Life Channel Magazin April 2021

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Zerbruch

DAS MEDIENMAGAZIN FÜR TV, RADIO UND INTERNET

lifechannel.ch

APRIL

2021

MAGAZIN

«THE CHOSEN»: EINE SERIE

BRINGT JESUS UND SEINE

JÜNGER INS WOHNZIMMER

SEITE 19

ANNAHME ERMÖGLICHT

VERÄNDERUNG

SEITE 31

GELIEBT UND

GETRAGEN IM

ZERBRUCH

Kaputt und doch so angenommen


BIBEL ERLEBEN

FÜR GROSS UND KLEIN

DIE PSALMEN ENTDECKEN

Gerade wenn es einem die Sprache

verschlägt, kann man sich die bewährten

Gebete der Psalmen zu

Eigen machen. Mit diesem Themenheft

haben Sie eine kleine, aber feine

Auswahl von Psalmworten vor sich,

die das Leben in seiner ganzen Breite

widerspiegeln.

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DAS 1. BUCH KÖNIGE

Wir erleben Momente, die den Glauben

Israels bis heute prägen: viel

Glanz und Majestät, aber auch Chaos

und Verfall. Gott ist mittendrin, hält

zu seinem Volk, segnet, mahnt und

hilft. Warum hat das Königtum keinen

Bestand gehabt? Darauf geben

die Bücher der Könige eine Antwort.

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LOTTA UND LUIS

UND DER BESUCH IM ZOO

Im Zoo bekommen Lotta und Luis die

Aufgabe, die „Spezialausrüstung“ eines

Tieres herauszufinden. Während

Lotta überlegt, was Pinguine können,

hat Luis Bedenken, dass sie überhaupt

bis zu den Giraffen kommen.

Und dann geht er im Zoo verloren …

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EDITORIAL

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 3

Kaputt und doch geliebt

Liebe Leserin, lieber Leser

Denn auch wir

sind in unseren

Herzen und Seelen

an einigen Stellen

vielleicht «verbraucht»

und «verfärbt».

Das ist aber

kein Grund für Gott,

uns weniger oder

nicht mehr zu lieben.

Erinnern Sie sich an Ihr Lieblingskuscheltier? Meins war ein türkisblauer Fuchs, ursprünglich

ein Werbegeschenk einer Bank. Diesen kleinen Fuchs habe ich als Kind

über alles geliebt. Vor einigen Jahren habe ich ihn in einer Kiste mit Kindheitserinnerungen

wieder entdeckt: Sein Plüschfell ist an einigen Stellen arg abgewetzt, sein

ursprünglich weisser Bauch nun hell- bis dunkelgrau schimmernd, sein buschiger

Schwanz nur noch dank weniger Fäden am Körper sitzend und seine Ohren ausgefranst

und zerlöchert. So ergeht es wohl den meisten heiss geliebten Kuscheltieren:

sie sind verbraucht, kaputt, zerfetzt, abgewetzt, etliche Male zusammengeflickt,

verfärbt. Und doch unaustauschbar, für «sein» Kind manchmal das Wichtigste auf

der Welt. Kaputt und doch geliebt.

Diese Liebe eines Kindes für sein Lieblingskuscheltier ist für mich sinnbildlich

für die Liebe Gottes zu mir, zu uns Menschen: Er liebt uns, egal wie unser Zustand

ist, egal wie wir nach einigen Lebensjahren «aussehen» und egal ob noch

alles ganz ist. Denn auch wir sind in unseren Herzen und Seelen an einigen Stellen

vielleicht verbraucht, kaputt, abgewetzt und verfärbt. Das ist aber kein Grund für

Gott, uns weniger oder nicht mehr zu lieben. Seine Liebe zu uns geht so weit, dass

er seinen Sohn, ein Teil seiner selbst, hergab, um uns zu retten: «Denn Gott hat die

Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an

ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.» (Joh. 3,16)

Diese unzerstörbare Liebe Gottes zieht sich durch die ganze Bibel. Da sind beispielsweise

Gottes Zusagen seinem auserwählten Volk gegenüber. Oder die vielen

Treffen und Gespräche Jesu mit «kaputten» Menschen, zum Beispiel mit dem Zöllner,

mit der samaritanischen Frau am Brunnen oder mit dem Verbrecher neben sich

am Kreuz. Genau dieselbe, unglaubliche Liebe dürfen wir auch auf uns beziehen, sie

gilt auch mir, auch Ihnen.

In dieser Ausgabe des «Life Channel Magazin» haben wir dem Zerbruch und

dem Geliebtsein nachgespürt: Martin Benz schildert in sehr persönlichen und berührenden

Worten den Zerbruch seiner Ehe, und wie er genau darin die Liebe Gottes

trotzdem erfahren durfte. In unserer Serie «Gott ist …» erfahren Sie, warum

«Diakonie» für Christoph Zingg eine der bewegendsten Eigenschaften Gottes ist.

Und im Porträt lesen Sie die Geschichte eines jungen Mannes, der trotz kaputtem

Körper seine Hoffnung nicht verloren hat.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen dieser «Liebesgeschichten» viel Freude und

Ermutigung!

Herzliche Grüsse

MATHIAS FONTANA

Leiter Marketing | Fundraising

mathias.fontana@erf.ch


4 ı

ERF MEDIEN / SPENDEN

JETZT SPENDEN

Der FENSTER ZUM SONNTAG-Talk im Januar löste

über 1200 Reaktionen aus – so viele wie noch nie …

Die Appenzeller Künstlerin Carmela Inauen ist bei Adoptiveltern aufgewachsen. Nicht

zu wissen, wer ihre leiblichen Eltern sind, war für sie sehr schwer. Schon mit 21 Jahren

gründet sie ihre eigene Familie. Doch das Bild ihres Familienporträts blieb trotzdem unvollständig

– es fehlte die Herkunftsfamilie. Und so machte sie sich als 55-Jährige auf die

Suche nach ihrem Vater. Der Weg führte sie in den Süden, nach Italien. Ihr Herz pochte ihr

bis zum Hals, als sie an die Tür klopfte, hinter der ihr Vater zu Hause war …

… sehen sie sich

die ganze Geschichte an

Jetzt online unter:

fensterzumsonntag-talk.ch/vergebung

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Redaktion

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Marnie Hux-Ebermann, Nathanael Kägi, Heidi Pauli, Michèl Willen

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www.psw.ch

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Auflage 23 000 Exemplare / erscheint 9 Mal jährlich

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Geschlechtergerechte Sprache

Aus Gründen der Lesbarkeit wählen wir bei Personen-Bezeichnungen die männliche Form.

Selbstverständlich beziehen sich diese Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.

Bildnachweise

Titelbild Knoppper*

S. 3 ERF Medien

S. 4 Carmelan Inauen, ERF Medien

S. 5 Victoria Shibut*, zvg

S. 6 – 9 Knopper*, zvg

S. 12 –13 Themoderncanvas*, Joe Ahead*

S. 16 Roman Samborskyi*, Syuzannam*

S. 17 Engdao Wichitpunya*

S. 18 Pixelliebe*, Bogdan Sonyachny*

S. 19 zvg

S. 20 zvg

S. 21 Phakorn Kasikij*, zvg

S. 22 Martin Benz, Zoe Bee, ERF Medien

S. 23 Toby Meyer, Heinz Hagmann, Ursula Häberling, 123rf

S. 24 ERF Medien, unsplash, Adonia

S. 25 Tamara Kulikova*, zvg

S. 26 Verlag Brunnen

S. 27 Grazvydas*, Igor Uranov*, Studio Grand Web*, Nenilkime*

S. 28 unsplash (2x), ERF Medien

S. 29 ERF Medien, The Real Life Guys, Tobias Grimm

S. 30 zvg*

S. 31 Victoria Shibut*, ERF Medien * dreamstime.com


Inhalte

Ausgabe April 2021

31

ANNAHME ERMÖGLICHT VERÄNDERUNG

Kolumne: Wenn in Gesprächen von Menschen die Rede ist,

die Schwierigkeiten überwunden haben oder die eine eindrückliche,

positive Wandlung erlebten, dann horcht meine innere Journalistin auf.

25

19

Medientipp

«The Chosen»: Eine Serie

bringt Jesus und seine Jünger

ins Wohnzimmer

BEA GRIMM PERSÖNLICH

Kennen Sie den Lebenstipp auf Radio

Life Channel? Bitte unbedingt reinhören.

Bea Grimm, gelernte Pflegefachfrau und

psychosoziale Beraterin weiss: «Ich bin

angenommen mit allem, was mich auf

meinem Weg bisher geprägt, verletzt und

verbogen hat.»

ÜBERSICHT

3 Editorial

6 Thema: Geliebt und getragen im Zerbruch

12 Unversehrt bleibt keiner

16 ERF Medien Inside

17 ERF Medien Finanzen

18 Reisen

19 Medientipp

20 Lesetipp

21 Gott ist …

22 Programm Radio Life Channel

25 Persönlich

27 Alltagstipp

28 Programm FENSTER ZUM SONNTAG

30 Porträt

31 Kolumne


6 ı

THEMA


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 7

KAPUTT UND DOCH SO ANGENOMMEN

Geliebt und getragen im Zerbruch

VON MARTIN BENZ

Bis zu jenem Sonntag im Sommer 2006 empfand Martin Benz, Pastor und Gemeindegründer,

sein Leben als Erfolgsgeschichte oder christlich ausgedrückt: als gesegnet. Von einem Tag auf

den andern stand er plötzlich von den schmerzlichen Überresten einer gescheiterten Ehe, dem

Zerbruch seiner Familie sowie dem Verlust seines scheinbar glücklichen Lebens. Inmitten von

Ratlosigkeit, unzähligen Fragen, tiefem Schmerz und Zukunftsangst suchte er nach Antworten.

Bereits mit 18 Jahren hatte ich meine Jugendliebe geheiratet,

und gemeinsam haben wir drei Kinder bekommen.

Für mein Theologiestudium zogen wir an die Schweizer

Grenze, und am Ende des Studiums gründeten wir unsere

erste Gemeinde. Nach anfänglichen Schwierigkeiten

entwickelte sich diese Gemeinde prächtig, wuchs und war

innovativ. «Kirche, die Spass macht» war unser Motto.

Ich konnte ein Buch über das Wirken des Geistes schreiben

und eine CD mit eigenen Lobpreisliedern veröffentlichen.

Und einige Jahre später konnten wir sogar in unser gemeinsames

Eigenheim einziehen. Für mich lief es rund und

in unserem Umfeld galten wir als Familie Sonnenschein.

Ich war glücklich verheiratet, und wir pflegten unsere Ehe

ganz nach dem Leitgedanken: ein Ehe-Abend die Woche,

ein Ehe-Tag im Monat und ein Ehe-Wochenende im Vierteljahr.

Zudem versuchte ich trotz der Verantwortung als

Gemeindepastor mindestens drei bis vier

Als ich gegen Mittag dann zurückkehrte und ins Haus

kam, waren alle ausgeflogen; es stand auch kein Kuchen

auf dem Tisch, sondern dort lag ein Brief. Darin offenbarte

mir meine Frau, dass sie mich verlassen hätte und mit

einem anderen Mann zusammengezogen sei. Die Kinder

hatte sie mitgenommen in die neue gemeinsame Wohnung.

Ich musste mich festhalten, so erschüttert war ich

von diesen Zeilen. Ich hatte von all dem nichts geahnt,

nicht das Geringste! Noch vor drei Stunden dachte ich, zu

den glücklichsten Ehemännern zu gehören, und jetzt war

meine Frau fort. Auch Freunde und Verwandte wussten

nichts von dieser Entwicklung. Es war für alle ein totaler

Schock.

Ich konnte es nicht fassen und versuchte mit meiner

Frau Kontakt aufzunehmen, aber Gespräche waren nicht

möglich. Ich wusste nicht, wo sie hingezogen war und erhielt

nur die bittere Zusicherung, dass sie nie

Abende in der Woche zu Hause zu sein,

um Zeit für die Familie zu haben.

Erschüttert

Und dann kam dieser besagte Sonntag im

MEINE GEBETE WAREN

EINE VERZWEIFELTE

MISCHUNG AUS AN-

KLAGEN UND BETTELN.

mehr zurückkommen wolle. Unsere Teenager,

die auf diesen Schritt ebenso wenig

vorbereitet waren, entschlossen sich, ihren

Wohnsitz in Zukunft täglich zwischen Mama

und Papa zu wechseln. So wichtig war es

Sommer 2006. Meine Frau und ich hatten gerade ein Ehewochenende

ihnen, weiterhin bei beiden Eltern zu Hause zu sein.

hinter uns, und am darauffolgenden Wochen-

ende sollte ich in einer befreundeten Gemeinde predigen.

Am Abend zuvor schlief meine Frau – wie immer – in meinem

Arm ein, und am Morgen verabschiedete sie mich mit

der Ankündigung, dass sie bis zu meiner Rückkehr einen

Kuchen backen würde.

Verzweifelte Flucht zu Gott

Im darauffolgenden Jahr vergoss ich jeden Tag so gut wie

alle Tränen, die ich hatte – weinte bis zur Erschöpfung. Um

die Kinder nicht meiner Verzweiflung auszusetzen, hatte

ich gleich damit begonnen, im Wald spazieren zu gehen.


8 ı

THEMA

ALS ZERBROCHENER MENSCH

HABE ICH DIE BIBEL PLÖTZLICH

MIT ANDEREN AUGEN GELESEN.

Dort hörte niemand mein Jammern und Klagen. Ich wollte

um diese Ehe kämpfen und nichts unversucht lassen,

meine Frau zurückzugewinnen. Meine Gebete waren eine

verzweifelte Mischung aus Anklagen und Betteln. Gott

musste sich meine Vorwürfe anhören, all das zugelassen zu

haben, und mein Betteln um die Wiederherstellung unserer

Ehe. Zum Glück war meine Bedürftigkeit viel zu gross,

als dass mir in den Sinn gekommen wäre, Gott links liegen

zu lassen. Ich brauchte ihn gerade so dringend! Ich war ein

zutiefst zerbrochener und wunder Mensch.

Fragen über Fragen haben sich in dieser Zeit aufgetan

• Werde ich jemals wieder glücklich? Meine Traurigkeit

sass so tief, dass ich mir nicht vorstellen konnte, jemals

wieder ein glücklicher Mensch zu sein.

• Was geschieht mit meiner Berufung? Kann ich, will ich

und darf ich noch Pastor sein, predigen und weiterhin an

Gottes Reich mitbauen?

• Wer bin ich, nachdem mir meine weisse Weste verloren

gegangen ist? Einen ganzen Teil meiner geistlichen Autorität

hatte ich aus meiner bisherigen Erfolgsgeschichte

und weissen Weste gezogen. So konnte ich ein Vorbild

sein, hatte etwas zu sagen und mir Respekt verschafft.

Und jetzt? Wer bin ich? Was habe ich noch zu sagen? Wer

wird mir noch zuhören oder folgen?

• Wie gehe ich mit dem Gefühl der Ohnmacht um? Ich

konnte einfach nichts tun, ich war vollkommen hilflos

der Entscheidung meiner Frau gegenüber. Als notorischer

Problemlöser und Macher war das eine neue und

erschreckende Erfahrung.

• Was für einen Sinn hat es noch zu beten? Ich hatte die

Angewohnheit, bei meinen regelmässigen Spaziergängen

auch immer für unsere Ehe zu beten – um Gottes Segen

und Bewahrung. Wenn solch ein intensives Beten am

Ende nichts nützt, sondern genau das passiert, was man

niemals erleben wollte, was macht es dann überhaupt

noch für einen Sinn, für die Familie, die Gemeinde, Menschen

oder Situationen zu beten?

• Und vor allem: Was hat das Ganze mit mir zu tun? Was

habe ich falsch gemacht? Was hat meine Frau vertrieben?

Was hat es ihr unmöglich gemacht, mit mir über all

das zu sprechen, was ihr durch Kopf und Herz gegangen

ist in den Wochen und Monaten vor ihrem fluchtartigen

Verlassen unserer Ehe?

Wenn Lebenssäulen einstürzen

Für die meisten Pastoren, die solch einen Zerbruch ihrer

Ehe erleben, stürzen damit gleich alle Lebenssäulen auf

einmal ein. In vielen Kirchen verschwinden solche Pastoren

in der Versenkung, verlieren neben ihrer Familie auch

ihren Job und ihre Beziehungen in der Gemeinde.

Meine damalige Gemeinde hat sich entschieden, diesen

Weg nicht so zu gehen. Ich durfte bleiben, ich durfte Pastor

bleiben. Gleichzeitig hat man mir nahegelegt, meine Verantwortung

am Scheitern der Ehe gründlich anzuschauen

und dazu seelsorgerliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Diese Entscheidung war ein Glücksfall! In den kommenden

Jahren hatte ich unzählige Sitzungen bei einem erfahrenen

Psychiater und Psychotherapeuten, der mir geholfen hat

herauszufinden, welche Charakterzüge, Lebenslügen und

emotionale Unreife mitverantwortlich waren für die Entwicklung

und das Scheitern unserer Ehe.

Und die Gemeinde hat hilfreiche Schritte definiert für

meine Wiederherstellung, mir Menschen zur Seite gestellt,

mich trotz allem mit Würde und Verantwortung beschenkt

und so einen heilsamen Prozess mitgestaltet. Natürlich

gab es hie und da Verurteilungen, aber erfreulicherweise

befand ich mich in einem Umfeld, in dem mir viel Barmherzigkeit

entgegenkam. Und ihre heilsame Wirkung kann

man gar nicht genug schätzen!


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 9

GOTT HAT MEIN GANZES LEBEN

IM BLICK UND BLEIBT NICHT

AM MOMENT DES SCHEITERNS HÄNGEN.

Die Kirche als der barmherzigste Ort der Welt

Ich glaube heute, dass Kirche der barmherzigste Ort der

Welt sein müsste, niemand sollte barmherziger sein, als

wir, die wir Jesus kennen. Es kann doch nicht sein, dass

wir als Christen, wenn wir einen grossen Zerbruch erleben,

an dem wir vielleicht auch Schuld tragen, am Ende bei den

Arbeitskollegen, bei Sportfreunden oder der Jogging-Gruppe

mehr Annahme, Verständnis und Ermutigung erleben

als in der eigenen Kirche! Als zerbrochener Mensch habe

ich die Bibel plötzlich mit anderen Augen gelesen. Überall

sprang mir bei Jesus das Thema Barmherzigkeit, Erbarmen,

Mitleid und Solidarität entgegen. Und zwar gerade mit

jenen, die es scheinbar nicht verdient hatten und denen die

Frommen und Religiösen regelmässig ihre Ablehnung und

Verachtung zu spüren gaben. Wir sollten auch die sein, die

den Gestrauchelten helfen und ihnen nicht noch eins aufs

Dach geben. Die Kirche müsste vielmehr dafür bekannt

sein, dass sie der beste und sicherste Ort für Gescheiterte,

Zerbrochene und echte Sünder ist.

Gott bleibt treu

Und ich durfte lernen, dass man seine Berufung nicht verlieren

kann. Sie ist unverdient und nicht die Folge meiner

Anständigkeit. Gott beruft mich nicht wegen Etwas an

mir, sondern trotz Etwas an mir. In der Bibel lesen wir,

dass Gott Israel als sein Volk erwählte. Das ist ein Bild und

ein Beispiel für uns alle. Egal was dieses Volk mal wieder

treibt, er bereut seine Berufung nicht. Er bleibt treu. Und

darum kann ich aussteigen aus der elenden Imagepflege,

um die Rechtmässigkeit meiner Berufung unter Beweis zu

stellen. Sonst baut man Mauern um sich und verschwindet

hinter einer Maske. Neben der Barmherzigkeit sollte auch

die Ehrlichkeit unser Markenzeichen sein, denn was haben

wir bei einem Gott zu verlieren, der uns schon maximal geliebt

hat, als wir noch Sünder waren? (Rö.5,8). Ich bin froh,

dass Gott nicht den Querschnitt meines Lebens nimmt,

sondern den Längsschnitt. Gott hat mein ganzes Leben im

Blick und bleibt nicht am Moment des Scheiterns hängen.

Diese Sicht auf das Leben möchte ich mir angewöhnen.

Und noch etwas durfte ich erleben:

Frieden ohne Antworten

Auf viele meiner Fragen, die ich in meiner Verzweiflung

empfunden habe, bekam ich keine Antworten. Und doch

hat sich ein tiefer Friede in meinem Herzen eingestellt.

Diese innere Gewissheit, dass mein Leben wirklich in

Gottes Hand ist. Ich glaube, das ist es, was Paulus meint,

wenn er schreibt, dass der Friede Gottes, der höher ist als

unser Verstehen, unsere Herzen und Gedanken erfüllen

soll (Phil.4,7). Für die meisten Menschen ist Friede die Folge

von befriedigenden Antworten, die man gefunden hat.

Aber es gibt einen Frieden, der ist nicht auf die Befriedigung

unseres Verstehens angewiesen und doch ganz real.

Wunderbare Wiederherstellung

Ein Mentor sagte mir in dieser Zeit des Zerbruchs: «Gott

kann aus Trümmern Paläste bauen!» Diesen Satz würde

ich am liebsten allen ins Herz schreiben. Das kann Gott

wirklich! Der Gott, der aus dem Nichts die Schönheit der

Schöpfung erschafft, kann auch aus meinen Trümmern

lebenswerte Zukunft bauen. Ich dachte damals, ich würde

nie mehr glücklich werden. Doch ich bin es wieder. Ich

durfte mich mit meiner ersten Frau nach einigen Jahren

tief aussprechen, gemeinsam weinen und gemeinsam um

Verzeihung bitten, sodass wir heute versöhnt und Freunde

sind.

Und ich durfte wieder heiraten! Nie hätte ich gedacht,

nochmals so sehr mit einem anderen Menschen beschenkt

zu werden. Und wir haben zwei gemeinsame Kinder, die

eine dicke Portion meines Glücks ausmachen. Gerade zum

Trotz dieser Corona-Zeit haben wir uns als Familie das

Jahresmotto gegeben: L'Chaim - das Leben feiern! Es ist

nämlich wert, gefeiert zu werden!

USER ZUR PERSON

Martin Benz, ehemals Pastor der Vineyard

Basel, ist seit 2019 Pastor der Elia

Gemeinde Erlangen, Dozent am IWG und

Blogger auf movecast.de. Sein Herz

brennt für seine Familie und einen

sinnvollen Glauben, der begeistert.


Armenien:

DIACONIA

CHARITABLE

FUND

Für unser Land.

Und für unsere Menschen!

Baruir Jambazian,

Leiter des Diaconia Charitable Fund sagt:

Humanitäres

Existenzgründung

„Die Herausforderung ist groß, also muss die Unterstützung

umso größer sein. Als armenische Hilfsorganisation

suchen wir weltweite Unterstützung, die es uns

ermöglicht, den Menschen unseres Landes zu dienen.“

www.diaconia.am

Bildung

Patenschaften

Viele Menschen in Armenien lebten schon lange vor den

jüngsten Auseinandersetzungen mit Aserbaidschan in sehr

desolaten Verhältnissen und waren auf Hilfe angewiesen.

Spenden aus der Schweiz bitte an:

Schweizerische Missions-Gemeinschaft,

Industriestraße 1, CH-8404 Winterthur,

www.smgworld.ch

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

Kennwort: 80-42881-3 DIACONIA

Bitte

unterstützen

Sie uns mit

Ihrer Spende!


PUBLIREPORTAGE LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 11

Milli hat sich entschieden: Die Familie auf dem Bild soll ihre Patenfamilie werden. Warum sie sich genau für sie entschieden hatte? Sie mochte das Lächeln der Tochter auf dem Bild. / © World Vision

Unsere Osterhoffnung –

Zukunft für Kinder in Bangladesch

Gerade in der aktuellen Situation fehlt

uns vielleicht manchmal die Hoffnung.

Doch genau daran erinnern wir uns am

Ostersonntag – und vielleicht auch daran,

dass andernorts Hoffnung noch viel ferner

liegt.

So etwa in Muktagacha, einem Bezirk in Bangladesch.

Wie an so vielen Orten auf der Welt

hat auch hier die Corona-Pandemie jene Menschen

besonders hart getroffen, die bereits

zuvor wenig hatten.

Doch heute ist das anders: Die Stimmung ist

hoffnungsvoll. Mütter tragen bunte Tücher,

Kinder ihre schönsten Kleider. An zwei langen

Schnüren hängen Bilder von Menschen

aus fernen Ländern.

Zukunft in Kinderhänden

Die Fotos zeigen Patinnen und Paten, die

sich entschieden haben, sich von den Kindern

auswählen zu lassen und ihnen so die

Möglichkeit geben, selbst Entscheidungen zu

treffen und ihre Zukunft mitzugestalten. «Mit

diesem neuen Einstieg in die Patenschaft

zeigen wir den Kindern von Anfang an, dass

wir sie ernstnehmen und ihre Wünsche achten»,

sagt Christoph von Toggenburg, CEO

von World Vision Schweiz: «Durch diese wertschätzende

Begegnung auf Augenhöhe teilen

wir unsere eigene Hoffnung mit diesen Kindern.

Wir sagen ihnen: ‹Du zählst!›»

Nach und nach zupft jedes der Kinder ein

Foto von der Schnur, einige überlegen einen

Moment, andere stecken es rasch in ihren

Hosensack und rennen zurück in die Arme

ihrer Mütter. Einige scheinen unsicher, in

den Augen anderer sieht man die Hoffnung

auf eine bessere Zukunft leuchten, die in

Muktagacha alles andere als sicher ist. Hier

münden chronische Unterernährung, eine

schlechte Gesundheitsversorgung und eine

hohe Analphabetenrate in einen Armutskreislauf,

dem die Kinder ohne Unterstützung

kaum entkommen können. Doch heute

haben diese Kinder selbst eine Entscheidung

für ihre Zukunft getroffen; erlebt, wie jemand

an sie glaubt und damit sagt: «Ich teile meine

Hoffnung mit dir.»

Startschuss in eine hoffnungsvolle Zukunft

Durch die Chosen-Kinderpatenschaft wird

nicht nur das eigene Patenkind, sondern das

gesamte Projektgebiet mit dem langfristigen

Ziel unterstützt, dass alle Kinder eines Tages

ausgewogen ernährt, gut ausgebildet – und

vor allen Dingen hoffnungsvoll – Verantwortung

für ihre Familien, ihr Dorf und ihre ganze

Region übernehmen können.

Nachdem von jedem Kind ein Foto gemacht

wurde, schreiben sie ihren neuen Freunden

einen Willkommensbrief. «Mich begeistert

es immer wieder zu sehen, wie die Augen

der Kinder strahlen, wenn sie selbst ihre

Patin oder ihren Paten auswählen,» erinnert

sich Christoph von Toggenburg. «Dabei ist

die Stimmung ausgelassen und die Neugier

gross. Für die meisten ist es das erste Mal,

mit einem Menschen aus einem anderen

Land in Kontakt zu treten. Für das Patenkind

und die Patin oder den Paten beginnt damit

eine abenteuerliche Freundschaft, die für

beide Seiten eine grosse Bereicherung ist.»

Sie zählen – Lassen Sie

sich auswählen!

Wollen Sie sich von Ihrem Patenkind

auswählen lassen und so die eigene

Hoffnung mit einem Kind teilen und

ihm sagen: «Du zählst.»? Oder sind

Sie daran interessiert, mit Ihrer Kirche,

Ihrem Verein oder Ihrem Unternehmen

selbst einen Chosen-Event

durchzuführen?

Melden Sie sich

bei uns unter:

worldvision.ch/chosen


12 ı

THEMA

KAPUTT UND DOCH SO ANGENOMMEN

«Unversehrt» bleibt keiner

VON MARNIE HUX-EBERMANN

Das Leben ist voller Herausforderungen, Unvorhergesehenem, Überraschungen und plötzlichen

Wendungen. Die einen finden wir wunderbar, sie sind schön und bringen uns nach vorn. Andere

jedoch sind zutiefst schmerzhaft und lassen Wunden und Narben zurück in unseren Herzen,

Seelen und Körpern.

Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens Höhepunkte

und Tiefschläge. Mit Schicksalsschlägen, Verlusten von

geliebten Menschen, Gesundheit oder einer Gemeinde oder

Arbeit, die man sehr geliebt hat, Entzweiungen in Familien

oder bei Freunden – so vieles kann unser Herz zerstören

und zumindest vorübergehend Teile unseres Seins regelrecht

«kaputt machen».

Selbst der Auszug der Kinder in die Selbstständigkeit,

der Abschied der Kinderjahre, der Verlust eines geliebten

Haustieres, die Nichterfüllung eines Traumes oder andere,

eigentlich ganz normale Prozesse im Leben können in

unserer Seele Trauerprozesse auslösen.

Das Päckchen auspacken

Gewisse Situationen, Orte, Musikstücke, Menschen oder

Worte können uns «triggern» und zu einer Überreaktion

in Form von überwältigenden Gefühlen wie Trauer, Zorn,

Wut, Rückzug oder anderen Reaktionen verleiten. Wir

merken im besten Fall: «Da tut aber noch etwas weh.»

Liegen Schmerz und Erfahrung schon zu lange zurück, wird

es schwieriger, die heftigen Reaktionen auf bestimmte

Ereignisse zurückzuführen. Der Mensch neigt dazu, zu verdrängen,

was weh tut. Aber wenn wir ehrlich in uns hineinhören,

melden sich die Wunden auf verschiedene Arten

immer wieder, wie ein Päckchen, das jeden Tag erneut vor

unserer Haustür liegt, bis wir es eines Tages auspacken und

ansehen.

Gott sagt im Psalm 34, Vers 18: «Wenn dein Herz

schmerzt oder zu brechen droht, dann bin ich nahe bei

Dir», und in 2. Korinther 1, Vers 3 und 4 sagt er: «Ich tröste

dich.» – «Eines Tages werde ich jede Träne von deinem

Auge abwischen», verspricht uns Gott in Offenbarung 21,

Vers 4.

Was heisst das für mich?

Ich verstehe das so, dass wir bei ihm komplett angenommen

sind, egal wieviel noch krumm und schief ist in und

mit uns. Kann ich darum auch mit all meinem Schmerz zu

Gott gehen? Wird er helfen? Das mag ich glauben und Gott

alles hinhalten, was noch weh tut, was mich gefangen hält

und was mich verbittert. Im Wissen, dass ich wohl bestimmen

kann, welches die nächsten Schritte sind, damit

es mir besser geht. Doch der Weg vom Kopf zum Herz führt

oft nicht einfach nur 20 cm weiter hinunter, sondern ist

manchmal sehr lang, steinig und nicht geradeaus. Mit dem

vor Augen tut es so gut, dass ich nicht alles verstehen muss,

sondern bei Gott einfach «abladen» kann, was zu schwer

für mich ist. Jesus fordert uns regelrecht dazu auf: «Kommt

her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will

euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von

mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so

werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist

sanft und meine Last ist leicht.» (Matthäus 11, Vers 28-30)

Der wohltuende Tausch

Mit diesen Worten verspricht Jesus uns diesen unfassbaren

Tausch am Kreuz, der all unser Verstehen übersteigt: Er,

mit dem absolut reinen Herzen, der sich nichts zu Schulden

kommen liess, ist gestorben an unserer statt. Mit dem,

was wir alles auf dem Kerbholz haben, hätten wir ohne

diese Tat nicht mehr vor Gott kommen können. Aber Jesus

machte den Weg frei und kann jetzt sagen: Kommt zu mir,

tauscht bei mir Euer Leid gegen Freude! Wir geben ihm

unsere Last, unsere Gebundenheiten, unser Leid und unseren

Schmerz und tauschen es ein bei ihm gegen Freude,

Leichtigkeit, Ruhe, Freiheit und vieles mehr. Was für ein

Versprechen! Vielleicht mögen auch Sie Ihr Herz hinhalten,

diesem Gott der sagt: «Ich will dir immer Gutes tun»,

Jeremia 32, Vers 40. Die Fragen auf der Folgeseite könnten

dabei helfen.


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 13

• Gibt es Situationen, Menschen, Sätze, Worte oder Musikstücke, die mich von einer Minute

zur nächsten in eine ungewohnte, negative Stimmung versetzen?

• Momente, in denen mir Verletzungen aus der Vergangenheit plötzlich wieder deutlich

vor Augen kommen und immer noch schmerzen?

• Durch welche Erlebnisse in der Vergangenheit hat sich mein Herz zurückgezogen,

Mauern gebaut oder Stacheln gebildet, um nicht wieder verletzt zu werden?

• Welche Eigenschaft, die einmal sehr typisch war für mich und

die ich sehr gemocht habe an mir, hätte ich gerne zurück?

• Was hindert mich daran?

JESUS BIETET MIR DIESEN WUNDERBAREN TAUSCH

MATTHÄUS 11, VERSE 28–30

Drückende Last gegen Leichtigkeit

Zerschlagenheit gegen Freude

Gebundenheit gegen Freiheit

Was möchten Sie zusätzlich hinhalten und bei Jesus eintauschen?

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . gegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . gegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . gegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . gegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . gegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

EINFACH DANKE

Ich weiss, es ist ein Geschenk, und ich nehme es gerne an. Ich weiss auch,

dass es nicht immer einfach zu glauben ist, dass das Geschenk für immer gilt.

Gott sei Dank. Auch für die unermüdliche Erinnerung an dieses Geschenk,

wenn ich es wieder einmal vergessen habe.


Seminare

Erholung für

Körper, Seele

und Geist.

Ehe-Seminar «Unsere Liebe wächst weiter»

Grau, aber nicht flau – Chancen und Risiken älterer Ehen.

9. - 11. April 2021, mit Jens und Kathi Kaldewey

Seminar «Hochsensibilität - die verkannte Gabe»

Dieses Seminar bietet Hilfestellung, um mit dieser besonderen Begabung

umzugehen und sie für sich und andere gewinnbringend einzusetzen.

9. - 11. April 2021, mit Dirk und Christa Lüling

Bibelwoche «Wenn Jesus wiederkommt»

Ein Wochenende mit den Bibeltexten über die Endzeit.

12. - 16. April 2021, mit Jens Kaldewey

Seminar «Trotz scheitern - weiter leben und glauben lernen»

Was können wir von Menschen aus der Bibel lernen, um das Scheitern zu

nutzen und einen neuen Weg einzuschlagen?

23. - 25. April 2021, mit Ernst und Ruth Bai-Pfeifer

Seminar «Die ersten Jahre eines Menschen»

Die ersten Jahre eines Menschen aus vertrauenspädagogischer Sicht und

wie sie das Leben bis heute beeinflussen. Eine Hilfestellung für Erziehende.

30. April - 2. Mai 2021, mit Heinz und Hanni Etter

«Mis Ländli» – wie ein zweites Zuhause.

Im Ländli 16 • 6315 Oberägeri

Telefon 041 754 91 11 • www.hotel-laendli.ch

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und lernen dich persönlich kennen. Melde dich unter info@maf-schweiz.ch

oder telefonisch unter 062 842 25 73.

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PUBLIREPORTAGE LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 15

APPENZELLER

RUNDWANDERUNG

ZUM HOCHHAMM

Wandertipp #1

Mit dem ÖV erreichen Sie problemlos

Schönengrund, den Ausgangspunkt für die

Rundwanderung. Umrahmt von der einmaligen

Kulisse des Appenzeller Hinterlandes

schlängelt sich der Weg hoch zum Berggasthaus

Hochhamm. Die Aussichtsterrasse

lädt zum Verweilen ein und belohnt Sie mit

einem prächtigen Ausblick zum Alpsteinmassiv.

Nach der Stärkung geht es 200 m

über den Bergkamm zum höchsten Punkt,

wo die Sicht bis zum Bodensee reicht. Auf

dem Rundweg befinden sich insgesamt vier

Feuerstellen. Diese und ausführliche

Infos zu Höhenmeter

und Distanz erhalten Sie nach

dem Scannen des QR­Codes:

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16 ı ERF MEDIEN INSIDE

RADIO LIFE CHANNEL: ERWEITERTE MODERATION, STÄRKERER FOKUS AUF THEMEN

«Wir begleiten das Publikum

durch den Tag»

VON MATHIAS FONTANA

Das Programm von Radio Life Channel erfährt ab dem

12. April verschiedene Veränderungen und Neuerungen.

Was ursprünglich aus Spardruck initiiert wurde, führt

nun zu mehr Nähe zu den Hörenden und stärkerem

Fokus auf das Programm. Die Veränderung wurde durch

das Radioteam mit viel Elan erarbeitet und umgesetzt.

Seit mehr als 15 Jahren ist Radio Life Channel auf Sendung.

Für das Team und die Hörerinnen und Hörer ein Grund,

im letzten Jahr das Jubiläum zu feiern: Im 2020 blickten

Publikum und die Macher von Radio Life Channel in vielen

Beiträgen und Talks dankbar auf die vergangenen Jahre

zurück. Doch das Jubiläumsjahr war für das Radioteam

nicht nur von Schönem geprägt, es war

auch herausfordernd. Bereits im

Februar stand fest, dass Sparmassnahmen

bei Radio Life

Channel nötig sind – bedingt

durch das verfehlte Spendenziel

im 2019 und dem daraus

resultierenden Verlust.

Diese Veränderungen und

Sparmassnahmen waren

für das ganze Radioteam

belastend.

Was aus der Not heraus geboren wurde, entwickelte sich

mit der Zeit jedoch zu einem gewinnbringenden Projekt.

Unter dem Arbeitstitel «Programm 21» arbeitete die ganze

Radioabteilung intensiv an den nötigen Veränderungen.

Projektleiter Simon Müller sieht rückblickend viel Positives

darin: «In den letzten Monaten wurde dem Team viel abverlangt.

Trotzdem ist durch das Projekt sehr viel Drive und

Motivation entstanden. Wir freuen uns nun sehr, ein aus

unserer Sicht noch besseres Programm on Air zu bringen.»

Dazu wurden die bis anhin getrennt laufenden Teams von

Moderation und Redaktion noch enger zusammengeführt,

aber auch die Koordination verstärkt und die vorhandenen

Synergien besser genutzt.

Die wichtigsten Änderungen

Ab dem 12. April werden auf Radio Life Channel Themen

noch stärker gewichtet. Simon Müller erklärt: «Wir geben

den Menschen, Geschichten und den Themen ‹Glauben

und Leben› noch mehr Raum auf dem Sender.» So gibt es

neu thematische Schwerpunkte, die eine vertiefte Auseinandersetzung

mit einem Gedanken ermöglichen.

Weiter wird die moderierte Zeit ausgeweitet: neu startet

die Moderation morgens bereits um 6.00 Uhr, am Nachmittag

schon um 16.00 Uhr. «Radio ist ein Begleitmedium,

und genau das ist unser Anspruch: Wir wollen unsere Hörerinnen

und Hörer durch den Tag begleiten», sagt Simon

Müller.

Eine weitere Änderung betrifft die Nachrichten: Neu

werden die Nachrichten zeitgleich und ungekürzt von SRF

übernommen und erhalten dadurch einen stärkeren Fokus

als bisher auf nationale und internationale Meldungen.

TAGESPROGRAMM

AB 12. APRIL 2021

Das detaillierte Tagesprogramm

mit allen Neuerungen kann ab

dem 12. April auf der Website von

Radio Life Channel aufgerufen werden:

radio.lifechannel.ch/programm


FINANZEN

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 17

SPENDEN UND GEBETE: IN DIESEN UNSICHEREN ZEITEN GANZ WICHTIG!

Christliche Medienarbeit

gewinnt an Gewicht und Akzeptanz

VON SIMON LEEMANN

Ziemlich genau vor einem Jahr war von einem Tag auf den anderen nichts mehr wie vorher:

An einem Freitagnachmittag verordnete der Bundesrat, dass die Schulen auf Fernunterricht

umstellen, Restaurants, Verkaufsläden, Freizeitangebote und vieles mehr schliessen müssen.

Ein Schock für alle, eine Situation, die niemand in der Schweiz so schon erlebt hatte.

Ein Jahr später kämpft die Welt noch immer gegen das

Coronavirus. Vieles ist auch heute noch unbekannt, und

niemand weiss mit Sicherheit, wann und wie diese Krise

enden wird.

Als Leiter Finanzen von ERF Medien habe ich mir viele

Gedanken gemacht, welche Auswirkungen die Krise für ERF

Medien haben wird. Das Mitarbeiterteam von ERF Medien

und sicher viele Unterstützer haben immer wieder für die

schwierige Situation gebetet. Gott sei Dank ist es nach wie

vor möglich, in den modernen Medien über Gott und seine

Liebe zu allen Menschen dieser Welt zu berichten. Es hat

sich sogar gezeigt, dass die christliche Medienarbeit in

diesen unsicheren Zeiten an Gewicht und Akzeptanz dazugewonnen

hat.

ERF Medien sind bis heute gut durch diese Krise gekommen.

Nicht zuletzt auch, weil Tausende von Menschen

nach wie vor die Medienarbeit mit freiwilligen Spenden

unterstützen. Dank dieser Spenden geht die bald fünfzigjährige

Geschichte von ERF Medien Schweiz weiter.

Haben Sie – liebe Leserin, lieber Leser – die Medienarbeit

von ERF Medien vielleicht schon länger nicht mehr

unterstützt und überlegen sich, wieder einmal zu spenden?

Oder gehören Sie zu den regelmässigen Unterstützern?

Ihre Spende ist so wichtig für ERF Medien. Ganz herzlichen

Dank für jeden Spendenbetrag, egal wie hoch dieser ausfällt.

5

SPENDENINFORMATION

ERF Medien berichten über die Liebe Gottes zu allen Menschen.

Wir geben hoffnungsvolle Impulse für Lebens-, Sinn- und

Glaubensfragen. Das ist nur möglich dank der ideellen und

finanziellen Unterstützung vieler Menschen. Jede

Spende zählt. Ihre Spende zählt! Herzlichen Dank.

LOCATION erf-medien.ch/spenden

SPENDENZIEL 2021

5.19 MILLIONEN CHF

Fehlende Spenden

bis Ende Jahr 2021

4 932 459

Eingegangene Spenden

bis Ende Februar 2021

586 081

4

3

2

1


18 ı REISEN

MIT FREUNDEN ZU REISEN SOLL BALD WIEDER MÖGLICH SEIN

Die Sehnsucht bleibt

VON VERENA BIRCHLER

Das Corona-Jahr hinterlässt tiefe Spuren in der Reisebranche.

Davon waren auch die Reisen von ERF Medien

betroffen. Seit über 15 Jahren arbeiten wir mit Surprise-

Kultour-Reisen zusammen. Daher wollten wir wissen,

wie das vergangene und neu begonnene Jahr für unseren

Partner war. Daniel Siddiqui ist Geschäftsführer von Surprise-Kultour

und erlebte mit 2020 das schwierigste Jahr

der Firmengeschichte.

Ende 2019 fusionierten die beiden Reiseunternehmen

Surprise und Kultour. Wie war diese erste Phase auf dem

gemeinsamen Weg?

Nach dem Zusammenschluss mit Surprise Reisen 2019 sind

wir motiviert und hoffnungsvoll ins 2020 gestartet. Die

Buchungslage war vielversprechend, viele Frühlingsreisen

bereits ausgebucht, das Team mit vielen neuen Reise-Ideen

parat und engagiert. Dann kam Corona: Israel liess ab Anfang

März keine Touristen mehr einreisen. Aus schwierigen

Wochen wurden Monate und nun schon fast ein Jahr. Die

Welt steht still. Das galt auch für unsere Surprise-Reisebusse.

Nicht einmal mehr die Schulfahrten waren während

des Lockdown möglich. Ein unvorstellbares Schreckensszenario

für die gesamte Reisebranche.

Trotz Corona wollten viele die Angebote von Surprise-

Kultour und auch ERF Medien nutzen? Was hat das für

euch bedeutet?

Wir mussten extrem flexibel sein. Umplanen, reorganisieren,

alternative Feriendestinationen ins Auge fassen. Zum

Beispiel die Zypern-Ferien mit ERF Medien. Das Ferienangebot

war fast ausgebucht. Die Reisebegleiter und Reisebegleiterinnen

waren mit viel Vorfreude am Vorbereiten.

Dann nahm Zypern die Schweiz wegen der hohen Corona-

Zahlen auf die «Schwarze Liste». Keine Einreise mehr für

Schweizer Gäste, gültig ab sofort. So schnell liessen wir uns

nicht unterkriegen. Wir hatten nach Alternativen gesucht

und auch eine gefunden: Madeira. Die portugiesische Insel

schien das perfekte Reiseziel zu sein. Aber dann nahm das

BAG Portugal auf die Quarantäne-Liste. Madeira war auch

betroffen, obwohl es nur wenige Fälle auf der Insel gab.

Also mussten wir die Reise schweren Herzens absagen, die

über 50 Reisegäste über die Änderungen informieren. So

ging es uns bei ganz vielen Reisen.

Waren denn überhaupt Reisen möglich?

Doch, wir konnten ein paar wunderschöne Reisen durchführen.

Speziell denke ich da an die beiden ERF-Reisen.

Zuerst nach Teneriffa, wo wir eigentlich im Corona-Hotel

untergebracht gewesen wären (diverse Medien berichteten).

Ganz kurzfristig fanden wir eine gute Alternative und

die Gäste haben die Tage auf dieser Insel sehr genossen.

Und dann war noch die Reise nach Sardinien, wo wir erstmals

Covid-Tests für die ganze Gruppe organisieren mussten.

Es funktionierte hervorragend. Abgesehen davon, dass

die italienische Landesregierung in Rom das Vorpreschen

der sardischen Kommune nicht billigte und die Testpflicht

am Einreisetag kurzerhand kippte. Oder auch die Ferien am

Meer in Griechenland. Während der Herbstferien konnten

über 700 Personen aus der ganzen Schweiz dank sinnvollem

Schutzkonzept und dem perfekten Zusammenspiel

vom Hotel und den Mitarbeitern vor Ort eine geniale Zeit

verbringen. Alle drei Beispiele haben gezeigt: Reisen ist

mit Schutzkonzept auch während der Corona-Pandemie

möglich; die Gäste waren begeistert.

Habt ihr noch Mut, trotz Corona Reisen anzubieten?

Wir hoffen sehr, dass mit den weltweiten Impfungen

eine Beruhigung der Lage kommt und das Reisen wieder

möglich wird. Viele unserer Stammgäste freuen sich

darauf, wieder mit uns unterwegs zu sein. Das stimmt uns

optimistisch. Aber natürlich blicken wir heute mit einer

grossen Portion Unsicherheit in die Zukunft: Grosse Fragen

beschäftigen mich und das gesamte Team: Ab wann sind

Reisen wieder möglich? Werden unsere Reisegäste das Vertrauen

ins Reisen bald wieder fassen und unsere Stammkunden

treu bleiben? Ganz ehrlich: Im Moment sehen wir

das Licht am Ende des Tunnels noch nicht und werden in

den nächsten Tagen einige Reisen im Frühling absagen

müssen, aber wir können es auf jeden Fall kaum erwarten,

all unsere Leidenschaft und Energie wieder ins effektive

Durchführen von Reisen zu stecken, statt uns ständig mit

Stornierungen und Absagen herumschlagen zu müssen.

Was uns immer wieder Mut macht, ist das Wissen, dass

Gott alles in seiner Hand hat – auch die Zukunft unserer

Firma und unserer Mitarbeiter. Das hat mich in manch

schlafloser Nacht schon ruhig werden lassen.


MEDIENTIPP LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021

ı 19

IHR MEDIENTIPP IM

LIFE CHANNEL MAGAZIN

Haben Sie etwas entdeckt,

das wir hier vorstellen sollten?

Schreiben Sie uns

an erf@erf.ch

lesenswert – sehenswert

SERIE BRINGT JESUS UND SEINE JÜNGER INS WOHNZIMMER

«The Chosen» ist eine US-amerikanische Streaming-Serie, die das Leben von

Jesus Christus und seinen Jüngern porträtiert. Das Ziel der Serienmacher sei

es, Jesus aus den Augen derer, die ihn kannten, zu zeigen. Als Zuschauer sieht

man so zum Beispiel, wie die späteren Jünger Petrus und Andreas zuerst als

Fischer arbeiten, mit Jesus in Kontakt kommen und sich dann entscheiden,

fortan mit ihm unterwegs zu sein. So manche Geschichte aus den Evangelien

wird in der Serie aus einer ungewohnten und neuen Sicht gezeigt. Als Zuschauer

ist man nahe am Geschehen dran und fühlt sich in die damalige Zeit

zurückversetzt.

Bis jetzt gibt es eine Staffel mit acht Episoden von je 30 bis 60 Minuten

Länge zu sehen. Alle bisherigen Folgen können kostenlos über eine App für

Smartphone und Tablet geschaut werden. Je nach Fernsehgerät lassen sie sich

direkt aus der App auf den grossen Bildschirm streamen. Auf eine deutsche

Tonspur muss man momentan noch verzichten, Untertitel in Deutsch sind

aber vorhanden.

«The Chosen» in App streamen:

thechosen.tv/app

MAGAZIN BESCHÄFTIGT SICH MIT GLAUBEN UND LEBEN

Unter dem Namen «Melchior Magazin» erscheint zweimal im Jahr eine Zeitschrift,

herausgegeben von einem Team von jungen katholischen Leuten. «Wir

möchten Gespräche über das Leben führen, über Fragen, die uns wirklich bewegen.

Wir wollen uns mit Glauben und Vernunft dem Grossen, dem Unendlichen

und dem Wahren nähern», so die Macher über ihre Zeitschrift. Auf 90 schön

gestalteten Seiten finden sich Porträts, Interviews, Essays und Kunstbeiträge.

Herzstück des Magazins ist jeweils eine Artikelsammlung zu einem Schwerpunktthema.

Das aktuelle «Melchior Magazin» ist im März erschienen und widmet sich in

der Artikelsammlung der Frage, wer der Mensch im Verhältnis zum Tier und zur

Maschine ist. «Dahinter steckt der gesamte Fragenkatalog rund um die aktuelle

Debatte, die mit ‹Transhumanismus› betitelt wird», sagt Redaktor und Layouter

Martin Iten. Daneben gibt es unter anderem ein Interview mit Ex-Skirennfahrer

Felix Neureuther oder die Geschichte einer jungen Familienmutter, die an Brustkrebs

erkrankt ist.

«Melchior Magazin» bestellen:

melchiormagazin.com


20 ı LESETIPP

Lesetipp

SHARON GARLOUGH BROWN

Dein Licht durchbricht

die Dunkelheit

Unterwegs zum Kreuz – Eine Erzählung

book-ope

TOP-

TIPP

Nachdem Katherine Rhodes ihre Grossnichte Wren bei sich aufgenommen hat,

werden in ihr nach und nach Erinnerungen an die eigene Geschichte wach. Sie

beschliesst, sich ihnen zu stellen. In bewegenden Briefen an Wren setzt sie sich

mit der Bedeutung von Jesu Leiden und Tod am Kreuz auseinander und damit, wie

sie selbst ihren Weg aus der Dunkelheit ins Licht gefunden hat. Und sie zeigt, dass

trotz offener Fragen und leidvoller Erfahrungen Heilung möglich ist.

Dieses Buch ist kein Roman im klassischen Sinn, sondern es lädt dazu ein, Jesus

als «Gefährten im Leiden» kennenzulernen. Es enthält einen Kreuzweg in Form

von acht Stationen mit Bibeltexten, Gebeten und Fragen zur Reflexion.

Gerth Medien · ISBN 978-3-95734-707-7 · 192 Seiten · ~ CHF 21.90

HUBERT PHILIPP WEBER

LEBEN NACH DEM TOD

Die christliche Hoffnung verstehen

Zur christlichen Hoffnung gehört, dass

das Leben nicht mit dem physischen Tod

verloren ist, sondern bleibt – erneuert

und versöhnt mit aller Gebrochenheit.

Doch das Verhältnis der Menschen zum

Tod ist heute zwiespältig. Einerseits wird

er in Literatur und Serien vielfältig thematisiert,

anderseits verdrängt. Was aber

wird aus einer Gesellschaft, die den Tod

ausblendet und die Toten nicht ehrt? Der

Autor und Theologe zeigt ein schlüssiges

und verständliches Gesamtbild der

«Letzten Dinge» auf.

Grünewald

ISBN 978-3-7867-3231-0

176 Seiten · ~ CHF 26.90

RUTH SOUKUP

TROTZ DEINER ANGST –

BEFÜRCHTE DAS BESTE

Wie du Ängste überwindest, Ziele

verfolgst und Träume verwirklichst

Stell dir vor, deine Angst stünde dir nicht

länger im Weg. Du würdest dich stattdessen

mutig in Richtung deiner Ziele bewegen.

Schritt für Schritt deine Träume

verwirklichen.

Dass dies möglich ist, zeigt die Autorin in

diesem inspirierenden Buch. Lebensnah

und ermutigend macht sie deutlich, wie

du deinen Angsttypen erkennst und

dieser Angst trotzen kannst, um persönliche

Träume und Ziele zu erreichen.

Neukirchener

ISBN 978-3-7615-6737-1

288 Seiten · ~ CHF 22.90

THERESE BICHSEL

ANNA SEILERIN

Stifterin des Inselspitals

Therese Bichsel hat sich einen Namen

gemacht als Autorin historischer Romane.

Sie lässt uns anhand verbürgter Fakten

und Spuren aus Dokumenten die Geschichte

der Anna Seiler, der Stifterin des

Inselspitals, miterleben. Gegen viel

Widerstand geht die Witwe ihren eigenen

Weg. Als Bern von der Pest heimgesucht

wird, trifft sie eine weitreichende Entscheidung


In ihrem Roman über Anna Seiler zeichnet

Therese Bichsel das Porträt einer

aussergewöhnlichen Frau und gibt Einblick

in das Leben in der Stadt Bern im

späten Mittelalter.


Zytglogge

ISBN 978-3-7296-5046-6

320 Seiten · ~ CHF 36.00


SERIE

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 21

gott

ist…

… Diakonie

VON CHRISTOPH ZINGG

Ich werde oft gefragt, was denn eigentlich «Diakonie» bedeute, und ob der Begriff nicht unverständlich oder altbacken sei und

ersetzt gehöre durch «kirchliche Sozialarbeit» zum Beispiel. So einfach ist es nicht. Ich befürchte, dass in dem Moment eine der

für mich persönlich bewegendsten Eigenschaften Gottes vergessen und verloren gehen würde: Gott ist Diakonie. Warum?

Diakonie im weitesten Sinn wird gerne mit «Gastfreundschaft»

übersetzt. Zu Jesu Zeiten, die stark von dem

geprägt waren, was im Römischen Reich von der griechischen

Kultur weiter gepflegt wurde, lagen die Menschen -

wenigstens die, die es sich leisten konnten – zum Essen auf

bequemen Chaiselongues auf der Seite, durch dicke Kissen

gestützt. Die Speisen, die auf niederen Tischen angerichtet

wurden, waren so aber schwierig zu erreichen. Deshalb

bedienten Tischdiener die Speisenden. Dieses «Zu-Tische-

Dienen» ist ein Bild, welches die Vorstellung von Diakonie

Hunderte von Jahren geprägt hat. Umso mehr, als dass in

der Auffassung der jungen Christengemeinden auch Menschen

«zu Tische» eingeladen wurden, deren Herkunft

und Status umstritten war. Ganz nach dem Vorbild Jesu,

der mit Sündern und Zöllnern und anderen Marginalisierten

gemeinsam ass.

Wörtlich geht der Begriff Diakonie auf «dia konos»

zurück und bedeutet: «Der, der durch den Staub geht. Der

weite Wege geht. Der sich schmutzige Füsse, Blasen und

aufgerissene Fusssohlen holt. Dem kein Weg zu beschwerlich

ist.» Gerne erinnere ich mich an das Gleichnis vom

verlorenen Schaf in Lukas 15, 4-7: Die Stützen der Gesellschaft

kritisierten Jesus von Nazareth eben dafür, dass er

mit Zöllnern und Sündern ass und feierte. Der Nazarener

antwortet ihnen:

«Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat

und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig

in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach,

bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er

sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt,

ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu

ihnen: Freut Euch mit mir.»

Gott ist der Hirte, der seine Schafe sucht, jedes einzelne,

und dem kein Weg zu weit und zu beschwerlich ist. Gott

ist «dia konos», Gott ist, der durch den Staub geht, damit

keines seiner Geschöpfe verloren geht. Und er macht sich

immer neu auf den staubigen, beschwerlichen Weg.

Im Sozialwerk Pfarrer Sieber, einem durch und durch

diakonischen Werk, sind wir täglich unterwegs zu und mit

Menschen, die von einem schwierigen Leben gezeichnet

sind: Sie haben keine Wohnung, kein Obdach, leben auf

der Strasse oder in wechselnden Abhängigkeiten. Sie sind

arbeitslos, ausgesteuert. Sie sind einsam, verwahrlosen

äusserlich und innerlich. Sie sind suchtkrank, von Gewaltund

Missbrauchserfahrungen traumatisiert. Der Weg zu

diesen Menschen und ihren Herzen ist beschwerlich. Eine

vertrauensvolle Beziehung aufzubauen dauert oft Jahre und

Fortschritte und Rückschläge halten sich die Waage. Gott,

der «dia konos» ist uns darin Leitung und Ermutigung

in einem, und er ist es auch für Mitarbeitende, die keiner

christlichen Kirche angehören oder aus einem anderen

Bekenntnis als dem Christlichen leben. Kein Weg zu weit,

keine Hürde zu hoch: dem vermag auch zu folgen, wer

anders betet. Gott, der «dia konos» führt den, der seine

Menschen sucht, und sei er noch so weit weg von ihm und

noch so stark an den Rand gedrängt.

Ein Rabbi wurde von einem Schüler gefragt, weshalb

die Menschen zu biblischen Zeiten Gott so oft zu Gesicht

bekommen hätten und er sich heute seinen Menschen

kaum mehr zeige. Der Rabbi antwortete: «Das muss daran

liegen, dass sich die Menschen heute kaum mehr bücken

können.»


SERIE «GOTT IST …»

Wie oder wer ist Gott eigentlich? Diese Frage beschäftigt

die Menschen schon lange. In der Bibel werden unterschiedliche

Bilder gebraucht, um Gott zu beschreiben. In einer

Serie teilen Theologinnen und Theologen aus verschiedenen

Denominationen ihre Vorstellungen, wie Gott ist.

USER ZUR PERSON

Christoph Zingg, Pfarrer und NPO-Manager,

seit Anfang 2011 Gesamtleiter des Sozialwerks

Pfarrer Sieber, liebt es, Menschen

unterschiedlicher Begabungen, Sprachen

und Kulturen über gemeinsamen Themen

zusammenzuführen. Gottes Schöpfung ist

so bunt, so schön und reich.


22 ı

RADIO LIFE CHANNEL

ZUM THEMA: KAPUTT UND DOCH ANGENOMMEN

HIGHLIGHT

LIFE CHANNEL TALK |

MARTIN BENZ –

MIT GOTT DURCH DEN ZERBRUCH

DIENSTAG, 6. APRIL

20 UHR

DIESE SENDUNG IST KURZ NACH

DER AUSSTRAHLUNG ONLINE ABRUFBAR.

radio.lifechannel.ch/talk

Martin Benz war ein Vorzeigechrist. Er führte mit

seiner Jugendliebe eine Bilderbuchehe, hatte drei

Kinder, gründete und leitete eine schnell wachsende,

innovative Kirche, gab ein Buch und eine CD

heraus. Dann verliess ihn völlig unerwartet seine

Frau. Die Trennung stürzte ihn in eine schwere

Krise. Der Verlust machte ihm schwer zu schaffen,

und sein Selbstbild geriet ins Wanken. Mit Hilfe

eines Therapeuten und in vielen langen Waldspaziergängen,

in denen er verzweifelt Gott um Hilfe

bat, arbeitete er seinen Anteil am Scheitern der Ehe

auf. Im Talk erzählt Martin Benz über seinen Zerbruch,

wie er diese schwere Zeit überstand, und

inwiefern sich seine Haltung anderen Menschen

gegenüber dadurch verändert hat.

link.lifechannel.ch/NzmeOU

LIFE CHANNEL TALK |

AUSSTIEG EINER SCHAMANIN

Zoë Bee war schon immer eine Suchende. Ihr Sehnen nach Liebe, Annahme

und Erfüllung wurde immer wieder enttäuscht. Missbrauch und Gewalt

musste sie über sich ergehen lassen, und doch gab sie nie auf, das Licht zu

suchen. Eine Antwort fand sie schliesslich im Schamanismus. Doch fühlte

sie sich immer mehr verfolgt und getrieben von den Geistern der anderen

Welt. Erst in der Liebe und Annahme von Jesus fand sie schlussendlich

Frieden und Freiheit.

link.lifechannel.ch/XxX3n7

LIFE CHANNEL TALK |

PAKT MIT DEN DROGEN

14 Jahre lebte der zweifache Vater tief

im Drogensumpf, nahm alle Arten von

Drogen. Jahrelang konnte Thomas

Feurer ein Doppelleben führen.

Erfolgreich war er als Abteilungsleiter,

Model und Hotelbesitzer bis die Fassade

einbrach. Der einst Erfolgreiche

landete auf der Strasse. Er ass

aus dem Abfalleimer, bis er

im Spital endete.


RADIO LIFE CHANNEL

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 23

link.lifechannel.ch/itQVvD

LIFE CHANNEL TALK |

EIN MUSIKER UND

SEIN WEG IN DIE FREIHEIT

Toby Meyer ist Musiker und Songwriter. Mit seinen «Outreaches» will

er Passanten mit der Botschaft von der Liebe Gottes erreichen. Dass er

heute so selbstbewusst mit seiner Musik auftritt, ist nicht selbstverständlich.

Er war kein Wunschkind, kam ungeplant und zu einem unpassenden

Zeitpunkt auf die Welt. Seinen Selbstwert hat er bei Gott gefunden - genau

wie die Freiheit, über die er so gerne singt.

LIFE CHANNEL TALK |

NACH SCHEIDUNG

link.lifechannel.ch/WmyNuF

WIEDER AUFGERAPPELT

Heinz Hagmann hat eine Scheidung hinter sich. Sie war der absolute

Tiefpunkt seines Lebens. Nicht nur die Trauer über die gescheiterte Ehe

machte ihm zu schaffen, sondern auch die Scham über sein Scheitern.

Im Talk berichtet er, wie seine Ehe scheiterte und wie er sich aus dem

darauf folgenden Loch wieder zurück ins Leben kämpfte.

link.lifechannel.ch/7DTZwJ

LIFE CHANNEL TALK |

GLÜCKLICHES LEBEN

TROTZ VIELER TIEFSCHLÄGE

Mit Anfang 20 wurde Ursula Häberling

ungeplant schwanger - mit Zwillingen!

Die Beziehung zum Vater zerbrach,

bevor sie die Schwangerschaft überhaupt

feststellte. Die Zwillinge wurden

viel zu früh geboren, nur ein Kind

überlebte. Später wurde ihr Wunsch

nach einer intakten Familie doch noch

wahr. Sie heiratete, doch weitere

Schicksalsschläge blieben nicht aus.

Trotz aller Schwierigkeiten

sagt sie voller Überzeugung:

«Mein Leben ist perfekt!»

link.lifechannel.ch/n0fP5M

QR-CODES

Die Sendungen und Beiträge auf dieser Doppelseite

können Sie ganz einfach via QR-Code aufrufen:

Fokussieren Sie die Kamera Ihres Handys auf den Code,

danach lässt sich die Website auf einen Klick öffnen.

Alternativ sind Direktlinks zum Eintippen angegeben.

BERUFSTIPP |

WARUM ES BERUFUNG AUCH

IN DER ZERBROCHENHEIT GIBT

Wie steht es überhaupt mit unserer

Berufung, wenn wir im Leben versagen?

Berufung ist doch etwas für

Schöne und Erfolgreiche – Menschen

ohne Makel sozusagen. Radio Life

Channel im Gespräch mit

Oliver Panier, Berufungs-

Coach von vitaperspektiv.


24 ı

RADIO LIFE CHANNEL

TAGESPROGRAMM

VORSCHAU RADIO APRIL

MONTAG–FREITAG

06.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

06.00 Life Channel

Nachrichten, Wetter, Musik Nonstop

07.00 Life Channel der Morgen

«us em Läbe», Pressegespräch,

Beiträge und Infos

08.00 Life Channel der Morgen

Tageschronik, Pressegespräch,

«us de Bible», Beiträge und Infos

09.00 Life Channel der Morgen

Tagestipp, «us em Läbe»,

Album der Woche

10.00 Life Channel (Mo / Di / Do / Fr)

Tageschronik, «us de Bible»,

Beiträge und Infos

Life Channel Talk (Mi)

Orientierung im Leben, Menschen

im Blick oder Themen im Brennpunkt

11.00 Life Channel

Tagestipp, Album der Woche,

Beiträge und Infos

12.00 Life Channel Info

Beiträge und Infos

13.00 Musik Nonstop

17.00 Life Channel

Agenda, Album der Woche, Tagestipp

18.00 Life Channel Info

Beiträge und Infos

19.00 Schere, Stei, Papier

Kindersendung

20.00 Life Channel Talk (Mo - Do)

Orientierung im Leben, Menschen

im Blick oder Themen im Brennpunkt

FENSTER ZUM SONNTAG-Talk (Fr)

21.00 Musik Nonstop (Mo - Do)

Mike Plain's Fresh Friday (Fr)

SAMSTAG

08.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

10.00 Life Channel Talk

Orientierung im Leben, Menschen

im Blick oder Themen im Brennpunkt

11.00 Musik Nonstop

19.00 Schere, Stei, Papier

20.00 Life Channel Talk

Orientierung im Leben, Menschen

im Blick oder Themen im Brennpunkt

21.00 Musik Nonstop

SONNTAG

09.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

10.00 Gottesdienst

11.00 Musik Nonstop

20.00 Gottesdienst

21.00 Musik Nonstop

GESPRÄCHSSENDUNG

LIFE CHANNEL TALK |

Mi, 7. April | 10 + 20 Uhr

GIFT FÜR DIE SEELE

«Gott schuf den Menschen IHM zum Bilde» - was bedeutet das für unser

Selbstbild? Prof. Dr. Gerd Nagel ist internistischer Onkologe, Krebsspezialist,

Gründer Stiftung Patientenkompetenz und Buch-Autor. In seinem neusten

Buch nimmt er Menschen mit auf eine Entdeckungsreise durch den biblischen

Schöpfungsbericht.

WOCHENTHEMA

SERIE |

5. – 9. April | Mo bis Fr | 7.40 + 11.50 Uhr

VON GOTT ANGENOMMEN

Sich selbst akzeptieren und lieben trotz aller Fehler, sich nach einem Scheitern

selber vergeben und das Selbstvertrauen nicht verlieren – das fällt oft schwer. In

unserer Wochenserie porträtieren wir Menschen, denen das gelungen ist, weil

sie erlebt haben, dass Gott sie so annimmt, wie sie sind.

KINDERSENDUNG

SCHERE STEI PAPIER |

DU WIRSCH

6. – 20. April | jeweils Mo, Di, Do, Fr | 19.00 Uhr

BRUUCHT, CORINNE!

Corinne kommt mit ihrem Leben als Paraplegikerin nur mühsam zurecht.

Trotz Ermutigungen fühlt sie sich wertlos - bis sie einen Pneustecher auf

frischer Tat ertappt. Corinne merkt, dass nur sie ihm helfen kann, aus dem

Schlamassel herauszukommen - und plötzlich erhält ihr Leben wieder Sinn.

Eine Folge produktion der Geschichte «Gib nid uf, Corinne!»

PROGRAMM-

ÄNDERUNGEN

AB 12. APRIL 2021

Lesen Sie mehr dazu

auf Seite 16.

GOTTESDIENSTE

Karfreitag, 2. April 2021

aus der Ref. Kirche Bauma

Ostersonntag, 4. April 2021

aus der Pfimi Bern

Sonntag, 11. April 2021

aus der Kirche Bild St. Gallen

Sonntag, 18. April 2021

aus der Kirche im Prisma Rapperswil

Sonntag, 25. April 2021

aus dem Gemeindezentrum Bethel Wettingen

PROGRAMMÄNDERUNGEN VORBEHALTEN.

Das aktuelle Programm finden Sie unter radio.lifechannel.ch/programm. Wir danken für Ihr Verständnis.


PERSÖNLICH

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 25

BEA GRIMM

BEA GRIMM IST EHE- UND FAMILIENFRAU, MAMA VON ZWEI

ERWACHSENEN KINDERN UND LEIDENSCHAFTLICHE BERUFS-

FRAU. DIE GELERNTE PFLEGEFACHFRAU HAT SICH WEITER-

GEBILDET UND IST SEIT ZWEI JAHREN SELBSTSTÄNDIG

UNTERWEGS ALS PSYCHOSOZIALE BERATERIN.

Den Fokus legt sie dabei auf die Beratung von Frauen. Diese kommen zu ihr

mit «ganz normalen Störungen» im Alltagsleben. Oft geht es um Perspektivenwechsel,

neue Lebensphasen und darum, etwas neu zu sortieren. Und

dabei begleitet Bea Grimm sie gern. Sie liebt es, sich in die verschiedenen

Welten zu begeben, die die Menschen in sich beherbergen.

heart-br Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie

an «kaputt und doch so angenommen» denken?

Ich denke, wenn wir auf die Welt kommen, sind wir perfekt. Gott

hat alles in uns hineingelegt, was es braucht – wir sind «in

Ordnung». Die Erziehung ist bereits die erste Verletzung im

Leben eines Menschen. Mit dem Aufwachsen versuchen wir uns so

zu verhalten, dass wir Anerkennung und Wertschätzung erhalten.

Dabei bleiben unsere eigenen Wahrnehmungen und Bedürfnisse

auf der Strecke und Verletzungen passieren unweigerlich. Die

Grundlage meiner Existenz ist die Gegenwart Gottes. Ich weiss,

Gott ist immer da, ich bin nie allein. Ich bin angenommen mit

allem, was mich auf meinem Weg bisher geprägt, verletzt und

verbogen hat.

Tv-Retro Am TV schauen Sie am liebsten:

Krimis! Mein ganzes Leben ist voller Nächstenliebe, Empathie und

Wertschätzung – Krimis geben einen herrlichen Gegenpol.

Tablet Auf welche drei Smartphone-Apps möchten

Sie nicht verzichten?

WhatsApp, Google Play Books, Agenda.

Mouse-Po Diese Website ist absolut besuchenswert:

fooby.ch, denn ich koche so gerne! Die haben schöne Bilder mit

simplen Rezepten, die einfach gelingen.

WINE-GLA Was machen Sie, wenn Dinge kaputtgehen?

Zu den meisten Dingen habe ich wenig Beziehung. Solange sie

funktionieren, ist es gut – gehen sie kaputt, denk ich: «Schade,

ja dann halt.»

HOME-HEA Welches war eines der schönsten Erlebnisse

in Ihrem Leben?

Mir kommt spontan ein Familien-Abendessen in den Sinn mit

unseren zwei Jungs, die aus ihrem Lehralltag berichtet haben. Wir

haben Tränen gelacht.

Crown Was bedeutet Erfolg für Sie?

Erfolg empfinde ich, wenn ich am Ende vom Tag weiss, dass ich

heute das Beste gegeben habe, mit dem, was mir zur Verfügung

stand.

Caravan Wohin wollten Sie schon immer mal reisen?

Mich zieht es nicht so hinaus in die Welt. Aber ich liebe das Reisen

in die Geschichten der Menschen, mit denen ich unterwegs bin.

Die Reise in das Herz des Gegenübers.

GLOBE-AM Und in welches Land zieht es Sie am meisten?

Nach Italien. Ich liebe das gute Essen, ich spreche Italienisch und

mag die Mentalität - das Laute, Unkomplizierte und leicht Chaotische.

HANDS-HE Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Ich würde gerne mit Sara, der Frau von Abraham sprechen. Dass

sie lachte, als sie hörte, dass sie in ihrem «biblischen Alter» noch

Mutter werden sollte, finde ich einfach herrlich.

user-sec Sie haben immer verheimlicht, dass …

… ich eigentlich gerne streite, weil ich mich dann so lebendig

fühle.

«LEBENSTIPP»

VON BEA GRIMM

regelmässig bei

Radio Life Channel


Ihr Fachgeschäft für Naturbettwaren

Mach dein

Herz jetzt

zum Beruf!

Massivholzbetten

Naturlatexmatratzen

fanello-Bettsystem

Schurwollduvets

Wollbettauflagen

Seitenschläferkissen

BIO-Baumwoll-Bettwäsche

Spycher-Handwerk

Huttwil

Dein Studium in Sozialdiakonie

und Gemeindeanimation HF

› Einzigartig: Zwei Diplome in einer Ausbildung

› kirchlich und staatlich anerkannt

› Auch für dich? 062 836 43 43 für mehr Infos

Wir nehmen

www.kamele.ch

062 962 11 52

Auszeit für Frauen.

Mit Maria Prean,

Uganda

Eigene Vorstellungen von Gott und

vom Leben loslassen. Gott in das

eigene Leben hineinlassen und sich in

allen Dingen auf IHN verlassen.

Kurz: “Lola – Gola”.

In Zusammenarbeit mit Sarah

Vitolla, Irene Dill und dem Team von

«Leben pur».

23.– 25.

April

2021

1.– 8.

Mai

2021

Ferienwoche für

Jungsenioren ab 65

Gönnen Sie sich nach den vielen Covid-

Einschränkungen Ihren persönlichen

Frühsommer! Und geniessen Sie eine

Ferienwoche in familiärer Atmosphäre!

Erleben Sie ein vielseitiges, abwechslungsreiches

Programm für aktive Leute im

Pensionsalter.

Mit Gastgeberpaar Willy & Valérie Graf

und Pastor Heinz Bossi, Seon.


Body.

Soul.

Spirit.


Langgasse 9

CH-6340 Baar

+41 41 766 46 00

www.dialoghotel-eckstein.ch


ALLTAGSTIPP

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 27

Interessantes

für den Alltag

ZAHL

DES

MONATS

Im 4-Wochen-Takt erneuert sich

unsere alleroberste Hautschicht.

Quelle: haut.de

Pflanzenschilder

selbstgemacht

Die Scherben von zerbrochenen Tontöpfen eignen sich

prima als wetterfeste Schilder. Mit einem Stein oder

Hammer werden sie noch in die gewünschte Grösse

geschlagen. Zur Beschriftung und Verzierung nehmen

Sie einen wasserfesten und lichtechten Stift, so wissen

Sie immer, welche Pflanze hier wächst.

Weitere Idee: Korken mit Pflanzennamen beschriften

und auf lange Holzspiesschen stecken.

Quelle: diy-family.com

Wäscheklammerbeutel

aus alter Kleidung

Manche ausrangierten, verwaschenen Kleidungsstücke

lagern über lange Zeit im Schrank. Noch halten einen

Bedenken oder Unschlüssigkeit zurück, ein ehemals

gutes Stück zu entsorgen. Dann ist es Zeit, daraus Neues

zu kreieren:

Der Kinder- oder Erwachsenenjeans werden die Beine

horizontal im unteren Gesässbereich abgeschnitten.

Dann den Stoff auf die linke Seite drehen. Den unteren

Rand mit der Nähmaschine im Steppstich zunähen. Die

Kanten mit Zickzackstich vor dem Ausfransen schützen.

Danach wieder auf rechts drehen. Der Jeansbund wird

an einen Kleiderbügel mit Klammern links und rechts

angebracht – fertig ist der Wäscheklammerbeutel.

Auch aus einem alten T-Shirt in stärkerer Qualität

kann ein Wäscheklammerbeutel angefertigt werden.

Das T-Shirt auf links drehen. Mit einer guten Schere,

die sich auch für Textilien eignet, werden die Ärmel

sowie auch die untere Mitte des Shirts abgeschnitten

und die Nähte mit der Nähmaschine im Stepp- und

Zickzackschritt versäubert. Danach wird das Shirt

wieder auf rechts gedreht und auf

einen Kleiderbügel gezogen. Und

übrigens: Alte Kleiderstoffe eignen

sich auch bestens, um das Nähen

zu erlernen.

Quelle: Redaktion

«Life Channel Magazin»

BELEBENDE

Bürstenmassage

FÜR MORGENMUFFEL

Morgens, gleich nach dem Aufstehen, am besten vor dem

offenen Fenster oder in einem frisch gelüfteten Zimmer, wird

der ganze Körper in rund fünf Minuten mit leichtem Druck

gebürstet.

Verwenden Sie dazu eine handliche Trockenbürste (mit oder

ohne Stiel) oder einen Massagehandschuh aus Sisal-Naturfaser.

Eine leichte Rötung der Haut ist dabei erwünscht. Kratzer

oder Striemen auf der Haut hingegen stammen von einer falschen

Bürste oder einer zu groben Behandlung. Das Trockenreiben

wirkt kreislaufanregend, abhärtend, blutdruckregulierend,

durchblutungsfördernd. Zudem wirkt es regenerierend

und regt den Hautstoffwechsel an.

Abends vertragen es nicht alle. Es wird deshalb bei morgendlicher

Antriebsschwäche, Kreislaufschwankungen, Migräne,

Cellulite, kalten Händen und Füssen empfohlen sowie als

entschlackende Anwendung bei Fastenkuren.

Beginnen Sie herzentfernt, aussen am rechten Fuss. Bürsten

Sie mit kreisenden oder strichführenden Bewegungen an der

Aussenseite des Beines hoch. Danach bürsten Sie auf der Innenseite

des rechten Beines runter. Nun wird das linke Bein

nach gleichem Vorgehen gebürstet. Weiter starten Sie zuerst

mit der rechten und dann mit der linken Hand – Ablauf wie

bei den Beinen.

Jetzt bürsten Sie von rechts nach links kreisförmig den

Bauch; dabei unterstützen Sie den Dickdarmverlauf. Zuletzt

kommen Gesäss und Rücken in den Genuss der Massage.

Nicht geeignet ist das Trockenbürsten bei Hautleiden, Erkrankungen

der Schilddrüse, ausgedehnten Krampfadern und

grosser Nervosität.

Quelle: stoffwechsel-aktiv.com


28 ı

FENSTER ZUM SONNTAG

FENSTER ZUM SONNTAG-MAGAZIN

SA, 3. APRIL | 16.40 UHR

SA, 3. APRIL | 18.30 UHR

SO, 4. APRIL | 08.00 UHR *

SO, 4. APRIL | 13.55 UHR

SA, 17. APRIL | 16.40 UHR

SA, 17. APRIL | 18.30 UHR

SO, 18. APRIL | 13.05 UHR *

SO, 18. APRIL | 17.45 UHR

MAGAZIN MIT ALINE BAUMANN |

NORMAL IST GUT

Es ist noch nicht lange her, da war es fast ein wenig

verpönt, ein «normales Leben» zu führen. Doch seit

Corona wütet, sehnt sich eine Mehrheit der Menschen

exakt nach diesem «normalen Leben» zurück.

MAGAZIN MIT ALINE BAUMANN |

NACH UNTEN WACHSEN

Im Homeoffice wurde manch einer zum Hobbygärtner.

Wer Pflanzen kauft, kann sich sofort am Grün erfreuen.

Wer aber Samen sät, braucht Geduld bis sich etwas

zeigt, denn das Leben beginnt unter der Erde.

Einkaufen ohne Maske, spontan Freunde treffen, Sportveranstaltungen

besuchen, in die Ferien fliegen … Dinge,

die bis Anfang 2020 normal und schon fast als langweilig

verschrien waren, stehen auf einmal ganz oben auf der

Wunschliste. In einer Zeit, in der immer alles besser

werden musste, hat plötzlich das Normale wieder einen

zentralen Platz. Und was hat es mit der vielzitierten

«neuen Normalität» auf sich?

Für Menschen mit grünem Daumen ist klar, dass Samen

in den Boden müssen und dort erst unter Druck zu wachsen

beginnen. Alles Wichtige geschieht zuerst unter der

Erde, denn nur eine Pflanze, die Wurzeln hat, kann die

nötigen Nährstoffe aufnehmen. Bei Pflanzen, die in der

Natur Wind und Wetter trotzen müssen, sorgen die Wurzeln

zusätzlich für festen Halt. Auch im menschlichen

Leben kommt es darauf an, in gutem Boden fest verwurzelt

zu sein.

ZUM THEMA

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

HALLO ... ICH HAB’ EIN ECHTES PROBLEM!

Ein Drittel der Bevölkerung gibt an, unter psychischer

Belastung zu leiden. Stress, schlimme Erlebnisse und

destruktive Verhaltensmuster sind oft Gründe bei seelischen

Problemen. Zum «Seelenklempner»? Nein danke!

Auch Rolf Germann meinte, Seelsorge sei nur etwas für

Frauen – bis er seine Ehe «an die Wand fuhr».

DIESE SENDUNG IST

ONLINE ABRUFBAR.

link.lifechannel.ch/mOZGcS

Schon mit zwölf Jahren wollte Doris Bürki nur noch sterben

und schlitterte in die Magersucht. Der Griff zum Telefonhörer

war für die heute siebenfache Mutter der erste Schritt zurück

ins Leben. Rolf Germann und Doris Bürki haben erfahren,

dass Heilung von Zwängen möglich ist dank Psychotherapie

und Gottes Hilfe. Ihr Credo: «Warte nicht zu lange, rede ...

Probleme kann man lösen!»

PROGRAMMÄNDERUNGEN VORBEHALTEN.

Das aktuelle Programm finden Sie unter fensterzumsonntag-talk.ch. Wir danken für Ihr Verständnis.


FENSTER ZUM SONNTAG

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 29

FENSTER ZUM SONNTAG-TALK

DIE

SA, 10. APRIL | 16.40 UHR

SA, 10. APRIL | 18.30 UHR

SO, 11. APRIL | 11.50 UHR *

SO, 11. APRIL | 17.45 UHR

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

INTROVERTIERT LIEBT EXTROVERTIERT

SA, 24. APRIL | 16.40 UHR

SA, 24. APRIL | 18.30 UHR

SO, 25. APRIL | 12.20 UHR *

SO, 25. APRIL | 17.45 UHR

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

YOUTUBE-STAR MIT TODESDIAGNOSE

SENDUNGEN

SIND KURZ NACH

DER AUSSTRAHLUNG

ONLINE ABRUFBAR

fensterzumsonntagtalk.ch

«Stimmt etwas nicht mit mir?», sorgte sich Debora

Sommer lange. Bis sie erkannte, dass stark introvertiert

sein eine genetische Veranlagung mit vielen Stärken ist.

Still. Zurückhaltend. Distanziert. Eigenschaften von

In trovertierten werden oft als Schwäche ausgelegt. Auch

Dr. Debora Sommer meinte lange, dass mit ihr etwas nicht

stimme. Heute weiss sie, dass es keine Schande ist, stark

introvertiert und zudem hochsensibel zu sein. Die Autorin

des Buches «Die leisen Weltveränderer» kennt auch das

pure Gegenteil ihrer eigenen genetischen Veranlagung.

Ihr Ehemann Rolf ist extrovertiert. Was für sie herausfordernd,

aber auch bereichernd ist. Ein Gespräch über die

Begabungen von intro- und extrovertierten Menschen.

Ein selbstgebautes U-Boot, ein Offroad-Rollstuhl, eine

fliegende Badewanne: Die YouTube-Stars Philipp und

Johannes Mickenbecker sind bekannt für ihre verrückten

Experimente.

Mit ihren Videos im Internet erreichen sie oft mehrere

Millionen Klicks. Doch die heile Spasswelt auf Social

Media kommt plötzlich ins Wanken, als Philipp zum

zweiten Mal einen Krebstumor hat und seine Schwester

bei einem Flugzeugabsturz stirbt. 2018 spricht er dann

zum ersten Mal auf YouTube über seine besiegte Krankheit

– und über seinen neu gefundenen Glauben. Im

Herbst 2020 jedoch steht Philipp erneut vor die Kamera

und sagt: «Ich habe wieder Krebs. Im Endstadium.»

ZUM THEMA

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

PFARRERSOHN IM PUFF

Als Sohn eines Pfarrers steht Nathanael Amman in der

Kirchgemeinde unter besonderer Beobachtung, in der

Schule wird er ausgelacht. Dann aber hat er genug von all

den Vorschriften und kehrt der Kirche den Rücken zu. Trotz

Lehrabbruch macht der junge Mann Karriere und verdient

mehr Geld, als ihm guttut. Partys, Alkohol und Bordellbesuche

prägen seinen Alltag.

DIESE SENDUNG IST

ONLINE ABRUFBAR.

link.lifechannel.ch/uY0Bqa

Am Tiefpunkt seines Lebens trifft er in einer Therapie seinen

heute besten Freund. Für beide ist die Begegnung eine Gebetserhörung.

Doch erst nach einem Autounfall unter Alkoholeinfluss

entscheidet sich Nathanael, einen Entzug zu machen.

Ein langer Weg zurück in ein normales Leben beginnt

– mit Unterstützung seines besten Freundes.

Die TV-Reihe FENSTER ZUM SONNTAG wird gemeinsam von Alphavision (Magazin) und ERF Medien (Talk) produziert.

*Aufgrund aktueller Sendungen können sich Anfangszeiten auf SRF zwei kurzfristig verschieben. Bitte informieren Sie sich über allfällige Änderungen in der Tagespresse oder dem Teletext.


30 ı PORTRÄT

YOUTUBER PHILIPP MICKENBECKER HAT LYMPHDRÜSENKREBS IM ENDSTADIUM

Trotz Todesdiagnose voller Hoffnung

VON MICHÈL WILLEN

Eigentlich soll gleich die selbstgebaute Wasserrutsche

eingeweiht werden. Der 23-jährige

Philipp Mickenbecker vom YouTube-Kanal

«The Real Life Guys» steht nochmal kurz vor

den Spiegel und entdeckt zwei dicke Beulen

auf der Brust, die vorher noch nicht da waren.

«Mir war direkt klar: Der Tumor ist zurück.»

Sieben Jahre zuvor wird bei Philipp zum ersten

Mal Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Damals

ist er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder

Johannes in der Naturfotografie tätig. Eines

Tages merkt er, dass er nicht mehr richtig Luft

bekommt. «Es hat sich angefühlt, als hätte ich

einen Stein in der Lunge.» Beim Arztbesuch dann die Erklärung:

Philipp hat einen Tumor. Er unterzieht sich der

Chemotherapie, hat starke Nebenwirkungen und kann

etwa ein Jahr lang nicht in die Schule gehen. Es scheint

sich aber zu lohnen: Bei der Nachkontrolle ist vom Tumor

nichts mehr zu sehen. In dieser Zeit startet er mit seinem

Bruder den gemeinsamen YouTube-Kanal. In ihren Videos

bauen sie zum Beispiel eine fliegende Badewanne oder ein

U-Boot. «Wir wollten die Leute dafür begeistern, nach

draussen zu gehen und nicht nur zuhause vor dem Bildschirm

zu sitzen.» Der Kanal startet

durch, die Videos werden auf der ganzen

Welt geschaut.

Begegnung mit Gott

Doch dann hat Philipp vermehrt mit

starken Kopfschmerzen zu kämpfen. Eine Untersuchung

macht klar: Vier Jahre nach der ersten Krebsdiagnose ist

der Tumor wieder da. Philipp entscheidet sich gegen eine

FILM

TV-TIPP

FENSTER ZUM SONNTAG-TALK

YouTube-Star mit Todesdiagnose

Sa, 24. April

So, 25. April

16.40 Uhr

18.30 Uhr

12.20 Uhr

17.45 Uhr

PHILIPP MICKENBECKER (L): «DASS ES JEMANDEN GIBT, DER EINEN PLAN FÜR

MICH UND MEINE KRANKHEIT HAT, GIBT MIR EINE UNGLAUBLICHE HOFFNUNG.»

IM GESPRÄCH MIT PHILIPP

UND JOHANNES ERFAHREN

SIE, WIE DER GLAUBE IN

SCHWEREN ZEITEN HILFT.

erneute Chemotherapie. Sein Zustand verschlechtert sich

markant. «Es sah nicht so aus, als ob ich die nächsten Wochen

überleben würde. Da habe ich das erste Mal in meinem

Leben richtig krass Angst gehabt.» Eines Abends geht

er nach draussen und ruft in seiner Not zu Gott. «Plötzlich

habe ich eine unglaubliche Liebe gespürt. Ich spürte, dass

es da jemanden gibt, der auf mich aufpasst.» Nur zwei

Tage nach diesem Erlebnis stirbt Philipps Schwester bei einem

Flugzeugabsturz. Sein gesundheitlicher Zustand wird

immer kritischer – er stellt sich darauf ein, bald zu sterben.

Die Hoffnung bleibt

«Da hat meine Mutter zuhause gebetet:

‹Jesus, jetzt musst du uns helfen – wir

sind am Ende.›» Wie durch ein Wunder

verbessert sich Philipps Zustand danach

und er ist innerhalb von drei Monaten

wieder auf den Beinen.

Er hat nun wieder Energie, um sich den Videos zu widmen.

Der YouTube-Kanal wächst weiter und alles sieht gut aus –

bis drei Jahre später die verdächtigen Beulen auf der Brust

auftauchen. Der Arzt bestätigt Philipps Vermutung: «Er

sagte mir, dass der Tumor schon im Endstadium sei.» Eine

erneute Chemotherapie kommt nun nicht mehr in Frage.

Philipp weiss, dass er jederzeit sterben könnte. «Meine

grösste Hoffnung ist, zu wissen, dass es nach dem Leben

weitergeht. Ich glaube, dass Gott am Ende alles irgendwie

gut machen wird – selbst wenn es nicht hier auf der Erde

ist.»


KOLUMNE

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 04.2021 ı 31

Michelle Boss

Annahme ermöglicht Veränderung

Es ist eine Berufskrankheit: Wenn

in Gesprächen von Menschen

die Rede ist, die Schwierigkeiten

überwunden haben oder die eine

eindrückliche, positive Wandlung

erlebten, dann horcht meine innere

Journalistin auf.

Oft stört mich das. Schliesslich

möchte ich den Menschen

in meinem Umfeld nicht nur aus

beruflichem Interesse zuhören. Und

doch, ab und zu lässt mich eine

Geschichte nicht in Ruhe, und ich

komme später noch einmal darauf

zurück. So sind schon viele berührende,

tiefgehende Talks entstanden.

Wir «Talker» sind stets auf der

Suche nach Brüchen. Schwierige

Lebensumstände, Versagen, abrup-

Wenn Menschen sich

von Grund auf verändern,

ist das für mich eines

der grössten Wunder

überhaupt.

Menschen finden oft Zugang zu

ihrer «kaputten» Persönlichkeit.

Sie lernen diese anzunehmen, mit

allen Fehlern und Unzulänglichkeiten,

mit aller Verletzlichkeit. Und

dieses Angenommensein ermöglicht

in vielen Geschichten Schritt

für Schritt eine erstaunliche Veränderung.

Dasselbe Motiv zieht sich auch

durch das Leben vieler unserer

Talkgäste. Irgendwann in ihrem

Leben – oft im tiefsten Elend –

sind sie auf die Tatsache gestossen,

dass Gott sie annimmt. So

wie sie sind. Mit all ihren Fehlern,

ihren Verletzungen, ihren

Schutzmechanismen, ihrer Disfunktionalität

– eben kaputt.

Oft sind an dieser Erfahrung

auch Menschen beteiligt, die an

te Richtungsänderungen oder Umwege auf dem Lebensweg;

Gott glauben. Und die mit seiner Hilfe etwas von Gottes

das alles ergibt spannenden Gesprächsstoff. bedingungsloser Annahme spürbar

machen.

Auch in Büchern, Filmen oder Fernsehserien faszinieren

mich schwierige Charaktere weitaus mehr als

stromlinienförmige Helden. Die spannendsten Figuren

sind jeweils Menschen, die aufgrund widriger Lebensumstände

ein selbstzerstörerisches Verhalten an den

Tag legen, die eine harte, unnahbare Fassade aufgebaut

haben, um sich zu schützen. Sie sind «Wracks» und

bezeichnen sich in der Regel selbst als kaputt.

Durch dieses Angenommensein wird das schier Undenkbare

möglich: Die junge Frau mit Essstörungen

lernt, sich selbst und ihren Körper gern zu haben. Der

grosskotzige Manager wird demütig. Das Ehepaar, welches

in einer Spirale von Hass und Gewalt gefangen ist,

findet neue Liebe und einen neuen Umgang miteinander.

Wenn Menschen sich von Grund auf verändern, ist

das für mich eines der grössten Wunder überhaupt.

MICHELLE BOSS

Leiterin Moderation Radio Life Channel

michelle.boss@lifechannel.ch


musicalcamps

camps

• 1 Woche • biblisches Musical • zwei bis vier öffentliche Aufführungen • Spiel, Spass, Freundschaften

• auseinandersetzen mit dem christlichen Glauben

Sommer 2021

Adonia-Junior (9 - 13 J.)

Adonia-Sportcamp (9 - 15 J.)

Herbst 2021

Adonia-Junior (9 - 13 J.)

Adonia-Teens (13 - 20 J.)

Adonia-Family (6 - 66 J.)

NEU

sportcamps

• 1 Woche • Fussball und Unihockey • Carfahrt zum Turnier gegen andere Camps

• Finalturnier • auseinandersetzen mit dem christlichen Glauben

Infos und Anmeldung auf

adonia.ch/anmeldung

Adonia, Trinerweg 3, 4805 Brittnau

Bestell-Telefon: 062 746 86 46, E-Mail: order@adonia.ch

adoniashop.ch

Versandkostenfrei ab CHF 45.–

Swiss Praise, Vol. 4

für Gemeinde

und Zuhause

Swiss Praise, Vol. 4

Mundartworship

Wieder überträgt Adonia das

internationale Worship-Repertoire

ins Schweizerdeutsche. Wie in jeder

Ausgabe von Swiss Praise wurden die

Tonarten so gewählt, dass die Lieder

für die ganze Gemeinde gut singbar

sind. Die Sänger haben zudem beim

Einsingen darauf geachtet, dass die

Melodie exakt den Noten im Liederheft

entspricht. «Swiss Praise» eignet sich

somit nicht nur für das Hören, Mitsingen

und Nachspielen zu Hause, sondern

auch für Bands und Musik-Teams in

Kirchen und Gemeinden als zeitgemässe

Repertoire-Ergänzung, die mitten ins

Herz geht!

CD | A129701 | CHF 29.80, ab 10 Ex. 25 %

Liederheft | A129702 | CHF 16.80

Playback-CD | A129703 | CHF 35.–

mp3

adoniashop.ch

Günstiger

im Set

18 internationale

Worship-Hits in

Schweizer Mundart!

Titelliste

> Bahnbrächer (Way Maker)

> Begägne mir nomal (Here Again)

> D'Güeti vo Gott (Goodness of God)

> D'Reis (The Journey)

> De Säge (The Blessing)

> Dini Liebi (Deine Liebe)

> Du seisch (You Say)

> Eifach guet (Einfach gut)

> Geniale Gott (Such an Awesome God)

> Gräber zu Gärte (Graves into Garden)

> Gwagti Liebi (Reckless Love)

> Herr, du bisch guet (You Are Good)

> Höchschte König (King of Kings)

> Mini Hoffnig läbt (Living Hope)

> Nur du

> Ruum für dich (Make Room)

> So liebt Gott (God So Loved)

> Uf dich baue (Build My Life)

Ihre christliche Buchhandlung

cBooks.ch

mit den besten Preisen

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