nextstep_2021_01

suedwest.presse

NEXT

STEP

Der nächste Schritt ins Studium oder Berufsleben

24. März 2021

Die Schauspielerin spricht im Interview über

Urlaubssehnsucht, Lampenfieber und ihre Rolle

als Tyler in der Serie „Katakomben“

Forstwirt, Erlebnispädagoge, Tierpfleger & Co. –

Azubis aus der Region erzählen von ihren

spannenden Outdoor-Berufen

Mit diesen Outfits bist Du beim

Vorstellungsgespräch perfekt angezogen


START FREI

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Studienmöglichkeiten bei Schubert unter:

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Hier findest du uns auch:


NEXT STEP |

3

Foto: Ufuk Arslan

SEHNSUCHTSORT?

DRAUSSEN!

JULIA

WEISE,

REDAKTEURIN

Impressum

Next Step – Der nächste Schritt ins

Studium oder Berufsleben | März 2021

Eine Kooperation der Verlagsbetriebe

Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt

und Rundschau Gaildorf

Verlag | Kontakt

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

GmbH & Co. KG

Haalstraße 5 und 7

74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/ 4040

Redaktion

Heribert Lohr (verantw.),

Alisa Grün, Claudia Linz,

Hannah Pompalla, Julia Weise

Fotos

Titelfoto: © Joyn/Christoph Köstlin

Fotos wie angegeben: Ufuk Arslan, Alisa

Grün, Claudia Linz, Hannah Pompalla,

Eileen Scheiner, Julia Weise, Privatfotos,

Shutterstock

Anzeigen

Jörg Heiland (verantw.),

Christine Adamietz, Alexandra Gläß,

Bianca Graf, Martin Haas, Afsoon Kamrani,

Kai Müller, Julia Winterfeldt

Grafik

Friedemann Leipold,

Peter Oberndörfer,

Heidi Thomsen

Langeweile im Job? Über die muss

sich Mercedes Müller nicht beklagen.

Als Schauspielerin steht sie regelmäßig

mit Größen wie Til Schweiger

oder Max von der Groeben vor der

Kamera; geht den schaurigen Katakomben

in Münchens Untergrund

auf die Spur und schmiert sich in der

Nutella-Werbung gelegentlich Nuss-

Nougat-Creme aufs Brot. Klingt irgendwie

perfekt. Trotzdem fehlt der

24-Jährigen derzeit Eines ganz besonders:

„Sonne und Meer“ – Das

Draußen! Kein Wunder, nach den kalten

Monaten und den vielen Wochen

Zuhause kann wohl jeder von uns gerade

eine gute Portion Outdoor-Action

gebrauchen.

In dieser Next Step-Ausgabe haben

wir die räumlichen Grenzen hinter

uns gelassen und uns auf die Suche

nach spannenden Outdoor-Berufen

in unserer Region und darum herum

begeben. Dabei haben wir mit jungen

Menschen gesprochen, die in ihrem

Job jede Menge Frischluft tanken

– nicht nur bei Sonnenschein,

wie vielleicht hinzugefügt werden

sollte, sondern oft auch, wenn's

draußen wettertechnisch mal ganz

schön eklig wird.

Eine von ihnen ist die angehende

Tierpflegerin Mona Summerer. Im

Wildpark Bad Mergentheim bekommt

sie es beim Füttern und Ausmisten

mit frechen Waschbären, exotischen

Kamelen und majestätischen

Greifvögeln zu tun. Vögel, Blumen

und andere Tiere „einzufangen“ gehört

hingegen zur Lieblingsbeschäftigung

von Chiara Fischer. Die

22-Jährige steckt derzeit mitten in ihrer

Lehre zur Fotografin. Neben Gespür

für Ästhetik, muss sie auf der

Jagd nach dem perfekten Bild ebenso

ein gehöriges Maß an technischem

Verständnis mitbringen. Draußen arbeiten

aber auch der Erlebnispädagoge,

die Gleisbauerin, die Fachkraft

für Abwassertechnik & Co. Sie alle

verraten in der Kategorie „Jobstart“

(Seite 8 bis 27), mit welch coolen Aufgaben

sie betraut werden.

Dass der Weg zum Traumjob mit viel

Schönem, aber auch mit Herausforderungen

gepflastert sein kann, davon

kannst du dich bei unseren „Machern“

(Seite 30 bis 37) überzeugen.

Darüber hinaus haben wir wieder einige

interessante Fakten rund ums

Berufsleben, das perfekte Outfit im

Vorstellungsgespräch und die Hochschulen

in Baden-Württemberg im

Programm. Neugierig geworden?

Dann blättere gleich zu den Seiten 40

bis 49 weiter.

Viel Spaß beim

Schmökern wünscht

Druck

Umschlag: Klunker & Ewald GmbH

Ferdinand-von-Steinbeis-Straße 8

74564 Crailsheim

Inhalt: DHO Druckzentrum

Hohenlohe-Ostalb GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim


4 | NEXT STEP

INHALT

Editorial 3

JOBSTART

DIE SCHAUSPIELERIN

Mercedes Müller spricht über

Urlaubssehnsucht, Lampenfieber

und ihre Rolle als Tyler in

„Katakomben“ 8

DIE FÜRSORGLICHE

Mona Summerer absolviert

eine Ausbildung zur

Zootierpflegerin 10

DER ABENTEURER

Erlebnispädagoge

Alexander Root stellt Outdoor-Events

auf die Beine 12

DIE BILDSTARKE

DIE ANPACKERIN

Lena Koch lernt bei ForstBW

den Beruf der Forstwirtin 18

DIE PFERDEVERSTEHERIN

Hanna Hess hat ihre

Ausbildung zur Pferdewirtin

abgeschlossen 20

DIE WEGBEREITERIN

Anastasiia Dudina arbeitet

auf ihren Traumjob als

Gleisbauerin hin 22

DER SCHWINDELFREIE

Justin Dietrich geht als

Dachdecker in die Lehre 24

DER NATURSCHÜTZER

Festus Garoeb wird zur

Fachkraft für Abwassertechnik

ausgebildet 26

Chiara Fischer rückt als

Fotografin Menschen

ins rechte Licht 14

DIE FORSCHERIN

Marina Moser schreibt

ihre Doktorarbeit am

Naturkundemuseum 16

LENA KOCH

Fotos: Alisa Grün


NEXT STEP |

5

MACHER

WISSEN

DIE STUDENTIN

Xenia Aschenbrenner hat

das Hochschulleben nur

online kennengelernt 30

DIE ALLZWECK-WAFFE

Julia Brand erlebt als

Grundschullehrerin

besondere Momente

und Herausforderungen 32

DER GUTE-LAUNE-MACHER

Wingfeb Andriando

Banjarnahor aus Sumatra

perfektioniert sein Können

in der Sterneküche 34

DIE EINFÜHLSAME

GUT ZU WISSEN:

Outdoor-Berufe 40

BLOSS NICHT VERKLEIDEN!

Mit diesen Outfits punktest

du beim Vorstellungsgespräch

42

BERUFSBERATUNG DIGITAL

Interview mit Lisa John

von der Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

46

REGIONALE HOCHSCHULEN

Ein Überblick 48

Klara Strohmayer macht einen

Bundesfreiwilligendienst

im Crailsheimer Klinikum 36

JULIA BRAND

HANNA HESS


Zukunft

im Blick

AUSBILDUNG BEI DER STADT

SCHWÄBISCH HALL

VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER (m/w/d)

KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT (m/w/d)

Allgemeine Verwaltung

VERANSTALTUNGSKAUFMANN (m/w/d)

FACHINFORMATIKER (m/w/d)

Fachrichtung Systemintegration

FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

Fachrichtung Bibliothek

Fachrichtung Archiv

FACHKRAFT FÜR ABWASSERTECHNIK (m/w/d)

KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER (m/w/d)

Schwerpunkt Personenwagentechnik

ERZIEHER (m/w/d)

Anerkennungspraktikum

Praxisintegrierte Ausbildung

VERMESSUNGSTECHNIKER (m/w/d)

BAUZEICHNER (m/w/d)

Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftbau

Schwerpunkt Architektur

BAUINGENIEUR (m/w/d)

GEHOBENER VERWALTUNGSDIENST/PUBLIC MANAGEMENT

Einführungspraktikum

BACHELOR OF ARTS - DHBW SOZIALE ARBEIT

Studienrichtungen Kinder- und Jugendarbeit, Elementarerziehung

BACHELOR OF ARTS - DIGITALES VERWALTUNGSMANAGEMENT

BUNDESFREIWILLIGENDIENST

in verschiedenen Bereichen

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens 31.8.2021.

Bitte nutzen Sie hierfür unser Bewerberportal unter www.schwaebischhall.de/karriere.

Fragen beantwortet Ihnen gerne Frau Pietsch, Telefon (0791) 7 51-229.

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JOBSTART

ACHTUNG, FERTIG, OUTDOOR – LOS!

Im Park ein Eis essen, in der Sonne chillen oder im Garten den Grill anschmeißen

– hast du das in den letzten Monaten auch so sehr vermisst wie wir? Kein

Wunder! Draußen zu sein macht einfach glücklich, das haben sogar schon unzählige

Studien bewiesen. Vielleicht hast du dir daher auch selbst schon einmal

die Frage gestellt, weshalb du die erholsamen Outdoor-Stunden nur auf

deine Freizeit begrenzen solltest? Immerhin gibt es auch in unserer Region

unzählige Möglichkeiten, um unter freiem Himmel zu arbeiten.

Das Next-Step-Team hat junge Menschen besucht, die in ihrem Job tagtäglich

jede Menge Frischluft schnuppern. Eine von ihnen ist Mona Summerer. Die

20-Jährige bekommt es in ihrer Lehre im Wildpark Bad Mergentheim mit riesigen

Bären, lebhaften Polarfüchsen und majestätischen Greifvögeln zu tun. Ratternde

Motorsägen und knackendes Geäst sind hingegen Lena Kochs Metier.

Die 19-Jährige lässt sich bei ForstBW zur Forstwirtin ausbilden. In ihrem Arbeitsalltag

muss sie neben einem guten Gespür für Sicherheit ebenso ordentlich

Kondition mitbringen. Draußen arbeiten auch der Erlebnispädagoge, die

Fotografin, die Insektenforscherin, die Pferdewirtin, der Gleisbauer, der Dachdecker

und die Fachkraft für Abwassertechnik – was sie alles in ihrem spannenden

Berufsalltag erleben, erzählen sie selbst auf den folgenden Seiten.

Foto: diignat/Shutterstock.com


8 | NEXT STEP JOBSTART

„SCHAUSPIELEN

HAT SICH

NOCH NIE

WIE ARBEIT

ANGEFÜHLT“

Sie verlieh der Isa aus „Tschick“ ein

Gesicht und stand an der Seite von Til

Schweiger im „Tatort“ vor der Kamera:

Mercedes Müller hat es im Showbusiness

schon weit gebracht. Wann sie

trotzdem noch Lampenfieber hat,

verrät die 24-Jährige im Interview.

Foto: © Joyn/Christoph Köstlin

Mercedes, Reisen sind derzeit

ja kaum möglich. Wenn

Du Dich aber an einen beliebigen

Ort wünschen könntest,

wohin würde es gehen?

Mercedes Müller: Ich hätte

Lust auf La Gomera, denn ich

sehne mich nach Sonne und

Meer! Mit 17 Jahren habe ich

mit meiner Mutter und Freunden

dort Urlaub gemacht. Ich

habe wahnsinnig schöne Erinnerungen

an die Kanarische

Insel.

Für deine Rolle als Tyler in

der neuen Joyn-Serie „Katakomben“

hat es Dich stattdessen

direkt in den Münchner

Untergrund verschlagen.

Was macht Tyler aus?

Und wie hast du dich auf diese

Rolle vorbereitet?

Tyler ist ganz anders aufgewachsen

als ich. Schicksalsschläge

haben ihr gezeigt, dass

das Leben nicht immer fair ist.

Trotzdem hat sie nie aufgehört

zu kämpfen. Sie will niemandem

gefallen, wirkt grob, ist unangepasst

und wütend. Aber

hat sie einmal jemanden in ihr

Herz geschlossen, kann man

sich auf sie verlassen. Zur Vorbereitung

habe ich versucht,

mich in Tylers Welt reinzudenken,

ihre Geschichte auszubauen

und ihre Beweggründe

zu verstehen. Unser Regisseur

Jakob hat vor dem Dreh außerdem

einige Szenen mit uns geprobt.

So konnte ich ein bisschen

mehr ausprobieren,

Kleinigkeiten verändern und

meine Kollegen am Set schon

etwas kennenlernen.

Was hat Dich an ihr besonders

beeindruckt?

Tylers Mut und ihre Einstellung

zum Leben. Sie versucht, das

Beste aus jeder Situation zu

machen, egal wie aussichtslos

sie erscheint.

Ist es Dir leichtgefallen, in

ihre Rolle zu schlüpfen –

und sie abends wieder abzustreifen?

Kostüm und Maske haben bei

Tyler extrem geholfen. Äußerlich

unterscheidet sie sich sehr

von mir, aber sobald mir meine

Augenringe geschminkt

und meine Haare eingefettet

wurden und ich dann noch

meine viel zu große Jacke angezogen

habe, war sie da. Tyler


NEXT STEP JOBSTART |

9

abzulegen fiel mir da manchmal

schwerer.

Das erste Mal standest Du

schon im Alter von vier Jahren

vor der Kamera. Woher

wusstest du später, dass du

in diesem Beruf richtig aufgehoben

bist?

Es hat sich noch nie wie Arbeit

für mich angefühlt.

Was gefällt dir an der Schauspielerei?

Man lernt immer neue Menschen

und Orte kennen und

darf in die verschiedensten

Momente schlüpfen, die man

sonst nie erlebt hätte. Sich immer

wieder mit neuen Charakteren

auseinanderzusetzen

und diese verstehen zu wollen,

ist unglaublich bereichernd.

Den meisten Spaß habe ich dabei

an Rollen, die mir selbst unähnlich

sind, weil ich da neue

Sachen ausprobieren darf.

Hast du auch mal mit einem

anderen Beruf geliebäugelt?

Momentan bin ich sehr glücklich

und kann mir nichts Anderes

vorstellen. Ich hätte allerdings

Lust auf ein Studium,

dass nichts mit Schauspiel zu

tun hat. Ich weiß aber noch

nicht, in welche Richtung ich

da gehen möchte.

Was ist eigentlich Dein absoluter

Lieblingsfilm?

Schwierig! „Pulp Fiction“ und

„Léon – Der Profi“ sind Klassiker,

die ich mir immer wieder

anschauen kann.

In welchen Situationen hast

Du heute noch Lampenfieber?

Castings sind jedes Mal eine

Herausforderung für mich. Ich

bin immer wahnsinnig aufgeregt

und erst währenddessen

kann ich mich irgendwann entspannen

und genießen. Am Set

kann ich gar nicht genau sagen,

in welcher Situation ich Lampenfieber

habe, aber es passiert

schon mal.

Ist am Set auch mal was so

richtig in die Hose gegangen?

Texthänger sind mein absoluter

Albtraum, kommen aber

leider vor. Manchmal ist der

Wurm drin. Dann warten alle

auf einen und der Druck wird

immer größer. Mittlerweile

weiß ich aber, dass es nichts

bringt, mir in diesen Situationen

Stress zu machen. Ich versuche

einfach so gut es geht

entspannt zu bleiben. Keiner

ist perfekt und Fehler können

passieren.

Was war der beste Tipp, den

Du je von einem Kollegen

bekommen hast?

Das wäre: „Immer in Bewegung

bleiben.“ Man sollte

nicht darauf warten, dass jemand

an der Tür klopft und

dir Deine Traumrolle anbietet.

Ich versuche mich immer

weiterzuentwickeln, wodurch

sich beruflich neue Möglichkeiten

ergeben können. Erzwingen

kann man aber natürlich

nichts. Die Dinge

entspannt anzugehen, hilft

ebenfalls.

Wo siehst Du Dich beruflich

in fünf Jahren?

Ich bin für alles offen und hoffe,

dass ich bei spannenden Geschichten

mit inspirierenden

Menschen mitspielen darf.

Zum Abschluss noch eine

Schnellfragerunde:

Ein Drehtag im Studio oder

lieber draußen?

Draußen

Romanze oder Thriller?

Thriller

Popcorn oder Nachos zum

Film?

Beides

Selbermachen oder

Stuntdouble?

Selbermachen

Du solltest nicht

darauf warten, dass

jemand an die Tür

klopft, um dir

eine Traumrolle

anzubieten.

Von Julia Weise

MEHR ÜBER

MERCEDES

Nicole Mercedes Mariola Müller

wurde 1996 in Berlin geboren.

Schon im Alter von vier Jahren gab

sie in „4 Freunde & 4 Pfoten“ ihr

Kinodebüt. Seither war die Schauspielerin

bereits in TV-Serien wie

„Polizeiruf 110“ sowie in einigen

„Tatort“-Folgen zu sehen, wo sie

gemeinsam mit Til Schweiger

und dem „Fack ju Göthe“-Star

Max von der Groeben

In der Coming-of-Age-Serie „Katakomben“

ist Mercedes aka Tyler (rechts) im

Münchner Untergrund Zuhause.

Foto: © Joyn/NEUESUPER/Arvid Uhlig

drehte. Nachdem sie 2009 und

2010 in den Kinofilmen „Die wilden

Hühner und das Leben“ sowie

„Groupies bleiben nicht zum

Frühstück“ mitspielte, überzeugte

sie 2016 als Isa in der Verfilmung

des Bestsellers „Tschick“.

Im September 2020 war Mercedes

in der sechsteiligen Event-Serie

„Oktoberfest 1900“ als Brauereitochter

Clara Prank zu sehen. In

der neuen Coming-of-Age-Serie

„Katakomben“ schlüpft Mercedes

in die Rolle der Tyler. Die Serie

läuft seit dem 11. März auf Joyn.


10| NEXT STEP JOBSTART

Mona hat ihre Arbeit

im Rahmen eines

Praktikums kennen

und lieben gelernt.

Häufig werde ich mit

dem Klischee konfrontiert,

dass man als Tierpfleger

nur kuschelt und füttert.

Zum Beruf gehört es aber

auch anzupacken und die

Gehege zu säubern.

WO WASCHBÄR,

WOLF UND

WANDERFALKE LEBEN

Mona Summerer absolviert

im Wildpark

Bad Mergentheim

eine Ausbildung zur

Zootierpflegerin.

Foto: Wildpark Bad Mergentheim

Neugierig stellt sich

ein Waschbär auf

die Hinterpfoten.

Der pelzige Geselle

möchte einen leckeren Happen

aus dem Futtereimer von

Mona Summerer ergattern. Eier

und rohes Fleisch stehen

auf dem Speiseplan. „Die

Waschbären gehören zu meinen

Lieblingstieren hier im

Wildpark Bad Mergentheim“,

erzählt Mona und lacht. In ihrem

Berufsalltag bekommt es

die angehende Zootierpflegerin

tagtäglich mit riesigen Bären,

lebhaften Polarfüchsen,

wuscheligen Schwarznasenschafen

und majestätischen

Greifvögeln zu tun. Sie artgerecht

zu füttern, zu hegen und

zu schützen gehört zu Monas

vielfältigen Aufgaben. Dazu ist

sie viel draußen unterwegs –

und das bei Wind und Wetter.

„Die Arbeit mit Tieren hat

mich schon immer fasziniert“,

schwärmt die 20-Jährige, die

für ihre Lehre extra aus dem

rund 200 Kilometer entfernten

Rottweil nach Bad Mergentheim

gezogen ist. „Also habe

ich bei einem schulischen

Praktikum im Wildpark hereingeschnuppert.“

Ihre Erwartungen

werden dabei sogar

noch übertroffen. „Es hat so

viel Spaß gemacht, dass ich gar

nicht anders konnte, als eine

Ausbildung zu beginnen.“ Inzwischen

ist Mona bereits im

zweiten Lehrjahr angekommen,

trotzdem lernt sie immer

wieder Spannendes dazu.

Jeder Morgen beginnt für sie

um 8 Uhr mit einer Lagebesprechung

im Team. „Da erfahre

ich, für welche Tiere ich zuständig

bin und welche

Aufgaben es zu übernehmen

gilt“, beschreibt sie. Dann marschiert

Mona los. Mit Sicherheitsschuhen

(„Die sind

Pflicht“), einer praktischen Arbeitshose,

einer dicken Jacke

zum Schutz vor der Witterung

sowie mit Mütze und Handschuhen

ist sie gut ausstaffiert.

„Außerdem habe ich meine

Schlüssel, ein Messer und einen

Stromprüfer in der Tasche.“

Mit letzterem stellt sie sicher,

dass die Stromzäune, die

die Gehege umgeben, funktionieren.

Schließlich sollen die

Wildtiere nicht unbemerkt im

Park spazieren gehen. „Zu den

Luchsen und Wölfen darf ich

im zweiten Lehrjahr übrigens

noch nicht hinein,“ unterstreicht

die Azubine. „Aber

selbst ausgelernte Kräfte gehen

bei den Arten mit einem hohen

‚Gefährdungsgrad' nur zu zweit

in das Gehege. Selbstschutz hat

einen enormen Stellenwert.“


NEXT STEP JOBSTART |11

Der Waschbär gehört

zu Monas Lieblingstieren

im Wildpark.

Auch Fleischfresser wie die

Polarfüchse müssen artgerecht

versorgt werden. Fotos: Ufuk Arslan

Bei den „Haustieren“, wo beispielsweise

die Kaninchen

untergebracht sind, muss sich

Mona über derlei Dinge allerdings

nicht so viele Gedanken

machen. Mit viel Liebe zum

Detail stellt sie den Langohren

frisches Kraftfutter und

Wasser, Obst und Gemüse sowie

duftendes Heu in den Reschen

bereit. Den Gesundheitszustand

der Tiere hat sie

währenddessen genau im

Blick. Zudem steht das Ausmisten

auf der To-do-Liste.

„Häufig werde ich mit dem

Klischee konfrontiert, dass

man als Tierpfleger nur kuschelt

und füttert. Zum Beruf

gehört es aber auch anzupacken

und die Gehege zu säubern“,

weiß sie. Immer wieder

gibt es einen Wechsel, sodass

Mona in ihrer Ausbildung

nach und nach alle Bereiche

kennenlernt. Zimperlich sein

darf sie dabei nicht. Immerhin

sind im Wildpark nicht

nur Vegetarier Zuhause. Auch

Fleischfresser wie der Wanderfalke

und der Uhu wollen

etwas zu Fressen bekommen.

„Regelmäßig werden wir mit

toten Eintagsküken beliefert“,

sagt Mona ohne Scheu. „Mich

ekelt das nicht. Ich sehe sie als

Futter.“ Für jede Sparte – also

für Fleisch, Obst und Getreide

– gibt es einen eigenen Bereich

in der Futterküche. Dort

wird die Nahrung kleingeschnippelt,

abgezählt und

portioniert.

Neben dem praktischen Teil

im Wildpark besucht Mona

circa alle zwei Monate die Berufsschule

in Karlsruhe-Ettlingen.

Zudem ist in diesem Jahr

für sie noch ein überbetriebliches

Praktikum in der Wilhelma

in Stuttgart angedacht. „In

dieser Zeit lerne ich den Umgang

mit typischen Zootieren

wie den Löwen und Tigern

kennen. Die gibt es in Bad

Mergentheim nicht.“

Wie es für Mona nach dem Ende

der insgesamt drei Jahren

umfassenden Ausbildung weitergehen

soll, steht für sie bereits

heute felsenfest. „Mein

Herz schlägt für diesen Beruf“,

sagt Mona. „Daher möchte ich

am liebsten auch künftig im

Wildpark bleiben.“

Von Julia Weise

Info: Im Wildpark Bad Mergentheim sind über 70 europäische

Tierarten auf insgesamt 35 Hektar Fläche zuhause.

Neben Schwarznasenschafen, Polarfüchsen, Steinböcken

und Bären lebt dort etwa auch das wohl größte Wolfsrudel

Europas. Wer Glück hat und gut aufpasst, kann die wilden

Tiere bei einem Spaziergang inmitten der Wälder und Büsche

in ihren naturnah angelegten Gehegen erspähen. Zudem

werden für gewöhnlich geführte Fütterungsrunden

abgehalten.

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12| NEXT STEP JOBSTART

Viel Feingefühl

und Stressresistenz

sind in meinem

Beruf

Voraussetzung.

DER

Nach seinem Master-Abschluss

hat Alexander Root den

„Naturzeit Club“ gegründet.

Foto: Julia Wolf

ABENTEUER-MACHER

Erlebnispädagoge Alexander Root stellt Events für

Kinder und Jugendliche in der Natur auf die Beine.

Survival-Action, Feuermachen

und die spektakuläre

Flucht von einem

sinkenden

Luxusdampfer? Das klingt wie

der Ausschnitt aus einem spannungsgeladenen

Thriller, gehört

aber zum Alltag von Alexander

Root aus Michelbach an

der Bilz. Dabei ist der 29-Jährige

weder Krimibuchautor noch

Spion von Beruf: Alexander ist

Erlebnispädagoge. Mit seinem

„Naturzeit Club“ stellt er für

Kinder und Jugendliche Events

in den Wiesen und Wäldern

rund um Köln auf die Beine. Neben

einer ordentlichen Portion

Spaß steht für ihn dabei auch

ein positiver Lerneffekt im Vordergrund

seiner Bemühungen.

„In der Erlebnispädagogik geben

wir den Teilnehmern typischerweise

eine Aufgabe, die

sie nur im Team lösen können“,

beschreibt Alex und

zwinkert. Die Natur bezieht

der Selfmade-Abenteurer, der

bereits einen Bachelor- in

Sportwissenschaften sowie einen

Mastergrad in Betriebswirtschaftslehre

(BWL) in der

Tasche hat, gern mit ein: Mal

geht es darum, ein Lagerfeuer

zu machen, ohne ein Feuerzeug

zu benutzen. Dann wiederum

steht der Bau eines

Wasserfilters aus Naturmaterialien

auf dem Programm. Eine

echte Herausforderung,

wenn man nicht mal eben

„googeln“ kann, wie's geht.

„Für mich ist es jedes Mal total

schön zu beobachten, wie die

ganze Gruppe bei der Lösung

des ‚Problems' zusammen

durch verschiedene Phasen

geht“, zeigt er auf. Denn für

gewöhnlich fangen die Kids

erstmal an kräftig miteinander

zu diskutieren. „Da kann es

schon mal zum Streit kommen“,

weiß der Pädagoge.

„Aber irgendwann beginnen

sie einander bei der Ideenfindung

zuzuhören – und schließlich

kommt das Erfolgserlebnis.“

Dann nämlich, wenn das

Feuer brennt oder das Wasser

durch den selbstgebauten Filter

wieder sauber geworden

ist. Ganz unbewusst, so sagt

Alex, findet bei den Kids dabei

immer auch eine Persönlichkeitsentwicklung

statt.

Auf die Erlebnispädagogik ist

Alex während seines Sportstudiums

in Köln gestoßen. Im

Rahmen eines Kurses hat er

PÄDAGOGIK

Das Wort stammt aus dem altgriechischen

und bedeutet so

viel wie „Erziehung“ oder „Unterweisung“.

Grundsätzlich

untersuchen Pädagogen das

menschliche Verhalten und

wenden spezielle Methoden

an, um dieses Verhalten zu

analysieren sowie gegebenenfalls

in eine bestimmte Richtung

zu lenken. Lehrer, Erzieher,

Sozial-, Heil- und

Erlebnispädagogen zählen zu

diesem umfangreichen Berufsfeld.

ERLEBNIS-

PÄDAGOGIK

In der Erlebnispädagogik sammeln

die Teilnehmer – meist im

Team – Erfahrungen und erleben

Abenteuer in der Natur.

Beim Klettern, durch erlebnispädagogische

Trainings und

durch Erlebnisse erlernen sie

Fähigkeiten für das Miteinander

im Alltag und in der Schule.

Die Berufs-Bezeichnung „Erlebnispädagoge“

ist in Deutschland

nicht geschützt.


NEXT STEP JOBSTART |13

DER NATURZEIT CLUB

Fotos. Naturzeit Club

ist ein Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche

von 6 bis 12 Jahren in Köln. Der Nachwuchs

soll bei den sportlichen und erlebnispädagogisch

geprägten Events den Spaß an

Gruppenerlebnissen, der Natur und an Bewegung

kennenlernen. Die Betreuung findet in

Ferien-Camps und an Freitagnachmittagen

statt, zu denen die Eltern ihre Kinder online

anmelden können. Der „Naturzeit Club“ wurde

2020 von Alexander Root gegründet. Zehn

Coaches unterstützen ihn.

dort selbst die Gelegenheit

bekommen, an einem der

lehrreichen Events in der Natur

teilzunehmen. „Das fand

ich so cool, dass ich es auch

anderen zeigen wollte“,

schwärmt er. Gesagt, getan.

Zunächst als Nebenjob, später

sogar mit dem eigenen „Naturzeit

Club“. Den hat Alex

nach seinem Master-Abschluss

im vergangenen Jahr

selbst gegründet. Derzeit ist er

parallel noch als Lehrer tätig.

„Aber in Zukunft könnte ich

mir vorstellen, den Club auch

in Städten wie Bonn, Düsseldorf

oder Schwäbisch Hall anzubieten.“

Dann will er sich

vielleicht in Vollzeit darauf

konzentrieren.

Viel Feingefühl für jeden einzelnen

Teilnehmer sowie ein

gehöriges Maß an Stressresistenz

sollte man seiner Meinung

nach in diesem Beruf

auf jeden Fall mitbringen.

„Denn selbst wenn man den

Kindern einen gewissen Regelrahmen

gibt, kann draußen

immer mal etwas passieren.“

Und sei es auch nur ein plötzlicher

Regenguss im Wald.

„Die Freude an der Natur ist

aber natürlich ebenfalls eine

absolute Voraussetzung“,

schließt Alex und lacht. Dass

diese bei so viel Action dann

auch auf die Kids überspringt,

ist so beinahe schon garantiert.

Von Julia Weise

AUS

WIRD

BILDUNG

AUSBILDUNG

Ab dem 01.09.2021/2022 kannst auch Du dabei sein!

Ausbildung und duales Studium - werde Teil des Güde-Teams

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(Maschinenbau)

Herausforderungen umsetzen

Begeisterung vermitteln

Qualität spüren

Agilität leben

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Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

Horst Mayer-Schwärzel

Personal

Telefon: 07935 71 261

jobs.schrozberg@nedschroef.com

www.nedschroef.com


14| NEXT STEP JOBSTART

Chiara Fischer rückt

als Fotografin Menschen

ins rechte Licht.

Foto: Sonja Ulmer-Köhn

BEIM ERSTEN KLICK

HAT'S GLEICH GEKLAPPT

Chiara Fischer hat

auf Anhieb ein gutes

Bild abgegeben. Die

22-Jährige absolviert

in Hall eine Ausbildung

zur Fotografin.

Macht Chiara Fischer

„jemandem

den Hof“,

entsteht folgendes

Bild: Sie selbst lustwandelt

in einem feinen roten Kleid vor

dem Alten Schloss in Stuttgart

und ein Klassenkamerad, der

den Hof kehrt, überreicht ihr

eine Rose. Begeistert erzählt

die Schwäbisch Hallerin von

ihrer vielseitigen Ausbildung

zur Fotografin und hebt zum

Beispiel die Projektwoche hervor,

in der die Azubis an der Johannes-Gutenberg-Schule

in

Stuttgart Sprichwörter visualisieren

sollten. „Das klang zuerst

schwierig, aber je mehr

wir uns damit auseinandersetzten,

desto spannender

und lustiger wurde es“, beschreibt

es die dunkelhaarige

junge Frau, die ihre Ausbildung

im Fachgeschäft Ulmer

Fotografie in Schwäbisch Hall

absolviert. Dort hatte sich die

Schülerin des Biotechnologi-

schen Gymnasiums der Sibilla-Egen-Schule

2018 Bewerbungsfotos

machen lassen,

von denen sie dann aber nur

eines benötigte. „Ich hatte

meine Unterlagen schon mitgebracht,

dann nur noch

schnell das Bild aufgeklebt

und die komplette Mappe

Herrn Ulmer überreicht“, verrät

sie und schmunzelt. Dieser

war nicht wenig überrascht

über die spontane Bewerberin.

Ein kleines Kennenlernen

mit den Chefs Sonja Ulmer-

Köhn und Friedrich Ulmer

folgte, zwei Tage später ein

richtiges Vorstellungsgespräch,

und schon hatte sie

den Ausbildungsplatz in der

Tasche.

Goldener Schnitt, Drittel-

Regel – Chiara kennt sich aus

Bereits während der Schule

war Chiara klar, dass sie einmal

einen kreativen Beruf

wählen würde. Da sie in ihrer

Freizeit immer viel gezeichnet

und fotografiert hat, liegt die

Bewerbung in einem Fotostudio

nahe. Landschaften, Blumen

und Tiere, vor allem aber

die Vögel im Garten, sind bis

dahin die Lieblingsmotive der

Hobbyfotografin. Mit der Ausbildung

will sie tiefer in die Materie

eintauchen, die Technik

der Kamera verstehen lernen

und erfahren, worauf es zum

Beispiel bei der Bildgestaltung

und der Motivwahl ankommt.

Blenden- und Belichtungszeiteinstellung,

Tiefenschärfe,

Brennweite, der Goldene

Schnitt, die Drittel-Regel, die

Arbeit mit Farb- und Helligkeitskontrasten

– inzwischen

kennt sie die Fachbegriffe und

das Handwerk fast schon aus

dem Effeff. „Ich habe in der

Ausbildung aber auch gelernt,

mehr aus mir raus und auf Leute

zuzugehen“, berichtet Chiara.

Etwas, das ihr bei Hochzeits-


NEXT STEP JOBSTART |15

und Familienshootings

sehr zugute kommt.

„Am allerliebsten fotografiere

ich Kinder“, plaudert

Chiara begeistert aus ihrem

Berufsalltag. Sie war bei Aufnahmen

in Kindergärten dabei,

bei Geschwistershootings, und

arbeitete bei der Aktion "Baby

des Jahres" mit. „Dabei lernt

man einzuschätzen, wie viel

Zeit man den Kleinen fürs Fotografieren

zumuten darf, bis sie

die Lust verlieren.“

Arbeitet Chiara im Studio,

schießt sie die Bewerbungsund

Passfotos, kümmert sich

um die Bildbearbeitung, digitalisiert

Negative und Dias, restauriert

alte Aufnahmen und

berät zur richtigen Ausrüstung.

„Einmal habe ich tatsächlich

schon eine Kamera verkauft“,

erinnert sie sich freudestrahlend.

Die Autofotografie

hätte ich

mir nie so spannend

vorgestellt.

Im mehrwöchigen Blockunterricht

an der Schule stehen

dann auch faszinierende Exkursionen,

etwa in die Bereiche

Porträt-, Produkt- und

Food-Fotografie, auf dem

Stundenplan. Einmal ging es

um Flüssigkeiten und die

Nachwuchsfotografen sollten

einen Likör ansprechend in

Szene setzen. „Damit es wie in

der Werbung aussieht, haben

wir dazu eine Limette dekorativ

aufgeschnitten und mit

Wasser besprüht, damit

sie glänzt“, lässt sie hinter

die Kulissen blicken.

„Man muss da ganz

schön tricksen.“ Auch

die Autofotografie hat

sie für sich entdeckt,

„etwas, was ich mir nie

so spannend hätte vorstellen

können“. Ihre Ergebnisse präsentieren

die Schüler schließlich

in der Klasse. Sie werden

dann detailliert besprochen.

„So lernt man immer richtig

viel dazu.“

Chiara ist sich sicher: „Für

mich ist dieser Beruf genau

der richtige.“ Denn auch in ihrer

Freizeit fotografiert sie

nach wie vor sehr gern und

viel. Dann wieder vorwiegend

draußen Landschaften, Blumen,

Tiere und – mit dem großen

200-400mm-Teleobjektiv

– die Vögel, die sich zuhauf am

Futterhäuschen im Garten

tummeln. Das eine oder andere

Auto, Porträts oder Engagements

für private Hochzeiten

im Bekannten- und Verwandtenkreis

sind inzwischen aber

ebenfalls dabei.

Von Claudia Linz

BERUFSBILD

Fotografen halten mit

der Kamera individuelle

Eindrücke von Menschen

oder der Natur, von Ereignissen

oder von Gegenständen

fest und optimieren

die Ergebnisse anschließend

am Computer.

Sie arbeiten in Fotostudios,

in Verlagen, bei

Pressediensten sowie in

Werbe- und Medienagenturen.

Die Ausbildung

dauert drei Jahre und

erfolgt dual.

Wir bringen Deine Energie

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Ausbildung:

Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d) (ab 2021)

Fachangestellter für Bäderbetriebe (m/w/d) (ab 2021)

Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) (ab 2021)

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Voraussichtlich bieten wir ab September 2021 zusätzlich

folgenden Studiengang an:

Bachelor of Science (B.Sc.) Wirtschaftsinformatik -

Application Management (m/w/d) (ab 2021)

Wenn Du Interesse oder Fragen hast, schreib uns gerne eine

E-Mail an bewerbung@karriere.stadtwerke-hall.de

Mehr Infos: www.stadtwerke-hall.de/ausbildung

Wenn Du dich angesprochen fühlst, bitten wir dich, dich

online über das Bewerbungsportal auf unserer Homepage

(Offene Stellen) zu bewerben.

Wenn Du Fragen zur Stellenausschreibung hast, rufe bitte

Frau Luisa Mebert an, Rufnummer 0791 401-757 an.


16| NEXT STEP JOBSTART

WINZIGE WESPE,

GROSSE

FASZINATION

In den Wiesen

tummeln sich auch

heute noch unentdeckte

Arten.

Fotos: privat

PROMOVIEREN

Wer promoviert, erlangt

die Doktorwürde.

DIE

DISSERTATION

oder Doktorarbeit ist eine

wissenschaftliche Arbeit,

die man schreibt, um einen

Doktorgrad zu bekommen.

Der „Doktor“ ist

der höchste akademische

Grad.

EIN PAPER

ist eine schriftliche wissenschaftliche

Arbeit, die

beispielsweise in einer

Fachzeitschrift veröffentlicht

wird. Häufig werden

Paper auf Englisch verfasst.

DER

DOKTORVATER

betreut den Doktoranden

bei der Anfertigung seiner

Dissertation. Klassisch

übernimmt ein Professor

diese Aufgabe.

SUMMA CUM

LAUDE

ist die beste Note, die man

für eine Dissertation im

deutschsprachigen Raum

erhalten kann. Verglichen

mit Schulnoten wäre das

eine „1+, also ein „sehr

gut“ mit Auszeichnung.

Marina Moser schreibt ihre Doktorarbeit am Staatlichen

Museum für Naturkunde in Stuttgart. Die Insektenforscherin

hat sogar schon eine neue Wespen-Art entdeckt.

Aufmerksam schaut

Marina Moser

durch das Binokolar.

Zahllose Krabbeltierchen

sind unter dem

Vergrößerungsglas zu erspähen.

„Das alles sind kleine Wespen“,

erläutert Marina. Kaum

zu glauben, denn manch eines

der geflügelten Tierchen ist

noch nicht einmal zwei Millimeter

groß! Marina erforscht

diese „Parasitoiden Wespen“,

wie sie im Fachjargon heißen,

im Rahmen ihrer Dissertation

am Staatlichen Museum für

Naturkunde Stuttgart. Drei Jahre

hat sie dafür Zeit. Wenn alles

klappt, darf sich die 25-Jährige

im Anschluss „Doktor Marina

Moser“ nennen.

„Wenn ich jemandem erzähle,

dass ich im Naturkundemuseum

arbeite, dann werde ich oft

gefragt, ob ich dort Führungen

durch die Ausstellung leite“,

sagt Marina und schmunzelt.

Denn tatsächlich ist die staatliche

Einrichtung, die sich eigentlich

aus zwei Museen zusammensetzt,

vielen Besuchern

wohl eher für riesige

Dinosaurier-Knochen, urzeitliche

Mammuts und ausgestopfte

Exoten bekannt. „Dabei

sitzen wir Wissenschaftler

nur ein Gebäude weiter“,

sagt die Doktorandin.

Über 12 Millionen

Objekte wie etwa

Insekten,

Knochenfunde und sogar

eine umfangreiche

Bernstein-Sammlung

werden dort untersucht,

katalogisiert und aufbewahrt.

Für Privatpersonen ist

der Zutritt zu diesen Forschungsbereichen

allerdings

zumeist verboten. Aber nicht

für Marina.

Die ersten Berührungspunkte

mit der Insektenforschung

hatte sie während ihres Biologie-Studiums

an der Uni Hohenheim.

„Im Rahmen eines

Kurses habe ich viel von Insekten

und deren Evolution erfahren“,

erzählt die eloquente

junge Frau. Auch auf die Gruppe

der „Parasitoiden Wespen“

stößt Marina zu dieser Zeit

zum ersten Mal. Sie ist fasziniert

von den

Die kumulative

Dissertation

ist gerade

sehr im

Kommen.

gewieften Insekten, die sich

eben typisch Parasitoid, auf

Kosten eines anderen Tieres

weiterentwickeln: Etwa indem

sie ihre Eier auf andere Insekten

wie den Maiszünsler legen.

Die geschlüpften Larven er-


NEXT STEP JOBSTART | 17

PARASITOIDE

WESPEN

Mithilfe eines Binokolars

kann man die

winzigen Wespen

deutlich erkennen.

Foto: Naturkundemuseum

Stuttgart

sind besonders kleine

Wespen, die meistens sogar

unter 2 Millimeter

groß sind. Sie entwickeln

sich auf Kosten anderer

Tiere, oft ebenfalls Insekten.

Also indem die Mutterwespe

ihre Eier auf ein

anderes Insekt legt, das

dann von den Wespen-

Larven nach und nach gefressen

wird. Das klingt

brutal, kann aber beispielsweise

bei der Schädlingsbekämpfung

gezielt

eingesetzt werden.

nähren sich später von dem

Wirt – was diesen schließlich

tötet.

„Zugegeben, das klingt erstmal

ziemlich garstig“, weiß

Marina. „Wenn man aber genauer

darüber nachdenkt,

kann man die Wespe aufgrund

dieser Eigenschaft zum Beispiel

in der Schädlingsbekämpfung

einsetzen.“ Das

Spritzen von giftigen Substanzen

wäre dann etwa bei einem

vom Maiszünsler befallenen

Mais-Feld vielleicht nicht

mehr notwendig.

Tausende der parasitoiden Wespen-Arten

leben der Expertin

zufolge in Deutschland. „Aber

die meisten Leute haben noch

nie von ihnen gehört.“ Viele der

Arten wurden hierzulande noch

nicht einmal entdeckt und beschrieben.

Ein Umstand, der

sich aber zumindest für Marina

als Jackpot erwies. Sie hat bei

ihrem Blick durch das Binokolar

nämlich eine völlig neue Art

entdeckt. „Ich hätte vorher nie

gedacht, dass das heutzutage

überhaupt noch möglich ist“,

zeigt sie sich noch immer erstaunt.

Im Zuge ihrer Doktorarbeit

will sie unter anderem diese

„neue Wespe“ näher

beschreiben, ihr einen Namen

geben und die zusammengetragenen

Informationen vor ihrer

Promotion veröffentlichen.

„Die sogenannte kumulative

Dissertation ist sehr im Kommen“,

sagt sie. Statt einer wissenschaftlichen

Doktorarbeit,

die gut und gerne mal mehrere

hundert Seiten umfassen

kann, muss Marina dazu drei

„Paper“, also wissenschaftliche

Fachartikel verfassen sowie

anderen Forschern zur

Verfügung stellen. Anleitung

erhält die Doktorandin dabei

von drei Mentoren. „Mein Professor

an der Uni, ein Betreuer

am Museum und ein Experte

für die parasitäre Wespen-Art

aus Amerika sind mit an

Bord.“ Diese drei „Doktorväter“

werden ebenfalls dabei

sein, wenn Marina ihre Arbeiten

zum Abschluss noch vor

einem Gremium verteidigt.

Wohin für sie die Reise danach

gehen soll, weiß sie heute

noch nicht. „Mir ist es aber

wichtig, später einmal dort zu

arbeiten, wo ich auch etwas

entscheiden und bewegen

kann“, unterstreicht sie. Und

einen Doktortitel zu tragen, ist

in der Wissenschaft dazu immer

noch die beste Voraussetzung.

Von Julia Weise

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18| NEXT STEP JOBSTART

VIEL MEHR

ALS NUR

HOLZFÄLLER

Lena Koch macht bei ForstBW

eine Ausbildung zur Forstwirtin.

Mit Kettensäge, Spalthammer

und Schutzausrüstung kennt

sich die 19-Jährige inzwischen

gut aus.

Da liegt das

Ding – Lena Koch

scheut sich nicht

vor der harten

Waldarbeit.

Wer in der vergangenen

Zeit

im Wald spazieren

war, hat

es hin und wieder vielleicht

entdeckt: Ein auffälliges Banner,

quer über den gesamten

Weg gespannt, auf dem mit

großen Lettern „HALT! Baumfällungen!“

steht. Ab hier haben

nur noch Personen Zutritt,

die sich mit der Waldarbeit und

ihren Gefahren sehr gut auskennen.

Eine von ihnen ist Lena

Koch. Die 19-Jährige ist im

zweiten Ausbildungsjahr zur

Forstwirtin bei Forst BW.

Wo sonst Idylle und Ruhe herrschen,

hallt an einem frühlingshaften

Mittag ein lautes

„Achtung!“ gefolgt vom Kreischen

einer Motorsäge durch

die Stämme. Wenige Sekunden

später fällt eine mehr als 30

Meter hohe Buche krachend

auf den weichen Erdboden.

„Wenn wir fällen, rumst es

schon mal ganz schön“, sagt

Lena Koch lächelnd. Gemeinsam

mit ihrem Team – allesamt

Azubis im zweiten Lehrjahr –

und Ausbilder Marc Pfeiffer ist

sie an diesem Tag in einem

Waldstück bei Neuhütten zur

Holzernte unterwegs.

„Das ist nur eine Aufgabe, die

wir als Forstwirte haben“, erklärt

sie. Von oben bis unten in

leuchtend orangene Schnittschutzkleidung

gehüllt, sind

Lena und ihre Kollegen in dem

noch recht kargen Wald nicht

zu übersehen. Mit Kettensäge,

Spalthammer, Keilen und allerhand

weiteren Utensilien

bewaffnet, kraxeln sie durch

das unebene und an vielen

Stellen rutschige Gelände, um

an die zu fällenden Bäume zu

gelangen. „Es benötigt schon

eine gute Kondition. Mittlerweile

habe ich mich an die harte

Arbeit gewöhnt und bin sogar

froh, wenn es nicht ganz so

warm ist“, berichtet Lena.

Denn auch bei eisigen Temperaturen

komme man ins

Schwitzen, wenn man mit dem

Spalthammer die Keile in die

dicken Stämme schlagen müsse.

„Was die Ausdauer betrifft,

kommt mir aber eines zu Gute:

Ich war vor meiner Ausbildung

schon viele Jahre in der Freiwilligen

Feuerwehr aktiv.“

Genauso, wie der Beruf des

Forstwirtes, ist diese Freizeitbeschäftigung

eher untypisch

für eine junge Frau, möchte

man meinen. Doch Lena traf

ihre Entscheidung ganz bewusst:

„Nach mehreren Praktika

in unterschiedlichen Bereichen

– ich war bei einem

Floristen, im Büro, in einem

Kindergarten, aber auch bei

Forstbetrieben –

wusste ich,

dass ich

nach meiner

Mittleren

Reife unbedingt

draußen

in der Natur arbeiten

möchte.“

Besonders gut habe

es ihr beim Reinschnuppern

am Forst-

BW-Stützpunkt Stollenhof in

Wüstenrot gefallen, weshalb

sie sogar für die Ausbildung

von Aglasterhausen im Neckartal-Odenwald-Kreis

in die Löwensteiner

Berge gezogen ist.

Was sie dort nun zu tun hat,

richtet sich sehr nach den Jahreszeiten.

„Im Frühling und

Sommer sind wir unter anderem

mit dem Aussäen, der

Pflanzung und der Jungbestandspflege

beschäftigt“, erläutert

Lena. Im Herbst und

Winter stehe meist die Holzernte

an. „Natürlich spielt aber

auch jeden Tag die Witterung

eine wichtige Rolle.“ Lassen es

Gefährliche

Situationen

dürfen nie

unterschätzt

werden.

Regen, Wind oder Kälte mal

nicht zu, gefahrlos im Wald zu

arbeiten, bauen die angehenden

Forstwirte auch mal Schil-


der oder Bänke, schreiben Berichte

oder warten ihre

Gerätschaften.

Wie sie mit Motorsäge und Co.

richtig umgeht, hat Lena ganz

zu Beginn ihrer Ausbildung

beim Motorsägenlehrgang gelernt.

„Außerdem haben wir

natürlich die korrekte Rettungskette

beigebracht bekommen

und wie wir uns in gefährlichen

Situationen zu

verhalten haben. Das darf niemals

unterschätzt werden.“

Trotz aller Vorsicht könne immer

etwas passieren. „Wir

müssen dann sofort handeln

können“, weiß Lena. Einmal

hat sich die Auszubildende bereits

in den Arm geschnitten.

„Das musste mit fünf Stichen

genäht werden – es ging aber

alles gut aus.“

Das nötige Fachwissen bekommt

die junge Frau im Blockunterricht

an der Berufsschule

vermittelt. Dort steht

beispielsweise Fachrechnen

auf dem Stundenplan, das unter

anderem für die korrekte

Bestimmung des Schnittwinkels

benötigt wird. Das soll gewährleisten,

dass der Baum in

die gewünschte Schneise fällt

und dabei nicht den umliegenden

Bestand beschädigt. So

auch an diesem Tag im Neuhüttener

Wald: Lena zeichnet

an, bearbeitet den Stamm mit

der Kettensäge, treibt anschließend

unter Beobachtung ihres

Ausbilders die Keile mit kräftigen

Schlägen in die Buche. Als

ein Knacksen zu hören ist, entfernen

sich beide zügig. Der

Kaventsmann fällt krachend

um. „Leider ist er nicht ganz

optimal gefallen, aber dafür

Wenn wir

fällen, rumst

es schon mal

ganz schön.

übe ich ja in der Ausbildung

noch“, sagt Lena lachend und

mit roten Backen von der Anstrengung.

Von Alisa Grün

NEXT STEP JOBSTART |19

Wie sie die Säge ansetzen

muss, zeichnet sich die

angehende Forstwirtin

vorher genau ein.

Fotos: Alisa Grün

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20| NEXT STEP JOBSTART

Info: Die Ausbildung ist

regulär auf drei Jahre ausgelegt.

Die Aufgabe eines

Pferdewirtes ist die tägliche

Pflege und Versorgung

sowie die Ausbildung und

das Bewegen der Tiere. Je

nach Schwerpunkt ergeben

sich weitere Tätigkeiten.

Als Grundvoraussetzungen

für den Beruf werden unter

anderem Naturverbundenheit,

Zuverlässigkeit sowie

körperliche Fitness und

Ausdauer gesehen.

Quelle: MLR Baden-

Württemberg

DEN GANZEN TAG

HUFGETRAPPEL

Hanna Hess sorgt

dafür, dass es den

Pferden an nichts

fehlt. Foto: Alisa Grün

Das Leben ist kein Ponyhof, heißt es so schön.

Doch bei Hanna Hess ist es genau das eben

doch. Die 20-Jährige absolvierte eine Ausbildung

zur Pferdewirtin.

Wenn Hanna

Hess morgens

die Türe ihrer

Arbeitsstätte

öffnet, wird sie nicht mit einem

typischen „Guten Morgen“

begrüßt. Dafür

brummelt ihr aber ein

ganzer Stall voller Pferde

und Ponys freudig entgegen.

Sie alle warten darauf, dass die

Pferdewirtin ihnen ihre Morgenportion

serviert. Kiloweise

Heu und Kraftfutter schiebt

und schüttet sie dann in Boxen

und Tröge, bis auch der letzte

ihrer Schützlinge wohlig kauend

sein Frühstück genießt.

„Das ist das schönste Geräusch“,

sagt sie zufrieden. Im

September hat die junge Frau

ihre zweijährige Ausbildung

mit Fachrichtung Pferdehaltung

und Service in Birgit Wörners

Reitbetrieb in

Bei mir war

es einfach

ein Sechser

im Lotto.

Öhringen-Untersöllbach

abgeschlossen. Nach der

altersbedingten Übergabe der

Reitschule an Melissa Kleinhans

ist Hanna dort weiterhin

für das Wohl von Tier und Reiter

zuständig. Wer nun erwartet,

dass die ausgelernte Fachkraft

den ganzen Tag im Sattel

sitzt und Ponys streichelt, liegt

aber völlig falsch. „Als Pferdewirt

muss man anpacken können:

Jeden Tag stehen körperlich

anstrengende Arbeiten

im Stall und Draußen an.

Und das ganz egal ob bei

plus oder minus zwanzig

Grad“, erklärt sie.

Aus anfänglichen

Späßen wurde Ernst

Zwölf Jahre alt war Hanna,

als sie das Pferdevirus

packte. „Da habe ich damals

in der Reitschule von Birgit

Wörner mit meinen ersten

Reitstunden angefangen“, erinnert

sich die fröhliche junge

Frau. Dass sie später auch ihre

berufliche Laufbahn in genau

diesem Betrieb beginnen würde,

hätte sie nicht vermutet.

„Ich habe sehr viel Zeit im Stall

verbracht. Birgit witzelte da

schon, ich solle doch nach meinem

Abitur einfach als Auszubildende

zur Pferdewirtin bleiben“,

erzählt Hanna. Und

allmählich freundete sie sich

mit diesem Gedanken an. „Mir

war es wichtig, zuerst etwas

Praktisches zu lernen, bevor

ich eventuell noch studieren

gehe. Warum sollte ich also

nicht gleich meine große Leidenschaft

zum Beruf machen?“

Und so war es beschlossene Sache.

„Ich kannte bereits die Anlage,

die Leute, die Schulpferde

und Abläufe – wusste also genau,

worauf ich mich einlasse.“

Von Beginn an wurde sie daher

auch in sämtliche Aufgaben

eingebunden. Neben dem Ausmisten

der Boxen und den Fütterungen,

steht auch heute

noch das Reiten oder Longieren

der Pferde auf ihrer tägli-


NEXT STEP JOBSTART |21

chen To-do-Liste. Die Nachmittage

verbringt sie dann

meist in der Reithalle oder auf

dem Außenplatz, um dort Kindern

und Erwachsenen das

Reiten beizubringen. „Zu Beginn

war ich für die Anfänger

und jüngeren Kids zuständig.

Das Alter spielt inzwischen aber

keine Rolle mehr. Meine Schüler

sind von drei bis 65 Jahren

bunt durchgemischt“, berichtet

Hanna. Im Laufe ihrer Lehre

durchlief sie dafür zusätzliche

Qualifizierungen zur Trainersowie

Hippolini-Assistentin.

„Bei Hippolini handelt es sich

um spielerische Reitkurse für

Kinder. Meine Betriebsleiterin

Brigit hat sehr viel Wert daraufgelegt,

mich so vielseitig wie

möglich auszubilden“, sagt

Hanna.

Das sei so leider nicht immer

üblich, wie sie hin und wieder

von Mitschülern an der Berufsschule

in Münsingen mitbekommen

habe. Ein Rat, den sie

deshalb jedem Interessierten

ans Herz legen kann, ist es, sich

den Ausbildungsbetrieb vorher

ganz genau anzuschauen. „Bei

mir war es einfach ein Sechser

im Lotto.“

Praktische Prüfung

mit fremdem Pferd

Viele Lehrgänge und das „Mitreiten“

von zahlreichen unterschiedlichen

Pferden am Hof

haben sie zudem sehr gut auf

die praktischen Prüfungen vorbereitet.

„Man lernt erst am

Prüfungstag selbst das Pferd

kennen, mit welchem man

später die Aufgaben in Dressur

und Springen meistern muss.

Und man wird vom ersten Kontakt

an im Hinblick auf Umgang

und Fachwissen begutachtet

– das war schon

aufregend.“

Neben der Fachrichtung Pferdehaltung

und Service, gibt es

weitere Schwerpunkte, wie etwa

die Pferdezucht oder Klassische

Reitausbildung. Insbesondere

Letztere sei Hanna

zufolge sehr beliebt und auch

sie habe damit geliebäugelt.

„Zu Beginn meiner Ausbildung

habe ich mich aber selbst noch

nicht weit genug dafür gefühlt.

Aber wer weiß, vielleicht hole

ich das ja noch irgendwann

nach“, überlegt Hanna.

Nun möchte die resolute Pferdewirtin

aber zunächst mehr

Berufserfahrung sammeln.

Vergangenes Jahr eröffnete Melissa

Kleinhans, die ebenfalls

von Birgit Wörner zur Pferdewirtin

ausgebildet wurde, mit

ihrem Betrieb „Melli‘s Reitschule“

sogar noch einen zweiten

Standort im Krautheimer

Reit- und Fahrverein. Auch

dort unterstützt Hanna nun

immer wieder bei den anfallenden

Aufgaben. Für sie war nach

ihrem Abschluss sofort klar,

dass sie weiterhin dort arbeiten

möchte. „Bei uns herrscht so

ein tolles, familiäres Klima – da

freue ich mich einfach jeden

Tag auf meinen Job.“

Von Alisa Grün

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22| NEXT STEP JOBSTART

AUF DER RICHTIGEN

SCHIENE

Anastasiia Dudina ist die

einzige Frau in der Kolonne.

Die Auszubildende im ersten

Lehrjahr lernt Gleisbauerin

in Satteldorf.

Alte Gleise ausbauen,

neue Schwellen

verlegen, den

Schotter planieren,

schrauben – als Gleisbauer

muss man zupacken

können. Anastasiia Dudina

scheut die schwere

körperliche Arbeit nicht.

Sie hat Kraft. Schon immer

war sie eher handwerklich

und technisch interessiert,

hat lieber Fahrräder repariert

statt mit Puppen zu spielen.

Im Bauunternehmen Leonhard

Weiss in Satteldorf hat die

junge Frau erst zwei Jahre als

Technische Assistentin gearbeitet,

aber nur Messen und

Pläne zeichnen war nicht ihr

Ding. Seit vergangenem September

macht die 24-Jährige

aus Aalen nun eine Ausbildung

zur Gleisbauerin. „Diesen

Job finde ich so richtig

cool“, sagt sie begeistert, „auch

wenn er natürlich anstrengend

ist“.

Diesen Job

finde ich so

richtig cool.

Bevor es losgeht,

schlüpft Anastasiia in ihre orangefarbene

Berufskleidung mit

den Reflektoren, setzt den Helm

auf und zieht die Sicherheitsschuhe

an. Egal ob brütende

Hitze im Sommer oder Eis und

viel Schnee im Winter – fast immer

geht es nach draußen auf

die Baustellen. Diese können

auch schon mal 150 oder sogar

500 Kilometer von Satteldorf

entfernt sein, erzählt sie.

Dann übernachtet das Team

im Hotel, bis die Arbeiten abgeschlossen

sind.

Gleisbauer halten

Schienennetze in

Stand und sorgen dafür,

dass die Züge sicher rollen.

Sie verlegen natürlich

Gleise und Weichen, kümmern

sich aber auch um den

Untergrund und erneuern

Gleisbette. Dafür wird schweres

technisches Gerät verwendet,

zum Beispiel Weichenstopfund

Schotterplaniermaschinen.

Bagger, die auf Schienen

eingesetzt werden können, sogenannte

Zweiwege-Bagger,

wuchten die Gleise und Schwellen

zur exakten Position und

lassen sie dort ab. Beim Zusammensetzen

kommt es dann auf

jeden Millimeter an und die

Gleisbauer müssen sehr genau

hinschauen, damit am Ende alles

passt.

Meine männlichen

Kollegen

akzeptieren

mich voll.

Anastasiia stammt

ursprünglich aus Kasachstan,

besuchte die Hauptschule und

spricht inzwischen recht gut

Deutsch. Am liebsten mag sie


NEXT STEP JOBSTART |23

Anastasiia Dudina hat

sich für eine Ausbildung zur

Gleisbauerin entschieden.

Foto: privat;

Neben der Arbeit auf der Baustelle

gehört der Blockunterricht

in der Berufsschule zur

Ausbildung. „In Schwäbisch

Hall sind wir eine gemischte

Klasse aus Gleis- und Straßenbauern“,

schildert Anastasiia.

Neben theoretischen Fächern

stehen dort ebenso praktische

Tätigkeiten wie Mauern und

Arbeiten mit Holz auf dem

Stundenplan. „So haben wir

vor Kurzem beispielsweise

Schachtabdeckungen hergestellt“,

erinnert sich Anastasiia,

die in ihrer Freizeit viel Sport

treibt, Volleyball und Tennis

spielt, gerne Auto fährt und

demnächst ihren Motorradführerschein

machen will. Auf dem

Abstellgleis wird sie mit ihrer

Ausbildung nicht enden, das

weiß die 24-Jährige genau.

Gleisbauer haben gute Zukunftschancen

– und die

Verdienstaussichten seien auch

nicht schlecht.

Von Claudia Linz

Info:

Gleisbauer ist ein dreijähriger

anerkannter

Ausbildungsberuf in der

Industrie. Nach Angaben

der Bundesagentur

für Arbeit verdient man

im ersten Lehrjahr 805

bis 890 Euro, im zweiten

1000 bis 1230 Euro und

im dritten 1210 bis 1495

Euro.

es, wenn neue Schienen verlegt

werden. „Es fasziniert mich, zu

sehen, wie das funktioniert“,

sagt sie. „Wir ziehen dann als

Markierung eine Schnur, verlegen

erst die Kopf- und dann die

übrigen Schwellen in exakt dem

gleichen Abstand.“ Später werden

die Gleise mit einem Staubsauger

großen Akkuschrauber

an den Schwellen festmontiert.

„Eine vergleichsweise leichte

Arbeit, denn diese Maschine

läuft praktisch über die Schienen

und wir müssen sie nur vor

uns herschieben“, erklärt die

24-Jährige, die sich im Team

wohl und gut aufgehoben fühlt.

„Meine männlichen Kollegen

akzeptieren mich voll, und falls

doch mal etwas zu schwer für

mich wird, helfen sie beim Tragen.“

Oft komme das aber nicht

vor.

Startklar.

Was immer Sie vorhaben, mit einem festen Ziel vor Augen und mit Ihrer Begeisterung

an der Idee werden Sie es erreichen. bott freut sich darauf, Sie dabei mit seinem

jungen Team und in einem innovativen Arbeitsumfeld zu begleiten.

Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen

Bott GmbH & Co. KG, Bahnstraße 17, 74405 Gaildorf

Wir bilden aus:

DHBW Wirtschaftsingenieurwesen,

Studienrichtung Produktion-Logistik

DHBW BWL-Industrie

Elektroniker für Betriebstechnik

Industriekaufmann/-frau

Konstruktionsmechaniker /-in

Fachkraft für Lagerlogistik

Aktuell offene Ausbildungsplätze

finden Sie auf unserer Website

Bewerbungsunterlagen an: Ramona Fitz

ausbildung@bott.de, Tel.: 07971 / 251-237.

bott.de


24| NEXT STEP JOBSTART

BEI WIND UND WETTER

IM EINSATZ

Mit Hammer und wetterfester

Arbeitskleidung ausgestattet,

sorgt Justin Dietrich dafür,

dass die Kunden ein schönes

und sicheres Dach über dem

Kopf haben.

Fotos: Eileen Scheiner

Justin ist vor allem bei Privatkunden

tätig. Die Aufträge sind

ebenso unterschiedlich wie die

Bedingungen. Denn ob Schräg-,

Steil- oder Flachdach – der Azubi

und sein Team müssen auf alles

vorbereitet sein. Da ist Höhenangst

fehl am Platz. „Als ich

zum ersten Mal aufs Dach gestiegen

bin, hat mich das schon

etwas Überwindung gekostet“,

gesteht er. „Aber das ist längst

kein Thema mehr. Ich habe

mich schnell dran gewöhnt.“

Justin Dietrich wird bei der Firma Kaspar in Fichtenau zum

Dachdecker ausgebildet. Dabei kommt der 17-Jährige viel herum.

Der Arbeitstag von

Justin Dietrich beginnt

bereits am

frühen Morgen –

und zwar auf dem Dach. Dort

warten verschiedene Aufgaben

auf ihn. Handelt es sich um einen

Neubau, errichtet er oft eine

Holzkonstruktion, die später

die Ziegel tragen wird. Ist das

Gebäude schon alt, stehen zum

Beispiel eine Sanierung oder

Reparaturarbeiten an. Das Ziel

Mit Blech werkelt der Dachdecker-Azubi

besonders

gerne. Daraus fertigt er zum

Beispiel Schutzabdeckungen.

ist jedoch im Kern immer

gleich: Das Haus soll wind- und

wetterfest gemacht werden. Wie

das geht, lernt der 17-Jährige

bei der Firma Kaspar in Fichtenau.

„Der Job ist sehr abwechslungsreich.

Es wird nie langweilig“,

erklärt er seine Berufswahl.

Auf dem Dach muss der junge

Mann sämtliche Werkzeuge,

wie Winkelschneider, Blechschere,

Akkuschrauber und

Bohrer immer griffbereit haben.

Vor allem der Hammer ist für

ihn unerlässlich, um damit die

Ziegel in die richtige Form zu

schlagen oder korrekt zu positionieren.

Am liebsten montiert

er jedoch Regenrinnen. „Der

Umgang mit Blech liegt mir einfach

besonders gut“, sagt er.

Vom Ferienjob zum Beruf

Schon recht früh hat der Fichtenauer

gewusst, was er später

machen möchte. „Ich wohne

direkt neben einer Dachdecker-Firma.

Also wurde ich

neugierig und wollte wissen,

was man da so macht. Daher

habe ich dann in den Ferien

dort gejobbt“, erläutert er. Es

habe ihm so gut gefallen, dass

sein Berufswunsch besiegelt

war. „Das Unternehmen bildet

aber nicht aus. Deswegen ging

meine Bewerbung nach der

Hauptschule an die Firma Kaspar.“

In diesen Betrieb hatte er

ebenfalls in der schulfreien Zeit

als Aushilfe hineingeschnuppert.

„Ich wurde super aufgenommen

und habe mich gleich

sehr wohl gefühlt“, betont Justin.

Seine Eltern waren von seinen

Zukunftsplänen sofort begeis-


NEXT STEP JOBSTART |25

tert. „Sie haben schon angekündigt,

dass ich später alle Arbeiten

am Haus erledigen soll,

die in mein Fachgebiet fallen“,

sagt Justin und lacht. Generell

übernehme er gerne einige

Handwerksarbeiten. „Ich habe

zum Beispiel schon ein Vogelhaus

gebaut“, erzählt er.

Der Auszubildende im zweiten

Lehrjahr darf inzwischen

überall mitanpacken.

In den

letzten Wintermonaten

war er vor allem

mit Fassadenarbeiten

beschäftigt. „Wenn es kalt

ist und regnet, sollte das

Dach nicht geöffnet werden.

Dann nehmen wir uns andere

Bereiche vor“, schildert die angehende

Fachkraft. Die Kunden

lassen ihre Außenwände

nicht immer nur aus optischen

Gründen neu verkleiden: Oft

ist das dringend notwendig, etwa,

wenn der Putz bröckelt

und die Feuchtigkeit eindringt

– so geht schließlich auch kostbare

Heizenergie verloren.

Deshalb müssen Dachdecker

beim Thema Wärmedämmung

Der Job ist sehr

abwechslungsreich.

Es wird

nie langweilig.

und energetisches Sanieren

stets up to date sein.

Fachunterricht per Video

Die Theorie wird blockweise

für vier bis sechs Wochen an

der Berufsschule in Karlsruhe

vermittelt. Auf dem

Stundenplan stehen unter

anderem neben Mathe,

Wirtschaft und

Deutsch wichtige

Fachthemen wie das

richtige Ausmessen,

die Ziegeleinteilung

und verschiedene Deckungstechniken.

Im Dachdeckerbildungszentrum

der

Handwerkskammer

verfeinern die Lehrlinge in einer

Werkstatt ihr handwerkliches

Geschick. Zudem lernen

sie dort die verschiedenen Materialien,

wie Metall, Schiefer,

Dachziegel, Zement, Holz und

Stein besser kennen. Zurzeit

erfolgt der Unterricht jedoch

rein virtuell.

Justin gefällt es, dass er dank

seiner Tätigkeit viel herumkommt.

„Alle zwei bis drei Wochen

wechseln wir an einen anderen

Auftragsort“, berichtet

er. Die täglichen Fahrten bis

zur Baustelle können manchmal

bis zu zwei Stunden dauern.

Doch das nehme er gerne

in Kauf – ebenso wie das Arbeiten

unter freiem Himmel. „Das

Wetter kann man sich natürlich

nicht aussuchen. Aber wenn

der Job Spaß macht, dann sollte

das egal sein.“

Von Hannah Pompalla

AUSBILDUNG BEI

Ausbildungsstellen in Oberrot

Ausbildungsbeginn

01. September 2021

Holzbearbeitungsmechaniker m / w / d | Industriemechaniker m / w / d

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Fachinformatiker Systemintegration m / w / d

Duales Studium in Oberrot

Ausbildungsbeginn

01. Oktober 2021

Holztechnik B.Eng. | Branchenhandel Holz B.A. | Wirtschaftsinformatik B.Sc.

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l

26| NEXT STEP JOBSTART

IM DIENST

DER NATUR

Festus Garoeb wird in

der Kläranlage Vogelholz

in Schwäbisch

Hall zur Fachkraft für

Abwassertechnik ausgebildet.

Für seinen

Berufswunsch hat

er sein Heimatland

Namibia verlassen.

Als er die vielen Becken,

Pumpen,

Rohre und Maschinen

sieht, ist Festus

Garoeb sofort fasziniert. Die

Kläranlage Vogelholz in Hall

gleicht ihm einem Wunderwerk

der Technik. „Ich finde es

sehr spannend, wie das dreckige

Wasser gereinigt wird –

und wie dabei auch noch

Strom entsteht“, sagt er. Im

Jahr 2018 macht der Afrikaner

im städtischen Eigenbetrieb

Abwasserbeseitigung ein dreiwöchiges

Praktikum. Es gefällt

ihm so gut, dass er beschließt,

Fachkraft für Abwassertechnik

zu werden.

Der junge Mann ist Ende September

2020 in die Salzsiederstadt

gezogen, um seinen

Wunsch wahr werden zu lassen.

Zuvor machte er seinen

Abschluss an der Waldorfschule

Windhoek in Namibia.

Der entspricht etwa dem Niveau

der Mittleren Reife. Die

private, aus Spenden finan-

Das Wasser

hat in meinem

Heimatland

eine große

Bedeutung.

zierten Einrichtung fördert diverse

Bildungsprojekte. Einige

Lehrer sind Deutsche. So besteht

seit 2015 eine Projektpartnerschaft

mit der Stadt

Schwäbisch Hall. Dadurch

kam Festus ins Ländle.

Als er die Zusage für die Ausbildung

bekam, war die Freude

groß. „Ich hatte auch die

Möglichkeit, Kfz-Mechaniker

zu werden. Aber das, was ich

jetzt mache, gefällt mir viel

besser“, sagt der 20-Jährige.

Der Grund: Er wolle lieber etwas

für die Umwelt tun. „Wegen

dem Klimawandel schien

mir das sinnvoller“, betont er.

„Außerdem hat das Wasser in

meinem Heimatland eine große

Bedeutung. Es ist keine

Selbstverständlichkeit für

uns, dass es immer vorhanden

und trinkbar ist. Deswegen

will ich lernen, wie man

es reinigen kann.“

Viele Kontrollen

und Reparaturarbeiten

Fo

to

s:

Han

na

h Po

mp

al

la

In seinem Ausbildungsbetrieb

fühlt sich Festus

Garoeb sehr wohl.

Sein Tag beginnt unter

anderem mit einer Probenentnahme.

Nun sorgt Festus als einer von

sieben Mitarbeitern dafür,

dass das Abwasser der rund

40 000 Einwohner in Hall gereinigt

und zurück in der Kocher

geleitet wird. „Mein Tag

beginnt mit einem Kontrollgang“,

erläutert der Azubi. Dabei

prüft er etwa die Technik

und vergewissert sich, dass alle

Pumpen funktionieren. Der

Geruch macht ihm dabei

nichts aus. „Am Anfang war

der schon recht stark, aber

jetzt ist es ganz normal.“

Jeden Morgen nimmt der Auszubildende

auch Proben aus

den Probenehmern, die an


NEXT STEP JOBSTART |27

den verschiedenen Reinigungsbecken

stehen, und

bringt sie ins Labor. Dort werden

sie unter anderem auf ihren

pH-Wert überprüft. Auch

eine bestimmte Menge an

Phosphor und Stickstoffen wie

Nitrat – beides kommt etwa im

Dünger vor – darf nicht überschritten

werden.

Zum Testen kommen Gerätschaften

wie das Photometer,

ein Lichtmessgerät, zum Einsatz.

Sind die Grenzwerte

überschritten, gilt es, die entsprechenden

Maßnahmen

einzuleiten und gegenzusteuern.

Einmal wöchentlich muss

auch der Misch- und Faulschlamm

kontrolliert werden.

Die Labortätigkeiten erwarten

den Azubi jedoch erst im zweiten

Lehrjahr. Zunächst lernt

der Neuzugang die Funktionsweise

der Kläranlage kennen.

Der gesamte Prozess wird in

der Einsatzzentrale gesteuert.

Eine große Schalttafel hilft, den

Überblick darüber zu behalten,

was gerade passiert. Pro Sekunde

landen bis zu 550 Liter in der

Anlage. Gibt es eine Störung,

muss diese sofort behoben

werden. Die Abwassertechniker

müssen zudem über alles

genau Buch führen – vom

Schlammvolumen bis zum

Stromverbrauch. Schließlich

produziert die Kläranlage 65

Prozent ihres Energiebedarfs

selbst. „Ich finde es beeindruckend,

wie sich der Klärschlamm

im Faulturm zu Biogas

entwickelt“, sagt Festus.

Handwerkliches

Geschick gefragt

Auch Labortätigkeiten

gehören zum

Aufgabenspektrum

einer Fachkraft für

Abwassertechnik.

Demnächst übt sich der Namibier

im Bohren, Feilen und Gewinde

schneiden: Die Metallgrundausbildung

steht an. Die

ist unerlässlich, denn die Maschinen

müssen nicht nur gewartet,

sondern auch bei Defekten

schnell instandgesetzt

werden. „Gestern habe ich eine

Pumpe repariert“, berichtet

Festus. Bei komplexen Schaltanlagen

ist wiederum Knowhow

in Elektrotechnik gefragt.

Um sein Fachwissen zu vertiefen,

fährt der Afrikaner dreimal

im Jahr zum vier- bis fünfwöchigen

Blockunterricht zur

Berufsschule nach Stuttgart.

Auf dem Stundenplan stehen

dann Biologie, Chemie, Physik

und Mathe. Während dieser

Zeit lebt der Lehrling in einem

Wohnheim. Ob er nach der

Ausbildung in seine Heimat

zurückkehren oder in Deutschland

bleiben möchte, weiß er

noch nicht. Für ihn steht jedoch

fest, dass seine Berufswahl

genau richtig war. „Ich

lerne immer etwas dazu. Außerdem

bin ich viel im Freien

– auch wenn es hier oft etwas

kalt ist“, sagt er.

Von Hannah Pompalla

# Ausbildung 2021


AUSBILDUNG

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MACHER

DER ERSTE SCHRITT

„Viele Wege führen nach Rom.“ Kennst du dieses uralte

Sprichwort? Es bedeutet, dass es immer viele unterschiedliche

Wege und Möglichkeiten gibt, um an ein bestimmtes

Ziel zu gelangen. Das gilt in der Schule genauso

wie im Berufsleben. Wichtig ist es nur, den ersten Schritt

zu wagen.

In unserer „Macher“-Sparte haben wir mit jungen Menschen

gesprochen, die auf ihrem persönlichen Weg in

Richtung Traumjob bereits losmarschiert sind. Dabei erleben

sie viel Schönes, manchmal haben sie aber auch

Hürden zu überwinden. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie.

So wie Xenia Aschenbrenner. Die 19-Jährige hat zum vergangenen

Wintersemester ein Studium an der Hochschule

in Schwäbisch Hall begonnen. Doch statt Studentenpartys

und Campus-Spaß sind für sie derzeit

Online-Kurse angesagt. Von der Krise durcheinander gewirbelt

wurde auch der Berufsalltag der frischgebackenen

Grundschullehrerin Julia Brand. Wieso sich ein paar

ihrer Schützlinge inzwischen trotzdem bereits zu kleinen

Professoren entwickelt haben, und sie ihren Job um

nichts auf der Welt missen möchte, verrät sie auf den folgenden

Seiten.

Wie viel Freude es bringen kann, wenn man sich im Beruf

verwirklichen kann, zeigt das Beispiel von Wingfeb Andriando

Banjarnahor aus Sumatra. In der Sterneküche von

Hans-Harald Reber sorgt er für gute Laune – und leckeres

Essen. Wie zufriedenstellend es ist, wenn man anderen

helfen kann, erfährt auch Klara Strohmayer in ihrem

Bundesfreiwilligendienst im Klinikum Crailsheim. Später

möchte sie einmal „Pflegefachfrau“ werden. Den ersten

Schritt in diese Richtung hat sie als „Bufdine“ bereits

getan.

Foto: Khakimullin Aleksandr/Shutterstock.com


30| NEXT STEP MACHER

„DIE

HOCHSCHULE

HABE ICH

NOCH NIE

Fo

to

: Juli

a Weise

BETRETEN“

Xenia Aschenbrenner studiert seit dem vergangenen Wintersemester am Haller Campus der

Hochschule Heilbronn. Einen Vorlesungssaal hat sie bisher nicht von innen gesehen.

Xenia Aschenbrenner

hat es sich im

Schneidersitz auf

ihrem Bett gemütlich

gemacht. Aus dem roséfarbenen

Kachelofen in ihrem

WG-Zimmer in Altenhausen

verbreitet sich behagliche

Wärme. Ein Sammelsurium

aus bunten Stiften, einem aufgeklapptem

Laptop und dicker

Fachliteratur liegt auf dem

Schreibtisch in der Ecke bereit.

„Willkommen an meiner

Hochschule“, sagt Xenia und

lacht. Die fröhliche 19-Jährige

aus Steinenbronn hat zum

Wintersemester 20/21 ein Studium

am Haller Campus der

Hochschule Heilbronn begonnen.

In die „Uni“, wie sie Xenia

nennt, hat sie bis heute allerdings

noch nie einen Fuß gesetzt.

Stattdessen studiert sie

von zu Hause aus am PC.

Schuld ist Corona.

Die Pandemie stellte nicht nur

den Alltag an den rund 420

Hochschulen in Deutschland,

sondern genauso Xenias Pläne

für die Zeit nach dem Abi gehörig

auf den Kopf. „Am liebsten

hätte ich mir im letzten

Sommer einen Van zugelegt“,

schwärmt Xenia, während ihr

Blick zu der großen Weltkarte

hinüberschwenkt, die sie über

dem Sofa an ihrer Wand befestigt

hat. Gemeinsam

mit einer Freundin

wollte sie auf Reisen

gehen. „Einfach dorthin,

wo es uns hintreibt.

Wo wir es schönfinden“,

beschreibt sie. „Nicht in

Großstädte, da ist es mir zu

überladen. Aber den weiten

Norden, Skandinavien, das

hätte ich gerne gesehen.“ Neben

zahlreichen coolen Erlebnissen

versprach sich Xenia

von der Fahrt auch Klarheit.

„Das wäre die perfekte Gelegenheit

gewesen, um mir darüber

Gedanken zu machen,

was ich beruflich wirklich einmal

machen möchte. Aber diese

Phase ist – wie so vieles andere

– leider ins Wasser

gefallen.“ Für ein Studium

entschied sich Xenia da schon

eher aus der Not heraus. Immerhin

wollte sie das Jahr

nicht einfach mit Nichtstun

verschwenden.

Seit dem 1. Oktober ist sie

nun im Bachelor-

Wenn ich nicht auf

die finanzielle Hilfe

durch meine Eltern zählen

könnte, hätte ich gleich

wieder aus der WG ausziehen

müssen.

Studiengang

„Management und

Personalwesen“ am

Haller Campus eingeschrieben.

„Und schon der Start war

total seltsam“, erinnert sie

sich. Normalerweise wird das

Semester für die „Erstis“, wie

Studienanfänger kurz genannt

werden, zumeist mit einer großen

Auftaktveranstaltung, einer

Führung über den Campus

und mit einer abendlichen

Kneipentour in der Stadt eröffnet.

„Aber ich saß allein daheim

vor meinem PC.“

Ihre neuen Kommilitonen

sind für Xenia dabei

nicht mehr als ein

paar unbekannte Namen

auf dem Bildschirm.

„Natürlich

hatte niemand seine

Kamera an, also habe

ich meine auch ausgelassen.“

Das Ganze

habe schließlich

eher etwas von einem

Youtube-Video als von einer

Live-Veranstaltung gehabt.

„Denn obwohl irgendwann

der Dekan und später noch ein

paar andere Mitarbeiter vor

die Webcam getreten sind, um

uns willkommen zu heißen,

fand ja kein Dialog statt. Alle

schwiegen nur so vor sich


NEXT STEP MACHER |31

hin.“ Um zumindest ein bisschen

Kontakt untereinander

pflegen zu können, gründeten

die Studenten mehrere Whatsapp-Gruppen.

„Die Initiative

kam von einer meiner Kommilitoninnen“,

berichtet sie. „Darüber

bin ich ziemlich froh.“

Über den Messenger-Dienst

waren die Studis in der Lage,

sich zumindest einmal – kurz

vor dem Lockdown – zu einem

Treffen in einer Stuttgarter

Shisha-Bar zu verabreden. „Da

waren aber auch nur die dabei,

die in der Ecke wohnen.“ Die

Stimmung vor Ort sei ein bisschen

„komisch“ gewesen.

Über die Online-Seminare an

sich weiß Xenia viel Gutes zu

berichten. „Ich war noch das

Chaos von meiner Abi-Vorbereitung

gewohnt“, erzählt sie.

Das Homeschooling an ihrer

ehemaligen Schule habe im

Sommer 2020 überhaupt nicht

funktioniert. „An der Hochschule

klappt das aber total

gut. Klar hört man im Hintergrund

mal ein Kind weinen,

das Bild hakt oder es gibt mal

Tonprobleme, aber im Großen

und Ganzen kann ich echt

nicht meckern.“ Xenia ist sich

dabei durchaus bewusst: „Hät-

Kontakt:

Tel. 0791 7588-26

stephan.stenzel@

drk-schwaebischhall.de

www.drk-schwaebischhall.de

62 Prozent der Studenten

klagen aufgrund der Pandemie

über Schwierigkeiten

bei der Bewältigung

des Lernstoffes.

60 Millionen Euro hat der

Staat in den vergangenen

Monaten an sogenannter

Überbrückungshilfe für

Studenten gezahlt, die wegen

Corona in finanzielle

Notlage geraten sind.

Etwa 3800 ausländische

Studenten weniger waren

2020 an baden-württembergischen

Hochschulen

eingeschrieben als im Vorjahr.

Das sei eine Folge der

Einschränkungen durch

das Virus.

43 der 57 im Deutschen

Studentenwerk organisierten

Studentenwerke bieten

psychologische Beratung

an. Im Jahr 2019 nutzten

mehr als 34 000 Studenten

diese Beratung.

Quellen: Umfrage AG Hochschulforschung,

Uni Konstanz u.a., n=28.600

Studierende; dpa; Statistisches Landesamt

(Stand: Februar 2021); Deutsches

Studentenwerk

te ich eine schlechtere Internetverbindung,

dann wäre das

richtig blöd.“ Auch über die finanzielle

Unterstützung durch

ihre Eltern ist die 19-Jährige

froh. Einen Nebenjob hat sie

bisher nämlich noch nicht gefunden.

„Wenn ich auf die

nicht zählen könnte, dann hätte

ich gleich wieder ausziehen

müssen. Vielen Studenten ist

das ja tatsächlich passiert.“

Dass sie trotz der Online-Seminare

in eine WG in Altenhausen

gezogen ist, bereut Xenia

übrigens nicht. „Es ist halt

doch etwas Anderes, wenn

man im Alltag für sich selbst

verantwortlich ist“, zeigt sie

auf. „Und ich habe tolle Mitbewohner

gefunden. Durch sie

ist meine ‚Hochschule' hier

Zuhause trotzdem schön. Ich

hoffe dennoch, dass das Studentenleben

für mich bald

richtig losgehen kann.“

Von Julia Weise

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für die Hochschule

Heilbronn, die Duale

Hochschule Baden-Württemberg

Mosbach und die

duale Hochschule Heilbronn

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Rat. Die

Gespräche und Online-

Beratungen sind streng

vertraulich. Gebühren

werden nicht erhoben.

Weitere Infos gibt es auf

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32| NEXT STEP MACHER

26

SUPERHELDEN

MIT

EINFALLSREICHTUM

Frischgebackene Lehrerin trifft auf weltweite Pandemie – Julia Brands Start

ins Berufsleben erforderte viel Flexibilität und Improvisationsvermögen.

Fast schon wehmütig

blickt Julia Brand an

einem Tag Ende Februar

in das aufgrund

des harten Lockdowns verwaiste

Klassenzimmer, wo

sonst ihre 26 Schützlinge gemeinsam

spielen, lachen und

lernen. An der Türe hängt ein

großes Schild: „Superhelden

in Ausbildung“. Darunter kleben

kleine ausgeschnittene Figuren,

die die Kinder mit einem

Porträtfoto und ihrem

Namen versehen haben. „Superkräfte

– die brauchen momentan

wohl alle“, sagt Julia.

Als Klassenlehrerin einer vierten

Klasse an der Schillerschule

Öhringen, wirbelte die Corona-Pandemie

den

Arbeitsalltag der 29-Jährigen

ordentlich durcheinander.

„Ich hatte nach meinem Referendariat

und bestandenem

Examen zum Schuljahr 19/20

meine erste Stelle

als Grundschullehrerin

angenommen“,

erinnert sich die Berlichingerin.

Voller Motivation

sei sie die Aufgabe

als Klassenlehrerin angegangen,

habe in den ersten

Monaten jedes Kind kennengelernt

und allmählich ihre

Strukturen in der Klasse etabliert.

Nach rund einem halben

Jahr im Dienst, folgte der harte

Einschnitt: „Die Entscheidung

zu den landesweiten Schulschließungen

kam quasi über

Nacht. Für meine Kollegen

und mich hieß das, einmal ordentlich

umzudenken.“

Dass irgendwann mal eine

weltweite Pandemie digitalen

Unterricht nötig mache, sei

bei ihrem Studium an der Otto-Friedrich-Universität

in

Bamberg niemals Thema gewesen.

Im ersten Moment war

Die Kinder

vermissen die

Schule und ihre

Freunde unendlich.

also viel Improvisationsvermögen

gefragt. „Wir haben

den Kindern Arbeitspakete geschnürt.

Die konnten ihre Eltern

unter Einhaltung der Hygieneregeln

vor der Schule

abholen.“ Nachdem so die erste

Zeit überbrückt werden

konnte, wurde dann bei einer

Gesamtlehrerkonferenz das

weitere Vorgehen festgelegt.

„Da ziehen wir nun im

Kollegium natürlich

alle an einem Strang

und helfen uns auch

gegenseitig, sei es bei

Technikfragen oder

der Abstimmung der

Inhalte.“

Im Laufe der Zeit hat

Julia Brand dann genau

gespürt, was von den

Eltern und Kindern angenommen

wurde und was nicht. „Ich

habe einiges versucht, was sich

in der Praxis als nicht praktikabel

herausgestellt hat“, berichtet

die Pädagogin. Nach und

nach habe sie für ihre Klasse und

sich aber einen Weg gefunden,

mit der Krise umzugehen. Virtueller

Unterricht sowie eine digitale

Pinnwand, auf der beispielsweise

die Wochenaufgaben

oder Fotos von Basteleien hochgeladen

werden können, helfen

dem Gemeinschaftsgefühl.


NEXT STEP MACHER |33

ihrer Meinung nach vieles verloren.

„Das gemeinsame Lernen

fehlt den Schülern so sehr.

Sie vermissen die Schule und

ihre Freunde unendlich.“

Außerdem zeigt sich immer

wieder ein anderes Problem:

Egal, wie gut das Konzept und

das Engagement der Lehrer ist –

streikt die Technik, sind auch einer

engagierten jungen Frau

wie Julia Brand die Hände gebunden.

„Leider hatten einige

Kinder keinen Zugang zu einem

Endgerät, um am Online-Unterricht

teilzunehmen. Das war

dann schon eine riesige Hürde.“

Kein Tag ist

wie der andere

Trotz aller Corona-bedingter

Hindernisse kann sie sich dennoch

keinen schöneren Beruf

vorstellen. Nach Ferienjobs in

der Industrieproduktion und

im kaufmännischen Bereich

habe sie ganz deutlich gespürt,

dass sie etwas Anderes möchte:

„Ich brauche einfach Menschen

und Trubel um mich herum.“

Ganz egal, wie gut sie nun plant,

irgendetwas fordert ihre Stressresistenz

und Flexibilität immer

heraus. Und das muss nicht mal

eine Pandemie sein. „Bei 26 Kindern

kommt eine Menge Einfallsreichtum

zusammen“, sagt

Julia Brand lachend. Perfektionismus

sei daher fehl am Platz.

„Als Grundschullehrerin ist

man eine Allzweck-Waffe – Ersthelferin,

Mama-Ersatz, Motivationstrainerin.“

Langeweile

komme da nie auf, beteuert sie

mit leuchtenden Augen: „Mit

den Kindern zu arbeiten, ihnen

quasi mit Lesen und Schreiben

die Grundlagen für das Leben

beizubringen, das macht mich

am Ende des Tages zufrieden.“

Von Alisa Grün

WIR GEBEN JUNGEN MENSCHEN

IN VERSCHIEDENEN BERUFEN DIE

CHANCE AUF EINE AUSBILDUNG.

Julia Brands Arbeitsalltag

wurde in den vergangenen

Monaten ordentlich durcheinandergewirbelt.

Foto: Alisa Grün

Kleine Professoren

mit Wissensdurst

Herrscht kein Präsenzunterricht,

geht Julia Brand nun eine

Stunde am Tag per Online-

Konferenz mit den Viertklässlern

den Stoff durch, erklärt

Aufgaben und steht mit Rat

und Tat zur Seite. „Ich bin froh,

wenigstens so den Kontakt zu

halten und die Stimmung der

Kids abklopfen zu können“,

sagt die junge Lehrkraft. „Bei

manchen habe ich dadurch gemerkt,

dass sie eher unmotiviert

sind. Andere wiederum

haben sich zu kleinen Professoren

entwickelt und wollten

ganz genau wissen, was so ein

Virus eigentlich ist. Entsprechend

habe ich natürlich meinen

Unterricht angepasst, um

den Kindern die Angst zu nehmen

und den Wissensdurst zu

stillen.“ Dennoch: Virtuell geht

AUSBILDUNGSBERUFE (m/w/d) AM STANDORT SATTELDORF

Baugeräteführer, Berufskraftfahrer, Beton- und Stahlbetonbauer, Elektroniker für

Betriebstechnik, Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration oder Anwendungsentwicklung,

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34| NEXT STEP MACHER

„WINGFEB IST UNSER

Hans-Harald Reber

ist begeistert von

seinem Beilagenkoch

Wingfeb Andriando

Banjarnahor aus Sumatra.

Der perfektioniert

aktuell sein

Können in der Sterneküche

und sorgt

dabei für gute Laune.

SONNENSCHEIN“

Enak‘ heißt

lecker auf

Indonesisch.

Heute gibt’s schwäbischen

Reis“, verkündet

Wingfeb

Andriando Banjarnahor,

lacht herzlich und greift

zum Spätzlebrett. Der 27-Jährige

ist Koch in Hans-Harald

Rebers Sterneküche in Schwäbisch

Hall – und der Gastronom

ist voll des Lobes über

den Mann aus Indonesien. „Er

ist einer unserer wichtigsten

Mitarbeiter, ein richtiger Sonnenschein“,

freut sich der Küchenchef,

„denn er verbreitet

im Team Optimismus und gute

Laune“. Etwas, was man

während des langen Lockdowns

und der Einschränkungen

durch die Corona-Pandemie

gar nicht hoch genug

schätzen kann.

Steht er am Herd, schabt Wingfeb

Spätzle, brät Röstkartoffeln,

formt Weckknödel und

rollt Wirsing Maki. Sein Posten

ist der des Entremetiers. Der

Begriff kommt aus dem Französischen

und bezeichnet den

Beilagenkoch. „In der Sterneküche

werden Zutaten von hoher

Qualität verwendet und

wirklich alles wird frisch zubereitet.

Convenience-Produkte

kommen nicht zum Einsatz“,

erklärt der junge Mann ein

wichtiges Unterscheidungsmerkmal

zu vielen herkömmlichen

Lokalen. Genau das ist

auch der Grund für seine Be-

werbung in Schwäbisch Hall

gewesen. Deutsche Speisen

bereitet der Indonesier nach

seiner Ausbildung in Karlsruhe

aus dem Effeff zu. Jetzt perfektioniert

er das Gelernte in

der exquisiten Sterneküche

und lernt dabei unter anderem

auch neue Gewürzmischungen

wie Raz el Hanout oder

Quatre Epices kennen. Manchmal

schickt er Fotos der Speisen

an seine Familie auf der

weltweit sechstgrößten Insel

Sumatra und dort bemitleidet

man die Deutschen sogar ein

wenig, weil so selten Reis auf

den Tisch kommt.

„In Indonesien essen wir vor

allem viel Reis“, erklärt Wingfeb.

„Ich mag das nach wie vor

sehr gern, aber auch alles andere,

egal ob Schnitzel, Spätzle

oder Bratkartoffeln.“ Umge-

AZUBIS

gesucht

WIR BILDEN AUS!

Foto: Ufuk Arslan

Zum 1. September 2021 suchen wir motivierte Azubis

für folgende Ausbildungs-Berufe:

• Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)

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Wir freuen uns über die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

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NEXT STEP MACHER |35

KÜCHENPOSTEN

Poissonnier:

Fischkoch

Entremetier:

Beilagenkoch

Gardemanger:

Vorspeisen, Salate,

kalte Küche

Rotisseur:

Braten aus Rind, Schwein,

Wild und Geflügel

Boulanger:

Kuchenbäcker

Saucier:

Saucenkoch, zuständig

für Fonds und Brühen

Patissier:

Desserts und

Kuchen

Zweimal

10 000 km,

um bleiben

zu können.

kehrt tischt der junge Indonesier

seinen Kollegen schon mal

scharfen Fried Rice mit Gemüse,

Ei oder Fleisch auf. „Sogar

Herr Reber fand das ,enak‘“,

freut sich der 27-Jährige.

,Enak‘ heißt lecker auf Indonesisch.

Selbst spricht Wingfeb

inzwischen sehr gut Deutsch.

Dafür hat er sich richtig dahintergeklemmt,

täglich gelernt,

Musik in deutscher Sprache

gehört und die Zeitung gelesen.

„Die Kommunikation mit

anderen ist mir wichtig, und

das funktioniert nur, wenn ich

die Sprache wirklich gut kann.“

Erzählt er von der perfekten

Zubereitung von Kartoffelstampf,

den neuen Angeboten

im Genuss-Kühlschrank oder

dem Winter-Stadl mit Speisen

zum Abholen, sprudelt die Begeisterung

über seine Arbeit

förmlich aus ihm heraus. Sein

Lachen wirkt ansteckend, und

das trägt wohl auch zur Stärkung

des Zusammengehörigkeitsgefühls

im Kochteam bei

– auch dann, wenn es mal

stressig in der Küche wird, und

alle gemeinsam kräftig anpacken

müssen. Im Moment jedoch

ist eher das Gegenteil der

Fall. Aufgrund der Kurzarbeit

infolge des Lockdowns ist

Wingfeb nur zweimal in der

Woche im Pflug. „Aber ich versuche,

trotzdem positiv zu

denken, negative Emotionen

zu Hause zu lassen und etwas

Gutes daraus zu machen“, sagt

er.

Das hat ihm sicher auch geholfen,

als seine Ausbildung in

Deutschland auf der Kippe

stand. Weil er ursprünglich ein

Studium aufgenommen, nach

zwei Semestern aber bemerkt

hat, dass er doch eher „ein

Mann fürs Praktische“ ist, sollte

er abgeschoben werden,

falls er nicht freiwillig ausreist.

Ein Wechsel vom Studium zur

Kochausbildung ist laut Aufenthaltsgesetz

ausgeschlossen.

Wingfeb fliegt 10 000 Kilometer

zurück in seine Heimat,

beantragt ein neues Visum in

Jakarta, legt zur Bekräftigung

den Arbeitsvertrag vor, hofft

und bangt, dass er zurückkehren

kann. Ebenso sein damaliger

Chef im Radisson Blu in

Karlsruhe, Hagen Müller. Er

will den damals 21-Jährigen,

der bereits Erfahrungen im Restaurant

seines Onkels auf Sumatra

gesammelt hat, unbedingt

zurück. Es hat geklappt.

Jetzt strebt Wingeb die nächste

Stufe auf der Karriereleiter an.

Im Herbst will er ein Studium

an der Hotelfachschule in Heidelberg

aufnehmen. „Damit

habe ich dann ein ganzes Paket

geschnürt und es wäre

doch gelacht, wenn ich dann

keinen guten Job finden würde“,

ist er überzeugt. Entweder

hier in Deutschland, oder in

Indonesien.

Von Claudia Linz

ASIATISCHER FRIED

RICE WING-STYLE

Zutaten für zwei Personen

300-400 g gekochter Reis

1 Knoblauchzehe

½ Zwiebel

½ Schalotte

½ Ingwer

1 Tasse Gemüse (optional),

zum Beispiel Paprika,

Karotten, Staudensellerie,

Pilze, Erbsen, Zuckerschoten

1 Bund Frühlingszwiebeln

1-2 EL Ketjapmanis

1-2 EL süße Chilisoße

1-2 EL Sesamöl

1/2 Limette

2 Eier

100 g Rindfleisch/

Hähnchenfleisch

Optional Chili-Knoblauchoder

andere scharfe Chilisoße

Zubereitung

Step 1: Zuerst musst du das

ganze Gemüse vorbereiten,

damit es nachher beim Braten

ganz schnell gehen kann. Dazu

die Zwiebeln, den Knoblauch,

Ingwer und Schalotten

fein würfeln. Gemüse putzen

beziehungsweise schälen

und in kleine Stücke schneiden.

Frühlingszwiebeln waschen

und putzen, weiße und

hellgrüne Teile in feine Ringe

schneiden. Fleisch in 1 cm

große Stücke schneiden.

Step 2: Öl in einem Wok oder

in einer großen beschichteten

Pfanne sehr heiß erhitzen

und gleichmäßig verteilen.

Das Fleisch hineingeben

und für 2 Minuten heiß anbraten,

mit Salz und Pfeffer

abschmecken und in einer

Schüssel beiseite stellen.

Dann das Gemüse nach und

nach dazu geben und braten,

bis es weich ist. Mit Salz und

Pfeffer abschmecken und in

einer Schüssel beiseite stellen.

Rezept von

Wingfeb Andriando

Banjarnahor

Tipp: Du kannst den

Fried Rice anstatt mit

Fleisch natürlich auch

mit Garnelen oder ohne

Fleisch als vegetarisches

Menü genießen.

Step 3: Nun den Wok wieder

erhitzen, das Öl und die Hälfte

des Sesamöls mit den Zwiebeln,

dem Knoblauch, Ingwer

und Schalotten hineingeben

und bei starker Hitze eine Minute

unter Rühren braten.

Nun die gebratenen Zutaten

an den Rand schieben und

die Eier auf die freie Fläche

geben. Dort unter Rühren

braten, bis ein Rührei entstanden

ist. Dann den Reis

dazu geben, alles mischen

und weiter rösten.

Step 4: Wenn der Reis anfängt

knusprig zu werden,

kannst du das Fleisch und das

Gemüse wieder dazu geben

und alles mit Ketjapmanis,

süßer Chilisoße, restlichem

Sesamöl, Zucker, Salz, und

Pfeffer würzen.

Step 5: Den Reis auf einen

Teller geben, alles mit einem

Spritzer Limettensaft beträufeln

und mit Frühlingszwiebeln

bestreut servieren.

Foto: SteAck/Shutterstock.com


36| NEXT STEP MACHER

IMMER AUF

ACHSE

Klara Strohmayer macht einen

Bundesfreiwilligendienst im

Crailsheimer Klinikum. Als Teil

des „Hol- und Bringedienstes“

bekommt sie viele spannende

Einblicke.

Das Telefon in der

Tasche ist Klara

Strohmayers fester

Begleiter. Wenn

es klingelt, ist ihr Einsatz gefragt:

Dann gilt es, einen Patienten

von seinem Zimmer zu

einer Untersuchung oder gar

in den OP-Saal zu begleiten.

Die 16-Jährige macht seit September

2020 einen Bun-

Es ist schön, zu

merken, wie dankbar

die Leute dafür sind,

dass man sich gut

um sie kümmert.

desfreiwilligendienst im

Klinikum Crailsheim. Als Teil

des „Hol- und Bringedienst“

entlastet sie die Pflegekräfte.

„Die Mitarbeiter haben im oft

hektischen Alltag immer viel

zu tun. Deswegen greifen wir

ihnen unter die Arme, wenn

sie mal gerade keine Zeit haben,

um jemanden beispielsweise

zum Röntgen, MRT oder

Ultraschall zu bringen“, berichtet

die junge Frau. Ihre

Aufgabe ist es dann, die zum

Großteil älteren

Patienten von ihren

Wartestühlen

oder Zimmern zu

den verschiedenen

Örtlichkeiten

zu geleiten.

Manche von ihnen

können aus

diversen Gründen

nicht oder

nur schlecht

laufen: Einige

sitzen im Rollstuhl,

andere sind auf Gehilfen

angewiesen. „Sie

haben zum Beispiel ein

gebrochenes Bein oder bekommen

eine Hüftprothese“,

erklärt Klara. „Es gibt aber

auch welche, die so fit sind,

dass sie selbst gehen können.“

Bis zu 34 „Touren“ hat sie täglich

zu erledigen. Die Realschulabsolventin

ist dafür im

ganzen Krankenhaus unterwegs.

Nur die Corona-Isolierstation

ist den ausgebildeten

Pflegekräften vorbehalten. In

der Regel absolviere sie gut

15 000 Schritte pro Tag. „Man

muss zwar nicht super sportlich

sein, aber eine gewisse Belastbarkeit

sollte man schon

mitbringen“, sagt die Crailsheimerin

mit einem Augenzwinkern.

Am liebsten bringt

sie die Patienten in ihren Betten

in den OP-Saal, um sie dort

den Anästhesie-Pflegekräften

zu übergeben. Für Klara ist das

immer ein sehr aufregender

und spannender Moment.

Viel Einfühlungsvermögen

ist gefragt

Dass sie es meistens mit völlig

Fremden zu tun hat, die nach

den Behandlungen in der Regel

wieder schnell entlassen

werden, macht ihr gar nichts

aus. „Ich bin ein sehr aufgeschlossener,

kontaktfreudiger

Mensch. Auf andere zuzugehen,

fällt mir leicht“, betont

die Freiwilligendienstlerin. Im


NEXT STEP MACHER |37

Ich wusste schon

immer, dass ich

im Krankenhaus

arbeiten will.

Patienten mit dem

Fahrstuhl in den

OP-Saal zu bringen,

ist für Klara Strohmayer

stets ein kleines

Highlight.

Foto: Klinikum

Crailsheim

Die Pflegekräfte haben

im Klinikalltag viel zu tun.

Daher helfen ihnen Bundesfreiwilligendienstler

dabei,

die Patienten etwa zu den

Untersuchungen zu bringen.

Symbolfoto:

© Syda Productions/

Shutterstock.com

Umgang mit den Patienten sei

zudem ein gewisses Feingefühl

gefragt. „Man sieht sofort,

ob sich jemand unterhalten

möchte oder lieber in Ruhe gelassen

werden will“, sagt sie.

Überhaupt sei es spannend,

sich mit ihnen auszutauschen

und von ihren Sorgen zu hören.

Was die dabei erfährt,

muss sie jedoch wegen der

Schweigepflicht für sich behalten.

„Besonders freue ich

mich aber über das entgegengebrachte

Vertrauen. Es ist

auch schön, zu merken, wie

dankbar die Leute dafür sind,

dass man sich gut um sie kümmert“,

erläutert sie. „Manche

sind orientierungslos. Das gibt

mir ein gutes Gefühl, wenn ich

ihnen helfen kann.“

Mit dem einjährigen Bundesfreiwilligendienst

im Klinikum

ist Klara quasi direkt nach der

Schule ins Berufsleben eingestiegen.

„Das war natürlich anfangs

etwas ungewohnt. Aber

ich fühle mich hier sehr wohl.

Auf allen Stationen herrscht

ein gutes Betriebsklima“, freut

sie sich. Auch das frühe Aufstehen

sei für sie kein Problem.

„Arbeitsbeginn ist um 7.30

Uhr. Das ist nur eine halbe

Stunde Unterschied zur Schulzeit.“

Zudem hat die „Bufdine“ ihre

Tätigkeit, für die sie ein kleines

Taschengeld bekommt, mit einem

klaren Ziel vor Augen angetreten.

„Ich wusste schon

immer, dass ich im Krankenhaus

arbeiten will“, sagt sie.

„Damals war ich aber noch zu

jung für eine Ausbildung zur

Pflegefachfrau. Dafür hätte ich

mindestens 17 Jahre alt sein

müssen“, klärt sie auf. „Außerdem

hatte ich noch überhaupt

keine praktische Erfahrung.

Bisher kannte ich alles nur aus

Büchern und Serien“, sagt sie

schmunzelnd. Der Bundesfreiwilligendienst

habe ihr

wiederum ermöglicht, sowohl

die Zeit zu überbrücken als

auch in den Klinikalltag hineinzuschnuppern.

„Das war

für mich einfach ideal und hat

meinen Berufswunsch bestärkt.“

Von Hannah Pompalla

BUNDESFREIWILLIGENDIENST

Jeder, der seine Schulpflicht erfüllt hat, kann sich im Bundesfreiwilligendienst

engagieren. Alter und Geschlecht spielen

keine Rolle. Die Regeldauer beträgt ein Jahr. Man kann

sich aber auch für sechs oder bis zu 18 Monate verpflichten.

Maximal sind jedoch nur zwei Jahre möglich. Es gibt viele

Einsatzfelder, zum Beispiel in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe,

Gesundheits- und Altenpflege, Umwelt- und Naturschutz,

Sport, Integration, Kultur- und Denkmalpflege,

Bildung sowie Zivil- und Katastrophenschutz. Die „Bufdis“

bekommen ein Taschengeld in Höhe von bis zu 426 Euro.

Der Dienst kann beliebig oft, jedoch in einem Abstand von

fünf Jahren, abgeleistet werden.

assistent/in

pfleger/in


FÜR UNS. FÜR DAS GESUNDHEITSSYSTEM.

UND FÜR DIE MENSCHEN, DIE UNTER -

STÜT ZUNG BRAUCHEN.

Uns war schon immer klar, dass Pflegekräfte unver zichtbar

sind. Jetzt merken es alle! Denn gerade in Zeiten wie

diesen zeigt sich, wie wichtig die Menschen sind, die

die Welt am Laufen halten. Die pflegen, unterstützen

und sich kümmern. Wir brauchen Menschen, die etwas

be wirken wollen. Menschen, die helfen. Wir brauchen

Menschen wie Dich.

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sich zu bewerben.

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www.kuenzelsau.de, „Künzelsau – meine Stadt“ oder „kuenzelsau.meinestadt“.


WISSEN

JETZT GEHT DIR

EIN LICHT AUF!

Foto: pathdoc/Shutterstock.com

Wie heißt es noch so schön? Wissen ist Macht!

Wäre es also nicht praktisch, wenn du im Vorstellungsgespräch

für deinen Outdoor-Job auch mit

ein bisschen Klugscheißerwissen glänzen könntest?

Du hast Glück: Auf den folgenden Seiten haben

wir skurrile, überraschende und – zugegebenermaßen

– zum Teil auch verdammt lustige

Fakten übers „draußen Arbeiten“ für dich zusammengetragen.

Zudem erfährst du, weshalb du dich als angehender

Handwerker beim Vorstellungsgespräch

vielleicht nicht gerade in einen rabenschwarzen

Maßanzug zwängen solltest, und die Jogginghose

beim Assessment-Center in der Bank lieber im

Schrank liegen bleiben lässt.

Wenn du noch nicht so recht weißt, wohin die

Reise für dich beruflich gehen könnte, bringt dir

vielleicht das Interview mit Lisa John von der Berufsberatung

der Agentur für Arbeit Erleuchtung.

Die Experten unterstützen angehende

Azubis derzeit sogar online bei der Jobsuche.

Last, but not least bekommst du in unserer „Wissens-Sparte“

noch einen tollen Überblick darüber,

an welchen Hochschulen du in Baden-Württemberg

studieren kannst.


40| NEXT STEP WISSEN

GUT ZU WISSEN Outdoor-

Berufe

von Julia Weise

DER

HOBBIT

Samweis „Sam“ Gamdschie aus dem Fantasy-Epos „Der

Herr der Ringe“ ist Gärtner von Beruf. Welcher Arbeit

der Ringträger Frodo nachgeht, weiß man dagegen

nicht. Foto: Blue Planet Studio/Shutterstock.com

DIE KÖNIGIN

VON ENGLAND

hat ihren ganz persönlichen Dudelsackspieler. Jeden Morgen

spielt Richard Grisdale um neun Uhr morgens 15 Minuten

lang draußen vor ihrem Fenster. Der ungewöhnliche

Outdoor-Beruf hat bei den Royals seit 1843 Tradition. Die

Idee zum „Piper to the Sovereign“, wie es auf Englisch

heißt, soll Queen Victoria gehabt haben. Sie regierte von

1837 bis 1901 im Vereinigten Königreich von Großbritannien

und Irland.

Symbolfoto: anon_tae/Shutterstock.com

MUH?

MOUH?

Oder vielleicht Moo? Tja, das kommt

ganz darauf an, wo du dich gerade befindest!

Britische Wissenschaftler vermuten

nämlich, dass Kühe in verschiedenen

Dialekten muhen. Dabei sollen

sie sich den regionalen Tonfall ihres

Bauern aneignen.

Foto: Kraipet Sritong/Shutterstock.com

IN MÜNNER-

STADT

in Unterfranken liegt der einzige

europäische Lehrfriedhof

für Bestatter. Neben Aus- und

Weiterbildungsseminaren

finden dort auch die Ausbildung

im Fach „Grabtechnik“

für den Ausbildungsberuf

„Bestattungsfachkraft“ und

die Fortbildungsprüfungen

zum „Geprüften Bestatter“

und „Bestattermeister“ statt.

Der Lehrfriedhof besteht seit

1996.


NEXT STEP WISSEN |41

ROYALES MÖHRCHEN

Über die Herkunft der Karotte wird unter

Forschern bereits seit Langem heftig diskutiert.

Die einen glauben, sie käme aus

Anatolien, andere vermuten ihren Ursprung

in Afghanistan oder vielleicht

dem Irak. Sicher ist aber, dass die

ersten kultivierten Karotten lilafarben

und gelb waren! Die

heute übliche Supermarkt-Karotte in Orange

wurde erst 1721 das erste Mal schriftlich

erwähnt. Einer Legende nach züchteten die

Niederländer orangefarbene Möhren, um

das regierende Königshaus Oranien-Nassau

zu ehren.

Fotos: Valentina Razumova &

Iaroslav Neliubov/Shutterstock.com

WAIDMANNS JO-JO?

Es dreht sich, manchmal blinkts und man

kann die coolsten Tricks mit ihm machen:

das Jo-Jo. Auf dem Schulhof war das wendige

Spielgerät lange total angesagt. Erzählungen

aus dem 16. Jahrhundert zufolge hatte es ursprünglich

allerdings einen ganz anderen

Zweck, als uns die Zeit zu vertreiben. Demnach

nutzte man auf den Philippinen einen

Vorläufer des Jo-Jos für die Jagd. Es heißt, die

Waidmänner banden lange Seile um große

Steine. Dann kletterten sie auf einen Baum

hinauf und schleuderten die schweren Brocken

auf das Tier, das sie erlegen wollten.

Hatten sie ihr Ziel verfehlt, konnten sie den

Stein mithilfe des Seils ganz einfach wieder

nach oben ziehen.

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42| NEXT STEP WISSEN

BLOSS NICHT

VERKLEIDEN!

Das Outfit beim Vorstellungsgespräch

sollte vor allem zum eigenen Stil passen.

Anzug und Kostüm müssen oft nicht

mehr sein, die strengen Regeln wurden

etwas gelockert. Trotzdem gibt es einige

No-Gos.

Kleider machen Leute: Während

es in einer Kreativagentur auch

etwas flippig zugehen kann,

gelten in anderen Branchen

beim Vorstellungsgespräch die

Regeln des Business Casual.

Foto: Gutesa/Shutterstock.com

Fotos: privat

Wer für das Vorstellungsgespräch

die falsche

Kleiderwahl

trifft, hat es schwerer.

Noch dazu gibt es nicht das eine,

perfekte Outfit für jede

Branche. Um bei der Orientierung

zu helfen, haben wir Personaler

von Banken, Kreativagenturen,

Industrieunternehmen,

Sozialen Einrichtungen

und Handwerksbetrieben aus

der Region nach ihren Kriterien

befragt.

„In Sachen Dresscode haben

sich die Zeiten geändert“, ist

Jenny Wacker von Ziehl-Abegg in

Künzelsau

überzeugt.

Schließlich

profitiere ein

Unternehmen

von der

Vielfalt seiner

Beschäftigten. „Kurze Hose

und Muskelshirt bei Jungs

oder sehr körperbetonte Bekleidung

mit großen Einblicksmöglichkeiten

bei Mädchen

würde ich trotzdem nicht

empfehlen“, sagt die Ausbildungsleiterin

des Ventilatorenherstellers.

Entscheidend

für sie ist, dass die Kleidung

zur Persönlichkeit passt. Die

angehende Industriemechanikerin

komme ebenso in Jeans

und Pulli zu ihr wie der Industriekaufmann.

Viele Mädchen

legen ihrer Erfahrung nach

mehr Wert auf die Kleidung als

Jungs und erscheinen auch

einmal im Hosenanzug.

„Eine Werbeagentur wie wir

sucht eher flippige und kreative

Typen, die sich entsprechend

kleiden und auftreten“,

sagt Ulrich Philipp von Screengallery

in Schwäbisch Hall. Wichtig

ist

seiner

Meinung

nach,

dass die

Kleidung

zum Menschen passt, „denn

nichts ist schlimmer, als wenn

die Person verkleidet wirkt“.

Margot Gropper hat seit fast 15

Jahren viel mit jungen Menschen

zu tun, die sich für eine

freiwillige Mitarbeit oder eine

Ausbildung im Sonnenhof in

Schwäbisch Hall interessieren

und entscheiden. Beim Vorstellungsgespräch

achtet

die Personalreferentin

und Diakonin „schon darauf,

wie die Bewerber gekleidet

sind. Sie erwartet locker, legere

Kleidung, die zur Persönlichkeit

des Bewerbers und

zum angestrebten Beruf passt.

„Blazer und Jackett müssen

bei uns nicht sein.“

Anders ist das bei der Sparkasse

Schwäbisch Hall-Crailsheim.

Dort geht

man zwar seit

Ende 2019

neue Wege in

Sachen Kleidung

und

der Spielraum

für

die Wahl des

Outfits wurde vergrößert.

„Dennoch hat der klassische

Anzug nicht grundsätzlich

ausgedient“, sagt Ausbildungsleiterin

Anna-Katharina

Breitner. „Vielmehr wird er


NEXT STEP WISSEN |43

durch weitere Optionen ergänzt,

die sich an den derzeit

geltenden Regeln des Business

Casual orientieren.“ Der

Grund: „Wir wollen für junge

Mitarbeiter und Auszubildende

attraktiv sein und sie nicht

mit einer strengen Kleiderordnung

abschrecken.“

„Mir ist es wichtig, dass die

Wahl der Kleidung zum jeweiligen

Ausbildungsberuf passt,

sowie sauber und ordentlich

ist“, sagt Kathrin

Kranz

von

Bausch

+ Ströbel in

Ilshofen.

„Unsere Bewerber

für

die Ausbildungsplätze

sind beispielsweise mit Jeans

und Pullover angemessen gekleidet.“

Bei dem Verpackungsmaschinenbauer

erhalten

die Berufsanfänger

dann ein Starter-Set mit Betriebskleidung,

das, so die Leiterin

für Ausbildung, Hochschulen

und Personalmarketing,

auf die jeweiligen Ausbildungsberufe

und Studiengänge

abgestimmt ist.

In den Büros bei ebm-papst in

Mulfingen gilt Business Casual –

im Kontakt mit den Geschäftspartnern

ebenso wie beim Vorstellungsgespräch.

„Man sollte

sich aber

nicht verkleiden.

Eine

Jeans

oder Stoffhose

mit

Hemd oder Bluse ist in unseren

Augen absolut passend und altersgerecht“,

sagt Irina Windsheimer,

Personalreferentin Employer

Branding & Recruiting.

„Da die Vorstellungsgespräche

mittlerweile virtuell von zu

Hause aus geführt und die Arbeit

vermehrt in die privaten

Räumlichkeiten verlagert werden,

werden die Kleidungsstile

zunehmend legerer und alltagstauglicher.

Die Krawatte ist

bei uns im Alltag seit einigen

Jahren keine Pflicht mehr.“

„Bei uns zählt die Persönlichkeit,

nicht das Aussehen. Es ist

wichtig, dass sich Auszubildende

in ihrer Kleidung wohlfühlen

und

nicht das

Gefühl

haben,

verkleidet

zu

sein“,

bekräftigt

auch Eva-Maria Bischel, Personalreferentin

bei Windmüller

Haustechnik GmbH in Schwäbisch

Hall. Jeans mit T-Shirt oder

Bluse beziehungsweise Hemd

seien für ein Gespräch absolut

passend. „Natürlich sollte die

Kleidung weder Flecken noch

Löcher haben.“

„Grundsätzlich achten wir bei

Schwäbisch Hall im Auswahlprozess

auf ein angemessenes

Auftreten der potenziellen

Nachwuchskräfte“, informiert

Sven Otterbach, Ausbildungsleiter

bei der Bausparkasse. Dazu

gehöre insbesondere eine authentische

und selbstsichere

Wirkung, aber natürlich auch

ein ordentliches Erscheinungsbild.

Dies

gelte für

Onlineauswahlverfahren

wie Präsenztermine.

Bewerber

sollten sich seiner

Meinung nach vor dem Vorstellungsgespräch

fragen, ob

der Dresscode auch im späteren

Berufsalltag ,gelebt‘ wird.

„Vorrangig haben wir aber das

Potenzial unserer künftigen

Nachwuchskräfte im Fokus.

Ob jemand im Anzug kommt

oder sich anders angemessen

fürs Vorstellungsgespräch

kleidet, ist daher nachrangig.“

von Claudia Linz

AUSBILDUNG

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44| NEXT STEP WISSEN

WAS BEDEUTET

BUSINESS CASUAL?

Antonia Wegmann,

Knigge- und Etikettetrainerin

aus

Künzelsau, erklärt,

was man unter diesem Dresscode

versteht, und liefert dazu

eine Eselsbrücke: Das B in Business

Casual hat zwei Rundungen,

das C eine Rundung. Das

bedeutet zwei Teile Business

und ein Teil Casual – und gilt für

Männer wie für Frauen.

Beim Mann: Anzug (Hose und

Sakko) kombiniert mit einem

Button-Down-Hemd. Mittlerweile

ist dieses Freizeithemd

zum „It-Piece“ und „Must-have“

der männlichen Business-

Mode geworden. Je nach Branche

und Hierarchie kann die

Stoffhose auch durch eine klassische

Jeans oder Baumwollhose

ersetzt werden. Bei Frauen

gilt das Gleiche. Die Bluse unter

dem Kostüm oder Hosenanzug

darf zum Beispiel durch ein ein-

faches weißes T-Shirt ersetzt

werden – egal mit welchem

Halsausschnitt. Hose und Rock

können ebenfalls durch eine

Jeans oder Baumwollhose ausgetauscht

werden. Auch sind

Kleider im Business gern gesehen.

Von schwarzen Business-Anzügen

für Männer, sowie Kurzarmhemden

im Sommer rät Antonia

Wegmann dringend ab.

Knigge- und

Etikettetrainerin

Antonia Wegmann

kennt sich mit den

verschiedenen

Kleiderordnungen

aus (Bild links).

Die beiden Models

sind im Business

Casual-Look perfekt

angezogen für

das Vorstellungsgespräch.

Fotos:

privat/Sparkasse

Lieber das Langarmhemd bis

kurz vor dem Ellenbogen lässig

zweimal umschlagen. Schwarz

ist eine Anlassfarbe und wird in

der Herrenwelt streng nur zu

Feierlichkeiten getragen. Frauen

dürfen die Farbe schwarz

gerne auch tagsüber kombinieren.

Zum Rock beziehungsweise

Kleid gehört im Business der

Strumpf. Der Rock sollte nicht

kürzer als drei Finger breit oberhalb

des Knies enden. Worauf

unbedingt zu achten ist, sind

saubere Schuhe und gepflegte

Füße. Sie gelten immer noch als

Symbol der Ordnung. Selbst

Stoff-Sneakers sind mittlerweile

in der Business-Welt anzutreffen.

Absolutes No-Go: Flip-

Flops im Business, außer man

bewirbt sich für eine Anstellung

als Bademeister oder Poolmitarbeiter

im Wellnessbereich.

Wir bilden aus

ZIMMERER (M/W/D)

Das zeichnet Dich aus:

. Du hast mindestens einen Hauptschulabschluss

. Du hast Spaß am Arbeiten mit Holz und am Umgang mit Maschinen

. Gutes räumliches Vorstellungsvermögen

. Du bist fit im Rechnen und Zeichnen

. Du magst körperliche Arbeit und arbeitest gern im Team

KAUFMANN/-FRAU FÜR

BÜROMANAGEMENT (M/W/D)

Das zeichnet Dich aus:

. Du hast einen Realschulabschluss

. Gute Ausdrucksweise sowie gute Kenntnisse

in Rechtschreibung, Grammatik und Mathematik

. Eine freundliche, offene Art

Wir freuen uns über Deine Bewerbung an:

Keitel-Haus GmbH

Reubacher Straße 23 · 74585 Rot am See / Brettheim

bewerbung@keitel-haus.de · www.keitel-haus.de

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Wo Mitarbeiter zu Mitdenkern werden

„Wir bauen Ihr Haus, als wäre es unserer eigenes.“ Dieser Satz umschreibt seit Langem

den Qualitätsanspruch, den die Firma Keitel-Haus an die hochwertigen und nachhaltigen

Holzhäuser aus eigener Produktion stellt. Doch der Satz sagt noch viel mehr aus.

Letztlich steht er für die hohe Wertschätzung und Wichtigkeit der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, ohne die die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens nicht denkbar wäre.

Erst durch die hohe Qualität ihrer Arbeit und Ideen und die professionelle Umsetzung kann

das Unternehmen den selbst gesetzten Ansprüchen gerecht werden. Aus diesem Grund

stehen bei Keitel-Haus nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern gleichberechtigt auch

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelpunkt. „Durch ihr Wissen, ihre Erfahrungen

und ihre handwerklichen Fähigkeiten werden sie an vielen Stellen zu unverzichtbaren Mitdenkern.

Ihre Arbeit ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg unseres Unternehmens“, betont

Geschäftsführer Andreas Mosgallik-Keitel.

Jetzt bewerben

Hochwertige Holzhäuser brauchen von den ersten Entwürfen bis hin zur Schlüsselübergabe

hochwertige Leistungen in der Planung und in der Umsetzung. Aus diesem Grund und wegen

der großen Nachfrage nach durchdachten und ökologisch ausgerichteten Holzhäusern

sucht Keitel-Haus nicht nur jetzt, sondern kontinuierlich in den verschiedensten Gewerken

und Berufen nach Mitdenkerinnen und Mitdenker, die das Wachstum des Unternehmens

mitgestalten wollen.

Wer das noch junge Jahr mit neuen beruflichen Perspektiven verknüpfen will, hat gerade

jetzt bei Keitel-Haus vielfältige Möglichkeiten. Vom Maler und Lackierer bis hin zu Bürokaufleuten,

vom Bauzeichner bis zum Schreiner und natürlich auch als Zimmerer und Zimmerermeister

werden Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten gesucht.

Kontakt:

Bewerbungen können per Mail an bewerbung@keitel-haus.de oder per Post an Keitel

Haus GmbH / Reubacher Straße 23 / 74585 Rot am See-Brettheim gesendet werden.

Mehr über das Unternehmen findet sich unter www.keitel-haus.de


NEXT STEP WISSEN |45

WERDE TEIL DER GRONINGER FAMILIE!

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Bei groninger hat die Ausbildung

der eigenen Nachwuchskräfte einen

sehr hohen Stellenwert. Wir

bieten dir eine fundierte und

praxisnahe Ausbildung, in der

nicht nur Wissen, sondern auch

Teamgeist, Zukunfts- und Erfolgsorientierung

groß geschrieben

werden. Damit erhältst du die

Grundlage für den Einstieg in

eine vielseitige, interessante und

herausfordernde Arbeitswelt, die

sowohl national, als auch international

ausgerichtet ist. Unser

Ausbildungsangebot reicht von

technischen und kaufmännischen

Berufen bis hin zu Studiengängen

unterschiedlicher

Fach- und Spezialisierungsrichtungen.

Unsere Auszubildenden

werden

vom ersten Tag ihrer

Ausbildung voll in

den Unternehmensalltag

eingebunden.

Du übernimmst

Verantwortung und

kannst dich ausprobieren

– nicht nur

in der Theorie, sondern

auch in der

Praxis.

groninger steht für

starke Innovationen,

herausragende

Qualität und tollen

Service im Sondermaschinenbau.

Seit

über 40 Jahren setzen

wir unser Knowhow

rund um das

Füllen und Verschließen

von liquiden

Produkten im Sinne

unserer Kunden

ein. Jeden Tag entwickeln

wir die Zukunft

der Verarbeitung

von Pharma-,

Kosmetik- und Consumer

Healthcare-

Produkten weiter.

groninger hat sich

über die Jahre zu einem

der Markt- und

Technologieführer

in diesen Geschäftsbereichen

entwickelt

– wir kennen

unsere Kunden und

Branchen nicht nur,

sondern verstehen

sie. Vertrauen in die

eigenen Fähigkeiten

und eine respektvolle Zusammenarbeit

sowohl im eigenen Unternehmen

als auch mit Kunden sind

die Basis für sichere Produktionsprozesse

und exzellente Ergebnisse.

Bei uns schätzt man den

Erfolgsfaktor Mensch: „Nur durch

die Qualifikation und Motivation

der Mitarbeiter ist es möglich,

erfolgreich zu sein.“, weiß der

Crailsheimer Geschäftsführer Jens

Groninger. Werte wie Fairness,

Respekt und Nähe prägen die Unternehmenskultur.

WIR FÜHLEN UNS WIE

EINE GROSSE FAMILIE.

Deshalb passen wir gegenseitig aufeinander auf.

„Wir sind ein gesundes Familienunternehmen.

Die große Sicherheit

und das kontinuierliche

Wachstum, das wir bieten, sind

nur zwei Aspekte, die uns als

Arbeitgeber attraktiv machen.“

betont Volker Groninger, Geschäftsführer

des Standorts in

Schnelldorf. Auch wenn inzwischen

rund 1.300 Kolleginnen und

Kollegen bei groninger beschäftigt

sind, kennt hier noch fast

jeder jeden. Das macht unseren

Erfolg aus. Denn auch die sogenannten

„kleinen Dinge“ sowie

das Zwischenmenschliche tragen

zur Weiterentwicklung der Firma

bei – davon ist man bei groninger

fest überzeugt.

BRING FARBE

IN DEIN LEBEN!

groninger-begeistert.de

Azubi-Start 2021

in Crailsheim

und Schnelldorf

GRONINGER

begeistert!

Jetzt bewerben! groninger & co. gmbh · Hofäckerstraße 9 · 74564 Crailsheim · Tel. 07951 495-0 · bewerbung@groninger.de


46| NEXT STEP WISSEN

BERUFSBERATUNG

BEIM BUMMELN

DURCH DIE ACKERANLAGEN

Foto: privat

Die Krisensicherheit spielt für die

Schulabgänger eine größere Rolle

als in der Vergangenheit. Trotz der

Pandemie gibt es viele Angebote.

Wer jetzt auf der

Suche nach einem

Ausbildungsplatz

ist,

hat es schwerer. Ein persönliches

Beratungsgespräch ist

momentan eher die Ausnahme.

Die Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

bietet jedoch Alternativen.

Welche das sind,

erläutert Lisa John, Teamleiterin

der Berufsberatung, im Interview.

Hat sich durch die Corona-

Pandemie etwas geändert?

Werden zum Beispiel Ausbildungsplätze

im Einzelhandel

oder in der Pflege

weniger nachgefragt?

Lisa John: In der Beratung

stellen wir fest, dass das Thema

Krisensicherheit eine größere

Rolle spielt. In diesem

Zusammenhang werden Berufe

im Lebensmitteleinzelhandel

und in der Pflege im Gegenteil

häufiger nachgefragt.

Leider gibt es im Moment wenig

Möglichkeiten, die Berufe

in einem Praktikum zu erkunden.

Gerade in der Pflege wäre

das aber sehr sinnvoll.

Wie findet aktuell

Berufsberatung statt?

Wir beraten telefonisch und in

dringenden Ausnahmefällen

auch persönlich. Außerdem

bieten wir Videoberatungen

Lisa John ist Teamleiterin

der Berufsberatung

bei der

Agentur für Arbeit

in Schwäbisch

Hall-Tauberbischofsheim.

ONLINE-WORK-

SHOPS FÜR DIE

GENERATION Z

Die Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

bietet folgende

Online-Workshops. Die Teilnahme

ist kostenfrei. Für die

Teilnahme werden internetfähige

Smartphones, Tablets

oder Laptops benötigt.

Nach der Anmeldung unter

Schwaebischhall.BCA@

arbeitsagentur.de

erhalten Teilnehmer

die Zugangsdaten.

24. März, 17 – 18 Uhr:

Ausbildung auch

in Zeiten von Corona

30. März, 18 – 19 Uhr:

Hilfe – mein Kind macht Abi!

1. April, 14 – 15.30 Uhr:

Bewerbungsgespräch als

Challenge zum

Ausbildungsplatz

und – außerhalb des harten

Lockdowns – „Walk and Talk“

an. Da findet die Beratung

dann im Rahmen eines Spaziergangs

beispielsweise

durch die Ackeranlagen in

Schwäbisch Hall statt. Weitere

Informationen schicken wir

im Anschluss per E-Mail. Berufsorientierungsveranstaltungen

und Sprechzeiten, die

sonst an den Schulen stattfinden,

werden zum Teil online

durchgeführt. Die Ausbildungsstellenvermittlung

läuft

durchgehend weiter.

Setzen Sie vermehrt

auf Online-Angebote?

22. April, 9.30 – 11.30 Uhr:

Girls‘ Day, MINT for girls –

Dein Traumberuf

mit Zukunft!

22. April, 9.30 – 11.30 Uhr:

Boys‘ Day, Berufsorientierung

für soziale Berufe

6. Mai, 18 – 19.30 Uhr:

Nach der Schule

ins Ausland

18. Mai, 18 – 19.30 Uhr:

Personalverantwortliche

verraten, worauf es bei der

Bewerbung und im Vorstellungsgespräch

ankommt

20. Mai, 18 – 19.30 Uhr:

Building Opportunities –

Social Media für den

Berufsstart nutzen!

7. Juni, 16 – 17.30 Uhr:

Welche Weiter- und

Fortbildungsmöglichkeiten

gibt es?

Wir haben diese massiv ausgebaut:

Mit Check-U steht auf

unserer Homepage ein ausführlicher

Selbsterkundungstest

zur Verfügung und auf

dem YouTube-Kanal der Bundesagentur

für Arbeit finden

junge Leute jede Menge Videos.

Unter dem Hashtag #zukunftklarmachen

gibt es Antworten

zu allen Themen rund

um die Berufswahl – auch mit

einem Corona-Spezial. Unser

Podcast „Schon in die Zukunft

gehört“ findet sich sowohl auf

YouTube als auch auf Spotify.

Wie beurteilen Sie die

Situation der Ausbildungsplatzsuchenden

aktuell?


NEXT STEP WISSEN |47

Die Einschränkungen durch

Corona machen es schwer, eine

Berufswahl zu treffen. Die Berufsorientierung

in der Schule

kommt in Zeiten von Home

Schooling viel zu kurz. Praktika

sind nur selten möglich und

das Berufsinformationszentrum

ist geschlossen. Außerdem

haben die Schüler gerade ganz

andere Sorgen. Die Bedingungen

für einen guten Schulabschluss

sind schwierig, denn es

findet kein normaler Unterricht

statt und nicht jeder hat zu

Hause die nötige Ruhe zum

Lernen. Dazu fehlt der Ausgleich,

denn mit Freunden darf

man sich nicht treffen. Vieles,

was Spaß macht, ist im Moment

verboten, und Sport im

Verein fällt auch aus. Da fehlen

meist der freie Kopf und die

Motivation für die Berufswahl

und Ausbildungsplatzsuche.

Was raten Sie den

Jugendlichen?

Trotz der Krise gibt es viele

Ausbildungsplatzangebote,

im vergangenen September

zum Beispiel deutlich mehr

Stellen als Bewerber. Ich empfehle

jedem jungen Menschen,

bei dem die Berufswahl

ansteht, mit der Berufsberatung

Kontakt aufzunehmen

und sich über das Angebot zu

informieren. Da Vorstellungsgespräche

überwiegend online

stattfinden, bieten wir bei

der VHS übrigens ein Seminar

dazu an – natürlich auch online.

Welche Themen beschäftigen

die junge Menschen gerade

besonders?

Oft kommt die Frage nach einem

krisensicheren Beruf.

Doch jede Krise hat ihre eigenen

Facetten. Natürlich trifft

die Friseursalons und Gaststätten

diese Krise mit ihren

Lockdowns hart, aber sobald

die Pandemie vorbei ist, werden

sie sich wieder erholen. In

der vergangenen Krise 2009

waren ganz andere Branchen

betroffen. Deshalb ist es uns

viel wichtiger, dass Jugendliche

auf ihre eigenen Fähigkeiten

und Interessen schauen.

Erwägen Ihrer Erfahrung

nach viele Jugendliche den

Besuch einer weiterführenden

Schule?

Wir bemerken tatsächlich einen

großen Run auf weiterführende

Schulen. Ein weiterer

Schulbesuch macht aus

meiner Sicht aber nur dann

Sinn, wenn damit ein konkretes

Ziel verfolgt wird. Eine

Ausbildung ist ein sehr guter

Einstieg ins Berufsleben.

Nicht umsonst wird Deutschland

in der ganzen Welt um

sein duales Ausbildungssystem

beneidet.

Von Claudia Linz

DIE TOP TEN

der beliebtesten

Ausbildungsberufe in der

Region Schwäbisch Hall

• Industriemechaniker/in

• Industriekaufmann/-frau

• Kaufmann/-frau

im Einzelhandel

• Kaufmann/-frau

Büromanagement

• Kfz-Mechatroniker

Pkw-Technik

• Verkäufer/in

• Medizinische/r

Fachangestellte/r

• Fachinformatiker

Anwendungsentwicklung

• Fachkraft Lagerlogistik

• Fachinformatiker/in

Systemintegration

Wir bieten in Schwäbisch Hall

folgende Ausbildungen

für Sie an:

ab 1. Oktober

ab 1. September

Diakonisches Institut für Soziale Berufe | www.diakonisches-institut.de

74523 Schwäbisch Hall

Sulmeisterweg 8/1

Tel.: 0791 94686-50

ps-schwaebisch-hall@diakonisches-institut.de


48| NEXT STEP WISSEN

STUDIEREN IN

NÄCHSTER NÄHE

Baden-Württemberg

bietet viele

attraktive Hochschulen

LEGENDE

Universitäten

Pädagogische Hochschulen

Kunst- und Musikhochschulen

Akademie für Darstellende Kunst

Filmakademie

Popakademie

Hochschulen für

angewandte Wissenschaften

Hauptsitz

Standort

Duale Hochschule BW

Präsidium

Standort

Campus

Nichtstaatliche Hochschulen

Private Universitäten

Schwetzingen

Mannheim

Bad Mergentheim

Heidelberg

Mosbach

Künzelsau

Karlsruhe

Pforzheim

Bad Liebenzell Hohenheim

Heilbronn

Schwäbisch Hall

Ludwigsburg

Stuttgart

Esslingen

Göppingen

Nürtingen

Kehl

Offenburg

Tübingen

Gengenbach

Rottenburg

Horb Reutlingen

Aalen

Schwäbisch Gmünd

Heidenheim

Geislingen

Ulm

Villingen-Schwenningen

Freiburg

Furtwangen

Albstadt

Trossingen Riedlingen

Biberach

Sigmaringen

Tuttlingen

Weingarten

Ravensburg

Lörrach

Konstanz

Isny im Allgäu

Friedrichshafen

QUELLE: MWK.BADEN-

WUERTTEMBERG.DE/DE/

HOCHSCHULEN-STUDIUM/

ICH WILL

STUDIEREN!

Detaillierte Infos zu allen

Studienangeboten in Baden-Württemberg

und die

interaktive Hochschulkarte

findest du auf der

Internetseite:

www.studieninfobw.de


NEXT STEP WISSEN |49

HS HEILBRONN

Hier treffen sich Tüftler, Mathe-Fans

und BWLer: An der Hochschule Heilbronn

gibt es Studiengänge in den

Bereichen Technik, Wirtschaft und

Informatik. Zum Beispiel stehen Maschinenbau,

Robotik und Tourismusmanagement

zur Auswahl.

www.hs-heilbronn.de

KÜNZELSAU

Mit Technik und Wirtschaft haben die

Studiengänge am Campus Künzelsau

der Hochschule Heilbronn zu tun.

Beispiele sind Wirtschaftsingenieurwesen-Energiemanagement,

Elektrotechnik,

BWL und Sozialmanagement

oder BWL und Kultur-,

Freizeit-, Sportmanagement.

www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau

Am Campus Schwäbisch Hall der Hochschule

Heilbronn. Foto: HHN

SCHWÄBISCH HALL

Am Campus Schwäbisch Hall dreht

sich alles ums Management: Von Finanzen

über Personalwesen bis hin

zum klassischen Vertrieb – der familiäre

Campus hat genau darin seine

Stärken..

www.hs-heilbronn.de/campusschwaebisch-hall

DHBW HEILBRONN

Theoriephasen an der Hochschule

und Praxisphasen im Unternehmen

wechseln sich ab. Angeboten werden

etwa BWL mit Foodmanagement, Handel

und Dienstleistungsmanagement,

Wein – Technologie – Management

sowie BWL – Digital Business Management

und Wirtschaftsinformatik.

www.heilbronn.dhbw.de

Duale Hochschule Baden-Württemberg in

Heilbronn. Foto: Christiane Zahnder

German Graduate School

of Management & Law in Heilbronn. Foto: privat

HEILBRONN

Durch die Eröffnung des Campus der

TU München kannst du in Heilbronn

Uni-Luft schnuppern. Wenn du Ambitionen

hast, später in die Führungsetage

aufzusteigen, könntest du mit den

Management-Studiengängen hier

goldrichtig liegen.

www.wi.tum.de

HEILBRONN

Wenn Wirtschaft und Recht dein Ding

sind, schau dich mal an der German

Graduate School of Management

& Law um. Die Hochschule bietet

Master-Studiengänge zu Wirtschaftswissenschaften

und Wirtschaftsrecht.

www.ggs.de

Hochschule Aalen. Foto: Jan Walford

DHBW MOSBACH

Studiengänge rund um die Digitalisierung,

international ausgelegte

Wirtschaftswissenschaften oder

doch eher ein Ingenieurstudium? Die

DHBW Mosbach und ihr Campus

Bad Mergentheim bieten viele duale

Studienmöglichkeiten.

www.mosbach.dhbw.de

AALEN

Die Hochschule Aalen ist eine der

forschungsstärksten Hochschulen in

Deutschland. Mitten im Süden bittet

sie über 60 innovative Studienmöglichkeiten,

darunter Angebote wie

Business Analytics, Digital Health

Management, International Marketing

and Sales, Leichtbau oder Wirtschaftsinformatik.

www.hs-aalen.de

Pädagogische Hochschule

Schwäbisch Gmünd. Foto: ph-sg

SCHWÄBISCH GMÜND

Wer sich für Themen wie Bildung,

Gesundheit und Kulturen interessiert,

ist in der Pädagogischen Hochchule

Schwäbisch Gmünd richtig. Dort stehen

Lehramt, Pflegewissenschaft und

Integration zur Wahl.

www.ph-sg.de

SCHWÄBISCH GMÜND

Wenn du besonders kreativ bist,

dann solltest du die Hochschule

für Gestaltung im Blick behalten. In

Schwäbisch Gmünd lassen sich Produkt-,

Kommunikations- oder Interaktionsgestaltung

sowie das Internet

der Dinge studieren.

www.hfg-gmuend.de


In der SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

werden das Haller Tagblatt (Schwäbisch Hall), das

Hohen loher Tagblatt (Crailsheim), die Rundschau

(Gaildorf), die Wochenblätter am Mittwoch Kreiskurier

und Wochenpost, das Anzeigenblatt am Samstag

südwest markt, die Wirtschaftszeitung Regio Business,

das Freizeitmagazin Hohenlohe Trends sowie der

Online-Dienst der drei Tageszeitungen herausgegeben.

Darüber hinaus verlegen wir eine Vielzahl an Buch-,

Kalender- und Magazin-Editionen.

JETZT

BEWERBEN!

Sie sind neugierig, kreativ und kontaktfreudig? Dann

sind Sie bei uns genau richtig! Wir bieten die Chance

einer Ausbildung in interessanten und vielseitigen

Medienberufen in einem modernen und zukunftsorientierten

Unternehmen. Sie sollten zuverlässig und

pünktlich sein. Idealerweise können Sie im Team

arbeiten und zeigen eine hohe Einsatzbereitschaft.

BEWERBUNGEN MIT LEBENSLAUF

UND ZEUGNISSEN BITTE AN:

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

– Geschäftsführung –

Postfach 10 03 50, 74503 Schwäbisch Hall

E-Mail: ausbildung.sho@swp.de

swp.de/hallertagblatt

swp.de/hohenlohertagblatt

swp.de/rundschau

Sie suchen eine interessante und abwechslungsreiche

Ausbildung? Dann bewerben Sie sich für den

1. September 2021 als

Auszubildender (m/w/d) zum

MEDIENKAUFMANN

DIGITAL UND PRINT

(M/W/D)

Besuchen Sie uns

auf NextStep!

Die Ausbildung findet bei uns im Haus, bei der

SÜDWEST PRESSE in Ulm und in der Berufsschule in

Stuttgart statt.

Ihre Bewerbung kann nur mit einem Schulabschluss

von mittlerer Reife oder Abitur berücksichtigt werden.

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.


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STARTE DURCH BEI

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/ Als Azubi in: Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall,

Aalen, Crailsheim

/ Dein Ziel: Kaufmann /frau

im Einzelhandel

/ Deine Karrierechancen: Sportlich!

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INTERSPORT SCHOELL

INTERSPORT_SCHOELL

Bitte richte deine Bewerbung an:

Schoell Sporthäuser GmbH, Andreas Schoell, Aus- und Weiterbildung

Vordere Schmiedgasse 20, 73525 Schwäbisch Gmünd

Hier geht‘s direkt zu

unserem Bewerberportal:


DEIN EINSTIEG IM

SONDERMASCHINENBAU

Ausbildungsberufe (m/w/d) für 2022

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Mechatroniker

Industriemechaniker

Konstruktionsmechaniker

Zerspanungsmechaniker

Technischer Produktdesigner

Fachinformatiker

Industriekaufmann (auch mit Zusatzqualifikation IWM)

Fachkraft für Lagerlogistik

Duales Studium (m/w/d) für 2022

Elektrotechnik (+ für 2021)

Maschinenbau

Wirtschaftsingenieurwesen

Wirtschaftsinformatik

Kooperatives Studium (m/w/d) für 2021 + 2022

Automatisierungstechnik und Elektro-Maschinenbau

Tolle Events für Auszubildende

und Studierende

Weiterbildungsmöglichkeiten

Flexible Arbeitszeiten

Innovative Technik

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unsere Auszubildenden über

ihre Ausbildung bei Optima

erzählen.

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