der-Bergische-Unternehmer_0321_Nonprint

weinheimer

Das Wirtschaftsmagazin für das Bergische Land und den Kreis Mettmann

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR DAS BERGISCHE UND DEN KREIS METTMANN

03

2021

Arbeit

von

überall

30 Neue Serie

Handwerk heute -

Gute Zeiten für Gründer

34 Gastkommentar

Ausbildung in Teilzeit - ein

Win-Win-Format

40 Unterwegs

Frühlingserwachen in

Weiß-Blau


Regional verwurzelt, international verbunden.

Höchste Ansprüche an die Beratungsqualität und langjährige Verankerung in der Region:

Das sind die Eckpfeiler unserer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungstätigkeit. Zu unseren Mandanten zählen bedeutende

mittelständische und kommunale Unternehmen. Als größte Kanzlei in Wuppertal und dem Bergischen Land bietet Ihnen

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EDITORIAL

CreditreformThese Nr. 4

ICH

WILL

DICH

NICHT UM

JEDEN PREIS. *

ERHELLEND

DIE WELT WIRD SICH NACH DER PANDEMIE EIN

BISSCHEN ANDERS DREHEN, davon ist nach einem Jahr

Corona auszugehen. Damit sind in erster Linie natürlich die vielen Verluste

gemeint – angefangen von den schmerzlich vermissten Verstorbenen über verpasste

Bildungschancen bis hin zu gefährdeten und im schlimmsten Fall zerstörten

Existenzen. Genauso hat uns das Virus gezeigt, wo unsere Wirtschaft

und Gesellschaft Schwächen zeigen und gleichermaßen, wo es Potenziale gibt.

Die Arbeitswelt jedenfalls, bereitet sich auf einen Wandel vor. Arbeit wird

mobiler und flexibler, während des ersten und zweiten Lockdowns gezwungenermaßen

und anschließend wohl mit Augenmaß und Freiwilligkeit. Die Betriebe,

auch bei uns in der Region, haben sich darauf vorbereitet, wie unsere

Titelgeschichte zeigt. Das Homeoffice wird Teil der Arbeitsstruktur werden,

muss aber – wenn es funktionieren soll – auf Grundlage von fest vereinbarten

Bedingungen geschehen. Dafür zu sorgen, sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer

und Betriebsräte gleichermaßen gefordert.

In der Gründerszene geht es aktuell vornehmlich um digitale Innovationen.

Welche Bedeutungen Unternehmensgründungen und Betriebsübernahmen

auch im Handwerk haben, zeigt Teil 3 unserer neuen Serie auf. Dabei stehen

Junghandwerker und -handwerkerinnen nicht alleine da. Der Staat hilft mit,

damit der Traum von der Selbstständigkeit wahr wird.

Bleibt zu hoffen, dass auch Reiseträume alsbald verwirklicht werden können.

Um sich zu erholen, muss es nicht gleich die Fernreise sein. Hier empfehlen

wir diesmal einen Besuch im Werdenfelser Land. Eine Alpenkulisse, die vor

sechs Jahren schon US-Präsident Barack Obama genießen durfte.

Starten Sie munter und gesund in den Frühling!

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Kunde Ihre Forderungen nicht mehr begleicht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit

ist, erfahren Sie einfach und sicher mit den Wirtschaftsinformationen

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der Bergische Unternehmer 03|21 3


INHALT

20 Titel

Arbeit von überall

Wie Corona die Arbeitswelt verändert

30

Neue Serie

Ich mache jetzt mein

eigenes Ding

34

Gastkommentar

Ausbildung in Teilzeit: In jeder

Hinsicht ein Win-Win-Format

4 www.bvg-menzel.de


40

Frühlingserwachen in Weiß-Blau -

Urlaub im Werdenfelser Land

Namen & Nachrichten

06 Hoffnung aus Wuppertal

07 Mittelstand meets Startups

08 Regionaler Konjunkturreport

08 Auf das Wachstum kommt es an

09 Ford entwickelt E-Autos in Köln

10 Frauenpower für Quallianz e.V.

11 Keine Debatte um Steueranhebungen

12 Wuppertaler Informatik unter den

Top 50 in Europa

12 Eigenkapital deutscher

Mittelständler sinkt

13 Nacht der Bibliotheken

14 Außergewöhnliche Eventlocation

14 Lage der Autoindustrie leicht

verbessert

15 Kostenloser Digitalcheck

in Mettmann

16 W-Stip unterstützt Gründerinnen

und Gründer

17 Handel leuchtet rot

18 Interview:

Abschied nach drei Jahrzehnten

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der

„Service-Seiten Finanzen Steuern Recht

Düsseldorf“ bei.

Titel

20 Arbeit von überall

Wie Corona die Arbeitswelt verändert

Serie

30 Handwerk heute -

Ich mache jetzt mein eigenes Ding

Gastkommentar

34 Ausbildung in Teilzeit - ein Win-Win-

Format in jeder Hinsicht

Aus der Praxis

35 Recht, Finanzen, Steuern

Für Sie unterwegs

40 Frühlingserwachen in Weiß-Blau -

Urlaub im Werdenfelser Land

Rubriken

46 Handelsregister

50 Vorschau / Impressum

RINKE_Anzeige_4c_2021.qxp_RINKE_IHK 17.02.21 12:11 Seite 3

der Bergische Unternehmer 03|21 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Hoffnung aus Wuppertal

Bayer AG steigt am Wuppertaler Standort in die Impfstoffproduktion ein.

Foto: Bayer AG

NRW-Ministerpräsident

Armin Laschet erklärte

nach der Betriebsbesichtigung,

warum die

Zusammenarbeit zwischen

dem Land Nordrhein-Westfalen,

der

Bayer AG und CureVac

so wichtig im Kampf gegen

die Corona-Pandemie

ist.

Bayer plant, im Rahmen eines Kooperationsvertrags

mit CureVac N.V. im Jahr 2022 160

Millionen Dosen des Impfstoffs von CureVac

herzustellen. Der Standort Wuppertal spielt

dabei eine zentrale Rolle. Der Ministerpräsident

des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin

Laschet, und die Präsidentin des Regierungsbezirks

Düsseldorf, Birgitta Radermacher,

machten sich am Forschungs- und Produktionsstandort

Wuppertal der Bayer AG ein

Bild der geplanten Impfstoffproduktion.

„Wirksame Impfstoffe sind unsere größte

Waffe bei der Bekämpfung der Pandemie. Der

Einstieg der Bayer AG in die Impfstoffproduktion

auf Basis der Kooperation mit Cure-

Vac ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen

das Virus“, sagte Laschet. Der Pharma- und

Biotechnologiestandort in Wuppertal biete die

besten Voraussetzungen für die Hightech-Anforderungen

der Impfstoffherstellung. Werner

Baumann, Vorstandsvorsitzender von Bayer,

unterstrich die Bedeutung des Vorhabens:

„Ein lösungsorientiertes Miteinander von Industrie

und Politik ist wichtig, um die großen

Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Dazu gehört auch die Corona-Pandemie. Wir

bei Bayer haben in vielfacher Form geholfen

und unterstützt – und werden nun einen historischen

Schritt unternehmen. Erstmalig wird

Bayer die Produktion von Human-Impfstoffen

aufnehmen.“ Stefan Oelrich, der für die Division

Pharmaceuticals zuständige Vorstand der

Bayer AG, ergänzte: „Für den hiesigen Gesundheits-

und Forschungsstandort ist es von

zentraler Bedeutung, in bahnbrechende Felder

der medizinischen Forschung und Entwicklung

zu investieren und von Beginn an mitzugestalten.

Dies gilt insbesondere für die Bereiche

der Zell- und Gentherapien, mit deren

Hilfe die zukünftige Gesundheitsversorgung

unserer Bevölkerung maßgeblich verbessert

werden kann.“

6 www.bvg-menzel.de


Bergischer Mittelstand meets Startups

Startup-Event startet in die achte Runde – diesmal als „Hybrid-Edition“.

Foto: Leon Sinowenka

Auch „der Händler ums

Eck“ ist mittlerweile gut

online zu erreichen.

In 2020 konnten sich die

Sieger des berg-pitch

noch für ein Gruppenfoto

aufstellen.

Das größte Startup-Event im Bergischen

Land startet in die achte Runde – diesmal

als „Hybrid-Edition“.„Nach längerer Pause

ist es nun Zeit, einen neuen Weg auszuprobieren“,

erklärt pitch-Initiator Sven Wagner

vom Gründer- und Technologiezentrum

(GuT) Solingen. Die Hybrid-Edition schafft

eine gleiche Ausgangssituation für alle

Startups auf der Bühne. Das Publikum findet

sich parallel im Livestream und im Videokonferenz-Tool

zusammen. „So können

alle Teil des Events sein und direkt auch den

Startups Feedback geben oder Fragen stellen”

erläutert Phil Derichs, Startup Manager

im GuT. Als Ort des ersten Hybrid-Pitchs

kommt die neu renovierte „Alte Maschinenhalle“

auf dem Gelände des GuT ins Spiel.

Die Startups pitchen damit in einer originalen

Location „bergischer Industriekultur“.

Neue Geschäftsmodelle in historischen

Räumen – ganz nach dem Motto „Bergischer

Mittelstand meets Startups”. Als Partner

und Unterstützer der Veranstaltung sind

neben der codecentric AG auch die Stadt-

Sparkasse Solingen sowie die Bergische

Krankenkasse dabei. „So können wir auch

in dieser schwierigen Zeit junge innovative

Unternehmen mit diesem Pitchevent unterstützen“,

verdeutlicht Frank Balkenhol, Geschäftsführer

des GuT und der Wirtschaftsförderung

Solingen.

Zum Vernetzen der Startups mit dem Mittelstand

können sich die Teams im Vorfeld

den Sponsoren und Unterstützern vorstellen,

Kontakte knüpfen und vielleicht ihre

Idee in Solingen umsetzen. Alle Interessierten

können die Startups, Jury und Unterstützer

ebenfalls über die Social-Media Kanäle

des berg-pitchs und coworkits vor der

Veranstaltung kennenlernen. Weitere Informationen

und Tickets zur Livestream-Veranstaltung

über www.berg-pitch.de.

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der Bergische Unternehmer 03|21 7


NAMEN & NACHRICHTEN

Regionaler Konjunkturreport

Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2021 fallen pessimistisch aus.

Nach dem gravierenden Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 konnte sich die

Bergische Wirtschaft im dritten Quartal 2020 teilweise erholen. Dies besagt das

Regionale Konjunkturbarometer als Kooperationsprojekt des Wuppertaler Instituts für

Unternehmensforschung und Organisationspsychologie (WIFOP) der Bergischen Universität

mit den Stadtsparkassen Wuppertal, Solingen und Remscheid. Die Ergebnisse

werden quartalsweise in einem Konjunkturreport veröffentlicht. Für die Mehrzahl der

Unternehmen im Bergischen Städtedreieck hat sich die wirtschaftliche Lage im vierten

Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal verbessert. Nicht zuletzt aufgrund des

zweiten Lockdowns, fallen die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2021 mit

Auf das Wachstum kommt es an

Hohe Schuldenstandsquote

ist

nichts Neues.

Auch wenn die Neuverschuldung und der

Schuldenstand astronomisch hoch klingen,

besteht laut Einschätzung des Instituts der

deutschen Wirtschaft (IW) kein Grund zur

haushaltspolitischen Panik. Wenn nach der

Krise schnell wieder wirtschaftliche Dynamik

in Gang komme, würden sich die Schulden

ganz nebenbei von allein relativieren.

Sinkende Steuereinnahmen und steigende

Ausgaben vor allem für Hilfsprogramme und

Kurzarbeitergeld haben nach Jahren der

Überschüsse zu massiven Defiziten geführt.

2020 ist der Schuldenstand von Bund, Ländern,

Gemeinden und Sozialversicherungen

um 140 Milliarden Euro auf mehr als zwei

Billionen Euro angestiegen. 2021 plant allein

der Bund eine Nettokreditaufnahme von weiteren

180 Milliarden Euro. Mit jeder weiteren

Woche Lockdown wächst das Loch in der

einen Saldowert von -6,4 Prozent (- 7,6 Prozentpunkte)

hingegen überwiegend pessimistisch

aus. Der Konjunkturreport enthält mit

dem Regionalen Konjunktur- und Beschäftigungsbarometer

eine umfangreiche Darstellung

der regionalen Wirtschaftsentwicklung

und des regionalen Arbeitsmarktes. Die Ergebnisse

basieren auf der Befragung im

Bergischen Städtedreieck ansässiger Unternehmen

im Rahmen der Umfrage für das

vierte Quartal 2020. Neben den Umfrageergebnissen

enthält der Report auch eine Reihe

von persönlichen Einschätzungen der befragten

Unternehmer und Unternehmerinnen. Sie

berichten, in welchem Umfang ihre Geschäftstätigkeit

durch die Covid-19-Pandemie

eingeschränkt ist und mit welchen Maßnahmen

sie auf die aktuellen

Herausforderungen reagieren.

Eine ausführliche Darstellung aller

Ergebnisse finden Sie unter www.

regionales-konjunkturbarometer.de.

Staatskasse. Die Maastricht-Schuldenstandsquote,

also der Schuldenstand in Prozent des

Bruttoinlandsprodukts, wird damit von 60

Prozent vor der Krise auf mehr als 70 Prozent

nach oben schnellen. Auch wenn diese

Dimensionen beeindrucken, relativieren sich

die Werte bei einem Vergleich mit der Wirtschafts-

und Finanzkrise vor gut zehn Jahren.

Im Jahr 2010 erreichte die Schuldenstandsquote

ein Niveau von 82 Prozent.

Niedrigzinsen und Rekordeinnahmen infolge

von Beschäftigungsaufbau und Wirtschaftswachstum

führten die Quote unter die Maastricht-Grenze

von 60 Prozent. Damit konnten

und können die öffentlichen Finanzen in

Deutschland gut auf den wirtschaftlichen

Schock der Corona-Pandemie reagieren.

www.iwkoeln.de

8 www.bvg-menzel.de


Ford entwickelt

E-Autos in Köln

automotiveland.nrw

sieht Technologie-Schub

für NRW.

Die Entscheidung des Autoherstellers

Ford, in Köln Elektrofahrzeuge für den

europäischen Markt zu entwickeln, zeigt

das Zukunftspotenzial Nordrhein-Westfalens

als Standort für die Mobilität der

Zukunft. Mit dem Ausbau des Standortes

zum Electrification Center bringt Ford

seine Kompetenz für den Zukunftsmarkt

Elektromobilität nach NRW. Indem das

Unternehmen zugleich in die Modernisierung

seiner Fahrzeugfertigung investiere,

beweise Ford, dass man mit Elektromobilität

Arbeitsplätze schaffen könne,

sagt Stephan Vogelskamp, Geschäftsführer

von automotiveland.nrw. Der Industriestandort

NRW gewinne also

gleich zweifach durch die Ansiedlung

zukunftsweisender Fahrzeugtechnologie

und bekomme eine moderne Fertigung

von E-Autos, die am Markt immer stärker

nachgefragt würden, ergänzt Vogelskamp.

Dies stärke den industriellen Kern des

Landes, wie auch die vielen Zulieferer,

die sich gerade auf die Elektrifizierung

und Digitalisierung des Verkehrs ausrichten.

Angesichts dieses Schubs in

Richtung E-Mobilität wirbt automotiveland.nrw

für die Einrichtung eines Clusters

für Leistungselektronik. Neben dem

E-Motor sei sie das Herz von E-Autos.

„Mit dieser Investitionsentscheidung im

Rücken hat die Region mit ihrer europaweit

größten Zuliefererdichte das Potential,

der Motor für klimaneutrale Mobilität

zu werden,“ prognostizuiert Thomas

Aurich, Technologie-Botschafter des

NRW Automotive Cluster „automotiveland.nrw“.

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Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer

wie z.B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). 2 Das Technik-Service-Paket enthält Wartungs- und Inspektionsarbeiten sowie

anfallende Verschleißreparaturen in vereinbartem Umfang. Für weitere Fragen zu Details und Ausschlüssen können Sie

sich gerne an uns wenden. Nur erhältlich im Rahmen eines Ford Lease Full-Service Vertrags. 3 Leasingrate auf Basis eines

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30000 km Gesamtlaufleistung. 5 Leasingrate auf Basis eines Kaufpreises von € 20.196,- netto (€ 24.033,24 brutto), inkl.

€ 831,92 netto (€ 989,98 brutto) Überführungskosten. 6 Gilt für einen Ford Transit Kastenwagen LKW Basis 350 L3

Frontantrieb 2,0-l-TDCi 77 kW (105 PS), 6-Gang-Schaltgetriebe, € 229,00 netto (€ 272,51 brutto) monatliche

Leasingrate, € 0,00 netto (€ 0,00 brutto) Leasing-Sonderzahlung, bei 36 Monaten Laufzeit und 30000 km Gesamtlaufleistung.

der Bergische Unternehmer 03|21 9


NAMEN & NACHRICHTEN

Bergisch bildet besser: Neuer Vorstand bei Quallianz e.V.

Frauenpower für die bergische Bildungslandschaft.

Foto: Oliver Jung

Simone Leimbach, Anne

Preuss und Dilara Baskinci

(v.l.) wollen die

bergische Bildungslandschaft

stärken.

Drei, in der bergischen Bildungslandschaft

sehr aktive Frauen, leiten ab sofort die Geschicke

des engagierten Vereins.

Die QUALLIANZ e.V. ist seit mehr als 20

Jahren eine unabhängige Interessenvertretung

regionaler Träger in den Bereichen

Aus- und Weiterbildung, Beratung und Beschäftigungsförderung.

Als Zusammenschluss der Bildungsträger

im Bergischen Land nimmt der Verein die

Interessen seiner Mitglieder wahr. Er ist in

den Gremien der Arbeits- und Bildungspolitik

vertreten und steht dort für die Belange

seiner Mitglieder ein.

Konstruktiver Dialog, leistungsfähige Kooperationen

sowie die Vernetzung untereinander

wie auch mit allen anderen Akteuren

der bergischen Beratungs- und Bildungslandschaft

sind die Grundlage der Arbeit

der QUALLLIANZ. Sie setzt sich gegen Arbeitslosigkeit

und für die Gleichstellung aller

Menschen ungeachtet des Geschlechts,

der Herkunft und der Religion ein.

Am 25. Januar wählte die Mitgliederversammlung

einen neuen Vorstand. Verena

Imhof (DEKRA), Ulrich Gensch (GESA)

und Michael Sengstmann (DAA) haben

nach langjähriger erfolgreicher Zusammen-

arbeit, teilweise altersbedingt, den Weg für

den neuen Vorstand freigegeben. Dieser ist

nun komplett weiblich.

Simone Leimbach (WBS TRAINING), Dilara

Baskinci (WIPA) und Anne Preuss

(ZIB-Zentrum für Integration und Bildung)

stehen ab sofort dem Verein vor. Gemeinsam

möchten sie weiterhin Einfluss auf die

Bildungslandschaft im Bergischen Städtedreieck

nehmen und auf eine vielfältige

und hochwertige Angebotsstruktur hinwirken.

Themen wie etwa die digitalisierte

Weiterbildung, das Qualifizierungschancengesetz,

Qualifizierung von Zugewanderten,

Teilzeitausbildung und unabhängige Bildungsberatung

sollen durch Arbeitsgruppen

der Mitglieder stärker angegangen werden.

„Für Anfang letzten Jahres war ein Format

zur Bildungsberatung in Kooperation mit

der Arbeitsagentur Wuppertal geplant. Dies

sollte im Berufsbildungszentrum (BIZ) in

der Hünefeldstraße stattfinden. Wegen des

Lockdowns wurde daraus nichts, ebenso

musste eine Weiterbildungsmesse zum

Deutschen Weiterbildungstag abgesagt werden.

Hier werden wir uns nun digital oder in

hybriden Formaten aufstellen“, erläutert Simone

Leimbach und hofft gemeinsam mit

ihren Vorstandskolleginnen auf rege Beteiligung

der Mitglieder.

„Wir möchten für unsere Mitlieder da sein,

aber vor allem mit ihnen neue Wege gestalten.

Gerne nehmen wir auch noch Mitglieder

auf, die sich in unserer Region im Bildungssektor

stark machen möchten“,

ergänzt Dilara Baskinci.

„Denn: Bergisch bildet besser! Das ist unser

Slogan und unser Qualitätsanspruch, darunter

machen wir es nicht“, unterstreicht Anne

Preuss augenzwinkernd.

Mehr Infos gibt es auf

www.quallianz.com

10 www.bvg-menzel.de


Keine Debatte um Steueranhebungen

Mittelstand erwartet Reformen für kleine Betriebe und Soloselbstständige.

Foto: Shutterstock

Zum Mittelstand gehört

auch die Gastronomie.

Auch sie

braucht Unterstützung

durch eine entsprechende

Wirtschaftspolitik.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft

(BVMW) NRW hat an den Corona-Gipfel von

Bundesregierung und Ministerpräsidenten appelliert,

einen Öffnungspfad für sämtliche Branchen

der Wirtschaft aufzuzeigen. Die Betriebe bräuchten

dringender denn je Planungssicherheit, um

wieder in den Geschäftsbetrieb zu wechseln. Um

verlorenes Terrain aufzuholen, müsse jeder Debatte

um Steueranhebungen eine deutliche Absage

erteilt werden, so NRW-Landesgeschäftsführer

Herbert Schulte vom Mittelstandsverband:

„Die jüngsten Konjunkturdaten des ifo-Instituts

weisen auf eine Stabilisierung des Geschäftsklimas

in der deutschen Wirtschaft hin. Jetzt

muss es darum gehen, neben den Sektoren,

die von größeren Unternehmen geprägt sind,

auch die kleinen und mittleren Unternehmen

zu stärken.“ Der wirtschaftspolitische Reformprozess

der Bundesrepublik endete vor

Jahren mit der Agenda 2010 der Regierung

Schröder. Seitdem sähen sich der Mittelstand,

Freiberufler und Soloselbstständige wachsenden

fiskalischen Lasten und einer ausufernden

Bürokratie gegenüber. Die Debatte um

das Lieferkettengesetz zeige, dass gerade

kleine Unternehmen bei der Bundesregierung

häufig vor verschlossenen Toren stünden und

den Zugang zu internationalen Märkten verlören.

„Wir erwarten noch vor der Bundestagswahl

Reformvorschläge, die neue Wachstumspotenziale

wecken, die Fiskallasten für

mittelständische Betriebe und Solo-Selbstständige

senken und einen Pfad zu Stärkung

der Sozialen Marktwirtschaft weisen“, so

Schulte. NRW habe in der laufenden Legislaturperiode

einen Reformprozess angestoßen,

der zeige, dass gute Wirtschaftspolitik den

Mittelstand in den Fokus rücken müsse.

„Grundsätzlich fordern wir, die wachsende

Dominanz des Staates in der Wirtschaft zurückzudrängen,

um dem privaten Sektor Luft

zur Prosperität zu verschaffen.“

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der Bergische Unternehmer 03|21 11


NAMEN & NACHRICHTEN

Wuppertaler Informatik unter den Top 50 in Europa

Ranking bietet Leitfaden für Studieninteressierte.

Foto: Bergische Universität

Der Campus der Bergischen

Universität-

Die Förderung des Fachs Informatik an der

Bergischen Universität Wuppertal trägt

sichtbare Früchte: Mit vier neu eingerichteten

Lehrstühlen in den Bereichen Data Analytics

& Machine Learning (Prof. Dr. Ingo

Scholtes, Prof. Dr. Tobias Meisen), Computersicherheit

und Kryptografie (Prof. Dr. Ti-

bor Jager) sowie Web & Information Retrieval

(Prof. Dr. Bela Gipp) ist die Hochschule

im fachspezifischen „CSRankings - Computer

Science Rankings“ in die europäischen

Top 50 aufgestiegen. Dabei handelt es sich

um ein metrikbasiertes Ranking, das ausschließlich

auf Publikationen in den Topkonferenzen

der jeweiligen Forschungsgebiete

innerhalb der Informatik basiert. CS-

Rankings.org ermöglicht, die Dimensionen

und Forschungsgebiete, in denen die Universitäten

bewertet werden, zu filtern und

zu kombinieren. Die Platzierung im Ranking

sei ein bemerkenswerter Beleg dafür,

dass die Planung und Ausgestaltung des

Fachs Informatik an der Bergischen Universität

auf einem hervorragenden Weg sei, so

Professor Scholtes. Auch Uni-Rektor Professor

Dr. Lambert T. Koch beglückwünscht

die Kollegen und zeigt sich hochzufrieden:

Es sei überaus erfreulich, dass die erheblichen

Investitionen der Universität in einen

Ausbau ihrer Informatik schon nach vergleichsweise

kurzer Zeit international gewürdigt

würden.

Das Eigenkapital deutscher Mittelständler sinkt

Die Coronakrise

hinterlässt Spuren,

aber kein

einheitliches Bild.

Das Eigenkapital deutscher Firmen hat während

der Coronakrise gelitten. Sechs Prozent

der Firmen berichten über starke Rückgänge.

Bei insgesamt 30 Prozent ist die

Eigenkapitalquote gesunken. 61 Prozent berichteten

dagegen von keiner Veränderung,

neun Prozent sogar von einem Anstieg. Das

sind Ergebnisse einer Studie des ifo Instituts.

„Das Eigenkapital war nur eine von

vielen Sorgen der befragten Firmen. Ihnen

brachen Aufträge weg und ihre Geschäftslage

verschlechterte sich“, erläutert Andreas

Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik

und Befragungen. Die Situation

ist allerdings in einzelnen Sektoren und

über die Firmengrößen hinweg unterschiedlich:

Kleine und mittelständische Unterneh-

men (KMU) schildern höhere Insolvenzrisiken.

Das Gastgewerbe, die Reisebranche

oder der Kunst- und Unterhaltungssektor

verzeichnen deutlich höhere Einbrüche beim

Eigenkapital als der Durchschnitt. Viele Unternehmen

in diesen Branchen waren vor

der Krise gesund. Andere, deren Eigenkapital

stark abnahm, klagten bereits vor Corona

über schlechte Geschäfte – etwa die Unternehmen

der Metallerzeugung und

-verarbeitung.

Deshalb müsse das Eigenkapital kleiner Firmen

gestärkt werden, lautet eine der Empfehlungen

in der Studie. Es seien vor allem

jene Maßnahmen sinnvoll, die Firmen mit

stabiler Geschäftsentwicklung vor der Krise

unterstützen.

12 www.bvg-menzel.de


Nacht der Bibliotheken

Christian Berkel liest aus seinem neuen Roman „Ada“.

Foto: Veranstalter/ Gerald von Foris

Christian Berkel ist einer

der bekanntesten deutschen

Schauspieler und

erfolgreicher Autor.

Im Rahmen der landesweiten „Nacht der Bibliotheken“

am Freitag, 19. März, veranstalten

die Stadtbüchereien des Kreises Mettmann

um 20 Uhr eine Live-Lesung mit dem

Schauspieler und Buchautor Christian Berkel.

Die Stadt dankt dem Freundeskreis der

Stadtbibliothek Mettmann für seine finanzielle

Unterstützung bei diesem Projekt.

Christian Berkel, 1957 in West-Berlin geboren,

ist einer der bekanntesten deutschen

Schauspieler. Er war an zahlreichen europäischen

Filmproduktionen sowie an Hollywood

Blockbustern beteiligt und wurde mit

zahlreichen bedeutenden Film- und Fernsehpreisen

geehrt. Nach dem Bestsellererfolg

„Der Apfelbaum“ erzählt Christian Berkel

die Geschichte der jungen Ada und taucht

ein in die dynamische Zeit der 1950er und

60er Jahre. Mit ihrer jüdischen Mutter aus

Nachkriegsdeutschland nach Argentinien geflohen,

vaterlos aufgewachsen in einem katholischen

Land, kehrt sie 1955 nach Berlin

zurück. In einer noch immer autoritär geprägten

Gesellschaft wächst Adas Sehnsucht

nach Freiheit und Unabhängigkeit. Die Studentenbewegungen

der sechziger Jahre werden

ihre Rettung. Die Lesung wird per Live-

Stream über YouTube veröffentlicht

Zuschauer mit YouTube-Account können

zusätzlich über einen LiveChat Fragen stellen

und kommentieren. Hier der Link zur

Teilnahme: https://www.youtube.com/channel/UCzl9McS4TVn2ZdYC6Xcn4jQ

Im Rahmen der „Nacht der Bibliotheken“ organisieren

die Stadtbüchereien Erkrath,

Haan, Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath

zudem eine Lesung mit Rainer Rudloff

aus „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“.

Die Lesung ist ab 18 Uhr abrufbar.

Weitere Informationen sowie den Link zur

Lesung gibt es per Mail unter bibliothek@

mettmann.de.

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der Bergische Unternehmer 03|21 13


NAMEN & NACHRICHTEN

Vier Millionen Jahre Menschheitsgeschichte

Das Neanderthal Museum empfiehlt sich als Eventlocation.

Foto: BVG

Begegnung der besonderen

Art im Neanderthal

Museum im Kreis Mettmann.

Der Neanderthaler ist heute ein wahrer Weltstar.

Jeder kennt ihn, jeder hat ein Bild von

ihm. Grund genug, dass ihm und der Menschheitsgeschichte,

in der er eine bedeutende Rolle

spielt, im Jahre 1996 ein Museum gewidmet

wurde, das seither jährlich 160.000 Besucher

in das Neandertal nahe Düsseldorf lockt.

Das Neanderthal Museum ist nicht nur ein

kulturelles Highlight im Kreis Mettmann,

sondern auch eine attraktive Location in wunderschöner

Natur. Wer auf der Suche nach einem

außergewöhnlichen Event, Incentive oder

Betriebsausflug im wunderschönen Neandertal

ist, wird hier fündig.

Ein abendlicher Sektempfang zwischen historischen

Exponaten, Tagungen im Auditorium

oder Betriebsfeiern mit Bogenschießen im

Museumsgarten - das Neanderthal Museum

bietet für Gruppen aller Art steinzeitliche Programme

an. Besonders die Outdoor-Programme

und Teamevents sind im Frühling und

Sommer eine willkommene Abwechslung im

Arbeitsalltag. Auch die Grillstelle im Museumsgarten

kann für einen geselligen und kulinarischen

Abend gebucht werden. Eine außergewöhnliche

Eventlocation vor dem

Hintergrund von vier Millionen Jahren

Menschheitsgeschichte.

Infos gibt es auf www.neanderthal.

de,Buchung unter buchung@

neanderthal.deting@mettmann.de

Lage der Autoindustrie leicht verbessert

Gerade der Blick

ins Ausland macht

die Branche

glücklich.

Die deutschen Autohersteller und ihre Zulieferer

bewerten ihre aktuelle Geschäftslage

etwas besser als im Vormonat. Der Indikator

stieg im Februar auf minus 2,3

Punkte, nach minus 7,7 im Januar. Damit

halten sich die positiven und negativen Einschätzungen

in etwa die Waage. Das hat die

neueste Konjunkturumfrage des ifo Instituts

ergeben. Gleichzeitig blicken die Manager

merklich optimistischer auf die kommenden

Monate. „Im Moment herrscht noch Winter

bei den Autobauern. Aber sie freuen sich

auf den Frühling“, sagt Klaus Wohlrabe,

Leiter der ifo-Umfragen. Die Nachfrage im

Februar war eher schleppend. Der entsprechende

Umfragewert fiel auf minus 3,6

Punkte, nach plus 10,6 im Januar. Der Auf-

tragsbestand legte dementsprechend nur

leicht zu. Der Umfragewert lag bei 8,6

Punkten. Der Bestand im Fertigwarenlager

ist größer als üblich. Der Indikator fiel auf

minus 9,1 Punkte, nach 5,1 im Januar. Aber

die Erwartungen für die kommenden Monate

stiegen von plus 15,1 auf plus 37 Punkte.

Die Produktion soll wieder deutlich hochgefahren

werden. Der Indikator stieg auf plus

35,3 Punkte, nach minus 0,5 im Januar.

„Der Blick ins Ausland macht die Branche

gerade glücklich“, fügt Wohlrabe hinzu. Die

Autobauer rechnen mit einer Zunahme des

Exportgeschäfts. Der Indikator erreichte

plus 10,7 Punkte im Februar. Allerdings sehen

die Beschäftigungspläne weiter einen

Arbeitsplatzabbau vor.

14 www.bvg-menzel.de


Kostenloser Digital-Check für Einzelhandel und Gastronomie

Stadt Mettmann unterstützt den örtlichen Handel.

Foto: Stadt Mettmann

Die Corona-Krise zeigt es deutlich: Wer digital gut aufgestellt

ist, steht oft besser da als Unternehmerinnen und

Unternehmer, die im Netz nicht aktiv oder nicht gut

sichtbar sind. Die Stabsstelle für Stadtmarketing und

Wirtschaftsförderung der Stadt Mettmann unterstützt daher

die Digitalisierung im Mettmanner Einzelhandel und

in der Gastronomie mit einem Digital-Check. Im Rahmen

Für den kostenlosen

Digital-Check werden

insgesamt 15

Gutscheine vergeben.

dieses – für die Teilnehmenden kostenlosen

– Angebots wird eine bereits vorhandene

Online- und Social-Media-Präsenz auf Herz

und Nieren geprüft: Ist die Seite gut auffindbar?

Entspricht die Web-Präsenz dem

aktuellen technischen Stand? Gibt es bereits

ein funktionierendes Shop-System? Ist die

Homepage rechtskonform? Ist das Unternehmen

relevant bei Facebook oder Instagram

vertreten? Diese und weitere Fragen

werden beim Digital-Check beantwortet und

in konkrete Handlungsempfehlungen umgesetzt.

Insgesamt 15 Gutscheine im Wert von

jeweils 250 Euro werden vergeben. Angesprochen

sind vor allem Einzelhandels- und

Gastronomie-Betriebe, die bisher wenig digital

aktiv sind und vor allem in der Corona-

Krise festgestellt haben, wie wichtig eine

professionelle Internet-Präsenz ist.

Interessierte können sich bis zum

31. März 2021 für den Digital-Check bewerben

unter Telefon 02104 / 980-126

oder per E-Mail unter stadtmarketing@

mettmann.de.

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 620 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 71.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Arbeits-, Sozial- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

Wettinerstraße 11 · 42287 Wuppertal · Telefon 02 02 / 25 80-0 · Telefax 0202 / 25 80-258

E-Mail: info@vbu-net.de

Solingen

Neuenhofer Straße 24 · 42657 Solingen · Telefon 02 12 / 88 01-0 · Telefax 0212 / 88 01-35

Mönchengladbach

Lüpertzender Straße 6 · 41061 Mönchengladbach · Telefon 0 21 61 / 2 44 98-0 · Telefax 02161 / 2 44 98-33

www.vbu-net.de

der Bergische Unternehmer 03|21 15


NAMEN & NACHRICHTEN

Stipendium für die lokale Gründerszene

Das „W-stip“ unterstützt Gründer und Gründerinnen ab der ersten Minute.

Foto: Wirtschaftsförderung Wuppertal

Ein neues Logo verweist

auf das neue

Stipendium für Gründer

in Wuppertal.

Der Förderverein hinter dem Wuppertaler

Technologiezentrum W-tec hat ein eigenes

Stipendium ins Leben gerufen. Damit werden

Gründer und Gründerinnen bereits ab

dem Tag der Gewerbeanmeldung finanziell

unterstützt.

„Es gibt in Wuppertal so viel Potenzial für

gute Geschäftsideen. Mit unserem neuen

Stipendium wollen wir Gründerinnen und

Gründer dazu befähigen, diese Ideen auch

tatsächlich umzusetzen“, so Lisa Köller,

Gründungsberaterin beim W-tec. Das Stipendium

wird an Gründungsinteressierte

noch vor dem Beginn der Selbstständigkeit

vergeben. „Wir setzen mit dem Stipendium

bewusst so früh wie möglich an. Gründerinnen

und Gründer werden bereits ab dem

Tag der Gewerbeanmeldung unterstützt“,

so Köller. Um sich für das Stipendium zu

bewerben, reichen eine spannende Idee und

ein ausgearbeiteter Businessplan. Eine Jury

entscheidet über die Vergabe. Bewertet

wird unter anderem, wie innovativ die Idee

ist oder welchen Kundennutzen sie erfüllt.

Wer das Stipendium als Einzelperson erhält,

wird ein halbes Jahr lang mit 1.500

Euro monatlich unterstützt. Teams erhalten

bei maximal drei Personen jeweils 1.000

Euro im Monat. Zusätzlich wird ein kostenloses

Büro im W-tec zur Verfügung gestellt.

Auch umfassende Beratung, freie Teilnahme

an Seminaren und Unterstützung bei

der Netzwerkarbeit gehören zum Service-

Paket. Finanziert wird das Stipendium, das

künftig vier bis fünfmal im Jahr verliehen

wird, aus den Mitteln des Fördervereins.

Aber auch externe Sponsoren aus der Wuppertaler

Wirtschaft sind willkommen. Dabei

soll das W-stip keine Konkurrenz zu

anderen Programmen sein. „Wir wollen

keine Startups aus der Region abwerben,

die nur nach Wuppertal kommen, um Fördergelder

einzuheimsen“, stellt W-tec-Geschäftsführer

Dr. Martin Hebler klar. Es

soll stattdessen ein Angebot für diejenigen

sein, die sowieso in Wuppertal gründen

möchten. Der lokale Bezug ist eine Hauptbedingung

für die Vergabe des Stipendiums.

16 www.bvg-menzel.de


Handel leuchtet rot

Einzelhändler in Not gaben sichtbares Zeichen.

Foto: Allee-Center Remscheid

„Die aktuell diskutierten Click & Meet-Angebote

oder vergleichbare Ideen sind keine

Alternative – im Gegenteil. Die Kosten für

Personal und Ladenbetrieb sind zumeist höher

als die Umsätze, so dass derartige Angebote

die aktuellen Verluste nur weiter erhöhen

würden.“

Die Lichtaktion fand im Rahmen der Initiative

„Das Leben gehört ins Zentrum“ statt,

zu der sich zahlreiche namhafte Handelsunternehmen

zusammengeschlossen haben –

darunter auch die Shopping-Center-Betreiberin

ECE, die das Allee-Center Remscheid

und die City-Arkaden Wuppertal betreibt

Mehr Info unter

www.lebenimzentrum.com

Zahlreiche Geschäfte, Schaufenster und Einkaufszentren

in Deutschland leuchteten am 1.

März rot – auch das Allee-Center in Remscheid.

Mit der gemeinsamen Aktion wollten Händler

bundesweit auf die existenzbedrohende Lage vieler

Geschäfte und Handelsunternehmen infolge

des anhaltenden Lockdowns aufmerksam machen

und im Vorfeld der anstehenden Konferenz der

Ministerpräsidenten für eine schnelle Öffnung

des Einzelhandels werben. Auch das Allee-Center

Remscheid beteiligte sich an der Aktion und

leuchtete mit Einbruck der Dunkelheit rot. „Mit

der Aktion wollen wir ein klares Zeichen setzen

und zeigen: Der Handel blutet aus und die Lebendigkeit

der Innenstadt ist in Gefahr. Viele Händler

stehen mit dem Rücken zur Wand, der anhaltende

Lockdown gefährdet zahlreiche Geschäfte

in ihrer Existenz und Arbeitsplätze im Handel“,

sagt Nelson Vlijt, Center-Manager des Allee-

Centers. Daher sei eine schnelle Öffnung der Geschäfte

dringend erforderlich. Das gehe nachweislich

mit Sicherheit und Verantwortung:

Zahlreiche Studien belegten, dass der Einzelhandel

kein Infektionstreiber sei. Zudem hätten die

Geschäfte und Center bereits im vergangenen

Jahr umfangreiche Hygiene- und Präventionskonzepte

eingeführt, die auch weiterhin konsequent

umgesetzt werden sollen. Nelson Vlijt weiter:

Der Einzelhandel

ächzt unter den

Maßnahmen zur

Pandemieeindämmung.

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jeder Größenordnung. Sollten Sie bereits

über eine Planung verfügen,

prüfen wir diese gerne in Hinblick

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der Bergische Unternehmer 03|21 17


NAMEN & NACHRICHTEN

Abschied nach drei Jahrzehnten

Über 30 Jahre vertraten die Juristen Frank R. Witte und

Dr. Klaus-Peter Starke die Interessen der bergischen

Unternehmen, nun wechseln beide Herren in den Ruhestand.

Als Geschäftsführer der Vereinigung bergischer Unternehmerverbände

(VBU®) sind die beiden Rechtsanwälte ausgezeichnete

Kenner der von ihnen vertretenenen Firmen und Branchen.

Über die bergische Wirtschaft im Wandel der Zeit sprechen

beide im Interview mit dem „Bergischen Unternehmer“.

(red) Sie blicken beide auf über 30

Jahre Verbandsarbeit zurück. Welche

Veränderungen und Entwicklungen in

Unternehmen und Wirtschaft haben

Ihre Arbeit besonders geprägt?

Dr. Starke: Da ich über die Textilverbände

zur heutigen VBU® gekommen bin,

war ich von Anfang an mit dem Strukturwandel

dieser Industrie konfrontiert. Der

Wandel von einer eher personalintensiven

zu einer sehr kapitalintensiven Industrie

hat sich natürlich auch auf den Inhalt der

Tarifverträge ausgewirkt. Später kam

dann die Verantwortung für weitere

Branchen, wie die Lederindustrie und die

Metall- und Elektroindustrie, hinzu, die

ihre eigenen Herausforderungen mit sich

brachten. Damit verbunden waren auch

erhebliche verbandsorganisatorische Änderungen,

wie beispielsweise Verbandsfusionen,

die in meinem Fall die Textilindustrie

und den Handel betrafen.

Witte: Anfang 1984, als ich bei den damaligen

Arbeitgeberverbänden Wuppertal

meine Arbeit aufnahm, war gerade

das sogenannte Vorruhestandsgesetz auf

der Tagesordnung. Damit wollte man die

steigende Arbeitslosigkeit infolge des

Strukturwandels vieler Industrien abfedern

und älteren Arbeitnehmern eine

Brücke in die Rente bauen. Daneben gab

es Modelle für ältere Arbeitnehmer, bei

denen der langjährige Bezug von Arbeitslosengeld

mitberücksichtigt wurde. Hier

drohten aber hohe Erstattungspflichten

des Arbeitgebers, wenn nicht bestimmte

Befreiungstatbestände eingriffen. Viele

Jahre meines Berufslebens waren also

von Entlassungen und Frühverrentungen

in den Unternehmen und den damit verbundenen

arbeits- und sozialrechtlichen

Fragen geprägt. Heute hat sich das Bild

mit Blick auf den demografischen Wandel

völlig gedreht, woran auch das Corona-Virus

nichts ändern wird.

Worin sehen Sie nach wie vor die

wichtigsten Aufgaben der Vereinigung

Bergischer Unternehmerverbände?

Welche Vorteile können Sie den Unternehmen

auch in Zukunft bieten?

Dr. Starke: Eine der wesentlichen Aufgaben

ist nach wie vor die des Abschlusses

von Tarifverträgen für die in unserem

Hause vertretenen Branchen sowie die Begleitung

von Mitgliedsunternehmen bei

Firmentarifverhandlungen. Wir bieten sowohl

den Unternehmen im Tarifträgerverband

als auch in unserem allgemeinen Arbeitgeberverband

unsere Rechtsberatung

und Prozessvertretung sowie arbeitswirtschaftliche

Unterstützung an. Darüber hinaus

betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit

im Sinne des Unternehmertums und der

sozialen Marktwirtschaft und kümmern

uns um Nachwuchsfragen im Zusammenspiel

mit anderen Organisationen, wie der

IHK. Insoweit bieten wir den Unternehmen

ein breites Portfolio und dieses können

insbesondere kleine und mittlere Un-

ternehmen auch nicht in Eigenregie tun,

wie es beispielsweise bei Großunternehmen

noch möglich ist.

Witte: Ein Kernbereich unserer Arbeit

besteht aus aufbereiteten Informationen,

die wir an unsere Mitglieder weiterleiten.

Weil Verbände – ebenso wie die Gewerkschaften

– zum Beispiel in neue Gesetzesvorhaben

von Anbeginn an eingebunden

werden, sind wir über laufende

Projekte und zukünftige Entwicklungen

bestens unterrichtet. Hierauf können sich

unsere Mitglieder frühzeitig einstellen.

Mit der Gewerkschaftsseite stehen wir

häufig in Kontakt und können auf kurzen

Dienstwegen nicht selten viel erreichen,

wenn etwa Einigungsstellenverfahren

oder Verhandlungen zwischen Betriebsrat

und Geschäftsführung anstehen.

Im Übrigen hat sich über die Jahrzehnte ein

engmaschiges Netz von Verordnungen und

Gesetzen über die Wirtschaft gelegt, das

einzelne Unternehmen gar nicht mehr in

der notwendigen Tiefe überblicken können.

Das aktuelle Taschenbuch mit Arbeitsgesetzen

weist inzwischen einen Umfang von

rund 1.000 Seiten auf. Hier braucht man

einfach kundige Führer durch das Dickicht

aller zu beachtenden Vorschriften. Den extremsten

Anfall von Informationen haben

wir im letzten Jahr erlebt. Da prasselten

quasi täglich immer neue Vorgaben auf unseren

Tisch, die das Arbeitsleben in Corona-Zeiten

betrafen. Am Ende ist es uns

meines Erachtens recht gut gelungen, unsere

Mitgliedsfirmen zeitnah mit den wichtigsten

Regularien vertraut zu machen, und

zwar auch in Webinaren, die wir ruckzuck

aus dem Boden stampfen mussten, weil Informationsveranstaltungen

aufgrund der

Kontaktverbote unmöglich geworden waren.

Daran werden wir weiterarbeiten, zumal

wir inzwischen mehr digitale Teilnehmer

haben als bei Präsenzveranstaltungen.

Stichwort Tarifpolitik: Wie schätzen

Sie hier die Entwicklung der letzten

Jahrzehnte ein? Was waren und sind

hier aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen?

18 www.bvg-menzel.de


Verabschieden sich

in den wohlverdienten

Ruhestand:

Frank R. Witte (l.),

Sprecher der VBU-

Geschäftsführung

und Dr. Klaus-Peter

Starke, VBU-Geschäftsführer

Foto: BVG

Dr. Starke: Die Entwicklung und auch

die Durchsetzungskraft der Gewerkschaften

hat in den vergangenen Jahrzehnten

dazu geführt, dass eine Vielzahl

von Unternehmen die Tarifbedingungen

nicht mehr als Mindestbedingungen, sondern

eher als Höchstbedingungen empfindet,

die sie nicht mehr tragen können.

Deshalb hält nach wie vor der Trend in

unseren allgemeinen Arbeitgeberverband

VABI (Verband von Arbeitgebern im

Bergischen Land e.V.) an.

Aber auch hier bietet sich ein buntes Bild:

Unter den Mitgliedern gibt es Unternehmen,

die an keine Tarifverträge gebunden

sind, aber auch solche, die an Tarifverträge

gebunden sind, entweder weil sie der

Nachbindung und Nachwirkung von Tarifverträgen

unterliegen oder aber selbst

Firmentarifverträge abschließen. Aufs

Ganze gesehen führt diese Entwicklung

aber leider dazu, dass der Gesetzgeber

selbst das Feld der Regelung von Arbeitsbedingungen

immer stärker besetzt, wie

der gesetzliche Mindestlohn oder auch

die inzwischen ebenfalls gesetzlich geregelte

Ausbildungsvergütung zeigt. Diesen

Trend zu stoppen oder umzukehren,

ist sicher eine der größten Herausforderungen

für die Verbände. Die Tarifautonomie,

die grundgesetzlich geschützt ist,

sollte von den Unternehmen auch genutzt

werden. Freiheitsrechte, die nicht in Anspruch

genommen werden, sind sonst irgendwann

verloren.

Witte: Werden Tarifverträge nicht als

Mindestbedingungen, sondern eher als

Höchstbedingungen bewertet oder erfahren,

müssen sich die Sozialpartner

dringend mäßigen und neue Lösungsansätze

suchen. Viele Arbeitnehmer haben

gar keine Vorstellungen, wie hoch das

Tarifniveau – jedenfalls in den großen

Industriebranchen – ist. Zudem kann

man an den aktuellen Forderungen der

Gewerkschaften ablesen, dass die

„Grundbedürfnisse“ ihrer Klientel erreicht

sind. Inzwischen steht der Wunsch

nach mehr Freizeit vor höheren Einkommen.

Deshalb wollen sich Gewerkschaften

zukünftig auch um Anliegen kümmern,

die mit den engeren betrieblichen

Belangen gar nichts mehr zu tun haben.

Stattdessen greift man gesamtgesellschaftliche

Themen auf wie angebliche

Lücken in der staatlichen Sozialversicherung.

Hier muss man strikt darauf achten, dass

nach dem Grundgesetz die Sozialpartner

zur Wahrung und Förderung der Arbeits-

und Wirtschaftsbedingungen aufgerufen

sind, nicht aber zum Ersatzgesetzgeber

in allen Lebenslagen. Und was

die Vielzahl der Tarifverträge anbelangt:

Vielleicht wäre bei ganz neuen Tarifthemen

die Beachtung des europäischen

Grundsatzes „one in, one out“ ein probates

Mittel, also eine Tarifmaterie entfällt,

wenn man eine neue einführen

will.

Noch einmal zurück zu Ihrer langjährigen

Tätigkeit bei den Unternehmerverbänden:

Was hat Sie persönlich am

meisten beeindruckt?

Dr. Starke: Neben einer großen Zahl von

Unternehmerpersönlichkeiten, die prägend

für meine Arbeit waren, sind dies vor allem

die vielfältigen Verbindungen, regional wie

landes- und bundesweit, die geknüpft werden

konnten und die in kritischen Situationen

auch immer einmal weiterhelfen. Daneben

haben wir für unsere öffentlichen

Veranstaltungen immer auch wieder hervorragende

und bemerkenswerte Persönlichkeiten

als Referenten eingeladen, die ebenfalls

ihre Wirkungen hinterlassen haben,

wie beispielsweise der damalige Stasibehördenbeauftragte

und spätere Bundespräsident

Joachim Gauck oder Prof. Dr. Bassam

Tibi oder der frühere Astronaut und heutige

Wissenschaftsjournalist Ulrich Walter.

Witte: Als ich meinen allerersten Arbeitsprozess

erfolgreich abgeschlossen

hatte, lud mich der Unternehmer spontan

zu einem Mittagessen ein. Ganz freimütig

fragte ich ihn nach seiner Motivation, in

einem Arbeitgeberverband organisiert zu

sein. Er schaute mich überrascht an und

erwiderte: Herr Witte, wie können sie

mich so etwas überhaupt fragen? Solange

es in diesem Land Gewerkschaften gibt,

bin ich doch selbstverständlich Mitglied

in einem entsprechenden Arbeitgeberverband

– dieses Selbstverständnis hat mich

sehr beeindruckt.

der Bergische Unternehmer 03|21 19


TITEL ARBEIT VON ÜBERALL

Arbeit von

überall

Text: Stefanie Bona

Fotos: BVG, Shutterstock,

Wuppertal Marketing GmbH,

Gedore

20 www.bvg-menzel.de


Spotify macht`s vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Musikstreaming-Martkführers

werden nach Ende der Corona-Pandemie nicht unbedingt

ins Büro zurückkehren. „Arbeit von überall“ heißt das Konzept des in Schweden

ansässigen Unternehmens, das jetzt vorgestellt wurde. Danach sei Arbeit

nicht etwas, wofür man ins Büro komme, sondern das „was man tut“. Und Effizienz

sei nichts, was man an der Zahl der Stunden bemesse, die Leute im Büro

verbringen. Aktuell ist festzustellen, dass auch andere Firmen sich auf die

Nach-Corona-Zeit mit Veränderungen des Arbeitsalltags einstellen oder sich

zumindest damit beschäftigen. Auch im Bergischen Land.

der Bergische Unternehmer 03|21 21


TITEL ARBEIT VON ÜBERALL

Videokonferenzen

werden Präsenzmeetings

nicht ersetzen,

aber deutlich

reduzieren.

Der Lockdown hat`s möglich gemacht.

Arbeiten im Homeoffice

wird zur akzeptierten Größe bei

Arbeitgebern und Arbeitnehmern

– vielleicht nicht bei allen,

aber zumindest bei sehr vielen.

Laut einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung

ist Corona ein Katalysator für mobile Arbeit.

Ende Juni 2020 arbeiteten rund 16 Prozent der Befragten

in der durch die Stiftung als repräsentativ

eingeschätzten Befragung unter Beschäftigten

überwiegend oder ausschließlich zu Hause. Weitere

17 Prozent gaben an, abwechselnd im Betrieb

oder zu Hause zu arbeiten. Der Anteil der Menschen

im Homeoffice ist danach deutlich höher als

vor Ausbruch der Pandemie, als nur vier Prozent

überwiegend oder ausschließlich zu Hause arbei-

teten. Noch höher war der Anteil allerdings mit 27

Prozent im April 2020, also kurz nach Beginn der

Coronakrise in Deutschland. Gleiches gilt für den

Januar 2021, als die Zahlen annähernd das Niveau

vom April des Vorjahres erreichten.

Derzeit appelliert die Regierung an die Unternehmen,

ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so

viel wie möglich daheim arbeiten zu lassen, um

Begegnungen und Kontakte wirksam zu reduzieren.

Wer dann doch am eigentlichen Arbeitsplatz

tätig werden muss oder möchte, kann die geltenden

Abstandsregeln zur Eindämmung des Virus

besser einhalten, weil weniger Beschäftigte sich

in den Büros tummeln. Doch wird das, was in den

letzten zwölf Monaten eingeübt wurde und offenkundig

weitestgehend ganz gut klappt, in Zukunft

eine Fortsetzung finden?

In Coronazeiten gilt: Wer kann und möchte

und wo es der Arbeitsprozess erlaubt, sollte

im Homeoffice arbeiten.

Neue Arbeitsmärkte erschließen

Beim Remscheider Werkzeughersteller Gedore

gilt derzeit die Maxime: „In Coronazeiten gilt:

Wer kann und möchte und wo es der Arbeitsprozess

erlaubt, sollte im Homeoffice arbeiten“, sagt

22 www.bvg-menzel.de


Dr. Thomas Johann, Leiter Global Human Ressources

beim international agierenden Traditionsunternehmen.

Damit wolle Gedore dazu beitragen,

das Infektionsgeschehen einzudämmen und

unter Kontrolle zu halten. „Wir versuchen, Anwesenheit

zu reduzieren. Für diejenigen, die dennoch

ins Büro kommen müssen oder wollen, ist dann

Platz, um unter Einhaltung der Abstandsregeln

und wenn möglich in Einzelbüros zu arbeiten“,

führt der promovierte Betriebswirt aus.

Seit einem Jahr, mit Beginn des ersten Lockdowns,

wird dieses Verfahren nun praktiziert, woraus

neue Erkenntnisse für die Arbeit von morgen

abgeleitet werden. Konferenzen und Teamsitzungen

funktionieren tadellos über eine der gängigen

virtuellen Kommunikationsplattformen. Die IT-

Abteilung habe dazu Guidelines erarbeitet und

den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt. Handys

und PCs werden ferngewartet. „Das klappt

einwandfrei“, lobt Thomas Johann. Er selbst führt

inzwischen auch Vorstellungsgespräche mit externen

Bewerbern auf diese Weise durch – eine gute

Möglichkeit, auf Bewerberseite auch die digitale

Kompetenz unter Beweis zu stellen. Hier sieht er

einen klaren Vorteil in der sich verändernden Arbeitsroutine:

„Durch die Optionen des Homeoffice

können wir Spezialisten für uns gewinnen,

die ansonsten vielleicht nicht von ihrem weit entfernten

Wohnort nach Remscheid ziehen würden.“

Das Erschließen neuer Arbeitsmärkte sei ein gewichtiger

Vorteil der mobilen Arbeit. „In manchen

Arbeitsbereichen kann man seine Aufgaben

sehr gut von zu Hause erledigen. Ein Austausch

ist ja jederzeit virtuell möglich, das ist inzwischen

eingeübt. Wenn man dann noch hin und wieder

Treffen in Präsenz vereinbart, ist das ausreichend

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der Bergische Unternehmer 03|21 23


TITEL INTERVIEW ARBEIT VON ÜBERALL

und für alle ein Gewinn. Da sind viele Spielarten

denkbar“, erläutert der Personalverantwortliche

von Gedore.

Neu gewonnene Flexibilität

Dr. Johann ist überzeugt, dass die neu gewonnene

Flexibilität auch nach Ende der Pandemie bleiben

großzügig gehandhabt werden. „Insgesamt wird

unser Schutzkonzept von den Behörden als vorbildlich

eingestuft“, betont der Personalchef. Dass

es künftig Unstimmigkeiten zwischen administrativen

und indirekten Bereichen auf der einen Seite

und dem Produktionsbereich auf der anderen Seite

wegen der ungleich flexibleren Möglichkeiten,

Arbeit zu gestalten, geben werde, glaubt er nicht.

„Unsere Kollegen und Kolleginnen sind sehr zufrieden

mit den Lösungen, die bei Gedore in Coronazeiten

gefunden wurden.“

Kleine und mittlere Unternehmen tun

sich schwer

Dr. Thomas Johann

ist Leiter Human Resources

beim Remscheider

Werkzeughersteller

Gedore.

und weiterentwickelt wird. Selbst Termine am Arbeitsgericht

würden mittlerweile online durchgeführt

- „wenn keine Partei etwas dagegen hat“,

schränkt er ein. Damit werde vermieden, dass

man für kurze Verhandlungen unter Umständen

weite Wege zurücklegen müsse. Insgesamt also

ein Gewinn von Zeit und auch aus ökologischen

Gesichtspunkten förderlich.

Eine Verpflichtung zum Homeoffice indes gebe

es bei Gedore nicht. „Es gibt durchaus Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen, die merken, dass sie zu

Hause weniger produktiv sind und sagen: Für

mich ist das nichts“, sagt Thomas Johann.

Keine Möglichkeit, ihre Arbeit temporär außerhalb

der Firma zu erledigen, haben indes die Beschäftigten

in der Produktion. Aktuell wird dort

streng unter den Gesichtspunkten des Infektionsschutzes

gearbeitet. Es gibt kostenfreie FFP-

2-Masken, die Abstände der einzelen Arbeitsplätze

können in den geräumigen Werkshallen

Eine aktuelle Studie des ifo Instituts zeigt, dass

deutlich mehr Menschen in Deutschland im

Homeoffice arbeiten könnten. „Das Potenzial

liegt bei 56 Prozent. Die Firmen und die Mitarbeiter

schöpfen es bei weitem nicht aus. Die im Januar

beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice,

um die Corona-Ansteckungen zu verringern,

ist deshalb bislang zum Teil verpufft“, sagt ifo-

Forscher Jean-Victor Alipour, einer der Autoren.

Er empfiehlt, die Arbeit zu Hause mit Anreizen

attraktiver zu machen – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Etwa durch Belegungsobergrenzen für

Büros, die Office-Arbeitsplätze für Unternehmen

verteuern. Oder durch stärkere steuerliche Anreize

für potenzielle Heimarbeiter. Aktuell kann

man 5 Euro pro Tag und höchstens 600 Euro steuerlich

absetzen. „Dies ist nur zur Entlastung bei

den Kosten gedacht, nicht aber als Anreiz“, sagt

Alipour. Der Dienstleistungssektor verzeichnet

mit 40 Prozent den größten Anteil an Beschäftigten

im Homeoffice, was an der Berufsstruktur

und den Tätigkeitsprofilen der Branche liege. Im

Großhandel sind es 24 Prozent, in der Industrie

knapp 22 Prozent, auf dem Bau gut 10 Prozent

und im Einzelhandel knapp 10 Prozent.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben

laut Aussage der Studie wesentlich weniger auf

Homeoffice umgestellt als Großunternehmen. So

arbeitet in der Industrie fast ein Drittel der Beschäftigten

in großen Betrieben aktuell von zu

Hause, während es bei den KMU nur knapp ein

Viertel tut. Bereits vor der Coronakrise allerdings

war die Heimarbeit in größeren Firmen weitaus

üblicher.

24 www.bvg-menzel.de


www.bergische-volksbank.de

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sind,

da ist die Volksbank

im Bergischen Land.

der Bergische Unternehmer 03|21 25


TITEL ARBEIT VON ÜBERALL

geschilderten Erfahrungen auch, dass Coworking

auf dem Land stark von den technischen Gegebenheiten

und der sozialen Vernetzung der Nutzer

abhängt. „Der ländliche Raum wird oft als rückständig

und abgehängt bewertet. Die Fallbeispiele

in unserer Studie zeigen jedoch: Die Zukunft der

Arbeit hat auf dem Land schon begonnen“, sagt

Alexandra Schmied, Studienleiterin und Projektmanagerin

bei der Bertelsmann Stiftung.

Gut ausgestattete Arbeitplätze

Auch der heimische

Küchentisch kann

unter den entsprechenden

Rahmenbedingungen

zum Arbeitsplatz

werden.

Coworking für mehr mobiles Arbeiten

Ein weiteres Modell, das in der Nach-Corona-Zeit

an Fahrt aufnehmen könnte, ist das Coworking,

das mobiles und flexibles Arbeiten an gemeinschaftlichen

Orten ermöglicht. Auch in den bergischen

Städten findet man zunehmend Coworking-

Angebote, was sich aber bislang zumeist auf die

Gründerszene fokussiert. Doch bieten sich solche

gemeinschaftlich genutzten Orte, die die Infrastruktur

für mobiles Arbeiten vorhalten und in

flexiblem zeitlichen Rahmen angemietet werden

können, auch für die Zukunft der Arbeit an. Dabei

geht es in diesem Bereich nicht um Zusammenarbeit,

sondern um die Nutzung professionell ausgestatteter

Räume in Wohnortnähe. Eine Chance

sieht etwa die Bertelsmann-Stiftung besonders für

strukturschwache Regionen. Eine Trendstudie im

Auftrag der Stiftung hat die Situation von Coworking

im ländlichen Raum betrachtet. Demnach

kann die neue Arbeitsform wichtige Impulse für

die wirtschaftliche Wiederbelebung strukturschwacher

Regionen geben. Allerdings zeigen die

In Bezug auf die Personalakquise ist das

Angebot von mobiler und flexibler Arbeit heute

wichtig.

Coworking gebe Menschen die Möglichkeit,

wohnortnah gut ausgestattete Arbeitsplätze zu

nutzen, ohne täglich weite Pendelstrecken auf sich

zu nehmen. Wer etwa zu Hause kein Arbeitszimmer,

langsames Internet oder wenig Ruhe hat,

könnte derlei Angebote nutzen. Ländliche Regionen,

die unter Abwanderung und Überalterung

leiden, ließen sich durch den Zuzug junger Familien

und die Modernisierung der Infrastruktur neu

beleben und die Unternehmen profitierten von einem

größeren Einzugsgebiet für Fachkräfte. Nicht

zuletzt könne Coworking eine Triebkraft für den

Wandel hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen

und modernen Wirtschaftswelt sein. Wie aus

den für diese Studie geführten Interviews hervorgeht,

versprechen Coworking-Angebote außerdem

eine bessere Vereinbarkeit von Berufsausübung

und Wohnortwunsch.

Im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus haben

sich viele berufliche Tätigkeiten vom Büro an alternative

Arbeitsorte verlagert. Dieser Trend dürfte

dem Coworking im ländlichen Raum zusätzlichen

Auftrieb verleihen, wie die im letzten

Frühjahr geführten Interviews nahe legen. Demnach

haben sich Abstandsregeln und Kontaktverbote

kurzfristig zwar als Belastung für das auf

Gemeinsamkeit ausgerichtete Arbeitsmodell erwiesen.

Auf längere Sicht betrachtet, haben die

Corona-Erfahrungen aus Sicht vieler Befragter allerdings

unter Beweis gestellt, dass das Arbeiten

an einem anderen Ort als dem Büro in vielen Berufsfeldern

funktioniert und sich Präsenzzeiten

und damit auch das Pendeln reduzieren lassen.

Die Befragungen der Coworking-Gründer und

-Nutzer unterstreichen, dass Angebote zum mobilen

Arbeiten im ländlichen Raum gegenüber dem

Homeoffice große Vorteile mit sich bringen. So

26 www.bvg-menzel.de


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TITEL ARBEIT VON ÜBERALL

Die Digitalisierung

treibt mobile Arbeit

voran.

fehlen bei der Arbeit in den eigenen vier Wänden

häufig die sozialen Kontakte und klare Abgrenzungen

von beruflichen und privaten Aktivitäten.

Auch Ablenkungen durch andere Haushalts- oder

Familienmitglieder treten im Coworking-Space

seltener auf. Nicht zuletzt ist dort in der Regel eine

bessere technische Infrastruktur vorhanden. Zu

beachten sind indes die Anforderungen auf Diskretion.

Wer mit Unternehmensdaten umgeht, sollte

sie auch unter Verschluss halten können. Insofern

muss der Datenschutz auch bei gemeinschaftlich

genutzten Räumen unbedingt Beachtung finden

können.

Nicht nur Eitel Sonnenschein

Für mobile Arbeit unabdingbar sind klare

Absprachen, die mittels Betriebsvereinbarung

oder durch individuelle Verträge geschaffen

werden müssen.

Welche Möglichkeiten die mobile Arbeit bietet und

welche Risiken entstehen, erforscht die Hans-

Böckler-Stiftung bereits geraume Zeit. Danach

dürfte das Homeoffice nach Einschätzung der Stiftung

und Auswertung von Befragungen künftig

eine größere Rolle in der Arbeitswelt spielen. Alles

Eitel Sonnenschein werden diese Regelungen

indes auch nicht bringen. Zum Beispiel kann die

Arbeit zu Hause tradierte Arbeitsteilung verstärken.

Denn nach wie vor fühlen sich Frauen stärker

für die Hausarbeit und Kindererziehung verantwortlich

als Männer. Mütter, die im Homeoffice

arbeiten, kommen nach der Stiftungserhebung in

der Woche auf drei Stunden mehr Betreuungszeit

für die Kinder als Mütter, die nicht zu Hause arbeiten

können. Bei Vätern sieht es anders aus: Sie

machen im Homeoffice mehr Überstunden, nehmen

sich aber nicht mehr Zeit für die Kinder. Dabei

sind die Erfahrungen von Beschäftigten mit

dem Homeoffice in Corona-Zeiten unterschiedlich:

So sagen 77 Prozent, das Homeoffice erleichtere

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 60

Prozent glauben, die Arbeit daheim sogar effektiver

organisieren zu können als im Betrieb. Allerdings

haben 60 Prozent der Befragten mit Homeoffice-Nutzung

den Eindruck, dass die Grenzen

zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen.

Mobile Arbeit verlässlich gestalten

Eng mit dem Thema Homeoffice verknüpft ist zudem

oft die Frage nach den Arbeitszeiten: Extrem

flexible Arbeitszeiten gingen häufig zulasten der

Beschäftigten, zeigt die Studie der Stiftungsexpertin

für mobiles Arbeiten und Flexibilisierung

von Arbeit, Yvonne Lott. Wer im Homeoffice tätig

sei, könne abends oft nicht abschalten. Die

Wahrscheinlichkeit liegt bei 45 Prozent und damit

mehr als doppelt so hoch wie bei Beschäftigten,

die nie zu Hause arbeiten. So gilt es, mobile Arbeit

gut zu gestalten. Wichtig sind dabei klare Absprachen,

Arbeitgeber und Vorgesetzte müssen

die richtigen Voraussetzungen schaffen. Pflichten

und Rechte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

müssen genau definiert werden, sonst ist hinterher

niemand zufrieden. So sollten zum Beispiel Arbeitszeiten,

Vertretungsregelungen, Erreichbarkeit,

EDV-Ausstattung, Umgang mit Daten und

Datensicherheit abgesprochen und in einer Betriebsvereinbarung

oder in einem individuellen

Vertrag festgelegt werden. Also: Es gibt viel zu

tun in der Arbeitswelt: Packen wir`s an!

28 www.bvg-menzel.de


der Bergische Unternehmer 03|21 29


ERFOLGREICH BERGISCH HANDWERK HEUTE

Ich mache jetzt

mein eigenes Ding!

Gut so. Mit über 130 Ausbildungsberufen zählt das

Handwerk zu den vielseitigsten und auch rentabelsten

Wirtschaftbereichen des Landes. Über eine

Million meist kleiner und mittelständischer Betriebe

bilden eine starke ökonomische Kraft, die

2019 ca. 640 Milliarden Euro Umsatz erzielte und

rund 5,6 Millionen Beschäftigten ein solides Auskommen

garantiert. Also beste Voraussetzungen,

um sich selbständig zu machen. Denn qualifizierte

Handwerker werden immer gebraucht.

Da sollte es den Unternehmergeist potenzieller

Gründer auch nicht lähmen,

wenn sich in schwierigen Corona-Zeiten

der Zahlenspiegel ein wenig eingetrübt

hat. Melden die deutschen Handwerkskammern

durchschnittlich 31.000 Neueintragungen im Jahr,

so sind die Gründungen zwischen März und August

2020 mit einem Minus von 14 Prozent deutlich

hinter dem Vorjahresergebnis zurückgeblieben

– mehr als in der globalen Finanzkrise, die zu einem

Gründungsdefizit von 9,8 Prozent geführt hatte.

Zwangspause wegen Corona

Mit einem Rückgang von 33 Prozent ist das Ausbauhandwerk

diesmal am meisten betroffen, aber

auch die Branchen Lebensmittel, Gesundheit und

Kfz mussten zweistellige Minuszahlen verkraften.

Coronabedingt war auch die Aus-, Fort- und Weiterbildung

im Handwerk weitgehend blockiert. Der

Unterricht an Berufsschulen und Bildungseinrichtungen

der Kammern wurde während des Lockdowns

eingestellt, Meisterkurse pausierten und

Prüfungen mussten verschoben werden. Auch dieser

Zwangs-Stopp drückte die Gründungszahlen im

Handwerke auf ein niedriges Niveau.

Positiv: Das Baugewerbe kam bislang ohne Blessuren

durch die Krise. Und: Im vergangenen Jahr gab

es über ein Fünftel weniger Löschungen aus der

Handwerksrolle. Eine Entwicklung, die nicht zuletzt

auf die staatlichen Corona-Hilfen zurückzuführen

ist. Im Übrigen besteht die berechtigte

Hoffnung, dass sich die Situation nach Ende des

Lockdowns und der Rückkehr zur Normalität wieder

bessert. Anvisiert als konjunktureller Wendepunkt

wird der Sommer, von dem sich die Wirtschaft

eine spürbare Erholung verspricht. So

rechnet auch das Handwerk mit einer steigenden

Nachfrage und damit verbunden mit gut gefüllten

Auftragsbüchern.

Neue Meisterpflicht als Hürde

Aber nicht allein die Pandemie veranlasst etliche

Unternehmer in spe, zurzeit einen Gang zurückzuschalten,

um sich aufgrund der Einführung weiterer

Meisterpflichten neu zu orientieren. Allerdings

erweist sich die Änderung der Handwerksordnung

in 2020 vielfach als Hemmschuh. Denn natürlich

bedeutet es einen Unterschied, ob man sich in einem

zulassungsfreien oder zulassungspflichtigen

Gewerk auf eigene Füße stellen will.

Um Qualität und Qualifikation im Handwerk einerseits

zu stärken und andererseits die Strukturentwicklung

und Zukunft nachhaltig zu sichern, hat

30 www.bvg-menzel.de


das Bundeskabinett kürzlich beschlossen, zwölf

der bisher 53 zulassungsfreien Handwerksberufe

meisterpflichtig zu stellen. Das sind

• Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

• Betonstein- und Terrazzohersteller

• Estrichleger

• Behälter-Apparatebauer

• Parkettleger

• Rollladen- und Sonnenschutztechniker

• Drechsel- und Holzspielzeugmacher

• Böttcher

• Raumausstatter

• Glasveredler

• Orgel- und Harmoniumbauer

• Schilder- und Lichtreklamehersteller

Für derzeit bestehende Betriebe gilt Bestandsschutz.

Alternativen zum Meisterbrief

Führt demnach kein Weg an der persönlichen Meisterprüfung

vorbei? Doch. Zum einen besteht die

Möglichkeit, sich für ein handwerksähnliches Gewerk

zu entscheiden. Die zuständigen Kammern

geben Auskunft. Oder man stellt bei der Firmengründung

einen Betriebsleiter mit Meisterzeugnis

ein, der außerdem in der Handwerkskammer eingetragen

ist. Abgesehen davon besteht für langjährige

Gesellen eine Ausnahmeregelung. Mit mindestens

sechsjähriger Berufserfahrung haben diese unter

bestimmten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch

auf die selbständige Ausübung ihres zulassungspflichtigen

Handwerks.

Checkliste im Schnelldurchgang

Wer sich nun entschließt, über kurz oder lang sein

eigener Chef zu werden, tut gut daran, einiges zu

beachten. Die folgende Übersicht erklärt im

Schnelldurchgang, welche wesentlichen Schritte

erfolgreich zum Ziel führen.

Im Vorfeld

Kompetenzen prüfen und optimieren

Die Anforderungen und Qualifikationen für die

meist meisterpflichtigen Handwerksberufe sind

hoch. Unter anderem ist es wichtig, als Gründer im

Handwerk auch kaufmännische Fähigkeiten mitzubringen.

Hapert es in diesem Fall an dem erforderlichen

Wissen, bieten die Handwerkskammern spezielle

Existenzgründer-Seminare an, auf denen gerade

auch diese Kenntnisse vermittel werden.

der Bergische Unternehmer 03|21 31


ERFOLGREICH BERGISCH HANDWERK HEUTE

Rat und Hilfe suchen

Während der gesamten Gründungsphase und auch

noch danach ist die jeweilige Handwerkskammer

die geeignete Anlaufstelle, um umfassende Unterstützung

zu erhalten. Hier finden Firmengründer

erfahrene Ansprechpartner, die in Theorie und Praxis

wertvolle Hilfestellung geben. Auch in den 75

nordrhein-westfälischen Startercentern werden

Existenzgründer gut betreut und beraten. Regional

befinden sich solche Einrichtungen in Wuppertal

und Mettmann.

Berufswahl treffen

Sind diese Punkte im Vorfeld abgeklärt, geht es an

die Entscheidung. Meisterpflicht ja oder nein? Es

muss nicht unbedingt ein zulassungspflichtiges Gewerk

sein. Denn darüber hinaus gibt es auch zulassungsfreie

Handwerker und handwerksähnliche

Betriebe.

Nach der Entscheidung

Markt-Chancen analysieren

Handwerker sind mehr an ihr Einzugsgebiet gebunden

als andere Unternehmer. Deshalb sollten sich

Gründer vor dem Sprung in die Selbständigkeit genau

auf dem lokalen Markt umschauen. So lässt

sich zum Beispiel feststellen, wie viele Handwerker

es in dem eigenen Bereich vor Ort bereits gibt, welcher

Bedarf an dem gewählten Gewerk besteht und

wie groß die Zielgruppe ist, um eine genügende

Anzahl von potenziellen Kunden akquirieren zu

können.

Meisterpflicht ja oder nein? Es muss nicht

unbedingt ein zulassungspflichtiges Gewerk

sein, um sich selbstständig zu machen.

Einen Businessplan erstellen

In diesem Papier wird die Geschäftsidee zusammen

mit einer Vorgabe zur Umsetzung ausgearbeitet.

Zum Inhalt gehören unter anderen die Überprüfung

der Machbarkeit, die Leistungsbeschreibung,

eine Analyse von Markt und Wettbewerb, Marketing

als Instrument der Kundengewinnung und

-bindung, Personalfragen, Abwägung von Chancen

und Risiken, Finanzierung, Organisation und die

wichtigsten Schritte zur Realisierung. Als Vorlage

bei Banken und Behörden leistet der Businessplan

gute Dienste.

Finanzierung klären

Gründer im Handwerk müssen in Vorkasse gehen,

Hinzu kommen die Kosten der Rentenversicherung

und natürlich die Ausgaben für alle Investitionen

rund um den neuen Betrieb. Aus diesem Grund ist

es unumgänglich, den genauen Kapitalbedarf für

die Gründung als selbständiger Handwerker zu ermitteln,

um von vorneherein keine Liquiditätsprobleme

zu bekommen.

Rechtsform festlegen

Eine wichtige Entscheidung mit Tragweite. Zwei

Faktoren, die bei der Unternehmensgründung in jedem

Fall eine entscheidende Rolle spielen, sind die

Anzahl der Gründer sowie das zur Verfügung stehende

Stammkapital. Gerade hier empfiehlt es sich,

fundierten Rat vom Fachmann einzuholen.

Handwerkskammer kontaktieren

Jede Existenzgründung und Ausübung einer hand-

32 www.bvg-menzel.de


werklichen Tätigkeit muss der zuständigen Handwerkskammer

gemeldet werden. Dabei werden zulassungspflichtige

Gewerke in die Handwerksrolle,

Betriebe der zulassungsfreien Handwerke und

handwerksähnliche Gewerbe im entsprechenden

Verzeichnis der Kammer des Bezirks eingetragen.

Mit der Bestätigung der Dokumentation kann beim

Gewerbeamt der Kommune die Anmeldung der

neuen Firma erfolgen.

Fördertöpfe in Reichweite

Passende Geschäftsräume finden, das nötige Equipment

für Werkstatt und Betrieb beschaffen, qualifizierte

Mitarbeiter suchen, Kunden akquirieren und

Auftrage holen – sich selbständig Machen geht ins

Geld und nach der Gründung fängt alles erst richtig

an. Gut, dass der Staat hierbei Unterstützung liefert.

Zum Beispiel so:

Meistergründungs-Prämie

Vor kurzem wurde dieser Zuschuss von bisher 7.500

Euro auf jetzt 10.500 Euro erhöht. Die aufgestockte

Förderung des Schritts in die berufliche Unabhängigkeit

stellt sicher, dass die Gründer im Handwerk

die Phase der hohen Erstinvestitionen und der Existenzfestigung

überstehen und sich konsolidieren

können. Der Antrag zur Prämie erfolgt über die

Handwerkskammer.

5.000 und 25.000 Euro. Also ideal für Unternehmer,

die eine überschaubare Summe investieren wollen.

Gründerstipendium

Wer in NRW eine innovative Geschäftsidee auf den

Weg bringen will, kann sich über ein Jahr 1.000

Euro im Monat sichern. Das Themenfeld dabei ist

offen.

Tipps zur Beantragung von diesen und anderen

Fördergeldern geben die Startercenter NRW auf

ihrer Website www.startercenter.nrw bzw.

www.bergisches-startercenter.de

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Shutterstock

Ihr Vertrauen

ist unsere Motivation

Bürgschaften

Gründer, die einen Kredit für die Realisierung ihrer

Geschäftsidee benötigen, wenden sich an die Bürgschaftsbank

NRW. Das Institut ermöglicht Vorhaben,

indem es für 80% des Darlehensbetrages bis zu

1,25 Mio Euro eine Ausfallbürgschaft übernimmt.

Überschreiten die geplanten Investitionen diese

Summe, kann auch das Land NRW einspringen.

Gründungskredit

Die NRW.Bank vergibt bis zu fünf Jahre nach der

Gründung Darlehen zu günstigen Konditionen. Investitionen

werden bis zu 100 Prozent gefördert. Die

Kreditsumme muss mindestens 25.000 Euro betragen,

der Höchstbetrag liegt bei 10 Millionen Euro.

NRW-Mikrodarlehen

Die Laufzeit beträgt bis zu fünf Jahre nach dem

Start. Der Darlehensbetrag bewegt sich zwischen

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der Bergische Unternehmer 03|21 33


AUS DER REGION GASTKOMMENTAR

Ausbildung in Teilzeit – ein nahezu

unbekanntes Win-Win Format

Für Erziehende und Pflegende, die einen Berufsabschluss

absolvieren möchten, bietet der im Jahr 2005 im Berufsbildungsgesetz

(BBIG) verankerte § 7a die Möglichkeit einer

Teilzeitausbildung. Für Menschen mit Familienverantwortung

kann eine Berufsausbildung in Vollzeit eine verständliche

Hürde darstellen. Wer bringt die Kinder in Kita oder

Schule und wer holt sie ab? In einer Teilzeitausbildung wird

die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit bei einer

Beibehaltung der regulären Ausbildungsgesamtdauer

verkürzt. Als ich vor 10 Jahren von diesem Modell über eine

Kollegin aus der Beruflichen Weiterbildung hörte, schaute

ich mir das Projekt MiTA (Mütter in Teilzeitausbildung) an.

Hier werden Erziehende und Pflegende mit den Möglichkeiten

einer Teilzeitausbildung bekannt gemacht, individuelle

berufliche Neigungen herausgearbeitet und Vorbereitungskurse

angeboten. Gleichzeitig werden Ausbildungsunternehmen

akquiriert. Schnell wurden damals Sylwia B., 31

Jahre, zwei kleine Kinder, alleinerziehend und ich als potenzielle

Ausbilderin (das erste Mal!) gematcht. Nie werde ich

vergessen, wie diese wache, fröhliche Person kurzerhand mit

mir ein erstes Vorstellungsgespräch vereinbarte, um dann

schnell zur Kita ihrer Kinder zu eilen. Um es kurz zu machen:

Sylwia durchlief die Teilzeitausbildung zur Kauffrau

Bürokommunikation mit Bravour und sogar, da sie das Abitur

hat, in sagenhaften 2 ½ Jahren.

Sie schloss großartig vor der IHK ab und ist heute Leiterin

unserer Abteilung Berufliche Bildung mit Führungsverantwortung.

Zeitmanagement, Empathie und eine ausgesprochen

hohe Motivation sind nur einige der vielen herausragenden

Eigenschaften dieser Mitarbeiterin. Natürlich wurde danach

eine weitere engagierte Teilzeitauszubildende gefunden, die

unser Team ebenfalls bis heute bereichert und aktuell bilden

wir erneut eine Kauffrau für Büromanagement aus. Auch sie

möchte bleiben - in unserem familienfreundlichen Unternehmen.

Weitere Infos, auch zur Novellierung des §7a BBiG hier:

www.ueberaus.de/wws/gastbeitrag-teilzeitausbildung.php

Ulrike Sammet

http://netzwerk-teilzeitberufsausbildung.de/infos/

Foto: BVG

Simone Leimbach

Regionalleiterin Bergisches Land

WBS TRAINING

www.wbstraining.de/weiterbildung-wuppertal

Ansprechpartner zu Teilzeitausbildung im Bergischen Land:

ZIB – Zentrum für Integration und Bildung Solingen,

GESA Wuppertal, WIPA Wuppertal, Bergisches Institut für

Weiterbildung (B.I.W) Remscheid

34 www.bvg-menzel.de


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Erleichterte zeitliche Rahmenbedingungen

für natürliche

Personen in Insolvenzverfahren

Der Deutsche Bundestag hat am

17.12.2020 das „Gesetz zur weiteren Verkürzung

des Restschuldbefreiungsverfahrens

und zur Anpassung pandemiebedingter

Vorschriften im Gesellschafts-,

Genossenschafts-, Vereins- und Stiftungsrecht

sowie im Miet- und Pachtrecht“

beschlossen. Hinter dem ausufernden

Titel verbirgt sich für natürliche

Personen (u.a. Freiberufler, Einzelunternehmer

und Verbraucher) eine erhebliche

zeitliche Erleichterung beim Durchlaufen

eines Insolvenzverfahrens. Bislang betrug

die Laufzeit der sog. Abtretungserklärung

– und damit die Zeit, in der insolvenzbedingte

Einschränkungen galten

– in der Regel fünf oder sechs Jahre, je

nachdem ob u.a. die Verfahrenskosten

gedeckt waren oder nicht. Obwohl schon

die bisherige Rechtslage das Erlangen der

Restschuldbefreiung innerhalb von drei

Jahren ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens

ermöglichte, profitierte bislang

nur ein sehr geringer Teil der betroffenen

Personen von der Verkürzung, da die Voraussetzungen

(Deckung der Verfahrenskosten

zuzüglich Realisierung einer

Quote von mindestens 35 % für die Gläubiger)

nur in den wenigstens Fällen erfüllt

werden konnten.

Mit dem nunmehr verabschiedeten Gesetz

verkürzt sich die Laufzeit der Abtretungserklärung

grundsätzlich auf drei

Jahre. Dies bedeutet, der Insolvenzantragsteller

tritt den pfändbaren Anteil

seiner Gehaltsansprüche bzw. vergleichbare

Ansprüche wie etwa den pfändbaren

Anteil einer Rentenleistung nur noch für

den Zeitraum von drei Jahren ab Eröffnung

des Insolvenzverfahrens (Abtretungsfrist)

an einen vom Gericht zu bestimmenden

Treuhänder ab. Eine längere

Abtretungsfrist greift nur noch bei sogenannten

Folgeinsolvenzen, also dann,

wenn dem Antragsteller zuvor bereits

einmal die Restschuldbefreiung erteilt

worden ist. Im Ergebnis wird insolventen

Personen daher künftig deutlich schneller

ein wirtschaftlicher Neuanfang ermöglicht,

als dies in der Vergangenheit möglich

war. Der Gesetzgeber unterstützt damit

sowohl persönlich haftende

Unternehmer als auch Verbraucher, die –

auch im Zusammenhang mit der Corona-

Pandemie – in eine wirtschaftlich aussichtslose

Lage geraten sind, indem eine

schnellere Entschuldung ermöglicht

wird.

Die zur Umsetzung des Gesetzes erforderlichen

Änderungen in der Insolvenzordnung

sind rückwirkend zum

01.10.2020 in Kraft getreten. Für Insolvenzanträge,

die im Zeitraum vom

17.12.2019 bis einschließlich 30.09.2020

gestellt worden sind, gilt eine Übergangsregelung

die in diesen Fällen zu einer

Verkürzung von mindestens fünf

Monaten – bezogen auf die ursprüngliche

sechsjährige Abtretungsfrist – führt.

Überlegungen, die Abtretungsfrist zu

verkürzen, gab es bereits seit Längerem.

Die Umsetzung bis hin zur finalen Verabschiedung

des Gesetzes verzögerte

sich hingegen. Mit Inkrafttreten des dargelegten

Gesetzes können betroffene Personen

nunmehr Insolvenzanträge stellen,

für welche die verkürzte Abtretungsfrist

greift. Die im Insolvenzantrag zu tätigenden

Angaben sollten hierbei gründlich

Die Kanzlei für den Mittelstand

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AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

geprüft und vollständig sein. Zudem

empfiehlt es sich, dem Insolvenzantrag

aussagekräftige und belastbare Nachweise

beizufügen. Ein sorgfältig vorbereiteter

Insolvenzantrag stellt die Grundlage

für die angestrebte Restschuldbefreiung

dar und trägt dazu bei, dass vermeidbare

Diskussionen und Auseinandersetzungen

mit dem Insolvenzverwalter bzw. dem

Insolvenzgericht geführt werden müssen.

(Quelle: ATN – d’Avoine Teubler Neu –

Rechtsanwälte)

Wildtierschäden als außergewöhnliche

Belastungen?

Fotos: MEV

Im Rahmen des § 33 EStG können

zwangsläufige Mehraufwendungen als

außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt

werden. Unklar war bislang, ob

durch Wildtiere (z. B. Biber) verursachte

Schäden an Terrasse und Garten eines

selbstgenutzten Einfamilienhauses dazugehören.Der

Bundesfinanzhof (1) hat

dies in einer neuen Entscheidung verneint.

Nach Auffassung des Gerichts sind

Wildtierschäden und Maßnahmen zu ihrer

Vermeidung keineswegs unüblich und

daher nicht mit ungewöhnlichen Schadensereignissen

– etwa mit Schäden aufgrund

von Brand oder Hochwasser – vergleichbar.

Entsprechende Aufwendungen

können deshalb grundsätzlich nicht im

Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen

berücksichtigt werden, selbst

wenn sie zur Beseitigung konkreter, von

einem Gegenstand des existenznotwendigen

Bedarfs (z. B. das eigene Einfamilienhaus

mit Grundstück) ausgehender Gesundheitsgefahren

getätigt werden.Die

zur Beseitigung von Wildtierschäden im

Haus-halt (oder deren Vermeidung) entstandenen

Lohn-kosten können aber im

Rahmen der Steuerermäßi-gung für

Handwerkerleistungen nach § 35a EStG

geltend gemacht werden.

(1)Urteil vom 01.10.2020 VI R 42/18.

(Quelle: Rinke Treuhand)

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Worauf es ankommt:

Urteile zu grundlegenden Fragen

des deutschen Baurechts

Wie muss sich ein Neubau in eine bereits

bestehende Wohngegend einfügen? Kann

man ohne weiteres zwei getrennte Eigentumswohnungen

zu einer vereinigen?

Und ab der Haltung wie vieler Tauben

wird es für die Nachbarn unzumutbar?

All das sind Fragen, die Experten des

Baurechts klären müssen. Der Infodienst

Recht und Steuern der LBS hat für seine

Extra-Ausgabe einige Urteile deutscher

Gerichte zusammengefasst.

Ein in der Nähe stehender Container, in

den Altglas eingeworfen werden kann,

wertet eine gehobene Eigentumswohnung

nicht automatisch ab. So urteilte

das Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen

I-21 U 46/19). Im konkreten

Fall hatten sich Erwerber gegen einen

Bauträger gewandt, der ihnen die geplante

Aufstellung eines Containers verschwiegen

hatte. Die Richter(innen) waren

der Meinung, es handle sich hier um

keinen Sachmangel. Die Existenz einer

Wertstoffsammelstelle sei als sozialadäquat

hinzunehmen.

Um bauen zu können, müssen gelegentlich

zuvor Bäume gefällt werden. Dabei

haben der Bauherr und die von ihm beauftragten

Firmen etliche Regeln zu beachten.

Selbst bei einem grundsätzlich

genehmigten Vorhaben, hier war es um

drei Lindenbäume gegangen, gibt es noch

gewisse Schranken. So verurteilte das

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg

(Aktenzeichen 11 S 26.13) einen öffentlichen

Bauherrn dazu, Rücksicht auf

die Vegetationsperiode zu nehmen bzw.

den Naturschutzverband in die Überlegungen

einzubeziehen.

Es dürfte sich um einen der schönsten Ausblicke

Deutschlands handeln, wenn man

von einer Immobilie aus das Schloss Neuschwanstein

sehen kann. Doch baurechtlich

ist dieser Ausblick nicht unbedingt geschützt,

wie das Verwaltungsgericht

Augsburg (Aktenzeichen 4 S 09.1084) entschied.

Nachbarn hatten einen Baustopp

für ein Gebäude beantragt, das ihnen diese

Sicht teilweise zu rauben drohte. Das Gericht

stoppte die Arbeiten nicht und wies

darauf hin, dass die Nachbarn durchaus

noch über einen reizvollen Ausblick verfügten,

zum Beispiel auf See und Alpen.

Bei der Bewertung, ob ein Neubau in

eine Gegend passt oder nicht, kommt es

auf den Gesamteindruck an. Vor allem

sollte sich die Baulichkeit in ihren Dimensionen

an die Umgebung anpassen,

befand das Verwaltungsgericht Mainz

(Aktenzeichen 3 K 1142/18). Im konkreten

Fall hatte die Aufsichtsbehörde ein

Projekt abgelehnt, weil es in Firsthöhe und

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ERFAHRUNG. ENGAGE MENT. ERFOLG.

der Bergische Unternehmer 03|21 37


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Fläche nicht zur restlichen Bebauung passe.

Das Gericht sah es ebenso und wollte

auch keine Ausnahme genehmigen.

Die Wärmedämmung von Fassaden ist

vom Gesetzgeber aus umwelt- und energiepolitischen

Gründen ausdrücklich erwünscht.

Trotzdem rechtfertigt es das Anbringen

solcher Dämmplatten nicht, sich

über baurechtliche Vorschriften hinwegzusetzen.

Der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen

V ZR 196/16) urteilte, dass die Nachbarn

keine Duldungspflicht hätten, wenn

bei einem Neubau die angebrachte Wärmedämmung

die Grundstücksgrenzen überschreite.

Es sei nämlich in der Hand der

Planer gelegen, dies zu verhindern.

Der Milieuschutz kann es gebieten, die Zusammenlegung

zweier Eigentumswohnungen

zu einer zu untersagen. In der deutschen

Hauptstadt wollte eine Eigentümerin

zwei Wohnungen mit Wohnflächen von 53

und 35 Quadratmetern miteinander verbinden.

Das Verwaltungsgericht Berlin (Aktenzeichen

19 K 125.15) sah hierdurch die

Gefahr gegeben, dass sozial schwache Mieter

verdrängt würden und ließ die Zusammenlegung

nicht zu. Für das Gebiet hatte

eine Erhaltungsverordnung bestanden und

deswegen ein besonderer Milieuschutz.

Wer in einem reinen Wohngebiet 100

Brieftauben halten will, der hat es nach

Meinung der Rechtsprechung deutlich

übertrieben. Das Verwaltungsgericht Neustadt

an der Weinstraße (3 K 322/15) untersagte

einem Taubenfreund aus bauplanungsrechtlichen

Gründen, einen

Taubenschlag zu errichten und darin derart

viele Tiere bei sich aufzunehmen. Mit der

für eine Wohngegend typischen Freizeitbetätigung

habe das nichts mehr zu tun.

Eine Gaststätte kann in einem allgemeinen

Wohngebiet ein wichtiger Bestandteil

der Versorgung sein. Das Bundesverwaltungsgericht

(Aktenzeichen 4 C 5.18)

stellte dies angesichts von Beschwerden

mancher Anwohner fest. Der Umbau einer

bestehenden Schank- und Speisewirtschaft

wurde mit dieser Begründung genehmigt.

In einem dicht besiedelten

Gebiet könne es nötig sein, solch einen

Betrieb zuzulassen.

Auch eine Tanzschule zählt nicht zu den

Einrichtungen, die von vorneherein nicht

in ein Wohngebiet passen. Im Kerngebiet

einer Stadt sei sie nicht als „störender

Gewerbebetrieb“ zu bezeichnen, entschied

das Oberverwaltungsgericht Lüneburg

(Aktenzeichen 1 LA 162/18).

Eine Tanzschule sei schließlich dadurch

gekennzeichnet, dass einer überschaubaren

Personengruppe Unterricht erteilt

werde. Der Geräuschpegel einer Diskothek

werde dabei nicht über lange Zeit

erreicht.

Manchmal ist die Umwandlung einer Gewerbeimmobilie

durchaus überraschend.

So sollte aus einer Papeterie ein Bestattungsunternehmen

werden, was einige

Nachbarn irritierte. Das Verwaltungsgericht

Trier (Aktenzeichen 5 K 9244/17)

sah hierin keine unzulässige baurechtliche

Veränderung. Es liege die Mischung

einer Vielzahl von Gewerbe- und Handwerksbetrieben

sowie Geschäften vor, in

die sich ein Bestattungsunternehmen

durchaus einfüge.

(Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern)

Keine Akteneinsicht im kleinen

Keller

Die Verpflichtung einer GmbH, einem

Gesellschafter zusammen mit zwei Bevollmächtigten

Einsicht in Handelsbücher

und Geschäftsunterlagen zu gewähren,

unterliegt in Zeiten der Corona-Pandemie

anderen Regeln. So wird die Verpflichtung

nicht erfüllt, wenn dazu ein 13 Quadratmeter

großer Kellerraum bereitgestellt

wird, in dem die Unterlagen in zahlreichen,

nicht beschrifteten Kartons gelagert

werden und der mit weiteren Möbelstücken

zugestellt ist.Die Einsichtnahme in

die Geschäftsunterlagen ist angesichts der

Ansteckungsgefahr während der Pandemie

in einem solchen Raum unzumutbar.

Da die Einsichtnahme länger dauern wird,

muss die GmbH dafür andere Räumlichkeiten

bereitstellen.

(Beschluss des Oberlandesgerichts

Frankfurt am Main vom 1. Dezember

2020, 21 W 137/20)

38 www.bvg-menzel.de


Sachbezug bei Teilnahme am

Firmen-Fitnessprogramm

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern

– neben der klassischen Mitgliedschaft

in einem Fitnessstudio – die Nutzung

verschiedenster Sportanlagen und Fitnessangebote

über spezielle Anbieter für

Firmenfitness ermöglichen. Solche unentgeltlichen

oder verbilligten Nutzungsmöglichkeiten

stellen einen lohnsteuer-

und

sozialversicherungspflichtigen Sachbezug

dar. Liegt deren Wert insgesamt unter

44 Euro (ab 2022: 50 Euro) im Monat,

bleiben diese Vorteile steuerfrei (§

8 Abs. 2 Satz 11 EStG); jedoch führt

selbst ein geringfügiges Überschreiten

dieser Grenze zu einer vollständigen

Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht.

Bei ganzjährigen

Nutzungsmöglichkeiten stellt sich die

Frage, wann der Vorteil zugeflossen ist.

Der Bundesfinanzhof (1) hat in einem

aktuellen Urteil über die steuerliche Behandlung

von Firmen-fitness-Programmen

entschieden. Danach fließt der

geldwerte Vorteil auch bei einer Jahresmitgliedschaft

monatlich zu. Nach Auffassung

des Gerichts ermöglicht der Arbeitgeber

den Arbeitnehmern die

Nutzung der Fitnessstudios (unabhängig

von seiner eigenen Vertragsbindung gegenüber

dem Fitness-anbieter) monatlich

fortlaufend. Somit ist nicht der Jahresbeitrag

maßgebend, sondern die monatliche

Nutzungsgebühr; liegt diese ggf.

nach Abzug einer Zuzahlung des Arbeitnehmers

unter der Freigrenze, bleibt

der Sachbezug regelmäßig lohnsteuerfrei.(1)

Urteil vom 07.07.2020 VI R 14/18

(Quelle: Rinke Treuhand)

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FÜR SIE UNTERWEGS FRÜHLING IN WEISS-BLAU

Frühling in Weiß-Blau:

Grüß Gott im Werdenfelser Land

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Foto: Alpenwelt Karwende

Der besondere Reiz der Region Werdenfelser Land liegt in ihrer Vielfältigkeit. Natürlich

kommen Wanderfreunde in den bayerischen Alpen auf ihre Kosten. Doch

auch wer Kultur liebt, sportlich unterwegs ist, gerne durch gepflegte Shoppingzonen

flaniert oder einfach mal ausspannen möchte, ist in dieser einzigartigen

Naturlandschaft und ihren bezaubernden Städtchen bestens aufgehoben.

der Bergische Unternehmer 03|21 41


FÜR SIE UNTERWEGS FRÜHLING IN WEISS-BLAU

Brotzeit und bayerische Schmankerln

Der malerisch gelegene

Geroldsee im oberbayerischen

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

(Foto Seite 40 u. 41)

Ein Beispiel für die berühmte

Lüftlmalerei ist

der Gasthof Post im

kleinen Örtchen Krün

(Foto oben).

Wer aus Richtung München anreist,

erreicht in etwa einer Stunde die

bayerische Alpenregion. Das Werdenfelser

Land liegt mitten in

Oberbayern im oberen Isartal. Die Region erstreckt

sich im Norden bis Farchant, im Osten bis

Mittenwald und im Süden und Westen bis an die

Grenze Österreichs. In ihrem Südwesten erhebt

sich die 2.962 Meter hohe Zugspitze, der Hauptgipfel

des Wettersteingebirges und höchste Berg

Deutschlands. Das südliche Werdenfelser Land

wird durch das Wetterstein-Gebirge und das Karwendelmassiv

begrenzt. 2006 wurde das Werdenfelser

Land in die Liste der „Nationalen Geotope“

in Deutschland aufgenommen. Namensgeber für

diesen Landstrich ist die nördlich von Garmisch-

Partenkirchen gelegene mittelalterliche Burg

Werdenfels. Sie diente vornehmlich zur Sicherung

der Heeres- und Handelsstraße, die durch das Loisachtal

führte und Handelsplätze in Italien und

Oberbayern verband.

Foto: Alpenwelt Karwendel / Wolfgang Ehn

Wanderer und auch passionierte Bergsteiger finden

hier unzählige Möglichkeiten, der Natur nahe zu

sein. Leichte Strecken, die auch mit Kindern gut

zu bewältigen sind, und anspruchsvolle Touren

bieten für jeden Geschmack und jede Leistungsstärke

das richtige Maß. Zahlreiche Berggipfel

sind mit Seilbahnen und Sesselliften zu erreichen.

Viele Berghütten bewirten ihre Gäste mit Brotzeit

und bayerischen Schmankerln, während man in

uriger Atmosphäre oder auf sonnenüberfluteten

Terrassen das Alpenpanorama auf sich wirken lassen

kann. Wer sich den Aufstieg sparen will, wählt

die bequeme Variante mittels Transport und wandert

dann bergab Richtung Tal. Oder aber, man belässt

es bei Eindrücken und Spaziergängen rund

um die Gipfel und lässt sich wieder talwärts befördern.

Top of Germany

Wenn man schon einmal die Alpenregion bereist,

sollte ein Ausflug zur Zugspitze nicht fehlen. Hinauf

zum Gipfelkreuz gibt es verschiedene Routen

mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Möglich

ist auch, den Aufstieg in zwei Etappen einzuteilen

und eine Übernachtung auf einer Berghütte

einzulegen. Unterschätzt werden sollte die Besteigung

der Zugspitze jedoch nicht, was indes immer

wieder passiert. Nicht immer sind die Besucher

richtig vorbereitet und manche verhalten sich

schlichtweg falsch. Dies führt dazu, dass es immer

wieder zu Notlagen und Unfällen mit schwierigen

Bergrettungseinsätzen kommt. Daher sollte eine

gewisse Fitness und eine gründliche Vorbereitung

obligatorisch sein. Der deutsche Alpenverein zum

Beispiel, gibt auf seiner Website ausführliche Informationen

und Tipps (https://www.alpenverein.

de/bergsport). „Top of Germany“ ist aber auch bequemer

zu erreichen – mit der Seilbahn, mit der

nostalgischen Zugspitz-Zahnradbahn und der Gletscherbahn.

Dank dieser komfortablen Aufstiegshilfen

kommen nicht nur ausdauernde Bergsteiger,

sondern auch Besucherinnen und Besuchern den

Gletschern sehr nah und genießen den Vierländer-

Panoramablick und die Gipfelgastronomie. An klaren

Tagen bescheren bis zu 250 Kilometer Fern-

42 www.bvg-menzel.de


Foto: Alpenwelt Karwendel / Stefan Eisend

Foto: Shutterstock

Vom Garmisch bis nach Mittenwald fährt man mit

dem Auto rund 20 Kilometer. Mittenwald hat eine

charmante Hauptstraße mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten.

Hier lohnt an zenraler Stelle unbedingt

eine Besichtigung der barocken Kirche mit

ihren prächtigen Fresken. Wahrzeichen Mittensicht

die Aussicht auf 400 Alpengipfel in

Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Steile Felsen und tosendes Wasser

Neben unzähligen anderen reizvollen Bergtouren

ist eine Tour durch die Partnachklamm empfehlenswert.

Ein leichter, familienfreundlicher Rundwanderweg

führt durch die imposante Natur des

Naturdenkmals Partnachklamm. Auf rund 800

Metern hat sich der Wildbach Partnach ein bis zu

80 Meter tiefes Bett in den Fels gegraben und so

eine der schönsten Klammen im Alpenraum geschaffen.

Direkt am Wasser liegt der Steig, der

durch die Partnachklamm führt. Die Wanderung

beginnt am Olympia-Skistadion und folgt der

Straße entlang der Partnach flussaufwärts bis zur

Talstation der Graseckseilbahn. Von dort läuft

man über einen Pfad bis zum Eingang der Partnachklamm,

wo man durch Felsen wandelnd unter

sich das tosende Wasser auf sich wirken lassen

kann. Von dort wandert man Richtung Eckbauer

und Graseck, wo man im gleichnamigen Hotel

eine Rast einlegen kann. Weiter geht es über steile

Serpentinen, die Fahrstraße entlang bis Wildenau,

zum Ausgangspunkt beim Olympia-Skistadion.

In umgekehrter Richtung lässt sich dieser Weg

ebenso in Angriff nehmen. Der Eckbauer ist ein

Aussichtsberg mit fulminantem Blick auf Zugspitze,

Alpspitze, Wettersteinwand und das Karwendelgebirge.

Entweder man läuft zum Eckbauer

von der Bergstation der Eckbauerbahn hinauf oder

man wählt die weniger anstrengende Variante

und fährt mit der Seilbahn. Nach einem Abstecher

beim Berggasthof Eckbauer läuft man talwärts bis

zum Graseck, durch die Partnachklapp bis zum

Skistadion.

Berge, Sport, Kultur und Shopping

Was den besonderen Reiz der Alpenwelt Karwendel

ausmacht, sind die typisch bayerischen Städte

und Städtchen mit ihrem besonderen Flair. Garmisch-Partenkirchen

mutet mit schicken Shops

und Einkaufsmöglichkeiten schon ein bisschen

großstädtischer an, ohne jedoch seine Gemütlichkeit

verloren zu haben. Von hier aus lässt sich das

gesamte Werdenfelser Land und auch die Grenzregion

zu Österreich erkunden. Moderne Hotels,

Gasthöfe und urige Ferienwohnungen laden zum

Verweilen ein. Unbegrenzte Freizeitmöglichkeiten

für jede Wetterlage sorgen dafür, dass keine

Langeweile aufkommt. Der Michael-Ende-Kurpark

in Garmisch-Partenkirchen, benannt nach

dem Schöpfer von Momo, Jim Knopf und Co., ist

beispielsweise eine Naturoase mit Erholungswert.

Sport-affine Urlauber können sich beim Mountainbiken,

Eislaufen, Schwimmen, Paragliden,

Golfen, Tennis, natürlich beim Wandern und im

Winter beim Skifahren auspowern. Kulturfreunde

vertreiben sich mit Museumsbesuchen oder Konzerten

die Zeit.

Und historisch Interessierte lassen sich bei Rundgängen

durch die Ortsteile Garmisch und Partenkirchen

mit der Geschichte des Ortes vertraut machen.

Barocke Pracht und Lüftmalerei

Auch die Jugend in der

Alpenwelt Karwendel

zeigt sich gerne in

Tracht.

Reger Betrieb auf dem

Gipfel der Zugspitze

der Bergische Unternehmer 03|21 43


FÜR SIE UNTERWEGS FRÜHLING IN WEISS-BLAU

Geigenbaukunst in

MIttenwald

Die Buckelwiesen bei

Krün und Wallgau

bieten eine traumhafte

Kulisse für eine

ausgeprägte Wanderung

(Foto rechts

oben).

Foto: Alpenwelt Karwendel / Angelika Warmutz

walds ist der 1746 fertiggestellte, mit den Kirchenpatronen

Petrus und Paulus bemalte Kirchturm.

Ebenso beheimatet ist in der oberbayerischen

Stadt die Geigenbaukunst, die im Geigenbaumuseum

ausgiebig entdeckt werden kann. Gemütliche

Touren starten rund um den Kranzberg-Sessellift,

in höhere Lagen geht’s mit der Karwendelbahn. Bezaubernde

kleinere Orte sind ganz in der Nähe

Mittenwalds Krün und Wallgau. Auch diese beiden

Städte haben eine große Vielfalt an Hotellerie, Unterkünften

und Gastronomie zu bieten und sind

Ausgangspunkt für Wander-, Spazier- und Radtouren

zu idyllischen Seen oder entlang der Isar. Gerade

im Frühjahr besonders zu empfehlen ein Gang

entlang der bunten Blumenteppiche an den Buckelwiesen,

etwa zur kleinen Kapelle Maria Rast mit

einem wundervollen Ausblick auf die umliegenden

Gebirgszüge. Das kleine Krün erlangte sogar internationale

Berühmtheit, als nämlich Bundeskanzlerin

Angela Merkel eine Einladung an US-Präsident

Barack Obama aussprach, am Rande des G7-Gipfels

im Jahr 2015 mitten im Dorf eine zünftige

Brotzeit einzunehmen. Das ganze Dorf war auf den

Beinen, in traditionelle Tracht gekleidet, um dem

Gast ein herzliches Willkommen zu bereiten. Diese

Bilder bei strahlend blauem Bayern-Himmel wurden

in die ganze Welt übertragen. Dabei muss natürlich

auch das malerisch gelegene Elmau erwähnt

werden, wo im gleichnamigen Schlosshotel die Regierungschefs

nebst Delegation tagten und residierten.

Gemein haben die Städte der Alpenwelt Karwendel

die so genannte Lüftlmalerei. Viele Häuser

sind mit Bildern verziert, die biblische Szenen

oder die Geschichte des oberen Isartals darstellen.

Bis heute gibt es Künstler, die sich auf diese Weise

auf den Hausfassaden verewigen und die Orte

damit in bunte Bilder tauchen.

Besuch beim Märchenkönig

Nicht versäumt werden sollte bei einer Reise in die

oberbayerische Alpenregion, sich auf die Pfade des

wohl berühmtesten aller Bayernkönige zu begeben.

Wer in die opulente Welt Ludwigs II. eintauchen

möchte, dem stehen zum Beispiel in Schloss Linderhof

Türen und Tore offen. Gelegen in den Ammergauer

Alpen nahe der oberbayerischen Gemeinde

Foto: Alpenwelt Karwendel /

Maximilian Ziegler

Ettal lädt diese Königliche Villa des Märchenkönigs

zu einer ausgedehnten Besichtigungstour ein. Das

im Stil des Neo-Rokokos errichtete Schloss wurde

zwischen 1870 und 1886 erbaut und gilt als das Lieblingsschloss

Ludwigs, weil er sich hier am meisten

aufgehalten haben soll. Neben den prächtig eingerichteten

Räumen – darunter besonders sehenswert

das üppigst ausgestattete Schlafzimmer – bietet sich

der prachtvolle Schlosspark für einen ausgedehnten

Spaziergang an. Vor dem Schlafzimmer im Nordtrakt

fließt ein Wasserfall über 30 Marmorstufen in

feinen Schleiern den Hang herab. Von den mit Akkuratesse

angelegten festlichen Gartenräumen leitet

ein landschaftlicher Park zum angrenzenden Tannen-Buchen-Bergwald

der Ammergauer Berge über.

Dort führen sanft geschwungene Wege abwechselnd

durch prächtige Buchen-, Eichen- und Lindengruppen

und freie Wiesen. So stoßen die Parkbesucher

auf eine Fülle wechselnder Landschaftsbilder.

Tannhäuser in der Venusgrotte

Die Neigung des unter mysteriösen Umständen

im Starnberger See zu Tode gekommenen Monarchen

zum Orient, zu Sagen und Mythen sieht man

in der mit, aus damaligen Gesichtspunkten, modernster

Technik ausgestatteten künstlichen Grotte

und im Maurischen Kiosk. In der Grotte, die

der hochwohlgeborene Wagner-Verehrer mit

Landschaftsgemälden und Szenen aus der Wagneroper

Tannhäuser ausmalen ließ, wurde Ludwig

den Überlieferungen nach zur Musik Richard

Wagners in einem, einer Muschel nachempfundenen

Boot über den künstlichen See geschippert.

Allerdings ist der Bau in die Jahre gekommen und

44 www.bvg-menzel.de


Foto: Pixabay / Hans Dietmann

soll bis 2024 saniert werden, was einen Besuch

derzeit nicht möglich macht. Ist man schon mal in

Linderhof, bietet sich ein Abstecher nach Ettal an.

Diese kleine Gemeinde gehört zum Landkreis

Garmisch-Partenkirchen und beherbergt neben

dem Königsschloss auch das berühmte Kloster Ettal.

Das im 14. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster

ist heute ein Touristenmagnet. Zum

Kloster gehören landwirtschaftliche Betriebe,

mehrere Gasthöfe, ein Hotel sowie ein Gymnasium

mit angeschlossenem Internat. Darüber hinaus

ein Kunstverlag, eine Destillerie sowie eine

Brauerei. Kloster Ettal ist trotz aller säkularen

und auch merkantilen Ergänzungen immer noch

ein Ort des Glaubens. Die weltberühmte barocke

Ettaler Basilika ist architektonischer und spiritueller

Mittelpunkt der Klosteranlage. Rund 30 Benediktinermönche

leben, beten und arbeiten im

Kloster Ettal.

Orient made by Ludwig

Ein weiteres Ludwig-Schloss liegt mitten in den

Alpen. Wer sich diesen, nach außen unscheinbar

anmutenden Bau anschauen möchte, muss gut zu

Fuß sein, eine Anfahrt per Seilbahn gibt es nicht.

Rund drei Stunden gilt es, ausgehend vom Örtchen

Elmau, 866 Höhenmeter zu überwinden –

nicht schwierig, aber immer schön bergauf. Belohnt

wird man mit einem atemberaubenden

Ausblick auf die Alpenkulisse mitsamt Zugspitzmassiv.

Seit 1869 plante König Ludwig II., im

Werdenfelser Land ein Berghaus zu errichten.

Seine Standortwahl fiel auf den Schachen am Fuß

des Wettersteinmassivs in 1.866 Meter Höhe. Hier

wollte Ludwig vor allem das Hochgebirge genießen.

Äußerlich recht bescheiden anmutend, findet man im

Obergeschoss des „Jagdschlosses am Schachen“ orientalische

Pracht. Der Türkische Saal ist einem Sultanspalast

aus dem Ende des 18. Jahrhundert nachempfunden,

insgesamt eine prunkvolle

Zusammenführung von Orient und Okzident also,

wie sie wohl nur bei Ludwig vorstellbar ist.

In der Alpenwelt Karwendel und

überall sonst

Wie in der ganzen Republik und weltweit leiden derzeit

auch die Gastgeberinnen und Gastgeber in der

Alpenwelt Karwendel unter den Einschränkungen der

Pandemiebekämpfung. Wann sie ihre Hotels, Restaurants,

Gasthöfe und Ferienwohnungen wieder für den

touristischen Betrieb öffnen können, ist aktuell noch

nicht gewiss. Sollte sich die Lage wie erhofft jedoch

bald entspannen, lohnt sich zu jeder Jahreszeit eine

Reise ins Werdenfelser Land. Auch wer das Wasser

liebt, wird hier auf seine Kosten kommen, Iocken im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen und der Umgebung

zahlreiche schöne Seen, die zur Erholung, zum

Schwimmen, Bootfahren und für sonstigen Wassersport

optimale Bedingungen bieten. Insofern hoffen

wir auf die Nach-Corona-Zeit, um nah und fern die

Welt neu zu entdecken. Weil wir das über einen längeren

Zeitraum nicht unbeschwert konnten, werden

wir Augen und Ohren sicher noch einmal völlig neu

öffnen für die Schönheit der Natur, für Land und

Leute. In der Alpenwelt Karwendel und überall sonst.

Text: Stefanie Bona

Fotos: Alpenwelt Karwendel

Schloss Linderhof ist

ein Touristenmagnet.

der Bergische Unternehmer 03|21 45


HANDELSREGISTER

16.02.2021 HRA 25265: HCF Property

Fund GmbH & Co KG, Wülfrath,

Maria-Merian-Weg 3, 42489 Wülfrath.

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Maria-Merian-Weg

3, 42489 Wülfrath. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:

HCF Holding GmbH,

Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf

HRB 78590), mit der Befugnis -auch

für jeden Geschäftsführer-, im Namen

der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Der Sitz ist von Düsseldorf

(bisher Amtsgericht Düsseldorf,

HRA 24125) nach Wülfrath verlegt.

16.02.2021 HRA 25264: Büscher Garten-

und Landschaftsbau GmbH &

Co. KG, Solingen, Demmelrather Str.

35, 42719 Solingen. (Gegenstand

der Gesellschaft ist der Garten- und

Landschaftsbau.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Demmelrather

Str. 35, 42719 Solingen.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter ist

befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Büscher

Verwaltungsgesellschaft mbH, Solingen

(Amtsgericht Wuppertal HRB

31457), mit der Befugnis -auch für

jeden Geschäftsführer-, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

16.02.2021 HRB 31462: 10tec Immobilien

GmbH, Wuppertal, Heckersklef

38a, 42369 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 17.12.2020. Geschäftsanschrift:

Heckersklef 38a,

42369 Wuppertal. Gegenstand: Der

Erwerb, die Vermietung sowie der

Verkauf von Wohnimmobilien und

sonstigen Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Pusch, Kolja, Wuppertal,

*12.02.1993, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

17.02.2021 HRB 31475: Solar Quartier

GmbH, Solingen, Neuenhofer Straße

39, 42657 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 02.02.2018 Die

Gesellschafterversammlung vom

18.12.2020 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Ziffer

2. (Firma und Sitz) und mit ihr die

Sitzverlegung von Ehningen (bisher

Amtsgericht Stuttgart HRB 764126)

nach Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Neuenhofer Straße

39, 42657 Solingen. Gegenstand: Die

Verwaltung eigenen Vermögens, die

Durchführung von Solarprojekten sowie

die Beteiligung an Unternehmen,

deren Zweck die Entwicklung von

Grundstücken insbesondere mit dem

Schwerpunkt Solarsiedlungen ist.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Schäfer, Michael, Odenthal,

*01.06.1953, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

17.02.2021 HRB 31473: Floratex

GmbH, Wuppertal, Gräfrather Straße

77 a, 42329 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.12.2020. Geschäftsanschrift:

Gräfrather Straße

77 a, 42329 Wuppertal. Gegenstand:

Der Betrieb eines Garten- und Landschaftsbauunternehmens

sowie der

Straßen- und Tiefbau. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Beck, Martin Johannes, Wuppertal,

*14.08.1988; Mraz, Jendrik,

Wuppertal, *02.09.1988, jeweils

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

18.02.2021 HRB 31478: Ubrich

Verwaltungs-GmbH, Wuppertal, Nevigeser

Straße 390, 42113 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

04.02.2021. Geschäftsanschrift:

Nevigeser Straße 390, 42113 Wuppertal.

Gegenstand: Die Übernahme

der persönlichen Haftung und

der Geschäftsführung in der Ubrich

Grundstücks-Vermietungs-GmbH &

Co. KG, deren Gegenstand die Vermietung

des Grundbesitzes Linderhauser

Straße 31, 42279 Wuppertal

ist. Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Ubrich, Hans-Rainer,

Wuppertal, *29.03.1951, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

18.02.2021 HRB 31482: New Learning

GmbH, Remscheid, Eugenstraße

1a, 42897 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 20.11.2019 Die

Gesellschafterversammlung vom

08.12.2020 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Ziffer

2 (Firma und Sitz) und mit ihr die

Sitzverlegung von Hamburg (bisher

Amtsgericht Hamburg HRB 160488)

nach Remscheid beschlossen. Geschäftsanschrift:

Eugenstraße 1a,

42897 Remscheid. Gegenstand: Gegenstand

der Gesellschaft ist die

Produkt- und Technlogieentwicklung

insbesondere die Entwicklung

von technischen, analogen und digitalen

Lösungen zum Verbessern des

Lernens, deren Vertrieb, Vermarktung,

Veröffentlichung und Kommerzialisierung

und die Erbringung

von Beratungsleistungen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäfts-

Seit über 20 Jahren Partner für

Handel+ Handwerk+ Industrie

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Obere Sehlhofstraße 22 • 42289 Wuppertal • Telefon 0202.44 30 44

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tel.: (0202) 30 50 85

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125 JAHRE-HEIZOEL-VORST

Deutscher Ring 69 · 42327 Wuppertal · Telefon 744035

46 www.bvg-menzel.de

Unbenannt 2 1 10 12 12 14:47


Für die Aktualität, Korrektheit und

Vollständigkeit der Anlage kann vom

Verlag keine Gewähr übernommen

werden.

führer: Jung, Daniel, Remscheid,

*14.10.1981, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

19.02.2021 HRB 31485: stadtecken

Design GmbH, Remscheid, Berghauser

Straße 62, 42859 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

23.11.2020. Geschäftsanschrift:

Berghauser Straße 62, 42859 Remscheid.

Gegenstand: Der Einzel- und

Großhandel, der Online-Handel, das

Web-Design, die Produktgestaltung

und Produktion. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Kistela, Marta, Remscheid,

*29.06.1989, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

22.02.2021 HRB 31487: Koch Holding

UG (haftungsbeschränkt), Erkrath,

c/o Herr Felix Koch, Trills

26, 40699 Erkrath. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 12.02.2021.

Geschäftsanschrift: c/o Herr Felix

Koch, Trills 26, 40699 Erkrath. Gegenstand:

Die Verwaltung eigenen

Vermögens sowie das Halten und

Verwalten bestehender und noch zu

erwerbender Beteiligungen. Stammkapital:

1.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Koch, Felix, Erkrath,

*26.11.1996, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

23.02.2021 HRB 31493: CM Capital

Management GmbH, Erkrath,

Heinrich-Hertz-Straße 34, 40699

Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 18.09.2002 mit Änderung vom

03.12.2002. Die Gesellschafterversammlung

vom 03.12.2020 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 2 (Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Norderfriedrichskoog

(bisher Amtsgericht Flensburg HRB

1874 HU) nach Erkrath beschlossen.

Geschäftsanschrift: Heinrich-Hertz-

Straße 34, 40699 Erkrath. Gegenstand:

Die mittelbare und unmittelbare

Beteiligung an Gesellschaften

jeder Art, insbesondere die Übernahme

der persönlichen Haftung

bei Kommanditgesellschaften sowie

deren Geschäftsführung. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Lammerting, Ludger, Erkrath,

*22.08.1958; Lammerting, Daniel,

Meerbusch, *23.09.1987, jeweils

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

23.02.2021 HRB 31492: M4 Verwaltungs

GmbH, Wuppertal, Meckelstraße

66, 42289 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

24.07.2018, mehrfach geändert. Die

Gesellschafterversammlung vom

29.09.2020 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma,

Sitz, Geschäftsjahr) und mit ihr die

Sitzverlegung von Dieburg (bisher

Amtsgericht Darmstadt HRB 100339)

nach Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

Meckelstraße 66,

42289 Wuppertal. Gegenstand: Die

(Mit-)Geschäftsführung und Vertretung

der M4 GmbH & Co. KG mit

dem Sitz in Dieburg (im Folgenden

„M4 GmbH & Co. KG“), als deren

persönlich haftende Gesellschafterin.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Mundt, Mathias,

Wülfrath, *25.06.1967, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

24.02.2021 HRB 31497: MK-Vital 2.0

UG (haftungsbeschränkt), Wuppertal,

Gräfrather Straße 100, 42329 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 20.01.2021. Geschäftsanschrift:

Gräfrather Straße 100, 42329 Wuppertal.

Gegenstand: Die Herstellung,

Vertrieb und Handel von Lebensmitteln,

Nahrungsergänzungsmitteln,

Lebensmittelzusatzstoffen und

chemischen Grundstoffen sowie

die Durchführung von Schulungen.

Stammkapital: 1.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Keßler, Matthias,

Dortmund, *30.08.1970, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

25.02.2021 HRB 31503: Elysion

Risk Management GmbH, Wuppertal,

Mäuerchen 7, 42103 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

14.04.2020 Die Gesellschafterversammlung

vom 22.10.2020 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. 2. (Firma, Sitz) und §

11 Abs. 3. (Gesellschafterversammlung)

und mit ihr die Sitzverlegung

von Osnabrück (bisher Amtsgericht

Osnabrück HRB 214717) nach Wuppertal

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Mäuerchen 7, 42103 Wuppertal.

Gegenstand: Erstellung von

Sicherheitskonzepten für Unternehmen

und Privathaushalte, - Personenschutz,

- Objektschutz, - Reisebegleitung

und - Sicherheitstraining.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dr. Aghazadeh, Ali,

Wuppertal, *27.02.1966, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertre-

Das Traditionsunternehmen

in der Sicherheitsbranche:

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Die Wach- und Schließgesellschaft.

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HANDELSREGISTER

ter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

25.02.2021 HRB 31502: Arnold

GmbH, Solingen, Holbeinstr. 8-12,

42719 Solingen. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.01.2021. Geschäftsanschrift:

Holbeinstr. 8-12, 42719

Solingen. Gegenstand: Vermietung

und Handel mit Kraftfahrzeugen

aller Art, sowie die Durchführung

gewerblichen Güterkraftverkehrs.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Bader, Irina, Halver,

*26.03.1965, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

25.02.2021 HRB 31504: The Lucky

ones GmbH, Remscheid, Kölner

Straße 25, 42857 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

20.01.2021. Geschäftsanschrift:

Kölner Straße 25, 42857 Remscheid.

Gegenstand: Der Erwerb und die

Verwaltung von Beteiligungen sowie

die Übernahme der persönlichen

Haftung und der Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften, insbesondere

die Beteiligung an der

„Traumpferdevermittlung L`amour

du cheval GmbH & Co. KG“ mit dem

Sitz in Remscheid und die Übernahme

von deren Geschäftsführung.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Der

oder die Geschäftsführer der Gesellschaft

sind für Geschäfte zwischen

der Gesellschaft einerseits und der

Traumpferdevermittlung L‘amour du

cheval GmbH & Co. KG andererseits

von den Beschränkungen des § 181

BGB befreit. Geschäftsführer: Luckner,

Claudia, Wuppertal, *14.11.1967,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

25.02.2021 HRB 31510: Bogdoll Capital

UG (haftungsbeschränkt), Velbert,

Am Kröklenberg 69, 42553 Velbert.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

06.08.2019 Die Gesellschafterversammlung

vom 06.01.2021 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Absatz 1. und mit ihr die Sitzverlegung

von Aachen (bisher Amtsgericht

Aachen HRB 23105) nach

Velbert beschlossen. Geschäftsanschrift:

Am Kröklenberg 69, 42553

Velbert. Gegenstand: Die Verwaltung

eigenen Vermögens sowie der

Erwerb und das Halten von Anteilen

an anderen Gesellschaften (Investitionen).

Stammkapital: 4.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch die Geschäftsführer gemeinsam

vertreten. Nach Änderung des

Wohnortes nunmehr Geschäftsführer:

Bogdoll, Daniel Bastian, Karlsruhe,

*08.11.1991, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

01.03.2021 HRB 31511: i24 Immobilien

GmbH, Velbert, Stahlstraße

16, 42551 Velbert. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 10.02.2021.

Geschäftsanschrift: Stahlstraße

16, 42551 Velbert. Gegenstand: Die

Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere

durch den Erwerb, das

Halten und Verwalten von Immobilien.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dr. Gleser, André,

Wuppertal, *12.09.1983, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

02.03.2021 HRB 31515: BEPA Holding

GmbH, Wuppertal, Zur Waldesruh

29a, 42329 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.01.2021. Geschäftsanschrift:

Zur Waldesruh

29a, 42329 Wuppertal. Gegenstand:

Die Verwaltung eigenen Vermögens.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Berg, Brian, Mettmann,

*17.10.1979, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

03.03.2021 HRB 31518: PFM GmbH,

Remscheid, Hastener Straße 35,

42855 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 02.02.2021. Geschäftsanschrift:

Hastener Straße

35, 42855 Remscheid. Gegenstand:

Facility Management sowie Dienstleistungen

rund um Immobilien,

soweit nicht genehmigungspflichtig.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Günay, Yilmaz,

Remscheid, *24.07.1978, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

04.03.2021 HRA 25274: ELBA Gastro

GmbH & Co. KG, Wuppertal, Moritzstraße

14, 42117 Wuppertal. (Zweck

der Gesellschaft ist der Betrieb

von Gastronomieunternehmen. Die

Gesellschaft betätigt sich ferner

in den mit dem Unternehmensgegenstand

verwandten Bereichen

48 www.bvg-menzel.de


Das Justizministerium des Landes

NRW veröffentlicht unter der Internet-

Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de

zeitnah aktuelle

Insolvenzverfahren.

und ist berechtigt, sich an anderen

Firmen mit einem verwandten

Unternehmensgegenstand zu beteiligen.).

Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Moritzstraße 14,

42117 Wuppertal. Jede persönlich

haftende Gesellschafterin vertritt

einzeln. Jede persönlich haftende

Gesellschafterin selbst und ihre Organe

sind für Geschäfte der Komplementärin

mit der Gesellschaft von

den Beschränkungen des § 181 BGB

befreit. Persönlich haftender Gesellschafter:

ELBA Gastro Verwaltungs

GmbH, Wuppertal (Amtsgericht

Wuppertal HRB 31434).

05.03.2021 HRB 31528: AK Boxing

GmbH, Velbert, Eckstraße 9A, 42551

Velbert. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 29.12.2020. Geschäftsanschrift:

Eckstraße 9A, 42551 Velbert. Gegenstand:

Die Beratung von Sportlern

und der Betrieb von Trainingsstätten

für Sportler. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird

die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Aksu, Sahhaydar, Velbert,

*10.02.1967, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

05.03.2021 HRB 31530: Goldanimation

UG (haftungsbeschränkt), Solingen,

Schützenstraße 71, 42659 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.12.2017 mit Änderung vom

14.03.2018. Die Gesellschafterversammlung

vom 29.12.2020 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Ziffer 1. und mit ihr die Sitzverlegung

von Oranienburg (bisher

Amtsgericht Neuruppin HRB 12141

NP) nach Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Schützenstraße 71,

42659 Solingen. Gegenstand: Die

Produktion von Medien, insbesondere

von Grafikanimationen in 2D

und 3D, von TV- und Filmproduktionen

sowie von Werbe- und Imagefilmen.

Weiterhin ist Gegenstand

des Unternehmens das Angebot von

Dienstleistungen im Bereich Medien

sowie der Handel mit Waren allert

Art, insbesondere von digitalen Infoprodukten,

Webinaren, Affliliate

Marketing und physischen Produkten.

Stammkapital: 300,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

die Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Eberhardt,

Rafael, Brühl, *06.01.1986, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

08.03.2021 HRB 31533: OMH nutrition

GmbH, Wuppertal, Heinz-Fangman-Straße

2-6, 42287 Wuppermen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

09.03.2021 HRA 25280: Ubrich

Vermietungs-GmbH & Co. KG, Wuppertal,

Nevigeser Straße 390, 42113

Wuppertal. (Die Vermietung des

Grundbesitzes Linderhauser Straße

31, 42279 Wuppertal). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Nevigeser Straße 390, 42113 Wuppertal.

Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder

educate.nrw

tal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

25.02.2021. Geschäftsanschrift:

Heinz-Fangman-Straße 2-6, 42287

Wuppertal. Gegenstand: Die Entwicklung,

Herstellung und Vermarktung

sowie der Handel mit

Vitalpilzen, Vitalpilzprodukten,

Nahrungsergänzungsmitteln, und

anderen Nahrungs-/Lebensmitteln.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dücker, Alexandra

Valerie Aline, Bottrop, *13.01.1985;

Roggel, Lina, Köln, *05.09.1982, jeweils

einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Na-

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persönlich haftende Gesellschafter

ist befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Persönlich haftender

Gesellschafter: Ubrich Verwaltungs-

GmbH, Wuppertal (Amtsgericht Wuppertal

HRB 31478).

09.03.2021 HRB 31536: Schipper

CertPers UG (haftungsbeschränkt),

Erkrath, Niermannsweg 11-15, 40699

Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.01.2021 mit Änderung vom

10.02.2021. Geschäftsanschrift:

Niermannsweg 11-15, 40699 Erkrath.

Gegenstand: Die Zertifizierung von

SGU-Personal. Stammkapital: 500,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

BERGISCHE

VERLAGSGESELLSCHAFT MENZEL

GMBH & CO. KG

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Schipper, Günter,

Erkrath, *10.06.1957, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

10.03.2021 HRB 31538: MLG-Sicherheitsdienst

& Service GmbH, Wuppertal,

Lippestraße 30a, 42389 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

05.01.2021. Geschäftsanschrift:

Lippestraße 30a, 42389 Wuppertal.

Gegenstand: Die Erbringung von

Dienstleistungen im Bereich des Bewachungsgewerbe

gem. § 34a GewO,

die Sicherheitsberatung und im Bereich

erlaubnisfreier Ordner- und Helfertätigkeiten

in Form eines Service,

insbesondere die Zugangskontrolle

bei Veranstaltungen und als Signalposten

sowie die Übernahme von

Packtätigkeiten als Lagermitarbeiter.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Güngör, Gürkan, Wuppertal,

*07.09.1988, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

10.03.2021 HRB 31537: WUPPERwerft

Holding GmbH, Wuppertal, Uellendahler

Str. 27-29, 42107 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

25.02.2021. Geschäftsanschrift: Uellendahler

Str. 27-29, 42107 Wuppertal.

Gegenstand: Die Führung der

WUPPERwerft-Unternehmensgruppe.

Ferner ist Gegenstand des Unternehmens

die Beteiligung an anderen

Unternehmen und die Verwaltung

eigenen Vermögens. Stammkapital:

30.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er die

Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Schramm, Arne Markus, Wuppertal,

*15.09.1998; Wegener, Andre, Wuppertal,

*19.01.1967; Wegener, Horst

Jesué, Wuppertal, *17.05.1997, jeweils

einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

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Herausgeber und Eigentümer:

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Fax 02191 54598

Mail info@bvg-menzel.de

Net www.bvg-menzel.de

Net www.der-bergische-unternehmer.de

Verlag:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Katja Weinheimer

Fon 02191 5658170

Fax 02191 54598

Mail katja.weinheimer@bvg-menzel.de

Mail info@bvg-menzel.de

Redaktion:

Katja Weinheimer (verantwortlich)

Stefanie Bona

Fon 02191 50663

Fax 02191 54598

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Marketing, Konzeption/Layout:

Eduardo Rahmani

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Mail eduardo.rahmani@bvg-menzel.de

Anzeigenleitung:

Manfred Lindner

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Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

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Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.

Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag

übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe

gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

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