Gebirgsfreund Nr. 1/2018

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Eine unabhängige Vereinszeitschrift für Bergfreunde und Naturgenießer. Wir informieren mit einzigartigen Berichten und Aufnahmen und machen Lust auf Natur und das Erlebnis Berg. Vordergründig dabei sind immer die Themen Sicherheit und Naturbewusstsein.

Gebirgsfreund

Das Magazin des

Alpenverein-Gebirgsverein

Steigerlhüpfen

Samstag 26. Mai 2018

Die Sehnsucht nach Freiheit

Anspruchsvolle Skihochtour

Führungsstile

Konflikte als Chance

Österreichische Post AG / Sponsoring Post, GZ 02Z030518 s, BPA 1080 Wien

Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt: 1080 Wien, Retour Postfach 555, 1008 Wien 01

| 2018


Gebirgsfreund Inhalt | Gebirgsfreund | Umwelt & Naturschutz

Inhalt Nr. 1/2018

Editorial ..............................................03

Kurzinfos .............................................04

Vorträge ..............................................05

Thema

Steigerlhüpfen: Ein Tag auf der Hohen Wand. .........06

Mitglieder am Wort: Agnes Palmisano ................07

Führungsstile: Konflikte als Chance ..............08 – 09

Berichte

Skihochtour: Die Sehnsucht nach Freiheit . .......10 – 11

Rubriken

Mountainbike-Eldorado im Mürzer Oberland. .........12

Jugendgruppen. ......................................13

Fachgruppen ....................................14 – 17

Tourenprogramm ................................18 – 20

Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein, ZVR-597 444 457

129. Jahrgang, Heft 1/4

Impressum: DER GEBIRGSFREUND – Das Magazin des Alpenverein-Gebirgsverein,

ÖAV Sektion Österreichischer Gebirgsverein

Titelbild: Großglockner am 8. April 2017 mittags, ©Brigitte Hantusch

Erscheinungstermine: jeweils 15. des Monats März, Juni, September, Dezember

Redaktionsschlusstermine: jeweils 1. des Monats Februar, Mai, August, November

2 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018

Medieninhaber & Herausgeber: Alpenverein-Gebirgsverein

Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien, Tel. 01/405 26 57, oeav@gebirgsverein.at, www.gebirgsverein.at'

Alpenverein.Gebirgsverein

Redaktion & Gestaltung: Michael Hauke, redaktion@gebirgsverein.at

Design: heinzle & partner, www.heinzledesign.at

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Archiv Gebirgsverein

Grundlegende Richtung: Unabhängige Zeitschrift für alpinsportliche Belange. Mitteilungen für

die Vereinsmitglieder laut Satzung. Die Ausarbeitung der beschriebenen Berg- und Kletterfahrten

erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen der Autoren. Haftungen für etwaige Unfälle und

Schäden können nicht übernommen werden. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hersteller: Druckerei Berger, Wienerstraße 80, A-3580 Horn


Umwelt & Naturschutz Editorial | Gebirgsfreund

| Liebe Wanderinnen und Wanderer,

Als ich im November 2015 bei der

damaligen Hauptversammlung zum

1. Vorsitzenden dieses Vereins gewählt

wurde, war der Vortragssaal im 4. Stock

unseres Vereinshauses bis auf den letzten

Platz gefüllt. Die Diskussionen um die

Bestellung eines neuen Vorstands waren

lebhaft und emotionsgeladen. Als der

Verein bei seiner Hauptversammlung

am 22. November des Vorjahres auf der

Tagesordnung eine Neufassung seiner

Satzung stehen hatte, gab es zwar auch

lebhafte Diskussionen, doch interessiert

hat das - bis auf ein paar Ausnahmen - nur

ganz wenige Mitglieder. Warum wohl?

Weil eh alle mit dem Angebot zufrieden

sind, der Verein sich auf seiner großartigen

Vergangenheit ausruht, das Kletterzentrum

bis 22.00 Uhr geöffnet hat, die

Wege gut leserlich markiert und begehbar

sind und der Verein nebst einem Haus

in der Lerchenfelder Straße immer noch

19 Hütten als sein Eigentum nennt und

damit quasi ein alpine „Größe“ innerhalb

der großen Alpenvereinsfamilie darstellt.

In der Tat hat der Verein mit dieser im

Vorjahr beschlossenen Satzungsänderung

von einer gut gemeinten, alten Tradition

einer Delegiertenversammlung Abschied

genommen und den bisherigen Hauptausschuss

als eigentlich geschäftsführendes

Organ abgeschafft. Deren Mitglieder sind

zwar in den vergangenen Jahren immer

weniger zu den zweimal jährlich stattfindenden

Sitzungen gekommen, doch bei

denjenigen, die immer gekommen sind,

am Vereinsgeschehen interessiert waren

und dementsprechend mitdiskutiert

und mitgestimmt haben, löst eine solche

Auflösung Emotionen aus. „Das ist das

Ende des Ehrenamtes“ war da zu hören.

Genau das darf und soll natürlich nicht

passieren. Denn das wirkliche Vereinsgeschehen

spielt sich im Gebirgsverein in

zahlreichen, höchst aktiven Gruppen ab:

In den 11 Ortsgruppen, die mit ihren über

3.000 Mitgliedern, der Pflege der Wege

und der Bewirtschaftung von Hütten ein

enormes Potenzial darstellen und in den

Fachgruppen – von den Felsgeggis bis

zum Seniorenwanderclub – wo der quasi

satzungsmäßige Vereinszweck, nämlich

die Förderung und Pflege des Bergsports,

wirklich gelebt wird. Selbstverständlich

sind es immer engagierte Menschen, die

mit ihrem freiwilligen Engagement für

ein aktives Gruppenleben sorgen. Und

diese Menschen bedürfen nicht nur der

bestmöglichen Unterstützung seitens

des Vorstands und der hauptamtlichen

Mitarbeiter des Vereins, sondern haben

auch das Recht – um nicht zu sagen die

Pflicht – das Vereinsgeschehen über

seine Organe aktiv mitzugestalten und

mitzubestimmen. Und das nicht nur alle

vier Jahre, wenn wieder einmal ein neuer

Vorstand zu wählen ist. Genau aus diesem

Grund wurde in der neuen Satzung auch

ein Gruppenausschuss installiert, der nicht

nur als Wahlkommission dienen, sondern

vor allem für eine permanente Einbindung

der zahlreichen Orts- und Fachgruppen in

das Vereinsgeschehen sorgen soll. Welche

Aufgaben und Pflichten der Gruppenausschuss

in Zukunft wirklich übernehmen

soll, wird sich nach dessen erster

Zusammenkunft herausstellen. Einen

Vorgeschmack, wie eine vereinsinterne

Kommunikation nach meinen Vorstellungen

wirklich funktionieren soll, wird es

möglicherweise schon bei der geplanten

Modernisierung unseres Vereinshauses

geben. Dieses wertvolle Vereinshaus

wurde seinerseits von den Mitgliedern

geschaffen und soll auch weiterhin den

Mitgliedern zur Verfügung stehen. Egal ob

sie darin arbeiten, klettern, kochen oder

einem spannenden Vortrag zuhören.

Dieter Holzweber

1. Vorsitzende

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 3


Gebirgsfreund | Kurzinfos

Kurzinfos

Öffnungszeiten Neu

ab April sind wir länger da!

08:00

Montag

19:00

Für dich erweitern wir die Öffnungszeiten

der Geschäftsstelle, damit du einfacher

die Leihausrüstung vor oder nach der Arbeit

retournieren kannst und abends länger

Zeit hast, um in unserem Shop zu stöbern.

Wir reagieren damit auf das Kundenfeedback

der vergangenen Monate und sind

gespannt auf das Ergebnis.

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Dienstag - Freitag

10:00

19:00

08:00 – 19:00 Uhr

10:00 – 19:00 Uhr

10:00 – 19:00 Uhr

10:00 – 19:00 Uhr

10:00 – 19:00 Uhr

Softshell-Gilets

Produkt des Monats

Hochwertiger, nachhaltiger Stick der

Geschützten Werkstätte, durch den Kauf

sicherst du Arbeitsplätze von Menschen

mit Beeinträchtigung. Die Softshell-Gilets

bestehen aus weichem 2-lagigem Softshellmaterial,

wasserabweisend, winddicht,

atmungsaktiv. Erhältlich für Damen

und Herren in den Größen S, M und L; in

den Farben rot, blau und grün um nur

€ 65,–

Liebe Gebirgsfreundin,

lieber Gebirgsfreund,

„Alpin um Wien“, das ist unser

neues Motto, das auf der letzten

Hauptversammlung aus den vielen

Einsendungen von Mitgliedern als Gewinner

ausgewählt wurde. Und schon

findet es Einsatz: nämlich auf den neuen

Gebirgsvereins-Gilets für Tourenführer_innen

und Wegewart_innen.

Unseren Verein sichtbar nach außen

zu tragen ist etwas, das wir alle tun

müssen. Denn nur wenn die Menschen

„draußen“ wissen, dass es uns gibt, können

Sie im Gebirgsverein und bei seinen

zahlreichen Orts- und Fachgruppen

andocken und damit ihre Bergerlebnisse

mit Gleichgesinnten noch intensiver

gestalten. Und nur dann können wir

uns immer wieder aufs Neue verjüngen

und aufregend bleiben für interessierte

Bergsportler_innen.

Heuer waren wir bereits zweimal sehr

sichtbar: einmal im Zuge des Lawinen-Updates

mit Michael Larcher im

Studio 44 und einmal im Zuge von

24 Stunden Burgenland Extrem, wo

wir Partner sind. Und auch unsere

Hüttenwirte schaffen es immer wieder

gut, sich in Szene zu setzen. So zuletzt

die Südwiener Hütte, die im Zentrum

einer ZDF-Reportage stand. Weitere

Aktionen werden heuer folgen, allen

voran das Steigerlhüpfen am 26. Mai.

Mit der Family Extra Card haben wir

eine Hütten-Stempel-Aktion, die uns

gute Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen

wird, bis im Sommer schließlich erneut

die Südwiener Hütte im Zentrum steht,

wenn dort die 90-Jahre-Feier steigt.

Nicht zu vergessen die Jugendcamps am

Peilstein, die zahlreichen Vorträge in

unserem Vereinshaus und die Programme

unserer Gruppen.

Es ist viel los und alle Mitarbeiter_innen,

ob haupt- oder ehrenamtlich, sind

mit Freude und viel Elan mit dabei. Das

freut mich sehr! So ist es nämlich möglich,

neue Akzente auch in der Servicestelle

zu setzen. Um unseren Kunden

dann ein Service bieten zu können,

wenn sie gerade Zeit haben, werden wir

ab 1. April unsere Öffnungszeiten erweitern.

Wir werden dann jeden Tag bis

19:00 Uhr die Servicestelle offen halten

und montags schon um 8:00 Uhr öffnen.

So können Kunden schon vor oder nach

ihrer Arbeit zu uns kommen.

Schließlich möchte ich noch auf unsere

neuen Statuten hinweisen, die es allen

Mitgliedern ermöglichen, Anträge in die

Hauptversammlung einzubringen. Wie

das genau funktioniert, darüber werden

wir natürlich rechtzeitig informieren.

Das neue Statut finden Sie auf unserer

Website unter www.gebirgsverein.at.

Ich wünsche eine informative Lektüre

und freue mich sehr, wenn Sie bei Ihrem

nächsten Besuch in der Servicestelle

nach mir fragen. Lassen Sie uns bei einem

Kaffee doch darüber plaudern, was

Sie an unserem Verein super finden, und

was vielleicht verbesserungswürdig ist.

Christian Schreiter,

Vereinsmanager

4 | Gebirgsfreund | Nr. 1/ 2018


Vorträge | Gebirgsfreund

Vorträge

Eintritt frei !

Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien | 4. Stock | Beginn: 19:30 Uhr

Vier Wochen in

Wie doch

Ecuador und Galapagos die Zeit vergeht

Donnerstag, 14. März 2018

Mittwoch, 18. April 2018

© iStock-513485068, gpointstudio

Health & Fitness

Macht Dich fit für den Sommer!

Mobility & Stretch

Hatha & Ashtanga Yoga

Pilates

Wirbelsäule Intensiv

Functional Training

HIIT - Kraft & Kondtition

www.health-fitness.at

Der Cotopaxi

© Oliver König

Das Südamerika der Superlative.

Der höchste aktive Vulkan, die größte Biodiversität,

das herausforderndste Tauchrevier.

Durch Zahlen belegt, akribisch

protokolliert, spätestens seit den Reisen

Alexander von Humboldt's. Unsere Reise

hat dagegen kaum Zahlen hervorgebracht,

dafür aber jede Menge Bilder - in uns, und

in unseren Kameras. Lasst euch also fesseln

von lebendiger Geschichte, kuriosen

Gschichtln, unverzichtbarer Bildung und

exklusiven Bildern!

Vortrag von Oliver König.

Klettern am Peilstein Ende der 80er

© Erich Schuller

Klettern vom Peilstein bis ins Yosemite

von den 1960er- bis in die späten

1980er-Jahre. Otto Sanz, einer der Pioniere

des Sportkletterns in Ostösterreich

und Erstbegeher von Kletterrouten in den

Wiener Hausbergen, erzählt von seinen

Erlebnissen.

Schweiz – mit Bahn,

Schiff und zu Fuß

Mittwoch, 23. Mai 2018

Atlantisches Inselhüpfen

Donnerstag, 5. April 2018

Inselhüpfen

© Matthias Hutter

Angelika und Matthias Hutter entführen

euch in faszinierende Vulkanlandschaften

von Island bis zu den Kanarischen

Inseln, erzählen über untergegangene

Kulturen und modernes Inselleben

und geben außergewöhnliche Wander-,

Bade- und Klettertipps.

Schweiz Pilatus

© Fredi Scholz

Der „Tell-Pass“, gültig in der Region

Zentralschweiz, bietet freie Fahrt auf

sämtlichen Öffis inklusive Schiffen,

Zahradbahnen und Seilbahnen. Die beste

Möglichkeit bequem die Landschaft südlich

von Luzern zu erkunden. Ein absoluter

Preishit. Natürlich eine Hotelbuchung

mit guter Anbindung wählen, z.B. Alpnach

Informieren – ausprobieren.

Bildervortrag von Fredi Scholz

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 5


Gebirgsfreund | Umwelt Thema & Naturschutz

Samstag, 26. Mai 2018

Steigerlhüpfen 2018

Tagesausflug zur Hohen Wand

Hunderte Wander- und Kletterbegeisterte waren im Vorjahr beim

ersten Steigerlhüpfen dabei und haben die Gelegenheit genutzt, die

zahlreichen Wege und Steige auf die Hohe Wand kennenzulernen

oder wiederzuentdecken und das Begehen von Klettersteigen auszuprobieren.

Wegen des großen Erfolges geht das

Steigerlhüpfen am 26. Mai in die zweite

Runde! Gleichzeitig findet auch der NaturPutzer

Tag statt, der mit einer gemeinsamen

Müllsammelaktion das Bewusstsein

für Müll in der Natur wecken soll.

Der Alpenverein-Gebirgsverein und die

Sektion Alpenverein Edelweiss laden alle

Bergbegeisterten herzlich ein, einen Tag

mit Gleichgesinnten auf der Hohen Wand

zu verbringen, die atemberaubende Felskulisse

zu genießen und mit ein bisschen

Glück einen der attraktiven Preise bei der

Abschlussveranstaltung am Hubertushaus

zu gewinnen.

An mehreren Stationen – vom Sonnenuhr-Parkplatz

bis zum Seiser Toni

– werden Stempelpässe ausgegeben.

Oben angekommen, kann man sich für

jeden Aufstieg einen Stempel holen. Jeder

Stempelpass, der beim Hubertushaus

abgegeben wird, nimmt an der Verlosung

teil – egal wieviele Stempel gesammelt

wurden!

Bei den zahlreichen Möglichkeiten, die

Hohe Wand zu erklimmen, ist für jede/n

etwas dabei: Weniger Geübten stehen die

einfachen, familienfreundlichen Aufstiege

zur Verfügung wie der Pfarrersteig,

Grafenbergweg oder Herrgottschnitzerweg.

Trittsichere und schwindelfreie

Bergfexe werden wohl einen der leichten

versicherten Felssteige wie Springlessteig

oder Völlerin wählen. Klettersteig-Fans

kommen zum Beispiel am Gebirgsvereinssteig

auf ihre Kosten und Kletterer auf

den hunderten gut abgesicherten Routen

in allen Schwierigkeitsgraden entlang der

Steilabfälle der südlichen Hohen Wand.

Für alle, die lieber in der Gruppe unterwegs

sein möchten, startet um 12:00 an jedem

unserer Standorte am Fuß der Hohen

Wand eine geführte Wanderung mit einem

unserer Alpenvereins-Guides zum Hubertushaus.

Am Plateau angekommen, locken

die zahlreichen Hütten und Gasthäuser

die Wanderer und Kletterer mit kulinarischen

Genüssen. Dabei stehen „deftige“

Hausmannskost wie Schweinsbraten,

Grammelknödel und Kaiserschmarrn

genauso auf der Speisekarte, wie leichte

und vegetarische Köstlichkeiten.

6 | Gebirgsfreund | Nr. 1/ 2018


Nutzt das Angebot zum Klettersteigschnuppern

© wk-photography.net

Umwelt & Naturschutz Thema | Gebirgsfreund

| Am Hubertushaus wird außerdem ein

besonderes Rahmenprogramm geboten:

Tagsüber besteht die Möglichkeit,

mit geprüften Übungsleiter/innen und

Instruktor/innen des Alpenvereins das

Begehen eines Klettersteiges (Steirerspur,

Schwierigkeit A/B mit einer Stelle C, die

umgangen werden kann.) auszuprobieren,

oder sich Tipps und Tricks rund um das

Thema Trailrunning von der Trailrunning-Gruppe

zu holen.

Zusätzlich möchten wir diesen Tag auch

für eine Müllsammel-Aktion im Rahmen

des NaturPutzer-Projekts nutzen und uns

so aktiv für den Umweltschutz einsetzen.

Das NaturPutzer Projekt ist eine Initiative

von GLOBAL 2000 gemeinsam mit den

Sektionen Gebirgsverein und Edelweiss

mit dem Ziel, Österreich nachhaltig sauber

zu machen und von Müll zu befreien.

Am Abend freuen wir uns darauf, auch in

diesem Jahr wieder viele gutgelaunte Gäste

zur Verlosung der Preise zu begrüßen

und den Abend am Hubertushaus bei gutem

Essen und interessanten Gesprächen

ausklingen zu lassen. Für die musikalische

Unterhaltung sorgen die Band Salamanda

mit mittelalterlichen und irischen Klängen

sowie Ernstl Mühl & Compagnion mit

alpinen Wienerliedern.

Wenn du Lust bekommen hast, den

26. Mai gemeinsam mit uns auf der Hohen

Wand zu verbringen, dann melde dich

bitte unter folgendem Link an:

www.alpenverein-bewegt.at/anmeldung

Willst DU mithelfen?

Wir suchen noch Helfer/innen, die den

halben - oder gerne auch den ganzen

- Tag Stempelpässe stempeln, für Informationen

zur Verfügung stehen oder

als "Streckenposten" den Teilnehmer/

innen den Weg zu ausgewählten Steigen

zeigen. Bitte melde dich unter:

steigerlhuepfen@gebirgserein.at

Panorama Hohe Wand © Christian Schreiter

Mitglieder am Wort:

Agnes Palmisano

Musikerin

Ist die Liebe zum Berg eigentlich genetisch

veranlagt und wie könnte man das

nachweisen?

Meine Mutter ist jedenfalls aus dem

Pinzgau, dort haben meine Eltern sich

kennengelernt: mein Vater war als Gebirgsjäger

nach Saalfelden ausgemustert

worden. Bereits seit dieser Zeit sind sie

Alpenvereinsmitglieder.

Es hat die beiden dann beruflich unter

anderm nach Wien verschlagen, wo ich

geboren wurde. Egal wo wir gelebt haben:

meine Mutter hatte stets Sehnsucht nach

den Bergen ihrer Heimat.

Ich war also quasi von Geburt an Alpenvereinsmitglied.

Es gibt Fotos von mir

im Kleinkindalter auf den Gipfeln des

Steinernen Meeres. Meine Erinnerungen

daran sind eine Mischung aus Erschöpfung

und Stolz.

Lange Wanderungen mochte ich als Kind

nicht besonders. Aber im Fels hab ich

mich immer wohlgefühlt: sobald es was

zum Klettern gab, war jede Müdigkeit

verflogen.

Da Berge in meiner Kindheit nur sporadisch

verfügbar waren, wich ich auf

Bäume, Hausfassaden, Leitern und Sprossenwände

aus, später auch in Kletterhallen.

Irgendetwas zieht mich nach oben.

Vielleicht die Aussicht auf einen besseren

Überblick. Auf die Welt, auf das Leben.

Es tut mir gut, Berge zu sehen. Noch

besser ist es, sich an einem Berg Richtung

Gipfel emporzuarbeiten. Am liebsten über

einen Klettersteig.

Dabei gibt es immer wieder lange Phasen,

in denen ich in stiller Sehnsucht verharre

und 1000 andere Dinge wichtiger sind, als

den Rucksack und die Schuhe zu packen

und einen Gipfel zu erklimmen. Das

Glücksgefühl, das ich erlebe, wenn ich mir

die Zeit nehme und die Hürde der Anreise

überwinde, ist riesig. Der Blick ins Land

und hinüber zu den nächsten Gipfeln

weckt den Wunsch, da jetzt einfach so

weiterzugehen, von einem Gipfel zum

nächsten und von einer Hütte zur andern...

einfach nur gehen und im eigenen Tempo

Schritt für Schritt näher bei sich ankommen.

Das ist doch die dem Menschen

geziemende Geschwindigkeit. Kein Auto,

kein Rad, kein Bus, Bahn, Flieger- nur das

pure Selbst zur Fortbewegung mit dem

Nötigsten im Rucksack- man kommt mit

so wenig aus.

Das wäre halt ein glückliches Leben:

Ballastfrei von einem Gipfel zum nächsten,

und am liebsten unterwegs mit dem

Liebsten...

Aber da gibt es eben auch andere Seiten

in mir, die ebenfalls beglückend sind und

sich nicht am Berg leben lassen: Singen,

proben, auf der Bühne stehen. Zeit mit

den Kindern verbringen.

Meine Kinder sind übrigens auch quasi

von Geburt an Alpenvereinsmitglieder.

Wir gehen auch jetzt schon immer wieder

mit Vergnügen in die Kletterhalle, lange

Wanderungen sind für sie derzeit noch

recht mühsam. So wie für mich als Kind.

Ich werde ja sehen, ob es sich genetisch

fortsetzt...

Agnes Palmisano

Foto: © Agnes Palmisano

Zur Autorin

Agnes Palmisano (* 12.11.1974) ist

Musikerin und führende Interpretin

im Genre des Wiener Dudlers (seit

2010 im Verzeichnis des immateriellen

Kulturerbes). Ihre Musikpartner

waren bisher u.a. Karl Hodina,

Walther Soyka, Roland Neuwirth,

Trude Mally und Gerhard Bronner

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 7


Gebirgsfreund | Thema

Führungsstile

Konflikte als Chance

Nur gemeinsam sind wir ein Team

© Swen Gamon

Für Bergtouren macht es Sinn, einiges über Teamentwicklung und

Führung zu wissen. Eine schlecht kooperierende Gruppe oder der

falsche Führungsstil können eine Tour oder eine ganze Expedition

gefährden. Bekanntes Beispiel ist die Expedition zum Nanga Parbat

1970, unter der Leitung von Dr. Karl Herrligkoffer, bei der Reinhold

Messner seinen Bruder Günther verlor. Die damaligen Teilnehmer

sind noch heute im Konflikt und uneins darüber, was damals passiert ist.

Softskills für unsere Touren:

Der Stationenparcours ist vorbereitet,

im Hotel wissen alle Bescheid,

das letzte TrainerInnen-Briefing liegt

hinter uns. Vereinbarungen mit dem

Tourismusverband, dem Auftraggeber,

dem Waldeigentümer u.s.w. sind getroffen,

die nötigen Genehmigungen eingeholt.

Irrwege wurden als solche erkannt, neue

Pläne sind gereift, geprüft und entwickelt.

Nun warten wir auf die Ankunft des

Doppelstockbusses. 74 Personen werden

in den kommenden beiden Tagen von uns

im Rahmen des Outdoorteamtrainings

betreut, in englischer Sprache. Eine Herausforderung

für uns alle, denn wir wissen

nie genau, was auf uns zukommt. Das

Timing wird ebenso ein entscheidender

Faktor sein, wie die richtigen Reaktionen

bei Problemen. Wird das Wetter halten?

Wird sich jemand verletzen? Lieber noch

einmal die Funkgeräte überprüfen – alle

TrainerInnen sind erreichbar! Dann der

entscheidende Moment: der Bus fährt vor

und wir begrüßen die Leute bereits auf

dem Parkplatz. Das Training beginnt. Der

Mohawk-Walk (ein Slack-Line Parcours)

und Team-Trommeln sind zwei unserer 6

Stationen im ersten Teil des Seminars. Alles

begleitet von einer kurzen Wanderung

durch den dichten Wald.

Seit mehr als 15 Jahren gehören Outdoor

Trainings zum Repertoire von Schulveranstaltungen,

Personalabteilungen und

Führungskräften. Meist ist Teamentwicklung

das Ziel, doch häufig werden auch

Zielsetzungen wie eine Verbesserung

der Kommunikationsstrukturen, Konfliktlösungen

oder Projektmanagement

angepeilt. Natürlich suchen viele Auftraggeber

gelegentlich ein incentive bei

dem es darum geht, gemeinsam etwas

Tolles zu erleben, doch sind Softskills der

entscheidende Punkt für ein erfolgreiches

Outdoortraining – also die Frage, wie

die Erlebnisse im Nachhinein aufbereitet

werden. Denn auch noch so ausgeklügelte

und aufwändige Trainingsmethoden sind

nur die halbe Miete – auf die Reflexion

kommt es an! Das ist natürlich nicht immer

einfach und hier ist das Wissen über

Erklärungsmodelle nützlich.

Sicher kennen wir alle Situationen, in

denen Entscheidungen getroffen wurden,

die mehr oder weniger in unserem Sinn

waren. Softskillwissen ist daher auch im

Alltag Sinn, denn wir bewegen uns meist

in Gruppen. Erklärungsmodelle helfen

uns, besser zu verstehen, was aktuell

gerade passiert, auch wenn natürlich

ein Modell nur eine Vereinfachung der

Realität ist.

Phasen der Teamentwicklung

Am bekanntesten ist sicherlich das

Teamentwicklungsmodell von Bruce

Tuckman (1965), das den Werdegang einer

Gruppe hin zum Team in vier Phasen

einteilt.

In der ersten Phase (Forming) begegnet

sich die Gruppe erstmalig, die Leute kennen

sich untereinander noch nicht.Es ist überraschend,

dass bereits in dieser Phase sehr

gute Ergebnisse erzielt werden können.

Das ändert sich allerdings in Phase zwei:

„Storming“. Nun zeigen die einzelnen

Menschen ihre Ecken und Kanten. Bedürfnisse

werden geltend gemacht. Häufig

8 | Gebirgsfreund | Nr. 1/ 2018


Umwelt & Naturschutz Thema | Gebirgsfreund

kommt es zum einen oder anderen Konflikt.

Diese Phase ist insofern bedeutend,

als dass dadurch Stärken und Schwächen

einzelner dem gesamten Team bekannt

werden.

In der dritten Phase „Norming“ steigt

die Leistung des Teams auf ein sehr hohes

Niveau, denn nun können Stärken genutzt

und individuelle Bedürfnisse berücksichtig

werden.

In manchen Fällen kann diese Leistung

noch gesteigert werden, dann wird die

höchste der vier Phasen erreicht: „Performing“.

„Wenn‘s läuft, dann läufts“ sagen

dann viele, denn sie erleben, dass sie sich

blind auf ein Top-Team verlassen können:

Engagement, Vertrauen, Zielorientierung

und An-einem-Strang-Ziehen auf höchster

Stufe. Tuckman führte dann später

(1977) noch eine fünfte Stufe ein („Adjourning“),

die die Auflösung eines Teams nach

getaner Arbeit beschreibt.

Im Detail gibt es einige Besonderheiten,

etwa dass kurzfristig eine Phase übersprungen

werden kann, diese allerdings

später vom Team quasi eingefordert wird.

Werden also von einem jungen Team hohe

Anforderungen auf Norming-Niveau erwartet,

können die Leute diese kurzzeitig

erfüllen. Es wäre allerdings ein Fehler anzunehmen,

dass die Stormingphase damit

weggelassen werden kann. Früher oder

später wird es zu Konflikten und Auseinandersetzungen

kommen, die in Summe

für die Entwicklung des Teams nötig sind.

Konflikte sind daher ein Schlüssel für

gemeinsame Entwicklung, und nicht eine

Bedrohung. Bedeutend ist, wie wir mit

Konflikten umgehen und einer negativen

Eskalation frühzeitig offen begegnen. Mit

diesem Wissen im „Hinterkopf“ lassen sich

auch so manche schwierige Situationen

besser relativieren und auflösen. Und vor

allem ist uns damit bewusster, dass auf

dem Weg zum Top-Team mehrere Phasen

durchlaufen werden.

Führung

Sei es beim Leiten einer Gruppe, beim

Familienausflug, oder wenn es darum

geht in Krisen handlungsfähig zu bleiben

– schnell können wir gefordert sein, die

Führungsrolle zu übernehmen. Entscheidende

Untersuchungen zum Thema

Führung und Führungsstile wurden in der

ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angestellt.

Einer der bekanntesten Psychologen

auf diesem Gebiet war Kurt Levin. Er

unterscheidet drei Führungsstile:

Autoritär: Dabei agiert die Leitung mit

eiserner Hand, die Rollenverteilung ist

streng hierarchisch. Mittelfristig führt

dies zu einer starken Trennung zwischen

der Leitung und den anderen Gruppenmitgliedern.

Langfristig entstehen meisten

Vertrauensverlust und Demotivation.

Kooperativ: Hier werden die Gruppenmitglieder

in Entscheidungen eingebunden

und Meinungen gehört. Gemeinsam

wird beraten, welches Ziel wie verfolgt

werden soll. Die Gruppenleitung lenkt, die

Leute im Team erhalten ein hohes Maß an

Eigenkontrolle. Verständnis und Motivation

werden so meist am besten gefördert.

Laissez-faire: „Einfach laufen lassen“ ist

hier die Devise. Die Gruppenmitglieder

haben dabei volle Freiheit über die Ziele

und die Art und Weise wie Ziele erreicht

werden sollen. Dieser maximale Spielraum

der Einzelnen verlangt aber auch maximale

Eigenverantwortung aller Beteiligten.

Extrem hohes Verantwortungsbewusstsein

aller ist daher nötig, sonst entsteht

meist Desorientierung oder Chaos.

Spontan würden wir sagen: „Der kooperative

Führungsstil ist doch anzustreben,

da so die besten Ergebnisse bei hoher

Motivation erreicht werden.“ In manchen

Situationen können aber auch die beiden

anderen Führungsstile von Nutzen sein.

In Krisen ist es beispielsweise nicht

ratsam, kooperativ zu handeln. Im Notfall,

nach einem Unfall, bei schwierigen

Umweltbedingungen, oder wenn es um

Sicherheit geht, helfen klare Anweisungen,

diese Krisen zu bewältigen. Gezielte Aufgaben

wie zum Beispiel: „Bitte setzt jetzt

die Helme auf!“, „Du machst das Schlusslicht,

damit uns niemand verloren geht“,

„Du bleibst bei der verletzten Person und

sprichst mit ihr!“ geben dem gesamten

System Sicherheit und Stabilität.

Bei sehr erfahrenen Leuten und Personen

mit hohem Verantwortungsbewusstsein

hilft der Laissez-faire-Führungsstil, die

persönlichen Stärken maximal zu entfalten.

Geht es also darum, neue kreative

Wege zu gehen oder Strategien zu entwickeln,

und sind die richtigen Personen

involviert, ist nicht unbedingt eine strenge

Leitung nötig. Hilfreich ist es dennoch,

wenn eine Person die Moderationsrolle

übernimmt und in diesem Sinne „primus

inter pares“ ist. Denn eines hat Levin noch

festgestellt: irgendeine Leitung ist meist

besser als keine Leitung.

Auf unseren Touren werden wir vermutlich

mit dem kooperativem Verhalten die

schönsten Zeiten erleben und oftmals

spüren, wie aus Fremden Freunde und aus

Gruppen Teams werden. Hoffen wir, dass

es uns gelingt, Konflikte in bestmögliche

Ergebnisse zu wandeln. Und vor allem,

dass wir nur wenige Krisen zu managen

haben, diese aber mit Gespür und Übersicht!

Swen Gamon

Zum Autor

DI Swen Gamon leitet seit ca. 20

Jahren Gruppen in der Erwachsenenbildung

und seit 14 Jahren Outdoortrainings

sowie Aus- und Weiterbildungen

für TrainerInnen. Er verfügt

über umfangreiche Erfahrungen und

Wissen zu Teamentwicklung, Kommunikationsstrukturen

und Konfliktmanagement.

Er ist erfahrener

Persönlichkeitsbildner und versteht

es, Indoor- und Outdoor-Seminare

mit einem hohen Lern- und Erinnerungswert

zu gestalten. Darüber

hinaus ist er begeisterter Outdoorsportler,

alpiner Kletterinstruktor und

langjähriges Mitglied des Gebirgsvereins.

www.outdoorpartners.at

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 9


Gebirgsfreund | Thema Berichte

Großglockner

Anspruchsvolle Skihochtour

Die Sehnsucht nach Freiheit

Ein Gipfelmeer aus Schnee und Eis, das sich über den Horizont

erstreckt. Der blaue Himmel fast schon greifbar. Wer Skihochtouren

geht, darf sich zu den Glücklichen zählen, die solch einen Anblick

erleben dürfen. Vorausgesetzt die Bedingungen spielen mit...

Anfang April langte eine Einladung

von Hüttenwart Leopold

Würtl zu einer Frühjahrsskitour

mit Stützpunkt Schwarzenberghütte

bei uns ein. Der Einladung folgten sieben

Mitglieder der Ortsgruppe St.Pölten

(inklusive unserem 1. Vorsitzenden

Dieter Holzweber), Bekannte aus dem

Pinzgau, von der Bergrettung St.Ulrich

am Pillersee, sowie Paul Hasenauer,

Leiter der Bergrettungs-Ortsstelle

Fusch. Insgesamt waren wir ca. 25 Personen,

die Hütte war somit komplett

voll.

Treffpunkt ist der Schranken bei der

Embachkapelle kurz nach Fusch:

Von hier aus geht es 3 km hinauf zur

Mautstation Ferleiten und noch weitere

2 km ins Käfertal bis unter die Vögerlalm

auf etwa 1200 m.

Einige Kurven später können wir

endlich die Ski anschnallen. Bei trübem

Wetter stapfen wir dahin, queren einige

eindrucksvoll große Lawinenkegel,

Frühjahrsbedingungen. Sanft ansteigend

zieht die Spur zu einer Steilstufe

links vom Sommerweg (Mainzer Weg)

hinauf auf die Käferleiten: eine Schlüsselstelle,

die sich mit sauberer Spitzkehrentechnik

sehr gut gehen läßt, der

Schnee ist griffig und die Spur perfekt

angelegt.

In vielen Kehren geht es gemütlich

über die Käferleiten weiter. Die Sicht

wird schlechter und ich bin allein im

White-out unterwegs. Wo ist die Hütte?

Ich suche den weiteren Spurverlauf.

Nach einer Linksquerung wird schon

die Hütte sichtbar. Davor stehen einige

Leute, alle drängen in den Notraum

unter der Terrasse. Ski werden im Eingangsbereich

deponiert, dann geht es

darum, Hüttenschuhe zu ergattern und

sich aufzuwärmen. Oben im Gastraum

ist schon eingeheizt. Alle gruppieren

sich nach und nach an den Tischen,

versorgen sich und ihr feuchtes Material.

Das feuchte Gewand hängt über den

Öfen, typisches Hüttendurcheinander.

Die gute Küchenfee Conny Moenat

taucht auf und bringt wärmenden

Kaffee. Bald jausnen alle und man lernt

sich nach und nach kennen: am Nebentisch

Pinzgauer und Tiroler, die meisten

sind von der Bergrettung. Leopold

teilt die Lagerplätze zu, Conny versorgt

uns geduldig mit Getränken und Essen.

In der Küche helfen auch Leopolds

Tochter Daniela und ihr Freund. Es gibt

Suppe, danach Nudeln mit zwei Arten

Sugo! Schon ist es 21:00 Uhr die Gitarre

wird gezückt, ein Tanzl wird hingelegt,

Singen und Lachen, Zirbenschnaps

macht die Runde... Draußen herrscht

dichtes Schneetreiben und niemand

redet von einer morgigen Tour. Nach

23:00 Uhr falle ich ins Lager.

8:00 Uhr: allen sieht man ein wenig die

„anstrengende" Nacht an. Das Wetter

zieht immer noch um, leichtes Schneetreiben,

aber Christian aus Bruck nennt

das "Hoatawahn", also "Heiter-Wehn",

10 | Gebirgsfreund | Nr. 1/ 2018


Umwelt & Naturschutz Bericht | Gebirgsfreund

das beschreibt den Wind, der die

Wolken ausputzt. Es stimmt: es reißt

auf, und wir brechen gegen 10:00 Uhr

Richtung Großer Bärenkogel auf. Am

Hochgruberkees geht es über schöne

Hänge. Links zieht der eindrucksvolle

Gletscherbruch der Hohen Dock

(3348 m) herunter. Zwei Tourengeher

fahren ab und meinen, dass die Gruberscharte

momentan zu stark eingeweht

und heikel sei. Auch meine drei

Pinzgauer Begleiter haben Zweifel. Wir

sind flott unterwegs, da überholen uns

noch Paul Hasenauer und ein Kollege

von der Bergrettung Fusch. Paul

schätzt die Lage an der Gruberscharte

perfekt ein und legt im linken Bereich

zwischen zwei Felsriegeln souverän

eine Spur an. Ich verwende Harscheisen,

aber es geht überraschend einfach

in der sehr guten Linie über den

Steilhang, die scheinbar glatten Stellen

stellen sich als griffige Passagen heraus.

Steigeisen und Pickel können im Rucksack

bleiben. Einige Konzentration ist

jedoch notwendig, bis man nach der

Steilstufe (insgesamt ca. 80 Hm) auf

etwa 3100 m angekommen ist.

Die Sicht ist nun frei, etwas weiter

nördlich leuchtet die rote Biwakschachtel,

links steilt der Gipfelhang

des Gr. Bärenkopfs auf. Diese 300 Hm

sind stellenweise stark abgeweht und

eisig. Hier geht es sich besser mit

Harscheisen. Die Spur zieht zuletzt

raus auf den Grat, die Verhältnisse

sind abwechselnd windgepresst, eisig

und sogar steinig. Ich schnalle ca.

50 Hm unter dem Gipfel ab, versorge

das Material und stapfe zu Fuß mit

Skistöcken weiter. Ein grandioser Blick

zum Großglockner und zum Großen

Wiesbachhorn (3564 m) tut sich

auf! Dafür müsste man die Klockerin

(3422 m) und die Scharte zwischen den

Bratschenköpfen überschreiten, bis

man zum Westgrat gelangt, und dort

geht’s noch in Kletterei zum Gipfel:ein

andermal...

Heute gibt’s „nur“ noch die Abfahrt,

Schwung um Schwung geht es griffig

Hochgruberkees

und gut retour zur Gruberscharte ein

Abhang ins nichts. Einzeln rutschen

wir zwischen den Felsen ab. Dann

warten perfekte Bedingungen auf uns,

leichte Pulverauflage auf griffigem Untergrund,

besser kann´s nicht sein! Wir

überbieten uns im „Zopferlflechten“,

bis zur Hütte durchgehendes Kurzschwingen!

Nach einer wärmenden

Suppe verbringen wir den Nachmittag

plaudernd auf der sonnigen Hüttenterrasse.

Abends werden wir mit Linsen

mit Knödeln, Schweinsbraten verwöhnt.

Wir lernen uns besser kennen,

vier sehr konditionsstarke Pinzgauer

Damen, darunter Nationalpark Wanderführerin

Heike und Hüttenwart

Paul Hasenauer, der am Nachmittag

noch an der Hütte herumgewerkt hat.

Auch jetzt nach dem Essen steht er mit

Werkzeug in der Hand da, jederzeit

einsatzbereit! Die Hütte ist in sehr

gutem Zustand, Leopold und Paul sind

ständig am Basteln und Arbeiten und

verfügen über ein perfektes Netzwerk

von Helfern.

Auch heute wird es ein langer Abend,

draußen eine herrliche Mond- und

Sternennacht! Wir Gebirgsvereinler

sind „schon“ gegen 23:00 Uhr im Bett.

Sonntag:

Eine "Fact finding mission" am Gruberscharten-Biwak

versprechen wir

dem Leopold, der die Biwakschachtel

im vergangenen Herbst gemeinsam

mit den Bergrettern aus Fusch saniert

hat. Wir stapfen los. Weiter oben weht

konstant starker Wind, Schneefahnen

ziehen über den Gipfeln und von der

Scharte runter. Die ersten drehen unter

der Scharte wieder um und sausen

vorbei. Auch wir machen unter der

Steilstufe Halt. Ich stapfe noch ein

paar Kehren in den Steilhang hinein,

aber die Biwakschachtel (3104 m) wird

leider nicht das Tagesziel. Wir fahren

im heute eher schweren und harschigen

Schnee ab.

Leopold ist ein wenig enttäuscht, dass

wir nicht beim Biwak waren. Ich grüble,

hätte ich einen Alleingang wagen

sollen? Es wird schnell wärmer, einige

drängen zu Recht aufs Abfahren. Im

schon sehr weichen Frühjahrsschnee

kurven wir mit den schweren Rucksäcken

runter. Die Steilstufe ist noch

spannend, abrutschen, einen beherzten

Schwung nach links setzen und weiter

abrutschen. Hinfallen darf man hier

nicht. Alle meistern die Stelle gut. Weiter

geht´s im schon sumpfigen Schnee,

über Weidenhänge und letzte Schneefleckerl

suchen wir uns runter. Zuletzt

geht’s zu Fuß zu den Autos.

Der Alltag hat uns wieder…

Brigitte Hantusch

Fotos: Brigitte Hantusch

Info-Box

Start:

Ziel:

Alternativ:

Embachkapelle kurz

nach Fusch

Großer Bärenkopf 3396 m

Klockerin 3422 m oder

Bratschenkopf 3413 m

Stützpunkt: Schwarzenberghütte

schwarzenberghuette.at

Info:

Aufstieg:

Biwakschachtel 3104 m

Gruberscharte ca. 3000 m

ca. 1050 Hm

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 11


Gebirgsfreund | Umwelt Ortsgruppen & Naturschutz

E-Bike Almtour auf die Falkensteinalm

© nixxipixx.com

Mountainbike-Eldorado

im Mürzer Oberland

Mountainbiken gleich hinter dem Semmering. Das Bike-Angebot in

der Region ist 2018 massiv erweitert worden und umfasst bereits

über 165 km Strecken zum legalen Mountainbiken.

Die Ortgruppe Südwien – Mürzer

Oberland des Gebirgsvereins

ist mit ihren Bike- und

E-Bike-Touren bereits seit 2011 im

Naturpark Mürzer Oberland auf den

Mountainbike-Routen unterwegs.

Das Bike-Angebot in der Region ist

enorm erweitert worden. Zusätzlich zu

den „Bergradlrunden“ im Naturpark

erstreckt sich der Windpark Pretul

und ist von Mürzzuschlag aus über

drei Anstiege erreichbar. Zusammen

ergeben sich über 165 km zum legalen

Mountainbiken. Alles ist gut beschildert

und markiert. Auch heuer kommen

neue Strecken hinzu. Die Südwiener

lassen sich jedes Jahr ein attraktives

MTBike- und Radfahrangebot mit

Sicherheits- und Fahrtechniktraining

sowie geführten Touren einfallen, für

Genießer bis zu Touren für g'standene

Mountainbiker. Das Angebot umfasst

ebenfalls E-Biketouren. Es gibt E-Bikes

zum Ausleihen, wer z.B. mit dem Zug

kommt oder E-MTB's testen mag, hier

ist alles möglich.

Silvia Hillebrand

Kontakt:

Otto Neubacher, +43 676 / 402 56 26

suedwien@gebirgsverein.at

Peter Hillebrand +43 680 / 11 75 818,

mail@starkeebikes.at

Bike- und E-Biketour

05.05.18 MTB-Notfallmanagement

und Fahrtechniktraining

10.05.18 Geführte Radtour zum

Kraftplatz 7 Quellen

10.06.18 MTB-Tour Falkensteinalm

Almjause & Viktor Schauberger

Triftanlage

15.07.18 MTB-Tour Schneealm:

Bike-Sport & Kulinarik

15.08.18 MTB-Tour über die Dürrieglalm

zum Kräutergarten auf den

Almen

16.09.18 MTB-Tour über die Dürrieglalm

mit Karte, Kompass / GPS

Info & Anmeldung:

Geführte Bike-Touren ab € 10,–

www.starkeebikes.at

www.schneealmtouren.info

Alpenverein Südwien Mürzer-Oberland

12 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Familiengruppe

Familien mit Kindern ab 15

Ride against climate warming, genieße den Winter und den

Schnee so lange es noch geht. In diesem Sinne sind die ersten

Skitouren für heuer schon Geschichte. Und die Vorfreude auf

eine lange Figlsaison ist groß. Doch irgendwann schmilzt auch

dieser Schnee und speist die Flüsse, auf welchen wir in Tschechien

talwärts paddeln. Ende Juni genießen wir den voraussichtlich

schneefreien Gosaukamm, um gut vorbereitet in die Sommerferien

zu driften. Welche dann entschleunigt auf der Biebrza in Polen

im Hausfloss und Kanu sehr chillig ausklingen.

21.04.18 Figln - Breite Ries … weil’s nett ist

31.05. – 03.06.18 Paddeln – once again: Sazava/Tschechien

23.06. – 24.06.18 2-tägige Wanderung, Gosaukamm

24.08. – 02.09.18 Polen-Masuren-Biebrza- Hausfloss-

Kanu-Entschleunigung… very basic

Felsgeggis

Familien mit 10- bis 15-jährigen Kindern

Auch wenn uns das Wetter in letzter Zeit ein paar Mal zu kurzfristigen

Programmänderungen gezwungen hat, wollen wir auch

heuer wieder ein paar spannende Ziele anpeilen. Im März starten

wir mit dem schon traditionellen Jahresopening auf die Hohe

Wand. Je nach Wetter werden wir einen der vielen (Kletter-)

Steige erkunden und dabei nach Steinböcken Ausschau halten.

Im April werden wir vom Höllental auf den Hochgang steigen.

Anfang Juni geht es dann an 2 Tagen über den Rauen Kamm auf

den Ötscher. Wenn es warm genug ist werden wir danach im

Ötscherbach baden. Ich freue mich schon auf schöne Tage in den

Bergen!

18.03.18 Hohe Wand (NÖ)

15.04.18 Höllental / Hochgang (NÖ)

02.06.18 – 03.06.18 Ötscher, Rauher Kamm (NÖ)

Kontakt:

Sabine Czopka-Pistora, Roland Pistora

01/600 90 41 (abends) oder 0681/207 258 46

familiengruppe@gebirgsverein.at

Sabine und Roland

Kontakt:

Mario, +43 699/10738688

felsgeggis@gebirgsverein.at

Mario Drobics

Waldläuferbande

Familien mit 1- bis 8-jährigen Kindern

Der Kletterhallenbesuch Anfang Jänner mit insgesamt 34 Kindern

und Erwachsenen war ein voller Erfolg. Mit Hilfe der Spiele

„Popcorn“, „Eisbär & Pinguin“ und dem „Krabbenspiel“ haben wir

uns für die Kletterwand aufgewärmt. Anschließend ging es zur

Boulderwand, an der die Kinder lustige Mäuse finden mussten,

welche von Marcel im Vorfeld versteckt wurden. Unter der Aufsicht

von Erwachsenen haben sich die Kinder gegenseitig beim

Seilklettern gesichert. Das war für manche eine ganz neue Erfahrung.

Speziell das Hineinsetzen beim Abseilen war für einige eine

kleine Überwindung. Alles in Allem ein schöner Klettertag.

15.04.18 Hoher Lindkogel

06.05.18 Hagenbachklamm

Kontakt: Maria, Fabian, Marcel und Marisol

+43 650 890 15 38

waldlaeuferbande@gebirgsverein.at

Out of Range

Jugendgruppe für 14- bis 30-jährige

Nach einem erlebnisreichen Winter, mit Powder auf der Planneralm

und jeder Menge Schnee auf unserer Skitour, freuen wir

uns auf ein Hüttengaudi-Skitour-Wochenende im März auf einer

Selbstversorgerhütte. Wenn es dann wärmer wird, lassen wir die

Ski nach einem letzten Mal wachseln liegen und holen unsere Klettersachen

heraus für ein Wochenende Sport- und Mehrseillängenklettern.

Und wenn es im Juni dann schon zu heiß zum Klettern

wird, geht es zur erfrischenden Moldau mit Kanus und genügend

Proviant. Vier Tage verbringen wir im und neben dem Fluss.

16.03. – 18.03.18 Got Hüttengaudi (mit Skitour)

21.04. – 22.04.18 Got Rock

31.05. – 03.06.18 Got Moldau

Kontakt: Robin, Julian, Dave

+43 650 273 45 81

oor@gebirgsverein.at

v.l.n.r. Familiengruppe, Waldläuferbande, Felsgeggis, Out of Range

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 13


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Bergsteigergruppe

Berge und Bücher

Jedes Mal, wenn ich dazu komme, im Alpenvereinsjahrbuch zu

schmökern, denke ich mir:

„Das ist so interessant. Das sollten eigentlich alle bergsteigenden

Menschen lesen!“ Und so möchte ich diese Zeilen nutzen, für das

vom ÖAV, DAV und AVS alljährlich herausgegebene Werk Werbung

zu machen. Die Autorinnen und Autoren behandeln stets

ein sehr breit gefächertes Themenfeld, die Klammer stellen die

Berge dar, egal ob in den Alpen oder an den entlegensten Flecken

der Erde.

BERG 2018 widmet sich im ersten Teil

dem Glocknergebiet. Neben den bergsteigerischen

Themen im „engeren Sinne“

liest man vom Kampf um die Unterschutzstellung

des Glocknergebietes zu Beginn

des letzten Jahrhunderts, erfährt, was die

Französische Revolution mit dem Glockner

zu tun hat und staunt darüber, was der Berg

im Laufe der Zeit so alles freigibt….

Nach der Lektüre des Jahrbuchs ist man jeweils am aktuellen

Stand der alpinistischen Entwicklung (im Fels wurde das Tor

zum 12. Grad aufgestoßen). Interessant diesmal auch nachzulesen,

wie sich der 7. Grad nach der erfolgreichen Durchsteigung

der Pumprisse im Wilden Kaiser in der damals nicht sehr veränderungsfreudigen

Kletterszene durchsetzen konnte – und das

alles vor dem zeitgeschichtlichen Kontext der 70 er Jahre.

Alpine Geschichte war und ist immer eng mit der gesellschaftlichen

und politischen Entwicklung verbunden. Geschichte

kommt nie zu kurz im Jahrbuch. Auch dunkle Kapitel der (Vereins)-geschichte

wurden und werden nicht ausgespart.

Ein interessantes Kapitel ist dem Thema Bergsteigen und Integration

von Flüchtlingen gewidmet.

Wenn ich nun jemand auf den Geschmack gebracht haben

sollte, dass Berge nicht nur besteigbar sondern auch „erlesbar“

sind, nutze ich diese Aufmerksamkeit, um an ein „Jahrhundertwerk“

des Gebirgsvereins zu erinnern: in der Geschäftsstelle

gibt es noch Exemplare der 125 Jahre Festschrift!

Diese wurde zu einem wesentlichen Teil

von Mitgliedern der Bergsteigergruppe im

Gebirgsverein verfasst. Und damit ist der

Bogen zur Bergsteigergruppe gespannt. An

den Heimabenden und Veranstaltungen der

Gruppe (siehe Vortragstermine) kann man

Menschen treffen, die nicht nur gerne klettern

und bergsteigen, sondern an vielem interessiert

sind, was sonst noch mit Bergen zu tun hat.

Forum Alpin

Ein etwas anderer Weihnachtsurlaub

Da! Da sind sie! Siehst du sie auch? – Nein, wo? – Na, da oben auf

dem Baum! Der Ranger versichert uns, dass sie sicher bald herunterkommen.

Und tatsächlich: Einer nach dem Anderen klettert ganz

locker und ästhetisch an den hohen, glatten Baumstämmen herunter

(da könnten wir noch einiges dazulernen…) und plötzlich spazieren

die Berggorillas dicht an uns vorbei oder setzen sich direkt vor uns

ins Gebüsch zum Blätter-Fressen. Wir stehen im tropischen Regenwald

des Bwindi-Nationalparks im Süden von Uganda und staunen,

dass die Gorillas keine Scheu vor den Menschen haben. Aber den

Regenwald und die Gorillas gibt es hier eigentlich nur mehr deshalb,

weil viele Touristen relativ viel Geld zahlen, um die letzten noch

lebenden Berggorillas zu sehen. Der Regenwald ist direkt an der

Nationalparkgrenze zu Ende, ab dort gibt es Agrarland mit Tee-,

Kaffee-, Baumwolle- und Bananen-Plantagen.

Wir haben diesmal zu Sechst die Weihnachtswochen genutzt, um in

der trockeneren Zeit durch die grandiose Natur im Ruwenzori-Gebirge

zu wandern und dabei auch den dritthöchsten Gipfel Afrikas,

den Margherita Peak (5109m), zu besteigen sowie danach die Berggorillas

zu besuchen. In einer 9-tägigen Trekkingtour konnten wir

die unglaublich vielfältige Vegetation mit Senezien-Urwäldern und

Riesenlobelien und die tolle Bergwelt kennenlernen. Nur die Gletscher

in der Gipfelregion werden vermutlich schon bald Geschichte

sein. Bei unserem Aufstieg waren noch 2 Seillängen in 45° bis 50°

steilem Eis zu bewältigen und anschließend eine leichte Gletscherquerung.

Zuletzt geht’s in leichter Felskletterei zum höchsten Punkt.

Wieder zurück in Österreich starteten auch wir in die Skitourensaison,

und wenn ihr dieses Heft in den Händen haltet, sind wir wahrscheinlich

gerade auf unserer alljährlichen Skitourenwoche, diesmal

in den Ötztaler Alpen.

Was sonst so bei uns los ist, könnt ihr in nebenstehender

Programmspalte lesen. Schaut einfach mal vorbei!

Klaus Adler für das Forum Alpin

Ruwenzori Bergsee

© Klaus Adler

Matthias Hutter für die Bergsteigergruppe

14 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Gemeinschaftsprogramm

der Bergsteigergruppe und des Forum Alpin

Jeden Donnerstag, ausgenommen Feiertage, ist die Kletterwand

des Kletterzentrums von 17:30 bis 19:30 Uhr für uns reserviert,

alle Vorträge beginnen um 19:30 Uhr, vorher gibt es ab 19:00 Uhr

ein kleines Buffet. Details zu den Vorträgen auf Seite 5.

Mi.,14.03.2018

Sa., 17.03. bis

Sa., 24.03.2018

Do.,05.04.2018

Mi.,18.04.2018

Sa.,21.04.2018

Mi.,16.05.2018

Do., 31.05. bis

So.,03.06.2018

Fr.,22.06.2018

Sa., 28.07. bis

Sa., 04.08.2018

„Vier Wochen in Ecuador und Galapagos“

Vortrag von Oliver König

Skitourenwoche Ötztaler Alpen

Stützpunkt Martin-Busch-Hütte

„Atlantisches Inselhüpfen“

Vortrag von Angelika & Matthias Hutter

„Wie doch die Zeit vergeht“

Vortrag vom Otto Sanz

Abenteuer jenseits des Bohrhakens

Risikomanagement beim Klettern (Peilstein)

Kletterabend auf den Gießwänden

oberhalb von Gießhübl

Kletterwochenende im Zillertal

Stützpunkt Gasthof Breitlahner

Sonnwendfeier am Peilstein

Sommerkletterwoche Rätikon

Stützpunkt Lindauer Hütte

Kontakt:

Klaus Adler, +43 664 73 09 75 95

Matthias Hutter, +43 664 537 00 64

Harry Grün, +43 664 525 61 92

klaus.adler@gebirgsverein.at

bg@gebirgsverein.at

http://bg.gebirgsverein.at

http://forum-alpin.gebirgsverein.at

Fachgruppe GEO

Am Dienstag, 9. Jänner 2018 trafen wir uns zu einem Fotoabend

im Gebirgsvereins-Haus, mit „Nachsitzung“ im Papaya, der den

Erinnerungen an Friedl Jary und Hans Niederhofer gewidmet war.-

Heftiger Regen in der Früh erschreckte einige, so dass wir zu den

Kalkklippen im Schwarzenbergpark am Freitag, 19. Jänner 2018

nur zu sechst durch den einsamen Schwarzenbergpark wanderten

und die genaue Kartierungsarbeit der alten Geologen bestaunten.

16. – 18.04.18: 3-tägige Wanderung in den NÖ Kalkalpen.

Einfache, aber längere Wanderung von Türnitz 466 m über den

Tirolerkogel 1377 m nach Annaberg 976 m (Nächtigung), über das

Weiße Kreuz 1031 m, die Hölzerne Kirche 817 m und das Nasse

und Trockene Loch nach Schwarzenbach a. d. Pielach 510 m

(Nächtigung) und über den Eisenstein 1185 m nach Türnitz.

10. – 24.05.18: Wanderreise Griechische Inseln (Nissiros,

Tilos, Rhodos und Karpathos). Vielleicht noch Restplätze.

10. – 17.06.18: Lechweg. Einfache Wanderungen zunächst von

Lech aus, dann flussabwärts mit wechselnden Quartieren.

12. – 24.07.18: Der „Weg der Landler“. Besondere Kulturreise

mit Bus und Schiff auf der Migrationsroute der Landler, die 1734

das Salzkammergut verlassen mussten, weil sie nicht katholisch

werden wollten, und in Siebenbürgen angesiedelt wurden.

Geowissenschaftliche Seminare im NP Hohe Tauern:

25. – 26.05.18: Landschaft im Wandel.

Internationale Veranstaltungen mit Vorträgen & Exkursionen:

04. – 09.06.18: 14. Internationales ERBE-Symposium

Das kulturelle Erbe in den Geowissenschaften, Bergbau und Metallurgie

in Ravna na Koroškem, Slowenien.

25. – 28.06.18: IX. Symposium ProGeo in Chęciny, Polen.

ProGeo ist die europäische Gesellschaft zum Schutz von Geotopen.

23. – 26.08.18: EuroSpeleo Forum in Ebensee.

Nähere Information bei mir, Anmeldung bitte direkt bei den

Veranstaltern.

Vorschau:

Sept. 2018: Steirisches Salzkammergut.

22.10. – 03.11.18: Vesuv und Liparische Inseln.

Die Geo-Exkursionen sind keine Führungstouren, daher

wird auch kein Führungsbeitrag eingehoben, die Teilnehmer

gehen eigenverantwortlich!

Für alle Veranstaltungen bitte Detailprogramm anfordern und

möglichst bald unverbindlich Interesse bekunden, das erleichtert

die Planung!

Kontakt:

Uli Pistotnik, +43 676 72 36 536

geogruppe@gebirgsverein.at

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 15


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Enzian unterwegs

Angeberberg im Diskont

Wer angibt hat mehr vom Leben. Wozu auch sein Licht unter´n

Scheffel stellen? Da sieht es doch keiner. Nein, auf ein Podest

gehört es, damit es weiterhin leuchtet. Dafür haben wir die sozialen

Netzwerke, Bergsteiger den Tourenbericht und die langen

Abende auf der Schutzhütte natürlich.

Am Hüttentisch. Die abendliche Fütterung ist vorüber, jetzt sind

alle satt, zufrieden und schon zum Roten übergegangen. Dabei

wird von der Umgangssprache routiniert zum Bergsteigerlatein

gewechselt. Je später der Abend, desto höher die Berge, steiler

die Wände, gefährlicher die Gefahren. Die G´schichterln sind altbekannt,

weil immer die Selben. Diesmal gibt’s aber was Neues,

sogar betont lässig vorgetragen.

„Übrigens, am K2 war ich jetzt auch schon.“

Ungläubiges Staunen.

„Red´ ned so bled daher, wie soll denn einer von uns alten

Schneebrun... auf den K2 kommen, ha?“

„Aber wenn ich´s doch sag und es war gar net schwer.“

Anmerkung: Wie Sie sicherlich eh wissen, ist besagter K2 oder

Chogori im Karakorumgebirge zweithöchster, schwierigster und

objektiv gefährlichster unter den Achttausendern. Jeder Bergsteiger

wird taxfrei in den allerhöchsten Alpinadel aufgenommen

und die Liste der dort Umgekommenen ist erschreckend lang.

Wer allerdings behauptet oben gewesen zu sein und war´s dann

doch nicht, handelt sich einene Menge Brösel ein. Der Christian

Stangl weiß da Genaueres drüber.

Viele Jahre vorher:

Die Burschen der zweiten Kompanie aus der Bundesheerkaserne

Imst haben einen idealen Skitourenberg entdeckt. Zwar ein

wenig unscheinbar zwischen den höheren Nachbarn Rostizkogel

und Löcherkogel im Kaunergrat der Ötztaler Alpen eingeklemmt,

doch trotzdem ein stattlicher Dreitausender mit einer lohnenden

Abfahrt über 1600 Höhenmeter. Im Aufstieg nimmt einem die

Riffelseebahn sogar die ersten 500 ab. Dieses ansehliche Schneedreieck

war zwar schon immer kotiert, doch namenlos. Aus dem

Berg der zweiten Kompanie wurde so der K2 und eine der beliebtesten

Skihochtouren des Pitztales.

Sollten Sie vielleicht einmal zur Skitourenzeit zufällig in der

Gegend sein und nach einer schönen Tour Ausschau halten –

nehmen´s doch den K2. Sind Sie nach Nächtigung auf der Riffelseehütte

früh dran, so dürfen Sie im Firn hinabschwingen. Später

unterwegs, da mit der Seilbahn gefahren, kommen Sie sicherlich

auch mit tief-schwerem Sulzschnee genießerisch zurecht. Das

bleibt ganz Ihnen überlassen, ich red´ da nicht drein.

Corleo

Programm März 2018 – Juni 2018

Gipfelaufbau K2

© Enzian unterwegs

21.03.18 Portugal – Azoren

Vortrag mit Bildern von Gerti Krenn und Willi Wyskocil

25.03.18 Zinken – Schönbergkar. Skitour mit Gert Petraschek

04.04.18 Wandern und Kultur in Sri Lanka

Vortrag von Christine Linnert

10.04.18 Zauberblickrunde

Wanderung mit Gerti Krenn

22.04.18 Seebenstein, eventuell mit Klettersteig

Wanderung mit Leo Cornelson

01.05.18 Anklettern am Grünbacher Hausstein

06.05.18 Weingarten- und Thermenradweg

Radtour mit Gert Petraschek

23.05.18 Schweiz – mit Bahn, Schiff und zu Fuß

Bildervortrag von Fredi Scholz

30.05.18 Mamauwiese

Wanderung mit Gerti Krenn

03.06.18 Bäckersteig-Strecke

Mountainbiketour mit Gert Petraschek

13.06.18 Siegenfelderplatte, abendliches Klettern

17.06.18 Hohlensteinhöhle Mariazeller Bürgeralpe

Höhlenführung mit Helmut Wanek

22.06.18 Marienseer Schwaig – Themenweg Wildwasser

Wanderung mit Gerti Krenn

Unsere Organisatoren begleiten die Teilnehmer, es sind aber keine

Führungstouren, jeder Teilnehmer geht eigenverantwortlich.

Kontakt:

0664/180 35 22 oder 0650/879 41 06

enzian@gebirgsverein.at

http://enzian.gebirgsverein.at

16 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018


Fachgruppen | Gebirgsfreund

Seniorenwanderclub

Liebe Wanderclubler und Innen!

Zuerst möchte ich Euch über unsere Hauptversammlung berichten,

bei der sich doch einige Neuerungen ergeben haben. Wir verzichten

ab sofort auf die Schnuppergebühr. Einmal schnuppern

ist kostenlos, dann sollte man unserem Club beitreten. Unsere

Wanderungen sind KEINE Führungstouren, jeder geht auf eigene

Verantwortung!

Leider gibt es heuer keine Gruppe der „Ganz Gemütlichen“ mehr,

weil Heinz aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage

ist, die „Ganz Gemütlichen“ zu begleiten.

Für das heurige Jahr sind derzeit 2 Autobusfahrten geplant,

wovon die 1. am 30. Mai zur Ysperklamm führen wird. Die 2.

wird am 12. September in den Raum Bernstein/Geschriebenstein

gehen. Bei beiden Fahrten können alle mitmachen, da es neben

einer längeren Wanderung auch Möglichkeiten für Gemütliche

und ganz Gemütliche geben wird. Selbstverständlich ist bei

Schlechtwetter ein Alternativprogramm geplant. Ich ersuche um

rasche verbindliche Anmeldung, da wir sonst die Touren nicht

ausarbeiten können.

Ich glaube, unser neues Programm ist wieder abwechslungsreich

und hat auch einige neue interessante Ziele.

Trude Hlatky

Ausflug zur Uno City

Wanderungen des Senioren-Wanderclubs

Wanderungen jeweils am Mittwoch

„G“ verkürzte Wanderungen für Gemütliche

„A“ Abfahrt „T“ Treffpunkt

„ME“ Mittagseinkehr „SE“ Schlusseinkehr

Begleitete Wanderungen, jeder Teilnehmer geht auf eigenes Risiko

Kontakt:

Familie Hlatky, +43 1 480 51 62 oder +43 664 273 47 55

seniorenwanderclub@gebirgsverein.at

Mi. 28.03.18

Frühlingsblumen

am Eichkogel

T: 9:45 Uhr Bhf. Meidling, A: 10:09 Uhr Guntramsdorf-Thallern,

gemeinsam mit G (ca. 6,5 km, 200 Hm), SE

Mi. 04.04.18 Krems-Dürnstein T: 8:50 Bhf. Heiligenstadt, A: 9:10 Uhr nach Krems, G weiter mit Bus WL1 um 10:18

Uhr nach Unterloiben-Rothenhof (ca. 5,5 km, 150 Hm), Einfach-Raus-Ticket, SE

Mi. 11.04.18 Schallaburg T: 9:10 Uhr Bhf. Hütteldorf, A: 9:27 Uhr nach Melk (Einfach-raus)

Gemeinsam mit G zur Schallaburg (ca. 9 km, 190 Hm)

Besuch der Ausstellung, NÖ-Card, ME

Mi. 18.04.18

Blumen am

Thenauriegel

T: 9:00 Uhr Hbf., A: 9:15 Uhr nach Breitenbrunn

Gemeinsam mit G (ca. 9 km, 120 Hm), SE

Mi. 25.04.18 Hohe Wand, Teil 1 T: 8:45 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:05 Uhr nach Grünbach

G leichtere Variante (ca. 9 km, 150 Hm), SE

Mi. 02.05.18

Knabenkraut

in der Lobau

T: 9:00 Uhr Endstelle U2 Seestadt

Gemeinsam mit G, SE

Mi. 09.05.18 Grimmingkreuz T: 8:10 Uhr Bhf.Meidling, A: 8:25 Uhr nach Marz-Rohrbach

(Einfach-raus ab Ebenfurth)

G T: 9:10 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:25 Uhr nach Baumgarten (Einfach-raus)

Wanderung ca. 10 km, 150 Hm, ME

Mi. 16.05.18 Hohe Wand, Teil 2 T: 8:15 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:32 Uhr nach Maiersdorf

G T: 8:45 Uhr Bhf. Meidling, A 9:05 Uhr nach Wöllersdorf (ca. 9 km, 200 Hm), SE

Mi. 23.05.18 Auf den Goldberg T: 8:00 Uhr Bhf. Floridsdorf, A: 8:26 Uhr nach Sierndorf

Gemeinsam mit G (ca. 11 km, 100 Hm), ME

Mi. 30.05.18

Mi. 06.06.18

Autobusfahrt

Ysperklamm

Stillfried

Panoramaweg

T: 7:15 Uhr Ecke Felberstr./Westbahnhof, A: 7:30 Uhr, auch für G und GG

Anmeldung bis spät. 30.4.2018 bei Hlatky Tel.01/4805162

T: 10:00 Uhr Bhf. Floridsdorf, A: 10:20 Uhr nach Stillfired

Gemeinsam mit G (ca.11,5 km, 100Hm), SE

Mi. 13.06.18 Pinkenkogel T: 8:20 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:37 Uhr nach Wolfsbergkogel Bhf. G weiter bis Semmering

Bhf. verkürzte Tour (ca. 9 km, 400 Hm)

(Einfach-raus ab Bad Vöslau), SE

Mi. 20.06.18 Hohe Mandling T: 8:45 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:05 Uhr nach Pernitz

G entlang der Piesting nach Oed (ca. 7,5 km, 50 Hm), SE

Mi. 27.06.18 Rax T: 7:00 Uhr Bhf. Meidling, A: 7:15 Uhr nach Hirschwang

Mit der Rax-Seilbahn auf die Rax, Wanderung zum Preiner Gscheid

G kleine Runde auf der Rax und mit der Bahn wieder retour. NÖ-Card!, SE

Gertrude Hlatky

Gertrude Hlatky

Josef Enthammer

Irmela Rehm

Hans Ziegler

Günter Pichler

Josef Enthammer

Hans Ziegler

Günter Pichler

Gertrude Hlatky

Günter Pichler

Josef Enthammer

Hans Ziegler

Hans Ziegler

WA180306

WA180401

WA180411

WA180412

WA180407

WA180503

WA180504

WA180505

WA180506

WA180507

WA180601

WA180602

WA180603

WA180604

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 17


Gebirgsfreund | Tourenprogramm

Wandern

Detailinfos für alle Touren unter www.gebirgsverein.at/buchungscode

Buchungscode oben eingeben

So. 18.03.18

Fr. 23.03.18

Sa. 24.03.18

Mo. 02.04.18

Wiener Melange

Devin - Theben

Afterwork – Wanderung

Ortsgruppe Neunkirchen

Von der Moderne zum Altertum

im Wienerwald

Ödhof - Tirolerkogel - Eibl

Ortsgruppe St. Pölten

Bratislava, 15 km, 300 Hm,

A: Hbhf 8:16 Uhr, T: 8:00 Uhr, Ausweis!

GZ: 3-4 h

T:16:30 Uhr Passhöhe Semmering

Ruhige Waldwanderung zur Troppbergwarte

und zum Römergrab

mit dem Bus von Türnitz zur

Haupttürnitzrotte Ödhof

Sa. 07.04.18 Kaiserkogel von Rotheau über den Buchberg,

GZ: ~5-6 h, ~700Hm

Sa. 07.04.18

So. 08.04.18

Guglzipf

Ortsgruppe Neunkirchen

Wiener Melange

Pfaffstättner Kogel

GZ: 3 h T: 9:30 Uhr Ritterkreuzung

Neunkirchen,Trittsicherheit erforderlich

Proksch Hütte, 11 km, 450 Hm,

A: 9:09 Uhr Bhf Meidling, T: 8:55 Uhr

So. 08.04.18 Miesenbach Biedermeierrunde Auf einfachen Wegen durch die Biedermeiergegend,

GZ 5-6 h

So. 15.04.18 Flatzer Wand und Gösing Mit Öffies unterstützte einfache Rundtour,

GZ: ~5 h

So. 15.04.18

So. 22.04.18

So. 22.04.18

Frühling im Nibelungau - von

Leiben nach Klein Pöchlarn

Paulmauer

Türnitzer Alpen, NÖ

Wiener Melange

Hirschenkogel

Vom Europaschloss Leiben,

T: 8:00 Uhr Westbahnhof, A: 8:20 Uhr

Paulmauer, 1248 m, 700 Hm

Aufstieg 3 ½ h, GZ: 5 h

Hirschenkogel, 10 km, 600 Hm,

A: 8:37 Uhr Bhf Meidling, T: 8:20 Uhr

Sa. 28.04.18 Reisalpe von Inner-Wiesenbach -

GZ: ~5 h, 900 Hm

Sa. 05.05.18

Do. 10.05.18 –

So. 13.05.18

Sa. 12.05.18

Wandern am Fuße des Schneebergs

Ortsgruppe Neunkirchen

Wandern im Mittelburgenland

Günser Gebirge

Hocheck - der östlichste Tausender

der Alpen

Sa. 12.05.18 Reisalpenrunde

Ortsgruppe St. Pölten

So. 13.05.18 Wiener Melange -

Steinwandklamm, Mirafälle

So. 13.05.18 Muttertag

auf der Hohen Wand

Mo. 21.05.18 Naturpark Föhrenberge

Ortsgruppe St. Pölten

So. 27.05.18 Wiener Melange -

Peilstein-Alland

So. 27.05.18 Obersberg

Ortsgruppe St. Pölten

Sa. 02.06.18 Familienwanderung

Ortsgruppe St. Pölten

Do. 07.06.18 Pretul

Ortsgruppe Neunkirchen

So. 10.06.18 Wiener Melange -

Retz-Hardegg

Sa. 16.06.18

Fr. 29.06.18 –

So. 01.07.18

Raxalpe

Ortsgruppe Neunkirchen

Rundwanderung

Ortsgruppe St. Pölten

GZ: ~3,5 h,T: 9:00 Uhr Ternitz, Mehrzweckhalle,

unschwierige Wanderung

Unterwegs im Grenzgebiet

zwischen Burgenland und Ungarn

Aussichtsreiche Wanderung auf das

Hocheck entlang des Kammes

Moritzgraben, Jagasteig 7 h +

Steinwandklamm, 13 km, 700 Hm,

A: 8:37 Uhr Bhf Meidling, T: 8:20 Uhr

Drobilsteig – Herrgottschnitzerhaus -

Brünnlries, GZ: 3-4 h

Anninger Schutzhaus,

Jubiläumswarte

Peilsteinhaus, 11 km, 500 Hm,

A: 8:37 Uhr Bhf Meidling, T: 8:20 Uhr

von Schwarzau über die

Waldfreundehütte

Ötschergräben

GZ: 4 Stunden

T: 9:00 Uhr Ritterkreuzung Neunkirchen

Ruine Kaja, 20 km, 550 Hm,

A: 8:02 Uhr Bhf Praterstern, T: 7:45 Uhr

GZ: 4 h T: 8:30 Uhr Ritterkreuzung

Neunkirchen,Trittsicherheit erforderlich

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

Mahn Wolfgang

+43 650 3011063

Viliam Latta, +43 660/475 54 34

viliam.latta@live.com

Franz Trapp,+43 676/336 30 58

oder f.trapp@a1.net

Renate Kleisch, 0676/3699277

renate.kleisch@wienkav.at

Erich Konecky

+43 2630 / 35492

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Lucia Olscher

+43 664/2307025

Friedrich Adamek

+43 664/5320956

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

€ 3,– WA180302

€ 0,–

€ 4,– WA180307

€ 0,–

€ 6,– WA180402

€ 0,–

€ 2,– WA180405

€ 6,– WA180408

€ 6,- WA180409

€ 6,– WA180410

€ 8,– WA180404

€ 4,– WA180406

Adi Kasper, 0664/1309816 € 12,– WA180402

Franz Pimishofer

+43 2662 / 42542

Lucia Olscher

+43 664/2307025

Viliam Latta, +43 660/475 54 34

viliam.latta@live.com

Elisabeth Marhold-Wallner

+43 650/410 11 14

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

Erika Benisch

+43 664/3903656

Anita Zwingl

+43 676/520 30 82

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

Gerhard Spendlhofer

+43 664/420 20 33

Daniela Braun

+43 676/380 36 00

Erich Konecky

+43 2630 / 35492

Team Wiener Melange

0699/11464216, 0699/15036437

Erich Konecky

02630 / 35492

4 Gebirgsvereins-Hütten ,Lilienfeld bis Franz Trapp, +43 676/336 30 58

Annaberg, max. 8 Per., Anmeld. bis 26. 06 f.trapp@a1.net

€ 0,–

€ 36,– WA180512

€ 6,– WA180510

€ 0,–

€ 2,– WA180508

€ 5,– WA180511

€ 0,–

€ 2,– WA180509

€ 0,–

€ 0,–

€ 0,–

€ 4,– WA180606

€ 0,–

€ 0,–

18 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden


Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz | Gebirgsfreund

Orientierung

So. 15.04.18

So. 10.06.18

Professionelle Orientierung

Karte, Bussole und GPS

Professionelle Orientierung

Karte, Bussole und GPS

Theorie + Praxis der professionellen

Orientierung im Gelände

Theorie + Praxis der professionellen

Orientierung im Gelände

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

€ 75,– OR180401

€ 75,– OR180601

Mountainbike

Sa. 21.04.18

Do. 14.06.18 –

So. 17.06.18

Mostviertel

Ortsgruppe St. Pölten

Pinzgau

Ortsgruppe St. Pölten

Voralpentour

Zell am See - diverse Touren

Gerhard Speiser

+43 680/234 18 56

Gerhard Speiser

+43 680/234 18 56

€ 0,–

€ 0,–

Bergtouren

Sa. 21.04.18 –

So. 22.04.18

Sa. 05.05.18 –

So. 06.05.18

Sa. 05.05.18 –

So. 06.05.18

So. 27.05.18

Do. 31.05.18 –

So. 03.06.18

Do. 31.05.18 –

So. 03.06.18

Eisenwurzen-Königskogel

Überschreitung Tour/retour

Hochschwab West

Touren hoch über dem Salzatal

Schneeberg - Mond- und

Sonnenaufgangstour

Großer Zeller Hut, Ybbstaler

Alpen, Stmk. / NÖ

Bergtourentage in

Oppenberg (Stmk.)

Durchquerung der

Ybbstaler Alpen

So. 03.06.18 Rax-Heukuppe -

Raxenmäuersteig

Sa. 09.06.18 Rax

Ortsgruppe St. Pölten

Sa. 16.06.18 –

So. 17.06.18

Sa. 16.06.18

Fr. 22.06.18 –

So. 24.06.18

Fr. 22.06.18 –

So. 24.06.18

Sa. 23.06.18 –

So. 24.06.18

Sa. 23.06.18 –

So. 24.06.18

Sa. 07.07.18 –

Sa. 14.07.18

So. 08.07.18 –

So. 15.07.18

Canyoning

Waldmarkweg Teil 6 und 7

Ortsgruppe St. Pölten

Schwarzauer

Gippel und Gippel

Durchquerung Hochschwab

Hochschwab Ost-Alpin

Aflenzer Staritzen

Kalbling, Sparafeld

Ortsgruppe St. Pölten

Trekking rund um

den Zirbitzkogel

Bergwanderwoche

Ausseerland

Faszination Montblanc

Montblanc-Rundweg (TMB)

Von Hollenstein nach Göstling und

wieder zurück.

Unmarkiert auf unbekannte Gipfel,

inkl. Höhlenbesichtigung.

T: Bhf Meidling 6:50 Uhr, Fadensteig,

Nächtigung Fischerhütte

Großer Zeller Hut, 1639 m.

GZ ~ 7 ½ h, 1100 Hm

Von Oppenberg auf die

umliegenden Gipfel.

Auf einsamen, alpinen Pfaden

unterwegs

Trittsicherheit, Schwindelfreih. notw.

T: Bhf Meidling 6:50 Uhr

Reißtalklamm - Raxplateau, Habsburghaus

Klettersteigerfahrung A/B, ~ 9 h, 1500 Hm

Mitterbach - Göllerhaus - St. Aegyd

von Zögernitz über Preinecksattel -

~7 h, 1300 Hm

Auf einsamen, alpinen Pfaden

unterwegs.

Hochweichsel, Feistringstein, C.

Für ausdauernde Geher.

Nächtigung Oberst-Klinke-Hütte

Anmeldung bis 17. Juni

über Kreiskogel zur Sabathyhütte -

~ 6-7 h, 1000 Hm

Vom Standquartier Touren auf die

Berge des Salzkammergutes

3-Länder-Weg durch Frankreich,

Italien, Schweiz - 10 000 Hm

Robert Vondracek, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Robert Vondracek, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Friedrich Adamek

+43 664/5320956

Robert Vondracek, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Elisabeth Marhold-Wallner

+43 650/410 11 14

Gerhard Rosenberger

+43 670/605 61 06

Adi Kasper

+43 664/1309816

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Robert Vondracek, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Heinrich Kühmayer

+43 664/878 32 30

Adi Kasper

+43 664/1309816

R. & I. Vondracek 01 4052657-07

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Klaus Dietrich, +43 699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

€ 40,– BT180401

€ 40,– BT180503

€ 30,– BT180501

€ 12,– BT180505

€ 110,– BT180504

€ 150,– BT180502

€ 15,– BT180601

€ 0,–

€ 0,–

€ 15,– BT180605

€ 150,– BT180603

€ 70,– BT180604

€ 0,–

€ 30,– BT180606

€ 240,– BT180701

€ 200,– BT180703

mehrere

Termine

mehrere

Termine

Schnupperkurs, 1/2 Tag

NÖ-Kalkalpen/Salzkammergut

Tageskurs

in den Attersee-Bergen

Kurs für Erw., Schwierigk.: C2-3, T: 10 Uhr

Termine: 20.05. | 26.05. | 31.05. | 23.06. |

Kurs für Erw., Schwierigk.: C3-4, T: 10 Uhr

Termine: 31.05. | 03.06. | 08.07. |

Robert Winkler

+43 699/15272266

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 39,– CY18

€ 54,– CY18

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

Nr. 1 / 2018 | Gebirgsfreund | 19


Gebirgsfreund | Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz

Höhle

Detailinfos für alle Touren unter www.gebirgsverein.at/buchungscode

Buchungscode oben eingeben

mehrere

Termine

Höhlen-Trekking-

Abseil-Schnupperkurs

Kurs für Erw., Gutensteiner Alpen, ~ 4 h,

25.03. | 31.03. | 07.04. | 20.05. |

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 39,– HO18

Klettersteig

Di. 17.04.18

Fr. 13.07.18 –

So. 15.07.18

Sa. 21.07.18 –

So. 29.07.18

Gebirgsvereinssteig

auf der Hohen Wand

Intersport-, Echernwand und

Loser Klettersteig

Dolomiten, Klettersteige C-E,

Nord-Italien

Schwierigkeitsgrad C/D,

Klettersteigerfahrung notwendig

Sehr schöne und anspruchsvolle

Klettersteige bis D

Einige der schönsten

Dolomitenklettersteige bis E

Robert Vondracek, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

€ 30,– KS180401

€ 160,– KS180702

€ 650,– KS180703

Klettern Alpin

Sa. 17.03.18 Tirolersteig,

Hohe Wand, 3

Sa. 14.04.18 Postlgrat, 3+,

Hohe Wand

So. 15.04.18 Duettsteig/Draschgrat, 5+,

Hohe Wand

Sa. 21.04.18 Klettern bis 5, Vordere

Stadelwand, Schneeberg

Sa. 21.04.18 Wienersteig,

Hohe Wand, 3

So. 22.04.18 Richterweg 5,

Stadelwand, Schneeberg

So. 06.05.18 –

So. 01.07.18

Di. 15.05.18

So. 08.07.18 –

Sa. 14.07.18

Sie wünschen, wir spielen

Wien bis ins Grazer Bergland

Vordere Stadelwandplatte,

Schneeberg, 5-

Dolomitenwoche 1

Schneeschuhwandern

Plaisirklettern vom Feinsten Alois Lackner, +43 699/12267574

lackner.alois.oeav@aon.at

Klassische Tour bis zum

3. Schwierigkeitsgrad

Klassische Klettertour bis zum

5. Schwierigkeitsgrad

Genussklettern an der Vorderen

Stadelwand

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Plaisirklettern vom Feinsten Alois Lackner, +43 699/12267574

lackner.alois.oeav@aon.at

Genussklettern an der Stadelwand

Genussklettern im besten Kalk -

Touren im 3. bis 5. Grad

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

Alois Lackner, +43 699/12267574

lackner.alois.oeav@aon.at

Plaisirklettern vom Feinsten Alois Lackner, +43 699/12267574

lackner.alois.oeav@aon.at

Klettertouren bis zum 4. Grad mit

Stützpunkt ab Lienz

Alois Lackner, +43 699/12267574

lackner.alois.oeav@aon.at

€ 30,–

bis 50,–

KT180301

€ 50,– KT180401

€ 50,– KT180402

€ 50,– KT180403

€ 30,–

bis 50,–

KT180405

€ 50,– KT180404

€ 30,–

bis 60,–

€ 40,–

bis 60,–

€ 300,–

bis 450,–

KT189999

KT180501

KT180701

So. 18.03.18

Wiener Hausberge,

Stmk. / NÖ

Für Fortgeschrittene, 900 Hm

Aufstieg 3 ½ h, GZ 6 h

Friedrich Adamek,

+43 664/5320956

€ 15,– SW180307

Skitouren

Do. 22.03.18

So. 25.03.18 –

So. 01.04.18

Schneeberg

Ortsgruppe St. Pölten

Tourenwoche in Südtirol-Reschenpass

Steigeisen, Pickel, Harscheisen, LVS-Set,

gute Kondition, Trittsicherheit

Frühjahrsskitouren. Aufstiege bis

1600 Hm, tw. über 3000 m

Sa. 14.04.18 Ringkamp Lange, einsame Skitour im Norden des

Hochschwabs

Nach

Vereinbarung

Skihochtouren

Sie wünschen, wir spielen

Tourenziel und Einzelheiten nach

Vereinbarung

Karl Bruckner, +43 664/271 55 98

karl.bruckner@wt-bks.at

R. & I. Vondracek 01 4052657-07

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Hans Winkler, +43 664 6110921

jwaf@gmx.at

Alpinteam, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 0,–

€ 320,– ST180301

€ 40,– ST180401

€ 20,–

bis 60,–

So. 25.03.18 –

So. 01.04.18

Hochtirol - 6 tägige Skihochtour

Durchquerung

Eindrucksvolle Hochgebirgsdurchquerung

inkl. Großglockner.

Klaus Dietrich, +43 699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

€ 385,– ST180302

Fr. 06.04.18 –

So. 08.04.18

Skihochtouren-Wochenende auf

der Amberger Hütte

Von der Amberger Hütte aus Touren ins

malerische Sulztal

Michael Mutz

michael@mutz.at

€ 160,– ST180402

Fr. 04.05.18 –

So. 06.05.18

Skihochtouren WE Osnabrucker

Hütte (Selbstversorgung)

Ankogel, 1200 Hm,

Oberlercherspitze, 1100 Hm, II-III

Hans Winkler, +43 6646110921

jwaf@gmx.at

€ 130,– ST180501

20 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2018

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

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