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FineTobacco[+] 01|21

FREUDE AM LEBEN, SPASS AM GENUSS

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finetobacco

FREUDE AM LEBEN. SPASS AM GENUSS.

[+]

01 | März | April | Mai 2021 | 5,- €

ZEIT DER WÜNSCHE

Frühlingserwachen

ZIGARRE

Limitadas –

Freude auf Zeit

BLACK CAVENDISH

Ins Schwarze

getroffen

FINE LIFE

Der Klang des

Unsichtbaren


@tomintoulwhisky @TomintoulWhisky www.tomintoulwhisky.com

Das Bremer Spirituosen Contor empfiehlt hanseatische Zurückhaltung und Alkoholgenuss bitte erst ab 18 Jahren.

Import durch Bremer Spirituosen Contor GmbH exklusivmarken@bsc-bremen.de www.bsc-bremen.de BremerSpirituosenContor


EDITORIAL

Die QUALder Wahl

Liebe Leserinnen und Leser,

wie so vielen reicht es auch mir,

ständig und fast ausschließlich über

die Pandemie zu diskutieren. Egal wo

man hinkommt heißt es „mir reicht’s,

aber was soll man machen?“. Alle

Hoffnungen liegen auf den Impfstoffen,

die aber noch nicht in ausreichender

Menge angekommen sind

und auch die Kompetenzstreitigkeiten

beim Impf-Plan machen mürbe.

Aber wie gesagt: was soll man machen?

Da sitzen wir nun vor dem Fernseher,

lesen Zeitungen, hören Nachrichten

und staunen. Täglich neue

Zahlen, täglich neue Mahnungen,

täglich neue Forderungen und täglich

neue Verwirrungen. Zeitgleich

erfahren wir von dramatischen Auswirkungen

in der Wirtschaft. Unsere

Innenstädte drohen zu veröden und

erste Kommunen denken über alternative

Konzepte für leerstehende

Läden nach. Vielleicht ein Café

mit Strickkurs, ein Fitnesscenter

mit Mini-Zoo, oder doch die Fahrradwerkstatt

in bester Lage für die

vielen, die sich bald kein Auto mehr

leisten können oder wollen. Alles

steht irgendwie in den Sternen. Meine

Hauptsorge gilt deshalb nicht der

Pandemie an sich, denn irgendwann

werden die Impfungen das Ziel erreichen.

Danach leben wir mit dem Virus,

wie mit so vielen anderen Viren.

Aber wie leben wir nach dem ökonomischen

Supergau? Wie viele kleine

und mittlere Unternehmen, vor

allem im Einzelhandel, werden wir

noch sehen? Wird es die gemütliche

Eckkneipe noch geben? Werden aus

Hotels plötzlich Seniorenresidenzen

oder Verwaltungseinrichtungen? Wir

wissen es nicht, aber man darf sich

schon mal darauf einrichten, dass

ganz viel ganz anders sein wird.

Wir alle haben also die Qual der

Wahl. Da ist die Logik, dass man

sich und andere vor dem unsichtbaren

Gesundheitsfeind Corona-Virus

schützen und deshalb auch auf viele

Dinge und Freiheiten verzichten

sollte. Das kann dauern. Und dann

gibt es auch den unbedingten Willen,

sich frei und ungezwungen bewegen

zu wollen, zu konsumieren, zu

reisen und Spaß zu haben. Koste es,

was es wolle. Ich denke, dass beide

Wege sehr kostspielig sind. Strikte

Lockdowns kosten Wirtschaftsperspektive

und verursachen später

sicher auch Sozialprobleme. Zu

frühe Lockerungen und Öffnungen

kosten schlimmstenfalls Leben. Die

Diskussionen über das vermeintlich

Richtige werden sicher noch länger

geführt.

Und es gibt sie doch: die Wahl

ohne Qual! Sie haben einen guten

Schritt in diese Richtung getan und

halten die neue Ausgabe unseres Magazins

in der Hand. Gerade jetzt tut

es doch gut, wenn man sich ein wenig

von den Drangsalen ablenkt. Die

Zeit der Wünsche ist immer und die

wärmer werdende Jahreszeit lässt

Frühlingsgefühle aufkommen. Wir

nehmen Sie dann einfach mal mit in

die Welt des Genusses. Verreisen Sie

in Gedanken mit uns nach St.Moritz

oder nach Havanna. Stoßen Sie mit

einem feinen Cognac oder Brandy an

und gönnen sich eine der ausgewählten

„Limitadas“ oder genießen einen

ausgezeichneten Black Cavendish Tabak.

Versuchen Sie sich vielleicht mal

an einer Ritter Guitar oder Sie staunen

über Riesen zum Essen: die Kamchatka-Krebse

haben unsere Autorin

wirklich beeindruckt. Auf jeden Fall

werden Sie in dieser Ausgabe FINE

TOBACCO wieder viele Inspirationen

entdecken. Ganz ohne Qual.

Viel Spaß beim Blättern und Lesen

wünscht Ihnen

Ihr

Bodo Meinsen

FineTobacco[+] 01·2021 3


INHALT

42-43

Kikis Reisenotizen

KAMTSCHATKA AHOI

06-09

Smoking Rooms

THE ART OF SMOKING

22-23

Titelstory

FRÜHLINGS-

ERWACHEN

24-27

Mark Horyna

... SPIELT MIT DEM

GEDANKEN ...

10-15

Magazin

DAS KALEIDOSKOP

GUTEN GESCHMACKS

52-55

Serie Manufakturen

HAVANNA, STADT

DER ZIGARREN NO. 21

64-61

Fine Life

RITTER INSTRUMENTS

GITARREN FÜR STARS

4

FineTobacco[+] 01·2021


IMPRESSUM

70-73

Ins Schwarze

getroffen

BLACK CAVENDISH

INHALT

FineTobacco[+ ] 01|21

44-53

Atelier

Limitada

KLEINE

MEISTER-

WERKE

AUF ZEIT

66-69

Genussportrait

SEAN CONNERY

HERAUSGEBER + VERLEGER

Bodo Meinsen

VERLAG

MMM Medien Marketing Meinsen

Inhaber: Bodo Meinsen

Chiemseering 11

D-85551 Kirchheim bei München

Tel.: +49(0)89-90 52 90 72

Fax: +49(0)89-90 52 90 73

Redaktion: Der Genussverlag

Theresienstr. 66 Rgb.

D-80333 München

Tel.: +49(0)89-80 07 61 41

Fax: +49(0)89-81 00 96 84

CHEFREDAKTEUR

Bodo Meinsen (V.i.S.d.P.)

meinsen@genussverlag.com

ART-DIRECTION

Heinz Putschies

putschies@genussverlag.com

MITARBEITER DIESER AUSGABE

Kiki Baron, Peter Gabler, Mark Horyna,

Monika Küspert, Jens Meyer, Claudia Puszkar,

Stephan Rack, Elmar Schalk

BILDREDAKTION

Heinz Putschies

putschies@genussverlag.com

FOTOGRAFEN DIESER AUSGABE

Nina Bauer, Studio Jan Roeder

Titelfoto:

Adobe Stock

REDAKTIONSASSISTENZ

Petra Meinsen

ANZEIGENLEITUNG

Bodo Meinsen

VERTRIEB & ABONNEMENT-BESTELLSERVICE

MMM Medien Marketing Meinsen

Fax: +49 - (0)89 - 90 52 90 73

E-Mail: petra@medien-marketing-meinsen.de

DRUCK:

KASTNER AG das medienhaus

Schlosshof 2-6, D-85283 Wolnzach

ABONNEMENT-JAHRESBEZUGSGEBÜHR:

20,00 Euro (4 Ausgaben)

Anzeigenpreisliste auf Anfrage.

30-35

Weinbrand, Brandy

oder Cognac

FEUERWASSER

Alle Rechte vorbehalten. FINE TOBACCO[+] und

alle darin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt.

Eine Verbreitung ist nur mit ausdrücklicher

Genehmigung des Verlages zulässig. Für

unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial

wird keine Haftung übernommen.

FineTobacco[+] 01·2021 5


SMOKING•ROOMS

6

FineTobacco[+] 01 ·2021


the art of

SMOKING

St. Moritz und Kitzbühel sind nicht nur im Winter lohnenswerte Ziele

für Aficionados. Und wer im „Ländle“ bleiben will, sollte Mal einen

Abstecher nach Ludwigsburg machen, denn da gibt es auch eine

Habanos Lounge. Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier ...

Kitzbühel Country Club |

Reith bei Kitzbühel

Der Kitzbühel Country Club ist der

erste „Private Members Club“ dieser

Art in Österreich und bietet seinen

Mitgliedern weitaus mehr als eine

edle Herberge in einer unverfälschten

Natur.

Man muss nicht unbedingt eine Revolution

planen, um sich in unserer

Zigarrenlounge auf Anhieb wohlzufühlen.

Einen Hauch von Kuba verströmt

unsere Zigarrenlounge aber allemal.

Denn hier genießen Freunde der edlen

Rauchkost ein erlesenes Repertoire

an handgerollten Zigarren aus fernen

Gefilden. Vor dem offenen Kamin kann

man seine Gedanken gleich noch weiter

in die Ferne schweifen lassen.

Direkt von der großen Panoramaterrasse

aus genießt man einen atemberaubenden

Ausblick auf den Wilden

Kaiser, das Kitzbüheler Horn, den

Hahnenkamm und den Rauen Kopf.

Neben Zigarren beherbergt unsere mit

gemütlichen Ledermöbeln ausgestattete

Zigarrenlounge auch alles andere

was man für den perfekten Abschluss

des Tages braucht. Ein ausgesuchtes

Angebot an Whiskeys, Cognacs und

Rumsorten steht Mitgliedern ebenso

zur Verfügung, wie die Möglichkeit

eines privaten Humidors.

Kitzbühel Country Club

Kitzbüheler Straße 53

6370 Reith bei Kitzbühel

Österreich

Tel.: +43 (5356) 64 664

Fax.: +43 (5356) 64 664-99

info@kitzbuehel.cc

www.kitzbuehel.cc

FineTobacco[+] 01·2021 7


SMOKING•ROOMS

Chaplins Bar | Ludwigsburg

Auch in Ludwigsburg gibt es eine

Habanos Lounge. Die im Untergeschoss

gelegene Bar bietet mit ihrer

großzügigen Cigarrenlounge in einem

über 300 Jahre alten Gewölbekeller

geradezu ideale Voraussetzungen für

anspruchsvollen Cigarrengenuss. Hier

wird höchste Bar-Kunst zelebriert und

auch kompetent zu den Kombinationsmöglichkeiten

von Cigarren und

Cocktails beraten. Auch die Liebhaber

feiner Spirituosen kommen bei der

Auswahl von Rum, Gin und mehr als

100 Whiskys von Single Malt bis Bourbon

auf ihre Kosten.

Es versteht sich von selbst, dass

hier ein umfangreiches und perfekt

gelagertes Angebot an Habanos zur

Verfügung steht.

Was ist eine Habanos Lounge?

Ziel des Konzepts Habanos Lounge

und Habanos Terrace ist es, Genuss-Oasen

für Cigarrenliebhaber

auszuweisen oder zu schaffen. Der Titel

einer „Habanos Lounge“ wird dabei

für Innenräume verliehen. Rauchgelegenheiten

im Außenbereich erhalten

den Titel „Habanos Terrace“.

Wie bei den „La Casa del Habano“,

den „Habanos Specialist“ und den

„Habanos Point“ sollen die Titel einer

„Habanos Lounge“ oder einer „Habanos

Terrace“ für den Aficionado eine

Art „Garantie“ darstellen. Um diesen

Titel zu bekommen, müssen deshalb

bestimmte Voraussetzungen erfüllt

sein. Das wichtigste Kriterium ist, dass

Cigarrenraucher erwünscht sind!

Chaplins Bar

Schlossstraße 17

71634 Ludwigsburg

Tel.: 07141 929211

Charlie@chaplins.bar

www.chaplins.bar

8

FineTobacco[+] 01·2021


Renaissance Bar,

Badrutt’s Palace |

St. Moritz

In der Raucherbar, die mit edlen Zigarren

bestückt ist, konnte man auch

einen prominenten Zigarrenliebhaber

finden: Alfred Hitchcock.

Insgesamt 34 mal besuchte er das

Badrutt's Palace und wurde in seiner

Suite 501 zu dem Film „Die Vögel“ inspiriert,

als er auf dem St. Moritzersee

einen Schwarm schwarze Bergvögel

in den Himmel fliegen sah.

Sein Schreibtisch und die Holzmöbel

sind noch in der Suite erhalten und

man riecht auch noch den Zigarrengeruch,

der in den Möbeln hängt.

Das gehört übrigens auch zum Badrutt's

Place: In der Bar ist rauchen

gestattet und auch Hunde sind im

Haus willkommen.

Badrutt’s Palace

Via Serlas 27

7500 St. Moritz

Schweiz

Tel.: +41 81 837 10 00

Fax: +41 81 837 2998

reservations@badruttspalace.com

www.badruttspalace.com

FineTobacco[+] 01·2021 9


MAGAZIN

K@L€IdO∫KØP

Exquisite Cigarren, Erlesenes, Hochprozentiges und

Neuigkeiten... Für Sie gesammelt und ausgewählt.

H.Upmann Magnum 56 im Porzellan-Jar

Sie ist wieder da - die fantastische

H.Upmann Magnum 56, die bisher

einmalig als Edición Limitada im Jahr

2015 erschien. Wie der Name „Magnum

56“ bereits andeutet, hat diese

Cigarre ein Ringmaß von 56. Die Länge

beträgt 150 mm. Die kompakte

Cigarre liegt damit außerordentlich

gut in der Hand. Ebenso beeindruckend

sind die Aromen der feinen

Tabakmischung, auch wenn sie im

Unterschied zu ihrer Vorgängerin der

Edición Limitada natürlich nicht aus

reifegelagerten Tabaken besteht.

Die Stärke ist markentypisch leicht

bis mittelkräftig. Diese Cigarre überzeugt

alledings nicht nur durch ihre

feine Mischung, aus besten Tabaken

der Anbauregion Vuelta Abajo. Ebenso

spektakulär ist ihre Präsentation

in einem edlen Porzellan-Jar. Nur in

sehr seltenen Fällen bringt Habanos

Cigarren in dieser äußerst beliebten

Präsentation auf den Markt. Die Jars,

die sich auch als Humidor benutzen

lassen, sind nicht zuletzt bei Sammlern

überaus beliebt.

Dieser Jar für 20 Stück der H.Upmann

Magnum 56 ist im Design der

traditionsreichen Marke H.Upmann

gestaltet und kommt gut verpackt

und geschützt in einer hochwertigen

Kartonumverpackung in den Handel.

Wie alle Habanos von H.Upmann

sind die Cigarren vollständig von

Hand gerollte Longfiller („totalmente

a mano“).

Der H.Upmann Magnum 56 Jar war

von Habanos S.A. ursprünglich für

den exklusiven Verkauf im Travel Retail/Duty

Free vorgesehen. Nach dem

Zusammenbruch des Duty Free-Geschäfts

durch die Corona-Krise darf

er nun jedoch auch in Inlandsmärkten

angeboten werden.

Nach einer Neuinterpretation des

Zugabeverbots im Tabakgesetz durch

die Behörden dürfen in Deutschland

übrigens keine gefüllten Jars (oder

Humidore) mehr verkauft werden.

Jars und Cigarren werden deshalb

nun getrennt angeboten.

Format: Magnum 56;

Maße: 150 mm x RM 56

Verpackung: Porzellan-Jars à 20 St.

Preise: (A) Jar: 200,- Euro

(B) Zigarren: 650,- Euro

www.5thAvenue.de

10

FineTobacco[+] 01·2021


Die reiche Vielfalt der großen Bordeaux-Appellationen

Seit 1933 ist es das erklärte Ziel

des Familienunternehmens Baron

Philippe de Rothschild S.A. in Pauillac

herausragende Weine zu erzeugen,

die weltweit zu den besten ihrer

Kategorie zählen: ob erlesene Château-Weine

wie der große Château

Mouton Rothschild Premier Cru Classé

oder hochwertige Markenweine

wie der legendäre Mouton Cadet, der

meistgetrunkene AOC Bordeauxwein

der Welt.

Réserve Mouton Cadet:

großen Appellationen des Bordeaux

eintauchen und die reiche Vielfalt ihrer

Terroirs entdecken.

Réserve Mouton Cadet

Pessac-Léognan 2018

Tiefrot mit schönen karminroten

Reflexen. Elegante Aromen von reifen

roten Früchten, nach etwas Belüftung

auch Anklänge von Gewürzen und feiner

Vanille.

Réserve Mouton Cadet Margaux

2018

Dichtes Granatrot mit zarten

purpurroten Reflexen. In

der Nase Aromen von Cassis

und Brombeeren, nach etwas

Belüftung auch Anklänge von

Mokka, schwarzem Pfeffer

und Vanille.

Über einen QR-Code auf dem Rückenetikett

lässt sich einfach mit dem

Smartphone eine eigene Webseite

aufrufen, auf der die wichtigsten Informationen

zum jeweiligen Réserve

Mouton Cadet-Wein zusammengefasst

sind. So kann man gleich beim

Einkaufen die Besonderheiten einer

Appellation entdecken und findet außerdem

praktische Hinweise wie Verkostungsnotizen

oder Speisenempfehlungen

Die Appellationen der Réserve Mouton Cadet-Weine

Die Réserve Mouton Cadet-Weine

wurden um drei Appellationen erweitert.

Als Hommage an die berühmten

Terroirs des Bordeaux ergänzen

nun Pessac-Léognan, Margaux und

Saint-Estèphe das Sortiment. Réserve

Mouton Cadet lässt uns in die

Réserve Mouton Cadet

Saint-Estèphe 2018

Tiefes Purpurrot mit

violetten Reflexen. In der

Nase Aromen von Cassis

und Blaubeeren mit einem

Hauch von geröstetem

Brot, nach etwas Belüftung

auch Anklänge von Leder

und schwarzen Früchten.

Der besondere Rum mit karibischen Früchten und Gewürzen

BUMBU Original ist eine echte, handwerkliche

Spirituose, die in kleinen

Mengen in einer historischen

Destillerie auf Barbados hergestellt

wird. Das Rezept für den BUMBU

The Original stammt aus dem 16.

und 17. Jahrhundert: Seefahrer und

Kaufleute mischten zu ihrem Rum

karibische Früchte und Gewürze und

nannten diese Mixtur „Bumbu“.

Eine Spirituose aus 100 % Rum, der

bis zu 15 Jahre in Bourbon-Fässern

reift, bevor er mit natürlichen

Aromen versetzt und in Flaschen

abgefüllt wird. Es werden keine

BUMBU

künstlichen Farb- und Aromastoffe

hinzugefügt. In der Nase präsentieren

sich wirklich reichhaltige

Aromen von Madagaskar-Vanille (!),

dazu weichem Karamell und Eiche.

Eine perfekte Komposition, mit

milder Süße und leichtem, weichen

Finish.

Die Flaschen-Ausstattung ist ein

kleines Kunstwerk: Ein patiniertes

goldenes X-Medaillon und eine Karte

der Karibik schmücken das schwere

Glas kombiniert mit einem großen

Korken im old fashioned Style.

UVP 36,95 Euro

FineTobacco[+] 01·2021 11


MAGAZIN

ARDBEG 25 JAHRE – UNGEZÄHMT UND KOMPLEX

Der neue 25jährige Single Malt

Whisky aus dem Hause Ardbek beweist,

dass selbst die längste Reifedauer

die rauchige Kraft Ardbegs nicht

zähmen kann. Komplexe und ultimativ

majestätische Aromen vereinen sich in

diesem Release, wie sie bislang noch

nie aus der, im Jahr 1815 offiziell gegründeten

Destillerie kamen.

Somit wird die Ardbeg-Range um

eine der ältesten und rarsten Abfüllungen

erweitert.

Destilliert in den 1990ern Jahren,

als die Zukunft der Destillerie äußerst

ungewiss war, gelang nur sehr wenig

Destillat aus den Brennblasen in ehemalige

Bourbon-Fässer. Ardbeg aus

dieser Zeit ist entsprechend rar und

nach einem Vierteljahrhundert Reife

so überragend, dass er nun als permanente

Abfüllung in kleinen Chargen

verfügbar ist.

Passend zu solch kostbarem Whisky

ist Ardbeg 25 Years Old in einer

aufwendig gestalteten Flasche gefüllt.

Die Käfig-Box in moderner Form

symbolisiert Kraft und ist ein Symbol

für die ungezähmte Komplexität dieses

außergewöhnlichen Whiskys.

Ardbeg 25 Years Old ist mit 46,0

Vol.% Alkohol nicht kühlgefiltert

abgefüllt und wird für 750€ (UVP)

bei allen Ardbeg Embassies und im

Fachhandel begrenzt verfügbar sein.

AKRA Zigarren-Accessoires

Markenqualität, bekannt für ihre Zuverlässigkeit

und Leistung und für ihren

günstigen Preis. Echte Hingucker,

die sich jeder Aficionado leisten kann.

AKRA ist einer der größten deutschen

Händler für Rauchbedarfsartikel und

existiert schon seit 1899.

Zigarrenfeuerzeuge:

Eurojet Zigarrenfeuerzeug

in 3 Farben, Chrom, Gun, Schwarz,

mit 4 Jetflammen, mit praktischer

Zigarrenablage auf dem Feuerzeug

(siehe Mulde), UVP 35,00 Euro

Winjet Zigarrenfeuerzeuge

in 3 Farben, Schwarz/Rot, Schwarz/

Gun Satin mit 3 Jetflammen,

UVP 19,95 Euro

Winjet Zigarrenfeuerzeug

in 3 Farben, Gun/Black, Dark Gun/

Rot, Schwarz mit Jetflamme,

UVP 19,95 Euro

Angelo Humidore:

Erhältlich in Rot, Schwarz, Grün Aluminium-Ummantelung,

MDF, Zedernholzfurnier,

Maße: 26 x 22 x 11,5 cm

für 35-50 Zigarren, Hygrometer und

Befeuchter, UVP: 125,- Euro (Abbildung

kann abweichen)

www.akra-world.com

12

FineTobacco[+] 01·2021


Neue Royal Danish Navy Abfüllung

Seit Jahrhunderten sorgt die dänische

Flotte mit ihren Marineoffizieren

für Dänemarks Sicherheit. Zu Ehren

dieser zahlreichen dänischen Helden

zur See stellt A.H. Riise Spirits seine

neue exklusive Abfüllung Naval Cadet

als Teil der Royal-Navy-Serie vor.

Der Namensgeber A. H. Riise

stammte ursprünglich von der kleinen

dänischen Insel Ærø und

siedelte später in die Karibik

um und eröffnete die erste

Apotheke auf Saint Thomas.

Seine Leidenschaft für die

exotische Flora und Fauna

und seinen grünen Daumen

nutzte er für die Herstellung

von verschiedenen Pharmazeutika,

Kosmetik und Alkohol.

Schon bald wurde er offizieller

Rum-Lieferant der dänischen

Marine.

Naval Cadet Rum

Der Naval Cadet Blend wurde in

Zusammenarbeit mit den Kadetten

der dänischen Marineoffiziersschule

kreiert und enthält sorgfältig ausgewählten

und gereiften Premium Rum

der West Indies und Central America.

1701 wurden die ersten vielversprechenden

Kadetten in die Marineoffiziersschule

aufgenommen.

Die herausragende Navy Spirituose

bietet eine perfekte Balance zwischen

Tradition und Stärke. Die Aromen der

verschiedenen Destillate erinnern an

Salzwasser, geteerte Taue und tropische

Früchte. Der süße Körper harmoniert

perfekt mit dem kraftvollen Alkohol.

ENJOY

SMOKING

Zigarettenspitzen

mit Filter

Integrierter

Kieselgelfilter

für

Schadstoffreduktion

„Dass wir uns mit Naval Cadet für

die historische Tradition der zukünftigen

dänischen Marineoffiziere engagieren,

die auf See und an Land für unser

aller Sicherheit sorgen, erfüllt uns bei

A. H. Riise Spirits mit großem Stolz.“

UVP 46,99 Euro

Brenner &

Mundstück

in diversen

Varianten

PARTAGAS SERIES ZIGARILLOS -

Ab sofort auch als limited Edition erhältlich

Die meistverkaufte Habano der

Welt, die Partagás Serie D No. 4,

stand Pate bei der Entwicklung dieser

einzigartigen Cigarillos. Deshalb

zeichnen sich diese kleinen Kunstwerke

durch ihre ausgeprägten, erdig-pfefferigen

Aromen und einen

intensiven Tabakgeschmack aus.

Mit ihrem kräftigen Geschmack

und den intensiven, natürlichen

Aromen folgen die

Partagás Series Zigarillos

bewusst nicht dem

Trend nach immer leichteren

und aromatisierten

Produkten und haben

durch die Einzigartigkeit der

ausgewählten kubanischen Premiumtabake

eine Alleinstellung im

deutschen Zigarillomarkt.

www.5thAvenue.de

www.denicotea.de


MAGAZIN

Die neue CARLOS ANDRÉ CAST OFF Toro

CARLOS ANDRÉ CAST OFF setzt erneut die Segel!

„Cast Off“ - in der Seglersprache

bezeichnet dieser Begriff den

Moment des Ablegens: den Luxus

des Gefühls einer grenzenlosen

Freiheit, den Zauber des Erlebens

einer ursprünglichen Natur und die

Magie des Abenteuers. Mit der neuen

CAST OFF Toro setzt CARLOS ANDRÉ

erneut die Segel und legt ab zu einer

weiteren Entdeckungsfahrt.

Nur wer das Abenteuer wagt, wird

neue Welten entdecken …

Zum Entdecken gehört Erfahrung

und wird diese in der Welt des Tabaks

vereint mit erstklassigem Handwerk

und glühender Leidenschaft, mit

einem raffinierten Zusammenspiel

exzellenter Tabake und mit zeitgenössischem

Esprit entsteht eine

CARLOS ANDRÉ. In einem souveränen

Lavaschwarz, in modernen,

magnetverschlossenen Schatullen

präsentiert sich die CARLOS ANDRÉ

CAST OFF, die bewusst auf laut dominierende

Töne verzichtet zugunsten

einer nuancenreichen, harmonisch

ausbalancierten Komposition, deren

subtil-aromatische, vibrierende

Aromen sich Zug um Zug offenbaren

– ab jetzt auch in dem zeitlosen

Toro-Format:

„Die CARLOS ANDRÉ CAST OFF

Toro ist eine Symbiose aus majestätischer

Eleganz und aufregendem

Abenteuer“, so Petra Lindenschmidt,

Vice President Arnold André Dominicana.

„Raffiniert entfesselt sie ein

unaufdringliches aber facettenreiches

Aromenspektrum, das souverän

und meisterhaft zusammenspielt

- harmonisch im Gleichklang, doch

lebendig in jeder einzelnen Ge-

schmacksnuance und mit einem

finalen, virtuosen Crescendo.

Markteinführung und Verfügbarkeit

Die neue CARLOS ANDRÉ CAST OFF

Toro ist ab sofort im ausgewählten

Fachhandel in ganz Deutschland erhältlich

und ergänzt die bereits etablierten

CAST OFF-Formate Robusto,

Corona Larga sowie Petit Corona.

www.carlos-andre.de

Tabak TRADITION N°1

Passend zu der höchsten Qualitätsstufe im Pfeifensegment von VAUEN, der

TRADITION, gibt es nun eine exquisite, limitierte Tabakmischung.

Die Dose ist ein Must-have für

alle VAUEN Liebhaber. Das alte

Werbemotiv, der „Kappenmann“

strahlt einem entgegen und macht

Lust auf eine Pfeife.

Auch der Blend hat es in

sich, er vereint zwei ursprüngliche

Tabaksorten

in ihrer reinsten

Form: Burley

und Virginia.

Verschiedene

Schnittbreiten, zwei Sorten Cube

Cuts, roter Virginia Ready Rubbed

sowie Golden Virginia sorgen für

einen angenehmen und gleichmäßigen

Abbrand. Der anspruchsvolle

und sehr natürliche Blend offeriert

Liebhabern und Gourmets einen

raffinierten und unverfälschten Geschmack.

Die 100g Schmuckdose gibt es für

27,50 € zu kaufen.

www.vauen.de

14

FineTobacco[+] 01·2021


Für den Tabakgenuss gemacht!

Tomintoul Cigar Malt – Oloroso Sherry Cask

Die in den malerischen Cairngorms

Nationalpark gelegene Tomintoul

Destillerie hat Fine Tobacco bereits

2019 besucht und schon damals

haben die weichen und ausgewogenen

Speyside Single Malts mehr

als überzeugt.

Ganz aktuell überrascht uns

Tomintoul mit dem Cigar Malt Oloroso

Sherry Cask, Hier hat sich der

Master-Distiller Robert Fleming

selbst übertroffen. Er wählte eine

Kombination von Tomintoul Single

Malts aus, die er mit getorften

Single Malts zusammenführte.

Wichtig dabei, dass die einzelnen

Malts entweder vollständig gereift

oder in Oloroso-Sherry Fässern

gefinished wurden.

Das Entscheidende für uns Liebhaber

feiner Tabakwaren ist, das

der Fokus des Hauses daraufgelegt

wurde, einen perfekten Begleiter

für unsere Lieblingscigarren zu

entwickeln.

Auch bei der Verpackung wurde

eine Verbindung zur Cigarre hergestellt:

Auf der gedruckten Cigarrenbinde

wird die Partnerschaft

der Produkte erklärt. Sie zeigt

handwerkliche Szenen der Cigarren-

und Whiskyproduktion.

Beim Geschmack beschreibt

Brennmeister Robert Fleming die

perfekte Balance zwischen Süße

und Würze mit einem reichen und

rauchigen Hintergrund. Konkret

benennt er die Kombination

von reichhaltigen süßen Oloroso-Sherry-Noten,

einem cremigen

Malzprofil und einem sanften

Torfrauch.

Der Tomintoul Cigar Malt hat

spontan begeistert und wird im

Sommer 2021 sicherlich oft den

Genuss feiner Cigarren begleiten.

UVP: 84,99 Euro

D

PERDOMO

FRESCO

ie PERDOMO FRESCO ® wird aus schmackhaften

Longfiller-Tabaken, gewachsen auf der reichen, dunklen

Erde der Perdomo Tabakfelder in Esteli, hergestellt. Die

Umblätter werden sorgfältig aus den Ernten der Perdomo

Farmen aus der Jalapa Tal Region ausgewählt. Als Highlights

werden die Perdomo Fresco Formate wahlweise mit

einem goldenen CONNECTICUT Shade, einem öligen SUN

GROWN oder einem lang gereiften MADURO Deckblatt

bereichert.

Somit entsteht mit der PERDOMO FRESCO ® eine gehaltvolle

Cigarre im 10er oder 25er Bundle, welche sich als

Connecticut durch einen cremig-sanften und ausbalancierten

Geschmack auszeichnet, als Sun Grown mit einem

mittel-würzigen Finish überzeugt oder in der Maduro

Ausführung mit einer vollmundigen Würze begeistert.

Die PERDOMO FRESCO ® ist eine Premium Longfiller

Cigarre, die durch den Verzicht auf eine edle Holzkiste

mit einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis

angeboten wird.

Deckblatt: Ecuador Connecticut Shade

Nicaragua Sun Grown

Nicaragua Maduro

Umblatt: Nicaragua

Einlage: Nicaragua

Format Größe Inhalt KVP / Stück

Fresco Robusto 5 x 50 10 / 25 4,60 €

Fresco Toro 6 x 50 10 / 25 4,70 €

Fresco Churchill 7 x 50 10 / 25 4,80 €

Fresco Torpedo 6 ½ x 54 10 / 25 5,00 €

EXKLUSIV-IMPORTEUR

Don Stefano

info@donstefano.com


FINE PAIRINGS

Gehaltvolles

Frühlingserwachen

CORRIDA Honduras Salomones

Nur die besten Torcedores können diese Meisterwerke fertigen.

Mit anhaltendem Rauchgenuss steigert sich das Aroma

und die Stärke der Die CORRIDA Honduras Salomones

Diese Zigarre ist wahrhaft eine Königin unter den Premium-Longfillern.

Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der

Aficionado die Intensität des Zuges selbst bestimmen

kann, je nach dem wie weit er die Zigarre anschneidet.

In einem selbstbewussten Rot zeigt sie die Vorzüge

kräftiger honduranischer Tabake und überzeugt

geschmacklich durch eine besondere Auswahl

komplexer Aromen mit erdigen und pfeffrigen

Noten. Damit ist die CORRIDA eine Zigarre für den

besonderen Moment und höchsten Genuss.

Die CORRIDA Honduras Salomones –

„königliches“ aus dem Hause Villiger.

16

GLENDALOUGH Canteiro Aged Madeira Finish

Single Cask Irish Whiskey

Dieser irische Whiskey wird mindestens 3 Jahre in neuen

Bourbonfässern gelagert, dann weitere 6 Monate in Oloroso

Sherry Fässern. Das anschließende Finish in aromatischen

Canteiro gereiften Madeira Fässern gibt diesem Whiskey seinen besonderen

Feinschliff. Die Kombination aus den Einflüssen dieser Fasssorten und dem

mild-maritimen irischen Klima bringt einen außergewöhnlichen Whiskey

hervor. In der Nase reichhaltige Aromen von Rosinen, exotischen Früchten,

Mango und Ananas mit einem Hauch von Orangenzeste und Marmelade. Überraschend

reichhaltig und fein abgerundet mit Nuancen von Rosinen, dunkler

Kirsche und Pflaume. Langanhaltende Noten von dunklem Steinobst und eine

leicht erdige Würze vollenden im Finish diesen komplexen Whiskey.

FineTobacco[+] 01·2021


Verwegen, kräftig, ausdrucksstark! Das sind die

Attribute, mit denen die Markteinführung der

Toscano MARZIO begleitet werden. Wie wir meinen,

ein Claim, der hervorragend zu beiden Pairings

passt, die wir Ihnen hier vorstellen wollen.

MARZIO Corona Gorda

Auf ein außergewöhnliches Crossover der Extraklasse

dürfen sich Fans ausgeprägter, kräftiger Tabakaromen

freuen. Feuergetrockneter Kentucky-Tabak ist kräftig, sein

Geschmack ist unverwechselbar und die sich im Rauchverlauf

entwickelnden Röstaromen offenbaren ein komplexes

Aromenspiel. Die handgerollte MARZIO Longfiller Zigarre

in den Formaten Corona Gorda und Robusto vereint

starken Kentucky-Tabak mit Tabaken aus der Dominikanischen

Republik – Prädikat italodominicano!

Die MARZIO Corona Gorda kombiniert vollmundigen

US Dark Fired Kentucky und ausgewogenen

Dominican Olor mit einem abschließenden Hauch

mittelkräftigen Nicaraguan Viso. Die Corona Gorda

entfaltet rasch ihren reichhaltigen, vollmundigen

Geschmack, der von einer holzfeuergetrockneten

Note dominiert ist. Erdig und holzig mit Noten

von Espresso und Schokolade begleiten das

intensive Aroma.

Beide MARZIO Formate aus dem Hause

Toscano sind im ausgewählten Facheinzelhandel

erhältlich.

TEELING Blackpitts Peated Single Malt

Teeling Whiskey stellt mit der Neuheit „Blackpitts“ den ersten in Dublin hergestellten

Peated Single Malt vor und erweitert das Kernsortiment Die führende irische Whiskey-Destillerie

Teeling erweitert ihr Kernportfolio aus preisgekrönten Whiskeys mit

dem Launch des Teeling „Blackpitts Peated Single Malt“.

Die Kombination aus dem jahrhundertealten Mälzungsprozess, bei dem der Rauch von

Torf zum Trocknen der gemälzten Gerste verwendet wird, und der dreifachen Destillation

in der Dubliner Brennerei ergibt einen sehr einzigartigen Teeling Whiskey. Dieser

Stil ist zwar nicht jedermanns Sache, aber es gibt Whiskey-Liebhaber, die diesen einzigartigen

rauchigen Charakter gerne genießen und danach suchen.

FineTobacco[+] 01·2021 17


CIGARRENSTÄRKE

CLARO Robusto 5x50

CLARO Toro 6x53

CIGARRENSTÄRKE

MADURO Robusto 5x50

MADURO Toro 6x53

CIGARS SINCE 1888

Villiger Söhne GmbH Cigarrenfabriken • Postfach 20 12 80 • 79752 Waldshut-Tiengen

Follow us @villigercigarsofficial • learn more at Villigercigars.com

Fon +49 77 41 - 607 250 • info@villiger.de • Fax 07741 - 607 249


TOP•FACHGESCHÄFTE

»MIT FREUNDLICHER

EMPFEHLUNG«…

*****SHOP*****

Mit der Fortsetzung unserer Serie „Top Tabakfachgeschäfte in

Deutschland“ verbinden wir Hochachtung für die wirklich sehr

guten Tabakspezialisten in den Genuss-Oasen. Auch in Besucher

armen Zeiten während des Lockdowns der Innenstädte sind diese

Geschäfte aktiv. Manche haben sich für das „click & collect“-System

entschieden, andere haben

ihr eigenes Online-Shop

ausgebaut. Schließlich will

man den langjährigen Kontakt

zum Stammpublikum

nicht abreißen lassen. In

unseren Gesprächen mit den

Geschäftsinhaberinnen und

Geschäftsinhabern hören

wir immer wieder, dass die

Kundschaft den persönlichen

Besuch im Geschäft

bevorzugt. Die ausgezeichnete

Beratungskompetenz,

das gute Gefühl beim Einkauf

und die freundliche

Atmosphäre samt Tabakduft

sind halt durch nichts

Virtuelles zu ersetzen. In

dieser Ausgabe stellen

wir weitere Top Geschäfte

vor, denen wir wünschen,

dass es bald wieder

zu normalen Frequenzen

kommt und wir alle wieder vor Ort über die etablierten und bewährten,

aber auch über interessante Neuheiten in der Tabakwelt

fachsimpeln können. Das gute Tabakgeschäft gehört unbedingt

zur Genusskultur in Deutschland – und das möge noch sehr lange

so bleiben. »»»

FineTobacco[+] 01·2021 19


TOP•FACHGESCHÄFTE

Eine einzigartige Adresse für Cigarren-Liebhaber in München

Am 1. April 2017 konnten wir endlich unseren lang und sorgfältig

gehegten Traum verwirklich, und die erste La Casa del

Habano im Herzen von München eröffnen. Weltweit dürfen nur

knapp 150 exklusive Fachgeschäfte diesen Namen führen.

Vertrauensvoll und Hand in Hand

Nach 23 Jahren als Pächter des Dallmayr Tabacladens konnten

wir reibungslos mit unserem erfahrenen Mitarbeiterteam in die

neuen Räumlichkeiten in der Ledererstrasse 19 beziehen.

Kompetente Beratung, beste Lagerbedingungen, reichhaltige

Auswahl und zuverlässiger Service sind für uns selbstverständliche

Bemühungen für Ihre Zufriedenheit.

Cigarren Schum GmbH & Co. KG

La Casa del Habano München

Geschäftsführer Marco Schum

Ledererstraße 19 / 80331 München

Tel. 089/242 17 500

info@casadelhabano-muenchen.de

www.cigarren-schum.de

Wir stehen für exklusiven Genuss

Seit 2002 steht der Name Selected Cigars für ausgewählte

Qualität und Exklusivität. Unsere Leidenschaft für hochwertigen

Genuss spiegelt auch unsere Partnerschaft mit La Casa

del Habano wieder. In unserem Store an der Königsallee in

Düsseldorf kann man unsere Wertschätzung für erstklassigen

Service persönlich erleben. Diesen Anspruch übertragen wir

auch im digitalen Zeitalter auf unseren Onlinestore und bleiben

unserem Qualitätsanspruch treu. Unsere Produkte blicken

auf Tradition und eine Jahrhunderte umfassende Geschichte

zurück und erfreuen sich in einer immer schnelllebigeren

Welt steigender Beliebtheit. Genuss und Zeit sind die exklusiven

Werte unserer Zeit.

Selected Cigars / La Casa del Habano

Düsseldorf - Germany - by Genc

Grünstraße / Eingang Shop

Königsallee 60c

40212 Düsseldorf

Tel. +49 211 8681681

info@selected-cigars.de

www.selected-cigars.de

20

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Peter Stephani, der Habanos Specialist des Jahres 2019, führt

das Traditionsgeschäft Stephani Tabak & Cigarren in dritter

Generation. Neben dem breiten Sortiment an Havannas führt

Stephani als Davidoff Ambassador ein sehr breites Sortiment

an Longfiller Zigarren. Für Peter Stephani gibt es fast nicht

Schöneres, als durch die Tabakfelder, Trockenschuppen und

Zigarrenfabriken dieser Welt zu streifen. Dazu bekommt er

hoffentlich bald wieder die Gelegenheit.

Stephani Tabak & Cigarren

Peter Stephani

Bahnhofstraße 17

94032 Passau

Tel. +49 851 98903040

Fax + 49 851 52285

service@zigarre.de

www.zigarre.de

Willkommen bei König & Schubert „The Tobacconists“ in

Hannovers Lavesstraße oder wie Kenner sagen, im Mekka der

feinen Genüsse.

Das Refugium des Zigarren Aficionados: Der Duft der Tropen

aus dem unwiderstehlichen Aroma bester Zigarren - mit

dieser Atmosphäre empfängt Sie unser Klimaraum. Cuba,

Nicaragua, Dominikanische Republik, Honduras, ... hier ruhen

sie, warten sie. Die schlanken Panatelas, die imposanten

Coronas, die eleganten Lonsdale - jeder Liebhaber findet bei

uns nach seinem Geschmack die zu seiner Persönlichkeit

passende Zigarre - im Format, im Aroma, in der Farbe, im

Preis. Hergestellt mit Herz und Hand. Von uns umsorgt, auf

Wunsch in ihrem Kundendepot bei usns verwahrt, bis sie bei

Ihnen ihren Geschmack entfaltet und ihren angenehmen Duft

verströmt.

Überzeugen Sie sich selbst mit einem Besuch bei uns im Geschäft

von unserer großen Auswahl an Zigarren. Wir beraten

Sie gern!

Das Zigarren- und Pfeifenhaus

König & Schubert

Lavesstraße 71

30159 Hannover

Tel. 0511 321984

info@koenig-und-schubert.de

www.cigarcabi.net

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 09:00 bis 18:30 Uhr

Sonnabend: 10:00 bis 14:30 Uhr

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TITEL•STORY

22

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ZEIT DER WÜNSCHE

Frühlingserwachen

Von Bodo Meinsen

Am 20. März beginnt üblicherweise aus meteorologischer

Sicht der Frühling. Jedes Jahr.

Auch in diesem Jahr. Und doch scheint es in

diesem besonderen Jahr anders zu sein. Die

Menschen wirken sehnsüchtiger. Sehnsucht

nach Unbekümmertheit. Sehnsucht nach Begegnung.

Sehnsucht nach Nähe und gemeinsamen

Erleben. Nach über einem Jahr des

unfreiwilligen Verzichts, der umfassenden

Einschränkungen und um sich greifenden

Ängste sind diese sehnsüchtigen Wünsche

mehr als verständlich.

Zahlreiche Umfragen wurden

in den vergangenen Wochen

veröffentlicht. Die Meinungsforschungsinstitute

widmeten sich

fast ausschließlich dem Thema Pandemie.

Das einhellige Fazit aus all

diesen Umfragen: die Menschen in

Deutschland (und sicher auch überall

auf diesem Planeten) haben eigentlich

die Nase voll von Pandemie. Selbstverständlich

steht die Gesundheit und

Unversehrtheit weiter an oberster

Stelle, aber die Kritik an schleppenden,

teilweise inkompetenten Verfahren

der Pandemiebekämpfung wird

lauter. Zu langsam, zu bürokratisch,

zu kompliziert und zu allem Überfluss

auch noch zu politisch. Man möchte

in diesen Zeiten kein Politiker sein, ist

sehr häufig zu hören. Aber gleichzeitig

fordert der mündige Bürger von eben

diesen Damen und Herren endlich Erfolgsmeldungen

und keine weiteren

Durchhalteparolen.

Was wünscht man sich?

Die Wunschliste der Menschen ist

auffallend einfach: Urlaub machen

können ohne Risiken, Kultur erleben,

Restaurants und Bars besuchen, zusammen

mit Freunden Spaß haben.

Einfach wieder frei sein. Klingt schon

fast genügsam. Doch das darf nicht

wundern, denn nach einer langen Zeit

des Verzichts und immer noch keiner

Entwarnung reduzieren sich die Verlangen

auf wesentliche Bedürfnisse.

Endlich mal wieder eine Zigarre auf

der Terrasse des Lieblingslokals rauchen

und mit Freunden über Genuss

ohne Reue diskutieren. Oder der Besuch

einer Cigar Lounge in der Stadt

und dort mit Gleichgesinnten die

neuen Zigarren ausprobieren. Und

endlich mal wieder im Tabakfachgeschäft

des Vertrauens den Service einer

kompetenten Beratung erfahren.

Ach wie wäre das schön!

Was ändert sich?

Spricht man mit Zukunftsforschern

oder mit Strategieberatern,

dann leben wir alle schon bald in

einer digitalen Zwangsjacke. Homeoffice

wird zum Normalbetrieb,

Videokonferenzen sind die neuen

Meetings und Onlinehandel das

neue Einkaufserlebnis. Wie wahrscheinlich

sind diese Szenarien? Die

Erfahrungen aus vielen geführten

Gesprächen in den letzten Wochen

zeigen auf, dass die Prognosen der

Forscher und Experten sich stark

an den allgemeinen wirtschaftlichen

Veränderungsprozessen orientieren.

Man könnte zu der Meinung

gelangen, dass der Mensch diesen

Veränderungen widerspruchslos

folgen wird und dem scheinbar

„Unvermeidlichen“ gehorsam applaudiert.

Wer das wirklich glaubt,

der ignoriert die bereits erwähnte

Sehnsucht der Menschen nach individueller

Freiheit und Freude. Diese

wird nämlich nicht abnehmen, sondern

vermutlich an imposanter Bedeutung

gewinnen. Auch wenn sich

ein Teil der Gesellschaft behelfsweise

an digitale Kommunikation und

Versorgung gewöhnt hat, so wird

der überwiegende Anteil der Konsumenten

zu den bewährten Formen

zurückkehren. Das persönliche

Einkaufserlebnis berührt die Sinne

deutlich intensiver als die Tastatur

eines PC. Der Restaurantbesuch und

genussvolles Verweilen lässt „to go“

als lästiges Übel zurück. Und ob die

ruckelnde Videokonferenz tatsächlich

die innovative Kreativität steigert,

darf ebenso bezweifelt werden.

Lasst uns träumen!

Sicher wird uns alle die Pandemie

noch lange Zeit begleiten. Vielleicht

gelingt die Impfstrategie demnächst

besser und wir erleben ein kleines

Frühlingserwachen mit Lockerungen

und ein paar mehr Glücksgefühlen.

Träumen wir also von den kleinen

und feinen Genussmomenten. Manch

einer träumt aber schon von anderen

Erlebnissen. So zum Beispiel unser

Autor Mark Horyna. Er ist ein großartiger

Fan der britischen Lebensart

und würde so gerne einige Dinge wieder

erleben. Auf den nächsten Seiten

kann man ihn begleiten. Gute Reise.

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HORYNA•SPIELT

24

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HORYNA spielt...

…mit dem Gedanken...

Sie haben sicher auch eine. Eine dieser gedanklichen To-do-

Listen für die Zeit nach Covid. Für die Zeit nach den irritierenden

Verweilverbotszonen,

der nachvollziehbaren Maskenpflicht,

der ungeheuer-

MARK

lichen Impfverweigerung und

den deprimierenden Umgangsbeschränkungen.

Wir haben alle eine. Meine

ist ellenlang. Es sind Dinge

drauf, die in präpandemischer Zeit

vor lauter Mobilität auf die lange

Bank geschoben wurden und nun

in der Bewegungslosigkeit wieder

an der Oberfläche der Wünschewelt

auftauchen.

Natürlich, langweilig musste es

dem gemäßigten Hedonisten auch

im letzten Lockdownjahr nicht werden.

Sobald es ihm gelungen war,

den Lebensunterhalt irgendwie zu

sichern - was nutzt einem Oscar Wilde,

wenn man nichts zu essen hat –

gab es eine Menge zu tun.

Wir konnten Kenntnisse der Cocktailkultur

vertiefen und bald aus dem

Effeff zehn unterschiedliche Martinis

von der wohnzimmereigenen Hausbar

anbieten. Wir haben uns in der

Kunst des Sous-Vide_Kochens versucht,

obskure asiatische Techniken

der Lebensmittelfermentierung probiert

und endlich Caobas von Cohibas

zu unterscheiden gelernt.

Haben uns in der feinen Art der

Reduktion geübt, das Haus entrümpelt

und das Leben gleich dazu.

Wände gestrichen, Möbel umgestellt

und den Garten auf Vordermann gebracht.

HORYNA

Unter Dauerbeobachtung haben

wir online gearbeitet, mit Yoga experimentiert

und Fitness gemacht.

Bis uns die pubertierenden Digital

Natives endlich erklärten, wie die

Videofunktion diverser Kommunikations-Tools

zu deaktivieren war,

mussten wir uns in Besprechungen

nicht nur ständig die eigenen Visagen

mitsamt entfesselten Frisuren

ansehen, sondern auch die teils bedenklichen

Inneneinrichtungen unserer

Gesprächspartner.

Ich zum Beispiel habe bis zur Bewusstlosigkeit

„Mad Men“ gebinged,

Greenaway wiederentdeckt und Pro-

FineTobacco[+] 01·2021 25


HORYNA•SPIELT

ust als Comic gelesen. Einmal mehr

bin ich ohne Aussicht oder Hoffnung

auf Erfolg wochenlang mit einem abgegriffenem

Ulysses von Joyce ins

Bett gegangen. Auch wenn das bedeutete,

mehr Schlaf zu bekommen,

als mir eigentlich lieb war.

Wenn man selbst nicht betroffen

ist, kann man so einer Pandemie stellenweise

sogar etwas abgewinnen.

Aber für die, die vom Erleben erzählen

und von der Erzählung leben, ist

es schlicht und ergreifend fatigant.

Der ständig auf das Virus und seine

sinnvolle Bekämpfung gerichtete

Blick scheint, trotz aller Ablenkungsversuche,

für alles andere verstellt.

Man erblindet fast. Eine unglaubliche

Ich spiele mit dem Gedanken und

träume fast davon, Zeit auf Flughäfen

zu verbringen, in Zügen, im Auto

oder auf dem Rad. Mal wieder ernsthaft

reisen. Einfach mal nach London

fahren. Können Sie sich erinnern?

Ich merke, während ich diese Worte

schreibe: Ich spiele nicht nur mit

dem Gedanken, ich werde das auch

machen…

Wieder was

erleben und

vom Erleben

erzählen.

Bei Dashing Tweeds im Londoner

Stadtteil Marylebone werde ich

mir endlich den dreiteiligen Anzug

schneidern lassen, den ich mir seit

Jahren verkneife, von dem aber ich

Wenn ich schon mal in London bin,

werde ich endlich den Martini in der

Dukes Bar des Dukes Hotels trinken.

Vielleicht auch zwei, wenn der strenge

Barmann es erlaubt. Natürlich mit

meiner Frau! Man kann aus meiner

Sicht nur verheiratet und oder sehr

jung Martinis in angemessener Menge

konsumieren. Mehr dazu, in einer

anderen Ausgabe…

Anschließend kehren wir beim

gottgleichen Fergus Henderson ein,

dessen Speisekarte im Restaurant

St John sofort vergessen lässt, dass

man eigentlich weniger Fleisch essen

sollte.

Wenn wir schon auf den brexitgeplagten

Inseln sind, fahren wir

nach Harris. Wo nicht nur die besten

Tweeds der Welt herkommen,

sondern auch eine kleine Brennerei

steht, mit dem - aus meiner bescheidenen

Sicht - besten Gin der Welt.

Das ewig lange Tageslicht im Sommer

und das eiskalte, blauschimmernde

Wasser der Traumbuchten

der Insel gibt’s umsonst und ohne

Menschen.

Etwas südlich von Harris liegt

auf South Uist einer der schönsten

und ursprünglichsten Golfplätze der

Welt. In Askernish haben sie vor einigen

Jahren einen verlorenen Old-

Tom-Morris-Course wiederentdeckt.

Den spielen wir. Am Loch Fyne holen

wir Austern, trinken Flaschenbier

von der St Andrews Brewing Company

und blicken aufs Wasser.

26

Kakophonie macht sich zudem breit,

in der alle nur vom selben schreien.

Hören fällt auch schwer.

FineTobacco[+] 01·2021

träume, seitdem ich eine Fliege binden

kann und den Unterschied zwischen

Spats und Galoschen kenne.

Ist mir egal, ob ich mich dafür zu

fett fühle, wofür hat man einen Maßschneider?

Mit dem TGV geht’s nach Paris,

zum Mittagessen in die Brasserie

L’Ami Jean von Stéphane Jégo. Mit

dem Nachtzug nach Wien, um auf

den Spuren von Thomas Bernard mit

meinem über achtzigjährigen Onkel

im Bräunerhof zu frühstücken.

Für heute gehen mir leider die

Zeichen aus. Aber Sie merken, werte

Leser, ich spiele mit dem Gedanken

Ihnen bald vom Erleben zu erzählen.

Endlich wieder…

PS: Stimmt, ich vergaß. Man konnte

alte Worte wiederentdecken. Das

weiter oben verwendete, französisch

wirkende fatigant bedeutet ermüdend.


MARK

HORYNA

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GENUSS•OASEN

28

FineTobacco[+] 01·2021


Badrutt's Palace im Herzen von St. Moritz

Mit CASPAR BADRUTT

ging der Schweiz ein

Licht auf

St. Moritz, der legendäre und mondäne Wintersportort im Engadin ist auch im

Sommer ein exklusiver Hotspot. „Top of the World“ ist das Motto dieses exklusiven

Bergdorfes und das in jeder Hinsicht: Ob Höhenmeter, Geld, oder Prominenz – der

Spitzenplatz in Europa ist ihm sicher.

Text: Monika Küspert

Fotos: Golf Engadin St. Moritz AG / Badrutts Palace / Monika Küspert

Caspar Badrutt eröffnete

hier 1896 sein

geschichtsträchtiges

Palace Hotel. Vorher hatte er auf der

Weltausstellung in Paris 1881 Thomas

Alva Edison getroffen und brachte

durch ihn die Elektrizität in die

Schweiz und entwickelte auch den

Wintertourismus.

Seitdem haben viele Stars wie

Rita Hayworth, Marlene Dietrich, Audrey

Hepburn, Aristoteles Onassis,

Henry Ford und natürlich Gunther

Sachs, der über Jahrzehnte die Turmsuite

als Dauermieter bewohnte, den

5 Sterne Luxus und die gesunde Höhe

auf 1822 m genossen.

Die Grand Hall

Der Hauch des vorletzten Jahrhunderts

weht förmlich noch durch

die „Grand Hall“ im Eingangsbereich

und es ist auch heute ein exklusives

Erlebnis auf der Terrasse sein Frühstück

serviert zu bekommen.

In Zeiten von Corona sind nicht alle

Restaurants des Hotels geöffnet, aber

es lohnt sich ein Besuch im ehemals

ältesten Bauerhaus des Ortes, der

Cesa Veglia, das heute ein italienisches

Restaurant ist. 1935 kaufte die

Familie den historischen Bauernhof

Chesa Veglia und baute ihn zu einem

rustikalen Restaurant um. Über eine

Treppe ist es in 5 Minuten vom Hotel

zu Fuß zu erreichen

Engadine Golf Club Samedan

Er ist der älteste Golfplatz der

Schweiz und einer der höchstgelegenen

des Landes. In Samedan spielten

schon Bond-Darsteller Sean Connery

und der Duke of Windsor. 2018 feierte

der Engadine Golf Club seinen

125. Geburtstag. Hier treffen sich die

Golfspieler teilweise in historischer

Kleidung um ihre 18 Loch Runden zu

drehen und anschließend auf der Terrasse

des Clubhauses eine gepflegte

Zigarre zu genießen

Die Geschichte des Badrutt's

Palace im Herzen von St.

Moritz

Johannes Badrutt übernahm 1856

in St. Moritz die Zwölf-Betten-Pension

Faller und baute sie zum Hotel Engadiner

Kulm (dem heutigen Kulm Hotel)

aus.

Caspar Badrutt (1848-1904),

Sohn von Johannes Badrutt, kaufte

das in 1872 von C. Rungger gebaute

St. Moritzer Hotel Beau Rivage und

liess es 1892 von den renommierten

Schweizer Architekten Chiodera und

Tschudi zum Palace Hotel umbauen.

Die Engländer kamen nach einer

mit Johannes Badrutt abgeschlossenen

Wette 1864 als erste Wintergäste

nach St. Moritz. Mit dem Bau

von Curling-Bahnen und der ersten

künstlichen Schlittenbahn der Welt

erfand er den alpinen Wintertourismus.

Die offizielle Palace-Eröffnung

Die offizielle Eröffnung des Palace

Hotels war am 29. Juli 1896: Caspars

Sohn Hans Badrutt (1876-1953)

trat 1898 in die Geschäftsleitung ein;

1904 starb sein Vater und das Hotel

blieb lange im Besitz der Familie.

Heute gehört es zur Grand Luxury

Hotel Gruppe.

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SPIRITUOSEN

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FEUERWASSER

Weinbrand, Brandy oder

Cognac – eine Spirituose

mit vielen Namen!

Wenn man sich mit Bränden aus Wein beschäftigt,

dann gerät man relativ schnell in eine

Verirrung von Begrifflichkeiten: Branntwein ist eine allgemeine

Bezeichnung für eine durch Brennen hergestellte Spirituose, während

der Weinbrand in unserem Sprachgebrauch für einen Brand aus

Wein definiert ist und somit einen Teilbereich des Branntweines darstellt.

Verlassen wir unsere Grenzen in Deutschland, dann werden die Weinbrände

als Brandy bezeichnet. In Frankreich dürfen die Weinbrände aus dem

festgelegten Umkreis des Städtchens Cognac mit der geschützten Herkunftsbezeichnung

der kleinen Stadt an der Charente benannt werden.

Nur nicht verwirren lassen dachte ich und habe mir die Weindestillate für

unsere Leser genauer angesehen

Text: Stephan Rack

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SPIRITUOSEN

Die Aufzeichnungen und

Berichte über den Genuss

von alkoholischen

Getränken lassen sich

viele tausend Jahre zurückverfolgen.

Die Griechen und Römer

verehrten die Götter des Weins Dionysos

und Bacchus. In unseren deutschen

Gefilden wurde zu diesen frühen

Zeiten eher der Met als Geschenk

der Götter angesehen, den man als

Honigwein wie auch als späteres

Honigbier unterschiedlich zuordnen

kann.

Die im Vergleich zu Wein und Bier

stärkeren alkoholischen Brände wurden

zeitgeschichtlich deutlich später sichtbar,

da erst die technische Finesse der

Destillation entwickelt werden musste.

Darüber hinaus war man natürlich

auch davon abhängig, welchen ‚Basisstoff‘

man beim Brennen verwenden

konnte und zu früheren Zeiten musste

man sich auf die regional verfügbaren

„Früchte“ konzentrieren:

p Erste offizielle Aufzeichnungen aus

Irland gehen auf das Jahr 1494 zurück.

Bei der Vergärung von Gerstenmalz

und der nachfolgenden Destillation

wurde ein Produkt mit dem

gälischen Namen „Uisge Beatha“

gewonnen. Das gilt als Start der Herstellung

von Whiskey.

p In Deutschland wurde Anfang des

16. Jahrhunderts in Nordhausen aus

Getreide Korn gebrannt.

p Dem 17. Jahrhundert wird die Entdeckung

des Rums aus Zuckerrohr in

der Karibik zugerechnet.

p 1750 wird als Jahreszahl benannt,

wo in der Rheinpfalz die erste Kartoffelbrennerei

entstand.

Zusammengfasst konnten die Menschen

ihren Genuss von hochprozentigen

Spirituosen im Rahmen des

technischen Fortschritts der Destillationskunst

und der Verfügbarkeit von

Früchten aus Mutter Natur entwickeln.

Nach Ihren Grundzutaten sortiert,

kommt man zur folgenden Übersicht

(Kasten oben), wobei auch der Herstellungsprozess

und die Reife der Brände

jeweils von hoher Bedeutung sind.

Hier nun eine Zusammenstellung

ausgewählter „Brände aus Wein“, die im

Rahmen ihrer Herkunft, der besonderen

Herstellung oder besonderen Lagerung

für mich bemerkenswert sind:

Deutschland

Hugo Asbach würde man heute einen

Gründer und Marketingfachmann

nennen. Nach seiner kaufmännischen

Ausbildung und ersten Erfahrungen

als Destillateur zog es ihn nach Cognac

in Frankreich. Die dort gewonnenen

Erkenntnisse brachte er in seine

eigene Firma ein, als er im zarten Alter

von 24 Jahren nach Deutschland

zurückkehrte. So war er beim Start

seiner Arbeit in Deutschland davon

überzeugt, dass für die Deutschen der

Geschmack wichtiger ist und für die

Franzosen der Duft.

Die Rohstoffe für seine Brände

bezog er aus Cognac und destillierte

diese daheim in Rüdesheim in dampfbeheizten

Brennblasen. Besonderen

Wert legte Hugo Asbach auf eine lange

Reifung.

Den Begriff „Weinbrand“ ließ Asbach

sich bereits 1908 schützen. Das verschaffte

ihm einen ungeahnten Vorteil

seiner heimischen Konkurrenz gegenüber.

Als 1919 durch den sogenannten

Champagnerparagraphen des Versailler

Vertrages auch die Herkunftsangabe

„Cognac“ für deutsche Weindestillate

verboten wurde, war „Weinbrand“ das

amtliche Ersatzwort für Cognac.

Um die lange Reifezeit seiner Brände

zu betonen, ergänzte er den Namen seiner

Marke in Asbach Uralt. 1924 machte der

Instinktmensch Hugo Asbach der weiblichen

Zielgruppe ein attraktives Angebot

mit der Erfindung der Asbach Praline.

Die Asbach-Story ist eine bemerkenswerte

Geschichte, worin die Marke

DER GEIST

Im Begriff Spirituose steckt der

lateinische „Geist". Den wirklichen

Geist einer Spirituose verraten die

Grundzutat, die Herstellung und

Reife.

AUS AGAVEN ▶ Tequila

AUS GETREIDE ▶ Kornbrand, Whisky

und Wodka

AUS OBST ▶ Obstbrand und Obstgeist

Mit Wacholder ▶ Gin

AUS WEIN ▶ Brandy, Cognac und Weinbrand

AUS ZUCKERROHR ▶ Rum

SONDERFALL LIKÖR ▶ Spirituose aus

4 Zutaten: Alkohol, Zucker, Wasser

und ein Aroma

Quelle: BSI Bundesverbandes Deutschen

Spirituosen-Industrie und -Importeure

gerade in den Wirtschaftswunderjahren

eine führende Rolle spielte und auch

heute im deutschen Handel als Volumensbringer

nicht wegzudenken ist.

Herausragend finde ich die Asbach

Selection , die mit 21 Jahren wirklich

„uralt“ ist und in einer wunderschönen

Karaffe angeboten wird.

Eine längere Historie kann die

Wilthener Weinbrennerei aus Sachsen

vorweisen, die bereits 1842 gegründet

wurde. Schon 1900 konnte sie auf der

Weltausstellung die Franzosen mit ihren

Produkten begeistern und mit den

Weinbränden Auszeichnungen in Gold

32

FineTobacco[+] 01·2021


und Silber gewinnen.

Durch die gute Qualität der Wilthener

konnten Kriegs,- Nachkriegs- und Wendezeiten

überlebt werden und mit der

Wilthener Goldkrone stets ein Volumensbringer

im Handel erhalten bleiben.

Herauszustellen ist die Wilthener

Jubiläumsedition zum 175. (!) Jubiläum.

Hierfür wurden französische Brände

aus dem Bereich Cognac in den dort

üblichen Fässern aus Limoseneiche

nach Wilthen transportiert, um in den

heimischen Kellern zu reifen und als

Weinbrand vermählt zu werden. Ein leckerer

Brand, der seine fruchtige Note

aus einer zusätzlichen Lagerung im

Sherryfass zieht.

Spanien

Wenn man über Brandys spricht,

dann ist Spanien als einer der größten

Produzenten von besonderer

Bedeutung. Der spanische Brandy

kommt zu ca. 90 Prozent aus der andalusischen

Region um Jerez, in der

auch der berühmte Sherry erzeugt

wird. Die Brandys tragen dann die

geschützte Herkunftsbezeichnung

„Brandy de Jerez“.

Einzigartig für die spanischen Weinbrände

ist die Reifung und Lagerung im

Solera-Verfahren. In diesem System lagern

die Fässer mit Bränden verschiedener

Altersstufen in mehreren Reihen

übereinander und man vermischt

die Destillate „von oben nach unten“,

d.h. jung mit alt. Dieses kontinuierliche

Austauschen ermöglicht eine gleichbleibende

Qualität bei den spanischen

Brandys.

Dabei differenziert man 3 verschiedene

Qualitätsstufen:

Solera: Mehr als 6 Monate Lagerzeit im

Fass – üblich sind 18 Monate.

Solera Reserva: Mehr als 12 Monate

Lagerzeit im Fass – üblich sind 3 – 5

Jahre.

Solera Gran Reserva: Mehr als 36 Monate

Lagerzeit im Fass – üblich sind 8

– 15 Jahre.

Besonders hat mir der Carlos I Imperial

XO gefallen, der aus dem Haus

Osborne stammt und einst zum 400.

Todestag des spanischen Königs Karl

V kreiert wurde. Ein toller Solera Gran

Reserva mit Lagerzeiten von über 20

Jahren in Sherryfässern mit einer Farbe

von Mahagoni und einem sehr angenehm

fruchtigen Geschmack nach ‚Urlaub

in Spanien‘.

Griechenland

Dionysos ist in der griechischen

Götterwelt der Gott des Weines und

mit dieser göttlichen Vorgabe gibt es in

Griechenland seit langer Zeit einen vielfältigen

Weinanbau.

Bezogen auf Weindestillate ist das

Haus Metaxa am bekanntesten – hier

sind die „Brot-und-Butter-Varianten“ mit

5 und 7 Sternen im Handel und in griechischen

Restaurants allgegenwärtig.

Metaxa bietet jedoch viel mehr und

steht für ein außergewöhnliches Vorgehen

in der Herstellung: Es werden ausnahmslos

Muskat-Weintrauben verwendet,

die auf der Insel Samos reifen.

Der Metaxa-Master wählt die feinen

Wein-Destillate auf Basis ihres

Charakters und ihrer Eleganz aus. Die

Muskatweine und die Destillate reifen

getrennt voneinander in Eichenfässern,

bis zur Entscheidung, dass

sie reif sind vermählt zu werden. Ein

Bouquet aus mediterranen Kräutern,

deren geheime Rezeptur, die neben

dem Metaxa-Master nur eine weitere

Person kennt, verleiht der Assemblage

das finale Etwas.

Mit einer Lagerzeit von 12 Jahren

ist der Metaxa 12 Sterne zu empfehlen.

Der Geschmack ist elegant und voll

nach Trockenfrüchten, Orange und Noten

von Gewürzen. Im Nachklang ist er

leicht mit einer angenehmen süßlichen

Fruchtnote.

FineTobacco[+] 01·2021 33


SPIRITUOSEN

Italien

Italien steht für ein großes Angebot

von Rebsorten und die Weine spielen im

internationalen Vergleich eine wichtige

Rolle. Somit gut möglich, dass potentiell

viele Brandy-Stile entstehen können.

Tatsächlich ist das größte italienische

Segment der Hochprozenter die Bitterspirituose.

Brandys haben in Italien einen Anteil

von gut 5 % am Segment der Spirituosen

und am bekanntesten ist der Vecchio

Romagna. Ich bin hier jedoch auf

eine spannende Alternative gestoßen,

die aus der Fratelli Branca Distillerie

stammt. Hier wird der weltweit bekannteste

Bitter „Fernet Branca“ hergestellt.

Das Traditionshaus aus Mailand ist

seit 1845 aktiv und produziert seinen

Brandy seit 1888, wobei ein außergewöhnlicher

Reifeprozess eingesetzt wird.

Für Stravecchio Branca werden

handverlesene italienische Weißweine

destilliert und für 3 Jahre in Holzfässern

aus slawonischer Eiche gelagert.

Anschließend wird der Brand im

sogenannten „Botte Madre“ mit dem

Mutterdestillat vermählt und weitere

6 Monate gereift. Nach dieser Zeit

entnimmt man dem mit 84.000 Litern

größten Holzfass Europas zwei Drittel

des Blends, um ihn in die Flasche zu

bringen, während das Mutterdestillat

wieder mit neuen Bränden aus den

kleinen Eichenfässern aufgefüllt wird.

Seit 1888 ist die „Botte Madre“ durchgängig

befüllt und garantiert so den

einzigartig unverfälschten Geschmack

von Stravecchio Branca.

Dieses Verfahren des Austausches

der Brände erinnert an die Solera-Reifung

in Spanien. Der Stravecchio Branca

hat einen süßlichen, floralen Duft und

zeichnet sich auch durch seinen milden

Geschmack aus. Bei einem Preis von

UVP 16,95 € erkennt man die geringere

Lagerzeit in den Fässern – trotzdem ein

interessantes Angebot, das man probieren

sollte.

Frankreich

In Frankreich wird die Bezeichnung

für Weindestillate besonders interessant:

Wie bekannt ist Cognac, eine geschützte

Bezeichnung für Weinbrände

aus dem gleichnamigen Städtchen

nördlich von Bordeaux. Im Süden von

Bordeaux liegt die Gascogne – das Gebiet

mit einer langen Tradition zur Herstellung

von Weindestillaten, die hier

Armagnac genannt werden. Im Gegensatz

zu Cognac wird Armagnac nicht

im Doppelbrandverfahren hergestellt,

sondern nur in einem einzigen Brennvorgang

destilliert. Alle weiteren Weinbrände

aus Frankreich heißen Eau de

Vie de Vin.

Die Königsklasse ist für mich der

Cognac und hier spricht man über 3

Qualitätsstufen, die sich in der Mindestlagerzeit

der verwendeten Brände unterscheiden:

Der Cognac des Jahres 2021

(ISW): Château Fontpinot XO

Über diesen Qualitätsstufen steht

die Bezeichnung „Château“, bei der

Lese, Destillation, Lagerung und Abfüllung

insgesamt auf dem eigenen Château

im Gebiet Cognac erfolgen muss.

Das Haus Frapin mit seiner 750-jährigen

Geschichte über 21 Generationen

(!) ist eine Firma, die diesen Titel tragen

darf. Ganz aktuell hat die Jury des

QUALITÄTSSTUFEN

VON COGNAC:

V.S. Very Special:

Die Qualitätsauszeichnung garantiert,

dass der jüngste eingesetzte

Brand mindestens 2 Jahre alt ist.

V.S.O.P. Very Superior Old Pale:

In dieser Qualitätsstufe ist der

jüngste Eau-de-vie mindestens

4 Jahre alt

X.O. Extra Old:

Das jüngste Destillat eines XO-Cognacs

muss mindestens 10 Jahre alt

sein.

Meininger’s International Spirits Award

(ISW) das Haus Frapin mit dem Titel Cognac

des Jahres 2021 für ihr Spitzen-

34

FineTobacco[+] 01·2021


produkt Château Fontpinot XO Premier

Cru ausgezeichnet.

Ein Spitzen-Cognac, bei dem die

Trauben aus einer einzigen Lage stammen!

Im Geschmack weich und fruchtig,

lässt er kandierte Früchte erahnen

– dazu auch vanillige Tannine von Holz.

Interessant ist der relativ günstige

Preis von UVP 94,95 € für einen

Cognac, der als XO bis zu 20 Jahren

gereift ist. Gerade im Vergleich zu

den weiteren Cognacs aus dem Hause

Frapin ist der Cognac des Jahres

2021 preislich außerordentlich attraktiv.

Der Cognac Frapin XO liegt bereits

eine Preisklasse höher und bietet eine

Komposition von Bränden mit einem

Durchschnittsalter von 30 Jahren und

eine besondere Flasche, die sich in

der kunstvollen Gestaltung an ein Tintenfass

anlehnt.

Beim Armagnac Domaine de Charron

wird einem Jahrgangsbrand die

notwendige Reife in neuen Eichenfässern

gegeben. Die Abfüllung erfolgt

mit dem hohen Alkoholgehalt, der bei

der Reifung erreicht wurde – für den

Vintage 2007 sind das 51,3 Volumenprozent

Die Abfüllung wird traditionell

von Hand gefertigt und das Datum der

Abfüllung wird stolz auf dem Etikett

angegeben.

Im Vergleich zum Cognac, für den

ausschließlich Ugni Blanc-Trauben

verwendet werden, setzt die Domaine

de Charron auf Baco-Trauben, die als

langlebig gelten. Die jüngsten Reben

sind schon stolze 35 Jahre alt, die ältesten

Rebstöcke sogar weit über 60.

Im Geschmack hat der bernsteinfarbene

Armagnac mit seiner eigenen

Note überzeugt: Fruchtige Noten, vanillig

und einem intensiven Nachklang, der

sicherlich auch dem höheren Alkoholgehalt

zuzuordnen ist.

Egal wie man es nennt… Weinbrand,

Brandy, Cognac oder Armagnac

– gerade in den Ländern Europas beschäftigen

sich die Menschen mit der

Herstellung und dem Genuss von Weindestillaten

und haben individuelle Wege

zur Optimierung gefunden, ohne dabei

ihre Besonderheiten aufzugeben.

Ich hoffe, dass Sie dieser kleine Exkurs

neugierig macht, auf den Genuss

der besonderen Brände aus Wein.

Cognac des Jahres 2021*:

Château Fontpinot

100% Single Family Estate

100% Cognac Grande Champagne

Spitzenlage

100% Eigene Trauben

100% Destilliert und ausgebaut

auf eigenem Schlossgut

100% Handwerkskunst

750 Jahre Familienunternehmen

Das einzige Haus der Grande

Champagne mit Château Appellation:

Château Fontpinot

* Meiningers Internationaler Spirituosen Wettbewerb 2021

Erhältlich bei Ihrem Fachhändler oder Joh. Eggers Sohn GmbH


PIPE•SMOKING

Der GEWISSE

LOOK

Der Fotograf Siggi Wiest hat mit seinem Model Bill Hicks die

VAUEN-Pfeifen Hawaii und Louis ins rechte Licht gerückt. Den

zeitlosen Heritage Lifestyle erzeugte er mit der Denim-

Kollektion der deutschen Jeans-Manufaktur

„Blaumann Jeanshosen“.

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FineTobacco[+] 01·2021


Der Fotograf zum ausgefallenen Pfeifen-Shooting:

„Es bereitet mir sehr viel

Freude, Projekte und neue Kollektionen

mit meiner Kamera zu begleiten und

festzuhalten. Meine Fotografie wird oft

als roh und ungeschminkt beschrieben

– genau wie eine Jeans von Blaumann.

Zur Herrenkultur gehört auch eine

Pfeife von VAUEN dazu. So bin ich nun

auch auf den Geschmack gekommen

und konnte schon meine ersten Pfeifenzüge

genießen.“

Louis

Beim neuen Modell Louis steht der geräucherte

Eichenring im Mittelpunkt.

Durch den besonderen Veredelungsprozess

des Räucherns bekommt die

Eiche eine großartige Tiefe, da die

Struktur besonders schön zum Vorschein

kommt. Schon seit 100 Jahren

kennt man diese alte Handwerkskunst

der geräucherten Eiche aus heimischen

Wäldern. Der Ring besteht bei der Louis

aus zwei verschiedenen Holzarten,

Ahorn und Eiche. Die einzelnen Holzringe

werden in Handarbeit hergestellt

und zu einem stimmigen Trio zusammengefügt.

Für designaffine Liebhaber

edler Materialien ist die Louis der passende

Begleiter für einen genussvollen

Moment.

Hawaii

Die Weißpunkt-Serie Hawaii zeichnet

sich durch ein innovatives und raffiniertes

Pfeifendesign aus. Als Inspiration

dienten die typischen hawaiianischen

Holzsurfbretter. Verschiedene

Zusammensetzungen von Edelhölzern

ergeben einzigartige Kombinationen.

Damit die natürliche Brillanz und

Farbtiefe des Holzes noch besser zur

Geltung kommen, wird die Oberfläche

gewachst und geölt. Um die gewohnte

Bruyèreholz-Qualität und einen unverfälschten

Tabakgenuss zu garantieren,

werden der Tabakraum und das

Holminnere zusätzlich mit feinsten

Bruyèreholz-Einsätzen ausgestattet.

Mehr Infos: www.vauen.de | www.blaumann-jeanshosen.de

FineTobacco[+] 01·2021 37


SERIE•MANUFAKTUREN

Das Leben in Havanna geht weiter, hier der Paseo

de Marti vor dem Capitolio

Keine Touristen, dafür sind Kubaner

auf den Straßen der Altstadt

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»Havanna – Habana – Stadt der Zigarren« Teil 21

Der

Pragmatismus

der Kubaner

Wer gehofft hatte, das Thema «Corona» im Jahr 2020 beenden zu

können, hat sich getäuscht. Doch was machen die Kubaner, wie

ist das Leben auf der Insel und wie sieht es mit Zigarren aus?

Text: Claudia Puszkar

Es gehen wieder Flüge

nach Havanna! Das ist

die gute Nachricht. Natürlich sind es

nicht so viele wie früher, aber immerhin

fliegen sie wieder regelmäßig.

Jetzt nach Kuba zu reisen, ist nur

etwas für echte Kubaliebhaber, die

die Sehnsucht auf die Insel treibt. Man

kann es tun, doch die Auflagen, die

man erfüllen muss, sind nicht ohne.

Masken zu tragen ist bei den klimatischen

Bedingungen auf der Insel mit

hohen Temperaturen gepaart mit sehr

hoher Luftfeuchtigkeit noch weniger

angenehm als in unseren Breitengraden.

Man hört, dass leider viele Kubaner

mit starken Hautirritationen zu

kämpfen haben.

Doch vielleicht lernt man Kuba und

die Kubaner gerade in solchen Zeiten

noch viel besser kennen. Denn wenn

die Kubaner etwas können, dann ist

es das Organisieren und Improvisieren.

Das klingt vielleicht für diejenigen

unglaubwürdig, die es in Kuba immer

wieder erlebt haben, dass etwas nicht

klappt, wie man es sich vorgenommen

oder wie man es mit jemandem ganz

fest ausgemacht hat. Aber ich denke,

bei den Kubanern kommt es immer

auf die Motivation an. Wie bei vielen

anderen Menschen auch. Aber hier

ganz besonders.

...wenn die

Kubaner etwas

können, ist es

Organisieren...

Die allgemeine Lage in Kuba ist

seit Jahren schwierig, aber jetzt noch

mal deutlich schwieriger. Für uns ist

das Vorhandensein vieler Dinge für

unser alltägliches Leben ganz selbstverständlich,

wie Klopapier (Anmerkung:

Zugegeben, während des ersten

Lockdowns im Frühjahr war es auch

hierzulande kurzzeitig knapp oder

gar nicht verfügbar, aber die Kämpfe

vor dem Regal sind längst wieder

vergessen und gehören der Vergangenheit

an) oder Waschmittel. Für die

Kubaner ist die Herbeischaffung eben

jener Waren beinahe permanent eine

echte Herausforderung. Da es die Kubaner

aber immer wieder schaffen

müssen, sind sie, glaube ich, besser

als wir Europäer. Sie sind besser trainiert.

Deswegen bin ich überzeugt,

dass die Kubaner auch diese Zeiten

überstehen werden.

Und was hat sich verändert? Viele

Restaurants sind geschlossen, die

privaten vor allem. Denn wenn keine

Touristen da sind, gibt es keine Gäste.

Einige staatliche Restaurants dagegen

sind geöffnet. Von ihnen gibt es einige.

Früher waren sie kulinarisch durch-

FineTobacco[+] 01·2021 39


SERIE•MANUFAKTUREN

In der Corona-Manufaktur wird inzwischen

wieder gearbeitet

Cafe Calle Obispo – im Hintergrund die Calle

Obispo, DIE Einkaufsstraße von Havanna,

früher voller Touristen (kleines Bild rechts)

weg eher weniger zu empfehlen. In

den letzten Jahren hatten sich wenigstens

einige davon wirklich verbessert

und man konnte vielleicht nicht hervorragend,

aber doch gut essen gehen.

Einige staatliche Restaurants sind jetzt

geöffnet und sollen sehr gut besucht

sein. Nämlich von Kubanern.

das. Denn die Läden und das darin

angebotene Sortiment auf dieser

Straße waren meiner Meinung nach

eigentlich schon immer eher für die

kubanische Kundschaft geeignet. Havanna

ist die einzige Stadt, in der ich

mir noch nie ein Paar Schuhe, eine

Tasche oder einen Schal gekauft

habe. Dinge, die ich mir sonst gern

von unterwegs, als praktisches Kleidungsstück

und gleichzeitig schöne

Erinnerung, mitbringe. Insofern ist

es nur konsequent, dass die Leute

dort einkaufen, für die auch das Sortiment

geeignet ist. So sie es sich

denn leisten können.

Bitte mit Abstand: zwei oder drei Plätze

zwischen den Rollern bleiben nun immer frei

Und das ist nicht alles! Die Calle

Obispo, DIE Einkaufsstraße Havannas

schlechthin, ist voll! Nicht mit Touristen,

sondern mit Kubanern. Sie soll

voller sein als in den Jahren zuvor.

Die Kubaner haben sich ihre Altstadt

zurückerobert! Und eigentlich passt

Ja, die Lage der Kubaner ist

schlecht. Auch das „Festival del Habano“,

eigentlich geplant für Februar

2021, ist gerade offiziell abgesagt

worden. Aber wie die Kubaner nun mal

sind, lassen sie sich davon nicht beirren.

Es muss ja weitergehen! Vielleicht

gibt es Hoffnung, wenn ab Januar nicht

mehr Donald Trump der Präsident der

USA ist, sondern Joe Biden. Trump

hatte die Reise- und Überweisungsmöglichkeiten

der Amerikaner nach

Kuba stark eingeschränkt. Eventuell

wird dies nun, ähnlich wie zu Zeiten

Barack Obamas, wieder lockerer. Das

wäre ein Lichtblick.

Die Kubaner hoffen, dass trotz der

Corona-Pandemie Touristen kommen.

Es gibt Regeln für einreisende Touristen,

die den Besuch leider nicht gerade

angenehmer machen. Ein Corona-Test

wird am Flughafen gemacht, von dem

man, falls der Test negativ ausfällt, das

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FineTobacco[+] 01·2021


Inserat 5thAvenue SKUs 2021 124x273 mm finetobacco 29.01.21

Ergebnis aber nicht erfährt. Danach

muss man sich ins Hotel begeben und

mehrere Tage in Quarantäne bleiben.

Eine Notversorgung mit Essen gibt es

wohl, welche Qualität dieses hat, ist

nicht bekannt. Dann, wenn die Quarantäne

zu Ende ist, muss man schauen,

wie man sich mit Nahrungsmitteln

versorgt. Und so kann man sich mit

den Kubanern anstellen und Lebensmittel

einkaufen. Das könnte spannend

und interessant sein. Ich denke jedoch,

man findet jemanden, der einem dabei

hilft. Einen hilfsbereiten Kubaner

wahrscheinlich. Denn hilfsbereit, das

muss man den Kubanern grundsätzlich

lassen, sind sie wirklich.

In den Zigarrenfabriken

wird

inzwischen wieder

gearbeitet

Und was machen die Zigarren? In

den Fabriken wird inzwischen wieder

gearbeitet. Mit dem nötigen Abstand,

das heißt, dass zwischen den Torcedores

entsprechend Platz sein muss,

in der Regel zwei oder drei Sitze. Eine

Zeitlang waren die Fabriken ganz geschlossen,

aber einige arbeiten wieder,

wie die Corona-Manufaktur. Es

geht also weiter. Die Mengen an Zigarren,

die produziert werden, sind wohl

trotz der geringeren Arbeiterzahlen

nicht gesunken. Tja, es sind halt keine

Touristen da, die im Land Zigarren

kaufen; da bleibt mehr für den Export.

Und das ist gut, denn die weltweite

Nachfrage nach Zigarren ist groß.

Sicher haben viele Aficionados beim

ersten Lockdown draußen geraucht,

das Wetter ließ dies zu. Aber vielleicht

gelingt es dem einen oder anderen,

sich einen Raucherraum im Inneren

des Hauses, und sei es im Keller, einzurichten,

verständnisvolle und tolerante

Partnerinnen und Partner natürlich

vorausgesetzt.

Denken wir an die Worte der Kanzlerin,

der Winter wird hart und lang

werden. Mit dem Genuss von Zigarren

lässt sich diese Zeit auf jeden Fall besser

durchstehen.

GENUSSVOLLE

VIELFALT FÜR

HABANOS-

LIEBHABER

www.5thavenue.de


KIKIS•REISENOTIZEN

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KAMTSCHATKA

ahoi

Von Kiki Baron

Ich habe in vieler Beziehung

Glück gehabt. Man kann sich

nicht aussuchen, in welche Familie

man hineingeboren wird. Meine

Eltern waren weit davon entfernt

begütert zu sein. Meine Mutter allerdings

hatte mit Gütern zu tun. In den

30er Jahren war sie Gutssekretärin

auf einem zigtausend Hektar Anwesen

in Schlesien. Dort war der Tisch

stets reich gedeckt. Dort wurde gute

frische Küche zelebriert, von der alle

Angestellten profitierten. Dort lernte

sie nicht nur Kutsche fahren und als

junge unverheiratete Frau sich gegen

aufsässige Knechte zu wehren. Sie

verfeinerte zudem ihren Geschmack

in Sachen Küche und Keller. Und

fand großen Spaß an Brutzelei und

Brotbacken. Von dieser Leidenschaft,

gepaart mit Offenheit gegenüber

fremdländischen Küchen, profitierte

ich von klein auf. Mein Vater indes,

vorm zweiten Weltkrieg als Bäcker

ausgebildet, ging anschließend zur

Seefahrtsschule und schipperte in

den letzten 20 Lebensjahren als Kapitän

um die Welt. So gesehen wurde

mir das Reisen und die Lust auf

Qualitätsküche bereits in die Wiege

gelegt. Kam hinzu, dass mein Vater

auf dem Schiff Zugang zu zollfreien

Zigaretten und Spirituosen hatte und

nämliche mit nachhause brachte. So

konnte ich bereits im Teenageralter

Freunde mit echtem Budweiser Bier

und Pommery für 10 DM die Flasche

bewirten. Dazu haben wir gepafft

wie die Weltmeister. Ich spreche

hier von den 70er Jahren. Geld war

zwar knapp, doch meine Mutter aromatisierte

bereits zehn Jahre früher

ihren Kartoffelsalat mit Kamtschatka-Crabs

aus der Dose. Ebenfalls aus

spottbilligen Duty-free-Beständen.

besuchen Sie auch

LOGBUCH – DER PODCAST

Aufzeichnungen einer

Reisejournalistin

@logbuch_podcast

Jeden Sonntag eine neue Folge bei

Spotifiy, Apple Podcast und Deezer.

Der feine Geschmack der Königskrabbenbeine

sowie das bunte Etikett

auf der Dose, und nicht zuletzt

der verheißungsvolle Name Kamtschatka

hatten sich in meinem kindlichen

Hirn derart eingenistet, dass

die Halbinsel im fernen Russland

nach Aufnahme meiner Tätigkeit als

Reisejournalistin und Restaurantkritikerin

ein Wunschziel wurde. 2016

war es endlich soweit. Während einer

Luxus-Kreuzfahrt durch das Ochotskische

Meer mit MS „Silver Discoverer“

stand ich auf dem Fischmarkt

von Hauptstadt Petropavlosk Kamtschatski.

Dort gab es die Monsterartigen

Krebse bis zum Abwinken, doch

zu einem Kilopreis, der sich kaum

vom hiesigen unterschied. Zudem,

wo abkochen? Unserem Schiffskoch

war es untersagt, Lebensmittel von

nichtlizensierten Ausrüstern in sein

Reich zu bugsieren. Doch Gottlob, er

drückte ein Auge zu. Mit russischen

Kollegen legten wir Geld zusammen

und so landete ein Monster von etwa

einem Meter Durchmesser von einer

Beinspitze zu gegenüberliegenden

im Riesenkochpott. Einer der Kollegen

griff nochmal tief in die Tasche

und kaufte obendrein zwei Kilo reines

Krebsfleisch. Das Gelage am

Abend war eines Zaren würdig. Die

Küche zauberte dazu eine opulente

Selektion typisch russischer Beilagen.

Feinster Wodka flutete im 5- Minuten-Takt

unsere Kehlen. Zwischendurch

das eine oder andere Gläschen

Roederer Cristal. Zarenmäßig eben.

Oder um es anders auszudrücken,

auf die imperiale Spitze getriebener

Ausdruck russischer Gastfreundschaft.

Was blieb? Ein Tonnenschwerer

Kopf am nächsten Morgen, kaputte

Finger vom Krebsbeine - Knacken

und die Glückseligkeit, einen langgehegten

Traum aufs Allerfeinste erfüllt

zu haben. Mehr geht nicht.

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ATELIER•LIMITADA

Zugegeben, einen Nachteil haben

Limitadas. Denn wie der Name schon sagt,

sind sie begrenzt, vom Zeitraum her oder

von der Menge. Wenn man aber eine „ergattert“

hat ist die Freude umso größer. Denn

die Masterblender der Manufakturen legen

ihr ganzes Können und alle Erfahrung in die

Produktion dieser kleinen Meisterwerke auf

Zeit. Unser Fotograf hat sich gedacht, dass

man diesen Kunstwerken nur gerecht wird,

wenn man sie im entsprechenden Umfeld

ins rechte Licht rückt – in einem Künstler-

Atelier, dass wir kurzerhand in unser „Atelier

Limitada“ umbenannt haben. Viel Vergnügen

beim Atelierbesuch.

Fotos: Studio Jan Roeder

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Kleine

Meisterwerke

auf Zeit

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ATELIER•LIMITADA

»Hätte Winston Churchill die Möglichkeit gehabt, die

Davidoff Winston Churchill Limited Edition 2021

Toro zu probieren. Sie wäre ihm wohl bereits nach den

ersten Zügen ans Herz gewachsen.«

DAVIDOFF WINSTON

CHURCHILL LIMITED

EDITION 2021

Vitola Toro

Deckblatt Ecuador

Umblatt Dom. Rep., Seco

Einlage Dom. Rep., Nicaragua

Länge 152 mm

Gauge 21,0 mm

Preis 29,50 €

Vertrieb Davidoff of Geneva

Germany GmbH

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FineTobacco[+] 01·2021


BOSSNER BLACK

EDITION

Vitola Corona

Deckblatt Ecuador

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

(Esteli, Jalapa)

Länge 140 mm

Gauge 17,5 mm

Preis 5,80 €

Vertrieb Golden Mile GmbH

»Bei der Herstellung werden ausschließlich Tabaksorten höchster

Qualität ausgewählt und in eigenen Fabriken verarbeitet. Zigarren die mit

einer nussigen Karamell Note beginnen. Leichte Pfefferaromen gesellen

sich hinzu ohne dominant zu werden. Ein wirklich toller Smoke.«

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ATELIER•LIMITADA

»Schon vor dem Anzünden verströmt die Black

Market ein sehr angenehmes Aroma. Auch der

Zigarrenring zieht jeden Aficionado gleich in

seinen Bann. Ihr Geschmack nach geröstetem

Kaffee gepaart mit holzigem Aroma bei idealen

Raucheigenschaften verspricht eine wunderbare

Auszeit vom Alltag.«

ALEC BRADLEY BLACK

MARKET DIAMOND

Vitola Toro, Boxpressed

Deckblatt Nicaragua

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

Länge 158 mm

Gauge 21,0 mm

Preis 10,50 €

Vertrieb Wolfertz

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»Diese Figurado zeichnet sich durch ihre natürlich fermentierten,

dunklen Deckblätter aus. Für die Einlage

verwendet Ramon Allones ausschließlich mindestens zwei

Jahre reifegelagerte Tabake.«

RAMON ALLONES

EDICION LIMITADA

2019 ALLONES NO. 2

Vitola Campanas

Deckblatt Kuba

Umblatt Kuba

Einlage Kuba

Länge 139 mm

Gauge 20,6 mm

Preis 15,90 €

Vertrieb 5th Avenue

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ATELIER•LIMITADA

»Die Baron ist ein echte High-End-Smoke.

Diese Zigarre kann mit bestem Gewissen

als sehr lecker bezeichnet werden. Das

exklusive Nicaragua-Blattgut ist hocharomatisch

und ausgereift, was diese Zigarre

zu einem Erlebnis für Gaumen und Zunge

macht. «

BOSSNER BARON

Vitola Toro

Deckblatt Ecuador, H 2000

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

Länge 152 mm

Gauge 23,8 mm

Preis 18,30 €

Vertrieb Golden Mile GmbH

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LA GALERA ANEMOI

Vitola Toro

Deckblatt USA Conecticut

Connecticut Shade

Umblatt Dom. Rep., Corojo

Einlage Dom. Rep.

Criollo, Piloto

Länge 162 mm

Gauge 20,06 mm

Preis 11,00 €

Vertrieb Woermann Cigars

»Der Rauchverlauf dieser mittel- bis

vollmundigen Zigarre beginnt angenehm

leicht. Nach und nach entwickelt

sich der Smoke zu einem geschmacklichen

Hochkaräter. Es erwarten Sie

Aromen von Kaffee, Nuss und Erde, die

mit ledrigen, holzigen und pfeffrigen

Geschmacksnoten untermalt wird. «

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ATELIER•LIMITADA

»Mittelkräftig bis vollmundig bietet ihre exklusive Mischung,

ein intensives Aroma und einen reichen Geschmack mit Noten von

Zedernholz, Kaffee und Nüssen.«

VEGAFINA YEAR OF

THE OX 2021

Vitola

Deckblatt

Umblatt

Einlage

Gran Titan

Nicaragua

Nicaragua

Dom. Rep.,

Nicaragua

159 mm

22,2 mm

Länge

Gauge

Preis 13,75 €

Vertrieb Villiger

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»Voller Geschmack für wahre Kenner. Die Perdomo Reserve

10th Anniversary Boxpressed Maduro ist eine mittel- bis

vollmundige Puro, bestehend aus einem dunklen, öligen

sechsjährigen Nicaragua Deckblatt, das im Bourbonfass

für weitere 14 Monate gereift ist.«

PERDOMO RESERVE

10TH ANNIVERSARY

MADURO

Vitola Robusto, Boxpressed

Deckblatt Nicaragua

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

Länge 127 mm

Gauge 21,4 mm

Preis 9,80 €

Vertrieb Don Stefano

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FINE•LIFE

Ritter Instruments – Gitarren für Stars

Der KLANG des

Unsichtbaren

SJens Ritter baut E-Gitarren und -Bässe, die Sound und Shape

auf die Spitze treiben. Seine Kreationen werden ihm regelrecht

aus den Händen gerissen und viele prominente Musiker haben

einen echten „Ritter“ in ihrer Sammlung. Auch in mehreren Museen

– etwa dem New Yorker Metropolitan Museum of Art oder

dem American Art Museum (Washington, D.C.) – sind seine Instrumente

zu sehen. Woher er seine ausgefallenen Ideen nimmt?

„Das Leben und die Welt sind mir Inspiration“ sagt der Mann aus

dem pfälzischen Deidesheim.

Text: Elmar Schalk | Fotos Nina Bauer

Jeden Sommer, zu coronafreien

Zeiten, wird es richtig laut

im finnischen Oulu: Dann treffen

sich Rockfans aller Nationen, um

ihre Gitarrenheros auf der Bühne zu

feiern. Etwa den Japaner Nanami „Seven

Seas“ Nagura oder Matt „Airistotle”

Burns aus den USA. Sobald sie aber

in die Saiten hauen, scheint etwas zu

fehlen – die E-Gitarre. Sie spielt bei der

Luftgitarren-Weltmeisterschaft eine

gleichwohl tragende wie unsichtbare

Rolle. Als Preis für die glaubwürdige

Darstellung winkt übrigens kein Luftpokal

sondern eine echte Gitarre. Wer

nun meint, in Sachen Musik würden

nur die Finnen spinnen, sollte 2.700

km weiter südlich ins pfälzische Deidesheim

reisen. Dort fertigt ein Mann

edelste E-Gitarren und -Bässe, die er in

Weißwein ertränkt oder mit Grillkohle

und Whiskey bepinselt. Und wenn er

sie nicht manisch mit dem Schraubenzieher

zerkratzt, baut er unspielbare

Instrumente ohne Saiten oder beschallt

volle Weinfässer.

Hauptsache Bass

Die Musik ist für Jens Ritter ein feiner,

roter Faden, der sich durch sein

ganzes Leben zieht. Als Jugendlicher

hört er Punkrock, liebt vor allem die

druckvollen Bässe, die er immer an

der Hifi-Anlage seines Vaters reindreht.

Mit zwei Freunden beschließt er

eine Band zu gründen. Der erste Gig ist

schon gebucht, allein die Instrumente

fehlen noch und die Fähigkeit, sie zu

spielen. Also tauscht er in einem Antiquitätengeschäft

sein Gespartes gegen

einen E-Bass, der schon bessere

Tage gesehen hat. Mit einigem Fleiß

und dem Studium von Video-Musikkassetten

bastelt Jens Ritter an seiner

Karriere und am hinfälligen Bass. Auch

das nächste Exemplar wird modifiziert.

Weil das handwerkliche Können

früh vom Vater gefördert wurde, stellt

der Filius eigene Regler-Knöpfe an der

Drehbank her und beginnt sein Instrument

zu verschönern. Das spricht sich

herum. Aus den Gitarrenreparaturen

erwächst schließlich die Idee, einen eigenen

E-Bass zu bauen.

Ein großer Schritt

1996: Ritter ist inzwischen Maschinenbautechniker

für ein großes Unternehmen,

als er seine ersten beiden

Arbeiten dem Redakteur eines Gitarren-Fachmagazins

vorstellt. Der will

ihm nicht glauben, dass es sich um

Erstlingswerke handelt – so ausgereift

die Form, so akkurat die Verarbeitung.

Aber der junge Mann erhält einen lobpreisenden

Artikel im Magazin und

bald die ersten Bestellungen. Weil der

Instrumentenbauer noch nie im Mainstream

schwimmen wollte, geht der

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FineTobacco[+] 01·2021 55


FINE•LIFE

bekennende Perfektionist von Anfang

an in die Extreme. Gemäß seinem Credo

„Nur das Beste hebt sich vom Rest

ab!“ verwendet er ausschließlich die

Komponenten, die seinem hohen Qualitätsanspruch

genügen. Das geht ins

Geld. „Zu teuer für den Markt!“ orakeln

die Experten, die seine Werke in

den höchsten Tönen loben. Aber der

Pfälzer lässt sich von solchen Kommentaren

ebenso wenig beirren, wie

seine Kunden vom erhabenen Preisniveau.

Und eigentlich will er nur noch

Bässe bauen. Drei Jahre später folgt

Jens Ritter seinem Herzen mit allen

Hart, schön & leicht

Dabei genießt er die grenzenlose

Freiheit, den Beruf des Instrumentenbauers

nie erlernt zu haben – komplett

unbelastet experimentiert er mit Formen

und Materialien. Mittels „trial and

error“ greift Ritter auch zu Hölzern,

die im traditionellen Instrumentenbau

nicht vorkommen. Denn obwohl

die E-Gitarre dieses Jahr ihren 90.

Geburtstag feiert, ist sie oft noch der

jahrhundertealten Akustikgitarre verhaftet,

wo schwingungsfähiges Holz

die Lautstärke liefert. Die elektrifizierte

Version besitzt aber Tonabnehmer

und Regler und wird an einen Verstärker

angeschlossen, weshalb der

akustische Klangkörper (der die Saitenschwingungen

verstärkt) hier eine

nicht ganz so große Rolle spielt. Jedenfalls

lieben seine Kunden den Klang

des harten Holzes von Anfang an. Trotz

des schwereren Materials gelten seine

Gitarren dennoch als Leichtgewichte,

weil sie sehr flach ausgeformt sind

und auch bei der Fertigung viel Holz

lassen.

Konsequenzen und kündigt den lukrativen

Job. Der 27-jährige hat genügend

Startkapital angespart, um ohne wirtschaftliche

Zwänge die Instrumente zu

realisieren, die in seinem Kopf Form

angenommen haben.

3000 Dollar-Brennholz

Herbst 2019: Ein Besuch bei „Ritter

Instruments“ in Deidesheim. Im

Ortskern drücken sich die historischen

Gebäude eng aneinander. Ende des 20.

Jahrhunderts war das Weinbaustädtchen

weltberühmt, weil der Altkanzler

Helmut Kohl hier Gäste wie Margaret

Thatcher oder Michail Gorbatschow

empfing. Hinter einem dieser pittoresken

Tore verbirgt sich ein lauschiger

Innenhof, umrahmt von einem Fachwerkensemble

aus dem 18. Jahrhundert.

Vor ein paar Jahren konnte Jens

Ritter das komprimierte Anwesen

kaufen, das alle Bereiche in sich vereint

– Wohnung, Werkstatt, Showroom

und eine Ahnengalerie seiner Gitarren.

In der Werkstatt feilt gerade der

Mitarbeiter Lucas Popow am Korpus

eines E-Bass’, die zuvor ausgesägte

Grundform erhält ihre Rundungen. Im

hoch aufragenden Raum entdeckt man

Werkzeug, Schablonen und schwere

Maschinen an den Wänden. Auf die

Frage, wie die Temperaturen im alten

Gemäuer sind, antwortet Jens Ritter:

„Für den Winter haben wir hier einen

sehr guten Ofen, wo wir die falsch

produzierten Gitarren verheizen.“ Mit

einem Lachen fährt er fort: „Nein, natürlich

nicht – das wäre ein teures Feuer!“

Tatsächlich kosten manche Hölzer

ein Vermögen. Der Gitarrenbauer deutet

auf eine wellenförmige Maserung:

„Das ist ein Quilted Maple – sehr selten.

In dieser Qualität bekommen Sie

vielleicht fünf Stück pro Jahr.“ Kostenpunkt

des Wölkchen-Ahorns in der

erforderlichen Breite: 3000 Dollar. Bei

aller Exotik achtet er aber immer darauf,

dass sein Holz aus zertifizierter,

nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Glitzern für Lady Gaga

Manchmal sind die Korpusse aber

auch von einer farbigen Lackschicht

überzogen oder aufwendig mit Swarovski-Steinchen

bestückt. Die Mitarbeiterin

Danuta Fries weiß ein Lied

davon zu singen, wenn es um die Sandokan-Gitarre

geht. Denn um die etwa

11.000 Swarovski-Steinchen einzeln

56

FineTobacco[+] 01·2021


anzubringen, benötigt sie einen Zahnstocher,

eine Winzigkeit Knetgummi

und gut 40 Stunden Arbeit. Glücklicherweise

ist die Sandokan eine limitierte

Edition von acht Stück, ein

Exemplar besitzt die Sängerin Lady

Gaga. Danuta Fries’ aktuelles Tagwerk

fällt weniger kleinteilig aus: Sie sitzt

am Gitarrenmodell Princess Isabella

und montiert die vergoldeten Potentiometer

– mit denen man beispielsweise

die Ausgangslautstärke regelt. Die

E-Gitarre geht nach Mexiko zu Manuel

Mijares, der u.a. den spanischen Titelsong

für „Die Schöne und das Biest“

performed hat. Das mit blauem Paisley-Stoff

bezogene Instrument gehört

zu einer limitierten Kleinserie namens

„3 Days in London“. Die Idee für das

ausgefallene Design hatte Jens Ritter

bei einem Kurztrip in die britische

Hauptstadt. Als er sich vor dem Regen

Schutz suchend in einem Polstergeschäft

wiederfand, entdeckte er traumhafte

Seidenstoffe mit Paisley-Muster.

Sind es also manchmal Zufälle, die ihn

zu Ideen führen? „Ja, absolut“, nickt

der Designer, „ich habe keine spezielle

Inspirationsquelle. Das Leben und die

Welt sind mir Inspiration.“

Mit den Stars auf dem Sofa

Werbung für seine Instrumente

musste Ritter dabei nie schalten. Die

Begeisterung der einen entflammte immer

die Leidenschaft der anderen. So

auch 2009, als der Grateful Dead-Bassist

Phil Lesh in Jimmy Fallons „The

globally awarded

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FINE•LIFE

Tonight Show“ mit seinem neuen Ritter-Bass

einen TV-Auftritt hat: Sofort

sticht das schwarze Designstück ins

Auge, dieser abgefahrene Schwung mit

den blauen LEDs. Und als der Firmenschriftzug

kurz ins Bild kommt, sorgt

das Modell Eye of Horus für einen Flächenbrand

in den Staaten. Mittlerweile

zählen die Sängerin Mary J. Blige, der

Van Halen-Gitarrist Sammy Hagar, die

Bassisten Paul Turner (Jamiroquai) und

LaMarquis Jefferson (Usher) sowie der

Jazz-Gitarrist und Sänger George Benson

zu seinen prominentesten Kunden.

Letzterer öffnete ihm die Augen für ein

58

FineTobacco[+] 01·2021


Thema, das eine zentrale Rolle in Ritters

Arbeiten einnehmen sollte: Der Gitarrenbauer

sitzt auf dem Plüschsofa

des mehrfachen Grammy-Gewinners,

als ihm dieser aus seiner umfangreichen

Sammlung ein eher unspektakuläres

Instrument in die Hand drückt,

das einen mittelmäßigen Klang hat.

Wie er es findet, will der berühmte

Musiker wissen. „It’s okay“, meint sein

Gast diplomatisch. Auf dieser Gitarre

habe er seinen Welthit „On Broadway“

komponiert, erklärt George Benson.

„Und auf ein Mal hielt ich etwas Legendäres

in der Hand!“ sagt Jens Ritter

heute: „Vielleicht hatte er sich auch nur

einen Spaß erlaubt und die Gitarre war

aus dem Baumarkt, aber in diesem

Moment hatte sich bei mir dieser psychologische

Input festgesetzt“. Von der

Funktion erhält man den technischen,

von der Information den seelischen

Wert, lautet seine Erkenntnis.

Colani, Stradivari & Co.

Drei Jahre zuvor hatte Ritter ein

ähnlich erhellendes Erlebnis. Zu den

Künstlern, deren organische Arbeiten

ihn schon immer faszinierten, zählen

Constantin Brâncuși, Jean Arp, Barbara

Hepworth und der Designer Luigi

Colani. „Bei Colani hatte ich 2006

einen Termin bekommen. Das war für

mich der Hammer, weil ich ihn sehr

verehre.“ Ihm zeigte er stolz seine

neueste Arbeit, ein meisterhaftes Instrument

in schwarzem Klavierlack:

Als der Gitarrenbauer dem Designer

das edle Stück mit weißen Samthandschuhen

darreicht, zückt dieser einen

weißen Lackstift und fängt an, darauf

herumzukritzeln: „Kuck mal, das würde

ich so machen... Und hier kannst

du noch ein bisschen wegnehmen...“

Plötzlich war das komplette Instrument

besudelt! „Doch dann habe ich

die Gitarre entgegengenommen“, erinnert

sich Ritter heute, „und gedacht:

„Whow – ich hab’ ein Instrument, auf

dem sich Colani verewigt hat!“ Es war

nun etwas komplett anderes. Lange

Zeit hatte sich der Deidesheimer auf

die technische Perfektion konzentriert.

Nach und nach rückten aber

andere Themen in den Fokus: Die tiefere

Bedeutung, die Menschen Dingen

beimessen und die psychologische

Bindung zwischen Musiker und Instrument.

In einem Blindtest kann ein

Publikum nicht erkennen, welche Geige

die Stradivari ist. Nur, wenn der Musiker

seine Augenbinde abnimmt und

sie mit einem anderen Wissen spielt.

Der legendären Marke aus Cremona

wollte Jens Ritter eines Tages auf den

Grund gehen: Er gab sich als Journalist

aus und fuhr nach Italien für einen

fünfminütigen Pressetermin bei Dr.

Andrea Mosconi, dem Konservator der

Stradivari-Sammlung. Sofort hatte

Mosconi rausbekommen, dass der Besucher

Gitarrenbauer ist, aus den fünf

Minuten wurde ein halber Tag, und der

Pfälzer durfte in einem inoffiziellen

Museum alle Geigen und Schablonen

fotografieren. Dann die entscheidende

Frage: Was macht die Stradivari so besonders?

Die schockierende Antwort

des Dottore: Stradivari war ein gigantischer

Marketingmann. Er hat seine

Geigen dem König von Frankreich

geschenkt und das dortige Orchester

ausgestattet. Es gab noch andere Highend-Geigenbauer,

aber die waren

einfach „nur Handwerker“, während

Stradivari verstanden hatte, dass die

Geige mehr ist als ein Werkzeug.

Sushi mit Bodenhaftung

Früher gab es bei „Ritter Instruments“

nur eine Checkliste, um die

technischen Daten beim Kunden abzufragen.

Die gibt es immer noch.

Aber heute lernt man sich beim Essen

kennen, trinkt vielleicht einen Pfälzer

Riesling und hört einander zu: Was ist

der Kunde für ein Mensch? Was macht

er? Was sind seine Storys? Ritter will

eine enge Bindung zwischen dem Musiker

und seinem Instrument schaffen.

Und sei es auch nur durch einen

Fußabdruck, den ein frischgebackener

Vater von seinem Baby auf dem Gitarrenkorpus

hat. „Das ist keine Esoterik,

sondern einfachste Psychologie.“ Man

kann dem Designer aber auch völlig

freie Hand lassen. „Omakase“ nennt er

das – ein Begriff, den der Sushi-Liebhaber

der japanischen Küche entlehnt

hat: Der Gast überlässt dem Koch die

Wahl der Speisen. Doch egal, für welches

Menü man sich entscheidet, Geduld

ist wichtig. Denn in Deidesheim

werden pro Jahr nur etwa 70 Instrumente

gefertigt und die Nachfrage ist

weit höher. Verliert man da nicht die

Bodenhaftung bei so viel Zuspruch und

prominenten Bekanntschaften? Der

Endvierziger lächelt: „In den letzten 25

Jahren habe ich im Musikbusiness gelernt,

dass alle Menschen, die langsam

zu Weltstars geworden sind, Bodenhaftung

besitzen.“ Ob mit dem Schlagzeuger

von Deep Purple in der Innenstadt

von Montreux oder mit Sting in

der Warteschlange Richtung Sektstand

– alles normale Menschen. Und er erinnert

sich an den Superstar Prince,

mit dem ihn eine enge Freundschaft

verband, wie er einmal einer Putzfrau

aufhalf, die gestürzt war. Sein Tod 2016

hat ihn tief getroffen. „Von ihm habe ich

wahnsinnig viel gelernt...“

Die Essenz der Heimat

Trotz seiner internationalen Kontakte

wollte Jens Ritter nie weg aus der

Pfalz. Mit der Region ist er tief verwurzelt

wie ein alter Weinstock. Manchmal

plant er auch Aktionen mit den

örtlichen Weingütern. So etwa 2017:

die Versteigerung einer Gitarre, deren

Korpus einige Monate im Weißwein lag.

Mit der Auktion und dem Verkauf der

Weine wurden schließlich 32.000 Euro

für die Kinderkrebshilfe erzielt. Für das

örtliche SOS Kinderdorf konnte 2021

ebenfalls eines seiner Instrumente für

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FINE•LIFE

FL: Sie durften sich nicht als Künstler

sehen?

JR: So bin ich aufgewachsen: Künstler

ist man, wenn man Kunst studiert und

Kunst macht. Aber auf einmal bezeicheinen

fünfstelligen Betrag versteigert

werden. Ab und an packt den Deidesheimer

jedoch das Fernweh. „Ich muss

ein Mal im Monat raus aus Deutschland,

ich brauche Kulturfutter, Action,

Weltstadt.“ Nach zehn Tagen in seiner

Lieblingsmetropole New York zieht es

ihn aber wieder heimwärts. Und dann

fährt er Samstagmorgens mit dem Rad

hinauf zum Eckkopfturm, um Bratwurst

tionen in der Musikwelt initiiert hat? Was

ist das für eine Persönlichkeit, was hat sie

mit uns gemacht?“ Immer öfter taucht er

„in die Psychologie dahinter“ ein, spielt

mit der Formensprache: „Wann triggert

es den Betrachter, dass es sich um eine

E-Gitarre handelt?“ Jens Ritters Suche ist

also noch lange nicht zu Ende. Und das ist

gut so. Denn bis dahin wird er wohl noch

viele schöne Stücke erschaffen.

Definition „Künstler“

Fine Life: Sie hatten eine Ausstellung in

der Hohmann Art Gallery, einer sehr bekannten

Kunstgalerie in Palm Springs.

Wurden dort auch Ihre spielbaren Gitarren

gezeigt?

Jens Ritter: Nein. Das möchte ich strikt

voneinander trennen: Auf der einen

Seite die spielbaren Gitarren zum Musizieren

oder Sammeln, auf der anderen

Seite die reine Kunst – nichtfunktionale

Instrumente, Objekte und Installationen.

FL: Bezeichnen Sie sich selbst als

Künstler?

JR: Ich habe mich jahrelang nicht als

Künstler wahrgenommen. Als Kunsthandwerker,

ja. Ich bin gelernter Ingenieur

als Maschinenbauer. Und ich

konnte mich, von meiner psychologischen

Seite aus, nie als Künstler sehen.

Das hat Jahre gedauert, bis ich

vor mir selbst zugeben konnte, dass

ich „Künstler“ bin.

zu essen und zu chillen. „Das ist meine Basis.“

Diese Reduktion auf das Wesentliche

findet man in der Formensprache seiner

Instrumente und als Maximalkonzentrat

in seinen Kunstobjekten. Von der japanischen

Kultur beeinflusst, strebt er nach

Minimalismus. Durch das bewusste Weglassen

werden Dinge sichtbar, die nicht zu

sehen sind. So bringen es seine Skulpturen

auf den Punkt: Auf den ersten Blick

sehen sie aus wie Gitarren, doch es sind

klare Symbole – ohne Saiten, Regler oder

Tonabnehmer ihrer ursprünglichen Funktion

beraubt. „Die E-Gitarre hat sich selbst

ersetzt“, sagt Ritter. Mit dem Grunge in

den 1990ern ist auch sie verschwunden.

„Durch meine Kunstobjekte bin ich da ein

bisschen auf der Suche.“ Viele Sammler,

die keine Gitarre spielen, sich aber extrem

zur Musik hingezogen fühlen, hängen sich

die Stücke an die Wand oder stellen sie

als Symbol für eine bestimmte Ära, als

„Kulturdenkmal“ auf. Gemeinsam mit seiner

Ehefrau, der Künstlerin Simone Rutz,

betreibt der Designer mit „Ritter 27“ eine

nahe gelegene Galerie, wo diese Arbeiten

zu sehen sind. Seit einem Vierteljahrhundert

baut er nun schon Gitarren, doch viele

Fragen sind für ihn noch offen. „Wer ist

die Gitarre, die eine der größten Revolu-

60

FineTobacco[+] 01·2021


neten mich Asiaten und Amerikaner als

Künstler. Irgendwann kamen dann große

Museen, die die Gitarren als Kunst angekauft

haben. Da kam ich ins Grübeln und

habe mich informiert, Gespräche gesucht

mit großen Künstlern. Und offensichtlich

habe ich auch Künstlergene in mir.

FL: Das heißt, die Titel kamen immer

von außen?

JR: Genau. Mittlerweile habe ich, teilweise

durch andere Künstlerbiografien,

verstanden, dass ich offensichtlich ein

Künstler bin und mich kreativ ausdrücke.

Das hat sehr viel freigesetzt: ich

mache viele Installationen und Objekte,

die nichts mehr mit spielbaren Gitarren

zu tun haben. Das ist sehr spannend,

weil ich von der Kunstwelt viel für die

Gitarrenwelt lerne und umgekehrt. Für

den Deutschen ist die Definition ganz

einfach: Hat es eine Funktion, ist es

Kunsthandwerk. Hat es keine Funktion

ist es Kunst. Da ist man in Asien und

Amerika auf einem ganz anderen Level.

Gitarren als Spekulationsobjekte

Fine Life: Haben Sie nie die Befürchtung,

dass Ihnen irgendwann die Ideen

ausgehen?

Jens Ritter: Nein, ich habe eher zu

viele Ideen, die ich realisieren möchte.

Auf meinem Computer habe ich Ideen

für die nächsten 100 Jahre (lacht). Da

muss ich eher selektiv vorgehen.

FL: Nach welchen Kriterien wählen Sie aus?

JR: Nach Lust und Faszination. Das,

worauf ich am meisten Lust habe, zieht

auch am meisten. Ich passe ja kein Produkt

dem Markt an, sondern ich verkaufe

einen Teil von mir – meine Ideen.

Mittlerweile habe ich Kunden, die mir

Geldbeträge zur Verfügung stellen und

nicht wissen, was sie bekommen. Das

ist die Omakase-Geschichte: sie bestellen

blind und vertrauen mir, dass

ich das Richtige mache.

FL: Das heißt, die Kunden vertrauen

darauf, dass da etwas Geniales

kommt?

JR: Der Vorgang ähnelt dem in der

Kunstwelt. Zu den großen Malern

kommt auch keiner und sagt „Mal’ mal

meinen Hund!“, sondern „Ich möchte

gerne das nächste Werk kaufen“.

FL: Sind Ihre Gitarren mittlerweile

Spekulationsobjekte?

JR: Ja. Ich habe mehrere Kunden, die

gar nicht selbst spielen; sie kaufen

als reine Wertanlage. In Brasilien

wurde auf ebay ein Instrument verkauft

für das Dreifache vom Neupreis.

FL: Schmerzt es Sie nicht, dass manche

Ihrer Gitarren dann gar nicht bespielt

werden?

JR: Lange Zeit war mir gar nicht wohl,

dass meine Gitarren im Museum hingen

– fünf Stück sind es mittlerweile.

Ich hatte darauf den Direktor des New

Yorker Designmuseums angesprochen.

Seine Antwort: „Kurzfristig gesehen

ist das vielleicht unangenehm,

doch irgendwann werden Sie nicht

mehr auf dem Planeten sein, aber Ihre

Instrumente schon. Die werden eines

Tages bespielt, und wenn es erst in

100 Jahren ist.“ Das hat mich überzeugt.

Manchmal werden sie auch

verliehen: In den USA habe ich einen

Sammler, der über 50 Gitarren von

mir besitzt. Das war auch erst mal ein

seltsames Gefühl. Aber er verleiht sie

an Jugendliche bei Förderprogrammen

oder Wettbewerben. Und das ist

sehr cool.


GENUSS•INTERVIEW

Glücksmomente

für Weinliebhaber

Das 5-Sterne SPA-HOTEL Jagdhof in Neustift, Tirol, zählt zu den besten

Wellness-Hotels in Österreich. Neben seiner optimalen Lage im Stubaital,

die im Sommer zum Wandern, Klettern, Biken oder Reiten und im

Winter zum Skifahren, Tourengehen, Schneeschuhwandern und Rodeln

einlädt, bietet das Hotel inmitten eines 5.000 m² großen Hotelgartens

gelegen, ein breit gefächertes Angebot.

Interview: Peter Gabler

62

Der gebürtige Neustifter Leo

Pfurtscheller eröffnete 1956

mit seiner Frau Margot das Café Gletscherblick

auf 400 m² in Neustift. 1977

erbaute das Ehepaar an der Stelle des

Café das Hotel Jagdhof, das gleich

nach seiner Eröffnung mit fünf Sternen

ausgezeichnet wurde und damals das

einzige Hotel der Region mit Hallenbad

war.

Heute leitet Sohn Armin Pfurtscheller

gemeinsam mit seiner Frau Christina

den Jagdhof.

Ein Highlight ist der hauseigene Weinkeller:

Von rund 1.100 Positionen lagern

ca. 20.000 Weinflaschen in dem spektakulären

Keller, der zu den besten Österreichs

zählt. Darunter sind erlesene

Raritäten aus dem Bordeaux und dem

Burgund sowie umfangreiche Sammlungen

von Romanée-Conti- und Château

Mouton-Rothschild-Weinen, zwei der

renommiertesten Weingüter der Welt.

Der Weinkeller, untergebracht im früheren

Atombunker des Hotels, ist ausgestattet

mit heute raren Ziegeln der K&K

Zeit sowie handbemalten Kacheln und

Keramikfliesen aus der Mouton-Rothschild-Dynastie

und kann für Feiern

oder Degustationsabende in kleiner

Runde gebucht werden. Die Weinkarte

des Jagdhofs wurde vom Falstaff-Guide

2020 mit der maximalen Punktzahl von

FineTobacco[+] 01·2021

20 ausgezeichnet. Das britische Magazin

„The World of Fine Wine“ vergab

ebenfalls die Höchstnote, mit drei Sternen.

Die herausragenden Auszeichnungen

sind auch ein Verdienst von Jagdhof

Sommelier Albin Mayr.

Herr Mayr wie lange sind Sie schon

Sommelier im Jagdhof? Sind sie auch

ein gebürtiger Neustifter?

Mit einer Unterbrechung von 12 Jahren

insgesamt 15 Jahre.

Nein, ich bin ein gebürtiger „Mühlviertler“

(Oberösterreich) in Linz aufgewachsen.

Wie viele absolute Raritätenverkostungen

haben Sie in dieser Zeit betreut?

Im Jagdhof schon alleine 25 und die

Nächste ist schon in Planung, wir werden

uns an einem Abend mit dem Piemont

beschäftigen, Tag 2 gehört der

Region Bordeaux und das Finale wird

sich dem Thema Burgund annehmen.

An welches Tasting erinnern Sie sich

mit besonderer Begeisterung?

Das ist schwer zu beantworten - es

wäre anmassend bei dieser großartigen

Anzahl an wertvollen und aussergöhn-


lichen Raritäten und Spezialitäten eine

Reihung vorzunehmen. Unvergesslich

auch die Latour-Probe mit 35 Jahrgängen

Château Latour im Beisein von

Monsieur Frederic Engerer - Präsident

von besagtem Premier Grand Cru Château

in Pauillac!

Da sind ja sicher auch namhafte

Teilnehmer dabei. Können Sie ein paar

nennen?

Da Wein-Connaisseurs in der Regel

nicht mit ihrem Konsumverhalten prahlen

sondern sich einfach nur freuen

bzw. über das sich im Glas befindliche

weinige Getränk begeistern - sind auch

wir zurückhaltend diskret.

Aber die Menschen-Mischung beginnt

beim namhaften Winzer, über Fachkollegen,

Händler, Privatiers bis hin zum

demütigen Genießer welcher sich dieses

traumhafte Erlebnis oder auch Hobby

eventuell vom Mund abspart!

Schön ist auch, dass sich immer mehr

Paare diese Freude teilen!

Welches ist Ihr Lieblingswein?

Noch schwieriger zu beantworten ;-)

Leichter ist zu sagen, welches meine

Letzten 5 grandiosen (unter Laufenden

Highlights) Erlebnisse waren:

▶ Vega Sicilia Uniqua 1996 aus der

Magnum

▶ Château Angelus 2004

▶ Riesling Hubacker GG, Keller 2007

▶ Vosne-Romane Leroy, Domaine

D´Auvenay 2004

▶ Chambertin Grand Cru, A. Rousseau

1993

Die teuerste Flasche im Keller und eine

Herzensfrage „Würden Sie die auch

verkaufen“?

La Tache 2000, 6 lt, Romanée Conti.

JA, aber nur wenn die Herren Pfurtscheller

und meine Wenigkeit mindestens

ein Glas miterleben dürfen!!!

Nun wird ja bei Weintastings auch

immer viel Wasser getrunken. Welches

ist das ideale Wasser zum Wein?

Hallstein. Den Grund kennen Sie ja mindestens

so gut wie ich! ES kompromittiert

nicht und ist noch mega gesund.

Vielen Dank für das kurze Interview,

Herr Mayr, das ja dank Corona nur

schriftlich stattfinden konnte.

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GENUSS•PRODUKTE

64

Das reinste

Naturwasser der Welt

Für ihre Gesundheit schwören Viele auf Zitronen – oder Kurkuma Wasser

bzw. trinken grünen Tee usw. – doch wenig Gedanken machen sich

die meisten Menschen darüber, was für ein Wasser sie dafür nehmen

und ob ihr Trinkwasser, das sie täglich trinken, überhaupt gesund ist

oder ob es sie auf die Dauer nicht eher krank macht. Der Weltwassertag

am 22. März 2021 ist eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken.

Die Austro-Amerikanische Familie

Muhr geht schon seit

1999 dieser Frage nach. Im Frühjahr

1999 beschloss der Austro-amerikanische

Unternehmer Karlheinz Muhr

mit seiner Frau Elisabeth und den drei

Kindern Alexander Phillip und Stephanie,

dass die Familie keine zuckerhaltigen

Getränke wie Säfte und Limonaden

mehr trinkt. Mit dem Beschluss begann

die Suche nach dem idealen Wasser und

welche Parameter so ein reines Wasser

haben müsste. Daher entschlossen

sich die Muhrs mit Ärzten und Nahrungsexperten

die Eigenschaften von

Wasser, die besonders wirksam für die

Gesundheit sind, herauszufinden. Aus

all den über 300 Kriterien der Wassergesundheit

haben sich besonders acht

Kernparameter für die Definition der

Trinkwasserqualität herauskristallisiert,

die Wasser von höchster Qualität

sowie Reinheit, mit der perfekten Mineralisierung

und gesundheitsfördernder

Wirkung ausmachen.

1. Niedrige Austrittstemperatur an der

Quelle

2. Hohe natürliche Alkalität

3. Niedriger Natriumgehalt

4. Hoher Gehalt an gelöstem Sauerstoff

5. Niedriger organischer Kohlenstoffgehalt

6. Niedriger Nitratgehalt

FineTobacco[+] 01·2021

Text: Peter Gabler

Was ist eigentlich gesundes Trinkwasser?

7. Mäßiger Gehalt an gelösten Feststoffen

8. Ausgeglichenes Verhältnis von Kalzium

und Magnesium

Nachdem die Familie Muhr über mehrere

Jahre mit einem Team von Wissenschaftlern

und Wasserexperten ihre

acht Parameter erarbeitet hat, testeten

und tranken sie jedes im Handel

erhältliche Wasser und stellten fest,

dass fast jedes Wasser auf irgendeine

Weise behandelt worden war. Bis heute

hat die Familie Muhr über 4000 Wasser

analysieren lassen. Daher starteten sie

≠– eigentlich nur für den Familienbedraf

– mit Hilfe von Hydrogeologen eine

globale Suche, um das Terrain zu identifizieren,

in dem ein natürlich reines

Wasser entstehen kann, das ihren acht

Faktoren für Perfektion entspricht.

Sechs Jahre später wurden sie In der

österreichischen 800-Seelen-Gemeinde

Obertraun in der Dachsteinregion

2016 fündig. Die geologische Kalkstein-Struktur

in Kombination mit der

glazialen Verschiebung der Quelle ist

weltweit eine Rarität. Das Wasser ist

quantitativ limitiert, da das Wasser unter

Eigendruck, sprich artesisch, aus

großer Tiefe an die Oberfläche in den

Quellkopf kommt und dabei saisonal

variiert. Dieses Hallstein Artesian Water

der Familie Muhr wird einfach von

der Natur perfektioniert: ungefiltert, unbehandelt,

nicht erhitzt oder gepumpt

ist es das oder eines der reinsten Natur-Wasser

der Welt.

Wenn auch ihr eigenes Hallstein Wasser

sehr limitiert ist, ist es Karlheinz Muhr

und seiner Familie ein großes Anliegen

über das Thema Wassergesundheit

aufzuklären. Hallstein Wasser ist ideal

zur Stärkung des Immunsystems. Denn

nur besonders reines Wasser hilft dem

Körper sich von allen Giftstoffen zu reinigen

und unterstützt zudem das Immunsystem,

was zu einem verringerten

Risiko an Entzündungen und anderen

Gesundheitsproblemen führt.

Einen Großteil ihrer Einnahmen spendet

Hallstein Wasser an Wasser Benefizinitiativen

wie Operation Water, denn

tatsächlich sterben täglich rund 1000

Kinder an einem Mangel an sauberem

Wasser und sanitären Einrichtungen,

das sind mehr als an allen anderen

Krankheiten zusammen. 663 Millionen

Menschen, etwa 9% der Weltbevölkerung,

haben keinen Zugang zu Trinkwasser.

Hallstein Wasser ist z.Zt. nur bei Feinkost

Käfer in München erhältlich.


FineTobacco[+] 01·2021 65


GENUSS•PORTRAIT

Vom

Milchmann zum

Geheimagenten

Ihrer Majestät

Sean Connery wollte immer das Beste aus sich selbst machen.

Seine Version einer Tellerwäscherkarriere war ebenso einzigartig

wie der Schauspieler selbst.

Manche

Filmszenen

sind für die Ewigkeit:

Als sich Agent 007 zum ersten Mal

vorstellt, tut er dies eher nebenbei. Mit

nachlässiger Eleganz hängt eine Zigarette

zwischen seinen Lippen, während der

Blick auf seinem weiblichen Gegenüber

ruht. Er sagt „Bond“ (die Erkennungsmelodie

setzt ein), klickt das Feuerzeug zu

und ergänzt „James Bond“. 1962 wurde

ein Actionheld geboren, der bis heute

unsterblich ist. Seine Rolle verkörperten

bislang sechs verschiedene Darsteller.

Doch für die meisten Fans steht einer an

der Spitze – Sir Thomas Sean Connery. Bis

zum Debüt von „James Bond jagt Dr. No“,

das den 32-jährigen in den cineastische

Olymp hob, war es für ihn ein verzweigter

Weg. An seine Kindheit in Schottlands

Hauptstadt Edinburgh erinnerte sich

der Schauspieler immer gerne zurück,

obwohl er aus ärmlichen Verhältnissen

stammte. Aber für den Jungen war es

normal, dass sich die Toiletten der vollgestopften

Mietskaserne auf dem Gang

befanden, dass es nur in den öffentlichen

Bädern warmes Wasser gab und dass er

und sein Bruder Neil anfangs in Schubladen

schliefen. Bereits mit neun Jahren

lieferte er vor Schulbeginn Milch aus;

Text: Elmar Schalk

Sean wollte vor allem Fußball spielen und

eigenes Geld verdienen. Als er vier Jahre

danach seine Schulzeit beendet hatte,

saß er vormittags auf dem Pferdekarren

einer Molkerei, um nachmittags zu kicken.

Weil er 1947 den Wunsch hatte, die

Welt kennen zu lernen, verpflichtete sich

der 17-jährige für zwölf Jahre bei der Royal

Navy. 24 Monate später wurde er mit

einem Magengeschwür und zwei Tattoos

(„Mum and Dad“ und „Scotland Forever“)

entlassen. Der Dienst unter Vorgesetzten,

die ihren Rang einer privilegierten

gesellschaftlichen Position verdankten,

ging ihm gegen den Strich. Connery investierte

die kleine Invalidenrente in ein

Norton-Motorrad aus Armeebeständen

und strebte weiter nach Unabhängigkeit.

Um Geld zu verdienen, ergriff der junge

Mann jede Gelegenheit. Er war Türsteher

vor Tanzsälen, schleppte Druckplatten für

die „Edinburgh Evening News“, arbeitete

als Bademeister, war Aktmodell für die

Kunstakademie und polierte Särge, in denen

er ab und an auch schlief, wenn es

mal wieder länger dauerte. Besonders

leicht fiel ihm das Geldverdienen, wenn

er als Statist jobbte. In seiner Freizeit trainierte

er in einem Gewichtheberverein

oder kickte für Edinburgher Soccer Clubs.

Sean Connery träumte davon, Profifußballer

zu werden. Und für einen kurzen

Moment sollte er seinem Ziel ganz nah

sein. Doch das Schicksal hatte Größeres

mit ihm vor:

Vom Rasen auf die Bühne

Dank des Bodybuildings machte

der Schotte inzwischen eine gute Figur;

66

FineTobacco[+] 01·2021


so nahm er am Wettbewerb zum „Mister

Universum“ in London teil. Mit dem

Sieg wurde es zwar nichts, aber für das

Musical „South Pacific“ war man in der

Metropole auf der Suche nach kräftigen

Nebendarstellern, die sehr gut bezahlt

wurden. Stattliche 14 britische Pfund die

Woche sowie eine eigene Fußballmannschaft

des Ensembles überzeugten Connery

sofort, mit der Truppe in den folgenden

zwei Jahren durch Großbritannien

zu touren. Wenn der Jungdarsteller also

nicht auf der Bühne Holz sägend „There

Is Nothing Like A Dame“ schmetterte,

spielte er mit den anderen gegen jede

Mannschaft, die zu einem Match bereit

war. Und dann erhielt der 22-jährige von

Manchester United ein Angebot, von dem

er immer geträumt hatte. Ganz euphorisiert

überraschte er seinen Schauspielkollegen

Robert Henderson mit dieser

Nachricht. Doch der brachte ihn aus dem

Konzept: „Aber hast du nicht gesagt,

dass dir die Schauspielerei großen Spaß

macht?“ Und dass ihm als Fußballer

vielleicht noch zehn Jahre blieben, während

er als Darsteller bis zum Umfallen

dabeibleiben könne, leuchtete Connery

schmerzlich ein. Das Hauptproblem war

nur sein unverständliches schottisches

Genuschel, weswegen ihn ein Ensemblemitglied

anfangs für einen Polen gehalten

hatte. Der Arbeitersohn krempelte

die Ärmel hoch, leistete sich für 60 Pfund

ein Tonbandgerät und arbeitete stetig an

seiner Aussprache. Außerdem empfahl

ihm Henderson zehn Werke der Weltliteratur

– von Shakespeare, über Hemingway

bis Proust – die den Leser in ihren

Bann zogen. Er hatte viel nachzuholen

und er warf sich voller Begeisterung in

diese neue Welt.

„Ich würde Bond gerne töten“

In der Folgezeit schlug er sich mit

kleineren Film-, Fernseh- und Theaterrollen

durch und freundete sich mit

seinem Schauspielkollegen Michael

Caine an, der ebenfalls der Arbeiterklasse

entstammte und nicht viel von

den gestelzten Figuren jener Zeit hielt.

„Der britische Film – das waren damals

seichte Geschichten, nichts für Sean“,

meinte Caine in einem Interview. „Ich

wusste, dass seine Zeit kommen würde,

wenn das Filmbusiness soweit war.“

Als die Produzenten Albert R. Broccoli

und Harry Saltzman Anfang der 1960er

Ian Flemings populäre Romanserie um

den Geheimagenten James Bond verfilmen

wollten, ging es um die elementare

Frage: Wer soll ihn verkörpern? Eigentlich

sollte es ein noch unbekannter

Schauspieler sein, der die Rolle nicht

durch seine Vergangenheit überlagert.

Als der schottische Newcomer ins Gespräch

kam, der dem Team durch seine

maskuline Präsenz aufgefallen war,

sträubte sich der Autor Fleming mit

Händen und Füßen – „zu haarig, zu grobschlächtig“.

Möglich, dass der ehemalige

Eton-Schüler Standesdünkel gegenüber

dem ehemaligen Milchmann hatte. Seine

Vorstellung von Bond war jedenfalls

geschmeidiger, doch die meisten seiner

Favoriten gaben ihm einen Korb: Cary

Grant (wollte nur einen einzigen Film

machen), Richard Burton (angeblich zu

teuer), Patrick McGoohan (war die Rolle

zu promiskuitiv). Schließlich überzeugte

Connery durch seine Ausstrahlung und

selbstsichere Art. Mit einem Budget von

lediglich 1,1 Millionen US-Dollar ging

„Dr. No“ 1962 an den Start und landete

eine Hit: So viel Sex Appeal, gepaart

mit zynischem Pragmatismus, hatte das

britische Publikum noch nicht auf der

Leinwand erlebt. Auch international war

der Film erfolgreich. 60 Millionen spielte

der Streifen ein, lächerliche 17.000

Dollar erhielt Sean Connery, während

Ursula Andress (das erste Bond-Girl) mit

6.000 Dollar abgespeist wurde. Für den

Schauspieler mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

war das eine lehrreiche

Erfahrung. In den Folgejahren kämpfte

er manchmal auch rückwirkend für eine

angemessene Gage und riskierte, wenn

er sich mit Hollywood anlegte, dabei Kopf

und Kragen. Aber er gewann. Und jedes

Jahr, wenn ein neuer 007 in die Kinos

kam und das Vorjahresergebnis übertraf,

konnte der Leinwandstar entsprechend

FineTobacco[+] 01·2021 67


GENUSS•PORTRAIT

„Ich würde sagen, das ist ein etwa 30 Jahre alter, mittelmäßig verschnittener Cognac mit

etwas zuviel Bon Bois“, urteilt James Bond in „Goldfinger“. Als 007 war Sean Connery ein

durchtrainierter Genießer in Sachen Champagner, Wein und – natürlich – Wodka Martini.

mehr verlangen. Der weltweite Hype um

den Agenten Ihrer Majestät hatte aber

auch Schattenseiten: Immer öfter litten

er und seine damalige Ehefrau Diane

Cilento unter dem hartnäckigen Medieninteresse.

Außerdem konnten weder der

Hitchcock-Thriller „Marnie“ noch Sidney

Lumets hervorragender Antikriegsfilm

„The Hill“ (unpassend eingedeutscht mit

„Ein Haufen toller Hunde“) verhindern,

dass man seine Rollen mit James Bond

verglich – „das war frustrierend“. Einem

Reporter von "The Guardian" gestand er

eines Tages: "Ich habe diesen verdammten

Bond immer gehasst. Ich würde ihn

gerne töten." 1967, Connery hatte mit

„Man lebt nur zweimal“ gerade den fünften

Teil abgedreht und erklärt dass er

nicht mehr den Geheimagenten spielen

würde, überraschte er durch seinen Dokumentarfilm

„The Bowler and the Bunnet“,

in dem er das Werftensterben und

die sozialen Missstände seiner Heimat

anprangerte.

Mach’s noch einmal, Sean

Nachdem Broccoli und Saltzmann

einsehen mussten, dass es der Schauspieler

mit seiner 007-Kündigung ernst

meinte, engagierten sie für den nächsten

„Bond“ schließlich den australischen

Dressman George Lazenby, weil er eine

ähnlich maskuline Präsenz versprach

wie der beliebte Vorgänger. Doch „Im

Geheimdienst Ihrer Majestät“ lieferte

1969 nicht den ersehnten Erfolg, weshalb

die Produzenten Sean Connery

bald beknieten, zurückzukehren. Vergeblich.

Schließlich löste der Präsident der

US-amerikanischen Filmgesellschaft

United Artists das Problem in altbewährter

Weise: Er flog persönlich nach

London und bot dem sturen Schotten

1,25 Millionen US-Dollar nebst einer Beteiligung

von 12,5 % am Einspielergebnis

sowie zwei Filme seiner Wahl. Connery

handelte noch eine Wochengage von

10.000 Dollar zusätzlich heraus, falls der

Dreh länger dauern sollte und sagte zu.

Damit wurde er zum bis dato bestbezahlten

Schauspieler. Den Großteil spendete

er aber seiner Stiftung „Scottish International

Education Trust“, die er 1971

mit dem ehemaligen F1-Rennfahrer Jackie

Stewart gegründet hatte: „Ich wollte

Schottland etwas zurückgeben, aber

nur denen, die ambitioniert sind.“ Auf die

Frage, ob er nach „Diamantenfieber“ die

Bond-Reihe fortführen wolle, erklärte er

kategorisch „Nie wieder!“. Damit schien

der Bann gebrochen. Der Schauspieler

war endlich frei für die unterschiedlichsten

Rollen. Wobei sie fast alle etwas

gemein haben – Sean Connerys

Stabilität scheint vielen Filmen eine Art

Sicherheit zu verleihen; so als könnte

nichts die Szenen erschüttern in denen

er präsent ist. Manchmal bricht sich

aber auch seine dunkle Seite Bahn, der

dominante Alpha-Rüde, der zu impulsiver

Gewalt neigt. In Sidney Lumets Psychothriller

„The Offence“ („Sein Leben in

meiner Gewalt“) spielte er 1973 einen

Polizisten, der an einem mutmaßlichen

Kinderschänder Selbstjustiz übt. Seine

überzeugende Darstellung schwappte

ein Jahr später in die Realität, bei den

Dreharbeiten zu „Zardoz“. In diesem seltsam-artifiziellen

Film musste Connery

für eine komplexe Alterungsszene stundenlang

geschminkt werden. Und wenn

der Schauspieler etwas hasste, dann

Dummheit, Inkompetenz und Makeup.

Nachdem der Dreh aus technischen

Gründen schief gegangen war und die

Prozedur am nächsten Tag von neuem

begann, hatte sich seine Stimmung verdüstert

und er war mehr als ungehalten.

Doch als man dem brodelnden Schotten

mitteilte, dass nun der Kameraassistent

den Film überbelichtet hatte und er erneut

in die Maske sollte, rastete Connery

aus. Drei Mann mussten ihn von dem

Assistenten losreißen, sonst hätte er den

Unglücklichen erwürgt.

Connery, der Leitwolf

„Er ist ein Berg von einem Mann“,

schwärmte seine Frau, die Malerin Micheline

Roquebrune, mit der er seit 1975

verheiratet war. Andererseits sei er sehr

empfindsam gewesen: Als zu seinem

60. Geburtstag alle Hollywoodgrößen erschienen

und auch noch Dudelsackmusik

erklang, musste der „tough guy“ die

Tränen verbergen. Und sein Sohn Jason

erinnerte sich, dass der Vater schon bei

der Ankündigung einer Blutabnahme

automatisch in Ohnmacht fiel. Michael

Caine bezeichnete ihn schmunzelnd als

Hypochonder, weil Sean die angelsächsische

Begrüßungsformel „How are you?“

immer mit irgendeinem Wewechen beantwortete.

Am Filmset verkörperte er

aber professionell den Archetyp Mann,

der in den Produktionen des 20. Jahrhunderts

so gefragt war: Körperlich und

mental stark – der geborene Leitwolf.

Sehr oft spielte er Anführer; mal in der

Gegenwart (als U-Boot Kommandant in

„Jagd auf Roter Oktober“), mal in der Zukunft

(als Marshal in „Outland – Planet

der Verdammten“) oder in der Vergangenheit

(als König Artus in „Der Erste Ritter“).

1983 reiste der Schauspieler selbst

in die Vergangenheit, als er ein allerletztes

Mal in die Rolle des James Bond

schlüpfte. Zwölf Jahre zuvor hatte er

zwar „Nie wieder!“ erklärt, aber diesmal

68

FineTobacco[+] 01·2021


war der Produzent nicht Albert R. Broccoli

und die Gage von fünf Mio. US-Dollar

konnten Connery und seine Stiftung

gut gebrauchen. Mit über 50 Jahren war

der Charakterdarsteller gefragter denn

je. Mitte der 1980er spielte er in einer

ganzen Reihe eindrucksvoller Filme mit:

Etwa in „Highlander“, in „Der Name der

Rose“ oder in „Die Unbestechlichen“, wofür

er 1987 den Oskar und Standing Ovations

von Hollywoods Crème de la Crème

erhielt. Legendär auch seine Darstellung

in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“,

wo er sich mit seinem Filmsohn

Harrison Ford einen Schlagabtausch

nach dem anderen liefert. Ähnlich abwechslungsreich

waren die 1990er,

voller Abenteuerfilme, Thriller und Dramen.

Das Erstaunliche dabei: Dieser

Mann alterte nicht – er reifte! 1989 und

1999 wählte ihn das People Magazine jeweils

zum “Sexiest Man Alive“, bzw. zum

„Sexiest Man of the Century“. Da war er

zuletzt 69 Jahre alt.

Scotland forever

Aus seiner Verbundenheit mit seiner

Heimat hatte Connery nie ein Geheimnis

gemacht. Bei Interviews trug

er gerne mal das Schottenkaro auf

Hemd oder Krawatte, scherzte über die

Vorurteile gegenüber seinen Landsleuten

und war ständig auf dem Golfplatz.

Diesen „Virus“ habe er sich bei

den Dreharbeiten zu „Goldfinger“ eingefangen:

„Bei unserem schottischen

Nationalsport ist man ganz bei sich.

Hier zügelt man sein Temperament

und findet sein Maß – ich wünschte,

ich könnte mein Leben lang Golf spielen!“

Neben seiner Stiftung engagierte

er sich nun auch politisch für die

Unabhängigkeit Schottlands und war

Mitglied der linksliberalen „Scottish

National Party“. Und die Ehrung seiner

Heimatstadt Edinburgh, die ihm 1991

die Auszeichnung „Freedom of the City“

verlieh, bewegte ihn weit mehr als der

Ritterschlag der Queen anno 2000 (wo

er selbstverständlich im Schottenrock

erschien). Acht Jahre später machte

der Schauspieler in seiner Autobiographie

„Being a Scot“ („Mein Schottland,

mein Leben“) klar, worum es ihm

ging: „Dass Schottland ein eigenes

Gesicht erhält.“ Anmerkungen, dass er

aber im spanischen Marbella bzw. auf

den Bahamas lebe, ließ er nicht gelten

– sein Seemannstattoo „Scotland

forever“ sei zwar verblasst, aber noch

lesbar. 2003 stand er das letzte Mal vor

der Kamera. Zuvor hatte der 72-jährige

die Rolle des Gandalf in der „Herr der

Ringe“-Trilogie abgelehnt. Es wäre eine

kleine Gage gewesen, plus 15 Prozent

der Filmeinnahmen. Nachdem aber die

drei Folgen insgesamt drei Milliarden

US-Dollar einspielten, wären unglaubliche

450 Millionen Dollar auf sein Konto

geflossen. Stattdessen also „Die Liga

der außergewöhnlichen Gentlemen“,

den das Empire Magazin als „deprimierend

plumpen Action-Film“ bezeichnete.

Die Dreharbeiten machten es Sean

Connery leicht, sich vom Filmbusiness

zu verabschieden. Wegen kreativer Differenzen

gerieten er und der Regisseur

Stephen Norrington ständig aneinander.

Die Auseinandersetzungen drohten

gar in einer Prügelei zu enden. Als

der Regisseur der Abschlussparty demonstrativ

fernblieb und Connery gefragt

wurde, wo Norrington sei, antwortete

der nur: „Check the local asylum!“

(„Sieh im örtlichen Irrenhaus nach!“).

Schlussakt

„Er wusste exakt, wann es Zeit ist,

aufzuhören“, sagte sein Freund Jackie

Stewart. Langweilig wurde es dem Ruheständler

in den folgenden Jahren

nie. Er setzte sich für den Schutz der

Bahamas ein, unterstützte das Klimaschutzprojekt

von Al Gore finanziell und

flog immer wieder in die Heimat, um

„die schottische Sache“ voranzutreiben.

Ob er noch mal vor die Kamera wolle?

„Wenn mich noch irgendetwas aus dem

Ruhestand holen könnte, dann ein Indiana

Jones-Film. Aber letztlich macht

Ruhestand einfach zu viel Spaß.“ So

lehnte er auch die Vaterrolle im 2008 erschienenen

„Indiana Jones und das Königreich

des Kristallschädels“ ab. Connery

ist immer authentisch geblieben.

Deswegen hatte er auch in keiner Rolle

den schottischen Akzent oder seine vernuschelte

Aussprache beim „S“ wegpoliert.

„Warum auch? Alle Emotionen sind

international gleich“, lautete sein Credo.

So ist einer seiner vielen Vermächtnisse

die Tatsache, dass der schottische Zungenschlag

heute nicht mehr so belächelt

wird. „Ich habe viele gute Zeiten erlebt“

steht als Schlusssatz in seiner Autobiografie.

Sean Connery starb am 31.Oktober

2020 im Alter von 90 Jahren. An seinem

Todestag schrieben in den sozialen

Medien viele Fans „Rest in Peace“ so, wie

es Connery ausgesprochen hätte: „Resht

in Peash.“

FineTobacco[+] 01·2021 69


PFEIFEN•TABAK

Black Cavendish:

Ins Schwarze

getroffen

Jedem Pfeifenraucher ist dieser Name ein Begriff. Dabei handelt

es sich nicht um eine eigenständige Tabaksorte, wie man annehmen

sollte, sondern lediglich um eine Zubereitungsart.

Unser Autor Jens Meyer leitet seit 2007 das Haus

Pfeifen Huber in München. Gegründet wurde

das Unternehmen 1863 und wird heute in vierter

Generation von Georg Huber geführt.Jens Meyer

bietet dort auch Einsteigerseminare.

Weitere Informationen: www.pfeifen-huber.de

Hierbei wird dem Rohtabak,

in der Regel ein

Virginia, kontrolliert Hitze und Feuchtigkeit

zugeführt. Der Tabak verändert

seine Farbe, er wird gezähmt und

weich gemacht. Es entsteht ein aromatischer

Tabak von mild-süß-säuerlichem

Geschmack.

Soviel zur Theorie. Wir schreiben

das Jahr 1977. Der Markt wird beherrscht

von hellen Java Mischungen

und den englisch würzig-rauchigen

Klassikern. Die aromatischen Tabake

halten erst langsam Einzug. Der

US-amerikanische Pfeifenraucher

ist zu der Zeit schon weiter: Captain

Black - ein purer hocharomatisch-süßer

Tabak - ist dabei, den Markt zu

erobern.

Das blieb auch den Dänen nicht

verborgen und man konterte mit einem

so noch nicht dagewesenem

Blend:

Danske Club Black Luxury erblickt

das Licht der Welt. Und wie so oft in

der Geschichte wurde diese Mischung

anfangs mit Argwohn betrachtet. Die

Skepsis war groß: „Ein schwarzer Tabak?“

„Niemand wird so etwas rauchen

wollen.“ Die Kritiker wurden eines Besseren

belehrt. Der schwarze Luxus eroberte

binnen kürzester Zeit den Markt

und veränderte ihn grundlegend.

Die Firma Tuxedo in Hamburg hatte

einen großen Erfolg gelandet. Viele

Nachahmer folgten. 5 Jahre später, im

Jahr 1983, kam Mac Baren mit dem

Black Ambrosia auf den Markt, einem

Pendant zum Black Luxury. Beide sind

bis heute erhältlich und wurden natürlich

hier schon besprochen.

Interessanterweise ist der Captain

Black in Deutschland vom Markt genommen,

international aber noch erhältlich.

Der Grund dafür liegt wohl in

der zu großen Konkurrenz hierzulande.

BEWERTUNGSSYSTEM:

80-85 Punkte nicht empfehlenswert | 86-90 empfehlenswert

91- 95 große Klasse | 96-100 Hochgenuss

70

FineTobacco[+] 01·2021


Danske Club Black

Der Ur-Black Cavendish soll den Anfang machen. Wenn man auf die Top Seller

im Segment Pfeifentabak schaut, nimmt dieser noch immer eine Spitzenposition

in den Verkaufszahlen ein. Und das nach 43 Jahren! Was soll jetzt großartig

berichtet werden? Süße Vanille und ein mattschwarzes Tabakbild bilden

den Auftakt. Interessanterweise wird als Grundlage neben Virginia

noch Burley herangezogen, der dann zum Cavendish weiterverarbeitet

wird. Der Tabak ist mild, süß, leicht und „smooth“ zu rauchen.

Vanille im Duft, wie im Geschmack und im Raum. In unzähligen Größen erhältlich. Es

geht bis zur 500 Gramm Vorratsdose. Das soll was heißen! Beim Ansehen der Dose

fehlt mir auch nach Jahren noch das verschwundene „Luxury“ im Titel. Klingt ein

wenig unfertig. Schade.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille. Schnitt: Kurzfaseriger Loose Cut.

Preis: 50 Gramm: 9,70 €.

92

Punkte

W.Ø. Larsen Black Diamond

Dieser Diamant glänzt weniger schwarz als gedacht. Gold und Bernstein

fügen sich mit ein, was nicht nur dem Tabakbild zu mehr Schönheit

verhilft. Schon im Anblick werden Unterschiede zum Danske

Black deutlich. Neben der Vanille kommt Steinobst hinzu.

Der Geschmack weist eine angenehme Weichheit auf, schön

abgestimmt diese Mischung. Dem Premium Anspruch der

Serie um W.Ø. Larsen wird dieser Klassiker gerecht. Meines

Erachtens hat sich der Tabak über die vielen Jahre verändert. Nicht zum Nachteil.

Immer noch ein Genuss.

Der Vergleich zum Danske Black drängt sich förmlich auf. Jahre später auf den Markt

gekommen, mit der Absicht, die gleiche Zielgruppe zu erreichen. Preislich höher angesetzt,

dafür in edler Schmuckdose verpackt. Ist der Larsen besser, rechtfertigt sich

der höhere Preis, oder spielt sich das Empfinden dazu im Kopf statt? Die Frage muss sich

jeder selbst beantworten. Mein Urteil lautet: Larsen kann es besser als Danske Club.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille. Schnitt: Loose Cut. Preis: 100 Gramm 27,40 €

94

Punkte

Stanwell Ruby

So unscheinbar kommt der Ruby daher, in seiner einfachen Pouch-Verpackung.

Die Namensgebung können wir ableiten: Kirschen so rot wie Rubine - Kirscharomen

erwarten uns. Typischer Cavendish-Schnitt, schwarz wechselt sich

ab mit den rostbraunen Tönen des Burley. Dezenter Duft nach Kirsche

und schüchterne Süße. Ein Hauch Karamell und Brioche dazu. Genau

das trifft ebenso auf den Geschmack zu. Im Verlauf gesellen sich

Röstaromen hinzu. Das alles verschmilzt zu einem Rauchgenuss,

getragen von Sanftheit und Kühle. Die Kirsche sorgt dafür, dass es nicht langweilig

wird. Balance ist das Zauberwort. Und das ist die Stärke dieser Mischung. Die große

Kunst, all die Aromen zu verbinden, ist hier gelungen. Wohlgemerkt: Dieser Tabak

besticht nicht durch deutliche Frucht, die Raumnote bleibt dezent. Wer es richtig

süß mag, ist hier fehl am Platze. Doch für alle anderen offenbart sich Hochgenuss,

der mit beschwingter Leichtigkeit seinen Weg geht.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Kirsche. Schnitt: Loose Cut. Preis: 40 Gramm 7,90 €

94

Punkte

Mac Baren Cube Silver

Wer jetzt einen Cube Cut, also diese kleinen gepressten Würfel erwartet,

wird enttäuscht. Eine klassischer Mixture Schnitt zeigt sich beim Öffnen

der „Wellpappe“ Verpackung. Laut Hersteller wird hier besonders viel

Aufwand betrieben: 27 verschiedene Tabake finden zusammen, besonderes

Augenmerk wird auf den „hauseigenen Cavendish“ gelegt.

Mit Zutaten ist man verschwenderisch: Ahornsirup (findet

man versteckt in jedem Mac Baren, ganz typisch für deren

„Fingerabdruck“), Rohrzucker, Lakritz und Schokolade.

Zu viele Köche?

Mit dem Duft nach Öffnen der Pouch scheint sich alles zu bestätigen: Ahornsirup,

Vanillekekse und süßer Kakao. Einfach nur schön, richtig schön. Der Geschmack

kann hier nicht folgen, auf irritierende Weise finden die Aromen nicht zusammen.

Der Tabak ist leicht, Süße ist da, der Cavendish sorgt für Kühle. Die Aromen wollen nicht

verschmelzen. Liegt es an der Lakritze? Wie ein großes Puzzle deren einzelne Teile nicht passen.

Ich versteh es nicht.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille, Frucht, Ahornsirup. Schnitt: Mixture. Preis: 40 Gramm 10,00 €

88

Punkte

FineTobacco[+] 01·2021 71


PFEIFEN•TABAK

Mac Baren Supreme Choice

Die rote Farbe der Verpackung signalisiert uns den zu erwartenden

Geschmack. Richtig: Kirsche. Luxuriöse, schwer süße

Maraschinokirsche. Oder ein Kirschlolli. Das spiegelt sich im

Geschmack nicht wieder. Ist auch nicht möglich, denn wir wollen

ja rauchen, nicht essen. Das Erlebnis kann sich trotzdem sehen

lassen. Sanfte Süße, unterlegt mit diesem Spritzer Frucht.

Und dann kommt wieder diese typische Mac Baren „Kühle“ hinzu. Sie ist allen aromatischen,

modernen Blends vom dänischen Haus aus Svendborg gemein. Ein typisches

Erkennungszeichen von Mac Baren. Mit Recht sprechen sie von ihrem eigenen Cavendish.

Unverwechselbar. Gesamt präsentiert sich der moderne Tabak leichtfüßig

mit dem Spritzer Frucht an der richtigen Stelle.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Kirsche. Schnitt: Loose Cut. Preis: 40 Gramm 7,80 €.

92

Punkte

John Aylesbury AT 1

Der Tabak liegt luftig leicht in der großen 100 Gramm Dose. Im Duft

Vanille, Kaffee und Dörrobst. 35 Jahre ist es her, dass ich diesen Tabak

das erste Mal geraucht habe. Hat sich der Tabak in der Zeit verändert?

Ich kann es nicht sagen. Zu lang ist es her. Doch gefallen tut er mir

noch immer. Wenn sich auch mein Geschmack verändert hat. Vanille

gehört zu den angesagten Aromen im Pfeifentabak. Die Beliebtheit ist

über die Jahrzehnte konstant geblieben. Da hat die „Alte Tabakstube“ nicht an Reiz verloren.

Das ist beruhigend in unserer schnelllebigen Zeit.

Flake Anteile ergänzen den Loose Cut um Virginia, schwarzem Cavendish und Burley. Im Geschmack

kühle Röstaromen die sich ergänzen mit köstlicher Vanille. Wir sind geneigt nach immer

neuen Mischungen Ausschau zu halten, zu Unrecht. Lassen sie sich ein auf diese Zeitreise

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille. Schnitt: Mixture. Preis: 100 Gramm 16,70 €.

95

Punkte

Vauen Piemont Blend

Viel Virginia im Bild mit braunem Cavendish abgerundet. Kirsche in

der Nase. Dieses Mal „crispy“, gepaart mit Stachel- und Johannisbeeren.

Dabei spricht der Hersteller von Rotwein. Auslegungssache.

Zarte Säure, belebende Nase.

Im Geschmack feine Frucht mit exotischer Süße, dabei wieder

schwebend leicht und rund.

Trotz des deutlich geringeren Cavendish Anteil ein leichter Genuss. Hier sehen wir

ein gutes Beispiel dafür, dass Leichtigkeit nicht zwangsläufig gleichzusetzen ist mit

Black Cavendish. Der hier verarbeitete soll tiefschwarz sein. Dunkelbraun trifft es besser.

Wenn der Lounge Blend für Winter steht, kommt hier der Frühling durch.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Rotwein. Schnitt: Loose Cut. Preis: 50 Gramm 12,50 €. ,

92

Punkte

Mac Baren 7 Seas Royal Blend

In den letzten Jahren ist aus einer Nische im Pfeifentabak ein großer Wachstumsmarkt

entstanden: Der Niedrigpreisbereich. Jeder große Hersteller

hat hier zwangsläufig nachziehen müssen, um in dem stark umkämpften

Markt Präsenz zu zeigen. 7 Seas fährt unter der Flagge von Mac

Baren und umfasst drei Blends, die alle nur in der 40 Gramm Pouch

erhältlich sind. Der Royal Blend ist der erfolgreichste unter ihnen.

Hier haben sich die Dänen klug verhalten, denn sie haben weder an der Qualität des

Rohtabaks noch am Flavour gespart. Trotzdem ist der Preis eine Kampfansage an

das Premiumsegment.

Schwarzer und brauner Cavendish bilden die Grundlage. Schöne Süße in der

Nase, rund und verführerisch. Zum Geschmack: Hier gelingt dem 7 Seas das,

was dem deutlich höher eingepreisten Cube Cut nicht widerfährt. Die Aromen

fließen ineinander, umgeben von einer guten Länge. Im Spielball des Geschmacks

lösen sich Frucht, Vanille und Süße ab.

Hier ist er richtig gut und das zu dem Preis... Ob sich Mac Baren damit einen Gefallen getan hat?

Dem Kunden gefällt´s.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille, Honig, frische Früchte. Schnitt: Loose Cut. Preis: 40 Gramm 6,00 €

94

Punkte

72

FineTobacco[+] 01·2021


Rattray´s Dark Fragrant

Ein Feuerwerk von Aromen: Maraschino Kirsche, Pistazie, Kakao, roter

Pfeffer. Die Zutatenliste ist ungewöhnlich lang: Black Cavendish, Virginia

Flake, Broken Dark Virginia, Virginia, Burley. Dieser dänisch aromatische

Tabak-Typ präsentiert sich hocharomatisch und doch leicht und verspielt

zugleich. Wobei sich die Leichtigkeit lediglich auf den Nikotingehalt bezieht,

der Tabak entfaltet eine tiefe Süße. Gefertigt für Liebhaber wirklich

süßer Mischungen. Wenn Sie diese Spielregeln akzeptieren, gehen Sie als Gewinner aus der

Spielbank.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Keine. Schnitt: Loose Cut. Preis: 100 Gramm 19,10 €

94

Punkte

Davidoff Argentina

Das Schweizer Unternehmen erweckt beim Zigarrenraucher mehr Aufmerksamkeit

als beim Pfeifenraucher. Doch ist die Standardserie an Pfeifentabaken fest verankert

im Regal des Fachhändlers. Vor wenigen Jahren überraschte man mit

drei Tabaken in der Pouch: Modern, aromatisch, anders und erfolgreich. Der

Malawi und der Brazil sind bereits hier getestet worden, nun fehlte noch der

Argentina. Das kleine Land neben dem großen Tabakerzeuger Brasilien

ist nicht relevant für Pfeifentabak. Und doch findet sich neben dem schwarzen Cavendish Virginia

aus Argentinien in der Mischung wieder. Argentinien baut nicht nur Wein an, sondern

auch Tabak. Sympathisch! Die Mischung ist ein typischer Vertreter des dänischen Stils.

Sanft süß, ein Honig-Flavour unterstreicht den Anspruch. Kühler Rauch, seidiger Geschmack.

Erinnert mich an den Danish Dice von W.Ø. Larsen.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Honig. Schnitt: Loose Cut. Preis: 50 Gramm 10,90 €.

93

Punkte

Mac Baren Original Choice

Der Tabak hat sich zu einem Liebling der Freunde aromatischer Mischungen

entwickelt. Die Wellpappe Pouch ist cool gemacht, weiß aber keine Vorteile

zur klassischen Pouch aufzuweisen. Der Tabak hält hier nach dem

Öffnen nicht lange frisch, sondern will schnell geraucht werden. Das

sollte aber gelingen, da es sich nur um 40 Gramm handelt. Vanille

und Karamell finden harmonisch zueinander. In der Nase karamellisiertes,

reifes Obst und dezente Süße. Der Geschmack trägt die Vanille weiter.

Kühles, sanftes Vergnügen bis zum Schluss. Wir mögen das sehr!

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Vanille, Karamell. Schnitt: Loose Cut.

Preis: 40 Gramm 7,80 €.

94

Punkte

Vauen Lounge Blend

Stimmiges Tabakbild mit überwiegendem Anteil von Black Cavendish.

Facettenreicher Duft aus einer Mischung von warmen

Früchten und schmeichelnder Vanille. Im Geschmack marmeladig

süß mit einem Spritzer Rum zur Abkühlung. Modern,

raffiniert, ohne in große Tiefen abzutauchen. Ein Wintertabak.

Stärke: Leicht. Aromatisierung: Pflaume, Vanille, Rum.

Schnitt: Loose Cut. Preis: 50 Gramm 12,50 €.

92

Punkte

RESÜMEE

Die große Mehrheit der Pfeifenraucher will leicht und aromatisch

genießen. Black Cavendish ist dafür unerlässlich. Eine gute

Raumnote gibt es bei allen getesteten Blends kostenlos dazu.

Drei Tabake haben mich überrascht in diesem Test: Der Stanwell

Ruby in der perfekten Harmonie, wie auch der 7 Seas. Auch

nach mehrmaligenm Rauchen ist der Cube Silver aus dem gleichen

Hause unausgewogen geblieben.

Tabak ist köstlich, bitter, süß, kostbar und banal zugleich. Wir wollen

nicht mehr ohne ihn sein. Er vertreibt die Langeweile, regt

uns an, macht kreativ, bekämpft unsere Angst und hält uns wach.

Eine ältere Kundin meinte einmal zu mir: „Ich brauche nur drei

Dinge in meinem Leben: Tabak, Tee und Brot.“

FineTobacco[+] 01·2021 73


finetobacco [+]

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Wir gratulieren

STEFFEN RINN ganz

herzlich zum

80.

Geburtstag!

Am 24. März 2021 konnte der Jubilar

seinen runden 80sten feiern. Seine Familie,

seine Freunde und Verwandten, seine

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die

gesamte Tabakbranche

verneigen sich vor diesem

feinen Menschen und dem

passionierten Tabakspezialisten.

Jede Begegnung

mit Steffen Rinn war und

ist immer ein Genuss.

Seine wunderbare Art des

Erzählens, sein Witz und

sein Charme sind für ganz

viele inspirierend und bewundernswert

zugleich.

Lieber Steffen Rinn, das

gesamte FINE TOBACCO

Team gratuliert herzlich

zum Ehrentag und wünscht alles Gute für

die nächsten Lebensjahre voller Energie,

Tatendrang und bei bester Gesundheit.

FineTobacco[+] 01·2021 75


NUR WER DAS ABENTEUER WAGT, WIRD

NEUE WELTEN ENTDECKEN …

Der Luxus des Gefühls einer grenzenlosen Freiheit, der Zauber des Erlebens

einer ursprünglichen Natur und die Magie des Abenteuers:

CARLOS ANDRÉ setzt abermals die Segel mit der neuen CAST OFF TORO,

einer Symbiose aus majestätischer Eleganz und aufregendem Abenteuer.

Harmonisch im Gleichklang, doch lebendig in jeder einzelnen Geschmacksnuance

und mit einem finalen, virtuosen Crescendo.

www.carlos-andre.de

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