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MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

#3 | MÄRZ 2021 | FR. 4.50

3

neue Elektroautos

im Vergleich

DIESE AUTOS

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Die Trends und Neuheiten

zum Autojahr 2021

DIE SCHWEIZ IST

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INHALT

Familienfreundlich:

VW ID.3

34

Start-up-Chef

Fernandez setzt

auf Individualität

28

So schön wird

der Autofrühling

11

EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Trotz allem mobil bleiben

und Lichtblicke suchen

Obschon wir seit bald einem Jahr mit Einschränkungen

infolge der Pandemie

leben müssen, ist es in der Schweiz gelungen,

in gewissem Mass mobil zu

bleiben. Etwa beim Spaziergang auf dem Hausberg

oder beim Joggen in der Nachbarschaft.

Auch Skifahren ist weiterhin möglich, genauso

wie eine Ausfahrt mit dem Velo, Auto oder

dem Zug. Und das ist wichtig, denn wer zu lange

in den eigenen vier Wänden verharrt, könnte

früher oder später selber in eine Krise schlittern.

In dieser Ausgabe präsentieren wir einmal mehr

Lichtblicke: Entdecken Sie die Autoneuheiten

des Frühlings, innovative Schweizer Start-ups,

die unsere Mobilität verändern wollen, Reisereportagen

von nahen und doch unbekannten

Orten oder Geschichten aus dem TCS-Clubleben.

Gerne nehmen wir Sie mit und zeigen Perspektiven

auf. Viel Vergnügen!

Felix Maurhofer

Chefredaktor

Dossier

11 Neuheiten und Trends

Welche Fahrzeuge in diesem

Jahr zu reden geben

19 Neuer Autogigant

Aus der Fusion von PSA und Fiat

Chrysler entsteht Stellantis

20 Flachs statt Kohlenstoff

Die Freiburger Firma Bcomp

setzt auf natürliche Stoffe

23 Klimabilanzrechner

So berechnen Sie den ökologischen

Fussabdruck Ihres Autos

Mobilität

26 Wenn das Gefühl trügt

Im Verkehr fühlen wir uns meist

zu unrecht unsicher

28 Neue Serie: Start-ups

Die Berner Velomanufaktur

DesignYourBike

30 «Falsche Zielvorgaben»

Der Präsident von Auto-Schweiz

zum neuen CO2-Gesetz

Hier fühlen

wir uns

unsicher

26

COVER CREDITS:

Foto Emanuel Freudiger

März 2021 | touring 3


Vom Berner Oberland ans Mittelmeer

GoldenPass Panoramic-Express, Mont-Blanc-Express & Tenda-Bahn

Freuen Sie sich auf die Fahrt im GoldenPass Panoramic-Express

Malerisches Matera

Herrliches Trani

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Trani

Adriatisches Meer

Mittelklassehotel in der Region Aigle

Castel del Monte

Monopoli

Leistungen ✓ 2 Übernachtungen - Alles im schon gehobenen dabei!

Castellana Grotten Savelletri

Mittelklassehotel im Piemont

Fantastische Alberobello Blumenriviera ✓ 2 Fahrt Übernachtungen mit dem komfortablen im gehobenen Extrabus

Matera

Locorotondo

✓ Mittelklassehotel 1 Übernachtung an im der guten Riviera

Montreux Zweisimmen ✓ 5 Mittelklassehotel x ausgiebiges Frühstücksbuffet

in Rimini

Lecce

Aigle

✓ 5 x Übernachtungen feines Nachtessen im im Hotel

Golf von Tarent

Martigny

✓ Fahrt La Sorgente mit dem ****, GoldenPass Savelletri Panoramic-

Chamonix

✓ 1 Express Übernachtung Zweisimmen-Montreux im guten Mittel- (2. Klasse)

✓ ✓ Fahrt klassehotel Fahrt mit im dem komfortablen in Mont-Blanc-Express

Chianciano Extrabus Terme

✓ ✓ Martigny-Châtelard

7 x 2 Frühstück Übernachtungen in den Hotels im 4 Sterne Hotel

Apulien - im Land der Trulli

✓ Fahrt 7 x in Abendessen Montecatini mit der Stand-, in Terme den Schräg- Hotels & Feldbahn

Alba


zum

5 Übernachtungen

Lac d’Emosson

Barolo

im 4 Sterne Hotel

Langhe ✓ Ausflug «Castellana Grotten

✓ Schöner auf der Ganztagesausflug

Sorrentinischen Halbinsel

Cuneo

& Trullis Alberobello»

Piemont/Langhe Region

Wunderschöne Süditalienreise zum Spitzenpreis!


Ausflug

7 x Frühstücksbuffet

«der Süden Apuliens»

im Hotel

✓ Besichtigung Weinkellerei Barolo-Gebiet

Monaco San Remo


✓ 7 x Nachtessen im Hotel

inkl. Ausflug Degustation «Weltkulturerbe

Ventimiglia

✓ 1 x Mittagessen in einer typischen

Freuen Sie sich auf wunderbare Ferientage in der traumhaften Kulisse Apuliens. Wir erleben die Trulli-Stadt Alberobello, die märchenhafte

Welt Herrliches der Grotten Piemont von Castellana und spazieren Unterwegs durch mit berühmte der tollen Barockperlen Tenda-Bahnwie Lecce & Gallipoli. Orte der Weltkultur, wie das ✓ Fahrt Ausflug mit «Castel der legendären del Monte, Tenda-Bahn Trani &

✓ Interessante

Matera»

Stadtführung in Cuneo

Ligurisches Meer Cantina in Frascati

✓ 1 x Mittagessen auf einem Weingut

grossartige Matera sind ebenso Teil der Reise wie die typisch malerischen Küstenstädte am tiefblauen Meer.

von Monopoli” Cuneo nach Ventimiglia

Vom beschaulichen Zweisimmen gleiten wir mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express durchs Berner Oberland, vorbei

an den fantastischen Weinbergen des Genfersees bis nach Montreux. Wir bezwingen mit dem Mont-Blanc Express die spek-

beim Ätna inkl. Bruschetta, Pastagericht,

Dessert und Wein

✓ Ganztagesausflug Eintrittsgelder Castel Monaco del Monte, & San Remo

Ihr Reiseprogramm:

3. Tag - Castellana Grotten, Trullis in Alberobello

der atemberaubenden Standseilbahn den wohnungen, Staudamm die des in frühgeschichtlichen Lac d’Emosson. Über Zeiten ✓ in 1 Matera x Pizzamittagessen in Neapel

sogenannten „Sassi“, in Fels gehauene Höhlen-

✓ Eigene

Castellana

Schweizer

Grotten

Reiseleitung

& 3 Felsenkirchen

takuläre Bergstrecke nach Châtelard und mit

1. Tag – Anreise nach Rimini

Nach dem Frühstück starten wir unseren Tagesausflug

zu den Castellana Grotten, dem be-

den herausragenden Grotten-Schätzen Materas ✓

bis nach dem 2. Weltkrieg bewohnt wurden. Zu

den Nobelskiort Chamonix erreichen wir das Piemont, wo wir es uns bei vorzüglichem Wein des fruchtbaren Bodens gutgehen

inkl. 1/4l Wein & 1/2l Wasser

Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Rimini,

wo wir zum Nachtessen erwartet werden. deutendsten Tropfsteinhöhlenkomplex Tendabahn die wildromantischen Europas. gehören Seealpen aber auch die ehe fantastischen wir herrliche Höhlenkir-

Tage ✓ kostung Besichtigung typischer von Produkte Pompeji Apuliens inkl. Eintritt

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Besichtigung

Sie Ihr

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Reisedatum:

Ölmühle mit Verlassen.

Schliesslich durchqueren wir mit der weltbekannten

an der italienischen und französichen Riviera Nach verbringen der Besichtigung – eine grossartige der beeindruckenden Reise! chen, von denen wir 3 besichtigen.

& Führung

a) ✓ Eigene 3. - 8. Juni Schweizer 2020 Reiseleitung

2. Tag – Rimini - Savelletri

Grotten geht es weiter in das «Herz» Apuliens

✓ Tagesausflug zur Insel Capri, inkl.

Weiterfahrt entlang der italienischen Adria nach nach Alberobello, dem Ort der weltbekannten 6. Tag - Castel del Monte, Trani & Monopoli b) während 18. - 23. Juni der ganzen 2020 Reise

Ihr tolles Reiseprogramm: Mont-Blanc inklusive. Nach der französischen

«Trulli». Grenze Niedrige, erreichen zipfelmützige wir wieder Hirtenhäuser,

mit dem schaften Nach dem und Frühstück malerischen unternehmen Dörfern. wir eine c) 24. - 29. Juni 2020

Bahnstrecke mit herrlichen Gebirgsland-

Schiffüberfahrt, Minibus auf Capri &

Savelletri. Das wunderbare Fischerdörfchen mit

Rundgang

der belebten Fussgängerzone und unserem die einladend ihre Türen öffnen und Souvenirs Fahrt zum grossartigsten Stauferschloss Italiens, Wählen Sie Ihr Reisedatum

1. Tag – Anreise nach Zweisimmen & Bus den bekannten Wintersportort Chamonix.

Nach etwas Freizeit fahren wir weiter 5. Tag – Monaco & San Remo

d) 10. - 15. September 2020

schönen Hotel direkt am Meer sind der ideale anbieten. Zum Abschluss des Tages sind wir zu dem Castel del Monte. Schon von weitem sichtbar

thront die imposante Steinkrone Apuliens e) 24. - 24. 31. - Mai 29. September 2021 2020

✓ Eintritt Augustus Gärten Insel Capri

GoldenPass Panoramic-Express

Ausgangspunkt für die nächsten Tage. Nachtessen

im Hotel.

«runde» Städtchen.

auf einem Hügel, der Anblick ist schlicht atembe-

Besuch in Locorotondo, das weiss leuchtende

Fahrt im komfortablen Extrabus nach ins Piemont.

Den heutigen Tag beginnen wir mit einem ✓ Fantastischer Tagesausflug Amalfiküste

Zweisimmen, unserem Ausgangspunkt für

Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken f) 14. - 14. 21. - Oktober 19. Oktober 20212020 *

raubend. Auf dem Rückweg besichtigen wir die ✓ 1 x 1 Eis oder Espresso in Amalfi

die Fahrt mit dem legendären GoldenPass 3. Tag – Langhe, Alba & Barolo

Sie dabei die pittoreske Altstadt und tauchen

Sie in eine Welt voller Glamour und * Spardatum ✓ Interessante Stadtführung in Neapel

4. Tag – Freizeit oder der Süden Apuliens beiden schönen Küstenorte Trani & Monopoli.

Panoramic-Express. Vorbei an Gstaad und Heute lernen wir mit der Langhe-Region

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Château-d’Oex erreichen wir Montreux und das Piemont von seiner allerschönsten Seite

kennen. Wir zeigen Ihnen das herrliche uns San Remo – die Hauptstadt der Blu-

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Lebensgefühl ein. Am Nachmittag erwartet

Meer oder entdecken Sie mit uns den schönen 7. Tag – Apulien-Südtoskana

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Süden Apuliens (fakultativ & inbegriffen). Wir Heute fahren wir via Bari und Neapel durch schöne

Landschaften nach Chianciano Terme in der im Hotel La Sorgente,

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Weinbergen.

neuen

Zeit zur freien Alba, die „Stadt der hundert Türme“. Weiter menriviera liegt majestätisch eingebettet

fahren zuerst nach Lecce, der Perle des Barocks.

Verfügung.

geht es durch das weltbekannte Barolo Weinanbaugebiet

– hier gedeihen die königrischen,

saftiggrünen Hinterland.

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zwischen azurblauem Meer und dem male-

Phantasievolle üppig verschnörkelte Fassaden Südtoskana zur Zwischenübernachtung.

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und die Basilika sind nur einige Attraktionen dieser

eindrucksvollen Stadt. Fast wie auf einer Insel 8. Tag - Heimreise

lichsten Weine Italiens. Wir besuchen eine

in gehobenen

renommierte Weinkellerei und erfahren bei 6. Tag – Heimreise

Nicht Mittelklassehotels inbegriffen/zusätzlich wählbar: Fr. 899.-

2. Tag – Mont-Blanc-Express, Lac d‘Emosson

& Chamonix

In Martigny erwartet uns heute morgen

der Mont-Blanc-Express. Auf kühner Streckenführung

durchquert der Zug die wilde

Trientschlucht und klettert über eine eindrückliche

Steigung, vorbei an tosenden

Wassern und tiefen Schluchten. In Châtelard

geht es mit total 3 Bahnen bis hoch zur

beeindruckenden Krone des Staudamms

von Emosson – grossartige Blicke auf den

liegt die reizvolle Altstadt Galipollis. Ein griechischer

Brunnen öffnet den Eingang zu der nach

einer Führung alles über die Herstellung

der edlen Tropfen.

Basilikum und Tomaten duftenden Stadt mit

verschlungenen Gässchen und orientalischem

4. Tag – Cuneo & Tenda Bahn

Flair – fantastisch!

Am Vormittag zeigen wir Ihnen die schöne

Stadt

5. Tag

Cuneo.

– Weltkulturerbe

Am Nachmittag

Matera

folgt dann die

Fahrt

Heute

mit

zeigen

der

wir

legendären

Ihnen das grossartige

Tenda Bahn

Matera,

bis

nach Weltkulturerbe Ventimiglia und an europäische der italienischen Kulturhauptstadt

Freuen 2019. Staunen Sie sich Sie auf ab eine dem spektakuläre

Anblick

Riviera.

der

Die märchenhaften Trulli-Häuser

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck

treten wir heute die Heimreise an.

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311

TONI

TONI


INHALT

38

Kompakter SUV:

Cadillac XT4

Die Schweiz

der Franken

48

Meister der

Eispiste seit

25 Jahren

58

Innsbruck,

Stadt am Berg

50

Meine Club-Vorteile

46 e-Bike-tours: aktiv entspannen

56 Touring Shop: approved by TCS

65 Auto waschen bei Softcarwash

74 Drei Smartphones zu gewinnen

Technik

34 Kompakter unter Strom

Der dynamische VW ID.3

im grossen TCS-Test

37 Elektrische SUV

Der Mercedes EQA und der VW

ID.4 im direkten Vergleich

45 Designbike für Pendler

Das Stromer ST2 besticht durch

seinen Carbon-Riemenantrieb

Freizeit

48 Deutsche Schweizen

Vom Elbsandsteingebirge bis

ins bergige bierselige Franken

50 Hauptstadt der Alpen

Innsbruck begeistert mit Geschichte

und Bergerlebnissen

54 Frühling am Luganersee

Wandertipps und Hotelrabatte

für TCS-Mitglieder

Club

61 Günstiger unterwegs

Darum sind 90 Prozent mit ihrer

TCS Mastercard zufrieden

62 So divers ist der TCS

Ein Interview mit HR-Chefin

Nicole Aerni

66 TCS Job Assistance

Praktische Tipps und Infos für

eine erfolgreichere Stellensuche

Rubriken

45 Der TCS-Experte

Defekter Partikelfilter

57 Gesundheit

69 Forum

69 Impressum

71 Tourolino

72 Unterwegs mit …

Touring Nr. 4

Im nächsten «Touring»: Camping: der neue

Megatrend, der grosse Vergleichstest zu

E-Trekkingbikes, der neue Dacia Sandero

und das unbekannte Glarus

Erscheinungsdatum: 25.3.2021

Ausflug ins

blühende

Tessin

54

März 2021 | touring 5


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Schritte zum Führerschein:

die Theorieprüfung.

Wer sich gut vorbereitet, sollte

keine Probleme haben, die Prüfung

zu bestehen. Dem TCS liegt die Sicherheit

der Neulenkerinnen und

-lenker besonders am Herzen, weshalb

der Club zur Ergänzung seiner

regionalen Angebote das Portal

«TCS Theorie24» ins Leben gerufen

hat. Für diese Plattform haben sich

der TCS und CTM Alder, der führende

Spezialist für Lehrmittel für

die theoretische Fahrausbildung,

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tcs.theorie24.ch findet man über

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man sich bequem mit dem Handy,

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braucht man sich einfach auf der

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FOTOS TCS, ZVG

RÜCKSCHAU: «TOURING» 1946

TCS gegen Artikel 23

1946 zählte der TCS 54 000 Mitglieder

und feierte sein 50-Jahr-

Jubiläum. Die Reifenrationalisierung

wurde gelockert und die

ersten höhenverstellbaren Fahrersitze

eingeführt. Hitzig verliefen

die Debatten zum umstrittenen

Artikel 23 des Verkehrsartikels

(Bild) und über die Motorfahrzeugsteuer.

Der Club etablierte

die Verkehrserziehung

und veröffentlichte

dazu ein vielbeachtetes

Handbuch. Es wurde auch

dank der Aufhebung der

Benzinrationalisierung

viel gereist und die Fluglinie

Genf–New York eröffnet.

Filmwettbewerb TCS

Juniors Romandie

Wie nehmen Teenager die

Verkehrssicherheit wahr? Um

diese Frage zu beantworten,

hat der TCS Jugendliche aus

der Westschweiz eingeladen,

einen Kurzfilm einzureichen.

Der Gewinner wird im Finale

am 26. März in Cossonay aus

den jeweils drei besten Filmen

jedes Kantons erkoren.

Infos: tcs.ch/juniors-romandie

März 2021 | touring 7


Auto des Jahres

DIE ZAHL

61

Am 1. März wird die Trophäe «The Car of the Year» in Genf

verliehen. Der Touring Club Schweiz unterstützt die prestigeträchtigste

Auszeichnung in der Automobilwelt.

Es ist die wohl begehrteste Auszeichnung

in der Automobilwelt. Seit 1964

wird die Trophäe «The Car of the Year»

verliehen. Eine 59-köpfige Jury, besetzt

mit internationalen Automobiljournalistinnen

und -journalisten, kürt den Sieger

aus sieben Modellen, die es auf die

Shortlist geschafft haben. Die Finalisten

sind in diesem Jahr: Citroën C4, Cupra

Formentor, Fiat 500, Land Rover Defender,

Škoda Octavia, Toyota Yaris und

Volkswagen ID.3. Statt der sonst üblichen

Veranstaltung an der Geneva

International Motor Show (Gims) wird

die Zeremonie wie bereits 2020 als reiner

Livestream im Internet übertragen

(siehe unten). «Und 2022 wollen wir

wieder ein Live-Event auf der Geneva

International Motor Show machen», verspricht

Frank Janssen, Präsident von

«The Car of the Year».

Noch einmal virtuell

Die Preisverleihung

zum Auto des Jahres

Jahrelange Partnerschaft

Unterstützt wird die Preisverleihung in

Genf zum «The Car of the Year 2021»

vom Touring Club Schweiz, der in diesem

Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert.

«Der TCS war schon auf dem ersten

Internationalen Automobilsalon in Genf

präsent, weil unsere Mitglieder schon

immer ein grosses Interesse an den

technologischen Innovationen hatten,

welche die Automobilwelt antreiben.

Daher ist es für uns selbstverständlich,

die Auszeichnung ‹The Car of the Year

2021› zu unterstützen, die jedes Jahr die

besten Produkte dieser Branche

prämiert, und wir freuen uns schon auf

die nächste Ausgabe der Gims», so Jürg

Wittwer, Generaldirektor des Touring

Club Schweiz. Der TCS überträgt die

Preisverleihung live im Internet auf:

youtube.com/tcs

Livestream

und Replay

ab 1. März,

15 Uhr

Prozent der Schweizer setzten

2020 auf individuelle

Mobilität. 2019 waren es

57 Prozent. 46 Prozent

gaben an, vorrangig das

Auto für den Arbeitsweg

genutzt zu haben, und sieben

Prozent fuhren meist

Velo. 2019 waren es 44

bzw. 5,7 Prozent gewesen.

Die Ergebnisse sind Teil

einer Studie, die der TCS

und andere Mobilitätsclubs

in sieben europäischen

Ländern durchführten.

DAS BILD

Ausweg gesucht Der

Winter war hart und kalt –

auch in tiefen Lagen. So

etwa in Deutschland, das

im Februar unter einer

Kältewelle litt. Im Bild ein

schneebedecktes Garten -

labyrinth in Gelsenkirchen.

Bleibt zu hoffen, dass die

Spaziergänger den Ausgang

wieder entdeckt haben,

und für uns alle, dass

mit den nun wieder wärmer

werdenden Temperaturen

ein Ausweg aus

den Corona-Restrik tionen

gefunden wird.

Bundesrat will Mobility-Pricing testen

DAS WORT

Der Bundesrat hat entschieden, ein

Gesetz für Pilotprojekte zu Mobility-

Pricing in die Vernehmlassung zu geben.

Damit sollen solche Projekte rechtlich

ermöglicht und finanziell unterstützt

werden können. Unter Mobility-Pricing

werden Massnahmen zur Glättung

der Verkehrsspitzen verstanden. Wer zu

bestimmten Zeiten unterwegs sein will,

soll auch mehr bezahlen. Für die Ausgestaltung

sollen die Kantone und Gemeinden

oder interessierte Organisationen

zuständig sein, schreibt der Bund.

Für den TCS geht der Gesetzesentwurf

in die falsche Richtung. Der grösste

Mobilitätsclub der Schweiz lehnt eine

Lenkung der Mobilität über den Preis ab.

Verkehrsspitzen durch höhere Preise

zu brechen, wäre unsozial und würde

vor allem Menschen mit unflexiblen

Arbeitszeiten treffen. Der TCS fordert

den Bund auf, nach den Erfahrungen

während der Coronavirus-Pandemie

andere Massnahmen zu ergreifen.

Speläologie ist der Fachbegriff

für Höhlenkunde (griechisch

spē´laion, lateinisch

spēlaeum). Wie später im Heft

beschrieben, kann man sich

diesem Fachgebiet in der

Fränkischen Schweiz widmen.

Hierzulande zum Beispiel

im Hölloch (SZ), in den Feengrotten

(VS) oder in den

Höhlenmühlen am Col-des-

Roches bei Le Locle (NE).

8 touring | März 2021


NEWS

Neues Kulturerbe

Uhrmacherhandwerk und

Kunstmechanik sind nun

Unesco-Kulturerbe. Damit

würdigt die Organisation

die Tradition des für den

französisch-schweizerischen

Jurabogen typischen Handwerks.

So sind die Regionen

Biel und La Chaux-de-Fonds

für Uhrmacherkunst bekannt

und die Gegend um Sainte-

Croix für Musikautomaten.

Gefährliche Produkte

Verschiedene Schweizer Behörden

lancieren gemeinsam

eine App für Rückrufe von

gefährlichen Produkten.

Die App «RecallSwiss» informiert

ab sofort über Sicherheitshinweise

der Behörden.

Weiter können auch Konsumentinnen

und Konsumenten

poten tiell gefährliche Produkte

den Behörden melden.

www.recallswiss.admin.ch

Erinnerung an 1971

Im Februar vor 50 Jahren

wurde das Frauenstimmrecht

eingeführt. Nun ehrt eine Ausstellung

in Bern 52 Schweizerinnen,

die sich über die Jahrhunderte

für die Rechte der

Frauen engagierten. Fotoprints

der Pionierinnen aus

allen Kantonen und Bereichen

der Gesellschaft sind bis

30. Juni 2021 in der unteren

Altstadt zu sehen.

KEYSTONE, KLM, ZVG

Todesstoss für kleine

Verbrennerautos

Nachdem es keinen benzinbetriebenen

Nachfolger des Fiat

Cinquecento mehr gibt, verkündet

nun auch Renault das

Aus des nichtelektrischen

Twingo. Dieser Entscheid basiert

auf der Schwierigkeit, in

Bezug auf die ab 2025 gültige

Euro-7-Norm Benzinmodelle

des Segments A langfristig

profitabel herzustellen. NB:

2,6 Millionen Einheiten des

Twingo I wurden produziert.

Weniger Gewinn

für Tankstellen

Schweizer Tankstellen könnten

in den nächsten 15 Jahren

50 Prozent weniger Gewinn

erwirtschaften. So das

Resultat der Studie über die

Auswirkungen der Elektromobilität

auf die Schweizer

Tankstellen, die von Colombus

Consulting durchgeführt

wurde. Boomen Elektroautos

weiterhin, würde der Treibstoffabsatz

um einen Drittel

sinken.

Künstliches Kerosin

In den Niederlanden wurde

weltweit zum ersten Mal ein

Passagierflug durchgeführt,

der teilweise mit nachhaltig

produziertem synthetischem

Kerosin geflogen wurde, wie

die Airline KLM mitteilt.

März 2021 | touring 9


Spitzenweine – zu OTTO’S-Preisen! ottos.ch

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DOSSIER

Der Autofrühling

treibt vielfältige Blüten

Auch dieser Frühling strotzt nur so von Autoneuheiten.

Da der Genfer Salon und andere Anlässe abgesagt wurden,

werden sie nur virtuell vorgestellt. Doch das tut ihrer Faszination

keinen Abbruch. Ein paar ausgewählte Beispiele.


TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOMONTAGE NICOLAS KRISTEN

März 2021 | touring 11


RENAULT 5 PROTOTYPE

In normalen Zeiten hätte dieser

Concept­Car zweifellos an einem

Salon triumphiert. Renault

hatte die gute Gewohnheit angenommen,

Studien als Premieren

an der Gims in Genf zu enthüllen.

Wegen der Pandemie wurde

dieser Renault 5 Prototype, der

die zukünftige Ausrichtung der

französischen Marke verkörpert,

virtuell vorgestellt. Ob dieser

Neo­Retrokleinwagen, der die

«Renaulution» symbolisiert, je erscheinen

wird, ist ungewiss. Auf

jeden Fall will Renault aber mit

erschwinglichen Modellen das

E­Auto weiter populär machen.

Wie am Salon

NISSAN QASHQAI

Noch ein Auto, das seine Sternstunde

in Genf hätte erleben

können: Nun wurde der Nissan

Qashqai der dritten Generation

online enthüllt. Als Pionier und

lange Leader der kompakten SUV

in Europa zeigt er sich nun mit

einer Karosserie mit nüchtern

gestreckten Linien, die spitze

LED­Lichter noch betonen. Die

Instrumente sind voll digital. Im

europäischen Markt gibt es ihn

später mit einer neuen E­Power­

Motorisierung, die im Prinzip aus

einem an einen Elektromotor

gekuppelten Dreizylinder besteht.

AUDI E-TRON GT

Das viertürige 4,99 Meter lange Coupé basiert

auf der gleichen Plattform wie der Porsche

Taycan: An jeder Achse befinden sich ein Elektro

motor und ein Getriebe mit zwei Gängen.

Sie leisten in der Basisversion 476 PS und in

der RS­Version 598 PS. Bei letzterer steigt der

Audi e­tron GT kurzzeitig auf 646 PS im Launch­

Control­Modus. Genug, um 0 bis 100 km/h

in 3,3 Sekunden herunterzureissen. Die maximale

Reichweite (86­kWh­Batterie) wird mit

488 Kilometern angegeben. Wie beim Taycan

erlaubt die 800­Volt­Technik Schnellladungen

mit einer Leistung von 270 Kilowatt.

12 touring | März 2021


DOSSIER

FERRARI SF90 SPIDER

Gewohnt an Lancierungen im

Frühjahr, bringt Ferrari die offene

Version des Supercars SF Stradale

auf den Markt. Das Hardtop zieht

sich in 14 Sekunden zurück. Die

Fahreindrücke werden sehr stark

sein angesichts der Tatsache,

dass der V8-Turbo dieses Plugin-Hybriden

mit zwei Elektromotoren

gekoppelt ist. Gesamtleistung

von 1000 PS und von

0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden.

Das ist die eine Neuheit. Aber

dann scharrt das Autovolk auch

in Erwartung des ersten Ferrari-

SUV mit den Füssen. Er wird

ebenfalls für dieses Jahr erwartet.

MCLAREN ARTURA

Neu dabei in der Reihe der Supercars, befördert

dieses Coupé McLaren in die Ära der Plug- in-

Hybride. Der Dreiliter-V6 mit 585 PS verbindet

sich mit einem 95-PS-Elektromotor zu einer

Gesamtleistung von 680 PS. Die Lithium-Ionen-

Batterie mit 7,4 Kilowattstunden bringt eine

elektrische Reichweite von 30 Kilometern. Das

Kohlefaserchassis übersteigt die 1500 Kilogramm

nicht. Die Fahrleistungen sind typisch

McLaren: von 0 auf 100 km/h in 3 Sekunden

und eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h.

DS 4

Die zweite Auflage der kompakten

Limousine von DS bleibt stark

im Premium-Angebot verankert.

Dafür wird auf ein breites Technikarsenal

zurückgegriffen, welches

Head-up-Display mit Virtual Reality,

kameragesteuertes aktives

Fahrwerk und Infrarot-Nachtsichtsystem

umfasst. Weiter wurden

beachtliche Anstrengungen

unternommen, um das Gewicht

im Zaum zu halten, vor allem

durch das Verwenden von Verbundelementen.

Der DS führt

auch ein Plug-in-Hybridaggregat

mit insgesamt 225 PS ein.

PININFARINA BATTISTA

Obschon seine Präsentation am

Salon Genf 2020 verschoben

worden war, ist dieser Hypercar

im letzten Entwicklungsstadium.

Gebaut in maximal 150 Exemplaren

von den italienischen Werkstätten

von Pininfarina, deckt er

sich mit der Lancierung der

Marke Automobili Pininfarina, die

zu Mahindra gehört. Die technischen

Daten verschlagen einem

die Sprache: vier Elektromotoren

(einer pro Rad) mit einer Gesamt -

leistung von 1200 PS und ein

phänomenales Drehmoment

von 2300 Newtonmetern.

BMW M5 CS

Zum ersten Mal hat sich die bayerische

Marke zu einer ultrasportlichen

Version des donnernden

M5 Competition durchgerungen.

Der leicht erstarkte 4,4-Liter-V8

liefert 635 PS. Parallel dazu wurde

das Gewicht durch den Einsatz

von Karosserieelementen aus

kohlefaserverstärktem Kunststoff

um 70 Kilogramm reduziert. Genug,

um ihn um 0,3 Sekunden

schneller (in 3 Sekunden) von

0 auf 100 km/h zu bringen. Genauso

krass ist, dass der Allradantrieb

in den 4×2-Modus wechseln

kann. Dann muss man nur

noch 212 900 Franken berappen

können für diese limitierte Serie.

März 2021 | touring 13


FORD MUSTANG MACH-E

Der amerikanische Hersteller hat

nicht gezögert, den Namen seines

mythischen «Pony Cars» für sein

grosses Elektrodebüt zu zweckentfremden.

Ausserdem ist der

Mustang Mach-E kein Coupé, sondern

ein Cross-over von 4,71 Metern.

Schluss also mit den guten

alten V8 und auch den V6, um Platz

zu machen für genauso starke

Elektro motoren. Der sportlichste

schafft es von 0 auf 100 km/h

in 3,7 Sekunden. In zwei Batterieversionen

(76 und 99 kWh) verfügbar,

kommt der Mustang Mach-E

auf eine maximale Reichweite von

610 Kilometern.

Sie machen den Frühling

OPEL MOKKA

Die zweite Auflage dieses 4,15 Meter

langen Stadt-SUV nimmt als

Erster die neue optische Identität

der Marke Opel auf und setzt auf

digitale Instrumente mit einem

doppelten Bildschirm. Neben den

klassischen Benzin- und Dieselmotoren

erscheint die elektrische

Version Mokka-e. Wie ihre

Brüder aus der PSA-Gruppe wird

sie von einem Motor mit 136 PS

angetrieben, welcher von einer

Batterie mit 50 Kilowattstunden

(Reichweite von 332 km) gespiesen

wird. Die neuartige Ausrüstung

umfasst insbesondere

Matrix-LED- Scheinwerfer.

CITROËN C4

Die Marke mit dem Doppelwinkel hat den

Bruch gewählt, um ihre Kompaktlimousine

(4,36 m) neu zu interpretieren. Mit den Stilen

spielend, ähnelt sie eher einem Cross-over. Die

Benzinmotoren entwickeln von 100 bis 155 PS.

Hinzu kommt ein elektrischer ë-C4 mit 136 PS.

Beim Komfort findet man eine Federung mit

progressiven hydraulischen Anschlägen. Der

C4 erhält ein breites Arsenal von Assistenten,

von denen einige autonomes Fahren des

Levels 2 erlauben werden.

14 touring | März 2021


DOSSIER

MERCEDES-BENZ S-KLASSE

Wie gewohnt, werden bei dieser deutschen

Luxuslimousine ganz neue Technologien eingeführt.

Assistenten, die autonomes Fahren

auf Level 3 erlauben, Head-up-Display mit

auf die Fahrbahn projizierten Symbolen, Oled-

Touchscreen und auch Frontairbags für die

hinteren Passagiere stecken die unmittelbare

Zukunft des Autos ab. Die Motoren (Benzin

und Diesel) sind praktisch alle Reihensechszylinder.

Bezüglich Abmessungen gewinnt

diese x-te S-Klasse drei Zentimeter in der

Länge und fünf Zentimeter in der Breite.

ŠKODA OCTAVIA RS

Das meistverkaufte Auto der

Schweiz bekommt Muskeln mit

den stark begehrten RS-Versionen,

die ab jetzt als Benziner

245 PS und als Diesel 200 PS leisten.

Nur Letzterer verfügt über

Allradantrieb. Das serienmässige

Sportfahrwerk ist um 1,5 Zentimeter

tiefergelegt. Die Octavia-

Baureihe wird auch um eine

Plug-in-Hybridversion bereichert,

die 204 PS leistet. Wie immer

wird diese ausschliesslich als

Kombi verkaufte Familie durch

das Abenteurermodell Scout ergänzt,

dessen Bodenfreiheit um

1,5 Zentimeter erhöht ist.

DACIA SANDERO

Während die Autos einen immer

höheren Entwicklungsstand erreichen,

bleibt der Kleinwagen

Sandero seiner Philosophie treu:

das Notwendige zum besten

Preis liefern. Er bietet daher keine

ausgefeilten Fahrassistenten und

noch weniger alternative Motorisierung.

Trotzdem ist die dritte

Generation technisch auf der

Höhe und bietet verbesserten

Fahrkomfort. Und die Schlussabrechnung

bleibt deutlich unter

der eines Standardautos. Wer hat,

dem wird gegeben.

TOYOTA YARIS GR

Sportwagen müssen nicht immer

superteuer sein. Obwohl nicht

mehr für den Übermut seiner Modelle

bekannt, bietet uns Toyota

dennoch eine der schönsten

Überraschungen dieses Jahres

mit der ganz neuen, sportlichen

Ausführung des sanften Yaris.

Sein 1,6-Liter-Turbodreizylinder

entwickelt 260 feurige PS, die er

mit kräftigem Brummen freigibt.

Und weil dieser überarbeitete

Kleinwagen über einen Allradantrieb

mit variabler Drehmomentverteilung

verfügt, ist

der Fahrspass grenzenlos.

März 2021 | touring 15


Das Auto ist noch

Risiken ausgesetzt

Wie für andere Branchen glich das Jahr 2020 für den

Automobilsektor einem Annus horribilis. Der unabhängige

Analyst Bertrand Rakoto erklärt im Interview den Stand

der Dinge und zeigt die sich bietenden Perspektiven auf.

INTERVIEW MARC-OLIVIER HERREN

Wie ist der Zustand der Automobilhersteller

nach dem von der

Pandemie geprägten Jahr 2020?

Bertrand Rakoto: Letzten Endes geht es

ihnen nicht allzu schlecht. Während

ursprünglich eine Abflachung der Zahlen

in Europa, eine Senkung in den USA

und ein Wachstum in China erwartet

wurde, hat die Krise diese Prognosen

nur betont. Europa war mit Abstand am

meisten betroffen. Traditionellerweise

ist dieser aus mehreren Ländern bestehende

Markt mehr betroffen als ein

grosser Einzelmarkt wie die USA, die,

was man erwähnen muss, keine globalen

Einschränkungen erlitten.

Wurde die Weltordnung der Automobilhersteller

auf den Kopf gestellt?

Die Effekte waren eher anekdotisch.

Gewisse zyklische Auswirkungen wie

die Schwierigkeiten der Allianz Renault-

Nissan wurden verstärkt. Aber kein Hersteller

wurde in die Knie gezwungen. General

Motors zum Beispiel hat beschlossen,

die ursprünglich für 2020 vorgesehenen

Vorstellungen aufzuschieben. Die

Krise hat im Übrigen die Hochzeit zwischen

PSA und FCA beschleunigt, welche

zur vierten globalen Gruppe, Stellantis,

geführt hat. Die Schwierigkeiten betrafen

mehr die jungen Hersteller wie

Nio oder Tesla, die gezwungen waren

dreimal Kapital aufzunehmen.

Die Herstellung wird aktuell noch

durch die Verknappung gewisser

Komponenten behindert …

Das war eines der grossen Probleme,

die durch aufeinanderfolgende Produktionsstopps

verursacht wurden. Insbesondere

in Asien, wovon die globalen

Hersteller stark abhängig sind. Und die

Versorgungsschwierigkeiten bei elektronischen

Komponenten werden in

diesem Jahr fortdauern.

Nehmen die Hersteller keine Standortwechsel

bei gewissen Elementen

vor, um sich zu schützen?

Das Reshoring, eine Form des Standortwechsels,

ist bei gewissen mechanischen

Teilen denkbar, die in Asien

oder Nordamerika produziert werden.

Aber das ist ein komplexer Prozess,

der grosse Investitionen erfordert. Im

Klartext, man muss die Werkzeuge

verdoppeln. Ausserdem ist es nicht

mehr möglich, gewisse Herstellungen,

wie die verschiedenen Prozessorenfamilien

aus Asien zu verlagern, weil

das Know-how in Europa verloren

gegangen ist.

Wie lässt sich die Verknappung bei

den Prozessoren erklären?

Der Lockdown führte zu einer Senkung

der Lagerbestände in Asien. Parallel

dazu hat das Arbeiten im Home office

eine grosse Nachfrage nach Heimcomputern

angestossen. Ein Teil der für

Fahrzeuge bestimmten Komponenten

wurde zugunsten dieses lukrativeren

Angebots umgeleitet. Dies könnte noch

rund sechs Monate dauern, was den

Wiederanstieg dämpfen wird.

16 touring | März 2021


DOSSIER

FOTOS ZVG

Wann kann man mit einer Rückkehr

zur Normalität rechnen?

Die Prognosen vor der Krise dürften

etwa 2022 bis 2023 erreicht werden.

Vergessen wir nicht, dass zwischen

dem Wiederansteigen der Produktion

und dem der Nachfrage immer eine

Zeitverzögerung besteht.

Wie steht es bei den Investitionen

in die verschiedenen Technologien?

Wir haben keine wirklichen Einschränkungen

verzeichnet. Die Pandemie

diente jedoch als Entschuldigung für

die Verlangsamung der Forschung beim

autonomen Fahren, die sich schon 2018

abzeichnete. Die Hersteller werden vor

allem die Entwicklung der Fahrassistenten

fortsetzen. Die Level 2 und 3 beim

autonomen Fahren dürften kaum überschritten

werden. Für eine höhere Stufe

müssen die Fahrzeuge miteinander

kommunizieren können. Daher dürfte

das Level 4 nicht vor 2030 erreicht

werden. Für den Moment bleiben wir

in einer Erforschungsphase.

Beobachter schätzen, dass der norwegische

Elektroautomarkt ein Beispiel

für den Automobilbestand von

morgen ist. Ist das wahrscheinlich?

Das ist wenig wahrscheinlich, denn in

jedem Land werden Autos unterschiedlich

genutzt. Norwegen ist ein kleiner

Markt, der nicht auf andere Nationen

übertragbar ist. Tatsächlich erfolgt die

Verbreitung der E-Autos eher unter

dem Druck der Normen. Das Produkt

allein kann keinen Markt schaffen. Es

bedingt die Unterstützung durch die

Obrigkeiten bezüglich Ladeinfrastruktur

und Stromproduktion. Dennoch

werden wir eine starke Elektrifizierung

des Autobestandes in Europa erleben.

«Eine Rückkehr

zur Normalität dürfte

es nicht vor 2022

bis 2023 geben.»

Bertrand Rakoto,

unabhängiger Automobilanalyst

Bleibt die Brennstoffzelle (Wasserstoff)

letztlich das Allheilmittel?

Bedeutende Investitionen werden derzeit

in diese Technologie getätigt. Sie

löst teilweise die den Elektroautos innewohnenden

Probleme wie die Nachladezeit

und die Herstellung der Batterien.

In dieser Hinsicht würde das Zurückgreifen

auf die Brennstoffzelle die geopoli

tischen Spannungen mit den Ländern

reduzieren, die die Ausgangsmaterialien,

zum Beispiel Lithium oder

seltene Erden, liefern. Es ist eine mittelfristige

Lösung – Horizont 2035 –, die

in einem Land wie der Schweiz gewiss

einfacher umzusetzen ist.

China wird stärker. Wann kommt

eine Offensive der chinesischen

Autos auf dem europäischen Markt?

Europa hat komplexe Normen erlassen,

die für die chinesischen Hersteller schwierig

zu erfüllen sind. Weiter wird dieser

stark gesättigte Markt durch ein geringes

Wachstum und starke Konkurrenz

charakterisiert. Es ist wahrscheinlicher,

dass die chinesischen Erzeugnisse in

Form von Produkten westlicher Marken

wie dem DS 9, Polestar oder später dem

elektrifizierten Smart kommen.

Wird die Macht übernahme von Joe

Biden die protektionistische amerikanische

Politik gegenüber den

ausländischen Herstellern zügeln?

Wir werden eine Milderung im Ton und

bei gewissen Regeln erleben. Aber es ist

gegenüber der Politik mit isolationistischer

Tendenz von Donald Trump keine

Revolution zu erwarten. Konflikte und

wirtschaftliche Sanktionen gab es auch

unter Barack Obama. Allerdings wird

es einfacher, einen Konsens zwischen

den USA und Europa zu finden. ◆

März 2021 | touring 17


DOSSIER

«Kein Jahr für die

Geschichtsbücher»

Morten Hannesbo hat seit 2009 als CEO die Amag-Gruppe an die Spitze der

Schweizer Importeure geführt und tritt Ende Februar zurück. Der warmherzige

Däne gibt Einblicke in die Entwicklung des Schweizer Marktes und

die weitreichenden Veränderungen, die sich angekündigt haben.

INTERVIEW MARC-OLIVIER HERREN

Welche globale Bilanz ziehen

Sie für den Schweizer

Automobilmarkt für 2020?

Morten Hannesbo: Mit einem

Rückgang des Gesamtmarktes

von 24 Prozent ist das

Jahr 2020 natürlich kein Erfolgsjahr

für die Geschichtsbücher.

Und, dass die Hersteller

ihre Produktionsanlagen

anhalten mussten, merken

wir zum Teil noch bis heute.

Doch darf ich für die Amag

dennoch ziemlich zufrieden

sein. Unsere Teams und auch

unsere Markenpartner haben

sich sehr schnell auf die

neue Situation eingestellt

und gut gearbeitet, sei es in

den Werkstätten oder sei es,

indem sie Neues ausprobiert

haben. Ich bin sehr froh,

dass wir 2020 gemeinsam

geschafft haben und keiner

unserer Markenpartner Konkurs

anmelden musste. Das

zeigt, wie gut die Zusammenarbeit

ist und wie stark aufgestellt

unsere Partner sind.

Hat die Pandemie dennoch

etwas Positives?

Der Zufall wollte es wohl,

dass Amag Retail, unsere eigene

Garagenorganisation,

genau am 16. März 2020 mit

dem Online-Sales-Portal gestartet

ist. Via auto.amag.ch

können Kunden den ganzen

Prozess des Autokaufs inklusive

Eintausch online machen.

Heute, nach rund 300 so verkauften

Autos, können wir sagen,

dass dies eine gute Idee

war. In ein paar Jahren soll

dieser Onlineprozess einen

Fünftel des Umsatzes ausmachen.

Im Markt haben vor allem

die Camper gewonnen.

Auch Fahrzeuge mit alternativen

Antrieben haben mit einem

Rekordmarktanteil von

28,2 Prozent stark zugelegt.

Inwieweit wird sich der Absatz

von alternativen Antrieben

weiter fortsetzen?

Das ist abhängig vom Angebot,

von der Lieferfähigkeit

und der Möglichkeit der

Käuferinnen und Käufer. Wir

werden in diesem Jahr acht

neue Elektro- und sieben

Plug-in- Hybrid-Fahrzeuge

auf den Markt bringen. Das

Angebot wird also vielfältiger,

doch die Käufer müssen

für sich entscheiden, ob sie

für sie geeignet sind, ob sie

einfachen Zugang zu einer

Ladeinfrastruktur haben.

Hier wird sich zeigen, in

welchem Ausmass sich das

Wachstum fortsetzen wird.

Die Marken sind gezwungen,

bestimmte Sportmodelle

auszusortieren, um

die CO2-Grenz werte einzuhalten.

Führt das zu einer

Diskrepanz zwischen

Nachfrage und Angebot?

Ich sehe da keine Diskrepanz,

denn die neuen Elek tro fahr -

zeuge haben ja auch ziemlich

starke Motoren: der ID.3 mit

204 PS, der neue Audi e-tron

GT mit bis zu 650 PS. Ein

Grossteil der Kunden ist technikaffin,

das führte zum Kauf

eines leistungsstarken Motors.

Ob das zukünftig ein

Benziner, ein Diesel, ein

Hybrid oder ein Elektrofahrzeug

sein wird? Die Konsumenten

haben gerade jetzt

eine sehr spannende, attraktive

Auswahl.

Sie sind ein Befürworter

von CNG-Fahrzeugen. Hat

Erdgas in der Schweiz

noch Zukunft?

Ich bin auch ein Freund von

Elektrofahrzeugen … Ich sehe

die Vorteile der CNG- Technologie

noch heute. Doch zeigt

der Markt, dass sie es schwer

hat. Seit Jahren findet kein

merkliches Wachstum statt,

was ich persönlich bedaure.

Wenn man nun die rasch steigenden

Neuzulassungen von

Elektro- und gleichzeitig den

Rückgang an CNG-Fahrzeugen

sieht, dann muss man

eingestehen, dass der Markt

CNG wohl keine attraktive

Alternative mehr mit grossem

Wachstumspotenzial ist. ◆

2010

Volkswagen: 11,5%

Renault: 5,8%

Audi: 5,7%

Opel: 5,5%

BMW: 5,5%

Ford: 5,4%

Peugeot: 5,1%

Škoda: 4,9%

Toyota: 4,7%

Citroën: 4,5%

«Das Angebot an alternativen

Antrieben

wird vielfältiger, doch

werden die Käufer

für sich entscheiden

müssen, ob diese für

sie geeignet sind.»

Morten Hannesbo,

CEO Amag-Gruppe

ENTWICKLUNG DER TOP 10

IN DER SCHWEIZ VON 2010 BIS 2020

In zehn Jahren hat sich die Schweizer Automobillandschaft

merklich verändert. Traditionelle Hersteller haben zugunsten

der Premium-Marken Marktanteile verloren. Dieses

Phänomen wurde durch die Pandemie noch beschleunigt.

2020

Volkswagen: 11,2%

Mercedes-Benz: 9,6%

BMW: 9,0%

Škoda: 7,9%

Audi: 6,3%

Renault: 4,7%

Seat: 4,6%

Ford: 4,1%

Toyota: 3,7%

Volvo: 3,6%

LEA WASER

18 touring | März 2021


DOSSIER

Stellantis, ein neuer Riese

am Auto-Firmament

Elektrifizierung und Investitionen in neue Technologien veranlassen

die Automobilhersteller derzeit, ihre Kräfte zu bündeln.

Das erste Quartal 2021 ist durch die Gründung des Stellantis­

Konzerns geprägt, entstanden aus dem Zusammenschluss von

PSA und Fiat Chrysler Automobiles (FCA).

TEXT JÉRÔME LATHION

FOTOS ZVG

Das seit Herbst 2019 vorbereitete

Bündnis wurde Anfang

Januar von den Aktionären

beider Konzerne akzeptiert,

nachdem die Europäische Union Ende

2020 zugestimmt hatte. Die französische

PSA (Peugeot-Citroën) fusionierte

mit der italienisch-amerikanischen

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) zum

neuen Stellantis-Konzern. «Die grösste

aller Automobilfusionen», freute sich

Louis Gallois vor seinem Rücktritt als

Aufsichtsratspräsident der PSA in der

Zeitung «Les Échos».

Auf Platz vier hinter Toyota, Volkswagen

und der Renault-Nissan-Allianz

zählt der Newcomer auf dem globalen

Automobilmarkt rund 20 Marken,

darunter die Zugpferde Citroën, Peugeot,

Opel, Chrysler, Jeep, Fiat, Lancia

und Maserati. Stellantis kann auf ermutigende

Zahlen wie etwa 7,9 Millionen

verkaufte Fahrzeuge im Jahr

2019 bauen, die einen Umsatz von rund

170 Milliarden Franken erzielten.

Elektrisch auf Vormarsch

Der aus den Reihen von PSA stammende

CEO von Stellantis, Carlos Tavares, gab

sich gegenüber den rund 400 000 Mitarbeitern

der neuen Gruppe auf Anhieb

zuversichtlich. Er will allen Marken ihre

Chance geben und keine Produktionsstätte

schliessen. Ihm zufolge hängt

das Beschäftigungsrisiko nicht mit der

Fusion zusammen, sondern mit allfälligen

politischen Entscheidungen,

insbesondere falls der Verkauf von Verbren

nerfahrzeugen verboten werden

sollte. «Elektrofahrzeuge für die Mittelschicht

erschwinglich zu machen, wird

die Herausforderung der nächsten Jahre

sein», verkündigte der Chef von Stellantis

im Januar als Konsequenz. Ein an

ein Versprechen gekoppelter Plan: Boten

die Marken bei der Fusion 29 E-Modelle

an, werden vor Jahresende zehn

weitere Fahrzeuge lanciert. Und jedes

Modell, das in den nächsten vier Jahren

auf den Markt kommt, bekommt ein

elektrisches Pendant.

«Elektrofahrzeuge für

die Mittelschicht erschwinglich

zu machen,

ist die nächste

Herausforderung.»

Carlos Tavares,

CEO von Stellantis

Analysten räumen ein, dass die Fusion AUTOWELT IM WANDEL

eine Chance für die Ex-PSA sei, in

den USA wieder Fuss zu fassen, und Kurzer Überblick über die jüngsten

den Marken der ehemaligen FCA in Bündnisse von Belang.

Europa Perspektiven eröffne. Stellantis Januar 2019: Volkswagen unterzeichnet

eine Industriepartnerschaft

schielt auch – und vor allem – nach

dem chinesischen Markt, auf dem

mit Ford, um gemeinsam Pick-ups,

beide Unternehmen in der Vergangenheit

ent täuschende Ergebnisse hinwickeln.

Nutz- und Elektrofahrzeuge zu entnehmen

mussten. Die Gruppe führte August 2019: Nach einer Beteiligung

an Mazda im Jahr 2018 und im

eine Ma trixorganisation ein, und es

wurden neun internationale und markenübergreifende

Leitungsausschüsse schaft verbündet sich Toyota mit

Rahmen einer langfristigen Partner-

gebildet, um diese Strategie der (Rück-) Suzuki zur Entwicklung und Produktion

gemeinsamer Produkte.

Eroberung umzusetzen.

Ende 2019: BMW gründet ein Joint

Aus dem rund 40 Manager zählenden

Venture mit dem Chinesen Great

Organigramm ist ersichtlich, dass Mike

Wall, um die Elektrifizierung ihres

Manley, Ex-Chef von FCA, der Gruppe

Sortiments zu beschleunigen.

in Nordamerika vorsteht, während der

ehemalige Peugeot-Chef Jean-Philippe Januar 2020: Hyundai unterzeichnet

einen Partnerschaftsvertrag mit

Imparato das Ruder von Alfa Romeo

übernimmt. Der Mann, der die Marke dem auf Elektrofahrzeuge spezialisierten

englischen Start-up Arrival.

mit dem Löwen wieder auf Kurs gebracht

hat, soll nun einer weiteren Auftrieb

geben, die zurzeit nur die Modelle bauer Geely gründet gemeinsam

Februar 2020: Der chinesische Auto-

Giulia und Stelvio anbietet, da der neue mit Daimler das Unternehmen Smart

Kompakt-SUV Tonale erst als Konzeptfahrzeug

existiert. • 2022 in China vom Band

Automobile. Die Smarts sollten bis

rollen.

März 2021 | touring 19


Flachsfasern von Bcomp

für schnelle Autos

Das 2011 gegründete Freiburger Unternehmen Bcomp ersetzt

Kunststoff- und Kohlenstoff-Komponenten von Fahrzeugen

durch leichtere Flachsverbundstoffe. Die biobasierten Produkte

reduzieren den CO2-Fussabdruck von Fahrzeugen und sind

bereits bei mehreren Marken wie Porsche und Polestar gefragt.

TEXT ALINE BEAUD

Entstanden als einfaches Garagen-

Start-up, hat sich das Freiburger

Unternehmen Bcomp dank seiner

Produkte auf Flachsbasis als

Schlüsselpartner für nachhaltige Entwicklung

im Automobilsektor etabliert.

«Damals bauten wir in unserem Geschäftsraum

Skier mit Flachsfasern. Sie

besitzen von Natur aus gute mechanische

Eigenschaften und ermöglichen

eine deutliche Gewichtsreduzierung»,

sagt CEO Christian Fischer. Nachdem

sich das Unternehmen auf dem Sportund

Freizeitmarkt behauptet hatte,

wandte es sich dem Motorsport zu.

«Strategisch gesehen, handelt es sich

um ein Tor zum Automobilmarkt, da

viele Unternehmen die Technologien

aus dem Motorsport auf die Serienproduktion

übertragen», betont Fischer.

Neue Produktionslinie

Und Bcomp schlägt so richtig zu, als

das Unternehmen vor drei Jahren Porsche

Motorsport als Kunden gewinnt.

Ziel? Die Reduzierung des CO2-Fussabdrucks

bei gleicher Leistung wie der

Kohlestoffteile, wobei obendrein eine

Gewichtsreduktion, mehr Sicherheit

sowie eine Kostensenkung von bis zu

30 Prozent erzielt werden. Unter Fortführung

seiner strategischen Linie erschafft

Bcomp vor sechs Jahren den Bereich

Forschung und Entwicklung für

Serienautos und nimmt drei Jahre später

den Dialog mit verschiedenen Marken

auf. Heute laufen rund 20 Projekte

mit verschiedenen Marken wie Porsche,

McLaren und Polestar, die etwa 30 Mitarbeiter

beschäftigen. Dank einer Investition

von fast drei Millionen Franken

befindet sich das Unternehmen

nun in der Schlussphase seiner für den

Automobilsektor der Stadt Freiburg

bestimmten Produktionslinie.

Konkret produziert die Firma Platten

aus gewebten Flachsfasern. Auf der

Rückseite derselben wird eine dreidimensionale

Struktur angebracht –

ähnlich der Adern von Blättern –, die

das Produkt weiter verstärkt. Anschliessend

werden die Bauteile extern geformt,

lackiert oder mit Leder oder Stoff

bezogen. Sie sind für die Verkleidung

20 touring | März 2021


DOSSIER

Flachs besitzt von Natur aus gute mechanische

Eigenschaften

Die Faser wird zuerst gesponnen, dann gestrickt

Eine dreidimensionale Struktur verstärkt

die Rückseite der gewebten Flachsplatten

Werkstatt Die Flachsplatten werden

zugeschnitten

Der Porsche Cayman

718 GT4 des Rennstalls

Four Motors mit seinem

Naturfaser-Karosseriebausatz

Beispiel einer Autokarosserie aus natürlicher

Flachsfaser

McLaren Racing arbeitete mit Bcomp

zusammen, um den ersten Sitz aus natürlicher

Flachsfaser in der F1 zu entwickeln

FOTOS FOUR MOTORS/CHRICARPICS, 2020 DR. ING. H. C. F. PORSCHE AG, MCLAREN RACING

von Armaturenbrettern, Mittelkonsolen,

Ellbogenstützen oder Tür innenseiten

vorgesehen. Punkto Verkehrssicherheit

sind die Bcomp- Komponenten bei einem

Unfall nicht direkt entscheidend,

doch erweisen sie sich laut Tests eines

deutschen Fachinstituts als sicher.

Im Gegensatz zu Kohlenstoff, dessen

Bruchkanten scharf sind, fungieren

die Flachsteile als Schutznetz.

Kooperation mit Polestar

Neben dem Sicherheitsaspekt sind die

Bcomp-Produkte vor allem interessant,

weil sie CO2-Einsparungen bringen:

«Dank einer deutlichen Gewichtsreduzierung

im Vergleich zu Kunststoff

(bis zu 50%) und der Reduzierung des

CO2-Fussabdrucks bei der Produktion

setzen wir den Hebel doppelt an», sagt

Christian Fischer. «Zudem wird die

Verwendung von Kunststoff um bis zu

70 Prozent reduziert.» Argumente, die

Polestar überzeugen. Die E-Fahrzeug-

Marke enthüllte im Februar 2020 ihr

mit Teilen von Bcomp ausgestattetes

Konzeptauto Precept. Es wird nun in

Serie hergestellt. Laut Fischer werden

die Komponenten aus Freiburg Polestar

ermöglichen, seine Ziele weiterzuverfolgen,

sprich die negativen Umweltauswirkungen

der Autos dank bio basierter

Das Porsche-Heck

des Teams Four Motors

Produkte zu minimieren und die Verwendung

von Kunststoff zu verringern.

Das ehemalige Garagen- Start-up wird

also aufs Neue aus der Garage herauskommen,

diesmal jedoch in Form von

Fahrzeugen mit nachhaltig hergestelltem

Innenraum. •

März 2021 | touring 21


DOSSIER

«Wir haben wegen

des Wetters immer gezittert»

Der März stand bei Autobegeisterten stets im Zeichen

des Genfer Salons. Nun findet er erneut nicht statt.

Frank Rinderknecht, der visionäre Kopf hinter der Firma

Rinspeed, war seit 1979 in Genf dabei. Ein kurzes Gespräch

darüber, was ihm der Anlass bedeutete.

TEXT JULIANE LUTZ

Der Genfer Autosalon findet dieses

Jahr erneut nicht statt. Kommt da

bei Ihnen Wehmut auf?

Frank Rinderknecht: Genf war (und

wäre) ein grossartiger Stand- und Austragungsort,

aber das Format der althergebrachten

Motorshow hat sich

überholt. Auch bei anderen Automessen

gingen in den letzten Jahren die

Besucher- und Ausstellerzahlen zurück.

Für Rinspeed war Genf nicht mehr die

Bühne für Weltpremieren, denn die

zeigten wir bereits seit 2016 an der CES

in Las Vegas. Aber gerade an den Pressetagen

war der Salon grossartig, um

die verschiedensten Leute aus aller

Welt zu treffen. Das habe ich bereits

letztes Jahr sehr vermisst. Aber Wehmut

bringt uns nicht weiter, sondern

nur der Blick nach vorn.

Sie waren seit 1979 in Genf dabei.

Gibt es besondere Erinnerungen?

Vor 1982 fand der Anlass im Genfer

Quartier Plainpalais statt, in einem Gebäude

mitten in der Stadt mit grossem

Charme. Morgens war es eiskalt, und

mittags wurde es tropisch warm. Klima-

«Ich würde Genf

als eine Art B2B-

Veranstaltung wieder

aufleben lassen.»

Frank Rinderknecht,

Autovisionär und Unternehmer

anlagen gab es nicht. Zum Mittag essen

gingen wir ins Bistrot nebenan und

haben gemütlich gegessen. Damals war

die Zeit noch nicht so durchgetaktet

wie heute.

Der März ist auch für seine Wetterkapriolen

gefürchtet. Kam immer

alles pünktlich nach Genf?

Wir haben vor jedem Salon gezittert,

wie wohl das Wetter wird. Anfang

März lag alles drin: von warmen, sonnigen

Tagen bis zu Schneemassen

und stecken gebliebenen Lastwagen.

Da alles stets auf einen Schlag hin

fertig sein musste, sind in der Vorbereitungszeit

förmlich Blut, Schweiss

und Tränen geflossen. Eine zweite

Möglichkeit auszustellen gab’s ja nicht.

Gerade als Jungunternehmer konnte

ich am Salon viele wichtige Erfahrungen

sammeln, der auch geprägt war

vom langjährigen Direktor Ruedi Huser.

Er hat die Messe erst zu diesem weltweit

wichtigen Branchenanlass gemacht.

Wenn man über 40 Mal teilgenommen

hat, wird man abgeklärt und

kennt die Abläufe.

Traditionelle Automessen haben

schon vor einigen Jahren an Bedeutung

verloren. Werden sie Ihrer

Meinung nach durch Veranstaltungen

wie die CES ersetzt?

Die CES ist eine lockere, sehr amerikanisch

kunterbunte Messe, die alle Bereiche

von IT und Elektronik abdeckt,

vom elektrischen Massagestuhl über

Handys bis zum Haushaltsroboter. Der

Bereich «Automotive» hat dort einen

grossen Stellenwert erlangt, weil IT

und (Auto-)Mobilität immer mehr ineinanderfliessen.

Also wäre schon noch Platz für

reine Automobilanlässe?

Einen reinen Automobilanlass in Genf

sähe ich als Ergänzung, weil dort neben

dem IT-Aspekt auch viele andere

Entwicklungen in der Branche abgebildet

würden. Auch trifft man sich in der

Autowelt schon gern persönlich, mag

das Get-together. Die CES, die bis letztes

Jahr boomte und ausverkauft war,

zeigt, dass analoge Veranstaltungen

nach wie vor funktionieren. Auf das

griffige und innovative Konzept kommt

es an. Wenn man mich fragen würde:

Ich persönlich würde Genf viel kürzer

von der Dauer her und klein, aber fein

primär als eine Art B2B-Veranstaltung

wieder aufleben lassen. Aber auch die

Öffentlichkeit soll teilhaben können.

Die Frage – oder eben auch nicht – ist,

ob unüberschaubare Besuchermassen

wie früher noch zeitgemäss sind. ◆

Den «MetroSnap» zeigte

Rinspeed 2020 an der CES,

danach wäre die Studie

in Genf ausgestellt worden

DINGO PHOTOS, ZVG

22 touring | März 2021


DOSSIER

TCS präsentiert den ersten

Auto-Klimabilanzrechner

Die TCS Autosuche ist um ein beeindruckendes Werkzeug

reicher: Nebst den Betriebskosten lässt sich jetzt auch

der ökologische Fussabdruck von 2000 Fahrzeugen individuell

berechnen und vergleichen. Eine Weltneuheit.

TEXT DOMINIC GRAF | FOTOMONTAGE NICOLAS KRISTEN

Wie viel kostet ein Auto

wirklich? Über den Anschaffungspreis

alleine

lässt sich diese Frage nicht

beantworten. Denn während eines Autolebens

kommen viele weitere Kostenpunkte

auf den Besitzer zu: Treibstoff,

Service, Reifen, Steuern, Versicherungen

oder Pflege müssen ebenso in die

Kalkulation einfliessen wie die Garagenmiete,

die Wertminderung oder die

Amortisationskosten. Diese Gesamtbetriebskosten,

auch Total Cost of Ownership

(TCO) genannt, werden in der

Autosuche des TCS berücksichtigt. Seit

einigen Jahren ist das Portal beliebt

bei Kaufinteressierten, die einen transparenten

und neutralen Überblick über

praktisch alle in der Schweiz erhältlichen

Benzin-, Diesel-, Hybrid-, Elektro-,

Wasserstoff- oder Erdgasautos haben

wollen. Mit ein paar wenigen Klicks lassen

sich Fahrzeuge in ihren technischen

Spezifikationen und in ihren Betriebskosten

direkt miteinander vergleichen.

Das sonst schon vielseitige Such- und

Vergleichsinstrument wurde nun um ein

innovatives und weltweit einzig artiges

Werkzeug erweitert: den Klimabilanzrechner.

Wer heutzutage ein Auto kaufen

will, egal welchen Antriebs, sollte

seine Entscheidung nicht nur aufgrund

der Kosten oder üblichen Kriterien wie

Platz und Komfort treffen, sondern auch

den ökologischen Fussabdruck, den

jedes Fahrzeug hinterlässt, im Auge behalten.

Mit der TCS Auto suche ist das

jetzt kein Problem mehr.

Herstellung bis Entsorgung

Zum ersten Mal können die tatsächlichen

CO2-Emissonen, die ein Auto von

der Herstellung über den Betrieb bis

zur Entsorgung erzeugt, berechnet und

verglichen werden. Der Rechner wurde

von der TCS Mobilitätsberatung entwickelt

und kann für rund 2000 Neufahrzeuge

angewendet werden. Anhand

der aktuellsten Daten, welche

vom renommierten Paul Scherrer Institut

stammen, kann der gesamte Material-

und Energieverbrauch erfasst und

den Nutzern angezeigt werden, wie

viel Tonnen CO2 ein Fahrzeug im Laufe

seines Lebens verursacht. Der Verbrauch

von Treibstoff macht dabei nur

einen Teil der Klimabilanz aus. Die

Rohstoffgewinnung und -verarbeitung,


März 2021 | touring 23


DOSSIER

die Produktion des Fahrzeugs, der

Treibstoffe und des Stroms, die Wartung

sowie der Unterhalt der Strasseninfrastruktur

fliessen ebenfalls in die

Bilanz ein. Sogar das Recycling von

Elektroautoakkus, das mittlerweile erwiesenermassen

funk tioniert (siehe

Kasten), wird im Klimabilanzrechner

berücksichtigt.

Elektroautoakkus Die Produktion macht

einen Grossteil des CO2- Kontos aus.

Gut, sind sie heute schon rezyklierbar

«Alle sollen profitieren»

An der einfachen Bedienung der TCS

Autosuche hat sich durch den neuen

Rechner nichts geändert. Im Nu sind

die Kriterien eingegeben und die Autos,

die man vergleichen will, ausgewählt.

Ein Klick auf den «Klimabilanz»-Button

und das Diagramm mit den jeweiligen

CO2-Werten erscheint. Vergleichen

lassen sich alle Autos miteinander, ungeachtet

der Antriebsarten. So kann

zum Beispiel eruiert werden, welcher

Mittelklassebenziner am ökologischsten

ist, welcher SUV in seinem Leben

den grössten Fussabdruck hinterlässt,

oder – wie in der Sendung Kassensturz

Anfang Februar – die Werte von Verbrennern

mit denen von Hybriden und

reinen Stromern gegenübergestellt

werden.

Die Plattform steht allen Nutzern kostenfrei

zur Verfügung, wie Generaldirektor

Jürg Wittwer betont: «Alle sollen

von der TCS Autosuche profitieren

können. Das ist uns ein wichtiges Anliegen.

Wer ein Auto kaufen will, hat

nun Zugriff auf eine Plattform, welche

sehr umfassend – von der Betriebskostenrechnung

und nun zusätzlich

neu mit dem weltweit ersten Klimabilanzrechner

– bei der Entscheidungsfindung

unterstützt. Genau solche

Hilfen wollen wir als TCS bieten.» ◆

Jetzt den neuen Klimabilanzrechner testen:

tcs.ch/autosuche

AKKURECYCLING?

KEIN PROBLEM!

Das Recycling von Elektroautobatterien

ist schon heute Realität. Kostbare

Stoffe wie Kobalt oder Lithium

können zurückgewonnen und wiederverwendet

werden. Das Unternehmen

Batrec Industrie AG mit Sitz

in Wimmis (BE) nutzt seit vielen Jahren

ein eigenes System, das sowohl

die gefährlichen Giftstoffe von Altbatterien

wie auch die metallischen

Stoffe in einem geschlossenen Kreislauf

vollständig isoliert und zu hochwertigen

Produkten umarbeitet. Aus

Sonder abfällen werden wertvolle

Rohstoffe, die wieder dem Produktionskreislauf

zugeführt werden.

Weitere Infos: batrec.ch

STEFAN WARTER

24 touring | März 2021


POWER TO DRIVE YOU WILD

Ford Mustang

Die Legende

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1964 brachte Ford ein Fahrzeug auf den Markt, das sofort zum Klassiker

wurde – den Ford Mustang. Der Mustang war der Urvater der sogenannten

„Pony-Cars“, für damalige US-Verhältnisse eher kleine Coupés und Cabrios mit

grossvolumigen Sechs- oder Acht-Zylinder-Motoren. Jetzt können Sie dieser

Autolegende ein würdiges Denkmal setzen – mit einer Herren-Armbanduhr, so

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Pony, das stolz auf der 12-Uhr-Position „galoppiert“.

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briefl ichen Angebote erhalten möchten.


Verkehr Die eigenen

Gefühle stimmen nicht

immer mit den effektiven

Risiken überein

Sind immer die

anderen Schuld?

In welchen Situationen fühlen wir uns in der Mobilität unsicher?

Eine Studie der TCS Verkehrssicherheit und von Fussverkehr Schweiz

gibt Aufschluss und unterzieht diese Situationen einem Realitätscheck.

Dieser Abgleich zeigt, dass die Ängste oft unbegründet sind, die

Gefahren weniger von anderen als vielmehr von uns selbst ausgehen.

TEXT DINO NODARI

E

ine enge Durchfahrt,

schlechte Sicht oder

einfach dichter Verkehr,

die Gründe, warum

wir uns in bestimmten

Situationen unsicher fühlen –

gerade im Strassenverkehr –

sind vielfältig. Und obschon

die Unfallzahlen seit Jahren

sinken, bleibt oft dieses Gefühl

der Unsicherheit. Denn,

auch wenn sich die Verkehrssicherheit

in Zahlen ausdrücken

lässt, sie ist immer

das Ergebnis einer Interaktion

von Mensch, Fahrzeug

und Infrastruktur. Warum

aber gibt es eine Kluft zwischen

objektiver und subjektiver

Verkehrssicherheit, und

wie steht es um deren wechselseitigen

Einfluss? Diesen

Fragen geht eine gemeinsame

Studie von Fussverkehr

Schweiz und dem TCS nach.

In einem ersten Schritt wurden

je nach Verkehrsmittel

Situationen erfasst, die für

Unsicherheitsgefühle sorgen.

In einem zweiten Schritt wurden

diese Situationen mit

der Unfallstatistik einem Realitätscheck

unterzogen.

«Es ist Zeit, in der Verhaltensprävention

der Verkehrssicherheit

die weichen Faktoren

systematischer miteinzubeziehen

und deren Potenzial

zu nutzen», erklärt Monika

Litscher, Geschäftsleiterin

bei Fussverkehr Schweiz.

Und Christophe Nydegger,

Leiter Verkehrssicherheit

beim TCS, ergänzt, dass die

Studie «den Zusammenhang

zwischen Situationen verdeutlicht,

die ein Gefühl von

Unsicherheit erzeugen, und

der gelebten Realität dieser

Situationen». Die Analyse

zeigt, dass in erster Linie das

Verhalten und die Unaufmerksamkeit

der anderen zu

Unsicherheitsgefühlen führen.

Das eigene Verhalten

wird dabei wenig reflektiert.

Unterwegs im Auto

Velofahrende, die sich nicht

an die Verkehrsegeln halten,

lösen etwa bei Autofahrern

starke Unsicherheitsgefühle

aus – obschon die Autoinsassen

eigentlich viel besser

geschützt sind. Unfallstatistiken

zeigen aber auch, dass zu

73 Prozent der Autofahrenden

als Unfallverursacher

identifiziert werden kann.

Und Auswertungen von Statistiken

zeigen, dass sich auch

die Autofahrer selbst nicht

immer an die Verkehrsregeln

halten. Wenn sich andere unaufmerksam

verhalten, so

eine weitere häufig genannte

Situation für Un sicherheit.

Der Abgleich mit der Statistik

zeigt, dass Unaufmerksamkeit

tatsächlich die Hauptursache

für Verkehrsunfälle

ist. Dass es aber die anderen

Verkehrsteilnehmer sind, die

aufgrund ihrer Unaufmerksamkeit

einen Unfall verursachen,

stimmt nicht. Vielmehr

ist es so, dass die Autofahrer

selbst am meisten Hauptverursachende

von Unfällen

im Zusammenhang mit Unaufmerksamkeit

sind.

Auf zwei Rädern

Bei den Velofahrenden sorgt

vor allem das Überholt­Werden

im Kreisel für Unsicherheit.

Es zeigt sich zwar, dass

Unfälle im Kreisel häufig vorkommen

und dass bei diesen

Kollisionen zu 93 Prozent der

Kollisionsgegner der Hauptverursacher

ist. Das Unsicher­

KEYSTONE

26 touring | März 2021


MOBILITÄT

Massnahmen zur

Verbesserung der

Verkehrssicherheit

«Welche der folgenden

konkreten Massnahmen

würden Ihrer Meinung nach

die Sicherheit im Verkehr

verbessern? Würden

die folgenden Massnahmen

die Sicherheit stark, eher,

eher nicht oder überhaupt

nicht verbessern?»

◾ Stark verbessern.

◾ Eher verbessern.

◾ Weiss nicht. / Keine Antwort.

◾ Eher nicht verbessern.

◾ Überhaupt nicht verbessern.

In Prozent Einwohner/-innen der

Schweiz ab 18 Jahren.

Bessere Trennung der Verkehrsteilnehmer

(Velo, Fussgänger, Autos)

Einführen der Helmtragpflicht

für Velofahrer

Raser und Verkehrsrowdys

rigoros bestrafen

Einführung von Technik gegen Fahren

mit Alkohol oder Telefonieren im Auto

Mehr Verkehrsprävention

und Aufklärung

Obligatorium für Leuchtwesten

für Velo- oder Motorradfahrer

Null Promille für alle Fahrzeuglenker

Mehr obligatorische Aus- und Weiterbildungen

für alle Verkehrsteilnehmer

Mehr Kontrollen durch die Polizei

Mehr Blitzkästen

48 40 2 8 2

42 38 2 11 7

49 31 1 12 7

40 37 2 13 8

25 51 2 18 4

25 41 2 20 12

31 30 2 24 13

17 41 3 28

11

16 40 2 29

13

9 25 2 35

29

© gfs.bern, Unsicherheitsempfinden im Strassenverkehr, April 2020 (N = 1725)

heitsgefühl wird in diesem

Punkt also von der Statistik

gestützt. Allerdings zeigt

eine vertiefte Auswertung,

dass bei Unfällen im Kreisel

die grösste Gefahr für Velofahrende

von einfahrenden

Fahrzeugen ausgeht. Zehnmal

häufiger sind Unfälle mit

einfahrenden Fahrzeugen

als von solchen, die Velos

überholen. Wie bei den Autofahrern

führt auch bei Velofahrern

das Fehlverhalten

von anderen zu

einem subjektiven

Unsicherheitsgefühl.

Allerdings lässt

sich auch hier

belegen, dass

die grösste

Gefahr beim

Velofahren

nicht die anderen,

sondern

das Verhalten der Velofahrenden

selbst ist. «Unsicherheitsgefühl

gegenüber anderen

ist zwar aufgrund der höheren

Verletzlichkeit verständlich,

aber nicht zwingend

«Die fehlende Bereitschaft,

das eigene

Verhalten als

Verkehrsteilnehmer

reflektieren zu wollen

oder zu können,

fällt auf.»

rational», so die Studienautoren.

Bei E-Bike-Fahrern lösen

ebenfalls das Überholt-Werden

im Kreisel Unsicherheit

aus und wenn sich andere

nicht an Verkehrsregeln halten.

Der Abgleich mit der

tatsächlichen Unfallstatistik

zeigt hier das gleiche Bild

wie bei den Velofahrern. Unfälle

mit Zufussgehenden

sind gemäss Unfallstatistik

eher selten.

Zudem stellen

die E-Bike-

Fahrenden

meistens die

Hauptverursachenden

der

Unfälle dar.

Die Auswertung

bei den

Motorradfahrern

hat hervorgebracht, dass

die drei Verkehrssituationen,

die am meisten Unsicherheitsgefühle

auslösen, ebenfalls

auf das Verhalten der anderen

zurückzuführen sind:

Monika Litscher,

Geschäftsleiterin

Fussverkehr Schweiz

Andere verweigern den Vortritt,

Unaufmerksamkeit der

anderen Verkehrsteilnehmer

und wenn sich andere nicht

an Verkehrsregeln halten.

Auch hier zeigt jedoch der

Realitätscheck, dass die

grösste Gefahr

das eigene Verhalten

ist.

Zu Fuss

Wie bei allen

anderen untersuchten

Verkehrsmitteln

führt auch bei

den Zufussgehenden

das

Fehlverhalten der anderen zu

Unsicherheitsgefühlen. Im

Gegensatz zu den anderen

Verkehrsteilnehmenden gibt

es hier jedoch einen Zusammenhang

zwischen dem

subjektiven Empfinden und

den tatsächlichen Unfallzahlen.

Denn die Fussgänger

sind in den wenigsten Fällen

die Hauptverursacher von

Unfällen. Die Fussgänger

nennen vor allem die Miss-

«Die Analyse dieser

Studie lässt den

Schluss zu, dass es

ein grosses Potenzial

zur Reduzierung

von Unfällen

gibt.»

achtung der Regeln durch

andere, zu schnell fahrende

Fahrzeuge, gemischte Verkehrsflächen

mit Velos und

Fussgängerstreifen als Unsicherheitssituationen.

«Die Zusammenhänge

zwischen der

Wahrnehmung,

Einschätzung

der eigenen

Kräfte und

Kompetenzen

sowie dem Verhalten

im Verkehrssystem

beeinflussen

auch das Unfallgeschehen,

und es ist höchste Zeit, sie

bei Präventionsmassnahmen

im jetzigen System zu berücksichtigen»,

sagt Monika

Litscher. Und für Christophe

Nydegger ist klar: «Zwischen

dem Bewusstwerden der

Auswirkung unseres Verhaltens

auf andere und der tatsächlichen

Einstellungsänderung

liegt ein langer Weg,

aber auch ein spannender.» ◆

Christophe Nydegger,

Leiter TCS Verkehrssicherheit

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.ch

März 2021 | touring 27


SERIE START-UPS, DIE MAN KENNEN SOLLTE, FOLGE 1

Vom Kellerkind

zum erfolgreichen

Velohersteller

In der Schweiz gibt es jede Menge spannender Start-ups.

Wir stellen in loser Folge junge vielversprechende Unternehmerinnen

und Unternehmer aus dem Bereich Mobilität

vor. Den Anfang macht Alberto Fernandez mit seiner

Berner Veloschmiede DesignYourBike.

TEXT JULIANE LUTZ | FOTOS EMANUEL FREUDIGER, ZVG

Er strahlt und hat auch

allen Grund dazu. Für

Alberto Fernandez und

seine Firma De sign-

YourBike lief das Annus

horribilis 2020 bestens. Die

edlen Velos, die sich nach

Belieben bis zur Farbe der

Speichennippel konfigurieren

lassen, sind der Renner.

Dabei begann das letzte Jahr

harzig. «Wir hatten erstmals

eine Rekordsumme in Veloteile

investiert, das Lager war

voll, und wir wollten im März

loslegen. Dann kam der Shutdown,

und wir mussten die

Läden in Bern und Berlin

28 touring | März 2021


MOBILITÄT

Es läuft rund

für Alberto Fernandez

und seine massgeschneiderten

Fahrräder

schliessen», sagt der 36-Jährige.

Einen Onlineshop gab’s,

aber würden die Leute in Krisenzeiten

kaufen? Es wurde

schwierig, Mieten und Löhne

für sechs Mitarbeiter zu stemmen.

Kurzarbeit musste beantragt

und die Investoren

über die Lage informiert werden.

«Ich hatte viele schlaflose

Nächte. Doch gegen

Ende des Shutdowns ging es

ab», sagt Fernandez. Das eingekaufte

Material sollte eineinhalb

Jahre vorhalten, war

aber schon im August aufgebraucht.

500 Velos wurden

verkauft.

Jahre im 3. UG

Vor Jahren in Amsterdam fiel

ihm auf, wie glücklich die

Leute dort mit ihren höchst

individuellen Rädern schienen.

Doch erst ein Job bei

Peugeot Schweiz, wo er unter

anderem für den Modellkonfigurator

zuständig war,

brachte den Berner mit spanischen

Wurzeln auf die Idee,

individuell zusammenstellbare

Velos anzubieten. Als

er 2015 DesignYourBike

gründete, war er damit Vorreiter.

Lange schraubte er in

einem ungeheizten Keller im

dritten Untergeschoss irgendwo

in Bern selbst Velos

zusammen. Erspartes war

das Startkapital. Fehlendes

Wissen holte sich der studierte

Betriebswirt an Startup-Events,

knüpfte dort Kontakte

und lernte Elias Koster

kennen, heute sein Firmenmitinhaber.

Als der nach Berlin

zog, eröffneten sie dort

eine weitere Filiale. Zwei

Jahre werkelten sie vor sich

hin, Koster neben einem Job,

und machten wirklich alles

selbst bis zur Website und

zum Transport von Veloteilen.

Dann beschlossen sie,

richtig durchzustarten. Dafür

war Geld nötig und Mut.

Den habe er erst entwickeln

müssen, sagt Fernandez, der

gern länger nachdenkt, bevor

er etwas angeht. Als Gründer

aber sei es nötig, einfach zu

machen und nicht immer

perfekt sein zu wollen.

Mächtige Investoren

Für ihre Geschäftsidee, die

den Trend zum Velo und zur

Individualisierung vereint,

konnten sie die Investoren

Jürg Schwarzenbach und

David Schröder, der Zalando-

Finanzchef war ein früherer

Vorgesetzter von Koster, begeistern.

So kamen 220 000

Franken zusammen. Hilfreich

für die Bekanntheit

war der Artikel eines velobegeisterten

Redaktors von

«20 Minuten», der zufällig

auf die Facebook-Seite der

Firma gestossen war.

Nicht nur Hipster stehen auf

die minimalistisch-edlen Flitzer

von DesignYourBike

Im Laden an der Berner

Papiermühlestrasse stehen

und hängen Räder in allen

Varia tionen. Die Kunden

legen sich auf eines der

drei Rahmenmodelle fest,

aber stellen den Rest nach

Gusto zusammen. Allein

256 RAL-Farben mit diversen

Glanzgraden sind wählbar.

Neu gibt es auch E-Bikes.

Fernandez betont die Hochwertigkeit

der Teile, die ihm

stets wichtig war. Rahmen

beispielsweise kommen aus

einer Manufaktur aus Taiwan,

Zahnriemen aus England oder

Körbe aus den USA. Die Pulverbeschichtung

erfolgt im

Emmental, und in Bern werden

die Velos und sogar die

Laufräder von Hand zusammengebaut.

Der Erfolg treibt

Alberto Fernandez weiter an,

aber auch die offensichtliche

Freude der Kunden, wenn sie

ihre Unikate abholen. •

designyourbike.ch

Der Laden an der Berner

Papiermühlestrasse ist

zugleich Werkstatt

Auf den Rahmen

müssen sich Kunden

festlegen, der Rest

ist nach Belieben

konfigurierbar

März 2021 | touring 29


MOBILITÄT

«Wir halten den Weg für falsch –

nicht die Zielvorgaben»

Gegen das neue CO2-Gesetz, das der TCS als akzeptablen

Kompromiss betrachtet, wurde das Referendum ergriffen.

François Launaz, Präsident von Auto-Schweiz, erklärt, warum.

INTERVIEW DINO NODARI

Warum ist Auto-Schweiz gegen das

neue CO2-Gesetz?

François Launaz: Die neuen Bestimmungen

führen zu einer deutlichen Verteuerung

der motorisierten Individualmobilität.

Unter anderem soll ein Liter

Benzin oder Diesel mit Mehrabgaben

von zwölf Rappen belastet werden –

dabei verfügt die Schweiz bereits über

den zweithöchsten Dieselpreis Europas.

Zudem sorgen Details bei den CO2-Vorschriften

für neue Fahrzeuge für höhere

Sanktionszahlungen und damit möglicherweise

für steigende Preise – so

zumindest das Ziel des Gesetzes. Auto-

Schweiz und ihre Mitglieder sind der

Meinung, dass das Schweizer Stimmvolk

zu dieser grossflächigen Verteuerung

der motorisierten Individualmobilität

das letzte Wort erhalten soll.

seit drei Jahrzehnten nicht gesunken

seien. Das stimmt – sie sind aber auch

nicht gestiegen. Und das, obwohl seit

1990 die Bevölkerung um 30 Prozent

und die Wirtschaftsleistung um 55 Prozent

gewachsen sind. Entsprechend hat

die Fahrleistung auf der Strasse um

38 Prozent zugenommen – und das alles

bei konstantem CO2-Ausstoss. Dank

mehr Elektromobilität werden wir diesen

nun nach und nach senken können,

eine erneuerbare Stromproduktion vorausgesetzt.

Das geht, aber ohne zuerst

Bevölkerung und Wirtschaft mit massiven

Mehrkosten zu belasten.

Das Gesetz sieht Lenkungsabgaben

vor, die zu einem guten Teil wieder

an die Bevölkerung zurückfliessen.

Was ist daran schlecht?

Hier sind Ungerechtigkeiten vorprogrammiert.

Zahlen werden die Zeche

Familien und KMU, die nicht heute oder

morgen in CO2-ärmere Technik und

Fahrzeuge investieren können und deshalb

mehr an Lenkungsabgabe zahlen

werden, als sie zurückbekommen. Und

durch die höheren laufenden Kosten

wird es länger dauern, bis sie genügend

finanzielle Mittel für eine Investition in

effizientere Fahrzeuge zur Verfügung

haben. Wir sollten den Leuten nicht das

Geld aus der Tasche ziehen, das sie eigentlich

anderweitig sinnvoll ausgeben

könnten. Die Corona-Krise verschlimmert

diese Auswirkungen noch.

Das Gesetz geht einigen zu weit,

anderen ist es zu lasch. Spricht das

nicht für einen gut schweizerischen

Kompromiss?

Wenn das so wäre, hätten wir bei jeder

Vorlage, die an die Urne kommt, einen guten

Kompromiss erzielt. Das ist das Schöne

an der direkten Demokratie: Es zählt einzig,

ob die Mehrheit das CO2- Gesetz für

eine gangbare Lösung hält oder nicht.

Die Autobranche investiert stark

in die Elektromobilität, und die Kunden

interessieren sich für diese Autos.

Ist das CO2-Gesetz nicht eine Chance

für die Importeure, mehr Steckerfahrzeuge

zu verkaufen?

Die Reduktionsziele für den CO2-Ausstoss

neuer Personenwagen ab 2025 respektive

2030 sind völlig unbestritten.

Diese sollen bis Mitte des Jahrzehnts

gegenüber 2021 um 15 Prozent sinken

und ab 2030 um 37,5 Prozent tiefer liegen.

Diese Vorgaben sind ohne eine steigende

Anzahl neuer Elektroautos und

Plug-in-Hybride natürlich nicht zu erreichen.

Doch statt alternative Antriebe zu

fördern, wie es viele europäische Staaten

tun, hat sich das Parlament einseitig

dazu entschieden, fossile Treibstoffe

und Fahrzeuge mit bewährter Technik

zu verteuern. Diesen Weg halten wir

für falsch – nicht die Zielvorgaben.

«Wir wollen den Leuten

nicht das Geld aus der

Tasche ziehen, das sie

anderweitig sinnvoll

ausgeben könnten.»

François Launaz

Präsident Auto-Schweiz

Warum sollen Klimaschutzprojekte

im Ausland gefördert werden, nicht

aber im Inland?

Dem Schweizer Strassenverkehr wird

vorgeworfen, dass die CO2-Emissionen

30 touring | März 2021


WER HAT RECHT

ZVG

Gefährliches Verhalten

auf der Autobahn

Einige Autofahrer scheinen den Grundsatz «Strasse

Ist es nicht möglich, dass das neue

CO2-Gesetz zu einem Innovationstreiber

werden könnte?

Selbst wenn, träfe das für die Automobilbranche

nur bedingt zu, da die Fahrzeuge

im Verkehr zu beschleunigen? • nur den unmittelbar folgen-

Verkehrsexperte

im Ausland entwickelt werden.

frei» nicht zu kennen. Es wird oft halb auf dem Trottoir,

Kein einziges Modell wird nur und ausschliesslich

für die Schweiz entworfen

halb auf der Strasse parkiert oder mitten auf der Strasse

und gebaut. Und übrigens: Schon vor

angehalten, um mit einer Person zu schwatzen.

der Einführung von CO2-Vorschriften

für Neufahrzeuge waren Automobilhersteller

TEXT URS-PETER INDERBITZIN

gezwungen, den Verbrauch neuer

Fahrzeuge zu senken. Denn die Kunden Unüberlegtes Verhalten ist den Verkehr, sondern auch die

möchten natürlich immer sparsamer

heute leider oft an der Tagesordnung.

Einen krassen Kolonne zu einer plötzlichen und

Teilnehmer weiter hinten in der

unterwegs sein. Dies sieht man auch an

der Transportbranche, wo Lastwagen

immer effizienter werden, obwohl deren

CO2-Zielvorgaben in Europa erst

2025 eingeführt werden.

Fall von Rücksichtslosigkeit hatte

kürzlich das Bundesgericht zu beurteilen.

Die Rede ist von einer

Verkehrsteilnehmerin, die vor etwas

mehr als zwei Jahren im Bereich

unerwarteten Reaktion. Dadurch

habe sie eine zumindest erhöhte

abstrakte Gefahr von Auffahrunfällen

geschaffen. Der Grund für

ihr Manöver, ihr weinender Sohn,

Wie stehen die Chancen, die Referendumsabstimmung

zu gewinnen?

Das ist schwer zu sagen. In einigen Kantonen

wurden Energiegesetze an der

Urne abgelehnt, die deutlich geringere

Verteuerungen vorsahen als das CO2-

Gesetz. Ich glaube auch, dass die Zustimmung

zur Vorlage in der Romandie

tendenziell höher ist als in der Deutschschweiz.

Auf jeden Fall wird es ein

spannender und interessanter Abstimmungskampf.

Ich kann Ihnen aber versichern:

Auto-Schweiz wird das Ergebnis

selbstverständlich akzeptieren,

sollte das Gesetz von der Stimmbevölkerung

gutgeheissen werden.

der Verzweigung Bern-Wank-

dorf in Richtung Schönbühl auf der

zweiten Überholspur auf der Autobahn

A1 unterwegs war. Weil ihr

auf dem Rücksitz platziertes Kind

plötzlich zu weinen anfing, beschloss

die Frau, die Autobahn zu

verlassen. In einer ersten Phase reduzierte

sie zum Zwecke des Spurwechsels

von der zweiten auf die

erste Überholspur ihr Tempo von

zunächst mindestens 80 km/h auf

Tempo 55. In einer zweiten Phase

bremste die Lenkerin ihr Fahrzeug

um weitere 30 km/h ab, um sich

mit Tempo 25 vor der Autobahnausfahrt

Schönbühl auf dem Normalfahrstreifen

sei zwar nachvollziehbar, könne

aber weder als verkehrsbedingt

noch als eigentlicher Notfall bezeichnet

werden und lasse deshalb

ihre Manöver nicht in einem milderen

Licht erscheinen.

Diese Verurteilung ist höchstrichterlich

geschützt worden (Urteil

6B_1173/2020). Wie die Berner

Justiz ist auch das Bundesgericht

der Ansicht, dass die auf den beiden

Überholspuren hinter der Lenkerin

mit rund 80 km/h fahrenden Verkehrsteilnehmer

nicht mit einem

Fahrzeug rechnen mussten, das

plötzlich nur noch mit 25 km/h unterwegs

Sollte das Referendum beim Volk

durchkommen, bräuchte es ein

neues CO2- Gesetz. Denken Sie, dass

dieses dann besser wäre für die

Automobilisten in der Schweiz?

An den künftigen CO2-Reduktionszielen

für neue Fahrzeuge würde sich nichts

ändern, und das ist auch gut so. Aus unserer

Sicht müsste dann aber zwingend

auf künstliche Verteuerungen beim

Treibstoff verzichtet werden. Zudem

müsste die Schweiz mehr Geld zur Förderung

neuer Technologien investieren.

Ein paar Ladestationen in Mehrparteienhäusern,

wie sie aus dem Bürokratiemonster

«Klimafonds» bezahlt werden

sollen, reichen bei weitem nicht aus.

Einige Kantone machen das hervorragend

vor und unterstützen den Umstieg

auf Elektrofahrzeuge, die durch

die Batterien nun mal noch sehr viel

einreihen und die

Autobahn verlassen zu können.

Das ganze Manöver fand auf einer

Strecke von rund 500 Metern innerhalb

von etwa 30 Sekunden

statt, wobei relativ dichter Kolonnenverkehr

geherrscht hatte. Der

ganze Vorfall wurde von einem auf

dem Normalstreifen fahrenden Polizeifahrzeug

mit Satspeed aufgezeichnet.

Auffahrunfälle

Die Berner Justiz verurteilte die

Lenkerin wegen grober Verletzung

von Verkehrsregeln zu einer bedingten

Geldstrafe von 24 Tagessätzen

zu 120 Franken sowie zu

einer Busse von 480 Franken. Das

Obergericht warf der Lenkerin vor,

sie habe mit ihrem Verhalten einen

ist. Für das Bundes gericht

handelte die Lenkerin rücksichtslos,

weil sie ihre Geschwindigkeit

aus einem nicht verkehrsbedingten

Grund massiv reduziert und die ihr

grundsätzlich bekannten Risiken

dieses Manövers für den Folgeverkehr

pflichtwidrig aus ser Acht

gelassen hatte. Ein Verbleib auf der

Überholspur – und damit das Ver-

passen der Ausfahrt – wäre eine

bessere Option gewesen.

Das gefährliche und

rücksichtslose Ver-

halten hat – nebst der

Strafe – auch einen

mindestens dreimonatigen

Aus weisentzug

ent zur Folge. •

teurer sind als Verbrennungsmotoren.

deutlichen Bruch im Ver-

URS-PETER

Wieso kann der Bund hier nicht zusätzlich

aktiv werden, um die CO2-Senkung

ches Manöver zwinge

kehrsfluss bewirkt. Ein sol-

INDERBITZIN

nicht

März 2021 | touring 31


e-Bike-Strecken:

Einzigartige Routen & erfahrene e-Bike-Reiseleiter

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Wer mit dem e-Bike unterwegs ist, fährt nicht nur mit Strom, sondern immer mehr auch «mit dem

Strom»! Das e-Bike ist der grosse Mobilitäts-Megatrend der vergangenen Jahre und von unseren

Strassen nicht mehr wegzudenken. Mobiler trotz weniger Anstrengung, gesund und umweltfreundlich!

Die Vorteile des Elektrovelos kommen auf Reisen ganz besonders zum Tragen. Eine längere Etappe

oder eine Steigung? Dank Unterstützung des Elektromotors kein Problem. Gegenwind? Mit dem

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Gruppe? Kein Thema!

Nie zuvor hat Velofahren so viel Spass gemacht! Alles wird leichter, alles wird lockerer. Was bleibt

ist ein intensives und unvergessliches Reiseerlebnis! Gemütliche Tagesetappen mit viel Zeit für die

schönsten Erlebnisse und kulinarischen Köstlichkeiten am Wegesrand.

Es erwarten uns abwechslungsreiche

flache und hügelige Teilstücke, die

Sie je nach Lust & Laune mit mehr

oder weniger elektrischen Strom bewältigen

können. Die Etappen führen

vorwiegend auf Radwegen,

Wirtschaftswegen

und Nebenstrassen.

Etsch

Cavedine See

Arco

Gardasee

Meran

Nals

Kaltern

Etsch

6 Reisetage

4 e-Bike-Touren

Mori

197

km

Bozen

Salurn

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Trient

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25. - 30. Mai 2021

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Die Weinstrasse & der Kalterer See

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Wunderschönes Torbole am Gardasee

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Sonniges Südtirol

Mit Rückenwind zwischen Eisack, Etsch & Südtiroler Weinstrasse!

Fr. 1195.-

Von unserem beliebten und wunderschön gelegenen Hotel oberhalb des Kalterer Sees unternehmen

wir täglich herrliche E-Bike Touren in die wunderschöne Umgebung. Ohne grosse

Anstrengung erobern wir die Südtiroler Weinstrasse, fahren in die Landeshauptstadt Bozen,

wandeln auf Kaiserin Sissis Spuren in Meran, besuchen das Alpenjuwel Trient und geniessen am

Schluss die Sonne und ein feines Gelati am Gardasee!

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag, Dienstag – Anreise

Fahrt im modernen Reisebus ins Südtirol, wo wir in

unserem Hotel mit Traumsicht auf den Kalterer See

mit dem Nachtessen erwartet werden.

2. Tag, Mittwoch – Südtiroler Weinstrasse & Bozen

Nach dem Frühstück starten wir zu unserer ersten

E-Bike Tour. Vom Hotel aus geht es entlang der

Weinstrasse und der Etsch bis nach Bozen. Nach

einem Rundgang, auf dem wir die wichtigsten

Sehenswürdigkeiten entdecken, fahren wir weiter

und erreichen das eindrucksvolle Schloss Runkelstein,

welches wir besichtigen. Von hier radeln wir

entlang der Etsch und über den Kalterer See zurück

ins Hotel.

e-Bike Strecke: 50 km

3. Tag, Donnerstag – Meran und Kaiserin Sissi

Heute fahren wir nochmal kurz auf der Weinstrasse

und durch Apfelplantagen bis nach Meran. Die

stolze Stadt war einer der beliebten Zufluchtsorte

von Kaiserin Sissi, die hier viele Spuren hinterlassen

hat. Wir geniessen einen typischen Sissi-Kuchen

mit Cappuccino. Nach der Pause fahren wir die

schönen Sommerpromenaden ab und erreichen

den alten steinernen Steg und die Wasserfälle unter

der Zenoburg. Nach einer Rundfahrt durch die

„Perle Südtirols“ holt uns der Car ab.

e-Bike Strecke 52 km

4. Tag, Freitag – Nach Trient auf der Via Claudia

Augusta

Die heutige Strecke führt uns südlich auf die berühmte

Via Claudia Augusta. Die Strasse verläuft

herrlich entlang eines Flusses und durch Obstplantagen

bis nach Laghetti und Salurn. Das Gebiet

Königsberg ist bekannt für seinen leckeren Teroldego-

Wein, den wir bei einem Imbiss verkosten

werden. Wir radeln weiter über Lavis bis wir die

einzigartige Kunststadt Trient erreichen, wo genügend

Zeit zum Entspannen und Geniessen bleibt.

e-Bike Strecke: 60 km

5. Tag, Samstag – Abstecher zum Gardasee

Nach dem Frühstück bringt uns der Car nach Mori.

Hier beginnt der zauberhafte Radweg durch das

Biotop des ehemaligen Loppio Sees. Auf einer Nebenstrasse

geht es hinab nach Torbole am Gardasee.

Wir fahren am Sarca-Fluss entlang bis Arco,

dem ehemaligen Luftkurort. Hier spazieren wir

durch die malerische Altstadt und geniessen passend

ein leckeres Eis. Danach geht’s weiter durch

die Mondlandschaft der „Marocche“ Richtung Norden

bis zum Cavedine See. Unser Car bringt uns

von da zurück ins Hotel.

e-Bike-Stecke: 35 km

6. Tag, Sonntag – Heimreise

Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

Buchen Sie einfach unter Tel. 0848 00 77 66 oder www.e-Bike-tours.ch

Leistungen - Alles schon dabei!

• Reise im modernen Gössi-Car

• Transport der e-Bikes im professionellen Anhänger

• 5 Übernachtungen im Hotel Tannhof ***, Kaltern

• 5 x Frühstück im Hotel

• 5 x Nachtessen im Hotel

• Besichtigung Schloss Runkelstein

• Kuchen & Cappuccino in Meran

• Weinprobe im Königstein Gebiet

• Ein Gelati in Arco

• Interessante Stadtführungen in Verona & Brescia

• Weinprobe im Raum Gardasee

• Sämtliche e-Bike-Touren gemäss Programm

• Zwei erfahrene e-Bike-Reiseleiter während

sämtlichen Touren

• Gratis: Jeder Teilnehmer erhält ein e-Bike-tours.ch

Shirt geschenkt!

Unser Sonderpreis für Sie:

Preis pro Pers. im Doppelzimmer

im guten Mittelklassehotel

Fr. 1195.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar:

Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 120.-

Auf Wunsch: Miet-e-Bike: ab Fr. 30.- pro Tag

Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

(entfällt bei Online-Buchung)

Einsteigeorte: Horw, Bern & Spreitenbach


TECHNIK

VW ID.3 1ST MAX PRO POWER

Elektrisierendes

Familienauto

E Synchronmotor, 204 PS W22,0 kWh/100 km (Testdurchschnitt), Energieetikette A

V Reichweite: 264 km k Gewicht: 1953 kg (Testfahrzeug) P 0–100 km/h in 7,5 s L52 900 Fr.

Mit der ersten Umsetzung auf seiner Elektroplattform

bringt VW einen geräumigen Kompakten, der Familien

verführen wird. Ausserdem erweist sich der ID.3

als dynamisch und technologisch.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Glaubwürdiges Elektrofamilienauto

Angenehm zu fahren

Lebhaftes Fahrverhalten

Grosszügiges Platzangebot

Serienmässige Sicherheitsausrüstung

Schnelles Nachladen der Batterie

Sehr kleiner Wendekreis

34 touring | März 2021


Digitales

Ambiente auf dem

Armaturenbrett

Aerodynamisch

Das Design bevorzugt

eher praktische als

emotionale Aspekte

Praktisch, der drehbare

Gangwählschalter

am Lenkrad

Knappe Reichweite (58-kWh-Batterie)

A-Säulen schränken die Sicht ein

Geringe Nutzlast

Mässige Anmutung

Zuverlässigkeit der Schildererkennung

Relativ langsames Touchscreen-Tablet

Nur zwei Jahre Werksgarantie

TECHNISCHE DATEN

TESTFAHRZEUG

VW ID.3 1st Max Pro Power:

5 Türen, 5 Plätze, 52 900 Fr.

(Testfahrzeug: 53 560 Fr.); Varianten:

Pro, 145 PS, 58-kWh-

Batterie (35 850 Fr.), bis Pro S

Tour, 4 Plätze, 204 PS, 77-kWh-

Batterie (51 100 Fr.); Optionen

(Basis): Metallic-Farbe (660 Fr.),

Alufelgen (710 Fr.), Wärmepumpe

(1380 Fr.), Veloträger-

Aufhängevorrichtung (430 Fr.);

Garantien: 2 Jahre ab Werk,

8 Jahre / 160 000 km auf der

Batterie, 3 Jahre Mobilität,

12 Jahre Rostschutz (mit Auflagen)

Importeur: Amag Import AG,

6330 Cham, volkswagen.ch

TECHN. SPEZIFIKATIONEN

Motor: synchron, 204 PS,

310 Nm; 1-Gang-Getriebe,

Heckantrieb; Lithium-Ionen-

Batterie: 58 kWh; eingebautes

Ladegerät: 11 kW; Gewicht:

1953 kg (Testfahrzeug);

Gesamtgewicht 2260 kg;

Anhängelast: —

Radstand 277 cm

Länge 426 cm Breite 181 cm

Kofferraum: 385–1267 l

Reifen: 215/45 R20, min. 215/55 R18

70%

156 cm

Die Einvolumenform des VW

ID.3 lässt einen fast glauben,

dass man in die gute alte Zeit

der kompakten Minivans zurückversetzt

worden ist. Tatsächlich

sind die geneigten A-Säulen und der

fliehende Aufbau vor allem der Sorge

um Windschlüpfrigkeit geschuldet.

Parallel dazu wird die modulare Elektroplattform

durch einen langen Radstand

geprägt, sodass dieses Auto, das nicht

grösser ist als ein Golf, auf der hinteren

Sitzbank viel Platz für die Beine bietet.

Und sogar die Kapazität des Kofferraums

wird durch den Einbau des Elektromotors

an der Hinterachse nicht

wirklich eingeschränkt.

Das im Innenraum dominante, digitale

Ambiente prägt den VW ID.3. Der Fahrer

sieht sich einem Kombiinstrument mit

minimalistischen Informationen gegenüber.

Die meisten Befehle fallen einem

Zehnzolltablet mit Touchscreen zu. Bei

diesem 1st-Edition-Modell, das beim

TCS im Langstreckentest steht, werden

die Fahrerinformationen durch ein

Head-up-Display komplettiert, das die

Navigationssymbole in 3-D auf die Windschutzscheibe

projiziert. Diese Funktion,

die beim Herauskommen des ID.3 noch

nicht fertig war, wurde nachträglich

durch ein einfaches Software- Update

hinzugefügt.

Ruhe und Kraft

Der VW ID.3 erkennt die Ankunft des

Fahrers, der nur noch den Drehregler

des Getriebes betätigen muss, um zu

starten. Wie alle Elektroaggregate bietet

der Synchronmotor mit 204 PS ein ausgezeichnetes

Laufverhalten, sowohl in

der Stadt als auch auf der Autobahn.

Die sehr lineare Beschleunigung bietet

Werte, die nahe an einem GTI liegen.

Das Ungestüm des Hecktrieblers wird

durch ein ESP gehörig eingebremst, das

Ansätze von Übersteuern prompt zügelt.

Das Fahrverhalten ist hingegen eher

dynamisch als sportlich, auch angesichts

der zwei Tonnen des Gerätes. Mit

der 58-Wattstunden-Batterie beträgt

die Reichweite dieser Version weniger

als 300 Kilometer. Das heisst, dass das

Elf-Kilowatt-Bordladegerät und die

Möglichkeit, an Schnellladern nachzuladen,

willkommen sind. Für einen

grösseren Aktionsradius entscheidet

man sich für die Modelle mit 77 Wattstunden.

Zu einem Preis unter dem

eines Golf GTI bietet der VW ID.3 eine

umfassende Ausstattung. •


März 2021 | touring 35


FAHRDYNAMIK

Beschleunigung (0–100 km/h): 7,5 s

Elastizität

60–100 km/h (Fahrstufe D): 3,9 s

80–100 km/h (Fahrstufe D): 2,2 s

Wendekreis:

10,4 m

Bremsweg (100–0 km/h): 40,9 m

Innenlärm

60 km/h: 57 dB(A)

120 km/h: 64 dB(A)

TCS-EXKLUSIV

SERVICEKOSTEN

Wartung (km / Mte) Stunden Kosten (Fr.) 1

30 000/24 3,4 613.–

60 000/48 3,4 613.–

Gesamtkosten Wartung 180 000 km:

15 000 km/Jahr 20,4 3678.–

1 Inklusive Servicematerial.

BETRIEBSKOSTEN

km/Jahr Rp./km Fr./Monat

feste variable

15 000 73 669.– 248.–

30 000 47 669.– 497.–

Stundenansatz für TCS-Berechnung:

145 Fr. (BFS)

TCS AUTOVERSICHERUNG

TCS MoBe: Andrea Scuderi

Jahresprämie 2 : 797.–

2

Offertbeispiel für 36-jähriges TCS-Mitglied,

wohnhaft in Bern, Haftpflicht inkl. Vollkasko,

Jahreskilometerleistung 10 000 km, Tiefgarage,

Jahresprämie exkl. Abgaben.

VW ID.3 1st Max Pro im Detail

KAROSSERIE

Die flüssige Einvolumenform passt gut

zur Bestimmung dieses kompakten Familienautos.

Die leicht erreichbare Sitzbank

bietet auf dem völlig flachen Boden viel

Platz. Die Kapazität des Kofferraums

ist zwar nicht riesig, kann aber durch Absenken

des herausnehmbaren Bodens

vergrössert werden.

INNENRAUM

Das Armaturenbrett wird vom grossen

Tablet dominiert, das mit dem minimalistischen

Kombiinstrument kontrastiert.

Schade, dass die Funktion ziemlich langsam

ist. Das Ganze wird durch ein Headup-Display

mit virtueller Realität vervollständigt,

welches grosse Symbole auf die

Windschutzscheibe projiziert.

KOMFORT

Der ausgezeichnete Geräuschpegel,

die zuvorkommende Federung und die

einladenden Sitze sorgen für guten

Fahrkomfort.

Geräumig, die sehr familienfreundliche Bank

Der Kofferraum mit Staufach unter dem Boden

Das schwarze Dach wird

durch einen grossen Spoiler

und LED-Lichter betont

NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND

Zyklus Mix

Werk WLTP 19,4 kWh/100 km

CO2-Emissionen (WLTP): 0 g/km

CO2, Schweizer Durchschnitt: 169 g/km

Energieetikette (A–G):

A

TESTVERBRAUCH

22,0 kWh/100 km Reichweite 264 km

Batteriekapazität:

58 kWh

Video

zum Test

tcs.ch/

videoportal

PREIS / LEISTUNG

Es gibt nur wenig Optionen. Die Ausrüstung

hängt von den neun zur Wahl

stehenden Ausstattungsniveaus ab. Navigationssystem,

vorausschauender ACC-

Regler und LED-Scheinwerfer werden ab

dem zweiten Niveau geliefert. Bescheidene

Unterhaltskosten. Auf zwei Jahre

beschränkte Werksgarantie.

FAHREIGENSCHAFTEN

Wegen einer ausgewogenen Gewichtsverteilung

und einem tiefen Schwerpunkt

ist das Fahrverhalten sicher und relativ

agil. Der vom ESP gut im Zaum gehaltene

Hecktriebler zeichnet sich durch das

Fehlen von Drehmomenteinflüssen am

Lenkrad und einen superkleinen Wendekreis

aus.

MOTOR / ANTRIEB

Das Elektroaggregat mit 204 PS liefert

beinahe sportliche Beschleunigung. Man

schätzt das allgegenwärtige Drehmoment

und den nachdrücklichen Durchzug.

Der drehbare Schalthebel ist in der

Verlängerung der Instrumente montiert.

VERBRAUCH

Mit einer 58-Wattstunden-Batterie ausgerüstet,

zeigt das Modell eine ziemlich

eingeschränkte Reichweite. Beim Fahren

im Winter hat es kaum 250 Kikometer

überschritten. Anständiger Durchschnittsverbrauch

(22 kWh/100 km).

SICHERHEIT

Zahlreiche Assistenten sind serienmässig.

Das Head-up-Display mit virtueller

Realität ist innovativ. Schade, dass es der

Schildererkennung an Zuverlässigkeit

mangelt. Lange Bremswege (nasse

Fahrbahn).

CREDITS: mit freundlicher Genehmigung der Scott Sports SA, Givisiez

36 touring | März 2021


TECHNIK

Im Vergleich: zwei Elektro-SUV,

die es in sich haben

Neben den traditionellen Limousinen wie dem VW ID.3 werden

vermehrt auch elektrische SUV angeboten. Sie eignen sich gut

zur Aufnahme voluminöser Batteriepakete.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN

Mercedes-Benz EQA

VW ID.4

Eng vom SUV GLA abgeleitet, ist der Mercedes-Benz EQA

das erste kompakte Elektrofahrzeug der Marke. Um fünf

Zentimeter verlängert, unterscheidet er sich im Wesentlichen

durch ein imposantes, im Unterboden untergebrachtes

Batteriepaket vom Cousin mit Verbrenner. Anfänglich wird

dieses Fahrzeug als 190-PS-Version mit Frontantrieb angeboten.

In der Folge werden sich die Leistungen bis auf mehr

als 270 PS erstrecken, und der Einbau eines zweiten Elek tromotors

auf der Hinterachse wird für Allradantrieb sorgen.

Die Bodenfreiheit von 20 Zentimetern ist respektabel.

Zu erkennen ist der Elektro-SUV an seinem Kühlergrill, der

aus einer schwarzen Platte besteht – das Unterscheidungsmerkmal

der EQ-Reihe. Bis auf ein von hinten beleuchtetes

Einfassband bleibt der EQA innen nahe beim GLA. So gibt es

das Tablet, das Instrumente und Touchscreen vereint. Wegen

der Batterie ist die Sitzbank hinten niedrig, und die Kofferraumkapazität

verliert 95 Liter. Der 190-PS-Motor liefert

solide, sehr progressive Beschleunigung. Verschiedene Rekuperationsmodi

gehen sparsam mit der Reichweite um.

Das Fahrverhalten zeichnet sich durch sanftes Rollen aus.

Diese SUV-Version, die auf der elektrischen Plattform der

Volkswagen-Gruppe basiert, teilt viele Elemente mit der Limousine

ID.3. Etwa die Navigationsanzeigen, die als Virtual

Reality auf der Windschutzscheibe erscheinen. Das Design

des ID.4 ist stylish schlicht. Seine digitalen Instrumente sind

identisch mit denen des ID.3. Der SUV mit 16 Zentimetern

Bodenfreiheit bietet einen geräumigen Innenraum mit flachem

Boden ohne Mitteltunnel. Ein Kofferraum mit gutem

Volumen vervollständigt dieses Familienfahrzeug.

Die Palette, die drei Motorisierungen und zwei Batterieniveaus

umfasst, wird im Sommer um eine 4×4-Version mit

306 PS bereichert. Bei den Standardmodellen ist der Motor

hinten eingebaut. Das erklärt auch den minimalen Wendekreis

(10,2 m). Der in der 204-PS-Version getestete ID.4

erweist sich als dynamisch, aber nicht sportlich. Die an die

Hinterräder übertragene Leistung wird vom ESP ordnungsgemäss

kanalisiert. Die Strassenlage profitiert von einer

ausgewogenen Gewichtsverteilung. Die Ausrüstung kann

um einen adaptiven Regler mit vorausschauender Funktion

und um Matrixscheinwerfer ergänzt werden. ◆

FOTOS ZVG

Marke / Modell Mercedes-Benz EQA 250 VW ID.4

Kategorie Kompakt-SUV Kompakt-SUV

Länge / Breite / Höhe 4,46 / 1,83 / 1,62 m 4,58 / 1,85 / 1,61 m

Kofferraumvolumen 340–1320 l 543–1575 l

Motor 190 PS, asynchron 148 / 170 / 204 PS, synchron

Maximales Drehmoment 375 Nm 220 / 310 Nm

Schaltgetriebe / Antrieb 1-Gang-Getriebe / Frontantrieb 1-Gang-Getriebe / Heckantrieb

Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 8,9 s 10,9 / 9,0 / 8,5 s

Kapazität der Lithium-Ionen-Batterie 66,5 kWh (netto) 52 / 77 kWh (netto)

Verbrauch (WLTP) 17,7 kWh/100 km 22 kWh/100 km (204 PS)

Reichweite (WLTP) 426 km 348 / 522 km

Eingebautes Ladegerät, Ladeleistung CCS, 11 kW + 100 kW CCS, 7,2 / 11 kW + 50 / 125 kW

Dauer der Schnellladung 30 Min. (10–80%) 38 Min. (5–80%, 204 PS)

Preis weniger als 50 000 Fr. ca. 39 000 bis 64 000 Fr.

Verfügbarkeit Anfang März ab Ende März

März 2021 | touring 37


Zwei, die man

Verhältnis Preis–Ausstattung

Cross-over mit zugkräftigem Design

Temperament des Motors / reaktionsschnelles

Getriebe

Dynamisches Fahrverhalten

Schluckvermögen der geregelten

Aufhängung

Geräumige Rückbank

Serienmässige Assistenten

Relativ hoher Verbrauch

Wenig fortgeschrittene Digitalisierung

Übervorsichtiges Antikollisionssystem

Keine Gratiswartung

Elegant, das geneigte Heck wird von den

L-förmigen LED-Leuchten durchzogen

CADILLAC XT4 350T AWD SPORT

Die US-Marke will mit dem SUV XT4 wieder in Europa Fuss fassen.

Was er bietet: gutes Design und souveränes Fahrverhalten.

TEXT UND FOTOS MARC-OLIVIER HERREN

Das Styling dieses «cross-overisierten»

SUV, das jungen Designern

anvertraut wurde, wird

Liebhaber von straffen Linien

entzücken, während ihm das geneigte

Heck einen Hauch von Kompaktheit

verleiht. Das spitz zulaufende und grosszügig

geschäumte Armaturenbrett

bestätigt, dass der Cadillac XT4 ein

Premium-Fahrzeug ist. In den USA seit

zwei Jahren auf dem Markt, verrät er

sein Alter etwas, wenn man ihn nach

den grossen analogen Instrumenten

und dem auf acht Zoll beschränkten

Touchscreen beurteilt. Es gibt aber keinen

Grund, zu klagen, denn die Instrumente

erweisen sich als funktionell und

werden durch ein gut dimensioniertes

Head-up-Display vervollständigt.

Das Lederinterieur der Version Sport bietet

auf der Sitzbank viel Beinfreiheit und

schon ab der Basisversion beheizbare

Sitze. Ja, der Cadillac XT4 ist reichhaltig

ausgerüstet. Das Modell Sport besitzt

belüftete Vordersitze und zig Assis ten ten

wie eine effiziente Querverkehrs warnung

hinten. Leider begrenzt ein platzraubendes

Staufach unter dem Boden

das Kofferraumvolumen.

Als Zeichen der Zeit begnügt sich der

Cross-over mit einem Vierzylinder-Zweiliter.

Der von einem Twin-Scroll-Turbo

aufgeladene Motor ist fügsam und energisch

zugleich. Die Drehzahl schiesst bis

gegen 5800 U/min hoch, unterstützt

vom sehr reaktionsschnellen Neunganggetriebe.

Trotz einem System zur Zylinderabschaltung

und einem Differenzial

mit Doppelkupplung, das den Allradantrieb

auskuppelt, ist das kräftige Aggregat

nicht sehr sparsam. Das verhindert

nicht, dass der 4×4-Antrieb (vier wählbare

Modi), zusammen mit der adaptiven

Federung zur Stabilität beiträgt.

Seitenneigung in Haarnadelkurven –

Fehlanzeige! Die gute Federung bringt

viel Fahrkomfort auf der Autobahn. Und

zwei Tonnen ziehen kann er auch. •

GM ELEKTRISIERT

Wo nun auch General

Motors sein elektrisches

Coming-out angekündigt

hat, ist der Cadillac XT4 eine

Art letzter Mohikaner. Bis

2025 wird die GM-Gruppe

30 Elektromodelle herausbringen,

aufgeteilt auf ihre

vier Marken (Cadillac, GMC,

Chevrolet, Buick). Sogar

SUV und Pick-ups haben

darauf Anrecht. 27 Milliarden

Dollar investiert der

Konzern in Elektromobilität

und autonomes Fahren.

Markanter Look durch

prägnante LED-Scheinwerfer

und schwarz

lackierten Grill

N Länge: 4,59 m; Kofferraum: 637 l E2-l-Turbobenziner, 230 PS, 350 Nm; automatisches 9-Gang-

Getriebe, 4×4; 0–100 km/h in 8,3 s; Testverbrauch: 9,8 l/100 km; Reichweite: 629 km L 57 150 Fr.

38 touring | März 2021


TECHNIK

sich merken sollte

HYUNDAI TUCSON 1.6 T-GDI HEV VERTEX 4WD

In der vierten Auflage des Tucson bietet gerade die Hybridversion

eine gute Balance zwischen Komfort und Fahrleistungen.

Im Lauf der Generationen ist das Design

dieses SUV immer stärker geworden

und präsentiert sich jetzt ebenso

gewagt wie verführerisch. Das zeigt

etwa die im Kühlergrill versteckte Beleuchtung,

die den dynamischen Zügen

des Tucson einen futuristischen Touch

verleiht. Das schillernde Styling geht im

Innenraum weiter, wo im harmonisch

gerundeten Armaturenbrett digitale

Instrumente integriert sind, die Knöpfe

auf das Minimum reduzieren.

Man gewöhnt sich rasch daran, unterstützt

von intelligenter Sprachsteuerung

und bester Vernetzung. Bei der aus

gros sen Knöpfen bestehenden Getriebebedienung

ist das etwas weniger der

Fall. Zum Glück wird jedes Manöver mit

einem akustischen Signal quittiert. Als

guter Hybrid fährt der Tucson HEV im

elektrischen Modus an, der rasch vom

Vierzylinderturbo verdrängt wird. Der

Zusammenschluss der zwei Motoren ist

sehr harmonisch und liefert kräftigen

Speziell Die Tagfahrleuchten

sind im

Kühlergrill versteckt

Durchzug beim kleinsten Druck aufs

Gaspedal. Bei Vollgas gibt sich der

1,6-Liter ziemlich lautstark, während

die Beschleunigung solide, aber nicht

wirklich sportlich ist. Eine gemässigte

Fahrweise ist zu bevorzugen, was lange

Abschnitte im elektrischen Modus zulässt.

Sparsam im Agglomerationsverkehr,

ist der Tucson bei Autobahntempo

eher gefrässig. So kam es zu 8,9 Liter

pro 100 Kilometer im Test.

Aber dann handelt es sich auch um einen

Allradler. So besitzt der Tucson einen

Geländemodus und eine Bergabfahrhilfe.

Sein geregeltes Fahrwerk hat das Wanken

im Griff und sorgt für gutes Schluckvermögen.

Ein bisschen schwerfällig,

glänzt dieser echte Kompakt-SUV mit

sanftem Fahrgefühl und Vielseitigkeit

(Anhängelast 1650 kg). Die Sitzbank mit

verstellbaren Lehnen bietet viel Platz für

die Beine. Und die Ausstattung ist fürstlich:

Dreizonen-Klimaanlage, belüftete

Sitze … Wer bietet mehr? •

Spezielles Styling / Lichtsignatur

Verbrauch im Stadtverkehr

Vielseitiger Hybrid-SUV

Reiche Serienausstattung

Neuartige Fahrassistenten

Grosszügiges Platzangebot hinten

Garantieleistungen

Verbrauch auf der Autobahn

Gemächliches Fahrverhalten

Gewicht

Langsames Automatikgetriebe

Ziemlich grosser Wendekreis

Der Totwinkelassistent zeigt sich nähernde

Fahrzeuge auf dem Informationsdisplay

BESTENS

ABGESICHERT

Der Tucson Vertex hat alle

aktuellen Assistenten an

Bord, sogar einen Parkassistenten

mit Fernsteuerung

über den Schlüssel.

Stets höchst hilfreich ist

der Totwinkelassistent, der

anzeigt, was sich seitlich

vom Auto tut, sobald der

Blinker betätigt wird. Eine

weitere willkommene Hilfe

ist der Ausstiegswarner,

der ertönt, wenn sich ein

Fahrzeug nähert und ein

Insasse gerade dabei ist

auszusteigen.

N Länge: 4,50 m; Kofferraum: 616 l E1,6-l-Benziner, 180 PS, synchron 60 PS, kumuliert 230 PS, 350 Nm;

autom. 6-Gang-Getriebe, 4×4; 0–100 km/h: 8,3 s; Testverbr.: 8,9 l/100 km; Reichweite: 584 km L 51 000 Fr.

März 2021 | touring 39


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TECHNIK

HYUNDAI I20 1.0 T-GDI VERTEX

Kleines Multitalent aus Korea

Der Hyundai i20 ist über Generationen gereift. Diese dritte Ausgabe

fährt sich gut, ist schick und bestens ausgestattet, was sich auszahlt.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN

B

eim Schliessen der

hinteren Türen ertönt

nur ein gedämpftes

Geräusch. Blechern

war gestern. Schon allein

dieses Detail unterstreicht

den Fortschritt des koreanischen

Kleinwagens, der übrigens

in der Türkei hergestellt

wird. Dieser positive Eindruck

wird durch die scharfe,

kantige Linienführung der

Karosserie noch verstärkt.

Auch die um drei Zentimeter

breitere Karosserie und das

abgesenkte Dach verhelfen

diesem reinen Stadtauto zu

mehr Präsenz.

Digitales Ambiente

Der Innenraum ist wenig

überraschend mit Hartkunststoffen

ausgekleidet, was

aber nicht billig wirkt. Beim

Modell Vertex wird diese

Nüchternheit durch die vollständige

Digitalisierung aufgewertet.

Das Kombiinstru-

ment mit zwei Skalen und

der gut ins Armaturenbrett

integrierte 10,25-Zoll-Touchscreen

würden in ein Oberklasseauto

passen. Dieses

Paket bietet eine Fülle an Informationen,

fast zu viel.

Der i20 ist

ausserdem

mit einem

komfortablen,

fortschrittlichen

Sprachsteuerungssystem

und

einer App ausgestattet,

die

den i20 fernsteuern lässt.

Die breiten, bequemen Vordersitze

und der moderate

Geräuschpegel machen Autobahnfahrten

sehr angenehm,

während die Rückbank die

beste Beinfreiheit in dieser

Fahrzeugklasse bietet. Das

gilt nicht für den Kofferraum,

dessen Volumen in der

Mildhybridversion, bedingt

durch die 48-Volt- Batterie,

im Vergleich mit der Konkurrenz

ziemlich klein ausfällt.

Der 1,0-Liter,

unterstützt

von einem

Startergenerator,

ist kein

Beispiel an

Sparsamkeit.

Aber diese

Technologie

sorgt für ein

angenehmeres

Fahrerlebnis.

Der eh schon unauffällige,

vibrationsarme Dreizylinder -

turbo ist im städtischen Gebiet

sehr gutmütig. Das Doppelkupplungsgetriebe

mit sieben

Gängen und flüssiger Schaltung

rundet das Paket ab.

Sportlich ist der i20 nicht, sondern

mit seinen 120 PS eher

bodenständig. Er vermittelt

Attraktiveres Design

Regelung Motor/Getriebe

Raumangebot hinten

Grosszügige Ausstattung

Alle Assistenzsysteme Serie

Verkleinerter Kofferraum

Verbrauchsdurchschnitt

Hohe Preise

ein sicheres Fahrgefühl, das

nicht zu Übermut verleitet.

Während die Basismodelle

schon gut ausgestattet sind,

überbietet die Version Vertex

die Serienausstattung, gar

mit beheizbaren Rück sitzen,

was seinen Preis hat. •

MAXIMALE

ASSISTENZ

Der Hyundai i20 Vertex ist

das perfekte Beispiel für

den allgemeinen Zugang zu

Assistenzsystemen. Noch

vor zwei Jahren wären ein

Dutzend Fahrhilfen – dazu

serienmässig – in einem

Kleinwagen unvorstellbar

gewesen. So ist die Spurhaltehilfe

bestimmend,

aber nicht zu nervös. Auch

das Antikollisions system

beim rückwärts Einparken

hat sich bewährt, da es bei

Annäherung an Fussgänger

oder Hindernisse die

automatische Bremsung

aktiviert.

N Länge: 4,04 m; Kofferraum: 262 l E1,0-l-Turbobenziner, 120 PS, 200 Nm; 7-Gang-DCT;

0–100 km/h in 10,3 s; Testverbrauch: 6,6 l/100 km; Reichweite: 606 km L 31 700 Fr.

Guter adaptiver Tempomat

FOTOS ZVG

Charakterstark Ohne zu

übertreiben, zeigt sich

der Hyundai i20 mit einem

durchdachten Design

März 2021 | touring 41


Schützen Sie Ihre Daten, bevor etwas

passiert: TCS Internet-Schutzbrief.

Die Kriminalität im Internet ist seit Anfang des letzten Jahres rasant gestiegen.

Mit dem TCS Internet-Schutzbrief geniessen Sie den besten Schutz,

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TECHNIK

STROMER ST2

Stark in der Ebene

Die Neuauflage des Stromer ST2 besticht durch den wartungsarmen

Carbon-Riemenantrieb mit der Fünfgang-Nabenschaltung. In der

City und im Flachen macht das E-Bike eine gute Figur.

TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER

Der erste Eindruck

des neusten Wurfs

aus dem Haus Stromer,

die Neuauflage

des ST2, ist beeindruckend.

Ins Auge stechen der gut

verarbeitete Alurahmen in

königlichem Blau, die teilintegrierten

Kabel und

der wartungsarme Carbon-

Riemenantrieb mit Nabenschaltung.

Das sind die

wesentlichen Unterschiede

zum Vorgängermodell.

Kein Klettermax

Bestückt ist das S-Pedelec

mit dem Nabenmotor Cyro

Drive. Er hat eine Leistung

von 750 Watt und weist ein

Drehmoment von 40 Newtonmeter

auf. Wie von Stromer

nicht anders gewohnt, beschleunigt

der Antrieb linear

und harmoniert gut mit der

Fünfgangschaltung. Im flachen

Gelände und bei sanften

Steigungen kommt man

mit dem S-Pedelec gut voran

und ist schnell einmal auf

der Spitzengeschwindigkeit

von 45 km/h. Im Stadtverkehr

spielt die Nabenschaltung

ihren Vorteil aus, da im

Stand geschaltet werden

kann.

Am Berg hingegen wirkt das

neu aufgelegte ST2 etwas

träge, und ein paar Schaltstufen

mehr wären von Vorteil.

Hier ist eine gute Portion

Muskelkraft gefragt. Wie bei

Stromer üblich, kann die

Akkukapazität individuell

gewählt werden. Der beim

Testbike eingebaute 983-

Wattstunden-Akku bietet je

nach Unterstützungsstufe

eine Reichweite bis zu

180 Kilometern.

N Gewicht: 32 kg E Cyro Drive, 750 W / 40 Nm; 5-Gang-Nabenschaltung;

Akku: 983 Wh L ab 6255 Fr. (Launch Edition ab 7374 Fr.)

Sicher unterwegs

Die Rahmengeometrie begünstigt

bequemes und sportliches

Fahren. Das Bike fühlt

sich fahrstabil und agil an,

das, obschon es mit seinen

32 Kilogramm relativ schwer

ist. Dank der satten Reifen –

aufgezogen sind die von Vee

Tire für Stromer entwickelten

E-Gridlock mit der Dimension

27,5 Zoll – schluckt

das Bike Unebenheiten gut

weg. Zudem bieten die Reifen

in engen Kurven optimalen

Halt und Fahrsicherheit.

Keine Kompromisse hat der

Schweizer Hersteller bei den

Sicherheitselementen wie

den griffigen Bremsen oder

den Scheinwerfern gemacht.

Topkomponenten sind Standard.

Das im Oberrohr integrierte

Display ist gut ablesbar,

und auch die Menüführung

macht keine Probleme. Diverse

Parameter können einfach

den Fahrgewohnheiten

des Nutzers angepasst werden.

Die Vernetzung ist über

Bluetooth und 3G-Technologie

stets gewährleistet. Damit

können diverse Funktionen

wie GPS-Ortung abgerufen

werden. ◆

Nebst dem Display sind auch

die Kabel im Rahmen integriert

Hightech, gepaart

mit klaren Designlinien,

machen das ST2

zum Hingucker

Die Nabenschaltung und der Riemenantrieb

machen das ST2 aus

März 2021 | touring 43


Die TCS Mitgliedschaft

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DER TCS-EXPERTE

ULLSTEIN BILD – CARO/RUPERT OBERHÄUSER

Partikelfilter:

Was kostet ein Defekt?

REDAKTION TOURING

Vom Dieselmotor ausgestossene

Russpartikel werden im

Partikelfilter (DPF) zu mehr

als 90 Prozent ausgefiltert

und nachverbrannt. Muss der

Filter ersetzt werden, kann

dies je nach Marke und Modell

bis 3000 Franken kosten.

Wie funktioniert ein DPF?

Die Russpartikel im Abgas

werden an einer porösen Filterwand

festgehalten. Sie

sammeln sich im Filter an und

werden in regelmässigen Intervallen

nachverbrannt. Dazu

muss die Abgastemperatur

über die Russzündtemperatur

von etwa 550° Celsius gebracht

werden, sei es durch

geeignete Betriebsbedingungen

(erhöhte Motorlast) oder

durch zusätzliche Einspritzung

von Treibstoff. Bei dem

als «Regeneration» bezeichneten

Vorgang entsteht aus

dem Russ hauptsächlich Kohlendioxid

(CO2) und Wasserdampf.

Ein kleiner Rest bleibt

als Asche im Filter zurück.

Kann man die Lebensdauer

des DPF beeinflussen?

Ja. Diesel­PW sind Langstrecken­

und Arbeitsfahrzeuge.

Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb

füllt sich der DPF mit

Russ. Um Verstopfungen zu

vermeiden, erscheint bei

neueren Modellen eine Anzeige,

zum Beispiel «Abgasfilter

Füllgrenze erreicht.

Reinigungsfahrt jetzt.»

Heisst das: Mit dem Diesel

«Gassi» gehen?

Ja. In der Regel hilft eine sogenannte

«Regenerationsfahrt»

gemäss Bedienungsanleitung

mit erhöhter

Motorlast (auf Landstrasse

oder Autobahn). Es besteht

auch die Möglichkeit einer

Notregeneration in der Fachwerkstatt,

wenn durch normalen

Fahrbetrieb keine Regeneration

mehr möglich ist.

Treten defekte Partikelfilter

häufig auf?

Nein. Oft ist nicht der Filter

selber defekt, sondern Bauteile

in seinem Umfeld, etwa

Sensoren vor oder nach dem

Filter, Druckdifferenzregler

oder Einspritz düsen, welche

die Nachverbrennung der

Russpartikel einleiten.

Wie oft müssen Partikelfilter

ausgetauscht werden?

Bei älteren Modellen sind

konkrete Intervalle für

den Austausch des Partikelfilters

vorgegeben – oft

zwischen 120 000 und

Defekt Muss

der Partikelfilter ersetzt

werden, kann das

schnell ins Geld gehen

EMPFEHLUNGEN

▪ Häufiger Kurzstreckenbetrieb

kann die Regeneration

des Partikelfilters

beeinträchtigen, weil die

180 000 Kilometern. Bei neueren

Modellen lässt sich das notwendige Temperatur

Abgastemperatur nicht die

erreicht. Der Filter verstopft

oder nimmt Scha­

nicht pauschal beantworten.

Der Aschegehalt kann beim den.

Service durch Auslesen von

▪ Auch Reste von Motoren­

Messwerten ermittelt werden.

Ist der Filter verstopft,

öl sorgen für Rückstände

im Partikelfilter. Daher ist

muss er ersetzt werden.

es wichtig, die in der Bedienungsanleitung

vorgeschriebene

Ölqualität mit

Wie verhalten sich Partikelfilter

bei Benzinmotoren?

sogenannten Low­Ash­

Hier müssen weniger Partikel

gefiltert werden, und sie

Eigenschaften zu beachten.

erreichen schneller die erforderliche

Abgastemperatur für mehrere hundert Fran­

▪ Es gibt Betriebe, welche

für die Nachverbrennung. ken eine Partikelfilterreinigung

als Alternative

Probleme durch Russverstopfung

sind bisher nicht zum Ersatz anbieten. Den

bekannt. Nicht ausgeschlossen

ist, dass sich Partikelgung

verraten sie meistens

genauen Ablauf der Reinifilter

mit Laufleistungen ab nicht. Der Partikelfilter

200 000 Kilometern einmal muss ausgebaut und zur

mit Asche füllen und ersetzt Reinigung geschickt wer­

werden müssen. •

den. Das Auto ist nicht

verfügbar. Der TCS empfiehlt

deshalb diese Alternative

nicht.

ERICH SCHWIZER

Funktion:

Experte Mobilitätsberatung

Beruf:

Automobilingenieur

Alter:

56 Jahre

Kontakt:

tcs.ch/experte

März 2021 | touring 45


Vier Reise-Highlights aus dem neuen

Programm von e-Bike-tours.ch

Einzigartige Routen und erfahrene E-Bike-Reiseleiter, überschaubare Gruppen

und ausgezeichnete Hotels, Stadtführungen und kulinarischer Genuss,

top moderne Reisecars und Veloanhänger

Zauber der Provence

8.– 14. Mai 2021 (weitere Daten: 29. Mai–4. Juni;

9.–15. Oktober)

Unzählige Weinberge, alte Klöster, charmante Restaurants,

römische Bauwerke und der Duft von Lavendel in der Nase –

auf dieser E-Bike-Tour erleben Frankreich-Fans den Süden

von seiner schönsten Seite. Auf dem Programm stehen

unter anderem Orange, Châteauneuf-du-Pape, Avignon,

die Camargue, Arles, Nîmes und der Pont du Gard.

Ab 1795 Franken (pro Person im Doppelzimmer)

Von Prag nach Dresden

19.– 24. Juni 2021 (weitere Daten: 31. Juli–5. August)

Von Prag geht’s auf zwei Rädern die Moldau im Blick ins charmante

Mělník. Danach begeistert die Route längs des linken

Elbufers durch den Garten Böhmens, bevor die romantische

Landschaft des Elbsandsteingebirges auf tschechischer und

deutscher Seite in ihren Bann zieht. Die letzte Etappe führt

von Bad Schandau vorbei an der Festung Königstein und

Schloss Pillnitz nach Dresden.

Ab 1295 Franken (pro Person im Doppelzimmer)

Sonniges Südtirol

25.– 30. Mai 2021 (weitere Daten: 21.–26. September)

Vom hinreissend gelegenen Hotel oberhalb des Kalterer Sees

führen Tagesetappen in die schöne Umgebung: entlang der

Weinstrasse nach Bozen, ein Abstecher in die schon bei Kaiserin

Sisi beliebte Kurstadt Meran, eine Tour auf der Via Claudia

Augusta nach Trient und als krönender Abschluss eine Fahrt

durch herrliche Landschaft an den Gardasee, Gelato inbegriffen.

Ab 1195 Franken (pro Person im Doppelzimmer)

Zwei Räder und zehn Seen

4.– 10. Juli 2021 (weitere Daten: 25. September–1. Oktober)

Auf einer gemütlichen E-Bike-Tour durch das Salzkammergut

Österreich von seiner zauberhaftesten Seite kennenlernen.

Die Reise führt zu den zehn schönsten Seen der malerischen

Region, unter anderem zum Wolfgangsee, dem Mondsee und

dem Fuschlsee. Besuche in der berühmten Kaiserstadt Bad

Ischl, dem schönsten Seeort der Welt – Hallstatt – und am

Ende in Salzburg machen die Veloreise unvergesslich.

Ab 1695 Franken (pro Person im Doppelzimmer)

FOTOS ZVG

Buchen Sie einfach unter Tel. 0848 00 77 66

oder e-bike-tours.ch


FREIZEIT

Die Basteibrücke

ist eines der Wahrzeichen

der Sächsischen Schweiz

FOTOS TVSSW/DANIELA BEYER, MAIK RÄHDER

Eine Landschaft

nicht von dieser Welt

Die Sächsische Schweiz unweit von Dresden bezirzt mit bizarren

Felsformationen. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert ein Sehnsuchtsort

der Romantiker, hat sich das Gebiet bis heute seinen Reiz bewahrt.

TEXT JULIANE LUTZ

Er wanderte erstmals im

Sommer 1799 durch

die Region mit den

Sandsteinfelsen, verliebte

sich in sie und malte sie

oft. Mit Gemälden wie der

«Der Wanderer über dem Nebelmeer»

trug Caspar David

Friedrich zur Bekanntheit der

Sächsischen Schweiz bei und

machte sie zum Sehnsuchtsort

für viele. Ihren Namen haben

die im 18. Jahrhundert an

der Dresdner Kunstakademie

tätigen Maler Adrian Zingg

und Anton Graff geprägt. Der

eine kam aus St. Gallen, der

andere aus Winterthur. Hingerissen

waren sie von der

Schönheit des nahen Elbsandsteingebirges,

das sie

an ihre Heimat erinnerte.

Türme und Wälder

Spitze Felsentürme, düstere

Schluchten, massive Tafelberge,

nebelverhangene Wälder

und das liebliche Elbtal:

Heute locken Millionen Fotos

begeisterter Besucher auf

Ins tagram weitere Touristen

in diese Landschaft im Südosten

Sachsens an der tschechischen

Grenze, die nicht

Herkulessäulen

heissen die verwitterten

Felsnadeln

im oberen Bielatal

von dieser Welt scheint. Wer

schliesslich auf der berühmten

Basteibrücke steht und

den Blick ins Elbtal schweifen

lässt, wird demütig angesichts

all dieser Naturwunder. Nicht

weniger ergriffen macht die

Aussicht vom Kuhstall aus.

In diesem grossen Felsentor

sollen Bauern während des

Dreissigjährigen Krieges ihr

Vieh versteckt haben. Doch

nicht nur da, wo alle hinwollen,

fasziniert die 710 Quadratkilometer

grosse Region,

von der 93,5 Quadratkilometer

als Nationalpark ausgewiesen

sind. Wer im oberen

Bielatal die eindrucksvoll

verwitterten Herkulessäulen

sieht, auf dem historischen

Flössersteg entlang der Kirnitzsch

wandert oder die

Felsformationen von der Elbe

aus bestaunt, wird sich verlieben,

so wie damals Friedrich.

Am besten verlieren Besucher

keine Zeit, sondern marschieren

gleich los, denn 1200 Kilometer

Wanderwege könnten

bezwungen werden. Die beste

Jahreszeit für die Sächsische

Schweiz ist immer. Doch zwischen

Winter und Frühling

hat man die hinreissende

Landschaft etwas mehr für

sich als sonst. Kletterer kommen

im Sommer wieder,

denn diese Sportart wird hier

seit 150 Jahren betrieben.

Am freistehenden 381 Meter

hohen Falkenstein fing alles

an, und Freeclimbing soll hier

erfunden worden sein.

Auch die charmanten Orte

verdienen Beachtung. Pirna

mit dem mittelalterlichen

Stadtkern gilt als Tor zur

Sächsischen Schweiz. Vom

Kurort Bad Schandau fährt

mit der Kirnitzschtalbahn

seit 1898 das einzige Tram

Deutschlands durch ein Naturschutzgebiet,

und der Ortsteil

Schmilka gilt als «schönstes

Dorf» Sachsens. Dresden ist

von Bad Schandau nur 45 Zugminuten

entfernt – somit

lassen sich Aktiv­ und Kulturferien

ideal verbinden. •

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit

mit der Tourismus Marketing

Gesellschaft Sachsen.

Infos und Buchungen:

saechsische-schweiz.de

März 2021 | touring 47


Eine Schweiz gibt’s auch

an der Ostsee und in Franken

Als sich unser Land im 19. Jahrhundert zur beliebten Reisedestination zu

ent wickeln begann, wurden auch im Ausland landschaftlich schöne und

etwas hügelige Gebiete mit dem Zusatz Schweiz versehen. Davon gibt es über

100 höchst verschiedene allein in Deutschland.

TEXT JULIANE LUTZ

Der Grosse Eutiner See

ist einer von 150 Seen

in der Holsteinischen

Schweiz

Wer im nördlichen

Nachbarland

Schweizen entdecken

will, hat

die Qual der Wahl, denn es

gibt über 100 davon. Bierliebhabern

dürfte die Fränkische

Schweiz ein Begriff sein, da

die Mittelgebirgslandschaft

im Städtedreieck von Bayreuth,

Bamberg und Nürnberg

mit 69 familiengeführten

Bierherstellern die Region

mit den meisten Braue reien

in Deutschland ist. In Aufsess

allein sind vier Firmen angesiedelt,

die für ihren feinen

Gerstensaft bekannt sind.

Damit weist die 1400-Einwohner-Gemeinde

gar die

höchste Brauereidichte der

Welt auf und schaffte es ins

Guinness-Buch der Rekorde.

Aber nicht nur Spezialitäten

wie eine helle Lotte oder

ein dunkler Bock ziehen Besucher

an. Bei kleinen und

grossen Hobby- Speläologen

ist das Karstgebiet mit seinen

über 1000 Höhlen ebenfalls

sehr beliebt. Weitere Attraktionen

sind die 170 Burgen

und Ruinen sowie charmante

Städte und Dörfer mit alten

Fachwerkhäusern.

Seenreiche Schweiz

Einen Kontrast zum Süden

stellt die eher kühle Holsteinische

Schweiz dar, wie der

grösste Naturpark des nördlichsten

deutschen Bundeslandes

Schleswig-Holstein bezeichnet

wird. Das sanft

Pottenstein ist mit

Burg und idyllischer

Altstadt ein Juwel der

Fränkischen Schweiz

48 touring | März 2021


FREIZEIT

Europäische Seeadler

ziehen ihre Kreise

über der Calauer Schweiz

Die Blüte der Leberblümchen

ist eine Attraktion der

Amshausener Schweiz

FOTOS GEMEINDE STEINHAGEN, SIMON BLOCK, L. SPERLING/TI EUTIN,

TZ FRÄNKISCHE SCHWEIZE/TRYKOWSKI, ISTOCK

gewellte und bewaldete Land

liegt ungefähr zwischen Lübeck

und Kiel und reicht bis

an die Ostsee. Die Ferienregion

ist vor allem bekannt für

ihre über 150 Seen. Zu den

weiteren Anziehungspunkten

gehören die hübschen ehemaligen

Residenzstädte Eutin

und Plön mit ihren Schlössern.

Selbst wenn der Bungsberg

stolze 168 Meter hoch ist,

ergab sich hier die Bezeichnung

Schweiz weniger aufgrund

der landschaftlichen

Gegebenheiten, sondern aus

Marketinggründen, wie man

heute sagen würde. Ab Mitte

des 19. Jahrhunderts reiste,

wer es sich leisten konnte, an

den Genfersee, ins Berner

Oberland oder in die Zentralschweiz.

Deshalb bemühte

man sich anderswo ebenfalls

um den gewinnversprechenden

Zusatz Schweiz, wie etwa

im hohen Norden.

Lustige Schweiz

Wo die Calauer Schweiz genau

zu verorten ist, damit

dürften sich vermutlich auch

viele Deutsche schwertun.

Das Naturschutzgebiet liegt

am Rande des Spreewalds

im südlichen Brandenburg

und ist bekannt für Findlinge,

Moore, Quellen und Plinsdörfer,

in denen seit Jahrhunderten

Pfannkuchen aus

Buchweizen gebacken werden,

sogenannte Plinsen.

Aber auch Vogelfans zieht es

dorthin, denn die Chancen

stehen gut, europäische Seeadler

oder Pirole zu erspähen.

Mit Erhebungen bis zu

161 Metern hat die stark

bewaldete Calauer Schweiz

zumindest noch ein wenig

«Gebirgs charakter». Ach ja,

übrigens gilt die Kleinstadt

Calau als Heimat der Kalauer.

Blühende Schweiz

Wer Wacholderschnaps mag,

hat vielleicht schon das eine

oder andere Gläschen Steinhäger

gekippt. Der Brand

in der Flasche aus braunem

Steinzeug stammt aus Steinhagen.

Die Gemeinde liegt in

der hügeligen Amshausener

Schweiz zwischen Teutoburger

Wald und dem Naturschutzgebiet

Jakobsberg in

Westfalen. Letzteres wartet

zu Beginn jeden Frühjahrs

mit einem hinreissenden

Naturschauspiel auf, wenn

über eine Million Leberblümchen

einen blauen Blütenteppich

bilden. Es gibt jenseits

der Grenze also noch

viele reizvolle Schweizen zu

entdecken. •

Infos zu den Regionen:

frankentourismus.de

holsteinischeschweiz.de

ostsee-schleswig-holstein.de

niederlausitzer-landrueckennaturpark.de

teutoburgerwald.de

März 2021 | touring 49


Der Nordkette zu

Füssen liegt die Alpenstadt

Innsbruck

In der Direttissima vom

Museum auf die Nordkette

Innsbruck bietet Kultur und Natur im Überfluss. Eingerahmt von der Nordkette

und dem Patscherkofel ist die Alpenstadt idealer Ausgangspunkt für Outdooraktivitäten.

Vom Zentrum in die Berge ist es nur ein Katzensprung.

REPORTAGE FELIX MAURHOFER

Bei der Bergstation

Hafelekar hoch über

Innsbruck vollführen

Bergdohlen laut kreischend

ihre Luftakrobatik.

Eine Gruppe Wanderer zieht

los in Richtung Karwendelgebirge.

An der Nordkette

sind bereits Kletterer auszumachen,

die über die luftige

Höhen des Panoramaklettersteigs

«Hannes Gasser» erklimmen.

Die Nordkettenbahn

katapultiert Outdoorsportler

von Innsbruck in knapp einer

halben Stunde hinauf in die

Berge – eine Spielwiese für

Sportler zu Fuss, auf dem

Mountainbike, am Gleitschirm

oder Kletterseil. Die

Auswahl an attraktiven Wanderwegen,

die vorbei an

Almen hinunter in die Hauptstadt

Tirols führen, ist gross.

Die gesamte Region rund um

Innsbruck bietet viele Klettersteige

und ­gebiete. Ein besonderer

Leckerbissen ist der

sagenumwobene Klettersteig

durch die Zirler Martinswand

hinauf zur Kaiser­Max­Grotte.

Hier soll sich der Kaiser bei

der Gamsjagd verstiegen haben.

Die steile Wand ist aber

nur geübten Steiggehern zu

empfehlen.

Phänomenal ist

das Hochgrab

mit den Figuren

in der Hofkirche

50 touring | März 2021


FREIZEIT

Das Innufer lädt

zum Flanieren

und Staunen ein

Max’ Vermächtnis

Nach oder vor dem Sport

lohnt es sich, in der Innstadt

auf den Spuren der Habsburger

zu wandeln. Eine bedeutende

Figur war Kaiser

Maximilian I., der zwischen

1490 und 1519 durch Kriege,

Erbschaften und Heirat das

Fundament für das habsburgische

Weltreich und die Erweiterung

Tirols legte. Kaiser

Max, wie die Innsbrucker ihn

liebevoll nennen, residierte

teilweise hier und prägte die

Alpenstadt vom Goldenen

Dachl bis zum Zeughaus an

der Sill. Während die meisten

Touristengruppen sich

zwischen dem Triumphbogen,

dem Goldenen Dachl

und dem Swarovski­Laden

tummeln, finden die wenigsten

Zeit, das beeindruckende

Grabmal von Kaiser Max in

der Hofkirche zu besuchen.

Er sollte mit den 28 überlebensgros

sen Bronzestatuen,

18 Büsten und 23 kleineren

Statuen sowie dem Hochgrab

an den Ruhm der Habsburger

erinnern. Ironie der Geschichte

ist, dass Max nicht

in Innsbruck, sondern in

Wiener Neustadt beigesetzt

wurde und sein Enkel, Kaiser

Ferdinand I., 1553 den Bau

der Hofkirche und des Hochgrabs

in Angriff nahm. Die

Fertigstellung des Gesamtkunstwerks

dauerte nahezu

ein Jahrhundert. Übrigens

befindet sich auch das Grab

des Tiroler Volkshelden,

Andreas Hofer, in der Hofkirche.

Gleich daneben liegt das

einstige Franziskanerkloster,

wo das sehenswerte Tiroler

Volkskundemuseum untergebracht

ist. Hier gibt es alle

Facetten der Alttiroler Kultur

vom Luzifer aus dem Nikolausspiel

bis zu Stuben,

Trachten und monumentalen

Wachskrippen zu bestaunen.

Und wer noch immer nicht

genug von der Habsburger

Geschichte hat, quert ein­ →

Die futuristische

Nordkettenbahn hält

auch beim Alpenzoo

Farbige Häuserzeilen

prägen den Stadtteil

Sankt Nikolaus-

Mariahilf

März 2021 | touring 51


TCS Familien-Mitgliedschaft:

Auch bei ÖV-Ausfall

für Sie da.

Der ÖV lässt Sie im Stich und verhindert Ihre Weiterreise?

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FREIZEIT

Die Sightseer-Tour

hält auch beim

Tirol- Panorama

GUT ZU WISSEN

Hotel: Grauer Bär, Doppelzimmer

ab 140 Euro,

grauer-baer.at

Innsbruck Card: Ab zwei

Übernachtungen gibt es

diese Gästekarte gratis. Sie

ist der Freipass für Museen,

ÖV, Bergbahnen und mehr.

Essen – Restaurants mit besonderem

Flair: restaurantlichtblick.at;

diewilderin.at;

lamm-innsbruck.at

Literatur: «Innsbruck abseits

der Pfade» von Bernd

Schuchter, braumueller.at

Covid-19: Da sich die Lage

ständig ändert, sind manche

der beschriebenen Reisen

zu einem späteren Zeitpunkt

sinnvoller.

fach den Rennweg und steht

vor der Hofburg. Zu besichtigen

gibt es auf einem Rundgang

die kaiserlichen Räume.

Beeindruckend ist der Riesensaal

mit seinen zahlreichen

Fresken.

Aussen herum

Innsbruck hat kulturell aber

weit mehr als die Altstadt zu

bieten. Um davon einen Eindruck

zu erhalten, lohnt es

sich, einen Bus der Sightseer-

Tour zu besteigen. Auf der

über einer Stunde langen

Fahrt in und um Innsbruck

kann man jederzeit ein- und

aussteigen. Sie führt auf der

18 Kilometer langen Strecke

zu 28 Sehenswürdigkeiten

von der Altstadt zum Saggen-

Quartier, zur Olympiaworld,

dem Tirol-Panorama oder zur

Glockengiesserei Grassmayr.

Alles mit treffenden Beschreibungen

und Kommentaren

aus dem Kopfhörer. Eines ist

klar, in Innsbruck kommt nie

Langeweile auf: Kultur und

Sport stehen hier in attraktiver

Koexistenz. •

Diese Reise wurde durch Innsbruck

Tourismus ermöglicht.

innsbruck.info

Verliebt in die Innenhöfe

Stadtführerin Antonella Placheta ist

durch und durch Innsbruckerin. Ihr

Stadtwissen ist schier unerschöpflich,

und sie öffnet Fremden den Blick fürs

Aussergewöhnliche.

Was macht Innsbruck aus?

Antonella Placheta: Für

mich sind es einerseits

die kulturelle und historische

Vielfalt und

andererseits die Nähe

zu den Bergen, welche

die Städter zum Sporttreiben

animiert.

Heinrich Heine bezeichnete

die Tiroler

als geistesbeschränkt.

Hatte er recht?

Na ja, er besuchte 1828

die Innstadt, was eine

Weile her ist. Doch wir

sind schon ein bisschen

stur und selbstverliebt,

doch auch gemütlich und durchaus

gastfreundlich.

Was darf man in Innsbruck keinesfalls

verpassen?

Ein Besuch des ursprünglichen Stadtteils

Sankt Nikolaus-Mariahilf mit seinen

schönen Innenhöfen,

den farbigen

Häuserzeilen und den

urigen Beizen ist ein

Muss. Ausserhalb der

Altstadt zeige ich gerne

die Villen im Saggen-

Quartier aus der Gründerzeit

oder das Stift

Wilten mit der schönen

Basilika.

Und wo gehen Sie

abends aus?

Ich mag das Kulturzentrum

Treibhaus mit seiner

Vielfalt von Lesungen

bis Jazzkonzerten

oder das Kellertheater, wo die zeitgenössischen

Theaterstücke gespielt werden.

Welche Bücher würden Sie zu

Innsbruck empfehlen?

Da ist die Auswahl in der Tat gross. Ich

würde mich in der Tyrolia-Bücherei an

der Maria-Theresien-Strasse umsehen.

Was macht Ihren Beruf aus?

Ich mag es, Gästen meine Heimat in

allen Facetten zu zeigen und mit den

Leuten zu interagieren und sie auch mit

Ungewöhnlichem zu überraschen. Der

Beruf als Austria Guide ist abwechslungsreich.

Ich biete spezielle Themenoder

auch Kostümführungen an. Zudem

bin ich im ganzen Tirol und auch in

Salzburg oder Wien unterwegs.

Zur Person: Die studierte Historikerin Antonella

Placheta ist seit 20 Jahren Fremdenführerin. Sie

ist auch Sängerin in der Jazzband Antonella &

The Hot House.

März 2021 | touring 53


Wer genug hat vom kühlen

Wintergrau, für den gibt es

nichts Besseres als einen

baldigen Abstecher ins sonnige

Tessin, wo der Frühling überall

spürbar ist. Noch eine Art Geheimtipp

ist der Naturpark Monte Caslano, der

600 Pflanzenarten Raum bietet, deren

Farbenpracht bereits früh im Jahr das

Auge erfreut. Im März sind das Massen

von wilden weissen und roséfarbenen

Christrosen und blauen Leberblümchen.

Wer mehr wissen will, zwölf Tafeln

liefern auf dem Naturlehrpfad Informationen

zur interessanten Geologie, Flora

und Fauna. Ein weiterer Grund, den

500 Meter hohen Hügel zu besteigen,

ist die Aussicht auf die Buchten von

Caslano und Agno bis nach Italien.

Ausgangs- und Endpunkt ist das Dorf

Caslano, das gut mit Schiff und Zug

ab Lugano erreichbar ist.

Eine weitere schöne, etwa zehn Kilometer

lange Wanderung führt vom

Monte San Salvatore nach Morcote

hinab. Ein erster Höhepunkt ist das hinreissende

kleine Carona, das über Jahrhunderte

für seine Künstlerfamilien bekannt

war. Die Piazza ziert ein Brunnen

von Meret Oppenheim, die zeitweise in

Die Kamelienblüte

lockt ab April Besucher

in den Parco Scherrer

Frühlingsauftakt

am Luganersee

Grau und kalt war es lange genug. Wie wäre es mit einer kleinen

Auszeit im Tessin, wo der Frühling schon begonnen hat.

Bei Wanderungen am Luganersee gibt es eine farbenprächtige

Pflanzenwelt und hinreissende Architektur zu entdecken.

TEXT JULIANE LUTZ

Die Kirche Santa

Maria del Sasso ist

das Wahrzeichen

des Dorfes

Morcote ist immer

schön, aber ganz

besonders reizvoll

im Frühjahr

54 touring | März 2021


FREIZEIT

Für seine Azaleen

ist der botanische

Garten bei Carona

sehr bekannt

Jubiläums-

Hotelrabatte

für TCS-Mitglieder

Wer in den

folgenden

Häusern bucht,

erhält 3 Nächte

für den Preis

von 2.

FOTOS ZVG

Blick vom Parco San Grato

Richtung Carona und Monte

San Salvatore (links) sowie

Luganersee und Monte Bré

der Casa Constanza lebte. Beim Gang

durch die Gassen lohnt sich ein Blick auf

die prächtigen Häuser. Der nahe Parco

San Grato ist für seine Azaleen und

Rhododenren bekannt, die im April und

Mai in voller Blüte stehen.

In Morcote zeigt sich das Tessin wie aus

dem Bilderbuch. Die imposante Wallfahrtskirche

Santa Maria del Sasso

thront über dem früheren Fischerdorf

mit den verwinkelten Gassen. Am Seeufer

wechseln sich Palazzi mit einfacheren

Gebäuden ab. Die Arkaden dort sind

ein beliebtes Fotomotiv. 2016 wurde

Morcote zum schönsten Dorf der

Schweiz gewählt. Vielleicht lohnt es

sich, bis April zu warten, dann ist der

Parco Scherrer wieder geöffnet. Der

St. Galler Textilunternehmer Arthur

Scherrer legte in den 1930er­Jahren in

Morcote sein ganz persönliches Landschaftsparadies

an, bestehend aus

orien talischen und Mittelmeergärten.

Bauwerke wie Tempel oder ein Teehaus

tragen zum exotischen Zauber bei.

Wenn im April dann dort die Kamelien

und Veilchen blühen, verfliegt auch

der letzte Rest von Winterblues. •

Infos: luganoregion.com, ticino.ch

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moderner Komfort, Gartenterrasse,

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Lugano-Vico Morcote:

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grandiosem Alpenpanorama,

erstklassiger Service

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(ausser 2.–5.4.2021)

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Tresa:

direkte Seelage, Zimmer mit

Seeblick und Balkon, sehr gute

regionale Küche

Angebot: 1.3.–30.4.2021

(ausser: 26.–28.3. und

2.–4.4.2021)

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schöne Lage inmitten der

Natur des Monte San Giorgio,

wunderbare Seesicht, Spa

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März 2021 | touring 55


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Zelten bei Kälte: Das

müssen Sie beachten

TEXT SANDRA EGLI

Ab welchen Temperaturen ist

Zelten im Winter nicht mehr

zu empfehlen?

Martin Walliser: Ob bei tiefen

Temperaturen gezeltet werden

kann, hängt in erster Linie von

der Erfahrung und der Ausrüstung

ab. In diesem Sinne kann

keine Empfehlung gemacht werden,

ausser dass man sich selber

und die Ausrüstung in keinem

Fall überschätzen soll. Wenn

alles stimmt, kann problemlos

auch bei Temperaturen unter

0° Celsius gezeltet werden. Wichtig

ist es, sich so gut wie möglich

trocken zu halten und den Wärmeverlust

zu minimieren.

Wie verhindert man, dass man

in der Nacht friert?

Eine genügende Kalorien- und

GESUNDHEIT

Spiele und Gewinne

mitzunehmen, diese sind im Allgemeinen

gut verdaulich, und

die Energie steht schnell zur Verfügung.

Eiweiss- und fetthaltige

mit TCS!

Lebensmittel haben natürlich

auch einen hohen Energiegehalt,

sind aber teilweise schwerer verdaulich

und im Falle einer Unterzuckerung

nicht gleich schnell

für den Körper verfügbar.

Flüssigkeitszufuhr ist die Voraussetzung

für einen funktionierenden

Stoffwechsel und auch, um

die eigene Wärmeproduktion aufrechtzuerhalten.

Da der Mensch

der Kälte von Natur aus ziemlich

schutzlos ausgeliefert ist, kommt

hier die Ausrüstung ins Spiel.

Falls diese korrekt angewendet

werden kann und die erwähnten

Grundprinzipien eingehalten

werden, ist die Temperatur nicht

wirklich ein Problem.

Wie sieht der richtige Proviant

für ein Wintercamping aus?

Eine ausreichende Kalorienzufuhr

ist wichtig. Mit einer warmen

Mahlzeit kann zusätzlich

Energie zugeführt werden. Es

ist sinnvoll, in erster Linie kohlenhydratreiche

Nahrungsmittel

Wie wichtig ist es, genügend

Flüssigkeit zu sich zu nehmen?

Bei sehr tiefen Temperaturen

und sehr tiefer Luftfeuchtigkeit

kann vor allem bei starker Anstrengung

der Flüssigkeitsverlust

über die Atmung zunehmen.

Falls ein Flüssigkeitsmangel

auftritt, wird der Stoffwechsel

beeinträchtigt, das Risiko für

Thrombosen steigt, und die Nierenfunktion

kann beeinträchtigt

werden. Allerdings passiert dies

nur bei längeren Aufenthalten

unter extremen Bedingungen. ◆

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Von der Eispiste in die Küche –

seit einem Vierteljahrhundert

Hotel- und Restaurantbetreiber Claude Lattion verantwortet die Vorbereitung

und Instandhaltung der Trainingsstrecke in Bourg-Saint-Pierre (VS):

Seit 25 Jahren ist er im Rahmen der Fahrsicherheitstrainings auf Schnee und

Eis ein geschätzter Partner des TCS. Ein Treffen in der morgendlichen Kälte.

TEXT JÉRÔME LATHION | FOTOS VALÉRIE PINAUDA

Vor über 220 Jahren

waren hier die Artilleriezüge

der italienischen

Armee des Ersten

Konsuls Napoleon Bonaparte

zu sehen. Und im Zeitalter

der motorisierten Mobilität

diente das riesige Ge-

lände zunächst als Deponie

für das Aushubmaterial des

1964 eröffneten Tunnels des

Grossen Sankt Bernhard.

Claude Lattion, ein leidenschaftlicher

Fahrzeuglenker,

kennt das oberhalb der Staumauer

Les Toules gelegene

Areal, das immer noch der

zwischenstaatlichen, für den

Tunnel zuständigen Firma

gehört, gut und seit langer

Zeit: «Nach der Räumung der

Fläche haben wir diese zunächst

mit einem befreundeten

Rallyefahrer belebt», erinnert

sich der 60-Jährige.

Mitte der 1990er-Jahre bot er

schliesslich der TCS Sektion

Wallis an, Fahrtrainings auf

Schnee und Eis zu organisieren.

Ein Angebot, das 1996,

dem 100-Jahr-Jubiläum des

Claude Lattion: «Die Piste

ist jeden Morgen geöffnet,

genau wie eine Bergstrasse.»

58 touring | März 2021


CLUB

TCS, wieder aufgenommen

wurde und seit 2000 im

Zeichen von TCS Training &

Events andauert. Seit Januar

ist die Piste in Bourg-Saint-

Pierre sogar als erste Winterpiste

in der Schweiz für den

Zwei phasen kurs zugelassen.

Claude Lattion übernimmt

bei den Winterfahrtrainings

eine wichtige Doppelrolle:

einerseits als Verantwortlicher

für die Vorbereitung und

In standhaltung der Strecke,

andererseits als Koch für

die Kursteilnehmer, die bei

Bedarf auf eigene Kosten

in seinem Hotel-Restaurant

Le Bivouac Napoléon unterkommen,

das er mit seiner

Frau Martine am Eingang von

Bourg-Saint-Pierre betreibt.

Ab Mitte Dezember

aktiv

Seit bald 25 Jahren also verbringt

er ab Mitte Dezember

bis Februar seine Tage und

Abende auf der Piste. Ein

Blick in seine Lagerhalle neben

der Piste gestattet Einblick

in die Geräte, die er für

seine Vorbereitungs- und

Wartungsarbeiten benötigt:

Tankstreugerät zum Giessen,

Schneekanone, Schneepflug

… An jedem Kurstag

muss morgens auf einer Eisschicht

eine neue Schicht

Hartschnee – durch natürliche

oder künstliche Beschneiung

– gewährleistet

sein. «Für eine gute Haftung

unabdingbar. Wir wollen

die Autos ja nicht zerstören»,

lächelt er.

Seit drei Jahren arbeitet er mit

einem jungen Assistenten in

der Person von Émile Ançay

zusammen. Der in Orsières

tätige Holzfäller ist froh, im

Winter zu arbeiten, um aktiv

zu bleiben und Kurzarbeit zu

vermeiden. Für Claude Lattion,

der mit einer ökologischen

Schafzucht begonnen

hat, eine grosse Hilfe – auf

der Schnee- und Eispiste, aber

auch für den Service am Tisch,

besonders diesen Winter. Aufgrund

der Pandemie musste

das Restaurant für alle nicht

Hotelgäste schlies sen (Anmerkung

der Redaktion: Situation

im vergangenen Januar).

Das Personal vom Bivouac

Napoléon stellt jedoch einen

Cateringservice für TCS Training

& Events in den beheizten

Theorieräumlichkeiten

zur Verfügung, natürlich

unter strikter Einhaltung der

Hygienevorschriften.

Covid-Effekt spürbar

An diesem Tag im Januar ist

der Abstand zwischen den

Gästen problemlos garantiert:

Insgesamt neun Mahlzeiten

werden in der Mittagspause

geliefert und serviert. Fast

Émile Ançay (links) unterstützt

den Verantwortlichen seit drei

Jahren bei den Winteraufgaben

«Es kann jeden Winter schneien,

weshalb die richtige Ausrüstung und

die richtigen Reflexe wichtig sind.»

dreimal weniger als an einem

normalen Tag vor der Covid-

19-Welle. «In den vergangenen

Jahren haben wir bis zu

24 Personen im Restaurant

bedient», erinnert sich

Claude Lattion. Auch wenn

die Saison angesichts der Anmeldungen

nicht mit katastrophalen

Zahlen zu Ende

geht, ist ein Rückgang spürbar.

Bourg-Saint-Pierre wird

die 1000 Anmeldungen, die

zuvor durchschnittlich über

zweieinhalb Monate erfolgten,

nicht aufrechterhalten

können. «Trotz des vom TCS

erstellten Covid-19- Schutzkonzepts

fürchten die Menschen

die Nähe, und die Unternehmen

scheuen es, ihre

Mitarbeiter anzumelden»,

bedauert er. Zu den bedeutenden

Ausfällen in dieser

Saison zählen die Waadtländer

Kantonspolizei – sie

will im nächsten Jahr wiederkommen

– wie auch die Autoimporteure,

die ihre Kunden

gerne zu solchen Winterfahr-

Claude Lattion,

Partner von TCS Training & Events,

Bourg­Saint­Pierre (VS)

trainings eingeladen haben.

Ein kleiner Trost: «Mercedes-

Benz hat Interesse für die

nächste Saison bekundet.»

Auch Privatpersonen seien in

dieser Zeit zurückhaltender

als sonst: «Eine Kursanmeldung

ist freiwillig und in Zeiten

der Unsicherheit zwangsläufig

infrage gestellt», so

Claude Lattion, der jedoch

jeglichen Pessimismus ablehnt,

einschliesslich hinsichtlich

des Klimawandels:

«Obschon Schneefall weniger

sicher ist, kann es jeden

Winter schneien, weshalb die

richtige Ausrüstung und die

richtigen Reflexe am Steuer

wichtig sind. Die Menschen

wollen für ihre Sicherheit

dazulernen. Ich denke, die

Pandemie wird bald hinter

uns liegen, und der nächste

Winter wird wunderbar.» •

Informationen über die Fahrtrainings

auf Schnee und Eis:

training-events.ch

März 2021 | touring 59


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1

Die TCS Member Mastercard ist eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr, die von der Cembra

Money Bank AG in Zürich herausgegeben wird. Die Gutschrift des Startguthabens erfolgt

ca. 14 Tage nach Erhalt der TCS Member Mastercard und erst nach erfolgreicher

Antragsprüfung. Der Kartenantrag muss bis zum 04.04.2021 bei der Cembra Money

Bank AG gestellt werden. Dieses Angebot richtet sich ausschliesslich an TCS-Mitglieder

mit Wohnsitz in der Schweiz, die noch keine TCS Member Mastercard besitzen.

2

Umfrage Cembra 10.2020 mit 2’352 Teilnehmern.

TCS Mastercard ®

90%

Zufriedenheit

Umfrage 2

10/2020


Zufriedener und

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Viele Clubmitglieder vertrauen auf die TCS Mastercard. Gemäss einer

Umfrage mit über 2300 Teilnehmenden sind 90 Prozent mit der

Kreditkarte zufrieden. Vor allem die Kombination aus Zahlungsmittel

und Mitgliedskarte macht sie zur wertvollen Begleiterin.

TEXT DOMINIC GRAF

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Club seinen Mitgliedern eine

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auch über das Smartphone

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Eine Karte, die hält,

was sie verspricht

Wie die Zufriedenheitsumfrage

von Cembra, der Herausgeberin

der TCS Mastercard,

zeigt, sind 90 Prozent

der 2352 teilnehmenden TCS-

Mitglieder mit den Leistungen

ihrer Karte zufrieden

oder sehr zufrieden. Eine

Mehrheit von 58 Prozent gibt

zudem an, sie als Hauptkreditkarte

zu nutzen. Nebst der

Kombination von Mitgliedsund

Kreditkarte werden die

Zuverlässigkeit, die weltweite

Akzeptanz in Geschäften

und im Internet, das kontaktlose

Bezahlen und der

Kostenvorschuss im Notfall

als effektive Vorteile erachtet.

Fast tausend positive Kommentare

wurden im Rahmen

der Umfrage geäussert.

«Funktioniert einwandfrei»,

bemerkt ein Umfrageteilnehmer

knapp. Oder: «Wichtig

sind die Funktionstüchtigkeit

und der Service. Beides ist

vorbildlich», so eine andere

Meinung. Die Karte, der bereits

viele Mitglieder vertrauen,

hält also, was sie verspricht

und sei deshalb

schlicht «ein Muss für alle

TCS-Mitglieder», bringt es

ein weiterer Kommentar auf

den Punkt.

Günstiger tanken,

laden und parkieren

Auch das breite und attraktive

Angebot an Sparmöglich-

CLUB

keiten kommt bei den Inhaberinnen

und Inhabern gut an –

insbesondere, wenn schon

alleine durch den Einsatz der

Karte Geld gespart werden

kann: etwa beim Tanken bei

BP und Tamoil, beim Laden

des E-Autos oder, brandneu,

20 Prozent Rabatt beim Parkieren

mit «TCS Park & Pay»,

dem grössten digitalen Parkplatznetz

der Schweiz. Nicht

zu vergessen das Vorteilsprogramm

TCS Benefits mit

über 320 Partnern. Die hohe

Zu verlässigkeit, der unkomplizierte

und freundliche

Kunden service sowie die

direkten Vergünstigungen

machen die TCS Mastercard

schliesslich genau zu dem,

was sie hauptsächlich sein

soll: die verlässliche, flexible

und sichere Begleitung für

eine einfachere, günstigere

und zufriedenere Mobilität. ◆

Herausgeberin der TCS Mastercard

ist Cembra Money Bank AG, Zürich.

Weitere Infos: tcs.ch/mc-umfrage

Mit der TCS Mastercard

von 20 Prozent Rabatt

bei «TCS Park & Pay»

profitieren

FOTOS ISTOCK, ZVG

März 2021 | touring 61


«Die Konzentration auf das

Geschlecht wird dem Thema

Diversität nicht gerecht»

Diversity, die soziale Vielfalt der Mitarbeitenden, gilt als wichtiger Faktor für

Erfolg und Innovation bei Unternehmen. Ein Gespräch mit Human- Resources-

Leiterin Nicole Aerni darüber, wie der breit aufgestellte TCS das Potenzial

seiner Mitarbeitenden nutzt und fördert.

TEXT JULIANE LUTZ | FOTO EMANUEL FREUDIGER

Wo steht der TCS in Sachen Vielfalt?

Nicole Aerni: Er ist meiner Meinung

nach bereits heute äusserst divers.

Schon aufgrund der dezentralen Struktur

und der enormen Palette an Produkten

und Dienstleistungen, die wir

an bieten, sind die unterschiedlichsten

Menschen für das Unternehmen tätig.

Für uns arbeiten unter anderem Mechatroniker,

Juristen und Versicherungsexperten.

Von dieser Vielfalt profitieren

wir täglich.

Gibt es Bereiche, die besonders

im Fokus stehen?

Für ein gesamtschweizerisches Unternehmen

wie den TCS ist das Thema

Gleichgewicht der beiden grossen

Sprachregionen sehr wichtig. Bei der

Planung unserer Stellen achten wir darauf,

dass die Deutschschweiz und die

welsche Schweiz gleichermassen vertreten

sind. Ich finde es schön, dass wir

die Sprachen, welche die Schweiz mit

auszeichnen, pflegen und nicht wie andere

grosse Unternehmen auf Englisch

umgestellt haben. Allerdings wird die

Zweisprachigkeit oft zur Herausforderung.

Mit der blossen Übersetzung von

Inhalten ist es nicht getan. Die kulturellen

Unterschiede erfordern viel Achtsamkeit.

Was unternimmt der TCS, um gerade

Frauen die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie zu erleichtern?

Chancengleichheit ist ein grosses Thema.

Wir suchen jedoch bei der Besetzung

von Funktionen nicht explizit nach

Frauen oder Männern, sondern wer am

besten geeignet ist. Punkto Führungsentwicklung

will ich aber dafür sensibilisieren,

dass das Führen von vielfältigen

Teams auch vielfältige Führung

verlangt. Also zum Beispiel bei Beförderungen

vermehrt kompetente Frauen in

Betracht zu ziehen, die zwar gute Arbeit

leisten, aber nicht ständig für sich die

Werbetrommel rühren. Und notfalls

diese Frauen auch zu bestärken, die Position

zu ergreifen. Generell finde ich

aber, dass die Konzentration auf das

Geschlecht dem Thema Diversität nicht

gerecht wird, denn es gibt weitere wichtige

Faktoren, die dazu beitragen. Zum

Beispiel, ob jemand aufgrund seines

Backgrounds oder als Quereinsteiger

einen sehr breiten Horizont hat und so

Input bringen kann, der einem Team

noch fehlt.

Im Dezember 2020 lag bei den Managern

des TCS der Frauenanteil bei

33 Prozent. Da ist noch Luft nach oben.

Beim TCS sind mehr als 40 Prozent der

Mitarbeitenden Frauen und mehr als

30 Prozent Kader. Das ist doch nicht

schlecht.

Nein, aber sicher geht noch was.

Derzeit bieten wir keine Förderprogramme

für Frauen oder Männer, welche

eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie

erleichtern, aber wir sind offen für Teilzeit-

und Jobsharing-Modelle, auch in

Führungspositionen, wenn die Voraussetzungen

stimmen. Der TCS könnte

meiner Meinung nach hier aber vielen

Mitarbeitenden ohne viel Aufwand weiter

entgegenkommen, wenn Arbeitszeitmodelle

kritisch auf ihre Familien freundlichkeit

überprüft würden. Wer Kinder

hat, dem kann man – je nach Job – auch

mal zugestehen, dass die Mittagspause

bis 14.30 Uhr dauert oder um elf Uhr beginnt.

Dafür arbeitet die Person abends,

wenn sich der Partner um die Kinder

kümmert, noch ein, zwei Stunden. Auch

bei den Jahresarbeitszeitmodellen läge

noch etwas drin.

Wie steht es mit das Thema LGBTQ?

Im Wertebild des TCS ist festgeschrieben,

dass Diskriminierung am Arbeitsplatz

aufgrund der sexuellen Orientierung inakzeptabel

ist. In den vorhandenen Personalreglementen

und IT-Systemen aber

besteht Optimierungsbedarf. Es müsste

dringend angepasst werden, sodass die

Partner von Mitarbeitenden im Versicherungsfall,

egal in welchen Beziehungen

oder familiären Verhältnissen sie leben,

in den Reglementen gleichberechtigt berücksichtigt

werden. Zudem sind unsere

IT-Personalsysteme nicht dafür ausgerichtet,

neben Frauen und Männern noch

weitere Geschlechts identifikationen

korrekt abzubilden. Doch dies ist kein

TCS- spezifisches Problem.

Ältere Mitarbeitende tragen viel

zur Diversität in einer Firma bei. Was

tut der TCS, um sie etwa in Sachen

Digitalisierung à jour zu halten?

Wir haben viele langjährige und ältere

Mitarbeitende und versuchen, sie bis

ans Ende ihres Arbeitslebens zu halten,

auch, da wir ihnen gegenüber Verpflichtungen

haben. Wir wollen sie nicht wie

anderswo vielleicht irgendwann gegen

Jüngere austauschen. Auch ist ihr Knowhow,

das sie sich im Laufe der Zeit bei

uns angeeignet haben, enorm wertvoll.

Zudem ist der Anteil älterer TCS-Mitglieder

relativ hoch. Schon allein, um deren

Bedürfnisse abschätzen zu können, sind

Mitarbeitende mit einer gewissen Seniorität

für den TCS nötig. Da der Wissenstransfer

zwischen den Generationen bei

uns auch so gelingt, gibt es keine Extraprogramme.

Wenn wir aber feststellen,

dass der Job für ältere Angestellte zur

Herausforderung wird, etwa aufgrund

von unregelmässigen Arbeitszeiten,

versuchen wir, die Stelle entsprechend

anzupassen. ◆

62 touring | März 2021


CLUB

«Das Know-how

älterer Mitarbeitenden,

das sie

sich im Laufe der

Zeit bei uns angeeignet

haben, ist

extrem wertvoll.»

Nicole Aerni,

Leiterin Human Ressources

ZUR PERSON

MASKE CLAUDIA KAMMERMANN

Nicole Aerni leitet seit

Oktober 2020 die Division

Human Resources beim

TCS. Die studierte Betriebsökonomin

und ausgebildete

Personalfachfrau ist

47 Jahre alt, stammt aus

Rubigen (BE) und ist alleinerziehende

Mutter eines

13-jährigen Sohnes.

März 2021 | touring 63


Private Selection Hotels & Touring Club empfehlen zwei Exklusiv-Angebote:

EXKLUSIVANGEBOT

• 3 Übernachtungen

• ERMITAGE Kulinarik

• Wellnesspaket

• 1x Prosecco-Cocktail an der Bar

• 1x Alpienne Harmonie (50 Min.)

PREISE UND GÜLTIGKEIT

Alle Preise pro Person für 3 Nächte

Zwischensaison:

07.-21.03.2021

Touring-Preis

anstelle von

Ermitage Wellness- & Spa-Hotel,

Gstaad -Schönried

WELLNESS IN ALPINER GRANDEZZA

Entspannung, Bewegung und Abwechslung – das alles bietet das ERMITAGE Wellness- & Spa-Hotel

in Gstaad-Schönried auf höchstem Niveau. Auf Sie wartet eine vielseitige Wellness-Oase auf 3700 m2

mit neuem und erweitertem Frei- und Hallen-SOLBAD (35°C), beheiztem Aussen-Sportpool (31°C)

und eine Saunawelt mit zehn verschiedenen Saunen und Dampfbädern. Zahlreiche Anwendungen

und Massagen sowie ein Beauty-Bereich runden das Wellness-Angebot ab. In acht gemütlichen

Restaurant-Stuben, jede mit ihrem eigenen Charme, erleben Sie dank dem sympathischen Service-

Team und der Küchencrew unvergessliche kulinarische Genuss-Momente. In Ihrem Ferienparadies

angelangt, eröffnet sich vor Ihren Augen das bezaubernde Alpenpanorama. Direkt vor Ihrer Haustüre

finden Sie sämtliche Möglichkeiten für Ihren aktiven Ferientag: Wanderwege, Bikerouten, Ski Alpin

und Langlauf.

DZ «Rellerli»

DZ «Ried»

JS «Gstaad»

EZ «Hugeli»

Sommer:

09.07.-05.09.2021

DZ «Rellerli»

DZ «Ried»

JS «Gstaad»

EZ «Hugeli»

Nebensaison:

21.03.-09.07.21 &

05.09.-19.12.21

DZ «Rellerli»

DZ «Ried»

JS «Gstaad»

EZ «Hugeli»

CHF

CHF

CHF

CHF

Touring-Preis

CHF

CHF

CHF

CHF

Touring-Preis

CHF

CHF

CHF

CHF

730.-

925.-

1’030.-

760.-

685.-

880.-

955.-

715.-

610.-

730.-

835.-

655.-

CHF

CHF

CHF

CHF

anstelle von

CHF

CHF

CHF

CHF

anstelle von

CHF

CHF

CHF

CHF

825.-

1'020.-

1'125.-

855.-

750.-

945.-

1'020.-

780.-

705.-

825.-

930.-

750.-

Für Informationen und Reservationen Private Selection Hotels & Tours T 041 368 10 05 (Mo-Sa) info@privateselection.ch

Online Buchung: www.privateselection.ch/touring

EXKLUSIVANGEBOT

• 3 Übernachtungen in den Private Selection

Hotels:

1 Nacht im Hotel Schweizerhof Luzern*****

2 Nächte im Boutique-Hotel La Couronne****

in Solothurn

• täglich reichhaltiges Frühstück und 3 bis

4-Gang-Abendessen

• Freier Zutritt zur Schweizerhof Wellness-Oase

• Freier Eintritt ins Naturhistorische Museum und

ins Kunstmuseum in Solothurn

• 3 Tage E-Bike Miete von FLYER (GoTour 5

Modell) inklusive Instruktionen vor Ort und Bike-

Rücktransport

• Zugticket von Luzern nach Huttwil

• Gepäcktransport von Luzern nach Solothurn (1

Gepäckstück pro Person)

• Kartenmaterial, Tipps zu Sehenswürdigkeiten

und Routen-App

PREISE UND GÜLTIGKEIT

Alle Preise pro Person für 3 Nächte

Das Angebot ist buchbar ab April bis Mitte

November 2021

Mit E-Bike-Miete::

Im Doppelzimmer CHF 1’109.-

Im Einzelzimmer CHF 1’369.-

Ohne E-Bike-Miete:

Im Doppelzimmer CHF 1’995.-

Im Einzelzimmer CHF 1’255.-

Auf der Herzroute vom Emmental

bis in den Jura

Herrliche Sicht auf das Seebecken und die Königin der Berge – die Rigi: Willkommen im Hotel

Schweizerhof Luzern. Geniessen Sie Luzern als «einheimischer Tourist» und lassen Sie sich abends im

Restaurant Galerie des Schweizerhofs mit einem feinen 4-Gang Menü verwöhnen.

Am nächsten Tag fahren mit der S-Bahn nach Huttwil, übernehmen Ihr top aktuelles E-Bike im FLYER

Werk (Einführung ins E-Bike-Fahren inklusive) und fliegen förmlich entlang der Herzroute durch das

hügelige, urige Emmental. Mit Blick vom Jura bis zu den Alpen vorbei an stattlichen Höfen und via dem

mittelalterlichen Städtchen Burgdorf nach Solothurn, wo Sie die nächsten 2 Nächte im Boutique-Hotel

La Couronne wohnen. Als weiteres Highlight erFahren Sie die Mittelland- und Aare-Route und kurven

dem Lauf der Aare entlang an den Bielersee. Nach einem erfrischenden Bad im See gelangen Sie auf

der Nordseite der Aare den Seeland-Weinbergen entlang zurück nach Solothurn. Für Genussmomente

in der Barockstadt sorgen das 13 Gault Miliau-Punkte Restaurant des Hotels am ersten und das

angesagte Restaurant Salzhaus am zweiten Abend.


TCS BENEFITS

Softcarwash trägt

sowohl dem Fahrzeug

als auch der Umwelt

Sorge

ZVG

Verwöhnwäsche für Ihr

Auto mit Softcarwash

TCS-Mitglieder profitieren von zwei Franken Rabatt auf eines der sechs

Waschprogramme von Softcarwash. Das Unternehmen verfügt über

32 Anlagen, von Sitten über Genf bis nach Basel. Ein ideales Angebot, um

dem Fahrzeug eine umweltschonende Pflege angedeihen zu lassen.

Membre

Mitglied

Socio

MITGLIEDSKARTE 2021

Max MUSTERMANN

ZH ZH1

2 Fr.

Rabatt

Egal ob lästige Pflicht oder Vergnügen,

die regelmässige Reinigung

des Fahrzeugs ist unerlässlich.

Eine Fahrt durch die Waschstrasse

befreit es nicht nur von Salz und anderem

während des Winters angesammelten

Schmutz, sondern sorgt durch die

Entfernung der Schmutzschicht auf

Fenstern und Windschutzscheibe auch

für eine gute Sicht. Ganz zu schweigen

vom äusseren Erscheinungsbild der

Karosserie. Ein schmutziges Auto macht

in der Tat keinen guten Eindruck!

Effizientes Waschen

Mit seinen 32 Anlagen gehört Softcarwash

zu den grössten Autowaschanbietern

der Schweiz. Sechs Waschprogramme

stehen für ein einwandfreies

Resultat zur Auswahl. Neben modernster

Technologie, einem intelligenten

Steuerungssystem und hochwertigen

Materialien schont Softcarwash auch

die Umwelt. Wie bei Geschirrspülmaschinen

kommt man zwar auch hier

nicht um Reinigungsmittel herum, doch

das Unternehmen benutzt sie in der

richtigen Dosierung und verwendet

hochwertige Chemikalien. Darüber hinaus

wird das gebrauchte Wasser biologisch

durch Mikroorganismen gereinigt

und wiederverwendet.

Drei gute Gründe

Softcarwash kümmert sich um das Auto,

das Portemonnaie und die Umwelt,

während dem Schmutz gleichzeitig unbarmherzig

zu Leibe gerückt wird. Drei

DAS TCS-ANGEBOT

TCS-Mitglieder profitieren von

zwei Franken Rabatt auf alle sechs

Waschprogramme an sämtlichen

Softcarwash-Anlagen in der Schweiz.

Gültig pro TCS-Mitglied und Wäsche.

Zeigen Sie Ihre TCS-Mitgliedskarte (am

besten über die TCS-App) an der Kasse.

Laufzeit: ab sofort und permanent.

Nicht kumulierbar mit anderen

Vergünstigungen.

benefits.tcs.ch

Wir waschen Autos.

gute Gründe also für TCS-Mitglieder,

für die nächste Autowäsche einen Halt

bei Softcarwash einzulegen. •

März 2021 | touring 65


CLUB

TCS Job Assistance

Informationen und

Auskünfte für

eine erfolgreichere

Stellensuche

TCS hilft auch bei der Jobsuche

Die Unterstützung ist eine Kernkompetenz des TCS. Mit der TCS Job Assistance

steht der Club nun auch Arbeits suchenden mit Rat und praktischen Hilfsmitteln

zur Seite. Eine neue Dienstleistung, die gerade jetzt sehr wertvoll sein kann.

TEXT DOMINIC GRAF

Guter Rat ist für TCS-Mitglieder

nicht teuer, er ist kostenlos.

Nebst der Hilfe in der Not und

dem Schutz vor Gefahren

steht der Club mit seinem vollgepackten

Rucksack aus 125 Jahren Erfahrung

seinen Mitgliedern auch beratend zur

Seite. Ob Fragen zur Elektromobilität,

zum Reisen oder zur Versicherung,

ob Auskünfte zu rechtlichen Fragen

oder zu gesundheitlichen Themen –

der TCS hilft, sich in einer immer komplexer

werdenden Welt ein Stück weit

besser zurechtzufinden, und ist der

verlässliche Partner auch über Mobilitätsfragen

hinaus. Eine Aufgabe, welche

der Club auch und vor allem in schwierigen

Zeiten wie diesen sehr ernst

nimmt und immer wieder an die Bedürfnisse

der Menschen anpasst, zum

Beispiel mit der neuen Dienstleistung

TCS Job Assis tance.

Neue Anlaufstelle

für Arbeitssuchende

Die Folgen der Corona-Pandemie auf

den Arbeitsmarkt sind deutlich spürbar.

Während noch immer Hunderttausende

in Kurzarbeit ausharren und

zum Teil einer ungewissen Zukunft entgegenblicken,

haben andere ihren Job

bereits verloren. Gemäss dem Staatssekretariat

für Wirtschaft (Seco) waren

Ende Januar dieses Jahres 169 753 Arbeitslose

bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren

(RAV) angemeldet.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte

sich die Arbeitslosigkeit um

48 735 Personen, was einer Zunahme

von über 40 Prozent entspricht. Eine

Entspannung der Lage ist momentan

nicht zu erwarten.

Die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle

mitsamt Bewerbungsverfahren ist

ein oftmals langwieriger und nicht

selten von Rückschlägen geprägter Prozess.

Das nagt am Selbstbewusstsein

und an der Motivation. Doch mit den

richtigen Informationen, guten Ratschlägen

und seriöser Vorbereitung

lässt sich die Arbeitssuche erheblich

positiver und erfolgreicher gestalten.

Mit der TCS Job Assistance hat der TCS

und sein Rechtsschutz eine Anlaufstelle

geschaffen, um Betroffene mit praxisorientierten

und rechtsgebietsübergreifenden

Informationen tatkräftig zu

unterstützen. HR-Profis, Anwälte und

Juristinnen klären auf dem neuen Onlineportal

über die Rechte und Pflichten

auf, geben alltagstaugliche Antworten

zu Themen wie Kündigung, Kurzarbeit

oder Konkurs und liefern konkrete

Tipps zur Jobsuche und zur Bewerbung.

Um nicht den Überblick zu verlieren

oder wichtige Aspekte zu übersehen,

DREAMSTIME

66 touring | März 2021


DIE TCS-EXPERTIN

stehen zudem diverse Checklisten zum

Herunterladen zur Verfügung. Diese

Dienstleistungen sind öffentlich.

Individuelle Erstauskunft

TCS­Mitgliedern steht ausserdem exklusiv

eine kostenlose individuelle Rechtsauskunft

zur Arbeitslosigkeit zu. Damit

nutzt der TCS sein Know­how sowie die

bestehende Infrastruktur im Bereich der

telefonischen Auskunft und erweitert

bewährte Dienstleistungen wie die

Rechtsauskunft «lexCall» auf «lex4you»

oder die Versicherungsinformationen

(siehe Kasten) um ein neues Themenfeld.

Mitglieder können, nachdem sie

ein Konto erstellt haben, sich einloggen

und sich dann direkt an die Juristinnen

und Juristen des TCS für eine mündliche

Erst auskunft wenden. Gestärkt

durch den Rat der Experten lässt sich

schliesslich die Lage besser einschätzen

und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Mit der TCS Job Assistance verfolgt

der Club einzig und allein das Ziel, die

Menschen in der Schweiz in dieser

schwierigen Zeit zu unterstützen und

einen weiteren gemeinnützigen Beitrag

zu leisten, dass wir diese Krise so gut

wie möglich und am liebsten erwerbstätigend

überstehen. •

LASSEN SIE SICH

VOM TCS BERATEN!

Das Informations- und Auskunftsangebot

des TCS beinhaltet unter anderem

das Info-Center «Recht & Versicherungen»

mit folgenden Diensten:

TCS Job Assistance (neu)

Informationen, Tipps und Checklisten

für Arbeitssuchende. Exklusiv für alle

TCS-Mitglieder: die kostenlose individuelle

Erstauskunft.

tcs-jobassistance.ch

lex4you

Interaktive Plattform mit praktischen

und aktuellen Infos und Auskünften

zu Rechtsthemen aus dem Alltag.

Exklusiv für Mitglieder mit der neuen

TCS-Mitgliedschaft: die kostenlose

individuelle Erstauskunft «lexCall».

lex4you.ch

Informationen zu Versicherungen

Infos, Tipps und Antworten auf häufig

gestellte Fragen zu Versicherungen

rund um das Thema Mobilität. Individuelle

Fragen werden i. d. R. schriftlich

innert zweier Werktagen beantwortet.

tcs.ch/versicherungsinfo

FAMILIE

Putzfrau ist schwanger –

was ist mit dem Lohn?

«Seit einigen Monaten haben wir eine Haushaltshilfe

angestellt. Nun fragen wir uns,

ob wir ihr den Lohn auch während

des Mutterschaftsurlaubs schulden?»

TEXT VERA BEUTLER

Nein, Ihre Putzfrau hat jedoch Anspruch

auf Erwerbsersatz. Sie können,

müssen aber nicht, die Differenz

zwischen Taggeld und Lohn

übernehmen. Ihre Putzfrau ist

anspruchsberechtigt, sofern sie

während der neun Monate vor der

Geburt obligatorisch versichert

war, in dieser Zeit mindestens fünf

Monate lang erwerbstätig war sowie

im Zeitpunkt der Geburt bei

Ihnen angestellt ist. Der Anspruch

auf Mutterschaftsentschädigung

beginnt mit der Geburt und endet

nach 98 Tagen.

Die Ausgleichskasse zahlt ein Taggeld

von 80 Prozent des durchschnittlichen

Erwerbseinkommens

aus, welches Ihre Putzfrau

vor Beginn des Entschädigungsanspruchs

erzielt hat. Die Kasse zieht

dabei namentlich die AHV­, IV­,

EO­ sowie die ALV­Beiträge ab.

Während des Mutterschaftsurlaubs

bleibt Ihre

Putzfrau unfallversichert,

ist aber für

das Taggeld prämienbefreit.

Zahlen Sie

hingegen die Differenz

zum regulären

Lohn aus, ist für

diesen Betrag die

Unfallversicherungsprämie fällig.

Zahlen Sie Ihrer Putzfrau den

Lohn während des Mutterschaftsurlaubs

weiterhin aus, können

Sie als Arbeitgeberin den Erwerbsersatz

bei der zuständigen Ausgleichskasse

beantragen. Anderenfalls

meldet sich Ihre Putzfrau bei

der Ausgleichskasse selber an.

Achtung: Hat sie mehrere Arbeitgeberinnen,

muss sie für jedes

einzelne Arbeitsverhältnis ein vollständig

ausgefülltes Ergänzungsblatt

einreichen. Es ist deswegen

wichtig, dass Sie Ihr Ergänzungsblatt

vollständig und fristgerecht

ausfüllen, sonst erhält Ihre Putzfrau

die gesamte Mutterschafts­

entschädigung spätet.

ver­


Vera Beutler ist Dr. iur. und

Leiterin des Info­ Centers

«Recht & Versicherungen»

LEX4YOU

«lex4you» ist Ihre interaktive

Rechtsauskunftsplattform

für den Alltag –

gut verständlich, aktuell

und praktisch.

Für rechtliche Anliegen steht

Ihnen der TCS zur Seite.

lex4you.ch

ISTOCK/LITTLEBEE80

März 2021 | touring 67


Spiele und Gewinne mit TCS!

Nächste Verlosung:

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(Gutschrift erfolgt auf die Kreditkarte).


FORUM

touring Impressum

Magazin des Touring Club Schweiz

Herausgeber

Touring Club Schweiz

Postfach 820, 1214 Vernier (GE)

Chefredaktor

Felix Maurhofer

Stv. Chefredaktoren

Dino Nodari

Marc-Olivier Herren

Redaktion

Aline Beaud

Jérôme Lathion

Juliane Lutz

Dominic Graf

Art Director

Alban Seeger

Fotograf/Bildredaktion

Emanuel Freudiger

Layout

Andreas Waber

Stephan Kneubühl

Sara Bönzli

Mathias Wyssenbach

Redaktionsassistenz

Susanne Troxler (D)

Michela Ferrari (I)

Tania Folly (F)

Schreiben Sie uns …

In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief,

desto grösser die Chance für den Abdruck.

Gelber Bergfloh

Mein erstes Kleinauto im Jahre 1958 war ein

sonnengelbes Goggomobil mit einem schwarzen

Cabriodach und einem 400­Kubikzentimeter­Motor.

Es liess sich sportlich bewegen

und erreichte mit einer gewissen Vorsicht

ohne Weiteres 100 km/h. Ich unternahm

etliche Fahrten nach Deutschland. Das Fahrzeug

war unbedingt autobahnfest. Am liebsten

befuhr ich damit aber Pässe und Nebenstrassen

in der Schweiz. Ein Minuspunkt

war natürlich die geringe Motorbremskraft

des Zwei takters und – gar nicht schön – die

Rauchwolke beim Wieder­Gas­Geben in der

Ebene. Der gelbe «Bergfloh» fiel natürlich auf,

und viele wollten probieren, ob dieses Kistchen

auch leicht zu überholen wäre. Einmal

trugen die In sassen eines anderen Autos meinen

Untersatz ins Wiesengras, um Platz für

ihr Auto zu erhalten. Doch ich konnte mich

befreien. Der Goggo liess mich nie im Stich.

Aber nach rund vier Jahren wollte ich trotz­

Klein, aber oho

dem einen echten Vierplätzer mit Kofferraum

und die lästige Benzinmischerei des Zweitakters

vergessen.

Willi Grossenbacher

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was

damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose,

spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie

uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

Korrespondenzadresse

Redaktion Touring

Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern

+41 58 827 35 00

touring@tcs.ch

Auflage

Deutsche Ausgabe: 697 097

Totalauflage: 1 130 461

Verlag/Medienmarketing

Reto Kammermann

Inserate

Cumi Karagülle

Roger Müller

Chantale Hofer

verlag@tcs.ch

Mitgliedervorteile

Marcel Zimmermann

Abonnement

Für Mitglieder im Jahresbeitrag

inbegriffen. Der «Touring»

erscheint 10 Mal jährlich.

Adressänderungen

Unter Angabe der Mitgliedernummer

direkt an: TCS­Zentralsitz

Postfach 820, 1214 Vernier

0844 888 111, info@tcs.ch

Alle Texte und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt. Nachdruck,

auch auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des

Verlages. Für unverlangte Manuskripte

wird jede Haftung abgelehnt.

Herstellung

Swissprinters AG

Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen

058 787 30 00

Rechts vorbeifahren

auf der Autobahn

Neulich war ich auf der Autobahn

bei Wallisellen unterwegs,

wo es vier Spuren Richtung

Wallisellen/Zürich/

Bern hat. Zwei dieser Spuren

sind klar Richtung Bern signalisiert.

Auf der linken dieser

beiden Spuren war ein

Fahrzeug, das mit 80 statt

100 km/h fuhr – der Fahrer

telefonierte angeregt mittels

Freisprechanlage, wie ich

feststellte, als ich auf gleicher

Höhe war. Aber was macht

man in einer solchen Situation?

Auch 80 km/h fahren

und den ganzen Verkehr dahinter

abbremsen, und das

auf einer Strecke, wo es ohnehin

immer wieder Staus gibt?

Martin Gerber @

Die neuen Regelungen gelten

auf normalen Autobahnabschnitten

mit zwei und mehr

Spuren, wobei zwischen normalem

Verkehrsfluss und

Verkehrsbehinderungen wie

Stau aufgrund eines Unfalls

oder stockendem Verkehr

unterschieden wird: Ist der

Verkehr flüssig und ein Fahrzeug

auf der mittleren oder

linken Fahrspur langsamer

unterwegs, so ist rechts vorbeifahren

nicht erlaubt. Sind

hingegen die Fahrzeuge auf

der linken Spur wegen einer

Verkehrsbehinderung langsamer

unterwegs, so darf

man rechts vorbeifahren.

Dieses Manöver ist in diesem

Fall nur erlaubt, wenn man

auf seiner Spur bleibt. Biegt

man unmittelbar in die

nächstmögliche Lücke auf

die linken Fahrspur ein, gilt

dies als Rechtsüberholen.

Bei Autobahnkreuzen mit

richtungsgetrennten Spuren

gibt es unterschiedliche Tempovorgaben

pro Richtung –

abhängig von der Anzahl

Fahrspuren nach der Verzweigung.

Hier gibt es die Situation,

dass Fahrzeuge auf

den Abzweigungsspuren

rechterhand rechts vorbeifahren.

Fährt in die gleiche

Richtung jedoch ein Fahrzeug

linkerhand langsamer

als das Fahrzeug rechts, so

ist rechts vorbeifahren nicht

erlaubt – aus ser bei sehr starkem

Verkehr. Rechts überholen

ist verboten.

TCS Verkehrssicherheit

tcs.ch/verkehrsregeln

autobahn-knigge.ch

Korrigendum

Touring 2/2021

In der Timeline auf Seite 17

steht fälschlicherweise, dass

der TCS seit 1975 jährlich

80 000 Trikis (Leuchtgürtel)

sponsert. Der TCS sponsert

jedoch nicht die Trikis, sondern

80 000 Leuchtwesten

für Primarschüler, die jedes

Jahr am Schulanfang verteilt

werden.

Redaktion Touring

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korres pondenz.

Zuschriften sind auch via E­Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen

ebenfalls in der Onlineausgabe des «Touring» (touring.ch).

März 2021 | touring 69


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Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende

des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wett be werbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben

wird keine Korres pondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

März 2021 | touring 71


UNTERWEGS MIT

BRUNO GERBER

Einmal Töfflischrauber,

ein Leben lang Schrauber

Mofas prägen kaum einen so sehr wie den Emmentaler Bruno

Gerber. Was mit Basteln begann, ist zu einer Leidenschaft

geworden. Heute haucht er den Zweitaktern, die ab 1970 einen

wahren Boom erlebten, neues Leben ein und veredelt sie.

TEXT UND FOTO FELIX MAURHOFER

Bruno Gerber ist ein Schrauber,

wie er im Buche steht.

Am liebsten legt er an den

Töfflis Hand an. In seiner

Töffli & Velo Bude in Zollbrück

warten einige Puch-, Cilo- oder

Sachs-Mofas auf ein neues Leben,

das ihnen der Experte mit Leidenschaft

einhaucht. Stolz führt er zu

den Klängen einer Hardrockband

ein aufgemotztes Puch Maxi S in

edlem Chopperstil vor. Ein wahres

Prunkstück mit viel Chrom, einem

Harley-Lenker und Umbau auf

Riemenantrieb. Leider hat das

Meisterwerk keine Strassenzulassung

und dient Gerber in erster

Linie als Schaubike und Magnet

für Töfflifans. Probe gefahren

habe er es auf dem Parkplatz vor

seiner Werkstatt aber schon, meint

er mit verschmitztem Lächeln.

Früh übt sich

Seine Karriere als Töfflimechaniker

begann der 48-jährige Familienvater

im zarten Alter von zwölf Jahren.

Damals habe er stundenlang

an seinem DKW-Mofa geschraubt

und erste Erfahrungen im Tuning

gemacht. Allerdings hatte er mit

Frisieren keinen Erfolg. Da er noch

nicht auf die Strasse durfte, testete

er die Fahreigenschaften seines

Werks auf Privatstrassen aus. Dann,

mit 14 und der heiss begehrten

Mofaprüfung in der Tasche, kitzelte

er aus seinem Zündapp so viel raus,

wie nur ging. «Ich gehörte zu einer

Töffliclique, wir waren ziemlich

einfallsreich», so der Emmentaler.

Einmal habe er einen Tankdeckel

verloren und kurzerhand als Ersatz

ein Holzstück zurechtgeschnitzt.

«Da wir kein Geld hatten, um in Italien

die 400 Franken teuren Rennsätze

zu kaufen, improvisierten wir

geschickt», so Gerber. Mit der Zeit

kannte er alle Kniffe und holte mit

Rückenwind und Heimweh gut und

gerne bis zu 70 Sachen aus seinem

«Hödi» raus. Eigentlich waren mit

den 50-Kubikzentimeter-Motörchen

nur 30 km/h erlaubt. Als er einmal

innerorts 10 km/h zu schnell fuhr,

wurde er geblitzt, und die Polizei

konfiszierte die frisierten Motorenteile.

Zusätzlich musste er in der

Küche eines Altersheims Busse tun.

Da er gerne koche, sei das für ihn

keine Strafe gewesen.

Im Sommer standen dann Töfflitouren

ins Seeland an. Bruno

Gerbers Sehnsuchtsdestination

wäre eigentlich das Tessin gewesen,

doch dafür habe das Geld nicht

gereicht. Er war in der Lehre als

An lagen- und Apparatebauer und

erhielt nicht gerade einen üppigen

Lohn. Mit 18 Jahren kaufte Gerber

sein erstes 125er-Motorrad, und ab

dann war es vorerst mit der Töffliromantik

vorbei. Gerber arbeitete

zuletzt 18 Jahre lang bei der Biscuitfabrik

Kambly als Unterhaltsmechaniker.

Daneben hatte er immer irgendwo

eine kleine Bude, wo er am

Feierabend Autos aufbereitete oder

Reifenservice anbot.

Töfflis im Trend

Ans Töfflitunen machte er sich

erst wieder, als sein Sohn Thomas

14 Jahre alt wurde und einen

Zweitakter begehrte. Kurzerhand

bereitete er ein Supermaxi LG1 auf.

Das Fieber begann wieder zu glühen,

danach überhäuften sich die

Aufträge. 2017 machte sich der leidenschaftliche

Biker selbstständig

und hat seither gegen 60 Mofas

restauriert. Dazu benötige er drei

bis vier Wochen. Das habe auch

wegen des ausgetrockneten Ersatzteilemarkts

seinen Preis: Die Aufbereitung

inklusive Motorrevision

koste bis zu 5000 Franken. «Ja,

die Töfflis sind, seit Red Bull das

Alpenbrevet austrägt und SRF die

Sendung ‹Töfflibuebe› ausgestrahlt

hat, eine begehrte Ware», sagt

Gerber. Am gefragtesten seien die

Modelle Puch Sport, Velux und

Maxi. Er setzte aber auch auf die

Zukunft und verkauft E-Bikes. ◆

«Mit Rückenwind und Heimweh

holte ich schon 70 km/h

aus dem Töffli raus.»

Bruno Gerber,

Inhaber Töffli & Velobude,

Zollbrück

Aus einem Puch Maxi S

hat Bruno Gerber einen

Edelchopper gemacht

72 touring | März 2021


März 2021 | touring 73


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7 9 8 4 6 1

1 5 4

6 8 1 9

8 7

1 7 5 6

9 4 5

7 3 5 1 6 2

5 8

CHANCE 3 – SUDOKU 2

9 7 2 6

2 6 9 5

3 2 9

5 9 2

4 9 5 1

2 4 3

4 7 6

6 5 8 3

3 7 6 5

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der Newcomer Oppo rasch zur anerkannten

Marke, da die Geräte exzellent ausgestattet

sind und sich dennoch durch

ein hervorragendes Preis­Leistungs­

Verhältnis auszeichnen.

Ein interessanter Produktvorteil ist zudem,

dass das Reno 4 Z bereits für die schnellen

5G­Netze vorbereitet ist.

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Alle SMS kosten Fr. 1.50

Die Teilnahme ist auch per Post möglich, schicken Sie

die jeweilige Lösung an TCS, Verlag Touring, Postfach,

3024 Bern.

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen

sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der «Touring»­Wettbewerbe

«Spiele & gewinne» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz

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74 touring | März 2021


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