Schlossturm_2021-01_Osterausgabe
Vereinszeitschrift des St. Seb. Schützenverein 1316 e.V.
Vereinszeitschrift des St. Seb. Schützenverein 1316 e.V.
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Rubrik<br />
Der <strong>Schlossturm</strong><br />
Offizielle Zeitschrift des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V.<br />
Hier steht die Headline Headline<br />
Subline<br />
1/<strong>2021</strong><br />
<strong>Osterausgabe</strong><br />
73. Jahrgang<br />
(135. Ausgabe seit Gründung)<br />
Autor<br />
Fließtext<br />
Aus dem Inhalt:<br />
Die Gute Tat • Interview mit Oliver Wilmering • Haus der Jugend<br />
Heute vor 60 Jahren • Aus dem Leben der Gesellschaften<br />
1 1
MEISTER LAMPE<br />
MAchT OSTERn vERSTEckSPIELE<br />
MEISTER An DER LAMPE<br />
bRIngT IMMER LIchT InS DunkLE<br />
Team wEbER wünschet frohe Ostern!<br />
Auch während der Osterhase hüpft,<br />
springen wir sofort für Euch ein!<br />
0211 / 600 43 926<br />
InfO@hAuSMEISTERSERvIcEwEbER.DE<br />
www.hAuSMEISTERSERvIcEwEbER.DE<br />
/hAuSMEISTERSERvIcEhAnSwEbER<br />
GrafenberGer allee 107 | 40237 DüsselDorf<br />
nürnberGer str. 99 | 40599 DüsselDorf
Der <strong>Schlossturm</strong><br />
Offizielle Zeitschrift des<br />
St. Sebastianus Schützenvereins<br />
Düsseldorf 1316 e. V.<br />
Impressum<br />
Herausgeber:<br />
St. Sebastianus Schützenverein<br />
Düsseldorf 1316 e. V.<br />
Kurze Str. 2a, 40213 Düsseldorf<br />
Redaktion<br />
Lothar Inden (1. Chef), Bernd Jost (Chefredakteur)<br />
Bernd.Jost@schuetzen1316.de<br />
Autoren<br />
Peter Frank, Monika Nagel, Wolfgang Vollmer, Annemarie Wotschke<br />
Korrektor<br />
Sigrid Nelsen, Michael Szczygielski<br />
Fotografie<br />
Sabine Hanna, Ingo Lammert, Oliver Wilmering, Vereinsarchiv,<br />
pixabay, Düsseldorf Tourismus<br />
Abgabetermin Festausgabe<br />
21.05.<strong>2021</strong><br />
Abgabe der Gesellschaftsberichte<br />
an <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de<br />
Nach dem 21.05.<strong>2021</strong> eingehende Berichte, können<br />
NICHT MEHR BERÜCKSICHTIGT werden!!!<br />
! ACHTUNG ! ! ACHTUNG !<br />
Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung und<br />
Urhebervermerk sowie Quellennachweis.<br />
Für die inhaltliche Richtigkeit ihrer Artikel<br />
zeichnen allein die Autoren verantwortlich.<br />
Für die Veröffentlichungen der Gesellschaften kann keine<br />
rechtliche Verantwortung übernommen werden.<br />
Die Redaktion hat auf den Inhalt der Berichte<br />
der Gesellschaften keinen Einfluss, behält<br />
sich jedoch Kürzungen und Korrekturen vor.<br />
Inhalt<br />
Virtuelle Vorstandssitzung am 27. Januar <strong>2021</strong> 2<br />
Die Gute Tat 4<br />
Geburtstag: 70 Jahre Werner Viehmann 5<br />
Interview mit Oliver Wilmering 6<br />
Das Haus der Jugend wird neu gebaut 10<br />
Impressionen aus Düsseldorf 14<br />
Rückblick: Heute vor 60 Jahren 16<br />
Unsere Natur 20<br />
Nachruf Karl-Josef Rath 24<br />
Nachruf Heinz Fey 25<br />
Aus dem Leben der Gesellschaften<br />
Veranstaltungsübersicht 26<br />
1. Grenadiere von 1842 27<br />
2. Grenadiere Jakobus von 1845 27<br />
3. Grenadiere Jan Wellem 28<br />
5. Grenadiere Alt-Pempelfort von 1856 28<br />
10. Grenadiere Germania 29<br />
Kronprinz Wilhelm 30<br />
Königin Stephanie 31<br />
Reserve 32<br />
Fürst Karl Anton gegr. 1880 36<br />
Prof. Hans Kohlschein 37<br />
Reitercorps Wilhelm Marx von 1926 38<br />
Sappeur-Corps von 1953 41<br />
6te Schützen 42<br />
Wildschütz 08 43<br />
1. Friedrichstädter 43<br />
Neunte Schützen 44<br />
II. Schützen von Hindenburg 1873 45<br />
Stadt-Tambourkorps St. Maximilian 04 45<br />
St. Lambertus von 1850 48<br />
Informationen für die Gesellschaften 48<br />
Anzeigen<br />
PSP Print Service Pfeiler -- Julia Theis, Bernd Jost<br />
Corneliusstr. 61, 40215 Düsseldorf,<br />
Tel. 0211/2095555, Fax 0211/2095557<br />
Print.Service.Pfeiler@t-online.de<br />
Druck und Gestaltung<br />
PSP Print Service Pfeiler -- Cindy Weittekemper, Julia Theis, Bernd Jost<br />
Die Schützenzeitschrift „Der <strong>Schlossturm</strong>“ erscheint viermal im Jahr.<br />
1
Vorstandssitzung<br />
Virtuelle Vorstandssitzung<br />
Am 27. Januar <strong>2021</strong><br />
von Wolfgang Vollmer<br />
Das Coronavirus hat für die Menschheit einen immensen Schaden angerichtet<br />
und die Pandemie betrifft alle Bereiche unseres persönlichen<br />
Lebens, aber auch unser Gemeinwesen insgesamt. Der Ausnahmezustand<br />
lässt Grenzen abriegeln, Schulen schließen, berufl iche und familiäre<br />
Existenzen scheitern, Veranstaltungen verbieten. Das Brauchtum<br />
leidet nicht zuletzt unter der Corona Pandemie. Die größte Veranstaltung<br />
der Landeshauptstadt, das Düsseldorfer Schützen- und Heimatfest<br />
mit der Größten Kirmes am Rhein musste abgesagt werden.<br />
Regierungen raten dringend angesichts des Impfstarts und einem<br />
Rückgang bei den registrierten Corona-Infektionen weiterhin Kontakte<br />
zu reduzieren. Bei „Social Distancing“ geht es nicht darum, die sozialen<br />
Kommunikationen herunter zu fahren, sondern zu lernen, sie über<br />
räumliche Distanz hinweg zu pfl egen. Netzwerken bedeutet Kontaktpfl<br />
ege in einer Zeit, in der Dinge möglichst kontaktlos ablaufen sollen.<br />
Die Technologie der virtuellen Events sind längst keine Neuheit und<br />
mittlerweile integraler Bestandteil unseres Alltags. Videokonferenzen<br />
haben in der Coronazeit höchste Priorität, eine Möglichkeit in einer<br />
Phase der Pandemie, in der das öffentliche Leben in weiten Teilen<br />
lahmgelegt ist.<br />
So hat es den Vorstand unseres Vereins von 1316 ebenso, nach längerer<br />
Zwangspause, dazu bewogen, die digitalen Medien in<br />
Form einer Videokonferenz zu nutzen (der geschäftsführende<br />
Vorstand tagte zwischenzeitlich unter coronabedingten<br />
Voraussetzungen). Ein ausgiebiges Testing mit<br />
allen Beteiligten erfolgte wenige Tage vor der Veranstaltung,<br />
um alle Systeme einzurichten und einen reibungslosen<br />
Ablauf zu gewährleisten. Der Internetbeauftragte<br />
unseres Vereins, das Vorstandsmitglied Dietmar Vogelei,<br />
schuf die erforderlichen Voraussetzungen für alle Teilnehmer.<br />
So schaltete sich der komplett anwesende Vorstand<br />
ganz corona-konform rein digital der Versammlung zu,<br />
sitzend in den heimischen vier Wänden, vor Notebook,<br />
Tablett oder Smartphone. Die Konferenz-Software-Plattform<br />
„Zoom“ wurde genutzt, um die Versammlung online<br />
durchzuführen. Dass das digitale Meeting unter Pandemie-Gesichtspunkten<br />
ganz anders verlaufen würde, war<br />
allen Beteiligten im Vorfeld bewusst.<br />
Das Schützenbrauchtum lebt vom geselligen Beisammensein, vom Feste<br />
feiern, vom Treffen der Kameradinnen und Kameraden zur Ausübung der<br />
Vereinsarbeit und der Pfl ege und Bewahrung der langjährigen Schützentraditionen.<br />
Der Wunsch nach Begegnung ist offenbar nach langer<br />
Abwesenheit groß, das Gespräch von Angesicht zu Angesicht fehlt,<br />
ein Präsenztreffen wird schmerzlich vermisst. Kurzum, man sehnt sich<br />
nach menschlicher Nähe.<br />
Eine noch so perfekte Videokonferenz kann eine vertraute physische,<br />
emotionale Begegnung nicht ersetzen. Die Frage ist, ob und wann wir<br />
zu unseren etablierten sozialen Umgangsformen zurückkehren. Es<br />
bleibt weiterhin die inständige Hoffnung, dass dies bald alles wieder<br />
möglich sein wird.<br />
Zwischen der Videokonferenz und Erscheinen dieser <strong>Osterausgabe</strong> liegen<br />
noch ein paar Wochen. Bis dahin wird sich die epidemische Lage, wie auch<br />
immer, weiter entwickelt haben; jede neue Woche bringt neue Erfahrungen.<br />
Möge, so Gott will, der Verlauf der Coronakrise sich verbessern und<br />
wir alle möglichst an Leib und Seele unversehrt durch die Zeit kommen.<br />
PS.: Über erarbeitete Inhalte obiger Vorstandssitzung liegen Euch zwischenzeitlich,<br />
seitens der Vereinsführung, weitere Informationen vor.<br />
Die professionelle Moderation der Zusammenkunft durch<br />
Chef Lothar Inden verlieh der Veranstaltung Struktur<br />
und gewährleistete eine zügige Abhandlung der Tagesordnungspunkte.<br />
Das notwendige, disziplinierte Verhalten<br />
aller Teilnehmer rundete eine gelungene Versammlung<br />
ab. So konnte die Vorstandsarbeit in<br />
fast gewohnter Form fortgeführt werden. Die erste<br />
digitale Vorstandssitzung wird in den Annalen der<br />
Geschichtsschreibung unseres Vereins nung fi<br />
Erwähnden.<br />
2
SCHÜTZ DAS,<br />
WAS DIR WICHTIG IST.<br />
Das Leben passiert. Wir versichern es.<br />
Immer da. Immer nah.<br />
Mit Elan für<br />
das Stadtbild.<br />
Wir beschäftigen<br />
Straßenreiniger (m/w/d)<br />
Laura W.-S., AWISTA-Mitarbeiterin<br />
awista-karriere.de<br />
3
Die Gute Tat<br />
Die etwas andere Spende<br />
Schützen<br />
helfen<br />
Die Mutter-Kind-Einrichtung „Simonette-Fliedner-Haus“<br />
erhält pralle Tüten mit Geschenken<br />
D I E<br />
G U T E<br />
TAT<br />
von Monika Nagel<br />
Hallo liebe Kameradinnen und<br />
Kameraden, das neue Jahr hat<br />
uns wieder. Es gestaltet sich<br />
leider wie das Alte-Vorschriften<br />
über Vorschriften, Absagen<br />
über Absagen, Verbote über<br />
Verbote und trotzdem lassen<br />
wir uns davon nicht unterkrie-<br />
gen oder einschüchtern. Da wo<br />
der gesunde Menschenverstand<br />
benötigt wird, setzen wir ihn ein.<br />
Wo kämen wir hin, wenn uns auch noch der letzte Glaube an unser<br />
Hobby, das Schützenwesen, genommen werden soll. Eine Aktion<br />
aber, aus dem alten Jahr, möchten wir Euch noch etwas näher bringen.<br />
Der Wunsch und der Gedanke, eine karitative Institution zu unterstützen<br />
lag uns schon lange am Herzen. Wir als die erste reine aktive<br />
Damengesellschaft brauchten nicht sehr lange, bis die Entscheidung<br />
auf ein Mutter-Kind-Heim fi el. Nun begannen die Vorbereitungen.<br />
Ein RIESENDANK an alle, welche sich nach recht kurzer Zeit bereit erklärten,<br />
uns dabei zu unterstützen. Einen Geldbetrag wollten wir nicht<br />
überreichen, da man ja nie weiß, ob das gesamte Geld dahin geht,<br />
wo es gebraucht wird. Also wurden alle Geldspenden unserer aktiven<br />
und passiven Kameradinnen und Kameraden welche uns erreichten,<br />
in Kleidung (Wäsche) umgesetzt. Für Kinder von 1-6 Jahren und natürlich<br />
auch für ihre Mütter sollte es ein kleines frohes Erlebnis in ihrer<br />
teilweise tristen Welt werden.<br />
Die Pandemie trug leider zu einem Schnellschuss bei, da ab dem<br />
14. Dezember die Geschäfte schließen mussten. Also schnell noch<br />
das gespendete Geld abheben und umgehend in die Geschäfte. 7-8<br />
riesige Einkaufstaschen mit Neuware, 5-6 große Taschen bzw. Säcke<br />
mit kaum getragener Kleidung, eine Tasche voll mit Pfl egemittel für<br />
Mutter und Kind, Spielzeug und da Weihnachten war, selbstverständlich<br />
auch eine große Tasche voll Süßigkeiten.<br />
Hier sei noch einmal erwähnt, dass wir mit so einer tollen Resonanz<br />
nicht gerechnet haben. Jeder einzelnen Person, welche zu diesem Ergebnis<br />
beigetragen hat, gebührt ein besonderer Dank. Wir möchten<br />
hier noch einmal betonen, dass es uns nicht auf die Höhe der Spende<br />
ankam, sondern, dass sich recht viele daran beteiligten. Noch einmal<br />
DANKE-DANKE-DANKE.<br />
Nachdem alles gepackt war, ging es am 3. Advent zur Bescherung.<br />
Da wir leider nicht mit den Kindern und Müttern direkt Kontakt aufnehmen<br />
durften, luden wir unsere Geschenke vor dem Haus aus und<br />
trugen sie unter allen Corona Schutzmaßnahmen in die Einrichtung.<br />
Es dauerte schon einige Zeit bis die 2 gefüllten Kofferräume gelehrt<br />
waren. 6 Personen mussten schon zweimal den Weg gehen.<br />
Selbst der 2. Hauptmann fuhr noch einen Tag vor unserem Termin mit<br />
ihrem Mann in die Eifel und kam mit einem prall gefüllten Kofferraum<br />
zurück.<br />
4<br />
Jeder Weg stimmte uns frohen Mutes, das Richtige getan zu haben.<br />
Nachdem alle Utensilien überreicht waren und der Raum mit Tüten<br />
übersät war, bedankte sich die Heimleitung auf das Allerherzlichste.
Die Sachen wurden dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit (wegen<br />
Corona) aufgeteilt. Die Teile, welche noch keinen Abnehmer fanden,<br />
wurden in einer Kleiderkammer zwischengelagert. Am Ende des Tages<br />
waren alle der Meinung, das Richtige getan zu haben.<br />
Einige gespendete Beträge wurden noch nicht in Ware umgesetzt, da<br />
der Gedanke, dieses nicht als Einmalerlebnis stehen lassen zu wollen,<br />
uns dazu bewegt, den Restbetrag im Frühjahr für die nächste Aktion<br />
zu berücksichtigen. Info folgt.<br />
Für die Osterzeit wünscht Euch die Gesellschaft Jakobe von Baden<br />
alles erdenklich Gute, vor allem weiterhin beste Gesundheit.<br />
Viel Spaß beim Eiersuchen.<br />
Geburtstag<br />
70 Jahre Werner Viehmann<br />
von Wolfgang Vollmer<br />
Zum ersten Mal in Deinem Leben<br />
steht vorne bei Dir nun die Sieben.<br />
Darauf wollen wir die Gläser heben<br />
und Dir nochmals gratulieren.<br />
70 Jahre schon auf dieser Welt<br />
hat Du dem Leben Dich gestellt.<br />
Mit Heiterkeit und Sonnenschein<br />
mögen es noch viele Jahre sein.<br />
Bleibe gesund und stets vergnügt,<br />
weil uns das am Herzen liegt.<br />
70 Stufen auf der Lebensleiter,<br />
wir wünschen Dir,<br />
Du erklimmst sie noch lange weiter.<br />
Apropos Leiter; noch immer bist Du in Deinem Maler-Meisterbetrieb<br />
aktiv. Lieber Werner, erlaube uns noch zum guten Schluss einen<br />
wohlgemeinten Spruch:<br />
„Der Lack ist zwar ab,<br />
aber die Grundierung ist immer noch erste Sahne.“<br />
Happy Birthday zu Deinem am 02. Februar <strong>2021</strong> gefeierten Geburtstag.<br />
5
Interview<br />
„Dieser Beruf ist unser Leben“<br />
Interview mit dem Vorsitzenden des Düsseldorfer Schaustellerverbandes<br />
Oliver Wilmering<br />
Keine gebrannten Mandeln,<br />
keine Schokofrüchte und auch<br />
keine Karussells, für die Schausteller<br />
in Düsseldorf – nicht<br />
nur in der Landeshauptstadt –<br />
ist die Corona-Pandemie eine<br />
Katastrophe. Nach nun einem<br />
Jahr ohne Große Kirmes, ohne<br />
Weihnachtsmarkt oder andere<br />
Volksfeste, sind die Schäden,<br />
wenn dieses Berufsverbot weiter<br />
anhält, wirtschaftlich irreparabel.<br />
Über die Situation rund<br />
um die Düsseldorfer Schausteller<br />
sprach der <strong>Schlossturm</strong><br />
mit Oliver Wilmering, dem<br />
Vorsitzenden des Düsseldorfer<br />
Schaustellerverbandes.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie geht es Ihnen ganz persönlich und wie haben Sie<br />
die Pandemie bisher überstanden?<br />
Oliver Wilmering: Grundsätzlich bin ich körperlich gesund, nur<br />
die Psyche macht einem in der Pandemie immer mehr zu schaffen.<br />
Wir leben in einer Situation, die ein normales Leben mit Freizeitaktivitäten<br />
nicht mehr zulässt. Trotz der wirtschaftlichen Katastrophe,<br />
bin ich mit meiner Familie bisher gut weggekommen und musste<br />
auch keine Insolvenz anmelden. Meine Vorfahren haben ein Fundament<br />
geschaffen, so dass die Familie gefestigt ist. Trotzdem haben<br />
wir die KfW-Kredite aufnehmen müssen, weil die November-Hilfen<br />
immer noch nicht komplett ausgezahlt sind.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie hart hat die Pandemie insgesamt die Düsseldorfer<br />
Schausteller getroffen?<br />
Wilmering: Es hat die Schausteller deutschlandweit gleichermaßen<br />
getroffen. Da es ja einem Berufsverbot gleichkommt, sind die Verluste<br />
Auf dem Marktplatz verkauft Oliver Wilmering (r.), Vorsitzender der Düsseldorfer Schausteller, gebrannte Mandeln und andere Köstlichkeiten.<br />
6
enorm. Gottseidank hat es die Düsseldorfer dank des Engagements<br />
der Stadt Düsseldorf nicht „tödlich“ getroffen. Da wir die Genehmigung<br />
erhalten haben, einige Buden verteilt in der Stadt aufzustellen,<br />
kommt wenigstens so viel Geld in die Kasse, dass wir unseren Kühlschrank<br />
füllen können.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Können Sie es beziffern?<br />
Wilmering: Leider kann ich Ihnen keine genauen Zahlen liefern. Es<br />
gibt zwar Insolvenzen in unseren Reihen, diese übersteigen aber nicht<br />
fünf Prozent. Es hält sich also in Grenzen, außerdem helfen wir uns<br />
gegenseitig. In unserer Branche ist der Zusammenhalt noch anders<br />
als im Rest-Deutschland, denn Schausteller ist eine Berufung. Und<br />
unser Beruf ist unser Leben.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Können Sie die Äußerungen ihres Kollegen Oscar<br />
Bruch in seinem Brief an die Kanzlerin nachvollziehen?<br />
positive Reaktionen erhalten haben. Auch das Wirtschaftsministerium<br />
hat reagiert und versichert, alles in seiner Macht Mögliche<br />
zu versuchen. Mehr noch, hat die Stadt Düsseldorf gezeigt, wie<br />
sie hinter den Schaustellern steht. Mit den Genehmigungen einzelne<br />
Buden aufzubauen und to go verkaufen zu können, trägt<br />
man dazu bei, uns am Leben zu halten. Dieses Entgegenkommen<br />
der Stadt hat das Vertrauensverhältnis zwischen Schaustellern und<br />
Verwaltung massiv gestärkt. Das hat es früher in dieser Form nicht<br />
gegeben. Wir sind sehr glücklich darüber.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie müssen wir uns einen Tag eines Schaustellers in<br />
der Pandemie vorstellen?<br />
Wilmerung: Genauso wie viele tausend andere Beschäftigte, versuchen<br />
wir uns zu beschäftigen. Unser Glück, dass ein Teil in den<br />
Buden arbeiten kann. So ist man wenigstens von 12 bis 18 Uhr mit<br />
der Ausübung einer Tätigkeit beschäftigt, auch wenn es sich nicht<br />
trägt. Ansonsten wird aufgeräumt, geputzt und geplant. Jedoch<br />
hört das auch mal auf. Man muss nur aufpassen, dass es nicht zu<br />
einer psychischen Belastung führt. Wir sind zumindest vorbereitet,<br />
zur Osterkirmes zu starten. Ob sie jedoch genehmigt wird, steht<br />
in den Sternen.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Hat der Verein oder einzelne Unternehmen die vom<br />
Staat zugesicherten Hilfen erhalten?<br />
Wilmering: Natürlich nicht! Ich muss jedoch ehrlich gesagt zugeben,<br />
dass zumindest teilweise Gelder geflossen sind. So habe ich nach<br />
dem ersten Lockdown die Finanzhilfen erhalten. Nur jetzt kommt<br />
Oscar Bruch vor seinem Riesenrad „Wheel of Vision“ am Burgplatz<br />
Wilmering: Aber ganz sicher kann ich das. Wir sind froh, wenn<br />
sich die Kollegen für unsere Sache einsetzen. Aber ohne meinem<br />
Kollegen etwas zu wollen, wir sind mit unseren Vorständen und<br />
dem Deutschen Schaustellerbund schon das ganze Jahr aktiv, korrespondieren<br />
mit den zuständigen Politikern oder kontaktieren sie<br />
anderweitig. Wir müssen grundsätzlich im Gespräch bleiben, das<br />
ist die Devise.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie könnte der von Bruch geforderte Plan aussehen?<br />
LAN KOPF LIEBT OSTERN<br />
UND MASCHINENBAU.<br />
LANGKOPF MASCHINENBAU<br />
HARFFSTRASSE 36<br />
40591 DÜSSELDORF<br />
TEL + 49 - 211 - 33 00 55<br />
WWW.LANGKOPF.DE<br />
fotolia|winyu<br />
Wilmering: Wir haben mit den Verbänden im Verlauf des Jahres<br />
mehrere Konzepte und Pläne eingereicht, auf die wir sogar viele<br />
7
Interview<br />
der Staat nicht aus dem Quark. Die versprochenen November-Hilfen<br />
sind bis heute nur zu 50 Prozent ausgezahlt.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie ist die Aktion der Schützen bei den Schaustellern<br />
angekommen?<br />
Wilmering: Die Gesellschaft Reserve von 1858 hat diese Aktion initiiert.<br />
Diesmal haben die Schützen die „Advents-Weckmann“-Versteigerung mit<br />
einem Spendenaufruf versehen. Es ist schon eindrucksvoll, was da zusammengekommen<br />
ist. Sage und schreibe sammelten die Kameraden 7.500<br />
Euro, die sie mir zweckgebunden überreicht haben. Mit dem größten Teil,<br />
nämlich 5.000 Euro, konnten wir den Jahresbeitrag der Schausteller an<br />
den Verband decken. So kann der Verband auch in der Krise in Ruhe<br />
weiterarbeiten. Die restlichen 2.500 Euro sind für das Frühjahrsfeuerwerk<br />
vorgesehen. Wir Schausteller sind absolut begeistert, was die Schützen<br />
für uns so machen. Natürlich auch sehr froh, eine solche Unterstützung zu<br />
bekommen. Da gebührt der Truppe ein besonderer Dank.<br />
<strong>Schlossturm</strong>: Wie ist das Vertrauen nach all diesen Monaten in diesen<br />
Staat?<br />
Wilmering: Vertrauen ist vielleicht das falsche Wort. Es ist für<br />
alle Beteiligten keine einfache Situation. So etwas hat es bisher<br />
nicht gegeben. Jeder musste sich individuell auf dieses neue Geschehen<br />
einstellen, auch die Regierung. Ich bin der Überzeugung,<br />
dass der Staat alles gemacht hat, was in seiner Macht steht. Eine<br />
Einschränkung habe ich jedoch. Ich habe in all der Zeit vermisst,<br />
dass diese Regierung sich zu Fehlern bekennt. Das hat sie lange<br />
nicht getan und somit viel Vertrauen verloren, wobei wir wieder bei<br />
Ihrer Frage sind.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Das Interview hat unser Redakteur Peter Frank<br />
mit Oliver Wilmering geführt.<br />
Guillermo Porras, Oliver Küster und Frank Lumma überreichen Oliver Wilmering (2. v. r.) einen Scheck über 7.500 Euro.<br />
8
Alexander Jansen<br />
Rechtsanwalt | Steuerberater<br />
Thorsten Jansen<br />
Wirtschaftsprüfer | Steuerberater<br />
Heuser Heuser & Kollegen<br />
Treuhandgesellschaft mbH & Co. KG<br />
Barbarastraße 2 | 40476 Düsseldorf<br />
Telefon (0211) 944-890 | Telefax (0211) 48 91 10<br />
| kontakt@stb-heuser.de<br />
Gestern – Heute – Morgen:<br />
– bodenständig – weltoffen –<br />
– zukunftsorientiert –<br />
„Ein Düsseldorfer<br />
Unternehmen<br />
echtester Art.“<br />
Zitat aus „Das Tor“<br />
zum Firmenjubiläum 1957<br />
Heinrich-Heine-Allee 43 • 0211-325344<br />
Luegallee 108 • 0211-551<strong>01</strong>5<br />
– Düsseldorf –<br />
9
Neues aus Düsseldorf<br />
Das Haus der Jugend wird neu gebaut<br />
Investition in die Zukunft für Düsseldorfs Kinder und Jugendliche<br />
von Annemarie Wotschke (Stadt Düsseldorf)<br />
Neuer Treff für die Jugend mit Kita und Azubi-Wohnen: das neue<br />
Haus der Jugend. Jetzt wurde der Grundstein dafür gelegt.<br />
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />
Freuen sich schon auf die Eröffnung: (v.l.) Jugendamtsleiter<br />
Johannes Horn, Oberbürgermeister Dr. Stefan Keller, Stadtdirektor<br />
Burkhard Hintzsche und Stefan Keulen, Geschäftsführer des<br />
Generalunternehmers Derichs und Konertz<br />
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />
Das Haus der Jugend an der Lacombletstraße in Düsseltal kann auf<br />
eine lange Geschichte zurückblicken und weckt sicher auch bei den<br />
Schützen die ein oder andere schöne Erinnerung. Der 1958 erbaute<br />
und im letzten Jahr wegen seiner maroden Bausubstanz abgerissene<br />
Gebäudekomplex diente etwa als Schule, Heimat des Studieninstitutes<br />
der Stadtverwaltung, Jugendfreizeitstätte, Theaterbühne und Konzerthalle.<br />
Nun wird es neu gebaut und bald in neuem Glanz erstrahlen.<br />
Zum Projekt gehören unter anderem eine Kindertagesstätte, Auszubildenden-Wohnungen,<br />
Büro- und Seminarräume sowie ein Café und ein<br />
Veranstaltungsraum. Anfang Februar war die Grundsteinlegung. Die<br />
Fertigstellung wird im Sommer 2022 erwartet.<br />
Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen musste auf eine<br />
öffentliche Zeremonie bei der Grundsteinlegung verzichtet werden.<br />
Stattdessen sendeten die Beteiligten per Videobotschaft ihre Grußworte.<br />
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat eine Zeitkapsel<br />
mit einer Tageszeitung, einem Set Münzen, einer Liste der Projektbeteiligten,<br />
dem aktuellen Informationsheft des Jugendrings sowie<br />
einem Satz Pläne des Neubaus in den Grundstein gelegt und diesen<br />
verschlossen.<br />
„Mit der heutigen Grundsteinlegung führen wir die Erfolgsgeschichte<br />
des Hauses der Jugend fort. Diese Institution ist ein historisch<br />
wichtiger Ort für unsere Stadt und hat sie kulturell geprägt. Die vorgesehene<br />
Vernetzung von Nachbarschaft, Azubi-Wohnen, sozialen<br />
Angeboten und Kultur wird auch als Vorbild dienen zur künftigen<br />
Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Quartieren“, sagte das<br />
Stadtoberhaupt bei seiner Rede anlässlich des mit Freude erwarteten<br />
Ereignisses.<br />
10<br />
Detailaufnahme der Zeitkapsel<br />
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />
Der Neubau bietet sowohl dem Jugendring, der Arbeitsgemeinschaft<br />
der Düsseldorfer Jugendverbände, als auch der Jungen Aktionsbühne<br />
(JAB) Platz. Für die eigenen Projekte des Jugendrings wie das Jugendportal<br />
YouPod, das Fan-Projekt oder die Servicestelle Partizipation,<br />
wo es Rat zu allen Fragen rund um die Beteiligung von Kindern und<br />
Jugendlichen gibt, stehen unter anderem Büro- und Seminarräume<br />
zur Verfügung. Der Veranstaltungsbereich für 200 Personen mit<br />
Küche und Café soll vom Jugendring wie auch der Jungen Aktionsbühne<br />
genutzt werden. Er steht künftig für Seminare und Schulungen<br />
sowie für Angebote im Rahmen der Düsselferien zur Verfügung.<br />
Außerdem wird die lange Tradition der Musikkonzerte der JAB fortgesetzt.<br />
Bei Veranstaltungen wie „Meets and Beats“ bekommen hier<br />
insbesondere neue und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler eine<br />
Bühne.
Das soziale und ökologisch nachhaltige Projekt soll den Zusammenhalt im Quartier weiter stärken.<br />
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer<br />
Neue Kita und Azubi-Wohnen<br />
Darüber hinaus wird eine viergruppige Kita mit 70 neuen Plätzen für<br />
Kinder geschaffen, davon 22 für unter Dreijährige und 48 für über<br />
Dreijährige. Im Stadtbezirk 2 werden dringend entsprechende Angebote<br />
benötigt, um den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz<br />
der Kinder bis zum Schuleintritt zu sichern. Ergänzt wird das<br />
Bauprojekt durch 19 kostengünstig zu mietende Apartments für Auszubildende,<br />
denen damit die Chance auf eine erfolgreiche Ausbildung<br />
mit Abschluss eines Ausbildungsberufs erleichtert werden soll.<br />
Realisiert wird das Vorhaben unter der Federführung der städtischen<br />
Tochtergesellschaft Immobilien Projekt Management Düsseldorf<br />
GmbH (IPM). Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 15,3 Millionen<br />
Euro. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf fasste im Februar einen<br />
entsprechenden Finanzierungsbeschluss. Das neue Gebäude wird<br />
voraussichtlich im Frühjahr 2022 fertiggestellt und im Sommer seinen<br />
Betrieb aufnehmen können.<br />
Ingenieuren sowie den zukünftigen Nutzern durch eine flexible Grundrissstruktur<br />
bewältigt. Der Generalunternehmer Derichs und Konertz<br />
hat das Planerteam aus der Entwurfsphase übernommen und konnte<br />
gemeinsam mit allen Projektbeteiligten durch die Nutzung moderner<br />
Techniken einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten.<br />
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Das Haus der Jugend hat nicht<br />
nur eine lange Tradition mit vielen schönen Erinnerungen, sondern<br />
stand und steht auch für innovative Weiterentwicklung in der Düsseldorfer<br />
Kinder- und Jugendhilfe. Aus vielen Ideen wird jetzt ein Neubau<br />
für die bisherigen Nutzer, eine Heimat für Auszubildende, die dort<br />
wohnen, und ein Ort, an dem Kinder bis zum Schuleintritt gefördert<br />
werden können.“<br />
Die verschiedenen Bereiche werden rund um einen Innenhof organisiert.<br />
Dieser bietet den ankommenden Gästen eine einladende Fläche<br />
bevor sie das Gebäude betreten. Das Gebäude wird als kompakter<br />
Baukörper gehalten und die Flächenversiegelung wird auf das Notwendigste<br />
beschränkt. Die Stellplätze werden mit Rasengittersteinen<br />
gestaltet werden. Durch einen Abfahrtsmonitor für den ÖPNV sollen<br />
die Gäste motiviert werden, mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln<br />
an- und abzureisen. Das Gebäude wird in Massivbauweise errichtet,<br />
das Dach vollflächig begrünt. Außerdem ist eine Photovoltaik-Anlage<br />
zur Eigenbedarfsdeckung geplant. Im Erdgeschoss wird das Gebäude<br />
mit eine Holzfassade verkleidet. Auch bei der Wahl der Baumaterialien<br />
und der Systeme wird auf Ökologie geachtet. Die Fassadenverkleidung<br />
ist problemlos rückbaubar, wodurch eine spätere Entsorgung<br />
vereinfacht wird.<br />
Die Herausforderung, unterschiedliche Nutzergruppen störungsfrei<br />
in einem Gebäude zu organisieren, hat das Projektteam der IPM<br />
mit dem Architekturbüro bap aus Witten in Zusammenarbeit mit<br />
11<br />
Blick auf das Baufeld © IPM
Neues aus Düsseldorf<br />
Zur Historie<br />
Die Animation zeigt, wie der Neubau nach Fertigstellung aussehen könnte, hier der einladende Innenhof.<br />
© bap - Hetschold, Kurz PartGmbB Architekten, 2<strong>01</strong>9<br />
In den 1970er-Jahren hatte das Jugendamt der Landeshauptstadt<br />
mit seiner neu gegründeten Abteilung Jugendförderung die Immobilie<br />
übernommen und sie in eine (Jugend)Freizeitstätte umgewandelt.<br />
Aufgrund seiner baulichen Gegebenheiten, zu dem ein kleines Café,<br />
Gruppenräume, eine große Werkstatt im Keller sowie eine Veranstaltungshalle<br />
für rund 250 Personen gehörten, etablierte sich die Immobilie<br />
und entwickelte sich zum Haus der Jugend. Zum Kristallisationspunkt<br />
für die Düsseldorfer Jugendkultur wurde die damalige Turnhalle<br />
- ein zentrales Element des Hauses der Jugend. Hier nahm so manche<br />
künstlerische Karriere ihren Anfang. Ab 1984 standen auf den Brettern,<br />
die bekanntlich die Welt bedeuten, unter anderem Klaus Lage<br />
(damals vor knapp 20 Zuschauern), Die Toten Hosen, Doro Pesch,<br />
Herbert Knebel, Tom Gerhardt, Helge Schneider, Gildo Horn<br />
und der italienische Liedermacher Pippo Pollina. Allesamt Künstlerinnen<br />
und Künstler, die heute große Hallen und Stadien füllen.<br />
Auftritt der Band „Hörsturz“ beim Just4Fun-Festival am 23.11.2<strong>01</strong>9<br />
im „alten“ Haus der Jugend © Hörsturz by Udo Kempers<br />
Ab 1992 war das Haus der Jugend Herberge für die Junge Aktionsbühne<br />
des Düsseldorfer Jugendamtes. Die JAB war den Trends auch<br />
auf der Lacombletstraße immer eine Nasenlänge voraus. Und so begannen<br />
dort spätere Aufsteiger wie H-Blockx, Mouse On Mars,<br />
Reamon, Mia., Broilers, KopfEcho oder Rogers ihre ersten Schritte.<br />
Das Gebäude-Ensemble mit seinen großen Grün- und Außenflächen,<br />
seinen Räumen und dem Café avancierte zu einer begehrten<br />
Partylokalität. Was wurde dort nicht alles gefeiert: Karneval, Hochzeiten,<br />
Geburtstage, Jubiläen oder Fortuna-Siege, um nur einige zu<br />
nennen. Aber auch Tagungen und die ersten Düsseldorfer Jugendforen<br />
oder die über die Stadtgrenzen bekannte monatliche Kindersachen-Tauschbörse<br />
gehörten dazu.<br />
Seit 1995 nutzte der Jugendring gemeinsam mit der JAB das Haus<br />
in einer sich ergänzenden und bereichernden Kooperation. Für den<br />
Jugendring mit seinen Projekten und Mitgliedsverbänden diente das<br />
Haus der Jugend seit dieser Zeit als Zentrale und entwickelte sich seit<br />
1995 zum Zentrum der Düsseldorfer Jugend- und Jugendverbandsarbeit.<br />
Mit dem Neubau öffnen sich für Jugendring und JAB neue<br />
Arbeitsfelder und neue Zielgruppen werden hier ihre Heimat haben.<br />
Das geplante Gebäude von außen<br />
© bap - Hetschold, Kurz PartGmbB Architekten, 2<strong>01</strong>9<br />
12
Wo die einen rot - sehen,<br />
und andere gefühlt nur blau - machen,<br />
sind wir nicht mehr grün hinter den Ohren<br />
und treibens richtig bunt!<br />
46 Jahre Druckerei und Verlag<br />
Ihre Druckaufträge - aus einer Hand<br />
bei uns - Sorgenfrei und entspannt.<br />
P.S.P. - Print Service Pfeiler · Corneliusstrasse 61 · 40215 Düsseldorf<br />
Tel. 0211-209 55 55 · Fax 0211-209 55 57 · print.service.pfeiler@t-online.de
Rundgang durch Düsseldorf<br />
Impressionen aus Düsseldorf<br />
Architekturführung<br />
Ehrenhof<br />
Bezirksregierung<br />
Kö-Bogen<br />
Kö-Bogen<br />
14
Schauspielhaus<br />
Dreischeibenhaus<br />
Neuer Zollhof – Gehry-Bauten<br />
BUNT<br />
IN<br />
BILK<br />
Wir wünschen Euch ein<br />
farbenfrohes Osterfest.<br />
#backtogether<br />
#buylocal<br />
15
Rückblick<br />
Heute vor 60 Jahren<br />
Als das Juli-Schützenfest zum Oktober-Schützenfest wurde<br />
Ausschnitte aus der Schützenzeitung von 1961<br />
Der Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf<br />
teilte uns am 29. Juni 1961 mit:<br />
in Düsseldorf 73 Erkrankungsfälle verzeichnet, davon verliefen acht<br />
tödlich.<br />
Vorläufig keine Schützenfeste<br />
Vorsichtsmaßnahmen gegen Kinderlähmung<br />
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuß des Rates billigte nach sehr<br />
gründlicher Beratung und sorgfältiger Abwägung aller Gesichtspunkte<br />
im Interesse der gesamten Bevölkerung die von der Verwaltung am<br />
Donnerstag getroffenen Maßnahmen zum Schutz vor Kinderlähmung.<br />
Diese Maßnahmen sind:<br />
1. Alle Schützenfeste werden ab sofort zunächst für die Dauer des<br />
Monats Juli verboten.<br />
2. Drei Einzelhandelsgeschäfte der Lebensmittelbranche wurden ge<br />
schlossen.<br />
3. Gegen einige Personen wurde ein vorläufiges Berufsverbot erlassen.<br />
4. Das Gesundheitsamt bereitet einen Aufruf zur Bekämpfung der<br />
Kinderlähmung vor, der an alle Lebensmittel- und Restaurationsbetriebe<br />
im Stadtgebiet verteilt werden soll. Ferner wird ein Merkblatt<br />
mit Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Kinderlähmung in<br />
den nächsten Tagen durch Postwurfsendungen an alle Düsseldorfer<br />
Haushaltungen verschickt.<br />
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuß sprach die Erwartung aus, daß<br />
die Bevölkerung im allgemeinen Interesse den Anordnungen der Behörden<br />
zum Schutz gegen Kinderlähmung gewissenhaft Folge leistet,<br />
gleichzeitig aber zur Vermeidung einer völlig unbegründeten Panikstimmung<br />
beiträgt. Zur Zeit nimmt die Zahl der Erkrankungen etwas<br />
langsamer zu als noch vor einigen Tagen. Um so mehr besteht nach<br />
Meinung des Gesundheitsamtes Veranlassung, alle Vorsichtsmaßregeln<br />
gewissenhaft zu beachten, um jede Provokation einer weiteren<br />
Ausbreitung der Epidemie zu vermeiden. – Seit dem 1. April wurden<br />
Gartencenter | Baumschule<br />
Schnittblumen | Floristik<br />
Gartenpflege | Gartengestaltung<br />
Duisburger Landstraße 24 | 40489 Düsseldorf<br />
Tel. 0211 - 40 23 73 | www.boehmann-ilbertz.de<br />
16
Gesellschaften-_1-872008526_1-871919855_1-871914110.e$S_<strong>Schlossturm</strong>_1_2009_Gesells<br />
SCHÜTZENZEITUNG August 1961<br />
Schützenfest vom 8. bis 15. Oktober<br />
Die Sorgen, die Ungewißheit sind Düsseldorf und allen Schützenkameraden<br />
genommen: Die Polio-Verordnung, wonach öffentliche<br />
Veranstaltungen, darunter auch das große Düsseldorfer Schützenfest,<br />
verboten waren, ist zum 17. August aufgehoben worden. Jetzt endlich<br />
können im St.-Sebastianus-Schützenverein alle die Vorbereitungen<br />
anlaufen und weitergeführt werden, die für das Schützenfest im Juli<br />
unterbrochen worden waren, weil das Fest plötzlich in letzter Stunde<br />
auf unbestimmte Zeit verlegt werden mußte.<br />
Von der Fülle der Arbeit, die den Hauptvorstand ebenso wie jede<br />
einzelne Führung der Kompanie oder Gesellschaft traf, macht sich<br />
ein Außenstehender, selbst wenn er mit dem Schützenleben einer<br />
Großstadt vertraut ist, kaum eine Vorstellung. Die Verträge mit den<br />
Pferdehaltern, mit den Schaustellern und den Musikkapellen mußten<br />
nicht nur aufgehoben werden, was bei der Kürze der Zeit nicht immer<br />
einfach war, zugleich mußten im Sommer diese gleichen Partner für<br />
das unbestimmte Schützenfest im Herbst gewonnen werden. Zwar<br />
Gesellsch<br />
Doch werten wir diese Begeisterung im guten Sinne. Denn es ist<br />
schließlich für den Hauptmann der vielen Kompanien – nur zwei Ge-<br />
war vom Gesundheitsamt als möglicher Termin für ein Ersatz-Schüt<br />
zenfest eine Woche Anfang Oktober für St. möglich Lambertus<br />
gehalten worden,<br />
doch blieb im Juli noch gänzlich offen und unbestimmt, daß dieser<br />
Ersatztermin eingehalten werden konnte. Diese Ungewißheit ist nun<br />
von uns genommen. Der 15. August war der äußerste Stichtag für die<br />
Festsetzung des Ludwigshafener zweiten Termins Straße eines 28 Schützenfestes. · 40229 Düsseldorf Und · da Telefon die 0211/31<br />
Polio-Erkrankungswelle erfreulicherweise E-Mail sehr andreas@becker-polsterei.de stark abgeklungen ist, · Ansp<br />
gibt es nun keinerlei Einschränkungen mehr. Die Vorbereitungen für<br />
das Schützenfest vom 8. bis 15. Oktober können anlaufen und werden<br />
sicherlich das Leben in den einzelnen Gesellschaften für die nächsten<br />
Krönungsball:<br />
Schütz<br />
Wochen bestimmen.<br />
wahrer<br />
Wie in jedem Jahr stand auch dieses Mal die Arbeit vor dem Vergnügen. Dies stellun<br />
Vielleicht begann diesmal dürfen allerdings wir das damit, schöne daß wir alte kurzfristig Wort: Geteilte einen neuen Freude Veranstaltungsort - doppelte die Fes<br />
Freude, suchen mußten. ein wenig Erst abwandeln: Mitte Dezember Verschobene hatten wir per Freude Zufall erfahren, - doppelte dass das Freude. Haus Aufme<br />
Was Kolvenbach uns im in Juli wenigen an Schützenfreuden Tagen schließt und versagt ein neuer wurde, Pächter wollen noch nicht wir feststeht. im Oktober<br />
mit der gleichen Verbundenheit zur Heimat nachholen. In diesen<br />
In der<br />
Also ging die große Suche los. Doch leider gibt es in Düsseldorf nur wenige Säle, die unsere<br />
ausreichend Platz für 200 bis 250 Gäste bieten, dennoch bezahlbar sind und für Die Kr<br />
Sommerwochen März noch nicht ausgebucht ist soviel waren. Regen Mit gefallen, dem Pfarrsaal daß der ein Gemeinde goldener St. Herbst Maria erfreul<br />
uns Rosenkranz bevorsteht. haben Die wir dann Schützenwoche doch noch einen im Juli gefunden. wäre Allerdings diesem mußte Jahre der böse Krönungsball<br />
um also zwei freuen Wochen wir verschoben uns auf werden.<br />
satten Herbst, und wenn auch Kamer<br />
1. Hau<br />
verregnet,<br />
die So trafen Sonne wir nicht uns schon mehr am so Vorabend heiß brennt, des Krönungsballes der Durst wird zum wahrscheinlich Planen der Sitzordnung,<br />
Stellen nicht von geringer Stühlen und sein. Tischen und Dekorieren des Saales.<br />
gelade<br />
im Als Sh<br />
Oktober<br />
Am Abend des Balles wurden dann alle Gäste von unseren Königspaaren bei einem Nachd<br />
Sektempfang begrüßt. Alle Damen erhielten von unserer zukünftigen Königin Ruth Hierbe<br />
Haning ein Los für einen ganz besonderen Tombolapreis: eine Stadtrundfahrt mit noch in<br />
anschl. Brauereibesuch.<br />
Als der Saal schließlich gut gefüllt und nur einige wenige Plätze leer geblieben waren,<br />
sellschaften konnte der festliche waren Teil nicht des Abends vertreten mit dem – kein Einmarsch leichtes der Unterfangen, Königspaare beginnen. für die Oster<br />
Hauptmann Andreas Becker stellte die Königspaare vor und begrüßte die Nur ein<br />
Scharen seiner Männer in den ferienlosen Oktobertagen dienstfrei<br />
Ehrengäste und Abordnungen vieler Gesellschaften und Vereine. Sein besonderer auf de<br />
zu Gruß bekommen, galt hierbei unseren damit Freunden alle Schützen vom Schießverein an den festlichen Papenburg mit Veranstaltungen<br />
und 1. auch Vorsitzenden an Ingo Wochentagen Hunfeld. teilnehmen können. Dies gilt beson-<br />
Die Erg<br />
ihrem König samen<br />
ders Die anschließende für das Schießen Entkrönung auf unseres den Königsvogel scheidenden Königspaares und die Pfänder. Willi Schriever Der alte Manns<br />
Grundsatz Otti Dopheide, der Sebastianer: sowie die Krönung Jeder Schütze des neuen kann Königspaares werden, Dany und bleibt Ruth Hann<br />
auch Haning für übernahm das Oktober-Schützenfest in diesem Jahr unser bestehen. Schützenchef Die Lothar Schießstunden Inden. Das unser sind<br />
Komp<br />
daher so gelegt, daß sich alle Kameraden beteiligen können. Wie der<br />
Vorsitzende der Schießkommission, Karl Krantz, mitteilte, wird mit<br />
dem Königsvogelschießen am Sonntag, dem 1. Oktober, nach der<br />
„Goldenen Mösch“ und dem Generalappell begonnen. Die Nr. 256<br />
fängt an. Grundsätzlich soll nur in Uniform auf den Königsvogel geschossen<br />
H.J. S<br />
werden.<br />
Der Vorstand denkt an alles<br />
Vorsitzer beraten das Schützenfest -<br />
Das alte Programm mit Abweichungen<br />
Wenn das ,Oktober-Schützenfest“ der Düsseldorfer St. Sebastianer<br />
in der Zeit vom 7. bis 17. Oktober mit der gleichen Begeisterung gefeiert<br />
wird, mit der in der Vorsitzerversammlung die einzelnen Punkte<br />
des Festprogramms erörtert wurden, dann werden die Schützentage<br />
des Sommers in den Schatten gestellt. Zugegeben, es waren am<br />
Versammlungstag 32 Grad Tropenhitze und Hemdsärmel waren die<br />
,„Uniform“ dieser Versammlung. Es wurde so „heftig um die einzelnen<br />
Stunden der Schützentage gerungen, um das zu früh“ und „schon<br />
dunkel“, daß Chef Weilinghaus, Oberst Schnigge und Platzwart<br />
Kreutzer hier und da ein Machtwort sprechen mußten, um die Wogen<br />
zu glätten.<br />
Das Festprogramm für die Oktoberwoche konnte nicht restlos aus<br />
dem Sommer übernommen werden. Da das Festhochamt für den<br />
Stadtpatron bereits im Juli gefeiert wurde, fällt der Schützengottesdienst<br />
am 8. Oktober aus. Das Jungschützentreffen am 15. Oktober<br />
wird dagegen mit einem Festhochamt eingeleitet. Eine zweite Änderung:<br />
Der Ball der Kompaniekönige wird am Mittwoch, der Krönungsball<br />
mit Feuerwerk Krönungsball am Samstag 2<strong>01</strong>2 Königspaare der Schützenwoche und Pfandschuẗzen im Festzelt gefeiert.<br />
Oster<br />
17<br />
151
Rückblick<br />
In erfolgreichen, langwierigen Verhandlungen hat der Vorstand für<br />
das Volksfest alle großen Unternehmen gewinnen können. Denn das<br />
Düsseldorfer Oktober-Schützenfest liegt zwischen Cannstatt und<br />
dem Bremer Dom. Auch die Kapelle aus Antwerpen kommt zu dem<br />
Herbstschützenfest. Den großen Zapfenstreich am 7. Oktober vor<br />
dem Rathaus werden außer den belgischen Gästen die Polizeikapellen<br />
aus Köln, Essen und Düsseldorf bestreiten. Eine schöne Geste<br />
des neuen Hausherrn des „alten Hauses an der Bilker Straße“, Die<br />
Schützenfahnen werden nach dem Zapfenstreich im Schützenzimmer<br />
des „Biesenbach-Hauses“ aufbewahrt und dort am Sonntagmorgen<br />
zum Rathaus, wo von 11 bis 12 Uhr die Belgier ein Festkonzert geben,<br />
und danach zum Festzug abgeholt. Nach dem historischen Festzug<br />
des Sonntags große Parade, die schneller ablaufen soll, Picknick in<br />
der Reitallee. An dem Schützenmontag mit Umzug und Investitur<br />
durch den Oberbürgermeister diesmal zum erstenmal vom Alten Rathaus,<br />
wollen Vorstand und Hauptleute unbedingt festhalten. Ebenso<br />
an dem Dienstagvormittag mit dem Gäste- und Pressevogel. Das gemeinsame<br />
„Dienstagessen“ besteht im Oktober aus einer Erbsensuppe.<br />
Sie wird jedem Schützen bis in die Abendstunden gereicht. Um<br />
16.30 Uhr Schießen auf die lose Platte und um 20 Uhr Proklamation<br />
und Huldigung der neuen Majestät.<br />
Am letzten Schützensonntag, dem Jungschützentreffen, gibt es als<br />
Atzung ebenfalls eine Erbsensuppe. Die Jungschützen können daher<br />
nach dem Gottesdienst und dem Festzug schon um 13 Uhr mit dem<br />
Schießen auf den Königsvogel beginnen. Zum Ausklang herrschte<br />
in der Vorsitzerversammlung beste Schützenstimmung. Auch wenn<br />
Oberst Schnigge bekundete: Das war meine schwerste in zehn Jahren“,<br />
so konnte der Vorstand doch den herzlichen Dank der gesamten<br />
Versammlung für die erfolgreiche Vorarbeit entgegennehmen. Es gab<br />
nur eine Stimme: Auch das Schützenfest im Oktober soll der Stadt<br />
Düsseldorf und der Tradition der Sebastianer entsprechend würdig<br />
gefeiert werden. Die Poliogefahr ist gebannt. Die Schützen hoffen auf<br />
einen goldenen Herbst.<br />
SCHUTZENZEITUNG November 1961<br />
Schützenauftakt mit eitel Sonnenschein<br />
Böllerschüsse auf der Rheinwiese<br />
Ein Zapfenstreich wie noch nie -<br />
Und die Parade im Hofgarten klappte<br />
Schöner hatten es sich die Schützen nicht wünschen können. Wenige<br />
Minuten nach 17 Uhr stand am Samstagnachmittag vor dem Schützenfest<br />
am Eingang zum prachtvoll hergerichteten Festplatz Oberbürgermeister<br />
Dr. h. c. Vomfelde mit Stadtkämmerer Dr. Reisinger, mit<br />
dem Vorstand des St.-Sebastianus-Schützenvereins von 1316, mit Ehrenchef<br />
Paul Klees, Jean Keu. jetzt, Oberst Schnigge und unendlich<br />
vielem Volk drumherum vor dem über dem Hauptweg gespannten roten<br />
Band, um es auf Bitten des Schützenchefs Weilinghaus mit guten<br />
Worten durch zu schneiden. Schmetternder Tusch der Bayernkapelle,<br />
und schon war der Akt vollzogen, und Tausende von Menschen strömten<br />
in die Budenstadt und erlebten das Tagesfeuerwerk, das mit kräftigen<br />
Böllerschüssen anhub. Im Zelt klang aus, den Worten des Stadtoberhauptes<br />
und des Chefs Weilinghaus die Freude und Anerkennung, daß<br />
Schützenchef Weilinghaus verabschiedet Majestät Addi I.<br />
aller Zeitnöte zum Trotz die Schausteller zur festgesetzten Minute mit<br />
den Aufbauarbeiten fertig geworden waren.<br />
Max Everhardt, Präsident des Schaustellerverbandes, lobte ganz besonders<br />
den umsichtigen Platzmeister Ludwig Kreutzer, während<br />
Willy Osselmann dem Stadtoberhaupt namens des Verbandes ein<br />
Geschenk überreichte.<br />
18<br />
Vor dem Alten Rathaus<br />
In dichten Reihen lauschte Düsseldorfs Bürgerschaft auf dem festlich<br />
geschmückten Rathausplatz den Klängen der achtzigköpfigen Musikkapelle<br />
Eendracht aus Antwerpen, die schmissig Märsche aller Völker<br />
intonierte. Zwischendurch gelang dem Berichterstatter ein Blick<br />
hengedorch in den Schlüssel, wo die kopfstarke „Reserve“ mit dem<br />
Schützenvorstand weilte und allwo Albert Kanehl den Kameraden<br />
Oberstleutnant Willy Wesche im Schmucke seines Bundesverdienstkreuzes<br />
1. Klasse als den unermüdlichen Mitarbeiter des Regimentsstabes<br />
herausstellte. Mit herzlichen Worten verlieh der Oberbürgermeister<br />
dem Jubilar, der trotz des Ausscheidens aus dem aktiven Dienst nach<br />
wie vor seine Arbeit im Schützenbrauch verrichtet, den ersten Stadtor-
Zapfenstreich. Feierlich, zutiefst anrührend, stieg die uralte Soldatenweise,<br />
intoniert von den drei Polizeikapellen, den drei Tambourkorps<br />
St. Maximilian, Alt Flingern und Vennhausen zum wolkenverhangenen<br />
Himmel, und schweigend harrte die bis in die Nebenstraßen tiefgestaffelte<br />
Bürgerschaft aus, bis mit dem Deutschlandlied der Zapfenstreich<br />
nun verrauschte.<br />
Vom Rhein zum Hofgarten<br />
Blick durchs Fenster: Die Schützen vor dem alten Rathaus<br />
den des Jahres, während ihm die „Reserve“ das Bild ihres Präsidenten<br />
überreichte. Derweilen waren in drei großen Heerzügen nach 20 Uhr die<br />
Fackelzüge des St-Sebastianus-Schützenvereins mit den drei Polizeikapellen<br />
von Köln, Essen und Düsseldorf am Jan Wellem einmarschiert.<br />
Eine unübersehbare Menge hatte sich gleichfalls an dem mit Fahnen<br />
geschmückten, von Lampions und bengalischem Feuer beleuchteten<br />
Rathaus eingefunden – leider entbehrte die Ostseite der Marktstraße<br />
fast jeder Zier, um nun trotz der Abendkühle die Weihestunde im Düsseldorfer<br />
Schützendasein mitzuerleben. Nach dem bayrischen Füsiliermarsch,<br />
vom heimgekehrten Fanfarenkorps dargebracht, nach dem<br />
wuchtigen Huldigungsmarsch, ertönte das Kommando zum Großen<br />
Zum klarsten Blau hatte der Himmel sich am Sonntag entwölkt, als<br />
am Hofgartenufer nach einer Sondervorstellung der unendlich fleißigen<br />
Antwerpener Musiker die Prominenz der Stadt erschien, um die<br />
Front der Schützen abzuschreiten, und mit frischen Klängen ging es<br />
durch die Altstadt und über ein Stück Königsallee dem Hofgarten zu,<br />
wo eine erwartungsvolle Menge schier die Absperrseile zusammenriß.<br />
Im Jägerhof hatte Schützenchef Weilinghaus die Notabeln der Stadt<br />
empfangen. Man bemerkte das bürgermeisterliche Dreigestirn, den<br />
Regierungspräsidenten, den Oberpostpräsidenten, den Polizeipräsidenten,<br />
den Dechanten der Altstadt Schmitz, Oberst i. G. Herzog vom<br />
Wehrbereichskommando, den Beigeordneten Generaldirektor Engel,<br />
den Ersten Syndikus der Handelskammer Dr. Albrecht und den noch<br />
die Königswürde tragenden Addi Trost, dem seine Königin in der bekannten<br />
von dem Grafen Spee den Schützen vererbten Kalesche mit<br />
roten Heiducken drauf, nachgefahren wurde. Ein erfrischender Trunk<br />
wurde gereicht, und Chef Weilinghaus ging kurz auf den Schatten ein,<br />
der heute auf all unseren Stunden der Fröhlichkeit ruht, das Gedenken<br />
an unsere bedrängten Brüder und Schwestern im Osten.<br />
19<br />
Eine wohlgelungene Parade<br />
Die Musiker der Eendracht hatten soeben mit Teikes „Alte Kameraden“<br />
den Platz auf der Reitallee freigemacht, als auch schon hinter<br />
den Wappenherolden die Trommeln und Pfeifen der Maximilianer<br />
aufklangen, das aus Amerika strahlend heimgekehrte Fanfarenkorps<br />
mit der Musik einschwenkte, um die Goldene Mösch, den neuen Regimentsstandartenreiter<br />
Osselmann und – lebhaft beklatscht – den<br />
Obersten Schnigge vorbeizulassen. Dann führte Major Wahlbrink<br />
seine Grenadiere vor, und putzig nahmen sich dazwischen die Pagen<br />
und Knappen aus mit ihren schon recht flinken Fahnenschwenkern. Und<br />
dann folgen, Bataillon auf Bataillon, die Uniformierten, vorne weg Major<br />
Boldts V. Bataillon, dann Oberstleutnant Mininis, in welchem vor allem<br />
die Jubelkompanie der KWK mit ihren beiden herrlichen Blumenhörner<br />
auffällt. Beifall holt sich auch mit der neuen Sebastianusfahne der<br />
Fahnenschwenker Golissa. Aus dem dritten Bataillon Bert Rudolphs<br />
ragt die Jan-Wellem-Gruppe hervor, aber ein Pferd, das nicht scheut, ist<br />
offenbar für seine. Durchlaucht nicht aufzutreiben. Noch einmal zieht<br />
das Fanfarenkorps vorbei und leitet nach dem Reiterkorps der Wilhelm<br />
Marx mit ihrer liebreizenden Damengruppe über zum jetzt von Major<br />
Höller schneidig vorgeführten II. Bataillon, der „Reserve“, die sich nun<br />
auch eine Reitergruppe leistet. Böse Zungen aber schmälern: „dat sin<br />
ja die Blau-Weissen: Die kenne mer doch, die reiten doch im Karneval<br />
für ,Blau-Weiss‘.“ Zum Schluß führt der immer vergnügte Major Herter<br />
im dunkelblauen Rock sein Viertes vor, noch einmal Musik, als freundliches<br />
Schwänzchen die Gesellschaften Wildschütz“ und „Andreas Hofer“.<br />
Und schon nähert sich wieder die Kalesche mit den roten Heiducken,<br />
um das Königspaar über die Brücke zu fahren. Die Menschen aber gehen<br />
hochbefriedigt auseinander: so fein hätt et noch selten jeklapp, un<br />
wenn der Männe Schnigge versprochen hat, et schöne Wetter wär<br />
mitsamt dem Schötzefess auf Oktober verschoben worden, allerhand<br />
Achtung, für nen Obersten, der prima Beziehungen zum Petrus hat.
Unsere Natur<br />
Schafgarbe -<br />
Staude des Jahres <strong>2021</strong><br />
von „Das Grüne Medienhaus“<br />
Rupfen, kauen, rupfen, kauen und zwischendurch ein erholsames<br />
Schläfchen – Schafe scheinen ihr Leben im Dauerzustand der Tiefenentspannung<br />
zu verbringen. Ein echtes Vorbild sind die wolligen<br />
Sympathieträger aber nicht nur aufgrund ihrer Gelassenheit, sondern<br />
auch wegen ihrer medizinischen Fachkenntnisse. Seit jeher setzen<br />
sie bei der Gesundheitsvorsorge auf eine Pflanze, die sich schon<br />
vor Jahrhunderten auch in der Humanmedizin einen Namen machte:<br />
die Schafgarbe.<br />
Insbesondere die Wiesen-Schafgarbe (Achillea Millefolium) ist für ihre<br />
segensreichen Inhaltsstoffe bekannt, deshalb trägt sie auch so klangvolle<br />
Namen wie „Jungfraukraut“, „Blutstillkraut“ oder „Grundheil“,<br />
erklärt Wolfgang Siebler von der Gärtnerei Stauden- Siebler im niedersächsischen<br />
Schwarmstedt. Auch der botanische Gattungsname<br />
Achillea verweise auf die heilenden Eigenschaften der mehrjährigen<br />
Pflanze, von der bereits der griechische Sagenheld Achilleus profitiert<br />
haben soll. „Die Artbezeichnung Millefolium – also „Tausendblatt“ –<br />
geht hingegen auf die grazilen, fein gefiederten Blättchen zurück.“<br />
(Salvia Pratensis), dem gelbem Wiesen-Hornklee (Lotus Corniculatus)<br />
und rosaroten Wiesen-Flockenblumen (Centaurea Jacea) beispielsweise<br />
verleihen sie wiesenhaften Pflanzungen ihr typisches sommerliches Flair.<br />
Berauschend: Rosa, Pastellgelb, Kirschrot…<br />
mit Schafgarben lassen sich spektakuläre Farbkompositionen schaffen.<br />
Kein Wunder, dass sie nur selten einzeln anzutreffen sind.<br />
Leuchtende Farben<br />
Ebenfalls eine wunderbar naturhafte Ausstrahlung besitzt die aus Vorderasien<br />
stammende Goldgarbe, Achillea Filipendulina. Wolfgang Siebler<br />
kombiniert die goldgelben Blütenschirme der beliebten, bereits 1952<br />
entstandenen Sorte ’Coronation Gold‘ zum Beispiel gerne mit Königskerzen<br />
(Verbascum), Silber-Ährengras (Stipa Calamagrostis), Blauraute<br />
(Perovskia Atriplicifolia) und Hoher Fetthenne (Sedum Telephium).<br />
Herzerwärmend: Die Goldgarbe ’Terracotta‘ (Achillea-filipendulina-Hybride)<br />
bereichert das Beet um eine ganze Farbpalette, von zartem<br />
Apricot über Rotorange bis hin zu Gelb und, natürlich, Terracotta.<br />
Die 60 cm hohe Sorte verbreitet sich kriechend, ohne lästig zu werden.<br />
(Bildnachweis: GMH/Erich Luer)<br />
Ausdrucksstarke Blüten – auch bei Trockenheit<br />
„Zum eigentlichen Höhenflug haben aber beiden Garben-Arten erst<br />
vor einigen Jahren angesetzt“, berichtet der Staudenexperte. „Zwar hat<br />
der berühmte Staudengärtner Ernst Pagels bereits in den 1990er-Jahren<br />
eine Reihe herrlicher Achillea-Filipendulina-Sorten gezüchtet, aber<br />
er war seiner Zeit offenbar voraus. Jedenfalls finden<br />
diese nach wie vor exzellenten Sorten erst<br />
heute richtig Anklang – zusammen mit<br />
den leuchtstarken Sorten von Achillea<br />
Millefolium, deren Sortiment immer<br />
größer wird.“<br />
Tausendblatt. Ein malerischer Name für eine malerische Pflanze, denn<br />
Schafgarben sind neben ihren inneren Werten auch echte Schönheiten.<br />
„Den Schafen scheint das ziemlich egal zu sein, zumindest hält es sie<br />
nicht vom Fressen ab“, meint Siebler mit einem Augenzwinkern, „aber<br />
dafür begeistert die attraktive Optik uns Zweibeiner umso mehr!“<br />
Die weißen Blütenschirme der Art Achillea Millefolium blitzen vorwiegend<br />
in Naturgärten auf. Zusammen mit blauviolettem Wiesen-Salbei<br />
20<br />
Zart umschmeichelt: Gräser,<br />
Kerzen und Schirme sind<br />
zusammen unschlagbar. Hier<br />
glänzen Silber-Ährengras (Stipa<br />
calamagrostis), dunkel- und<br />
hellblauer Rittersporn (Delphinium)<br />
sowie Schafgarbe (Achillea<br />
millefolium).
Abendstimmung: Knospen, Blütenstände, Laubblätter – ’Apricot Delight‘ (Achillea millefolium) ist einfach rundum attraktiv! Die breiten Trugdolden<br />
der 50 cm hohen Sorte passen gut zu vertikalen Formen wie den Blütenkerzen des Steppen-Salbeis (Salvia nemorosa)<br />
Familie:<br />
Steckbrief Schafgarbe<br />
Gattung:<br />
Arten:<br />
Verbreitung:<br />
Lebensdauer:<br />
Aussehen:<br />
Duft:<br />
Besonderer<br />
Gartenwert:<br />
Korbblütler (Asteraceae)<br />
Schafgarben (Achillea)<br />
weltweit 112, davon 16 in Deutschland<br />
Europa und Westasien<br />
mehrjährig<br />
scheindoldige Blütenstände,<br />
schmale gefiederte Laubblätter<br />
viele Arten duften aromatisch<br />
zahlreiche Sorten in vielen Farben,<br />
attraktives Laub, insektenfreundlich,<br />
vielseitig einsetzbar,<br />
trockenheitsverträglich, robust<br />
Auszeichnungen: Heilpflanze des Jahres 2004<br />
Staude des Jahres <strong>2021</strong><br />
Mit einer Wuchshöhe von 70 cm passt sie perfekt zu den durchschnittlich<br />
60 cm hohen Millefolium-Sorten und den meist etwas größeren,<br />
bis maximal 120 cm hohen Filipendulina-Züchtungen. Wie diese beiden<br />
Gruppen liebt Achillea Ptarmica volle Sonne und im Frühjahr etwas<br />
Kompost. Sie braucht jedoch etwas mehr Wasser, während die meisten<br />
Schafgarben selbst an trockenen Plätzen problemlos gedeihen – auch<br />
polsterbildende Arten wie die wintergrüne, etwa 10 cm hohe Gelbe<br />
Schafgarbe (Achillea Tomentosa) oder die 15 cm hohe Dalmatiner-Silbergarbe<br />
(Achillea Ageratifolia).<br />
„Das einzige, was man beachten sollte: Schafgarben sind nicht allzu<br />
langlebig. „Damit sie dauerhaft erhalten bleiben und üppig blühen,<br />
sollte man sie alle drei bis vier Jahre teilen“, rät Wolfgang Siebler. Vielen<br />
Achillea-Fans passt das ganz ausgezeichnet, denn bei einem einzigen<br />
Exemplar bleibt es selten – Schafgarben sind Herdentiere.<br />
Hitzefester Insektenmagnet<br />
Auch zur Blütezeit ziehen die farbenfrohen Korbblütler unzählige Insekten<br />
an, denn nahezu alle Schafgarben punkten mit einem reichhaltigen<br />
Nektar- und Pollenangebot. „Zu den wenigen Ausnahmen zählt die Gefüllte<br />
Bertramsgarbe, Achillea Ptarmica ’Schneeball‘ beziehungsweise<br />
’The Pearl‘, die allerdings mit ihren unzähligen reinweißen Blütenkugeln<br />
und der langen Blütezeit von Juni bis September gestalterisch<br />
wirklich fantastisch ist“, schwärmt Garben-Fan Siebler.<br />
Wiesen-Feeling: Kamille (Chamomilla recutica), Feldrittersporn<br />
(Consolida regalis) und rosafarbene Schafgarben (Achillea millefolium)<br />
bilden ein farbenfrohes wunderhübsches Trio.<br />
21
Unsere Natur<br />
Frische-Kick: Die blauvioletten Blüten des Kugel-Lauchs (Allium<br />
sphaerocephalon) und die hell strahlend gelben Schirme von Goldgarbe<br />
’Parker‘ (Achillea filipendulina) beweisen, dass Mut zur Farbe<br />
belohnt wird.<br />
Klassiker: An ihr müssen sich alle gelben Sorten messen! Die<br />
bereits 1952 etablierte Goldgarbe ’Coronation Gold‘ (Achillea<br />
filipendulina) verbreitet von Juli an ihr warmes Goldgelb.<br />
Vielseitig einsetzbar<br />
Gestalterisch lassen sich beide Gruppen extrem vielseitig einsetzen.<br />
Unverzichtbar sind sie für Prachtstaudenrabatten, insbesondere für<br />
Ton-in-Ton-Pflanzungen, aber sie setzen auch fröhliche Farbkleckse in<br />
Gräsergärten und passen dank ihrer klaren Formen gut zu moderner<br />
Architektur.<br />
Die Bandbreite reicht von Weiß-, Gelb-, Rot- oder Orangetönen bis zu<br />
pastelligen und zweifarbigen Varianten wie den Achillea-Filipendulina-Hybriden<br />
’Terracotta‘ und ’Feuerland‘. Einige Sorten ändern zudem<br />
ihre Farbe im Laufe der Blütezeit. Achillea Millefolium ’Belle Epoque‘<br />
beispielsweise erblüht zunächst in herrlichem Kirschrot, um dann verschiedene<br />
Rosanuancen zu kombinieren. Auch die leuchtend violetten<br />
Blüten von ’Lilac Beauty‘ verblassen mit der Zeit, jedoch ohne dabei<br />
unansehnlich zu werden.<br />
Zur Schere zu greifen, kann sich dennoch lohnen, zumindest nach dem<br />
ersten Flor im Juni/Juli. „Wer Verblühtes kontinuierlich ausschneidet,<br />
kann im September mit einer zweiten Blüte rechnen“, verrät Wolfgang<br />
Siebler. Sind diese Blütenstände ebenfalls verblüht, lässt er die trockenen<br />
Triebe ganz bewusst stehen. „Sie bringen schöne Winteraspekte<br />
in den Garten und dienen Insekten als Winterquartier, deshalb werden<br />
sie erst kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr entfernt.“<br />
Harmonischer Kontrast: Die flächigen Formen von Schafgarbe<br />
und Scheinsonnenhut wechseln mit den vertikalen Strukturen von<br />
Kerzen-Knöterich, Duftnesseln und Kaukasus-Gamander (Teucrium<br />
hircanicum). Das Ergebnis ist ein großes WOW!<br />
Zart trifft mondän: Farblich drängen die Lilien mit Macht in den<br />
Vordergrund, doch gerade das hebt die leise Eleganz der Bertramsgarben<br />
(Achillea ptarmica) umso mehr hervor. Ein zauberhaftes Ensemble<br />
für Prachtstaudenbeete.<br />
22
Frische-Kick: Die blauvioletten Blüten des Kugel-Lauchs (Allium sphaerocephalon)<br />
und die hell strahlend gelben Schirme von Goldgarbe ’Parker‘ (Achillea filipendulina)<br />
beweisen, dass Mut zur Farbe belohnt wird.<br />
Klassiker: An ihr müssen sich alle gelben Sorten messen! Die bereits 1952 etablierte<br />
Goldgarbe ’Coronation Gold‘ (Achillea filipendulina) verbreitet von Juli an ihr<br />
warmes Goldgelb.<br />
Bildnachweis: GMH/Bettina Banse/Erich Luer/Andre Stade/Herb Allgeier) © Norbert Müller<br />
Bildnachweis: GMH/Bettina Banse/Erich Luer/Andre Stade/Herb Allgeier) © Norbert Müller<br />
Attraktiv und nützlich: Spätblühende Stauden bieten Insekten zu einer Zeit Nahrung,<br />
wenn vielerorts das Angebot einbricht. Fackellilien, Scheinsonnenhut und<br />
Sonnenbraut etwa begeistern zudem mit ihrer Farbenpracht.<br />
So werden neue Stauden-Beete schnell schön<br />
So werden neue<br />
1. Pflanzen passend zum Standort und Boden wählen, damit sie<br />
sich optimal entwickeln. Wer direkt in einer Staudengärtnerei kauft,<br />
profitiert von der Pflanzenqualität und der Beratung.<br />
Stauden-Beete schnell schön<br />
2. Die Blütezeit von etwa zwei Drittel aller verwendeten Pflanzen<br />
sollte erst nach dem 1. Juli beginnen. So können Sie sich auch im<br />
1. Pflanzen passend zum Standort und Boden wählen, damit sie<br />
Sommer und Herbst noch über Blüten freuen – und das schon im<br />
sich optimal entwickeln. Wer direkt in einer Staudengärtnerei<br />
Pflanzjahr!<br />
kauft, profitiert von der Pflanzenqualität und der Beratung.<br />
3. Als Beeteinfassung eine Pflanzenart mit langer Präsenz wählen,<br />
zum Beispiel Kissen-Astern (Aster dumosus).<br />
2. 4. Die Bei Blütezeit Arten mit von langer etwa zwei Entwicklungszeit Drittel aller verwendeten wie z. B. Silberkerzen Pflanzen<br />
(Cimicifuga) sollte erst nach lohnt dem es sich, 1. Juli in beginnen. einer Staudengärtnerei So können Sie in sich größere auch<br />
Exemplare<br />
im Sommer<br />
in entsprechend<br />
und Herbst noch<br />
größeren<br />
über<br />
Töpfen<br />
Blüten<br />
zu<br />
freuen<br />
investieren.<br />
– und das<br />
5. schon Auch im wenn Pflanzjahr! es verführerisch ist, zur Blütezeit zu kaufen: Die<br />
beste Pflanzzeit für Frühblüher ist der Herbst – vorzugsweise gleich<br />
zusammen mit Blumenzwiebeln. Ab August blühende Stauden hingegen<br />
Als Beeteinfassung kommen am besten eine schon Pflanzenart im Frühjahr mit langer in die Präsenz Erde. wäh-<br />
3.<br />
len, zum Beispiel Kissen-Astern (Aster dumosus).<br />
4. Bei Arten mit langer Entwicklungszeit wie z. B. Silberkerzen<br />
(Cimicifuga) lohnt es sich, in einer Staudengärtnerei in größere<br />
Exemplare in entsprechend größeren Töpfen zu investieren.<br />
5. Auch wenn es verführerisch ist, zur Blütezeit zu kaufen: Die<br />
beste Pflanzzeit für Frühblüher ist der Herbst – vorzugsweise<br />
gleich zusammen mit Blumenzwiebeln. Ab August blühende<br />
Staude hingegen kommen am besten schon im Frühjahr in die<br />
Erde.<br />
Attraktiv und nützlich: Spätblühende Stauden bieten Insekten zu<br />
einer Zeit Nahrung, wenn vielerorts das Angebot einbricht. Fackellilien,<br />
Scheinsonnenhut und Sonnenbraut etwa begeistern zudem mit<br />
ihrer Farbenpracht.<br />
Klare Kante: Wie abgezirkelt laufen Bänder aus pinkfarbenen Schafgarbe ’Lilac<br />
Beauty‘ (Achillea millefolium) und noch knospiger Fetthenne (Sedum telephium)<br />
ineinander und bringen Schwung in die Rabatte.<br />
Klare Kante: Wie abgezirkelt laufen Bänder aus pinkfarbenen Schafgarbe ’Lilac Beauty‘ (Achillea millefolium) und noch knospiger Fetthenne<br />
(Sedum telephium) ineinander und bringen Schwung in die Rabatte.<br />
23
Nachruf<br />
Zum Tod von Karl-Josef Rath<br />
Verstarb am 02.03.<strong>2021</strong><br />
von Wolfgang Vollmer<br />
Groß. In der fünften Jahreszeit zog er mit seinem Trecker so manchen<br />
Karnevalswagen.<br />
Unser Kallemann bleibt mit seiner immerwährenden Hilfsbereitschaft<br />
und ehrlichen, menschenfreundlichen Ausstrahlung unvergesslich. Seiner<br />
lieben Frau Rosi und Familie gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl.<br />
Karl-Josef Rath, liebevoll „Kallemann“ genannt, verstarb am 27.<br />
Februar <strong>2021</strong> im Alter von 83 Jahren. Vor 25 Jahren trat er als passives<br />
Mitglied der Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx von 1926 bei.<br />
Eine Weisheit sagt: „So viel der Mensch auch im Leben nach Eroberungen<br />
strebt, die größte dieser ist, dass er das Pferd als Freund gewonnen<br />
hat.“ So verwirklichte Karl-Josef seine Liebe zu den Vierbeinern<br />
in den verschiedensten Reitervereinigungen. Er frönte dem Reitsport<br />
neben der Zugehörigkeit in der WM-Kompanie, als 1. Rittmeister des<br />
Reitercorps Lohausen sowie in der St. Sebastianus Reitervereinigung<br />
Düsseldorf.<br />
Erinnert sich unser Verein von 1316 an seinen Kameraden Rath, so<br />
hat man unvergesslich ein Bild vor Augen. 20 Jahre verkörperte er in<br />
der historischen Reitergruppe unseres Festumzuges Düsseldorfs Kurfürsten<br />
Jan Wellem, hoch zu Roß. Bleibender Dank gilt ihm auch für<br />
die jahrelange zur Verfügungstellung seines Nagelhofes zur Duchführung<br />
unseres Regimentsringstechen sowie Pagenvogelschießens. Der<br />
auf dem Lohausener Gutshof geborene und als Landwirt Tätige, stellte<br />
alljährlich auf dem denkmalgeschützten Nagelshof unseren Reitervereinigungen<br />
von 1316 einen gepfl egen Parcour zur Verfügung.<br />
Dem Düsseldorfer Brauchtum war Karl-Josef Rath sehr zugetan. In<br />
zahlreichen Martinsumzügen verkörperte er den „armen Mann“, als<br />
auch den heiligen Ritter und beglückte als heiliger Nikolaus Klein und<br />
24<br />
Bestattungsvorsorge:<br />
Gut vorbereitet für die letzte Reise<br />
| Sicherheit für Ihre Wünsche<br />
| Entlastung für Ihre Angehörigen<br />
| Schutz vor dem Zugriff Dritter<br />
| Insolvenzabsicherung<br />
| Exklusive Konditionen<br />
Bestattungshaus Frankenheim GmbH & Co. KG<br />
Zentrale Münsterstraße 75 | 40476 Düsseldorf<br />
Internet www.bestattungshaus-frankenheim.de<br />
Wir sind 24 h für Sie erreichbar!<br />
Kostenfreie und unverbindliche<br />
Beratung durch unsere Vorsorge-<br />
Spezialisten – auch telefonisch.<br />
Gratis Vorsorgeordner für Sie!<br />
Düsseldorf 02 11 - 9 48 48 48<br />
Mettmann 0 21 04 - 28 60 50<br />
Krefeld 0 21 51 - 31 27 87
Nachruf<br />
Heinz Fey, ein Schütze mit Leib und Seele<br />
Verstarb am 14.02.<strong>2021</strong><br />
von Wolfgang Vollmer<br />
Ehren-Regiments-Schießleiter und Ehrenringträger des St. Sebastianus<br />
Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V. Heinz Fey hat uns für<br />
immer verlassen. In der <strong>Osterausgabe</strong> des letzten Jahres beschrieb<br />
ein ausführliches Interview anlässlich seines 85-jährigen Geburtstages<br />
Ende 2<strong>01</strong>9 sein aktives Schützenleben.<br />
Wir nehmen Abschied von einem liebenswerten und vorbildlichen<br />
Kameraden und erinnern uns an seine in diesem Jahre 60-jährige<br />
Mitgliedschaft in unserem Verein von 1316 und treuer Kompaniezugehörigkeit<br />
seiner Gesellschaft Kronprinz Wilhelm.<br />
Zu jeder Zeit versprühte Heinz Lebensfreude; geradezu ansteckend<br />
war seine rheinische Fröhlichkeit gepaart mit einer ausgeprägten Verbundenheit<br />
zu seiner Heimatstadt Düsseldorf.<br />
Seine geliebte Familie, der wir unser herzlichstes Beileid aussprechen,<br />
brachte es auf den Punkt und schrieb in seine Todesanzeige äußerst<br />
trefflich: „Die, die ihn kannten, wissen, was wir verloren haben.“<br />
Vorsorge<br />
Ältestes Bestattungsunternehmen<br />
in Düsseldorf<br />
Tel. 0211 13 60 60 Tag und Nacht für Sie da.<br />
www.salm-duesseldorf.de ∙ info@salm-duesseldorf.de<br />
Andreasstraße 19 ∙ Düsseldorf-Altstadt ∙ Filialen:<br />
Luegallee 81 ∙ Rethelstraße 140 ∙ Schwerinstraße 4<br />
25
Stand Nov. 2020<br />
Aus dem Leben der Gesellschaften<br />
Veranstaltungskalender der Gesellschaften im<br />
St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.<br />
Gesellschaften Anlass Datum Ort<br />
1. Grenadiere<br />
2. Grenadiere Jakobus<br />
3. Grenadiere Jan Wellem<br />
5. Grenadiere Alt Pempelfort<br />
10. Grenadiere Germania<br />
11. Grenadiere Hubertus<br />
13. Grenadiere St. Rochus<br />
Jägercorps<br />
Jakobe von Baden<br />
Kronprinz Wilhelm<br />
König Friedrich<br />
Königin Stephanie<br />
Reserve<br />
Fürst Karl Anton<br />
König Wilhelm<br />
Prof. Hans Kohlschein<br />
Wilhelm Marx Krönungsball 09.10.<strong>2021</strong> Hilton Hotel<br />
Sappeure<br />
6te Schützen<br />
Hohenzollern-Sigmaringen<br />
Wildschütz 08<br />
Andreas Hofer<br />
1. Friedrichstädter<br />
Neunte Schützen<br />
2. Schützen v. Hindenburg<br />
4. Schützen Gemütlichkeit<br />
Fürst Leopold<br />
St. Lambertus<br />
Tambourkorps St. Maximilian<br />
Regimentskapelle Bendels<br />
DIE<br />
BÄCKEREI<br />
DER BROT-<br />
FREUNDE<br />
Hohe Straße 31<br />
Tel. 86 20 340<br />
Mittelstraße 25<br />
Tel. 86203421<br />
Regelmäßige Treffs der Gesellschaften im St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.<br />
Gesellschaften Art Tag Uhrzeit Ort<br />
1. Grenadiere letzter Donnerstag 20.00 Uhr Kesselstübchen, Schumacher, Bolkerstraße<br />
2. Grenadiere Jakobus 4. Freitag 19.30 Uhr Gaststätte Hoferhof, Unterrather Str. 38<br />
3. Grenadiere Jan Wellem variabel 20.00 Uhr Försterhaus, Stoffeler Damm 79<br />
5. Grenadiere Alt Pempelfort 3. Samstag 19.30 Uhr Werstener Fässchen, Werstener Dorfstraße 77<br />
10. Grenadiere Germania Versammlung 2. Freitag 19.00 Uhr Vereinshaus SV Oberbilk, Seeheimer Weg 11<br />
11. Grenadiere Hubertus 1. Freitag 19.30 Uhr Werstener Hof, Kölner Landstraße 200<br />
13. Grenadiere St. Rochus 1. Freitag 19.30 Uhr Wehrhahn-Stuben, Kölner Straße 1-3, 40211 Düsseldorf<br />
Jägercorps Versammlung 4. Mittwoch 20.00 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße 41-47<br />
Schießtraining 3. Montag 19:00 Uhr Zur Goldenen Mösch, Düsseldorf, Ubierstraße<br />
Jakobe von Baden 3. Dienstag 19.00 Uhr Wehrhahn-Stuben, Kölner Straße 1-3, 40211 Düsseldorf<br />
Kronprinz Wilhelm 1. Dienstag 19.00 Uhr Goldener Kessel, Bolkerstraße<br />
König Friedrich Versammlung 2. Dienstag 20.00 Uhr Goldener Kessel, Bolkerstraße<br />
Königin Stephanie Versammlung 1. Donnerstag 19.30 Uhr Fuchs im Hofmanns, Benzenbergstraße 1<br />
Reserve 1. Montag 19.30 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße<br />
Fürst Karl Anton 1. Samstag 19.00 Uhr Gaststätte „Hoferhof“, Unterrather Str. 38<br />
König Wilhelm 3. Donnerstag 20.00 Uhr Zum Goldenen Handwerk, Marktstraße 12-14<br />
Prof. Hans Kohlschein 3. Donnerstag 20.00 Uhr Zum Schlüssel, Bolkerstraße<br />
Wilhelm Marx Monatsversammlung 2. Montag 19.30 Uhr Brauerei Uerige, Berger Straße 1<br />
Sappeure 1. Donnerstag 19.00 Uhr Brauerei Schumacher, Bolkerstraße<br />
6te Schützen Monatsversammlung 1. Freitag 19.30 Uhr Brauerei Schumacher, Oststr. 123<br />
Hohenzollern-Sigmaringen 3. Donnerstag 19.00 Uhr Im Füchschen, Ratinger Straße 28<br />
Wildschütz 08<br />
Andreas Hofer 3. Montag 19.00 Uhr Fuchs im Hoffmanns<br />
1. Friedrichstädter Versammlung 2. Freitag 20.00 Uhr Antoniushof, Kirchfeldstraße 137<br />
Neunte Schützen 1. Samstag 20.00 Uhr Gambrinus, Oberbilker Allee 305<br />
2. Schützen v. Hindenburg Regelmäßiges Treffen 2. Donnerstag 19.30 Uhr Brauerei Schumacher, Oststraße 123<br />
4. Schützen Gemütlichkeit 4. Freitag 19.00 Uhr Antoniushof, Kirchfeldstraße 137<br />
Fürst Leopold 1. Mittwoch 20.00 Uhr Haus Gantenberg, Prof.-Dessauer-Weg 30<br />
St. Lambertus 2. Freitag 19.30 Uhr Faustballclub Sparta, Aderdamm<br />
Tambourkorps Maximilian<br />
variabel<br />
Regimentskapelle Bendels jeden Donnerstag 20.00 Uhr Garather Hof, Frankfurter Straße 261<br />
26<br />
Stand<br />
Nov. 2020
1. Grenadiere<br />
von 1842<br />
Ansprechpartner Ralph Urhahn · E-Mail 1.grenadiere-duesseldorf@arcor.de<br />
Internet www.1.grenadiere-duesseldorf.de.tf<br />
Wir wünschen allen Kameraden mit ihren Familien ein hoffentlich besseres<br />
Jahr <strong>2021</strong>. Wir müssen die Kameraden der 1. Grenadiere zwar nicht bei Laune<br />
halten, aber es ist trotzdem schön, wenn mal etwas Abwechslung unser Leben<br />
bereichert. Das war unseren Hauptleuten dann auch erfolgreich gelungen.<br />
Pünktlich zum Nikolaustag fuhren<br />
unsere beiden Hauptmänner Waldemar<br />
Wal und Gerd Bernst mit<br />
ihren besseren Hälften alle Kameraden<br />
ab und überreichten ihnen eine<br />
gut gefüllte Nikolaustüte. Herzlichen<br />
Dank für Euer Bemühen und die tolle<br />
Idee.<br />
Gefüllt wurden die Tüten mit viel<br />
Herzblut von unserer lieben Veronika<br />
Wal. Auch Dir, liebe Veronika,<br />
gilt ein herzliches Dankeschön. Dazu<br />
möchten wir sie noch ganz herzlich<br />
zu ihrem 70. Geburtstag beglückwünschen.<br />
Wir wünschen Dir alles Liebe, Glück<br />
und viel Gesundheit.<br />
Nachruf Josef Deutzmann<br />
Was das Brauchtumsleben betrifft, bleiben wir allesamt<br />
optimistisch.<br />
Wenn es dann mit den Impfungen richtig beginnt, wird<br />
man hoffentlch ein Licht am Ende des Tunnels sehen.<br />
Allerdings ist dieser Tunnel verdammt lang.<br />
Wir wünschen allen Damen, Kameraden und Lesern dieser<br />
Ausgabe ein schönes Osterfest. Bleibt gesund!!<br />
Am 28.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> verstarb unser Kompaniekönig<br />
Josef Deutzmann. Josef, der von allen immer<br />
nur liebevoll Jupp genannt wurde, war zwar eine<br />
ruhige Person die sich nie in den Vordergrund<br />
stellte, aber mit vielen großartigen Ideen für<br />
seine Kameraden und der Gesellschaft für Abwechslung<br />
sorgte. Obwohl Jupp in Köln wohnte,<br />
nahm er an allen Vereinsterminen teil. Die Kameraden<br />
und Damen der 1. Grenadiere werden ihn<br />
nicht vergessen. Lieber Jupp: Danke, daß Du in<br />
unserem, meinem Leben warst.<br />
2. Grenadiere<br />
Jakobus von 1845<br />
Ansprechpartner Manfred Naß · E-Mail manfred_nass@t-online.de<br />
Internet NEU http://2.grenadiere-duesseldorf1316.de/<br />
Liebe Schützenkameradinnen, liebe Schützenkameraden,<br />
175 + 1 Jahr (<strong>2021</strong>) 2. Grenadiere Jakobus.<br />
Wer hätte das vor mehr als 1 Jahr erahnen können, welche Entbehrungen<br />
und Einschränken die Pandemie uns Menschen in aller Welt abverlangt? Und<br />
noch immer ist nicht wieder alles so, wie es mal gewesen war. Die Treffen mit<br />
lieben Menschen, das gemütliche Beisammensein mit Freunden, Bekannten<br />
oder Nachbarn. Der Schulbesuch, der Sport im Verein, der Einkauf im Supermarkt,<br />
die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, ja sogar das Arbeiten für<br />
den Arbeitgeber wurde reglementiert und führte zum Teil in die Kurzarbeit<br />
oder Arbeitslosigkeit…<br />
Ihr wisst noch, wer die Hauptleute der Gesellschaft sind, oder wer das<br />
amtierende Königspaar ist?<br />
Welcher der Kameraden steht seit mehr als eineinhalb Jahren in den<br />
Startlöchern, um die Königskette umgehängt zu bekommen?<br />
Kennt ihr noch den Weg zum Vereinslokal, in dem wir uns hoffentlich bald<br />
wieder treffen können?<br />
Mehr als 2,6 Millionen Menschen die an Corona erkrankt oder infi ziert<br />
wurden, mehr als 74.000 Tote und das sind natürlich nur Zahlen für die<br />
Bundesrepublik Deutschland (Zahlen bei Redaktionsschluss).<br />
Ihr seid es Euch, Euren Liebsten und der Gesellschaft gegenüber schuldig,<br />
Euch weiterhin zu schützen und den Mut nicht zu verlieren, für das baldige<br />
Ende der Pandemie zu kämpfen, um all das nachzuholen, auf das wir in den<br />
letzten 15 Monaten verzichten mussten.<br />
Vielleicht können wir das Osterfest wieder gemeinsam feiern, die Kinder zur<br />
heiligen Kommunion führen, oder vielleicht sogar den Gedenktag der Stephanie<br />
von Hohenzollern begehen?<br />
All diese Dinge wurden schmerzlich vermisst und fehlen als feste Größe im<br />
Kalender eines Jeden.<br />
Bleibt gesund, nehmt Euch zurück bei Familien- und Geburtstagsfeiern und<br />
seid Vorbild für Eure Kinder, Mitmenschen, Freunden und allen die Euch was<br />
bedeuten.<br />
Es bleibt die Hoffnung, dass recht bald alt und jung und vor allen Dingen<br />
möglichst viele Menschen geimpft werden, damit der „Feind“ vernichtet werden<br />
kann. In diesem Sinne allen Kameradinnen, Kameraden, Freunden und<br />
Gönnern der Gesellschaft schöne Ostertage und viel Geduld bis zum Wiedersehen.<br />
Manfred Naß<br />
27
3. Grenadiere<br />
Jan Wellem<br />
Ansprechpartner Andreas Pesch<br />
Geburtstage<br />
Nachträglich gratulieren wir unserem Ehrenmitglied Peter Handeck,<br />
der am 13.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> 85 Jahre alt wurde.<br />
Wir wünschen dem Geburtstagsjubilar nur das Allerbeste und hoffen<br />
auf ein baldiges Wiedersehen.<br />
Anbei ein Foto von Peter Handeck (links) neben seinem Bruder<br />
Heinrich Handeck.<br />
Ostergrüße<br />
Weiterhin gestaltet sich unser Leben fern ab jeglicher Geselligkeit und<br />
Normalität. Lieb gewonnene Traditionen, besonders für uns Brauchtumsfreunde,<br />
fi nden nach wie vor nicht statt. Von daher hoffen wir, dass Ihr<br />
möglichst gesund und zuversichtlich mit Euren Lieben ein schönes Osterfest<br />
erleben könnt.<br />
Bleibt optimistisch.<br />
Der Vorstand<br />
5. Grenadiere<br />
Alt-Pempelfort von 1856<br />
1. Hauptmann Volkhard Sommer · E-Mail info@fuenfte-grenadiere.de<br />
Internet www.fuenfte-grenadiere.de<br />
Liebe Schützenkameradinnen,<br />
liebe Schützenkameraden,<br />
das Jahr 2020 endete im Lockdown<br />
und wir, die 5. Grenadiere, verzichten<br />
weiterhin auf das Vereinsleben,<br />
um uns schützen.<br />
Trotzdem halten wir mit den heutigen<br />
Messengern Kontakt, damit jeder<br />
von uns auf dem Laufenden ist,<br />
was sich im Schützenverein oder im<br />
Grenadierbataillon tut.<br />
Leider wird auch dieser Beitrag zum<br />
Vereinsleben ein Kurzer werden,<br />
aber in diesem Jahr <strong>2021</strong> haben<br />
wir ein ganz großes Jubiläum.<br />
Hanns Küster<br />
28<br />
Unser Ehrenhauptmann Hanns<br />
Küster ist seit 1951 Mitglied<br />
unserer Gesellschaft. 70 Jahre<br />
Hanns Küster.<br />
Mehr dazu in der Festausgabe<br />
des <strong>Schlossturm</strong>s.<br />
Wir wünschen Euch ein schönes<br />
Osterfest.<br />
Liebe Schützenkameradinnen<br />
und Schützenkameraden passt<br />
weiterhin auf Euch auf und bleibt<br />
gesund.
10. Grenadiere<br />
Germania<br />
Ansprechpartner Thomas Pesch · E-Mail tompesch@aol.com<br />
Die Geburtstage der Kompanieangehörigen der Ges. Germania<br />
im I. Quartal <strong>2021</strong><br />
27.<strong>01</strong>. Annette Kropp (Passiv)<br />
28.<strong>01</strong>. Nadine Schmitz<br />
<strong>01</strong>.02. Erika Beckers Passiv)<br />
11.02. Andreas Tietz<br />
25.02. Erwin Lichtenberg (Passiv)<br />
07.03. Michelle Tietz<br />
18.03. Siegfried Pitsch<br />
21.03. Uwe Pesch<br />
30.03. Birgit Terveer<br />
Germania-Nachwuchs<br />
Das Jahr 2020 hat uns viele<br />
Überraschungen gebracht. Die<br />
meisten davon waren ungewohnt<br />
und ungewollt. Allerdings gab es<br />
auch schöne Nachrichten. Am<br />
15.11.2020 um 00:11 Uhr erblickte<br />
Nils Schmitz das Licht<br />
der Welt. Mit einem Gewicht von<br />
3.600 g brachte er fast 700 g<br />
mehr auf die Waage als sein Bruder<br />
Tobias. Dieser geht in der<br />
Rolle des großen Bruders auf und<br />
hält Nils jeden Morgen im Arm,<br />
damit Mama ein wenig Zeit im<br />
Bad hat.<br />
Aus dem Leben der Gesellschaft<br />
Die Germania-Familie ist groß und<br />
weit verbreitet, zumindest räumlich<br />
betrachtet. Michèle und Mark Locker<br />
wohnen mit ihrem Sohn Rik in<br />
Essen.<br />
Ihr Eigenheim bauen die beiden selber<br />
um. Seit Ostern 2<strong>01</strong>8 wird fl eißig<br />
abgerissen, aufgebaut und saniert.<br />
Mittlerweile muss in dem 180 qm<br />
großen Haus nur noch das Gäste<br />
WC, der Flur und die Kinderzimmer<br />
fertiggestellt werden.<br />
Einige Kameraden waren an dem<br />
Umbau ebenfalls beteiligt. Michael,<br />
Ursula und Yvonne Hermanns haben<br />
es sich natürlich nicht nehmen<br />
lassen zu helfen. Auch unser Page<br />
Tobias Schmitz war oft an Ort und<br />
Stelle. Er hat sich hingebungsvoll um<br />
die „Ländereien“ gekümmert.<br />
Auf dem Dach<br />
der Villa „Locker“-Bunt<br />
Wir freuen uns für Nadine und Alexander<br />
Schmitz und wünschen<br />
der jungen Familie alles Gute.<br />
Geschwisterliebe<br />
Neues Jahr, neues Glück?<br />
In den letzten Jahren haben wir<br />
uns an dieser Stelle bei Bea<br />
Ohoven für eine tolle Dia-Show<br />
bedankt. Leider konnten wir im<br />
vergangenen Jahr nicht so viel<br />
Zeit miteinander verbringen, wie<br />
wir es gerne getan hätten und<br />
konnten somit nicht in gemeinsamen<br />
Erinnerungen schwelgen.<br />
Die Raclette-Saison wurde eingeleitet,<br />
Silvester zu Hause gefeiert<br />
und Netfl ix hat mittlerweile auch<br />
nichts Neues mehr zu bieten. In<br />
dieser ganzen Eintönigkeit ist<br />
es schön zu sehen, dass sich<br />
unsere Kameraden den Spaß<br />
am Leben nicht nehmen lassen.<br />
So freuen wir uns in unserer gemeinsamen<br />
Whats-App-Gruppe<br />
immer wieder über inspirative<br />
und lustige Grüße wie z.B. von<br />
Hermann und Bea Ohoven am<br />
Silvester-Abend.<br />
Ein bischen Spaß muss sein<br />
29<br />
Die Hüter der Länderei<br />
Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden, sowie den Freunden der<br />
Gesellschaft ein gesundes Jahr <strong>2021</strong>. Bleibt so wie ihr seid und passt auf<br />
Euch auf.<br />
Man kann jetzt schon gespannt sein, was das Jahr für uns bereithält!<br />
M.P.
Gesellschaft<br />
Kronprinz Wilhelm<br />
Ansprechpartner Berthold Kremm · E-Mail dr.kremm@t-online.de<br />
Internet www.gesellschaft-kwk.de<br />
Titularfest <strong>2021</strong><br />
Am 10. Januar dieses Jahres feierte die Kronprinz Wilhelm Kompanie zwar<br />
kein klassisches Titularfest, aber ein Kamerad nahm sich Zeit, um der KWK<br />
wenigstens drei Minuten voller Erinnerungen an die besten Festtage zu geben,<br />
ganz legal, mit Abstand und digital. Der Fahnenoffi zier Stefan Schlepphorst<br />
nutzte den Lockdown und nahm all seine Kreativität zusammen, dazu noch<br />
Stift, Zettel und anschließend eine Gitarre:<br />
Runde Geburtstage<br />
Unser Kamerad Günter Weber vollendete Anfang Dezember 2020 sein 75.<br />
Lebensjahr. Im letzten Jahr hätte er sein 65-jähriges Vereinsjubiläum feiern<br />
können, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Er trat der KWK im Alter<br />
von 10 Jahren nach seiner Pagen- und Knappenzeit bei. 1966 war er Regiments-Jungschützenkönig.<br />
In der KWK wirkte er als Schriftführer einige Jahre<br />
in der Gesellschaftsführung mit, bis ihm sein Beruf nicht mehr die notwendige<br />
Zeit für das Schützenbrauchtum ließ. Inzwischen sehen wir ihn altersbedingt<br />
leider nur noch selten. Lieber Günter, wir gratulieren Dir ganz herzlich zu Deinem<br />
runden Geburtstag, und wünschen Dir alles Gute, vor allem Gesundheit.<br />
Nachruf<br />
Stefan hat einen Song über die KWK und ihre Eigenarten geschrieben (zu<br />
fi nden auf YouTube, unter dem Namen „Corona Gruss Titularfest 10.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong>“<br />
oder https://www.youtube.com/watch?v=bUZXLcYUfVk). Bei dem Lied geht<br />
es unter anderem um Knobel-Eskapaden, gefräßige Kameraden und welche,<br />
die einmal in ihrem Leben den Fehler machen, in einer Altbierbrauerei ein Pils<br />
zu bestellen. Er gibt zu, dass es von der Idee bis zum fertigen Lied lediglich<br />
einen Tag und eine durchzechte Nacht brauchte. Für ihn war der Song wie eine<br />
kleine Therapie gegen den Kummer über die ausgefallenen Termine.<br />
Viele Kameraden der KWK kennen Stefan noch aus dem Kinderwagen, trotzdem<br />
war es einigen neu, dass er Gitarre spielen kann. Tatsächlich hat er sich<br />
das Spielen selbst beigebracht und scherzt ironisch „sobald die Hosen auf<br />
meiner Welttournee als Vorgruppe spielen, wäre ich bereit, einem siebenstelligen<br />
Vertrag zuzusagen.“ Dick auftragen konnte Stefan schon immer.<br />
Generalversammlung<br />
Kurz vor dem aktuellen Lockdown schaffte es die KWK noch, eine Art Generalversammlung<br />
durchzuführen. Eine corona-verträgliche Anzahl Kameraden kam am<br />
6. Oktober im Gertrudenstübchen im Schumacher auf der Oststraße zusammen.<br />
Sie akzeptierten die Tagesordnung, den Jahresbericht des Vorstands sowie die<br />
einzelnen Berichte der Vorstandskameraden. Außerdem bedankte sich Kassierer<br />
Knut Jonetat für die großzügigen Spenden, die die KWK trotz der Krise erhielt.<br />
Im Anschluss an die Berichte empfahl das älteste anwesende Mitglied Klaus<br />
Helas die Entlastung des Vorstands und bedankte sich für die Arbeit der Kameraden.<br />
Die Anwesenden folgten dem Vorschlag des Ehrenhauptmanns und<br />
entlasteten den geschäftsführenden Vorstand mit vier Enthaltungen.<br />
Einstimmig wiedergewählt wurden Rolf Kieninger, Stefan Schlepphorst<br />
und Daniel Terlinden in der Fahnengruppe sowie Zugführer Dieter Faßbender<br />
und Sachverwalter Michael van der Most. Den Spieß Hartmut<br />
Kramer haben die anwesenden Kameraden außerdem noch für zwei Jahre<br />
zum Kassenprüfer gewählt.<br />
Der restliche Abend verlief mit den Themen, die uns sonst in klassischen<br />
Monatsversammlung beschäftigen. Wir ahnten nicht, dass es bis auf weiteres<br />
das letzte Treffen der Kameraden sein sollte.<br />
Anfang des Jahres verstarb unser Kamerad<br />
Günter Krohn kurz vor seinem<br />
90. Geburtstag. Er gehörte dem<br />
St. Sebastianus-Schützenverein Düsseldorf<br />
1316 e.V. seit 1968 an, also<br />
über 50 Jahre, aber der KWK schloss<br />
er sich erst in den 80er Jahren des<br />
letzten Jahrhunderts an. Lange Zeit<br />
war er sehr aktiv im Vereinsleben,<br />
ohne nach Ämtern und Würden zu<br />
streben. Altersbedingt ist ihm dies nun schon seit Jahren nicht mehr möglich,<br />
daher haben wir ihn schon lange nicht mehr gesehen, ohne ihn vergessen<br />
zu haben. Unsere Anteilnahme gilt seinen Hinterbliebenen, in unserem Kreis<br />
werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren.<br />
Im Februar verstarb nach kurzer<br />
Erkrankung unser hochverdienter<br />
Kamerad Heinz Fey. Er wurde<br />
86 Jahre alt. Er gehörte der KWK<br />
und dem Großen Verein seit 1961<br />
an, hätte also in diesem Jahr sein<br />
60. Vereinsjubiläum feiern können.<br />
Im Bereich des Schießsports kannte<br />
ihn jeder, denn rund 20 Jahre<br />
bekleidete er das Amt des Regimentsschießleiters.<br />
Auch in der<br />
Gesellschaft hat er sich lange intensiv<br />
um den Schießsport gekümmert.<br />
Für sein Engagement verlieh<br />
ihm die Gesellschaft die Goldene<br />
KWK-Nadel, der Große Verein ehrte ihn mit der Goldenen Ehrennadel<br />
und dem Stadtorden. Nach Ende seiner aktiven Zeit ernannte ihn der<br />
Große Verein zum Ehrenregimentsschießleiter, einige Jahre später wurde<br />
ihm außerdem für sein jahrzehntelanges Engagement der Ehrenring des<br />
St. Sebastianus-Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. verliehen. Als erst<br />
dritter Inhaber nach dem legendären Oberst August „Männe“ Schnigge<br />
und Ehrenchef Willy Ibing trug er ihn mit besonderem Stolz. Trotz der<br />
aktuellen Situation haben ihn zahlreiche Kameraden aus Gesellschaft und<br />
Verein auf seinem letzten Weg begleitet. Heinz Fey wird in der KWK und<br />
im Großen Verein unvergessen bleiben.<br />
Wir wünschen allen Kameraden, Freundinnen und Freunden des Schützenvereins<br />
schöne Ostertage, in der Hoffnung, dass wir sie ohne Gefahr im Kreise<br />
unserer Liebsten verbringen können!<br />
30
Gesellschaft<br />
Königin Stephanie<br />
Ansprechpartner Thomas Winter · E-Mail winter_tommy1975@web.de<br />
Internet www.königin-stephanie.de, www.koenigin-stephanie.com<br />
Nachruf Joachim Fest<br />
Am 16.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> erhielten wir die<br />
traurige Nachricht, dass unser Ehrenhauptmann<br />
Joachim Fest im<br />
Alter von 69 Jahren nach schwerer<br />
Krankheit leider verstorben ist.<br />
Unser Joschi, wie er liebevoll von<br />
allen genannt wurde, war 52 Jahre<br />
Mitglied unserer Gesellschaft Königin<br />
Stephanie und des Großen<br />
Vereins. In seinen ersten Jahren<br />
zeichnete sich Joachim Fest als<br />
Kamerad aus, der immer da war,<br />
wenn er gebraucht wurde. So war<br />
es dann nach einer gewissen Zeit<br />
nicht verwunderlich, dass Joachim<br />
Fest zum 1. Schriftführer<br />
und zum 1. Schießleiter der Gesellschaft<br />
gewählt wurde.<br />
Joschi war auch ein aktives Mitglied der Regimentsschießleitung. Hier<br />
war er über viele Jahre Listenführer und für die Auswertung der Schießwettbewerbe<br />
zuständig. Im Jahre 2000, nach mehr als 25 Jahren als<br />
1. Schriftführer, wurde Joachim Fest zum 1. Hauptmann unserer Kompanie<br />
gewählt. Diesen Posten übte er mit all seiner Kraft und immer<br />
einem offenen Ohr für seine Kameraden aus. Im Jahre 2<strong>01</strong>0 stellte sich<br />
Joschi gesundheitsbedingt, nicht zur Wiederwahl des 1. Hauptmann.<br />
Auf dem Stephanientag 2<strong>01</strong>1 wurde Joachim Fest zum Ehrenhauptmann<br />
ernannt. Auch im Verein und von der Stadt Düsseldorf wurde Joachim<br />
Fest hoch ausgezeichnet. So erhielt er die Silberne Ehrennadel<br />
des Regimentes und den Stadtorden der Landeshauptstadt Düsseldorf.<br />
Die Regimentsschießleitung ernannte Joschi im Jahre 2<strong>01</strong>3 zum Ehrenmitglied<br />
der Schießleitung. Zusammen mit seiner Ehefrau Brigitte vertrat<br />
Joschi 3 Mal unsere Gesellschaft als Kompaniekönig und errang<br />
beim Vogelschießen zahlreiche Pfänder, unter anderem 3 Pfänder vom<br />
Regimentskönigsvogel.<br />
Sein größtes Hobby nach dem Schützenverein war für Joschi die DEG.<br />
Mehr als 40 Jahre als Dauerkarteninhaber, feuerte Joschi seine heiß<br />
geliebte DEG unermüdlich an und war mit Leib sowie Seele ein leidenschaftlicher<br />
Eishockey Fan.<br />
In den letzten Jahren hinderten Ihn gesundheitliche Probleme immer<br />
mehr daran, aktiv am Schützenwesen teilzunehmen. Am 16.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong> verstarb<br />
unser Ehrenhauptmann Joachim Fest.<br />
Die Lücke, die Joschi hinterlässt, wird schwer zu schließen sein. Wir werden<br />
unserem Joschi ein ehrendes Andenken bewahren.<br />
Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Brigitte und seiner Familie. Auf<br />
Wunsch seiner Familie wurde Joachim Fest im engsten Familienkreis<br />
beerdigt.<br />
Leider können wir aufgrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie nicht mehr berichten.<br />
Zum Abschluss wünscht die Gesellschaft Königin Stephanie allen Kameraden mit<br />
ihren Familien ein schönes Osterfest und bleibt gesund.<br />
Thomas Winter<br />
Tel.<br />
Tel.<br />
02<br />
02<br />
11/<br />
11/<br />
61<br />
61<br />
70<br />
70<br />
30-0<br />
30-0<br />
Fax.02<br />
Fax.02<br />
11/<br />
11/<br />
61<br />
61<br />
70<br />
70<br />
30-30<br />
30-30<br />
31
Gesellschaft<br />
RESERVE<br />
Präsident Dietmar Schwabe-Werner · E-Mail praesident@gesellschaft-reserve.de<br />
Internet www.gesellschaft-reserve.de<br />
<strong>Schlossturm</strong> 24.<strong>01</strong>.<strong>2021</strong><br />
Aus dem Tagebuch der Reserve:<br />
21.11.<br />
Zeit des Gedenkens<br />
Zwischen Volkstrauertag und Totensonntag ist es gute Tradition, sich den verstorbenen<br />
Kameraden zu erinnern. Stellvertretend für sie legen wir am Grab von<br />
Reservelegende Theo Buschmann (Präsident 1967-1983) ein Gesteck nieder.<br />
Herzlichen Dank an über 120 Besucher der beiden Locations und die Einhaltung<br />
der Corona-Hygiene-Regeln vor Ort!<br />
09.12.<br />
Engagierte Mitglieder unserer Gesellschaft<br />
Herzlichen Glückwunsch, Andreas Hartnigk, zur Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden<br />
der Rheinbahn AG!<br />
2020 jährt sich der Todestag unseres Ehrenpräsidenten Wilfried Kiefer heute<br />
zum ersten Mal. Wir denken in unserer Verantwortung viel an ihn. Hauptleute und<br />
geschäftsführender Vorstand besuchten ihn an seiner letzten Ruhestätte.<br />
Andreas Hartnigk<br />
Rainer Schäfer<br />
Und viel Erfolg, als einer von sechs vom Wahlausschuß empfohlenen Kandidaten<br />
für den Aufsichtsrat der Fortuna, Rainer Schäfer!<br />
06.11.<br />
AdventsWeckmannTüte<br />
Für den guten Zweck und für die Kameraden waren Präsident, Vizepräsident,<br />
Schatzmeister und Hauptleute am Rathausplatz und in Kaiserswerth präsent, um<br />
die Kameraden mit gut gefüllten Nikolaustüten zu erfreuen. Für den Schaustellerverband<br />
Düsseldorf, dem guten Zweck 2020, spendeten die Kameraden schon<br />
per heute über 5.000 EUR.<br />
26.<strong>01</strong>.<br />
Gulaschsuppe für die Altstadt-Armenküche<br />
Swantje Poschmann nimmt mit Freude über 200 Portionen Gulaschsuppe<br />
aus den Händen von Präsident Dietmar Schwabe-Werner entgegen.<br />
Die Armenküche bereitet ihre Speisen grundsätzlich frisch zu, zurzeit erschweren<br />
allerdings Pandemie und Jahreszeit die Kalkulation. Die Suppenspende<br />
sorgt für unkomplizierte, leckere Ausweitung des Angebots. Gerne<br />
nimmt die Armenküche auch Spenden entgegen und informiert über ihre<br />
Arbeit.<br />
Altstadt-Armenküche<br />
IBAN: DE56 3005 <strong>01</strong>10 0<strong>01</strong>4 <strong>01</strong>09 53<br />
Stadtsparkasse Düsseldorf<br />
www.armenkueche.de<br />
verein@armenkueche.de<br />
Frank Rainer Schimunek<br />
Sanitäre Installationen<br />
Heizungstechnik<br />
40227 Düsseldorf<br />
Kruppstraße 37<br />
Telefon (0211) 72 68 99<br />
Telefax (0211) 72 13 97 64<br />
32
Gesellschaft<br />
RESERVE<br />
Präsident Dietmar Schwabe-Werner · E-Mail praesident@gesellschaft-reserve.de<br />
Internet www.gesellschaft-reserve.de<br />
Neues aus dem Schiesskeller:<br />
– wie bereits bekannt und berichtet, ist es aus wirtschaftlichen Gründen dem<br />
Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V., nicht mehr möglich gewesen,<br />
den Schießkeller im Kaiserswerther Bunker weiter zu betreiben. Die Anlage<br />
ist seit Jahreswechsel an den Eigentümer, die Stadt Düsseldorf, zurückgegeben.<br />
Hauptleute und Schießleitung haben sich sehr schnell um Alternativen gekümmert<br />
und wir sind gemeinsam zu einer guten Lösung gekommen – statt in den Keller,<br />
geht es jetzt treppauf! Die Kaiserswerther Bruderschaft unterhält im 1. Stock des<br />
bekannten Bunkers in Kaiserswerth eine Schießanlage mit großzügigem Aufenthaltsraum,<br />
öffnungsfähigen Fenstern und gemütlicher Thekenanlage. Wir konnten<br />
diese Anlage gegen einen kleinen Spendenbetrag für unsere Schießgruppe und<br />
alle interessierten Mitglieder, für jeweils den 2. Montag im Monat, sichern. Unsere<br />
Ausrüstung samt Waffen lagert bereits dort und wir warten auf die Aufhebung der<br />
Pandemiebeschränkungen, um den Schießbetrieb dort aufzunehmen.<br />
Da bis März 2020 noch ein Regelbetrieb im Schiesskeller herrschte, können<br />
wir sogar die Vereinsmeister und den Sieger der Moppenwertung offi ziell verkünden:<br />
Vereinsmeister:<br />
1. Platz<br />
Jüppi Eickel<br />
mit 258 Ringen<br />
2. Platz<br />
Michael Kirchner<br />
mit 256 Ringen<br />
Bei der Moppenwertung gratulieren wir dem 5. Zug als Sieger.<br />
3. Platz<br />
Jens Linka<br />
mit 255 Ringen<br />
Zum Abschluss dieses denkwürdigen Jahres wünschen wir allen Kameraden, und<br />
Freunden ein glückliches, spannendes, ereignisreiches, erfolgreiches und gesundes<br />
Jahr <strong>2021</strong>, in dem wir uns hoffentlich bald wiedersehen.<br />
33
Freunde der Gesellschaft Reserve e.V. 1858<br />
Büdericher Straße 26<br />
41460 Neuss<br />
<strong>01</strong>72 / 89 03 705<br />
wilhelm.lessmann@t-online.de<br />
34
Freunde der Gesellschaft Reserve e.V. 1858<br />
Mühlenstraße 31 D-40213 Düsseldorf<br />
+49 (0) 211.160 928 15<br />
www.brasserie-stadthaus.de<br />
AXA Generalvertretung<br />
Carsten Alshut<br />
Volmerswerther Str. 129<br />
40221 Düsseldorf<br />
0211 87586170<br />
carsten.alshut@axa.de<br />
www.alshut.eu<br />
ANDREAS HARTNIGK<br />
Burggrafenstraße 5<br />
40545 Düsseldorf<br />
Telefon: +49(0)211-66 96 95-28<br />
Telefax: +49(0)211-66 96 95-77<br />
hartnigk@peters-legal.com<br />
WWW.PETERS-LEGAL.COM<br />
Wir wünschen Euch ein frohes Osterfest!<br />
Bleibt gesund und achtet auf Euch.<br />
Wir sehen uns wieder!<br />
www.gesellschaft-reserve.de<br />
35
Gesellschaft<br />
Fürst Karl Anton gegr. 1880<br />
Ansprechpartner Horst Leßmann · E-Mail <strong>01</strong>792849<strong>01</strong>5@02online.de<br />
Internet https://duesseldorf-schuetzen-fka.jimdo.com<br />
Gerade weil unsere Weihnachtsfeier<br />
ausfallen musste und wir uns alle<br />
bereits seit dem Sommer nicht mehr<br />
gesehen hatten, schwärmten zum 4.<br />
Advent die Mitglieder des geschäftsführenden<br />
Vorstands aus, standen<br />
bei allen Karl-Antönern „auf der<br />
Matte“ und bereiteten ihnen eine vorweihnachtliche<br />
Überraschung:<br />
Im neuen Jahr geht es weiter mit<br />
Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen,<br />
und bestimmt wird das<br />
auch sicher noch einige Zeit so weiter<br />
gehen.<br />
Runde Geburtstage gibt es aber weiterhin, auch wenn sie in Corona-Zeiten<br />
nicht gefeiert werden können.<br />
Heinz Schimunek 80 Jahre<br />
Am 17. März feierte unser Ehrenhauptmann<br />
Heinz Schimunek<br />
seinen 80. Geburtstag. Und den<br />
Titel Ehrenhauptmann trägt er<br />
nicht von ungefähr, hat er doch seit<br />
seinem Eintritt 1974 vom Kassenprüfer<br />
bis zum Hauptmann fast alle<br />
Posten bekleidet und wurde wegen<br />
seiner Verdienste hoch dekoriert.<br />
So trägt Heinz die Silbernen und<br />
Goldenen Ehrennadeln sowohl der<br />
Gesellschaft als auch des Regiments<br />
sowie den Schützenorden<br />
der Stadt Düsseldorf. Nach seinem<br />
Rücktritt als 1. Hauptmann wurde<br />
Heinz 1998 zum Ehrenhauptmann<br />
ernannt. Der zweimalige König und<br />
4-fache Damenpokalsieger ist dem<br />
Schießsport sehr verbunden und<br />
seit über 40 Jahren Mitglied unserer Schießmannschaft. Sohn Frank engagiert<br />
sich als 1. Schießleiter in der Gesellschaft, und mit den Enkeln<br />
Helena und Mathias ist inzwischen die 3. Generation Schimuneks in der<br />
Gesellschaft vertreten.<br />
Lieber Heinz, wir wünschen Dir und Deiner Elsbeth alles erdenklich Gute<br />
und gute Gesundheit.<br />
Die überraschte Meggi Huter Leider müssen wir auch von traurigen Ereignissen berichten. Am 19.<br />
November 2020 verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriger<br />
Freund Willi Stammen. Wir trauern mit den Hinterbliebenen.<br />
Martin Hagel 60 Jahre<br />
Martin beging am 19. Februar<br />
seinen 60. Geburtstag. Ehrenhauptmann<br />
Heinz Schimunek,<br />
der Martin zur Gesellschaft gebracht<br />
hat, erzählt gerne, Martin<br />
sei ihm zugelaufen, doch tatsächlich<br />
war es die gemeinsame Freude<br />
am Laufsport, die dazu führte,<br />
dass sich Martin die Gesellschaft<br />
„ansah“, und da er sich bei den<br />
Kameraden wohl fühlte, trat er<br />
ihr letztendlich bei. Schon 2006<br />
stellte sich Martin als Fähnrich<br />
zur Verfügung, ein Amt, das er<br />
bis 2<strong>01</strong>9 verlässlich und voller<br />
Hingabe bekleidete. 2<strong>01</strong>5 heiratete<br />
er seine Adelheid, die er bereits<br />
2<strong>01</strong>4 zur Kompanie-Königin<br />
gemacht hatte, obwohl er nicht<br />
gerade Schiesssport-affi n ist.<br />
Lieber Martin, wir wünschen Dir<br />
und Deiner Adelheid Gesundheit<br />
und alles erdenklich Gute.<br />
Gerade hatten wir uns auf ruhige Weihnachtstage eingestellt, erreichte uns<br />
diese Nachricht:<br />
Werner Roth verstorben<br />
Am 24. Dezember 2020 verstarb<br />
unser Kamerad Werner Roth nach<br />
längerer Krankheit im Alter von 81<br />
Jahren.<br />
Werner war nach seiner Marine-Zeit<br />
im Fernmeldedienst der<br />
deutschen Bundespost tätig. 1965<br />
heiratete er seine Kathi, eine<br />
Tochter des FKA-Granden Georg<br />
Kobs, und sie bekamen die Söhne<br />
Holger und Olaf. 1978 trat er der<br />
Gesellschaft Fürst Karl Anton bei,<br />
und 1979 meldete er seine beiden<br />
Söhne an.<br />
Werner war Schütze mit Leib und Seele und übernahm Verantwortung.<br />
Von 1994 bis 2009 war er 2. Schriftführer, und in dieser Funktion<br />
schrieb er einige Artikel für die Schützenzeitung, gerne auch mal in<br />
36
Gesellschaft<br />
Fürst Karl Anton gegr. 1880<br />
Ansprechpartner Horst Leßmann · E-Mail <strong>01</strong>792849<strong>01</strong>5@02online.de<br />
Internet https://duesseldorf-schuetzen-fka.jimdo.com<br />
Düsseldorfer Mundart. Von 2006<br />
bis 2008 war Werner Feldwebel,<br />
und als Weihnachtsmann hat er<br />
an die jüngeren und junggebliebenen<br />
Mitglieder der Gesellschaft<br />
nicht nur Geschenke verteilt, sondern<br />
ihnen auch mal die Leviten<br />
gelesen.<br />
Bis 2<strong>01</strong>8 engagierte sich Werner<br />
viele Jahre lang bei der Organisation<br />
des Senioren-Nachmittages,<br />
auch dann noch, als es ihm<br />
gesundheitlich schon nicht mehr<br />
so gut ging. 1984 schoss er sich<br />
zum Wald- und Wiesenkönig und<br />
im darauffolgenden Jahr war er neben seiner Kathi Kompanie-König. In<br />
den Jahren holte er diverse Pfänder des Königsvogels, 2<strong>01</strong>8 die Platte<br />
des Ehrenvogels und 20<strong>01</strong> den rechten Flügel des Regiments-Königsvogels.<br />
Für seine Verdienste erhielt Werner 1990 die Silberne Ehrennadel des<br />
Regimentes, 2006 die der Gesellschaft und 2<strong>01</strong>0 den Schützenorden<br />
der Stadt Düsseldorf.<br />
Wir trauern um einen aufrechten, zuverlässigen und herzlichen Kameraden.<br />
Unser Mitgefühl gehört seiner Witwe Kathi, den Söhnen Olaf und<br />
Holger, den Schwiegertöchtern Claudia und Steffi sowie den Enkeln<br />
Kai, Katharina und Julius.<br />
Werner hinterlässt eine große Lücke und wird uns unvergessen bleiben.<br />
Gesellschaft<br />
Prof. Hans Kohlschein<br />
Ansprechpartner Thomas Birnbrich · E-Mail birnbrichs@yahoo.de<br />
Internet www.hk1955.de<br />
Liebe Leser!<br />
Von uns war in den letzten Ausgaben leider nichts mehr zu lesen!<br />
Aufgrund des Covid 19-Virusgeschehens waren leider aus gutem Grund keine Veranstaltungen<br />
mehr möglich, über die wir hätten schreiben können.<br />
Es ist momentan traurig, so wie es ist und wir werden noch einige Zeit damit umgehen<br />
müssen, bis eine normale, vielleicht auch veränderte Normalität eintrifft.<br />
Wir, die Gesellschaft Prof. Hans Kohlschein möchten in diesem Bericht an einen<br />
lieben und fantastischen Kammeraden erinnern, den wir im Dezember verloren<br />
haben.<br />
Nachruf Peter Firmenich<br />
Am 08.12.2020 verstarb unser Kamerad<br />
Peter Firmenich sowohl für<br />
seine Familie als auch für uns sehr unerwartet.<br />
Wir sind bis heute über das<br />
Geschehene geschockt.<br />
Peter war bereits im Winterbrauchtum<br />
sehr engagiert. Als Düsseldorfer<br />
Jung fand er auch zum Sommerbrauchtum<br />
und hier in unsere Gesellschaft, wo er sehr schnell 1. Schießleiter<br />
wurde.<br />
Peter war natürlich ein Tausendsassa und wurde im letzten Jahr 2020 als<br />
1. Schriftführer in den geschäftsführenden Vorstand gewählt.<br />
Leider konnte er dieses Amt nie so richtig ausführen, da wegen des Covid<br />
19-Virus alles heruntergefahren wurde. So auch das Vereinsleben in unserer<br />
Gesellschaft.<br />
Wir könnten über sehr viele schöne und lustige Momente mit Peter schreiben......<br />
Peter war immer für die Gesellschaft da und er hatte immer hilfreiche<br />
Vorschläge. Was man wirklich hervorheben muss, Peter war ein<br />
freundlicher und humorvoller Freund, dem wir immer ein Andenken in der<br />
Gesellschaft Prof. Hans Kohlschein bewahren werden.<br />
Wir werden Peter als Kameraden und Menschen sehr vermissen!<br />
Allen Mitgliedern und Freunden unserer<br />
Gesellschaft sende ich einen herzlichen<br />
Gruß und freue mich auf ein<br />
Wiedersehen!<br />
37
Gesellschaft<br />
Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />
Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />
Internet www.wilhelm-marx.de<br />
War war der Mann,<br />
nach dem unsere Gesellschaft Wilhelm Marx benannt wurde?<br />
Der Oberbürgermeister Wilhelm Marx hat wie kein anderer das Stadtbild<br />
und die Entwicklung unserer Heimatstadt Düsseldorf im 20. Jahrhundert geprägt.<br />
Mit Unterstützung zahlreicher Industrieller wie Heinrich Lueg, Ernst<br />
Poensgen, Ernst Schiess oder Hermann Heye hat er Düsseldorf in die<br />
Moderne geführt. Unter seiner Ägide entwickelte sich Düsseldorf zu einer modernen<br />
expandierenden Großstadt und baute den im 19. Jahrhundert erworbenen<br />
Ruf als Ausstellungsstadt weiter aus. Aus der Kunst und Gartenstadt<br />
am Rhein hat Wilhelm Marx durch Eingemeindung aller Vororte die neue<br />
Großstadt Düsseldorf geschaffen. Die Einwohnerzahl Düsseldorfs verdoppelte<br />
sich annähernd. Er war Wegbereiter der späteren Rheinbahn AG, des Baus<br />
des ersten städtischen Hallenbades, des neuen Rheinhafens und der Oberkasseler<br />
Brücke, das Oberlandesgericht und der Stahlhof wurden eingerichtet.<br />
Bei allen Erfolgen im Amt blieb Wilhelm<br />
Max der leutselige erste Bürger<br />
seiner Stadt, dessen Popularität<br />
in zahlreichen Anekdoten überliefert<br />
ist. Die Stadt Düsseldorf bedankte<br />
sich bei seinem Ausscheiden aus dem<br />
Amt am 22. Dezember 1910 mit der<br />
Verleihung der Ehrenbürgerschaft.<br />
Im Jahr 1924 verstarb Wilhelm<br />
Marx. Das im gleichen Jahr errichtete<br />
erste Hochhaus Deutschlands<br />
trägt seinen Namen und erinnert damit<br />
bis heute an ihn.<br />
1997 – Will Marx bei der Präsentation unserer neuen historischen Kostüme<br />
Heute wiederum ist dessen Sohn<br />
Peter Wolfgang Marx Protektor<br />
unserer Gesellschaft.<br />
In all den vergangenen Jahren hat<br />
die Gesellschaft stets eine enge<br />
Verbindung mit der Familie unseres<br />
Namensgebers aufrechterhalten. So Protektor Peter Wolfgang Marx<br />
nehmen auch die Schwester Regine<br />
mit ihrem Mann Dr. Jens-Peter Petersen, ebenfalls Wilhelm Marx-Mitglied,<br />
gemeinsam mit Sohn Christian, regelmäßig an unseren Veranstaltungen teil.<br />
Im Jahr 2<strong>01</strong>0 waren Regine und Pit sogar unser Kompaniekönigspaar.<br />
Wilhelm Marx auf einem Gemälde von<br />
Künstler Rudolf Huthsteiner<br />
Die Verbundenheit zum St. Sebastianus<br />
Schützenverein, der ihm am<br />
1. Oktober 1899 die Ehrenmitgliedschaft<br />
verlieh, zeigte er dadurch,<br />
dass er auf dem Schützenfest stets<br />
den ersten Schuss tat.<br />
Noch-König Stephan Hövelmann und Bald-König Pit Petersen<br />
Das Wilhelm Marx-Haus<br />
Der Bruder Christoph Marx hat<br />
zuletzt in 2<strong>01</strong>9 mit seinem Sohn<br />
Lucas an unserem Schützenumzug<br />
teilgenommen.<br />
Als im Jahr 1926 eine Gruppe von<br />
Düsseldorfer Bürgern an seinen<br />
Sohn Dr. Paul Marx mit der Bitte<br />
herantrat, eine Wilhelm Marx Schützengesellschaft<br />
im Rahmen des St.<br />
Sebastianus-Schützenvereins gründen<br />
zu dürfen, hat dieser dem Ersuchen<br />
mit Freude stattgegeben. Nach<br />
ihm hat wiederum sein Sohn Will<br />
Marx das Protektorat übernommen.<br />
Urkunde Ehrenmitgliedschaft<br />
Die beiden sind dafür extra aus München<br />
angereist.<br />
Bei unserer WM-Tour zum Oktoberfest<br />
nach München, bei deren Planung<br />
uns Christoph in München<br />
und die Familie sehr unterstützt hat,<br />
durften wir auch die beiden in München<br />
lebenden Schwestern wieder<br />
treffen.<br />
Christoph Marx und Sohn Lucas<br />
38
Gesellschaft<br />
Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />
Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />
Internet www.wilhelm-marx.de<br />
An dieser Stelle möchte sich Eure Gesellschaft<br />
bei der gesamten Familie Marx für die immer<br />
wieder anteilnehmende, wertvolle und großzügige<br />
Unterstützung ganz herzlich bedanken.<br />
Allen Mitgliedern, Familienangehörigen und Freunden<br />
unserer Gesellschaft wünschen wir viel Zuversicht<br />
in dieser für uns alle nicht einfachen Zeit<br />
verbunden mit bester Gesundheit.<br />
Wir freuen uns auf das Wiedersehen und unsere<br />
künftigen gemeinsamen Momente.<br />
Gesellschaft<br />
Reitercorps Wilhelm Marx von 1926<br />
Ansprechpartner i.V. Dr. Claus Freymann · E-Mail c.d.freymann@web.de<br />
Internet www.wilhelm-marx.de<br />
1995 Parade Fußgruppe 1995 Parade Reitercorps<br />
20<strong>01</strong> Parade 75-jähriges Jubiläum<br />
20<strong>01</strong> Gesellschaftsfoto 75-jähriges Bestehen<br />
20<strong>01</strong> Rathausplatz 2003 Die Jugend<br />
2003 Unser Seniorenclub 2005 Amazonen in historischen Kostümen 2007 Parade Reitercorps<br />
2007 Regiments-Königin<br />
Petra Arnold<br />
2009 Parade<br />
2<strong>01</strong>6 Fußgruppe bei der Parade<br />
2<strong>01</strong>3 WM Aurichter Reitersportfest Bergerhof<br />
40<br />
2<strong>01</strong>8/2<strong>01</strong>9 Regiments-Königin<br />
Kerstin Eichenberg und Daniel
Sappeur-Corps<br />
von 1953<br />
Ansprechpartner Philipp Klees · E-Mail Philipp.Klees@sappeurcorps.com<br />
Internet www.sappeurcorps.com<br />
Nachruf Willi Stammen<br />
Die Nachricht vom viel zu frühen<br />
Tode unseres lieben Kameraden<br />
Willi Stammen machte uns sehr<br />
traurig. War er doch gerade erst<br />
in den wohlverdienten Ruhestand<br />
eingetreten und hatte so manche<br />
Pläne. Obwohl er gesundheitlich<br />
in den letzten Jahren vieles mitmachen<br />
musste, behielt er stets<br />
seinen Humor und seine positive<br />
Grundeinstellung. Wir sind sehr<br />
betroffen, dass er nun mit erst<br />
63 Jahren nicht mehr unter uns<br />
ist. Willi war 48 Jahre aktives Mitglied<br />
unserer Gesellschaft und ein<br />
liebenswerter Kamerad. Viele Jahre war er Spieß und später auch Kassierer<br />
unseres Corps. Stets hatte er einen Scherz auf den Lippen und<br />
nahm, trotz seiner gesundheitlichen Probleme, gerne an den Aktivitäten<br />
des Vereins teil. In 2<strong>01</strong>8 hatte er zum vierten Male die Kompaniekönigswürde<br />
errungen.<br />
Am 8. Novemer fand die Beerdigungsfeier<br />
für Willi in der Kapelle<br />
des Südfriedhofes statt. Die Coronaregeln<br />
erlaubten es uns leider nicht,<br />
in der Kapelle eine Ehrenwache zu<br />
stellen. So geleiteten wir Willi zu<br />
seiner letzten Ruhestätte und verabschiedeten<br />
uns von ihm.<br />
Lieber Willi, Du wirst uns sehr fehlen, Deinen Platz in unserer Runde wirst Du<br />
jedoch immer behalten.<br />
Am 1. Dezember nahmen wir im Rahmen der Auferstehungsfeier in der Pfarrkirche<br />
St. Gertrud von Willy Horn Abschied.<br />
Trotz Corona war es uns in der Kirche möglich, am Sarg eine Ehrenwache zu<br />
stellen. Unser Präses, Erzbischof Dr. Heiner Koch, ließ Trauergrüße durch<br />
den leitenden Pfarrer Decker ausrichten. In Gedanken war er bei der Feier<br />
dabei.<br />
Lieber Willy, wir verlieren mit Dir einen treuen Kameraden, der seinen Platz<br />
bei seinen Sappeuren immer behalten wird.<br />
Weihnachtsüberraschung<br />
Wenn die Kameraden schon nicht zusammen kommen können, dann kommt das<br />
Corps eben zu den Kameraden. Wenn das Corona-Jahr 2020 eines gezeigt hat,<br />
dann die Tatsache, dass Sappeure nie verlegen um eine Lösung sind. Nach dem<br />
Ostergruß und dem Überbringen unseres Corps-Befehls mit leckeren Kirmes-Mandeln<br />
zum eigentlichen Termin der Größten Kirmes am Rhein, haben wir auch zu<br />
Weihnachten unsere aktiven Kameraden überrascht. Mit Köstlichkeiten der Konditorei<br />
Schlüter (sehr schade, dass dieses Traditionsgeschäft Ende 2020 für immer<br />
geschlossen hat) und mit nicht minder leckeren Köstlichkeiten der Brauerei Schumacher.<br />
Schön, dass es Euch weiter gibt und Ihr mit so viel Kreativität und Einsatz<br />
der Corona-Krise trotzt.<br />
Nachruf Willy Horn<br />
Keine Woche nach der Nachricht<br />
vom Tode unseres Kameraden Willi<br />
Stammen, erreichte uns die traurige<br />
Mitteilung, dass auch unser lieber<br />
Kamerad Willy Horn verstorben<br />
sei. Willy war 38 Jahre Mitglied unserer<br />
Gesellschaft. Mit Freude nahm<br />
er an den Veranstaltungen unseres<br />
Corps teil. Willy war ein liebenswerter<br />
und ausgleichender Mensch,<br />
dem das Wohl unserer Gesellschaft<br />
sehr am Herzen lag. Er war stolz<br />
darauf, zweimal als Kompaniekönig<br />
das Corps vertreten zu können und<br />
war stets zur Stelle, wenn man ihn<br />
brauchte. Mit zunehmendem Alter ließen seine Kräfte nach und seine gesundheitlichen<br />
Probleme ermöglichten Willy nur noch am Geschehen des<br />
Corps eingeschränkt teilzunehmen. Obwohl er zuletzt der Pfl ege im Luisenheim<br />
in Eller bedurfte, ermöglichte es Gisela, die immer an Willys Seite<br />
war, dass er noch Freude am Leben hatte und hin und wieder an Aktivitäten<br />
des Corps teilnehmen konnte.<br />
41<br />
Die Verteilung unseres<br />
Grußes war Team-Work.<br />
Die Mitglieder<br />
des Vorstandes waren<br />
kurz vor Weihnachten<br />
ausgeschwärmt, um<br />
die aktiven Mitgliedern<br />
des Corps (natürlich<br />
coronakonform und<br />
mit dem gebotenen Abstand)<br />
zu überraschen.<br />
Immer wieder schauten<br />
wir in glückliche Gesichter.<br />
Und allen war klar:<br />
Wenn es wieder möglich<br />
ist, haben wir vieles nachzuholen.<br />
Die guten Gespräche, das Beisammensein,<br />
das Feiern und auch die gemeinsame<br />
Zeit mit unseren Freunden des<br />
Corps. Die Vorfreude ist groß – ähnlich<br />
groß wie der Optimismus, dass das<br />
schon bald wieder möglich ist.<br />
Wir wünschen der gesamten Sappeurfamilie<br />
sowie den Freunden unseres<br />
Corps ein schönes Osterfest.
Gesellschaft<br />
„6te“ Schützen<br />
Ansprechpartner Volker Tutenberg · E-Mail 6te@arcor.de<br />
Internet www.6te-schuetzen.net<br />
Die 6te zwischen den Jahren<br />
Seit November 2020 ist leider nicht so wahnsinnig viel passiert in unserem Gesellschaftsleben.<br />
Trotz der Pandemie, die, mal weniger – mal mehr, mit Sanktionen<br />
und Einschränkungen daher kommt, waren wir Totensonntag auf dem Friedhof.<br />
Wie immer gedachten wir aller Kameraden. Das herbstliche Gesteck legten wir<br />
stellvertretend am Grab von August Bähr ab. Zehn Kameraden hatten sich versammelt,<br />
leider fi el die kameradschaftliche Runde im Anschluß aus.<br />
Schön zu erleben, dass sowohl andere Gesellschaften unseres Regiments, als<br />
auch anderer Vereine es uns gleich taten. Da kann kommen was will, Traditionen<br />
werden beibehalten und gepfl egt.<br />
Und genauso wie bei jedem Film, der mit größeren Menschenansammlungen aufwartet,<br />
immer der Hinweise erfolgt „Gedreht vor März 2020“, sei an dieser Stelle<br />
gerne erwähnt, dass auch wir alle Hygiene- und Abstandsregeln dabei eingehalten<br />
haben. Dank Jochen Skroblin konnten wir uns mit einem kleinen Becher Glühwein<br />
aufwärmen und doch noch ein paar Worte wechseln.<br />
Advents- und Weihnachtszeit<br />
Auch die war mindestens so traurig<br />
und zum Teil trostlos, wie alle anderen<br />
Monate. Der Vorstand hatte sich<br />
etwas Besonderes ausgedacht. Und so<br />
klöppelten, schnitzten und buken die<br />
Weihnachtswichtel in ihrer Werkstatt<br />
das eine oder andere Plätzchen zusammen.<br />
Ein paar Bilddokumente wurden<br />
uns zugespielt.<br />
Monaten nahezu nackt ist. Gesichtsmasken mit dem Logo der Gesellschaft schützen<br />
fortan unser Umfeld. Nicht aber vor dem Schützenvirus, denn das steckt<br />
unabänderlich in jedem von uns. Vielen Dank für diese nette Idee und Umsetzung.<br />
Schützen schützen …<br />
Ausblick auf die weiteren Aktivitäten<br />
Nun stand unser jährlicher Ausklang auf dem Programm und …<br />
>> A B G E S A G T > A B G E S A G T > A B G E S A G T
Gesellschaft<br />
Wildschütz 08<br />
Ansprechpartner Daniel Spruch · E-Mail Wildschuetz08@gmx.de<br />
Mühlenstraße 31 D-40213 Düsseldorf<br />
+49 (0) 211.160 928 15<br />
www.brasserie-stadthaus.de<br />
Nachruf Wolf-Dieter Fiek<br />
Am 12.12.2020 verstarb unser Kamerad<br />
Wolf-Dieter Fiek im Alter<br />
von 78 Jahren.<br />
Die Nachricht über seinen Tod kam<br />
für uns überraschend. Wolf-Dieter<br />
trat der Gesellschaft Wildschütz<br />
und dem Großen Verein im Alter<br />
von 27 Jahren bei.<br />
Im Jahr 2020 feierte er sein 50jähriges<br />
Vereinsjubiläum. In unserer<br />
Gesellschaft unterstützte Wolf-<br />
Dieter jahrelang die Fahnengruppe.<br />
Obwohl er seinen Wohnsitz schon vor einiger Zeit in den äußersten<br />
Nordosten Nordrhein-Westfalens verlegte, brach der Kontakt zur Gesellschaft<br />
nie ab.<br />
Wir werden Wolf-Dieter als liebenswerten Menschen in guter Erinnerung<br />
behalten.<br />
Gesellschaft<br />
1. Friedrichstädter<br />
Rückblick 2020<br />
AXA Generalvertretung<br />
Carsten Alshut<br />
Volmerswerther Str. 129<br />
40221 Düsseldorf<br />
Es war ein trauriges Jahr 2020. Sind wir auch von vereinsinternen Schicksalsschlägen<br />
verschont 0211 worden, 87586170 schlug ein kleiner Virus erbarmungslos zu. Er<br />
legte das Gesellschaftsleben nahezu nieder. Sämtliche Aktivitäten des Vereinslebens<br />
wurden carsten.alshut@axa.de<br />
lahmgelegt. Planmäßig hielten wir im März noch unsere<br />
Jahreshauptversammlung mit den satzungsgemäßen Wahlen ab. Die Kassenlage<br />
der Gesellschaft<br />
www.alshut.eu<br />
ist stabil und der Jahresbericht 2<strong>01</strong>9 fand den Beifall der<br />
Kameraden. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis.<br />
Ansprechpartner Nico Di Carlo · E-Mail nicodicarlo@t-online.de<br />
Internet www.friedrichstaedter.de<br />
Im laufenden Jahr konnten lediglich sechs Versammlungen durchgeführt<br />
werden.<br />
Stephanientag, das Schützenfest, unser Königsschießen, die Weihnachtsfeier<br />
sowie der Krönungsball fi elen der Pandemie zum Opfer.<br />
Damit das Vereinsleben nicht gänzlich zum Erliegen kam, trafen wir uns mit<br />
unseren Partnern in der Altstadt, als dies noch möglich war, um bei einem<br />
gemeinsamen Abendessen einige schöne Stunden zu verleben.<br />
1. Vorsitzender Nico diCarlo<br />
2. Vorsitzender Frank Nießen<br />
Kassierer<br />
Willi Simons<br />
Schriftführer<br />
Karl Reinhold Möhring<br />
1. Schießleiter Frank Nießen<br />
2. Schießleiter Benedict Nießen<br />
Fähnrich<br />
Johannes Bosch<br />
1. Fahnenoffi zier Jason Scharein<br />
2. Fahnenoffi zier Benedict Nießen<br />
Zugführer<br />
Gero Blödorn<br />
Spieß<br />
Uwe Wild<br />
43<br />
Die Versammlungen im August und September sahen uns unter „Coronabedingungen“<br />
im Vereinslokal.<br />
Anschließenden legten behördliche Anordnungen die Aktivitäten der 1. Friedrichstädter<br />
wieder auf Eis.<br />
Wir hoffen alle, dass die Pandemie bald ein Ende fi ndet und das Leben wieder<br />
in normalen Bahnen ANDREAS möglich ist und freuen HARTNIGK uns jetzt schon, dann mit allen<br />
Kamerad*innen das gemeinsame, öffentliche Schützenleben zu zelebrieren.<br />
Burggrafenstraße 5<br />
40545 Düsseldorf<br />
Bis dahin passt alle auf Euch auf und bleibt gesund!<br />
Telefon: +49(0)211-66 96 95-28
Gesellschaft<br />
Neunte Schützen<br />
Ansprechpartner Thomas Schultz · E-Mail Schultz.T@freenet.de<br />
Mitgliedsjubilare <strong>2021</strong><br />
50 Jahre – Peter Grütter<br />
Im Jahre 1970 trat Peter Grütter in<br />
unsere Gesellschaft ein. Schon damals<br />
hatte er viel Freude am Schießsport<br />
und er entwickelte sich zu einem<br />
ausgezeichneten Schützen, was<br />
zahlreiche Erfolge bei Meisterschaftsund<br />
Pokalschiessen belegen. Er war<br />
lange Jahre Fahnenoffi zier der Gesellschaft<br />
und wurde nach seinem<br />
Ausscheiden aus der Fahnengruppe<br />
von der Kompanie zum Ehrenfahnenoffi<br />
zier ernannt. An Auszeichnungen<br />
erhielt Peter Grütter die Silbernen<br />
Ehrennadeln des Großen Vereins und<br />
der Kompanie, sowie im Jahre 2<strong>01</strong>1<br />
die Goldene Kompanienadel. Im Jahre<br />
2<strong>01</strong>8 wurde ihm der Stadtorden<br />
verliehen. Alles Liebe und Gute zum<br />
50-jährigen Mitgliedsjubiläum und<br />
noch viele Jahre bei hoffentlich guter<br />
Gesundheit.<br />
50 Jahre Eric Cornelsen<br />
Ebenfalls im Jahre 1970 wurde Eric<br />
Cornelsen Mitglied in der Gesellschaft<br />
Neunte Schützen. Große Verdienste<br />
erwarb er sich um unser<br />
Blumenhorn, das er lange Jahre trug.<br />
Arbeitsbedingt kann er leider nicht<br />
immer an allen Veranstaltungen teilnehmen,<br />
aber dennoch ist er immer<br />
ein gern gesehener Kamerad. An<br />
Auszeichnungen erhielt Eric Cornelsen<br />
die Silbernen Ehrennadeln des<br />
Großen Vereins und der Kompanie.<br />
Auch ihm wünschen wir alles Liebe<br />
und Gute zum 50-jährigen Mitgliedsjubiläum<br />
und noch viele Jahre bei<br />
hoffentlich guter Gesundheit.<br />
Normalerweise würden wir hier vom<br />
Titularfest, von unserer Generalversammlung<br />
und vom Schiessen um<br />
den Albert-Dötsch-Pokal berichten,<br />
aber leider ist dies aus den bekannten<br />
Gründen im Moment nicht möglich.<br />
Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich<br />
wieder zur Normalität zurückkehren<br />
können und veröffentlichen nachstehend<br />
einige Fotos als Erinnerungen.<br />
T.S.<br />
44
Gesellschaft<br />
II. Schützen von Hindenburg 1873<br />
Ansprechpartner Dominik Reimann · E-Mail schriftführer@von-hindenburg.de<br />
Internet www.von-Hindenburg.de<br />
Totensonntag<br />
Am 22.11. war Totensonntag und die Hindenburger treffen sich normalerweise<br />
auf dem Friedhof, um dort zu Ehren der verstorbenen Kameraden ein Gesteck<br />
niederzulegen. Leider hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung<br />
gemacht. Daher möchte ich an dieser Stelle an alle verstorbenen Kameraden<br />
der Gesellschaft 2. Schützen von Hindenburg gedenken.<br />
Rück- bzw. Vorausblick<br />
Normalerweise steht in dieser Ausgabe der Rückblick des Jahresausklangs der<br />
„Hindenburgfamilie“ und des Titularfestes. Leider ist beides ausgefallen. Den<br />
Grund kennen wir alle, ich sag nur eins, Corona. Leider war es uns nicht gegönnt.<br />
Sehen wir daher nach vorne und hoffen, dass viele sich impfen lassen und dass<br />
wir im Mai unseren Stephaniengedenktag und im Juli Schützenfest feiern können.<br />
Stadt-Tambourkorps<br />
St. Maximilian 04<br />
Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />
+++ <strong>2021</strong> +++ Das Maxkorps +++ 1 Jahr Corona Virus +++ <strong>2021</strong><br />
Das Stadt-Tambourkorps grüßt alle Kameraden herzlich zum Osterfest in diesem<br />
Jahr. Nach einem Jahresstart unter besonderen Bedingungen wünschen<br />
wir allen „Frohe Ostern“ und hoffen, dass <strong>2021</strong> sich deutlich besser entwickelt<br />
als das schei……letzte Jahr.<br />
Den Auftakt in das Schützenjahr<br />
<strong>2021</strong> bildete am 10. Januar das virtuelle<br />
Titularfest. Wir alle trafen uns<br />
an diesem Tag in den sozialen Medien<br />
in Gedanken am Rathaus, marschierten<br />
zur Basilika St. Lambertus<br />
und anschließend zur Reunion in die<br />
Rheinterrassen.<br />
Jeder von uns vermisst natürlich die<br />
Kameraden und das Gesellschaftsleben,<br />
und so war es eine herausragende<br />
Idee der führenden Köpfe unseres Korps, dass einige Maximilianer<br />
in der Adventszeit zu teilweiser später Abendstunde, aber zur Überraschung<br />
aller mit lecker gefüllten Weihnachtstüten, vor den Türen der Kameraden und<br />
vielen Freunden & Gönnern standen. Diese Weihnachtsaktion fand riesigen<br />
Anklang und alle besuchten Freunde waren voll des Dankes & Lob. Das dabei<br />
auch ein Taxi benötigt wurde, weil ja auch getrunken werden durfte war<br />
logisch. An dieser Stelle danken wir dem Chauffeurunternehmen “Charlie Bö<br />
D`dorf“. Ohne diese Hilfe und aufgrund des angebotenen Alkohols hätte man<br />
noch an Silvester Tüten verteilt. <br />
45
Stadt-Tambourkorps<br />
St. Maximilian 04<br />
Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />
Geburtstage Januar:<br />
10.<strong>01</strong> Niklas Hoffmann/19.<strong>01</strong> Björn Tutenberg<br />
18. Jahr & Volljährigkeit<br />
Was hätte das für ein Tag werden können … ja, wenn das Titularfest <strong>2021</strong><br />
stattgefunden hätte. Dann hätte das Maxkorps an diesem Tag auch richtig<br />
feiern können. Unser junger Kamerad Niklas Hoffmann feierte nämlich an<br />
diesem Tag seinen 18. Geburtstag. Hier an dieser Stelle nochmals „Herzlichen<br />
Glückwunsch zu diesem Ehrentag und Deiner Volljährigkeit!“ Niklas ist<br />
musikalisch wirklich sehr begabt und bestens an Lyra, Flöte und sogar Trommel<br />
ausgebildet. Seine Musikalität zeigt er auch gerne bei den Kameraden<br />
des Marinetambourkorps in Unterrath oder auch in Niederkassel. Er ist ein<br />
gern gesehener und sympathischer Spielmann, der mit seinem Vater auch<br />
den Musikzug der Prinzengarde Rot Weiss verstärkt. Wir wünschen Dir, lieber<br />
Niklas, nochmals alles Gute, Glück und Gesundheit und freuen uns auf viele<br />
weitere Jahre der gemeinsamen Musik mit Dir im Kreis Deiner Kameraden des<br />
Stadt-Tambourkorps St. Maximilian.<br />
46
Stadt-Tambourkorps<br />
St. Maximilian 04<br />
Ansprechpartner Michael Peters · E-Mail info@maxkorps04.de / vorsitzender@maxkorps04.de<br />
Geburtstage Februar: 08.02. Hans Köntges (Ehrenhauptmann)<br />
Nachdem wir uns ja nun bereits mehr<br />
als ein Jahr mit den Folgen der Corona<br />
Pandemie beschäftigen müssen,<br />
überraschte uns unser Kamerad &<br />
Kassierer Heinrich Leon Maria<br />
Zissig zu Jahresbeginn mit einem<br />
Mund/Nasenschutz im Maxkorps<br />
Design. Auch er stand unverhofft<br />
und zur Überraschung vieler plötzlich<br />
vor der Tür und verteilte dieses<br />
schöne Accessoire. Also solltet Ihr<br />
Menschen auf der Straße mit genau<br />
diesem Mundschutz sehen, wisst Ihr<br />
Bescheid. Sie gehören zu uns .<br />
Dir, lieber Heiner, danken wir natürlich gerne für diese pfi ffi ge Idee und Spende<br />
an das Korps.<br />
Nachruf / Nachtrag<br />
Einen persönlich schweren Schlag musste unser Kamerad Manfred<br />
“Manes“ Günther bereits im Spätsommer des letzten Jahres hinnehmen.<br />
Völlig unerwartet mussten wir den Tod seiner lieben Frau Christa<br />
zur Kenntnis nehmen. Manfred ist mit Willi Hess der älteste aktive<br />
Kamerad auf der Straße unseres Korps und Christa war lange Jahre<br />
fester, aktiver & tragender Bestandteil der Gemeinschaft unserer Damen.<br />
Mit einigen langjährigen Kameraden von Manes und einigen Damen der<br />
Gesellschaft unterstützten wir ihn bei diesem schweren Gang auf dem<br />
Friedhof in Heerdt. Das Korps wird Manfred natürlich auch in der Zukunft<br />
zur Seite stehen und unserer lieben Christa ein ehrendes Andenken<br />
bewahren!<br />
Zuletzt halten wir folgendes fest. Mittlerweile befi nden wir uns ja fast im April<br />
dieses Jahres. Bei Drucklegung dieser Ausgabe konnte man nur spekulieren,<br />
ob und was an Schützenaktivitäten dieses Jahr stattfi nden wird, oder auch<br />
nicht. Natürlich hoffen wir für alle Brauchtumsfreunde auf diverse Lockerungen<br />
und ggf. die Erlaubnis, unsere Feste wieder zu feiern. Die Maximilianer<br />
sind und bleiben vorbereitet und harren der Dinge die da kommen. Und wenn<br />
nicht, dann drehen wir eine weitere Runde im Kreislauf des Lebens und geben<br />
die Hoffnung nicht auf!<br />
Geburtstage März: 03.03. U. Traub / 13.03. Ch. Ufer / 17.03 N. Hallen<br />
Das war`s zunächst…….wir sehen und hören uns op de Strooß.<br />
Irjendwan…….<br />
Ihr/Euer<br />
Stadt-Tambourkorps St. Maximilian<br />
Gebäudereinigung und Dienstleistungen<br />
47
Gesellschaft<br />
St. Lambertus von 1850<br />
Ansprechpartner Andreas Becker · E-Mail NEU lambertus@becker-polsterei.de<br />
Internet www.facebook.de/ges-st-lambertus<br />
Weihnachtswichtel<br />
Das Corona-Virus hat unsere Gesellschaft immer noch fest im Griff und sorgt<br />
dafür, dass wir unseren Alltag nicht wie gewohnt leben können.<br />
Martinsumzüge, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern und auch einfache Zusammentreffen<br />
der Kameraden sind derzeit leider undenkbar.<br />
Um den Kameraden, ihren Frauen und Familien in dieser Zeit eine Freude zu<br />
machen und ein Zeichen des Zusammenhalts zu senden, hat sich die Gesellschaft<br />
St. Lambertus jedoch etwas Besonderes überlegt.<br />
Kurz vor Weihnachten machte sich eine Gruppe fl eißiger Wichtel auf den Weg,<br />
um der Lambertusfamilie eine kleine Freude zu bereiten. Die Kameraden waren<br />
aufgerufen, ihre geputzten Stiefel vor die Wohnungstür zu stellen und<br />
beim Schellen der Wichtel lediglich die Haustür zu öffnen, um Kontakte zu<br />
vermeiden. Die Wichtel brachten ihnen dann einen Weihnachtsgruß unserer<br />
Hauptleute sowie eine Auswahl von Leckereien und als Highlight eine St. Lambertus-Atemschutzmaske.<br />
Wir hoffen, den Kameraden und ihren Familien und Frauen bald wieder häufi -<br />
ger ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu können und wünschen ihnen alles<br />
Gute und viel Gesundheit.<br />
Patrick Wilkens<br />
Anz Becker Akt Juni_93x132_Bel:Anz 90 x 20/Bel/ 23.06.15 10:31 Seite 1<br />
Informationen für die Gesellschaften<br />
Tradition seit über 100 Jahren<br />
Abgabetermin Festausgabe<br />
21. Mai <strong>2021</strong><br />
Information für NEUE Schriftführer<br />
Leider ist uns, der <strong>Schlossturm</strong>-Redaktion, schon häufi g aufgefallen,<br />
daß bei einem Schriftführerwechsel die neuen Schriftführer gewissermaßen<br />
ins „kalte Wasser” geworfen wurden. Ohne genauere Informationen<br />
sollten sie nun einen Gesellschaftsbericht erstellen. Deswegen<br />
bitten wir neue Schriftführer, sich mit einer kurzen E-mail an uns zu<br />
wenden. Sie erhalten dann ein „Starter-Paket” mit allen wichtigen<br />
Dokumenten von uns. E-mail an: <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de<br />
Rubrik „Schützen helfen“<br />
Wir sind umgezogen:<br />
Himmelgeisterstr. 70<br />
Andreas<br />
Becker<br />
RaumausstatterMeister<br />
Eigene Polsterei:<br />
n Aufarbeitung und Neuanfertigung von Polstermöbeln<br />
für Privat- & Geschäftskunden und Gastronomie<br />
n Neubezug von Behandlungsstühlen, Fitness- & Massagebänken<br />
n Gardinen und Dekorationen – Anfertigung und Pflege<br />
n Sonnenschutz – Rollos, Jalousien, Plisses, Vertikallamellen<br />
n Insektenschutzgitter, Teppichböden, Treppenläufer<br />
Bitte denkt an unsere Rubrik „Schützen helfen“ - Die gute Tat in der<br />
über Hilfsaktionen der Gesellschaften berichten. Damit die guten Taten<br />
der einzelnen Gesellschaften nicht nur im Gesellschaftsteil zu<br />
fi nden sind. Wir fi nden, dass solch ein Engagement für alle Leser im<br />
redaktionellen Teil erscheinen sollte. Darum erinnern wir an eine gesonderte<br />
Zusendung von Artikeln über gute Taten der Gesellschaften<br />
unter dem Betreff -----„Schützen Helfen“ / Name der Gesellschaft -----<br />
gerne mit Fotos an <strong>Schlossturm</strong>-PSP@t-online.de.<br />
48<br />
Himmelgeister Str. 70<br />
40225 Düsseldorf<br />
fon: 0211. 33 08 64<br />
mob: <strong>01</strong>72. 17 90 881<br />
info@becker-polsterei.de<br />
www.becker-polsterei.de