Integration

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Gesundheit

Jeder sollte sich impfen

lassen. Impfen ist der

beste Schutz vor Frühsommer-Meningoenzephalitis

(FSME)

Politik

Die aktualisierte

Broschüre enthält eine

Fülle an Informationen

zu den verschiedenen

Lebensbereichen

E-Bikes

Mit dem Bike ins Büro.

Fahrradleasing wird in

Unternehmen und im öffentlichen

Dienst immer

beliebter

Immobilien

Auch Haustiere freuen

sich über ein angenehmes

Licht- und Schattenspiel

in den Wohnräumen mit

hilfe von Rollläden

2021 NR. 37 · VIERTELJÄHRLICH · KOSTENLOS

INHALT

• WEITERBILDUNG

Förderung für Arbeiter

und Kurzarbeiter

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

ist durch die Corona-

Pandemie mit voller Wucht

getroffen worden: Hunderttausende

waren oder sind in

Kurzarbeit, viele Menschen

sind bedroht vom Arbeitsplatzverlust

oder haben ihre

Stelle verloren. Umso wichtiger

ist es, sich mit Weiterbildung

fit zu machen für die Zukunft.

SEITE 08

• GRUNDRENTE

Wer profitiert von der

Grundrente?

Um langjährig Versicherte

mit unterdurchschnittlichem

Einkommen finanziell zu

unterstützen, ist Anfang 2021

die Grundrente in Kraft getreten.

„Um sie in voller Höhe zu

erhalten, muss eine Versicherungszeit

von mindestens 35

Jahren erfüllt sein", erklärt

Bettina Maurer von der

Mannheimer Kanzlei Decker,

SEITE 12

• BILDUNG

Ausländische Studierende

sollten an ihren

Plänen festhalten

An deutschen Hochschulen

sind mehr als 400.000 ausländische

Studierende immatrikuliert.

Wie geht es ihnen in

Zeiten der Pandemie, in der

Präsenzveranstaltungen mindestens

bis zum Sommer

2021 nur sehr eingeschränkt

stattfinden können? Ausländische

Studierende seien besonders

am Anfang des Studiums

mehr als andere von der

Schwierigkeit des persönlichen

Kontakts betroffen: "Es

wird mühsamer, andere Studierende

kennenzulernen

SEITE 20

Staatsministerin Widmann-Mauz:

Deutschland als wirtschaftlich starkes,

modernes Einwanderungsland

für die Zukunft aufstellen

Anlässlich des letzten Integrationsgipfels

in dieser

Legislaturperiode treffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel

und Integrationsstaatsministerin

Annette Widmann-Mauz

rund 120 Vertreterinnen und

13. Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin

Vertreter aus Bund, Ländern,

Kommunen, Migrantenorganisationen,

Wirtschaft, Kultur,

Medien und Sport zu einer digitalen

Konferenz. Im Mittelpunkt

der Beratungen steht der Abschluss

der mehrjährigen Arbeiten

am Nationalen Aktionsplan

Integration der Bundesregierung.

Integrationsstaatsministerin

Annette Widmann-Mauz:

„Wenn wir Deutschland als

Foto: Bundesregierung_Steffen_Kugler

wirtschaftlich starkes, modernes

Einwanderungsland für die

Zukunft aufstellen wollen, müssen

wir dafür sorgen, dass alle

ihre Fähigkeiten einbringen

können und das auch tun.

Fortsetzung auf Seite 02

Ein unbekanntes Volk?

Zur Geschichte und Gegenwart

der Sinti und Roma in Europa

Unser Wissen über das Leben,

auch über Einzelheiten

der Geschichte der Sinti

und Roma in der Vergangenheit

ist sehr begrenzt, da es

fast keine eigenen Schriftquellen

gibt. Fast alle Informationen

wurden Jahrhunderte

lang von Nicht-Sinti und -Roma

gesammelt und weitergegeben,

zum Teil aber auch nur

abgeschrieben. Vieles liegt

hier im Dunkeln.

Fortsetzung auf Seite 06

Imamausbildung in Deutschland

Neues Programm für eine unabhängige

Imamausbildung

Politiker*innen und Fachleute

fordern deshalb immer wieder

eine deutschsprachige Imamausbildung,

die unabhängig

von anderen Staaten ist. Im

Fraktionsinitiativen 2021:

Die Regierungsfraktionen

aus CSU und FREIEN WÄH-

LERN stellen im neuen Haushaltsplan

gemeinsam 60 Millionen

Euro ein, um spezielle Akzente

setzen zu können. Besonders

unterstützt werden dabei

der Wissenschaftsbereich mit

Digitalisierung der Lehre, Ausbildung

und Forschung – sowie

weitere von Corona besonders

betroffene Bereiche wie Schule,

Fortsetzung auf Seite 11

April soll ein solches Ausbildungsprogramm

in Osnabrück

starten.

Fortsetzung auf Seite 03

60 Millionen Euro zusätzlich für

besondere Akzente und Projekte

Staatssekretärin Anna Stolz: FREIE WÄHLER

legen Schwerpunkte auf Wissenschaft,

Bildung, Umwelt, Kunst und Kultur

Mit Chic und Anti-Rutsch-Effekt

Die Volkskrankheit Venenleiden

ist oft mit schweren,

müden Beinen, Besenreisern

und Krampfadern verbunden.

Medizinische Kompressionsstrümpfe

in Verbindung mit Bewegung

sind dann die Basistherapie.

Fortsetzung auf Seite 12

Arbeitslose und Kurzarbeiter:

Weiterbildung ist wichtiger denn je

Der Arbeitsmarkt in

Deutschland ist durch die

Corona-Pandemie mit voller

Wucht getroffen worden: Hunderttausende

waren oder sind

in Kurzarbeit, viele Menschen

sind bedroht vom Arbeitsplatzverlust

oder haben ihre Stelle

verloren.

Fortsetzung auf Seite 16

Bei uns sind Sie in guten Händen!

Ambulanter Pflegedienst: Wir bieten Ihnen aktivierende, professionelle, ganzheitliche Pflege

in Ihrer gewohnten, häuslichen Umgebung und außerdem in Ihrer eigenen Sprache an. Neben

unserem ambulanten Pflegedienst bieten wir Ihnen auch eine Tagespflege an

Wir arbeiten hier nach dem Pflegekonzept von Monika Krohwinkel sowie nach

islamischen Richtlinien, denn dies ist unser spezielles Konzept.

TAGESPFLEGE

Zentrale: 0911 923 503 40

E-Mail: info@pflegedienst-hayat.de

Mobil: 0177 670 439 9 • Fax: 0911 923 503 41

Hayat Tagespflege Fürth

Hermann-Glockner-Str. 5 • 90763 Fürth

Hayat Tagespflege Nürnberg

Kopernikusstraße 26 • 90459 Nürnberg

Hayat Tagespflege Nürnberg

Rheinstraße 18 • 90451 Nürnberg

Mühibe Gürdo©an

und Ihr Team


02 Integration 2021

INTEGRATIONS- UND

AUSLÄNDERBEAUFTRAGTE DER LÄNDER

Die Integrationsbeauftragten und Ausländerbeauftragten

aller 16 der Bundesländer in der Übersicht: Informationsangebot

zu Fragen der Ausländer-, Migrations- und Flüchtlingspolitik,

zur Tätigkeit der Integrationsbeauftragten und weitere Hinweise

in diesem Themenbereich.

BADEN-WÜRTTEMBERG

Manfred Lucha

Minister für Soziales

und Integration

BAYERN

Joachim Hermann

Bayerisches Staatministerium des

Innern für Sport und Integration

BERLIN

Elke Breitenbach

Senatorin für Integration,

Arbeit und Soziales

BRANDENBURG

Susanna Karawanskij

Ministerin für Arbeit, Soziales,

Gesundheit, Frauen und Families

Foto: Bundesregierung_Steffen_Kugler

Schellingstraße 15

70174 Stuttgart

Telefon: 0711/123-0

Fax: 0711/123-3999

E-Mail: poststelle@sm.bwl.de

www.integrationsministerium-bw.de

BREMEN

Anja Stahmann

Senatorin für Soziales, Jugend,

Integration und Sport

Bahnhofsplatz 29

28195 Bremen

Telefon: 0421/361-6883

Fax: 0421/496-6883

E-Mail: silke.harth@sk.bremen.de

www.integration.bremen.de

NIEDERSACHSEN

Carola Reimann

Ministerin für Soziales

Gesundheit und Gleichstellung

Planckstraße 2

30169 Hannover

Telefon: 0511/120-6859

Fax: 0511/120-6859

E-Mail: doris.schroederkoepf@stk.niedersachsen.de

SACHSEN

Petra Köpping

Staatsministerin für

Integration und Gleichstellung

Postfach 10 09 41

01076 Dresden

Telefon: 0351/564 54911

Fax: 0351/ 564 54909

E-Mail: ministerbuerogi@sms.

sachsen.de

www.sms.sachsen.de/27858.

html

Prinzregentenstraße 24

80538 München

Telefon: 089 / 2165 2791

Telefax: 089 / 2165 2797

E-Mail: integrationsbeauftragte@stk.bayern.de

www.integrationsbeauftragte.bayern.de

HAMBURG

Dr. Melanie Leonhard

Senatorin für Arbeit, Soziales,

Familie und Integration

Hamburger Straße 47

22083 Hamburg

Telefon: 040/42863-2010

Fax: 040/4279-63022

www.hamburg.de/basfi/

organisation/1593392/

amt-ai/

NORDRHEIN-WESTFALEN

Dr. Joachim Stamm

Minister für Kinder, Familie,

Flüchtlinge und Integration

Haroldstraße 4

40213 Düsseldorf

Telefon: 0211/855-5

Fax: 0211/855-3211

E-Mail: nrwdirekt@nrw.de

www.mfkjks.nrw/staatssekretaerin-fuer-integration-serapgueler

SACHSEN-ANHALT

Petra Grimm-Benne

Ministerin für Arbeit, Soziales

und Integration

Turmschanzenstraße 25

39114 Magdeburg

Telefon: 0391/567-4682

E-Mail: integrationsbeauftragte@ms.sachsen-anhalt.de

www.integriert-in-sachsenakhalt.de

Potsdamer Straße 65

10785 Berlin

Telefon: 030/9017-2351

Fax: 030/9017-2320

E-Mail: integrationsbeauftragter@intmig.berlin.de

www.berlin.de/lb/intmig/

HESSEN

Kai Klose

Minister für Soziales

und Integration

Dostojewskistraße 4

65187 Wiesbaden

Telefon: 0611/817-2280

Telefax: 0611/817-3236

E-Mail: jo.dreiseitel@hsm.hessen.de

RHEINLAND-PFALZ

Anne Spiegel

Ministerin für Familien, Frauen,

Jugend und Integration

Kaiser-Friedrich-Straße 5a

55116 Mainz

Telefon: 06131/16- 5626

Fax: 06131/1617-5626

E-Mail: blmi@mifkjf.rlp.de

www.integration.rlp.de

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche

Räume und Integration

Düsternbrooker Weg 92

24105 Kiel

Telefon: 0431/988 2040

Fax: 0431/988 614 2040

E-Mail:norbert.scharbach@

im. landsh.de

www.schleswig-holstein.de

Quelle:https://www.integrationsbeauftragte.de/Webs/IB/DE/Themen/GesellschaftUndTeilhabe/VorOrt/laenderbeauftragte.html

Heinrich-Mann-Allee 103

14473 Potsdam

Telefon: 0331/866-5280

Fax: 0331/866-5909

E-Mail: integrationsbeauftragte@masf.brandenburg.de

www.masf.brandenburg.de/

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Stefanie Diese

Ministerin für Soziales,

Integration und Gleichstellung

Werderstr. 124

19055 Schwerin

Telefon: 0385/588-9090

Telefax: 0385/588-9709

E-Mail:

dagmar.kaselitz@sm.mv-regierung.de

SAARLAND

Monika Bachmann

Ministerin für Soziales,

Gesundheit, Frauen und Familie

Franz-Josef-Röder-Straße 21

66119 Saarbrücken

Telefon: 0681/501-3333

Fax: 0681/501-2120

E-Mail: integrationsbeauftragte@soziales.saarland.de

www.saarland.de

THÜRINGEN

Dieter Launger

Minister für Migration, Justiz

und Verbraucherschutz

Werner-Seelenbinder-Straße 6

99096 Erfurt

Telefon: 0361/3798-751

Fax: 0361/3798-825

E-Mail: bimf@tmmjv.thueringen.de

www.thueringen.de/th10/ab/i

ndex.aspx

Integrationsstaatsministerin

Widmann-Mauz:

Deutschland als wirtschaftlich starkes,

modernes Einwanderungsland

für die Zukunft aufstellen

13. Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin

Anlässlich des letzten Integrationsgipfels

in dieser

Legislaturperiode treffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel

und Integrationsstaatsministerin

Annette Widmann-

Mauz rund 120 Vertreterinnen

und Vertreter aus Bund, Ländern,

Kommunen, Migrantenorganisationen,

Wirtschaft,

Kultur, Medien und Sport zu einer

digitalen Konferenz. Im

Mittelpunkt der Beratungen

steht der Abschluss der mehrjährigen

Arbeiten am Nationalen

Aktionsplan Integration

der Bundesregierung.

Integrationsstaatsministerin

Annette Widmann-Mauz:

„Wenn wir Deutschland als

wirtschaftlich starkes, modernes

Einwanderungsland für

die Zukunft aufstellen wollen,

müssen wir dafür sorgen, dass

alle ihre Fähigkeiten einbringen

können und das auch tun.

Dazu gehört, dass wir konsequent

auf Integration von Anfang

an setzen, beim Deutschlernen,

der Wertevermittlung,

der frühkindlichen Bildung

oder beim Zugang auf den Arbeitsmarkt.

Hier haben wir in

den letzten Jahren einiges erreicht

und wir müssen alles

daransetzen, damit die Erfolge

durch die Corona-Pandemie

nicht zurückgeworfen werden.

Genauso entscheidend für unseren

Erfolg ist aber auch, die

Zugehörigkeit und den Zusammenhalt

in unserer Gesellschaft

zu stärken. Nur so können

wir die Chancen der Vielfalt

für unser Land voll nutzen.

Mit dem Nationalen Aktionsplan

Integration haben wir gemeinsam

den strategischen,

integrationspolitischen Ansatz

für die 2020er Jahre geschaffen.“

Der 13. Integrationsgipfel bildet

den Abschluss der Arbeiten

am Nationalen Aktionsplan

Integration der Bundesregierung.

Staatsministerin

Widmann-Mauz steuert den

Prozess seit dem Auftakt im

Juni 2018. Beim heutigen Gipfel

werden die Ergebnisse mit

Fokus auf die abschließenden

Phasen IV (Zusammenwachsen)

und V (Zusammenhalt)

vorgestellt.

Mehr als 100 konkrete Maßnahmen

zur systematischen

Gestaltung der Integration

Der Nationale Aktionsplan Integration

enthält in seiner Gesamtheit

mehr als 100 konkrete

Maßnahmen (Kernvorhaben),

um Integration auf allen

Ebenen und Lebensbereichen

systematisch voranzutreiben

und den gesellschaftlichen Zusammenhalt

zu stärken. Daran

haben in den letzten Jahren

rund 300 Partnerinnen und

Partner aus Bund, Ländern,

Kommunen und Zivilgesellschaft

im Schulterschluss gearbeitet,

davon 75 Migrantenorganisationen.

Die Maßnahmen des Aktionsplans

sind an fünf Phasen der

Integration ausgerichtet. Im

Fokus stehen dabei die unterschiedlichen

Bedürfnisse und

Herausforderungen einer und

eines jeden Einzelnen in verschiedenen

Phasen der Integration.

Mit der ersten Phase leitet die

Bundesregierung einen Paradigmenwechsel

ein: Erstmalig

wird dargestellt, wie bereits im

Herkunftsland systematisch

begonnen werden kann, Menschen,

die z.B. als Fachkräfte

nach Deutschland kommen

wollen, vorzubereiten. Damit

soll die Integration in Deutschland

erleichtert werden. Beratungszentren

für Jobs, Migration

und Reintegration informieren

in derzeit 13 Partnerländern

zu den Chancen und

Voraussetzungen von legaler

Migration sowie zu den Risiken

von irregulärer Migration.

Im Hinblick auf die Gewinnung

von Fachkräften geht es zudem

darum, Deutschland im

weltweiten Wettbewerb um

qualifizierte Fachkräfte als attraktives

Einwanderungsland

zu positionieren.

In der zweiten Phase gilt es,

möglichst nahtlos an die Vorintegrations-,

Informationsund

Aufklärungsangebote anzuknüpfen,

die bereits im Herkunftsland

durchgeführt werden.

Unmittelbar nach der Ankunft

in Deutschland sind Beratungsangebote,

Unterstützung

beim Spracherwerb und

bei der Anerkennung von Berufs-

und Bildungsabschlüssen

sowie beim Zugang zum

deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem

von entscheidender

Bedeutung. Auch die

Wertevermittlung steht im Fokus.

Damit der Schritt von der Erstintegration

unmittelbar nach

der Ankunft in Deutschland

hin zur Eingliederung gelingt,

ist die Weichenstellung für die

Teilhabe von Menschen mit

Einwanderungsgeschichte am

wirtschaftlichen und gesellschaftlichen

Leben in der dritten

Phase von zentraler Bedeutung.

Die Integration in

den Arbeitsmarkt spielt dabei

eine ebenso wichtige Rolle wie

das bürgerschaftliche Engagement,

Ehrenamt und die Stärkung

der Kommunen in der Integrationsarbeit.

In der vierten Phase geht es um

die Grundlagen für das Zusammenwachsen

als Gesellschaft

und die Frage, wie Vielfalt

gestaltet und so die gesellschaftliche

Einheit gesichert

werden kann. Dazu gehören

beispielsweise Diversitätsstrategien

für mehr Teilhabe und

gleiche Repräsentation im Gesundheitswesen,

in Kultur,

Medien und im Sport und für

die Stärkung des Miteinanders

in der Stadtentwicklung.

In Phase fünf stehen Maßnahmen

im Mittelpunkt, die Zugehörigkeit

und Zusammenhalt

festigen und stärken können

und so die Zukunft Deutschlands

gestalten. Es geht um

Vorhaben für mehr Einbürgerungen,

Politische Bildung und

Partizipation, interkulturelle

Öffnung und gleiche Chancen

in der Wirtschaft und im öffentlichen

Dienst sowie die Bekämpfung

von Diskriminierung,

Rassismus und jede

Form Gruppenbezogener

Menschenfeindlichkeit.

Digitale Angebote

in Zeiten von Corona

Der Nationale Aktionsplan berücksichtigt,

wie Integration

auch in Zeiten von Corona gestärkt

werden kann. Die Pandemie

trifft viele Menschen mit

familiärer Einwanderungsgeschichte

besonders hart, zudem

mussten Integrationsangebote

im Präsenzformat ausfallen,

teilweise bis heute. Viele

Maßnahmen sind auch deshalb

konsequent digital angelegt,

etwa bei den Integrationskursen

oder bei der Beratung

für den Einstieg am Arbeitsmarkt.


2021 Integration 03

"Willkommen in Deutschland

- Informationen

für Zuwanderinnen

und Zuwanderer"

Was brauche ich für die Einreise nach

Deutschland? Wo kann ich Deutsch lernen?

Zu diesen und weiteren Fragen gibt die

Broschüre Auskunft.

Das Ankommen in Deutschland

erleichtern, Orientierung

geben und Wege aufzeigen

– das ist das Ziel der aktualisierten

Broschüre "Willkommen in

Deutschland - Informationen

für Zuwanderinnen und Zuwanderer".

Seit 2006 gibt das Bundesministerium

des Innern, für Bau und

Heimat die Publikation für Migrantinnen

und Migranten, die

legal in Deutschland leben und

hier eine neue Heimat gefunden

haben, heraus. Die Broschüre

Das Gremium besteht aus 15

Mitgliedern und hat das Ziel,

zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse

von Nicht-

Deutschen beizutragen,

die volle gegenseitige Wertschätzung

zwischen Deutschen und

Nicht-Deutschen zu erreichen

enthält eine Fülle an Informationen

zu verschiedenen Lebensbereichen

und beantwortet

Fragen, z. B. was brauche

ich für die Einreise nach

Deutschland, wie kann ich Arbeit

finden, wo kann ich

Deutsch lernen? Gibt es Betreuungsangebote

für meine Kinder

oder auch wie funktioniert das

Gesundheitssystem?

Zudem bieten nützliche Telefonnummern,

Kontaktadressen

sowie Tipps für den Alltag weitere

Unterstützung.

Wahl des Ausländer-und

Integrationsbeirates der Stadt Würzburg

Der Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg sucht neue engagierte,

ehrenamtliche Mitglieder für die Wahlperiode 2021-2026

und die freie Entfaltung unterschiedlicher

kultureller Gemeinschaften

zu fördern.

Der Beirat engagiert sich für Integration

sowie gegen Rassismus

und Intoleranz gegenüber

Andersaussehenden und

Andersdenkenden. Er tritt dafür

Wahl des Ausländer- und Integrationsbeirates der

Stadt Würzburg

Wir – das sind wir alle!

le!

Für ein vielfältiges Würzbur

rg

– Ihr

re Stimme zählt!

Wahl am 28. März 2021

www.wuerzburg.de/auslaenderbeirat

Verantwortlich im Sinne des Presserecht s: Ausländer- und Intergationsbeirat der Stadt Würzburg

Anlässlich des Jahrestages

des rassistischen Anschlags

im hessischen Hanau, bei dem

am 19. Februar 2020 neun

Menschen und die Mutter des

Täters ermordet wurden, ruft

die Initiative #MeineStimme-

GegenHass der Deutschlandstiftung

Integration erneut dazu

auf, die eigene Stimme zu erheben

und sich klar gegen Hass,

Hetze und Rassismus zu stellen.

Integrationsstaatsministerin

Annette Widmann-Mauz: „Die

Frauen und Männer, die vor einem

Jahr durch den rassistischen

Anschlag aus dem Leben

gerissen wurden, waren Hanauer,

sie waren ein Teil von

Deutschland, ein Teil von uns.

Die rassistischen Morde von

Hanau verpflichten uns alle,

mehr zu tun. Deshalb ist es richtig,

dass die Bundesregierung

den Kampf gegen Rassismus

mit konkreten Maßnahmen von

der Prävention über die Strafverfolgung

bis hin zur Hilfe und

Beratung für Betroffene entschlossen

vorantreibt. Und deshalb

ist jede und jeder Einzelne

gefragt, klare Haltung zu zeigen

und die Stimme gegen Hass und

Gewalt zu erheben.“

Der Vorsitzende des Stiftungsrates

der Deutschlandstiftung

Integration, Bundespräsident

a.D. Christian Wulff, betont:

„Der Täter von Hanau hatte eine

zutiefst rassistische Gesinnung

und hat seinen Hass mit tödlicher

Gewalt ausgeübt. Er

konnte zuvor seine Botschaften

und seine Radikalisierung im

Internet ausleben. Wir müssen

in der reellen wie in der digitalen

Welt gegen diesen Hass entschlossen

vorgehen. Den Nährboden

solcher Ideologien müssen

wir alle zusammen trockenlegen.“

Die Integrationsbeauftragte fördert

gemeinsam mit der

Informationen zur Wahl am 28. März 2021

Hanau mahnt uns alle,

klar gegen Hass, Hetze und

Rassismus einzustehen

Initiative #MeineStimmeGegenHass

zum Jahrestag des rassistischen

Anschlags von Hanau

ein, dass niemand wegen seiner

Herkunft, seines Glaubens oder

seines Geschlechts diskriminiert

wird.

Mitglied des Ausländer- und Integrationsbeirats

kann jede/jeder

werden, der/die eine ausländische

Staatsangehörigkeit und eine

Aufenthaltserlaubnis (AE) hat

EU-Bürgerin oder EU-Bürger ist

doppelte Staatsangehörigkeit hat

und sich in das Wählerverzeichnis

eintragen lässt (Antragsformulare

sind beim städtischen

Wahlamt oder beim Ausländerund

Integrationsbeirat erhältlich)

sich im Asylverfahren befindet,

seit mindestens drei Jahren in

Deutschland lebt, eine Aufenthaltsgestattung

oder Duldung besitzt

seit mindestens drei Monaten in

Würzburg wohnhaft ist.

Der Ausländer- und Integrationsbeirat

der Stadt Würzburg heißt

alle sozial und politisch engagierten

Menschen willkommen, die

für eine Mitgliedschaft kandidieren

möchten e-mail.

Das tun wir:

- Wir entwickeln und organisieren

soziale, politische und kulturelle

Projekte

- Wir unterstützen Initiativen und

Migrantenorganisationen und

fördern die Zusammenarbeit in

der vielfältigen Stadtgesellschaft

- Wir beraten Migrantinnen und

Migranten, die aufgrund ihrer

Hautfarbe, Herkunft, Religion

Bundeszentrale für politische

Bildung die Initiative #Meine-

StimmeGegenHass der

Deutschlandstiftung Integration.

Die Initiative ruft dazu auf,

die Todesopfer rechtsextremer

und rassistischer Angriffe in

Deutschland nicht zu vergessen

und die Stimme gegen Hass,

Hetze und Rassismus zu erheben.

Mit bundesweiten Plakaten

und Anzeigen, einem Fernseh-

Spot, der Webseite www.meinestimmegegenhass.de

und Social

Media-Aktionen wird unter

#MeineStimmeGegenHass die

Botschaft der Initiative verbreitet

sowie zum Mitmachen aufgerufen.

Maßnahmen der Bundesregierung

gegen Rechtsextremismus

und Rassismus

Die Bundesregierung hat den

Kampf gegen Rechtsextremismus

und Rassismus in den

Mittelpunkt ihrer Arbeit gerückt.

Nach dem Mord an Walter

Lübcke und den Terroranschlägen

in Halle und Hanau wurde

im März 2020 ein Kabinettausschuss

eingerichtet, der im November

2020 einen Katalog mit

89 Maßnahmen beschlossen

hat, hinterlegt mit über 1 Milliarde

Euro bis 2024.

Rassismus und Rechtsextremismus

sind die größte Bedrohung

für den gesellschaftlichen

Zusammenhalt in Deutschland.

Menschen, die aufgrund ihrer

Herkunft, ihres Aussehens oder

Engagements für ein weltoffenes

Deutschland zur Zielscheibe

von Rassismus und Rechtsextremismus

werden, benötigen

den Rückhalt des Staates,

genauso wie jeder und jedes

Einzelnen von uns. Deshalb hat

die Deutschlandstiftung Integration

die Initiative #Meine-

StimmeGegenHass ins Leben

gerufen.

oder ihres Geschlechts Diskriminierung

erfahren

- Wir vermitteln Kontakte zu Behörden,

Institutionen oder Bürgerinitiativen

- Wir haben die Möglichkeit, Anträge

und Anfragen an den Stadtrat

und den Oberbürgermeister/die

Oberbürgermeisterin zu

stellen

- Wir geben Anregungen und machen

Vorschläge an den Stadtrat

und an den

Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin

Die Wahl findet

als Briefwahl statt

Die Wahlberechtigten erhalten

per Post die Wahlunterlagen mit

einem Beiblatt, das darüber informiert,

wie gewählt wird.

Der Wahlbrief wird (portofrei) zurück

an das Rathaus geschickt

oder im Rathaus abgegeben.

Die Briefwahlunterlagen müssen

spätestens am 28.03.2021 im

Rathaus eintreffen.

Am Wahltag, 28.03.2021, wird

im Rathaus auch eine Wahlkabine

bereitstehen.

Auskunft über die Wahl erteilt die

Geschäftsstelle des Ausländerund

Integrationsbeirats (0931 37

3229).

Bitte beachten Sie:

Wählbar sind Personen, die seit

mindestens drei (nicht zwei!!!)

Monaten in Würzburg wohnhaft

sind!

POLITISCHE BILDUNG IN DEUTSCHLAND

"Demokratie ist keine Glücksversicherung,

sondern das Ergebnis politischer Bildung

und demokratischer Gesinnung.“

(Theodor Heuss)

Hier haben wir die wichtigsten Adressen für politische Bildung

in unserem Land für unsere Leserinnen und Leser zusammengefasst:

Die Bundeszentrale

für politische Bildung

Adenauerallee 86

53111 Bonn

Telefon: 01888/515-0

Fax: 01888/515-113

info@bpb.bund.de

www.bpb.de

Landeszentrale

für politische Bildung

Baden-Württemberg

Lautenschlagerstraße 20

70173 Stuttgart

Telefon: 0711/164099-0

Fax: 0711/164099-77

lpb@lpb-bw.de

www.lpb-bw.de

Bayerische Landeszentrale

für politische Bildungsarbeit

Englschalkinger Straße 12

81925 München

Telefon: 089/ 2186-2188

Fax: 089/ 2186-2180

landeszentrale@stmuk.bayern.de

www.blz.bayern.de

Brandenburgische

Landeszentrale für

politische Bildung

Heinrich-Mann-Allee107,

Haus 17

14473 Potsdam

Telefon: 0331/866-3541

Fax: 0331/866-3544

blzpb@mbjs.brandenburg.de

www.politische-bildungbrandenburg.de

Berliner Landeszentrale

für politische Bildung

Landeszentrale Berlin

Hardenbergstraße 22-24

10623 Berlin

Telefon: (030) 90227-4966

Fax: (030) 90227-4960

landeszentrale@senbwf.verwalt-berlin.de

www.berlin.de/politische-bikdung

Über 90 Prozent der in

Deutschland tätigen Imame

kommen aus dem Ausland. Das

geht aus einer Untersuchung

der Konrad-Adenauer-Stiftung

2019 hervor. Die türkische Religionsbehörde

Diyanet entsendet

etwa seit den 1990er Jahren

Imame im Rotationssystem

nach Deutschland. Immer wieder

wird die Kritik laut, dass die

türkische Regierung dadurch

Einfluss auf deutsche Moscheegemeinden

und Verbände nehmen

könnte. Hinzu kommt, dass

einige Imame ausschließlich in

ihrer Muttersprache predigen

und nur schlecht mit deutschsprachigen

Moscheebesucher*innen kommunizieren

können. Das betrifft

vor allem jüngere Muslim*innen.

Neues Programm für eine

unabhängige Imamausbildung

Politiker*innen und Fachleute

Landeszentrale für

politische Bildung Bremen

Landeszentrale Bremen

Birkenstrasse 20/21

28195 Bremen

Tel.: 0421/36 12 922

Fax: 0421/36 14 453

info@lzpb-bremen.de

www.landeszentrale-bremen.de

Landeszentrale für

politische Bildung Hamburg

Landeszentrale Hamburg

Dammtorstraße 14

20354 Hamburg

Telefon: (040) 42823 - 4808

Fax: (040) 427 31 0673

PolitischeBildung@bbs.hamburg.de

www.hamburg.de/politischebildung

Hessische Landeszentrale

für politische Bildung

Taunusstraße 4-6,

65183 Wiesbaden

Telefon: 0611 / 32-40 51

Fax: 0611 / 32-40 77

hlz@hlz.hessen.de

www.hlz.hessen.de

Landeszentrale für politische

Bildung Mecklenburg-

Vorpommern

Jägerweg 2

19053 Schwerin

Tel.: 0385/30 20 910

Fax: 0385/30 20 922

poststelle@lpb.mv-regierung.de

www.lpb-mv.de

Niedersächsische

Landeszentrale für

politische Bildung

Georgsplatz 18/19

30159 Hannover

Tel.: 0511/120-7500

poststelle@lpb.niedersachsen.de

www.demokratie.niedersachsen.de

Landeszentrale

für politische Bildung

Nordrhein-Westfalen

Haroldstraße 4

40213 Düsseldorf

Tel. 0211-896-4843/4844

Fax: 0211-896-4886

info@politischebildung.nrw.de

www.politischebildung.nrw.de

Landeszentrale

für politische Bildung

Rheinland-Pfalz

Am Kronberger Hof 6

55116 Mainz

Tel.: 06131/16 29 70

Fax: 06131/16 29 80

lpb.zentrale@politische-bildung-rlp.de

www.politische-bildungrlp.de

Landeszentrale für

politische Bildung

des Saarlandes

Beethovenstraße 26/Pavillon

66125 Saarbrücken

Tel.: 06897/79 08 144

Fax: 06897/79 08 177

lpb@lpm.uni-sb.de

www.lpm.uni-sb.de/lpb

Sächsische Landeszentrale

für politische Bildung

Schützenhofstraße 36/8

01129 Dresden

Tel.: 0351/85 31 80

Fax: 0351/85 31 855

LpB@SLpB.de

www.slpb.de

Landeszentrale für

politische Bildung

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale Sachsen-

Anhalt

Leiterstraße 2

39104 Magdeburg

Telefon: 0391/567-6463

Fax: 0391/567-6464

politische.bildung@lpb.mk.sa

chsen-anhalt.de

www.lpb.sachsen-anhalt.de

Der Landesbeauftragte für

politische Bildung Schleswig-Holstein

Karolinenweg 1

24105 Kiel

Tel.: 0431/988 1645

Fax: 0431/988 1648

info@lpb.landsh.de

www.politische-bildung-sh.de

Landeszentrale für politische

Bildung Thüringen

Regierungsstraße 73

99084 Erfurt

Tel.: 0361/3792701

Fax.: 0361/3792702

lzt@thueringen.de

www.lzt-thueringen.de

Imamausbildung in Deutschland

Die meisten Imame in Deutschland wurden im Ausland

ausgebildet. Das steht immer wieder in der Kritik. Ein neues

Ausbildungsprogramm soll das nun ändern.

fordern deshalb immer wieder

eine deutschsprachige Imamausbildung,

die unabhängig

von anderen Staaten ist. Im April

soll ein solches Ausbildungsprogramm

in Osnabrück starten.

Organisiert wird es vom "Islamkolleg

Deutschland e.V.", das islamische

Gemeindeverbände

und Wissenschaftler*innen Ende

2019 gegründet haben. Die

Ausbildung soll unabhängig von

den großen Dachverbänden in

Deutschland sein und eigene

Schwerpunkt erarbeiten, etwa

wie die Gemeindearbeit aussehen

soll. Das Bundesinnenministerium

(BMI) und das Land

Niedersachsen fördern das Projekt.

Die Ausbildung am Islamkolleg

ist das erste verbandsübergreifende

Programm für Imame in

Deutschland, das sich explizit an

hiesige Absolvent*innen der Islamischen

Theologie richtet.

Bisher bilden mehrere islamische

Dachverbände eigenes religiöses

Personal aus, unterrichtet

wird größtenteils in anderen

Sprachen. Die Türkisch-Islamische

Union der Anstalt für Religion

e.V. (DITIB) bietet zudem

seit Januar 2020 ein zweijähriges,

hauptsächlich deutschsprachiges

Ausbildungsprogramm

an.

Bereits 2009 riet die Deutsche

Islam Konferenz (DIK), das Studienfach

Islamische Theologie

an deutschen Hochschulen zu

etablieren und damit eine Voraussetzung

für die spätere Ausbildung

von Imamen zu schaffen.

Inzwischen gibt es bundesweit

sieben Institute für Islamische

Theologie und mehrere islamische

Lehrstühle.

Quelle: https://mediendienst-integration.de/artikel/imamausbildung-indeutschland.html


04 Information 2021

Nachrichten rund um Integration aus unseren Bundesländern

Land und Kommunen

schließen Vereinbarung

zur Migrationspolitik und

Neuregelung des Flüchtlingsaufnahmegesetzes

Faire Lastenverteilung bei Kosten

für Unterbringung von Flüchtlingen

und Kostenerstattung für Geduldete

sowie verbindliche Integrationspolitik

und verbessertes Rückkehrmanagement

vereinbart.

Der Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration

des Landes Nordrhein-Westfalen, Joachim

Stamp, hat mit den kommunalen Spitzenverbänden

in Nordrhein-Westfalen eine grundlegende Vereinbarung

zur Migrationspolitik und Neuregelung des

Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG) in Nordrhein-

Westfalen geschlossen.

Flüchtlingsminister Joachim Stamp: „Gemeinsam wollen

wir durch eine verbindlichere Integrationspolitik

die Potenziale der auf Dauer in Nordrhein-Westfalen

bleibenden Menschen zielgenauer fördern und durch

ein verbessertes Rückführungsmanagement Menschen

ohne Bleibeperspektive konsequenter zurükkführen.“

Zur Erreichung dieser Ziele haben sich Land und Kommunen

auf eine faire Lastenverteilung verständigt. Auf

Grundlage der von Prof. Dr. Thomas Lenk von der Universität

Leipzig ermittelten Ist-Kosten der Unterbringung

von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen wird

die FlüAG-Pauschale von derzeit 10.392 Euro pro Jahr

auf 10.500 Euro für kreisangehörige Gemeinden und

13.500 Euro für kreisfreie Städte angehoben. Die Vorschläge

des Gutachtens werden damit 1:1 umgesetzt.

Auch wenn das Gutachten keine Aussage über die Kostenerstattung

für Geduldete trifft, wird sich das Land

deutlich stärker als in der Vergangenheit an den Kosten

für diese Personengruppe beteiligen. Für künftige Geduldete

erhalten die Kommunen eine Einmalpauschale

von 12.000 Euro, wobei nicht zwischen kreisfreien

Städten und kreisangehörigen Gemeinden unterschieden

wird.

Hessen sagt Ja

zu Vielfalt –

Hessen sagt DANKE!

Der Sozial- und Integrationsminister

in Hessen, Kai Klose, würdigt das

Engagement der hessischen WIR-Integrationslotsinnen

und -lotsen.

Mehr als 850 WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen

sind ehrenamtlich in Hessen unterwegs. Sie unterstützen

Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte

bei der Orientierung und leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Für diesen besonderen Einsatz ehrt Sozialminister Kai

Klose 19 Hessinnen und Hessen. „Für ihr besonderes

soziales Engagement danke ich den Integrationslotsinnen

und -Lotsen von Herzen und spreche ihnen meine

Hochachtung sowie die Anerkennung der Hessischen

Landesregierung aus. Sie sind wunderbare Botschafterinnen

und Botschafter für das Miteinander in Hessen“,

sagt Klose in einer Videobotschaft zur Würdigung der

Integrationshelferinnen und -helfer. Die Botschaft ist

Teil des Films „Hessen sagt Danke“, der zu Ehren besonders

aktiver WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen

gedreht wurde und der die Gewürdigten sowie deren

Engagement zeigt. Denn wegen der Corona-Pandemie

konnte der Minister die Lotsinnen und Lotsen im Jahr

2020 nicht wie in den Vorjahren zu einem Festakt ins

Biebricher Schloss in Wiesbaden einladen. Mit dem

Film als Alternative möchte die Landesregierung zumindest

einen virtuellen Rahmen schaffen, in dem das

Engagement für Menschen mit Migrationsgeschichte in

den Vordergrund gestellt und sichtbar gemacht wird –

gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen. Denn die

Integrationslotsinnen und -lotsen übernehmen in Hessen

eine wichtige Brückenfunktion bei der gesellschaftlichen

Integration und stehen gerade neu Zugewanderten

zur Seite. „Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit.

Dank dieses Einsatzes werden Vorurteile

abgebaut und Perspektiven für eine vielfältige Gesellschaft

eröffnet“, sagt Sozialminister Klose.

(Quelle:

https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessensagt-ja-zu-vielfalt-hessen-sagt-danke

)

Zehn Jahre „Charta der

Vielfalt“ in Hessen

Veröffentlichung des 4.

Atlas zur Gleichstellung

von Frauen und Männern

Der jetzt veröffentlichte Atlas

bringt es an den Tag: Junge Väter

bringen sich stärker ein

o stieg der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld

S2020 gegenüber dem Jahr 2010 um 19,9 Prozentpunkte

auf 38,4 %. „Das neu in den Atlas aufgenommene Kapitel

Erwerbs- und Sorgearbeit ist mir besonders wichtig“,

betont Ministerin Carola Reimann. „Bei der Wahrnehmung

von Kinderbetreuungs- und Pflegeaufgaben

durch erwerbstätige Elternpaare sind wir trotz der positiven

Entwicklung im Elterngeldbezug von einer gleich

verteilten Belastung der Frauen und Männern aber noch

weit entfernt. Das wurde während der Corona-Pandemie

besonders deutlich. Es ist daher wichtig, die Voraussetzungen

für eine gerechtere Aufteilung der Sorgearbeit

innerhalb der Familien zu schaffen. Homeoffice kann

hierzu beitragen.“ Nachdem im Juli 2020 die erste Auflage

des 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

in Deutschland veröffentlicht worden ist, legt nun

auch Niedersachsen seinen 4. Atlas zur Gleichstellung von

Frauen und Männern vor. Der Atlas enthält Informationen

zum gleichstellungspolitischen Umsetzungsstand in den

Gemeinden und Kreisen in Niedersachsen und bietet gesicherte

Daten für eine nachhaltige und zielorientierte

Gleichstellungspolitik. Da der Erstellungszeitraum von

dem 4. Atlas der Bundesausgabe abweicht, konnte z. T.

auf eine neuere Datenbasis zurückgegriffen werden.

(Quelle: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/veroffentlichung-des-4-atlas-zur-gleichstellung-vonfrauen-und-mannern-in-niedersachsen-196161.html

)

Schulbildung geflüchteter

Kinder während der

Pandemie besonders

gefährdet

Hausaufgaben per Mail, Fernunterricht und Videokonferenzen

– das stellt viele Familien in der Corona-Pandemie

vor Herausforderungen. Dazu zählen

auch geflüchtete Kinder, die in Unterkünften leben. Neben

der beengten Wohnsituation leiden sie unter fehlender

technischer Ausstattung und mangelnder fachlicher

Begleitung. Sie sind zudem besonderem psychischen

Stress ausgesetzt. In den Unterkünften fehlen nicht nur

geeignete Orte zum Lernen, sondern auch Rechner,

Druck- und Scanmöglichkeiten. Katarina Niewiedzial,

Beauftragte des Senats für Integration und Migration:

„Ich halte es für dringend notwendig, dass geflüchteten

Schülerinnen und Schülern der Zugang zur Notbetreuung

ermöglicht wird, wenn die Situation in den Unterkünften

das digitale Lernen behindert.“ Selbst wenn im

Februar eine Rückkehr zum Präsenzunterricht erfolgen

kann, haben gerade die Kinder und Jugendlichen aus

den Unterkünften im letzten Jahr viel Lernstoff verpasst.

Um ihre Bildungsverläufe nicht weiter zu gefährden,

braucht es ein Konzept, wie Lerndefizite nachgeholt

werden können.

(Quelle: https://www.berlin.de/lb/intmig/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1046361.php)

Minister Joachim Stamp: „Die Pauschale entspricht einer

Verlängerung des Zahlungszeitraums von derzeit

maximal drei auf etwa vierzehn Monate nach Eintritt

der vollziehbaren Ausreisepflicht. Zugleich minimieren

wir damit den Verwaltungsaufwand sowohl auf

Seiten des Landes als auch der Kommunen.“

Land und Kommunen wollen gemeinsam daran arbeiten,

die Zahl der Bestandsgeduldeten erheblich zu reduzieren.

Dazu wird das Land die Kommunen in zentralen

Bereichen der Rückführung noch intensiver und

systematischer unterstützen. Zugleich werden die

kommunalen Ausländerbehörden die vorhandenen

Möglichkeiten, gut integrierten Geduldeten ein dauerhaftes

Aufenthaltsrecht zu erteilen, konsequent prüfen

und die vorhandenen Spielräume ausschöpfen.

Integrationsminister Stamp: „Ich freue mich sehr, dass

wir uns mit den Kommunen nicht nur auf finanzielle

Regelungen verständigen konnten, sondern auch beim

Rückkehrmanagement und der Erteilung von Bleiberechten

an einem Strang ziehen.“

In Anerkennung der hervorragenden Arbeit der Kommunen

im Zusammenhang mit der Unterbringung und

Integration von Flüchtlingen sowie der bereits in der

Vergangenheit getragenen Belastungen unterstützt

das Land die Kommunen zur Finanzierung der Bestandsgeduldeten

mit jeweils 175 Millionen Euro in

2021 und 2022. Im ersten Quartal 2023 wird die finanzielle

Unterstützung der Kommunen durch das Land

evaluiert. Für 2023 und 2024 sagt das Land jedoch bereits

jetzt eine Unterstützung von jeweils 100 Millionen

Euro zu.

(Quelle: https://www.mkffi.nrw/pressemitteilung/land-und-kommunen-schliessen-vereinbarung-zur-migrationspolitik-und-neuregelung-des

)

Hessens Sozial- und Integrationsminister

Kai Klose: „Gegenseitiger Respekt

vor unterschiedlichen Lebensentwürfen

führt Menschen zusammen.“

Am 1. Februar 2011 wurde das Land Teil der 2006 gegründeten

Unternehmensinitiative und trägt damit

seitdem aktiv dazu bei, dass Menschen im Arbeitsumfeld

nicht von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen

sind. Die Maxime lautet: Alle Mitarbeitenden der Landesverwaltung

sollen Wertschätzung erfahren und ihre

Kompetenzen und Potenziale einbringen können –

unabhängig von Alter, ethnischer oder sozialer Herkunft,

geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen

Fähigkeiten, ihrer Religion und Weltanschauung

oder sexuellen Orientierung.

„Das alles sind schützenswerte Bereiche, in denen sich

Diversität und Individualität ausdrücken. Dem ohne

Vorurteile zu begegnen bedeutet, die Mitarbeiter*innen

wahrzunehmen und wertzuschätzen – und auf diese

Art zu erreichen, dass sie ihre individuellen Potenziale

voll in ihr Arbeitsumfeld einbringen können.

Denn diese Vielfalt der Potenziale macht eine Organisation

stark“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai

Klose anlässlich des Jubiläums. Hierfür kommen insbesondere

Projekte in Betracht, die sich der Wertschätzung

und Förderung der Vielfalt mehrerer bzw. aller in

der Charta der Vielfalt niedergelegten Dimensionen

widmen. „Die ‚Charta der Vielfalt‘ ist seit zehn Jahren

Teil des Selbstverständnisses der hessischen Landesverwaltung

und es ist meine feste Überzeugung, dass

die darin formulierten Grundsätze auch darüber hinaus

die Grundlage für eine von Vielfalt geprägte Gesellschaft

in Hessen sein müssen“, so Sozial- und Integrationsminister

Kai Klose weiter.

(Quelle: https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilung/zehnjahre-charta-der-vielfalt-in-hessen

)

Kruppa: Muttersprache

muss gefördert werden

„Wer hier lebt und neben Deutsch

seine Muttersprache beherrscht,

trägt einen Schatz in sich!“

Wer hier lebt und neben Deutsch seine Muttersprache

beherrscht, trägt einen Schatz in sich!“, betont Mirjam

Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration

und Flüchtlinge, anlässlich des Internationalen Tags

der Muttersprache am kommenden Sonntag. Die Beauftragte

begrüßt daher das Vorhaben der Landesregierung,

die Muttersprache von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte

landesweit verstärkt zu fördern.

„Mehrsprachigkeit ist ein großes Potential. Es gehört zu einer

sinnvollen Integrationsarbeit, dieses zu fördern,“ führt

Kruppa aus. Wer sicher in seiner Muttersprache sei, entwickele

leichter sprachübergreifende Kenntnisse, die auch

beim Erlernen von Deutsch oder weiteren Fremdsprachen

wichtig sind. Dabei gehe es darum, die Sprache nicht nur

zu sprechen, sondern auch schriftlich zu beherrschen, erklärt

die Beauftragte.

„Darüber hinaus ist Muttersprache ein wesentlicher Teil

von Identität,“ betont Kruppa. Zugewanderte bei der Förderung

der Muttersprache zu unterstützen, stelle daher eine

wichtige Wertschätzung seitens der Landesregierung

dar und stärke die Kinder in ihrer Entwicklung.

(Quelle: https://bimf.thueringen.de/beauftragte/medieninfo/detailseite/4-2021 )

Bremer Sozialbehörde

wiederholt als familienfreundliche

Institution

zertifiziert

Die Senatorin für Soziales ist zum sechsten

Male als familienfreundliche Institution im

Audit „berufundfamilie“ zertifiziert worden.

Die Senatorin für Soziales ist zum sechsten Male als familienfreundliche

Institution im Audit „berufundfamilie“

zertifiziert worden. Damit bescheinigt das Kuratorium der Behörde

die „strategische Gestaltung einer familien- und lebensphasenbewussten

Personalpolitik“. „Diese Auszeichnung bestätigt

uns in unserem Anspruch, als Arbeitgeber für Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter besonders in der Familienphase

attraktiv zu sein“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. „Eine

familienbewusste Personalpolitik stärkt nicht nur Mütter

und Väter, sie ist auch von Vorteil für den Öffentlichen Dienst

als Arbeitgeber.“ So binde die Behörde qualifizierte Kräfte

langfristig und gewinne neue hinzu. „Dabei wissen wir, dass

die Fähigkeiten, die im Management einer Familie erworben

werden, auch in den Abläufen eines Betriebs von großem Vorteil

sein können“, so die Senatorin weiter. Mit der Auditierung

stellt ein externes Kuratorium fest, dass ein Unternehmen

oder eine Organisation die Rahmenbedingungen schafft und

verbessert, die Beschäftige mit Kindern, pflegende Angehörige

sowie Alleinerziehende unterstützen.

(Quelle:https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php

?gsid=bremen146.c.349710.de&asl=bremen02.c.732.de )


2021 Information 05

Nachrichten rund um Integration aus unseren Bundesländern

Noch nie so viel Geld

für von Gewalt

betroffene Frauen

Den Kampf gegen Gewalt an Frauen hat

sich Frauenministerin Anne Spiegel als

einen Schwerpunkt ihrer Arbeit gesetzt.

Hausaufgaben per Mail, Fernunterricht und Videokonferenzen

– das stellt viele Familien in der Corona-Pandemie

vor Herausforderungen. Doch für vulnerable

und sozial benachteiligte Schülerinnen und

Schüler sind die aktuellen Anforderungen des Homeschooling

kaum zu bewältigen. Dazu zählen auch geflüchtete

Kinder, die in Unterkünften leben.

Neben der beengten Wohnsituation leiden sie unter fehlender

technischer Ausstattung und mangelnder fachlicher

Begleitung. Sie sind zudem besonderem psychischen

Stress ausgesetzt. In den Unterkünften fehlen

nicht nur geeignete Orte zum Lernen, sondern auch

Rechner, Druck- und Scanmöglichkeiten. Katarina Niewiedzial,

Beauftragte des Senats für Integration und Migration:

„Ich halte es für dringend notwendig, dass geflüchteten

Schülerinnen und Schülern der Zugang zur

Notbetreuung ermöglicht wird, wenn die Situation in

den Unterkünften das digitale Lernen behindert.“

(Quelle:https://www.berlin.de/lb/intmig/presse/pressemitteilungen/20

21/pressemitteilung.1046361.php)

Bayerisches

Integrationsprojekt:

Kulturdolmetscher plus

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim

Herrmann: Gut integrierte Migranten

als Brückenbauer zwischen den Kulturen

Das Projekt "Kulturdolmetscher plus" ist ein Gewinn

für uns alle. Denn für eine gelungene Integration

braucht es „Übersetzer“ und Brückenbauer zwischen den

Kulturen. Wir haben daher die Mittel für das Projekt nochmals

auf nunmehr 235.000 Euro aufgestockt", sagte Innen-

und Integrationsminister Joachim Herrmann. In

Bayern leben viele Menschen mit vielfältigen Migrationshintergründen,

die sich gut integriert haben. "Ihre Erfahrungen,

sowie ihr Wissen über ihre Herkunftskultur ist eine

große Bereicherung für neu Zugewanderte und für uns

alle," betonte Herrmann und erklärte: "Mit der gezielten

Ausbildung zum "Kulturdolmetscher" nutzen wir diese

Ressource und binden erfolgreich integrierte Menschen

mit sehr guten Deutschkenntnissen in den Integrationsprozess

der Neuzugewanderten ein." Denn Menschen, die

zu uns kommen, müssen neben sprachlichen auch kulturelle

Hürden überwinden. "Die Kulturdolmetscher können

hier unterstützen, sich im neuen Alltag zurechtzufinden,

kulturelle Missverständnisse zu klären und so Konflikten

entgegenzuwirken", so der Minister.

(Quelle: https://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2021/29/index.php

)

Bayern gibt grünes Licht

für weitere Förderung inter

kultureller Projekte 2021

Herrmann gibt grünes Licht für weitere

Förderung interkultureller Projekte 2021

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim

Herrmann hat grünes Licht für die weitere finanzielle

Unterstützung interkultureller Projekte 2021

gegeben: Das sind die HEROES-Projekte in Augsburg,

Nürnberg und Schweinfurt, das Projekt "habadEhre"

in Regensburg, und das Projekt "W³- Wissen, Werte,

Wir. Farbe bekennen" in Rosenheim. In diesen Erfolgsprojekten

setzen sich junge Menschen in regelmäßigen

Trainings mit Themen wie Ehre, Identität,

Geschlechterrollen und Menschenrechten auseinander.

"Die Projekte haben sich bewährt. Dies sieht man

daran, dass bereits nach kurzer aber erfolgreicher Pilotphase

das im Jahr 2019 ins Leben gerufene Projekt

W³ zukünftig zusätzlich in Traunstein angeboten

wird," sagte Herrmann, "alle Angebote leisten wertvolle

Arbeit, um die Grundlagen einer demokratischen,

offenen und freien Gesellschaft zu vermitteln

und gemeinsam entsprechende Werte zu bilden." Der

Freistaat Bayern unterstützt die interkulturellen Projekte

im kommenden Jahr mit einer Fördersumme

von rund 600.000 Euro.

(Quelle:https://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2020/360/index.php

)

Interreligiöser

Kalender 2021 in NRW

Staatssekretärin Güler: Wollen

Verständnis und Wissen über die kulturelle

und religiöse Vielfalt in NRW fördern

Der Interreligiöse Kalender 2021 informiert über die

wichtigsten Feiertage von 13 Religionsgemeinschaften.

Der Kalender gibt nicht nur einen Überblick, wann

welche der Gemeinschaften ihre religiösen Feste begeht,

sondern erläutert auch die Hintergründe der Feiertage.

Der Interreligiöse Kalender 2021 ist kostenlos erhältlich,

sowohl als Wandkalender im DIN A1-Format als auch in

einer digitalen Version für mobile Endgeräte und elektronische

Kalendersysteme.

„Der Interreligiöse Kalender soll trotz sozialer Distanz in

Zeiten der Pandemie dazu beitragen, dass wir einander

nicht vergessen und uns stärker digital zu unseren Festtagen

gratulieren. Auch wenn die Religionsgemeinschaften

ihre Feste aktuell nicht wie gewohnt feiern können, ist

es wichtig, dass wir sie begehen. Dabei soll der Interreligiöse

Kalender helfen“, sagte Integrationsstaatssekretärin

Serap Güler. Der Interreligiöse Kalender umfasst die

Feiertage des Christentums, Judentums, Islams, Alevitentums,

Jesidentums, Bahaitums, Buddhismus und Hinduismus.

Bei den christlichen Festen wird zudem zwischen

evangelisch, katholisch, orthodox, armenisch, syrisch

und koptisch unterschieden.

Frauenministerin fordert

bessere Arbeitsbedingungen

In der Pandemie hat sich gezeigt, wie

wichtig die Arbeit von Frauen als

Kranken- und Altenpflegerinnen, Erzieherinnen

und Verkäuferinnen ist.

Deshalb hat Frauenministerin Anne Spiegel den Anlass

des Internationalen Frauentags genutzt, um beim digitalen

Fachgespräch „Frauen – systemrelevant, aber unterbezahlt“

die schwierige Situation der Frauen in diesen Berufen

zu thematisieren. Hierfür diskutierte sie mit Sylvia

Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, über die Arbeitsbedingungen

der Frauen, ihre strukturellen Ursachen

und über notwendige Veränderungen. „Die systemrelevante

Arbeit von Frauen muss endlich entsprechend honoriert

werden in unserer Gesellschaft durch bessere Arbeitsbedingungen

und eine bessere Bezahlung“, erklärte Frauenministerin

Anne Spiegel. „Nur so wird diese wichtige Arbeit

angemessen gewürdigt und nur so ist es möglich, diese Berufe

langfristig attraktiv zu machen und den großen Personalmangel

in Pflege- und Erziehungsberufen zu überwinden.“

Im Vorfeld des Fachgesprächs wurden Mitarbeiterinnen,

die in systemrelevanten Berufen tätig sind, durch

das Frauenministerium um Botschaften gebeten, die in die

Diskussion einbezogen wurden. Die Aussagen machen die

Probleme deutlich: „Häufige Unterbesetzung durch Personalausfall,

noch höhere Arbeitsbelastung, noch weniger

persönliche Zuwendung für die Patientinnen und Patienten

- das bedeutet Corona für unsere Arbeit“, so eine Aussage,

eine andere lautete: „Manchmal würde ich gerne streiken,

um wachzurütteln, aber kein Pflegepersonal der Welt lässt

die zu pflegenden Menschen im Stich.“

(Quelle: https://mffjiv.rlp.de/de/service/presse)

Kruppa: Muttersprache

muss gefördert werden

“Wer hier lebt und neben Deutsch seine

Muttersprache beherrscht, trägt

einen Schatz in sich!”

Wer hier lebt und neben Deutsch seine Muttersprache beherrscht,

trägt einen Schatz in sich!“, betont Mirjam

Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und

Flüchtlinge, anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache

am kommenden Sonntag. Die Beauftragte begrüßt daher

das Vorhaben der Landesregierung, die Muttersprache von

Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte landesweit

verstärkt zu fördern.

„Mehrsprachigkeit ist ein großes Potential. Es gehört zu einer

sinnvollen Integrationsarbeit, dieses zu fördern,“ führt Kruppa

aus. Wer sicher in seiner Muttersprache sei, entwickele leichter

sprachübergreifende Kenntnisse, die auch beim Erlernen von

Deutsch oder weiteren Fremdsprachen wichtig sind. Dabei gehe

es darum, die Sprache nicht nur zu sprechen, sondern auch

schriftlich zu beherrschen, erklärt die Beauftragte.

„Darüber hinaus ist Muttersprache ein wesentlicher Teil von

Identität,“ betont Kruppa. Zugewanderte bei der Förderung

der Muttersprache zu unterstützen, stelle daher eine wichtige

Wertschätzung seitens der Landesregierung dar und stärke die

Kinder in ihrer Entwicklung. „Gerade Kindern gilt es zu vermitteln:

‚Mit deiner Muttersprache bringst du etwas Besonders

mit, etwas Wertvolles! Wir wollen dich ermutigen und dir Möglichkeiten

bieten, das zu bewahren!‘ Die Förderung Mutterprachlichen

Unterrichts hat die Landesregierung mit dem „Thüringer

Integrationskonzept

(Quelle: https://bimf.thueringen.de/beauftragte/medieninfo/detailseite/4-2021 )

Pandemie verlangsamt

Integration in Mecklenburg-

Vorpommern

In den vergangenen fünf Jahren wurden

in Mecklenburg-Vorpommern viele

wichtige und gute Integrationsstrukturen

und eine Expertise aufgebaut.

Die Universität Rostock und das Rostock International

House hatten alle Interessierten und Akteure aus der

Flüchtlingsarbeit in Rostock und Umgebung, sowie

bundesweit zu der Konferenz eingeladen. Die Veranstaltung

dient als Plattform und Erfahrungsaustausch für

Flüchtlingsbeauftragte aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft

und Öffentlichkeit. Die Geschichte, Ängste,

Hoffnungen und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit in

Rostock und im Land Mecklenburg-Vorpommern der

letzten fünf Jahre stehen dabei im Mittelpunkt. Alabali-

Radovan machte deutlich: „Die Corona-Pandemie bringt

tiefe Einschnitte in die Integrationsentwicklungen. Wir

müssen uns mit den Auswirkungen der Pandemie auf den

Arbeitsmarkt insbesondere auf Zugewanderte, die zu

großen Teilen in prekären oder unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

stehen, beschäftigen. Wir müssen

auch darauf achten, dass die Pandemie die Bildungschancen

von geflüchteten Kindern und Jugendlichen

nicht weiter verschlechtert.“Insgesamt ist für M-V festzustellen,

dass Zugewanderte von den Auswirkungen der

Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt besonders stark

betroffen sind

Quelle: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Aktuell/?id=168142& processor=processor.sa.pressemitteilung

Sachsen eröffnet landesweite

Ehrenamtsagentur

Sozialministerin Köpping: »Wir fördern

Austausch, Vernetzung und

Beratung aller Ehrenamtlichen«

Mit der Eröffnung einer Ehrenamtsagentur intensiviert

der Freistaat Sachsen seine Engagement-

Politik. Wie im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien

vereinbart, wurde nun auf Landesebene eine

Ehrenamtsagentur gegründet, die Akteure des ehrenamtlichen

Engagements vernetzen und zum Austausch

anregen soll. Auf diese Weise sollen Beispiele

besonders erfolgreicher Praxis besser bekannt gemacht

und mehrfach umgesetzt werden können.

Neue Vereine und Initiativen können dadurch schneller

auf Erfahrungen anderer zurückgreifen. Die Ehrenamtsagentur

Sachsen soll sich vor allem auch um

kleinere Initiativen und Vereine kümmern, die keine

verbandliche Unterstützung haben. Die Unterstützung

der Ehrenamtsagentur wird überwiegend in

Beratungen, Hilfestellungen und Vernetzungen bestehen.

Es sollen umfangreiche Informationen zur

Verfügung gestellt und auch Workshops angeboten

werden. Eine finanzielle Förderung wird über die Ehrenamtsagentur

nicht erfolgen. Die bestehenden Förderprogramme

bleiben im bisherigen Rahmen erhalten.

Zur Eröffnung am heutigen Mittwoch sagt Sozialministerin

Petra Köpping: »Mit der Gründung der

Ehrenamtsagentur Sachsen setzen wir einen weiteren

Meilenstein in der sächsischen Engagement-Politik.

Sachsen fördert das bürgerschaftliche Engagement

nicht nur finanziell, sondern auch ideell: Wir

wollen, dass Menschen sich im Ehrenamt engagieren.

Möglichkeiten dazu gibt es genug. Nun können

wir auf breiterer Basis die Vereine und Initiativen vor

Ort beraten und unterstützen.


06 Kultur 2021

Ein unbekanntes Volk?

Zur Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Europa

Woher kommen Sinti und Roma? Seit wann leben sie in Europa? Welche Religion haben sie? Was ist Romanes für eine Sprache?

Unser Wissen über das Leben der Sinti und Roma in der Vergangenheit ist sehr begrenzt. Es gibt fast keine eigenen

Schriftquellen, Fakten, Daten und Zahlen, die über Klischees und Vorurteile aufklären.

Herkunft

Unser Wissen über das Leben,

auch über Einzelheiten der Geschichte

der Sinti und Roma in

der Vergangenheit ist sehr begrenzt,

da es fast keine eigenen

Schriftquellen gibt. Fast alle Informationen

wurden Jahrhunderte

lang von Nicht-Sinti und -

Roma gesammelt und weitergegeben,

zum Teil aber auch

nur abgeschrieben. Vieles liegt

hier im Dunkeln.

Seit dem späten 18. beziehungsweise

frühen 19. Jahrhundert

ist aufgrund linguistischer

Studien die Herkunft als

gesichert anzusehen. Die Vorfahren

der heute in Europa lebenden

Roma und Sinti stammen

ursprünglich aus Indien

beziehungsweise dem heutigen

Pakistan. Sie wanderten seit

dem 8. bis 10. Jahrhundert

über Persien, Kleinasien oder

den Kaukasus (Armenien),

schließlich im 13. und 14. Jahrhundert

über Griechenland

und den Balkan nach Mittel-,

West- und Nordeuropa; und

von dort aus auch nach Amerika.

Möglicherweise gab es einen

weiteren Migrationsweg

über Nordafrika nach Spanien.

Die Quellenlage ist hier aber

sehr dürftig.

Hintergrund war kein – ihnen

lange Zeit unterstellter – Wandertrieb,

sondern sie waren

oder sie sahen sich durch Kriege,

Verfolgung, Vertreibung

oder aus wirtschaftlicher Not

zu dieser Wanderung gezwungen,

die bezogen auf Mitteleuropa

über 500 Jahre dauerte.

Ankunft in Europa

In Europa waren Roma "neue

Fremde". Sie unterschieden

sich von den Einheimischen im

Aussehen, in ihren kulturellen

Traditionen und durch die eigene

Sprache, durch das Romanes.

Sie wurden als "Tartaren"

(Norddeutschland, Skandinavien),

als "Ägypter" (England,

Frankreich), "Böhmen"

(Frankreich) oder sehr häufig

als "Heiden" bezeichnet. Ab

dem 14./15. Jahrhundert werden

sie "Cingari" oder "Volk des

Pharaos" genannt oder auch

"Athinganoi" (= Unberührbare),

ins Deutsche übertragen als

"Zigeuner". Diese Begrifflichkeit

gibt es im Ungarischen, im

Rumänischen, in den slawischen

Sprachen, aber auch in

den romanischen Sprachen.

Die Geschichte der Roma ist regional

in Europa sehr unterschiedlich.

In Osteuropa wurden

sie oft zu Leibeigenen oder

gar Sklaven gemacht, in Mitteleuropa

dagegen wurden die

Sinti als Teilgruppe der Roma

Ende des 15. Jahrhunderts zu

Vogelfreien (Rechtlosen) erklärt,

die sich der Gruppe der

Fahrenden anschließen mussten

und diesen bald den Namen

gaben: "Zigeuner".

Bezeichnung

Roma gilt als der allgemeine

Sammelbegriff für die außerhalb

des deutschen Sprachraums

lebenden Gruppen; in

Deutschland wird er überwiegend

für die Gruppen im südosteuropäischen

Raum gebraucht.

Lange Zeit wurde der

Begriff "Zigeuner" benutzt, der

eine Fremdbezeichnung ist

und von vielen Sinti und Roma

als beleidigend oder herabsetzend

empfunden wird.

Sinti (Einzahl, männlich: Sinto;

Einzahl, weiblich: Sintez(z)a)

und Roma (Einzahl, männlich:

Rom, auch Ehemann oder

Mensch; Einzahl, weiblich:

Romni) sind die Bezeichnungen

von im gesamten Europa

lebenden Minderheitengruppen.

Die Bezeichnung Sinti für

die mitteleuropäischen Gruppen

leitet sich möglicherweise

von der Region Sindh (Indus)

ab.

Romanes – die Sprache

der Roma und Sinti

Das Romanes, die Sprache der

Roma und Sinti, ist mit dem indischen

Sanskrit verwandt. Romanes

hat im Laufe der Jahrhunderte

und aufgrund der

Wanderwege beziehungsweise

der jeweiligen heutigen Heimatregionen

unterschiedliche

Dialekte entwickelt, sodass

man zum Beispiel von einem

"deutschen Romanes" oder einem

"ungarischen Romanes"

spricht. Einige Roma-Gruppen

haben im Verlauf der langen

Geschichte, vor allem der Ausgrenzung

und der versuchten

Zwangsassimilierung, ihre

Sprache verloren.

Romanes ist vor allem eine

mündliche Sprache. In verschiedenen

Regionen Europas

gab und gibt es Projekte und

Vorhaben, Romanes zu verschriftlichen

oder auch zu vereinheitlichen,

nicht immer unter

Beteiligung der Betroffenen.

Größere Projekte gab es unter

anderem in der frühen Sowjetunion,

in Polen und auch in

Deutschland.

Kultur

Über die Kultur der Roma und

Sinti gibt es viele Informationen

von Ethnologen und Soziologen,

die vielfach zur Verfestigung

von "Zigeuner"-Bildern

beigetragen oder sogar Verfolgungen

vorbereitet haben, sei

es im Zeitalter von Renaissance

und Humanismus (Sebastian

Münster), während der Zeit der

Aufklärung (Moritz Grellmann)

oder sei es während des Nationalsozialismus

durch selbsternannte

"Zigeunerexperten".[1]

Das Misstrauen gegenüber den

Wissenschaften, etwas über

sich und ihre Gruppen preiszugeben,

ist bei Roma und Sinti

deshalb sehr groß.

Eigene Äußerungen bezeugen

vor allem eine große kulturelle

Heterogenität oder Vielfalt zwischen

Roma-Gruppen in Russland,

Sinti in Deutschland oder

Roma in Spanien. Gemeinsam

ist die Wertschätzung der Familie

und Verwandtschaft über

die Kernfamilien hinaus, der

Respekt vor den Älteren, der

Gebrauch der eigenen Sprache

und nicht zuletzt auch das Bewusstsein

der langen Diskriminierung

und das Wissen um

den nationalsozialistischen

Völkermord. Bezeichnet Kultur

mehr als Traditionen und Lebensauffassungen,

so treten

Roma und Sinti seit Jahrhunderten

in der Öffentlichkeit auf,

unter anderen durch eine eigenständige

Musik, die auch in

der klassischen Musik, zum

Beispiel bei Franz Liszt, oder

auch im Jazz einen sehr eigenen

Ausdruck gefunden hat, so

bei Django Reinhardt, der eine

neue Stilrichtung des Jazz geprägt

hat, und bei seinen vielen

Nachfolgern.

Einen besonderen Stellenwert

nimmt die Erzählkunst ein, die

sowohl in den Gemeinschaften

als auch nach außen wirkt.[2]

Seit einiger Zeit gibt es Literatur,

zumeist aber in der jeweiligen

Landessprache verfasst

und nicht in Romanes, und

Beispiele in der bildenden

Kunst. Dies zeigt ein sich stärker

entwickelndes Selbstbewusstsein,

nicht zuletzt von

jungen Sinti und Roma.

Religion

Eine eigene Religion haben Roma

und Sinti nicht. Sie sind

Mitglieder verschiedener Religionen

oder auch Konfessionen,

vielfach sind sie Moslems

oder Orthodoxe im europäischen

Südosten, Katholiken

und Protestanten in Mitteleuropa

und auch Mitglieder von

Freikirchen überall in der Welt.

Jahrhundertelang waren Roma

und Sinti als "Heiden" bezeichnet

worden, obwohl – wie es in

den Quellen seit dem 16. Jahrhundert

heißt – sie unter den

Christen ihre Kinder taufen ließen,

denn Christen waren unabhängig

von der jeweiligen

Konfession. Im Gemeindeleben

spielten Roma und Sinti in der

Regel keine Rolle; sie wurden

von den Kirchen vielfach überhaupt

nicht wahrgenommen

und wenn, dann eher als Störfaktor.

Seit dem späten 19. Jahrhundert

gibt es verstärkt Versuche,

Roma und Sinti als eigenständige

Gruppen in den Kirchen und

bei der Seelsorge zu betreuen,

so zum Beispiel bei der Seelsorge

für Roma und Sinti der deutschen

Bischofskonferenz.

Die Kirchen und die Sinti

und Roma

Die Geschichte begann mit einem

Missverständnis. Als Roma

und Sinti Ende des 14., zu

Beginn des 15. Jahrhunderts

in Mitteleuropa ankamen,

wurden sie als Pilger angesehen.

Entsprechend statteten

Könige und Fürsten sie mit Geleitbriefen

aus, die es ihnen erlaubten,

von Landschaft zu

Landschaft zu ziehen, auf

Unterstützung vertrauend,

aber immer vor dem Hintergrund,

dass sie wieder zurükkgehen

würden. Sie blieben,

das Wohlwollen schwand und

wurde durch Ablehnung ersetzt.

Aus den Roma und Sinti

wurden "Zigeuner", aus der

Sicht der europäischen Christenheit

"Heiden".[3]

Wenn sie als Heiden betrachtet

wurden, so heißt es nicht,

dass massive Anstrengungen

unternommen wurden, um sie

zum christlichen Glauben zu

bringen. Martin Luther erwähnte

"Zigeuner" an einigen

Stellen. Dass er vorschlug, Juden

"wie die Zigeuner" zu behandeln,

zeigt, dass er sie als

verfolgte Gruppe wahrnahm,

zeigt aber auch, dass er die Verfolgung

akzeptierte und den Juden

als Nichtchristen eine ähnliche

Behandlung androhte.

Ihm folgten die protestantischen

Fürsten in Mitteleuropa.

Etwa gleichzeitig bestimmten

die Katholiken auf dem Konzil

von Trient, dass "Zigeuner"

innerhalb der Gemeinden nicht

geduldet werden sollten. Was in

den Jahrhunderten bis ins 20.

Jahrhundert in Mitteleuropa

folgte, ist weitgehend eine

Nichtwahrnehmung durch die

christlichen Kirchen. Sinti und

Roma wurden von den Kirchen

entweder ignoriert oder halbherzig

als Ziel von Missionsversuchen

wahrgenommen.

Im nationalsozialistischen

Deutschland bekamen die Kirchen

und ihre Geistlichen von

den Machthabern die Aufgaben,

alte Kirchenbücher nach

"Zigeunern" zu durchforsten.

Die "Zigeuner"-Meldungen

sollten die genealogischen Tafeln

der Rassenforscher ergänzen

und Auskunft geben

über den Grad der sogenannten

"Zigeunerherkunft". Diese

kirchlichen Informationen

halfen bei der Zusammenstellung

der Deportationen in die

Vernichtungslager. Es gab

kaum kirchlichen Widerstand.

Nur wenige Geistliche verweigerten

die Mitarbeit.[4]

Selbst während der ihnen bekannten

Deportationen im

Jahre 1943 in das Vernichtungslager

Auschwitz konnten

sich die deutschen Bischöfe

nicht zum Versuch der Rettung

ihrer katholischen Mitglieder

entscheiden.[5] Von einem

Protest protestantischer Geistlicher

ist nichts bekannt – vielleicht

auch, weil ungefähr 90

Prozent der Sinti und Roma

Katholiken waren. Ein Schuldbekenntnis

angesichts des

Schweigens während des Nationalsozialismus

formulierten

Kirchenvertreter sowohl in

den evangelischen Kirchen als

auch in der katholischen Kirche

erst spät.

Antiziganismus

Antiziganismus ist die Abwehrhaltung

der Mehrheitsbevölkerungen

gegen Roma und Sinti.

Antiziganismus bezeichnet die

Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik

gegen Sinti und

Roma seit dem 15. Jahrhundert.[6]

Im Antiziganismus

werden Mitglieder der Gruppen

der Roma und Sinti pauschalisierend

als "fremd", "nomadisch",

"müßiggängerisch",

"musikalisch" und "frei", "primitiv",

"archaisch", "kulturlos"

oder "kriminell" und "modernisierungsresistent"

kennzeichnet.

Wichtig ist, dass es sich um

Bilder handelt, die auf Personen

und Personengruppen

übertragen werden.

Antiziganismus ist eine bis

heute in der Gesellschaft

durchaus akzeptierte Grundhaltung

vieler Menschen

gegenüber Sinti und Roma.

Diese Grundhaltung macht es

unmöglich oder schwierig, die

realen Menschen zu erkennen,

und sie führt zu massiven Diskriminierungen

der Minderheit.

Antiziganismus richtet

sich gegen eine ethnische Minderheit,

der ein solches Verhalten

vielfach als unveränderliche

Wesensart unterstellt wird.

„Der gegenwärtige Antiziganismus“,

so der Berliner Historiker

Wolfgang Wippermann,

„ist mehr ein Produkt der Vergangenheit

als der Gegenwart.

[… Vorurteile sind mit Krankheiten

zu vergleichen. Wenn

man weiß, wann und warum

sie entstanden sind, weiß man

meist auch, wie man sie heilen

und beseitigen kann.“[7]

Nationalsozialismus: Rassismus

als Staatsdoktrin

Nach der nationalsozialistischen

Machtergreifung im Januar

1933 wurden nicht nur

die Juden, sondern auch die

Sinti und Roma systematisch

entrechtet. Gegenüber den Sinti

und Roma konnten die Nationalsozialisten

zum Teil an die

Gesetzgebung und die Verwaltungspraxis

des Kaiserreichs

und der Weimarer Republik anknüpfen.

In den ersten Jahren

der NS-Herrschaft wurden die

verschiedenen Ländergesetze

gegen Sinti und Roma aber weiter

verschärft.[8]

1936 wurden Sinti und Roma in

den Nürnberger Gesetzen als

"Artfremde" aufgenommen

und ihnen wurde die Eheschließung

mit "Deutschblütigen"

verboten: "Artfremden Blutes

sind in Europa regelmäßig nur

Juden und Zigeuner", hieß es

im offiziellen Kommentar.[9]

Seit 1936 begannen einige

deutsche Städte Internierungslager

für Sinti und Roma einzurichten,

so in Berlin, Düsseldorf

oder Frankfurt.

Ab 1938/39 wurde ein kriminalpolizeilicher

Apparat aufgebaut,

der eigens der "Zigeunerbekämpfung"

diente. Er erstreckte

sich von der "Reichszentrale

zur Bekämpfung des

Zigeunerunwesens" in Berlin

bis hinunter zu den Ortspolizeibehörden.

Die institutionellen Voraussetzungen

für eine reichseinheitliche

Unterdrückung der Sinti

und Roma waren gegeben.[10]

Systematische Verfolgung

Am 8. Dezember 1938 begründete

Heinrich Himmler in seinem

Runderlass die weiteren

Verfolgungsmaßnahmen gegen

die in Deutschland lebenden

Sinti und Roma. Himmler verlangte

eine "Regelung der Zi-


2021 Kultur 07

Roma gilt als der allgemeine Sammelbegriff für die außerhalb des deutschen Sprachraums

lebenden Gruppen; in Deutschland wird er überwiegend für die Gruppen im südosteuropäischen

Raum gebraucht. Lange Zeit wurde der Begriff "Zigeuner" benutzt, der eine Fremdbezeichnung

ist und von vielen Sinti und Roma als beleidigend oder herabsetzend empfunden wird.

geunerfrage aus dem Wesen

dieser Rasse heraus".[11]

Mit dem Festsetzungserlass

vom 17. Oktober 1939 wurde

den Sinti und Roma jede Bewegungsfreiheit

genommen. Die

Betroffenen wurden an den Orten,

an denen sie sich zu den

Stichtagen aufhielten, festgesetzt.

Familien wurde so auseinandergerissen.

Ein Verwandtenbesuch

außerhalb des

Wohnsitzes musste behördlich

beantragt und genehmigt werden.

Jede Übertretung der

Festsetzung konnte sofort mit

der Einweisung in ein Konzentrationslager

bestraft werden.

Organisierte Vertreibungen

von Sinti und Roma hatte es

zuerst im Sommer 1938 gegeben,

als einige Hunderte Sinti

und Roma aus dem deutschen

Südwesten – ohne Ziel – nach

"Osten" verschoben wurden.

Im Mai 1940 wurden etwa

2.800 Sinti und Roma aus

Norddeutschland, dem Rheinland

und dem deutschen Südwesten

nach Polen deportiert.

Dies sollte der Beginn der Deportation

aller Sinti und Roma

aus Deutschland und Österreich

sein. Die Mehrheit der Deportierten

wurde im Generalgouvernement,

dem besetzten

Polen, unter SS-Bewachung in

Zwangsarbeiterkolonnen zusammengefasst

und zum Bau

von Militäreinrichtungen oder

KZs genötigt und auch interniert.

Die Deportationen wurden

nach wenigen Wochen eingestellt.

Aber die deutschen Behörden

hatten bewiesen, dass

sie in der Lage waren, innerhalb

kürzester Zeit viele Menschen

"geordnet" zu deportieren.[12][13]

Der Völkermord

Die Erinnerung an den nationalsozialistischen

Völkermord

ist für viele Roma und Sinti als

kollektives Trauma von größter

Bedeutung. Im September

1942 wurde der Völkermord

beschlossen. Gemäß einem Befehl

von Heinrich Himmler vom

16. Dezember 1942 sollten

schließlich die Sinti und Roma

aus Deutschland und angrenzenden

Staaten in das Vernichtungslager

Auschwitz verschleppt

werden. Mit dem

Schnellbrief vom 29. Januar

1943 verfügte das Reichssicherheitshauptamt

die Deportation.

Seit Ende Februar/Anfang

März 1943 wurden Sinti

und Roma verhaftet, an Sammelstellen

zusammengeführt

und dann in Zügen der Reichsbahn

nach Auschwitz deportiert.

Doch nicht alle deutschen

Sinti und Roma wurden nach

Auschwitz deportiert. Sinti

und Roma, die mit sogenannten

"Deutschblütigen" verheiratet

waren, blieben von der

Deportation ausgenommen.

Sie wurden in der Regel – wie

auch die meisten ihrer Kinder

– zwischen 1943 und 1945 sterilisiert.

Gemäß einem ergänzenden

Erlass des Reichsministers

des Inneren vom 26. Januar

1943 wurde das Eigentum

der nach Auschwitz verschleppten

Personen für den

deutschen Staat eingezogen.[14]

Im "Zigeunerfamilienlager" in

Auschwitz-Birkenau wurden

etwa 23.000 Menschen zusammengepfercht.

20.078 der

dort registrierten Sinti und Roma

wurden ermordet. Von

April bis Juli 1944 wurden die

noch arbeitsfähigen Sinti und

Roma in die KZs Buchenwald,

Ravensbrück und Flossenbürg

überstellt und dort zur Sklavenarbeit

("Vernichtung durch

Arbeit") gezwungen. Insgesamt

wurden etwa 70 Prozent

aller deutschen Sinti und Roma

ermordet.[15]

Die meisten Roma wurden in

Südost- und Osteuropa, vor allem

in der besetzten Sowjetunion,

von Einsatztruppen oder

von Mitgliedern der Wehrmacht,

zum Teil von Kollaborateuren

der mit Deutschland

verbündeten Staaten, ermordet.

Insgesamt liegt die Opferzahl

der europäischen Sinti

und Roma bei etwa einer halben

Millionen Menschen.

Sinti und Roma

in Deutschland

Zwischen 70.000 bis 150.000

Sinti und Roma leben heute in

der Bundesrepublik Deutschland.

Die genaue Zahl ist nicht

bekannt, da es keine offiziellen

Erhebungen gibt; die Zahlen

beruhen auf Schätzungen der

verschiedenen Sinti- und Roma-Verbände.[16]Die

Sinti

sind als Gruppen im 14./15.

Jahrhundert nach Mitteleuropa

und Deutschland, die Roma

im 19. Jahrhundert nach der

Aufhebung der Leibeigenschaft

in Ost- und Südosteuropa eingewandert.

Weitere Roma-

Gruppen sind einmal in den

1960/70er-Jahren als sogenannte

Gastarbeiter, vor allem

aus dem damaligen Jugoslawien

gekommen, zudem oft als

Flüchtlinge nach dem Zerfall

Jugoslawiens in der 1990er-

Jahren und schließlich als EU-

Binnenwanderer nach 2004,

als die weiteren ostmitteleuropäischen

und südosteuropäischen

Staaten in die EU aufgenommen

wurden.

Roma im neuen Europa

Von den acht bis zwölf Millionen

Roma Europas leben die

meisten im Osten und Südosten

Europas. Nach dem Zusammenbruch

der sozialistischen

Gesellschaftssysteme

verloren Roma eher als andere

Menschen ihre Arbeit und gerieten

dadurch noch stärker in

Armut als große Teile der jeweiligen

Mehrheitsbevölkerung.

Eine Studie der Agentur der Europäischen

Union für Grundrechte

(FRA) von 2009 bestätigt

ältere Untersuchungen, nach

denen Roma die am stärksten

diskriminierte Gruppe in Europa

sind. Etwa die Hälfte der Befragten

berichteten von Diskriminierungserfahrungen.

Antiziganistische

Zuschreibungen,

Ressentiments und Vorurteile

werden benutzt, um den Ausschluss

aus der Gesellschaft zu

rechtfertigen.[17]

Die Europäische Union hat

selbst die Roma-Frage auf die

Tagesordnung gesetzt: Die Verbesserung

der Lebensgrundlagen

der Roma sei ein Gradmesser

für den selbstgestalteten

Anspruch auf Humanität. Die

Lage vieler Roma in den Staaten

der Europäischen Union

wie auch außerhalb der EU,

zum Beispiel in Serbien, Mazedonien

oder im Kosovo, ist äußerst

prekär. Armut und soziale

Isolation, Chancenlosigkeit

und gesellschaftliche Ausgrenzung

prägen den Alltag vieler

europäischer Roma. Ihre Lebenserwartung

ist geringer, da

sie kaum Zugang zur Gesundheitsversorgung

haben, viele

Roma-Kinder gehen nicht oder

unregelmäßig zur Schule oder

werden in Sonderschulen abgeschoben.

Neben der schwierigen humanitären

Lage werden Sinti und

Roma in Ländern wie Ungarn,

Italien, Tschechien, aber auch

Deutschland immer wieder

zur Zielscheibe rassistischer

Hetze rechtspopulistischer

Gruppierungen bis hin zur gewaltsamen

Bedrohung ihres

Lebens.[18]

Die Staaten der EU haben 2009

ein Europäisches Forum für

die Inklusion der Roma organisiert,

das die EU, die nationalen

Regierungen, internationale

Organisationen und Vertreter

der Roma zusammenführen

sollte. Nationale Strategien

mit dem Zieljahr 2010 wurden

von allen Staaten der Europäischen

Union verlangt und nur

zum Teil geliefert. Der Bericht

der Bundesrepublik Deutschland

wurde 2011 veröffentlicht.

Selbstorganisationen

und Anerkennung der Roma

und Sinti

Seit Beginn der 1970er-Jahre

organisierten sich Roma und

Sinti weltweit, um gegen Diskriminierung

aufzutreten, die

Verbrechen des Nationalsozialismus

bekannt zu machen,

Entschädigungen zu fordern,

ihre Rechte und ihre Kultur zu

fördern und zu schützen.[19]

In einigen Staaten der Europäischen

Union sind die Roma

und Sinti als nationale Minderheiten

anerkannt und seit 1995

in das Europäische Rahmenübereinkommen

zum Schutz

und zur Förderung nationaler

Minderheiten einbezogen. Die

konkrete Umsetzung obliegt

aber den Einzelstaaten beziehungsweise

in der Bundesrepublik

Deutschland den Ländern.

In Schleswig-Holstein

wurden die Sinti und Roma

nach Dänen und Friesen in die

Landesverfassung aufgenommen

20, in Baden-Württemberg

wurde am 28. November

2013 vom Ministerpräsidenten

Winfried Kretschmann und

dem Landesvorsitzenden Daniel

Strauß erstmals in der

Bundesrepublik Deutschland

ein Staatsvertrag zwischen

dem Land und dem Verband

Deutscher Sinti und Roma

unterzeichnet.

--------------------------------------

Fußnoten:

1.) Ruch, Martin: Zur Wissenschaftsgeschichte

der deutschsprachigen

"Zigeunerforschung" von den Anfängen

bis 1900. Freiburg 1986; Breger,

Claudia: Ortlosigkeit des Fremden.

"Zigeunerinnen" und "Zigeuner" in

der deutschsprachigen Literatur um

1800. Köln, Weimar 1998 Zum Nationalsozialismus

und die Zeit danach:

Schmidt-Degenhard, Tobias: Vermessen

und Vernichten. Der NS-"Zigeunerforscher"

Robert Ritter, Tübingen

2012; Hohmann, Joachim S.: Robert

Ritter und die Erben der Kriminalbiologie.

"Zigeunerforschung" im Nationalsozialismus

und in Westdeutschland

im Zeichen des Rassismus.

Frankfurt am Main u. a. 1991

2.) Strauß, Daniel (Hrsg.): Die

Sinti/Roma-Erzählkunst im Kontext

Europäischer Märchenkultur. Heidelberg

1992

3.) Engbring-Romang, Udo / Solms,

Wilhelm (Hrgs.): Die Stellung der Kirchen

zu den deutschen Sinti und Roma.

Marburg 2007 (Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 5), auch

zum Folgenden.

4.) Rose, Romani: "... wenn uns die katholische

Kirche nicht in ihren Schutz

nimmt" www.sintiundroma.de/uploads/media/rose_kath_kirche_01.pdf

5.) Leugers, Antonia: "Die Kirche soll

einschreiten." Hilferufe von Sinti und

Roma angesichts ihrer Deportation

1943. In: theologie.geschichte, Bd. 8

(2013) http://universaar.uni-saarland.de/journals/index.php/tg/article/viewArticle/548/587

6.) End, Markus / Herold, Kathrin / Robel,

Yvonne: Antiziganistische Zustände:

Zur Kritik eines allgegenwärtigen

Ressentiments. Münster 2011

Kalkuhl Christina / Solms, Wilhelm

(Hrsg.): Antiziganismus heute. Seeheim

2005 (Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 2) End, Markus:

Gutachten Antiziganismus. Marburg

2013, siehe auch https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Gutachten_Antiziganismus_20

13.pdf

7.) Wippermann, Wolfgang: "Wie die

Zigeuner". Antisemitismus und Antiziganismus

im Vergleich. Berlin 1997

Solms, Wilhelm: Zigeunerbilder: ein

dunkles Kapitel der deutschen Literaturgeschichte

; von der frühen Neuzeit

bis zur Romantik, Würzburg 2008

Bogdal, Klaus-Michael: Europa erfindet

die Zigeuner. Eine Geschichte von

Faszination und Verachtung. Berlin

2011

8.) Zimmermann, Michael: Rassenutopie

und Genozid. Die nationalsozialistische

"Lösung der Zigeunerfrage".

Göttingen 1996; Beispiel für Regionalgeschichtliche

Forschung: Engbring-

Romang, Udo: Die Verfolgung der Sinti

und Roma in Hessen zwischen 1870

und 1950. Frankfurt am Main 2001;

Fings, Karola / Opfermann, Ulrich F.

(Hrsg.): Zigeunerverfolgung im Rheinland

und in Westfalen 1933 - 1945. Paderborn

u. a. 2012

9.) Schreiben des Reichsinnenministers

vom 3. Januar 1936. Abgedruckt

in: Rose, Romani: (Hrsg.): "Den Rauch

hatten wir täglich vor Augen ..." Der

nationalsozialistische Völkermord an

den Sinti und Roma, Heidelberg 1998

10.) Zimmermann, Michael: Rassenutopie

und Genozid. Die nationalsozialistische

"Lösung der Zigeunerfrage".

Göttingen 1996

11.) Runderlass des Reichsführers SS

und Chefs der deutschen Polizei im

Reichsministerium des Innern zur Erfassung

der Sinti und Roma, 8. Dezember

1938 abgedruckt bei: Vorbereitung

und Durchführung der Deportationen

in Konzentrations- und Vernichtungslager

1938 bis 1944 auf:

www.digam.net/?str=213, siehe dort

auch weitere Dokumente. Der

Schnellbrief zur Deportation 1943 ist

abgedruckt bei: Engbring-Romang,

Udo: Verfolgung (s. Anm. 14)

12.) Zimmermann, Michael: Rassenutopie

und Genozid. Die nationalsozialistische

'Lösung der Zigeunerfrage'.

Göttingen 1996

13.) Internetausstellung mit Dokumenten

aus dem Hessischen Staatsarchiv

Marburg

www.digam.net/?str=213

14.) Engbring-Romang, Udo: Die Verfolgung

der Sinti und Roma in Hessen

zwischen 1870 und 1950. Frankfurt

am Main 2001

15.) Die in Auschwitz zurückgehaltenen

Sinti und Roma wurden in der

Nacht vom 2. auf den 3. August 1944

ermordet. Eine kleinere Gruppe von

jugendlichen Sinti und Roma, die im

Juli nach Buchenwald verbracht worden

war, dort als "arbeitsunfähig" eingestuft

worden war, wurde im Oktober

1944 nach Auschwitz zur Ermordung

zurücktransportiert. Engbring-Romang,

Udo: Die Verfolgung der Sinti

und Roma in Hessen zwischen 1870

und 1950. Frankfurt am Main 2001

16.) Open Society Institute: Monitoring

des Minderheitenschutzes in der

Europäischen Union: Die Lage der

Sinti und Roma in Deutschland. Göttingen

2003

17.) Agentur der Europäischen Union

für Grundrechte: Erster Bericht der

Reihe: Daten kurz gefasst. Die Roma.

2009 http://fra.europa.eu/sites/de-

fault/files/fra_uploads/413-EU-MI-

DIS_ROMA_DE.pdf

18.) Landeszentrale für politische Bildung

Baden-Württemberg: Dokumentation.

Antiziganismus in Europa. Erscheinungsformen.

Auswirkungen.

Gegenstrategien. Stuttgart 2013

19.) bspw. Rose, Romani: Bürgerrechte

für Sinti und Roma. Das Buch zum

Rassismus in Deutschland. Heidelberg

1987.

--------------------------------------

Über den Autor

Udo Engbring-Romang

Dr. Udo Engbring-Romang ist Historiker

und Diplom-Politologe. Er lebt in

Marburg und ist als wissenschaftlicher

Autor sowie in der Erwachsenenbildung

und der Lehrerfortbildung

tätig. Sein Spezialgebiet sind die

Themen Antiziganismusforschung

und die Verfolgung von Sinti und Roma

während des Nationalsozialismus

mit einem Schwerpunkt im Bereich

der hessischen Regionalgeschichte.

Er ist freier Mitarbeiter beim Verband

Deutscher Sinti und Roma Landesverband

Baden-Württemberg und beim

Verband Deutscher Sinti und Roma

Landesverband Hessen sowie seit

1998 Vorstandsmitglied der Gesellschaft

für Antiziganismusforschung

e.V. in Marburg.

Artikel stammt von den Seiten der

Bundeszentrale für politischen Bildung

unter der URL:

https://www.bpb.de/internationales/europa/sinti-und-roma-in-europa/179536/ein-unbekanntes-volkdaten-fakten-und-zahlen?p=all

; Aufgerufen

am 06.02.2021 um 19.00lcl

--------------------------------------

Weiterführende Literatur zum Thema

Antiziganismus:

• Bartels, Alexandra / von Borcke, Tobias

/ End, Markus / Friedrich, Anna

(Hg.) – Antiziganistische Zustände 2.

Kritische Positionen gegen gewaltvolle

Verhältnisse. Münster 2013.

• Benz, Wolfgang – Sinti und Roma:

Die unerwünschte Minderheit. Über

das Vorurteil Antiziganismus. Berlin

2014.

• Bogdal, Klaus-Michael – Europa erfindet

die Zigeuner. Eine Geschichte

von Faszination und Verachtung. Berlin

2011.

• Brittnacher, Hans Richard – Leben

auf der Grenze. Klischee und Faszination

des Zigeunerbildes in Literatur

und Kunst. Göttingen 2012.

• End, Markus – Gutachten Antiziganismus.

Zum Stand der Forschung

und der Gegenstrategien. Hg. Strauss,

Daniel, RomnoKher Mannheim 2013.

• End, Markus / Herold, Kathrin / Robel,

Yvonne (Hg.) – Antiziganistische

Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen

Ressentiments. Münster

2009.

• Engbring-Romang, Udo / Solms, Wilhelm

(Hg.) – Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 3 –„Diebstahl im

Blick“? Zur Kriminalisierung der „Zigeuner".

• Engbring-Romang, Udo / Strauß,

Daniel (Hg.) – Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 1 – Aufklärung

und Antiziganismus.

• Haupt, Gernot – Antiziganismus und

Religion. Elemente einer Theologie

der Roma-Befreiung. Wien 2009.

• Jonuz, Elizabeta – Stigma Ethnizität.

Wie zugewanderte Romafamilien der

Ethnisierungsfalle begegnen. Opladen

& Farmington Hills MI 2009.

• Kalkuhl, Christina / Solms, Wilhelm

(Hg.) – Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 2 – Antiziganismus

heute.

• Peritore, Silvio / Reuter, Frank (Hg.)

– Inszenierung des Fremden. Fotografische

Darstellung von Sinti und Roma

im Kontext der historischen Bildforschung.

Heidelberg 2011.

• Reuter, Frank – Der Bann des Fremden.

Die fotografische Konstruktion

des „Zigeuners“. Göttingen 2014.

• Solms, Wilhelm – Beiträge zur Antiziganismusforschung

Band 4 –, „Kulturloses

Volk“? Berichte über „Zigeuner“

und Selbstzeugnisse von Sinti

und Roma.

• Stoijka, Ceija – Reisende auf dieser

Welt. Wien 1992.

• Wippermann, Wolfgang – „Wie die

Zigeuner“. Antisemitismus und Antiziganismus

im Vergleich. Berlin 1997.

• Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

(Hg.) – Gleichberechtigte Teilhabe für

Sinti und Roma in Deutschland. Rahmenstrategie

der Europäischen Union

für die Verbesserung der Lage von Roma

in Europa, Schriftenreihe des Zentralrats

Deutscher Sinti und Roma,

Band 7., Heidelberg 2012. Dokumentation

einer Veranstaltung im Gesprächskreis

‚Minderheiten’ beim

Innenausschuss des Deutschen

Bundestages am 26. Oktober 2011 in

Berlin, dt./engl.


08 Verschiedenes 2021

Neue digitale Ausstellung

„Jüdisches Leben in

Rheinland-Pfalz“ eröffnet

Das Online-Migrationsmuseum

„Lebenswege“ hat eine neue digitale

Ausstellung zum Thema „Jüdisches Leben

in Rheinland-Pfalz“ eröffnet. In der

Ausstellung geht es um die Geschichte

des Judentums in Rheinland-Pfalz, aber

vor allem auch um viele Fragen

zum Judentum der Gegenwart.

Umso wichtiger ist es, das genaue

Ausmaß und die Gründe

der ungleichen Bezahlung

zwischen Frauen und Männern

detailliert und differenziert aufzubereiten“,

betonte Spiegel.

„Denn der Gender Pay Gap beschreibt

nur den durchschnittlichen

Verdienstunterschied.

Wir brauchen aber mehr Transparenz,

daher habe ich eine statistische

Analyse in Auftrag gegeben,

die der Frage ‚Warum

Wie leben Jüdinnen und Juden

heute in Rheinland-

Pfalz? Wie sehr ist ihr Alltag von

ihrer Religion geprägt? Leben

sie nach den jüdischen Traditionen?

In Videos, Bildern und Texten

gewähren mehrere junge Jüdinnen

und Juden einen Einblick

in ihr Leben und zeigen die

Vielfalt des heutigen Judentums.

„Im Jahr 2021 feiern wir 1700

Jahre jüdisches Leben in

Deutschland. Dennoch haben

viele Menschen im Alltag kaum

Berührungspunkte mit Jüdinnen

und Juden und der jüdischen

Kultur allgemein. Die meisten

wissen nur wenig über das

Judentum der Gegenwart und

über junge jüdische Menschen

in Rheinland-Pfalz. Es freut

mich daher besonders, dass die

jüdische Kultur durch unser Online-Museum

sichtbarer wird“,

sagt Integrationsministerin Anne

Spiegel.

Zur Darstellung des jüdischen

Lebens heute in Rheinland-Pfalz

wurden drei junge jüdische

Frauen in Videos portraitiert.

Sie stellen sich vor und sprechen

über ihr Leben, das Jüdischsein

in der heutigen Zeit und ihre Suche

nach Identität. Eine der portraitierten

Jüdinnen ist Noomi

Moyal, die als Tochter eines jüdischen

Vaters und einer atheistischen

Mutter 1996 in Trier geboren

wurde. Sie interessiert

sich besonders für Kunst und

malt bereits seit ihrer Kindheit.

Seit 2018 studiert sie an der

Kunsthochschule Mainz. In ihren

Bildern geht es oft um die

Themen „Identität“ und „Zugehörigkeit“

und um die zentrale

Frage: „Was bin ich denn jetzt?“.

Im Videointerview gibt die junge

Künstlerin einen Einblick in ihr

Gefühl des Jüdischseins und in

die lange Migrationsgeschichte

ihrer Familie.

Geschichtlich wird unter anderem

das jüdische Leben in den

sogenannten SchUM-Städten

Mainz, Worms und Speyer thematisiert.

SchUM nennt sich der

Verbund, den die drei Städte im

Mittelalter bildeten. Die Abkürzung

basiert auf den hebräischen

Anfangsbuchstaben der

drei Städte. Seit vielen Jahren

wird sich dort dafür eingesetzt,

dass die Städte in das UNESCO-

Weltkulturerbe aufgenommen

werden.

Das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz

wird auch heute noch

von über 3.000 Menschen des

jüdischen Landesverbandes gestaltet.

Leider erleben Jüdinnen

und Juden noch immer häufig

Anfeindungen und Alltagsantisemitismus:

die Zahl der Angriffe

nimmt weltweit zu. „In allen

Gesellschaftsschichten und allen

Bildungsgruppen finden wir

heute den Antisemitismus wieder“,

so Dieter Burgard, Landesbeauftragter

für jüdisches Leben

und Antisemitismusfragen.

Das Migrationsmuseum „Lebenswege“

zeigt schon seit 2009

verschiedene Phasen der Migrationsgeschichte

in Rheinland-

Pfalz und arbeitet dabei mit verschiedenen

Medien. Es ist bis

heute bundesweit ein einzigartiges

Projekt, das in Verantwortung

und Finanzierung der Landesregierung

ist. Das Online-

Museum mit der neuen Ausstellung

„Jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz“

finden Sie unter diesem

Link: www.lebenswege.

rlp.de.

(Quelle: https://mffjiv.rlp.de/de/service/presse/detail/news/News/detail/neue-digitaleausstellung-juedisches-leben-in-rheinlandpfalz-eroeffnet/;Aufgerufen

am 13. März

2021 um 2300LCL)

verdienen Frauen weniger?‘ detailliert

für Rheinland-Pfalz auf

den Grund geht“, sagte Anne

Spiegel. Die Ursachen für den

Gender Pay Gap, der sich in nur

sehr geringen Schritten reduziert,

sind vielfältig und haben

zum Teil gravierende Folgen.

Frauen sind häufiger von Altersarmut

betroffen. Im Falle einer

Scheidung geraten alleinerziehende

Mütter schnell in wirtschaftlich

prekäre Situationen.

Auffällig ist, dass Frauen in Ausbildung

oder Studium in der Regel

die höherwertigen Abschlüsse

erreichen. „Auch in Rheinland-Pfalz

haben wir einen Gender

Pay Gap von 15 Prozent.

Gleichberechtigte Teilhabe sieht

definitiv anders aus“, so Spiegel.

Erste Ergebnisse der statistischen

Untersuchung zeigen: Es

sind mit 82,7 Prozent überwiegend

Frauen, die in Teilzeit arbeiten,

während der Männeranteil

an den Teilzeiterwerbstätigen

in Rheinland-Pfalz lediglich

bei 17,3 Prozent liegt. Denn

Hessen schnürt Paket

zur Unterstützung der

Teststellen

Corona-Schutzmaßnahmen:

Land unterstützt die Kommunen bei der

Umsetzung nach der kurzfristigen

Bundesentscheidung

Heute hat das Bundesgesundheitsministerium

die

bereits dringend erwartete

neue Testverordnung (TestV)

veröffentlicht und in Kraft gesetzt.

Erst damit ist die Grundlage

für die kostenlosen wöchentlichen

Schnelltests durch

professionelle Anwender geschaffen,

die der Bund bereits

letzte Woche angekündigt hatte.

„Wir haben unmittelbar nach

der öffentlichen Absichtserklärung

in der letzten Woche reagiert

und alle Beteiligten an einen

virtuellen Tisch geholt“,

teilt Gesundheitsminister Kai

Klose mit: „Für die große Bereitschaft

der Kreise und kreisfreien

Städte, der Kassenärztlichen

und der Kassenzahnärztlichen

Vereinigung und der Landesapothekerkammer,

auch

diese Aufgabe gemeinsam zu

schultern, bedanke ich mich erneut.“

Um die Beteiligten bei der Umsetzung

dieser Aufgabe zu

unterstützen, hat das Land ein

umfangreiches Starthilfepaket

geschnürt.

Land unterstützt die Kommunen

bei der Umsetzung der Beauftragung

Dritter

Das Land stellt für die Kommunen

unmittelbar mit Inkrafttreten

der Bundes-Testverordnung

eine Muster-Allgemeinverfügung

bereit, die sie nutzen können,

um Dritte – z. B. Apotheken,

Ärzte und Ärztinnen oder

ggf. andere Dienstleister – mit

der Durchführung der Tests zu

beauftragen. „Da der öffentliche

Gesundheitsdienst in Hessen

komplett kommunalisiert ist,

können nur die Gesundheitsämter

solche Beauftragungen

veranlassen. Mit der Muster-

Allgemeinverfügung entlasten

Frauen übernehmen nach wie

vor maßgeblich die unbezahlte

Care-Arbeit. Sie versorgen die

Kinder und pflegebedürftige Angehörige,

sie putzen, waschen,

kochen. Das ist Zeit, die sie nicht

der bezahlten Erwerbsarbeit

widmen können. Damit sinkt

auch die Wahrscheinlichkeit,

dass sie in Führungspositionen

aufsteigen. Der Frauenanteil an

Führungskräften liegt in Rheinland-Pfalz

bei 29,9 Prozent, der

der Männer bei 70,1 Prozent.

Frauenministerin Anne Spiegel

begrüßt, dass die EU-Kommission

dem Thema Equal Pay mittlerweile

eine höhere Priorität

beimisst. „Der aktuelle Vorschlag

der EU-Kommission für

eine Richtlinie zur Entgelttransparenz

enthält wichtige Maßnahmen,

um Lohntransparenz

für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

zu gewährleisten

und verbessert ihre Möglichkeiten,

sich rechtlich gegen Lohndiskriminierung

zu wehren“, erklärte

Frauenministerin Spiegel.

wir die Kommunen davon, jeweils

eigene Dokumente formulieren

zu müssen“, so der Minister.

In den von den Gesundheitsämtern

beauftragten Stellen wird

der Test durch geschultes Personal

durchgeführt. Neben den

Teststellen der KV Hessen und

den bereits bestehenden kommunalen

Testzentren entstehen

derzeit zahlreiche weitere Teststellen.

„Wir werden zeitnah auf

unserer Website eine Übersicht

über die Teststellen einstellen“,

kündigt der Minister an. Die KV

Hessen hatte gestern außerdem

darauf hingewiesen, dass auch

zahlreiche Hausärztinnen und

Hausärzte bereits Tests für ihre

Patienten und Patientinnen anbieten

und darum gebeten, sich

zuvor telefonisch bei seinem

Hausarzt zu informieren.

Land hat Testkapazitäten gesichert

Neben der Unterstützung bei

der Beauftragung wurden seitens

der Städte und Kreise

Schwierigkeiten bei der kurzfristigen

Materialbeschaffung zur

Umsetzung des Testangebots

benannt.

„Auch hier hat das Land vorausschauend

gehandelt: wir haben

sichergestellt, dass die Testzentren

der Kassenärztlichen Vereinigung

sowie Städte und Kreise

noch in dieser bis zu Woche

800.000 Tests beschaffen können“,

teilt Klose mit. „So überbrücken

wir die durch die kurzfristige

Ankündigung des Bundes

entstandene Phase, in der

die Beauftragungen und auch

entsprechende Test-Lieferketten

noch nicht angelaufen sein

können.“

In die finale Testverordnung

wurde übrigens auch eine hessische

Initiative mit aufgenommen:

Bis Ende März 2021 werden

weiterhin bis zu neun Euro

für ein Testkit ersetzt und die Erstattung

erst danach auf maximal

sechs Euro abgesenkt.

(Quelle:

https://soziales.hessen.de/presse/pre

ssemitteilung/land-schnuert-paketzur-unterstuetzung-der-teststellen

,

Aufgerufen am 15. März 2021 um

2045LCL)

Frauenministerin Anne Spiegel: „Warum verdienen

Frauen weniger?“ – Neue Analyse soll Klarheit bringen

Anlässlich des Internationalen Aktionstags „Equal Pay Day“ am 10. März erklärte Frauenministerin

Anne Spiegel: „Der Equal Pay Day ist der Tag, bis zu dem Frauen seit Jahresbeginn

rein rechnerisch umsonst arbeiten, während Männer für ihre Arbeit schon bezahlt werden.“

Nach wie vor erhalten Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit 18 Prozent weniger Lohn

als ihre männlichen Kollegen im Bundesdurchschnitt.

So ist es etwa ein wichtiger

Schritt, dass die Beweislast auf

Arbeitgeber-Seite liegen soll.

Das bedeutet, dass bei ungleicher

Bezahlung die Arbeitgeber-

Seite nachweisen muss, dass

dem keine Diskriminierung in

Bezug auf das Geschlecht zugrunde

liegt. Unternehmen mit

mindestens 250 Beschäftigten

sollen verpflichtet werden, Informationen

über das Lohngefälle

zwischen Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmern in ihrer Organisation

zu veröffentlichen.

„Dass hier mehr Transparenz

geschaffen werden soll, begrüße

ich sehr. Wenn Unternehmen

Verdienstunterschiede transparent

machen müssen, ist dies ein

starker Anreiz, Frauen und

Männern die gleichen Löhne zu

zahlen“, sagte Anne Spiegel.

(Quelle: https://mffjiv.rlp.de/de/service/presse/detail/news/News/detail/fra

uenministerin-anne-spiegel-warumverdienen-frauen-weniger-neue-analyse-soll-klarheit-bringe/

, Aufgerufen

am 15. März 2021 um 2345LCL)

Minister Stamp und Ministerin Gebauer:

Immer mehr geflüchteten Schülerinnen

und Schülern in Nordrhein-Westfalen

gelingt Schulabschluss

Studie der Universität Osnabrück zeigt Integrationserfolge

im SchulbereichIn Nordrhein-Westfalen gelingt es zunehmend,

aus dem Ausland geflüchtete Schülerinnen und Schüler

zu schulischen Abschlüssen zu führen.

Dies ist das Ergebnis einer

Studie der Universität Osnabrück

im Auftrag des nordrhein-westfälischen

Integrationsministeriums,

die den

schulischen Erfolg von geflüchteten

Schülerinnen und Schülern

im Jahr 2018/19 beleuchtete.

Von insgesamt 5.000

Schulabgängerinnen und -abgängern

im Jahr 2018/19 haben

gut zwei Drittel einen

Schulabschluss erreicht.

Integrationsminister Joachim

Stamp: „Der Schulbesuch ist

ein wesentlicher Baustein für

gelingende Integration. Hier

werden die Weichen für ein erfolgreiches

Leben gestellt. Ich

freue mich über jeden jungen

Flüchtling, der die Chancen, die

unsere Schulen bieten, nutzt.

Wir kümmern uns zudem ganz

besonders auch um diejenigen

Geflüchteten, die es etwa aufgrund

eines fehlenden Schulabschlusses

schwerer haben.

Nordrhein-Westfalen ist ein

weltoffenes Land. Unsere gesellschaftliche

Vielfalt macht

uns stark. Deswegen wollen wir

auch gerade den jungen Geflüchteten

eine Perspektive bieten.“

Schul- und Bildungsministerin

Yvonne Gebauer betonte, dass

diese Ergebnisse umso mehr

ein Erfolg sind, da viele der

Schülerinnen und Schüler zum

Zeitpunkt ihres Schulabschlusses

erst wenige Jahre in

Deutschland waren: „Den

Schulen in Nordrhein-Westfalen

ist es gelungen, diesen neu

zugewanderten Schülerinnen

und Schülern durch gezielte

Bildungsangebote eine neue

Heimat zu eröffnen und einen

Großteil von ihnen trotz großer

Herausforderungen zu Abschlüssen

zu führen. Die Schüler

standen vor der Aufgabe, die

deutsche Sprache komplett neu

zu erlernen und sich in ihrer

neuen Umgebung zurecht zu

finden. Dass drei von vier Geflüchteten

trotz dieser Ausgangslage

einen Schulabschluss

erzielt haben, zeugt von

der hohen Motivation der Schülerinnen

und Schüler und ist

auch ein Verdienst der engagierten

Arbeit der Lehrerinnen

und Lehrer. Es ist für alle Beteiligten

eine ermutigende Nachricht,

dass Schülerinnen und

Schüler, die durch die Flucht einen

tiefen Einschnitt erlebt haben,

an unseren Schulen in

Nordrhein-Westfalen ihre individuelle

Bildungsbiografie fortsetzen

und im schulischen Bereich

sogar erfolgreich abschließen

konnten.“

Die Studie von Bildungsforscher

Dr. Thomas Kemper von

der Universität Osnabrück hat

Daten des Ausländerzentralregisters

(AZR) zum aufenthaltsrechtlichen

Status von Kindern

und Jugendlichen mit Bildungsdaten

der amtlichen

Schulstatistik des MSB kombiniert,

die zwar Informationen

zur Staatsangehörigkeit, nicht

aber zu einem möglichen

Fluchthintergrund enthält.

Danach hat knapp ein Drittel

der Kinder und Jugendlichen

mit ausländischer Staatsangehörigkeit

zwischen 6 und 18

Jahren einen Fluchthintergrund.

Von diesen Schülerinnen

und Schülern besuchten im

Schuljahr 2018/19 rund 20

Prozent eine Hauptschule, 18

Prozent ein Gymnasium und

rund 58 Prozent eine andere

weiterführende Schulform wie

die Gesamtschule. Von den

rund 5.000 Schülerinnen und

Schülern, die im Jahr 2018/19

die Schulen verließen, haben

rund 40 Prozent den Hauptschulabschluss

erreicht, rund

26 Prozent die Fachoberschulreife

und 8 Prozent die (Fach-)

Hochschulreife.

Neben den Abschlüssen an allgemeinbildenden

Schulen, die

die Studie berücksichtigt, haben

Geflüchtete zudem die

Möglichkeit, ihren Schulabschluss

an den berufsbildenden

Schulen nachzuholen, wodurch

sich die schulischen Erfolge

weiter verbessern. Für

Flüchtlinge zwischen 18 und 27

Jahren steht das Programm

„Durchstarten in Ausbildung

und Arbeit“ zur Verfügung, das

gemeinsam vom Integrationsministerium

und vom Arbeitsministerium

mit einem Fördervolumen

von 50 Millionen Euro

aufgelegt worden ist.

(Quelle:

https://www.mkffi.nrw/presskmitteilung/minister-stamp-undministerin-gebauer-immer-mehrgefluechteten-schuelerinnen-und

;

Aufgerufen am 12. März 2021 um

1900LCL)

Nordrhein-Westfalen beschleunigt

Fachkräfteeinwanderung

Landesregierung zieht positive Bilanz nach einem Jahr Zentralstelle

Fachkräfteeinwanderung in Bonn. Seit einem Jahr unterstützt

die Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung in Bonn (ZFE)

Unternehmen in Nordrhein-Westfalen dabei, spezialisiertes Personal

aus dem Ausland zu gewinnen und berät sie dabei in allen

ausländerrechtlichen Fragen.

Die ZFE ist daneben für alle Visaverfahren

zuständig, die von

Fachkräften im Ausland eingeleitet

werden. Sie bietet zudem

ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren

an, das von den Arbeitgebern

in Deutschland beantragt

werden kann. Dadurch

sollen die Prozesse erheblich

beschleunigt werden. In den ersten

12 Monaten wurden mehr

als 8.600 Visaverfahren bearbeitet,

davon wurden rund

1.100 im beschleunigten Verfahren

beantragt.

Ein besonders hoher Bedarf an

Fachkräften besteht aktuell bei

Pflegeberufen: Hier wurden bereits

über 300 Anträge auf

Durchführung eines beschleunigten

Fachkräfteverfahrens

bearbeitet. Gleichzeitig gibt es

eine große Nachfrage bei Berufskraftfahrern,

Köchen oder

Handwerkern. Gefragt sind daneben

aber auch individuellere

Berufe: So wurden im letzten

Jahr zwei Goldschmiede, ein

Speiseeishersteller und ein

Priester aus dem Ausland vermittelt.

„Wir haben unser Ziel erreicht,

die Verfahren bei der Fachkräfteeinwanderung

zu beschleunigen.

Ich freue mich, dass das

Angebot der Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung

trotz Pandemie

so intensiv genutzt wird.

Nordrhein-Westfalen ist ein attraktives

Land für ausländische

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Wir machen uns

dafür stark, dass dies auch

weiterhin so bleibt. Mein herzlicher

Dank gilt dabei der Bezirksregierung

Köln, der wir

die landesweite Zuständigkeit

für die Fachkräfteeinwanderung

übertragen haben“, erklärte

Integrationsminister Joachim

Stamp.

Die Präsidentin des Regierungsbezirks

Köln, Gisela

Walsken, sagte: „Das Thema

Fachkräftemangel ist akuter

denn je und wird Deutschland

wegen des demografischen

Wandels noch für Jahrzehnte

begleiten. Das erste Jahr hat

gezeigt, dass wir mit dem beschleunigten

Verfahren, welches

durch die zentral für ganz

NRW bei der Bezirksregierung

Köln angesiedelte ZFE ermöglicht

wird, in der Lage sind,

schnell und flexibel zu reagieren.“

„Ich ziehe grundsätzlich eine

sehr positive Bilanz. Allerdings

spielt auch im Ausland die Corona-Pandemie

eine große Rolle.

Insofern glaube ich, dass die

Zahlen ohne die Corona-Pandemie

noch höher liegen würden.

Für mich steht fest, dass

die Idee, die das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

trägt, funktioniert

und dass die Umsetzung

in NRW sehr gut gelungen

ist“, so der Leiter der ZFE, Dr.

Axel Rosenthal.

Die ZFE wurde anlässlich der

Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

im März

2020 gegründet. Seitdem können

nordrhein-westfälische Arbeitgeber

in Vollmacht für die

ausländische Fachkraft die

Einleitung des aufenthaltsrechtlichen

und berufsanerkennungsrechtlichen

Verfahrens

beantragen und einleiten

(beschleunigtes Fachkräfteverfahren).

Damit steht dem Arbeitgeber

ein zentraler Ansprechpartner

zur Verfügung,

der das gesamte Verfahren zur

Visumvorabzustimmung aus

einer Hand anbietet. In enger

und fortlaufender Abstimmung

mit der ZFE wird der Arbeitgeber

stets über den aktuellen

Verfahrensstand informiert.

(Quelle: https://www.mkffi.nrw/pressemitteilung/nordrhein-westfalenbeschleunigt-fachkraefteeinwanderung

, Aufgerufen am 11. März 2021

um 1845LCL)


2021 Verschiedenes 09

Ausschreibung zum

Hessischen Integrationspreis

2021 gestartet

Sozialminister Kai Klose: „Menschen und

Projekte würdigen, die sich für tolerantes

und respektvolles Miteinander einsetzen.“

ihrem Einsatz und ihren Ideen

entscheidenden Beitrag. Im Gesundheitsbereich

ist dieser Beitrag

in der momentanen Lage

besonders gefragt“, sagt Minister

Klose.

Antimuslimischer Rassismus

in Berlin nimmt zu

Die Fallzahlen steigen kontinuierlich an -

von 115 Vorfällen im Jahr 2017, 176 Taten

im Jahr 2018, 265 Vorfällen im Jahr 2019

auf 228 im Jahr 2020- trotz Corona-Pandemie

und Lockdown.

Hessischer Integrationspreis

wird zum 18. Mal verliehen

Minister für Soziales und Integration

Kai Klose, © HMSI

Der Integrationspreis der

Hessischen Landesregierung

wird in diesem Jahr zum

Thema „Teilhabe und Gesundheit

in Pandemiezeiten“ ausgeschrieben.

„Wir prämieren Projekte

und Maßnahmen, die sich

für das respektvolle Miteinander

in Hessen einsetzen. Wir würdigen

in diesem Jahr insbesondere

Menschen, die seit Monaten unter

erschwerten Bedingungen

dafür sorgen, dass allen Hessinnen

und Hessen gleiche Chancen

gewährt werden“, sagt Sozial-

Das Coronavirus und die zu seiner

Bekämpfung notwendigen

Einschränkungen sind für viele

Menschen eine große Herausforderung.

Auch der Einsatz für Integration

und Teilhabe erfordert

deshalb noch mehr Engagement

und ist vielleicht auch noch

wichtiger als sonst – gerade in

Hessen, wo die Gesellschaft so

vielfältig ist wie in keinem anderen

Flächenland. Ein Drittel der

in Hessen lebenden Menschen

hat eine Zuwanderungsgeschichte,

bei Kindern unter

sechs Jahren sind es rund 50

Prozent. Das zeigt: Hier kann

sich jede und jeder zuhause fühlen.

Die Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben und der Zugang

zum Gesundheitssystem für alle

Menschen auch in Pandemiezeiten

sind dafür zentrale Voraussetzungen.

„Dazu leisten Engagierte

in Institutionen, Initiativen,

Vereinen und Projekten mit

Solch herausragenden, oft ehrenamtlich

erbrachten Einsatz

öffentlich zu würdigen ist der

Zweck des Hessischen Integrationspreises.

Außerdem ist die

Auszeichnung, die in diesem

Jahr zum achtzehnten Mal verliehen

wird, mit 20.000 Euro dotiert.

Eine Initiative oder ein Projekt,

das für den Preis in Frage

kommt, sollte bereits erprobt

oder als erfolgreiche Maßnahme

umgesetzt worden sein. Darüber

hinaus werden nur laufende

Projekte ausgezeichnet, die frühestens

am 31. Dezember 2021

enden. Nähere Informationen

sowie Formulare zur Bewerbung

sind im Internet unter

www.integrationskompass.de

abrufbar. Einsendeschluss ist

Freitag, der 2. Juli 2021.

und Integrationsminister Kai Für Interessierte sind die Verleihungen

an die Preisträgerinnen

Klose.

und Preisträger des Integrationspreises

%% 2020 in Form kur-

Einsatz für Integration und

Teilhabe würdigen zer Filme auf den untenstehenden

Webseiten abrufbar.

Über die Preisvergabe entschei-

Mit den Schlagzeilen: “Werbegemeinschaften

ziehen

jetzt an einem Strick“ und „Die

Anziehungskraft der Stadt soll

gemeinsam gestärkt werden“

berichtete die Main-Post im Jahr

1986 über die Gründungsveranstaltung

des Förderkreises

„Würzburg macht Spaß“ im Barbarossasaal

des Maritim. Damals

wurden die Herren Eberhard

Wels zum Vorsitzenden und

Günter Severin sowie Bernd

Mars als Stellvertreter gewählt.

Doch schon ca. 20 Jahre zuvor,

seit 1966 hatten in Würzburg

Vorgängerorganisationen und

Werbegemeinschaften aktiv

Stadtmarketing betrieben – und

dies zu einer Zeit, wo die Begriffe

„Stadtmarketing“ oder „Citymarketing“

noch nicht einmal

existierten. Würzburg war hier

seiner Zeit weit voraus: einen

kurzen Einblick in die Highlights

und Leuchtturmprojekte des

Würzburger Stadtmarketings

gibt die nachfolgende Chronik.

Und auch heute, 35 Jahre später,

lautet der Slogan nach wie vor

„Würzburg macht Spaß“ – jedoch

wurde aus dem damaligen

Förderkreis durch Professionalisierung,

die Einrichtung einer

ständigen Geschäftsstelle und

durch das Engagement festangestellter

Mitarbeiter wie auch ehrenamtlicher

Vorstände und Bei-

det eine unabhängige Jury, die

aus derzeit acht Mitgliedern besteht.

Neben Staatsminister Kai

Klose gehören diesem Gremium

Werner D’Inka (ehemaliger Herausgeber

der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung), Joachim Frank

(DuMont Mediengruppe), Hadija

Haruna-Oelker (Journalistin des

Hessischen Rundfunks), Ahmet

Külahci (Dogan Media International),

Manfred Krupp (Intendant

des Hessischen Rundfunks),

Jagoda Marini (Leiterin

Geschäftsstelle Interkulturelles

Zentrum Heidelberg) und Thomas

Sulzer (Redaktionsleiter

Bild Frankfurt) an.

(Quelle:

https://soziales.hessen.de/presse/pres

semitteilung/ausschreibung-zum-hessischen-integrationspreis-2021-gestartet-0

; Aufgerufen am 15. März 2021 um

2245LCL)

Das Netzwerk gegen Diskriminierung

und Islamfeindlichkeit

(Inssan e.V.) dokumentiert

mit 228 Vorfällen für das

+ % % % % % % %

% % % % % % % %+

Jahr 2020 eine gefährliche Entwicklung

in Berlin. Im Vergleich

zum Vorjahr mit 265 Meldungen

ist das nur ein leichter Einbruch

überwiegend im Diskriminierungsbereich

sozialer Nah-

% % % % % % % % % % %

raum.

% %

Die Anlaufstelle erfasst seit 2016

systematisch Beleidigungen,

Anfeindungen, Benachteiligungen

und tätliche Angriffe auf

Muslim*innen und Menschen,

die als solche markiert werden.

Es handelt sich um eine standardisierte

Datenerfassung. Bei den

Fallzahlen handelt es sich um

Meldungen betroffener Menschen.

Die Dokumentationsstelle

arbeitet nicht als Rechercheund

Monitoring-stelle. Meldungen

werden überwiegend

schriftlich über den Meldebogen

oder über den Meldelink

www.inssan.de/meldung an die

Anlaufstelle herangetragen.

liegt im veränderten Lebenszustand

in Folge der Corona-Pandemie.

Dazu kommt noch, dass

die Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle

während der Pandemie

nur eingeschränkt weitergehen

konnte. Die eingeschränkte

Durchführung von Empowermentangeboten

hat sich

auf das Meldeverhalten der Betroffenen

ausgewirkt. Die Dokumentationsstelle

zählt im Bereich

sozialer Nahraum kontinuierlich

die meisten Vorfälle.

Für das Jahr 2020 wurden 48,7

% der Fälle im sozialen Nahraum

erfasst. Hierzu zählen Vorfälle

in der Öffentlichkeit, wie auf

der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln

und der Nachbarschaft.

12 % der Fälle stammen

aus dem Bereich Bildung. Hierzu

zählen Kita, Hort, Schule,

Universität, und berufliche und

nichtberufliche Weiterbildungen

und Praktika. 10,9 % der

Meldungen betreffen den Bereich

Arbeit. Hierzu zählen Arbeitssuche,

Bewerbung, Arbeitsplatz,

sowie private Arbeitsvermittlung.

16 % der Meldungen

sind aus dem Bereich

% % % % % % % % %

% %

% % % % % % %% % %

%%

Dem Netzwerk gegen Diskriminierung

und Islamfeindlichkeit

wurden im Jahr 2020 insgesamt

228 Vorfälle gemeldet. Das ist

ein Abfall von 13,9 % zum Vor-

% % % % % jahr (2019: 265), % aber eine Stei-

%

gerung über 100 % zum Jahr

% % % % %

2017 (115). Ein Grund für den

leichten Einbruch der Zahlen

%%%

Güter- und Dienstleistungen.

Hierzu zählen Mietverträge,

Versicherungen, Einzelhandel

und Gesundheitswesen.

Wie aus der Dokumentation von

2020 hervorgeht, wurden 214

der meldenden Personen

vordergründig aufgrund ihrer

tatsächlichen und zugeschriebenen

islamischen Religionszugehörigkeit

diskriminiert.

Von der Berliner Politik fordert

Inssan e.V. den Auf und Ausbauspezifischen

Beratungsstelle bei

Inssan e.V., um Betroffene besser

begleiten und unterstützen

zu können. Auch fordern wir die

Erweiterung der Dokumentationsstelle

um das Monitoring,

um das Dunkelfeld zu erhellen.

% % % % % % %

Wir begrüßen ausdrücklich die

vor wenigen Wochen einberufene

unabhängige Expert*innenkommission

zum Antimuslimischen

Rassismus, wo auch unsere

Vorstandsvorsitzende Lydia

Nofal und unser Geschäftsführer

Mohamad Hajjaj vom Islamforum

Berlin in das Gremium gewählt

worden sind. Dieses Gremium

sollte dauerhaft etabliert

werden.

% % % % % % % % % %

35 Jahre Stadtmarketing “Würzburg macht Spaß” e.V.

Das %% Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ e.V. wurde im Januar 1986

ins Leben gerufen und feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag.

% % %

% % % % % % % %

% % % %

% % % % % % %

% %%

räte eine deutschlandweit bekannte

Stadtmarketingorganisation,

die vielen anderen zum Vorbild

dient.

Hayat Tagesplege Vorstandvorsitzenderin Mühibe Gürpinar. Foto: Alp Media

Ambulanter Pflegedienst in Nürnberg

bietet einfühlsame Betreuung

Als türkischer ambulanter Pflegedienst kennen wir die religiösen

Sitten und Bräuche sowie die kulturellen Gewohnheiten unserer

Patienten und können die strenge Einhaltung dieser Regeln hundert

Prozent garantieren.

Unser ambulanter Pflegedienst

in Nürnberg stellt

pflegebedürftigen Menschen

professionelle und ganzheitliche

Dienstleistungen bereit. Eine

persönliche Betreuung in

gewohnter Umgebung unter

Einhaltung kultureller Sitten

und islamischer Richtlinien –

kombiniert mit Monika Krohwinkels

Pflegekonzept – ist die

Grundlage unserer Arbeit und

bestimmt unser Pflegeleitbild.

Ambulanter Pflegedienst

in Nürnberg bietet

einfühlsame Betreuung

Bei uns steht primär der

Mensch mit seinen Wünschen

und individuellen Lebensgewohnheiten

im Vordergrund.

Wir sind der Meinung, dass jeder

Pflegebedürftige das Recht

hat, unter Berücksichtigung religiöser,

kultureller und persönlicher

Bedürfnisse gepflegt

zu werden. Als türkischer ambulanter

Pflegedienst kennen

wir die religiösen Sitten und

Bräuche sowie die kulturellen

Gewohnheiten unserer Patienten

und können die strenge

Einhaltung dieser Regeln hundert

Prozent garantieren.

Unser ambulanter Pflegedienst

ist tätig im Raum Nürnberg und

stellt Ihnen folgende Pflegeleistungen

zur Verfügung:

Die anlässlich des 35. Geburtstags

geplante Feierstunde muss

pandemiebedingt leider ausfallen,

jedoch hat sich gerade im

vergangenen Jahr gezeigt, wie

wichtig ein aktives Stadtmarketing

auch und besonders in Zeiten

von Corona für den Wirtschaftsstandort

Würzburg ist.

So wurden von „Würzburg macht

Spaß“ seit Beginn der Pandemie

nicht nur ein Cityblog zur Steigerung

der digitalen Sichtbarkeit

von ca. 300 Würzburger Unternehmen,

eine Gutscheinwelt zur

Schaffung von Liquidität und zuletzt

mit WüLivery ein nachhaltiger

und emissionsfreier Same-

Day-Lieferservice ins Leben gerufen.

Darüber hinaus wurden

über die Medienpartner Main-

Post und Funkhaus nach dem 1.

Lockdown jeweils 1000 Citygutscheine

im Wert von 10 Euro an

die Würzburger verschenkt, um

Handel und Gastronomie wieder

anzukurbeln, die Kampagne

„Würzburg virenfrei“ mit der Fa.

Livinguard gestartet, viele Aktionen

Dritter zur Pandemiebewältigung

unterstützt und ganz aktuell

ca. 100.000 FFP2- Masken

zum Selbstkostenpreis von ca. 1

Euro an die Würzburger Unternehmen

und ihre Mitarbeiter

weitergegeben. Nicht zuletzt ist

das Würzburger Stadtmarketing

seit fast einem Jahr damit beschäftigt,

die Würzburger Unternehmen

über die sich teilweise

wöchentlich verändernden neuen

Bestimmungen aus München

und Berlin zu informieren und

andererseits die Kunden stetig

zur Unterstützung der hiesigen

Geschäftswelt aufzufordern.

Doch auch außerhalb einer Pandemie

ist "Würzburg macht

Spaß" starker Partner für Händler,

Dienstleister, Gastronomen

und Kulturschaffende. Das

Stadtmarketing vertritt deren Interessen

in städtischen Gremien,

im Austausch mit Behörden und

Verwaltung, gegenüber der

Kommunalpolitik sowie anderen

Vereinen und Verbänden – immer

mit dem Ziel vor Augen, den

(Wirtschafts-) Standort Würzburg

zu stärken. In diesem Zusammenhang

soll insbesondere

die Anziehungskraft Würzburgs

-Grundpflege nach SGB XI

-Ganz- und Teilwaschungen

-Betten und Lagern

-Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme

Weitere Leistungen

auf Anfrage - Behandlungspflege

nach SGB V

Verbandswechsel

Injektionen

Medikamenteneingabe

Messen von Blutdruck und

Blutzucker

Katheterisierung

Stoma-Versorgung

Tracheostomaversorgung

Überwachung von Infusionstherapien

Und vieles mehr

Hauswirtschaftliche

Versorgungsleistungen

Hilfestellung beim Waschen

der Kleidung sowie Wäscheversorgung

ausgebaut, die Lebensqualität

ebenso wie die Besucherfrequenz,

die Wirtschaftskraft und

das Kulturleben nachhaltig gesteigert

werden. Innerhalb von

nunmehr 35 Jahren hat sich das

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Reinigung der Wohnung

Organisation von Einkäufen

Zubereitung von Mahlzeiten

Spülen

Beheizen der Wohnung

Seelische und körperliche Betreuung

Gespräche führen

Häusliche Vorlesungen

Gemeinsame Spaziergänge

Hilfen bei technischen Problemen

im Haushalt

Weitere Leistungen

nach Vereinbarung-

Zusatzleistungen

im ambulanten Pflegedienst

Pflegenachweiskontrolle nach

§37 SGB XI

-Beratung und Schulungskurse

für pflegende Angehörige

-Hilfestellung bei Anträgen auf

Einstufung in eine Pflegestufe

bzw. auf Höherstufung

-Stundenbetreuung bei demenzerkrankten

Pflegebedürftigen

nach §45 SGB XI

-Begleitung bei Arzt- und Behördengängen

-Durchführung von Übersetzungen

Wenn auch Sie auf der Suche

nach einem vertrauenswürdigen

ambulanten Pflegedienst

im Raum Nürnberg sind, entscheiden

Sie sich für HAYAT.

Stadtmarketing „Würzburg

macht Spaß“ zu einem etablierten,

angesehenen und nicht

mehr wegzudenkenden Netzwerk

für Handel, Kultur, Gastronomie

und Dienstleistung in

Würzburg entwickelt. Dieses

Netzwerk ist die Grundlage für

den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen,

Gewerbetreibenden

und Ideen im Wirtschaftsraum

Würzburg.

Stadtmarketing "Würzburg

macht Spaß" e.V. Wolfgang Weier

(Geschäftsführer) Kaiserstraße

4

97070 Würzburg

Tel.: 0931 - 35 36 754

Fax: 0931 - 46 52 255

Mobil: 0160 55 78 973

e-Mail: weier@wuems.de

Home: www.wuems.de


10 Familie 2021

Babybett

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Worauf sollte man bei einem

Babyzimmer achten?

Um dem Babyzimmer eine einheitliche Linie vorzugeben, gibt es von einigen Möbelherstellern

Komplett-Sets, die meistens aus der Kombination von Babybett, Wickelkommode, Kleiderschrank

und Regalen besteht. Mit Hilfe dieser Komplett-Sets lassen sich natürlich Ideen und Inspirationen

sammeln, wie du das Zimmer deines Baby gestalten kannst

Du überlegst gerade,

wie das Kinderzimmer

deines neugeborenen

Kindes aussehen

soll? Wenn man sich über

die Einrichtungsideen eines

neuen Kinderzimmers

Gedanken macht, gibt es

vieles, was man gestalten

kann und bedenken muss.

Von der Wandfarbe, über

die schönsten Accessoires

bis hin zu schönen und bequemen

Möbeln, die dem

Kind ein wunderschönes

Zuhause bieten.

Aber was sollte man beachten

bei dem Kauf eines

kompletten Babyzimmers?

Um dir bei dieser Frage

vorab behilflich zu sein,

haben wir hier ein paar

wichtige Informationen zu

dem Kauf von einem Babyzimmer

zusammengestellt

- egal ob ein Zimmer für

Jungs oder für Mädchen.

das Babybett sollte mindestens

eine Größe von 70x140cm haben.

eine höhenverstellbare Schlaffläche

des Babybettes erleichtert

dir das Hinlegen oder beruhigen

des Kindes

die Gitterstäbe sollten stabil

und nicht biegbar sein

der Lattenrost sollte stabil sein

und fest im Rahmen liegen, damit

er nicht kippt

Beistellbetten

Beistellbetten erleichtern das

Stillen und Trösten des Neugeborenen

in der Nacht

Modelle mit einem Zusatzgitter

können tagsüber als Stubenwagen

verwendet werden

auf eine sichere Montage ohne

Lücke zwischen Beistellbett

und Elternbett ist zu achten

Wickelkommode

der Wickeltisch sollte eine Höhe

von 85 - 92 cm haben (für

große Eltern 98 cm) um Rückenschmerzen

zu vermeiden

die Wickelfläche sollte ausreichend

Platz bieten: je größer

Alles für dein Baby und

Kleinkind unter einem Dach!

Zeit sparen

beim Einkauf

desto besser!

die Seitenschutzränder der Wickelkommode

sollten hoch genug

sein, um das Kind zu schützen. Je

höher die Wickelauflage, desto

höher muss auch der Rand sein!

Kleiderschrank & Regal

große, kompakte und stabile

Schränke und Regale mit breiterer

Grundfläche sind standfester

um ein Umkippen vollends auszuschließen,

sollten Schränke &

Regale eine Vorrichtung zur Befestigung

an der Wand aufweisen

gedämpfte Schranktüren und

Schubladen schließen langsamer

und leiser

Kinderzimmer und Zertifikate

Möbel in einem Kinderzimmer

sollten nicht nur gut aussehen,

sondern vor allem sicher und

schadstofffrei sein. Insbesondere

für dein Neugeborenes ist daher

eine hoher Standard und eine

ausgezeichnete Qualität enorm

wichtig. Damit du genau weißt,

welches Zertifikat an Kindermöbeln,

welche Bedeutung hat, haben

wir im Folgenden, die wichtigsten

für dich erklärt.

Woran erkennst du sichere

Babymöbel?

die Möbelstücke eine entsprechende

DIN-Nummer tragen (z.B.

DIN EN 716 für Kinderbetten,

DIN EN 12221 Wickeleinrichtungen

und DIN EN 747 für Spiel-,

Hoch- und Etagenbetten).

Die Möbel müssen robust und

standsicher gebaut sein. Spitze

Ecken, hervorstehende Schrauben

oder niedrige Umrandungen

stellen Gefahrenquellen dar und

gehören nicht ins Babyzimmer.

Oberflächen müssen frei von

scharfen Kanten, Splittern und

anderen Verletzungsrisiken sein.

Die Abstände der Gitterstäbe am

Babybett sollten ein Einklemmen

des Kinderkopfes verhindern. Bei

zu niedrigen Gittern besteht die

Gefahr, dass Kinder, die bereits

stehen oder klettern können, hinausfallen

und sich verletzen.

Bei zu tiefen Bohrlöchern (> 10

mm) und auch bei zu großen

Bohrlöchern (> 6,9 mm) können

Kinder mit ihren kleinen Fingern

stecken bleiben.

Klappbare Wickeltische lassen

sich häufig nur unzureichend sichern

und können beim Gebrauch

in sich zusammenklappen.

Aus welchen Materialien bestehen

Babymöbel bei BabyOne?

Massiv hölzern, Fein holz platten,

Ober flächen & Lacke, Holznach -

bildungen, Echtholz-Furniere,

Stoffe

Einfach Wunschartikel auf

babyone.de

kostenlos reservieren und

bequem im Fachmarkt

abholen!

Das Möbelstück wurde im Vorfeld

systematisch auf seine Sicherheit

überprüft, wenn es ein GS-Zeichen

(geprüfte Sicherheit) aufweist.

Das Prüfsiegel ist eine gute

Orientierung beim Kauf: es wird

von speziell zugelassenen Stellen,

wie zum Beispiel dem TÜV, verliehen

und zeichnet Produkte aus,

die die aktuell geltenden Sicherheitsanforderungen

erfüllt haben.

Leider ist die Einhaltung von DIN-

Normen bei Babymöbeln generell

nicht verpflichtend. Das heißt,

Hersteller von Kinder- und Babymöbel

sind gesetzlich nicht gezwungen,

bestimmte Normen bei

ihren Produkten einzuhalten.

Dennoch gibt es zahlreiche Hersteller,

die die Normen freiwillig

erfüllen. Achte deshalb beim Kauf

von Kindermöbeln darauf, dass

Wir helfen dir dabei ein gemütliches

Zimmer für dein Baby einzurichten.

Neben der Beratung

kannst du in unseren Fachmärkten

Ideen und Inspirationen sammeln

zu allem was du für die Einrichtung

des ersten Kinderzimmers

benötigst. Neben den ausgestellten

Komplett-Sets haben

wir auch eine risige Auswahl an

weiteren Babybetten, Wickelkommoden,

Kleiderschränken

und allem weiteren, was du ab

dem ersten Tag und die ersten

Monate für dein Baby brauchst.

Dabei ist für jeden Design-Typen

das richtige dabei. Richte dich

jetzt ganz individuell ein!

Über 100 Fachmärkte – auch in deiner Nähe: BabyOne Markt für Baby- und Kinderausstattung Brunnthal GmbH,

Willy-Brandt-Weg 39, 48155 Münster mit Markt in: 85649 Brunnthal, Zusestraße 1 • 85757 Karlsfeld, Münchner Straße 173

babyone.de


2021 Vershiedenes 11

Mit dem Bike ins Büro. Vom Arbeitgeber geleaste Fahrräder lohnen sich finanziell

ebenso wie für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Foto:

djd/www.mein-dienstrad.de/www.diamantrad.com

Umsatteln auf ein Dienstrad

Fahrradleasing wird in Unternehmen und

im öffentlichen Dienst immer beliebter

Das Firmenauto als Bonus

zum Gehalt und als Statussymbol

war gestern. Stattdessen

satteln immer mehr Mitarbeiter

auf zwei Räder um.

Dienstlich geleaste Fahrräder

bieten Arbeitnehmern finanzielle

Vorteile. Hinzu kommen

Aspekte des Klimaschutzes und

der Stärkung der eigenen Gesundheit

durch viel Bewegung

an frischer Luft. Gerade mit E-

Bikes lassen sich längere Wege

zum Arbeitsplatz täglich mühelos

meistern. Die Kommunen

folgen dieser Entwicklung und

arbeiten an neuen Verkehrskonzepten,

zum Beispiel mit eigenen

Pendlertrassen, ausgewiesenen

Fahrradstraßen und

generell mehr Raum für Zweiräder.

Dienstfahrrad

mit steuerlichen Vorteilen

Einen zusätzlichen Schub erhält

der Trend durch den Abschluss,

auf den sich Gewerkschaften

und die Vereinigung

der kommunalen Arbeitgeberverbände

(VKA) im Oktober

2020 geeinigt haben. Knapp 1,5

Millionen Angestellte der VKA

dürfen somit in Zukunft ebenfalls

ein Dienstrad leasen. Der

neue Tarifvertrag lässt erstmals

eine Gehaltsumwandlung für

Fahrräder und E-Bikes zu. Statt

sich selbst ein Fahrrad oder E-

Bike zu kaufen, ist für Arbeitnehmer

das Leasing durch den

Arbeitgeber vorteilhaft. Mit

Dienstradleasing können bis zu

40 Prozent der Anschaffungskosten

gespart werden. Die

Zahlung erfolgt in monatlichen

überschaubaren Beträgen.

Wenn der Chef zustimmt, dürfen

anders als beim Dienstauto

im Grunde alle Arbeitnehmer

ein Dienstfahrrad erhalten und

dabei von den steuerlichen Begünstigungen

profitieren.

www.mein-dienstrad.de

Hass, Hetze und andere

rechtswidrige Inhalte

haben im Internet

Hochkonjunktur. Um Betroffenen

die Löschung in sozialen

Netzwerken zu erleichtern,

startet Bayerns Innenminister

Joachim Herrmann heute ein

Pilotprojekt bei der Bayerischen

Polizei. "Künftig wird die

Bayerische Polizei auf Wunsch

der Betroffenen im Rahmen

der Anzeigeerstattung auch eine

Löschungsprüfung bei den

jeweiligen Plattformbetreibern

anstoßen", erklärte Herrmann.

"Falls der Beitrag nicht

fristgerecht gelöscht wird,

schaltet die Polizei das Bundesamt

für Justiz ein. Dann können

dem Plattformbetreiber

empfindliche Bußgelder drohen."

Bislang mussten sich Betroffene

selbst um die Löschung

kümmern. "Unser neuer

Bürgerservice ist in diesem

Umfang deutschlandweit einmalig",

fasste der Innenminister

zusammen. "Damit unterstützen

wir Opfer von Hass und

Gewalt im Netz. Denn je

schneller der rechtswidrige

Beitrag gelöscht oder gesperrt

Gegen Hass und Hetze im Internet:

Bayerische Polizei startet

deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann startet deutschlandweit

einmaliges Pilotprojekt der Bayerischen Polizei zur Löschung

rechtswidriger Inhalte in sozialen Netzwerken:

Polizei übernimmt Löschungsaufforderung und Meldung

ans Bundesamt für Justiz

wird, desto geringer ist häufig

seine virale Verbreitung und

damit der Schaden."

Herrmann erwartet vom Pilotprojekt

nicht nur eine wertvolle

Unterstützung von Betroffenen.

"Wir erhoffen uns

auch, dass dadurch mehr Fälle

bei der Polizei anzeigt werden",

so der Innenminister.

"Nur dann kann wirkungsvoll

gegen die Urheber vorgegangen

werden, strafrechtlich

und durch entsprechende Löschungen."

Ebenfalls wichtig

(Foto: Urheber- Giulia Iannicelli)

für Herrmann: "Durch die

Einbindung des Bundesamts

für Justiz nehmen wir die

Plattformbetreiber stärker in

die Verantwortung, konsequent

gegen derartige Umtriebe

vorzugehen."

Laut Herrmann hat die Bayerische

Polizei ein mit dem

Bundesamt für Justiz abgestimmtes

Konzept erstellt.

Grundlage ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Das

verpflichtet Anbieter von sozialen

Netzwerken mit mindestens

zwei Millionen im Inland

registrierten Nutzern,

rechtswidrige Inhalte zu entfernen

oder den Zugang zu ihnen

zu sperren. Bei offensichtlich

rechtswidrigen Inhalten

muss das innerhalb

von 24 Stunden nach Eingang

der Aufforderung geschehen,

bei nicht offensichtlich

rechtswidrigen Inhalten, die

noch einer eingehenden Prüfung

bedürfen, innerhalb von

sieben Tagen.

Weitere Informationen zur

Löschung von rechtswidrigen

Inhalten in sozialen Netzwerken

sind unter

www.bmjv.de/DE/Themen/F

okusThemen/NetzDG/NetzD

G_node.html abrufbar sowie

allgemeine Hinweise zur Vorbeugung

www.polizei.bayern.de/lka/s

chuetzenvorbeugen/kriminalitaet/index.html.

(Quelle:

https://www.stmi.bayern.de/med/p

ressemitteilungen/pressearchiv/20

20/377/index.php A,ufgerufen am

04.02.2021 um 16.55lcl)

(Foto: Urheber- Giulia Iannicelli).

Fraktionsinitiativen 2021:

60 Millionen Euro

zusätzlich für besondere

Akzente und Projekte

Staatssekretärin Anna Stolz: FREIE WÄH-

LER legen Schwerpunkte auf Wissenschaft,

Bildung, Umwelt, Kunst und Kultur

FREIE WÄHLER Landtagsfraktion;

Foto: Herr Gottfried Obermair

Fraktionsinitiativen 2021:

Die Regierungsfraktionen

aus CSU und FREIEN WÄH-

LERN stellen im neuen Haushaltsplan

gemeinsam 60 Millionen

Euro ein, um spezielle Akzente

setzen zu können. Besonders

unterstützt werden dabei

der Wissenschaftsbereich mit

Digitalisierung der Lehre, Ausbildung

und Forschung – sowie

weitere von Corona besonders

betroffene Bereiche wie Schule,

Kunst und Kultur.

„Trotz der coronabedingt angespannten

Staatsfinanzen ist es

uns gelungen, die Investitionen

auf einem sehr hohen Niveau

fortzusetzen“, zeigt sich Anna

Stolz, Staatssekretärinund Abgeordnete

aus Arnstein (MSP)

zufrieden. „Gerade in konjunkturell

schwierigen Zeiten gilt es,

in die Zukunft zu investieren.

Deshalb unterstützen wir mit

unseren Fraktionsinitiativen

Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion

ebenso wie etwa den

Ausbau der digitalen Lehre an

Universitäten und Hochschulen

sowie Vorhaben im Bereich der

Erinnerungskultur“, so Stolz.

Insgesamt 13,6 Millionen Euro

gehen dabei in den Wissenschaftsbereich.

Mit 3,5 Millionen

Euro wird die digitale Lehre

an Universitäten und Hochschulen

gefördert, mit 2,5 Millionen

Euro die Pflege- und

Hebammenstudiengänge. 1,25

Millionen Euro erhält das

Helmholtz-Institut für die Einzelzell-Analyse

im Rahmen der

RNA-basierten Infektionsforschung

(HIRI), mit der mittels

Künstlicher Intelligenz zuverlässig

und frühestmöglich vorhergesagt

werden soll, ob und

wann eine Krankheit ausbricht

und wie sie verlaufen wird.

In den Kunst- und Kulturbereich

fließen insgesamt 7,1 Millionen

Euro. Hier werden unter

anderem einzelne Projekte von

Kinos, die Knabenchöre im

Freistaat sowie Sing- und Musikschulen

unterstützt.

Im Wirtschaftsbereich unterstützen

die Regierungsfraktionen

vor allem die digitale

Transformation in den Bereichen

Tourismus, Handel, Forschung,

Energiewende und den

regionalen Tourismus mit rund

5,5 Millionen Euro. Davon erhalten

die „Digitale Einkaufsstadt

Bayern“ und die „Soforthilfen

für den Handel“ zwei Millionen

Euro und das Sonderprogramm

eine Million Euro.

Im Bereich Umwelt investieren

CSU und FREIE WÄHLER über

3,3 Millionen Euro in Maßnahmen

zur Treibhausgasreduktion,

in den naturnahen Tourismus

und die nachhaltige Wasserversorgung.

Die finale Abstimmung über

den Haushalt 2021 ist für den

23. bis 25. März 2021 geplant.

Foto: TGN_JoergBeckmann

Foto: TGN_Thomas Hahn

Foto: TGN_JoergBeckmann

Foto: TGN_JoergBeckmann

Foto: TGN_JoergBeckmann

Frühlingsgefühle: Tiergarten

Nürnberg – der Landschaftszoo

Endlich Frühling. Im Frühling,

wenn die Natur erwacht,

genießen nicht nur

wir Menschen die ersten Sonnenstrahlen,

sondern auch die Tiere.

Gerade in diesem Jahr, nach der

langen Corona-Pause zu Hause

wird der Zoobesuch eine wahre

Wonne. So fällt hoffentlich die Öffnung

des Tiergartens mit dem

Frühling zusammen.

Viel frische Luft, eine schöne Natur

und saubere Wege. Ein Besuch

im Tiergarten Nürnberg,

dem Landschaftszoo, ist eine

wunderbare Gelegenheit, die ers-

ten Frühlingsboten und den

Nachwuchs so mancher Tierart

zu beobachten. Lange, ruhige

Wege laden zum Spazieren gehen

und genießerischen Betrachten

der Natur ein.

Strahlt die erste warme Frühlingssonne

durch die fast kahlen

Äste und blühen Tulpen, Narzissen

und Adonisröschen um die

Wette, dann strecken auch Nashorn

und Co. die Schnauze in

die wärmenden Strahlen. Wunderbare

Lichtreflexe entstehen,

die nicht nur dem Fotografen

das Herz aufgehen lassen.

Das Zusammenspiel von Tierund

Pflanzenwelt bietet jedem

ein besonderes Naturerlebnis.

Insgesamt haben im Tiergarten

Nürnberg mehr als 300 Tierarten

ihr Zuhause. Außerdem erfreut

wieder viel Tiernachwuchs

die Herzen.

Foto: TGN_JoergBeckmann

Foto: TGN_Thomas Hahn

Im Tiergarten Nürnberg blüht

den Gästen das ganze Jahr über

ein wahres Pflanzenmeer. Nach

den Frühlingsboten kommt die

bunte Sommerwiese und im

Herbst versuchen knallrot

leuchtende Blätter die Vielfalt

der Herbstblumen zu übertrumpfen.

Auf der wildwuchernden

Merianinwiese gedeihen

tausende bienen- und insektenfreundliche

Blumen.

Anzeige

Der Tiergarten Nürnberg ist mit

dem öffentlichen Nahverkehr gut

erreichbar. Vom Hauptbahnhof

bringt die Straßenbahn die Besucher

ohne Umsteigen zum Tiergarten.

Bei der Anfahrt mit dem öffentlichen

Nahverkehr gelten vergünstigte

Eintrittspreise. Außerdem stehen

etwa 2.000 kostenfreie Parkplätze

zur Verfügung. Für Rucksäcke,

Proviant - und müde Kinder -

können am Eingang Bollerwagen

ausgeliehen werden. An vielen attraktiven

Standorten laden Tische

und Bänke zum Picknicken und Verweilen

ein.

n

Foto: TGN_JoergBeckmann

Foto: TGN_JoergBeckmann


12 Gesundheit 2021

Leuchtendes Kirschrot, klares Jeansblau, sattes Violett und edles Grau sind die

neuen Trendfarben bei medizinischen Kompressionsstrümpfen. Foto: djd/medi

Die Volkskrankheit Venenleiden

ist oft mit schweren, müden

Beinen, Besenreisern und

Krampfadern verbunden. Medizinische

Kompressionsstrümpfe

in Verbindung mit Bewegung

sind dann die Basistherapie. Der

medizinisch definierte Druck

von außen unterstützt bei Bewegung

die Muskelpumpe und fördert

auf diese Weise den venösen

Blutfluss zurück zum Herzen.

Die Venenklappen schließen

wieder besser, Schwellungen

klingen ab, die Beine fühlen sich

leichter und entspannter an.

Wenn Schwellungen und Spannungsgefühle

der Beine auftreten,

kann dies auch auf eine Erkrankung

des Lymphgefäßsystems

hinweisen. Ist das Lymphgefäßsystem

betroffen, können

flachgestrickte medizinische

Kompressionsstrümpfe helfen.

Sie sind ein Baustein der Basistherapie

bei Lymphödemleiden,

auch Symptome des Lipödems

können damit behandelt werden.

Eine repräsentative Umfrage

des Instituts für Demoskopie

Allensbach unter Anwenderinnen

und Anwendern hat erst

kürzlich den Nutzen ärztlich verordneter

medizinischer Kom-

Mit Chic und

Anti-Rutsch-Effekt

Venenleiden: Medizinische

Kompressionsstrümpfe in modischen

Farben und mit besserem Halt

pressionsstrümpfe bestätigt.

Medizinische Kompressionsstrümpfe

in neuen Trendfarben

Von Medi beispielsweise gibt es

medizinische Kompressionsstrümpfe

nun in neuen Trendfarben.

Leuchtendes Kirschrot, klares

Jeansblau, sattes Violett und

edles Grau sind die angesagten

Farbtöne. Sie sind die Basis für

frische Outfits und setzen modische

Akzente, auch in sogenannten

monochromen Looks. Dabei

handelt es sich um einen effektvollen

und eleganten Look, der

unkompliziert und einfach zu

stylen ist und die Silhouette

streckt. Die rundgestrickten

Strumpfvarianten können ab sofort

auch mit Anti-Rutsch-Segmenten

an der Fußsohle ausgestattet

werden. Anwenderinnen

und Anwender haben so besseren

Halt im Schuh oder wenn sie

auf Strümpfen laufen.

Arzt kann medizinische Kompressionsstrümpfe

verordnen

Bei medizinischer Notwendigkeit

können rund- und flachgestrickte

medizinische Kompressionsstrümpfe

vom Arzt verordnet

werden. Im Fachhandel werden

sie angepasst. Ratgeber zur

Venen-, Lymph- und Lipödemtherapie

mit medizinischen

Kompressionsstrümpfen sind

unter Telefon 0921-912750 sowie

per E-Mail unter verbraucherservice@medi.de

erhältlich

und stehen unter

www.medi.de/infomaterial zum

Download bereit. (djd).

Sağlık

per-

soneli

olarak

örnek olmak

istediğ

im

için …

Alex M., sağl

ı

k personeli

ve

hasta bakıc

ı

Wer gerne Zeit im Freien

verbringt, sollte nicht

vergessen: Im Grünen sind

auch Zecken unterwegs. Die

kleinen Spinnentiere können

durch ihre Stiche gefährliche

Krankheits- erreger wie Borreliose-Bakterien

oder Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren

(FSME) übertragen.

FSME ist eine Erkrankung

der Hirnhaut und des zentralen

Nervensystems, die nicht

mit Medikamenten heilbar

ist. Zudem kann FSME einen

lebensgefährlichen Verlauf

nehmen und schwere gesundheitliche

Folgen wie

dauerhafte Lähmungen sowie

Schluck- und Sprechstörungen

nach sich ziehen. Was

viele nicht wissen: Zecken

können FSME-Viren in ganz

Deutschland übertragen. In

den vergangenen zehn Jahren

traten auch außerhalb

der sogenannten Risikogebiete

FSME-Fälle auf. Das Robert

Koch-Institut (RKI) wies

bereits Mitte Oktober mit 624

FSME-Fällen deutlich höhere

Infektionszahlen aus als im

gesamten Jahr 2019 und als

Impfen ist der beste Schutz vor Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Foto: djd/Pfizer/www.zecken.de/mediahouse.one

Gegen FSM

durch Impfen schützen

Gefahr durch Zecken:

höhere Infektionszahlen als in den Vorjahren

im FSME-Rekordjahr 2018.

Deshalb gilt: jetzt vorsorgen und

den Grundstein für eine unbeschwerte

Freiluftsaison 2021 legen.

Mehr Infos gibt es etwa unter

www.zecken.de.

„Durch Impfen kann man sich

vor einer FSME-Erkrankung

schützen. Jeder, der sich gern

im Grünen aufhält, in einem

FSME-Risikogebiet lebt oder in

eines reisen möchte, sollte sich

impfen lassen“, betont etwa Reisemediziner

Prof. Dr. med. Tomas

Jelinek. Bei Reisen in deutsche

FSME-Risikogebiete werden

die Impfkosten in der Regel

von den Krankenkassen übernommen,

da die Impfung zu den

empfohlenen Reiseimpfungen

zählt. Mit dem Aufbau des Impfschutzes

beginnt man idealerweise

im Herbst oder Winter, da

für einen vollständigen Impfschutz

mehrere Impfungen in

einem festgelegten Zeitraum benötigt

werden. Wer im Herbst

mit der Grundimmunisierung

anfängt, kann bei Beginn der

nächsten Zeckensaison im

Frühjahr bereits einen vollständigen

Impfschutz aufgebaut haben.

Je nach Alter und Impfstoff

sollte er alle drei bis fünf Jahre

aufgefrischt werden.

Gegen Borreliose gibt es

keine Impfung

In Deutschland sind Borrelien

die am häufigsten durch Zecken

übertragenen Krankheitserreger.

Wird die Erkrankung erst

spät diagnostiziert, können die

Borrelien schwerwiegende bleibende

Schäden verursachen.

Gegen Borreliose gibt es für den

Menschen im Gegensatz zu

FSME keine Impfung. Darum ist

Zeckenvorsorge

wichtig.(djd).

besonders

Wenn die Füße brennen oder kribbeln, können das Warnsignale für einen unerkannten

Diabetes sein. (Foto: djd/Wörwag Pharma)

Diabetes: Kribbelnde Füße

sind oft ein Warnsignal

Experten weisen auf Anzeichen für

unerkannte Zuckerkrankheit hin

Wir schenken unseren Füßen

in der Regel wenig

Aufmerksamkeit. Wenn sie

kribbeln oder brennen, gehen

wir über diese Anzeichen hinweg.

Schrunden und Risse in

der Haut werden gern unter

Strümpfen und in Schuhen verborgen.

Mediziner warnen jedoch

davor, diese Signale nicht

ernst zu nehmen. Denn sie weisen

in vielen Fällen auf eine so

genannte Neuropathie, also eine

Schädigung der Nerven, hin

– und das kann ein Anzeichen

für einen nicht erkannten Diabetes

sein.

Den Test beim Arzt

machen lassen

Laut dem aktuellen Deutschen

Gesundheitsbericht Diabetes

2020 haben in Deutschland

mindestens 6,9 Millionen Menschen

einen dokumentierten

Typ-2-Diabetes. Darüber hinaus

ist von einer Dunkelziffer

von rund zwei Millionen Menschen

mit bisher unerkanntem

Diabetes in Deutschland auszugehen.

Mehr als jeder dritte

Zuckerkranke spürt die Stoffwechselstörung

an den Füßen:

Durch den Diabetes werden die

langen, empfindlichen Nervenbahnen

geschädigt, die bis in

die Zehen reichen. Auf diese

Weise können starke Beschwerden

entstehen, mancher Betroffene

hat aber eher ein Taubheitsgefühl

in den Füßen. Beide

Fälle sollten mit dem behandelnden

Arzt besprochen werden,

der mit einfachen, schmerz

losen Tests prüfen kann, ob die

Nerven intakt sind. "Je eher,

umso besser lassen sich Schäden

aufhalten, Symptome lindern

und die Füße gesund erhalten",

erklärt Arzt Gidon Bönhof

aus Düsseldorf. In einem Video

unter www.hoerensieaufihrefuesse.de

erläutert er die zehn

wichtigsten Tipps, wie man die

Füße bei Diabetes schützt.

Zum Schutz B-Vitamin-

Mangel ausgleichen

Zu den zentralen Maßnahmen

gehört eine möglichst gute Blutzuckereinstellung.

Zudem kann

ein Mangel an B-Vitaminen

Neuropathien verursachen.

Dieser lässt sich mit der für den

Körper sehr gut verfügbaren Vitamin-B1-Vorstufe

Benfotiamin

ausgleichen. Benfotiamin ist etwa

in "milgamma protekt" enthalten,

das es rezeptfrei in der

Apotheke gibt. Eine gesunde Lebensweise

mit ausgewogener

Ernährung und regelmäßiger

Bewegung und ohne "Nervengifte"

wie Alkohol und Nikotin

wirkt Nervenschäden entgegen.

Denn wenn die Neuropathie ungebremst

voranschreitet, steigt

die Gefahr eines diabetischen

Fußsyndroms - der häufigste

Grund für Amputationen in

Deutschland, die nicht durch

Unfälle bedingt sind.(djd)


2021 Gesundheit 13

Frauen ticken anders - Männer erst recht:

Klinikum Nürnberg veranstaltet digitales

Fach-Symposium zum Thema Gendermedizin

Frauen werden anders krank als Männer und Männer anders als

Frauen. Warum, wieso, weshalb: Darum geht es beim Fach-Symposium

„Frauen ticken anders – Männer erst recht! Geschlecht in der Medizin“.

Auf Unterstützung müssen junge Familien trotz der Widrigkeiten infolge der

Corona-Pandemie nicht verzichten.

Foto: djd/mhplus Krankenkasse/Flamingo Images - stock.adobe.com

Die Hebamme

gibt Tipps per Chat

Werdende und junge Eltern können fachkompetente

digitale Angebote nutzen

Rund um Schwangerschaft,

Geburt und Babyzeit gibt es

für werdende und junge Eltern

viele neue Herausforderungen

und Fragen. Allerdings ist es oft

nicht leicht, vor Ort eine betreuende

Hebamme zu finden.

Die Corona-Pandemie bedeutet

eine zusätzliche Hürde: Viele

Präsenzangebote sind nicht

oder nur begrenzt verfügbar.

Auf Unterstützung müssen junge

Familien aber auch jetzt

nicht verzichten. Das Start-up-

Unternehmen "Kinderheldin"

etwa hat eine webbasierte

Plattform entwickelt, die Fragen

rund um Schwangerschaft,

Geburt und Babyzeit beantwortet.

Erfahrene Hebammen

sind hier täglich von 7 bis 22

Uhr per Chat, Telefon oder Videocall

erreichbar. Das Angebot

wird von verschiedenen

Krankenkassen unterstützt, etwa

von der mhplus Krankenkasse.

Unter www.kinderheldin.de

gibt es alle Infos. (djd).

Das Klinikum Nürnberg und

die Paracelsus Medizinische

Privatuniversität (PMU) laden

bereits zum fünften Mal zu dieser

Veranstaltung ein. An vier

Terminen, immer mittwochs,

referieren Fachleute zu ganz

unterschiedlichen Aspekten -

digital per Zoom.

Die Bedeutung geschlechtsspezifischer

Unterschiede in der

Medizin gewinnt zunehmend an

Beachtung. Ob Lungenkrebs,

Schlaganfall oder Reaktionen

auf psychische Belastungen:

Viele Erkrankungen äußern sich

bei Frauen anders als bei Männern,

und auch in Sachen Prävalenz

und Verlauf spielt das Geschlecht

eine Rolle.

Vielfältiges Programm mit

unterschiedlichen

Fragestellungen

„Man kann Frauen und Männer

weder bei Diagnostik, noch bei

Therapie und Nachsorge über

einen Kamm scheren. In der

Schweiz wird inzwischen sogar

ein europaweit erster Weiterbildungsstudiengang

Gendermedizin

vorbereitet“, erklärt

Dr.Annette Sattler, Leitende

Apothekerin des Klinikums

Nürnberg. Sie hat gemeinsam

mit der Gleichstellungsbeauftragten

Roswitha Weidenhammer

das Programm des Symposiums

zusammengestellt. Wie in

den Vorjahren haben die Organisatorinnen

auf eine Auswahl

von ganz unterschiedlichen Fragestellungen

geachtet. Die Teilnehmenden

erwarten spannende

und informative Vorträge von

vier Expertinnen und Experten

des Klinikums Nürnberg.

Von Lungenkrebs

bis Schlaganfall

Den Anfang macht am 17. März

2021 um 17 Uhr Dr. Markus

Holtmannspötter, Ärztlicher

Leiter des Instituts für Radiologie,

Neuroradiologie und Nuklearmedizin.

Er berichtet über Bewährtes

und Neues bei der Behandlung

von akutem Schlaganfall.

Am 14. April referiert Prof.

Dr. Christiane Waller, Ärztliche

Leiterin der Klinik für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie,

über die Auswirkungen

der COVID-1919-Pandemie

auf Frauen und Männer und ihre

unterschiedlichen körperlichen

und seelischen Folgen.

Am 5. Mai 2021 erörtert Oberarzt

Prof. Dr. Wolfgang

Brückl,Klinik für Innere Medizin,

warum Lungenkrebs keine

typisch männliche Erkrankung

ist. Zum Abschluss gibt Dr. Undine

Samuel, Medizinische Referentin

des Vorstands, am 9.

Juni 2021 einen Einblick, wie eine

vertrauliche Spurensicherung

im Klinikum Nürnberg abläuft.

Kerstin Lindsiepe ergänzt

das Thema um wichtige Fragen

aus dem Beratungsalltag der

frauenBeratung Nürnberg. Alle

Termine beginnen jeweils um

17 Uhr und dauern rund 90 Minuten.

Ein sicherer Start ins Leben –

die Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg

Jungen Müttern liegt die gesunde Entwicklung ihres Kindes besonders am

Herzen. Foto: djd/Magnesium-Diasporal/Joana Lopes - stock.adobe.com

Gut versorgt in

Schwangerschaft und

Stillzeit

Ergänzende Mineralstoffzufuhr deckt

Bedarf von Mutter und Kind

Schwangerschaft und Stillzeit

sind ebenso spannende

wie herausfordernde

Phasen im Leben einer Frau.

Doch das Bewusstsein, nicht

mehr nur für sich selbst, sondern

zusätzlich für ein weiteres

Menschlein verantwortlich zu

sein, sorgt für Verunsicherung.

Schließlich wollen werdende

Mütter ihren Nachwuchs von

Anfang an bestmöglich versorgen.

Wie muss ich mich ernähren,

um meinem Kind ideale

Voraussetzungen für eine gesunde

Entwicklung zu bieten?

Wie kann ich den Bedarf an Mineralstoffen

in dieser körperlich

wie mental anstrengenden

Zeit optimal decken? Wie gehe

ich mit Schlafmangel und innerer

Anspannung während der

Stillzeit um? Das sind Fragen,

die jede werdende Mutter beschäftigen.

Gesteigerter

Magnesiumverbrauch

Gynäkologen weisen darauf

hin, dass einige Vitamine und

Mineralstoffe für die Entwikklung

des Babys essenziell

sind. Um Mangelerscheinungen

vorzubeugen, sollten Frauen

während der Schwangerschaft

und Stillzeit auf eine ausgewogene

Ernährung mit

Milchprodukten, Blattgemüse,

Obst, Vollkornprodukten, dunklem

Fleisch, Geflügel und

Fisch umstellen. Nicht immer

reicht die Nährstoffzufuhr über

die Nahrungsaufnahme aus.

Zum einen geht das Wachstum

des Kindes mit einem steigenden

Bedarf an Mineralstoffen

wie Magnesium einher. Zum

anderen sorgen Veränderungen

im Stoffwechsel der werdenden

Mutter für eine erhöhte

Mineralstoffausscheidung

über die Nieren. Nächtliche

Wadenkrämpfe und Verspannungen

können die Folgen

sein. Diese Versorgungslücke

kann eine ergänzende Einnahme

während der Schwangerschaft

und Stillzeit schließen.

Lebenswichtiger Baustein

für Mutter und Kind

Magnesium ist an vielen Prozessen

im Stoffwechsel, im

Nervensystem und bei der Zellteilung

beteiligt. Daraus resultiert,

dass es für das Wachstum

des Babys und die Ausbildung

von Knochen, Nervenbahnen

und Gehirn unverzichtbar ist.

Eine ausreichende Versorgung

entspannt Muskeln sowie Nerven

und kann zu einem beschwerdefreieren

Schwangerschaftsverlauf

beitragen. Werdenden

Müttern wird geraten,

mit der Einnahme so früh wie

möglich zu beginnen und diese

bis zum Ende der Stillzeit fortzusetzen.

Empfehlenswert

sind Präparate mit rein organischem

Magnesiumcitrat wie

das Trinkgranulat Magnesium-

Diasporal 400 Extra (Apotheke).

Der Wirkstoff wird vom

Körper gut aufgenommen und

ist schnell aktiv. (djd).

Natürlich, ruhig, geborgen und immer bestens medizinisch versorgt –

das ist eine Geburt bei uns.

Ob normale Schwangerschaften, Mehrlings-Geburt oder besonderer

Betreuungsbedarf, bei uns sind Sie immer in den besten Händen.

Bei unseren erfahrenen Hebammen genauso wie bei unserem kompetenten Ärzteteam.

Denn jede Geburt bei uns soll vor allem eines sein: Etwas ganz Besonderes!

Im Notfall

schnelle Hilfe unter

0911 398 - 2235

Unser

Kreißsaal

im Video:

www.klinikum-nuernberg.de


14 Aus dem Leben 2021

KURZ UND BÜNDIG

Komponist Mithatcan Öcal

erhält Hindemith-Preis

Der türkische Komponist Mithatcan

Öcal (28) erhält in diesem

Jahr den mit 20.000 Euro dotierten

Hindemith-Preis. Öcal zeige

in seinen Werken eine beeindruckende

klangliche Vielschichtigkeit,

begründete das Schleswig-Holstein

Musik Festival in Lübeck

die Entscheidung. Mittels feiner

Nuanciertheit in der Instrumentation,

der harmonischen Gestaltung

und einem besonderen musikalischen Ausdruck berühre

er sein Publikum auf unmittelbare Weise, sagte Festival-Intendant

Christian Kuhnt. Öcal wurde 1992 in Iskenderun

in der Südtürkei geboren und studierte Violine sowie

Komposition in Izmit und Istanbul. Er ist Gründungsmitglied

des Istanbuler Komponistenkollektivs. Der Hindemith-Preis

soll am 23. August in Rendsburg im Rahmen des Schleswig-

Holstein Musik Festivals verliehen werden. Der Preis wird seit

1990 beim vergeben und soll herausragende zeitgenössische

Komponisten fördern.

(Quelle: dradio.de)

Nach Rassismus-Kritik:

WDR entschuldigt sich

Der Westdeutsche Rundfunk hat nach Rassismus-Vorwürfen

Fehler in der jüngsten Ausgabe der Fernsehsendung

„Die letzte Instanz“ eingeräumt. Der WDR schrieb am Sonntag

bei Twitter, die Sendung sei nicht so gelaufen, „wie wir es

geplant und uns vorgestellt hatten“. In der Talkrunde bei Moderator

Steffen Hallaschka hatten am Freitagabend die Gäste

Micky Beisenherz, Thomas Gottschalk, Janine Kunze und Jürgen

Milski aktuelle gesellschaftliche Themen diskutiert, darunter

auch die Frage: „Das Ende der Zigeunersauce: Ist das

ein notwendiger Schritt?“ Auf Twitter empörten sich im Anschluss

viele Zuschauer darüber, dass die Gäste „empathielos“,

„unkritisch“ und „naiv“ mit dem Thema Alltagsrassismus

umgegangen seien und rassistische Begriffe verteidigt

hätten.

(Quelle: haberler.com)

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann, MdL

Foto: © Bayerisches Innenministerium

Wir möchten die Integrationslotsinnen

und –lotsen

in den Kommunen noch stärker

bei der Vernetzung vor Ort unterstützen",

sagte Bayerns Innenund

Integrationsminister Joachim

Herrmann. Hierfür diene

künftig ein Leitfaden, der im

Rahmen eines Tandem-Projekts

aktuell entwickelt wurde. Mit

den darin enthaltenen Empfehlungen

sollen die Potentiale der

Herrmann: Aktueller Leitfaden gibt

Empfehlungen für noch stärkere Vernetzung

der Integrationslotsen in den Kommunen

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann:

Aktueller Leitfaden gibt Empfehlungen für noch stärkere Vernetzung

der Integrationslotsen in den Kommunen

Zusammenarbeit mit den Akteuren

im Freiwilligenmanagement

verdeutlicht und Parallelstrukturen

vermieden werden. Hierzu

zählten beispielsweise eine gemeinsame

Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit,

gemeinsame

Veranstaltungen und Projektarbeit.

"Sämtliche Ressourcen sollen

effizient und bestmöglich genutzt

werden", betonte Herrmann.

"Denn nur gemeinsam

können wir Menschen mit ausländischen

Wurzeln in Bayern

integrieren."

Fünf Tandem-Projektgruppen

haben sich auf Initiative des

Innenministeriums und in Kooperation

mit der lagfa bayern e.

V. damit auseinandergesetzt,

welche Rahmenbedingungen,

Prozesse und Erfolgsstrategien

für eine nutzbringende Zusammenarbeit

der Freiwilligen-

Agenturen, Freiwilligen-Zentren,

Koordinierungszentren

Bürgerschaftlichen Engagements

und hauptamtlichen Integrationslotsinnen

und -lotsen

ausschlaggebend sind. "Die praxisorientierte

Analyse belegt,

dass Kommunikation und Kooperationswille

auf Augenhöhe

elementar für eine gute Zusammenarbeit

sind. Der Leitfaden

setzt hierfür positive Impulse,

von denen alle Beteiligte vor

Ort und insbesondere die Ehrenamtlichen

profitieren", erklärte

der Minister.

Durch die flächendeckende Förderung

der hauptamtlichen Integrationslotsinnen

und Integrationslotsen

in Bayern und durch

die Arbeit der bayerischen Freiwilligenagenturen,

Freiwilligen-

Zentren und Koordinierungszentren

Bürgerschaftlichen Engagements

bestehen Strukturen,

die im Bereich Asyl und Integration

themenspezifisch freiwilliges

Engagement zielgerichtet

und bedarfsorientiert unterstützen.

Weitere Informationen können

unter der URL

https://www.innenministerium.bayern.de/mui/integrationspolitik/integrationslotsen/i

ndex.php abgerufen werden.

(Quelle:

https://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2021/68/index.php;

Aufgerufen am 16. Februar 2021 um 2040LCL)

Duden-Chefin äußert sich zur

Kritik an gendersensibler Sprache

Die Leiterin der Duden-Redaktion,

Katrin Kunkel-Razum, hat

die gendersensible Umstellung des

Online-Wörterbuchs verteidigt.

Dort soll es, wie gestern der Verlag

mitteilte, künftig je einen Artikel für

die männliche und einen für die

weibliche Form der rund 12-tausend

Personen- und Berufsbezeichnungen

geben. Sprachwissenschaftler

kritisieren allerdings, dass

Wörter wie Bäcker oder Arzt sowohl

spezifisch männlich als auch geschlechtsneutral

verwendbar seien.

Daraufhin betonte Kunkel-Razum, es gebe zwar die Redeweise

„Ich gehe zum Bäcker oder ich gehe zum Arzt“. Hier sei

aber eher die Einrichtung als eine Person gemeint. Bei Personen

werde das sogenannte generische Maskulinum zunehmend

in Zweifel gestellt. (Quelle: n-tv.de und haberler.com)

Bund fördert weitere Projekte

für Kulturvermittlung

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt 2021

bundesweit sechs neue Modellprojekte im Rahmen des

Förderprogramms „Kulturelle Vermittlung und Integration“.

Ziel der Förderung ist es, die Entwicklung nachhaltiger, strukturbildender

Vorhaben im Bereich der kulturellen Vermittlung,

Integration, Inklusion und Diversitätsentwicklung weiter

voranzutreiben. Gerade jetzt sei erkennbar, wie wichtig

kulturelle Teilhabe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

ist, sagte Grütters. Diese sei immer auch Integrationsmotor

einer Einwanderungsgesellschaft. Gefördert werden unter

anderem die Münchner Kammerspiele mit dem Projekt „Zugängliches

Theater“ für körperlich beeinträchtigte Menschen

und das Projekt „Musik verbindet“ des Beethoven-Hauses

Bonn e.V., das Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

über Musik und gemeinsames Singen neben Sprachkenntnissen

auch Zugang zu Neuem vermitteln will.

(Quelle: haberler.com und hurriyet.de)

Uni Regensburg: Zentrum

für Erinnerungskultur

Die Universität Regensburg hat

ein neuartiges Zentrum für Erinnerungskultur

gegründet. Es basiert

auf der Intensivierung der

langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit

der Hochschule mit

der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

und soll Anfang 2021 seine Arbeit

aufnehmen, wie die Uni mitteilte.

Im Januar dieses Jahres hatte der bayerische Ministerrat das

Zentrum in sein Gesamtkonzept zur Erinnerungsarbeit für

die Opfer des Nationalsozialismus sowie zum Kampf gegen

Rassismus und Antisemitismus aufgenommen. Ziel ist es laut

Mitteilung, unter anderem Arbeitsfelder aus interdisziplinärer

Perspektive weiter zu erforschen und die Überparteilichkeit

der Erinnerungsarbeit zu festigen.

(Quelle: deutschlandfunk.de)


2021 Auto 15

KURZ UND BÜNDIG

Corona: Berliner Karneval

der Kulturen abgesagt

Der Berliner Karneval der

Kulturen am Pfingstwochenende

– eine der größten

Straßenpartys in Deutschland

– wird auch für dieses Jahr abgesagt.

Das habe das zuständige

Bezirksamt Friedrichshain-

Kreuzberg einstimmig entschieden,

teilte der Bezirk mit.

Aufgrund der Corona-Pandemie

könnten im Frühjahr und Sommer keine großen Veranstaltungen

oder Feste im öffentlichen Straßenland oder in

Grünanlagen stattfinden. Den Karneval der Kulturen gibt es

seit 1996. Traditionell locken die multikulturelle Parade und

das Straßenfest Hunderttausende Besucher an. Abgesagt

wurden ebenfalls das Berliner MyFest am 1. Mai und das

schwul-lesbische Parkfest im Volkspark Friedrichshain im

Sommer.

(Quelle: berlinnews.de)

Auch wenn wir gerade alle auf den kommenden Frühling eingestellt sind –

der Herbst wird trotzdem kommen. Seit einiger Zeit erregt ein altes,

neu entdecktes Getränk aus dem türkischen Raum unsere Küchen und Wohnzimmer.

Wir haben mit Hakan Elmali gesprochen.

Eskalation im Streit: Google

droht Australien mit Abschalten

Als Reaktion auf ein geplantes Mediengesetz in Australien

droht Google, seine Suchmaschine dort abzuschalten.

Nach Plänen der Regierung sollen Internetriesen wie die Google-Mutter

Alphabet und Facebook künftig lokale Medienunternehmen

bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten.

Das Vorhaben sei nicht umsetzbar und für Google mit finanziellen

Risiken verbunden, die nicht kalkuliert werden könnten,

sagte Mel Silva, die Geschäftsführerin für Googles Aktivitäten

in Australien, bei einer Anhörung im Senat. Den australischen

Markt zu verlassen sei die „einzig rationale Entscheidung,

wenn dieses Gesetz verabschiedet würde“. Premierminister

Scott Morrison: „Wir reagieren nicht auf Drohungen.“

(Quelle: skynews.com.us)

Menschen aus der

Türkei kennen und

schätzen den Salep

seit vielen Jahren: das recht

spezielle, sehr leckere

Heißgetränk wird nämlich

überall in den bergigen

(sprich kälteren) Regionen

gerne konsumiert und vor

allem in den kühleren Städten

Anatoliens und auch

des gesamten Balkans getrunken.

Nach der Signaturenlehre

galt Salep (auch

als Stendelwurz und Satyrion

bezeichnet) seit dem Altertum

im Hinblick auf die

Gestalt der beiden rundlichen,

nebeneinandersitzenden

Knollen als ein

wirksames Mittel zur Wiedererlangung

der Zeugungskraft.

Theophrastos

von Ephesos und Dioskorides

schrieben ihm große

Nährkraft zu.

Der Salep ist ein fast seidiges,

geruchloses Pulver, das

dem Trank seinen Namen

gibt und aus getrockneten

und anschließend gemahlenen

Orchideenwurzeln gewonnen

wird. Idealerweise

eignen sich hierfür auf stark

kalkhaltigen Böden in bewaldeten

Bergregionen gedeihende

Knabenkrautarten

wie Orchis latifolia

(Breitblättriges Knabenkraut)

oder Orchis militaria

(Helmknabenkraut). Die an

der frischen Luft oder auch

in speziellen Öfen getrockneten

Wurzeln werden pulverisiert

und luftdicht verschlossen

zum Ruhen ausgelegt.

In der türkischen

Küche und überall im Vorderen

Orient verwendet

man traditionell das Pulver

zum Andicken eines

schneeweißen Speiseeises.

Hierzulande kennen wir

dieses Getränk, das immer

heiß getrunken wird und

mit Nüssen verfeinert konsumiert

wird, als eine Art

alternatives Kakaogetränk.

Die Bayerische Milchindustrie

(BMI) hat es sich zum

Ziel gesetzt, dieses äußerst

nahrhafte und leckere Getränk

auch für den deutschen

Gaumen attraktiv zu

machen und möchte Salep

demnächst in ihre Produktpalette

aufnehmen.

Wir haben mit Hakan Elmali,

Sales Manager für ethnische

Produkte bei BMI,

über Salep gesprochen:

„Dieses besonders vitaminreiche

und nährstoffreiche

Getränk aus dem orientalischen

Raum eignet sich

nicht nur als hervorragende

Ergänzung für gesunde

Ernährung und Diät-Pläne,

sondern vor allem auch ballaststoffreiche

Nahrungsaufnahme.

Ähnlich wie bei

unserem anderen erfolgreichen

Produkt, dem unglaublich

schmackhaften

Ayran unserer Tochterfirma

Haydi, möchten wir mit

einem neuen Produkt den

hiesigen Gaumen auch für

Salep begeistern. Und

lassen Sie es mich jetzt

schon klar sagen: es

schmeckt köstlich!“

BMI hat bereits Erfahrung

bei der milchverarbeitenden

Lebensmittelindustrie

und versorgt mit einem Sortiment

von insgesamt

mehr als 120

Frischprodukten

den ganzen

deutschen

Markt. An

den beiden

Standorten

Würzburg

und Zapfendorf

stellt das

Unternehmen

Frischprodukte

unter den

Marken

Frankenland,

Thüringer

Land, Paladin, BMI Bio-

Bauern und Haydi her. Mit

Salep wird nun ein jahrhundertealtes

Rezept,

das sich bereits

über viele Generationen

bewährt

hat, ein

weiterer

Meilenstein

gesetzt.

n

Aufrechterhaltung und Stabilität

in Myanmar gefordert

Nach der Entmachtung der

De-Facto-Regierungschefin

Aung San Suu Kyi durch das

Militär hat China zur Aufrechterhaltung

der Stabilität in seinem

Nachbarland Myanmar

aufgerufen. Das Militär des

südostasiatischen Staates hatte

am Montag die Entmachtung

von Aung San Suu Kyi bekanntgegeben

und einen Notstand ausgerufen. Der frühere

General und bisherige Vize-Präsident Myint Swe fungiere nun

als Übergangsstaatsoberhaupt. Die eigentliche Macht liegt

demnach aber bei Armeechef Min Aung Hlaing, der während

des für die Dauer eines Jahres ausgerufenen Notstands die

oberste Befehlsgewalt innehat.

(Quelle: t-online.de und dha.com)

Menschenrechte in Russland:

5.100 Menschen inhaftiert

Menschenrechtler in Russland haben die Massenfestnahmen

bei den Kundgebungen für den inhaftierten Kremlkritiker

Alexej Nawalny als beispiellos kritisiert. In mindestens

87 Städten seien mehr als 5100 Demonstranten in Polizeigewahrsam

gekommen, berichtete das Portal Owd-Info

in der Nacht zum Montag. So viele Festnahmen habe es seit

der Gründung der Organisation vor gut neun Jahren noch nie

gegeben. Die Aktivisten helfen festgenommenen Demonstranten

und veröffentlichen Statistiken. Die Menschenrechtler

beklagten zudem ein "unverhältnismäßig brutales Vorgehen"

der Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten.

Mehr als 50 Menschen seien bei ihrer Festnahme geschlagen

worden. Mehr als 90 Journalisten wurden demnach in 31

Städten Russlands festgenommen. "Die Polizei mischte sich

absichtlich in die Arbeit der Presse ein, die über die Proteste

berichten wollte", hieß es.

(Quelle: iter-tass.com und sputnik.de)

Arbeitslosenquote

in EU-Zone steigt

Die Arbeitslosenquote verharrte

im Dezember auf

8,3 Prozent, wie das Statistikamt

Eurostat am Montag in Luxemburg

mitteilte. Gegenüber

dem Vorjahresmonat lag die

Quote jedoch 0,9 Prozentpunkte

höher. Ausschlaggebend dafür

sind die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie,

die die Wirtschaft hart getroffen haben. Insgesamt halten

sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt

in Grenzen. In der Corona-Krise war die Arbeitslosenquote

in der Spitze bis auf 8,7 Prozent im Juli gestiegen. Zum

Vergleich: In der Euro-Schuldenkrise war die Quote zeitweise

über die Marke von 12 Prozent geklettert. Gedämpft werden

die Corona-Auswirkungen vor allem durch staatliche Unterstützungsprogramme.

In Deutschland wurde der Anstieg der

Arbeitslosigkeit beispielsweise durch großzügige und langfristige

Regelungen zur Kurzarbeit begrenzt. Eurostat schätzt,

dass in der Eurozone im Dezember 13,67 Millionen Personen

arbeitslos waren. In der Europäischen Union waren es demnach

16 Millionen.

(Quelle: habersitesi.com.tr)


16 Bildung 2021

Das Kommunikations-Team der Eckert Schulen und seine Leiterin, Andrea Radlbeck (4. v.r.), sahen in der Herausforderung

Corona vor allem eine Chance für das Marketing - und wurden dafür jetzt ausgezeichnet. Bild: Eckert Schule

Spitzenplatz im Finale: Kommunikationschefin

der Eckert Schulen unter

Deutschlands besten „Marketingköpfen“

Die Marketingleiterin der Eckert Schulen,

Andrea Radlbeck, gehört zu den innovativsten

Marketingköpfen Deutschlands.

Bei der prestigeträchtigen Auszeichnung

"Marketingkopf des Jahres"

erreichte die Kommunikationsexpertin

den zweiten Platz in einem hart umkämpften

Finale. Bild: Eckert Schule

Ergebnis einer bundesweiten

Abstimmung: Das Kommunikations-Team

der Eckert

Schulen und seine Leiterin,

Andrea Radlbeck, sahen in der

Herausforderung Corona vor

allem eine Chance für das

Marketing — und wurden dafür

jetzt ausgezeichnet.

Resilienz ist die wahrscheinlich

wichtigste mentale Eigenschaft

erfolgreicher Sportler,

doch nicht nur im Sport spielt

die mentale Widerstandskraft

eine elementare Rolle. Auch

wer beruflich weiterkommen

möchte, muss lernen, sich von

Rückschlägen nicht vom Weg

abbringen zu lassen und in

schwierigen Phasen an sich zu

glauben. Der SSV Jahn Regensburg

und die Eckert Schulen

nehmen sich diesem wichtigen

Thema deshalb in ihrer mittlerweile

dritten gemeinsamen

Kampagne an und wollen damit

vor allem jungen Fans Hilfestellungen

für mehr Resilienz

in Sport und Beruf geben.

beck, gehört zu den innovativsten

Marketingköpfen Deutschlands.

Bei der prestigeträchtigen

Auszeichnung "Marketingkopf

des Jahres" erreichte die Kommunikationsexpertin

den zweiten

Platz in einem hart umkämpften

Finale.

Regenstauf – Die Marketingleiterin

der Eckert Schulen, Andrea

Radlbeck, gehört zu den innovativsten

Marketingköpfen

Deutschlands. In einem knappen

Rennen schaffte es die Eckert-

Marketingchefin auf das Siegerpodest:

Bei der prestigeträchtigen

Auszeichnung „Marketingkopf

des Jahres“ erreichte die

Kommunikationsexpertin den

zweiten Platz in einem hart umkämpften

Finale. Die Regensburger

Diplom-Kauffrau, die seit

2012 an der Spitze des Marketings

und der Unternehmenskommunikation

des Unternehmens

steht, setzte sich gegen

rund 20 Mitbewerber aus der

Marketing-Elite Deutschlands

durch. Entscheider aus der gesamten

Bundesrepublik hatten

in einer Abstimmung ihre Favoriten

gewählt.

Die Experten des Wirtschaftsmagazins

„One to One“ verliehen

den Award offiziell. „Gemeinsam

mit ihrem Team hat sie mit innovativen

Marketing-Strategien

und neuen Event-Formaten die

Unter Resilienz versteht man

in der Psychologie mentale

Widerstandskraft, die als „innerer

Schutzschild“ gegen Stress

wirkt. Im Motiv zur gemeinsamen

Kampagne des SSV Jahn

Regensburg und der Eckert

Schulen wird sie deshalb auch visuell

als Schild abgebildet.

Unter Resilienz versteht man in

der Psychologie mentale Widerstandskraft,

die als „innerer

Schutzschild“ gegen Stress

wirkt. Im Motiv zur gemeinsamen

Kampagne des SSV Jahn

Regensburg und der Eckert

Schulen wird sie deshalb auch visuell

als Schild abgebildet.

Der Zweitligist SSV Jahn Regensburg

verkörpert mentale Widerstandskraft

wie nur wenige andere

Mannschaften im deutschen

Profisport. Die „Mentalitätsmonster“,

wie die Sportpresse

die Spieler der Jahnelf häufig

betitelt, haben sich den Ruf erarbeitet,

auch in schwierigen Situationen

nicht aufzustecken und

sich immer zurück ins Spiel zu

kämpfen. So hat der Jahn sich

über die letzten Jahre hinweg immer

wieder nach Rückständen

Punkte erkämpft und sich inzwischen

auch als fester Bestandteil

für private Präsenz-Bildungsträger

nie dagewesene Herausforderung

als Chance für die Kommunikation

und Brand Awareness

genutzt“, schreibt die Jury

der prestigeträchtigen Auszeichnung

„Marketingkopf des Jahres“.

Besonders würdigt die Jury,

dass es Andrea Radlbeck und ihrem

zwölfköpfigen Team gelang,

trotz schwieriger Umstände in

der Corona-Pandemie „ungewöhnliche,

unorthodoxe und inspirierende

Marketingaktionen

umzusetzen“. „Sie schuf ungewöhnliche

Dialogformate und

verantwortete zudem die positive

Kommunikation rund um die

Digitalisierung des Angebots der

Eckert Schulen.“ Dazu gehören

bundesweite Kampagnen, die

die Chancen der digitalen Transformation

für Beschäftigte der

mittleren Führungsebene und

die umfassende und erfolgreiche

Umstellung des Lehrangebots

auf funktionierende Online-Formate

in den Fokus rücken.

Kommunikation, die Helden den

Rücken stärkt

Als einer mit jährlich rund 9.000

Teilnehmern größten privaten

deutschen Weiterbildungsanbieter

mit Präsenz- und Fernlehrangeboten

am Campus vor den Toren

Regensburgs und an rund 50

Standorten in ganz Deutschland

Unter Resilienz versteht man in der Psychologie mentale Widerstandskraft, die

als „innerer Schutzschild“ gegen Stress wirkt. Im Motiv zur gemeinsamen Kampagne

des SSV Jahn Regensburg und der Eckert Schulen wird sie deshalb auch

visuell als Schild abgebildet. Bild: Eckert Schule

Für mehr Resilienz und

mentale Widerstandskraft

in Sport und Beruf:

SSV Jahn Regensburg und

Eckert Schulen starten die

gemeinsame Kampagne

„Play Hard, Learn Smart 3.0“

der 2. Bundesliga etabliert.

Einen kleinen Einblick darin, wie

die Jahn Profis es immer wieder

schaffen, diese Resilienz auf dem

Platz vorzuleben, erhalten Sportbegeisterte

nun in der Kampagne

„Play Hard, Learn Smart 3.0“, in

Die Marketingleiterin der Ekkert

Schulen, Andrea Radlwaren

und sind die Eckert

Schulen in besonderer Weise

mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie

konfrontiert.

„Schulschließungen, Quarantäneregelungen,

Abstandsgebote,

Veranstaltungsverbote,

Fehlen von Messen und Kontaktmöglichkeiten

zur potenziellen

Zielgruppe waren nur

einige der Einschränkungen“,

sagt Radlbeck. Auch deshalb

ist die Freude über die innovativen

Ansätze und die Auszeichnung

im Unternehmen

jetzt besonders groß: „Wir sind

Andrea Radlbeck und ihrem

Team dankbar, dass sie diese

Herausforderung angenommen

und als Chance begriffen

hat, neue Wege zu gehen“, sagt

Alexander Eckert von Waldenfels,

der Vorstandsvorsitzende

der Eckert Schulen.

Eine „Mutmacherin“ in herausfordernden

Zeiten

Zu den neuen, in kürzester Zeit

und unter herausforderndsten

Bedingungen entwickelten

Kommunikationsformaten gehört

unter anderem ein zentraler

bundesweiter Online-Infotag

für alle Standorte und alle

Fachrichtungen, weil Corona

die Vor-Ort-Beratung unmöglich

machte. Neu und innovativ

war auch die Charity-Aktion

„Kochen für Helden Regensburg“.

Mit ungewöhnlichen

Aktionen am Eckert Beach wie

drei „Back To School“-Konzerten

und einem Charity-Dinner

„Genießen und Gutes tun“ initiierte

Andrea Radlbeck als inspirierende

„Mutmacherin“

gemeinsam mit ihrer Mannschaft

unter freiem Himmel

Corona-konforme Live-Events.

In den kommenden Monaten

wollen Andrea Radlbeck und

ihr Team aus Marketing-,

Kommunikations- und Eventexpertinnen

und -experten

trotz Corona wieder alle sich

bietenden Möglichkeiten nutzen,

um das Thema Weiterbildung

innovativ und spannend

in den Fokus zu rücken – mit

Projekten wie beispielsweise

dem neuen, von den Eckert

Schulen initiierten „Netzwerk

Digitalkompetenz“.

Das Kommunikations-Team

der Eckert Schulen und seine

Leiterin, Andrea Radlbeck (4.

v.r.), sahen in der Herausforderung

Corona vor allem eine

Chance für das Marketing - und

wurden dafür jetzt ausgezeichnet.

der die Eckert Schulen und der

SSV Jahn Regensburg zum

wiederholten Male zusammenarbeiten.

Die Kooperation zwischen

den beiden größten Talentschmieden

der Region hat

sich in den letzten Jahren als

fruchtbares Medium für die

Synergien zwischen Bildung

und Sport bewährt, weshalb

das Erfolgsformat im März

2021 nun in seine dritte Runde

geht.

Mit Benedikt Gimber und Erik

Wekesser werden zwei Leistungsträger

der Jahnelf im

Zentrum der Kampagne stehen

und mit Sven Kopp, der selbst

über vier Jahre als Profi seine

Schuhe für den Jahn schnürte,

wird auch ein Spieler aus dem

eSports-Team spannende und

gleichermaßen einzigartige

Einblicke hinter die Kulissen

des Zweitligisten aus der Domstadt

bieten.

„Wir möchten allen, die mit der

Kampagne in Berührung kommen,

zu mehr Resilienz verhelfen

und in der aktuell herausfordernden

Zeit Kraft und Durchhaltevermögen

geben“, wie Andrea

Radlbeck (Leiterin Unternehmenskommunikation,

Marketing,

Aus- und Weiterbildungsberatung

bei den Eckert

Schulen) die Zielsetzung für die

diesjährige Kampagne erklärt.

Auf einer Aktionsseite unter

www.eckert-schulen.de/playhard

finden sich zudem kurze

Interview-Clips mit den Jahn-

Profis und auch ein Gewinnspiel

über die sozialen Medien wird

es geben.

Der Arbeitsmarkt in

Deutschland ist durch die

Corona-Pandemie mit voller

Wucht getroffen worden: Hunderttausende

waren oder sind

in Kurzarbeit, viele Menschen

sind bedroht vom Arbeitsplatzverlust

oder haben ihre Stelle

verloren. Umso wichtiger ist es

in einer solchen Situation, sich

mit Weiterbildung fit für die Zukunft

zu machen und seine beruflichen

Optionen zu erweitern.

Weiterbildung selbst kann

dank Fernunterricht problemlos

ohne Anwesenheitspflicht

stattfinden, ein großer Vorteil

in Zeiten der Pandemie. Die Kosten

werden bei Vorliegen bestimmter

Voraussetzungen

vollständig vom Staat übernommen.

Akkreditierung der Weiterbildungskurse

als Voraussetzung

für Förderung

Nach der Akkreditierungs- und

Zulassungsverordnung Arbeitsförderung

(AZAV) und

dem Sozialgesetzbuch III können

Arbeitnehmer von der

Agentur für Arbeit oder dem

Jobcenter mit Bildungsgutscheinen

zur Weiterbildung gefördert

werden, wenn sie arbeitslos

oder von Arbeitslosigkeit

bedroht sind. Im Allgemeinen

werden die kompletten

Weiterbildungskosten übernommen.

Die Förderung wird

nach einem Beratungsgespräch

beim jeweiligen Jobcenter

beziehungsweise der jeweiligen

Agentur für Arbeit durch

einen Bildungsgutschein gewährt.

Auch für Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer in

Kurzarbeit besteht bei Vorliegen

bestimmter Voraussetzungen

die Möglichkeit der vollen

oder teilweisen Übernahme

der Weiterbildungskosten. Der

Träger der Weiterbildungsmaßnahme

sowie die Weiterbildung

selbst müssen von einer

fachkundigen Stelle akkreditiert

sein. Die "Wirtschafts-

Wissenschaftliche FernAkademie

Dr. Schmidt" (WWFA) in

Die ersten Geschichten, die

wir lesen, prägen uns. Gemeinsam

mit den Helden erleben

wir in Gedanken ihre

Abenteuer mit und lernen dadurch

fürs Leben. Experten

schlagen Alarm, weil immer

weniger Kinder diese Erfahrung

machen: 18,9 Prozent der

Schülerinnen und Schüler der

vierten Grundschulklassen verfügen

über kein ausreichendes

Leistungsniveau im Lesen –

diese Zahlen stehen in der aktuellen

Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung

(IGLU-Studie) 2016. Und das

Niveau sinkt derzeit weiter,

weil in der Coronakrise nur eingeschränkt

Unterricht möglich

war und ist.

Ehrenamtliche

engagieren sich

„Bildung und Erziehung sind

nicht nur die Aufgabe der Eltern

und der Schulen, sie sind

Aufgabe der gesamten Gesellschaft“,

sagt Margret Schaaf, 1.

Vorsitzende des Bundesverbands

Mentor – Die Leselernhelfer.

„Deshalb rufen wir alle

Erwachsenen dazu auf, sich

mit uns für die ehrenamtliche,

individuelle Leseförderung von

Kindern und Jugendlichen zu

engagieren.“ In ihren Lesestunden

mit den Kindern orientieren

sich die Mentorinnen

und Mentoren an der erfolgreichen

Förderphilosophie. Die

Förderung erfolgt in Kooperation

mit und an den Schulen.

Jeder Mentor trifft sich mindestens

ein Jahr lang wöchentlich

mit einem jungen Menschen,

um dessen Lesefreude zu wekken.

Rund 12.500 Ehrenamtliche

sind bereits im Mentor-

Bundesverband zusammengeschlossen.

Ihre Leseförderung

wird von lokalen oder regionalen

Vereinen und Initiativen organisiert,

denen der Bundesverband

das Wissen und die Erfahrung

aus über 15 Jahren individueller

Leseförderung zur

Verfügung stellt. Dazu gehören

unter anderem ein Leitfaden,

Weiterbildungsangebote und

Seminare zur Einführung ins

Dr. Frederik Schmidt gründete im Jahr

2015 die Fernakademie in Bremen.

Foto: djd/wwfa.de

Die Kosten einer beruflichen Weiterbildung

können komplett vom Staat

übernommen werden.

Foto: djd/wwfa.de/Antonioguillemstock.adobe.com

Arbeitslose und Kurzarbeiter:

Weiterbildung ist

wichtiger denn je

Bildungsgutschein: 100 Prozent

Weiterbildungsförderung der Arbeitsagentur

für Arbeitslose und Kurzarbeiter

Bremen etwa ist dies. Die Zertifizierung

gilt uneingeschränkt

und bundesweit für die drei

Weiterbildungskurse "Online

und Social Media Marketing",

"Agiles Management" und

"Wirtschaftsrecht". Für die

Weiterbildung "Existenzgründung

und Social Media Marketing"

wiederum kann ein Aktivierungs-

und Vermittlungsgutschein

ausgestellt werden, auch

hier besteht also die Möglichkeit

der Förderung. Alle Infos zu Bildungsgutscheinen

und zu den

Kursen gibt es auf

www.wwfa.de unter dem Punkt

"AZAV".

Spezialisiert auf wirtschaftsnahe

Themen wie Online-und Social-Media-Marketing

Die Bremer Fernakademie ist

spezialisiert auf Fernkurse für

wirtschaftsnahe Themen wie

Online- und Social-Media-Marketing.

Die dafür verantwortlichen

Mitarbeiter sind entscheidend

daran beteiligt, wie ein

Unternehmen auf den verschiedensten

digitalen Kanälen in der

Öffentlichkeit wahrgenommen

wird. Des Weiteren stehen Kurse

zum Führungskräftetraining

im Angebot. So werden hier

neue Erkenntnisse der Agilität

mit Managementmethoden

kombiniert, um erfahrene sowie

angehende Führungskräfte auf

ihre neuen Aufgaben umfassend

vorzubereiten. (djd).

Beim Lesen fürs Leben zu lernen – diese Möglichkeit geben Mentoren

den Kindern, die sie betreuen. Foto: djd/MENTOR - Die Leselernhelfer/Andreas

Endermann

Lesen lernen!

Wie Mentoren dabei helfen

Immer mehr Kinder brauchen

Unterstützung beim Verstehen von Texten

digitale Lesen sowie eine Wissensdatenbank

mit Informationen

für Vereinsvorstände, Referenten

und Mentoren.

Qualifizierte Arbeit auch mit

Tablet-Computern

Gesucht werden vor allem Menschen,

die eine solche Gruppe

von Lesementoren gründen und

betreuen möchten. Interessenten

finden unter www.mentorbundesverband.de

weitere Informationen.

Lesementoren

unterstützen vorwiegend

Grundschüler aus bildungsfernen

Familien und wecken in Zusammenarbeit

mit den Schulen

ihre Lesefreude. Dafür werden

interessierte Mentoren qualifiziert

und mit modernen Hilfsmitteln

wie Tablet-Computern

ausgestattet. „So können sie

auch Kinder erreichen, die keine

gedruckten Texte lesen wollen“,

erklärt Margret Schaaf. (djd).


2021 Bildung 17

Derzeit ist es kaum möglich, so ungezwungen andere Studierende kennenzulernen. Foto: djd/Verband der privaten Hochschulen/goodluz

- stock.adobe.com

An deutschen Hochschulen

sind mehr als 400.000 ausländische

Studierende immatrikuliert.

Wie geht es ihnen in Zeiten

der Pandemie, in der Präsenzveranstaltungen

mindestens

bis zum Sommer 2021 nur

sehr eingeschränkt stattfinden

können?

Professor Marcelo da Veiga rät ausländischen

Studierenden und Studieninteressenten,

sich von der aktuellen Situation

nicht beirren zu lassen: "Man

sollte an seinen Plänen festhalten und

das Beste aus der gegenwärtigen Lage

machen." Foto: djd/Verband der privaten

Hochschulen

Euro-Bildungswerk

Nürnberg

Weiterbildung und Integration

in Nürnberg

Von der aktuellen Situation

nicht beirren lassen

Hochschulexperte: Ausländische Studierende

sollten an ihren Plänen festhalten

Unter der Reduzierung von

Interaktivität leiden ausländische

Studierende stärker

"Der Wegfall der Präsenzveranstaltungen

trifft inländische und

ausländische Studierende

grundsätzlich gleichermaßen",

erklärt Prof. Dr. Marcelo da Veiga,

Gründungsrektor der Alanus

Hochschule, Leiter des Instituts

für Bildung und gesellschaftliche

Innovation in Bonn und seit 2016

Mitglied im Vorstand des Verbandes

der Privaten Hochschulen

(VPH). Wissen könne prinzipiell

ebenso online vermittelt

werden, dennoch fehle sowohl

Lehrenden als auch Studierenden

in vielen Situationen die visuelle

und akustische Präsenz.

"Austausch und Diskurs werden

deutlich erschwert, für Dinge

wie 'Experiential Learning' gibt

es kaum Möglichkeiten", sagt

Professor da Veiga. Ausländische

Studierende seien besonders

am Anfang des Studiums

mehr als andere von der

Schwierigkeit des persönlichen

Kontakts betroffen: "Es wird

mühsamer, andere Studierende

kennenzulernen, die Möglichkeiten,

außerhalb des Unterrichts

Deutsch zu sprechen, sind

sehr eingeschränkt." Studierende

aus dem Inland könnten dagegen

leichter auf bestehende

Günter Mößel

Leiter

Euro-Bildungswerk

Freundeskreise zurückgreifen.

Kürzere Entscheidungswege

bei privaten Hochschulen

Professor da Veiga rät ausländischen

Studierenden und Studieninteressenten,

sich von der

aktuellen Situation nicht beirren

zu lassen: "Man sollte an seinen

Plänen festhalten und das Beste

aus der gegenwärtigen Lage machen,

Deutschland heißt ausländische

Studierende weiterhin

willkommen." Grundsätzlich

hätten private Hochschulen

beim Umgang mit der Pandemie

wegen ihrer agileren Strukturen

Vorteile gegenüber staatlichen

Universitäten: "Die Entscheidungswege

sind meist kürzer,

Budgets können eigenverantwortlich

und ohne Zustimmung

etwa von Kultusministerien verwaltet

werden." Deshalb könne

man etwa bei der Beschaffung

von Online-Equipment prompter

agieren.

Ausländische Studierende

profitieren von guter Lehre

und Vernetzung

Ausländische Studierende profitieren

in "normalen" Zeiten davon,

dass private Hochschulen -

eine Übersicht gibt es unter

www.private-hochschulen.net -

einen starken Fokus auf die Lehre

legen. "Gute Lehrveranstaltungen

und gute Betreuung tragen

entscheidend dazu bei, eine

Hochschule attraktiv zu halten.

Das macht sie auch für ausländische

Studierende interessant",

versichert Professor da Veiga.

Zudem sorge die enge Vernetzung

mit Unternehmen und Institutionen,

etwa in dualen Studiengängen,

für eine bessere

Anschlussfähigkeit nach dem

Studium.(djd).

Kreative

Karrierewege

Game-, Mode- und

Grafikdesigner durchlaufen

anerkannte

Ausbildungen

Ein langweiliger Büroalltag oder

den ganzen Tag hinter einer

Ladentheke stehen? So muss das

Arbeitsleben nicht aussehen. Auch

in kreativen Jobs kann man seinen

Lebensunterhalt verdienen. Etwa

als Game-, Mode- oder Grafikdesigner

lässt man im Berufsleben seiner

Kreativität freien Lauf und ist

schöpferisch tätig. An der Designschule

in Schwerin kann man diese

drei BAföG-fähigen Ausbildungsgänge

belegen. Das nächste Ausbildungsjahr

startet am 1. September.

Absolventen sind nicht nur in der

Kreativbranche, sondern auch in

Industrie- und Wirtschaftsunternehmen

zunehmend gefragt. Eine

Bewerbungsmappe ist nicht nötig,

potenzielle Auszubildende müssen

mindestens 16 Jahre alt sein. Informationen

unter www.designschule.de.

(djd).

Auch die private Pelzl-Realschule ist nun staatlich anerkannt. Die private Wirtschaftsschule gibt es schon lange.

Foto: Martina Müller

Wechsel der Geschäftsleitung an der

Privaten Wirtschaftsschule O.Pelzl

Dominik Steinruck

Privatsschule O.Pelzl Genel Müdürü

Zum 1. Januar 2021 verabschiedete

sich Herr Frank

Fuchs, der der Schule 24 Jahre

als Geschäftsleiter vorstand,

in den wohlverdienten

Ruhestand. In seiner Zeit als

Geschäftsleiter sorgte Herr

Fuchs nicht nur für einen

durchgehend reibungslosen

Ablauf des Schulalltags, sondern

entwickelte auch die

Schule beständig weiter. Ein

großer Meilenstein war 2010

die Gründung der Realschule

als zweites Bildungsangebot

im Haus, und die damit verbundene

Aufstockung des

Gebäudes. Dank Herrn

Fuchs‘ großen Einsatzes ist

die Schule heute in Schweinfurt

und den angrenzenden

Landkreisen wohl bekannt,

insbesondere für ihr hervorragendes

Bildungsangebot.

Nachdem Herr Dominik

Steinruck zum 20. Oktober

Frank Fuchs, ehemaliger Geschäftsleiter

der Schule (links) mit Hr. Dominik Steinruck

Vorsitzender des Schulvereins (rechts)

Foto: Privat

2020 den Vorsitz des Schulvereins

übernommen hat, wird er

ab Januar auch die Geschäfte

der Schule übernehmen. Herr

Steinruck ist seit 2009 Lehrer

an der Wirtschaftsschule Pelzl

und konnte die Schule schon gut

als stellvertretender Schulleiter

kennenlernen. Er wird auch

weiterhin als Lehrer für

Deutsch und Englisch an der

Schule tätig sein. Zusammen

mit dem Schulleiter Herrn Lothar

Antlitz und seiner Stellvertreterin

Frau Julia Prowald

steht der Schule somit ein kompetentes

Leitungsteam für die

Zukunft voran.

Aufgrund des Lockdowns konnte

die Verabschiedung nur im

kleinen Kreis der Schulleitung

und Verwaltungskräfte stattfinden.

Herr Steinruck dankte

Anzeige

Herrn Fuchs im Namen der gesamten

Schulfamilie für seine

tatkräftige Arbeit in den letzten

Jahren und wünschte ihm alles

Gute für den Ruhestand.

Die Wirtschaftsschule ist eine

weiterführende Schule, die zur

Mittleren Reife führt und ihren

Schwerpunkt auf kaufmännische

Bildung legt. Schüler können

nach der 5., 6. und 7. Klasse

der Mittelschule sowie nach

dem Abschluss der Mittelschule

eintreten. Auch ein Wechsel von

Realschule und Gymnasium ist

möglich. Nach dem Abschluss

der Wirtschaftsschule stehen

Schülern alle Wege offen, die die

Mittlere Reife ermöglicht, also

der Beginn einer Ausbildung

oder der Wechsel auf das Gymnasium

oder die Fachoberschule.

Das Euro Bildungswerk

(EBW) qualifiziert Sie

mit Umschulungen und

Weiterbildungen – vorrangig

im gewerblich-technischen

Bereich. Hier haben wir seit

Jahrzehnten eine Vorreiterstellung

in der Metropolregion

Nürnberg. Unsere Schüler*innen

profitieren von langjährigen,

erfolgreichen Partnerschaften

mit führenden Unternehmen

der Region, wie beispielsweise

der Siemens AG

am Standort Nürnberg.

Angebote zur Berufsorientierung

sowie zu Coaching und

Vermittlung gehören ebenfalls

zu unserem Bildungsspektrum.

Auch Sprachkurse in

deutscher Sprache und telc-

Prüfungen können Sie bei uns

absolvieren.

Ob Privat- oder Firmenkund*in

– an den Euro-Schulen

bekommen Sie ein Bildungsangebot,

das genau auf

Ihre jeweiligen Bedürfnisse

zugeschnitten ist.


18 Integration 2021

KURZ UND BÜNDIG

EU: keine neuen

Minderheitenschutz-Gesetze

notwendig

Aus Sicht der EU-Kommission

sind für den Schutz

von Minderheiten und ihren

Sprachen in der Europäischen

Union keine neuen Gesetze nötig.

„Die Achtung der Rechte

von Personen, die einer Minderheit

angehören, ist einer

der zentralen Werte der Union“, sagte Vizepräsidentin Vera

Jourova am Freitag. Sie reagierte damit auf eine EU-Bürgerinitiative,

die auf mehr rechtlichen Schutz für sprachliche und

nationale Minderheiten pocht – etwa die dänische Minderheit

in Schleswig-Holstein oder Bretonen in Frankreich. „Die

Kommission ist entschlossen, diese Agenda zu fördern“, erklärte

Jourova. Mit Umsetzung der vorhandenen Regeln würden

„die Ziele der Initiative jedoch bereits stark unterstützt“.

(Quelle: trtdeutsch.com)

Papst verlängert

Jakobusjahr bis 2022

Papst Franziskus hat das

Heilige Jakobusjahr 2021

wegen der Pandemie bis 2022

verlängert. Das wurde beim

traditionellen Ritual zum Auftakt

Heiliger Jakobusjahre

verkündet: der zeremoniellen

Öffnung der heiligen Pforte in

der Kathedrale im nordspanischen

Santiago de Compostela.

Dort ist der Überlieferung

zufolge der heilige Apostel Jakobus

bestattet; sein Grab ist

Ziel der Jakobsweg-Pilger. Mit

der Verlängerung soll sich der

Betrieb auf dem berühmtesten

Pilgerweg Europas von

den Auswirkungen der Corona-Pandemie

erholen, und

die Pilger sollen sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, baldmöglichst

in ungewissen Zeiten aufzubrechen. Heilige Jakobusjahre

fußen auf einem päpstlichen Privileg aus dem 12.

Jahrhundert; sie stehen immer dann an, wenn der Jakobustag,

der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt.

(Quelle: hurriyet.de)

Australien ändert den Text

seiner Nationalhymne

Als Zeichen der Anerkennung für die indigene Bevölkerung

hat Australien zum Jahreswechsel den Text seiner Nationalhymne

geändert. Wie Premierminister Morrison in der

Zeitung „The Age“ ankündigte, soll die zweite Zeile der Hymne

nicht mehr „dass wir jung und frei sind“, sondern „dass

wir einig und frei sind“ lauten. Die Änderung nehme „nichts

weg, füge jedoch „viel hinzu“, schrieb Morisson. Die Geschichte

der australischen Ureinwohner reicht zehntausende

Jahre zurück. Zugleich hadert das Land mit seiner kolonialen

Vergangenheit und der Ungleichheit zwischen indigenen Einwohnern

und dem Rest der Bevölkerung. In den vergangenen

Monaten hatte es zahlreiche Proteste wegen ungeklärter Todesfälle

von Ureinwohnern in Gefängnissen gegeben.

(Quelle: t-online.de)

Trump: Facebook lässt

Account weiterhin gesperrt

Der Großkonzern Facebook

wird den aus dem

Amt geschiedenen US-Präsidenten

Donald Trump bis auf

Weiteres sperren. Trumps

Konten bei dem Online-Netzwerk

und auch bei der Fotoplattform

Instagram sollten

für mindestens zwei Wochen

beziehungsweise bis zur

Machtübergabe an Nachfolger

Joe Biden blockiert bleiben,

wie Facebook-Chef Mark

Zuckerberg ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur

für 24 Stunden gesperrt. Auslöser für die Sperren waren

Trumps Beiträge zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol

in Washington am Mittwoch. Dazu gehörte ein Video, in dem

der Präsident seine Anhänger zwar zum Rückzug aus dem

US-Parlamentsgebäude aufrief – aber zugleich abermals unbelegte

Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug wiederholte.

(Quelle: facebook.com)

Simon Rattle:

Dirigent beantragt deutschen Pass

Der Dirigent Sir Simon Rattle will deutscher Staatsbürger

werden. Der Pass sei bereits beantragt, sagte der Wahl-

Berliner wenige Tage nach seiner Ernennung zum neuen

Chefdirigenten des Symphonieorchesters des Bayrischen

Rundfunks in München. Seine britische Staatsbürgerschaft

will der 65-Jährige aber behalten, sonst wäre das „emotional

unmöglich“, sagte Rattle. Bis Mitte 2023 bleibt Rattle als Musikdirektor

beim London Symphony Orchestra, dann will er

zur Konzertsaison 2023/2024 in München starten. Simon

Rattle war von 2002 bis 2016 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker

und lebt mit seiner Familie in Berlin.

(Quelle: thesun.com und londontimes.com)

Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz

in Rheinland-Pfalz. Foto: www.rlp.de

Familienministerin

Anne Spiegel: Wir müssen

dem wachsenden

Antisemitismus entschlossen

entgegentreten

Familienministerin Anne Spiegel warnte

angesichts des Holocaust-Gedenktages

vor jeglicher Form des Antisemitismus. „Der

Holocaust-Gedenktag erinnert uns daran,

dass Menschenrechte, Demokratie und

Freiheit nichts Selbstverständliches sind.

Er mahnt uns, die Verbrechen der Nazizeit

nicht zu vergessen und es nie wieder

zuzulassen, dass sich so etwas wiederholt.“

Spiegel zeigte sich zudem besorgt,

dass es bei Protesten gegen

die Corona-Politik von Bund

und Ländern immer häufiger zu

antisemitischen Äußerungen

komme. „Wir müssen verhindern,

dass sich das Gedankengut

des Antisemitismus noch stärker

in Teilen unserer Gesellschaft

ausbreitet“, betonte sie. Um unter

anderem antisemitische Tendenzen

entschieden entgegenzutreten,

fördert das Familienministerium

zum Beispiel die Fachstelle

m*power. Unter diesem

Dach werden sowohl die Meldestelle

für menschenfeindliche,

rassistische und antisemitische

Vorfälle wie auch die Beratungsstelle

für Betroffene rechter, rassistischer

und antisemitischer

Gewalt in Rheinland-Pfalz betrieben.

„Der wachsende Antisemitismus

ist eine konkrete Bedrohung jüdischen

Lebens in Deutschland.

Das war bereits vor der Corona-

Pandemie eine bedrückende Realität.

Diese Tendenz wird nun

durch zahlreiche Verschwörungserzählungen,

die im Zusammenhang

mit der Corona-

Pandemie Verbreitung gefunden

haben, weiter verschärft. Diese

Verschwörungstheorien schließen

im Kern an antisemitische

NRW-Landesregierung

fördert Kommunales

Integrationsmanagement

mit 50 Millionen Euro

Die Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte

ist ein zentrales Anliegen der

Landesregierung. Ein wichtiger Partner dabei

sind die Kommunen. Wesentlicher Erfolgsfaktor

für gelingende Integrationsarbeit vor Ort

ist die Vernetzung verschiedener Ämter und

Akteure, um Menschen zielgerichtet

bei der Integration zu unterstützen

Dazu gehört unter anderem

die Zusammenarbeit zwischen

Integrations- und Migrationsbereich

sowie die Fortentwicklung

der Integrationsarbeit

im ländlichen Raum durch eine

Förderung der Zusammenarbeit

zwischen Kreisen und ihren

kreisangehörigen Gemeinden.

Mit insgesamt 50 Millionen Euro

Förderung im Jahr 2021 stärkt

die Landesregierung die kommunale

Integrationsarbeit vor Ort

nachhaltig. Integrationsminister

Joachim Stamp: „Die Kommunen

in Nordrhein-Westfalen leisten

einen wichtigen Beitrag zur Integration

der Menschen vor Ort.

Mit unserem Landesprogramm

haben wir ein einzigartiges Projekt

gestartet, mit dem wir die

Kommunalen Integrationszentren

dabei stärken, die Integrationsarbeit

möglichst effektiv und

rechtskreisübergreifend zu gestalten.“

Bei der Auftaktveranstaltung am

Freitag (05. Februar 2021)

tauschten sich Integrationsminister

Joachim Stamp und Integrationsstaatssekretärin

Serap Güler

mit den Vertreterinnen und

Vertretern der Kommunen und

weiteren integrationspolitischen

Akteuren sowie mit Unterstützung

aus der Wissenschaft über

den aktuellen Stand und die Umsetzung

des Landesprogramms

aus.

Wichtiges Ergebnis des Treffens:

Verschwörungsmythen an“,

warnte Familienministerin Anne

Spiegel. „Wir dürfen nicht

nachlassen darin, eine Gesellschaft

zu bauen, die von Vielfalt

lebt und von Akzeptanz getragen

wird“, erklärte die Ministerin.

„Dieses Jahr feiern wir

1700 Jahre jüdisches Leben in

Deutschland. Jüdinnen und Juden

verdienen unsere besondere

Solidarität. Wir werden uns

immer gegen Antisemitismus

stemmen, gleich in welches

ideologisches Gewand er sich

kleidet.“

Ein wichtiger Baustein in dem

Bemühen um ein respektvolles

Miteinander ist der Landesaktionsplan

gegen Rassismus und

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit,

den es seit vergangenem

Jahr gibt. Ziel ist eine

Kultur der Gleichwertigkeit

und die Verhinderung von Diskriminierung

und Anfeindung

von Menschen. „Rheinland-

Pfalz ist ein weltoffenes und

vielfältiges Land. Die Vielfalt

von Lebensformen und Ausdrucksmöglichkeiten

gibt Menschen

Raum für die Entfaltung

ihrer Persönlichkeiten und ist

ein wichtiger Grundpfeiler unserer

offenen, freien und solidarischen

Gesellschaft“, bekräftigte

Familienministerin

Anne Spiegel.

Hintergrund:

Die Meldestelle m*power erfasst

Vorfälle aufgrund von Medienbeobachtung

und Meldungen

von Betroffenen sowie Zeuginnen

und Zeugen. Die Daten

werden nach Kategorien aufbereitet

und ausgewertet. Daneben

zählt zu ihren Hauptaufgaben,

die schmerzhaften Erfahrungen

der Betroffenen

sichtbar zu machen. Die enge

Zusammenarbeit der Meldestelle

mit der Beratungsstelle

von m*power gibt Betroffenen

die Möglichkeit, nach Wunsch

direkt zur Beratung vermittelt

zu werden. Für die Aufgaben

der Meldestelle stehen zwei

Vollzeitstellen zur Verfügung.

Sie nehmen Meldungen per Telefon,

Mails und über ein spezielles

Online-Portal entgegen.

Quelle:

https://mffjiv.rlp.de/de/service/presse/d

etail/news/News/detail/familienministerin-anne-spiegel-wir-muessen-demwachsendem-antisemitismus-entschlossen-entgegentrete/

; Aufgerufen

am 04.02.2021 um 22.00lcl)

Die Landesregierung wird das

Kommunale Integrationsmanagement

als Förderung der

kommunalen Infrastruktur in

Zusammenarbeit mit allen

maßgeblichen Partnern verstetigen.

Integrationsstaatssekretärin

Serap Güler: „Integrationsarbeit

braucht verlässliche und

verbindliche Strukturen. Deshalb

wollen wir die Kommunen

hierbei stärker und auch dauerhaft

unterstützen. Das Kommunale

Integrationsmanagement

wollen wir bei der anstehenden

Grundnovellierung des

Teilhabe- und Integrationsgesetzes

gesetzlich verankern

und damit für mehr Verlässlichkeit

und Verbindlichkeit

sorgen.“ Das Kommunale Integrationsmanagement

NRW besteht

aus insgesamt drei Bausteinen:

die Finanzierung von

Personalstellen in Ausländerund

Einwanderungsbehörden,

zur Verfügung gestellten fachbezogenen

Pauschale für Personalstellen

für ein individuelles

Case-Management sowie

die Einrichtung des strategischen

Integrationsmanagements

durch die Förderung Koordinierender

Stellen. In der

Regel erfolgt eine Anbindung

bei den 54 Kommunalen Integrationszentren.

Die Kreise

und kreisfreien Städte haben

die Bescheide für Baustein zwei

und drei für 2021 bereits erhalten.

Die Bewilligung der Förderung

der Koordinierenden Stellen

im Baustein eins 2021 erfolgt

je nach Antragseingang

sukzessive. Bislang haben 15

Kreise und kreisfreie Städte einen

entsprechenden Bescheid

erhalten.

(Quelle: https://www.mkffi.nrw/pressemitteilung/landesregierung-foerdert-kommunales-integrationsmanagement-mit-50-millionen-euro

)

Projekt „Medizinische

Soforthilfe nach Vergewaltigung“

in Koblenz soll mehr

Frauen erreichen

Das Projekt der „Medizinischen Soforthilfe

nach Vergewaltigung“ wird in Koblenz nun

sichtbarer. Auf einem Bus der Koblenzer Verkehrsbetriebe

wird in Form einer Außenwerbung

auf das Angebot aufmerksam gemacht,

mit dem die Erstversorgung nach Vergewaltigung

unterstützt wird. Das Modellprojekt wird

in Koblenz unter Federführung des Frauennotrufs

Koblenz in Kooperation mit dem Klinikum

Kemperhof seit April 2020 umgesetzt und vom

Frauenministerium gefördert.

Ich freue mich sehr und danke

dem Frauennotruf Koblenz,

dass er das Thema verstärkt in

die Öffentlichkeit trägt. Die Buswerbung

wird wesentlich dazu

beitragen, das Angebot weiter

bekannt zu machen. Mein Dank

gilt auch dem Rotary-Club, der

die Finanzierung dieser Werbemaßnahme

übernommen hat.

Ich hoffe sehr, dass wir damit

noch mehr betroffene Frauen

und Mädchen erreichen, damit

sie sich die notwendige medizinische

Versorgung holen und auch

die vertrauliche Spurensicherung

in Anspruch nehmen“, erklärte

Frauenministerin Anne

Spiegel. „Mit diesem Projekt

schließen wir eine wichtige Lükke

in der Versorgung von Frauen

und Mädchen nach einer Vergewaltigung.

Für das große Engagement

der beteiligten Ärztinnen

und Ärzte des Kemperhofs bin

ich sehr dankbar.“

Dazu erklärte Melanie Zöller, Geschäftsführerin

GK-Mittelrhein:

„Für uns war es selbstverständlich,

bei diesem Projekt mitzuwirken,

um unserer medizinischen

und gesellschaftlichen Verantwortung

gerecht zu werden und

uns für eine vertrauliche und

kompetente Versorgung im Sinne

der Betroffenen einzusetzen.“

"Wir möchten mit dem Modellprojekt

der Medizinischen Soforthilfe

erreichen, dass eine gute

medizinische und psychosoziale

Versorgung nach einer Vergewaltigung

für jede Frau selbstverständlich

zur Verfügung steht -

auch ohne den Druck eine Anzeige

erstatten zu müssen. Als Notruf

stehen wir hier fest an der Seite

der Frauen, die sexualisierte

Gewalt erlebt haben und wir sind

überzeugt, dass das Modellprojekt

eine deutliche Verbesserung

für die betroffenen Frauen darstellt",

sagte Jacqueline Bröhl

vom Frauennotruf Koblenz.

Das Konzept ist 2018 von den

Frauennotrufen nach Rheinland-

Pfalz gebracht worden. Inzwischen

wird es im Land an vier Klinikstandorten

in Mainz, Worms,

Trier und seit April 2020 auch in

Koblenz umgesetzt. Das Ministerium

fördert das Projekt in Koblenz

im ersten Jahr mit 12.000

Euro, im Anschluss mit 5.000 Euro

pro Jahr. Zusätzlich werden

rechtsmedizinische Schulungen

und die Lagerung der Asservate

finanziert. Insgesamt fördert das

Frauenministerium die Medizinische

Soforthilfe nach Vergewaltigung

im Land mit 55.000

Euro im Jahr.

Die Erfahrungen aus der Beratungsarbeit

haben gezeigt, dass

sich Frauen und Mädchen, die sexuelle

Übergriffe erlebt haben,

nur selten jemandem anvertrauen

oder Hilfe in Anspruch nehmen.

Viele haben Angst, dass sie

gegen ihren Willen zu einer Anzeige

bei der Polizei gedrängt

werden könnten oder dass jemand

über ihren Kopf hinweg

Anzeige erstattet, wenn die Tat

bekannt wird. So unterbleiben

zum Teil notwendige Untersuchungen

sowie Gesundheits- und

Schwangerschaftstest. Zudem

gehen körperliche Spuren der Tat

unwiederbringlich verloren. In

einem späteren Strafprozess

können sie dann nicht mehr als

Beweise herangezogen werden.

(Quelle: https://mffjiv.rlp.de/de/servkce/presse/detail/news/News/detail/projekt-medizinische-soforthilfe-nach-vergewaltigung-in-koblenz-soll-mehr-frauen-erreichen/

; Aufgerufen am

04.02.2021 um 19.30lcl)

Durchsuchungen wegen

rechtsextremer Drohschreiben

Wegen rechtsextremer Drohschreiben

gegen Moscheen, Parteizentralen, Medien

und andere Einrichtungen laufen in vier

Bundesländern seit dem frühen Morgen

Durchsuchungen.

Von Polizei und Staatsanwaltschaften

gebe es seit 6.00

Uhr Aktionen in insgesamt sieben

Objekten in Bayern, Baden-

Württemberg, Thüringen und

Sachsen-Anhalt, teilten die Generalstaatsanwaltschaft

München

und das Bayerische Landeskriminalamt

am Mittwoch

mit.

Anlass dieser Durchsuchungsaktion

seien Ermittlungsverfahren

gegen die Urheber von insgesamt

23 Drohschreiben. Sie wurden

bereits im Juli per E-Mail

bundesweit verschickt. Darin

wurde unter anderem mit

Sprengstoffanschlägen gedroht.

Unterzeichnet waren die Drohschreiben

mit «Volksfront»,

«Combat 18» oder «Blood and

Honour». Das Neonazi-Netzwerk

«Blood & Honour» (Blut

und Ehre) ist verboten. Die gewaltbereite

rechtsextreme Organisation

«Combat 18» gilt als bewaffneter

Arm von «Blood and

Honour» und ist in mehreren europäischen

Ländern aktiv.

«Combat» steht im Englischen

für Kampf. «18» gilt als Szenecode

für den ersten und den achten

Buchstaben im Alphabet, also A

und H - die Initialen von Adolf

Hitler. Die «Volksfront» ist eine

ursprünglich aus den USA stammende

rechtsextreme Organisation.

Offiziell hatte sie sich 2012

aufgelöst.

Betroffen waren von den Drohschreiben

den Angaben nach unter

anderem Ankerzentren in

Bayern, islamische Zentren, Moscheen,

Parteizentralen und

Presse- und Medienagenturen.

Beteiligt seien an den Durchsuchungen

rund 120 Beamte, sagte

ein Sprecher des Bayerischen

Landeskriminalamts auf Anfrage.

In Bayern gebe es drei Durchsuchungen:

jeweils eine in Oberbayern,

Niederbayern und Oberfranken.

Nähere Angaben zu den

durchsuchten Objekten machte

der Sprecher zunächst nicht.

Die Ermittler werden von Spezialeinsatzkräften

und der örtlichen

Polizei unterstützt. Neben

der Generalstaatsanwaltschaft

und dem Landeskriminalamt in

Bayern ist auch die Bayerische

Zentralstelle zur Bekämpfung

von Extremismus und Terrorismus

(ZET) an den Ermittlungen

beteiligt.

(Quelle:

https://www.dailysabah.com/deutsch/

deutschland/2019/10/09/durchsuchungen-wegen-rechtsextremer-drohschreiben

; Aufgerufen am 06.02.2021

um 20.50lcl)


2021 Integration 19

Baden-Württemberg

untersucht alle positiven

Tests auf Mutanten

Die Landesregierung wird künftig die

Proben aller positiven Corona-Tests auf

Mutanten untersuchen lassen. Dafür sollen

die Test-Labore sämtliche positiven

Proben künftig an die Labore der Universitätsklinika

des Landes weiterleiten. Dies

hat die Landesregierung am Samstag (30.

Januar) beschlossen.

Damit bekommen wir einen

Überblick über die Ausbreitung

der neuen Virusvarianten

im Land und können sie

besser kontrollieren und überwachen“,

erklärte Gesundheitsminister

Manne Lucha

am Samstag (30. Januar) in

Stuttgart. „Sowohl die UK-Variante

als auch die Südafrika-

Variante sind bereits in verschiedenen

Ländern weltweit

identifiziert worden. Die Dynamik

der Verbreitung dieser

beiden Virusvarianten in einigen

Staaten ist wirklich besorgniserregend.

Wir müssen

alles daransetzen, dass sich

diese gefährlichen Mutanten

in Baden-Württemberg nicht

weiter ausbreiten.“

Ausweitung der PCR-Untersuchungen

sowie Sequenzierung

aller positiven Proben

Schon seit 20. Dezember lassen

die Gesundheitsämter im

Land alle positiven Proben von

Personen, die aus Südafrika

oder Großbritannien eingereist

sind, auf die Mutanten

hin untersuchen. Dieses Verfahren

soll nun ausgeweitet

werden durch gezielte PCR-

Untersuchung auf die bekannten

Virusvarianten sowie einer

Sequenzierung aller positiven

Proben. „Damit können

wir rasch klären, wie verbreitet

die Virusvarianten im Land

wirklich sind und wie sich dieser

Anteil von Woche zu Woche

verändert“, erklärt Lucha.

Das Land rechnet bei der derzeitigen

Lage der Pandemie

mit etwa 10.000 positiven Proben

pro Woche. In den Laboren

des Landesgesundheitsamtes

und der Unikliniken

werden die Proben durch die

Sequenzierung des vollen Genoms

nicht nur auf die beiden

bislang bekannten, sondern

auf alle Virusvarianten hin

untersucht. „So können wir

Als Teil ihres „Nationalen Aktionsplans

Integration“ will

die Bundesregierung Fortbildungen

in Medien fördern. Das am

Mittwoch vom Kabinett verabschiedete

Maßnahmenpaket

sieht als eines sogenannter Kernvorhaben

Fortbildungen „für die

differenzierte und sachbezogene

Berichterstattung zum Thema

Migration und Integration“ vor.

Weitere Vorhaben sollen dafür

sorgen, dass mehr Menschen mit

Flucht- oder Migrationserfahrung

im Journalismus Fuß fassen

und mehr Vielfalt in Film und

Fernsehen bringen.

Geplant ist dem Maßnahmenpaket

zufolge eine E-Learning-

Plattform, die vom Mediendienst

Integration und dem Erich-

Brost-Institut für internationalen

Journalismus der TU Dortmund

auch neue, bislang unbekannte

Varianten des Coronavirus

aufdecken“, so Gesundheitsminister

Manne Lucha. „Baden-Württemberg

verfügt mit

dem Landeslabor im Landesgesundheitsamt,

den Laboren

der Universitätsklinika und

den niedergelassenen Laboren

über eine sehr gute Labor-

Infrastruktur. Das nutzen wir

für die Überwachung der Pandemie.“

Künftig wird die Quarantänedauer

für Kontaktpersonen

der Kategorie 1 von einer mit

einer Virusmutante infizierten

Person von zehn auf 14 Tage

erhöht. Auch für deren Haushaltsangehörige

gilt eine Quarantäne

von 14 Tagen. Damit

soll die Bevölkerung vor einer

unkontrollierten Weiterverbreitung

von Virusmutanten

geschützt werden.

Ergänzende Informationen

Der Bund zahlt laut der aktuellen

Testverordnung die Untersuchung

von nur maximal 10

Prozent dieser Proben. Für

den Rest kommt das Land auf

und stellt dafür 31,5 Millionen

Euro bereit.

In Baden-Württemberg trat

die britische Virusmutante

B.1.1.7 erstmals am 24. Dezember

2020 auf. Am 11. Januar

2021 wurde auch die

mutierte Variante B.1.351 bei

einer Familie, die am 13. Dezember

2020 aus Südafrika

nach Baden-Württemberg

eingereist war, nachgewiesen.

(Quelle:

https://sozialministerium.badenwuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/badenwuerttemberg-untersucht-alle-positiven-tests-auf-mutanten/

; Aufgerufen

am 05.02.2021 um 14.30lcl)

Bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer, MdL:

Wahlpflichtfach „Islamischer Unterricht“

wichtiger Faktor für gelingende Integration

und bedeutendes Signal an unsere

muslimische Bevölkerung

Brendel-Fischer erklärt: „Der

Modellversuch „Islamischer

Unterricht“ genießt seit vielen

Jahren großes Ansehen und eine

hohe gesamtgesellschaftliche

Akzeptanz. Die Schule, so Brendel-Fischer

weiter, ist einer der

wichtigsten Orte, wo Integration

gelebt wird und kultureller Austausch

ganz ungezwungen stattfindet.

Deshalb freue ich mich,

dass Schulen künftig die Möglichkeit

erhalten, den „Islamischen

Unterricht“ als Wahlpflichtfach

einzurichten.“

„Dass „Islamischer Unterricht“,

so Brendel-Fischer weiter, als

staatliches Angebot in deutscher

Sprache Wissen über die islamische

Religion sowie eine grundlegende

Werteorientierung im

Geiste der Werteordnung des

Grundgesetzes und der Bayerischen

Verfassung vermitteln, ist

Islamischer Unterricht in Bayern

Eine Gesprächsrunde über die Einführung des neuen Wahlpflichtfaches

in Bayern ab dem kommenden Schuljahr 2021/2022

Nürnberg – Die Türkische Gemeinde

in der Metropolregion

Nürnberg e.V. (tgmn) beleuchtet in

einem Live-Gespräch am Donnerstag,

den 18. März 2021 um 19 Uhr

Aspekte um den neuen Islamischen

Unterricht in Bayern.

Die Öffentlichkeit, die Schüler und

Eltern werden über die Inhalte und

Standpunkte informiert. Die größte

Anzahl der Schülerinnen und

Schüler, die an diesem neuen

Schulunterricht teilnehmen werden,

sind in Bayern Türkeistämmig.

Das bayerische Kabinett billigte am

23. Februar 2021 einen entsprechenden

Gesetzentwurf zur Änderung

des Bayerischen Gesetzes

über das Erziehungs- und Unterrichtswesen

(BayEUG), der jetzt in

die Verbandsanhörung gegangen

ist.

Sieben Dachverbände in Bayern

haben am 08. März 2021 in einer

gemeinsamen Presseerklärung ihre

Positionen veröffentlicht (siehe

Anlage).

Expertinnen und Experten reden

Migranten sollen in Medien sichtbarer werden

entwickelt werden soll. Eine Umfrage

soll zudem Auskunft über

Vielfalt und Diskriminierung in

Film und Fernsehen geben.

Medien immer wieder

in der Kritik

„Beim Zusammenwachsen in

verschiedenen Lebensbereichen

nehmen die Medien in unserer

Gesellschaft eine wichtige Rolle

ein“, heißt es im Aktionsplan und

weiter: „Welche Begriffe und Bilder

in Medieninhalten verwendet

werden, wie eingewanderte

Menschen, ethnische und religiöse

Minderheiten dort zu Wort

kommen und dargestellt werden,

hat Auswirkungen auf den gesamtgesellschaftlichen

Integrationsprozess

und das Zusammenwachsen.“

Darstellungen von Minderheiten

in Medien sorgen immer wieder

für Diskussionen. Zuletzt gab es

Empörung über eine WDR-Talksendung,

in der über das Für und

Wider des Begriffs „Zigeunersauce“

diskutiert wurde, den Roma

und Sinti mehrheitlich als

diskriminierend ablehnen.

Polat fordert Teilhabegesetz

Integrationsbeauftragte der Staatsregierung

Gudrun Brendel-Fischer, MdL

© Bayerisches Innenministerium

ein wichtiger Baustein der Integration

und des friedlichen Miteinanders.

So eine Alternative

zur Religionslehre zu haben –

über den Ethikunterricht hinaus

– , das ist für mich ein ganz wichtiges

und richtiges Signal an unsere

muslimische Bevölkerung.“

Um die hohe Akzeptanz dieses

Wahlpflichtfachs zu bewahren,

soll bei der Ausgestaltung und

Entwicklung des Lehrplans mit

seinen islamkundlichen Inhalten

auf die Kompetenz des Wissenschaftlichen

Beirats des Departments

Islamisch-Religiöse

Studien der Friedrich-Alexander-Universität

Erlangen-Nürnberg

(DIRS) zurückgegriffen

werden.

über die Historie des Modellversuchs,

den aktuellen Stand der Planungen,

die Lehrpläne, das Lehrpersonal,

die Rechtslage, die Partizipation

und die Zukunft des Faches

„Islamischer Unterricht“.

Frau Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte

der Bayerischen

Staatsregierung, sieht die

Ent-scheidung als ein wichtiger

Baustein der Integration sowie des

friedlichen Miteinanders. Der „Islami-sche

Unterricht“ sei ein ganz

wichtiges Signal an die muslimische

Bevölkerung.

Freundlicherweise haben zugesagt:

• Frau Gudrun Brendel-Fischer,

MdL, CSU, Integrationsbeauftragte

der Bayerischen Staatsre-gierung

• Frau Gabriele Triebel, MdL, Fraktion

Bündnis 90/Die Grünen im

Bayerischen Landtag

• Herr Dr. Rainer Oechslen, Beauftragter

für interreligiösen Dialog

der evangelischen Landes-kirche

• Frau Dr. Elisabeth Preuß, ehemalige

Bürgermeisterin der Stadt Erlangen,

FDP, u.a. Beirätin Muslimisches

Bildungswerk Erlangen

• Herr Aykan Inan, Geschäftsführer

der Islamischen Religionsgemeinschaft

DITIB Südbayern e.V.,

u.a. muslimischer Vorsitzender

vom Islamforum Bayern

• Herr Ilhan Postaloglu, Vorsitzender

des Integrationsrates der Stadt

Nürnberg

• Herr Mehmet Sapmaz, CSU Erlangen,

Wissenschaftlicher Beirat

für islamisch-religiöse Studien der

Universität Erlangen-Nürnberg

• Herr Mohamed Abu El-Qomsan,

Bündnis 90/Die Grünen, ehemaliger

Vorsitzender des Zentralrats

der Muslime in Bayern

• Herr Ali-Nihat Koç, Sprecher der

muslimischen Begegnungsstube

Medina e.V. in Nürnberg

Während der Pandemie konnten

wir mit mehreren Mandatsträgern

Live-Gespräche auf Facebook in

türkischer und deutscher Sprache

führen und die Gemeindemitglieder

informieren. Siehe

https://www.facebook.com/tgmnu

e/events/

Medien sollen sachlicher über Integration berichten und Migranten sollen Vielfalt in Medien bringen.

Das sieht ein Kabinettsbeschluss vor. Grünen sprechen von Lippenbekenntnissen. Sie fordern ein Teilhabegesetz.

Filiz Polat, integrationspolitische

Sprecherin grünen Bundestagsfraktion,

fordert von der Bundesregierung,

die „blumigen Bekenntnisse“

dürften „kein Lippenbekenntnis“

bleiben. „Während

mit verschiedensten Kernvorhaben

vielfältige Diversity-

Maßnahmen präsentiert werden,

geht die Bundesregierung

gleichzeitig mit den Gesetzesverschärfungen

zu Migration, Integration

und Staatsangehörigkeit

in die genau gegenteilige Richtung“,

so Polat. Sie fordert einen

„Paradigmenwechsel, weg von

den verstaubten Konzepten der

Integration hin zu Teilhabe- und

Partizipationsrechten“.

Das von der Bundesregierung

vielfach beschworene Zusammenwachsen

gelinge nur mit

echten Strukturreformen. Es sei

höchste Zeit für ein Bundespartizipations-

und Teilhabegesetz,

welches gleichberechtigte Teilhabe,

Partizipation und Repräsentation

gesetzlich verankert.

„Das Versprechen der pluralen

Demokratie in der Einwanderungsgesellschaft

muss eingelöst

werden, fordert die Grünen-Politikerin.

5-Phasen-Plan

Der „Nationale Integrationsplan

Integration“ ist in fünf Phasen gegliedert,

wobei das Kabinett am

Mittwoch die letzten beiden billigte.

Nach Angaben der Integrationsbeauftragten

Annette Widmann-Mauz

(CDU) enthalten die

beiden Bereiche insgesamt 49

Vorhaben unter anderen zur

Förderung von Integration im

Sport und Gesundheitswesen,

zum Ausbau der politischen Bildung

und zur Stärkung politischer

Teilhabe von Menschen

mit Migrationshintergrund.

(epd/mig)

(Quelle:

https://www.migazin.de/2021/02/04/nationaler-aktionsplan-integration-migranten-medien/

; Aufgerufen am 06.02.2021 um 21.50lcl)

KURZ UND BÜNDIG

Flughafen Hahn: Chinesischer

Eigentümer pleite

Wie der chinesische Konzern

HNA mitteilte,

konnten Schulden nicht mehr

zurückgezahlt werden. Deshalb

hätten Gläubiger beim

Volksgericht der chinesischen Provinz Hainan ein Insolvenzverfahren

und die Neuausrichtung des Unternehmens

beantragt. Man wolle mit dem Gericht zusammenarbeiten,

hieß es weiter. Der Hunsrück-Flughafen Hahn gehört zu

82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern, die restlichen

17,5 Prozent liegen beim Bundesland Hessen. Es ist der einzige

größere Airport in Rheinland-Pfalz. Der Ausbruch der

Corona-Pandemie, die die Luftverkehrsindustrie besonders

schwer trifft, hatte es dem hoch verschuldeten Großkonzern

HNA zusätzlich erschwert, seine finanziellen Verpflichtungen

zu erfüllen. So gab es bereits 2020 Gerüchte, dass die

HNA-Flugzeugsparte Hainan Airlines an staatliche chinesische

Fluggesellschaften verkauft werden könnte. Der Konzern

hatte sich in den vergangenen Jahren mit milliardenschweren

Beteiligungen weltweit schwer verschuldet.

(Quelle: chinanews.com)

Zwei Ehren-Oscars

für humanitäre Verdienste

Im Rahmen der Oscar-Verleihung Ende April sollen in diesem

Jahr erstmals zwei Ehren-Oscars für humanitäre Verdienste

vergeben werden. Empfänger sind der Regisseur,

Produzent und Schauspieler Tyler Perry, der sich gegen Obdachlosigkeit

und soziale Ungerechtigkeit engagiert, und

die Stiftung „The Motion Picture & Television Fund“, die vielen

Filmbeschäftigen in der Corona-Krise hilft, das teilte die

Oscar-Akademie mit. Für ihr soziales Engagement erhalten

sie den Jean-Hersholt-Preis, der nur in unregelmäßigen Abständen

vergeben wird. Während der Corona-Pandemie habe

es viel Unterstützung für Bedürftige von der Filmindustrie

gegeben, hieß es zur Begründung der Verleihung an

zwei Empfänger.

Der Freispruch für Kunstmäzen

Kavala wird aufgehoben

Ein Berufungsgericht in

der Türkei hat den vor einem

Jahr erlassenen Freispruch

für den inhaftierten

Intellektuellen und Kunstmäzen

Osman Kavala aufgehoben.

Die Richter in Istanbul

entschieden einstimmig,

dass der Fall erneut von dem

zuständigen Gericht geprüft

werden soll. Auch der Freispruch

für acht Mitangeklagte

wurde aufgehoben. Kavala

ist seit November 2017 in Haft. Ihm werden neben einer

Beteiligung an dem Putschversuch im Jahr 2016 auch politische

und militärische Spionage vorgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation

Amnesty International kritisierte

die Entscheidung als „politisch motiviert“. Das Gericht begründe

die Entscheidung damit, dass zuvor nicht alle Sachverhalte

ausreichend betrachtet worden seien. Das zeige,

dass man Kavala im Gefängnis festhalten wolle.

(Quelle: anadoluajansi.com.tr)

(Quelle: deutschlandfunk.de)

Youtube: Ken-FM-Kanal

komplett gesperrt

Die Plattform Youtube hat den Kanal „KenFM“ endgültig

gesperrt. Die Videos von Ken Jebsen hätten zum dritten

Mal gegen die Covid-19-Richtlinien verstoßen, teilte ein

Sprecher des Google-Videoservices mit. Nach den Regeln

von Youtube werde ein Kanal in diesem Fall dauerhaft gelöscht.

Der Dienst hatte bereits im Mai vergangenen Jahres

dafür gesorgt, dass Jebsen kein Geld durch Werbeeinblendungen

verdienen kann. Schon im November war der Zugang

zu seinen Videos zeitweise gesperrt. In der neurechten

Szene ist der 2011 vom RBB entlassene Journalist Jebsen

eine prominente Figur. In seinen Videos behauptet er unter

anderem, der Microsoft-Mitgründer Bill Gates denke darüber

nach, Menschen im Rahmen von Impfungen gezielt zu

sterilisieren.

(Quelle: t-online.de und youtube.com)

Vatican News jetzt

auch auf Hebräisch

Das vatikanische Informationsportal

Vatican

News erscheint seit heute

auch auf Hebräisch. Damit

berichtet das multimediale

Portal nach eigenen Angaben

inzwischen in 36 Sprachen

über die Botschaften

des Papstes und das Geschehen

in der Weltkirche.

Hebräisch sei eine „symbolisch

wichtige Sprache“,

schreibt das Portal mit einem

Zitat des Lateinischen

Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa. Sie gehöre

zu den Sprachen „an der Wurzel der Kirchengeschichte“.

Zusammen mit Griechisch und Aramäisch sei das Hebräische

die Sprache der Heiligen Schrift.

(Quelle: radiovatikan.com)


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Je nachdem, ob der Raum ganz

verdunkelt oder nur sonnen- und

blickgeschützt werden soll, können

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sind hier allerdings nicht

horizontal, sondern vertikal angebracht

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zu regulieren. Und da die Lamellen

von oben nach unten verlaufen,

hängen sie immer ganz

gerade, wirken edel und modern.

Und toll bei raumhohen Fenstern.

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das sich um die eigene Achse wickelt

– entweder im Innenraum

oder an der Außenwand. Je nach

Materialauswahl können Rollos

transparent bis absolut blickdicht

sein. Und weil der Stoff glatt ausgerollt

gut sichtbar ist, kommen

auf Rollos Muster und Bilder besonders

schön zur Geltung.

Aktuelle Studie: Hauseigentümer haben Nachholbedarf beim Brandschutz

Jeder zweite Eigenheimbesitzer

in Deutschland hat sein Zuhause

nicht ausreichend mit Rauchmeldern

ausgestattet – trotz entsprechender

gesetzlicher Vorschriften

in fast allen Bundesländern.

Dabei können Rauchmelder

Zu wenig Rauchmelder in deutschen Eigenheimen

mögliche Brände frühzeitig erkennen

und die Bewohner warnen.

Dass es eine gesetzliche

Pflicht zur Installation von Rauchmeldern

gibt, ist 73 Prozent der

befragten Eigentümer bewusst.

Das hat die Umfrage im Auftrag

des Rauchmelderherstellers Ei

Electronics ergeben. Doch vielfach

scheint noch Unsicherheit

bezüglich der Details zu bestehen.

Als gesetzliche Mindestanforderung

gilt je ein Gerät pro Schlafraum,

Kinderzimmer und als

Rettungsweg dienendem Flur.

Unter www.rauchmelder-sindpflicht.de

gibt es mehr Details zu

den Regelungen in den einzelnen

Bundesländern.(djd).

Der FBodentiefe, großzügige

Fensterflächen

werden im Wohnungsund

Hausbau immer mehr

zum Trend. Das Mehr an einfallendem

natürlichen Tageslicht

ist gesund, hebt die Stimmung

und fördert die Leistungs-

sowie Konzentrationsfähigkeit

der Bewohner. Zudem

lässt sich im Winter und

in der Übergangszeit durch die

Sonneneinstrahlung in die

Wohn- und Arbeitsräume

Energie gewinnen und damit

die Heizkosten reduzieren.

Viel Licht, gute Stimmung

Zeitgemäße Rollläden mit Lichtschienen lassen auch im geschlossenen Zustand

noch gesundes Tageslicht in die Wohnräume einfallen, ohne diese unangenehm

aufzuheizen. Foto: djd/Schanz Rollladensysteme

Das eigene Heim als Lichtoase

Tageslicht in den Wohn- und Arbeitsräumen

optimal ausnutzen

Im Sommer jedoch darf passender

Sonnenschutz an den

Fenstern nicht vergessen werden,

sonst heizen sich die

Innenräume unangenehm

auf. So sitzen an heißen Tagen

eine Vielzahl von Menschen im

Dunkeln bei künstlichem

Licht, um kühlen Kopf zu bewahre.

Nicht nötig ist dies mit

modernen Beschattungslösungen

mit Lichtschienen, wie

sie die Modelle des badenwürttembergischen

Herstellers

Schanz bieten. Diese lassen

auch bei geschlossenem

Rollladen Tageslicht in die

Innenräume einfallen und ermöglichen

den Blick nach

draußen ins Grüne. Ähnlich

wie bei einem kühlen Laubschatten

unter Bäumen gelangt

durch die Siebstruktur

der Lichtschienen natürliches

Licht in die Zimmer und auf

künstliche Lichtquellen muss

nicht unbedingt zurückgegriffen

werden. Trotz dieses Lichteinfalls

erhöht sich die Raumtemperatur

bei Sommerhitze

nur unwesentlich, wie wissenschaftliche

Tests bewiesen haben.

Unter www.rollladen .de

gibt es dazu mehr Informationen.

Die Bewohner können dabei

selbst entscheiden, wie viele

Lamellen sie bei ihren Rollläden

durch Lichtschienen ersetzen.

Durch den damit verbundenen

geringeren Strom- und Energieverbrauch

wird klimaschädliches

CO2 eingespart

und die Umwelt geschont.

Noch effizienter lassen sich die

Sonnenschutzsysteme einsetzen,

wenn ihre Steuerung

automatisch per Sensor oder

integriert in ein Smarthome-

System erfolgt. So lassen sich,

auch wenn die Bewohner nicht

anwesend sind, die solare

Wärmeeinträge in der Übergangszeit

und im Winter optimal

ausnutzen. In den heißeren

Sommermonaten dagegen

werden die Rollläden vor der

großen Hitze geschlossen und

wohltemperierte Wohnräume

warten auf die heimkehrenden

Bewohner. Das durch die

Lichtschienen einfallende Tageslicht

sorgt zusätzlich für

Wohlbefinden, denn es kurbelt

die körpereigene Produktion

des Glückshormons Serotonin

an, fördert die Vitaminbildung

im Körper und stärkt unser

Immunsystem. (djd).

Auch Haustiere freuen sich über ein angenehmes Licht- und Schattenspiel in

den Wohnräumen mithilfe zeitgemäßer Rollläden.

Foto: djd/Schanz Rollladensysteme


2021 Auto 21

Volle

Energie für

Elektroautos

Einstieg in die Zukunft

der Mobilität immer

attraktiver

Durch eine häufige Behandlung in der Waschanlage wird der Autolack an der

Oberfläche empfindlicher, denn es kommt eine Waschlauge zum Einsatz, die entfettend

wirkt. Foto: djd/Bundesverband Fahrzeugaufbereitung

4Machen Sie bei der

Auswahl des Kfz-

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Fehler!

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Die beste Zeit

für eine Schönheitskur

Im April widmen sich viele Fachbetriebe

speziell der Fahrzeugaufbereitung

Ein Blick auf das Regal mit den

Illustrierten im Supermarkt

reicht aus, um zu wissen: Das

Frühjahr ist die große Zeit der

Schlankheitskuren. Man will sich

nach den kalorienreichen Monaten

wieder in Form bringen. Der

Winter hat aber nicht nur bei den

Menschen Spuren hinterlassen,

sondern ebenso an ihren Autos.

Auch hier ist die beste Zeit für eine

Schönheitskur das Frühjahr.

Der Halter eines Fahrzeugs kann

Die Zulassungen von Elektroautos

und Plug-in-Hybriden

legen laufend zu und für 2021 erwarten

Experten weiteres starkes

Wachstum. Kein Wunder,

denn der Einstieg in die Zukunft

der Mobilität kann auch finanziell

lohnenswert sein. So gibt es

für die Fahrzeuganschaffung,

bei der Besteuerung und beim

Bau privater Auflademöglichkeiten

derzeit zahlreiche finanzielle

Anreize. Auch wenn man

heute noch kein E-Auto fährt,

lohnt sich der Blick auf die Fördermaßnahmen.

So können bestimmte

neu errichtete Ladestationen

an privat genutzten Stellplätzen

von der KfW mit jeweils

900 Euro gefördert werden. Um

davon zu profitieren, muss in jedem

Fall ein Fachelektriker die

Installation der Wallbox vornehmen.

Bei einem Vor-Ort-Check

prüfen etwa E.ON-Experten, wie

der Einbau am besten erfolgen

kann. djd).

mit einer professionellen Pflege

nicht nur für eine optische Verjüngung

sorgen, der Wert des Kfz

bleibt ebenso erhalten und der

Wiederverkaufswert steigt. Vor

allem beim boomenden Fahrzeugleasing

können kleine optische

Mängel teuer werden. Bei der

Übergabe schaut der Leasinggeber

ganz genau hin, denn er will

das Auto danach weiterverwenden.

Der Bundesverband Fahrzeugaufbereitung

(BFA) führt

auch in diesem Jahr in Kooperation

mit dem Zentralverband

Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

(ZDK) den "Aufbereitungsmonat

April"

durch. Mehr Informationen

und eine Liste der teilnehmenden

Betriebe gibt es unter

www.bundesverband-fahrzeugaufbereitung.de.

Fahrerassistenzsysteme sorgen für stressfreies Fahren.

Foto: djd/Deutscher Verkehrssicherheitsrat/Martin Lukas Kim

Fahrerassistenzsysteme

können Leben retten

Umfrage: Moderne Sicherheitssysteme

spielen beim Neuwagenkauf

nur mittlere Rolle

Für die Mehrheit der

Bundesbürger ist der

Kaufpreis das entscheidende

Kriterium beim Autokauf. Nur

65 Prozent messen der

elektronischen Sicherheitsausstattung,

also Fahrerassistenzsystemen

(FAS), großen

Wert bei. Das ergab eine repräsentative

Umfrage der

Kampagne „Bester Beifahrer“

des DVR und seiner Partner.

Dabei sollte der Schutz des eigenen

Lebens und des Lebens

anderer an oberster Stelle stehen.

Fahrerassistenzsysteme

in Autos helfen, das zu erreichen.

Mehr Infos dazu gibt es

unter

www.besterbeifahrer.de.

Beim Nutzen von

Fahrassistenzsystemen steht

der Umfrage zufolge der Notbremsassistent

mit 85 Prozent

an Platz 1 vor dem Abstandsregler

mit 78 Prozent und dem

Spurwechselassistenten mit

75 Prozent.(djd).

Die Top 10 der Kriterien

beim Kauf eines Autos

Das Ranking der Kaufkriterien

zeigt: FAS haben beim

Fahrzeugkauf eine mittlere

Elektromobilität

für Deutschland

Renault ZOE und TWINGO ELECTRIC

Fahrerassistenzsysteme sorgen für

stressfreies Fahren.

Foto: djd/Deutscher Verkehrssicherheitsrat/Martin

Lukas Kim

Relevanz. Dabei könnte mit ihrer

Hilfe fast jeder zweite Verkehrsunfall

vermieden werden.

1. Preis: 82 Prozent

2. Physische Sicherheitsausstattung:

79 Prozent

3. Verbrauch: 77 Prozent

4. Betriebskosten: 73 Prozent

5. Komfortausstattung:

70 Prozent

6. Fahrerassistenzsysteme:

65 Prozent

7. Umweltfreundlichkeit:

57 Prozent

8. Motorleistung: 54 Prozent

9. Optik: 53 Prozent

10. Marke: 48 Prozent

Fahrzeugaufbereitung

wirkt präventiv

Das Pflegeprogramm beim

professionellen Fahrzeugaufbereiter

beinhaltet eine gründliche

Außenwäsche, der Lack

erhält neuen Glanz durch eine

auffrischende Politur. Viele

Fachfirmen bieten zudem kleinere

Lack- und Dellenreparaturen

an. Ebenso wird der

Fahrzeuginnenraum gründlich

gereinigt, Risse und Löcher

an Polster und Armaturen

können dabei ausgebessert

werden. "Eine Fahrzeugaufbereitung

erfüllt nicht nur

rein optische Ansprüche, sondern

sie wirkt auch präventiv",

erklärt BFA-Präsident Markus

Herrmann und selbst Inhaber

eines Meisterbetriebes in

München.

Nicht zu oft

in die Waschanlage

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bis zu 190 km und in der Stadt von bis zu 270 km (nach WLTP)

Renault Twingo Electric Vibes, Elektro, 60 kW: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 16,0; CO2-

Emissionen kombiniert (g/km): 0. Energieeffizienzklasse A+. Renault

ZOE und Renault Twingo Electric:

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100

km): 17,7–16,0; CO2-Emissionen

kombiniert:

0–0 g/km;

Energieeffizienzklasse: A+–A+ (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007).

Ab b. zeigt Renault ZOE INTENS und R

enault

Twingo Electric INTENS,

jeweils mit Sonderausstat

ttung.

s *

Was viele Autofahrer nicht

wissen: Durch die häufige Behandlung

in der Waschanlage

wird der Fahrzeuglack an der

Oberfläche empfindlicher, da

dort mit einer Waschlauge gewaschen

wird, die entfettend

wirkt. "Die jährliche Fahrzeugaufbereitung

ist deshalb

sinnvoller als eine zu oft

durchgeführte Fahrzeugwäsche",

erklärt Markus Herrmann.

Wer sein Auto zu oft wasche,

entferne den ursprünglichen

Lackschutz, ohne es zu

merken. (djd)


22 Literatur 2021

Wie gut kennen sich Deutsche

und Türken eigentlich?

Über die Bücher:

Die seit jeher sehr intensiven deutsch-türkischen

Beziehungen sind eines der wichtigsten

Integrationsprojekte des 20. Jahrhunderts.

Anfangs eine rein politische Allianz

wurde zu Beginn des 20. Jh. zu einer sehr tiefen

und unzerbrechlichen bilateralen Partnerschaft.

Einerseits war Deutschland für

das Osmanische Reich ein verlässlicher Partner

für die Industrialisierung - andererseits

fand Deutschland in der Türkei im Zuge der

“Öffnung gen Osten” einen wichtigen strategischen

Partner. Daraus resultierte zwangs-

KARANLIK YILLARIN ÛNGÛLÛZ ÛÍBÛRLÛKÇÛSÛ

NEMRUT MUSTAFA

(Tiyatro)

Latif Çelik

läufig eine “strategische Partnerschaft”. Die

vorliegenden Werke sollen neben der Zusammentragung

der historischer Fakten einen

Beitrag zur Integration in unserer Zeit leisten.In

zahlreichen Kapiteln werden so die

wichtigsten Stationen dieser Freundschaft

thematisiert. Diese Bücher sind somit sowohl

für die ca. 3 Mio. Türkischstämmigen in

Deutschland als auch für die 7 Mio. deutschen

Urlauber in der Türkei von großer Bedeutung.

Über den Autor :

Latif Celik, 1960 in Adana in der Türkei geboren,

studierte Wirtschaft, Politik und Geschichte.

Er lebt seit 1980 in der Bundesrepublik.

Mit seiner Studie über die „Einflüsse

der türkischen auf die abendländische Kultur“

hat er ein bislang weitgehend vergessenes

Kapitel deutsch-türkischer Geschichte

diesseits von Wien sehr gut ausgeleuchtet.

Celik hat an mehr als 75 internationalen Kongressen

und Tagungen teilgenommen und

diese organisiert sowie 21 wissenschaftliche

Publikationen zu diesem Themengebiet verfasst.

Insbesondere seine Arbeiten zum Thema

„Die deutsch-türkischen Beziehungen in

Politik und Geschichte“ haben sehr große

Aufmerksamkeit erfahren. Celik hat in Kooperation

mit türkischen, deutschen, österreichischen

und bosnischen Universitäten

zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten erstellt.

Seit 1991 publiziert der Autor die Ergebnisse

seiner Untersuchungen zur

deutsch-türkischen Geschichte regelmäßig in

der Zeitung Birlik. Latif Celik ist verheiratet

und ist Vater dreier Söhne.

Die Bücher von Dr. Latif Celik können unter der folgenden

Adresse direkt bestellt werden:

E-mail: alp-media@arcor.de / Tel- 0931 - 35 98 385

BÜCHERREGAL...

Hier stellen wir Ihnen interessante Literatur zu den Themenbereichen Integration, Migration,

gesellschaftliche Vielfalt und Flüchtlingsproblematik vor. Die Werke sind nur eine kleine Auswahl

unserer Redaktion und sollen Leserinnen und Lesern lediglich einen kurzen Überblick über die wichtigsten

Neuerscheinungen und wertvollen Werke von Autorinnen und Autoren zu diesem vielschichtigen Thema

geben. Leserrezensionen, persönliche Buchtipps und Vorschläge für weitere interessante Literatur unserer

Leserinnen und Leser sind selbstverständlich herzlich willkommen. Sie können direkt auf dem Postweg

an die Redaktion oder die E-Mail Adresse alp-media@arcor.de zugeschickt werden.

Viel Spaß beim Lesen!

Politik in den eigenen Händen

Wir leben in

turbulenten,

hysterischen

Zeiten. Für uns

alle bedeutet die

Revolution durch

Echtzeitkommunikation

eine ungeahnte

Herausforderung,

die

herkömmliche

Muster und Traditionen

auf den

Kopf stellt. Es

schlägt die Stunde

von Influencern

und von YouTube-Stars. Die

Covid-19-Pandemie verstärkt

den globalen Wettbewerb der Nationalstaaten

und Systeme.

Politik einfach erklärt - Mit diesem

Buch über Politik wird sinnvoll

aufbereitetes Fachwissen in

einer interessanten, kreativen Art

vermittelt. Dieses Werk taucht tief

in die Welt des Politischen ein und

nimmt Sie auf diesen interessanten

Weg mit. Es werden dringende,

aktuelle Fragen gestellt und

kurz-kompakt beantwortet, wobei

es nicht um die Luxusprobleme

einer Wohlstandsgesellschaft,

sondern um ganz Grundlegendes

geht – das Lernen aus der Geschichte

und der Praxisbezug zur

Gegenwart. Für Einsteiger bis

Fortgeschrittene!

Das Politik Buch für Anfänger -

Dieses politische Buch richtet sich

besonders an eine jüngere Generation,

die digital natives, die in

turbulenten, fast hysterischen

Zeiten lebt. Ihnen soll eine Möglichkeit

geboten werden, einen interessanten

und aktuellen Einstieg

in das Themenfeld Politik zu

bekommen. Das Buch soll sowohl

eine Struktur gegen den täglichen

Informations-Overkill an die

Hand geben, als auch wichtiges

Fachwissen sinnvoll aufbereitet

Dr. Florian Hartleb (Autor)

vermitteln. Es soll

Politik für Jugendliche

zugänglicher

machen,

doch auch die ältere

Generation

kann aus diesem

Politik Handbuch

Neues schöpfen

und andere Perspektiven

eröffnet

bekommen.

Das Buch hat 270

Seiten und ist November

2020 im

Verlag BrainBook erschienen und

kostet im Handel als Taschenbuch

12,99 EUR; eine Kindle-Ausgabe

gibt es bereits für 7,99 EUR.

Über den Autor:

Dr. Florian Hartleb (geb. 1979 in

Passau) studierte zunächst Politikwissenschaft,

Rechtswissenschaft

und Psychologie an der Eastern Illinois

University (USA) und an der

Universität Passau, bevor er 2004

an der Technischen Universität

Chemnitz zum Thema Links- und

Rechtspopulismus promovierte

und mit “summa cum laude” abschloss.

Seit mehr als 10 Jahren ist

er als Schulbuchautor tätig (u.a.

Sozialkunde Bayern). Hartleb lebt

seit sechs Jahren in Tallinn/Estland

und ist dort Managing Director

der von ihm gegründeten

Hanse Advice. Hartleb unterrichtet

derzeit an der Katholischen

Universität Eichstätt sowie an der

Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt

in Aschersleben. In der

Vergangenheit hat er u.a. an der

Führungsakademie der Bundeswehr

in Hamburg, der Universität

Bonn und der Hochschule für Politik

München gelehrt. Themen

waren Extremismus, Parteien, Demokratie,

Europäische Union,

Globalisierung, Migration und Politikfelder.

Türke - Aber trotzdem intelligent:

Mein vollkommen verrücktes deutsches Leben

Unglaubliche

Geschichten

eines türkisch-friesischen

»Forrest

Gump« auf seiner

Suche nach Identität und

Heimat. Selcuk Cara gewährt

dem Leser einen

ungewohnten Blick auf

sein Deutschland. Hineingeboren

in eine

deutsche Kleinstadt, die

weit über ihre Grenzen

hinaus als Zentrum der

Neonazis bekannt wurde,

macht er sich auf die

Suche nach dem Ort, der

die Menschenverachtung

nicht kennt. Dabei widerfahren

ihm die aberwitzigsten

Dinge und er begegnet

den unterschiedlichsten

Erscheinungsformen

rechten Gedankengutes,

die sich ihm in

allen Schichten der deutschen

Gesellschaft, teils im Verborgenen,

teils unreflektiert freimütig,

offenbaren. Ein Beitrag

zur Integrationsdebatte und

gleichzeitig ein gesellschaftspolitisches

Zeitdokument voller

Poesie, Authentizität und

Skurrilität – amüsant wie eine

Komödie, bei der dem Leser

ein ums andere Mal das Lachen

im Halse stecken bleibt.

Hier noch einige Pressestimmen:

Das politische System Deutschlands

von Stefan Marschall

Was

Buch

führt in ein

Kerngebiet der Politikwissenschaft

und der politischen

Bildung ein.

Es vermittelt im

Textbook-Format

auf didaktischeingängigem

Weg

grundlegende

Kenntnisse über

das politische System

der Bundesrepublik

Deutschland.

Es verbindet

diese Kenntnisvermittlung

mit der Einführung in

relevante wissenschaftliche Theorien

und Debatten.

In den zwölf Kapiteln werden die

zentralen Akteure des politischen

Systems (u.a. Medien, Parteien,

Bundestag, Bundeskanzler) ebenso

behandelt wie wichtige strukturelle

Facetten (u.a. Föderalismus,

Europäisierung). In den jeweiligen

Kapiteln dient das Demokratiekonzept

als gemeinsamer Ausgangspunkt

(z.B. »Verbändedemokratie«,

»Kanzlerdemokratie«).

Damit wird immer wieder auch die

Frage nach der Legitimation und

etwaigen Legitimationsproblemen

der Bundesrepublik Deutschland

aufgeworfen. Am Ende des Buches

steht die Zukunftsfähigkeit der

deutschen Demokratie im Fokus.

von Selcuk Cara

NDR Info (April 2016): „Cara

erzählt bissig, witzig und auch

poetisch, wie er gegen alle

Wahrscheinlichkeit und Widerstände

seinen Traum verwirklicht

hat.“

Badisches Tagblatt (April

2016): „Ein ebenso spannend

wie amüsant und teilweise deprimierend

zu lesendes

Buch.“

RTL Nord (Mai 2016): „Eine

Nationalität lässt er sich nicht

aufdrängen. Über die Suche

nach Vorbildern und Identität

hat Selcuk Cara ein Buch geschrieben."

Von seiner Gestaltung her richtet

sich der Band an Studierende in

den ersten Semestern. Aber auch

jenseits der Verwendung in der

universitären Lehre kann das

Buch, da es für Einsteiger in die

Thematik gedacht ist, seine Leserinnen

und Leser finden – überall

dort, wo im Rahmen der politischen

(Aus-)Bildung Einblicke in

die Funktionsweise und Funktionsprobleme

des bundesdeutschen

politischen

Systems vermittelt

werden sollen.

Das Werk ist in 12

Kapitel aufgeteilt,

wobei diese jeweils

mit einem

kurzen Inhaltsüberblick

beginnen.

Zum Schluss

der Kapitel gibt es

zum einen Diskussionsfragen,

um sein eigenes

Wissen nochmal

zu überprüfen, aber auch zusätzliche

Literaturangaben, mit denen

das eigene Wissen vertieft werden

könnte. Zwischendurch sind außerdem

kleine Hintergrundinfos

sowie Randbemerkungen eingefügt.

Zusätzlich sorgen auch die

vielen eingebauten Abbildungen,

Tabellen und Grafiken für ein gutes

Verständnis des Inhalts. Insgesamt

lässt sich das Werk durch diesen

Aufbau sehr gut lesen und auch

durch den Einbau der geschichtlichen

Aspekte wird das Verständnis

vereinfacht.

Das Buch hat 292 Seiten und ist

Oktober 2018 im Verlag utb in 4.

Überarbeiteter Auflage erschienen.

Die Taschenbuch-Ausgabe

gibt es im Handel für 24,99 EUR.

Über den Autor:

Stefan Marschall, Jahrgang 1968, studierte

Politikwissenschaft, Soziologie

und Psychologie an der Rheinischen

Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

und an der University of Pittsburgh,

USA. Er habilitierte 2004 an der Philosophischen

Fakultät der Universität

Düsseldorf mit der Lehrbefugnis für

das Fach Politikwissenschaft. Prof. Dr.

Stefan Marschall lehrt Politikwissenschaft

an der Heinrich-Heine-Universität

Düsseldorf.

sueddeutsche.de (April 2016):

„Selcuk Caras Beobachtungen

bekommen angesichts der

wachsenden Fremdenfeindlichkeit

Aktualität. Mit

seiner Vita sprengt er Klischees.“

Das Werk hat insgesamt

192 Seiten, ist schon

März 2016 im Edel Books

Verlag erschienen und

kostet im Handel gebunden

14,95 EUR.

Über den Autor:

Selcuk Cara, 1969 in

Deutschland geboren,

studierte Philosophie,

Operngesang, Szenografie

und Kommunikation

mit Schwerpunkt Film. Er

ist der erste türkischstämmige

Opernsänger mit internationalen

Engagements

im sogenannten

Deutschen Fach. Im Wagnerjahr

2013 sang er die Partie

des Hagen in Richard Wagners

Götterdämmerung mit

der NDR Radiophilharmonie,

und auf dem Beethovenfest

Bonn Ludwig van Beethovens

Neunte Sinfonie – die Ode an

die Freude. Nach einem Bühnenunfall

reüssierte er als Autorenfilmer.

Bereits sein erster

Film, das Holocaustdrama

»Mein letztes Konzert«, erhielt

zahlreiche internationale

Preise und Auszeichnungen.

Aktuelle Kinofilmprojekte:

»Berlin-Paris-Berlin« und

»Blau das Wasser – Weiß die

See«. Selcuk Cara lebt mit

Frau, Tochter und Hund an

der Nordsee.


von Dr. Latif Çelik

2021 Geschichte 23

Ahmet Resmi Efendi, Gesandter des Osmanischen Reiches in Berlin, spielt in der gemeinsamen deutsch-türkischen Geschichte eine sehr zentrale Rolle

Die Entsendung des ersten

Botschafters aus

dem Osmanischen Reich

nach Preußen wurde in der

Hauptstadt Istanbul erst nach

intensiven Beratungen beschlossen.

Mit ein Grund für

diese Entscheidung waren die

Entwicklungen in Europa:

Während die Deutschen in Südund

Südosteuropa ihren Einfluss

immer mehr festigten,

mussten sich die Türken nach

verlässlichen neuen Partnern

umschauen. Diese außenpolitischen

Gemeinsamkeiten brachten

diese beiden Länder näher,

wobei es für die Osmanen keine

andere Alternative zu geben

schien. Preußen war ein Land in

der Mitte Europas, das das industrielle

Zeitalter erfolgreich

erreicht hatte und eine stetig

wachsende Wirtschaft vorweisen

konnte. So wurde die anfänglich

aus taktischen Gründen

geschlossene Freundschaft

im späteren Verlauf der Geschichte

zu einer tiefer gehenden

Freundschaft; die Grundsteine

dieser Kooperation wurden

mit der Entsendung von Ahmet

Resmi Efendi als Botschafter

nach Berlin im Jahre 1763

gelegt. In der Anfangszeit der

Westorientierung und in dem

Bemühen, die territoriale Integrität

zu wahren, kam für das Osmanische

Reich auch nur

Deutschland als vertrauenswürdiger

Partner in Frage. Zur

gleichen Zeit konnte man zudem

eine verstärkte Solidarisierung

Russlands mit den slawischen

Völkern auf dem Balkan

sowie eine sich stetig mehrende

serbische Präsenz auf der Balkan-Halbinsel

beo-bachten.

Dies bestärkte die Türken in ihrer

Annäherung an Deutschland

noch mehr.

Ahmet Resmi Efendi, erster Botschafter

der Osmanen, kommt nach Berlin

Die Grundlagen der deutsch-türkischen Beziehungen wurden von preußischen und osmanischen Politikern

bereits am 7. August 1763 gelegt. Diese bis heute andauernde Freundschaft nimmt innerhalb des religionsübergreifenden

Dialoges eine sehr bedeutende Rolle ein und steht als Brücke zwischen der muslimischen und christlichen Welt wie ein Beispiel

einer gelungenen Integration da.

Ahmet Resmi Efendi war im Außenministerium ein wichtiger Name. Er war einer

der ersten Diplomaten im 18. Jahrhundert, der in internationalen Angelegenheiten

sowie in der europäischen Kultur gebildet war. Weil er auf die Unterstützung

durch den Sultan zählen konnte, wurde er mit dieser Aufgabe betraut.

und Außenpolitik wurde innerhalb

der Istanbuler Führungsriege

zunehmend lauter zum

Ausdruck gebracht. Die Bevölkerung

nahm es bereits als Erfolg

hin, wenn sich ein Landstrich

oder eine Provinz nicht

vom Reich losgesagt hatte.

Der regierende Sultan auf dem

Thron bei Sarayburnu in Istanbul

zu dieser Zeit war Sultan

Mustafa I., sein Wesir war Kodscha

Ragip Pascha. Verglichen

mit seinen Vorgängern war Sultan

Mustafa I. eine vergleichsweise

schwache Autorität und

er ließ sich nicht selten von seinem

Berater und Wesir Kodscha

Ragip Pascha in Dingen

der Außenpolitik leiten. Als dieser

dem Sultan von der Überlegung

einer Annäherung an

Deutschland berichtete und auf

die Gefahren der zunehmenden

Vorherrschaft der Franzosen

und Engländer hinwies, zeigte

sich Mustafa einsichtig. Die

deutschen Handelsniederlassungen

im Istanbuler Wirtschaftsviertel

Galata waren bereits

bekannt und die guten Erfahrungen

beeinflussten die

Machthaber zusätzlich positiv.

So versammelte sich am 3. Mai

1763 der Diwan-Kongress und

verabschiedete am Ende einer

langen Anhörung der Befürworter

die Eröffnung einer diplomatischen

Vertretung in Berlin,

um die bereits bestehenden Beziehungen

auf eine feste Grundlage

zu stellen. Gleichzeitig war

der Entschluss auch das Zeichen

des Respekts und der Anerkennung

Preußens; die Bedeutung

dieser Entscheidung

wird deutlicht, wenn man bedenkt,

dass der Sultan zu dieser

Zeit weltweit nur fünf Vertretungen

unterhielt.

ten und Bediensteten, auch

zahlreiche kostbare Geschenke

für ihre deutschen Gastgeber

dabei. Im Übrigen bestand die

Gefolgschaft des Botschafters

aus fast 350 Personen, die nach

einer zwei Monate andauernden

Reise angekommen waren.

Sie wurden von den preußischen

Verantwortlichen gebeten,

einen Rundgang durch die

wichtigsten Straßen der Hauptstadt

zu machen und sich auf

dem Weg zum Königsschloss

der besonders neugierigen Bevölkerung

zu zeigen. Die Menschen

standen schon lange vorher

an mehreren Alleen und

Plätzen bereit, um die türkischen

Gäste in ihrem Land willkommen

zu heißen. Die Menschenmenge

tobte, als die in

bunten Kleidern und Uniformen

gekleideten Menschen samt ihrer

mitgebrachten 20-köpfigen

Janitscharen-Musikkapelle in

langsamer Gangart vorbeischritt.

Sogar die sprachlichen

Hürden spielten dabei überhaupt

keine Rolle. Ebenso repräsentativ

war denn auch der

Empfang der Delegation im

Schloss, wobei der Gesandte

schon fast wie ein Sultan empfangen

und begrüßt wurde. Man

darf annehmen, dass beide Seiten

sich der Bedeutung dieser

Annäherung bewusst und sehr

erfreut über das Zustandekommen

dieser Begegnung waren.

Somit wurde vor 245 Jahren mit

der Aufnahme der diplomatischen

Beziehungen zwischen

beiden Nationen ein Grundstein

gelegt, der noch heute diese beiden

Länder in einer besonderen

Weise vereint. Anders als die

Beziehungen der Türkei zu den

übrigen europäischen Staaten,

gehen diese freundschaftlichen

Beziehungen sehr weit zurück

und haben trotz sehr einschneidender

Erlebnisse und Entwikklungen

noch heute eine bemerkenswerte

Dimension.

Die Osmanen waren schon

immer Deutschland zugetan

Trotz zeitweiliger Unterbrechungen

und unterschiedlicher

Intensität waren die deutschtürkischen

Beziehungen schon

immer von einer gewissen Stetigkeit

geprägt. Nur so lässt sich

erklären, wie die langfristige

Freundschaft zwischen den Nationen

nach unterschiedlichen

von Dr. Latif Çelik

Der osmanische Botschafter Ahmet Resmi Efendi genoss es, die Stadt zu Pferde zu erkunden. Nach den Freitagsgebeten sahen

ihn die Berliner nicht selten, wie er an die Kinder Süßigkeiten verteilte. Vor allem die vornehmen Kreise Berlins sprachen

oft und gern über die ungewohnte, aber beeindruckende Art der Kleidung des Botschafters. Auch war er ein beliebtes Motiv

von Malern und Künstlern. Ahmet Resmi Efendi kaufte diese Objekte und spendete oft großzügige Beträge an Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Epochen und Entwicklungen

immer wieder neu belebt werden

konnte. Es ist kein Geheimnis,

dass das Deutsche Kaiserreich

in der Endphase des Osmanischen

Reiches Interesse

am Nahen Osten bekundete und

in dieser Richtung Politik betrieben

hat. Deutschland hat die

Stimmungen und gesellschaftlichen

Erwartungen gut verstanden

und den Sultan in dessen

gleichzeitiger Eigenschaft

als Kalifen (= religiöses Oberhaupt

der Muslime weltweit)

zum persönlichen Freund gemacht;

es überrascht nicht, dass

sich die Beziehungen der Türkei

zu Deutschland in dem Maße

verbesserten, in dem sie sich zu

den Staaten England und Russland

verschlechterten. Diese Politik

mündete schließlich im

Jahr 1914 in einen Krieg.

Die diplomatischen Beziehungen

zwischen beiden Staaten,

die mit der Tätigkeit von Ahmet

Resmi Efendi ihren offiziellen

Anfang nahm, markierte zudem

den Beginn einer sehr langen

Tradition einer pro-deutschen

Einstellung am Bosporus. Diese

Sympathie für die Deutschen

war auf türkischer Seite denn

auch ausschlaggebend bei der

Entscheidung der Militärführung,

in den Ersten Weltkrieg

auf der Seite von Deutschland

einzutreten. Auch wenn diese

Zusammenarbeit beider Länder

zu ihrem Nachteil endete und

beide Nationen die Verlierer waren,

war dieses Ereignis keineswegs

Anlass zur Aufgabe dieser

jahrhundertelang gepflegten

und aufgebauten Freundschaft.

KURZ

Im Anschluss an die Verbannung

der Türkengefahr

aus Europa im Zuge

der militärischen Siege

der europäischen Staaten

wich die einstige Angst einer

allgemeinen Entspannung

- die Folge waren sich

langsam entwickelnde Beziehungen

im kulturellen,

politischen und ökonomischen

Bereich. Nach Jahrhunderte

langer Konfrontation

fiel es beiden Seiten

nicht leicht, sich vorbehaltlos

anzunähern und

freundschaftliche Beziehungen

einzugehen. Als

sich ab den 1730er Jahren

in Europa die Anfänge eines

immer größer werdenden

Inte-resses am Orient

und abzeichneten, wirkte

sich dies bald auch auf die

Politik aus. Später führte

das Leben und Wirken von

Orientalisten wie etwa Johann

W. v. Goethe dazu,

dass sich im Osmanischen

Reich der Begriff der

„Freunde aus Preußen“

etablierte.

All diese Entwicklungen

wirkten sich selbstverständlich

zu allererst auf

den wirtschaftlichen Bereich

aus: preußische

Händler genossen als erste

europäische Macht einen

Sonderstatus, während

sie vor allem an den

Zöllen von gleich mehreren

Privilegien profitierten.

Mit der Etablierung

ausgewogener wirtschaftlicher

bilateraler Beziehungen

mehrte sich auf

beiden Seiten der Wunsch

ständiger diplomatischer

Vertretungen.

Während Preußen die Anfänge

der Indust-rialisierung

forcierte, sah es sich

in ständiger Konkurrenz

zu Frankreich, Russland

und Österreich-Ungarn,

die sich allesamt um die

strategische Vorherrschaft

in Europa mühten.

So wurde vor allem auf

preußischer Seite der

Wunsch und die Notwendigkeit

eines strategischen

Bündnisses mit einer

Macht, die nicht in unmittelbarer

Konkurrenz zu

Preußen stand; so führten

fast zwangsläufig die Entwicklungen

in den Folgejahren

zur kontinuierlichen

deutsch-türkischen

Annäherung. So unterzeichneten

die Führer beider

Länder, der osmanische

Sultan und der preußische

Kaiser, August des

Jahres 1763 den ersten offiziellen

diplomatischen

bilateralen Vertrag zwischen

ihren Ländern und

legten so den Grundstein

für eine bis heute andauernde

Freundschaft.

IM PRES SUM

integration

miteinander

für eine bessere Zukunft

Unabhängig • Überparteilich

Herausgeber

Dr. Latif Çelik

Verleger

Alp Media

Chefredakteur

Dr. Latif Çelik

Berater

Prof. Dr. Ramazan Çalik

Sait Özcan, Mehmet Kocagöl

Satz & Layout

Alp-Media

Das Osmanische Reich befand

sich schon seit längerem auf

dem Rückzug von der politischen

Bühne Mitteleuropas. Die

Konkurrenz zwischen Frankreich

und England nahmen solche

Ausmaße an, dass sich die

Türken bedrängt fühlten. Die

Türkenangst war in Europa bereits

seit vielen Jahrzehnten Geschichte

und die Notwendigkeit

eines grundlegenden Richtungswechsels

in der Innen-

Der Vertreter des Sultans

kommt in Berlin an

Die Anreise des Gesandten erfolgte

am 7. August 1763 über

Dresden-Luckau mit einer großen

Gefolgschaft und Ahmet

Resmi Efendi kam als erster

Botschafter des Osmanischen

Reiches in Berlin an. Ganz nach

türkischem Brauch hatte die

Gruppe, bestehend aus Beam-

Die Ankunft von Ahmet Resmi Efendi und seiner Gefolgschaft in Berlin wurde auf zahlreichen Bildern dargestellt und festgehalten. Der Empfang der Delegation vor

den Stadttoren der preußischen Hauptstadt durch eine fröhliche Menschenmenge fand als historischer Tag auch in Berliner Zeitungen Erwähnung.

In der unteren Abbildung nicht zu übersehen sind die namhaften und aristokratischen Kreise der Stadt, die einen Blick auf den Gesandten werfen wollen.

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24 2021

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