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Star Wars - Die Hohe Republik - Ritter an der Tafelrunde

Die ersten Geschichten einer spannenden neuen Ära des Sternenkriegs kommen nach dem US-Start im Januar ab Ende März nun auch zu uns nach Deutschland. Das Offizielle Magazin hat sich aus diesem Anlass mit der talentierten Gruppe kreativer Köpfe hinter dem Großprojekt Star Wars: Die Hohe Republik am runden Tisch zusammengesetzt, um über Jedi-Ritter und eine Galaxis voller Möglichkeiten zu sprechen.

Die ersten Geschichten einer spannenden neuen Ära des Sternenkriegs kommen nach dem US-Start im Januar ab Ende März nun auch zu uns nach Deutschland. Das Offizielle Magazin hat sich aus diesem Anlass mit der talentierten Gruppe kreativer Köpfe hinter dem Großprojekt Star Wars: Die Hohe Republik am runden Tisch zusammengesetzt, um über Jedi-Ritter und eine Galaxis voller Möglichkeiten zu sprechen.

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Covermotiv des Romans Das Licht der Jedi von Charles Soule


Ritter an der

Tafelrunde

Die Autoren von Star Wars: Die Hohe Republik

CS

Cavan Scott

CS

Charles Soule

CG

Claudia Gray

DJO

Daniel José Older

JI

Justina Ireland

Die ersten Geschichten einer spannenden neuen Ära des Sternenkriegs kommen nach dem US-Start im Januar

ab Ende März nun auch zu uns nach Deutschland. Das Offizielle Magazin hat sich aus diesem Anlass mit der talentierten

Gruppe kreativer Köpfe hinter dem Großprojekt Star Wars: Die Hohe Republik am runden Tisch zusammengesetzt,

um über Jedi-Ritter und eine Galaxis voller Möglichkeiten zu sprechen.

VON AMY RATCLIFFE

Project Luminous. Dieser mysteriöse Begriff

hielt während der Star Wars Celebration Chicago

2019 in die Gespräche des Autorenpanels

und darauffolgende Social-Media-Posts Einzug.

Die Fans erfuhren, dass mehrere Verlage bei der ambitionierten

Initiative mitmischen würden – ebenso

wie die Autoren Claudia Gray, Justina Ireland, Daniel

José Older, Cavan Scott und Charles Soule. Nach Monaten

vager Andeutungen lüftete Lucasfilm endlich

am 24. Februar 2020 das Geheimnis und enthüllte

den Titel dieser neuen Saga: Star Wars: The High Republic

– zu Deutsch nun offiziell Star Wars: Die Hohe

Republik.

Die Abenteuer aus der Hohen Republik, die dieses

Jahr nun an den Start gehen, spielen in einer

neuen Ära, gut 200 Jahre vor den Ereignissen von

Star Wars: Die dunkle Bedrohung. Zu den Verlagspartnern

gehören Del Rey, Marvel Comics, IDW Publishing,

Disney Lucasfilm Press und weitere, die allesamt

Geschichten veröffentlichen werden, die in

diesem Zeitabschnitt angesiedelt sind – einer Ära,

die von den fünf federführenden Autoren gemeinsam

mit Lucasfilm geschaffen wurde. Das Offizielle

Magazin hat mit ebendiesen Autoren und dem Creative

Director von Lucasfilm Publishing, Michael Siglain,

darüber gesprochen, was uns erwarten wird.

Ihr wart alle zusammen auf der Skywalker Ranch

zum Brainstorming. Uns ist zu Ohren gekommen,

dass das Essen dort überragend sein soll,

also müssen wir das zuerst klären: Hattet ihr ein

Lieblingsessen dort?

Daniel José Older: Ich hab dort das Frühstück für

mich entdeckt, denn es gibt da gleich mehrere verschiedene.

Speziell eines, das sie im Technikgebäude

angeboten haben, wo sie Eier gemacht haben.

Jeden Tag gab es etwas anderes – echt genial! Absolut

fantastisch!

Cavan Scott: Ich glaube, ich hab gut dreimal am Tag

gefrühstückt. Zuerst im Gästehaus, wenn ich zu früh

aufgewacht bin, weil mein Kopf noch auf britische

Zeit eingestellt war. Dann gab es im Gästehaus später

ein Frühstücksbuffet, also griff ich da gleich noch

mal zu. Und dann bin ich ins Technikgebäude geschlendert

und aß dort auch noch mal was. Ich habe

defintiv ein wenig zugelegt in der Zeit.

Charles Soule: Wir waren zweimal auf der Ranch,

und jedes Mal haben wir am Ende ein riesiges chinesisches

Menü für den letzten Abend bestellt und

groß zugelangt. Dann saßen wir draußen vor der

Gaststätte herum. Wir saßen einfach nur da und

plauderten – das war wirklich toll. Es ist ohnehin ein

wunderbarer Ort, aber mit dem Gefühl getaner Arbeit

konnten wir einfach nur das Beisammensein genießen.

Tolle Gesellschaft und gutes Essen dabei!

Claudia Gray: Das mag ja für dich das Beste gewesen

sein, aber die Eclairs am ersten Tag waren einfach

fantastisch. Die waren mit Mangopüree gefüllt.

Tolle Gesellschaft, großartiges Essen!

Justina Ireland: Das Buffet im Hauptgebäude – das

ist ziemlich genial. Ich bin ein großer Fan von Nachtisch,

daher hat der mir am besten gefallen.

Die Hohe Republik ist ein riesiges, verlagsübergreifendes

Projekt. Mike, wie hast du die Idee intern

vorgestellt und dann alles organisiert?

Michael Siglain: Das Konzept eines verlagsübergreifenden

Events war etwas, das ich Kathleen Kennedy

und Kiri Hart bereits 2014 vorgeschlagen hatte.

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Ich musste halt nur ein paar Jahre lang nachhaken:

„Können wir es jetzt angehen? Passt es nun? Wie

sieht es denn jetzt aus?“

Ich hatte mit den einzelnen Verlagen bereits

über die Idee gesprochen, etwas zu machen, das

sich speziell in der Literaturwelt abspielt – wo wir

unsere eigene kleine Ecke der Galaxis hätten –, und

alle waren begeistert davon. Als wir uns dann dem

Ende der Skywalker-Saga näherten, meinte Kathy:

„Okay, lass uns das angehen! Was könnt ihr im Publishingbereich

leisten?“ Sie forderte uns heraus. Der

einzige Vorbehalt war, dass es eine von Lucasfilm

ausgehende Initiative sein musste. Das gestattete

uns jede Menge kreative Freiheit, da wir dann wirklich

am Steuer sitzen würden. Also schauten wir uns

eine Reihe aktueller Kreativer an, die für uns die „All-

Stars“ unter den Star Wars-Autoren waren und mit

uns das Ganze ausgestalten könnten.

Das Sahnehäubchen war dann zu sagen: „Gut,

dann treffen wir uns jetzt alle auf der Skywalker

Ranch, trommeln dort die Story Group und das Redaktionsteam

zusammen und verbringen ein paar

Tage damit, darüber zu sprechen, was wir an Star

Wars lieben, und eine komplett neue Ära zu erschaffen,

in der wir uns austoben dürfen.“

„ALSO SCHAUTEN WIR UNS EINE REIHE AKTUELLER

KREATIVER AN, DIE FÜR UNS DIE ,ALL-STARS‘ UNTER

DEN STAR WARS-AUTOREN WAREN UND MIT UNS DAS

GANZE AUSGESTALTEN KÖNNTEN.“

– MICHAEL SIGLAIN, CREATIVE DIRECTOR, LUCASFILM PUBLISHING

Cavan, soweit wir wissen, hast du eine Idee in

die Runde geworfen, die dazu beigetragen hat,

den Grundstein für Die Hohe Republik zu legen,

richtig?

Scott: Nun ja, es war so, dass wir alle mit einer Idee

ankamen, die wir uns entweder im Vorfeld bereits

überlegt hatten oder die sich im Laufe der ersten

Woche auf der Ranch entwickelt hatte. Gegen Ende

der Woche präsentierten wir jeweils ein grobes Konzept,

gingen dann wieder auseinander und konkretisierten

das Ganze, wobei wir auch die Anregungen

der anderen einbauten. Meine ursprüngliche Idee

ging auf die Frage zurück: Wovor haben die Jedi

Angst? Das war der Ausgangspunkt, aber dann ließen

wir auch Elemente aus den anderen Präsentationen

einfließen. Wir arbeiteten mit einer recht weit

fortgeschrittenen Version davon, wobei natürlich jeder

eigene Ideen eingebracht hat.

In der Prequel-Ära ist der Jedi-Orden den Regeln

der Republik unterworfen und politisch eng mit

dieser verstrickt. Haben eure Geschichten in der

Hohen Republik ebenfalls eine politische Komponente?

Soule: Wir sind Die Hohe Republik so angegangen,

dass sich alles neu und frisch anfühlt. Wir haben es

mit einer optimistischen Gesellschaft zu tun, einer

Republik, die befeuert durch ihre damalige Kanzlerin

Lina Soh ihr Potenzial ausloten möchte. Diese hat

sehr viel Einfluss, der allerdings ihrem Optimismus

und ihrer Hoffnung entspringt – und ihrer Idee, dass

jeder in der Republik Teil desselben Ganzen ist. Der

Slogan, den sie als ihre Parole ausgerufen hat, lautet:

„Wir sind alle die Republik.“ Das ist etwas, was Leute

auf allen Planeten der Galaxis sagen. Die Trennlinien,

die wir in der Prequel-Ära sehen, bestehen zwischen

Separatisten und so weiter. Diese Dinge exis-

Noch nicht kolorierte Seiten aus Ausgabe 1 von Cavan Scotts Comicreihe Star Wars: Die Hohe Republik

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laufen, um die man sich kümmern muss. Ich fand

immer schon, dass es falsch ist, bei Jugendbüchern

die politischen Verwicklungen der jeweiligen Star

Wars-Ära außen vor zu lassen. Im Buch geht es unter

anderem darum, was passiert, wenn gewisse Leute

einfach kein Teil der Republik werden möchten.

So können jugendliche Charaktere in einer Art Mikrokosmos

dort quasi erwachsene Erfahrungen machen.

Es gilt dabei, zwei Ansichten miteinander zu

versöhnen – nach dem Motto: „Ich habe diese Ausbildung

abgeschlossen, doch nun muss ich mich mit

Leuten auseinandersetzen, die meine Überzeugungen

nicht teilen. Wie kommen wir zusammen und

erkennen, dass wir alle dasselbe wollen? Wie sehen

wir gegenseitig unsere Handlungen und treffen die

beste Entscheidung, nicht nur für uns selbst, sondern

für alle?“

Claudia, dein Buch, In die Dunkelheit, handelt

von einem weiteren jungen Jedi, der sich auf ein

Abenteuer begibt, doch er freut sich darüber

vielleicht nicht so sehr wie andere. Erzähl uns

doch ein bisschen mehr über ihn.

Star Wars: Die Hohe Republik

Die ersten Titel

Variantcovermotiv von Ario Anindito für das erste US-Comicheft

tieren hier noch nicht, und die Idee ist, dass in dieser

Zeit die Leute zusammenkommen können, um die

Galaxis voranzubringen. Lina Soh hat ein umfangreiches

Programm, das darauf abzielt, die Hohe Republik

auf eine neue Ebene zu heben und deren Prinzipien

und Gesetze auf neuen Welten zu verbreiten.

„WIR SIND DIE HOHE REPUBLIK SO ANGEGANGEN,

DASS SICH ALLES NEU UND FRISCH ANFÜHLT. WIR

HABEN ES MIT EINER OPTIMISTISCHEN

GESELLSCHAFT ZU TUN, EINER REPUBLIK, DIE IHR

POTENZIAL AUSLOTEN MÖCHTE.“

– CHARLES SOULE

Das Licht der Jedi (Light of the Jedi)

Autor: Charles Soule

USA: 5. Januar 2021 bei Del Rey

D: vorauss. Anfang 2022 bei Blanvalet

Die Bewährungsprobe (A Test of Courage)

Autorin: Justina Ireland

USA: 5. Januar 2021 bei Disney Lucasfilm Press

D: 23. März 2021 bei Panini

In die Dunkelheit (Into the Dark)

Autorin: Claudia Gray

USA: 2. Februar 2021 bei Disney Lucasfilm Press

D: 23. März 2021 bei Panini

Justina, dein erster Hohe Republik-Roman trägt

den Titel Die Bewährungsprobe und wartet in Gestalt

von Vernestra Rwoh mit der jüngsten uns

bisher bekannten Jedi-Ritterin in der Hauptrolle

auf. Welche Szenarien hast du mit ihr erkundet?

Ireland: Den Ausgangspunkt für die Geschichte bildet

eine diplomatische Gesandtschaft aus Botschaftern

von Welten des Äußeren Rands, die den Inneren

Rand besuchen. Diese Planeten sind kein Teil der

Republik. In Die dunkle Bedrohung sehen wir den Senat,

und dort sind aberhunderte Welten repräsentiert.

Zu irgendeinem Zeitpunkt mussten diese aber

auch beschließen, der Republik beizutreten, also sehen

wir hier ein Zeitalter der Expansion.

Zur Geschichte gehört auch herauszufinden, wie

es ist, als junge Jedi auf eine diplomatische Mission

geschickt zu werden, die als reine Zeit- und Geldverschwendung

erscheint, und dann Dinge schief-

Star Wars: Die Hohe Republik (Comic)

Autor: Cavan Scott

USA: ab 6. Januar 2021 bei Marvel Comics

(monatliche Heftreihe)

D: ab 16. Juni 2021 bei Panini

(im monatlichen Comicmagazin)

Star Wars: Die Hohe Republik (Kidscomic)

Autor: Daniel José Older

USA: 3. Februar 2021 bei IDW Publishing

(monatliche Heftreihe)

D: vorauss. ab Sommer 2021 bei Panini

(Sammelbandreihe)

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Gray: Reath ist immer noch ein Padawan, anders als

Vern, und er freut sich darauf, sie wiederzusehen, da

sie befreundet sind. Doch er ist etwas behüteter aufgewachsen

als der durchschnittliche Padawan. Seine

Meisterin sitzt im Jedi-Rat und hat viel mehr Zeit

auf Coruscant verbracht, als es damals für einen Jedi

typisch war. Doch nun hat sie den Posten als Leiterin

der Starlight-Station angenommen, also muss er sich

ist Grenzgebiet aufmachen, was ihm gar nicht passt.

Ihm mangelt es nicht an Mut oder Talent, nicht

falsch verstehen, aber sagen wir mal so: Manch einer

verbringt wirklich sehr viel lieber Zeit mit Büchern.

Im ersten Kapitel sagt er direkt, „Abenteuer“ sei nur

ein Euphemismus für „einen Ort, wo es vor Ungeziefer

wimmelt“ – und ich denke, da ist was dran.

Letztlich strandet er mit ein paar erwachsenen

Jedi auf einer äußerst mysteriösen, sehr alten Raumstation,

die voller düsterer – und auch anderweitiger

– Überraschungen steckt.

Werfen wir einen Blick auf die Comics! Daniel,

wer sind die Hauptfiguren, mit denen wir in deinen

für IDW Publishing produzierten Storys Zeit

verbringen werden?

Older: Ich habe mich eingehend damit beschäftigt,

wie es ist, als junger Mensch in Zeiten mit großen

Veränderungen zu leben. In diesem Fall machen

die Kids, die als junge Jedi an vorderster Front stehen,

eine solche Erfahrung, als man sie in die Welt

hinausschickt und aus erster Hand erleben lässt, wie

die Galaxis sich verändert. Wir befinden uns in einer

Zeit des Wohlstands, der Blütezeit der Republik,

doch das bedeutet auch, dass es geradezu schockierend

sein kann, wenn die Dinge mal nicht so gut laufen

und man plötzlich seine eigene Verwundbarkeit

erkennen muss, den eigenen Platz in der Welt. Diese

Kids müssen aktiv werden, um ein Teil des Ganzen

zu sein – sei es durch Nachforschungen, einfach

nur, indem sie als Freunde füreinander da sind, oder

auch, indem sie tatsächlich mitten in Kämpfe und

Kriege verwickelt werden. All diese verschiedenen

Aspekte werden beleuchtet werden.

Nun, das ist der größere Zusammenhang, aber

dann haben wir da Lula, eine junge Padawanschülerin,

der sehr viel am Jedi-Orden liegt und die als Jedi

so gut wie nur möglich werden möchte. Wir haben

auch ihren guten Freund Farzala, der ein bisschen

spitzbübisch ist, und im Laufe der Zeit schließen sie

weitere Freundschaften.

Diese Abenteuergeschichte zu schreiben, ist

echt aufregend, und es ist toll, die Entwicklung der

Charaktere zu verfolgen und sie mit einigen guten

alten Bekannten und neuen Freunden interagieren

zu lassen.

Charles, du startest mit dem Roman Das Licht der

Jedi in die Ära der Hohen Republik. Wie war es

für dich, dieses Setting ausgestalten zu dürfen?

Soule: Nun, es ist mir Ehre und Privileg zugleich, wie

man so schön sagt. Es flößt einem auch unglaublich

Angst ein und ist mit viel Druck verbunden, aber ich

freue mich sehr, dass mir diese Aufgabe zuteilwurde.

Das Gute daran ist natürlich, dass all die Ideen in Das

„WIR BEFINDEN UNS IN EINER ZEIT DES WOHLSTANDS,

DER BLÜTEZEIT DER REPUBLIK, DOCH DAS BEDEUTET

AUCH, DASS ES GERADEZU SCHOCKIEREND SEIN

KANN, WENN DIE DINGE MAL NICHT SO GUT LAUFEN.“

– DANIEL JOSÉ OLDER

Titelillustration für In die Dunkelheit von Claudia Gray

Licht der Jedi den Diskussionen entspringen, die wir

die letzten Jahre über hatten. Es ist toll, dieses Team

als Inspirationsquell zu haben. Ja, ich bin der, der das

Buch geschrieben hat, aber es steckt etwas von uns

allen darin. Wir schmeißen mit Ideen um uns, und jeder

hilft mit, es so stark zu machen, wie es nur geht.

Ich denke, das trifft auf all die einzelnen Projekte zu,

was echt großartig war.

Was den Schreibprozess angeht, so ist es Aufgabe

dieses Projekts – da es das erste Buch ist, das [primär

für eine erwachsene Leserschaft] erscheint –,

den Leser auf ganz bestimmte Art und Weise in diese

neue Ära einzuführen. Es soll deutlich werden,

dass es ein anderes Star Wars ist als das, was wir bisher

gesehen haben. Zugleich muss das Buch eine

spannende Actiongeschichte liefern, eine Menge

Jedi wie Avar Kriss sowie einen Haufen cooler Charaktere

aus der Republik wie die eingangs erwähnte

Kanzlerin vorstellen und zugleich auch die Nihil einführen

– das sind die Schurken der Geschichte, die

für eine Menge Ärger sorgen werden. Wie zuvor erwähnt,

haben wir in der Hohen Republik mit einer

sehr optimistischen, idealistischen Gesellschaft zu

tun, die glaubt, dass sie Rückenwind hat und imstande

sein wird, in der Galaxis Großes zu vollbringen.

Doch nicht jeder ist dieser Ansicht, und es gilt, einige

große Hindernisse zu überwinden – darunter die

Nihil. Wir haben ein paar coole Sachen in petto.

Kommen wir zu guter Letzt wieder zu Cavan. Du

schreibst die Comicserie Star Wars: Die Hohe Republik

für Marvel. Welchen Herausforderungen

werden deine Figuren sich stellen dürfen?

Scott: Genau wie Daniel bin ich aufgeregt, da wir

die Geschichte eines ganzen Jedi-Teams erzählen.

Normalerweise trifft man die Jedi nur paarweise,

doch hier geht es um eine echte Gruppe von Jedi,

die alle zusammenarbeiten. Dabei steht Keeve Trennis

im Mittelpunkt, eine sehr fähige Jedi. Anders als

Reath will sie wirklich hinaus in die Galaxis, daher ist

sie begeistert über ihren Posten auf der Starlight-

Station. Andererseits hält sich jedoch nicht für würdig,

dort zu sein.

Keeve sieht sich letztlich umgeben von dieser

Gruppe von Jedi, die allesamt legendäre Gestalten

sind. Zuvorderst wäre da Avar Kriss, die Charles

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Gray, Scott, Soule, Older und Ireland (von links)

in seinem Buch näher vorstellt. Jeder hält sie für die

Beste der Besten, und Keeve empfindet absolute

Ehrfurcht vor ihr. Dann wäre da der trandoshanische

Jedi Sskeer, der scheinbar schon seit Ewigkeiten im

Orden ist – ein echter Griesgram. Maru zeichnet sich

dadurch aus, dass Multitasking eine Form der Meditation

für ihn ist und fortwährend Datapads um ihn

herumliegen. Des Weiteren wären da die Geschwister

Terec und Ceret, die sich ein Bewusstsein teilen.

Keeve muss mit all diesen Personen mithalten – und

das fällt ihr gar nicht leicht. Aber die Geschichte handelt

letztlich eben davon, wie diese Charaktere zusammenarbeiten,

und von den Lektionen, die sie

voneinander lernen können, wozu auch gehört, wie

man als Jedi am besten seinen Dienst verrichtet.

Ihr habt bereits die Nihil als Gegenspieler erwähnt,

doch sind dies die einzigen Schurken, denen

sich eure diversen Charaktere stellen müssen?

Scott: Die Drengir sind empfindungsfähige fleischfressende

Pflanzenwesen, deren Sporen sich in einem

gewissen Abschnitt der Galaxis verteilen, nahe

des Grenzgebiets wo unsere Charaktere sich befinden.

Wir haben die ganze Zeit über gesagt: Die

Hohe Republik ist unser Camelot, und damit meinen

wir sowohl das Camelot der Artussage als auch

die Amerikana der 60er Jahre. Aber es liegt auf der

Hand, dass die Figuren – genau wie in diesen beiden

Ären – recht früh auf Probleme stoßen. Es geht

Die Autoren mit der Lucasfilm Story Group und dem Publishing-Team auf der Skywalker Ranch

darum, wie die Jedi und die Bürger der Republik damit

umgehen.

Auf der einen Seite hat man die Nihil, die quasi

plündernde Piraten sind, und auf der anderen

Seite diesen schleichenden Schrecken, den niemand

recht versteht. Sind sie nur wilde Bestien?

Wir wissen, dass sie im Grunde Pflanzen sind, doch

sie scheinen sich über Bevölkerungen und Planeten

hinweg zu verbreiten. Sie tauchen hie und da

und allerorten auf, und wir wissen zunächst nicht,

ob sie intelligent sind oder ob sie einen Grund für

das haben, was sie tun. Das sät – und ja, der Wortwitz

ist volle Absicht – Misstrauen und Furcht in jenem

Grenzgebiet, noch dazu zu einer Zeit, wo jeder

sich eingeredet hat, dass schon immer alles in Ordnung

kommt. Es ist spannend, mit ein paar Bedrohungen

zu tun zu haben, mit denen niemand gerechnet

hätte.

Gray: Eine Sache, die an dieser mysteriösen Station

[in In die Dunkelheit] so toll erscheint, ist, dass sie so

üppig mit Pflanzen überwuchert ist. Sie ist wie eine

Oase inmitten der Galaxis. Aber den Figuren ist nicht

bewusst, dass die Drengir dort sind. Die Gründe, warum

sie das nicht wissen und wie die Drengir auf diese

Station gekommen sind, finden sich alle im letzten

Drittel des Buchs, daher werde ich den Teufel

tun und hier mehr verraten.

„DIE HOHE REPUBLIK IST UNSER CAMELOT,

UND DAMIT MEINEN WIR SOWOHL DAS CAMELOT

DER ARTUSSAGE ALS AUCH DIE AMERIKANA

DER 60ER JAHRE.“

Die Autoren mit Mike Siglain und James

Waugh, Vice President, Franchise Content

& Strategy, (hintere Reihe, rechts)

beim Launch-Event für The High Republic

– CAVAN SCOTT

Soule: Claudia, das mit dieser Raumstation klingt

supercool. Ist die schon einmal irgendwo anders

aufgetaucht?

Gray: Sie ist schon mal aufgetaucht, ja, von daher

kann es gut sein, dass Comicleser sie zuvor bereits

gesehen haben und wiedererkennen werden.

Zum Abschluss: Mit welchen zwei Wörtern würdet

ihr eure jeweiligen Geschichten beschreiben?

Soule: Krass und gewaltig.

Older: Gefährlicher Schabernack.

Ireland: Extravagantes Weltraumabenteuer.

Gray: Überraschende Raumstation.

Scott: Episch und persönlich.

Auf Seite 28 in dieser Ausgabe des Offiziellen

Magazins findet ihr die erste von mehreren

brandneuen Kurzgeschichten zu Star Wars: Die

Hohe Republik, die wir euch fortan exklusiv präsentieren

dürfen.

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