DorfStadt 04-2021

markuskrohn

Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld. Wir sind Elbvororte.

Rissen · Sülldorf · Iserbrook · Lurup · Othmarschen

Leckere Ostern!

IHRE BÄCKEREI

GARTENMÖBEL

Strandkörbe & Sonnenschirme

AUSSTELLUNG

WIEDER GEÖFFNET

Terminvereinbarung unter

040 / 800 10 227

www.gartenmoebel-hamburg-shop.de

Alle Sortimente . Markenmöbel . Direktimport

Ausstellung: Osdorfer Landstr. 253 . 22589 Hamburg

Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 04/20 · vom 11. März 2021 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

kostenlos ins Haus

NICHT ERHALTEN? Anrufen: 87 08 01 60

sauberes, vitales

trinkwasser

regenerative

energie

barrierefreie

bäder

Sauberer Einsatz!

ihr persönlicher problemlöser

»0 40/ 87 66 10«

www.kusserow-sandleben.de

POLITIK: S.3

Vier Frauen, ein

Mann im Interview

BLANKENESE: S.6

Als Bücher noch

knapp waren

ELBVORORTE: S.8

Premium-

Shopping

Macht euer

Quartier

klimafreundlich!

Für die Quartiere Op‘n

Hainholt und Schenefelder

Holt werden seit Sommer

2020 Konzepte erarbeitet,

die zur Gestaltung klima -

freundlicher, energieeffizienter

Wohnquartiere beitragen.

Im April sind nun

Aktionstage geplant, um zu

informieren und zu beteiligen.

Die Menschen vor Ort kennen

ihr Quartier am Besten: Bei der

Konzepterstellung sind daher

Bewohner, Eigentümerinnen,

Wohnungsbaugesellschaften

sowie weitere Vor-Ort-Akteure

beteiligt. Gemeinsam wird

geschaut, wie die Quartiere fit

für die Zukunft gemacht werden

können und der eigene

Geldbeutel bei steigenden

Energiekosten nach Möglich -

keit geschont werden kann.

Neben einer Infokarte samt

Rückmeldemöglichkeit sind In -

fo stände geplant, sofern die

geltenden Covid-19-Bestim -

mun gen dies zulassen:

SÜLLDORF/ISERBROOK

Quartier Op’n Hainholt –

Op'n Hainholt 2b

(Infostand vor dem Nahkauf)

Fr., 9.4.2021, 15–19 Uhr

Sbd., 10.4.2021 10–14 Uhr

Quartier Schenefelder Holt –

Schenefelder Holt 137

(Infostand vor der Bäckerei)

Fr., 16.4.2021,15–19 Uhr

Sbd., 17.4.2021, 10–14 Uhr

www.dorfstadt.de

Foto: privat

Stolz: Oliver Kümmerling mit seinem skandinavischen Findling auf dem Gelände des Gymnasium

Hochrad in Othmarschen.

Foto: Röhrig

Er ist fast so groß wie ein

Kleinwagen, wiegt nahezu

4 Tonnen und wird künftig

den Schulhof des Gymna -

siums Hochrad zieren: Ein

Findling aus der Eiszeit, der

von den Gletschern aus

Skan dinavien bis nach Ham -

burg transportiert wurde.

Dieser „Cousin“ des „Alten

Schweden“ von Oevelgönne

sowie zwei kleinere Exemplare

wurden bei Grabungsarbeiten

für Brückenpfeiler an der B5

nahe der A1 gefunden und von

dort kurz vor den Früh jahrs -

ferien zum Gymnasium Hoch -

rad gebracht. Die Anlieferung

erfolgte per Schwertransport

von der Golfstraße her.

Die drei Findlinge sollen künftig

auf dem Schulhof einen

Platz finden und dort nicht nur

den Schülerinnen und Schülern

zum Sitzen, Spielen und

Klettern dienen, sondern auch

als Anschauungsobjekte den

Geografie-Unterricht bereichern.

Initiiert wurde die

Aktion von Oliver Kümmer -

ling, der am Gymnasium Hoch -

rad die Fachschaft Geografie

leitet.

Zu dem Findling kam Kümmer -

ling durch Zufall, weil er mehrmals

auf dem Weg zu seinen

Schwiegereltern an der Bau -

stelle vorbeikam, an der der

große Stein neben der Fahr -

bahn lagerte. Ein Abtransport

kam wegen der hohen Entsor -

gungskosten nicht infrage.

Nach mehreren Telefonaten mit

unterschiedlichen Behörden

landete Kümmerling bei der

Autobahn GmbH, die sich über

OTHMARSCHEN

Wie kommt ein 4-Tonnen-

Findling auf den Schulhof?

Anschauungsmaterial für den Geografieunterricht | Markus Krohn

die Anfrage freute. Zum Glück

fand sich auch noch eine

Firma, die den Transport von

der A1 zum Gymnasium Hoch -

rad übernahm. Deren Slogan

„Hachenberg – packt alles an“

passte – denn für die Männer

der Schnelsener Firma war der

Findling nicht zu schwer und

die Aufgabe eine Herzensan -

gelegenheit.

Die Schüler des Gymnasiums

Hochrad können sich jetzt

schon auf eine Expedition der

besonderen Art freuen: Vor

allem der große Findling soll

jetzt genauer untersucht werden.

Eine Gesteinsprobe soll

vom Institut für Geologie an

der Uni Hamburg untersucht

werden. Anschließend will der

Geologie-Lehrer die Minera li -

sche Analyse mit den Vorkom -

men in Skandinavien vergleichen

– so kann die Herkunft

des Findlings zweifelsfrei nachgewiesen

werden.

Für die Schüler der 10. Klassen

wird der Unterricht so anschaulich

und nachvollziehbar. Und

nicht nur das: Jeden Tag, an

dem die Schülerinnen und

Schüler an ihm vorbei auf den

Schulhof laufen, werden sie

sich an das erinnern, was sie im

Zusammen hang mit dem

Granit gelernt haben:

Nämlich, dass er vor über zehnbis

zwanzigtausend Jahren

während der letzten Eiszeit mit

einem riesigen Gletscher nach

Hamburg transportiert wurde.

Etwas, das weder Wasser, noch

Sturm oder ein Erdbeben schaffen

würde. Noch heute zeugen

die Endmoränen wie zum

Schulleiter Ulrich Zipp-Veh, Oliver Kümmerling, Lehrkraft Anne-

Marie Hovingh, sowie Mitarbeiter des Fuhrunternehmens Hachen -

berg, Veronika Boge und eine weitere Mitarbeiterin vom Stabs -

bereich Kommunikation Nord der Autobahn GmbH freuen sich

über den gelungenen Transport zum Gymnasium Hochrad.

Beispiel die Harburger Berge

von diesem gewaltigen Natur -

er eignis. So ganz nebenbei geht

es im Unterricht dann auch um

die geologischen Auswir kun -

gen auf unser Klima. Unglaub -

lich, was für Geschichten in

einem so großen Findling

stecken…

Foto: Röhrig

Seit 1. März bietet die neue

Unterkunft mit der Per spek -

tive Woh nen Baur straße

178 Plätze für Ge flüchtete

mit sicherer Bleibe per s pek -

tive. Eigene Wohn einheiten

bieten in diesem Unter -

kunfts typ eine bessere Grund -

lage, um Deutsch zu erlernen und

zu festigen, für Schule und

Ausbildung zu lernen und im

Beruf Fuß zu fassen. Zur

Integration der Be woh nerinnen

und Bewohner trägt auch die

direkte Nach barschaft bei: Hier

leben sie Tür an Tür mit anderen

Hambur ger innen und Ham -

burgern, die im gleichen Neu -

bau in Miet wohnungen wohnen,

die nicht zu F&W gehören.

Im Unterschied zur Ge mein -

schaftsunterkunft haben die

Bewohnerinnen und Bewohner

hier auch mehr Verantwortung.

Sie kümmern sich – wie in

einer Mietwohnung – selbst um

Anschlüsse, Verträge und Strom -

verbrauch. Die F&W-Mitar bei -

ter unterstützen sie dabei.

Mittelfristiges Ziel ist es, dass

die Geflüchteten in eigene

Wohnungen ziehen. Denn die

öffentlich-rechtliche Unter brin -

gung in Unterkünften ist eine

städtische Maßnahme, die verhindert,

dass Menschen ob -

dachlos sind.

Das Unterkunfts- und Sozial -

management sowie der Tech -

OTHMARSCHEN

Es gibt ein paar Leser, die wissen

jeden Freitagmorgen, was

die Wo che über in ihrer Nach -

barschaft ge schah, denn sie

ha ben den Leser-Brief abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag in -

formiere ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem

Hamburger Westen und den

Elbvororten per E-Mail. Außerdem gibts am Ende des News -

letters regelmäßig Tipps fürs Wochenende – Veran stal tungs -

highlights in den Elbvor orten oder in der näheren

Umgebung.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern zählen zu

dürfen. Melden Sie sich einfach auf der Internetseite www.

dorfstadt.de an (am unteren Bildschirm rand im Käst chen).

Ihr Markus Krohn (Herausgeber)

Neue Wohnungen mit

Platz zum Ankommen

nische Dienst von F&W sind

wochentags vor Ort. Anfangs

steht für das Team viel Orga -

nisation im Vordergrund. „Erst

heißt es ankommen und dann

geht es um Themen wie Ver -

träge, Energiesparen und Müll -

trennung. Auch einen Mieter-

Führerschein haben wir hier

geplant“, berichtet Andrea

Jafuneh, Teamleiterin bei F&W.

Durch die Teilnahme am Mie -

terführerschein können sich die

Geflüchteten, ihre Aufgaben

und Pflichten als Mieterinnen

und Mieter zertifizieren lassen,

um leichter eine Wohnung auf

dem freien Markt zu finden.

Denn die Laufzeit der Unter -

kunft ist auf 15 Jahre ausgelegt.

Der Innenhof bietet Spiel- und

Sportgeräte sowie Fahrrad -

ständer. In der direkten Umge -

bung befinden sich Einkaufs -

möglichkeiten, Schulen und

Kitas sowie Spiel- und Sport -

plätze. Erste Kooperationen wie

mit dem Ekiz Bahrenfeld im

Lu ther campus sind in Anbah -

nung. Die S-Bahn-Station Bah -

renfeld ist circa 10 Minuten zu

Fuß entfernt. Viele Be woh ne -

rinnen und Bewohner kommen

aus Unterkünften, die F&W

aufgrund der Bürgerverträge

oder befristeter Laufzeiten,

schließen oder reduzieren muss.

Die ersten drei Familien sind

bereits eingezogen.

Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021

Elbvororte

Altona in Kürze

Aktuelles aus dem Bezirk | Markus Krohn

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn

Foto: privat

Liebe Leserinnen und Leser!

Früher, als wir alle noch

Windeln anhatten fanden wir

Pfützen und Baustellen toll.

Heute sind viele von uns

genervt, weil Lärm, Gestank

und Dreck stören und wir im

Stau stehen und nicht vorankommen.

Vielleicht liegt es

daran, dass wir nicht mehr

selbst im Matsch wühlen dürfen?

Oder sind wir so sehr ge -

stresst, dass wir das Wesent -

liche nicht mehr erkennen? Wer

Glasfaserverbindungen fordert

und ruckelfreie Pisten für Fahr -

rad und Auto muss vorher

Baustellen ertragen. So ist das

nun einmal. Das ist die Realität

und in einer virtuellen Video -

konferenz kann ein Kabel übrigens

nicht verlegt werden...

Kommt bezirklicher

Ordnungsdienst zurück?

In der Februar-Sitzung der Be -

zirksversammlung Altona forderte

die CDU in einem Antrag

die zuständigen Behörden unter

anderem auf, sicherzustellen,

dass Rettungswege und Zufahr -

ten zum und am Elbstrand freigehalten

werden. Hierfür soll

neben der Polizei auch der wiedereinzuführende

bezirkliche

Ordnungsdienst (BOD) sorgen.

Sven Hielscher, Vorsitzender

der CDU-Bezirksfraktion Alto -

na: „Durch die Abschaffung des

BOD wurden insbesondere viele

Kontrollaufgaben gar nicht oder

nur noch sporadisch durchgeführt.

Daher freut es mich

besonders, dass SPD und Grüne

jetzt zur Vernunft gekommen

sind und unserem Antrag zur

Wiedereinführung des BOD

zugestimmt haben.“

Für die Finanzierung eines be -

zirklichen Ordnungsdienstes ist

der Senat verantwortlich. Die

Einführung des BOD ist daher

keineswegs sicher.

Frühjahrskur für

den Jenischpark

Der Park war immer schon über

den Stadtteil hinaus beliebt.

Durch die Corona-Pandemie

sind die Besucherzahlen noch

gestiegen. Sogar im Hamburger

Rathaus ist das bekannt und es

wurde eine Maskentragepflicht

für den Jenischpark verhängt.

Altonas Bezirkspolitiker wollen

nun die Infrastruktur vor Ort

ertüchtigen, um den im Früh -

jahr und Sommer zu erwartenden

Besucherströmen gewachsen

zu sein. Dazu gehören Sitz -

gelegenheiten, bessere Abfall -

behälter und eine zeitnahe

Restaurierung und Installation

des historischen schmiedeeisernen

Tors am Eingang Baron-

Voght-Straße. Im Zuge der

Planungen sollen auch andere

Parks auf Optimierungsbedarf

überprüft werden.

Räume für Opfer

häuslicher Gewalt

Während der Corona-Krise

kommt es vermehrt zu häuslicher

Gewalt. Die Bezirks -

versammlung Altona beschloss

daher am 25. Februar auf

Antrag von GRÜNEN und Lin -

ke, den Opfern mehr Rückzugsund

Schutzräume einzurichten

sowie für eine gute personelle

Ausstattung in diesen Räumen

zu sorgen. Dr. Adrian Hector,

GRÜNEN-Bezirksabgeordneter

und Sprecher für Gleich stel -

lungspolitik, stellt fest: „Für

Frauen gibt es nicht genug

Schutzplätze, für nicht-binäre

Menschen und Männer gibt es

in Hamburg überhaupt keine.“

Thérèse Fiedler, LINKE-Be -

zirksfraktionsvorsitzende forderte

daher: „Damit schnelle

Unterstützung und Hilfe für

Betroffene angeboten werden

kann, sind niedrigschwellig

erreichbare Schutzräume zu

schaffen. Und diese sind da –

beispielsweise in den Hotels.“

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags

in den Elbvororten bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de, termine@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf A.

Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de) Herausgeber/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden

nicht zurückgesandt und nicht vergütet. Wir behalten uns vor,

die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 1. April, Redaktionsschluss: 24. März 2021

Ein Mitarbeiter von Schwanenvater Olaf Nieß und ein Polizist verpacken den Kadaver in einer speziellen Folie

Wildschwein-Fund: Keine Virus-Gefahr

Wildschwein am Elbufer nicht mit Schweinepst infiziert. Behörden kontrollieren regelmäßig | Konrad Matzen

Untersuchungsergebnisse

des Instituts für Hygiene

und Umwelt schließen eine

Infektion des Mitte Februar

von Passanten entdeckten

toten Wildschweins am

Elbufer mit dem Virus der

Afrikanischen Schweinepest

(ASP) aus. Um mögliche Gefah -

ren frühzeitig zu erkennen,

werden in Hamburg regelmäßig

Wildtiere im Rahmen eines

OTHMARSCHEN

Monitorings untersucht, damit

sich die Virusinfektion nicht un -

ter den Haustierbeständen ausbreitet.

Die Folge wären große

wirtschaftliche Schäden bei den

Landwirten. Für Men schen ist

das Virus nicht gefährlich.

Zuvor hatten mehrere Pas san -

ten ein totes Wildschwein am

Elbufer am Hans-Leip-Ufer

nach dem „Weissen Hotel“ an

der Elbchaussee in Othmar -

Letzte Woche noch eine Baustelle, am Montag Eröffnung: Die

Orlen-Tankstelle in Othmarschen

Foto: Matzen

Endlich: Orlen-Tankstelle

eröffnet am Montag neu!

Ab nächster Woche ist am

Kreisel Bernadottestraße/

Liebermannstraße nicht nur

viel Verkehr, sondern wird

auch ein Treffpunkt wieder

eröffnet, der nach der Pan -

demie auch wieder Nach -

bar schaftstreff werden kann:

Am Montag, dem 15. März

eröffnet nach langem Hin- und

Her die neue Orlen-Tankstelle

in Othmarschen mit neuem

Pächter.

Auf dem Gelände bleiben die

ehemalige Waschhalle und das

Tankstellendach erhalten. Der

Teilabriss der übrigen Gebäu -

deteile sowie der Wiederaufbau

der Station nach modernsten

Standards ist inzwischen

OTHMARSCHEN

erfolgt. Die Ladenfläche des

Verkaufsraums wurde dabei

erheblich erweitert. Mit dem

neu geschaffenen Sitzbereich

wird sie zu einem Nachbar -

schafts- und Kommunika tions -

treffpunkt. Auch das Angebot

wird entsprechend der modernen

Anforderungen von Pend -

lern und mobilen Kunden

erweitert, damit sie sich be -

quem unterwegs versorgen

können. Mit unterschiedlichen

warmen und kalten Snacks

haben Kunden dann den gan -

zen Tag eine große Auswahl an

köstlichen Speisen. So können

sie Tanken, dabei ein wenig

Entspannen und Snacks ge -

nießen....

schen entdeckt und der Polizei

gemeldet. Schwanenvater Olaf

Nieß wurde alarmiert. Einer

seiner Mitarbeiter und ein

Polizist sicherten anschließend

den Kadaver.

Die veterinärmedizinischen Un -

ter suchungen im Institut für

Hygiene und Umwelt ergaben

inzwischen zweifelsfrei, dass

das Tier nicht an Afrikanischer

Schweinepest erkrankt war.

Foto: JOTO

Hintergrund der Untersuchung

sind Ausbrüche der ASP bei

Wildschweinen in einigen Re -

gio nen Europas (Ungarn, Polen,

Belgien, Baltikum, Moldawien,

Rumänien, Bulgarien, Slowa -

kei, Serbien) sowie im Osten

Deutschlands (Brandenburg

und Sachsen). Wie das Schwein

an den Elbstrand gelangt war

und die genaue Todesursache

wird weiter untersucht.

Auch Johanna Beil stellt einen Teil ihrer Terracotten in den

Blan keneser Schaufenstern aus

Foto: PR

Kunstmeile: Hochwertig,

vielfältig, bodenständig

Von Malerei bis Collage,

von abstrakt bis illustrativ:

Im April gibt es in 70 Blan -

keneser Schaufenstern wieder

eine fein abgestimmte

Mischung von Kunstwer ken

zu sehen. Die Open-Air-Ga -

lerie führt von der Blan keneser

Landstraße durch die Blan ke -

neser Bahnhofstraße in die Elb -

chaussee und erlaubt den Be -

suchern einen corona-konformen

Kunstgenuss.

Neben einigen wenigen Künst -

lern, die bereits 2020 dabei

waren, können viele Werke

neuer Teilnehmer entdeckt werden.

Die Kuratoren haben bei

der Auswahl sehr viel Wert auf

Abwechslung und Vielfalt

BLANKENESE

Ab 18. März:

Orangen-Quark

Stollen

gelegt. „Das entscheidende Kri -

te rium war die Qualität der

Werke“, sagt Miriam Diez -

mann, eine der Initiatorinnen,

und erzählt begeistert von Ar -

beiten, die sie in diesem Jahr

besonders beeindruckt haben.

Frank Thenert ergänzt: „Fast

50 Werke wurden im letzten

Jahr verkauft – für die Künst -

ler, die durch Corona kaum

Aus stellungsmöglichkeiten hatten,

ein echter Lichtblick. Wir

hoffen in diesem Jahr auf einen

ähnlichen Erfolg“. Dafür spricht,

neben der Qualität der ausgestellten

Arbeiten, auch das

bodenständige Konzept der beiden

Veranstalter.

www.blankenese-ig.de

Als Bäcker ausgezeichnet: ★★★★★ = ★ Qualität ★ Vielfalt ★ Frische ★ Service ★ Familiär

Blankeneser Landstraße 13 · 22587 Hamburg-Blankenese · Telefon 86 12 78 · www.baeckerei-koerner.de

❤ Rissener Dorfstraße 1, Rissen ❤ auf dem Blankeneser Wochenmarkt ❤ Bei Kröger, Blankeneser Bahnhofstraße 17

❤ Liebermannstraße 46, Othmarschen ❤ Ebertallee 228, Bahrenfeld


Wie erleben Sie persönlich

Ihr Leben als Politikerin in

einer Zeit, in der wir alle

mit Einschränkungen und

einer ungewissen Zukunft

leben müssen?

Philine Sturzenbecher: Für

mich ist es die erste Legisla tur -

periode in der Hamburgischen

Bürgerschaft. Den Start hatte

ich mir, ehrlich gesagt, doch et -

was anders vorgestellt. Die konstituierende

Sitzung der aktuellen

Wahlperiode liegt nun fast

ein Jahr zurück. Bereits in den

Tagen davor hatte sich das

öffentliche und private Leben

gewaltig geändert. Ich kann

mich noch gut daran erinnern,

wie wir aus den Frühjahrsferien

direkt in den ersten Lockdown

übergegangen sind. Als berufs -

tätige Mutter einer kleinen

Tochter, die tagsüber eigentlich

in die Kita geht, war das, wie

für viele andere Menschen

auch, eine gewaltige Umstel -

lung. Gleichzeitig musste ich

ein Büro aufbauen, Mitar bei -

terinnen und Mitarbeiter finden

und mich in meine neuen Auf -

gaben einarbeiten.

Ich bin mit Leidenschaft Wahl -

kreisabgeordnete hier im Ham -

burger Westen. Auch wenn sich

inzwischen die meisten Men -

schen mit Telefon- und Video -

konferenzen arrangiert haben,

so merke ich doch, dass der

wichtige persönliche Aus tausch

im direkten Gespräch, auf der

Straße oder bei Ver an staltungen

zu kurz kommt.

Daher hoffe ich, dass bald wieder

mehr direkter Dialog möglich

wird. Und ich wünsche

mir, dass wir den inhaltlichen

Fokus irgendwann einmal auch

wieder auf andere Dinge lenken

können, um wichtige Projekte

für die Menschen in den Elb -

vororten zu bewegen.

Dr. Anke Frieling: Ich sehe mit

großer Sorge, wie die Menschen

immer stärker unter der Co ro na-

Situation leiden. Wirtschaft liche

Sorgen und Ängste, die Bela s

aufgaben und Kinderbetreuung,

wenig soziale Kontakte und

Ablenkung – das hält man auf

Dauer nur sehr schwer aus. Die

politische Arbeit ist ein bisschen

mühsamer, aber gut

machbar: Ich bin froh und

dank bar, dass wir dank moderner

Technik relativ gut weiter

arbeiten können in den Aus -

schüssen, aber auch im Kontakt

mit Bürgerinnen und Bürgern,

Fachleuten und Experten.

Trotz dem fehlen mir natürlich

wie fast allen anderen auch der

persönliche Austausch, die

Zufallsbegegnungen und Dis -

kus sionen am Infostand, die

intensiven Diskussionen im

kleineren Kreis, der Austausch

bei Kaffee oder Bier nach einer

langen Sitzung. Wir tagen seit

Juni des letzten Jahres mit der

Bürgerschaft im großen Fest -

saal, in langen Reihen, zwischen

uns stehen Trennwände,

so dass die Reaktionen der

anderen kaum zu sehen oder zu

erahnen sind. Das führt übrigens

auch dazu, dass man sich

z.T. auch nach einem Jahr noch

nicht wirklich kennt. Ich finde

das wirklich sehr schade, aber

wir haben ja noch vier Jahre

vor uns – das wird also noch!

Frank Schmitt: Alle sind von

Corona und den Folgen der

Pandemie betroffen. Auch mein

Alltag ist ein komplett anderer

als vor der Pandemie. Doch am

meisten fehlen mir die direkten

Kontakte von Mensch zu

Mensch, der direkte Austausch

jenseits von Online-Meetings.

Dabei ist mir durchaus bewusst,

dass diese Krise für viele Men -

schen und Unternehmen harte

Einschränkungen mit sich bringt.

Filiz Demirel: Ein Großteil

meines Alltags spielt sich in der

Politik ab. Politik wird maßgeblich

durch den direkten Aus -

tausch, Gespräche und den

Diskurs mit anderen Menschen

geprägt. Und genau das ist

momentan nur noch digital

möglich. Die Pandemie kam ja

direkt nach den Wahlen, das

bedeutete, dass wir uns als

Koalition größten Teils digital

kennenlernen mussten - unsere

Ausschüsse finden inzwischen

per Videokonferenzen statt. Als

Parlament können und wollen

wir unsere Arbeit natürlich

nicht einstellen, sondern müssen

auch in Präsenz, wenn

auch nur mit reduzierter Abge -

ord netenzahl, tagen.

Ich bin ein Mensch der den

Austausch liebt und mir fehlt es

wahnsinnig in meinem Wahl -

kreis unterwegs zu sein. Mich

nicht vor Ort informieren zu

können, der fehlende direkte

Austausch mit Vereinen und

Verbänden, die Infoständen -

ach, nicht einfach mal einen

Kaffee trinken zu können…das

macht mich schon manchmal

traurig.

Aber ich bin optimistisch, dass

wir mit steigenden Impfzahlen

unsere Kontakte wieder hochfahren

können und dann unsere

Freiheiten hoffentlich umso

mehr wieder zu schätzen wissen.

Anna v. Treuenfels-Frowein:

Auch in meiner politischen

Arbeit hat sich durch Corona

einiges verändert. Wenngleich

ich mich regelmäßig mit Bür -

gern, Verbänden und Unterneh -

men digital austausche, fehlt

mir der persönliche Kontakt zu

den Menschen! Bereits im

ersten Lockdown fiel mir die

Hin nahme der Freiheitsein -

schrän kungen sehr schwer, vor

allem auch wegen der mangelnden

Beteiligung der Parlamente.

Mittlerweile finde ich die teilweise

willkürlichen und unbegründeten

Lockdown-Maßnah -

men gegenüber Handel und

Dienstleistern skandalös, die

Öffnungspolitik zu zögerlich.

Gibt es außer Corona eigentlich

noch andere Themen, die

Ihnen wichtig waren oder

noch sind?

Sturzenbecher: Die Corona-

Pan demie bestimmt in der Tat

zurzeit die meisten Themen

meines politischen Alltags. Die

Herausforderungen, die sie an

Elbvororte DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021 • 3

Ihre Abgeordneten: So vielfältig werden wir regiert!

Vier Frauen und ein Mann vertreten den Hamburger Westen in der Bürgerschaft. Die Bilanz nach einem Jahr in fünf zusammengefassten Interviews | Markus Krohn

ELBVORORTE

»Ich bin mit Leiden -

schaft Wahlkreis -

abgeordnete hier im

Hamburger Westen«

Unsere Gesprächsparner

Fünf Abgeordnete vertreten den Hamburger

Westen in der Hamburger Bürgerschaft:

Der Diplom-Sozialpädagoge Frank Schmitt

(SPD, 52 Jahre) aus Lurup ist seit 2011

Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft

und in der aktuellen Legislatur Vize prä -

sident der Bürgerschaft. Sein Geld verdient

er als Mitarbeiter bei einem freien Träger

der Jugendhilfe. Er vertritt seine Partei im

Verkehrsausschuss, dem Familien-, Kinderund

Jugendausschuss sowie im Ver fas -

sungs- und Bezirksausschuss. Zuvor war er

Bezirksabgeordneter in Altona.

www.frank-schmitt.info

Philine Sturzenbecher (SPD, 39 Jahre) aus

Osdorf ist erst seit einem Jahr Bürger -

schafts abgeordnete und engagiert sich im

Wissenschafts- und Schulausschuss sowie

im Ausschuss für Umwelt, Klima und

Energie und im Ausschuss für Wirtschaft

und Innovation. Die Politikwissen schaft -

lerin arbeitet als freie Redakteurin und

Projektleiterin.

www.philine-sturzenbecher.de

Filiz Demirel (Grüne, 56 Jahre) aus Blan -

kenese ist bereits seit März 2011 Mitglied

der Hamburgischen Bürgerschaft und ist

schwerpunktmäßig im Bereich Ar beits -

markt, Migration und Antidiskriminierung

tätig. Außerdem setzt sie sich auch für eine

erfolgreiche Migrationspolitik ein. Darüber

hinaus ist sie Mitglied im Eingaben- und

Europaausschuss.

www.gruene-fraktion-hamburg.de

Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein

(FDP, 58 Jahre) aus Groß Flottbek ist seit

2011 Mitglied der Bürgerschaft und war von

2017 bis 2020 Vorsitzende der FDP-Frak -

tion. Im letzten Jahr holte sie ein Di rekt -

mandat in den Elbvororten, ihre Partei verpasste

jedoch den Einzug als Fraktion in die

Bürgerschaft. Die Juristin unterstützt in den

Ausschüssen für Justiz und Ver brau -

cherschutz sowie Wirtschaft und Innovation

ihre Abgeordnetenkolleginnen und -Kol -

die Politik stellt, sind gewaltig,

weil es praktisch keinen öffentlichen

oder privaten Bereich

gibt, auf den die Pandemie

keine Auswirkungen hat.

Allerdings offenbaren die vielen

Anstrengungen, die wir unternehmen,

um gut durch die Krise

zu kommen, Versäumnisse der

Vergangenheit, die früher oder

später auch ohne Corona zutage

getreten wären. Die schleppende

Digitalisierung, der Zu -

stand der Dateninfrastruktur

und der nicht überall vorhandene

Zugang zu schnellem mobilen

Internet sind durch Home -

office und Homeschooling für

alle sehr greifbar geworden.

Hier haben wir noch viel zu

tun, um den eingeschlagenen

Mo – Fr: 08.00 –18.30 Uhr

Samstag: 08.00 –16.00 Uhr

Sonntag: 10.00 –12.00 Uhr

Weg jetzt zu festigen. Daher bin

ich sehr dafür, dass wir sinnvolle

Projekte, zum Beispiel in

den Schulen und im Bereich des

mobilen Arbeitens, die in der

Krise eine gewisse Dynamik

bekommen haben, unbedingt

weiter vorantreiben. So können

wir der Krise vielleicht auch

einige positive Aspekte abgewinnen.

legen. Außerdem ist sie beratende Teilneh -

merin im Parlamentarischen Untersu chungs -

ausschuss „Cum-Ex Steuergeldaffaire“.

www.vontreuenfels-frowein.com

Dr. Anke Frieling (CDU, 58 Jahre) aus Blan -

ke nese ist ebenfalls Neuling in der Bür -

gerschaft. Neben ihrem Job als Projekt lei -

terin im Gesundheitswesen engagiert sich

die Mutter von drei erwachsenen Söhnen im

Wissenschafts- und Stadtentwicklungs aus -

schuss sowie im Verkehrs- und Haus halts -

ausschuss. Darüber hinaus ist sie im Aus -

schuss für Wirtschaft und Innovation sowie

im Parlamentarischen Untersuchungs aus -

schuss „Cum-Ex Steuergeldaffaire“ aktiv.

www.ankefrieling.de

Ein weiteres Thema, das mich

sehr umtreibt, ist die Bildungs -

gerechtigkeit. Die Erfahrungen

des letzten Jahres zeigen deutlich,

dass wir unsere Anstren -

gungen noch intensivieren müssen,

alle Schülerinnen und

Schüler mitzunehmen, damit

kein Kind langfristig abgehängt

wird. Aktuell arbeiten wir in

Jetzt bei uns:

Frisch & duftend

Frühling mit Narzisse, Hyazinthe & Co.

der Bürgerschaft in enger Ab -

stimmung mit der Schulbehörde

daran, viele akute Probleme im

unmittelbaren Zusammenhang

mit der Beschulung zu lindern.

Allerdings haben zwei lange

Schulschließungen vermutlich

nicht nur Spuren bei der fachlichen

Ausbildung hinterlassen.

Es ist zu befürchten, dass die

Krise auch Auswirkungen auf

die sozial-emotionale Entwick -

lung von Kindern und Ju gend -

lichen hat. Die Versäumnisse in

diesem Bereich werden durch

Lehrkräfte und Eltern allein nur

»Corona hat noch

einmal wie durch ein

Brennglas gezeigt, an

welchen Themen wir

arbeiten müssen«

schwer zu kompensieren sein.

Für mich setzt Bildungspolitik

daher breiter an und umfasst

weitere Bereiche im Umfeld

eines Kindes von Elternhaus

über Stadtteil- bis Jugendarbeit.

Hier werden wir noch stärker

ansetzen müssen, als wir das in

der Vergangenheit getan haben.

Treuenfels-Frowein: Ganz be -

stimmt, Corona hat noch einmal

wie durch ein Brennglas

gezeigt an welchen Themen wir

besonders arbeiten müssen:

Etwa an der raschen Aufar bei -

tung der Defizite in der Digita -

lisierung im Bildungsbereich

und in der Verwaltung. Die

ideologische Verkehrspolitik der

autofreien Innenstadt, aber

auch die Blindheit des Senats

gegenüber politischem und religiösem

Extremismus beschäftigt

mich. Für einen Neustart braucht

die stark gebeutelte Wirtschaft

dringend den Abbau von Bü ro -

kratie und sicher keine Diskus -

sion über Steuererhöhungen.

Schmitt: Seit Beginn dieser

aktuellen Wahlperiode ist Co -

rona das beherrschende Thema.

Selbstverständlich gibt es auch

andere Themen, um die wir uns

kümmern. Als Wahlkreisab ge -

ordneter ist mir dabei besonders

wichtig, dass auch die Projekte

und Themen bewegt werden, die

nicht unmittelbar mit Corona

zu tun haben: Sei es die Er wei -

terung des Klick-Kindermu se -

ums im Osdorfer Born, die

Frühling – Bitte !!!

weiter Auf Seite 4!

!!!

Wir haben wieder geöffnet!

Farbenfrohe Frühlings-Ideen für drinnen & draußen. Schnupper mal rein!

Dockenhudener Chaussee 96 · 25469 Halstenbek · Tel. 041 01 - 411 88 · www.blumenhof-pein.de


4 • DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021 Elbvororte

Modernisierung des S-Bahn -

hofes in Rissen oder die Neu -

gestaltung des Blankeneser

Marktplatzes, um nur ein paar

Projekte zu nennen oder die

ganz großen Verkehrsprojekte

wie den Altonaer Deckel über

die A7, für den noch in diesem

Monat der erste Spatenstich

erfolgt oder in fernerer Zukunft

die Realisierung einer Schie -

nen anbindung für Lurup und

den Osdorfer Born.

»Für eine offene und

moderne Einwande -

rungsgesellschaft lohnt

es sich, weiter daran zu

arbeiten, dass Wege vereinfacht

werden.«

Demirel: Im Januar hat das

neu strukturierte Hamburg Wel -

come Center (HWC) seine Ar -

beit aufgenommen. Für eine

offene und moderne Einwan -

derungsgesellschaft lohnt es

sich, weiter daran zu arbeiten,

dass Wege vereinfacht und

Hürden abgebaut werden. Das

HWC ist ein „One-Stop-Shop“

für sämtliche Fragen rund um

die Themen Einreise, Aufent -

halt, Anerkennung von Ab -

schlüs sen sowie Arbeitsmarkt -

integration zuwandernder oder

zugewanderter potentieller Fach -

kräfte und auch Unternehmen.

Damit schaffen wir auf Lan -

desebene die Grundlage, um die

Zielsetzung des Fachkräfteein -

wanderungsgesetzes bestmöglich

zu verwirklichen und noch

bestehende Lücken zu schlie -

ßen. Ebenfalls im Bereich Mi -

gration werden wir noch in diesem

Monat in der Bürgerschaft

diskutieren, wie der Hamburger

Integrationsbeirat gestärkt wieder

seine Arbeit aufnehmen

kann und eine engere Anbin -

dung an die Bezirken erfolgt.

Im Ressort Arbeitsmarkt bewegt

uns, wie wir die zahlreichen

Hamburger*innen unterstützen

können, die durch die Pandemie

arbeitslos geworden sind oder

es drohen zu werden. Neben fi -

nanziellen Hilfen für bestimmte

Berufsgruppen, wurde in Form

eines Corona-Arbeitsmarkt pro -

gramms deshalb zusätzliche

Hil fen von insgesamt 20 Mil -

lionen Euro bereitgestellt.

Frieling: Die Themen, mit de -

nen ich im Wahlkampf angetreten

bin, sind immer noch die

Themen, für die ich mich mit

ganzer Kraft einsetze – das gilt

insbesondere auch für meinen

Wahlkreis. Mittlerweile bin ich

als Fachsprecherin meiner

Frak tion für die Politikfelder

Stadtentwicklung und Wissen -

schaft verantwortlich. Das sind

zwei unterschiedliche Felder,

die sich aber z.B. bei der

Science City Bahrenfeld perfekt

ergänzen und für Altona, aber

auch ganz Hamburg von hoher

Bedeutung sind. Dass hier

etwas Gutes entsteht – für die

Wissenschaft, aber eben auch

für die Bewohnerinnen und

Bewohner des Stadtteils – liegt

mir sehr am Herzen. Die CDU-

Fraktion und auch ich ganz

persönlich bringe viele Anträge

ein, um die Weichen in unserem

Sinne zu stellen und bei weitem

nicht alle haben mit Corona zu

tun. Gerade in der letzten Sit -

zung haben wir einen Antrag

auf ein € 365 Jahres-Ticket für

Schüler/innen, Azubi und Se ni -

oren eingebracht, der leider von

der rotgrünen Mehrheit abgelehnt

wurde. Auch wenn wir

unsere Arbeit in den verschiedenen

Themenbereichen kontinuierlich

fortsetzen - ist Corona

häufig das dominierende The -

ma. Das ist verständlich, denn

wir alle sind von den Coronabedingten

Maßnahmen betroffen

und leiden unter der Si tu -

ation. Umso wichtiger ist es,

den Fokus bei allem, was

ansteht, auf das zu lenken, was

in der derzeitigen Situation

möglich und machbar ist.

Sie repräsentieren den Ham -

burger Westen. Was haben Sie

für die Stadtteile westlich der

A7 erreicht?

Sturzenbecher: Das vergangene

Jahr war politisch von der

Corona-Pandemie geprägt. Se -

nat und Bürgerschaft arbeiten

nonstop daran, einen für die

Situation einigermaßen guten

Weg für alle durch die Krise zu

finden.

Die vielen kleinen und mittelständischen

Unternehmen, Frei -

berufler, Selbstständige und

Kulturschaffende kommen wäh -

rend der Einschränkungen des

öffentlichen Lebens an den

Rand ihrer Existenz. Damit verdienen

sie sich nicht nur unseren

Applaus und unsere Solida -

rität, sondern auch die bestmögliche

finanzielle Unter stüt -

zung. Daher ärgert es mich

ungemein, wenn die zugesagten

Hilfen des Bundeswirt schafts -

mi nisteriums nur schleppend

oder zu spät ankommen. Ham -

burg hat deshalb einen zusätzlichen

eigenen Rettungsschirm

aufgespannt. Bereits eine Mil -

liarde Euro wurden allein darüber

bewilligt und ausgezahlt.

Und auch im März ist Geld für

Hamburger Unternehmen abrufbar.

Zusammen mit dem Senat und

meinen Kolleginnen und Kolle -

gen in der Bürgerschaft haben

wir aber nicht ausschließlich

die Krise gemanagt, sondern

auch viele zukunftsweisende

Projekte auf den Weg gebracht.

Erhebliche Mittel haben wir für

die Sanierung des KLICK! Kin -

dermuseums in Osdorf bereitgestellt.

Wir haben uns um die

Sauberkeit am Elbstrand ge -

kümmert und die Science City

Bahrenfeld einen großen Schritt

Wir kaufen an: Was mal lieb und teuer war.

· Musikinstrumente · Taschen- und Armbanduhren

· Gold- und Antikschmuck · Pelze und Abendgarderobe

· Militaria, Silberbesteck und Münzen

Jetzt Neu! Sie möchten mit Ihren Wertgegenständen

nicht das Haus verlassen? Unser mobieler Ankäufer besucht

Sie gerne persönlich. Vereinbaren Sie einfach einen Termin:

Tel.: (0 40) 88 19 80 85

vorangetrieben. Gleichzeitig

erweitern und bauen wir neue

Schulen und investieren massiv

in ihre Ausstattung für die Zeit

nach Corona. Für die nächsten

Wochen befinden sich noch

weitere Initiativen für die westlichen

Stadtteile in der Fein -

abstimmung.

Treuenfels-Frowein: Der Fokus

der Öffentlichkeit liegt derzeit

besonders auf dem offensichtlich

suboptimal geplanten Um -

bau der Elbchaussee. Es darf

nicht sein, dass der Hamburger

Westen durch langjährige,

schlecht geplante und teilweise

von grüner Fahrrad-Ideologie

geprägte Baumaßnahmen für

den Fahrzeugverkehr de facto

lahmgelegt wird. Dafür habe

und werde ich mich weiterhin

einsetzen.

Frieling: Ich bin ja selbst im

Hamburger Westen zu Hause

und kenne die Herausfor de -

rungen gut – wir wissen längst,

dass sie angegangen werden

müssen: Das gilt zum Beispiel

für die Verkehrsproblematik.

Auf den Hamburger Westen

rollt ein echtes Stauproblem zu,

die zeitgleich mit dem Deckel -

bau geplanten Bauarbeiten auf

der Elchaussee werden mindestens

sieben Jahre dauern, be -

reits jetzt (zu Lock-down-Zei -

ten!) führt die erste kleine

Baustelle in Höhe Parkstraße

zu manchen Zeiten zu einer

Verdoppelung der Fahrzeit –

und das ist nur ein Vorge -

schmack. Ich habe mich hier

für eine Beschleunigung der

Bauzeit eingesetzt. Kritisch ist

auch die Entwicklung, dass im -

mer weniger Kinder und auch

»Auf den Hamburger

Westen rollt ein echtes

Stauproblem zu«

Erwachsene schwimmen können,

da wir vor Ort kaum noch

Schwimmbäder haben, in denen

regelmäßig Schwimmunterricht

gegeben wird. Ich bin im Aus -

tausch mit dem DLRG, der

schon lange Alarm schlägt.

Mein Antrag auf Prüfung eines

zusätzlichen Schwimmbads in

Osdorf wurde allerdings gerade

von Rotgrün abgelehnt – ich

bleibe aber dran. Das gilt auch

für mein Engagement gegen die

Vermüllung unserer Parks,

Grünanlagen und Strände.

Demirel: Ich bin sehr froh, dass

wir es als Koalition geschafft

haben, die Sanierung des Kl!ck

Kindermuseums gemeinsam mit

dem Bezirk, Bund und der

Bürgerschaft zu sichern. Kinder

können sich hier auf vielfältige

Weise spielerisch mit spannenden

Themen auseinandersetzen.

Die gestaffelten Eintrittspreise

ermöglichen hier soziale Teil -

habe, besonders für einkommensschwache

Familien und

Kinder.

Ebenfalls wichtig für das soziale,

kulturelle, freizeit- und bildungsbezogene

Angebot im

Ham burger Westen ist das Bür -

gerhaus Bornheide, für das wir

auch im letzten Jahr wieder

Mittel für die Sanierung akquirieren

konnten.

Momentan bemühen wir uns

gerade um Möglichkeiten, den

SV Lurup, der als Sportverein

durch die Pandemie besonders

hart getroffen wurde, beim

Neubau des Klubhauses zu un -

terstützen. Ich bin optimistisch,

dass wir auch hier einen Fi -

nanzierungsweg finden werden.

Ein noch kontroverses Thema

ist das Schulbauvorhaben in

Rissen, hier sollten wir im Dia -

log eine vernünftige Lösung

erarbeiten.

Verstärkt einsetzen möchte ich

mich für eine Schienenan bin -

dung bis nach Schenefeld. Bis

diese kommt, müssen wir Über -

gangslösungen finden, wie zum

Beispiel die Einrichtung einer

Busspur von Lurup - oder am

besten von Schenefeld bis zum

Neuen Pferdemarkt, damit die

Busse nicht im Stau stecken

bleiben.

Persönlich freue ich mich sehr

auf das Ende der Sanierung der

Elbchaussee und auf die Fahr -

rad wege – das wird eine herrliche

Strecke werden!

Schmitt: Es wäre meines Er -

achtens ein bisschen vermessen,

sich Erfolge alleine zuzuschreiben.

In einer Demokratie be -

stimmt ja nicht ein Einzelner,

wo es langgeht und was ge -

macht wird. Politik ist immer

Teamwork. Gemeinsam mit den

Kolleginnen und Kollegen in der

»Es wäre meines

Erachtens ein

bisschen vermessen,

sich Erfolge alleine

zuzuschreiben.«

Bürgerschaft und im Bezirk

haben wir in den vergangenen

Jahren vieles zur Verbesserung

der Lebensqualität in den einzelnen

Stadtteilen im Wahlkreis

sowie für alle Lebensbereiche

auf den Weg gebracht und wollen

das auch weiterhin tun.

Herr Schmitt, welche großen

Herausforderungen sehen Sie

als Vizepräsident der Ham -

bur gischen Bürgerschaft, um

Politik in Zukunft bürgernaher

zu gestalten?

Schmitt: Die Demokratie und

ihre Verankerung in den Köpfen

und Herzen muss stetig erneuert

werden, damit sie standhält,

wenn sie von ihren Feinden

angegriffen und infrage gestellt

wird.

Respekt für demokratische In -

stitutionen entsteht durch

Transparenz und Beteiligung.

In Hamburg haben wir eines der

modernsten Transparenzgesetze

und auch bei der direkten De -

mokratie stehen wir in Ham -

burg mit den Möglichkeiten von

Volksinitiativen, Volksbegehren

und Volksentscheiden im bundesweiten

Vergleich sehr weit

vorne. Mit der Volksgesetz ge -

bung können die Bürgerinnen

und Bürger auf die Beratungen

der Bürgerschaft in Hamburg

Einfluss nehmen.

Die parlamentarische Arbeit

geht trotz Corona weiter, wenn

auch unter veränderten Bedin -

gungen. Leider sind Besuche im

Rathaus derzeit nicht erlaubt,

umso wichtiger ist es, dass

Möglichkeiten bestehen, sich

über unsere Arbeit als Parla -

ment zu informieren. Außer den

Plenarsitzungen können mittlerweile

auch Ausschusssit zun -

gen im Livestream verfolgt werden.

Außerdem sind in unserer

Parlamentsdokumentation und

in der Mediathek die öffentlich

zugängliche Arbeit der Abge -

ord ne ten und des Parlaments

dokumentiert.

Die Hamburgische Bürgerschaft

informiert über ihre Arbeit als

Parlament in vielen unterschiedlichen

Formaten. Dabei

sind mir die Formate besonders

wichtig, die bei Kindern und

Jugendlichen das Interesse für

Politik wecken.

Wie werden sich die Arbeits -

be dingungen durch die Pan de -

mie in Hamburg verändern,

Frau Demirel? Was wollen Sie

als Fachsprecherin für den Ar -

beitsmarkt politisch bewegen?

Unsere Tochter ist geboren!

Junge Familie ist auf

der Suche nach einem Eigenheim

in den Elbvororten.

Bitte um Kontakt

unter 040 607 740 700

Fam. Schulz

Demirel: Zunächst gilt es die

Menschen zu unterstützen, die

von der Pandemie besonders

hart getroffen werden. Hambur -

gerinnen und Hamburger, die

durch die Krise arbeitslos ge -

worden sind, werden mit einem

20 Millionen schweren Corona-

Arbeitsmarktprogramm unterstützt,

wieder in gesicherte Be -

schäftigungsverhältnisse zu

gelangen. Das Programm macht

den Menschen und Unterneh -

men in Hamburg ein vielfältiges

Angebot und koordiniert das

Vorgehen aller Akteur*innen

am Arbeitsmarkt. Jobcenter,

Bun desagentur für Arbeit, So -

zialpartner und Weiter bil -

dungs träger ziehen hier an

einem Strang und bieten Qua -

lifizierung, Weiterbildung und

Beratung.

Zusätzlich muss Hamburg prüfen,

wie das Maßnahmen an ge -

bot der Bundesagentur durch

zusätzliche landesfinanzierte

Lei stungen effektiv erweitert

werden kann. Denn gleichzeitig

steigt auch die Langzeit arbeits -

losigkeit. Für diese Menschen

ist es besonders schwer, in der

Krise auf den Arbeitsmarkt zu -

rückzukehren. Ich möchte deshalb

durchsetzen, dass das In -

stru ment des Teilhabechancen -

gesetzes zur Bekämpfung der

Langzeitarbeitslosigkeit in Ham -

burg noch intensiver genutzt

wird. Ich halte Projekte für

sinnvoll, die dem Quartier nützen

und Langzeitarbeitslosen

eine Perspektive bieten.

Denn für mich wird auch nach

Corona der Grundsatz gelten: In

allen von der Stadt beeinflussbaren

Bereichen müssen die

Prinzipien von „Guter Arbeit“

gewährleistet werden. Dazu ge -

hören faire Löhne, gute Arbeits -

bedingungen, eine zuverlässige

soziale Absicherung und die

Vereinbarkeit von Familie und

Beruf. Potential bietet dafür die

fortschreitende Digitalisierung

und das Thema Homeoffice. In

Kombination mit angemessenen

und klaren Arbeitsschutz maß -

nahmen hat es viele Vorteile

den Arbeitsort selbst zu bestimmen:

eine größere Vereinbarkeit

von Beruf und Familie, kürzere

Wegzeiten und weniger Verkehr.

Frau Dr. Frieling, als Stadt ent -

wicklungspolitische Spre che -

rin Ihrer Fraktion bitte ich Sie,

mir zu sagen, wie Sie künftig

Wohnen, Leben und Arbeit bei

uns in der Stadt sehen:

Frieling: Hamburgs Attrak ti -

vität lebt von seiner Nähe zum

Wasser: Die Elbe, die Alster, die

Fleete, aber natürlich auch die

vielen Grünflächen zeichnen

unsere Stadt aus. All das gilt es

zu bewahren, auch bei ständig

wachsenden Einwohnerzahlen

und immer mehr Wohnungs -

bau. Wir müssen die Vielfalt

der Stadtteile und auch die

Vielfalt des Wohnens erhalten -

jede Form hat ihren eigenen

Reiz und ihre Berechtigung.

Darüber hinaus wünsche ich

mir mehr Kooperation in der

Metropolregion - wir brauchen

einander gegenseitig für eine

gute Entwicklung.

Frau v. Treuenfels-Frowein,

wie kann jetzt der Wirtschaft

politisch am besten geholfen

werden?

Treuenfels-Frowein: Was jetzt

helfen würde, wäre die Zwi -

schen finanzierung ausbleibender

Bundeshilfen durch den

Senat zugunsten von Unter -

nehmen und Selbständigen und

ein Hamburger Härtefallfonds.

Mittelfristig braucht unsere

Wirtschaft eine Anschubfi nan -

zierung für die Digitalisierung,

Bürokratieabbau und Steuerer -

leichterungen, um sie wieder fit

zu machen. Dafür werde ich

auch weiterhin in der Bürger -

schaft kämpfen.

Frau Sturzenbecher, welche

Lösung favorisieren Sie für

die Energieversorgung der

Menschen im Hamburger We -

sten?

Sturzenbecher: Die gute Nach -

richt gleich vorweg: Das Kraft -

werk in Wedel wird abgeschaltet.

Das wird aller Voraussicht

nach 2025 geschehen. Für den

Klimaschutz ist dies eine gute,

für den Hamburger Westen eine

noch bessere Nachricht. Denn

das mit Steinkohle betriebene

Kraftwerk Wedel wurde zwar

immer wieder ertüchtigt und

auf einen neueren Stand der

Technik gebracht. Um es aber

deutlich zu formulieren: Es war

immer eine „Dreckschleuder“

und viele Anwohnerinnen und

Anwohner haben seit Jahren

mit Partikelniederschlägen zu

kämpfen.

Bis Wedel heruntergefahren

wer den kann, müssen allerdings

noch einige Hausauf -

gaben erledigt werden. Denn

das Kraftwerk versorgt viele

Menschen auch im Hamburger

Westen mit günstiger Fernwär -

me. Und die Versorgungs sicher -

heit dieser Haushalte muss

zunächst gewährleistet sein.

Um mehr als die Hälfte der

heute im Kraftwerk Wedel er -

zeugten Wärmemenge klimaneutral

zu gewinnen, werden

verschiedene Wärmequellen

südlich der Elbe angezapft.

Allerdings wird Wedel auch

über 2025 hinweg für die

Wärme produktion genutzt werden.

Eine sogenannte Power-to-

Heat-Anlage wird auf dem

Kraftwerksgelände umweltfreund

lich überschüssigen Strom

aus Windparks in Nord- und

Ostsee in Fernwärme umwandeln.

Noch in diesem Frühjahr

soll mit dem Bau begonnen

werden. Damit steht uns eine

große Bandbreite für die Ener -

gieversorgung zur Verfügung.


ANZEIGEN Elbvororte

DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021 • 5

Ein Wolf frisst kein Getreide!

Fleisch für ein tierisches Hunde- und Katzenleben | Markus Krohn

Einkaufen auf dem Wo -

chenmarkt macht Spaß.

Die Produkte sind ausgesucht,

regional und frisch

und der Service individuell

auf die Kundschaft ab -

gestimmt. In dieser neuen

Serie stellen wir in den kommenden

Ausgaben die Markt -

beschicker auf dem Blanke -

ne ser Markt vor.

BLANKENESE

Marktgemeinschaft

Blankenese e.V.

Ein Zufall führte Matthias

Offen auf den Blankeneser

Wo chenmarkt. Das war vor

fast 20 Jahren. Ein Unfall

führte den Industrieme cha ni -

ker in die Blankeneser Futter -

krippe, die damals ein guter

Freund in der Hasenhöhe 11

führte. Weil er Zeit hatte, half

er dort aus, als sein Freund

krank wurde. Offen hatte seit

seiner Kindheit Erfahrungen

mit allen möglichen Tieren:

Fische, Katzen, Hunde, Vögel,

Kaninchen – die ganze Palette.

Seit zweieinhalb Jahren gibt es

die Zoohandlung nicht mehr.

Aber hochwertiges Fleisch -

futter für Hunde und Katzen

verkauft Matthias Offen weiterhin

auf dem Blankeneser

Wochenmarkt. Damit gibt es

Regional und frisch

auf den Tisch!

den Stand seit über 60 Jahren

und gehört damit zu den ältesten.

Heiko Stockhusen hatte

den Futterstand auf dem Markt

gegründet und es bestand eine

langjährige Zusammenarbeit

zwischen ihm und Offen. Mit

Stockhusens Eintritt in den

Ruhestand übernahm Offen

auch den Frischfleisch-Tierfut -

terstand auf dem Wochenmarkt.

Matthias Offen mit allergenarmem Pferdeknochen für Hunde

An drei Tagen in der Woche

steht Offen dfür seit knapp 16

Jahren früh morgens auf, um

sich frische Innereien vom

Hamburger Schlachthof zu

besorgen, für seine Kunden zu

portionieren und zu verpacken,

um sie dann ab 8 Uhr

zu verkaufen. Für die Herrchen

und Frauchen ist es einfacher,

die fertig zerkleinerten Portio -

nen an den Liebling zu verfüttern.

Herkömmliches Tierfutter

enthalte häufig zu viel Ge trei -

de, das für die Tiere unnatürlich

und ungesund sei, urteilt

Offen. „Wer die Gesundheit

und das Leben seines Hundes

verlängern möchte, sollte möglichst

viel Frischfleisch füttern“,

empfielt er daher. Das -

selbe gelte auch für Katzen, für

die er überwiegend Putenherz

und Rinderleber anbietet. Ins -

gesamt führt Offen an die 30

unterschiedliche Futterartikel.

„Die Tiere mögen Abwechs -

lung“, weiß der Hundefreund,

der bis vor ein paar Jahren

selbst eine Deutsche Dogge an

seiner Seite hatte. „Pansen allein

wäre zu einseitig!“.

Seine Stammkunden wissen,

Foto: Krohn

was sie an ihm haben: Zahl -

reiche Dauerbestellungen zeugen

davon. Seine Tierliebe und

die gute Beratung bescheren

Offen einen guten Ruf weit

über die Grenzen von Blanke -

nese und den Elbvororten hinaus:

„Beratung macht den

Groß teil meines Geschäftes

aus“, weiß der erfahrene Tier -

liebhaber. Gerade bei komplizierten

Allergie-Themen sei

eine artgerechte Ernährung der

Vierbeiner wichtig.

Offen liegt die Tier gesundheit

und das Wohlergehen von

Hunden und Katzen am

Herzen – und die der heimischen

Vögel. Für sie hält er ein

hochwertiges Sortiment an

Vogelfutter bereit.

Bis bald auf dem Wochenmarkt!

Markttage und Marktzeiten in Blankenese:

Dienstag: 8 – 14 Uhr · Freitag: 8 – 16 Uhr · Samstag: 8 – 13 Uhr

Gartencenter wieder geöffnet

Zahl der Anfängerinnen und Anfänger stieg seit 2009 um 39 Prozent | Konrad Matzen

Nach knapp drei Monaten

Lock down sind die Tore des

Gartenmarktes Johs. Wort -

mann in Osdorf wieder

geöffnet. Kollektives Aufat -

men bei der Firmenleitung,

den fast 30 Mitarbeitenden

und bei allen Gartenfreunden

in Hamburgs Westen. „Wir sind

von Herzen dankbar, dass viele

unserer Kunden nicht in die

angrenzenden Bundesländer

zum Einkaufen gefahren sind“,

betont Firmenchef Kay Wort -

mann. „Bewegungen wie ‚support

the locals‘ waren und sind

für uns und den Hamburger

Ein zelhandel enorm wichtig.“

Die Öffnung kommt passend

zum Start in die neue Gar ten -

saison. Auf die Frage nach den

Trends dieses Jahres finden

Wortmanns in ihrer Aufzäh -

lung kaum ein Ende. „Selbst-

versorgung, Zimmergrün, be -

son dere Pflanzgefäße, Garten -

accessoires – diese Themen sind

im ersten Corona-Jahr in den

ELBVORORTE

Mittelpunkt gerückt und werden

bleiben“, weiß Janne Wort -

mann zu berichten. „Das private

Umfeld in eine grüne Oase zu

verwandeln, sorgt besonders in

Pandemie-Zeiten für Opti mis -

Die Zaubernuss ist eine der

zauberhaftesten Pflanzen für

den Garten

Foto: PR

mus und Wohlbefinden.“ Die

Wortmann-Gärtner*innen in

den Bereichen Gehölze, Stau -

den und Saisonblumen berichten

unisono, dass allgemein die

Wertigkeit von Pflanzen in der

Wahrnehmung der Menschen

gestiegen ist. So werde eine noch

nie dagewesene Vielfalt nachgefragt.

Biodiverse Stau den beete,

einheimische Blüh hecken, Obstund

Gemüse gär ten, Sichtschutz

im Kübel sind die Themen.

Den Garten als positiven Le -

bensraum zu erleben und zu

gestalten, das ist mit der Öff -

nung der Gartenmärkte jetzt

wieder möglich. Das Motto bei

Wortmann in diesem Jahr lautet

deshalb ‚Positiv denken –

negativ bleiben‘. Denn genauso

wie die Pflanzenvielfalt steht

ein stimmiges Hygienekonzept

im Mittelpunkt der kommenden

Monate. Bei einigen Hektar

Ver kaufsfläche unter freiem

Himmel und den großen, immer

durchlüfteten Gewächshäusern

ist das zum Glück kein Pro blem.

Johs. Wortmann

Am Osdorfer Born 52

Tel.: 80 45 00

www.johs-wortmann.de

Frühlingsstart bei Lüchau

Der neue Gartenkatalog ist da! im Bauzentrum und online | Konrad Matzen

Endlich können alle Gar -

ten freunde in die neue Sai -

son starten. Holen Sie sich

den Katalog an einem der 7

Standorte direkt ab oder

blättern Sie online.

Im Gartencenter im Bau -

zen trum Wedel bekommen Sie

nun auf 2500 Quadratmeter

alles was das „Gärtnerherz“

begehrt. Besuchen Sie die große

neue Gartenmöbelausstellung.

ELBVORORTE

Hier finden Sie Möbelserien mit

Funk tionen für den perfekten

Sitzkomfort zum Relaxen und

die passende Accessoires zum

Ver stauen und Aufbewahren.

Sonnenschirme in unterschiedlichen

Stilen und Farben spenden

angenehmen Schatten. Kis sen

und Auflagen in vielen Far ben

und Mustern bringen Frische.

Gartendekoration und die schön -

sten Accessoires bilden den

Übergang in die große Pflan -

zenwelt in den Warm- und

Kalthallen.

Als Weber - Worldhändler bietet

Lüchau eine riesige Aus -

stellung und Produktvielfalt an

Grillgeräten und Zubehör wie

z.B.: der „Weber-Connect Tech -

nologie“ für das perfekte Steak!

In der großzügigen Gartenbau-

Ausstellung im Außenbereich

finden Sie eine vielfältige Aus -

wahl an Ter rassenplatten, Holz -

belegen, Zau nelementen sowie

Pflastersteinen.

Die Fachberater begleiten und

unterstützen Sie als professioneller

Partner auch mit eigenem

Fuhrpark, Mietmaschi -

nenservice und Handwerkerv -

ermittlung.

Bauzentrum Lüchau

Rissener Straße 142

Tel.: (0 41 03) 80 09-0

www.luechau.de

AUF DIE KNIE –

ES IST PFLANZZEIT!

Der Herbst bewegt Großes im Garten

Immergrüne Laubgehölze Blumenzwiebeln

Jetzt pflanzen und im Frühjahr Komplimente ernten...

Wir haben

geöffnet!

Der Frühling

steht bei

uns bereit!

Blumen Ruge

Sülldorfer Kirchenweg 147 · Tel.: 87 45 78 · www.blumen-ruge.de

Am Osdorfer Born 52

22549 Hamburg

Telefon: 040 / 80 45 00

www.johs-wortmann.de

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag:

8 – 18 Uhr

Samstag: 9 – 16 Uhr

Frühjahrsangebot 2021:

Dachrinnenreinigung, kleine Reparaturen ab 1,80€/lfm

BAUMSCHULE · HAMBURG · QUALITÄT SEIT 1878

Dachreinigung

Dachbeschichtung

Schornstein-Arbeiten

Putz- und

Fassadenarbeiten

Tel.: (0 40) 88 19 80 85 · www.sanremo-bausanierung.de


ELBVORORTE

BLANKENESE

GROSS FLOTTBEK

6 • DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021 Wirtschaft

ANZEIGEN

Handwerksbäcker

verschenken Quarkbällchen

Mit der Aktion »10.000

Quarkbällchen für Ham -

burg« bedanken sich die

Handwerkbäcker Bäckerei

Körner und Hansen – Ihre

Bäckerei bei den Menschen,

die sich besonders hervorgetan

haben: Bei Ärzten, Kranken -

schwestern und -pflegern, Er -

zieherinnen, Polizisten, Verkäu -

fe rinnen und vielen mehr.

Viele Alltagshelden leben in

ihrer Nachbarschaft. Ihnen wollen

die beiden Bäcker mei ster

Sa bine Möller und Dirk Han sen

etwas Gutes tun. Sie entscheiden,

wer verwöhnt werden soll!

AUTO

Wir kaufen Wohnmobile +

Wohnwagen, 03944-36160

www.wm-aw.de Fa.

Info: media@dorfstadt.de

Wir transportieren’s!

HANDWERK

DIENSTLEISTUNG

24-STD.-SERVICE

Kleintransporte

Kurierfahrten

gewerblich +

privat

Wer hat eine Portion Quark -

bällchen verdient? Empfehlen

Sie uns eine Person oder eine

Organisation. Einfach E-Mail

bis zum 17. März 2021 an die

Redaktion der DorfStadt-Zei tung

unter redaktion@dorfstadt.de

senden. Wir verlosen gemeinsam

mit den Bäckermeistern

unter allen uns genannten All -

tags helden passende Portionen

Leckere Quarkbällchen gibt es jetzt in allen Filialen der beiden

Bäckereien von Hansen und Körner

Foto: Bäcker-Innung

HAUSTIER

10% Neukundenrabatt

☎ (040) 58 96 58 17

www.the-dog-house.de

Hans-Jürgen Fechtner

Glasermeister

Glasreparaturen, Holzu.

Kunststofffenster

Notdienst/Terminabsprachen:

0171 / 694 64 34

www.glaserei-fechtner.de

Wisserweg 16 · 22589 Hamburg-Iserbrook

Tel.: 87 35 64 · Fax: 87 35 65 · info@glaserei-fechtner.de

☎ 0177-8708282

Wir nehmen Ihre

Familienversicherung Transportversich

Unfallversicherung Rechtsschutzversicherung unter die

Kfz-Versicherung Hausrat-Versicherung

Lebensversicherung, Reiseversicherun

Reis

über 30 Jahre

objektiv und unabhängig!

STURZENBECHER + PARTNER

VERSICHERUNGSMAKLER GMBH

Blankeneser Landstraße 9 · 22587 Hamburg · Tel.: 86 66 77 00

www.sturzenbecher-partner.de · service@sturzenbecher-partner.de

BESTATTUNGEN

Bestattungen

Rolf Eggerstedt

86 14 03

Simrockstr. 7 und

Mestorfweg 14

frischer Quarkbällchen – solange

der Vorrat reicht. Der Rechts -

weg ist ausgeschlossen.

www.hansen-baeckerei.de

www.baeckerei-koerner.de

rolf-eggerstedt@t-online.de

www.rolfeggerstedt.de

Als Bücher noch knapp waren

Jubiläum: 100 Jahre Buchhandlung Kortes | Markus Krohn

Eine Blankeneser Insti tu -

tion wird 100. Die Buch -

handlung Kortes feiert am

1. April Jubiläum. Ange -

staubt ist hier aber nichts.

In den Regalen liegt sowohl

Traditionslektüre als auch

Neuerscheinungen, die normalerweise

im Frühjahr auf der

Leipziger Buchmesse vorgestellt

worden wären. Mehrere

tausend Bücher haben In ha -

berin Hiltrud Klose und ihre

beiden Mitarbeiterinnen in den

Regalen – und im Kopf: Wer

nach einem bestimmten Buch

fragt, bekommt meiste sofort

eine Antwort. Die Buch händ -

lerinnen wissen, wo es steht

und wie es ausgeht… wer

ein neues Buch sucht,

weil das alte ausgelesen

ist, bekommt

einen kompetenten

Tipp für einen

neuen Roman,

den nächsten

Blankenese-Krimi

oder das ergänzende

Sachbuch. Nicht selten verlassen

die Kunden das Geschäft an

der Elbchaussee mit einem

Stapel an Büchern…

Begonnen hat alles am 1. April

1921 in Templin in der Ucker -

mark. Alfred Kortes gründet

eine Buchhandlung nebst Ver -

lag und Druckerei mit einem

Jahresumsatz von über 400.000

Reichsmark (heute etwa 2 Mio.

Euro). Nach dem Krieg flüchtet

er 1946 aus der Russischen Be -

satzungszone nach Blankenese

und baute eine neue Buch -

handlung und Leihbücherei

auf. Damals war Papier knapp

und somit auch der verfügbare

Buchbestand. Der ehrgeizige

Kortes schaffte es trotzdem,

innerhalb von zwei Jahren

einen Buchbestand von über

3.000 Büchern aufzubauen. Er

verstand es zudem, sich schnell

In der Waitzstraße begrüßt

Sie ein sportliches Duo in

der Haspa-Filiale: Filial -

direktorin und Prokuristin

Almut Heins spielt schon

seit ihrer Kindheit Hockey,

ihr Stellvertreter Holger

Lehmann fährt gern mit

dem Rad zur Arbeit, wandert,

läuft und macht Fitness.

Sportlich sind auch die Ziele

der beiden, die zusammen mit

ihrem Team in der Waitzstraße

ihre Kunden rundum glücklich

machen wollen. „Wir kennen

unsere Kundschaft persönlich,

sind vor Ort wichtiger An -

sprech partner für Vereine und

Institutionen und engagieren

uns für eine gute Nachbar -

schaft“, erläutert Heins das

Konzept der Nachbarschafts-

Filiale für Kunden aus Oth -

marschen und Groß Flottbek.

Auch wenn kontaktlose Bezah -

lung und Online-Banking boomen,

brauchen viele Menschen

immer noch einen persönlichen

Ansprechpartner, um ihre fi -

nanziellen Angelegenheiten zu

besprechen. Egal, ob Sie in

zinsarmen Zeiten ihre Ver mö -

Unten: Gründer Alfred Kortes

vor einen Büchertisch.

einen großen Kreis von Stamm -

kunden zu erarbeiten, der

regelmäßig über Neuerschei -

nungen informiert wurden.

Auch heute noch lebt die Buch -

handlung von zahlreichen Les -

ungen und Veranstaltungen im

Ladengeschäft, um mit ihren Kun -

den in Verbindung zu bleiben.

Die Räume in der Hasenhöhe

(Nr. 5, heute Lifestyle-Geschäft

mit Café unter dem Namen

„Elbsterne“) wurden schnell zu

eng, sodass der Umzug in die

heutigen Räume an der Elb -

chaussee nach nur zwei Jahren

erfolgte. Eine weitere Vergrö -

ßerung der Ladenfläche erfolgte

nach dem Umzug des

Bettenfachhändlers Rumöller

auf die gegenüberliegende Seite

der Elbchaussee 1971. Heute

verfügt die Buchhandlung über

eine Fläche von über 100 Qua -

dratmetern und ist Treffpunkt

für den Stadtteil.

Die Auswahl von Büchern in

der Buchhandlung ist handverlesen.

Die Buchhändlerinnen

entscheiden gemeinsam, welche

Titel in das Sortiment aufgenommen

werden. Dabei orientieren

sich Inhaberin Hiltrud

Klose und ihre beiden Mitar -

beiterinnen Cathrin Stenzel

und Doro Kaltenbacher am

Geschmack und den Wünschen

ihrer Kundinnen und Kunden.

Selbstverständlich stehen Bü -

cher, Kalender oder Postkarten

lokaler Autoren und Verlage

oder mit Blankenese-Bezug

ebenfalls in der Buchhandlung

für Interessierte oder zum

Verschenken bereit. Zusätzlich

kann jeder lieferbare Titel binnen

Tagesfrist besorgt werden.

Bücher können nicht nur abgeholt,

sondern auch geliefert

oder verschickt werden.

Wegen der anhaltenden Pande -

mie kann im Augenblick leider

nicht groß gefeiert werden.

Aber, das verspricht Inhaberin

Hiltrud Klose, das muss auf

jeden Fall nachgeholt werden,

denn so ein besonders Jubi -

läum darf nicht lange verstreichen.

Zumal die Inhaberin mit

ihren 67 Jahren und 15 Jahren

Inhaberin Hiltrud Klose präsentiert eines der derzeit beliebten Bücher mit Blankenese-Bezug.

Oben ein Leser-Ausweis aus der Gründerzeit der Buchhandlung, in der Papier noch knapp war.

Filialleiterin Almut Heins (rechts) mit ihrem Stellvertreter Holger

Lehmann (links) am Nachbarschaftstisch der Waitzstraße. Foto: Krohn

gen sicher anlegen möchten

oder ein Bauvorhaben finanzieren

wollen.

Auch für die lokalen Einzel -

händler und Unternehmen bietet

die Haspa in der Filiale in

der Waitzstraße 4 und 6 eine

umfassende Beratung an. Die

Experten aus der Nachbarschaft

kennen sich gut aus und finden

für jede Herausforderung die

passende Lösung!

Hier gibt es modernen Digitalen

Zahlungsverkehr ebenso wie

die von Montag bis Sonnabend

von 8 bis 20 Uhr erreichbare

Direktberatung sowie ein Netz

mit 100 Filialen, das auch in

den nächsten Jahren bestehen

bleibt. „Unsere Mischung aus

verschiedenen Kontaktwegen

und vielfältigen Angeboten hat

sich bewährt und unterscheidet

uns von anderen Banken“,

nach der Übernahme der

Buchhandlung schon an eine

Nachfolgeregelung denkt…

Buchhandlung Kortes

Elbchaussee 577

Tel.: 86 29 78

www.kortes-buecher.de

Sportliche Führung in der Waitzstraße

Haspa auch persönlich oder digital erreichbar | PR

betont Heins.

Sie lebt wie viele ihrer Kunden

in Groß Flottbek. Gemeinsam

mit ihrem Team möchte sie

ihren Stadtteil weiter fördern

und bietet jedem Kunden einen

passenden Ansprechpartner aus

Ihrem Team, um sie beim

Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen.

„Wir freuen uns auch darauf,

unsere Kunden wieder mit

Veranstaltungen überraschen

zu können und dabei noch besser

kennen zu lernen“, strahlt

Holger Lehmann. „Bis dahin

unterstützen wir Einzelhändler,

Künstler und andere, indem wir

ihnen Präsentationsflächen un -

seres Schaufensters zur Ver -

fügung stellen,“ sagt Lehmann

und ergänzt: „In unseren groß -

zügigen Besprechungsräumen

können wir auch unter Ein -

haltung der AHA-Regeln persönlich

beraten. Wir freuen uns

auf Sie!“

Haspa Groß Flottbek

Waitzstraße 4 + 6

Tel.: 35 79-52 02

www.haspa.de


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021 • 7

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de/elbvororte-events

Sonnenschutz

• Markisen

• Neubespannungen

• Überdachungen

• Fensterbeschattungen

• Wintergartenbeschattungen

• Plissee, Jalousetten u. Rollos

Schenefelder Landstraße 281 · 22589 Hamburg

Tel.: 87 30 32 · www.kohlermann-koch.de

Wie das Leben so spielt

Sandra Quadflieg hat mit Iris Berben einen weiteren Briefwechsel eingelesen. Ein Genuss! | Markus Krohn

Was werden unsere Nach -

fahren über uns denken?

Asap, Lol, wmds oder OMG

sind nicht nur Abkür zun -

gen, sondern beschreiben

die Generation WhatsApp,

die mit Kürzeln umzugehen

versteht. (Handgeschriebene)

Briefe sind im Zeitalter von

Kurznachrichten und E-Mails

eher die Ausnahme. Umso reicher

beschenken uns Brief -

wechsel aus der Vergangenheit

mit Gedanken, die uns auch in

ferner Zukunft noch sehr de tailliert

am Leben unserer Vorfahren

teilhaben lassen.

Sandra Quadflieg lässt mit

ihren Hörbüchern die Vergan -

genheit äußerst lebendig werden.

Gemeinsam mit Iris Berben

hat sie nun einen Briefwechsel

zwischen den beiden sehr

unterschiedlichen Autorinnen

Sarah Kirsch und Christa Wolf

eingelesen. Fast drei Jahrzehnte

lang, von 1962 bis 1990, sind

die beiden Frauen miteinander

im Austausch: über das Schrei -

ben, den Literaturbetrieb im

Osten wie im Westen, über die

Männer, die Kinder, die Arbeit

im Garten und die politischen

Systeme, in denen sie leben.

Letztere sind es wohl, die diese

Freundschaft an ein Ende bringen,

nach vielen Jahren des

vertrauensvollen Miteinanders.

Streng und verspielt, heiter und

verzweifelt, schnoddrig und

ehrlich – Sarah Kirsch und

Christa Wolf beim Schreiben

ELBVORORTE

Hatten bei der Produktion einen Heidenspaß: Sandra Quadflieg und Iris Berben

und Leben zuzuhören ist ein

Geschenk.

Für Sandra Quadflieg war das

aktuelle Hörbuch-Album nicht

nur eine Beschäftigung wäh -

rend der Pandemie, sondern ein

Genuss, ihren Ho rizont zu er -

weitern. „Am meisten interessieren

mich die Lebenswege

meiner Protago ni sten. Den gan -

zen Kapriolen, die sie schlugen,

vom Himmel hoch jauchzend

bis zu Tode betrübt, denn alle

Seiten gehören zum Leben dazu

und machen es erst so facettenreich

und aufregend“, sagt

Quad flieg, und er gänzt: „Es gibt

mir eine innere Ruhe, Gelas -

sen heit und Kraft für mein

eigenes Leben zu sehen, wie sie

die Höhen und Tiefen ihres Le -

bens meisterten und die Ge -

wissheit, dass nach einem

Schick salsschlag auch wieder

Glück auf einen hernieder rieselt“

Sandra Quadflieg absolvierte

ihre Schauspielausbildung in

Hamburg, anschließend wurde

sie für zahlreiche Rollen in

Film, Fernsehen und Theater

engagiert. Nicht nur in Nien -

stedten engagiert sich die 42-

Jährige für soziale Organisatio -

nen. Für ihre Hörbuch-Projekte

ist sie immer auf der Suche

nach Partnerinnen und Part -

nern, die ihre Begeisterung teilen

und bereit sind, ihr auf der

Reise ins Innenleben be rühm ter

Menschen zu folgen. So vertonte

die Schauspielerin mit

Ulrich Tukur den Brief wechsel

zwischen Claire und Yvan Goll,

mit Otto Sander die Briefe von

Gottfried Benn an seine Toch -

ter und gemeinsam mit Katha -

rina Thalbach er weckte sie die

über Jahrzehnte andauernde

Korrespondenz zwi schen Han -

nah Arendt und Mary McCar -

Foto: Anita Back

thy zum Leben. Auch für dieses

Hörbuch erarbeitete sie das

Konzept, stellte die Textaus wahl

zusammen und führte Regie.

Ihre Partnerin Iris Berben spielte

in mehr als 300 Kino- und

TV-Filmen und gehört zu den

erfolgreichsten deutschen

Schau spielerinnen. Sie wurde

vielfach für ihre Leistungen

geehrt, u. a. mit drei Bambis

und einem Grimme Preis. Auch

ihre Stimme ist ein Highlight.

So hat sie z. B. für die BRIGIT-

TE-Hörbuch-Edition Bonjour

Tristesse von Françoise Sagan

eingelesen.

Christa Wolf, Sarah Kirsch:

»Wir haben uns wirklich an

allerhand gewöhnt«

2 CDs/ Laufzeit: ca. 150 Min.

978-3-8371-5305-7, € 20,–

Buchvorlage: Suhrkamp

Random House Audio

Leserbriefe

Leserbriefe bitte an redaktion@dorfstadt.de.

Veröf fent lichung/Kürzung vorbehalten.

■ Verfallener ehemaliger BAHR Baumarkt

Da Sie ja sehr gut über die Geschehnisse in den Elbvororten

informiert sind, wollte ich Sie mal fragen, ob Sie wissen, weshalb

das Gelände mit dem alten Max Bahr Gebäude in Osdorf

seit Jahren ungenutzt (bis auf die Zeit der Unterbringung von

Flüchtlingen) brach liegt und verfällt. Das Gelände müsste doch

für viele Investoren mehr als interessant sein. Kennen Sie die

Hintergründe?

Carsten Grotelüschen, per E-Mail

DorfStadt-Zeitung: Das Gelände hat schon kurz nach dem

Zusammenbruch der BAHR-/Praktiker-Baumärkte ein Möbel -

konzern aus Österreich gekauft, der dort gerne ein Möbelhaus

bauen wollte. Allerdings ist der Bezirk dagegen. Die Bezirkspo -

litik möchte dort lieber weiterhin einen Baumarkt bzw. Hand -

werk haben. Da es bislang keine Lösung zwischen diesen beiden

Interessen gibt, liegt das Gelände brach… wir sind an dem

Thema dran und informieren unsere Leserinnen und Leser,

sobald sich dort etwas tut.

■ Parkhaus am S-Bahnhof Blankenese

Seit Anfang Dezember ist im Parkhaus einer der drei Aufzüge

defekt. An sich nicht schlimm, wenn es nicht gerade der Aufzug

wäre, der als einziger vom Parkdeck zur Promenade führt. Somit

müssen z.B. Besucher des Bezirksamts oder der diversen Ärzte

dort über das dunkle Treppenhaus und dann die enge und steile

Treppe zur Promenade gehen, für Ältere nicht ganz ohne.

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wieso eine Aufzugsre -

paratur so lange dauert, es scheint als wenn man die Parker

durch „Entzug“ des Aufzug nach einer damals mutwilligen

Zerstörung bestrafen will.

Bernd Sick, Osdorf

■ Postsituation in Blankenese

Wo kann man denn nach der Postschließung in Blankenese

mehr Geld abholen? In der Postagentur NahKauf in Iserbrook,

kann man nur 200 € abheben. Wenn man aber 2000 € haben

möchte, muß man 10 x da hin, dies ist der älteren Generation

nicht zuzumuten meine ich. Marita Zörnig, per E-Mail

Zeit für Engel ist immer

Der Bronzeengel mit Geschichte und Geschichten | Hans-J. Odrowski

Als Andere Zeiten zur Jahr -

tausendwende einen kleinen

Bronzeengel auf den

Weg brachte ahnte man

nicht, was das für ein

Erfolg würde. Der Künstler

Christoph Fischbach aus Maria

Laach hat den Engel gestaltet.

Andere Zeiten wollten eigentlich

nur ein christliches Symbol

gegen Esoterik und Spöken -

kiekerei setzen.

Seit über 20 Jahren ist er in

über 1,5 Millionen Exemplaren

in alle Welt verschickt worden

und erfreut sich weiterhin

großer Beliebtheit.

Viele haben von ihren berüh -

renden und auch lustigen Er -

fahrungen mit dem Bronze -

engel berichtet. In der Rubrik

„Persönliche Geschichten“ er -

zählen neun davon von den

eigenen Erlebnissen mit Engeln.

Besondere Engel, Gedichte und

Prosa, Gespräche, Mitten im

Le ben, Biblische Engel, Geflü -

gelte Worte und Erfahrungen

mit dem Bronzeengel teilen

ELBVORORTE

bewegende literarische Texte

und gehen den Spuren von

Engeln in unserer Kultur in den

lesenswerten Artikeln nach.

In der zeitgenössischen Theo -

logie werden Engel als sogenannte

„niedere Transzenden -

zen“ unterschätzt. Es geht nicht

um die Verehrung von Götzen,

sondern um ein tröstendes, verständliches

und über Reli gions -

grenzen hinaus verbindendes

Symbol für die Allgenwart und

Fürsorge zwischen Himmel und

Erde.

Die Autoren, das Andere Zeiten

Team und der Verlag haben

Bilder und Texte zu einem

Lesestoff verwoben, der vielseitig

und reichhaltig wie die

Engeln selbst sind.

Ein kostbares, wundervolles

Buch von der Welt der Engel

zum Verschenken für besondere

Anlässe – Geburten, Geburts -

tage, Hochzeiten, Krankheiten,

Trauer, letzte Reise in die

Ewigkeit, etc.

»Ein Engel hat immer

für dich Zeit«

128 Seiten, 30 Illustrationen,

17 x 22,5 cm, gebunden.

Buch mit Bronzeengel 18,50 €

zzgl. 3,50 € Versandkosten.

Erhältlich über

Andere Zeiten e.V.,

Tel.: 47 11 27 27

www.anderezeiten.de

Türen halb geöffnet

Mit Terminvereinbarung ins Museum. Theater kurz vor Wiedereröffnung? | Matzen

Die Kulturstätten in Ham -

burgs Westen sind zwar

noch geschlossen, die neu -

en Beschlüsse der Mi ni -

sterpräsidentenkonferenz

geben den Kreativen jedoch

Hoffnung auf baldige Bes -

serung ihrer Situation. So hat

letzte Woche das AlleeTheater

bekannt gegeben, ab dem 10.

April im Theater für Kinder die

Wiederaufnahme von „Der kleine

Mozart“ feiern zu wollen –

natürlich unter Einhaltung der

Abstands- und Hygieneregeln.

An den Wochenenden soll es

jeweils eine Vorstellung am

Sonnabend und eine weitere

am Sonntag Nachmittag geben.

Auch in der Kammeroper ist ein

Neubeginn geplant. Dort hoffen

die Macher am 16. April die

Premiere von Gaetano Doni -

zettis Oper „Der Liebestrank“

veranstalten zu können.

Laut Pressesprecherin Corinna

Smolka ist das Team um In -

tendant Marius Adam „voller

Zuversicht“, zumal Hamburgs

ELBVORORTE

Kultursenator Carsten Brosda

zuvor in seinem Newsletter den

Fortschritt beim Impfen be -

schworen und „für die Kultur

weitere Spielräume“ erhofft

hatte.

Auch die Verantwortlichen am

Altonaer Theater träumen von

einer Wiederaufnahme von

Daniel Kehlmanns „Die Reise

der Verlorenen“. Tickets sind

bereits für Vorstellungen ab 9.

April buchbar.

Das Opernloft im alten Fähr -

terminal Altona pausiert etwas

länger und plant mit ersten

Vorstellungen ab dem 4. Juni

mit zwei Vorstellungen der

Krimioper „Spuk auf Steuer -

bord“ und anschließender Pre -

miere mit „Faust“ am 11. Juni.

Für das Osterfest haben sich die

Verantwortlichen besondere

Kultur-Verwöhnpakete überlegt,

die bis Ostern buchbar

sind und als Gutschein ausgegeben

werden.

Bereits geöffnet haben das

Bargheer Museum und das

Ernst Barlach Haus im Je -

nischpark. Die Ausstellungen

sind nach Terminabsprache

geöffnet. Das Altonaer Museum

und das Jenisch Haus öffnen ab

dem 12. März ihre Türen nach

Voranmeldung, die Website

bietet zusätzlich eine Reihe von

interessanten On line-Ausstel -

lungen, die weiterhin klickbar

sind.

www.bargheer-museum.de

www.barlach-haus.de

www.altonaer-museum.de

www.opernloft.de


8 • DorfStadt-Zeitung 04/2021 • 11.03.2021

Im Gespräch

Elbvororte beim Premium-Shopping

Corona machts möglich: Individuelle Beratungs-Termine beim click & meet | Markus Krohn

Endlich kann der Einzel -

handel wieder aufatmen.

Auch wenn die Mini ster -

präsiden tenkonferenz mit

Bundeskanzlerin Angela

Merkel noch nicht das

Ende der Einschränkungen

verkündet hat: Es gibt erste

Öffnungsschritte, auch in der

Hansestadt. Anfang März be -

leuchteten die Einkaufszentren

der ECE, zu denen auch das

ELBE Einkaufszentrum gehört,

ihre Center, um auf die prekäre

Situation der Händler aufmerksam

zu machen. 80 Prozent der

Händler befürchten bei länger

andauerndem Lockdown um

ihre Existenzen! Besonders

Modeläden sind betroffen, weil

sie von der Laufkundschaft le -

ben und während der Pandemie

schon mehrfach auf ihrer

Saisonware sitzen blieben.

Einige Beispiele von Händlern

und Gastronomen, die ihre

Standorte aufgeben, gab es

bereits. Auch in den Einkaufs -

straßen der Elbvororte. Teil wei -

se, weil die Inhaber bereits vor

der Krise wirtschaftliche Pro -

bleme plagten oder ihr Ge schäft

ohnehin schließen wollten.

Die gebeutelten Händler in den

Einkaufszentren in Osdorf und

Schenefeld sowie in den Ein -

kaufsstraßen von Wedeler Land -

straße in Rissen, Blankeneser

Bahnhofstraße oder Waitz -

straße in Groß Flottbek freuen

sich über die Öffnungen, um

ihre Kunden endlich wieder in

ihren Geschäften begrüßen zu

dürfen.

„Click & meet“ heißt es neuerdings

im Handel. Bedeutet:

Kundinnen können künftig im

Geschäft ihrer Wahl anrufen

und einen Beratungs- und

Shoppingtermin vereinbaren

oder auf den Websites der

Unternehmen einen Termin

vereinbaren.

Für diejenigen Händler, die

schon immer den direkten

Kontakt zu ihren Kunden ge -

pflegt haben, eine gute Rege -

lung, denn durch die direkte

Betreuung bei einer Termin ver -

einbarung kann der Einzel -

händler seine Arbeitszeit viel

besser planen und sich gleichzeitig

ausreichend Zeit für seinen

Kunden nehmen. Auch die

Kundinnen profitieren von der

ungeteilten Aufmerksamkeit

ihres Beraters. Premium-Bera -

tung und -Shopping rundum.

Wer zudem nicht nur ein gutes

Hygienekonzept anbietet, sondern

auch kommuniziert, wie

sicher der Einkauf ist, profitiert.

Lohnt sich der Aufwand? Für

die meisten lokalen Händler

ELBVORORTE

Am Abend des 1. März

erstrahlte das ELBE

Einkaufszentrum in Rot

Foto: Krohn

heißt die Antwort „ja“, denn

jeder persönliche Kontakt mit

den Kunden sorgt für Ver -

trauen. Ein gutes Verhältnis

verhilft zu guten Geschäfte mit

den Stammkunden. Daraus

resultieren Weiterempfeh lun -

gen – die traditionelle Mundzu-Mund-Propaganda.

Etwas,

das das Internet nicht bieten

kann und dem stationären

Handel hilft, wieder auf die

Beine zu kommen. Jetzt zeigt

sich, wo die Stärken der kleinen

Mittelständler liegen.

Bei Filialisten kommt die

Regelung mit Click & meet gar

nicht so gut an, weil der Auf -

wand mit der Termin ver ein -

barung in einzelnen Filialen

kaum lohnt. Beispielsweise

müssten die Telefonnummern

erst publiziert, Websites um -

programmiert werden, um

einen solchen Service überhaupt

anbieten zu können. Eine

1:1-Beratung im 30-Minuten-

Rhythmus wäre für einen Fi -

lialisten ebenfalls zu teuer. Auf

Dauer keine gute Lösung, aber

für einen Solo-Selbständigen

ein Alleinstellungsmerkmal, der

für bestimmte Kunden attraktiv

sein kann.

Zahnarztpraxis Sülldorf

- Prophylaxe

- Kinderzahnheilkunde

- Endodontie

- Zahnersatz

Gesunde Zähne

Ihr Termin:

online

vereinbaren!

„Auf diese kleinen Öffnungs -

schritte haben viele Einzel -

händler gewartet“, sagt Heiner

Schote, Leiter des Teams Handel

bei der Handelskammer Ham -

burg. Click & meet könne aber

Kommentar

Dr. med. dent.

Dana Veger-Bach

Wittland 4 · 22589 Hamburg

www.zahnarztpraxis-sülldorf.de · Telefon: (040) 87 76 70

nicht die wirtschaftlichen Ein -

bu ßen seit März 2020 kompensieren.

Und auch nach einer

vollständigen Öffnung seien

nicht alle Händler „übern Berg“.

„Kunden sind anspruchsvoll.

Nach dem Lockdown sind In -

vestitionen vor allem in die

Digitalisierung notwendig, und

hierfür muss der Einzelhandel

die Mittel erst erwirtschaften“.

Schote sieht keine einfache

Aufgabe auf die lokalen Ein -

zelhändler zukommen. Ande -

rerseits habe die Krise auch

gezeigt, dass viele Kunden die

Nähe schätzen und einen engen

Draht zu ihren Händlern im

Quartier haben.

Wie sich die Situation in den

Einkaufsstraßen im Hamburger

entwickeln wird, ist schwer

vorhersehbar. Viele Händler verfügen

über eine solide Stamm -

kundschaft, die das Überleben

in der Krise zum großen Teil

sichert. Doch der zweite Lock -

down hat viele an den Rand des

Ruins getrieben. Viele Selb -

stän dige haben ihre Rücklagen

zur Alters versor gung aufgezehrt,

weil die Er stattung der

festgelegten Fix ko sten aus

den Rettungs pa keten

der Bun desre gie -

rung teilweise

noch nicht einmal

ausreichte, um die

tatsächlichen

Kosten zu decken,

geschweige denn den

Le bensunterhalt von

Solo-Selbständigen, der normalerweise

aus den Gewinnen

er wirtschaftet wird.

Die DorfStadt-Redaktion unterstützt

den lokalen Handel

durch Berichterstattung und

Aktionen, auch auf dorfstadt.de

Solidarität mit dem lokalen Einzelhandel!

Der Handel leuchtet rot: Am 1. März hatte ELBE-Centermanager

Gerhard Löwe das Eingangsportal an der Osdorfer Landstraße ob

der schlechten Aussichten für den Einzelhandel in seinem

Shopping-Center rot anleuchten lassen. Insgesamt fürchten 80

Prozent der Händler in Deutschen Einkaufszentren, dass sie bei

anhaltendem Lockdown Insolvenz anmelden müssen. Schon jetzt

wiegen die Schäden schwer, die vom Bund versprochene Hilfe

deckt lediglich einen Teil der weiter laufenden Kosten, und vor

allem kleinere Modehändler, Gastronomen oder Friseure haben

zu kämpfen, weil sie ihre privaten Kosten selbst nicht mehr

erwirtschaften dürfen und keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld

haben. Erste Geschäfte haben bereits für immer geschlossen.

Viele beliebte Geschäfte werden nur überleben, Einkaufsstraßen

in den Elbvororten ihren Flair aufrechterhalten, wenn ihre

Stammkunden weiter zu ihrem Lieblingshändler halten und lokal

einkaufen und nicht bequem von zuhause aus im Web shoppen.

Nutzen Sie „click & meet“ oder rufen Sie Ihren Lieblingsladen

einfach an. Ein paar aufmunternde Worte, eine gute Bewertung

bei Google oder die gute alte Weiterempfehlung im Bekannten -

kreis kann darüber hinaus helfen.

Markus Krohn

DorfStadt MEDIA

Wenig Kunden

im Laden?

Anzeige

schalten!

Mit den DorfStadt-

Medien erreichen Sie

jeden Monat über

100.000 Kontakte.

Neukunden-Rabatt:

E-Mail: media@dorfstadt.de

Tel.: 87 08 01 60

AH

Moin, liebe Leser,

wer will Matrose werden? Bei

dieser Frage hüpfte vor wenigen

Jahrzehnten noch das Herz vor

allem von Jungen. Doch längst

leidet unsere Schifffahrt an

Bewerbermangel. Nur selten

sind Deutsche unter den Besat -

zungen und unter Kapitänen

dürften mehr Ukrainer sein, als

Bundesbürger. Letzteres wirkt

sich auf den an sich beliebten

Beruf des Lotsen aus, rekrutiert

der sich doch aus Schiffs füh -

rern. Die Lage ist so ernst, dass

die Bundesregierung erwägt,

künftige Lotsen auch unter

Landratten zu rekrutieren und

zentral in Flensburg auszubilden.

Mal sehen, ob das klappt!

- Und damit zu den Meldungen:

Neue Elbfähre ist da

Brunsbüttel/Cuxhaven – Mit

der „Greenferry I“ hat eine neue

Elbfähre ihren Dienst aufgenommen.

Das mit klimafreundlichem

Flüssiggas betriebene

Schiff der Reederei Elbferry

macht die einstündige Über -

fahrt zwischen Brunsbüttel und

Cuxhaven sechs Mal täglich.

Auf der 130 Meter langen

Fähre haben 150 Autos, 28

Laster und 600 Personen Platz.

Die Strecke war bislang ein

Pleitegrab: Mehrere Betreiber

scheiterten, seit 2017 gab es gar

keine Verbindung mehr. Nun

setzt ein Konsortium vor allem

auf Logistikkunden, die den

Staus rund um Hamburg entgehen

wollen.

Rekordfähre gestartet

Oslo – Die größte Elektrofähre

der Welt ist in Norwegen in

Betrieb gegangen. Sie heißt

„Bastø Electric“ und ist 140

Meter lang. Sie verbindet die

im Oslofjord liegenden Städte

Moss und Horten. Auf der zehn

Kilometer langen Strecke können

200 Autos und 600 Pas -

sagiere mitgenommen werden.

Der Strom kommt aus Batterien

mit einer Kapazität von 4,3

Megawattstunden. Wegen einer

noch fehlenden Ladestation

steht die „Bastø Electric“ allerdings

vorerst noch nicht ganz

unter Strom.

I, Hamburg!

Neues aus der Schifffahrt | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Foto: Küster

Neue Hafenkonkurrenz?

Antwerpen – Eine „Hochzeit“

entlang der sogenannten Nord

Range lässt aufhorchen: Die

belgischen Häfen Antwerpen

und Zeebrügge haben fusioniert.

Damit ist ein neuer

Superhafen entstanden, deutlich

größer als Hamburg. Ihre

Vertreter sagen, sie wollten

nicht bloß Ladung addieren,

sondern der erste Welthafen

werden, „der Wirtschaft, Men -

schen und Klima in Einklang

bringt.“ Die Kampfansage richtet

sich in erster Linie gegen

den nahen Konkurrenten Rot -

ter dam (Niederlande), doch

muss auch Hamburg aufpassen,

den Anschluss an die Zukunft

nicht zu verlieren.

Tschüss, kommt

heil wieder!

Wilhelmshafen - Deutschland

hat wieder ein Kriegsschiff im

Namen der Europäischen Union

(EU) ins Mittelmeer geschickt.

Der 170 Meter lange Ein satz -

gruppenversorger „Berlin“ soll

Die größte Elektrofähre der Welt verkehrt im Oslofjord

Foto: PR

mit Marinekräften anderer Län -

der das internationale Waffen -

embargo gegen Libyen überwachen.

An Bord sind rund 220

Soldatinnen und Soldaten.

Beim letzten deutschen Einsatz

bis Ende operierte die Fregatte

„Hamburg“ im Mittelmeer. Kri -

tiker bemängeln, der Schmug gel

von Waffen und Treibstoff zur

Unterstützung libyscher Bürger -

kriegsparteien sei dennoch nicht

unterbunden worden.

Frostige Zeiten

Osnabrück – Die frostigen Tage

im Februar waren zum Glück

für die Binnenschifffahrt von

nicht allzu langer Dauer. Eis -

bildung hatte vielerorts jeglichen

Wasserverkehrs gestoppt.

Zudem konnten auf dem 325,3

Kilometer langen Mittelland -

kanal die bereitstehenden Eis -

brecher nicht eingreifen, weil

sie an Elbe und Weser dringender

benötigt wurden. Nun hoffen

die Schiffer auf den durch

Tauwetter wieder eisfreien

Strecken, die angekündigte

erneute Frostperiode möge

nicht zu lange dauern.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine