denn

die Wärme kommt durch die

Fensterscheibe ins Haus und

kann dort selbst durch speziell

beschichtete Stoffe oder Lamellen

nur teilweise nach außen reflektiert

werden.

Eine weitere Möglichkeit: Sonnenschutzfolie.

„Sonnenschutzfolien

sind durchaus wirksam, vor

allem, wenn sie außen auf die

Scheibe geklebt werden“, sagt

Brandis. Aber sie haben einen

entscheidenden Nachteil: Sie verdunkeln

den Raum. Das stört vor

allem im Winter, wenn es ohnehin

schon wenig Tageslicht gibt.

Sonnenschutzfenster bei

baulichen Veränderungen

empfehlenswert

Wer sein Haus energetisch modernisieren

oder gründlich sanieren

möchte, kann auch über

den Einbau von Sonnenschutzfenstern

nachdenken. Sie lassen

Die Sonne kann Räume stark aufheizen. Dann ist der richtige Schutz

wichtig. Eine Möglichkeit: Sonnenschutzglas. Fenster lassen sich so

verdunkeln. Foto: Econtrol/Bundesverband Flachglas /dpa-mag


SONNENSCHUTZ 29

das Tageslicht hinein und reduzieren

gleichzeitig die Wärmeeinstrahlung

von außen.

Es gibt grundsätzlich drei Arten

von Sonnenschutzfenstern.

„Beschichtete Gläser reflektieren

und absorbieren die Sonnenstrahlen

dank nahezu unsichtbarer

Beschichtungen im Scheibenzwischenraum“,

erklärt Lange.

Dadurch sinkt der Energiedurchlass

abhängig vom gewählten

Glastyp um bis zu 50 Prozent.

Einen etwas anderen Weg gehen

schaltbare Verglasungen. Sie

verändern mittels Stromzugabe

in mehreren Schritten ihre Farbe

von Glasklar bis beispielsweise

hin zu einem tiefen Blau.

Bei der dritten Variante, den Systemen

im Scheibenzwischenraum,

werden Jalousien, Rollos

oder Plissees in die Verglasung

integriert.

dpa

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-mag

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30 EINSTUFUNG

Neue Energielabels

für Elektrogeräte kommen

Genauso wichtig wie der Kaufpreis ist bei Elektrogeräten die Energieeffizienz.

Diese entscheidet darüber, wie viel Strom die Geräte fressen und wie hoch die laufenden

Kosten Zuhause sind.

Was bedeutet A+++ im

Unterschied zu A+?

Eigentlich sollten

die Klassifizierungen

dem Verbraucher beim Kauf

von Haushaltsgeräten helfen.

Aber oft stiften sie mehr Verwirrung

als Klarheit. Die bestehenden

Energielabels wurden deshalb

überarbeitet. Ab März 2021

gibt es EU-weit eine neue Einteilung

der Energieeffizienzklassen

für Elektrogeräte wie Waschmaschinen,

Kühlgeräte, Geschirrspüler,

Lichtquellen und Fernseher.

Ralf Diekmann vom TÜV

Rheinland erklärt im Interview,

worauf sich Verbraucher einstellen

müssen und was beim Kauf

von neuen Geräten wichtig ist.

Was ändert sich mit

der neuen Kennzeichnung?

Ralf Diekmann: Konkret

soll sich damit vor allem

die Transparenz für den

Endverbraucher erhöhen.

Das heißt: Wir kommen

weg von diesen A++- oder

A+++-Klassen und wieder

zurück zur alten Einstufungskategorie,

nämlich A

bis G ohne Plus-Klassen. Das

erhöht die Vergleichbarkeit eit

der Geräte und stärkt gleichzeitig

den Verbraucherschutz. utz.

Außerdem müssen die neuen

Geräte wesentlich reparaturfreundlicher

ausfallen. Auch

eine schnellere Verfügbarkeit

von Ersatzteilen muss gewährleistet

sein.

Und wie sieht diese Transparenz

konkret aus?

Diekmann: Der Verbraucher

kann über das Gerät, das er kaufen

will, künftig viel mehr erfahren

als es bislang der Fall war –

und zwar über einen QR-Code

auf dem Energielabel. Dieser

führt zu einer europäischen Datenbank.

Dort werden zusätzliche

Geräte- und Verbrauchseigenschaften

hinterlegt.

Laut der neuen Klassifizierung

wird es vorerst keine Geräte mit

der Klassifizierung A geben.

Warum?

Diekmann: Man will damit Anreize

schaffen für die Hersteller,

damit sie jetzt die Zeit nutzen,

um technologisch nochmals aufzurüsten.

Denn eines ist klar: Seit

der Einführung dieser Energielabels

gab es einen deutlichen

Schub an Technologie. Wir reden

ja schon fast 25 Jahre über

Energielabels. Das heißt: Man

möchte die Klasse A nicht jetzt

schon an Geräte vergeben, die

aktuell ,State of the art‘ sind, sondern

man möchte, dass sich die

Hersteller ins Zeug

legen und

noch effizientere Geräte herstellen,

die man dann später in

die A-Kategorie einstuft.

Heißt das im Umkehrschluss,

dass heutige Geräte energieineffizient

sind?

Diekmann: Nein. Großgeräte

wie Kühlschränke, Waschmaschinen

oder Trockner sind in

den vergangenen 20 Jahren in

ihrer Energieeffizienz immer

besser geworden. Daran hatten

sicherlich auch die bestehenden

Energieklassen ihren

Anteil.

Was passiert dann genau

ab dem 1. März?

Diekmann: Ab dem 1. März haben

Handel und Hersteller Zeit,

die auf dem Markt befindlichen

Geräte ,umzulabeln‘. Das heißt:

Sie haben 14 Tage, um dann

quasi die alten Energielabels

gegen neue auszutauschen.

Auf was sollte man also künftig

beim Neukauf eines Elektrogeräts

besonders achten?

Diekmann: Im Prinzip braucht

man ja gar nicht umdenken. Das

Umdenken betrifft ja eigentlich

nur die Einteilung der sen. Der Grundgedanke, dass

Klas-

man nach energieeffizienten Geräten

Ausschau halten sollte, gilt

weiterhin. Schauen Sie danach,

was Sie tatsächlich brauchen.

Dann schauen Sie sich das Energielabel

an; da steht beispielsweise

bei Spül- und Waschmaschinen

ab März 2021 der Energieverbrauch

pro 100 Waschzyklen

drauf. Und dann überlegen

Sie, welches Gerät für Sie Sinn

macht – und entscheiden danach.

Welches Gerät macht denn

Sinn für mich?

Diekmann: Der Endverbraucher

muss erst einmal sein Lebensumfeld

genau überprüfen. Wie oft

nutze ich das Gerät? Lebt

man beispielsweise in einem

Vier-Personen-Haushalt und die

Waschmaschine läuft jeden Tag,

ist es in der Regel nach sechs bis

sieben Jahren an der Zeit, das

alte Gerät gegen ein energieeffizienteres

auszutauschen. Im Gegensatz

zu einem Single-Haushalt,

wo die Waschmaschine nur

einmal die Woche läuft: Dieser

braucht sicherlich nicht nach

wenigen Jahren schon ein neues

Gerät. Das würde sich ökologisch

und finanziell nicht rechnen.

Wichtig ist aber auch, dass

man das Gerät an der richtigen

Stelle aufstellt. Dies hat auch einen

großen Einfluss. Also einen

Kühlschrank beispielsweise

nicht in die Nähe vom Herd oder

Fenster mit viel Sonnenlicht aufstellen.

Auch da gilt wieder der

Grundsatz: Wie oft nutze ich ihn?

Eine Familie zum Beispiel mit

Kindern: Wenn die zum Kühlschrank

gehen und andauernd

die Tür öffnen, dann braucht das

Gerät natürlich immer wieder

neue Energie, um wieder auf die

optimale Temperatur zu gelangen.

Bei dieser Konstellation würde

ich raten: Schauen Sie sich die

Energiekosten des jetzigen Geräts

an und vergleichen Sie diese

mit neuen Modellen. Dann

werden Sie schnell herausfinden,

ob ein neues Gerät Sinn macht

oder nicht.

Aber generell gilt: Wenn die

Geräte noch optimal funktionieren,

technisch einwandfrei sind

und nicht so oft genutzt werden,

dann wäre es tatsächlich auch

ökologisch nicht sinnvoll, die

Geräte vor ihrem Ableben zu

entsorgen. Jedes neue Gerät

bringt allein schon über den Ressourcen-

und Energieeinsatz bei

seiner Produktion eine gewisse

Umweltlast mit.

dpa


BARRIEREFREI 31

So ist die Treppe

kein Hindernis mehr

Treppen können für Menschen, die nicht mehr sicher zu

Fuß sind, zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

Mit Umbauten lässt sich das ändern.

Wann ist der richtige

Zeitpunkt für Umbauten

in den eigenen

vier Wänden?

Der wichtigste Gradmesser neben

der Vermeidung von Stürzen

ist die Alltagsbewältigung,

sagt Michael Hubert von der

Agentur Barrierefrei NRW.

Wenn einem die Treppe als

Barriere erscheint, die einen

daran hindert, bestimmte Dinge

zu tun, und man sich deswegen

in seiner Selbstständigkeit

eingeschränkt fühlt, sollte man

handeln.

Komfortabel, aber nicht

überall möglich

Als erstes dürften die meisten

in dieser Situation an einen

Treppenlift denken. Die Geräte

sind eine komfortable Lösung:

Nutzer nehmen Platz und

zuckeln die Stufen im Sitzen

hoch. Dass Treppenlifte auch

Gegenstände wie Einkaufstüten

ein Stockwerk nach oben transportieren

können, ist ein weiterer

Vorteil.

Allerdings müssen die Voraussetzungen

stimmen. Nicht

jede Treppe eignet sich für den

Einbau eines solchen Lifts.

„Bei sehr engen Treppen, die

auch von gehenden Personen

genutzt werden sollen, wird es

schwierig“, erklärt Hubert.

Brandschutzklauseln und

Fluchtwege müssten ebenfalls

bedacht werden. Letztlich könne

ein Treppenlift aber in einer

Vielzahl der Fälle installiert

werden.

Rund um Fragen zum Einbau,

zur Angebotsgestaltung

der Hersteller, zur Wartung

und zur Finanzierung empfiehlt

Hubert die Internetplattform

www.Treppenlift-ratgeber.de.

Dabei handle es sich um

eine Art Leistungsübersicht

aller Treppenlifte-Hersteller,

die sehr informativ sei. Weiterführende

Informationen biete

Foto: Adobe Stock Photo, Robert Kneschke

auch die Agentur Barrierefrei

NRW auf www.ab-nrw.de im

Internet.

Wer Geld sparen möchte, für

den lohnt sich ein Blick auf

Angebote von Händlern, die

instandgesetzte, ältere Treppenlifte

(„Refurbished“) anbieten.

Mit generalüberholten,

gebrauchten Modellen sei

eine Ersparnis von bis zu 50

Prozent gegenüber vergleichbaren

neuen Liften möglich, berichtet

die Zeitschrift „Pflege &

Familie“.

Steighilfen und Handläufe als

Alternativen

Eine weitere, weniger verbreitete

Variante zur Unterstützung

sind Steighilfen. Das ist

ein Griff, den Nutzer vor sich

die Treppe hoch- oder herunterschieben.

Man nutzt also seine

Füße, hat jedoch vor sich

eine Stange zum Festhalten:

quasi eine Art Rollator für die

Stufen, der die Bewegungsfähigkeit

fordert und fördert. Das

sei eine Lösung, die durchaus

ihre Berechtigung habe, findet

Hubert.

Ob eine Steighilfe aber das

Richtige ist, ist zum einen

Typenfrage: Will man es lieber

bequem haben oder möchte

man sich auch mal herausfordern

und das Gehen trainieren?

Eine Rolle spielt zum anderen,

ob die Gehfähigkeit –

aufgrund einer Krankheit zum

Beispiel – absehbar schwinden

wird. In diesem Fall wäre wohl

ein Treppenlift die bessere

Variante.

Eine vergleichsweise simple

Idee, um das Treppensteigen zu

erleichtern, ist das Anbringen

eines zweiten Handlaufs.

„So können Sie sich im Zweifel

mit beiden Händen abstützen“,

erklärt Hubert. Die Geländer

sollten bereits ein gutes Stück

vor der ersten Treppenstufe

losgehen, sodass die Nutzer vor

dem ersten Schritt hinauf schon

einen sicheren Griff haben. Aus

demselben Grund sollten die

Handläufe sich auch über Zwischenpodeste

ziehen und oben

nicht mit der letzten Stufe, sondern

erst ein Stückchen dahinter

enden.

dpa

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für mindestens 12 Monate

für mindestens 24 Monate

zum jeweils gültigen Bezugspreis* (zzt. mtl. 47,20 €).

Mit diesem Angebot erhalte ich meine gedruckte Zeitung und habe

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jährlich halbjährlich vierteljährlich monatlich

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Ich habe einen Abonnenten geworben, auf den die Prämienbedingungen

zutreffen (s.u.r.), dafür erhalte ich die folgende Prämie:

100 € aufs Konto (Mindestlaufzeit 12 Monate)

150 € aufs Konto (Mindestlaufzeit 24 Monate)

AEG Telefon DECT Boomerang (Mindestlaufzeit 12 Monate, Art.- Nr. 91472.001)

GASTROBACK Espressomaschine Basic (Mindestlaufzeit 24 Monate, Art.- Nr. 94015)

KÄRCHER Hochdruckreiniger K 2 (Mindestlaufzeit 24 Monate, Art.- Nr. 93820

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Ich bin ebenfalls Abonnent und habe folgende Abo-Nummer

(falls zur Hand bitte eintragen): ______________________________________

Prämienbedingungen: Der Verlag behält sich Modell-Abweichungen in gleicher

Qualität vor. Prämienabsender abweichend vom Verlag. Die Prämie erhält der

Werber, wenn: 1. der neue Abonnent in den letzten 6 Monaten kein Abonnent der

GEISLINGER ZEITUNG war (Ausnahme: Vorteils-Abos). 2. mit dem Auftrag keine Abbestellung

in irgendeiner Form verbunden ist. 3. Werber und Abonnent nicht identisch

sind. Nach Eingang des ersten Bezugsgeldes des geworbenen Abonnenten und

Verstreichen der Widerrufsfristen erfolgt die Abgabe der Prämie an den Werber. Bei

einer vorzeitigen Abbestellung des Abonnements bekommt der Verlag die ausgelieferte

Prämie bzw. den Gegenwert unverzüglich zurück.

Wir verwenden Ihre uns mitgeteilte Anschrift zur Briefpostwerbung. Dem können

Sie jederzeit gegenüber der Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH &

Co. KG, Hauptstraße 38, 73312 Geislingen, widersprechen. Über die von Ihnen

angegebene Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden wir Sie künftig über

ähnliche Produkte informieren. Dem können Sie jederzeit für die Zukunft unter

Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hauptstraße 38, 73312 Geislingen

und der NPG Digital GmbH, Karlstraße 3, 89073 Ulm , insbesondere unter

widerruf@swp.de widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten

nach den Basistarifen entstehen.

Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter südwestpresse.de/privacy.

Die Bestellung kann binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen

formlos ab dem Tag der ersten Zeitungslieferung, nicht jedoch vor Erhalt der Widerrufsbelehrung

gemäß Artikel 246a §1 Abs. 1 Nr. 1 EGBGB, widerrufen werden.

Näheres zum Widerrufsrecht und dessen Ausführung (inkl. Formular) können Sie unter

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oder per Fax an 07331 202-40

* Preisstand: 01.01.2021

99-1000038

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