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Automobil Club der Schweiz 2021

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Ausgabe 01/<strong>2021</strong><br />

Das Magazin des <strong>Automobil</strong> <strong>Club</strong> <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> | Edition Deutschschweiz<br />

AU TO<br />

Neuheiten<br />

STROMER IM<br />

TIGUAN-FORMAT<br />

Mit dem ID.4 bringt Volkswagen seinen ersten Elektro-SUV<br />

auf den Markt. Er zielt auf Familien und Menschen mit einem<br />

erhöhten Platzbedarf<br />

Technik<br />

MEHR DYNAMIK<br />

BEI BATTERIE­<br />

ENTWICKLUNG<br />

Mit dem Wachstum <strong>der</strong> Elektromobilität<br />

nimmt auch die Entwicklung<br />

neuer Akkus deutlich an Fahrt auf<br />

Editorial<br />

CO2-GESETZ:<br />

ACS STEHT<br />

ZUSAMMEN<br />

Das Referendum gegen das CO2-<br />

Gesetz ist ergriffen: An vor<strong>der</strong>ster<br />

Front engagiert sich <strong>der</strong> ACS


Mehrfach<br />

ausgezeichneter<br />

Testsieger<br />

Allianz Assistance<br />

Weltmarktführer für Assistance- und<br />

Reiseversicherungsleistungen.<br />

ACS & Allianz Assistance – Eine starke Partnerschaft mit<br />

wertvollen Vorteilen für ACS Mitglie<strong>der</strong>:<br />

3 <strong>Schweiz</strong>er 24-Stunden-Notrufzentrale<br />

kompetent und freundlich<br />

3 Pannen- und Unfallhilfe<br />

in <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> und in ganz Europa<br />

3 Telemedizinische Beratung und medizinische Assistance<br />

rund um die Uhr, weltweit bei Krankheit und Unfall<br />

3 Globales Partnernetzwerk<br />

weltweit und je<strong>der</strong>zeit für unsere Kunden im Einsatz


EDITORIAL<br />

UNSER CLUB STEHT ZUSAMMEN<br />

Am 12. Januar <strong>2021</strong> konnte das Wirtschaftskomitee, welches das Referendum<br />

gegen das CO2-Gesetz ergriffen hat, bei <strong>der</strong> Bundeskanzlei in Bern sagenhafte<br />

110 000 Unterschriften einreichen. Der ACS hat als Mitglied dieses Komitees<br />

einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass das Referendum mit einem so<br />

fulminanten Ergebnis zustande gekommen ist. Eine grosse Anzahl <strong>der</strong> Mitglie<strong>der</strong><br />

unseres <strong>Club</strong>s hat uns in diesem politischen Ansinnen unterstützt.<br />

U<br />

nser <strong>Club</strong> steht zusammen! Als<br />

Zentralpräsident freut es mich<br />

ganz beson<strong>der</strong>s zu sehen, dass sich<br />

unsere Mitglie<strong>der</strong> mit ihrem <strong>Club</strong><br />

verbunden fühlen und den ACS bei seinen politischen<br />

Aktivitäten unterstützen. Eine Vielzahl<br />

von Ihnen hat im Rahmen <strong>der</strong> diversen Aktivitäten<br />

<strong>der</strong> ACS Sektionen zum Sammeln <strong>der</strong> Unterschriften,<br />

das Referendum gegen das CO2-Gesetz<br />

unterschrieben und damit dazu beigetragen,<br />

dass jetzt das <strong>Schweiz</strong>er Stimmvolk über das Gesetz<br />

entscheiden kann.<br />

Es liegt mir am Herzen, Ihnen allen an dieser<br />

Stelle für Ihre Unterstützung vielmals zu danken.<br />

Gleichzeitig geht ein Dankeschön an unsere Sektionen für ihren<br />

tollen Einsatz bei <strong>der</strong> Unterschriftensammlung. Unter den erschwerten<br />

Umständen aufgrund <strong>der</strong> Corona-Vorschriften haben<br />

Sie viel Kreativität und Engagement bewiesen, um die benötigten<br />

Unterschriften zu sammeln.<br />

Mit dem Zustandekommen des Referendums<br />

ist <strong>der</strong> erste Schritt getan. Jetzt heisst es aber, aktiv<br />

im Abstimmungskampf mitzuarbeiten, damit<br />

die <strong>Schweiz</strong>er Stimmbürgerinnen und Stimmbürger<br />

ein NEIN zum CO2-Gesetz in die Urne legen.<br />

Die Abstimmung findet voraussichtlich am Sonntag,<br />

13. Juni <strong>2021</strong>, statt. Der ACS wird zusammen<br />

mit seinen Sektionen auch im Abstimmungskampf<br />

an vor<strong>der</strong>ster Front präsent und aktiv sein. Wir<br />

werden in unserem <strong>Club</strong> Magazin AUTO, in unseren<br />

Newslettern und auf unserer Webseite regelmässig<br />

über die laufenden Aktivitäten berichten.<br />

An dieser Stelle möchte ich nochmals kurz<br />

die Hauptgründe zusammenfassen, weshalb <strong>der</strong><br />

ACS das aktuelle CO2-Gesetz ablehnt:<br />

• Das CO2-Gesetz hemmt Innovation und Forschung: Der Weg<br />

hin zur angestrebten Klimaneutralität ist nur möglich über Forschung,<br />

Innovation und nachhaltige Anreizsysteme, nicht über<br />

Verbote, Vorschriften und neue Steuern. Das CO2-Gesetz gibt zu<br />

einseitig den Weg in Richtung bestimmter Technologien vor und<br />

erstickt damit die Innovation im Kern.<br />

• Das CO2-Gesetz ist ungerecht: Durch die massive Erhöhung<br />

<strong>der</strong> Preise für fossile Treibstoffe werden die Bevölkerung, die<br />

ausserhalb <strong>der</strong> urbanen Zentren o<strong>der</strong> die in Bergregionen lebt, sowie<br />

Pendler, die auf ihr Auto angewiesen sind, überproportional<br />

belastet.<br />

• Mit dem CO2-Gesetz werden dem Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds<br />

NAF 50 Prozent <strong>der</strong> Gel<strong>der</strong> entzogen, die ihm<br />

gemäss Entscheid des <strong>Schweiz</strong>er Stimmvolks von 2017 zufliessen<br />

sollten. Diese Gel<strong>der</strong> werden für den Unterhalt und Ausbau <strong>der</strong><br />

Strasseninfrastruktur fehlen. Die Unteralimentierung des NAFs<br />

wird über kurz o<strong>der</strong> lang zu einer weiteren Treibstoffpreiserhöhung<br />

führen, um die fehlenden Gel<strong>der</strong> zu kompensieren. Damit<br />

wird <strong>der</strong> motorisierte Individualverkehr zusätzlich belastet.<br />

Dies sind nur ein paar wenige von vielen Argumenten, die<br />

aus unserer Sicht gegen das CO2-Gesetz sprechen. Ich hoffe sehr,<br />

dass die Mehrheit <strong>der</strong> Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dies<br />

ebenso sieht und das Gesetz mit ihrer Nein-Stimme ablehnt. Allen<br />

voran Sie, liebe ACS Mitglie<strong>der</strong>, die damit ein weiteres Mal zeigen<br />

werden, dass unser <strong>Club</strong> zusammensteht.<br />

Stellvertretend für viele kreative Sammelaktionen unserer Sektionen<br />

Lorenz Knecht und Caitlin Huber <strong>der</strong> ACS Sektion Zürich beim Unterschriftensammeln<br />

an <strong>der</strong> Ausfahrt des City-Parkhauses in Zürich.<br />

Ihr Thomas Hurter<br />

Zentralpräsident<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

3


INHALT<br />

NEUHEITEN S.08 TECHNIK S.06<br />

FORD MUSTANG MACH-E<br />

DACIA SANDERO<br />

MEHR DYNAMIK BEI ENTWICKLUNG DER ANTRIEBSBATTERIEN<br />

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. So<br />

etwa konnte man den technischen Fortschritt<br />

bei <strong>der</strong> Entwicklung <strong>der</strong> Lithium-Ionen-Batterien<br />

für Elektrofahrzeuge in den vergangenen<br />

Jahren umschreiben. Die technische Entwicklung<br />

kam nur schleppend voran. Das än<strong>der</strong>t sich<br />

<strong>der</strong>zeit massiv. Mit dem Boom <strong>der</strong> Elektromobilität<br />

sind auch die Hersteller motiviert, deutlich<br />

mehr in neue Batterietechnologien zu investieren.<br />

Die Batterie <strong>der</strong> Zukunft soll nicht nur<br />

Reichweiten von bis zu 1000 Kilometer mit einer<br />

Ladung erreichen, son<strong>der</strong>n auch in nur fünf bis<br />

zehn Minuten regenerieren. Wir zeigen in unserem<br />

Technik-Beitrag auf, wohin die Zukunft <strong>der</strong><br />

Elektromobilität führen dürfte.<br />

DS4<br />

ZOOM S.15<br />

NEUE RUBRIK<br />

In unserer neuen Rubrik<br />

«Zoom» analysiert die Mobi litätsexpertin<br />

Andrea Auer die<br />

Trends im Individualverkehr<br />

und allerlei wichtige Mobilitätsthemen.<br />

In dieser Ausgabe zeigt sie die<br />

Vor- und Nachteile eines Auto-Abos auf.<br />

KOLUMNE S.31<br />

GROSSE VORFREUDE<br />

ACS Botschafter Tom Lüthi<br />

nimmt in <strong>der</strong> Moto2-Weltmeisterschaft<br />

einen neuen<br />

Anlauf in einem neuen Team.<br />

Der Berner ist immer noch<br />

topmotiviert und glaubt an eine erfolgreiche<br />

Saison.<br />

SPECIAL S.12<br />

PORSCHE TAYCAN<br />

SUZUKI HAYABUSA<br />

VW ID.4<br />

WICHTIGE AUSZEICHNUNG FÜR SEAT LEON<br />

Der neue Seat Leon ist von <strong>der</strong> AUTOBEST-Jury zum besten Auto Europas <strong>2021</strong> gewählt<br />

worden. 31 Autojournalisten aus ebenso vielen Län<strong>der</strong>n vergaben ihre Punkte. Knapp<br />

hinter dem spanischen Überflieger sicherten sich <strong>der</strong> Skoda Octavia und <strong>der</strong> Peugeot<br />

2008 die weiteren Podestplätze. Wichtige Preisträger sind zudem VW-Chef Herbert<br />

Diess (MANBEST), Frank Sevenson (DESIGNBEST) und Mercedes AMG F1-Teamchef Toto<br />

Wolff (SPORTBEST).<br />

4<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


inhalt<br />

REISEN S.24<br />

VIELE VORTEILE!<br />

Profitieren Sie als<br />

ACS Mitglied von zahlreichen<br />

Vergünstigungen<br />

bei unseren Partnern<br />

S.35<br />

Impressum<br />

Verlag ACS AUTO<br />

© <strong>Automobil</strong> <strong>Club</strong> <strong>der</strong><br />

<strong>Schweiz</strong> (ACS)<br />

Wasserwerkgasse 39<br />

CH-3000 Bern 13<br />

Tel. +41 31 328 31 11<br />

www.acs.ch, info@acs.ch<br />

STERNENFUNKELNDE UNENDLICHKEIT<br />

Der bekannte <strong>Schweiz</strong>er Fotograf Markus Eichenberger bietet erlebnisreiche Workshops für Anfänger bis hin<br />

zum Könner an. Ein Workshop <strong>der</strong> ganz beson<strong>der</strong>en Art findet in <strong>der</strong> Aletsch Arena statt, wo die Teilnehmer<br />

den Sternenhimmel in einer klaren Nacht zum Greifen nah erleben. Der Kurs beinhaltet einen Theorie- und<br />

einen Praxis-Teil. Wegen <strong>der</strong> Covid-19-Restriktionen kann <strong>der</strong> Workshop aktuell zwar nicht stattfinden,<br />

unsere Reise-Journalistin Ellen Gromann konnte einen solchen Kurs noch vor <strong>der</strong> zweiten Welle besuchen.<br />

Chefredaktion/<br />

Anzeigenverkauf<br />

Markus Rutishauser<br />

Romanshornerstrasse 62B<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Mobile +41 79 406 90 23<br />

markus.rutishauser@acs.ch<br />

Produktion<br />

Bodan AG<br />

Druckerei und Verlag<br />

Zelgstrasse 1<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Tel. +41 71 686 52 52<br />

www.bodan-ag.ch,<br />

druck@bodan-ag.ch<br />

VERKEHRSSICHERHEIT S.22<br />

DIGITALE LÖSUNGEN<br />

Der ACS baut die Verkehrssicherheitskampagne<br />

«Routinier-Fahren mit Weitblick» um. Da wegen<br />

<strong>der</strong> Corona-Beschränkungen keine Publikumsmessen<br />

stattfinden, hat er kurzerhand die Kampagne<br />

abgeän<strong>der</strong>t und lanciert nun ein attraktives digitales<br />

Angebot zum Thema «Sicher fahren».<br />

CLASSIC S.26<br />

SALZ IN DER SUPPE<br />

Dem Geniesser, <strong>der</strong> auch die Herausfor<strong>der</strong>ung liebt,<br />

bieten Oldtimer-Rallyes ein ganz beson<strong>der</strong>es Vergnügen.<br />

Diese sind quasi das Salz in <strong>der</strong> Suppe. Unser<br />

Classic-Experte Christoph Bleile gibt wichtige Tipps<br />

und listet viele nützliche Internetadressen auf.<br />

SPORTLICHE VETERANEN<br />

Das Design und die Technik <strong>der</strong> <strong>Automobil</strong>e aus den<br />

1990er Jahren präsentieren sich weitaus vielfältiger<br />

als heute. Wir haben vier Sportwagen herausgepickt.<br />

ADVERTORIAL S.34<br />

ZUVERLÄSSIGE WERTE<br />

In <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> sind über 300 000 Young- und<br />

Oldtimer immatrikuliert. Der Klassikermarkt<br />

stellt deshalb einen nicht zu unterschätzenden<br />

Wirtschaftsfaktor dar, bei dem Informationen<br />

über den richtigen Marktwert eine wichtige<br />

Rolle spielen. Bei unserem Partner CarepO<br />

erhalten die ACS Mitglie<strong>der</strong> zuverlässige Werte<br />

zu Vorzugskonditionen.<br />

RATGEBER S.18<br />

RICHTIG ÜBERBRÜCKEN<br />

Autobatterien leiden in <strong>der</strong> kalten Jahreszeit<br />

ganz beson<strong>der</strong>s. Wir erklären Schritt für<br />

Schritt, wie man das Auto wie<strong>der</strong> zum Laufen<br />

bekommt und welche Fehler vermieden werden<br />

sollten.<br />

CARAVAN S.16<br />

F.I.C.C.-RALLYE NACH GALIZIEN<br />

Die 90. Rallye führt in die autonome spanische<br />

Region von Galizien. Eine üppige Vegetation<br />

und viele historische Stätten an <strong>der</strong> Atlantikküste<br />

prägen den Nordwesten des Landes.<br />

Berichte<br />

Titelbild und Testbericht<br />

können einem Advertorial<br />

entsprechen, wobei die Redaktion<br />

jeglicher Verpflichtung<br />

freibleibend und ohne Fremdeinsprache<br />

die Beurteilung<br />

des Objektes vornimmt.<br />

Für unaufgefor<strong>der</strong>t zugesandte<br />

Berichte, Manuskripte, Bil<strong>der</strong>/<br />

Fotos und Dateien übernimmt<br />

die Redaktion keine Verantwortung<br />

bzw. Haftung.<br />

Erscheinungsweise<br />

8 Ausgaben pro Jahr. Für<br />

die ACS Mitglie<strong>der</strong> in den<br />

<strong>Club</strong>leistungen enthalten.<br />

Auflage<br />

67 416 Exemplare<br />

(WEMF-beglaubigt 2020)<br />

Nachdruck nur unter Quellenangabe<br />

und mit Bewilligung<br />

des Verlages gestattet.<br />

Titelbild<br />

Werk<br />

Verpackung<br />

Die Schutzumschlagfolie<br />

dieser Broschüre wird umweltschonend<br />

aus recycelter Altfolie<br />

in <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> hergestellt.<br />

produziert mit<br />

naturstrom<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

5


TECHNIK<br />

ELEKTRODEN BALD<br />

IN FESTER HAND<br />

Batterieproduktion bei BMW.<br />

Im ersten Jahrzehnt<br />

<strong>der</strong> mo<strong>der</strong>nen Elektromobilität<br />

kam die technische<br />

Entwicklung bei<br />

den Antriebsbatterien<br />

nur langsam voran.<br />

Die zweite Stufe<br />

verspricht nun deutlich<br />

mehr Dynamik.<br />

M<br />

ühsam ernährt sich das<br />

Eichhörnchen. So etwa<br />

könnte man den technischen<br />

Fortschritt bei <strong>der</strong><br />

Entwicklung <strong>der</strong> Lithium-Ionen-Akkus<br />

für Elektrofahrzeuge bisher umschreiben.<br />

Zwar wurden kontinuierlich Verbesserungen<br />

bei Leistungsdichte, Ladegeschwindigkeit<br />

und Herstellkosten erzielt, doch<br />

sind weitere grosse Entwicklungsschritte<br />

notwendig, um den Elektroantrieb in allen<br />

Fahrzeugsegmenten attraktiv und auch<br />

wettbewerbsfähig zu machen.<br />

Batteriepaket des Audi e-tron.<br />

Modell einer Festkörperzelle von Quantum<br />

Scape.<br />

ENTWICKLUNGSAUFWAND<br />

VERVIELFACHT<br />

Zu den Entwicklungsschritten seit<br />

2010, als mit Nissan Leaf, Renault Zoé und<br />

Tesla S die ersten alltagstauglichen Serienmodelle<br />

auf den Markt kamen, zählen<br />

Modifikationen bei <strong>der</strong> Zellchemie, beim<br />

Thermomanagement und bei <strong>der</strong> Ladetechnik.<br />

Lag die Reichweite pro Batterieladung<br />

in den Anfängen oft noch bei nur<br />

rund 100 Kilometern, sind heute 300 Kilometer<br />

schon fast eine Untergrenze. Parallel<br />

zur technischen Weiterentwicklung<br />

reagierten auch die meisten Autohersteller<br />

auf die politisch und gesellschaftlich teilweise<br />

bedenkliche Rohstoffgewinnung, indem<br />

sie den Bedarf an Kobalt und an<strong>der</strong>en<br />

kritischen Materialien so weit wie möglich<br />

reduzierten.<br />

6<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Technik<br />

Das älteste kommerziell verfügbare<br />

Kathodenmaterial, Lithium-Kobaltoxid<br />

(LCO), stellt einen guten Kompromiss aus<br />

Kapazität, Zyklenfestigkeit und Sicherheit<br />

dar. Kostengünstiger, aber auch weniger<br />

energiedicht ist Lithium-Manganoxid<br />

(LMO), und heute wird in Akkus für Autos<br />

häufig «Allithium» (NCA) eingesetzt. Ein<br />

Ersatz für LCO mit tieferen Kosten und ansprechend<br />

hoher Energiedichte ist NMC,<br />

aktuell ebenfalls ein Standardmaterial für<br />

Elektroautobatterien.<br />

SILIZIUM STATT GRAPHIT<br />

Das normalerweise verwendete Anodenmaterial<br />

Graphit ist teuer, beson<strong>der</strong>s<br />

als Hartkarbon und Graphen, an denen<br />

heute geforscht wird. Als Ersatz für Graphit<br />

ist Silizium vorgesehen, weil es deutlich<br />

mehr Lithium einlagern kann. Allerdings<br />

muss dafür die Zyklenfestigkeit noch verbessert<br />

werden. Bei Panasonic/Tesla kommen<br />

kombinierte Graphit-Silizium-Anoden<br />

bereits zum Einsatz, und zukünftig wird<br />

sich <strong>der</strong> Siliziumanteil erhöhen. Festzuhalten<br />

ist an dieser Stelle noch, dass Batterien<br />

keine Seltenen Erden enthalten.<br />

Einen neuen Ansatz demonstriert das<br />

israelische Startup Store Dot, das an Lithium-Ionen-Akkus<br />

für extremes Schnellladen<br />

arbeitet. Diese Batterien sollen sich in<br />

nur fünf bis zehn Minuten<br />

regenerieren lassen. Voraussetzung<br />

für das superschnelle<br />

Laden sind jedoch<br />

entsprechende Geräte für<br />

300 bis 350 kW, wie sie<br />

heute erst im Labormassstab<br />

verfügbar sind. Zentrale<br />

Innovation dieses<br />

Energiespeichers ist laut<br />

Entwicklern <strong>der</strong> Ersatz<br />

von Graphit in <strong>der</strong> Anode<br />

durch «metalloide Nanopartikel»<br />

(Nano-Halbmetalle). Store Dot<br />

wird von BP, Samsung, Daimler und dem<br />

Elektronikunternehmen TDK unterstützt.<br />

FESTSTOFFBATTERIE<br />

Auf den Elektrolyten ruhen <strong>der</strong>zeit<br />

grosse Hoffnungen. Batterien mit Festkörperelektrolyt,<br />

Varianten des Lithium-Ionen-Akkus,<br />

ermöglichen höhere Energiedichten<br />

und sind robuster, zyklenfester<br />

und sicherer als Akkus mit flüssigem Elektrolyten.<br />

Sie erreichen heute Energiedichten<br />

von mehr als 400 Wh/kg, und mittelfristig<br />

rechnet man mit bis zu 1000 Wh/kg<br />

Fährt bereits mit Festkörperbatterie: Mercedes-Stadtbus e-Citaro G.<br />

– im Vergleich zu 100–200 Wh/kg konventioneller<br />

Akkus. Der Festkörper ist kaum<br />

entflammbar, bildet keine Dendriten – verästelte<br />

Ausläufer – und verursacht daher<br />

auch keine Kurzschlüsse. Nachteilig dagegen<br />

sind die geringere Ionenleitfähigkeit<br />

und die <strong>der</strong>zeit noch hohen Herstellkosten.<br />

Problematisch ist auch <strong>der</strong> Grenzflächenübergang,<br />

da hohe Ströme nur schlecht<br />

übertragen werden. Eine denkbare Lösung<br />

stellen Elektrolyte in Form einer pastösen<br />

Masse dar, die erst nach <strong>der</strong> Fertigung <strong>der</strong><br />

Zelle aushärtet.<br />

VW UND TOYOTA<br />

Der US-Batteriespezialist und VW-<br />

Partner Quantum Scape hat erste Angaben<br />

zu seinen Prototypenzellen gemacht. Die<br />

Reichweite von Elektroautos soll damit um<br />

Kommt demnächst mit Festkörperbatterie: Fisker Ocean.<br />

gut 80 Prozent erhöht werden. Die Feststoffbatterie<br />

lasse sich in nur 15 Minuten<br />

von 0 auf 80 Prozent laden, und zufriedenstellend<br />

sei auch die Zyklenfestigkeit.<br />

Selbst nach 800 Ladezyklen sei noch mehr<br />

als 80 Prozent <strong>der</strong> Ursprungskapazität<br />

vorhanden. Ab 2024 will VW in die Massenproduktion<br />

<strong>der</strong> Quantum-Scape-Akkus<br />

einsteigen.<br />

Toyota hat gemeinsam mit Panasonic<br />

ebenfalls bereits eine Feststoffbatterie in<br />

Entwicklung. Die Zellen haben ein dünnes,<br />

beutelförmiges Design und sind in Modulen<br />

zu einem Batteriepaket zusammengefasst.<br />

Die häufig nach wie<strong>der</strong>holtem Laden<br />

auftretenden Defekte konnten ausgemerzt<br />

werden, teilen die Japaner mit. Den ersten<br />

Serieneinsatz einer Festkörperbatterie<br />

plant Toyota bereits für das laufende Jahr.<br />

WEITERE ENTWICKLUNGEN<br />

An Festkörperbatterien arbeitet auch<br />

die TU Graz, gemeinsam mit AVL und Ceres<br />

Power. Forscher <strong>der</strong> Empa haben ebenfalls<br />

einen festen Elektrolyten gefunden,<br />

<strong>der</strong> zum einen gut leitfähig für Lithium-Ionen<br />

und zum an<strong>der</strong>n günstig herstellbar<br />

sei. Ultradünne Schichten einer speziellen<br />

Keramik machen die Produktion leistungsstarker<br />

Festkörperbatterien in naher<br />

Zukunft möglich.<br />

Rekordverdächtige Batterieleistungen<br />

verspricht das französische Unternehmen<br />

Nawa Technologies. Mit einem patentierten<br />

Elektroden-Design aus vertikal angelegten<br />

Kohlenstoffröhren im Nanoformat<br />

habe man die «schnellste Elektrode <strong>der</strong><br />

Welt» erschaffen.<br />

Nicht weniger als das Blaue vom Himmel<br />

verspricht auch die Batterietechnik<br />

Sald (Spatial Atom Layer Deposition). Mit<br />

ihr sollen sich Elektroautos künftig ohne<br />

Laden bis mehr als 2000 Kilometer weit<br />

bewegen können. Das Verfahren wurde<br />

von den Fraunhofer-Instituten und <strong>der</strong><br />

nie<strong>der</strong>ländischen Forschungseinrichtung<br />

The Netherlands Organisation gemeinsam<br />

entwickelt. Sald steht für ein patentiertes<br />

Verfahren, Beschichtungen im industriellen<br />

Massstab aufzutragen, die so dünn<br />

sind wie ein einziges Atom. Die Akkus ermöglichen<br />

dreimal mehr Reichweite für<br />

Elektroautos und können zudem fünfmal<br />

schneller geladen werden, teilt Hersteller<br />

Sald BV mit. Die Sald-Technologie funktioniere<br />

nach Herstellerangaben sowohl<br />

mit den heutigen Flüssigelektrolyten als<br />

auch mit künftigen Feststoffbatterien.<br />

Text Stephan Hauri / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

7


NEUHEITEN<br />

2<br />

1<br />

3<br />

1 Den dynamischen Mustang-Charakter hat <strong>der</strong> Mach-E übernommen. 2 Dreiteilige, hochplatzierte Heckleuchten. 3 Das riesige Tablet über<br />

<strong>der</strong> Mittelkonsole.<br />

FORD MUSTANG MACH-E<br />

AUF DIE ÜBERHOLSPUR<br />

57 Jahre, nachdem <strong>der</strong> Siegeszug<br />

des Ford Mustangs<br />

begann, ist in diesen Tagen<br />

die bisher vielleicht spektakulärste<br />

Version auf den<br />

Markt gerollt. Der Mach-E<br />

will auf die Überholspur.<br />

Das Topmodell bietet 346<br />

PS, Allradantrieb und bis zu<br />

540 Kilometer Reichweite.<br />

S<br />

echs Generationen des Sportcoupés<br />

Ford Mustang sind seit<br />

1964 auf den Asphalt gerollt,<br />

dazu drei Bullit-Son<strong>der</strong>modelle<br />

(2001, 2008, 2018). Dank dem gleichnamigen<br />

Kinofilm aus dem Jahr 1968 mit Hauptdarsteller<br />

Steve McQueen († 1980), <strong>der</strong> darin<br />

einen 68er Ford Mustang 390 GT in Dark<br />

Highland Green steuert, geniessen die Edition-Versionen<br />

weltweiten Kultstatus.<br />

Aber zurück in die Gegenwart. Vorgaben<br />

für den elektrischen Mustang Mach-E<br />

gab es einige. Einerseits sollten möglichst<br />

viele Designelemente des Klassikers übernommen<br />

werden, an<strong>der</strong>erseits sollte <strong>der</strong><br />

Auftritt dennoch eigenständig sein. Den<br />

Designern gelang das schier Unmögliche:<br />

den Charakter des Sportwagens in eine<br />

SUV-Silhouette zu überführen und dabei<br />

den dynamischen Charakter zu erhalten.<br />

Die langgestreckte Motorhaube des<br />

Mach-E mit dem typischen Mustang-Gesicht<br />

geht in den coupéhaften Passagierraum<br />

über und endet am Heck mit den<br />

dreiteiligen Rückleuchten.<br />

NEUE ELEKTROARCHITEKTUR<br />

Unter <strong>der</strong> Karosserie verbirgt sich<br />

eine komplett neue, speziell für Elektromobile<br />

entwickelte Architektur. Insgesamt<br />

erstreckt sich <strong>der</strong> Mach-E über 4,71 Meter,<br />

baut 1,88 Meter in die Breite und 1,62<br />

Meter in die Höhe. Sein Radstand beträgt<br />

2,98 Meter. Im Innenraum finden fünf Erwachsene<br />

bequem Platz und <strong>der</strong> Gepäckraum<br />

schluckt ordentliche 402 Liter. Innen<br />

orientiert sich Ford auch an Tesla, das erkennt<br />

man auf den ersten Blick am riesigen,<br />

hochformatig platzierten Tablet über<br />

<strong>der</strong> Mittelkonsole. Die Hochvolt-Lithiumkonen-Batterie<br />

wurde zwischen den<br />

beiden Achsen verbaut und ermöglicht – je<br />

nach Grösse – eine Reichweite von 440 bis<br />

610 Kilometer.<br />

Die Leistung – je nach Ausführung 269<br />

PS (198 kW) o<strong>der</strong> 346 PS (268 kW) – steht<br />

wie das Drehmoment von 430 Nm bzw. 580<br />

Nm aus dem Stand heraus zur Verfügung.<br />

Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft <strong>der</strong><br />

rund 2,2 Tonnen schwere Mach-E in <strong>der</strong><br />

heckgetriebenen Basisversion in 7,0 Se-<br />

kunden und im Allrad-Topmodell in 5,3<br />

Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt<br />

bei beiden Varianten 180 km/h.<br />

DREI FAHRMODI<br />

Für den Stadtverkehr lässt sich <strong>der</strong><br />

Elektro-Mustang in <strong>der</strong> höchsten Rekuperationsstufe<br />

mit einem Pedal dirigieren.<br />

Der Fahrer kann zwischen den drei<br />

Modus-Einstellungen «Zahm», «Aktiv»<br />

und «Temperamentvoll» wählen, wobei<br />

bereits die niedrigste Stufe über viel Power<br />

verfügt. Wer es sportlich mag, muss als<br />

Konsequenz mit einer geringeren Reichweite<br />

klarkommen. Von 0 auf 80 Prozent<br />

vergehen an einer 150-kW-Schnellladestation<br />

rund 45 Minuten, an <strong>der</strong> privaten<br />

11-kW-Wallbox gegen sieben Stunden.<br />

UNTER 50 000 FRANKEN<br />

Der Ford Mustang Mach-E kann schon<br />

seit geraumer Zeit bestellt werden. Die Basisversion<br />

mit kleinerem Akku, 440 Kilometer<br />

Reichweite, 269 PS und Heckantrieb<br />

steht ab CHF 49 650.- in <strong>der</strong> Preisliste, <strong>der</strong><br />

78 PS stärkere Allradler ab CHF 58 090.–.<br />

Der Mach-E ist <strong>der</strong> Auftakt zu einer<br />

grossen Elektromodell-Offensive von<br />

Ford. In den kommenden zwölf Monaten<br />

sollen weitere 18 Modelle folgen, darunter<br />

eine GTE-Version des Mach-E mit 465 PS<br />

(342 kW).<br />

Text Markus Rutishauser / Bil<strong>der</strong> Werk<br />

8<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Neuheiten<br />

DACIA SANDERO UND STEPWAY<br />

DER PREIS IST HEISS<br />

Mit <strong>der</strong> Limousine San<strong>der</strong>o<br />

und dem Cross over-<br />

Schwestermodell San<strong>der</strong>o<br />

Stepway hat Dacia zwei<br />

Autos in dritter Generation<br />

lanciert, die ihrer Konkurrenz<br />

in punkto Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

einiges<br />

Kopfzerbrechen bereitet.<br />

B<br />

eide Fahrzeuge reklamieren<br />

für sich, das jeweils preisgünstigste<br />

<strong>Automobil</strong> in <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong><br />

zu sein – das eine als Neuwagen<br />

generell, das an<strong>der</strong>e als Crossover.<br />

So ist <strong>der</strong> San<strong>der</strong>o in seiner Basisausführung<br />

schon ab CHF 9490.– zu haben, <strong>der</strong><br />

günstigste Stepway kostet CHF 12 890.–.<br />

In <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> dürften sich drei von vier<br />

Käufer für die kraftvoller auftretenden<br />

Stepway-Variante entscheiden. Im Innenraum<br />

fallen Details auf, die <strong>der</strong> Insasse<br />

normalerweise in höher positionierten<br />

Fahrzeugen erwarten würde: zum Beispiel<br />

eine stoffbezogene, leicht aufgepolsterte<br />

Armaturenleiste. Ansonsten wirkt das<br />

Cockpit schlicht und funktional.<br />

KEINE SPORTRAKETE<br />

Dass <strong>der</strong> Fronttriebler bei 67 PS/95<br />

Nm o<strong>der</strong> 91 PS/160 Nm keine Sportrakete<br />

ist, versteht sich. Als lahme Ente kann<br />

man ihn dennoch nicht bezeichnen. Macht<br />

Der neue San<strong>der</strong>o Stepway kommt im typischen Offroad-Stil daher.<br />

man etwa beim 1,0-Liter-Dreizylin<strong>der</strong>-Turbobenziner<br />

mit CVT-Automatik einen Kickdown,<br />

dann faucht <strong>der</strong> Motor kernig und<br />

bringt den rund 1,2 Tonnen leichten Dacia<br />

ordentlich voran. Den Spurt von 0 auf<br />

100 km/h schafft er so in 13,4 Sekunden.<br />

Den Mixverbrauch auf 100 km gibt das<br />

Werk mit 5,1 Litern an, was einem CO2-Ausstoss<br />

von 115 g/km entspricht.<br />

Das Fahrwerk ist eher weich abgestimmt<br />

und lädt vor allem zum entspannten<br />

Cruisen ein. Derweil ist das Platzangebot<br />

grosszügig, gemessen an den<br />

kompakten Aussenmassen (L/B/H 4,09 ×<br />

1,76 × 1,49 m). Vorne sitzt man bequem und<br />

die Beinfreiheit für die Fondpassagiere<br />

reicht auch für Menschen bis zu 1,85 Meter<br />

aus. Der mässig grosse Kofferraum (328 l)<br />

erweitert sich mit umgeklappten Rücksitzlehnen<br />

auf 1108 Liter. Maximal nimmt <strong>der</strong><br />

Das Interieur des San<strong>der</strong>o Stepway.<br />

Stepway 1100 kg an den Haken. Der Crossover<br />

baut einen Zentimeter länger, neun<br />

breiter und zehn höher.<br />

Der neue San<strong>der</strong>o rollt ordentlich ausgestattet<br />

zum Kunden: Serienmässig verfügt<br />

er je nach Ausstattungs-Paket (Access,<br />

Essential, Comfort) über das Multimediasystem<br />

Media Control, welches das Smartphone<br />

über die gleichnamige App mit dem<br />

Autoradio verbindet, o<strong>der</strong> über ein integriertes<br />

Multimedia-Navigationssystem.<br />

Bereits zur Basisausstattung zählen ebenfalls<br />

das LED-Abblendlicht mit Lichtautomatik,<br />

<strong>der</strong> Aktive Notfall-Bremsassistent<br />

und die Notruf-Funktion eCall.<br />

Die San<strong>der</strong>o-Limousine ist im Vergleich zum Vorgänger ein Quantensprung: sowohl bei <strong>der</strong><br />

Optik wie auch beim Fahrkomfort.<br />

STOLZER SCHWAN<br />

Wer ein mo<strong>der</strong>nes, funktionales<br />

und flott designtes Auto sucht, auf hohes<br />

Prestige aber keinen beson<strong>der</strong>en Wert<br />

legt, könnte im neuen Dacia San<strong>der</strong>o einen<br />

Freund finden. Aus dem einst hässlichen<br />

Entlein Dacia ist nämlich ein stolzer<br />

Schwan geworden.<br />

Text Markus Rutishauser/mid / Bil<strong>der</strong> Werk<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

9


Neuheiten<br />

DS 4<br />

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN<br />

Im 4. Quartal <strong>2021</strong> bringt die französische Premiummarke mit<br />

dem Crossover DS 4 sein viertes Modell nach dem DS 7 Crossback,<br />

DS 3 Crossback und DS 9 auf die Strasse. Pariser Flair trifft<br />

dabei auf deutsche Präzisionsarbeit, wird <strong>der</strong> DS 4 doch bei Opel<br />

in Rüsselsheim in drei Versionen (DS 4, DS 4 Cross und DS 4 Performance<br />

Line) gebaut. Mit 4,40 m baut <strong>der</strong> DS 4 um gut 4 cm<br />

länger als <strong>der</strong> Peugeot 3008, praktisch gleich breit, aber 14 cm<br />

niedriger. Das Motorenprogramm ist umfangreich: Neben drei<br />

Ottomotoren mit 130 PS (96 kW), 180 PS (182 kW) und 225 PS (166<br />

kW) gibt es einen 130-PS-Turbodiesel sowie den Plug-in-Hybrid<br />

E-Tense mit einer Systemleistung von 225 PS und 50 km elektrischer<br />

Reichweite. Alle Varianten sind mit einer Acht-Gang-Automatik<br />

ausgerüstet, die über eine Wippe namens E-Toggle angesteuert<br />

wird. Zum Einstiegspreis gibt es noch keine Angaben.<br />

Wir rechnen mit rund CHF 40 000.–. Text mru / Bild Werk<br />

SUZUKI HAYABUSA<br />

WANDERFALKE KEHRT ZURÜCK<br />

Suzuki bringt die Hayabusa zurück. Der bekannte 1,34-Liter-Reihenvierzylin<strong>der</strong><br />

wurde für die Euro-5-Norm modifiziert, überraschen<strong>der</strong>weise<br />

aber in Leistung und Drehmoment leicht gezügelt.<br />

Mit ihren 190 PS (140 kW) leistet sie 7 PS weniger als zuletzt, das<br />

Drehmoment sank um 5 auf 150 Nm, liegt aber etwas früher an.<br />

Die GSX 1300 RR spurtet in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Natürlich<br />

erhält die Neuauflage jede Menge elektronische Helferlein.<br />

Von den sechs Fahrprogrammen sind drei individuell konfigurierbar.<br />

In den Handel kommen soll die neue Suzuki im April zum<br />

Preis von CHF 22 995.– (plus Nebenkosten). Text jri / Bild Werk<br />

PORSCHE TAYCAN<br />

NEUE EINSTIEGSVERSION<br />

Im März kommt die neue Einstiegsversion des Elektro-Porsche<br />

Taycan auch in die <strong>Schweiz</strong>. Sie hat nur einen Motor, eine angetriebene<br />

(Hinter-)Achse, dafür mehr Reichweite. Das neue<br />

Einstiegsmodell ohne Zusatzbuchstaben leistet mit <strong>der</strong> grossen<br />

93,4-kWh-Batterie maximal 476 PS mit Overboost (dauerhaft<br />

380 PS), mit dem kleineren 79,3-kWh-Akku noch 408 PS (326<br />

PS). Mit 2050 kg Leergewicht ist <strong>der</strong> Basis-Taycan deutlich leichter<br />

als seine stärkeren Brü<strong>der</strong>. Verbrauch und Reichweite profitieren<br />

vom fehlenden zweiten Motor und dem Min<strong>der</strong>gewicht.<br />

Die Einstiegsversion schafft nach WLTP mit <strong>der</strong> kleineren Batterie<br />

eine Reichweite von 431 km (28 kWh auf 100 km) und mit<br />

<strong>der</strong> grösseren (28,7 kWh auf 100 km) 484 km. Aus dem Stand<br />

beschleunigt sie in 5,1 Sekunden auf Tempo 100. In <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong><br />

kostet <strong>der</strong> Basis-Taycan mindestens CHF 100 300.–, das sind<br />

CHF 28 800.– weniger als <strong>der</strong> Taycan 4S. Text mru / Bild Werk<br />

AUTOMARKT SCHWEIZ<br />

AUTOVERKÄUFE STÜRZEN AB<br />

Die Corona-Krise hat den <strong>Schweiz</strong>er Fahrzeugmarkt hart getroffen.<br />

So wenig Autos, Busse und Lastwagen wie 2020 wurden<br />

letztmals vor 24 Jahren auf den <strong>Schweiz</strong>er Strassen zugelassen.<br />

Insgesamt sank die Zahl <strong>der</strong> hierzulande neu in Verkehr<br />

gesetzten Fahrzeuge<br />

(ohne Motorrä<strong>der</strong>) um<br />

18 % auf 336 841. Beson<strong>der</strong>s<br />

stark war <strong>der</strong><br />

Rückgang mit 58 %<br />

im Lockdown-Monat<br />

April. Aber auch im<br />

Mai (-38 %) und März<br />

(-34 %) wurden deutlich<br />

weniger Fahrzeuge zugelassen.<br />

Ab <strong>der</strong> zweiten<br />

Jahreshälfte entspannte sich die Lage allmählich. Bei den<br />

Immatrikulationen von neuen Personenwagen (CH+FL) ging <strong>der</strong><br />

Markt von 311 466 auf 236 828 Fahrzeuge (-24 %) zurück. Grosse<br />

Gewinner bei den Antrieben waren die alternativen Antriebe,<br />

allen voran die Plug-in-Hybride (+238,6 %), die reinen Elektrofahrzeuge<br />

(+48,2 %) sowie die Mild-Hybride (+46,1 %). Dagegen<br />

verloren die Dieselantriebe weiter an Boden (von 25,5 auf 21,9 %<br />

des Gesamtmarktes). Text mru/sda / Bild zVg<br />

10 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Neuheiten<br />

VW ID.4<br />

STROMER IM TIGUAN-FORMAT<br />

Volkswagen erweitert sein<br />

Elektro-Portfolio mit einem<br />

Kompakt-SUV. Der ID.4<br />

zielt auf Familien und Menschen<br />

mit erhöhtem Platzbedarf.<br />

Die Bestellbücher<br />

für die 77-kWh-Version (ab<br />

CH 51 600.–) sind geöffnet.<br />

Noch in diesem Jahr folgt<br />

eine Einstiegsversion für<br />

unter CHF 40 000.–.<br />

M<br />

it dem ID.3 haben die Wolfsburger<br />

ihre Elektro-Offensive<br />

in <strong>der</strong> Golf-Klasse gestartet.<br />

In den kommenden Jahren<br />

investieren sie rund 40 Milliarden in die<br />

Entwicklung <strong>der</strong> E-Mobilität. Mit dem ID.4<br />

präsentiert VW das zweite Familienmitglied.<br />

Und <strong>der</strong> Vorverkauf ist erfolgreich<br />

angelaufen. Bis Anfang Februar lagen laut<br />

VW-Pkw-Vertriebschef Klaus Zellmer bereits<br />

17 000 Auftragseingänge vor. In diesem<br />

Jahr sollen über 100 000 ID.4 ausgeliefert<br />

werden, davon zwei Drittel in Europa<br />

und ein Drittel in China und den USA. Gebaut<br />

wird <strong>der</strong> Elektro-SUV in Zwickau (De),<br />

Anting und Foshan (beide China) sowie ab<br />

2022 auch in Emden (De) und Chattanooga<br />

(USA). «So skalieren wir die MEB-Plattform<br />

(MEB steht für Modularer E-Antriebs-Baukasten,<br />

die Red.) rund um die Welt und<br />

schaffen die wirtschaftliche Basis für den<br />

Erfolg unserer ID.-Familie», sagt VW-Chef<br />

Ralf Brandstetter. Mittelfristig könnte das<br />

erste E-Weltauto von Volkswagen den Tiguan<br />

als globalen VW-Bestseller ablösen.<br />

SANFTER ÜBERGANG<br />

Während Konkurrenten versuchen,<br />

das Fahrerlebnis im Elektroauto zu revolutionieren,<br />

versucht sich VW im sanften<br />

Übergang. So verzichten die Wolfsburger<br />

beim ID.4 beispielsweise auf die Möglichkeit,<br />

das Auto mit nur einem Pedal zu fahren.<br />

Auch den Stauraum unter <strong>der</strong> Fronthaube<br />

sucht man vergebens. Grundsätzlich<br />

Der ID.4 ist mit 4,58 Meter knapp 7 cm länger als <strong>der</strong> VW Tiguan, baut aber deutlich niedriger.<br />

scheinen sich die Wolfsburger für eine ehe<br />

konservative Transformation hin zur Elektromobilität<br />

entschieden zu haben. Wer<br />

sich in einem Tiguan wohlfühlt, <strong>der</strong> wird<br />

dies auch im ID.4 tun. Natürlich präsentiert<br />

sich das Interieur mo<strong>der</strong>n-puristischer,<br />

doch eine Revolution stell es nicht<br />

dar. Selbst <strong>der</strong> Startknopf ist geblieben.<br />

Beim Exterieur haben die VW-Designer<br />

deutlich mehr Mut bewiesen. Bei den Assistenzsystemen<br />

ist <strong>der</strong> ID.4 auf gewohnt<br />

hohem Volkswagen-Niveau und hat alles<br />

an Bord, was es heute braucht.<br />

Das Raumgefühl ist grosszügig, ebenso wie<br />

<strong>der</strong> Infotainment-Bildschirm .<br />

Angetrieben wird <strong>der</strong> ID.4 «Pro Performance»<br />

von einem 150 kW (204 PS)<br />

starken 77-kWh-Elektromotor, <strong>der</strong> ein<br />

maximales Drehmoment von 310 Nm und<br />

eine WLTP-Reichweite von bis zu 522 km<br />

bietet. Realistisch sind jedoch 350 bis 400<br />

km. Die Beschleunigung des Hecktrieblers<br />

aus dem Stand ist aufgrund des hohen Gewichts<br />

(mindestens 2124 kg) eher mo<strong>der</strong>at.<br />

Das wird sich erst mit <strong>der</strong> für Juni vorgesehenen<br />

Einführung <strong>der</strong> Allradversion GTX<br />

(225 kW/306 PS) für unter CHF 60 000.–<br />

än<strong>der</strong>n. Ab diesem Zeitpunkt wird auch<br />

das Einstiegsmodell «Pure» mit kleiner<br />

Batterie und knapp 350 km WLTP-Reichweite<br />

erhältlich sein, welches unter CHF<br />

40 000.– kosten soll.<br />

ANGENEHM ENTSPANNT<br />

Anlässlich <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong>er Präsentation<br />

des ID.4 durften wir die «1st Edition» mit<br />

dem 77-kWh-Akku und 150 kW/204 PS probefahren.<br />

Ein gleichermassen angenehmes<br />

wie entspanntes Erlebnis, auch wenn <strong>der</strong><br />

«Woooow!»-Effekt beim Ampelstart fehlte.<br />

In 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind<br />

aber okay, die Höchstgeschwindigkeit von<br />

160 km/h ebenso. Dank einer fast idealen<br />

Gewichtsverteilung auf den beiden Achsen<br />

von 50:50 lässt sich <strong>der</strong> Elektro-SUV<br />

einfach und leicht bewegen. Das Raumgefühl<br />

ist trotz <strong>der</strong> kompakten Aussenmasse<br />

(L/B/H 4,58/1,85/1,61 m) hervorragend.<br />

Dazu bietet <strong>der</strong> Kofferraum ein beachtliches<br />

Stauvolumen von 543 bis 1575 Liter.<br />

Bis zu 1200 kg nimmt <strong>der</strong> ID.4 überdies an<br />

den Haken.<br />

An <strong>der</strong> AC-Ladesäule laden die ID.4-<br />

Modelle mit <strong>der</strong> grossen Batterie mit 11 kW<br />

Leistung, 7,2 kW sind es bei <strong>der</strong> kleineren.<br />

Alle Versionen bringen einen CCS-Ladeanschluss<br />

für das Schnellladen mit Gleichstrom<br />

(DC) mit. Die 55-kWh-Modelle laden<br />

hier mit 50 kW (optional 100 kW), alle<br />

an<strong>der</strong>en mit bis zu 125 kW. So kann in gut<br />

30 Minuten Gleichstrom für die nächsten<br />

320 km (WLTP) nachgeladen werden.<br />

Für bis zu fünfköpfige Familien, die<br />

auf Elektromobilität umsteigen möchten,<br />

viel Platz benötigen, aber nur über<br />

ein mittleres Budget verfügen, ist er erste<br />

Elektro-SUV von VW sicher ein interessantes<br />

Angebot.<br />

Text Markus Rutishauser / Bil<strong>der</strong> amag<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

11


SPECIAL<br />

DER KÖNIG GEWINNT<br />

Trotz Corona-Einschränkungen reisten neun <strong>der</strong> 31 Autobest-Jurymitglie<strong>der</strong> im November nach Wien und unterzogen die Finalisten auf dem<br />

ÖAMTC-Fahrtechnik-Gelände in Teesdorf intensiven Tests. Mit dabei war auch ACS AUTO Chefredaktor Markus Rutishauser (5. von links).<br />

Der neue Seat Leon<br />

ist zum «AUTOBEST<br />

<strong>2021</strong>» gewählt worden,<br />

die Auszeichnung für<br />

das beste Auto Europas<br />

<strong>2021</strong>. Die Jury besteht<br />

aus 31 Journalisten aus<br />

ebenso vielen Län<strong>der</strong>n.<br />

M<br />

it insgesamt 12 685<br />

Punkten sicherte sich<br />

<strong>der</strong> neue Leon den ersten<br />

Platz mit nur 532<br />

Punkten Vorsprung vor <strong>der</strong> neuen Generation<br />

des Skoda Octavia. Eine sehr<br />

knappe Entscheidung. Der neue Peugeot<br />

2008 belegte den dritten Platz mit 11 636<br />

Punkten, ebenfalls<br />

nur knapp<br />

hinter dem Zweitplatzierten<br />

des<br />

AUTOBEST-Wettbewerbs.<br />

ENGES RENNEN<br />

«Dieses Jahr war in vielerlei Hinsicht<br />

aussergewöhnlich. Bei finalen AUTO-<br />

BEST-Tests in Teedorf bei Wien konnten<br />

wir sieben Finalisten intensiv testen. So<br />

viele Neuheiten schafften es in unserer<br />

zwei Jahrzehnte langen Geschichte noch<br />

nie ins Finale. Das ist ein Beweis für die<br />

Fähigkeit <strong>der</strong> Industrie, trotz schwierigen<br />

Rahmenbedingungen tolle neue Modelle<br />

zu liefern. Der Fokus zielt dabei klar auf<br />

die Elektrifizierung. Wir hatten ein enges<br />

Rennen zwischen dem Seat Leon (<strong>der</strong> König)<br />

und Skoda Octavia. Beides sind herausragende<br />

Produkte. In <strong>der</strong> transparenten<br />

Abstimmung setzte sich schliesslich<br />

<strong>der</strong> sehr talentierte Spanier knapp durch.<br />

Wir gratulieren allen, die an diesem Projekt<br />

beteiligt waren, zu diesem Award, von<br />

den Ingenieuren und Designern bis hin zu<br />

den Menschen, die den Leon herstellen»,<br />

freute sich Markus Rutishauser, Vertreter<br />

<strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> in <strong>der</strong> AUTOBEST-Jury, für den<br />

Hersteller aus Martorell bei Barcelona.<br />

DIESS DIRIGIERT TRANSFORMATION<br />

Der diesjährige Preisträger in <strong>der</strong><br />

MANBEST Hall of Fame ist Herbert Diess,<br />

Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong> des VW-Konzerns.<br />

Diess wurde während <strong>der</strong> grössten<br />

Krise <strong>der</strong> Unternehmensgeschichte zum<br />

Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen<br />

Konzerns ernannt und hat eine gewaltige<br />

Transformation eingeleitet. Der <strong>Automobil</strong>riese<br />

will ein weltweit führen<strong>der</strong> Anbieter<br />

von Elektrofahrzeugen werden. Die<br />

vielen für die nächsten Jahre geplanten,<br />

Der Peugeot 2008 beim Traktionstest auf nasser Strasse.<br />

Wie präzise lässt sich <strong>der</strong> Citroën C4 durch den Slalomparcours lenken?<br />

12<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Special<br />

Der Honda Jazz zeigt sich bei zügig gefahrenen Kurven gutmütig.<br />

Der Seat Leon beim Bremstest auf abfallen<strong>der</strong>, teilweise feuchter Strecke.<br />

erschwinglichen EVs sollen Millionen von<br />

Autofahrern den Umstieg von Verbrennungsmotoren<br />

auf reine Elektrofahrzeuge<br />

ermöglichen. «In diesen schwierigen Zeiten<br />

hat Herbert Diess den VW-Konzern auf<br />

einem soliden Weg gehalten, Geld zu verdienen<br />

und Autos in höheren Stückzahlen<br />

zu verkaufen. Ausserdem führt er eine tiefgreifende<br />

Umstrukturierung des Konzerns<br />

durch, mit dem Ziel, eine viel agilere Organisation<br />

zu werden, die proaktiv agiert und<br />

schneller auf die disruptive Ära von heute<br />

reagieren kann», argumentiert die AUTO-<br />

BEST-Jury ihren Entscheid.<br />

AUTOBEST<br />

BEST BUY CAR <strong>2021</strong><br />

Europa-Rangliste (31 Juroren):<br />

1. Seat Leon 12 685 Punkte<br />

2. Skoda Octavia 12 153 Punkte<br />

3. Peugeot 2008 11 636 Punkte<br />

4. Toyota Yaris 10 649 Punkte<br />

5. Citroën C4 10 165 Punkte<br />

6. Honda Jazz 9190 Punkte<br />

7. Dacia San<strong>der</strong>o 8521 Punkte<br />

VW-Chef Herbert Diess wird in die MANBEST<br />

Hall of Fame aufgenommen.<br />

VON DER RENNSTRECKE<br />

AUF DIE STRASSE<br />

Die Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> AUTOBEST-Jury<br />

wählten den Renault E-TECH zum Gewinner<br />

des TECHNOBEST 2020-Preises. Diese<br />

geniale Hybrid-Innovation ist beeindruckende<br />

Rennstrecken-zu-Strassen-Technologie.<br />

Nachdem Renault in <strong>der</strong> Formel<br />

1 die Grenzen des Möglichen verschoben<br />

hat, hat das Unternehmen nun eine effektive<br />

und erschwingliche Lösung auf den<br />

Markt gebracht, die sich auch im Alltag<br />

bewährt. Mit <strong>der</strong> Einführung von drei Hybridmodellen<br />

im Kleinwagen-/Kleinstwagensegment<br />

im Jahr 2020 und drei weiteren<br />

Modellen im Jahr <strong>2021</strong> in Hybrid- o<strong>der</strong><br />

Plug-in-Hybrid-Ausführung hat Renault<br />

seine Kompetenz in <strong>der</strong> Brückentechnologie<br />

für eine emissionsreduzierte Zukunft<br />

unter Beweis gestellt. Damit bietet Renault<br />

in den meisten Märkten ein Angebot an<br />

erschwinglicher, emissionsarmer Technologie<br />

für die Masse und zeigt den Weg zu einem<br />

sanften Übergang in <strong>der</strong> individuellen<br />

Mobilität.<br />

CHARISMATISCHER JAPANER<br />

Der Honda e ist <strong>der</strong> Gewinner <strong>der</strong><br />

ECOBEST 2020-Auszeichnung. Der clevere<br />

Japaner ist ein geniales reines Elektrofahrzeug,<br />

das perfekt für den umweltfreundlichen<br />

Einsatz in <strong>der</strong> Innenstadt optimiert<br />

ist. Mit seinem unverwechselbaren Design<br />

Mercedes AMG F1-Teamchef Toto Wolff erhält<br />

den SPORTBEST-Award.<br />

DESIGNBEST-Gewinner Frank Stevenson.<br />

ist <strong>der</strong> Honda e charismatisch, luxuriös,<br />

macht grossen Fahrspass und beweist, wie<br />

spannend die Zukunft des ECOBEST-Fahrens<br />

sein wird. Mit <strong>der</strong> Einführung des<br />

Honda e hat <strong>der</strong> japanische Riese nicht nur<br />

bewiesen, dass er reif für ein City-BEV ist,<br />

son<strong>der</strong>n auch den richtigen Sinn für technische<br />

Innovationen hat. Der Ersatz <strong>der</strong> Aussenspiegel<br />

durch Kameras ist eine weitere<br />

Überraschung im Kleinwagensegment.<br />

Die weiteren Auszeichnungen gehen<br />

an: Skoda (COMPANYBEST; für die Erfolge<br />

<strong>der</strong> tschechischen Marke in den letzten<br />

Jahren), Toyota (SAFETYBEST; für den ersten<br />

Mittelairbag im Kleinwagen-Seg ment),<br />

Frank Stevenson (DESIGNBEST; verantwortlicher<br />

Chefdesigner u.a. für den McLaren<br />

MP4-12C, Ford Escort RS Cosworth,<br />

Mini Cooper, Fiat 500), Jaguar Land Rover<br />

(SMARBEST; PiVi Pro-Infotainmentsystem)<br />

sowie Toto Wolff (SPORTBEST; Teamchef<br />

von Mercedes AMG F1). Ausserdem<br />

hat die AUTOBEST-Jury den Citroën Ami<br />

100% electric zum Gewinner des Special-Awards<br />

«A Star is Born» gekürt.<br />

www.autobest.org<br />

Text ab/mru / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

13


RATGEBER<br />

VERSTÖSSE GEGEN DAS SVG BEI SCHWEREM FEHLVERHALTEN<br />

BRAUCHE ICH HILFE ?<br />

Ist bei schweren<br />

Verstössen gegen das<br />

<strong>Schweiz</strong>er Strassenverkehrsgesetz<br />

(nachstehend:<br />

SVG) die Beratung<br />

durch eine Juristin<br />

o<strong>der</strong> einen Juristen<br />

angemessen o<strong>der</strong> sogar<br />

notwendig?<br />

W<br />

ir werden diese Frage<br />

in Bezug auf «typische»<br />

Verstösse<br />

behandeln, d.h. Geschwindigkeitsübertretungen<br />

o<strong>der</strong> Fahrunfähigkeit<br />

(Trunkenheit am Steuer o<strong>der</strong><br />

Fahren unter Drogeneinfluss), die nicht<br />

zu Körperverletzungen und/o<strong>der</strong> Sachschäden<br />

geführt haben.<br />

Warum diese Fälle? Es handelt sich<br />

dabei um die wohl häufigsten Fälle. Und<br />

da <strong>der</strong> Verstoss letztlich nicht zu einem<br />

Sach- o<strong>der</strong> Personenschaden geführt hat,<br />

stellt sich die o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Betroffene oft nicht<br />

die Frage, ob die Inanspruchnahme juristischer<br />

Unterstützung sinnvoll ist. Dabei<br />

handelt es sich um Verstösse, die vom<br />

Betroffenen oft als «banal» empfunden<br />

werden, was regelmässig dazu führt,<br />

dass sie o<strong>der</strong> er das Verfahren geschehen<br />

lässt.<br />

In <strong>der</strong> Praxis kommt bei unseren<br />

Klientinnen und Klienten jedoch oft<br />

ein Satz vor: «Wenn ich gewusst hätte,<br />

dass ...»<br />

Verstösse gegen das SVG, wie<br />

zum Beispiel Geschwindigkeitsübertretung<br />

und Trunkenheit am Steuer,<br />

werden als «Massendelikte» eingestuft.<br />

Nichtsdestotrotz müssen diese<br />

Verstösse oft als «richtige Fälle» angeschaut<br />

werden und verlangen juristischen<br />

Rat o<strong>der</strong> juristische Unterstützung.<br />

In einem einfachen Fall, sei es<br />

eine bei einer routinemässig durchgeführten<br />

Radarkontrolle festgestellte<br />

Geschwindigkeitsübertretung o<strong>der</strong><br />

qualifizierte Alkoholkonzentration, sind<br />

«die Würfel oft schon gefallen». Mit an<strong>der</strong>en<br />

Worten: Die zur Verfügung stehenden<br />

rechtlichen Mittel sind sehr begrenzt und<br />

eine Verurteilung fast unvermeidlich. Dennoch<br />

kann eine kurze Kontaktaufnahme<br />

mit einer Juristin o<strong>der</strong> einem Juristen ratsam<br />

sein, damit Sie sich über Ihre Rechte<br />

und Pflichten sowie über die Folgen des<br />

Verstosses bestens informieren können.<br />

Am wichtigsten ist – diesen Aspekt<br />

möchten wir betonen – dass ein Verstoss<br />

gegen das SVG wegen schweren Fehlverhaltens<br />

nicht auf die leichte Schulter genommen<br />

werden darf, wenn:<br />

• Sie vorbestraft sind. Wenn eine Fahrerin<br />

o<strong>der</strong> ein Fahrer während <strong>der</strong> Probezeit<br />

vorbestraft ist, wird sie o<strong>der</strong> er zwangsläufig<br />

mit dem Kaskadensystem, wie im<br />

SVG vorgesehen, konfrontiert. Es ist ein<br />

starres System mit oft schwerwiegenden<br />

Folgen, so dass es ratsam, um nicht zu sagen<br />

notwendig ist, sich juristisch beraten<br />

zu lassen, auch wenn dies nur kurz ist;<br />

• Ihnen vorsorglich <strong>der</strong> Führerausweis<br />

entzogen wurde. Oft missverstanden<br />

o<strong>der</strong> verharmlost, wird ein solcher präventiver<br />

Entzug bei fehlen<strong>der</strong> Fahreignung<br />

bei Überschreiten bestimmter<br />

Grenzwerte bei Alkohol und Drogen<br />

ausgesprochen und ist Teil eines Verwaltungsverfahrens<br />

zur möglichen Aussprache<br />

eines Sicherungsentzugs des<br />

Führerausweises, basierend auf einem<br />

verkehrsmedizinischen Gutachten etc.<br />

Kurzum: Spielen Sie einen Entscheid,<br />

<strong>der</strong> einen präventiven Entzug des Führerausweises<br />

aussprechen würde, nicht<br />

herunter! Suchen Sie schnell professionelle<br />

Hilfe und warten Sie nicht auf einen<br />

Sicherungsentzug, bevor Sie sich um die<br />

Situation kümmern. Es ist wichtig zu antizipieren.<br />

Wichtiger Hinweis: Es kommt regelmässig<br />

vor, dass Autofahrerinnen und<br />

Autofahrer, nachdem sie einen schweren<br />

Verstoss begangen haben, den Strafbefehl<br />

<strong>der</strong> Staatsanwaltschaft als einfaches Protokoll<br />

einer Übertretung verstehen. Mit an<strong>der</strong>en<br />

Worten, ein solches Dokument wird<br />

oft heruntergespielt, zumal Tagessätze<br />

(Geldstrafen) oft mit einer einfachen Busse<br />

verwechselt werden. Machen Sie nicht<br />

diesen Fehler! Wenn Ihnen ein Strafbefehl<br />

wegen eines schweren Fehlverhaltens von<br />

<strong>der</strong> Staatsanwaltschaft zugestellt wird,<br />

bedeutet dies, dass es sich tatsächlich um<br />

einen Verstoss, <strong>der</strong> einem Vergehen entspricht,<br />

handelt und nicht nur um eine<br />

einfache Übertretung. Um unangenehme<br />

Überraschungen – manchmal erst Jahre<br />

später – zu vermeiden, muss die Angelegenheit<br />

ernst genommen werden und <strong>der</strong><br />

Kontakt zu einer Fachperson erweist sich<br />

oft als sehr sinnvoll.<br />

Abschliessend ist zu bedenken, dass<br />

<strong>der</strong> Bereich des Strassenverkehrs ein eigenständiges<br />

Rechtsgebiet ist und dass,<br />

auch wenn die Begehung einer Straftat in<br />

diesem Bereich manchmal bagatellisiert<br />

wird, die Inanspruchnahme einer Juristin<br />

o<strong>der</strong> eines Juristen nicht als aussichtslos<br />

o<strong>der</strong> überflüssig angesehen werden sollte.<br />

Eine rechtzeitige und auch nur kurze Beratung<br />

kann oft sehr nützlich sein!<br />

Text Johann Fumeaux, Präsident ACS Wallis,<br />

registrierter Anwalt<br />

Bild zVg<br />

14<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


ZOOM<br />

Auch Volvo – hier <strong>der</strong> XC40 – bietet seine Abo-Modelle an.<br />

WAS HABEN GEMÜSE<br />

UND AUTOS GEMEINSAM?<br />

A<br />

utos und Gemüse zeigen<br />

Parallelen: Es gibt sie beide<br />

im Abonnement. Beim Auto-Abo<br />

heisst das: Zusätzlich<br />

zum Fahrzeug gibt es Versicherung,<br />

Service, Reparaturen, Reifen, Steuern und<br />

Vignette zum monatlichen Fixpreis. Die<br />

Auto-Abo-Angebote habe ich Ende 2019 ein<br />

erstes Mal durchleuchtet. Das war aufgrund<br />

<strong>der</strong> Sortiment-Heterogenität nicht einfach.<br />

Gut ein Jahr später ist es für (potenzielle)<br />

Kunden nicht übersichtlicher geworden.<br />

Die Angebote präsentieren sich<br />

ausgereifter und mit mehr Individualisierungsmöglichkeiten.<br />

Importeure o<strong>der</strong><br />

einzelne Garagisten sind ebenfalls auf den<br />

Abo-Zug aufgesprungen. Der Angebotsdschungel<br />

ist somit noch dichter geworden.<br />

Hier ein paar Orientierungspunkte.<br />

NUR TANKEN MUSS MAN SELBST<br />

Ein Auto-Abo bietet Flexibilität und<br />

Bequemlichkeit. Flexibilität, weil das Auto<br />

nach einer Mindestlaufzeit von einigen<br />

Monaten, die vor Vertragsabschluss definiert<br />

wird, wie<strong>der</strong> zurückgegeben werden<br />

kann. Bequemlichkeit, weil man sich nicht<br />

um die Autoversicherung kümmern muss,<br />

für den Reifenwechsel gesorgt ist und dem<br />

Kunden das Auto seiner Wahl meist direkt<br />

vor die Haustüre geliefert wird. Bei einigen<br />

ist gar eine monatliche Autowäsche inklusive.<br />

Nur tanken muss man selbst.<br />

ABOS SIND OFT GEBRAUCHTWAGEN<br />

Zu den Vorteilen gesellen sich aber<br />

auch Nachteile: So etwa für jene, die ihr<br />

Auto selbst konfigurieren möchten. Die<br />

Fahrzeuge stehen in <strong>der</strong> Regel bereits<br />

schon im Lager. Beson<strong>der</strong>es Augenmerk<br />

gilt dem Preis: Ein Abo kann mit Blick auf<br />

die hohe Flexibilität zwar preiswert sein,<br />

wer jedoch möglichst günstig fahren will,<br />

setzt auf den Kauf eines Gebrauchtwagens.<br />

Apropos Gebrauchtwagen: Bei vielen<br />

Abo-Anbietern sind die Autos nicht in<br />

jedem Fall neu. Wer unbedingt einen Neuwagen<br />

fahren möchte, sollte sich vor Vertragsunterzeichnung<br />

über den aktuellen<br />

Kilometerstand informieren.<br />

VORSICHT BEIM VERGLEICH<br />

Sie sehen also: Die Wahl des richtigen<br />

Angebots erfor<strong>der</strong>t Aufmerksamkeit. So<br />

etwa bei den Mindestlaufzeiten. Diese va-<br />

Die Expertin<br />

Andrea Auer ist Mobilitäts-Expertin beim Online-Vergleichsportal<br />

comparis.ch. Ihre Spezialgebiete<br />

sind Trends im Individualverkehr<br />

und die Entwicklung von Motorfahrzeugversicherungen.<br />

Nebst ihrer Analysetätigkeit betreut<br />

sie eigene Radio- und Fernsehformate.<br />

riieren je nach Anbieter und Angebot von<br />

einem Monat bis hin zu vier Jahren. Als<br />

Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit, desto<br />

günstiger die monatliche Rate. Neukunden<br />

müssen auch mit zusätzlichen Kosten<br />

rechnen. So verlangen einige Anbieter zur<br />

monatlichen Flatrate eine einmalige Einstiegsgebühr<br />

von gegen CHF 400.–.<br />

MEIN FAZIT<br />

Auto-Abos eignen sich beispielsweise<br />

für jene, die in Corona-Zeiten temporär<br />

den ÖV meiden wollen. O<strong>der</strong> für solche, die<br />

zwar einen Autokauf erwägen, bei <strong>der</strong> Modelwahl<br />

aber zögern. Fest steht: Ein Auto<br />

dauerhaft zu abonnieren ist teurer als ein<br />

Kauf.<br />

Text Andrea Auer / Bild zVg<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

15


CARAVAN<br />

HOLA IN A GUARDA!<br />

90. F.I.C.C.-RALLYE VOM 18. BIS 27. JUNI <strong>2021</strong><br />

Die 90. Rallye führt nach<br />

Galizien, eine autonome<br />

Region im Nordwesten<br />

Spaniens. Es ist eine<br />

Region mit üppiger<br />

Vegetation und vielen<br />

historischen Stätten an<br />

<strong>der</strong> Küste des Atlantiks.<br />

A<br />

Guarda, <strong>der</strong> Austragungsort<br />

<strong>der</strong> Rallye, befindet sich<br />

an <strong>der</strong> Mündung des Flusses<br />

Miño. Es ist eines <strong>der</strong> wichtigsten<br />

Tourismusgebiete Galiziens. Besucher<br />

<strong>der</strong> Veranstaltung können sich über<br />

ein ausgezeichnetes Veranstaltungs- und<br />

Besuchsprogramm freuen. Sehenswert ist<br />

A Guarda ist eines <strong>der</strong> wichtigsten Tourismusgebiete Galiziens.<br />

die kleine Altstadt, am Rande des Hafens<br />

gelegen. Das Zentrum bildet das Rathaus.<br />

Hier befindet sich auch das Tourismusbüro.<br />

Reizvoll ist die enge Gasse Calle Malteses<br />

mit den Fischerhäusern. Südlich von<br />

A Guarda befindet sich die Hauptattraktion,<br />

<strong>der</strong> Berg Monte Santa Trega. Von hier<br />

geniesst man einen schönen Rundblick auf<br />

die Mündung des Flusses Miño, den Atlantik<br />

und die Berge. Auf dem Berg befinden<br />

sich die Überreste <strong>der</strong> keltischen Siedlung<br />

Castro de Santa Trega.<br />

SEHENSWÜRDIGKEITEN<br />

Die Region Galizien hat einiges an Sehenswürdigkeiten<br />

zu bieten. So die Stadt<br />

Santiago de Compostela. Diese Stadt ist<br />

gleichzeitig auch die Regionalhauptstadt,<br />

bekannt als Endpunkt des Jakobswegs (Camino<br />

de Santiago) und als vermeintlicher<br />

Begräbnisort des biblischen Apostels Jakobus,<br />

dessen sterbliche Überreste in <strong>der</strong> 1211<br />

geweihten Catedral de Santiago de Compostela<br />

aufbewahrt sein sollen. Die Kathedrale<br />

liegt innerhalb <strong>der</strong> mittelalterlichen<br />

Mauern <strong>der</strong> Altstadt, ihre mit kunstvollen<br />

Schnitzereien verzierten Steinfassaden<br />

grenzen an herrschaftliche Plätze. Am 25.<br />

Juli dieses Jahres findet das Fest zu Ehren<br />

des Schutzheiligen mit dem sogenannten<br />

«Apostelfeuer» statt, bei dem das berühmte<br />

Weihrauchgefäss durch das Schiff <strong>der</strong><br />

Kathedrale schwingt. <strong>2021</strong> bis 2022 wird<br />

wie<strong>der</strong> ein Heiliges Compostelanisches Jahr<br />

sein, das 120. in seiner Geschichte. Santiago<br />

verwandelt sich in die geistliche Hauptstadt<br />

<strong>der</strong> Welt. Zu diesem Anlass werden viele<br />

tausend Pilger erwartet.<br />

VIGO<br />

Etwa 60 km von A Guarda entfernt,<br />

befindet sich die Stadt Vigo, ein ursprüngliches<br />

Fischerdorf. Der Altstadtkern mit<br />

seinem starken Geschmack nach Seefahrt<br />

ist erhalten geblieben. Dieser Ort ist ein<br />

guter Ausgangspunkt, um die Dörfer <strong>der</strong><br />

Ria von Vigo und die Insel Cíes, die ein Teil<br />

des Nationalparks <strong>der</strong> Atlanktikinseln ist,<br />

zu besichtigen. Der Hafen von Vigo ist einer<br />

<strong>der</strong> besten natürlichen Häfen <strong>der</strong> Welt<br />

und war <strong>der</strong> Ursprung dieses von Bergen<br />

umgebenen Orts. Die maritimen Eigenschaften<br />

des Hafens, <strong>der</strong> bereits zu Zeiten<br />

<strong>der</strong> Römer genutzt wurde, führten zu dem<br />

transatlantischen Kais und zu <strong>der</strong> Fischerei<br />

und Konservenindustrie.<br />

Etwa 80 km von A Guarda entfernt<br />

befindet sich die Stadt Pontevedra. Hier<br />

ist alles nur einen Steinwurf entfernt: Das<br />

Museo de Pontevedra, ein Museum mit in<br />

Europa einzigartigen Goldschmiedearbeiten,<br />

prachtvollen Schmuckstücken, die<br />

zum Teil über 4000 Jahre alt sind. An<strong>der</strong>e<br />

Schätze sind die Basilica de Santa Maria,<br />

die Ruinas de Santo Domingo und die<br />

Igrexa de San Bartolomeu. Pontevedra ist<br />

16<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Caravan<br />

die Stadt mit den meisten Fussgängerzonen<br />

von ganz Spanien.<br />

CAMPINGPLATZ SANTA TECLA<br />

Der Campingplatz ist unter den folgenden<br />

Koordinaten zu finden: N 41o 53‘<br />

55.42“ W 8o 50‘ 49.01“. Er befindet sich an<br />

<strong>der</strong> Mündung des Flusses Miño, einem von<br />

Red Natura 2000 geschützten Naturgebiet.<br />

Der Campingplatz ist bestens für eine grössere<br />

Anzahl von Besuchern eingerichtet. Er<br />

verfügt über: 500 Stellplätze auf Gras, 8<br />

Bungalows, 4 Mobilheime, 4 Schlafzimmer<br />

und verfügt über Restaurant mit Bar und<br />

Terrasse, Sportplätze, Schwimmbad, Spielzimmer,<br />

Spielplatz, Supermarkt, 2 Sanitärblöcke,<br />

wo auch Waschmaschinen zu finden<br />

sind, sowie Telefon, Internet und WIFI.<br />

INFO<br />

Interessierte, die an <strong>der</strong> Rallye<br />

teilnehmen wollen, können das<br />

Anmeldeformular und weitere<br />

Informationen anfor<strong>der</strong>n bei<br />

H.P. Hiltbrand,<br />

E-Mail: campingmedia@gmx.ch<br />

Anmeldeschluss ist <strong>der</strong> 20. April <strong>2021</strong><br />

Es ist zu beachten, dass es immer<br />

noch Corona bedingt zu Än<strong>der</strong>ungen<br />

o<strong>der</strong> Absagen kommen kann.<br />

Wun<strong>der</strong>schön direkt am Wasser: <strong>der</strong> Campingplatz Santa Tecla.<br />

Vor drei Jahren hat man den gesamten<br />

Komplex, so den Sanitärbereich, die<br />

Elektroinstallationen, das Restaurant sowie<br />

die Cafeteria komplett neu renoviert.<br />

Während <strong>der</strong> Rallye wird ein Festzelt zur<br />

Verfügung stehen, wo die abendlichen Unterhaltungen<br />

stattfinden werden.<br />

FOLGENDE AUSFLÜGE SIND<br />

GEPLANT UND IN VORBEREITUNG<br />

Der Start macht am 21. Juni la Toja,<br />

Mejilloneras, Conbarro, Santa Tecla, Castro<br />

und A Guarda, wobei dieser Ausflug kostenlos<br />

ist.<br />

Am 22. Juni Vigo und die Cíes Inseln<br />

sowie eine Wan<strong>der</strong>ung am Fluss Miño entlang.<br />

Santiago de Compostela wird am 23.6.<br />

besucht. 24. Juni steht <strong>der</strong> Ausflug nach<br />

Ribeira, Sascra und <strong>der</strong> Sil Canyon auf dem<br />

Programm. Am 24. Juni findet die Generalversammlung<br />

<strong>der</strong> F.I.C.C. statt.<br />

RALLYEGEBÜHREN<br />

CHF 155.– pro Person, Jugendliche von<br />

12 bis 17 Jahre CHF 90.– / Strom pauschal<br />

CHF 33.– / Ausflüge CHF 66.– pro Person.<br />

HINWEISE<br />

Der Campingplatz kann schon vor <strong>der</strong><br />

Rallye angefahren werden und auch nach<br />

<strong>der</strong> Rallye kann <strong>der</strong> Aufenthalt verlängert<br />

werden. Die Campinggebühr beläuft sich<br />

auf € 18.00 pro Tag.<br />

Der kostenlose Ausflug nach Monte<br />

Santo Tecla und die Wan<strong>der</strong>ung am Fluss<br />

Miño müssen bei Ankunft dem Rallyesekretär<br />

registriert werden. Die Teilnehmerzahl<br />

ist begrenzt.<br />

Text H.P. Hiltbrand<br />

Bil<strong>der</strong> FECC (Fe<strong>der</strong>atión Española de <strong>Club</strong>es<br />

Campistas)<br />

AUTOFAHREN MIT ANHÄNGER<br />

E<br />

gal, ob Wohnwagen o<strong>der</strong> Arbeitsgerät:<br />

Autofahrer, die gelast von 2000 Kilogramm nur rund 1700<br />

darf bei einer eigentlich zulässigen Anhän-<br />

mit einem Anhänger unterwegs<br />

sind, müssen einige Steigungen: Wenn die dünne Luft im<br />

Kilogramm auf den Berg ziehen.<br />

«Spielregeln» beachten. Schliesslich geht es<br />

um die Verkehrssicherheit. Wir haben deshalb<br />

wichtige Fakten zusammengefasst.<br />

Anhängelast: Viele Hersteller weisen<br />

darauf in <strong>der</strong> Betriebsanleitung des Autos<br />

hin und reduzieren entsprechend mit <strong>der</strong><br />

Gebirge die Leistung des Zugfahrzeugs<br />

min<strong>der</strong>t, dann fällt den Autos auch das Anfahren<br />

schwerer. Deshalb sollten die niedrigeren<br />

Obergrenzen für die Anhängelast<br />

beson<strong>der</strong>s bei starken Steigungen eingehalten<br />

werden. Denn diese Obergrenzen<br />

Höhe die zulässige Anhängelast.<br />

Doch wer liest schon<br />

die Betriebsanleitung durch?<br />

Opel, Mazda und Kia reduzieren<br />

in <strong>der</strong> Anleitung die zulässige<br />

Anhängelast um zehn Prozent<br />

je 1000 Höhenmeter. Wer<br />

also zum Alpencamping auf<br />

1455 Meter Höhe fahren will, Das Gesamtgewicht des Gespanns ist massgebend.<br />

sind so berechnet, dass ein Auto bei zwölf<br />

Prozent Steigung fünfmal innerhalb von<br />

fünf Minuten anfahren kann.<br />

Werden höhere Anhängelasten in den<br />

Fahrzeugschein eingetragen, sinkt die<br />

Grenze auf acht Prozent. Deshalb sollte<br />

man sich vor <strong>der</strong> Fahrt genau über die Steigungen<br />

auf <strong>der</strong> Strecke informieren. Im<br />

Fall eines Motor- o<strong>der</strong> Getriebeschadens<br />

werden die Hersteller Garantie- o<strong>der</strong> Kulanzleistungen<br />

ablehnen, wenn man die<br />

maximal zulässige Steigung von acht o<strong>der</strong><br />

zwölf Prozent überschritten hat.<br />

Führerausweis: Der übliche Ausweis<br />

<strong>der</strong> Kategorie B begrenzt die Gesamtmasse<br />

des Gespanns (Zugfahrzeug Kat. B und Anhänger/Wohnwagen)<br />

auf 3,5 Tonnen.<br />

Text mid / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

17


RATGEBER<br />

AUTOBATTERIE<br />

SO BEKOMMT MAN DAS<br />

AUTO WIEDER ZUM LAUFEN<br />

A<br />

utobatterien leiden in <strong>der</strong><br />

kalten Jahreszeit ganz beson<strong>der</strong>s.<br />

Denn elektrische<br />

Verbraucher wie Licht, Gebläse,<br />

Scheibenwischer sowie Heizungen<br />

sind gleichzeitig in Betrieb und for<strong>der</strong>n<br />

die Ladekapazität. Irgendwann ist die<br />

Batterie zu schwach für den Startvorgang.<br />

Wir erklären Schritt für Schritt, wie man<br />

das Auto wie<strong>der</strong> zum Laufen bekommt<br />

und welche Fehler vermieden werden<br />

sollten.<br />

Um Starthilfe zu geben, ist entwe<strong>der</strong><br />

ein Starthilfegerät o<strong>der</strong> ein zweites Fahrzeug<br />

plus Starthilfekabel notwendig. Damit<br />

die Länge <strong>der</strong> Starthilfekabel ausreicht,<br />

sollte das Spen<strong>der</strong>fahrzeug so abgestellt<br />

werden, dass sich dessen Batterie möglichst<br />

nahe an <strong>der</strong> des Empfängerfahrzeugs<br />

befindet.<br />

1. Schritt<br />

Die Zündung bei<strong>der</strong> Fahrzeuge muss ausgeschaltet<br />

sein und das Starthilfekabel muss<br />

an beiden Fahrzeugen angeschlossen werden:<br />

Zuerst wird das rote Plus-Kabel mit<br />

den Plus-Polen bei<strong>der</strong> Batterien verbunden.<br />

Es ist darauf zu achten, dass die roten<br />

Klemmen nicht versehentlich mit an<strong>der</strong>en<br />

Teilen des Autos in Berührung kommen<br />

können.<br />

2. Schritt<br />

Das schwarze Minus-Starterkabel nicht<br />

direkt an den Batterien anschliessen, son<strong>der</strong>n<br />

an unlackierten Metallteilen. Oft gibt<br />

es hierfür spezielle «Massepunkte». Um<br />

diese zu finden, ist die Gebrauchsanleitung<br />

hilfreich. Achtung: Immer genug Abstand<br />

zu drehenden Motorteilen einhalten!<br />

3. Schritt<br />

Wenn beide Kabel fest an den jeweiligen<br />

Kontaktpunkten sitzen, wird <strong>der</strong> Motor<br />

des «Spen<strong>der</strong>fahrzeugs» gestartet. Er sollte<br />

zunächst etwa fünf bis zehn Minuten laufen,<br />

damit zur teilentladenen Batterie des<br />

«Empfängerautos» genügend Energie fliessen<br />

kann. Danach erfolgt <strong>der</strong> Startversuch<br />

des Empfängerautos. Vorher das Getriebe<br />

in den Leerlauf schalten beziehungsweise<br />

die Automatikschaltung auf Parkstellung<br />

stellen. Springt <strong>der</strong> Motor an, sollte ein<br />

starker Verbraucher wie die Heckscheibenheizung<br />

o<strong>der</strong> das Gebläse eingeschaltet<br />

werden. So werden Spannungsspitzen<br />

vermieden. Vorsicht: Wenn das Auto nach<br />

etwa drei Versuchen immer noch nicht anspringt,<br />

sollte die Starthilfe abgebrochen<br />

werden. In diesem Fall liegt <strong>der</strong> Defekt<br />

möglicherweise nicht an <strong>der</strong> Batterie.<br />

4. Schritt<br />

Vierter Schritt: Die Startkabel werden nun<br />

in umgekehrter Reihenfolge abmontiert:<br />

Zuerst das schwarze, dann das rote Starthilfekabel<br />

entfernen. Danach Verbraucher<br />

nach Möglichkeit wie<strong>der</strong> abschalten.<br />

Nach <strong>der</strong> Starthilfe am besten etwa<br />

eine Stunde auf <strong>der</strong> Überlandstrasse o<strong>der</strong><br />

Autobahn fahren. Dabei möglichst wenig<br />

Verbraucher anschalten, damit die Batterie<br />

so voll werden kann, dass das Fahrzeug<br />

sicher mehrmals gestartet werden kann.<br />

Aber Vorsicht: Von einer vollständig geladenen<br />

Batterie kann dann noch nicht die<br />

Rede sein.<br />

Text mid/arei / Bild zVg<br />

18<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


MOTORSPORT<br />

NATIONALER<br />

RENNKALENDER <strong>2021</strong><br />

Datum Was Wo<br />

abgesagt<br />

16.–17.04 Critérium Jurassien Saignelégier JU<br />

01.–02.05. Slalom de Bière Bière VD<br />

02.05. Slalom Seewen Seewen SZ<br />

27.–29.05. Rallye du Chablais Aigle VD<br />

27.–29.05. Rallye du Chablais Historique Aigle VD<br />

27.–29.05. E-Rallye du Chablais Aigle VD<br />

29.05. Slalom Lignières Lignières NE<br />

05.–06.06. Course de côte La Roche – La Berra La Roche FR<br />

13.06. Slalom Ybrig Ybrig SZ<br />

19.–20.06. Bergrennen Hemberg Hemberg SG<br />

26.–27.06. Slalom de Romont Romont FR<br />

27.06. Bergrennen Reitnau Reitnau AG<br />

03.–04.07. Slalom de Bure Bure JU<br />

10.–11.07. Course de côte Massongex Massongex (VS)<br />

Datum Was Wo<br />

17.–18.07. Slalom Frauenfeld Frauenfeld TG<br />

neuer Termin<br />

24.–25.07. Course de côte Ayent-Anzère Anzère VS<br />

13.–15.08. Course de côte St.Ursanne – Les Rangiers St.Ursanne JU<br />

27.–29.08. Alpine Challenge Villars-sur-Ollom<br />

28.–29.08. Bergrennen Oberhallau Oberhallau SH<br />

02.–05.09. Arosa Classic Car Arosa GR<br />

11.–12.09. Bergrennen Gurnigel Gurnigel BE<br />

17.–19.09. Bernina Gran Turismo St. Moritz GR<br />

18.–19.09. Course de côte Châtel-St-Denis – Les Paccots Châtel-St-Denis FR<br />

24.–25.09. Rallye del Ticino Chiasso TI<br />

25.–26.09. Slalom de Drognens Romont FR<br />

02.–03.10. Slalom Ambri Ambri TI<br />

21.–23.10. Rallye International du Valais Sion VS<br />

21.–23.10. Rallye International du Valais VHC Sion VS<br />

Stand 12. Februar <strong>2021</strong><br />

Vorbehaltlich Corona-bedingte Terminän<strong>der</strong>ungen und/o<strong>der</strong> Absagen.<br />

Advertorial<br />

SCHLUSS MIT KLEBRIGEN TEILEN<br />

Wer ärgert sich nicht, wenn sich in seinem<br />

Ferrari, Maserati, Porsche o<strong>der</strong> jedem<br />

an<strong>der</strong>en Fahrzeug Kunststoffteile,<br />

o<strong>der</strong> besser gesagt <strong>der</strong>en Oberflächen,<br />

sich auflösen und klebrig werden? Eine<br />

unangenehme Erscheinung, welche viele<br />

namhafte Hersteller exklusiver Wagen<br />

offenbar nicht vorausgesehen haben. Eine<br />

Verän<strong>der</strong>ung, die nicht durch mangelnden<br />

Unterhalt, dem Einwirken von Sonnenlicht<br />

o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Anwendung von Reinigungs- und<br />

Pflegemitteln ausgelöst wird. Die «Softtouch»-Beschichtung<br />

auf Schaltern, Griffen<br />

und Abdeckungen zersetzt sich mit <strong>der</strong><br />

Zeit und wird deshalb hässlich und klebrig.<br />

Das Resultat – schwarze Finger und hartnäckige<br />

Flecken auf den Klei<strong>der</strong>n.<br />

Dagegen hat die Graber Sportgarage<br />

AG in Münsingen eine Lösung bereit. Die<br />

betroffenen Teile werden sorgfältig ausgebaut,<br />

falls notwendig repariert, gereinigt,<br />

neu eingefärbt, mit neuen Symbolen<br />

versehen und durch eine Klarlackschicht<br />

geschützt. Danach erfolgen <strong>der</strong> fachmännische<br />

Einbau und eine anschliessende<br />

Funktionskontrolle. Diese Teile sehen danach<br />

wie<strong>der</strong> wie neu aus, sind angenehm<br />

zu berühren und kleben mit Bestimmtheit<br />

nie mehr.<br />

Weitere Auskunft erteilt die Graber<br />

Sportgarage AG in Münsingen am Telefon<br />

+41 31 566 13 70 o<strong>der</strong> per Mail an<br />

contact@grabersportgarage.ch<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

19


INTERVIEW<br />

Interview<br />

GERT HILDEBRAND, STARDESIGNER<br />

WENIG GELERNT<br />

hatten noch lange ein Pferdegespann, und<br />

wenn <strong>der</strong> Kutscher betrunken war o<strong>der</strong><br />

geschlafen hat, haben die Gäule abends ihren<br />

Stall allein gefunden ... Die Autonomie<br />

hat es also schon einmal gegeben. Auf die<br />

aktuelle Situation bezogen sehe ich es so:<br />

Der Traum vom autonomen Fahren wird<br />

spätestens dann zum Alptraum, wenn die<br />

Politik sich den gesetzgeberischen und<br />

ethisch-moralischen Fragen im Massenverkehr<br />

stellen muss. Diese Verantwortungsverlagerung<br />

von unten nach oben,<br />

vom Nutzer zum System, wird sich kein<br />

Politiker umhängen wollen. Und so befürchte<br />

ich, dass wir die Endstation dieses<br />

Weges ebenfalls schon kennen: Bus, Tram<br />

und Eisenbahn.<br />

Gert Hildebrand<br />

M<br />

it 2020 ging ein in mancherlei<br />

Hinsicht katastrophales<br />

Jahr zu Ende;<br />

für <strong>2021</strong> ist allerdings<br />

Licht am Horizont sichtbar. Wir haben<br />

einen Auguren <strong>der</strong> Autobranche über das<br />

vergangene Jahr und die wichtigen Zukunftsthemen<br />

befragt: Gert Hildebrand.<br />

Der Stardesigner aus Lörrach bei Basel war<br />

unter an<strong>der</strong>em mit dem Design von Opel<br />

Kadett E und VW Golf III befasst, bevor<br />

er zum Mini-Chefdesigner avancierte und<br />

schliesslich für das globale Design und den<br />

Markenauftritt <strong>der</strong> chinesischen Marke<br />

Qoros verantwortlich wurde. Zuletzt hat<br />

er für den chinesischen EV-Hersteller Bordrin<br />

gearbeitet.<br />

Was bedeutet die Corona-Krise<br />

für die Autobranche?<br />

Hildebrand: Ich befürchte, man hat wenig<br />

gelernt. Werbung und Marketing entfernen<br />

sich in Rekordzeit von den Themen,<br />

die die Kunden wirklich bewegen. Wer ein<br />

Auto kaufen will, interessiert sich nicht<br />

für Diversity-Programme und möchte<br />

vielleicht auch gar nicht so genau wissen,<br />

in welchem Ausmass die Hersteller sich<br />

auf den Dialog mit dem Fridays-For-Future-Umfeld<br />

einlassen. Wir sind vielleicht<br />

schon Zeugen einer Deindustrialisierung,<br />

auf jeden Fall aber einer De-Ästhetisierung:<br />

Das aktuelle Design kann gar nicht<br />

genug unkontrollierte Ecken und Kanten<br />

haben, die Bauhaus-Gestaltungsprämisse<br />

«form follows function» scheint komplett<br />

aus <strong>der</strong> Mode geraten zu sein.<br />

Wird sich die E-Mobilität durchsetzen<br />

– und wenn ja, wann?<br />

Hildebrand: Die E-Mobilität ist ja keine<br />

neue Erfindung, sie ist über hun<strong>der</strong>t Jahre<br />

alt. Doch sie wird die Umwelt durch Ressourcenverschwendung<br />

und Ladeinfrastruktur-Themen<br />

noch mehr belasten als<br />

die Verbrenner-Mobilität. Mit <strong>der</strong> Abkehr<br />

von <strong>der</strong> technologisch praktikableren und<br />

erschwinglichen Verbrenner-Lösung wird<br />

eine dramatische Nutzerverschiebung<br />

einhergehen: Es könnte sich von <strong>der</strong> Massenmobilisierung,<br />

<strong>der</strong> freien Bewegung für<br />

fast alle, zu einer selektiven Elite-Motorisierung<br />

entwickeln. Und wenn <strong>der</strong> Staat<br />

die entgangene Mineralölsteuer irgendwann<br />

auf die E-Autos umlegt, dann ist das<br />

Thema für die meisten Menschen erledigt.<br />

Zum autonomen Fahren: Wie lange<br />

dürfen wir noch selbst ins Steuer<br />

greifen?<br />

Hildebrand: Lassen Sie mich darauf augenzwinkernd<br />

antworten: Diverse Brauereien<br />

Welches Potenzial hat<br />

Shared Mobility?<br />

Hildebrand: Ich habe in China an einigen<br />

dieser Projekte gearbeitet. Es kam immer<br />

dabei heraus, dass <strong>der</strong> Verbraucher sein<br />

eigenes Auto o<strong>der</strong> sein individuell genutztes<br />

Taxi, Uber o<strong>der</strong> Didi verlangt, und zwar<br />

schon vor Corona-Zeiten. Die «Shared Mobility»<br />

hat grundsätzlich das Problem <strong>der</strong><br />

Verwahrlosung, <strong>der</strong> mangelnden Hygiene<br />

durch den Vornutzer. Und daran wird sich<br />

erfahrungsgemäss nichts än<strong>der</strong>n, weil <strong>der</strong><br />

Mensch eben so ist, wie er ist. Nicht einmal<br />

bei Fahrrä<strong>der</strong>n, Rollern und Mopeds funktioniert<br />

<strong>der</strong> «Shared»-Ansatz. Früher hiess<br />

es: Die Pfeife, die Freundin und das Auto<br />

teilt man nicht. Mir scheint, als hätte sich<br />

daran bis heute wenig geän<strong>der</strong>t.<br />

Welches Auto hat Sie dieses Jahr<br />

beeindruckt?<br />

Hildebrand: Das beeindruckendste Auto<br />

2020 war für mich mein VW Käfer 1303<br />

Cabrio, Baujahr 1979, immer in Familienbesitz.<br />

Er startete im April nach dem Winterschlaf<br />

und mitten im ersten Lockdown<br />

ohne Murren, und er zauberte mir und den<br />

Betrachtern ein Lächeln ins Gesicht. Das<br />

schafft kein aktuelles Modell mehr. Es ist<br />

interessant, dass dieses 85 Jahre alte Konzept<br />

noch heute funktioniert. Man könnte<br />

das «nachhaltig» nennen.<br />

Interview Jens Meiners / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

20 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


NEWS News<br />

STELLANTIS<br />

GRIFF NACH<br />

DEN STERNEN<br />

Mit <strong>der</strong> Fusion zwischen<br />

Fiat Chrysler <strong>Automobil</strong>es<br />

und <strong>der</strong> Groupe PSA<br />

ist am 16. Januar <strong>2021</strong><br />

<strong>der</strong> neue <strong>Automobil</strong>riese<br />

«Stellantis» mit<br />

14 Marken entstanden.<br />

G<br />

anze 12500 Seiten umfasst<br />

das Papier, das am Anfang<br />

des weltweit viertgrössten<br />

<strong>Automobil</strong>konzerns steht,<br />

<strong>der</strong> als Stellantis (lateinisch: mit Sternen<br />

besetzt) an den Start geht. Wobei Quantität<br />

nicht alles ist, beeilt sich <strong>der</strong> neue Konzernlenker<br />

Carlos Tavares zu erklären: «Wir<br />

wollen ein grossartiger Konzern werden<br />

und nicht unbedingt ein riesiger.»<br />

Mit dem Zusammenschluss von PSA<br />

und Fiat Chrysler o<strong>der</strong> <strong>der</strong> beiden Familien<br />

Peugeot und Agnelli entsteht ein Konglomerat,<br />

das 14 Marken umfasst und in 130<br />

Län<strong>der</strong>n vertreten ist. Insgesamt 400 000<br />

Menschen aus 150 Nationen arbeiten für<br />

den Konzern, <strong>der</strong> sich, so Tavares, zu einem<br />

«Weltmarktführer für nachhaltige<br />

Mobilität» entwickeln soll. Bisher wiesen<br />

die beiden Unternehmen PSA und Fiat<br />

Chrysler in ihren Modellpaletten deutliche<br />

Lücken auf, die nun geschlossen werden<br />

können. Langfristig soll Stellantis zudem<br />

Stellantis-CEO Carlos Tavares<br />

die Kostenstruktur um fünf Milliarden<br />

Euro verringern.<br />

ZUSAMMEN UND TROTZDEM<br />

EIGENSTÄNDIG<br />

Die Führung des Konzerns mit Sitz in<br />

Amsterdam teilen sich <strong>der</strong> Agnelli-Enkel<br />

John Elkann, <strong>der</strong> dem Verwaltungsrat vorsteht,<br />

und Carlos Tavares,<br />

<strong>der</strong> als CEO das Management-Team<br />

leitet. Neun<br />

Steuerungs-Komitees<br />

werden die verschiedenen<br />

Aufgaben koordinieren.<br />

Dazu gehört auch die<br />

Übernahme <strong>der</strong> verschiedenen<br />

Plattformen, um<br />

Entwicklungszeiten zu<br />

verkürzen und Kosten zu<br />

sparen, ohne die typischen<br />

Eigenschaften <strong>der</strong> einzelnen Marken zu<br />

beeinflussen. Als Beispiel für diese Vorgehensweise<br />

verweist Tavares auf die Zusammenarbeit<br />

zwischen Opel und Peugeot. «Der<br />

Opel Corsa und Peugeot 208 teilen sich zwar<br />

viele Teile, und doch sind es zwei eigenständige<br />

Modelle.»<br />

E-MOBILITÄT IM FOKUS<br />

Ein Schwerpunkt in <strong>der</strong> Modellentwicklung<br />

wird die Elektrifizierung <strong>der</strong> verschiedenen<br />

Modelle sein. «Wir werden in<br />

den kommenden Jahren den Anteil <strong>der</strong> elektrifizierten<br />

Fahrzeuge in unserem Portfolio<br />

auf 35 Prozent steigern», blickt <strong>der</strong> 62-jährige<br />

Portugiese in die Zukunft. Bis zum Ende<br />

des Jahres wird sich die Zahl <strong>der</strong> Elektrovarianten<br />

auf 39 Stück erhöhen, und bis 2025<br />

wird jedes neue Fahrzeug eine E-Version zur<br />

Seite gestellt bekommen. Von dieser Strategie<br />

wird vor allem Fiat profitieren.<br />

Aktuell plant Stellantis mit allen 14<br />

Marken. Wie sich allerdings konkret Maserati<br />

und Alfa Romeo weiterentwickeln, lässt<br />

sich noch nicht sagen. «Wir werden aber einen<br />

Weg finden, sie wie<strong>der</strong> profitabel zu machen»,<br />

blickt Tavares in die Zukunft. Auch<br />

Fiat verspricht <strong>der</strong> Portugiese «neue und<br />

jüngere Modelle».<br />

KEINE RÜCKKEHR<br />

In den USA erreicht Stellantis dank<br />

Chrysler und Jeep einen Marktanteil von<br />

zwölf Prozent. Seit Jahrzehnten geistern vor<br />

allem durch die französische Presse Pläne,<br />

Peugeot wie<strong>der</strong> auf den US-amerikanischen<br />

Markt zu bringen. Auch unter dem Stellantis-Sternenhimmel<br />

wird die von Filmfigur<br />

Inspektor Columbo bevorzugte Marke nicht<br />

in die USA zurückkehren. «Wir wollen in<br />

den USA keine neue Marke einführen», so<br />

Tavares.<br />

Ein schwarzes Loch in <strong>der</strong> Stellantis-Welt<br />

ist <strong>der</strong> chinesische Markt, wo keines<br />

<strong>der</strong> Unternehmen erfolgreich vertreten<br />

ist. «Wir müssen lernen, was dort falsch<br />

gelaufen ist und eine neue Strategie entwickeln,<br />

um eine Lösung zu finden.» Um dies<br />

zu erreichen, hat <strong>der</strong> Chef <strong>der</strong> neuen Sternenwelt<br />

ein Team eingesetzt, um die Fehler<br />

zu analysieren und abzustellen.<br />

Text Walther Wuttke / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

21


VERKEHRSSICHERHEIT<br />

DIGITALE LÖSUNGEN<br />

IN ZEITEN VON CORONA<br />

Der ACS baut die langjährige Verkehrssicherheitskampagne «Routinier-Fahren<br />

mit Weitblick» um. Da aufgrund <strong>der</strong> Corona-Pandemie keine Publikumsmessen<br />

mehr stattfinden, hat <strong>der</strong> ACS kurzerhand die Kampagne abgeän<strong>der</strong>t und lanciert<br />

nun eine digitale Lösung mit diversen Angeboten zum Thema «Sicher fahren»<br />

inklusive Wettbewerbe.<br />

S<br />

eit mehr als sechs Jahren<br />

führt <strong>der</strong> ACS die Präventionskampagne<br />

«Routinier<br />

– Fahren mit Weitblick». Unterstützt<br />

wird er dabei vom Fonds für Verkehrssicherheit<br />

FVS. Die Kampagne richtet<br />

sich an routinierte Fahrzeuglenkende,<br />

die ihre Kenntnisse und Kompetenzen<br />

überprüfen, auffrischen und allenfalls<br />

trainieren möchten. Dazu diente bisher<br />

als wichtigstes Standbein die Präsenz an<br />

Publikumsmessen in <strong>der</strong> ganzen <strong>Schweiz</strong>.<br />

Mit einem interaktiven Stand und einem<br />

topmo<strong>der</strong>nen Fahrsimulator konnten interessierte<br />

Besucherinnen und Besucher<br />

ihre Fahrkompetenz testen, die Theoriekenntnisse<br />

überprüfen und digitales Gehirnjogging<br />

entdecken. Da seit dem Frühjahr<br />

2020 keine Messen mehr stattfinden,<br />

sind auch diese Aktivitäten lei<strong>der</strong> nicht<br />

mehr möglich.<br />

Das verantwortliche Team beim ACS<br />

stellte sich also die Frage, wie können wir<br />

INFO<br />

Die neue Webseite www.routinier.ch<br />

ist ab sofort online. Sie finden hier<br />

Themen rund um die Verkehrssicherheit,<br />

Quiz, Theorieübungen,<br />

neue Verkehrsregeln etc.<br />

trotz den Beschränkungen mit unserer<br />

Zielgruppe in Kontakt treten? Welche Angebote<br />

können wir entwickeln, damit die<br />

interessierten Fahrzeuglenkerinnen und<br />

-lenker von zu Hause aus ihre Fahrkompetenzen<br />

trainieren und ihr Wissen auffrischen<br />

können? Welche Themen könnten<br />

zudem interessant sein, wie z.B. die Gesetzesän<strong>der</strong>ungen<br />

im Strassenverkehrsgesetz?<br />

Wie bieten wir Unterhaltung und<br />

Spass gleichermassen und ermöglichen<br />

zudem eine Lernplattform?<br />

In Zusammenarbeit mit einem externen<br />

Team wurden in kürzester Zeit alle<br />

Online-Angebote überarbeitet respektive<br />

neu entwickelt. Neu lädt beispielsweise<br />

22 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Verkehrssicherheit<br />

ein Quiz den Besucher o<strong>der</strong><br />

die Besucherin ein, den eigenen<br />

Fahrtyp zu wählen und<br />

ein entsprechendes Quiz zu<br />

spielen. Ob als Allroun<strong>der</strong>,<br />

leidenschaftlicher Fahrer,<br />

Motorradfahrer o<strong>der</strong> Kurzstreckenfahrer<br />

– es stehen<br />

acht verschiedene Typen zur<br />

Auswahl. Durch das Quiz<br />

führen ganz alltägliche Fragen,<br />

aber auch solche, die<br />

vielleicht mit den Jahren in<br />

Vergessenheit geraten sind.<br />

Zudem werden die neuen<br />

gesetzlichen Bestimmungen<br />

in kurzweiligen Videos<br />

erklärt, wie beispielsweise<br />

das Rechtsvorbeifahren richtig anzuwenden<br />

ist. Zudem sind Informationen zum<br />

Strassenverkehr und zu richtigem Verkehrsverhalten<br />

neu geglie<strong>der</strong>t und mit aktuellen<br />

Themen ergänzt worden.<br />

Da die sozialen Medien inzwischen<br />

auch ein wichtiger Bestandteil unserer Mediennutzung<br />

sind, werden auf Facebook<br />

ständig aktuelle Meldungen und wichtige<br />

Informationen publiziert. Interessierte<br />

können die Facebookseite abonnieren und<br />

bleiben so auf dem Laufenden in Sachen<br />

Verkehrssicherheit. Zudem gibt es regelmässig<br />

Wettbewerbe, bei denen praktische<br />

Preise zu gewinnen sind. Mitmachen lohnt<br />

sich auf jeden Fall.<br />

Nach wie vor ist es möglich, Infomaterial<br />

auf <strong>der</strong> Webseite herunterzuladen o<strong>der</strong><br />

zu bestellen. Ebenso steht Ihnen unser<br />

Beratungsdienst via info@routinier.ch<br />

je<strong>der</strong>zeit zur Verfügung, wenn Sie Fragen<br />

o<strong>der</strong> Anregungen zum Thema Verkehrssicherheit<br />

haben. Wir beantworten Ihre<br />

E-Mail sehr gerne.<br />

Texte Anita Brechtbühl / Bil<strong>der</strong> zVg<br />

FAHREN MIT LICHT AM TAG<br />

Das seit 2014 geltende Obligatorium für<br />

Fahren mit Licht am Tag für Motorfahrzeuge<br />

birgt immer noch einige Tücken.<br />

Wer in seinem Fahrzeug den Abblendlichtschalter<br />

auf «A» stellt (für Automatisch),<br />

fährt wohl mit Licht am Tag. Jedoch sind<br />

nur die Abblendlichter vorne am Fahrzeug<br />

eingeschaltet, die Rücklichter aber nicht.<br />

Bei Nebel, Dämmerung o<strong>der</strong> Regenwetter<br />

kann dies auch dazu führen, dass an<strong>der</strong>e<br />

Verkehrsteilnehmende Sie zu spät se-<br />

hen. Es ist deshalb wichtig, bei beson<strong>der</strong>s<br />

diffusem Licht den Abblendlichtschalter<br />

auf «Ein» zu stellen, damit auch die Heckleuchten<br />

eingeschaltet sind!<br />

Abb. rechts:<br />

Symbol für das Abblendlicht.<br />

Ist das Abblendlicht eingeschaltet, dann<br />

leuchten auch die Rücklichter am Fahrzeug.<br />

Bei trübem Wetter o<strong>der</strong> Nebel unbedingt den Lichtschalter von «Auto» auf «Abblendlicht»<br />

einschalten.<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

23


REISEN<br />

STERNSTUNDEN<br />

Der Sternenhimmel über dem Aletschgletscher.<br />

Der Blick hoch oben vom Berg in die sternenfunkelnde Unendlichkeit<br />

des Universums gehört zu den Bergerlebnissen, die einen bleibenden<br />

Eindruck hinterlassen. In <strong>der</strong> Aletsch Arena lassen sich diese einzigartigen<br />

Gänsehautmomente bei einem Sternen Workshop einfangen.<br />

M<br />

it dem Schneemobil-<br />

Taxi geht die Fahrt am<br />

späten Nachmittag<br />

durch den ansonsten<br />

autofreien Ort Bettmeralp zur Gondelstation<br />

aufs Bettmerhorn. Zu Fuss wären<br />

es von <strong>der</strong> einen Gondelstation nur etwa<br />

zwanzig Minuten durch den Schnee. Aber<br />

das Gepäck mit Isomatte, Schlafsack<br />

und Kameraausrüstung mit Stativ will<br />

schliesslich auch transportiert werden.<br />

Der Taxi chauffeur schüttelt etwas ungläubig<br />

den Kopf, als er das Gepäck sieht.<br />

«Was wollt Ihr dort oben? Dort gibt es<br />

kein Hotel!»<br />

Die Fotografen verbringen, trotz klirren<strong>der</strong><br />

Kälte, die meiste Zeit draussen unter dem<br />

magischen Himmelszelt.<br />

Der Blick ins Rhonetal und nach Brig.<br />

Auch die Skifahrer, die von ihrer letzten<br />

Abfahrt an diesem Tag an <strong>der</strong> Gondelstation<br />

ankommen, schauen skeptisch, als<br />

statt <strong>der</strong> üblichen Skiausrüstung grosse<br />

Reisetaschen in die Gondel gehievt werden.<br />

Zugeben, man muss sich für dieses Erlebnis<br />

schon ein ganzes Stück aus <strong>der</strong> Komfortzone<br />

hinausbewegen. Aber mit jedem<br />

Höhenmeter, den die Gondel bergwärts<br />

schaukelt, steigt die Vorfreude auf den<br />

nächtlichen Sternenhimmel. Noch scheint<br />

die Abendsonne und kaum ein Wölkchen<br />

trübt den Himmel. Ideale Bedingungen.<br />

Auf 2650 Meter treten beim Panorama<br />

Restaurant Bettmerhorn noch vereinzelt<br />

ein paar Skitourengänger nach einem<br />

mühsamen Aufstieg ihre wohlverdiente<br />

Abfahrt an. Im Restaurant wird klappernd<br />

das letzte Geschirr von den Tischen<br />

geräumt und <strong>der</strong> Staubsauger heult laut,<br />

während er die Krümel <strong>der</strong> letzten Gäste<br />

unter den Tischen aufsaugt.<br />

BUNTGEMISCHTE GRUPPE<br />

UND STARFOTOGRAF<br />

Der preisgekrönte <strong>Schweiz</strong>er Fotograf<br />

und Filmemacher Markus Eichenberger<br />

blickt auf eine bewegte Karriere zurück.<br />

Lange Zeit hat er im Investmentbanking<br />

gearbeitet und einige Jahre davon in Asien<br />

gelebt und gearbeitet. Als Weltenbummler<br />

hat er viel von dieser Erde gesehen.<br />

Heute widmet sich <strong>der</strong> Autodidakt<br />

ganz <strong>der</strong> Fotografie. Beson<strong>der</strong>s gerne ist<br />

er in den <strong>Schweiz</strong>er Alpen unterwegs.<br />

In zahlreichen Fotokursen gibt er sein<br />

Wissen weiter und hilft Anfängern und<br />

fortgeschrittenen Hobbyfotografen gleichermassen,<br />

die Schönheit <strong>der</strong> Natur bestmöglich<br />

in Szene zu setzen.<br />

24<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Reisen<br />

Nachdem auch das Personal des Panorama-Restaurants<br />

alles erledigt hat und<br />

mit <strong>der</strong> letzten Gondel hinunter ins Dorf<br />

gefahren ist, werden auf dem Boden zwischen<br />

den Tischen die Isomatten ausgerollt<br />

und die Schlafsäcke fürs Nachtlager vorbereitet.<br />

Dann ist es auch schon höchste Zeit<br />

für die Besprechung des Programms <strong>der</strong><br />

kommenden Nacht und für die Vorbereitung<br />

<strong>der</strong> Kameras und Stative.<br />

Unter fachkundiger Anleitung werden<br />

die mitgebrachten Stative aufgestellt und<br />

die ersten Fotos eingefangen.<br />

Der sonnige Wintertag verabschiedet<br />

sich langsam hinter den Bergen und gibt<br />

nochmal alles, um in bester Erinnerung<br />

zu bleiben. Die Sonne taucht den Himmel<br />

über <strong>der</strong> Aletsch Arena und die umliegenden<br />

Berge in zartes Rosa, feuriges Rot und<br />

leuchtendes Gelb, während die Ruhe des<br />

Abends den Gipfel umhüllt. Lediglich das<br />

Klicken <strong>der</strong> Kameraauslöser ist zu hören.<br />

Ein magischer Moment. Derweil hilft Markus<br />

jedem in Sachen Kameraeinstellung<br />

und zeigt, wo die besten Fotospots für die<br />

Nacht zu finden sind.<br />

Fotograf und Leiter des Workshops<br />

Sternenfotografie: Markus Eichenberger.<br />

INFO<br />

Der Fotograf Markus Eichenberger<br />

bietet den Chasing Stars Fotografie<br />

Workshops sowohl für Anfänger, als<br />

auch für fortgeschrittene Fotografen<br />

an. Der Kurs beinhaltet einen<br />

Theorie-Teil und einen Praxis-Teil.<br />

Derzeit finden die Fotokurse, aufgrund<br />

<strong>der</strong> Corona Verordnung, nicht<br />

statt. Sobald die Restaurants wie<strong>der</strong><br />

öffnen dürfen, sind wie<strong>der</strong> Kurse geplant.<br />

Weitere Informationen online<br />

unter www.chasingstars.club<br />

Im letzten Tageslicht werden unter fachkundiger<br />

Anleitung die Kameras eingestellt<br />

und die besten Fotospots gesucht.<br />

Abendstimmung auf dem Bettmerhorn – als<br />

würde <strong>der</strong> Himmel glühen.<br />

Nachdem das letzte Sonnenlicht des<br />

kalten Wintertages hinter den Bergen verschwunden<br />

ist, wird es Zeit für eine erste<br />

Aufwärmrunde im Restaurant.<br />

Markus nutzt die Zeit und erklärt eine<br />

Stunde lang in leicht verständlichen Worten,<br />

worauf bei den Kameraeinstellungen<br />

bei <strong>der</strong> Sternenfotografie geachtet werden<br />

muss und wie und womit die Fotos im Nachgang<br />

am besten bearbeitet werden können.<br />

Der Kurs ist so konzipiert, dass sowohl<br />

Anfänger, als auch ambitionierte Hob by-<br />

Fotografen davon profitieren können.<br />

Nach <strong>der</strong> trockenen Theorie wartet<br />

das Vergnügen in Form eines geselligen<br />

Käsefondues auf die Teilnehmer. Währenddessen<br />

senkt sich die dunkle Nacht<br />

über die Aletsch Arena. Warm eingepackt,<br />

geht es raus in die klirrende Kälte zur ersten<br />

Fotosession in <strong>der</strong> klaren, mondlosen<br />

Winternacht. Millionen Sterne glänzen am<br />

Himmel. Das Dunkel <strong>der</strong> Nacht gibt ihren<br />

Zauber preis und die Weite des Universums<br />

macht Platz für ehrfürchtiges und demütiges<br />

Staunen. Ein ergreifen<strong>der</strong> Augenblick,<br />

<strong>der</strong> sich tief ins Bewusstsein eingeprägt.<br />

Ein Gefühl, das wohl nur diejenigen nachvollziehen<br />

können, die das schon selbst<br />

erlebt haben. Die geringe Lichtverschmutzung<br />

hoch oben auf dem Berg lässt die Sterne<br />

so hell und klar funkeln, wie man sie im<br />

Unterland kaum je zu Gesicht bekommt.<br />

Sogar die Milchstrasse ist mit blossem<br />

Auge zu erkennen.<br />

Die Hobby-Fotografen versuchen<br />

unter fachkundiger Anleitung, die ganze<br />

Pracht des Himmelszelts einzufangen. Wie<br />

immer bleibt die Abbildung nur eine Annäherung<br />

an die Stille und wahre Schönheit<br />

des nächtlichen Sternenhimmels.<br />

Manch einer bleibt fasziniert vom<br />

himmlischen Spektakel die ganze Nacht<br />

wach, um ja keinen Augenblick zu verpassen.<br />

An<strong>der</strong>e verkriechen sich zwischendrin<br />

für einen kurzen Schlaf im wärmenden<br />

Schlafsack, bevor sie später noch<br />

einmal zu einer zweiten Session hinaus in<br />

die winterliche Nacht treten. Immer in <strong>der</strong><br />

Gewissheit, dass es sich mehr als gelohnt<br />

hat, die eigene Komfortzone für diesen<br />

magischen Moment zu verlassen.<br />

NACHT VERGEHT IM FLUGE<br />

Viel zu schnell kitzeln die ersten Sonnenstrahlen<br />

den Tag hinter den Bergen<br />

wach und strömen dann im Überfluss über<br />

das Rhonetal. Die Sterne ziehen unbeirrt,<br />

nun aber unsichtbar weiter ihre Bahnen.<br />

Mit etwas Wetterglück wird man ihr<br />

Strahlen in <strong>der</strong> nächsten Nacht noch einmal,<br />

dann aber an einem an<strong>der</strong>en Ort am<br />

Firmament bestaunen können. Falls nicht,<br />

haben die glücklichen Kursteilnehmer<br />

jetzt unzählige Aufnahmen im Gepäck,<br />

die sie an die magischen Momente auf dem<br />

nächtlichen Bettmerhorn erinnern.<br />

Zum Abschluss gibt es für alle Teilnehmer<br />

noch ein Frühstück mit Kaffee und<br />

Gipfeli im Restaurant. Die Gondel nimmt<br />

langsam wie<strong>der</strong> den Betrieb auf. Die ersten<br />

Angestellten trudeln ein und bereiten das<br />

Tagesgeschäft vor. Aus <strong>der</strong> Küche tönt das<br />

Klappern von Geschirr. Bevor die ersten<br />

Tagesgäste eintreffen, sind die kaum benutzten<br />

Schlaflager wie<strong>der</strong> zusammengepackt<br />

und die Kursteilnehmer auf dem Weg<br />

ins Tal. Nichts erinnert mehr an den flüchtigen<br />

und doch so eindrücklichen Sternenzauber<br />

<strong>der</strong> vergangenen Nacht.<br />

Text und Bil<strong>der</strong> Ellen Gromann<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

25


CLASSIC<br />

SO MACHEN OLDTIMER-RALLYES NOCH MEHR SPASS<br />

SALZ IN DER SUPPE<br />

Mit dem Oldtimer<br />

durch faszinierende<br />

Landschaften zu fahren,<br />

ob solo o<strong>der</strong> mit<br />

Gleichgesinnten, ist für<br />

Klassiker-Liebhaber<br />

bereits eine grosse<br />

Freude. Wer hingegen<br />

die Herausfor<strong>der</strong>ung<br />

liebt, dem bieten die mit<br />

Prüfungen gespickten<br />

Oldtimer-Rallyes ein<br />

beson<strong>der</strong>es Vergnügen.<br />

Und die Prüfungen sind<br />

sozusagen das Salz<br />

in <strong>der</strong> Suppe!<br />

G<br />

efahren wird bei diesen Rallyes<br />

nach Karte, Road Book<br />

sowie unter Vorgabe von<br />

Durchschnittsgeschwindigkeiten.<br />

Unterwegs warten auf die Teams<br />

Prüfungen wie geheime Durchfahrts- und<br />

Zeitkontrollen sowie Regelmässigkeitsprüfungen.<br />

Dennoch steht auch bei diesen<br />

Oldtimer-Rallyes das genussvolle Fahren<br />

im Vor<strong>der</strong>grund. Aber kaum jemand<br />

möchte auf den hinteren Rängen eines<br />

Gesamtklassements landen. Daher empfiehlt<br />

es sich vor dem Start, ein paar Tipps<br />

und Tricks zu befolgen.<br />

WELCHE RALLYE PASST FÜR MICH?<br />

Das Angebot an Oldtimer-Veranstaltungen<br />

im In- und Ausland ist riesig und<br />

wächst von Jahr zu Jahr. Das Spektrum<br />

reicht von <strong>der</strong> lokalen, eintägigen Veranstaltung<br />

bis zu den hochkarätigen Klassikern<br />

wie <strong>der</strong> Mille Miglia o<strong>der</strong> Monte<br />

Carlo Historique. Entsprechend variieren<br />

die Startgel<strong>der</strong> und Anfor<strong>der</strong>ungen. Es<br />

empfiehlt sich daher, den Veranstaltungskalen<strong>der</strong><br />

auf den einschlägigen Oldtimer-<br />

Portalen zu konsultieren und sich auf <strong>der</strong><br />

Geschafft und Spass gehabt! Zieleinfahrt an <strong>der</strong> RAID-du-Sud in Cannes, 2019.<br />

jeweiligen Homepage <strong>der</strong> anvisierten Rallye<br />

ein Bild zu machen.<br />

WELCHES FAHRZEUG UND<br />

WELCHE HILFSMITTEL?<br />

Der Name ist Programm, d.h. das<br />

Fahrzeug sollte ein Oldtimer o<strong>der</strong> zumindest<br />

Youngtimer mit 30 Jahren resp. 20<br />

Jahren auf dem Buckel und in einwandfreiem<br />

Zustand sein. Bei Rallyes mit Nachtetappen<br />

empfehlen sich Zusatzscheinwerfer<br />

und je nach Jahreszeit und Region<br />

sollten Winterreifen aufgezogen sein.<br />

Als Hilfsmittel unabdingbar sind<br />

Zeit- und ein genauer Wegmesser. Von<br />

Schwedische Rallye-Ikonen: Saab 96 V4, 1975 (li.), Volvo 123 GT, 1968 (r.).<br />

mechanischen über digitale Stoppuhren<br />

bis zu Tripmastern mit eingebauten<br />

Computern ist alles möglich, sofern das<br />

Reglement <strong>der</strong> Rallye keine Einschränkungen<br />

vorsieht. Beispielsweise sind bei<br />

Events mit «Sanduhren-Klasse» keine<br />

technischen Hilfsmittel und nur analoge<br />

Uhren gestattet. Zwei Chronometer<br />

sollten es sein, da gewisse Wertungsprüfungen<br />

sich überlappen. Ansonsten sind<br />

digitale Stopp uhren, die mehrere Zeiten<br />

anzeigen sowie ein Tripmaster, <strong>der</strong> die<br />

zurückgelegte Distanz auf den Meter genau<br />

anzeigt, eine Voraussetzung, um gute<br />

Resultate erzielen zu können.<br />

26 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


DREI FRAGEN AN STEFANO GINESI,<br />

DER SEIT JAHREN ERFOLGREICH<br />

AUF EINEM PORSCHE 356 AN OLD-<br />

TIMER-RALLYES TEILNIMMT.<br />

Exakte Zeitmessung mit Druckschlauch an einer Spezial-Prüfung.<br />

Cockpit im Saab 96 V4 mit Duplex Chronometer,<br />

Tripmaster und Leselampe (o.r.).<br />

WAS IST EIN ROAD BOOK?<br />

Wer zum ersten Mal ein Road Book<br />

aufschlägt, <strong>der</strong> wird kaum dessen Inhalt<br />

verstehen. Nicht umsonst werden die darin<br />

verwendeten Symbole als «Chinesen-Zeichen»<br />

bezeichnet. Bei genauerer Betrachtung<br />

stellt sich heraus, dass es deutlich<br />

einfacher ist, eine vorgegebene Strecke<br />

präzise mittels einem Road Book abzufahren.<br />

Dabei wird die richtige Route mit<br />

Richtungspfeilen und die Distanzen zwischen<br />

den Richtungswechseln auf hun<strong>der</strong>t<br />

Meter genau angegeben.<br />

WAS SIND MÖGLICHE PRÜFUNGEN?<br />

Im Verlauf einer Oldtimer-Rallye sind<br />

zahlreiche Durchfahrts- und Zeitkontrollen<br />

sowie Gleichmässigkeitsprüfungen zu<br />

absolvieren. Bei allen Aufgaben gilt es, so<br />

wenig Strafsekunden wie möglich einzufahren.<br />

Die meisten Prüfungen werden im<br />

Road Book angegeben, doch unterwegs<br />

gilt es, auf geheime Prüfungen aufzupassen.<br />

Auf <strong>der</strong> Strasse signalisieren von <strong>der</strong><br />

FIA standardisierte Schil<strong>der</strong> den Start, die<br />

Ankündigung einer Prüfung, <strong>der</strong>en Ende<br />

sowie das Ziel einer Etappe.<br />

Im Road Book zeigen die Pfeile den Weg,<br />

daneben stehen die Distanzangaben.<br />

DAS HIRN SITZT RECHTS!<br />

Eine Oldtimer-Rallye zu bestreiten ist<br />

Teamarbeit pur. Dabei spielt <strong>der</strong> Co-Pilot<br />

unbestritten die entscheidende Rolle. Er<br />

interpretiert das Road Book und gibt dem<br />

Fahrer Anweisung, wo’s langgeht. Ebenso<br />

kontrolliert <strong>der</strong> Beifahrer die vorgegebenen<br />

Fahrzeiten und informiert den Piloten,<br />

ob nötigenfalls das Tempo zu drosseln<br />

o<strong>der</strong> zu erhöhen ist, um präzise das Ziel<br />

zu passieren. Gleiches gilt bei Zeitmessprüfungen<br />

innerhalb von Etappen. Je perfekter<br />

das Zusammenspiel zwischen den<br />

beiden funktioniert und je versierter <strong>der</strong><br />

Co-Pilot ist, desto grösser sind die Chancen<br />

für eine gute Platzierung. Und wie so<br />

oft: Übung macht den Meister!<br />

Fazit: Probieren geht über Studieren.<br />

Das gilt bei Oldtimer-Rallyes ganz beson<strong>der</strong>s.<br />

Spass macht eine Teilnahme auf jeden<br />

Fall. Wir wünschen viel Vergnügen und<br />

gute Fahrt!<br />

Texte Christoph Bleile<br />

Bil<strong>der</strong> Christoph Bleile, Organisation RAID, zVg<br />

Nützliche Adressen:<br />

Oldtimer-Portale<br />

mit Veranstaltungskalen<strong>der</strong>n:<br />

www.zwischengas.com<br />

www.swissclassics.com<br />

www.dreamcars.ch<br />

www.autozeit.ch<br />

www.fine-classic-cars.ch<br />

Ausrüstungen, Zeitmessgeräte:<br />

www.beltrona.ch<br />

www.vintagedriver.de<br />

www.vhclassic.de<br />

Vermietung von Oldtimern<br />

mit Rallye-Equipment:<br />

www.rentaclassic.swiss<br />

Oldtimer-Rallye-Lehrgänge,<br />

Training:<br />

www.rallye-yors.ch<br />

Was macht <strong>der</strong> beson<strong>der</strong>e Reiz einer<br />

Oldtimer-Rallye aus?<br />

Für mich ist es die Kombination von<br />

Sport und Spass. Mit einem klassischen<br />

Fahrzeug die schönsten Landschaften zu<br />

durchfahren und dabei gefor<strong>der</strong>t zu werden.<br />

Der Ehrgeiz, sich mit Gleichgesinnten<br />

zu messen, ist natürlich das Salz in <strong>der</strong><br />

Suppe. Wenn am Ende des Tages dein Name<br />

zuoberst auf <strong>der</strong> Resultattafel steht, ist es<br />

eine wun<strong>der</strong>schöne Genugtuung. Mensch<br />

und Maschine haben ihr Bestes gegeben<br />

und den Drink an <strong>der</strong> Bar hat man sich verdient.<br />

An<strong>der</strong>s als bei an<strong>der</strong>en Motorsport-<br />

Veranstaltungen ist dein Gegner nie <strong>der</strong><br />

an<strong>der</strong>e Enthusiast – son<strong>der</strong>n immer die<br />

Stoppuhr!<br />

Was empfiehlt sich für einen Einsteiger?<br />

Vorbereitung ist wie oft das A und O! Die<br />

Auswahl <strong>der</strong> richtigen «Einsteiger-Rallye»<br />

gehört genauso dazu, wie das richtige<br />

Equipment und die saubere Vorbereitung<br />

des Fahrzeuges. Ebenso ist es hilfreich,<br />

sich Tipps von erfahrenen Teilnehmern<br />

zu holen. Meistens geben diese gerne<br />

Auskunft, denn Kameradschaft wird bei<br />

historischen Rallyes grossgeschrieben.<br />

Ferner wäre ein Einsteigerkurs optimal<br />

sowie sich, wo möglich, einem Team anzuschliessen.<br />

Welche Fehler sollte man tunlichst<br />

vermeiden an einer Oldtimer-Rallye?<br />

Grundsätzlich fängt je<strong>der</strong> bei null an, also<br />

heisst es die Ambitionen flach zu halten<br />

und den Spass in den Vor<strong>der</strong>grund zu setzen.<br />

Zu viel Ehrgeiz am Anfang schadet<br />

mehr, als er hilft. Es ist noch kein «Rallyemeister»<br />

vom Himmel gefallen. Rücksicht<br />

auf an<strong>der</strong>e Teilnehmer nehmen ist dabei<br />

sehr wichtig, denn den Sympathischen gehört<br />

die Welt.<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

27


Classic<br />

VIER SPORTWAGEN, DIE DEN 30. GEBURTSTAG FEIERN<br />

SPORTLICHE VETERANEN<br />

Eine Klasse für sich: Bugatti EB 110 GT, <strong>der</strong> 1991 das Wie<strong>der</strong>aufflammen von Bugatti markierte.<br />

Ob klassisch elegant o<strong>der</strong> zeitlos mo<strong>der</strong>n – weitaus vielfältiger als heute<br />

präsentierte sich das Design und die Technik <strong>der</strong> <strong>Automobil</strong>e aus den 1990er<br />

Jahren. Wir haben vier Sportwagen herausgepickt, die 1991 auf den Markt<br />

kamen und nun mit ihren 30 Jahren als Veteranen gelten.<br />

E<br />

rinnern Sie sich noch, welche<br />

Neuheiten vor 30 Jahren<br />

– also 1991 – auf den Markt<br />

kamen, nein? Das waren beispielsweise<br />

in <strong>der</strong> Kompaktklasse <strong>der</strong> VW<br />

Golf III und sein Gegenspieler, <strong>der</strong> Opel<br />

Astra F sowie in <strong>der</strong> Mittelklasse <strong>der</strong> 3er<br />

von BMW (E36). Der grosse Stern aber am<br />

Autohimmel war die Mercedes S-Klasse.<br />

Spannende Novitäten waren auch bei<br />

den Sportwagen angesagt, die mit unterschiedlichen<br />

Technologien versuchten, erfolgreich<br />

zu sein.<br />

VIVE LES BLEUS: ALPINE A610<br />

Als Nachfolger <strong>der</strong> Alpine V6 Turbo<br />

wurde die neue Alpine A610 ab Mitte 1991<br />

im nordfranzösischen Werk in Dieppe produziert.<br />

Optisch lehnte sich die A610 an das<br />

Vorgängermodell an, war aber unter <strong>der</strong><br />

Die Front mit Klappscheinwerfern kennzeichnen die damals neue Alpine A610.<br />

28 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


Classic<br />

Ästhetik und Power: Im Heck <strong>der</strong> A610<br />

schlummert ein 3.0-V6-Turbomotor.<br />

Kunststoffkarosserie ein vollkommen<br />

neues Fahrzeug. Angetrieben von einem<br />

3,0-Liter Turbo-V6-Motor aus Aluminium,<br />

<strong>der</strong> vom bekannten PVR Motor abstammte<br />

und 250 PS lieferte, beschleunigte die A610<br />

in nur 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h<br />

und erreichte eine Spitze von 265 km/h.<br />

Der drehmomentstarke Heckmotor mit<br />

Hinterradantrieb in Verbindung mit einem<br />

sportlichen Chassis sorgte dabei für viel<br />

Fahrspass – vor allem auf kurvigen Strassen<br />

– eben ganz Alpine, wenn auch Grösse<br />

und Gewicht im Vergleich zum früheren<br />

Rallye-Erfolgsmodell A110 massiv zugenommen<br />

hatten.<br />

Alpine versuchte die A610 im Segment<br />

<strong>der</strong> Oberklasse-Sportwagen zu positionieren<br />

und verlangte seinerzeit 105 000<br />

DM (heute ca. 60 000 Franken). Damit<br />

lag die A610 nur gut 15 Prozent unter dem<br />

Grundpreis eines Porsche 911. Doch die<br />

A610 konnte in diesem Segment nicht Fuss<br />

fassen und die Nachfrage bewegte sich auf<br />

tiefem Niveau. Zu viele Komponenten kamen<br />

aus dem Renault-Regal und es fehlte<br />

an Prestige. 1995 wurde die Produktion<br />

eingestellt, nachdem in vier Jahren nur 818<br />

Exemplare hergestellt wurden.<br />

EDLER BRITE: JAGUAR XJS, SERIE 3<br />

Eine komplett überarbeitete XJ-S Baureihe<br />

brachte Jaguar 1991 auf den Markt,<br />

welche die Modellbezeichnung XJS bekam.<br />

Porsche 968: Ausgewogen in Technik<br />

und Design<br />

Die neue Linie <strong>der</strong> Seitenfenster prägen die Serie 3 des Jaguar XJS.<br />

Die horizontalen Heckleuchten lassen den<br />

XJS breiter erscheinen.<br />

Neben einem neuen Kühlergrill betrafen<br />

die Än<strong>der</strong>ungen am Design vor allem die<br />

neue Linienführung <strong>der</strong> Seitenfenster, die<br />

weiter nach hinten gerückte Heckscheibe<br />

sowie die neuen mattschwarzen Heckleuchten<br />

in waagrechter, rechteckiger<br />

Form, welche den XJS nun auch von hinten<br />

mo<strong>der</strong>ner und breiter erscheinen liessen.<br />

Mit dem Ziel die Produktionskosten<br />

zu senken, wurden unter <strong>der</strong> Karosserie<br />

viele Einzel-Komponenten in grössere<br />

Einheiten zusammengefasst. Im Interieur<br />

fällt die Serie 3 mit einem neu gestalteten<br />

Armaturenbrett mit zusätzlichen Rundinstrumenten<br />

auf.<br />

Das formschöne 968er Cabriolet steigt in <strong>der</strong><br />

Beliebtheit.<br />

Der neue Jaguar XJS wurde 1991 zunächst<br />

als Coupé mit dem 4,0-Liter Sechszylin<strong>der</strong><br />

mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe<br />

o<strong>der</strong> einer Viergang-Automatik von ZF<br />

angeboten sowie als Coupé und Convertible<br />

mit dem bekannten 5,3-Liter V12-Motor<br />

mit Dreigang-Automatik von GM. 1992<br />

folgte auch eine offene Version des neuen<br />

XJS mit dem 222 PS starken 4,0-Liter AJ-6-<br />

Motor – eine harmonische, elegante Kombination,<br />

die auf grossen Anklang stiess.<br />

DIE LETZTE STUFE: PORSCHE 968<br />

Als die Verkaufszahlen des Porsche<br />

944 stagnierten, präsentierte Porsche<br />

1991 mit dem neuen Modell 968 die letzte<br />

Entwicklungsstufe <strong>der</strong> Porsche-Transaxle-Modelle,<br />

die vorne einen Vierzylin<strong>der</strong>-Reihenmotor<br />

hatten und das Getriebe<br />

an <strong>der</strong> Hinterachse.<br />

Angeboten wurde <strong>der</strong> 968 von Beginn<br />

weg als Coupé o<strong>der</strong> Cabriolet. Das mo<strong>der</strong>ne<br />

Front-Design lehnte sich an den grösseren<br />

Porsche 928 an. Das Heck wurde<br />

komplett neugestaltet, währenddem die<br />

Seitenansicht mit <strong>der</strong> Aufteilung <strong>der</strong> Seitenfenster<br />

sowie das Interieur eine enge<br />

Verwandtschaft zum Vorgängermodell<br />

944 aufwies. Ebenfalls vom 944er wurde<br />

<strong>der</strong> bewährte 3-Liter Reihenvierzylin<strong>der</strong>motor<br />

übernommen und modifiziert. Mit<br />

einer Leistung von nun 240 PS und einem<br />

maximalen Drehmoment von 305 Nm war<br />

dieser Motor zu seiner Zeit <strong>der</strong> stärkste<br />

Vierzylin<strong>der</strong> auf dem Markt. Geschaltet<br />

wurde mit einem Sechsgang-Getriebe o<strong>der</strong><br />

mit <strong>der</strong> Vierstufen-Automatik «Tiptronic»,<br />

bekannt aus dem Porsche 964, die auch<br />

manuelles Schalten ermöglichte.<br />

-> Fortsetzung auf Seite 30<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

29


Classic<br />

Showtime pur: Nach oben schwingende Türen und ein sehr edles, sportives Interieur.<br />

-> Fortsetzung von Seite 29<br />

Aufgrund <strong>der</strong> höheren Motorleistung<br />

wurde das Fahrwerk straffer ausgelegt.<br />

Innenbelüftete Scheibenbremsen an allen<br />

Rä<strong>der</strong>n sowie ABS sorgten für hervorragende<br />

Verzögerungswerte. Unterstützt<br />

wurde <strong>der</strong> Fahrspass durch eine präzis<br />

agierende Servolenkung.<br />

In den folgenden Jahren ergänzte<br />

Porsche die 968 Modellreihe durch den<br />

preisgünstigeren 968 CS (<strong>Club</strong> Sport) sowie<br />

durch die beiden seltenen und teuren<br />

Turbo-Varianten 968 S und 968 RS.<br />

Porsche setzte grosse Hoffnung in den<br />

968. Doch das als Einsteiger positionierte<br />

Modell konnte die Erwartungen nicht erfüllen.<br />

Daher wurde die Produktion 1995<br />

nach nur vier Jahren und insgesamt 11 241<br />

gebauten Modellen eingestellt. Obwohl <strong>der</strong><br />

968 technisch und qualitativ ein hervorragen<strong>der</strong><br />

Sportwagen war, hat ihm vor allem<br />

eines gefehlt: Sex-Appeal! Das Design<br />

war zu harmonisch, beim Antrieb wurde<br />

<strong>der</strong> Sechszylin<strong>der</strong> vermisst und insgesamt<br />

fehlte dem 968 das Image eines knackigen<br />

Sportwagens.<br />

Bugatti-Fahrzeugen sowie erfolgreicher <strong>Automobil</strong>importeur<br />

und -händler im Südtirol<br />

für Ferrari und zwei japanische Marken.<br />

1987 erwarb Artioli die Markenrechte<br />

für Bugatti. Angetrieben von Ferruccio<br />

Lamborghini und Paolo Stanzani, entschloss<br />

sich Artioli einen Supersportwa-<br />

Im imposanten Heck sorgt Formel-1-Technik<br />

für mächtig Schub.<br />

gen in einem neuen Werk in Campogalliano<br />

bei Modena zu bauen, den EB 110. Dazu war<br />

nur das Beste gut genug. So wählte Artioli<br />

als Antrieb einen 3,5-Liter V12-Mittelmotor<br />

mit vier Turbola<strong>der</strong>n, wie er dem damaligen<br />

Formel-1-Reglement entsprach. Je<br />

nach Modell und Ausbaustufe leistete dieses<br />

Hochleistungstriebwerk zwischen 560<br />

(GT) und 610 PS (SS). Entsprechend präsentierten<br />

sich die Fahrleistungen: Von 0 auf<br />

100 km/h vergingen nur gerade mal 3,26<br />

Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit<br />

<strong>der</strong> SS-Version lag bei 355 km/h. Damit war<br />

<strong>der</strong> EB 110 das schnellste in Serie gebaute<br />

Auto <strong>der</strong> Welt und mit seinem permanenten<br />

Allradantrieb wohl auch <strong>der</strong> fahrsicherste<br />

Supersportwagen seiner Zeit.<br />

Chassis, Fahrwerk und die Karosserie<br />

wurden beim EB 110 aus einem Mix von<br />

kohlenstoffverstärktem Kunststoff (CFK)<br />

und Leichtmetall hergestellt. So wog <strong>der</strong><br />

1940 mm breite Supersportler rund 1600<br />

kg. Ein automatisch ausfahren<strong>der</strong> Heckspoiler<br />

sorgte für den nötigen Anpressdruck<br />

bei höheren Geschwindigkeiten. Ein<br />

weiteres Merkmal des EB 110 waren seine<br />

senkrecht nach oben schwingenden Türen.<br />

Doch <strong>der</strong> Markt für Supersportwagen<br />

brach anfangs <strong>der</strong> 1990er Jahre dramatisch<br />

ein. Daneben investierte Artioli<br />

in das <strong>Automobil</strong>unternehmen Lotus (das<br />

Modell Elise ist nach seiner Enkelin Elisa<br />

benannt). Es häuften sich hohe Verbindlichkeiten<br />

bei Bugatti <strong>Automobil</strong>i SpA an,<br />

was 1995 zur Insolvenz und Einstellung<br />

<strong>der</strong> Produktion führte. Insgesamt entstanden<br />

nur knapp 130 EB 110 in den Versionen<br />

GT und SS.<br />

Text Christoph Bleile<br />

Bil<strong>der</strong> Matthias v.d.Elbe,<br />

Archiv www.radical-mag.com, zVg<br />

Marke Alpine Jaguar Porsche Bugatti<br />

Modell A610 XJS 4.0 968 EB 110 GT<br />

Karosserie Coupé Coupé / Convertible Coupé / Cabriolet Coupé<br />

Motor V6 R6 R4 V12<br />

EINE NEUE LIGA: BUGATTI EB 110<br />

Es war die Sensation des Jahres 1991:<br />

Bugatti kehrte als Automarke zurück!<br />

Schon <strong>der</strong> Name des neuen Modells EB 110<br />

war Programm. EB bezog sich auf die Initialen<br />

von Ettore Bugatti und 110 auf seinen<br />

110. Geburtstag. Initiant des Revivals war<br />

Romano Artioli; ein grosser Sammler von<br />

Hubraum<br />

(ccm)<br />

2975 3980 2990 3496<br />

Leistung (PS) 250 222 240 560<br />

Produktion 1991–1994 1991–1996 1991–1995 1991–1995<br />

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30 AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


IN KÜRZE<br />

TOM’S KOLUMNE<br />

«ES IST EIN CHAOS –<br />

ABER WIR SIND AUF KURS»<br />

D<br />

as letzte Jahr war komplett verrückt, in je<strong>der</strong> Hinsicht. Wir haben<br />

unsere Ziele definitiv nicht erreicht, und auch wenn die ungewohnten<br />

Umstände dafür keine abschliessende Erklärung sein sollen,<br />

haben es die Einschränkungen und <strong>der</strong> zusätzliche Stress aufgrund <strong>der</strong><br />

Covid-19-Pandemie nicht gerade einfacher gemacht.<br />

Ende Januar waren es fast drei Monate her, seit ich zum ersten und<br />

bis dahin einzigen Mal mit meinem neuen Team auf <strong>der</strong> Rennstrecke war.<br />

Danach haben wir uns nur per Telefon, E-Mail o<strong>der</strong> im besten Fall mal per<br />

Videocall gehört. Optimal ist das natürlich nicht – ich wäre gerne bereits<br />

im Januar nach Spanien gereist. Einerseits, um mit meiner BMW privat in<br />

Almeria zu testen, aber auch, um das «Stop and Go Racing Team» in Barcelona<br />

zu besuchen. Das alles konnten wir nicht realisieren, weil meine<br />

Flüge konstant storniert o<strong>der</strong> verschoben wurden. Unsere letzte Deadline<br />

haben wir deshalb auf Anfang Februar verschoben – also nach dem<br />

Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Sollte es bis dahin mit <strong>der</strong> Reise nach<br />

Spanien nicht geklappt haben, dürfte ich wohl die knapp 1800 Kilometer<br />

über Barcelona nach Almeria mit<br />

dem Auto unter die Rä<strong>der</strong> genommen<br />

haben.<br />

Dennoch möchte ich die ganze<br />

Situation nicht schlimmer darstellen,<br />

als sie ist. Ich habe während<br />

den letzten zwei Jahren jeweils<br />

im Januar in Spanien trainiert. All<br />

die Jahre zuvor war ich allerdings<br />

auch jeweils erst im Februar nach<br />

<strong>der</strong> Winterpause wie<strong>der</strong> auf <strong>der</strong><br />

Rennstrecke. Als Rennfahrer sitzt<br />

man während <strong>der</strong> Saison fast konstant<br />

auf dem Motorrad – da ist es<br />

wichtig, die Winterpause für das<br />

körperliche Aufbautraining zu nutzen.<br />

Sobald die Tests und die Rennen wie<strong>der</strong> losgehen, ist ein Konditionsbzw.<br />

Kraftaufbau praktisch nicht mehr möglich – da ist <strong>der</strong> Erhalt <strong>der</strong><br />

körperlichen Fitness das Optimum. Somit bin ich froh, dass ich diese Zeit<br />

zuhause gut für das Fitnesstraining nutzen konnte. Während eines intensiven<br />

Trainingsblocks im Januar konnte ich so sehr viel Kondition aufbauen.<br />

Danach standen ein paar Tage Erholung an, sodass ich für die Zeit in<br />

Spanien in optimaler Verfassung und bereit für viele Testkilometer bin.<br />

Auch wenn alles nach einem einzigen Chaos aussieht und wir Ende Januar<br />

tatsächlich immer noch nicht wussten, wie die Saison effektiv aussehen<br />

wird – die Vorbereitungen sind keinesfalls verloren. Wir sind auf Kurs<br />

und ich freue mich extrem darauf, bald wie<strong>der</strong> auf dem Moto2-Motorrad<br />

sitzen zu können.<br />

Ihr Tom Lüthi, ACS Botschafter<br />

EURO 6D-TEMP UND EURO 6D –<br />

WAS IST DER UNTERSCHIED?<br />

Die Grenzwerte sind für beide Abgasnormen<br />

auf dem Prüfstand gleich – bei den<br />

Stickoxiden NOx etwa gelten für Diesel 80<br />

mg/km und für Benziner 60 mg/km. Weil<br />

es aber unter realen Fahrbedingungen auf<br />

<strong>der</strong> Strasse mit vielen Unwägbarkeiten<br />

(Verkehrsdichte, Wetter etc.) erheblich<br />

schwieriger ist, die Vorgaben einzuhalten,<br />

dürfen im realen Verkehr die Emissionen<br />

etwas höher ausfallen als auf dem Prüfstand.<br />

Wie hoch sie dann sein dürfen, ist<br />

durch einen Konformitäts- bzw. Übereinstimmungsfaktor<br />

definiert – und hier unterscheiden<br />

sich 6d-TEMP und 6d. Durften<br />

6d-TEMP-Fahrzeuge den Prüfstandsgrenzwert<br />

noch um den Faktor 2,1 überschreiten,<br />

was einem Praxisgrenzwert von 168 mg/<br />

km bei Dieseln entspricht, wurde bei Euro<br />

6d <strong>der</strong> Faktor 1,43 festgelegt und damit auf<br />

114 mg/km gesenkt. Euro-6d-Fahrzeuge<br />

müssen also im Strassenverkehr sauberer<br />

als 6d-TEMP-Modelle sein.<br />

GM BAUT AB 2035 NUR NOCH<br />

ABGASFREIE AUTOS<br />

Der grösste US-Autohersteller General Motors<br />

(GM) will seine Neuwagenpalette bis<br />

2035 komplett emissionsfrei aufstellen.<br />

«Wir schliessen uns Regierungen und Unternehmen<br />

rund um den Globus bei <strong>der</strong> Arbeit<br />

für eine sicherere, grünere und bessere<br />

Welt an», sagt CEO Mary Barra. GM steckt<br />

sich damit ehrgeizigere Klimaziele als an<strong>der</strong>e<br />

Autobauer, doch die Entscheidung<br />

erfolgt auch auf politischen Druck hin. So<br />

hat etwa <strong>der</strong> US-Bundesstaat Kalifornien<br />

angekündigt, ab 2035 keine neuen Autos<br />

mit Verbrennungsmotoren (Benzin/Diesel)<br />

mehr zuzulassen. Im vergangenen Jahr hat<br />

GM in den USA rund 2,5 Millionen Autos<br />

verkauft, davon haben nicht einmal ein<br />

Prozent einen rein elektrischen Antrieb.<br />

LUFT IN EUROPA VIEL SAUBERER<br />

Die Luftqualität in Europa hat sich zwischen<br />

2009 und 2018 nachweislich stark<br />

verbessert. Dies zeigt ein Bericht <strong>der</strong> Europäischen<br />

Umweltagentur EEA. Als Folge<br />

davon sind 2018 knapp 60 000 Menschen<br />

weniger an <strong>der</strong> Belastung durch Feinstaub<br />

gestorben als noch 2009. Ein wichtiger<br />

Grund dafür sind laut EEA die geringeren<br />

Emissionen in den Schlüsselsektoren wie<br />

dem Verkehr o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Energieversorgung.<br />

Texte mru/sda/pd<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

31


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Bedingungen lernen, auf dem Rundkurs<br />

von Magny-Cours (Frankreich,<br />

ca. 5.30 Fahrstunden von Bern) einen<br />

Boliden zu steuern.<br />

Samstag, 22. Mai <strong>2021</strong> / Sonntag, 26. September <strong>2021</strong><br />

ORT<br />

ÜBERNACHTUNG<br />

KURSTAG<br />

Rundstrecke <strong>Club</strong> de Magny-Cours (Frankreich)<br />

Wagen: Formel Renault 2.0<br />

Strecke: 91 km (36 Runden)<br />

Für Teilnehmende, die am Vorabend anreisen, empfehlen wir das Hotel Le<br />

Paddock in Magny-Cours für Euro 112.– (Doppel- o<strong>der</strong> Zweibettzimmer) o<strong>der</strong><br />

Euro 102.– (Einzelzimmer). Es gibt einen Aperitif an <strong>der</strong> Hotelbar, gefolgt von<br />

einem gemeinsamen Abendessen im hoteleigenen Restaurant.<br />

07.30 Uhr Frühstück im Hotel<br />

08.00 Uhr Aufbruch zur Rundstrecke<br />

08.05 Uhr Übergabe von Ausrüstung und Kleidung (Overall, Stiefel,<br />

Helm, Handschuhe)<br />

08.30 Uhr Briefing und Erklärungen zum Tagesablauf<br />

• Rundgang um die Strecke und Kennenlernen <strong>der</strong> Fahrstrecke<br />

• Sitzanpassung im Einsitzer<br />

• Fahrten, individuelle Beobachtung und Korrektur, in Serien<br />

13.00 Uhr Mittagspause<br />

14.00 Uhr Weitere Fahrtrainings auf <strong>der</strong> Strecke (mit Zeitmessung)<br />

16.30 Uhr Ende des Einführungskurses: Debriefing, Analyse <strong>der</strong> gemessenen<br />

Rundenzeiten und Aperitif<br />

HINWEIS: Der Kurs wird auf Französisch durchgeführt.<br />

KURSKOSTEN<br />

ANMELDUNG<br />

Euro 1430.– für ACS Mitglie<strong>der</strong>; Euro 1490.– für Nichtmitglie<strong>der</strong>;<br />

Preise inklusive Mittagessen und ganztägige Open Bar<br />

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www.acs.ch/de/motorsport-und-classic-cars/fahrerlebnis/<br />

einfuehrungskurs-formelauto.php<br />

E-Mail: info@sports-promotion.ch<br />

Off Road Drive (4×4)<br />

Besitzen Sie ein Off-Road-Fahrzeug und<br />

können auf <strong>Schweiz</strong>er Strassen seine<br />

Möglichkeiten nicht austesten? Dann<br />

lernen Sie die Grenzen Ihres Fahrzeugs<br />

auf <strong>der</strong> abgesperrten Piste in E<strong>der</strong>swiler<br />

JU unter fachmännischen Anweisungen<br />

kennen.<br />

Theorie<br />

Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel,<br />

Schwerpunkt, Fahrwerk, Achsverschränkung,<br />

Kippgrenze, Motordrehmoment<br />

und Leistung, Gelän<strong>der</strong>eduktion, Antriebssysteme,<br />

Differenzialsperren und an<strong>der</strong>e<br />

Traktionshilfen, Bereifung und Luftdruck<br />

je nach Einsatz und Witterung.<br />

Praxis<br />

Fahrzeughandling, Sperren, Reduktionsgetriebe,<br />

Fahren in leichtem und schwierigem<br />

Gelände, Gangwahl, Bremsen mit o<strong>der</strong><br />

ohne ABS, Befahren von Steigungen und<br />

Gefällen an <strong>der</strong> Traktionsgrenze, Fahren<br />

quer zum Hang, Spur verhalten über Brücken,<br />

Einschätzen des Schwierigkeitsgrades<br />

je nach Witterungsbedingung.<br />

Kursort<br />

Trainingsgelände in E<strong>der</strong>swiler JU<br />

Kursdaten<br />

Samstag, 08. Mai <strong>2021</strong><br />

Samstag, 12. Juni <strong>2021</strong><br />

Samstag, 19. Juni <strong>2021</strong> (nur Franz.)<br />

Samstag, 21. August <strong>2021</strong><br />

Samstag, 18. September <strong>2021</strong><br />

Samstag, 02. Oktober <strong>2021</strong><br />

Kurskosten<br />

(pro Fahrer mit eigenem Fahrzeug)<br />

CHF 375.– für ACS Mitglie<strong>der</strong><br />

CHF 405.– für Nichtmitglie<strong>der</strong><br />

Pro Fahrzeug kann ein Beifahrer (nicht fahrberechtigt)<br />

angemeldet werden: CHF 60.–.<br />

Verpflegung ist im Kursgeld nicht inbegriffen.<br />

Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich im nahegelegenen<br />

Restaurant zu verpflegen.<br />

Aus Sicherheitsgründen sind Kin<strong>der</strong> unter<br />

16 Jahren als Begleitperson nicht zugelassen.<br />

Fahrzeug<br />

Fahrzeuge ohne Reduktionsgetriebe (Gelände-Untersetzung)<br />

sind nur bei genügen<strong>der</strong><br />

Bodenfreiheit zugelassen. Absprache empfehlenswert.<br />

Besitzen Sie kein 4×4-Fahrzeug? Der ACS<br />

organisiert für Sie ein Off-Road-Fahrzeug.<br />

Für mehr Infos kontaktieren Sie uns.<br />

Instruktor<br />

Gérard Bodenheimer<br />

Erfahrene Offroa<strong>der</strong><br />

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So gleichmässig wie<br />

möglich und nur so schnell<br />

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www.acs.ch/offroad | Tel. 031 328 31 11<br />

NR. 01/<strong>2021</strong><br />

AUTO<br />

33


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Verhältnis zur Bevölkerungszahl so viele<br />

klassische Liebhaberfahrzeuge gesammelt,<br />

unterhalten und gefahren. Ihr gesamter<br />

Buchwert lässt sich durchaus mit<br />

dem jährlichen Neuwagenumsatz vergleichen.<br />

Damit stellt <strong>der</strong> Klassikermarkt<br />

einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor<br />

dar, bei dem Informationen<br />

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Wie kommen Sie als ACS Mitglied zu den<br />

Oldtimer-Marktwerten von CarepO GmbH?<br />

Nachdem in <strong>der</strong> letzten Ausgabe die<br />

neue Dienstleistung Classic Car Report <strong>der</strong><br />

noch sehr jungen Firma CarepO GmbH vorgestellt<br />

worden ist, werden sich sicher viele<br />

ACS Mitglie<strong>der</strong> fragen, wie man am einfachsten<br />

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Um von den ACS-Mitglie<strong>der</strong>vorteilen profitieren<br />

zu können, müssen Sie zwingend über<br />

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Weiteres Vorgehen:<br />

1. Klicken Sie auf <strong>der</strong> ACS-Homepage den<br />

Menupunkt VORTEILE an. Es erscheinen<br />

alle Partnerunternehmen des ACS.<br />

2. Klicken Sie auf das Logo <strong>der</strong> CarepO<br />

GmbH (grüne Silhouette eines Sportwagens).<br />

3. Klicken Sie im grau eingefärbten Bereich<br />

auf den Button «MEIN PROMO-<br />

CODE».<br />

4. Füllen Sie dann die Fel<strong>der</strong> gemäss den<br />

Vorgaben des ACS aus und klicken Sie<br />

auf «Einloggen».<br />

5. Kopieren Sie den in <strong>der</strong> Kachel von<br />

CarepO GmbH aufgeführten Promocode<br />

(ACSCarepO) und klicken Sie auf<br />

«Abo abschliessen».<br />

6. Nun erscheint die Registrationsmaske<br />

von CarepO GmbH. Fügen Sie den kopierten<br />

Promo-Code im ersten Feld ein<br />

und füllen Sie alle weiteren Fel<strong>der</strong> gemäss<br />

den Vorgaben <strong>der</strong> CarepO GmbH<br />

aus.<br />

7. Nach dem Klicken auf den Button «RE-<br />

GISTRIEREN» erscheint oben grün<br />

markiert <strong>der</strong> Satz «Bitte verifizieren<br />

Sie Ihre E-Mailadresse».<br />

8. Gehen Sie in Ihr E-Mailkonto und klicken<br />

Sie dort auf den Link des erhaltenen<br />

E-Mails Account Verification.<br />

9. Nun erscheint die Maske mit <strong>der</strong> Anmeldung.<br />

Geben Sie E-Mailadresse und<br />

Passwort ein und klicken Sie auf den<br />

Button «LOGIN».<br />

10. Nun befinden Sie sich im inneren Bereich<br />

des Bewertungstools Classic Car<br />

Report. Sie können eine Gratis-Abfrage<br />

durchführen via «Fahrzeugsuche»<br />

und danach von einem 10%-igen<br />

Preisvorteil beim Kauf eines <strong>der</strong> zur<br />

Auswahl stehenden Abomodelle profitieren.<br />

ACS QUIZ 1/<strong>2021</strong><br />

LÖSUNGSWORT<br />

1. Was kann ein Auto verlieren?<br />

H Essig B Öl K Senf<br />

2. Wie lautet ein an<strong>der</strong>er Name für Wohnwagen?<br />

A Froncam I Karawane R Caravan<br />

3. Welche Form haben Vorschriftssignale?<br />

E rund N quadratisch S dreieckig<br />

4. Wie wird eine Videokamera bezeichnet, die während <strong>der</strong> Fahrt frontal aufzeichnet?<br />

H Camfros M Dashcam I Vancam<br />

5. Wie nennt sich die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen?<br />

A Rekrete S Rekuperation N Reputation<br />

6. Seit wann verkehren die Autofähren zwischen Horgen und Meilen?<br />

W 1933 L 1946 M 1957<br />

7. Woher stammt das Flugauto Aeromobil?<br />

O China A USA E Slowakei<br />

8. Wo wurde in <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> die erste Autobahnraststätte eröffnet?<br />

L Mendrisio N Effretikon G Kölliken<br />

Teilnahmebedingungen:<br />

Mit <strong>der</strong> Teilnahme akzeptiert<br />

<strong>der</strong> Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.<br />

Teilnahmeberechtigt<br />

sind ausschliesslich<br />

Mitglie<strong>der</strong> des <strong>Automobil</strong> <strong>Club</strong>s<br />

<strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong>.<br />

Der Gewinner wird persönlich<br />

vom <strong>Automobil</strong> <strong>Club</strong> <strong>der</strong><br />

<strong>Schweiz</strong> benachrichtigt. Barauszahlung<br />

und Rechtsweg<br />

sind ausgeschlossen.<br />

Teilnahmeschluss ist <strong>der</strong><br />

22. März <strong>2021</strong> (Poststempel).<br />

Preis:<br />

Zwei Übernachtungen<br />

inkl. Frühstück im Hotel<br />

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Gemeinde Schenna im<br />

Etschtal bei Meran.<br />

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im Wert von rund 900 CHF.<br />

Senden Sie uns eine Postkarte<br />

mit dem Vermerk «ACS Rätsel»<br />

und dem Lösungswort,<br />

Ihrer Mitgliedsnummer und<br />

Adresse an unten stehende<br />

Adresse, o<strong>der</strong> senden Sie uns<br />

das Lösungswort online unter<br />

www.acs.ch/auto-raetsel zu.<br />

<strong>Automobil</strong> <strong>Club</strong> <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong><br />

Wasserwerkgasse 39<br />

CH-3000 Bern 13<br />

Lösungswort Ausgabe 08/20<br />

VORTRITT<br />

34<br />

AUTO NR. 01/<strong>2021</strong>


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Gültig für Vermietungen in <strong>der</strong> <strong>Schweiz</strong> vom 01.04.<strong>2021</strong> bis am 20.06.<strong>2021</strong> mit Ausnahme vom 10. bis 22.05.<strong>2021</strong>.

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