Gebirgsfreund Nr. 1/2021

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Eine unabhängige Vereinszeitschrift für Bergfreunde und Naturgenießer. Wir informieren mit einzigartigen Berichten und Aufnahmen und machen Lust auf Natur und das Erlebnis Berg. Vordergründig dabei sind immer die Themen Sicherheit und Naturbewusstsein.

Gebirgsfreund

*

Das Magazin des

Alpenverein-Gebirgsverein

Die Alleskönner-Hütten

Umweltgütesiegel

Neue Energien

für Natur- und Umweltschutz

Paraclimbing

meets Gebirgsverein

Österreichische Post AG / Sponsoring Post, GZ 02Z030518 S, BPA 1080 Wien

Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt: 1080 Wien, Retour Postfach 555, 1008 Wien 01

www.gebirgsverein.at

| 2021


Gebirgsfreund | Umwelt Inhalt & Naturschutz

Inhalt Nr. 1/2021

Editorial ............................................... 3

Kurzinfos .............................................. 4

Editorial, Gesichter des Ehrenamts ..................... 5

Paraclimbing meets Gebirgsverein, Seite 6 photo © www.sebastianfreiler.com

Thema

Paraclimbing meets Gebirgsverein ..................... 6

Es muss nicht immer Stuhleck sein . ...................10

Willi End - Der „Eiserne Willi“ . ....................12 – 13

Umwelt

Neue Energien für Natur- und Umweltschutz .......... 7

Die Alleskönner-Hütten: Umweltgütesiegel .........8 – 9

Berichte

Dunkle Wolken über der Südwiener Hütte ............11

Es muss nicht immer Stuhleck sein, Seite 10 © Manfred Brandfellner

Rubriken

Fachgruppen ....................................14 – 17

Tourenprogramm ................................18 – 20

Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein, ZVR-597 444 457

132. Jahrgang, Heft 1/4

Impressum: DER GEBIRGSFREUND – Das Magazin des Alpenverein-Gebirgsverein,

ÖAV Sektion Österreichischer Gebirgsverein

* Titel: „Der Gebirgsfreund“ , kurz Gebirgsfreund. Unsere Sektionsnachrichten sind historisch

entstanden. Aufgrund der Lesbarkeit verzichten wir im Titel auf eine gendergerechte Formulierung.

Angesprochen sind selbstredend alle Geschlechter. Gendergerechte Formulierung: Die Autor*innen

werden dazu angehalten, dort eine geschlechtsneutrale Sprache zu verwenden, wo es sinnvoll möglich

ist. Die Verwendung eines Binnen-I oder eines _ ist dort erwünscht, wo es den Lesefluss nicht wesentlich

negativ beeinflusst.

Dunkle Wolken über der Südwiener Hütte, Seite 11 © Luisa Millonig

Neue Energien für Natur- und Umweltschutz, Seite 7 © iStock-155244767

Titelbild: Andreas Onea beim Klettern photo © www.sebastianfreiler.com

Erscheinungstermine: 15. März, 15. Juni, 15. September, 15. Dezember

Redaktionsschlusstermine: 1. Februar, 1. Mai, 1. August, 1. November

Medieninhaber & Herausgeber: Alpenverein-Gebirgsverein, Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien,

Tel. 01/405 26 57, oeav@gebirgsverein.at,

www.gebirgsverein.at, Alpenverein.Gebirgsverein, instagram.com/gebirgsverein/

Redaktion & Gestaltung: Michael Hauke, redaktion@gebirgsverein.at

Redaktion-Richtlinien: www.gebirgsverein-services.at/downloads/gebirgsfreund/Richtlinien_Zeitschrift_Gebirgsfreund.pdf

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Archiv Gebirgsverein

Grundlegende Richtung: Unabhängige Zeitschrift für alpinsportliche Belange. Mitteilungen für

die Vereinsmitglieder laut Satzung. Die Ausarbeitung der beschriebenen Berg- und Kletterfahrten

erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen der Autoren. Haftungen für etwaige Unfälle und

Schäden können nicht übernommen werden. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H.,

Wienerstraße 80, A-3580 Horn

Papier: Umschlag: holzfrei matt 170g/m² (Magno satin)

Kern: holzfrei matt 80g/m² (Soramatt)

Druckverfahren: Bogenoffset/Rollenoffset

201920021

2 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Naturschutz Editorial | Gebirgsfreund

| Werte Gebirgsfreundin,

werter Gebirgsfreund,

mit der Ausgabe des vorliegenden Gebirgsfreundes

jähren sich zwei Jahrestage für

unseren Verein und unsere Gesellschaft.

Zum einen wurde vor einem Jahr ein neuer

Vorstand gewählt. Wir sind eine heterogene

Gruppe an engagierten Mitgliedern, die alle

mit ihren spezifischen Stärken neue Impulse

für unser Vereinsleben setzen konnten. Doch

die Herausforderungen, die uns in den vergangen

zwölf Monate tatsächlich erwarten

werden, konnten wir am Tag der Wahl noch

gar nicht erahnen. So sind vor einem Jahr

ebenso die ersten Fälle der Corona Virus Erkrankungen

in Österreich aufgetreten. Die

Pandemie hat seither unser gesellschaftliches

ebenso wie unser berufliches Leben völlig

auf den Kopf gestellt. Wir mussten viele

selbstverständliche Freiheiten mit beängstigender

Geschwindigkeit aufgeben. Noch

immer können wir heute nicht abschätzen,

wann wir unsere Normalität zurückgewinnen

werden. Als Vorstand hat uns die Bewältigung

dieser Herausforderung im Verein

gestärkt. Jede bzw. jeder hat seinen Teil

beigetragen und so ist uns erfreulicherweise

eine unvorhersehbare Bewährungsprobe

gelungen.

Klar scheint, dass wir weiterhin mit dem Risiko,

das von Covid-19 ausgeht, noch lange

leben müssen. Dies bedeutet gleichzeitig,

dass es nun gelingen muss, Wege zu finden,

mit bewusstem Blick auf Sicherheitsmaßnahmen,

Eigenverantwortung und Risikomanagement

einen regulären Alltag wieder

in Gang zu setzen. Als Bergsteiger_innen

sind wir gewohnt, am Grat zwischen Risiko

und Erlebnis zu navigieren. Diese Kompetenz

müssen wir mit den Werkzeugen

Tests, Abstand, Hygiene und Impfung in

unseren Alltag zu übertragen. In diesem Sinn

appellieren wir auch an die Politik, für die

derzeit weitere geschlossenen Lebensbereiche

neue Öffnungsstrategien zu evaluieren

und zuzulassen. Leider fehlt zum Zeitpunkt

der Drucklegung dieses Gebirgsfreundes

noch die Klarheit zum weiteren Fahrplan

– alle Informationen hinsichtlich Hütten,

Kursen, Führungen und Vereinsaktivitäten

erhält ihr über unsere Website sowie unsere

Newsletter.

Das vergangene Jahr hat uns positiv vor Augen

geführt, welche Bedeutung die alpinen

Vereine für uns alle haben. In Zeiten, in denen

die Reisefreiheit stark eingeschränkt ist,

sind Outdoorerlebnisse in den heimischen

Bergen eine der wenigen Ausgleichsventile

zum Lockdown. Als Alpenverein schaffen

wir die Infrastruktur und Angebote, den

alpinen Raum in Eigenverantwortung und

Sicherheit zu erleben. Wie wichtig nun klare

Perspektiven für Sport und Freizeit inklusive

Reisetätigkeit sind, zeigt sich in Ermangelung

von Alternativen am deutlich erhöhten

Andrang in den Wiener Hausbergen. Es

liegt dabei an uns, bei der Wahl der Reisemittel

und Tourenplanung auf die örtlichen

Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Unverständlich

daher, dass die Mitnahme von

Tourenski in einzelnen Regionalbusstrecken

vorerst unterbunden wurde – hier konnten

wir gemeinsam mit anderen erfolgreich

intervenieren und überzeugen.

Unser Dank für das vergangene Jahre gilt

allen Ehrenamtlichen, Mitarbeiter_innen

und Hüttenpächter_innen im Verein. Diese

haben ihr Bestes getan, um bei ständig veränderten

Voraussetzungen unsere Angebote

als Verein für die Allgemeinheit aufrecht zu

halten

Erfreulicherweise konnten wir viele

Vorhaben auch im vergangenen Ausnahmejahr

verwirklichen. Unser Großprojekt

Sanierung der Julius-Seitner-Hütte konnte

vorangetrieben werden. Im Vereinshaus

haben wir die Zeit genutzt, baupolizeilich

notwendige Umbauten durchzuführen. Im

Verein hat sich eine neue Naturschutzgruppe

formiert. Da passt gut dazu, dass wir 2020

für unser Hubertushaus das Umweltgütesiegel

erwirken konnten. Unser Einsatz hat sich

gelohnt, und es hat uns besonders gefreut,

dass wir als Gebirgsverein über 1.000 neue

Mitglieder konnten – das stärkste Wachstum

aller Wiener Sektionen und das drittstärkte

im gesamten Alpenverein.

Wir sind gemeinsam mit der Sektion Austria

jene Sektion mit den meisten Hütten.

Laufende Sanierungen und Umbauten lasten

immer auf unserem Budget. Vor diesem

Hintergrund haben wir gemeinsamen Diskussionsprozess

im Alpenverein angestoßen,

um neue Wege für einen fairen Lastenausgleich

zu finden. Um aus eigener Kraft auf

ungeplante Reparaturen und Investitionen

gewappnet zu sein, wollen wir zusätzlich

einen neuen Reparaturfonds einrichten. Mit

diesem sollen die laufenden Budgets entlastet

werden. An dieser Stelle bedanke ich

mich auch bei allen Spendern und Spenderinnen,

die uns vergangenes Jahr die Verwirklichung

unserer Projekteermöglicht haben.

Sorgenvoll blicken wir nach Salzburg, wo

in raschen Schritten das Auslaufen des

Pachtvertrages für die Südwiener Hütte

(2026) näher kommt. Wir müssten hier eine

behördlich angeordnete Abwasserentsorgung

ebenso wie einen kompletten Neubau

ins Auge fassen; derartige Investition können

wir nur tätigen, wenn wir eine langfristige

Bestandsicherheit für die nächsten Jahrzehnte

erhalten. Leider sind alle Bemühungen,

die Grundeigentümer zur Verlängerung

des Pachtvertrages im Sinne der Tourismusregion

zu überzeugen, gescheitert. So

stehen wir schweren Herzens vor dem wohl

unvermeidbaren Ausgang, diese seit gut 100

Jahren beliebte Ausflugshütte am Tauernhöhenweg

zu verlieren.

Auf einer positiven Note möchte ich auf

eine erfolgreiche Sanierung eines alpinen

Klassikers mit Bezug zum Gebirgsverein

verweisen: durch unsere Bergsteigergruppe

(BG) wurde 2020 im Dachsteingebirge

die Hochkesselkopf-Südwestkante unter

Beibehaltung des alpinen Charakters saniert.

Deren Erstgeher Hubert Peterka war selbst

Gründungsmitglied der BG und es freut uns,

dass sich nun auch nachfolgende Generationen

wieder an dessen Leistungen erfreuen

können. Danke dafür an Thomas Jekel,

Ulli Fechter und unserem Alpinreferenten

Andreas Ranet!

Ich wünschen einen guten Start ins Frühjahr,

schöne Touren und vor allem Gesundheit!

Philipp Graf

1. Vorsitzender

Nr. 1 / 2021 | Gebirgsfreund | 3


Gebirgsfreund | Umwelt Kurzinfos & Naturschutz

Kurzinfos

Der Gebirgsverein

Hütten-Fonds 2021

Für dringende Reparaturen

auf unseren Berghütten

Plötzlich brennt der Hut! Die Senkgrube

der Hütte ist undicht oder eine Toilette

defekt. Von einem Tag auf den anderen

wird eine Hütte behördlich solange

geschlossen, bis der Schaden behoben

ist. Solche unvorhergesehene Schäden an

unseren durchschnittlich 90 Jahre alten

Hütten sind für den Gebirgsverein ein

riesiges Problem. Unser Budget ist äußerst

knapp und Sanierungsprojekte sind Jahre

im Voraus geplant. Wenn man solche Gebrechen

sofort repariert, fehlt das Geld an

einer anderen Stelle. Darüber hinaus sind

die gesetzlichen Vorgaben für den Betrieb

einer Hütte in den letzten Jahren wesentlich

umfangreicher und strenger geworden.

Ohne laufende Modernisierung der

einzelnen Standorte müssten viele der Hütten

erst recht schließen. Doch eine Hütte

zu schließen, ist für den Gebirgsverein der

denkbar schlechteste Ausgang. Am liebsten

würden wir jeden Schaden sofort beheben.

Doch wie soll das funktionieren?

Eine Lösung muss her

So ist die Idee für den Hütten-Soforthilfe-

Fonds entstanden. Ein Notfall-Fonds, der

jährlich über 50.000 € verfügen sollte und

durch den eben solche dringenden Reparaturen

bezahlt werden könnten. Durch

dieses speziell für Notfälle reservierte

Budget, können wir plötzlich auftretende

Gebrechen möglichst rasch und unkompliziert

beheben. So ließe es sich auch

vermeiden, dass eine Hütte für längere

Zeit geschlossen werden muss.

Mit Teamarbeit ans Ziel.

Damit das möglich ist, sind wir dringend

auf Spenden angewiesen. So wie es

ist, kann es nicht bleiben – nur gemeinsam

können wir etwas an der Situation ändern.

Bitte, helft mit! Wenn jeder einen kleinen

Teil beiträgt, ist der Hütten-Fonds für

dieses Jahr gesichert. Ihre Spende fließt direkt

in die Einrichtung des Hütten-Fonds.

Mit einem Beitrag von z.B. 50 € sind wir

dem Ziel bereits ein gutes Stück näher. So

können wir gemeinsam dafür sorgen, dass

unsere Schutzhütten immer im bestmöglichen

Zustand sind und uns noch viele

Jahre lang erhalten bleiben.

Wenn alle mithelfen, packen wir das.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Spendenkonto:

Alpenverein-Gebirgsverein

AT67 1200 0100 2984 2811

Julius-Seitner-Hütte

Terrassenbetrieb

ab Frühjahr

Die Julius-Seitner-Hütte hat ab Frühjahr

wieder Terrassenbetrieb – noch keine

Nächtigungen möglich. Im Sommer 2021

Eröffnungsfeier und ab dann wieder Vollbetrieb

mit Nächtigungsmöglichkeiten.

Gebirgsfreund Ausgabe 2

Juni – September

Aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen,

vor die uns die Corona-Maßnahmen

stellen, erscheint der Gebirgsfreund

2/2021 (Juni) eventuell nur als

digitale Ausgabe. Sollten Sie die nächste

Ausgabe daher nicht spätestens am 15.

Juni in Ihrem Postkasten vorfinden, so

erhalten Sie sie per eMail und finden sie

auch auf www.gebirgsverein.at.

Öffnungszeiten

Servicestelle

Dezember | Jänner | Februar | März | April

Montag

08:00 – 18:30 Uhr

Dienstag bis Freitag 10:00 – 18:30 Uhr

Mai | Juni | Oktober | November

Montag bis Freitag 10:00 – 18:00 Uhr

Juli | August | September

Montag bis Freitag 10:00 – 17:00 Uhr

Bitte etwaige coronabedingte Abweichungen

beachten! www.gebirgsverein.at

Gutscheinhefte

für Neumitglieder

Gebirgsvereins-Neumitglieder

die ab dem 1. September 2020

beigetreten sind, erhalten

noch ein Gutscheinheft.

Gutscheine für Artikel aus der Servicestelle,

Ausrüstungsverleih, Kletterkurse,

Kurse der Alpinschule Peilstein, Health- &

Fitness-Kurse, Alpenvereins-Wanderkarte,

geführte Tagestouren, Nächtigung in einer

Gebirgsverein-Schutzhütte, Tageskarte der

Kletterhalle Marswiese, und vieles mehr!

Infos und Anforderung unter:

+43 1 405 26 57

oeav@gebirgsverein.at

4 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Naturschutz Editorial | Gebirgsfreund

| Editorial

Liebe Gebirgsfreundin,

lieber Gebirgsfreund,

rund 27.000 Mitglieder zählte

der Alpenverein-Gebirgsverein

am 31.12.2020. Das ist

der zweithöchste Wert in der

Geschichte unseres Vereins

seit 1890 und der höchste

seit 1931. Seit 1985 sind wir

damit um 18.000 Mitglieder gewachsen.

Alleine um über 1.000 im letzten Jahr.

Unter den sechs Wiener Zweigen des

ÖAV waren wir damit im letzten Jahr

Wachstumskaiser. Das macht mich sehr

stolz, denn gerade in Krisenzeiten wie

diesen ist das keine Selbstverständlichkeit.

Hier kommt uns zugute, dass

unsere Mitglieder im Vergleich zu

anderen Sektionen sehr loyal sind und

die Fluktuation vergleichsweise gering

ist. Vielen, vielen Dank dafür!

Nun starten wir mit einer gestärkten

Basis in ein neuerlich sehr schwieriges

Jahr. Der aktuelle Lockdown trifft uns

mitten ins Herz der Wintersaison, die

in normalen Jahren in allen Bereichen

– vom Verleih über die Alpinschule bis

hin zu den Hütten, die im Winter geöffnet

haben – unsere Hauptsaison ist. Die

Einnahmen brechen weg, die Ausgaben

bleiben. Um in Zukunft hier vor allem

bezüglich unserer zahlreichen Hütten

besser agieren zu können, möchte ich

daher einen Hüttenfonds für unvorhergesehene

Fälle etablieren, der uns Spielraum

bei plötzlich autretenden Ausgaben

verschafft. Diesen Fonds können

wir nur mit Hilfe unserer Mitglieder

schaffen. Ich möchte die Gelegenheit

nutzen, um Sie herzlich zu bitten: helfen

Sie beim Aufbau dieses Hüttenfonds

durch Ihre Spende mit!

Die solidarische Finanzierung

von Hütten ist aktuell auch

Thema im Österr. Alpenverein.

Dort sind wir in einem

Arbeitskreis vertreten, der sich

mit den Fragen der finanziellen

Zukunft von hüttenführenden

Sektionen beschäftigt. Warum

das Thema für uns wichtig ist,

zeigt ein Blick auf die Statistik.

Wir besitzen 15 förderbare Hütten (also

Hütten der Kategorie 1) und sind damit

der Zweig mit den zweitmeisten Hütten

dieser Kategorie im ÖAV. Es folgen auf

Platz 3 zwei Zweige mit 7 Hütten. Die

allermeisten Sektionen haben keine,

eine oder zwei Hütten und damit Großteils

ein weitaus besseres Verhältnis

von Mitgliedern zu Hütte als wir. Ohne

solidarische Umlage wird alpine Infrastruktur

in Zukunft nicht finanzierbar

sein. Ohne zusätzliche Spenden unserer

Mitglieder auch nicht.

Und so schließt sich der Kreis: ohne unsere

Mitglieder sind wir nichts. Sie sind

der Grund unseres Seins, Antrieb und

Motivation zugleich, um unserem vielleicht

wesentlichsten Vereinsziel nachkommen

zu können: der nachhaltigen

Bewahrung und Zurverfügungstellung

alpiner Infrastruktur für ein sicheres

Erleben der Alpen. Das machen wir seit

1890. Und daran wird uns Corona nicht

hindern.

Christian Schreiter

Vereinsmanager

Verabschiedung von Ehrenamtlichen

Wir bedanken uns bei...

PS: Corona-Maßnahmen. Bleiben Sie

über unsere stattfindenden Angebote

mit unserem Newsletter informiert.

http://bit.ly/newsletter-alpenverein

Ursula und Peter Breit als Hüttenwarte für das Wetterkoglerhaus ( 2020 – 2021 )

Danke

für Euren Einsatz

Gesichter des Ehrenamts

Oskar Münstermann

Wie fast jeder männliche österreichische

Bürger, stand ich nach dem

Abschluss der Matura vor der Wahl:

Wehr- oder Zivildienst. Ich entschied

mich letztendlich für eine etwas speziellere Variante –

das Freiwillige Umweltjahr. Dieses bietet Jugendlichen

ab 18 Jahren die Möglichkeit, 6-12 Monate in Einsatzstellen

im Umwelt-, Naturschutz- und Nachhaltigkeitsbereich

in ganz Österreich mitzuarbeiten. Es kann ab

einer Dauer von 10 Monaten als Zivildienst angerechnet

werden. Neben der Arbeit in der Einsatzstelle sind

6 Seminare (20 Tage) Teil des FUJs. Organisiert wird

es von der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP. Da ich

meine Kindheit mehrheitlich in der Region Gesäuse in

der Steiermark verbracht habe, hatte ich schon immer

ein gewisses Interesse zur Natur, welches mir auch sehr

ausgiebig vorgelebt wurde und worüber ich heute sehr

froh bin. Ich hatte nach meiner Matura im Stiftsgymnasium

Admont, bis auf, dass ich nach Wien wollte, noch

keine konkrete Vorstellung davon, in welche Richtung

es mich verschlagen würde. Also dachte ich mir, dass

es sicher einen Versuch wert ist, sich beim FUJ zu bewerben

und es gegebenenfalls als „Gap Year“ zu nutzen.

Da das Platzangebot von etwas mehr als 80 Stellen

begrenzt ist, war die Ungewissheit natürlich etwas größer,

eine Stelle zu bekommen. Nach einigen virtuellen

Bewerbungsgesprächen bei Einsatzstellen, stellte sich

der Alpenverein-Gebirgsverein als die zuversichtlichste

Stelle heraus, bei welcher ich letztendlich auch eine

Zusage bekommen habe. Ich hatte, vor allem über meinen

älteren Bruder, immer wieder Berührungspunkte

mit dem Alpenverein gehabt, und hatte mich deswegen

sehr gefreut, ab 1.11.20 bis Ende August 2021 aktiv in

der Sektion Gebirgsverein hauptamtlich mitarbeiten zu

dürfen. Ich hatte mich schon einmal in einem anderen

Verein eines Lehrers meiner damaligen Schule engagiert,

aber die Dimensionen des Gebirgsvereins wurden

mir erst nach knapp einem Monat richtig bewusst. In

der ersten Zeit tastete ich noch etwas im Dunkeln, da

ich erstens am Beginn eines Lockdowns in die Arbeit

starten sollte, und zweitens Abläufe und Strukturen

teilweise noch völliges Neuland für mich waren. Aber

ich ließ es auf mich zukommen und konnte in den

ersten zwei Monaten, trotz Corona, schon einige Dinge

mitnehmen. Um nur einige Dinge zu nennen: Ich erfuhr

unter anderem, wie die Mitgliederverwaltung, die

Abläufe im Verleih und in der Buchhaltung von statten

gehen und konnte mich bereits erfolgreich vielfach

einbringen. Für die zukünftigen Monate wünsche ich

mir unter anderem, dass ich einen wesentlichen Beitrag

zum neu gegründeten Naturschutzteam leisten kann

und viele weitere wertvolle Erfahrungen sammle!

Oskar Münstermann

Mitarbeiter „Freiwilliges Umweltjahr"

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 5


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Thema | Bericht & Naturschutz

photo © www.sebastianfreiler.com

Paraclimbing

meets Gebirgsverein

Anfang des Jahres hätte im Gebirgsverein

ein neuer Kletterkurs

starten sollen. Dies ist wegen des

Lockdowns leider nicht möglich gewesen.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Es ist ein etwas anderer Kletterkurs

und doch irgendwie gleich. Ein Paraclimbing-Kurs,

der auf der Marswiese

stattfindet, wird in das Kursprogramm der

Sektion eingegliedert.

Doch was ist Paraclimbing eigentlich?

Nach dem Motto „Jede/r kann klettern“ ist

es das Ziel, dass wirklich JEDE/R teilnehmen

kann, ganz egal welche körperlichen,

mentalen oder anderen Beeinträchtigungen

die Person hat.

Ich erinnere mich noch gut an unseren

ersten Workshop auf der Marswiese im

Herbst 2016. Oh, waren Babsi und ich

nervös ob und wie viele Leute kommen

werden. Und dann der große (nicht erwartete)

Erfolg: Über 50 Teilnehmer/innen,

ORF-Präsenz, super Stimmung und tolle

sportliche Leistungen. Das hat uns motiviert

und nach einer kurzen Planungsphase

haben gleich im darauffolgenden März

jene Paraclimbingkurse in Wien gestartet.

Der Kurs, der immer noch auf der

Marswiese stattfinden wird, wird vom

Gebirgsverein übernommen. - danke sehr!

- wodurch der Kurs noch professioneller

organisiert und mit dem großen Rückhalt

eines Vereins durchgeführt werden kann.

Zwei weitere Kurse gibt es in der Sektion

Austria:

• Paraclimbing/Integration: Hier lernen

Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen

zusammen Klettern

• und einen Gehörlosenkurs.

Mit dieser Anzahl an Kursen (und Teilnehmer/innen)

liegt Wien im österreichischen

Vergleich gut im Rennen.

Viel hat sich in den letzten Jahren im

Bereich Paraclimbing getan:

• Workshops und Kurse wurden in ganz

Österreich geplant und durchgeführt

• Wettkämpfe entstanden regional, national

und international

• Paraclimbing wurde fixer Unterrichtbestandteil

bei Instruktorenausbildungen

• ab 2021 gibt es von der Alpenvereins

Akademie einen eigenen INKLetternPlus-Übungsleiter,

bei welchem

auch Menschen mit Beeinträchtigungen

teilnehmen können. Das „INKL“ steht

für Inklusion.

Und wir aus Wien sind fleißig mit dabei.

Unsere Wettkampfkletterer/innen kann

man zwar noch an einer Hand abzählen,

aber auch daran arbeiten wir.

Aber zurück zum Kletterkurs: Es ist immer

eine Überraschung wer sich anmeldet,

doch bis jetzt waren es immer lustige,

bunt zusammengewürfelte Gruppen:

junge und nicht so junge Leute, alle Arten

von Beeinträchtigungen, Anfänger und

Fortgeschrittene. Ja, es stimmt schon: für

die Trainer/innen ist das eine gewisse

Herausforderung. Doch die sind zum

Glück ein eingespieltes Team! Außerdem

ist das Verhältnis von Teilnehmer/innen

zu Trainer/innen geringer als bei anderen

Kursen sowie die Einheiten länger.

Dadurch ergibt sich genug Zeit um alles

ruhig angehen und auf jede/n Teilnehmer/

in individuell einzugehen zu können.

6 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Naturschutz Umwelt | Gebirgsfreund

| iStock-155244767

Neue Energien

für Natur- und

Umweltschutz

Oft werde ich gefragt, warum Menschen

mit Beeinträchtigung klettern gehen

wollen und mit welchem Ziel sie das tun.

Eine Teilnehmerin vom Kurs antwortete

da mit einer Gegenfrage: Mit welchen

Ziel gehst denn du klettern? Und siehe

da: beide gehen aus den selben Gründen

klettern: Mit dem Ziel nach oben zu kommen,

sich selbst beweisen zu können, das

Freiheitsgefühl zu erleben, die Gedanken

frei zu bekommen. Eben all jene Gründe

warum wir alle das Klettern so lieben.

Wie, mit welcher Hilfe und wie weit man

hinaufkommt ist dabei doch wirklich

nebensächlich.

In diesem Sinne freuen wir uns schon auf

den nächsten Kursstart – so Corona uns

lässt!

Alexandra Gauster

photo © www.sebastianfreiler.com

Barbara Bräuer, Alexandra Gauster

photo © www.sebastianfreiler.com

Spendemöglichkeit

Du willst das Projekt unterstützen?

AT06 1200 0100 1230 4951

Verwendungszweck: Paraclimbing

Eine neu gegründete Fachgruppe im Gebirgsverein startet mit

großer Motivation ihre Aktivitäten.

Natur- und Umweltschutz sind

untrennbar mit dem Alpenverein

verbunden und seit dem Jahr

1927 in den Statuten des Alpenvereins

verankert. Ein rühriges Team für Raumplanung

und Naturschutz im Hauptverein

vertritt diese Themen hauptberuflich.

In den verschiedenen Sektionen sind es

entweder ehrenamtliche Naturschutz-Referent

_ innen oder Verantwortliche aus

anderen Arbeitsbereichen, die Aufgaben

übernehmen, spezifische Aktionen umsetzen

und auch entwickeln. Im Gebirgsverein

war bis jetzt Letzteres der Fall.

Ehrenamtsreferent Günter Sigl erkannte

2020 die Notwendigkeit und das Potenzial

zur Erweiterung der Aktivitäten und regte

erfolgreich an, ein Ehrenamt Naturschutz

im Gebirgsverein zu gründen. Offensichtlich

war die Zeit mehr als reif, denn das

Echo auf den Aufruf im Gebirgsfreund

2/2020, sich bei Interesse zu melden,

übertraf alle Erwartungen und führte zur

Bildung einer Fachgruppe.

Ab sofort füllen Thomas Felber, Michaela

Hochmayr, Anna Karall, Stefan Nozar,

Julia Schleinzer und Gabriele Schwarz die

Natur- und Umweltschutzaktivitäten des

Gebirgsvereins mit frischer Energie und

neuen Ideen. Die Aktivist_innen kommen

aus vielfältigen und bunten Bereichen

(z.B. IT, Ökologie, Maschinenbau, Übersetzerin,

etc.). Während seines freiwilligen

Umweltjahres unterstützt Oskar Münstermann

die Gruppe.

Leider bremste Corona die Startphase.

Trotzdem konnten aus dem Brainstorming

bei herbstlichen Kennenlerntreffen

in Lockdown-freien Zeiten und bei digitalen

Meetings eine ordentliche Menge

an Ideen gesammelt werden. Die ersten

werden schon umgesetzt. So wird der

Gebirgsfreund regelmäßig mit Artikeln zu

Natur- und Umweltschutz versorgt (siehe

Artikel Umweltgütesiegel) und der Social

Media-Input verstärkt. Wenn es Corona

zulässt, soll es gemeinsam mit Mitgliedern

Ende Mai zu Müllsammelaktionen

kommen. Weitere Aktionen werden

folgen und das Team freut sich auf reges

Interesse!

Anna Karall

Kontakt zur Gruppe:

naturschutz@gebirgsverein.at

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 7


Lilienfelder Hütte ©Archiv Gebirgsverein

Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Umwelt | Bericht & Naturschutz

Hubertushaus ©Robert Vondracek

Die Alleskönner-Hütten

Umweltgütesiegel

Für Schutzhütten, die nicht nur dem Gast, sondern auch der Natur

wohltun: das Umweltgütesiegel des Alpenvereins

Wie können wir dafür sorgen,

dass unsere Schutzhäuser die

sensible Bergwelt so wenig

wie möglich belasten? Dafür gibt es eine

Messlatte: das Umweltgütesiegel des

Alpenverein (Anm. d. Red. im Artikel

abgekürzt "UGS"). Seit 1994 wird es an

Hütten verliehen, die in Ausstattung und

Bewirtschaftung weitgehend dem Grundsatz

der Nachhaltigkeit entsprechen. Ein

umfangreicher Anforderungskatalog

deckt alle Bereiche ab, die dafür wichtig

sind: Energieerzeugung aus erneuerbaren

Quellen (Ausnahme: Flüssiggas, vor

allem zum Kochen), Abwasserbehandlung,

Abfallreduktion, ökologische Reinigungsmittel,

Angebot an regionalen und

vegetarischen Speisen, Lärmvermeidung.

Darüber hinaus wird auch der CO2-Ausstoß

betrachtet, den der Transport für die

Hüttenversorgung verursacht. Auch die

Umgebung der Hütte soll sauber, naturbelassen

und artenreich bleiben.

Basis für die Verleihung des Gütesiegels

sind die so genannten Muss-Kriterien, die

für nachhaltiges Wirtschaften unbedingt

erforderlich sind. Dazu kommen für jeden

Bereich Soll-Kriterien, die nach Punkten

bewertet werden (etwa Auftragsvergabe

an regionale Firmen, Nutzung von

Regenwasser, Biolebensmittel, Information

der Gäste über Landschaft und

Naturerhaltungsmaßnahmen, usw.). Um

das Umweltgütesiegel zu erhalten, muss

eine AV-Hütte mindestens 25 Punkte aus

diesen Zusatzinitiativen erreichen.

Der Kriterienkatalog wird regelmäßig an

den aktuellen Stand der Umwelttechnik

angepasst. Das Gütesiegel wird befristet

verliehen, zunächst für die Dauer von fünf

Jahren. Bei besonderen Ereignissen wie

z.B. einem Pächterwechsel wird neuerlich

überprüft. Von den insgesamt 230 Hütten

des Alpenvereins in Österreich führen

zurzeit 60, also etwas mehr als ein Viertel,

das Umweltsiegel. Ziel ist die Umstellung

sämtlicher Schutzhütten auf nachhaltigen

Betrieb.

Im Alpenverein-Gebirgsverein sind es bisher

drei Hütten, die mit dem Siegel ausgezeichnet

wurden: die Schwarzenberghütte

im Salzburger Teil des Nationalparks

Hohe Tauern in der Glocknergruppe, die

Gloggnitzer Hütte in der Rax-Schneeberg-Gruppe

(NÖ) und die Lilienfelder

Hütte in den Gutensteiner Alpen (NÖ).

Weitere Hütten sollen im Jahresrhythmus

folgen, bis alle auf nachhaltiges Wirtschaften

umgestellt sind.

Mit Leben erfüllt wird ein umweltgerecht

ausgestattetes Schutzhaus durch das tägliche

Engagement der Wirt*innen und des

Hüttenteams. Für sie bedeutet das ökologische

Wirtschaften einen Mehraufwand

an Zeit und Organisation. Gemeinsam

mit ihnen kümmern sich die Hüttenwarte

laufend um die Einhaltung der Kriterien.

Und die Gäste? Können eine gemütliche

Hütte mit rundherum gutem Öko-Gewissen

genießen.

Den Umweltschutzgedanken leben

Im Gespräch mit Christian Schreiter,

Manager des Gebirgsvereins, über das

Hütten-Umweltgütesiegel

Alle Schutzhütten, die der Alpenverein-Gebirgsverein

betreut, sollen

schrittweise auf nachhaltiges Wirtschaften

umgestellt werden und das

Umweltgütesiegel erhalten. Welche

Kriterien entscheiden über die Reihenfolge?

8 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Naturschutz Umwelt | Gebirgsfreund

| Schwarzenberghütte ©Archiv Gebirgsverein

Gloggnitzer Hütte ©Christian Handl

Christian: Über die Reihenfolge bestimmt

hauptsächlich ein Parameter, nämlich

schlicht der, ob eine Hütte die Umweltgütesiegeltauglichkeit

erreicht hat, oder

nicht. Wir haben das Pech, dass in den

Jahren vor 2015 sehr wenig in unsere

Hütten investiert wurde und daher ein

großer und kostenintensiver Rückstau

bezüglich Sanierungen und Reparaturen

vorliegt. Für unseren Plan, jedes Jahr

mit einer Hütte den Audit zum UGS zu

schaffen, ist dies aber gut, denn alle Sanierungsmaßnahmen

die wir setzen, setzen

wir mit dem Blick auf umweltfreundliche

Hütten. Schritt für Schritt erlangen so

unsere Hütten sozusagen automatisch die

UGS-Tauglichkeit.

Ein wesentlicher Faktor sind dabei selbstverständlich

auch unsere Pächter*innen

und Hüttenbewarter*innen, denn ein

großer Teil des UGS-Audits betrifft ja

die umweltschonende und nachhaltige

Bewirtschaftung einer Hütte. Diesen Teil

schafft man also nur, wenn der Wirt oder

die Wirtin den Umweltschutzgedanken

wirklich lebt. Ich behaupte, dass dies bei

allen unseren Wirt*innen der Fall ist.

Das freut mich sehr, ist aber auch kein

Wunder, denn eine ressourcenschonende

Bewirtschaftung liegt ja in der Regel auch

im Interesse der Bewirtschafter*innen.

Welche GV-Hütte ist die nächste Anwärterin

auf das Umweltgütesiegel?

Christian: Bereits geschafft hat den Audit

das Hubertushaus auf der Hohen Wand.

Es hat 2020 das Gütesiegel nur nicht

bekommen, weil die Hauptversammlung

des ÖAV, wo es verliehen wird, abgesagt

wurde. Aber heuer ist es soweit und wir

freuen uns schon sehr darauf! Im Falle des

Hubertushauses finde ich besonders schön,

dass unsere Wirte Andrea und Jochen das

Thema Nachhaltigkeit und Diversität

besonders schön leben - inklusive Honigprodukten

aus der eigenen Imkerei.

Wie wirkt sich die Umstellung auf

die Betriebskosten eines

Schutzhauses aus?

Christian: In der Regel neutral bis sehr

positiv. Je nach Projekt, das umgesetzt

wird. Am Habsburghaus auf der Rax zum

Beispiel wurde die Photovoltaikanlage so

ausgebaut, dass damit bei Schönwetter

auch die Materialseilbahn betrieben werden

kann. Das erspart eine Menge Diesel.

Um das aktuelle Beispiel Hubertushaus

zu nennen: hier mussten zum Erwerb des

UGS unter anderem Münzduschen eingebaut

werden, da die vorhandenen Duschen

ansonsten zu viel Wasser verbrauchen

würden. Nun wird nicht nur weniger

Wasser verbraucht, was sich wirtschaftlich

auswirkt, sondern dieses zahlt sich auch

noch selbst. Und die Abwasserentsorgung

ist auch noch günstiger, einfach, weil weniger

Abwasser anfällt. Diesbezüglich gibt

es viele Beispiele.

Was ist die größte Herausforderung

bei der Umstellung einer Schutzhütte

auf Nachhaltigkeit?

Christian: Die Projektkosten, die vorerst

mehr Eigenleistung bzw. Investitionskapital

erfordern. Eine Biokläranlage, so wie

sie nun zum Beispiel auf der Julius-Seitner-Hütte

verbaut wird, kostet zunächst

eine Stange Geld. Allerdings sind auch

die staatlichen Förderungen für solche

Maßnahmen höher als sonst, muss man

fairer Weise sagen. Das und unsere vielen

Spender*innen machen es überhaupt erst

möglich, unsere Hütten entsprechend zu

sanieren. Anders wäre das nicht vorstellbar.

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass

viele der ressourcenschonenden Technologien,

die eingesetzt werden, einen hohen

Komplexitätsgrad haben. Unsere Hütten

sind keine Bauten im Flachland, sondern

werden in vielen Bereichen als autonome

Insellösungen betrieben. Unsere Pächter*innen

und Hüttenwarte sind daher

mittlerweile zu einem guten Teil auch

Technologieexperten bezüglich Insellösungen.

Sie sind da Gott sei Dank sehr

innovativ. So werden Blockheizkraftwerke

aus der Ferne überwacht und viele der

involvierten Personen sind mittlerweile

wahre Photovoltaikexperten.

Gabriele Schwarz

Infobox

Ausgezeichnete Gebirgsvereinshütten

mit dem Umweltgütesiegel:

• Hubertushaus 2020 (coronabedingt

erst 2021 verliehen)

• Lilienfelder Hütte 2019

• Gloggnitzer Hütte 2018

• Schwarzenberghütte 2014

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 9


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Thema | Bericht & Naturschutz

„Es muss nicht

immer Stuhleck sein“

Skitouren Fischbacher Alpen

©Manfred Brandfellner

Wer diesen Winter mit Tourenskiern

auf das Stuhleck gehen

wollte, konnte manchmal

durchaus ins Staunen kommen. Für die

„klassische Route“ über den Kaltenbachgraben

etwa brauchte man zeitweilig eine

„genau Planung“, wo, wann und ob man

überhaupt als TourengeherIn bei den

Stuhleckliften parken durfte, ob ohne oder

mit Parkgebühr und manchmal gab es

sogar saftige Strafen. Die Gemüter waren

jedenfalls erhitzt und es wurde nicht nur

in den sozialen Medien heftig diskutiert.

Machte man sich stattdessen auf den

Weg zum Pfaffensattel, um von dort

zum Stuhleck aufzusteigen, musste man

früh dran sein. Wer nach 9 Uhr ankam,

hatte meist keine Chance mehr auf einen

freien Parkplatz. Selbst an Wochentagen

musste man Glück haben, obwohl die

Straßenmeisterei nach Neuschneefällen

einige ganz neue Möglichkeiten zum

Abstellen von Fahrzeugen frei räumte. „Na

gut, dann fahren wir eben weiter Richtung

Rettenegg und gehen von dort los“,

dachten sich wohl manche. Aber auch dort

dasselbe Bild, dutzende parkten Autos

rund um den Forellenhof. Ein neuer, großer

Parkplatz wurde geschaffen und ein

eigener Parkordner nahm seine Tätigkeit

auf. Es waren Bilder, die man bisher nur

vom Andrang zu großen Skigebieten

kannte. Skitourengehen boomt und erlebt

besonders durch Corona einen weiteren,

kräftigen Schub.

Interessant ist es, in diesem Zusammenhang

historisch weit zurück zu schauen.

Bereits vor über 120 Jahren, in den 1890er

Jahren, gab es einen ersten Skiboom rund

um Mürzzuschlag und das Stuhleck. 1892

wurde das Stuhleck erstmalig mit Skiern

bestiegen, bald darauf wurden in Mürzzuschlag

erste Skivereine gegründet, das erste

Skirennen in Mitteleuropa organisiert,

1894 bereits eine Wintersportausstellung

abgehalten und bald nach der Jahrhundertwende

sogar Sonderzüge der Südbahn

für SkitouristInnen nach Mürzzuschlag

geführt. Sehr anschaulich dokumentiert

ist diese frühe Zeit des Skitourismus im

Wintersportmuseum Mürzzuschlag.

Auf der Seite der Bergrettung Mürzzuschlag

http://bit.ly/bergrettung-geschichte

findet man eine historische Skitourenkarte,

die zwar nicht mehr den heutigen

Gegebenheiten entspricht, aber doch über

die Fülle an Touren staunen lässt, die

darin zu finden sind. Viele der verzeichneten

Routen sind so heute nicht mehr

begehbar, Wege und Bewuchs haben sich

verändert und so manche Route wird auch

wegen der geringen Steilheit die heutigen

Erwartungen nicht mehr erfüllen.

Dennoch bieten diese historischen Skitourenkarten

eine Reihe von Anregungen, zu

versuchen, alte Routen in aktuelle analoge

oder digitale Karten zu übertragen, um

längst vergessene Skitouren neu zu beleben.

So waren wir etwa an einem Sonntag

im Jänner 2021 die einzigen TourengeherInnen,

die von Rettenegg auf den Pretul

aufstiegen und von dort auf das Geiereck

weitergingen. Belohnt wurden wir mit

einer wunderschönen, einsamen und

unverspurten Pulverschneeabfahrt über

die Retteneggalm nach Süden. Auch von

der Nordseite gibt es eine Reihe schöner

Alternativen zum Stuhleck. Neben dem

Unteren -und Oberen Moschkogel bietet

das Grazer Stuhleck über die Schwarzriegelalm

schöne Abfahrtsvarianten. Wer

gerne eher aufstiegsorientiert unterwegs

ist, dem wird die lange, einsame Route

von Steinhaus über das Hocheck auf das

Stuhleck wahrscheinlich sehr gefallen.

Wer kaum bekannte oder neue Routen

sucht, sollte sich allerdings ganz besonders

bewusst sein, dass man dabei Lebensräume

von Mensch und Tier berührt

oder betritt, die weniger an SkitouristInnen

gewöhnt sind. Sensibilität ist daher

gefragt. AnrainerInnen bitten, ob man

parken darf, vielleicht sogar eine kleine

Gebühr anbieten, um eine Atmosphäre

von gegenseitiger Wertschätzung zu

begünstigen. Besonders mit Bedacht sollte

man dabei auch seine Aufstiegs- und

Abfahrtsrouten anlegen, um Wildtiere

nicht aufzuschrecken und Jungwald nicht

zu beschädigen. Rücksichtsvoller Umgang

miteinander und mit der Natur ist beim

Begehen und Befahren wenig bekannter

Routen besonders wichtig, um uns die

alpine Wegefreiheit berechtigt und dauerhaft

zu erhalten.

Manfred Brandfellner

10 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Naturschutz Bericht | Gebirgsfreund

| Südwiener Hütte ©Luisa Millonig

Dunkle Wolken über der

Südwiener Hütte

Es war einmal eine „Alte Lady“ die nannten sie die Südwiener Hütte.

Sie war seit 92 Jahren in den Radstädter Tauern auf 1802 m Seehöhe

zu Hause. Umgeben von einer herrlichen Landschaft und immer

wieder besucht von Leuten die an dieser Umgebung ihre Freude

hatten. Auch wussten die Besucher das kulinarische Angebot der

„Alten Lady“ nach einem für manchen Besucher anstrengenden Aufstieg

zu schätzen. Die Vorfreude auf eine rasante Abfahrt kompensierte

jedoch all die Anstrengungen. Zur Sicherheit noch ein kleines

Schnapserl und los ging`s!

Wie bei älteren Herrschaften durchaus üblich,

zwickte es die Lady mal da und dort.

Mal mehr und mal weniger. Jedes Mal

kamen die Männer und Frauen aus dem

Tal und haben ihr wieder auf die Beine geholfen.

So war es auch diesmal wieder geplant

gewesen. Nur waren die Symptome

ernster, sodass die zuständige Behörde zu

Rate gezogen wurde. Die niederschmetternde

Diagnose: Die Abwasserentsorgung

entsprach nicht mehr den behördlichen

Auflagen! Da wurde es ganz still bei der

„Alten Lady“ und all den Leuten, die sie

bisher umsorgt und gepflegt hatten. Was

tun? Wie könnten wir sie wieder auf die

Beine bringen? Alles Fragen, die die Männer

und Frauen, alles Freunde der „Alten

Lady“, versuchten zu beantworten. Eine

Lösung musste einfach gefunden werden.

Nach vielen Beratungen und Gesprächen

mit Spezialisten, ergaben sich 2

Möglichkeiten. Der Bau einer biologischen

Kläranlage vor Ort oder das Graben

eines Kanals bis ins Tal. Als sie der „Alten

Lady“ die Kosten dafür mitteilten, wurde

diese noch blasser im Gesicht. „250.000,-

oder 600.000,- Euro? „Wo soll ich denn

das Geld hernehmen“, fragte sie? „Mach

dir keine Sorgen“, sagten all ihre Freunde

aus dem ganzen Land. „Darum kümmern

wir uns schon“. Und wussten aber auch,

dass dies nicht so einfach werden würde.

So könnte eine Geschichte über das Ach

und Weh unserer Südwiener Hütte beginnen.

Und es gäbe viele Möglichkeiten,

wie diese Geschichte fortgesetzt werden

könnte. Aber um ehrlich zu sein: uns fehlt

dahingehend ein bisschen die Phantasie.

Fakt ist: die „Alte Lady“ braucht eine behördlich

genehmigte Abwasserentsorgung

und dies ist eine Investition, die wir ausschließlich

dann tätigen können, wenn wir

wissen, dass dieses Schutzhaus noch sehr

weit über 2026 hinaus in unserem Besitz

ist. Und dies liegt leider nicht in unserer

Macht, da der Grundpachtvertrag mit

der ansässigen Almgemeinschaft, der seit

100 Jahren bestand, ausläuft. Seinerzeit

erfolgte die Verpachtung zu einem einmaligen

Betrag, was 1926 sicher opportun

war, aber aus heutiger Sicht natürlich ein

schlechter Deal für die Nachfahren der

damaligen Mitglieder der Almgemeinschaft.

Eine Tatsache, die Verhandlungen

um eine Weiterpacht des Grundes sehr

schwierig machen.

Wir stehen als Verein zum Standort der

Südwiener Hütte und wissen um ihre

touristische Wichtigkeit. Daher verhandeln

wir auch seit geraumer Zeit mit der

Almgenossenschaft über einen Pachtvertrag

für die nächsten 70 Jahre. Da wir an

der Hütte in den kommenden Jahren nicht

nur die Abwasserversorgung erneuern

müssen, sondern eigentlich ein Neubau

des Hauses aufgrund Unsanierbarkeit

anstünde, sind 70 Jahre Grundpacht der

einzig für uns sinnvolle Horizont, da

sich die Investitionen ansonsten niemals

amortisieren. Leider blieben die Verhandlungen

bisher ergebnislos. Auch was die

monatliche Pachthöhe betrifft. Wir haben

alle Karten dazu auf den Tisch gelegt und

warten nun seit geraumer Zeit auf für uns

leistbare Vorschläge der Almgemeinschaft.

Sollten diese nicht bis zur behördlichen

Sperre aufgrund der fehlenden Kläranlage

eintreffen, können wir nichts Anderes tun,

als die Hütte zu sperren. Es wird wohl

eine Sperre für immer sein. Das macht

und traurig und ratlos zugleich.

Ob dieses Märchen doch noch ein happy

end erhält, steht derzeit in den Sternen.

Redaktion

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 11


Gebirgsfreund | Umwelt Editorial | Thema | Bericht & Naturschutz

Willi End

Der „Eiserne Willi“

Willi End – der „Eiserne Willi“ wäre heuer 100 Jahre alt geworden.

Rückschau auf ein bemerkenswertes Leben von Bruno Klausbruckner.

Viele Jahre haben ihm nicht gefehlt,

das Alter von 100 Jahren zu

erreichen. Geboren am 20. März

1921, starb er im Alter von 93 Jahren am

11. Dezember 2013. Man sagt, dass die

grösste Kunst beim Bergsteigen ist, dabei

alt zu werden. Und dass man auch sehr

viel Glück dabei haben muss. Willi hatte

das große Können und dazu sicherlich

auch das Glück des Tüchtigen.

Frühe Erinnerungen an

Erlebnisse mit Willi End

Ich durfte ihn schon in jungen Jahren

erleben, als er meinen drei Jahre älteren

Bruder und mich mitnahm zu einer Führungstour

in die Zillertaler. Es war Anfang

Juli 1957, ich war damals 12 Jahre alt. Wir

hatten von der Berliner Hütte aus den

Großen Mörchner erstiegen und anschließend

in einer Gletscherspalte Eisklettern

geübt. Dann wird das Wetter schlecht.

Willi wechselt mit uns das Gebiet, weil das

Wetter beim Großglockner besser zu sein

schien. Bei Jenbach übernachten wir in

einem Heustadel. Am nächsten Tag weiter

mit dem Zug nach Zell/See, mit dem Bus

zur Franz Josephs–Höhe, dort an um 17

Uhr, dann Aufstieg zur Adlersruhe, wo

wir um 22 Uhr ankommen. Erreichen

am nächsten Tag bei herrlichem Wetter

den Gipfel des Großglockners. An diesem

Tag fotografiert Willi nicht nur die Bilder

unserer Tour, sondern auch das Bild des

Stüdlgrates, das ein Pause-Buch ziert. Am

Gipfeltag steigen wir wieder ab zur Franz

Josephs–Höhe, fahren mit dem Bus nach

Zell/See und mit dem Nachtzug nach

Wien. So lernte ich den „Eisernen“ ein

wenig besser kennen, den ich immmer

nur als zweiten Sekretär des Gebirgsverein

kannte, als Pendant zu der zweiten

Größe des Gebirgsverein, zu Hubert

Peterka. Ich kann mich noch gut an die

Zeit erinnern, wie schwierig es war, einen

der Beiden in der Gebirgsverein–Kanzlei

in ein Gespräch zu verwickeln, gelang es

doch, dann konnte die Zeit verfliegen,

denn, wenn Hubert oder Willi in Fahrt

kamen, wenn sie aus dem Allerheiligsten,

in dem sie arbeiteten, herauskamen, dann

erzählten sie viele Erlebnisse und Einzelheiten

aus Kletterrouten, die sie immer

auf Lager hatten. 1961 konnte ich eine

Woche lang im Rahmen eines Kurses mit

Hubert Peterka im Kaunergrat–Gebiet

klettern, wodurch das Treffen mit den

Beiden später sozusagen ein Treffen von

Bergkameraden war, auch wenn ich alpin

vergleichsweise ein sehr kleines Licht war.

In den vielen Jahren haben sich unsere

Wege immer wieder gekreuzt. Willis Wege

waren vor allem die Berge der Heimat,

die er wie seine Westentasche kannte,

meine Wege führten mehr in die Berge

der Welt. Aber bei den Bergsteigertreffen,

in der Goferhütte, bei Weihnachtsfeiern,

im Alpenklub, trafen wir immer wieder

zusammen und es war immer eine große

Freude, einander zu begegnen. Als Willi

schon über die Siebzig war, war es ein

steter Plan, gemeinsam die Nordwestkante

des Großen Ödstein zu klettern.

Mit Hermi Kroyer, seiner späteren Frau,

hatte er eine frühe Begehung der Kante

durchgeführt. Es sollte leider nicht mehr

dazu kommen.

Willi End – sein Weg

Verheiratet mit Hermi, 2 Kinder. Nach

Volks-und Hauptschule tätig bei der

Österreichischen Klassenlotterie Prokopp,

zuletzt als selbständiger Kontorist.

Einberufung zum Arbeitsdienst, bis er ab

August 1940 bis 1945 als Gebirgsjäger an

der Front ist. Aus der britischen Gefangenschaft

wird er im März 1946 entlassen.

Am 1.10.1947 wird er vom Gebirgsverein

aufgenommen. Seit 1930 ist Peterka in

der Kanzlei des Gebirgsverein schon tätig,

Willi kommt als Verstärkung zu ihm. Es

wird ein alpin überaus fruchtbares Duo.

Ab 1964, als der 13 Jahre ältere Peterka

in Pension geht, übernimmt Willi End die

Führung der Kanzlei des Gebirgsvereins.

Den Gebirgsverein kennt er durch und

durch, er hat sich immer mit dem Geschick

des Gebirgsverein identifiziert.

Schon mit 14 Jahren war er dem Gebirgsverein

beigetreten, wurde mit 18 Jahren

in die Bergsteigergruppe aufgenommen

und gleichzeitig Mitglied des „Alpiner

Rettungsausschuß Wien“, der späteren

Bergrettung.

Willi End als Bergsteiger, Kletterer, Führerautor,

Schriftleiter des Gebirgsverein,

Fotograf, Chronist, Grafiker und Vieles

mehr. Die Leistungen von Willi End sind

eigentlich in einem einzigen Leben gar

nicht möglich. Man geht heute davon

aus, dass Willi als Bergsteiger, Kletterer

und Schitourist mehr als 10.000 Touren

unternommen hat und in den Ost- und

Westalpen einige tausend Gipfel erstiegen

hat. Dazu kommen etwa 100 Erstbegehungen

bis zu den höchsten Schwierig-

12 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Waldläuferbande

Familien mit 0 bis 13-jährigen

Kindern

keiten und zahllose niedrige Begehungen

aller Schwierigkeitsgrade.

Bei fast allen dieser Unternehmen hat er

die großformatige Kameraausrüstung

bei sich, die allein schon den Rucksack

füllte. Über 60.000 Aufnahmen, fast

alle schwarz/weiß, füllte sein Archiv,

das heute noch einen Schatz darstellt.

Etwa 7.000 dieser Aufnahmen wurden

bereits veröffentlicht in Führerwerken,

Zeitschriften und vielen Alpinbüchern,

besonders bekannt wurden die Bilder in

den Pause-Büchern. Seit 1950 führt er

die „Chronik der Erstbegehungen in den

Ostalpen“ in der ÖAZ, anfangs gemeinsam

mit Peterka, später allein.

Den „Gebirgsfreund“ als Schriftleiter

übernimmt Willi End ab 1964 bis 1982,

davor hatte diese Funktion ab 1949 bis

1964 Hubert Peterka. Ab 1983 übernimmt

Erich Schuller bis 2003 die Schriftleitung,

danach Robert Vondracek bis 2011, dann

Philipp Gruber bis 2012 von ihm übernimmt

Michael Hauke bis heute.

Willi End bereicherte den „Gebirgsverein“

immer wieder mit Bildern und Tourenvorschlägen.

Von 1990 bis 2008 gestaltete Willi End

den Gebirgsvereinskalender, der bis heute

ein gesuchtes Werk ist, akribisch gestaltet

im Stil seiner berühmt gewordenen

Gesäuse- und Dachstein-Führer.

Willi End war gläubig. Das Vorwort in seinem

Gesäuseführer weist darauf hin. „In

Gottes Hand ist, was unten in der Erde ist

und die Höhen der Berge sind auch sein.

Psalm 94.4“. Der frühe Tod seines Sohnes

Markus mag seinen Glauben verstärkt

haben, andere würden ihn dadurch möglicherweise

verloren haben.

Oft war er unterwegs am Berg mit Pater

Norbert Stigler, einem besonders netten

BG–Kameraden, der auch die Beerdigung

von Willi als Priester begleitete, 2020 aber

selbst durch Absturz ums Leben kam.

Ehrungen

Träger der Päpstlichen Verdienstmedaille

Benemerenti

2001: Ehrenmitglied der Bergsteigergruppe

des Gebirgsverein, der er zeitlebens eng

verbunden war.

2001: Ehrenmitglied des Österreichischen

Alpenklubs.

Bruno Klausbruckner

Fotos: © Bruno Klausbruckner

Die Führerwerke

Die Führer über das Gesäuse und den

Dachstein (Ost und West) waren die

Hauptwerke von Willi End. Dazu kam

der Führer über die Glockner- und

-Granatspitzgruppe. Durch die enge

Kooperation mit dem kongenialen Hubert

Peterka wurden nach dessen Tod

im Jahr 1976, viele der Führer Peterkas

von Willi End übernommen und ergänzt.

Dazu gehören: Lienzer Dolomiten,

Venedigergruppe, Glockner-Granatspitz-und

Vendedigergruppe und

besonders das berühmt gewordene

Werk: Wiener Hausberge

Ich hoffe, es geht euch gut. Ich versuche

mit meinen Kindern so gut es geht die

Natur zu genießen. Marlies und Jannis

haben angefangen sich ein Lager zu

bauen und eine Brücke über einen Bach

gemacht. Hin und wieder haben wir Zeit

für Wanderungen. Am Bild waren wir

bei der Burg in Greifenstein. Ich hoffe,

ihr nutzt die Natur für die eine oder andere

Unternehmung. Wenn die Termine

stattfinden können, freue ich mich, euch

zu dort wieder zu sehen!

18.04.21 Radtour

15.05. - Vogelbeobachten, Zelten am

16.05.21 Zicksee

Kontakt:

Maria, Fabian, Marcel und Marisol

+43 650 890 15 38

waldlaeuferbande@gebirgsverein.at

Burg Greifenstein

@Maria Schimpf

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 13


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Bergsteigergruppe

Aufbruchsstimmung in tristen Zeiten

Die Bergsteigergruppe des Gebirgsvereins steht seit 1927 für eine

Tradition des gemeinsamen, führerlosen Bergsteigens an kleinen,

großen und ganz großen Bergen. Von Meeresniveau bis über

8000m haben sich ihre Mitglieder bewegt, in unterschiedlichsten

Alpindisziplinen, aber immer mit dem Anspruch, sich selbst ein

bisschen zu fordern und sowohl auf individueller als auch auf

kollektiver Ebene etwas Neues zu machen. Diese Grundideen sind

nach wie vor gültig, und sie sind regelmäßig neu zu interpretieren.

Fast drei Jahrzehnte lang hat Harry Grün die BG geleitet und mit

seiner Persönlichkeit, seinem Humor und seiner Expertise geprägt

und Akzente in verschiedenste Richtungen gesetzt. Die Erstbesteigung

des 7.350 m hohen Karun-Koh in Pakistan im Jahr 1984

war sein alpines Meisterstück, zahlreiche weitere Expeditionen

ins Karakorum folgten; mit dem Umbau des BG-Raumes hat er

ein angenehmes Club-Ambiente für gesellige Treffen in Post-Corona-Zeiten

geschaffen, ideal geeignet, um Pläne für künftige Expeditionen

und andere Projekte zu schmieden. Nun hat sich Harry

entschieden, die Leitung abzugeben und sich in den verdienten

BG-(Un-)ruhestand zurückzuziehen.

Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung im Jänner wurde

ein kollegiales Team gewählt, welches die Bergsteigergruppe in

den nächsten drei Jahren leiten wird, bestehend aus Matthias

Hutter, Ulli Fechter und Thomas Jekel. Matthias wird im ersten

Jahr den Vorsitz innehaben, Ulli und Thomas in den beiden Folgejahren.

Das Team ist hoch motiviert, Anlass zur Freude geben vier Neuzugänge

zur Bergsteigergruppe, die den Altersschnitt senken und

das Leistungsniveau anheben werden.

Mit einer Kombination aus bewährten und neuen Ideen soll die

Bergsteigergruppe innerhalb und außerhalb des Gebirgsvereins

sichtbarer und attraktiver gemacht werden. Ein gutes Beispiel mit

diesbezüglich hohem Symbolgehalt war die behutsame Sanierung

einer klassischen Kletterroute der BG-Altvorderen Hubert

Peterka und Fritz Proksch aus dem Jahr 1946, die im vergangenen

Sommer von Ulli Fechter, Thomas Jekel und Andreas Ranet

(Alpinreferent des Vereins) durchgeführt worden ist.

Mit der Organisation eines International Climbers meetings am

Peilstein möchten wir im Frühjahr neue Zielgruppen ansprechen

und zu gemeinsamen Unternehmungen einladen (siehe Programmspalte

und Seite 17). Und schon jetzt träumen wir vom

Rosengarten…. (siehe Programm)

Forum Alpin

Die Klettersaison beginnt bald wieder.

Die heurige Skitourensaison

hat zum Glück auch bei uns

am Ostrand der Alpen ganz gut

begonnen. Das Wechselgebiet und

die Fischbacher Alpen haben bei

den starken Schneefällen in den

Südalpen noch genügend Schnee

bekommen, und auch in den

Türnitzer Alpen lag bald halbwegs

ausreichend Schnee zum Skifahren

auf freien Hängen. Nachdem

Gasthäuser und Pensionen

komplett geschlossen sind, waren

die bekannteren Skitouren häufig

sehr stark frequentiert. Was vielfach

zu Problemen an den Ausgangspunkten führte, weil es zu wenige

Parkplätze gab. Eine aus meiner Sicht positive Lösung wurde auf der

beliebten Hochwinterskitour auf den Turntaler Kogel, ein westlicher

Nachbargipfel der Veitsch, gefunden. Sämtliche Parkplätze in

Greith sind mit Ketten und Schranken abgesperrt, es gibt dort keine

Parkmöglichkeiten mehr, nur für Anrainer die einen Schlüssel haben.

Dafür gibt es einen Parkplatz am Beginn des Tales und einen Taxidienst

aus Turnau. Ja, den muss man natürlich vorher bestellen, aber

wir haben nur eine Viertelstunde warten müssen. Diese Regelung

könnte doch auch für andere Gebiete ein Vorbild sein? Zum Beispiel

in der Wander- und Klettersaison im Höllental, wo ja an schönen

Wochenenden auch schon alles verparkt ist?

Wenn ihr dieses Heft in der Hand habt, beginnt auch schon wieder

die Klettersaison. Zumindest in den niederösterreichischen Voralpen,

wo es ja neben der Hohen Wand und dem Peilstein noch so viele

andere Klettergärten gibt. Im letzten Frühjahr konnten wir – den

Ausgangsbeschränkungen sei Dank – einmal ausgiebig eine ganze

Menge Klettergärten in Niederösterreich neu kennenlernen. Sowohl

sehr versteckte Felsen als auch Felswände, die man von Weitem

schon sehen kann. Es waren eine Menge wirklich lohnender Seillängen

dabei!

Nebenstehend findet ihr wieder unser Programm für die nächsten

Monate.

Klaus Adler

Engelsberg in den Fischauer Bergen © Klaus Adler

Schlüssellochspitze in der Buckligen Welt

© Klaus Adler

Matthias, Ulli und Thomas

14 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Gemeinschaftsprogramm

der Bergsteigergruppe und des Forum Alpin

Alle Mittwoch-Termine finden – sofern es die Corona-Regeln

dann zulassen – ab 18:30 Uhr im 4.Stock vom Gebirgsvereinshaus

statt. Ob eine Kroatien-Fahrt zu Ostern bereits möglich sein wird,

ist noch ungewiss, bei den Outdoor-Aktivitäten in Niederösterreich

gehen wir aber davon aus, dass sie durchführbar sein werden.

Mi., 17.03.21

Sa.,27.03.21 –

Sa.,03.04.21

Mi., 14.04.21

Mi., 28.04.21

Mi., 19.05.21

Do.,03.06.21 –

So.,06.06.21

Fr.,18.06.21 –

So.,20.06.21

Fr., 25.06.21

Sa.17.07.21 –

Sa.24.07.21

BG-Heimabend im Gebirgsvereinshaus

Klettern, Bohren, Wandern – in Baška auf

der Insel Krk, Frühjahrs-Kletterwoche auf

der kroatischen Adria-Insel

BG-Heimabend im Gebirgsvereinshaus

Kletterabend auf den Gießwänden

oberhalb von Gießhübl

Kletterabend in der Badener Kletterschule

am Beginn des Helenentals

Frühjahrs-Kletterwochenende

International Climbers

Meeting am Peilstein

Sonnwendfeier am Peilstein

Sommerkletterwoche

Rosengartengruppe in den Dolomiten mit

Stützpunkt in der Gardecciahütte.

Kontakt:

Klaus Adler, +43 664 / 7309 7595 | klaus.adler@gebirgsverein.at

Matthias Hutter (+43 664 / 537 0064 | matthias.hutter@aon.at )

Ulli Fechter (+43 676 / 941 0047 | ulli@tschi.net )

Thomas Jekel (+43 664 / 917 3680 | thomas.jekel@gmx.at )

https://www.gebirgsverein-services.at/Web_FA/

Fachgruppe GEO

Statt auf Santorin und Naxos waren 18 TeilnehmerInnen von 12.

– 16.10.2020 in der Steirischen Krakau beim Schallerwirt. Bestens

verpflegt und betreut von Joseph verbrachten wir bei schönem

Herbst- und kühlem Winterwetter interessante Wandertage. Trotz der

strengen, oder vielleicht sogar wegen der doch beruhigenden Corona-Regeln

fühlten wir uns wohl und wagten sogar ein wenig Gesang

und Jodeln mit Joseph. Den Besuch am 24.11.2020 im Photoinstitut

Bonartes „Blitzlicht in der Unterwelt“ mussten wir coronabedingt

leider absagen. Die Wanderung im Dez. 2020 zu Kletterfelsen im Kalk

im Süden von Wien (Mizzi Langer Wand und Lutterwand) verschieben

wir um ein Jahr, um im Anschluss dann den Christkindlmarkt in

Perchtoldsdorf besuchen zu können.

Sa., 27. 03.2021: Sieveringer Steinbruch Einladung vom Biosphärenpark

Wienerwald zu einem Pflegeeinsatz, bei dem man natürlich auch

die Geologie betrachten kann, aber auch arbeiten sollte (Arbeitshandschuhe,

Astschere mitnehmen!). Ecke Gspöttgraben/Sieveringerst.,

1190 Wien; 39A, Station Sievering. Infos: office@bpww.at

Do., 15. 04.2021: Helenental und Schwechatfenster

Einfache, aber längere Wanderung.

Mai 2021: Santorin & Naxos Von Mai 2020 auf Okt. 2020 und dann

auf Mai 2021 verschoben; die vorgemerkten Teilnehmer/innen werden

umgehend informiert, sobald die Reisebedingungen bekannt sind.

Mo., 14. – Fr., 18.06.2021: 28th International Karstological School

„Classical Karst: Regional karstology - Local and general aspects“ in

Postojna/Adelsberg, Slowenien. Infos: http://iks.zrc-sazu.si

Vorschauen sind derzeit schwierig; und ich will nicht wieder meine

Zeit statt mit Planen mit Verschieben und Absagen verbringen. Wir

werden die Möglichkeiten mit Vorsicht und Verstand nützen und ich

werden z.T. auch kurzfristig per E-Mail zu Exkursionen einladen.

Fachgruppe Geo 20 Jahre!

Aber zwei Termine sind fix: Die Fachgruppe Geo feiert ihr 20-jähriges

Bestehen, am 18.10.2001 gab es den ersten Geo-Vortrag im Gebirgsverein

und am 25.11.2001 die erste Exkursion im Flysch-Wienerwald.

Seither waren wir ein- und mehrtägig im In- und Ausland fast

unfallfrei unterwegs, haben zwischen dem Weinviertel und den Hohen

Tauern viele Gipfel bestiegen, besonders gerne tätige Vulkane zwischen

Kamtschatka, den Liparischen Inseln und Island besucht, haben

aber auch kulturelle Inhalte nicht gescheut und Reisen nach Rumänien,

in die Ukraine, nach Albanien oder in die Mongolei unternommen. Es

gab mehr als 200 Veranstaltungen (Exkursionen, Museumsbesuche,

Vorträge etc.) und mehr als 700 Tage im Gelände.Danke, dass so viele

von Euch immer wieder mit mir unterwegs waren!

Es waren schöne Tage!

Alle Teilnehmer/innen bitte ich die Zeit des Lockdowns zu nützen und

ihre Fotos zu sichten – wir wollen im Herbst uns gemeinsam an die

Geo-Höhepunkte erinnern. Außerdem bitte ich Euch mir per E-Mail

ulrike.pistotnik@gmail.com mitzuteilen, an welche Geo-Touren ihr

gerne denkt; vielleicht können wir manches wiederholen.

Gerhard’s Wanderungen: Angepasst an die Corona-Verordnungen

ist eine Wanderung Ende April geplant. Infos gibt es Ende März per

E-Mail. Bei Interesse bitte bei Gerhard anmelden: Tel. 0664 23 30 261.

Die Geo-Exkursionen sind keine Führungstouren, daher wird auch

kein Führungsbeitrag eingehoben, die Teilnehmer gehen eigenverantwortlich!

Kontakt:

Uli Pistotnik, +43 676 72 36 536

geogruppe@gebirgsverein.at

Nr. 1 /2021 | Gebirgsfreund | 15


Gebirgsfreund | Umwelt Fachgruppen & Naturschutz

Enzian unterwegs

Bergsteigen in Zeiten von Corona

Fast in jedem Spätherbst stellt sich verlässlich immer wieder eine

über mehrere Tage dauernde Inversionswetterlage ein. Kühl-feuchter

Nebelniesel über den Niederungen, darüber etwa ab 1000 Meter,

wolkenloser Himmel, milde Temperatur, Windstille. Die kitschigen

Bergbilder mit dem intensiv blauen Himmel entstehen in dieser Zeit.

Anno Corona war es Mitte November auch so weit. Grad am

Übergang vom weichen zum harten Lockdown. Die Furcht vor

einer Ausgangssperre drängte hinauf in den Sonnenschein. Auch

viele, die sich ansonst die Berge von unten besehen. Wer wollte

das verübeln, so kurz vor drohendem Torschluss. Ganz brav war

ich „ohne Sozialkontakt“ schon zeitig allein unterwegs, auf einer

ausgefallenen Route überdies. Im Werbesprech der Touristiker mit

Hang zu blumiger Übertreibung wäre der Karreralmsteig durch die

Raxenmäuer die „Direkte Südwand der Heukuppe“. Ist aber eher

ein Schrofenanstieg mit Kletterpassagen und einer kurzen Stelle im

Schwierigkeitsgrad 3. Trotz Markierungen ist er aus gutem Grund

eine Tour für Freunde abwegigen Geländes und entsprechend wenig

frequentiert. Mir gefiel der Karreralmsteig (das ist jetzt ausdrücklich

keine Empfehlung) und ich erreichte hochgestimmt das Gefallenendenkmal.

Großes Picknick im trockenen Almgras war dort angesagt,

die Hütten schon seit Wochen geschlossen. Die plappernden Runden

von Nebelflüchtlingen lebten bestimmt jeweils im gemeinsamen

Haushalt, ich zweifle nicht. Weit war der Ausblick. Gegen Süden und

Westen staffelten sich die Bergzüge über dem Nebelmeer bis zum

fern dunstigen Horizont. Vielleicht verbotenes Land in Kürze. Darüber

ein Hauch von Wehmut, Endlichkeit und Abschied. Ist zwar in

jedem späten Herbst so, doch diesmal setzte die Pandemie noch eins

drauf und machte auch die Hartgesottenen melancholisch. Der große

Ansturm auf die Rax begegnete mir dann am Altenberger Steig. Wie

gut, dass die Heukuppe so viel Platz bietet. Das ansonst gewohnte

Grüßen war diesmal gedownlockt. Wohl zu gefährlich, so ganz

unmaskiert. Vereinzelte unvorsichtige Hallo-dris trotzten aber gleich

mir der neuen Unsitte. Die Auffahrt von Kapellen zum geschlossenen

Gasthof Moassa war mit Schranken gesperrt. Davor parkte entlang

der Straße eine unabsehbare Autokolonne, angereist aus mehreren

Bundesländern. Ein Paar, seinem Vehikel eben entstiegen, erkundigte

sich bei mir, wie lange sie wohl bis zum Gipfel brauchen würden. Ein

kühnes und verwegen-ambitioniertes Vorhaben, nachmittags im November.

Es schmeichelt mir ja ungemein, wenn ich von Unbedarften

für eine vertrauenswürdige Auskunftsperson gehalten werde. Also

machte ich auf fachkundig und erklärte, dass sie es bis Sonnenuntergang

gerade noch schaffen könnten. Das Daunen-Biwakzeug für eine

arg kalte Nacht dürften sie aber keinesfalls im Auto lassen.

Corleo

Programm März 2021 – Juni 2021

So., 21.03.21

Di., 30.03.21

Do.,08.04.21

So.,11.04.21

Di.,13.04.21

Mi.,14.04.21

So.,18.04.21

Mo.,26.04.21

Di.,04.05.21

Mi.,05.05.21

Di.,11.05.21

Do.,13.05.21

So.,30.05.21

Fr.,04.06.21

Mi.,09.06.21

Mo.,14.06.21

Mi.,16.06.21

Schützen im Gebirge,

Wanderung mit Leo Cornelson

Schöpfl, Wanderung mit Helmut Wanek

Kaiserbrunnberg von Preßbaum

Wanderung mit Grete Merstik

Hinterbrühler Rundwanderweg

Wanderung mit Leo Cornelson

Wandern und Trekking im Kaukasus

Bildervortrag von Martina Hausann

Lorenzi-Pechkogel

Wanderung mit Helmut Wanek

Römerweg um den Oberleisberg

MTB-Tour mit Gert Petraschek

Helenental

Radtour mit Robert Kripta

Wandern in Osttirol

Bildervortrag von Gerti Krenn

Anklettern Stadelwandgrat

Gaisstein

Wanderung mit Helmut Wanek

Sierningtalstrecke

MTB-Tour mit Gert Petraschek

Höfleiner Themenweg

Wanderung mit Leo Cornelson

Kaiserkogel von Eschenau

Wanderung mit Grete Merstik

Mödlinger Klettersteig

Nachmittagstour mit Gert Petraschek

Kampstein von St. Corona

Wanderung mit Grete Merstik

Höllfall und Lohnbachfall

Wanderung mit Helmut Wanek

Unsere Organisatoren begleiten die Teilnehmer, es sind aber

keine Führungstouren, jeder Teilnehmer geht eigenverantwortlich.

Kontakt:

+43 664/180 35 22 oder +43 650/879 41 06

enzian@gebirgsverein.at

http://enzian.gebirgsverein.at

© Enzian unterwegs

© Enzian unterwegs

16 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021

© Leo Cornelson


Umwelt & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Seniorenwanderclub

Liebe Wanderclubler und Innen!

Ich sitze ratlos vor meinem Computer, weil ich nicht weiß was

ich euch schreiben soll. Zu Redaktionsschluss ist noch der strenge

Lockdown. Die Gasthäuser werden wahrscheinlich noch bis

Ende März geschlossen haben, welche dann aber auch wirklich

wieder aufsperren, ist fraglich. Viele werden diese Einschränkungen

finanziell nicht überleben. Wir müssen daher immer eine

Jause und genügend zu trinken mithaben, weil wir uns auf die

Gastronomie nicht verlassen können. In welcher Gruppenstärke

und ab wann wir wieder gemeinsam wandern können, ist auch

noch nicht festgelegt, eine Anmeldung ist daher unbedingt notwendig.

Wie es wirklich weitergehen wird, schreibe ich euch per

E-Mail. Unser Führungsteam hat sich aber wieder viele teilweise

ganz neue Wanderungen einfallen lassen, wofür ich mich herzlich

bedanken will.

Ich habe vor, auch heuer wieder im Juli und August Wanderungen

anzubieten, damit unser Gruppenleben nicht ganz zum

Stillstand kommt.

Ich hoffe, ihr seid gesund und noch nicht in Depressionen verfallen,

wie ihr wisst, die Hoffnung auf ein wieder einigermaßen

normales Leben besteht!

Trude

© Bärbel Huber

Wie Trude schon schreibt, es ist wahrlich schwierig unsere

Touren zu planen. Wie im letzten Gebirgsfreund bereits angekündigt,

habe ich vom 23. bis 30. Mai 2021 eine Reise nach Ischia,

mit Besuch der Insel Capri und der Amalfiküste, gemeinsam

mit dem Reisebüro im Alpenverein „Welt-bewegend“, geplant.

Eine ähnliche Reise habe ich mit 17 Senior*Innen im Sept. 2019

durchgeführt. Mit dem Geologen Aniello Di Iorio ist die spannende

Wanderwoche wie im Flug vergangen und hat allen sehr

gut gefallen. Bei Interesse an der Ischiareise schicke ich Euch gerne

das Detailprogramm zu. Bleibt weiterhin gesund, wir freuen

uns auf unsere baldigen gemeinsamen Wanderungen

Bärbel

Wanderungen des Seniorenwanderclubs

Anmeldung erforderlich. Immer Jause und genügend Getränk

mitnehmen, da nicht sicher ist ob die Gasthäuser geöffnet haben!

Kontakt:

Gertrude Hlatky, +43 1 480 51 62 oder +43 664 273 47 55

Bärbel Huber, +43 664 31 61 700

seniorenwanderclub@gebirgsverein.at

Mi. 17.03.21 Kaltenleutgeben – Sulz T: 9:10 Uhr Bhf.Liesing, A: 9:25 Uhr nach Kaltenleutgeben Gemeindeamt

gemeinsam mit „G“ (ca. 7,4 km, 290 Hm) SE in Sulz beim Stockerwirt.

Mi. 24.03.21 Hängender Stein T: 10:10 Uhr S 45 Hernals, weiter mit Bus um 10:25 Uhr nach Steinriegl,

gemeinsam mit „G“ (ca.9 km, 100 Hm)SE in Königstetten

Mi. 31.03.21 Laab im Walde –

Kalksburg

Mi. 07.04.21 Stammersdorf –

Hagenbrunn

Mi. 14.04.21 Blumenwanderung

Hackelsberg

T. 8:50 Uhr Bhf. Liesing, A: 9:13 Uhr nach Laab, gemeinsam mit „G“ (ca.7km

leichte Hügellandschaft), SE

T: 10:00 Uhr Endstelle Strb.31 Stammersdorf

Wanderung je nach Wetter über den Bisamberg oder im Tal, SE

T: 9:00 Uhr Hbf. A: 9:15 Uhr nach Jois

gemeinsam mit „G“ (ca. 7 km, 100 Hm)ME in Winden, ev. zurück nach Jois

So. 21.04.21 Flatzer Wand T: 8:20 Uhr Bhf Meidling, A: 8:37 Uhr nach Flatz (ER-Ticket ab Bad Vöslau)

„G“ Unter der Wand zum geschlossenen Neunkirchnerhaus ( 8,6 km, 300 Hm)

SE in Ternitz

Mi. 28.04.21 Durch den Kreutwald T: 8:10 Uhr Bhf. Floridsdorf, A: 8:35 Uhr nach Niederkreuzstetten

gemeinsam mit „G“ (ca. 11 km, 130 Hm)SE in Unterolberdorf

Mi. 05.05.21

Mi. 12.05.21

Kritzendorf – Redlingerhütte

– Kierling

Semmering

Bahnwanderweg

T: 8:50 Uhr Bhf. Heiligenstadt, A: 9:15 Uhr nach Kritzendorf

gemeinsam mit „G“ (ca. 8 km, 370 Hm), ME in der Redlinger Hütte

T: 8:15 Uhr Bhf. Meidling. A: 8:37 Uhr nach Semmering (Er-Ticket ab Bad Vöslau),

(ca.10 km, 400 Hm, kürzere Variante für „G“)

Hans Ziegler

Irmela Rehm

Bärbel Huber

Getrude Hlatky

Irmela Rehm

Hans Ziegler

Bärbel Huber

Lorenz Klatzl

Getrude Hlatky

Bärbel Huber

WA201107

WA201201

WA201202

WA210104

WA210105

WA210106

WA210107

WA210108

WA210204

Mi. 19.05.21 Allander Arabeske T: 7:50 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:07 Uhr nach Mödling, weiter mit Bus nach Grub Hans Ziegler WA210205

Feuerwehr, gemeinsam mit „G“ (ca. 9 km, 220 Hm), SE in Alland beim GH Buchfink

Mi. 26.05.21 Augustiner Hütte T: 8:45 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:07 Uhr nach Mödling, weiter mit Bus nach Hanni Gloser WA210206

Mayerling„G“ mit Zug bis Baden, durchs Helenental zur Augustiner Hütte, ME

Mi. 02.06.21 Klein Maria Dreieichen T: 7:50 Uhr Bhf. Floridsdorf, A: 8:11 Uhr nach Hollabrunn, gemeinsam mit „G“ Günter Pichler WA210207

(ca.12 km, 200 Hm), SE

Mi. 09.06.21 Anninger - Pfaffstätten T: 8:45 Uhr Bhf. Meidling, A: 9:07 Uhr nach Mödling„G“ Beethovenweg, SE Hanni Gloser WA210301

Mi. 16.06.21 Kulmriegel T: 8:20 Uhr Bhf. Meidling, A: 8:37 Uhr nach Grimmenstein (ER-Ticket ab Bad Hans Ziegler WA210302

Vöslau)„G“ zur Burg Grimmenstein und zurück (ca.8 km, 240 Hm)

Mi. 23.06.21 Vogelbergsteig T: 8:50 Uhr Bhf. Heiligenstadt, A: 9:10 Uhr nach Dürnstein (ER-Ticket)

gute Kondition und Trittsicherheit notwendig“G“ Aufstieg zur Burg, SE

Bärbel Huber WA210301

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden, ME Mittagseinkehr, SE Schlusseinkehr, G verkürzte für Gemütliche,

Nr. 1 / 2021 | Gebirgsfreund | 17


Gebirgsfreund | Umwelt Tourenprogramm & Naturschutz

Wandern

So. 28.03.21

Wiener Melange

Klein Maria-Dreieichen

Hollabrunn-Schöngrabern, 14 km,

A: Bhf Praterstern T: 8:45

Detailinfos für alle Touren unter gebirgsverein.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@gebirgsverein.at

So. 28.03.21 Gösing auf alten Wegen Unterwegs auf historischen Jagdsteigen Helmut Mucker, +43664/8109116

helmut@mucker.at

So. 28.03.21

So. 11.04.21

Hoher Lindkogel von Baden/

Bad Vöslau aus

Wiener Melange

Kirschblütenweg

Lange Waldwanderung zum Eisernen

Tor und zur Ruine Rauheneck

Leithagebirge/Neusiedler See, 14 km,

200 Hm, A: Hbf T: 7:50

Nikos Stamatiou,+43699/81172872

nikos.stamatiou@hotmail.com

Team Wiener Melange

wiener.melange@gebirgsverein.at

So. 11.04.21 Flatzer Wand und Gösing Mit Öffis unterstützte einfache Rundtour Helmut Mucker, +43664/8109116

helmut@mucker.at

So. 25.04.21

Wiener Melange

Donnerskirchen - Eisenstadt

Durch den Tiergarten, Buchkogel, 16km,

400Hm, A: Hbf T: 7:50

So. 25.04.21 Miesenbach Biedermeierrunde Auf einfachen Wegen durch die Biedermeiergegend

So. 25.04.21

So. 09.05.21

So. 30.05.21

Mi. 21.04.21

Do. 13.05.21 –

Mi. 16.05.12

So. 13.06.21 –

Mo. 21.06.21

Mi. 15.09.21 –

So. 19.09.21

Dürre Wand - Überschreitung

über den Plattenstein

Wiener Melange

Schützen - Mörbisch

Wiener Melange

Ödenburg - Mörbisch

Adamstal - Kirchenberg

(Gutensteiner Alpen, NÖ)

Via Sacra - zu Fuß von Wien

nach Mariazell

Tour du Mont Blanc (TMB)

Via Sacra - zu Fuß von Graz

nach Mariazell

Alpine Wanderungen

So. 16.05.21

Sa. 29.05.21

Sa. 29.05.21 –

So. 30.05.21

Gahns, Bodenwiese und

Saurüssel

Schamanische Wanderung der

Kraft

Unterwegs am

Neue-Welt-Rundwanderweg

Wanderung vom Piestingtal bis nach

Puchberg am Schneeberg

Schützen, Oggau, Rust, Mörbisch 14 km,

A: Hbf 8:15, T: 7:50

Ödenburg (Sopron), Fertörákos,

Mörbisch, 150Hm, Hbf T: 8:00

400 Hm im Aufstieg,

Gehzeit ca. 6 Stunden

Etappenwanderung: 130 km, 5500 Hm,

Frühjahrspilgererlebnis

Rund um den Mont Blanc, 160 km,

10.000 Hm, Anmeldg. bis 1.5.

Etappenwanderung: 130 km, 5000 Hm,

Herbstpilgererlebnis

Alle Highlights am Gahns: Bodenwiese,

Saurüssel und Eng

Team Wiener Melange

wiener.melange@gebirgsverein.at

Helmut Mucker, +43664/8109116

helmut@mucker.at

Nikos Stamatiou,+43699/81172872

nikos.stamatiou@hotmail.com

Team Wiener Melange

wiener.melange@gebirgsverein.at

Team Wiener Melange

wiener.melange@gebirgsverein.at

Friedrich Adamek

+43664/53 20 956

Klaus Dietrich, +43699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

Klaus Dietrich, +43699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

Klaus Dietrich, +43699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

Helmut Mucker, +43664/8109116

helmut@mucker.at

Die magische Kraft der Erde erleben Ronner, Bolius, 43650/4097407

Tourenführer: Silvia Ronner & David Bolius info@schamanismus-wien.at

Eine sehr aussichtsreiche 2-Tages-

Tour - neueweltwandern.at

Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

Sa. 12.06.21 Schneealpe-Grenzkamm ca. 4–5 Stunden Gehzeit, 600 Hm Adi Kasper

+43664/1309816

Sa. 19.06.21

Schamanische Wanderung der

Kraft

Die magische Kraft des Wassers erleben Silvia Ronner , +43650/4097407

info@schamanismus-wien.at

Sa. 19.06.21 Rax-Runde Deluxe Alle Rax-Highlights an einem Tag Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

Mi. 23.06.21

Sa. 26.06.21 –

So. 27.06.21

Sa. 10.07.21 –

Sa. 17.07.21

Rudolfsteig

(Raxalpe, NÖ)

Schamanische Wanderung der

Kraft

Bergtourenwoche Bregenzerwald

1100 Hm, GZ ca. 7,5 h, Trittsicherheit,

Schwindelfreiheit!

Die magische Kraft des Feuers und der Luft

erleben mit Silvia Ronner & David Bolius

Feine alpine Wanderungen in unserem

westlichsten Bundesland

Sa. 10.07.21 Tonion-Überschreitung Eine schöne Sommertour im

Mariazellerland

Sa. 24.07.21 –

So. 25.07.21

Fr. 10.09.21 –

Mo. 13.09.21

2 Tage am höchsten Berg Niederösterreichs

Durchquerung Totes Gebirge

Eine Zwei-Tages-Tour am und um den

Schneeberg

Auf einsamen, alpinen Pfaden unterwegs

Friedrich Adamek

+43664/53 20 956

Ronner, Bolius, 43650/4097407

info@schamanismus-wien.at

Ingrid u. Robert Vondracek

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

Harald Gaudera,

alpinaktiv@gmx.at

€ 4,– WA210308

€ 6,– WA210307

€ 6,– WA210312

€ 4,– WA210402

€ 6,– WA210401

€ 4,– WA210404

€ 6,– WA210403

€ 8,– WA210410

€ 4,– WA210502

€ 4,– WA210503

€ 10,– WA210405

€ 55,– WA210501

€ 200,– BT210602

€ 75,– WA210901

€ 15,– BT210503

€ 15,– BT210502

€ 24,– BT210501

€ 12,– BT210603

€ 15,– BT210604

€ 15,– BT210601

€ 15,– BT210606

€ 30,– BT210605

€ 260,– BT210703

€ 15,– BT210701

€ 30,– BT210702

€ 300,– BT210901

18 | Gebirgsfreund | Nr. 1 / 2021

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden


Umwelt Tourenprogramm & Fachgruppen Naturschutz | Gebirgsfreund

Hochtouren

Detailinfos für alle Touren unter gebirgsverein.at

Di. 22.06.21 –

Sa. 26.06.21

Fr. 09.07.21 –

So. 11.07.21

Fr. 23.07.21 –

So. 25.07.21

Fr. 06.08.21 –

So. 08.08.21

Sa. 07.08.21 –

Mo. 09.08.21

Do. 19.08.21 –

So. 22.08.21

Orientierung

Mont Blanc-4808 m

über italienischen Normalweg

Gute bergsteigerische Erfahrung notw.,

Anmeldg. bis 1.5.

Klaus Dietrich, +43699/10418106

klaus.dietrich@gebirgsverein.at

Hoher Sonnblick und Hocharn Die höchsten Gipfel der Goldberggruppe Günter Kostistansky, +43660/5449484

guenter.kostistansky@gebirgsverein.at

Hochalmspitze und Ankogel

Piz Buin und Dreiländerspitze

Großglockner Stüdlgrat,

45° Gletscher, Klettern IV

Wildspitze und Hochvernagtspitze

Hochtouren für Konditionsstarke in den

Hohen Tauern

Aussichtsreiche hohe Berge in der

Silvretta

Großglockner, via Stüdlgrat

Günter Kostistansky, +43660/5449484

guenter.kostistansky@gebirgsverein.at

Günter Kostistansky, +43660/5449484

guenter.kostistansky@gebirgsverein.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Paradeberge in den Ötztaler Alpen Günter Kostistansky, +43660/5449484

guenter.kostistansky@gebirgsverein.at

So. 18.04.21 Mit Karte, Bussole und GPS Theorie - Praxis der professionellen Orientierung

im Gelände

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

€ 350,– HT210601

€ 150,– HT210701

€ 150,– HT210702

€ 195,– HT210801

€ 350,– HT210803

€ 240,– HT210802

€ 80,– OR210401

Klettern Alpin

Sa. 17.04.21

Sa. 24.04.21

So. 25.04.21

Sa. 01.05.21

So. 02.05.21

Nach

Vereinbarung

Kombination am Draschgrat,

6-, Hohe Wand

Norbert- und Austriasteig,

5+, Hohe Wand

Kombi Betty, Hochempor-Verschneidung,

6-, Hohe Wand

D´Oide Wurzn 6+/A0

Rax

Blechmauernriss,

5+, Rax

Sie wünschen, wir spielen

von Wien bis ins Grazer Bergland

Genussklettern an der Hohen Wand,

6. Grad

Genussklettern an der Hohen Wand,

5. Grad

Genussklettern an der Hohen Wand,

6. Grad

Genussklettern im Höllental, 6. Grad

Klassische Kletterei im Höllental

Genussklettern im besten Kalk

Touren im 3. bis 5. Grad

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Harald Gaudera

alpinaktiv@gmx.at

Robert Vondracek, 014052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 50,– KT210401

€ 50,– KT210402

€ 50,– KT210403

€ 60,– KT210501

€ 70,– KT210502

€ 30,–

bis 60,–

KT219999

Nr. 1 / 2021 | Gebirgsfreund | 19


201920021

201920021

Gebirgsfreund | Tourenprogramm

Klettersteig

Detailinfos für alle Touren unter gebirgsverein.at

Sa. 22.05.21 –

Sa. 29.05.21

Mi. 26.05.21

Touren in den Gardaseebergen

vom Standquartier

Gretchensteig

(Raxalpe, Stmk)

Mindestanforderung

Klettersteig-Schwierigkeit C/D.

940 Hm, GZ ca. 7 h, Trittsicherheit,

Schwindelfreiheit!

Sa. 26.06.21 Teufelsbadstubensteig Die ideale Klettersteigtour für

Einsteiger!

Robert Vondracek, 014052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

Friedrich Adamek

+43664/53 20 956

Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

€ 420,– KS210501

€ 20,– KS210502

€ 25,– KS210601

Sa. 28.08.21 Zahmes Gamseck Klettersteigtour für Einsteiger meets

alpine Wanderung

Nach Vereinbarung

Sie wünschen, wir spielen von

Wien bis in die Hochschwabgruppe

Genusseisenwege nach Lust und Laune

Schwierigkeitsgrad C bis E

Christian Schreiter, +43664/5284087

management@gebirgsverein.at

Robert Vondracek, 014052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 25,– KS210801

€ 30,–

bis 60,–

KS219999

Schneeschuhwandern

Mi. 17.03.21

Schneeschuhwanderung in den

Wiener Hausbergen

Tourenziel je nach Schneesituation in

den Wiener Hausbergen.

Friedrich Adamek

+43 664/53 20 956

€ 15,– SW210305

Skitouren

Do. 18.03.21

Genussskitour 50+ unter der

Woche

Wenig bekannte Tagesziele, einsame

Gipfel, 600-900 Hm

Manfred Brandfellner, 0664/5943073

manfred.brandfellner@univie.ac.at

€ 30,– ST210302

Nach Vereinbarung

Sie wünschen, wir spielen

Genussskitouren in den

Wiener Hausbergen

Alpinteam, 01 4052657-207

robert.vondracek@gebirgsverein.at

€ 30,–

bis 60,–

ST219999

Canyoning

mehrere

Termine

mehrere

Termine

mehrere

Termine

mehrere

Termine

mehrere

Termine

Vorbereitungskurs

Kurs für Erwachsene

Schnupperkurs

in den NÖ-Kalkalpen

Kurs für Erwachsene

Schnupperkurs

im Salzkammergut

Kurs für Erwachsene

Tageskurs

in den Attersee-Bergen

Kurs für Erwachsene

Schnupperkurs

Canyoning im Socatal

Kurs für Erwachsene

Schwierigkeit: C2-4, 2 Tage , 1 Tag Kletterhalle(Wien), 1 Tag Canyon, niederösterr.

Voralpen Termine: 14.03. | 20.03. http://bit.ly/av-gv-canyoning +43

Robert Winkler

699/15272266

Schwierigkeitsgrad C2-3, 1/2 Tag, Abenteuer zum Kennenlernen! Ausrüstung

mietbar T 9:30 Uhr (Puchberg) Termine: 02.05. | 08.05. | 29.05. |

12.06. | 27.06. | 04.07. | 18.07. | 24.07. http://bit.ly/av-gv-canyoning

Schwierigkeit: C2-3, 1/2 Tag, Canyoningausrüstung mietbar T 10:00

Uhr/13:30 Uhr (Attersee) Termine: 13.05. | 15.05. | 16.05. | 22.05. | 23.05.

| 24.05. | 03.06. | 05.06. | 06.06. | http://bit.ly/av-gv-canyoning

Robert Winkler

+43 699/15272266

Robert Winkler

+43 699/15272266

Schwierigkeit: C3-4, 1 Tag, Canyoningausrüstung mietbar, T um 9:30 Robert Winkler

Uhr, Termine: 13.05. | 22.05. | 03.06. | 10.07. | 17.07. | 18.07. | 24.07. | 25.07. +43 699/15272266

| 31.07. | 01.08. | 07.08. | Details: http://bit.ly/av-gv-canyoning

Schwierigkeit: C3-4, 2, Italien und Slowenien für sportliche Einsteiger und

Wiederholungs-CanyonautInnen. Tage, Canyoningausrüstung mietbar,

Termine: 13.08. | 14.08. | 20.08. | 21.08. http://bit.ly/av-gv-canyoning

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 125,– CY21

€ 39,– CY21

€ 39,– CY21

€ 54,– CY21

€ 160,– CY21

Höhlentrekking

mehrere

Termine

Schnupperkurs Pernitz

Kurs für Erwachsene

ca. 4 h , T: 14:00 Uhr Pernitz, Termine: 21.03. | 27.03. | 18.04. |

02.05. | 08.05. | 29.05. | 12.06. http://bit.ly/av-gv-hoehle

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 39,– HO21

mehrere

Termine

Advanced Kurs Türnitz

Kurs für Erwachsene

ca. 6 h , T: 09:00 Uhr Türnitz,Termine: 24.04. | 09.05. |

14.11. | 27.11. | Details: http://bit.ly/av-gv-hoehle

Robert Winkler

+43 699/15272266

€ 69,– HO21

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

www.mitgliedwerden.at

www.mitgliedwerden.at

A Abfahrt, T Treffpunkt, GZ Gehzeit , Hm Höhenmeter, h Stunden

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