Seehas-Magazin April 2021

benjamin.troll

Interview mit Frau Karin Becker, Intendantin Theater Konstanz
Die Römerstraße Neckar – Alb – Aare im Jahr 2021
Kultur, Freizeit, Ausbildung

seehas

®

Ausgabe April 2021 | GRATIS | Titelbild: Frühling auf der Insel Mainau © Edition FotoArt Anneros Troll

MAGAZIN

BODENSEEREGION

Interview mit

Frau Karin Becker

Intendantin Theater Konstanz

Die Römerstraße

Neckar – Alb – Aare

im Jahr 2021

Kultur

Freizeit

Ausbildung

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J A H R E

S E E H A S

MAGAZIN


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Interview

Karin Becker, Intendantin am Theater Konstanz

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Freizeit

Heimattage Radolfzell 2021

Trachten Leben! – Sonderausstellung im Stadtmuseum Radolfzell

Ein sommerlanges Gartenfest – Landesgartenschau Überlingen

Die Römer im Südwesten entdecken – Römerstraße Neckar - Alb - Aare

Saisonstart am Affenberg Salem

Rennfieber – Erlebnisausstellung im Dorniermuseum Friedrichshafen

Super-Gartenjahr am Bodensee 2021

Freie Fahrt für die Biberbahn – Bahnstrecke Stockach - Mengen wird reaktiviert

Konstanzer Kischtle – Sozialprojekt der Konstanzer Rotary Clubs

Von der Nordsee zu den Alpen – 3442 Km zu Fuß durch Deutschland

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Kultur

Lange Nacht der Bücher digital – Überlinger Büchernacht in diesem Jahr online

Crazy Little Planet – Ausstellung Fotografie Achim Mende, Galerie Fauler Pelz Überlingen

Pfahlbauer, Kelten, Römer – Museum für Archäologie Thurgau, Frauenfeld

Zeitdetektiven über die Schulter geschaut – Archäologisches Landesmuseum Konstanz

Münsterplatz Open Air – Theater Konstanz spielt dieses Jahr wieder draußen

Johnny Hübner greift ein – Ein mobiles Theaterabenteuer

Märchen-Hotline für Jung und Alt – Theater Die Färbe und Städtische Bibliotheken Singen

Kostbare Schenkungen und Neuerwerbungen – Kunstmuseum Thurgau Ittingen

90 Jahre Janosch – Jubiläumsausstellung Art 28 gallery Tübingen

Aqua - Mönche am Wasser – Jahresausstellung im Stiftsarchiv St.Gallen

Seefestival 2021 - Neue Ufer – Am Konzertsegel Radolfzell

Lichtstreifen am Horizont – Operette Sirnach plant im Januar 2022 das „Weiße Rössl“

Living Library - Die Nacht der lebenden Bücher – Stadtbibliothek Konstanz

Stipendiat eingezogen – Künstlerresidenz Chretzturm Stein am Rhein

Bücher

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Frühling genießen

Ausbildung

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Unterstützung für die Tourismusbranche – HTWG Konstanz und Projektpartner

Alle Wege zur Berufsorientierung nutzen – Berufsberatung der Agentur für Arbeit

Die Media-Info für das

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gibt es unter info@seehas-magazin.de

Impressum

Herausgeber des Seehas-Magazins: Anneros und Ernst Troll

Chefredaktion: Ernst Troll (V.i.S.d.P.)

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Theater in Corona-Zeiten. Viel Kreativität und Engagement in Konstanz

Intendantin Karin Becker sagt: „Wir kommen wieder! Bleiben Sie uns treu!“

Karin Becker,

Intendantin am Theater Konstanz

Foto © Theater Konstanz/ Ilja Mess

Vorstellung in unserem Rahmenprogramm - als Livestreams geben. Und dann

natürlich LET’S ALLY, unser Festival Female Artists vom 6. – 8. März. Leider mussten

wir aufgrund der Pandemie auch hier entscheiden, dieses digital umzusetzen.

Die Situation schließt natürlich live Gastspiele für dieses Mal aus, aber wir haben

andere Formate gefunden – ich glaube, das wird ganz spannend!

Frau Becker, im vergangenen Jahr, zur Saison 2020/21, hatten Sie Ihre

neue Aufgabe als Intendantin am Theater Konstanz übernommen. Wie

ist Ihnen der Start in Erinnerung geblieben?

Große Freude und Spannung! Große Neugier auf die Stadt und ihre

Bewohner*innen. Und dann konnte ich endlich vollends alle Mitarbeiter*innen im

Theater kennenlernen. Eine aufregende Zeit. Und dann leider: Proben mit Sicherheits-

und Hygienekonzept… wie erzählt man eine Liebesgeschichte ohne sich zu

berühren? Endlose Sitzungen wie und wann werden Requisiten desinfiziert und

wie setzen wir das Publikum? Okay, dann bauen wir halt 2/3 der Bestuhlung raus

und schaffen kleine Inselchen… dann Endproben, Generalprobe… Ein schönes

Glücksgefühl, als wir die ersten Premieren erfolgreich herausbringen konnten.

Tolle Publikumsreaktionen und das bei verschiedensten Theaterformaten. So

hätte es weitergehen können...

Die Corona-Pandemie hat Ihren Elan bald mit dem Spielverbot, trotz eines

guten Hygienekonzepts, ab November 2020 vehement eingebremst. Wie

haben Sie und Ihr Team diesen Rückschlag verarbeitet?

Wir machen einen Plan, verwerfen diesen wieder, machen den nächsten, verwerfen

ihn… Unser Disponent hat inzwischen den 11. Plan gemacht – ein

Ende ist leider nicht absehbar. Produktionen müssen verschoben oder abgesagt

werden, Regieteams umgeplant werden, das Ensemble konnte sich nur ganz kurz

präsentieren und vorstellen. Es ist schwer, da nicht die Motivation zu verlieren.

Aber ich habe ein tolles Team und ein wunderbares Ensemble, wir holen uns immer

wieder gegenseitig aus kleinen und größeren Verzweiflungen. Und wir haben

großartige Abonnent*innen, die uns treu bleiben und uns vor allem auch immer

wieder aufmunternde Worte zusenden - das hilft sehr. Wir versuchen auch,

miteinander achtsam umzugehen. Mal ein Spaziergang an der frischen Luft, mal

ein Telefonat – einfach auch mal gemeinsam lachen. Und es gibt die interne

„virtuelle Kantine“ wo sich das Ensemble und andere Mitarbeiter*innen treffen

und austauschen können – das ist eine wirklich großartige Idee!

Als kreative Theaterleute haben sie sich mit neuen Ideen der Pandemie

gestellt. Welche Entwicklung hat die Arbeit am Theater Konstanz

genommen und welche Angebote machen Sie derzeit Ihrem Publikum?

Da wir derzeit nicht in persönlichen Kontakt zu unserem Publikum treten können,

haben wir für Februar und März eine digitale Offensive gestartet: THEATER

UNLOCKED. Auf unserer Homepage theaterkonstanz.de finden sich Podcasts, ein

Blog des neugegründeten STADTENSEMBLE oder ein Gang durch das Theater mit

Figuren aus unseren Stücken. Man kann sich unsere Eröffnungsproduktion „Jeder

stirbt für sich allein“ ansehen und es wird sogar zwei Vollmonde - die late-night

Hoffentlich bald, wird es mit den Aufführungen weitergehen. Wird dann

das vorbereitete Programm für die verbliebene Zeit der Saison gespielt

und was beinhaltet es?

Es ist bitter und schmerzt, aber wir müssen einige Produktionen, die zum Teil

bereits fertig geprobt sind, in die nächste Spielzeit verschieben, z.B. unser Familienstück,

den „Wunschpunsch“. Das war schon eine harte Entscheidung, dass wir

das gerade den Kindern und Familien nicht zeigen konnten. Aber es ist noch genug

„übrig“, etwa das stationäre Roadmovie „dosenfleisch“ von Ferdinand Schmalz

oder „REVOLution“, was unsere Hausregisseurin Franziska Autzen gerade probt,

in der Spiegelhalle. Und wir freuen uns sehr auf den Münsterplatz. Dieses Jahr

gehen wir gleich dreimal Open Air. Zunächst gastiert unser Kinderstück „Bär im

Universum“ im Arkadenhof im Wessenberghaus. Humor- und fantasievoll werden

die Nöte der Tiere im Klimawandel und damit auch die Auswirkungen unserer

Lebensweise auf die Umwelt beschrieben. Ein Highlight sind die Freilichtspiele

auf dem Münsterplatz, die auch im Sommer 2021 nicht fehlen dürfen. Beim

diesjährigen Münsterplatz Open Air wird mit „Viel Lärm um nichts“ ab 19.6. ein

Klassiker gezeigt, der perfekt zur atmosphärischen Kulisse passt. Shakespeares

Komödie entführt in die flirrende Welt des sommerlichen Siziliens und wartet mit

einem der amüsantesten und unkonventionellsten Paare der Weltliteratur auf:

der schlagfertigen Beatrice und ihrem wortgewandten Gegenspieler Benedikt.

Und erstmals soll schon im Vorfeld ein weiteres Stück über die Bühne auf dem

Münsterplatz gehen: Die Premiere von „Farm der Tiere“ nach George Orwell ist

für den 8.5. geplant.

Das Zusperren der kulturellen Einrichtungen hat sicher auch finanzielle

Nachteile für Ihr Theater, Ihr Ensemble und Ihre Mitarbeiter gebracht.

Wie kommen sie alle derzeit über die Runden?

Im Gegensatz zu den freien Kulturschaffenden sind wir am Theater Konstanz in

einem abgesicherten Arbeitsverhältnis. Allerdings gibt es bei uns auch Kurzarbeit

und Homeoffice. Schwierig ist es für unsere freischaffenden Regieteams, aber

wir bemühen uns um kulante Lösungen. Trotzdem gibt es große Existenzängste

und manche „Freien“ wissen gerade nicht, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.

Das betrifft auch freiberufliche Veranstaltungstechniker*innen… eine schlimme

Zeit. Was am meisten schmerzt ist, dass wir alle unseren Beruf nicht ausüben

können: denn ohne Publikum gibt es kein Theater! Und es fehlt der menschliche

Austausch. Letzte Woche dachte ich: Ach, jetzt heute Abend auf eine Probe gehen

zu können, danach eine Weißweinschorle mit den Kollegen*innen, über die

Probe diskutieren, aus dem Leben erzählen und dann fröhlich mit einem Lächeln

nach Hause gehen… Sie sehen, so einfach kann das Leben sein… (lacht)

Frau Becker, wir wünschen Ihnen und Ihrem Team noch viel Erfolg für

die Zukunft und hoffen und freuen uns darauf, wenn es bald wieder losgeht

mit dem “regulären” Theaterbetrieb.

Interview 05


Heimattage: So geht es weiter

Aktueller Planungsstand der Heimattage Baden-Württemberg

Bilder oben v.l.n.r.: Blick auf den Abendmarkt, Bild TSR GmbH/Kuhnle und Knoedler. Blick auf die Mettnau, Bild Achim Mende

Bilder unten v.l.n.r: Naturerlebnistage in Möggingen, Imkerin Sabine Christ, Bild Ilja Mess. Radolfzell Trachtenmädchen, Bild Ilja Mess

Baden-Württemberg-Tag, MS Stadt Radolfzell, Kapitän Christoph Rimmele, Bild Ilja Mess. Möggingen Apfellehrpfad, Bild TSR GmbH/Kuhnle und Knödler

Die Stadt Radolfzell hat die Planungen für die Heimattage Baden-

Württemberg dem Infektionsgeschehen angepasst. Veranstaltungen

wurden teilweise neu terminiert oder umkonzipiert. Allen an der Organisation

Beteiligten beim Land und in der Stadt gilt dabei die Sicherheit

für die Teilnehmenden als wichtigste Priorität. Ganz wie geplant eröffnete

aber am 17. März die Freiluftgalerie unter dem Motto „So schwätzt

mer dehom“ in der Höll- und Poststraße der Radolfzeller Altstadt.

Das Organisationsteam rund um Nina Hanstein und Christine Braun freuen sich,

dass die Banner der Ausstellung „So schwätzt mer dehom“ ab dem 17. März

hängen werden. Die jährlich von der Aktionsgemeinschaft Radolfzell e.V. in der

Seestraße präsentierte „längste Freiluftgalerie am Bodensee“ wird anlässlich

der Heimattage in der Höll- und in der Poststraße um Banner mit liebenswürdigen

Dialekt-Worten und -Redewendungen ergänzt. Begriffe wie Hennefiddle,

Schnorrewackler oder Gickeler werden in luftiger Höhe und zusammen mit der

hochdeutschen Übersetzung einigen Anlass zum Schmunzeln bieten.

Die Ausstellungseröffnung „Trachten Leben!“ war am 20. März im Stadtmuseum

Radolfzell. Die Ausstellung „Patchwork Heimat“ ist am 28. März in der Villa

Bosch vorgesehen. Beide Ausstellungen haben das mit einem an das Infektionsgeschehen

angepasste Hygienekonzept.

Für das Wochenende vom 17./18. April sind die ersten Naturerlebnistage in

Möggingen vorgesehen. Die ursprünglich zusammen mit den Natur- und Umweltschutzverbänden

geplante Veranstaltung mit einer großen Personenzahl wird nun

in ein Format umgewandelt, das für jeden Natur ganz individuell und pur erlebbar

macht. Dazu wurde der „Naturerlebnispfad Heimattage“ aus der Taufe gehoben.

Beginnend in Möggingen wird er Familien und Interessierte motivieren, raus in

die Natur zu gehen, sich mit der näheren Umgebung zu beschäftigen, über Klimaschutz

und Nachhaltigkeit zu reflektieren und dabei viel Spaß zu haben. Schilder

entlang des Wegs werden Wissen über die regionale Natur in Radolfzell vermitteln,

es gilt Aufgaben zu lösen und Quizfragen zu beantworten. In dem begleitenden

Flyer zum Naturerlebnispfad können die Lösungen eingetragen werden,

mit denen man an der Verlosung eines regionalen nachhaltigen Wanderpakets

teilnehmen kann.

Auch die Ortsteilprojekte planen weiterhin ihre Projekte. Das Dinner in BUNT

möchten das erste Dinner am 10. April in der Mehrzweckhalle von Böhringen

umsetzen. Ob dies möglich ist, möchte das Organisationsteam rund um Anke

und Günther Lieby Ende März entscheiden. Weitere Termine des Dinner in BUNT

sind auf der Heimattage-Homepage abrufbar. Hochmotiviert möchten natürlich

auch die anderen Verantwortlichen der 8 Ortsteilprojekte ihre Projekte 2021 umsetzen.

Neu terminiert wird die ebenfalls für den April geplante Veranstaltung „Radolfzell

in Tracht“. Sie findet nun am 21. August statt. Ein neuer Termin wurde auch

für die ursprünglich für 8./9. Mai anberaumten Baden-Württemberg-Tage und die

damit verbundene Ausstellung „Wirtschaft & Zukunft“ gefunden. Beides findet

nun ebenfalls im Sommer statt, nämlich am 3. und 4. Juli.

Es ist gut möglich, dass es auch weiterhin Anpassungen der bestehenden Planung

geben wird. Alle Interessierten werden deshalb gebeten, sich regelmäßig

auf der Website der Heimattage zu informieren. Sie wird kontinuierlich auf dem

aktuellen Stand gehalten.

Mehr Informationen: Geschäftsstelle der Heimattage Baden-Württemberg

Radolfzell 2021, Güttinger Str. 19, 78315 Radolfzell,

www.heimattage-radolfzell.de.

In Kürze: Die Heimattage Baden-Württemberg

Seit 1978 gibt es die Heimattage Baden-Württemberg. Sie sind ein gemeinschaftliches

Veranstaltungsformat einer Kommune und des Landes Baden-

Württemberg. Jedes Jahr werden sie in die Hand einer anderen Stadt, Gemeinde

oder eines kommunalen Verbundes gelegt. Von der bisher kleinsten Stadt Engen

mit 11.000 Einwohnern bis zur Großstadt Karlsruhe mit 311.000 Einwohnern

reicht das Spektrum der bisherigen Ausrichterorte. Die fachliche Begleitung der

Heimattage Baden-Württemberg übernimmt der Landesausschuss Heimatpflege

Baden-Württemberg. In diesem Gremium sind die Verbände der ehrenamtlichen

Heimatpflege und die für Heimatpflege zuständigen Landesbehörden gebündelt.

Verantwortlich für die Durchführung der Heimattage ist zwar die ausrichtende

Kommune, jedoch sind wichtige Entscheidungen mit dem regional zuständigen

Arbeitskreis Heimatpflege abzustimmen. 2020 sollten die Heimattage in Sinsheim

stattfinden, mussten aber aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der

Pandemie im April abgesagt werden. 1978 machte Konstanz den Anfang als Ausrichterstadt

der Heimattage, 2021 kehren sie erstmals wieder an den Bodensee

zurück.

06 Freizeit


Trachten Leben!

Sonderausstellung im Stadtmuseum Radolfzell

Und was ist mit dem Dirndl? Die Ausstellung beleuchtet auch die

Trachtenbewegung von ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert bis

zum heutigen Oktoberfestkult. Dabei zeigt sie, wie stark die Vorstellung

von Tracht von gesellschaftlichen Prozessen, Modeströmungen

und politischen Meinungen beeinflusst ist. Genauso wie

der Begriff „Heimat“ – bis heute.

Die Eröffnung der Sonderausstellung hat aufgrund der aktuellen

Situation ausschließlich digital stattgefunden. Zu sehen waren die

Videogrußbotschaften von Oberbürgermeister Martin Staab, Minister

Guido Wolf und dem Fotografen Sebastian Wehrle sowie die

Laudatio von Dr. Andreas Sommer auf dem städtischen YouTube-

Kanal.

Infos zur Ausstellung und zum Besuch des Stadtmuseums

„Trachten Leben“ im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg

2021 in Radolfzell

Stadtmuseum Radolfzell, 20. März 2021 bis 20. Februar 2022

Öffnungszeiten: Do bis So 11.00 - 17.00 Uhr

Eintritt: 5,00 E, erm. 2,00 E€

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter:

www.stadtmuseum-radolfzell.de

Um das Stadtmuseum besuchen zu können, melden Sie sich bitte

vorab telefonisch unter 07732 / 81-530 an. Dies ist ab dem

20.03.2021 zu den gewohnten Öffnungszeiten des Stadtmuseums

(s.o.).

Das Hygiene- und Sicherheitskonzept des Stadtmuseums

macht zum Schutz der Besucher folgende Maßnahmen erforderlich:

• Keinen Zutritt zum Stadtmuseum haben: Personen, die in Kontakt

zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder

in den vergangenen 14 Tagen standen (sogenannte Kontaktpersonen),

oder Menschen, die typische Symptome einer Infektion mit

dem Coronavirus (Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber,

trockener Husten sowie Halsschmerzen) aufweisen oder keine

medizinische Maske (OP- oder FFP2-Maske oder vergleichbarer

Standard) tragen.

Radhaube Radolfzeller Frauentracht. Bildnachweis: Sebastian Wehrle

Gleichzeitig mit den Heimattagen Baden-Württemberg 2021 feiert die Trachtengruppe Alt-

Radolfzell e.V. ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum. Anlass genug, ihr eine eigene Ausstellung

zu widmen! Unter dem Titel „Trachten Leben“ wirft das Stadtmuseum Radolfzell vom 20. März

2021 bis zum 20. Februar 2022 einen gleichzeitig unterhaltsamen wie informativen Blick auf die

Radolfzeller Tracht.

Wie lebendig die Tracht als regionales Brauchtum noch heute ist, zeigt eine großformatige

Videoinstallation: Trachtenträgerinnen und -träger erzählen darin, wie es sich anfühlt, in der

Tracht „geharnischt“ zu sein, berichten von ihren Erlebnissen und vom Höhepunkt des Trachtenjahres

in Radolfzell, dem Hausherrenfest. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung

dem herausragenden Merkmal der Frauentracht, der Radhaube. Aber auch die Männertracht

und die Umstände ihrer Auferstehung in den 1930er Jahren werden unter die Lupe genommen.

Dem Gründer der Trachtengruppe, Pfarrer Hermann Sernatinger, ist ein eigener Raum gewidmet.

Besucher können sich zudem im Klöppeln üben oder in Trachtenbüchern schwelgen.

• Die Besucher werden gebeten, sich die Hände mit dem im Eingangsbereich

des Stadtmuseums zur Verfügung gestellten Handdesinfektionsmittel

zu desinfizieren.

• Ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zu anderen Besuchern

ist einzuhalten.

• Eine medizinische Maske (OP oder FFP2 oder vergleichbarer

Standard) muss verpflichtend im ganzen Haus getragen werden.

• Um im Infektionsfall Kontakte nachverfolgen zu können, ist eine

Datenerhebung bei den Besuchern im Stadtmuseum und bei der

Teilnahme an Veranstaltungen des Stadtmuseums verpflichtend.

• Garderobe und Schließfächer sind vorerst nicht benutzbar.

• Die Toilettenanlagen stehen bis auf weiteres nur für Besucher

und Personal zur Verfügung (keine öffentliche Toilette!).

Während der Ausstellung werden im Untergeschoss des Museums auch Bilder des Fotografen

Sebastian Wehrle präsentiert. Die faszinierenden Werke können von den Besuchern nicht nur

bewundert, sondern auch käuflich erworben werden. Neben der Radolfzeller Radhaube werden

auch Bilder des Villinger Pendants in dieser Präsentation zu sehen sein. Ca. 600 Arbeitsstunden

stecken in jeder Radhaube. Es sind Meisterwerke!

Freizeit 07


Bild © Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, Schwimmende Gärten, Olaf Kühl

Landesgartenschau Überlingen – Ein sommerlanges Gartenfest

Mit der ersten Landesgartenschau am Bodensee werden vor allem der neue

Uferpark eingeweiht und zwei neugestaltete innerstädtische Gärten erstmals der

Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

An 192 Tagen ist viel geboten in der gesamten Stadt mit Vielfalt in fünf Ausstellungsbereichen

direkt am Ufer und in der Überlinger Innenstadt. Zu den Highlights

zählen unter anderem eine Seebühne, Schwimmende Gärten und kreativ

gestaltete Schaugärten, eine alle 14 Tage wechselnde Floristikschau in einer

ehemaligen Klosterkirche sowie ein Kirchenschiff. Eine Open-Air-Bibliothek beherbergt

mehr als 1000 Werke der Bodensee-Literaturgeschichte und lädt zum

Schmökern ein. Im Grünen Salon verschmelzen Garten, Kunst, Gesundheit und

Genuss. Spitzenköche aus der Region zaubern in der Outdoorküche Leckereien.

Inspiration und Unterhaltung garantieren tägliche umfangreiche Veranstaltungsprogramme,

die alle im Eintrittspreis inbegriffen sind, ob mit Tages- oder Dauerkarte.

Monatlich steht ein Highlight-Wochenende auf dem Programm, mit einer

besonderen Veranstaltung wie einem großen Pop- oder Rockkonzert oder einem

großen Fest. Die Landesgartenschau verspricht zudem Spiel und Spaß für die

ganze Familie mit monatlichen Lesungen für Kinder, einem großen Familienfest,

einer Musicalaufführung der Realschule Überlingen, Puppentheater, Kindertheater,

einem Tag der Musikschulen sowie Auftritten von Schulchören und Schulorchestern

und jede Menge Mitmachaktionen.

Am Bodensee spielt natürlich auch das Wasser eine große Rolle. Die Seebühne

wird die Besucher mit ungewöhnlichen Inszenierungen begeistern und ein mehrtägiges

Mitmach-Wassersportfestival zählt zu den Top-Events.

Die Landesgartenschau ist über die eingerichteten Anlegestelle (Überlingen

West) sehr gut mit dem Schiff erreichbar. Es gibt Kombitickets mit den Bodensee

Schiffsbetrieben (BSB) und der Insel Mainau. Die Verkehrsverbünde Bodensee

Oberschwaben (bodo), Hegau-Bodense (VHB) und Neckar-Alb-Donau (naldo) bieten

ebenfalls Kombitickets an. Beim Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) kann man

direkt in den Rundweg einsteigen, der alle fünf Ausstellungsbereiche verbindet.

Wer mit dem Pkw anreist, nimmt am besten den P&R-Platz in der Nußdorfer

Straße und lässt sich bequem mit dem kostenlosen Shuttle in die Überlingen

Innenstadt bringen. www.überlingen2021.de

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Ticketpreis inbegrien sind

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08 Freizeit


Lange Nacht der Bücher – Digital

Ausstrahlung Samstag, 10. April 2021, online ab 16 Uhr

Crazy Little Planet

Ausstellung Achim Mende

Zum ersten Mal tritt Martin Walser bei der traditionellen Überlinger Büchernacht

auf, die sich seit 2003 als alljährliches Lesefestival großer Popularität erfreut.

Martin Walser liest aus seinem neuesten Werk „Sprachlaub oder: Wahr ist, was

schön ist“, das am 23. März bei Rowohlt erscheint.

Diese erste digitale „Lange Nacht der Bücher“ ist ein Beitrag zum Stadtjubiläum

„1250 Jahre Überlingen“. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt der

Stadt Überlingen mit dem Förderverein Sommertheater Überlingen e.V. und Salon

Dreiseitl, gefördert durch Stadtwerk am See. Martin Walser liest auf Einladung

des Fördervereins Sommertheater.

Programm:

1. Martin Walser: „Sprachlaub oder: Wahr ist, was schön ist“.

Mit Bildern von Alissa Walser

„Sprachlaub“ ist die poetische Begegnung zweier Generationen in Wort und Bild,

in Literatur und Kunst. Martin Walser schrieb poetische Gedichte, Notate, Aphorismen

und Betrachtungen über sein Altern, den Tod, über die Tiere und Pflanzen

in seiner Umgebung, den See, den Bodanrück und die dahinter untergehende

Sonne. Seine Tochter, die Malerin Alissa Walser, steuert kraftvolle und meditative

Bilder bei. Das Buch mit dem Titel „Sprachlaub oder: Wahr ist, was schön ist“

erscheint im Rowohlt Verlag, die Illustrationen sind ab Ende März in der Galerie

Vayhinger in Singen zu besichtigen. Für die Lange Nacht der Bücher liest Martin

Walser Texte aus dem Buch, berichtet über dessen Entstehung und es sind Illustrationen

zu sehen. Veranstalter: Förderverein Sommertheater Überlingen e.V.

Ausstrahlung ab 16:00 Uhr unter www.ueberlingen.de.

2. „Die ganze Welt ist voller Wunder“ – Buchillustrationen aus der

Leopold-Sophien-Bibliothek. Ein Kurzfilm von Claudia Vogel mit Musik

von BlanscheFlur

In Abgrenzung zur mittelalterlichen Buchmalerei sind Buchillustrationen drucktechnisch

realisierte Bebilderungen. Die ausgewählten Beispiele aus der Leopold-Sophien-Bibliothek

veranschaulichen die vielfältige Illustrationslandschaft

des 15., 16. und 17. Jahrhunderts. Die Visualisierung wird mit Gesängen des

Überlinger Musikensembles BlanscheFlur vertont. Der Kurzfilm entsteht anlässlich

des Jubiläums „1250 Jahre Überlingen“.Veranstalter: Leopold-Sophien-

Bibliothek. Ausstrahlung ab 18:00 Uhr unter www.ueberlingen.de.

Überlingen 360°, Little Planet, Bildnachweis: Achim Mende

Die wunderbare „verrückte“ Welt der 360° Panorama-Fotografie

Ausstellung vom 1.4. - 10.10.2021 in der Städtischen Galerie

„Fauler Pelz“ in Überlingen, Landungsplatz/Seepromenade 2

Achim Mende ist einer der prominentesten Fotografen im deutschen Südwesten.

Seine erste Ausstellung in der Städtischen Galerie Überlingen erzielte 2013 einen

Besucherrekord. 2021 präsentiert er die wunderbare „verrückte“ Welt der

360° Fotografie. In atemberaubenden Panoramen zeigt Mende seine Wahlheimat

Überlingen, den Bodensee, Baden-Württemberg und den Rest der Welt, von Venedig

bis zum Uluru (früher: Ayers Rock) in Australien.

Die Ausstellung korrespondiert mit der begehbaren Panorama-Rotunde auf dem

Landesgartenschau-Gelände.

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 14 - 17 Uhr.

Samstag, Sonntag, Feiertag 11 – 17 Uhr

3. Überlingen legendär! 1250 Jahre sagenhafte Stadtgeschichte

Zum Stadtjubiläum präsentiert das Museum in fünf Erlebnisräumen eine Ausstellung

zu ausgewählten Legenden und Fakten der Stadtgeschichte. Zur Ausstellung

ist ein von Dr. Thomas Hirthe verfasstes Begleitbuch erschienen. Peter Graubach

führt in die Ausstellung ein. Veranstalter: Städtisches Museum Überlingen.

Ausstrahlung ab 18:30 Uhr unter www.ueberlingen.de.

4. Katrin Seglitz liest aus ihrem Roman „Schweigenberg“

30 Jahre nach dem Mauerfall sind immer noch nicht alle Rechnungen beglichen.

Was ist besser: Sozialismus oder Kapitalismus? Katrin Seglitz war auf der Shortlist

des Thaddäus-Troll-Preises. Moderation: Cornelia Lenhardt, BuchLandung.

Veranstalter: BuchLandung am See.

Ausstrahlung ab 19:00 Uhr unter www.ueberlingen.de.

5. Götterdämmerung 4.0 - Ein Stück Unernst über ein ernstes Stück

Gegenwart

Die Erderwärmung sorgt bei den griechischen Göttern für großen Unmut. Weniger

wegen der höheren Temperaturen und der damit verbundenen Folgen,

sondern weil sie menschengemacht ist und dem göttlichen Willen zuwiderläuft.

Man überlegt sich daher - mit Unterstützung der nordischen Götter - Gegenmaßnahmen

und einigt sich schließlich auf eine exemplarische Bestrafung der

Menschheit. Das Theaterstück von Harald Lenski wird mit verteilten Rollen von

Mitgliedern des „Förderverein Sommertheater Überlingen“ gelesen.

Veranstalter: Förderverein Sommertheater Überlingen e.V.

Ausstrahlung ab 20:00 Uhr unter www.ueberlingen.de.

6. Gutenachtgeschichten

Oswald Burger liest zum Ausklang der Langen Nacht der Bücher Gutenachtgeschichten.

Veranstalter: Salon Dreiseitl. Ausstrahlung ab 22:00 Uhr unter

www.dreiseitlconsulting.com/events/salon-dreiseitl.

Die Programmbeiträge 1–5 sind ab 10. April vier Wochen lang online zu sehen,

Literatur + Ausstellung 09


Die Römer im Südwesten entdecken

Auf der Römerstraße durchs Jahr 2021

Entlang überlieferter Fernverbindungen von der Nordschweiz bis fast zum Limes

verbindet die Römerstraße Neckar-Alb-Aare eine Vielzahl unterschiedlichster

Hinterlassenschaften aus der Römerzeit. Und auch wenn in Pandemiezeiten die

Museen nicht immer ihre Pforten öffnen und Veranstaltungen oft nur unter erschwerten

Bedingungen stattfinden können, so bietet die Römerstraße gerade

dann auch Alternativen: die zahlreichen frei zugänglichen Freilichtmuseen und

Römer-Erlebnispark

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Geländedenkmäler können fast jederzeit gefahrlos begangen werden, Führungen

im Freien waren unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln bereits 2020

oft möglich. Und so wird das Veranstaltungsjahr 2021 an der Themenstraße zwar

nicht mit großen Römerfesten begangen – die werden ab 2022 wieder für Zulauf

sorgen –, aber kleinere Aktivitäten wie Gelände- und Museumsführungen,

archäologische Spaziergänge oder Familiensonntage sind in Planung. Unter dem

Titel „Auf der Römerstraße durchs Jahr 2021“ ist wie üblich ein handlicher Flyer

erhältlich, der exemplarisch je eine Veranstaltung pro Ort aufführt. Es wird allerdings

empfohlen, sich jeweils vorher beim Veranstalter oder auf der Homepage

der Römerstraße zu informieren, ob das Angebot auch wirklich stattfinden kann

und unter welchen Bedingungen.

Dennoch wird es auch einige Highlights geben. Gegründet als Interessengemeinschaft

für experimentelle Archäologie und Geschichtsdarstellung, feiert die 8.

Legion aus Pliezhausen dieses Jahr ihr 30jähriges Jubiläum. Am 11. Juli plant die

Truppe um Alexander und Moni Zimmermann einen Aktionstag unter dem Motto

„30 Jahre VEX.LEGIO VIII AUGUSTA - nicht nur Römer!“

Falls die Coronabedingungen es zulassen, wird die Legio VIII gemeinsam mit der

Geschäftsstelle der Römerstraße am 18. April auch einen Ausflug an den Limes

machen: Unter dem Titel: „Zu Gast im Limestor Dalkingen“ wird die Römerstraße

sich dort vorstellen und die vor einigen Jahren gezeigte Wanderausstellung

nochmals präsentieren. Diese wird dann den Sommer über im Schutzbau zu sehen

sein. Für Programm sorgen die Mitglieder der Legio VIII, die das Thema „victoria

et gloria“, also Sieg und Ruhm, in Szene setzen wollen. So soll beispielsweise

ein sogenanntes Tropaeum errichtet werden, eine Art Siegesdenkmal am Ort

der gewonnenen Schlacht. Und auch um die eine oder andere „Corona“ soll es

gehen, aber in einer ganz anderen Bedeutung: es werden die beim römischen Militär

üblichen Auszeichnungen in Form von unterschiedlichen Kronen, „Coronae“,

präsentiert. Ein besonderer Höhepunkt dürfte die am 5. September vorgesehene

Einweihung des neuen, farbenprächtig rekonstruierten Tempelbezirks in der Villa

Rustica Hechingen-Stein sein. Die in ihrer Größe und Art einmalige Anlage erstaunt

unter anderem durch ihren großen, ummauerten Tempelbezirk mit einer

Vielzahl kleiner Tempel und einer zentralen Jupitergigantensäule. In intensiver

Arbeit und mit viel Eigenleistung hat der Förderverein der Villa rustica diesen

Tempelbezirk nun rekonstruiert. Auf den originalen Grundmauern wurden Tempel

verschiedener Bauweisen exemplarisch aufgebaut und farbig gefasst. Auch die

Jupitergigantensäule ist mit ihren kräftigen Farben ein echter Hingucker!

LP Römer-Erlebnispark, Seehas Magazin, 107 × 151 mm

Fortsetzung auf Seite 13 >>

Bild oben: Legionärspfad Vindonissa, Foto © Museum Aargau

Grafik rechte Seite: Verlauf der Römerstraße Neckar-Alb-Aare © Römerstraße

Bild rechte Seite unten: Hechingen-Stein, Säulenhalle Tempelbezirk, Foto © Römerstraße

Bild rechte Seite rechts: Hechingen-Stein, Tempelbezirk, Foto © Förderverein Hechingen-Stein

Die Römerstraße im Südwesten


Verlauf der Römerstraße

Neckar-Alb-Aare

Zeichenerklärung

Touristische Teilstrecke

Neckar-Alb

Touristische Teilstrecke

Neckar-Aare

Touristische Teilstrecke

Neckar-Hochrhein

Gemeinden an der Römerstraße

mit Museen

Gemeinden an der

Römerstraße

Die Römerstraße im Südwesten 11


Inserat

Entdecken Sie Tengen

„eine der schönsten Städt‘ der Welt“

Am Freitag, 16. Juli 2021 findet um 16 Uhr eine Geländeführung am

Römischen Gutshof in Tengen-Büßlingen statt. Anmeldung erforderlich:

Hegau Geschichtsverein, Tel. 07731/85-239

Ein altes Sprichwort sagt: „Engen, Tengen, Blumenfeld sind die schönsten Städt‘ der Welt...“

Doch nicht allein das zählt. Tengen bietet Ihnen für Ihren nächsten Urlaub eine abwechslungsreiche Mischung

aus Natur, Entspannung, Vergnügen und Kultur. Zwischen Schwarzwald, Alpen, Bodensee und der schwäbischen

Alb gelegen, beherbergt der Luftkurort im Jahr rund 100.000 Gäste und zählt damit zu den beliebtesten

Zielen im Hegau. Hier finden Sie Ruhe, Natur und auch verschiedenste Freizeitangebote.

Schlendern Sie durch die historische Altstadt zur Mühlbachschlucht, wandern Sie auf den zertifizierten Premiumwanderwegen

„Wannenbergtour“ und „Alter Postweg“ oder genießen Sie einen Rundgang bei einem

Kneipp-Kurgarten Besuch. Sehenswert sind auch das Deutschordensschloss Blumenfeld und der Römische

Gutshof in Büßlingen. Vielfältige Sportangebote wie Baden, Tennis, Fußball, klassifizierte Nordic-Walking-

Strecken, Langlauf-Loipen und Spielplätze runden das Angebote ab. Empfehlenswert ist auch der 5-Sterne-

Camping-Platz mit Hallenbad, Badesee, Minigolf, Spielezelt, BMX-Bahn und vielem mehr, der zu einem der

besten Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Kartenmaterial und Information rund um Tengen finden Sie in der Tourist-Info im Rathaus Stadt Tengen,

Marktstraße 1, 78250 Tengen Tel. +49 (0) 77 36/92 33-10, E-Mail: stadt@tengen.de, Web: www.tengen.de

12 Die Römerstraße im Südwesten


>> Fortsetzung von Seite 10

Geländeführungen und archäologische Spaziergänge, bei denen an der frischen

Luft Abstand gehalten werden kann, bilden einen Schwerpunkt im Programm.

Der Reigen beginnt am 23. April in Engen-Bargen, wo es später im Jahr der Bewuchs

erschweren würde, die beeindruckenden Schutthügel der römischen Villa

im Wald zu erkennen. Es folgt am 8. Mai eine Abendwanderung um Frauenfeld im

Thurgau auf den Spuren alter Verkehrswege. An der römischen Badruine in Hüfingen

sind anlässlich des Internationalen Museumstags am 16. Mai Familienaktionen

vorgesehen. Der römische Gutshof von Rosenfeld kann am 13. Juni entdeckt

werden, derjenige von Tengen-Büßlingen am 16. Juli. Die „Villa des Lucis Marius

Victor“ in Niedereschach-Fischbach wird am 31. Juli vorgestellt, und speziell an

Kinder richtet sich die Führung „Römer erleben“ am 3. August in Nürtingen-Oberensingen.

Bei einem archäologischen Abendspaziergang in Schleitheim werden

am 14. August unter fachkundiger Führung die römische Thermenanlage und die

Reste der römischen Kleinstadt Iuliomagus besichtigt. „Der Häsenbühl in römischer

Zeit“ ist Thema einer Geländeführung bei Geislingen zum Tag des Offenen

Denkmals am 12. September. Am gleichen Tag kann man sich auch die Spuren

römischer und alamannischer Besiedlung im Schutzbau von Wurmlingen erklären

lassen. Einen informativen Rundgang durch das spätrömische Kastell „Ad Fines“,

das sich im Stadtbild des „Städtlis“ von Pfyn noch deutlich abzeichnet, gibt es

eine Woche später, am 19. September.

Auch einige Museumsführungen sind geplant. Am 2. Mai informiert eine unterhaltsame

Führung im Sumelocenna-Museum Rottenburg mit dem Titel „Rom

und Geld – ein weites Feld“ über Münzen und das antike Monetäre in unseren

Breiten, denn: Die römische Welt war ebenso geldgesteuert wie die unsere. Im

Römermuseum Köngen können Kinder bei einer Führung am 19. Juni spannenden

Fragen nachgehen, zum Beispiel: wie lebten die Römer im antiken Grinario,

wie kleideten sie sich, und was spielten sie? Den ungewöhnlichen, unter einem

Schutzbau konservierten Keller eines römischen Streifenhauses kann man sich

am 4. Juli in Sulz-Kastell erläutern lassen.

Fortsetzung auf Seite 14 >>

Bild linke Seite Mitte: Römischer Gutshof Rosenfeld, Foto © Römerstraße

Bild rechte Seite oben: Römisches Bad Fischbach, Foto © Römerstraße

Römer für

einen tag!

Das Römische Freilichtmuseum

Hechingen-Stein und der

Familienwanderweg

„Römer-Tour“ warten auf Euch.

Eine Zeitreise in das alte

Römische Reich erlebt ihr beim Besuch

der beeindruckenden Villa Rustica.

Direkt von dort könnt ihr dann auf

den Familienwanderweg Römer-Tour

starten und an mehreren

Erlebnisstationen zeigen, wie viel

Römer in Euch steckt.

Erlebt einen tollen Tag und echte

Abenteuer mit der ganzen Familie

in Hechingen.

römer tour

Mehr Infos unter: www.hechingen.de

tourist-info@hechingen.de | Tel. 0 74 71-940 119

Die Römerstraße im Südwesten 13


>> Fortsetzung von Seite 13

Last but not least erfährt man am 21. November im Dominikanermuseum Rottweil

bei einer Führung mit dem Titel „Wer ist der Mann im Löwenfell?“ mehr über

den Götter- und Heldenkult im antiken Arae Flaviae.

Ausdrücklich an ein junges Publikum richtet sich eine Sonderausstellung, die von

Mai bis November im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen zu sehen ist. Unter

dem Titel „Bis auf die Knochen - Was Gräber erzählen“ werden Grabfunde von

der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter, aber natürlich auch aus römischer Zeit gezeigt.

Interaktive Rätsel laden hier ein, selbst zur Forscherin oder zum Forscher zu

werden. Besonders Kinder und Familien werden ebenfalls bei den Familiensonntagen

angesprochen, die das Museum Aargau über das ganze Jahr im Römerlager

Vindonissa anbietet, zumindest, soweit es das Pandemiegeschehen erlaubt.

Sowohl im Vindonissa Museum Brugg als auch am Legionärspfad in Windisch

kann man sich jeden Sonntag auf archäologische Entdeckungsreise begeben,

knifflige Rätsel lösen, basteln und auf spannenden Spieltouren die römischen

Hinterlassenschaften entdecken.

Schließlich soll, vermutlich im Spätsommer/Herbst, eine neue Infotafel in Oberndorf-Bochingen

feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darauf sollen die

spektakulären Funde der dort aufgefundenen Villa mit ihren umgestürzten Wänden

erläutert werden, von der heute vor Ort leider nichts mehr zu sehen ist. Der

genaue Termin steht noch nicht fest.

Aktuelle Informationen zu diesen und allen weiteren Aktivitäten an der Römerstraße

Neckar-Alb-Aare gibt es unter www.roemerstrasse.net. Hier kann auch

der Jahresflyer und weiteres Informationsmaterial bestellt werden.

Neuigkeiten findet man außerdem regelmäßig auf Facebook und Twitter. Die

kostenlose App „Römerstrasse“ erlaubt einen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten,

zeigt an, was im Moment geöffnet hat, erinnert einen Tag im Voraus

an Veranstaltungen und führt die Besucher per Google Maps direkt zum Ort des

Geschehens.

Text © Christiane Frank, Verein Römerstraße

Bild links: Hercules Statue, Sandstein, Dominikanermuseum Rottweil, Foto © LAD Y.Mühleis

Eine spannende Reise für Jung und Alt

Pfahlbauer, Kelten und Römer

Das Museum für Archäologie Thurgau liegt im Herzen der Altstadt von Frauenfeld.

Es entführt Jung und Alt auf eine spannende Reise in die Zeit der Pfahlbauer,

Kelten und Römer. Highlights sind neben dem 4400-jährigen Goldbecher

organische Funde, die sich im feuchten Boden erhalten haben, darunter römische

Weinfässer und eine 2000 Jahre alte Panflöte! (Bild unten © Museum für Archäologie).

Der Eintritt ist frei – das so gesparte Geld kann nach der Besichtigung

im Museumsshop oder im Museumscafé ausgegeben werden… Informationen

zum umfangreichen Rahmenprogramm mit interessanten Führungen, Exkursionen

und Kindernachmittagen finden Sie unter www.archaeologie.tg.ch

14 Die Römerstraße im Südwesten


Archäologisches Landesmuseum

Zeitdetektiven über die Schulter geschaut

Freier Eintritt

bis 18 Jahre

Inserat

Aufspüren, ausgraben, analysieren – Archäologen arbeiten wie Detektive. Kleinste

Spuren genügen, um große Geheimnisse zu lüften und spannende Erkenntnisse

über das Leben der letzten Jahrhunderte zu gewinnen. Bei einem Besuch im ALM

begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise vom Mittelalter bis zurück in die

Steinzeit und erleben, welche Methoden Archäologen anwenden.

Auf 3.000 Quadratmetern erwarten Sie einmalige archäologische Funde aus

7.000 Jahren. Eine Vielzahl von seltenen Funden aus organischen Materialien

wie Holz und Leder erlauben eine Aussage zum täglichen Leben im Bodenseeraum

wie auch in anderen Regionen Baden-Württembergs, und machen bewusst,

wie lange es viele unserer Alltagsgegenstände schon gibt.

Das Museum befindet sich in den großzügigen historischen Räumlichkeiten eines

ehemaligen Klosters. Alle Räume sind barrierefrei erreichbar und angenehm klimatisiert.

Auf drei Stockwerken erwarten Sie zahlreiche Highlights, u.a. das älteste Lastschiff

vom Bodensee oder „Die Welt der Pfahlbauten“ mit sensationellen Funden

aus dem UNESCO Welterbe. Einmalig ist die vollständig erhaltene Leier aus dem

Grab eines alamannischen Kriegers um 580 n.Chr., bundesweit einzigartig die

große Mittelalterausstellung mit Fokus auf Konstanz.

Angebot für die ganze Familie – wechselnde Sonderausstellungen

Die Sonderausstellung „Archäologie&Playmobil“ macht auch Erwachsenen

Spaß. Originalgetreu dargestellt mit rund 3.000 Playmobilfiguren, liebevoll

detaillierten Modellen sowie viel Humor laden wechselnde Themen zum Eintauchen,

Entdecken und spielerischen Lernen ein. Zusätzlich zum aktuellen Schwerpunktthema

„5.000 Jahre Schifffahrt am, auf und um den Bodensee“ wird am 16.

Mai „Archäologie&Playmobil – Römische Villa neu belebt“ eröffnet.

Bild oben links: Tisch aus dem Grab des Leierspielers von Trossingen, um 580 n. Chr.

Bild oben rechts: Dolch von Allensbach, um 2900-2800 v. Chr., M. Schreiner/ALM

Bild oben: Audioguide-App jetzt mit Kinderführung durch die Playmobilausstellung, S. King/ALM

Alle Bilder oben © Archäologisches Landesmuseum

Bild unten: Neun Kilo schwerer Silberring von Trichtingen, ein Highlight der Sonderausstellung

„Magisches Land“, Bild © Landesmuseum Württemberg, P. Frankenstein / H. Zwietasch

Dazu gibt es ein Spielzimmer für kleine Besucher sowie Wickelmöglichkeiten für

die ganz Kleinen. Am Ende wartet eine Erfrischung im neu eröffneten Garten des

Museumscafés, wo Sie die Seele baumeln lassen können.

Vom 24. Juli 2021 bis zum 9. Januar 2022 macht sich die Sonderausstellung

„Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“ auf die Spuren

einer rätselhaften Kultur. Mithilfe neuartiger Erzählstrukturen, packender

Gestaltung und dem Einsatz moderner Medien wird ein bedeutender Aspekt

keltischen Lebens beleuchtet: der Kult rund um Götter, Jenseitsvorstellungen,

Ahnenverehrung und naturheilige Plätze.

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg

Benediktinerplatz 5, D-78467 Konstanz, Tel. +49 7531 9804-0, www.alm-bw.de

Öffnungszeiten: Di. bis So. und feiertags, 10 bis 17 Uhr (ab 24.07. bis 18 Uhr)

Öffentliche und private Führungen erhalten Sie auf Anfrage, kostenlose Impulsführungen

sonntags ab 11 Uhr. Die gesamte Ausstellung ist hygienekonform und wird den jeweils

aktuellen Anforderungen angepasst. Live-Führungen, Exponatvorstellungen, Porträts und

Aktionen gibt es regelmäßig auf Instagram: @alm_badenwuerttemberg

Ausstellungen 15


Saisonstart am Affenberg Salem

Unter Einhaltung aller gebotenen Hygienemaßnahmen

Nach dem die aktuellen Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz jetzt

auch in der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg festgeschrieben

sind, stand der für 13. März 2021 geplanten Eröffnung des beliebten

Tierparks nichts mehr im Wege, vorausgesetzt, die 7-Tage-Inzidenz

bleibt unter 100. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die weitreichenden

Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Tier wurde bereits

in der letzten Saison getestet und für gut befunden.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, sieht auch die

Öffnung von Zoologischen Gärten, zu denen auch der Affenberg Salem gilt, vor.

Vorausgesetzt, alle gültigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen werden umgesetzt.

Das heißt für das beliebte Ausflugsziel am Bodensee, dass der geplanten

Öffnung nichts im Wege steht.

Umfangreiche Schutzmaßnahmen

„Wir haben bereits in der letzten Saison unser Online-Ticketsystem erfolgreich

eingesetzt. Damit können wir über halbstündliche Einlasszeiten die Besucherströme

steuern und die Bildung von Schlangen vor den Kassen vermeiden.“, so

Parkleiter und Biologe Dr. Roland Hilgartner. „Außerdem steuern wir über das

System die vorgeschriebene Dokumentation aller Kontaktdaten. In der letzten

Saison hat das sehr gut funktioniert und wurde von unseren Besuchern rege genutzt.“

Um auch für den Fall steigender Inzidenzen gerüstet zu sein, lassen sich

zunächst nur Termine für eine Zeitspanne von jeweils 7 Tagen buchen. So sieht

man sich im Park gut gerüstet, falls die in der Corona-Verordnung festgelegte

sogenannte „Notbremse“ gezogen werden muss. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von

über 100 über drei aufeinanderfolgende Tage wäre man gezwungen, den Park

wieder zu schließen. In diesem Fall würden die Tickets selbstverständlich weiterhin

ihre Gültigkeit behalten. „Mit dem Planungszeitraum von jeweils 7 Tagen

ist gesichert, dass wir schnell reagieren können und bei der erneuten Eröffnung

alle Besucher, die bereits ein Ticket gelöst haben, einen neuen Terminvon uns

genannt bekommen.“, erläutert Dr. Hilgartner diese Regelung.

Bilder v.l.n.r: :

Rangeln um die besten Plätze – die Störche sind zurück am Affenberg.

Der Nachwuchs bei den Berberaffen.

Ganz neu gebaut und perfekt zur Beobachtung von Fröschen und Co. – der Sumpfparcours am

Affenberg Salem. Fotos Affenberg

Maskenpflicht gilt weiterhin

Aufgrund der aktuellen Situation gilt auch zu Saisonbeginn weiterhin eine Maskenpflicht

(FFP2- oder OP-Maske) im Affenfreigehege. Im restlichen Gelände kann

jeder Gast selbst entscheiden, ob er eine Maske tragen möchte. An relevanten

Stellen des Parks stehen für die Besucher Desinfektionsspender zur Verfügung.

„Unser Gelände ist knapp 40 Hektar groß. Wir sind uns sicher, dass über die

Steuerung der Besucherströme über die Online-Tickets wirklich genügend Platz

ist, um Abstand zu halten.“, ist sich Dr. Roland Hilgartner sicher.

Tiervielfalt und Entdeckerfreuden

Besonders zu Beginn der Saison ist das Schauspiel auf den Dächern des großzügigen

Areals ein besonderes Erlebnis. Der Großteil der am Affenberg heimischen

Störche ist von seiner Reise in den warmen Süden wieder zurück. Jetzt wird

fleißig gezimmert, gebaut und auch mal gestritten, denn die Horste müssen parat

sein für die in Kürze anstehende Eiablage der stolzen Storcheneltern. Und wer

noch auf die Rückkehr des passenden Partners wartet, muss sich schon mal um

ein passendes Plätzchen hoch oben auf den Dächern streiten.

Zudem ist der neu konzipierte Sumpfparcours inzwischen fertiggestellt und lädt

ein, Frosch und Co. aus der Nähe zu beobachten – Schlammbad gegebenenfalls

inklusive.

Dr. Roland Hilgartner: „Wir freuen uns, dass wir öffnen dürfen und hoffen sehr,

dass die Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie auch weiterhin nachhaltig

Wirkung zeigen, damit wir langfristig ein Stück Normalität zurückbekommen.“

Der Affenberg Salem

Die Öffnungszeiten:

13. März bis 7. November täglich geöffnet

Genaue Öffnungszeiten unter www.affenberg-salem.de

Großer gebührenfreier Parkplatz.

Von April bis Oktober verbindet der Erlebnisbus den Affenberg,

Schloss Salem, Unteruhldingen (Pfahlbauten) und die Bahnhöfe Salem und

Uhldingen-Mühlhofen im Stundentakt.

Für Anfragen:

Affenberg Salem, D-88682 Salem

Tel. +49 7553 381, Fax +49

16 Freizeit


Rennfieber im Dornier Museum

Die Erlebnisausstellung zeigt heiße Boliden, Action und Rennspaß für die ganze Familie

Zwar ist das Dornier Museum Friedrichshafen infolge der corona-bedingten Maßnahmen

zur Eindämmung des Virus noch geschlossen, Besucher dürfen sich aber

bereits auf einige Neuheiten mit Wiederöffnung freuen.

Jede Menge Motorsport-Action bietet die neue Themen- und Erlebniswelt

„Rennfieber“. Hier wird Rennspaß für die ganze Familie sowie Groß und Klein

garantiert. Mit der Wiedereröffnung des Museums hält damit die Faszination

des Motorsports Einzug in das Dornier Museum und ergänzt im gesamten Jahr

2021 die Dauerausstellung zur Luft- und Raumfahrtgeschichte. Vor allem das

Mitmachen und Ausprobieren stehen bei dieser Erlebnisausstellung im Vordergrund.

Boliden aus verschiedenen Rennserien, ein Profi-Rennsimulator, mehrere

Carrera-Rennbahnen, RC-Autos sowie ein Boxenstopp mit Reifenwechsel sorgen

für jede Menge Rennspaß und Unterhaltung. Mit von der Partie ist auch ein

Rennfahrer vom Bodensee: Tim Zimmermann aus Langenargen fährt derzeit in

der höchsten GT-Serie, der ADAC GT Masters und sorgt mit Doppel-Kart-Fahrten

für Live-Action.

Neben den umfangreichen interaktiven Angeboten, bietet die Ausstellung auch

Einblicke in Geschichte des Motorsports: Von den Meilensteinen des Rennsports,

über legendäre Zitate von Motorsport-Ikonen bis hin zum Rennfieber bei Dornier

in den 1960er Jahren, als gemeinsam mit BMW ein Formel 2-Wagen gebaut

wurde.

Die Ausstellung startet mit Wiederöffnung des Museums. Besucher können sich

bereits jetzt über die Angebote der Ausstellung informieren und Online-Tickets

sichern.

Neue Ausstellungs-Highlights für Kinder und Familien

Neben der neuen Erlebnisausstellung dürfen sich Familien mit Kindern auf weitere

Neuheiten freuen. In einer eigenen Kinder-Raumfahrtausstellung dreht sich

alles rund um das größte Geheimnis: Den Weltraum. Schon mal einen echten

Raumanzug gesehen? Oder einen originalen Mars-Meteoriten aus der Nähe

betrachtet? In der neuen Raumfahrt-Dauerausstellung warten einige besondere

Exponate, die von kleinen und großen Entdeckern bestaunt werden können.

Auch eine Außerirdischensammlung, tolle Raumfahrt-Lego-Modelle oder eine

Marsstation der Zukunft machen den neuen Kinderbereich in der Raumfahrt-

Dauerausstellung für kleine Astronauten zum Erlebnis.

TONIEBOX ® Rätseltour

Ab diesen Sommer kommen auch alle kleinen und großen Fans des bekannten

Kinder-Audiosystems TONIEBOX ® auf Ihre Kosten. Als eines der ersten Museen

Deutschlands hat das Dornier Museum die in mittlerweile fast jedem Kinderzimmer

zu findende TONIEBOX ® in der Dauerausstellung integriert. Kinder können

sich damit ab diesen Sommer mit Hilfe der „Tonies“ auf eine abenteuerliche Rätseltour

begeben und die Welt der Luft- und Raumfahrt spielerisch entdecken.

Alle Angebote, Informationen zur Wiedereröffnung und corona-bedingte Hinweise

sowie Online-Tickets unter www.dorniermuseum.de

Alle Bilder © Dorniermuseum

Freizeit 17


Theater Konstanz – Münsterplatz Open Air

Vorverkaufsstart am 13.04.2021

Der Glöckner von Notre Dame – Sommer 2012 © Theater Konstanz/Ilja Mess

Es wird in diesem Jahr vermehrt unter freiem Himmel gespielt - zunächst ist das

Kinderstück „Bär im Universum“ ab 25.4. im Arkadenhof im Wessenberghaus

geplant. Humor- und fantasievoll werden die Nöte der Tiere im Klimawandel und

damit auch die Auswirkungen unserer Lebensweise auf die Umwelt beschrieben.

Cyrano de Bergerac – Sommer 2018 ©Theater Konstanz/Ilja Mess

Mit dem Spielzeitmotto EINMAL WELT, BITTE! startete das Theater Konstanz

im September 2020 in eine neue Spielzeit und eine neue Intendanz. Das Team

um Intendantin Karin Becker zeigte zum Spielzeitstart u.a. “Nibelungenleader“,

das Stück des Hausregisseurs und Künstlerischen Leiters des Jungen Theater

Konstanz Kristo Šagor, der mit seiner Uraufführung zum Theaterfestival „Schöne

Aussicht“ im Sommer 2021 in Stuttgart eingeladen wurde. Im Großen Haus wurde

mit „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem Roman von Hans Fallada gestartet

- ein großer Erfolg bei Publikum und Presse. Nur zwei weitere Stücke konnten

Premiere feiern, bevor sich im November der berühmte rote Vorhang schloss.

Das Theater hofft, seine Spielstätten ab April 2021 wieder für Publikum öffnen zu

können – mit greifenden Hygienekonzepten.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist Theater auf dem Münsterplatz. Auch 2021 verwandelte

das Theater Konstanz den Münsterplatz wieder in eine fantastische

Bühne. Beim diesjährigen MÜNSTERPLATZ OPEN AIR wird mit „Viel Lärm um

nichts“ ab 19.6. ein Klassiker gezeigt, der perfekt zur atmosphärischen Kulisse

passt. Shakespeares Komödie entführt in die flirrende Welt des sommerlichen

Siziliens und wartet mit einem der amüsantesten und unkonventionellsten Paare

der Weltliteratur auf: der schlagfertigen Beatrice und ihrem wortgewandten

Gegenspieler Benedikt. Die Schlacht ist geschlagen, das Fest kann beginnen!

Als Sieger kommen Don Pedro und seine Männer nach Messina zu Leonato. Der

junge Claudio verliebt sich in Hero, die Tochter des Gastgebers, und sogleich

wird die Hochzeit vorbereitet. Währenddessen sollen Benedikt, ein Edelmann

aus Padua und Beatrice, die Nichte Leonatos, die beide eingefleischte Singles

sind, durch einen Trick zusammengebracht werden. Es scheint zu gelingen. Doch

einem ist das Geturtel unerträglich: Don John, der seinem Halbbruder Don Pedro

in der Schlacht unterlag. Er will Claudio und Hero entzweien und ersinnt einen

hinterhältigen Plan, der beinahe eine Tragödie auslöst und einmal mehr zeigt, wie

viel Lärm um nichts gemacht werden kann.

Erstmals soll schon im Vorfeld ein weiteres Stück über die Bühne auf dem Münsterplatz

gehen: Die Premiere von „Farm der Tiere“ nach George Orwell ist für

den 8.5. geplant. Der Aufstand der Tiere in George Orwells Satire lässt sich auf

all jene Revolutionen anwenden, deren Motivationen ins Gegenteil kippen, weil

die Machtmechanismen auch nach der Revolution die gleichen sind.

Dies alles natürlich ohne Gewähr. Das Theater Konstanz steht allerdings in den

Startlöchern.

Der Vorverkauf für MÜNSTERPLATZ OPEN AIR startet am 13.4.2021 an der neuen

Theaterkasse im KulturKiosk im Wessenberghaus, Wessenbergstraße 41,

Konstanz

www.theaterkonstanz.de

Johnny Hübner greift ein

Ein mobiles Theaterabenteuer von Hartmut El Kurdi

Mit „Johnny Hübner greift ein“ kommt das Theater Konstanz in die Grundschulen

und präsentiert in einer Schulstunde im Klassenzimmer ein Abenteuer für

Kinder ab 7 Jahren.

Vorsicht! Wenn Johnny Hübner das Klassenzimmer betritt, muss man auf alles

gefasst sein. Denn dann heißt das: Jemand ist in Gefahr. Genauer: Jemand ist

beim Lesen in eine Geschichte hineingeraten. Und wenn das – wie in unserem

Fall – eine Piratengeschichte ist, kann das schlimm ausgehen. Denn dort hat ein

blutrünstiger Killer-Pirat das Kommando und will gerade den Smutje über Bord

werfen, weil der die Suppe versalzen hat. Zum Glück kann Johnny Hübner helfen,

schließlich ist er professioneller Leute-aus-Geschichten-heraus-Retter. Aber er

schafft das nicht alleine. Nur mit der vereinten Kraft der ganzen Schulklasse kann

das Unmögliche gelingen und die Person wieder aus dem Buch heraus gerettet

werden. Ob es klappt? Das hängt von der Schulklasse ab…

Buchen können Lehrer und Lehrerinnen das Stück über den Chefdisponenten des

Theater Konstanz Hendrik Zücker unter Hendrik.Zuecker@konstanz.de .

www.theaterkonstanz.de

18 Theater


Märchen-Hotline für Jung und Alt

Ab sofort zur Sandmännchenzeit

Daniel Leers Milena Weber Reyniel Ostermann Elmar F. Kühling

Die Städtische Bibliotheken Singen und das Theater Die Färbe Singen

teilen mit:

Liebe Anrufer bei unserer Märchen-Hotline,

liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Färbefreunde!

Zunächst war die Idee unseres Vorlese-Telefons eine Sofortmaßnahme zur Bekämpfung

der grassierenden Geschichten-Armut während des Lockdowns. Für

zwangsbeurlaubte Kinder und zuhause festgesetzte Erwachsene wollten wir eine

Möglichkeit geschaffen, jenseits von Daddeln, Homeschooling und Zoom-Konferenzen

für einige Augenblicke dem Internet zu entrinnen, um sich auf eine alte,

lieb gewonnene Tradition zu besinnen: Geschichten vorgelesen zu bekommen,

live und analog – in unserem Fall von einem Färbe-Schauspieler, der ein kleines

Stück Theater zu Ihnen ins Wohnzimmer bringt.

Von Anfang an wurde dieses Angebot sehr gut angenommen, wir haben inzwischen

sogar eine kleine und große „Stammkundschaft“. Nachdem die Corona-

Maßnahmen peu à peu gelockert werden, die Kinder allmählich wieder zur Schule

oder in die Kita gehen können (und wir alle hoffen, dass dies auch so bleiben

möge), klingelt naturgemäß am Dienstag-Vormittag unser Telefon schlagartig

weniger.

Umso mehr wird die Märchen-Hotline nun am Abend, sozusagen zur Sandmännchen-Zeit

genutzt, um noch eine Gute-Nacht-Geschichte zu hören.

Die Schauspieler haben Freude an ihrem Telefon-Dienst gefunden, ihr Repertoire

an Geschichten und Märchen erweitert und beschlossen, die Hotline auch in der

Zukunft fortzuführen, allerdings ab Dienstag, 23. März nur noch am Abend zwischen

18 und 20 Uhr.

Der Vorteil: unsere Leitungen werden auch über Corona hinaus immer dienstags

für die Vorlesestunden freigehalten sein. Anrufer jeden Alters sind willkommen,

wir haben für jeden die passende Geschichte bereit!

So freuen wir uns auch auf Sie und Ihre Kinder unter (07731) 64646.

So schwätzt me z Konschtanz

Seealemannisch auf Youtube/Badenkanal abrufbar

Diesen Titel trägt das 6-minütige Video, das seit 18. Februar 2021 auf Youtube/

Badenkanal abrufbar ist und bereits viele Nutzer erfreut hat. Hier werden seealemannische

Ausdrücke von 5 KonstanzerInnen „gschwätzt“, in Hochdeutsch erklärt

und sogar mit den entsprechenden Textunterschriften versehen. So ist es auf jeden

Fall ein Erlebnis für am heimischen Dialekt interessierte Neigschmeckte und

Einheimische. Seit letztem Jahr gibt es einen Flyer zum Thema „So schwätzt me

z Konschtanz“, der nun aufgrund der großen Nachfrage bereits in zweiter Auflage

gedruckt wurde. Im veränderten Layout, das auch eine bessere Lesbarkeit berücksichtigt,

präsentiert sich nun dieses kleine „Nachschlagewerk“ mit über 100

seealemannischen Wörtern. Herausgeber ist die Regionalgruppe Seealemannen

der Muettersproch-Gsellschaft, bei der Prospekte (mit Angabe der Postanschrift)

angefordert werden können: seealemannen@t-online.de oder Tel. 0 75 31/5 55

62 sowie 0 75 51/9 49 69 26.

Mehr Informationen und Dialektwörter findet man unter www.alemannisch.de.

Theater + LiteraturVideo 19


Ins-Seehas-Magazin_92x280_ Maerz 2021

Neu im Museum

Kostbare Schenkungen und Neuerwerbungen

im Kunstmuseum Thurgau

Ferdinand Hodler

„Der Nussbaum“

1909

Öl auf Leinwand

107 x 95.2 cm

Kunstmuseum

Thurgau

Bis 19. Dezember 2021

Neu im Museum

Kunstmuseum Thurgau

Kartause Ittingen

1. Mai bis 30. September

täglich 11 –18 Uhr

1. Oktober bis 30. April

Montag bis Freitag 14 –17 Uhr

Samstag, Sonntag und

allgemeine Feiertage 11 –17 Uhr

www.kunstmuseum.ch

Museumssammlungen wachsen, nicht nur durch Ankäufe, sondern regelmäßig

auch durch Schenkungen. So konnte das Kunstmuseum Thurgau in den letzten

Jahren einige bemerkenswerte Zugänge verzeichnen, die in einer neuen Sammlungspräsentation

dem Publikum vorgestellt werden. Neben Bildern von Stars der

Kunstszene wie Adolf Dietrich, Helen Dahm oder Ferdinand Hodler fanden auch

Schmuckstücke von Persönlichkeiten mit weniger bekannten Namen wie Elsbeth

Meyer, Theo Glinz, Hans Brühlmann oder Pya Hug den Weg ins Museum.

Erst vor wenigen Wochen konnte das Dietrich-Gemälde „Treibhaus mit Amaryllis

und Krokus“ aus dem Jahre 1930 als Schenkung einer Basler Familie entgegengenommen

werden. Dieses Bild ist ein hervorragendes Beispiel für Dietrichs

akribische Beobachtungsgabe und seinen Hang, das Gesehene naturnah ins Bild

zu übersetzen. Das Meisterwerk wird in einer Reihe von weiteren Arbeiten des

Berlinger Malers gezeigt, die ebenfalls in den letzten Jahren in die Sammlung

des Museums gelangten.

Einer der einflussreichsten Künstler der Generation vor Hans Brühlmann, Helen

Dahm, Carl Roesch oder Theo Glinz war Ferdinand Hodler. Er prägte die Werke

der nachfolgenden Künstlerinnen und Künstler entscheidend. Seit einigen Monaten

ist das Kunstmuseum Thurgau im Besitz eines Hodler-Gemäldes. Dieses

passt zwar nicht eigentlich ins Sammlungskonzept, öffnet aber die Möglichkeit,

anhand von Originalen die Kunstentwicklung vor dem Ersten Weltkrieg sinnlich

erfahrbar zu machen.

Die Ausstellung „Neu im Museum“ gibt einen kleinen, aber umso exquisiteren

Einblick in den Sammlungsreichtum des Kunstmuseums Thurgau, in dem noch

mancherlei Schätze verborgen sind.

www.kunstmuseum.ch.

Adolf Dietrich, «Treibhaus mit Amaryllis und Krokus» (Ausschnitt),1930, Öl auf Karton, 85x70.7cm

Kunstmuseum Thurgau, Doris Dietschy und Denise Dietschy-Frick Stiftung

Adolf Dietrich

„Gartenbild“

datiert 1940

Öl auf Karton

55 x 49 cm

Kunstmuseum

Thurgau

Dauerleihgabe

Vermächtnis

Karl Dietschy-Rueff

Basel

20 Ausstellungen


90 Jahre Janosch

Jubiläumsausstellung in der Art 28 gallery in Tübingen

Aqua – Mönche am Wasser

Jahresausstellung bis 26.01.2022

Wenn jemand wusste, auf was ein Kloster nicht verzichten kann, dann der heilige

Benedikt. Unter den notwendigsten drei Dingen einer Klosteranlage nennt er zuerst

das Wasser, gefolgt von Mühle und Garten. Sein erster Rückzugsort Subiaco

im Tal des Aniene zeichnete sich deshalb durch eine starke Quelle mit frischem,

klarem Wasser aus.

90 Jahre Janosch Ausstellung in der Art 28 gallery

Am 11. März 2021 feierte Janosch seinen 90. Geburtstag in seiner Wahlheimat

Teneriffa. Horst Eckert alias Janosch gilt als einer der bedeutendsten, wenn nicht

gar der einzige Künstler weltweit, der zugleich Maler, Illustrator, Karikaturist, Roman-

und Kinderbuchautor ist, und es in jeder einzelnen Disziplin zu erheblicher

Bekanntheit gebracht hat.

Er wurde zunächst durch seine illustrierten Kinderbücher wie „Oh, wie schön

ist Panama“, die in über 30 Sprachen übersetzt wurden, einer weltweiten Fangemeinde

bekannt. Doch ebenso, wie sein schriftstellerisches Schaffen sich

keineswegs in Kinderbüchern erschöpft, geht auch sein künstlerisches Schaffen

weit über bloße Buchillustrationen hinaus. Seine Zeichnungen, Aquarell- und

Acrylarbeiten, Radierungen und sonstigen Drucke werden in Museen, Galerien

und Ausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt, so u.a.

im Bilderbuchmuseum in Burg Wissem / Troisdorf, dem Buchheim Museum in

Bernried, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg oder dem Karikaturmuseum

in Krems.

1993 bekam Janosch das Bundesverdienstkreuz als Anerkennung für sein literarisches

wie künstlerisches Schaffen und seinen Einsatz für die Völkerverständigung

verliehen. Heute kann Janosch auf eine über 70-jährige kreative Schaffenszeit

zurückblicken. Janosch lebt schon seit über 40 Jahren zurückgezogen auf

Teneriffa. Er sagt über sich mit den Worten seines Hasen Baldrian: „Ich brauche

nichts. Ich habe alles, was ich brauche. Nämlich nichts.“

Die Art 28 widmet diesem Ausnahmekünstler aus Anlass seines 90. Geburtstags

ab dem 11. März 2021 eine Jubiläumsausstellung in ihren großzügigen Ausstellungsräumen

in Tübingen, wobei der Zugang für die Öffentlichkeit erst mit Ende

des Corona-Lockdowns möglich ist. Teil des umfassenden Zugangs- und Hygienekonzeptes

ist es, dass die zahlenmäßig streng begrenzten Eintrittskarten für

feste Zeitfenster nur online unter tickets.art28.com bestellt werden können. Als

Verleger und Management betreut die Art 28 den Künstler bereits seit 2013 exklusiv.

Mehr als 400 Werke, darunter noch nie gezeigte Unikate und Radierungen

aus allen Schaffensperioden, sind ausgestellt.

Seit den Anfängen des Mönchtums in der ägyptischen Wüste führen seine Vertreter

einen immerwährenden Dialog mit dem Wasser. Diesen durften wir dieses

Jahr erstmals belauschen. Und der wunderbare Fundus des Stiftsarchivs verrät

bei diesem Thema viel über die Liebe der Mönche zu diesem Element, das es

zunächst zu bändigen galt, um es für den Betrieb einer Mühle, eines Fischteichs

oder der Brunnen, Badhäuser und Latrinen nutzbar zu machen. Flüsse und Seen

verbanden die Mönche mit ihrer Umwelt, dienten als die «Autobahnen» des Mittelalters

und als Lebensadern für die Bewohner rund um den Bodensee.

In den Gründungsgeschichten des frühen Mittelalters gibt es kaum eine wundersame

Begebenheit, die sich nicht auf oder am Wasser zuträgt. Wasser hat

für Mönche vor allem eine spirituelle Bedeutung. Die Nutzung dieser Ressource

ist deshalb eng mit der religiösen Kultur eines Klosters verflochten. Im Bewusstsein

um die Notwendigkeit von Wasser für das Überleben, bauen Mönche ihre

Klosteranlagen an Wasserläufen oder Seen. Oft überflügelt der Gewässername

jenen des heiligen Gründers.

UNESCO Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen

Klosterhof 6d, 9000 St. Gallen / Schweiz, www.stiftsbezirk.ch

Seit dem 1. März 2021 wieder geöffnet.

Stiftsbibliothek: Beten – Gespräch mit Gott

Jahresausstellung, 8. Dezember 2020 bis 7. November 2021, täglich 11-16 Uhr

Gewölbekeller: Gallus und sein Kloster – 1400 Jahre Kulturgeschichte,

täglich 11-16 Uhr

Ausstellungssaal: Das Wunder der Überlieferung – Der St. Galler Klosterplan

und Europa im frühen Mittelalter, täglich 11-16 Uhr

Ausstellung vom

11.03. - 28.08.2021

Art 28 gallery

Schaffhausenstr. 123

Tübingen

Wondrak

Janosch Ausstellung

Ausstellungen 21


SEEFESTIVAL 2021 – Neue Ufer

3. Seefestival am Konzertsegel in Radolfzell vom 11. bis 13. Juni 2021

Die Globetrotter von Zweierpasch aus Freiburg mischen Rap, Dancehall, Funk

und Elektro, live unterstützt von Saxophon und Posaune als musikalisches Fundament

für ihre deutschen und französischen Texte. Sie konnten mit ihren poetischpolitischen

Botschaften auf nationalen wie internationalen Touren ein stetig

wachsendes Publikum von ihrer Musik begeistern.

Gespannt darf man auch auf die Jungs von Brasslufthamma aus Stühlingen

sein, die mit Eigenkompositionen und frischem Wind vom südlichen Schwarzwald

nach Radolfzell kommen.

Julian Maier-Hauff, Foto Matthias Somberg

Drei Tage Musik aus Baden-Württemberg, im Mittelpunkt junge und aufstrebende

Künstler und Bands, eine Bühne direkt am Ufer des Bodensees und Stilrichtungen

von Brass über Indie, Hip Hop und Electro bis hin zu Singer Songwriter Pop.

Anlässlich der Heimattage Baden- Württemberg präsentieren sich im Festivaljahr

2021 ausschließlich Künstler aus oder mit Bezug zu Baden-Württemberg.

Als eines der wenigen Festivals deutschlandweit geht das Seefestival Radolfzell

mit einem auf die Corona-Pandemie abgestimmten Veranstaltungskonzept in den

Vorverkauf. Zunächst werden pro Festivaltag maximal 500 Karten für das atmosphärisch

einzigartige Areal direkt am See verkauft. Es können Tickets für eine

Aufenthaltsinsel für 4-6 Personen erworben werden und für den Sonntag gibt es

exklusiv noch Sitzplätze mit dem jeweils vorgesehenen Sicherheitsabstand. Auch

so kann ein Musikgenuss höchster Qualität bei gleichzeitiger Durchführung der

wichtigen Hygiene- und Abstandsstandards im kommenden Jahr möglich sein.

DOCH WEN GIBT ES 2021 ZU SEHEN?

Festival-Freitag (11.06.2021) – Brass Brass Brass

Fättes Blech aus Tettnang übernehmen die Headliner Position am ersten Festivaltag,

die sie sich in den vergangenen Jahren durch ausgiebiges Touren erarbeitet

haben.

Flankiert werden sie von der Brasserie aus Friedrichshafen, die bereits zweimal

den Auftakt beim Seefestival machen durfte und 2021 den Abschluss des Tages

übernehmen wird.

Was wäre das Seefestival ohne die Erfinder desselbigen? Fast vier Jahre ist das

50-jährige Jubiläum der Lokalmatadoren von der Froschenkappelle Radolfzell

her, zu dessen Anlass die erste Ausgabe gestartet wurde und sie brennen nach

einem Jahr ohne Auftritte extrem darauf, ihr Können wieder einmal unter Beweis

zu stellen.

Luke Noa, Foto Massimiliano Cortesseli

Festival-Samstag (12.06.2021) – Indie, Hip Hop, Elektro Klimbim

Ganz neue Töne sind am Samstag zu hören. Auf Empfehlung der Popbüros aus

den regionalen Zentren von Baden-Württemberg stehen Künstler auf der Seefestival

Bühne, die in der Bodenseeregion noch nicht zu hören und zu sehen waren.

Zum Beispiel Sloe Paul aus Stuttgart, der mit Band im Gepäck eine Mischung

aus Disco Soul, New Wave und Dream Pop auf die Bühne bringen wird.

Analog – elektronisch, verspielt – akustisch und vor allem eins: LIVE. Als einer

der wenigen in der elektronischen Szene extemporiert Julian Maier-Hauff

während seines Auftritts und produziert somit seinen Sound direkt – in der Anwesenheit

des Publikums. Trompete, Saxophon, Posaune und Rhodes bilden den

Kontrast zur analogen Elektronik und fügen sich charmant in den Gesamtsound

des Mannheimers ein. Ohne Unterbrechung bewegt sich sein Klangapparat, sobald

er einmal angeschoben wurde, von einem Motiv zum nächsten.

Nein, es sind nicht die jungen Brüder der Arctic Monkeys, dafür klingen die vier

Mannheimer von Cinemagraph viel zu eigenständig und unbeschwert. Nach der

Tour 2019 mit der ersten EP durch die Republik möchten die Brit-Rocker nun den

nächsten Schritt wagen und stellen sich am schönen Bodensee vor.

Den gebürtigen Aachener Martin Haller hat es erst spät nach Baden-Württemberg

verschlagen, aber die Pop-Akademie Baden-Württemberg ist für ihn schnell

zum Heimathafen geworden. Haller schreibt deutsche Texte und kombiniert Hip-

Hop-Elemente mit Elektronischem und einer Prise Soul. Mit frischem Plattenvertrag

in der Tasche kommt er erstmals an den See, um seine Songs vorzustellen.

Festival-Sonntag (13.06.2021) – Singer Sunday mit Gregor Meyle

Im Zeichen der Singer-Songwriter steht der Sonntag als finaler Festivaltag. Aus

der Pop- Stadt Ravensburg, die erst kürzlich durch Namen wie Lotte oder Provinz

in den Fokus geraten ist, hat Peter Pux zwar nicht den längsten Anfahrtsweg,

es wird aber höchste Zeit, auch diesen Rohdiamanten zu hören und zu sehen. Die

unverkennbare Stimme von Peter Pux erzählt erwachsen und ehrlich. Seine Texte

handeln von Freundschaft und Liebe, von Fernweh und Heimat. Für ihn und seine

Musiker ist die Sache klar: „Wir brauchen unseren Heimathafen. Heimkommen

– und wieder losfahren.“ Kontraste im Allgemeinen sind ein großes Thema bei

ihm.

Ein bisschen weiter oberhalb von Ravensburg – nämlich in Biberach – ist Luke

Noa geboren, der nach einigen Jahren in der Schweiz wieder zurück in die alte

Heimat gekommen ist, um dort seine musikalische Ausbildung abzuschließen.

Nach Auftritten auf dem Southside Festival ist er mittlerweile nach Berlin weitergezogen

und veröffentlicht im Februar 2021 bereits seine zweite Platte, auf

der er mit einzigartiger Stimme, reifen Texten und warmen Sounds zu überzeugen

weiß.

Poetischer Pop mit Indienote und Musik nach eigenem Empfinden kommt aus

der Feder von Paul Weber. Der gebürtige Kölner hat das Nachwuchsförderprogramm

„bandpool“ der Popakademie Mannheim durchlaufen und hat mit seinen

Charakterstücken und einfühlsamen Texten in den letzten zwei Jahren immer

mehr Aufmerksamkeit erzeugt.

Für Gregor Meyle standen nach dem Sieg bei „The Masked Singer“ ursprünglich

bis Jahresende viele Konzerte auf dem Plan, die leider erneut verschoben werden

mussten. Umso schöner ist es, dass der gebürtige Backnanger Singer-Songwriter

nach seinem gefeierten Auftritt im Milchwerk Radolfzell vor zwei Jahren nun in

Kooperation mit den Heimattagen das Seefestival 2021 musikalisch beschließen

darf. Mit Songs wie „Keine ist wie du“ oder „Du bist das Licht“ lässt er seine

Seele sprechen und singt sich in die Herzen seiner Zuhörer. Dabei bleibt er trotz

seines Erfolges immer noch der authentische Singer- Songwriter mit Bart und

Hut und wird garantiert für Feuerzeugmomente an einem lauen Abend am See

sorgen.

Tickets ab sofort bei reservix.de und bei der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell

GmbH, Kirchgasse 30 / Eingang Seestraße 30, Tel. 07732/81-500

Weitere Informationen gibt es unter: www.musikstadt-radolfzell.de/seefestival

22 Konzerte


Operette Sirnach – Lichtstreifen am kulturellen Horizont

Premiere des „Weißen Rössl“ für den Januar 2022 geplant

Der Frühling macht es vor

Die Energien sind da, die Kräfte steigen, das kulturelle Leben will an allen

Ecken wieder aufsprießen und belebt so wichtige Werte wie Freude und Gemeinschaft.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Folgen erzeugte in der Kulturwelt ein großes

Vakuum, von dem nebst Musikerinnen und Musiker auch das Publikum betroffen

war und noch immer ist. Natürlich kann man solche Zeiten mit Aufnahmen und

Streamings überbrücken, aber auf Dauer kann dies niemals das Live-Erlebnis eines

Theaterabends ersetzen.

„Ich bin zuversichtlich“

Florence Leonetti, Produktionsleiterin der Operette Sirnach und Leiterin der Tonhalle

Wil ist von diesem Vakuum sehr betroffen. „Es ist schwierig, sich immer

wieder auf eine neue Situation einzustellen, Lösungen für reduziertes Publikum

zu suchen, Vorstellungen zu verschieben und dann doch wieder alles absagen zu

müssen“, schreibt sie in einem Interview. Für sie ist die Premiere des „Weißen

Rössl“ ein klarer Lichtstreifen am Horizont: „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis

dahin wieder so Theater machen dürfen, wie wir es gewohnt sind“, so Leonetti.

In ersten Kontakten zu Sirnachern und Sirnacherinnen erfuhr sie sehr viel Bereitschaft

mitzuwirken und Vorfreude auf die Produktionszeit.

Flexibilität erforderlich

Natürlich geben die Richtlinien des BAG den Takt für die Probenarbeit vor. Die

Aufnahme der Chorproben ist für den 31. Mai 2021 vorgesehen. Sollte dies noch

nicht möglich ein, könnte man im Juni mit Kleingruppen beginnen. Flexibilität und

Improvisationstalent werde es brauchen, darüber ist sich auch Andreas Signer,

musikalischer Leiter der Operette Sirnach im Klaren: „Es wird eine gewisse Lockerheit

von Nöten sein, da uns Corona schon noch eine Weile begleiten wird“.

Auch für Signer war das Jahr 2020 eine Achterbahn der Gefühle: Wo im September

die Aussicht auf Konzerttätigkeiten Hoffnungen weckte, wurde dies bald

wieder zunichte gemacht. Auch das Vorsingen für das „Weiße Rössl“ gestaltete

sich aufgrund der Einreisebestimmungen schwierig.

Spritzige und temporeiche Produktion

Regisseur Giuseppe Sina verspricht ein spritziges und temporeiches „Rössl“, die

Vorbereitungen im Team sind von spannenden und kreativen Diskussionen geprägt.

So wird das Orchester beispielsweise nicht im traditionellen Orchestergraben

sondern als Bestandteil der Szenerie mitten auf der Bühne sitzen und somit

direkt in das Geschehen eingebunden sein. „Mich erwartet ganz viel positive

Energie!“, schreibt Signer: „Nachdem Sänger und Instrumentalisten ein musikalisch

armes Jahr 2020 hatten, rechne ich mit einer sehr motivierten Truppe, mit

der ich arbeiten darf“.

Im Augenblick werden noch Chorsängerinnen und -sänger für die Mitwirkung am

„Weißen Rössl“ gesucht. Interessierte können sich an Florence Leonetti wenden.

florence.leonetti@operette-sirnach.ch

Living Library

Die Nacht der lebenden Bücher

Begegnung mit Menschen

und deren persönlichen Grenzen

Am Montag, den 19. April 2021, erwachen um 19 Uhr die Bücher der Konstanzer

Stadtbibliothek zum Leben. Sechs Menschen stellen sich als „lebende Bücher“

zur Verfügung und berichten in Gesprächen in kleiner Runde von ihren persönlichen

Grenzerfahrungen: Wie begleitet man Patienten an der Grenze zwischen

Leben und Tod? Wie hat ein DDR-Bürger die Innerdeutsche Grenze empfunden?

Was treibt eine Parasportlerin an, immer wieder an ihre Grenzen zu gehen?

Lesen bedeutet in der „Living Library“ sich unterhalten, zuhören, Fragen stellen.

Wie in einer Bibliothek können Besucher die lebenden Bücher ausleihen und sich

in kleinen Gruppen austauschen. Nach etwa 20 Minuten treffen sie auf ein neues

Buch und eine neue Geschichte. Insgesamt gibt es drei Runden.

Anmelden kann man sich über die vhs unter https://t1p.de/livinglibrary.

Veranstaltungsort: Digital via Zoom

Datum: 19. April 2021, 19 Uhr

Veranstalter: Stadtbibliothek Konstanz, 83-Konstanz integriert, vhs Landkreis

Konstanz und Stadt Konstanz

Eintritt: frei

Anmeldung über die vhs: https://t1p.de/livinglibrary

Künstlerresidenz Chretzeturm

Stipendiat Marko Dinić ist eingezogen

Der junge Autor Marko Dinić, 1988 in Wien geboren,

ist von Januar bis März 2021 Stipendiat

der Künstlerresidenz Chretzeturm in Stein am

Rhein.

Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Belgrad.

2008 zog er nach Österreich und studierte

in Salzburg Germanistik und Jüdische Kulturgeschichte.

Seit 2012 veröffentlicht er Lyrik und Prosa in

Anthologien und Zeitschriften. Dinić ist Gründungsmitglied

des Kunst-Kollektivs Bureau du

Grand Mot und betreibt zusammen mit anderen

Künstler*innen die in Salzburg ansässige Indie-Literatur-und-Kunstzeitschrift

Mosaik mit Prosa-und Lyrik-Edition.

Auf Einladung von Klaus Kastberger las Dinić 2016 beim Ingeborg-Bachmann-

Preis Auszüge aus seinem Romanmanuskript „Als nach Milošević das Wasser

kam“. Der Autor erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. war er 2016 Stadtschreiber

von Schwaz (A) sowie 2018 Stadtschreiber von Halle (Saale).

Sein Debütroman „Die guten Tage“ (2019) handelt von einem jungen Mann, der

sich nach vielen Jahren auf den Weg über die westliche Balkanroute in seine

Heimatstadt Belgrad aufmacht. Diese Reise führt ihn auch in die Vergangenheit

zurück, in die Welt seiner Großmütter und Großväter, in seine Jugendzeit, die von

den Jugoslawienkriegen geprägt war. Sprachmächtig erzählt Marko Dinić von

einer traumatisierten Generation, die sich weder zu Hause noch in der Fremde

verstanden fühlt.

Der Roman wurde für den Debütpreis des österreichischen Buchpreises nominiert.

Die Zeit als Stipendiat will der Autor für sein neues Romanprojekt nutzen.

Konzerte + Literatur 23


Schwimmende Gärten in Überlingen

Ein Highlight der Landesgartenschau in Überlingen werden neben der Seebühne, den Schaugärten

und Floristikschauen die schwimmenden Gärten sein. Wunderschön hergerichtet blühen die

Gärten mitten auf dem Bodensee.. Bildnachweis: Olaf Kühl

Karibisches Flair: Die Insel Mainau von oben

Die Insel Mainau widmet sich im Blumenjahr 2021 dem Thema Wasser in allen Facetten. Es

lassen sich Pflanzen bestaunen, die einen besonderen Bezug zu Wasser haben.

Bildnachweis: Achim Mendel

Super-Gartenjahr am Bodensee

Der Bodensee steht 2021 ganz unter grünen Vorzeichen

Liebhaber von Gärten und grünen Oasen sind im Jahr 2021 am Bodensee

goldrichtig. Denn gleich zwei große Gartenschauen öffnen in Überlingen

und Lindau im Frühjahr ihre Pforten und geben bis in den Herbst

hinein Gelegenheit zur Erkundung herrlich gestalteter Uferparks, grüner

Bastionen und schwimmender Gärten, die eigens ins Wasser gebaut

wurden. Das Netzwerk Bodenseegärten veranstaltet daher gemeinsam

mit der Landesgartenschau in Überlingen, der Gartenschau Lindau, der

Blumeninsel Mainau und vielen weiteren Partnern das „Gartenjahr am

Bodensee 2021“. Eine Gartenjahr-Faltkarte und die Website www.gartenjahr2021.eu

unterstützen Gäste der Region bei der grünen Schatzsuche.

www.gartenjahr2021.eu

Landesgartenschau Überlingen eröffnet neuen Uferpark

Vom 9. April bis 17. Oktober 2021 findet in Überlingen die erste baden-württembergische

Landesgartenschau am Bodensee statt. Zu den Highlights zählt ein

neuer, sechs Hektar großer Uferpark mit Prachtstauden und üppigem Wechselflor,

mit naturnaher Ufergestaltung und großflächigen Zugängen zum See. Außerdem

locken eine Seebühne, schwimmende Gärten, kreativ gestaltete Schaugärten,

Floristikschauen in einer ehemaligen Klosterkirche und eine Bibliothek unter

freiem Himmel in die historische Bodenseestadt. Per Schiff kommt man übrigens

direkt zum Gartenschaugelände. Die neue Anlegestelle befindet sich gleich beim

Bahnhof Therme.

.

Gartenschau Lindau eröffnet „Gartenstrand“

2021 ist Lindau Gastgeber der 33. Bayerischen Gartenschau. Vom 20. Mai bis 26.

September 2021 verwandelt sich die Hintere Insel zwischen Bahnhof und See

in ein blühendes Park-Quartier. Wie Überlingen setzt auch Lindau darauf, das

Bodenseeufer in Szene zu setzen. Entlang des neuen „Lindauer Gartenstrands“

ist eine luftige Uferpromenade mit Ahorn- und Kastanienbäumen entstanden,

außerdem die 120 Meter langen „Uferstufen“. Schon zuvor war dieser Ort ein

beliebter Treffpunkt der „Lindau-Insulaner“. Mit der Umgestaltung und den neuen,

direkten Seezugängen wird er darüber hinaus zum beliebten Instapoint der

Gartenschau, vor allem am Abend, wenn die Stufen zum Logenplatz für den Sonnenuntergang

über dem Bodensee werden.

Grenzenloses GartenRendezvous und Thurgauer Bauerngärten

Ab Frühjahr 2021 rollen zudem wieder Hobbygärtner, Schaugärten, Parkanlagen

und die Gärten des „Grenzenlosen GartenRendezvous“ am westlichen Bodensee

wieder den grünen Teppich für Garten- und Outdoorfans aus. Im schweizerischen

Thurgau führt die Bauerngartenroute zu bäuerlichen Nutz- und Ziergärten. Mal

sind es traditionelle Küchengärten im hölzernen Zaungeviert, mal zeigen sich die

Bauerngärten auch in ganz moderner Interpretation. Gemüse, Obst und Kräuter

treffen auf Zierpflanzen, Stauden und Sträucher. Einige der Gärten sind ganzjährig

für Besucher geöffnet, andere werden vom Gartenzaun aus bestaunt. Am Tag

der offenen Bauerngärten öffnen sie aber alle Tür und Tor (im Jahr 2021 am 06.

Juni von 10 bis 16 Uhr).

Mainau-Themenjahr „Blühende Wasser, schwimmende Gärten“

Die Insel Mainau widmet sich im Blumenjahr 2021 dem Thema Wasser in allen

Facetten. Dabei werden Pflanzen in Szene gesetzt, die einen besonderen Bezug

zum Wasser haben – sei es, weil sie am oder im Wasser wachsen, oder weil sie

die Fähigkeit besitzen, besonders viel Feuchtigkeit zu speichern. Kreativ bestückte

Miniteiche und Badewannen liefern etwa im späten Frühjahr ausgefallene

Fotomotive. Im Sommer widmet sich die Ausstellung „Kein Eis Meer“ mit großformatigen

Aufnahmen und Videosequenzen den Folgen des Klimawandels. Alles

andere als trocken präsentiert sich zudem die Herbstausstellung im Palmenhaus,

die unter dem Titel „Agave, Aloe & Co.“ Sukkulenten aus aller Welt zeigt.

Insgesamt 42 Bodenseegärten freuen sich auf Besucher

Seit 8 Jahren steht das internationale Netzwerk „Bodenseegärten“ für die Gartenschätze

der Region und lädt zu Erkundungstouren durch insgesamt 42 Parks

und Gärten in vier Ländern ein. Die Besucher werden dabei zu Zeitreisenden: Von

der Steinzeit über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und in die Gegenwart

bewegen sie sich von Epoche zu Epoche und erfahren Gartenbaugeschichte hautnah.

Neu dabei sind 2021 unter anderem das Ernährungsfeld in Vaduz und der

Kräutergarten Mauren in Liechtenstein. Damit können nun in allen vier Ländern

der Bodenseeregion „Bodenseegärten“ besucht werden.

Klimafreundliche Gartenexpeditionen per ÖV

Die Bodenseeregion bietet alle Möglichkeiten zum nachhaltigen Reisen von Garten

zu Garten. Grenzüberschreitend gilt etwa das kostengünstige Bodensee Ticket,

das Bus, Bahn und Fähre in der gesamten Bodenseeregion inkludiert. Zwischen

den beiden Gartenschauen in Überlingen und Lindau pendelt der Echt Bodensee

Bus und verbindet die beiden Garten-Highlights miteinander. Die schönste Art

der Fortbewegung ist am Bodensee natürlich die Fahrt mit dem Schiff. So etwa

reist man von der Anlegestelle der Insel Mainau direkt zum Gartenschaugelände

in Überlingen. Oder man tourt per Fahrrad auf bestens beschilderten Radwegen

von einer grünen Oase zur nächsten. Attraktive Tourentipps und Informationen zu

Kombitickets auf www.gartenjahr2021.eu.

Reiseführer durch das Gartenjahr 2021

Eine Gartenjahr-Faltkarte dient während des Themenjahrs Besuchern als Kompass

durch die internationale Bodenseeregion. Alle Infos können auch online auf

der Gartenjahr-Website www.gartenjahr2021.eu abgerufen werden. Die Faltkarte

kann bestellt werden bei der Geschäftsstelle Bodenseegärten, info@bodenseegaerten.eu.

Außerdem steht sie auf www.gartenjahr2021.eu zum Download

bereit.

Weitere Informationen:

Verein Bodenseegärten, Schloss Arenenberg,

CH-8268 Salenstein,

info@bodenseegaerten.eu,

www.bodenseegaerten.eu.

24 Freizeit


Bilder oben v.l.n.r.:

Schloss Arenenberg in Frühlingspracht

Gelbe Rosen säumen den Zaun um das Gelände von Schloss Arenenberg. Das majestätische

Anwesen in der Gemeinde Salenstein (Thurgau) liegt gegenüber der Insel Reichenau und stammt

ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert.

Bildnachweis: Helmuth Scham

Mit dem Schiff oder Rad zu den blühenden Gärten

Mit deiner Fahrradtour oder einer Schifffahrt lässt sich der Besuch der Bodenseegärten prima

verbinden (im Bild: der Hafen von Uhldingen-Mühlhofen).

Bildnachweis: Florian Bilger

Bild rechts:

Bunt, bunter, Gartenschau Lindau

Vom 20. Mai bis 26. September 2021 verwandelt sich die Hintere Insel zwischen Bahnhof und See

in ein blühendes Park-Quartier. Die Bepflanzung des Stadtgartens ist besonders eindrucksvoll

Bildnachweis: Wolfgang Schneider

Gartentermine 2021 – eine Auswahl

Landesgartenschau Überlingen: 09. April bis 17. Oktober 2021

Gartenschau Lindau: 20. Mai bis 26. September 2021

Blütenzauber der Bodenseegärten: 04. bis 06. Juni 2021

Lange Nacht der Bodenseegärten: 03. bis 05. September 2021

Gartensymposium Bodensee: 09. bis 10. September 2021

Mehr zu den Gartenjahr-Partnern auf www.gartenjahr2021.eu.

Blütenzauber und Lange Nacht der Bodenseegärten

Auch 2021 laden die Bodenseegärten zum „Gartenfestival“: Den Auftakt macht

der Blütenzauber am ersten Juni-Wochenende (04.06. bis 06.06.21). Neben

Abendevents in den teilnehmenden Parks und Gärten gibt es an verschiedenen

Standorten auch ein Nachmittagsprogramm – mit Führungen, Vorträgen und

Workshops. Während der Frühling im Zeichen der Blüte steht, rücken bei der

„Langen Nacht“ im September (03.09. bis 05.09.21) lauschige Abendveranstaltungen

in den Mittelpunkt. Das Angebot der teilnehmenden Gärten gibt es online

unter www.bodenseegaerten.eu/langenacht.

Neuerscheinung: „Die schönsten Bodenseegärten und ihre Geschichte“

Anlässlich des Gartenjahrs am Bodensee entsteht ein historisches „Gartenbuch“

zur Region. Dominik Gügel, Direktor des Napoelonmuseums Thurgau und Co-Präsident

der Bodenseegärten, stellt in seinem Werk „Die schönsten Bodenseegärten

und ihre Geschichte“ die prächtigsten grünen Refugien von der Steinzeit bis

heute vor. Das reich bebilderte Buch erscheint im Frühjahr im Silberburg-Verlag.

ISBN 978-3-8425-2348-7

Das Netzwerk Bodenseegärten in Kürze

Seit 8 Jahren steht das internationale Netzwerk „Bodenseegärten“ für die Gartenschätze

der Region und lädt zu Erkundungstouren durch insgesamt 40 Parks

und Gärten in allen vier Ländern der Bodenseeregion ein. Die Besucher werden

dabei zu Zeitreisenden: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

und in die Gegenwart bewegen sie sich von Epoche zu Epoche und erfahren

Gartenbaugeschichte hautnah. Dabei verstecken sich die grünen Oasen mal

hinter Zäunen oder Mauern, ein anderes Mal sind es offene Gärten, die mit der

umgebenden Seelandschaft verschmelzen und den Blick weit über ihre Grenzen

hinaus wandern lassen. www.bodenseegaerten.eu.

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln aus dem IBK-Kleinprojektefonds.

Gesundheit

aus dem Klostergarten

Wir führen ein

ausgesuchtes Sortiment an

Hildegard von Bingen Produkten

Lassen Sie sich von uns beraten,

wir freuen uns auf Sie.

Ihr Kräuterdrogerie von Kenne Team

www.kraeuter-kenne.de

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 9 – 18 Uhr

Samstag 9 – 14 Uhr

Freizeit 25


Lebenslanges Lernen

HTWG stärkt Weiterbildungsangebot

Professorin Dr. Katrin Klodt-Bußmann ist neue Vizepräsidentin für wissenschaftliche

Weiterbildung an der HTWG Konstanz. Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein

hat das Amt neu eingerichtet, um neben Lehre sowie Forschung und Transfer die

wissenschaftliche Weiterbildung im Präsidium zu verankern. Der Hochschulsenat

wählte Katrin Klodt-Bußmann mit überwältigender Mehrheit zur Vizepräsidentin.

Sie tritt ihr Amt mit sofortiger Wirkung an, die Amtszeit beträgt drei Jahre.

Seit 1992 bietet die HTWG Konstanz Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften

Weiterbildungsangebote an. Ihre Einrichtung für wissenschaftliche Weiterbildung

Lake Constance Graduate School (LCGS) wurde vom Stifterverband für die

Deutsche Wissenschaft als beste deutsche Hochschule für Weiterbildung ausgezeichnet.

Im Rahmen des Wettbewerbs „Hochschulen im Weiterbildungsmarkt“

gewann die Hochschule aufgrund der „klaren nachfrageorientieren Strategie,

dem innovativen Management und der ausgeprägten Kooperation mit der Industrie“.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie wird den Strukturwandel in Deutschland

und Europa vorantreiben, der im Arbeitsalltag neue Kompetenzen erfordert.

Nun heißt es, die wissenschaftliche Weiterbildung der HTWG strategisch weiterzuentwickeln

und auszubauen – angesichts des aktuellen Strukturwandels

zusätzlich eine Herausforderung. Das sprach Vizepräsidentin Klodt-Bußmann in

ihrem ersten Statement nach der Wahl denn auch an erster Stelle an: „Bereits zu

meiner Zeit vor der Hochschule in der freien Wirtschaft habe ich die essentielle

Bedeutung der wissenschaftlichen Weiterbildung für viele Arbeitnehmer kennengelernt.

Aktuell, vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Wirtschaft, ist

sie meines Erachtens zu einer zwingenden Zukunftsaufgabe geworden“. Denn

Arbeitnehmer seien „in vielfältiger Weise raschen grundlegenden Veränderungen

ausgesetzt, etwa durch Digitalisierung, Globalisierung, den Energiewandel,

in der Automobilbranche auch durch die Umstellung auf E-Mobilität, um hier nur

ein paar Beispiele zu nennen“.

Sie freue sich darauf, „diese Zukunftsaufgabe für die HTWG anzupacken und

die wissenschaftliche Weiterbildung über die Lake Constance Graduate School

weiter auszubauen“. Denn der Zeitpunkt hierfür könne nicht besser sein: „Auch

auf Ebene der Landesregierung bekommt der Bereich im Rahmen der Weiterbildungsoffensive

Bildung@bw Rückenwind“.

Professorin Dr. Katrin Klodt-Bußman.

Nach Abschluss des Studiums der

Rechtswissenschaften an der Universität

Konstanz im Jahr 1999 hat Professorin

Dr. Katrin Klodt-Bußman ihren

beruflichen Weg zunächst in einer internationalen

Großkanzlei im Bereich

Mergers & Acquisitions (Transaktionen

und Fusionen, M und A) und Gesellschaftsrecht

begonnen.

Sie war zudem Geschäftsführerin für

Recht und Fair Play bei der Industrieund

Handelskammer Hochrhein-Bodensee und hat viele Jahre Erfahrung in der

Rechtsabteilung eines internationalen Konzerns der Automobilindustrie gesammelt.

Zuletzt hat sie dort die Rechtsabteilung in Wien mit den Zuständigkeiten für

Recht, M und A sowie Versicherungen

geleitet.

Anfang 2012 wurde sie an die Hochschule

Konstanz berufen, wo sie überwiegend

internationales Wirtschaftsrecht

lehrt. Von 2014 bis 2019 war sie

zudem Studiendekanin des Fachbereichs

Wirtschaftsrecht.

Geprägt durch umfangreiche eigene

Auslandserfahrungen engagiert

sie sich stark für die Internationalisierung

der Hochschule, etwa als

Auslandsbeauftragte für den Bereich

Wirtschaftsrecht und die Mitarbeit im

HTWG-Senatsausschuss für Internationalisierung.Weitere

Informationen

zur Lake Constance Business School:

www.lcgs.htwg-konstanz.de

Unterstützung für die Tourismusbranche

HTWG Hochschule Konstanz

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Tourismusbranche in Baden-

Württemberg abzuschwächen, fördert das Wissenschaftsministerium mit dem

„Brückenprogramm Touristik“ die Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen.

Die HTWG Hochschule Konstanz ist mit sieben unter den rund 25 geförderten

Projekten vertreten.

Die Folgen der Corona-Pandemie belasten die Tourismusbranche Baden-

Württembergs schwer. Mit dem „Brückenprogramm Touristik“ erleichtert das Ministerium

für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) den Zugang zum Innovationspotenzial

der Hochschulen. Das mit einer Million Euro dotierte Programm

unterstützt Absolventinnen und Absolventen, ihre Expertise und Kreativität in

unternehmensnahen Innovationsprojekten der Hochschulen einzusetzen.

Das Ziel ist, in der Corona-Krise völlig neue Ideen zu entwickeln und smarte Geschäftsmodelle

zu etablieren, die nicht nur nachhaltig und digital sind, sondern

die im Zuge der zu erwartenden post-pandemischen Nachholeffekte im Tourismus-

und Kultursektor auch zukünftig Bestand haben.

Die Projekte der HTWG Hochschule Konstanz

RESTART: SUSTOUR - Ein nachhaltiger Tourismusneustart in der Region

Westlicher Bodensee.

Projektpartner: REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer ganzheitlichen Tourismusstrategie,

die einen nachhaltigen Tourismus unter Berücksichtigung der ökologischen Aspekte

(z. B. Erhalt der natürlichen Grundlagen), die Verbesserung und Sicherung

der ökonomischen Effekte des Tourismus sowie der sozialen Aspekte (z. B. Gestaltung

attraktiver Arbeitsbedingungen für die im Tourismus Beschäftigten) in

der westlichen Bodenseeregion aktiv fördert und die Veränderungen durch die

Corona-Pandemie berücksichtigt.

CompuRama virtuell - Erweiterung eines analogen Technikmuseums

durch virtuelle und digitale Strategien

Projektpartner: Verein CompuRama-Radolfzell e.V.

Ziel des Projekts ist, die Attraktivität des Museums „CompuRama“ langfristig

durch die Implementierung von digitalen und virtuellen Strategien zu steigern.

Das digitale Ausstellungskonzept soll in der Post-Pandemiephase im Rahmen

dieses Projektes mit einer zu entwickelnden digitalen Marketingkampagne verknüpft

werden, um auch gezielt ein jüngeres Publikum anzusprechen. Ein Transfer

der Projektergebnisse auf andere ähnliche Museen in Baden-Württemberg ist

nach der Projektlaufzeit denkbar.

Lockdown Hotel

Projektpartner: RADHotel und Restaurant Einkehr am Gleis. Markelfingen

Das Hauptziel des Projekts ist es, gemeinsam mit dem „RADHotel“ und dem darin

befindlichen Restaurant „Einkehr am Gleis“ in Markelfingen eine alternative

Angebotspalette und erweiterte Nutzung der hauseigenen Ressourcen zu ermöglichen,

damit diese in einer erneuten Lockdown-Situation und in der Nebensaison

davon profitieren können. Diese Angebote müssen kurzfristig einsetzbar

und langfristig anwendbar sein. Darüber hinaus wird über eine Bedürfnisanalyse

unter der Einbeziehung von lokalen Stakeholdern, wie Anwohnern und klein- und

mittelständischen Unternehmen, ein kreatives und lokal gefragtes Angebot über

den Lockdown hinaus generiert. Ferner sollen die in diesem Pilotprojekt angewandte

Strategie sowie die Fragebögen und das Buchungsportal für andere Hotels

in einer ähnlichen Situation zugänglich sein. Diese ziehen Nutzen aus den

Erkenntnissen und Erfolgen dieses Forschungsprojektes.

Bodensee Retreat - Kraftschöpfen in der Schönheit der Stille

Projektpartner: Reiseveranstalter BlassTravel GmbH, Singen am Hohentwiel

Ziel des Projektes ist der unter den Bedingungen der Corona-Pandemie entwickelte

Einsatz von innovativen, branchenübergreifenden und entschleunigenden

Tourismusangeboten abseits des Massentourismus. Bei der Gestaltung der Reisepakete

wird verstärkt auf den Gesundheits- und Erholungsaspekt wert gelegt.

Die Angebote sollen Menschen, die besonders unter den Folgen der Corona-

Pandemie leiden, entlasten und somit psychische Folgeschäden der Pandemie

vorbeugen. In Hinblick auf eine Lockerung der Reiseeinschränkungen sowie eine

Stabilisierung des Tourismussektors werden Personen von den Reisepaketen

angesprochen, die bisher nicht dem typischen Segment der Bodenseeregion angehörten.

FlamencoFestival: Reborn - Neukonzipierung des Stuttgarter Flamencofestival

als Tourismusattraktion

Projektpartner: Catarina Mora, Stuttgarter Flamenco Festival

Ziel des Projektes ist es, das Stuttgarter Flamencofestival so neu zu konzeptionieren,

dass eine Durchführung auch unter Pandemiebedingungen im Sommer

26 Ausbildung


2021 stattfinden kann. Dabei ist insbesondere von Interesse, inwiefern und unter

welchen Bedingungen Festivals auch in Krisenzeiten als Tourismusattraktionen

fungieren können und welche allgemeinen Implikationen sich aus dem Projekt

ableiten lassen, um Festivals zukunftsweisend auszurichten. Dabei sollen etablierte

Formate und Arbeitsweisen hinterfragt und neu beleuchtet werden. Ein

Transfer der Projektergebnisse auf andere Festivals ist erklärtes Projektziel.

KulTOUR - Bewusstes Reisen und Museum

Projektpartner: Linden-Museum Stuttgart

Innovative Veranstaltungsformate sollen dazu beitragen, das Thema Tourismus

jenseits der regionalspezifischen Vermittlung stärker in der Museumsprogrammatik

zu verankern. Dabei sollen auch Möglichkeiten der Nachnutzung und Verstetigung

angedacht werden, indem die Veranstaltungen begleitend reflektiert

und evaluiert werden. Die Veranstaltungsformate sollen zu einer kritischen Reflexion

über Tourismus im Allgemeinen und die Entwicklung neuer Perspektiven

auf das Reiseverhalten anregen. Das Linden-Museum sieht sich in diesem Zusammenhang

als Impulsgeber für soziale Netzwerke, die aus diesen Veranstaltungen

entstehen und als Plattformen für Austausch dienen können. Für die wissenschaftliche

Durchführung des Projektes ist eine Stelle zu besetzen (weitere

Informationen zur Stellenausschreibung unter www.htwg-konstanz.de)

Hotel 4.0 - Ein nachhaltiger und digitaler Neustart – Strategische Neuausrichtung

auf einen postpandemischen Tourismus in Baden-Württemberg.

Projektpartner: Hotel Mayer’s Waldhorn, Mähringen

Ziel des Projektes ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Hotels „Mayer’s Waldhorn“

durch eine strategische Neuausrichtung langfristig zu steigern und einen

nachhaltigen und digitalen Neustart aus der Krise heraus zu ermöglichen. Dabei

liegt der Fokus sowohl auf der Implementierung von Nachhaltigkeit als auch auf

der innovativen Neuausrichtung des bestehenden Geschäftsmodells durch digitale

Maßnahmen. Anschließend soll eine Marketingstrategie entwickelt werden,

die es dem Hotel ermöglicht, neue Kundensegmente zu erschließen, die einen

langfristigen Unternehmenserfolg sichern. Das Projekt hat insofern Pilotcharakter,

da die sich abzeichnende Abnahme von Geschäftsreisen eine anhaltende

Auswirkung auf die Hotellerie haben wird. Ein Transfer der Projektergebnisse auf

ähnliche Hotels ist somit vorstellbar.

Informationen zum Programm unter: https://www.htwg-konstanz.de/de/aktuelles/news/erfolg-fuer-tourismusforschung-an-der-htwg

und

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/

brueckenprogramm-touristik-unterstuetzt-tourismusbranche/

Alle Wege zur Berufsorientierung nutzen

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit

Die Halbjahreszeugnisse sind verteilt – für viele Jugendliche schon in normalen

Zeiten eine spannende, vor allem aber wichtige Sache. Denn oft sind es diese

Zeugnisse, mit denen man sich um Ausbildungsstellen bewirbt. Während der

Corona-Krise ist beim Lernen und Bewerben Kreativität gefragt.

Erste Anlaufstelle für alle Schülerinnen und Schüler sollte die Berufsberatung

der Agentur für Arbeit sein. Sie bietet umfangreiche Unterstützung bei der Erstellung

eines persönlichen Kompetenz- und Interessenprofils bis hin zu konkreten

Vorschlägen für Ausbildungs- und Studienplätze sowie Tipps für die erfolgreiche

Bewerbung. Die Berufsberatung ist täglich von 11 – 12 Uhr und am Mittwoch

von 8 – 18 Uhr unter 07531 – 585 600 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten

kann ein Rückrufwunsch hinterlassen werden. Immer intensiver genutzt wird die

Videoberatung, um sich von zuhause aus informieren und inspirieren zu lassen.

„Bei der Wahl der Lehrstelle oder des Studiengangs ist mehr Eigeninitiative gefordert,

da Ausbildungsmessen, Studieninformationstage und Praktika weitgehend

wegfallen. Dennoch gibt es zahlreiche gute Informationsquellen und wer jetzt die

Zeit gut nutzt, kann frühzeitig den Weg in die berufliche Zukunft klären“, betont

Katja Thönig, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg.

Die Beratung gibt es telefonisch und Online unter https://www.arbeitsagentur.

de/bildung. Dort ist auch das Erkundungstool „Check-U“ zu finden. Mit fundierten

Testverfahren kann ein ganz persönliches Kompetenzprofil erstellt werden.

Es hilft bei der Beantwortung der Fragen: Wo stehe ich und welche beruflichen

Möglichkeiten passen zu mir?

Auch die Smartphone-App „AzubiWelt“ ist ganz auf die Bedürfnisse der Jugendlichen

abgestimmt. Neben ausführlichen Informationen zu allen Berufen zeigt sie

die offenen Ausbildungsstellen im Umkreis an.

Junge Menschen, die vor dem Abitur stehen und eine Hochschulzugangsberechtigung

erwerben wollen, finden passende Reportagen, Interviews und Informationen

auf https://www.abi.de sowie auf www.studienwahl.de. Die Studiensuche

unterstützt bei der optimalen Auswahl von Studienort und Studienfach (www.

arbeitsagentur.de/studiensuche). „Wir sind weiter für die Jugendlichen da, sie

bekommen bei uns individuelle und kompetente Beratung, die gerade jetzt so

wichtig ist, weil es weniger Ausbildungsbörsen und direkte Kontaktmöglichkeiten

mit Ausbildungsbetrieben gibt“, versichert Katja Thönig.

AUSBILDUNG?

STUDIUM?

Jährlich im November beginnen wir mit der 3-jährigen Vollzeitausbildung zum/zur

Physiotherapeut / in

Auch ein ausbildungsbegleitendes Bachelor-Studium ist möglich.

Voraussetzung: Abitur, Realschulabschluss, Matura, Berufsmatura.

TIPP: Auch bei der Finanzierung können wir Ihnen helfen – fragen Sie uns einfach!

Mehr Informationen und Bewerbungsunterlagen finden Sie auf www.ptskn.de

WIR SCHON!

RUF JETZT AN

07531 – 585 600

www.kraeuter-kenne.de

Ausbildung 27


Stolz auf die neue Biberbahn (v.l.n.r.): Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick, Fördervereinsvorsitzender Severin Rommeler, Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden, Eisenbahnbetriebsleiter und Berater Frank von Meißner und

Sauldorfs Bürgermeister Wolfgang Sigrist. Foto © Förderverein Ablachtalbahn e.V.

Freie Fahrt für die „Biberbahn“

Reaktivierung der oberschwäbischen Ablachtalbahn bewegt sich zügig auf die Zielgerade zu

Neben dem Güterverkehr soll die Strecke künftig auch im touristischen Ausflugsverkehr

eine neue Bedeutung bekommen: unter dem neuen Markennamen „Biberbahn“.

Nun wurde das touristische Konzept vorgestellt.

Bereits ab Juli 2021 soll an Sonn- und Feiertagen dreimal täglich ein Ausflugszug

auf der knapp 40 Kilometer langen Strecke zwischen Radolfzell, Stockach und

Mengen hin und her pendeln und die Touristen zu attraktiven Sehenswürdigkeiten

befördern. Alles ist auf den Weg gebracht, denn die Kommunen Meßkirch

und Sauldorf haben nach über zweijähriger Vorarbeit im Januar die Bahnstrecke

gekauft, die Eisenbahnbetriebsleitung Meßkirch hat die bürokratischen Hürden

als Bahnbetreiber genommen, das Land sicherte die Finanzierung zu und der Förderverein

Ablachtalbahn hat bereits mit der Vegetationspflege begonnen und die

Strecke von Gestrüpp und Ästen befreit.

Bei einem Pressetermin am Meßkircher Bahnhof betonten der Meßkircher

Bürgermeister Arne Zwick, der Sauldorfer Bürgermeister Wolfgang Sigrist, die

Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Andrea Bogner-Unden, Severin

Rommeler vom Förderverein Ablachtalbahn sowie der Bahn-Experte Frank von

Meißner, dass es ein großes Vergnügen sei, das Projekt voranzubringen, da alle

wunderbar zusammenarbeiten. Auch die Unterstützung vom Verkehrsministerium

sei äußerst lobenswert und zielführend.

Strecke wird ertüchtigt

„Wir sind gut im Rennen“, konstatierte Meßkirchs Bürgermeister stolz. Nach Abschluss

der Reparaturarbeiten werde Ende April ein Messzug die Fahrtauglichkeit

prüfen. „In Sauldorf ist der Biber recht aktiv“, berichtete Bürgermeister Wolfgang

Sigrist. Deshalb habe man dort die Wasserläufe so angepasst, dass dem Biber

genug Wasser zur Verfügung stehe und gleichzeitig der Bahndamm verschont

bleibe. „Daran sieht man, dass Naturschutz und Eisenbahn gut zusammen geht“,

betonte auch Frank von Meißner, Eisenbahnbetriebsleiter und Berater im Bahnverkehr.

Er kümmert sich um ein erfolgreiches Konzept der Biberbahn zwischen

Mengen und Stockach.

Die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden bedankte sich bei allen Akteuren,

die sich für die Reaktivierung der Ablachtalbahn einsetzen. „Die Bahn wird

dem gesamten Kreis Sigmaringen guttun, sie erhöht die Lebensqualität und sorgt

für bessere Mobilität“, zeigt sie sich überzeugt. Das Projekt sei eine wunderbare,

runde Sache. Der Bahnexperte stimmte ihr zu, dass dieses Projekt etwas Tolles

für die Bevölkerung auf die Gleise bringe. „Die Biberbahn wird Touristen in die

Region bringen“, erklärte von Meißner überzeugt. Gerade die Schweizer seien

bekannt dafür, dass sie gerne mit der Bahn interessante touristische Ziele aufsuchen.

Da an der Strecke zahlreiche Sehenswürdigkeiten liegen wie die Sauldorfer

Seen, das Meßkircher Schloss, die barocke Kirche sowie das Museumszentrum,

die karolingische Klosterstadt Campus Galli, die Zielfinger Seen und nicht zuletzt

bei Mengen die Heuneburg, die bedeutendste keltische Akropolis Europas, ist

mit großem Interesse zu rechnen. Damit die Besucher direkt zu den gewünschten

Zielen kommen, ist der Zeittakt der Bahn an das Busnetz angepasst. „Von

den Reisenden werden sowohl die Gastwirte profitieren als auch die Landwirte,

welche ihre Produkte an die Gastronomie liefern“, nannte Andrea Bogner-Unden

einen weiteren Vorteil, den die Bahnstrecke für die Region bringe.

Ein Großteil des Geldes, das für die Reaktivierung der Bahn notwendig ist komme

vom Land, so der Bahnexperte Frank von Meißner. Aus dem Landeseisenbahnfinanzierungsgesetz

flössen 80%-Zuschüsse für die Instandsetzungsarbeiten,

allein dieses Jahr rund 200.000 Euro. „Es macht wirklich Spaß mit dem Verkehrsministerium

Baden-Württemberg zusammenzuarbeiten“, schilderte er das

konstruktive Miteinander. Und die Landtagsabgeordnete ergänzte, dass es dem

Ministerium wichtig ist, dass auch Engagement aus den Anliegerkommunen vor

Ort kommt.

Zunächst sollen dreimal täglich an Sonn- und Feiertagen Personenzüge hin und

her fahren. Dafür werden kurzfristig drei Bahnsteige in Meßkirch, Bichtlingen

und Sauldorf eingerichtet bzw. saniert. Ca. zweimal pro Woche fährt der schwere

Stahl-Güterzug zur Fa. Tegometall wie bisher. In diesem Sommer dient die

Ablachtalbahn für zwei Wochen als Ausweichstrecke zum Bodensee, da eine

andere DB-Strecke wegen Bauarbeiten gesperrt sei. „Daran merkt man, dass die

Ablachtalbahn eine wichtige Funktion im Eisenbahnnetz hat“, unterstreicht Frank

von Meißner. Auch im lokalen Holzverkehr sieht von Meißner zusätzliche Potentiale

für die Eisenbahnstrecke. Ist der Betrieb erst einmal angelaufen, dann folgt

der weitere Ausbau nach und nach, versichern die Bahnbetreiber zuversichtlich.

Neuer Markenname: Biberbahn

Dass bereits fleißig an einem Tourismus-Konzept gearbeitet werde, berichtete

Severin Rommeler, Vorsitzender des Fördervereins Ablachtalbahn. An Ideen

mangle es nicht. Nach dem Vorbild der Pfullendorfer Räuberbahn arbeitet eine

vom Verein initiierte Arbeitsgruppe Marketing an solch einem Konzept. Sichtbar

sind bereits erste Erfolge:

Die Ausflugszüge zwischen Radolfzell und Mengen werden unter dem Namen

„Biberbahn“ auf Achse gehen: Der Biber ist nämlich ständiger Begleiter der

idyllischen Bahnstrecke. Feuchtgebiete, wie die Sauldorfer oder Krauchenwieser

Baggerseen, bieten einen idealen Lebensraum für die geschützten Tiere. Bei

der Fahrt durch das Tal der Ablach zeigen sich im Fluss die Bauten der fleißigen

Nagetiere.

Auch ein sympathisches Logo für die neue Biberbahn hat die Arbeitsgruppe Marketing

bereits ausgearbeitet. Und seit wenigen Tagen ist eine neue Homepage

online, die mit Ausflugstipps, Fahrplan- und Tarifinfos zu einer Fahrt über die

neue Biberbahn einlädt. Begleitprogramme wie geführte Biber-Wanderungen

durch das Naturschutzgebiet rund um Schwackenreute, Eselwanderungen oder

Radtouren sollen zur umweltfreundlichen und entspannten Fahrt mit der Bahn

einladen. Rommeler: „Wir sind mit mehreren touristischen Anbietern schon in

engem Gespräch und freuen uns auf weitere Kooperationspartner.“

Rommeler lobte die hervorragende Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe Marketing,

die derzeit aus Mitgliedern des Fördervereins Ablachtalbahn e.V., den

Tourismusbeauftragten aus Meßkirch und Stockach und aus der Meßkircher Eisenbahnbetriebsleitung

besteht und die für weitere Unterstützer offen steht.

„Mit so einem engen Miteinander aller Beteiligten wird die neue Biberbahn zu

einem großen Erfolg werden“, zeigten sich Severin Rommeler und Frank von

Meißner überzeugt. Weitere Infos: www.biberbahn.de

28 Freizeit


Mit dem „Konstanzer Kischtle“ helfen

Rotary-Sozialprojekt unterstützt mit Geschenkbox Kinderhaus am See und Konstanzer Einzelhandel

Lokal kaufen, lokal helfen: das ist die Idee des „Konstanzer Kischtle“. Die drei

Konstanzer Rotary Clubs haben sich zusammengetan und eine reich illustrierte

Geschenkbox entwickelt, die Köstlichkeiten aus Konstanzer Fachgeschäften enthält.

Außerdem finden sich knallbunte Samenbomben aus Saatgut von der Insel

Mainau darin. Ein perfektes Ostergeschenk!

Ganz bewusst sendet das Projekt auch ein Zeichen der Solidarität in Richtung

Einzelhandel. Das „Konstanzer Kischtle“ kann online bestellt und persönlich abgeholt

oder am 3. April direkt am Verkaufsstand auf dem Petershauser Wochenmarkt

erstanden werden. Außerdem bieten es die beteiligten Geschäfte an. 35

Euro ist der Preis, der dem Wert der enthaltenen Waren entspricht. Mindestens

10 Euro gehen pro Kiste als Spende für den neuen Spielturm beim Kinderhaus am

See an die Konstanzer Wessenberg-Stiftung. www.konstanzer-kischtle.de

Das Konstanzer Kischtle enthält:

- 1 Flasche Bosecco von der Spitalkellerei

- 250 Gramm „Konstanzer Goldböhnchen“ von der Kaffeerösterei

- 1 Tafel handgemachtes Nougat vom Nougatglück

- 1 Stück Schafsmilchseife vom Kosmetikatelier Hautnah

- selbstgerollte Samenbomben aus Saatgut von der Insel Mainau

Spendenzweck

Die Überschüsse fließen in die Spielplatz-Neugestaltung des Kinderhauses am

See beim alten Wasserwerks in Konstanz-Staad. Hier werden insgesamt 20 Kinder

im Alter von sechs bis 14 Jahren betreut. Alle Kinder haben einen besonderen

Förderbedarf. Sie werden bei den Hausaufgaben und beim Lernen individuell und

intensiv unterstützt, in den Schulferien gibt es ein attraktives und erlebnisreiches

Ferienprogramm mit Ausflügen, Projekten, und Freizeiten. 2020 wurden wegen

Rohrarbeiten drei Viertel des Spielplatzgeländes beim Kinderhaus umgegraben

und 90 Prozent der Bäume und Sträucher sowie alle Spielgeräte entfernt. Herzstück

des zukünftigen Spielplatzes soll nun ein Spielturm mit Rutsche, Kletterwand

und drei Türmen werden, in denen man sich prima verstecken kann.

Was ist Rotary?

Die Anfänge von Rotary gehen auf das Jahr 1905 zurück. Damals initiierte der

US-amerikanische Anwalt Paul Harris in Chicago das erste Treffen von vier Geschäftsleuten

zur Überwindung der großstädtischen Anonymität. Der Name Rotary

ergab sich aus der Praxis, die Treffen rotierend in den Geschäftsräumen der

Mitglieder stattfinden zu lassen.

Seit der Gründung hat sich Rotary zu einem weltweiten Netzwerk engagierter

Männer und Frauen entwickelt, die eine gemeinsame Vision verfolgen: Sie wollen

denen zur Seite stehen, die sich nicht selbst helfen können: im lokalen Umfeld

und in internationalen humanitären Hilfsprojekten.

Dabei stehen, angelehnt an die sogenannten Millenium Development Goals der

UNO, folgende Felder besonders im Fokus: Friedensarbeit, Krankheitsprävention

und -behandlung, Versorgung mit Wasser und Förderung von Hygiene, Gesundheitsfürsorge

für Mütter und Kinder, Bildung, Umweltschutz und Wirtschaftsentwicklung.

Neben den Einzelprojekten jedes Clubs gibt es große internationale Projekte, die

über die zentrale Stiftung der Rotarier, die Rotary Foundation, finanziell unterstützt

werden. Das weltweit bekannteste Projekt von Rotary ist „End Polio Now“,

der weltweite Kampf gegen die Kinderlähmung.

Inhalt Konstanzer Kischtle, Bild © Rotary Club Konstanz-Mainau

Die Wessenbergsche Vermächtnisstiftung

Das Kinderhaus am See gehört zur 1862 gegründeten Wessenbergschen Vermächtnisstiftung.

Die Stiftung betreibt über Konstanz verteilt mehrere soziale

Einrichtungen, darunter das Sozialzentrum von Wessenberg, das Familienzentrum

Stockacker, die sozialpädagogische Tagesgruppen Petershausen, die sozialpädagogische

Tagegruppe Schule am Buchenberg und das Kinderhaus am See in

Konstanz-Staad. www.wessenbergstiftung-konstanz.de

Die drei Konstanzer Rotary Clubs

Der älteste ist der 1951 gegründete Rotary Club Konstanz, 1971 folgte der Rotary

Club Konstanz-Rheintor, 2007 der Rotary Club Konstanz-Mainau. Die drei Serviceclubs

arbeiten immer wieder zusammen, zuletzt, als sie mit dem Erlös aus dem

Verkauf handgenähter Masken zu Beginn der Pandemie die von Corona damals

stark betroffene Konstanzer Partnerstadt Lodi unterstützten. www.konstanzrheintor.rotary.de,

www.konstanz-mainau.rotary.de, www.konstanz.rotary.de

Freizeit 29


Es muss nicht immer das andere Ende der Welt sein

Dokumentarfilm von Enno Seifreid – 165 Tage 3442 Km zu Fuß von der Nordsee in die Alpen

Bild oben: Ebbe an der Nordsee. Bild unten: Am Bodensee

Bild oben: Im Elbsandsteingebirge. Bild unten: Die Alpen. Alle Bilder © Enno Seifried

2019 begab sich Enno Seifreid für 165 Tage auf eine Wanderung durch Deutschland

und wanderte von der Nordsee in die Alpen, um Orte und Landschaften

kennenzulernen, die direkt vor unserer Haustür liegen.

Auch wenn er spannende Bekanntschaften machte, lag sein Fokus darauf die Natur

dieses Landes zu entdecken und sich dem Getümmel der Menschenmassen in

Großstädten zu entziehen.

Die Nächte verbrachte er meistens im Freien, unter sternenklarem Himmel oder in

Gewitterstürmen, die drohten sein Zelt davonzutragen. Neben dem Trekkingrucksack

hatte er auch die Kameraausrüstung dabei und dokumentierte die Reise.

Daraus entstanden ist der etwa 105-minütige Dokumentarfilm Deutschland zu

Fuß, mit Einblicken in seine persönlichen Reiserlebnisse sowie in die Vielfalt von

Deutschlands landschaftlich reizvollen und historischen Orten.

Der Film ist derzeit auf DVD und als Stream erhältlich und startet 2021 in den

deutschen Kinos sobald dies wieder möglich ist. www.DeutschlandZuFuss.de

Crowdfunding innerhalb von 48 Stunden erfolgreich

Um den Film zu veröffentlichen startete am 06.11.2020 eine Crowdfundingaktion

mit einem Funding-Ziel von 10.000 Euro. Die benötigte Mindestsumme war bereits

nach 48 Stunden erreicht und endete am 14.12.2020 mit 25 632 Euro von

921 Unterstützern und Sponsoren.

Corona und die Filmpremiere

Ursprünglich sollte die Kino-Premiere im April 2020 stattfinden. Aufgrund des

ersten Lockdowns, wurden diese Pläne auf Dezember 2020 verschoben.

Da ein Kinostart nun erneut nicht planbar ist wurde der Film vorerst auf DVD und

als Stream veröffentlicht und startet Im Kino soabld dies wieder möglich ist.

Enno Seifried. Über mich.

Im Jahr 2010 begann ich mit den

Dreharbeiten zur Dokumentarfilmreihe

Geschichten hinter vergessenen

Mauern. Die Reihe umfasst vier Filme

aus der Region Leipzig und fand eine

Fortsetzung mit der Trilogie Vergessen

im Harz.

Zuvor widmete ich mich vorwiegend

der Malerei und komponiere bis heute

hin und wieder für verschiedene

Theater (Centraltheater Leipzig, WLB

Esslingen, Theater Regensburg, Neue

Bühne Senftenberg, Uckermärkische

Bühnen) die Theatermusik.

Meine Reiselust begann mit einer Enno Seifried © Enno Seifried

17.000 km langen Reise durch Nordamerika.

Es folgten mehrere Monate in Mexiko, ich wanderte durch Spanien, lief

von Deutschland bis zur Weißrussischen Grenze, fuhr mit dem Fahrrad 5.000 km

von der Ostsee zum Kap Finisterre, reiste durch Asien, lief über die Alpen und 700

km durch den Harz, woraus 2018 der Dokumentarfilm 700 KM Harz entstand.

Kontakt:

EnnoSeifried@gmx.de

www.DeutschlandZuFuss.de

30 Freizeit


Bücher Bücher Bücher

Daniel Mellem

Die Erfindung des Countdowns

Nach dem Ersten Weltkrieg

bricht das Zeitalter

der Utopien an.

1920 zieht es den jungen

Hermann Oberth von

Siebenbürgen nach Göttingen,

um Physik zu studieren

- die spannendste

Wissenschaft der Zeit. Hermann will den

Menschheitstraum von der Mondrakete

verwirklichen. Als der Durchbruch nah ist,

weisen seine Professoren ihn ab.

Seine lebenslustige Frau Tilla versucht,

einen gemeinsamen Alltag als Familie zu

ermöglichen, als doch jemand an Hermanns

Forschung glaubt: Wernher von Braun,

Mitglied der SS. Doch statt der Mondrakete

soll Hermann die V2 mitentwickeln, eine

»Vergeltungswaffe« für die Nazis. Seine

Kinder Ilse und Julius verliert er an den

Krieg. Und so stellt sich ihm und auch Tilla

mit voller Wucht die Frage nach der eigenen

Verantwortung für die Geschichte.

dtv

ISBN 978-3-423-28238-3, E 23,00

Kai Lüdders

Mauern

Mit dem nachhaltigen

Reiseunternehmen

„Fairreisen“ hat sich der

Hamburger Unternehmer

Frederick Bauer einen

Traum erfüllt und kann

sich endlich nach Jahren

des wirtschaftlichen

Kampfes zur Gewinnerseite zählen. Das

Unternehmen boomt, seiner Familie geht

es gut. Als die ersten Meldungen einer

neuen rätselhaften Lungenkrankheit aus

China nach Europa schwappen, sieht er

keine Gefahr, doch schnell wird aus den

Gerüchten bitterer Ernst: Covid-19 erreicht

Deutschland und fordert die ersten Opfer.

Für Frederick, seine Frau Juliette und ihre

Freunde Nele und Jack beginnt eine Zeit der

Unsicherheit und gleichzeitigen Informationsflut,

in der sie sich in unterschiedliche

Richtungen entwickeln und in ihren Meinungen

immer wieder aneinanderstoßen.

Velum Verlag

ISBN 978-3947424085, E 14,00

Micaela Jary

Das Kino am Jungfernstieg

Der Filmpalast

Mit der Fortsetzung ihrer

neuen Familiensaga

„Das Kino am Jungfernstieg

- Der Filmpalast“

entführt die Bestseller-

Autorin Micaela Jary in

die Kinowelt der 1950er

Jahre mit ihren Filmdiven und aufstrebenden

Lichtspielhäusern.

Nacht acht Jahren Spielpause kommt der

internationale Filmstar Thea von Middendorf

wieder nach Deutschland, um die

Hauptrolle in einem Film zu übernehmen.

Dass Lili gebeten wird, als Cutterin an dem

Film mitzuarbeiten, tritt sie nicht nur wieder

mit alten Bekannten in Kontakt. Für sie

ergibt sich auch die Möglichkeit, mehr über

die mysteriösen Umstände zu erfahren,

unter denen Theas Mann ums Leben kam.

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-48847-6, E 13,00

Bruce Barnbaum

Die Kunst der Fotografie

Der Weg zum eigenen fotografischen

Ausdruck. 2. Auflage

Bruce Barnbaums

Buch hat einen

festen Platz in der

kleinen Sammlung

der „wichtigsten

Bücher zum

Thema Fotografie“

eingenommen. Das ist die einhellige

Meinung vieler Fotografen und Publizisten.

In den letzten Jahren war „The Art of

Photography“ eines der meistverkauften

Fotografiebücher weltweit.

„Die Kunst der Fotografie“ gibt dem ambitionierten

Fotografen Anregungen auf

seinem Weg zu kreativer, anspruchsvoller

Fotografie. Diese Anregungen gehen

weit über technische Themen hinaus, sie

sollen dem anspruchsvollen Fotografen

helfen, sich über die eigene „fotografische

Identität“ klar zu werden und den Weg zu

einer eigenen Bildsprache zu finden. In der

vorliegenden zweiten Auflage nimmt das

Thema „Digitale Techniken“ einen deutlich

größeren Raum ein. Zudem hat Bruce Barnbaum

das aufwändig illustrierte Buch durch

neues Bildmaterial ergänzt.

Barnbaums Workshops sind legendär,

das Buch zeigt seine Leidenschaft für die

Fotografie und sein didaktisches Talent. Ein

Buch, das nicht nur als Lehrbuch, sondern

auch als Bildband besticht.

dpunkt.verlag

ISBN 978-3-86490-458-5, E 49,90

Bart Siebelink

Kreativ sein als Naturfotograf*in

Kennen Sie das

nagende Gefühl, dass

Sie mehr aus Ihrer Fotografie

herausholen

und Ihre Fotos spannender,

persönlicher

oder magischer sein

könnten? Dann ist

dieses Buch bei Ihnen in guten Händen.

Wenn Sie entschlossen sind, Ihre eigene

Kreativität als Naturfotograf*in weiterzuentwickeln

und Ihren eigenen Stil zu finden,

führt Ihr Weg nicht über spektakuläre

Landschaften, exotische Spezies oder eine

bessere Ausrüstung. Wer seinen Bildern

mehr Tiefe verleihen und ausdrucksstärker

fotografieren möchte, muss die oft mühevolle

Reise nach innen antreten.

Dieses Buch soll als Routenplaner für Ihren

kreativen Prozess dienen. Es gibt Ihnen

keine Techniken, Rezepte oder Standardmethoden

an die Hand, sondern vermittelt

vielmehr die wesentlichen Erkenntnisse,

die Ihnen verhelfen, mit der Fotografie

spielerischer und individueller umzugehen.

Dazu gehören praktische Kenntnisse zur

Entwicklung einer eigenen Bildsprache, zur

Ideenfindung, Bildgestaltung und Reflexionsfähigkeit.

dpunkt.verlag

ISBN 978-3-86490-772-2, E 32,90

Sharon Coplan Hurowitz & Amanda Benchley

Open Studio

Open Studio ermöglicht

einen Blick in die

Ateliers und Studios

zeitgenössischer

Künstler und zeigt

gleichzeitig originelle

Kunstprojekte, die zu

Hause nachgebaut werden können.

Dieses innovative Buch führt Schritt für

Schritt durch das Projekt jedes Künstlers

und wird Menschen inspirieren, ihre eigenen

kreativen Wege zu beschreiten.

Phaidon

ISBN 978-1-83866-128-1, E 69,95

Cihan Anadologlu

Bar Bibel

Die Sonderausgabe

des Bestsellers!

Einer der besten

Bartender und Barbesitzer

der Welt, Cihan

Anadololgu, entführt

den Leser in die Welt

der Bar: Neben 200

Cocktail-Klassikern verrät er seine 50

besten Eigenkreationen. Darüber hinaus

widmet er sich dem wichtigen Thema des

Drink- und Foodpairings. Abgerundet durch

eine nützliche Warenkunde und mit praktischen

Hinweisen zum nötigen Equipment

für Einsteiger und für Profis und die unverzichtbaren

Techniken des Mixens wird die

Bar Bibel zu einem Muss für alle Liebhaber

echter Drinks und Cocktails!

Callwey Verlag

ISBN 978-3-7667-2458-8, E 20,00

Adrienne Stillman

Spirited

Spirited ist das wichtigste

Buch mit Cocktails

aus der ganzen

Welt - recherchiert

und gesammelt für den

Heimgetränkehersteller.

Es zeigt Hunderte von

Cocktailrezepten aus

den letzten 500 Jahren und 60 Ländern,

von renommierten Klassikern über weniger

bekannte regionale Spezialitäten bis hin

zu einflussreichen, maßgeschneiderten

Getränken, die jeweils die Epoche, den Ort

oder die Bar widerspiegeln, die sie inspiriert

haben. Zeitgenössisches Design und eine

Fülle von Auftragsfotografien schaffen einen

maßgeblichen, zugänglichen globalen Leitfaden,

der die unverwechselbare Essenz des

Cocktails perfekt herausstellt. Das perfekte

Buch zum Feiern!

Englisch

Phaidon

ISBN 978-1-83866-161-8, E 45,00

Barbara Bonisolli

Vegetarisch

50 schnelle Wohlfühlrezepte

Vegetarisch

kochen macht

einfach Spaß. Ob

aus dem eigenen

Garten oder nicht

– der Callwey Verlag

hat die besten

vegetarischen

Rezepte von

Barbara Bonisolli gesammelt. Sie liebt es in

ihrem Garten zu säen, zu pflanzen, zu ernten

und daraus wundervolle Rezepte zu kreieren.

Im Vordergrund dabei steht Gemüse und

Obst aus dem heimischen Anbaugebiet

sortiert nach Saison und Jahreszeiten. VEGE-

TARISCH – 50 schnelle Wohlfühlrezepte ist

ein wahres Schatzkästchen an fleischlosen

Rezepten – da läuft nicht nur Vegetariern

das Wasser im Mund zusammen!

Callwey Verlag

ISBN 978-13-7667-2486-1, E 20,00

Hanne Roth / Konstanze Neubauer

Gärten des Jahres 2021

Die 50 schönsten Privatgärten

Einen einzigartigen

Überblick über die

schönsten Privatgärten

der besten

Gartenplaner im

deutschsprachigen

Raum bietet die

Dokumentation zum

Wettbewerb GÄRTEN DES JAHRES 2021.

Landschaftsarchitekten, Gartengestalter

sowie Garten- und Landschaftsbauer waren

erneut aufgerufen, besonders gelungene,

realisierte Privatgärten einzureichen, die

von einer renommierten Jury ausgewählt

und prämiert wurden. Gezeigt wird eine

beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster

Privatgärten anhand inspirierender Farbabbildungen

und aussagekräftiger Gartenpläne.

Detaillierte Angaben zu Besonderheiten

des Grundstücks, des Konzepts, der verwendeten

Materialien und der Auswahl der

Pflanzen runden die 50 Gartenporträts ab.

Ein unverzichtbares Werk für alle Gartenplaner

und Gartenbesitzer!

Callwey Verlag

ISBN 978-3-7667-2507-3, E 59,95

Darroch und Michael Putnam

Die Farbenlehre der Blumen

Darroch und Michael

Putnam, die Inhaber von

Putnam & Putnam, New

Yorks führendem Atelier

für Florales Design, vergleichen

das Arrangieren

von Blumen mit Malerei.

Blumen sind ihr Medium und Farbe ist ihre

Botschaft.

Die „Farbenlehre der Blumen“ ist das zweite

Buch des jungen Paares und folgt ihrem

Bestseller „Flower Color Guide“. Es präsentiert

175 atemberaubende Arrangements,

die auf unterschiedlichen Farbschemata

aufgebaut sind. Jedes Arrangement ist mit

einem Tipp versehen, der dem Leser die

Gestaltung eigener Variationen erleichtern

soll sowie mit einem Farbstreifen, der die

gesamte Palette der verwendeten Blumenfarben

anzeigt. Herausnehmbare Farbmuster

im Anhang dienen als Gedächnisstütze

beim Blumeneinkauf.

Phaidon

ISBN 978-1-83866-266-0, E 29,95 EUR

Peter-René Becker

Wie Tiere hämmern, bohren, streichen

Werkzeuggebrauch im Tierreich

Unglaublich viele Tiere

nutzen Gegenstände

gezielt als Hilfsmittel:

von Primaten über

Vögel und Fische bis

zu Insekten. Da wird

ein Stein zum Hammer,

ein Stock zum

Bohrer oder ein Stück Borke zum Köder. Der

Biologe Peter-René Becker hat rund 2.800

Forschungsberichte sowie Beobachtungen

ausgewertet, um die Entwicklung des

Werkzeuggebrauchs und den Weg zum kulturgeprägten

Handeln nachzuzeichnen. Sein

Sachbuch „Wie Tiere hämmern, bohren,

streichen. Werkzeuggebrauch im Tierreich“

stellt verblüffende kulturelle Leistungen vor

und umspannt die ganze Vielfalt der Tierwelt

bis zu den frühen Menschen

Hirzel Verlag

ISBN 978-3-7776-2848-6, E 24,00

Bücher 31


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