Gebirgsfreund Nr. 2/2017

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Eine unabhängige Vereinszeitschrift für Bergfreunde und Naturgenießer. Wir informieren mit einzigartigen Berichten und Aufnahmen und machen Lust auf Natur und das Erlebnis Berg. Vordergründig dabei sind immer die Themen Sicherheit und Naturbewusstsein.

Gebirgsfreund

Das Magazin des

Alpenverein-Gebirgsverein

Ehrenamtliche Arbeit

Ohne Ehrenamt gäbe es uns nicht

Steigerlhüpfen voller Erfolg

Ein Fest für Mitglieder & Gäste

Der Weg der Sonne

Abseits des Mainstreams

Österreichische Post AG / Sponsoring Post, GZ 02Z030518 s, BPA 1080 Wien

Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt: 1080 Wien, Retour Postfach 555, 1008 Wien 02

| 2017


Gebirgsfreund | Umwelt | Editorial & Naturschutz

In Innsbruck hat kürzlich ein Prozess begonnen, der die

alpinen Vereine ziemlich beschäftigen wird. Und gemeint

sind damit nicht nur die Juristen unter uns, sondern auch die

vielen hunderttausenden Wanderer und Bergsteiger, die diesen

Sommer aufbrechen werden, um mit Familie, Freunden und

Hund unsere wunderschöne Bergwelt zu genießen und dabei so

manche Tour auf einer Alm bei Speckjause und Bier ausklingen

lassen.

Ein Bauer wurde vom Witwer einer nach einer „Kuhattacke“ tödlich

verletzten Urlauberin auf über € 300.000 Schadenersatz verklagt,

weil dieser nicht die nötige Sorgfalt habe walten lassen und

seine Rinder samt Jungvieh nicht entsprechend eingezäunt hat.

Das Anbringen einer Tafel „Achtung Weidegebiet“ sei nach Klägermeinung

zuwenig, um auf die „tödliche“ Gefahr des Betretens

einer Weide hinzuweisen. Wanderer und Rinder sollten auf der

Alm also in Zukunft getrennt werden. Jedem sein eigenes Revier.

Den Rindern die Futterweide, den Wanderern ein eingezäunter

Korridor. Am besten abgesichert durch einen meterhohen Zaun

mit der Aufschrift „Füttern und Streicheln verboten“. Der Ordnung

halber muss natürlich auch gesagt werden, dass der Auslöser

der tödlichen Kuhattacke ein um den Bauch der Urlauberin

angebundener Hund war und eine Kuh, die offenbar ihr Kalb vor

dem bellenden Hund schützen wollte. Mag sein, dass auch die

Kühe in den letzten Jahren – so wie wir Menschen übrigens auch

– aggressiver geworden sind. Viel wahrscheinlicher aber ist, dass

uns Menschen der natürliche Hausverstand abhanden gekommen

ist. Anbinden dann, wenn es notwendig ist. Und loslassen dann,

wenn es angebracht und sinnvoll ist.

Das Urteil im Prozess ist noch nicht gesprochen. Aber allein die

Tatsache, dass es diesen überhaupt gibt, kratzt ordentlich am

Recht der freien Begehbarkeit von Wiese und Wald. Und stellt

möglicherweise auch die Arbeit unserer Wegepaten, die freiwillig

und unermüdlich unser rund 800 km langes Wegenetz erhalten,

vor neue Herausforderungen. Mit Ausnahme unserer Hütten im

Wienerwald gibt es wohl kaum einen Zustieg, der nicht durch

Weidegebiet führt. Schwer vorstellbar, dass unsere Hüttenzustiege

künftig durch einen eingezäunten Korridor führen. Oder noch

schwerer, dass die Rinder von ihren Weiden verbannt werden.

Warum ich Ihnen das schreibe? Weil ich glaube, dass unsere Mitglieder

ausreichend genug Hausverstand besitzen, um zu wissen,

wie sie sich auf markierten Wegen, im Wald und auf Weiden

verhalten sollen. Und selbstverständlich sind auf unseren Hütten

auch Hunde willkommen, solange sie nicht dem Tischnachbarn

die Würstel fressen oder im Schlaflager unter der Decke liegen. In

diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderschönen, genussvollen

und unfallfreien Bergsommer !

2 Dieter | Gebirgsfreund Holzweber, | Nr. 1. 2 Vorsitzender

/ 2017

Liebe Leser_innen, die Rückmeldungen zu unserer ersten

Gebirgsfreund-Ausgabe im neuen Design waren zu 99%

positiv. Das freut uns vom Redaktionsteam sehr! Was uns

im ersten Anlauf nicht so gut gelungen ist, war das Führungsprogramm.

Daher haben wir es nach Rücksprache mit unseren Tourenführer_innen

im Zuge des Tourenführertages 2017 für diese

Ausgabe nochmals überarbeitet. Die sehr gute Übersichtlichkeit

wurde dabei erhalten, eine Zeile wird aber anders genutzt, sodass

mehr Informationen Platz haben.

Wer durch diese Ausgabe blättert, wird zwei Schwerpunkte

erkennen: Umwelt- und Naturschutz, sowie Ehrenamtlichkeit.

Für beides steht der Alpenverein-Gebirgsverein neben seiner

alpinen Kompetenz in hohem Maße – beides vor den Vorhang

zu holen, wurde aber in der Vergangenheit da und dort vernachlässigt.

Vor allem in Bezug auf unsere vielen hundert ehrenamtlichen

Funktionäre_innen und Mitarbeiter_innen ist das beinahe

unverzeihlich. Sie sind nämlich das Gesicht unseres Vereins nach

außen. Und wir als Gebirgsverein können uns glücklich schätzen,

einer der aktivsten Zweige des Alpenvereins zu sein, wenn es um

ehrenamtliches Engagement geht. Immer auch verbunden mit

der professionellen Unterstützung unserer wenigen hauptamtlichen

Mitarbeiter_innen, die in der Geschäftsstelle helfend tätig

sind. Wir wollen daher ehrenamtliches Engagement bestmöglich

unterstützen und vor den Vorhang holen. Letzteres im Gebirgsfreund,

ersteres in der täglichen Arbeit. Was wir als Vorstand und

Geschäftsstelle für unsere vielen Orts- und Fachgruppen leisten

können – und umgekehrt – werden wir am 24. Juni bei einem

Gruppentag auf der (größtenteils ehrenamtlich!) neu sanierten

Rudolf-Proksch-Hütte erörtern.

Apropos Geschäftsstelle: Wir haben heuer verschiedene Qualitätssicherungsprozesse

gestartet. Unsere Kunden können nun

aktiv wertvolles Feedback geben. Im Verleih bekamen wir bisher

von unseren Kunden im Schnitt 4,87 von 5 Sternen, während wir

bei fast allen Kunden der Alpinschule die Erwartungen an den

jeweiligen Kurs bei weitem übertreffen. Und dort, wo es aus Sicht

unserer Kunden Optimierungsbedarf gibt, können wir sofort

reagieren und werden somit täglich besser. Das freut mich!

Ich wünsche eine informative Lektüre und schon jetzt einen

genialen Bergsommer,

Christian Schreiter, Vereinsmanager

PS: Dieser Ausgabe liegt ein Aufkleber bei, der besonders gut am

Heck Ihres Autos zur Geltung kommt.


Inhalt | Gebirgsfreund

Inhalt Nr. 2/2017

Kurzinfos ........................................04 – 05

Thema

Ohne Ehrenamt gäbe es uns nicht ....................06

Gebirgsvereinsarchiv .................................07

Steigerlhüpfen war voller Erfolg .................08 – 09

Bleau 2017 - Der Osterhase und die Sandsteineier . ...10

Ein Motto für den Alpenverein-Gebirgsverein .........11

Touren / Reisen

Tourentipp Weg der Sonne. ......................12 – 13

Klettertourentipp Hochlantsch/Grazer Bergland . 14 – 15

Berichte

Gruberschartenbiwak Sanierung .....................16

Gipfelkreuzerrichtung Steinkarlkopf ..................17

Rubriken

Umwelt & Naturschutz ...........................18 – 19

Fachgruppen ....................................20 – 24

Tourenprogramm ................................25 – 27

Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein, ZVR-597 444 457

128. Jahrgang, Heft 2/4

Impressum: DER GEBIRGSFREUND – Das Magazin des Österreichischen Alpenvereins,

Sektion Österreichischer Gebirgsverein

Titelbild: Bergsteiger bei Sonnenuntergang, iStock-ID:614015142/michelangeloop

Erscheinungstermine: jeweils 15. des Monats März, Juni, September, Dezember

Redaktionsschlusstermine: jeweils 1. des Monats Februar, Mai, August, November

Medieninhaber & Herausgeber: Alpenverein-Gebirgsverein

Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien, Tel. 01/405 26 57, oeav@gebirgsverein.at, www.gebirgsverein.at

Redaktion & Gestaltung: Michael Hauke, redaktion@gebirgsverein.at

Design: heinzle & partner, http://www.heinzledesign.at/

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Archiv Gebirgsverein

Grundlegende Richtung: Unabhängige Zeitschrift für alpinsportliche Belange. Mitteilungen für

die Vereinsmitglieder laut Satzung. Die Ausarbeitung der beschriebenen Berg- und Kletterfahrten

erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen der Autoren. Haftungen für etwaige Unfälle und

Schäden können nicht übernommen werden. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hersteller: Universitätsdruckerei Klampfer GmbH, Barbara-Klampfer-Str. 347, 8181 St. Ruprecht/Raab


Gebirgsfreund | Kurzinfos

Kurzinfos

Ehrenamtlich

MitarbeiterInnen für

Wegeerhaltung gesucht!

Berge im Gleichgewicht

© Robert Vondracek

Einen Wanderweg am Hochwechsel ein

bis zwei Mal im Jahr begehen. Bei Bedarf

nachmarkieren, mit Astschere und Säge

kleinere Verwachsungen entfernen. Größere

Schäden in der Sektion bzw. beim

Grundbesitzer melden.

Haben wir dein Interesse geweckt? ‐

Dann kontaktiere uns bitte unter:

wege@gebirgsverein.at

Bleib informiert !

Gebirgsfreund Abo

Wer mit dem Gebirgsfreund

immer am Laufenden sein

will und noch nicht Mitglied

beim Gebirgsverein ist, kann

einfach das Jahres-Abo um

nur 20,– erwerben.

www.gebirgsverein-services/abo

Umwelt und Service

Gebirgsfreund digital

Willst du den Gebirgsfreund nicht mehr

in Papierform haben?

Ab jetzt bieten wir diesen Service.

Schick uns eine E-Mail mit deinem

Namen und du erhältst am Erscheinungstag

des Gebirgsfreunds einen Link zur

aktuellen Ausgabe als PDF Datei.

gf-digital@gebirgsverein.at

Tag der offenen Tür

Health & Fitness

Am Donnerstag, den 7. September ist

es soweit – Vorträge zu Themen wie

Sport, Bewegung & Gesundheit, Schnupper-Workshops

von Klettern bis Yoga und

ganztägig freier Eintritt laden ein, mit uns

gemeinsam, die Erweiterung unseres

Gesundheits- und Fitnessbereiches zu

feiern! Wir freuen uns auf euer Kommen,

Details folgen ...

Stempelpass

© Gebirgsverein

Schon gewusst?

Auch im Sommer sind wir mit unserem

Kursprogramm für euch da.

Anmeldung, Infos:

www.health-fitness.at

Einladung

Bergrettungsfest am

Schneeberg

Heinrich-Krempel-Hütte

© Bergrettung Wien

Die beliebte Diensthütte der Ortsstelle

Wien des Bergrettungsdienstes NÖ/Wien

wird heuer 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass

wird am 16.9.2017 ein großes Fest mit

Bergmesse, Musik und Buffet stattfinden.

Infos auf: www.bergrettung-wien.at

Defibrillator

Top 1. Hilfe Ausstattung

Thomas Walenta & Andrea Steinschauer

© wk-photography.net

Wir haben mit Unterstützung von

Spendern und dem Bergrettungsfond des

Österreichischen Alpenvereins unsere

meistbesuchten Hütten mit einem Defibrillator

und neuen Erste Hilfe Rucksäcken

ausgestattet.

Beides ist zum Einsatz in und um die Hütte

gedacht. Somit ist unser Rettungsgerät

auf dem neuesten Stand. Trotzdem gilt

nach wie vor „Fit in die Berge!“

Hüttenregeln

Standards

festgelegt

§

Der Gebirgsverein hat sich auf unserem

Hüttentag 2016 gemeinsam mit PächterInnen

und Hüttenwarten zu einigen

Standards entschlossen, die auf allen

unseren Hütten umgesetzt werden.

Diese übertreffen und ergänzen teilweise

die Hütten und Tarifordnung für

Alpenvereinshütten(HüOTO).

Im Wesentlichen helfen sie uns, den

PächterInnen und auch Gästen, bestimmte

wiederkehrende Situationen auf Hütten

besser zu lösen.

www.gebirgsverein-services.at/

downloads/huettenregeln.pdf

4 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Kurzinfos | Gebirgsfreund

Hubertushaus

Neu verpachtet

Peilsteinhaus

Wieder Vollbetrieb

Habsburghaus

Neue Photovoltaikanlage

Andrea Steinschauer mit Partner

© wk-photography.net

Seit April betreut unsere neue Pächterin

Andrea Steinschauer auf der Hohen

Wand unsere Gäste. In nur 10 Tagen hat

sie die Hütte aufpoliert. Wir haben sie

mit neuem Küchengerät unterstützt, da

einiges Inventar mit unserem langjährigen

Pächter Lukas Schanzer abgewandert ist.

Wir wünschen ihm hier auch viel Glück

und Erfolg! Als erste große Veranstaltung

hat Andrea unser Steigerlhüpfen vorbildlich

betreut. Als große Neuerung dürfen

wir die Ausweitung der Öffnungszeiten

bekannt geben. Die Hütte hat nun in der

Hauptsaison im Mai, September und Oktober

ohne Ruhetag durchgehend offen.

Ansonsten ist, abgesehen von der Wintersperre,

bereits ab Mittwoch geöffnet.

www.hubertushaus.gebirgsverein.at

Rudolf-Proksch-Hütte

Wiedereröffnung

Katja Kühmayer mit Partner

© Kühmayer

Der bereits letztes Jahr erfolgte Generationenwechsel

am Peilsteinhaus, wurde im

April unbefristet verlängert. Katja Kühmayer

hat die schwierige Bewirtschaftung

während des Umbaus gut gemeistert. Sie

wird zu unserer Freude das Peilsteinhaus

auch nach Abschluss der Umbauarbeiten

weiterführen. Diese Bauarbeiten zur Umsetzung

der behördlichen Auflagen sind

dank der guten Betreuung durch Architekt

Christian Farcher im Mai beendet. Der

Vollbetrieb bzw. Beherbergungsbetrieb

darf wiederaufgenommen werden. Eine

Kontrollbegehung der Behörde wird noch

in diesem Jahr erfolgen, wird sind aber

zuversichtlich jede Auflage genauestens

umgesetzt zu haben. Jetzt wartet nur noch

der Spielplatz auf eine Sanierung.

www.peilsteinhaus.gebirgsverein.at

Ferien Klettercamps

am Peilstein im August

Habsburghaus

© Engelbert List

Unser Habsburghaus, Ziel vieler Wanderer

die in den Wiener Hausbergen eher

die ruhigeren Ecken suchen, hat im Mai

eine neue Photovoltaikanlage bekommen.

Die alte Anlage war bereits 2016 defekt

und konnte den Energiebedarf nicht mehr

ausreichend erfüllen. Das Dieselaggregat

hatte zuletzt Laufzeiten von bis zu 10

Stunden am Tag, teilweise musste es sogar

in der Nacht angeworfen werden, da der

Akku völlig erschöpft war. Störend für die

Nachtruhe von Pächter und Gästen. Die

neue Anlage wird bei Schönwetter sogar

den Betrieb der Materialseilbahn mit

Sonnenstrom ermöglichen. Die Reduktion

des Treibstoffverbrauchs von über 3000

Liter auf unter 1000 Liter pro Jahr schlägt

sich rechnerisch mit einer Einsparung von

14,85 Tonnen CO2 nieder.

www.habsburghaus.gebirgsverein.at

Sektion Britannia

Thanks you so much!

Rudolf-Proksch-Hütte

© Ortsgruppe Baden

Nach langer Planung folgte eine intensive

Sanierungsphase, die von der Ortsgruppe

Baden mit großem ehrenamtlichen

Engagement durchgeführt wurde. Die

Hütte hat wieder geöffnet und die Familie

Artner freut sich auf Ihren Besuch.

rudolfprokschhuette.gebirgsverein.at

Jugendkletterwoche am Peilstein

© Gebirgsverein

Eine Woche lang können Jugendliche im

Alter von 9 – 16 Jahren das Felsklettern,

sowie die Seil- und Sicherungstechnik

lernen und üben. Erholung gibt es abends

beim Lagerfeuer und "Slacklinen".

Termine: 13.8–18.8. | 20.8.–25.8. | 27.8.–1.9.

Anmeldung, Infos:

www.alpinschule-peilstein.at

We are very, very happy and grateful

about your donation of EUR 3,000 that

assists the development of the Hugo-Gerbers-Hütte!

We will refer to the fact, that

you helped us in such a generous way, by

an information tablet in the hut.

hugogerbershuette.gebirgsverein.at

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 5


Gebirgsfreund | Thema

Ohne Ehrenamt

gäbe es uns nicht

Das Steigerlhüpfen auf der Hohen Wand (siehe Artikel auf Seite 8-9)

hat es wieder eindringlich in Erinnerung gerufen: ohne Ehrenamt

könnte ein Verein wie der unsere gar nicht (über-)leben. Alleine in

dieses Projekt floss locker ein Personenmonat an ehrenamtlichen

Stunden – geleistet von zahlreichen Helferinnen und Helfern.

Die Form von Ehrenamt, die wir

im Alpenverein-Gebirgsverein

pflegen, geht aber weit über das

Ausrichten lässiger Veranstaltungen

hinaus. Was unsere Ehrenamtlichen

leisten, hat vor allem mit einem zu tun:

mit dem Bereitstellen von alpiner Infrastruktur

und alpinem Wissen – und

damit von Sicherheit am Berg für alle

Menschen. Dabei ist es in unserem Tun

unerheblich, ob das Ergebnis nur unseren

Mitgliedern, oder der Gesellschaft

zu Gute kommt. In der Regel ist es letzteres

und das macht ein ehrenamtliches

Engagement im Alpenverein-Gebirgsverein

so erfüllend.

Und das Feine daran ist: am Ende des

Tages sehen wir, was wir geleistet haben.

So auch die Ortsgruppe Baden. In

einer Kraftanstrengung, in der heutigen

Zeit ihresgleichen sucht, hat sie es

geschafft, die Rudolf-Proksch-Hütte

in Eigenregie zu sanieren und daraus

wieder ein wahres Schmuckstück zu

machen. Hier belaufen sich die ehrenamtlich

geleisteten Stunden wohl bereits

auf viele Personenjahre und ohne

diese wäre die Hütte sicherlich erst in

Jahren saniert worden. Ist sie doch eine

Kategorie III–Hütte und damit von

Subventionen da facto ausgeschlossen.

Genialer Nebeneffekt der Sanierung

unter Einbeziehung vieler HelferInnen:

die Ortsgruppe wächst schneller als

alle anderen Gruppen zusammen. Denn

potentielle Mitglieder sehen, dass hier

was passiert und dass sie sich sinnstiftend

einbringen können.

Dass etwas passiert, sehen Wanderer

und Bergsportler auch, wenn unsere

Wegewarte und Hüttenwarte unterwegs

sind, um Markierungen zu setzen oder

an Hütten Hand anzulegen. Manchmal

wächst dabei ein Projekt über sich hinaus.

Wie z.B. das Übersichtstafelprojekt

im Wechselland, wo wir besonders viele

Wege zu betreuen haben. Dort wurde

aus einer leisen Anfrage bei den einzelnen

Gemeinden, ob sie sich nicht an

den Tafeln finanziell beteiligen wollen,

eine Veranstaltung namens „Gipfel am

Gipfel“, bei der mit den Bürgermeistern,

Tourismusvereinen und Stakeholdern

vor Ort unter Moderation des

Gebirgsvereins darüber geredet wurde,

wohin sich die Wechselregion mit ihren

Hütten und Almen sowie Sommer- und

Wintersportzielen entwickeln soll.

Und so wird aus einem ehrenamtlich

angestoßenen Projekt weit mehr, als

nur ein simples Ergebnis in Form von

Übersichtstafeln: nämlich ein starkes

Auftreten unseres Vereins als treibende

Kraft in einer Region, in der mit dem

Wetterkoglerhaus eine unserer wesentlichsten

Hütten steht. Wir können stolz

sein, auf das, was wir (allergrößtenteils)

in unserer Freizeit tun und sind!

Christian Schreiter

Foto: © iStock ID:614014134/michelangeloop

6 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Thema | Gebirgsfreund

Umwelt & Naturschutz Gebirgsfreund

Gebirgsvereinsarchiv

Gedächtnis des Vereins

Ansuchen Neuerrichtung als „Österreichischer

Gebirgsverein“ © AOeGV/L.01

Archive sind das Speichergedächtnis einer Gesellschaft. Sie sind die

Basis dessen, was in Zukunft über die Gegenwart gesagt werden

kann, meint die Kulturwissenschafterin Aleida Assmann.

Das Archiv des Österreichischen

Gebirgsvereines ist in diesem Sinne

der Ort, wo das Gedächtnis des

Vereins gespeichert und für die Zukunft

erhalten wird. Ein wissenschaftliches

Projekt hat sich des Archivs angenommen.

Wie einige andere Alpinvereine hatte

der Gebirgsverein bis 1945 ein antisemitisches

Selbstverständnis. Menschen

mit jüdischem Hintergrund wurde schon

zur Zeit der Monarchie grundsätzlich

die Mitgliedschaft verwehrt und im Jahr

1920 verankerte der Gebirgsverein als

erster größerer Alpinverein mit einem

„Arierparagrafen“ diese Exklusion in

seinen Satzungen. Es verwundert daher

kaum, dass die Vereinsleitung bereits vor

dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich

1938 von Nationalsozialisten durchsetzt

war. Der Gebirgsverein beschloss

in der Hauptversammlung (2011) die

Aufarbeitung der Vereinsgeschichte.

Nach einer Diskussionsveranstaltung im

Vereinshaus 2012, einem Vortrag, den ich

2014 im Veranstaltungszentrum „Depot“

halten konnte und der Distanzierung

des Gebirgsvereins von dem bekannten

Holocaustleugner Emil Lachout als

Obmann der „Zitherrunde Enzian“ (2014)

wurde 2015 eine Festschrift veröffentlicht,

in die auch kritische Perspektiven auf

die Vereinsgeschichte eingegangen sind.

Nun ist ein weiterer Schritt des unter

dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Markus

Gschwendt eingeleiteten Prozesses

erfolgt: Die Sicherung und Erschließung

des Vereinsarchivs nach internationalen

Standards, die ich durchführen durfte.

Dabei konnte an die Vorarbeiten von

Helmut Hausmann angeschlossen werden,

der in jahrelang engagierter Arbeit das Archiv

betreute. Die Projektziele waren die

Erschließung des Archivs, die Erstellung

und Veröffentlichung eines Findbuches

sowie die Schaffung eines nachhaltigen

Angebotes für die wissenschaftliche Forschung.

Die Hochschuljubiläumsstiftung

der Stadt Wien förderte das Projekt mit

einem Geldbeitrag, der Dachverband des

Alpenvereins in Innsbruck unterstützte

es mit der Übernahme von einem Teil der

Materialkosten. Für die fachliche Umsetzung

konnte der Archivwissenschafter

Alexander Lutt gewonnen und die Arbeiten

im ersten Halbjahr 2016 durchgeführt

werden. Es waren fast 500 Arbeitsstunden

erforderlich, wobei konkret die folgenden

Arbeitsschritte durchgeführt wurden:

• Erfassen und Sichten des Archivgutes

• Lokalisieren archivwürdiger Unterlagen

• Erstellen einer Archivtektonik

• Ordnungs- und Verzeichnungsarbeit

• Bestandserhaltende Maßnahmen wie

Entmetallisierung

• Verpacken des Archivgutes (58 Kartons)

• Erstellen des Findbuches

Nach Abschluss der Arbeiten erfolgte

die Eintragung in das Archivregister des

Österreichischen Staatsarchivs. Bereits

vor der beendeten Erschließung konnte

auf Anfrage einer Studentin für eine

Abschlussarbeit am Institut für Sportwissenschaft

der Universität Wien Archivmaterial

zugänglich gemacht werden.

Einige durch die Forschungsarbeit im neu

erschlossenen Vereinsarchiv gewonnene

Ergebnisse habe ich bereits bei einer

wissenschaftlichen Konferenz an der

Universität Wien im Herbst 2016 zur Diskussion

gestellt (Tagungsbericht: http://

bit.ly/2pO10sW.

Gunnar Mertz

Archivbenutzung

Anfragen zur Benutzung des Archivs zum

Zweck der wissenschaftlichen Forschung:

archiv@gebirgsverein.at

Projektdurchführung

Mag. Gunnar Mertz, BA

Alexander Lutt, MA

Abteilungen in der Archivtektonik

A-B Statuten - Hauptversammlung

C Hauptausschuss, Hauptleitung

D-E Vollzugsausschuss - Korrespondenz

F-G Versicherungen - Finanzen

H Mitglieder, MitarbeiterInnen

I Rechtsfälle

J Liegenschaften, Wege, Arbeitsgebiete

K-L Gruppen - Verbot und Neugründung

M Bergrettung

N-O Höhlenforschung - Andere Vereine

P Projekte, Veranstaltungen,

Fortbildungen

Q Pressemeldungen,

R Bücher & Zeitschriften

S-T Drucksorten - Kartensammlung

U Lichtbild- und Postkartensammlung

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 7


Gebirgsfreund | Thema

8 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Naturschutz Thema | Gebirgsfreund

Steigerlhüpfen

Ein Fest für Mitglieder & Gäste

Bei Kaiserwetter fand am Samstag, 6. Mai, das Steigerlhüpfen auf

der Hohen Wand statt. Sehr zufrieden zeigten sich die Organisatoren

des „Steigerlhüpfen auf der Hohen Wand“, Danja Stiegler

(Alpenverein-Gebirgsverein) und Eva Jansenberger (Alpenverein

Edelweiss) mit der ersten Veranstaltung dieser Art. Das Event konnte

doch bei wahrem Kaiserwetter und reger Teilnahme unzähliger

Wander- und Klettersteigbegeisterter am Hubertushaus über die

Bühne gehen.

Vom Sonnenuhr-Parkplatz bis zum Seiser

Toni konnte man sich an den Ausgangspunkten

Stempelpässe holen. Nach

erfolgreichem Aufstieg und Stempelung

an einer oder mehreren der fünf Stempelstellen

nahmen die Wanderer damit

an einer Verlosung am Hubertushaus teil.

Dort fand bei Musik und Grillerei auch

gleich das offizielle Wiedereröffnungsfest

des Hauses mit der neuen Wirtin, Andrea

Steinschauer, statt.

Wer das Begehen von Klettersteigen zum

ersten Mal ausprobieren wollte, konnte

dies unter fachmännischer Anleitung von

Alpininstruktoren des Alpenverein-

Gebirgsverein tun, während die Bergrettung

für Fragen rund um die alpine

Sicherheit zur Verfügung stand. Mit dabei

auch die Berg- und Naturwacht, die auf

Fragen rund um den Natur- und Umweltschutz

kompetent antworten konnte.

Die Veranstaltung zugunsten der Bergrettung

sowie der Wegeerhaltung durch

den Alpenverein war ein voller Erfolg

und wichtiger Impuls für den regionalen

Tourismus. Dies hob der Bürgermeister

von Höflein an der Hohen Wand, Harald

Ponweiser, hervor, der unsere neue Wirtin

Andrea Steinschauer am Hubertushaus

herzlich begrüßte. Mehr als 30 ehrenamtliche

Helferinnen und Helfer des Gebirgsvereins

und der Edelweiss sorgten für

einen reibungslosen und sicheren Ablauf

dieser Großveranstaltung und versorgten

die hunderten Gäste, die diesen sonnigen

Tag für eine Wanderung oder Klettertour

auf die Hohe Wand nutzten, mit nützlichen

Tipps rund um den Bergsport. Ohne

Euch – egal ob als Helfer oder Gast – wäre

diese Veranstaltung, die auch medial guten

Niederschlag fand – nicht möglich gewesen.

Wir bedanken uns im Besonderen bei

allen Streckenposten, Stempelpass-Ausgebern

und Instruktoren, die den ganzen

Tag lang nicht nur für ein besonderes Erlebnis

für die Gäste sorgten, sondern auch

521,00 Euro an Spenden sammelten!

Christian Schreiter

Fotos: © wk-photography.net

Die neue Alpenverein-Gebirgsverein

Flagge am Hubertushaus

Viele Familien nutzten das Angebot zum

Klettersteigschnuppern

Bei den verschiedenen Stempelstellen konnten Stempel

für den Stempelpass gesammelt werden, mit dem

man an der Verlosung teilnehmen konnte

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 9


Gebirgsfreund | Thema

Schnell einmal nachgeschlagen

wie´s weitergeht …

Bleau 2017

Der Osterhase und

die Sandsteineier

Fontainebleau, das europäische Bouldermekka südlich von Paris, ist

für seine Sandsteinblöcke weltbekannt.

Die Kletterei ist diffizil und gewöhnungsbedürftig,

als Hallenkletterer

muss man sehr viel Geduld

und Frustrationstoleranz mitbringen,

möchte man diese Blöcke bezwingen.

Hat man allerdings herausgefunden wie

man auf unsichtbaren Tritten steht, hat

man seine Mantletechnik verfeinert und

hat man sich daran gewöhnt mit kleinen

Crashpads auf teilweise unangenehm hohe

Blöcke zu klettern, dann ist es einfach

nur genial. Abgesehen von der Kletterei

sind die Bleau-üblichen Felsformationen

einfach schön anzusehen! Da verwundert

es nicht, dass das Climbing Team schon

unzählige Male die Osterferien dort verbracht

hat.

Dieses Jahr haben sich zwei Untergruppen

gebildet: die „Großen“, jetzt mit Führerschein

und zumindest teilweiser Volljährigkeit

ausgestattet, haben sich erfolgreich

von den TrainerInnen abgenabelt und

organisierten sich ihre Kletterreise selbst.

Wenn man sie dann hochmotiviert und

gut gelaunt am Felsen trifft, ist man als

TrainerIn durchaus stolz! Immerhin sehen

wir es ja nicht nur als unsere Aufgabe

auf Wettkämpfe vorzubereiten, sondern

versuchen auch den Kids das Klettern als

etwas Schönes zu vermitteln. Klettern soll

auch verknüpft sein mit Natur, Spaß an

der Bewegung, Zeit mit Freunden und all

den anderen Dingen die dieser weitläufige

Sport zu bieten hat. Fahren die Athleten

dann selbstorganisiert in ihren Ferien

in ein Klettergebiet und haben Spaß am

Fels und zocken dabei auch noch schwere

Boulder ab, dann ist die Mission gelungen.

Ebenso viel Spaß hatte die kleine, aber

feine Gruppe, die mit den TrainerInnen

Markus und Ingrid unterwegs war. Kimo,

Malte, Mia, Nati und Klara waren an den

Blöcken kaum zu bremsen und trotzdem

für jeden Blödsinn zu haben. Ob es um

das Austoppen schwerer Boulder ging

oder die Besteigung eines Crashpadberges,

das Springen von Block zu Block,

das Färben und Suchen von Ostereiern

oder eindrucksvollen Zeichnungen und

pantomimischen Darstellungen beim

Spielen von Activity. Nirgends wurde

mit Begeisterung gegeizt. Klara war mit

ihrer Boulderauswahl sehr kritisch, aber

sie führte zum Erfolg: Am Ostersamstag

konnte sie mit Magic Bus ihren ersten

7b-Boulder klettern! Kimo war sowieso

stark unterwegs: Einige 7b’s und 7c’s

wurden in wenigen Versuchen geklettert,

Pince-Mi, Pince-Moi (7b+) sogar geflashed.

Ein 8a Klassiker mit bleautypischen

Mikroleisten ging dann ganz, ganz knapp

nicht auf. Der spektakuläre Abgang nach

der Schlüsselpassage beeindruckte das

gesamte Publikum und lies es kurz ruhig

werden im Wald von Bleau. Die durch die

kleinen Leisten blutig gekletterten Finger

sowie die Dunkelheit verhinderten dann

leider weitere Versuche. Anmerkung: Von

uns Anderen hätte keiner die messerscharfen

Rasierklingenleisten halten wollen...

und auch nicht können!

Im bekannten Boulder „Toit de Cul de

Chien“ verletzte sich Nati leider am Knöchel.

Nach dem Sturz auf den Crashpadrand

musste sie die

zweite Ferienhälfte zähneknirschend

beim Bouldern zuschauen.

Bis dahin kletterte Nati aber echt stark,

oft war sie selbst verblüfft wie schnell

sie verschiedene Boulderprobleme lösen

konnte. Mia musste es aufgrund einer ausheilenden

Knöchelverletzung gemütlich

angehen, aber wenn es die Tritte erlaubten

den verplatteten und verschraubten Fuß

gut zu positionieren – dann hat das Mädchen

gezogen, dass einem der Mund offen

stehen blieb!

Alles in allem wieder einmal eine gelungene

Reise, wir freuen uns schon auf

nächstes Jahr!

Ingrid Gauster

Fotos: © Markus Karner

10 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017

Klara am Sprung in Isatis


Thema | Gebirgsfreund

Umwelt & Naturschutz Gebirgsfreund

Mach mit

Ein Motto für den

Alpenverein-Gebirgsverein

Wir suchen ein Motto, das den Gebirgsverein in maximal drei bis

vier kurzen Worten beschreibt und laden Dich ein, uns Deine Ideen

zu senden!

Der Alpenverein-Gebirgsverein

ist einer der größten Zweige des

Österreichischen Alpenvereins

und mit seinen 19 Schutzhütten und dem

Vereinshaus in Wien die größte hüttenführende

Sektion des Alpenvereins. 1890

gegründet als Niederösterreichischer

Gebirgsverein liegt unser Arbeitsschwerpunkt

in Niederösterreich und der

angrenzenden Steiermark. 12 unserer

Hütten und die große Mehrheit der

insgesamt rund 800 km von uns betreuten

alpinen Wege und Steige liegen dort. Erst

spät zum Österreichischen Alpenverein

gestoßen, sind wir die einzige Sektion mit

offiziell eigenem Logo – den drei blauen

Enzianen anstatt des Edelweiss. Abgesehen

davon halten wir uns strikt an das

Corporate Design des Alpenvereins und

signalisieren so unsere Verbundenheit und

Zugehörigkeit zur größten touristischen

Organisation dieses Landes.

Tatsache ist: es existieren 195 Sektionen

des Österreichischen Alpenvereins. Davon

allein 7 in Wien und 25 in NÖ. In diesem

Wettbewerbsumfeld müssen wir unsere

Kompetenzen als Botschaft klar an unsere

bestehenden und potentiellen Mitglieder

bringen.

Wir haben uns daher entschieden, einen

Wettbewerb für ein eigenes Gebirgsvereins-Motto

auszuschreiben.

Mach mit!

Der Österreichische Alpenverein hat das

Motto: Wege ins Freie. Das ist gut und

wird auch in Zukunft von uns verwendet

werden, beschreibt aber das Wesen des

Österreichischen Gebirgsvereins nicht gut

genug.

Wir suchen daher ein Motto, das den

Gebirgsverein in maximal drei bis vier

kurzen Worten beschreibt und laden Dich

ein, uns Deine Ideen zu senden!

Teilnahmebedingungen: siehe Infobox.

Dieses zu findende Motto wollen wir in

Zukunft eng mit unserem Logo als Hauptmotto

verknüpfen und zusätzlich zum

allgemeinen Alpenvereins-Motto nutzen.

Was macht den Gebirgsverein

aus und worauf soll sich das

Slogan beziehen?

Hier nochmals unser Selbstverständnis:

Der Österreichische Gebirgsverein ist mit

seinen 24.000 Mitgliedern jener Zweig

des Alpenvereins, mit der größten alpinen

Infrastruktur (Hütten und Wege). Unser

Wirkungsgebiet liegt zwar vorrangig in

Niederösterreich und der angrenzenden

Steiermark, unsere Hütten und Wege

befinden sich insgesamt aber in 5 von 9

Bundesländern. Nicht erst seit dem Erstbesteiger

der Eiger Nordwand zeichnet

sich unser Verein als alpiner Kompetenzträger

aus, der diese seit mehr als 125 Jahren

kultivierte Kompetenz auch im Zuge

alpiner Ausbildungen und Kurse höchster

Qualität an Interessierte weiter gibt. Wir

befähigen Menschen zum eigenständigen

Handeln im alpinen Umfeld und ermöglichen

ihnen so unvergessliche, positive

Erlebnisse – sei es gesundheitlicher Natur

oder auf Erfahrungsebene. Alpine Kompetenz

in und rund um Wien hat einen

Namen: Alpenverein-Gebirgsverein.

Vorstand

Fotos: © iStock ID: 525488514/andresr

Info Box

Wir suchen ein Motto,

das zu uns passt!

Sende Deine Vorschläge bis

1. August 2017 an:

motto@gebirgsverein.at

Im September kann über sie dann offen

via Internet abgestimmt werden.

Eine fachkundige Jury aus Marketing-

und Werbeexperten wählt aus

den Vorschlägen mit den meisten

Stimmen die besten aus und die

Mitglieder küren auf der Hauptversammlung

im November den Sieger.

Es winkt als Hauptpreis ein 1.500

Euro Gutschein für Ausbildungen

der Alpinschule Peilstein. Die von der

Hauptversammlung Zweit- und Drittplatzierten

erhalten als Dankeschön

einen 500 Euro-Gutschein für Ausbildungen

der Alpinschule Peilstein.

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 11


Gebirgsfreund | Tourentipp

Tourentipp

Weg der Sonne

Das Habsurghaus bei Sonnenuntergang

Immer wieder kommen Interessierte in unsere Geschäftsstelle, die

zwei oder drei Tage abseits des Mainstreams in der Nähe von Wien

eher alpiner wandern und dabei auf Hütten übernachten wollen.

Unsere MitarbeiterInnen empfehlen dazu meist eine ganze spezielle

Tour, die noch jedem gefallen hat und die alles verbindet, was man

als Wanderbegeisterter nahe der Bundeshauptstadt erleben kann:

V

iele Höhenmeter in eher einsamer

Natur, aussichtsreiche und klassische

Schutzhütten, einen leichten

Klettersteig und vor allem den wohl

schönsten Sonnenauf- und –untergang in

den Wiener Alpen. Um diese Tour – und

damit auch unsere Hütten – noch besser

bewerben, aber auch erklären zu können,

haben wir uns entschlossen, sie in einem

Folder niederzuschreiben (liegt ab Ende

Juni in der Geschäftsstelle auf) und ihr

einen Namen zu geben. So entstand der

Weg der Sonne.

Dieser beginnt im auch öffentlich gut

erreichbaren Hinternasswald am Fuße der

Rax. Die erste Tagesetappe steht dabei im

Zeichen des Aufstiegs auf die Schneealpe

und erfordert etwas Kondition. Immerhin

werden auf 12 km rund 1.270 Höhenmeter

in ca. 6,5 Stunden überwunden. Der

Aufstieg erfolgt durch Wald, den

man nahe des Amaißbichl verlässt.

Ab nun gilt es für den Rest des Tages die

wunderbare Aussicht zu genießen. Nach

einer ordentlichen Mittagspause bei der

Lurgbauerhütte geht es weiter – vorbei

am Almgraben – durch das Nölltal, bis

zur Abzweigung zum Schneealpenhaus.

Wer schon müde ist, kann sich nun eine

Stunde Gehzeit ersparen und direkt zur

Schutzhütte spazieren. Empfohlen und

erlebnisreich ist aber ein Abstecher zum

Gipfel des Windbergs mit seinem wunderbaren

Panorama. Die Nacht wird am

Schneealpenhaus verbracht

und der Wecker am besten

auf knapp vor 5:00 Uhr

gestellt. Dann geht nämlich

die Sonne auf der Schneealm

auf und man startet so

mit einem sehr intensiven,

berührenden Moment

in einen anstrengenden,

aber romantischen Tag.

Die zweite Tagesetappe, für die man sich

vom Schneealpenhaus am besten ein

Lunch-Paket mitgeben lässt, führt zunächst

ein Stück zurück durch das Nölltal.

Knapp vor der Lurgbauerhütte wählt man

aber den Abstecher zur Schauerwand.

Weiter geht es – stets bergab – über die

bereits bekannte Lurgbauerhütte über

den schönen Naßkamm zum Fuße des

Grabnergupfs. Ambitionierten Wanderern

sei ein Abstecher auf den sehr aussichtsreichen

Gipfel dieses Berges, der sich

frech zwischen Schneealpe und Raxalpe

reingesetzt hat, empfohlen. Dieser

dauert ca. 30 Minuten über wegloses,

steiles, aber ungefährliches Gelände. Der

Weg der Sonne führt weiter über das

Zahme Gamseck, ein äußerst schöner,

einfacher Klettersteig (A/B). Dafür sollte

man zumindest einen Helm mithaben.

12 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Naturschutz Tourentipp | Gebirgsfreund

Der Steig führt durch ruhige, schroffe,

beeindruckende Felsszenerie und war

1875 der erste touristische Felsenpfad auf

die Rax. Am Ende des Steiges geht es links

zum Habsburghaus über die romantische

Grasbodenalm. Hier empfiehlt sich

eine kleine Pause, bevor man durch das

Krummtal den letzten Anstieg zur Hütte

nimmt. Schnellen Wanderern empfehlen

wir aber den Weg nach rechts über die

Heukuppe – dem höchsten Punkt der

Rax zum Karl-Ludwig-Haus mit dem

Raxkirchlein zu nehmen. Dieses erreicht

man am doch schon fortgeschrittenen

Nachmittag und eine Kaffeejause bietet

sich an, bevor es in rund einer weiteren

Stunde Gehzeit zum Ziel des Tages, dem

Habsburghaus geht. Dort angekommen

hat man (über die Grasbodenalm) rund

14 km Weg und 900 Höhenmeter im Aufund

Abstieg hinter sich gebracht. Auch die

Sonne war nicht faul. Sie war aber in die

andere Richtung unterwegs und lacht uns

nun in Form des wohl schönsten Sonnenuntergangs

der Wiener Alpen von der

Schneealm entgegen. Spätestens jetzt weiß

man, tief ergriffen, warum wir diese kleine

Weitwanderung „Weg der Sonne“ getauft

haben.

Am dritten Tag heißt es ausschlafen. Denn

die letzte Etappe des Weges führt über den

Kaisersteig zurück nach Hinternasswald

und erfordert keine Eile. Rund 3,5 Stunden

und 7 km ist man – nur bergab

Zahmes Gamseck (A/B)

– unterwegs und kann so nochmal die

Erlebnisse der letzten beiden Tage revue

passieren lassen, bevor es wieder zurück

in die Hektik des Alltags geht.

Die Tour ist von Anfang Juni bis Ende Oktober

gut begehbar. Die Tagesetappen sind

ambitioniert, erfordern eine gute Grundkondition

und können je nach Lust und

Wetter auch variiert werden. Belohnt wird

der Wanderer mit herrlicher Natur und

unvergesslichen Fern- und Ausblicken.

Christian Schreiter

Fotos: © Christian Schreiter und Archiv

Das Schneealpenhaus über den Wolken

Touren-Facts

Start: Hinternasswald (Rax)

Ziel: Rundwanderung

Koordinaten Startpunkt:

Geogr. 47.738420 N 15.667376 E

UTM 33T 550034 5287443

Unterkunftsmöglichkeit:

Schneealpenhaus & Habsburghaus

1.Tagesetappe:

12 km, 6-7 h 1270 m 230 m

2.Tagesetappe:

14,3 km, 7-8 h 900 m 900 m

3.Tagesetappe:

7, 8 km, 3-4 h – 1050 m

Gesamtstrecke:

~ 33 km

Technik

Kondition

Erlebnis

Landschaft

Gefahrenpotenzial

Mehr dazu:

www.komoot.de/tour/14519133

Infofolder: Ende Juni in der

Geschäftsstelle 1080 Wien erhältlich

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 13


Gebirgsfreund | Tourentipp

Klettertourentipp

Hochlantsch von

Norden / Grazer Bergland

Hochlantsch-Gipfel

Alpin!

Diese Rundtour ist ein Genuss für Bergsteiger, die das alpine

Gesamterlebnis suchen!

Immer auf der Suche nach für

uns noch unbekannten Bergen

oder Routen entschieden wir

uns diesmal für die Nordseite des

Hochlantsch, dem höchsten Gipfel im

Grazer Bergland.

Beim ehemaligen Gasthof Zirbisegger

in rund 1000m Höhe startet der

Waldweg. Immer steiler geht’s durch

den später felsdurchsetzten Wald

hinauf, bis man den drahtseilgesicherten

Franz Scheikl Klettersteig

erreicht, der westlich des Gipfels zur

Waldhochfläche hinaufführt. Unser

Plan war zunächst, die Route „Lärchenpark“

zu klettern – aber nach

einer kurzen, feucht-grasig-felsigen

Steilrinne standen wir am Einstieg

unter einer nassen Felswand, die nach

ca. 15m in ein abschüssiges, nasses

Grasband überging. Na gut – es

steht auch von der „alpinsten Tour

dieses Führers“ geschrieben… Wir

planen um, queren gesichert aus der

Steilgrasschlucht hinaus und steigen

die erste Hälfte des Klettersteigs bis

zu einer ausgeprägten Schulter auf.

Dort beginnt der „Nordgrat“. Es ist

eine alte Route aus dem Jahr 1894 mit

vielen schönen Kletterpassagen. Nur

von einem Grat merkt man oft wenig.

Die rechte Einstiegsvariante fordert

anspruchsvollere, steile Plattenkletterei

im 5.Grad, die linke Variante

führt über einen hübschen Pfeiler.

Nach kurzem Quergang klettert man

ein Verschneidungs- und Rinnensystem

diagonal hinauf, das gegen Ende

zu einer waldigen Steilrinne wird.

Eine schöne Seillänge weiter oben

verlockt ein steiler Riss, gerade hinauf

zu klettern, anfangs ist das auch noch

im 4.Grad möglich, aber nach ein paar

Metern wird es plattig und glatt –

wir sind offensichtlich falsch. Also

14 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Naturschutz Tourentipp | Gebirgsfreund

wieder abseilen. Nach kurzem Suchen

stellt sich heraus, dass man nur kurz

ausgesetzt nach rechts um eine Ecke

klettern muss, dann geht’s problemlos

weiter. Die vorletzte Seillänge führt

dann wirklich über einen Grat, von

dem man an der richtigen Stelle nach

links durch eine grasige Rinne queren

muss (sonst kommt man in mühsamere,

steile Latschenfelder), um über

die schöne Schlussplatte direkt zum

1720m hohen Gipfel zu gelangen.

Der „Nordgrat“ ist eine Kletterroute

durch die wildromantische Nordseite

vom Hochlantsch, in der es neben

schönen Felspassagen in festem Fels

auch grasige und erdige Passagen

gibt, wie bei vielen Routen im Grazer

Bergland. Man findet relativ viele

alte Haken, trotzdem ist auch alpiner

Spürsinn für die Routenfindung

erforderlich.

Der Abstieg führt vom Gipfel zunächst

auf einem schönen Waldweg

zum Gasthof Steirischer Jokl. Kurz

unterhalb steht die Wallfahrtskapelle

Schüsserlbrunn toll in einer großen

natürlichen Nische einer Felswand.

Über viele Holzstiegen geht man nun

unter den Felswänden hinunter bis

man wieder zum bequemen Wanderweg

kommt, der uns zurück zum

Ausgangspunkt bringt.

Hochlantsch-Nordflanke

Anfahrt: über Bruck an der Mur nach

Mixnitz (Bahnverbindung im Stundentakt),

dann ins Breitenauer Tal

(Roßgraben). 500m nach der Ortstafel

Breitenau - St.Jakob zweigt rechts die

Straße zum ehemaligen Gasthof Zirbisegger

ab (bei öffentlicher Anreise

muss man mit einem Taxi hinfahren;

ca. 13 km vom Bahnhof Mixnitz).

Klaus Adler (Bergsteigergruppe)

Foto: © Brigitte Hantusch (Bergsteigergruppe)

Topo: Kurt Schall (Bergsteigergruppe)

Touren-Facts

Start: ehemaliger Ghf. Zirbisegger

Ziel: Rundtour

Koordinaten Startpunkt:

Geogr. 47.375560 N 15.422476 E

UTM 33T 531893 5246987

Zustiegszeit:

1,5 h

Abstiegszeit

1,5 h, 720 Hm

Kletterroute: ~ 7 Seillängen

Schwierigkeit: 3 und 4

Absicherung:

Felsqualität:

Wandhöhe/Kletterzeit: 180Hm/ 2h

Erlebnis

Landschaft

Gefahrenpotenzial

Mehr dazu:

Kletterführer Grazer

Bergland; Schall-Verlag

Karte: Österreich Karte 1:50000

NL 33-02-23 (4223) Weiz

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 15


Gebirgsfreund | Thema

Sanierung

Gruberschartenbiwak

Das erste Polybiwak der Welt

im Design der Siebzigerjahre

Das 1971 oberhalb der Gruberscharte auf einer Seehöhe von 3100m

errichtete Gruberschartenbiwak wurde vom Gebirgsverein und

freiwilligen Helfern in mühevoller Arbeit im Zeitraum von 2013-

2016 komplettsaniert.

Das achteckige „Polybiwak“, bestehend

aus 12 GFK-Seitenteilen

und 2 Dachteilen, war nach

über 40 Jahren nicht mehr dicht.

Markus Gschwendt, ehem. 1. Vorsitzender

des Gebirgsvereins entwarf ein

Sanierungskonzept, welches vorsah,

die gesamte Außenhaut mit einer

mehrlagigen Glasfaser-Laminatschicht

„einzupacken“. Abschließend sollte

die neue GFK-Außenhaut mit einer

Topcoat-Beschichtung dauerhaft gegen

die starke UV-Strahlung geschützt

bzw. wasserdicht versiegelt werden.

Nachdem die Baustelle im Juni 2013

eingerichtet und mit den Sanierungsarbeiten

begonnen worden war, kam

es zu starken Schneefällen, wodurch

die Arbeiten behindert wurden und

die Mannschaft wegen Lawinengefahr

über eine Woche lang nicht mehr ins

Tal konnte. Alleine das Abschleifen der

bestehenden GFK-Außenhaut erforderte

angesichts des steilen Geländes

einiges an Improvisationsvermögen

und Arbeit. Viel Aufwand erforderte

auch die Montage von 2 Photovoltaikpaneelen

zur Energieversorgung und

die Biwakschachtel erhielt sogar eine

Notbeleuchtung. Durch die extreme

Exposition - Sonneneinstrahlung auf

der SO-Seite bzw. kalter beschatteter

Bereich auf der Nordwestseite - konnten

nur kleine GFK-Mattenstücke

verlegt werden und es kam immer

wieder zu ungewollten Arbeitspausen

bzw. mußten Bereiche wieder abgeschliffen

werden. Die Mischung der

richtigen Konsistenz des Polyesterharzes

war das eigentliche Problem – in

der Sonne härtete das Harz zu rasch

und im Schatten konnte nicht weitergearbeitet

werden, weil das Harz noch

weich war. Unter diesen ungünstigen

Voraussetzungen konnten die Arbeiten

2013 nicht beendet werden. Im folgenden

Jahr 2014 waren aufgrund des

permanenten Schlechtwetters kaum

trockene Zeitfenster und somit gelang

es nicht die Arbeiten zu beenden. Auch

2015 gelang es angesichts mangelnder

„manpower“ und spätem Arbeitsbeginn

nicht, fertig zu werden.

Nach entsprechenden Vorbereitungsarbeiten

war es 2016 trotz widriger

Witterungsbedingungen doch möglich,

Ende August mit massivem Einsatz und

dem nötigen Wetterglück weiter zu arbeiten.

Leopold Würtl, der Hüttenwart

der Schwarzenberghütte, Markus Kittenberger

und Paul Hasenauer/Bergrettung

Fusch schafften es gemeinsam,

die komplette Außenhaut abzuschleifen

und mit 2-3 Lagen der roten Topcoatbeschichtung

zu versiegeln. Der Stahlrohrrahmen

am Dach wurde mitsamt

Seilabspannung wieder befestigt, und

damit war die Gefahr eines Sturmschadens

gebannt.

Die Nordwestseite wurde mit Aluminiumblech

verkleidet, da bei starkem

Wind kleine Steine geschoßartig gegen

die Biwakschachtel geschleudert werden,

was auch die Ursache der vielen

Kerben der schlagempfindlichen Polyester-Außenhaut

auf dieser Seite war.

Nach mühevoller Wiederherstellung

des Innenlebens in der Biwakschachtel

wurde schließlich noch sauber aufgeräumt

und das gesamte Material ins Tal

geflogen. Seit Mitte September 2016

bietet die sanierte Biwakschachtel auf

der Gruberscharte nun wieder Platz für

bis zu 9 Personen.

Leopold Würtl

Fotos: © Hasenauer Paul

16 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Naturschutz Thema | Gebirgsfreund

Das Gipfelkreuz steht

Ehrenamtliche Arbeit

Gipfelkreuzerrichtung

Der Steinkarlkopf, 2504 m, ist seit jeher der Hüttenberg bzw.

„Schlechtwetterberg“ der Schwarzenberghütte hoch über dem

Käfertal. Mehrere schlichte Holzkreuze zierten früher diesen unscheinbaren

Gipfel.

Der Hüttenwart der Schwarzenberghütte,

Leopold Würtl und

Conny Moenat wollten dieses Kreuz

wieder neu errichten und überlegten

sich dazu eine moderne Version,

passend zu dem unscheinbaren, aber

schönen Berg mit seiner großartigen

Aussicht. Das Konzept sah ein modernes

Edelstahlkreuz mit Glaselementen

vor, vorerst fehlte aber noch die Form

des Kreuzfußes. Um Zeit und Tragearbeit

zu sparen, wurde die Grundplatte

noch 2015 angefertigt und auf den

Steinkarlkopf geflogen. Anschließend

wurden die beiden Glaselemente,

welche vereinfacht ein Edelweiß in der

Mitte und 4 Enzianblüten rundherum

darstellen, nach dem Entwurf von

Conny Moenat im Herbst 2015 von der

Glasfachschule Kramsach angefertigt.

Für die Umsetzung des Kreuzfußes

sorgte Paul Hasenauer (Bergrettung

Fusch und Hüttenbewarter). Er zeichnete

das Kreuz samt Einzelteilen und

beauftragte die Schlosserei Jäger in

Kaprun mit der Anfertigung.

Zwischenzeitlich konnte auch die

Grundplatte mit massiven 20mm-Gewindestangen

montiert werden,

aber mit der Anfertigung des Edelstahl-Kreuzes

konnte erst Anfang

September begonnen werden. Nachdem

die Austauschbarkeit der Glaselement

gegeben sein sollte, wurde der Oberteil

separat angefertigt bzw. mit dem Unterteil

verschraubbar gemacht. Schließlich

konnte das Kreuz - nach einigen

Schwierigkeiten bei der Fertigung, am

Donnerstag, 15.9. abgeholt werden.

Nachdem kein Hubschrauberflug mehr

möglich war, wurde beschlossen alles

hinaufzutragen. Noch am Donnerstagabend

wurden Material und Werkzeug

auf den Gipfel transportiert. Angesichts

des bevorstehenden Wetterumschwunges

startete das Montageteam –

Paul Hasenauer, Christoph Miller und

Patrick Kraft – am Freitag, den 16.

September schon am frühen Morgen.

Die insgesamt über 100kg schweren

Teile wurden aufgeteilt und nach einem

mühsamen Aufstieg konnte noch

am Vormittag die Grundplatte fertig

montiert, die beiden Glaselemente

eingesetzt und der Kreuzfuß mit dem

Oberteil verschraubt werden.

Auch eine Abspannung mit 4 Stahlseilen

wurde gemacht, da große Staublawinen

von der Hohen Dock enorme

Windkräfte verursachen können. Als

Letztes wurde der Hohlraum unter

der Grundplatte ausgemauert. Als die

Arbeiten nach etwa 4 h beendet waren,

wurde sogar noch eine Jause von der

Hütte hinaufgebracht, und die Freude

über das gemeinsame Werk war groß.

Das neue Gipfelkreuz am Steinkarlkopf

wirkt sehr schön vor den dahinterliegenden

Dreitausendern (Fuscherkarkopf,

Sonnenwelleck) und wenn die

Sonne untergeht, scheinen ihre Strahlen

direkt durch das Kreuz!

Paul Hasenauer

Fotos: © Paul Hasenauer

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 17


Gebirgsfreund | Fachgruppen

Die Natur

ist dreckig genug

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© Kurt Krimberger

Umwelt & Naturschutz | Gebirgsfreund

Umwelt

Vielfalt bewegt!

Bei „Vielfalt bewegt! Alpenverein“ handelt es sich um ein Laienmonitoringprojekt,

bei dem 17 (bald schon 20!) speziell ausgewählte

Tier- und Pflanzenarten je nach Lust und Laune, auf Wanderungen

und Skitouren Sommer wie Winter von Jedermann und Jederfrau

beobachtet werden!

Bei Streifzügen bzw. Touren über

der Waldgrenze soll also dokumentiert

werden, wann immer einem

ein Alpensalamander über den Weg läuft

oder man die Rufe eines Tannenhähers

vernimmt. Für all diese Arten sind handliche

Steckbriefe ausgearbeitet worden,

damit man die Tiere und Pflanzen im Gelände

auch sicher, gut und schnell erkennt.

Dieses Projekt wurde 2015 von der

Abteilung Raumplanung-Naturschutz des

Österreichischen Alpenvereins ins Leben

gerufen und stellt ein handfestes Umsetzungsprojekt

des Grundsatzprogrammes

„Natur-, Landschafts- und Umweltschutz,

nachhaltige Entwicklung und umweltverträglicher

Bergsport“ dar.

„Vielfalt bewegt! Alpenverein“ bietet den

Teilnehmenden die Möglichkeit die Natur

wieder bewusst und aufmerksam zu

erleben. Das Auge für das Kleine schulen,

das Unscheinbare sichtbar machen und

Zusammenhänge besser verstehen lernen,

sind nur einige der positiven Nebeneffekte.

Mit Kindern wird die gemeinsame

Familien- oder Vereinswanderung zum

spannenden Erlebnis.

Doch wozu das Ganze?

Klimawandel und andere Entwicklungen

führen zu Veränderungen im Lebensraum

oder der Lebensweise von Arten, die teils

nur schwer sichtbar gemacht werden

können.

Zum Beispiel gibt es Arten, die durch

steigende Temperaturen besser leben können.

Doch was passiert, wenn die immer

größer werdende Anzahl an wärmeliebenden

Individuen eine andere Art verdrängt?

Der Konkurrenzdruck zu hoch wird? Der

Raum zu eng wird?

Um Fragen wie diesen auf den Grund zu

gehen, braucht es Wissen über das Vorkommen

von bestimmten Pflanzen- und

Tierarten. Werden diese Arten über einen

längeren Zeitraum beobachtet, können

Tendenzen festgestellt und Methoden

entwickelt werden um negativen Entwicklungen

gegenzusteuern.

Zudem ist das Beobachten eine Möglichkeit

über die eigene Umwelt zu lernen. So

erfährt man zum Beispiel, dass sich die

Alpenhummel „warmzittert“ und dadurch

auch noch bei Temperaturen bis knapp

über dem Gefrierpunkt aktiv ist. Oder

dass Flechten eine Lebensgemeinschaft

aus Algen und Pilzen sind, die voneinander

profitieren ohne sich zu schädigen!

Wurde Dein Interesse geweckt?

Möchtest Du Teil von „Vielfalt bewegt!

Alpenverein“ werden? Wir freuen uns! Um

am Projekt teilzunehmen und Daten zu

liefern, braucht es nicht viel. Lediglich die

Freude am Beobachten und die Lust am

Bergsteigen. Im ersten Schritt einfach per

email bei der Projektkoordinatorin Birgit

Kantner unter:

vielfalt.bewegt@alpenverein.at

anmelden und es folgt eine individuelle

Beobachternummer und ein Beobachter-Starterset.

Und dann kann´s auch

schon losgehen!

Weitere Informationen unter

www.alpenverein.at/vielfaltbewegt

Birgit Kantner

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 19


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Enzian unterwegs

Nachruf auf Elfriede Garber

Als 1955 der BBE gegründet wurde,

war Elfi 30 Jahre alt, verheiratet und

hatte zwei Töchter. Mit ihrer Familie

war sie, soweit es damals die geringe

Freizeit zuließ, in den Bergen

unterwegs. Ein Zusammenschluss

von Gleichgesinnten kam dem gesellschaftlichen

Naturell der Familie

Garber nur gelegen. Gemeinsame

Urlaubsfahrten in die Dolomiten

und die leichten Klettertouren

dort, waren für sie ein großes Erlebnis. Später trug sie viel bei zum

Gruppenleben und konnte bis ins hohe Alter bei Vereinswanderungen

teilnehmen. Mit ihrem offenen freundlichen Wesen war sie das

Verbindungsglied zwischen den Gründern und den neu zur Gruppe

Kommenden. Mit ihr, die 61 Jahre der Gruppe treu geblieben ist,

haben wir unser letztes Gründungsmitglied verloren. Alle werden

sich immer wieder an gemeinsame Zeiten mit Elfi erinnern.

Übler Vorfall im Übeltal

Elfriede Garber

© Enzian unterwegs

„Opa, bitte, bitte, erzähl uns noch eine Gute-Nacht-Geschichte.“

„Also schön, weil ihr so brav wart. Aber hört aufmerksam zu, ihr

könnt was lernen."

Es war einmal, da stieg ein Bergsteiger ins Große Übeltal hinein.

Das ist eigentlich eine entrisch-finstere Wald- und Felsschlucht

im hintersten Raxwinkel. Dort wo sich Fuchs und Gams „Gute

Nacht“ sagen und das Wiener Wasser herkommt. Tolle Gegend,

aber mühsam ist's, einen Weg gibt’s nicht , nur Steigspuren und

Steinmandln zeigen die Route an und kraxeln muss man auch.

Deswegen kommen auch nur wenige Menschen hin.

Wie unser Bergsteiger mitten drin im Großen Übeltal war,

vertschüßten sich die Gummisohlen von seinen Bergschuhen.

Trennten sich einfach und umstandslos vom Oberleder, als ob sie

nie dazugehört hätten. Eine schöne Bescherung. Eine Zeit lang

wanderte der Bergsteiger noch auf den empfindlichen Zwischensohlen

weiter, bis die auch in Fetzen gingen. Dann stand er da,

mitten im Geröll voll spitzer Steine, mit Schuhruinen an den

Füßen, praktisch barfuß. Er kam keinen Schritt mehr weiter.

Da setzte er sich hin und weinte bitterlich. Vor Schmerz und

vor Zorn auf die Schuhindustrie. Denn seine Treter waren teuer

gewesen. Es erschien ihm jetzt als Akt höherer Gerechtigkeit,

dass die Erzeugerfirma in Konkurs gegangen war. Nur half das in

seiner misslichen Situation leider auch nicht weiter.

Schließlich nahm er sein Handy und wählte den Notruf. Oh

Wunder, er bekam sogar eine Verbindung und schilderte dem

Diensthabenden seine vertrackte Lage. Der herrschte ihn nur

an: „Mein Herr, wissen Sie denn nicht, dass sich ablösende

Schuhsohlen inzwischen die alpine Gefahr Nummer eins sind?

So was passiert doch laufend, wie können sie nur so leichtsinnig

sein und ohne Reserveschuhe im Rucksack auf Tour gehen? Ich

weiß übrigens aus vertrauter Quelle, der Klebstoff der Schuhsohlen

und der auf sich öffnenden Briefwahlkuverts ist der nämliche.

Wegen Ihrer bodenlosen Dummheit setz ich jedenfalls nicht die

Bergrettung in Bewegung.“

Die Kinder machen große Augen. „Erzähl weiter, wie ist die Sache

ausgegangen, hat's der Bergsteiger gut überstanden?“

„Ja, er ist noch einmal davongekommen. Weil eine mitfühlende

Hubschrauberbesatzung in Vertretung der Guten Fee hat eh was

abgeworfen. Eine Bibel, deutsche Einheitsübersetzung und ein

Paar alte Bergschuhe aus den Beständen des Heimatmuseums.

Aus schwerem Leder, zwiegenähte Friedensqualität, einfach

unzerstörbar.“

Corleo

Programm Juni – September 2017

15.06.17 Kukubauerstrecke

MTB-Tour mit Gert Petraschek

20.06.17 Frankenfels – Nixhöhle

Wanderung mit Gerti Krenn

05.07.17 Weichtalklamm

Wanderung mit Gerti Krenn

16.07.17 Hohe Student – Wildalpe

Wanderung mit Gert Petraschek

19.07.17 Heurigenabend Oberlaa, Franz Wieselthaler

Oberlaaer Straße 71

17.08.17- Ötscher – Rauher Kamm

18.08.17 Wanderung mit Gerti Krenn, Anmeldung bis 7.8.

03.09.17 Hallerhaus – Krumbachstein

Wanderung mit Gert Petraschek

08.09.17 Annaberger Haus – Tirolerkogel

Wanderung mit Gerti Krenn

Unsere Organisatoren begleiten die Teilnehmer, es sind aber keine

Führungstouren, jeder Teilnehmer geht eigenverantwortlich.

Kontakt:

0664/180 35 22 oder 0650/879 41 06

enzian@gebirgsverein.at

http://enzian.gebirgsverein.at

20 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Out of Range

Jugendgruppe für 14- bis 30-jährige

Nach einem schneereichen Frühjahr wollen wir euch zum Klettern

nach draußen holen.

Deshalb gibt es, wie letztes Jahr, ein Kletterlager bei dem wir

in einem felsigen Teil Österreichs zelten werden. Am Programm

steht Sport - und Alpinklettern und falls es doch mal Schlechtwetter

haben sollte: Sturztraining in der Halle.

Waldläuferbande

Familien mit 1- bis 8-jährigen Kindern

Ein besonderes Schmankerl war diesmal die Besteigung des

Ternitzer Steigs auf die Flatzerwand mit der gesamten Gruppe.

Denn hier waren auch kleine Kletterstellen zu bewältigen. Und so

haben die Kinder gewissenhaft gesichert. Groß war dann die

Für alle, die gerne durch Wälder wandern und die Sterne von

ihrem Bett betrachten, gibt es noch ein Wildnistrekking -Event.

cu out of range

Termine Sommer

Do 17. – So 18.06.

Got Shelter (Wildnisstrekking)

cu out of range

Gruppenfoto

© Waldläuferbande

Freude als alle nach der 2. Kletterstelle durch das Flatzer Loch

stiegen und wir die Schlüsselstelle gemeistert hatten. Zum Glück

erwartete uns eine ordentliche Stärkung im Naturfreundehaus

am Gipfel. Freilich brauchten wir für diese Tour, die ein geübter

Erwachsener in 30 Minuten bewältigt gute drei Stunden. Das tat

aber der guten Laune keinen Abbruch.

In der nächsten Zeit erwarten uns wieder ein paar Höhepunkte.

So wollen wir die bekannten Ötschergräben erkunden. Der Ort

unseres Sommerfests ist noch nicht fix festgelegt, möglicherweise

haben wir wieder die Möglichkeit vor dem Fest ein wenig

zu klettern. Im September erwartet uns etwas, das wir noch nie

gemacht haben, wir gehen zum Geocaching. Dazu haben wir uns

die landschaftlich reizvolle Wachau ausgesucht. Falls ihr mitkommen

wollt, einfach Kontakt aufnehmen, dann bekommt ihr mehr

Informationen.

Termine Frühjahr

So. 25.06.17 Sommerfest

So. 24.09.17 Geocoaching, Ruine Dürnstein, Wachau

Abseilen

© OOR

Marlies für die „Waldläuferbande“

Kontakt:

Robin, Julian, Dave

+43 650 273 45 81

oor@gebirgsverein.at

Kontakt:

Maria, Philipp, Elisabeth, Marcel, Monika, David und Fabian

+43 650 890 15 38

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 21


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Bergsteigergruppe

Vielfalt am Berg

Ein gemütlicher Winter-Bergrettungsdienst am Schneeberg

bietet gute Gelegenheit zu beobachten, wer und mit welcher

Ausrüstung an der Krempelhütte vorbei zum Gipfel strebt. Waren

es früher fast ausschließlich Schitourengeher, so kommen in den

letzten Jahren vermehrt Schneeschuhgeher, Snowboarder und

Wanderer dazu. Auch bei Bergsteigern aus den östlichen Nachbarländern

ist der Schneeberg hoch im Kurs. Heuer besuchte

uns sogar eine Gruppe afghanischer Flüchtlinge. Immer wieder

sieht man auch Schitourenrennläufer, die in hautenger Kleidung

mit gewichtsoptimierter Ausrüstung vorbeihasten. Die meisten

Schneebergbesucher sind am Abend wieder im Tal, einige

nutzen auch den Winterraum der Fischerhütte zur Übernachtung.

Manche stellen irgendwo ein Zelt auf, andere graben

sich eine Schneehöhle. Die meisten Schneebergbesucher sind

mittlerweile sehr gut ausgerüstet, teilweise sogar „overequipped“.

Wiederholt kann man aber auch – meist junge – Leute antreffen,

die im wahrsten Sinn des Wortes vollkommen planlos auf den

Schneeberg steigen, häufig in Turnschuhen über den winterlichen

Fadensteig und dann oben angekommen erst nach dem Abstiegsweg

fragen. Ja, manchmal muss man den Kopf schütteln, manchmal

schmunzeln, wenn etwa Schneeschuhgeher in Zehnerreihe

durch den Wurzengraben stapfen und so eine Piste präparieren

oder wenn Fußgeher bis zum Knie im tiefen Schnee einbrechen

und alle „g‘scheiten“ Aufstiegsspuren zertrampeln. Beim alpinen

Know how ist noch viel Luft nach oben, auch die gegenseitige

Rücksichtnahme könnte noch verbessert werden.

All diese höchst unterschiedlichen Zugänge zum (Schnee)berg

haben doch eine große Gemeinsamkeit: das Bergerlebnis, das den

Leuten wahrlich Berge gibt. Spätestens wieder im Tal angekommen

haben (fast) alle ein spezielles Leuchten in den Augen.

Die Bergsteigergruppe im Gebirgsverein versteht sich als Gruppe

gleichgesinnter Alpinisten und Alpinistinnen. Wie vielfältig selbst

in einer kleinen Gruppe die Zugänge zum Bergsteigen sind,

könnt ihr beim ersten Heimabend nach dem Sommer erleben,

dem traditionellen Kurzg’schichtlabend am 20.9.2017, bei dem

mit etwa 10 Bildern lustige oder spannende Erlebnisse aus dem

Bergjahr präsentiert werden.

Matthias Hutter

Wasser & Fels - Klettergarten Jungfernsprung am Millstättersee

Forum Alpin

Alpines Klettern – nah und fern

Vor Kurzem haben wir von der Bergsteigergruppe und vom Forum

Alpin die Klettersaison gestartet! Diesmal allerdings mit einem

ausgiebigen Trainingswochenende, dem wir den Titel „Abenteuer

jenseits des Bohrhakens“ gegeben haben. Dabei stand das Wochenende

kurz vorher schon knapp vor der Absage. Dem späten Wintereinbruch

zum Trotz trafen sind am Samstag eine Woche nach

Ostern schließlich doch 13 TeilnehmerInnen und 3 Instruktoren bei

30cm Neuschnee am Peilstein. Wir verlegten den Übungsort daher

zunächst in die Arnsteinhöhle, wo alle eifrig die unterschiedlichsten

Möglichkeiten, mit mobilen Sicherungsmitteln Standplätze zu

In der Route „Via del Topo“ am Torre Jolanda (Moiazza)

© Brigitte Hantusch

bauen, übten. Dabei setzten wir nicht nur die unterschiedlichsten

Klemmkeile und Friends ein, sondern auch Knotenschlingen, Sanduhr-

und Köpfelschlingen. Bei einzelnen Standplätzen führten wir

auch Belastungstests durch. Anschließend präsentierte Felix Kromer

im Peilsteinhaus noch einen kurzen Überblick über die Anfänge des

Clean- und Free-Climbings in Ostösterreich. Am Sonntag waren

dann immerhin noch 6 Teilnehmer dabei, um ein paar Kletterrouten

am Peilstein „clean“ zu begehen – also ohne Verwendung der Bohrhaken.

Ein gutes Training, von dem alle TeilnehmerInnen begeistert

waren, und das eine gute Vorbereitung für alpine Kletterrouten war.

Wie zum Beispiel unsere alljährliche Sommerkletterwoche, die im

letzten August in der Moiazza-Gruppe in den südlichen Dolomiten

stattgefunden hat. Und in den Dolomiten gibt’s ja bekanntlich nur

äußerst wenige bohrhakengesicherte Routen. 22 Personen waren in

dieser Woche im Rifugio Bruto Carestiato einquartiert. Im Bereich

der Hütte, also mit meist weniger als einer Stunde Zustiegszeit,

gibt es viele herrlich schöne Kletterrouten in festem Fels, die aber

teilweise beherztes Weiterklettern hoch über dem letzten Klemmkeil

erforderten. Als besonders tolle Routen habe ich die „Penasa-Lise“

über den Südwandpfeiler auf den Pala del Belia und die „Via del

Topo“ auf den Torre Jolanda in Erinnerung.

Im kommenden August sind wir diesmal in den Karnischen Alpen

klettern, unser Stützpunkt wird das italienische Rifugio Lambertenghi

sein.

Klaus Adler für das Forum Alpin

22 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Gemeinschaftsprogramm

der Bergsteigergruppe und des Forum Alpin

Im Juni ist die Gebirgsvereins-Kletterwand jeden Donnerstag

von 17:30 bis 19:30 Uhr für uns reserviert, im Sommer ist das

Kletterzentrum am Abend geschlossen.

Fachgruppe GEO

Die Frühlingswanderung auf den Hohen Lindkogel war verregnet,

daher waren wir beim Kaffee im Landgasthof Cholerakapelle nur

zu viert, beim romantischen Aufstieg über den Beethovengrat gar

nur mehr zu dritt. Es war trotzdem schön!

Die Sonderführung durch die Ausstellung im NHM „Wie alles

begann“ war spannend und eröffnete andere Dimensionen der

Erdwissenschaften.

Beethovensteig

Carestiato Gruppenfoto

Sa.,10.06. bis Wenn die Wand länger ist als der Tag –

So.,11.06.2017 Steilwandbiwakwochenende

– Do., 29. Juni 2017: Flatzer Höhlenwelten

Ausstellung im Museum Neunkirchen und anschließende

Höhlenwanderung

– Do., 20. – Do., 27. Juli 2017: Wanderungen am Lechweg

Einfache bis anspruchsvolle Wanderungen zunächst von einem

Standquartier in Lech, dann talabwärts mit wechselnden Quartieren.

Do.,15.06. bis

So.,18.06.2017

Fr., 23.06.2017

Kletterwochenende Totes Gebirge

Stützpunkt Prielschutzhaus

Sonnwendfeier am Peilstein

In gewohnter Weise gibt’s wieder ein Lagerfeuer

in der Teufelsbadstubenhöhle. Vorher

geht’s natürlich auch zum Klettern!

Hinweise zu Veranstaltungen der

Nationalpark Akademie Hohe Tauern:

Do., 31. Aug, - Fr., 1. Sept 2017: Gernot Patzelt: Geomorphologie,

Gletscherkunde und Klimageschichte.

Großkirchheim mit Exkursion zur Pasterze.

Information und Anmeldung www.hohetauern.at/bildung

Sa.,05.08. bis

Sa.,12.08.2017

Mi.,20.09.2017

Fr.,06.10. bis

So.,08.10.2017

Kontakt:

Klaus Adler, +43 664 73 09 75 95

Matthias Hutter, +43 664 537 00 64

Harry Grün, +43 664 525 61 92

klaus.adler@gebirgsverein.at

bg@gebirgsverein.at

http://bg.gebirgsverein.at

http://forum-alpin.gebirgsverein.at

Sommerkletterwoche in den Karnischen

Alpen

Stützpunkt Rifugio Lambertenghi

„In der Kürze liegt die Würze“

Vortragsabend

Herbstkletterwochenende

Das Ziel werden wir im Sommer festlegen

Sa., 9. – So., 17. Sept. 2017: „Der Weg des Buches“

Geologie und Reformation – auf den Spuren der Bibelschmuggler

und der Geheimprotestanten: Wanderung von Bad Goisern

nach Schladming. Gemeinsam mit der Akadem. Sektion Wien.

Vorschau:

Okt. / Nov. 17: Griechische Vulkaninseln (Santorin & Nisyros).

Die Geo-Exkursionen sind keine Führungstouren, daher wird

auch kein Führungsbeitrag eingehoben, die Teilnehmer gehen

eigenverantwortlich! Für alle Veranstaltungen bitte Detailprogramm

anfordern und möglichst bald unverbindlich

Interesse bekunden, das erleichtert die Planung!

Kontakt:

Uli Pistotnik

Mobil: +43 676 72 36 536

geogruppe@gebirgsverein.at

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 23


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Seniorenwanderclub

Liebe Wanderclubler und Innen!

Unser Ausflug nach Györ war ein toller Erfolg. Josef zeigte uns

am Vormittag die Auen der Raab. Nach einem guten Mittagessen

auf einem Restaurantschiff ging es am Nachmittag in die

sehenswerte Stadt mit ihren vielen Museen. Der Tag wurde uns

viel zu kurz, um alles Interessante richtig zu genießen! Ich freue

mich schon auf seinen nächsten Ausflug zu unseren ungarischen

Nachbarn.

Über die Freude, dass unsere Zeitung wieder in regelmäßigen

Abständen 4mal im Jahr erscheinen wird, gesellte sich leider ein

Wermutstropfen. Die Angaben zu unseren Wanderungen wurden

so kurzgehalten, dass viele sich nicht mehr richtig auskannten.

Wir sind bemüht, eine neue genauere Form der Informationen zu

finden. Wenn es im nächsten Heft noch nicht optimal ist, bitte um

Nachsicht.

Im Juli und August gibt es wieder je eine Heurigenwanderung,

jeweils in 2 Gruppen. Ich werde den Sommer aber nützen, mir

für den Herbst einige hoffentlich interessante Wanderungen zu

überlegen. Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer!

Trude Hlatky

Wanderungen des Senioren-Wanderclubs

Wanderungen jeweils am Mittwoch

„G“ verkürzte Wanderungen für Gemütliche

„GG“ ganz Gemütliche flache kurze Wanderungen, gemeinsames

Ende

„A“ Abfahrt „T“ Treffpunkt

„ME“ Mittagseinkehr „SE“ Schlusseinkehr

Schnuppergebühr € 3,- pro Wanderung

Kontakt:

Familie Hlatky, +43 1 480 51 62 oder +43 664 273 47 55

seniorenwanderclub@gebirgsverein.at

Mi. 21.06.17 Zu den Störchen

nach Marchegg

Mi. 28.06.17 Jochgrabenberg -

Pfalzberg

T: 7:50 Uhr Hbf. beim Löwen, A: 8:16 Uhr nach Marchegg

Gemeinsam mit „G“ und „GG“, ebene Wege, SE, Führung Günter Pichler

T: 9:20 Uhr Bhf. Hütteldorf, A: 9:35 Uhr nach Rekawinkel, „G“ T: 10:20 Uhr Bhf. Hütteldorf,

Abfahrt 10:35 Uhr nach Rekawinkel (ca.5,5km, 200 Hm), SE

Sa. 08.07.17 Bisamberg T: 14:00 Uhr Bhf.Floridsdorf, A: 14:17 Uhr nach Langenzersdorf

„G“ ca.5,5km 160 Hm, SE

Sa. 12.08.17

Mi. 06.09.17

Nach Neustift am

Walde

Nach

St.Christophen

T: 14:00 Uhr Endstelle Strb.43 Neuwaldegg

„G“ und „GG“ weiter mit Bus um 14:25 Uhr bis Rotes Kreuz (ca. 5km bergab), SE

T: 8:45 Uhr Bhf. Hütteldorf, Abfahrt: 9:00 Uhr nach Eichgraben, „G“ und „GG“ T: 9:20 Uhr

Bhf. Hütteldorf, A: 9:35 nach Ma.Anzbach, (ca.7km, 50Hm), „GG“ weiter bis Neulengbach

(ca.4km, eben), SE

€ 3,– WA170607

€ 3,– WA170608

€ 3,– WA170705

€ 3,– WA170802

€ 3,– WA170705

Seniorengruppe in Györ

24 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017


Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz | Gebirgsfreund

Wandern

Detailinfos für alle Touren unter www.gebirgsverein.at/buchungscode

Buchungscode oben eingeben

So. 18.06.17

So. 25.06.17

So. 25.06.17

Rappottenstein:

Ortsgruppe St. Pölten

Mürzzuschlag-Kampalpe-Spital

Ortsgruppe St. Pölten

Ruine Schrattenstein

von Grünbach

Am Bärentrail durch's Waldviertel

Mürzzuschlag-Kampalpe-Spital am

Semmering

12,4 km, 300 Hm, A: 8:37 Bhf Meidling

T: Kartenautomat 8:15

So. 25.06.17 Türnitzer Höger, 1372 m 6 h, 1050 Hm, A: 7:00 Hbf. Busbhf nach

Mariazell, Stöcke!

Sa. 01.07.17 Thayatal - Hardegger Warte 200 Hm, 5 h Ausweis A: Bhf. Meidling

7:45 Floridsdorf 8:11

So. 02.07.17 Stillensteinklamm

Ortsgruppe St. Pölten

So. 09.07.17 Knofeleben-Höllental

Ortsgruppe St. Pölten

So. 09.07.17

Mammutbäume und Stift

Göttweig

12 km, 640 Hm A: 8:10 Heiligenstadt

T: Kartenautomat 7:50

So. 23.07.17 Mamauwiese von Puchberg 14,5 km, 440 Hm, A: 8:37 Bhf Meidling

T: Kartenautomat 8:15

So. 20.08.17 Rax

Ortsgruppe St. Pölten

Sa. 26.08.17

Sa. 02.09.17

So. 10.09.17

Kulinarische Wanderung in

Donnerskirchen

Hoher Lindkogel von Bad

Vöslau

Sonnwendstein-Semmering

Ortsgruppe Neunkirchen

A: Bhf. Meidling 9:32 nach Mannersdorf,

250 Hm, 4 h

600 Hm, 5-6 h,

A: Bhf. Meidling 8:37 nach Bad Vöslau

Sa. 16.09.17 Myrafälle - Steinwandklamm 6 h, 300 Hm, Eintritt € 6,– ,

A: Bhf Meidling 7:05

Sa. 23.09.17

Sa. 07.10.17

Orientierung

Waldburgangerhütte über den

Saurüssel

Schöpfl, 893 m - höchster Gipfel

des Wienerwalds

Doris Rojs

+43 676/730 74 54

Anita Zwingl

+43 676/520 30 82

Team Wiener Melange

699/11464216 oder 699/15036437

Theres Frank

+43 650/3726584

Willi Linko

+43 676/5560567

Ulrike Schlatzer

+43 676/720 41 57

Anita Zwingl

+43 676/520 30 82

Team Wiener Melange

699/11464216 oder 699/15036437

Team Wiener Melange

699/11464216 oder 699/15036437

Anita Zwingl

+43 676/520 30 82

Willi Linko

+43 676/5560567

Willi Linko

+43 676/5560567

3 h, einfache Familienwanderung Christine Weninger

02635/62337, +43 676 6077623

Willi Linko

+43 676/5560567

4-5 h, 700 Hm, T: Bhf. Payerbach: 9:08 Renate Kleisch

+43 676/3699277, 28802/745006

600 Hm, 5 h, A: Bhf. Hütteldorf 8:15 Bus

nach Innermanzing

Willi Linko

+43 676/5560567

€ 3,– WA170604

€ 8,– WA170603

€ 6,– WA170701

€ 3,– WA170702

€ 3,– WA170703

€ 4,– WA170801

€ 4,– WA170901

€ 4,– WA170902

€ 6,– WA170903

€ 4,– WA171001

So. 25.06.17 Professionelle Orientierung Theorie und Praxis

der professionellen Orientierung

Klettern Alpin

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

€ 75,– OR170601

Do. 15.06.17 –

So. 18.06.17

Mi. 21.06.17

Fr. 23.06.17

Klettern im Toten Gebirge

Bergsteigergruppe/Forum Alpin

Kletterwochenende - für selbständige

Kletter/Kletterinnen

Mittwochs auf der Hohen Wand Schwierigkeitsgrad 3-4, Route nach

Wunsch

Peilstein

Bergsteigergruppe/Forum Alpin

Kletterabend ab 16:30 für selbständige

Kletter/Kletterinnen

Klaus Adler, +43 664 / 7309 7595

klaus.adler@gebirgsverein.at

Philipp Gruber

+43 650 755 75 77

Klaus Adler, +43 664 / 7309 7595

klaus.adler@gebirgsverein.at

Sa. 24.06.17 Rax-Höllental, Gratkamine, 5 Genussklettern im Großen Höllental Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Mo. 26.06.17 Schneeberg - Stadelwandgrat Der Top-Klassiker aller Gratwege. 2.-3.

Grad.

Alois Lackner

+43 699/12267574

Di. 27.06.17 Hohe Wand - Bergfreundesteig Top Plattenklettereien im 5. Grad. Alois Lackner

+43 699/12267574

Mi. 28.06.17

So. 17.09.17 –

So. 24.09.17

Mittwochs auf der Hohen Wand Schwierigkeitsgrad 3-4, Route nach

Wunsch

Dolomiten-Kletterwoche 2

Von Lienz aus Plaisierklettertouren im

3.-5.Grad genießen

Philipp Gruber

+43 650 755 75 77

Alois Lackner

+43 699/12267574

BG + FA

€ 35,– KT170607

BG + FA

€ 50,– KT170602

€ 35,– KT170603

€ 40,– KT170604

€ 35,– KT170608

€ 260,– KT170901

A Abfahrt, T Treffpunkt, Hm Höhenmeter, h Stunden

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 25


Gebirgsfreund | Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz

Klettersteig

Detailinfos für alle Touren unter www.gebirgsverein.at/buchungscode

Buchungscode oben eingeben

Sa. 08.07.17 –

So. 09.07.17

So. 30.07.17 –

Mo. 31.07.17

Sa. 12.08.17 –

So. 20.08.17

So. 17.09.17 –

Mo. 18.09.17

Hochtour

Königsjodler- Klettersteig, D

Zugspitze durch das

Höllental, C

Dolomiten, Klettersteige C-E

Watzmannüberschreitung

Schöne, anspruchsvolle Klettersteige

bis zur Schwierigkeit D

Sehr gute Kondition und Trittsicherheit

notwendig.

Einige der schönsten und längsten

Dolomitenklettersteige

Über Hocheck, Mittelspitz und Südspitze

ins Wimbachgries.

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Carsten Becker

casi@hochtourist.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Carsten Becker

casi@hochtourist.at

€ 100,– KS170702

€ 110,– KS170703

€ 590,– KS170801

€ 100,– KS170902

So. 18.06.17 –

Mo. 19.06.17

Dachsteinüberschreitung

Über die Adamekhütte zum fast 3000 m

hohen Dachsteingipfel

Carsten Becker

casi@hochtourist.at

€ 100,– HT170601

Fr. 01.09.17 –

So. 03.09.17

Ortler Normalweg auf den Ortler, Eis bis 45°,

Klettern bis 3

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

€ 250,– HT170901

Fr. 08.09.17 –

So. 10.09.17

Großglockner, Hohe Tauern Großglockner, via Stüdlgrat, Eis bis 45°,

Klettern bis 5

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

€ 300,– HT170902

Höhle

mehrere

Termine

Höhlen-Trekking-Abseil-

Schnupperkurs, Pernitz, NÖ

Kurs für Erw. , Gutensteiner Alpen, ~ 4 h

15.6. | 01.7. | 06.8. | 15.8. | 09.9. | 16.9.

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 39,– HO170

Mountainbike

Do. 22.06.17 –

So. 25.06.17

Sa. 01.07.17 –

So. 02.07.17

Sa. 15.07.17 –

So. 16.07.17

Mo. 17.07.17 –

So. 23.07.17

Sa. 05.08.17 –

So. 06.08.17

Mo. 07.08.17 –

Sa. 12.08.17

Sa. 26.08.17 –

So. 27.08.17

Sa. 02.09.17 –

So. 03.09.17

Canyoning

Singletrailtage Gardasee

Techniktraining

in Spital/Pyhrn

Wir organisieren ein Bikecamp nach

Ihren Wünschen!

Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Techniktraining für Trail- & Tourenfahren Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Wiener Hausberge Tourenzuckerl in Niederösterreich Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Ortler eXtrem

Techniktraining

in Spital/Pyhrn

Mont Blanc

Dachstein Alpin

Techniktraining

in Spital/Pyhrn

Entlang der Expert-Strecke

umrunden wir die Ortlergruppe.

Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Techniktraining für Trail- & Tourenfahren Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Wir umrunden den mit 4808 m

höchsten Berg der Alpen

Herrliche Panoramatouren im

Tourengebiet Ramsau/Schladming.

Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

Techniktraining für Trail- & Tourenfahren Wolfgang Neumüller

bikegruppe@gebirgsverein.at

€ 169,– MTB170603

€ 185,– MTB170701

€ 59,– MTB170702

€ 217,– MTB170703

€ 185,– MTB170801

€ 231,– MTB170802

€ 82,– MTB170803

€ 185,– MTB170901

Sa. 05.08.17 Canyoningtour

Mariazeller Land, NÖ

So. 06.08.17 Canyoningtour

Mariazeller Land, NÖ

2 Termine Canyoning im Socatal, 3 Tage

Grundkurs für Erwachsene

mehrere

Termine

mehrere

Termine

mehrere

Termine

Canyoning-Schnuppern 1/2 Tag

Attersee

Canyoning-Schnuppern 1/2 Tag

NÖ-Kalkalpen

Canyoning-Tageskurs

Salzkammergutseen

mittlere Schwierigkeit Rutschen,

Springen, Abseilen und Schwimmen

mittlere Schwierigkeit Rutschen, Springen,

Abseilen und Schwimmen

für sportliche Einsteiger,

Schwierigkeit: C3-4 15.8. | 18.8.

Kurs für Erw. Schwierigkeit: C2-3

16.6. | 18.6. | 15.7. | 22.7. | 05.8. | 02.9.

Kurs für Erw. Schwierigkeit: C2-3

01.7. | 15.8. | 09.9. | 16.9.

Kurs für Erw. Schwierigkeit: C3-4

17.6. | 16.7. | 23.7. | 06.8. | 03.9.

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Robert Winkler

+43 699/15272266

Robert Winkler

+43 699/15272266

Robert Winkler

+43 699/15272266

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 75,– CY170806

€ 75,– CY170807

€ 175,– CY170804

CY170805

€ 39,– CY170

€ 39,– CY170

€ 54,– CY170

26 | Gebirgsfreund | Nr. 2 / 2017

A Abfahrt, T Treffpunkt, Hm Höhenmeter, h Stunden


Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz | Gebirgsfreund

Bergtouren

Detailinfos für alle Touren unter www.gebirgsverein.at/buchungscode

Buchungscode oben eingeben

Do. 15.06.17 – Touren im Hochschwabgebiet

Sa. 17.06.17

So. 18.06.17 Tonion, Mürzsteger Alpen -

Stmk.

Sa. 24.06.17 –

So. 25.06.17

So. 25.06.17

Fr. 30.06.17 -

So. 02.07.17

Ötschergräben und Gemeindealpe

Ameisbühel-Schneealpe

Ortsgruppe Neunkirchen

Zirbitzkogel-Grebenzen

Ortsgruppe St. Pölten

Fölzstein, Karlhochkogel, Zeller Staritzen,

bis 7 h, 1200 Hm

Tonion, 1699 m. Gehzeit ca. 7 Stunden,

1000 Hm.

300 bzw. 900 Hm, je 4 h, Anreise, ÜN/

Vorderötscher

7 h, Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich

Sa. 01.07.17 Rauschkogel, 1720 m Bergtour auf unmarkierten Pfaden, 5 h,

700 Hm

Mo. 03.07.17 –

So. 09.07.17

Sa. 08.07.17 –

Sa. 15.07.17

Sa. 08.07.17 -

So. 09.07.17

Touren im Lungau/

Hintergöriach

Wanderwoche Tegernseer

Berge/D

Admonter Reichenstein

Ortsgruppe St. Pölten

Vom Standquartier in Kreuth, Aufstiege

bis 1200 Hm

So. 09.07.17 Herminensteig am Schneeberg T: 6:45 Bhf Meidling/Kassen, Trittsicherheit

Fr. 14.07.17 –

So. 16.07.17

Fr. 14.07.17 -

So. 16.07.17

Sa. 15.07.17

Klafferkessel T: Bhf Meidling/Kassen 8:20, A: 8:32,

Trittsicherheit

Sölktäler

Ortsgruppe St. Pölten

Auf den Hengst-Schneeberg

Ortsgruppe Neunkirchen

Adi Kasper

+43 664/1309816

Friedrich Adamek

Info: +43 664/53 20 956

Brigitte Himann, +43676/3603695

brigitte.himann@oebrd.at

Walter Pinkl

02620/3429

Franz Trapp

+43 676/336 30 58

Michael Geißler, +43 664/3977514

natourguide@aon.at

Reinhard Böhm -Raffay

+436641755589, reini.br@utanet.at

Robert und Ingrid Vondracek

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Dieter Holzweber

+43 664/313 94 68

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Elisabeth Marhold-Wallner

+43 650/410 11 14

5 h, Trittsicherheit erforderlich Franz Haiden

+43 650/2713827

So. 16.07.17 Schneeberg - Novembergrat 7 h, 1150 Hm, Abstieg nach Lust und

Laune

Sa. 22.07.17 -

So. 23.07.17

Sa. 05.08.17 –

Mo. 07.08.17

Sa. 12.08.17 –

Di. 15.08.17

Sa. 12.08.17 -

Di. 15.08.17

Fr. 25.08.17 –

So. 27.08.17

Sa. 26.08.17

Sa. 26.08.17 -

So. 27.08.17

Schobergruppe

Ortsgruppe St. Pölten

Hochkönig über Mitterfeldalm

Durchquerung Totes Gebirge

Gletschertour Stubaier Alpen

Ortsgruppe St. Pölten

Durchquerung Hagengebirge

Schneeberg-Novembergrat

Ortsgruppe Neunkirchen

Waldmarkweg

Ortsgruppe St. Pölten

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

notwendig

Auf einsamen, alpinen Pfaden

unterwegs

Auf einsamen, alpinen Pfaden

unterwegs

8 h, Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich

Waldmarkweg (4+5), Wienerbruck-Ötscher-Mitterbach

So. 27.08.17 Rax - Großes Wolfstal Vom Höllental wildromantisch auf die

Rax

Mo. 28.08.17 –

So. 03.09.17

Fr. 01.09.17 –

Di. 05.09.17

Sa. 02.09.17 –

So. 03.09.17

Mo. 11.09.17 –

Do. 14.09.17

Do. 14.09.17 –

So. 17.09.17

Fr. 15.09.17 –

So. 17.09.17

Einstiegs-3000er rund um

Sulden

Bergwandern im Bretsteintal

Großer Buchstein / Gesäuse

Schladminger Tauern/Krakau

Alta Via del Monte Baldo

Durchquerung Tennengebirge

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ,

VB: 25. Juli, 19 Uhr

Auf zum Teil weglosen Pfaden,

Anmeldeschluss 31. Juli

Trittsicherheit und gute Kondition notwendig,

lange Tour

Standquartier Krakauschatten,

bis 1060 Hm, 6,5 Stunden

Trittsicherheit u. Schwindelfreiheit

notwendig

Auf einsamen, alpinen Pfaden unterwegs

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Franz Braun

+43 664/144 88 54

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Dieter Holzweber

+43 664/313 94 68

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Sebastian Pongratz

+43 664/1947053

Gerhard Rosenberger

+43 664/883 225 62

Helmut Mucker, +43 664/8109116

helmut@mucker.at

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Reinhard Böhm -Raffay

+436641755589, reini.br@utanet.at

Brigitte Himann, +43676/3603695

brigitte.himann@oebrd.at

Theres Frank

+43 650/3726584

Kurt Givanni, +43 664/73129978

kurt.givanni@aon.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

€ 40,– BT170605

€ 12,– BT170607

€ 40,– BT170604

€ 15,– BT170705

€ 140,. BT170702

€ 220,– BT170701

€ 15,– BT170703

€ 55,– BT170704

€ 12,– BT170706

€ 75,– BT170803

€ 150,– BT170802

€ 125,– BT170801

€ 12,– BT170805

€ 235,– BT170804

€ 100,– BT170902

€ 50,– BT170906

€ 60,– BT170907

€ 110,– BT170908

€ 125,– BT170903

A Abfahrt, T Treffpunkt, Hm Höhenmeter, h Stunden

Nr. 2 / 2017 | Gebirgsfreund | 27


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