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Schlossturm_2021-01_Osterausgabe

Vereinszeitschrift des St. Seb. Schützenverein 1316 e.V.

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Rubrik<br />

Der <strong>Schlossturm</strong><br />

Offizielle Zeitschrift des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V.<br />

Hier steht die Headline Headline<br />

Subline<br />

1/<strong>2021</strong><br />

<strong>Osterausgabe</strong><br />

73. Jahrgang<br />

(135. Ausgabe seit Gründung)<br />

Autor<br />

Fließtext<br />

Aus dem Inhalt:<br />

Die Gute Tat • Interview mit Oliver Wilmering • Haus der Jugend<br />

Heute vor 60 Jahren • Aus dem Leben der Gesellschaften<br />

1 1


MEISTER LAMPE<br />

MAchT OSTERn vERSTEckSPIELE<br />

MEISTER An DER LAMPE<br />

bRIngT IMMER LIchT InS DunkLE<br />

Team wEbER wünschet frohe Ostern!<br />

Auch während der Osterhase hüpft,<br />

springen wir sofort für Euch ein!<br />

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Der <strong>Schlossturm</strong><br />

Offizielle Zeitschrift des<br />

St. Sebastianus Schützenvereins<br />

Düsseldorf 1316 e. V.<br />

Impressum<br />

Herausgeber:<br />

St. Sebastianus Schützenverein<br />

Düsseldorf 1316 e. V.<br />

Kurze Str. 2a, 40213 Düsseldorf<br />

Redaktion<br />

Lothar Inden (1. Chef), Bernd Jost (Chefredakteur)<br />

Bernd.Jost@schuetzen1316.de<br />

Autoren<br />

Peter Frank, Monika Nagel, Wolfgang Vollmer, Annemarie Wotschke<br />

Korrektor<br />

Sigrid Nelsen, Michael Szczygielski<br />

Fotografie<br />

Sabine Hanna, Ingo Lammert, Oliver Wilmering, Vereinsarchiv,<br />

pixabay, Düsseldorf Tourismus<br />

Abgabetermin Festausgabe<br />

21.05.<strong>2021</strong><br />

Abgabe der Gesellschaftsberichte<br />

an <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de<br />

Nach dem 21.05.<strong>2021</strong> eingehende Berichte, können<br />

NICHT MEHR BERÜCKSICHTIGT werden!!!<br />

! ACHTUNG ! ! ACHTUNG !<br />

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung und<br />

Urhebervermerk sowie Quellennachweis.<br />

Für die inhaltliche Richtigkeit ihrer Artikel<br />

zeichnen allein die Autoren verantwortlich.<br />

Für die Veröffentlichungen der Gesellschaften kann keine<br />

rechtliche Verantwortung übernommen werden.<br />

Die Redaktion hat auf den Inhalt der Berichte<br />

der Gesellschaften keinen Einfluss, behält<br />

sich jedoch Kürzungen und Korrekturen vor.<br />

Inhalt<br />

Virtuelle Vorstandssitzung am 27. Januar <strong>2021</strong> 2<br />

Die Gute Tat 4<br />

Geburtstag: 70 Jahre Werner Viehmann 5<br />

Interview mit Oliver Wilmering 6<br />

Das Haus der Jugend wird neu gebaut 10<br />

Impressionen aus Düsseldorf 14<br />

Rückblick: Heute vor 60 Jahren 16<br />

Unsere Natur 20<br />

Nachruf Karl-Josef Rath 24<br />

Nachruf Heinz Fey 25<br />

Aus dem Leben der Gesellschaften<br />

Veranstaltungsübersicht 26<br />

1. Grenadiere von 1842 27<br />

2. Grenadiere Jakobus von 1845 27<br />

3. Grenadiere Jan Wellem 28<br />

5. Grenadiere Alt-Pempelfort von 1856 28<br />

10. Grenadiere Germania 29<br />

Kronprinz Wilhelm 30<br />

Königin Stephanie 31<br />

Reserve 32<br />

Fürst Karl Anton gegr. 1880 36<br />

Prof. Hans Kohlschein 37<br />

Reitercorps Wilhelm Marx von 1926 38<br />

Sappeur-Corps von 1953 41<br />

6te Schützen 42<br />

Wildschütz 08 43<br />

1. Friedrichstädter 43<br />

Neunte Schützen 44<br />

II. Schützen von Hindenburg 1873 45<br />

Stadt-Tambourkorps St. Maximilian 04 45<br />

St. Lambertus von 1850 48<br />

Informationen für die Gesellschaften 48<br />

Anzeigen<br />

PSP Print Service Pfeiler -- Julia Theis, Bernd Jost<br />

Corneliusstr. 61, 40215 Düsseldorf,<br />

Tel. 0211/2095555, Fax 0211/2095557<br />

Print.Service.Pfeiler@t-online.de<br />

Druck und Gestaltung<br />

PSP Print Service Pfeiler -- Cindy Weittekemper, Julia Theis, Bernd Jost<br />

Die Schützenzeitschrift „Der <strong>Schlossturm</strong>“ erscheint viermal im Jahr.<br />

1


Vorstandssitzung<br />

Virtuelle Vorstandssitzung<br />

Am 27. Januar <strong>2021</strong><br />

von Wolfgang Vollmer<br />

Das Coronavirus hat für die Menschheit einen immensen Schaden angerichtet<br />

und die Pandemie betrifft alle Bereiche unseres persönlichen<br />

Lebens, aber auch unser Gemeinwesen insgesamt. Der Ausnahmezustand<br />

lässt Grenzen abriegeln, Schulen schließen, berufl iche und familiäre<br />

Existenzen scheitern, Veranstaltungen verbieten. Das Brauchtum<br />

leidet nicht zuletzt unter der Corona Pandemie. Die größte Veranstaltung<br />

der Landeshauptstadt, das Düsseldorfer Schützen- und Heimatfest<br />

mit der Größten Kirmes am Rhein musste abgesagt werden.<br />

Regierungen raten dringend angesichts des Impfstarts und einem<br />

Rückgang bei den registrierten Corona-Infektionen weiterhin Kontakte<br />

zu reduzieren. Bei „Social Distancing“ geht es nicht darum, die sozialen<br />

Kommunikationen herunter zu fahren, sondern zu lernen, sie über<br />

räumliche Distanz hinweg zu pfl egen. Netzwerken bedeutet Kontaktpfl<br />

ege in einer Zeit, in der Dinge möglichst kontaktlos ablaufen sollen.<br />

Die Technologie der virtuellen Events sind längst keine Neuheit und<br />

mittlerweile integraler Bestandteil unseres Alltags. Videokonferenzen<br />

haben in der Coronazeit höchste Priorität, eine Möglichkeit in einer<br />

Phase der Pandemie, in der das öffentliche Leben in weiten Teilen<br />

lahmgelegt ist.<br />

So hat es den Vorstand unseres Vereins von 1316 ebenso, nach längerer<br />

Zwangspause, dazu bewogen, die digitalen Medien in<br />

Form einer Videokonferenz zu nutzen (der geschäftsführende<br />

Vorstand tagte zwischenzeitlich unter coronabedingten<br />

Voraussetzungen). Ein ausgiebiges Testing mit<br />

allen Beteiligten erfolgte wenige Tage vor der Veranstaltung,<br />

um alle Systeme einzurichten und einen reibungslosen<br />

Ablauf zu gewährleisten. Der Internetbeauftragte<br />

unseres Vereins, das Vorstandsmitglied Dietmar Vogelei,<br />

schuf die erforderlichen Voraussetzungen für alle Teilnehmer.<br />

So schaltete sich der komplett anwesende Vorstand<br />

ganz corona-konform rein digital der Versammlung zu,<br />

sitzend in den heimischen vier Wänden, vor Notebook,<br />

Tablett oder Smartphone. Die Konferenz-Software-Plattform<br />

„Zoom“ wurde genutzt, um die Versammlung online<br />

durchzuführen. Dass das digitale Meeting unter Pandemie-Gesichtspunkten<br />

ganz anders verlaufen würde, war<br />

allen Beteiligten im Vorfeld bewusst.<br />

Das Schützenbrauchtum lebt vom geselligen Beisammensein, vom Feste<br />

feiern, vom Treffen der Kameradinnen und Kameraden zur Ausübung der<br />

Vereinsarbeit und der Pfl ege und Bewahrung der langjährigen Schützentraditionen.<br />

Der Wunsch nach Begegnung ist offenbar nach langer<br />

Abwesenheit groß, das Gespräch von Angesicht zu Angesicht fehlt,<br />

ein Präsenztreffen wird schmerzlich vermisst. Kurzum, man sehnt sich<br />

nach menschlicher Nähe.<br />

Eine noch so perfekte Videokonferenz kann eine vertraute physische,<br />

emotionale Begegnung nicht ersetzen. Die Frage ist, ob und wann wir<br />

zu unseren etablierten sozialen Umgangsformen zurückkehren. Es<br />

bleibt weiterhin die inständige Hoffnung, dass dies bald alles wieder<br />

möglich sein wird.<br />

Zwischen der Videokonferenz und Erscheinen dieser <strong>Osterausgabe</strong> liegen<br />

noch ein paar Wochen. Bis dahin wird sich die epidemische Lage, wie auch<br />

immer, weiter entwickelt haben; jede neue Woche bringt neue Erfahrungen.<br />

Möge, so Gott will, der Verlauf der Coronakrise sich verbessern und<br />

wir alle möglichst an Leib und Seele unversehrt durch die Zeit kommen.<br />

PS.: Über erarbeitete Inhalte obiger Vorstandssitzung liegen Euch zwischenzeitlich,<br />

seitens der Vereinsführung, weitere Informationen vor.<br />

Die professionelle Moderation der Zusammenkunft durch<br />

Chef Lothar Inden verlieh der Veranstaltung Struktur<br />

und gewährleistete eine zügige Abhandlung der Tagesordnungspunkte.<br />

Das notwendige, disziplinierte Verhalten<br />

aller Teilnehmer rundete eine gelungene Versammlung<br />

ab. So konnte die Vorstandsarbeit in<br />

fast gewohnter Form fortgeführt werden. Die erste<br />

digitale Vorstandssitzung wird in den Annalen der<br />

Geschichtsschreibung unseres Vereins nung fi<br />

Erwähnden.<br />

2


SCHÜTZ DAS,<br />

WAS DIR WICHTIG IST.<br />

Das Leben passiert. Wir versichern es.<br />

Immer da. Immer nah.<br />

Mit Elan für<br />

das Stadtbild.<br />

Wir beschäftigen<br />

Straßenreiniger (m/w/d)<br />

Laura W.-S., AWISTA-Mitarbeiterin<br />

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3


Die Gute Tat<br />

Die etwas andere Spende<br />

Schützen<br />

helfen<br />

Die Mutter-Kind-Einrichtung „Simonette-Fliedner-Haus“<br />

erhält pralle Tüten mit Geschenken<br />

D I E<br />

G U T E<br />

TAT<br />

von Monika Nagel<br />

Hallo liebe Kameradinnen und<br />

Kameraden, das neue Jahr hat<br />

uns wieder. Es gestaltet sich<br />

leider wie das Alte-Vorschriften<br />

über Vorschriften, Absagen<br />

über Absagen, Verbote über<br />

Verbote und trotzdem lassen<br />

wir uns davon nicht unterkrie-<br />

gen oder einschüchtern. Da wo<br />

der gesunde Menschenverstand<br />

benötigt wird, setzen wir ihn ein.<br />

Wo kämen wir hin, wenn uns auch noch der letzte Glaube an unser<br />

Hobby, das Schützenwesen, genommen werden soll. Eine Aktion<br />

aber, aus dem alten Jahr, möchten wir Euch noch etwas näher bringen.<br />

Der Wunsch und der Gedanke, eine karitative Institution zu unterstützen<br />

lag uns schon lange am Herzen. Wir als die erste reine aktive<br />

Damengesellschaft brauchten nicht sehr lange, bis die Entscheidung<br />

auf ein Mutter-Kind-Heim fi el. Nun begannen die Vorbereitungen.<br />

Ein RIESENDANK an alle, welche sich nach recht kurzer Zeit bereit erklärten,<br />

uns dabei zu unterstützen. Einen Geldbetrag wollten wir nicht<br />

überreichen, da man ja nie weiß, ob das gesamte Geld dahin geht,<br />

wo es gebraucht wird. Also wurden alle Geldspenden unserer aktiven<br />

und passiven Kameradinnen und Kameraden welche uns erreichten,<br />

in Kleidung (Wäsche) umgesetzt. Für Kinder von 1-6 Jahren und natürlich<br />

auch für ihre Mütter sollte es ein kleines frohes Erlebnis in ihrer<br />

teilweise tristen Welt werden.<br />

Die Pandemie trug leider zu einem Schnellschuss bei, da ab dem<br />

14. Dezember die Geschäfte schließen mussten. Also schnell noch<br />

das gespendete Geld abheben und umgehend in die Geschäfte. 7-8<br />

riesige Einkaufstaschen mit Neuware, 5-6 große Taschen bzw. Säcke<br />

mit kaum getragener Kleidung, eine Tasche voll mit Pfl egemittel für<br />

Mutter und Kind, Spielzeug und da Weihnachten war, selbstverständlich<br />

auch eine große Tasche voll Süßigkeiten.<br />

Hier sei noch einmal erwähnt, dass wir mit so einer tollen Resonanz<br />

nicht gerechnet haben. Jeder einzelnen Person, welche zu diesem Ergebnis<br />

beigetragen hat, gebührt ein besonderer Dank. Wir möchten<br />

hier noch einmal betonen, dass es uns nicht auf die Höhe der Spende<br />

ankam, sondern, dass sich recht viele daran beteiligten. Noch einmal<br />

DANKE-DANKE-DANKE.<br />

Nachdem alles gepackt war, ging es am 3. Advent zur Bescherung.<br />

Da wir leider nicht mit den Kindern und Müttern direkt Kontakt aufnehmen<br />

durften, luden wir unsere Geschenke vor dem Haus aus und<br />

trugen sie unter allen Corona Schutzmaßnahmen in die Einrichtung.<br />

Es dauerte schon einige Zeit bis die 2 gefüllten Kofferräume gelehrt<br />

waren. 6 Personen mussten schon zweimal den Weg gehen.<br />

Selbst der 2. Hauptmann fuhr noch einen Tag vor unserem Termin mit<br />

ihrem Mann in die Eifel und kam mit einem prall gefüllten Kofferraum<br />

zurück.<br />

4<br />

Jeder Weg stimmte uns frohen Mutes, das Richtige getan zu haben.<br />

Nachdem alle Utensilien überreicht waren und der Raum mit Tüten<br />

übersät war, bedankte sich die Heimleitung auf das Allerherzlichste.


Die Sachen wurden dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit (wegen<br />

Corona) aufgeteilt. Die Teile, welche noch keinen Abnehmer fanden,<br />

wurden in einer Kleiderkammer zwischengelagert. Am Ende des Tages<br />

waren alle der Meinung, das Richtige getan zu haben.<br />

Einige gespendete Beträge wurden noch nicht in Ware umgesetzt, da<br />

der Gedanke, dieses nicht als Einmalerlebnis stehen lassen zu wollen,<br />

uns dazu bewegt, den Restbetrag im Frühjahr für die nächste Aktion<br />

zu berücksichtigen. Info folgt.<br />

Für die Osterzeit wünscht Euch die Gesellschaft Jakobe von Baden<br />

alles erdenklich Gute, vor allem weiterhin beste Gesundheit.<br />

Viel Spaß beim Eiersuchen.<br />

Geburtstag<br />

70 Jahre Werner Viehmann<br />

von Wolfgang Vollmer<br />

Zum ersten Mal in Deinem Leben<br />

steht vorne bei Dir nun die Sieben.<br />

Darauf wollen wir die Gläser heben<br />

und Dir nochmals gratulieren.<br />

70 Jahre schon auf dieser Welt<br />

hat Du dem Leben Dich gestellt.<br />

Mit Heiterkeit und Sonnenschein<br />

mögen es noch viele Jahre sein.<br />

Bleibe gesund und stets vergnügt,<br />

weil uns das am Herzen liegt.<br />

70 Stufen auf der Lebensleiter,<br />

wir wünschen Dir,<br />

Du erklimmst sie noch lange weiter.<br />

Apropos Leiter; noch immer bist Du in Deinem Maler-Meisterbetrieb<br />

aktiv. Lieber Werner, erlaube uns noch zum guten Schluss einen<br />

wohlgemeinten Spruch:<br />

„Der Lack ist zwar ab,<br />

aber die Grundierung ist immer noch erste Sahne.“<br />

Happy Birthday zu Deinem am 02. Februar <strong>2021</strong> gefeierten Geburtstag.<br />

5


Interview<br />

„Dieser Beruf ist unser Leben“<br />

Interview mit dem Vorsitzenden des Düsseldorfer Schaustellerverbandes<br />

Oliver Wilmering<br />

Keine gebrannten Mandeln,<br />

keine Schokofrüchte und auch<br />

keine Karussells, für die Schausteller<br />

in Düsseldorf – nicht<br />

nur in der Landeshauptstadt –<br />

ist die Corona-Pandemie eine<br />

Katastrophe. Nach nun einem<br />

Jahr ohne Große Kirmes, ohne<br />

Weihnachtsmarkt oder andere<br />

Volksfeste, sind die Schäden,<br />

wenn dieses Berufsverbot weiter<br />

anhält, wirtschaftlich irreparabel.<br />

Über die Situation rund<br />

um die Düsseldorfer Schausteller<br />

sprach der <strong>Schlossturm</strong><br />

mit Oliver Wilmering, dem<br />

Vorsitzenden des Düsseldorfer<br />

Schaustellerverbandes.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie geht es Ihnen ganz persönlich und wie haben Sie<br />

die Pandemie bisher überstanden?<br />

Oliver Wilmering: Grundsätzlich bin ich körperlich gesund, nur<br />

die Psyche macht einem in der Pandemie immer mehr zu schaffen.<br />

Wir leben in einer Situation, die ein normales Leben mit Freizeitaktivitäten<br />

nicht mehr zulässt. Trotz der wirtschaftlichen Katastrophe,<br />

bin ich mit meiner Familie bisher gut weggekommen und musste<br />

auch keine Insolvenz anmelden. Meine Vorfahren haben ein Fundament<br />

geschaffen, so dass die Familie gefestigt ist. Trotzdem haben<br />

wir die KfW-Kredite aufnehmen müssen, weil die November-Hilfen<br />

immer noch nicht komplett ausgezahlt sind.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie hart hat die Pandemie insgesamt die Düsseldorfer<br />

Schausteller getroffen?<br />

Wilmering: Es hat die Schausteller deutschlandweit gleichermaßen<br />

getroffen. Da es ja einem Berufsverbot gleichkommt, sind die Verluste<br />

Auf dem Marktplatz verkauft Oliver Wilmering (r.), Vorsitzender der Düsseldorfer Schausteller, gebrannte Mandeln und andere Köstlichkeiten.<br />

6


enorm. Gottseidank hat es die Düsseldorfer dank des Engagements<br />

der Stadt Düsseldorf nicht „tödlich“ getroffen. Da wir die Genehmigung<br />

erhalten haben, einige Buden verteilt in der Stadt aufzustellen,<br />

kommt wenigstens so viel Geld in die Kasse, dass wir unseren Kühlschrank<br />

füllen können.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Können Sie es beziffern?<br />

Wilmering: Leider kann ich Ihnen keine genauen Zahlen liefern. Es<br />

gibt zwar Insolvenzen in unseren Reihen, diese übersteigen aber nicht<br />

fünf Prozent. Es hält sich also in Grenzen, außerdem helfen wir uns<br />

gegenseitig. In unserer Branche ist der Zusammenhalt noch anders<br />

als im Rest-Deutschland, denn Schausteller ist eine Berufung. Und<br />

unser Beruf ist unser Leben.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Können Sie die Äußerungen ihres Kollegen Oscar<br />

Bruch in seinem Brief an die Kanzlerin nachvollziehen?<br />

positive Reaktionen erhalten haben. Auch das Wirtschaftsministerium<br />

hat reagiert und versichert, alles in seiner Macht Mögliche<br />

zu versuchen. Mehr noch, hat die Stadt Düsseldorf gezeigt, wie<br />

sie hinter den Schaustellern steht. Mit den Genehmigungen einzelne<br />

Buden aufzubauen und to go verkaufen zu können, trägt<br />

man dazu bei, uns am Leben zu halten. Dieses Entgegenkommen<br />

der Stadt hat das Vertrauensverhältnis zwischen Schaustellern und<br />

Verwaltung massiv gestärkt. Das hat es früher in dieser Form nicht<br />

gegeben. Wir sind sehr glücklich darüber.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie müssen wir uns einen Tag eines Schaustellers in<br />

der Pandemie vorstellen?<br />

Wilmerung: Genauso wie viele tausend andere Beschäftigte, versuchen<br />

wir uns zu beschäftigen. Unser Glück, dass ein Teil in den<br />

Buden arbeiten kann. So ist man wenigstens von 12 bis 18 Uhr mit<br />

der Ausübung einer Tätigkeit beschäftigt, auch wenn es sich nicht<br />

trägt. Ansonsten wird aufgeräumt, geputzt und geplant. Jedoch<br />

hört das auch mal auf. Man muss nur aufpassen, dass es nicht zu<br />

einer psychischen Belastung führt. Wir sind zumindest vorbereitet,<br />

zur Osterkirmes zu starten. Ob sie jedoch genehmigt wird, steht<br />

in den Sternen.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Hat der Verein oder einzelne Unternehmen die vom<br />

Staat zugesicherten Hilfen erhalten?<br />

Wilmering: Natürlich nicht! Ich muss jedoch ehrlich gesagt zugeben,<br />

dass zumindest teilweise Gelder geflossen sind. So habe ich nach<br />

dem ersten Lockdown die Finanzhilfen erhalten. Nur jetzt kommt<br />

Oscar Bruch vor seinem Riesenrad „Wheel of Vision“ am Burgplatz<br />

Wilmering: Aber ganz sicher kann ich das. Wir sind froh, wenn<br />

sich die Kollegen für unsere Sache einsetzen. Aber ohne meinem<br />

Kollegen etwas zu wollen, wir sind mit unseren Vorständen und<br />

dem Deutschen Schaustellerbund schon das ganze Jahr aktiv, korrespondieren<br />

mit den zuständigen Politikern oder kontaktieren sie<br />

anderweitig. Wir müssen grundsätzlich im Gespräch bleiben, das<br />

ist die Devise.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie könnte der von Bruch geforderte Plan aussehen?<br />

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fotolia|winyu<br />

Wilmering: Wir haben mit den Verbänden im Verlauf des Jahres<br />

mehrere Konzepte und Pläne eingereicht, auf die wir sogar viele<br />

7


Interview<br />

der Staat nicht aus dem Quark. Die versprochenen November-Hilfen<br />

sind bis heute nur zu 50 Prozent ausgezahlt.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie ist die Aktion der Schützen bei den Schaustellern<br />

angekommen?<br />

Wilmering: Die Gesellschaft Reserve von 1858 hat diese Aktion initiiert.<br />

Diesmal haben die Schützen die „Advents-Weckmann“-Versteigerung mit<br />

einem Spendenaufruf versehen. Es ist schon eindrucksvoll, was da zusammengekommen<br />

ist. Sage und schreibe sammelten die Kameraden 7.500<br />

Euro, die sie mir zweckgebunden überreicht haben. Mit dem größten Teil,<br />

nämlich 5.000 Euro, konnten wir den Jahresbeitrag der Schausteller an<br />

den Verband decken. So kann der Verband auch in der Krise in Ruhe<br />

weiterarbeiten. Die restlichen 2.500 Euro sind für das Frühjahrsfeuerwerk<br />

vorgesehen. Wir Schausteller sind absolut begeistert, was die Schützen<br />

für uns so machen. Natürlich auch sehr froh, eine solche Unterstützung zu<br />

bekommen. Da gebührt der Truppe ein besonderer Dank.<br />

<strong>Schlossturm</strong>: Wie ist das Vertrauen nach all diesen Monaten in diesen<br />

Staat?<br />

Wilmering: Vertrauen ist vielleicht das falsche Wort. Es ist für<br />

alle Beteiligten keine einfache Situation. So etwas hat es bisher<br />

nicht gegeben. Jeder musste sich individuell auf dieses neue Geschehen<br />

einstellen, auch die Regierung. Ich bin der Überzeugung,<br />

dass der Staat alles gemacht hat, was in seiner Macht steht. Eine<br />

Einschränkung habe ich jedoch. Ich habe in all der Zeit vermisst,<br />

dass diese Regierung sich zu Fehlern bekennt. Das hat sie lange<br />

nicht getan und somit viel Vertrauen verloren, wobei wir wieder bei<br />

Ihrer Frage sind.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Das Interview hat unser Redakteur Peter Frank<br />

mit Oliver Wilmering geführt.<br />

Guillermo Porras, Oliver Küster und Frank Lumma überreichen Oliver Wilmering (2. v. r.) einen Scheck über 7.500 Euro.<br />

8


Alexander Jansen<br />

Rechtsanwalt | Steuerberater<br />

Thorsten Jansen<br />

Wirtschaftsprüfer | Steuerberater<br />

Heuser Heuser & Kollegen<br />

Treuhandgesellschaft mbH & Co. KG<br />

Barbarastraße 2 | 40476 Düsseldorf<br />

Telefon (0211) 944-890 | Telefax (0211) 48 91 10<br />

| kontakt@stb-heuser.de<br />

Gestern – Heute – Morgen:<br />

– bodenständig – weltoffen –<br />

– zukunftsorientiert –<br />

„Ein Düsseldorfer<br />

Unternehmen<br />

echtester Art.“<br />

Zitat aus „Das Tor“<br />

zum Firmenjubiläum 1957<br />

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– Düsseldorf –<br />

9


Neues aus Düsseldorf<br />

Das Haus der Jugend wird neu gebaut<br />

Investition in die Zukunft für Düsseldorfs Kinder und Jugendliche<br />

von Annemarie Wotschke (Stadt Düsseldorf)<br />

Neuer Treff für die Jugend mit Kita und Azubi-Wohnen: das neue<br />

Haus der Jugend. Jetzt wurde der Grundstein dafür gelegt.<br />

© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />

Freuen sich schon auf die Eröffnung: (v.l.) Jugendamtsleiter<br />

Johannes Horn, Oberbürgermeister Dr. Stefan Keller, Stadtdirektor<br />

Burkhard Hintzsche und Stefan Keulen, Geschäftsführer des<br />

Generalunternehmers Derichs und Konertz<br />

© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />

Das Haus der Jugend an der Lacombletstraße in Düsseltal kann auf<br />

eine lange Geschichte zurückblicken und weckt sicher auch bei den<br />

Schützen die ein oder andere schöne Erinnerung. Der 1958 erbaute<br />

und im letzten Jahr wegen seiner maroden Bausubstanz abgerissene<br />

Gebäudekomplex diente etwa als Schule, Heimat des Studieninstitutes<br />

der Stadtverwaltung, Jugendfreizeitstätte, Theaterbühne und Konzerthalle.<br />

Nun wird es neu gebaut und bald in neuem Glanz erstrahlen.<br />

Zum Projekt gehören unter anderem eine Kindertagesstätte, Auszubildenden-Wohnungen,<br />

Büro- und Seminarräume sowie ein Café und ein<br />

Veranstaltungsraum. Anfang Februar war die Grundsteinlegung. Die<br />

Fertigstellung wird im Sommer 2022 erwartet.<br />

Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen musste auf eine<br />

öffentliche Zeremonie bei der Grundsteinlegung verzichtet werden.<br />

Stattdessen sendeten die Beteiligten per Videobotschaft ihre Grußworte.<br />

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat eine Zeitkapsel<br />

mit einer Tageszeitung, einem Set Münzen, einer Liste der Projektbeteiligten,<br />

dem aktuellen Informationsheft des Jugendrings sowie<br />

einem Satz Pläne des Neubaus in den Grundstein gelegt und diesen<br />

verschlossen.<br />

„Mit der heutigen Grundsteinlegung führen wir die Erfolgsgeschichte<br />

des Hauses der Jugend fort. Diese Institution ist ein historisch<br />

wichtiger Ort für unsere Stadt und hat sie kulturell geprägt. Die vorgesehene<br />

Vernetzung von Nachbarschaft, Azubi-Wohnen, sozialen<br />

Angeboten und Kultur wird auch als Vorbild dienen zur künftigen<br />

Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Quartieren“, sagte das<br />

Stadtoberhaupt bei seiner Rede anlässlich des mit Freude erwarteten<br />

Ereignisses.<br />

10<br />

Detailaufnahme der Zeitkapsel<br />

© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />

Der Neubau bietet sowohl dem Jugendring, der Arbeitsgemeinschaft<br />

der Düsseldorfer Jugendverbände, als auch der Jungen Aktionsbühne<br />

(JAB) Platz. Für die eigenen Projekte des Jugendrings wie das Jugendportal<br />

YouPod, das Fan-Projekt oder die Servicestelle Partizipation,<br />

wo es Rat zu allen Fragen rund um die Beteiligung von Kindern und<br />

Jugendlichen gibt, stehen unter anderem Büro- und Seminarräume<br />

zur Verfügung. Der Veranstaltungsbereich für 200 Personen mit<br />

Küche und Café soll vom Jugendring wie auch der Jungen Aktionsbühne<br />

genutzt werden. Er steht künftig für Seminare und Schulungen<br />

sowie für Angebote im Rahmen der Düsselferien zur Verfügung.<br />

Außerdem wird die lange Tradition der Musikkonzerte der JAB fortgesetzt.<br />

Bei Veranstaltungen wie „Meets and Beats“ bekommen hier<br />

insbesondere neue und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler eine<br />

Bühne.


Das soziale und ökologisch nachhaltige Projekt soll den Zusammenhalt im Quartier weiter stärken.<br />

© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />

Neue Kita und Azubi-Wohnen<br />

Darüber hinaus wird eine viergruppige Kita mit 70 neuen Plätzen für<br />

Kinder geschaffen, davon 22 für unter Dreijährige und 48 für über<br />

Dreijährige. Im Stadtbezirk 2 werden dringend entsprechende Angebote<br />

benötigt, um den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz<br />

der Kinder bis zum Schuleintritt zu sichern. Ergänzt wird das<br />

Bauprojekt durch 19 kostengünstig zu mietende Apartments für Auszubildende,<br />

denen damit die Chance auf eine erfolgreiche Ausbildung<br />

mit Abschluss eines Ausbildungsberufs erleichtert werden soll.<br />

Realisiert wird das Vorhaben unter der Federführung der städtischen<br />

Tochtergesellschaft Immobilien Projekt Management Düsseldorf<br />

GmbH (IPM). Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 15,3 Millionen<br />

Euro. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf fasste im Februar einen<br />

entsprechenden Finanzierungsbeschluss. Das neue Gebäude wird<br />

voraussichtlich im Frühjahr 2022 fertiggestellt und im Sommer seinen<br />

Betrieb aufnehmen können.<br />

Ingenieuren sowie den zukünftigen Nutzern durch eine flexible Grundrissstruktur<br />

bewältigt. Der Generalunternehmer Derichs und Konertz<br />

hat das Planerteam aus der Entwurfsphase übernommen und konnte<br />

gemeinsam mit allen Projektbeteiligten durch die Nutzung moderner<br />

Techniken einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten.<br />

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Das Haus der Jugend hat nicht<br />

nur eine lange Tradition mit vielen schönen Erinnerungen, sondern<br />

stand und steht auch für innovative Weiterentwicklung in der Düsseldorfer<br />

Kinder- und Jugendhilfe. Aus vielen Ideen wird jetzt ein Neubau<br />

für die bisherigen Nutzer, eine Heimat für Auszubildende, die dort<br />

wohnen, und ein Ort, an dem Kinder bis zum Schuleintritt gefördert<br />

werden können.“<br />

Die verschiedenen Bereiche werden rund um einen Innenhof organisiert.<br />

Dieser bietet den ankommenden Gästen eine einladende Fläche<br />

bevor sie das Gebäude betreten. Das Gebäude wird als kompakter<br />

Baukörper gehalten und die Flächenversiegelung wird auf das Notwendigste<br />

beschränkt. Die Stellplätze werden mit Rasengittersteinen<br />

gestaltet werden. Durch einen Abfahrtsmonitor für den ÖPNV sollen<br />

die Gäste motiviert werden, mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln<br />

an- und abzureisen. Das Gebäude wird in Massivbauweise errichtet,<br />

das Dach vollflächig begrünt. Außerdem ist eine Photovoltaik-Anlage<br />

zur Eigenbedarfsdeckung geplant. Im Erdgeschoss wird das Gebäude<br />

mit eine Holzfassade verkleidet. Auch bei der Wahl der Baumaterialien<br />

und der Systeme wird auf Ökologie geachtet. Die Fassadenverkleidung<br />

ist problemlos rückbaubar, wodurch eine spätere Entsorgung<br />

vereinfacht wird.<br />

Die Herausforderung, unterschiedliche Nutzergruppen störungsfrei<br />

in einem Gebäude zu organisieren, hat das Projektteam der IPM<br />

mit dem Architekturbüro bap aus Witten in Zusammenarbeit mit<br />

11<br />

Blick auf das Baufeld © IPM


Neues aus Düsseldorf<br />

Zur Historie<br />

Die Animation zeigt, wie der Neubau nach Fertigstellung aussehen könnte, hier der einladende Innenhof.<br />

© bap - Hetschold, Kurz PartGmbB Architekten, 2<strong>01</strong>9<br />

In den 1970er-Jahren hatte das Jugendamt der Landeshauptstadt<br />

mit seiner neu gegründeten Abteilung Jugendförderung die Immobilie<br />

übernommen und sie in eine (Jugend)Freizeitstätte umgewandelt.<br />

Aufgrund seiner baulichen Gegebenheiten, zu dem ein kleines Café,<br />

Gruppenräume, eine große Werkstatt im Keller sowie eine Veranstaltungshalle<br />

für rund 250 Personen gehörten, etablierte sich die Immobilie<br />

und entwickelte sich zum Haus der Jugend. Zum Kristallisationspunkt<br />

für die Düsseldorfer Jugendkultur wurde die damalige Turnhalle<br />

- ein zentrales Element des Hauses der Jugend. Hier nahm so manche<br />

künstlerische Karriere ihren Anfang. Ab 1984 standen auf den Brettern,<br />

die bekanntlich die Welt bedeuten, unter anderem Klaus Lage<br />

(damals vor knapp 20 Zuschauern), Die Toten Hosen, Doro Pesch,<br />

Herbert Knebel, Tom Gerhardt, Helge Schneider, Gildo Horn<br />

und der italienische Liedermacher Pippo Pollina. Allesamt Künstlerinnen<br />

und Künstler, die heute große Hallen und Stadien füllen.<br />

Auftritt der Band „Hörsturz“ beim Just4Fun-Festival am 23.11.2<strong>01</strong>9<br />

im „alten“ Haus der Jugend © Hörsturz by Udo Kempers<br />

Ab 1992 war das Haus der Jugend Herberge für die Junge Aktionsbühne<br />

des Düsseldorfer Jugendamtes. Die JAB war den Trends auch<br />

auf der Lacombletstraße immer eine Nasenlänge voraus. Und so begannen<br />

dort spätere Aufsteiger wie H-Blockx, Mouse On Mars,<br />

Reamon, Mia., Broilers, KopfEcho oder Rogers ihre ersten Schritte.<br />

Das Gebäude-Ensemble mit seinen großen Grün- und Außenflächen,<br />

seinen Räumen und dem Café avancierte zu einer begehrten<br />

Partylokalität. Was wurde dort nicht alles gefeiert: Karneval, Hochzeiten,<br />

Geburtstage, Jubiläen oder Fortuna-Siege, um nur einige zu<br />

nennen. Aber auch Tagungen und die ersten Düsseldorfer Jugendforen<br />

oder die über die Stadtgrenzen bekannte monatliche Kindersachen-Tauschbörse<br />

gehörten dazu.<br />

Seit 1995 nutzte der Jugendring gemeinsam mit der JAB das Haus<br />

in einer sich ergänzenden und bereichernden Kooperation. Für den<br />

Jugendring mit seinen Projekten und Mitgliedsverbänden diente das<br />

Haus der Jugend seit dieser Zeit als Zentrale und entwickelte sich seit<br />

1995 zum Zentrum der Düsseldorfer Jugend- und Jugendverbandsarbeit.<br />

Mit dem Neubau öffnen sich für Jugendring und JAB neue<br />

Arbeitsfelder und neue Zielgruppen werden hier ihre Heimat haben.<br />

Das geplante Gebäude von außen<br />

© bap - Hetschold, Kurz PartGmbB Architekten, 2<strong>01</strong>9<br />

12


Wo die einen rot - sehen,<br />

und andere gefühlt nur blau - machen,<br />

sind wir nicht mehr grün hinter den Ohren<br />

und treibens richtig bunt!<br />

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Rundgang durch Düsseldorf<br />

Impressionen aus Düsseldorf<br />

Architekturführung<br />

Ehrenhof<br />

Bezirksregierung<br />

Kö-Bogen<br />

Kö-Bogen<br />

14


Schauspielhaus<br />

Dreischeibenhaus<br />

Neuer Zollhof – Gehry-Bauten<br />

BUNT<br />

IN<br />

BILK<br />

Wir wünschen Euch ein<br />

farbenfrohes Osterfest.<br />

#backtogether<br />

#buylocal<br />

15


Rückblick<br />

Heute vor 60 Jahren<br />

Als das Juli-Schützenfest zum Oktober-Schützenfest wurde<br />

Ausschnitte aus der Schützenzeitung von 1961<br />

Der Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf<br />

teilte uns am 29. Juni 1961 mit:<br />

in Düsseldorf 73 Erkrankungsfälle verzeichnet, davon verliefen acht<br />

tödlich.<br />

Vorläufig keine Schützenfeste<br />

Vorsichtsmaßnahmen gegen Kinderlähmung<br />

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuß des Rates billigte nach sehr<br />

gründlicher Beratung und sorgfältiger Abwägung aller Gesichtspunkte<br />

im Interesse der gesamten Bevölkerung die von der Verwaltung am<br />

Donnerstag getroffenen Maßnahmen zum Schutz vor Kinderlähmung.<br />

Diese Maßnahmen sind:<br />

1. Alle Schützenfeste werden ab sofort zunächst für die Dauer des<br />

Monats Juli verboten.<br />

2. Drei Einzelhandelsgeschäfte der Lebensmittelbranche wurden ge<br />

schlossen.<br />

3. Gegen einige Personen wurde ein vorläufiges Berufsverbot erlassen.<br />

4. Das Gesundheitsamt bereitet einen Aufruf zur Bekämpfung der<br />

Kinderlähmung vor, der an alle Lebensmittel- und Restaurationsbetriebe<br />

im Stadtgebiet verteilt werden soll. Ferner wird ein Merkblatt<br />

mit Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Kinderlähmung in<br />

den nächsten Tagen durch Postwurfsendungen an alle Düsseldorfer<br />

Haushaltungen verschickt.<br />

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuß sprach die Erwartung aus, daß<br />

die Bevölkerung im allgemeinen Interesse den Anordnungen der Behörden<br />

zum Schutz gegen Kinderlähmung gewissenhaft Folge leistet,<br />

gleichzeitig aber zur Vermeidung einer völlig unbegründeten Panikstimmung<br />

beiträgt. Zur Zeit nimmt die Zahl der Erkrankungen etwas<br />

langsamer zu als noch vor einigen Tagen. Um so mehr besteht nach<br />

Meinung des Gesundheitsamtes Veranlassung, alle Vorsichtsmaßregeln<br />

gewissenhaft zu beachten, um jede Provokation einer weiteren<br />

Ausbreitung der Epidemie zu vermeiden. – Seit dem 1. April wurden<br />

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16


Gesellschaften-_1-872008526_1-871919855_1-871914110.e$S_<strong>Schlossturm</strong>_1_2009_Gesells<br />

SCHÜTZENZEITUNG August 1961<br />

Schützenfest vom 8. bis 15. Oktober<br />

Die Sorgen, die Ungewißheit sind Düsseldorf und allen Schützenkameraden<br />

genommen: Die Polio-Verordnung, wonach öffentliche<br />

Veranstaltungen, darunter auch das große Düsseldorfer Schützenfest,<br />

verboten waren, ist zum 17. August aufgehoben worden. Jetzt endlich<br />

können im St.-Sebastianus-Schützenverein alle die Vorbereitungen<br />

anlaufen und weitergeführt werden, die für das Schützenfest im Juli<br />

unterbrochen worden waren, weil das Fest plötzlich in letzter Stunde<br />

auf unbestimmte Zeit verlegt werden mußte.<br />

Von der Fülle der Arbeit, die den Hauptvorstand ebenso wie jede<br />

einzelne Führung der Kompanie oder Gesellschaft traf, macht sich<br />

ein Außenstehender, selbst wenn er mit dem Schützenleben einer<br />

Großstadt vertraut ist, kaum eine Vorstellung. Die Verträge mit den<br />

Pferdehaltern, mit den Schaustellern und den Musikkapellen mußten<br />

nicht nur aufgehoben werden, was bei der Kürze der Zeit nicht immer<br />

einfach war, zugleich mußten im Sommer diese gleichen Partner für<br />

das unbestimmte Schützenfest im Herbst gewonnen werden. Zwar<br />

Gesellsch<br />

Doch werten wir diese Begeisterung im guten Sinne. Denn es ist<br />

schließlich für den Hauptmann der vielen Kompanien – nur zwei Ge-<br />

war vom Gesundheitsamt als möglicher Termin für ein Ersatz-Schüt<br />

zenfest eine Woche Anfang Oktober für St. möglich Lambertus<br />

gehalten worden,<br />

doch blieb im Juli noch gänzlich offen und unbestimmt, daß dieser<br />

Ersatztermin eingehalten werden konnte. Diese Ungewißheit ist nun<br />

von uns genommen. Der 15. August war der äußerste Stichtag für die<br />

Festsetzung des Ludwigshafener zweiten Termins Straße eines 28 Schützenfestes. · 40229 Düsseldorf Und · da Telefon die 0211/31<br />

Polio-Erkrankungswelle erfreulicherweise E-Mail sehr andreas@becker-polsterei.de stark abgeklungen ist, · Ansp<br />

gibt es nun keinerlei Einschränkungen mehr. Die Vorbereitungen für<br />

das Schützenfest vom 8. bis 15. Oktober können anlaufen und werden<br />

sicherlich das Leben in den einzelnen Gesellschaften für die nächsten<br />

Krönungsball:<br />

Schütz<br />

Wochen bestimmen.<br />

wahrer<br />

Wie in jedem Jahr stand auch dieses Mal die Arbeit vor dem Vergnügen. Dies stellun<br />

Vielleicht begann diesmal dürfen allerdings wir das damit, schöne daß wir alte kurzfristig Wort: Geteilte einen neuen Freude Veranstaltungsort - doppelte die Fes<br />

Freude, suchen mußten. ein wenig Erst abwandeln: Mitte Dezember Verschobene hatten wir per Freude Zufall erfahren, - doppelte dass das Freude. Haus Aufme<br />

Was Kolvenbach uns im in Juli wenigen an Schützenfreuden Tagen schließt und versagt ein neuer wurde, Pächter wollen noch nicht wir feststeht. im Oktober<br />

mit der gleichen Verbundenheit zur Heimat nachholen. In diesen<br />

In der<br />

Also ging die große Suche los. Doch leider gibt es in Düsseldorf nur wenige Säle, die unsere<br />

ausreichend Platz für 200 bis 250 Gäste bieten, dennoch bezahlbar sind und für Die Kr<br />

Sommerwochen März noch nicht ausgebucht ist soviel waren. Regen Mit gefallen, dem Pfarrsaal daß der ein Gemeinde goldener St. Herbst Maria erfreul<br />

uns Rosenkranz bevorsteht. haben Die wir dann Schützenwoche doch noch einen im Juli gefunden. wäre Allerdings diesem mußte Jahre der böse Krönungsball<br />

um also zwei freuen Wochen wir verschoben uns auf werden.<br />

satten Herbst, und wenn auch Kamer<br />

1. Hau<br />

verregnet,<br />

die So trafen Sonne wir nicht uns schon mehr am so Vorabend heiß brennt, des Krönungsballes der Durst wird zum wahrscheinlich Planen der Sitzordnung,<br />

Stellen nicht von geringer Stühlen und sein. Tischen und Dekorieren des Saales.<br />

gelade<br />

im Als Sh<br />

Oktober<br />

Am Abend des Balles wurden dann alle Gäste von unseren Königspaaren bei einem Nachd<br />

Sektempfang begrüßt. Alle Damen erhielten von unserer zukünftigen Königin Ruth Hierbe<br />

Haning ein Los für einen ganz besonderen Tombolapreis: eine Stadtrundfahrt mit noch in<br />

anschl. Brauereibesuch.<br />

Als der Saal schließlich gut gefüllt und nur einige wenige Plätze leer geblieben waren,<br />

sellschaften konnte der festliche waren Teil nicht des Abends vertreten mit dem – kein Einmarsch leichtes der Unterfangen, Königspaare beginnen. für die Oster<br />

Hauptmann Andreas Becker stellte die Königspaare vor und begrüßte die Nur ein<br />

Scharen seiner Männer in den ferienlosen Oktobertagen dienstfrei<br />

Ehrengäste und Abordnungen vieler Gesellschaften und Vereine. Sein besonderer auf de<br />

zu Gruß bekommen, galt hierbei unseren damit Freunden alle Schützen vom Schießverein an den festlichen Papenburg mit Veranstaltungen<br />

und 1. auch Vorsitzenden an Ingo Wochentagen Hunfeld. teilnehmen können. Dies gilt beson-<br />

Die Erg<br />

ihrem König samen<br />

ders Die anschließende für das Schießen Entkrönung auf unseres den Königsvogel scheidenden Königspaares und die Pfänder. Willi Schriever Der alte Manns<br />

Grundsatz Otti Dopheide, der Sebastianer: sowie die Krönung Jeder Schütze des neuen kann Königspaares werden, Dany und bleibt Ruth Hann<br />

auch Haning für übernahm das Oktober-Schützenfest in diesem Jahr unser bestehen. Schützenchef Die Lothar Schießstunden Inden. Das unser sind<br />

Komp<br />

daher so gelegt, daß sich alle Kameraden beteiligen können. Wie der<br />

Vorsitzende der Schießkommission, Karl Krantz, mitteilte, wird mit<br />

dem Königsvogelschießen am Sonntag, dem 1. Oktober, nach der<br />

„Goldenen Mösch“ und dem Generalappell begonnen. Die Nr. 256<br />

fängt an. Grundsätzlich soll nur in Uniform auf den Königsvogel geschossen<br />

H.J. S<br />

werden.<br />

Der Vorstand denkt an alles<br />

Vorsitzer beraten das Schützenfest -<br />

Das alte Programm mit Abweichungen<br />

Wenn das ,Oktober-Schützenfest“ der Düsseldorfer St. Sebastianer<br />

in der Zeit vom 7. bis 17. Oktober mit der gleichen Begeisterung gefeiert<br />

wird, mit der in der Vorsitzerversammlung die einzelnen Punkte<br />

des Festprogramms erörtert wurden, dann werden die Schützentage<br />

des Sommers in den Schatten gestellt. Zugegeben, es waren am<br />

Versammlungstag 32 Grad Tropenhitze und Hemdsärmel waren die<br />

,„Uniform“ dieser Versammlung. Es wurde so „heftig um die einzelnen<br />

Stunden der Schützentage gerungen, um das zu früh“ und „schon<br />

dunkel“, daß Chef Weilinghaus, Oberst Schnigge und Platzwart<br />

Kreutzer hier und da ein Machtwort sprechen mußten, um die Wogen<br />

zu glätten.<br />

Das Festprogramm für die Oktoberwoche konnte nicht restlos aus<br />

dem Sommer übernommen werden. Da das Festhochamt für den<br />

Stadtpatron bereits im Juli gefeiert wurde, fällt der Schützengottesdienst<br />

am 8. Oktober aus. Das Jungschützentreffen am 15. Oktober<br />

wird dagegen mit einem Festhochamt eingeleitet. Eine zweite Änderung:<br />

Der Ball der Kompaniekönige wird am Mittwoch, der Krönungsball<br />

mit Feuerwerk Krönungsball am Samstag 2<strong>01</strong>2 Königspaare der Schützenwoche und Pfandschuẗzen im Festzelt gefeiert.<br />

Oster<br />

17<br />

151


Rückblick<br />

In erfolgreichen, langwierigen Verhandlungen hat der Vorstand für<br />

das Volksfest alle großen Unternehmen gewinnen können. Denn das<br />

Düsseldorfer Oktober-Schützenfest liegt zwischen Cannstatt und<br />

dem Bremer Dom. Auch die Kapelle aus Antwerpen kommt zu dem<br />

Herbstschützenfest. Den großen Zapfenstreich am 7. Oktober vor<br />

dem Rathaus werden außer den belgischen Gästen die Polizeikapellen<br />

aus Köln, Essen und Düsseldorf bestreiten. Eine schöne Geste<br />

des neuen Hausherrn des „alten Hauses an der Bilker Straße“, Die<br />

Schützenfahnen werden nach dem Zapfenstreich im Schützenzimmer<br />

des „Biesenbach-Hauses“ aufbewahrt und dort am Sonntagmorgen<br />

zum Rathaus, wo von 11 bis 12 Uhr die Belgier ein Festkonzert geben,<br />

und danach zum Festzug abgeholt. Nach dem historischen Festzug<br />

des Sonntags große Parade, die schneller ablaufen soll, Picknick in<br />

der Reitallee. An dem Schützenmontag mit Umzug und Investitur<br />

durch den Oberbürgermeister diesmal zum erstenmal vom Alten Rathaus,<br />

wollen Vorstand und Hauptleute unbedingt festhalten. Ebenso<br />

an dem Dienstagvormittag mit dem Gäste- und Pressevogel. Das gemeinsame<br />

„Dienstagessen“ besteht im Oktober aus einer Erbsensuppe.<br />

Sie wird jedem Schützen bis in die Abendstunden gereicht. Um<br />

16.30 Uhr Schießen auf die lose Platte und um 20 Uhr Proklamation<br />

und Huldigung der neuen Majestät.<br />

Am letzten Schützensonntag, dem Jungschützentreffen, gibt es als<br />

Atzung ebenfalls eine Erbsensuppe. Die Jungschützen können daher<br />

nach dem Gottesdienst und dem Festzug schon um 13 Uhr mit dem<br />

Schießen auf den Königsvogel beginnen. Zum Ausklang herrschte<br />

in der Vorsitzerversammlung beste Schützenstimmung. Auch wenn<br />

Oberst Schnigge bekundete: Das war meine schwerste in zehn Jahren“,<br />

so konnte der Vorstand doch den herzlichen Dank der gesamten<br />

Versammlung für die erfolgreiche Vorarbeit entgegennehmen. Es gab<br />

nur eine Stimme: Auch das Schützenfest im Oktober soll der Stadt<br />

Düsseldorf und der Tradition der Sebastianer entsprechend würdig<br />

gefeiert werden. Die Poliogefahr ist gebannt. Die Schützen hoffen auf<br />

einen goldenen Herbst.<br />

SCHUTZENZEITUNG November 1961<br />

Schützenauftakt mit eitel Sonnenschein<br />

Böllerschüsse auf der Rheinwiese<br />

Ein Zapfenstreich wie noch nie -<br />

Und die Parade im Hofgarten klappte<br />

Schöner hatten es sich die Schützen nicht wünschen können. Wenige<br />

Minuten nach 17 Uhr stand am Samstagnachmittag vor dem Schützenfest<br />

am Eingang zum prachtvoll hergerichteten Festplatz Oberbürgermeister<br />

Dr. h. c. Vomfelde mit Stadtkämmerer Dr. Reisinger, mit<br />

dem Vorstand des St.-Sebastianus-Schützenvereins von 1316, mit Ehrenchef<br />

Paul Klees, Jean Keu. jetzt, Oberst Schnigge und unendlich<br />

vielem Volk drumherum vor dem über dem Hauptweg gespannten roten<br />

Band, um es auf Bitten des Schützenchefs Weilinghaus mit guten<br />

Worten durch zu schneiden. Schmetternder Tusch der Bayernkapelle,<br />

und schon war der Akt vollzogen, und Tausende von Menschen strömten<br />

in die Budenstadt und erlebten das Tagesfeuerwerk, das mit kräftigen<br />

Böllerschüssen anhub. Im Zelt klang aus, den Worten des Stadtoberhauptes<br />

und des Chefs Weilinghaus die Freude und Anerkennung, daß<br />

Schützenchef Weilinghaus verabschiedet Majestät Addi I.<br />

aller Zeitnöte zum Trotz die Schausteller zur festgesetzten Minute mit<br />

den Aufbauarbeiten fertig geworden waren.<br />

Max Everhardt, Präsident des Schaustellerverbandes, lobte ganz besonders<br />

den umsichtigen Platzmeister Ludwig Kreutzer, während<br />

Willy Osselmann dem Stadtoberhaupt namens des Verbandes ein<br />

Geschenk überreichte.<br />

18<br />

Vor dem Alten Rathaus<br />

In dichten Reihen lauschte Düsseldorfs Bürgerschaft auf dem festlich<br />

geschmückten Rathausplatz den Klängen der achtzigköpfigen Musikkapelle<br />

Eendracht aus Antwerpen, die schmissig Märsche aller Völker<br />

intonierte. Zwischendurch gelang dem Berichterstatter ein Blick<br />

hengedorch in den Schlüssel, wo die kopfstarke „Reserve“ mit dem<br />

Schützenvorstand weilte und allwo Albert Kanehl den Kameraden<br />

Oberstleutnant Willy Wesche im Schmucke seines Bundesverdienstkreuzes<br />

1. Klasse als den unermüdlichen Mitarbeiter des Regimentsstabes<br />

herausstellte. Mit herzlichen Worten verlieh der Oberbürgermeister<br />

dem Jubilar, der trotz des Ausscheidens aus dem aktiven Dienst nach<br />

wie vor seine Arbeit im Schützenbrauch verrichtet, den ersten Stadtor-


Zapfenstreich. Feierlich, zutiefst anrührend, stieg die uralte Soldatenweise,<br />

intoniert von den drei Polizeikapellen, den drei Tambourkorps<br />

St. Maximilian, Alt Flingern und Vennhausen zum wolkenverhangenen<br />

Himmel, und schweigend harrte die bis in die Nebenstraßen tiefgestaffelte<br />

Bürgerschaft aus, bis mit dem Deutschlandlied der Zapfenstreich<br />

nun verrauschte.<br />

Vom Rhein zum Hofgarten<br />

Blick durchs Fenster: Die Schützen vor dem alten Rathaus<br />

den des Jahres, während ihm die „Reserve“ das Bild ihres Präsidenten<br />

überreichte. Derweilen waren in drei großen Heerzügen nach 20 Uhr die<br />

Fackelzüge des St-Sebastianus-Schützenvereins mit den drei Polizeikapellen<br />

von Köln, Essen und Düsseldorf am Jan Wellem einmarschiert.<br />

Eine unübersehbare Menge hatte sich gleichfalls an dem mit Fahnen<br />

geschmückten, von Lampions und bengalischem Feuer beleuchteten<br />

Rathaus eingefunden – leider entbehrte die Ostseite der Marktstraße<br />

fast jeder Zier, um nun trotz der Abendkühle die Weihestunde im Düsseldorfer<br />

Schützendasein mitzuerleben. Nach dem bayrischen Füsiliermarsch,<br />

vom heimgekehrten Fanfarenkorps dargebracht, nach dem<br />

wuchtigen Huldigungsmarsch, ertönte das Kommando zum Großen<br />

Zum klarsten Blau hatte der Himmel sich am Sonntag entwölkt, als<br />

am Hofgartenufer nach einer Sondervorstellung der unendlich fleißigen<br />

Antwerpener Musiker die Prominenz der Stadt erschien, um die<br />

Front der Schützen abzuschreiten, und mit frischen Klängen ging es<br />

durch die Altstadt und über ein Stück Königsallee dem Hofgarten zu,<br />

wo eine erwartungsvolle Menge schier die Absperrseile zusammenriß.<br />

Im Jägerhof hatte Schützenchef Weilinghaus die Notabeln der Stadt<br />

empfangen. Man bemerkte das bürgermeisterliche Dreigestirn, den<br />

Regierungspräsidenten, den Oberpostpräsidenten, den Polizeipräsidenten,<br />

den Dechanten der Altstadt Schmitz, Oberst i. G. Herzog vom<br />

Wehrbereichskommando, den Beigeordneten Generaldirektor Engel,<br />

den Ersten Syndikus der Handelskammer Dr. Albrecht und den noch<br />

die Königswürde tragenden Addi Trost, dem seine Königin in der bekannten<br />

von dem Grafen Spee den Schützen vererbten Kalesche mit<br />

roten Heiducken drauf, nachgefahren wurde. Ein erfrischender Trunk<br />

wurde gereicht, und Chef Weilinghaus ging kurz auf den Schatten ein,<br />

der heute auf all unseren Stunden der Fröhlichkeit ruht, das Gedenken<br />

an unsere bedrängten Brüder und Schwestern im Osten.<br />

19<br />

Eine wohlgelungene Parade<br />

Die Musiker der Eendracht hatten soeben mit Teikes „Alte Kameraden“<br />

den Platz auf der Reitallee freigemacht, als auch schon hinter<br />

den Wappenherolden die Trommeln und Pfeifen der Maximilianer<br />

aufklangen, das aus Amerika strahlend heimgekehrte Fanfarenkorps<br />

mit der Musik einschwenkte, um die Goldene Mösch, den neuen Regimentsstandartenreiter<br />

Osselmann und – lebhaft beklatscht – den<br />

Obersten Schnigge vorbeizulassen. Dann führte Major Wahlbrink<br />

seine Grenadiere vor, und putzig nahmen sich dazwischen die Pagen<br />

und Knappen aus mit ihren schon recht flinken Fahnenschwenkern. Und<br />

dann folgen, Bataillon auf Bataillon, die Uniformierten, vorne weg Major<br />

Boldts V. Bataillon, dann Oberstleutnant Mininis, in welchem vor allem<br />

die Jubelkompanie der KWK mit ihren beiden herrlichen Blumenhörner<br />

auffällt. Beifall holt sich auch mit der neuen Sebastianusfahne der<br />

Fahnenschwenker Golissa. Aus dem dritten Bataillon Bert Rudolphs<br />

ragt die Jan-Wellem-Gruppe hervor, aber ein Pferd, das nicht scheut, ist<br />

offenbar für seine. Durchlaucht nicht aufzutreiben. Noch einmal zieht<br />

das Fanfarenkorps vorbei und leitet nach dem Reiterkorps der Wilhelm<br />

Marx mit ihrer liebreizenden Damengruppe über zum jetzt von Major<br />

Höller schneidig vorgeführten II. Bataillon, der „Reserve“, die sich nun<br />

auch eine Reitergruppe leistet. Böse Zungen aber schmälern: „dat sin<br />

ja die Blau-Weissen: Die kenne mer doch, die reiten doch im Karneval<br />

für ,Blau-Weiss‘.“ Zum Schluß führt der immer vergnügte Major Herter<br />

im dunkelblauen Rock sein Viertes vor, noch einmal Musik, als freundliches<br />

Schwänzchen die Gesellschaften Wildschütz“ und „Andreas Hofer“.<br />

Und schon nähert sich wieder die Kalesche mit den roten Heiducken,<br />

um das Königspaar über die Brücke zu fahren. Die Menschen aber gehen<br />

hochbefriedigt auseinander: so fein hätt et noch selten jeklapp, un<br />

wenn der Männe Schnigge versprochen hat, et schöne Wetter wär<br />

mitsamt dem Schötzefess auf Oktober verschoben worden, allerhand<br />

Achtung, für nen Obersten, der prima Beziehungen zum Petrus hat.


Unsere Natur<br />

Schafgarbe -<br />

Staude des Jahres <strong>2021</strong><br />

von „Das Grüne Medienhaus“<br />

Rupfen, kauen, rupfen, kauen und zwischendurch ein erholsames<br />

Schläfchen – Schafe scheinen ihr Leben im Dauerzustand der Tiefenentspannung<br />

zu verbringen. Ein echtes Vorbild sind die wolligen<br />

Sympathieträger aber nicht nur aufgrund ihrer Gelassenheit, sondern<br />

auch wegen ihrer medizinischen Fachkenntnisse. Seit jeher setzen<br />

sie bei der Gesundheitsvorsorge auf eine Pflanze, die sich schon<br />

vor Jahrhunderten auch in der Humanmedizin einen Namen machte:<br />

die Schafgarbe.<br />

Insbesondere die Wiesen-Schafgarbe (Achillea Millefolium) ist für ihre<br />

segensreichen Inhaltsstoffe bekannt, deshalb trägt sie auch so klangvolle<br />

Namen wie „Jungfraukraut“, „Blutstillkraut“ oder „Grundheil“,<br />

erklärt Wolfgang Siebler von der Gärtnerei Stauden- Siebler im niedersächsischen<br />

Schwarmstedt. Auch der botanische Gattungsname<br />

Achillea verweise auf die heilenden Eigenschaften der mehrjährigen<br />

Pflanze, von der bereits der griechische Sagenheld Achilleus profitiert<br />

haben soll. „Die Artbezeichnung Millefolium – also „Tausendblatt“ –<br />

geht hingegen auf die grazilen, fein gefiederten Blättchen zurück.“<br />

(Salvia Pratensis), dem gelbem Wiesen-Hornklee (Lotus Corniculatus)<br />

und rosaroten Wiesen-Flockenblumen (Centaurea Jacea) beispielsweise<br />

verleihen sie wiesenhaften Pflanzungen ihr typisches sommerliches Flair.<br />

Berauschend: Rosa, Pastellgelb, Kirschrot…<br />

mit Schafgarben lassen sich spektakuläre Farbkompositionen schaffen.<br />

Kein Wunder, dass sie nur selten einzeln anzutreffen sind.<br />

Leuchtende Farben<br />

Ebenfalls eine wunderbar naturhafte Ausstrahlung besitzt die aus Vorderasien<br />

stammende Goldgarbe, Achillea Filipendulina. Wolfgang Siebler<br />

kombiniert die goldgelben Blütenschirme der beliebten, bereits 1952<br />

entstandenen Sorte ’Coronation Gold‘ zum Beispiel gerne mit Königskerzen<br />

(Verbascum), Silber-Ährengras (Stipa Calamagrostis), Blauraute<br />

(Perovskia Atriplicifolia) und Hoher Fetthenne (Sedum Telephium).<br />

Herzerwärmend: Die Goldgarbe ’Terracotta‘ (Achillea-filipendulina-Hybride)<br />

bereichert das Beet um eine ganze Farbpalette, von zartem<br />

Apricot über Rotorange bis hin zu Gelb und, natürlich, Terracotta.<br />

Die 60 cm hohe Sorte verbreitet sich kriechend, ohne lästig zu werden.<br />

(Bildnachweis: GMH/Erich Luer)<br />

Ausdrucksstarke Blüten – auch bei Trockenheit<br />

„Zum eigentlichen Höhenflug haben aber beiden Garben-Arten erst<br />

vor einigen Jahren angesetzt“, berichtet der Staudenexperte. „Zwar hat<br />

der berühmte Staudengärtner Ernst Pagels bereits in den 1990er-Jahren<br />

eine Reihe herrlicher Achillea-Filipendulina-Sorten gezüchtet, aber<br />

er war seiner Zeit offenbar voraus. Jedenfalls finden<br />

diese nach wie vor exzellenten Sorten erst<br />

heute richtig Anklang – zusammen mit<br />

den leuchtstarken Sorten von Achillea<br />

Millefolium, deren Sortiment immer<br />

größer wird.“<br />

Tausendblatt. Ein malerischer Name für eine malerische Pflanze, denn<br />

Schafgarben sind neben ihren inneren Werten auch echte Schönheiten.<br />

„Den Schafen scheint das ziemlich egal zu sein, zumindest hält es sie<br />

nicht vom Fressen ab“, meint Siebler mit einem Augenzwinkern, „aber<br />

dafür begeistert die attraktive Optik uns Zweibeiner umso mehr!“<br />

Die weißen Blütenschirme der Art Achillea Millefolium blitzen vorwiegend<br />

in Naturgärten auf. Zusammen mit blauviolettem Wiesen-Salbei<br />

20<br />

Zart umschmeichelt: Gräser,<br />

Kerzen und Schirme sind<br />

zusammen unschlagbar. Hier<br />

glänzen Silber-Ährengras (Stipa<br />

calamagrostis), dunkel- und<br />

hellblauer Rittersporn (Delphinium)<br />

sowie Schafgarbe (Achillea<br />

millefolium).


Abendstimmung: Knospen, Blütenstände, Laubblätter – ’Apricot Delight‘ (Achillea millefolium) ist einfach rundum attraktiv! Die breiten Trugdolden<br />

der 50 cm hohen Sorte passen gut zu vertikalen Formen wie den Blütenkerzen des Steppen-Salbeis (Salvia nemorosa)<br />

Familie:<br />

Steckbrief Schafgarbe<br />

Gattung:<br />

Arten:<br />

Verbreitung:<br />

Lebensdauer:<br />

Aussehen:<br />

Duft:<br />

Besonderer<br />

Gartenwert:<br />

Korbblütler (Asteraceae)<br />

Schafgarben (Achillea)<br />

weltweit 112, davon 16 in Deutschland<br />

Europa und Westasien<br />

mehrjährig<br />

scheindoldige Blütenstände,<br />

schmale gefiederte Laubblätter<br />

viele Arten duften aromatisch<br />

zahlreiche Sorten in vielen Farben,<br />

attraktives Laub, insektenfreundlich,<br />

vielseitig einsetzbar,<br />

trockenheitsverträglich, robust<br />

Auszeichnungen: Heilpflanze des Jahres 2004<br />

Staude des Jahres <strong>2021</strong><br />

Mit einer Wuchshöhe von 70 cm passt sie perfekt zu den durchschnittlich<br />

60 cm hohen Millefolium-Sorten und den meist etwas größeren,<br />

bis maximal 120 cm hohen Filipendulina-Züchtungen. Wie diese beiden<br />

Gruppen liebt Achillea Ptarmica volle Sonne und im Frühjahr etwas<br />

Kompost. Sie braucht jedoch etwas mehr Wasser, während die meisten<br />

Schafgarben selbst an trockenen Plätzen problemlos gedeihen – auch<br />

polsterbildende Arten wie die wintergrüne, etwa 10 cm hohe Gelbe<br />

Schafgarbe (Achillea Tomentosa) oder die 15 cm hohe Dalmatiner-Silbergarbe<br />

(Achillea Ageratifolia).<br />

„Das einzige, was man beachten sollte: Schafgarben sind nicht allzu<br />

langlebig. „Damit sie dauerhaft erhalten bleiben und üppig blühen,<br />

sollte man sie alle drei bis vier Jahre teilen“, rät Wolfgang Siebler. Vielen<br />

Achillea-Fans passt das ganz ausgezeichnet, denn bei einem einzigen<br />

Exemplar bleibt es selten – Schafgarben sind Herdentiere.<br />

Hitzefester Insektenmagnet<br />

Auch zur Blütezeit ziehen die farbenfrohen Korbblütler unzählige Insekten<br />

an, denn nahezu alle Schafgarben punkten mit einem reichhaltigen<br />

Nektar- und Pollenangebot. „Zu den wenigen Ausnahmen zählt die Gefüllte<br />

Bertramsgarbe, Achillea Ptarmica ’Schneeball‘ beziehungsweise<br />

’The Pearl‘, die allerdings mit ihren unzähligen reinweißen Blütenkugeln<br />

und der langen Blütezeit von Juni bis September gestalterisch<br />

wirklich fantastisch ist“, schwärmt Garben-Fan Siebler.<br />

Wiesen-Feeling: Kamille (Chamomilla recutica), Feldrittersporn<br />

(Consolida regalis) und rosafarbene Schafgarben (Achillea millefolium)<br />

bilden ein farbenfrohes wunderhübsches Trio.<br />

21


Unsere Natur<br />

Frische-Kick: Die blauvioletten Blüten des Kugel-Lauchs (Allium<br />

sphaerocephalon) und die hell strahlend gelben Schirme von Goldgarbe<br />

’Parker‘ (Achillea filipendulina) beweisen, dass Mut zur Farbe<br />

belohnt wird.<br />

Klassiker: An ihr müssen sich alle gelben Sorten messen! Die<br />

bereits 1952 etablierte Goldgarbe ’Coronation Gold‘ (Achillea<br />

filipendulina) verbreitet von Juli an ihr warmes Goldgelb.<br />

Vielseitig einsetzbar<br />

Gestalterisch lassen sich beide Gruppen extrem vielseitig einsetzen.<br />

Unverzichtbar sind sie für Prachtstaudenrabatten, insbesondere für<br />

Ton-in-Ton-Pflanzungen, aber sie setzen auch fröhliche Farbkleckse in<br />

Gräsergärten und passen dank ihrer klaren Formen gut zu moderner<br />

Architektur.<br />

Die Bandbreite reicht von Weiß-, Gelb-, Rot- oder Orangetönen bis zu<br />

pastelligen und zweifarbigen Varianten wie den Achillea-Filipendulina-Hybriden<br />

’Terracotta‘ und ’Feuerland‘. Einige Sorten ändern zudem<br />

ihre Farbe im Laufe der Blütezeit. Achillea Millefolium ’Belle Epoque‘<br />

beispielsweise erblüht zunächst in herrlichem Kirschrot, um dann verschiedene<br />

Rosanuancen zu kombinieren. Auch die leuchtend violetten<br />

Blüten von ’Lilac Beauty‘ verblassen mit der Zeit, jedoch ohne dabei<br />

unansehnlich zu werden.<br />

Zur Schere zu greifen, kann sich dennoch lohnen, zumindest nach dem<br />

ersten Flor im Juni/Juli. „Wer Verblühtes kontinuierlich ausschneidet,<br />

kann im September mit einer zweiten Blüte rechnen“, verrät Wolfgang<br />

Siebler. Sind diese Blütenstände ebenfalls verblüht, lässt er die trockenen<br />

Triebe ganz bewusst stehen. „Sie bringen schöne Winteraspekte<br />

in den Garten und dienen Insekten als Winterquartier, deshalb werden<br />

sie erst kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr entfernt.“<br />

Harmonischer Kontrast: Die flächigen Formen von Schafgarbe<br />

und Scheinsonnenhut wechseln mit den vertikalen Strukturen von<br />

Kerzen-Knöterich, Duftnesseln und Kaukasus-Gamander (Teucrium<br />

hircanicum). Das Ergebnis ist ein großes WOW!<br />

Zart trifft mondän: Farblich drängen die Lilien mit Macht in den<br />

Vordergrund, doch gerade das hebt die leise Eleganz der Bertramsgarben<br />

(Achillea ptarmica) umso mehr hervor. Ein zauberhaftes Ensemble<br />

für Prachtstaudenbeete.<br />

22


Frische-Kick: Die blauvioletten Blüten des Kugel-Lauchs (Allium sphaerocephalon)<br />

und die hell strahlend gelben Schirme von Goldgarbe ’Parker‘ (Achillea filipendulina)<br />

beweisen, dass Mut zur Farbe belohnt wird.<br />

Klassiker: An ihr müssen sich alle gelben Sorten messen! Die bereits 1952 etablierte<br />

Goldgarbe ’Coronation Gold‘ (Achillea filipendulina) verbreitet von Juli an ihr<br />

warmes Goldgelb.<br />

Bildnachweis: GMH/Bettina Banse/Erich Luer/Andre Stade/Herb Allgeier) © Norbert Müller<br />

Bildnachweis: GMH/Bettina Banse/Erich Luer/Andre Stade/Herb Allgeier) © Norbert Müller<br />

Attraktiv und nützlich: Spätblühende Stauden bieten Insekten zu einer Zeit Nahrung,<br />

wenn vielerorts das Angebot einbricht. Fackellilien, Scheinsonnenhut und<br />

Sonnenbraut etwa begeistern zudem mit ihrer Farbenpracht.<br />

So werden neue Stauden-Beete schnell schön<br />

So werden neue<br />

1. Pflanzen passend zum Standort und Boden wählen, damit sie<br />

sich optimal entwickeln. Wer direkt in einer Staudengärtnerei kauft,<br />

profitiert von der Pflanzenqualität und der Beratung.<br />

Stauden-Beete schnell schön<br />

2. Die Blütezeit von etwa zwei Drittel aller verwendeten Pflanzen<br />

sollte erst nach dem 1. Juli beginnen. So können Sie sich auch im<br />

1. Pflanzen passend zum Standort und Boden wählen, damit sie<br />

Sommer und Herbst noch über Blüten freuen – und das schon im<br />

sich optimal entwickeln. Wer direkt in einer Staudengärtnerei<br />

Pflanzjahr!<br />

kauft, profitiert von der Pflanzenqualität und der Beratung.<br />

3. Als Beeteinfassung eine Pflanzenart mit langer Präsenz wählen,<br />

zum Beispiel Kissen-Astern (Aster dumosus).<br />

2. 4. Die Bei Blütezeit Arten mit von langer etwa zwei Entwicklungszeit Drittel aller verwendeten wie z. B. Silberkerzen Pflanzen<br />

(Cimicifuga) sollte erst nach lohnt dem es sich, 1. Juli in beginnen. einer Staudengärtnerei So können Sie in sich größere auch<br />

Exemplare<br />

im Sommer<br />

in entsprechend<br />

und Herbst noch<br />

größeren<br />

über<br />

Töpfen<br />

Blüten<br />

zu<br />

freuen<br />

investieren.<br />

– und das<br />

5. schon Auch im wenn Pflanzjahr! es verführerisch ist, zur Blütezeit zu kaufen: Die<br />

beste Pflanzzeit für Frühblüher ist der Herbst – vorzugsweise gleich<br />

zusammen mit Blumenzwiebeln. Ab August blühende Stauden hingegen<br />

Als Beeteinfassung kommen am besten eine schon Pflanzenart im Frühjahr mit langer in die Präsenz Erde. wäh-<br />

3.<br />

len, zum Beispiel Kissen-Astern (Aster dumosus).<br />

4. Bei Arten mit langer Entwicklungszeit wie z. B. Silberkerzen<br />

(Cimicifuga) lohnt es sich, in einer Staudengärtnerei in größere<br />

Exemplare in entsprechend größeren Töpfen zu investieren.<br />

5. Auch wenn es verführerisch ist, zur Blütezeit zu kaufen: Die<br />

beste Pflanzzeit für Frühblüher ist der Herbst – vorzugsweise<br />

gleich zusammen mit Blumenzwiebeln. Ab August blühende<br />

Staude hingegen kommen am besten schon im Frühjahr in die<br />

Erde.<br />

Attraktiv und nützlich: Spätblühende Stauden bieten Insekten zu<br />

einer Zeit Nahrung, wenn vielerorts das Angebot einbricht. Fackellilien,<br />

Scheinsonnenhut und Sonnenbraut etwa begeistern zudem mit<br />

ihrer Farbenpracht.<br />

Klare Kante: Wie abgezirkelt laufen Bänder aus pinkfarbenen Schafgarbe ’Lilac<br />

Beauty‘ (Achillea millefolium) und noch knospiger Fetthenne (Sedum telephium)<br />

ineinander und bringen Schwung in die Rabatte.<br />

Klare Kante: Wie abgezirkelt laufen Bänder aus pinkfarbenen Schafgarbe ’Lilac Beauty‘ (Achillea millefolium) und noch knospiger Fetthenne<br />

(Sedum telephium) ineinander und bringen Schwung in die Rabatte.<br />

23


Nachruf<br />

Zum Tod von Karl-Josef Rath<br />

Verstarb am 02.03.<strong>2021</strong><br />

von Wolfgang Vollmer<br />

Groß. In der fünften Jahreszeit zog er mit seinem Trecker so manchen<br />

Karnevalswagen.<br />

Unser Kallemann bleibt mit seiner immerwährenden Hilfsbereitschaft<br />

und ehrlichen, menschenfreundlichen Ausstrahlung unvergesslich. Seiner<br />

lieben Frau Rosi und Familie gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl.<br />

Karl-Josef Rath, liebevoll „Kallemann“ genannt, verstarb am 27.<br />

Februar <strong>2021</strong> im Alter von 83 Jahren. Vor 25 Jahren trat er als passives<br />

Mitglied der Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx von 1926 bei.<br />

Eine Weisheit sagt: „So viel der Mensch auch im Leben nach Eroberungen<br />

strebt, die größte dieser ist, dass er das Pferd als Freund gewonnen<br />

hat.“ So verwirklichte Karl-Josef seine Liebe zu den Vierbeinern<br />

in den verschiedensten Reitervereinigungen. Er frönte dem Reitsport<br />

neben der Zugehörigkeit in der WM-Kompanie, als 1. Rittmeister des<br />

Reitercorps Lohausen sowie in der St. Sebastianus Reitervereinigung<br />

Düsseldorf.<br />

Erinnert sich unser Verein von 1316 an seinen Kameraden Rath, so<br />

hat man unvergesslich ein Bild vor Augen. 20 Jahre verkörperte er in<br />

der historischen Reitergruppe unseres Festumzuges Düsseldorfs Kurfürsten<br />

Jan Wellem, hoch zu Roß. Bleibender Dank gilt ihm auch für<br />

die jahrelange zur Verfügungstellung seines Nagelhofes zur Duchführung<br />

unseres Regimentsringstechen sowie Pagenvogelschießens. Der<br />

auf dem Lohausener Gutshof geborene und als Landwirt Tätige, stellte<br />

alljährlich auf dem denkmalgeschützten Nagelshof unseren Reitervereinigungen<br />

von 1316 einen gepfl egen Parcour zur Verfügung.<br />

Dem Düsseldorfer Brauchtum war Karl-Josef Rath sehr zugetan. In<br />

zahlreichen Martinsumzügen verkörperte er den „armen Mann“, als<br />

auch den heiligen Ritter und beglückte als heiliger Nikolaus Klein und<br />

24<br />

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Nachruf<br />

Heinz Fey, ein Schütze mit Leib und Seele<br />

Verstarb am 14.02.<strong>2021</strong><br />

von Wolfgang Vollmer<br />

Ehren-Regiments-Schießleiter und Ehrenringträger des St. Sebastianus<br />

Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V. Heinz Fey hat uns für<br />

immer verlassen. In der <strong>Osterausgabe</strong> des letzten Jahres beschrieb<br />

ein ausführliches Interview anlässlich seines 85-jährigen Geburtstages<br />

Ende 2<strong>01</strong>9 sein aktives Schützenleben.<br />

Wir nehmen Abschied von einem liebenswerten und vorbildlichen<br />

Kameraden und erinnern uns an seine in diesem Jahre 60-jährige<br />

Mitgliedschaft in unserem Verein von 1316 und treuer Kompaniezugehörigkeit<br />

seiner Gesellschaft Kronprinz Wilhelm.<br />

Zu jeder Zeit versprühte Heinz Lebensfreude; geradezu ansteckend<br />

war seine rheinische Fröhlichkeit gepaart mit einer ausgeprägten Verbundenheit<br />

zu seiner Heimatstadt Düsseldorf.<br />

Seine geliebte Familie, der wir unser herzlichstes Beileid aussprechen,<br />

brachte es auf den Punkt und schrieb in seine Todesanzeige äußerst<br />

trefflich: „Die, die ihn kannten, wissen, was wir verloren haben.“<br />

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25


Stand Nov. 2020<br />

Aus dem Leben der Gesellschaften<br />

Veranstaltungskalender der Gesellschaften im<br />

St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.<br />

Gesellschaften Anlass Datum Ort<br />

1. Grenadiere<br />

2. Grenadiere Jakobus<br />

3. Grenadiere Jan Wellem<br />

5. Grenadiere Alt Pempelfort<br />

10. Grenadiere Germania<br />

11. Grenadiere Hubertus<br />

13. Grenadiere St. Rochus<br />

Jägercorps<br />

Jakobe von Baden<br />

Kronprinz Wilhelm<br />

König Friedrich<br />

Königin Stephanie<br />

Reserve<br />

Fürst Karl Anton<br />

König Wilhelm<br />

Prof. Hans Kohlschein<br />

Wilhelm Marx Krönungsball 09.10.<strong>2021</strong> Hilton Hotel<br />

Sappeure<br />

6te Schützen<br />

Hohenzollern-Sigmaringen<br />

Wildschütz 08<br />

Andreas Hofer<br />

1. Friedrichstädter<br />

Neunte Schützen<br />

2. Schützen v. Hindenburg<br />

4. Schützen Gemütlichkeit<br />

Fürst Leopold<br />

St. Lambertus<br />

Tambourkorps St. Maximilian<br />

Regimentskapelle Bendels<br />

DIE<br />

BÄCKEREI<br />

DER BROT-<br />

FREUNDE<br />

Hohe Straße 31<br />

Tel. 86 20 340<br />

Mittelstraße 25<br />

Tel. 86203421<br />

Regelmäßige Treffs der Gesellschaften im St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.<br />

Gesellschaften Art Tag Uhrzeit Ort<br />

1. Grenadiere letzter Donnerstag 20.00 Uhr Kesselstübchen, Schumacher, Bolkerstraße<br />

2. Grenadiere Jakobus 4. Freitag 19.30 Uhr Gaststätte Hoferhof, Unterrather Str. 38<br />

3. Grenadiere Jan Wellem variabel 20.00 Uhr Försterhaus, Stoffeler Damm 79<br />

5. Grenadiere Alt Pempelfort 3. Samstag 19.30 Uhr Werstener Fässchen, Werstener Dorfstraße 77<br />

10. Grenadiere Germania Versammlung 2. Freitag 19.00 Uhr Vereinshaus SV Oberbilk, Seeheimer Weg 11<br />

11. Grenadiere Hubertus 1. Freitag 19.30 Uhr Werstener Hof, Kölner Landstraße 200<br />

13. Grenadiere St. Rochus 1. Freitag 19.30 Uhr Wehrhahn-Stuben, Kölner Straße 1-3, 40211 Düsseldorf<br />

Jägercorps Versammlung 4. Mittwoch 20.00 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße 41-47<br />

Schießtraining 3. Montag 19:00 Uhr Zur Goldenen Mösch, Düsseldorf, Ubierstraße<br />

Jakobe von Baden 3. Dienstag 19.00 Uhr Wehrhahn-Stuben, Kölner Straße 1-3, 40211 Düsseldorf<br />

Kronprinz Wilhelm 1. Dienstag 19.00 Uhr Goldener Kessel, Bolkerstraße<br />

König Friedrich Versammlung 2. Dienstag 20.00 Uhr Goldener Kessel, Bolkerstraße<br />

Königin Stephanie Versammlung 1. Donnerstag 19.30 Uhr Fuchs im Hofmanns, Benzenbergstraße 1<br />

Reserve 1. Montag 19.30 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße<br />

Fürst Karl Anton 1. Samstag 19.00 Uhr Gaststätte „Hoferhof“, Unterrather Str. 38<br />

König Wilhelm 3. Donnerstag 20.00 Uhr Zum Goldenen Handwerk, Marktstraße 12-14<br />

Prof. Hans Kohlschein 3. Donnerstag 20.00 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße<br />

Wilhelm Marx Monatsversammlung 2. Montag 19.30 Uhr Brauerei Uerige, Berger Straße 1<br />

Sappeure 1. Donnerstag 19.00 Uhr Brauerei Schumacher, Bolkerstraße<br />

6te Schützen Monatsversammlung 1. Freitag 19.30 Uhr Brauerei Schumacher, Oststr. 123<br />

Hohenzollern-Sigmaringen 3. Donnerstag 19.00 Uhr Im Füchschen, Ratinger Straße 28<br />

Wildschütz 08<br />

Andreas Hofer 3. Montag 19.00 Uhr Fuchs im Hoffmanns<br />

1. Friedrichstädter Versammlung 2. Freitag 20.00 Uhr Antoniushof, Kirchfeldstraße 137<br />

Neunte Schützen 1. Samstag 20.00 Uhr Gambrinus, Oberbilker Allee 305<br />

2. Schützen v. Hindenburg Regelmäßiges Treffen 2. Donnerstag 19.30 Uhr Brauerei Schumacher, Oststraße 123<br />

4. Schützen Gemütlichkeit 4. Freitag 19.00 Uhr Antoniushof, Kirchfeldstraße 137<br />

Fürst Leopold 1. Mittwoch 20.00 Uhr Haus Gantenberg, Prof.-Dessauer-Weg 30<br />

St. Lambertus 2. Freitag 19.30 Uhr Faustballclub Sparta, Aderdamm<br />

Tambourkorps Maximilian<br />

variabel<br />

Regimentskapelle Bendels jeden Donnerstag 20.00 Uhr Garather Hof, Frankfurter Straße 261<br />

26<br />

Stand<br />

Nov. 2020


1. Grenadiere<br />

von 1842<br />

Ansprechpartner Ralph Urhahn · E-Mail 1.grenadiere-duesseldorf@arcor.de<br />

Internet www.1.grenadiere-duesseldorf.de.tf<br />

Wir wünschen allen Kameraden mit ihren Familien ein hoffentlich besseres<br />

Jahr <strong>2021</strong>. Wir müssen die Kameraden der 1. Grenadiere zwar nicht bei Laune<br />

halten, aber es ist trotzdem schön, wenn mal etwas Abwechslung unser Leben<br />

bereichert. Das war unseren Hauptleuten dann auch erfolgreich gelungen.<br />

Pünktlich zum Nikolaustag fuhren<br />

unsere beiden Hauptmänner Waldemar<br />

Wal und Gerd Bernst mit<br />

ihren besseren Hälften alle Kameraden<br />

ab und überreichten ihnen eine<br />

gut gefüllte Nikolaustüte. Herzlichen<br />

Dank für Euer Bemühen und die tolle<br />

Idee.<br />

Gefüllt wurden die Tüten mit viel<br />

Herzblut von unserer lieben Veronika<br />

Wal. Auch Dir, liebe Veronika,<br />

gilt ein herzliches Dankeschön. Dazu<br />

möchten wir sie noch ganz herzlich<br />

zu ihrem 70. Geburtstag beglückwünschen.<br />

Wir wünschen Dir alles Liebe, Glück<br />

und viel Gesundheit.<br />

Nachruf Josef Deutzmann<br />

Was das Brauchtumsleben betrifft, bleiben wir allesamt<br />

optimistisch.<br />

Wenn es dann mit den Impfungen richtig beginnt, wird<br />

man hoffentlch ein Licht am Ende des Tunnels sehen.<br />

Allerdings ist dieser Tunnel verdammt lang.<br />

Wir wünschen allen Damen, Kameraden und Lesern dieser<br />

Ausgabe ein schönes Osterfest. Bleibt gesund!!<br />

Am 28.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> verstarb unser Kompaniekönig<br />

Josef Deutzmann. Josef, der von allen immer<br />

nur liebevoll Jupp genannt wurde, war zwar eine<br />

ruhige Person die sich nie in den Vordergrund<br />

stellte, aber mit vielen großartigen Ideen für<br />

seine Kameraden und der Gesellschaft für Abwechslung<br />

sorgte. Obwohl Jupp in Köln wohnte,<br />

nahm er an allen Vereinsterminen teil. Die Kameraden<br />

und Damen der 1. Grenadiere werden ihn<br />

nicht vergessen. Lieber Jupp: Danke, daß Du in<br />

unserem, meinem Leben warst.<br />

2. Grenadiere<br />

Jakobus von 1845<br />

Ansprechpartner Manfred Naß · E-Mail manfred_nass@t-online.de<br />

Internet NEU http://2.grenadiere-duesseldorf1316.de/<br />

Liebe Schützenkameradinnen, liebe Schützenkameraden,<br />

175 + 1 Jahr (<strong>2021</strong>) 2. Grenadiere Jakobus.<br />

Wer hätte das vor mehr als 1 Jahr erahnen können, welche Entbehrungen<br />

und Einschränken die Pandemie uns Menschen in aller Welt abverlangt? Und<br />

noch immer ist nicht wieder alles so, wie es mal gewesen war. Die Treffen mit<br />

lieben Menschen, das gemütliche Beisammensein mit Freunden, Bekannten<br />

oder Nachbarn. Der Schulbesuch, der Sport im Verein, der Einkauf im Supermarkt,<br />

die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, ja sogar das Arbeiten für<br />

den Arbeitgeber wurde reglementiert und führte zum Teil in die Kurzarbeit<br />

oder Arbeitslosigkeit…<br />

Ihr wisst noch, wer die Hauptleute der Gesellschaft sind, oder wer das<br />

amtierende Königspaar ist?<br />

Welcher der Kameraden steht seit mehr als eineinhalb Jahren in den<br />

Startlöchern, um die Königskette umgehängt zu bekommen?<br />

Kennt ihr noch den Weg zum Vereinslokal, in dem wir uns hoffentlich bald<br />

wieder treffen können?<br />

Mehr als 2,6 Millionen Menschen die an Corona erkrankt oder infi ziert<br />

wurden, mehr als 74.000 Tote und das sind natürlich nur Zahlen für die<br />

Bundesrepublik Deutschland (Zahlen bei Redaktionsschluss).<br />

Ihr seid es Euch, Euren Liebsten und der Gesellschaft gegenüber schuldig,<br />

Euch weiterhin zu schützen und den Mut nicht zu verlieren, für das baldige<br />

Ende der Pandemie zu kämpfen, um all das nachzuholen, auf das wir in den<br />

letzten 15 Monaten verzichten mussten.<br />

Vielleicht können wir das Osterfest wieder gemeinsam feiern, die Kinder zur<br />

heiligen Kommunion führen, oder vielleicht sogar den Gedenktag der Stephanie<br />

von Hohenzollern begehen?<br />

All diese Dinge wurden schmerzlich vermisst und fehlen als feste Größe im<br />

Kalender eines Jeden.<br />

Bleibt gesund, nehmt Euch zurück bei Familien- und Geburtstagsfeiern und<br />

seid Vorbild für Eure Kinder, Mitmenschen, Freunden und allen die Euch was<br />

bedeuten.<br />

Es bleibt die Hoffnung, dass recht bald alt und jung und vor allen Dingen<br />

möglichst viele Menschen geimpft werden, damit der „Feind“ vernichtet werden<br />

kann. In diesem Sinne allen Kameradinnen, Kameraden, Freunden und<br />

Gönnern der Gesellschaft schöne Ostertage und viel Geduld bis zum Wiedersehen.<br />

Manfred Naß<br />

27


3. Grenadiere<br />

Jan Wellem<br />

Ansprechpartner Andreas Pesch<br />

Geburtstage<br />

Nachträglich gratulieren wir unserem Ehrenmitglied Peter Handeck,<br />

der am 13.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> 85 Jahre alt wurde.<br />

Wir wünschen dem Geburtstagsjubilar nur das Allerbeste und hoffen<br />

auf ein baldiges Wiedersehen.<br />

Anbei ein Foto von Peter Handeck (links) neben seinem Bruder<br />

Heinrich Handeck.<br />

Ostergrüße<br />

Weiterhin gestaltet sich unser Leben fern ab jeglicher Geselligkeit und<br />

Normalität. Lieb gewonnene Traditionen, besonders für uns Brauchtumsfreunde,<br />

fi nden nach wie vor nicht statt. Von daher hoffen wir, dass Ihr<br />

möglichst gesund und zuversichtlich mit Euren Lieben ein schönes Osterfest<br />

erleben könnt.<br />

Bleibt optimistisch.<br />

Der Vorstand<br />

5. Grenadiere<br />

Alt-Pempelfort von 1856<br />

1. Hauptmann Volkhard Sommer · E-Mail info@fuenfte-grenadiere.de<br />

Internet www.fuenfte-grenadiere.de<br />

Liebe Schützenkameradinnen,<br />

liebe Schützenkameraden,<br />

das Jahr 2020 endete im Lockdown<br />

und wir, die 5. Grenadiere, verzichten<br />

weiterhin auf das Vereinsleben,<br />

um uns schützen.<br />

Trotzdem halten wir mit den heutigen<br />

Messengern Kontakt, damit jeder<br />

von uns auf dem Laufenden ist,<br />

was sich im Schützenverein oder im<br />

Grenadierbataillon tut.<br />

Leider wird auch dieser Beitrag zum<br />

Vereinsleben ein Kurzer werden,<br />

aber in diesem Jahr <strong>2021</strong> haben<br />

wir ein ganz großes Jubiläum.<br />

Hanns Küster<br />

28<br />

Unser Ehrenhauptmann Hanns<br />

Küster ist seit 1951 Mitglied<br />

unserer Gesellschaft. 70 Jahre<br />

Hanns Küster.<br />

Mehr dazu in der Festausgabe<br />

des <strong>Schlossturm</strong>s.<br />

Wir wünschen Euch ein schönes<br />

Osterfest.<br />

Liebe Schützenkameradinnen<br />

und Schützenkameraden passt<br />

weiterhin auf Euch auf und bleibt<br />

gesund.


10. Grenadiere<br />

Germania<br />

Ansprechpartner Thomas Pesch · E-Mail tompesch@aol.com<br />

Die Geburtstage der Kompanieangehörigen der Ges. Germania<br />

im I. Quartal <strong>2021</strong><br />

27.<strong>01</strong>. Annette Kropp (Passiv)<br />

28.<strong>01</strong>. Nadine Schmitz<br />

<strong>01</strong>.02. Erika Beckers Passiv)<br />

11.02. Andreas Tietz<br />

25.02. Erwin Lichtenberg (Passiv)<br />

07.03. Michelle Tietz<br />

18.03. Siegfried Pitsch<br />

21.03. Uwe Pesch<br />

30.03. Birgit Terveer<br />

Germania-Nachwuchs<br />

Das Jahr 2020 hat uns viele<br />

Überraschungen gebracht. Die<br />

meisten davon waren ungewohnt<br />

und ungewollt. Allerdings gab es<br />

auch schöne Nachrichten. Am<br />

15.11.2020 um 00:11 Uhr erblickte<br />

Nils Schmitz das Licht<br />

der Welt. Mit einem Gewicht von<br />

3.600 g brachte er fast 700 g<br />

mehr auf die Waage als sein Bruder<br />

Tobias. Dieser geht in der<br />

Rolle des großen Bruders auf und<br />

hält Nils jeden Morgen im Arm,<br />

damit Mama ein wenig Zeit im<br />

Bad hat.<br />

Aus dem Leben der Gesellschaft<br />

Die Germania-Familie ist groß und<br />

weit verbreitet, zumindest räumlich<br />

betrachtet. Michèle und Mark Locker<br />

wohnen mit ihrem Sohn Rik in<br />

Essen.<br />

Ihr Eigenheim bauen die beiden selber<br />

um. Seit Ostern 2<strong>01</strong>8 wird fl eißig<br />

abgerissen, aufgebaut und saniert.<br />

Mittlerweile muss in dem 180 qm<br />

großen Haus nur noch das Gäste<br />

WC, der Flur und die Kinderzimmer<br />

fertiggestellt werden.<br />

Einige Kameraden waren an dem<br />

Umbau ebenfalls beteiligt. Michael,<br />

Ursula und Yvonne Hermanns haben<br />

es sich natürlich nicht nehmen<br />

lassen zu helfen. Auch unser Page<br />

Tobias Schmitz war oft an Ort und<br />

Stelle. Er hat sich hingebungsvoll um<br />

die „Ländereien“ gekümmert.<br />

Auf dem Dach<br />

der Villa „Locker“-Bunt<br />

Wir freuen uns für Nadine und Alexander<br />

Schmitz und wünschen<br />

der jungen Familie alles Gute.<br />

Geschwisterliebe<br />

Neues Jahr, neues Glück?<br />

In den letzten Jahren haben wir<br />

uns an dieser Stelle bei Bea<br />

Ohoven für eine tolle Dia-Show<br />

bedankt. Leider konnten wir im<br />

vergangenen Jahr nicht so viel<br />

Zeit miteinander verbringen, wie<br />

wir es gerne getan hätten und<br />

konnten somit nicht in gemeinsamen<br />

Erinnerungen schwelgen.<br />

Die Raclette-Saison wurde eingeleitet,<br />

Silvester zu Hause gefeiert<br />

und Netfl ix hat mittlerweile auch<br />

nichts Neues mehr zu bieten. In<br />

dieser ganzen Eintönigkeit ist<br />

es schön zu sehen, dass sich<br />

unsere Kameraden den Spaß<br />

am Leben nicht nehmen lassen.<br />

So freuen wir uns in unserer gemeinsamen<br />

Whats-App-Gruppe<br />

immer wieder über inspirative<br />

und lustige Grüße wie z.B. von<br />

Hermann und Bea Ohoven am<br />

Silvester-Abend.<br />

Ein bischen Spaß muss sein<br />

29<br />

Die Hüter der Länderei<br />

Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden, sowie den Freunden der<br />

Gesellschaft ein gesundes Jahr <strong>2021</strong>. Bleibt so wie ihr seid und passt auf<br />

Euch auf.<br />

Man kann jetzt schon gespannt sein, was das Jahr für uns bereithält!<br />

M.P.


Gesellschaft<br />

Kronprinz Wilhelm<br />

Ansprechpartner Berthold Kremm · E-Mail dr.kremm@t-online.de<br />

Internet www.gesellschaft-kwk.de<br />

Titularfest <strong>2021</strong><br />

Am 10. Januar dieses Jahres feierte die Kronprinz Wilhelm Kompanie zwar<br />

kein klassisches Titularfest, aber ein Kamerad nahm sich Zeit, um der KWK<br />

wenigstens drei Minuten voller Erinnerungen an die besten Festtage zu geben,<br />

ganz legal, mit Abstand und digital. Der Fahnenoffi zier Stefan Schlepphorst<br />

nutzte den Lockdown und nahm all seine Kreativität zusammen, dazu noch<br />

Stift, Zettel und anschließend eine Gitarre:<br />

Runde Geburtstage<br />

Unser Kamerad Günter Weber vollendete Anfang Dezember 2020 sein 75.<br />

Lebensjahr. Im letzten Jahr hätte er sein 65-jähriges Vereinsjubiläum feiern<br />

können, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Er trat der KWK im Alter<br />

von 10 Jahren nach seiner Pagen- und Knappenzeit bei. 1966 war er Regiments-Jungschützenkönig.<br />

In der KWK wirkte er als Schriftführer einige Jahre<br />

in der Gesellschaftsführung mit, bis ihm sein Beruf nicht mehr die notwendige<br />

Zeit für das Schützenbrauchtum ließ. Inzwischen sehen wir ihn altersbedingt<br />

leider nur noch selten. Lieber Günter, wir gratulieren Dir ganz herzlich zu Deinem<br />

runden Geburtstag, und wünschen Dir alles Gute, vor allem Gesundheit.<br />

Nachruf<br />

Stefan hat einen Song über die KWK und ihre Eigenarten geschrieben (zu<br />

fi nden auf YouTube, unter dem Namen „Corona Gruss Titularfest 10.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong>“<br />

oder https://www.youtube.com/watch?v=bUZXLcYUfVk). Bei dem Lied geht<br />

es unter anderem um Knobel-Eskapaden, gefräßige Kameraden und welche,<br />

die einmal in ihrem Leben den Fehler machen, in einer Altbierbrauerei ein Pils<br />

zu bestellen. Er gibt zu, dass es von der Idee bis zum fertigen Lied lediglich<br />

einen Tag und eine durchzechte Nacht brauchte. Für ihn war der Song wie eine<br />

kleine Therapie gegen den Kummer über die ausgefallenen Termine.<br />

Viele Kameraden der KWK kennen Stefan noch aus dem Kinderwagen, trotzdem<br />

war es einigen neu, dass er Gitarre spielen kann. Tatsächlich hat er sich<br />

das Spielen selbst beigebracht und scherzt ironisch „sobald die Hosen auf<br />

meiner Welttournee als Vorgruppe spielen, wäre ich bereit, einem siebenstelligen<br />

Vertrag zuzusagen.“ Dick auftragen konnte Stefan schon immer.<br />

Generalversammlung<br />

Kurz vor dem aktuellen Lockdown schaffte es die KWK noch, eine Art Generalversammlung<br />

durchzuführen. Eine corona-verträgliche Anzahl Kameraden kam am<br />

6. Oktober im Gertrudenstübchen im Schumacher auf der Oststraße zusammen.<br />

Sie akzeptierten die Tagesordnung, den Jahresbericht des Vorstands sowie die<br />

einzelnen Berichte der Vorstandskameraden. Außerdem bedankte sich Kassierer<br />

Knut Jonetat für die großzügigen Spenden, die die KWK trotz der Krise erhielt.<br />

Im Anschluss an die Berichte empfahl das älteste anwesende Mitglied Klaus<br />

Helas die Entlastung des Vorstands und bedankte sich für die Arbeit der Kameraden.<br />

Die Anwesenden folgten dem Vorschlag des Ehrenhauptmanns und<br />

entlasteten den geschäftsführenden Vorstand mit vier Enthaltungen.<br />

Einstimmig wiedergewählt wurden Rolf Kieninger, Stefan Schlepphorst<br />

und Daniel Terlinden in der Fahnengruppe sowie Zugführer Dieter Faßbender<br />

und Sachverwalter Michael van der Most. Den Spieß Hartmut<br />

Kramer haben die anwesenden Kameraden außerdem noch für zwei Jahre<br />

zum Kassenprüfer gewählt.<br />

Der restliche Abend verlief mit den Themen, die uns sonst in klassischen<br />

Monatsversammlung beschäftigen. Wir ahnten nicht, dass es bis auf weiteres<br />

das letzte Treffen der Kameraden sein sollte.<br />

Anfang des Jahres verstarb unser Kamerad<br />

Günter Krohn kurz vor seinem<br />

90. Geburtstag. Er gehörte dem<br />

St. Sebastianus-Schützenverein Düsseldorf<br />

1316 e.V. seit 1968 an, also<br />

über 50 Jahre, aber der KWK schloss<br />

er sich erst in den 80er Jahren des<br />

letzten Jahrhunderts an. Lange Zeit<br />

war er sehr aktiv im Vereinsleben,<br />

ohne nach Ämtern und Würden zu<br />

streben. Altersbedingt ist ihm dies nun schon seit Jahren nicht mehr möglich,<br />

daher haben wir ihn schon lange nicht mehr gesehen, ohne ihn vergessen<br />

zu haben. Unsere Anteilnahme gilt seinen Hinterbliebenen, in unserem Kreis<br />

werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Im Februar verstarb nach kurzer<br />

Erkrankung unser hochverdienter<br />

Kamerad Heinz Fey. Er wurde<br />

86 Jahre alt. Er gehörte der KWK<br />

und dem Großen Verein seit 1961<br />

an, hätte also in diesem Jahr sein<br />

60. Vereinsjubiläum feiern können.<br />

Im Bereich des Schießsports kannte<br />

ihn jeder, denn rund 20 Jahre<br />

bekleidete er das Amt des Regimentsschießleiters.<br />

Auch in der<br />

Gesellschaft hat er sich lange intensiv<br />

um den Schießsport gekümmert.<br />

Für sein Engagement verlieh<br />

ihm die Gesellschaft die Goldene<br />

KWK-Nadel, der Große Verein ehrte ihn mit der Goldenen Ehrennadel<br />

und dem Stadtorden. Nach Ende seiner aktiven Zeit ernannte ihn der<br />

Große Verein zum Ehrenregimentsschießleiter, einige Jahre später wurde<br />

ihm außerdem für sein jahrzehntelanges Engagement der Ehrenring des<br />

St. Sebastianus-Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. verliehen. Als erst<br />

dritter Inhaber nach dem legendären Oberst August „Männe“ Schnigge<br />

und Ehrenchef Willy Ibing trug er ihn mit besonderem Stolz. Trotz der<br />

aktuellen Situation haben ihn zahlreiche Kameraden aus Gesellschaft und<br />

Verein auf seinem letzten Weg begleitet. Heinz Fey wird in der KWK und<br />

im Großen Verein unvergessen bleiben.<br />

Wir wünschen allen Kameraden, Freundinnen und Freunden des Schützenvereins<br />

schöne Ostertage, in der Hoffnung, dass wir sie ohne Gefahr im Kreise<br />

unserer Liebsten verbringen können!<br />

30


Gesellschaft<br />

Königin Stephanie<br />

Ansprechpartner Thomas Winter · E-Mail winter_tommy1975@web.de<br />

Internet www.königin-stephanie.de, www.koenigin-stephanie.com<br />

Nachruf Joachim Fest<br />

Am 16.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> erhielten wir die<br />

traurige Nachricht, dass unser Ehrenhauptmann<br />

Joachim Fest im<br />

Alter von 69 Jahren nach schwerer<br />

Krankheit leider verstorben ist.<br />

Unser Joschi, wie er liebevoll von<br />

allen genannt wurde, war 52 Jahre<br />

Mitglied unserer Gesellschaft Königin<br />

Stephanie und des Großen<br />

Vereins. In seinen ersten Jahren<br />

zeichnete sich Joachim Fest als<br />

Kamerad aus, der immer da war,<br />

wenn er gebraucht wurde. So war<br />

es dann nach einer gewissen Zeit<br />

nicht verwunderlich, dass Joachim<br />

Fest zum 1. Schriftführer<br />

und zum 1. Schießleiter der Gesellschaft<br />

gewählt wurde.<br />

Joschi war auch ein aktives Mitglied der Regimentsschießleitung. Hier<br />

war er über viele Jahre Listenführer und für die Auswertung der Schießwettbewerbe<br />

zuständig. Im Jahre 2000, nach mehr als 25 Jahren als<br />

1. Schriftführer, wurde Joachim Fest zum 1. Hauptmann unserer Kompanie<br />

gewählt. Diesen Posten übte er mit all seiner Kraft und immer<br />

einem offenen Ohr für seine Kameraden aus. Im Jahre 2<strong>01</strong>0 stellte sich<br />

Joschi gesundheitsbedingt, nicht zur Wiederwahl des 1. Hauptmann.<br />

Auf dem Stephanientag 2<strong>01</strong>1 wurde Joachim Fest zum Ehrenhauptmann<br />

ernannt. Auch im Verein und von der Stadt Düsseldorf wurde Joachim<br />

Fest hoch ausgezeichnet. So erhielt er die Silberne Ehrennadel<br />

des Regimentes und den Stadtorden der Landeshauptstadt Düsseldorf.<br />

Die Regimentsschießleitung ernannte Joschi im Jahre 2<strong>01</strong>3 zum Ehrenmitglied<br />

der Schießleitung. Zusammen mit seiner Ehefrau Brigitte vertrat<br />

Joschi 3 Mal unsere Gesellschaft als Kompaniekönig und errang<br />

beim Vogelschießen zahlreiche Pfänder, unter anderem 3 Pfänder vom<br />

Regimentskönigsvogel.<br />

Sein größtes Hobby nach dem Schützenverein war für Joschi die DEG.<br />

Mehr als 40 Jahre als Dauerkarteninhaber, feuerte Joschi seine heiß<br />

geliebte DEG unermüdlich an und war mit Leib sowie Seele ein leidenschaftlicher<br />

Eishockey Fan.<br />

In den letzten Jahren hinderten Ihn gesundheitliche Probleme immer<br />

mehr daran, aktiv am Schützenwesen teilzunehmen. Am 16.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> verstarb<br />

unser Ehrenhauptmann Joachim Fest.<br />

Die Lücke, die Joschi hinterlässt, wird schwer zu schließen sein. Wir werden<br />

unserem Joschi ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Brigitte und seiner Familie. Auf<br />

Wunsch seiner Familie wurde Joachim Fest im engsten Familienkreis<br />

beerdigt.<br />

Leider können wir aufgrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie nicht mehr berichten.<br />

Zum Abschluss wünscht die Gesellschaft Königin Stephanie allen Kameraden mit<br />

ihren Familien ein schönes Osterfest und bleibt gesund.<br />

Thomas Winter<br />

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Gesellschaft<br />

RESERVE<br />

Präsident Dietmar Schwabe-Werner · E-Mail praesident@gesellschaft-reserve.de<br />

Internet www.gesellschaft-reserve.de<br />

<strong>Schlossturm</strong> 24.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong><br />

Aus dem Tagebuch der Reserve:<br />

21.11.<br />

Zeit des Gedenkens<br />

Zwischen Volkstrauertag und Totensonntag ist es gute Tradition, sich den verstorbenen<br />

Kameraden zu erinnern. Stellvertretend für sie legen wir am Grab von<br />

Reservelegende Theo Buschmann (Präsident 1967-1983) ein Gesteck nieder.<br />

Herzlichen Dank an über 120 Besucher der beiden Locations und die Einhaltung<br />

der Corona-Hygiene-Regeln vor Ort!<br />

09.12.<br />

Engagierte Mitglieder unserer Gesellschaft<br />

Herzlichen Glückwunsch, Andreas Hartnigk, zur Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden<br />

der Rheinbahn AG!<br />

2020 jährt sich der Todestag unseres Ehrenpräsidenten Wilfried Kiefer heute<br />

zum ersten Mal. Wir denken in unserer Verantwortung viel an ihn. Hauptleute und<br />

geschäftsführender Vorstand besuchten ihn an seiner letzten Ruhestätte.<br />

Andreas Hartnigk<br />

Rainer Schäfer<br />

Und viel Erfolg, als einer von sechs vom Wahlausschuß empfohlenen Kandidaten<br />

für den Aufsichtsrat der Fortuna, Rainer Schäfer!<br />

06.11.<br />

AdventsWeckmannTüte<br />

Für den guten Zweck und für die Kameraden waren Präsident, Vizepräsident,<br />

Schatzmeister und Hauptleute am Rathausplatz und in Kaiserswerth präsent, um<br />

die Kameraden mit gut gefüllten Nikolaustüten zu erfreuen. Für den Schaustellerverband<br />

Düsseldorf, dem guten Zweck 2020, spendeten die Kameraden schon<br />

per heute über 5.000 EUR.<br />

26.<strong>01</strong>.<br />

Gulaschsuppe für die Altstadt-Armenküche<br />

Swantje Poschmann nimmt mit Freude über 200 Portionen Gulaschsuppe<br />

aus den Händen von Präsident Dietmar Schwabe-Werner entgegen.<br />

Die Armenküche bereitet ihre Speisen grundsätzlich frisch zu, zurzeit erschweren<br />

allerdings Pandemie und Jahreszeit die Kalkulation. Die Suppenspende<br />

sorgt für unkomplizierte, leckere Ausweitung des Angebots. Gerne<br />

nimmt die Armenküche auch Spenden entgegen und informiert über ihre<br />

Arbeit.<br />

Altstadt-Armenküche<br />

IBAN: DE56 3005 <strong>01</strong>10 0<strong>01</strong>4 <strong>01</strong>09 53<br />

Stadtsparkasse Düsseldorf<br />

www.armenkueche.de<br />

verein@armenkueche.de<br />

Frank Rainer Schimunek<br />

Sanitäre Installationen<br />

Heizungstechnik<br />

40227 Düsseldorf<br />

Kruppstraße 37<br />

Telefon (0211) 72 68 99<br />

Telefax (0211) 72 13 97 64<br />

32


Gesellschaft<br />

RESERVE<br />

Präsident Dietmar Schwabe-Werner · E-Mail praesident@gesellschaft-reserve.de<br />

Internet www.gesellschaft-reserve.de<br />

Neues aus dem Schiesskeller:<br />

– wie bereits bekannt und berichtet, ist es aus wirtschaftlichen Gründen dem<br />

Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V., nicht mehr möglich gewesen,<br />

den Schießkeller im Kaiserswerther Bunker weiter zu betreiben. Die Anlage<br />

ist seit Jahreswechsel an den Eigentümer, die Stadt Düsseldorf, zurückgegeben.<br />

Hauptleute und Schießleitung haben sich sehr schnell um Alternativen gekümmert<br />

und wir sind gemeinsam zu einer guten Lösung gekommen – statt in den Keller,<br />

geht es jetzt treppauf! Die Kaiserswerther Bruderschaft unterhält im 1. Stock des<br />

bekannten Bunkers in Kaiserswerth eine Schießanlage mit großzügigem Aufenthaltsraum,<br />

öffnungsfähigen Fenstern und gemütlicher Thekenanlage. Wir konnten<br />

diese Anlage gegen einen kleinen Spendenbetrag für unsere Schießgruppe und<br />

alle interessierten Mitglieder, für jeweils den 2. Montag im Monat, sichern. Unsere<br />

Ausrüstung samt Waffen lagert bereits dort und wir warten auf die Aufhebung der<br />

Pandemiebeschränkungen, um den Schießbetrieb dort aufzunehmen.<br />

Da bis März 2020 noch ein Regelbetrieb im Schiesskeller herrschte, können<br />

wir sogar die Vereinsmeister und den Sieger der Moppenwertung offi ziell verkünden:<br />

Vereinsmeister:<br />

1. Platz<br />

Jüppi Eickel<br />

mit 258 Ringen<br />

2. Platz<br />

Michael Kirchner<br />

mit 256 Ringen<br />

Bei der Moppenwertung gratulieren wir dem 5. Zug als Sieger.<br />

3. Platz<br />

Jens Linka<br />

mit 255 Ringen<br />

Zum Abschluss dieses denkwürdigen Jahres wünschen wir allen Kameraden, und<br />

Freunden ein glückliches, spannendes, ereignisreiches, erfolgreiches und gesundes<br />

Jahr <strong>2021</strong>, in dem wir uns hoffentlich bald wiedersehen.<br />

33


Freunde der Gesellschaft Reserve e.V. 1858<br />

Büdericher Straße 26<br />

41460 Neuss<br />

<strong>01</strong>72 / 89 03 705<br />

wilhelm.lessmann@t-online.de<br />

34


Freunde der Gesellschaft Reserve e.V. 1858<br />

Mühlenstraße 31 D-40213 Düsseldorf<br />

+49 (0) 211.160 928 15<br />

www.brasserie-stadthaus.de<br />

AXA Generalvertretung<br />

Carsten Alshut<br />

Volmerswerther Str. 129<br />

40221 Düsseldorf<br />

0211 87586170<br />

carsten.alshut@axa.de<br />

www.alshut.eu<br />

ANDREAS HARTNIGK<br />

Burggrafenstraße 5<br />

40545 Düsseldorf<br />

Telefon: +49(0)211-66 96 95-28<br />

Telefax: +49(0)211-66 96 95-77<br />

hartnigk@peters-legal.com<br />

WWW.PETERS-LEGAL.COM<br />

Wir wünschen Euch ein frohes Osterfest!<br />

Bleibt gesund und achtet auf Euch.<br />

Wir sehen uns wieder!<br />

www.gesellschaft-reserve.de<br />

35


Gesellschaft<br />

Fürst Karl Anton gegr. 1880<br />

Ansprechpartner Horst Leßmann · E-Mail <strong>01</strong>792849<strong>01</strong>5@02online.de<br />

Internet https://duesseldorf-schuetzen-fka.jimdo.com<br />

Gerade weil unsere Weihnachtsfeier<br />

ausfallen musste und wir uns alle<br />

bereits seit dem Sommer nicht mehr<br />

gesehen hatten, schwärmten zum 4.<br />

Advent die Mitglieder des geschäftsführenden<br />

Vorstands aus, standen<br />

bei allen Karl-Antönern „auf der<br />

Matte“ und bereiteten ihnen eine vorweihnachtliche<br />

Überraschung:<br />

Im neuen Jahr geht es weiter mit<br />

Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen,<br />

und bestimmt wird das<br />

auch sicher noch einige Zeit so weiter<br />

gehen.<br />

Runde Geburtstage gibt es aber weiterhin, auch wenn sie in Corona-Zeiten<br />

nicht gefeiert werden können.<br />

Heinz Schimunek 80 Jahre<br />

Am 17. März feierte unser Ehrenhauptmann<br />

Heinz Schimunek<br />

seinen 80. Geburtstag. Und den<br />

Titel Ehrenhauptmann trägt er<br />

nicht von ungefähr, hat er doch seit<br />

seinem Eintritt 1974 vom Kassenprüfer<br />

bis zum Hauptmann fast alle<br />

Posten bekleidet und wurde wegen<br />

seiner Verdienste hoch dekoriert.<br />

So trägt Heinz die Silbernen und<br />

Goldenen Ehrennadeln sowohl der<br />

Gesellschaft als auch des Regiments<br />

sowie den Schützenorden<br />

der Stadt Düsseldorf. Nach seinem<br />

Rücktritt als 1. Hauptmann wurde<br />

Heinz 1998 zum Ehrenhauptmann<br />

ernannt. Der zweimalige König und<br />

4-fache Damenpokalsieger ist dem<br />

Schießsport sehr verbunden und<br />

seit über 40 Jahren Mitglied unserer Schießmannschaft. Sohn Frank engagiert<br />

sich als 1. Schießleiter in der Gesellschaft, und mit den Enkeln<br />

Helena und Mathias ist inzwischen die 3. Generation Schimuneks in der<br />

Gesellschaft vertreten.<br />

Lieber Heinz, wir wünschen Dir und Deiner Elsbeth alles erdenklich Gute<br />

und gute Gesundheit.<br />

Die überraschte Meggi Huter Leider müssen wir auch von traurigen Ereignissen berichten. Am 19.<br />

November 2020 verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriger<br />

Freund Willi Stammen. Wir trauern mit den Hinterbliebenen.<br />

Martin Hagel 60 Jahre<br />

Martin beging am 19. Februar<br />

seinen 60. Geburtstag. Ehrenhauptmann<br />

Heinz Schimunek,<br />

der Martin zur Gesellschaft gebracht<br />

hat, erzählt gerne, Martin<br />

sei ihm zugelaufen, doch tatsächlich<br />

war es die gemeinsame Freude<br />

am Laufsport, die dazu führte,<br />

dass sich Martin die Gesellschaft<br />

„ansah“, und da er sich bei den<br />

Kameraden wohl fühlte, trat er<br />

ihr letztendlich bei. Schon 2006<br />

stellte sich Martin als Fähnrich<br />

zur Verfügung, ein Amt, das er<br />

bis 2<strong>01</strong>9 verlässlich und voller<br />

Hingabe bekleidete. 2<strong>01</strong>5 heiratete<br />

er seine Adelheid, die er bereits<br />

2<strong>01</strong>4 zur Kompanie-Königin<br />

gemacht hatte, obwohl er nicht<br />

gerade Schiesssport-affi n ist.<br />

Lieber Martin, wir wünschen Dir<br />

und Deiner Adelheid Gesundheit<br />

und alles erdenklich Gute.<br />

Gerade hatten wir uns auf ruhige Weihnachtstage eingestellt, erreichte uns<br />

diese Nachricht:<br />

Werner Roth verstorben<br />

Am 24. Dezember 2020 verstarb<br />

unser Kamerad Werner Roth nach<br />

längerer Krankheit im Alter von 81<br />

Jahren.<br />

Werner war nach seiner Marine-Zeit<br />

im Fernmeldedienst der<br />

deutschen Bundespost tätig. 1965<br />

heiratete er seine Kathi, eine<br />

Tochter des FKA-Granden Georg<br />

Kobs, und sie bekamen die Söhne<br />

Holger und Olaf. 1978 trat er der<br />

Gesellschaft Fürst Karl Anton bei,<br />

und 1979 meldete er seine beiden<br />

Söhne an.<br />

Werner war Schütze mit Leib und Seele und übernahm Verantwortung.<br />

Von 1994 bis 2009 war er 2. Schriftführer, und in dieser Funktion<br />

schrieb er einige Artikel für die Schützenzeitung, gerne auch mal in<br />

36


Gesellschaft<br />

Fürst Karl Anton gegr. 1880<br />

Ansprechpartner Horst Leßmann · E-Mail <strong>01</strong>792849<strong>01</strong>5@02online.de<br />

Internet https://duesseldorf-schuetzen-fka.jimdo.com<br />

Düsseldorfer Mundart. Von 2006<br />

bis 2008 war Werner Feldwebel,<br />

und als Weihnachtsmann hat er<br />

an die jüngeren und junggebliebenen<br />

Mitglieder der Gesellschaft<br />

nicht nur Geschenke verteilt, sondern<br />

ihnen auch mal die Leviten<br />

gelesen.<br />

Bis 2<strong>01</strong>8 engagierte sich Werner<br />

viele Jahre lang bei der Organisation<br />

des Senioren-Nachmittages,<br />

auch dann noch, als es ihm<br />

gesundheitlich schon nicht mehr<br />

so gut ging. 1984 schoss er sich<br />

zum Wald- und Wiesenkönig und<br />

im darauffolgenden Jahr war er neben seiner Kathi Kompanie-König. In<br />

den Jahren holte er diverse Pfänder des Königsvogels, 2<strong>01</strong>8 die Platte<br />

des Ehrenvogels und 20<strong>01</strong> den rechten Flügel des Regiments-Königsvogels.<br />

Für seine Verdienste erhielt Werner 1990 die Silberne Ehrennadel des<br />

Regimentes, 2006 die der Gesellschaft und 2<strong>01</strong>0 den Schützenorden<br />

der Stadt Düsseldorf.<br />

Wir trauern um einen aufrechten, zuverlässigen und herzlichen Kameraden.<br />

Unser Mitgefühl gehört seiner Witwe Kathi, den Söhnen Olaf und<br />

Holger, den Schwiegertöchtern Claudia und Steffi sowie den Enkeln<br />

Kai, Katharina und Julius.<br />

Werner hinterlässt eine große Lücke und wird uns unvergessen bleiben.<br />

Gesellschaft<br />

Prof. Hans Kohlschein<br />

Ansprechpartner Thomas Birnbrich · E-Mail birnbrichs@yahoo.de<br />

Internet www.hk1955.de<br />

Liebe Leser!<br />

Von uns war in den letzten Ausgaben leider nichts mehr zu lesen!<br />

Aufgrund des Covid 19-Virusgeschehens waren leider aus gutem Grund keine Veranstaltungen<br />

mehr möglich, über die wir hätten schreiben können.<br />

Es ist momentan traurig, so wie es ist und wir werden noch einige Zeit damit umgehen<br />

müssen, bis eine normale, vielleicht auch veränderte Normalität eintrifft.<br />

Wir, die Gesellschaft Prof. Hans Kohlschein möchten in diesem Bericht an einen<br />

lieben und fantastischen Kammeraden erinnern, den wir im Dezember verloren<br />

haben.<br />

Nachruf Peter Firmenich<br />

Am 08.12.2020 verstarb unser Kamerad<br />

Peter Firmenich sowohl für<br />

seine Familie als auch für uns sehr unerwartet.<br />

Wir sind bis heute über das<br />

Geschehene geschockt.<br />

Peter war bereits im Winterbrauchtum<br />

sehr engagiert. Als Düsseldorfer<br />

Jung fand er auch zum Sommerbrauchtum<br />

und hier in unsere Gesellschaft, wo er sehr schnell 1. Schießleiter<br />

wurde.<br />

Peter war natürlich ein Tausendsassa und wurde im letzten Jahr 2020 als<br />

1. Schriftführer in den geschäftsführenden Vorstand gewählt.<br />

Leider konnte er dieses Amt nie so richtig ausführen, da wegen des Covid<br />

19-Virus alles heruntergefahren wurde. So auch das Vereinsleben in unserer<br />

Gesellschaft.<br />

Wir könnten über sehr viele schöne und lustige Momente mit Peter schreiben......<br />

Peter war immer für die Gesellschaft da und er hatte immer hilfreiche<br />

Vorschläge. Was man wirklich hervorheben muss, Peter war ein<br />

freundlicher und humorvoller Freund, dem wir immer ein Andenken in der<br />

Gesellschaft Prof. Hans Kohlschein bewahren werden.<br />

Wir werden Peter als Kameraden und Menschen sehr vermissen!<br />

Allen Mitgliedern und Freunden unserer<br />

Gesellschaft sende ich einen herzlichen<br />

Gruß und freue mich auf ein<br />

Wiedersehen!<br />

37


Gesellschaft<br />

Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />

Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />

Internet www.wilhelm-marx.de<br />

War war der Mann,<br />

nach dem unsere Gesellschaft Wilhelm Marx benannt wurde?<br />

Der Oberbürgermeister Wilhelm Marx hat wie kein anderer das Stadtbild<br />

und die Entwicklung unserer Heimatstadt Düsseldorf im 20. Jahrhundert geprägt.<br />

Mit Unterstützung zahlreicher Industrieller wie Heinrich Lueg, Ernst<br />

Poensgen, Ernst Schiess oder Hermann Heye hat er Düsseldorf in die<br />

Moderne geführt. Unter seiner Ägide entwickelte sich Düsseldorf zu einer modernen<br />

expandierenden Großstadt und baute den im 19. Jahrhundert erworbenen<br />

Ruf als Ausstellungsstadt weiter aus. Aus der Kunst und Gartenstadt<br />

am Rhein hat Wilhelm Marx durch Eingemeindung aller Vororte die neue<br />

Großstadt Düsseldorf geschaffen. Die Einwohnerzahl Düsseldorfs verdoppelte<br />

sich annähernd. Er war Wegbereiter der späteren Rheinbahn AG, des Baus<br />

des ersten städtischen Hallenbades, des neuen Rheinhafens und der Oberkasseler<br />

Brücke, das Oberlandesgericht und der Stahlhof wurden eingerichtet.<br />

Bei allen Erfolgen im Amt blieb Wilhelm<br />

Max der leutselige erste Bürger<br />

seiner Stadt, dessen Popularität<br />

in zahlreichen Anekdoten überliefert<br />

ist. Die Stadt Düsseldorf bedankte<br />

sich bei seinem Ausscheiden aus dem<br />

Amt am 22. Dezember 1910 mit der<br />

Verleihung der Ehrenbürgerschaft.<br />

Im Jahr 1924 verstarb Wilhelm<br />

Marx. Das im gleichen Jahr errichtete<br />

erste Hochhaus Deutschlands<br />

trägt seinen Namen und erinnert damit<br />

bis heute an ihn.<br />

1997 – Will Marx bei der Präsentation unserer neuen historischen Kostüme<br />

Heute wiederum ist dessen Sohn<br />

Peter Wolfgang Marx Protektor<br />

unserer Gesellschaft.<br />

In all den vergangenen Jahren hat<br />

die Gesellschaft stets eine enge<br />

Verbindung mit der Familie unseres<br />

Namensgebers aufrechterhalten. So Protektor Peter Wolfgang Marx<br />

nehmen auch die Schwester Regine<br />

mit ihrem Mann Dr. Jens-Peter Petersen, ebenfalls Wilhelm Marx-Mitglied,<br />

gemeinsam mit Sohn Christian, regelmäßig an unseren Veranstaltungen teil.<br />

Im Jahr 2<strong>01</strong>0 waren Regine und Pit sogar unser Kompaniekönigspaar.<br />

Wilhelm Marx auf einem Gemälde von<br />

Künstler Rudolf Huthsteiner<br />

Die Verbundenheit zum St. Sebastianus<br />

Schützenverein, der ihm am<br />

1. Oktober 1899 die Ehrenmitgliedschaft<br />

verlieh, zeigte er dadurch,<br />

dass er auf dem Schützenfest stets<br />

den ersten Schuss tat.<br />

Noch-König Stephan Hövelmann und Bald-König Pit Petersen<br />

Das Wilhelm Marx-Haus<br />

Der Bruder Christoph Marx hat<br />

zuletzt in 2<strong>01</strong>9 mit seinem Sohn<br />

Lucas an unserem Schützenumzug<br />

teilgenommen.<br />

Als im Jahr 1926 eine Gruppe von<br />

Düsseldorfer Bürgern an seinen<br />

Sohn Dr. Paul Marx mit der Bitte<br />

herantrat, eine Wilhelm Marx Schützengesellschaft<br />

im Rahmen des St.<br />

Sebastianus-Schützenvereins gründen<br />

zu dürfen, hat dieser dem Ersuchen<br />

mit Freude stattgegeben. Nach<br />

ihm hat wiederum sein Sohn Will<br />

Marx das Protektorat übernommen.<br />

Urkunde Ehrenmitgliedschaft<br />

Die beiden sind dafür extra aus München<br />

angereist.<br />

Bei unserer WM-Tour zum Oktoberfest<br />

nach München, bei deren Planung<br />

uns Christoph in München<br />

und die Familie sehr unterstützt hat,<br />

durften wir auch die beiden in München<br />

lebenden Schwestern wieder<br />

treffen.<br />

Christoph Marx und Sohn Lucas<br />

38


Gesellschaft<br />

Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />

Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />

Internet www.wilhelm-marx.de<br />

An dieser Stelle möchte sich Eure Gesellschaft<br />

bei der gesamten Familie Marx für die immer<br />

wieder anteilnehmende, wertvolle und großzügige<br />

Unterstützung ganz herzlich bedanken.<br />

Allen Mitgliedern, Familienangehörigen und Freunden<br />

unserer Gesellschaft wünschen wir viel Zuversicht<br />

in dieser für uns alle nicht einfachen Zeit<br />

verbunden mit bester Gesundheit.<br />

Wir freuen uns auf das Wiedersehen und unsere<br />

künftigen gemeinsamen Momente.<br />


Gesellschaft<br />

Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />

Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />

Internet www.wilhelm-marx.de<br />

1995 Parade Fußgruppe 1995 Parade Reitercorps<br />

20<strong>01</strong> Parade 75-jähriges Jubiläum<br />

20<strong>01</strong> Gesellschaftsfoto 75-jähriges Bestehen<br />

20<strong>01</strong> Rathausplatz 2003 Die Jugend<br />

2003 Unser Seniorenclub 2005 Amazonen in historischen Kostümen 2007 Parade Reitercorps<br />

2007 Regiments-Königin<br />

Petra Arnold<br />

2009 Parade<br />

2<strong>01</strong>6 Fußgruppe bei der Parade<br />

2<strong>01</strong>3 WM Aurichter Reitersportfest Bergerhof<br />

40<br />

2<strong>01</strong>8/2<strong>01</strong>9 Regiments-Königin<br />

Kerstin Eichenberg und Daniel


Sappeur-Corps<br />

von 1953<br />

Ansprechpartner Philipp Klees · E-Mail Philipp.Klees@sappeurcorps.com<br />

Internet www.sappeurcorps.com<br />

Nachruf Willi Stammen<br />

Die Nachricht vom viel zu frühen<br />

Tode unseres lieben Kameraden<br />

Willi Stammen machte uns sehr<br />

traurig. War er doch gerade erst<br />

in den wohlverdienten Ruhestand<br />

eingetreten und hatte so manche<br />

Pläne. Obwohl er gesundheitlich<br />

in den letzten Jahren vieles mitmachen<br />

musste, behielt er stets<br />

seinen Humor und seine positive<br />

Grundeinstellung. Wir sind sehr<br />

betroffen, dass er nun mit erst<br />

63 Jahren nicht mehr unter uns<br />

ist. Willi war 48 Jahre aktives Mitglied<br />

unserer Gesellschaft und ein<br />

liebenswerter Kamerad. Viele Jahre war er Spieß und später auch Kassierer<br />

unseres Corps. Stets hatte er einen Scherz auf den Lippen und<br />

nahm, trotz seiner gesundheitlichen Probleme, gerne an den Aktivitäten<br />

des Vereins teil. In 2<strong>01</strong>8 hatte er zum vierten Male die Kompaniekönigswürde<br />

errungen.<br />

Am 8. Novemer fand die Beerdigungsfeier<br />

für Willi in der Kapelle<br />

des Südfriedhofes statt. Die Coronaregeln<br />

erlaubten es uns leider nicht,<br />

in der Kapelle eine Ehrenwache zu<br />

stellen. So geleiteten wir Willi zu<br />

seiner letzten Ruhestätte und verabschiedeten<br />

uns von ihm.<br />

Lieber Willi, Du wirst uns sehr fehlen, Deinen Platz in unserer Runde wirst Du<br />

jedoch immer behalten.<br />

Am 1. Dezember nahmen wir im Rahmen der Auferstehungsfeier in der Pfarrkirche<br />

St. Gertrud von Willy Horn Abschied.<br />

Trotz Corona war es uns in der Kirche möglich, am Sarg eine Ehrenwache zu<br />

stellen. Unser Präses, Erzbischof Dr. Heiner Koch, ließ Trauergrüße durch<br />

den leitenden Pfarrer Decker ausrichten. In Gedanken war er bei der Feier<br />

dabei.<br />

Lieber Willy, wir verlieren mit Dir einen treuen Kameraden, der seinen Platz<br />

bei seinen Sappeuren immer behalten wird.<br />

Weihnachtsüberraschung<br />

Wenn die Kameraden schon nicht zusammen kommen können, dann kommt das<br />

Corps eben zu den Kameraden. Wenn das Corona-Jahr 2020 eines gezeigt hat,<br />

dann die Tatsache, dass Sappeure nie verlegen um eine Lösung sind. Nach dem<br />

Ostergruß und dem Überbringen unseres Corps-Befehls mit leckeren Kirmes-Mandeln<br />

zum eigentlichen Termin der Größten Kirmes am Rhein, haben wir auch zu<br />

Weihnachten unsere aktiven Kameraden überrascht. Mit Köstlichkeiten der Konditorei<br />

Schlüter (sehr schade, dass dieses Traditionsgeschäft Ende 2020 für immer<br />

geschlossen hat) und mit nicht minder leckeren Köstlichkeiten der Brauerei Schumacher.<br />

Schön, dass es Euch weiter gibt und Ihr mit so viel Kreativität und Einsatz<br />

der Corona-Krise trotzt.<br />

Nachruf Willy Horn<br />

Keine Woche nach der Nachricht<br />

vom Tode unseres Kameraden Willi<br />

Stammen, erreichte uns die traurige<br />

Mitteilung, dass auch unser lieber<br />

Kamerad Willy Horn verstorben<br />

sei. Willy war 38 Jahre Mitglied unserer<br />

Gesellschaft. Mit Freude nahm<br />

er an den Veranstaltungen unseres<br />

Corps teil. Willy war ein liebenswerter<br />

und ausgleichender Mensch,<br />

dem das Wohl unserer Gesellschaft<br />

sehr am Herzen lag. Er war stolz<br />

darauf, zweimal als Kompaniekönig<br />

das Corps vertreten zu können und<br />

war stets zur Stelle, wenn man ihn<br />

brauchte. Mit zunehmendem Alter ließen seine Kräfte nach und seine gesundheitlichen<br />

Probleme ermöglichten Willy nur noch am Geschehen des<br />

Corps eingeschränkt teilzunehmen. Obwohl er zuletzt der Pfl ege im Luisenheim<br />

in Eller bedurfte, ermöglichte es Gisela, die immer an Willys Seite<br />

war, dass er noch Freude am Leben hatte und hin und wieder an Aktivitäten<br />

des Corps teilnehmen konnte.<br />

41<br />

Die Verteilung unseres<br />

Grußes war Team-Work.<br />

Die Mitglieder<br />

des Vorstandes waren<br />

kurz vor Weihnachten<br />

ausgeschwärmt, um<br />

die aktiven Mitgliedern<br />

des Corps (natürlich<br />

coronakonform und<br />

mit dem gebotenen Abstand)<br />

zu überraschen.<br />

Immer wieder schauten<br />

wir in glückliche Gesichter.<br />

Und allen war klar:<br />

Wenn es wieder möglich<br />

ist, haben wir vieles nachzuholen.<br />

Die guten Gespräche, das Beisammensein,<br />

das Feiern und auch die gemeinsame<br />

Zeit mit unseren Freunden des<br />

Corps. Die Vorfreude ist groß – ähnlich<br />

groß wie der Optimismus, dass das<br />

schon bald wieder möglich ist.<br />

Wir wünschen der gesamten Sappeurfamilie<br />

sowie den Freunden unseres<br />

Corps ein schönes Osterfest.


Gesellschaft<br />

„6te“ Schützen<br />

Ansprechpartner Volker Tutenberg · E-Mail 6te@arcor.de<br />

Internet www.6te-schuetzen.net<br />

Die 6te zwischen den Jahren<br />

Seit November 2020 ist leider nicht so wahnsinnig viel passiert in unserem Gesellschaftsleben.<br />

Trotz der Pandemie, die, mal weniger – mal mehr, mit Sanktionen<br />

und Einschränkungen daher kommt, waren wir Totensonntag auf dem Friedhof.<br />

Wie immer gedachten wir aller Kameraden. Das herbstliche Gesteck legten wir<br />

stellvertretend am Grab von August Bähr ab. Zehn Kameraden hatten sich versammelt,<br />

leider fi el die kameradschaftliche Runde im Anschluß aus.<br />

Schön zu erleben, dass sowohl andere Gesellschaften unseres Regiments, als<br />

auch anderer Vereine es uns gleich taten. Da kann kommen was will, Traditionen<br />

werden beibehalten und gepfl egt.<br />

Und genauso wie bei jedem Film, der mit größeren Menschenansammlungen aufwartet,<br />

immer der Hinweise erfolgt „Gedreht vor März 2020“, sei an dieser Stelle<br />

gerne erwähnt, dass auch wir alle Hygiene- und Abstandsregeln dabei eingehalten<br />

haben. Dank Jochen Skroblin konnten wir uns mit einem kleinen Becher Glühwein<br />

aufwärmen und doch noch ein paar Worte wechseln.<br />

Advents- und Weihnachtszeit<br />

Auch die war mindestens so traurig<br />

und zum Teil trostlos, wie alle anderen<br />

Monate. Der Vorstand hatte sich<br />

etwas Besonderes ausgedacht. Und so<br />

klöppelten, schnitzten und buken die<br />

Weihnachtswichtel in ihrer Werkstatt<br />

das eine oder andere Plätzchen zusammen.<br />

Ein paar Bilddokumente wurden<br />

uns zugespielt.<br />

Monaten nahezu nackt ist. Gesichtsmasken mit dem Logo der Gesellschaft schützen<br />

fortan unser Umfeld. Nicht aber vor dem Schützenvirus, denn das steckt<br />

unabänderlich in jedem von uns. Vielen Dank für diese nette Idee und Umsetzung.<br />

Schützen schützen …<br />

Ausblick auf die weiteren Aktivitäten<br />

Nun stand unser jährlicher Ausklang auf dem Programm und …<br />

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Gesellschaft<br />

Wildschütz 08<br />

Ansprechpartner Daniel Spruch · E-Mail Wildschuetz08@gmx.de<br />

Mühlenstraße 31 D-40213 Düsseldorf<br />

+49 (0) 211.160 928 15<br />

www.brasserie-stadthaus.de<br />

Nachruf Wolf-Dieter Fiek<br />

Am 12.12.2020 verstarb unser Kamerad<br />

Wolf-Dieter Fiek im Alter<br />

von 78 Jahren.<br />

Die Nachricht über seinen Tod kam<br />

für uns überraschend. Wolf-Dieter<br />

trat der Gesellschaft Wildschütz<br />

und dem Großen Verein im Alter<br />

von 27 Jahren bei.<br />

Im Jahr 2020 feierte er sein 50jähriges<br />

Vereinsjubiläum. In unserer<br />

Gesellschaft unterstützte Wolf-<br />

Dieter jahrelang die Fahnengruppe.<br />

Obwohl er seinen Wohnsitz schon vor einiger Zeit in den äußersten<br />

Nordosten Nordrhein-Westfalens verlegte, brach der Kontakt zur Gesellschaft<br />

nie ab.<br />

Wir werden Wolf-Dieter als liebenswerten Menschen in guter Erinnerung<br />

behalten.<br />

Gesellschaft<br />

1. Friedrichstädter<br />

Rückblick 2020<br />

AXA Generalvertretung<br />

Carsten Alshut<br />

Volmerswerther Str. 129<br />

40221 Düsseldorf<br />

Es war ein trauriges Jahr 2020. Sind wir auch von vereinsinternen Schicksalsschlägen<br />

verschont 0211 worden, 87586170 schlug ein kleiner Virus erbarmungslos zu. Er<br />

legte das Gesellschaftsleben nahezu nieder. Sämtliche Aktivitäten des Vereinslebens<br />

wurden carsten.alshut@axa.de<br />

lahmgelegt. Planmäßig hielten wir im März noch unsere<br />

Jahreshauptversammlung mit den satzungsgemäßen Wahlen ab. Die Kassenlage<br />

der Gesellschaft<br />

www.alshut.eu<br />

ist stabil und der Jahresbericht 2<strong>01</strong>9 fand den Beifall der<br />

Kameraden. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis.<br />

Ansprechpartner Nico Di Carlo · E-Mail nicodicarlo@t-online.de<br />

Internet www.friedrichstaedter.de<br />

Im laufenden Jahr konnten lediglich sechs Versammlungen durchgeführt<br />

werden.<br />

Stephanientag, das Schützenfest, unser Königsschießen, die Weihnachtsfeier<br />

sowie der Krönungsball fi elen der Pandemie zum Opfer.<br />

Damit das Vereinsleben nicht gänzlich zum Erliegen kam, trafen wir uns mit<br />

unseren Partnern in der Altstadt, als dies noch möglich war, um bei einem<br />

gemeinsamen Abendessen einige schöne Stunden zu verleben.<br />

1. Vorsitzender Nico diCarlo<br />

2. Vorsitzender Frank Nießen<br />

Kassierer<br />

Willi Simons<br />

Schriftführer<br />

Karl Reinhold Möhring<br />

1. Schießleiter Frank Nießen<br />

2. Schießleiter Benedict Nießen<br />

Fähnrich<br />

Johannes Bosch<br />

1. Fahnenoffi zier Jason Scharein<br />

2. Fahnenoffi zier Benedict Nießen<br />

Zugführer<br />

Gero Blödorn<br />

Spieß<br />

Uwe Wild<br />

43<br />

Die Versammlungen im August und September sahen uns unter „Coronabedingungen“<br />

im Vereinslokal.<br />

Anschließenden legten behördliche Anordnungen die Aktivitäten der 1. Friedrichstädter<br />

wieder auf Eis.<br />

Wir hoffen alle, dass die Pandemie bald ein Ende fi ndet und das Leben wieder<br />

in normalen Bahnen ANDREAS möglich ist und freuen HARTNIGK uns jetzt schon, dann mit allen<br />

Kamerad*innen das gemeinsame, öffentliche Schützenleben zu zelebrieren.<br />

Burggrafenstraße 5<br />

40545 Düsseldorf<br />

Bis dahin passt alle auf Euch auf und bleibt gesund!<br />

Telefon: +49(0)211-66 96 95-28


Gesellschaft<br />

Neunte Schützen<br />

Ansprechpartner Thomas Schultz · E-Mail Schultz.T@freenet.de<br />

Mitgliedsjubilare <strong>2021</strong><br />

50 Jahre – Peter Grütter<br />

Im Jahre 1970 trat Peter Grütter in<br />

unsere Gesellschaft ein. Schon damals<br />

hatte er viel Freude am Schießsport<br />

und er entwickelte sich zu einem<br />

ausgezeichneten Schützen, was<br />

zahlreiche Erfolge bei Meisterschaftsund<br />

Pokalschiessen belegen. Er war<br />

lange Jahre Fahnenoffi zier der Gesellschaft<br />

und wurde nach seinem<br />

Ausscheiden aus der Fahnengruppe<br />

von der Kompanie zum Ehrenfahnenoffi<br />

zier ernannt. An Auszeichnungen<br />

erhielt Peter Grütter die Silbernen<br />

Ehrennadeln des Großen Vereins und<br />

der Kompanie, sowie im Jahre 2<strong>01</strong>1<br />

die Goldene Kompanienadel. Im Jahre<br />

2<strong>01</strong>8 wurde ihm der Stadtorden<br />

verliehen. Alles Liebe und Gute zum<br />

50-jährigen Mitgliedsjubiläum und<br />

noch viele Jahre bei hoffentlich guter<br />

Gesundheit.<br />

50 Jahre Eric Cornelsen<br />

Ebenfalls im Jahre 1970 wurde Eric<br />

Cornelsen Mitglied in der Gesellschaft<br />

Neunte Schützen. Große Verdienste<br />

erwarb er sich um unser<br />

Blumenhorn, das er lange Jahre trug.<br />

Arbeitsbedingt kann er leider nicht<br />

immer an allen Veranstaltungen teilnehmen,<br />

aber dennoch ist er immer<br />

ein gern gesehener Kamerad. An<br />

Auszeichnungen erhielt Eric Cornelsen<br />

die Silbernen Ehrennadeln des<br />

Großen Vereins und der Kompanie.<br />

Auch ihm wünschen wir alles Liebe<br />

und Gute zum 50-jährigen Mitgliedsjubiläum<br />

und noch viele Jahre bei<br />

hoffentlich guter Gesundheit.<br />

Normalerweise würden wir hier vom<br />

Titularfest, von unserer Generalversammlung<br />

und vom Schiessen um<br />

den Albert-Dötsch-Pokal berichten,<br />

aber leider ist dies aus den bekannten<br />

Gründen im Moment nicht möglich.<br />

Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich<br />

wieder zur Normalität zurückkehren<br />

können und veröffentlichen nachstehend<br />

einige Fotos als Erinnerungen.<br />

T.S.<br />

44


Gesellschaft<br />

II. Schützen von Hindenburg 1873<br />

Ansprechpartner Dominik Reimann · E-Mail schriftführer@von-hindenburg.de<br />

Internet www.von-Hindenburg.de<br />

Totensonntag<br />

Am 22.11. war Totensonntag und die Hindenburger treffen sich normalerweise<br />

auf dem Friedhof, um dort zu Ehren der verstorbenen Kameraden ein Gesteck<br />

niederzulegen. Leider hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung<br />

gemacht. Daher möchte ich an dieser Stelle an alle verstorbenen Kameraden<br />

der Gesellschaft 2. Schützen von Hindenburg gedenken.<br />

Rück- bzw. Vorausblick<br />

Normalerweise steht in dieser Ausgabe der Rückblick des Jahresausklangs der<br />

„Hindenburgfamilie“ und des Titularfestes. Leider ist beides ausgefallen. Den<br />

Grund kennen wir alle, ich sag nur eins, Corona. Leider war es uns nicht gegönnt.<br />

Sehen wir daher nach vorne und hoffen, dass viele sich impfen lassen und dass<br />

wir im Mai unseren Stephaniengedenktag und im Juli Schützenfest feiern können.<br />

Stadt-Tambourkorps<br />

St. Maximilian 04<br />

Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />

+++ <strong>2021</strong> +++ Das Maxkorps +++ 1 Jahr Corona Virus +++ <strong>2021</strong><br />

Das Stadt-Tambourkorps grüßt alle Kameraden herzlich zum Osterfest in diesem<br />

Jahr. Nach einem Jahresstart unter besonderen Bedingungen wünschen<br />

wir allen „Frohe Ostern“ und hoffen, dass <strong>2021</strong> sich deutlich besser entwickelt<br />

als das schei……letzte Jahr.<br />

Den Auftakt in das Schützenjahr<br />

<strong>2021</strong> bildete am 10. Januar das virtuelle<br />

Titularfest. Wir alle trafen uns<br />

an diesem Tag in den sozialen Medien<br />

in Gedanken am Rathaus, marschierten<br />

zur Basilika St. Lambertus<br />

und anschließend zur Reunion in die<br />

Rheinterrassen.<br />

Jeder von uns vermisst natürlich die<br />

Kameraden und das Gesellschaftsleben,<br />

und so war es eine herausragende<br />

Idee der führenden Köpfe unseres Korps, dass einige Maximilianer<br />

in der Adventszeit zu teilweiser später Abendstunde, aber zur Überraschung<br />

aller mit lecker gefüllten Weihnachtstüten, vor den Türen der Kameraden und<br />

vielen Freunden & Gönnern standen. Diese Weihnachtsaktion fand riesigen<br />

Anklang und alle besuchten Freunde waren voll des Dankes & Lob. Das dabei<br />

auch ein Taxi benötigt wurde, weil ja auch getrunken werden durfte war<br />

logisch. An dieser Stelle danken wir dem Chauffeurunternehmen “Charlie Bö<br />

D`dorf“. Ohne diese Hilfe und aufgrund des angebotenen Alkohols hätte man<br />

noch an Silvester Tüten verteilt. <br />

45


Stadt-Tambourkorps<br />

St. Maximilian 04<br />

Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />

Geburtstage Januar:<br />

10.<strong>01</strong> Niklas Hoffmann/19.<strong>01</strong> Björn Tutenberg<br />

18. Jahr & Volljährigkeit<br />

Was hätte das für ein Tag werden können … ja, wenn das Titularfest <strong>2021</strong><br />

stattgefunden hätte. Dann hätte das Maxkorps an diesem Tag auch richtig<br />

feiern können. Unser junger Kamerad Niklas Hoffmann feierte nämlich an<br />

diesem Tag seinen 18. Geburtstag. Hier an dieser Stelle nochmals „Herzlichen<br />

Glückwunsch zu diesem Ehrentag und Deiner Volljährigkeit!“ Niklas ist<br />

musikalisch wirklich sehr begabt und bestens an Lyra, Flöte und sogar Trommel<br />

ausgebildet. Seine Musikalität zeigt er auch gerne bei den Kameraden<br />

des Marinetambourkorps in Unterrath oder auch in Niederkassel. Er ist ein<br />

gern gesehener und sympathischer Spielmann, der mit seinem Vater auch<br />

den Musikzug der Prinzengarde Rot Weiss verstärkt. Wir wünschen Dir, lieber<br />

Niklas, nochmals alles Gute, Glück und Gesundheit und freuen uns auf viele<br />

weitere Jahre der gemeinsamen Musik mit Dir im Kreis Deiner Kameraden des<br />

Stadt-Tambourkorps St. Maximilian.<br />

46


Stadt-Tambourkorps<br />

St. Maximilian 04<br />

Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />

Geburtstage Februar: 08.02. Hans Köntges (Ehrenhauptmann)<br />

Nachdem wir uns ja nun bereits mehr<br />

als ein Jahr mit den Folgen der Corona<br />

Pandemie beschäftigen müssen,<br />

überraschte uns unser Kamerad &<br />

Kassierer Heinrich Leon Maria<br />

Zissig zu Jahresbeginn mit einem<br />

Mund/Nasenschutz im Maxkorps<br />

Design. Auch er stand unverhofft<br />

und zur Überraschung vieler plötzlich<br />

vor der Tür und verteilte dieses<br />

schöne Accessoire. Also solltet Ihr<br />

Menschen auf der Straße mit genau<br />

diesem Mundschutz sehen, wisst Ihr<br />

Bescheid. Sie gehören zu uns .<br />

Dir, lieber Heiner, danken wir natürlich gerne für diese pfi ffi ge Idee und Spende<br />

an das Korps.<br />

Nachruf / Nachtrag<br />

Einen persönlich schweren Schlag musste unser Kamerad Manfred<br />

“Manes“ Günther bereits im Spätsommer des letzten Jahres hinnehmen.<br />

Völlig unerwartet mussten wir den Tod seiner lieben Frau Christa<br />

zur Kenntnis nehmen. Manfred ist mit Willi Hess der älteste aktive<br />

Kamerad auf der Straße unseres Korps und Christa war lange Jahre<br />

fester, aktiver & tragender Bestandteil der Gemeinschaft unserer Damen.<br />

Mit einigen langjährigen Kameraden von Manes und einigen Damen der<br />

Gesellschaft unterstützten wir ihn bei diesem schweren Gang auf dem<br />

Friedhof in Heerdt. Das Korps wird Manfred natürlich auch in der Zukunft<br />

zur Seite stehen und unserer lieben Christa ein ehrendes Andenken<br />

bewahren!<br />

Zuletzt halten wir folgendes fest. Mittlerweile befi nden wir uns ja fast im April<br />

dieses Jahres. Bei Drucklegung dieser Ausgabe konnte man nur spekulieren,<br />

ob und was an Schützenaktivitäten dieses Jahr stattfi nden wird, oder auch<br />

nicht. Natürlich hoffen wir für alle Brauchtumsfreunde auf diverse Lockerungen<br />

und ggf. die Erlaubnis, unsere Feste wieder zu feiern. Die Maximilianer<br />

sind und bleiben vorbereitet und harren der Dinge die da kommen. Und wenn<br />

nicht, dann drehen wir eine weitere Runde im Kreislauf des Lebens und geben<br />

die Hoffnung nicht auf!<br />

Geburtstage März: 03.03. U. Traub / 13.03. Ch. Ufer / 17.03 N. Hallen<br />

Das war`s zunächst…….wir sehen und hören uns op de Strooß.<br />

Irjendwan…….<br />

Ihr/Euer<br />

Stadt-Tambourkorps St. Maximilian<br />

Gebäudereinigung und Dienstleistungen<br />

47


Gesellschaft<br />

St. Lambertus von 1850<br />

Ansprechpartner Andreas Becker · E-Mail NEU lambertus@becker-polsterei.de<br />

Internet www.facebook.de/ges-st-lambertus<br />

Weihnachtswichtel<br />

Das Corona-Virus hat unsere Gesellschaft immer noch fest im Griff und sorgt<br />

dafür, dass wir unseren Alltag nicht wie gewohnt leben können.<br />

Martinsumzüge, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern und auch einfache Zusammentreffen<br />

der Kameraden sind derzeit leider undenkbar.<br />

Um den Kameraden, ihren Frauen und Familien in dieser Zeit eine Freude zu<br />

machen und ein Zeichen des Zusammenhalts zu senden, hat sich die Gesellschaft<br />

St. Lambertus jedoch etwas Besonderes überlegt.<br />

Kurz vor Weihnachten machte sich eine Gruppe fl eißiger Wichtel auf den Weg,<br />

um der Lambertusfamilie eine kleine Freude zu bereiten. Die Kameraden waren<br />

aufgerufen, ihre geputzten Stiefel vor die Wohnungstür zu stellen und<br />

beim Schellen der Wichtel lediglich die Haustür zu öffnen, um Kontakte zu<br />

vermeiden. Die Wichtel brachten ihnen dann einen Weihnachtsgruß unserer<br />

Hauptleute sowie eine Auswahl von Leckereien und als Highlight eine St. Lambertus-Atemschutzmaske.<br />

Wir hoffen, den Kameraden und ihren Familien und Frauen bald wieder häufi -<br />

ger ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu können und wünschen ihnen alles<br />

Gute und viel Gesundheit.<br />

Patrick Wilkens<br />

Anz Becker Akt Juni_93x132_Bel:Anz 90 x 20/Bel/ 23.06.15 10:31 Seite 1<br />

Informationen für die Gesellschaften<br />

Tradition seit über 100 Jahren<br />

Abgabetermin Festausgabe<br />

21. Mai <strong>2021</strong><br />

Information für NEUE Schriftführer<br />

Leider ist uns, der <strong>Schlossturm</strong>-Redaktion, schon häufi g aufgefallen,<br />

daß bei einem Schriftführerwechsel die neuen Schriftführer gewissermaßen<br />

ins „kalte Wasser” geworfen wurden. Ohne genauere Informationen<br />

sollten sie nun einen Gesellschaftsbericht erstellen. Deswegen<br />

bitten wir neue Schriftführer, sich mit einer kurzen E-mail an uns zu<br />

wenden. Sie erhalten dann ein „Starter-Paket” mit allen wichtigen<br />

Dokumenten von uns. E-mail an: <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de<br />

Rubrik „Schützen helfen“<br />

Wir sind umgezogen:<br />

Himmelgeisterstr. 70<br />

Andreas<br />

Becker<br />

RaumausstatterMeister<br />

Eigene Polsterei:<br />

n Aufarbeitung und Neuanfertigung von Polstermöbeln<br />

für Privat- & Geschäftskunden und Gastronomie<br />

n Neubezug von Behandlungsstühlen, Fitness- & Massagebänken<br />

n Gardinen und Dekorationen – Anfertigung und Pflege<br />

n Sonnenschutz – Rollos, Jalousien, Plisses, Vertikallamellen<br />

n Insektenschutzgitter, Teppichböden, Treppenläufer<br />

Bitte denkt an unsere Rubrik „Schützen helfen“ - Die gute Tat in der<br />

über Hilfsaktionen der Gesellschaften berichten. Damit die guten Taten<br />

der einzelnen Gesellschaften nicht nur im Gesellschaftsteil zu<br />

fi nden sind. Wir fi nden, dass solch ein Engagement für alle Leser im<br />

redaktionellen Teil erscheinen sollte. Darum erinnern wir an eine gesonderte<br />

Zusendung von Artikeln über gute Taten der Gesellschaften<br />

unter dem Betreff -----„Schützen Helfen“ / Name der Gesellschaft -----<br />

gerne mit Fotos an <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de.<br />

48<br />

Himmelgeister Str. 70<br />

40225 Düsseldorf<br />

fon: 0211. 33 08 64<br />

mob: <strong>01</strong>72. 17 90 881<br />

info@becker-polsterei.de<br />

www.becker-polsterei.de

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