WIE WOLLEN WIR LEBEN?

MediaplanetVerlagDeutschland

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

WIE WOLLEN WIR

LEBEN?

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Jennifer

Weist

über Engagement

und eine lebenswerte

Zukunft

NICHT VERPASSEN:

Positive Umweltbilanz –

das Leitungswasser

Seite 5

Zukunft Grün –

aber wie?

Seite 10

Wie wollen wir arbeiten?

Das bringt die Zukunft der

Arbeitswelt

Seite 14


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Wie wollen wir leben?

Joschka

Kuznik

Ein besseres Morgen beginnt

bei dir. Jeder kann seinen Teil für

eine lebenswerte Zukunft beitragen.

In erster Linie werden wir dafür

alle mehr Verantwortung übernehmen

müssen. Denn nachhaltige Veränderungen sollten wir

nicht „den anderen“ überlassen. Wir haben es in der

Hand – für uns, für Freunde und Familie, für unsere

Gemeinschaft.

Christoph

Magnussen

Wir sollten uns in Zukunft wieder über einen Wert

der Arbeit bewusst werden, der weit über Geld

verdienen hinausgeht. Was wir machen, wie wir es

machen und vor allem mit wem wir es machen, sollte

uns Kraft geben. Wir sollten erwachsen werden und

zukünftig vom User zum Member, das heißt vom schlichten

Arbeitnehmer zum Mitwirkenden werden.

Alice

Greschkow

Sarra

Gläsing

Jeden Tag werden wir mit Situationen konfrontiert,

die uns stören und die wir gerne ändern möchten.

Oft gehen wir davon aus, dass sich schon irgendjemand

darum kümmern wird, und beschweren uns

dann, dass sich nichts tut. Genau da liegt der Knackpunkt

– es ist immer einfacher, Dinge und auch das Handeln

anderer zu kritisieren, als den Fehler bei sich selbst zu

suchen. Wie kann also Veränderung erwartet werden, wenn keiner willens

ist, selbst anzufangen? Für eine wirkliche Verbesserung ist es somit

notwendig, dass sich jeder beteiligt und eigenständig den ersten Schritt

geht. Gemeinsam für eine bessere Zukunft.

Die Arbeitswelt kann eine gute Portion Mut

und Ehrlichkeit gebrauchen. Sie befindet sich

nämlich in einer derart intensiven und schnellen

Transformation, dass sowohl Flexibilität und

Experimentierfreude nötig sind als auch die Ehrlichkeit,

auszusprechen, welche alten Arbeitsweisen

nicht mehr funktionieren – und welche neuen Trends

nicht zum neuen Standard erhoben werden dürfen.

Tanja

Bickenbach

Fabian

Kienbaum

Purpose in der Arbeitswelt ist so immens

wichtig, weil er die Frage nach dem Wofür –

also für wen oder was machen wir unsere

Arbeit eigentlich? – beantwortet. Für Organisationen

bedeutet das, über den ökonomischen

Nutzen der Gewinnmaximierung hinauszudenken.

Nachhaltigkeit fängt schon im

„Kleinen“ an. Komplett vegan leben?

Überhaupt keinen Müll produzieren?

Kaum einer ist in der Lage sein Leben von

jetzt auf gleich umzukrempeln. Das muss auch

nicht sein. Einzelne kleinere Schritte sind viel leichter umzusetzen

als riesengroße. Denn viele kleine Schritte für mehr

Umweltschutz führen automatisch zur nächsten Veränderung,

denn Nachhaltigkeit ist ansteckend!

Jennifer Weist

Manchmal sind wir so gefangen in unserem

Alltagstrott, dass wir es gar nicht mehr schaffen,

uns um mehr als nur um uns selber zu

kümmern. Da sind To-Do-Listen, die abgearbeitet

und Deadlines, die eingehalten werden müssen,

unser ganzer Tag ist durchgetaktet, um Job,

Familie und Freizeit unter einen Hut zu bringen. An

jeder Ecke gibt es Probleme zu bewältigen, wir kämpfen

ständig mit uns selbst und unseren Entscheidungen und dabei rinnt uns

die Zeit wie Sand durch die Finger. Dabei wäre es so wichtig, viel öfter einen

Schritt zurück zu machen, inne zu halten und das große Ganze zu betrachten,

für uns, aber auch für alle kommenden Generationen, denen wir

diese Welt so wie wir sie jetzt formen, hinterlassen.

Carolin

Stüdemann

Das Leben besteht aus so vielen Erfahrungen,

Momenten und Eindrücken. An was

davon werden wir uns am Liebsten erinnern,

wenn wir alt sind? An Meetings und berufliche

Absprachen oder an Momente voller Glücksgefühl,

Gänsehaut und Freundschaft? Der Einsatz für

ein positives Miteinander ermöglicht solche Eindrücke zuhauf.

Genau darum sind wir bei Viva con Agua überzeugt, dass

ein engagiertes Leben ein freudvolles Leben ist. Ob wir gesellschaftliches

Engagement privat ausleben oder im Job den

gewissen Purpose über die reine Arbeit hinaus finden – wir

Menschen brauchen ein Miteinander.

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Senior Project Manager: Sarra Gläsing Project Manager: Joschka Kuznik Head of Key Account Management: Tanja Bickenbach (tanja.bickenbach@mediaplanet.com)

Geschäftsführung: Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director), Franziska Manske (Head of Editorial & Production), Henriette Schröder (Sales Director)

Designer: Ute Knuppe Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com Coverbild: Pascal Bünning für Viva con Agua

Alle mit gekennzeichneten Artikel

sind keine neutrale Redaktion vom

Mediaplanet Verlag.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit KALDEWEI entstanden.

STAHL UND

STAHL-EMAILLE –

MATERIALIEN

DER ZUKUNFT

Text Paul Howe

Der Umwelt zuliebe:

Auch im Bad auf

Plastik verzichten

Die Erde hat ein Problem mit Plastikmüll: In den 1950er-Jahren haben die Menschen

laut Naturschutzbund weltweit etwa 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert.

Heute sind es schon unglaubliche 400 Millionen Tonnen 1 und allein Deutschland produziert

etwa 15 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr, von denen aber nur 16 Prozent für neue

Produkte wiederverwendet werden. 2 Einen großen Anteil haben Plastikprodukte, die täglich

im Bad verwendet werden, wie Zahnpastatuben oder Shampooflaschen. 2.075 Millionen

solcher Plastikflaschen werden pro Jahr in Deutschland gekauft und weggeworfen. 3

Es schlummern aber ganz unbeachtet weitere große Mengen künstlicher Werkstoffe im

Bad – in Form von Badewannen, Duschen und Waschtischen. Dabei gibt es mit dem Werkstoff

Stahl-Emaille eine umweltfreundliche Alternative. Denn Stahl-Emaille ist glasierter

Stahl, aus natürlichen Rohstoffen gefertigt und zu 100 Prozent kreislauffähig.

FOTO: KALDEWEI

Stahl ist das Versprechen an die Zukunft! Stahl

veredelt zu Stahl-Emaille ist ein wichtiger Beitrag

für nachhaltiges Bauen. Franz Kaldewei,

CEO und Inhaber von Kaldewei, und Bernhard

Osburg, Vorstandssprecher der thyssenkrupp

Steel Europe AG, geben persönliche

Einblicke in den Konzern thyssenkrupp Steel

und das Traditionsunternehmen Kaldewei.

Sie sprechen über Zukunftsperspektiven und

die aktuellen Themen der Industrie. Moderiert

wird das Gespräch von Andreas Horchler,

Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

und erfahren in den Themen rund um

Nachhaltigkeit. Er stellt Fragen, die nicht nur

die Branche, sondern jeden einzelnen von uns

bewegen:

Gibt es grünen Stahl? Welche Schritte gehen

einflussreiche Unternehmen schon heute auf

dem Weg zur Klimaneutralität? Welche Generationenversprechen

haben sie sich auferlegt?

Mittwoch, 24.03. 2021 | 12.00 Uhr

Stahl und Stahl-Emaille:

Materialien der Zukunft

Wiederholung: Freitag, 26.03.2021

(englische Untertitel) | 15.00 Uhr

Hier geht’s zur Anmeldung:

kaldewei.de/ISH

sondern überzeugt auch durch ihre edle Optik

und überlegene Funktionalität. Im Werkstoff

Stahl-Emaille gehen die jeweiligen Stärken

der Materialbestandteile Stahl und Glas eine

ideale Symbiose ein. Stahl steht für Robustheit,

Belastbarkeit und Formstabilität. Glas bietet

eine hochwertige Optik und Haptik, ist widerstandsfähig,

pflegeleicht und hygienisch. Eine

30-jährige Werksgarantie unterstreicht die lange

Haltbarkeit der Produkte und ihre hohe Wertbeständigkeit.

Text Paul Howe

Laut Heinze Sanitär-Haushaltspanel

sind in Deutschland allein im Jahr

2019 fast 300.000 Badewannen und

mehr als 300.000 Duschwannen aus

Acryl in Neubauten, bei Modernisierungen

und als reine Ersatzbeschaffung

im Wohnbau eingesetzt worden. Das

sind etwa 12.000 Tonnen Plastik, die Jahr für

Jahr in den Bädern verbaut werden. Zur Einordnung:

Dieses Gewicht entspricht in etwa dem

Gewicht von rund 600 Millionen herkömmliche

Plastiktüten. Damit bei der Badausstattung für

die Badewannen, Duschen und Waschtische erst

gar keine künstlichen Werkstoffe zum Einsatz

kommen, setzt Kaldewei bei der Herstellung

seiner hochwertigen Sanitärprodukte auf ein

umweltfreundliches und zu 100 Prozent kreislauffähiges

Material: Kaldewei Stahl-Emaille.

Die einzigartige Verbindung von Stahl und Glas

wird aus natürlichen Rohstoffen gefertigt und

kann später vollständig dem Wertstoffkreislauf

wieder zugeführt werden. Schon der verwendete

Stahl besteht zu 20 Prozent aus wiederverwertetem

Stahl – vielleicht aus alten Badewannen. So

werden wertvolle Ressourcen geschont und die

Umwelt geschützt.

Kaldewei Stahl-Emaille: nachhaltig und

mit edler Glasur

Stahl-Emaille ist nicht nur besonders nachhaltig,

Umweltbewusstsein als Teil der

Kaldewei DNA

Der Umweltgedanke ist bei Kaldewei fest in der

DNA des Unternehmens verankert. „Unser

Unternehmen besteht bereits seit über 100

Jahren. Wir möchten, dass auch nachfolgende

Generationen auf einer sauberen Erde leben

können“, sagt Franz Kaldewei, geschäftsführender

Gesellschafter. Deshalb setzt Kaldewei nicht

nur auf den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe,

sondern arbeitet darüber hinaus auch mit dem

World Wide Fund For Nature (WWF) zusammen

und unterstützt als Sponsor das WWF-Meeresschutzprogramm

zur Verringerung des Plastikeintrags

in die Weltmeere.

1) https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html

2) https://www.boell.de/de/plastikatlas

3) https://koelner-wissenschaftsrunde.de/see-whos-green/


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Weiches Wasser, hartes Wasser

Der Härtegrad sagt nicht unbedingt etwas über die Wasserqualität aus – doch weiches Wasser macht

bei Geschmack, Aroma, Haut und Haar, Haushalt und Blumen einen Unterschied. Fakten:

Text Paul Howe

HÄRTEBEREICHE: Es gibt vier

Härtebereiche: weich (bis zu

7,3 °dH), mittel (von 7,3 bis 14 °dH),

hart (von 14 bis 21,3 °dH),

sehr hart (über 21,3 °dH).

KALKRÄNDER: Hartnäckige

Ränder an Gläsern, unschöne

„Steinbildung“ am Duschkopf,

Geräte, die frühzeitig den Geist

aufgeben: Zu viel Kalk birgt

fraglos Nachteile.

HAUTKRANKHEITEN: Zu

kalkhaltiges Wasser kann bei

häufigem Händewaschen,

Duschen und Baden die

Haut austrocknen und bei

empfindlichen Personen sogar

Juckreiz oder Ekzeme hervorrufen.

GENUSS: Kaffee- und Teegenießer

schätzen weiches Wasser – weil

es keinen unschönen Film bildet

und außerdem die Aromen

besser zur Entfaltung bringt.

PFLANZEN: Unsere Blumen

mögen am liebsten Regenwasser

– das ist das weichste Wasser

überhaupt.

WERTERHALT: Hartes Wasser

führt langfristig zu Schäden an

Installationen und Haushaltsgeräten.

Teure Aufwendungen

sind hier die Folge.

UMWELT SCHONEN,

GELD SPAREN:

Weiches Wasser erhöht die

Reinigungskraft von Wasch-

und Putzmitteln. Dadurch

kann man immens an

Wasch- und Reinigungsmitteln

sparen. Und auch in der

Warmwasserbereitung sparen

Sie bares Geld – schon eine

zwei Millimeter dicke Kalkschicht

steigert auf Heizflächen

den Energieverbrauch um rund

20 Prozent.

Werterhalt

der Immobilie

Zeit- und Geldersparnis

mehr

Genuss

Umwelt und

Ressourcen

schonen

Haushaltsgeräteschutz

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Wohneigentum schützen und

weiches Wasser genießen

Komfort und Werterhalt für Trinkwasserinstallationen

Foto: Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH

Das Wasser, das in Deutschland aus den Wasserhähnen

fließt, ist sauber und bedenkenlos trinkbar. Dafür sorgen

zahlreiche Wasserversorger im ganzen Land. Dennoch ist

nicht jedes Wasser gleich, was an der unterschiedlichen

Wasserhärte liegt. Die Härtebereiche in Deutschland werden

in weich, mittel und hart eingeteilt. Hat man es mit

hartem Wasser zu tun, lohnt es sich besonders, es weicher

zu machen und dadurch Geld und Ressourcen zu

sparen. Grünbeck liefert dafür geeignete Technologien.

Die Trinkwasserinstallation im Haus und die Sanitäreinrichtungen

im Bad sind eine hochwertige Investition.

Damit der Wert erhalten bleibt, gibt es sinnvolle und dauerhaft

wirkende Maßnahmen zum Schutz der Installation

vor Korrosionsschäden und gegen Kalkablagerungen.

In mehr als der Hälfte bundesdeutscher Haushalte strömt

Wasser im mittleren bis hohen Härtebereich durch die

Leitungen. Die intelligente Technik von Enthärtungsanlagen

sorgt für weiches Wasser und schützt damit Rohre,

Armaturen und Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen.

Wasserenthärtungsanlagen arbeiten nach dem bewährten

Prinzip des Ionenaustauschverfahrens, bei dem die

härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen auf

unbedenkliche Weise gegen Natriumionen getauscht

werden. Das Ergebnis: Weiches Wasser im ganzen Haus.

Moderne Enthärtungstechnik kann sogar noch mehr,

wie die neuen Enthärtungsanlagen softliQ. Sie liefern

kontinuierlich weiches Wasser für bis zu 30 Personen.

Komfort, Kostenreduktion und nachhaltige Wassernutzung

lassen sich so vereinen.

Ein Trinkwasserfilter, am Hausanschluss direkt nach dem

Wasserzähler installiert, bildet die Sicherheitsbarriere

gegen Kleinstpartikel, die in der Leitungsanlage und

in Armaturen zu Ablagerungen oder Korrosion führen

können. Die Filterbaureihe pureliQ von Grünbeck gibt

es als Feinfilter, Rückspül- oder Automatikfilter. Sie definiert

aktuelle Maßstäbe für die erste Stufe der Wasseraufbereitung

in der Hausinstallation gemäß DIN EN

806-2.


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit BRITA entstanden.

Ich bin #hahntrinker

Es schmeckt gut, ist immer verfügbar und hat eine positive Umweltbilanz

– das Leitungswasser aus dem Hahn. Doch viele Verbraucher trinken noch

immer Wasser aus Flaschen. Um mehr Menschen für eine nachhaltige Art des

Wassertrinkens zu gewinnen, hat das Taunussteiner Unternehmen BRITA die

Nachhaltigkeitsinitiative #hahntrinker gestartet.

Text Dominik Maaßen

DER DURSTLÖSCHER

AUS DER LEITUNG

Text Dominik Maaßen

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser haben die

Vereinten Nationen zu nicht weniger als einem Menschheitsziel

erklärt. Millionen von Menschen weltweit haben

nämlich keinen Zugang dazu. Hierzulande müssen sich

Verbraucher darüber keine Gedanken machen. Das

Trinkwasser in Deutschland entspricht dank der deutschen

Trinkwasserverordnung sogar sehr hohen Standards.

Verbraucher erhalten wie selbstverständlich jeden

Tag frisches Trinkwasser aus der Leitung – ob nun in der

stillen Variante oder dank Wassersprudler mit Kohlensäure

versetzt.

Der Hintergrund: Jedes Jahr

werden allein in Deutschland

mehr als 16 Milliarden

Einwegplastikflaschen für

Getränke genutzt. Nur in den

seltensten Fällen werden sie aus recycelten

Materialien hergestellt. Meist werden sie

unter hohem Energieverbrauch aus wertvollen

Rohstoffen, wie zum Beispiel Rohöl,

hergestellt. Anschließend werden sie befüllt

und quer durchs Land transportiert,

mit entsprechend hohem CO 2-Ausstoß.

Und selbst wenn Einwegplastikflaschen

über einen Pfandautomaten zurückgegeben

werden, wird nur ein Teil davon

zu Plastikflaschen wiederverwertet. Aber

auch Wasser aus Mehrweg- oder Glasflaschen

hat vor allem aufgrund der teils

weiten Transportwege eine schlechtere

Umweltbilanz als Leitungswasser.

Umstieg auf den Wasserhahn

Verbraucher, die dagegen auf den Wasserhahn

umsteigen, profitieren auch von persönlichen

Vorteilen: Das Wasser aus dem

Hahn ist unschlagbar günstig. Man spart

sich die Schlepperei und hat mehr Zeit für

schöne Momente. Außerdem verbessert

man seine ganz persönliche Klima- und

Umweltbilanz.

Die aktuelle Nachhaltigkeitsinitiative

#hahntrinker von BRITA fordert überzeugte

Leitungswassertrinker daher auf,

ein Statement und Foto mit dem Hashtag

#hahntrinker auf Instagram zu teilen. So

sollen andere Verbraucherinnen und Verbraucher

#

angeregt werden, ebenfalls von

der Flasche auf den Hahn in der Küche

…weil mir

die Umwelt

wichtig ist!

umzusteigen. Zum Start der Initiative im

letzten Jahr beteiligten sich zahlreiche

User mit kreativen Beiträgen, darunter

neun Influencerinnen. In kürzester Zeit

erreichten diese Postings mehr als eine

halbe Million Menschen. Die Kampagne

wird fortgeführt. Denn die #hahntrinker-

Bewegung soll weiter wachsen.

Treiber für Umweltschutz

Die Nachhaltigkeitsinitiative ist nur ein

Teil des Nachhaltigkeitsengagements von

BRITA. Das Unternehmen ist ein bedeutender

Treiber des Umstiegs von Flaschenwasser

auf Leitungswasser. Viele Verbraucherinnen

und Verbraucher nutzen

BRITA-Wasserfilter, um die Wasserhärte zu

reduzieren, was Kalkablagerungen

vermindert. Und sie optimieren den

Geschmack von Leitungswasser und

Heißgetränken. Mehr als 20 Milliarden

Liter Trinkwasser weltweit laufen pro Jahr

durch BRITA-Produkte – das spart

Milliarden von Flaschen ein.

i

Mehr Informationen

zur Nachhaltigkeitsinitiative

#hahntrinker

und zum

Engagement von

BRITA unter:

hahntrinker.de

Praktisch und umweltfreundlich

Wasser aus der Leitung entwickelt sich sogar zum

„Lieblingsgetränk“. Das Forschungsinstitut Forsa erhebt

deutschlandweit regelmäßig Zahlen dazu. 2020 ergab

eine Studie unter 1.005 Befragten in Hamburg: Rund 42

Prozent bevorzugen dort Trinkwasser aus dem Hahn. Auf

Platz zwei liegt Mineralwasser mit 26 Prozent. Konkret

nach den Gründen befragt, warum sie gerne Wasser

aus dem Hahn trinken, geben die meisten Befragten an,

dass sie es praktisch und bequem finden. Zu 94 Prozent

erfährt dieser Punkt Zustimmung von den Leitungswassertrinkern.

Die geringen Kosten und Umweltfreundlichkeit

finden zu 81 Prozent beziehungsweise 68 Prozent

Zustimmung. Die Mehrheit der Befragten sieht außerdem

einen Qualitätsvorteil beim Wasser aus dem Hahn:

59 Prozent der Befragten sprechen dem Leitungswasser

die höchste Qualität im Vergleich zu Mineralwasser

(30 Prozent) und Tafelwasser (fünf Prozent) zu. Auch der

gute Geschmack (60 Prozent) und der Gesundheitsaspekt

(54 Prozent) sind zwei Argumente, warum sie so

gerne Leitungswasser trinken.

Gut für Geldbeutel und Gesundheit

Auch das Umweltbundesamt empfiehlt Trinkwasser aus

der Leitung. Es betont für Verbraucher zudem die

geringen Kosten. Denn Trinkwasser ist im Vergleich zu

anderen Getränken extrem günstig. Für einen Cent

bekommt man laut Umweltbundesamt etwa zwei Liter

Trinkwasser aus der Leitung, inklusive Abwassergebühr.

Ein Zwei-Personen-Haushalt braucht durchschnittlich

jährlich 80 Kubikmeter Trinkwasser. Die Kosten dafür

betragen im Schnitt 190 Euro für das Wasser und

zusätzlich rund 240 Euro Abwassergebühr. Das macht

215 Euro pro Person und Jahr. Mit anderen Worten: Pro

Tag macht das rund 60 Cent für über 100 Liter Trinkwasser

als Lebensmittel und für alle sonstigen häuslichen

Verwendungszwecke.

#

Eine Nachhaltigkeitsinitiative

von BRITA

#hahntrinker

hahntrinker

# Mehr Infos unter www.hahntrinker.de

Foto: jazz3311/shutterstock

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PEPSICO entstanden.

Wie PepsiCo am

nachhaltigen Einsatz

von Wasser arbeitet

Kai Klicker-Brunner ist Head of Public Policy, Governmental Affairs und

Kommunikation bei PepsiCo. Im Interview verrät er, was der zweitgrößte

Nahrungsmittelkonzern im Kampf gegen den Wassermangel unternimmt.

Text Benjamin Pank

PepsiCo engagiert sich seit vielen Jahren für

ein nachhaltigeres Nahrungsmittelsystem,

welche Rolle spielt Wasser dabei?

Wasser ist ein Menschenrecht und nicht nur

von grundlegender Bedeutung für jeden,

sondern auch für unser Nahrungsmittelsystem

und damit für das Geschäft von PepsiCo. Es ist

überlebenswichtig für die Pflanzen, die wir für

die Herstellung unserer Produkte verwenden,

ist der Hauptbestandteil unserer Getränke

und ein integraler Bestandteil unserer Produktion.

Gleichzeitig steht die Landwirtschaft für

rund 70 Prozent des weltweiten Frischwasserverbrauchs.

Dabei ist das Wasser in einigen

Regionen bereits heute knapp. Der Klimawandel

verschärft den Druck auf die Ressource

Wasser in den kommenden Jahren absehbar

noch mehr. Schätzungen zufolge werden

bis 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung in

wasserarmen Regionen leben. Ein nachhaltiges

Nahrungsmittelsystem muss also auch immer

die Komponente Wasser mitdenken. Als der

zweitgrößte Nahrungsmittelhersteller der Welt

sind wir davon überzeugt, mit unserem Vorgehen

Standards setzen und Praktiken etablieren

zu können, die den ökologischen, sozialen und

wirtschaftlichen Nutzen in der Landwirtschaft

weltweit positiv beeinflussen.

Welche Ziele verfolgt PepsiCo konkret?

Schon in den vergangenen Jahren konnte

PepsiCo große Erfolge beim Einsparen von

Wasser erzielen. Durch den Einsatz innovativer

Technologien und der zugehörigen Strategie

konnten wir 2019 in den besonders stark von

Wassermangel betroffenen Regionen

1,6 Milliarden Liter wieder auffüllen. Seit 2006

haben wir mehr als 44 Millionen Menschen

in unterversorgten Gemeinden Zugang zu

sicherem Trinkwasser verschafft. Bis 2030

haben wir uns das Ziel gesetzt, 100 Millionen

Menschen zu erreichen. Schon bis 2025 wollen

wir in den besonders stark von Wassermangel

bedrohten Regionen die Effizienz der Wassernutzung

in unserer landwirtschaftlichen Lieferkette

um 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 erhöhen.

100 Prozent des Wassers, das wir in der Produktion

verbrauchen, werden wir dann wieder

auffüllen, sauberes Wasser für 25 Millionen Menschen

bereitstellen und die „Alliance for Water

Stewardship-Standards“ als Instrument zur Verbesserung

der Wasserversorgung übernehmen.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit

mit den Landwirten dabei?

Wir arbeiten mit mehr als 40.000 Landwirten

auf der ganzen Welt zusammen und unterstützen

sie durch Schulungen und den Einsatz

moderner Techniken, so auch beim Thema

Wassernutzung. Wir sehen jeden einzelnen

Landwirt, mit dem wir zusammenarbeiten, als

Botschafter unserer Mission, ein nachhaltiges

Nahrungsmittelsystem zu etablieren. Da die

Gegebenheiten von Region zu Region sehr

unterschiedlich sind, kooperieren wir mit einer

Vielzahl von Initiativen und unterstützen

Projekte vor Ort, die die jeweiligen besonderen

lokalen Herausforderungen berücksichtigen. In

Indien beispielsweise fördern wir gemeinsam

mit dortigen Kleinbauern den Einsatz der

Tröpfchenbewässerung. Das erhöht die Effizienz

beim Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft.

2019 ist es uns gelungen, den Wasserfußabdruck

unserer Kartoffelproduktion – und wir betrachten

dabei die gesamte Lieferkette – um 1,7

Milliarden Liter zu reduzieren. Was so viel ist,

wie 11,3 Millionen vollgefüllte Badewannen.

Kai Klicker-

Brunner

i

Mehr Informationen

unter:

pepsico.de

Klimaschutz im eigenen Haus

Wer im eigenen Haushalt das Klima schützen möchte, kann mit jeder eingesparten Kilowattstunde Energie

seinen Beitrag leisten. Oft sind kleine Tipps zu beachten oder wenige Gewohnheiten zu ändern, ohne dass

der Wohnkomfort darunter leidet. Das schont im übrigen nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene

Haushaltsbudget. Kein Haushalt kommt ohne Geräte aus. Gerade auf die sollte man sein Augenmerk richten.

Text Dominik Maaßen

ENERGIEEFFIZIENZ

Schon beim Kauf kann man auf Haushaltsgeräte

achten, die eine hohe Energieeffizienzklasse

haben. Trotz höherem

Preis benötigen sie oft nur einen geringen

Anteil der Energie als die alten Geräte.

Kühlschränke sollten das Energielabel

A++ oder A+++ haben. Nicht jeder

Haushalt benötigt übrigens ein Gefrierfach.

FOTO: TAMARA B/SHUTTERSTOCK

WASCHMASCHINE

Gerade neue Maschinen sind bei niedrigeren

Graden bereits sehr effizient. Damit

lässt sich oft ein Drittel des Stroms

senken. Hilfreich sind auch das Eco-Programm

sowie nachhaltige Reinigungsmittel.

LAMPEN

Energiesparlampen sparen im Vergleich

zu herkömmlichen Glühlampen

erheblich an Strom und Betriebskosten.

Bei der Herstellung sind sie

bereits klimaschonender. Noch geringer

ist der Energieverbrauch bei LED-

Lampen. Neue energiesparende Lampen

halten außerdem länger. Darüber

hinaus gilt die uralte Regel: Überall

dort das unnötige Licht in Räumen

ausschalten, wo es nicht gebraucht

wird.

STANDBY

Das gleiche Prinzip gilt für Geräte, die

unnötig im Standby-Modus laufen – ob

nun Computer, Hifi-Anlagen oder Fernseher.

Hilfreich sind hier Steckerleisten,

mit denen sich mit einem Klick alle Geräte

ausschalten lassen. Dieser Energieverbrauch

ist komplett unnötig und geht

am Ende ins Geld.

DUSCHEN

Wer will schon auf die morgendliche Dusche

verzichten? Praktisch sind dennoch

Sparduschköpfe, die nur die Hälfte des

Wassers verbrauchen. Wer sich gerade

einseift, benötigt kein fließendes Wasser

– das sich schnell wieder anstellen lässt.

HEIZUNG

Richtig heizen ist nicht schwer: Ein Grad

herunter und man spart sechs Prozent

der Kosten. Schlafzimmer und Küche

benötigen nicht so viel Wärme wie die

Wohnräume. Und wer stoßlüftet, öffnet

das Fenster einmal kurz und verzichtet

auf das gekippte Fenster.

STROMANBIETER

Dank des Internets können Verbraucher

bekanntlich Angebote von Unternehmen

schnell und leicht vergleichen.

Es reicht ein Blick auf den eigenen

Verbrauch und mit wenigen Klicks ist

der Anbieter gewechselt. Ein ganz klares

Statement ist natürlich die Entscheidung

für einen Ökostromanbieter.


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Weit über ESG hinaus:

Pirelli setzt bei Nachhaltigkeit

Maßstäbe

und die sozialen Aspekte innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens.

Wir tun unser Möglichstes, um den ökologischen Fußabdruck der Pirelli

Reifen in jeder Phase auf ein Minimum zu reduzieren. Das beginnt bei der

Auswahl der Rohmaterialien und der Produktionsverfahren, bei denen wir

auf erneuerbare Ressourcen setzen, und endet beim finalen Produkt, bei

dem wir sehr auf geringe Werte in den Kategorien Abnutzung, Rollwiderstand

und Energieverbrauch achten. Für jede Phase gelten ambitionierte

KPIs, um möglichst nachhaltig und klimaschonend zu sein. Und die Verwertung

unserer Produktionsabfälle liegt bereits bei 97 Prozent.

Filippo Bettini

Chief Sustainability

and Future

Mobility Officer

Dieser Artikel

ist in Zusammenarbeit

mit

PIRELLI entstanden.

Als globales Unternehmen verkörpert Pirelli im Markt

einen hochgradig nachhaltigen und innovativen Ansatz.

Filippo Bettini, Chief Sustainability and Future Mobility

Officer bei Pirelli, erläutert, wieso Nachhaltigkeit bereits

seit der Gründung zur DNA des Unternehmens gehört und

welche Philosophie Pirelli als ESG-Vorbild täglich lebt und

weiterentwickelt. Text Lukas Knochel

Gab es einen Punkt in Ihrer Geschichte, an dem Pirelli entschied, genau

auf eine nachhaltige, grünere Zukunft zu achten?

Es gibt drei feste Daten, die unseren nachhaltigen Ansatz geprägt haben.

Das erste ist das unserer Gründung im Jahr 1872, als Firmengründer Giovanni

Battista Pirelli entschied, dass alle Mitarbeiter(innen) immer unter den

bestmöglichen Voraussetzungen arbeiten sollen. Diese Vorgabe ist seitdem

Teil unserer DNA. 2004 entschieden wir uns, der Global Compact Initiative

beizutreten. Der private Markt musste sich seiner Verantwortung gegenüber

Natur und Gesellschaft bewusst werden. Wir haben daher unser nachhaltiges

Strukturmodell etabliert und begonnen, unseren ökologischen Einfluss

zu messen. Im Jahr 2015 waren wir eines der Unternehmen, die an der

Einführung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

sowie des UN-Klimaabkommens COP21 beteiligt und bei der Präsentation

anwesend waren. Seither folgen wir deren Richtlinien.

Welche KPIs sind für Sie die wichtigsten, die Sie diesbezüglich senken

wollen und am stärksten angehen?

In unserem Ansatz betrachten wir gleichermaßen Klimaschutz, Governance

Wie schaffen Sie es, einen nachhaltigen Ansatz in Ihre Strategie zu

implementieren, ohne Profit zu verlieren?

Wir haben Nachhaltigkeit nie als profitschädigende Größe betrachtet. Im

Gegenteil! Sie schützt und stützt unseren Firmenwert, insbesondere mittelund

langfristig. Unternehmen müssen Risiken absichern, vor allem ESG-Risiken

wie der Klimawandel. Das erfordert auch Investitionen. Diese mögen

kurzfristig zu höheren Kosten führen, doch sie steigern die Nachhaltigkeit,

die wiederum unser künftiges Wachstum sichert. Dies wissen auch Investoren,

die immer stärker auf einen nachhaltigen Ansatz achten.

Welche innovativen Technologien bezüglich Nachhaltigkeit und des

Kampfes gegen den Klimawandel sind am vielversprechendsten?

Wir setzen immer stärker auf erneuerbare Energien und darauf, Abfälle und

Emissionen einzusparen. Als Automotive-Unternehmen können wir unseren

ökologischen Einfluss insbesondere während der Produktion regulieren

sowie Innovationen für die E-Mobilität und das autonome Fahren vorantreiben.

Als Reifenhersteller müssen wir bei diesen neuen Technologien

unterstützen: Durch zusätzliches Reduzieren des Reifen-Geräuschs sowie

des Rollwiderstands und -Gewichts, was Energie spart.

Wie wichtig sind Awards und ESG-Auszeichnungen für Pirellis Weg,

den Klimawandel und Nachhaltigkeit anzugehen?

Es bedeutet uns viel, dass unser bewusst nachhaltiger Ansatz anerkannt

wird. Das ist sehr wichtig, um sämtliche Kollegen zu motivieren. Denn um

als Vorreiter in allen ESG-Kriterien bewertet zu werden, müssen alle Organe

des Unternehmens eingebunden werden. Wir haben als gemeinsames Ziel,

immer besser zu werden. Außerdem tragen diese Rankings dazu bei, dass

wir unsere gesamte Lieferkette unserem Ansatz angleichen können. Sein

Modell auf die gesamte Wertschöpfungskette zu übertragen, ist für ein

Unternehmen der kraftvollste Weg, einen positiven Einfluss auszuüben.

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Gleiche

Chancen

für alle!

Schon lange sind Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht

mehr nur Musiker, Schauspieler oder Influencer. Gleichzeitig

vertreten sie eine bestimmte Meinung und Haltung. Jennifer Weist,

Moderatorin und Frontfrau der Band Jennifer Rostock, nutzt ihre

Bekanntheit für die Sensibilisierung für gesellschaftskritische

Themen und lenkt auch in ihren Songs die Aufmerksamkeit auf

Ungerechtigkeiten. Im Interview sprechen wir über ihr Engagement

und darüber, wie sie sich eine lebenswerte Zukunft vorstellt.

Text

Georg

Sandmann

Mehr

Infornationen

unter:

jenniferweist.de

Das ganze Interview

lesen Sie unter:

soziale

verantwortung.info

Wie stellst du dir eine lebenswerte Zukunft

vor, wie willst du leben?

Diese Frage sollten wir uns alle öfter mal stellen. In

was für einer Welt möchten wir leben? Manchmal

sind wir so gefangen in unserem Alltagstrott, dass

wir es gar nicht mehr schaffen, uns um mehr als

nur um uns selbst zu kümmern. Da sind Todo-Listen,

die abgearbeitet, und Deadlines, die

eingehalten werden müssen, unser ganzer Tag

ist durchgetaktet, um Job, Familie und Freizeit

unter einen Hut zu bringen. An jeder Ecke gibt

es Probleme zu bewältigen, wir kämpfen ständig

mit uns selbst und unseren Entscheidungen, und

dabei rinnt uns die Zeit wie Sand durch die Finger.

Dabei wäre es so wichtig, viel öfter einen Schritt

zurück zu machen, innezuhalten und das große

Ganze zu betrachten, für uns, aber auch für alle

kommenden Generationen, denen wir diese Welt

so, wie wir sie jetzt formen, hinterlassen. Weltweit

verdienen Frauen in gleicher Position immer

noch sehr viel weniger als Männer, jede Minute

wird eine Frau Opfer von sexueller Gewalt, in 70

Ländern ist Homosexualität noch strafbar, Rassismus,

Sexismus und Ableismus sind immer noch

strukturell in unserer Gesellschaft verankert. Und

das alles ist schon viel zu lange so, so lange, dass es

nicht mehr reicht, sich rauszuhalten, wir müssen

uns ganz aktiv gegen diese Ungleichheiten stellen,

um sie aus dem Weg zu räumen. Ich möchte in

einer diversen, offenen und bunten Gesellschaft

leben, in der alle Menschen die gleichen Chancen

haben. Ich möchte in einer Gesellschaft leben,

in der alle so sein und leben können, wie sie es

wollen und wie sie sind, ohne dafür von anderen

abgewertet oder verurteilt zu werden. Ich will, dass

alle verstehen, dass es noch mehr gibt als schwarz

oder weiß, mehr als Mann oder Frau und dass

niemandem mehr Zuschreibungen nur aufgrund

der Hautfarbe, des Geschlechts, der Religion oder

Sexualität zuteilwerden sollten. Es ist an der Zeit,

dass wir endlich aus den Fehlern der Vergangenheit

lernen, Privilegien sehen und anerkennen,

dass wir zuhören, von anderen lernen, uns weiterentwickeln

und aktiv an der Seite marginalisierter

und mehrfach diskriminierter Menschen stehen.

Gibt es bestimmte Projekte/Problematiken,

die dir besonders am Herzen liegen und für

die du dich besonders einsetzt? Wo bedarf es

deiner Meinung nach mehr gesellschaftliche

Aufmerksamkeit?

Es fehlt an allen Ecken und Enden an Aufmerksamkeit

für politische und gesellschaftliche

yaenniverfromtheblock

Themen, unter anderen weil eben noch so vieles

schiefläuft, obwohl diese Probleme teilweise schon

Jahrhunderte lang bestehen. Und das Schlimmste

ist meiner Meinung nach, dass viele Themen, die

wirklich brennen, meist nur dann Aufmerksamkeit

bekommen, wenn gerade etwas passiert ist,

was weitreichend in den Medien diskutiert wird.

Ohne den grausamen Tod von George Floyd hätte

es diese wahnsinnig große Black-Lives-Matter-

Bewegung rund um die Welt nicht gegeben, ohne

feministischen Kampftag sprächen wir nicht

darüber, dass wir eine Frauenquote in Vorständen

brauchen, ohne das Geflüchtetenlager in

Moria würden wir nicht über die katastrophalen

Bedingungen an den europäischen Außengrenzen

sprechen. Es ist noch so wahnsinnig viel zu

tun, aber wir haben auch schon so viel geschafft,

dank all den Menschen, die tagtäglich für die gute

Sache kämpfen und nicht müde werden, immer

und immer wieder dieselben Sätze runterzubeten,

nicht betroffene Menschen aufzuklären, zu

sensibilisieren und zu helfen, wo immer sie auch

können. Luisa Neubauer, Erik Marquardt, Kübra

Gümüsay, Tupoka Ogette und Kristina Lunz, um

mal nur ein paar zu nennen, sind Menschen, vor

denen ich aufgrund der Arbeit, die sie leisten,

wahnsinnigen Respekt habe. Mir persönlich liegen

alle Themen am Herzen, die auf sozialer Ungerechtigkeit

aufgebaut sind, und für diese Themen

werde ich meine Stimme und meine Reichweite

auch in Zukunft immer nutzen.

Was sind deine Top-5-Tipps für mehr Klimaschutz

und Engagement im Alltag, die wirklich

jeder problemlos umsetzen kann?

1. Einkaufen mitnehmen, Gemüse oder

Lebensmittel: Weniger oder am besten

gar kein Fleisch essen. Stofftaschen zum

Obst braucht keine extra Plastiktüte, es gibt

wiederverwendbare Netze. Wiederverwendbare

Kaffeebecher nutzen.

2.

Badezimmer: Wiederverwendbare

Abschminktücher, Zahnpasta aus Glas-

3.

tiegel, feste Handseife.

Supportet, was ihr gut und wichtig

findet. Social Start-Ups statt Großkonzerne.

Lokaler Buchhandel statt

Amazon. Pusht Künstler und Firmen, die für

etwas stehen, für das ihr auch steht.

4.

Werdet Allies für marginalisierte

Gruppen, sprecht mit Freunden und

Familie über -ismen, auch wenn dich

keine dieser -Ismen selber betreffen.

5.

Nutzt soziale Medien für mehr als

nur für den Zeitvertreib. Schafft euch

einen diversen, bunten Feed, der die reale

Welt abbildet. Folgt Menschen, die mehr zu zeigen

haben, als Werbung und ein schönen Körper.

6. Eine Sache muss ich noch sagen: Seid lieb

zueinander. Hinter jedem Profilbild, hinter

jedem Menschen den ihr auf der Straße begegnet,

steckt ein Individuum mit einer Vergangenheit,

mit Ängsten und Sorgen, die ihr nicht

kennt. Geht mit anderen Menschen so um, wie

ihr selber wollt, dass man mit euch umgeht.

FOTO: SILVIU GUIMAN


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit GAiN entstanden.

Wie willst

du leben?

Wir fragten Harald Weiß, Leiter der

Abteilung Kommunikation bei GAiN

(Global Aid Network gGmbH), einem

weltweit arbeitenden humanitärem

Hilfswerk mit Sitz in Gießen.

Text Birgit Zeiss

Wie muss man sein, um bei einem

Hilfswerk arbeiten zu können?

Was hast du bei einem Hilfswerk

verloren?

„Eigentlich bin ich ganz anders, ich

komme nur so selten dazu“. Dieses

Zitat des Schriftstellers Ödon von

Horváth, beschreibt mich und viele

andere wohl ganz gut. In meinem

Herzen bin ich eigentlich ein Künstler,

Schauspieler, Darsteller. Seit

ich mit fünf Jahren das erste Mal

im Theater war, faszinieren mich

die Bretter, die die Welt bedeuten.

Außer zum Gastgeber von Kultursendungen

im Spartenprogramm

eines kirchlichen Radio- und Fernsehsenders

habe ich es immerhin

zum Statisten beim Theater und an

der Oper gebracht und durfte sogar

im Bürgerchor bei Romeo und Julia

schon einige Sätze trällern. Hauptberuflich

bin ich schließlich dann

nicht im Rampenlicht, sondern in

der Kommunikations- und Marketingabteilung

eines Hilfswerkes

gelandet. Und das ist auch gut so.

Wo sonst könnte meine Arbeit

nachhaltig so viel Gutes bewirken,

Menschen berühren, ihre Herzen

bewegen. Im Theater werden gute

Geschichten erzählt. Ich erzähle

auch Geschichten. Von Menschen,

deren Leben wieder Hoffnung bekommen

hat.

Bist du ein Gutmensch?

Dieses Wort ist ein Unwort. Spätestens

seit es 2015 dazu gekürt

wurde. Seitdem scheint es in der

Schimpfwort-Ecke angekommen

zu sein. Was wäre die Alternative?

Angenommen, ich möchte mich

nicht als Gutmensch etikettieren

lassen. Bin ich dann das Gegenteil?

Ein Schlechtmensch? Das mag ich

nicht sein. Da bin ich lieber einer,

der gerne Gutes tut.

Glaubst du, dass wir die Welt verbessern

können? Und wie?

Na, vielleicht nicht die Welt, aber

die Welt einzelner. Etwa in Armenien.

Seit ich das erste Mal vor

Ort war, liebe ich dieses Land.

Der 6-jährige Karen lebt mit zwei

Brüdern und seinen Eltern in einem

kleinen unfertigen Haus. Alle vier

Familienmitglieder sind krank.

Karens Bruder bastelte an einer

Batterie, diese explodierte. Die

Splitter verletzten ihn so schwer,

dass er mehrmals operiert werden

musste. Karen hat schweres Asthma.

Die Familie ist verzweifelt. Ein

Patenschaftsprogramm für Familien

kann helfen und langsam neue

Hoffnung geben. Hoffnung verändert

alles.

Wie willst du ganz persönlich

leben, worauf kommt es dir an?

„Gießen gemeinsam gestalten“ lese

ich auf einem Wahlplakat, das gegenüber

meinem Bürofenster an einer

Straßenlaterne hängt. Dazu fällt mir

schon wieder ein Zitat ein. Von Lion

Feuchtwanger, einem meiner

Liebingsautoren: „Im Übrigen lebte

die Stadt sich selber, ein lautes,

ungeniertes Leben im Fleisch und

im Gemüt. Sie war zufrieden mit

sich. Ihr Wahlspruch war: bauen,

brauen, sauen.“ Ich denke, das ist

auch heute unser Problem. Wir

drehen uns zu sehr um uns. Aber

wenn ich bei Feuchtwanger weiterlese,

finde ich auch das: „Fairness ist

die Bereitschaft, in gewissen Fällen

mehr zu geben, als man verpflichtet

ist und weniger zu nehmen, als man

berechtigt ist.“ So könnte es gehen.

Ja, so möchte ich leben.

Harald Weiß in

Armenien, bei

einer Familie,

die in bitterer

Armut lebt.

i

Weitere

Informationen

unter:

gaingermany.org

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10

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Zukunft Grün –

aber wie?

Text Bettina Rechenberg

Es fängt beim Einwegbecher

an und macht beim Smartphone

nicht halt: Wir werfen

zu viel weg und verwenden

viel zu wenig wieder. Die

Lösung ist, ein Produkt möglichst

lange zu verwenden

oder zumindest seine Materialien

bestmöglich wiederzuverwerten.

Die Fachleute sprechen von

Kreislaufwirtschaft – und die

muss gestärkt werden, auf

allen Ebenen:

Schon beim Design können die Hersteller

festlegen, wie lange ihr Produkt hält, ob

es sich einfach und günstig reparieren

lässt oder beim kleinsten Defekt auf den

Müll wandert. Ist der Akku in meinem

Smartphone beispielsweise fest verklebt

oder leicht austauschbar? Das Design

entscheidet auch darüber, ob sich Bauteile

oder Materialien am Produktlebensende

mit vertretbarem Aufwand wiedergewinnen

lassen – und verhindert so, dass

wir kostbare Rohstoffe erneut aus den

Minen in aller Welt unter erheblichen

Umweltauswirkungen und teilweise auch

mit erheblichen sozialen Problemen

gewinnen müssen.

Nach dem Design kommt die Herstellung.

Eine wichtige Rolle spielt

die Materialwahl. Setze ich für die

Motorhaube auf schwer recycelbare

Faserverbundwerkstoffe oder nehme ich

doch klassisch Aluminium, ebenfalls

leicht, aber besser zu recyceln?

Umweltbilanzen, die den ökologischen

Fußabdruck solcher Produkte bewerten,

geben die Antwort. Auch wir im

Umweltbundesamt erarbeiten solche

Bilanzen. Kunststoffverpackungen sind

mitunter schwierig zu recyceln, da sie

aus unterschiedlichsten Materialien

bestehen können. Lebensmittelverpackungen

gibt es aus PE, PP, PS oder

PET. Alle landen am Ende hoffentlich

in der einer gelben Tonne oder dem

gelben Sack, müssen dann aber mühsam

getrennt werden. Manche Kunststoffe

sind leider noch gar nicht sortierbar und

damit nicht recycelbar, wie schwarze

Kunststoffe. Neben der Materialvielfalt

stört im Recycling, dass Verpackungen

oft aus Verbundmaterialien bestehen.

Ein klassisches Beispiel ist die Milchtüte:

Der Verbundkarton ist zwar für

uns Verbraucher praktisch, von den

Materialien landet aber weniger als

die Hälfte wieder in neuen Produkten.

Ökologische Mindeststandards für die

Ermittlung der Recyclingfähigkeit von

Verpackungen, etwa nach dem neuen

Verpackungsgesetz, setzen hier neuerdings

zum Glück bessere Anreize für

mehr Umweltschutz.

Bettina

Rechenberg

Fachbereichsleiterin

„Nachhaltige

Produkte

und Produktion,

Kreislaufwirtschaft“

Umweltbundesamt

Der Staat kann auch abseits von Verpackungen

dabei helfen, dass die Hersteller

den Stand der Technik so umweltgerecht

wie möglich umsetzen. Etwa mit Ökodesign-Standards,

die technische Neuerungen

in ressourcenschonende Bahnen lenken,

was zum Beispiel Energieverbrauch

und Reparaturfähigkeit angeht. Verbindliche

Normen könnten beispielsweise

auch dafür sorgen, dass es nicht Dutzende,

sondern nur noch einen Standard für

Handyladekabel gibt. Das erleichtert den

Austausch und die Weiternutzung beim

Smartphone-Upgrade.

Was können wir Verbraucher und

Verbraucherinnen eigentlich tun für

die Kreislaufwirtschaft? Zunächst

einmal ist es wichtig, informiert zu

sein und auf staatlich anerkannte, unabhängige

Umweltlabels wie den Blauen

Engel, die Euroblume als europäisches

Umweltzeichen oder den Grünen Knopf

für Textilien zu achten. Zudem können

wir beim Kauf auf Langlebigkeit und

Reparierbarkeit achten. Und wenn wir

wissen, was die 34 Einwegkaffeebecher

pro Kopf und Jahr mit der Umwelt

machen, greifen wir vielleicht lieber zur

Mehrwegtasse.

Hersteller, Vertreiber, Verbraucher

und Verbraucherinnen haben also viel

vor sich. Aber die Kreislaufwirtschaft

lohnt sich: Sie schont die Umwelt und

knapper und immer teurer werdende

Rohstoffe, um die immer mehr Menschen

auf den Weltmärkten konkurrieren.

Sie schont das Klima, etwa wenn für

recyceltes Aluminium 95 Prozent

weniger Energie benötigt werden als für

neu hergestelltes. Sie schützt auch die

Gesundheit, wenn wir Giftstoffe schon

beim Design vermeiden und im Recycling

ausschleusen. Kurzum: Die Kreislaufwirtschaft

ist unverzichtbar für eine

zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweise,

die unsere planetaren Grenzen

respektiert.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit RAJA Deutschland entstanden.

Wie wollen wir leben? –

Gedanken eines Verpackungshändlers

Ein Kommentar von Harald Schönfeld, General Director RAJA Deutschland

Harald Schönfeld

General Director

RAJA Deutschland

rajapack.de

Wie wollen wir leben? Diese

Frage beschäftigt auch die

Verpackungsbranche. Gerade

jetzt, da der E-Commerce

aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken

ist. Ob wir das gutheißen oder

nicht: Die Gesellschaft wird bequemer.

Das Einkaufsverhalten ändert sich zunehmend.

Uns von RAJA ist es wichtig, die

Nutzung umweltfreundlicher Versandlösungen

voranzutreiben. Wir achten auf

einen verantwortungsvollen Einkauf.

Tun Sie das auch?

86 Prozent unserer Produkte werden

in Europa produziert, um Transportwege

zu minimieren und Qualitätsstandards

zu sichern. Wir arbeiten mit unseren

Lieferanten kontinuierlich an nachhaltigeren

Lösungen. Wir beraten

unsere Kunden aktiv hin zu einem umweltfreundlichen

Verpackungsmanagement:

1

2

3

Sicher verpackte Produkte, um Schäden

und Retouren zu vermeiden

Nutzung passender Kartongrößen,

um Leervolumen, unnötiges Füllmaterial

und CO 2 zu reduzieren

Bevorzugung von umweltfreundlichen,

recycelbaren und recycelten Materialien

Neben den ökologischen Verpackungen

sind auch nachhaltige Prozesse wichtig.

Rechnungen per E-Mail, Bestellungen

über E-Procurement-Systeme, bei denen

alle Belege vollelektronisch ausgetauscht

werden. Die Digitalisierung des C-Artikel-

Managements lohnt sich für Mittelständler

und die Umwelt. Durch die Optimierung

interner Prozesse vor allem in der

Packstraße können Arbeitsabläufe effizienter

und rückenschonender gestaltet

werden. Das ist gut für die Gesundheit.

Doch was beschäftigt uns noch? Unsere

Rolle als Arbeitgeber! Bei RAJA leben wir

eine Duzkultur mit flachen Hierarchien,

bei der jeder an der Unternehmenskultur

mitarbeitet, in fachübergreifende Projekte

eingebunden ist und angehalten wird,

seinen Input für Prozessverbesserungen

zu liefern. Wir befähigen unsere Mitarbeiter

zu eigenverantwortlichem Handeln

und arbeiten gemeinsam an unserer

Konflikt- und Kommunikationskultur. Es

ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter

gerne ihr Potenzial im Unternehmen einbringen.

Wie sehen Sie das?

Neben unserer unternehmerischen

nehmen wir auch unsere soziale

Verantwortung wahr: deutschlandweit

mit unserem Aktionsprogramm „Perspektiven

für Frauen“, aber auch durch

Unterstützung lokaler Vereine. Der

Fokus aller Aktionen liegt bei uns auf der

Stärkung der Rechte von Frauen. Etwas

an die Gesellschaft zurückgeben, das ist

RAJA wichtig. Gemeinsam sind wir

stark. Gemeinsam können wir etwas

bewegen. Machen Sie mit!


Warum sich Karton als Verpackungsmaterial

der Zukunft durchsetzt

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NACHHALTIG, ZIRKULÄR, INNOVATIV

Ist es Ihnen schon aufgefallen? Immer mehr Produkte des täglichen Bedarfs,

wie Lebensmittel, werden nachhaltig in Karton verpackt. Dabei handelt es sich

um keinen flüchtigen Trend, denn Hersteller wissen genau: Verpackung beeinflusst

die Produktwahl ihrer Kundinnen und Kunden wesentlich – und durch

das gesteigerte Umweltbewusstsein vieler Konsumierenden sind Kartonverpackungen

die erste Wahl! Karton ist das umweltfreundlichste Verpackungsmaterial:

Es hat die geringsten Umweltauswirkungen bei der Produktion, besteht

aus nachwachsenden Rohstoffen und hat die höchste Recyclingrate aller

Verpackungsmaterialien. Außerdem wissen alle Konsumentinnen und Konsumenten

– Altpapier in die blaue Tonne bedeutet wertvolles Rohmaterial für die

Kartonherstellung.

EIN EINFACHER UMSTIEG

Viele Produkte werden nachhaltig und innovativ in Karton verpackt, mit hoher

Produktsicherheit und Funktionalität. Dabei verbessert sich das Erscheinungsbild

im Supermarktregal oft sogar maßgeblich. Der Umstieg von weniger umweltfreundlichen

Verpackungsmaterialien auf Karton gelingt für Produzenten

meist sehr einfach. Auch in stark regulierten Sektoren, wie der Lebensmittelindustrie,

genügt es oft, bestehende Konstruktionen zu hinterfragen, beziehungsweise

bereits vorhandene Barriereeigenschaften von Karton zu nutzen.

Karton – das Verpackungsmaterial der Gegenwart und

der Zukunft.

Karton gilt als

ökointelligent:

erneuerbar, recycelund

kompostierbar.


12

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PHILIP MORRIS entstanden.

VIELFALT – GRUNDSTEIN

FÜR UNSERE ZUKUNFT

Wie schaffen wir es, durch das Einstehen für unsere gesellschaftliche,

unternehmerische, aber auch ganz persönliche Verantwortung eine

vielfältige und dadurch liberale Gesellschaft zu sichern?

Text Michaela Král’ovská

und Florian Wurzer

PMI-Ziel:

50 %

Frauen auf allen

Hierarchieebenen

i

Weitere

Informationen

unter:

wiewirwirklichleben.de

Vielfältige Gesellschaft als

Grundprinzip der Demokratie

Vielfalt als Grundprinzip

einer vitalen Gesellschaft ist

ein wichtiges Grundprinzip jeder stabilen

Demokratie, und nur in einem liberalen

System wird sie ihren vollen Blütenstand

austreiben können. Denn: In einer

demokratischen Gesellschaft ist jeder

Mensch mit unveräußerlichen Rechten

ausgestattet, die keiner weiteren Begründung

bedürfen. In diesem Leitgedanken

angelegt ist die gegenseitige Akzeptanz

als Mensch und (Mit-)Staatsbürger, ohne

weitere Bedingungen und ohne Blick

auf Geschlecht, Ethnie, Religion oder

sexuelle Orientierung.

Diese Akzeptanz ist die Basis einer jeden

funktionierenden Gesellschaft – mein

Gegenüber so anzunehmen, wie es ist, es

als Mensch, mit dem ich im Austausch bin,

zu akzeptieren, seiner Meinung und seinen

Überzeugungen mit Respekt zu begegnen

und Kompromisse zu schließen, falls wir

keinen Konsens finden können.

Ebenso sollten unterschiedliche Sichtund

Lebensweisen, individuelle Ziele

und Ansichten selbstverständlich und

willkommen sein. Frei nach dem Motto:

Wir sind vielleicht nicht einer Meinung,

aber wir respektieren und akzeptieren

uns dennoch, also lass uns darüber reden

und wir finden einen gemeinsamen Weg.

Das ist zumindest der Leitsatz – die

Theorie. Wie jedoch sieht es in der Praxis

– unserer Lebenswirklichkeit – aus? Wie

ist es bestellt um unsere Gesellschaft und

die Fähigkeit, „Anderssein“ zu respektieren

und anzunehmen? Wie reagieren

wir auf die zunehmend zu beobachtende

Spaltung westlicher Gesellschaften

und den Umstand, dass radikale Lager

ihren jeweiligen politischen Gegnern die

grundsätzliche Anerkennung verwehren

und immer weniger Respekt für die

Meinung des Gegenübers zeigen?

Sobald Menschen ihr Gegenüber grundsätzlich

ablehnen, wenn sie dessen Werte

nicht als gleichwertig anerkennen, wie

können sie dann weiterhin respektvoll

miteinander umgehen und gemeinsame

Lösungen finden? Wie vermeiden wir,

dass gesellschaftliche Konflikte eskalieren

und sich Lager bilden, die aufgrund

fehlender Kompromissbereitschaft nicht

(mehr) aufeinander zugehen (können)?

Diesem Trend wollen wir uns entgegenstemmen,

indem wir deutlich

machen, dass nicht nur inhaltliche

Positionen relevant sind, sondern die

Spielregeln unseres demokratischen

Zusammenlebens ein mindestens gleichermaßen

schützenswertes Gut sind.

Mit dem „Wir“ meinen wir „Uns

alle“ – wir als Unternehmen, wir als

Mitarbeiter*innen und als Bürger*innen

dieser Gesellschaft. „Wir alle“ haben es in

der Hand! WIE?

Indem Unternehmen als Teil des

komplexen Gebildes, das Gesellschaft,

Politik und Wirtschaft bilden, ihren Teil

der gemeinsamen Verantwortung übernehmen.

Es ist nicht mehr zeitgemäß,

dass der Unternehmenszweck nur der

Gewinnmaximierung dient und Arbeitsplätze

schaffen soll.

Heute ist Corporate (Democratic)

Responsibility vielfach ausschlaggebend

für die Strategie per se, für Forschung,

Innovation sowie die Entwicklung von Produkten

und Services. Letztendlich müssen

Unternehmen kontinuierlich ihr Handeln

auf den Prüfstand stellen. Die Herausforderungen

unserer immer komplexer

werdenden Welt sind enorm. Zu groß und

vielschichtig, als dass wir sie Politik und

Zivilgesellschaft allein zumuten könnten.

Wir als Unternehmen sind ein Teil der

Gesellschaft und für unser (erfolgreiches)

unternehmerisches Handeln auf ein

funktionierendes Gemeinwesen – auf

eine starke und stabile liberale Demokratie

angewiesen!

Wir wollten also wissen, was macht

diese zunehmende Polarisierung mit

dem Einzelnen? Welche (neuen) Wünsche

hegt er gegenüber der Politik und

dem Staat? Wie stehen die deutschen

Wähler*innen zur Politik und den

gestaltenden Parteien? Und was können

wir vielleicht gemeinsam mit der Politik

gegen die Spaltung unternehmen?

Aus diesem Grund haben wir im

letzten Jahr gemeinsam mit dem Rheingold

Institut die Studie „Wie wir wirklich

leben“ initiiert.

Wie wir wirklich leben

Die Ergebnisse unserer Studie zeigen

eine bemerkenswerte Diskrepanz in der

Bewertung der eigenen Lebenssituation

der Befragten gegenüber ihrer Bewertung

der gesamtgesellschaftlichen Situation.

Während die Mehrheit der Teilnehmer*innen

mit ihren individuellen

Lebensumständen zufrieden ist, wird die

gesamtgesellschaftliche Situation und

Stimmung deutlich negativer wahrgenommen.

Dieses Missverhältnis in der

Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit

spiegelt sich auch in unserer zunehmend

stärker gespaltenen Gesellschaft wider.

Genauso wie die Meinung zur Arbeit der

deutschen Politiker*innen: Ganze 40 Prozent

der Befragten sind mit der momentanen

Politik unzufrieden – oder haben

in ihrer Verdrossenheit das Interesse an

den aktuellen politischen Entscheidungen

bereits vollständig verloren.

Es gebe zu viel Stillstand, zu wenig

Visionen und keine klaren Haltungen.

Befragt nach politischen Themenbereichen

wurden alle Themen als gleich

wichtig eingeschätzt, allerdings werde

ebenfalls überall gleich wenig getan.

Ist das also ein Call to Action an die

Regierung? Jein … zwar soll sich etwas

ändern, aber ganz klar „nicht auf meinem

Hof“. Denn den eigenen Lebensstil

einschränken, das möchte man dann

bei aller Wichtigkeit von Klimaschutz

und Co. doch auch nicht. Vor allem aber

fühlen sich 90 Prozent unserer Studienteilnehmer*innen

unverstanden. Sicherlich

lässt sich ein Teil der Polarisierung

der Gesellschaft damit erklären, dass die

Menschen ihre Sorgen nicht konsequent

adressiert sehen beziehungsweise das

Gefühl haben, der Staat regiere an ihrer

eigenen Lebenswirklichkeit vorbei.

Eine mögliche Antwort auf dieses allgemeine

Bedürfnis der Bürgerinnen und

Bürger könnte sein, dass sich der Staat

verstärkt zu einem serviceorientierten

Dienstleister weiterentwickelt, nach dem

Motto Bürger*in als Kund*in und Staat

als Dienstleister.

Wir möchten uns jedoch vielmehr der

Rolle der Unternehmen in diesem Gebilde

widmen – Unternehmen müssen

angesichts des Wandels in der Gesellschaft

ihre Rolle stetig überdenken und

neu definieren und klare Haltung in

ihrer Verantwortungsübernahme zeigen.

Klare Haltung in der Verantwortung –

„ Purpose“-orientiertes Handeln

Ganz konkret am Beispiel von Philip

Morris:

Als internationales Unternehmen stehen

wir für Vielfalt und Inklusion. Das Gegenteil

von Dissens und Spaltung. Ganz

pragmatisch aber wirtschaftet es sich

in einer gespaltenen Gesellschaft auch

weniger gut: Die Gefahr von Verwerfungen

im Markt steigt. Ohne einen stabilen

Markt können Unternehmen aber nicht

existieren: Wir brauchen Verlässlichkeit

und Planbarkeit in der Regulierung, eine

offene Gesellschaft, die Initiative und

Innovationen fördert sowie offene Märkte

über Landesgrenzen hinweg – für unsere

Produkte, Innovation und Talente. Für

all diese Punkte sind unserer Meinung

nach liberale demokratische Systeme die

einzig stabile Grundlage.

Heute geht es um den tief verankerten

Sinn und Zweck eines Unternehmens.

Seit einigen Jahren ist zu beobachten,

dass Mitarbeiter*innen, insbesondere

jedoch die Nachwuchsgeneration, und

junge Talente sich verwirklichen und

gleichzeitig mehr Sinnhaftigkeit in

ihrem Tun wollen, sie möchten ihren

Beitrag leisten für eine bessere, nachhaltigere

Zukunft und Teil eines höheren

Ziels, eines „Purpose“ sein.


Lesen Sie mehr auf sozialeverantwortung.info 13

i

Weitere

Informationen

unter:

pmi.com

Quelle: Philip Morris International (PMI)

Als Unternehmen sollten wir uns

unserer Verantwortung nicht entziehen

und eine klare Haltung nach innen und

außen zeigen, diese vertreten und die

gesamte Unternehmensführung, die auf

Purpose basiert, danach ausrichten und

halten, was wir versprechen.

Inklusion und Diversität als wichtige demokratische

Pfeiler – keine „Buzzwords“

Um unsere Vielfalt wirksam einzusetzen,

müssen wir zunächst dafür sorgen, dass

unsere Unternehmenskultur inklusiv

ist, also Unterschiedlichkeit zulässt und

fördert. Uns kommt die Aufgabe und die

Rolle zu, ein Umfeld zu schaffen, in dem

jeder die gleiche Chance auf Teilnahme,

Einbringung der eigenen Fähigkeiten,

Teilen von Ideen und Sichtweisen hat

sowie darauf, Wertschätzung zu erfahren

– unabhängig von Aussehen, Herkunft,

Sprache, sexueller Orientierung oder Religion.

Nur so können wir die ganze Macht

und Kraft unserer Vielfalt ausschöpfen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

erwarten heute – zurecht – eine offene

und transparente Unternehmenskultur,

in der Diskriminierungen unterbunden

und Ungerechtigkeiten abgebaut werden.

Sie erwarten, dass alle Gruppen in

ausreichendem Maße repräsentiert sind,

Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten

haben und einbezogen werden.

Inklusion und Diversität dürfen nicht reine

Buzzwörter sein – die Mitarbeiter*innen

erwarten heutzutage konkrete, nachvollziehbare,

transparente wie auch messbare

Maßnahmen, die im Unternehmen echte

Vielfalt gewährleisten und forcieren.

Female Empowerment und berufliche

Gleichberechtigung

Bei uns sind Inklusion und Diversität

keine leeren Versprechen, sondern Teil

unserer DNA. Wir setzen uns unter

anderem auf allen Ebenen für ein ausgewogenes

Geschlechterverhältnis und die

Überwindung des Gender Pay Gaps ein.

So haben wir längst Frauen in den

oberen Führungsebenen im Unternehmen,

ganz unabhängig von politischen

Beschlüssen, und weitere ganz klare Ziele:

• Frauenanteil in Führungspositionen

weiter zu erhöhen: Bis zum Jahr 2022

sollen 40 Prozent aller Führungspositionen

von Frauen besetzt sein.

• 50 Prozent Frauen auf allen Hierarchieebenen.

Warum? Frauen machen die Hälfte der

weltweit verfügbaren Intelligenz und

der Hochschulabsolventen aus 1 – dieses

immense intellektuelle Potenzial

zu fördern, muss unser Anspruch, gar

Selbstverständlichkeit sein.

Ein weiterer wichtiger Baustein auf

dem Weg zu einer diversen, inklusiven

Unternehmenskultur und ein Zeichen

der Gleichbehandlung ist gleicher Lohn

für gleiche Arbeit. Alle sind sich darin

einig, dass Frauen und Männer für

die gleiche Arbeit den gleichen Lohn

erhalten sollten. Wir sind überzeugt: Von

der Gleichstellung der Geschlechter profitieren

alle – Männer, Frauen und die

Gesellschaft als Ganzes. Für viele Frauen

ist das heute aber nicht die Realität.

Wir bei Philip Morris wollen eine

glaubwürdige, unabhängige Prüfung, ob

unsere tatsächlichen Lohnpraktiken mit

unserem Einsatz für Gleichheit übereinstimmen.

So haben wir als Unternehmen

einen aufwendigen Zertifizierungsprozess

durchlaufen. Das Audit wurde

von der EQUAL-SALARY Foundation

in Zusammenarbeit mit PwC durchgeführt

– dabei wurden unsere Prozesse

und die Kriterien genauestens unter

die Lupe genommen. Neben quantitativen

Vergleichen von Lohndaten fand

ein qualitatives Audit statt, bei dem

auch unsere Mitarbeiter*innen befragt

wurden. Zudem wurden unsere HR-

Maßnahmen und -Praktiken überprüft

und wir konnten dabei blinde Flecken

beim Thema Geschlechtergerechtigkeit

erkennen und beseitigen.

Philip Morris hat im Jahr 2018 zum

ersten Mal – als einziges Großunternehmen

in Deutschland – das EQUAL-SALA-

RY-Zertifikat erhalten und wurde in den

darauffolgenden Jahren erneut in einem

aufwendigen Prozess rezertifiziert.

Menschen fördern und in die

Zukunft investieren

Neben der Bezahlung setzen wir bei

Philip Morris auf viele weitere Initiativen

und Ansätze – wissend, dass wir hier

jeden Tag weiterlernen und uns kontinuierlich

verbessern müssen. Wir legen verstärkt

den Fokus auf folgende Bereiche:

1. REKRUTIERUNG Etablierung von

Prozessen zum vorurteilsfreien Recruiting,

um eine ausgeglichene Anzahl von

Männern und Frauen in Shortlists und

Interview-Panels zu haben;

2. BEFÖRDERUNG gleiche Lernchancen

für alle schaffen, personalisierte

Entwicklungspläne mit Coaching für

Männer und Frauen, Möglichkeiten für

Networking, um Frauen durch andere

Frauen zu unterstützen und so erfolgreich

zu sein; weibliche Vorbilder ins

Zentrum rücken;

3. BINDUNG flexible Arbeitszeitmodelle

für alle und Unterstützung für Eltern, unter

anderem Informationen zu Themen wie

beispielsweise Homeschooling, Kindernotbetreuung,

Betreuung von pflegebedürftigen

Familienmitgliedern unter anderem;

4. TRAININGS UND INTERVENTIONEN

a) Um einerseits unbewusste Gender-

Vorurteile auf allen Stufen der Karriereleiter

zu beseitigen;

b) Andererseits lebenslanges Lernen für

alle Mitarbeiter*innen zu gewährleisten,

egal ob es um fachliche Kompetenzen geht

oder aber um sogenannte „Soft Skills“;

c) Zu guter Letzt setzen wir seit einiger

Zeit verstärkt auf Reverse Mentoring

und Rolemodels.

Vertrauen in Zeiten der Krise und

darüber hinaus

Und auch unsere Möglichkeiten beim

Thema „Smart Work“ haben positive Auswirkungen

auf Inklusion und Diversität.

Wir ermöglichen flexibles, ortsunabhängiges

Arbeiten und konnten dank unserer

darauf ausgelegten IT-Infrastruktur auch

gerade in Zeiten von Corona schnell und

problemlos auf die rein digitale Zusammenarbeit

umstellen. Das erlaubt unseren

Mitarbeiter*innen, ihr Berufs- und Privatleben

bestmöglich miteinander zu vereinen

und beispielsweise leichter mit den

Herausforderungen der Kinderbetreuung

während der Pandemie umzugehen.

Dass trotz der Flexibilität, die wir für

alle Mitarbeiter*innen in dieser schwierigen

Zeit und auch darüber hinaus bieten,

nicht alles glatt läuft, ist sicherlich allen

bewusst. Wichtig ist, die Belegschaft mit

all ihren Sorgen und Herausforderungen

nicht alleine zu lassen, sondern Angebote

zu schaffen, die bei der Bewältigung

helfen. Wir haben über das komplette

letzte Jahr hinweg viele Informationen

sowie interne und externe Kursangebote

rund um das Thema gesunde Ernährung,

mentale sowie körperliche Gesundheit

und Wohlbefinden (insbesondere aktuell

beim Arbeiten von zu Hause aus) zur

Verfügung gestellt. Im Intranet haben wir

nun eine neue Website, die alle Angebote

zum Thema Gesundheit und Wohlbefinden

im Unternehmen bündelt. Diese

beinhaltet Angebote in Zusammenarbeit

mit externen Partnern wie dem „pme

Familienservice“ und weiteren professionellen

Anlaufstellen für Hilfe und

Unterstützung in unterschiedlichsten

Notlagen sowie das breite Angebotsspektrum

des internen Care4-Gesundheitsmanagements

mit regelmäßigen

Gesundheitsangeboten und -tagen.

TRAININGS

• 70 verschiedene interne

Trainings u. a. für

• Mentale Gesundheit

• Gesunde Ernährung &

Stressmanagement in Zeiten

von Lockdown

• Führung auf Distanz

und viele mehr

• 700 Teilnehmer*innen

• 110 Trainingstage

1) https://de.statista.com/statistik/daten/

studie/249318/umfrage/frauenanteilean-hochschulen-in-deutschland/


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Die neue Arbeitswelt:

Mehr Mut, mehr Ehrlichkeit!

Seit Jahrzehnten wirken Digitalisierung und Globalisierung auf den Arbeitsmarkt und die Art, wie Menschen Produktivität,

Sinn und Beschäftigung begreifen. Die Corona-Krise verdeutlichte, wie weit diese Trends bereits fortgeschritten sind – und

dass die Balance zwischen neuer Flexibilität und klassischen Arbeitsmodellen keine leichte sein wird.

Text Alice Greschkow

Lebenslanges Lernen ist sowohl politisch

wie wirtschaftlich zu einem

Mantra geworden, das Menschen

dazu animieren soll, stets an ihren

Fähigkeiten zu arbeiten. Insbesondere der

technologische Wandel vollzieht sich mit

einer dermaßen schnellen Geschwindigkeit,

dass Lernen zur Grundbedingung wird,

um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.

Allerdings: Auch wenn lebenslanges Lernen

an sich sinnvoll klingt, so leben viele

Betriebe und Arbeitnehmer in Deutschland

eine andere Realität. Menschen werden entsprechend

ihrer Berufserfahrung eingestellt

und der gerade Lebenslauf ist Personalern

noch immer lieber als eine Biografie mit Brüchen

und Experimenten. Diese Haltung ist

auch verständlich: In Deutschland sind die

Menschen zurecht darauf stolz, dass die betrieblichen

Ausbildungen und die fachlichen

Spezialisierungen dazu beigetragen haben,

dass hierzulande Produkte auf höchstem Niveau

hergestellt und exportiert werden.

Doch dieses Muster wird auf gewisse Art

und Weise zunehmend zu einem Problem.

Automatisierung und Technologien wie das

Internet der Dinge werden die Effizienz in

vielen Branchen merklich steigern können

– und die Rolle des Menschen in mechanischen

Prozessen minimieren. Gleichzeitig

entstehen neue Zukunftsbranchen um

künstliche Intelligenz, FinTech und Blockchain

und auch in klassischen Branchen wie

Marketing und Medizintechnik gibt es massive

digitale Entwicklungen in kurzer Zeit.

Arbeitnehmer müssen flexibel und lernbereit

sein – und vielleicht auch Altes loslassen.

Aus-, Weiter- und Fortbildungen sind hilfreich

und wichtig – Mut und Experimentier-

freude sind jedoch entscheidend, wenn der

Arbeitsmarkt sich immer schneller wandelt.

Es wird künftig kein guter Rat sein, nur auf

Zertifikate und Abschlüsse zu schauen. Natürlich

werden in Bereichen wie Medizin

oder Ingenieurwesen weiterhin Spezialisten

mit Erfahrung essenziell sein. Doch viele

Berufe, insbesondere in neuen, digitalen

Branchen, erfordern Dynamik und Lernbereitschaft.

Wenn Personaler Quereinsteiger

und Autodidakten ohne Zertifikate abstraft,

verliert die Wirtschaft im Zweifel motivierte

Talente. Wer sich einen Branchenwechsel zugetraut

hat, tut dies nicht aus Gemütlichkeit,

sondern aus Hoffnung und Tatendrang.

Flexibilität darf nicht zum

Goldenen Kalb werden

Mit Millionen von Menschen, die 2020 erstmals

aus dem Homeoffice gearbeitet haben,

ist Remote Work mitten in das Bewusstsein

der präsenzliebenden Deutschen gerückt.

Manche Unternehmen entschieden sogar,

dass „Remote First“ die Norm sein wird und

man nur noch zu bestimmten Anlässen ab

und zu persönlich aufeinandertrifft. Ob

in einem Büro, Coworking-Space oder in

einem Ferienhaus bei einem Team-Event –

alles soll möglich sein, solange jeder seinen

eigenen individuellen Rhythmus im Alltag

pflegen kann.

Remote Work und die damit einhergehende

Flexibilität hat natürlich Vorteile – insbesondere,

wenn keine Pandemie herrscht.

Man spart den Pendelweg, kann länger

schlafen, hat mehr Zeit für Familie, Freunde

und Hobbys und kann arbeiten, wo man

sich selbst am produktivsten fühlt. Bei dieser

Freiheit passiert es natürlich, dass auch

die Arbeitszeiten ausufern. Doch wenn das

selbst gewählt ist, fühlt es sich nicht belastend

an – zumindest zunächst.

Erste Studien weisen darauf hin, dass

das Gefühl der Entgrenzung der Arbeit im

Homeoffice zunehmen kann – nicht nur

wegen der pandemiebedingten Kopplung

mit Homeschooling. Es fehlt der Heimweg

zum Runterfahren oder die räumliche Trennung

des Arbeitsplatzes vom Privatraum

– insbesondere, wenn man kein separates

Arbeitszimmer hat. Und mit der Zeit kann

es wirklich einsam werden.

Es ist nicht leicht, die Balance zwischen

neu gewonnen Freiheiten und schleichender

Belastung aufgrund von fehlenden

räumlichen und zeitlichen Strukturen zu

halten. Flexibilität in der Arbeitswelt ist ein

enormer Gewinn unserer Zeit, darf jedoch

nicht zum Goldenen Kalb erhoben werden.

Die Langzeiteffekte der Flexibilität zeigen

sich nämlich erst in der Zukunft.

Mehr Mut, mehr Ehrlichkeit

Die Arbeitswelt kann eine gute Portion Mut

und Ehrlichkeit gebrauchen. Sie befindet

sich nämlich in einer derart intensiven und

schnellen Transformation, dass sowohl Flexibilität

und Experimentierfreude nötig

sind als auch die Ehrlichkeit, auszusprechen,

welche alten Arbeitsweisen nicht

mehr funktionieren – und welche neuen

Trends nicht zum neuen Standard erhoben

werden dürfen. Flexibilität darf nicht zulasten

des Arbeitnehmerschutzes ausufern.

Credentialism darf Innovation nicht verhindern.

Zwischen den Polen finden sich die

Kompromisse – nun müssen sie ausgehandelt

werden.

Alice Greschkow

ist Autorin, Speakerin und

Beraterin spezialisiert auf

die Transformation der

Arbeitswelt.

i

Weitere Informationen

unter:

linkedin.com/in/

alicegreschkow

Flexibilität in der

Arbeitswelt ist ein

enormer Gewinn

unserer Zeit, darf

jedoch nicht zum

Goldenen Kalb

erhoben werden.

Neue Führung braucht mehr Feedback

New Work stellt neue Anforderungen an die Art und Weise, wie Personalverantwortliche ihre Mitarbeitenden führen.

Stichwort: Bedarfs- und situationsgerechte Führung. Hierfür benötigen Führungskräfte ein regelmäßiges und zeitnahes

Feedback. Nur so können sie schnell genug eigene Stärken ausbauen und bestehende Potenziale entwickeln.

Text Christian Motzko

Christian

Motzko

Geschäftsführer,

Vocatus Work-

Perfect GmbH

Dieser Artikel

ist in Zusammenarbeit

mit

VOCATUS

WORKPERFECT

entstanden.

Viele Unternehmen führen regelmäßig Führungskräftefeedbacks

durch. Woran liegt es,

dass diese zunehmend als nicht mehr so effektiv

und wirkungsvoll wahrgenommen werden?

Die meisten Führungskräftefeedbacks zielen

immer noch darauf ab, zu einem vorgegebenen

Zeitpunkt ein Feedback zu möglichst allen Führungskräften

einzuholen – und das häufig nur

alle 1-2 Jahre. Führungskräfte benötigen aber

dann Feedback, wenn es die Situation erfordert.

Es gilt also, das Feedback deutlich schneller und

anforderungsgerechter einzuholen, ganz unter

dem Motto: „Feedback, wenn ich es benötige und

nicht, wenn das Unternehmen mal wieder Zeit

dafür hat“.

Der Markt bietet bereits einige technische Lösungen,

die genau da ansetzen. Inwieweit erfüllen

diese die Anforderungen an ein situationsgerechtes

Feedback?

Viele Unternehmen erhoffen sich die Lösung

durch eine schicke und moderne Anwendung. In

der Praxis stellt sich dann heraus, dass nach einer

anfänglichen Euphorie die Nutzung deutlich abnimmt.

Woran liegt das?

Die „Usability“ des Tools rückt in den Vordergrund

– Methodenkompetenz und Praxisnutzen

werden vernachlässigt. Zudem wird das Feedback

häufig auf einige wenige, standardisierte

KPIs begrenzt, deren praktischer Nutzen für die

Führungskräfte eingeschränkt ist. Daher haben

wir ein Tool entwickelt, das genau bei dieser

Schwachstelle ansetzt. Es ermöglicht den Führungskräften,

ihre Feedback-Inhalte bedarfsgerecht

und individuell festzulegen. Damit können

die eigenen Stärken und Potentiale viel besser

nachvollzogen werden. Zudem steigert es die

Identifikation mit den Ergebnissen und auch die

Verbindlichkeit des ganzen Prozesses.

Wie kann man Führungskräfte noch besser

dabei unterstützen, mit ihrem Feedback konstruktiv

umzugehen?

Für den Erfolg ist es wichtig, das Feedback gezielt

mit Angeboten zur Führungskräfteentwicklung

zu verzahnen. Deshalb erhält die Führungskraft

in unserem Tool – abhängig von ihren Ergebnissen

– direkt Zugang zu den passenden Trainings,

zum Beispiel in Form von e-Learning Modulen.

Ein effektives Führungskräftefeedback erfüllt

eben nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich

die Anforderungen von New Work.


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