2021/04 - wohin

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april 21

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ULM TOTAL

UNTERIRDISCH!

Ulmer Pilzzucht in kühlen Kellern,

riesige Gewölbe unter dem

Michelsberg und ein Blick

in den geradezu winzigen Keller

des Ulmer Münsters:

ein nicht alltäglicher

Perspektivwechsel!


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29. April 2021

Infos und Anmeldung

Erik Völker | 0731 173-182 | voelker@ulm.ulm.de

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EDITORIAL | 3

Eine Frage der

Sichtweise

Ganz erstaunlich, wie Ulm von unten aussieht.

Ein Sprichwort sagt, dass im Keller

selbst die Angst pfeifen kann.

Ich hatte mich Gott sei Dank

nicht gefürchtet, als ich letzte

Woche in den Keller des Münsters

stieg – das muss an der beruhigenden

Ausstrahlung meines

„Im Keller kann selbst

die Angst pfeifen.“

Spruch für Angsthasen

fachkundigen Münsterführers

gelegen haben. Aber der Gedanke,

dass sich über mir mehr als

50.000 Tonnen Stein auftürmen,

als wir uns genau unter dem

Turm befanden – das ließ mich

doch etwas nervös werden. Auch

die lebhaften Schilderungen des

Guides über einen besorgniserregenden

Riss im Turmfundament

nach einem Erdbeben im

Jahr 1911 und wie dieser wieder

geschlossen wurde, sorgten für

Gänsehaut. Für unser Titelthema

„Ulm total unterirdisch“ haben

wir in allen möglichen Tiefen

von Ulm gestöbert, geschnüffelt

und fotografiert. Wir haben mit

zwei jungen Ulmern geredet, die

ihre Idee einer regionalen Pilzzucht

im kühlen Keller der Wilhelmsburg

umsetzen. Oder mit

einem Familienvater, der schon

als kleiner Junge wusste, dass er

einmal Taucher werden will. Er

hat dieses Ziel nicht nur erreicht,

heute zeigt er in seiner Ulmer

Tauchschule anderen, wie sie in

die Tiefe und auch wieder wohlbehalten

an die Oberfläche gelangen.

Ein Rabbiner spazierte mit

uns über den jüdischen Teil des

Ulmer Friedhofs und übersetzte

hebräische Grabinschriften.

Es war hochinteressant, den

Blickwinkel zu verändern und

unsere Heimatstadt quasi von

unten zu betrachten. Aber jetzt

sind wir wieder aufgetaucht und

genießen die ersten frühlingshaften

und warmen Sonnenstrahlen,

die es im April hoffentlich für uns

alle geben wird.

Herzlich

Ulrike Hoche

u.hoche@swp.de

© s.müller


4 | INHALT

© s.müller

Ulm total unterirdisch!

Ein Schelm, der bei diesem Thema an die mehr oder

weniger schönen Unterführungen der Stadt denkt.

Kommen Sie mit uns in die etwas andere Unterwelt

der Doppelstadt. Ab Seite 14

06 April-Highlights

10 Morgens, halb zehn in Ulm

12 Marktbeobachtung

14 Titelstory: Total unterirdisch!

28 Zahlen, bitte!

30 Stadt, Land, Fluss

38 Orientierung: Stadtplan / SWU-Liniennetz

42 Aktuelle Ausstellungen

48 Persönliche Veranstaltungstipps

50 Veranstaltungskalender

53 Locations und Sehenswürdigkeiten

61 Impressum

62 mega! Ein regionaler Superlativ zum Schluss


12

16

21 34

Menschen

in diesem Heft

12

Viviana Testa kennt die

Vorlieben ihrer Kunden:

Würzig, cremig, herzhaft

oder mild. Dass sie sich

am Käsestand auf dem

Wochenmarkt verliebt, war

aber nicht geplant ...

21

Jens Köppe wusste schon

als Kind, dass er Taucher

werden will. Heute zeigt

er in seiner Tauchschule

Scubamarine, wie man

diesen Wassersport zum

Hobby machen kann.

16

Thomas Gärtner ist fasziniert

vom Ulmer Münster.

Er wohnt nicht nur in dessen

unmittelbarer Nähe, er führt

Besucher fachkundig über

die Dächer und in den Keller

des Gotteshauses.

34

Der Ulmer Manfred Preissler

lässt die Bretter tanzen. In

seiner Holzmanufaktur produziert

er Schneidebretter,

die ein Leben lang halten.


6 | APRIL-HIGHLIGHTS

Meine

Top 5

Mein Ulm im April –

Heike Viefhaus zeigt, was für

sie in diesem Monat einfach

dazugehört: Blumen, Bilder

und der Blautopf.

©privat

1

© m.kessler

An der schönen blauen Donau …

Um Sonne an der Donau zu tanken, muss man nicht nach Wien

fahren. Obwohl ich mir das eigentlich schon im letzten Frühling

gewünscht hatte, wird es diesen April wieder nichts, und das Treffen

dort mit lieben Freunden wird ein weiteres Mal verschoben. Stattdessen

genieße ich den Sonnenschein am Donauufer in Ulm. Und

wenn’s dazu oder danach „doch a bisserl Kaffeehaus-Atmosphäre

sein darf“, dann ist das charmante Café-Restaurant „Konzertsaal“ in

Neu-Ulm nicht weit: Kuchen, Torten, Pralinen und Kaffeespezialitäten

in Hülle und Fülle … unbeschreiblich wunderbar!

> Café Konzertsaal, Silcherstraße 2, 89231 Neu-Ulm


2

Bunte Blumen,

wohin man auch

schaut auf den

Wochenmärkten

in Ulm und Neu-

Ulm.

Frühlingserwachen

Das erste Gänseblümchen war schon Ende Februar ein kleiner zarter

Hingucker auf der Wiese, während Schneeglöckchen, Krokus und

Primel noch haben auf sich warten lassen. Mittlerweile fährt der

Frühling in der Natur so ziemlich alles auf, was er an floraler Freude

und Farbenpracht zu bieten hat. Für das Frühlingserwachen zuhause

suche ich mir bei den Blumenhändlern und Gärtnern in der Stadt

und auf dem Wochenmarkt ein paar blühende Schönheiten zusammen

oder warte gespannt, mit welchen Blüten mich die knospenden

Zweige überraschen, die in der Vase stehen.

© h.viefhaus

© b.friese

Lecker anzusehen

3

Schokolade oder Marzipan – deren Genuss ist für manche ein Gedicht.

Andere machen Kunst daraus. Die Berlinerin Sonja Alhäuser

zum Beispiel. Das Museum Brot und Kunst in Ulm zeigt in der Ausstellung

„Cupido“ nun einige ihrer Werke, in denen sie sich beschäftigt

„mit Sinnlichkeit, Verführung und barocker Opulenz sowie mit

dem Festhaltenwollen von Momenten der Fülle und Erfüllung“, wie

auf der Museumshomepage zu lesen ist. Lebens- und genussspendende

Materialien als Basis für Skulpturen, für Performances und für

Essens-Zeichnungen voller Witz und Leichtigkeit. Den Augenschmaus

möchte ich mir nicht entgehen lassen und reserviere

rechtzeitig ein Besucherticket.

> Museum Brot und Kunst, Salzstadelgasse 10, 89073 Ulm


8 | APRIL-HIGHLIGHTS

Spielzeug-

4schätze

Lego und Playmobil,

Teddybär, Steiff-Tiere und

Puppen – es ist schon eine ganze Weile her,

dass man selbst damit gespielt hat. Oder?

Wobei Freunde von mir – alle im Erwachsenenalter – bauen heute

ab und an ihre Legos einfach mal zum Spaß zu architektonischen

Kunstwerken zusammen. Oder wünschen sich Kindertage zurück,

wenn sie auf dem Dachboden wieder mal die Kiste mit dem heißgeliebten

Spielzeug in die Hände bekommen. Vielleicht schnappe ich

mir so ein „großes Kind“ und wir besuchen am 11. April den Ulmer

Spielzeugmarkt in den Hallen der Ulm-Messe. Seit 30 Jahren schon

ist er ein Paradies für Spieler, Sammler, und Schnäppchenjäger, die

Schätze aus der Kindheit verkaufen oder tauschen oder eben ein Ort,

wo man diese erwerben kann. Auch wer Modelleisenbahnen mag

kommt hier voll auf seine Kosten. Bitte auf der Homepage nachlesen,

ob der Markt stattfindet.

> Ulmer Spielzeugmarkt, 11. April Ulm-Messe Halle 1 oder 3,

11 bis 16 Uhr, www.spielzeugmarkt-ulm.de

© i.früh

© swp archiv

5

Magischer Ort: Blautopf

Eigentlich ist Blaubeuren ja nur einen Steinwurf von Ulm entfernt.

Am Blautopf war ich aber schon ziemlich lange nicht mehr – die

beruflichen Termine dort zählen nicht. So werde ich mir vielleicht

einen Wanderweg dort aussuchen oder aufs Geratewohl losziehen,

Städtchen und Natur erkunden. Gerne auch bei launischem Aprilwetter

im Frühlingsregen.

> www.blaubeuren.de


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Faire Mode

in Ulm

Click & Meet – was finden wir

jetzt vor? Winterklamotten?

Sommerklamotten?

Sowohl als auch. Es sind noch

schöne Einzelteile der Winterkollektion

vorhanden. Und natürlich

ist schon die fröhliche Frühlingsund

Sommermode da.

Nachhaltige Kleidung bedeutet

nicht immer teuer, oder doch?

Ein niedriger Preis ist vielen

wichtig. Mode ist für manche

Käufer nicht zeitlos, sondern nach

ein paar Monaten out. Große Modeketten

produzieren bis zu 52

Kollektionen im Jahr. Die Frage ist

eher: Ist konventionelle Kleidung

zu günstig? Meiner Meinung nach

sind gute Produkte nicht teuer,

Tamara Rebmann verkauft

faire und nachhaltige Mode

sondern haben einen angemessenen

Preis, der sich an Inhaltsstoffen,

Aufwand und Lebensdauer

bemessen lässt.

Wichtig ist, sich die Wertschöpfungskette

bewusst zu machen,

d. h. wer profitiert von was? Wenn

ich ein billiges T-Shirt kaufe,

wurde es vermutlich zu geringen

Kosten produziert. Ich spare dann

zwar Geld, aber andere bezahlen

den Preis dafür – Menschen, die

für Billiglöhne unter katastrophalen

Bedingungen arbeiten. Das

gibt es in meinem Laden nicht!

mit nachhaltiger und fair produzierter Kleidung

von NIX Design, Mademoiselle YéYé, SKFK,

IchJane, Bleibtreu Berlin, Ellen Eisemann und

Annette Weidenbach

Rabengasse 8 | 89073 U lm | www.rabe-ulm.de


10 | MORGENS HALB ZEHN

Aufstehen, Arbeiten, Lernen,

Frühstücken, Flanieren,

Schlafen … Morgens um halb

zehn sieht die Welt in Ulm für

jeden ein bisschen anders aus.

Momentaufnahmen unserer

Stadt, eingefangen von der

wohin-Redaktion.

Zu verschenken

Keine Ahnung warum, aber

ich hatte letztens einen akuten

Anfall von Tatendrang. In aller

Herrgottsfrühe schwang ich

mich aus dem Bett und beschloss

spazieren zu gehen. Ein bisschen

die Umgebung erkunden. Ein

bisschen frische Luft schnuppern.

Ein bisschen Bewegung für

die müden Knochen.

Tolle Gegend: Galgenberg

Bereits nach wenigen Schritten

wurde mir bewusst, dass

das eine eher beknackte Idee

gewesen war. Obwohl ich einen

sehr unterhaltsamen Podcast

auf den Ohren hatte und Ecken

von Ulm entdeckte, die ich

nie zuvor gesehen hatte, war

dieser Spaziergang vor allem

eins: unfassbar öde. Aber ich

wollte nicht aufgeben und lief

weiter. Irgendwann verschlug

es mich an den Galgenberg. Das

ist wirklich eine tolle Gegend,

muss ich sagen. Jugendstil- und

Gründerzeit-Villen en masse.

Nicht schlecht. Und dann sah ich

etwas Seltsames: ein herrenloses


© d.schele

Fahrrad ohne Schloss, das an einem

Altkleider-Container lehnte.

„Zu verschenken“ informierte

ein Zettel. Um ganz ehrlich zu

sein, weiß ich nicht, warum ich

mir das Rad nicht geschnappt

habe. Meinen Heimweg hätte ich

um einiges schneller zurückgelegt.

Als ich wieder zuhause war,

kam ich mir auch reichlich blöd

vor. Kurzentschlossen setzte ich

mich ins Auto und fuhr zurück

an den Galgenberg. Man ahnt

es bereits. Das Fahrrad war

weg. Nachdem ich damit fertig

war mich zu ärgern, bemerkte

ich einen Zettel am Container.

„Liebe/r Verschenker/in des

Rennrads. Vielen Dank. Ich

versichere Ihnen, dass es bei

mir in guten Händen ist. ♥♥♥“

stand drauf. Ich war zwar immer

noch etwas angefressen, aber

ich hatte tatsächlich das Gefühl,

dass das Rad jetzt in wirklich

guten Händen ist. Bei mir wäre

es vermutlich im Keller versauert.

Zumindest bis zum nächsten

Tatendrang-Anfall.

Dominik Schele


12 | MARKTBEOBACHTUNG

Der siebte Himmel

für Käseliebhaber

Eier – frisch unter der Henne herausgezogen, Gemüse,

das beim Reinbeißen laut knackt, exotische Gewürze, die

nach fernen Ländern duften. Das sind Genießermomente auf

den Wochenmärkten in und um Ulm. Dieses Mal: Der Käseund

Feinkoststand von Jeanette Dolpp aus Altenstadt.

© m.richter, pixabay.com

„Was darf es denn heute sein?“

Mit diesem Satz und einem breiten

Lächeln begrüßt Viviana

Testa die Kunden am Käsestand

von Jeanette Dolpp auf dem Ulmer

Wochenmarkt. Routiniert

nimmt sie die Bestellungen entgegen,

füllt Behälter mit Antipasti,

schneidet mit dem großen

Käsemesser Stücke von riesigen

Laiben ab und beantwortet Fragen

zur Herkunft und zum Geschmack

der Spezialitäten.

Das Einpacken und Kassieren

geht der 25-Jährigen flott von

der Hand. Kein Wunder: „Ich arbeite

mittlerweile schon seit fünf

Jahren hier. Angefangen habe

ich ganz klassisch mit einem Nebenjob

in meinem letzten Jahr

am St.-Hildegard-Gymnasium.“

Mittlerweile ist die Arbeit am

Stand mehr für sie als nur ein

Mittel zum Brötchenverdienen:

Viviana ist quasi Teil der Familie.

„Der Stand gehört meiner

Schwiegermutter in spe. Zwei

Jahre nachdem ich hier angefangen

habe, haben ihr Sohn Pascal

und ich uns verliebt. Das war eigentlich

nicht geplant“, lacht die

junge Frau mit den italienischen

„Mir macht der

Umgang mit den

Menschen viel Spaß.“

Viviana Testa

Wurzeln. Sie studiert mittlerweile

im sechsten Semester Lehramt

in Weingarten – aber ob sie wirklich

Lehrerin werden will, weiß

sie noch nicht.

Immerhin macht sie auch als Käseberaterin

eine gute Figur – und

hat Talent. Denn sie kann sich

gut merken, wer welchen Käse

mag – schon beim zweiten oder

dritten Besuch fragt sie: „Wie

beim letzten Mal?“ und weiß

genau, welche Sorte Bergkäse

oder Gorgonzola der Kunde

bevorzugt. Und welcher

ist der Lieblingskä-

Auch Antipasti wie Oliven, eingelegte

Tomaten oder Artischocken

werden am Stand angeboten.


© s.müller

Viviana Testa isst selbst gern Käse.

Samstags und mittwochs betreut sie den

Stand von Jeanette Dolpp auf dem Ulmer

Wochenmarkt. Auch in Neu-Ulm gibt es

an beiden Tagen einen Dolpp-Stand.

se der Expertin? „Der mittelalte

Bergkäse, das ist auch unser

meistverkauftes Produkt hier in

Ulm. Der passt einfach zu allem.“

Generell probiere sie auch viele

Sorten: „Wenn mich ein Käse anlächelt,

dann koste ich schon gerne.“

Und sie hilft natürlich auch

beim Entwickeln neuer Ideen

mit. „Unsere Frischkäse-Zubereitungen

machen wir mehrmals

die Woche selbst.“ Einkäuferin ist

aber die Chefin selbst: „Jeanette

stammt aus dem Allgäu und hat

dort viele Kontakte zu kleineren

Sennereien.“

Kerstin Auernhammer

Marktgeschehen

in und um Ulm

Ulmer Wochenmarkt

Münsterplatz

Mi + Sa: 6 - 13 Uhr

Neu-Ulmer Wochenmarkt

Petrusplatz, Mi + Sa: 7 - 13 Uhr

Söflinger Wochenmarkt

Klosterhof, Fr 14 - 18 Uhr

Wiblinger Wochenmarkt

Am Tannenplatz, Fr 9 - 16 Uhr

Wochenmarkt am Eselsberg

Stifterweg 88, Do 14 - 18 Uhr

Blausteiner Wochenmarkt

Auf dem Marktplatz

Fr 14 - 17 Uhr


14 | TOTAL UNTERIRDISCH

Ein Blick in den Gang des Glockenbrunnenwerks im Seelengraben,

das schon im Jahr 1587 in Betrieb genommen wurde.

Im Obergeschoss des Brunnenpumpwerks befand sich später ein

Wasserspiel, das besonderen Gästen vorgeführt wurde und

das heute als Delphinbrunnen am südlichen Münsterplatz steht.

© s.müller


In Ulm, um Ulm

und unter Ulm

Ulm hat den höchsten Kirchturm der Welt. In Ulm gibt es

unglaublich viele Aussichtspunkte mit Weitblick. Ulm hat

ein traumhaft schönes Donauufer. Alles bekannt. Aber was

ist eigentlich unter Ulm so los? Da gibt es auch einiges zu

entdecken ...

Das Wort „altum“ irritiert viele

Schüler beim Lernen von Lateinvokabeln,

denn es hat gleich

zwei Bedeutungen: hoch und tief.

Ja was denn nun? Hoch trifft zu,

wenn man raufschaut und tief

ist die Übersetzung, wenn man

nach unten schaut – irgendwie

logisch, oder? Beim Ulmer Münster

schauen die meisten instinktiv

nach oben und lassen den Blick

über die Turmspitze in den Himmel

schweifen. Ein klarer Fall

von altum. Aber es geht auch in

die Tiefe – in den Keller des gotischen

Baus. Im Gegensatz zur

enormen Turmhöhe braucht es

nur erstaunliche 13 Stufen, um

in den überschaubaren Keller

des Münsters zu gelangen. Kein

Wunder, wenn das Fundament

des gewaltigen Baus nur gut fünf

Meter tief ist.

Neben der überschaubaren mittelalterlichen

Neithart-Gruft gibt

es den neuzeitlichen Keller, der

erst Ende des 19. Jahrhunderts

entstand, als die Ulmer den Turm

auf 161,53 Meter aufstockten.

Gräber gibt es in dem älteren Teil

übrigens keine mehr, die Gebeine

wurden im 16. Jahrhundert ins

Beinhaus der nahen Valentinskapelle

gebracht. Heute finden sich

in der Gruft historische Bauelemente.

Die Gänge zwischen den

© u.hoche

Ein Contrebogen aus Stein zeigt sich im Fundament des Turmes: Mit den gewaltigen

Stäben aus Stahl haben Bergbauingenieure Anfang des 20. Jahrhunderts einen gefährlichen

Riss, der durch ein Erdbeben entstanden war, zusammengezogen.


16 | TOTAL UNTERIRDISCH

Am Tiefpunkt

des Ulmer Münsters

Kopf einziehen! Eine fast demütige

Haltung müsse man

einnehmen, meint Thomas

Gärtner, wenn man bei einer

Führung durch die niedrigen

und engen Gänge des Münsterkellers

gehen will. Der Wirtschaftsingenieur

und Elektrotechniker

kennt sich im, auf

und unter dem Münster bestens

aus, denn er leitet regelmäßig

Führungen durch das

Gotteshaus – und eben auch

in die Tiefen des gotischen Giganten.

„Ob die Besucher hier

Spiritualität suchen, weiß ich

nicht, aber die stillen Räume

machen etwas mit den Menschen“,

beobachtet Gärtner.

Nichts für Menschen

mit Platzangst?

„Es kommt immer wieder mal

vor, dass es jemandem hier unten

plötzlich zu eng wird und

Panik einsetzt“, berichtet der

erfahrene Münsterguide. „Ich

begleite die Person dann wieder

nach oben und setze die

Kellerführung anschließend

© u.hoche

Mit Thomas Gärtner kann man sich

getrost in den Keller des Münsters

trauen.

fort.“ Thomas Gärtner war als

Kirchengemeinderat dabei,

als vor zwölf Jahren ein neues

Führungsprogramm aus der

Taufe gehoben wurde. Von Anfang

an übernahm der kunstinteressierte

Ingenieur technische

Führungen. Er führt die

Besucher aber auch gerne über

die Dächer des Münsters.

Infos, wann es wieder Führungen

geben wird, erhält man

hier: www.ulmer-muenster.de

Kellerräumen sind schmal und

niedrig. Im Fundament des Turmes

klaffte nach einem Erdbeben

im Jahr 1911 ein gefährlicher

Riss, der 1934 nur durch einen

raffinierten Plan von Bergbau-

Ingenieuren fast wieder ganz zusammengezogen

werden konnte.

Der Rest schloss sich einige Jahre

später – sinnigerweise wieder bei

einem Erdbeben. Über die sensationelle

Rettung erfährt man

mehr bei einer Kellerführung,

die sicher bald wieder angeboten

wird, wenn es erlaubt ist.

Eine Art „Mini-Münster“ mit

sehr altem Kellergewölbe

Rund 80 Jahre nach der Grundsteinlegung

des Ulmer Münsters

begann der Bau der kleinen Valentinskapelle

in direkter Nach-


© s.müller

Den Keller der Valentinskapelle können Besucher im Rahmen einer großen Münsterkellerführung

besichtigen, wenn das wieder möglich ist.

barschaft. Der Kapellen-Keller ist

aber nicht nur deutlich älter als

die Räume unter dem Münster,

seine Nutzung war oft auch eher

weltlich. Das Kellergewölbe gehörte

ursprünglich zum Pfleghof

der Bebenhauser Zisterziensermönche,

die in Ulm bis zum Jahr

1292 mit Wein handelten und extra

dafür einen Keller anlegten.

Später errichtete die Patrizierfamilie

Rembold auf diesem Gelände

eine Kapelle und wandelte

den Weinkeller zur Gruft für die

Gebeine ihrer Verstorbenen um.

Die Nutzung änderte sich

In den folgenden Jahrhunderten

wurden wieder Lebensmittel darin

verwahrt wie Schmalz und

Bier, und im Zweiten Weltkrieg

dienten die tief gelegenen Räume

schließlich als Luftschutzkeller

für die direkten Anwohner. „Meine

Großmutter wohnte über dem

Café Kallhardt am nördlichen

Münsterplatz, sie flüchtete sich

bei jedem Bombenangriff in den

Luftschutzkeller unter der Valentinskapelle“,

erinnert sich der

heute 87-jährige Fritz Girmond.

„Meine Großmutter

flüchtete sich bei

jedem Bombenangriff

in den Luftschutzkeller

unter der Valentinskapelle.“

Fritz Girmond

© u.hoche

Der Ulmer Fritz Girmond erinnert sich lebhaft

an seine Kindheit während des Krieges.


18 | TOTAL UNTERIRDISCH

Er selbst wohnte mit seinen Eltern

auf dem Michelsberg und

konnte von dort die Angriffe auf

Ulm beobachten. Das Haus der

Familie verfügte über einen tiefen

Gewölbekeller, den die Familie

bei Bombenalarm aufsuchte.

„Gegen Kriegsende haben wir

die Angriffe auf Ulm aber in den

Kasematten der Bundesfestung

verbracht“, erinnert sich Fritz

Girmond. Am Morgen nach dem

verheerenden Angriff des 17.

Dezember 1944 lief der damals

11-Jährige mit seinem Vater zum

Münsterplatz, um zu sehen, ob

die Großmutter heil aus dem Keller

gekommen war. „Sie hat alles

gut überstanden,“ erzählt er, „was

man von unseren Schuhen nicht

sagen konnte. Als wir wieder zu

Hause waren, hatten wir völlig

versengte Schuhsohlen.“

Ausgrabungen

aus vier Jahrtausenden

Was sich unter dem Münsterplatz

schon weit vor dem Bau des

Ulmer Münsters unter der Oberfläche

befand, das entdeckten Archäologen,

als die Baugrube für

das Stadthaus ausgehoben wur-

de. Werkzeug, Töpfe, Schmuck

und Spielzeug zeigen, was der

Stadtmensch in den jeweiligen

Epochen brauchte. Das Alter

dieser Gegenstände und auch

der tierischen und menschlichen

Knochen reicht bis über vier

Jahrtausende zurück. Einige der

spektakulären Funde sind in der

Dauerausstellung im Untergeschoss

des Stadthauses zu sehen.

An acht Stationen gibt es neben

den Fundstücken auch Filme und

Diashows. In dieser empfehlenswerten

Ausstellung kann man im

wahrsten Sinne des Wortes abtauchen.

Schweizer Käse unter

dem Michelsberg

Ein fast vergessener Teil der Ulmer

Unterwelt liegt am südlichen

Michelsberg: das Labyrinth des

Rotochsen-Kellers. Und das ist

nur einer der 30 Bierkeller, die

sich an der Südseite des unteren

Michelsbergs befinden. Als auf

dem Michelsberg noch niemand

wohnte, luden sogenannte Sommerbierschenken

im 19. Jahrhundert

zum Genuss eines kühlen

Bieres ein. Für die Lagerung des

© l.schwerdtfeger

Unfassbare Dimensionen haben die Keller und Gänge unter dem Michelsberg.


© u.hoche

Zu Stein gewordene Geschichte im jüdischen Teil des Ulmer Friedhofs.

Ein letzter Gruß

Auf dem zentralen Friedhof gibt es einige sehr alte

und bedeutsame jüdische Gräber. Ein Rundgang mit

Rabbiner Shneur Trebnik.

Zahlreiche Geschichten hätten

die Steine zu erzählen. Manche

Gräber sind allerdings so alt,

einige noch vor 1900, dass man

die Namen der Verstorbenen

auf Tafeln, Steinen und Obelisken

nicht mehr zu entziffern

vermag. „Wer nach jüdischem

Glauben bestattet wird, der hat

einen Anspruch auf Ewigkeit“,

erklärt der Rabbiner.

Die Verstorbenen werden nur

in ein Leintuch gewickelt. In

Deutschland wurde diese Tradition

mit Holzsärgen fortgeführt.

„Das ist auf den ersten

Psalm zurückzuführen“, sagt

Shneur Trebnik. „Mit nichts

kommen wir auf diese Erde.

Mit nichts kehren wir zu dieser

Erde zurück.“

Der Geistliche verweist auf ein

Mahnmal, anno 1919, für jüdische

Soldaten, die im ersten

Weltkrieg gefallen sind. Darauf

einige hebräischen Worte: „Die

Seelen sollen im ewigen Bunde

bleiben“, übersetzt Trebnik,

© j.haaga

Der Ulmer Rabbiner Shneur Trebnik

erzählt während eines Spaziergangs

über den Ulmer Friedhof.

der vor seiner Berufung in einem

kleinen Dorf unweit von

Tel Aviv als Mathematiker gearbeitet

hat.

Wer ein jüdisches Grab besucht,

hinterlässt als kleinen

Gruß einen Stein. Bei denjenigen,

die keinen Besuch mehr

erhalten, setzt die Natur an

zum letzten Gruß. Schneeglöckchen

haben sich um einige

Grabmale versammelt. Die

Natur selbst ist der beste Gärtner.


Julia Haaga


20 | TOTAL UNTERIRDISCH

Unter den Fischen

Im Ulmer Tiergarten geht es zwar nicht tief in die Erde,

dafür in einen Tunnel, der den Besucher durch die

faszinierende Wasserwelt der Donau führt.

Drei Fragen an Amanda

Watkins, Revierleiterin der

Aquaristik im Tiergarten Ulm.

Frau Watkins, können Sie sich

noch erinnern, als Sie zum ersten

Mal den Donautunnel im

Tiergarten betreten haben?

Ja, das war während eines Probetags.

Ich war schwer beeindruckt

– diese Aquarien zum

Durchlaufen kennt man sonst

eher von größeren Zoos, und

dann sind meist tropische Fische

zu bestaunen. Dass man

hier, in unmittelbarer Nähe zur

Donau, die Donau quasi von innen

betrachten kann, ist etwas

ganz Besonderes.

Wie hält man denn die

Scheiben so schön sauber?

Alle ein bis zwei Monate steigen

wir ins Becken und putzen

– mit der weichen Seite eines

Haushaltsschwamms. Übrigens

finden die Fische das sehr span-

nend. Einige verkriechen sich

zwar, aber andere streichen einem

dann neugierig um die Beine,

wie Katzen. Manche kann

man sogar streicheln!

Haben die Donaufische auch

Namen, so wie viele der anderen

Zoobewohner?

Nur vier: Hechtdame Helga,

sie versteckt sich aber meistens,

weil sie es eher dunkel

mag. Unsere beiden größten

Exemplare heißen Stan und

Olli, zwei Europäische Hausen.

Und die Nummer vier ist Moby

Dick, unser weißer Wels. Der

wohnt allerdings noch nicht

im Tunnelbecken, weil er erst

ein bisschen wachsen muss, um

sich besser gegen seine Artgenossen

durchsetzen zu können.

Im Donautunnelbecken leben

etwa 100 bis 150 Fische, 20 Arten

sind es circa. Einige waren

schon bei der Inbetriebnahme

2008 hier. K. Auernhammer

© k.auernhammer

Amanda Watkins war sofort fasziniert vom Donautunnel des Ulmer Tiergartens.


„Es gibt viele Möglichkeiten

hier in der Region

zu tauchen.“

Jens Köppe, Tauchlehrer und

Inhaber der Tauchschule Scubamarine

© scubamarine

Faszination Tauchen: Eine Portion Abenteuerlust gehört neben der sportlichen Herausforderung

auch dazu.

beliebten Getränks wurden tiefe

Keller angelegt, teilweise waren

die labyrinthartigen Gewölbe bis

zu sieben Meter hoch! Ein Stadtplan

von 1877 zeigt acht dieser

gigantischen Felsenkeller vom

Kienlesberg bis zum westlichen

Safranberg. Tief unten entstanden

Lagerräume und Eiskeller,

in die die Fässer mit Aufzügen

hinabgelassen wurden. Oben

konnten sich die Ulmer in Ausflugslokalen

mit Kegelbahnen

vergnügen. Während des zweiten

Weltkriegs wurden einige der

unterirdischen Räume als Luftschutzkeller

und später sogar als

Notunterkunft genutzt. Noch lange

sind nicht alle Keller erforscht,

das bleibt ein spannendes Projekt

für die nächsten Jahre.

Faszination Tiefe

Nicht ganz im wörtlichen Sinn

von unter-„irdisch“ gelangt man

mit Tauchmaske und Flossen in

enorme Tiefen. Dass man dazu

nicht in die Karibik fahren muss,

beweist der Ulmer Tauchlehrer

Jens Köppe mit seiner Tauch-


22 | TOTAL UNTERIRDISCH

© scubamarine

Für einen Schnupperkurs bei Scubamarine

bekommt man einen Großteil der Ausrüstung

geliehen.

schule „Scubamarine“. Er sucht

und findet viele Plätze in der

Region, um abzutauchen. Mit

seinen Anfänger-Schützlingen

beginnt er natürlich erst mal im

Trockenen und dann im sicheren

Pool – meist im Langenauer

Schwimmbad. Aber dann gibt es

zahlreiche Orte, an die es Jens

Köppe und seine beiden Kolle-

gen mit der Tauchschule zieht,

das reicht von Seen in Pfuhl und

Sinningen über regionale Flüsse

bis hin zum Bodensee. Aber natürlich

geht es auch nicht nur um

Tiefe und Equipment, auch das

Entdecken gehört zum Abenteuer

unter Wasser. Wracktauchen,

Nachttauchen und Wintertauchen

heißen hier die Reizworte.

„Ich war schon dabei, als Schiffsanker

aus dem 15. Jahrhundert

entdeckt wurden und habe selbst

alten Amphoren in Kroatien entdeckt“,

erzählt Köppe, der seine

Tauchschule vor 17 Jahren in

Ulm gründete.

So fängt man am besten an

Wie beginnt man denn mit diesem

faszinierenden Hobby? Und

muss man da gleich in eine teure

Ausrüstung investieren? „Wer bei

uns reinschnuppern will, braucht

nur die ABC-Ausrüstung, das sind

die drei Dinge, die man aus hygienischen

Gründen mit niemandem

teilt: Maske, Schnorchel und

Füßlinge mit Flossen. Der Rest

wird von uns gestellt“, sagt Köppe

zum Thema Equipment, und: „90

Prozent der schnuppernden Teilnehmer

machen bei uns weiter.“

Auch dann muss man nicht gleich

ganz tief in die Tasche greifen.

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© privat (2)

Richard Hinz begeistert sich für aufwändig gearbeitete Kanaldeckel aus vergangenen

Zeiten. Hier zeigt er Fotografien seiner Entdeckungen in Ulm.

Anzug, Atemregler und ein dringend

benötigter Tauchcomputer

in Armbanduhr-Größe liegen bei

knapp unter 1.000 Euro. Die Flasche

mit Pressluft kann weiterhin

in der Tauchschule geliehen

werden. Mehr Informationen:

www.scubamarine.de.

Eiserne Pforten

zur Ulmer Unterwelt

Eine ganz andere Art, sich mit

dem Thema Tiefe zu befassen, hat

der gebürtige Stuttgarter Richard

Hinz, der seit über 50 Jahren in

Ulm lebt. Er hat ein ungewöhnliches

Hobby und befasst sich

quasi mit den Pforten zur Unterwelt:

mit alten Kanaldeckeln. Auf

dieses ungewöhnliche Hobby

kam er, als er begann, im Urlaub

in fremden Städten Kanaldeckel

zu fotografieren,

wenn ihm Jahreszahl und

Stadtname attraktiv schie-

„Auf dem Ulmer

Friedhof habe ich die

schönsten Kanaldeckel

entdeckt.“

Richard Hinz

nen. Schließlich begann er, auch

in Ulm auf den Boden zu sehen.

Der 73-Jährige entdeckte auch

hier schöne Exemplare, die bis

ins Jahr 1890 zurückreichen.

„Die schönsten Exemplare finde

Richard Hinz hat auf seinen Entdeckungstouren

oft einen Handfeger

im Gepäck, mit dem er die Kanaldeckel

vor dem Fotografieren abkehrt.


24 | TOTAL UNTERIRDISCH

ich auf dem Ulmer Friedhof, ich

bin da immer mit dem Handfeger

unterwegs und kehre die

Kanaldeckel ab, bevor ich sie fotografiere.“

Zuhause hängt sich

der Hausmann Fotos seiner Lieblingsmodelle

schon auch mal an

die Wand. Richard Hinz hat sich

einmal schlau gemacht, was es

kosten würde, wenn man heute

einen Deckel dieser Güteklasse in

Auftrag geben würde: Mit satten

2.500 Euro müsste man rechnen.

Feiern und tafeln in der Tiefe

Zum Schluss gibt es noch einen

Einblick in Tiefen, in denen man

hoffentlich bald wieder unbeschwert

feiern kann. Da gibt es

„Die Stiege“, eine Kunstbar in

der Ulmer Stadtmauer, um ein

Beispiel zu nennen. Früher ein

öffentliches Örtchen, heute ein

kultiger Ort. An der Herdbrücke

steigt man steile Stufen hinab in

die Bar und nach der Bestellung

verlässt man die Location mit

seinem Getränk durch den noch

tiefer gelegenen Ausgang direkt

© h.viefhaus

In Ulm kein gefürchteter Ort – nur eine

Adresse in der Innenstadt.

am Donauufer. Im Schloss Erbach

kann man im restaurierten

Gewölbekeller aus dem 14. Jahrhundert

stilvoll feiern und auch

in der Gewölbekneipe in der Wileystraße

in Neu-Ulm kann man

hoffentlich bald wieder tafeln

oder Kleinkunst und Konzerte

genießen.

Nach diesem Rundgang durch

die Tiefen der „Ulmer Unterwelt“

blendet nun fast das Licht beim

Auftauchen. Aber mit Taschenlampe

und Abenteuerlust wird es

bald weiter gehen, denn da gibt es

noch viel zu entdecken.


Ulrike Hoche

© gewölbe neu-ulm, p. ach

Die Gewölbekneipe in Neu-Ulm öffnet hoffentlich bald wieder ihre Tore.


© s.müller

Leckeres aus dem

Gewölbekeller

Dunkel, feucht und vielleicht

auch ein bisschen gruslig – so

stellt man sich die Gewölbekeller

der Ulmer Wilhelmsburg

vor. Zumindest in dem Teil, in

dem die beiden Ulmer Jochen

Rank und Sven Gastrock ihre

Pilzzucht betreiben, ist es weder

gruslig noch dunkel – aber

immerhin kalt und feucht.

Bestes Klima im Burgkeller

Muss es aber auch, denn das

sind perfekte Bedingungen für

die Pilzzucht von Austern- und

Limonenseitlingen. Die Idee

für den „Burgpilz“ hatte Jochen

Rank schon vor Jahren,

allein wollte er es aber nicht

angehen, dank einer beruflichen

Veränderung stieg Sven

Gastrock im letzten Jahr mit

ein. Sie bauten einen Teil des

Gewölbes der Wilhelmsburg

um, und Ende März konnte

es losgehen mit der Pilzzucht.

„Die Pilze wachsen auf Biosubstrat,

vegan und regional“, so

Sven Gastrock, „danach geht

das Substrat als Dünger in die

regionale Landwirtschaft, so

schließt sich der Kreis.“ Geplant

ist auch, dass die beiden

40-Jährigen ihre Pilze bei

Veranstaltungen auf der Wilhelmsburg

anbieten. „Jetzt

starten wir aber erst mal mit

zwei Sorten“, so Jochen Rank.

Schon im April kann man die

edlen Gewächse probieren,

dann wird der Stand des Startups

auf dem Ulmer Wochenmarkt

zu finden sein.

www.burgpilz.de

Stefanie Müller

Bild oben: Jochen Rank (rechts) und

Sven Gastrock in den Gewölben

der Wilhelmsburg. Hinter der Tür

wachsen die Burgpilze, wie beispielsweise

diese Limonenseitlinge

(Bild rechts).


26 | TOTAL UNTERIRDISCH

© fledermausschutz neu-ulm

Schluss mit Abhängen

Kopf hoch, Flügel weit ausspannen und losflattern –

die Fledermäuse in der Region haben ausgeschlafen

und verlassen im Frühling ihre Winterquartiere.

Die Tage werden länger, die

Temperaturen wärmer. Für Fledermäuse

heißt das: Schluss mit

kopfüber abhängen in unterirdischen

Kellern, in Dachstühlen

oder im Mauerwerk. Anfang

April ist Aufwachen angesagt.

Vorab einen Weckversuch zu

starten, ist gesetzlich verboten.

In der Abenddämmerung und am

Nachthimmel entdeckt man die

Flattermänner aber erst wieder

im Sommer, wenn sie zur Nahrungssuche

ausfliegen. Ihre Lieblingsspeise:

Insekten.

Fledermäuse behutsam bergen

Manchmal brauchen Fledermäuse

auch Unterstützung – wenn

sie entkräftet am Boden kauern

oder verletzt sind. Gut, wenn ein

Schuhkarton zur Hand ist, mit

Luftlöchern im Deckel. Ein fusselfreies

Tuch wird hineingelegt,

auf das man die Fledermaus bet-

tet – aber zuvor gilt es, Schutzhandschuhe

anzuziehen. Denn

beim Umgang mit Fledermäusen

besteht ein minimales Tollwutrisiko.

Ein kleines Schälchen mit

Wasser dazu: Fertig ist die Erste-

Hilfe-Station, mit der man das

hilfsbedürftige Kerlchen zu den

Fachleuten bringen kann.

Heike Viefhaus

Erste Hilfe

für Fledermäuse

Fledermausschutz

Neu-Ulm:

Notfallnummer

0175 5366650


Zum Glück wohne ich da,

wo es Gold Ochsen gibt.

Ein Gold Ochsen Original bleibt das Original.

www.goldochsen.de

Ulms flüssiges Gold. Seit 1597.

@brauereigoldochsen


26 | ZAHLENSPIELE

Zahlen, bitte!

Ab in den Keller! Interessante,

überraschende und kuriose Zahlen

über die Tiefen von Ulm

und der Region.

2.000

Beim Bau des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm ging es nicht

nur hoch hinauf, sondern auch in die Tiefe. Die „erdversenkte

Anlage“ – wie die Schutzräume in der Sprache der Bundeswehr

genannt werden – reichen 20 Meter unter die Erde und hätten

Platz geboten für die komplette Klinikausstattung und 2.000

Menschen. Mittlerweile sind die Räume außer Betrieb.

130

METER

Heimat des Nabadas und

aus dem Ulmer und Neu-

Ulmer Stadtbild nicht wegzudenken:

die Donau.

Doch wo ist die Wassertiefe

des Flusses eigentlich am

größten? In Ulm jedenfalls

nicht. In den meisten Teilen

ist die Donau hier gerade

mal zwischen zwei und

sechs Meter tief. Aber am

„Eisernen Tor“ in Rumänien

sind es 130 Meter. Das

„Eiserne Tor“ liegt in den

südlichen Karpaten an der

Grenze zu Serbien.


55m

Die Laichinger Tiefenhöhle ist

die tiefste begehbare Schachthöhle

Deutschlands. Der Weg

führt bis zu 55 Meter unter die

Erde.

234

Ulms tiefster Brunnen, der

Veitsbrunnen, reicht 234 Meter

in die Tiefe. Der Brunnen steht

auf dem Gelände der Brauerei

Gold Ochsen, die sein Wasser

für ihre Biere nutzt.

Benannt ist der Brunnen nach

dem Heiligen Veit, dem Schutzpatron

der Bierbrauer.

-25,5

Auch Temperaturen können

tief fallen. Und so erlebten

die Ulmer den kältesten Tag

der Stadtgeschichte am

10. Februar 1956.

Damals betrug die gemessene

Temperatur -25,5 Grad.

© www.freepik.com (pictogramme) und smithytomy/freepik (medical)


30 | STADT · LAND · FLUSS

© s.müller

Beim Ausräumen der Löwenapotheke hat Marcus Staib viele Schätze gefunden.

Brezeln statt Pillen

Die Bäckerei Staib zieht in die alte Ulmer Löwen-Apotheke.

© y.faber

Vor eineinhalb Jahren schloss

Apotheker Andreas Maurer die

Löwen-Apotheke in der Neuen

Mitte. Nun zieht neues Leben

in das alte Gemäuer ein. Marcus

Staib, Geschäftsführer der gleichnamigen

Ulmer Bäckereikette,

übernimmt die Räume. Damit

aber nicht genug, er wird auch

einen Teil der alten Apothekeneinrichtung

in seine Verkaufsräume

integrieren. Staibs Wunsch

ist eine Eröffnung Ende April:

„Es wäre toll, wenn wir dann

auch wieder Sitzplätze anbieten

könnten, immerhin 25 sind in der

neuen Filiale geplant“,

so Staib.

Bis dahin wird aber nicht nur

beim Umbau gewerkelt, sondern

es werden auch die Schätze im

Keller gesichtet. Dort lagern Artefakte

aus Generationen von

Apothekerfamilien.

Viele alte Schätze

Eine filigrane Waage, goldene

Löwen, Verkaufstische, Fläschchen,

was sich eben in hundert

Jahren so angesammelt hat. „Das

hat Herr Maurer dagelassen, wir

möchten das auf jeden Fall erhalten“,

meint Staib. Viele Stücke

werden einen Ehrenplatz in der

neuen Bäckerei bekommen. „Wir

schauen alles durch, reinigen es

und dann kommt es in Vitrinen.

Sogar einen alten Schrank haben

wir noch von der Familie Maurer

bekommen, der sicher ein Blickfang

wird. Wir möchten so die

Tradition aufrechterhalten,

auch wenn es jetzt nicht mehr

um Pillen, sondern um Backwaren

geht“, so Staib.

Stefanie Müller


Ulmer Klötzlebauer

zeigen ihre Lego-Kreationen

Ausstellung „Faszination Lego!“ im Kloster Schussenried

Die schwäbischen Lego-Fans

der Ulmer Klötzlebauer sind im

Alter von 14 bis 68 Jahren. Sie

zeigen – in Kooperation mit den

Staatlichen Schlössern und Gärten

Baden-Württemberg – wieder

Original-Modelle und ihre eigenen

Kreationen des Spielzeugklassikers.

Die Ausstellung ist bis

9. Mai geplant.

Da coronabedingt nur eine begrenzte

Personenanzahl erlaubt

ist, ist für den Besuch der

Ausstellungsräume, des Bibliothekssaals

und des Museums

eine vorherige telefonische Anmeldung

unter 07583 9269140

erwünscht. Sommeröffnungszeiten:

dienstags bis freitags

von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr,

samstags und sonntags von 10 bis

17 Uhr. pm

Kloster Schussenried

Neues Kloster 1

88427 Bad Schussenried

www.kloster-schussenried.de

© ssg -j.moll


32 | RUBRIK

Der Albabstieg

nach Ulm

Naturkundliches Bildungszentrum Ulm

Kornhausgasse 3, 89073 Ulm

Tel. 0731 161 4742, nabi@ulm.de

www.naturmuseum-ulm.de

Foto: DB PSU / ARGE Tunnel Albabstieg


RUBRIK | 33

Mit Hochgeschwindigkeit

durch die Erdgeschichte

Sonderausstellung

Nach dem

Lockdown ab

1. April geöffnet!


34 | STADT · LAND · FLUSS

© u.hoche

Der Meister Eder

der Schneidebretter

Manfred Preissler fertigt in seiner Holzmanufaktur in

Beimerstetten stabile Schneidebretter vom Feinsten.

Warum diese Küchenaccessoires etwas ganz Besonderes

sind, zeigt ein Blick in die Werkstatt.

Er ist nicht so brummig wie Meister

Eder in der Pumucklserie,

auch optisch gibt es nur wenig

Ähnlichkeiten, aber wenn man

die Werkstatt von Manfred Preissler

betritt, spürt man sofort: Hier

liebt der Meister seine Arbeit mit

Holz. Dabei ist Manfred Preissler

ursprünglich gar kein gelernter

Schreiner. Er bezeichnet sich

selbst schmunzelnd als „Nebenerwerbsrentner“.

Hauptberuflich

war der umtriebige Unternehmer

in der Recyclingbranche tätig,

träumte aber immer schon davon,

einmal eine Schreinerwerkstatt

zu gründen. Und das ist ihm gelungen:

Holz, wohin man schaut.

Und dazwischen Werkzeug in

Reih und Glied und Maschinen

für jeden erdenklichen Einsatz

– „ein Männertraum“, wie der

Holzprofi lachend sagt. Begonnen

hat alles mit dem Bau von

Tischen aus altem Holz. Dafür ist

der begeisterte Hobbyschreiner

nach Kroatien gefahren, um dort

Eichenholz zu kaufen, das nach


Manfred Preissler (links) ist alles

andere als ein Dünnbrettbohrer.

Seine selbst entworfenen

Stirnholzbretter produziert

er mit viel Begeisterung.

Die einzelnen Stirnholzstücke

(rechts) werden verleimt

und so zu einem massiven stabilen Brett

vorbereitet.

dem Abriss alter Häuser nicht

mehr gebraucht wurde. „Holz,

das 200 Jahre wuchs und dann

weitere 200 Jahre dem Menschen

diente, das bekam noch ein

weiteres Leben bei mir“, erzählt

Preissler begeistert. Aber die

Stücke wurden ihm mit der Zeit

zu unhandlich, zu schwer. „Auch

ich werde nicht jünger“, sagt der

heute 70-jährige Ulmer. „Und

ich wollte etwas machen, woran

ich alleine arbeiten kann, autark

wollte ich sein.“

Neue Ideen mussten her!

Als er vor ein paar Jahren nach

einer OP für eine Woche außer

Gefecht war, scrollte er durch

Youtube-Beiträge und kam so auf

die Bretter-Idee. Der Autodidakt

fertigte schon bald die ersten 40

Bretter – und brachte sie gleich

zum Recyclinghof. Denn es gab

noch einiges zu lernen, bis die

Bretter nicht nur schön, sondern

auch stabil und plan waren. Das

Besondere bei seiner Fertigung:

Die Bretter werden nicht längs

geschnitten, wie beispielsweise

Regalbretter, sondern sie werden

von Preissler selbst aus Stirnholzwürfeln

zusammengesetzt

und geleimt. So kann er bei der

Produktion schon gleich gestaltend

einwirken, indem er die

Maserung wie Muster legt. Die

Oberfläche erinnert ein wenig an

einen massiven Hackblock beim

Metzger. Holzbretter sind übrigens

– was die Hygiene betrifft

– besser als ihre Plastikkollegen,

denn Holz hat eine antibakterielle

Eigenschaft und nach dem

Schneiden gelangen keine Plastikteile

ins Essen. Verwendet

werden heimische Hölzer wie

Eiche, Buche und Nussbaum.

„Die Braunkernesche kaufe ich

manchmal in Frankreich“, er-

Von der Zusammenstellung der Stirnholzstücke über die Intarsierung bis hin zur

„letzten Ölung“ – alle Arbeitsschritte geschehen in der Familien-Holzmanufaktur in

Beimerstetten.


36 | STADT · LAND · FLUSS

© u.hoche

Handarbeit in der großen und lichten Werkstatt. Manfred Preissler führt gerne und

mit Begeisterung die einzelnen Arbeitsschritte vor.

klärt der Fachmann. „Und auch

das dunkle Wengeholz, aus dem

die Intarsien wie beispielsweise

die Ulmer Skyline gesägt werden,

stammt nicht von hier.“

Wie kommen die Bretter

an den Mann?

So entstanden immer mehr

Schneidebretter, aber eine richtige

Geschäftsidee hatte Manfred

Preissler noch nicht. Sein Enkel

schlug vor, die Bretter mit regionalen

Motiven auf dem Ulmer

Weihnachtsmarkt anzubieten.

Preissler war skeptisch, wusste,

dass es Wartelisten gab beim

Messeveranstalter. Aber der war

begeistert von den Musterstücken

und bat ihn regelrecht, eine

Hütte auf dem Weihnachtsmarkt

zu bestücken. „Das Gespräch

fand im Juli statt“, so Preissler,

„ich wusste nicht, wie viele Stücke

ich brauchte und vor allen

Dingen, wie viele ich bis November

produzieren könnte, aber

ich dachte, ich werde das schon

irgendwie schaffen.“ Die edlen

Küchen accessoires kamen gut an.

Preissler berichtet: „Zwei Sätze

fielen immer wieder: ,Das ist aber

ein stolzer Preis‘ und: ,Die sind ja

fast zu schade zum Schneiden‘.

Dabei ist ja gerade das Stirnholz

„Ich werde das schon

irgendwie schaffen.“

Manfred Preissler

besonders hart und widerstandsfähig.

„Mit ein bisschen Pflege

und Sorgsamkeit ist das ein

Stück fürs ganze Leben“, meint

der Brettermacher dazu. Schon

nach zwei Wochen war die Ulmer-Brett-Hütte

auf dem Weihnachtsmarkt

leergekauft und der

findige Meister legte Fotos der

Bretter aus, nach denen die Besucher

bestellen konnten. Preissler

entwickelte nach diesem Erfolg

weitere Konzepte, doch dann

kam Corona.

Die Ulmer Skyline wird mit dunklem

Wengeholz und viel Sorgfalt in das

Stirnholzbrett intarsiert.


Tägliches Brot mit

Ulmer Skyline

Im Ausstellungsraum in Beimerstetten

findet man eine Besonderheit,

die nicht ganz aus

Holz ist: den Ulmer Brottopf.

Auf dem weißen Keramikkorpus

befindet sich eine dezente

Skyline von Ulm. Der Deckel

ist leicht und handlich aus

Bambusholz oder wahlweise

– wie auf dem Foto oben – aus

dem gleichen Holz wie auch

die Schneidebretter aus der

Beimerstetter Holzmanufaktur

angefertigt. Die Idee für dieses

nützliche und formschöne Küchenutensil

stammt von Silke

Kramer. Sie wollte eigentlich

nur ein neues Hobby entdecken

und töpferte in einem

Kurs einen Brottopf für sich

selbst. Bald schon gefiel der im

Freundeskreis und es gab großes

Interesse an dem ovalen

Schmuckstück. Kein Problem,

denn wie sie die Nachfrage

bedienen und mit dem Ulmer

Brottopf in Kleinserie gehen

kann, das klärte die Physiotherapeutin

einfach mit einem

Fachmann: ihrem Vater, Meister

Preissler.

www.ulmerbrottopf.de

Die Oberfläche fühlen

Als Handwerksbetrieb darf

Preissler seine Werkstatt auch

während des Lockdowns öffnen.

Nach Absprache kann man also

alle Produkte sehen, riechen und

fühlen. Die Firmenphilosophie

der Holzmanufaktur im Norden

von Ulm heißt: „Ein Brett

fürs Leben – mit Herz und Hand

gefertigt“. Dass da auch noch

eine Menge Hirn beteiligt ist,

zeigen die neuesten Pläne, Stichwort:

teambildende Maßnahmen.

„Statt in den Kletterwald zu gehen,

können Firmenteams bei

mir Bretter produzieren. Schleifen,

leimen, ölen, am Ende hat

jeder ein individuelles Stück, das

er mit nach Hause nehmen kann

und bei der Produktion zeigt es

sich, dass alle Teammitglieder

gebraucht werden,“ so der sympathische

Werkstattbesitzer.

Sobald es möglich ist, will Preissler

mit diesem Projekt loslegen.

Und dann gibt es da noch weitere

Ideen …

Ulrike Hoche

Das Ulmer Brett: Einsteinstraße 8, 89179 Beimerstetten

www.ulmerbrett.de / www.ulmerbrottopf.de


38 | ORIENTIERUNG · STADTPLAN

Sedelhöfe

ÜBERNACHTEN

TAGEN & FEIERN

EINKEHREN

www.seligweiler.de

Hotel Rasthaus Seligweiler · an der A8 - Ausfahrt Ulm-Ost · 89081 Ulm · T. 0731 20540


Klosterhof, Söflingen


40 | ORIENTIERUNG · SWU-LINIENNETZ

Fischerplätzle


1

4

Lonetal Ulmer Stadtmauer


42 | BLICK INS MUSEUM

© naturkundliches museum ulm

Aktuelle

Ausstellungen

Der prächtige Rothirsch ist ab Gründonnerstag im wieder

eröffneten Naturkundlichen Museum Ulm zu sehen.

Auch sonst ist viel los, wenn alles so läuft wie geplant.


ULM

Alle Angaben

sind ohne Gewähr.

Locations und

reguläre

Öffnungszeiten

ab Seite 53

Info:

Wegen Umbau hat das

Donauschwäbische Zentralmuseum

bis November 2021

geschlossen

Haus der Stadtgeschichte

Stadtgeschichtliche Ausstellung

im historischen Gewölbesaal im

Schwörhaus

EinsteinHaus

Dauerausstellungen:

Einmischung erwünscht – Geschichte

der vh (Erdgeschoss)

HfG-Archiv

Von der Stunde null bis 1968

(Dauerausstellung)

Albert Einstein – Fotos aus

seinem Leben (Foyer, 1. Stock)

Ulmer DenkStätte Weiße Rose:

„wir wollten das andere“

(Foyer, Erdgeschoss)

Galerie Sebastianskapelle

Sebastian Speckmann – Der

schielende Hund (Linocuts und

Zeichnungen)

ab 18. April

Kunstverein Ulm

Ren Rong – „Rivers and Peaks“

Kunsthalle Weishaupt

Beat Zoderer – Visuelle

I nterferenzen 1990 – 2020

bis 10. Oktober

Galerie Tobias Schrade

Rasso Hecker: „Jeux de vagues“

(Skulpturen & Gemälde)

bis 24. April

Pavel Feinstein (Gemälde)

ab 28. April

m25 – Ulm Stories

(Münsterplatz 25)

KonsumKompass

und 17 Ziele für Ulm und die

Welt


44 | AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Wieder geöffnet!

Naturkundliches

Bildungszentrum Ulm

Dauerausstellung: Naturräume,

Naturvielfalt, Naturgeschichte

Museum Brot und Kunst

Sonja Alhäuser: Cupido-Zeichnungen,

Skulpturen und Gebäck

bis 16 Mai

Kultursaaten bis 22. Juli

Der Albabstieg nach Ulm:

Mit Hochgeschwindigkeit

durch die Erdgeschichte

Museum Ulm

Ein Woodstock der Ideen –

Joseph Beuys, Achberg und der

deutsche Süden bis 4. Juli

Lois Hechenblaikner – Alpenglühn

bis 15. August

Stadthaus Ulm

The Road to Ulm

Laurie Schwartz und die Geisterstadt

Ulm, Wyoming

(Fensterausstellung)

Museum Ulm

Schwarz auf Weiß – Das Rätsel

der Steinzeitscheiben aus dem

Blautal bis 13. Juni

Stadthaus Ulm

Barbara Klemm – Zeiten Bilder

bis 16. Mai


Stadthaus Ulm

Dauerausstellung:

Unterirdisch! Was unterm Münsterplatz

verborgen lag

NEU-ULM

Herr Zopf’s Friseurmuseum

Dauerausstellung

auf Anfrage unter:

0731 378 46 57 -18


Edwin Scharff Museum

Renée Sintenis. Pionierin

der Bildhauerei

bis 05. April

Landratsamt Neu-Ulm

Ursula H. Busch –

Augenblick mal!

Malereien


REGION

Blaubeuren

Urgeschichtliches Museum

(Urmu), Dauerausstellung

Kindermuseum

Architektierisch. Bauten von

Mensch und Tier. Eine interaktive

Ausstellung des Grazer

Kindermuseums FRida & freD

bis 19. September

Rathaus Neu-Ulm

Geologische Sammlung (1. Stock)

Illertissen

Bayerisches Bienenmuseum

im Vöhlin-Schloss, Dauerausstellung:

Sammlung Forster


46 | AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Mindelheim

Textilmuseum

Dauerausstellung: Mode.Kunst.

Handwerk – Kunst.Stoff

Schwäbisches Krippenmuseum

Dauerausstellung: Weihnachtskrippen

im schwäbischen Raum

Langenau: Galerie Schneider

„Land-schafft“ – Petra Starzmann

Laupheim

Museum zur Geschichte

von Christen und Juden

Schloss Großlaupheim

Dauerausstellung:

Nebeneinander, miteinander,

gegeneinander

Roggenburg

Dauerausstellung Klostermuseum:

Kunstschätze verschiedener

Jahrhunderte

Alle Angaben

sind ohne Gewähr.

Locations und

reguläre

Öffnungszeiten

ab Seite 53

Das Naturkundliche Bildungszentrum Ulm

öffnet zu Ostern am Gründonnerstag wieder

In der neu strukturierten Dauerausstellung ist jetzt ein prächtiger

Rothirsch die neue Attraktion. Die Sonderausstellung

„Der Albabstieg nach Ulm – mit Hochgeschwindigkeit durch

die Erdgeschichte“ wird endlich der Öffentlichkeit zugänglich

gemacht. Eine Reise schon heute im Abstiegstunnel durch die

geologischen Schichten des Tertiärs und des Juras.

Eine Anmeldung für den Museumsbesuch ist zur Zeit notwendig

(telefonisch während der Regelöffnungszeiten

unter 0731 161 4742).

Es werden gleichzeitig 25 Personen

zugelassen und die Besucherzeit ist

auf 1 ½ Stunden begrenzt.

Eintritt im April gratis!

Als Signal dafür, dass Bildung für alle

frei zugänglich sein kann, verzichtet

das Museum bis Ende April auf Erhebung

von Eintrittsgebühren.

Weitere Infos zur Anmeldung:

www.naturmuseum-ulm.de


FASZINATION

LEGO

IM KLOSTER SCHUSSENRIED

Ausstellung der Klötzlebauer Ulm

mit Unterstützung der Staatlichen

Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

BIS 09.05.21

Wir haben geöffnet und bitten um Voranmeldung.

Telefon 07583 92 69 -140

Alle Informationen hierzu auf www.kloster-schussenried.de

www.kloster-schussenried.de


48 | VERANSTALTUNGSTIPPS

Da gehen wir hin!

Wo muss man im April in und um Ulm unbedingt hin?

Hier die persönlichen Highlights des wohin-Teams. Das

Schöne daran: Diese Ideen kann man auch in Coronazeiten

verwirklichen.

DOMINIK

Unterwegs mit der Kamera

© d.schele

Ich hab kürzlich wieder eine alte Liebe für mich entdeckt: fotografieren.

Die Kamera eingepackt, einen Podcast auf die Ohren, raus aus

der Tür und schauen, wohin es einen verschlägt. Das kostet nichts

und man ist an der frischen Luft. Die Bilder gewinnen vielleicht

keinen Blumentopf, aber das ist auch gar nicht das Ziel. Es macht

einfach Spaß und man lernt die Umgebung oft neu kennen und

schätzen, wenn man einfach mal drauflos läuft.

Überall und immer

© v.könneke

Kunst, wann und wie ich mag

KERSTIN

Einer meiner Lieblingsplätze in Ulm und Neu-Ulm ist der „szenische

Stadtsteg“ am Neu-Ulmer Donauufer. Das überdimensionale orangefarbene

Wohnzimmer am Ufer gleich neben dem Schwal ist einfach

ein echter Hingucker – hier kann man mit Blick auf die Donau und

das gegenüberliegende Ulm die Radler und Spaziergänger an sich

vorbeiziehen lassen. Und es bleibt Zeit, im Smartphone auf kunsttour-neu-ulm.de

vorbeizuschauen und sich über den Verweilraum

und über Jozef Legrand, den Künstler dahinter, zu informieren.

Stadtsteg, Ecke Maximilianstraße/Donaustraße, Neu-Ulm


ANNE

Theater-Stream

Wie lange es noch dauern wird, bis man wieder im Theatersaal sitzen

kann, weiß keiner. Doch wenn man nicht ins Theater kann, kommt

das Theater eben nach Hause – dank „Theater-Stream“. Das Online-

Theater stellt Stücke von zahlreichen Kinder- und Jugendtheatern

aus ganz Baden-Württemberg zur Verfügung. Im Angebot ist auch die

„Junge Ulmer Bühne“ mit ihrem Stück „Odysseus“. Die Veranstaltungen

sind übersichtlich nach Alter gegliedert und für 5 Euro zu sehen.

Hat man sich für ein Stück entschieden, bucht man einfach den Tag,

an dem man es streamen möchte.

www.theater-stream.de

© v.könneke

© s.müller

STEFFI

Spaziergang

zum Mammutbaum

Der April ist ein wunderbarer Monat für einen Waldspaziergang. Die

Natur erwacht zu neuem Leben, die Vögel zwitschern – und ich mittendrin.

Los geht es am Wanderparkplatz am Roten Berg direkt am

Wald. Verlaufen kann man sich hier übrigens wunderbar - unzählige

Wege durchziehen den Forst. Biegt man irgendwann vom Hauptweg

rechts ab, kommt man zu über 30 Meter hohen Mammutbäumen.

Schnell fragt man sich: Woher kommen die Giganten bloß? König

Wilhelm I. von Württemberg soll durch Berichte von Reisenden, die

aus Amerika zurückkamen, so begeistert gewesen sein, dass er 1864

100.000 Mammutbaumsamen bestellte. Die Samen wurden in der

Wilhelma gezogen, ein paar Tausend Pflanzen gingen daraus hervor,

die dann im ganzen Land verteilt wurden, eben auch hier im Wald.

Koordinaten: 48.40435157771969, 9.896267040576298


50 | VERANSTALTUNGEN

Was im April tatsächlich stattfinden kann, ist zum Zeitpunkt

des Redaktionsschlusses nicht sicher. Hier eine Auswahl

einiger Veranstaltungen, die bis zuletzt noch geplant waren.

Bitte holen Sie sich über die Website des Veranstalters

unbedingt aktuelle Informationen.

wohin

im April? *

© v.melnik · fotolia

01 Do

FÜHRUNG

Abendbummel durch die

Ulmer Altstadt, Ulm, Tourist-

Information 20.00-21.30

03 Sa

MUSIK (KONZERTE)

Punkt Zwölf –Wort und

Musik am Mittag, Ulmer

Münster, 12.00-12.30

WOCHENMARKT

Neu-Ulm, Petrusplatz,

7.00-13.00

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

05 Mo

FÜHRUNG

Stadtführung mit Besichtigung

des Münsters

Ulm, Tourist-Information

11.30-13.00, 14.30-16.00

07 Mi

FÜHRUNG

Markt isch! – Erlebnisführung,

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 9.30-11.00

WOCHENMARKT

Neu-Ulm, Petrusplatz,

7.00-13.00

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

KINDER, JUGENDLICHE

Geschichtenschatz –

Anmeldung erforderlich!!!!

Stadtbücherei

Neu-Ulm, 15.00-15.30

09 Fr

FÜHRUNG

Segne‘s Gott, Ihr Leutbetrüger

– Erlebnisführung im

historischen Gewand

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 18.30-20.00


10 Sa

BÜHNE

Poetry Slam –

Verschoben auf 11.09.2021

Ulm, Roxy,

MUSIK (KONZERTE)

Punkt Zwölf Wort

und Musik am Mittag,

Ulm, Ulmer Münster,

12.00-12.30

BERBLINGER-JUBILÄUM

Flugschneider – Aufführung

vom Heyoka-Theater

Ulm, Kornhaus, 19.00-21.00

WOCHENMARKT

Neu-Ulm, Petrusplatz,

7.00-13.00

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

11 So

KINDER, JUGENDLICHE

Hasenzucker und Honigpumpe

– Führung für Kinder

ab 6 Jahre durch die Beuys-

Ausstellung, Museum Ulm,

15.00-16.00

13 Di

MUSIK (KONZERTE)

Dominic Miller – Absinthe –

Live 2021, Ulm, Roxy, 20.00

14 Mi

WOCHENMARKT

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

KINDER

Geschichtenschatz –

Beat Zoderer visuelle

Interferenzen,

Neu-Ulm, Stadtbücherei

Neu-Ulm, 15.00-15.30

16 Fr

BÜHNE

Die Magier – 3.0 – Comedy

Magic Show

Ulm, Roxy, 20.00

FÜHRUNG

Brunnenmeister Heiner –

seine Wasser sind reiner –

Erlebnisführung

Ulm, Tourist-Information

Ulm/Neu-Ulm, 17.00-18.30

VORTRAG, DISKUSSION

Vortrag Joseph Beuys und

die Soziale Plastik 2021

Ulm, Museum Ulm, 19.00-

20.30

17 Sa

FÜHRUNG

*Alle Angaben

sind ohne Gewähr.

Locations und

reguläre

Öffnungszeiten

ab Seite 53

Neu-Ulm am rechten Donauufer

– Ulmer Extras

Ulm, Mitte, Treffpunkt Herdbrücke,

Ulmer Seite, 15.00-

17.00

WOCHENMARKT

Neu-Ulm, Petrusplatz,

7.00-13.00

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00


52 | VERANSTALTUNGEN

Anonyme AIDS-Beratung

Schillerstraße 30 · 89077 Ulm

Tel. 0731 / 1 85 17 20

20 Di

BILDUNG

Das christl.-ökumen. Vermächtnis

von Sophie Scholl

– Vortrag von Prof. em.

Dr. Renate Wind – evtl. als

Online-Veranstaltung. Ulm,

Haus der Begegnung, 19.30

21 Mi

WOCHENMARKT

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

23 Fr

FÜHRUNG

Albrecht Ludwig Berblinger

– Der Schneider von Ulm

– Erlebnisführung, Tourist-

Information Ulm/Neu-Ulm,

18.00-20.00

24 Sa

WOCHENMARKT

Neu-Ulm, Petrusplatz,

7.00-13.00, Ulm,

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

28 Mi

WOCHENMARKT

Ulm, Münsterplatz, 6.00-13.00

BILDUNG

Was sage ich, wenn mein

Nachbar Verschwörungstheorien

vertritt? Ulm, Haus der

Begegnung, 19.00-21.00

29 Do

FÜHRUNG

Charity-Walk – Stadtführung

für den guten Zweck

– Klassische Führung

Ulm, Treffpunkt: Syrlin-

Brunnen (Fischkasten) am

Rathaus, 18.00

30 Fr

MUSIK (KONZERTE)

The Magic Mumble Jumble

– Tanz in den Mai!

Ulm, Roxy, 20.00

Alle Angaben wurden direkt von

den Veranstaltern gemeldet und

sind ohne Gewähr


© Veranstalter

Sehenswürdigkeiten

und Locations


54 | LOCATIONS

01

03

05

02

© Günther Bayerl

04

06

Bibliotheken

Kinderbibliothek (01)

in der Stadtbibliothek

Vestgasse 1, Ulm

Di-Fr 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr

Stadtbibliothek Ulm (02)

Vestgasse 1, 89073 Ulm

Di-Fr 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr

Stadtbücherei Neu-Ulm (03)

Heiner-Metzger-Platz 1,

Neu-Ulm, Di, Mi, Fr 10-18 Uhr,

Do 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr

Natur · Tiere

Archäologischer Park

Caelius Mons (04)

Rechbergring 6, Kellmünz

Museumsturm von Apr. bis Okt.

geöffnet: Sa/So/Fei 10 - 17 Uhr

Das Parkgelände ganzjährig zu

besichtigen, Führungen nach

Vereinbarung.

Archäopark Vogelherd

Am Vogelherd 1, Niederstotzingen-Stetten,

Apr. – Okt.: Tägl. 10

- 18 Uhr, Mo geschl.

November – März:

Für Gruppen auf Voranmeldung:

Täglich 10 - 16 Uhr

Einzelbesucher:

So 12 - 17 Uhr

Botanischer Garten (05)

der Universität Ulm

· Führung: 1. So im Monat, 14 Uhr

Oberer Eselsberg,

Öffnungszeiten bis 15.10.

Freiland, tgl. 9 - 20 Uhr

ab 16. Oktober - 28. Februar

Freiland tgl. 9 - 16 Uhr

· Gewächshäuser

1. März - 15. Oktober

Dienstag und Donnerstag:

13 - 15 Uhr

16. Oktober - 28. Februar

jeden ersten Sonntag im Monat:

14 - 16 Uhr

Öchsle Museumsschmalspurbahn

(06)

Städt. Verkehrsamt, Marktplatz 1

88416 Ochsenhausen

www.oechsle-bahn.de

Planetarium | Sternwarte

Volkssternwarte Laupheim e.V.

Milchstraße 1

88471 Laupheim

Tiergarten Ulm

Friedrichsau 40, Ulm

Oktober bis März, tgl. 10 - 17 Uhr


07

09

11

08

10

12

© Stadtarchiv

Museen · Galerien

Bayerisches Bienenmuseum (07)

Illertissen, Sammlung Forster

Vöhlinschloss, Schlossallee 23

Illertissen,

www.landkreis.neu-ulm.de

Do – So/Fei 13 - 17 Uhr, Eintritt

frei

BBK Ulm Künstlerhaus

im Ochsenhäuser Hof

Grüner Hof 5, Ulm

www.kuenstlerhaus-ulm.de

Do + Fr 14 -18 Uhr

Sa + So 11 - 16 Uhr

Donauschwäbisches

Zentralmuseum

Obere Donaubastion

Schillerstr. 1, Ulm,

Di-So 11-17 Uhr

Dokumentationszentrum

Oberer Kuhberg, KZ-Gedenkstätte

Am Hochsträß 1, Ulm

Öffnungszeit So 14 - 17 Uhr

öffentl. Führung So 14.30 Uhr

www.dzok-ulm.de

Edwin Scharff Museum (08)

Kunstmuseum, Kindermuseum

Petrusplatz 4, Neu-Ulm

www.edwinscharffmuseum.de

Federseemuseum Bd. Buchau

(09)

Zweigmuseum des Archäologischen

Landesmuseums Baden-

Württemberg, August-Gröber-

Platz, Bad Buchau

www.federseemuseum.de

Galerie auf der Insel (10)

Ulmerstr. 6, Thalfingen

Do - So 16 - 18 Uhr

Galerie Sebastinskapelle (11)

gegenwärtige Kunst in historischen

Räumen, Hahnengasse 25, Ulm

Geöffnet während der Ausstellungen,

www.galerie-sebastianskapelle.de

Geologische Sammlung

im Rathaus Neu-Ulm

Rathaus Neu-Ulm, 1. Stock

Augsburger Str. 15, Neu-Ulm

Mo, Di 8 - 16 Uhr, Mi 8 - 12 Uhr,

Do 8 - 18 Uhr, Fr 8 - 13 Uhr

Griesbadgalerie

Die Galerie für junge Kunst

Seelengraben 30, Ulm

Do - So 14 - 18 Uhr

Haus der Stadtgeschichte (12)

Stadtarchiv Ulm

Schwörhaus, Weinhof 12, Ulm

Führungen nach Vereinbarung

Di-So 11 - 17 Uhr,

Mo + Fei geschl.


56 | LOCATIONS

13

15

17

© Ulrich Rothfuss

14 16

18

Museen · Galerien

Heimatmuseum Pfuhl (13)

Hauptstraße 73, Neu-Ulm-Pfuhl

jeden Sonntag 14 - 17 Uhr

Eintritt frei

www.heimatmuseum-pfuhl.de

HfG Hochschule für Gestaltung

(14)

Am Hochsträß 8, Ulm

www.hfg-archiv.ulm.de

Öffnungszeiten:

Di - So + Fei 11 - 17 Uhr

Klostermuseum Roggenburg

(15)

Klosterstraße 7,

Roggenburg

www.landkreis.neu-ulm.de

April – Oktober:

Do - So 14 - 17 Uhr

November - März:

Sa+So 14 - 17 Uhr

Künstlergilde Ulm e.V. (16)

Dauerausstellung in der

Schaufenstergalerie

Donaustr. 5, Ulm

Bei Ausstellungen

in den Räumen

Do + Fr 14 - 18, Sa + So 11 - 16 Uhr

und nach Vereinbarung

Kunsthalle Weishaupt (17)

Hans- und-Sophie-Scholl-

Platz 1, Ulm,

Di-So 11 - 17, Do 11 - 20 Uhr

Öffentliche Führung

Do 18 + Sa 14 Uhr

Kunstverein Ulm e.V. (18)

Kramgasse 4, Ulm

Di - Fr 14 - 18, Sa u. So 11 - 17 Uhr

K-Werk – Künstlerhaus

Schillerstraße 18, Ulm

Eingang Gebäuderückseite

Fr + Sa 17 - 21 Uhr

Mein Museum

Sammlung aus dem Leben

Max Neuendorf

Franzenhauserweg 8,

Ulm-Jungingen

Jeden 3. So im Monat 14 - 17 Uhr

Museum Brot und Kunst (19)

Forum Welternährung

Salzstadelgasse 10, Ulm

Mo 10 - 15 Uhr

Di 10 - 17 Uhr

Mi 10 - 19 Uhr

Do, Fr, Sa, So 10 - 17 Uhr

Museum Ulm (20)

Marktplatz 9, Ulm

Mo geschl., Di - So 11 - 17,

Do 11 - 20 Uhr


19

21 23

20

© Sabrina Stopp

22 24

Museum im Konventbau (21)

mit Bibliothekssaal

Kloster Wiblingen

Schloßstraße 38, Ulm

Sa, So, Fei 10 - 17 Uhr

Besichtigung Basilika St. Martin

Mo - So, Fei 9 - 18 Uhr

Museum zur Geschichte von

Christen und Juden (22)

Schloss Großlaupheim

Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15

Laupheim

Sa, So + Fei 13 - 17 Uhr

Museum für bildende Kunst im

Landkreis Neu-Ulm (23)

Alte Landstraße 1a,

Nersingen-Oberfahlheim

www.landkreis.neu-ulm.de

Di 16 - 20 Uhr, Sa + So 13 - 17 Uhr

Naturkundliches

Bildungszentrum (24)

Kornhausgasse 3, Ulm

www.naturmuseum-ulm.de

pro arte ulmer kunststiftung

(25)

mit Galerie im Kornhauskeller

1. Stock

Hafengasse 19, Ulm

Di-Fr 14 - 18 Uhr, Sa 11 - 14 Uhr

Putte (26)

Projektraum

für aktuelle Kunst e.V.

Brückenstr. 2, Neu-Ulm

The Walther Collection

Reichenauerstraße 21

Neu-Ulm/Burlafingen

Öffnungszeiten:

Do - So, 14 - 17 Uhr

Führungen: Kostenfreie öffentliche

Führungen jeden Fr. um

17 Uhr und jeden ersten So. im

Monat um 15 Uhr

Turmuhrenmuseum Granheim

mit Motorrad- und

Apparaturensammlung

Pfarrgasse 20

Ehingen-Granheim

www.turmuhrenmuseum-granheim.de

Urgeschichtliches Museum

Blaubeuren (27)

Kirchplatz 10, Blaubeuren

Di + Sa 14 - 17 Uhr

So 10 - 17 Uhr


58 | LOCATIONS

25

27

29

© Matthias Bueger

26 28

30

Museen · Galerien

Das kleinste

Spätzle-Museum der Welt

Crêperie Kornhäusle

Kornhausgasse 8, Ulm

Öffnungszeiten sind die Lokalzeiten

Mo - Fr 17 - 24 Uhr

Sa + So 11.30 - 24 Uhr

Eintritt frei

Stadthaus Ulm (28)

Münsterplatz, Ulm

Mo - Sa 9 - 18 Uhr, Do 9 - 20 Uhr

So u. Fei 11 - 18 Uhr

Öffnungszeiten des Ausstellungsbereichs

im Stadthaus,

2. + 3. OG

Mo - Sa 10 - 18, Do 10 - 20 Uhr

So + Fei 11 - 18 Uhr

Herr Zopf’s Friseurmuseum

Dieselstraße 4, Neu-Ulm

Sa, So, Mo 10 - 17 Uhr

Sonderführungen

nach telef. Vereinb.

0731 378 46 57 -18

Sehenswürdigkeiten

Fort Oberer Kuhberg (29)

Werk XXXII der Bundesfestung

Ulm

Führung im Festungsmuseum

und durch das Fort

Am Hochsträß 1, Ulm

Jeden 1. Sonntag im Monat,

14 Uhr, Dauer: 1,5 –2 Stunden

Bitte Taschenlampe mitbringen,

entsprechende Kleidung und festes

Schuhwerk wird empfohlen

Kloster Wiblingen (30)

Schloßstraße 38, Ulm

Sa, So und Fei 10 - 17 Uhr

Besichtigung Basilika St. Martin

Mo-So und Fei 9 - 18 Uhr

Pauluskirche (31)

Frauenstraße 110, Ulm

Ulmer Münster (32)

Öffnungszeiten:

Apr. - Sept. 10 - 18 Uhr

Okt. - März 10 - 18 Uhr

Turmbesteigung:

Mai – Sep. Mo - Fr. 9 - 18 Uhr Sa/

So/Feiertage 10 - 18 Uhr

Oktober 10.00 – 16.00 Uhr

Nov – Jan 10 - 15.45 Uhr

Februar – April 10 - 16 Uhr


33

© Matthias Burger

31

32

© Yvonne Faber

34

Wilhelmsburg (33)

Werk XII der Bundesfestung

Ulm

Führung in der Museumsinsel

und durch die Burg

Prittwitzstraße 100, Ulm

Jeden 3. Sonntag im Monat,

11 Uhr, Dauer 1,5 - 2 Stunden

Bitte Taschenlampe mitbringen,

entsprechende Kleidung und festes

Schuhwerk wird empfohlen

Theater

AdK Akademietheater -

blackBOX

Zinglerstraße 35, Ulm

www.adk-ulm.de

Altes Theater Ulm (34)

Wagnerstr. 1, 89077 Ulm

JUB – Junge Ulmer Bühne

Kinder- und Jugendtheater

Lehrertal Weg 38, Ulm

Spielstätte: Wagnerstr. 1, Ulm

1. Ulmer Kasperletheater

Büchsengasse 3, Ulm

Theaterei Herrlingen

Oberherrlinger Straße 22

Blaustein - Herrlingen

Geschäftsstelle:

Lindenhof 1, Herrlingen

Di-Sa 9 - 14 Uhr

www.theaterei.de

Theater Neu-Ulm (35)

Theaterplatz, Hermann-Köhl-

Str. 3, Neu-Ulm,

www.theater-neu-ulm.de

Theater Ulm (36)

Herbert-von-Karajan-Platz 1

Ulm

www.theater.ulm.de

Kartenservice: 0731/161-4444

Aboservice: 0731/161-4458

TheaterWerkstatt Ulm (37)

Kinder-Theater

Werkstatt, Donaubastion

Schillerstraße 1

Topolino Figurentheater

Musikschule Neu-Ulm,

Gartenstraße 13, Neu-Ulm

KCC Theater

Pfarrer-Weiß-Weg 16, Ulm

www.kcctheater.de


60 | LOCATIONS

35 37

39

36

38 40

Tourist-Info

Stadtführungen

Tourist-Information Ulm/

Neu-Ulm (38)

Stadthaus, Münsterplatz

Auskünfte, Zimmervermittlung,

Stadtführungen, Tagungsservice

www.tourismus.ulm.de

Stadtführung in Ulm

Erleben Sie Ulm. Besichtigung

des Münsters, Altstadt, Rathaus,

u.v.m.

www.tourismus.ulm.de

Treffpunkt: Tourist-Information

01.04. - 31.10.

Mo - Sa 10 und 14.30 Uhr,

So/Fei 11.30 und 14.30 Uhr

01.11. - 31.03.

Sa 10 und 14.30 Uhr

So/Fei 11.30 und 14.30 Uhr

Mit dem Nachtwächter

durch Ulm

Erlebnisrundgang, abenteuerliche

Geschichten, spannende

Anekdoten und jede Menge

„Ulmisches“,

jeden Mittwoch, 20.30 Uhr

Voranmeldung:

Tel. 0731/161-2830

Abendbummel durch

die Ulmer Altstadt

ca. 90-minütige Führung mit

Besuch des Fischer- und Gerberviertels

Anmeldung und Treff: Tourist-

Information (Stadthaus)

Veranstaltungsorte

Bürgerhaus Senden

Am Marktplatz 1, Senden

Charivari Begegnungsstätte

Stuttgarter Straße 13, Ulm

Congress Centrum Ulm

Basteistraße 40, Ulm

Edwin-Scharff-Haus (39)

Silcherstraße 40, Neu-Ulm

www.esh.neu-ulm.de

Familien-Bildungsstätte Ulm e.V.

Sattlergasse 6, Ulm

GenerationenTreff (40)

Ulm/Neu-Ulm e.V.

Grüner Hof 5, Ulm

Mo-Do 8 - 12 und 14 - 17 Uhr

Fr 8 - 12 Uhr

Haus der Begegnung

Grüner Hof 7, Ulm


41

© Bozker

43

45

© Anton H. Konrad-Verlag

42

44

© Nik Schölzel

46

Jazzkeller Sauschdall

Prittwitzstraße 10, Ulm

Kornhaus

Kornhausplatz 1, Ulm

Langenauer Pfleghofsaal (41)

Kirchgasse 9, Langenau

Info: Kulturamt Langenau

ratiopharm arena (42)

Europastraße 25, Neu-Ulm

Roxy - Kultur in Ulm (43)

Schillerstraße 1/2, Ulm

Stadthaus Ulm (44)

Münsterplatz, Ulm

Tel. 0731/161-7700

Mo - Sa 9 - 18 Uhr, Do 9 - 20 Uhr

So u. Fei 11 - 18 Uhr

Öffnungszeiten des Ausstellungsbereichs

im Stadthaus,

2. + 3. OG

Mo - Sa 10 - 18, Do 10 - 20 Uhr

So + Fei 11 - 18 Uhr

Ulmer Volkshochschule

Einsteinhaus, Kornhausplatz 5

Tel. 0731/1530-0

Wolfgang-Eychmüller-Haus

(45)

Kulturzentrum Vöhringen

Hettstedter Platz 1, Vöhringen

Zehntstadel Leipheim (46)

Schlosshof 2, Leipheim

IMPRESSUM

wohin erscheint monatlich

im 83. Jahrgang

Herausgeber:

Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG

Frauenstraße 77 · 89073 Ulm

Tel: 0731 156-156

E-Mail: mag@swp.de

www.frizz-ulm.de/magazin-wohin/

Verlagsleitung:

Stefan Schaumburg (verantwortlich),

Anschrift wie Verlag,

Yasmin Tan (Objektleitung)

Redaktionsleitung:

Stefanie Müller (verantwortlich),

Ulrike Hoche

SVH GmbH & Co. KG

Frauenstraße 77 · 89073 Ulm

Titelbild:

Stefanie Müller

Datenschutz:

datenschutz@swp.de

Druck:

C. Maurer GmbH & Co.KG

Schubartstraße 21

73312 Geislingen

Terminerfassung:

Termine bis zum 5. des Vormonats an:

mag@swp.de

Maiausgabe:

Redaktionsschluss: 12.04.21.

Anzeigenschluss: 09.04.21

Erscheinungstermin: 03.05.21


62 | ZUM SCHLUSS

mega!

Alte Mauern und Motoren

Ein preisgekröntes Parkhaus mitten in Ulm: Vor 15 Jahren

wurde das Parkhaus „Neue Mitte“ eröffnet und für seinen

architektonischen Chic und Komfort mehrfach ausgezeichnet.

Es ist kein fahlgrauer, mit Abgasen benebelter

Betonkasten, in welchem sich – einem engen Setzkasten

gleich – Auto an Auto auf der Parkfläche quetscht.

Großzügige Stadtraum-Atmosphäre wird hier unterirdisch

weitergeführt. Besucher wandeln über „den roten

Teppich“. Historische Ausgrabungen sowie Bildtafeln zur

Stadtarchitektur ziehen die Blicke auf sich. H. Viefhaus

© h.viefhaus


KLOSTER WIBLINGEN

ORT ZWISCHEN HIMMEL

UND ERDE!

BIBLIOTHEKSSAAL – MUSEUM IM KONVENTBAU

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di bis So und an

Feiertagen 10-17 Uhr

INFORMATIONEN:

Klosterverwaltung Wiblingen

Schlossstraße 38, 89079 Ulm

Telefon +49 (0) 7 31 . 50-2 89 75

info@kloster-wiblingen.de

www.kloster-wiblingen.de

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