FINDORFF Magazin | März-April 2021

vogelmediabremen

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ISSN 2567-2061 MÄRZ | APRIL 2021

FINDORFF

NEU! Jetzt mit

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

IM GRÜNEN BEREICH

Melanie Öhlenbach und ihr Blog „Kistengrün“

ENGAGIERT & SOZIAL

FSJler Jannik verstärkt die Kita der Martin-Luther-Gemeinde

KUNST AUS FINDORFF

Ursula Häckell und Ingrid Kemnade im Portrait

WWW.MAGAZINEFUERBREMEN.DE


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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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EDITORIAL

Liebe Findorfferinnen,

liebe Findorffer!

Marcella Dammrat-Tiefensee

1. Vorsitzende Findorffer Geschäftsleute e.V.

Wie wünsche ich mir mein Lebensumfeld und

meine Nachbarschaft? Was ist mir wichtig, was

weniger? Und worauf kann ich verzichten? Das

hängt natürlich immer von meiner aktuellen Lebenssituation

ab. Ob ich 20 oder 55 Jahre alt

bin, als Single oder Familie mit Kindern lebe?

Jeder hat individuelle Wünsche und Vorstellungen.

Was alle eint, ist der Wunsch, dass zu

einem Wohnen drinnen, auch ein Leben draußen

gehört. Die Umgebung ist wichtig, sie ist

ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen

Lebens. Das Umfeld beeinflusst meine Identität.

Wir FindorfferInnen sind stolz auf unseren

Stadtteil und leben gerne hier. Aber was macht

Findorff so beliebt, was prägt das Image? Es sind

die Menschen. Alt und Jung nicht bloß nebeneinander,

sondern miteinander. Ganz selbstverständlich,

dass wir einander sorgen und achten.

Kürzlich habe ich in einem Gespräch etwas Inspirierendes

gehört: ‚Stadt mit Seele‘. Mir

wurde klar, wir in Findorff sind ein Quartier mit

Seele Deshalb ist es den Findorffern auch bewusst,

wie besonders ihre Einkaufsstraßen sind.

Aufgereiht wie Perlen auf einer Kette schmiegt

sich ein Geschäft an das nächste. Gewachsene

Strukturen, die zum Flanieren, Entdecken, Genießen,

kurzum zum Wohlfühlen einladen. Ich

bin seit über 20 Jahren Bestandteil

der Findorffer Geschäftswelt.

In dieser Zeit

hat sich viel verändert. Einige

Geschäfte sind heute

mit neuem Leben gefüllt.

Wo früher Waren verkauft

wurde, gibt es heute etwas

zu verkosten, wird Alltägliches

zeitgemäß präsentiert.

Einiges ist verschwunden,

dafür kann man andernorts

Neues genießen. Es hat sich

vieles entwickelt in Findorff,

gleichwohl gibt es leider

auch leerstehende Ladenlokale,

die auf neue Ideen warten.

Grundsätzlich bleibt: Es

sind engagierte Menschen,

die hinter den Veränderungen

stehen. Schon vor über

35 Jahren war den damaligen

Gewerbetreibenden

klar, dass man sich um sein

Umfeld kümmern muss. Im

Kern ging es immer darum,

dass sich die Findorffer als

gut ver- und umsorgte Kunden

in ihrem Stadtteil wiederfinden.

Es war einer der

Gründe, den Verein der Findorffer Geschäftsleute

e.V. zu bilden.

Heute ist das Leben ein anderes als 1985. Es

gibt Internet und Smartphones. Man will alles.

Und zwar sofort. Aber bitte ohne großen Aufwand.

Der Anspruch an den stationären Handel

wird immer höher. Dennoch beobachte ich

seit einiger Zeit einen Trend: ‚Die Kohle wird

im Dorff gelassen‘. Konsum findet vor der Haustür

statt. Und nicht nur der Handel profitiert

von dieser Wandlung, auch hiesige Handwerker

und Dienstleister haben vermehrt in Findorff

zu tun. Ganz bewusst wird der Fokus auf

den Stadtteil gerichtet. Viele Bewohner haben

erkannt, dass ihre Kaufentscheidungen einen

Beitrag leisten, damit ihr Stadtteil so bleibt, wie

sie ihn lieben. Lebendig, pulsierend, bunt.

Dafür wird sich der Verein weiterhin einsetzen

und engagieren.

Herzliche Grüße,

Ihre

Rolladen

Markisen

Jalousien

Insektenschutz

Vordächer

Terrassendächer

Garagentore

Rollos

Wintergartenbeschattung

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INHALTSVERZEICHNIS

14

KUNST AUS FINDORFF

Die beiden Künstlerinnen Ursula

Häckell und Ingrid Kemnade

stellen ihre Werke und Kunst

vor

FREIWILLIGES

SOZIALES JAHR

Jannik Altmann absolviert ein spannendes

und vielseitiges Jahr in der

Kita der Martin-Luther-Gemeinde

18

KISTENGRÜN

Klein, fein, bunt und lecker

mutet der liebevoll bepflanzte

Balkon von Melanie

Öhlenbach in Findorff an

22

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

FINDORFFER GESCHÄFTSLEUTE

12 Auf vielfältige Weise kann in

Findorff weiterhin geshoppt werden – die

Geschäfte in Findorff sind verlässlich und

umfassend weiterhin für ihre Kunden da

KÜNSTLERISCHE EINBLICKE

14 Ursula Häckell und Ingrid

Kemnade sind Künstlerinnen

und Mitwirkende bei „Kunst

aus Findorff“

SPASS MIT KINDERN

18 In der Kita der Findorffer

Martin-Luther-Gemeinde

absolviert Jannik Altmann

ein Freiwilliges Soziales Jahr

BUNTES BALKONIEN

22 Die Findorfferin Melanie

Öhlenbach hat sich auf 6qm

Balkon ein kleines grünes

Paradies geschaffen

NUKLEARMEDIZIN

28 Die Nuklearmedizin Bremen stellt

Therapiemöglichkeiten zur

Volkskrankheit Schilddrüsenknoten vor

RUNDUM GESUND

30 Home Gym – Effektives Training

mit Haushaltsgeräten

FAMILIE & CO.

36 Kleine und auch größere Notfälle gehören

im Alltag mit Kindern dazu – der

DRK Kreisverband Bremen e.V. erklärt

das richtige Verhalten

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INHALTSVERZEICHNIS

Endlich Frühling

22

RUNDUM

GESUND

Sport ist auch Zuhause

möglich – Besen, Tische

und Flaschen sind ganz

einfache, aber effektive

Hilfsmittel für ein Workout

in den eigenen vier

Wänden

Frühlingsfrische

Kleider und Tuniken

von Sorgenfri

Tunika 89,95

FAMILIE

& CO.

Achtung, Notfall mit

Kind: Jochen Thaens

und Michael Freyhoff

vom DRK Kreisverband

Bremen e.V. erklären,

wie Erste

Hilfe geht

36

Hemmstraße 192, 28215 Bremen, Tel. (0421) 37 94 990

WICHTIGE ADRESSEN

40 Die Ärztetafel für Findorff

SPORT IM STADTTEIL

41 Neuigkeiten von der

SG Findorff

IMPRESSUM

42 Wer, was und wann

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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Die Feier des Weltlachtags soll den Weltfrieden verkörpern und ein globales Bewusstsein

für Gesundheit, Glück und Frieden erreichen

Lachen ist gesund

Gemeinsam lachen

am Weltlachtag

Am Sonntag, den 2. Mai ist Weltlachtag, der jährlich am ersten Sonntag im Mai begangen

wird. Weltweit organisieren über 6.000 Lachclubs in mehr als 100 Ländern

Treffen, um gemeinsam um Punkt 14 Uhr für eine Minute gemeinsam zu lachen. Die

Lachschule Bremen aus Findorff veranstaltet daher am 2. Mai von 13.30 bis 14.40

Uhr am Marcusbrunnen im Bürgerpark ein gemeinsames öffentliche Lachen an der

frischen Luft.

Die Veranstaltung hat mittlerweile Tradition: Das 10. Mal wird hier gemeinsam gelacht.

Jeder ist eingeladen, in das weltweite Lachkonzert mit einzustimmen. Gut zu

wissen: Bremen lacht bei jedem Wetter und der Eintritt ist frei.

»»» lachschule-bremen.de

Übersee-Museum

Bremen hat wieder

geöffnet

Das Übersee-Museum Bremen hat ab 12. März nach mehreren Monaten wieder die

Türen für BesucherInnen geöffnet. Jeweils freitags, sonnabends und sonntags wird

der Betrieb von 10 bis 18 Uhr aufgenommen. Nach dem Senatsbeschluss der Freien

Hansestadt Bremen vom 8. März, müssen BesucherInnen vorab telefonisch einen

Termin für ihren Besuch vereinbaren. Eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten

ist täglich von 10 bis 17 Uhr unter (0421) - 160 38 555 möglich.

Mit über zehntausend Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das Übersee-Museum

mit zwei Lichthöfen und kaum geschlossenen Räumen gute Voraussetzungen,

um die geforderten Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können.

Hinzukommt, dass sich maximal 100 Menschen zeitgleich im Museum aufhalten

dürfen. Die BesucherInnen haben also ausreichend Raum, um sich sorgenfrei im

Museum zu bewegen und die Ausstellungen anzuschauen. Die wenigen Kabinetträume

mit Zugangsbeschränkungen sind eindeutig markiert. Außerdem weisen

kenntlich gemachte „Knotenpunkte“ auf Zonen hin, in denen die BesucherInnen

sich die geltenden Abstandsregeln besonders achtsam bewusstmachen sollen.

Auch sonst sind alle Anforderungen bezüglich Hygiene, Wegeführungen und Schutz

der MitarbeiterInnen und BesucherInnen umgesetzt.

Im Museum selbst werden bis auf Weiteres keine Gruppenveranstaltungen, wie öffentliche

Führungen, Museumsgespräche oder Vorträge angeboten.

»»» uebersee-museum.de

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Unser 10-jähriges

Jubiläum mit

Verstärkung von

Ute & Anita

Osterfeuerbergstraße 56 · 28219 Bremen

Tel. (0421) 38 22 39

Dietmar Hoppe (Geschäftsführer Bürgerpark-Tombola) und sein Team hoffen auf

einen baldigen Start der Bürgerpark-Tombola (Foto: Martin Rospek)

Di, Mi, Fr 8.30-18h | Do 8.30-20h | Sa 7.30-13h

Bürgerpark-

Tombola 2021

Überraschungs-Glücksbriefchen

für das Osternest

Mit mehrwöchiger Verspätung startete die diesjährige Bürgerpark-Tombola zunächst

nur auf dem Liebfrauenkirchhof und auf dem Bahnhofsvorplatz. Durch den

Lockdown konnte die diesjährige Bürgerpark-Tombola nicht in gewohntem Stil eröffnen.

Auch die Türen der Glücksdörfer in den Einkaufscentren haben endlich aufmachen

können. Lose können jetzt auch im Weserpark, im Roland-Center, im

Walle-Center, in der Waterfront und in der Berliner Freiheit erworben werden. Auch

das Hansa Carré wird regelmäßig vom tombomobil angefahren.

Das tombomobil (die fahrende Gewinnausgabe) durfte seit Mitte Februar an seinem

üblichen Platz nahe der Minigolfanlage am Emmasee die ersten Lose unter die Besucher

des Bürgerpark bringen. Je nach Wetterlage wird auch an den nächsten

Sonntagen das tombomobil an der Kreuzung Ruderbootverleih / Minigolf / Piratenspielplatz

Lose verkaufen.

Wer noch auf der Suche für ein Geschenk für das Osternest ist, kann die bunten

Glücksbriefchen schon jetzt bei der Tombola-Geschäftsstelle telefonisch unter

(0421) - 32 36 66 erwerben. Eine tolle Idee für Unternehmen und deren Mitarbeiter,

Jubiläen oder einfach nur so…

»»» buergerpark-tombola.de

FINDORFF Magazin | März - April 2021 7


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 8

FRISCH GEDRUCKT

FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Sonja Greimel

Raus in die Botanik -

Das Wildpflanzen-Handbuch

Einfache Bestimmung, gesunde

Rezepte und heilkundliches Wissen

Köstliche Pflanzen voller Geschmack und Heilkraft wachsen wild in der Natur. Wer

sie bestimmen kann, eröffnet seiner Küche und Hausapotheke einen reichen Schatz

an neuen Möglichkeiten - und das ganz regional und saisonal. Dieser hochwertig

gestaltete Ratgeber garantiert Pflanzenbestimmung mit Erfolgserlebnis, denn die

über 55 Pflanzen sind perfekt erkennbar und mit allen wichtigen Details beschrieben.

Das Buch bietet dazu auch eine Vielzahl an Verwertungsmöglichkeiten in originellen

Rezepten und praktischen Do-it-yourself-Projekten sowie alle wichtigen

Infos zu Volksheilkunde und Inhaltsstoffen. Liebevolle Illustrationen, praktische

Ideen zum Selbermachen und einfache Handhabung: „Raus in die Botanik“ inspiriert

Pflanzenliebhaber und -Einsteiger gleichermaßen.

Von Kindesbeinen an verbringt Sonja Greimel nahezu jede freie Minute draußen -

neugierig, wissbegierig und fasziniert von der heimischen Natur. Die gebürtige

Münchnerin machte ihr Hobby zum Beruf und arbeitet seit vielen Jahren in der

Sportbranche. Doch die Liebe zur Natur lässt sie nicht los. Nebenbei absolviert sie

Kurse und macht eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Seit vielen Jahren führt

sie Kräuterwanderungen für den Deutschen Alpenverein

und bietet spezielle Workshops

rund um verschiedene Themengebiete

an.

südwest

Paperback , Klappenbroschur,

ca. 192 Seiten

€ 20,00 [D] inkl. MwSt.

ca. 175 Farbfotos

ISBN: 978-3-517-09974-3

Erscheinungstermin: 1. März 2021

»»» randomhouse.de

Verlosung!

2 x

„Raus in die Botanik“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

In einem Telefonat sollten niemals sensible Daten herausgegeben werden. Am

besten sei es, das Gespräch sofort zu unterbrechen und aufzulegen!

Neue alte Betrugsvariante

Ältere Menschen werden beim

Geldabheben beobachtet und Opfer

betrügerischer Machenschaften

Auch in Corona-Zeiten versuchen Kriminelle in Bremen und umzu mit perfiden Methoden

täglich ältere Menschen zu prellen. Jedoch konnte in der Vergangenheit

durch Aufklärungskampagnen der Polizei und auch aufmerksame Bankangestellte

oft Schlimmeres verhindert werden. Aktuell werden vor allem ältere Menschen beim

Geldabheben beobachtet und ausspioniert. Im Anschluss wird ihnen nachgestellt

und sie werden unwissend bis vor die eigene Haustür „begleitet“. Über die Adresse

wird im Telefonbuch die Rufnummer recherchiert. Es folgt ein Anruf, bei dem sich

die Betrüger als Mitarbeitende der Sparkasse Bremen ausgeben. Es wird die Information

übermittelt, dass es sich bei dem soeben abgehobenen Bargeld um

Falschgeld handele. Die Betrüger bieten den Opfern im nächsten Schritt an, dass

ein Filialmitarbeitender diese falschen Scheine bei den Opfern zuhause abholen

könne – der Gegenwert werde dem Bankkontogutgeschrieben. Die Betrüger holen

das Bargeld ab und bereichern sich so auf kriminelle Art und Weise. Dabei handelt

es sich um ein sehr professionelles betrügerisches Vorgehen, dass bereits vor einiger

Zeit schon einmal angewandt wurde und nun wieder aktuell zu sein scheint.

Mitarbeitende der Sparkasse Bremen kontaktieren ihre Kundinnen und Kunden niemals

telefonisch, um hierbei persönliche Daten, Kontodaten oder Informationen zu

Bargeldbeständen oder Wertsachen zu erfragen. Auch eine persönliche PIN oder

TAN zur Verifizierung im Rahmen von Finanztransaktionen sollten niemals übermittelt

werden. Grundsätzlich besuchen Mitarbeitende der Sparkasse Bremen keine

Kundinnen und Kunden, um Bargeld abzuholen. In solch einer Situation sollte die

Sparkasse Bremen unter (0421) 179-0 oder die Polizei angerufen werden.

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Vom 29. April bis zum 2. Mai wird die Fachmesse jazzahead! virtuell umgesetzt werden, wobei Showcase-Konzerte soweit wie möglich auch live für den digitalen

Stream produziert werden sollen

jazzahead! digital

Die jazzahead!, die größte internationale Jazz-Fachmesse der Welt, findet 2021

wieder statt – und zwar digital. Unter dem Motto „Close together from afar“ wollen

die Veranstalter große Teile der 15. Jazz-Fachmesse von Donnerstag bis Sonntag,

29. April bis 2. Mai, virtuell umsetzen. Dies betrifft in erster Linie die Messe

und das Fachprogramm. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Austausch innerhalb

der internationalen Szene und den Teilnehmenden trotz Pandemie unter

den bestmöglichen professionellen Bedingungen online stattfinden zu lassen“,

sagt Projektleiterin Sybille Kornitschky von der MESSE BREMEN. „Dazu gehören

unter anderem digitale Networking-Möglichkeiten sowie Panels und Workshops mit

spannenden Inhalten, die für die internationale Szene von Aktualität und Bedeutung

sind.“ Zudem sollen Aussteller die Möglichkeit bekommen, eigene Sessions digital

anzubieten.

Showcase-Festival findet statt – Partnerland Kanada setzt ein weiteres Jahr

aus

Die ursprünglich für 2020 geplante Showcase-Auswahl übertragen Kornitschky und

ihr Team ins Jahr 2021. Das Partnerland Kanada dagegen verschiebt seine Teilnahme

auf 2022. „Nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns gemeinsam dazu

entschieden, die Kooperation auf das kommende Jahr zu verlegen“, erklärt die Projektleiterin

der jazzahead! Grund sei unter anderem das Reiseverbot der kanadischen

Regierung für ihre Staatsbürger in europäische Länder. Mit der Absage des

Fachmesse startet online

Partnerlandes für 2021 fallen auch die Eröffnung des Festivals im Theater Bremen,

das Galakonzert in der Glocke sowie Teile des weiteren Kulturprogramms rund

um Kanada aus. So wird auch die Auswahl der Canadian Night auf 2022 verschoben.

Trotzdem: Jazz-Fans können im Rahmen der digitalen jazzahead! auf ein paar

Überraschungen aus Kanada gespannt sein. Auch die CLUBNIGHT soll in einem

neuen Gewand erscheinen.

Showcase-Festival wird live in Bremen produziert

Soweit wie möglich werden die Showcase-Konzerte im April in Bremen live für den

digitalen Stream produziert. Wo dies nicht möglich ist, sucht die jazzahead! zusammen

mit den 32 Bands aus Deutschland, Europa und Übersee nach Alternativen.

„Wir planen mit maximaler Flexibilität und lassen uns sogar ein analoges

Fenster offen“, so Kornitschky. „Sollte im April Publikumsverkehr wieder erlaubt

sein, werden wir den Zugang zu den Konzerten kurzfristig ermöglichen und Tickets

anbieten.“ Den Live-Stream wird es zunächst nur für registrierte Fachbesucher

geben. Für die breite Öffentlichkeit stehen die Showcase-Konzerte dann zeitversetzt

zur Verfügung. Interessierte können sich für die digitale Veranstaltung über

die Homepage www.jazzahead.de registrieren. Preise und Konditionen findet man

ebenfalls auf der Webseite.

»»» jazzahead.de

FINDORFF Magazin | März - April 2021 9


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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Frisch und lecker: Menemen ist eine Eierspeise in würziger Soße, deren Zubereitung von Funda Klein-Ellinghaus erklärt wird. Guten Appetit!

Rezept-Tipp von Funda Klein-Ellinghaus aus der Fundabar

Leckere Eierspeise mit Soße: Menemen

Das Leben ist voller Missverständnisse. Insbesondere in der multikulturellen Gesellschaft

kann das manchmal zu Irritationen auf dem Speiseteller führen. Bei Menemen

handelt sich um eine Eierspeise in würzigerSoße. Menemen ist eine

„Schwesterspeise“ der nordafrikanischen und israelischen Speise mit dem Namen

Shakshuka, nicht zu verwechseln mit der türkischen Schak Schuka (Şak Şuka).

Bei der türkischen Schak Schuka handelt es sich um eine Speise aus gebratenen

Auberginen mit einer würzigen Tomatensoße. Wer eine größere Portion der köstlichen

Speise zubereiten möchte, kann die Zutaten an die Eier anpassen.

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, Spitzpaprika in 1 cm breite Ringe schneiden,

Tomaten grob würfeln. Die Zwiebeln, Spitzpaprika und Knoblauch mit dem Öl zusammen

in einer Pfanne glasig anbraten. Das Paprikamark unterrühren und etwa

eine halbe Minute weiter braten. Die Tomaten dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen,

Wasser hinzugießen. Den Deckel schließen und die Tomaten etwa 2 Minuten

garen. In die bereits gegarte Tomatenmasse mit einem Löffel eine Mulde für das Ei

machen und das eingeschlagene Ei in die Vertiefung gleiten lassen. Auf kleiner

Flamme das Ei ohne Deckel stocken lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen, gehackte

Petersilie darüber streuen und in der Pfanne servieren. Mit einem frischen

hellen Brot zusammen servieren. Einfacher geht lecker nicht!

Zutaten:

• 2 EL Olivenöl

• 1/2 Zwiebel

• ¼ TL Paprikamark „Biber Salçası”

(beim türkischen Lebensmittelgeschäft erhältlich),

alternativ Tomatenmark

• 1 Knoblauchzehen

• ½ Chili je nach Geschmack scharf oder milde Spitzpaprika

• 1 Tomate (mittelgroß)

• Pfeffer

• ¼ TL Salz

• 1 Ei

• 4 EL Wasser

• 1 Zweig Petersilie

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Inhaberin Ines Meyer (zweite von links) und Auszubildende Celina (zweite von rechts) begrüßen neu im Team des „Salon Haarsträhne Föhnen und klönen bei Ines“

die Kolleginnen Ute und Anita

„Salon Haarsträhne Föhnen und klönen

bei Ines“ mit neuer Verstärkung

Zehnjähriges Jubiläum steht vor der Tür

Ines Meyer freut sich dreifach – die Inhaberin des „Salon Haarsträhne“ an der

Osterfeuerbergstraße durfte Anfang März nach langer coronabedingter Pause endlich

wieder durchstarten. Gut aufgestellt sieht sie sich durch die Verstärkung, die

ab März das Team ergänzen wird. „Unsere beiden neuen Angestellten Ute und Anita

werden uns zwei Tage in der Woche unterstützen“, erzählt Ines Meyer, die die neuen

Mitarbeiterinnen aus einem Salon in Walle übernommen hat. In dieser Aufstellung

wird Friseurmeisterin Ines Meyer am 2. April ihr zehnjähriges Jubiläum begehen

können. „Ganz herzlich möchte ich mich bei meinen Kunden bedanken, die mich in

den letzten zehn Jahren seit meiner Saloneröffnung begleitet und unterstützt

haben“, betont Ines Meyer, die mit ihrem Salon für die ganze Familie da ist. „Föhnen

und klönen ist bei uns kein Fremdwort, die ganze Familie ist willkommen. Ob

Dauerwelle, modische Trendfrisuren oder Strähnchentechniken – es ist für jeden

etwas dabei“, freut sich Ines Meyer.

Ihren Kunden bietet sie komfortable Öffnungszeiten: So hat der Salon am Dienstag,

Mittwoch und Freitag von 8:30 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 8:30 bis 20

Uhr und am Samstag von 7:30 Uhr bis 13 Uhr. Telefonisch können Termine unter

(0421) 38 22 39 vereinbart werden.

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Findorffer Geschäftsleute e.V.

Hemmstraße

Münchener Straße

Utbremer Ring

TEXT & FOTO | IRA SCHEIDIG

Neukirchstraße

Hemmstraße

Herbststraße

1

Admiralstraße

Bürgerpark

1

Berufskleidung Thölen

Plantage

Findorffstraße

Eickedorfer Str. 48a | 28215 Bremen

Tel.: 0421 38 27 08 | Mail: berufskleidung@eduard-thoelen.de | www.eduard-thoelen.de

Geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr,

Mittwoch 10 bis 13 Uhr | Samstag von 9 bis 13 Uhr

Seit 1994 bereichert Berufskleidung Thölen den

inhabergeführten Findorffer Einzelhandel, seit

2003 am heutigen Standort in der Eickedorfer

Straße auf rund 50 Quadratmetern. Das Fachgeschäft

kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Angefangen hat der damalige Inhaber

Eduard Thölen 1926 in Walle. 1980 übernahm

Uwe Meyer das Geschäft und machte sich

schnell einen Namen. Seit seinem Tod vor drei

Jahren führt seine Frau Annette Meyer den

Laden erfolgreich weiter. „Ich bin da reingewachsen“,

erzählt sie lächelnd.

Zum Sortiment gehört alles aus dem Bereich Berufskleidung

für Damen und Herren, sowohl für

den Indoor- wie den Outdoorbereich. „Von A

bis Z, also vom Arzt bis zum Zimmermann“, so

Annette Meyer. Hier können sich Handwerker

genauso eindecken wie Mitarbeiter in der

Pflege, im medizinischen Bereich oder aus der

Küche. Seien es Arbeitshosen, Arbeitsjacken,

Kittel oder Latzhosen. Dabei wird auf hochwertige

Qualität von namhaften Marken, stylisches

und modernes Design und praktische

Funktionalität geachtet. Bequem und strapazierfähig

soll es sein. Aber auch für den Freizeitbereich

findet sich allerhand im Angebot.

Von Accessoires wie Gürtel, Mützen, Schals

und Handschuhen über T-Shirts, Herrenjeans

oder die schönen traditionellen Troyer-Pullover

bis hin zu Sicherheitsschuhen und den beliebten

Birkenstockschuhen.

Annette Meyer (links) bietet mit ihrer Mitarbeiterin Nina Köhler Berufs- und Freizeitkleidung mit

umfassendem Service an

Besonders ist auch der Schwerpunkt auf Seemannskleidung.

„Wir sind die einzigen in Bremen,

die Uniformen für die Seeschifffahrt

anbieten“, erzählt die Inhaberin. Dementsprechend

nimmt ihr Kundenkreis auch mal weite

Wege in Kauf, um sich hier bei ausgezeichnetem

Service auszustatten. Auch Annette Meyer

ist öfter wie schon ihr Mann im Hamburger

Hafen unterwegs, um ihre Waren direkt auf die

Schiffe zuliefern.

Mit ihrer Mitarbeiterin Nina Köhler, die seit

einem Jahr dabei ist, sorgt sie nicht nur für die

perfekte Ausstattung im Berufsleben, sondern

auch für eine herzliche Atmosphäre im Laden.

„Wir haben sehr treue Kunden“, freuen sich die

beiden. „Und auch die Findorffer kaufen selbst

viel im Stadtteil ein. Man kennt sich, es ist ein

bisschen wie in einem Dorf.“ Annette Meyer ist

selbst aus vollem Herzen Findorfferin und liebt

ihren Stadtteil sehr, das spürt man sofort.

Die Kundentreue mag neben der breiten Auswahl

wohl auch am guten Service liegen. „Was

wir nicht haben, das beschaffen wir. Was möglich

ist, machen wir möglich“, verspricht die Inhaberin.

Alles ist hier sehr kundennah- und

kundenorientiert. Auch flexibel bei den Öffnungszeiten

ist man bei Bedarf. Die Mitarbeiterin

Nina Köhler ergänzt: „Es ist ein Geschäft mit

Herz und Liebe.“ Die Kunden danken es ihnen.

„Wir haben nur liebe Kunden“, freuen sich die

beiden Frauen.

FINDORFF Magazin | März - April 2021 13


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 14

KUNST AUS FINDORFF

In ihrem Atelier „KunstWerkstatt“ mit besten

künstlerischen Gegebenheiten fühlen

sich die beiden Künstlerinnen Ursula Häkkell

und Ingrid Kemnade sehr wohl und

lassen ihrer Kreativität freien Lauf

14

FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 15

KUNST AUS FINDORFF

»

Es ist eben

nicht alles

grau!

Im Portrait: Die zwei Künstlerinnen

Ursula Häckell und Ingrid

Kemnade aus Künstlergruppe „KaF“

- Kunst aus Findorff

TEXT & FOTOS | FRIEDERIKE HOLTMANN

Heute fahre ich nicht nach Findorff, um mit zwei Künstlerinnen

der Kunstgruppe KaF zu sprechen. Die „schonimmer“

Findorfferinnen haben ihr Atelier, die

sogenannte KunstWerkstatt, in der Buchenstraße 8a in

Schwachhausen. Ein Hinterhof mit Nutzgebäuden tut

sich in der zweiten Häuserreihe der schmalen Straße

auf und man kann selbst im Winter fühlen, wie wunderbar

es im Frühjahr hier im Innenhof sein muss. Und

tatsächlich: Das Atelier lässt keine Wünsche offen. Es

gibt tiefe Fenster mit viel Licht, denn das Ganze war ursprünglich

eine Autowerkstatt und wurde dann von Architekten

als Büro genutzt. „Ursula Häckell entdeckte

die Zeitungsanzeige über diese frei gewordenen Räume

und sie sprach mich an, da sie wusste, dass ich auch

einen Atelierplatz suchte. Fantastische 130 qm! Wir fanden

schnell zwei weitere Malerinnen, so dass wir die

Raummiete finanzieren konnten“, erzählt die Künstlerin

Ingrid Kemnade. Seit 2010 wird dieser Teil des Gebäudes

von vier Künstlerinnen genutzt. Jede hat ihre große

Arbeitsecke und in der Mitte steht ein einladender

Tisch. Das Atelier ist geräumig, aber auch gemütlich

und natürlich voller Bilder und Materialien.

Coronagerecht treffe ich mich in den großen Räumen

mit den Künstlerinnen nacheinander, auch mit vorgeschriebener

Lüftungspause. Zunächst spricht Ingrid

Kemnade mit mir über ihrer Kunst und ihren ganz besonderen

Weg zur Malerei. „Ich bin erst recht spät, über

eine Krankheit, zur Malerei gekommen. Während der

Reha habe ich an einem Malkurs teilgenommen und

war begeistert. In Bremen fand ich 1997 eine Malgruppe,

hier konnte ich mich unter Anleitung fortbilden.

2000 begann ich, neben meinem Beruf, mein

sechsjähriges Weiterbildungsstudium an der HFK Bremen

und lernte viele Varianten und Techniken der Ma-

FINDORFF Magazin | März - April 2021 15


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 16

KUNST AUS FINDORFF

Ganz klar: „Es ist eben nicht alles

grau“ – sondern auch bunt

Ursula Häckell malt gelegentlich auch figürlich

und experimentiert dabei mit verschiedenen

Techniken

lerei, Objekt- und Zeichenkunst kennen“, beschreibt

die Künstlerin ihren Werdegang. Die

quirlige und unternehmungslustige Pensionärin

hat bis 2006 erfolgreich und engagiert im Bildungsbereich

gearbeitet. Ihr bevorzugtes Malmittel

ist Acryl, das sie auch mit weiteren

Substanzen vermischt, etwa mit Kohle, Blei-,

Bunt- Öl- und Wachsstiften. Von ihren Reisen

bringt sie Naturmaterialien mit, die sie ebenfalls

in Bilder einarbeitet.

„Ich arbeite zu Themen und Projekten, die mich

aktuell berühren. Das ist meine Inspiration, woraus

sich das Bild Schicht auf Schicht entwickelt.

Mein Ziel ist, Unsichtbares sichtbar machen:

Manchmal kann man es erahnen, und geht es

mir darum, den Betrachtenden dazu zu bringen,

genauer hin zu schauen, tiefer in das Kunstwerk

einzutauchen“, erklärt Ingrid Kemnade ihr Anliegen

in der Malerei. Aus dem Zusammenwirken

und Aufeinandertreffen von Farben und

Linien und Formen entstehen spannende Bilder,

die viel zu erzählen haben. Die Künstlerin experimentiert

auch mit Materialen wie Zeitungsauschnitten,

eigenen Fotos, Erde, Kaffee

und vielem mehr auf Leinwänden, Holzplatten

sowie verschiedensten Papiere. Ihre jüngste Arbeit

zum Thema Corona-Pandemie erzählt in

der Bilderreihe „Remember: Balance halten in

Corona Zeiten“ die Stationen des Virus. Ihre Familiengeschichte

verarbeitet sie materiell,

indem sie die Stoffe aus dem Erbe ihrer Mutter

verarbeitet, wie ein Taschentuch, eine Schürze,

Stücke von Tisch- und Bettdecken. „Es ist wunderbar,

Vergangenes und Aktuelles malerisch zu

verarbeiten – denn in der Malerei ist alles erlaubt,“

erläutert Ingrid Kemnade ihren künstlerischen

Prozess. Da nun leider die letzten

geplanten Ausstellungen alle nicht stattfanden,

hofft die Künstlerin auf den Sommer und darauf

endlich wieder Bilder und Menschen vor Ort

zusammen zu bringen.

Nachdem wir gut durchgelüftet haben, verabschiedet

sich Ingrid Kemnade, und ich begrüße

ihre Atelierfreundin Ursula Häckell. Sie ist noch

voll berufstätig als Leiterin in einer Einrichtung

für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

und besonders in dieser Zeit gefordert. Deshalb

kommt sie vorwiegend nur am

Wochenende zum Malen: „Ja, leider komme

ich aufgrund der aktuellen Situation noch weniger

zum Malen als sonst. Ich hoffe, das ändert

sich bald wieder“, erklärt sie. Obwohl Ursula

Häckell bereits als Jugendliche eine hohe Affinität

zum Malen hatte, gehörte ihre künstlerische

Neigung zunächst der Musik, dem

Chorgesang. Aber 2008 auf Spiekeroog entdeckte

sie zufällig ihr Talent wieder. Denn im

damaligen Künstlerhaus wurde ein Wochenend-Mal-Workshop

angeboten und es war noch

ein Platz frei. Sie nahm daran teil und malte an

zwei Tagen zwei Bilder in Eitempera. Dieser

Technik ist sie bis heute treu geblieben. Ihre abstrakten

Bilder leben in der Fläche und Farbe.

Eitempera ist etwas ganz Spezielles, denn die

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 17

KUNST AUS FINDORFF

„Let`s dance“! Das Bild gehört zu der Serie „Let`s walk, let`s

talk, let`s dance“ – in Kontakt bleiben, auch in Zeiten in

denen Abstand gewahrt werden muss

Farbe wird selbst hergestellt aus Pigmenten, Ei,

Leinöl und in Terpentin aufgelösten Dammarharz.

Diese Farbe lässt sich auch nach dem Auftragen

noch gut bearbeiten, was der Künstlerin,

die besonders gerne im Prozess arbeitet, gut gefällt.

„Ich kann eine Schicht Farbe auftragen,

die obere Schicht trocknet langsam, so dass in

den anderen darunterliegenden Schichten unerwartete

Effekte entstehen. Diese nutze ich

dann, um das Bild weiterzuentwickeln. Manche

Bilder brauchen sehr lange, bis sie fertig

sind. Durchgetrocknet ist Eitempera nach etwa

zwölf Wochen – ich habe also Zeit. Dadurch

verwirkliche ich mein Anliegen, Licht und

Schatten und Durchblicke zu malen“, beschreibt

Ursula Häckell ihre Kunst. Ihre Bilder

sind lebendige Farbspiele, die oft an Landschaften

erinnern. Gegenständlicher und Figürlicher

wird es, wenn sie mit anderen Techniken arbeitet

- wie Druck, Acryl oder Wachs auf Leinwand.

„Es macht mir großen Spaß, mich in

neue Techniken einzuarbeiten und damit zu experimentieren.

Besonders auch Drucktechniken

und falsche Aquatinta in kleinen Formaten.

Hierbei entstehen auch gegenständliche Bilder

mit Figuren. Hierfür hätte ich gerne mehr Zeit,

die ich dann nach dem Ende Berufstätigkeit finden

werde. Darauf freue ich mich schon“, erklärt

die Künstlerin. Seit ihrer Begegnung mit

Eitempera auf Spiekeroog und dem Entschluss

mehr zu malen belegte sie regelmäßig weitere

Kurse und nahm an verschiedenen Ausstellungen,

auch überregional, teil.

Fest steht: Ich habe zwei spannende Künstlerinnen

mit viel Energie und Lebensmut getroffen,

was sich in den Bildern deutlich wiederfindet.

Hoffentlich gibt es bald wieder die Möglichkeit,

ihre Bilder in Ausstellungen zu sehen.

Die KunstWerkstatt Buchenstraße 8a bietet Interessenten,

Anfängern wie Fortgeschrittenen,

zu spannenden Themen Fortbildungskurse mit

professionellen Künstler*innen, an.

www.ursula-häckell.de

www.ingridkemnade.de

www.Kaf-bremen.de

FINDORFF Magazin | März - April 2021 17


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 18

Jannik hat zwar ein technisches Abitur

gemacht, sich aber entschlossen, durch

ein Freiwilliges Soziales Jahr einen Einblick

in einen sozialen Beruf zu bekommen

- und es hat ihn überzeugt

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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FSJ IN DER KITA

Ein Jahr mit

Kids & Co

– FSJ in der Kita

Jannik Altmann absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr

in der Kita der Martin-Luther-Gemeinde

TEXT & FOTOS | FRIEDERIKE HOLTMANN

Los geht unser gemeinsames Treffen mit Jannik und seiner „Chefin“,

der stellvertretenden Kita-Leiterin Babette Bönsel, direkt vor

der Kita, um den Termin zu planen, denn (noch) hat Corona auch

hier den Kita-Alltag voll im Griff. Babette Bönsel betont direkt am

Anfang unseres Gesprächs: „Wir sind sehr dankbar, dass wir jedes

Jahr so tatkräftige Unterstützung in unserer Einrichtung durch die

FSJlerInnen haben, denn sie unterstützen uns immer sehr.“ Sie

freut sich auch sehr darüber, dass sie und ihr Team den jungen

Menschen doch so einiges an Erfahrungen für das Leben mitgeben

können. „Ja, es ist schön zu sehen, dass wir oftmals kleine Pädagogen

aus dem Jahr entlassen können“, beschreibt die stellvertretende

Kitaleiterin.

Doch nun zu Jannik und wieso und warum er sich für ein Jahr für

die Arbeit mit Kindern entschieden hat. Jannik ist Findorffer, er ist

hier aufgewachsen in den Kindergarten und Grundschule gegangen

und sich dann für eine technisches Gymnasium entschieden.

„Mit 18 Jahren habe ich das Abitur gemacht und wusste nicht so

recht, was nun kommt, nur, dass ich nicht in einen technischen

Beruf möchte. Ich hörte davon, dass es das Freiwillige Soziale Jahr

gibt. Diese Möglichkeit, ein Jahr lang in einen sozialen Beruf zu

schnuppern, gefiel mir. Eigentlich wollte ich in einer Grundschule

arbeiten, aber das ging dann leider nicht. Die Diakonie schlug mir

ein FSJ im Kindergarten vor und ich entschied mich dafür. Diese

Entscheidung habe ich nicht bereut“, erklärt Jannik seinen Weg

in die Kita der Martin-Luther-Gemeinde.

Er fühlt sich sehr wohl in der Kita der Martin-Luther-Gemeinde.

„Es ist hier wirklich sehr angenehm kollegial, alle sind nett und

es herrscht eine sehr gute Arbeitsatmosphäre“, beschreibt Jannik

die Stimmung im Kindergarten. Gerade zu solchen Zeiten wie Corona,

in denen alles reglementiert und auch schwieriger wird, ist

eine gute Zusammenarbeit Gold wert. Das fühlt sich auch beim

Betreten der Kita genauso an. Alle sind hilfsbereit und freundlich.

Jannik erklärt mir, dass er zu Beginn noch lernen musste, mit der

Nähe der Kinder umzugehen. „Das Thema Nähe und Distanz ist

sehr wichtig in der Arbeit mit Kindern, man muss ja Nähe zulassen,

die Kinder zum Beispiel trösten, aber es braucht auch eine

professionelle Distanz, das musste ich erst lernen“, erklärt mir der

FINDORFF Magazin | März - April 2021 19


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FSJ IN DER KITA

Der FSJler Jannik Altmann und die stellvertretende Leiterin Babette Bönsel vor der Kita der Martin- Luther-Gemeinde in Findorff

junge FSJler. Natürlich muss er hier und da beim Toilettengang helfen

oder Taschentücher austeilen. „Aber an diese Dinge gewöhnt man sich

schnell und es ist auch gar nicht schlimm“, meint Jannik.

Besonders gefällt es Jannik, wenn die Kinder etwas lernen, wenn er etwas

vorliest und die Fragen auf ihn einprasseln, wenn sie draußen „kicken“

und sie lernen, miteinander zu spielen. „Es ist einfach toll zu merken,

wie die Kinder sich entwickeln und das macht mir besonders Spaß“, beschreibt

er. Deshalb kann er sich auch besonders für die „Projekte“ begeistern,

von denen sie zwei im Jahr mit bestimmten Themen bearbeiten.

Jannik ist dabei, sich an seinen „Homeoffice“-Tagen - die Schichten sind

jetzt nach Tagen aufgeteilt - Aktionen für seine Gruppe zu überlegen. „Bei

dem schönen Wetter und weil ich wirklich gerne draußen bin und es für

die Kinder auch super ist, möchte ich etwas im Bürgerpark machen, vielleicht

kleine Tipis aus Ästen bauen oder sogar ein Insektenhaus. Mal

sehen, was möglich ist“, beschreibt Jannik einige seine Ideen. Der Kita

gehört auch eine Parzelle, dort könnte man sicher gut ein Insektenhaus

bauen. „Die ist allerdings ein bisschen weiter weg, so dass wir dort nicht

allzu oft hinkommen“, erklärt er. Er hebt auch die Integrative Arbeit des

Kindergartens heraus, was er als besonders wertvoll betrachtet. „Wir

haben extra Sprachförderung, eine Vorschulgruppe und einige Kinder mit

Beeinträchtigungen in den Gruppen, um die sich sehr gut gekümmert

wird“, beschreibt Jannik die Kita.

Er meint, es sei wichtig, dass auch Männer Berufe wie Erzieher oder

Grundschullehrer ausüben. „Die Kinder gehen anders auf mich zu als auf

meine weiblichen Kolleginnen, einfach weil ich andere Interessen und

anderes Wissen habe und gerade die Jungs sich manchmal gerne an ein

männliches Gegenüber wenden“, beschreibt Jannik seine Erfahrungen.

In seiner Freizeit fährt er gerne mit seinem Motorrad kleine Touren und

geht in den Ferien wandern. „Ich komme gerne rum und erfahre Neues.

Eigentlich wollte ich in den Sommerferien eine größere Reise machen,

mal eine andere Kultur kennen lernen, aber wegen der Pandemie ist das

wohl eher nicht möglich“, beschreibt er seine Pläne.

Aber er hat auch schon Vorstellungen für die Zeit nach dem FSJ, das bis

Ende Juli geht. „Ich möchte dann Grundschullehramt studieren, wahrscheinlich

in Bremen. Ich habe bemerkt, dass ich zwar gerne mit Kindern

arbeite, aber mein Fokus liegt schon eher darauf, ihnen etwas beizubringen

und das ist in der Grundschule wirklich gegeben“, erklärt der junge

engagierte Mann. Wir sprechen auch über die geringen Anreize für Männer,

in diese Jobs zu gehen. „Die Arbeit als Erzieherin oder Erzieher sowie

Grundschullehrerin oder Grundschullehrer sind viel zu schlecht bezahlt,

da müsste dringend etwas dran geändert werden“, sagt Jannik. Trotzdem

möchte er diesen Weg einschlagen und das ist eine tolle Entscheidung, bedenkt

man doch, dass er in einem technischen Beruf wohlmöglich viel

mehr verdienen könnte. Aber darum geht es ihm nicht in erster Linie.

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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FSJ IN DER KITA

Mit Kindern zu arbeiten macht Jannik viel Freude, vor allem, wenn er erlebt, wie sie lernen und sich entwickeln

Begleitet wird ein Freiwilliges Soziales Jahr im Übrigen von Seminaren

und es gibt ein „Taschengeld“, was allerdings nicht reicht, um davon die

Miete und das Leben zu finanzieren. „Ich wohne noch zu Hause, so

komme ich mit dem Geld ganz gut zurecht“, erklärt Jannik. Es ist toll,

dass junge Menschen solche Arbeit für unsere Gesellschaft leisten. Ich

wünsche Jannik, dass er seinen Traum von der „großen“ Reise bald verwirklichen

kann und noch viel Spaß mit Kindern, Bällen, Bienen und Bürgerpark

haben wird.

FINDORFF Magazin | März - April 2021 21


FM_02-21_H 22.03.21 10:58 Seite 22

Die Findorffer Autorin Melanie Öhlenbach

schreibt leidenschaftlich gern in ihrem

Blog „Kistengrün“, in dem sie regelmäßig

über ihren bunten Balkon-Garten berichtet

(Foro: Jens Lehmkühler)

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 23

Ein bunter Garten

auf dem Balkon

Obst, Gemüse, Kräuter und viele neue Ideen in Kisten

INTERVIEW | ANNETTE RAUBER

FOTOS | MELANIE ÖHLENBACH, JENS LEHMKÜHLER & JÖRG SARBACH

FINDORFF Magazin | März - April 2021 23


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 24

KISTENGRÜN

In Kisten auf dem Balkon gedeihen bei Melanie Öhlenbach die verschiedensten Pflanzen – Obst, Gemüse, Kräuter oder einfach nur schöne Blumen

Klein und fein und vor allem grün ist er, der Balkon in Findorff von Melanie

Öhlenbach. Wo andere auf dem Liegestuhl die Sonne genießen,

krempelt die Findorfferin mit dem grünen Daumen die Ärmel hoch. Auf

ihrem Stadt-Balkon wachsen in Kisten saisonal Erdbeeren, Kürbisse, Tomaten,

Kräuter, Blumen und vieles mehr. Wir haben der Autorin, Journalistin

und Bloggerin einige Fragen zu ihrem kleinen Paradies gestellt,

deren Antworten zum Ausprobie-ren und Nachmachen einladen.

Frau Öhlenbach, einen urbanen Mini-Dschungel mit ganz vielen

heimischen Pflanzen legt sich auf dem Balkon nicht jeder an. Was

gab den Ausschlag für Sie, auf 6 m² loszugärtnern?

Was konkret den Ausschlag gegeben hat, kann ich gar nicht sagen. Im

Grunde habe ich meine Liebe zum Gärtnern wiederentdeckt: Ich bin auf

dem Land groß geworden, mit Gemüsegarten und Streuobstwiesen. Und

irgendwann war dieses Kribbeln im grünen Daumen einfach da, diese

Lust und Neugier auf frische Kräuter und leckeres Gemüse und Obst aus

dem eigenen Anbau.

Ein eigener Garten kam für Sie nicht in Frage?

Einen eigenen Garten wollte ich nicht, das war mir dann doch zu viel Arbeit.

Ich wollte lieber klein anfangen, ohne weite Wege. Also habe ich

beim nächsten Umzug bewusst nach einer Wohnung mit Balkon Ausschau

gehalten. Und dort sind dann mit mir Kartoffeln, Tomaten, Zukkerschoten,

Minze und Schnittknoblauch eingezogen.

Die Pflanzen wachsen bei Ihnen in Kisten. Mit welchen Arten hatten

Sie damit bisher am meisten Erfolg und welches Pflanz-Projekt

war in seiner Umsetzung bisher eher schwierig?

Tomaten, Salate, Bohnen, Kohlrabi, Radieschen, Etagenzwiebeln sowie

viele bienenfreundli-che Blumen und Kräuter wachsen super in Kisten.

Wenig Glück hatte ich leider mit Hopfen. Selbst tiefe Kisten boten den

Wurzeln auf Dauer nicht genug Raum, sodass er dann nach dem zweiten

Jahr zu Freunden in den Garten umgezogen ist. Und auch Gurken wollen

in der Kiste nicht so recht gedeihen. Das liegt aber wohl eher daran,

dass ich für sie noch nicht den passenden Standort gefunden habe.

Auf Ihrem Blog „Kistengrün“ geben Sie seit über sieben Jahren

Einblicke in Ihre gärtnerische Tätigkeit und auch auf Bremen 1

sind Sie mit Ihren Gartentipps zu hören. Was motiviert Sie, regelmäßig

über Ihre Erfahrungen zu berichten?

Mich motivieren die Begeisterung und die Neugier aller, die - wie ich -

ihren Lebensraum grüner machen möchten. Anfangs wollte ich auf Kistengrün

nur ein kleines privates Tagebuch schreiben, meine Erlebnisse

und Erfahrungen für mich festhalten. Inzwischen entdecken immer mehr

Menschen das Gärtnern im Balkonkasten oder Beet für sich und fragen

mich um Rat – auf dem Blog, in den sozialen Netzwerken oder eben bei

„Grüner wird‘s nicht“ auf Bremen Eins. Ich freue mich sehr, wenn ich

Menschen dazu inspirieren kann, eine kleine grüne Oase in der Stadt zu

schaffen – für sich und tierische Besucher.

Und wie ist das Feedback?

Das Feedback ist sehr positiv. Viele schicken mir zum Beispiel Fotos von

Projekten wie dem Mini-Teich, die sie auf Kistengrün entdeckt und nachgemacht

haben. Andere teilen in den Kommentaren ihre Erfahrungen

oder Tipps. Das finde ich ganz toll, weil wir so voneinander lernen können.

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 25

KISTENGRÜN

Sie sind freie Journalistin, Bloggerin und auch Autorin. Ihr im Januar

veröffentlichter Gartenratgeber heißt „Grüner geht's nicht“.

Für wen ist die Lektüre spannend?

„Grüner geht‘s nicht“ habe ich für alle geschrieben, die nachhaltig gärtnern

möchten: ohne Plastik, ressourcenschonend und insektenfreundlich,

sei es auf dem Balkon, auf der Fensterbank oder im Garten.

Warum der Schwerpunkt Nachhaltigkeit?

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich seit vielen Jahren. Ich kaufe

zum Beispiel Bio-Lebensmittel, beziehe Öko-Strom und versuche, so

wenig Müll wie möglich zu produzieren. Nur meinen Balkongarten hattte

ich lange Zeit aus diesen Überlegungen ausgeklammert. Dabei ist gerade

in diesem Bereich nicht alles grün und gut. Es ist doch verrückt, dass

Pflanzen als billige Massenware für den Effekt gezüchtet, in Kunststofftöpfen

verkauft und nach wenigen Wochen weggeworfen werden!

Welche Tipps geben Sie Ihren Lesern?

Für das Buch habe ich nachhaltige Alternativen gesucht und ausprobiert:

insektenfreundliche Pflanzen, plastikfreie Pflanzgefäße, torffreie Erde, biologische

Dünger, stromlose Bewässerungshilfen und vieles mehr. Vieles

davon müssen wir übrigens nicht teuer kaufen, sondern finden es im

Haushalt und in der Natur oder können es ohne Aufwand selber machen.

Viele Menschen würden vielleicht gerne im kommenden Frühjahr und

Sommer auf dem eigenen Balkon ebenfalls das eine oder andere gärtnerische

Projekt starten.

Was sind Ihre Tipps für Einsteiger?

Ganz wichtig: Pflanzen und Standort müssen zusammenpassen. Tomaten

brauchen einfach Sonne und Wärme, damit sie leckere Früchte tragen.

Salat mag es hingegen etwas schattiger und kühler. Außerdem ist es klug,

in Kisten oder Kübeln zu gärtnern. Kleine Töpfe sehen zwar schön aus,

fassen aber wenig Erde. Im Sommer müssen wir ständig gießen, damit

die Pflanzen nicht vertrocknen. Davon abgesehen empfehle ich, Pflanzen

auszuwählen, die man gern mag. Um sie kümmern wir uns gleich viel

lieber!

In Kisten auf dem Balkon gedeihen bei Melanie Öhlenbach die verschiedensten

Pflanzen – Obst, Gemüse, Kräuter oder einfach nur schöne Blumen

FINDORFF Magazin | März - April 2021 25


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 26

KISTENGRÜN

Immer wieder säen sich Pflanzen in den Kisten selber aus und so erhält Melanie Öhlenbach regelmäßig neuen Zuwachs in ihrer kleinen Gartenwelt

Eine unvermeidliche Frage lautet natürlich: Was ist mit Rückschlägen?

Sollte etwas mal nicht klappen, ist das kein Grund, gleich aufzugeben.

Auch mir gelingt nicht alles. Haben Sie Geduld – mit sich und den Pflanzen.

Zum Glück müssen wir uns mit dem, was wir in Kisten und Kübeln

anbauen, nicht komplett selbst versorgen. Ein Balkongarten ist ein Ort

zum Beobachten, Lernen und Genießen.

Welche Pflanzen würden Sie zum Einstieg ins Balkongärtnern

empfehlen?

Anfänger:innen können sich mit schnellwachsenden Gemüsen und genügsamen

Kräutern langsam ans Balkongärtnern herantasten. Mit Radieschen,

Erbsensprossen, Rucola, Kapuzinerkresse, Thymian und

Oregano lassen sich schnell Erfolgserlebnisse feiern. Toll sind auch Blumenmischungen

mit essbaren Blüten: Kornblume, Ringelblume, Horn-

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 27

KISTENGRÜN

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Denise Fromme berät

und vertritt Sie im

Scheidungsverfahren,

insbesondere im

Rahmen der Vermögensauseinandersetzung,

Scheidungsfolgenvereinbarungen

und

Eheverträgen, sowie in

allen weiteren Bereichen

rund um das Familienrecht.“

Denise Fromme

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht und Notarin

Melanie Öhlenbach

Grüner geht's nicht

Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon

Balkongärten im Mini-Format –

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Praktische Lösungen und DIY-Ideen.

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„Grüner geht’s nicht“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

veilchen und Wucherblume in Bio-Qualität locken Hummeln und Bienen

auf den Balkon und lassen sich für Salate und Kräuterbutter nutzen.

Vielen Dank für das Interview!

Tipps für den eigenen Balkongarten gibt‘s auf dem Blog von Melanie Öhlenbach.

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FINDORFF Magazin | März - April 2021 27


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 28

Eine unkomplizierte Diagnostik ist mittels einer Ultraschallbehandlung möglich

Volkskrankheit Schilddrüsenknoten

Welche Therapien gibt es?

Etwa jeder Dritte in Deutschland hat Schilddrüsenknoten

– oft unerkannt. Häufige Ursache ist der

jahrzehntelange und teilweise noch immer bestehende

Jodmangel in der Bevölkerung. Nicht alle Knoten

in der Schilddrüse sind behandlungsbedürftig.

Wenn sie aber Beschwerden hervorrufen oder der

Verdacht auf eine Bösartigkeit besteht, muss eine

Therapie erfolgen. Inzwischen können Patienten auf

ein breites Behandlungsspektrum zurückgreifen.

„In Deutschland haben immer mehr Menschen Schilddrüsenknoten

– wir gehen von rund 20 Millionen Betroffenen

aus“, berichtet Dr. Czech, aus dem Zentrum

für Nuklearmedizin in Bremen. Ursache ist vor allem

der Jodmangel. „Zwar gab es in den vergangenen Jahren

Maßnahmen, das Spurenelement über die Ernährung,

beispielsweise in Form von Jodsalz, zu ergänzen.

Doch über die vergangenen Jahrzehnte entstand ein

systematischer Mangel, deren Nachwehen wir heute

noch in der Schilddrüse älterer Patienten erkennen

können.“

Die gute Nachricht: Schilddrüsenknoten sind zwar eine

weit verbreitete, aber meist sehr erfolgreich und schonend

behandelbare Erkrankung. So haben seit langem

gut etablierte Therapien zur Behandlung von Schilddrüsenknoten

weitere Fortschritte gemacht. Aber auch

auf neuere Methoden können Patienten inzwischen zurückgreifen.

Beratung in interdisziplinären Zentren einholen

Daher ist es wichtig, sich eingehend über alle zur Verfügung

stehenden Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

An erster Stelle steht daher zunächst eine

eingehende Diagnostik. „Meist kommen unsere Patientinnen

oder Patienten über ihren Hausarzt oder

Internisten, gelegentlich auch über den Hals-Nasen-

Ohren-Arzt zu uns“, berichtet Frau Dr. Haase aus dem

Zentrum für Nuklearmedizin in Bremen. In einem ausführlichen

Anamnesegespräch werden dann die Beschwerden

ermittelt, Vorbefunde eingesehen und die

notwendigen weiteren diagnostischen Schritte besprochen.

„Alle fehlenden Untersuchungen können

dann innerhalb kurzer Zeit direkt in unserer spezialisierten

Praxis erfolgen, so dass am Ende des Termins

meist schon das weitere Vorgehen besprochen werden

kann“. Dr. Haase betont: „Wichtig ist uns zudem

immer die Zusammenarbeit mit den überweisenden

Kollegen.“ Daher folgt immer ein ausführlicher, alle

Untersuchungsbefunde umfassender Arztbericht mit

Therapieempfehlungen.

Bei kleinen Knoten helfen Medikamente

In vielen Fällen – gerade bei nur geringer Vergrößerung

der Schilddrüse – reicht eine medikamentöse Behandlung

aus.

„Größere Studien haben gezeigt, dass dabei meist die

Kombinationen aus Jod und Schilddrüsenhormonen

die besten Erfolge erzielen können“, erklärt Dr.

Norbert Czech. „Wichtig ist jedoch auch hier ein individuelles

Vorgehen, d.h. für jeden Patienten werden

wir die beste Therapieoption gemeinsam festlegen.“

Radiojodtherapie: bewährt, erfolgreich,

geringe Nebenwirkungen

Die Radiojodbehandlung, seit vielen Jahrzehnten sehr

erfolgreich zur Behandlung der Überfunktion im Einsatz,

kommt auch bei knotiger Schilddrüsenvergrößerung

zur Anwendung. „Selbst bei einer mehrfach

vergrößerten Schilddrüse können hier gute Behandlungserfolg

erzielt werden, führt Dr. Haase aus. „Wir

im Zentrum für Nuklearmedizin betreuen seit vielen

Jahren unsere Patientinnen und Patienten in der Vorbereitung

und direkt bei diesen Therapien (auch während

des kurzen stationären Aufenthaltes), somit

bleibt alles in einer Hand und es gibt immer einen

kompetenten Ansprechpartner“. Wichtiger Vorteil der

Radiojodtherapie: Sie bringt im Vergleich zu allen anderen

Verfahren sehr wenige Nebenwirkungen mit

sich. Heiße Knoten – also gutartige Veränderungen –

lassen sich so gezielt behandeln, ohne die übrige

Schilddrüse zu beeinflussen.

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 29

NUKLEARMEDIZIN BREMEN

Operation bei Verdacht auf Bösartigkeit

Operiert werden muss heute meist nur noch, wenn die

Ärzte eine Bösartigkeit nicht ausschließen können,

oder bei zu vielen oder zu großen nicht- jodaufnehmenden

Knoten. „Solche sogenannte kalten Knoten

lassen sich im Szintigramm erkennen“, erklärt Frau

Dr. Haase. „Eine Biopsie – also Gewebeentnahme –

aus der Schilddrüse hilft ebenso wie ggf. weitere spezielle

nuklearmedizinische Untersuchungen, um über

das weitere Vorgehen zu entscheiden.“ Die Risiken der

Schilddrüsenoperation sind heutzutage gering. Besonders

wichtig ist es, dass der Operateur die Stimmbandnerven

während der Operation überwacht und

auf dem Gebiet der Schilddrüsenchirurgie erfahren

ist.

Neue Behandlung mit Hitzeverfahren

Seit etwa sechs Jahren gibt es in Deutschland zudem

thermoablative Verfahren in der Schilddrüsenmedizin.

Herr Dr. Czech führt aus: „Hier gibt es unterschiedliche

Methoden, die mit Wärmeeinwirkung auf

das Gewebe zu einer Verkleinerung von Knoten der

Schilddrüse führen können. Diese Verfahren sind jedoch

noch ausgewiesenen Einzelfällen vorbehalten.

Am häufigsten angewendet wird die Radiofrequenzablation

(RFA) – sie kann Knoten bis Mandarinengröße

verkleinern. Bei der RFA platzieren die Ärzte

unter örtlicher Betäubung eine Sonde in den Knoten,

deren Spitze hochfrequenten Wechselstrom freisetzt,

der das erkrankte Gewebe gezielt erhitzt und schädigt;

eine Kontrolle erfolgt parallel per Ultraschall. Die

Wärme schmilzt die Knoten weg. „Mit den Methoden

der Thermoablation können Knoten um etwa 50 bis

70 Prozent verkleinert werden“, resümiert Dr. Czech.

Gerade weil noch viele Menschen Schilddrüsenveränderungen

zeigen ist es wichtig, dass für den jeweiligen

Patienten und das vorliegende Krankheitsbild ein

passendes, individuelles und wenig belastendes Therapieverfahren

gefunden wird.

Dr. Alexandra Haase

Dr. Norbert Czech

Schwachhauser Heerstraße 54

28209 Bremen

Telefon: 0421 84131313

Mail: info@nuklearmedizin-bremen.de

www.nuklearmedizin-bremen.de

FINDORFF Magazin | März - April 2021 29


FM_02-21_H 22.03.21 10:59 Seite 30

HOME

GYM

EFFEKTIVES TRAINING MIT HAUSHALTSGERÄTEN

Die Fitnessstudios sind vorerst noch

geschlossen, und Trainingsgeräte für

den heimischen Gebrauch können

durchaus teuer sein. Wer aber trotzdem

Sport machen möchte, um seine

körperliche Fitness zu steigern oder

seine Kondition oder sein Aussehen

zu verbessern, kann dies auch ohne

größeren Geld- und Zeitaufwand tun.

Statt auf dem Laufband kann man

draußen in der Natur laufen gehen.

Statt Geräte und Gewichte aus dem

Fitnessstudio zu nutzen, lohnt sich

ein kreativer Blick in die eigenen vier

Wände. Viele Dinge aus dem eigenen

Haushalt eignen sich, um zu Hause

zu trainieren. Hier einige Tipps mit

denen das Training auch gut zu

Hause klappt.

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Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

FINDORFF Magazin | März - April 2021 31


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Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

10 ÜBUNGEN FÜR ZUHAUSE

Wohnzimmertisch

Der Wohnzimmertisch eignet sich hervorragend für Liegestütze. Vor

der Übung sollte man aber unbedingt prüfen, ob der Tisch stabil ist.

Danach die Arme schulterbreit auf die Tischkante aufstellen. Dann

zwei bis drei Schritte nach hinten gehen, um genug Abstand zu

haben. Jetzt den Liegestütz ausführen, indem man die Arme so weit

beugt, dass man mit der Brust fast den Tisch berührt. Der Rücken

sollte dabei in einer geraden Position sein. Um Liegestütze zu machen,

kann man aber auch Sessel, Sofa, Treppen oder Küchenschrank

nutzen.

Wer beim Training am Wohnzimmertisch ins Schwitzen gekommen

ist und den Tisch danach abwischt, kann gleich mit der nächsten

Übung weitermachen: Der Putzlappen ist ein selten genutztes aber

effektives Tool für ein Bauchmuskeltraining.

Treppen

Treppen sind nicht nur ideal fürs Cardio-Traning, sondern können

auch gut für die Kräftigung der Wadenmuskulatur genutzt werden.

Dabei geht man bis zum höchsten Punkt in den Zehestand, hält diese

Position ein paar Sekunden und kehrt dann in die Ausgansposition

zurück. Außerdem kann man das Cardio-Training auf eine neue Ebene

bringen, indem man einen vollen Wäschekorb, einen Rucksack mit

Büchern oder zwei große Wasserflaschen die Treppen rauf und runter

trägt.

Wäschekorb

Einen Wäschekorb kann man ideal als Gewicht verwenden und gut

für ein Cardio nutzen. Einfach den Wäschekorb mit nasser Wäsche befüllen

und mit dem Kreuzheben starten. Kreuzheben ist eine hüftdominante

Übung. Das heißt, die Kraft kommt weniger aus den Beinen

und stärker aus der Hüfte. Als Grundbewegung beim Kreuzheben

schiebt man das Becken nach vorne und hinten. Dabei steht man

schulterbreit vor dem Wäschekorb, die Knie sind leicht gebeugt. Dann

den Wäschekorb greifen, die Schulterblätter nach hinten ziehen, ein-

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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Putzlappen

Für diese Übung platziert man die Füße auf jeweils einem Lappen. Auf glatten Böden wie beispielsweise

Parkett, Laminat oder Fliesen rutschen sie gut und ermöglichen so einige Übungen:

zum Beispiel den Mountain Climber (Bergsteiger). Dabei nimmt man die Ausgangsposition

der Liegestütze ein und zieht abwechselnd ein Bein nach vorne, als würde man an Ort und

Stelle kraxeln. Das trainiert unter anderem Bauch und Rücken.

atmen, Spannung in den Bauch bringen, den

Rücken gerade halten und das Becken nach

vorne schieben. Dann ausatmen. Das Absenken

erfolgt, indem man das Becken wieder

nach hinten in die Ausgangsposition

bringt. Der Wäschekorb bleibt nah an deinen

Beinen. Die Knie sind immer leicht gebeugt.

FINDORFF Magazin | März - April 2021 33


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 34

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Besen

Für den Aufbau der Oberkörpermuskulatur kann ein Besen wunderbar

zum Einsatz kommen. Einfach den Besen mit beiden Händen, die

schulterbreit voneinander entfernt sind, nehmen und ihn hinter den

Kopf auf die Schultern stellen. Dann die Taille rotieren und nach

rechts biegen. Abschließend in die Ausgansposition zurückkehren.

Diese Übung am besten ein paar Mal wiederholen und dann die

Übung nach links ausführen.

Werkzeugkoffer

Wer einen Werkzeugkoffer mit Griff zu Hause hat, kann diesen zu

einer Art Kugelhantel umfunktionieren: Mit Seit- und Frontheben lässt

sich so die Schultermuskulatur stärken. Auch Eimer mit beweglichem

Tragegriff eignen sich dafür sehr gut.

Rucksack

Auch mit einem Rucksack lässt sich gut trainieren. Vorteilhaft ist hierbei,

dass man das Gewicht individuell dosieren kann. Mit einem gefüllten

Rucksack kann man beispielsweise mit Armbeugen,

sogenannten Bizeps Curls die Arme trainieren.

Bewegung nach draußen verlegen

Wenn das Wetter mitspielt, können einige Übungen natürlich auch

auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten verlegt werden. Frische

Luft und Licht sind dabei garantiert!

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 35

Wand

An der Wand kann man zu Hause sehr gut die Bein- und Core-Muskulatur

(Muskulatur der Körpermitte) aufbauen. Dabei stellt man sich

mit dem Rücken zur Wand. Die Beine schulterbreit öffnen. Dann mit

geradem Rücken an die Wand lehnen, in die Hocke gehen und die Position

für 30-60 Sekunden halten.

Sessel

Beim Training mit einem Sessel kann man effektiv den Trizeps aufbauen,

indem man Dips mit einem Sessel macht. Dafür stellt man sich

dem Sessel mit dem Rücken zugewandt hin und greift mit den Händen

nach dem Ende der Sitzfläche. Die Handrücken zeigen dabei

nach vorne. Die Kniegelenke sollten zu 90 Grad angewinkelt sein.

Dann langsam die Arme beugen bis der Po beinahe den Boden berührt

und sich anschließend wieder nach oben in die Ausgangsposition

drücken (mit ausgestreckten Armen). Alternativ kann man auch

einen Stuhl dafür verwenden.

FINDORFF Magazin | März - April 2021 35


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 36

„Familie & Co“

✺ ✿

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

Richtiger Umgang mit

Kindern in Notfallsituationen

TEXT | JOCHEN THAENS & MICHAEL FREYHOFF, DRK KREISVERBAND BREMEN E.V.

Kinder sind voller Tatendrang, Neugierde, Abenteuerlust. Kinder wollen

erfahren, probieren, riskieren – nicht immer gelingen ihre Experimente

und nur zu schnell sind kleine Blessuren oder größere Wunden die Folge.

Wie reagieren Sie als Eltern schnell und richtig?

Damit es gar nicht erst passiert, werfen wir zuerst einen Blick auf die

Prävention: Sind die Steckdosen sicher? Ist der Gartenteich abgedeckt?

Wo stehen die Putzmittel? Könnte Ihr Kind auf die heiße Herdplatte fassen?

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 37


Unsere

„Familie & Co“

Seiten

Ein komplett kindersicheres

Haus ist nicht zu 100 % möglich,

aber wenn man versucht

alles einmal aus der Perspektive

eines Kindes zu betrachten,

kann man viele Gefahren vermeiden.

Wenn Kinder einmal auf der Nase landen,

ist es meist nicht so schlimm wie es den ersten

Anschein hat. Wenn Ihr Kind schreiend auf sie zugelaufen kommt,

können Sie fast immer sicher sein, dass nichts gebrochen ist. Aber die

Kratzer und blauen Flecken sind das worum Sie sich sehr gut kümmern

können. Eine sanfte Kühlung hilft in vielen Fällen und wenn Sie eine

Wunde mit einem normalen Pflaster versorgen können, brauchen Sie in

der Regel nicht einmal zum Arzt. Wenn Ihr Kind aber nach einem solchen

Ereignis den Arm oder das Bein nicht normal bewegen kann, wählen

Sie bitte die 112 und sorgen Sie dafür, dass ihr Kind nicht auskühlt und

bewegen Sie es nicht, wenn es dabei Schmerzen äußert.

Manchmal verschlucken sich Kinder auch an einem Bonbon oder ähnlichem.

Um Fremdkörper zu entfernen halten Sie das Kind mit dem Oberkörper

nach unten und schlagen sie entschlossen mit der flachen Hand

zwischen die Schulterblätter. Auch bei erfolgreicher Entfernung des

Fremdkörpers sollten Sie den Notruf 112 wählen, da niemand weiß, ob

es zu irgendwelchen Verletzungen gekommen ist.

Beim Thema Erkrankungen ist es meist das plötzlich auftretende Fieber

mit einem evtl. resultierenden Krampfanfall, was mit zu den häufigsten

„Familie & Co“


Notfällen zählt. Wenn man das Fieber bereits versucht zu Hause zu senken

(z. B. durch das Anlegen von Wadenwickeln) kommt es vielleicht gar

nicht erst zu einer solch dramatischen Entwicklung. Da Fieber aber immer

eine Ursache hat, kommt man meist nicht um die Konsultation eines

Arztes herum, was aber primär telefonisch erfolgen sollte, um eine evtl.

Keimverbreitung zu vermeiden.

Viele Kinderkrankheiten sind dank Impfung nicht mehr so kritisch wie

früher. Achten Sie daher bitte auf die empfohlene Impfprophylaxe des Robert-Koch-Instituts.

Bei einer entzündlichen Erkrankung der Atemwege mit damit verbundener

Atemnot können Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zur Linderung

der Symptome Ihrem Kind feuchte, kühle Luft anbieten (offenes

Fenster in den Abendstunden, laufende Dusche im Badezimmer oder eine

offene Kühlschranktür).

Notfälle mit Kindern stellen in mehrfacher Sicht eine Herausforderung

dar, denn es befinden sich plötzlich 2 Personen in einer für sie nicht normalen

Situation, nämlich sowohl das Kind als auch der Erwachsene.

„Ruhe bewahren“ ist der oberste Grundsatz, aber das ist für Eltern gar

nicht mal so leicht. Ihr Kind braucht das Gefühl der Sicherheit und Vertrautheit

und würde Ihre Ängste und Aufregung mit übernehmen.

Die Besonderheiten die kindliche Psyche stellen eine große Herausforderung

in einer Notfallsituation dar. Kinder können nicht die Perspektive

wechseln, was zur Folge hat, dass sie das Geschehene auf sich projizieren

und somit zu der Angst vor den Schmerzen einer Verletzung auch noch

die Angst vor einer Schuldzuweisung oder gar Bestrafung kommen kann.

Kratzer und blaue Flecken kommen bei spielenden Kindern regelmäßig vor und sind in der Regel gut zu verarzten

FINDORFF Magazin | März - April 2021 37


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 38

„Familie & Co“


Neben der richtigen Erstversorgung wie Pflaster und Co. ist auch eine große Portion Trost förderlich für die Heilung

Die Erfahrungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens macht, fließen

unbewusst in Notfallsituationen ein. Einem Erwachsenen ist es klar, wenn

ein Rettungswagen kommt, dass es laut ist, dass es nach Desinfektionsmitteln

riechen kann und dass jemand anfängt einen zu untersuchen mit

der Absicht mir zu helfen. Versetzen wir uns aber mal in die Lage eines

Kindes:

„Was ist denn passiert?“ werde ich gefragt und weiß nur, dass ich daran

Schuld sein muss und schweige.

„Tut dir etwas weh?“ da werde ich nichts zu sagen, denn das hat mein

Freund gesagt als er Bauchweh hatte und dann haben die ihm den Bauch

aufgeschnitten.

„Wie heißt du denn mit Nachnamen?“ nicht, dass die jetzt meine Mama

anrufen und der sagen, dass ich das neue Fahrrad kaputt gemacht habe

und sie dann schimpft.

Das sind Gedankengänge, die wir als Erwachsener nicht nachvollziehen

können und denen wir versuchen müssen entgegenzuwirken.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Sie bei einem Unfall im Straßenverkehr

an Ihre eigene Sicherheit denken und die Unfallstelle mit allen erforderlichen

Mitteln absichern.

Nach Beendigung des Lockdowns werden wir auch wieder „Erste-Hilfe

am Kind-Lehrgänge“ anbieten, die über unsere Internetseite zu buchen

sind.

www.drk-bremen.de


Meistens sind Verletzungen bei Kindern gut zu versorgen und im besten Fall

kann danach weitergespielt werden

38

FINDORFF Magazin | März - April 2021


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 39

„Familie & Co“


Unser Weg ins Weltall

Kinderbuch für ErstleserInnen von den beiden

Astronautinnen – Dr. Insa Thiele-Eich &

Dr. Suzanna Randall


Seit mehr als drei Jahren bereiten sich die beiden Astronautinnen Dr. Insa Thiele-Eich und Dr. Suzanna

Randall mit zahlreichen Trainings, Untersuchungen und Tests auf ihre anstehende Reise ins Weltall vor.

Eine von ihnen wird am Ende die erste deutsche Frau im Weltall sein. Neben ihrer Weltallmission haben die beiden

es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen & junge Frauen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern

und die Rolle der Frauen in diesen Bereichen zu stärken. Sie sind regelmäßige Gäste in TV-Sendungen und

Podcasts (u.a. Markus Lanz, ZDF neo Magazin Royale, NDR Talk Show, Woman of the Week des BR). Einige

ihrer spannendsten Übungen wurden auch im KIKA dokumentiert.

Um Mädchen bereits früh zu zeigen, wie spannend ein naturwissenschaftlicher Beruf

sein kann, begleitet Oetinger die beiden Astronautinnen nun in zwei Lesestartern bei

ihren Vorbereitungen auf die Weltraumexpedition. Im ersten Band stürzen sich die

Protagonistinnen in Parabelflüge und trainieren bis zum Tag der Entscheidung.

Welchen Herausforderungen müssen sie sich dabei stellen und welche Kriterien

sind bei der Auswahl für das Astronautinnen-Trainingsprogramm entscheidend?

Außerdem bekommen die LesestarterInnen einen Einblick in die persönlichen Geschichten

und Hintergründe der beiden Frauen, die schon früh nach den Sternen

greifen wollten.

www.oetinger.de

Verlosung!

2 x „Unser Weg ins All“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


FINDORFF Magazin | März - April 2021 39


FM_02-21_H 22.03.21 11:00 Seite 40

ENTDECKERZENTRUM IN DER BOTANIKA

ÄRZTE & APOTHEKEN IN FINDORFF

Carmen Groninga

Winterstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 50 61

ALLGEMEINMEDIZIN

Regina Lüers

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 55 45

HAUTKRANKHEITEN

LUNGENFACHARZT

Pneumologikum am Bürgerpark

Dr. Marcus Berkefeld

Hemmstraße 212-240, 28215 Bremen

Telefon: 0421/22159320

Izedin Fejzullahu

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 37 61 000

UROLOGIE

Alle Angaben sind ohne Gewähr

Dr. Gabriele Hartlap

Augsburger Straße 8

28215 Bremen

(0421) 354647

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Dr. Maya Trapp und Elke Sennholz

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 10 10

Dr. Jörg Janssen

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 43 66

Dr. Spatz & Partner

Gemeinschaftspraxis

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 35 35

Dr. Klaus Zimmermann

Brandtstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 57 67

Dr. Michael Schlenz

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 41 31

AUGENHEILKUNDE

HEILPRAKTIKER

Dr. Regine von Gerkan

Lohmannstraße 98

28215 Bremen

(0421) 37 58 21

Kathleen Giersch

Falkenberger Straße 66

28215 Bremen

(0421) 390 90 50

Naturheilpraxis Schwanenberg

Andrea Hella Schwanenberg

Geibelstraße 4

28215 Bremen

(0421) 4 91 99 81

KINDERHEILKUNDE

Dr. Wolfgang Soldan,

Elke Brecher-Müller

und Anne Stadler

Hemmstraße 212

28215 Bremen

(0421) 350 90 50

INNERE MEDIZIN

Dr. Sigrid Geerken-Gröticke

Am Weidedamm 4

28215 Bremen

(0421) 35 18 18

NEUROLOGIE

Dr. Forssmann & Lübbert

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 46 82

ORTHOPÄDIE

Orthopädische Gemeinschaftspraxis

Regina Langhammer, Stefan Balkausky

und Dr. Ares Akbar

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 20 95

PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapeutische Praxis

Ute Kampen

Dresdener Straße 15

28215 Bremen

(0421) 35 74 43

SPRACHHEILKUNDE

Atemschulung, Sprechtechnik,

Stimmtraining

Elisabeth Frintrop

Frielinger Straße 44

28215 Bremen

(0178) 59 17 533

ZAHNMEDIZIN

Silke Aner

Halberstädter Straße 17

28215 Bremen

(0421) 35 22 66

Zahnärzte Findorff

Innsbrucker Straße 96

28215 Bremen

(0421) 37 17 77

Die Zahnärzte

Dr. Edzard Fink & Peter Knor

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 85 85

Dr. Anke Charlotte Krüger

Hemmstraße 202

28215 Bremen

(0421) 35 60 67

Zahnarztpraxis Primadent

Zahnärztin T. Irikova

Heinrich-Böll-Straße 1

28215 Bremen

(0421) 37 35 20

FRAUENHEILKUNDE

Frank Davidsmeyer, Dr. Marion Jagdt

und Martina Bolte

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 354 14 14

Dr. Astrid Kania. Dr. Julia Dehmel,

Katja Hitzegrad

Hemmstraße 212 – 240

28215 Bremen

(0421) 35 04 744

KIEFER-CHIRURGIE

Schumann & Rolfsen

Praxis für chirurgische Zahn-, Mundund

Kieferheilkunde

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 37 81 78 0

Findorffer Logopädiehaus

Dorothea Hunke

Karlshafener Straße 36

28215 Bremen

(0421) 378 14 11

Praxis für Logopädie und PäPKi

Andreas Pohl

Plantage 13

28215 Bremen

(0421) 37 62 822

Findorff-Apotheke

Admiralstraße 159

28215 Bremen

(0421) 37 78 78

APOTHEKEN

Jan-Reiners-Apotheke

Hemnmstraße 214

28215 Bremen

Telefon: 0421-351935

HALS-NASEN-OHREN

Dr. Karsten Jacob

Hemmstraße 133

28215 Bremen

(0421) 35 42 42

Roland Apotheke

Hemmstraße 231

28215 Bremen

(0421) 35 19 55

Vitalis-Apotheke

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 38 18 14

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FINDORFF Magazin | März - April 2021


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„Alleine in der Turnhalle“ – Übungsleiterin

Cornelia Ludmann gibt bei der SGF online

Sportstunden

SG Findorff weiter am Start

Online Sport geht immer!

Bereits seit über drei Monaten steht nun wieder der gesamte Amateur -

und Breitensport wegen der Corona Pandemie still. Nur noch zu zweit im

Freien oder als Familie, meistens ohne Anleitung, können sich die Mitglieder

der SG Findorff bewegen. Doch das ist nicht das Gleiche. Sport

und Bewegung im Sportverein zeichnet sich ja gerade durch die gemeinsame

Trainingsgruppe und Sportstunde aus. Manche Fachsportart, wie

Handball, Tischtennis oder Taekwondo bleibt mit ihren Mitgliedern,

Mannschaften und Gruppen online in Kontakt. Da gibt es spezielle Trainingseinheiten,

gemeinsame Sport-Challenges, auch mit anderen Sportvereinen

oder nur einmal ein virtueller Talk.

Jetzt hat die SG Findorff ihr Online Sportprogramm für alle Mitglieder

ausgebaut. Die SGF Gemeinschaft kann sich jetzt wieder zu gemeinsamen

Sportstunden treffen, wenn auch nicht wie gewohnt in der Sporthalle,

sondern als Online Sport Meeting. An sechs Tagen die Woche wird

ein vielfältiges Bewegungsprogramm angeboten. Sportstunden wie: Fitness,

Yoga, Hocker- Rücken- und Mobilitätsgymnastik, Funktions- oder

Athletiktraining stehen zur Auswahl. Per Zoom können sich alle Mitglieder

zu den Stunden zuschalten und, wenn auch von zuhause aus, wieder

gemeinsam mit bekannten Übungsleitern und Trainern des Vereins sich

aktiv bewegen. Das Programm wird wöchentlich auf der SGF Homepage

ausgeschrieben. Es ist kostenfrei.

Auch wenn wir alle hoffen, im Frühjahr wieder gemeinsam, vielleicht an

der frischen Luft, Sport treiben zu können; wer weiß, vielleicht gibt es

auch nach der Corona Pandemie zusätzlich zu der klassischen Sportstunde

in der Turnhalle, weiterhin ein Online Sportprogramm. Denn spontan

teilnehmen, ohne sich auf den Weg zur Sporthalle machen zu müssen,

könnte für Mitglieder ein attraktives Zusatzprogramm sein.

Alle Infos zum Online Sportprogramm sind auf der SGF Homepage unter

www.sg-findorff.de zu finden.

SG FINDORFF

Hemmstraße 357-359

28215 Bremen

Tel. (0421) 35 27 35

www.sg-findorff.de

FINDORFF Magazin | März - April 2021 41


FM_02-21_H 22.03.21 11:01 Seite 42

WIR, DIE MENSCHEN AUS FINDORFF

IMPRESSUM

Herausgeber

Lars Hendrik Vogel

Verlag

VOGEL MEDIA

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

Tel. +49 (421) 200 75 90

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Chefredakteur

Lars Hendrik Vogel [LHV] V.i.S.d.P.

LHV@magazine-bremen.de

WIR SIND MITTENDRIN

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Drei Magazine für drei liebenswerte Stadtteile

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Titelfoto

Jörg Sarbach

Media- & Anzeigenberatung

Lars Hendrik Vogel

LHV@magazine-bremen.de

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Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 01/2021

Gestaltung & Druckvorstufe

VOGEL MEDIA Bremen

Erscheinungsweise

alle zwei Monate

kostenlose Abgabe in Fachgeschäften,

öffentlichen Einrichtungen usw.

Rechte

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Manuskripte, Bilder, Dateien und Datenträger.

Kürzung und Bearbeitung von

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vorbehalten. Zuschriften und Bilder

können ohne ausdrückliche Vorbehalte

veröffentlicht werden.

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur

mit Genehmigung und Quellenangabe

gestattet. Sämtliche Rechte der

Vervielfältigung liegen beim Verlag.

ISSN 2567-2061

www.findorff-magazin.de

ESTHER BIEBACK

e.bieback@magazine-bremen.de

Das nächste FINDORFF Magazin

erscheint ab 14. Mai 2021

Made with in Bremen

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