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Der Lupenraum Via Culturalis — Ein Handbuch für den öffentlichen Raum

Die Stadt Köln hat für das Quartier Via Culturalis ein Handbuch für den öffentlichen Raum erarbeitet, welches am 29. April im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud vorgestellt wurde. Es umfasst konkrete Handlungsansätze zu den Themen Gestaltung und Kommunikation, die entwickelt wurden, um den besonderen Stadtraum zwischen der Hohen Domkirche und der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol aufzuwerten und seine Qualität langfristig zu sichern. weiterlesen unter www.viaculturalis.cologne

Die Stadt Köln hat für das Quartier Via Culturalis ein Handbuch für den öffentlichen Raum erarbeitet, welches am 29. April im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud vorgestellt wurde. Es umfasst konkrete Handlungsansätze zu den Themen Gestaltung und Kommunikation, die entwickelt wurden, um den besonderen Stadtraum zwischen der Hohen Domkirche und der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol aufzuwerten und seine Qualität langfristig zu sichern.
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DER LUPENRAUM VIA CULTURALIS –<br />

EIN HANDBUCH FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM


Mit dem Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte<br />

des Städtebaus unterstützt das Bundesministerium des Innern, <strong>für</strong> Bau und<br />

Heimat seit 2014 herausragende Projekte der Baukultur und des Städtebaus in<br />

Deutschland. Inzwischen haben wir mehr als 100 Projekte in 86 Kommunen<br />

in ganz Deutschland mit rund 300 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert.<br />

<strong>Ein</strong>es dieser Projekte ist die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in Köln. Wir<br />

haben dieses anspruchsvolle und beispielhafte Stadtentwicklungsprojekt<br />

im Jahr 2015 auf Empfehlung einer<br />

unabhängigen und interdisziplinär besetzten Jury in das<br />

Bundesprogramm aufgenommen und haben <strong>für</strong> die Weiterentwicklung<br />

des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> insgesamt<br />

4,8 Millionen Euro bereitgestellt.<br />

Die zwischen Kölner Dom im Nor<strong>den</strong> und der romanischen<br />

Kirche St. Maria im Kapitol im Sü<strong>den</strong> verlaufende<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> stellt mit ihrem Reichtum an faszinieren<strong>den</strong><br />

Kulturbausteinen ein einzigartiges Areal dar, dessen<br />

Bedeutung <strong>für</strong> die Kölner Stadtgeschichte ihresgleichen<br />

sucht; auf einer Strecke von rund 800 Metern<br />

lassen sich mehr als 2.000 Jahre Stadt-, Städtebauund<br />

Architekturgeschichte erleben.<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> steht beispielhaft <strong>für</strong> die Bedeutung<br />

des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s als Visitenkarte einer Stadt. Er<br />

muss gut gestaltet und sorgfältig gepflegt wer<strong>den</strong>, aber<br />

er muss auch von <strong>den</strong> Menschen, <strong>für</strong> die er gedacht ist,<br />

angenommen wer<strong>den</strong>.<br />

Daher wer<strong>den</strong> – gefördert durch das Bundesprogramm<br />

Nationale Projekte des Städtebaus – verschie<strong>den</strong>e Maßnahmen<br />

ergriffen, um <strong>den</strong> räumlichen Zusammenhang der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> zu bestimmen, die Aufenthaltsqualität der <strong>öffentlichen</strong><br />

Orte zu erhöhen und eine vitale Stadtkultur rund<br />

um <strong>den</strong> Dom zu prägen und nachhaltig zu etablieren. Damit<br />

erhält das Stadtquartier ein Erscheinungsbild, das der<br />

Bedeutung des Ortes angemessen ist.<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist ein in dieser Dimension einzigartiges<br />

und vorbildhaftes Projekt, von dem auch in Zukunft<br />

positive Impulse <strong>für</strong> die Entwicklung der angrenzen<strong>den</strong><br />

Stadtteile zu erwarten sind. Damit haben wir ein wichtiges<br />

Ziel unseres Bundesprogramms Nationale Projekte<br />

des Städtebaus erreicht.<br />

Ich wünsche der Stadt Köln bei der weiteren Entwicklung<br />

dieser geschichtsträchtigen Magistrale viel Erfolg und die<br />

gebührende Aufmerksamkeit bei <strong>Ein</strong>wohnerinnen und <strong>Ein</strong>wohnern<br />

und Gästen.<br />

Marco Wanderwitz, MdB<br />

Parlamentarischer Staatssekretär beim<br />

Bundesminister des Innern, <strong>für</strong> Bau und Heimat<br />

Abb. 1<br />

2


Köln ist in stetem Wandel. Ineinander verflochtene historische Schichten legen<br />

Zeugnis über die Jahrhunderte andauernde Entwicklung unserer Stadt ab.<br />

<strong>Ein</strong> <strong>für</strong> Köln in dieser Hinsicht besonders bedeutender Stadtraum ist die <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong>, der Bereich zwischen dem Kölner Dom, unserer Weltkulturerbestätte,<br />

im Nor<strong>den</strong> und der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol im Sü<strong>den</strong>.<br />

<strong>Der</strong> von Oswald Mathias Ungers geprägte Kunstbegriff<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> beschreibt das ambitionierte Vorhaben, die<br />

Zeitebenen und Zeitspuren der Kölner Stadt- und Kulturgeschichte<br />

im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> sichtbar und begreifbar<br />

zu machen. Im Fokus steht die räumliche Verknüpfung<br />

und städtebauliche Aufwertung der <strong>öffentlichen</strong> Plätze zu<br />

einem zusammenhängen<strong>den</strong> Kulturpfad, einer Kette an<br />

attraktiven Orten des Aufenthalts und der Begegnung.<br />

<strong>Der</strong> öffentliche <strong>Raum</strong> inszeniert zugleich die stadtbildprägen<strong>den</strong><br />

historischen wie modernen Bauten und bietet<br />

wertvollen Kultureinrichtungen ein angemessenes Vorfeld.<br />

2015 wurde die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> mit verschie<strong>den</strong>en baulichen<br />

Projekten in das Bundesförderprogramm Nationale Projekte<br />

des Städtebaus aufgenommen. Hierzu zählt etwa<br />

die Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes, <strong>den</strong> wir<br />

im Frühjahr 2018 fertiggestellt und am 5. Mai 2018 im Rahmen<br />

des Tags der Städtebauförderung feierlich eingeweiht<br />

haben. Die Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße sowie<br />

die Neugestaltung der Gürzenichstraße wur<strong>den</strong> zeitgleich<br />

in ihrer Planung weiterqualifiziert. Alle Projekte der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> leiten sich aus dem Gestaltungsplan <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

Gesamtraum ab. Dieser stellt das Herzstück des vorliegen<strong>den</strong><br />

<strong>Handbuch</strong>s dar.<br />

Mein Dank gilt dem Bundesministerium des Innern, <strong>für</strong><br />

Bau und Heimat, das <strong>den</strong> besonderen städtebaulichen<br />

Wert der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> durch die umfangreiche Bundesförderung<br />

würdigt und dadurch die Umsetzung zentraler<br />

Schlüsselprojekte maßgeblich unterstützt. Nirgends<br />

konzentriert sich die kulturhistorische Bedeutung der<br />

Stadt Köln so stark wie im unmittelbaren Domumfeld<br />

und entlang der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. Die Stadt Köln nutzt jetzt<br />

die Chance, das Alleinstellungsmerkmal einer 2.000-jährigen<br />

Geschichte in die Zukunft fortzuschreiben. Mit der<br />

Erarbeitung des <strong>Handbuch</strong>s und Gestaltungskonzepts zur<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist ein wichtiger Meilenstein erreicht.<br />

Henriette Reker<br />

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln<br />

Abb. 2<br />

3


1<br />

EINFÜHRUNG<br />

2<br />

ANALYSE<br />

3<br />

KONZEPT<br />

4<br />

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN


Inhaltsverzeichnis<br />

Marco Wanderwitz ................................................................................................... 2<br />

Henriette Reker........................................................................................................ 3<br />

1 <strong>Ein</strong>führung <strong>—</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> verstehen 6<br />

1.1 <strong>Der</strong> Masterplan und die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als erster <strong>Lupenraum</strong> ................................... 8<br />

1.2 Die Idee der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ................................................................................... 10<br />

1.3 Das <strong>Handbuch</strong> zur Qualitätssicherung ................................................................ 12<br />

1.4 Vorgehensweise ................................................................................................. 14<br />

2 Analyse <strong>—</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> auf <strong>den</strong> Grund gehen 16<br />

2.1 <strong>Der</strong> Stadtraum .................................................................................................. 18<br />

2.2 Die I<strong>den</strong>tität .................................................................................................... 38<br />

2.3 Auswertung ..................................................................................................... 54<br />

3 Konzept <strong>—</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gestalten 60<br />

3.1 Das Gestaltungskonzept.................................................................................... 62<br />

3.2 Das Kommunikationskonzept ............................................................................ 95<br />

4 Handlungsempfehlungen <strong>—</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> weiter<strong>den</strong>ken 102<br />

4.1 Die Akteursgruppen im Überblick ...................................................................... 104<br />

4.2 Öffentliche Hand............................................................................................ 106<br />

4.3 Private Akteure............................................................................................... 108<br />

4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren..................................................................... 110<br />

Anhang 112<br />

Abbildungsverzeichnis ............................................................................................ 112<br />

Quellenverzeichnis .................................................................................................. 115<br />

Impressum ............................................................................................................ 117


1<br />

EINFÜHRUNG <strong>—</strong><br />

DIE VIA CULTURALIS VERSTEHEN<br />

1.1 <strong>Der</strong> Masterplan und die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als erster <strong>Lupenraum</strong><br />

1.2 Die Idee der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

1.3 Das <strong>Handbuch</strong> zur Qualitätssicherung<br />

1.4 Vorgehensweise


1.1 <strong>Der</strong> Masterplan und die<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als erster <strong>Lupenraum</strong><br />

MARKUS GREITEMANN, BEIGEORDNETER<br />

<strong>Der</strong> städtebauliche Masterplan Innenstadt Köln, <strong>den</strong> der renommierte Stadtplaner<br />

Professor Albert Speer im Auftrag des Vereins Unternehmer <strong>für</strong> die<br />

Region Köln e.V. in einem intensiven Dialog mit Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft<br />

entwickelt hat, fungiert seit nunmehr 10 Jahren als Regiebuch <strong>für</strong><br />

die Entwicklungen in der Innenstadt von Köln.<br />

Das Planwerk baut zu einem großen Teil auf Voruntersuchungen<br />

und konzeptuellen Erwägungen der Stadt Köln<br />

auf, die das Büro Speer gewertet, gewichtet, miteinander<br />

in Beziehung gesetzt und durch eigene Ideen ergänzt hat.<br />

Entstan<strong>den</strong> ist ein wegweisendes Konzept aus einem Guss,<br />

das der Rat der Stadt Köln im Mai 2009 als grundsätzliche<br />

Handlungsempfehlung und strategische Zielausrichtung <strong>für</strong><br />

die zukünftige Entwicklung der Innenstadt verabschiedet<br />

hat. Neben strategischen Überlegungen umfasst der Masterplan<br />

auch ganz konkrete Vorschläge zur Aufwertung der<br />

Innenstadt. Zur Umsetzung des Masterplans bedürfe es<br />

eines langen Atems, hatte Speer damals erklärt. Dennoch<br />

hat der Masterplan bereits nach nur wenigen Jahren das<br />

Kölner Stadtbild verändert. Die Maßstäbe der über 30 Projekte<br />

sind hierbei vielfältig: von Platzgestaltungen über Hochbauprojekte<br />

bis hin zu <strong>den</strong> großen Konversionsflächen der Stadt,<br />

wie dem Deutzer Hafen, dem Mülheimer Sü<strong>den</strong> und der<br />

Parkstadt Süd. Insgesamt umfassen allein diese drei Projekte<br />

eine Fläche von ca. 200 ha, auf der rund 11.000 Wohneinheiten<br />

entstehen wer<strong>den</strong>.<br />

Das vorliegende <strong>Handbuch</strong> steht <strong>für</strong> die Weiterentwicklung<br />

des städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln.<br />

Mit <strong>den</strong> sogenannten Lupenräumen soll der Masterplan<br />

zukünftig um eine kleinteiligere Maßstabsebene ergänzt<br />

wer<strong>den</strong> – mit dem Ziel, im Zusammenspiel mit <strong>den</strong> privaten<br />

Akteuren die stadträumliche Aufwertung in diesen<br />

Räumen voranzubringen. Von <strong>den</strong> formulierten Interventionsräumen<br />

abgeleitet, wur<strong>den</strong> am Beispiel der Kernzone<br />

vier erste Lupenräume definiert: die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, der<br />

Bereich rund um <strong>den</strong> Westdeutschen Rundfunk und das<br />

Museum <strong>für</strong> Angewandte Kunst Köln, die Komödienstraße<br />

sowie die Ehrenstraße. Vor dem Hintergrund funktionaler<br />

sowie gestalterischer Fragestellungen wur<strong>den</strong> diese<br />

dann vertiefend behandelt. Im Rahmen des Förderprojekts<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wurde der erste dieser Lupenräume nun<br />

umfassend bearbeitet und liefert im Ergebnis wichtige<br />

Erkenntnisse und Grundlagen <strong>für</strong> die Qualifizierung der<br />

nächsten Lupenräume.<br />

Als bedeutsamer innerstädtischer Kulturpfad zwischen dem<br />

Kölner Dom im Nor<strong>den</strong> und der markanten romanischen Kirche<br />

St. Maria im Kapitol im Sü<strong>den</strong> spannt sich ein Stadtquartier<br />

auf, das in seiner Bedeutung <strong>für</strong> die Kölner Stadtgeschichte<br />

und in seiner Dichte an bemerkenswerten Kulturbausteinen<br />

einzigartig ist. Wichtigste Klammer ist der öffentliche <strong>Raum</strong>,<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> sich der Begriff der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> eingeprägt hat. Im<br />

heutigen Zustand weist dieser Stadtraum jedoch zahlreiche<br />

Defizite auf, die seiner Bedeutung nicht gerecht wer<strong>den</strong>. Das<br />

schmale Stadtraumprofil leidet an einer Überbelegung durch<br />

Beschilderung und Möblierung. Die Gestaltung der Oberflächen<br />

ist nicht einheitlich und zum Teil sanierungsbedürftig.<br />

Die funktionale Belegung der flankieren<strong>den</strong> Bauten ist teilweise<br />

minderwertig. Die Gestaltung der unterschiedlichen<br />

Plätze ist ebenfalls zum Teil überarbeitungswürdig.<br />

Durch die Implementierung der Lupenräume in <strong>den</strong> städtebaulichen<br />

Masterplan wird dieser in Ergänzung zu seiner<br />

Funktion als Steuerungs- und Kommunikationsinstrument<br />

auch als Umsetzungsinstrument gestärkt. Das vorliegende<br />

<strong>Handbuch</strong> ist hierbei ein erster richtungsweisender Baustein,<br />

um einerseits Standards <strong>für</strong> die weiteren Lupenräume zu<br />

formulieren und anderseits <strong>den</strong> städtebaulichen Masterplan<br />

auch weiterhin zu verstetigen. Die Kontinuität in der Planung<br />

sowie die Verbindlichkeit vereinbarter Ziele wer<strong>den</strong> so gesichert<br />

und im Ergebnis die stadträumliche Qualität in Köln<br />

nachhaltig gesteigert.<br />

8 1 EINFÜHRUNG | 1.1 DER MASTERPLAN UND DIE VIA CULTURALIS ALS ERSTER LUPENRAUM


2<br />

1<br />

3<br />

4<br />

1 <strong>Lupenraum</strong> <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

2 <strong>Lupenraum</strong> Komödienstraße<br />

3 <strong>Lupenraum</strong> WDR/MAKK<br />

Abb.3<br />

4 <strong>Lupenraum</strong> Ehrenstraße<br />

9


1.2 Die Idee der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Im März 1999 formuliert der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers textlich<br />

seine Ideen <strong>für</strong> einen Kulturpfad mit Namen <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> und beschreibt damit<br />

in Bezug auf die Entwicklungen dieses Stadtraums wegweisende Inhalte.<br />

Im Folgen<strong>den</strong> ein Auszug:<br />

»Die Rasterstruktur der römischen Stadt Köln hat sich bis<br />

in die heutige Zeit in einigen Straßenzügen, wenn auch<br />

leicht verändert, im Wesentlichen erhalten. <strong>Der</strong> römische<br />

Cardo – die Nord-Süd-Verbindung – entspricht exakt dem<br />

Verlauf der Hohe Straße. Die römische Stadtkante zum<br />

Rhein hin, die aus drei Terrassenstufen bestand, ist im<br />

Stadtgrundriss deutlich ablesbar. Die untere Kante lief<br />

parallel zur Martinstraße.<br />

<strong>Der</strong> Vorschlag einer Kulturstraße entsteht aus dem historisch<br />

gewachsenen Zusammenhang von Kultur<strong>den</strong>kmälern<br />

und <strong>öffentlichen</strong> <strong>Ein</strong>richtungen, die sich im Laufe<br />

der Zeit entlang einer Nord-Süd -Trasse vom Dom bis zu<br />

Maria im Kapitol entwickelt haben. Die sogenannte Kulturachse<br />

beginnt am Hauptbahnhof mit dem Bahnhofsvorplatz<br />

und setzt sich parallel zur Hohe Straße in einer<br />

Verbindung vom Nord- zum Südportal des Domes über<br />

<strong>den</strong> Roncalliplatz, Unter Goldschmied, Quatermarkt,<br />

Kleine Sandkaul bis zu Maria im Kapitol als südlichem<br />

Endpunkt fort. Entlang dieser Verbindung reihen sich wie<br />

an einer Perlenschnur größere und kleinere Plätze auf:<br />

Bahnhofsvorplatz – Roncalliplatz – Theo-Burauen-Platz -<br />

Laurenzplatz – Rathausplatz (Gülichplatz) – eventuell ein<br />

neu zu schaffendes Stefan -Lochner-Plätzchen statt der<br />

bestehen<strong>den</strong> Garagenausfahrt – Gürzenichplatz – und<br />

am Ende der Lichhof vor Maria im Kapitol.<br />

Ebenfalls wie Perlen an einer Schnur sind entlang dieser<br />

Verbindung kulturelle <strong>Ein</strong>richtungen und historische Ereignisse<br />

aufgereiht: Römisch-Germanisches Museum –<br />

Museum Ludwig – das Diözesanmuseum – der <strong>Ein</strong>gang<br />

zum Praetorium – das historische Rathaus mit Renaissancelaube<br />

und Rathausturm – eventuell das neue Jüdische<br />

Museum – das neue Wallraf-Richartz-Museum – die<br />

Kirche St. Alban mit der Kolbe-Plastik – sowie der Gürzenich,<br />

das historische Festhaus Kölns.<br />

Wallraf-Richartz-Museum neu und alt) entlang einer<br />

Straße erleben zu können, ist wohl einmalig in der Welt<br />

und in keiner anderen Stadt derart konzentriert zu fin<strong>den</strong>.<br />

Bisher bleibt diese Gelegenheit städtebaulich ungenutzt.<br />

Durch <strong>den</strong> Neubau des Wallraf- Richartz-Museums am Gürzenich<br />

schließt sich die Lücke in einem kontinuierlich von<br />

Nor<strong>den</strong> nach Sü<strong>den</strong> verlaufen<strong>den</strong> Kulturband. Diese Kulturachse<br />

gilt es deutlich hervorzuheben und als Teil einer<br />

Innenstadtstruktur zu begreifen. Vom Rhein aus gesehen<br />

entstehen damit der historischen Topografie entsprechend<br />

unterschiedliche parallel laufende städtische Zonen:<br />

• Die Erholungszone am Rheinufer.<br />

• Die Vergnügungszone (Tourismus) mit Altstadt,<br />

Heumarkt, Alter Markt und Heinrich-Böll-Platz.<br />

• Die Kulturzone vom Roncalliplatz zum Gürzenich.<br />

• Die Kommerzzone entlang der Hohe Straße.<br />

Kommerz, Vergnügen und Erholung habe ihre städtebauliche<br />

I<strong>den</strong>tität entwickelt. Was in dem Akkord der<br />

unterschiedlichen Inhalte fehlt, ist die Kultur. Hier liegen<br />

noch ungenutzte Möglichkeiten, die einer intensiven<br />

Entwicklung bedürfen und vor allem einmalige Chancen<br />

<strong>für</strong> das Image der Stadt Köln und die I<strong>den</strong>tität der Stadt<br />

bieten. Deshalb sollte man darüber nach<strong>den</strong>ken, wie<br />

über einen längeren Zeit raum die Ressourcen aktiviert<br />

und das brachliegende kulturelle Potenzial erlebbar gemacht<br />

wer<strong>den</strong> kann.«<br />

<strong>Ein</strong>e solche Gelegenheit, Kultur von der Antike (Praetorium)<br />

über das hohe Mittelalter (Maria im Kapitol), die Gotik<br />

(der Dom, das größte gotische Bauwerk), die Renaissance<br />

(Rathauslaube) bis zur Moderne (Museum Ludwig,<br />

10 1 EINFÜHRUNG | 1.2 DIE IDEE DER VIA CULTURALIS


Abb. 1<br />

Abb. 4<br />

11


1.3 Das <strong>Handbuch</strong> zur Qualitätssicherung<br />

ANNE LUISE MÜLLER, LEITERIN DES STADTPLANUNGSAMTES<br />

<strong>Der</strong> Architekt Oswald Mathias Ungers schlägt in seinem Text von 1999 eine<br />

Kulturachse mit Namen <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> zwischen der Hohen Domkirche zu Köln<br />

und St. Maria im Kapitol vor und formuliert damit <strong>den</strong> Bedarf <strong>für</strong> die Stadt<br />

Köln, sich stadträumlich dieses zentralen Bereichs anzunehmen und die<br />

dortigen Entwicklungen zu lenken.<br />

Als Maßnahme im städtebaulichen Masterplan Innenstadt<br />

formuliert, wird die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> dann im Jahr<br />

2013 im Rahmen eines Werkstattverfahrens unter der<br />

Teilnahme von drei interdisziplinären Planungsteams bearbeitet.<br />

<strong>Der</strong> Begriff <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erscheint hierbei erst<br />

einmal abstrakt und so geht es neben der Aufgabe, Ideen<br />

<strong>für</strong> Freiraum und Städtebau zu erarbeiten, darum, das<br />

Quartier stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und<br />

Bürger sowie der Besucherinnen und Besucher der Stadt<br />

zu rücken. Aufbauend auf <strong>den</strong> Ergebnissen des Werkstattverfahrens<br />

erhält die Stadt Köln im Jahr 2015 mit<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> Zuschlag <strong>für</strong> Bundesfördermittel im<br />

Rahmen des Programms Nationale Projekte des Städtebaus,<br />

sodass die Kulturmeile im Zeitraum von 2016 bis<br />

2018 weiterqualifiziert wer<strong>den</strong> kann.<br />

Das vorliegende <strong>Handbuch</strong> ist ein Teilergebnis der Bearbeitung<br />

im Rahmen des Förderprojekts und dient der<br />

langfristigen Qualitätssicherung auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

Herzstück ist das Gestaltungskonzept, welches die<br />

verschie<strong>den</strong>en Parameter <strong>für</strong> einen hochwertigen <strong>öffentlichen</strong><br />

<strong>Raum</strong> definiert. Die initialen Fragen lauteten<br />

hierbei, welchen Charakter die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> von Köln<br />

zukünftig haben soll und welche Themen hier<strong>für</strong> relevant<br />

sind. Es galt demnach, einen Gestaltungsansatz zu<br />

entwickeln, welcher der Bedeutung dieses historisch gewachsenen<br />

Stadtraums langfristig gerecht wird. Im Fokus<br />

lag hierbei die Oberflächengestaltung, bestimmt durch<br />

Material, Format und Verlegeart. Das Stadtmobiliar, die<br />

Begrünung und das Thema Leitsystem wur<strong>den</strong> ebenfalls<br />

bei der Erarbeitung berücksichtigt. In Zusammenhang<br />

mit <strong>den</strong> zahlreichen Relikten aus der Vergangenheit und<br />

<strong>den</strong> historisch wichtigen Orten auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist<br />

insbesondere Letzteres von Relevanz.<br />

Jedoch ist es mit der Herstellung einer hochwertigen<br />

Oberfläche allein nicht getan, <strong>den</strong>n wer nutzt <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong><br />

<strong>Raum</strong> entlang der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, wer interagiert mit<br />

ihm? Für wen ist die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> die eigene Adresse? Die<br />

Frage nach <strong>den</strong> Akteuren wird aus diesem Grund ebenfalls<br />

in dem vorliegen<strong>den</strong> <strong>Handbuch</strong> behandelt, <strong>den</strong>n nur durch<br />

sie wird die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> langfristig mit Leben gefüllt. Die<br />

verschie<strong>den</strong>en Museen und administrativen Gebäude entlang<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> sind hierbei ebenso von Bedeutung<br />

wie die Kirchenbauten, allen voran die Hohe Domkirche<br />

zu Köln. Zwischen der <strong>Ein</strong>kaufsmeile Hohe Straße und der<br />

Altstadt tragen sie mit allen Elementen, die im Austausch<br />

mit dem <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> stehen, auch da<strong>für</strong> Sorge,<br />

dass die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in ihrer qualitätsvollen Besonderheit<br />

wahrgenommen und geschätzt wird. <strong>Ein</strong>e angemessene<br />

und attraktive, <strong>den</strong>noch zurückhaltende Gestaltung der<br />

Außengastronomie, aber auch der Außenwerbung, sind an<br />

dieser Stelle exemplarisch genannt. Private Investoren und<br />

Projektentwickler stehen in der Verantwortung, dem sensiblen<br />

Kontext entsprechend qualitätsvoll zu planen und<br />

zu bauen. Sind es doch die jeweiligen Gebäude, die dem<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> das Gesicht zeigen und ihn prägen.<br />

Auch die Beteiligung von Privaten bei einer hochwertigen<br />

Gestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s gewinnt zunehmend<br />

an Bedeutung. <strong>Ein</strong>e Form stellt hierbei die Immobilien- und<br />

Standortgemeinschaft dar, die <strong>den</strong> anliegen<strong>den</strong> privaten<br />

Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit der<br />

Mitwirkung bietet.<br />

Durch die Lupenräume als Weiterentwicklung des städtebaulichen<br />

Masterplans <strong>für</strong> die Innenstadt Köln wird eine<br />

wichtige stadtgestalterische Ebene implementiert. Das<br />

vorliegende »<strong>Handbuch</strong> <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>« ist das Ergebnis<br />

des ersten dieser Lupenräume und dient damit als Vorreiter<br />

und setzt bedeutsame Standards <strong>für</strong> die Bearbeitung<br />

der weiteren. Als Instrument <strong>für</strong> Kommunikation und Steuerung<br />

schafft das <strong>Handbuch</strong> I<strong>den</strong>tifikation mit dem Ort<br />

und trägt so zu einem wichtigen Anliegen bei: die Qualität<br />

entlang der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> langfristig zu sichern.<br />

12 1 EINFÜHRUNG | 1.3 DAS HANDBUCH ZUR QUALITÄTSSICHERUNG


Abb. xyz<br />

Abb. 5<br />

13


1.4 Vorgehensweise<br />

Ziel dieses <strong>Handbuch</strong>s ist, die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als Kulturpfad zu profilieren und<br />

langfristig die Qualität des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s zu sichern. Das vorliegende<br />

<strong>Handbuch</strong> gliedert sich in drei Hauptteile: Auf Basis einer Analyse wur<strong>den</strong> zwei<br />

Konzepte entwickelt und schließlich um konkrete Handlungsempfehlungen<br />

<strong>für</strong> die Umsetzung ergänzt.<br />

Grundlagen<br />

Den konzeptionellen Rahmen <strong>für</strong> das <strong>Handbuch</strong> bildet<br />

der städtebauliche Masterplan <strong>für</strong> die Innenstadt Köln,<br />

im Rahmen dessen die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als erster <strong>Lupenraum</strong><br />

festgelegt wurde (Kap. 1.1). Des Weiteren wur<strong>den</strong> die Ergebnisse<br />

aus dem interdisziplinären Workshopverfahren<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im Jahr 2013 sowie das Gestaltungshandbuch<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> der Stadt Köln berücksichtigt.<br />

Als Bestandteil der Fördermaßnahme wur<strong>den</strong> zudem<br />

die drei baulichen Projekte Kurt-Hackenberg-Platz, Neugestaltung<br />

Tunnel Johannisstraße und die Neugestaltung<br />

Gürzenichstraße in das Gesamtkonzept einbezogen.<br />

Analyse<br />

In einem ersten Schritt wurde eine stadträumliche Analyse<br />

durchgeführt (Kap. 2.1). Nach der räumlich-funktionalen<br />

<strong>Ein</strong>ordnung in Beziehung zu <strong>den</strong> angrenzen<strong>den</strong><br />

Bereichen wur<strong>den</strong> die bestehen<strong>den</strong> Freiräume und Wegebeziehungen<br />

und mit Blick auf die zukünftige Entwicklung<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> die aktuellen baulichen Projekte<br />

untersucht. <strong>Der</strong> zweite Analyseschritt (Kap. 2.2)<br />

thematisiert die I<strong>den</strong>tität der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. Basierend<br />

auf Strukturdaten der Stadt Köln sowie einer Befragung<br />

vor Ort wurde die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in ihrer Funktion<br />

als Wohn-, Geschäfts- und Besuchsquartier analysiert.<br />

Vertiefend wur<strong>den</strong> die kulturelle und historische Dimension<br />

des Ortes, die Rolle der Akteure sowie die Kunst im<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> untersucht. Dieser Analyseabschnitt<br />

basiert maßgeblich auf Gesprächen, die im Rahmen des<br />

Förderprojekts mit <strong>den</strong> in der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> beheimateten<br />

Akteuren geführt wur<strong>den</strong>, sowie auf der Bestandsaufnahme<br />

durch die Bürgergemeinschaft Altstadt vom<br />

März 2018. Als Ergebnis der bei<strong>den</strong> Analyseteile wur<strong>den</strong><br />

zwei Leitsätze <strong>für</strong> die langfristige Qualitätssicherung<br />

formuliert (Kap. 2.3). Zudem wurde daran anknüpfend<br />

der <strong>Raum</strong> hinsichtlich seiner Defizite und Potenziale untersucht,<br />

um konkrete Maßnahmen abzuleiten.<br />

Konzept<br />

Aufbauend auf <strong>den</strong> zwei Leitsätzen sowie <strong>den</strong> i<strong>den</strong>tifizierten<br />

Maßnahmen, wur<strong>den</strong> zwei Konzepte entwickelt:<br />

das Gestaltungskonzept <strong>für</strong> <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong><br />

(Kap. 3.1) und das Kommunikationskonzept (Kap. 3.2).<br />

Das Gestaltungskonzept definiert konkrete Parameter<br />

<strong>für</strong> einen qualitätsvollen <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> mit hoher<br />

Aufenthaltsqualität entlang der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, angefangen<br />

bei der Gestaltung der Pflasterbeläge der Straßen<br />

und Plätze über das zukünftige Stadtmobiliar bis hin zu<br />

Aussagen bezüglich der Außengastronomie und Außenwerbung.<br />

Das Kommunikationskonzept greift das Thema<br />

I<strong>den</strong>tität auf. Hierbei wer<strong>den</strong> Aussagen zum Begriff<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, zu ihrem gestalterischen Erscheinungsbild<br />

und zu kommunikativen Kernbotschaften getroffen. Weiterhin<br />

wird das Umsetzungsmodell eines Arbeitskreises<br />

beschrieben und es wer<strong>den</strong> die eingesetzten Kommunikationsmittel<br />

und wesentlichen Inhalte dargelegt.<br />

Handlungsempfehlungen<br />

Für die Umsetzung und Verstetigung der Qualität im<br />

Stadtraum bedarf es immer starker Partnerschaften zwischen<br />

der <strong>öffentlichen</strong> Hand und privaten Akteuren, wie<br />

Investoren und privaten Eigentümern, aber auch Anliegerinnen<br />

und Anliegern aus <strong>den</strong> Bereichen Gastronomie,<br />

Dienstleistung und Gewerbe. Zusammengefasst unter<br />

dem Begriff »Kulturakteure« spielen zudem auch die Kirche,<br />

die verschie<strong>den</strong>en Kultureinrichtungen und Multiplikatoren<br />

<strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> eine besonders wichtige<br />

Rolle. Im Kapitel 4 wer<strong>den</strong> daher die relevanten Akteursgruppen<br />

adressiert und abschließend konkrete Handlungsempfehlungen<br />

in Bezug auf das Gestaltungs- und<br />

Kommunikationskonzept formuliert.<br />

14 1 EINFÜHRUNG | 1.4 VORGEHENSWEISE


GRUNDLAGEN<br />

Städtebaulicher Masterplan<br />

Innenstadt Köln/<br />

<strong>Lupenraum</strong> <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

(Mai 2009/November 2017)<br />

Gestaltungshandbuch –<br />

Gesamtstrategie <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> der Stadt Köln<br />

(April 2018)<br />

Ergebnis des interdisziplinären<br />

Workshopverfahrens <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

(Oktober 2013)<br />

Workshop:<br />

Werte und I<strong>den</strong>tität der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im Rahmen der<br />

Lenkungsgruppe Städtebaulicher<br />

Masterplan Innenstadt Köln<br />

(April 2017)<br />

Netzwerktreffen:<br />

Kunst und Kultur<br />

(Dezember 2017)<br />

Gewerbe + Gastronomie<br />

(Januar 2018)<br />

Passantinnen- und<br />

Passantenbefragung<br />

auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

(Juli 2018)<br />

ANALYSE<br />

STADTRAUM<br />

IDENTITÄT<br />

LEITSÄTZE<br />

KONZEPT<br />

GESTALTUNGSKONZEPT<br />

KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN<br />

AKTEURSGRUPPEN<br />

PRIVATE AKTEURE<br />

STADT KÖLN<br />

KULTURAKTEURE


2<br />

ANALYSE <strong>—</strong><br />

DER VIA CULTURALIS<br />

AUF DEN GRUND GEHEN<br />

2.1 <strong>Der</strong> Stadtraum<br />

2.2 Die I<strong>den</strong>tität<br />

2.3 Auswertung


2.1 <strong>Der</strong> Stadtraum –<br />

eine fotografische Bestandsaufnahme<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> vereint auf etwa 800 Metern über 2.000 Jahre Kölner<br />

Stadtgeschichte. Zwischen der Hohen Domkirche zu Köln und St. Maria<br />

im Kapitol liegen diese Geschichten ober- und unterirdisch, sichtbar und<br />

verborgen, heute schon greifbar oder noch im Entstehen. In seiner fotografischen<br />

Bestandsaufnahme aus dem August 2018 stellt der Fotograf<br />

Martin Gaissert auf <strong>den</strong> kommen<strong>den</strong> Seiten die heute sichtbaren<br />

»Bausteine« dieser Kulturmeile im Entstehen vor.<br />

18<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Hbf.<br />

Auftakt Nord<br />

1<br />

2<br />

RHEIN<br />

Am Hof<br />

3<br />

Hauptachse<br />

Kleine Bu<strong>den</strong>gasse<br />

4<br />

Hohe Straße<br />

6<br />

5<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Gürzenichstraße<br />

Deutzer Brücke<br />

Pipinstraße<br />

11<br />

Auftakt Süd<br />

12 13<br />

14<br />

Gesamtraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Kulturbausteine


Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 10<br />

HOHE DOMKIRCHE<br />

RÖMISCH-GERMANISCHES MUSEUM UND MUSEUM LUDWIG<br />

LAURENZ-CA<br />

1<br />

210 METER<br />

2<br />

250 METER<br />

AUFTAKT NORD<br />

HAUP<br />

3<br />

180 METER<br />

4<br />

160 METER<br />

KURT-HACKENBERG-PLATZ<br />

THEO-BURAUEN-PLATZ<br />

MIQUA UND HISTO<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Abb. 11


Abb. 12<br />

Abb. 14<br />

RRÉ – BESTAND<br />

HISTORISCHES RATHAUS<br />

LAURENZPLATZ<br />

4<br />

180 METER<br />

5<br />

190 METER<br />

6<br />

TACHSE<br />

7<br />

290 METER<br />

7<br />

350 METER<br />

8<br />

RISCHES RATHAUS<br />

WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD<br />

ALT ST. ALBAN UND WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FC<br />

Abb. 13<br />

Abb. 15


Abb. 16<br />

Abb. 17<br />

Abb. 20<br />

HAUS NEUERBURG UND FARINA-HAUS<br />

GÜRZENICH UND GÜNTER-WAND-PLATZ<br />

ST. MARIA IM<br />

7<br />

280 METER<br />

10 130 METER<br />

11<br />

AUFTAKT SÜD<br />

8<br />

75 METER<br />

9<br />

130 METER<br />

11<br />

ALT ST. ALBAN UND GÜRZENICH<br />

GÜRZENICH UND GÜNTER-WAND-PLATZ<br />

GÜRZENICHQUARTIER U<br />

Abb. 18<br />

Abb. 19<br />

Abb. 21


Abb. 22<br />

Abb. 24<br />

KAPITOL<br />

HERMANN-JOSEPH-PLATZ<br />

LICHHOF<br />

80 METER<br />

11 170 METER<br />

13<br />

140 METER<br />

12<br />

210 METER<br />

14<br />

ND KLEIN ST. MARTIN<br />

KREUZGANG ST. MARIA IM KAPITOL<br />

MARIENPLATZ<br />

Abb. 23<br />

Abb.25


Schnittstellen zur Umgebung<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> befindet sich im Stadtteil Altstadt-Nord des Bezirks Innenstadt,<br />

eingebettet zwischen der Haupteinkaufsmeile Hohe Straße im Westen<br />

und der von Tourismus und Freizeit geprägten Altstadt mit Rheinpromenade<br />

im Osten. Obwohl sich das Quartier über die Hauptverbindung Unter Goldschmied<br />

in Nord-Süd-Richtung erstreckt, sind es die verschie<strong>den</strong>en Querverbindungen,<br />

die die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> mit ihrer stark frequentierten Umgebung<br />

verbin<strong>den</strong> und vernetzen. Die hiervon am häufigsten genutzte Verbindung ist<br />

die Gürzenichstraße, da sie einerseits in die Schildergasse als Übergang zur<br />

Innenstadt mündet und andererseits die Verknüpfung über <strong>den</strong> Heumarkt mit<br />

der Rheinpromenade herstellt, von wo aus zahlreiche Gäste mit Schiffen die<br />

Stadt erreichen.<br />

<strong>Der</strong> Gesamtraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> kann in drei Bereiche aufgeteilt wer<strong>den</strong>. <strong>Der</strong><br />

nördliche Auftaktbereich spannt sich zwischen der Hohen Domkirche und der<br />

geplanten Historischen Mitte sowie zwischen Philharmonie/Museum Ludwig<br />

über das Römisch-Germanische Museum bis zum Domhotel und zum dahinter<br />

gelegenen Domforum auf. Den südlichen Auftakt bildet die romanische Kirche<br />

St. Maria im Kapitol mit ihrer Umgebung einschließlich der Pipinstraße bis hin<br />

zur Gürzenichstraße. In der Spange dieser Bereiche liegt der Hauptbereich,<br />

unter anderem mit dem Ensemble aus Archäologischer Zone, Wallraf-Richartz-<br />

Museum & Fondation Corboud sowie dem Gürzenich.<br />

28<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Auftakt Nord<br />

MAKK<br />

Unter Goldschmied<br />

Kolumba Groß St. Martin<br />

Hohe Straße<br />

Alter<br />

Markt<br />

Altstadt<br />

Richtung<br />

Schildergasse<br />

Heumarkt<br />

Gürzenichstraße<br />

Deutzer Brücke<br />

Auftakt Süd<br />

Frequenzen <strong>Ein</strong>kauf<br />

Frequenzen <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Frequenzen Altstadt<br />

29


Planungsstand bedeutender<br />

Hochbauprojekte<br />

<strong>Der</strong> Stadtraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wird sich in <strong>den</strong> kommen<strong>den</strong> Jahren aufgrund<br />

verschie<strong>den</strong>er Projektvorhaben deutlich verändern: <strong>Der</strong> nördliche Auftaktbereich<br />

wird insbesondere durch die Historische Mitte und die Sanierung des<br />

Römisch-Germanischen Museums sowie durch die private Entwicklung Laurenz-Carré<br />

und die Sanierung des Domhotels stadträumlich gestärkt und<br />

die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im Ganzen prägen. Mit dem Projekt Archäologische Zone/<br />

MiQua und dem Erweiterungsbau <strong>für</strong> das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation<br />

Corboud folgen zwei weitere Museumsbausteine, die <strong>den</strong> Charakter<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> hinsichtlich Funktion und architektonischer Qualität<br />

fortschreiben. Aber auch Potenzialflächen sind bei der Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> zu berücksichtigen, wie beispielsweise<br />

die bereits im städtebaulichen Masterplan Innenstadt definierten<br />

Bereiche am Quatermarkt und an der Rückseite von Haus Neuerburg.<br />

Abb. 26 Abb. 27<br />

Historische Mitte<br />

Entwurf: Volker Staab (Wettbewerb 2016)<br />

Bauherrengemeinschaft: Stadt Köln und Hohe Domkirche<br />

Sachstand: in Planung<br />

Grundfläche Gebäude: Kurienhaus: 775 m²<br />

Verwaltung: 1.480 m²<br />

Nutzung/Konzept: Stadtmuseum, Kurienhaus und<br />

Studiengebäude <strong>für</strong> das Römisch-Germanische Museum<br />

Archäologische Zone/MiQua<br />

Entwurf: Wandel Lorch Architekten (Wettbewerb 2008)<br />

Bauherrin: Stadt Köln (künftiger Träger: LVR)<br />

Sachstand: in Umsetzung<br />

Grundfläche Gebäude: 1.450 m²<br />

Nutzung/Konzept: Museum jüdischer Geschichte, Gebäude<br />

legt sich als »Schutzbau« über die Archäologische Zone, verdeutlicht<br />

das Prinzip der archäologischen Schichtung<br />

30<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Abb. 28<br />

Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum<br />

& Fondation Corboud<br />

Entwurf: Christ & Gantenbein (Wettbewerb 2013)<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: in Planung<br />

Grundfläche Gebäude: 670 m²<br />

Nutzung/Konzept: Kunstmuseum plus gewerbliche Nutzung<br />

und Wohnen in <strong>den</strong> Obergeschossen, offene Fassade im Sockelbereich<br />

fördert Austausch mit dem Stadtraum<br />

Abb. 29<br />

Neuentwicklung Laurenz-Carré<br />

Entwurf: Kister Scheithauer,<br />

Gross Architekten und Stadtplaner<br />

Grundstückseigentümerin: Gerch Group AG<br />

Sachstand: städtebauliches<br />

Qualifizierungsverfahren abgeschlossen<br />

Fläche: 33.000 m² BGF auf 9.000 m² Grundstück<br />

Nutzung/Konzept: Wohnen, <strong>Ein</strong>zelhandel, Büro, Verwaltung,<br />

Integration des <strong>den</strong>kmalgeschützten Senats Hotels<br />

Abb. 30<br />

Sanierung Domhotel<br />

Entwurf: ingenhoven architects<br />

Bauherrin: Bayerische Versorgungskammer, München<br />

Sachstand: in Umsetzung,<br />

geplante Fertigstellung im 2. Quartal, 2021<br />

Grundfläche Gebäude: 2.840 m² (120 Zimmer)<br />

Konzept: Modernisierung und Sanierung in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Denkmalschutz. Aufstockung des historischen<br />

Baukörpers mit einem Staffelgeschoss.<br />

Historische Fassa<strong>den</strong> bleiben erhalten (Denkmalschutz).<br />

Abb. 31<br />

PSD Bank<br />

Entwurf: HPP Architekten<br />

Bauherrin: PSD Bank Köln eG<br />

Sachstand: in Umsetzung,<br />

Grundfläche Gebäude: ca. 3.900 m²<br />

Konzept: Sanierung und Erweiterung eines Bankgebäudes<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM<br />

31


Die neuen Freiräume der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Neben <strong>den</strong> Hochbauprojekten ist der öffentliche <strong>Raum</strong> zu betrachten, <strong>den</strong>n<br />

es sind die zahlreichen Plätze und Wegräume, die im Zusammenspiel mit<br />

der engmaschigen Bebauung die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ausmachen. Die Historische<br />

Mitte bildet künftig einen wertvollen stadträumlichen Brückenschlag zwischen<br />

dem Roncalliplatz und dem Kurt-Hackenberg-Platz. Zudem stellt der Augustusplatz<br />

mit Fertigstellung des MiQuas einen neuen, zentralen Bereich innerhalb<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> dar. Aber auch die Neugestaltung des Günter-Wand-<br />

Platzes und der Gürzenichstraße wertet die wichtige Querverbindung zwischen<br />

Hohe Straße/Schildergasse und Heumarkt auf, während die Neugestaltung<br />

im Tunnel Johannisstraße die Verbindung <strong>für</strong> <strong>den</strong> Rad- und Fußgängerverkehr<br />

verbessert.<br />

Abb. 32 Abb. 33<br />

Tunnel Johannisstraße<br />

Architektur: UTE PIROETH ARCHITEKTUR BDA<br />

(Vergabeverfahren 2016)<br />

Künstlerisches Konzept: Wolfgang Rüppel Köln/Berlin<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: in Planung<br />

Länge: 110 m<br />

Konzept: Aufwertung der Unterführung als Fußgänger- und<br />

Radwegverbindung sowie Anlieferung der DB<br />

Umfeld Historische Mitte<br />

Architektur: Volker Staab (Wettbewerb 2016)<br />

Bauherrinnen: Stadt Köln und Hohe Domkirche<br />

Sachstand: in Planung<br />

Fläche: ca. 1.150 m²<br />

Konzept: räumliche Verbindung zwischen Museen/<br />

römische Hafenstraße/Kurt-Hackenberg-Platz<br />

32<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Abb. 34<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: 2018 fertiggestellt<br />

Fläche: ca. 3.500 m²<br />

Konzept: zentrales Element: »urbaner Garten« durch<br />

gekiesten Bereich mit langen Natursteinbänken aus Grauwacke<br />

und einem »grünen Dach« (in Anlehnung an <strong>den</strong> anliegen<strong>den</strong><br />

früheren Bischofsgarten)<br />

Abb. 35<br />

Günter-Wand-Platz<br />

Landschaftsarchitektur: RMP Stephan Lenzen<br />

Landschaftsarchitekten<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: in Planung<br />

Fläche: ca. 6.500 m² (inkl. Gürzenichstraße)<br />

Konzept: Im Zuge der Neugestaltung Gürzenichstraße wird<br />

eine einheitliche Fläche mit qualitativ hochwertigem Bo<strong>den</strong>belag<br />

und Sitzmobiliar aus Grauwacke geschaffen.<br />

Abb. 36<br />

Archäologische Zone<br />

Landschaftsarchitekt: Topotek 1<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: in Umsetzung<br />

Fläche: 10.000 m²<br />

Konzept: durchgehende Oberfläche, erhöhte Platzfläche durch<br />

Treppenanlage mit Sitzgelegenheiten<br />

Abb. 37<br />

Freitreppe an St. Maria im Kapitol<br />

Architektur: Stadt Köln<br />

Bauherrin: Stadt Köln<br />

Sachstand: in Planung<br />

Fläche: 90 m lange Treppe<br />

Konzept: Verknüpfung Elogiusplatz und Klein St. Martin,<br />

Freistellung St. Maria im Kapitol<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM<br />

33


<strong>Raum</strong>qualitäten<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wird durch verschie<strong>den</strong>e Stadträume geprägt: Neben <strong>den</strong><br />

Straßen- und Wegräumen, die vorwiegend der Bewegung dienen, gibt es<br />

eine Vielzahl an Plätzen mit unterschiedlichen Qualitäten. Zum einen gibt<br />

es Plätze, die aufgrund ihrer hochwertigen Gestaltung, ihrer Lage und/oder<br />

ihres gastronomischen Angebots zum Verweilen einla<strong>den</strong>, wie beispielsweise<br />

<strong>den</strong> Kurt-Hackenberg-Platz. Andere Bereiche wiederum bergen zwar<br />

ein solches Potenzial, sind jedoch, wie beispielsweise der Platz am Quatermarkt<br />

oder der Innenhof am Laurenzgittergäßchen, aufgrund ihrer aktuellen<br />

Nutzung als öffentliche Parkplatzfläche <strong>für</strong> <strong>den</strong> Aufenthalt ungeeignet.<br />

Außengastronomie<br />

Am Hof<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Elogiusplatz<br />

Marsplatz<br />

U-Bahn-Zugang<br />

Hermann-Joseph-Platz<br />

Elogiusplatz<br />

Besondere Monumente<br />

Roncalliplatz<br />

Laurenzplatz<br />

Theo-Burauen-Platz<br />

Marsplatz<br />

Günter-Wand-Platz<br />

Elogiusplatz<br />

Lichhof<br />

Historische Mitte<br />

Repräsentativer Auftakt<br />

Roncalliplatz<br />

Augustusplatz<br />

Brunnen<br />

Am Hof<br />

Gülichplatz<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Theo-Burauen-Platz<br />

Roncalliplatz<br />

Prägende Gehölze<br />

Am Hof<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Laurenzplatz<br />

Quatermarkt<br />

Theo-Burauen-Platz<br />

Günter-Wand-Platz<br />

Lichhof<br />

Sitzgelegenheiten<br />

Roncalliplatz<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Augustusplatz<br />

Hermann-Joseph-Platz<br />

Rathausplatz<br />

Elogiusplatz<br />

Lichhof<br />

Günter-Wand-Platz<br />

Parkplätze<br />

Laurenzgittergäßchen<br />

Quatermarkt<br />

Plätze im Bestand<br />

ohne Handlungsbedarf<br />

Plätze in Planung/in der Umsetzung<br />

Flächen und Plätze<br />

mit Handlungsbedarf<br />

34<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Hbf.<br />

Tunnel Johannisstraße<br />

Roncalliplatz<br />

Historische Mitte<br />

Am Hof<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Laurenzgittergäßchen<br />

Theo-Burauen-Platz<br />

Laurenzplatz<br />

Rathausplatz<br />

Augustusplatz<br />

Marsplatz<br />

Gülichplatz<br />

Quatermarkt<br />

Günter-Wand-Platz<br />

Gürzenichstraße<br />

Deutzer Brücke<br />

Hermann-Joseph-Platz<br />

Pipinstraße<br />

Elogiusplatz<br />

Lichhof<br />

35


Bewegungsräume und Mobilität<br />

Auch auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> hat das planerische Credo »Autogerechte Stadt«<br />

aus vergangenen Zeiten seine Spuren hinterlassen. Um jedoch die Qualität im<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wieder zu steigern, befindet sich aktuell<br />

(Stand 12/2018) ein Verkehrsführungskonzept <strong>für</strong> die Altstadt in der politischen<br />

Beratung, welches im Sinne einer Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer<br />

beispielsweise die Reduzierung des ruhen<strong>den</strong> Verkehrs im Straßenraums bis auf<br />

ein funktional notwendiges Minimum vorsieht. Hierdurch können zusätzliche<br />

Flächen zugunsten der Fußgängerinnen und Fußgänger sowie des Radverkehrs<br />

umgestaltet und genutzt wer<strong>den</strong>. Weitere Maßnahmen stellen die Bündelung<br />

des motorisierten Verkehrs, die Verkürzung der Anfahrtswege zu <strong>den</strong> Parkhäusern<br />

und die Festlegung von <strong>Ein</strong>bahnstraßen dar, wodurch das Quartier<br />

insgesamt entschleunigt wer<strong>den</strong> würde.<br />

Abb. 38<br />

36<br />

2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM


Hbf.<br />

Tunnel Johannisstraße<br />

Am Dom<br />

610 Stellplätze<br />

City-Parkhaus<br />

205 Stellplätze<br />

Hohe Straße<br />

280 Stellplätze<br />

An Farina<br />

305 Stellplätze<br />

Am Gürzenich<br />

315 Stellplätze<br />

Bestandssituation<br />

Dorint Hotel<br />

100 Stellplätze<br />

Ladezonen<br />

Parken im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong><br />

Ost-West-Achse<br />

<strong>Ein</strong>richtungsverkehr<br />

Zweirichtungsverkehr<br />

Angrenzende Straßen<br />

N<br />

Tunnel<br />

W<br />

Parkhaus<br />

S<br />

Tiefgarage<br />

O<br />

<strong>Ein</strong>fahrt Parkhaus / Tiefgarage 37


2.2 Die I<strong>den</strong>tität<br />

Geschäftsquartier<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> liegt in der Innenstadt Kölns und ist damit auch Teil des<br />

Geschäfts- und Handelszentrums, das weit über die Grenzen der Stadt<br />

hinaus von Bedeutung ist. Als Nord-Süd-Achse liegt der Kulturpfad zwischen<br />

der stark gastronomisch geprägten Altstadt und <strong>den</strong> Konsummeilen Hohe<br />

Straße und Schildergasse mit ihren vielen Angeboten an Bekleidungsgeschäften<br />

und Handelsketten. Die Schildergasse vereint etwa ein Drittel der<br />

Verkaufsfläche und auch ein Drittel des Umsatzes der Kölner City auf ihrem<br />

Areal – beheimatet dabei aber nur sechs Prozent der Innenstadtgeschäfte.<br />

Als Geschäftsquartier muss sich die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> programmatisch<br />

von ihren schwergewichtigen Nachbarinnen<br />

abgrenzen, ein eindeutiger Charakter lässt sich diesbezüglich<br />

bislang jedoch nicht erkennen: <strong>Ein</strong>e Passantenbefragung<br />

im Juli 2018 entlang der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> hat ergeben,<br />

dass kein klares Bild von der Gewerbestruktur im Quartier<br />

existiert. <strong>Ein</strong>zig das Farina-Haus wird mehrmals als prägend<br />

genannt und die Museumsshops sowie Antiquariate<br />

wer<strong>den</strong> offenbar als »typisch <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>« empfun<strong>den</strong>.<br />

Die insgesamt 76 Passantinnen und Passanten<br />

stellten außerdem fest, dass Geschäfte der Nahversorgung<br />

<strong>für</strong> die Bevölkerung und kleinere, inhabergeführte Lä<strong>den</strong><br />

zunehmend verschwin<strong>den</strong>, was deutlich als Verlust angesehen<br />

wird. Es wird beklagt, dass zunehmend einseitige<br />

Angebote <strong>für</strong> <strong>den</strong> Tourismussektor, wie beispielsweise Souvenirlä<strong>den</strong><br />

und als »Ramschlä<strong>den</strong>« wahrgenommene Geschäfte,<br />

eröffnen.<br />

Für die Zukunft des Geschäftsquartiers <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wünschen<br />

sich beispielsweise die Gewerbetreiben<strong>den</strong> und Gastronominnen<br />

und Gastronomen mehr und klar geregelte<br />

Außengastronomie sowie eine höhere Aufenthaltsqualität<br />

im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>, einschließlich Verweilmöglichkeiten<br />

ohne Konsumzwang. Mit <strong>den</strong> geplanten baulichen Veränderungen<br />

entstehen jedoch auch Zweifel, inwiefern der<br />

Zuliefererverkehr aus dem Viertel verbannt und damit aus<br />

dem Quartier verdrängt wer<strong>den</strong> könnte.<br />

Passantenbefragung auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im Juli 2018<br />

Keine Angabe zum Wohnort<br />

5,5 %<br />

23 %<br />

Wohnen selbst im Quartier<br />

35,5 %<br />

Wohnen außerhalb Kölns<br />

36 %<br />

Wohnen in anderen Teilen Kölns<br />

38<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Bestandssituation<br />

<strong>Ein</strong>zelhandel<br />

Gastronomie / Café / Kiosk<br />

Dienstleistungen / Büro<br />

Hotel mit Gastronomie<br />

39


Wohnquartier<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist ein gewachsenes Stück Stadt mit einer gemischten Nutzung:<br />

Neben der hohen Dichte an kulturellen und administrativen Bausteinen ist dieses<br />

Quartier auch als Wohnstandort von Bedeutung.<br />

Die Fläche der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erstreckt sich über zwei Stadtviertel:<br />

Das Kapitol-Viertel im Sü<strong>den</strong> weist mit 121 <strong>Ein</strong>wohnern<br />

pro Hektar eine hohe <strong>Ein</strong>wohnerdichte auf, wohingegen<br />

das Stadtviertel City mit 30 <strong>Ein</strong>wohnern pro Hektar<br />

eine deutlich geringere Wohnnutzung aufweist. Dies lässt<br />

sich mit dem Schwerpunkt <strong>Ein</strong>zelhandel und Gewerbe im<br />

Bereich Hohe Straße und Schildergasse begrün<strong>den</strong>. Die<br />

Bewohnerstruktur wird gemäß der innerstädtischen Lage<br />

überwiegend durch junge und ledige Personen mit <strong>Ein</strong>und<br />

Zweipersonenhaushalten geprägt.<br />

Im Rahmen der Passantenbefragung im Juli 2018 von insgesamt<br />

76 Personen wird von Seiten der Bewohnerschaft<br />

die zentrale Lage der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> »im Herzen Kölns« und<br />

die direkte Nähe zum Dom positiv hervorgehoben, auch<br />

wenn der Roncalliplatz selbst als hochfrequentierter Bereich<br />

nicht unter <strong>den</strong> »Wohlfühlorten« der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

genannt wird.<br />

Jedoch bestimmen offenbar zunehmend touristische, kulturelle<br />

und gewerbliche Nutzungen das Quartier. Aus Sicht<br />

der Anwohnerschaft wird dies kritisch gesehen, da mit <strong>den</strong><br />

zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten eine hohe<br />

Lärmbelastung und <strong>Ein</strong>schränkungen im <strong>öffentlichen</strong> Personennahverkehr<br />

einhergehen. <strong>Ein</strong>zelne Personen weisen<br />

zudem auf fehlende öffentliche, kostenfreie Erholungsund<br />

Freiräume hin.<br />

<strong>Ein</strong>e weitere Schwierigkeit stellt die Wohnraumzweckentfremdung<br />

dar, wie beispielsweise die Umwandlung von<br />

Wohnräumen in Ferienwohnungen. Viele Apartments<br />

wer<strong>den</strong> auf <strong>den</strong> bekannten Online-Portalen angeboten,<br />

wodurch sich der ohnehin bereits sehr starke Druck auf<br />

dem Wohnungsmarkt zusätzlich erhöht. Oft geschieht<br />

dies auch ohne Genehmigung, obwohl seit Inkrafttreten<br />

der Wohnraumschutzsatzung im Jahr 2014 eine solche<br />

Wohnraumzweckentfremdung genehmigungspflichtig ist.<br />

Insgesamt wird die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> von ihren Bewohnerinnen<br />

und Bewohnern jedoch als sehr vielfältig beschrieben. So<br />

wird etwa die dort ansässige LGBTIQ-Szene hervorgehoben<br />

(die Abkürzung LGBTIQ steht <strong>für</strong> lesbische, schwule,<br />

bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und/oder queere<br />

Menschen). Auch das internationale Publikum wird grundsätzlich<br />

begrüßt und die solidarische Nachbarschaft im<br />

Viertel wird gelobt. Abschließend ergibt sich ein überwiegend<br />

positives Bild der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als Wohnquartier,<br />

welches es im Rahmen der zukünftigen Entwicklungen zu<br />

schützen gilt.<br />

40<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Stadtbezirk Innenstadt<br />

129.108 EW<br />

78,9 EW/ha<br />

Nippes<br />

Stadtviertel City<br />

995 EW<br />

30,2 EW/ha<br />

Stadtteil Altstadt-Nord<br />

18.270 EW<br />

74,4 EW/ha<br />

RHEIN<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Ehrenfeld<br />

Mülheim<br />

Kalk<br />

Lin<strong>den</strong>thal<br />

Stadtteil Altstadt-Süd<br />

27.877 EW<br />

118,1 EW/ha<br />

Porz<br />

Kapitol-Viertel<br />

1.577 EW<br />

121,3 EW/ha<br />

Ro<strong>den</strong>kirchen<br />

41


Besuchsquartier<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> besitzt eine große Anziehungskraft und ist Magnet <strong>für</strong> viele<br />

Menschen: Touristinnen und Touristen sowie auch <strong>Ein</strong>heimische besuchen das<br />

kulturelle und religiöse Zentrum Kölns oder nutzen die vielfältigen Angebote.<br />

<strong>Der</strong> nördliche Auftakt der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist mit dem Kölner<br />

Dom und seinen 6 Millionen Gästen pro Jahr einer der meistbesuchten<br />

Orte in Deutschland. St. Maria im Kapitol im Bereich<br />

des südlichen Auftakts hingegen ist <strong>für</strong> viele Gäste ein<br />

Lieblingsort und Ruhepol.<br />

<strong>Der</strong> Bereich Hohe Straße und Schildergasse ist ein Magnet<br />

<strong>für</strong> Shoppinggäste. Die Schildergasse ist die meistbesuchte<br />

<strong>Ein</strong>kaufsmeile Deutschlands, hier flanieren stündlich 14.500<br />

Personen. Auch der Heumarkt und der Alter Markt sowie<br />

das Historische Rathaus mit dem Spanischen Bau ziehen<br />

viele Gäste an. Diese Orte stehen <strong>für</strong> das »alte Köln«, sind<br />

fest verankert im kollektiven, städtischen Geschichtsbewusstsein<br />

und dienen als Bindeglied zwischen touristischem<br />

und einheimischem Publikum. Die vielen Museen und Institutionen<br />

zeigen die kulturelle Vielfalt und sind oftmals<br />

Grund, um die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> aufzusuchen. Allein die drei<br />

großen Museen der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> – Wallraf-Richartz-Museum<br />

& Fondation Corboud, Museum Ludwig und Römisch-<br />

Germanisches Museum – zählten im Jahr 2017 knapp<br />

640.000 Besucherinnen und Besucher und bündeln damit<br />

63 Prozent aller Besuche städtischer Museen in Köln.<br />

<strong>Ein</strong> <strong>für</strong> Besucherinnen und Besucher ebenfalls wichtiger<br />

Ort einer ganz anderen Kategorie sind der Rhein und sein<br />

Ufer. Mit seiner erholsamen Verweilqualität und Weite<br />

bietet er Ruhe und ist willkommener Gegenpol zur kleinteiligen<br />

Altstadt mit ihren engen Gassen. In unmittelbarer<br />

Nachbarschaft der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> befindet sich der Kölner<br />

Hauptbahnhof. Er gehört mit täglich etwa 280.000 Reisen<strong>den</strong><br />

zu einem der meistfrequentierten Fernbahnhöfe<br />

Deutschlands. Viele Gäste gelangen von hier über <strong>den</strong><br />

Roncalliplatz auf <strong>den</strong> Kulturpfad. Auch der Heumarkt und<br />

die Schnittstelle Hohe Straße / Schildergasse sind wichtige<br />

Zugänge ins Quartier. Im Rahmen einer Passantenbefragung<br />

im Juli 2018 wurde deutlich, dass die fußläufigen<br />

Wege selten durch die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im Gesamten<br />

führen, sondern über die Querstraßen entweder in Richtung<br />

Hohe Straße oder Altstadt abzweigen beziehungsweise<br />

von dort eintreten.<br />

Entwicklung Besucherzahlen<br />

350.000<br />

350.000<br />

300.000<br />

300.000<br />

250.000<br />

250.000<br />

Museum Ludwig<br />

Museum Ludwig<br />

200.000<br />

200.000<br />

150.000<br />

150.000<br />

100.000<br />

100.000<br />

50.000<br />

50.000<br />

Römisch-Germanisches<br />

Museum<br />

Römisch-Germanisches<br />

Museum<br />

Wallraf-Richartz-Museum<br />

Museum & Fondation<br />

Corboud<br />

Praetorium/<br />

Archäologische Zone<br />

Praetorium/Archäologische<br />

Zone<br />

2010<br />

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017<br />

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017<br />

42<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


544.000 Gäste<br />

6.000.000 Gäste<br />

181.000 Gäste<br />

305.000 Gäste<br />

68.000 Gäste<br />

154.000 Gäste<br />

200 Veranstaltungen<br />

400 Gemeindemitglieder<br />

Circa-Angaben pro Jahr<br />

Wege<br />

43


Stadt, Kultur und Geschichte<br />

Seit <strong>den</strong> römischen Zeiten der Colonia Claudia Ara Agrippinensium,<br />

der einst größten römischen Stadt nördlich der Alpen, wird das Kölner<br />

Stadtleben auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gestaltet, erinnert und vermittelt.<br />

Das geschichtliche Vermächtnis der Stadt wird hier sichtbar in<br />

Form freigelegter archäologischer Funde, historischer Bausubstanz<br />

und reicher Kunstarchive und -ausstellungen – und tritt in Kontext<br />

mit zeitgenössischer Politik, Kultur und Öffentlichkeit.<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> formuliert somit nicht allein symbolische Werte<br />

der Erinnerung und Geschichtspflege, sondern ist Kölner Ausgangspunkt,<br />

an dem Stadtgeschichte Tag <strong>für</strong> Tag fortgeschrieben wird.<br />

Das Quartier offenbart an verschie<strong>den</strong>en, mal markanten,<br />

mal versteckten Orten, das das Fundament bil<strong>den</strong>de<br />

römische Köln, verbindet uns mit der fränkischen und<br />

jüdischen Vergangenheit des Ortes oder erinnert uns mit<br />

Blick auf Alt St. Alban an Zerstörung und Leid des Zweiten<br />

Weltkrieges. Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist der Stadtraum in Köln,<br />

in dem sich die Kölner Stadtgesellschaft die eigene Geschichte<br />

bewusst macht.<br />

Die berühmten Museen und kulturvermitteln<strong>den</strong> Institutionen<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> bil<strong>den</strong> einen weiteren wichtigen<br />

Baustein. Die <strong>Via</strong> erfährt so eine starke kulturelle Ausrichtung<br />

(vgl. »culturalis« = kulturell), wenngleich sie im Vergleich<br />

zu Kulturquartieren wie dem Museumsufer Frankfurt<br />

oder dem Museumsquartier Wien funktionell breiter<br />

und historisch tiefer aufgestellt ist.<br />

Die sogenannten Kulturbausteine reihen sich wie Perlen an<br />

einer Schnur, insbesondere im Hinblick auf die baulich-kulturelle<br />

Entwicklung, die der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in der nächsten<br />

Dekade bevorsteht: Mit dem Bau der Historischen Mitte<br />

auf dem Roncalliplatz, der Initiierung des MiQua sowie<br />

der Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums entstehen<br />

weitere Kulturbausteine, die einhergehen mit einer generellen<br />

Aufwertung des Quartiers durch das Engagement<br />

der Stadt im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> sowie die private Immobilienwirtschaft.<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist jener Ort, der wie kein anderer <strong>für</strong><br />

die Stadt, ihre Kultur und Geschichte steht – ein Ort, der<br />

Bürgerinnen und Bürger wie Besucherinnen und Besucher<br />

an Köln und sein Wesen heranführt, dessen Herkunft, Mythos<br />

und I<strong>den</strong>tität erfahrbar macht. Dennoch besteht<br />

noch kein Netzwerk, das diese I<strong>den</strong>tität lebt und gestaltet<br />

– und <strong>für</strong> die Bürgerschaft und das Publikum der Stadt<br />

zugänglich macht. Selbst ihr Name, <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> – eine<br />

Wortschöpfung des Architekten Oswald Mathias Ungers –,<br />

ist nahezu ausschließlicher Gegenstand von Fachdiskursen<br />

der Architektur und Stadtplanung. An diesem Punkt<br />

setzt die Analyse an und schafft die Basis <strong>für</strong> eine i<strong>den</strong>titätsbil<strong>den</strong>de<br />

Kommunikation, die <strong>den</strong> Namen inhaltlich<br />

auflädt und in die Breite trägt.<br />

44<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Abb. 39<br />

45


Hier wird Geschichte gebaut, fortlaufend<br />

Auf <strong>den</strong> rund 800 Metern der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> zeigen sich wahre Schätze<br />

der Architektur und Baukultur, insbesondere im Hinblick auf die<br />

kulturellen und kirchlichen Orte. Sie bil<strong>den</strong> ein Ensemble, das Kölner<br />

Geschichte und I<strong>den</strong>tität materialisiert. Nicht nur oberiridisch, sondern<br />

auch unterirdisch und überirdisch eröffnet dieser buchstäbliche<br />

Parcours <strong>Ein</strong>blick in die 2.000 Jahre währende Geschichte der Stadt.<br />

Hier offenbaren sich der Besucherschaft die zeitlichen Schichten des<br />

Stadtlebens über die Jahrhunderte hinweg und mit dem Entstehen<br />

des MiQua, der Historischen Mitte und diversen weiteren Maßnahmen<br />

wird dieser (bau-)geschichtliche Wahrnehmungsraum weiter<br />

verdichtet, modernisiert und <strong>für</strong> die Zukunft erschlossen. Und auch<br />

das ist natürlich Stadtgeschichte, die erzählt wer<strong>den</strong> muss. Für<br />

die Kommunikation der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> spielen die mitunter langen<br />

Realisierungszeiten dieser Bauprojekte eine wichtige Rolle:<br />

Vorfreude und Geduld gilt es in ein gutes Verhältnis zu setzen.<br />

<strong>Der</strong> Hohe Dom zu Köln: Die Baugeschichte reicht bis in frühchristliche<br />

Zeit zurück, so wird bereits 313 ein Kölner Bischof<br />

urkundlich erwähnt. Für das 6. Jahrhundert ist eine große<br />

Kirchenanlage an der Stelle des heutigen Doms archäologisch<br />

nachweisbar. Um 800 beginnt der Bau des Vorgängers, des sog.<br />

Alten Doms, einer gewaltigen karolingischen Kirche – damals<br />

eine der größten Kirchen ganz Europas (Weihung 870), die man<br />

sich auch heute noch in <strong>den</strong> Domgrabungen vergegenwärtigen<br />

kann. 1164 bringt Erzbischof von Dassel die Gebeine der Heiligen<br />

Drei Könige in <strong>den</strong> Alten Dom. 1248 erfolgt die Grundsteinlegung<br />

zur heutigen Kathedrale, die 1880 fertiggestellt wurde.<br />

Das Römisch-Germanische Museum Köln (RGM) wurde<br />

1946 gegründet und 1974 über dem Fundort des Dionysos-Mosaiks<br />

(um 230 n. Chr.) eröffnet, welches gemeinsam mit dem<br />

Poblicius-Denkmal (erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr)<br />

das Herz des Museums bildet. Zum Jahreswechsel 2018/19 wird<br />

das Museum anlässlich der Generalsanierung bis voraussichtlich<br />

2024 geschlossen.<br />

Museum Ludwig: 1976 wird das Museum in Folge einer Schenkung<br />

moderner Kunst der Eheleute Ludwig an die Stadt Köln gegründet.<br />

Das Wallraf-Richartz-Museum wird 1986 zusammen<br />

mit der Kölner Philharmonie in einem neuen Gebäudekomplex<br />

eröffnet. Nach einer Stiftung von 90 Werken Pablo Picassos im<br />

46<br />

Jahre 1994 wird das Haus zu klein <strong>für</strong> beide Museen und es wird<br />

ein Neubau <strong>für</strong> das Wallraf-Richartz-Museum beschlossen.<br />

Historische Mitte: <strong>Der</strong> Projektname nimmt Bezug auf die<br />

historische Dimension des Standorts: Hier stand einst der 1164<br />

erstmals schriftlich genannte erzbischöfliche Palast. Weiterhin<br />

wurde unweit bei <strong>den</strong> Ausgrabungen um <strong>den</strong> Dom 1969/1970,<br />

ein rund 65 Meter langes Stück der sog. römischen Hafenstraße<br />

freigelegt, das im Zuge der Entwicklung neu kontextualisiert<br />

wird. Die Hafenstraße war Teil des römischen Köln, weshalb davon<br />

auszugehen ist, dass sie bereits seit dem letzten Jahrzehnt<br />

v. Chr. existierte. Das Domkapitel entwickelt gemeinsam mit der<br />

Stadt an dieser Stelle einen Neubau, der das Kölnische Stadtmuseum,<br />

das Studiengebäude des RGM und von kirchlicher Seite<br />

das Kurienhaus mit dem Dombauarchiv beheimatet. Hier<strong>für</strong><br />

wurde 2018 der Planungsbeschluss auf <strong>den</strong> Weg gebracht, der<br />

Baubeschluss könnte 2020 folgen.<br />

MiQua. LVR – Jüdisches Museum im Archäologischen<br />

Quartier Köln: Das künftige Museum sitzt unmittelbar im<br />

wichtigsten Teil des administrativen Zentrums der ehemaligen<br />

römischen Provinz Niedergermanien (Praetorium, Baubeginn<br />

um Christi Geburt), zu dem der frühmittelalterliche Palast der<br />

fränkischen, merowingischen und karolingischen Könige und<br />

Hausmeier, die Ursprungsbauten des Kölner Rathauses mit allen<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Nachfolgebauten bis ins Spätmittelalter sowie einer der bedeutendsten<br />

jüdischen Stadtquartiere Europas gehören. Jüdische<br />

Bevölkerung ist in der Provinz Niedergermanien bereits seit<br />

Ende des 1. Jahrhunderts nachgewiesen. Bis zum 4. Jahrhundert<br />

bildete sich eine bedeutende Gemeinde. <strong>Der</strong> Museumsbau<br />

wird architektonische und städtebauliche Akzente setzen,<br />

transparente <strong>Ein</strong>blicke in diesen authentischen Ort der Stadtgeschichte<br />

ermöglichen und sich gleichzeitig mit neuen Platzqualitäten<br />

in die bestehende Struktur einfügen. 2017 war Baubeginn,<br />

die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 2018, die Fertigstellung<br />

ist <strong>für</strong> 2020 geplant.<br />

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud: Das<br />

Museumsgebäude wurde im historischen Zentrum der Stadt nach<br />

Plänen des Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers (1926 –<br />

2007) errichtet. <strong>Der</strong> Museumsbau in unmittelbarer Nachbarschaft<br />

zum Geburtshaus von Stefan Lochner (1400/1410 –<br />

1451), bezieht sich architektonisch auf seine Umgebung wie <strong>den</strong><br />

Gürzenich und Alt St. Alban. Mit dem Erweiterungsbau wird<br />

das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz<br />

um ein klar definiertes Gebäude mit Backsteinfassade ergänzt.<br />

Haus Neuerburg: Das Haus wurde in <strong>den</strong> Jahren 1923 bis<br />

1929 als dreigeschossiges Verwaltungsgebäude errichtet. Vor<br />

<strong>den</strong> Hintergrund der 90- bis 95%igen Zerstörung im Zweiten<br />

Weltkrieg bedeutet der Erhalt des Haus Neuerburg einen besonderen<br />

Wert <strong>für</strong> ebendiese. Das Gebäude steht auf historisch<br />

ältestem Bo<strong>den</strong> im Kern der Kölner Altstadt zwischen der Hohe<br />

Straße, dem Cardo Maximus, der römischen Stadtanlage und<br />

dem Rhein in städtebaulicher <strong>Ein</strong>heit mit der Baugruppe von<br />

Gürzenich und Alt St. Alban, dem Historischen Rathaus, dem<br />

Ratsturm und der Renaissancelaube sowie dem Farina-Haus an<br />

der gegenüberliegen<strong>den</strong> Straßenseite von Obenmarspforten.<br />

Farina-Haus: Das Haus ist ein bedeutendes baugeschichtliches<br />

Denkmal der Kölner Altstadt. Hier hat seit 1709 die durch Herstellung<br />

von Kölnisch Wasser berühmt gewor<strong>den</strong>e Firma Farina<br />

ihren Sitz. Das Eckhaus wurde auf römischen Kellergewölben<br />

errichtet und 1849 über drei Grundstücke erweitert. 1899 erhielt<br />

das Gebäude eine Fassade in neubarocken Formen, die nach<br />

Kriegsbeschädigungen 1952 restauriert wurde. Quelle: Interview<br />

und Befragung der Akteure.<br />

Historisches Rathaus: Das Historische Rathaus zählt zu <strong>den</strong><br />

ältesten seiner Art in Deutschland. Erstmals ist das »Haus der<br />

Bürger« zwischen 1135 und 1152 urkundlich erwähnt. Die Rathauslaube,<br />

der Renaissance-Vorbau, der ab 1569 anstelle der<br />

baufälligen mittelalterlichen Vorhalle vor dem Saalbau entstand,<br />

wird heute in vielen kunsthistorischen Lexika als klassischer<br />

Renaissancebau dargestellt.<br />

Spanischer Bau: <strong>Ein</strong>es der wichtigsten <strong>öffentlichen</strong> Gebäude<br />

der 50er Jahre in Köln ist der 1953 – 1955 neu errichtete Spanische<br />

Bau gegenüber dem Historischen Rathaus, der wie kaum<br />

ein anderer die dynamischen Formen der Zeit verkörpert. Er ersetzt<br />

<strong>den</strong> im Krieg zusammen mit dem einmaligen Platzensemble<br />

um das Rathaus zerstörten Vorgängerbau aus dem frühen<br />

19. Jahrhundert.<br />

Gürzenich: <strong>Der</strong> als Kaufhaus und Tanz- und Festhaus des Rates<br />

genutzte spätgotische Bau aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts<br />

wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern<br />

zerstört. <strong>Der</strong> Wiederaufbau erfolgte in <strong>den</strong> Jahren<br />

1952 – 1955 unter <strong>Ein</strong>beziehung der Ruine von Alt St. Alban. Die<br />

großartige <strong>Raum</strong>schöpfung des neuen Gürzenich nach dem Entwurf<br />

des Architekten Rudolf Schwarz gilt als beeindruckendstes<br />

Bauwerk der frühen 50er Jahre in Köln. Die 1955 eröffnete Anlage<br />

weist eine klar ablesbare Dreiteilung auf: die bei<strong>den</strong> mittelalterlichen<br />

Bauten Gürzenich und Alt St. Alban und der neuere<br />

Verbindungstrakt mit dem großen Foyer und der Treppenanlage.<br />

1993 – 1997 wurde der Gürzenich generalsaniert.<br />

Alt St. Alban: <strong>Der</strong> Kirchenbau stammt aus dem 9. Jahrhundert<br />

und wurde 1668 – 1672 auf der Grundlage der Vorgängerbauten<br />

weitgehend neugebaut. <strong>Der</strong> aus dem Jahr 1494<br />

stammende Turm wurde nach Kriegsbeschädigungen als Ruine<br />

belassen und 1954 von der Stadt erworben. Er ist in <strong>den</strong> Foyerund<br />

Treppenhausbau des Gürzenich einbezogen und wurde 1959<br />

zur Ge<strong>den</strong>kstätte der Zerstörung und der Toten der Weltkriege<br />

ausgestaltet. In der Ruine ist die Kopie »Trauerndes Elternpaar«<br />

einsehbar (E. Mataré nach K. Kollwitz).<br />

U-Bahn-Haltestelle Heumarkt: Die Station am Heumarkt<br />

ist die größte und tiefste Station der neuen Nord-Süd-Linie.<br />

Das dazugehörige Planungsverfahren endete 2002. Die Station<br />

wurde 2013 eröffnet und in Betrieb genommen. Am Ort der heutigen<br />

Haltestelle Heumarkt lagen im Südosten der römischen<br />

Stadt vier Baublöcke (Insulae).<br />

St. Maria im Kapitol: <strong>Der</strong> frühromanische katholische<br />

Kirchenbau ist der größte romanische Bau in Köln. Wie der<br />

Name andeutet, steht die Kirche über <strong>den</strong> Resten des Kapitolstempels<br />

<strong>für</strong> die sogenannte Kapitolinische Trias (aus dem<br />

1. Jahrhundert n. Chr.). Das war der größte und wichtigste<br />

römische Tempel der Stadt. Genau hier erbaute man zwischen<br />

1040 und 1060 die großartige Kirche mit dem ersten von drei<br />

Kleeblattchören in Köln. <strong>Der</strong> sehr anspruchsvolle Bau ist ein<br />

Hauptwerk der salischen Architektur und besitzt eine reiche<br />

Ausstattung.<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT<br />

47


Die Kulturakteure auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>Der</strong> Dom, das Römisch-Germanische Museum, das Museum Ludwig, die Kölner<br />

Philharmonie, das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und viele<br />

weitere Häuser und Orte auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> verfügen <strong>für</strong> sich über ein hohes<br />

Maß an inhaltlicher Qualität und über entsprechendes Renommee, das weit<br />

über die Kölner Stadt-, wenn nicht über die bundesdeutsche Grenze hinausreicht.<br />

Im Sinne einer knappen Bestandsaufnahme sind Inhalt, Profil und <strong>Ein</strong>zigartigkeit<br />

dieser Institutionen zu erfassen. Die bestehen<strong>den</strong> visuellen und<br />

kommunikativen I<strong>den</strong>titäten der Häuser gilt es zu berücksichtigen. Zudem<br />

ist die Kommunikation der Institutionen zu unterstützen, vor allem auch<br />

in <strong>den</strong> sozialen Medien, die viele der <strong>Ein</strong>richtungen qualitätsvoll bespielen.<br />

Bezugnehmend auf Letzteres spielen auch die städtischen Multiplikatoren<br />

eine relevante Rolle: Tourismusförderung, Standortmarketing und<br />

Kulturkommunikation der Stadt seien hier maßgeblich genannt.<br />

Hohe Domkirche zu Köln<br />

Das meistbesuchte Bauwerk<br />

Deutschlands<br />

Seit die Gebeine der Heiligen Drei Könige<br />

nach Köln in <strong>den</strong> Dom gelangten, ist dessen<br />

Anziehungskraft ungebrochen – auch<br />

heute besuchen Zehntausende täglich <strong>den</strong><br />

Dom, über 6 Millionen Menschen jährlich.<br />

Für die Stadt Köln ist die Kathedrale<br />

das Wahrzeichen schlechthin, <strong>für</strong> die Welt<br />

ist sie Kulturerbe und <strong>für</strong> Gläubige ein<br />

sehr aktives Gotteshaus mit mehr Messen<br />

als jede andere Kölner Kirche. <strong>Der</strong> Dom<br />

vereint und bewahrt Kunst aus über 10<br />

Jahrhunderten, vom Gerokreuz bis zum<br />

Richterfenster, und stellt so gewissermaßen<br />

ein bedeutendes Museum dar.<br />

Museum Ludwig<br />

<strong>Ein</strong>e der wichtigsten Sammlungen<br />

von Kunst des 20. und<br />

21. Jahrhunderts weltweit<br />

Die umfangreichste Pop-Art-Kollektion<br />

Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung<br />

der Welt, eine der bedeutendsten<br />

Sammlungen zum deutschen Expressionismus,<br />

herausragende Werke der<br />

russischen Avantgarde und eine exzellente<br />

Sammlung zur Geschichte der Fotografie:<br />

Das Museum Ludwig der Stadt<br />

Köln besitzt heute eine der wichtigsten<br />

Sammlungen von Kunst des 20. und<br />

21. Jahrhunderts weltweit und ist das<br />

meistbesuchte Kölner Museum, über<br />

300.000 Gäste verzeichnete es im Jahr<br />

2017. Das Museumsgebäude samt Philharmonie<br />

wurde nach einem Entwurf des<br />

Architekturbüros Busmann + Haberer gebaut<br />

und im Jahr 1986 eröffnet.<br />

Kölnisches Stadtmuseum<br />

Nirgendwo so viel Köln<br />

Sammlungs-, Forschungs- und Vermittlungsschwerpunkt<br />

ist die Kölner Stadtgeschichte<br />

ab dem Jahr 1.000 n. Chr. Zukünftig<br />

soll das Kölnische Stadtmuseum in<br />

die Historische Mitte aufgenommen wer<strong>den</strong>.<br />

Die unmittelbare Nachbarschaft zum<br />

Römisch-Germanischen Museum ist insbesondere<br />

reizvoll, da so ein Ensemble aus<br />

2.000 Jahren Stadtgeschichte in musealer<br />

Arbeitsteilung entsteht. Das städtische<br />

Museum verfügt über rund 300.000 Objekte.<br />

Jährlich kommen zwischen 600 bis<br />

1.000 weitere hinzu. Aktuell ist das Haus<br />

im Wandel – nicht nur räumlich, sondern<br />

auch im Hinblick auf die inhaltliche Aufbereitung<br />

und Vermittlung –, der bis zum<br />

<strong>Ein</strong>zug in die Historische Mitte abgeschlossen<br />

sein wird.<br />

48<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Hohe Domkirche<br />

Museum Ludwig<br />

Römisch-Germanisches Museum<br />

Kölner Philharmonie<br />

Kölnisches Stadtmuseum<br />

Artothek<br />

MiQua<br />

Farina-Haus<br />

Wallraf-Richartz-Museum<br />

& Fondation Corboud<br />

Erweiterung WRM & FC<br />

Gürzenich<br />

St. Maria im Kapitol<br />

Bestehende kulturelle <strong>Ein</strong>richtungen<br />

Kulturelle <strong>Ein</strong>richtungen in Planung/Bau 49


50<br />

Römisch-Germanisches<br />

Museum<br />

Fenster in die Antike<br />

Das RGM beheimatet das Amt <strong>für</strong> Archäologische<br />

Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmalpflege des Kölner<br />

Stadtgebiets und das Archäologische Museum.<br />

Als Archiv und Museum des materiellen<br />

Erbes der Vorgeschichte sowie der<br />

römischen und fränkischen Epoche bezieht<br />

es seinen Bestand im Kern aus Ausgrabungsfun<strong>den</strong><br />

im Kölner Stadtgebiet.<br />

In diesen Fun<strong>den</strong> spiegeln sich mehr als<br />

100.000 Jahre Menschheitsgeschichte im<br />

Rheinland und über 2.000 Jahre Kölner<br />

Stadtgeschichte eindrucksvoll wider. <strong>Ein</strong>e<br />

Glasfront im Erdgeschoss ermöglicht <strong>den</strong><br />

Passanten Tag und Nacht, einen Blick auf<br />

das monumentale Grabmal des Poblicius<br />

und das weltberühmte Dionysos-Mosaik<br />

zu werfen. Das Museum ist ein wahrer<br />

Publikumsmagnet, der in vier Jahrzehnten<br />

über 20 Millionen Besucher angezogen hat.<br />

Kölner Philharmonie<br />

Musik <strong>für</strong> Köln<br />

Seit 1986 ist die Philharmonie aus dem<br />

Musikleben nicht mehr wegzu<strong>den</strong>ken.<br />

<strong>Ein</strong> Grund da<strong>für</strong> ist die Vielfalt des Programms<br />

mit <strong>den</strong> großen Werken des sinfonischen<br />

Repertoires, <strong>den</strong> Jazzsessions,<br />

Folk- und Popevents und <strong>den</strong> Konzerten,<br />

die Uraufführungen, Erstaufführungen,<br />

dem weniger Bekannten sowie dem Neuen<br />

und Fremdartigen gewidmet sind.<br />

Mit dem Gürzenich-Orchester und dem<br />

WDR Sinfonieorchester verfügt sie über<br />

gleich zwei Hausorchester. Über 2.000 Gäste<br />

fin<strong>den</strong> in der Kölner Philharmonie Platz.<br />

artothek<br />

<strong>Raum</strong> <strong>für</strong> junge Kunst<br />

Die artothek bietet neben der Ausleihe zeitgenössischer<br />

Kunst einen Ort <strong>für</strong> Ausstellungen<br />

Kölner Künstler sowie internatio-<br />

naler Gäste. Ziel ist die Förderung und<br />

Vermittlung junger Kunst. Die artothek<br />

gibt Orientierungshilfen zu <strong>den</strong> ausleihbaren<br />

Werken und hält eine Auswahl aktueller<br />

internationaler Kunstzeitschriften zur<br />

Ansicht bereit.<br />

MiQua.<br />

LVR – Jüdisches Museum<br />

im Archäologischen<br />

Quartier Köln<br />

Historischer Originalschauplatz<br />

als Ort der Vielfalt<br />

Zwei Jahrtausende erlebbare Geschichte,<br />

am Originalplatz ihrer Auffindung präsentiert,<br />

machen das MiQua zu einer<br />

der außergewöhnlichsten Museumsgründungen<br />

auch weit über Deutschland hinaus.<br />

Bauherrin des Museums ist die Stadt<br />

Köln, betrieben wird es vom Landschaftsverband<br />

Rheinland (LVR). Im Schutzbau<br />

über dem Originalbefund erläuft man hier<br />

rund 6.000 Quadratmeter aufbereitete<br />

Archäologie als Rundgang durch ehemalige<br />

Häuser und die Palastanlage sowie<br />

das jüdische Viertel.<br />

Wallraf-Richartz-Museum &<br />

Fondation Corboud<br />

Das älteste Museum der Stadt<br />

Das Museum beherbergt eine der weltweit<br />

umfangreichsten Sammlungen mittelalterlicher<br />

Malerei sowie Meisterwerke der Bildkunst<br />

vom Barock bis in das frühe 20. Jahrhundert.<br />

Durch die Werke der Fondation<br />

Corboud verfügt es über die umfangreichste<br />

Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer<br />

Kunst in Deutschland.<br />

Zudem zählt zu dem Bestand des Museums<br />

eine bedeutende graphische Sammlung von<br />

mehr als 75.000 Blättern aus dem Mittelalter<br />

bis ins 20. Jahrhundert.<br />

Farina-Haus<br />

Das älteste Unternehmen der<br />

Stadt mit Duft von Welt<br />

Mit dem Eau de Cologne von Farina begann<br />

die moderne Parfümerie. Im Jahr<br />

1709 kreierte der Parfumeur Farina <strong>den</strong><br />

Duft, der die Stadt Köln als Duftstadt<br />

weltbekannt machte. Seine Nachfahren in<br />

der 8. Generation führen heute das Duftmuseum<br />

und stellen <strong>den</strong> berühmten Duft<br />

her – nach Originalrezeptur. Das Duftmuseum<br />

bietet bei <strong>den</strong> täglichen Führungen<br />

authentische <strong>Ein</strong>blicke in über 300 Jahre<br />

Duftgeschichte. Als Geburtshaus der Eau<br />

de Cologne ist es auch ein Teil des ideellen<br />

UNESCO-Weltkulturerbes Parfum.<br />

Filmforum NRW<br />

Bundesweit einzigartiges Modell<br />

Mit dem bundesweit einzigartigen Modell<br />

eines die Stadtgrenzen übergreifen<strong>den</strong> Forums<br />

bespielen seit Januar 2006 neun Partner<br />

das Kino im Museum Ludwig. Mitglieder<br />

des Filmforums sind derzeit: die Film- und<br />

Medienstiftung NRW, der Westdeutsche<br />

Rundfunk (WDR), die ifs internationale<br />

filmschule köln, die KölnMusik GmbH, der<br />

Verbund der freien Filmszene »KinoAktiv«<br />

und das Museum Ludwig/die Stadt Köln.<br />

Gürzenich<br />

Kölns gute Stube<br />

<strong>Der</strong> Gürzenich, der Repräsentationsbau<br />

im Herzen Kölns, die »gute Stube« der<br />

Stadt, wurde 1447 eröffnet und bietet<br />

heute modernste Technik <strong>für</strong> höchste Veranstaltungskultur.<br />

Sechs charakteristische<br />

Räume unterschiedlicher Größe bieten<br />

einen würdigen Rahmen <strong>für</strong> stilvolle<br />

Feierlichkeiten, Kongresse, Tagungen und<br />

gesellschaftliche Ereignisse <strong>für</strong> bis zu<br />

1.338 Gäste. Die Kölner lieben »ihren«<br />

Gürzenich, nicht nur zu Karneval.<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


St. Maria im Kapitol<br />

Kölns größte romanische Kirche<br />

St. Maria im Kapitol ist ein Ort der Sinnstiftung,<br />

insbesondere auch vor dem Hintergrund<br />

des geschichtsträchtigen Gemäuers, und<br />

entfaltet eine besondere Ausstrahlungskraft.<br />

Die Kirche hat nur eine kleine territoriale<br />

Gemeinde mit etwa 500 Personen, lebt aber<br />

wie alle Altstadtgemein<strong>den</strong> von Menschen,<br />

die aus dem Umland kommen, nicht zuletzt<br />

wegen des besonderen liturgischen <strong>Raum</strong>s.<br />

Zahlreiche Führungen wer<strong>den</strong> durch verschie<strong>den</strong>e<br />

Organisationen angeboten. Wegen<br />

der derzeit relativ geringen gottesdienstlichen<br />

Nutzung achtet die Gemeinde um so mehr<br />

darauf, dass der <strong>Raum</strong> als geistlicher Ort<br />

bewahrt ist. Die Kirchengemeinde sorgt <strong>für</strong><br />

einen achtsamen Umgang mit dem Bauwerk,<br />

das seine hohe Qualität als geistlicher <strong>Raum</strong><br />

behalten soll.<br />

Museumsdienste Köln<br />

Vorreiter in der Kulturvermittlung<br />

besucherinnen und -besucher. KölnTourismus<br />

wirbt weltweit – mit seinen Partnern<br />

– <strong>für</strong> die Reisedestination und <strong>den</strong><br />

Kongress-Standort Köln. Ziel ist neben<br />

der Steigerung des Images die Positionierung<br />

Kölns und der angrenzen<strong>den</strong> Region<br />

als attraktive Tourismusdestination und<br />

als herausgehobener Kongress-Standort<br />

im nationalen und internationalen<br />

Markt. KölnTourismus unterhält auf der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> das Service-Center <strong>für</strong><br />

Gäste der Stadt.<br />

Amt <strong>für</strong> Presse- und<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Kommunikation <strong>für</strong> Köln<br />

Das Amt <strong>für</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br />

verantwortet zentral die Informationsund<br />

Medienarbeit der Stadt Köln. In <strong>den</strong><br />

Ressorts Pressestelle, Öffentlichkeitsarbeit,<br />

Events, Verwaltung, Bürgerbüro und Online-Redaktion<br />

sind derzeit insgesamt 42<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.<br />

Zivilgesellschaftliches<br />

Engagement<br />

Für die Altstadt<br />

Für ein vitales Stadt- und Kulturleben auf<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> sorgen nicht nur die <strong>öffentlichen</strong><br />

und kirchlichen Träger mit ihrem<br />

breiten Angebot, sondern auch die zivilgesellschaftlichen<br />

Akteure, die sich mit viel<br />

Engagement, Fachwissen, Zeit und nicht<br />

zuletzt auch mit ihrer Nutzerperspektive<br />

einbringen. Vor dem Hintergrund der städtebaulichen<br />

Genese und Ausrichtung der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> sind diesbezüglich das UAA<br />

Ungers Archiv <strong>für</strong> Architekturwissenschaft<br />

sowie koelnarchitektur e. V. zu nennen.<br />

Weiterhin sind die Bürgergemeinschaft Altstadt<br />

(vgl. S. 52) sowie – neben vielen weiteren<br />

– der Frauengeschichtsverein am Marienplatz<br />

und das CSG Centrum Schwule<br />

Geschichte e. V. wichtige Partner in der<br />

Quartiersentwicklung.<br />

Mit über 20 festen und 90 bis 100 freien<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt<br />

der Museumsdienst zu <strong>den</strong> führen<strong>den</strong><br />

<strong>Ein</strong>richtungen dieser Art in Deutschland.<br />

<strong>Der</strong> Museumsdienst sorgt mit seinem<br />

Programm, an dem jährlich etwa 95.000<br />

Menschen in knapp 5.000 Veranstaltungen<br />

teilnehmen, <strong>für</strong> die Vermittlung der<br />

Kunst und Kultur in <strong>den</strong> städtischen<br />

Museen. Dabei arbeitet er sowohl <strong>für</strong><br />

die einzelnen <strong>Ein</strong>richtungen als auch im<br />

Netzwerk mit unterschiedlichen Partnerinnen<br />

und Partnern aus <strong>den</strong> Bereichen<br />

Wirtschaft und kulturelle Bildung.<br />

Akteursgruppen<br />

|<br />

Auch auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> entsteht »Stadt« durch das Zusammenwirken<br />

von <strong>öffentlichen</strong> und privaten Akteuren. Im Hinblick auf die überragende<br />

Bedeutung der Kultur wer<strong>den</strong> die entsprechen<strong>den</strong> Institutionen aus Kunst,<br />

Geschichte und Kirche – gleich in welcher Trägerschaft – <strong>für</strong> die Weiterentwicklung<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als besondere Akteursgruppe eingebun<strong>den</strong>.<br />

STADT KÖLN<br />

PRIVATE AKTEURE<br />

KölnTourismus<br />

Köln an alle Welt<br />

Die KölnTourismus GmbH ist die offizielle<br />

Tourismusorganisation <strong>für</strong> die Stadt<br />

Köln und somit erster Ansprechpartner<br />

<strong>für</strong> Besucher aus aller Welt, sowohl <strong>für</strong><br />

Geschäftsreisende als auch <strong>für</strong> Freizeit-<br />

KULTURAKTEURE<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT<br />

51


Kunst und Information im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong><br />

<strong>Der</strong> kulturelle Erfahrungsraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist reich an Bau<strong>den</strong>kmälern,<br />

Kunst im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> und geschichtlicher Vermittlung über Ge<strong>den</strong>ktafeln<br />

und Infoplaketten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche markante<br />

und verstecktere archäologische Denkmäler. Die Bürgergemeinschaft<br />

Altstadt, Verein zur Förderung einer lebenswerten Altstadt e. V., hat in<br />

einer umfangreichen Bestandsaufnahme von März 2018 sämtliche Objekte<br />

und Informationen aus dem kulturellen und künstlerischen Bereich im<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> und über diesen hinausgehend erfasst,<br />

gelistet, strukturiert und publiziert. Diese Dokumentation macht<br />

die schiere Anzahl, die Diversität und <strong>den</strong> hohen kulturellen Wert der Objekte<br />

sichtbar und schafft so ein Instrument zur vertiefen<strong>den</strong> Beschäftigung<br />

mit Kunst und Information im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

Bürgergemeinschaft Altstadt<br />

Die Bürgergemeinschaft Altstadt ist ein seit 1994 bestehendes<br />

Netzwerk, das die Kölner Altstadt auch <strong>für</strong><br />

kommende Generationen zu pflegen und zu erhalten<br />

sucht. Sie fördert vor allem aber auch das soziale Miteinander<br />

einer innerstädtischen Bevölkerung, die sich<br />

mit ihrer Stadt i<strong>den</strong>tifiziert. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten<br />

zählen Veranstaltungen zur <strong>Ein</strong>werbung und<br />

Übergabe von Spen<strong>den</strong>, die Auslobung eines Altstadtpreises,<br />

die Unterstützung kultureller Projekte, die Erstellung<br />

von Dokumentationen sowie der vielfältige<br />

Austausch mit Politik und Verwaltung. <strong>Der</strong> Erhalt einer<br />

lebens- und liebenswerten Altstadt ist das übergreifende<br />

Ziel ihres Engagements. Die komplette Dokumentation<br />

ist auf der Website der Bürgergemeinschaft einsehbar:<br />

www.buergergemeinschaft-altstadt.de<br />

Abb. 40 Abb. 41<br />

52<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT


Abb. 42<br />

16<br />

historische Objekte<br />

15x<br />

Kunst und Ge<strong>den</strong>ken<br />

42<br />

Plaketten und Ge<strong>den</strong>ktafeln<br />

19<br />

Brunnenanlagen<br />

12x<br />

Kunst am Bau<br />

Abb. 43<br />

Abb. 45<br />

Archäologische Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmalpflege<br />

|<br />

»Das ganze Areal ist archäologisches Fundgebiet, <strong>für</strong> die<br />

Kölner Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmalpflege bzw. die Stadtarchäologie<br />

im Römisch-Germanischen Museum von höchster Relevanz.<br />

Er erscheint insofern nicht sinnvoll, einzelne Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmäler<br />

zu markieren, <strong>den</strong>n es suggeriert Laien,<br />

dass außerhalb der eingetragenen Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmäler<br />

nicht mit archäologischen Befun<strong>den</strong> zu rechnen ist.«<br />

Dr. Marcus Trier, Direktor Römisch-Germanisches<br />

Museum/Amt f. Archäologische Bo<strong>den</strong><strong>den</strong>kmalpflege<br />

Abb. 44<br />

2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT<br />

53


2.3 Auswertung<br />

Lebendige öffentliche Stadträume sind in besonderem Maße von ihrer baulichen,<br />

sozialen und wahrgenommenen Qualität abhängig sowie von <strong>den</strong><br />

Menschen, die sie nutzen. Sie rufen urbane Aktivitäten und städtisches Leben<br />

hervor. Die vorangegangene Analyse gibt Aufschluss über die relevanten Inhalte,<br />

die vor diesem Hintergrund <strong>für</strong> die zukünftige Entwicklung der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> zu berücksichtigen sind. Für die bei<strong>den</strong> Themenfelder Stadtraum<br />

und I<strong>den</strong>tität wer<strong>den</strong> zwei zentrale Leitsätze formuliert.<br />

Den <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> hochwertig gestalten &<br />

die Aufenthaltsqualität steigern<br />

Mit der gestalterischen und funktionalen Aufwertung<br />

des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s wird die Aufenthaltsqualität<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erhöht, wodurch die I<strong>den</strong>tifikation<br />

mit dem Quartier gesteigert wird. Im Rahmen des Bundesförderprogramms<br />

Nationale Projekte des Städtebaus<br />

konnten mit <strong>den</strong> drei baulichen Maßnahmen am<br />

Kurt-Hackenberg-Platz sowie <strong>den</strong> Neugestaltungen der<br />

Tunnel Johannisstraße und Gürzenichstraße bedeutende<br />

Projekte <strong>für</strong> die Qualifizierung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> auf<br />

<strong>den</strong> Weg gebracht wer<strong>den</strong>. Darüber hinaus definiert<br />

das vorliegende <strong>Handbuch</strong> mit dem Gestaltungsplan<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Gesamtraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> Rahmen <strong>für</strong> die<br />

Entwicklungen der kommen<strong>den</strong> Jahre.<br />

Das Konzept sieht vor, <strong>den</strong> Stadtraum samt der ihn<br />

begleiten<strong>den</strong> Plätze aufzuwerten und als räumliches Erlebnis<br />

zu inszenieren, wodurch die geschichtsträchtigen Bauten<br />

einschließlich ihrer <strong>öffentlichen</strong> Innenräume ins Blickfeld<br />

gerückt wer<strong>den</strong> und der Gesamtraum <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

erlebbar wird.<br />

Neben einer hochwertigen Oberflächengestaltung ist es<br />

auch das Stadtmobiliar, wie Bänke und Leuchten, oder die<br />

Begrünung, welche <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> langfristig aufwerten.<br />

Aber auch private Investoren sind gefragt, <strong>den</strong>n<br />

eine hochwertige Fassa<strong>den</strong>gestaltung und die Materialität<br />

der Hochbauprojekte tragen gleichfalls dazu bei, die <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> insgesamt zu stärken.<br />

Das Quartier authentisch profilieren &<br />

Kommunikation und Vielfalt stärken<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als zentrales Innenstadtquartier war – in<br />

vergangenen Zeitphasen wie heute – immer ein durchmischter,<br />

lebendiger Ort: Die Gewerbetreiben<strong>den</strong> schaffen<br />

attraktive Angebote im Quartier, Bewohnerinnen und<br />

Bewohner sorgen <strong>für</strong> einen authentischen Alltagsort und<br />

die Besucherinnen und Besucher <strong>für</strong> Publikumsverkehr und<br />

eine Außenwirkung von internationaler Strahlkraft. Für ein<br />

gleichberechtigtes Neben- und Miteinander ist eine ausgewogene<br />

Mischung der verschie<strong>den</strong>en Gruppen von Bedeutung.<br />

Besonders sensibel stellt sich hierbei das Verhältnis<br />

zwischen dem Rückgang der Wohnnutzung einerseits<br />

und der Ausdehnung bestimmter Tourismusformen andererseits<br />

dar. Die Nutzungsvielfalt als charakteristisches<br />

I<strong>den</strong>titätsmerkmal der »europäischen Stadt« im Sinne der<br />

Leipzig-Charta 2007 gilt es daher zu schützen und bei der<br />

weiteren Entwicklung dieses Stadtraums zu berücksichtigen<br />

– auch um die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt zu sichern.<br />

Zusätzlich zur Nutzungsmischung definiert sich die<br />

I<strong>den</strong>tität der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> aber vor allem über ihre unvergleichliche<br />

Dichte an Geschichte und Kultur Kölns, die sich<br />

in diesem Stadtraum konzentriert. Gleichzeitig ist die <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> aber auch ein Ort, an dem sich Stadtgeschichte<br />

Tag <strong>für</strong> Tag fortschreibt – nicht zuletzt durch ihre administrativen<br />

Funktionen aus Vergangenheit und Gegenwart.<br />

Die Besonderheit liegt gerade in dieser gegenseitigen Bedingung<br />

von »Geschichte erzählen« und »Geschichte<br />

machen« – oder auch »Stadt erzählen« und »Stadt entwickeln«.<br />

<strong>Der</strong> Leitsatz beschreibt daher einerseits das Vorhaben,<br />

die ober- und unterirdischen Zeitebenen und -spuren<br />

von zwei Jahrtausen<strong>den</strong> Stadt- und Kulturgeschichte<br />

im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> sichtbar und begreifbar zu machen.<br />

Andererseits beschreibt er die Notwendigkeit <strong>für</strong> eine<br />

i<strong>den</strong>titätsbil<strong>den</strong>de Kommunikation, die <strong>den</strong> Namen <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> inhaltlich auflädt und in die Breite trägt.<br />

54<br />

2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG


LEITSÄTZE<br />

STADTRAUM<br />

|<br />

Den <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> hochwertig gestalten<br />

und die Aufenthaltsqualität steigern<br />

IDENTITÄT<br />

|<br />

Das Quartier authentisch profilieren<br />

und Kommunikation und Vielfalt stärken<br />

STÄRKEN<br />

Charaktervolle, mittelalterliche<br />

Stadtstruktur mit Gassen und Plätzen<br />

|<br />

Bedeutende Kirchen und Kulturbausteine<br />

als prägende Solitäre,<br />

UNESCO-Weltkulturerbe<br />

Gewachsenes Stück Stadt mit<br />

vorhan<strong>den</strong>em Nutzungsmix<br />

|<br />

Reicher und wachsender<br />

Kulturbestand an Museen,<br />

Denkmälern und Kirchen<br />

SCHWÄCHEN<br />

Öffentlicher <strong>Raum</strong><br />

von motorisiertem Verkehr und<br />

mangelnder Gestaltung geprägt<br />

|<br />

Baulücken und sanierungsbedürftige<br />

Gebäude mindern<br />

die städtebauliche Qualität<br />

Übergewicht einzelner Nutzungen;<br />

Eventisierung birgt z. B. das Risiko<br />

der Unausgewogenheit<br />

|<br />

Lange Realisierungszeiträume<br />

neuer Kulturbausteine und<br />

die Vermittlung<br />

des Begriffs <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

POTENZIAL<br />

Mit der Aufwertung des<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s und der Reduzierung<br />

des motorisierten Verkehrs kann die<br />

Aufenthaltsqualität deutlich erhöht wer<strong>den</strong><br />

|<br />

Durch neue Projekte<br />

kann die städtebauliche Qualität<br />

gesteigert wer<strong>den</strong><br />

Im Rahmen neuer Projekte<br />

kann die Nutzungsvielfalt<br />

gestärkt wer<strong>den</strong><br />

|<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> kann<br />

städtische I<strong>den</strong>tität stiften<br />

und Aushängeschild <strong>für</strong> Köln sein


Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12, 8<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

Konus drehen !<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

Konus drehen !<br />

12, 8<br />

Lage unklar !<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12, 8<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12, 8<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

der Zuwegung ‚In der Höhe‘<br />

Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,<br />

insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet<br />

Die Straße ‚Am Hof‘ trennt Die <strong>den</strong> Straße Auftaktbereich ‚Am Hof‘ trennt <strong>den</strong><br />

Die<br />

Auftaktbereich<br />

Straße ‚Am Hof‘ trennt <strong>den</strong> Auftaktbereich<br />

sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der<br />

vom mittleren Teil –Barriere! vom mittleren Teil –Barriere!<br />

vom mittleren Teil –Barriere!<br />

Büronutzungen im Erdgeschoss<br />

Kurt-Hackenberg-Platz: Kurt-Hackenberg-Platz:<br />

Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘ Kurt-Hackenberg-Platz:<br />

Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität Neuer Platz durch mit Aufenthaltsqualität<br />

Neuer Platz<br />

durch<br />

mit Aufenthaltsqualität durch<br />

großzügige Sitzmöglichkeiten, großzügige Gehölze Sitzmöglichkeiten,<br />

großzügige<br />

Gehölze<br />

Sitzmöglichkeiten, Gehölze<br />

und Trinkbrunnen sowie und Gastronomie Trinkbrunnen sowie Gastronomie<br />

und Trinkbrunnen sowie Gastronomie<br />

er Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und<br />

ellt eine mindergenutzte Fläche inmitten<br />

s Gebiets dar<br />

<strong>Der</strong> Platz ‚Am Hof‘ gewinnt <strong>Der</strong> Platz durch ‚Am die Hof‘ gewinnt durch die<br />

Gastronomie an Aufenthaltsqualität<br />

Gastronomie an Aufenthaltsqualität<br />

rkt hat aus räumlicher Sicht das Potential<br />

zes mit Aufenthaltsqualität<br />

g zwischen der Schildergasse und der<br />

die Neugestaltung der Gürzenichstraße<br />

and-Platz gestärkt und kann als Vorreiter<br />

a <strong>Culturalis</strong> gesehen wer<strong>den</strong><br />

MEN IM DETAIL<br />

<strong>Der</strong> Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die<br />

Gastronomie an Aufenthaltsqualität<br />

Themen im Detail –<br />

Auftaktbereiche Nord und Süd<br />

Das Laurenzgittergässchen Das wird Laurenzgittergässchen als Parkplatz genutzt, Das<br />

wird<br />

Laurenzgittergässchen<br />

als Parkplatz genutzt,<br />

wird als Parkplatz genutzt,<br />

ist aber zugleich der einzige ist aber öffentliche zugleich Platz der mit einzige<br />

ist<br />

öffentliche<br />

aber zugleich<br />

Platz<br />

der<br />

mit<br />

einzige öffentliche Platz mit<br />

Innenhofcharakter im Gebiet. Innenhofcharakter Die Zugänge sind im Gebiet.<br />

Innenhofcharakter<br />

Die Zugänge sind<br />

im Gebiet. Die Zugänge sind<br />

zudem nur schwer zu erkennen zudem nur schwer zu erkennen<br />

zudem nur schwer zu erkennen<br />

GEBÄUDE<br />

GEBÄUDE<br />

GEBÄUDE<br />

<strong>Der</strong> Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und<br />

stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten<br />

des Gebiets dar<br />

Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential<br />

eines Platzes mit Aufenthaltsqualität<br />

Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der<br />

Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße<br />

und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter<br />

<strong>für</strong> die gesamte <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gesehen wer<strong>den</strong><br />

Die Entfernung des Parkplatzes Die Entfernung des Parkplatzes<br />

Die Entfernung des Parkplatzes<br />

ermöglicht einen neuen Platz ermöglicht mit hoher einen neuen Platz<br />

ermöglicht<br />

mit hoher<br />

einen neuen Platz mit hoher<br />

Aufenthaltsqualität und einer Aufenthaltsqualität neuen und einer<br />

Aufenthaltsqualität<br />

neuen<br />

und einer neuen<br />

Längsverbindung Längsverbindung<br />

Längsverbindung<br />

PRÄGNANTE PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE PRÄGNANTE - AUFTAKT KONFLIKTPUNKTE NORD - SCHWÄCHEN AUFTAKT NORD - AUFTAKT IM ÖFFENTLICHEN NORD<br />

RAUM –<br />

FTAKTBEREICHE<br />

AUFTAKT NORD<br />

Das Laurenzgittergässchen Das ist Laurenzgittergässchen derzeit<br />

Das<br />

ist derzeit<br />

Laurenzgittergässchen ist derzeit<br />

Parkfläche und daher mindergenutzt<br />

Parkfläche und daher mindergenutzt<br />

Parkfläche und daher mindergenutzt<br />

PRÄGNANTE PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE PRÄGNANTE KONFLIKTPUN - AUFT K<br />

Das derzeit noch vorhan<strong>den</strong>e Das derzeit noch vorhan<strong>den</strong>e<br />

Das derzeit noch vorhan<strong>den</strong>e<br />

Parkhaus mindert die Attraktivität Parkhaus mindert die Attraktivität<br />

Parkhaus mindert die Attraktivität<br />

der Hauptachse erheblichder Hauptachse erheblich<br />

der Hauptachse erheblich Die Pipinstraße ist eine große Barriere und<br />

Direkte Anbindung an HBF<br />

Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen<br />

trennt <strong>den</strong> unteren Bereich vom übrigen Teil<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

von Köln und bildet gleichzeitig <strong>den</strong><br />

Auftakt <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

mödienstraße bildet aufgrund der<br />

Fahrfrequenz eine Barriere<br />

<strong>Der</strong> Entwicklung des Laurenzcarrés <strong>Der</strong> Entwicklung erstreckt des Laurenzcarrés<br />

<strong>Der</strong> Entwicklung<br />

erstreckt<br />

des Laurenzcarrés erstreckt<br />

sich über die Hälfte der Hauptachse sich über die und Hälfte der Hauptachse<br />

sich über<br />

und<br />

die Hälfte der Hauptachse und<br />

stärkt diese künftig stärkt diese künftig<br />

stärkt diese künftig<br />

Zugang zum Prätorium ist Zugang schwer zum fin<strong>den</strong> Prätorium ist schwer<br />

Zugang<br />

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Prätorium ist schwer zu fin<strong>den</strong><br />

<strong>Der</strong> Bo<strong>den</strong>belag des Theo-Burauen <strong>Der</strong> Bo<strong>den</strong>belag Platzes des ist Theo-Burauen<br />

<strong>Der</strong> Bo<strong>den</strong>belag<br />

Platzes ist<br />

des Theo-Burauen Platzes ist<br />

<strong>den</strong>kmalgeschützt und die <strong>den</strong>kmalgeschützt Platzfläche ist aufgrund und die Platzfläche<br />

<strong>den</strong>kmalgeschützt<br />

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und die Platzfläche ist aufgrund<br />

des darunterliegen<strong>den</strong> Prätoriums des darunterliegen<strong>den</strong> nicht stark belastbar. Prätoriums<br />

des darunterliegen<strong>den</strong><br />

nicht stark belastbar.<br />

Prätoriums nicht stark belastbar.<br />

<strong>Der</strong> Platz ist mindergenutzt, <strong>Der</strong> könnte Platz ist jedoch mindergenutzt, durch <strong>Der</strong><br />

könnte<br />

Platz<br />

jedoch<br />

ist mindergenutzt,<br />

durch<br />

könnte jedoch durch<br />

ergänzende Gestaltungselemente ergänzende aufgewertet Gestaltungselemente wer<strong>den</strong>. ergänzende<br />

aufgewertet<br />

Gestaltungselemente<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

aufgewertet wer<strong>den</strong>.<br />

ist durch die zwei Zugänge<br />

logiusplatz und dem<br />

Josef-Platz sehr gut<br />

che St. Maria im Kapitol ist bedeutende<br />

ische te an kulturellen Kirche und Elementen bildet im Kontext<br />

lturalis ereich – <strong>den</strong> sowohl südlichen Gebäude Auftaktbereich<br />

Außenraum<br />

‚Am Hof‘ trennt <strong>den</strong> Auftaktbereich<br />

ren Teil –Barriere!<br />

z ‚Am Hof‘ gewinnt durch die<br />

omie an Aufenthaltsqualität<br />

<strong>Der</strong> Laurenzplatz wird im <strong>Der</strong> Zuge Laurenzplatz des wird im Zuge<br />

<strong>Der</strong><br />

des<br />

Laurenzplatz wird im Zuge des<br />

Laurenzcarrés neu entworfen Laurenzcarrés und könnte neu entworfen<br />

Laurenzcarrés<br />

und könnte<br />

neu entworfen und könnte<br />

seine Potenziale (alter Baumbestand seine Potenziale und (alter Baumbestand<br />

seine Potenziale<br />

und<br />

(alter Baumbestand und<br />

Denkmal) hervorheben und Denkmal) seine hervorheben und<br />

Denkmal)<br />

seine<br />

hervorheben und seine<br />

Aufenthaltsqualität erhöhen Aufenthaltsqualität erhöhen<br />

Aufenthaltsqualität erhöhen<br />

<strong>Der</strong> der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher<br />

<strong>Der</strong> Laurenzplatz wird <strong>Der</strong> derzeit Laurenzplatz wird derzeit<br />

KOMÖDIENSTRASSE<strong>Der</strong> TUNNEL<br />

Laurenzplatz ein Ort mit<br />

JOHANNISSTRASSE<br />

wird hoher derzeit Aufenthaltsqualität <strong>für</strong> Besucher<br />

nur als ‚Duchquerungsraum‘ nur als ‚Duchquerungsraum‘ KOMÖDIENSTRASSE<br />

nur als ‚Duchquerungsraum‘<br />

gesehen<br />

gesehen<br />

<strong>Der</strong> Auftakt zwischen Roncalliplatz und<br />

gesehen<br />

Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig<br />

KOMÖDIENSTRASSE<br />

Umgestaltung Komödienstraße –<br />

<strong>Lupenraum</strong> Masterplan<br />

Die hochfrequentierte Straße stellt eine<br />

Barriere im Übergang zum Dom dar.<br />

Das stadträumliche Bild wird überwiegend<br />

von Tourismusbussen und Souvenirlä<strong>den</strong><br />

geprägt.<br />

Potenzial/Maßnahme: Die Komödienstraße<br />

ist ein weiterer <strong>Lupenraum</strong> des<br />

städtebaulichen Masterplans. Im Rahmen<br />

dessen wer<strong>den</strong> diese Barrieren gemindert<br />

Versperrter Durchgang ‚In Versperrter der Höhe‘ Durchgang ‚In der<br />

Versperrter<br />

Höhe‘<br />

Durchgang ‚In der Höhe‘<br />

Herstellung der Zuwegung Herstellung ‚In der Höhe‘ der Zuwegung ‚In<br />

Herstellung<br />

der Höhe‘<br />

der Zuwegung ‚In der Höhe‘<br />

Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse<br />

auf die Kirche St. Maria im Kapitol<br />

1 2<br />

<strong>Der</strong> Quatermarkt ist derzeit <strong>Der</strong> Parkplatz Quatermarkt und ist derzeit<br />

<strong>Der</strong><br />

Parkplatz<br />

Quatermarkt<br />

und<br />

ist derzeit Parkplatz und<br />

stellt eine mindergenutzte stellt Fläche eine inmitten mindergenutzte Fläche<br />

stellt eine<br />

inmitten<br />

mindergenutzte Fläche inmitten<br />

des Gebiets dar des Gebiets dar<br />

des Gebiets dar<br />

Quatermarkt hat aus räumlicher Quatermarkt Sicht hat das aus Potential räumlicher<br />

Quatermarkt<br />

Sicht das<br />

hat<br />

Potential<br />

aus räumlicher Sicht das Potential<br />

eines Platzes mit Aufenthaltsqualität<br />

eines Platzes mit Aufenthaltsqualität<br />

eines Platzes mit Aufenthaltsqualität<br />

Die Querverbindung zwischen Die Querverbindung der Schildergasse zwischen und Die der der<br />

Querverbindung<br />

Schildergasse<br />

zwischen<br />

und der<br />

der Schildergasse und der<br />

Altstadt wird durch die Neugestaltung Altstadt wird durch der Gürzenichstraße<br />

die Neugestaltung<br />

Altstadt wird<br />

der<br />

durch<br />

Gürzenichstraße<br />

die Neugestaltung der Gürzenichstraße<br />

und dem Günter-Wand-Platz und dem gestärkt Günter-Wand-Platz und kann als Vorreiter und<br />

gestärkt<br />

dem Günter-Wand-Platz<br />

und kann als Vorreiter<br />

gestärkt und kann als Vorreiter<br />

und der <strong>für</strong> Stadtraum die gesamte <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>für</strong> aufgewertet.<br />

die gesehen gesamte wer<strong>den</strong> <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>für</strong><br />

gesehen<br />

die gesamte<br />

wer<strong>den</strong><br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gesehen wer<strong>den</strong><br />

zgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,<br />

leich der einzige öffentliche Platz mit<br />

GEBÄUDE<br />

arakter im Gebiet. Die Zugänge sind<br />

Die Entfernung des Parkplatzes<br />

schwer zu erkennen<br />

ermöglicht einen neuen Platz mit hoher<br />

Aufenthaltsqualität und einer neuen<br />

Längsverbindung<br />

<strong>Der</strong> Tunnel Johannisstraße ist<br />

ein Angstraum – dunkel und<br />

verschmutzt<br />

<strong>Der</strong> Neubau der Archäologischen <strong>Der</strong> Neubau Zone der bildet Archäologischen eine komplett <strong>Der</strong> Neubau<br />

Zone bildet<br />

der Archäologischen<br />

eine komplett<br />

Zone bildet eine komplett<br />

neue Mitte des Gebietes neue und vervollständigt Mitte des Die Gebietes ÖPNV zum einen und ist neue durch vervollständigt<br />

Mitte die zwei des Zugänge Gebietes<br />

zum einen<br />

und vervollständigt zum einen<br />

Die Neugestaltung des östlichen die Perlenkette der Kirchen die und Perlenkette Kulturbausteine auf der dem Kirchen Elogiusplatz durch die<br />

und<br />

Perlenkette<br />

Kulturbausteine und dem der Kirchen<br />

durch<br />

und Kulturbausteine durch<br />

Domumfeldes trägt zur Stärkung das jüdische des Museum und das definiert jüdische durch Museum Hermann-Josef-Platz <strong>den</strong> neuen und definiert<br />

das jüdische<br />

durch sehr Museum gut <strong>den</strong> neuen<br />

und definiert 3durch<br />

<strong>den</strong> neuen<br />

Stadtraums bei<br />

Augustusplatz <strong>den</strong> Freiraum Augustusplatz <strong>den</strong> Freiraum<br />

Augustusplatz <strong>den</strong> Freiraum<br />

TUNNEL JOHANNISSTRASSE<br />

TUNNEL JOHANNISSTRASSE<br />

STÄRKUNG AUFTAKT STÄRKUNG NORD AUFTAKT STÄRKUNG NORDAUFTAKT STÄRKUNG NORDAUFTAKT STÄRKUNG SÜDAUFTAKT STÄRKUNG SÜD<br />

Neugestaltung<br />

Tunnel Johannisstraße<br />

<strong>Der</strong> Tunnel Johannisstraße ist ein verwahrloster<br />

Stadtraum; er wird daher als<br />

Wegeverbindung von der Stadtgesellschaft<br />

gemie<strong>den</strong>.<br />

Potenzial/Maßnahme: Die geplante<br />

Neugestaltung bringt eine neue räumliche<br />

Qualität bis hin zum Breslauer Platz<br />

ein und wertet so diese bedeutende Fußund<br />

Radwegeverbindung auf.<br />

Stärkung<br />

Auftakt Nord<br />

<strong>Der</strong> Übergang vom Roncalliplatz zur<br />

Die Erweiterung des Wallraff-Richartz<br />

Die Erweiterung des Wallraff-Richartz<br />

Die Erweiterung des Wallraff-Richartz<br />

Museums wird künftig die Museums östliche Die wird Kirche künftig St. die Maria östliche<br />

Museums im Kapitol wird ist künftig bedeutende die östliche<br />

Längsachse stärken Längsachse romanische stärken Kirche Längsachse und bildet im stärken Kontext<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> südlichen Auftaktbereich<br />

<strong>Der</strong> geplante Neubau der Historischen<br />

Mitte mit dem dazugehörigen Platz<br />

schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz<br />

zum Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Straße Unter Goldschmied ist stadträumlich<br />

nicht eindeutig definiert.<br />

Kurt-Hackenberg-Platz:<br />

Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch<br />

großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze Die östliche Längsachse Die wird östliche nicht wahrgenommen,<br />

Längsachse wird<br />

Die<br />

nicht<br />

östliche<br />

wahrgenommen,<br />

Längsachse wird nicht wahrgenommen,<br />

und Trinkbrunnen sowie Gastronomie insbesondere im Bereich insbesondere des Gürzenichs im Bereich befindet des<br />

insbesondere<br />

Gürzenichs befindet<br />

im Bereich des Gürzenichs befindet<br />

sich kaum ‚öffentliches Leben‘ sich kaum aufgrund ‚öffentliches der Leben‘<br />

sich<br />

aufgrund<br />

kaum ‚öffentliches<br />

der<br />

Leben‘ aufgrund der<br />

Büronutzungen im Erdgeschoss Büronutzungen im Erdgeschoss<br />

Büronutzungen im Erdgeschoss<br />

Potenzial/Maßnahme: Durch eine repräsentative<br />

Treppenanlage kann ein solcher<br />

Übergang geschaffen und der nördliche<br />

Auftakt insgesamt gestärkt wer<strong>den</strong>.<br />

TE NORDPRÄGNANTE SCHWÄCHEN IM ÖFFENTLICHEN PRÄGNANTE RAUM KONFLIKTPUNKTE –<br />

E KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD<br />

- AUFTAKT SÜD<br />

Das Laurenzgittergässchen ist derzeit<br />

Parkfläche AUFTAKT und daher mindergenutzt SÜD<br />

noch vorhan<strong>den</strong>e<br />

indert die Attraktivität<br />

hse erheblich<br />

ng des Laurenzcarrés erstreckt<br />

Hälfte der Hauptachse und<br />

nftig<br />

Zugang zum Prätorium ist schwer zu fin<strong>den</strong><br />

Die Pipinstraße ist eine große Die Pipinstraße Barriere und ist eine große<br />

Die<br />

Barriere<br />

Pipinstraße<br />

und<br />

ist eine große Barriere und<br />

trennt <strong>den</strong> unteren Bereich trennt vom <strong>den</strong> übrigen unteren Teil Bereich vom<br />

trennt<br />

übrigen<br />

<strong>den</strong> unteren<br />

Teil<br />

Bereich vom übrigen Teil<br />

<strong>Der</strong> Bo<strong>den</strong>belag des Theo-Burauen Platzes ist der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>den</strong>kmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund<br />

des darunterliegen<strong>den</strong> Prätoriums nicht stark belastbar.<br />

<strong>Der</strong> Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch<br />

ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet wer<strong>den</strong>.<br />

Die Wohnbebauung versperrt Die Wohnbebauung die Blickachse versperrt<br />

Die<br />

die<br />

Wohnbebauung<br />

Blickachse<br />

versperrt die Blickachse<br />

auf die Kirche St. Maria im auf Kapitol die Kirche St. Maria im Kapitol<br />

auf die Kirche St. Maria im Kapitol<br />

renzplatz wird im Zuge des<br />

carrés neu entworfen und könnte<br />

otenziale (alter Baumbestand und<br />

l) hervorheben und seine<br />

altsqualität erhöhen<br />

KOMÖDIENSTRASSE<br />

UNG AUFTAKT SÜD<br />

<strong>Der</strong> Laurenzplatz wird derzeit<br />

nur als ‚Duchquerungsraum‘<br />

gesehen<br />

errter Durchgang ‚In der Höhe‘<br />

llung der Zuwegung ‚In der Höhe‘<br />

<strong>Der</strong> Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und<br />

stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten<br />

des Gebiets dar<br />

<strong>Der</strong> Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett<br />

neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen<br />

Die ÖPNV ist durch die zwei Die ÖPNV Zugänge ist durch die zwei<br />

Die<br />

Zugänge<br />

die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch<br />

ÖPNV ist durch die zwei Zugänge<br />

auf dem Elogiusplatz und auf dem dem Elogiusplatz und dem<br />

das jüdische Museum und definiert durch <strong>den</strong> neuen<br />

auf dem Elogiusplatz und dem<br />

Hermann-Josef-Platz sehr Hermann-Josef-Platz gut<br />

sehr gut<br />

Augustusplatz <strong>den</strong> Freiraum<br />

Hermann-Josef-Platz sehr gut<br />

4 5<br />

TUNNEL ERWEITERUNG JOHANNISSTRASSE AUFTAKT SÜD STÄRKUNG AUFTAKT NORD<br />

STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT S<br />

Aufwertung Übergang Süd<br />

Die stark frequentierte Pipinstraße stellt eine große Barriere<br />

im Übergang zwischen Auftakt Süd und dem übrigen Teil der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> dar.<br />

Potenzial/Maßnahme: Durch eine Umgestaltung und Neustrukturierung<br />

des Straßenquerschnitts im Rahmen des Projekts Ost-<br />

West-Achse kann diese Barriere gemindert wer<strong>den</strong> und der Stadtraum<br />

eine dem Ort angemessene Aufwertung erfahren.<br />

Die Erweiterung des Wallraff-Richartz<br />

Museums wird künftig die östliche<br />

Die Kirche St. Maria im Kapitol Die Kirche ist bedeutende St. Maria im Kapitol ist bedeutende Längsachse stärken<br />

Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende<br />

romanische Kirche und bildet romanische im Kontext Kirche und bildet<br />

romanische<br />

im Kontext<br />

Kirche und bildet im Kontext<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> südlichen <strong>Via</strong> Auftaktbereich<br />

<strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> südlichen<br />

<strong>Via</strong><br />

Auftaktbereich<br />

<strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong> südlichen Auftaktbereich<br />

Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,<br />

insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet<br />

sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der<br />

Büronutzungen im Erdgeschoss<br />

<strong>Der</strong> der Lichhof ist sehr ruhig <strong>Der</strong> der gelegen Lichhof und ist daher sehr ruhig<br />

<strong>Der</strong><br />

gelegen<br />

der Lichhof<br />

und daher<br />

ist sehr ruhig gelegen und daher<br />

ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität ein Ort mit hoher <strong>für</strong> Besucher Aufenthaltsqualität<br />

ein Ort mit<br />

<strong>für</strong><br />

hoher<br />

Besucher<br />

Aufenthaltsqualität <strong>für</strong> Besucher<br />

Stärkung Auftakt Süd<br />

Durch einen Niveauversprung ist die Zugänglichkeit zu St. Maria<br />

im Kapitol von Seiten der Pipinstraße aktuell nicht gegeben, wodurch<br />

ebenfalls die Wahrnehmbarkeit der Kirche im Stadtraum geschwächt<br />

wird.<br />

Potenzial/Maßnahme: Die geplante Freitreppe in diesem Bereich<br />

verbessert die stadträumliche Situation und stärkt zudem <strong>den</strong><br />

südlichen Auftakt insgesamt.<br />

atermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential<br />

es Platzes mit Aufenthaltsqualität<br />

56<br />

2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG<br />

rbindung zwischen der Schildergasse und der<br />

durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße<br />

nter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter<br />

mte <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gesehen wer<strong>den</strong>


Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

Lage unklar !<br />

4,91<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12,88<br />

12, 8<br />

Hbf.<br />

STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN<br />

RAUM – AUFTAKT NORD<br />

1<br />

1<br />

1<br />

2<br />

Direkte Anbindung an <strong>den</strong> Hbf.<br />

2<br />

3<br />

Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen<br />

von Köln und bildet gleichzeitig<br />

<strong>den</strong> Auftakt <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

2<br />

3<br />

Die Neugestaltung des östlichen<br />

Domumfeldes trägt zur Stärkung<br />

des Stadtraums bei.<br />

4<br />

6<br />

3<br />

4 5<br />

<strong>Der</strong> geplante Neubau der Historischen<br />

Mitte mit dem dazugehörigen Platz wertet<br />

<strong>den</strong> Stadtraum auf und vernetzt <strong>den</strong> Roncalliplatz<br />

mit dem Kurt-Hackenberg-Platz.<br />

5<br />

Kurt-Hackenberg-Platz: <strong>Der</strong> neue<br />

Platz schafft durch großzügige Sitzmöglichkeiten,<br />

Bäume und einen Trinkbrunnen<br />

eine hohe Aufenthaltsqualität.<br />

6<br />

5<br />

4<br />

7<br />

Am Hof: Die großflächige Außengastronomie<br />

belebt <strong>den</strong> Platz und schafft<br />

einen hochwertigen Seitenzugang.<br />

7<br />

8<br />

9<br />

STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN<br />

RAUM – AUFTAKT SÜD<br />

7<br />

Die ÖPNV-Anbindung ist durch die<br />

zwei Zugänge auf dem Elogiusplatz und<br />

dem Hermann-Joseph-Platz sehr gut.<br />

Schwächen<br />

Stärken<br />

8<br />

<strong>Der</strong> Lichhof ist sehr ruhig gelegen und<br />

daher ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität<br />

<strong>für</strong> Besucherinnen und Besucher.<br />

9<br />

Die Kirche St. Maria im Kapitol ist<br />

eine bedeutende romanische Kirche und<br />

bildet im Kontext <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>den</strong><br />

südlichen Auftaktbereich.<br />

2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG<br />

57


4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12, 8<br />

nisstraße<br />

<strong>Der</strong> Tunnel<br />

ist<br />

Johannisstraße ist<br />

dunkel<br />

ein<br />

und<br />

<strong>Der</strong> Tunnel Johannisstraße ist<br />

Angstraum – dunkel ein und Angstraum – dunkel und<br />

verschmutzt verschmutzt<br />

es östlichen<br />

Die Neugestaltung des östlichen<br />

ur Stärkung des<br />

Die Neugestaltung des östlichen<br />

Domumfeldes trägt zur Stärkung Domumfeldes trägt zur Stärkung des<br />

Stadtraums bei Stadtraums bei<br />

lliplatz und<br />

r Auftakt zwischen Roncalliplatz und<br />

h uneindeutig <strong>Der</strong> Auftakt zwischen Roncalliplatz und<br />

uptachse ist stadträumlich Hauptachse uneindeutig ist stadträumlich uneindeutig<br />

Themen im Detail – die Mitte<br />

Historischen<br />

er geplante Neubau der<br />

gen Platz<br />

<strong>Der</strong> Historischen geplante Neubau der Historischen<br />

itte mit dem dazugehörigen Platz<br />

om Roncalliplatz<br />

chafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz<br />

tz<br />

um Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Mitte mit dem dazugehörigen Platz<br />

schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz<br />

Die zum Kurt-Hackenberg-Platz Hauptachse verbindet die zwei Auftaktbereiche. Sie ist zentraler Bewe-<br />

Kurt-Hackenberg-Platz:<br />

Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch<br />

großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze<br />

gungsraum der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> und wird daher ebenfalls detailliert auf Stärken<br />

und Trinkbrunnen sowie Gastronomie<br />

und Schwächen hin untersucht.<br />

:<br />

Kurt-Hackenberg-Platz:<br />

haltsqualität durch<br />

Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch<br />

hkeiten, Gehölze<br />

großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze<br />

ie Gastronomie<br />

und Trinkbrunnen sowie Gastronomie<br />

<strong>Der</strong> Tunnel Johannisstraße ist<br />

ein Angstraum – dunkel und<br />

verschmutzt<br />

Die Neugestaltung des östlichen<br />

Domumfeldes trägt zur Stärkung des<br />

Stadtraums bei<br />

PRÄGNANTE PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE<br />

PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE<br />

KONFLIKTPUNKTE<br />

MITTE - DIE MITTE- DIE MITTE<br />

PRÄGNANTE SCHWÄCHEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM – HAUPTACHSE<br />

rkplatzes<br />

uftakt Die<br />

Platz<br />

zwischen Entfernung<br />

mit hoher<br />

Roncalliplatz des Parkplatzes Die und Entfernung des Parkplatzes<br />

tachse ermöglicht<br />

einer neuen<br />

ist stadträumlich einen neuen uneindeutig Platz ermöglicht mit hoher einen neuen Platz mit hoher<br />

Aufenthaltsqualität und einer Aufenthaltsqualität neuen und einer neuen<br />

Längsverbindung Längsverbindung<br />

hen ist derzeit<br />

Das Laurenzgittergässchen<br />

indergenutzt<br />

Das ist Laurenzgittergässchen derzeit<br />

ist derzeit<br />

Parkfläche und daher mindergenutzt<br />

geplante Neubau der Historischen Parkfläche und daher mindergenutzt<br />

e mit dem dazugehörigen Platz<br />

afft eine Vernetzung vom Roncalliplatz<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

urt-Hackenberg-Platz:<br />

wer<br />

euer<br />

zu<br />

Platz<br />

fin<strong>den</strong><br />

ng zum Prätorium mit Aufenthaltsqualität ist Zugang schwer zum fin<strong>den</strong> Prätorium<br />

durch<br />

ist schwer zu fin<strong>den</strong><br />

roßzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze<br />

nd Trinkbrunnen sowie Gastronomie<br />

Platzes ist<br />

1<br />

belag des Theo-Burauen <strong>Der</strong> Bo<strong>den</strong>belag Platzes des ist Theo-Burauen Platzes ist<br />

2 3<br />

he ist aufgrund<br />

schützt und die<br />

icht stark belastbar. <strong>den</strong>kmalgeschützt Platzfläche ist aufgrund und die Platzfläche ist aufgrund<br />

terliegen<strong>den</strong> Prätoriums LAURENZGITTERGÄSSCHEN THEO BURAUEN-PLATZ<br />

LAURENZPLATZ<br />

des darunterliegen<strong>den</strong> nicht stark belastbar. Prätoriums nicht stark belastbar. LAURENZGITTERGÄSSCHEN<br />

LAURENZGITTERGÄSSCHEN THEO BURAUEN-PLATZ<br />

LAURENZPLATZ<br />

jedoch durch<br />

THEO BURAUEN-PLATZ<br />

LAURENZPLATZ<br />

st mindergenutzt, könnte jedoch durch<br />

ufgewertet wer<strong>den</strong>. <strong>Der</strong> Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch<br />

e Gestaltungselemente ergänzende aufgewertet Gestaltungselemente wer<strong>den</strong>. aufgewertet wer<strong>den</strong>.<br />

Aufwertung<br />

Aufwertung<br />

Neugestaltung<br />

NANTE KONFLIKTPUNKTE Laurenzgittergäßchen<br />

PRÄGNANTE<br />

- DIE MITTE<br />

KONFLIKTPUNKTE - DIE Theo-Burauen-Platz<br />

MITTE<br />

Laurenzplatz<br />

Das Laurenzgittergäßchen ist derzeit <strong>Der</strong> Platz wirkt trotz seiner Lage im Kontext<br />

Momentan ist der Laurenzplatz aufgrund<br />

et eine komplett<br />

rchäologischen Zone bildet ein eine öffentlicher komplett Parkplatz und kann in<br />

<strong>Der</strong> Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett<br />

Rathaus – Spanischer Bau/Praetorium von mangelndem Stadtmobiliar und gerin-<br />

t zum einen<br />

bietes<br />

teine durch neue und vervollständigt Mitte des Gebietes zum einen und vervollständigt zum einen<br />

r Kirchen<br />

en neuen die und Perlenkette Kulturbausteine durch<br />

Bezug der Kirchen und auf Kulturbausteine seine durch Lage und die vorhan<strong>den</strong>e<br />

eum und definiert durch <strong>den</strong> neuen<br />

und angrenzender Gastronomiebetrieb als ger Gestaltung als mindergenutzter Platz<br />

das jüdische Museum und definiert durch <strong>den</strong> neuen<br />

Längsverbindung als mindergenutzt Freiraum Augustusplatz <strong>den</strong> Freiraum<br />

mindergenutzt und ist wenig belebt. zu bezeichnen.<br />

ie Entfernung des Parkplatzes<br />

rmöglicht einen neuen Platz mit hoher<br />

ufenthaltsqualität und gewertet einer neuen wer<strong>den</strong>.<br />

Potenzial/Maßnahme: <strong>Ein</strong>e umfängliche<br />

Potenzial/Maßnahme: Im Zuge der<br />

ängsverbindung<br />

rtz<br />

erung des Wallraff-Richartz Potenzial/Maßnahme: <strong>Der</strong> Wegfall des<br />

Die Erweiterung des Wallraff-Richartz<br />

Neugestaltung ist nicht möglich, Entwicklung des Laurenz-Carrés könnte<br />

as Laurenzgittergässchen ist derzeit<br />

wird künftig die östliche<br />

arkfläche<br />

e stärken<br />

und daher Museums mindergenutzt wird künftig die östliche<br />

Längsachse<br />

Parkplatzes<br />

stärken<br />

würde einen Innenhof mit hoher<br />

da der Bo<strong>den</strong>belag unter Denkmalschutz der Laurenzplatz neu gestaltet wer<strong>den</strong>,<br />

Aufenthaltsqualität ARCHÄOLOGISCHE ARCHÄOLOGISCHE ermöglichen. ZONE<br />

ARCHÄOLOGISCHE ZONE steht, QUATERMARKT<br />

ZONE jedoch ist QUATERMARKT eine partielle QUATERMARKT<br />

GÜNTER-WAND Aufwertung<br />

GÜNTER-WAND womit PLATZman GÜNTER-WAND unter PLATZBerücksichtigung des<br />

durch neue Möblierung/Bepflaste-<br />

zum Prätorium ist schwer zu fin<strong>den</strong><br />

alten Baumbestands seine Aufenthalts-<br />

ht wahrgenommen,<br />

iche<br />

lag des<br />

Längsachse<br />

Theo-Burauen Die wird östliche nicht<br />

Platzes<br />

wahrgenommen,<br />

Längsachse ist wird nicht wahrgenommen,<br />

rung <strong>den</strong>kbar.<br />

qualität deutlich erhöhen würde.<br />

rzenichs befindet<br />

ndere<br />

hützt<br />

URENZGITTERGÄSSCHEN<br />

fgrund und<br />

im Bereich<br />

der die Platzfläche insbesondere des Gürzenichs<br />

ist aufgrund im befindet Bereich des Gürzenichs befindet<br />

LAURENZGITTERGÄSSCHEN<br />

THEO BURAUEN-PLATZ<br />

iegen<strong>den</strong><br />

m ‚öffentliches<br />

Prätoriums<br />

Leben‘ sich nicht kaum aufgrund<br />

stark ‚öffentliches belastbar.<br />

der Leben‘ aufgrund der<br />

THEO<br />

LAURENZPLATZ<br />

BURAUEN-PLATZ<br />

LAURENZPLATZ<br />

zungen<br />

indergenutzt,<br />

im Erdgeschoss<br />

könnte Büronutzungen jedoch durch im Erdgeschoss<br />

estaltungselemente aufgewertet wer<strong>den</strong>.<br />

äologischen Zone bildet eine komplett<br />

tes und vervollständigt zum einen<br />

irchen und Kulturbausteine durch<br />

und definiert durch <strong>den</strong> neuen<br />

reiraum<br />

Aus <strong>den</strong> beschriebenen Aus <strong>den</strong> beschriebenen Potenzialen,<br />

Aus <strong>den</strong> beschriebenen<br />

Defiziten Potenzialen, und Defiziten Maßnahmen<br />

Potenzialen, und Defiziten<br />

ergeben Maßnahmen sich<br />

und<br />

folgende ergeben Maßnahmen sich folgende ergeben sich folgende<br />

Themenschwerpunkte, Themenschwerpunkte, die im<br />

Themenschwerpunkte,<br />

weiteren die Verlauf im weiteren ausgearbeitet<br />

die Verlauf im weiteren ausgearbeitet wer<strong>den</strong>:<br />

Verlauf ausgearbeitet wer<strong>den</strong>: wer<strong>den</strong>:<br />

ng des Wallraff-Richartz<br />

d künftig die östliche<br />

Bo<strong>den</strong>belag<br />

Begriff der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

tärken<br />

Bo<strong>den</strong>belag 4 Bo<strong>den</strong>belag<br />

Begriff der <strong>Via</strong> Begriff <strong>Culturalis</strong> der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> 5<br />

Stadtmobiliar<br />

Kommunikative Kernbotschaften<br />

CHÄOLOGISCHE ZONE<br />

Stadtmobiliar<br />

Außengastronomie<br />

QUATERMARKT Stadtmobiliar GÜNTER-WAND<br />

Erscheinungsbild<br />

PLATZ<br />

Kommunikative Kommunikative Kernbotschaften Kernbotschaften<br />

ARCHÄOLOGISCHE Außengastronomie Außengastronomie<br />

ZONE<br />

QUATERMARKTErscheinungsbild<br />

Erscheinungsbild<br />

GÜNTER-WAND PLATZ<br />

Werben Aufwertung und Präsentieren<br />

Werben Quatermarkt<br />

und Präsentieren<br />

Werben und Präsentieren<br />

Lenkungsgruppen Lenkungsgruppen Neugestaltung Lenkungsgruppen Günter-Wand-Platz<br />

Visuelle Markierungen Visuelle Markierungen und Leitsysteme und Leitsysteme Kommunikationsmittel Kommunikationsmittel<br />

<strong>Der</strong> öffentliche<br />

rriere Längsachse und wird nicht wahrgenommen, Stadtgrün Bereich am Quatermarkt Visuelle wird Markierungen derzeit als und Parkplatz<br />

der genutzt und stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten dung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> zwischen Schildergasse und Heumarkt.<br />

Leitsysteme<br />

Programm Die und Gürzenichstraße Kommunikationsmittel<br />

Inhalte ist eine stark frequentierte Querverbin-<br />

instraße ist eine große Barriere und<br />

Stadtgrün<br />

Programm und Inhalte<br />

übrigen re im Bereich Teil Die Pipinstraße ist eine große Barriere Stadtgrün<br />

Programm und Inhalte<br />

en unteren Bereich des Gürzenichs vom übrigen befindet<br />

trennt <strong>den</strong> unteren Teil Bereich vom übrigen Teil<br />

‚öffentliches <strong>Culturalis</strong> Leben‘ aufgrund<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

gen im Erdgeschoss<br />

des Gebiets dar.<br />

Jedoch entspricht die bestehende Oberflächengestaltung nicht<br />

Potenzial/Maßnahme: Aus räumlicher Sicht und aufgrund seines<br />

die Blickachse Baumbestands hat dieser Bereich großes Potenzial <strong>für</strong> einen Potenzial/Maßnahme: Durch die geplante Neugestaltung der<br />

dem angestrebten Standard.<br />

Blickachse<br />

hnbebauung versperrt<br />

ol<br />

Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse<br />

Kirche St. Maria im auf Kapitol die Kirche St. Maria im Kapitol<br />

Platz mit Aufenthaltsqualität, insbesondere in Zusammenhang Gürzenichstraße und des Günter-Wand-Platzes kann dieser bedeutende<br />

Stadtraum gestärkt und als Vorreiter <strong>für</strong> die gesamte<br />

s <strong>den</strong> beschriebenen mit einer Potenzialen, möglichen Defiziten privaten<br />

Aus <strong>den</strong><br />

und Hochbauentwicklung<br />

beschriebenen<br />

Maßnahmen<br />

Potenzialen,<br />

ergeben sich auf<br />

Defiziten<br />

folgende dem benachbarten<br />

Grundstück.<br />

im weiteren Verlauf ausgearbeitet <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wer<strong>den</strong>: gesehen<br />

und Maßnahmen ergeben sich folgende<br />

menschwerpunkte, die im weiteren<br />

Themenschwerpunkte,<br />

Verlauf ausgearbeitet<br />

die<br />

wer<strong>den</strong>:<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

und daher<br />

hof ist sehr ruhig gelegen und daher<br />

ür Besucher <strong>Der</strong> der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher<br />

oher Aufenthaltsqualität ein Ort mit hoher <strong>für</strong> Besucher Aufenthaltsqualität <strong>für</strong> Besucher<br />

58<br />

2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG<br />

Bo<strong>den</strong>belag<br />

Stadtmobiliar<br />

Außengastronomie<br />

Bo<strong>den</strong>belag<br />

Stadtmobiliar<br />

Begriff der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Kommunikative Kernbotschaften<br />

Erscheinungsbild<br />

Begriff der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Kommunikative Kernbotschaften


Konus drehen !<br />

Konus drehen !<br />

Lage unklar !<br />

4,91<br />

Vorschlag Position Musterfeld<br />

12,88<br />

STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN<br />

RAUM – HAUPTACHSE<br />

1<br />

1<br />

1<br />

Laurenz-Carré<br />

Die Entwicklung des Laurenz-Carrés<br />

bildet <strong>den</strong> Auftakt aus und trägt zur<br />

Stärkung der Hauptachse bei.<br />

2<br />

2<br />

2<br />

Verbindung Praetorium und<br />

Jüdisches Museum<br />

Das Praetorium wird durch die künftige<br />

Verknüpfung mit dem neuen<br />

MiQua besser wahrgenommen.<br />

3<br />

3<br />

MiQua<br />

<strong>Der</strong> Neubau der Archäologischen Zone<br />

bildet eine neue Mitte und vervollständigt<br />

die Perlenkette der Kirchen und<br />

Kulturbausteine durch das Jüdische<br />

Museum.<br />

3<br />

4<br />

5<br />

4<br />

6<br />

Augustusplatz als Zentrum<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> bekommt durch <strong>den</strong><br />

Augustusplatz in der Archäologischen<br />

Zone einen neuen, hochwertigen Freiraum<br />

und bildet daher die neue Quartiersmitte.<br />

5<br />

4<br />

Herstellung der Zuwegung<br />

»In der Höhle«<br />

Die Entfernung der Hochbeete, die derzeit<br />

<strong>den</strong> Weg ins Quartier versperren,<br />

führt zu einer weiteren Querverbindung<br />

und trägt zur Aufwertung der Straße bei.<br />

5<br />

6<br />

Erweiterung Wallraf-Richartz-<br />

Museum & Fondation Corboud<br />

Die künftige Erweiterung des Museums<br />

trägt zur Stärkung der östlichen Längsachse<br />

bei.<br />

Schwächen<br />

Stärken<br />

2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG<br />

59


3<br />

KONZEPT <strong>—</strong><br />

DIE VIA CULTURALIS GESTALTEN<br />

3.1 Das Gestaltungskonzept<br />

3.2 Das Kommunikationskonzept


3.1 Das Gestaltungskonzept<br />

Die Innenstadt ist ein hochfrequentierter Ort und bildet das Zentrum des <strong>öffentlichen</strong><br />

Lebens. Hier treffen unterschiedliche Menschen aufeinander und es bestehen<br />

verschie<strong>den</strong>e Nutzungsanforderungen an <strong>den</strong> <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>, die sensibel<br />

austariert wer<strong>den</strong> müssen. Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> betreffend, gilt es gleichzeitig,<br />

<strong>den</strong> <strong>Raum</strong> selbst mit seinem historischen und kulturellen Gut zu bewahren.<br />

Dass es deshalb besondere Anforderungen zur Gestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s<br />

gibt, steht außer Frage. Um ein geordnetes Erscheinungsbild und ein gemeinsames<br />

Miteinander zu gewährleisten und ein Stück weit neu zu erschaffen,<br />

wur<strong>den</strong> Hinweise und Maßnahmen <strong>für</strong> die Gestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erarbeitet, die im Folgen<strong>den</strong> dargestellt wer<strong>den</strong>.<br />

<strong>Der</strong> stadträumliche Gestaltungsansatz <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

verfolgt die Vereinheitlichung der Oberflächen<br />

und Reduzierung der Straßenquerschnitte zugunsten<br />

einer fahrrad- und fußgängerfreundlichen Erschließung.<br />

Gebäude und Plätze wer<strong>den</strong> in ein übergeordnetes »Belagspassepartout«<br />

eingebun<strong>den</strong>. Durch diese eigene<br />

Handschrift des Freiraums wird das Quartier ablesbar<br />

und es wird ein gebührender Rahmen <strong>für</strong> die vorhan<strong>den</strong>en<br />

Kulturbauten geschaffen. Die Verwendung von<br />

Grauwacke als Material <strong>für</strong> die Oberfläche gewährleistet<br />

einen engen Bezug zur angrenzen<strong>den</strong> Altstadt, welche<br />

ebenfalls durch diesen Belag geprägt ist. Durch eine<br />

Differenzierung der jeweiligen Formate bleibt jedoch die<br />

Eigenständigkeit der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erkennbar. Mit dem<br />

Ziel, dem Gebiet einen ruhigen Charakter und gleichzeitig<br />

aufgrund seiner historischen Besonderheit eine<br />

entsprechende Wertigkeit zuzuweisen, wird auch das<br />

Stadtmobiliar vereinheitlicht und zeigt sich vornehm,<br />

aber zurückhaltend. In Anlehnung daran ist der Gestaltungsansatz<br />

<strong>für</strong> die Außengastronomie und das Leitsystem<br />

entwickelt wor<strong>den</strong>. Grundlegend leiten sich alle<br />

Bauweisen und Materialien aus dem Ort selbst oder aus<br />

dem vorhan<strong>den</strong>en Gestaltungshandbuch der Stadt Köln<br />

ab. Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> fällt hier als hochfrequentierter<br />

Bereich unter die Kategorie »Räume mit internationaler<br />

Bedeutung« mit einem besonders hohen Anspruch an<br />

die Gestaltung und Instandhaltung. Abweichungen vom<br />

Standard sind im <strong>Ein</strong>zelfall in diesem Bereich möglich.<br />

Die nachfolgen<strong>den</strong> Gestaltungsansätze fin<strong>den</strong> zunächst<br />

auf der Gürzenichstraße inklusive des anliegen<strong>den</strong> Günter-Wand-Platzes<br />

ihre Anwendung und wer<strong>den</strong> dann<br />

sukzessiv auf <strong>den</strong> gesamten Bereich ausgeweitet.<br />

62<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Abb. 46<br />

63


Oberflächen: ein neuer Belag<br />

<strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>Der</strong> Ausbau aller Geh- und Fahrbereiche ist in der Spange zwischen <strong>den</strong> nördlichen<br />

und südlichen Auftaktbereichen durchgehend in Form von Grauwackepflaster vorgesehen<br />

und steht damit in engem Bezug zu der angrenzen<strong>den</strong> Altstadt. Durch die<br />

Festlegung bestimmter Formate bleibt die Eigenständigkeit des <strong>Via</strong>-<strong>Culturalis</strong>-<br />

Quartiers dabei ablesbar. <strong>Der</strong> Kurt-Hackenberg-Platz, die Archäologische Zone und<br />

der Gülichplatz bestehen bereits oder befin<strong>den</strong> sich in der Umsetzung. Sie gliedern<br />

sich jedoch aufgrund der hochwertigen Grauwacke-Oberfläche sehr gut in die<br />

Umgebung ein. Ausschließlich der Theo-Burauen-Platz hat einen Sonderstatus: Die<br />

Granitplatten stehen unter Denkmalschutz und der Platz wirkt aufgrund des eigenständigen<br />

Materials wie eine Intarsie.<br />

<strong>Der</strong> neue Belag der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> dient aber nicht nur zum Abstecken des Gebiets.<br />

Er trägt auch dazu bei, die Straße optisch zurückzunehmen und die Bewegungsräume<br />

in Gänze fußgänger- und fahrradfreundlicher zu gestalten. Auf eine Abgrenzung<br />

der Fahrbahn zum Gehweg mit Absperrpollern wird gänzlich verzichtet. Aus<br />

diesem Konzeptansatz heraus ergeben sich unterschiedliche Bewegungsraumtypen.<br />

Ableitung | Ortsprägender Pflasterbelag Straßen<br />

Ableitung | Ortsprägender Pflasterbelag Plätze<br />

64 3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Gehweg - Straße - Gehweg - Platz<br />

Durchgehende Verwendung von Grauwackematerial<br />

Hbf.<br />

Bewegungsraumtypen<br />

Gehweg<br />

(Beispiel: Unter Taschenmacher)<br />

Gehweg<br />

Beispiel: Unter Taschenmacher)<br />

Gehweg<br />

Gehweg<br />

(Beispiel: Unter Taschenmacher)<br />

Gehweg - Platz<br />

(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)<br />

Gehweg<br />

(Beispiel: Unter Taschenmacher)<br />

Gehweg – Platz<br />

Gehweg - Platz<br />

(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)<br />

Gehweg – Straße – Gehweg<br />

Gehweg - Straße - Gehweg<br />

(Beispiel: Gehweg - Gürzenichstraße)<br />

Straße - Gehweg<br />

(Beispiel: Gürzenichstraße)<br />

Gehweg - Straße - Gehweg<br />

(Beispiel: Gürzenichstraße)<br />

ehweg - Straße - Gehweg<br />

(Beispiel: Gürzenichstraße)<br />

Arka<strong>den</strong> – Straße – Arka<strong>den</strong><br />

Arka<strong>den</strong> - Straße - Arka<strong>den</strong><br />

(Beispiel: Unter Goldschmied)<br />

Gehweg - Straße - Gehweg<br />

(Beispiel: Gürzenichstraße)<br />

Grauwacke-Standardbelag<br />

Plätze (Grauwacke-Standardbelag)<br />

Auftaktbereiche Nord/Süd<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

Grauwacke, eigenes Muster<br />

Eigenständiger Platzbelag<br />

Arka<strong>den</strong> - Straße - Arka<strong>den</strong><br />

(Beispiel: Unter Goldschmied)<br />

Gehweg - – Straße -– Gehweg -– Platz<br />

(Beispiel: Unter Goldschmied)<br />

65


Beispiel Straßenquerschnitt<br />

In der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> sollen die Übergänge zwischen Gehwegen und Fahrbereichen<br />

auf sensible Art gestaltet wer<strong>den</strong>. Anstelle funktionaler Trennungen<br />

soll der öffentliche <strong>Raum</strong> als zusammenhängende Fläche erlebbar wer<strong>den</strong>.<br />

Bauweise und Materialität<br />

Auf <strong>den</strong> Gehwegen ist ein quadratisches Pflasterformat von<br />

15 x 15 cm vorgesehen. <strong>Der</strong> Kreuzverband verläuft diagonal<br />

zur Bewegungsrichtung. Technisch erfolgt der Ausbau in<br />

vollgebun<strong>den</strong>er Bauweise.<br />

Im Bereich der Fahrbahnen wechselt das Pflasterformat auf<br />

30 x 15 cm. <strong>Der</strong> Diagonalverband verläuft pfeilförmig zur<br />

Fahrbahnmitte. <strong>Der</strong> Ausbau erfolgt hier in ungebun<strong>den</strong>er<br />

Bauweise. Die Fahrbahnen wer<strong>den</strong> beidseitig durch 30 cm<br />

breite Bordsteine aus hellgrauem Granit gefasst.<br />

Offene Rinnen mit Straßeneinläufen (30 x 50 cm) gewährleisten<br />

eine wartungsfreundliche Entwässerung. Innerhalb<br />

der Fahrbahnen sind sie als seitliche Pflasterrinnen, innerhalb<br />

der fußläufigen Bereiche als Rinnenplatte ausgeführt.<br />

<strong>Der</strong> Anschluss an die Fassa<strong>den</strong> erfolgt durch einen 30 cm<br />

breiten Streifen aus Mosaiksteinpflaster, wodurch Vorsprünge<br />

der Gebäude aufgefangen wer<strong>den</strong> können.<br />

Barrierefreiheit<br />

Durch das geschnittene Pflastermaterial ergibt sich ein<br />

ebener Belag mit hohem Nutzungskomfort. Aufgrund der<br />

geplanten Bordhöhe von 3 cm sind alle Bereiche des Planungsraums<br />

barrierefrei erreichbar.<br />

Die Materialwahl ist auf eine kontrastreiche Gestaltung<br />

abgestimmt. Die hellen Bordsteine aus Granit setzen sich<br />

gegenüber der Grauwacke optisch ab und erleichtern seheingeschränkten<br />

Personen die Orientierung. <strong>Ein</strong>e zusätzliche<br />

Unterstützung bieten 30 cm breite Leitlinien aus Granit,<br />

die bo<strong>den</strong>gleich in <strong>den</strong> Hauptwegerichtungen verortet<br />

wer<strong>den</strong>. An Fußgängerüberwegen wer<strong>den</strong> Bo<strong>den</strong>indikatoren<br />

(Noppen- und Rippenplatten) gemäß <strong>den</strong> Vorgaben<br />

der DIN-Norm eingebaut.<br />

Für die Ausleuchtung der Straßen wer<strong>den</strong> Lichtstelen eingeplant,<br />

die als 6 m hohe Elemente dem Fahrbahnverlauf<br />

folgen. In Abstimmung mit dem Arbeitskreis Barrierefreiheit<br />

ist eine besonders helle Ausleuchtung der Gehwegbereiche<br />

vorgesehen. <strong>Der</strong> Abstand zwischen <strong>den</strong> Stelen<br />

beträgt rund 25 m.<br />

66<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Natursteinbord Basalt<br />

100/30 cm, OK + 3cm<br />

Pflasterrinne Grauwacke<br />

Natursteinpflaster 30/15 cm<br />

Pflasterbelag Gehweg<br />

Grauwacke<br />

Natursteinpflaster 15/15 cm<br />

mit Abschlusssteinen,<br />

diagonaler Kreuzverband<br />

(Anschluss an OK<br />

Natursteinbord),<br />

mit integriertem Leitsystem:<br />

Pflasterplatten 60-80/30 cm<br />

(Oberfläche in Abstimmung)<br />

Standort Mastleuchten<br />

Modullum Midi, demontierbar<br />

Pflasterrinne Grauwacke<br />

Natursteinpflaster 30/15 cm<br />

Natursteinbord Basalt<br />

100/30 cm, OK + 3cm<br />

Pflasterstreifen Basalt<br />

Natursteinkleinpflaster<br />

10/10 cm, 10/15 cm,<br />

Reihenverband<br />

Randstreifen<br />

Grauwackepflaster Mosaik<br />

5 x 7 cm<br />

Leitlinie, Granitbord-Breite<br />

30 cm, <strong>Ein</strong>bau bo<strong>den</strong>gleich<br />

Gehweg Grauwackepflaster<br />

15 x 15 cm, Kreuzverband<br />

diagonal zur Gehrichtung<br />

Pflasterbelag Fahrbahn<br />

Grauwacke<br />

Natursteinpflaster 30/10 cm<br />

mit Abschlusssteinen,<br />

Fischgrätverband<br />

Fahrbahneinfassung,<br />

beidseitig: Bordstein,<br />

Granit, 30 x 100 cm,<br />

<strong>Ein</strong>bau + 3 cm<br />

Rinne, Grauwacke,<br />

30 x 15 cm<br />

Fahrbahn Grauwackepflaster<br />

30 / 15 cm, im<br />

Diagonalverband, pfeilförmig<br />

zur Fahrbahnmitte<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

67


Stadtmobiliar als »Ausstattungsfamilie«<br />

In der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> entsteht eine »Ausstattungsfamilie« in Anlehnung an <strong>den</strong><br />

städtischen Standort, jedoch von besonderer Charakteristik. Den Sitzbänken<br />

und Leuchtstelen kommt hierbei eine besondere Rolle zu, da sie in unmittelbarem<br />

Zusammenhang mit Aufenthaltsqualität und Atmosphäre stehen.<br />

Die Materialität des Ortes aufgreifend, findet sich bei diesen bei<strong>den</strong> Elementen<br />

das Thema Messing wieder – sei es bei der Farbgebung der Leuchte oder bei<br />

<strong>den</strong> Stahlrahmen der Natursteinbänke. Die Fahrradbügel und Abfallbehälter<br />

nehmen sich demgegenüber gestalterisch zurück. Sie wer<strong>den</strong> dunkelgrau<br />

(Farbe DB 703) beschichtet.<br />

68 3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Ableitung | Ortsprägendes Stadtmobiliar<br />

Abb. 47<br />

Abb. 48 Abb. 49<br />

Abb. 50<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

69


Sitzbänke<br />

Die Bank der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> hebt sich bewusst vom Gestaltungshandbuch<br />

der Stadt Köln ab. Gleichwohl leitet sie sich durch ihre orthogonale Form und<br />

die Materialität aus Grauwacke von <strong>den</strong> bestehen<strong>den</strong> Bänken im Quartier<br />

ab. Die modulare Bauweise der einzelnen Natursteinblöcke ermöglicht eine<br />

standortangepasste Länge und fügt sich daher individuell ein. Zudem ist die<br />

Bank symmetrisch gestaltet und daher beidseitig nutzbar. Im Rahmen des<br />

Gestaltungskonzepts wur<strong>den</strong> zwei Bänke skizziert, die in <strong>den</strong><br />

nächsten Planungsschritten weiterqualifiziert wer<strong>den</strong>:<br />

Variante A<br />

In der Variante A wird der Natursteinblock durch einen<br />

Stahlrahmen mit einem Messingfarbton eingerahmt. Sockel<br />

und Armlehnen wer<strong>den</strong> ausschließlich aus der tragen<strong>den</strong><br />

Konstruktion definiert, weshalb die Bank als ein filigranes,<br />

schwebendes Element im Stadtraum wirkt. Sie erinnert an<br />

eine Museumsbank, unterstreicht somit <strong>den</strong> kulturell wertvollen<br />

Ort und verbindet das Innen und Außen.<br />

Variante B<br />

<strong>Der</strong> Unterschied in der Variante B liegt vorrangig im Sockelbereich.<br />

Dieser ist etwas niedriger als in Variante A ausgebildet<br />

und wie der Steinblock selbst in Grauwacke gehalten.<br />

Hierdurch wird die Bank weniger als Möbel, sondern<br />

vielmehr in Verbindung mit dem Bo<strong>den</strong> wahrgenommen.<br />

Gleichbleibend sind die Stahlarmlehnen mit Messingfarbton<br />

im Bereich der notwendigen Steinfugen.<br />

80 cm<br />

Variante A<br />

30 cm<br />

80 x 80<br />

80 x 150<br />

770 cm<br />

15 cm<br />

80 cm<br />

37 cm<br />

8 cm<br />

Variante B<br />

80 x 150<br />

770 cm<br />

80 x 80<br />

70<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


STANDARD VIA CULTURALIS<br />

KURT-HACKENBERG-PLATZ<br />

ARCHÄOLOGISCHE ZONE<br />

HEUMARKT<br />

Kurt-Hackenberg-Platz<br />

Auf dem Kurt-Hackenberg-Platz befin<strong>den</strong><br />

sich 22 m lange Sitzelemente aus<br />

Grauwacke. Die modularen Steinelemente<br />

sind orthogonal in unterschiedlichen<br />

Höhen angeordnet, wodurch eine<br />

skulpturale Anmutung erzeugt wird.<br />

Archäologische Zone<br />

In der Archäologischen Zone sind Betonsitzbänke<br />

mit einer Natursteinverblendung<br />

(Höhe: 45 cm, Breite: 80 cm) in unterschiedlichen<br />

Längen geplant. Ihre Armlehnen<br />

bestehen aus Messing in unterschiedlichen<br />

Abstän<strong>den</strong> auf der Sitzfläche.<br />

Heumarkt<br />

In unmittelbarer Nähe des Heumarkts<br />

befin<strong>den</strong> sich auf dem Elogiusplatz und<br />

dem Hermann-Joseph-Platz jeweils sechs<br />

Kuben aus Grauwacke mit <strong>den</strong> Maßen<br />

50 x 50 x 50 cm. Sie dienen als gestalterisches<br />

Element und Sitzgelegenheit.<br />

VERORTUNG DER BÄNKE<br />

|<br />

Aufgrund der Gebäudedichte und der damit einhergehen<strong>den</strong><br />

schmalen Stadträume wer<strong>den</strong> Sitzbänke ausschließlich<br />

auf <strong>den</strong> Plätzen geplant. Nachdem die bestehen<strong>den</strong> Plätze<br />

hinsichtlich ihres Verweilpotenzials untersucht wur<strong>den</strong>,<br />

wer<strong>den</strong> final fünf mögliche Orte definiert.<br />

1 Laurenzgittergässchen<br />

2 Theo-Burauen-Platz<br />

3 Laurenzplatz<br />

4 Quatermarkt<br />

5 Günter-Wand-Platz<br />

STANDARD VIA CULTURALIS<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

71


Leuchten, Fahrradständer, Abfallbehälter<br />

Leuchten, Fahrradständer und Abfallbehälter gehören zum Basis-Stadtmobiliar.<br />

Für die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> gilt es, eine Balance zwischen Funktion und gestalterischem<br />

Anspruch unter Berücksichtigung der Vorgaben des Gestaltungshandbuches<br />

der Stadt Köln auszuloten.<br />

Leuchten<br />

Die Ausleuchtung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erfolgt mittels sechs<br />

Meter hoher Stelen des Typs ModulLum der Firma Schréder.<br />

Die modulare Bauweise ermöglicht eine maximale Flexibilität<br />

bei der Lichtstärkenverteilung sowie die Nutzung von<br />

Zusatzfunktionen.<br />

So können wichtige Bereiche, z. B. Plätze oder Fassa<strong>den</strong>,<br />

über Akzentbeleuchtungen hervorgehoben wer<strong>den</strong>. Weitere<br />

Möglichkeiten sind der <strong>Ein</strong>satz von Überwachungskameras,<br />

Lautsprechern, WLAN und die Integration von<br />

Ladestationen <strong>für</strong> E-Fahrzeuge.<br />

Aufgrund dieser verschie<strong>den</strong>en Funktionen, die der Stele<br />

auch tagsüber eine besondere Bedeutung geben, sieht das<br />

Gestaltungskonzept <strong>für</strong> das <strong>Raum</strong>element einen messingfarbenen<br />

Anstrich vor, der einerseits technisch <strong>den</strong> Anforderungen<br />

der Standardfarbe DB 703 mit Eisenglimmer<br />

entspricht und sich andererseits hinsichtlich seiner Anmutung<br />

in die Umgebung einfügt.<br />

Fahrradständer und Abfallbehälter<br />

Da das gesamte Gebiet von engen Gassen geprägt ist, wer<strong>den</strong><br />

Fahrradständer künftig ausschließlich auf <strong>den</strong> Plätzen<br />

verortet, mit Ausnahme der Gürzenichstraße. Hier besteht<br />

ein großzügiger Straßenquerschnitt, sodass Fahrradständer<br />

entlang der Fahrbahn gruppiert wer<strong>den</strong> können.<br />

Im Sinne einer einheitlichen Ausstattungsfamilie sowie eines<br />

hochwertigen Quartierscharakters weichen Fahrradständer<br />

und Abfallbehälter vom Standard ab, fin<strong>den</strong> aber über die<br />

Farbgebung <strong>den</strong>noch einen Bezug zum Gestaltungshandbuch.<br />

<strong>Der</strong> Anstrich erfolgt in der Standardfarbe DB 703 mit<br />

der Option, das Thema Messing in Teilen einzubringen.<br />

Grundsätzlich sind sämtliche <strong>Ein</strong>bauten demontierbar, um<br />

weiterhin allen veranstaltungstechnischen Anforderungen<br />

gerecht zu wer<strong>den</strong>. Zudem handelt es sich bei <strong>den</strong> hier vorgestellten<br />

Modellen <strong>für</strong> Fahrradständer und Abfallbehälter,<br />

wie bei <strong>den</strong> Bänken, um einen Arbeitsstand, der in <strong>den</strong><br />

nächsten Planungsschritten weiterqualifiziert wird.<br />

72<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


GESTALTUNGSHANDBUCH<br />

VIA CULTURALIS<br />

Leuchtstelen<br />

Typ: ModulLum<br />

Farbe: DB 703<br />

Firma: Schréder<br />

Leuchtstelen<br />

Typ: ModulLum<br />

Farbe: Messing-Farbanstrich nach Bemusterung<br />

Firma: Schréder<br />

Fahrradständer<br />

Typ: Gotik<br />

Farbe: DB 703<br />

Firma: Gutzeit Metallbau<br />

Fahrradbügel<br />

Typ: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Farbe: DB 703<br />

Firma: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Variante A<br />

Variante B<br />

Abfallbehälter<br />

Typ: Müllbehälter Colonia Plus<br />

Firma: LUNE<br />

Abfallbehälter<br />

Typ: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Farbe: DB 703 optional mit Messingapplikation<br />

Firma: befindet sich in der Qualifizierung<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

73


Außengastronomie und Gewerbe:<br />

Gestaltungsgrundsätze<br />

Das Erscheinungsbild der Außengastronomie prägt die I<strong>den</strong>tität des <strong>öffentlichen</strong><br />

<strong>Raum</strong>s und kann dazu beitragen, dass das Quartier als ein harmonischer und<br />

attraktiver Ort erlebt wird. Im Kontext der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist es wichtig, dass<br />

die einzelnen Elemente nicht in Konkurrenz zu <strong>den</strong> kulturellen Gebäu<strong>den</strong> stehen<br />

und dass durch ihre authentische Materialität und dezente Farbgebung<br />

langfristig die Qualität im <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> gewährleistet ist. Im Hinblick<br />

auf eine dem Ort angemessene, hochwertige Gestaltung sollten daher <strong>für</strong> alle<br />

Außenelemente Farben aus dem folgen<strong>den</strong> Spektrum, verwendet wer<strong>den</strong>.<br />

Allgemein anwendbare Farben | Sonderfarben (nur <strong>für</strong> Schirme)<br />

RAL 7043 RAL 7042 RAL 7044 RAL 3013<br />

RAL 7039 RAL 7040 RAL 9001 RAL 3028<br />

RAL 7046 RAL 7038 RAL 9002 RAL 3012<br />

RAL 7045 RAL 7047 RAL 9003<br />

Ableitung | Ortsprägende Gestaltung<br />

Abb. 51<br />

Abb. 52<br />

Abb. 53<br />

Abb. 54<br />

Abb. 55<br />

Abb. 56<br />

Abb. 57<br />

Abb. 58<br />

74<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Werbung<br />

Tische, Stühle und Schirme<br />

Tische, Stühle und Schirme bedürfen in der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> einer hochwertigen,<br />

einheitlichen Gestaltung. Die folgen<strong>den</strong> Unterkapitel sind als Empfehlung zur<br />

Form, Anordnung und Materialität zu verstehen.<br />

Werbung<br />

Werbung<br />

Werbung<br />

Werbung<br />

+ +<br />

+ +<br />

+ +<br />

+ + +<br />

Form und Anordnung | Tische und Stühle<br />

• <strong>Ein</strong>zelstühle anstelle von Bänken<br />

• Werbefreie Tische und Stühle<br />

• Blendfreie Oberfläche<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Tische und Stühle innerhalb<br />

eines Gastronomiebetriebs<br />

• Beachtung bestehender Achsen bei der Anordnung<br />

der Tische und Stühle<br />

Form und Anordnung | Schirme<br />

• Maximale Größe: 4,00 x 4,00 m<br />

• Werbefreie Schirme (ausgenommen ist der Gaststättenname),<br />

maximale Überdeckung: 3/4 der genehmigten Fläche<br />

• Vorzugsweise ohne Volant<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Schirme innerhalb eines Gastronomiebetriebs<br />

Abb. 59 Abb. 60 Abb. 61 Abb. 62<br />

Materialität | Tische und Stühle<br />

• Massivholz, Metall, Aluminium, hochwertiger Kunststoff,<br />

Rattan oder in Kombination<br />

Materialität | Schirme<br />

• Gestell aus Holz oder Metall<br />

• Ausschließlich witterungsbeständige Textilschirme mit<br />

matter Beschichtung<br />

• Bo<strong>den</strong>hülsen als Schirmständer,<br />

alternativ: hochwertiger Schirmständer<br />

• Unifarben<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

75


Markisen und Vordächer<br />

Allgemein sind Markisen und Vordächer dezent zu verwen<strong>den</strong>, da sie in kleinteiligen<br />

Stadträumen wie der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> dazu führen können, dass der<br />

<strong>Raum</strong> beengt wirkt. Daher gibt es im Folgen<strong>den</strong> einige Empfehlungen, die<br />

beachtet wer<strong>den</strong> sollten.<br />

Form und Anordnung<br />

• Vorzugsweise Markisen anstatt Vordächer<br />

• Anpassung in Form und Farbe an das Gebäude<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Markisen pro Gebäude<br />

• Keine Verwendung von Seitenteilen und die Gewährleistung<br />

der <strong>Ein</strong>- und Ausfahrbarkeit<br />

• Anbringungsort nur im Erdgeschoss innerhalb<br />

der Fensterlaibungen oder unmittelbar über dem Fenster<br />

in entsprechender Breite<br />

• Maximale Ausladung: 1,50 m,<br />

maximale Höhe des Volants: 0,20 m<br />

• Lichte Höhe zwischen Bo<strong>den</strong> und Markise:<br />

mindestens 2,50 m<br />

• Dezente Aufbringung des Lokalnamens, vorzugsweise<br />

auf Volant, ansonsten werbefrei<br />

Materialität<br />

• Stoff, reflexionsfrei und mit matter Oberfläche<br />

• Unifarben und in Abstimmung mit der Farbe der Fassade<br />

1. OG<br />

1,50 m<br />

0,2 m<br />

2,5 m<br />

EG<br />

Abb. 63 Abb. 64<br />

76<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


<strong>Ein</strong>friedung durch Begrünungselemente<br />

Generell sind <strong>Ein</strong>friedungen im Sinne des offenen Charakters nicht erwünscht<br />

und sollten daher nur nach kritischer Betrachtung verwendet wer<strong>den</strong>. Kommen<br />

sie zum <strong>Ein</strong>satz, sollten lediglich mobile Pflanzkübel mit folgender Beachtung<br />

aufgestellt wer<strong>den</strong>.<br />

Form und Anordnung<br />

• Mobile Begrünungselemente anstatt Zäunen oder<br />

ähnlichem Sichtschutz<br />

• Lineare Anordnung<br />

• Abstände (lichte Breite) der einzelnen Pflanzgefäße: 1,50 m<br />

• Maximale Höhe des gesamten Pflanzkübels: 1,50 m<br />

• Pflanzgefäße pro Gastronomiebetrieb entweder rund<br />

oder quadratisch, max. Ø: 0,80 m<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Auswahl der Pflanzen pro<br />

Gastronomiebetrieb<br />

• Werbefreie Pflanzgefäße<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Auswahl der Pflanzen pro Gastronomie<br />

Materialität<br />

• Naturstein oder Metall<br />

• Bei Naturmaterialien: Verwendung der Eigenfarbe<br />

Abb. 65 Abb. 66<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

77


Leitsysteme und Werbung:<br />

Gestaltungsgrundsätze<br />

Da Werbung weder Ortsbild und Charakteristik noch die Architektur der Gebäude<br />

maßgeblich verändern darf, ist sie in Bezug auf Abmessung, Ausgestaltung<br />

und Anbringungsort dem Gebäude und dem Straßenraum unterzuordnen.<br />

Werbung dient als Informationsträger <strong>für</strong> das Angebot und die<br />

Nutzung innerhalb des betreffen<strong>den</strong> Gebäudes. Gut gestaltet, kann sie die Interaktion<br />

zwischen innen und außen auf positive Art fördern.<br />

In Ergänzung zu der gelten<strong>den</strong> Werbesatzung vom<br />

16.04.2002 <strong>für</strong> die Bereiche Dom, Rheinufer, Heumarkt,<br />

Gürzenich und Marspfortengasse sind zusätzliche Empfehlungen<br />

<strong>für</strong> eine einheitliche und hochwertige Gestaltung<br />

formuliert. Im Fokus stehen hierbei insbesondere<br />

Farbe, Form, Materialität und Anzahl der Werbeträger.<br />

Im Zusammenhang mit <strong>den</strong> bedeuten<strong>den</strong> Gebäu<strong>den</strong> im<br />

Quartier, wie Kirchen und Museen, soll der Freiraum ruhig<br />

erscheinen. In Zuge dessen wird auf Werbeträger (Vitrinen,<br />

Litfaßsäulen) im Freiraum gänzlich verzichtet. Werbung<br />

soll nur als Eigenwerbung dienen und möglichst an der<br />

Fassade platziert wer<strong>den</strong>. Wie auch beim Stadtmobiliar<br />

orientiert sich das Leitsystem am Bestand und damit am<br />

Charakter der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. Da die Themen Werben und<br />

Präsentieren ähnliche Handlungsfelder sind, sollte es hier<br />

zur <strong>Ein</strong>haltung des übergeordneten Ziels, das Quartier ruhig<br />

und einheitlich zu halten, Überschneidungen geben.<br />

Im Zuge dessen sind sämtliche Beschriftungsformen aus<br />

Messing oder einer Anmutung dessen vorgesehen. Zudem<br />

sollen möglichst alle Beschriftungstypen auf bereits vorhan<strong>den</strong>en<br />

Elementen sein, um so wenig zusätzliche Stelen<br />

wie möglich zu erzeugen. Darüber hinaus gelten folgende<br />

Ansätze <strong>für</strong> die unterschiedlichen Kategorien:<br />

Auftaktbereiche<br />

• Anbringung des Schriftzuges »<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>« an <strong>den</strong> Auftaktschwellen<br />

der Querverbindungen in angegebener Form<br />

Straßen<br />

• Straßennamen befin<strong>den</strong> sich immer direkt auf der Fassade<br />

auf <strong>den</strong> im Beispiel gezeigten Schildern<br />

• Anbringungsort jeweils am Straßenanfang und -ende<br />

sowie an wichtigen Kreuzungen<br />

Plätze<br />

• Schriftzüge als einzelne Messingbuchstaben<br />

in angegebener Form<br />

• Pro Platz ein Schriftzug<br />

SCHRIFTZUG ÜBERGANGSBEREICHE<br />

PLÄTZE<br />

78 3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Ableitung | Ortsprägende Gestaltung<br />

Abb. 67<br />

Abb. 68<br />

Abb. 69<br />

Abb. 70<br />

Abb. 71<br />

Abb. 72<br />

Abb. 73<br />

Abb. 74<br />

Abb. 75<br />

Abb. 76<br />

Umsetzung | Straßen und Plätze<br />

15 cm<br />

Bis 80 cm<br />

5 cm<br />

18 cm<br />

15 cm 20 cm<br />

Bis 100 cm<br />

2 cm<br />

100 cm<br />

5 cm<br />

30 cm<br />

Visualisierung | Auftaktbereiche<br />

Abb. 77<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

79


Vorschriften aus vorhan<strong>den</strong>er Satzung<br />

Im Folgen<strong>den</strong> wer<strong>den</strong> die bestehen<strong>den</strong> Vorgaben aus der Werbesatzung im<br />

Bereich zwischen Dom, Rheinufer, Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse<br />

vom 16.04.2002 (Überarbeitung 13.01.2006) dargestellt.<br />

1. OG<br />

1. OG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

EG<br />

EG<br />

Werbeanlagen dürfen nur zwischen Erdgeschoss und Unterkante<br />

der Fenster des 1. Obergeschosses angebracht wer<strong>den</strong><br />

WERBUNG<br />

Fenster und Schaufensterflächen dürfen weder teilweise<br />

noch vollständig verdeckt wer<strong>den</strong><br />

WERBUNG<br />

W<br />

WERBUNG<br />

1. OG<br />

WERBUNG<br />

EG<br />

0,5 m<br />

1. OG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG WERBUNG<br />

0,5 m<br />

EG<br />

max. 1/3 des Gebäudes<br />

max. 1/3 des Gebäudes<br />

0,25m<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG<br />

0,25m<br />

WERBUNG<br />

1,0m²<br />

WERBUNG<br />

1,0m²<br />

WERBUNG<br />

Lokal<br />

01<br />

Lokal<br />

02<br />

Lokal<br />

01<br />

Keine Werbeanlagen an Brückenanlagen, Böschungsmauern,<br />

<strong>Ein</strong>friedungen, Erkern, Balkonbrüstungen und Schornsteinen<br />

Schriftzüge dürfen nicht auf andere Gebäude übergreifen<br />

1. OG<br />

1,0m²<br />

UNG<br />

s Gebäudes<br />

0,5 m<br />

0,25m<br />

WERBUNG<br />

0,25m1,0m²<br />

WERBUNG<br />

max. 1/3 des Gebäudes<br />

Lokal<br />

01<br />

WERBUNG<br />

Lokal<br />

02<br />

1,0m²<br />

0,25m<br />

WERBUNG<br />

Lokal<br />

WERBUNG 01<br />

1,0m²<br />

Lokal<br />

02<br />

Lokal<br />

01<br />

Lokal<br />

02<br />

WERBUNG<br />

EG<br />

Lokal<br />

01<br />

WERBUNG<br />

Lokal<br />

02<br />

Max. Ausladung bei Schildern: 0,25 m, ausgenommen sind<br />

Hinweisschilder <strong>für</strong> Gaststätten bis zu einer Größe von 1,0 m²<br />

WERBUNG<br />

(Aufhängekonstruktion WERBUNG ist ausgenommen)<br />

0,25m<br />

WERBUNG<br />

1,0m²<br />

0,2 m<br />

2,5 m<br />

1. OG<br />

Keine akustisch 1. OG unterstützten Werbeanlagen<br />

1. OG<br />

1. OG<br />

1. OG<br />

1. OG<br />

Grundsätzlich: nur bis zu 1,0 m² zusammenhängender<br />

1,2 m<br />

1,5 m<br />

Fläche,<br />

1. OG<br />

1,2 m außer bei Schriftzügen aus <strong>Ein</strong>zelbuchstaben an<br />

1. OG<br />

1. OG<br />

der Fassade mit einer max. Höhe von 0,5 m<br />

Keine wechseln<strong>den</strong> 0,2 m oder bewegten 1,5 Sichtflächen m oder entsprechende<br />

Beleuchtung (einschl. EG<br />

1,5 m<br />

1,2 m<br />

1,2 m<br />

EG<br />

EG<br />

WERBUNG<br />

WERBUNG 2,5 m Lichtprojektionen)<br />

EG<br />

2,5 m<br />

0,2 m<br />

0,2 m2,5 m<br />

80 EG<br />

EG 3 KONZEPT | EG 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPTEG<br />

2,5 m<br />

2,5 m<br />

2,5 m<br />

2,5 m<br />

1,5 m<br />

Lokal<br />

01<br />

EG<br />

0,2 m<br />

2,5 m<br />

0,5 0,5 m<br />

Lokal<br />

02<br />

1,5 m<br />

EG<br />

WERBUNG<br />

1,0m<br />

max. Max. 1/3 des Gebäudes<br />

2,5 m<br />

1,2 m<br />

1,0m<br />

1. OG<br />

EG<br />

1. OG<br />

2,5 m<br />

1,2 m<br />

1


Zusätzliche Empfehlungen <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Die zusätzlichen Vorgaben richten sich auf gestalterisch einheitliche Schriftzüge<br />

an <strong>den</strong> Fassa<strong>den</strong> sowie dazu passende Ausleger und Hinweisschilder.<br />

Ziel ist es, Leitsysteme und Werbung mit <strong>den</strong> Gestaltungsrichtlinien des Stadtmobiliars<br />

zu verknüpfen.<br />

Form und Anordnung | Schriftzüge<br />

• Schriftzüge als <strong>Ein</strong>zelbuchstaben oder zusammenhängend<br />

• Anbringung an der Fassade entweder durch direkte Verschraubung<br />

oder mit zurückhaltender Unterkonstruktion<br />

• Die Schriftart ist frei wählbar<br />

• <strong>Ein</strong> Schriftzug pro Betrieb und Fassa<strong>den</strong>seite<br />

Form und Anordnung | Ausleger<br />

• Rechtwinklige Anbringung an Fassade, max. Breite: 1,00 m<br />

• Aufhängekonstruktion möglichst filigran<br />

• <strong>Ein</strong> Ausleger pro Fassa<strong>den</strong>seite und Betrieb<br />

Abb. 78<br />

Hinweisschilder <strong>für</strong> freie Berufe<br />

• Gemeint sind Ärztehäuser, Büros oder Ähnliches<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Schilder pro Gebäude<br />

• Anbringung direkt auf der Fassade<br />

• Werbefläche pro Betrieb: 40 x 50 cm<br />

• <strong>Ein</strong>heitliche Schriftgröße und -art pro Gebäude<br />

(gedruckt oder graviert)<br />

Abb. 79<br />

Materialität<br />

• Metall oder metallisch beschichtetes Acryl<br />

Farbschema<br />

• Verwendung der hier dargestellten Farben oder<br />

in Anlehnung an diese<br />

• Pro Elemente jeweils nur eine Farbe<br />

Abb. 80<br />

RAL 1019<br />

RAL 1020<br />

RAL 1024<br />

RAL 1000<br />

RAL 1001<br />

RAL 1002<br />

RAL 1013<br />

RAL 1015<br />

RAL 9001<br />

RAL 9002<br />

RAL 9018<br />

RAL 9010<br />

RAL 9016<br />

RAL 9003<br />

RAL 1014<br />

Abb. 81<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

81


Stadtgrün<br />

<strong>Der</strong> Charakter von Altstadt und <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist vorrangig steinern. Baumpflanzungen<br />

sind eher gebündelt und überwiegend auf <strong>den</strong> Plätzen vorzufin<strong>den</strong>,<br />

wodurch das Thema Stadtgrün eine untergeordnete Rolle spielt.<br />

Dennoch wird aus gestalterischen und stadtklimatischen Grün<strong>den</strong> der punktuelle<br />

<strong>Ein</strong>satz von Gehölzen auch bei <strong>den</strong> künftigen Planungen vorgesehen.<br />

Anforderungen<br />

Bei der Auswahl stellt der Zierwert ein wichtiges Kriterium<br />

dar, aber auch die Bestandsgehölze und die Anforderungen<br />

aufgrund klimatischer Veränderungen und<br />

der damit einhergehen<strong>den</strong> Hitzeperio<strong>den</strong> müssen berücksichtigt<br />

wer<strong>den</strong>. Insbesondere ist hier die Platane zu<br />

nennen, die mehrfach im Gebiet zu fin<strong>den</strong> ist, sowie die<br />

jüngst gepflanzten japanischen Schnurbäume »Sophora<br />

japonica« auf dem Kurt-Hackenberg-Platz, die bereits <strong>den</strong><br />

klimatischen Anforderungen gerecht wer<strong>den</strong>. Als Herausforderung<br />

sind darüber hinaus die erschwerten Standortbedingungen<br />

durch <strong>den</strong> stark versiegelten Stadtraum zu<br />

werten. Aus <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en Anforderungen heraus ergibt<br />

sich folgende Matrix.<br />

Klimatische Faktoren<br />

• Natürliche Verdunstung (z. B. klein gefiederte Blätter)<br />

• Hitze- und trockenbeständig<br />

• Erhöhte Strahlungsenergie<br />

• Starkregen/Staunässe<br />

• Nährstoffarmut<br />

Städtische Faktoren<br />

• Hoher Versieglungsgrad<br />

• Streusalz- und Öleintrag<br />

• Beschädigungen durch KFz<br />

• <strong>Ein</strong>geschränkter Wurzelraum<br />

• Vorgaben Gehölzliste Stadt Köln<br />

Zierwert<br />

• Blütenfarbe<br />

• Früchte<br />

• Herbstfärbung<br />

• Wuchsform<br />

Auswahl Gehölze<br />

Die nachstehend aufgelisteten Gehölze sind ein Zusammenspiel<br />

aus der GALK-Straßenbaumliste und der Kölner<br />

Straßenbaumliste 2014. Sie gehören zu <strong>den</strong> klimatoleranten<br />

Stadtbaumarten und entsprechen <strong>den</strong> genannten Anforderungen.<br />

Die Liste ist als Auszug bzw. Ergänzung zu <strong>den</strong> bestehen<strong>den</strong><br />

Gehölzen zu sehen.<br />

Gehölze als Hochstamm<br />

vorrangig <strong>für</strong> Straßen- und Bewegungsräume<br />

• Acer freemanii, »Autumn Blaze«<br />

• Fraxinus angustifolia, »Raywood«<br />

• Gleditsia triacanthos, »Skyline«<br />

• Gleditsia triacanthos, »Sunburst« (vgl. Abb. 85)<br />

• Ostrya carpinifolia<br />

• Celtis australis<br />

• Platanus acerifolia<br />

• Quercus cerris<br />

• Quercus frainetto<br />

• Tilia tomentosa und »Brabant«<br />

Mehrstämmige Gehölze,<br />

vorrangig <strong>für</strong> Plätze und Beete<br />

• Acer buergerianum<br />

• Acer monspessulanum<br />

• Amelanchier lamarckii (vgl. Abb. 86)<br />

• Cercis siliquastrum<br />

• Parrotia persica<br />

• Acer rubrum<br />

• Nyssa sylvatica<br />

• Robinia pseudoacacia, »Bessoniana«<br />

• Sophora japonica<br />

Baumscheiben<br />

Baumscheiben wer<strong>den</strong> weiterhin kreisrund ausgebildet<br />

und durch ein Stahlband zum Pflaster hin abgegrenzt.<br />

82<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


Ableitung | Ortsprägendes Gehölz<br />

Abb. 82<br />

Ø300<br />

Abb. 83 Abb. 84<br />

Beispiel | Gehölze als Hochstamm<br />

Beispiel | Mehrstämmige Gehölze<br />

Abb. 85 Abb. 86<br />

Visualisierung | Baumscheiben<br />

Ø300<br />

Abb.87<br />

Abb.88<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

83


Anwendungsbeispiel Gürzenichstraße<br />

Die Visualisierung zeigt <strong>den</strong> Günter-Wand-Platz mit der angrenzen<strong>den</strong><br />

Gürzenichstraße und damit beispielhaft das künftige Erscheinungsbild der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. <strong>Der</strong> einheitliche Bo<strong>den</strong>belag beruhigt <strong>den</strong> Stadtraum.<br />

Die hochwertige Gestaltung des Mobiliars, insbesondere die <strong>Via</strong>-<strong>Culturalis</strong>-<br />

Bank, betont die Besonderheit des Quartiers. Es entsteht ein Stadtraum<br />

von besonderer Aufenthaltsqualität.<br />

Abb. 89<br />

84<br />

3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT


3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT<br />

85


Gestaltungsplan Gesamtraum<br />

Unter Berücksichtigung der kommen<strong>den</strong> Hochbauprojekte<br />

Gesamtbild<br />

Schilder Straßen und Plätze<br />

Die <strong>Via</strong>-<strong>Culturalis</strong>-Bank<br />

Leuchtstelen<br />

Typ: ModulLum<br />

Farbe: Farbanstrich<br />

Messing nach Bemusterung<br />

Firma: Schréder<br />

Variante A<br />

Variante B<br />

Abfallbehälter<br />

Typ: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Farbe: DB 703, optional mit Messingapplikation<br />

Firma: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Fahrradbügel<br />

Typ: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Farbe: DB 703<br />

Firma: befindet sich in der Qualifizierung<br />

Variante A<br />

DB 703<br />

Variante A<br />

DB 703<br />

Variante B<br />

DB 703 mit<br />

Messingapplikation


Abb.90<br />

Legende<br />

Gesamtplan <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

Bereiche in Planung/Umsetzung und bestehende Bereiche<br />

ohne Handlungsbedarf<br />

Neue Oberfläche der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in Grauwacke<br />

Potenzialfläche: städtebaulicher Masterplan Innenstadt


DREI DISKUSSIONSGRUPPEN IN DER LENKUNGSGRUPPE MASTERPLAN KÖLN<br />

1. Stadtbild<br />

2. Stadtkultur<br />

3. Mentalität<br />

WERTEPYRAMIDE<br />

(<strong>Ein</strong>zigartige)<br />

Differenzialwerte<br />

(Besondere)<br />

Kernwerte<br />

Authentisch<br />

strahlend | mystisch<br />

charmant | verbin<strong>den</strong>d<br />

mehrdimensional<br />

kulturhistorisch<br />

(Selbstverständliche)<br />

Substanzwerte<br />

Gemeinschaftlich | zukunftsweisend<br />

i<strong>den</strong>titätsstiftend | kulturell kompetent<br />

qualitätsvoll | empathisch | pulsierend<br />

<strong>Ein</strong>la<strong>den</strong>d | urban | zeitgenössisch | lebendig<br />

offen | weltoffen | autofrei | wertschätzend<br />

übersichtlich | bil<strong>den</strong>d | ernsthaft<br />

spannend | gewachsen | qualitätsvoll<br />

Schriftfamilien<br />

Farben<br />

GT Sectra<br />

regular italic<br />

Brown<br />

bold<br />

regular<br />

light<br />

Schwarz<br />

Bossanova<br />

Weiß<br />

Curious Blue<br />

Magenta<br />

Light Cyan<br />

Bildmarke<br />

Keyvisual<br />

Wortmarke<br />

V I A<br />

VIA


3.2 Das Kommunikationskonzept<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> etablieren<br />

In der Förderperiode 2017 – 2018 wurde dieses Kommunikationskonzept <strong>für</strong> die <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> prozesshaft und partizipativ entwickelt, relevanten Akteuren vorgestellt<br />

und medial – sukzessive – umgesetzt. Für die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wurde ein Erscheinungsbild<br />

kreiert, auf dessen Grundlage diverse Medien von Printprodukten über<br />

Social-Media-Kanäle bis hin zur Smartphone-App ins Leben gerufen wur<strong>den</strong>.<br />

Visuelle Dokumentationen, darunter ein Drohnenfilm, diverse Fotostrecken und<br />

ein Imagefilm, begleiteten öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie z. B.<br />

<strong>den</strong> Tag der Städtebauförderung im Mai 2018.<br />

Themenorientierte Netzwerke zu <strong>den</strong> Feldern »Kultur und<br />

I<strong>den</strong>tität« sowie »Gewerbe und Gastronomie« wur<strong>den</strong> eingerichtet<br />

und Kommunikationsflüsse <strong>für</strong> eine langfristige<br />

Zusammenarbeit etabliert, um so Gehalt und Potenzial<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> von »innen nach außen« zu kehren. Insgesamt<br />

entstand ein vielseitiges Instrumentarium <strong>für</strong> die<br />

Kommunikation der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, das <strong>den</strong> Netzwerkcharakter<br />

des Projekts in <strong>den</strong> Fokus stellt und auf dem<br />

fortan aufgebaut wer<strong>den</strong> kann.<br />

Zielstellungen<br />

Die fortwährende bauliche Entwicklung des Quartiers zum<br />

einen sowie die Vielgestaltigkeit und Exzellenz der hier<br />

beheimateten Institutionen bezeichnen die Leitplanken<br />

<strong>für</strong> das nachhaltig angelegte Kommunikationskonzept.<br />

Grundsätzlich wer<strong>den</strong> zwei komplementäre Ziele verfolgt.<br />

1. Über die qualitätsorientierte Entwicklung der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> kontinuierlich zu informieren: Die vielseitigen<br />

baulichen Aufwertungen im Quartier vom Tunnel Johannisstraße,<br />

über die Historische Mitte bis hin zur Freitreppe<br />

bei St. Maria im Kapitol gilt es unter dem Begriff <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> zu bündeln und zu profilieren. → <strong>Ein</strong>e besondere<br />

Herausforderung stellt hierbei die Kommunikation über<br />

einen weit in die Zukunft reichen<strong>den</strong> Prozess dar –<br />

schließlich sind das MiQua oder aber – noch ferner – die<br />

Historische Mitte Projekte, die noch einigen Vorlauf beanspruchen.<br />

2. Die Akteure vor Ort nachhaltig zur Ausprägung einer<br />

kommunikativen I<strong>den</strong>tität zu aktivieren: Die vielfältigen<br />

kulturellen und künstlerischen Inhalte aus Vergangenheit<br />

und Gegenwart gilt es durch die Ansprache und<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

Beteiligung der Anrainerinnen und Anrainer auf der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> zu bündeln und zu einer Quartiersi<strong>den</strong>tität zu<br />

verdichten. Die Steuerung und Gestaltung der Kommunikation<br />

ist maßgeblich eine kuratierende Leistung, mittels<br />

derer man die in Kapitel 2.2 vorgestellten Akteure adressiert<br />

und ihre Interessen moderiert und zusammenführt<br />

– schließlich sind sie es, welche die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ausmachen.<br />

→ In <strong>den</strong> Fokus zu nehmen gilt es auch hier die zeitliche<br />

Dimension im Verbund mit der räumlichen Konstante:<br />

Auf 800 Metern bil<strong>den</strong> die Institutionen und Orte auf der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> 2.000 Jahre Stadtgeschichte ab, eine absolute<br />

<strong>Ein</strong>zigartigkeit in Deutschland.<br />

Wertepyramide und Corporate Design<br />

Ausgangspunkt <strong>für</strong> die Implementierung der zwei benannten<br />

Kommunikationslinien – »informieren« und<br />

»aktivieren« – ist ein verbin<strong>den</strong>des Erscheinungsbild. Für<br />

dessen Kreation wurde ausgehend von Grundlagen aus<br />

dem Masterplanprozess und Folgeplanungen im Rahmen<br />

der Lenkungsgruppensitzung Masterplan am 3. April<br />

2017 ein Werte-Workshop zur Quartiersi<strong>den</strong>tität durchgeführt,<br />

bei dem unterschiedliche Sichtweisen auf das<br />

Quartier aufgenommen, interpretiert und synthetisiert<br />

wur<strong>den</strong>. In <strong>den</strong> Feldern (1) »Stadtraum – die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

als Planungsraum«, (2) Stadtkultur – die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

als Kultur- und Freizeitangebot« und (3) »Mentalität – die<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als Lebens- und Arbeitsraum« wur<strong>den</strong> die<br />

Facetten der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> charakterisiert und bewertet.<br />

Das entstan<strong>den</strong>e Corporate Design basiert in Formgebung<br />

und Farbwahl auf <strong>den</strong> herausgearbeiteten Werten und<br />

schafft so authentische Wiedererkennung <strong>für</strong> das Quartier<br />

und seine Entwicklung.<br />

95


Kernbotschaften vermitteln<br />

Die Zielstellungen wer<strong>den</strong> durch nachstehende Kernbotschaften transportiert,<br />

welche sowohl nach innen, in Richtung der Beteiligten, als auch nach außen, in<br />

Richtung Stadtgesellschaft, Touristen und Medienlandschaft, formuliert wer<strong>den</strong>.<br />

Zusammengefasst wer<strong>den</strong> diese Kernbotschaften durch <strong>den</strong> Claim »Stadt Kultur<br />

Geschichte«, der die Qualitäten, aber auch die Besonderheit der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> im<br />

Vergleich zu anderen Kulturquartieren herausstellt: Sie ist gelebter urbaner <strong>Raum</strong><br />

mit einer hohen Nutzungsvielfalt, der zudem auch durch seine Entdeckung und<br />

Benennung durch O. M. Ungers eine städtebauliche Rezeption erfährt.<br />

Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> verfügt weiterhin selbstre<strong>den</strong>d über einen bemerkenswerten<br />

kulturellen Reichtum und wacht über 2.000 Jahre Geschichte – so weit kann keine<br />

andere Millionenstadt in Deutschland auf die eigene Historie zurückblicken. Die<br />

Kernbotschaften, und im Rahmen dessen Begriff und Erscheinungsbild der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong>, gilt es auch in Zukunft nicht allein mittels medialer Eigenprodukte der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> in die Breite zu tragen. Auch durch Hinterlegung der Kernwerte<br />

in die Kommunikation Dritter erlangt das Gesamtbild Wiedererkennungswert, der<br />

Name wird zum geflügelten Wort. Hier<strong>für</strong> sind insbesondere die Multiplikatoren<br />

relevant, die das Kulturquartier an die Kölner Stadtgesellschaft herantragen,<br />

aber auch über die Stadt und das Umland hinaus die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> kommunizieren.<br />

DIE VIA CULTURALIS IST EIN<br />

ALLEINSTELLUNGSMERKMAL FÜR KÖLN.<br />

|<br />

DIE VIA CULTURALIS IST EINE<br />

KONTINUIERLICHE GESCHICHTE.<br />

|<br />

DIE GESCHICHTE DER VIA CULTURALIS IST SEIT JEHER<br />

VIELSCHICHTIG UND VIELSTIMMIG.<br />

|<br />

DIE VIA CULTURALIS IST EIN<br />

STÄDTISCHER ERFAHRUNGSRAUM.<br />

|<br />

DIE VIA CULTURALIS BIETET KÜNFTIG<br />

HOHE AUFENTHALTSQUALITÄT.<br />

96<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT


Netzwerk <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> verstetigen<br />

Für die Entwicklung und Etablierung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> als kulturellen Erfahrungsraum<br />

mit gegenwärtig immenser baulicher Entwicklung war und ist die<br />

<strong>Ein</strong>bindung unterschiedlicher beteiligter Gruppen relevant. Zu nennen sind<br />

die Bereiche Handel und Gewerbe, Bau und Eigentum sowie insbesondere Kultur,<br />

Kirche und Denkmal. Im Rahmen des Förderzeitraums hat das Projektteam<br />

Netzwerkgespräche mit <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en Institutionen sowie <strong>den</strong> Beteiligten<br />

aus Handel und Gewerbe durchgeführt, die künftig einen Arbeitskreis<br />

bil<strong>den</strong> sollen, der<br />

aktuelle Planungen und<br />

Beschlüsse teilt<br />

(insbesondere im Hinblick<br />

auf bauliche Entwicklungen,<br />

aber auch auf inhaltliche<br />

Planungen und Projekte)<br />

die Weiterentwicklung<br />

und Themensetzung<br />

der Kommunikation der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> vorsieht<br />

eine gemeinsame Ideenund<br />

Themenfindung <strong>für</strong><br />

Veranstaltungen und Projekte<br />

zum Thema respektive auf der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> betreibt<br />

<strong>Der</strong> Arbeitskreis tagt bestenfalls zweimal jährlich und wird von städtischer<br />

Seite vorbereitet und moderiert wer<strong>den</strong>.<br />

<strong>Ein</strong> interner E-Mail-Verteiler informiert und aktiviert die Schlüsselakteure auf<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. Hierüber wer<strong>den</strong> Gesprächsrun<strong>den</strong> abgestimmt und relevante<br />

Informationen frühzeitig vermittelt. <strong>Der</strong> interne E-Mail-Verteiler wird als<br />

dialogisches Format aufgesetzt, das idealerweise sämtliche Beteiligte nutzen.<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

97


Mit Fotografie und Film präsentieren<br />

<strong>Ein</strong> auf <strong>den</strong> ersten Blick abstrakter Name <strong>für</strong> einen historisch gewachsenen<br />

Stadtraum wie die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> muss erklärt und vor allen Dingen auch gezeigt<br />

wer<strong>den</strong>. Qualitativ hochwertige Fotografie und Bewegtbildaufnahmen<br />

aus allen Perspektiven sind hier<strong>für</strong> ein wertvolles Mittel, das unter Berücksichtigung<br />

der Kernwerte einzubringen ist. Von Beginn an wurde bei der<br />

Konzeption und Entwicklung der Kommunikation <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> Wert<br />

auf eine visuelle Dokumentation sowohl des Stadtraums als auch seiner Protagonisten<br />

gelegt. In einem angelegten Bildarchiv wer<strong>den</strong> diese zeitgenössischen<br />

Aufnahmen in Kontext gebracht mit historischem Bildmaterial.<br />

Abb. 91<br />

Abb. 92<br />

Abb. 93<br />

98<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT


Programmpunkte und Inhalte<br />

Die Entwicklung von Inhalten und Programmpunkten ist zentral <strong>für</strong> die Ziele<br />

der Kommunikation: Sie erzählen über die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> und la<strong>den</strong> zu Besuchen<br />

ein. Programm und Inhalt wiederum können nur unter <strong>Ein</strong>bezug der relevanten<br />

Stakeholder aus dem Kontext der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erfolgen: Nur das, was die<br />

Akteure in der Idee <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> an Chance und Potenzial ausmachen, kann<br />

nachhaltig ihren Erfolg begrün<strong>den</strong>. Die Netzwerkveranstaltungen sind Ausgangspunkt<br />

<strong>für</strong> gemeinsame Projekte und Veranstaltungen. So wurde insbesondere<br />

der Tag der Städtebauförderung 2018 thematisiert und geplant.<br />

Abb. 94<br />

Exkurs:<br />

Tag der Städtebauförderung 2018<br />

|<br />

Erste Bewährungsprobe der Netzwerkbildung und der<br />

allgemeinen Kommunikation war der Tag der Städtebauförderung<br />

2018 als wichtige Zielmarke, durch welche<br />

die exemplarische Zusammenwirkung der verschie<strong>den</strong>en<br />

Beteiligten der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> getestet wurde. Ziel war,<br />

die verschie<strong>den</strong>en Akteure in die Gestaltung dieses Termins<br />

einzubeziehen und anhand dessen die Potenziale<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> reziprok sichtbar zu machen.<br />

Abb. 95 Abb. 96<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

99


Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> medial breit aufstellen<br />

Das Angebot der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> richtet sich an alle Kölner Bürgerinnen und<br />

Bürger. Um diese Breite zu erreichen, ist ein vielgestaltiger Medienauftritt nötig,<br />

der sich gegenüber bestehen<strong>den</strong> Kanälen der Stadt und bezeichneten Institutionen<br />

anschlussfähig zeigt.<br />

Website<br />

Die Website www.viaculturalis.cologne ist zentraler Ankerpunkt<br />

<strong>für</strong> die Informationsvermittlung zum Thema <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong>. Auf ihr wer<strong>den</strong> sämtliche Informationen, insbesondere<br />

zur baulichen Entwicklung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>,<br />

lesefreundlich und informativ aufbereitet. Die Website ist<br />

verlinkt mit der Seite der Stadt Köln und wird kontinuierlich<br />

aktualisiert. Auch dient die Seite als Brücke zu <strong>den</strong><br />

weiteren Medien der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, hierunter fallen insbesondere<br />

der Newsletter, die Social-Media-Kanäle sowie die<br />

Smartphone-App.<br />

Verteiler und Newsletter<br />

<strong>Ein</strong> zentraler Verteiler mit rund 500 relevanten Kontaktdaten<br />

aus Politik, Verwaltung und der Lenkungsgruppe<br />

Städtebaulicher Masterplan wurde ab 2017 sukzessive<br />

ausgebaut. <strong>Der</strong> vierteljährliche Newsletter informiert über<br />

die baulichen und kulturellen Entwicklungen auf der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> und vermittelt frühzeitig Insiderwissen an einen<br />

Personenkreis mit besonderem Interesse. Auf der Website<br />

bietet sich die Möglichkeit zur Anmeldung.<br />

Druckprodukte<br />

Wertige Druckprodukte wie Flyer und Plakate untermauern<br />

<strong>den</strong> hohen Anspruch, <strong>den</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> <strong>für</strong> die<br />

Kölner Innenstadtentwicklung innehat. Sie dienen auch<br />

dazu, weniger onlineaffine Adressatengruppen abzuholen.<br />

Insbesondere vor dem Hintergrund der viel frequentierten<br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Ein</strong>richtungen und Auslagemöglichkeiten –<br />

wie z. B. dem Servicecenters KölnTourismus, der Museen<br />

oder des Bürgerbüros – drängt sich die Präsenz von Druckprodukten<br />

vor Ort geradezu auf.<br />

Social Media<br />

Als auf Breite angelegtes Projekt ist der Betrieb eigener<br />

Social-Media-Präsenzen <strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> folgerichtig,<br />

auch da so von der Akteursvielfalt kommunikativ profitiert<br />

wer<strong>den</strong> kann. Im Zuge des Förderzeitraums wur<strong>den</strong> in enger<br />

Absprache mit dem Amt <strong>für</strong> Öffentlichkeitsarbeit ein<br />

Facebook- sowie ein Instagram-Account eingerichtet, die<br />

inhaltlich und organisatorisch mit <strong>den</strong> Präsenzen der Stadt<br />

Köln abgestimmt wer<strong>den</strong> (vgl. Grafik).<br />

Smartphone-App<br />

Die kostenfreie Smartphone-App »Audiotour <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>«<br />

bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich historische<br />

Begebenheiten aus diesem Stadtraum wortwörtlich<br />

erzählen zu lassen – und zwar genau an <strong>den</strong> Orten,<br />

wo diese stattfan<strong>den</strong>, berichtet von Persönlichkeiten, die<br />

fachlich, persönlich und räumlich ganz nah dran sind. Die<br />

GPS-Navigation führt an die Orte des Geschehens, an <strong>den</strong>en<br />

nunmehr jeweils rund zweiminütige Beiträge abrufbar<br />

sind. Ergänzt sind die Beiträge um kurze Infotexte sowie<br />

Fotografien, die einen weiteren Zugang ermöglichen.<br />

Zusammenspiel Kommunikation Stadt Köln und Kommunikation <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

www.stadt-koeln.de<br />

www.viaculturalis.cologne<br />

Veranstaltungshinweise<br />

Printmedien<br />

Audiotour-App<br />

Printmedien<br />

Newsletter<br />

Außenwerbung<br />

Newsletter<br />

Außenwerbung<br />

Facebook<br />

Facebook<br />

Twitter<br />

Instagram<br />

100<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT


Abb. 97<br />

Abb. 98<br />

Abb. 99<br />

Wallraf-Richartz-Museum – Stefan<br />

Abb. 100 Abb. 101 Abb. 102<br />

3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

101


4<br />

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN <strong>—</strong><br />

DIE VIA CULTURALIS WEITERDENKEN<br />

4.1 Die Akteursgruppen im Überblick<br />

4.2 Öffentliche Hand<br />

4.3 Private Akteure<br />

4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren


4.1 Die Akteursgruppen im Überblick<br />

Die nachhaltige Stärkung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erfordert in besonderem Maße das<br />

Zusammenwirken von verschie<strong>den</strong>en Akteursgruppen. Neben der <strong>öffentlichen</strong><br />

Hand sind es die privaten Akteure im Allgemeinen, die vielen Kultureinrichtungen,<br />

die Kirche sowie unterschiedliche Multiplikatoren, welche durch ihr Engagement<br />

einen relevanten Beitrag <strong>für</strong> zur baulichen und kommunikativen<br />

Entwicklung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> leisten können. Im Folgen<strong>den</strong> wer<strong>den</strong> daher die<br />

Gruppen – öffentliche Hand, private Akteure und Kulturakteure – näher beschrieben<br />

und konkrete Handlungsempfehlungen <strong>für</strong> eine kontinuierliche<br />

Umsetzung des Gestaltungs- und Kommunikationskonzepts formuliert.<br />

Abb. 103<br />

104<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.1 DIE AKTEURSGRUPPEN IM ÜBERBLICK


GESTALTUNGSKONZEPT<br />

(s. 3.1)<br />

•<br />

entwickeln hochwertige<br />

Architektur und Gestaltung<br />

•<br />

schaffen lebendige Erdgeschosszonen<br />

und Nutzungsvielfalt<br />

•<br />

setzen hohe Standards <strong>für</strong> Außengastronomie<br />

und Präsentationen<br />

•<br />

unterstützen<br />

Sauberkeit und Ordnung<br />

Private Investoren<br />

Immobilieneigentümer<br />

Gastronomen<br />

PRIVATE AKTEURE<br />

(s. 2.2)<br />

•<br />

führt Qualifizierungsmaßnahmen<br />

durch<br />

•<br />

gestaltet <strong>den</strong><br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong><br />

•<br />

gewährleistet<br />

Sauberkeit uund Ordnung<br />

STADT<br />

KÖLN<br />

•<br />

setzt hohe Standards <strong>für</strong> Außengastronomie<br />

und Präsentation um<br />

•<br />

unterstützen<br />

Sauberkeit und Ordnung<br />

Hohe Domkirche zu Köln<br />

Römisch-Germanisches Museum<br />

Museum Ludwig<br />

Kölner Philharmonie<br />

Artothek<br />

MiQua<br />

KULTURAKTEURE<br />

(s. 2.2)<br />

Gewerbetreibende<br />

<strong>Ein</strong>zelhändler<br />

Vereine<br />

Bürgergemeinschaften<br />

Wallraf-Richartz-Museum<br />

Farina-Haus<br />

Gürzenich<br />

St. Maria im Kapitol<br />

KölnTourismus GmbH<br />

•<br />

wen<strong>den</strong> Corporate Design<br />

der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> an<br />

•<br />

nehmen am Arbeitskreis<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> teil<br />

•<br />

informiert und kommuniziert<br />

•<br />

berät und unterstützt<br />

private Investitionen<br />

•<br />

führt <strong>den</strong> Arbeitskreis<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> durch<br />

•<br />

kommunizieren die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

•<br />

organisieren gemeinsame<br />

Veranstaltungen<br />

•<br />

machen die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> erlebbar<br />

•<br />

nehmen am Arbeitskreis<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> teil<br />

KOMMUNIKATIONSKONZEPT<br />

(s. 3.2)


4.2 Öffentliche Hand<br />

Die Stadt Köln übernimmt bei der Entwicklung des Stadtraums »<strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong>« verschie<strong>den</strong>e Rollen und Funktionen: Im Zusammenhang mit<br />

der Neugestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s fungiert sie als Projektinitiatorin<br />

und setzt als Bauherrin mit der Umsetzung des Gestaltungskonzepts<br />

die Maßstäbe bezüglich einer erhöhten <strong>Raum</strong>qualität. Im Rahmen von<br />

privaten Planungen übernimmt die Stadt Köln die koordinierende Gesamtsteuerung<br />

zur Sicherung von städtebaulichen und architektonischen<br />

Qualitäten. Mit <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>en Qualifizierungsverfahren geht zudem<br />

immer eine transparente Kommunikation mit der Stadtgesellschaft einher,<br />

um über die Inhalte zu informieren und am Prozess zu beteiligen.<br />

Abb. 104 Abb. 105<br />

Bauliche Planungen und Projekte<br />

steuern und qualifizieren<br />

Über verschie<strong>den</strong>e Formen der Qualifizierung, wie z. B.<br />

der Durchführung von Wettbewerbs- und Werkstattverfahren,<br />

wer<strong>den</strong> hohe städtebauliche wie architektonische<br />

Standards <strong>für</strong> die hochbaulichen und freiräumlichen<br />

Entwicklungen erzielt. Zudem ist ein Synchronisieren von<br />

vorhan<strong>den</strong>en Satzungen mit dem Gestaltungskonzept<br />

erstrebenswert.<br />

Neugestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s<br />

Als Bauherrin setzt die Stadt Köln mit der Umsetzung<br />

des Gestaltungskonzepts Qualitätsmaßstäbe <strong>für</strong> <strong>den</strong><br />

<strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>. Neben gestalterischen Aspekten<br />

wird im Sinne einer hohen Aufenthaltsqualität das<br />

Thema zukunftsorientierte, nichtmotorisierte Mobilität<br />

eingebracht.<br />

106<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.2 ÖFFENTLICHE HAND


Abb. 106 Abb. 107<br />

Sauberkeit und Ordnung gewährleisten<br />

Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicherzustellen,<br />

bedarf es eines städtischen Reinigungskonzepts,<br />

das dem hochwertigen Charakter des Quartiers gerecht<br />

wird. <strong>Ein</strong>e persönliche Ansprache der privaten Akteursgruppen<br />

kann zusätzlich zu eigenverantwortlichem Handeln<br />

motivieren und damit die Wirksamkeit des Gestaltungskonzeptes<br />

insgesamt erhöhen.<br />

Informieren und kommunizieren<br />

Sämtliche Akteursgruppen wer<strong>den</strong> seitens der Stadt mittels<br />

verschie<strong>den</strong>er Kommunikationsformate kontinuierlich über<br />

die Entwicklungen der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> informiert: Dialogorientierte<br />

Veranstaltungen sind hierbei ebenso von Bedeutung<br />

wie die Fortschreibung der digitalen und klassischen<br />

Kommunikation. Für die Außendarstellung wird das Corporate<br />

Design berücksichtigt.<br />

Abb.108<br />

Abb.109<br />

Private Investitionen unterstützen und bündeln<br />

Für das Gesamtkonzept <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist es wichtig,<br />

private Investitionen und eigenverantwortliches Engagement<br />

vor Ort zu unterstützen und zu kontextualisieren.<br />

Dies kann beispielsweise durch Beratungsdienstleistungen<br />

beim Grün<strong>den</strong> einer Standortgemeinschaft oder im Hinblick<br />

auf die Gestaltungsleitlinien erfolgen.<br />

Arbeitskreis <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> koordinieren<br />

Zum Austausch über bauliche, inhaltliche und kommunikative<br />

Entwicklungen in der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> sind zweimal<br />

jährlich Sitzungen als zentrale Schnittstelle zwischen <strong>den</strong><br />

verschie<strong>den</strong>en Akteursgruppen angedacht. Darüber hinaus<br />

ist es sinnvoll, dass diese durch die Stadtverwaltung<br />

koordiniert wer<strong>den</strong>.<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.2 ÖFFENTLICHE HAND<br />

107


4.3 Private Akteure<br />

Die Gruppe der Privaten Akteure ist vielschichtig: Investoren wie Eigentümerinnen<br />

und Eigentümer, Gewerbetreibende aus <strong>Ein</strong>zelhandel und Gastronomie<br />

wie auch die privat organisierten Vereine und Bürgergemeinschaften wer<strong>den</strong><br />

in dieser Gruppe gebündelt. Ihr Engagement ist besonders von Bedeutung,<br />

wenn es darum geht, das Gestaltungskonzept (3.1) im Rahmen privater<br />

Bauprojekte einerseits und bei der täglichen Bespielung der Erdgeschosszonen<br />

und des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s andererseits umzusetzen.<br />

DIE PRIVATEN AKTEURE DER VIA CULTURALIS<br />

UNTERSTÜTZEN DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT.<br />

Abb. 110<br />

Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG)<br />

Die Gründung einer ISG als mögliche Organisationsform<br />

<strong>für</strong> privates Engagement kann zusätzliche Maßnahmen<br />

zur Aufwertung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s befördern,<br />

bspw. durch ein einheitliches Werbe- und Präsentationssystem<br />

oder auch durch Serviceleistungen <strong>für</strong> die Ordnung<br />

und Sicherheit.<br />

Abb.111<br />

Netzwerk <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>Ein</strong>e repräsentative Teilnahme am Arbeitskreis <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

bietet sich <strong>für</strong> Beteiligte mit besonderem zivilgesellschaftlichen<br />

oder privatwirtschaftlichen Engagement an. Für direkt<br />

die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> betreffende Kommunikation wird das Corporate<br />

Design verwendet und abgestimmt und es wird auf<br />

digitale Angebote der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> hingewiesen.<br />

108<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.3 PRIVATE AKTEURE


DIE PRIVATEN AKTEURE DER VIA CULTURALIS<br />

HANDELN IM SINNE DES GESTALTUNGSKONZEPTS<br />

Abb. 112<br />

Architektur und Gestaltung<br />

Neue Planungen und Hochbauprojekte sind städtebaulich<br />

behutsam in die gewachsene Struktur unter Berücksichtigung<br />

der historischen Bezüge einzufügen. Über<br />

entsprechende Qualifizierungsverfahren wie z. B. Wettbewerbe<br />

ist eine besonders hohe ortsspezifische architektonische<br />

Qualität hinsichtlich Materialität und Fassa<strong>den</strong>gestaltung<br />

zu sichern.<br />

Abb. 114<br />

Lebendige Erdgeschosszonen und Nutzungsvielfalt<br />

Das Scharnier zwischen öffentlichem und privatem <strong>Raum</strong><br />

bil<strong>den</strong> die Erdgeschosszonen. Neben Gastronomiebetrieben<br />

und kulturellen Angeboten schaffen eigentümerbetriebene<br />

Lä<strong>den</strong> und lebendige Nutzungen wie z. B. Co-Working-Spaces<br />

Vielfalt <strong>für</strong> ein zukunftsfähiges Quartier. Monostrukturelle<br />

Ökonomien und Touristifikation sind zu vermei<strong>den</strong>.<br />

Abb. 113<br />

Außengastronomie und Werbung/Präsentation<br />

<strong>Der</strong> öffentliche <strong>Raum</strong> wird maßgeblich durch die vorhan<strong>den</strong>en<br />

Erdgeschossnutzungen geprägt. Als Teil dieses hochwertig<br />

gestalteten Stadtraums und somit im eigenen Sinne<br />

beachten die relevanten Akteure die Vorgaben des Gestaltungskonzepts<br />

(s. S. 66 ff.) bei der Außengastronomie bzw.<br />

<strong>den</strong> Werbe- und Außenmedien.<br />

Abb. 115<br />

Sauberkeit und Ordnung unterstützen<br />

Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicherzustellen,<br />

bedarf es neben dem städtischen Reinigungskonzept<br />

unterstützend agierende private Akteure. Insbesondere<br />

Gastronomie- und Veranstaltungsbetriebe sind hier<br />

adressiert, die eine hohe Fluktuation zwischen Innen- und<br />

Außenraum schaffen.<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.3 PRIVATE AKTEURE<br />

109


4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren<br />

Zusätzlich zur <strong>öffentlichen</strong> Hand und <strong>den</strong> Privaten ist eine weitere Akteursgruppe<br />

von zentraler Bedeutung. Unter dem Begriff »Kulturakteure« wer<strong>den</strong> die verschie<strong>den</strong>en<br />

Kultureinrichtungen, die Kirche und relevante Multiplikatoren zusammengefasst,<br />

da sie in besonderem Maße das Wesen und die I<strong>den</strong>tität der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> transportieren. Mit dem Ziel, die Geschichte und Kultur dieses<br />

Stadtraums langfristig erlebbar zu machen, sind sie maßgeblich an der Umsetzung<br />

des Kommunikationskonzepts (3.2) beteiligt.<br />

DIE KULTURAKTEURE DER VIA CULTURALIS HABEN EINE VORBILDFUNKTION<br />

BEI DER UNTERSTÜTZUNG DES GESTALTUNGSKONZEPTS.<br />

Abb. 116 Abb. 117<br />

Außengastronomie und Werbung / Präsentation<br />

Alle Kulturakteure inklusive ihrer Bestandteile Gastronomie<br />

oder Museumsshop stehen hinter <strong>den</strong> Gestaltungsvorgaben<br />

<strong>für</strong> die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> und unterstützen diese Prinzipien<br />

in der Ausführung mit dem gemeinsamen Ziel einer qualitätsvollen<br />

Freiraumgestaltung, idealerweise mit der <strong>Ein</strong>bindung<br />

des Corporate Designs der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

Sauberkeit und Ordnung unterstützen<br />

Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicherzustellen,<br />

bedarf es neben dem städtischen Reinigungskonzept<br />

der Unterstützung der Kulturakteure – insbesondere<br />

jener, die hohe Besuchszahlen aufweisen sowie in<br />

Verbindung mit Außengastronomie und Vorplätzen eine<br />

intensive Schnittstelle mit dem <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong> bil<strong>den</strong>.<br />

110 4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.4 KULTURAKTEURE UND MULTIPLIKATOREN


DIE KULTURAKTEURE SIND TEIL DES<br />

KOMMUNIKATIONSKONZEPTES VIA CULTURALIS<br />

Abb. 118<br />

(Digitale) Inhalte und Kommunikation<br />

Insbesondere die Kulturakteure unterstützen eine i<strong>den</strong>titätsstiftende<br />

Kommunikation durch das Beisteuern von<br />

Inhalten zum Thema <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>. Auf diese Weise wer<strong>den</strong><br />

Design und Begriff der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> mit Relevanz hinterlegt<br />

und können in medienübergreifen<strong>den</strong> Formaten in<br />

die Breite getragen wer<strong>den</strong>. Die Kulturakteure unterstützen<br />

durch die <strong>Ein</strong>bindung der visuellen I<strong>den</strong>tität sowie verlinkter<br />

Inhalte die Kommunikation der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

Abb. 120<br />

Veranstaltungen und Programm<br />

Die I<strong>den</strong>tität der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> wird lebendig und greifbar<br />

durch Veranstaltungen im Stadtraum selbst. Gemeinsame,<br />

häuserübergreifende Projekte und Events<br />

im Namen der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> stärken das Bewusstsein<br />

<strong>für</strong> deren I<strong>den</strong>tität. Im Sinne eines kontinuierlichen Bildungsangebots<br />

kann die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> über thematische<br />

Spaziergänge oder schulische Geschichtsvermittlung<br />

im Stadtraum etabliert wer<strong>den</strong>.<br />

Abb. 119<br />

Leitsystem <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

<strong>Ein</strong> verbin<strong>den</strong>des Leitsystem macht <strong>den</strong> Gästen der <strong>Via</strong><br />

<strong>Culturalis</strong> ihre Orte und Institutionen zugänglich. Das räumliche<br />

Erlebnis wird zusammenhängend vermittelt und erlebbar<br />

gemacht.<br />

Abb. 121<br />

Netzwerk, das die I<strong>den</strong>tität der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong><br />

lebt und gestaltet<br />

Die Teilnahme der Kulturakteure am Arbeitskreis<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> ist zentral. Hier findet der Austausch<br />

über bauliche und inhaltliche Entwicklungen auf der<br />

<strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> statt.<br />

4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.4 KULTURAKTEURE UND MULTIPLIKATOREN<br />

111


Abbildungsverzeichnis<br />

Hinweis:<br />

Insofern nicht anders gekennzeichnet, liegt die Urheberschaft <strong>für</strong> die inhaltliche Ausgestaltung der Kartierungen und Visualisierungen<br />

bei RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten und die gestalterische Umsetzung in Form von 3D- und 2D-Karten, Infografiken,<br />

Illustrationen und sonstigen Darstellungen bei Urban Media Project.<br />

EDITORIAL<br />

Abb. 1 Marco Wanderwitz, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, <strong>für</strong> Bau und Heimat ..............................2<br />

Abb. 2 Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln .........................................................................................................................3<br />

KAPITEL 1 | EINFÜHRUNG<br />

Abb. 3 Städtebaulicher Masterplan Köln, Grafik: Albert Speer & Partner GmbH, Bearbeitung: Urban Media Project ........................................9<br />

Abb. 4 Die <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> von oben, Foto: Thilo Schmülgen............................................................................................................................ 11<br />

Abb. 5 Touristinnen und Touristen auf dem Roncalliplatz, Foto: Urban Media Project ....................................................................................13<br />

KAPITEL 2 | ANALYSE<br />

Abb. 6 Hoher Dom zu Köln, Foto: Martin Gaissert ........................................................................................................................................19<br />

Abb. 7 Römisch-Germanisches Museum & Museum Ludwig, Foto: Martin Gaissert ........................................................................................19<br />

Abb. 8 Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Martin Gaissert ..................................................................................................................................19<br />

Abb. 9 Theo-Burauen-Platz, Foto: Martin Gaissert .......................................................................................................................................19<br />

Abb. 10 Laurenz-Carré, Foto: Martin Gaissert..............................................................................................................................................20<br />

Abb. 11 MiQua & Historisches Museum, Foto: Martin Gaissert.......................................................................................................................20<br />

Abb. 12 Historisches Rathaus, Foto: Martin Gaissert.....................................................................................................................................21<br />

Abb. 13 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: Martin Gaissert.............................................................................................21<br />

Abb. 14 Laurenzplatz, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................................................ 22<br />

Abb. 15 Alt St. Alban und Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: Martin Gaissert................................................................. 22<br />

Abb. 16 Haus Neuerburg und Farina-Haus, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................. 23<br />

Abb. 17 Gürzenich und Günter-Wand-Platz, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................ 23<br />

Abb. 18 Alt St. Alban und Gürzenich, Foto: Martin Gaissert.......................................................................................................................... 23<br />

Abb. 19 Gürzenich und Günter-Wand-Platz, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................ 23<br />

Abb. 20 St. Maria im Kapitol, Foto: Martin Gaissert ..................................................................................................................................... 24<br />

Abb. 21 Gürzenichquartier & Klein St. Martin, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................. 24<br />

Abb. 22 Hermann-Joseph-Platz, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................................ 25<br />

Abb. 23 Kreuzgang St. Maria im Kapitol, Foto: Martin Gaissert .................................................................................................................... 25<br />

Abb. 24 Lichhof, Foto: Martin Gaissert ........................................................................................................................................................ 26<br />

Abb. 25 Marienplatz, Foto: Martin Gaissert................................................................................................................................................. 26<br />

Abb. 26 Historische Mitte, Foto: Staab Architekten GmbH...........................................................................................................................30<br />

Abb. 27 Archäologische Zone/MiQua, Visualisierung: Wandel Lorch Architekten...........................................................................................30<br />

Abb. 28 Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum, Visualisierung: Christ & Gantenbein AG Architekt.................................................................31<br />

Abb. 29 Neuentwicklung Laurenz-Carré, Visualisierung: KSG/Gerchgroup .....................................................................................................31<br />

Abb. 30 Sanierung Domhotel, Visualisierung: ingenhoven architects ............................................................................................................31<br />

Abb. 31 PSD-Bank, Visualisierung: HPP Architekten ......................................................................................................................................31<br />

Abb. 32 Tunnel Johannisstraße, Visualisierung: Ute Piroeth Architektur ....................................................................................................... 32<br />

Abb. 33 Umfeld Historische Mitte, Visualisierung: Staab Architekten GmbH................................................................................................. 32<br />

Abb. 34 Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................................... 33<br />

Abb. 35 Günter-Wand-Platz, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .......................................................................... 33<br />

Abb. 36 Archäologische Zone, Visualisierung: Wandel Lorch Architekten ..................................................................................................... 33<br />

Abb. 37 Luftaufnahme des Bereichs der zukünftigen Freitreppe St. Maria im Kapitol, Foto: Urban Media Project........................................... 33<br />

112


Abb. 38 Blick auf St. Maria im Kapitol vom Günter-Wand-Platz, Foto: Urban Media Project .........................................................................36<br />

Abb. 39 Audiotour während des Tages der Städtebauförderung, 2018, Foto: Jessica Schäfer.........................................................................45<br />

Abb. 40 Kardinal-Frings-Denkmal, Laurenzplatz, Foto: Urban Media Project................................................................................................ 52<br />

Abb. 41 Kunstinstallation am Jupp-Schmitz-Plätzchen, Foto: Urban Media Project....................................................................................... 52<br />

Abb. 42 Ge<strong>den</strong>ktafel an der Artothek am Haus Saaleck, Foto: Urban Media Project..................................................................................... 53<br />

Abb. 43 Dionysos-Brunnen, Foto: Urban Media Project................................................................................................................................ 53<br />

Abb. 44 Skulptur Mutter Colonia, Spanischer Bau, Foto: Urban Media Project.............................................................................................. 53<br />

Abb. 45 Römische Straße am Römisch-Germanischen Museum, Foto: Urban Media Project.......................................................................... 53<br />

3 | KONZEPT<br />

Abb. 46 Blick Richtung Dom von der Pipinstraße aus, Foto: Urban Media Project..........................................................................................63<br />

Abb. 47 Grauwackewürfel Elogiusplatz/Hermann-Joseph-Platz,, Foto: Urban Media Project.........................................................................69<br />

Abb. 48 Grauwackebank Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Urban Media Project...............................................................................................69<br />

Abb. 49 Brunnen, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.........................................................................................................69<br />

Abb. 50 Handlauf, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .........................................................................................69<br />

Abb. 51 Messingelemente, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten............................................................................................. 74<br />

Abb. 52 Messingelemente, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten............................................................................................ 74<br />

Abb. 53 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.......................................................................................................... 74<br />

Abb. 54 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.......................................................................................................... 74<br />

Abb. 55 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.......................................................................................................... 74<br />

Abb. 56 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.......................................................................................................... 74<br />

Abb. 57 Bo<strong>den</strong>belag, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.................................................................................................... 74<br />

Abb. 58 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project...................................................................................................... 74<br />

Abb. 59 Außengastronomie Brückenstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................... 75<br />

Abb. 60 Sicht auf Außengastronomie von Funkhaus, Café/Bar/Restaurant, Wallrafplatz, Foto: Urban Media Project..................................... 75<br />

Abb. 61 Außengastronomie in Großer Antoniterkirche, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................... 75<br />

Abb. 62 Außengastronomie Mittelstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten...................................................................... 75<br />

Abb. 63 Markisen Benesisstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................................... 76<br />

Abb. 64 Markisen Breite Straße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.................................................................................... 76<br />

Abb. 65 Begrünungselement, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten........................................................................................ 77<br />

Abb. 66 Begrünungselement, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten........................................................................................ 77<br />

Abb. 67 Schriftzug am Farina-Haus, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.............................................................................. 79<br />

Abb. 68 Werbeschild Brauhaus, Foto: Urban Media Project.......................................................................................................................... 79<br />

Abb. 69 Hauseingang zur Straße Am Hof 28, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................. 79<br />

Abb. 70 Geländer aus Messing, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten..................................................................................... 79<br />

Abb. 71 Straßenschild Unter Goldschmied, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten..................................................................... 79<br />

Abb. 72 Hinweisschild auf das Praetorium, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.................................................................... 79<br />

Abb. 73 Bo<strong>den</strong>tafel Roncalliplatz, Foto: Urban Media Project....................................................................................................................... 79<br />

Abb. 74 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project....................................................................................................... 79<br />

Abb. 75 Straßenschild Portalgasse, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................................ 79<br />

Abb. 76 Beschriftung am Lichhof, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................................. 79<br />

Abb. 77 Kennzeichnung der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> an <strong>den</strong> Auftaktbereichen im Bo<strong>den</strong>belag,<br />

Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.......................................................................................................... 79<br />

Abb. 78 Fassade Haus Neuerburg, Fastnachtsbrunnen, Gülichplatz, Foto: Urban Media Project.....................................................................81<br />

Abb. 79 Schriftzug Monte Christo: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten..........................................................................................81<br />

Abb. 80 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project.......................................................................................................81<br />

Abb. 81 Schriftzüge Hinweistafeln: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.........................................................................................81<br />

Abb. 82 Ortsprägendes Gehölz auf dem Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten...................................83<br />

Abb. 83 Sicht auf Klein St. Martin, Elogiusplatz, Foto: Urban Media Project..................................................................................................83<br />

Abb. 84 Baumbestand Laurenzplatz, Foto: Urban Media Project..................................................................................................................83<br />

Abb. 85 Beispiel eines Gehölzes als Hochstamm, Foto: Baumschule Ebben...................................................................................................83<br />

113


Abb. 86 Beispiel eines mehrstämmigen Gehölzes, Foto: Baumschule Ebben.................................................................................................83<br />

Abb. 87 Baumscheibe, Querschnitt, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................83<br />

Abb. 88 Baumscheibe, Draufsicht, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten..................................................................83<br />

Abb. 89 Anwendungsbeispiel Gürzenichstraße, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................84<br />

Abb. 90 Gesamtplan <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten................................................................86<br />

Abb. 91 Ausschnitt aus dem Imagefilm Tag der Städtebauförderung 2018 der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Foto: Urban Media Project................................98<br />

Abb. 92 Ausschnitt aus dem Drohnenfilm der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Foto: Urban Media Project...............................................................................98<br />

Abb. 93 Ausschnitt aus dem Imagefilm Tag der Städtebauförderung 2018 der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Foto: Urban Media Project................................98<br />

Abb. 94 Eröffnung des Kurt-Hackenberg-Platzes, Mai 2018, Foto: Jessica Schäfer.........................................................................................99<br />

Abb. 95 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, Dezember 2017, Foto: Urban Media Project.................................................................................99<br />

Abb. 96 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, Dezember 2017, Foto: Urban Media Project.................................................................................99<br />

Abb. 97 <strong>Via</strong>-<strong>Culturalis</strong>-Werbefahne am Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jessica Schäfer............................................................................. 101<br />

Abb. 98 E-Mailing, Newsletter der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Visualisierung: Urban Media Project GmbH....................................................................... 101<br />

Abb. 99 Website der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Visualisierung: Urban Media Project...................................................................................................... 101<br />

Abb. 100 Instagram-Präsenz der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>, Visualisierung: Urban Media Project.................................................................................... 101<br />

Abb. 101 Start-Screen der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> Audiotour-App, Visualisierung: Urban Media Project....................................................................... 101<br />

Abb. 102 Audiobeitrag der <strong>Via</strong>-<strong>Culturalis</strong>-Audiotour-App, Visualierung: Urban Media Project....................................................................... 101<br />

KAPITEL 4 | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN<br />

Abb. 103 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project.............................................................................................. 104<br />

Abb. 104 Bauliche Planung und Projekte steuern und qualifizieren, Visualisierung: Volker Staab...................................................................106<br />

Abb. 105 Neugestaltung des <strong>öffentlichen</strong> <strong>Raum</strong>s, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten...........................................106<br />

Abb. 106 Sauberkeit und Ordnung gewährleisten, Foto: Urban Media Project .............................................................................................107<br />

Abb. 107 Tag der Städtebauförderung, 2018, Foto: Jessica Schäfer..............................................................................................................107<br />

Abb. 108 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project...............................................................................................107<br />

Abb. 109 Arbeitskreis <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> koordinieren, Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project...................................107<br />

Abb. 110 Fahne auf dem Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer.................................................................................................... 108<br />

Abb. 111 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project............................................................................................... 108<br />

Abb. 112 Architektur und Gestaltung, Visualisierung: Urban Media Project...................................................................................................109<br />

Abb. 113 Außengastronomie und Werbung, Foto: Urban Media Project........................................................................................................109<br />

Abb. 114 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer............................................................................................................................109<br />

Abb. 115 Sauberkeit und Ordnung unterstützen, Foto: Urban Media Project.................................................................................................109<br />

Abb. 116 Außengastronomie und Werbung, Foto: Urban Media Project........................................................................................................ 110<br />

Abb. 117 Sauberkeit und Ordnung unterstützen, Foto: Urban Media Project................................................................................................. 110<br />

Abb. 118 (Digitale) Inhalte und Kommunikation, Foto: Urban Media Project.................................................................................................. 111<br />

Abb. 119 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer............................................................................................................................. 111<br />

Abb. 120 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer............................................................................................................................. 111<br />

Abb. 121 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project................................................................................................. 111<br />

114


Quellenverzeichnis<br />

KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.1<br />

S. 30: Stadt Köln. <strong>Ein</strong> neues Gesicht <strong>für</strong> <strong>den</strong> Roncalliplatz.<br />

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/historische-mitte-koeln<br />

S. 30: Stadt Köln. Grundstein <strong>für</strong> das MiQua 2018. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/grundstein-fuer-das-miqua<br />

S. 31: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 1.000 m² zusätzliche Ausstellungsfläche. https://www.wallraf.museum/hintergrund/<br />

S. 31: Competitionline. https://www.competitionline.com/de/beitraege/76567<br />

S. 31: Domhotel Köln. Modernisierung eines der ältesten Grand Hotels Europas. https://www.ingenhovenarchitects.com/projekte/weitere-projekte/<br />

dom-hotel-cologne-de-de/pdf<br />

S. 31: ksg Architekten. ksg entscheidet städtebauliches Verfahren zur Neugestaltung des Kölner Laurenz-Carrés <strong>für</strong> sich 2018. http://www.ksg-architekten.info/de/ksg-entscheidet-staedtebauliches-verfahren-zur-neugestaltung-des-koelner-laurenz-carres-fuer-sich/<br />

S. 31: Um eine Etage aufgestockt. PSD Bank Köln modernisiert Zentrale in der Kölner Innenstadt, 2018. https://www.ksta.de/wirtschaft/um-eine-etage-aufgestockt-psd-bank-koeln-modernisiert-zentrale-in-der-koelner-innenstadt-29858334<br />

S. 32: Stadt Köln. Tunnel Johannisstraße wird gestalterisch aufgewertet, 2017. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/tunnel-johannisstrasse-wird-gestalterisch-aufgewertet<br />

S. 32: Stadt Köln. <strong>Ein</strong> neues Gesicht <strong>für</strong> <strong>den</strong> Roncalliplatz. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/historische-mitte-koeln<br />

S. 33: Kurt-Hackenberg-Platz, Köln, Deutschland. https://www.vogt-la.com/de/projekt/kurt-hackenberg-platz-k%C3%B6ln<br />

S. 33: Topotek 1. http://topotek1.de/ (Seite im November 2018 nicht mehr erreichbar)<br />

KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (GESCHÄFTSQUARTIER)<br />

S. 38: Stadt Köln: Statistisches Jahrbuch, 2017: 193, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/1_statistisches_jahrbuch_k%C3%B6ln_2017_<br />

bev%C3%B6lkerung_und_haushalte.pdf<br />

S. 38: Stadt Köln: <strong>Ein</strong>zelhandel- und Zentrenkonzept Köln, 2010, Stadtbezirk Innenstadt, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/teil_b1_<br />

stadtbezirk_innenstadt.pdf<br />

S. 38: Passantenbefragung, Juli 2018: Zwischen dem 17. und 21. Juli 2018 wur<strong>den</strong> auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong> 76 Passantinnen und Passanten befragt. Dabei<br />

wohnten 18 der befragten Personen im Quartier selbst, 28 kamen aus anderen Teilen Kölns und 27 der Befragten wohnten außerhalb Kölns (3 keine Angabe).<br />

42 Personen waren zwischen 30 und 65 Jahren alt, 20 Personen waren jünger, 14 Personen älter.<br />

S. 38: Netzwerkveranstaltung Gastronomie und Gewerbetreibende: im Januar 2018 durchgeführter Workshop mit Gastronomie und Gewerbetreiben<strong>den</strong><br />

auf der <strong>Via</strong> <strong>Culturalis</strong>.<br />

KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (WOHNQUARTIER)<br />

S. 40: Stadt Köln: Statistische Daten – thematische Karte,<br />

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/statistische-daten-thematische-karte<br />

S. 40: Passantenbefragung, Juli 2018<br />

KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (BESUCHSQUARTIER)<br />

S. 42: Wikipedia: Köln Hauptbahnhof, 2018, https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln_Hauptbahnhof#cite_ref-15<br />

S. 42: Domkapitel: <strong>Der</strong> Dom in Zahlen, ohne Datum, https://www.koelner-dom.de/interessantes/masseundzahlen/<br />

S. 42: Passantenbefragung, Juli 2018<br />

S. 42: NRW Tourismus e. V.: Schildergasse in Köln. Die meistbesuchte <strong>Ein</strong>kaufsstraße Deutschlands, 2014, https://www.nrw-tourismus.de/schildergasse-koeln<br />

S. 42: Stadt Köln: 2017 war ein Erfolgsjahr <strong>für</strong> die städtischen Museen, 2018, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/2017-war-ein-erfolgsjahr-fuer-die-staedtischen-museen<br />

S. 42: Passantenbefragung, Juli 2018<br />

S. 42: Daten bis 2016: Statistisches Jahrbuch 2017: 233<br />

S. 42: Daten <strong>für</strong> das Praetorium 2017: Stadt Köln, Stadtfinanzen: Archäologische Zone/Praetorium, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/<br />

finanzen/archaeologische-zonepraetorium<br />

S. 42: Daten <strong>für</strong> 2017: Stadt Köln: 2017 war ein Erfolgsjahr <strong>für</strong> die städtischen Museen, 2018, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/2017-war-ein-erfolgsjahr-fuer-die-staedtischen-museen<br />

115


KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (STADT, KULTUR UND GESCHICHTE)<br />

S. 44: Ungers, Oswald Mathias: Vorschlag <strong>für</strong> eine Kulturachse zwischen Dom/Hauptbahnhof und Maria am Kapitol, 1999<br />

(Hier wird Geschichte gebaut, fortlaufend)<br />

S. 46: Domkapitel: Übersicht – Geschichte, https://www.koelner-dom.de/geschichte/uebersicht-geschichte/<br />

S. 46: Römisch-Germanisches Museum Köln (Hrsg.): RGM – <strong>Ein</strong>e Fotografische Bestandsaufnahme. Fotografien von M. Cox / Textbeitrag M. Trier, 2018<br />

S. 46: Museum Ludwig: Museum Ludwig. Geschichte, https://www.museum-ludwig.de/de/museum/das-museum/geschichte.html<br />

S. 46: Historische Mitte: Abschnitt der römischen Hafenstraße am heutigen Roncalliplatz. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital., https://www.kuladig.de/<br />

Objektansicht/O-90258-20140408-2, abgerufen am 19.10.2018<br />

S. 47: Hohe Domkirche Köln und Domforum: die Historische Mitte. <strong>Ein</strong>e einmalige Chance <strong>für</strong> Köln, Jahr fehlt.<br />

S. 47: Archäologische Zone: römisches Köln, https://www.museenkoeln.de/archaeologische-zone/default.asp?s=3010<br />

S. 47: Wallraf-Richartz-Museum: das Museum, https://www.wallraf.museum/das-museum/<br />

S. 47: Stadtkonservator: Amt <strong>für</strong> Denkmalschutz und Denkmalpflege, <strong>den</strong>kmalpflegerische Bewertungstexte.<br />

S. 47: Schramma, Fritz: Rede des Oberbürgermeisters Fritz Schramma anlässlich der Auszeichnung des Farina-Hauses im Rahmen der Initiative »Deutschland<br />

- Land der Ideen«, 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf-ob/re<strong>den</strong>/2006/11/25-farina-land-der-ideen.pdf<br />

S. 47: Stadt Köln: das Kölner Rathaus, https://www.koeln.de/tourismus/sehenswertes/koelner_rathaus/das-koelner-rathaus_36746.html<br />

S. 47: Stadt Köln: Historisches Rathaus, https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/historisches-rathaus<br />

S. 47: Baukunst NRW: Nord-Süd-Stadtbahn Köln, https://www.baukunst-nrw.de/objekte/Nord-S%C3%BCd-Stadtbahn-K%C3%B6ln--3106.html<br />

S. 47: Nord-Süd-Stadtbahn, https://www.nord-sued-stadtbahn.de/archaeologie/ausgrabungen/heumarkt.html<br />

S. 47: Domforum: Kölner Kirchen im Blick, 2018<br />

KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (DIE KULTURAKTEURE DER VIA CULTURALIS)<br />

S. 48: Stadt Köln: Kölner Museen mit neuem Besucherrekord, 2018, https://mobil.koeln.de/koeln/koelner-museen-mit-neuem-besucher-rekord_1079744.html<br />

KAPITEL 3: KONZEPT<br />

S. 80: Stadt Köln: Satzung über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen <strong>für</strong> einen Teil der Ortslagen in Köln-Altstadt/Nord<br />

zwischen Dom, Rheinufer, Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse vom 16.04.2002; in der Fassung der 1. Satzung zur Änderung der Satzung<br />

über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen <strong>für</strong> einen Teil der Ortslagen in Köln-Altstadt/Nord zwischen Dom, Rheinufer,<br />

Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse vom 13. Januar 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/satzungen/werbesatzung-altstadt-nord20060113.pdf<br />

S. 80: Stadt Köln: Gestaltungssatzung Hohe Straße / Schildergasse vom 13. Januar 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/satzungen/<br />

gestaltungssatzung-hohe-strasse-schildergasse-2006-01-13.pdf<br />

116


Impressum<br />

Herausgeberin<br />

Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin<br />

Dezernat <strong>für</strong> Stadtentwicklung, Planen und Bauen<br />

Stadtplanungsamt<br />

Stadthaus Deutz – Westgebäude<br />

Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln<br />

stadtplanungsamt@stadt-koeln.de<br />

Konzeption, Inhalt und Redaktion<br />

Stadtplanungsamt<br />

Geschäftsstelle städtebaulicher Masterplan Innenstadt<br />

www.stadt-koeln.de<br />

Urban Media Project<br />

www.urbanmediaproject.de<br />

RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten<br />

www.rmpsl.la<br />

Zebralog<br />

www.zebralog.de<br />

Druck<br />

Leinebergland Druck GmbH & Co. KG<br />

Industriestr. 2A, 31061 Alfeld/Leine<br />

Gestaltung<br />

Urban Media Project, Offenbach a.M.<br />

Stand<br />

Dezember 2018<br />

1. Auflage<br />

1.000 Exemplare<br />

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms Nationale<br />

Projekte des Städtebaus durch das Bundesministerium des Innern, <strong>für</strong> Bau<br />

und Heimat gefördert und durch das Bundesinstitut <strong>für</strong> Bau-, Stadt- und<br />

<strong>Raum</strong>forschung (BBSR) begleitet.<br />

Die Oberbürgermeisterin<br />

117

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