Info-DIREKT Ausgabe 36-37 "Widerstand"

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Info-DIREKT-Ausgabe zum Schwerpunkt "Widerstand" mit zahlreichen Hintergrundinfos, Reportagen, Tipps, Interviews und Gastbeiträgen.
Mehr dazu auf www.info-direkt.eu/abo

Schwerpunkt

Das Magazin für Patrioten

36./37. Ausgabe, 2021

Top Themen:

+ Praktische Tipps zum Demonstrieren

+ Ausverkauf unserer Heimat verhindern

+ Wandern mit einem Spitzenpolitiker

+ Vorsicht vor falschen Agenten

+ Gesicht zeigen: Ja oder Nein?

+ „Experten“ unter der Lupe

+ Aus gutem Grund friedlich

Widerstand

Preis: Preis: Euro Euro 5,- 7,-

Widerstand

+++ Freiheit wird aus Mut gemacht! +++

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Schwerpunkt

Fakten zum Interview mit Sicherheitsexperten Thomas Schaurecker: „Gewalt ist Bargeldverbot

kontraproduktiv“

Interview mit Sicherheitsexperten Thomas Schaurecker: „Gewalt ist kontraproduktiv“ 18

Auf einen Blick

6 — 7 Im Dreiklang zum Erfolg

8 Widerständiges Leben

9 Widerstand auf der Straße und im Parlament

Gastbeitrag von Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ)

10 Leitfaden für Befreiung

11 Sinn und Unsinn von Demonstrationen

11 Vielfältiger Widerstand

12 Regelmäßigkeit als Erfolgsgeheimnis

Interview mit Florian Ortner, Demo-Initiator

13 Einspruch gegen ungerechtfertigte Strafen

14 „Österreich ist frei - oder doch nicht?“

Interview mit Edith Brötzner

16 Vielfältiger Widerstand

17 Demo-Anmeldung in Österreich

Interview mit Lukas aus Linz

18 — 19 Gewalt ist kontraproduktiv

Interview mit Sicherheitsexperte T. Schaurecker

20 — 21 Protest sichtbar machen

Anleitung zur Herstellung eines Banners

22 — 23 Schwarze Wahrheit - eine kreative Protestform

24 — 25 Widerstand in Deutschland

26 — 27 Demonstrationsrecht in Deutschland

Interview mit Rechtsanwalt Christoph Maier, AfD

28 — 29 Eigene Strukturen stärken

30 — 31 Aufgabe der Parteijugend

Beiträge von Neumann (JA) und Möseneder (RFJ)

32 — 33 „Unser Meisterstück“

Erlebnisbericht eines Wiener „Wehrmanns“

34 — 35 Vorstellung der Bürgerinitiative „Ein Prozent“

36 — 37 Gesicht zeigen: Ja oder nein?

Ein Schlagabtausch mit Martin Sellner

38 — 39 Kurz muss weg! - aber was dann?

39 Van der Bellen unter Druck

Gastbeitrag von Christian Hafenecker (FPÖ)

40 Kurz fürchtet Kickl

42 — 44 Märchenzeit: Die Pandemie der Panikmacher

44 — 45 Bestellte Panikmache

Gastbeitrag von Bernhard Zimniok (AfD)

46 — 47 Jetzt droht der Ausverkauf

Interview mit Ökonom Thomas Bachheimer

48 — 49 Christoph Berndt (AfD) im Portrait

50 — 51 Migration als Neokolonialismus

52 — 53 Terror unter falscher Flagge

54 — 55 Agenten, Provokateure, Terror

56 — 63 „Rechtsextremismus-Experten“ im Portrait

64 Gute Demos - schlechte Demos

Ist das Corona-Virus politisch-korrekt?

65 Zeichnungen zum Zeitgeschehen

Kleine Kunstwerke von Odin Wiesinger

66 — 67 Die Kulturfestung

Patriotischer Freiraum in der Steiermark

68 — 69 Die Rache der Nerds

Comics gegen die Gleichschaltung

70 — 72 Buch- und Filmbesprechungen

73 Hugins Stilfragen

74 — 77 „Gegenwind schärft den Charakter!“

Wanderung mit Michael Schnedlitz (FPÖ)

78 Danksagung

Info-DIREKT VerlagsGmbH Steingasse 6a, 4020 Linz

Foto auf Titelseite: Alois Endl - aloisendl.net

Redaktionsschluss: 17. März 2021

Druckabgabe: 21. März 2021

Vollständiges Impressum auf Seite 60 und auf www.info-direkt.eu

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung und Veröffentlichung nur

nach ausdrücklicher Zustimmung gestattet! Alle Bildquellen dieser

Doppelseite sind in den jeweiligen Artikeln angeführt.


Protest sichtbar machen 20

Freiheit wird aus Mut gemacht

Liebe Leser,

ein harmloses Gedicht, eine globalisierungskritische Jugendgruppe, ein

unbequemes Medienprojekt - im Jahr 2019 sahen selbsternannte Tugendwächter

in Politik und Medien dadurch jedes Mal die Demokratie

in Gefahr.

Seit das Establishment das Coronavirus für sich entdeckt hat, ist jedoch

alles ganz anders. Selbst offensichtlich verfassungswidrige Verordnungen,

die noch dazu völlig willkürlich angewandt werden, werden von

den ansonsten so Dauerempörten kaum kritisiert. Mehr noch: Sie fordern

sogar strengere Strafen gegen Regierungskritiker und den Einsatz von

Schlagstöcken, Reizgas und Wasserwerfern gegen friedliche Demonstranten

aus der Mitte der Gesellschaft.

Wer aufgrund der zahlreichen völlig unverhältnismäßigen Freiheitseinschränkungen

die Demokratie, den Rechtsstaat und unser aller Zukunft in

Gefahr sieht, wird mit mannigfaltigen Schimpfwörtern belegt und als Verschwörungstheoretiker

abgewertet. Damit werden kritische Stimmen von

jeglicher Diskussion bereits im Vorhinein ausgeschlossen. Das Scheinargument,

das dabei immer wieder vorgebracht wird, lautet: „Wenn wir

in einer Diktatur leben würden, könntest Du die Kritik, die Du gerade vorbringst,

ja gar nicht äußern!“

Diese Aussage ist arrogant und zynisch. Es hat nämlich nichts mit Meinungsfreiheit

zu tun, wenn man seinen Standpunkt zwar einmal sagen

kann, danach aber medial geteert und gefedert wird und deswegen sogar

um seinen Arbeitsplatz und sein Bankkonto fürchten muss. Zudem ist

es völlig irrsinnig mit seiner Kritik an einem immer autoritärer werdenden

Staat zu warten bis dessen Umwandlung in eine Diktatur weitgehend

vollzogen ist. Wenn man erst mal in Ketten liegt, ist es zu spät für seine

Freiheit auf die Straße zu gehen. So wie es zu spät ist, einem Erfrorenen

eine Jacke zu schenken, einem Verhungerten zum Essen einzuladen

oder einem Verbrannten einen Feuerlöscher zur Verfügung zu stellen.

Demokratische Grundrechte muss man verteidigen, solange man sie hat,

wurden sie geraubt, ist es zu spät.

„Wehret den Anfängen“ wurde uns seit unserer Jugend eingetrichtet

und jetzt, wo bewaffnete Soldaten einzelne Bundesländer, Gemeinden

und Städte abriegeln, ein Zusammentreffen von vier Personen bereits als

Veranstaltung gewertet werden soll, immer mehr Menschen unter der

Isolation leiden und Existenzen vernichtet werden,

sollen wir schweigen? Sicher nicht!

Ihre Spende fur

Info-DIREKT

-

Sebastian Kurz und Co. träumen von einer „neuen

Normalität“ nach Vorbild des chinesischen Überwachungsstaates.

Wir hingegen träumen von Freiheit

- und die wird aus Mut gemacht. Also auf ins

Getümmel - friedlich, aber bestimmt!

j

Michael Scharfmüller

Kreativer Protest: die Schwarze Wahrheit

Gastbeitrag von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl

Die Kulturfestung in der Steiermark

IBAN: AT89 2033 0018 0003 3548

22

BIC: SPPBAT21034

Kontoinhaber: Info-DIREKT VerlagsGmbH; Verwendungszweck: Spende

9

66


Schwerpunkt

Die Freiheit braucht einen

Im Protest gegen den Corona-Wahnsinn zeigt sich, welch positive Kräfte eine

Politikern, patriotischer Zivilgesellschaft und alternativen Medien entwickeln.

Um für unsere Heimat und die

Zukunft unserer Kinder etwas

zum Positiven zu ändern, brauchen

wir einen Dreiklang aus mutigen

Politikern, aktiver Zivilgesellschaft und

diesen Keil ansetzen will, wurde bereits

ein paar Tage zuvor sichtbar. Da meinte

Herwig Mahr von der Haimbuchner-FPÖ,

dass FPÖ-Klubobmann Her-

Info-DIREKT jetzt kau

bert Kickl „zu weit“ gegangen sei, weil Vergleich zum November bedeutet

unabhängigen Medien. Wenn diese dieser den neuen ÖVP-Arbeitsminister das einen Zuwachs von sieben Prozent.

drei Faktoren überlegt zusammenspielen

ohne ineinander aufzugehen, werlen

Theoretiker“

zuvor als „beinharten wirtschaftslibera-

bequem

kritisiert hatte.

Toleranz

weiterle

innerhalb des eigenen Lagers

den sich manche noch wundern, was

heißt nicht, dass man sich mit jedem

alles möglich ist.

Für Menschen, die sich als Keil miss-

gut verstehen müsse, oder keine Kritik

Dazu ist es notwendig anzuerkennen,

dass die unterschiedlichen Bereiche

nach unterschiedlichen Spielregeln

funktionieren. Politikern geht es

natürlich

immer darum von möglichst vielen

Menschen gewählt zu werden. Vertretern

der Zivilgesellschaft hingegen ist

es meist egal, was die Mehrheit denkt,

sie wollen ihre Ideen durchsetzen und

langfristig Strukturen aufbauen. Medienvertreter

sind dafür immer auf der

Suche nach guten Geschichten.

Wichtig dabei ist anzuerkennen, dass

jeder dieser Teilbereiche gleich wichtig

ist. Keiner dieser einzelnen politischen

Faktoren könnte für sich alleine jene

Kraft entwickeln, die ein gutes Zusammenspiel

freisetzen kann. Ähnlich wie

in einem Orchester kann auf keine Instrumentengruppe

verzichtet werden.

Sich diese gemeinsame Kraft vorzustellen,

ist gerade bei Auffassungsunterschieden

zwischen den einzelnen

Bereichen und Akteuren wichtig.

Damit dieser Dreiklang gelingt, braucht

es viel Toleranz für unterschiedliche

Vorstellungen innerhalb der Protestbewegung.

Unter dem gemeinsamen Ziel

„Schluss mit dem Corona-Wahnsinn!“

sollte das jedoch leicht gelingen. Über

Details kann man sich dann wieder

streiten, wenn das Ziel erreicht wurde.

Teile und herrsche

Nun gilt es aber vor allem aufzupassen,

dass es dem Establishment nicht

wieder gelingt einen Keil zwischen

einzelne Akteure und Gruppen hineinzutreiben.

Dass es diesen Plan gibt,

ist offenkundig. In Bezug auf die FPÖ

gab ÖVP-Klubobmann Wöginger in einer

Parlamentsrede dies sogar freimütig

zu, als er sagte, dass er einen Keil

in die FPÖ hineintreiben wolle. Wo er

brauchen lassen, kann es innerhalb des

eigenen Lagers keinen Platz geben.

Das gilt insbesondere für Personen, die

meinen, sie müssten Kampfbegriffe der

Antifa verwenden und die „Rechtsextremismus“-Keule

gegen andere friedliche

Patrioten schwingen. Es soll hier

dass wir uns nicht mehr spalten lassen,

wenn das passiert, beginnt nämlich

ihre Macht zu bröckeln. Nicht umsonst

empören sich zahlreiche „Experten“

über die bunte Zusammensetzung der

Demonstrationsteilnehmer über alle

gesellschaftlichen und ideologischen

Schichten hinweg. Die ständige Hetze

gegen die Corona-Protestbewegung

Bild: Ein absolutes Negativbeispiel dafür,

wie ein Zusammenspiel unterschiedlicher

Kräfte nicht funktionieren kann, stellt die

Politik von AfD-Chef Jörg Meuthen dar.

18. bis 22. Februar durchgeführt wurde,

haben bereits 36 Prozent der Österreicher

sehr großes bis großes Verständnis

für die Protestbewegung. Im

äußern dürfe. Sich von Personen und

Gruppen des eigenen Lagers auf Zuruf

der Gegner zu distanzieren, um sich

selbst als gemäßigt oder regierungsfähig

darzustellen, ist jedoch kontraproduktiv.

Ein Negativbeispiel dafür

lieferte AfD-Chef Jörg Meuthen im

österreichweit im

nicht in alten Wunden gebohrt werden, November 2020 am Parteitag in Kalkar

aber wie sich einige „patriotische“ Politiker

in der Vergangenheit gegen-

die Querdenker-Bewegung bestellen

und die

ab, als er sich öffentlich abfällig über

Zeitschriftenhandel

über der „Identitären Bewegung“ geäußert

haben, ist inakzeptabel. Durch

eigene Partei äußerte.

oder solche Aktionen in wird einer nämlich das von über 100 Trafi

ganze globalisierungskritische Lager

geschwächt. Das wissen auch unsere

kaufen

Gegner. Der Globalisten-Alptraum ist,

Klarer Kurs schafft Vertrauen

Grundlage für solche Äußerungen

dürfte die falsche Annahme sein, dass

man durch solch peinliche Distanzierungen

bürgerliche Wähler für sich begeistern

könne. In Wirklichkeit braucht

jedoch niemand eine zweite CDU/CSU

oder ÖVP. Wer das nicht glaubt, sollte

sich ansehen, wie es Herbert Kickl und

Co. gelungen ist, die FPÖ mit einem

klaren Kurs wieder zurück auf die Erfolgsspur

zu bringen (siehe dazu auch

den Beitrag auf Seite 40).

auf www.info-direkt.eu abonnie

Wer unabhängige Medien will,

wirkt sich jedoch immer weniger auf

Meinung der Österreicher aus.

Laut einer Gallup-Umfrage, die vom

muss diese auch unterstützen!

Anstatt sich voneinander zu distanzieren,

muss es also das Ziel sein, sich

gegenseitig zu stärken. Das kann beispielsweise

gelingen, indem man sich

Themen gegenseitig zuspielt. In Sachen

Kritik an den Corona-Maßnahmen

klappt dieses Zusammenspiel

zwischen freien Medien, patriotischer

Zivilgesellschaft und dem Freiheitlichen

Parlamentsklub bereits überraschend

gut. Durch diese Vorgehensweise

können Inhalte für verschiedene

Zielgruppen aufbereitet, öfter und länger

thematisiert werden, wodurch der

Druck auf die Regierung und deren

Medien steigt.

Von „Linken“ lernen

Lernen kann man hier sicher vom Zusammenspiel

zwischen Antifa, Medien

und Politik. Antifa-Journalisten berich-

Bild Meuthen: Info-DIREKT

6 |


Dreiklang

Allianz zwischen beherzten

Thomas Steinreutner

ten beispielsweise über die Schändung angeblich

rassistischer Statuen in anderen Ländern.

fen

Angebliche Künstler nehmen das zum Anlass ein

Denkmal „umzugestalten“. Worauf größere Medien

aufspringen und behaupten, dass das Problem

unter den Fingernägeln brenne. Wiederum

darauf melden sich einschlägig bekannte Politiker

zu Wort, was die Medien zum Anlass nehmen

sen:

auch weitere Vertreter des öffentlichen Lebens

dazu zu befragen. Begleitet wird dieses Schauspiel

von unzähligen Pressekonferenzen, Mahnwachen,

Bürgerinitiativen, Gutachten, Interviews

und parlamentarischen Anfragen.

Diese Mechanismen kann man mit genügend

Ressourcen beliebig oft wiederholen, wobei

man es als Patriot unbedingt unterlassen muss

zu Sachbeschädigungen aufzurufen oder diese

zu begehen. Die dafür nötige Narrenfreiheit genießt

nur die Antifa.

ken sofort

ren

Bild Reitschuster: www.stephan-roehl.de via wikipedia.org (CCBY-SA 2.0), restliche Bilder: Alois Endl - www.aloisendl.net

Dreiklang bietet Sicherheit

Abgesehen vom Zusammenspiel in der Öffentlichkeitsarbeit

bringt der Dreiklang zwischen beherzten

Politikern, patriotischer Zivilgesellschaft

und kritischen Medien auch eine gewisse Sicherheit

für alle Beteiligten. Einzelne Akteure können

schnell mundtot gemacht werden. Ein Kollektiv,

das zwar getrennt voneinander funktioniert, aber

auf Angriffe solidarisch reagiert, ist hingegen wie

ein Schutzschirm. So können freie Medienvertreter

bei Demonstrationen ganz genau hinsehen,

ob sich die Polizei gegenüber Demonstranten

auch wirklich ordentlich verhält, und Parlamentarier

können dazu Anfragen einbringen, welche

von kritischen Medien wieder aufgegriffen

werden können. Politiker sind dadurch ständig

im Kontakt mit einer qualifizierten Zielgruppe,

was sich wiederum bei Wahlen positiv auswirken

kann. Und zwar selbst dann, wenn etablierte

Medien kurz vor einer Wahl wieder mit Schmutzkübeln

anrücken.

Wer Teil eines solchen Dreiklangs ist, wird dauerhaft

erfolgreich sein. Wer hingegen meint zu

Gunsten seiner persönlichen Karriere und/oder

eines bequemen Lebens sein eigenes Süppchen

kochen zu müssen, wird seinen Posten

räumen müssen, sobald sich jemand findet, der

sich noch günstiger verkauft. Über diese Tatsache

sollte man sich auch nicht täuschen lassen,

wenn man für seine „sachliche Arbeit“ hin und

wieder von etablierten Parteien und Medien gelobt

oder vielleicht sogar mal eine unbedeutende

Auszeichnung verliehen bekommt. All das ist

nämlich auch Teil der „Teile-und-Herrsche“-Strategie.

II

Bild oben: Mutige Journalisten

braucht das Land, die nicht nur

ihre Meinung in die Tastatur

klopfen, sondern auch auf

Pressekonferenzen und Demos

gehen, um dort unbequeme Fragen

zu stellen und der Polizei genau

auf die Finger zu schauen. Boris

Reitschuster ist einer davon:

www.reitschuster.de

Bild oben: Obwohl

Regierungskritiker Martin Rutter

bereits mehrfach wegen mutmaßlicher

Verwaltungsübertretungen

verhaftet wurde, lässt er sich nicht

einschüchtern.

Bild rechts: Regierungskritiker

Alexander Ehrlich war einer der Ersten

die gegen den Corona-Wahnsinn und

für Freiheit mobilisierten.

Bild unten: FPÖ-Politiker Herbert Kickl

wird mittlerweile quer über alle weltanschaulichen

Grenzen für seine klare

Linie in Sachen Corona geschätzt.

Bild oben: Eine patriotische

Zivilgesellschaft mit breiter

Akzeptanz: Laut Gallup-Umfrage

vom Februar haben mittlerweile 36

Prozent der Österreicher Verständnis

für Proteste und Demonstrationen

gegen die Corona-Maßnahmen der

Regierung.

Bild oben: Heinrich Fiechtner, Landtagsabgeordneter

aus Baden-Württemberg,

demonstrierte am 6. März in Wien.

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Schwerpunkt

Widerständiges Leben

Wir leben in einer überhitzten und verweichlichten Gesellschaft. Wer daran

etwas ändern will, muss sich zuerst selbst in Form bringen. Michael Scharfmüller

Das tut der Seele gut und hebt die Laune.

Bild: Der Holländer Wim

Hof ist davon überzeugt,

dass die Kraft der Kälte

einen positiven Einfluss

auf unseren Körper und

vor allem auf unseren

Geist hat.

Bild: Eisbaden wird bei

Patrioten immer beliebter.

In einer Instagram-

Story erklärte Roman

Möseneder den Grund

dafür so: „Sie wollen, dass

wir schwach werden. Sie

wollen, dass wir den politischen

Kampf aufgeben.

Sie bekommen nichts

davon. Es braucht unsere

mentale Stärke. Diese

muss trainiert werden. In

letzter Instanz ist genau

das politisch relevant.“

Wer widerständig leben will, muss

auf seine körperliche und mentale

Gesundheit achten. Gesunde

Ernährung, ausreichend Bewegung

und Sport sowie soziale Kontakte, die einem

guttun, sind Grundvoraussetzungen, um sich

dauerhaft mit einem mächtigen Gegner zu

messen.

Eine kostengünstige Möglichkeit, um sich fit

zu halten, ist derzeit in aller Munde. Vom Geheimtipp

für ein paar „Spinner“ ist sie längst

zum Fitnesstrend geworden. Die Rede ist

vom Eisbaden nach der Methode des Holländers

Wim Hof. Sein Buch dazu trägt den

vielversprechenden Titel „Nie wieder krank

- Gesund, stark und leistungsfähig durch die

Kraft der Kälte“.

Das Beste ist jedoch, dass man nichts kaufen

muss, um mit dem Kältetraining beginnen zu

können - kaltes Duschen spart sogar Geld.

Info-DIREKT

Freilich schadet es nicht, sich Wim Hofs Buch

j

zu besorgen, aber auch das ist nicht notwendig.

Auf YouTube findet man zahlreiche

Videos zur „Wim Hof Methode“. Ein interessantes

Gespräch zwischen Wim Hof, der gut

deutsch spricht, und Ken FM fiel jedoch leider

der Zensur zum Opfer.

österreichweit im

Zeitschriftenhande

oder in einer von ü

kaufen

und bequem

Veränderung durch Verzicht

Vielleicht kann man Wim Hofs Lebensstil auch

unter dem Motto „Veränderung durch Verzicht“

zusammenfassen. Mit weniger auszukommen,

als eigentlich vorhanden wäre und

sich bewusst auf das Wesentliche zu konzentrieren,

ist auch politisch enorm wichtig. Wer

nur geringe finanzielle Mittel benötigt, in keiner

Kreditfalle steckt, halbwegs gesund und

nach nichts süchtig ist, ist weniger anfällig für

unangenehme Abhängigkeiten - kann also

freier als viele andere Entscheidungen treffen.

Der Freiraum, den man sich so verschafft,

ist die Voraussetzung dafür, um sich politisch

überhaupt frei bewegen zu können.

Weiterbildung als Erfolgsschlüssel

Um etwas zum Positiven verändern zu können,

braucht es jedoch mehr als die bereits

erwähnten Punkte. Es braucht auch Fähigkeiten,

mit denen man sich in eine Gemeinschaft

einbringen kann. Je nach persönlichen

Möglichkeiten und Interesse sollte man sich

auf www.info-direk

Mittlerweile belegen wissenschaftliche Studien,

dass es Wim Hof durch Kältetraining Wer in Verbindung

mit einer von ihm entwickelten Atem-

faul ist, sich wichtige Fähigkeiten anzueignen,

deshalb unabhängige auch ständig weiterbilden. Wer zu Me

technik und ausreichend Einsatzwillen möglich befindet sich in einer selbst verschuldeten

ist, sein autonomes Nervensystem zu beeinflussen.

Durch die so genannte „Wim-Hof-Me-

es reicht, wenn man alle fünf Jahre ein Kreu-

Unmündigkeit. Sich darauf zu verlassen, dass

thode“ kann es gelingen eine Vielzahl an typischen

Zivilisationskrankheiten einzudämmen eine Wahlurne wirft, wird nämlich kaum eine

zerl auf einem Zettel macht, den man dann in

und ohne finanziellen Mehraufwand gesünder nachhaltige Veränderung bringen.

und selbstbestimmter zu leben.

Dabei ist es nicht notwendig, dass jeder ein

In Ausnahmesituationen ruhig bleiben begnadeter Redner, schlauer Jurist oder

Wenn man im Winter ins kalte Nass steigt, Top-Journalist wird. Uns Menschen zeichnet unsere

Vielfalt aus, und diese gilt es einzusetzen.

bringt man den Körper in einen Ausnahmezustand.

Dabei lernt man mit extremen Situationen

umzugehen und ruhig und überlegt weiterzubilden gibt es viele. So kann man im

Möglichkeiten sich im seinen Interessensgebiet

zu bleiben. Eine Fähigkeit, die einem in unserer

überhitzten und nervösen Gesellschaft rungen austauschen. Man kann sich Tutorials

Freundes- und Kollegenkreis praktische Erfah-

sicherlich öfter zugutekommt. Generell stärkt zu den unterschiedlichsten Themenbereichen

das Eisbaden das Selbstvertrauen, schließlich auf YouTube ansehen. Es gibt jedoch auch die

beweist man sich damit auch, dass man sich klassische Möglichkeit Kurse zu besuchen. Viele

Aus- und Weiterbildungskurse werden sogar

selbst überwinden kann und mehr vermag,

als man sich selbst vielleicht zugetraut hätte. von der öffentlichen Hand gefördert. II

muss diese auch unter

Bild Wimhof: DJANDYW.COM AKA NOBODY via flickr.com (CC BY-SA 2.0); Bild Möseneder: privat

8 |


Widerstand

auf der Straße und im Parlament

Gastbeitrag von Ex-Innenminister und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl

Schwerpunkt

Dass Politiker vergessen, wofür sie gewählt

wurden, kommt immer wieder

etzt

vor. Die

kaufen

Wähler haben dann beim

nächsten Urnengang Gelegenheit, ihnen dafür

die Rechnung zu präsentieren. Aber so einfach

ist das im Fall der Corona-Pandemie und

des politischen Umgangs damit leider nicht.

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die kollektive Meinungsäußerung in Form

von Demonstrationen zu verbieten? Und

wer hätte jemanden ernst genommen, der

behauptet hätte, dass man sich nur mit einer

Gesichtsmaske und einem Virentest die Haare

dien will,

stützen!

Bild Kickl: Alois Endl - aloisendl.net; Kleine Bilder: FPÖ-TV

schneiden lassen darf – oder bald nur noch als

Geimpfter an Bord eines Flugzeugs kommt?

Verschwörungstheorien wurden wahr

Niemand hätte all das für möglich gehalten.

Man wäre als Verschwörungstheoretiker und

Spinner abqualifiziert worden, hätte man derartigen

Unsinn behauptet. Und jetzt, nach einem

Jahr Corona, ist das alles

Realität – der Bundeskanzler

würde sagen: neue Normalität.

Schuld ist das Virus, redet

man uns ein. Erst bedroht es

hunderttausend Menschenleben,

dann kommt es mit

dem Auto aus dem Ausland

– und jetzt mutiert es auch

noch wie wild vor sich hin.

Aber es ist nicht das Virus,

das seit einem Jahr unsere

Freiheit und unsere Demokratie, ja unser gesamtes

normales Leben aushebelt, sondern

es ist die herrschende Politik. Der Weg in einen

alles reglementierenden und die Bürger

in allen Lebensbereichen schikanierenden

Überwachungsstaat war und ist nicht alternativlos,

er wurde bewusst gewählt. Auch wenn

der Herdentrieb der Regierenden international

schockierend ist, gibt es genügend Ge-

weiterlesen:

Denn erstens war die politische Positionierung

zu Corona bei der letzten Nationalratswahl genbeispiele. Das bekannteste ist Schweden,

kein Thema. Und zweitens stehen Maßnahmen,

wie sie die schwarz-grüne Regierung un-

ohne Lokalverbote auskommt.

wo man bis heute ohne Maskenzwang und

ter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes

verhängt, ohnehin in einer Demokratie Die Regierung zum Umkehren zwingen

nicht zur Diskussion. Daher ist es auch keine Je länger Kurz & Co. ungehindert werken

Alternative, die Sache einfach weiterlaufen zu können, umso schwerer wird es, das Rad der

lassen und auf eine Korrektur bei der nächsten

Wahl zu hoffen. Die Bürger müssen jetzt Regierung zur Umkehr zu zwingen, haben

Zeit zurückzudrehen. Die Mittel dafür, die

l bestellen

selbst für ihre Rechte und ihre Freiheit kämpfen

– sonst ist es zu spät. Und der einzig mög-

unterstützt die Protestbewegungen gegen

die Menschen selbst in der Hand. Die FPÖ

liche Platz der FPÖ ist an der Seite der Bürger. den schwarz-grünen Corona-Wahnsinn aus

ber 100 Trafiken sofort

grundsätzlichen und demokratischen Über-

Wer hätte es vor eineinhalb Jahren für möglich

gehalten, dass der Staat Schulen schließt

und die Kinder vor dem Computerbildschirm

unterrichtet werden? Wer hätte gedacht, dass

Geschäfts- und Lokalinhabern wochenlang

das Aufsperren verboten wird? Wer hätte

der Regierung zugetraut, kritischen Bürgern

zeugungen, ohne dabei die Bürger parteipolitisch

vereinnahmen zu wollen. Unsere Aufgabe

sehen wir darin, sowohl die berechtigten

Anliegen der Bürger ins Parlament zu tragen

als auch selbst an Protestversammlungen teilzunehmen.

Angesichts einer in weiten Teilen

mit der Regierung im Gleichschritt marschierenden

Opposition muss der Widerstand von

der Straße kommen. Das ist direkte Demokratie

und ein wesentliches Grundrecht. Wir dürfen

nicht zulassen, dass den Bürgern dieses

Recht genommen wird.

Apropos Recht: Die Rechtsbrecher sitzen in

der Regierung, ihre Namen lauten Kurz, Nehammer,

Anschober etc. Sie greifen zu totalitären

Maßnahmen, und das dürfen wir ihnen

nicht durchgehen lassen, wenn wir unser normales

Leben zurückhaben wollen. II

Die Bürger

müssen jetzt

selbst für ihre

Rechte und

ihre Freiheit

kämpfen –

sonst ist es zu

spät.

Bild: Ohne die Corona-

Protestbewegung vereinnahmen

zu wollen,

unterstützt die FPÖ diese

nicht nur im Nationalrat,

sondern auch außerhalb.

Als beispielsweise am 31.

Jänner eine Kundgebung

„Für die Freiheit“ untersagt

wurde, lud die

FPÖ Regierungskritiker,

die dort auf der Bühne

stehen hätten sollen,

zu einem Livestream

ein. Auch gemeinsame

Pressekonferenzen und

Gespräche mit Vertretern

der regierungskritischen

Zivilgesellschaft gab es

bereits. Mehr dazu am

YouTube-Kanal von

„FPÖ TV“.

| 9


-

Leitfaden für die Befreiung

Bianca Becker über Gene Sharp, der sich sein Leben lang wissenschaftlich

mit gewaltlosem Widerstand auseinandersetze

Bilder: Sowohl Gene

Sharp als auch Mahatma

Gandhi sahen in Gewalt

die Sprache der

Schwachen. Gewaltlosigkeit

betrachteten sie

hingegen als die mächtigste

Waffe der geistig

und moralisch Stärksten.

Bild: Das von Sharp

1983 gegründete „Albert

Einstein Institut“ bietet

den Leitfaden „Von der

Diktatur zur Demokratie“

gratis zum Herunterladen

an. Vom „Spiegel“

wurde das 120 Seiten

umfassende Büchlein als

„Freiheitsbibel“ bezeichnet.

Hier finden Sie die

Datei: www.aeinstein.org

Vom Wahlboykott, Hunger- und Sitzstreik

bis zur Verweigerung der Zusammenarbeit

mit der Regierung.

Es gibt viele Wege, ‚Nein‘ in einem Polizeistaat

oder zu einem Regime zu sagen.“ Der

Satz stammt von Gene Sharp, einem amerikanischen

Politikwissenschaftler, der sein Leben

der Frage widmete, wie eine Gesellschaft

sich ohne Gewalt aus einer Diktatur befreien

kann. In seinem Buch „Von der Diktatur zur

Info-DIREKT

lediglich mangels der Verfügbarkeit von Waffen

für die Schwachen, jedoch wird Gewalt

Demokratie – Ein Leitfaden für die Befreiung“

zeigt er 198 Methoden des gewaltlosen Widerstands

auf.

im passiven Widerstand nicht grundsätzlich

ausgeschlossen.

und bequem

Gene Sharp, der am 21. Jänner Ein Appell Gene Sharp hat sein Leben

1928 in Ohio geboren wurde,

dem gewaltlosen Widerstand

schaffte bereits im Alter von 21 an das Herz gewidmet. Ab 1965 war er am

Jahren an der Ohio State University

den Bachelorgrad in Sofairs“

der Harvard-Universität

„Center for International Af-

und das Gewissen

des tätig und wechselte 1972 zur

zialwissenschaften mit „magna

cum laude“. Im Alter von 23 Jahren

erwarb er den Master of Arts Gegners.

nach Dartmouth, wo er als

Universität von Massachusetts

mit dem Thema „Nonviolence

Dozent für Politische Wissenschaften

einen Lehrstuhl innehatte. Im Jahr

– eine soziologische Studie“. Während des

Koreakriegs verweigerte er die Wehrpflicht, 1973 schrieb Gene Sharp sein bekanntestes

weshalb er neun Monate im Gefängnis verbrachte;

unterstützt wurde er dabei von Albert

Einstein.

Sharp beschäftige sich viel mit Pazifismus und

studierte sorgfältig Gandhis Schriften, aus

denen die Satyagraha-Normen entstanden.

Satyagraha steht nach Gandhi für eine innere

Grundhaltung, die im Kern darauf beruht,

die Vernunft und das Gewissen des Gegners

anzusprechen. Dies ist möglich durch eigene

Gewaltlosigkeit oder die Bereitschaft, selbst

Schmerz und Leid auf sich zu nehmen. Der

Hintergedanke hierbei ist, den Gegner „umzudrehen“,

da ein Appell an das Herz und das

Gewissen des Gegners oft effektiver ist als

einer, der auf Drohungen, Einschüchterung

und Gewalt beruht.

Gewalt als Sprache der Schwachen

Gandhi war der Ansicht, dass Gewalt zu Gegengewalt

führt, wobei auch zeitliche Verzögerungen

möglich sind. Gewaltlosigkeit hingegen

unterbricht den Kampf und damit die

Gewaltspirale, wodurch es möglich wird, den

Gegner zum Denken anzuregen und auf die

eigene Seite zu ziehen. Laut ihm ist Gewalt

die Sprache der Schwachen, Gewaltlosigkeit

hingegen ist die mächtigste Waffe der geistig

und moralisch Stärksten.

Das Wort „Satyagraha“ bedeutet übersetzt

„Festhalten an der Wahrheit“ und wurde von

Gandhi neu geschaffen. Er selbst definierte

den Ausdruck als „sich an die Wahrheit halten,

der Kraft der Wahrheit vertrauen, Triumph der

Wahrheit durch die Kraft der Liebe“. Gandhi

schuf das Wort „Satyagraha“ zur Abgrenzung

vom Begriff des ‚Passiven Widerstands‘, im

dem er eine Waffe der Schwachen sah. Passiver

Widerstand meidet Gewaltanwendung

österreichweit

Buch, das Diktatoren fürchten: „The Politics of

Nonviolent Action“. Es ist ein handlungsorientierter

Zeitschriftenha

Ansatz zu gewaltfreien Aktionen, um

sich gegen diktatorische Regime zu wehren.

oder in einer v

Fünf Themenbereiche

Im Buch erklärt Sharp 198 Methoden des

gewaltfreien Widerstands, die er in folgende

Gruppen kaufen

einteilt: gewaltfreier Protest, soziale

oder politische Nichtzusammenarbeit, wirtschaftliche

Boykottaktionen, Streikaktionen

und gewaltfreie Intervention.

Das Buch wurde Anfang 1989 in die DDR geschmuggelt

und kam so in die Hände eines

DDR-Bürgerrechtlers, der das Buch bei der

„Demokratischen Initiative“ (DI), der Jugendopposition

der DDR, bekannt machte, die auf

eine demokratische Erneuerung der Gesellschaft

drängte.

auf www.info-d

Wer unabhängige

muss diese auch un

Gene Sharp wurde 2009 und 2012 für den

Friedensnobelpreis nominiert. 2011 wurde

sein Leben in der Dokumentation „How to

start a revolution“ verfilmt.

Bis zu seinem Tod am 28. Jänner 2018 in Boston

war Gene Sharp davon überzeugt, dass

sein Buch Befreiungsbewegungen weltweit

beeinflussen und dabei helfen könnte, sich

von diktatorischen Regimen zu befreien. II

Bild Sharp: Kristna Fredsrörelsen via flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0); Bild Gandhi: Indrajit Das via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)

10 |


Über Sinn und Unsinn von

Schwerpunkt

Demonstrationen

Ob Demonstrationen wirklich Lügenpresse entlarvt

sinnvoll sind und etwas bewegen

können, hängt haupt-

regelmäßigen größeren Demonstratio-

Die vielen kleinen Spaziergänge und die

sächlich davon ab, welche Ziele man damit

verfolgt. Wer glaubt, dass man durch

nen haben auch der Öffentlichkeit gezeigt,

dass die Medienberichte über die

Kundgebungen einen eingespielten Zufriedenheit mit den Regierungsmaßnahmen

Machtapparat zum Abdanken bewegen

kann, wird wohl oder übel enttäuscht

werden.

nicht ganz stimmen können.

Zudem dürfte die wahrheitswidrige und

verleumderische

jetzt kaufen

Berichterstattung

über die

Anders mag das vielleicht aussehen,

wenn es gelingt mit Demonstrationen Proteste bewirkt

und Streiks das öffentliche Leben stillzulegen.

Das Paradoxe ist jedoch, dass vie-

noch mehr Men-

haben, dass

le Regierungen mit ihren Corona-Maßnahmeschen

erkannt

weiterlesen:

genau das bereits selbst tun. haben, wie dreist

etablierte Medien

lügen.

Erfolgreiche Vernetzung

Die Regierungen fahren Teile der Wirtschaft

bewusst gegen die Wand und Herausforderung

schränken das öffentliche Leben unverhältnismäßig

stark ein. Deshalb kann

ein Ziel einer Demonstration sein Menschen

miteinander zu vernetzen. Zumindest

von außen betrachtet habe ich

den Eindruck, dass das bei den Demos

in Deutschland und Österreich gut ge-

im

ndel bestellen

lungen ist. Neben gut vernetzten überregionalen

Organisationsgruppen sind

zahlreiche andere kleinere Gruppen

entstanden, die selbstständig Spaziergänge,

Busse und Fahrgemeinschaften

organisieren. In diesen Gruppen werden

Erfahrungen und Informationen

werden. Aufgrund der Versammlungsverbote

kommt es dort immer wieder zu

einem stundenlangen Katz-und-Maus-

Spiel zwischen Regierungskritikern und de „normale“ Menschen auf der Straße

on

ausgetauscht.

über

Oft sind

100

daraus auch

Trafiken

Beamten, das an den körperlichen

sofort

Kräf-

sind, beeindruckt das auch Politiker und

Freundenschaften entstanden, die sich

Journalisten, selbst, wenn das verglichen

mit der Gesamtbevölkerung eine

noch in weiteren Krisen bewähren werden.

verschwindend geringe Zahl ist.

In einer Zeit, in der persönliche Treffen

teilweise sogar untersagt sind, sind Demonstrationen

eine von wenigen Möglichkeiten,

wo man sich auch unverbindlich

austauschen und persönlich treffen

kann. Zudem gibt es wahnsinnig viel

Kraft zu sehen und zu spüren, dass man

nicht alleine ist.

Erfolgserlebnis und Inspiration

Die eigentlich untersagten, aber trotzdem

durchgeführten Demonstrationen

in Wien haben den Menschen gezeigt,

dass, wenn sie friedlich, aber bestimmt

auftreten, sie ihren Willen gegenüber

einem massiven Polizeiaufgebot und

gegen die Absichten der Regierung

durchsetzen können. Das war nicht nur

ein Erfolgserlebnis für diese junge Bewegung,

sondern entfachte auch in

Deutschland die Proteste aufs Neue.

für die Polizei

Die friedlichen

Proteste stellen jedoch

nicht nur für

die Regierungspresse,

sondern

auch für den Polizeiapparat eine Herausforderung

dar. Für größere Proteste wie

in Wien müssen zahlreiche Einsatzkräfte

aus halb Österreich zusammengezogen

ten der Polizisten zehrt. Die Einsätze gegen

friedliche Spaziergänger dürften

jedoch auch emotional eine Herausforderung

für jeden anständigen Polizisten

sein. Schließlich macht es sicher keinen

Spaß an Wochenenden Überstunden

aufzubauen, um Menschen wegen fehlender

Masken und Mindestabstände

zu drangsalieren. Dafür ist wohl kaum je-

irekt.eu abonnieren

Medien will,

terstützen!

mand Polizist geworden. Die zahlreichen

Protestaktionen und die friedlichen, aber

aufmüpfigen „Spaziergänger“ tragen

also sicher dazu bei, die Unzufriedenheit

mit der Regierung auch in der Beamtenschaft

zu steigern.

Signal an Oppositionsparteien

Ein Erfolg der friedlichen Demonstrationen

ist sicher auch, dass einigen

Oppostionspolitikern bewusst wurde,

welches Wählerpotential die Corona-Maßnahmenkritiker

darstellen. Das

hat sicher auch dazu beigetragen, dass

sich FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl mit

seinem klaren Kurs am Corona-Wahn-

Michael Scharfmüller

sinn innerhalb seiner eigenen Partei

leichter durchsetzen konnte (mehr dazu

auf Seite 60). Die friedlichen Demonstrationen

sind mittlerweile ein Faktor, dem

sich auch die NEOS und die SPÖ nicht

mehr gänzlich verschließen.

Testballone abschießen

Politiker lassen oft

Testballone steigen

um zu schauen, wie

weit sie gehen können.

Jean-Claude

Juncker hat das

1999 sogar zugegeben,

als er sagte:

„Wir beschließen

etwas, stellen das

dann in den Raum

und warten einige

Zeit ab, ob was passiert.

Wenn es dann

kein großes Geschrei

gibt und keine

Aufstände, weil

die meisten gar nicht

begreifen, was da beschlossen wurde,

dann machen wir weiter.“ In Zeiten der

auf Regierungslinie gebrachten Medien

und der Zensur haben die Menschen,

sofern nicht gerade eine Wahl ansteht,

kaum eine Möglichkeit ihrem Protest

Ausdruck zu verleihen. Wenn tausen-

Eitelkeiten nutzen

Gerade Politiker wie Sebastian Kurz, die

ihr Heimatland nur als Bühne benutzten

um sich international als große Nummer

zu präsentieren, sind eitel genug, um

sich über Sprüche wie „Kurz muss weg“

zu ärgern. Und eines ist klar: Wenn sich

jemand über einen ärgert, bleibt das im

Kopf und beeinflusst das Denken, ob

das die verärgerte Personen will oder

nicht.

Ein gutes Gefühl

Während Demonstrationen die Mächtigen

ärgern und unter Zugzwang bringen,

lösen sie bei den Demoteilnehmern

positive Gefühle aus. In Zeiten

der staatlich verordneten Depression ist

alleine dieses Gefühl Grund genug um

sich regelmäßig an Protesten zu beteiligen.

II

| 11


Interview

„Die Regelmäßigkeit

ist wie ein Mantra“

Info-DIREKT-Interview mit Florian Ortner, dem Initiator der Linzer Freitagsdemonstrationen

Alle Bilder von der Facebook-Seite: „Demo Linz Freiheit“

Gegen den Corona-Wahnsinn der Bundesregierung gehen in Linz

seit 8. Mai 2020 jeden Freitag Menschen auf die Straße. Am 12.

März fand die Kundgebung am Hauptplatz bereits zum 45. Mal

in Folge statt. Info-DIREKT hat mit Florian Ortner über das Erfolgsgeheimnis

dieser Veranstaltungen gesprochen, wie es überhaupt dazu kam und

was bisher die größte Herausforderung war.

Bilder: Florian Ortner ist

Lebenskünstler und 37 Jahre alt. 2016 gründete

er den gemeinnützigen Verein „Kunst & Genuss.

Kultur Garten“ dessen Präsident er heute ist. Mehr

Infos dazu hier: www.genuss-garten.at

Mehr über die Demos in Linz unter

www.demolinz.at

Info-DIREKT: Herr Ortner, was hat Sie

dazu bewegt eine Demo anzumelden?

Florian Ortner: Das war die Maskenpflicht

am Bauernmarkt, wo ich mit

einem Stand stehe. Für mich war von

Anfang an klar, dass ich keine Maske

aufsetzen werden, deshalb wurde

ich von der Polizei auch fast verhaftet

und das Magistrat hat gedroht, dass

wir unseren Marktstand verlieren.

Deshalb wollten wir ursprünglich als

Protest eigentlich einen Spaziergang

machen. Nachdem sich dazu aber so

viele Leute angemeldet hatten, entschieden

wir uns, eine Demonstration

anzumelden.

Info-DIREKT: War das von vornherein

als Dauerveranstaltung geplant oder

entwickelte sich das erst im Laufe der

Zeit in diese Richtung?

Ortner: Das hat sich so ergeben,

nachdem es gleich beim ersten Mal

so gut angenommen worden war. Zudem

weiß ich vom Bauernmarkt, dass,

Info-DIREKT jetzt kaufen

hat es eine Qualität, weil jeder weiß,

dass die Veranstaltung jeden Freitag

ist. Diese Kompromisslosigkeit hat eine

sehr starke Kraft.

Info-DIREKT: Wie schafft man es, dass

man jeden Freitag und bei jedem Wetter

Menschen auf die Straße zu be-

und bequem

wenn man jede Woche

weiterlesen:

etwas macht, kommt?

das irgendwann Früchte trägt. Diese

Regelmäßigkeit ist im Grund wie ein

Mantra. Der ORF macht es ja auch so,

der sagt auch jeden Tag das Gleiche.

Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Bilder: Rund um die

Freitagsdemos in Linz finden

jedes Mal zahlreiche

Polizeikontrollen statt. Ziel

dürfte es sein, möglichst viele

Menschen von einer Demo-

Teilnahme abzuhalten.

Ortner: Ich selbst bin das vom Bauernmarkt

gewohnt. Es ist aber trotzdem

sehr anstrengend. Wobei sich schnell

ein Team zusammengefunden hat, weil

alleine wäre das eh nicht zu bewerkstelligen.

österreichweit Das führt dazu, dass im irgendwann die

Leute das glauben, was gesagt wird.

Zeitschriftenhandel

Man darf dabei den psychologischen

bestellen

Faktor nicht unterschätzen. Vor allem

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

kaufen

auf www.info-direkt.eu abonnieren

Info-DIREKT: Zahlt sich dieser enorme

Einsatz überhaupt aus?

Ortner: Ich weiß schon, dass politisch

gesehen eine Demonstration nichts erreichen

wird - das war mir von Anfang

an klar. Wir erreichen aber innerhalb

der Menschen etwas. Wir bringen die

Menschen, die aufgewacht sind, zusammen

damit sie sich vernetzen können.

Info-DIREKT: Also Ziel der Demos ist

es gar nicht die Regierung Kurz zu stürzen?

Ortner: Ich bezweifle, dass sich dieses

eingefahrene Konstrukt durch unsere

Veranstaltungen beeindrucken lässt.

12 |


Rechtliches

Bild Polizei: Info-DIREKT

Mir geht es eher darum, die Gemeinschaft

zu stärken. Je besser wir uns

kennen und je mehr wir zusammenhalten,

desto stärker sind wir. Durch

die wöchentlichen Kundgebungen

haben sich die Leute kennengelernt

und es sind sehr viele Freundschaften

entstanden.

Info-DIREKT: Bei den Veranstaltungen

werden sehr unterschiedliche Reden

gehalten, es wird musiziert und

meditiert, im Fasching wurde sogar

eine Party mit lauter Musik gefeiert.

Haben Sie keine Bedenken, dass dadurch

Menschen abgeschreckt werden

und der politische Charakter der

Veranstaltung verloren geht?

Ortner: Wir machen die Veranstaltungen

ja nicht, weil wir damit jemandem

gefallen wollen. Die Veränderung, die

jetzt stattfindet, ist auch etwas Spirituelles.

Uns geht es darum, dass die

Menschen Freude empfinden. Wenn

die Menschen Freude empfinden, lösen

wir die ganze negative Stimmung

auf. Ich bin davon überzeugt, dass die

Freude der Schlüssel zur Lösung ist.

Ich bin davon

überzeugt, dass die

Freude der Schlüssel

zur Lösung ist.

Info-DIREKT: Was war bisher die

größte Herausforderung?

Ortner: Puh, ich würde

kaufen

sagen, die Polizei

davon abzuhalten, permanent die

Demoteilnehmer zu kontrollieren. Das

schreckt die Menschen ab. Wir wären

schon viel mehr Menschen, wenn diese

Kontrollen nicht wären. Die meisten

schreckt nämlich ab, dass sie eine Anzeige

bekommen könnten. Ich rede

auch viel mit der Polizei, die sagt, dass

bei den Anzeigen ja eh nichts rauskommt,

aber sie müsse eben ihren

Job machen.

Info-DIREKT: Wie geht Ihr mit dieser

Situation um?

Ortner: Es ist immer die Gratwanderung

- ein Tanz auf dem Vulkan.

Einerseits muss man auf die Polizei

eingehen und andererseits darf man

bei bestimmten Dingen keine Kompromisse

machen. Sind wir nämlich

zu nachgiebig, entsteht der Eindruck,

man könne mit uns machen, was man

wolle, und sind wir zu kompromisslos,

dann bekommen wir mehr Polizeigewalt

ab. II

Einspruch!

gegen ungerechtfertigte Strafen

Wenn es rund um Demonstrationen

zu Amtshandlungen

kommt und man sich dadurch ungerecht

behandelt fühlt, ist es vor allem

wichtig ruhig zu bleiben. Ratsam ist

es zudem höflich, aber bestimmt

aufzutreten. Auf absolut keinen Fall

sollte man körperlich gegen Beamte

vorgehen.

In Österreich ist es übrigens höchstgerichtlich

erlaubt Amtshandlungen

zu filmen. Filmaufnahmen sind bei

Rechtsstreitigkeiten nicht nur ein hervorragendes

Beweismittel, sondern haben

auch eine Präventivwirkung gegen

Polizeiwillkür. Ratsam ist es auch den

Polizisten nach seiner Dienstnummer zu

fragen, damit man, weiß, mit wem man es

zu tun hat.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Gedächtnisprotokoll anfertigen

Schlau ist es zudem, wenn man seine

Kontaktdaten mit Personen austauscht,

die ebenso beamtshandelt wurden

oder Zeuge der Amtshandlung wurden.

Unbedingt notwendig ist es auch ein

Gedächtnisprotokoll des Vorfalls anzufertigen.

Beschreiben Sie darin den

Tathergang und die darin verwickelten

Personen möglichst genau.

österreichweit im

Zeitschriftenhandel bestellen

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

Wichtig ist auch Strafen nicht sofort vor

Ort zu begleichen, sondern sich die

Strafverfügung zustellen zu lassen, da man

sonst keine Einspruchmöglichkeit hat.

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Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Gegen eine Strafverfügung kann man

innerhalb von 14 Tagen Einspruch erheben.

Aus welchem Grund man Einspruch

erhebt, kann man später begründen.

Vorerst reicht als Antwort, ein Satz wie:

„Ich erhebe Einspruch. Ich ersuche

um Übermittlung einer vollständigen

Aktenkopie.“

Wenn die Behörde die vorgeworfene

Verwaltungsübertretung dann trotzdem

aufrecht erhält, wird eine ordentliches

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Im Ermittlungsverfahren kann man

Akteneinsicht beantragen, evtl.

einen Lokalaugenschein und ggf. ein

Sachverständigengutachten fordern; man

kann seine Unschuld beweisen und/oder

darauf hinweisen, dass die Verordnung

verfassungswidrig und daher nicht anzuwenden

ist.

Info-Kanal auf Telegram

Diese oberflächlichen Tipps stellen

keine Rechtsberatung dar, sondern

dienen nur einer ersten Informationen.

Der Großteil der hier eingeführten

Möglichkeiten stammt vom Telegram-

Kanal „Rechtssicher Demonstrieren

- Dein Infokanal“ und bezieht sich auf

die Rechtslage in Österreich. Auf diesem

Kanal finden Sie zahlreiche weitere

Einspruchsgründe und viele weitere juristische

Tipps, die für Regierungskritiker

sehr wertvoll sind! Abgesehen davon bietet

die FPÖ Demonstranten kostenlose

Rechtshilfe unter team.kickl@fpk.at. II

Bilder: Angezeigte

Demonstranten erhalten

auf dem Telegram-

Kanal „Rechtssicher

Demonstrieren - Dein

Infokanal“ zahlreiche Tipps.

Zudem bietet der FPÖ-

Parlamentsklub kostenlose

Rechtshilfe an.

| 13


Interview

Bilder: Edith Brötzner ist

Unternehmerin und Gründerin

der Initiative „ÖSTERREICHistFREI“.

Sie war eine der Ersten, die im Frühjahr

Demos gegen die Corona-Maßnahmen

organisierte. Vielen ist sie auch durch ihre

Livestreams und Interviews bekannt - u.a.

mit dem Infektionsepidemiologen Bhakdi.

Bild: Alois Endl - aloisendl.net

„Österreich ist frei“

oder doch nicht?

Info-DIREKT-Interview mit Edith Brötzner,

Gründerin der Initiative „ÖSTERREICHistFREI“

Edith Brötzner ist die Gründerin der Initiative „ÖSTERREICHistFREI“, Mutter

und erfolgreiche Unternehmerin. Politisch und gesellschaftspolitisch war sie

bis Mai 2020 ein unbeschriebenes Blatt. Jetzt ist sie eine der bekanntesten

Persönlichkeiten der regierungskritischen Protestbewegung in Österreich.

Info-DIREKT: Wo können sich Interessierte

melden?

Brötzner: Inzwischen gibt es in ganz

Österreich aktive Vernetzungsgruppen.

Wer sich einbringen möchte, kann sich

auf www.oesterreichistfrei.info in ein

Vernetzungsformular eintragen.

Info-DIREKT: Frau Brötzner, Innenminister

Nehammer hat sich darüber

beschwert, dass Sie Ihre Initiative in

Anspielung auf den legendären Ausruf

von ÖVP-Außenminister

Leopold Figl „Österreich

ist frei“ nennen.

Was sagen Sie dazu?

Edith Brötzner: Nehammer

sieht mich als

Zynikerin, weil er mit

dem Satz „Österreich

ist frei“ nicht umgehen

kann. Er mag es lieber,

wenn die Österreicher

sich brav daheim einsperren.

Wie der Innenminister

zum Thema

Freiheit steht, konnte

man in den letzten Wochen

an den zahlreichen

untersagten Demonstrationen

gegen die Regierungsmaßnahmen

sehen.

Ich bin eine

von den vielen,

die Sebastian

Kurz mit ihrer

Stimme ins

Kanzleramt gebracht

hat. Das

würde ich nie

wieder tun.

Info-DIREKT: Am 15. Mai 2020 haben

Sie ihre erste Unternehmer-Demo am

Linzer Hauptplatz unter dem Titel „Österreich

ist frei“ veranstaltet. Wie kam

es dazu?

Brötzner: Frei waren wir zu diesem

Zeitpunkt schon lange nicht mehr. Ich

wollte den Österreichern klarmachen,

dass wir die Freiheit und Demokratie

schützen müssen. Vor allem wenn

man sich die willkürlichen und unverhältnismäßigen

Maßnahmen ansieht,

die von der Regierung getroffen werden,

begründet durch

eine vorgeschobene

Pandemie.

Info-DIREKT: Sie sind

eine gut vernetzte Unternehmerin.

Welche Rückmeldung

bekamen Sie

darauf?

Brötzner: Die positiven

Rückmeldungen auf die

Kundgebung waren so

enorm, dass ich kurzerhand

die Initiative „Österreich

ist frei“ startete.

Seither vernetze ich

Menschen, setze mich

für Aufklärung im Corona-Wahnsinn

ein und lasse vor allem Betroffene und

Experten per Videointerviews zu Wort

kommen. So hatte ich beispielsweise

auch schon Professor Bhakdi, Dr. Eifler,

Dr. Rösch, Ferdinand Wegscheider,

Ex-Innenminister Herbert Kickl, einen

Bestatter und viele weitere Persönlichkeiten

zum Interview vor der Kamera.

Mehrere hunderttausend Menschen

haben bisher auch meine Livestreams

von Pressekonferenzen und Kundgebungen

verfolgt.

Info-DIREKT: Die Zensur regierungskritischer

Inhalte wird immer mehr zu

einem Problem. Wie gehen Sie mit diesem

Thema um?

Brötzner: Um der Zensur entgegenzuwirken,

haben wir ein neues Projekt

auf dem Tablett. Mit der Aufklärungsplattform

www.corona-aufklaerung.

tv sichern wir mit einem starken Team

sämtliche zensurbedrohte Videos auf einer

eigenen Plattform. Wir bieten Menschen

dort auch einen Newsticker und

Aufklärungsflyer zur Verteilung an. Ich

selbst spreche dort in einem wöchentlichen

Video-Format Klartext und bringe

Themen auf den Tisch, die der Mainstream

verschweigt.

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und bequem weiterlesen:

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oder in einer von über 100 Trafiken sofort

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Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Info-DIREKT: Bereuen Sie es manchmal,

dass Sie Ihr „normales Leben“

verlassen haben und jetzt als eines der

bekanntesten Gesichter der regierungskritischen

Protestbewegung gelten?

Brötzner: [lächelnd] Ich bereue nichts.

Hin und wieder gibt es Anfeindungen,

das positive Feedback überwiegt aber

deutlich. Wir kämpfen weiter für unsere

Freiheit und Demokratie! Eines bereue

ich aber schon: Ich bin eine von

den vielen, die Sebastian Kurz mit ihrer

Stimme ins Kanzleramt gebracht hat.

Das würde ich nie wieder tun. Er ist kein

Mann des Volkes. Er ist ein Mann der

Willkür. II

Bild Brötzner mit Bhakdi: „Österreich ist frei“

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Bezahlte Anzeige

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Schwerpunkt

Vielfältiger Widerstand

Abseits der großen und kleinen Demonstrationen äußern Menschen auf unterschiedlichste

Art und Weise ihren Widerstand

wichtig: Diese bunte Sammlung stellt keinen Aufruf dar, eine

dieser Protestformen nachzumachen. Es handelt sich dabei

lediglich um eine Zusammenstellung von Dingen, die bereits

gemacht wurden. Der Redaktion ist es in diesem Zusammenhang wichtig

zu betonen, dass gesetzliche Vorschriften einzuhalten sind und dass alle

Aktivitäten unbedingt friedlich bleiben müssen. Zudem ist darauf zu achten,

dass keine Personen und auch kein fremdes Eigentum dadurch beschädigt

wird. Abzulehnen sind auf alle Fälle Kundgebungen vor den Wohnsitzen

von Politikern, die Mitte März von einem Aktivisten angedacht wurden. Solche

Aktionen können schwere strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Gemeinschaftliches Einkaufen

Fast schon Terrorismus dürfte

es für die Sicherheitsbehörden

sein, wenn sich Menschen

zum maskenlosen Einkaufen in

einem Supermarkt treffen.

Film-Tipps für Regierungskritiker

Wer sich mit kreativem Widerstand beschäftigt,

könnte sich auch für die Filme „Wackersdorf“ und

das „Wunder von Mals“ interessieren, zu dem es

sogar ein Buch mit dem Untertitel „Eine Anleitung

zum Widerstand“ gibt. Ein Interview mit dem

Regisseur und Autor, Alexander Schiebel, finden

Sie in Info-DIREKT-Ausgabe 22.

Künstlerische Interventionen

Von der in diesem

Magazin beschriebenen

„Schwarzen Wahrheit“ gibt

es auch Abwandlungen,

beispielsweise Auftritte in

Schafskostümen wie bei

dieser „The Great Sheep

Awakening“-Aktion in Linz.

Straßenkreide

Straßenkreide steht derzeit

hoch im Kurs. Der Hashtag

„#kurzmussweg“ vor einer

Bushaltestelle auf den Asphalt

geschrieben, könnte so auch

zum realen Trend werden.

Bergfeuer

Seit Jahrhunderten sind Bergfeuer ein Zeichen

des Widerstands. Wer sich dafür interessiert,

findet hier mehr Infos dazu: www.bergfeuer.

info/ausfuehrung. Die Info-DIREKT-Redaktion

rät von der Durchführung solcher Aktionen

dringend ab. Speziell in Trockenzeiten können

dadurch nämlich verheerende Schäden entstehen!

Diese Form des Protests sollte man unbedingt

jenen Gruppen überlassen, die damit

seit Generationen Erfahrung haben.

Lerngruppen

Auf Telegram liest man immer wieder von

Lerngruppen für Kinder und Jugendliche. Viele

Eltern beschäftigen sich derzeit auch mit den

Möglichkeiten eines häuslichen Unterrichts, der

zumindest in Österreich gesetzlich möglich ist.

Mehr dazu im nächsten Info-DIREKT-Printmagazin.

Virtueller Superspreader

In Zeiten der Zensur und Reichweiteneinschränkungen

in den sozialen Medien ist

Liken, Teilen und Kommentieren besonders

wichtig. Immer mehr Menschen nutzen auch

das Angebot von Info-DIREKT Bilder und kurze

Videos von unserem Telegram-Kanal herunterzuladen

und dann selbstständig weiterzuverbreiten.

Selbsthilfegruppen

Flugzettel & Aufkleber verteilen

Immer wieder treffen sich Menschen, um

gemeinsam Flugzettel zu verteilen. Auf einigen

Internetseiten gibt es diese zum Herunterladen

und Selbstausdrucken. Auch Aufkleber gibt es

online zahlreich zu bestellen. Beispielsweise

bei www.corona-aufklaerung.tv. Zu beachten ist

hier, dass diese nicht auf fremdem Eigentum

angebracht werden dürfen.

Visualisierung

Um auf die hohe Zahl an Selbstmorden von

Bauern in Frankreich hinzuweisen, haben dort

Aktivisten Puppen in die Bäume gehängt.

Im ganzen Land haben sogenannte „Selbsthilfegruppen“ Corona-Stammtische gegründet, die sich

trotz Verbot den persönlichen Austausch nicht nehmen lassen. Angeblich werden dort immer wieder

auch Fahrten zu Demonstrationen und ähnliche Aktionen besprochen.

Volksbegehren, Petitionen, Stellungnahmen ...

Viele Menschen beteiligen sich an sogenannten

Plebisziten, die, obwohl sie von etablierten Medien totgeschwiegen

werden, zahlreiche Menschen erreichen.

Politikern und Firmen Rückmeldungen geben

Immer mehr Menschen reden und schreiben

Politiker und Firmen persönlich an, um ihnen

mitzuteilen, wenn sie mit deren Arbeit zufrieden

bzw. unzufrieden sind.

Eintrag im Gipfelbuch

Seit Jahrzehnten schreiben Aktivisten immer

wieder kritische Beiträge in Gipfel- und

Gästebücher.

Bild Schafe: Facebook / „Demo Linz Freiheit“; Bild Bergfeuer: Südtiroler Schützenbund; Bild Kreide: pixabay; Bild Bauern: Twitter.com

16 |


-

Interview

Für mich ist es keine Option

das nicht zu machen!“

Lukas hat in Linz bereits mehrere Schweigemärsche angemeldet. Im Gespräch

mit Info-DIREKT erklärt er, wie er dabei vorgeht und worauf zu achten ist.

Info-DIREKT: Wie geht man vor, wenn

man eine Kundgebung anmelden

möchte?

Lukas: Man macht es einfach. Will man

eine Demonstration durchführen, zeigt

man diese einfach bei der zuständigen

Behörde an, d.h. bei der Landespolizeidirektion

oder dem Magistrat in größeren

Städten oder bei der Bezirkshauptmannschaft

am Land.

Info-DIREKT: Was sollte man mit der

Polizei vorher besprechen?

Lukas: Wenn die Polizei Fragen hat,

meldet sie sich im Normalfall im Vorfeld.

Bei Umzügen drehen sich die

Gespräche meist um die genaue Demoroute.

Da ist es oft reine Verhandlungssache,

was möglich ist und was

nicht. Grundsätzlich gilt aber, man darf

demonstrieren, wo man kaufen will, und die

Aufgabe der Polizei ist es diese Demonstration

zu schützen. Durch die Hygiene-Maßnahmen

kann es allerdings

zu Einwänden kommen. Hier muss jeder

für sich selbst abwägen, ob er lieber

am eigenen Konzept festhält oder

doch auch die Vorstellungen der Polizei

berücksichtigen will, um ein gutes

Verhältnis nicht zu gefährden. Je nach

konkreter Situation kann es manchmal

gut sein kompromissbereit zu sein und

ein anderes Mal kann es aber auch erforderlich

sein auf seinen Standpunkten

zu beharren, besonders, wenn es

darum geht zu zeigen, dass man sich

nicht alles gefallen lässt.

Info-DIREKT: Was kann man tun, wenn

die Kundgebung untersagt wird?

Lukas: Das ist uns schon passiert, aber

wir haben einfach über eine andere

Person eine neue angezeigt. Mittlerweile

melden wir immer schon vorsorglich

eine zweite am selben Platz zur

selben Zeit an um nicht außerhalb der

Frist zu sein.

Info-DIREKT: Was bedeutet das?

Lukas: Versammlungen müssen mindestens

48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn

angezeigt werden. Meist

lassen sich die Behörden mit Untersagungen

sehr lange Zeit und dann läuft

einem die Zeit davon, wenn man nicht

vorgesorgt hat. Alternativ kann man

auch einfach spazieren gehen, wenn

alle Versammlungen untersagt wurden.

In Wien wurde das ja schon ein paar Mal

recht erfolgreich gemacht.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Info-DIREKT: Was braucht man, um

eine Kundgebung durchzuführen?

Lukas: Das ist ganz einfach. Mann muss

wissen wo und wann man demonstrieren

will. Auch ein Motto braucht man.

Zudem muss man sich entscheiden,

ob es eine Standkundgebung sein soll

oder ein Umzug. Bei Umzügen muss

man sich auch eine Route überlegen.

Zudem braucht man einen Versammlungsleiter

und man muss die ungefähre

Teilnehmerzahl bekanntgeben.

Für Versammlungen über ca. 50 Teilnehmer

muss man auch Ordner stellen.

Wenn man Transparente, Lautsprecher

und ähnliches verwendet, muss man

dies ebenfalls den Behörden bekanntgeben.

Dazu gibt es wie gesagt ein

Formular zum Downloaden. Ach ja, es

schadet auch nicht, wenn man erwähnt,

dass die Corona-Maßnahmen eingehalten

werden. Wie die Behörden darauf

reagieren, variiert zwischen den einzelnen

Städten und Gemeinden sehr stark.

Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Info-DIREKT: Beim Schweigemarsch

werden keine Lieder gespielt, bei anderen

Demos schon. Wie ist das rechtlich

geregelt, bspw. was Urheberrechte

betrifft?

Bilder: Lukas ist Anmelder der

Schweigemärsche in Linz. Im

Interview mit Info-DIREKT berichtet

er über seine Erfahrungen.

Am besten ist es Lieder zu spielen, die

nicht geschützt sind. Eine Möglichkeit

ist es auch nur unbekannte Künstler zu

spielen. Wie bei allem ist es aber auch

hier so, rechtlich problematisch sind nur

Dinge, die jemand bemerkt. Bei kleineren

Demos wird es einfach niemanden

interessieren, welche Lieder von wem

gespielt werden. Man muss sich jedoch

bewusst sein, dass man damit eine zusätzliche

Angriffsfläche bietet.

Info-DIREKT: Ist sonst noch etwas zu

beachten?

Lukas: Ja, wichtig ist keine Aufrufe zu

Gewalt oder strafbaren Handlungen

zu machen. Störer, die manchmal auftauchen,

sollte man möglichst schnell

erkennen und deeskalieren. Und wenn

das nicht hilft, die Polizei auf sie aufmerksam

machen.

österreichweit im

Zeitschriftenhandel bestellen

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

auf www.info-direkt.eu abonnieren

Info-DIREKT: Welches Risiko geht man

als Veranstalter einer politischen Kundgebung

ein?

Lukas: Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung

und es ist mir auch egal. Ich halte

meine Veranstaltungen friedlich ab

und kooperiere mit der Polizei, die das

auch zu schätzen weiß. Ich habe, wenn

ich sehe, wohin wir steuern, Stichwort:

Great Reset, nichts zu verlieren. Also für

mich ist es keine Option das nicht zu

machen. II

Bilder: Info-DIREKT

| 17


Schwerpunkt

Gewalt ist kontraproduktiv

Im Interview mit Info-DIREKT erklärt Sicherheitsexperte Thomas Schaurecker,

weshalb es so wichtig ist, immer friedlich zu bleiben.

Thomas Schaurecker gilt als Sicherheitsexperte der Corona-Maßnahmenkritiker in Österreich.

Er selbst sieht sich als Friedensbote. Info-DIREKT hat mit ihm darüber gesprochen,

weshalb es unbedingt wichtig ist, friedlich zu bleiben.

Bild: twitter.com/ZweiteWelleFilm

Bild: Thomas Schaurecker

bei einem seiner vielen

Livestreams auf

Facebook. Schaurecker ist

Berufsdetektiv mit eigener

Detektei in Salzburg.

Gemeinsam mit anderen

Regierungskritikern

hat er bereits mehrere

Demonstrationen veranstaltet.

Info-DIREKT: Herr Schaurecker, weshalb ist

es Ihnen so wichtig, dass Demonstrationen

friedlich bleiben?

Thomas Schaurecker: Weil ich davon überzeugt

bin, dass uns nur friedliche Demonstrationen

in unseren Zielen weiterbringen können.

Wir brauchen viele, viele Menschen auf

der Straße. Bei nicht-friedlichen Demonstrationen

oder wenn die Gewalt eskaliert, gehen

die Menschen gar nicht mehr auf die Straße.

Gewalt würde also genau das Gegenteil von

Info-DIREKT

müssen. Für mich ist das nicht verständlich.

Letztendlich verstoßen diese Beamten gegen

Grundgesetze

und bequem

der Polizei, beispielsweise

gegen die Verhältnismäßigkeit oder den

Auftrag die Bürger zu schützen. In solchen

dem bewirken, was wir wollen. Wir können es Situationen fehlt es natürlich auch mir schwer

friedlich schaffen, wenn wir immer mehr werden.

Je mehr Leute wir werden, desto höher weil ich mich einfach als Friedensbote sehe.

ruhig zu bleiben, aber ich muss es bleiben,

wird der Druck und desto mehr Ziele werden

wir erreichen. Der Erfolg ist jetzt schon wieder sehr gut reagiert.

Nach dem Vorfall hat die Polizei übrigens

glasklar ersichtlich. Gewalt ist überhaupt

nicht notwendig, sondern kontraproduktiv. Info-DIREKT: Inwiefern?

Info-DIREKT: Manche Demonstranten sind

der Meinung, dass man aus Polizeikesseln

ausbrechen sollte, um zu zeigen, dass man

sich nicht alles gefallen lässt. Wie sehen Sie

das?

Schaurecker:. Grundsätzlich sollte man im

Vorfeld einiges tun, damit es zu keiner Einkesselung

kommt. Ich habe sehr gute Erfahrungen

mit der Polizei in Salzburg – da gibt es

eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen

den eingesetzten Kräften und Vertretern von

uns. Da würde es niemals zu einer Einkesselung

kommen, weil es ein gemeinsames Ziel

gibt – nämlich dass die Demonstration friedlich

abläuft.

Info-DIREKT: In Innsbruck sind Sie

daneben gestanden, wie die Polizei

sehr brutal gegen einen

82-jährigen „Spaziergänger“

vorgegangen ist.

Wie gelingt es einem

in solchen

Situationen

ruhig zu

bleiben?

Schaurecker: Immer daran denken, was zuvor

gewesen ist. Davor haben die Polizisten

einen super Job gemacht und alles ist absolut

ruhig geblieben. Leider gibt es, und das

ist momentan auffallend, immer ein paar

Wahnsinnige, die glauben eskalieren zu

Schaurecker: Als es den Polizisten nicht

mehr gelungen ist zu deeskalieren, ist es

mir gelungen, weil mir der Einsatzleiter sein

Megaphon gegeben hat, was sicher nicht

österreichweit im

Zeitschriftenhan

oder in einer von

kaufen

selbstverständlich ist. Ich habe dann ein paar

deeskalierende Worte an die aufgebrachten

Demonstranten richten können. Die Lage hat

sich danach recht rasch beruhigt. Dass der

Einsatzleiter diese Einsicht hatte, finde ich

sehr positiv.

Info-DIREKT: Was kann man machen, wenn

Polizisten und Demonstranten aneinander

geraten?

Schaurecker: Ketten bilden. Was sich bewährt

hat, ist eine Kette vor der Polizei zu bilden.

Allerdings mit gebührendem Abstand

und mit den Rücken zu den Polizisten. Dadurch

fühlen sie sich nicht bedroht. Die Beamten

stehen dann einer friedlichen Menge

auf www.info-dir

Wer direkt unabhängige gegenüber. Dadurch können sie nicht M

angegriffen werden und greifen auch selbst

nicht mehr an – und das Ganze kann sich wieder

beruhigen.

muss diese auch unt

Info-DIREKT: Und das klappt?

Schaurecker: In Wien ist es mir am 31. Jän-

18 |


ner so gelungen ca. zehn Mal zu deeskalieren

– wie auch auf einigen Videos zu sehen

ist. Zudem kann man „Wir sind friedlich“

skandieren. Das sind Dinge, die ein bisschen

was bewirken. Es wird aber – und das muss

man zugeben – immer schwieriger, weil die

Leute aufgrund der Auswirkungen des Lockdowns

immer aggressiver werden. Immer

mehr Menschen sind verzweifelt und haben

keine Perspektive mehr. Dazu kommt, dass

man sich nicht mehr untereinander austauschen

kann. Bei mir war das früher so: Wenn

mich etwas genervt hat, habe ich mich mit

Freunden getroffen, bin etwas trinken gegangen

und habe so meine „Festplatte neu

jetzt

formatiert“ oder habe

kaufen

Sport betrieben. All

diese Dinge, die im Vorfeld sehr deeskalierend

wirken, sind verboten worden – das

kann sich dann bei einer Demo ganz, ganz

stark entladen.

Bild WEGA: MSPictures; Bild Hundeführer: „Österreich ist frei“; restliche Bilder: Info-DIREKT

weiterlesen:

Info-DIREKT: Was halten Sie von „Gefangenenbefreiungen“

bei Demos?

Schaurecker: Nichts. Was wäre denn, wenn

so eine Befreiung gelingen würde? Die Polizei

kann sich das nicht gefallen lassen. Die

würde im nächsten Moment Spezialkräfte

sammeln, die Knüppel ziehen und massiv

auf Demonstranten losgehen. Wenn sich die

Demonstranten dann auch noch wehren, entstehen

Situationen, wo man nicht mehr weiß,

wie es weitergehen soll – das kann nicht das

Ziel sein.

Info-DIREKT: Glauben Sie, ist das teilweise

Ziel der Polizeiführung?

Schaurecker: Ich kann mir nicht vorstellen,

dass ein Vorgesetzter zu seinen Polizisten

sagt, ihr müsst heute eskalieren – das wäre

strafrechtlich relevant.

Info-DIREKT: Was kann man tun, wenn

einen die Polizei selbst plötzlich grundlos

aus der Menge greift?

Schaurecker: Ich würde mich niemals wehren,

sondern sofort signalisieren, dass ich freiwillig

mitkomme. Dabei würde ich laut und

deutlich kommunizieren, dass ich friedlich

bin. Wenn man etwas Glück hat, wird das von

jemanden gefilmt und man hat dann klare

Beweise, wenn die Polizei nicht verhältnismäßig

oder willkürlich vorgeht.

Info-DIREKT: Darf man Amtshandlungen filmen?

Schaurecker: Natürlich, das ist rechtlich gedeckt.

II

Kurios

Schwerpunkt

Maskenlose Polizisten strafen

Bürger wegen fehlender Masken

Bei den Protesten am 13. Februar in Wien herrschte auch im Freien FFP2-

Maskenpflicht. Obwohl die Polizei an die 1.600 Anzeigen wegen Verstößen

gegen die Corona-Maßnahmen austeilte, hielten sich Teile der Polizei selbst

mutmaßlich nicht daran. Die Beamten der Spezialeinheit WEGA trugen beispielsweise

nur Sturmhauben, die im Bereich von Mund und Nase nur mit einem Netz

ausgestattet sind. Bei den Sturmhauben der eingesetzten Polizei-Hundeführer war

der Mundbereich sogar gänzlich ausgespart. Trotzdem waren beide Einheiten im

engem Kontakt mit den „Spaziergängern“.

Info-DIREKT fragte direkt bei der Polizei nach

Info-DIREKT hat deshalb bei der Landespolizeidirektion Wien nachgefragt, welche

gesetzliche Grundlage es dafür gibt und wer darüber entschieden hat, dass diese

Spezialeinheiten keine FFP2-Maske tragen mussten. Anstatt einer klaren Antwort

erhielten wir jedoch trotz mehrmaliger Nachfragen nur Ausflüchte, wie dass es

Ausnahmebestimmungen gebe, die Polizisten ja auch ein Visier am Helm trügen

und Einsätze oft sehr spontan stattfänden. Für die Zukunft wolle man jedoch an

einer besseren Lösung arbeiten ...

Angeblich tödlicher Virus für Beamte weniger gefährlich?

Auf diese neuen polizeiinternen Bestimmungen sind wir schon gespannt. Wenn

man nämlich an die absolut tödliche Gefährlichkeit des Virus glaubt, stellt sich

die Frage, wie man Polizisten davon ausnehmen

kann, die noch dazu in direktem Kontakt mit

angeblichen „Lebensgefährdern“ stehen.

Jene zwei Beiträge, die wir

dazu online veröffentlicht

haben, verstehen wir nicht

als Angriff auf einzelne

Polizisten, sondern als

Kritik an der Obrigkeit,

die ständig mit zweierlei

Maß misst. II

del bestellen

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edien will,

erstützen!

Bild rechts: In der Info-DIREKT-

Videoreportage von den Protesten am

31. Jänner in Wien sieht man ab Minute

16:35 wie sich Thomas Schaurecker immer

wieder schützend vor die Polizei stellt und

so die Situation immer wieder beruhigen

kann. Die Videodokumentation ist unter

dem Titel „Tag der Freiheit in Wien: Schlaue

Demonstranten blamieren Innenminister

Nehammer“ auf Youtube zu finden.

Bild links: Demonstrationen

müssen friedlich bleiben, damit

es gelingt viele Menschen

auf die Straße zu bringen,

analysiert Schaurecker. „Je

mehr Leute wir werden, desto

höher wird der Druck und

desto mehr Ziele werden wir

erreichen“, so der Salzburger

Sicherheitsexperte.

j

| 19


Anleitung zum Malen eines Banners

Bild: Alois Endl, www.aloisendl.net

Protest sichtbar machen

Bild 1: Riesige Banner

wie dieses 13 Meter breite

und 1,5 Meter hohe

machen Botschaften

sichtbar und prägen

Demonstrationen.

• Bannerstoff (Empfehlung: ultrasshop.com/

de/17-choreographie), es kann jedoch auch

Meterware bei einem Möbel- oder Stoffhändler

gekauft werden.

• Beamer und eine geeignete Wand zum Aufhängen

des Banners

• Laptop

• Wasserwaage und Latte

20 |

Materialliste

• Schnur oder farbige Kreide

• Befestigungsmaterial (Hammer und dünne Nägel,

Reißnägel, Klebestreifen oder ähnliches)

• Mehrere Kugelschreiber

• Plastikfolie als Unterlage fürs Malen. Diese muss

natürlich etwas größer als das Banner sein.

• Wasserverdünnbare Acrylfarbe aus dem Baumarkt.

Je nach Fabrikat zu verdünnen. Zu starke Verdünnung

verändert die Farbe kaum, führt aber dazu, dass die

Farbe durch die Saugwirkung des Stoffs über die

zuvor markierten Ränder läuft. 3 Teile Farbe zu 1 Teil

Wasser ist ein sicheres Mischungsverhältnis.

• Pinsel in verschiedenen Größen

• Ausreichend Platz

• Mindestens drei Mann (ist natürlich kein Material ;))

Info-DIREKT hat bei Aktivisten der Gruppe „Die Österreicher“

nachgefragt, wie man große Banner selbst herstellen kann.

Wie in jüngster Vergangenheit oft zu beobachten war,

kann ein gehisstes Banner zur rechten Zeit am rechten

Ort für gehöriges Aufsehen sorgen oder auch das

Bild einer ganzen Demo prägen bzw. deren Ausrichtung maßgeblich

beeinflussen (siehe Bild 1). Zählt man nicht zu den Glücklichen,

die auf großzügige Förderungen aus Wirtschaft und Politik zurückgreifen

können, um große Transparente drucken zu lassen, kann

man es mit wenig Geld und etwas gemeinschaftlicher Arbeit leicht

selbst herstellen.

Zeichnen der Konturen

Das Banner wird an einer Wand mittels Nägeln, Reißnägeln oder

Klebestreifen befestigt. Mit Hilfe des Beamers wird die Schrift/das

Motiv auf das Banner projiziert. Natürlich ist das Bild des Beamers

nicht so breit wie die meisten Banner. Deshalb müssen die Schrift/

das Motiv am Laptop und das Banner an der Wand mehrmals weitergerückt

werden.

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muss diese auch unterstützen!

Einrichten des Beamers

Erstmal sollte das Bild so weit vergrößert werden, dass die Motivgröße

zur Höhe des Banners passt. Das Bild darf nicht verzerrt sein,

sonst bekommt man unterschiedlich große oder verzerrte Buchstaben,

wenn man die Schrift während des Konturenzeichnens vorrückt.

Um das zu kontrollieren können die Ränder des Bildes gemessen

werden. Es muss links und rechts gleich hoch sowie oben und unten

gleich breit sein. Alternativ kann man sich auch an geeigneten Punkten

im Motiv orientieren wie in unserem Beispiel - siehe Bild 2.

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Zuletzt muss noch sichergestellt werden, dass das Bild waagerecht

ist. Dazu am besten zuvor mit Hilfe von Wasserwaage, Latte und

Kreide einen horizontalen Strich an die Wand zeichnen oder eine

Schnur spannen.

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Möglicherweise müssen einzelne Schritte wiederholt werden, weil


Anleitung zum Malen von Bannern

durch die Korrektur eines Parameters ein anderer beeinträchtigt wurde.

Auch muss nicht zwingend in dieser Reihenfolge vorgegangen

werden. Es hat sich aber bewährt.

Wenn all diese Kriterien passen, wird der Beamer horizontal und vertikal

exakt parallel zur Wand und waagerecht ausgerichtet. Eventuell

kann eine Schiefstellung auch mit Hilfe der Einstellungen am Beamer

korrigiert werden.

Bilder: „Die Österreicher“ - www.die-oesterreicher.at

Nachzeichnen der Umrisse

Ist der Beamer passend eingerichtet, können die Konturen des projizierten

Bildes mit Hilfe der Kugelschreiber auf den Bannerstoff übertragen

werden. Da – wie gesagt – die meisten Motive breiter als die

Projektionsfläche des Beamers sind, muss vorgerückt werden. Ob

man mit der Schrift/dem Motiv rechts oder links beginnt, ist dabei

egal. In diesem Beispiel beginnen wir rechts, also am Ende der Schrift.

Als Referenz zum Vorrücken nehmen wir hier den Teil des Buchstaben

‚K‘, welcher am linken Bildrand (siehe Bild 3) zu sehen ist. Dessen Konturen

werden wie der Rest des Motivs auf den Bannerstoff übertragen.

Rücken wir dann das Bild am Laptop und den Bannerstoff an der

Wand nach rechts, wird der Stoff so positioniert, dass das projizierte

K mit den bereits übertragenen Konturen auf dem Banner übereinstimmt.

Vertikal kann man sich zusätzlich an dem waagerechten Strich

an der Mauer oberhalb des Banners orientieren, welcher anfangs

zum Einrichten des Bildes genutzt wird. Beim Vorrücken der Grafik

am Laptop ist es wichtig, dass diese vertikal nicht verschoben wird.

Jetzt wird‘s bunt

Abschließend müssen die Konturen noch ausgefüllt werden. Es empfiehlt

sich dafür einen Ort zu wählen, an dem das ganze Banner auf

einmal gemalt werden kann. Steht nicht so viel Platz zur Verfügung,

muss diese Arbeit auf mehrere Durchgänge aufgeteilt werden. Dann

muss der zuerst gemalte Teil natürlich trocknen, bevor man ihn bewegt,

weil ansonsten die nasse Farbe auf der untergelegten Plastikfolie

oder auch Farbe vom Banner selbst auf Teile des Stoffes gelangen

können, wo sie nicht gewünscht sind.

Arbeitet man an einem mehrfarbigen Banner wie hier, empfiehlt es

sich anfangs jede auszumalende Fläche mit der richtigen Farbe zu

markieren, um das versehentliche Ausmalen mit der falschen Farbe

zu vermeiden.

Wie oben bereits erwähnt, sollte die Farbe nicht zu sehr verdünnt werden,

weil dann die gemalten Konturen durch die Saugwirkung des

Stoffes verschwimmen. II

Unbedingt beachten!

Damit ein Banner bei Demonstrationen gut gesehen wird, ist es ratsam

diesen mit Stöcken in die Höhe zu halten. Dabei ist zu beachten, dass bei

manchen Demos Stöcke nicht erlaubt sind.

Die Windlast auf große Banner kann enorm sein. Gerade in Wien ist es

meist sehr windig. Wenn das Transparent über den Köpfen getragen werden

soll, muss also sichergestellt sein, dass die Stöcke gut in den Stoff

eingenäht sind und ausreichend Manneskraft zur Verfügung steht, um dem

Wind standzuhalten. Bei Banneraktionen auf Dächern ist hier besondere

Vorsicht angebracht.

Werden Banner auf Brücken oder Gebäuden angebracht, ist darauf zu

achten, dass diese nicht auf die Fahrbahn gelangen oder sonst irgendwie

zur Gefahr werden können. An fremden Gebäuden Banner anzubringen, ist

grundsätzlich illegal - das ist also kein Aufruf so etwas zu tun.

Bild 2: Mit Hilfe eines Beamers wird eine vorbereitete

Grafik auf den auf einer Wand befestigten Bannerstoff

geworfen. Dabei ist die Gleichheit der Maße zu kontrollieren,

um sicherzugehen, dass die Projektion nicht

verzerrt ist.

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Bild 3: Übertragen der Konturen auf den Bannerstoff

mit einem Kugelschreiber.

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Bild 4: Ausmalen der Konturen mit Acrylfarbe.

Planen Sie unbedingt genug Zeit zum Trocknen

der aufgebrachten Farbe ein!

| 21


Schwerpunkt

Schwarze Wahrheit

Martin Bruckner über eine erfrischend kreative Protestform,

die Menschen zum Nachdenken anregt.

In den vergangenen Wochen und

Monaten häuften sich in fast ganz

Europa erneut die Straßenproteste

gegen die staatlich verordneten

Corona-Maßnahmen und damit einhergehenden

Freiheits- und Grundrechtseinschränkungen.

Immer mehr

Menschen gehen auf die Straße,

um ihren Unmut kundzutun. Dabei

finden diese Kundgebungen und

Demonstrationen meist immer nach

demselben Muster statt, wodurch es

für die herrschenden Akteure oft ein

leichtes Spiel ist, diese Zusammenkünfte

in ihrer Gesamtwirkung zu entschärfen.

Das Problem

Der besorgte Bürger, auch wenn er

mit hunderten Gleichgesinnten kaufenauf-

tritt, scheint einer Übermacht gegenüberzustehen,

der er nicht gewachsen

ist. Bereits bei der Anmeldung

einer Kundgebung werden ihm seitens

der Behörden die ersten Steine

in den Weg gelegt. Schafft er es

dennoch legal auf die Straße, steht

er der geballten Übermacht der Exekutive

entgegen, von der er drangsaliert

und eingeschüchtert wird. Und

weil das noch nicht genug ist, kommt

noch eine gekaufte Medienmaschinerie

hinzu, die jeglichen Protest als

Materialliste

• Blickdichte (!), weiße Hygieneanzüge

• Weiße Masken. Bei diversen Online-

Händlern findet man diese, wenn man weiße

Masken zum Bemalen eingibt

• Schilder mit einer übertriebenen Botschaft

zum Umhängen

• Einen großen Lautsprecher oder mehrere,

kleinere Bluetooth-Boxen

• Die „Schwarze Wahrheit“-Tondatei. Diese

kann auf hygienediktatur.com in unterschiedlichen

Varianten kostenlos heruntergeladen

werden

• Je nach Möglichkeit eine beliebige Anzahl

an Darstellern

• Ratsam ist es zudem eine solche Aktion bei

den zuständigen Behörden als kunstvolle

Protestaktion anzumelden

Ansammlung von ein paar Verschwörungstheoretikern

& Neonazis diffamiert

und kleinredet.

Wie kann angesichts dieses Kräfteungleichgewichts

dennoch ein „Wachrüt-

kaufen

Info-DIREKT jetzt

teln“ breiterer Bevölkerungsschichten

und bequem gelingen?

weiterlesen:

Das Konzept

In einem Blogeintrag des Multipolar-Magazins

(multipolar-magazin.de)

machte Stefan Korinth im September

2020 auf das philosophische Mittel

der „Schwarzen Wahrheit“ aufmerksam.

Das Konzept dabei ist relativ einfach:

Anstatt sich öffentlich gegen eine

Maßnahme oder Forderung der Regierung

zu positionieren, sollten sich

die Demonstranten stattdessen für

eine noch extremere Ausführung davon

aussprechen und diese dadurch

ad absurdum führen.

Fordert die Regierung beispielsweise

eine Impfpflicht für Senioren als sogenannte

„Risikogruppe“, muss die Forderung

der Protestierenden lauten:

„Nein, das ist noch nicht genug. Impfpflicht

auch für Neugeborene!“ Durch

diese Überaffirmation kommt die ursprüngliche

Forderung ins Wanken.

Fordert die Regierung höhere Geldstrafen

für Maskenverweigerer, muss

auch hier überschwänglich reagiert

werden mit der Forderung „Maskenverweigerer

ins Gefängnis!“.

Psychologisch hat dies zur Folge,

dass die Verfechter der Ausgangsforderung

in Verlegenheit gebracht

werden und diese versuchen zu relativieren

bzw. gar in Erklärungsnot

geraten.

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Der Auftritt

Verstärkt wird der Effekt dieser

Protestform durch ein optisch einheitliches

Auftreten der Demonstranten,

das an die gleichgeschalteten

Menschenmassen in Orwells

Roman „1984“ erinnert. Ziel der

„Schwarzen Wahrheit“ ist es, den

Herrschenden den Spiegel vorzuhalten

und dem Zuschauer zu veranschaulichen,

welche Dystopie

uns droht, wenn die Corona-Maßnahmen

ausufern.

Die Protestform der „Schwarzen Wahrheit“

haben sich mittlerweile einige Aktionsgruppen

in Europa angeeignet.

Mit weißen Overalls und Phantommasken

ziehen sie regelmäßig durch die Innenstädte

und fordern die Einführung

der sogenannten „Hygienediktatur“.

Auch in Oberösterreich haben solche

Kundgebungen bereits stattgefunden.

Die Reaktionen

Anders als bei einer normalen Demonstration

werden von der künstlerischen

Darbietung deutlich mehr

Schaulustige angezogen als sonst.

Wer den Gesprächen der Zaungäste

lauscht, stellt fest, dass mit dieser Aktionsform

durchaus ein Nerv getroffen

wird. Viele Passanten schüttelten den

Kopf und fragen sich, was man in dieser

Zeit noch alles über sich ergehen

lassen müsse. Andere durchschauen

die Absicht der Aktionskünstler und

beklatschten sie.

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Die Berichterstattung der Mainstream-Medien

fällt wie erwartet negativ

aus, dem einen oder anderen Zuschauer

auf der Straße dürfte die „Schwarze

Wahrheit“ jedoch den notwendigen

Denkanstoß geben, um sich gegen die

Corona-Maßnahmen aufzulehnen.

Neben dem bereits erwähnten, grundlegenden

Multipolar-Artikel über das

Konzept der „Schwarzen Wahrheit“ ist

dort auch ein weiterführender Beitrag

mit dem Titel „Einen Nerv getroffen“ zu

finden: multipolar-magazin.de

Bild: Am YouTube- und am TikTok-Kanal

von Info-DIREKT finden Sie ein kurzes

Video dieser kreativen Protestform.

22 |


Schwerpunkt

Diese Bilder wurden vom Linzer Fotografen Alois Endl gemacht: www.aloisendl.net

Bilder: Die professionellste und größte „Schwarze Wahrheit“-Gruppe sind vermutlich

die „Phantome“ aus Oberösterreich. In zahlreichen Städten hat die Gruppe

bereits für verwunderte Blicke und Aufsehen gesorgt.

| 23


Schwerpunkt

Wien hat Berlin

wieder wachgeküsst

Bianca Becker über regierungskritische Proteste in

Deutschland und Österreich, die sich gegenseitig

befruchten und inspirieren.

Bilder: Die erfolgreichen Proteste gegen

die Regierung in Wien vom 31. Jänner

ermutigten auch zahlreiche Menschen in

Berlin spontan auf die Straße zu gehen.

Bild Wien: Alois Endl; Bild Berlin: Bildschirmfoto von volkslehrer.info

Als am 31. Jänner die Menschen

in Wien auf die Straße

gingen, um gegen die Corona-Politik

zu demonstrieren, war der

Ruf nach Freiheit weit über die Grenzen

hinaus zu hören. Spontan versammelten

sich am selben Abend in Berlin

Tausende auf der Straße des 17. Juni

am Brandenburger Tor, um ihre Solidarität

mit Wien auszudrücken. Zuvor

war es um die Demonstrationen in

Deutschland wegen der Corona-Politik

ruhiger geworden, da Versammlungen

verboten und strenge Regeln

eingeführt worden waren. Am Abend

des 31. Jänner sprang der Funke der

Freiheit von Wien auf Berlin über und

entzündete den Willen zum Widerstand

erneut.

bisher, sich Protesten anzuschließen.

Corona kam da wie gerufen.

Die Zahl der Demonstrationen in

Deutschland schnellte ab April 2020

sprunghaft in Höhe, als „Querdenken“

die Bühne betrat. „Querdenken“ begann

im April 2020 mit 50 Menschen

in Stuttgart. Am 29. August 2020 bewegten

die „Querdenker“ bereits mindestens

40.000 Personen, die – begleitet

von LKW mit Musik – für die Freiheit

in Berlin auf die Straße gingen. Robert

F. Kennedy jr. hielt bei der Demo eine

beeindruckende Rede.

Bunte Proteste in Deutschland

Bei „Querdenken“ sieht man Regenbogen-

neben Reichsfahnen, Fahnen

mit Friedenstauben – und auch Ghandi

ist ein sehr beliebtes Motiv. Alle gehen

Schulter an Schulter und sind sich

darin einig, dass die Freiheit in Gefahr

tion, dass der Bus um 23 Uhr auf einem

Marktplatz in einer bestimmten Stadt

stünde, und die Menschen kamen trotz

später Stunde. Oft war der Platz schon

voll, ehe der Bus überhaupt das Ziel erreicht

hatte. Eckert und sein Team nahmen

den Menschen die Angst.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

österreichweit im

2020 entstanden zahlreiche weitere

Aktionen, die friedlich Widerstand gegen

die Corona-Politik leisteten, darunter

auch das Kunst- und Satireprojekt

„Schwarze Wahrheiten“, bei der gesichtslose

Personen unter Beachtung

sämtlicher Corona-Regeln den Menschen

die Corona-Vorschriften deutlich

überspitzt vorhalten.

Widerstand drohte zu verebben

Als am 28. November 2020 in Berlin

das Infektionsschutzgesetz ver-

Seit 2014 wird in Deutschland gegen

Merkels Politik Zeitschriftenhandel demonstriert. Jeden

bestellenabschiedet wurde, das viele als „Er-

zweiten Montag treffen sich die

mächtigungsgesetz 2.0“ bezeichnen,

Dresdner vor der oder Frauenkirche in bei einer von über ist. Während bei den Demonstrationen

100 Trafiken kamen Wasserwerfer sofort gegen friedliche

die politische Gesinnung der Mar-

Demonstranten zum Einsatz. Danach

Pegida, um für den Erhalt der Heimat

zu demonstrieren.

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Seit 2015 findet schierer keine Rolle spielt, versucht die wurden zahlreiche regierungskritische

jeden Mittwoch die „Merkel muss Regierung dennoch alle Teilnehmer zu Kundgebungen untersagt, und der Widerstand

drohte zu verebben. Wiens

weg“-Demo vor dem Kanzleramt in brandmarken in der Hoffnung, dass sie

Berlin statt. Die Zahl der Demons- dann vom Demonstrieren ablassen. Freiheitsdemonstration am 31. Jänner

trationen nahm jedes Jahr zu. Merkel

fuhr indes

„Querdenken“ hat jedoch den Menschen

den Mut gebracht, „außerhalb wachgeküsst. Seitdem finden auch

hat Berlin dann wie in einem Märchen

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unbeirrt mit ihrer Politik

fort. Während der Unmut bei den der Box“ zu denken.

wieder in Deutschland Proteste statt.

Bürgern Deutschlands täglich stieg,

Wer unabhängige Medien will,

präsentierte ihnen der Mainstream, Ähnlich erfolgreich war die Mannschaft 2021 wird in Deutschland bundesweit

wie beliebt Angela Merkel angeblich

sei, muss mindestens diese genauso wie auch Er-

Bodo unterstützen!

Schiffmann, die im letzten Jahr Merkels Politik demonstriert, teilweise

rund um Samuel Eckert und den Arzt wieder jedes Wochenende gegen

ich Honecker einst in der DDR, vermutlich

mit einem Bus bundesweit auf Corona-Info-Tour

auch an Wochentagen. Je länger die

sogar mehr. Viele Deutsche

schnauben heute vor Wut, wenn sie

Merkels Namen hören. Nach 16 Jahren

Merkel-Regierung haben Unzählige

waren. Pro Tag fuhren

sie drei Orte an, um Menschen über

Corona aufzuklären. Egal, wo Samuel

Eckerts Bus auftauchte, die Menschen

Lockdowns anhalten, desto mehr Menschen

wachen auf. 1989 sprach man

in Deutschland nicht nur vom „Wind

of Change“ (Wind der Veränderung),

ihr Vertrauen in die Politik gänz-

strömten herbei. Wiederholt postete man spürte ihn auch überall. Viele füh-

lich verloren. Viele zögerten jedoch Eckert abends um 22 Uhr die Informalen

sich jetzt daran erinnert. II

24 |


Schwerpunkt

Widerstand in der BRD

Vielfältige Projekte gegen den Corona-Wahnsinn in Deutschland

Autokorso

In zahlreichen deutschen Städten finden als

Protest gegen den Corona-Wahnsinn regelmäßig

Autokorsos statt. Die mit Parolen verzierten

Fahrzeuge legen den Berufsverkehr lahm und

erzeugen dadurch viel Aufmerksamkeit. Den

Behörden sind natürlich auch solche Proteste ein

Dorn im Auge. Deshalb wurde ein für 19. Februar

von „Querdenken-7141“ angekündigter Autokorso

in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) mit der

Begründung untersagt, dass sich die Teilnehmer

vermutlich nicht an die behördlichen Auflagen

(keine Hupkonzerte, maximal zwei Personen in

einem Fahrzeug) halten würden.

Straße

der Mut

In Sachsen, entlang der

B 96, zwischen den Städten

Oppach und Zittau, versammeln

sich seit Mai jeden

Sonntagvormittag Menschen

um ihrer Unzufriedenheit mit

der Regierung mit Fahnen und

Schildern Ausdruck zu verleihen.

Immer wieder berichten

auch etablierte Medien über

die unbotmäßigen Proteste als

„Straße der Wut“. Anfang Februar

freute sich eine Zeitung darüber,

dass nun weniger Menschen

am Protest teilnehmen würden.

Eine Woche darauf folgte jedoch

die Ernüchterung „Wieder mehr

Corona-Kritiker an der B 96.

Auf YouTube findet man einige

Berichte, wenn man nach „Protest

B 96“ sucht.

Bildschirmfotos von youtube.com

Straßenmusiker

im Widerstand

Arne Schmitt ist Straßenmusiker. Mit seinem Flügel

spielte er auch auf mehreren Querdenker-Demos

- einmal wurde er dabei von der Polizei sogar sehr

unsanft abgeführt. Als er in Recklingshausen auf

seinem Klavier spielte und regierungskritische

Flugzetteln zur freien Entnahme auflegte, löste das

einen Polizeieinsatz aus, dem sich der Künstler solange

nicht beugte, bis die sechs Polizeibusse wieder

abrückten. Am Youtube-Kanal von „RT Deutsch“

wurde das Video über 250.000-mal angeklickt. Unter

„Arne Schmitt - Piano Across The World“ finden Sie

ihn auf Facebook.

Coronainfo-Tour

Am 28. September startete die Coronainfo-

Tour mit Samuel Eckert, Bodo Schiffmann,

Wolfgang Greulich und einigen weiteren

Personen in Passau. Der Infotour-Bus machte

bis 21. November in unzähligen deutschen

Städten halt, um besorgte Bürger

über die Hintergründe der angeblichen

Pandemie aufzuklären.

Mehr dazu auf www.coronainfo-tour.de

Stiftung Corona Ausschuss

Seit Mitte Juli 2020 untersucht der

Corona-Ausschuss in ausführlichen

Sitzungen die Hintergründe

und Auswirkungen der Corona-

Maßnahmen. Die Sitzungen werden

von erfahrenen Rechtsanwälten geleitet

und live im Internet übertragen.

Die Ergebnisse der Ausschussarbeit

bis zum 23. August 2020 wurden in

einem Zwischenbericht zusammengefasst. Weitere

Sitzungen folgen laufend. Ein umfangreicher

Endbericht inklusive zahlreicher Belege ist in Arbeit.

Mehr Infos und zahlreiche Videos finden Sie unter:

www.corona-ausschuss.de

„Bringt Eure Toten raus!“

In verschiedenen deutschen Städten waren eine zeitlang Gruppen unterwegs, die mit Lautsprecher und

Sarg durch Innenstädte zogen und die Bewohner aufforderten: „Bringt Eure Toten raus!“ Dadurch sollen

die Menschen vermutlich zum Nachdenken gebracht werden, wo die vielen Toten der angeblich so tödlichen

Pandemie sind. Am Bild soll der Aktivist Sven Liebich in einer sächsischen Stadt zu sehen sein.

| 25


Interview

Am Umgang mit der

Meinungsfreiheit “ können wir

Schein-Demokraten von echten

Demokraten unterscheiden.“

-

Im Interview mit Info-DIREKT gibt Rechtsanwalt und AfD-Politiker Christoph Maier

rechtliche Infos und Tipps zur Anmeldung von Demos in Merkels Deutschland.

Die derzeitigen Corona-Maßnahmen der Regierungen in Bund und Ländern erschweren

die Durchführung von Versammlungen in ganz Deutschland in erheblichem

Maße. Das kursierende Gerücht, „Demos sind gerade verboten“, ist aber falsch, so

Rechtsanwalt und AfD-Landtagsabgeordneter Christoph Maier im Interview mit Info-DIREKT.

Christoph Maier

wurde 1984 in

Schwabmünchen

(Landkreis Augsburg/

Bayern) geboren. Seit

2016 ist er selbstständiger

Rechtsanwalt.

Seit 2018 Mitglied des

Bayerischen Landtags

und parlamentarischer

Geschäftsführer

der AfD-Fraktion. In

seiner Freizeit angelt

er leidenschaftlich

gerne. Mehr über

Maier erfahren Sie auf

seiner Internetseite

www.maier-christoph.

de und auf seinem

Telegram-Kanal: t.me/

ChristophMaierAfD)

Info-DIREKT: Gilt das Recht auf Versammlungsfreiheit

auch während eines „Lockdowns“?

Christoph Maier: Ja. Das Grundgesetz für

die BRD garantiert in Artikel 8 das Recht aller

Deutschen, sich friedlich und

ohne Waffen zu versammeln.

Zwar kann die Versammlungsfreiheit

eingeschränkt

werden, da jedes Grundrecht

unter Vorbehalt steht. Das

Grundrecht der Versammlungsfreiheit

darf in seinem

Kernbereich allerdings nicht

angetastet werden, österreichweit sogenannte

Wesensgehaltsga-

im

rantie. Das bedeutet, dass

Versammlungen auch in der

schlimmsten oder vorgeblich

schlimmsten kaufen Pandemiezeit

grundsätzlich möglich sein

müssen, wenn auch unter

strengen Auflagen. Denn ein

generelles und vollständiges Verbot von

Versammlungen - auch in einer Pandemiezeit

- würde den Wesenskern der Versammlungsfreiheit

berühren und wäre verfassungswidrig.

Von dem Grundrecht bliebe

sonst „nichts mehr übrig“.

Info-DIREKT: Aber mehrere Demos von

„Querdenkern“ wurden doch verboten?

Maier: Es ist richtig, dass Verwaltungsbehörden

verschiedene Querdenkerdemos in der

Vergangenheit verboten haben. Einige dieser

Verbote wurden allerdings nachträglich

von Gerichten für rechtswidrig erklärt. Bekanntestes

Beispiel dafür ist

die Aufhebung des Verbots

der großen Querdenkerdemo

in Berlin am 29. August

2020. Jüngste Entscheidungen

von Gerichten geben

aber in der Tat Grund zur

Besorgnis. So bestätigte sogar

das Bundesverfassungsgericht

Demoverbote von

Querdenkern in Frankfurt/

Main und in Bremen. Gerne

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Versammlungen

müssen

auch in der

schlimmsten

oder vorgeblich

Zeitschriftenhandel schlimmsten bestellen

oder in einer Pandemiezeit von über 100 Trafiken sofort

grundsätzlich

möglich sein.

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muss diese auch unterstützen!

begründen Behörden oder

Gerichte ihre Entscheidungen

in solchen Fällen damit,

dass zu erwarten sei, dass

sich die Teilnehmer der Demonstrationen

nicht an Auflagen

oder Bestimmungen der Infektionsschutzverordnungen

halten werden. Diese

Entscheidungen übersehen aber, dass es

sich bei Querdenkerdemos um höchst heterogene

Veranstaltungen handelt. Es kann

von einer oder mehreren solcher Versammlungen

nicht auf alle anderen Versammlungen

geschlossen werden. Außerdem ist zu

beobachten, dass sich die meisten Querden-

26 |


Interview

kerdemos, die häufig klein und lokal vonstatten

gehen, an Auflagen und Bestimmungen

halten. Ein generelles Verbot von Versammlungen

wäre aber in jedem

Falle verfassungswidrig.

Info-DIREKT: Was muss man

also bei einer Anmeldung beachten?

Maier: Die Formalien zur Anmeldung

einer Versammlung

in und außerhalb der Corona-Zeit

richten sich nach den

Bestimmungen der Länder. In

Bayern etwa muss eine Versammlung

48 Stunden vor

ihrer öffentlichen Bekanntmachung bei der

zuständigen Behörde angezeigt werden.

Die zuständige Behörde ist in der Regel das

verantwortete, bei denen sich die Teilnehmer

nicht an Auflagen hielten, ist ein Verbot

leichter zu begründen. Demonstrationen mit

„Querdenkerbezug“ stehen derzeit unter besonderer

Beobachtung.

Info-DIREKT: Welche weiteren Tipps gibt

es?

Maier: Die Anmeldung einer Versammlung

mit einer überschaubaren Personenanzahl,

beispielsweis max. 30 Teilnehmern, auf einem

großen und geeigneten Platz vermindert das

Risiko eines Verbots. Der persönliche Anruf

beim Landratsamt oder der Polizei im Vorfeld

der Versammlung sollte nicht gescheut werden.

Bleiben Sie höflich, aber bestimmt. Sie

nehmen Ihr gutes Recht wahr! Vermitteln Sie

glaubhaft den Eindruck, dass Sie sich an die

Auflagen halten werden, und tun Sie auch Ihr

Möglichstes, dass die Auflagen tatsächlich

eingehalten werden. Denn einen Vorwand,

Ihre nächste Versammlung zu verbieten,

sollten Sie der Behörde nicht liefern. Einfach

nur ein Laternenumzug zur Wahrung der

Grundrechte in Ihrer Gemeinde kann zurzeit

das Mittel der Wahl sein und ist nur schwer

zu verbieten. Jedenfalls sinkt bei derartigen

Versammlungen die Gefahr

eines Verbots und gleichzeitig steigt

Jüngste Entscheidungen

von Gerichten

geben in der

Tat Grund zur

Besorgnis.

die Wahrscheinlichkeit

der Aufhebung

eines solchen Verbots

durch ein Gericht.

Sollte eine objektive

„Gefahrenprognose“

Ihrer angemeldeten

Versammlung nämlich

nicht nachweisen

können, dass mit einer

ausreichend hohen

Wahrscheinlichkeit

gegen Auflagen verstoßen

wird, kann Ihre Versammlung

nicht verboten werden; und spätestens

die Gerichte werden Ihnen Recht

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Landratsamt. Eine Versammlung ist auch weiterhin

nicht genehmigungspflichtig, sondern

geben müssen.

nur und anzeigepflichtig. bequem Es ist aber damit weiterlesen:

zu Info-DIREKT: Klingt das alles nicht

rechnen, dass die Behörde zahlreiche Auflagen

erlassen wird. Wenn der Versammlungs-

Maier: Noch nicht ganz. Die soge-

nach Verhältnissen wie in der DDR?

leiter in der Vergangenheit Versammlungen nannte DDR war ein Unrechtsstaat, deren

Machthaber zum politischen Mord

österreichweit im

bereit waren. Allerdings garantierte

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auch die Verfassung formell das Recht

auf Versammlungsfreiheit. Die Bürgerrechtsbewegung

hatte darauf explizit

Bezug genommen und politisch

unverdächtige Versammlungen als

„Schweigekreise“ durchgeführt. Dies

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hinderte die SED-Schergen trotzdem

nicht, Versammlungen entweder ganz

zu verbieten oder deren Durchführung

zu erschweren. Das herrschende

Parteiensystem in der BRD gleicht

bereits den Blockparteien, wie es sie

in der DDR gab. Und die Ignoranz, die

Demonstranten entgegenschlägt, die

explizit nicht dem linken Zeitgeist huldigen,

ist identisch. Am Umgang

mit der Meinungs- und

Versammlungsfreiheit

können wir die

Schein-Demokraten

von den

echten Demokraten

unterscheiden.

II

Bild: Für Christoph Maier

gleicht das Parteiensystem

in der BRD jenem der

DDR-Blockparteien. Zur

Erinnerung: Blockparteien

sollten den Eindruck

demokratischer Vielfalt

erwecken, unterschieden

sich inhaltlich in allen

wesentlichen Punkten

nicht.

Bilder: AfD-Bayern

Bild: Sind in Deutschland bald nur mehr Blockparteien

erlaubt? Schlagzeilen wie diese vom 19. Februar 2021

lassen das vermuten.

| 27


Schwerpunkt

Mit dem eigenen Konsum

eigene Strukturen stärken

Steffen Richter über eine noch zu wenig genutzte

Möglichkeit das eigene Lager zu stärken.

Bild: Bücher zu bestellen

klappt online schon ganz

gut. In Österreich ist hier

der Freilich-Buchladen,

in Deutschland der von

Antaios zu erwähnen.

Beide Verlage haben

ein ähnlich breites

Buchangebot wie die

großen Konzerne.

Bild: Politisch gehen die

Meinungen über die italienische

Bewegung „Casa

Pound“ weit auseinander.

Anzuerkennen ist jedoch,

dass es ihr in vielen

Lebensbereichen gelungen

ist eigene Strukturen

aufzubauen. Mit „Pivot“

gelang es sogar eine

eigene, sehr erfolgreiche

Modemarke mit eigenen

Geschäften in vielen italienischen

Städten zu etablieren.

Ausführlich haben

wir über „Casa Pound“ im

Info-DIREKT, Ausgabe 27,

berichtet.

Als Einzelne sind wir schwach; gegenüber

den verfilzten Strukturen

in der Politik, den Konzernen, Big

Tech. Sie können uns dazu

zwingen, Masken zu tragen

und das von der Polizei durchsetzen

lassen. Sie können lokale

Strukturen verdrängen, zu

Monopolisten werden und uns

so die Freiheit der Wahl nehmen.

Oder sie sperren jeden

von uns, der eine vom Globalismus

abweichende Meinung

vertritt, von den großen Sozialen Medien

aus.

Aber wenn wir viele sind, dann können sie

das nicht mehr. Das gilt nicht nur bei Wahlen

oder passivem Widerstand. Das gilt auch

und vor allem bei einer der schärfsten Waffen,

die uns zur Verfügung stehen: unserem

Konsum. Vielleicht erinnert sich noch jemand

daran, als der Ölriese Shell 1995 die

Ölplattform „Brent Spar“ versenken wollte?

Nachdem Greenpeace

österreichweit

die Plattform besetzt

im

hatte, begann eine Kampagne Shell zu boykottieren.

Die Tankstellen von Shell blieben

wochenlang leer, der Konzern lenkte ein. Das

ist eines von vielen Beispielen, wie Konsumentenentscheidungen

kaufenzu Konsequenzen

führen können.

Wirtschaftliche Druckmittel

Nicht nur im Kampf gegen Großkonzerne

setzen Linke die Druckmittel „Geld“ und „Konsum“

regelmäßig ein. Letztendlich geht es

bei linken Diffamierungskampagnen

immer darum, dem

politischen Gegner – also uns

– die wirtschaftlichen Grundlagen

zu entziehen. Die Methoden

ähneln sich: Mal wird

der Mitarbeiter beim Arbeitgeber

angeschwärzt, weil

dieser auf einer unliebsamen

Demonstration mitgelaufen

ist, mal werden Gastwirte

unter Druck gesetzt, weil sie

„Rechten“ einen Raum geboten

haben. Es geht immer

darum, Geldflüsse zu unterbinden

und die Akteure

wirtschaftlich unter Druck zu

setzen.

Eigene Strukturen bilden

Dagegen zur Wehr setzen kann man sich eigentlich

nur, indem man eigene wirtschaftliche

Strukturen aufbaut. Bei

verschiedenen patriotischen

Das antiglobalistische

patriotische

Lager stärken!

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und bequem weiterlesen:

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Verlagen und Buchversand

funktioniert das bereits sehr

gut. Die Mitarbeiter dieser

Unternehmen müssen sich

zumindest keine Sorgen machen,

aus politischen Gründen

entlassen zu werden. Der

nächste Schritt müsste nun

sein, auch Waren des täglichen Bedarfs bei

Unternehmen zu kaufen, die von Patrioten

gegründet wurden oder geleitet werden.

Wohlgemerkt: Es geht hierbei nicht um Boykott

wie im obigen Beispiel von Shell. Es geht

darum, den eigenen Konsum auf eigene

Strukturen zu lenken und damit insgesamt

das antiglobalistische patriotische Lager zu

stärken.

Waren des täglichen Bedarfs

Dabei gibt es schon zahlreiche beispielhafte

Initiativen. Vom Imker bis zum Kleiderhersteller.

So ist bereits vor einigen Jahren im

Umfeld des Bürgernetzwerkes „Ein Prozent“

ein Hersteller von individueller Kinderkleidung

entstanden, die Nähmanufaktur (www.

naehmanufaktur.net). Für Erwachsene gibt es

sportlich-legere Kleidung vom patriotischen

Modelabel „Peripetie“ (www.peripetie-shop.

com/). Der Markt würde aber sicher noch

Platz für weitere Akteure lassen. Ein – zugegeben

zum jetzigen Zeitpunkt etwas gewagtes

– Rechenbeispiel: Bei der Bundestagswahl

2017 gaben 5.878.115 Personen ihre

Stimme für die AfD ab. Wenn jeder davon

monatlich nur 50 Euro seines ohnehin notwendigen

Konsums auf Unternehmen von

Patrioten lenkt, dann ergäbe das ein Volumen

von 293.905.750 Euro. Wo bleiben sie

also, die patriotischen Lebensmittelhändler,

IT-Versände, Handwerker? II

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oder in einer von über 100 Trafiken sofort

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Bilder: Anstatt sein Geld für globale

Bekleidungsmarken auszugeben, sollte

man möglichst bei Firmen einkaufen,

die Arbeitsplätze für Patrioten schaffen

und einen Teil ihres Gewinnes wieder

in andere patriotische Projekte investieren.

Hochwertige Kleidung bekommt

man beispielsweise beim Modelabel

„Peripetie“: www.peripetie-shop.com

Bilder Peripetie und instagram / Pivot

28 |


Schwerpunkt

| 29


Jugendarbeit

Gegen die geballte

Macht des Establishments

Gastkommentar von Marvin T. Neumann über Sinn und Aufgabe der

„Jungen Alternative“ (JA), der Jugendorganisation der AfD

Bild: Marvin T. Neumann

ist Vorstandsmitglied

der „Jungen Alternative“

Brandenburg und leitet

zusätzlich den Podcast

„mit offenem Visier“.

Für die meisten etablierten Parteien

ist die Jugendorganisation selbstverständlich

die Riege zukünftiger

Mandatsträger, Berater und wohlmöglich

entscheidender politischer

Persönlichkeiten, welche das

Schicksal ihrer Nation prägen

und hoffentlich zum Besseren

wenden. Mit der Parteijugend

soll der Fortbestand der Partei

und ihres politischen Projekts

gesichert und Zukunftsfähigkeit

gewährleistet werden. Die

Entwicklung und Ausbildung

der Nachwuchspolitiker wird

dafür von einem Gerüst aus

Instituten, NGOs und sonstigen

Plattformen, Förderungsinitiativen

und Schulungsorganisationen

begleitet, um die

jungen Menschen im Korpus der eigenen

Interessengemeinschaft bestmöglich aufzubauen

und vorzubereiten.

Selbst Strukturen aufbauen

Für die AfD, also DIE Alternative zu diesen bestehenden

Parteien und Netzwerken, ist eine

derartige Struktur nicht vorhanden. Man ist in

einem Moment des Umbruchs zur Volkspartei

gewachsen mit dem Anspruch, Deutschland,

das deutsche Volk und eine für alle funktionierende

Ordnung erhalten und verteidigen zu

wollen; gegen eine demographische Katastrophe,

gegen Überfremdung durch Massenmigration,

gegen die Zerstörung deutscher

Sprache und Kultur. Das bedeutet für die

„Junge Alternative“ (JA), dass Schwerstarbeit

geleistet werden muss: Eigene Projekte aus

dem Boden stampfen, in der Regel ohne

große Hilfe (auch nicht von der eigenen

Mutterpartei), selbst zusammenfinden, Disziplin

für sich erarbeiten und in der Gemeinschaft

konstruktiv arbeiten. Lesekreise, Podcasts,

Videokampagnen, Flyer – all das gehört

Info-DIREKT j

dazu. Natürlich auch das eine oder andere Bier.

Kaderschmiede

Die Jugend

darf auch mal

Der große Unterschied zwischen

dem patriotischen

und bequem

Nachwuchs und den Blockparteienjungfunktionären

ist

von sprödjedoch

nicht die Stärke be-

spießigen

Spielregeln

abweichen und

provokanter

unterwegs sein.

stehender Strukturen. Der

entscheidende Unterschied

ist, dass die Jungpolitiker der

etablierten Parteien auf ihre

Karrieren vorbereitet werden,

während die Mitglieder der

JA dafür gerüstet werden, sich

österreichweit im

gegen die geballte Macht des

Zeitschriftenhand

Establishments stellen zu können.

Das klingt sehr dramatisch, entspricht

aber mittel- bis langfristig der Realität.

oder in einer von

Nicht an spießige Spielregeln halten

Es kann einer patriotischen Parteijugend, wie

die

kaufen

JA eine ist, also nur darum gehen, eine Kaderschmiede

für eine zukünftige Ersatzelite zu

sein, der es wirklich um unser Land und Volk

geht. Für eine Zeit, in der jene, die ihr Land

lieben, auch wieder dieses gestalten, leiten

und beschützen dürfen. Darauf arbeitet man

auf www.info-dire

hin. Dass dies nicht nur mit melancholischem

Weltschmerz, sondern vielmehr mit Witz und

Humor geht, ist ganz klar. Gerade die Jugend

darf auch mal von spröd-spießigen Spiel-

Wer

regeln

unabhängige

abweichen, kantiger, provokanter,

Me

ironischer und kompromissloser unterwegs

sein. Denn Jugend kann die Prozesse

muss unserer diese Zeit besser verstehen auch – ohne Sozia-

unte

lisierungslast aus vergangenen Jahrzehnten

und anachronistische Denkschablonen. Die

Zeitgeistpartei schlechthin, die Grünen, haben

dies auf ihrer Seite des politischen Spektrums

bereits erkannt. Ob man es für sinnvoll

erachtet oder nicht – die Klimahüpfer werden

zeitnah in die Parlamente einziehen. Die rechte

Jugend, die Gegenelite – und keine Hüpfer

– wird folgen, wenn der Moment reif ist. II

Bild: Der von Neumann geleitete

Podcast „mit offenem Visier“ kennt keine

Scheuklappen. So wird in der ersten Folge

mit Benedikt Kaiser auch der Kurs von AfD-

Chef Jörg Meuthen klar kritisiert.

30 |


„Leute anziehen,

denen es ums Volk geht“

Info-DIREKT hat mit Roman Möseneder, Vorstandsmitglied der Freiheitlichen

Jugend Salzburg, über seine Arbeit im parteipolitischen Vorfeld gesprochen

Interview

Info-DIREKT: Herr Möseneder, zuletzt wurden

Sie in den Landesvorstand der Freiheitlichen

Jugend

etzt kaufen

Salzburg gewählt. Ein

regelrechter Aufschrei ging durch den Mainstream.

Warum?

Roman Möseneder: Das ist richtig. Nicht

nur jegliche Mainstream-Medien waren außer

sich, sondern auch die restliche politi-

weiterlesen:

sche Landschaft Österreichs. Parteien wie

die NEOS oder die Grünen haben hysterisch

und nervös zahlreiche Pressemeldungen verfasst.

Das lässt sich auch ganz einfach erklären:

Das parteipolitische Spiel lebt von Skandalen.

Jeder versucht, dauerhaft das Wirken

des politischen Gegners zu skandalisieren

und künstlich zu überhöhen. In diesem speziellen

Fall hofften sie natürlich darauf, eine

Spaltung der FPÖ herbeizuführen. Niemand

der besagten Akteure – von Journalisten bis

Grünen – akzeptiert die Freiheitlichen auch

el bestellen

nur im Geringsten. Wir als Patrioten im Gesamten

stellen ein Feindbild dar. Ihr einziges

über

Ziel ist es,

100

uns politisch

Trafiken

zu neutralisieren und

sofort

in die Selbstbeschäftigung zu treiben. Begeben

wir uns nun in eine Distanzierungsspirale,

fallen wir auf deren Spiel

herein. Das wäre jedoch in

Zeiten wie diesen fatal: Es

braucht eine starke, offensive

und vor allem geschlossene

Opposition.

kt.eu abonnieren

Info-DIREKT: Nun wurde

in der gesamten Berichterstattung

immer nur von

dien will,

rstützen!

Ihnen gesprochen, nie aber

von Ihren Zielen mit der Freiheitlichen Jugend.

Wie sehen diese aus?

Möseneder: Ziel ist es, eine Gemeinschaft

zu bilden, die viele Bereiche des Lebens abdeckt.

Es ist mir wichtig, die Theoriebildung in

den Vordergrund zu stellen. Viele haben ein

Bauchgefühl, wofür sie stehen – das ist auch

sehr wichtig und gut so. Darauf aufbauend

ist es aber auch essenziell zu wissen, warum

man überhaupt für etwas steht. Denn in Zeiten

der Repression bleiben

nur all jene wirklich standhaft,

die eine tiefgründige Überzeugung

haben, ein Bewusstsein

haben für das, was sie tun. Auch

weitere gemeinschaftsbildende

Aktivitäten wie Wanderungen,

sportliche Betätigung, aber

Das primäre

Ziel darf nie

die Ausbildung

von angehenden

Politikern sein.

auch geselliges Beisammensein sind wichtig.

Ich möchte alle Jugendlichen zusammenbringen:

vom Landbub bis zum Stadtkind, von finanziell

arm bis reich. All diese Unterschiede

sind irrelevant. Wichtig ist nur, für sein Land

politisch arbeiten zu wollen. Weiters stellt eine

politische Betätigung für viele eine Gefahr der

Ausgrenzung vom Mainstream dar. Gibt es jedoch

eine Gemeinschaft, auf die man sich verlassen

kann, stellt das keine Barriere mehr dar.

Info-DIREKT: Also die Bildung von Parteikadern

ist nicht das primäre Ziel?

Möseneder: Das primäre Ziel einer Jugendorganisation

darf nie die Ausbildung

von angehenden Politikern sein. So zieht man

all jene an, denen es um die Posten und das

Geld geht. Geht man jedoch den Weg der

Bildung einer echten Gemeinschaft mit tatsächlichem

Zusammenhalt, zieht man Leute

an, denen es um ihr Volk geht. Diese eignen

sich zu einem späteren Zeitpunkt – sofern sie

daran Interesse haben – besser als Politiker,

da man sich auf diese Leute immer verlassen

kann. Herren, die wöchentlich viele Stunden in

ihrer Gemeinschaft verbringen

und jeglicher Repression

und medialem Druck trotzen,

verraten nicht ihre Leute

für vergängliche Posten.

Info-DIREKT: Was sind die

ersten Schritte?

Möseneder: Die ersten

Schritte sind der Aufbau

einer Struktur und das

Einsetzen einer gewissen Routine mit Veranstaltungen,

Bildungsmöglichkeiten und

dergleichen. Natürlich ist das jetzt im Zuge

der Covid-Verordnungen schwieriger, aber

wir machen natürlich das Beste daraus. Das,

was wir hier machen, ist ja kein alberner

Spaß und Zeitvertreib, sondern unsere tiefe

Überzeugung. Da stören auch Widerstände

nicht. II

Bild: Roman Möseneder

ist 17 Jahre und sowohl

in der patriotischen

Zivilgesellschaft als

auch in den alternativen

Medien sehr gut vernetzt.

Seit einigen Monaten ist

er zudem im Vorstand

der „Freiheitlichen

Jugend“ Salzburg. Im

Interview mit Info-DIREKT

warnt er davor in die

„Distanzierungsspirale“ zu

tappen.

Bilder: Stabile

Parteijugend in Salzburg:

Heimat erkunden, Körper

trainieren, Gemeinschaft

schmieden und

Theoriebildung.

| 31


Erlebnisbericht

„Unser Meisterstück“

Ein Tag im Leben eines „Wehrmanns“.

Erlebnisbericht von einem patriotischen Wiener Aktivisten.

Sieben Uhr, der Wecker klingelt. Der

große Tag bricht an. Zur schon wochenlang

anhaltenden Vorfreude

kommt nun das flaue Gefühl der Nervosität,

der Aufgeregtheit. Mit meinem Bruder mache

ich mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt,

ein paar Stationen mit der U-Bahn, ein

kurzer Fußmarsch und wir sind da. Ich betrete

den Raum, drinnen meine Kameraden. Männer

zwischen 16 und 25 Jahren, sportlich, entschlossen.

Wir warten, bis alle da sind, dann

wird der Schlachtplan erläutert.

Bilder: Bildschirmfotos aus einem Video von der spektakulären Umgestaltung

eines Denkmals, das im Jahr 2003 für einen in Polizeigewahrsam umgekommenen

afrikanischen Asylwerber illegal errichtet wurde.

Ich kenne ihn schon in- und auswendig.

Seit Wochen sind wir damit beschäftigt ihn

vorzubereiten. Wir wollen das Denkmal für

Omofuma am „Platz der Menschenrechte“ in

der Nähe des Museumsquartiers in Wien mit

vier Schaltafeln verdecken.

Info-DIR

Dazu haben wir

vier weibliche Terroropfer der letzten Jahre

herausgesucht, die symbolisch für all die ermordeten,

vergewaltigten und vergessenen

Europäer stehen,

und

die der liberalen

beq

Utopie

eines multikulturellen Kontinents zum Opfer

gefallen sind: Elodie B., Sara Z., Ebba A., Vanessa

P. Ihre Gesichter zieren die vier Schaltafeln,

die wir zunächst weiß grundieren um

dann mit schwarzer Farbe die Gesichter anzudeuten,

ihre Namen, Sterbedaten sowie

den Spruch „White Lives Matter Wien“ draufzuschreiben.

österreic

Zeitschri

oder in e

kaufen

Die Vorbereitung

Nach einigen nächtlichen Arbeitseinsätzen ist

unser improvisiertes Denkmal fertig, und wir

beginnen das Aufstellen drillmäßig zu üben.

Jeder Handgriff muss sitzen, jeder Mann muss

genau wissen, was er zu tun hat. Nach einigen

Durchgängen läuft alles generalstabsmäßig.

Unser eigener Anspruch ist hoch, von den

Schaltafeln, auf denen mit Liebe zum Detail

gearbeitet wird, wissend, dass unser Denkmal

wohl kaum einen Tag stehen wird, bis hin

zum reibungslosen Ablauf. Wir sind Aktionismusperfektionisten.

auf www.

Wer unabhän

muss diese a

Der Plan im Groben: Die Aktivisten werden

in zwei Gruppen aufgeteilt, eine ist bereits

vor Ort, späht die Lage aus, meldet Antifas

und Polizeiautos an die Leitung, die andere

Gruppe fährt im Kleinlaster mit und stellt unser

Denkmal rund um den Omofumastein auf.

Währenddessen hält ein Aktivist eine Rede, in

der unser Tun erklärt wird; dann Flugblätter

werfen und weg.

Der Plan wird nochmals erklärt. Und ein weiteres

Mal. Wir können es nicht riskieren, bei

32 |


Schwerpunkt

unserer einzigen Chance zu scheitern, den

für das Establishment sakralen Gesslerhut

des steingewordenen Schuldkults zu entzaubern.

Zu scheitern bei der Rückeroberung

des Raumes, beim Austausch der mediokratisch

indoktrinierten Schuld durch die

Benennung unserer eigentlichen Verantwortung:

der Verteidigung des Eigenen. Heute

fordern wir die Einheitsfront aus Politik, Medien

und Schweigsamen heraus.

Die Aktion

Endlich geht sie los, die „Operation Omo“,

wie wir sie scherzhaft nennen. Wir marschieren

in Gruppen zum Kleinlaster, im Laderaum

befindet sich unser Denkmal. Wir

steigen ein. Das Fahrzeug rollt los. Hier sind

wir unter uns. Männer, die sich entschlossen

haben, ihr Wohlstandsleben zwischen Gaming-PC

und Netflix, Aktienkursen und Discopumpen

einzutauschen gegen das letzte

Abenteuer unserer Zeit - gegen rechten Aktionismus.

Für uns ist klar: Am heutigen Tag

gibt es keinen besseren Ort, an dem man

sein kann als in diesem LKW, mit diesem unserem

Entschluss.

EKT jetzt

Jenseits der Wände

kaufen

der

Ladefläche ist alles, was uns hasst, und alles,

wofür wir kämpfen; hier herinnen ist die Anti-Moderne,

die Revolution, der Glaube an

das Volk, die Opferbereitschaft. Wer gegen

uns?

uem weiterlesen:

Wir fordern die

Einheitsfront aus

Politik, Medien und

Schweigsamen

heraus.

Die LKW bleibt stehen, die Ladefläche öffnet

sich. Los? Los! Wir betreten unsere Bühne.

Alles läuft wie geschmiert. Passanten unterbrechen

ihren Alltagstrott ins Unbedeutsame

um den hellen Funken aktionistischen

Schaffens zu betrachten und zu filmen.

Rauchtöpfe werden gezündet, die Schalung

verschraubt, Flugzettel und weg. Nicht einmal

drei Minuten, dann ist unser selbstgewählter

Auftrag erfüllt.

Die Flucht

Jetzt bloß nicht von der Polizei erwischt

werden. Wie bei einem kindlichen Räuber-und-Gendarme-Spiel

sucht man sich

sorgfältig seinen möglichst unauffälligen

Weg durch die Wiener Gassen um wieder

beim Sammelpunkt anzukommen. Das eingekühlte

Bier wartet bereits auf uns. Alles

lief glatt, keiner wurde erwischt. Heute war

unser Tag. II

Bild: C.Jobst/PID, beschnitten durch Info-DIREKT

Patrioten in Bewegung

Die Plattform „Patrioten in Bewegung“ ist eine Aktionsplattform, die Aktivisten

die Möglichkeit bietet, ihren Aktionen Reichweite zu verschaffen. Dort, wo

die Lückenpresse verschweigt, was zu gut war, und verzerrt, was sich nicht

verschweigen lässt, bietet die Plattform eine Möglichkeit zur umfassenden

Berichterstattung.

Selbstverständnis

In seinem Selbstverständnis erklärt der Aktionsblog:

„Wir unterstützen jeden friedlichen, disruptiven und produktiven Aktivismus

von rechts, der Widerstandspotential sichtbar macht und einem identitären

Grundkonsens folgt.

Dieser Konsens besteht aus Ethnopluralismus, Recht auf Verschiedenheit

und einer Bewahrung der eigenen Identität durch eine Abwendung des

Bevölkerungsaustauschs und der Islamisierung. Wir distanzieren uns von

Gewalt, Terrorismus, menschenverachtenden Ideologemen, Cuckservativen

und dem Gebietskörperschaftskult. Unser Ziel lautet Reconquista!“

Einsendungen willkommen

Der Blog hat es sich zur Aufgabe gemacht Widerstand sichtbar

zu machen und freut sich deshalb

über Zusendungen. Wichtig sind den

Beitreibern dabei, dass die Aktionen

ästhetisch sind und eine klare Botschaft

haben. Damit die Plattform über eine

Aktion berichten kann, soll mindestens

ein gutes Foto, im Idealfall sogar ein

gut geschnittenes Video und ein

Aktionsbericht mit Ort, Datum und

dem angestrebten Ziel zugesandt

werden. „Patrioten in Bewegung“

ist auch in den sozialen Medien zu

finden. Aufgrund der Zensur jedoch

unter ständig wechselnden Namen.

hweit im

ftenhandel bestellen

iner von über 100 Trafiken sofort

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gige Medien will,

uch unterstützen!

Mehr dazu hier:

www.patrioten-in-bewegung.info

Bilder: Neben vielen anderen

Aktionen berichtete

der Blog „Widerstand in

Bewegung“ über das Hissen

einer IB-Fahne an der ÖVP-

Parteizentrale, die Besteigung

des Antifa-Zentrums „Ernst-

Kirchweger-Haus“ und über

eine Aktion am Dach der

Hofburg.

Bild: Auf Druck der Öffentlichkeit

hat die Stadt Wien einen

Gedenkstein für die Opfer des

islamistischen Terroranschlags

vom 4. November anfertigen

lassen. Der Mini-Stein ist jedoch

dermaßen lieblos gestaltet, dass

dadurch verdeutlicht wird, dass

es in Österreich und Europa

längst zwei Klassen von Opfern

gibt. Die einen Opfer, deren

Mörder man mit „rechtem

Gedankengut“ in Verbindung

bringen kann - als Opfer erster

Klasse. Und die anderen, die

gewalttätigen Migranten in die

Hände gefallen sind – als Opfer

zweiter Klasse.

| 33


Schwerpunkt

Wir vernetzen Widerstand!

Info-DIREKT stellt die deutsche Bürgerinitiative „Ein Prozent“ vor

Starthilfe für patriotische Gruppen? Hilfe für Opfer linksextremer Anschläge? Ein eigenes

Filmstudio nur für „uns“? Klingt ganz nach der Bürgerinitiative „Ein Prozent für

unser Land“. Die Aufgaben der Macher aus Dresden sind so vielfältig wie aufwändig

– werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.

Recherche &

Dokumentation

Bild: Philip Stein ist

Verleger und Leiter

des Bürgernetzwerkes

„Ein Prozent“ mit Sitz in

Dresden.

Asyl, Kriminalität, linksextreme

Gewalt, soziale Frage: Was in

Deutschland und Europa schiefläuft,

liegt auf der Hand. Doch das

bloße Sich-Echauffieren über die

Zustände in unserer Heimat hat

noch niemanden weitergebracht.

Die Recherchen von „Ein Prozent“

gehen tiefer. Schonungslos

werden Kleine Anfragen in den

Parlamenten ausgewertet, Quellen

durchforstet und Details miteinander kombiniert. Das

Ergebnis sind oft haarsträubende Erkenntnisse, etwa zur

staatlichen Fördermittelvergabe an politisch fragwürdige

„zivilgesellschaftliche“ Gruppen. Hat das Rechercheteam

einen dicken Fisch an Land gezogen, wird sich umgehend

an die mediale Aufbereitung gemacht. In einer Doku aus

dem Jahre 2018 wurde aufgezeigt, wie sich linksextreme

Gruppen in Halle/Saale im linken Zentrum „Hasi“ vernetzen,

welches – Sie ahnen es bereits – von der Stadt finanziert

wird. Andere Videobeiträge setzen sich mit kriminellen

Migranten, dem Asylstrom auf Malta und linken NGOs auseinander.

Die Medienabteilung von „Ein Prozent“ arbeitet

auf höchstem Niveau und braucht auch den Vergleich mit

„etablierten“ Medien wie öffentlich-rechtlichen, die aus

staatlichen Geldtöpfen gespeist werden, nicht zu scheuen.

Ein Hinweis: Nach der ungerechtfertigten Sperrung des

„Ein Prozent“-Kanals auf YouTube sind sämtliche Videos der

Bürgerinitiative auf der Plattform „Odysee“ zu finden.

Solidarität

Wir sind viele, aber der Zusammenhalt untereinander ist

noch ausbaufähig. Das sieht zumindest „Ein Prozent“ so

und hat sich deshalb „Solidarität“ ganz groß auf die Fahnen

geschrieben. Dabei geht es nicht um linken Aktivismus

zur Rettung fiktiver Minderheiten, sondern um tatsächliche

Hilfe von Patrioten für Patrioten: Zerstochene Autoreifen,

Fahrzeugbrand, Angriffe auf das Wohnhaus etc. – Probleme,

die patriotische Aktivisten in der „ersten Reihe“ kennen. „Ein

Prozent“ hilft, wo es geht. Mithilfe von Spenden von denjenigen,

die nicht in vorderster Linie stehen, will die Initiative

denen helfen, die mit ihrem Gesicht für ihre Heimat einstehen.

Aber das ist nicht alles: In Merkel-Deutschland kann nämlich

jeder, unvermittelt und grundlos, zur Zielscheibe werden.

Marcus Hempel, ein 30-jähriger Wittenberger, wurde im

September 2017 von einem syrischen Asylanten angegriffen

und zu Boden geprügelt. Wenige Stunden später starb

Marcus im Krankenhaus. Sein Vater Karsten

kämpft (bis heute!) um Gerechtigkeit –

anfangs wollte die Staatsanwaltschaft

den Fall gar als Notwehrhandlung des

Syrers einstellen. „Ein Prozent“ arbeitet

seitdem eng mit Karsten zusammen

und unterstützt ihn finanziell und

medial. So konnte dafür gesorgt

werden, dass dem Täter der Prozess

gemacht wurde – auch wenn dies bislang

nur zu einer Bewährungsstrafe

führte. Der „Fall Marcus H.“ ist ein

weiteres Beispiel dafür, wie tief der

Solidaritätsgedanke bei „Ein Prozent“

verankert ist.

Wahlbeobachtung

Haben die US-Demokraten Donald Trump die

Wahl „geklaut“? Haben die Russen bereits 2016

die Abstimmungen beeinflusst? Wie sieht es damit

in Deutschland aus? Fragen über Fragen, die

angesichts der zahlreichen Wahlen im Jahr 2021

(Bundestagswahl und mehrere Landtagswahlen) drängender

denn je sind. Bereits seit Bestehen organisiert „Ein Prozent“ daher die Wahlbeobachtung

und ist damit in Deutschland der wohl erfahrenste Akteur. Auch in diesem Jahr will man Leitfäden,

Hilfestellungen und Anleitungen für Wahlhelfer und Wahlbeobachter an den Mann bringen, um zu

verhindern, dass die Abstimmungen zu einer Regierungsparade wie in Ländern der Dritten Welt

werden. Das ist auch bitter nötig: In Sachsen-Anhalt wurde auf diese Weise bereits ein AfD-Mandat

gerettet, in Stendal gar ein handfester Wahlbetrug eines CDU-Stadtrats aufgedeckt.

34 |


Schwerpunkt

Multimedia-Widerstand

Wie Widerstand funktioniert, hat sich über Jahre hinweg geändert;

nun reicht es nicht mehr, nur genügend Leute auf die Straße

zu bringen oder mit einer Partei eine bestimmte Anzahl von

Prozentpunkten bei der nächsten Wahl zu sammeln. Stattdessen

müssen sog. „metapolitische“ Projekte an den Start gebracht werden,

also Zeitungen, Sendungen, Internet-Blogs und „Influencer“,

die mit ihrer Sicht auf die Dinge ein Gegenangebot zum

Einheitsblock der Mainstream-Medien schaffen. Diese Starthilfe für

eine Gegenkultur ist der aktuelle Schwerpunkt von „Ein Prozent“,

weswegen man in Dresden jetzt sogar ein eigenes Studio nur zur

Produktion von hochkarätigen Sendungen aufgebaut hat. Das

prominenteste Beispiel gleich zu Beginn: Auf Youtube ist „Laut

Gedacht“ seit 2016 wöchentlich (!) auf Sendung. Die Moderatoren

Alex Malenki und Philip Thaler präsentieren einen wahrlich

bunten Mix aus humorvoll-bissigen Nachrichten, tiefgehenden

Hintergrundinformationen und lustigen Sketchen. Seit die beiden

aus ihrem neuen Studio senden, wird das Angebot sukzessive durch

Interviews und Gastbeiträge erweitert. In denselben Räumlichkeiten

entsteht aber auch das „Kulturlabor“, eine Art Video-Vorstellung,

welche die Produkte und Projekte der Gegenkultur noch bekannter

machen soll. Auch hier deuten Aufmachung und Stil bereits darauf

hin, dass die Zielgruppe vor allem eine jüngere und digital versierte

ist. Ganz frisch aus der Taufe gehoben ist dagegen „Wir klären das!“,

in der die Nachwuchspolitikerin Marie-Thérèse Kaiser seriös und

faktenorientiert grundsätzliche Begriffe erklärt, quasi mundgerecht

aufbereitet, um es auch „unpolitischen“ Freunden und Bekannten als

Aufklärungsmaterial an die Hand zu geben.

Bild: „Ein Prozent“ unterstützt Youtube-Formate, die gezielt

junges Publikum ansprechen. Beispielsweise die Sendung

„Wir klären das!“ mit Marie-Thérèse Kaiser oder

die beiden lustigen Jungs von „Laut Gedacht“.

Bild: In Kooperation mit „Sezession“,

„Antaios“ und „Freilich“ bringt

„Ein Prozent“ unter dem Namen

„Lagebesprechung“ auch regelmäßig

Podcasts mit unterschiedlichen

Gästen heraus. Zum Thema „Corona-

Demos in Wien“ waren beispielsweise

der junge Aktivist Roman Möseneder

und Info-DIREKT-Chefredakteur

Michael Scharfmüller zu einem

Gespräch eingeladen.

Ein Prozent

Das ist längst nicht alles. Die Mannschaft um „Ein Prozent“-Leiter Philip Stein werkelt

beständig weiter an neuen Projekten. Einige davon sind einmalig (etwa das patriotische

Computerspiel „Heimat Defender“), andere langfristig (so zum Beispiel der

„Lagebesprechung“-Podcast) und wieder andere eher subtil – wie etwa die beständige

Lobbyarbeit, die „Ein Prozent“ bewirbt, um Heimatliebe wieder ganz groß werden zu lassen.

Alle Infos und weitere Projekte finden sich auf der Internetseite www.einprozent.de.

Doch die Fülle an Aufgaben hat ihren Preis: „Ein Prozent“ geht meist in Vorleistung, und

nicht alles lohnt sich finanziell. Deswegen sind weitere Unterstützer und Spender gern

gesehen. Hier sind die Bankdaten von „Ein Prozent“:

Kontoinhaber: EIN PROZENT E.V.

IBAN: DE75 8505 0100 0232 0465 22

BIC: WELADED1GRL

Verwendungszweck: Allgemeine Spende

| 35


Schlagabtausch

Der Info-DIREKT

Soll man sein

Innerhalb des patriotischen Lagers gibt es unterschiedliche

Meinungen dazu, ob man sich mit seiner ganzen Persönlichkeit in

die politische Arbeit einbringen sollte. Info-DIREKT präsentiert dazu

einen Schlagabtausch zwischen Markus M. und Martin Sellner

Nachteile auf allen Ebenen

Gastkommentar von Markus M.

J

unge

Menschen lernen in Zeiten wie

diesen schon früh, dass es nicht immer

ratsam ist, seine Meinung offen auszusprechen.

Oft wird einem schon in der Schule klar

vermittelt, dass es „bessere“ und „richtigere“

Meinungen gibt und andere Ansichten nicht

gefragt sind. Wer das nicht hinnimmt, muss

mit massivem Mobbing rechnen. Vor den

Mitschülern lächerlich gemacht, werden Andersdenkende

belächelte Außenseiter.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

So ist es später auch an der Uni oder am Arbeitsplatz.

Wer nirgendwo anecken will, hält

besser den Mund. Es gibt die Redewendung:

„Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles

Pferd!“ Eine dicke Haut schadet sicher auch

nicht. Eine offen zur Schau gestellte konservative

Gesinnung ist weder für gute Schulnoten

noch für einen sicheren Arbeitsplatz sinnvoll.

Man wird sich die Frage stellen müssen,

wo man im Leben eigentlich hin will.

Sich mit einer konsequenten patriotischen

Grundhaltung in die Öffentlichkeit zu stellen,

können sich in Wahrheit nur jene leisten, denen

entweder alles egal ist, die aus reichem

Elternhaus stammen oder die mit ihrem Aktivismus

genügend Geld verdienen.

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muss diese auch unterstützen!

Finanzielle & emotionale

Herausforderung

So richtig und gut all die Parolen von der Freiheit

auch sein mögen – damit bezahlt man

keine Rechnungen. Und wenn der Stress

letztendlich auch dem eigenen Lebenspartner

zu viel wird, steht man vielleicht ganz alleine

da. So ist anzunehmen, dass viel mehr

Menschen eine aufrechte Geisteshaltung

haben, diese aber lieber für sich behalten.

Damit schützt man oft nicht nur sich selbst,

sondern auch seine Familie und sein Umfeld.

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Andere unterstützen

Wer das auch so sieht, sollte trotzdem nicht

in absolute Teilnahmslosigkeit verfallen,

sondern jene Menschen, die ihren Kopf aus

der Deckung halten zumindest im Hintergrund

unterstützen – nicht nur, aber auch

finanziell. II

Bild: Für Markus M. stellt sich beim

Thema „Gesicht zeigen“ vor allem

die Frage, ob man es sich finanziell

und emotional leisten will, plötzlich

als Außenseiter zu gelten.

36 |


Schlagabtausch:

Schlagabtausch

Gesicht zeigen?

Bild: Martin Sellner hat sich dazu entschieden

Gesicht zu zeigen. Das „Counter

Extremism Project“ zählt den friedlichen

Aktivisten absurderweise zu den „18

gefährlichsten Menschen der Welt“. Trotz

zahlreicher Repressionen ist er davon

überzeugt, dass es richtig und wichtig

ist sein Gesicht zu zeigen, denn ohne

Gesicht wären wir nur „wie Sandkörner,

die machtlos durch die Gegend wehen“,

so Sellner.

Vom Objekt zum Subjekt

Gastkommentar von Identitären-Chef Martin Sellner

I

n

allen westeuropäischen Staaten herrscht

eine kleine, gut organisierte ideologische

Minderheit über die zerstreute, desorganisierte

schweigende Mehrheit. Diese Minderheit

kann ihre globalistische Agenda, vom

Bevölkerungsaustausch bis zur globalen

Viruspolitik, durchsetzen, weil sie die Schlüsselstellen

der Macht besetzt hat.

Kampf gegen die Globalisierung

Kern ihrer Strategie ist es, jede Plattform,

auf der sich der Protest sammeln könnte,

zu zerschlagen und jede Person, welche die

schweigende Mehrheit organisieren könnte,

zu vernichten. Die Dissidenten müssen zerstreut,

isoliert und vereinzelt werden. So sind

sie wie Sandkörner, die machtlos durch die

Gegend wehen. Der öffentliche Druck, ob

durch Antifa oder linke Presse, welcher Kritiker

in die Anonymität drängt, ist Ausdruck

der Herrschaftsmacht der Globalisten.

Sichtbar machen

Eine Wende kann nur erfolgen, wenn Patrioten

es schaffen, ihre Ideen und Begriffe zu

normalisieren. Nur durch ständige Wiederholung,

die Hör- und Sichtbarmachung kritischer

Meinungen, können diese enttabuisiert

werden. Dafür muss eine ausreichende

Anzahl an Dissidenten Gesicht zeigen. Denn

Akteure, die offen für ihre Ideen eintreten,

sind glaubwürdiger und wirksamer, da sie

die emotionale Barriere senken. Sie nehmen

der linken Presse die Deutungshoheit und

werden vom Objekt zum Subjekt der Berichterstattung.

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Gesicht zeigen, heißt Mut machen

Jeder, der für tabuisierte Themen Gesicht

zeigt, macht dazu anderen Mut und verringert

insgesamt den Druck, den die Globalisten

auf Einzelne ausüben können.

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Nicht jeder muss selbst an erster Stelle stehen,

aber jeder muss daran arbeiten, dass wir

eines Tages alle offen unsere Meinung sagen

können. Sich in der Anonymität einzurichten

und sie als Normalität hinzunehmen, wäre

die totale Kapitulation vor der Herrschaft der

Globalisten! II

Bild: Ein Video der

Jugendorganisation der AfD

thematisiert auf humorvolle Art

und Weise das „Coming Out“

eines konservativen Jugendlichen

in einem liberalen Elternhaus.

Zu sehen am Youtube-Kanal

der „Jungen Alternative“ unter

dem Titel „Coming out beim

Familienessen“.

| 37


Kurz muss weg!

Bild: „Kurz muss weg“ ist

die bestimmende Parole

auf den zahlreichen

Demonstrationen gegen

die Corona-Maßnahmen

der Regierung.

... aber was dann?

Die Losung dieser Tage „Kurz muss weg“ könnte mit etwas Glück

und viel Fleiß der Beginn einer neuen Ära werden. M. Mayrhofer

Immer mehr Menschen sind der festen

Überzeugung „Kurz muss weg“. Was nach

der unrühmlichen Kanzlerschaft von Sebastian

Kurz (ÖVP) kommen soll, weiß man

bisher jedoch noch nicht. Es ist also höchste

Zeit sich Konzepte dafür zu überlegen.

politische Mitbewerber zu punkten:

Einerseits die FPÖ, die speziell durch Herbert

Kickl und Michael Schnedlitz glaubwürdig

die Interessen des „kleinen Mannes“ zu vertreten

weiß und als einzige glaubwürdige

Oppositionspartei einen breitenwirksamen

Kurs vorgibt.

Info-DIREKT jetzt ka

und bequem weiterl

Glaubt man verschiedenen Umfragen und

studiert man die Reaktionen in Zeitungsforen

und sozialen Medien, schwindet die Zustimmung

zur Regierung Kurz rasant. Eine Dezember-Umfrage

des Market-Instituts ergab,

Andererseits die SPÖ, die zumindest vor

Jahrzehnten noch ein Ohr für die Probleme

der Arbeiterschicht hatte. Auch wenn Pamela

Rendi-Wagner nicht für diese Politik steht,

dass der Regierungschef von 54 Prozent auf sondern lieber mit Globalisten liebäugelt, so

nur noch 32 Prozent Zustimmung bei der gibt es auch andere Strömungen in ihrer Partei.

Diese werden durch den in allen Lagern

hypothetischen Kanzler-Direktwahlfrage gefallen

ist. Für die Grünen stehen die Zeichen anerkannten Hans Peter Doskozil verkörpert.

österreichweit im

noch schlechter.

Doskozil war bereits als Verteidigungsminister

relativ beliebt. Als Landeshauptmann

Schwarze Sümpfe trockenlegen

Österreich steht somit vor der historischen

des Burgenlands konnte er seine Beliebtheit

nochmals steigern. Seither wird das Burgenbaren

Chance, die unüberschauland

von einer roten Alleinregierung gelenkt.

schwarz-türkisen kaufen

Sümpfe

trockenzulegen. Dazu wäre ein Aufhorchen ließ die SPÖ-Burgenland Mitte

Schulterschluss aller anderen Parteien

notwendig. Die Regierung

Kurz hat ein weiteres Mal bewiesen,

dass es der Volkspartei nur um die

Februar auch, weil sie einen sofortigen Zuwanderungsstopp

forderte. Zu erwähnen ist

hier auch noch der fesche Tiroler SPÖ-Chef

Georg Dornauer, der mit dem Kurs einer Rendi-Wagner

Interessen einiger Superreichen

oder einer Gerstorfer vermutlich

und den eigenen Machterhalt geht. auch nichts anfangen kann.

Vom „Volk“ hat man sich längst

entfernt. Bei genau diesem Punkt Kickl & Doskozil

wissen aber muss vor allem zwei diese andere Eine auch Zusammenarbeit unterstützen!

zwischen Kickl und

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Wer unabhängige Medien will,

Alle Bilder dieser Seite: Info-DIREKT

Bild: Von seinen großspurig angekündigten Versprechen aus dem

Wahlkampf im Jahr 2017 ist kaum etwas übrig geblieben. Nur die

Verpflichtungen gegenüber den Großspendern der ÖVP dürfte

Sebastian Kurz erfüllt haben.

38 |


Gastkommentar

Doskozil auf Augenhöhe und mit Handschlagqualität

wäre also durchaus vorstellbar.

Besonders, wenn man weiß, dass

die beiden Parteien im Burgenland bis

2020 ein Regierungsabkommen hatten.

Für eine punktuelle Zusammenarbeit, um

die Machtstrukturen der ÖVP endlich aufzubrechen,

könnten auch die NEOS bereitstehen.

Wie man hört, gibt es durchaus

eine persönliche Gesprächsebene

zwischen einigen blauen und pinken Politikern.

Es geht nur ohne ÖVP

Bisher hat die ÖVP die Anliegen all ihrer

Juniorpartner nach mehr Transparenz

im Staatswesen an der langen Hand verhungern

lassen. Erinnert sei hier an die

Leckerbissen, die die Kurz-ÖVP der FPÖ

serviert hat, wie beispielsweise die Abschaffung

der GIS-Gebühren. Strahlend

präsentiert, auf die lange Bank geschoben,

nie umgesetzt – so wie die ÖVP ihre

„Partner“ stets abkanzelt.

Wichtige Themen zur Entfilzung des

Staates und vor allem der Sicherheitsbehörden

und der Justiz kann man nur

ohne die ÖVP umsetzen. Damit müssen

die SPÖ und – wenn möglich – auch die

NEOS sowie die Grünen endlich begreifen,

dass das nur zusammen mit der FPÖ

klappen kann. So wäre nach der nächsten

Wahl vielleicht sogar eine Verfassungsmehrheit

möglich.

esen:

Bild Domino: fp; Bild VdB: Peter Lechner - Press Photographer, (CC BY-SA 4.0) beschnitten und farblich bearbeitet durch Info-DIREKT

ufen

Erst wenn die Volkspartei entmachtet

wurde, können die Medien frei über die

Prozesse berichten, die dann hoffentlich

gegen einige Akteure geführt werden.

„Kurz muss weg“ ist also nicht nur die Forderung

nach einem baldigen Ende dieser

Regierung, sondern mit etwas Glück und

viel Fleiß der Beginn einer neuen Ära. II

fiken sofort

ieren

Bild: Wenn einer der selbsternannten

Corona-Kaiser wie Kanzler Kurz vom

Volk zu Fall gebracht wird, könnte das

auch andere Maßnahmenfetischisten

wie Bayerns Ministerpräsident Söder ins

Wanken bringen und zu einem Umdenken

in der Bekämpfung der angeblichen

Pandemie führen.

VDB unter Druck

Bild: In seiner bis-

herigen Polit-Karriere

war Bundespräsident

Alexander Van der Bellen

auch schon Chef der

Grünen.

Gastbeitrag von Christian Hafenecker (FPÖ-Nationalratsabgeordneter)

über Bundespräsident Van der Bellen

als mutmaßlichen Mitwisser des Ibiza-Staatsstreichs.

Auch wenn eineinhalb Jahre danach noch vieles im Dunkeln liegt, gewollte

oder ungewollte Leaks sowie neun Monate Aufklärungsarbeit

im Untersuchungsausschuss zeichnen ein deutliches Bild: Bei der sogenannten

„Ibiza-Affäre“ im Mai 2019, in deren Folge die im Volk beliebte,

aber von Linken, Mainstream-Medien und Globalisten verhasste FPÖ-dominierte

Bundesregierung gestürzt wurde, handelte es sich um einen unblutigen

Staatsstreich. Ausgeführt von Personen aus dem kriminellen Milieu

mit besten Kontakten ins ÖVP-durchsetzte Innenministerium und – wie

wir seit kurzem wissen – zu Bundespräsident Alexander Van der Bellen,

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

dessen Präsidentschaftskanzlei der mutmaßliche Hauptdrahtzieher Julian

H. vorab über Existenz und Veröffentlichung des Ibiza-Videos informierte.

Einseitiges Amtsverständnis

Das im Wahlkampf

österreichweit 2016 aufgrund im seiner links-globalistischen Gesinnung

und erklärten FPÖ-Gegnerschaft Zeitschriftenhandel vom gesamten bestellenEstablishment gepushte

Staatsoberhaupt lässt ohnehin seit seinem Amtsantritt keine Gelegenheit

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

aus, ganz im Sinne seiner mächtigen Unterstützer einseitige Parteipolitik

zu betreiben. Schon kaufen in der Wahlkampagne war dem ehemaligen Grünen-Chef

und seinem Berater Lothar Lockl, ebenfalls Ex-Spitzenfunktionär

der Grünen, auf www.info-direkt.eu abonnieren

kein Mittel zu tief, um es nicht gegen die FPÖ in Stellung zu

bringen. Man Wer denke unabhängige nur an das rührige Medien Video will, der Frau Gertrude, mit dem

Van der Bellens Kampagnenteam absurderweise die Verbrechen des Holocaust

in die Wahlkampfendphase zerrte und dafür später Werbepreise

muss diese auch unterstützen!

abräumte. Bezeichnend auch sein Schweigen, wenn zentrale Grund- und

Freiheitsrechte der Bürger, wie aktuell, massiv eingeschränkt werden, während

er sich gegen die rechtskonforme Abschiebung von Scheinasylanten

zu Wort meldet.

Der Tiefe Staat und das Staatsoberhaupt

Dass sich der Bundespräsident jedoch vorab von den kriminellen Drahtziehern

des Ibiza-Videos informieren ließ und im Wissen um die potenzielle

Sprengkraft dieses Kompromats als der Republik sowie seinen Bürgern

verpflichtetes Staatsoberhaupt keine Schritte zur Schadensabwendung

setzte, sondern im Gegenteil diesen Staatsstreich einfach passieren ließ,

ist ein Skandal noch nie da gewesenen Ausmaßes in der österreichischen

Politikgeschichte. Wenn es darum geht, patriotische Kräfte – und seien sie

vom Wähler noch so demokratisch legitimiert – von den Gestaltungshebeln

dieser Republik fernzuhalten, ist dem Establishment mit seinen längst

einen Tiefen Staat bildenden Handlangern offenbar nahezu jedes Mittel

recht. Das dürfen wir niemals hinnehmen, schon gar nicht, wenn dafür das

höchste Amt des Staates missbraucht wird! II

| 39


Politik

Kurz fürchtet sich vor Kickl

Umfrageergebnisse zeigen, dass FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl der einzige

ernstzunehmende Konkurrent für Kanzler Kurz ist. Michael Mayrhofer

Bild: Laut Umfrage

des Magazins

„News“ befürworten

31 Prozent der

Gesamtbevölkerung

die klare Kritik von

FPÖ-Klubobmann

Herbert Kickl an den

Corona-Maßnahmen

der Regierung.

befürworten dies 31 Prozent der Menschen.

Gemessen am Ergebnis der letzten

Nationalratswahl mit 16,1 Prozent

wäre dies nahezu eine Mandatsverdoppelung.

Dies ist für Beobachter auch

aus absoluten Zahlen erklärbar. Denn

gut die Hälfte der FPÖ-Wähler blieben

bei der letzten Wahl frustriert zuhause.

Kickl mobilisiert gesamtes

freiheitliches Wählerpotenzial

Herbert Kickl dürfte diesen Wählerfrust

in neue Motivation umgewandelt haben.

So zitiert auch „News“ den Chef

des Umfrageunternehmens IFDD,

Christoph Haselmayer: „Kickl schafft es,

damit die wohl höchstmögliche Zustimmung

zu erreichen.“ Und er glaubt zu

wissen, dass Kickl auch innerparteilich

die Nase vorne hat. Während der aktuelle

Parteichef Norbert Hofer auf 30 Prozent

Zustimmung kommt, würde Kickl

Das Nachrichtenmagazin Regierung noch „sehr zufrieden“. Immerhin

seien noch weitere 37 Prozent

„News“ veröffentlichte Anfang

Februar die Ergebnisse einer „zufrieden“. Doch bei jenen, die nicht

exklusiv für das Magazin durchgeführten „sehr zufrieden“ sind, dürften sich zumindest

erste Zweifel regen. Unzufrie-

Umfrage. Die Ergebnisse sind teilweise

überraschend, in jedem Fall aber sehr den sind in Summe 55 Prozent, die sich

interessant. So seien Info-DIREKT schon 55 Prozent wie folgt zusammensetzen: jetzt 32 Prozent kaufen

zur Zeit 44 Prozent hoffen können,

der Österreicher gegen den türkis-grünen

Regierungskurs. Herbert Kickl, der nicht zufrieden“. FPÖ-Anhänger lehnen manns. In der „News“-Printausgabe gibt

„weniger zufrieden“, 23 Prozent „gar gäbe es eine Direktwahl des Parteiob-

einzige Oppositionspolitiker,

und

der

bequem

in allen

Punkten kantig und bestimmt auf-

Prozent ab, doch schon der nächste ser Frage: Innerhalb der FPÖ sind 55

die Handlungen der

weiterlesen:

Regierung mit 80 es noch detailliertere Ergebnisse zu dietritt,

hat den höchsten Zuspruch in der Wert ist eine Riesenüberraschung. Prozent der Ansicht, dass Herbert Kickl

FPÖ, aber auch Wähler anderer Parteien

können seinen Positionen mehr und SPÖ-Chefin auf Irrwegen

Hofer (32 Prozent).

durchsetzungsstärker ist als Norbert

mehr abgewinnen. österreichweit In den letzten im Wochen versucht sich

SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner jeden

Tag selbst zu übertreffen, bestellen was die Was aber wäre, wenn sich nach der

Was wäre wenn …

Die von IFDD für „News“ durchgeführte

Zeitschriftenhandel

Exklusiv-Umfrage ist richtungswei-

Anbiederung an Sebastian Kurz betrifft. nächsten Wahl – und es könnten deut-

send. Wer mit politischem Gespür

oder

ausgestattet

ist, dürfte jetzt aufhorchen. dass durchaus über einen fliegenden hen – alle anderen Parteien gegen die

in einer

Aus informellen

von

Kanälen

über

weiß

100

man,

Trafiken

lich vorgezogene

sofort

Neuwahlen anste-

kaufen

Wenn man die Wirtschaftsdaten kennt, Regierungswechsel diskutiert wird, ÖVP zusammenschließen und in wahren

Festspielen von Untersuchungs-

dürfte sich die Verwunderung über die bei dem die Grünen durch die Roten

Umfrageergebnisse in engen Grenzen ausgetauscht werden sollen. Doch die ausschüssen die komplette Korruption

halten. Denn Sebastian auf Kurz‘ ÖVP www.info-direkt.eu hat begüterte Salon-Sozialistin hat abonnieren

wohl dieser Partei aufdecken? Was, wenn

gemeinsam mit dem grünen Anhängsel die Rechnung ohne die Parteibasis gemacht:

ganze 67 Prozent der SPÖ-Wäh-

einen einmaligen Bauchfleck hingelegt.

Wer unabhängige Medien will,

Österreich erlitt den stärksten Wirtschaftseinbruch

ler sind gegen die Regierungspolitik.

in der gesamten EU.

Hierzulande schrumpfte muss die diese Wirtschaft auch SPÖ und unterstützen!

FPÖ legen zu

achtmal stärker als im EU-Schnitt. Insgesamt würde die SPÖ wieder dazugewinnen.

Dies gilt aber auch für die

Zufriedenheit mit Kurz im freien Fall

Doch zurück zu „News“: Nur sechs

Prozent der Österreicher seien mit der

FPÖ, was vor allem am konsequenten

Kurs von Klubobmann Herbert Kickl liegen

dürfte. In der Gesamtbevölkerung

alle schwarz-türkisen Sümpfe in diesem

Land trockengelegt würden und man

so manchen, der es aufgrund seiner Taten

auch verdient hat, nicht nur ins Licht

der Öffentlichkeit, sondern auch vor

Gericht bringt? Das größte Hindernis

ist der von Vranitzky angeordnete und

seither gepflegte entmenschlichende

Hass gegen die FPÖ. Aber wenn man

diese Gräben zumindest für eine Legislaturperiode

überbrücken könnte, hätte

ein freies Österreich vielleicht noch eine

Chance. II

Bild: Gegenüber dem Nachrichtenmagazin

„News“ sagte Kickl, dass er die

Führung der Partei übernehmen würde,

wenn die Partei das möchte.

Bild: Kickl und Kurz und Bildkomposition: Info-DIREKT

40 |


In eigener Sache

Direkte, ehrliche Einblicke

Info-DIREKT stemmt sich den Unwahrheiten der etablierten Medien entgegen -

jetzt auch wieder vermehrt mit Videos.

Als hochwertig kann man die

einfachen Video-Reportagen von

den regierungskritischen Protesten

in Österreich sicher nicht bezeichnen.

Dennoch vermitteln sie einen guten Einblick,

wie Menschen seit Monaten friedlich

für Freiheit und Demokratie auf die Straße

gehen. Zudem zeigen die Videos auf,

dass das von etablierten Medien verbreitete

Bild über die Proteste erstunken und

erlogen ist. Die Videos sind am YouTube-Kanal

von

Info-DIREKT zu

finden. Ausschnitte

davon

gibt es auch am

TikTok-Kanal

von Info-DIREKT

zu sehen.

Bild oben: Nachdem

Innenminister Nehammer

nach den regierungskritischen

Protesten

am 6. März in Wien

behauptet hatte,

dass Demonstranten

gewaltsam in ein

Regierungsgebäude

eingedrungen seien,

führte Info-DIREKT ein

Interview mit einem

Beteiligten. Dieser entlarvte

Innenminister

Nehammers Erzählung

ganz klar als „Fake News“.

Bild links: Neben Demo-

Reportagen gibt es

am YouTube-Kanal von

Info-DIREKT auch eine

Straßenumfrage zum

Thema „Was würdest Du

Sebastian Kurz sagen?“ zu

sehen. Durchgeführt auf

der Mariahilfer-Straße in

Wien.

Bilder: Dass Michael Scharfmüller für das

Magazin Info-DIREKT viel unterwegs ist,

um die Märchen der etablierten Medien

und ihrer „Experten“ zu entlarven, ist

auch jenen Antifa-Fotografen aufgefallen,

die die anonyme Denunziantenseite

„Presse Service Wien“ betreiben.

| 41


Politik

Es ist wieder Märchenzeit!

Michael Mayrhofer über die gigantische Pandemie der Panikmacher

Bilder: Ohne die ständige

Panikmache im

Fernsehen und in anderen

Medien würden die meisten

Menschen von der

angeblich so gefährlichen

Pandemie noch gar nichts

bemerkt haben.

Normalerweise muss zunächst eine

reale, bedrohliche Situation herrschen.

Diese wird von Wissenschaft

und Medien bemerkt, erforscht

und beschrieben. Häufig

muss man die zögerliche

Politik darum anbetteln, endlich

zu handeln und Gegen-

Info-DIREKT

Die Spur des

je

Geldes erklärte

alle Handträr

ist, was zum kollektiven Er-

die all diese althergebrachten

maßnahmen zu setzen. Doch

Regeln bricht, ja zu allem kon-

diesmal liefen die Dinge genau

umgekehrt. Die Politik trat

und

fahrungsschatz der Menschen

lungen.

bequem w

an Wissenschaft und Medien

zählt. Und doch glauben so

heran und bestellte Panikmache

mit „Urängsten“, predigte

für sind wohl darin zu

viele daran. Die Gründe da-

suchen,

von hunderttausenden Toten. Mittlerweile ist

klar: Das geschah in vielen Ländern zur gleichen

Zeit.

Zu Zeiten, als man noch ins Kino durfte,

gruselte man sich dort vor zahllosen Katastrophenfilmen.

Die Geschichte war immer

gleich: Einzelne fanden heraus, dass eine

große Bedrohung knapp bevorsteht. Nicht

selten waren diese Helden oder zumindest

deren Freunde Journalisten. Doch nie will die

Politik auf sie hören, zu eng sind die Verbindungen

mit der Wirtschaft. Stets hätte diese

empfindliche Einbußen zu befürchten, wenn

man wegen einer behaupteten Katastrophe

wie Flut, Vulkanausbruch, Erdbeben oder

gar einer Seuche die Menschen warnen oder

gar alles einsperren und evakuieren würde.

Geschichten dieser Art hielt jeder Mensch

intuitiv für plausibel, da Verflechtungen der

Politiker mit jenen, die das Geld haben, als

naturgegeben gelten. Die Spur des Geldes

erklärte alle Handlungen.

Die Geschichte

sprengt Vorstellungskraft

Seit Anfang 2020 erzählt man

allerdings eine Geschichte,

dass sich niemand eine Verschwörung vorstellen

kann, die so groß ist, dass die meisten

Länder der Welt bereitwillig darin mitspielen.

Es dürfte die Vorstellung der meisten Menschen

sprengen, dass auf so großer Basis

so bösartig und unverschämt gegen die Interessen

der Menschen dieser Welt agiert

österreichweit im

wird. Der Glaube an das Gute im Menschen

verhindert, dass solche Gedanken auch nur

Zeitschriftenhande

gedacht werden können. In der Realität

spricht aber einiges dafür, diese Gedanken

zumindest als mögliche Option Betracht

oder zu ziehen. in einer von ü

kaufen

Wundersame Hellseherei

Im Oktober 2019 veranstaltete das “Johns

Hopkins Center for Health Security” gemeinsam

mit dem Weltwirtschaftsforum

und der „Bill & Melinda Gates Foundation“

im vollen Licht der Öffentlichkeit eine Pandemie-Übung

mit dem Namen „Event 201“.

Diese beschäftigte sich auch mit dem Umgang

mit Zweiflern und Kritikern. Viele wollen

trotz breiter Berichterstattung in allen

namhaften Medien nicht einmal wahrhaben,

dass es diese Veranstaltung überhaupt gab,

obwohl alle Informationen nur einen Klick

entfernt abrufbar sind. Ende 2019 und Anfang

2020 wurden dann etliche Firmen gegründet,

die im Laufe der nächsten Monate

Millionen bis Milliarden mit der Herstellung

von Schutzausrüstung, Tests und Labor-

auf www.info-direk

Wer unabhängige Med

muss diese auch unter

Bilder: freepik

42 |


Politik

dienstleistungen verdienen sollten. Der türkisch-deutsche

Pharmaboss Ugur Sahin will

bereits im Jänner innerhalb weniger Stunden

den Impfstoff entwickelt haben, welcher aktuell

als Pfizer/Biontech mRNA Impfung die

Welt retten soll. Sein Unternehmen Biontech

hatte zuvor nie schwarze Zahlen geschrieben.

Im Gegenteil, das mit Millionensummen in

dreistelliger Höhe (!) negativ bilanzierende

Unternehmen wird bis zu diesem Zeitpunkt

von scharfzüngigen Kritikern als Pharma-Wirecard

gehandelt.

tzt kaufen

PR-Kampagne mit Urängsten

Im Februar erklärten Politiker – auch in

Deutschland und Österreich – noch großspurig,

eiterlesen:

von dem in Asien erstmals

aufgetretenen Virus ginge keine

Gefahr aus. Doch plötzlich

Es gab nie so

wendete sich das Blatt – wie

Im April 2020 durfte sogar der SPÖ-Blog

„Kontrast“ noch in Klartext berichten, dass es

sich um ein Spiel mit den Ängsten handelt,

ohne dass eine ordentliche Faktenbasis vorläge

– da war die Lust der Parteivorsitzenden

vor dem Mitregieren noch nicht so groß.

Wie in Österreich mit zahllosen Pressekonferenzen

die Angst geschürt wurde, ist allgemein

bekannt. Hunderttausende Tote, jeder

werde ein Corona-Opfer kennen, verkündete

Sebastian Kurz von der ORF-Predigtkanzel

aus. Deshalb müsse man auch Masken tragen,

um Bewusstsein für die große Gefahr zu

schaffen – die sich freilich nie einstellen wollte.

Die Medienlandschaft, die beispielsweise

in Österreich mit einer beachtlichen Fördermilliarde

bedacht wurde, dient nahezu ausnahmslos

als braver Erfüllungsgehilfe.

viel Zensur auf

der gesamten

Welt – speziell

im Westen –

wie heute.

Tatsächlich erfuhren die meisten

Menschen von der schrecklichsten

Pandemie aller Zeiten aus den

Medien. Ohne Fernsehgerät oder

Zeitung wäre den wenigsten in

der Realität irgendein Hauch von

Bedrohung aufgefallen. Dass

nun plötzlich die Grippe ausgestorben

sein soll, welche bislang

Jahr für Jahr zehntausende Alte,

Kranke und schwache Menschen

dahinraffte, weil Menschen heute

ausschließlich an Covid-19 sterben

dürfen, rundet das Bild nur

ab. Dass zumindest an diesem

einen Punkt irgendetwas seltsam

ist, negieren dennoch

die meisten

nach Drehbuch. Wie aktuell

intensiv diskutiert wird, eigentlich

aber schon im April 2020

bekannt wurde, bestellte die

deutsche Politik bei der Wissenschaft

hauptsächlich mathematische

Gutachten, mit

denen eine große, tödliche

Gefahr für die Bevölkerung

belegt werden könne, die drastische Maß-

l bestellen

nahmen erfordert. In Deutschland wurde dabei

empfohlen, Urängste des Menschen wie

ber die Angst 100 vor dem Erstickungstod Trafiken zu wecken. sofort

t.eu abonnieren

ien will,

stützen!

und der Gesundheitsminister

stellt sich sogar hin und behauptet,

das „Verschwinden

der Grippe“ läge an seiner einmaligen

Kompetenz.

Auch der Umstand, dass es

keinerlei auf Wissenschaft und

Fakten basierende öffentliche

Diskussion gibt, scheint kaum

jemanden zu stören. Jeder

Wissenschaftler – auch international anerkannte

mit Jahrzehnte langer der Erfahrung

–, der sich nicht der offiziellen Erzählung anschließt,

wird denunziert, verspottet und ausgestoßen.

Es gab nie so viel Zensur auf der

gesamten Welt – speziell im Westen – wie

heute. Dabei bräuchte eine für jeden objektiv

feststellbare Wahrheit doch eigentlich keine

Zensur?

Pharmaindustrie plötzlich heilsbringend

Doch noch andere Teile in der Geschichte

laufen allen Klischees und Traditionen vollständig

zuwider. Gegen Ende 2019 war die

Impfskepsis in breiten Teilen der Bevölkerung

an einem Höhepunkt angelangt. Ganz

öffentlich wurde selbst der Sinn von Impfungen

hinterfragt, die sich seit 100 Jahren bewährt

und beispielsweise Kinder in großer

Zahl vor lebenslanger Behinderung oder

gar dem Tod gerettet haben. Elterninitiativen

stellten den Sinn herkömmlicher, standardisierter

Impfungen in Frage. Zudem zählte es

Bild: Nicht nur in

Deutschland, auch in

Österreich war es eines

der Hauptziele Menschen

Angst zu machen. Kanzler

Kurz meinte, dass bald

jeder jemanden kennen

würde, der an Corona

gestorben sei, und sein

Freund Innenminister

Nehammer bezeichnete

alle, die sich nicht in

Angst und Schrecken

versetzen ließen, als

„Lebensgefährder“.

Bild ÖVPler: European People‘s Party via flickr.com (gemeinfrei); Bildschirmfoto quer: Youtube.com / BR

Die Pandemie der Zahlentricks

Die Corona-Toten werden seit Anbeginn der

Krise mit mathematischen Tricks hochgerechnet,

wie das Gesundheitsministeriums auch

stets ganz offen kommunizierte:

„In der Statistik der Corona-Toten tauchen alle

Verstorbenen auf, die zuvor auf COVID-19

positiv getestet wurden. Unabhängig davon,

ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung

selbst oder ‚mit dem Virus.‘ [also an einer

anderen Todesursache] verstorben sind.“

Bild: „Das Corona-Virus ist mutiert

- und zwar von einem Virus zu einem

psychologischen Massenphänomen“,

wurde in der BR-Sendung „Quer“

Ende Jänner 2020 noch kritisiert.

Damals wurde noch jeder, der sich

vor dem Virus fürchtete, als rechter

Verschwörungstheoretiker verunglimpft

und der Panikmache beschuldigt. Über

Menschen mit Mundschutz machte sich

die Moderatorin sogar noch lustig ...

| 43


Politik

zum guten Ton, über „die Pharmaindustrie“

zu schimpfen, welche nicht nur in

allen Dingen ihre einflussreichen Finger

haben würde, sondern die auch alles andere

als das Wohl der Patienten im Sinne

hätte. „Denen“ ginge es doch nur ums

Geld, „die“ würden über Leichen gehen.

Plötzlich ist alles anders, als hätte man

einen Kippschalter umgelegt. Plötzlich

verteidigt eine scheinbare Mehrheit mit

großer Aggressivität die gute Pharmaindustrie,

welche die Welt (mit einem experimentellen,

nie zuvor zugelassenen

Impfstoff) retten wolle, und Impfungen

wären selbstverständlich gut, sicher und

ohne jegliche Nebenwirkung oder Langzeitfolgen.

Die Brutkastenlüge

Ein solches radikales Umdenken in der

Bevölkerung zu bewerkstelligen war

ein Meisterstück der PR. Nicht zuletzt

deshalb plante auch die PR-Agentur

Hill+Knowlton große Teile der offiziellen

Corona-Geschichte. Die Agentur wurde

einer breiten Öffentlichkeit mit der

Entwicklung der „Brutkastenlüge“ bekannt,

welche zum Ausbruch des Zweiten

Golfkrieges und hunderttausenden

Toten führte. Aber wahrscheinlich ist es

mit Hill+Knowlton ja auch so wie mit der

Pharmaindustrie: Sie wurden erleuchtet,

haben sich gebessert und nur noch das

Gute für die Welt im Sinn. Vielleicht gilt

aber auch für diese Pandemie, ob behauptet

oder echt, die eingangs erwähnte

Konstante: Um die Wahrheit herauszufinden,

muss man der Spur des Geldes

folgen. II

Bilder: 1990 sagte eine angebliche

Hilfskrankenschwester aus Kuwait vor dem

Menschenrechtskomitee des US-Kongresses

aus, dass sie gesehen habe, wie irakische

Soldaten Babys aus den Brutkästen in einem

Krankenhaus herausgerissen und am kalten

Boden hätten sterben lassen. Diese Aussage

trug als Begründung für den Zweiten

Golfkrieg bei. Erst nach dem Krieg wurde

bekannt, dass es sich bei der Aussage um

eine bewusste Lüge handelte, für die die

kuwaitische Exilregierung zehn Millionen

US-Dollar an jene PR-Agentur bezahlt hatte,

die jetzt auch in Sachen „Corona“ ihre Finger

im Spiel haben soll.

Bestellte

Gastbeitrag von Bernhard Zimniok, Abgeordneter

Die betroffenen Institute sind

hochkarätiger Natur: Das Robert-Koch-Institut

(RKI), das

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung,

das Institut der Deutschen

Wirtschaft, die Stiftung Wissenschaft

und Politik und mehrere

Universitäten. Noch erschrecken-

Info-DIREKT

Angesichts der jüngsten der als

jetzt

das Verhalten der Politik

kau

ist,

Entwicklungen in der dass die Forscher alle brav folgten.

Freie und unabhängige Wis-

Corona-Pandemie gerät

die gesamte offizielle Einschätzung

senschaft war offenbar gestern.

des Virus ins Wanken. Wie

die Zeitung „WELT“ am 8. Februar

Es wurden extreme Maßnahmen

verhängt, die zu den tiefgreifendsten

berichtete, hat sich die Regierung

Grundrechtseingriffen der

österreichweit im

Basis – ich zitiere aus dem Schreiben

des Staatssekretärs im Innenministerium,

Markus Kerber, bestellen

Zeitschriftenhandel

die Wissenschaftler – „Maßnahmen

präventiver und repressiver

oder in einer von über 100 Trafi

Natur“ geplant werden könnten.

kaufen

Man WOLLTE also genau die Maßnahmen

verhängen, die aufgrund

der von den Wissenschaftlern auf

Bestellung erhaltenen prognostizierten

Schreckensszenarien angeblich

eintreten würden.

und bequem weiterle

eben nicht, wie sie selbst immer Geschichte der Bundesrepublik

bei Verkündung der unverhältnismäßigen

Maßnahmen behauptet, Basis von gewünschter und for-

geführt haben – und das alles auf

auf die Wissenschaft verlassen. cierter Panikmache.

Das Innenministerium hat vielmehr

von den Wissenschaftlern Urängste vom Erstickungstod

ein Modell erbeten, auf dessen Nach nur vier Tagen war das geforderte

Paper fertig, das vor einer

Millionen Toten warnte und

die – ich zitiere – „Urängste“ des

Menschen, an einem „Erstickungstod“

qualvoll zu sterben, wecken

sollte. Auch die häufig zitierten

Horrorszenarien, in denen Kinder

Oma und Opa anstecken und diese

daraufhin sterben, sind eine

Folge dieses Papers. Statt die Bürger

zu informieren und Panik zu

vermeiden, hat man absichtlich

auf www.info-direkt.eu abonnie

Panik verbreitet. Alleine im RKI

war ein 210 Seiten umfassendes

Papier Grundlage des an die Regierung

gelieferten Schreckensze-

Wer unabhängige Medien will,

narios – wovon das RKI nun 118

Seiten komplett schwärzte, dar-

beispielsweise – ich zitiere

muss diese auch unterstützen!

erneut – „Unterlagen zur Projektion

und empirischen Bestimmung

bestimmter Parameter“. Sie sehen

Bernhard Zimniok

ist für die AfD seit 2019 Mitglied

im EU-Parlament.

Nach einer Lehre als Radio- und

Fernsehtechniker studierte

Zimniok Nachrichtentechnik

und Politikwissenschaft an der

Universität der Bundeswehr. Er war

15 Jahre lang im Truppendienst

bei der Bundeswehr tätig und war

zuletzt Oberstleutnant bei der

Luftlandedivision.

Als Sicherheitsberater war Zimniok

im Nahen Osten und in Afrika

unterwegs. Mehr dazu hier:

www.bernhard-zimniok.de

Symbolbild Brutkasten: By This file is not in the public domain. © Yann Forget via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0); Bild Zimniok: AfD

44 |


Panikmache

zum EU-Parlament, über deutsche Wissenschaft im Dienst der Politik

fen

schon: Fakten sollen von den Bürgern ferngehalten

werden. Denn die reichen offensichtlich

nicht als Begründung für derartige

Maßnahmen aus.

sen:

Devote Medienlandschaft

Noch schlimmer: Die Medien haben das Spiel

bereitwillig mitgespielt. Und die, die es wagten

sich dieser Panikmache zu widersetzen

und die Gefahr auf Basis der vorhandenen

Fakten einzuschätzen, also politisch in erster

Linie die AfD, wurden als potentielle Massenmörder

und Superspreader diffamiert. Durch

die massive Instrumentalisierung der Wissenschaft

wurde und wird massiv Vertrauen verspielt.

Jetzt sind die Medien gefordert, ihre

beispiellose Regierungstreue zu hinterfragen

und wieder die Rolle einzunehmen, die sie in

einer funktionierenden Demokratie einnehmen

müssen: objektive, kritische Kontrolleure

der Regierung, keine Hofberichterstatter.

ken sofort

ren

Bild Seehofer: Michael Lucan via wikipedia.org (CC-BY-SA 3.0 de)

Sogar der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg

hat die nächtliche Ausgangssperre

aufgrund der fehlenden pandemischen

Grundlage hierfür ab dem 11.

Februar aufgehoben. Zum wiederholten

Male kassiert die Justiz Verordnungen der

Politik ein, wie es bereits bei der viel diskutierten

15-Kilometer-Regel oder bei Versammlungsverboten

bereits der Fall war.

Höhere Todeszahlen im Lockdown

Und die Bundes- und Landesregierungen?

Lernen nichts daraus. Dass die Fakten weiterhin

keine Rolle für sie spielen, hat die Konferenz

der Ministerpräsidenten, die in der

Verfassung nicht vorkommt, am 10. Februar

erneut mit der Verlängerung des Lockdowns

gezeigt. Während die meisten Zahlen gesunken

sind und daher keine Rolle mehr bei den

Entscheidungen spielen, sind die Todeszahlen

während des aktuellen Lockdowns übrigens

signifikant gestiegen. Insbesondere die

Risikogruppe der Personen 80+ ist mit einem

fast 30-prozentigen Anteil an der Anfang Januar

festgestellten bundesweiten Übersterblichkeit

von 18 Prozent beteiligt. Man lässt

diese Risikogruppe ungeschützt sterben,

während man diejenigen, die mehrheitlich

keines Schutzes bedürfen, „schützt“. Mit allen

katastrophalen Auswirkungen.

Aufrechterhalten einer Fehleinschätzung

Es bleibt zu hoffen, dass es auch der Letzte

nun gemerkt haben sollte: Es geht um Politik,

nicht um Wissenschaft oder Fakten. Es

geht darum, die eklatante Fehleinschätzung

der Politik weiterhin aufrechtzuerhalten,

dass Corona eine Jahrhundertkatastrophe

darstelle, aufgrund der Merkel und Co. das

Land ruiniert und Millionen Existenzen zerstört

haben. Hätten die Verantwortlichen

einen restlichen Funken Anstand übrig, würden

sie allesamt zurücktreten: die Bundesregierung

genauso wie die gekauften Wissenschaftler

und von der Leyen in Brüssel. Alle

haben versagt. Das ist erstmal nicht verwerflich,

denn Fehler sind menschlich. Verwerflich

ist es, immer weiter auf dem falschen

Kurs zu verharren, um diese Fehler nicht

öffentlich eingestehen zu müssen – und dadurch

ein ganzes Land zu ruinieren.

Frau Merkel, Frau von der Leyen: Wenn Ihnen

auch nur irgendwas an Deutschland und der

EU liegt: Treten Sie endlich zurück! II

Bilder: Wissenschaftler am

Gängelband der Politik.

Der Staatssekretär von

Innenminister Seehofer

bestellt bei namhaften

Instituten Panikmache.

Widerspruchslos

bekommt er diese wenige

Tage darauf geliefert. Aber

nicht nur das. Im Corona-

Beraterstab des deutschen

Innenministeriums

befindet sich auch ein

Germanist aus Österreich,

der ein Fan des chinesischen

Massenmörders

Mao sei und „autoritäre

chinesische Methoden

im Vorgehen gegen

die Ausbreitung des

Coronavirus“ propagiere,

ist über ihn im „Standard“

zu lesen.

| 45


Wirtschaft

Jetzt droht uns

der Ausverkauf

Bevorstehende Insolvenzen heimischer Tourismusbetriebe könnten zum Verlust der

österreichischen Identität sorgen, warnt Thomas Bachheimer, Chefökonom der Goldvorsorge

Durch die unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen

der Bundesregierung

und den anhaltenden Lockdown

in der Gastronomie und Hotellerie

droht nun ein Ausverkauf der

österreichischen Identität. Vor

dieser Gefahr warnt Thomas

Bachheimer, Chefökonom der

Goldvorsorge, im Video-Interview

mit Info-DIREKT-Redakteur

Michael Scharfmüller.

Viele Unternehmen stehen aufgrund

der Einschränkungen

der Bundesregierung mit dem

Rücken zur Wand. Besonders

im Bereich der Tourismusbetriebe stünden

österreichweit im

uns zahlreiche Insolvenzen bevor, so Bachheimer.

Zwar hielten die Banken die Füße

noch still, aber „das könnte sich stündlich

oder täglich ändern“, so der Ökonom.

In Notfällen

muss man

auch gegen

seine eigene

Ideologie

handeln.

Ausländische Investoren als Gefahr

Sobald die Banken ihre Kredite von den Unternehmern

einfordern, komme auch dort

eine Insolvenzwelle auf uns zu, wo Österreich

seine Identität hat: im Bereich des Tourismus.

Konkret befürchtet Bachheimer, dass ausländische

Investoren die unschuldig in Not

geratenen Betriebe in bester Lage zu einem

Schnäppchenpreis aufkaufen könnten.

Dadurch könnte ein Teil unserer Lebensart

internationalen Standards unterworfen

werden und für immer verloren gehen: „Der

größte Alptraum wäre für mich ein ‚Starbucks‘

bei der Mittelstation in Schladming oder ein

„Hilton“-Hotel in den Bergen“, fasst

Bachheimer seine Befürchungen

zusammen.

Für ihn ist es fünf vor

zwölf: „Die Politik ist jetzt wirklich aufgerufen,

hier wenigstens eine Bremse zu setzen,

damit Österreich nicht ganz von der Landkarte

verschwindet.“ Er warnt deshalb eindringlich

vor irreversiblen Schäden

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muss diese auch unterstützen!

als Folge der zu erwartenden

Pleitewelle und verweist dabei

auf Begehrlichkeiten einiger

internationaler Fonds,

die zuletzt enorme Gewinne

machten und deren „Kriegskasse“

daher prall gefüllt

sei. Im Falle von Insolvenzen

könnten demnach so manchen

Hedgefonds aufgrund

seiner wirtschaftlichen Bonität

von den Masseverwaltern die besten

österreichischen Gustostückerl zugeschanzt

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werden. Diese wären dann unwiederbringlich

in fremder Hand.

Betriebe weiter in eigener Hand halten

Um das zu verhindern, ruft der gebürtige

Steirer dazu auf, dass Masseverwalter österreichische

Betriebe nicht unbedingt an

Investoren aus EU-Drittländern oder an

Fonds aus den USA oder China verkaufen

dürfen. Rechtlich sei so eine Einschränkung

schwierig, aber - nach Prüfung durch einen

Juristen von bachheimer.com - möglich, so

der international gefragte Redner. Nach Ansicht

Bachheimers setzt die Regierung mit

ihren restriktiven Corona-Bestimmungen

„Maßnahmen, die wesentlich gefährlicher

sind als das Virus selbst“. Deshalb sei es

jetzt auch legitim Handelsbeschränkungen

einzuführen, um in dieser Krisensituation

den drohenden Ausverkauf Österreichs zu

verhindern. Ideologisch fallen Bachheimer

als Anhänger der österreichischen Schule

Bild: Thomas Bachheimer ist nicht nur stolzer Steirer, der in Wien

lebt, sondern auch Chef des Blogs „bachheimer.com“ und

Chefökonom der Goldvorsorge (goldvorsorge.at). Als Gastanalyst

trat der ehemalige Börsenhändler bei OPEC-Veranstaltungen

und verschiedenen TV-Sendern auf. Zudem ist Bachheimer ein

gefragter Vortragender auf internationalen Bühnen.


Wirtschaft

Bild Angerer: © Parlamentsdirektion / Thomas Topf; Bilder Bachheimer: Info-DIREKT; Bild Cafe Schwarzenberg: paula soler-moya via flickr.com (CC BY-NC-ND 2.0)

der Nationalökonomie und erklärtem Freund der freien Märkte

solche Markteingriffe trotzdem schwer. „In Notfällen muss man

auch gegen seine eigene Ideologie handeln – zum Wohle der

Identität Österreichs“, so der Patriot.

Bachheimer nimmt FPÖ in die Pflicht

Bachheimer, der bereits als Gastanalyst bei OPEC-Veranstaltungen

und TV-Sendern wie „n-tv“ tätig war, hat deshalb seine Idee

inklusive juristischen Einschätzungen im Jänner an die FPÖ übergeben,

„damit diese versucht unsere Heimat zu retten“. Als soziale

Heimatpartei sei das ihre Aufgabe, meint Bachheimer.

Gold ist nicht teuer

Im zweiten Teil des Gesprächs spricht Bachheimer über die EU

als Vereinheitlichungsprojekt auf fast allen Ebenen und kritisiert

internationale Organisationen wie die WHO scharf. Abschließend

gibt er noch Tipps, wie man sein Vermögen möglichst sicher

durch die Krise bekommt. Dabei lässt er mit einer bemerkenswerten

Aussage zum derzeitigen Goldpreis aufhorchen! Mehr dazu

im 19-minütigen Interview, das am YouTube-Kanal von Info-DI-

REKT zu sehen ist. II

Bild: Das hier thematisierte 19-minütige Info-DIREKT-Interview mit

Thomas Bachheimer finden Sie auf unserem YouTube-Kanal unter der

Überschrift: „Ökonom Bachheimer: Durch Corona-Lockdown droht

Österreich jetzt der Ausverkauf“

Bild: Durch die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sind zahlreiche

Traditionsunternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geschlittert.

Wenn diese pleitegehen, könnten sie zur Beute von internationalen

Ketten werden. Ein Stück Österreich würde damit vermutlich unwiderruflich

verloren gehen.

Ausverkauf

verhindern

Das von Info-DIREKT mit dem Chefökonom der

Goldvorsorge, Thomas Bachheimer, geführte

Interview über den drohenden Ausverkauf unserer

Heimat (siehe Bericht links) wurde nicht nur von unzensuriert.at

aufgegriffen, sondern auch von der

FPÖ. So gab Herbert Kickl dazu eine Pressekonferenz

und einige Abgeordntete rund um Erwin

Angerer brachten dazu den Entschließungsantrag

„betreffend Ausverkauf der heimischen Wirtschaft

nach bevorstehender Pleitewelle im Tourismusbereich

verhindern“ im Nationalrat ein. Dabei griffen

sie Bachheimers Argumente auf.

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Wesentliche Punkte des freiheitlichen Antrags

sind die Forderung nach geeigneten Maßnahmen

gegen österreichweit eine „feindliche im Übernahme“ bankrotter

heimischer Zeitschriftenhandel Betriebe. Dabei bestellen sollen Investoren aus

Österreich oder in bzw. einer EU-Staaten von über ein 100 Vorkaufsrecht Trafiken sofort beim

Verkauf kaufen zahlungsunfähiger Unternehmen bekommen.

Außerdem soll der Masseverwalter nachweisen

www.info-direkt.eu müssen, dass bislang abonnieren

kein Käufer aus dem

auf

heimischen bzw. EU-Bereich gefunden werden

Wer konnte. unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Die FPÖ wünscht des Weiteren einen besonderen

Schutz für inländische Gastronomie- und Hotelleriebetriebe

vor Veräußerung an ausländische Eigentümer

durch Einführung eines staatlichen Genehmigungsvorbehalts.

Ferner soll auf EU-Ebene darauf hingewirkt werden,

dass es in Zukunft EU-fremden Hedge-Fonds

und Konzernen verunmöglicht bzw. zumindest erschwert

werden soll, in Not geratene Unternehmen

aus dem EU-Raum zu erwerben.

Laut Freiheitlichem Parlamentsklub soll zu diesem

Thema noch ein weiterer Antrag eingebracht werden.

Damit will die FPÖ die Regierung auf dieses

wichtige Thema aufmerksam machen und sie dazu

bewegen zumindest Teile davon zum Schutz der

österreichischen Identität umzusetzen.

Für Info-DIREKT ist es ein kleiner Erfolg, dass unser

Interview mit dem Ökonomen Bachheimer dazu

beigetragen hat, dieses wichtige Thema in den Nationalrat

zu bringen. II

Bild: Der Kärntner

Abgeordnete Erwin

Angerer (FPÖ) brachte

den Antrag zum

Schutz der heimischen

Tourismusbetriebe im

Nationalrat ein.

| 47


Portrait

Das Parlament

nicht jenen überlassen,

die Volk und Land verachten

Bild: Im Jahr 2015 hat

sich das Leben des

damaligen Laborarztes

Christoph Berndt

gründlich verändert.

Damals sollten in seinem

Heimatdorf mit

300 Einwohnern 100

Asylanten untergebracht

werden.

Christoph Berndt ist Fraktionsvorsitzender der AfD-Brandenburg.

Er sieht sich selbst als Stimme der Bürgerbewegung in der

AfD und im Parlament. In diesem Portrait stellen wir ihn vor.

Hans-Christoph Berndt wurde in der

brandenburgischen Kleinstadt Bernau

bei Berlin geboren und lebte seit seinem

sechsten Lebensjahr in Berlin (Ost). Er

wuchs in einer katholischen Familie auf, war

Messdiener und Pfarrjugendsprecher und

geriet als bekennender Christ in der atheistischen

Umgebung der DDR schon frühzeitig

in Opposition zu der herrschenden Ideologie.

Als Student war er nach eigener Beschreibung

eine Randfigur der vibrierenden, aber

auch von der Stasi durchsetzten Künstlerszene

im Prenzlauer Berg der 1980-er Jahre. In

dieser Zeit schrieb kaufen er Lieder, von denen er

einige wegen der Texte noch heute gelten

lässt, aber keines wegen der Musik.

Studium und beruflicher Werdegang

Nach dem Abitur besuchte Berndt von 1975

bis 1976 den Katholischen Altsprachenkurs

in Schöneiche bei Berlin. Dort absolvierten

angehende Theologiestudenten vor Beginn

des eigentlichen Theologiestudiums in Erfurt

das Kleine Graecum und Latinum. Berndt

bezeichnet die Zeit in Schöneiche als sein

schönstes Schul- und Studienjahr, weil neben

den Altsprachen eine Reihe künstlerischer

und geschichtlicher Fächer unterrichtet wurden

- und weil der Kurs in großer akademischer

Freiheit stattfand.

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Dennoch ging Berndt nicht zum Theologiestudium

nach Erfurt, sondern studierte nach

einer Facharbeiterausbildung und dem anderthalbjährigen

Wehrdienst von 1979 bis

1984 Zahnmedizin an der Berliner Humboldt-Universität.

Anschließend durchlief er

eine Facharztausbildung für Pathobiochemie

und Laboratoriumsmedizin und promovierte

1990 mit einer experimentellen neurochemischen

Arbeit.

österreichweit im

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Von 1989 bis 2018 arbeitete Berndt als Laborarzt

an der Berliner Charité. Er war Vertreter

der akademischen Mitarbeiter in universitären

Selbstverwaltungsgremien wie dem

Fakultätsrat und dem Konzil und darüber hinaus

viele Jahre Personalvertreter. Von 2006

Bilder: AfD und KVE

48 |


Portrait

bis 2016 war er Personalratsvorsitzender der

Medizinischen Fakultät der Charité.

Sprecher von „Zukunft Heimat“

Seit 2008 lebt Berndt in dem brandenburgischen

Dorf Sagritz, das wie sein Nachbarort

Zützen zur Kleinstadt Golßen gehört, die

am Nordwestrand des Spreewalds liegt. Im

Zuge der Migrationskrise wurden im Sommer

2015 in Zützen, das 300 Einwohner hat,

mehr als 100 Asylanten untergebracht. Von

den Plänen dazu erfuhren die Einwohner im

März 2015. Seither hat sich

sein Leben gründlich verändert.

Als Bürgerinitiative „Pro Zützen“

versuchten die Einwohner

die verantwortlichen Politiker

davon zu überzeugen,

dass es keine gute Idee ist,

eine große Asylbewerberunterkunft

in einem kleinen Dorf

einzurichten, organisierten

Einwohnerversammlungen

und Kundgebungen. Vergeblich.

Sie wurden nicht ernst

genommen. Deshalb gründeten

sie den Verein „Zukunft

Heimat“, dessen Sprecher Berndt wurde.

Überregional bekannt wurde „Zukunft Heimat“

vor allem durch Demonstrationen in

Cottbus. Schlossen sich den regelmäßigen

Demonstrationszügen anfangs nur einige

Hundert Bürger an, wuchs die Teilnehmerzahl

spätestens ab 2018 auf einige Tausend.

Aber der Verein sammelt auch für wohltätige

Zwecke, veranstaltet Dorffeste und hat den

Cottbuser Bürgertreffpunkt „Mühle“ mit auf

den Weg gebracht.

„Zukunft Heimat“ ist gelebte Bürgerbewegung.

Und als eine Stimme der

Bürgerbewegung sieht sich

Berndt in der Brandenburger

AfD, die beispielhaft für die Kooperation

von AfD und Bürgerinitiativen

steht.

Nach langer Überlegung: Eintritt

in die AfD

Berndt hat lange mit sich gerungen,

bevor er 2017 die Aufnahme

in die AfD beantragte.

Er macht keinen

Hehl daraus, dass ihm das

Parteienwesen suspekt ist.

Dennoch, so Berndt, braucht

Deutschland die AfD, denn

die Parlamente dürfen nicht

denen überlassen werden,

die es für altmodisch und

moralisch verwerflich halten,

das eigene Volk und Land zu

achten und seine staatliche

Souveränität zu bewahren.

Das war die Lehre aus „Pro

Zützen“, nämlich dass CDU,

SPD, FDP, Linke und Grüne

im Grunde austauschbar geworden

sind und sich vom

Nationalstaat verabschiedet haben; aber

auch, dass ihre Macht kein Grund zur Resignation

ist, wenn man sich organisiert. So kandidierte

Berndt bei der Landtagswahl am 1.

September 2019, gewann mit 28,9 Prozent

der Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis

28 (Dahme-Spreewald III) und zog in

den Landtag von Brandenburg ein.

CDU, SPD,

FDP, Linke und

Grüne sind

austauschbar

geworden. Sie

haben sich vom

österreichweit Nationalstaat im

Zeitschriftenhandel verabschiedet. bestellen

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

kaufen

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Was aus seinem Erleben im Prenzlauer Berg

der 1980-er Jahre überwunden schien, setzt

sich 40 Jahre später fort. Auf einer Pressekonferenz

am 15. Juni 2020 verkündete der

brandenburgische Innenminister neben der

Beobachtung der AfD Brandenburg durch

den Landesverfassungsschutz auch die von

„Zukunft Heimat“.

Bild: Protest auf der

Straße und politische

Arbeit im Parlament

sind für Berndt kein

Widerspruch.

Am 27. Oktober 2020 wurde Berndt als

Nachfolger von Andreas Kalbitz zum Fraktionsvorsitzenden

der Brandenburgischen

AfD-Landtagsfraktion gewählt. II

Bilder: Christoph

Berndt steht nicht

nur bei PEDIGA in

Dresden immer wieder

auf der Bühne, sondern

sprach auch auf

beiden „Verteidiger

Europas“-Kongressen in

Oberösterreich.

Auf Facebook finden Sie

ihn, wenn Sie nach „Dr

Christoph Berndt“ oder

„HCBerndt“ suchen.

| 49


Schwerpunkt

Migration

als Neokolonialismus

Migrationsbewegungen sorgen nicht nur in den Zielländern

für zahlreiche Herausforderungen, sondern verstärken auch die Probleme

in den Herkunftsländern. Herbert Fritz

Aus dem Inhalt:

+ Keine Pflicht zur

Selbstzerstörung

+ Hilfe im Ausland

effektiver

+ Fachkräfteraub

Bild: Eine besonders

üble Form von

Neokolonialismus ist es

anderen Ländern die

Intelligenz abzuwerben.

Dadurch raubt man

diesen eine wesentliche

Grundlage für deren

Entwicklungsmöglichkeiten.

Beispielsweise

braucht auch Afghanistan

seine Ärzte selbst.

Mitte Juni 2020 erfolgte eine Veröffentlichung

des Integrationsfonds

(ÖIF) über Schüler mit nichtdeutscher

Umgangssprache in der

Bundeshauptstadt. Laut ÖIF

betrug ihr Anteil im Schuljahr

2018/19 bereits 52,5 Prozent.

Da aber die Höheren Schulen

und Oberstufengymnasien

nach wie vor überwiegend

von autochthonen Schülern

besucht werden, bedeutet

das, dass in Wien der Anteil

der Kinder und Jugendlichen

mit nichtdeutscher Umgangssprache

in der Altersgruppe

von 6 bis 19 Jahren wohl noch

einige Prozent darüber liegen

dürfte.

eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein

sollte, leider aber nicht ist: „Es gibt keine moralische

Pflicht zur Selbstzerstörung.“ Gut, wir

- und damit meine ich nicht

nur uns Österreicher und die

Info-DIREKT

Die Unterbringung

von

eine verfehlte Ausländerpo-

BRD-Deutschen – haben durch

litik alle Voraussetzungen zur

Selbstzerstörung geschaffen.

Flüchtlingen in

Jordanien ist

Aber haben wir dadurch Positives

bewirkt oder irgendwem

und bequem

geholfen?

um ein Vielfa-

Sinneswandel bei Kurz

ches günstiger

als in Österreich.

Im April 2013 hatte Sebastian

Kurz, Österreichs genialster

Opportunist, im Rahmen einer

Pressekonferenz erklärt, es

gebe viel Zuwanderung und

eine Willkommenskultur sei daher wichtig.

Und im Jahre 2015 ließ er seine staunenden

Mitbürger wissen, dass der durchschnittliche

österreichweit im

Die Früchte der jahrzehntelangen verantwortungslosen

Überfremdungspolitik reifen

und es lässt sich ausrechnen, wann die autochthone

Bevölkerung nicht nur in Wien zur durchschnittliche

Zuwanderer von heute gebildeter sei als der

Zeitschriftenhand

Österreicher. Aber noch im

Minderheit geworden sein wird. Einen interessanten

Blick in die uns erwartende Zukunft sel. Er mutierte vom „Welcome-Euphoriker“

selben Jahr erfolgte sein Paradigmenwech-

eröffneten uns bereits die Ereignisse, die zum Kämpfer gegen illegale Zuwanderer,

Ende Juni in Favoriten stattgefunden hatten, womit

oder

er die FPÖ

in

ihres Lieblingsthemas

einer

beraubte.

Er wurde zu einem Verfechter von

von

sowie auch die Mordtaten eines Islamisten

am 2. November 2020 in der Wiener Innenstadt.

Aber nicht dieses Endzeitszenario soll kaufen

„Hilfe vor Ort“.

heute Thema meiner Ausführungen sein, Immerhin hatte er als erster österreichischer

sondern die andere Seite der Medaille. Spitzenpolitiker darauf hingewiesen, dass

mit dem Betrag, der für einen Asylanten Im Jahre 2015 hatte Peter Sloterdijk, einer Österreich oder Deutschland aufgewendet

der bekanntesten Philosophen Deutschlands,

in einem Interview mit dem auf www.info-dire

werden muss, der Türkei 19 (!) Menschen

Magazin

„Cicero“ über Merkel und die selbst SPÖ-Kurzzeit-Bundeskanzler Christian

ihr Überleben gesichert werden kann; und

Flüchtlingskrise auf eine Grundvoraussetzung

hingewiesen, die ähnlichen Erkenntnis: „Wenn es uns

Kern gelangte im Dezember 2016 zu einer

gelingt

Wer unabhängige M

muss diese auch unte

Bild: SPÖ-Kurzzeit-

Bundeskanzler Christian Kern

im Dezember 2016 über Hilfe

vor Ort: „Wenn es uns gelingt

einen Flüchtling anständig in

Jordanien zu betreuen, dann

kostet das ein Zwanzigstel wie

in Österreich.“

Symbolbild Arzt: freepik; Kinder: pixabay

50 |


Politik

einen Flüchtling anständig in Jordanien zu

betreuen, dann kostet das ein Zwanzigstel

wie in Österreich.“

Auch wenn Kerns behauptete Relation nicht

uneingeschränkte Zustimmung fand, so

musste selbst von extrem gutmenschlicher

Seite anerkannt werden, dass die Unterbringung

von Flüchtlingen in Jordanien um ein

Vielfaches günstiger ist als in Österreich.

1987 hatte ich eine Gruppe afghanischer

Freiheitskämpfer unter Führung Khazan Guls,

der sich aber in erster Linie als Entwicklungshelfers

sah, in das Gebiet des Tani Stammes

begleitet. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits

sowohl in der „Kronen Zeitung“ als auch im

„Kurier“ und im „Falter“ Interviews mit ihm

jetzt

bzw. Artikel von ihm

kaufen

erschienen. Er war also

auch in unseren Breitegraden kein ganz Unbekannter.

Nach dem Sturz der Taliban war

Khazan Gul eineinhalb Jahre Erziehungsminister

in der Provinz Khost und hatte in dieser

Zeit über fünfzig Schulen gegründet. Die

weiterlesen:

Förderung der Landwirtschaft und die Gründung

von Schulen waren und sind ihm ein

besonderes Anliegen. Vor allem aber möchte

er die Menschen in ihrer Heimat halten.

In der Heimat bleiben

Er war der Meinung, dass Flüchtlinge in den

Lagern zu Almosenempfängern würden, das

Arbeiten verlernten, ihren Stolz verlören und

unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen

würden. So war es ihm gelungen, 537 von

600 ausgebombten Familien dazu zu bewegen,

in ihrer Heimat zu bleiben. 200 Rupien

(also ca. 12 Euro) monatlich genügten, um

sie die ärgsten Schwierigkeiten überwinden

zu lassen. Auch wenn diese bescheidenen

Zuwendungen keine Rundum-Versorgung

bedeuteten, so hatten sie doch dazu geführt,

dass die Menschen in ihrer Heimat bleiben

konnten und zudem den möglichen Aufnahmestaaten

beträchtliche Summen erspart

hatten.

Unbestreitbare Tatsache ist, dass wir für jeden

„Schutzsuchenden“, den wir in Österreich

aufnehmen, einer großen Anzahl anderer

„Schutzsuchender“ die Möglichkeit nehmen,

im Nahbereich ihrer Heimat unterstützt zu

werden!

Auch ein anderes Problem erkannte Khazan

Gul, das von europäischen Politikern kaum

angesprochen wird: „Was nützt es uns, wenn

Afghanen zwar in Europa studieren können,

dann aber nicht zurückkehren? Wir brauchen

afghanische Ärzte, Techniker, Ingenieure usw.,

nicht in der BRD, nicht in Österreich oder

Frankreich, sondern bei uns in Afghanistan.“

Jahrzehnte später, am 1. Jänner 2016, appellierte

der damalige deutsche Innenminister

Thomas de Maizière in Kabul an die

Afghanen, nicht mehr nach Deutschland

zu kommen. Wenn jemand, der

„mit sehr viel Geld der westlichen

Weltgemeinschaft“ zum ersten Mal

seit vielen Jahren eine gute Ausbildung

bekommen habe, seine Heimat

verlasse, dann „ist es auch ein Verrat

an der Zukunft Afghanistans“.

An armen Ländern versündigen

Noch konkreter hatte sich im Zuge

des NRW-Landtagswahlkampfs 2000

CDU-Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers

geäußert, der „Mehr Ausbildung

statt mehr Einwanderung“ gefordert

und ein Argument ins Treffen

geführt hatte, das - meines Wissens

- kein Politiker vor ihm in dieser Deutlichkeit

verwendet hatte: „Es ist unmoralisch, anderen,

oft armen Nationen die Führungseliten

wegzukaufen.“ Und: „Die Intelligenz aus den

Ländern der Dritten Welt abzuwerben, ist

eine Versündigung an deren Entwicklungsmöglichkeiten.“

Tatsächlich sprach Rüttgers damit ein Problem

an, das üblicherweise unter den Tisch

gekehrt wird, handelt es sich doch hierbei

um eine besonders üble Form von Neokolonialismus,

die die ganze Erbärmlichkeit westlicher

Heuchelei zeigt. Regierungen und Unternehmen

der reichen Industriestaaten – vor

allem aus den USA, der EU und in den letzten

Jahren verstärkt auch aus China – versuchen

sich die Kontrolle über die Ressourcen, Finanz-

und Warenmärkte der ärmeren Länder

zu sichern. Zu den wichtigsten Ressourcen

aber zählt Humankapital, was der Motor jeder

wirtschaftlichen Entwicklung ist.

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Bild: Info-DIREKT

Migration vergrößert die Not

Fachkräfte aus unterentwickelten Volkswirtschaften

anzuwerben ist das genaue Gegenteil

von Entwicklungshilfe. Jeder syrische Arzt

– und davon befindet sich angeblich eine so

großer Zahl unter den Flüchtlingen – fehlt in

seiner Heimat und vergrößert die Not der

leidgeprüften Bevölkerung.

Es gereicht uns nicht zur Ehre, den Ärmsten

der Armen ihre verhältnismäßig wenigen

Spitzenkräfte oder auch nur Facharbeiter abzuwerben.

Sie demaskieren sich dadurch als

Staaten, die an wirklicher Hilfe für unterentwickelte

Länder und Gebiete kein Interesse haben.

Ihr Gerede darüber baut nur einen Wall

auf, in dessen Schutz sie weiter ihre koloniale

Ausbeutung betreiben. – Eine moralische

Disqualifikation!

Die von den Regierenden betriebene Überfremdungspolitik

schädigt jedenfalls nicht

nur die einheimische Bevölkerung, sondern

auch die Menschen jener Länder, denen man

zu helfen vorgibt! II

Bild: Herbert Fritz, geboren

1939 in Wien, ist promovierter

Jurist. Bereits

seit den 1960-er Jahren

pflegt er besonders in

den Nahen Osten sehr

gute Kontakte. Fritz gilt

quer über alle politischen

Lager als profunder

Kenner der Kurden. Er

schreibt für verschiedene

Zeitschriften, hält

packende Vorträge und

verfasste u.a. Bücher wie

„Die kurdische Tragödie

– Ein Volk zwischen den

Fronten“, „Kampf um

Kurdistan – Für Freiheit

und Selbstbestimmung“

und „Kampf um

Palästina - Für Freiheit

und Selbstimmung“. Die

Bücher sind direkt beim

Autor erhältlich:

herbert.fritz2@gmx.at.

Fachkräfte

aus unterentwickelten

Volkswirtschaften

anzuwerben

ist

das genaue

Gegenteil von

Entwicklungshilfe.

| 51


Geschichte

Terrorismus

unter falscher Flagge

Christopher Wagner über das schmutzige Geschäft von Geheimdiensten

Bilder: Dass es „Operation

Gladio“ tatsächlich gab,

bestätigte 1990 der damalige

Ministerpräsident

Italiens, Giulio Andreotti.

Im selben Jahr dementierte

NATO-Sprecher

Jean Marcotta jedoch,

dass es jemals solche

Geheimaktionen gegeben

hätte. Kurz darauf

bezeichnete ein anderer

NATO-Sprecher diese

Information als inkorrekt,

um klarzustellen, dass

sich das Militärbündnis zu

solchen Angelegenheiten

prinzipiell nicht äußere.

Es muss ein ohrenbetäubender Knall

gewesen sein, der in den Morgenstunden

des 2. August 1980 den

Hauptbahnhof der geschichtsträchtigen Metropole

Bologna in Norditalien erschütterte.

Eine Explosion im Wartesaal

des Bahnhofs riss 85 Menschen

in den Tod. Über 200

Menschen, die meisten Berufstätige

auf dem Weg zur

Arbeit, erlitten Wunden an

Körper und Psyche.

Als sich italienische Ermittelter

daran machten, die Hintergründe

des

österreichweit

Vorfalls aufzuarbeiten,

im

wurde

schnell klar: Es handelt sich nicht, wie zunächst

vermutet, um einen Unfall, sondern

um ein mit militärischem Sprengstoff ausgeführtes

Bombenattentat. Eine von höchsten

staatlichen kaufen Stellen eingesetzte Kommission,

die den Vorfall untersuchen sollte, kam

zu dem Schluss, dass es sich um eine Tat

rechts-terroristischer Umstürzler handelte.

Dennoch blieben wichtige Fragen ungeklärt.

Vor allem: Wie konnte eine Splittergruppe

Zugang zu militärischem Sprengstoff erhalten?

Erst im August 1990, als das Ende des

Kalten Kriegs nur mehr eine Frage von Wochen

war, liefert der italienische Premierminister

Hinweise, die ein neues Licht auf den

Anschlag in Bologna und eine ganze Reihe

ähnlicher Anschläge in ganz Europa warfen.

Eine Enthüllung, die man heute nur zu gerne

rechtsextremen Verschwörungstheoretikern

und Aluhutträgern zuschreiben würde.

Verborgenes NATO-Schwert

im Kalten Krieg

Unterstützer und in vielen Fällen sogar Architekten

einer ganzen Serie von Anschlägen

in Italien, Südtirol, Luxemburg, und der

BRD in den 60er, 70er und

80er Jahren soll die Geheimorganisation

Gladio gewe-

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und bequem weiterlesen:

Die Aktionen

dienten dazu,

Feindbilder zu

erzeugen.

sen sein. Eine von vielen von

der NATO in den 1950ern ins

Leben gerufenen verdeckten

Strukturen, welche im Falle

einer Invasion durch den

Warschauer Pakt sogenannte

„Stay-behind“ Operationen in

besetzten Gebieten hätte ausführen sollen.

Dazu zählten, ähnlich wie Partisanenarmeen

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oder in einer von über 100 Trafiken sofort

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oder Guerillakämpfer in vergangenen Konflikten,

Sprengstoff- und Sabotageaktionen

im feindlichen Hinterland.

Zu diesem Zweck wurde über Europa ein

Netz an Agenten und versteckten Waffendepots

gespannt. Oftmals mit Wissen und

Billigung von Funktionären in höchsten

Kreisen staatlicher Sicherheitsorgane. Warum

„Gladio“ Anschläge verübte und wie sie

ihre Ziele auswählte, ist bis heute großenteils

ungeklärt. Fest steht: Die Aktionen der „Gladio“

dienten politischen Akteuren und Regierungseinrichtungen

dazu, Feindbilder zu

erzeugen, Gewalt zu schüren und die Gesellschaft

der jeweiligen Länder zutiefst zu polarisieren.

Dabei war das Operationsgebiet

nicht nur auf Ballungszentren beschränkt.

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Beispiel Südtirol

Im Juni 1967 kamen vier italienischen Soldaten

an der Porzescharte durch Sprengfallen

ums Leben. Der Vorfall lieferte eine geradezu

maßgeschneiderte Rechtfertigung

für die wachsende Repression gegenüber

Südtirolern durch den italienischen Staat ab.

Schließlich galt es eine Demokratie vor Terroristen

zu schützen. Drahtzieher auch hier:

Amtsträger italienischer Geheim- und Abwehrdienste

mit Naheverhältnis zu „Gladio“.

Bild: Der Schweizer Historiker Daniele

Ganser hat sich in seiner Doktorarbeit

„NATO-Geheimarmeen in Europa“ ausführlich

mit der „Stay-behind“-Armee „Gladio“

auseinandergesetzt. Auf YouTube sind

zahlreiche Vorträge von ihm zu diesem

Themenkomplex zu finden.

Bild NATO: Nicolas Raymond via flickr.com (CC BY 2.0); Bild Ganser: Dirk Wächter via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)

52 |


V-Leute, geschredderte Akten und verstorbene Zeugen:

alles Zufall oder doch „staatlich betreutes Morden“?

Geschichte

NSU-Ungereimtheiten

Bilder Anschalg: Von Beppe Briguglio, Patrizia Pulga, Medardo Pedrini, Marco Vaccari - www.stragi.it (CC BY-SA 3.0)

Bilder: Die Hintergründe vom

Anschlag in Bologna 1980, bei dem

85 Menschen getötet wurden, sind

noch immer nicht restlos geklärt.

Ein Unding der Vergangenheit?

Auch wenn das Treiben um Partisanentruppe

der NATO wohl nie vollständig

offengelegt werden kann:

Dreißig Jahre nach Ende des Kalten

Krieges gibt es keine Hinweise

mehr auf verdeckte NATO-Operationen

In Europa. Allein: Berechtigte

Sorgen um politisch gesteuerte

Stay-behind-Operationen zur Polarisierung

der Gesellschaft bleiben

legitim. So warnte das Bundesamt

für Verfassungsschutz schon im

vergangenen Herbst davor, dass

Corona-Proteste eine gefährliche

Mischung für die Bundesrepublik

darstellten. Und kurz nach

Jahreswechsel identifizierte der

Bundesminister für Inneres, Karl

Nehammer, „Rechtsextremisten“,

„Corona-Leugner“ und „Verschwörungstheoretiker“

als treibende

Kräfte angeblich gewaltbereiter

Proteste. Ein Umstand, welcher

„Handlungssicherheit“ für Polizei

und Sicherheitsbehörden bei Eingriffen

in die Versammlungsfreiheit

aber immerhin friedlicher Proteste

rechtfertigen soll.

Skepsis ist angebracht

Der Verdacht drängt sich auf: „Gladio“

mag nunmehr vorwiegend ein

Fall für Historiker sein. Seine bevorzugten

Handlungsweisen sind es

aber nicht. Es liegt an den Bürgern

selbst Vorsicht und Aufmerksamkeit

walten zu lassen. Denn zum Zwecke

der Staatssicherheit ist es leicht ethische

und legale Grenzen zu überschreiten.

Oder wie Friedrich Nietzsche

einst festhielt: „Staat heißt das

kälteste aller kalten Ungeheuer.“ II

Der sogenannte „Nationalsozialistische

Untergrund“ (NSU), dessen

Mitglieder zwischen 2000 und 2007

neun Migranten und eine Polizistin getötet

haben sollen, ist aus der „rechtsextremen

Szene“ in Thüringen entstanden.

Spannend ist dies, weil die dortige Szene

vom Verfassungsschutz und Militärischem

Abschirmdienst (MAD) unterwandert

war. 40 der 140 Szene-Mitglieder

in Thüringen sollen zwischen 1996 und

2003 V-Leute gewesen sein. Ziel der Behörden

soll es damals gewesen sein die

„rechtsextreme Szene“ in Thüringen zu

strukturieren, zu steuern und beherrschbar

zu machen. Als der NSU aufgedeckt

wurde und alle diesbezüglichen Akten

dem Generalbundesanwalt übergeben

werden hätten sollen, wurden diese in

der Zentrale des Bundesamtes für Verfassungsschutz

(BfV) in Köln vernichtet.

Hinweise ignoriert

Trotz zahlreicher Hinweise auf das NSU-

Trio wurde dieses von den Behörden

nie festgenommen. Im Jahr 1998 oder

1999 soll das Spezialeinsatzkommando

(SEK) bereits zur Verhaftung bereit gewesen

sein. Kurz vor Abfahrt wurde die

Aktion aber wieder abgebrochen.

„Staatlich betreutes Morden“

Beim Strafprozess gegen NSU-Mittäter

von 2013 bis 2018 ging das Gericht

Hinweisen, dass staatliche Stellen die

Taten geschehen ließen, nicht nach.

Forderungen nach weiteren Ermittlungen

in diese Richtung wurde nicht

nachgegangen, obwohl Kritiker in

diesem Zusammenhang sogar von „

staatlich betreutem Morden“ sprachen.

Reihenweises Sterben der Zeugen

Rund um den NSU gibt es zahlreiche

weitere Ungereimtheiten. Aus Platzgründen

können wir jedoch nur auf

zwei hinweisen:

Selbst etablierte Medien wie der WDR

schrieben vom „reihenweisen Sterben

der NSU-Zeugen“, nachdem fünf Personen

auf sehr rätselhafte Weise ums Leben

gekommen waren. Zwei von ihnen

sollen Selbstmord begangen haben

- beide sind unabhängig voneinander

in ihren Autos verbrannt. Ein weiterer

soll plötzlich an einer unentdeckten

Diabeteserkrankung verstorben sein.

Eine 20-Jährige verletzte sich bei einem

Motorradunfall am Knie - im Krankenhaus

soll sie einer Lungenembolie erlegen

sein. Auch ein weiterer Zeuge soll

Selbstmord begangen haben.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Ähnlich wie beim islamistischen Terroranschlag

2020 im in Wien wurden die

österreichweit

deutschen Behörden auch von Kollegen

Zeitschriftenhandel im Ausland gewarnt. So machte bestellen

der italienische

Geheimdienst „AISI“ im Dezember

einer 2011 das von BfV auf mögliche über Netzwer-

100 Trafiken sofort

oder in

ke militanter Neonazis aufmerksam. Das

kaufen BfV ging diesen Hinweisen nicht nach.

Kein Einzelfall

An dieser Stelle weisen wir auf unseren

Bericht über die Ungereimtheiten rund

um den Terroranschlag am Berliner

Breitscheidplatz im letzten Info-DIREKT

hin. II

Verdeckte Ermittler

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Auch in Österreich werden verdeckte Ermittler eingesetzt.

Im Jahr 2016 hatte das Abwehramt

einen Informanten in eine

patriotische Gruppe in der Steiermark

eingeschleust. Dieser soll die

Mitglieder der Gruppe motiviert haben,

eine Moschee mit Schweineblut

zu verunstalten. Als sich die Patrioten

dazu nicht aufhetzen ließen, verübte

der V-Mann die Tat selbst. Im Jänner

2021 wurden in diesem Zusammenhang

zwei Beamte nicht rechtskräftig

verurteilt.

Auch gegen den Verein gegen Tierfabriken

(VgT) rund um Martin Balluch

wurden V-Leute eingesetzt.

Zuletzt enttarnte sich ein Verdeckter

Ermittler bei einer Demo gegen die

Corona-Maßnahmen der Bundesregierung

selbst, als er sich bei einem

Tumult schnell eine Polizeiweste überstreifte.

Interessant dabei ist, dass er

mitten im Tumult rund um die brutale

Verhaftung eines 82-Jährigen stand. II

| 53


Agenten, Provokateure,

Schwerpunkt

Terror

Christian Plaickner über einen Jahrzehnte dauernden

schmutzigen Krieg um Südtirol

Ende vergangenen Jahres hat der Südtiroler

Journalist und Historiker Christoph

Franceschini der Öffentlichkeit

ein sensationelles neues Werk vorgelegt:

„Geheimdienste, Agenten, Spione. Südtirol

im Fadenkreuz fremder Mächte“.

Diesen Zeithistoriker zeichnet aus, dass er

forschend zu den Quellen – ad fontes, wie

die Wissenschaftler dazu sagen – geht, die

anderen bislang verborgen geblieben sind.

Er schildert anhand von Dokumenten aus

bislang verschlossenen Archiven die Arbeit

von Agenten und Spitzeln, welche von italienischen

Geheimdiensten gegen Südtiroler

informiert. Ehemalige österreichische Widerstandskämpfer

gegen das NS-Regime, die in

antikommunistischem Sinne für die Amerikaner

weiter tätig geblieben waren, unterstütz-

und bequem

ten den BAS. Franceschini berichtet auch hier

Unabhängigkeitsbestrebungen eingesetzt mit Namen und Fakten. Einer der prominentesten

wurden. Es gelang den Diensten, mithilfe

solcher Informanten vor allem die Südtiroler BAS-Unterstützer war der publizistisch

mächtige Zeitungsherausgeber Fritz Molden.

Volkspartei (SVP) auszuspähen. In den späteren

„heißen“ Jahren nach der „Feuernacht“

anno 1961 kam es zu provokatorischen

Anschlägen, welche den Südtirolern in die

Schuhe geschoben werden sollten, und so-

Damals bestand noch die Gefahr, dass Italien

in das kommunistische Lager kippen könnte,

und dann wäre die Tätigkeit des BAS durchaus

im Sinne der Westmächte gewesen. Die

gar zu Mordaufträgen.

Meinungsmonopol brechen

Neben der klassischen Agentenarbeit wurden

hinter den Kulissen aber auch andere

Aktionen zur Verteidigung der „Italianität“

(Italianità) Südtirols ausgeführt. Franceschini

dokumentiert die geheime finanzielle Unterstützung

von italienischen Vereinen und

Institutionen sowie von deutschsprachigen

Zeitungen, die eigens zu dem Zwecke verlegt

wurden, um das „Meinungsmonopol“

der viel zu patriotischen Tageszeitung „Dolomiten“

und des „Volksboten“ zu brechen. All

dies belegt Franceschini mit Namen, Fakten

und Dokumenten.

Kurswechsel der USA

Bis Anfang der Sechzigerjahre war für die

Strategen der NATO und des CIA noch nicht

klar, ob Italien durch Wahlen schließlich in

das kommunistische Fahrwasser gelangen

oder westlich orientiert bleiben würde. Der

Info-DIREKT

amerikanische Geheimdienst CIA war über

das Bestehen der Südtiroler Widerstandsbewegung

„Befreiungsausschuss Südtirol“

(BAS) gegen die Unterdrückungspolitik Roms

Fritz Molden

österreichweit im

politische Lage stabilisierte sich jedoch ab

1960

Zeitschriftenhand

unter Ministerpräsident Fanfani, dessen

rein christdemokratische Regierung die

Unterstützung dreier Mittelparteien erhielt.

Ab nun konnte die Unterstützung regierungsfeindlichen

aufständischen Unter-

oder in einer von

grundbewegung in Südtirol nicht mehr im

amerikanischen Interesse liegen. Die Situation

kaufen

hatte sich gewandelt.

Die österreichischen Unterstützer des BAS

vollzogen diesen Kurswandel aber nicht mit,

sondern unterstützten auch gegen den Willen

der amerikanischen „Freunde“ weiterhin

die Südtiroler Freiheitskämpfer. Auch dieses

Geschehen ist in dem Buch Franceschinis

spannend wie ein Krimi dargestellt. II

auf www.info-dire

Wer unabhängige M

muss diese auch unte

Eine interessante Rolle bei geheimdienstlichen Aktivitäten rund um

Südtirol spielte der 1924 in Wien geborene Verleger Fritz Molden. Er

war bereits im 2. Weltkrieg für die USA tätig. Auch nach 1945 war er

als Agent für die USA im Einsatz. So lieferte er als Sekretär des Tiroler

Landeshauptmanns Karl Gruber laufend Berichte an die CIA. Molden

soll auch dabei mitgeholfen haben den „Befreiungsausschuss Südtirol“

(BAS) mit Waffen zu versorgen. Im Jahr 1960 zog er sich davon jedoch

offiziell zurück, um die CIA nicht mehr über die BAS-Aktivitäten informieren

zu müssen. Neben Südtirol war Molden auch in Ungarn als

Agent tätig. Mehr dazu und welche Rolle der ORF-Generalintendant

Gerd Bacher spielte, lesen Sie im Beitrag „Die CIA und der Südtiroler

Freiheitskampf“ auf www.suedtirol-info.at

Bild: Michael Thurm via wikipedia.org (CC BY-SA 2.0)

54 |


Geschichte

Bewahrung der Kriegsbeute

Alto Adige

Ende des Jahres 2020 erschien nicht

nur das zeitgeschichtlich spannenede

Werk von Christoph Franceschini,

sondern auch ein ebenso interessantes

Buch des

jetzt kaufen

Historikers Helmut

Golowitsch mit dem

Titel „Repression –

Wie Südtirol 1945/46

wieder unter das

Joch gezwungen

weiterlesen:

wurde“.

Bild: Bereits 15 Monate vor der

„Feuernacht“ des Jahres 1961

Zu diesem Buch hatte

der ehemalige

wusste die CIA über den Plan

einiger Südtiroler Freiheitskämpfer

SVP-Landtagsabgeordnete

und frühere

sehr gut Bescheid. Weil damals

jedoch noch die Gefahr bestand,

dass Italien in das kommunistische

Präsident des Regionalrats

der Region

Lager kippen könnte, unternahm

Trentino-Südtirol,

sie dagegen nichts. Für diesen

Franz Pahl, in seinem

Fall hätten die Westmächte die

Vorwort vermerkt:

aufständischen Südtiroler nämlich

durchaus im Kampf gegen den

el Kommunismus bestellen

brauchen können.

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Bild: Christoph Franceschini:

„Geheimdienste, Agenten, Spione – Südtirol

im Fadenkreuz fremder Mächte“. Erschienen

im Verlag „Edition Raetia“, 512 Seiten,

Preis: € 27,50, erhältlich u. a. im „Freilich-

Buchladen“

„Der Historiker Dr. Helmut Golowitsch

hat bislang weitgehend unbekannte

Dokumente in den Landesarchiven

Nord- und Südtirols sowie im Österreichischen

Staatsarchiv gefunden.

Erschütternde Zeitzeugnisse schildern

ein dramatisches Geschehen

der unmittelbaren Nachkriegszeit,

das weitgehend in Vergessenheit geraten

ist.

Selbstbestimmung verhindert

Die deutschen und ladinischen Südtiroler

wurden nicht nur durch Kundgebungsverbote

der Regierung in

Rom, sondern auch durch behördlich

geduldeten Terror bis hin zu Mordtaten

weitgehend daran gehindert,

öffentlich für die Selbstbestimmung

einzutreten.

Für die politisch bestimmenden

Kräfte in Italien ging es 1945 parteienübergreifend

um die Bewahrung

der Kriegsbeute aus dem Ersten

Weltkrieg, um den Verbleib Südtirols

Staatlich geduldeter

Terror

uniformierter

Banditen trug

dazu bei, die

Südtiroler

Bevölkerung

in Schach zu

halten.

Bild: Helmut Golowitsch:

„Repression – Wie Südtirol 1945/46 wieder

unter das Joch gezwungen wurde“

Erschienen im „Verlag Effekt!“

540 Seiten, Preis: € 28,90

bei Italien. Dieses Ziel verfolgte auch

der vordergründig antifaschistische

italienische „Befreiungsausschuss“

CLN („Comitato di Liberazione Nazionale“),

der rasch auch

ehemalige Faschisten

in seine Reihen aufnahm,

sich tatkräftig

an der Repression der

Südtiroler Bevölkerung

beteiligte und

die alte faschistische

Entnationalisierungspolitik

und die gezielte

italienische Unterwanderung

Südtirols fortzuführen

begann.

Staatlich geduldeter

Terror von „Nachkriegspartisanen“

und

uniformierter Banditen trugen dazu

bei, die Südtiroler Bevölkerung in

Schach zu halten.“ Soweit Franz Pahl

in seiner Beurteilung.

Dieses reich bebilderte und spannend

zu lesende Dokumentarwerk

schildert das heute bereits weitgehend

in Vergessenheit versunkene

dramatische Geschehen nach Kriegsende,

welches maßgeblich dazu

beitrug, dass die Alliierten auf einer

Außenministerkonferenz am 1. Mai

1946 beschließen konnten, Südtirol

bei Italien zu belassen. Damit hatte

man Rom einen großen Dienst erwiesen

und konnte den Eintritt Italiens in

das westliche Militärbündnis herbeiführen.

II

| 55


„Experten“ unter der Lupe

Herbe Niederlage für DÖW

und Mauthausen Komitee

Zwei einschlägig bekannte „Institutionen“ wollten Info-DIREKT einen schweren

Schlag versetzen, dabei haben sie sich aber nur selbst ein weiteres Mal beschädigt

Rechtsanwaltskanzlei Lansky eine Anzeige

gegen Info-DIREKT wegen Wiederbetätigung,

Verhetzung und ähnlicher Delikte eingebracht

hatten. Die Oberstaatsanwaltschaft

(OStA) Linz prüfte die in der Anzeige erhobenen

Vorwürfe gründlich (Akt: 21 St 89/19y).

Dabei stellte sie fest, dass die von DÖW und

„Mauthausen Komitee“ angeführten „Zitate

in Teilbereichen interpretativ dargelegt, aus

dem Kontext gerissen und im Rahmen der

vorgenommenen Kategorisierung mit inhaltlich

dazu passenden Textstellen aus verschiedenen

Publikationen kombiniert wurden“.

Was die Staatsanwaltschaft hier zurückhaltend,

aber sehr klar formuliert, entspricht

dem, was Info-DIREKT bereits zuvor in mehreren

Artikeln eindeutig belegt hat: Das DÖW

arbeitet voreingenommen, unsauber und unwissenschaftlich.

Bilder: Im Juni 2019

brachten die von

etablierten Medien

geschätzten Vereine

„DÖW“ und „Mauthausen

Komitee“ eine umfangreiche

Anzeige gegen

Info-DIREKT ein. Die

schweren Vorwürfe, die

darin erhoben wurden,

wurden jedoch von der

Oberstaatsanwaltschaft

Linz abgewiesen. Aus

der Begründung zur

Einstellung (Bild rechts)

geht hervor, wie unwissenschaftlich

und unsauber

das DÖW und das

Mauthausen Komitee

arbeiten.

Was die „Expertisen“ von „hochangesehenen“

Einrichtungen wie

dem „Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstands“ (DÖW)

und dem „Mauthausen Komitee Österreich“

(MKÖ) wert sind, zeigt sich, wenn diese von

einer Oberstaatsanwaltschaft ausführlich geprüft

werden.

Zu dieser „Prüfung“ ist es gekommen, weil

die beiden umstrittenen Vereine über die

Prüfung der Anzeige

Aber der Reihe nach: Am 21. Juni 2019

langte die bereits erwähnte Anzeige bei der

Staatsanwaltschaft in Linz ein. Gewissenhaft

ließ die Staatsanwaltschaft vom Verfassungsschutz

Beweismaterial herbeischaffen, um die

Anzeige zu überprüfen. Im Jänner 2020 wurden

die angezeigten Personen, nämlich alle

bisherigen und der aktuelle Herausgeber von

Info-DIREKT, darüber informiert.

Wütender Rundumschlag

Bereits bei einer ersten Überprüfung der

117 angezeigten Textstellen stellte die OStA

fest, dass 86 der Vorwürfe so abstrus waren,

dass diese von der Oberstaatsanwaltschaft

sofort verworfen wurden. Die Vorwürfe, die

darin von den Anzeigenerstellern niedergeschrieben

wurden, lesen sich wie die Kommentare

eines wütenden Kommunisten, der

beim Info-DIREKT-Lesen alles notiert, was ihm

aufgrund seiner eigenen Ideologie sauer aufstößt.

Von den hunderten Texten, die in 25 Magazinen

erschienen sind, wurden also nur 117

Textstellen angezeigt. Davon erfüllten wiederum

nur 31 überhaupt mögliche „Anhaltspunkte“

für ein strafbares Verhalten – einer

rechtlichen Prüfung hielten jedoch auch diese

nicht stand. Diese Tatsachen sind eine schwere

Niederlage für die angeblichen „Rechtsextremismus-Experten“.

Symbolbild: fp

56 |


„Experten“ unter der Lupe

Zitate aus dem Kontext gerissen

Die 31 übrigen Textauszüge wurden von der

OStA Linz penibel überprüft. Vielfach musste

sie dabei feststellen, dass Zitate aus dem

Kontext gerissen wurden und durch die Anzeiger

interpretiert wurden. Zudem arbeitete

die OStA heraus, dass bspw. das Zitat des

griechischen Bürgerschutzministers Dendias

(„Das Land geht unter. Wir sind mit einer

Invasion konfrontiert.“) nicht nur im Magazin

Info-DIREKT, sondern wortgleich auch in

zahlreichen etablierten Medien veröffentlicht

wurde.

Zitate als Aussagen dargestellt

In Bezug auf ein weiteres Zitat aus einem Info-DIREKT-Artikel

stellte die OStA fest, dass

„der Anzeiger nicht erwähnt, dass der Autor

hier zum Teil keine eigenen Aussagen trifft,

sondern auf den Kommentar des Militärstrategen

Barnett verweist“. Selbiges gilt für einige

weitere Zitate. Hier nur noch ein Beispiel

dafür:

„Diese Worte heben die Anzeiger hervor,

ohne darauf zu verweisen, dass der Autor

hier eine Textstelle aus einem Buch LE BONS

wiedergibt.“

Falsche Behauptung einer NS-Nähe

Ähnlich klar weist die OStA auch den Vorwurf

des Anzeigers der fälschlichen Behauptung

einer NS-Nähe zurück:

„Soweit die Anzeiger jedoch im genannten

Zitat pauschal behaupten, der Autor ‚zitiere

aus dem NSDAP-Parteiprogramm und affirmiere

dessen fremdenrechtliche Bestimmungen‘,

erscheint dies interpretativ und aus dem

Kontext des Artikels gerissen.“

Wie bemüht DÖW und MKÖ sind, eine

Nähe von Info-DIREKT zum NS zu konstruieren,

zeigt auch, dass sie die Aussage, die ein

deutscher Universitätsprofessor im Interview

mit Info-DIREKT machte, als NS-Relativierung

bestraft sehen möchten. Der Professor sagte:

„Gerade Studenten in Leipzig sollten angesichts

der Identität der Methoden, die in

der NS-Zeit und in der DDR-Zeit gegen Andersdenkende

angewendet wurden, für die

Freiheit der Meinung kämpfen.“

Diesen völlig absurden Versuch, eine strafbare

Handlung aus dieser Aussage abzuleiten,

kommentiert die Oberstaatsanwaltschaft

nicht einmal. Sie schreibt dazu nur, dass der

Anzeiger das Zitat richtig zusammengefasst

habe – was aufgrund der sonstigen Qualität

der Anzeige durchaus erwähnt werden muss.

Metapher aus „Herr der Ringe“

keine NS-Verharmlosung

Ähnlich absurd ist auch die Einschätzung

des Anzeigers, dass eine im Info-DIREKT

veröffentlichte

Metapher

aus „Herr der

Ringe“ NS-verharmlosend

sei.

Kein Antisemitismus

Zum vielfach

getätigten Vorwurf,

Info-DI-

REKT sei antisemitisch,

schreibt

die OStA, dass

Info-DIREKT „in

allen möglichen

Facetten“ Kritik

an der Globalisierung

betreibe

und als verantwortlich

dafür

folgende Akteure in verschiedenen Artikeln

nennt:

die „Federal Reserve“ unter Miterwähnung

des Hauses „Rothschild“, die „tyrannische

Herrscherelite“, die „Eliten, allen voran die

österreichische und bundesdeutsche Regierung“,

„internationale Organisationen wie die

UNHCR“, „George SOROS“, das „US-Imperium“,

„der westliche Kapitalismus“, die „Hochfinanz

des Westens“, die „Materialisten“, das

„internationale Kartell“, der „globale Vermögensverwalter

Black Rock mit seinem CEO

Larry FINK“ und „ein Prozent der reichsten

Menschen der Erde“ in den einzelnen Artikeln.

Dazu hält die OStA Linz fest:

„Dabei werden teilweise auch Aussagen anderer

Personen wie zB des Militärstrategen

Barnett, des Journalisten Ó Colmain uva. in

Zitatform wiedergegeben.“

Zwar kritisiert die OStA „die Erwähnung des

Hauses Rothschild“, der „Hochfinanz“ oder

die Hervorhebung des Börsenspekulanten

Bilder: Seit Jahren

macht Info-DIREKT darauf

aufmerksam, dass

SPÖ-Funktionär und

Mauthausen-Komitee-

Chef Willi Mernyi grobe

Unwahrheiten über

Info-DIREKT verbreitet.

Nun hat auch die

Oberstaatsanwaltschaft

Linz festgestellt, dass

Info-DIREKT NICHT in

„NS-Manier“ gegen Juden

hetzt, wie von Mernyi

immer wieder faktenwidrig

behauptet wurde.

Bilder: Auszüge aus der

Anzeige des DÖW und

des Mauthausen Komitees

gegen alle bisherigen

Info-DIREKT-Herausgeber.

| 57


„Experten“ unter der Lupe

„Die für eine Betätigung im nationalsozialistischen

Sinne charakteristische Herabsetzung

anderer Völker bzw. Rassen mit

antisemitischer Zielrichtung ist jedoch dem

Bedeutungsgehalt der zugrundeliegenden

Artikel in ihrer Gesamtheit nicht in der für

das Erreichen der tatbestandlichen Erheblichkeitsschwelle

im Sinne der zitierten Judikatur

erforderlichen Deutlichkeit zu entnehmen.“

Info-DIREKT ist friedlich und gesetzestreu

Ebenso sieht die OStA in der gesamten Anzeige

keinen Beleg dafür, dass Info-DIREKT

zu Straftaten aufrufe. Dies sei hier besonders

erwähnt, da in der Tageszeitung „Der Standard“

Info-DIREKT fälschlicherweise in Verbindung

mit Gewalttaten und Terrorismus

gebracht wurde. Zudem wischt die OStA den

Vorhalt einer „spezifischen Zielsetzung des

Nationalsozialismus“ bspw. die der „Rassenreinheit“

vom Tisch.

Der wichtigste Satz der Verfügung vom 6.

Mai 2020 ist jedoch, dass das Verfahren eingestellt

wurde:

Bild: Recherche Linz

Bilder: Von Kritikern wird

dem DÖW-Mitarbeiter

Andreas Peham, der

in der Vergangenheit

immer wieder auch als

„Dr. Heribert Schiedel“ in

Erscheinung trat, immer

wieder vorgeworfen ein

Märchenonkel zu sein.

Was die Staatsanwaltschaft

von den vielgepriesenen

„Expertisen“

des DÖW in Form einer

Anzeige gegen Info-

DIREKT hält, kann man in

einem Wort zusammenfassen:

nichts.

Bild: Das von DÖW

und Mauthausen

Komitee angestrebte

Wiederbetätigungs-

Verfahren (§3g) gegen

alle bisherigen Info-

DIREKT-Herausgeber

wurde von der Staatsanwaltschaft

Linz eingestellt.

Der Strafrahmen für

dieses Delikt beträgt ein

bis zehn Jahre Haft.

und Unruhestifters „George Soros“ in diesem

Zusammenhang, stellt jedoch auch unmissverständlich

klar:

„Allerdings erreicht dieser Sprachgebrauch

in seiner Gesamtheit inhaltlich nicht die Intensität

und Klarheit, welche eine Betätigung

im nationalsozialistischen Sinn (in Form der

Behauptung der Lenkung des globalen Finanzsystems

ausschließlich durch Juden)

darstellen würde.“

Jegliche Unterstellungen, die gegen Info-DI-

REKT in diesem Zusammenhang immer wieder

getroffen werden, sind also falsch.

Info-DIREKT propagiert

den Erhalt der eigenen Identität

„Inhaltlich zielt die gewählte Rhetorik erkennbar

darauf ab“, so die Oberstaatsanwaltschaft,

„den Erhalt der eigenen nationalen

Kultur bzw. Identität zu propagieren“. Und

weiter:

„Aus den dargelegten Erwägungen kann in

den verfahrensgegenständlichen Publikationen

kein strafbares Verhalten der Verdächtigen

erblickt werden.“

Blamage für angebliche Experten

Für das DÖW bedeutet das – nach der Niederlage

gegen die „Aula“ – die zweite schwere

juristische Niederlage. Damit ist der private

Verein DÖW ein weiteres Mal als das

entlarvt, was er ist: eine Art „Privat-Stasi“ und

eine „kommunistische Tarnorganisation“.

Hintergrundinfos über das „Mauthausen Komitee

Österreich“ als politische Waffe der

SPÖ haben wir auf www.info-direkt.eu für Sie

in mehreren Artikeln zusammengetragen.

Einen Artikel dazu, wie angebliche „Experten“

und etablierte Medien Begriffe bewusst

umdeuten, finden Sie ebenso auf www.

info-direkt.eu unter der Überschrift: „Rechtsextremismus:

Ein Kampfbegriff gegen die

Meinungsfreiheit“ II

Bild: Immer wieder wird Info-DIREKT vom

DÖW mit unsauberen Vorwürfen attackiert.

Der Grund dafür ist einfach erklärt: Das

DÖW hat erkannt, dass Info-DIREKT einen

starken Einfluss auf das patriotische Lager

im gesamten deutschen Sprachraum hat,

und will nicht, dass sich unsere Parole „Wer

sich distanziert, verliert“ durchsetzt.

58 |


„Experten“ unter der Lupe

Widerlicher Angriff auf

Info-DIREKT im „Standard“

Entgegen der Erkenntnisse der Justiz bringt die angebliche Qualitätszeitung

„Der Standard“ Info-DIREKT in Zusammenhang mit Gewalttaten.

Weil Info-DIREKT bei den

ständig geforderten

Distanzierungen nicht

mitspielt und Tabu-Themen wie den

Bevölkerungsaustausch anspricht, ist

unsere kleine Redaktion immer wieder

Ziel gehässiger Angriffe. Der bisherige

Höhepunkt dieser haltlosen

Anschüttungen ist am 14. Dezember

der angeblichen Qualtitätszeitung

„Der Standard“ geglückt.

Schon im ersten Satz des Textes wird

Info-DIREKT in die Nähe eines blutigen

Gewaltverbrechens gerückt:

„Der Anschlag vom 2. November in

Wien hat das tödliche Potenzial von

Fanatisierungsprozessen

in den Mittelpunkt

der öffentlichen

Debatte gerückt.“

Der islamistische Anschlag

in Wien, bei

dem vier Menschen

getötet wurde, dient

dem „Rechtsextremismus-Experten“

als Einstieg ins Thema,

um dann über

„rechtsterroristisch

motivierte Gewalt“ in

„Ozeanien“ und dem

Rest der Welt zu schwadronieren.

Angebliche Terrorgefahr von rechts

Im zweiten Absatz wird Info-DIREKT

zwar noch immer nicht erwähnt, aber

zumindest hat der „Experte“ thematisch

wieder zurück nach Österreich

gefunden. Hier erwähnt er den Namen

Franz Fuchs, einen bis heute ungeklärten

Brandanschlag und einen

angeblichen „Breivik aus Traun“, um

schließlich im dritten Absatz zu behaupten,

dass „die Gefahr rechtsextremer

Terroranschläge“ auch in Österreich

„offenkundig“ sei: „Selbst wenn

es hierzulande noch nicht brennt, so

wird doch ordentlich gezündelt.“

Im vierten Absatz prangert der Politikwissenschaftler

der FIPU (Forschungsgruppe

Ideologien und Politiken der

Ungleichheit) an, dass es „extrem

rechten Akteurinnen und Akteuren“

Die Deutungshoheit

der

etablierten Medien

ist verloren,

wenn alternative

Medien

einen Aufstieg

erleben.

zunehmend gelinge,

die „Grenze des Sagbaren“

zu erweitern. Im

fünften Absatz zitiert er

dazu Bundeskanzler Sebastian

Kurz (ÖVP).

Und endlich im sechsten

Absatz, nach einer

über 2.800 Zeichen langen

Einleitung, eines

Textes mit der Überschrift

„Rechtsextreme

Zeitschrift ‚Info-Direkt‘:

Verschwörungsfantasien

und Kampfparolen“

wird Info-DIREKT namentlich genannt:

„Ein Beispiel für ein solches Medienprojekt

stellt die rechtsextreme Zeitschrift

‚Info-Direkt‘ aus Oberösterreich

dar. Das ‚Magazin für Patrioten‘, wie es

sich selbst nennt, erscheint seit 2015

zweimonatlich und hat sich mittlerweile

zu einem der wichtigsten rechtsextremen

Printmedien Österreichs entwickelt.“

Im gleichen Absatz unterstellt der Autor

des Textes, Daniel H., Info-DIREKT

hinter moderner Aufmachung „antisemitische

und rassistische Inhalte“ mit

„Verbindungslinien zum österreichischen

Neonazismus der 2000-er Jahre“

zu „verbergen“.

„Wenngleich keine direkte Linie zwischen

rechtsterroristischen Anschlägen

und „Info-Direkt“ gezogen werden

kann, so lassen sich viele Inhalte der

Zeitschrift doch als diskursive Vorbereitung

solcher Gewalt verstehen.“

Zu all diesen Vorwürfen muss gesagt

werden, dass die Staatsanwaltschaft Linz

eine Anzeige, die viele dieser schweren

Vorwürfe zum Inhalt hatte, quasi in der

Luft zerrissen hat (siehe Bericht auf den

vorherigen Seiten). Dass der „Standard“

diese strafrechtlich relevanten Beschuldigungen

teilweise wortwörtlich aus

dieser zurückgeschmetterten Anzeige

übernimmt, ist ein Skandal.

Tabuthema Bevölkerungsaustausch

Besonders ärgert sich Daniel H. darüber,

dass Info-DIREKT den Bevölkerungsaustausch

immer wieder kritisch

thematisiert. Er verleugnet dabei die

Tatsache, dass dieser tatsächlich stattfindet.

Anstatt unsere Berichterstattung

jedoch mit Zahlen zu widerlegen (was

er freilich nicht kann), versucht er unsere

Migrationskritik zu kriminalisieren.

Kampf um Deutungshoheit

Zu guter Letzt wird natürlich auch die

FPÖ an den Pranger gestellt, weil sie

sich nicht mehr von uns distanziert.

Dabei geht es sicher auch darum, dass

die Deutungshoheit der etablierten

Medien den Bach hinuntergeht, wenn

alternative Medien einen ähnlichen

Aufstieg wie beispielsweise ServusTV

erleben. II

| 59


„Experten“ unter der Lupe

Erste DÖW-Niederlage

vor Gericht bereits 1998

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Wien vom 4. Mai 1998 schmerzt das „Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstands“ bis heute. H. Oberlechner

Widerstandsarchiv nicht etwa rote Gründungsväter,

sondern solche mit braunen

Flecken hatte. Denn ihr Gründer, Univ.-Prof.

Alfred Jedlicka, promovierte 1939 und huldigte

damals dem totalitären Regime, auch

als Funktionsträger. Nicht umsonst stand

Jedlicka auf der Fahndungsliste der US-Amerikaner

1945. Wie viele „Ehemalige“ entwickelte

er sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu

einem wackeren Antifaschisten.

Seit Jahrzehnten wird Herrn und Frau

Österreicher das Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstandes

(DÖW) als Expertengremium und

quasi moralische Instanz präsentiert, wenn

es darum geht, sog. rechtsextreme Umtriebe

zu qualifizieren und deren Protagonisten

an den Pranger zu stellen. Das DÖW wird

seit vielen Jahrzehnten von Bund und Land

– sprich Stadt Wien – mit Steuergeldern subventioniert

wird. Bei den türkis-blauen Koalitionsverhandlungen

im Herbst 2017 gelang

es der FPÖ nicht, diese Förderungen abzudrehen.

Die ÖVP beharrte auf einer weiteren

Unterstützung dieses Vereins.

Doch was ist eigentlich dieses DÖW? Blickt

man auf dessen Geschichte, so fällt auf, dass

ausgerechnet dieses selbsternannte Wiener

Gründung des DÖW

1963 gründete er dann zusammen mit dem

Kommunisten Herbert Steiner das „Dokumentationsarchiv

des österreichischen Widerstandes“,

kurz DÖW genannt. Da Steiner

keine akademischen Ehren hatte, ermunterte

ihn Jedlicka, an der bekannten Karls-Universität

im kommunistischen Prag Geschichte

zu studieren. Dort erwarb er dann den Titel

„C. Sc.“, der dank Jedlickas Schützenhilfe in

Österreich in einen „Dr. phil.“ umgewandelt

wurde. 1982 machte man Steiner schließlich

zum Dozenten. So viel zur Wissenschaftlichkeit

des DÖW in seinen Anfangsjahren!

Im Jahre 1971 witzelte der legendäre

Richard Nimmerrichter vulgo Staberl in seiner

„Krone“-Kolumne über das DÖW, es sei

ein „Dokumentationsarchiv eines in Wirklichkeit

doch niemals existent gewesenen österreichischen

Widerstandes“.

Braune Flecken, sprich rassistische und antisemitische

Andeutungen, weisen übrigens

auch Aussagen des früheren DÖW-Präsiden-

Impressum

(Ständig abrufbar unter info-direkt.eu/impressum)

Magazin Info-DIREKT (Österreich, Schweiz, Südtirol)

Steingasse 6a, 4020 Linz

E-Mail: redaktion@info-direkt.eu

Internet: www.info-direkt.eu

Magazin Info-DIREKT (Deutschland)

E-Mail: deutschland@info-direkt.eu

Medieninhaber, Hersteller,

Herausgeber und Redaktion:

Info-DIREKT VerlagsGmbH, Steingasse 6a, 4020 Linz

Verlags- & Herstellungsort: Linz, FN: 477086 y

Geschäftsführer: Michael Siegfried Scharfmüller

Gegenstand des Unternehmens sind

a) Verlags-, Herausgeber- und Herstellerarbeiten jedweder

Art im Medienbereich; insbesondere Publikationen, graphischer

Darstellungen, filmischer Beiträge, Internetseiten

und Social-Media-Auftritten

b) die Erbringung von Marketing und Werbeleistungen jedweder Art

c) die Abhaltung von Veranstaltung jedweder Art

d) die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich verlegerischer und

redaktioneller Tätigkeiten

e) der Verkauf von Medienprodukten jedweder Art

f) die Mietung und Pachtung bzw. Vermietung und Verpachtung von

beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern jeder Art.

Eigentumsverhältnisse:

100 % Michael Siegfried Scharfmüller

Blattlinie und inhaltliche Ausrichtung:

Das Magazin bezweckt die Stärkung der unabhängigen und überparteilichen

Publizistik in Österreich, die Förderung der freien Meinungsäußerung

und der pluralistischen Gesellschaft sowie den Erhalt von

Demokratie, Frieden, Religions- und Gewissensfreiheit. Besonderen

Wert legen wir in unserer Medienarbeit auf die Darstellung unterschiedlicher

sowie nonkonformer Perspektiven und Sichtweisen. Alle

Rechte vorbehalten. Vervielfältigung und Veröffentlichung nur nach

ausdrücklicher Zustimmung gestattet!

60 |


„Experten“ unter der Lupe

Foto auf Bildschirmfoto von Twitter: Michael Bonvalot (CC BY-NC 3.0 AT); Bild Sobotka: © Parlamentsdirektion / Thomas Topf (zugeschnitten)

ten Max Neugebauer auf, der wie Jedlicka

1939 in Wien promovierte und von 1945 bis

1966 für die SPÖ im Nationalrat saß. Aufgrund

dieser Vita maßgeblicher DÖW-Proponenten

widmete sich im Juni des Jahres

1992 der katholische Universitätsdozent

Friedrich Romig, einst hoher Manager bei

der OMV und dann Berater der österreichischen

Bischofskonferenz, der Causa DÖW. In

seinem Artikel „Die ‚letzte Stalinorgel‘? Das

Dokumentationsarchiv des österreichischen

Widerstandes – die Zentrale linker Wühlarbeit

in Österreich“ in der Zeitschrift „Die Aula“

erregte er großes Aufsehen. Das DÖW klagte

gegen Romigs Klassifizierungen – und unterlag

in elf von zwölf Punkten!

„Aula“-Bericht mit Folgen

Die „Aula“ gestaltete im Juni 1992 sogar ihr

Titelbild ganz im Sinne der Überschrift und

des Tenors des Romig‘schen Beitrages. Darin

bezichtigte der Autor das DÖW kommunistischer

Agitation und warf der ÖVP vor, sich

als „bürgerliches Feigenblatt“ vor den Karren

von dessen linker Propaganda spannen

zu lassen. Konkret arbeitete er heraus, dass

im Jahre 1983 Tätigkeit und Vermögen des

Vereins des DÖW „auf eine neu gegründete

‚Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen

Widerstandes‘ übertragen“ wurde.

Damit habe das DÖW vor allem die Anstellung

von Mitarbeitern sowie die Finanzierung

seiner Tätigkeiten ausschließlich über

die Stiftung abwickeln können. Und der Stiftungsurkunde

sei zu entnehmen, dass Republik

Österreich und Gemeinde Wien jährlich

Zahlungen in Höhe von 1,5 Millionen Schilling

an besagte Stiftung gewährten. Heute

entspricht das über 100.000 Euro. Durch

Beistellung von Beamten erfolgt ebenfalls tätige

Zuarbeit. Sogar Zivildiener dürfen beim

DÖW ihren Dienst verrichten!

In Romigs Artikel finden sich als Illustrationen

Hinweise auf Kontakte zwischen DÖW und

KPÖ sowie auf das Selbstverständnis des

Vereins („unsere ideologischen Gegner (…)

ausschließlich im Rechtsextremismus und

Deutsch-Nationalismus“) und das Bekenntnis

des Präsidenten der Österreichischen

Widerstandsbewegung, Kommerzialrat Bruno

Czermak, der das DÖW bezichtigt, „von

Kommunisten dominiert“ zu sein.

Knallharte Fakten

In mühevoller Recherchearbeit weist Romig

nach, dass das DÖW unwissenschaftlich und

im Sinne marxistischer Propaganda arbeitete,

etwa wenn es „den Kampf der vereinten Austromarxisten,

Sozialisten und Kommunisten

als Kampf für ein unabhängiges Österreich,

für Freiheit, Recht und Demokratie“ ausgab.

Denn in Wirklichkeit sei das Gegenteil der

Fall gewesen: „Die führenden Austromarxisten

blieben vom Untergang der Monarchie

bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (!)

dem Anschlußgedanken treu.“

Schließlich gipfelten Romigs mit Fakten belegten

Vorwürfe gegen das DÖW darin, dass

dieses eine Art Privat-Stasi, eine kommunistische

Tarnorganisation sei, die linksextreme

Subversion und gesinnungsterroristische

Kampagnen betreibe und dabei ein Klima

des Gesinnungs- und Meinungsterrors schaffe.

Ferner stünde das DÖW ganz oben in

einem Verfassungsschutzbericht (den es damals

in Österreich noch nicht gab). Romig unterstellte

dieser Organisation darüber hinaus,

in pseudowissenschaftlicher Aufmachung zu

erscheinen und Geschichtsfälschung und

-verdrehung zu betreiben sowie mit einem

Gemisch aus Lügen, Fälschung und Denunziation

zu arbeiten.

Romigs historischer Sieg

In dem vom DÖW angestrengten Ehrenbeleidigungsprozess

obsiegte schließlich Romig

nach knapp sechs Jahren in zweiter Instanz

vor dem Oberlandesgericht Wien mit Urteil

vom 4. Mai 1998 in elf von zwölf Punkten.

Lediglich folgende Behauptung (Punkt 12)

wurde mangels Tatsachensubstrats als „Wertungsexzeß“

bezeichnet: „Was not tut, ist die

systematische Bekämpfung dieses eiternden

Geschwürs, das unser Land vergiftet.“ Das

OLG-Urteil stellte damit zwar nicht fest, dass

die elf Punkte Romigs der Wahrheit entsprechen,

sondern erlaubte lediglich, diese Behauptungen

straffrei aufzustellen, da die vom

Beklagten vorgebrachten Argumente einen

solchen Schluss zuließen. Laut DÖW soll Romig

einen weiteren Prozess gegen DÖW in

einem ähnlich gelagerten Fall 2009 verloren

haben.

Nicht zuletzt aufgrund dieses Urteils begründete

der damalige freiheitliche Wiener

Landtagsabgeordnete und Gemeinderat

Harald Stefan im Jahre 2004 die

Ablehnung der Zustimmung zu

städtischen Subventionen an das

DÖW durch seine Partei mit folgenden

Schlussworten: „Die einseitige

sozialistisch-marxistische

Verhetzung, parteipolitisch punziert

auf Kosten der Wiener und

österreichischen Steuerzahler, ist

ein weiterer Skandal, der nur eine

Ablehnung dieser Subventionen

provozieren kann.“ Folglich lehnte

er zusammen mit seiner Fraktion

auch die Ehrung des damaligen

Leiters des DÖW, Wolfgang

Neugebauer, mit dem Goldenen

Ehrenzeichen für Verdienste um

das Land Wien ab. II

Bild: Als FPÖ-

Klubobmann Herbert

Kickl das DÖW in einer

Parlamentsrede im Jänner

2020 als „kommunistische

Tarnorganisation“enttarnt,

erteilt ihm Nationalratspräsident

Wolfgang

Sobotka (ÖVP) einen

Ordnungsruf.

Bild: Eine der Quellen,

auf die sich das DÖW für

seine „Expertisen“ stützt,

ist der Antifa-Fotograf

Michael Bonvalot, der auf

Twitter ganz offensichtlich

Unwahrheiten verbreitet.

| 61


Antifa-Aktivist

Als Kronzeuge gegen Corona-Demos

Faktenwidrig wird Michael Bonvalot von etablierten Medien als objektiver Journalist

und Experte präsentiert. Wir haben einen Blick hinter die Fassade geworfen.

Bild: Dass auf

Demonstrationen immer

öfter mit Regenschirmen

verhindert wird, dass

Antifa-Fotografen

Portraitaufnahmen von

Demo-Teilnehmern

machen können, sieht

Bonvalot als Angriff auf

die Pressefreiheit.

In Antifa-Kreisen ist es zurzeit modern sich

mittels Presseausweis als Journalist zu tarnen.

Das ist hilfreich, wenn man später

über eine schrecklich ungerechte Behandlung

durch Polizei oder Mitmenschen klagen möchte.

Aber auch, wenn befreundete Journalisten

in etablierten Medienhäusern Antifa-Inhalte

kritiklos in ihr Nachrichtenprogramm aufnehmen

sollen. Daraus ist ein Sittenbild entstanden,

das mit transparenter redaktioneller Arbeit

wohl kaum vereinbar ist.

terlegene Mannschaft eine Schwalbe nach

der anderen hinlegt und somit Schiedsrichterstrafen

gegen den Gegner provoziert. Ähnlich

funktionierte es in den letzten Monaten mit

Info-DIREKT

den „embedded journalists“ der Antifa. der

j

gewohnten schwarzen Vermummung kreisen

ihre Aktivisten um Kundgebungen ihnen verhasster

Andersdenkender. Statt mit Schlagstöcken

und Steinen sind sie mit Fotoapparaten

bewaffnet. Ihre Bilder tauchen kurz danach

und

auf

bequem

anonymen Denunziantenseiten wie „FPÖ

Fails“ oder „Presseservice Wien“ auf.

Manchmal fühlt man sich an ein schlechtes

Fußballspiel erinnert, wo die spielerisch un-

Sollten Kundgebungsteilnehmer oder gar

die Polizei mit deren Treiben nicht zufrieden

sein, folgen bittere Beschwerden, welche oft

kritiklos von Mainstream-Medien als „Übergriffe“

und „Aggression“ gegen Journalisten

übernommen werden. Wer also nach den letzten

Demonstrationen gegen überschießende

Corona-Maßnahmen der Bundesregierung im

österreichweit im

ORF gehört hat, dass es „Gewalt gegen Journalisten“

gegeben habe, wurde auf eine etwas

eigenwillige Weise über den Einsatz eines Antifa-Fotografen

aufgeklärt.

Zeitschriftenhand

Für „Tiroler Tageszeitung“ Experte

oder in einer Einer dieser Journalisten ist Michael Bonvalot,

der sich „Journalismus mit Meinung und

von

Haltung“ die Fahnen schreibt. Damit ist er

kaufen

Bilder unten: Wer Bonvalots Social-

Media-Auftritte verfolgt, bekommt

schnell den Eindruck, dass er sich

zum Kommunismus hingezogen fühlt

und der Polizei eher feindselig gegenübersteht...

auf www.info-dire

Wer unabhängige Me

muss diese auch unte

Bild links: ... all das hindert

etablierte Medien wie die

„Tiroler Tageszeitung“ freilich

nicht daran ihn als objektiven

Experten zu präsentieren und

zu interviewen.

Bild Bonvalot: info-DIREKT; restliche Bildschirmfotos von Bonvalots Twitter und Facebook-Konten

62 |


„Experten“ unter der Lupe

erfrischend ehrlich, denn seine Reporterarbeit Pressefreiheit mimt, meint er hauptsächlich

ist von tendenziöser Schlagseite und tiefer sich selbst. Doch in einem freien Land muss

Verachtung gegenüber politischen Gegnern man jedem zugestehen, sich Journalist zu nennen,

Texte zu verfassen und eine Kamera zu be-

geprägt. Für die Antifa ist er schon seit langen

Jahren unterwegs, momentan scheint er seine dienen. Der Fehler im System liegt eher darin

Berufung in der Herabwürdigung von Gegnern

der Corona-Maßnahmen gefunden zu halichkeit

zu präsentieren und ihm in Massenme-

begründet, so jemanden als neutrale Persönben.

Als solcher wird er unkritisch von Medien dien ohne Erklärung seines weltanschaulichen

wie der „Tiroler Tageszeitung“, dem ORF oder Hintergrundes eine Bühne zu bieten. Bonvalot

dem „Dokumentationsarchiv des österreichischen

Widerstands“ (DÖW) als „Corona-De-

geführt, dass Gegner der Corona-Maßnahmen

wird als Kronzeuge dafür durch die Manege

mo-Experte“ zitiert. Links von Bonvalot wurden rechtsextrem, antisemitisch, verschwörungstheoretisch

und generell brandgefährlich sei-

auch bereits in der Kronenzeitung eingebettet,

wenn es zur (Regierungs-)Linie passte.

en. Das zahlende Publikum hat aber durchaus

verdient zu erfahren, aus welchem Eck solche

etzt

Eines haben alle diese

kaufen

Medienkooperationen „Experten“ kommen, die den Widerstand gegen

die Abschaffung von Grund- und Men-

aber gemeinsam: Der Antifa-Hintergrund des

Mannes wird nicht erwähnt. Das ist nicht nur schenrechten kriminalisieren.

hinsichtlich mangelnder Transparenz bedenklich.

Denn Bonvalot hat eine klare Meinung Gegenüber Info-DIREKT wollte Bonvalot keine

von jenen, die nicht auf seiner politischen Seite Stellungnahme abgeben. II

weiterlesen:

stehen – die meisten davon sind für ihn rechtsextrem.

Darunter fallen nicht nur FPÖ-Wähler,

sondern beispielsweise auch die ÖVP, wie er

auf Facebook erklärte. Auch Inhalte, die sich

mutmaßlich gehässig mit der Polizei auseinandersetzen

wie Fotos der Zahlenkombination

1312 („All Cops Are Bastards“), sind bei ihm zu

finden.

Bilder: Ist für Michael

Bonvalot Gewalt ein legitimes

Mittel im Kampf

gegen alles, was ihm

ideologisch nicht passt?

Zumindest drängt sich

dieser Verdacht auf,

wenn man seine Postings

zu der Diskussionen

rund um bestimmte

Denkmäler ansieht.

Forschungsprojekte

wie das FIPU berufen

sich trotzdem auf seine

„Expertise“.

Fehlende Distanz

Bei anderen Gelegenheiten präsentiert sich

der Antifa-Mann als begeisterter Kommunist.

So verbreitete er den Spruch, wer mit 20 kein

Kommunist sei, habe kein Herz, wer mit 40 immer

el bestellen

noch kein Kommunist sei, habe kein Hirn.

Bei einer anderen Gelegenheit verbreitete er

ein Bild von Hammer und Sichel, wieder anderswo

findet er es lustig „den Staat abzuschaf-

sofort

über 100 Trafiken

fen“. Österreicher, die Angst vor Kriminalität

und Gewalt haben, verspottet er als Opfer permanenter

Propaganda.

An anderer Stelle sieht er Gewalt als Lösung

gegen „Unterdrückung“. Linksgerichteten

Vandalismus wie den Sturz einer Statue in Bristol

oder das Beschmieren eines Denkmals in

kt.eu Wien heißt abonnieren

mit klaren Worten gut. Während

er unermüdlich gegen österreichische Patrioten

wettert, findet er anerkennende Worte

für den Patriotismus des schwarzen Fußballstars

Sadio Mane. Wie für viele Antifa-Eiferer

dien scheint auch will,

bei Bonvalot das Prinzip zu gelten,

dass es gute und schlechte Gewalt, gute

und schlechte Heimatliebe gebe. Das trug

Bonvalot auf Facebook auch bereits kritische

rstützen!

Kommentare wie „Was soll das? Aufruf zur Gewalt?“

ein. Seine Meinung, dass man von politischen

Gegnern ausschließlich unvorteilhafte

Fotos verwenden sollte, rundet seine Arbeitsweise

ab.

Dass ein Antifa-Aktivist Stereotype seiner politischen

Schlagseite verbreitet, darf wohl niemanden

überraschen. Wenn er Sorge um die

Bilder links: Bonvalot ist

so weit am linken Rand

verortet, dass für ihn sogar

die „ÖVP rechtsaußen

steht“. Einen extrem selektiven

Umgang mit der

Wahrheit pflegt er auch

sonst. So verschwieg er

beispielsweise, dass der

damalige US-Präsident

Trump die Antifa als terroristische

Organisation

einstufen wollte, nachdem

diese bei den „Black

Lives Matter“-Unruhen

brandschatzend ganze

Stadtteile terrorisiert hatte.

| 63


Politik

Gute Demo – schlechte Demo

Michael Mayrhofer über das politisch-korrekte Corona-Virus

ÖVP-Innenminister Nehammer

ließ sich in den etablierten Medien

mit der Aussage zitieren,

Demonstrationen in Österreich würden

„nicht willkürlich untersagt“. Wir haben

uns eine Reihe von Kundgebungen im

Laufe der behaupteten Corona-Pandemie

angesehen und glauben durchaus

einen roten Faden zu erkennen. Es gibt

eben gute und schlechte Demos – das

weiß scheinbar auch das Virus.

Während bei Kundgebungen, bei denen

der Rücktritt von Kanzler Kurz gefordert

wird, das Virus sehr gefährlich

ist, dürfte es bei politisch-korrekten

Demos beide Augen zudrücken. Eine

Bestandsaufnahme:

Black Lives Matter

Begeistert jubelte der ORF am 4. Juni

2020: „50.000 bei Black Lives Matter-Demo“.

Zahlreiche Bilder zeigen,

dass kaum jemand eine Maske trug,

auch Abstände wurden kaufen kaum eingehalten.

Das ist umso beachtlicher, als dass

man drei Monate nach Ausbruch der

angeblichen Pandemie noch von einem

intensiven Glauben an die Gefahr

des Corona-Virus ausgehen musste.

Strafte die Polizei? Nein, im Gegenteil.

Am Demo-Begleitfahrzeug der Polizei

wurde sogar „Black Lives Matter“ angezeigt.

Politisch war diese Kundgebung

für die Regierung wohl nicht gefährlich,

denn gefeiert wurde ein US-amerikanischer

Gewaltkrimineller.

Klima-Demos

Am 25. September titelte der ORF:

„Demonstranten trotzten Regen bei

Klimastreik“. Auf den Fotos der angeblich

bis zu 6.000 Teilnehmer sieht

man zwar Vermummungen, aber keine

Abstände.

Demo gegen Abschiebungen

Demonstrationen gegen Abschiebungen

dürfte auch das Virus für eine

großartige Sache halten. Am 6. Feburar

2021 sollen rund 400 Schüler

in Wien gegen Abschiebungen demonstriert

haben.

Feministinnen-Demo

Die Polizei hatte auch am 8. März keinerlei

Grund für Beanstandungen,

als bis zu 5.000 Feministinnen stundenlang

durch Wien tingelten. Einige

davon waren halbnackt, kuschelten

miteinander und trugen nicht die vorgeschriebenen

FFP2-Masken. Das war

für die Polizeiführung in Wien offenbar

nicht wahrnehmbar oder nicht so

problematisch, letztendlich gab es für

dieses Verhalten keine einzige Anzeige,

wie Info-DIREKT auf Nachfrage bei

der Polizei erfuhr.

Gewaltaufruf-Demo „für Bildung“

Probleme sah die Polizei offenbar auch

nicht in der Formulierung der Studentendemo

am 10. März. Diese verlief

unter dem Titel „Bildung für alle, sonst

gibt’s Krawalle“. Die laut Fotos auf Twitter

elf Teilnehmer plus

Fotograf erschienen

der Polizei nun wirklich

nicht gefährlich genug

um einzuschreiten – es

ist in diesem Ausnahmefall

sogar glaubwürdig,

dass sie es

schafften, die Abstände

einzuhalten - zumindest

solange Zuseher

dabei waren. Man stelle sich vor, was

los wäre, wenn eine „Corona-Demo“

„Krawalle“ ankündigen würden!

Aktuell wird der bekannte Corona-Maßnahmenkritiker

Martin Rutter von der

Justiz verfolgt, weil er in einem Video

die Formulierung „wir wissen, wo ihr

wohnt“ benutzt hat. Da zeigt sich, dass

nicht nur das Virus unterschiedlich gefährlich

ist, sondern auch die Wortwahl.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Schrecklich gefährlich!

Der Rechtsstaat, die Ordnung und die

Gesundheit der Gesamtbevölkerung

sind nur dann in Gefahr, wenn Bürger

sich anmaßen, gegen die Verordnungen

und Gesetzesnovellen der Bundesregierung

auf die Straße zu gehen.

österreichweit im

Zeitschriftenhandel bestellen

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

auf www.info-direkt.eu abonnieren

Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Da waren stets Festnahmen und tausende

Anzeigen notwendig. Für einige

Gutmenschen war aber auch das noch

nicht genug, sie ließen ihre Masken

fallen und forderten den Einsatz von

Schlagstock, Reizgas und Wasserwerfer

gegen friedliche Demonstranten.

In Sachen Demonstrationen messen

Regierung und Behörden also mit

zweierlei Maß. Diese Willkür ist einem

Rechtsstaat unwürdig und führt zu einer

gefährlichen Spaltung der Gesellschaft.

Coronavirus auch

in Deutschland wählerisch

Österreich ist leider nicht das einzige

Land, indem das Virus je nach Demo-Motto

unterschiedlich gefährlich

ist. In Deutschland fragte sogar schon

der Mainstream nach, weshalb es offenbar

„gute“ und „schlechte“ Demos

gibt. Auch dort ging von „Black Lifes

Matter“-Kundgebung keine Gefährdung

der öffentlichen Gesundheit aus

– bei Corona-Maßnahmengegnern

wurde hingegen mit Verboten und Prügelattakten

der Polizei reagiert. II

Bilder im zitierten Tweet: „Presse Service Wien“ (CC BY-NC 4.0)

Bild: Gegen Corona-Maßnahmen-Kritikter geht die Polizei wegen

Nichtigkeiten mit voller Härte vor. So wurden bereits tausende Anzeigen

ausgestellt und zahlreiche Menschen - wie hier ein 82-Jähriger

in Innsbruck - verhaftet. Bei einer Demo am Weltfrauentag in

Wien, mit angeblich bis zu 5.000 Teilnehmern, will die Polizei

hingegen keine Verstöße bemerkt haben. Obwohl halbnackte

Frauen miteinander gekuschelt haben, gab es bei dieser

Demo keine einzige Anzeige. Wie am Tweet zu erkennen

ist, verliert die ansonsten auf die Einhaltung der Corona-

Maßnahmen so erpichte Antifa auch kein Wort darüber.

64 |


Zeichnungen zum

Zeitgeschehen

von Odin Wiesinger

Kultur

Bild: Als sich Anfang Februar vermutlich

ganz Österreich fragte, was die Grünen

noch in der Regierung hält, veröffentlichte

Wiesinger diese ZZZ.

Bild: „Faules Ei“

Bild: Dieser Laptop, der

zu 120 % in Österreich

hergestellt wurde und bei

„Kaufhaus Österreich“ vertrieben

wird, eignet sich für

die Frau von Welt besonders

zum Gassi/Spazierengehen.

Bilder: Dass die Regierung

mithilfe des Bundesheers Tirol

vom Rest Österreichs abriegelt,

inspirierte Odin Wiesinger zu

diesen beiden ZZZ. Die eine

trägt den Titel „Mander s‘ischt

Zeit 1809/2021“. Die andere

zeigt den Korporal Tannerer im

Jagdkommando-Wintertarn auf

Grenzwacht zwischen Tirol und

Oberösterreich. Eine Anspielung

auf eine ORF-Moderatorin, die

nicht wusste, dass die beiden

Bundesländer nicht aneinander

grenzen.

Bild: Wiesingers Ostergruß

aus dem Jahr 2020 ist

leider auch in diesem Jahr

noch sehr aktuell.

Foto Wiesinger: Info-DIREKT

Bild: Diese ZZZ zeigt

den Minister für Test- und

Impfchaos. Titel: „Ich geh‘

heut‘ zum Friseur“

Bild: Dieser

moderne

Gesslerhut von

Odin Wiesinger

ziert nicht

nur die 32.

Info-DIREKT-

Ausgabe, sondern

erscheint

auch in den

Topergebnissen

der Google-

Bildersucher zu

diesem Begriff.

Als wirklicher Freigeist, Maler und

Bildhauer hat sich der Innviertler

Odin Wiesinger einen guten Namen

gemacht. Zudem sorgen auf Facebook

seine spitzen „ZZZ“ (Zeichnungen zum Zeitgeschehen)

immer wieder für Diskussionen

und zahlreiche Lacher. Mit Erlaubnis des

Künstlers haben wir hier eine kleine

Auswahl davon abgedruckt. Mehr

davon finden Sie auf der Facebook-

Seite von Odin Wiesinger.

| 65


Portrait

Die Kulturfestung

Gastbeitrag von Janine Landwehr über

einen patriotischen Freiraum in der Steiermark

Was unser

Kulturschatz

an wertvollen

Liedern,

Geschichten,

Fertigkeiten

und Selbstverständnissen

verloren hat,

wollen wir wieder

bergen.

Bilder: Die Kulturfestung

besteht seit Dezember

2019. Im Frühjahr und

Sommer 2020 wurde

das Gebäude von den

Vereinsmitgliedern und

Aktivisten liebevoll renoviert.

Ein Ort für freie Gedanken, neue Ideen

und alte Traditionen. Ein Raum, wo

man gemeinsam lachen, feiern und

sich weiterbilden kann. Eine Gemeinschaft

geprägt von guter Kameradschaft und Solidarität.

All das findet man in der Kulturfestung!

Die Kulturfestung ist ein patriotischer

Freiraum unweit von Graz. Besucher zieht sie

nicht nur aus ganz Österreich, sondern auch

aus Deutschland und Südtirol an.

Die „Festung“ ist eigentlich ein altes, geschichtsträchtiges

Gebäude mit einer schönen

Grünfläche, die den Patrioten für eine

Miete von einem symbolischen Euro zur

Verfügung gestellt wird. Seit der Übernahme

wurde es an einigen Stellen renoviert. So

wurde die Außenfassade österreichweit in wochenlanger im

Arbeit ausgebessert und neu gestrichen, außerdem

wurde im Inneren gestrichen, Fenster

mit Panzerglas versehen etc. etc. Es gibt

einen kleinen Barbereich, einen Vortragsraum

und ein kaufen

Materiallager; außerdem den

großen Außenbereich, in dem bei Veranstaltungen

die Feuerschale und Bierbänke aufgestellt

werden.

Hier leben sogar drei flauschige

Schafe. Außerdem gehört „Leonidas“

zur Kulturfestung. Er ist ein junger Kater, der

hier sein Zuhause gefunden hat.

Ein Ort zum Feiern

Der Einladung zum Sterzfest folgten im Juli

letzten Jahres ca. 70 Personen. Früher war

der Sterz ein typisches

„Armeleuteessen“. Wir

wollten dieses Gericht

und diese Tradition

nicht in Vergessenheit

geraten lassen. Verkörpert

es doch gerade in

Zeiten der Schnelllebigkeit

und des Konsumwahns einen Blick auf

die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – die

Kameradschaft, den Zusammenhalt und die

Heimat! Beim Sterzfest hat man gesungen,

diskutiert, neue Leute kennengelernt und natürlich

den leckeren Sterz genossen. Noch bis

in die frühen Morgenstunden saß der harte

Kern am Lagerfeuer. Genau diese schönen

Abende am Lagerfeuer in angenehmer Runde

sind jedes Mal ein besonderes Erlebnis.

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und bequem weiterlesen:

Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

Politische Vorträge

Aber in der Kulturfestung wird nicht nur gefeiert:

Anfang August gab es Besuch von einer

Aktivistin der Fraueninitiative „Lukreta“.

„Lukreta“ ist eine Gruppe von Frauen, die im

deutschsprachigen Raum speziell auf die Probleme

von Frauen aufmerksam machen. Zum

Beispiel werden Gedenkkerzen an Orten aufgestellt,

an denen Frauen von Zuwanderern

ermordet wurden, oder es wird mit Transparenten

auf die Situation von Frauen aufmerksam

gemacht. Ein wirklich interessantes Projekt,

das man auch auf jeden Fall weiter im

Auge behalten sollte.

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oder in einer von über 100 Trafiken sofort

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Ein weiterer interessanter Vortrag im vergangenen

Jahr handelte davon, wie man seinen

patriotischen Auftritt in sozialen Medien besser

gestalten kann. Wie nutze ich Instagram?

Was mache ich auf Twitter, Facebook und Tik-

Tok, um meine Reichweite zu erhöhen? Wie

schaffe ich Reichweite außerhalb der eigenen

Blase? Diese und weitere Fragen wurden

in dem etwa einstündigen Vortrag von der

Referentin anhand einiger Anschauungsbeispiele

beantwortet. So konnten wir alle gute

Tipps auch für unsere eigenen Profile und

unser Wirken in sozialen Medien mitnehmen.

Wer lange Abende am Lagerfeuer zu schätzen

weiß, dem seien auch die immer mal wie-

66 |


Portrait

der stattfindenden Liederabende ans Herz

gelegt. Gemeinsam werden traditionelle und

patriotische Lieder aus einem eigens für die

Kulturfestung zusammengestellten Liederbuch

gesungen. Außerdem gibt es die Möglichkeit

Kleinigkeiten wie Würste über dem

Lagerfeuer zu grillen und Folienkartoffeln

in die Glut zu werfen. Diese Abende finden

meist in eher kleiner Runde statt, sind vielleicht

gerade deshalb besonders schön.

Da das Ganze natürlich auch etwas kostet,

freut sich der Verein, der die Kulturfestung

betreibt, natürlich immer über Spenden und

Patrioten, die sich ehrenamtlich am Projekt

beteiligen wollen. II

Bilder: Die Kulturfestung

bietet nicht nur ausreichend

Platz zur Pflege von Kultur

und Kameradschaft, sondern

patriotischen Aktivisten

auch ein Lager für deren

Ausrüstung.

Bilder: Sobald es die Corona-Maßnahmen der

Regierung erlauben, sollen auch wieder regelmäßig

politische Vorträge stattfinden.

Bild: Zur Kulturfestung gehören auch

alte Obstbäume, deren Früchte von den

Vereinsmitgliedern verarbeitet werden.

Selbstbeschreibung der Kulturfestung

„Wir wollen nicht die blinzelnden letzten Menschen sein; diejenigen, welche

das Licht abdrehen. Wir werden alte Wege wieder freilegen; neue finden

und beschreiten. Was unser Kulturschatz an wertvollen Liedern, Geschichten,

Fertigkeiten und Selbstverständnissen verloren hat, wollen wir wieder bergen.

Was wir aufnehmen, bekommt unseren Odem eingehaucht. Gleichzeitig werden

wir ihm unsere neuen Schöpfungen hinzufügen. Wir wollen uns wieder

in die Linie unserer Ahnen und Nachfahren stellen und leben, was wir waren,

sind und sein werden.

Die Kulturfestung ist aber nicht nur ein Ort, an dem kulturelle

Aneignung und Feiern stattfinden, wo Sport,

Streitgespräche und Gemeinschaft zuhause

sind und wo zeitgenössische Musik neben

Volksliedern stehen kann. – Ihre Tore stehen

allen Personen und Organisationen offen,

die unsere Vision teilen!

Wir wollen einen Freiraum für patriotische

Ideen, Projekte und Versammlungen

bieten. Von Kulturfestungen wie dieser

soll die europäische Wiedergeburt ausgehen.“

Mehr über die Kulturfestung erfahren Sie

hier: www.kulturfestung.at

| 67


Geschichte

Die Rache der Nerds

Warum es heute „Comics gegen Gleichschaltung“ braucht. Michael Schäfer

Bild: Sie wollen als Zeichner,

Autor, Leser, Fan oder

Unterstützer Teil der Hydra

werden? Dann schreiben

Sie direkt an den Verlag:

Hydra Verlag

Kurt-Beyer-Straße 2

01237 Dresden

kontakt@hydra-comics.de

Comics sind auch im deutschsprachigen

Raum schon lange keine Randerscheinung

mehr. Immer mehr

Künstler und Autoren widmen

sich der neunten Kunst,

wie die Bildgeschichten von

ihren Anhängern genannt

werden. Der stetige Siegeszug

hat längst die bunten

Comicseiten verlassen. So

ist der derzeit weltweit umsatzstärkste

Film, auch wenn

etwas getrickst werden

musste, Avengers: Endgame,

eine Comicverfilmung

mit fast 3 Milliarden Dollar

Einnahmen allein an den Kinokassen.

Ergänzt wird das

Riesengeschäft von Tonnen

an Merchandise-Artikeln, die in den Kinderzimmern

der ganzen Welt landen.

Diese Marktmacht haben auch die erkannt,

die ihre Weltsicht von Diversity und Globalisierung

bis in die letzten

Winkel unserer Gesellschaft

tragen wollen. So gibt es auch

bei den beiden weltweit führenden

Comicverlagen Marvel

und DC Versuche, die

Helden auf Linie zu bringen.

Dabei sind sie zuerst grandios

gescheitert. So gab es 2017

einen Aufstand der Händler

gegen Marvel Comics, die

übrigens zum gigantischen

Disney-Konzern gehören,

der auch das Star-Wars-Franchise

für unglaubliche 4

Milliarden Dollar geschluckt

hat. Die Händler machten

klar, dass der durchschnittliche

Comicleser in den USA

männlich und weiß ist und

dass viele Diversity-Comics

einfach in den Regalen

verstauben und nicht gekauft

werden. Man ruderte

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etwas zurück, doch an der pseudotoleranten,

politisch korrekten Neuausrichtung der

Comicwelten soll sich nichts ändern. Diese

Einstellung hat in den USA

und auch in Europa zu heftigen

Reaktionen von denen

geführt, die ihre Kunstform

nicht an gierige Konzerne

und dumpfe Ideologen verlieren

wollen.

Gierige Konzerne

und

dumpfe Ideologen

wollen

Comics politisch-korrekt

österreichweit neu im ausrichten.

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Talente fördern

Auch in Deutschland gibt es

diese laute Minderheit, die

probiert, die eigene Ideologie

über Kunst und Talent

zu stellen, und deswegen

gezielt die Künstler ins Visier

nimmt, die nicht mitspielen

wollen. Aber es gibt auch eine kleine Gegenbewegung,

die ganz bewusst nonkonforme

Bildgeschichten veröffentlicht. HYDRA CO-

MICS ist ein Teil davon und möchte genau

diesen Künstlern und Projekten einen Anlaufpunkt

bieten. Man veröffentlicht nicht nur eigene

Hefte, sondern bietet im hauseigenen

Shop die Comics von den Verlagen an, die

nicht mit dem Strom schwimmen. Zudem

geht es darum, eigene grafische Künstler,

auch abseits typischer Comic-Zeichenstile,

bekanntzumachen und den eigenen Nachwuchs

zu fördern. So steuerte der bekannte

Kalligrafie-Künstler Wolf PMS zur ersten Ausgabe

von HYDRA COMICS ein beeindruckendes

Variant Cover bei und signierte die

ersten 100 Hefte für Sammler.

Werde ein Kopf der HYDRA!

Comics sollen gut unterhalten und nicht

stumpf politische Parolen mit dem Holzhammer

vermitteln. Der Sinn einer echten

Gegenkultur ist es doch, dass man nicht immer

politisch oder theoretisierend sein muss,

um das Richtige zu tun. Manchmal möchte

man einfach gut unterhalten werden, ohne

dabei die volle Diversity-Dröhnung zu erhalten.

Genau das macht die Anthologie-Serie

HYDRA COMICS mit ihren verrückten Zeit-

Symbolbild Frau: fp

68 |


Kultur

reisegeschichten, UFOs und mystischen Rächern.

Dabei erscheint jedes Heft unter dem

Banner „Comics gegen Gleichschaltung“ als

klares Bekenntnis gegen den Wahnsinn des

Mainstreams und seiner Mitläufer. Wer mitmachen

will und selbst ein Kopf der Hydra

werden möchte, ist eingeladen sich einzubringen.

Die einzigen Voraussetzungen sind

die richtige Einstellung und Talent. Neben

den selbst produzierten Heften mit Autoren

und Künstlern aus dem deutschsprachigen

Raum werden auch Comics übersetzt und

veröffentlicht, die es wegen ihrer kontroversen

Inhalte nie in das Programm heimischer

Verlage schaffen würden.

Comics auch mit Hochkultur

Die erste Veröffentlichung dieser Doppelstrategie

von Pop- und Hochkultur ist ein

Comicroman über

das Leben und den spektakulären

Tod des japanischen Schriftstellers

Yukio Mishima. Der dreimal für den Literaturnobelpreis

nominierte Mishima setzte seinem

Leben vor über 50 Jahren ein Ende, indem

er nach einem gescheiterten Putschversuch

Seppuku, eine ritualisierte Art der Selbsttötung,

beging. Der Band ergründet nicht nur

seine Motive und die romantisierte Weltsicht,

er liefert auch einen umfangreichen wissenschaftlichen

Hintergrundtext zu dieser Jahrhundertgestalt

aus einer bisher einzigartigen

Perspektive. Mit dieser „Graphic Novel“, wie

der Buchhandel Comics verkaufsfördernd

nennt, ist bewiesen, dass Comics schon lange

kein Kinderkram mehr sind.

Von Nerds für Nerds

Ob diese ganzen Kunstprojekte nur ein kurzes

Aufbäumen gegen die globalistische

Gleichschaltung sind, darüber entscheiden

die, die das Talent haben, gegenzuhalten

und sich einzubringen. Sie können weiter die

Faust in der Tasche ballen und auf bessere

Zeiten hoffen oder ihr Können für eine gute

Sache nutzen. Mit ein paar ehrenamtlich arbeitenden

Nerds, die ihre Kunstform nicht

aufgeben wollen, ist es nicht getan. Alle, die

Gegenkultur einfordern und ihre Notwendigkeit

begriffen haben, müssen auch die unterstützen,

die sich aus der Deckung wagen – ob

das nun grafische Künstler, experimentelle

Autoren, Programmierer von Videospielen

oder Musiker sind.

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Zumindest beim Heft HYDRA COMICS hat

dieser Anspruch ansatzweise funktioniert.

Etwas mehr als einen Monat nach Veröffentlichung

des ersten Heftes konnte vermeldet

werden, dass die Hälfte der ersten Auflage

von 1.200 Exemplaren bereits unter die Leute

gebracht wurde. Ein kleiner Erfolg und ein

erster Schritt zur Rache der Nerds. II

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Bilder: Hier ein kleiner

Einblick in die

bei HYDRA COMICS

erschienenen Werke.

Zu finden ist der

junge Verlag auch auf

Facebook, Instagram

und Twitter. Mehr über

die Welt der Comics

auch auf:

www.hydra-comics.de

Michael Schäfer

ist Diplom-Politikwissenschaftler und

Wirtschaftsfachwirt. Der 38-Jährige lebt

und arbeitet in Dresden und leitet das

Projekt HYDRA COMICS.

| 69


Buchbesprechung

Prüfstand oder Wahlplakat?

FPÖ-Oberösterreich-Chef gilt aufgrund seiner starken Landesgruppe auch

in der Bundespartei als einflussreicher Mann. Wir haben uns deshalb ein Buch

angesehen, das über ihn erschienen ist. Thomas Steinreutner

Bild: Klaus Edlinger:

„Manfred Haimbuchner“,

2020 im Stocker-

Verlag erschienen,

192 Seiten, zahlreiche

Farbabbildungen, Kosten:

20 Euro. Im Buchhandel

und im „Freilich-

Buchhandel“ erhältlich.

Bilder: Oberösterreichs

Alt-Landeshauptmann

Josef Pühringer (ÖVP)

hat Haimbuchner „immer

sehr imponiert“, während

er die deutsche

Bundeskanzlerin Angela

Merkel (CDU) als eine

Totengräberin Europas

betrachtet.

In Oberösterreich wird heuer gewählt, wir

haben sich deshalb jenes Buch angesehen,

dass über FPÖ-Oberösterreich-Chef

Manfred Haimbuchner geschrieben

wurde

Dass ein ehemaliger ORF-Moderator

ein wohlwollendes

Buch über einen freiheitlichen

Politiker schreibt, kommt

nicht alle Tage vor. Im Buch

„Manfred Haimbuchner – Ein

Portrait in Bildern und Gesprächen“

hat Klaus Edlinger aber

genau das getan.

Was sofort auffällt, wenn man das Buch zur

Hand nimmt, ist der hochwertige Hardcover-Einband

des im Leopold-Stocker-Verlag in

Graz erschienenen Werkes, das aus vier Interviews

mit Oberösterreichs Landeshauptmannstellvertreter

und FPÖ-Landespartei-Chef

Haimbuchner besteht. Ins Auge sticht auch

die ungewöhnlich große Schrift, die im Buch

verwendet wurde. Das mag anfangs etwas irritieren,

gerade für die ältere Generation dürfte

das aber sehr angenehm sein.

Haimbuchner nutzt sein Vorwort, um ein Bekenntnis

zur Nation abzulegen. „Alles Multikultigeschrei

der linken Schickeria hat sich

von selbst erledigt“, schreibt

er darin. Die vier Interviews,

Info-DIREKT

Alles Multikultigeschrei

sind leicht zu lesen. Fast ne-

aus denen das Buch besteht,

j

benbei lernt man den Menschen

Haimbuchner so etwas

der linken

Schickeria hat

sich von selbst

besser kennen. Mehrfach wird

im Buch ein Preis für „Fairen

Wettbewerb am Bau“ erwähnt,

den der für Wohnbau

und bequem

zuständige Haimbuchner von

erledigt.

der Wirtschaftskammer verliehen

bekam.

Gegen Sprachpolizei

Man erfährt aber auch, dass er beinahe wöchentlich

„Die Zeit“ und die „Weltwoche“

inhaliere. Er sei aber auch mit den Journalisten

in Oberösterreich überwiegend

zufrieden, die ihn „sehr korrekt“ beurteilen

würden. Weniger Freude hat er hingegen

„mit dem unendlichen Informationsmüll,

der täglich aus den sozialen Medien

tropft, ohne irgendwelche geschulten Gatekeeper“.

Wobei sich Haimbuchner auch

österreichweit im

Zeitschriftenhand

Blumige Worte oder in einer von

gegen „die linksgrüne Sprachpolizei und

Kennengelernt haben sich der freiheitliche gegen die Moraldiktatoren“ wendet, „die

Politiker und der Journalist bereits vor Jahren jede abweichende Meinung mit den diffamierenden

und beleidigenden Kategorien

in Wien, so Edlinger in seinem Vorwort. Bei kaufen

einer gemütlichen Runde von Politikern aus ‚extremistisch‘, ‚radikal‘, ‚populistisch‘ belegen“

würden.

allen Parteien und Journalisten bei einigen

Gläsern Wein sei ihm Haimbuchner aufgefallen.

Daraus, dass sich die beiden sympathisch Im Gespräch über „Familie, Freunde, Weggefährten“

lässt Haimbuchner den Leser

sind, wird im Buch kein Geheimnis gemacht.

So schreibt Edlinger über Haimbuchner: „Er wissen: „Ohne die Institution der Ehe ist

blickt manchmal zu den Sternen auf und hat unser Gemeinwesen dem Untergang geweiht.“

Aber nicht nur Familienpolitik ist

Visionen. Seine Ziele sind trotzdem nicht zu

hoch gesteckt.“

dem Landespolitiker wichtig, sondern

auch die Landwirtschaft, die man nicht

vom Nordkap bis Sizilien über einen

auf www.info-dire

Wer unabhängige Me

Kamm scheren könne, „so wie die EU

das tut.“

muss diese auch unte

Als Politiker, die mehr zu sagen haben

sollten, nennt Haimbuchner Alice Weidel

von der AfD und Friedrich Merz

(CDU), der Angela Merkel gerne als

Kanzler beerben würde und bis 2020

Aufsichtsratsvorsitzender für den Vermögensverwalter

„BlackRock“ war. Zudem

habe ihm Alt-Landeshauptmann

Josef Pühringer (ÖVP) „immer sehr imponiert.“

Bilder Pühringer und Haimbuchner: Info-DIREKT; Bild Merkel: © Raimond Spekking via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0); Bild Haimbuchner: Info-DIREKT

70 |


Merkel als Totengräberin Europas

Ein klares Urteil fällt der gelernte Jurist hingegen über

die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, die als Totengräber

in Europa „an erster Stelle“ stehe.

Erschreckend real

Der Ausdruck „kafkaesk“, als Schilderung für etwas Unheimliches

und Bedrohliches, ist spätestens seit dem

Jahr 2020 wieder in aller Munde. Das Adjektiv ist in Anlehnung

an die Bücher und Erzählungen von Franz Kafka entstanden.

Grund genug eines seiner Bücher, nämlich „Der Prozess“, aus

dem Schrank zu nehmen und aufzuschlagen.

In diesem Roman gerät Herr K., ein leitender Bankangestellter,

plötzlich in die Fänge einer Art Schattenjustiz. Obwohl die

etzt kaufen

Wer einen kleinen Einblick

in die Persönlichlichkeit

erschreckend groß. Vor allem die emotionale Lage

Vorgänge im Buch so beschrieben sind, dass man rasch merkt,

dass sie nicht real sind, sind die Schnittmengen mit der Wirk-

des Angeklagten, der weder weiß, was ihm vorgeworfen wird

keitsstruktur Haimbuchners

gewinnen möchte,

richt funktioniert, wird dadurch verständlich. Die Schilderun-

weiterlesen:

noch Kenntnisse darüber hat, nach welchen Regeln das Gegen

sind dabei viel näher an der Wirklichkeit, als es in einem

sollte das Buch zumin-

demokratischen Rechtsstaat der Fall sein sollte.

dest einmal aufgeschlagen

haben.

Als Buchempfehlung nennt Haimbuchner „Die einzige

Weltmacht“ von Zbigniew Brzezinski. Ob Manfred

Haimbuchner mit seinem eigenen Buch wirklich auf

den „Prüfstand“ gestellt wurde oder ob es sich bei diesem

Werk doch viel eher um ein Wahlplakat zwischen

zwei Buchdeckeln handelt, darf jeder für sich entscheiden.

Wer einen kleinen Einblick in die Persönlichkeitsstruktur

des FPÖ-Oberösterreich-Chefs gewinnen

möchte, sollte das Buch zumindest einmal aufgeschlagen

haben. II

el bestellen

über 100 Trafiken sofort

Buchbesprechung

Franz Kafkas „Der Prozess“ ist sehr aktuell

Die enormen Folgen einer Anklage

Eine Parallele zwischen Fiktion und Realität ist beispielsweise,

dass man als Angeklagter meist bereits verloren hat, sobald

man angeklagt ist. Einerseits wegen den hohen finanziellen

Kosten, die ein Gerichtsprozess verursacht und die man nie

vollständig erstattet bekommt. Andererseits aber auch wegen

der enormen emotionalen Belastung, die mit einem Prozess

verbunden ist. Ständig fragt sich Herr K., wer bereits von seiner

Anklage weiß und ob seine Arbeitsstelle und seine Aufstiegschancen

dadurch gefährdet sind. Zudem leiden seine

Arbeitsleistung und sein Privatleben darunter, dass er sich

ständig Gedanken über den Prozess macht, der wie ein Damoklesschwert

über ihm schwebt.

Am Ende eines solchen Verfahrens – auch das wird durch den

Roman klar - sind viele emotional und finanziell so aufgelöst,

dass eine Verurteilung, die endlich Gewissheit bringt, fast eine

Erlösung ist.

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dien will,

rstützen!

Wer „Der Prozess“ von Franz Kafka liest, bekommt vor Augen

geführt, wie grausam es ist, wenn Parteien und Institutionen

die Justiz dazu missbrauchen, um ihre Kritiker fertigzumachen.

Prozess als Strafe

Die bekanntesten Fälle, bei

denen das in Österreich mutmaßlich

geschehen ist, sind

der sogenannte „Tierschützerprozess“

rund um Martin

Balluch und die ständigen Angriffe

der Staatsanwaltschaft

auf Martin Sellner und die

„Identitäre Bewegung“. II

Bild: Durch die im Buch veröffentlichten Interviews bekommt

man einen Eindruck davon, wie wichtig es Haimbuchner ist

Teil einer Regierung zu sein. Zudem dürfte ihm ein harmonischer

Umgang in seinem Umfeld sehr wichtig sein.

Bild: Franz Kafkas

„Der Prozess“ ist bei

unterschiedlichen

Verlagen erschienen und

bereits ab nur 4 Euro erhältlich.

| 71


Kultur

Gesundheitsdiktatur

Anton Preinsack über die schrecklich aktuelle „Netflix“-Serie „La Valla“,

in der im Kampf gegen Viren eine Diktatur errichtet wird.

La Valla – Überleben an der Grenze“

(im Original La Valla) ist eine

spanische Serie aus dem Jahr

2020, die 2045 in Madrid spielt. Nach

dem Dritten Weltkrieg und Ausbruch

von durch Viren verursachten Krankheiten

hat sich Spanien in eine Diktatur

verwandelt. Madrid wurde von der

Regierung in zwei Sektoren unterteilt,

wo jeweils der reiche und der arme

Teil der Bevölkerung lebt. Die beiden

Sektoren sind durch einen Zaun

getrennt, der Übertritt zwischen den

Sektoren ist streng geregelt. Die Serie

begleitet eine Familie bei ihrem Überlebenskampf

in einer dystopischen

Zukunft.

Parallelen zur Wirklichkeit

In den ersten zehn Minuten der Pilotfolge

erfährt der Zuseher über die

Überleben in einer

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Fernsehansprache des spanischen

Präsidenten quasi die Vorgeschichte

zur Serie: Im Jahr 2020 hat die

Menschheit nicht nur an den Folgen eines

Weltkrieges, sondern auch an der

Verbreitung neuer Viren und den damit

verbundenen Krankheiten zu leiden.

Das Gesundheitssystem ist kolla-

Schlechtes, aber Geschmacksache.

Bei der Darstellung der Zukunft

überwiegen altbewährte Elemente

und bequem

biert, die Weltwirtschaft

weiterlesen:

ebenfalls. Um wie etwa riesige Monitore mit Regierungspropaganda,

die im öffent-

die Bevölkerung zu schützen, kündigt

der Präsident strenge Maßnahmen an lichen Raum angebracht sind und

und verhängt den Ausnahmezustand ähnliches. Insgesamt sind Präsentation

und Produktions-Design jedoch

über das gesamte Land. Dabei wird

österreichweit an das Gemeinschaftsgefühl im appel-

glaubhaft und realistisch, etwa wenn

Das alles kommt einem erschreckend

bekannt vor, befinden wir uns durch

Covid19 doch in einer ähnlichen Lage,

in der Regierungen zurzeit ähnliche

Maßnahmen mit ähnlichen Argumenten

vollziehen.

Förderung des Denunziantentums

Nach der Fernsehansprache des Präsidenten

folgt ein Zeitsprung ins Jahr

2045, wo uns eine mögliche, nicht

sehr verheißungsvolle Zukunft präsentiert

wird: Die Regierung ist zur

Diktatur und zum Überwachungsstaat

geworden, der Ausnahmezustand ist

permanent, die Straßen werden von

Polizei und Militär beherrscht. Die

Bevölkerung wird überwacht und

kontrolliert, auch durch sogenannte

„Blockwarte“, also Vertreter der Zivilbevölkerung,

die von der Regierung

zum Denunzieren ihrer Mitbürger

angehalten werden.

Der Pilotfolge fehlt es trotz einiger

spannender Momente an Tempo,

die Serie setzt insgesamt mehr auf

Charakterzeichnung und Dialoge

als auf Aktion. Das ist per se nichts

liert und der einzig richtige Weg beschworen,

der gemeinsam bestellen

gegangen

Zeitschriftenhandel

werden müsse.

oder in einer von über 100 Trafiken sofort

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Wer unabhängige Medien will,

muss diese auch unterstützen!

das Militär und die Polizei in den

Straßen patrouilliert und die Bevölkerung

rigoros überwacht. Auch die

Schauspieler bieten eine durchgehend

gute Leistung und wissen zu

überzeugen.

Droht uns eine ähnliche Zukunft?

Interessant ist die Serie aber vor allem

durch ihren Bezug zum aktuellen

Weltgeschehen. Sie zeigt eindringlich

auf, was passieren kann, wenn uns Regierungen

mit dem Versprechen auf

Sicherheit die Freiheit rauben. Umso

wichtiger ist es für uns alle, Maßnahmen

und Verordnungen, die in der

derzeitigen Covid-Krise getroffen

werden, auch weiterhin kritisch zu

hinterfragen, speziell wenn sie unsere

Grundrechte betreffen.

Alles in allem eine durchaus sehenswerte

Serie mit aktuellem Bezug,

die zum Nachdenken anregt.

Die erste Staffel mit 13 Folgen gibt

es deutsch synchronisiert auf „Netflix“

zu sehen. II

Anton Preinsack

ist eigentlich „gelernter“ Drehbuchautor (Filmschule

Wien, Drehbuchpreis der Stadt Salzburg 1999) und

hat über viele Jahre als Journalist im Bereich Film und

Medien gearbeitet. Aktuell veröffentlicht er als Autor

Horror- und Science-Fiction-Geschichten, etwa im

deutschen BLITZ-Verlag „Die Maden“ im Buch „Super

Pulp #10“: www.blitz-verlag.de

Szenen aus der Serie: Sorgenvolle Gespräche am Küchentisch

und bewaffnetes Militär, beispielsweise an den Tiroler Landesgrenzen,

sind in Österreich zumindest teilweise bereits Realität.

72 |


Geschichte Schwerpunkt Kultur

Hugins

Stilfragen

Höflichkeit in Zeiten des Corona-Wahnsinns

Menschen, denen gutes Benehmen und

freundliche Kommunikation ein Anliegen

sind, durchleben wegen der Corona-Maßnahmen

der Regierung und der geschürten Corona-Hysterie

schwere Zeiten. Widersprechen doch

Händeschüttelverbote, das Gebot zum Abstandhalten

und die unsägliche Maskenpflicht allen

bisher gültigen Regeln und Gewohnheiten der zivilisierten

mitteleuropäischen

Kommunikationskultur.

ist die Situation geklärt, und

Der „Mund-Nasen-Schutz“ Wenn Sie auf der Suche nach einem der Gesprächspartner kann

raubt den Menschen eines Trainer oder Berater zu den Themen selbst entscheiden, wie er es

der wichtigsten und wirksamsten

Mittel zur nonverbalen und Erscheinungsbild sowie Rhetorik weise wird der Handschlag in

politische Kommunikation, Auftreten handhaben will. Erfreulicher-

Kommunikation – die Mimik.

und Argumentationstechnik sind,

österreichweit im

der Praxis nur selten ausgeschlagen,

und viele Menschen

vermitteln wir Ihnen gerne einen patriotischen

Experten mit

Eine kniggemäßige Zeitschriftenhandel Herausforderung

stellt jedoch auch

unsere Redaktion vertraut:

einem verschmitzten Lächeln.

bestellen

langjähriger

reagieren erleichtert oder mit

Erfahrung, auf den auch

das Regierungsgebot oder dar, auf in einer kontakt@info-direkt.eu von über 100 Trafiken Wenn der sofort andere lieber auf

den guten alten Handschlag

den Handschlag verzichtet -

zu verzichten. War kaufen der Handschlag

- begleitet von einem

angedeutete Verbeugung mit

auch recht. Dann reicht eine

Lächeln und einer herzlichen Begrüßung - in normalen

Zeiten ein Zeichen von Respekt und Wert-

Blickkontakt als Begrüßungsritual.

schätzung, auf www.info-direkt.eu abonnieren

wird er von manchen regimetreuen Abzulehnen sind lächerliche Ersatzhandlungen wie

Zeitgenossen heute als Anschlag auf die Gesundheit

gewertet.

Ellenbogen-Aneinanderstoßen (besonders peinlich

bei

Wer unabhängige Medien will,

EU-Bonzen vor laufender Kamera) oder gar

eine Fußbegrüßung oder ähnliche Abnormitäten,

Handschlag nicht verbieten lassen

die an Gangrituale von Bronx-Bewohnern erinnern.

Gerade muss Patrioten diese und Regimekritiker auch sollten unterstützen!

sich

den Handschlag nicht verbieten lassen. In freiheitlichen

bzw. patriotischen Kreisen erlebe ich diesbezüglich

eine wohltuende „alte Normalität“; noch nie

hat mir im letzten Dreivierteljahr jemand aus unserem

politischen Lager den Handschlag verweigert.

Hat man beruflich oder privat auch mit Andersdenkenden

zu tun oder einfach mit solchen Leuten, die

der Regierung auf den Corona-Leim gegangen

sind, ist Diplomatie angesagt. Man will ja beispielsweise

einen Geschäftspartner oder die Schwiegermutter

nicht bedrängen oder gar verängstigen.

In manchen Unternehmen werden die Kurz´schen

Maßregeln ohne Hinterfragen rigoros angeordnet,

und den Mitarbeitern ist ein Handschlag geradezu

verboten.

Deshalb entstehen bei beruflichen Zusammenkünften

oft groteske und lächerliche

Begrüßungssituationen. Gestandene Führungskräfte

winden sich verlegen und stammeln

irgendetwas von „man sollte ja nicht“. Dabei werden

noch seltsame Körperverrenkungen aufgeführt.

Info-DIREKT jetzt kaufen

und bequem weiterlesen:

Unangenehme Situation ansprechen

Ich habe mir angewöhnt, die Sache klar anzusprechen,

beispielsweise mit folgenden Worten: „Ich

geben jedem gerne die Hand,

der sie mir geben will.“ Damit

Zusammenfassend empfehle ich: Lassen wir uns

die in unserem Kulturkreis üblichen Freundlichkeitsgesten

nicht nehmen und versuchen wir, unsere

Mitmenschen dazu zu motivieren. Respektieren

wir aber, wenn ein vom Zeitgeist gestreifter Gesprächspartner

angstvoll auf Distanz bleiben will.

Eine Zwangsbeglückung, gleich in welche Richtung,

überlassen wir lieber der derzeitigen Regierung.

II

Bild: Wenn einem

jemand aus Angst die

Hand nicht reichen will,

ist das zu akzeptieren.

Ersatzhandlungen wie das

Zusammenstoßen mit den

Fäusten, sollte man

jedoch den Ghetto-

Bewohnern überlassen.

| 73


Hintergrundgespräche am Berg

Bilder: Bei einer Wanderung

mit Info-DIREKT im November

machte Michael Schnedlitz

klare Aussagen, was die

Themen Distanzierungen,

Regierungsbeteiligung und

Einwanderung betrifft.

„Gegenwind

,,

schärft den Charakter

!“

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz und Michael Scharfmüller (Info-DIREKT)

waren miteinander wandern, um am Berg ein paar Hintergrundgespräche zu führen.

Dass manche einen Skandal darin sehen werden, wenn der Generalsekretär

der Freiheitlichen Partei Österreichs, Michael Schnedlitz, mit mir

als Info-DIREKT-Redakteur eine Wanderung unternimmt, war klar. Welch

hohe mediale Wellen dieser gemeinsame Ausflug geschlagen hat, war

dann jedoch trotzdem erstaunlich.

Aber der Reihe nach:

74 |


Hintergrundgespräche am Berg

Die ersten Sonnenstrahlen

durchbrechen zaghaft

den Nebel, als sich Michael

Schnedlitz und ich Ende November

auf einem Parkplatz in Reichenau an

der Rax, nur dreißig Autominuten von

Wiener Neustadt entfernt, treffen. Es ist

ziemlich kalt, deshalb machen wir uns

rasch auf den Weg Richtung Jakobskogel.

Nach den ersten paar Höhenmetern

haben wir ein gemeinsames

Tempo gefunden und die ersten paar

Videos für Telegram und YouTube sind

auch im Kasten – also endlich Zeit um

die Natur zu genießen und sich zu unterhalten.

genehm, die Tage im November sind

aber kurz und uns steht noch ein langer

Weg bevor, deshalb geht es am „Törlweg“

weiter Richtung Gipfel. Ungefährlich

ist das zu dieser Jahreszeit nicht, da

der Schnee am Pfad zu einer eisglatten

Fläche zusammengetreten ist. Wer

hier unachtsam ist oder einen falschen

Schritt setzt, ist verloren. „Glattes Parkett“

ist Michael als Generalsekretär

gewöhnt und so durchschreiten wir sicheren

Schrittes das eindrucksvolle felsige

„Törl“, dem der Weg seinen Namen

verdankt.

Info-DIREKT jetzt kaufen

Die Berge geben ihm Kraft

Jetzt stapfen wir auf dem Rax-Plateau

durch den Schnee zum Otto-Haus. Mi-

und bequem weiterlesen:

Bild: Durch das felsige Törl

Kein Nadelstreifpolitiker

geht es auf das Rax-Plateau.

Beim steilen Anstieg durch den Wald chael erzählt mir, dass er gerne sehr

haben wir beschlossen per Du zu sein.

Als die Bäume einen Blick auf das unter

einer dicken Nebeldecke liegende

zeitig in der Früh zu Wanderungen aufbricht,

weil er da die nötige Ruhe findet

um nachzudenken und um strategische

ständig in ganz Österreich unterwegs

sei, bleibe meist nur Zeit für ein Leberkäs-Semmerl

zwischendurch – was auf

Tal zulassen,

packt Michael seinen Fotoapparat

aus. Dabei österreichweit stellen wir fest, ben ihm die im Berge die nötige Kraft, die Das ständige Auf-Achse-Sein stelle ich

Entscheidungen zu treffen. Zudem gä-

Dauer nicht unbedingt förderlich sei.

dass wir uns beide für Fotografie und er für seine Arbeit brauche. Wer den mir auch für das Familienleben herausfordernd

vor. Michael, der zwei kleine

Bildbearbeitung interessieren – am Anspruch erhebt ein Land zu führen,

weiteren Weg wird Zeitschriftenhandel deshalb darüber müsse 24 Stunden, sieben bestellen

Tage die Söhne hat, meint aber, dass das bei

gefachsimpelt. Einige Hundert Höhenmeter

weiter setzen oder wir uns auf in einen einer von über 100 der seit 2015 in Wiener Neustadt Stadt-

Trafiken kennt mich gar nicht sofort

anders!“ Bevor Mi-

Woche einsatzbereit sein, so Schnedlitz, ihm ganz gut funktioniere: „Meine Frau

Stein, um einen Schluck zu trinken und rat für Wohnen und Soziales ist. chael in die Politik ging, war er nämlich

uns der Politik zuzuwenden. Besonders

selbstständig und für seine Firma fast

kaufen

ärgert sich Michael über „Nadelstreifpolitiker“,

Beim Thema „Führungsanspruch und rund um die Uhr im Einsatz. So, genug

die völlig realitätsfremd und Regierungsbeteiligung“, das Micha-

geplaudert – der Gipfel ruft!

abgehoben über die Bürger hinweg- el gerade angeschnitten hat, sind wir

entscheiden. Als Beispiel dafür nennt unterschiedlicher Meinung, darüber Nach nur ca. 15 Minuten haben wir den

er den Umgang auf www.info-direkt.eu abonnieren

mit unseren Bauern. wollen wir aber erst später diskutieren. Jakobskogel auf 1.737 Meter Seehöhe

Der Preisverfall für landwirtschaftliche

Produkte müsse endlich gestoppt rasse des Otto-Hauses erreicht, das auf-

der Wind pfeift uns ordentlich um die

Jetzt haben wir nämlich die große Ter-

erreicht. Die Aussicht ist herrlich, aber

werden. Wer Dazu müsse unabhängige laut über Importzölle

grund des Medien Lockdowns leider geschlos-

will, Ohren, was Michael mit „Gegenwind

nachgedacht werden – egal ob sen hat. Für unser leibliches Wohl habe schärft den Charakter!“ kommentiert.

EU-rechtswidrig oder nicht. Dass „der ich deshalb vorgesorgt und jede Menge

Köstlichkeiten unterstützen!

vom Bauernmarkt Wir reden Tacheles

Markt“ muss das Preisproblem diese lösen könne,

auch

glaubt Schnedlitz, der auf einem

Bergbauernhof in der Obersteiermark

aufgewachsen ist, nicht, da der Konsument

über die wahren Produktionsketten

belogen würde.

in meinen Rucksack gepackt. Michael

will davon aber nichts, da er zurzeit nur

einmal am Tag etwas esse und diese

Mahlzeit hebe er sich für den Abend

auf. Sich halbwegs gesund zu ernähren

sei für ihn eine große Herausforderung,

Durch ein ausgedehntes Latschenfeld

wandern wir jetzt wieder abwärts Richtung

Großes Höllental, einen beeindruckenden

Felskessel. Dort angekommen

reden wir Tacheles. Michael ist nämlich

der Überzeugung, dass man in einer

Weiter in der Sonne zu sitzen wäre an-

verrät er mir. Da er viel arbeite und Regierung am leichtesten etwas verän-

| 75


Schwerpunkt

Bild: Michael Schnedlitz am Gipfelkreuz

des 1.737 Meter hohen Jakobskogel.

Bild: Die Berge geben dem freiheitlichen

Generalsekretär Kraft. Ganz ohne Telefon

geht es aber auch hier nicht.

Bild: Mit Blick übers Große Höllental erklärt

Schnedlitz: „Mit dieser Distanziererei ist es

jetzt aber definitiv vorbei! Wir werden keinen

Millimeter mehr zurückweichen.“

dern kann. Der Knackpunkt sei jedoch,

dass, wenn man aufgrund seiner starken

Oppositionsarbeit in eine Regierung

gewählt wurde, auch dort seine ehrliche

Politik durchziehen müsse, „damit der

Wähler das, was er gewählt hat, auch bekommt“!

Dem entgegne ich, dass man

als Juniorpartner in einer Regierung viel

schlucken müsse und viel Rücksicht auf

die Befindlichkeiten des Regierungs-

und bequem w

partners nehmen müsse, was sich gerade

im Kampf um die

Meinungsäußerung“,

einfach das Strafrecht, der Rest ist freie

Deutungshoheit bei bestimmten

Themen sehr Regieren klar. Ihm gehe es nicht

stellt er auf Nachfrage

negativ auswirken könne.

Deshalb frage ich

durch Distanzierungen

darum, ob die Partei

ja, wenn man

Michael, ob man als star-

vielleicht etwas mehr in

ke Oppositionspartei

nicht mehr Möglichkeiten

habe, die Regierung

vor sich herzutreiben,

als wenn man Teil einer

Koalition ist. „Das funktioniert

aber in der Regierung

auch“, antwortet

mir der 1984 geborene Politiker. Als Beispiel

dafür nennt er die Arbeit von Herbert

Kickl als Innenminister. Damit man

in einer Regierung etwas weiterbringe,

muss man „den Mut haben, unangenehme

Tagesabläufe zu haben“, weil es dadurch

natürlich mehr Diskussionsbedarf

mit dem Regierungspartner gebe, so

Schnedlitz.

Bevölkerung als Koalitionspartner

Dabei dürfe man jedoch seinen wichtigsten

Koalitionspartner nicht vergessen

„und das ist die Bevölkerung“, für

die man als Volksvertreter zu arbeiten

habe. Auf Nachfrage fasst der Generalsekretär

das in gewohnt knackigem

Ton nochmals zusammen: „Regieren

ja, wenn man die Eier dazu hat, dass

man von seiner Linie nicht abweicht.

Ansonsten bekommt man zurecht die

Abstrafung vom Wähler bei der nächsten

Wahl!“ Aus meiner Sicht ist das die

wichtigste Aussage, um die FPÖ dauerhaft

auf Erfolgskurs zu halten. Damit ist

klar, dass der Höhepunkt dieser Wanderung

nicht der Gipfel des Jakobskogel

war, sondern die Aussichtsplattform

über dem Großen Höllental.

Mit Distanziererei vorbei

Auf einer Bank hinter der Aussichtsplattform

nehmen wir Platz und führen

unser Gespräch weiter: „Wir haben unter

Strache den Fehler gemacht, dass

wir geglaubt haben wir müssen in ein

Rückzugsgefecht gehen und uns auf

Zuruf von Sebastian Kurz distanzieren.

Mit dieser Distanziererei ist es jetzt aber

definitiv vorbei! Wir werden keinen Millimeter

mehr zurückweichen. Das ist

auch menschlich und haltungsmäßig

ganz wichtig, weil ich lasse es mir nicht

mehr gefallen, dass die ÖVP oder irgendwelche

Journalisten einfache

Info-DIREKT je

Österreicher mit einem einwandfreien

Leumund durch den Dreck ziehen“,

die Eier dazu

hat, dass man

von seiner

Linie nicht abweicht.

formuliert Schnedlitz seinen Standpunkt

zu diesem wichtigen Thema

ganz klar. Die rote Linie sei hier „ganz

österreichweit im

Zeitschriftenhande

oder in einer von ü

kaufen

die Mitte rücken würde,

sondern um Haltung:

„Unser Land will

keine Lemminge und

keine Blender. Unser

Land braucht Politiker,

die eine Haltung vertreten,

auch wenn sie

teilweise unangenehm ist.“ Deshalb

werde er sich – egal ob links oder

rechts – schützend vor jeden stellen,

der „von den Medien zum Freiwild erklärt

wird“! Diese Ankündigung ist ein

auf www.info-direk

guter Schlusssatz. Wir nehmen unsere

Rücksäcke wieder auf und treten den

Rückweg zu unseren Fahrzeugen an.

Wer unabhängige Med

muss diese auch unter

Die „soziale Frage“

Als wir an einem schneefreien Grashang

vorbeikommen, legen wir doch

noch eine Pause ein, um die letzten

Sonnenstrahlen des Tages zu genießen

und um über die „soziale Frage“

zu sprechen. Diese wird vor allem innerhalb

der AfD immer wieder heiß

diskutiert. Spätestens wenn die wirtschaftlichen

Folgen der Corona-Maßnahmen

spürbar werden, wird das jedoch

auch innerhalb der FPÖ wieder

ein Thema werden. „Als Patriot muss

man die Gesamtheit sehen und dem

Klassenkampf eine Absage erteilen“,

sagt Schnedlitz dazu.

Diese Feststellung steht außer Streit,

aber ich frage nach, wie man im konkreten

Fall damit umgehe. Beispielsweise,

wenn es immer wieder Bestrebungen

gibt, den Arbeitnehmerschutz

zu lockern. Der freiheitliche Generalsekretär

dazu: „In solchen Fällen geht

es ja meistens um Überbürokratie, die

weder dem Arbeitnehmer noch seinem

Dienstgeber etwas bringt!“ Und

weiter: „Aber sehen wir uns das am

Beispiel Zuwanderung an. Hier brauchen

wir einen Zuwanderungsstopp.

Hier müssen wir auch über Rückwan-

76 |


Hintergrundgespräche am Berg

derungen sprechen, damit wieder mehr

Ressourcen für die eigenen Österreicher

zur Verfügung stehen.“ Ich hake

ein: „Das ist ja genau der

tzt

Punkt, wo

kaufen

eine Partei klare

Entscheidung treffen

muss. Für Unternehmen

sind möglichst billige Arbeitskräfte

wichtig, und

eiterlesen:

die sind eben günstiger,

wenn mehr Konkurrenz

am Arbeitsmarkt herrscht.

Da muss man sich dann

entscheiden, ob man

für Industrielle oder doch fürs Volk ist.“

Darauf antwortet Schnedlitz: „Da muss

man gleichzeitig den Wirtschaftsstandort

attraktiver machen, indem man die

Steuern auf Arbeit so gestaltet, dass der

Nicht hinter Gesetzen verstecken

Auf meinen Einwand, dass sich ein

Zuwanderungsstopp und Remigration

schön anhören, aber vermutlich

gegen EU-Gesetze verstoßen würden,

verdeutlicht der FPÖ-Generalsekretär,

was er sich von der Politik erwarte: „Die

Politik ist dazu da, diese Spielregeln

zu machen – alles andere sind Ausreden.

Wenn ein Politiker sagt: ‚Das geht

nicht!‘, dann will er nicht. So einfach ist

das. Mein Anspruch ist das Land zu führen

und da kann ich mich nicht hinter

Gesetzen verstecken – da habe ich lieber

ein EU-Verfahren am Hals.“

Während es jetzt am Weg durch den

Wald merklich dunkler wird, erwacht

Michaels Telefon richtig zum Leben.

Dauernd kommen jetzt Nachrichten

und Anrufe herrein. Zahlreiche bekannte

FPÖ-Politiker aus allen Landesteilen

melden sich mit Anliegen

und Fragen bei ihm

– auch ein paar Journalisten

rufen an. Zwischendurch

haben wir

aber immer wieder Zeit

um uns über Gott und

die Welt zu unterhalten

und darüber, wo Michael

politisch geprägt wurde.

So richtig kann er mir

die Frage gar nicht beantworten. Sein

Elternhaus und sein Freundeskreis seien

nicht wirklich politisch gewesen. Die

Disziplin für seinen Lebensunterhalt zu

sorgen, habe er aber wahrscheinlich

schon am elterlichen Bergbauernhof

gelernt. In Sachen Kameradschaft und

Zusammenhalt habe ihn die Militäraka-

Wenn ein

Politiker sagt,

„das geht

nicht!“, dann

will er nicht.

l bestellen

Unternehmer und der Arbeiter etwas

davon haben, weil er fair bezahlt wird.“

ber 100 Trafiken sofort

t.eu abonnieren

ien will,

stützen!

demie geprägt.

Nach über acht Stunden auf den Beinen

sind wir nun wieder am Ausgangspunkt

unserer Wanderung angelangt.

Für einen Journalisten ist es ungewöhnlich

mit einem Politiker

so viel Zeit zu verbringen.

Deshalb glaube ich

jetzt sagen zu können:

Was Michael von vielen

anderen Politikern unterscheidet,

ist seine kämpferische

Einstellung.

Wie sagte er am Gipfel?

„Gegenwind schärft den

Charakter!“ – ich denke

das beschreibt ihn ganz

gut. II

Bild: Auch über die „soziale Frage“

haben Michael Schnedlitz und

Michael Scharfmüller bei ihrer

Wanderung gesprochen.

Bild: Ein Video der Wanderung mit

zahlreichen Gesprächsausschnitten

finden Sie am YouTube-Kanal von

Info-DIREKT.

Medialer Nachhall

Es hat im Jahr 2020 wenige Themen gegeben, die es

außerhalb von Corona groß in die Medien geschafft

haben. Die Info-DIREKT-Wanderung mit Michael Schnedlitz

war eines davon. Kurz nachdem wir das Video der

Wanderung veröffentlicht hatten, wurde es von nahezu

allen Medien aufgegriffen und tagelang skandalisiert.

Mehrmals wurden Ausschnitte des Videos auch in den

Hauptnachrichten des ORF gezeigt. Für die enorme Empörung

sorgte die Ankündigung von Schnedlitz, dass es

mit der Distanziererei jetzt vorbei sei. Interessant dabei ist,

dass das Schnedlitz auch zuvor schon öfters gesagt hatte,

es da aber von niemanden aufgegriffen wurde. Vielleicht

ist Info-DIREKT einfach das richtige Medium, um genau

solche Botschaften öffentlichkeitswirksam zu platzieren.

Schließlich schreibt sogar Bernhard Weidinger vom kommunistischen

Tarnverein DÖW, dass das Thema Distanziererei

immer aktuell blieb, weil allen voran Info-DIREKT hier

nie locker ließ. II

| 77


j

In eigener Sache

Herzlichen Dank an Euch!

Trotz zahlreicher Angriffe ist Info-DIREKT auf einem guten Weg und kann einige

kleinere und größere Erfolge verbuchen. Michael Scharfmüller

Ein lieber Freund hat mich auf

diese Zeile von Rainer Maria Rilke

aufmerksam gemacht: „Wer

spricht von Siegen? Überstehn ist alles.“

Für mich passt diese Feststellung

auch gut zu Info-DIREKT. Dass es uns

trotz zahlreicher Angriffe und Probleme

nun bereits über sechs Jahre

gibt, ist sicher eine Leistung, auf die

wir auch stolz sind. Einfach nur zu existieren,

wäre aber zu wenig.

Deshalb bin ich froh, dass wir trotz extrem

geringen Budgets und ständiger

Zensur unsere Bekanntheit und unseren

Einfluss ausbauen konnten. Belegt

wird das u.a. durch den „Digital News

Report Network Austria“, der von zahlreichen

etablierten Medien unterstützt

wird. Darin ist zu lesen, dass Info-DI-

REKT unter den „parteiischen Nachrichtenseiten“

hinter „unzensuriert.at“

und dem SPÖ-Blog „kontrast.at“ auch

2020 zu den bekanntesten alternativen

Medien zählt.

Wir sind politisch relevant

Die politische Relevanz, die sich Info-DIREKT

in den letzten Jahren erarbeitet

hat, gestehen uns sogar unsere

erbittertsten Gegner zu, wenn sie

beispielsweise davon

schreiben, dass Info-DI-

REKT maßgeblich dazu

beigetragen hat, dass wesentliche

Teile der FPÖ

beschlossen haben, dass

die Zeit der Distanziererei

nun endlich vorbei sei.

Jahrelange saubere Arbeit

unserer Redaktion

hat auch zu einem weiteren

Erfolg geführt, so blamierten

sich DÖW und „Mauthausen

Komitee“ mit einer Anzeige gegen uns

vor der Oberstaatsanwaltschaft Linz.

Dadurch ist erneut bewiesen, wie unwissenschaftlich

diese beiden Vereine

arbeiten.

.

Auch zahlreiche kleinere Erfolge gab

es in den letzten Monaten zu feiern.

Beispielsweise gelang es uns den ORF

zu einer Richtigstellung zu bewegen,

als dieser irreführend über eine Demo

berichtet hatte.

Wir finden neue Wege

Nicht unumstritten, aber erfolgreich

ist der Info-DIREKT-Kanal auf TikTok.

Durch diesen ist es uns gelungen trotz

Bild: Etwas verrückt, aber erfolgreich: Info-DIREKT auf TikTok

Zensur auf Facebook und Co. im Gespräch

zu bleiben. Zudem verbreiten

sich die kurzen Videos erstaunlich gut.

Alleine auf TikTok wurden die Videos

bisher weit über zwei Millionen Mal

ausgespielt. Zudem werden die nur ein

paar Sekunden kurzen Videos auch auf

WhatsApp, Facebook und Co. von den

unterschiedlichsten Personen weiterverbreitet.

Wir sagen danke!

All diese großen und kleineren Erfolge

sind unseren meist ehrenamtlichen

Mitarbeitern, unseren Abonnenten,

Spendern und sonstigen Unterstützern

zu verdanken. Herzlichen Dank dafür -

gemeinsam sind wir stark! II

J E T Z T

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