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Waffenmarkt-Intern 04/2021

Waffenmarkt-Intern – Das B2B-Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security – die April-Ausgabe WM-Intern ist das offizielle Mitteilungsorgan des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V.

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Das Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security<br />

Die digitale Messe –<br />

mehr als<br />

eine Alternative?<br />

<strong>04</strong>/April <strong>2021</strong> – G 25272<br />

Aus dem VDB<br />

Neue NWR-Praxistipps, die<br />

Corona-Test-Situation, Termine …<br />

Aus den Firmen<br />

Teil 2 der großen Branchenumfrage,<br />

neue Gesichter und digitale Angebote.<br />

Rechtsfragen<br />

BKA-Bescheide Nachtsicht, Kauf<br />

auf Jagdschein.<br />

Keine Ausgabe<br />

verpassen!<br />

www.wm-intern.de/wm-intern-lesen<br />

www.wm-intern.de


Ab nach draußen!<br />

„So locken Sie die Kunden in Ihr Geschäft!“ – heißt es oftmals<br />

an dieser Stelle im Heft. Doch das ist derzeit natürlich kaum<br />

möglich. Also müssen sich die stationären Einzelhändler Alternativen<br />

überlegen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben<br />

und ihnen ihr Sortiment zu präsentieren. Wahrscheinlich<br />

kommt auch und gerade den Schaufenstern diverser Geschäfte<br />

in den Zeiten des Lockdowns eine noch nie dagewesene Bedeutung<br />

zu, um darüber zu verkaufen: Produkte, die dort ausgestellt<br />

sind, werden vermutlich im Moment viel intensiver<br />

wahrgenommen – Window-Shopping lautet die Devise.<br />

Zwar lassen sich sehr große, hochwertige oder erklärungsbedürftige<br />

Produkte nicht „mal eben so“ über das Schaufenster verkaufen,<br />

aber gerade Dekorations- und Geschenkartikel – für sich selbst oder<br />

die Liebsten – stehen aktuell hoch im Kurs, weil man das Bedürfnis<br />

hat, „sich etwas zu gönnen“. Im Außenbereich zeigen, was üblicherweise<br />

im Innenbereich erhältlich ist: Wir haben ein paar attraktive<br />

Produkte zusammengestellt, die ein Hingucker in der Auslage sind<br />

und zudem ganz sicher das Herz der Kunden erfreuen.<br />

Jetzt im Frühjahr, wenn die Tage wieder<br />

länger werden, beginnt die Outdoor-Saison.<br />

Wer viel draußen unterwegs ist, sollte<br />

dafür auch entsprechend ausgerüstet<br />

sein. Ob beim klassischen Ansitz oder einer<br />

kleinen Pause während der Wanderung<br />

– außerordentlich praktisch ist z. B.<br />

das faltbare Sitzkissen mit edler Jagdhund-Stickerei<br />

von AKAH, das<br />

sich leicht in Rucksack oder<br />

Sporttasche verstauen lässt.<br />

Um selbst bei großer Kälte<br />

warmzuhalten, wurde durch Teflon<br />

wasserabweisender Loden<br />

mit 6 mm starkem Neopren zu<br />

einer Einheit verarbeitet. Dazu<br />

passend, ebenfalls mit Jagdhund-Stickerei,<br />

gibt es eine 30 x<br />

35 cm große Tasche mit zwei<br />

Tragemöglichkeiten: Wenige<br />

Handgriffe machen aus einer<br />

Umhängetasche einen Rucksack.<br />

Hierzu wird das Trageband<br />

durch eine Lasche auf der<br />

Rückseite gezogen. Die Reißverschlusstasche<br />

außen ist aus echtem YAK-Leder, die Rückseite<br />

aus Filz. www.akah.de<br />

Zum Draufsitzen, Drauflegen,<br />

Umwickeln und Wärmen<br />

– drinnen oder draußen<br />

in der Natur – ist diese<br />

135 x 175 cm große und schnelltrocknende Fleecedecke von Brandit<br />

bestens geeignet. Dank abnehmbarem Trageriemen lässt sie<br />

sich komfortabel überall hin transportieren.<br />

www.brandit-wear.com + www.dmax-shop.de<br />

Ebenfalls in cooler Tarnoptik<br />

kommt das Taschenmesser<br />

von Lagiole<br />

daher. Der Clou: Unter<br />

den camofarbenen Griffschalen<br />

stecken nicht<br />

nur Messerklinge, Korkenzieher,<br />

Flaschenöffner<br />

und Schraubendreher,<br />

sondern auch ein elektrisches Feuerzeug, das über das beiliegende<br />

USB-Kabel geladen werden kann. Das Taschenmesser mit<br />

integriertem Feuerzeug ist in einer schönen Geschenkverpackung<br />

erhältlich beim DMAX Shop. www.dmax-shop.de<br />

Praktisch für unterwegs und dabei<br />

sehr edel ist der Flachmann mit<br />

Bezug aus geprägtem dunkelbraunem<br />

Leder, hergestellt von<br />

Hand in einer kleinen Manufaktur<br />

in Kärnten. Er ist aus rostfreiem<br />

Edelstahl und hat einen fest fixierten<br />

Verschluss, sodass er nicht<br />

verloren gehen kann. Dieses und<br />

weitere Motive wie Edelweiß oder<br />

Rehbock sind über www.wohlgeraten.de erhältlich.<br />

Auch gegrillt wird nun wieder vermehrt. Somit ist es höchste Zeit,<br />

den Lieblingsplatz zu Hause für die wärmeren Jahreszeiten entsprechend<br />

einzurichten – beispielsweise mit dekorativen Wandschildern<br />

wie diesem in Edelrost-Optik von Rerum & Consilium.<br />

www.rerum-consilium.de<br />

mvc<br />

Bilder: © AKAH, © dmax-shop, © Wohlgeraten, © Rerum Consilium<br />

Bilder: ©


EDITORIAL<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 3<br />

Gewinner und Verlierer<br />

Ein Jahr leben und arbeiten wir nun bereits in der<br />

„neuen“ Normalität. Dabei ist es, glaube ich, nicht geunkt<br />

oder schwarzgemalt, wenn ich sage: Das geht<br />

noch mindestens ein Jahr so weiter. Weder Politik<br />

noch Verwaltung auf allen föderalen Ebenen haben es<br />

geschafft, der Krise etwas entgegenzusetzen. Da hilft<br />

es auch nicht, über die Landesgrenzen zu schauen<br />

und festzustellen, dass es Länder gibt, in denen es noch schlechter läuft.<br />

Tatsächlich grassiert die Seuche in Deutschland doch deshalb nicht ganz so<br />

heftig, weil die Mehrheit der Menschen bereit ist, sich an die Regeln zu halten,<br />

die sich mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen lassen. Interessanter<br />

Weise sind das genau die Regeln, die auch vor der Ansteckung mit<br />

anderen Krankheiten wie der herkömmlichen Grippe und anderen Erkältungskrankheiten<br />

schützen. Weder die halbgare Corona-App noch die willkürlichen<br />

Lockdown-Verfügungen haben das Land schützen können. Vielleicht<br />

bin es aber auch nur ich, der nicht versteht, warum ein Besuch im<br />

Supermarkt ungefährlicher sein soll als der im Modehaus oder im Waffenfachhandel<br />

mit Desinfektion, Abstandsregeln, Maske und Zugangskontrolle.<br />

Die Gewinner<br />

Ist es eigentlich politisch gewollt, den Einzelhandel zugunsten der großen<br />

Ketten plattzumachen? Im Sommer 2020 haben alle in die notwendigen<br />

Schutzmaßnahmen investiert und alles darangesetzt, das Infektionsrisiko<br />

in ihren Läden zu minimieren. Dennoch sind es immer der Einzelhandel und<br />

die Gastronomie, die als Erste geschlossen werden. Gewinner sind Low-Level-Bringdienste,<br />

große Ketten mit ebenso großem Warensortiment und<br />

natürlich die ohnehin starken Versandhändler und Betreiber von Online-<br />

Plattformen. Ein Blick auf die Handelsdaten zeigt es deutlich: Wachstumsrekorde,<br />

wohin man auch schaut.<br />

Die Verlierer<br />

Das sind wir am Ende alle. Wie werden unsere Städte<br />

wohl nach der Pandemie aussehen? Wie viele<br />

kleine und mittlere Unternehmen wird es<br />

noch geben? Mein Horrorszenario<br />

ist eine Gastronomie, die<br />

noch stärker von<br />

Take-away-<br />

Angeboten<br />

und Fastfood-Ketten geprägt ist als ohnehin schon –<br />

anstelle der unternehmergeführten Einzelhandelsgeschäfte<br />

mit ihrem individuellen Charme und ganz<br />

oft der besonderen persönlichen Expertise der dort<br />

arbeitenden Menschen. Wie viele werden überlebt<br />

haben?<br />

Schnell fließende Milliardenhilfen für Prestigekonzerne,<br />

denen trotzdem Massenentlassungen folgen, und kurzerhand gestoppte<br />

Auszahlungen von Corona-Hilfen für den Einzelhandel prägen das<br />

Bild. Die Folge ist ein rücksichtsloser Kahlschlag im Einzelhandel durch<br />

die immer gleichen, schlecht reflektierten Lockdown-Keulen.<br />

Und jetzt?<br />

Ganz klar, es kann nicht die Lösung sein, jetzt in Selbstmitleid aufzugehen.<br />

Tatsächlich ist unsere Branche – weil zumindest im jagdlichen Bereich systemrelevant<br />

– noch einigermaßen im Rennen. Sorge macht vor allem die<br />

Sparte „Sportschießen“, deren Umsätze auch nach der Pandemie durch die<br />

strengen Bedürfnisnachweise zum Erwerb abgewürgt zu werden drohen.<br />

Hier schwenkt der Blick vor allem zu unserem Branchenverband VDB, der an<br />

tragfähigen Konzepten und Antworten auf die Vormacht der Online-Plattformen<br />

arbeitet.<br />

Lassen Sie sich nicht unterkriegen!<br />

Ihr<br />

Roland Zobel<br />

EMS<br />

EASY MODULAR SYSTEM<br />

34 EMS Classic<br />

PERFORMANCE<br />

34 EMS black<br />

_ Kaliber 4,5 mm & 5,5 mm _ Zweiteiliger Spannhebel mit Polymer-beschichteten Inlays<br />

_ Wechselbare Visierungen _ Modulare Plattform *<br />

_ Schalldämpfer-kompatibel _ Wechselbarer Lauf *<br />

UVP ab<br />

_ Kompatibel mit N_TEC Gasdruckfeder<br />

€ 279,-<br />

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Break<br />

Barrel<br />

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Weitere Infos finden Sie unter www.germansportguns.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 4 INHALT I CONTENT<br />

INHALT<br />

EDITORIAL SEITE 3<br />

KURZNACHRICHTEN I MAKE IT SHORT! SEITE 6<br />

FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE SEITE 7<br />

WAFFENRECHT SEITE 11 UND SEITE 47<br />

VDB – VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER<br />

UND WAFFENFACHHÄNDLER SEITE 15<br />

TERMINE I APPOINTMENTS SEITE 22<br />

HANDWERK I HANDCRAFT SEITE 26<br />

WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY SEITE 31<br />

SORTIMENT I ASSORTMENT SEITE 35<br />

LIEFERANTEN-LEXIKON + EINKAUFSFÜHRER SEITE 40<br />

IMPRESSUM I IMPRINT SEITE 39 NWR-Praxistipps<br />

Seite 18<br />

Bilder: © malkovkosta – Adobe Stock, © Eurohunt, © VDB


INHALT I CONTENT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 5<br />

Bilder: © NürnbergMesse, © Krüger Schießscheiben, © Eurohunt, © Umarex<br />

Die IWA Studio Edition<br />

Seite 25<br />

Neues aus den Firmen der Branche<br />

Seite 7<br />

Die digitale<br />

Messe – mehr als<br />

eine Alternative?<br />

Seite 22<br />

Seite 35<br />

Neues fürs Sortiment<br />

Versand von Jagd- und Sportwaffen,<br />

Gefahrgut (1.4G) und Munition<br />

am Tag und über Nacht.<br />

Service: 0221 - 954 21 80<br />

www.overnite.eu<br />

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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 6<br />

KURZNACHRICHTEN I<br />

MAKE IT SHORT!<br />

KURZNACHRICHTEN<br />

Deutsche sparen<br />

Laut Angabe der Bundesregierung haben die Deutschen mit 16,6 % des verfügbaren<br />

Einkommens mehr als jemals zuvor zurückgelegt. Dafür verantwortlich<br />

seien vor allem die beschränkten Konsummöglichkeiten während<br />

des Lockdowns. www.wiwo.de<br />

DHL-Päckchen frankieren<br />

Statt mit Briefmarken müssen Päckchen seit dem 1. Januar <strong>2021</strong> in der Filiale<br />

oder online frankiert werden. Es gibt aber eine Übergangsfrist bis zum 30.<br />

Juni. www.t-online.de<br />

Bargeld<br />

Wie die deutsche Bundesbank bekannt gab, wurden 2020 sechs von zehn<br />

Transaktionen mit Bargeld bezahlt. Und das, obwohl Kartenzahlungen aufgrund<br />

von Corona durchaus zugenommen haben. www.statista.de<br />

Boykottverhalten<br />

Immerhin 37 % der in zehn europäischen Ländern Befragten einer YouGov-<br />

Umfrage gaben an, schon einmal eine Marke aufgrund eines Skandals boykottiert<br />

zu haben. In Deutschland hatten davon 66 % auch danach nie wieder<br />

Produkte der vom Skandal betroffenen Marke gekauft. www.internetworld.de<br />

Schweden prüft E-Krone<br />

In Schweden soll mithilfe eines Pilotprojekts bis Ende 2022 geprüft werden,<br />

ob eine digitale Währung, die sogenannte E-Krone, eingeführt wird. Zum<br />

jetztigen Zeitpunkt liegt die Zahl der Barzahlungen bereits unter zehn Prozent.<br />

www.bloomberg.com<br />

Datenlecks lecken zu lange<br />

In Deutschland dauert es durchschnittlich 160 Tage, Datenlecks zu erkennen und<br />

zu schließen und kostet ein Unternehmen 4,5 Millionen Euro. www.statista.com<br />

NR . 1<br />

Das meist gekaufte modulare<br />

Zielfernrohrmontagesystem in Europa<br />

Empfohlen von:<br />

Testbericht 4/2017<br />

„Zählt derzeit zum<br />

Besten, was der Markt<br />

zu bieten hat“<br />

Testbericht 11/2013<br />

Testbericht 5/2014<br />

Testbericht 8/2017<br />

„Da bleiben keine<br />

Wünsche offen. …“<br />

„Eine technisch<br />

überzeugende Lösung“<br />

„Erstklassig und<br />

empfehlenswert“<br />

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Bilder: © photokozyr – Adobe Stock


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 7<br />

FIRMEN UND PERSONEN<br />

Outdoors GmbH wächst weiter<br />

Inken D. Kreckel<br />

Inken D. Kreckel ist seit dem 15. März<br />

<strong>2021</strong> als Marketing- und Experience-<br />

Managerin verantwortlich für die<br />

Marketing & Kommunikationsaktivitäten<br />

des digitalen Medienhauses<br />

GT Outdoors GmbH. In dieser neu<br />

geschaffenen Position wird die erfahrene<br />

Kommunikationsmanagerin<br />

und studierte Wirtschaftsanglistin,<br />

die seit 2017 den Jagdschein besitzt,<br />

vor allem das Brand & Experience<br />

Management der eigenen Marken<br />

Geartester.de und Jagdzeit.de weiterentwickeln.<br />

Die GT Outdoors GmbH ist ein junges<br />

und innovatives Medienunternehmen,<br />

das sich auf die digitale Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen<br />

spezialisiert hat. Das schnell wachsende Unternehmen<br />

entwickelt individuelle Vermarktungsstrategien und produziert Inhalte, die<br />

die Zielgruppe überzeugen. Es vermarktet die Inhalte unter anderem über<br />

die eigenen digitalen Plattformen und Netzwerke und bietet so attraktive<br />

Reichweiten für seine Kunden.<br />

Jan Hüffmeier, CEO der GT Outdoors GmbH: „Es freut mich außerordentlich,<br />

dass wir Inken D. Kreckel für unser Team gewinnen konnten. Sie wird gemeinsam<br />

mit unserem motivierten Team die Markenbekanntheit unserer<br />

Plattformen und die digitale Sichtbarkeit unserer Kunden auf die nächste<br />

Stufe heben.“<br />

In den vergangenen Jahren war Inken Kreckel zunächst für die Events und Seminare<br />

beim Paul Parey Zeitschriftenverlag zuständig, nachdem sie nach London<br />

zu James Purdey & Sons wechselte, um dort die Entwicklung und Umsetzung<br />

der Vertriebs- und Marketingstrategie der handgemachten Waffen sowie Luxuskleidung<br />

und Accessoires zu verantworten. www.gtoutdoors.de cj<br />

Frankonia erhält Auszeichnung der CBC-Group<br />

Bilder: © ivanko80 – Adobe Stock, © GT Outdoors, © Frankonia<br />

Trotz aller Wirren und Schwierigkeiten, die<br />

das Jahr 2020 so zu bieten hatte, wurde der<br />

Frankonia Handels GmbH & Co. KG die besondere<br />

Ehre zuteil, zwei Auszeichnungen<br />

der CBC-Group entgegennehmen zu dürfen.<br />

So wurde Frankonia einerseits zum „Top<br />

Distributor of the Year“ der Munitionsmarke<br />

MAGTECH prämiert, zum anderen bekamen<br />

die Unterfranken den „Distributior Performance<br />

Award“ für die Jagd- und Sportwaffenmarke<br />

ROSSI verliehen. Beide Auszeichnungen<br />

sind insofern interessant, als das<br />

www.wm-intern.de<br />

CBC (Companhia Brasileira de Cartuchos)<br />

einer der größten Hersteller von Munition<br />

weltweit ist. Frankonia und das südamerikanische<br />

Unternehmen CBC verbindet eine<br />

jahrelange, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung,<br />

die auch eine Corona-Pandemie nicht<br />

so einfach ins Wanken bringen kann.<br />

Frankonia bedankt sich bei all seinen Kunden<br />

im In- und Ausland und gibt das Kompliment<br />

für gute Zusammenarbeit gerne zurück<br />

an CBC nach Brasilien!<br />

www.frankonia-b2b.de<br />

cj


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 8 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

Neuer Ansprechpartner bei AKAH<br />

Seit dem 1. Februar <strong>2021</strong> ist Lars Schopnie im Team der AKAH-Reisenden. Er<br />

ist 45 Jahre alt und seit Jahren im norddeutschen Raum für die Jagdbranche<br />

tätig. Die meisten Jagdhändler kennen ihn bereits. Als passionierter Jäger<br />

und Sportschütze kennt Lars Schopnie nicht nur die Branche, sondern auch<br />

die Bedürfnisse der Jäger und Sportschützen. Er ist Mitglied im BDMP, BDS<br />

und im Norddeutschen Schützenbund.<br />

AKAH freut sich, mit ihm einen<br />

qualifizierten Fachmann gefunden<br />

zu haben, der die Händler<br />

fachgerecht und professionell<br />

beraten kann.<br />

www.akah.de cj<br />

Lars Schopnie<br />

Lothar Walther digital<br />

Die Firma Lothar Walther hat ihr Engagement in den neuen Medien wie<br />

YouTube, Facebook und Instagram deutlich ausgebaut, um die fehlenden<br />

Messen und damit die fehlenden Informationen für ihre Kunden zu<br />

kompensieren.<br />

Jetzt wird den Kunden die Möglichkeit geboten, sich immer auf dem<br />

Laufenden zu halten, wenn es um das Angebot rund um das Lothar-<br />

Walther-Portfolio geht.<br />

Aktuell stehen einige neue Kaliber für Long-Range-Schützen wie zum<br />

Beispiel .300 PRC und 6,5 PRC zur Verfügung. Bei den Luftdruckkalibern<br />

ist augenblicklich „BIG - Schick“. Mit den neuen Kalibern .45 und .50<br />

Luft, vor allem für den US-Markt, bietet Lothar Walther neben den altbekannten<br />

Kalibern wie 4,5 und 5,5 mm die weltweit größte Auswahl an<br />

Luftdruckläufen an. Beim Material wird der verstärkten Nachfrage nach<br />

Lothar Walther-Läufen aus den USA Rechnung getragen und der dort<br />

allseits beliebte Stahl 416R angeboten.<br />

Mit der Laufschmiedemaschine bietet Lothar Walther auch Laufrohlinge<br />

für .223 Rem oder 5,56 NATO mit fertig geschmiedetem Lager an. Als<br />

außergewöhnlich kann man die aktuell für einen Schweizer Munitionshersteller<br />

in der Produktion laufenden 1.100 mm langen und mit einem<br />

Außendurchmesser von bis zu 65 mm starken Messläufe im Kaliber .50<br />

Browning bezeichnen.<br />

Weitere Infos und das gesamte Programm finden sie unter<br />

www.lothar-walther.de.<br />

cj<br />

Neuer Onlineshop bei Krüger Schießscheiben<br />

Angesichts der Ausfälle von Messen und Veranstaltungen sowie aufgrund<br />

der durch die Pandemie geschlossenen Fachgeschäfte hat Krüger<br />

die Zeit genutzt und seinen Onlineshop komplett neu ausgerichtet.<br />

Es werden noch mehr Qualitätsprodukte vom weltweiten Marktführer<br />

für sportliche Schießscheiben aller Verbände in vielen Kategorien übersichtlich<br />

eingruppiert. Die einfache intuitive Handhabung der Shop-<br />

Funktionen, die Live-Bestandsabfrage für Lieferungen innerhalb von ein<br />

bis zwei Tagen und moderne Zahlungsalternativen machen den neuen<br />

Shop zum 24-Stunden-Einkaufserlebnis für Schießscheiben und Bogenscheiben-Auflagen.<br />

Erstmalig ist es auch für unsere Fachhandelskunden<br />

möglich, ihre Bestellung zu den hinterlegten Handelskonditionen<br />

durchzuführen und gegebenenfalls direkt an Kunden europaweit zustellen<br />

zu lassen. Neu ist auch ein informativer Servicebereich mit Veranstaltungen,<br />

Schießsport-Links und Downloads von Schießspielen.<br />

Für die Nutzung des Webshops mit dem Smartphone wurde erstmalig<br />

eine extra angepasste Oberfläche erstellt. Zugang zum Shop erhalten<br />

Sie unter:<br />

www.krueger-scheiben.de.<br />

cj<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © AKAH, © Lothar Walther, © Krüger Schießscheiben


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 9<br />

Bundesverband der Sicherheitswirtschaft<br />

auf Wachstumskurs<br />

Dr. Harald Olschok<br />

„Trotz der unsicheren wirtschaftlichen<br />

Lage und der<br />

angespannten Zeiten haben<br />

im letzten Jahr lediglich sechs<br />

unserer Mitglieder ihre Mitgliedschaft<br />

gekündigt. Dies<br />

bedauern wir zwar sehr, können<br />

uns aber andererseits<br />

über 20 neue Mitglieder freuen,“<br />

gibt Dr. Harald Olschok,<br />

Hauptgeschäftsführer des<br />

Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft<br />

(BDSW), bekannt. Bei fast allen Neumitgliedern handele es<br />

sich um kleine oder mittelgroße Unternehmen. „Diese Tatsache spiegelt die<br />

Größenverhältnisse, die am Markt herrschen, in der Mitgliedsstruktur wider,“<br />

so Dr. Olschok. „Der BDSW vertritt damit die Interessen von Unternehmen<br />

jeglicher Größe.“ Die Entwicklung zeige, wie wichtig Verbandsarbeit<br />

auf tariflicher und politischer Ebene sei. Dies werde von den Unternehmen<br />

der Branche durch ihr Vertrauen bestätigt. „Wir werden auch <strong>2021</strong> hart daran<br />

arbeiten, die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen – aber auch der<br />

gesamten Branche – weiterhin effektiv und erfolgreich zu vertreten. Wir<br />

sind uns deshalb sicher, in diesem Jahr die Grenze von 1.000 Mitgliedern im<br />

BDSW knacken zu können“, schaut der Hauptgeschäftsführer abschließend<br />

positiv in die Zukunft. www.bdsw.de<br />

ali<br />

Heckler & Koch: starkes Jahr 2020<br />

Bilder: © BDSW<br />

Trotz der Corona-Pandemie verbucht Heckler & Koch in 2020 das erfolgreichste<br />

Geschäftsjahr seit vielen Jahren: Der Umsatz stieg im Jahr 2020 um<br />

rund 15 % auf 275,0 Millionen Euro (2019: 239,4 Millionen Euro), der Gewinn<br />

lag bei satten 13,5 Millionen Euro. Der Vorstand begründet die gute Entwicklung<br />

unter anderem mit einem 2019 beschlossenen Maßnahmenpaket samt<br />

Investitionen, wodurch Abläufe wesentlich verbessert worden seien. Besonders<br />

gut schnitt Heckler & Koch mit militärischen Großaufträgen in<br />

Großbritannien, Frankreich und den USA ab. Der Verkauf von Pistolen an<br />

Privatleute in den USA zog hingegen nicht an. In Deutschland lieferte die<br />

Firma im vergangenen Jahr Pistolen an die Bundespolizei sowie Maschinengewehre<br />

an die Bundeswehr sowie Waffen an die Spezialeinheit KSK. Zudem<br />

sieht es mittlerweile so aus, als würde Heckler & Koch nun doch den<br />

begehrten Großauftrag der Bundeswehr<br />

über 120.000 neue<br />

Sturmgewehre ergattern. Weil<br />

Konkurrent Haenel Rechtsmittel<br />

eingelegt hat, verzögert sich die<br />

finale Vergabe, aber im Herbst<br />

könnte Heckler & Koch grünes<br />

Licht bekommen.<br />

Heckler & Koch hat verlustreiche Jahre und interne Querelen hinter sich.<br />

„Die Rückkehr in die Gewinnzone 2019 und das Ergebnis 2020 bestätigen,<br />

dass Heckler & Koch nach schwierigen Jahren wieder auf Kurs ist“, sagte<br />

Finanzvorstand Dr. Björn Krönert. www.heckler-koch.com ali<br />

www.wm-intern.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 10 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

Die große Branchenumfrage Teil 2<br />

Pandemie und plötzlich ist alles anders<br />

Nachdem wir im ersten Teil unserer Betrachtungen die Sicht der Hersteller<br />

und Großhändler der Branche im Fokus hatten, sollen nun die<br />

Einzelhändler und Handwerksbetriebe im Mittelpunkt stehen.<br />

Was ihnen wichtig ist, wie sie sich informieren und wie sie ihre Kunden<br />

erreichen, ist in den folgenden Grafiken ersichtlich.<br />

59 %<br />

21,9 %<br />

19 %<br />

Wer hat an der Umfrage teilgenommen?<br />

Wir sind ein Herstellungsbetrieb<br />

Büchsenmachermeister, Industrie, ...<br />

Wir sind Fachhändler<br />

Waffenfachgeschäft, Jagd- oder<br />

Sportfachhandel, ...<br />

Wir sind beides<br />

Herstellung und<br />

Fachhandel<br />

Vertriebswege als Fachhändler<br />

Welche der folgenden Vertriebswege nutzen Sie für Endverbraucher?<br />

Was ist für Sie das wichtigste am Messebesuch?<br />

Verkauf nur im Ladengeschäft<br />

Verkauf nur über<br />

den Onlineshop<br />

Neue Produkte kennenlernen<br />

Aussteller aus Industrie<br />

und Handel persönlich<br />

treffen<br />

Verkauf im Ladengeschäft<br />

und über den Onlineshop<br />

. . . . . . . . %<br />

10 20 40 60 …<br />

Das Schlagwort „Hybrid“ wird immer öfter im Zusammenhang mit Zukunftskonzepten<br />

für den Fachhandel genannt. Dabei zeigt unsere Umfrage im Waffenfachhandel,<br />

dass bereits knapp die Hälfte der Befragten zusätzlich zum Ladengeschäft<br />

auch einen Online Shop betreiben.<br />

Wie informieren Sie sich allgemein über Produkte und Dienstleistungen<br />

der Waffenbranche?<br />

Bestellungen aufgeben<br />

Mein Netzwerk in der<br />

Branche pflegen<br />

. . . . . . . . . . . %<br />

10 20 40 60 80 …<br />

Runde 90 % der Teilnehmer gaben an, die Fachmesse IWA besucht zu haben.<br />

Das macht es spannend zu erfahren, welche Erwartungen die Fachhändler an<br />

den Besuch einer B2B Messe haben. Das Chart macht deutlich: Nur 42,9 % besuchen<br />

die Messe um eine Order zu platzieren.<br />

Welche der folgenden Medien sind für Sie besonders relevant,<br />

um berufliche Informationen zu erhalten?<br />

über die Fachpresse (Printausgabe<br />

von WM-<strong>Intern</strong>)<br />

über die Fachpresse<br />

(Onlineausgaben)<br />

über die Kataloge der Hersteller<br />

und Großhändler<br />

über Onlinenewsletter und<br />

<strong>Intern</strong>etseiten<br />

%<br />

60<br />

40<br />

20<br />

Wird nicht genutzt Sehr relevant Relevant nicht relevant<br />

über Vertreterbesuche<br />

. . . . . . . . . . %<br />

10 20 40 60 80 …<br />

0<br />

Fachzeitschriften<br />

Fachzeitschriften<br />

online<br />

Produktkataloge<br />

Onlineforen<br />

Newsletter<br />

Onlinemedien sind angeblich der letzte Schrei, doch stimmt das auch in der<br />

Wahrnehmung der Zielgruppe? Offensichtlich nicht. Die Top-4-Nennungen auf<br />

diese Frage bezogen sich nicht auf Social-Media-Angebote.<br />

Die genauere Nachfrage bezüglich beruflicher Informationsquellen ergab eine<br />

klare Präferenz für gewohnte das Medienangebot. An Onlinefachzeitschriften<br />

scheiden sich offenbar die Geister, der eine mag sie, der andere wohl nicht.<br />

www.wm-intern.de


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 11<br />

Waffenrecht:<br />

Verkauf auf Jagdschein<br />

Nationales Waffenregister? Was geht das mich an? So denken immer<br />

noch viele unserer Kunden aus dem jagdlichen Bereich. Doch ganz so<br />

einfach ist es nicht. Jägerinnen und Jäger sind seit jeher darauf geprägt<br />

worden, auf Jagdschein und ggf. mit grüner WBK Jagdwaffen und<br />

Munition einzukaufen. Doch der Schein trügt, auch wenn sich auf den<br />

ersten Blick in Sachen Meldepflichten für private Waffenbesitzer nur<br />

wenig bis nichts geändert hat.<br />

Die wichtigsten Änderungen für unsere jagenden Endkunden sind:<br />

1. Verfassungsschutzabfrage zur Überprüfung der Zuverlässigkeit alle 5 Jahre.<br />

2. Der Kauf allein auf Jagdschein ist nur noch für den Jungjäger ohne WBK<br />

möglich. Sobald eine WBK ausgestellt worden ist, muss auch die WBK (E-ID)<br />

zusammen mit dem Jagdschein beim Waffenfachhandel vorgelegt werden.<br />

3. Büchsenmacherdienstleistungen für eigene Waffen können ebenfalls<br />

nur noch in Verbindung mit der Angabe der eigenen ID-Nummern für<br />

die Person (P-ID), die WBK (E-ID) sowie die betreffende Waffe (W-ID)<br />

und deren ggf. bereits erfassten wesentlichen Waffenteilen (T-ID)in<br />

Anspruch genommen werden.<br />

Der Endkunde „Jäger“ aus der Perspektive des Waffenrechts<br />

Um den Meldevorgang nachvollziehen zu können, hilft ein Blick ins Waffenregistergesetz<br />

(WaffRG). Hier ist es der § 9 Abs. 2 WaffRG, in dem die Pflicht<br />

zur Verwendung von Ordnungsnummern begründet wird, sobald diese vergeben<br />

worden sind. Zur Verdeutlichung schauen wir uns den Jäger aus der<br />

Perspektive des Waffengesetzes an.<br />

Ein Jungjäger löst nach bestandener Jägerprüfung den ersten Jagdschein.<br />

Waffenrechtlich gilt der Jagdschein lediglich als Begründung für das Bedürfnis,<br />

Waffen und Munition zu jagdlichen Zwecken zu erwerben und zu<br />

besitzen, es liegt damit keine ID oder Ordnungsnummer vor.<br />

Mit dem Jagdschein erwirbt der Jungjäger seine erste Langwaffe, – diesen<br />

Verkauf kann der Händler als "Überlassen an Jagdscheininhaber, der noch<br />

nicht Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis ist" an das NWR melden –<br />

und meldet den Erwerb innerhalb von 14 Tagen seiner Jagd- oder Waffenbehörde.<br />

Mit dieser Meldung wird der Jungjäger persönlich als Waffenbesitzer<br />

erfasst und erhält eine P-ID. Außerdem erteilt die Behörde eine grüne Waffenbesitzkarte<br />

(WBK) und trägt die erworbene Langwaffe dort ein. Die WBK<br />

gilt im Waffenrecht als Erlaubnis und wird mit einer E-ID geführt. Unser<br />

Bilder: ©<br />

www.wm-intern.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 12 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

Die Datenobjekte im NWR II kann man sich wie ein Mobile vorstellen. Der oberste Teil, an dem alles andere hängt, ist immer das NWR und darunter direkt die zuständige<br />

Waffenbehörde. Wechselt ein Waffenbesitzer den Wohnsitz und kommt in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Waffenbehörde, können die Daten<br />

quasi einfach umgehängt werden. Der Jagdschein spielt dabei keine Rolle.<br />

Jungjäger verfügt also jetzt über eine P-ID zu seiner Person, eine E-ID, die<br />

seine WBK bezeichnet, sowie eine W-ID der Waffe, die er erworben hat. Diese<br />

ID-Nummern sind die Ordnungsnummern, die im oben erwähnten § 9<br />

Abs. 2 WaffRG gemeint sind. Sobald ein Waffenbesitzer solche ID-Nummern<br />

hat, müssen alle waffenrechtlich relevanten Aktionen unter Angabe der entsprechenden<br />

IDs durchgeführt werden. Würde der Jungjäger aus unserem<br />

Beispiel seine Waffe nachträglich wieder zum Büchsenmacher bringen, um<br />

zum Beispiel ein Gewinde für einen Schalldämpfer schneiden zu lassen,<br />

bräuchte der Büchsenmacher die ID-Nummern zur Person (P-ID), WBK (E-ID)<br />

und zur Waffe (W-ID), um seinen Meldepflichten ordnungsgemäß nachzukommen.<br />

Letzteres gilt seit September 2020 für alle Waffenbesitzer.<br />

Das Stammdatenblatt<br />

Für den frischgebackenen Jungjäger war das bis hierhin alles recht einfach, aber<br />

wie ist es mit den Jagdscheininhabern, deren Jagdwaffen und WBK aus der Zeit<br />

vor dem NWR II stammen? Auch hier liegen IDs im NWR vor. Um zu erfahren, wie<br />

die eigenen IDs lauten, ist es für den Jagdscheininhaber notwendig, mit der zuständigen<br />

Jagd- oder Waffenbehörde in Kontakt zu treten und ein sogenanntes<br />

Stammdatenblatt anzufordern. Dieses Stammdatenblatt enthält alle waffenrechtlich<br />

vergebenen IDs von den persönlichen Daten über die erteilten Erlaubnisse<br />

bis hin zu den IDs der Waffen oder wesentlichen Teile, die sich im Besitz<br />

des Jägers befinden. Doch Achtung! Das Stammdatenblatt ist kein Dokument,<br />

das den Original-Jagdschein als Bedürfnisnachweis oder die Original-WBK als<br />

Erlaubnisnachweis ersetzt. Tatsächlich muss sich der Fachhandel von seinem<br />

jagenden Kunden alle Dokumente zur Kenntnis geben lassen, um sicher beurteilen<br />

zu können, ob die notwendigen Erlaubnisse gültig vorliegen. Bei neueren<br />

WBK sind die P-ID des Inhabers sowie die E-ID der WBK bereits eingedruckt. Die<br />

gute Nachricht ist also: In Zukunft wird es einfacher.<br />

Praxishinweis:<br />

Im Föderalismus gibt es natürlich keine bundesweit einheitlichen Prozeduren<br />

zur Ausgabe der Stammdatenblätter. Darum empfiehlt der VDB allen<br />

Waffenbesitzern, in Erfahrung zu bringen, wie die jeweils zuständige Behörde<br />

diese Sache handhabt. Leider sind (Stand März <strong>2021</strong>) immer noch nicht<br />

alle Behörden in den Bundesländern auf dem gleichen Schulungsstand. So<br />

kann es vorkommen, dass einzelne Behördenmitarbeiter sich über die Notwendigkeit<br />

der Herausgabe der Stammdatenblätter nicht bewusst sind. Bitte<br />

verweisen Sie hier wieder auf den § 9 Abs. 2 WaffRG oder die Fachliche<br />

Leitstelle NWR, deren Daten unter https://nwr-fl.de/ zu finden sind.<br />

www.vdb-waffen.de<br />

z<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © VDB


FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 13<br />

Verkauf auf Jagdschein: Rechtsprüfung<br />

Der Verkauf „auf den Jagdschein“ ist im Waffenfachhandel zwar alltäglich,<br />

im Nationalen Waffenregister (NWR) muss die Überlassung jedoch auf die<br />

WBK bzw. auf die zugehörige P-ID und E-ID gemeldet werden, sobald eine<br />

WBK ausgestellt, also IDs vergeben wurden (§ 9 Abs. 2 WaffRG). Lediglich<br />

beim wirklichen „Jungjäger“, der noch keinerlei WBK ausgestellt bekommen<br />

hat, kann als „Überlassen an Jagdscheininhaber, der nicht Inhaber einer<br />

waffenrechtlichen Erlaubnis ist“ überlassen werden.<br />

Gemeinsam mit Verbandsjustiziar Jens Müller hat der VDB diesen Konflikt zwischen<br />

dem Verkauf auf den Jagdschein in der Alltagspraxis im Waffenfachhandel<br />

und der meldetechnischen Umsetzung mit IDs eingehend geprüft und eine Möglichkeit<br />

gesucht, hiergegen Erfolg versprechend vorzugehen. Dabei sind wir jedoch<br />

zu dem Schluss gekommen, dass ein Vorgehen gegen diese Sache nahezu<br />

keine Aussicht auf Erfolg hat und dafür zu viele Ressourcen (personelle wie finanzielle)<br />

binden würde. Wir möchten die Beiträge der VDB-Mitglieder lieber für<br />

Sachverhalte einsetzen, die mehr Aussicht auf Erfolg haben.<br />

Die Begründung ist, dass es im Gesetzgebungsprozess gang und gäbe ist,<br />

Verweise wie die zwischen § 37 WaffG und § 9 WaffRG zu machen. Auch ist es<br />

normal, durch genannte Vorschriften nötige Handlungsweisen einzuschließen.<br />

Das Bundesinnenministerium gibt hierzu folgende Stellungnahme:<br />

„Das Gesetz regelt […] zwar keine zusätzliche Pflicht, die NWR-ID eines potenziellen<br />

(privaten) Erwerbers oder Überlassers zu eruieren, praktisch wird<br />

ein HuH seiner Pflicht aus § 9 Absatz 2 Satz 1 WaffRG jedoch nur nachkommen<br />

können, indem er die NWR-ID des privaten Waffenbesitzers im Rahmen<br />

eines anzeigepflichtigen Umgangs mit erlaubnispflichtigen Waffen in Erfahrung<br />

bringt, sich diese also vom Kunden mitteilen lässt. Damit besteht für<br />

den Fall, dass ein Legalwaffenbesitzer eine erlaubnispflichtige Waffe beispielsweise<br />

erwerben oder auch zu Reparaturzwecken überlassen will, für<br />

diesen eine implizite Pflicht, sich vorab über die eigene NWR-ID zu informieren,<br />

um dem HuH die anschließende Datenübermittlung mitsamt der Ordnungsnummer<br />

zu ermöglichen.“<br />

Aufgrund der Aussage, dass Sie als Händler zum Melden die IDs benötigen<br />

und dies zugrunde legt, dass der Kunde in der Verpflichtung ist, sich die IDs<br />

zu besorgen, werden wir insbesondere für Ihre jagenden Kunden noch einmal<br />

expliziert auf die Problematik hinweisen. Dazu hat der VDB eine PR-Aktion<br />

gestartet, um auf die Notwendigkeit der IDs hinzuweisen und hat zudem<br />

noch einmal alle Waffenbehörden angeschrieben, damit diese den WBK-Inhabern<br />

schnellstmöglich die Stammdatenblätter zusenden, soweit sie dies<br />

noch nicht getan haben.<br />

Feststellungsbescheide des BKA:<br />

Nachtsichtvorsatzgeräte<br />

Bilder: © aufgehtsfreun.de<br />

In den letzten Monaten wurden vermehrt Nachtsichtvorsatzgeräte<br />

beim Bundeskriminalamt für Feststellungsbescheide im Bereich<br />

Schusswaffenzubehör eingereicht und bearbeitet. Wir stellen die neuesten<br />

Bescheide vor.<br />

www.wm-intern.de<br />

Nachtsichtaufsatzgeräte mit elektronischer Verstärkung können mittels<br />

entsprechender Adapter mit einer Vielzahl von Primäroptiken kombiniert<br />

und als Nachtsichtgeräte eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um Dual-Use-Geräte,<br />

denen nicht zwingend ein Verbot obliegt. Unter das Verbot<br />

nach Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG -Waffenliste- Abschnitt 1 -Verbotene<br />

Waffen- Nr. 1.2.4.2 fallen unter anderem „Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze<br />

für Zielhilfsmittel (zum Beispiel Zielfernrohre), sofern die Gegenstände<br />

einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen“.<br />

Nach Auffassung des BKA muss ein Nachtsichtaufsatzgerät, um vom waffenrechtlichen<br />

Verbot betroffen zu sein, von der Zweckbestimmung und der<br />

praktischen Einsatzanwendung her in Kombination mit einem für eine<br />

Schusswaffe bestimmten Zielhilfsmittel (zum Beispiel Zielfernrohr) stehen.<br />

Grundsätzlich ist dabei in folgenden Fallkonstellationen von einem waffenrechtlichen<br />

Verbot auszugehen:<br />

a) Ein Nachtsichtaufsatzgerät ist mittels Festmontage oder abnehmbarer<br />

Montage fest mit einer Schusswaffe verbunden und ist damit mit dem auf<br />

der Waffe aufgebrachten Zielhilfsmittel kombiniert.<br />

b) Ein Nachtsichtaufsatzgerät und ein für Schusswaffen bestimmtes Zielhilfsmittel<br />

sind mechanisch fest verbunden und stellen dadurch einen bestimmungsgemäßen<br />

Gebrauch des Zielhilfsmittels, der einem Nachtzielgerät<br />

gleichzustellen ist, dar.<br />

Nachtsichtaufsatzgerät „aufgehtsfreun.de ARBER OLED RLP-Edition“<br />

Feststellungsbescheid vom 12. Oktober 2020<br />

Das vorgelegte Gerät in Verbindung<br />

mit den vom Antragsteller<br />

vorgegebenen Verwendungszwecken<br />

und der entsprechenden<br />

baulichen Ausstattung des Gerätes<br />

(zum Beispiel vorbereitet für<br />

eine Verwendung mit einem Okular als vergrößerndes Handgerät und mit einem<br />

Universal-Klemmadapter zum Aufklemmen auf Okulare von diversen Vergrößerungsoptiken<br />

wie Spektiven) wird seitens des Bundeskriminalamts als nicht<br />

verboten nach Anlage 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2<br />

beurteilt. Wird jedoch ein solches Gerät von einem Benutzer auf einer Waffe oder<br />

einer Zielvorrichtung montiert und somit im Sinne der als verboten bewerteten<br />

Fallkonstellationen a) und b) verwandt, ist von einem Verbot auszugehen.<br />

Der Feststellungsbescheid bezieht sich auf das oben angeführte Mustergerät<br />

einschließlich dessen Serienfertigung und gilt nicht für Modifikationen, Nachbauten<br />

etc. Die in Serienfertigung hergestellten Geräte sind entsprechend zu<br />

Kennzeichnen. www.aufgehtsfreun.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 14 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />

Nachtsichtvorsatzgerät „Leica Calonox Sight“<br />

Feststellungsbescheid vom 1. Oktober 2020<br />

Das Gerät „Leica Calonex Sight“ erfasst die von Wärmequellen ausgehende<br />

infrarote Wärmestrahlung, zum Beispiel eines warmblütigen Tieres. Das Gerät<br />

wurde als eigenständiges Wärmebildgerät mit aufgeschraubter Gummiaugenmuschel<br />

als Handgerät getestet. Mit dem Klemmadapter zum Aufbringen<br />

auf Objektiven, Ferngläsern und Zielfernrohren kann dieses Gerät<br />

ebenfalls benutzt werden. Im Gerät sind keine Markierungen zum Anvisieren<br />

eines Zielobjekts eingebaut.<br />

Das Gerät „Leica Calonex Sight“ wird in Verbindung mit der vom Antragsteller<br />

vorgegeben baulichen Ausstattung vom BKA als nicht verboten beurteilt. Wird<br />

jedoch ein solches Gerät von einem Benutzer auf einer Waffe oder einer Zielvorrichtung<br />

montiert, ist von einem Verbot nach 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste<br />

- Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 auszugehen. www. leica-camera.com<br />

Nachtsichtvorsatzgeräte „Jahnke DJ-8 NSV 1x56“ und „Jahnke DJ-8 NSV 1x48“<br />

Feststellungsbescheide vom 15. April 2020<br />

einem Verbot nach 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr.<br />

1.2.4.2 auszugehen. www.nachtsichttechnik-jahnke.de<br />

Nachtsichtaufsatzgerät „PARD Night Vision Scope NV-007“<br />

Feststellungsbescheid vom 18. November 2019<br />

Das Nachtsichtaufsatzgerät „PARD<br />

Night Vision Scope NV-007“, genauer<br />

von Shenzhen PARD Technology Co.,<br />

Ltd wird von verschiedenen Anbietern<br />

mit abweichender technischer<br />

Ausstattung und geändertem Funktionsmenü<br />

angeboten. Es verfügt<br />

werksseitig über ein via Menüsteuerung<br />

zuschaltbares und justierbares<br />

Fadenkreuz sowie über einen eingebauten<br />

Laserstrahler zur Zielmarkierung,<br />

der in zwei Achsen über außenliegende Schrauben verstellbar ist. Das<br />

Gerät kann einzeln als digitales Nachtsichtgerät zur Beobachtung verwendet<br />

werden. Mittels eines Adapters kann es ebenfalls auf Primäroptiken aufgesteckt<br />

werden. Das Gerät besitzt eine eingebaute Infrarotlampe.<br />

Das Gerät wurde als eigenständiges Nachtsichtgerät als Handgerät getestet.<br />

Wegen des eingebauten Absehens in Zusammenhang mit der Möglichkeit der<br />

Montage auf Schusswaffen wird dieses Gerät als verbotenes Nachtzielgerät<br />

gemäß Anlage 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2<br />

eingestuft. Das Verbot besteht generell für dieses Gerät – eine Montage auf<br />

einer Schusswaffe ist nicht erforderlich! Auch die integrierte Infrarotlampe<br />

und der integrierte Laserstrahler werden ebenfalls als verboten eingestuft.<br />

www.pard-nachtsicht-technik.eu<br />

Die beiden Nachtsichtvorsatzgeräte von Jahnke Nachtsichttechnik unterscheiden<br />

sich nur durch den Okjektivdurchmesser. Die Geräte wurden als<br />

eigenständige Nachtsichtgeräte mit einem angeschraubten Okular, eingesteckt<br />

in einen mitgelieferten Klemmadapter, als Handgerät getestet. Per<br />

Klemmadapter kann das Gerät auch auf Primäroptiken aufgebracht werden.<br />

In den Geräten sind keine Markierungen zum Anvisieren eines Zielobjekts<br />

eingebaut.<br />

Die beiden Nachtsichtvorsatzgeräte von Jahnke Nachtsichttechnik werden<br />

in Verbindung mit der vom Antragsteller vorgegeben baulichen Ausstattung<br />

vom BKA als nicht verboten beurteilt. Werden jedoch solche Geräte von einem<br />

Benutzer auf einer Waffe oder einer Zielvorrichtung montiert, ist von<br />

Nachtsichtaufsatzgerät „PARD NV007 Maximtac.de German-Edition“<br />

Feststellungsbescheid vom 14. November 2019<br />

Für ein ähnliches Modell wie die oben beschriebene „PARD Night Vision<br />

Scope NV-007“-Variante, jedoch in der Version „German-Edition“ wollte eine<br />

Firma aus Westerkappeln<br />

Gewissheit haben. Das vorgelegte<br />

Gerät besitzt eine<br />

eingebaute IR-Lampe, jedoch<br />

nicht das zuschaltbare<br />

Fadenkreuz und den eingebauten<br />

Laserstrahler. Das<br />

konkrete Gerät wird in Verbindung<br />

mit den vorgegebenen<br />

Verwendungszwecken<br />

und entsprechender<br />

baulicher Ausstattung als<br />

nicht verboten eingestuft.<br />

Wird jedoch das Gerät von<br />

seinem Benutzer auf einer Waffe oder eine Zielvorrichtung montiert, ist<br />

auch hier von einem Verbot auszugehen. Das Gleiche gilt für die verbaute<br />

Infrarotlampe: Wird das Gerät zur Zielbeleuchtung auf einer Schusswaffe<br />

oder Zielvorrichtung montiert, gilt es ebenfalls als ein verbotenes Gerät.<br />

www.pard-nachtsicht-technik.eu<br />

ali<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © Leica, © Jahnke, © PARD


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 15<br />

DER VDB INFORMIERT<br />

Neue Stimme beim NWR-Waffenbuch-Support<br />

Seit dem 1. Februar unterstützt Anna Müller das Team des<br />

Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler<br />

(VDB) an drei Tagen in der Woche im Support für<br />

das NWR-Waffenbuch.<br />

Als ausgebildete Kauffrau im Einzelhandel und durch ihre<br />

frühere Tätigkeit im Waffenfachgeschäft bringt sie Erfahrungen<br />

und Verständnis mit, die sie als eine der guten<br />

Stimmen der Support-Hotline für das NWW-Waffenbuch<br />

einsetzen kann.<br />

„Mit Frau Müller konnten wir jemanden für unser Support-<br />

Team gewinnen, der unser NWR-Waffenbuch bereits aus<br />

der Anwender-Ebene kennt und sich somit optimal in die<br />

Arbeitsabläufe im Waffenfachhandel einfinden kann“, so<br />

Ingo Meinhard, Geschäftsführer beim VDB.<br />

Fortbildungsangebot des VDB<br />

Webseminar Meldeanlässe und Meldungsabläufe an das NWR<br />

Grundlagen<br />

Das NWR, Bestand, Erwerb, Überlassung<br />

Termin: 21. April, 18:30–20:00 Uhr<br />

Aufbau<br />

Herstellung, Zusammenbau modularer Waffen, Waffenteile tauschen, Umbau<br />

Termin: 22. April, 18:30–20:00 Uhr<br />

NEU<br />

Außenhandel: Verbringung, Mitnahme, Import und Export<br />

Termin: 10.–12. Mai, 18:30–20:00 Uhr (3 x 90 Minuten)<br />

ADR-Basis-Webseminar<br />

Termin: 15.–17. Juni, 18:30–20:00 Uhr (3 x 90 Minuten)<br />

ADR-Refresher-Webseminar<br />

Termin: 10. Juni, 18:30–19:30 Uhr (1 x 60 Minuten)<br />

Termin: 25. Oktober, 18:30–19:30 Uhr (1 x 60 Minuten)<br />

Save the<br />

Dates!<br />

Webseminar mit Peter Husen zum Wahljahr<br />

Ausblick zur Bundestagswahl und Interessenvertretung für den VDB<br />

Termin: 31. Mai <strong>2021</strong>, 18:30–20:00 Uhr<br />

Der Wahlkampf auf den letzten Metern – Politische Akteure und Themen<br />

für den VDB<br />

Termin: 6. September <strong>2021</strong>, 18:30–20:00 Uhr<br />

Bilder: © VDB<br />

www.wm-intern.de<br />

Webseminarausschreibung, Anmeldemöglichkeiten und Preise finden Sie unter:<br />

www.vdb-waffen.de/de/service/fortbildungsangebote/aktuelle.html


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 16 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

Einladung zur Online-Mitgliederversammlung<br />

am 18. April <strong>2021</strong><br />

Wir laden alle Ordentlichen und Außerordentlichen Mitglieder zu unserer diesjährigen<br />

Mitgliederversammlung am Sonntag, 18. April <strong>2021</strong>, um 10:00 Uhr ein.<br />

Wie im letzten Jahr wird die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie<br />

online durchgeführt.<br />

Die Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2020 findet mit folgender<br />

Tagesordnung statt.<br />

Tagesordnung:<br />

1. Begrüßung<br />

2. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung und Berichte<br />

a. Präsident (Jürgen Triebel)<br />

b. Strategische Entwicklung in der Interessenvertretung (1. Vizepräsident<br />

Michael Blendinger)<br />

c. Interessenvertretung EU und National (Peter Husen)<br />

d. Verbandsjustiziar (RA Jens Müller)<br />

e. Kooperationen und Qualifizierung (Benia Hüne)<br />

3. Kassenbericht des 2. Vizepräsidenten und Schatzmeisters (Achim<br />

Schäfer)<br />

4. Bericht der Kassenprüfer (Jörg Glahn und Anton Albert)<br />

5. Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers<br />

6. Wahl eines Kassenprüfers<br />

7. Anpassung der jährlichen Sonderentschädigung des Präsidiums (von bisher<br />

500 Euro) auf 750 Euro wegen gestiegener Versicherungsprämien<br />

8. Verschiedenes<br />

Das Präsidium des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler<br />

freut sich auf eine rege Teilnahme an der Mitgliederversammlung.<br />

Zur Teilnahme an der virtuellen Mitgliederversammlung melden Sie sich bitte<br />

bis zum 17. April <strong>2021</strong>, 20:00 Uhr unter folgendem Link mit Ihrer VDB-Mitgliedsnummer<br />

an:<br />

www.edudip.com/de/webinar/vdb-mitgliederversammlung-<strong>2021</strong>/1016750.<br />

Sie können von zu Hause oder Ihrem Ladengeschäft aus mit Ihrem Computer,<br />

Smartphone oder Tablet (Lautsprecher oder Kopfhörer nötig) teilnehmen.<br />

Abstimmungen finden anonym durch Eingabe auf Ihrem Eingabegerät<br />

statt.<br />

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!<br />

VDB-Mitgliederbefragung zu „Corona-Schnelltest“<br />

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die an<br />

unserer Umfrage zum Thema Corona-Schnelltest teilgenommen haben.<br />

Wie per Newsletter angekündigt, bringen wir Ihnen hier einen<br />

Überblick über die Ergebnisse.<br />

Die allgemeine Situation<br />

Ihre Einschätzungen gehen eher dahin, dass weder Schnelltests noch Impfnachweise<br />

bei Ihnen und Ihren Kunden die Öffnungen wirklich beeinflussen<br />

werden. Auch geht die Tendenz der Meinungen dahin, dass die Corona-Krise<br />

in diesem Jahr noch nicht überwunden sein wird, dass sie aber große wirtschaftliche<br />

Auswirkungen auch auf unsere Branche haben wird.<br />

Auch vermutet ein Großteil der Befragten, dass das sportliche Schießen<br />

(und der betroffene Fachhandel) noch lange Zeit nach Corona unter den<br />

Folgen leiden müssen.<br />

Wirklich hybrid aufgestellt sind jedoch erst wenige Unternehmen, viele können<br />

sich jedoch vorstellen, sich auf diese Weise gut für die Zukunft aufzustellen.<br />

Das Thema Schnelltest<br />

Auch dem Thema Schnelltest stehen sie eher gespalten gegenüber. 23,3 %<br />

würden sich an einer Sammelbestellung beteiligen, weitere 36 % dann,<br />

wenn diese Voraussetzung für das Öffnen wäre.<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © VDB


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 17<br />

Als Nachorder-Intervall wird dabei die monatliche Variante präferiert, dicht<br />

gefolgt von einer Lieferung pro Quartal, um Versandkosten zu sparen.<br />

Dabei wird geschätzt, dass zehn bis 20 Schnelltests pro Woche benötigt werden.<br />

Was ist nun mit den Schnelltests?<br />

Immer noch ist im Gespräch, eine Testpflicht für Unternehmen einzuführen.<br />

In Sachsen wurde dies bereits umgesetzt. Dort sind Arbeitgeber ab dem 22.<br />

März <strong>2021</strong> verpflichtet, den am Arbeitsplatz präsenten Beschäftigten mindestens<br />

einmal pro Woche ein Angebot für einen kostenlosen Selbsttest zu<br />

unterbreiten. Berufstätige, die direkten Kundenkontakt haben, müssen sich<br />

bereits seit dem 15. März <strong>2021</strong> einmal pro Woche einem Corona-Test unterziehen.<br />

Die Tests sind vom Arbeitgeber selbst zu beschaffen und für den Arbeitnehmer<br />

kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Allerdings gelten diese Regelungen<br />

erst, wenn ausreichend Tests verfügbar sind. Dies bestimmt §3a<br />

Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 5. März <strong>2021</strong>.<br />

Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema Schnell- und<br />

Selbsttest beschäftigt und uns nach Anbietern und günstigen Preisen umgesehen.<br />

Sollten Tests im Unternehmen verpflichtend werden, halten wir<br />

Selbsttest für die praktikablere Alternative, da hier kein medizinisches Personal<br />

für die Testung nötig ist. Allerdings ist nach wie vor das Problem, dass<br />

es nicht genügend Tests gibt und das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt<br />

nicht stimmt. Wir werden hier weiter für Sie nach guten Angeboten suchen<br />

und Ihnen ein Bestellangebot unterbreiten, sobald eine Lieferung zu einem<br />

anständigen Preis möglich wäre oder es eine landesweite Regelung für verpflichtende<br />

Tests in Unternehmen gibt.<br />

Bilder: © stockpics - stock.adobe.com<br />

Corona Selbst- vs. Schnelltest<br />

„Testen“ heißt der aktuelle Hype im Leben mit Corona. Auch wenn unsere<br />

Politik eigentlich nur „Lockdown“ kann, sollen massive Tests auf Infektion<br />

mit Corona oder einer der Mutanten dazu führen, mehr Normalität schon vor<br />

einer flächendeckenden Impfung zu erreichen. Doch was steckt da eigentlich<br />

genau dahinter und wie funktionieren diese Tests eigentlich.<br />

Die Teststrategie von Bund und Ländern zielt darauf ab, unentdeckte Infektionsfälle<br />

ausfindig zu machen und dadurch die Infektionsketten besser zu erkennen<br />

und unterbrechen zu können. Weil es hierbei explizit darum geht, das Land möglichst<br />

schnell wieder in einen normalen Wirtschaftsbetrieb zurückzuführen, hat<br />

der Infektionsschutz am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert. Daraus folgt die<br />

Notwendigkeit, nicht nur Mitarbeiter, sondern auch alle anderen Kontakte im<br />

Arbeitsprozess – wie Kunden, Zulieferer usw. – konsequent zu testen.<br />

Doch wie das genau und am besten gehen soll, ist nicht einfach zu beantworten.<br />

Zunächst hilft es, Ordnung in die Begrifflichkeiten zu bringen und<br />

Schnell- bzw. Selbsttests zu definieren, denn aus der Unterscheidung lassen<br />

sich bereits die notwendigen Vorgehensweisen beim Testen ableiten.<br />

Eine Begriffsklärung zu Schnell- bzw. Selbsttest:<br />

• Bei Schnelltests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests (Nachweis<br />

von Eiweißketten), die vor Ort („Point of Care“, PoC) erfolgen können. Diese<br />

dürfen nur durch fachlich geschultes Personal durchgeführt werden. Zudem<br />

sind gesonderte Räumlichkeiten und umfassende Infektionsschutzvorkehrungen<br />

für die Tester erforderlich. Diese Tests müssen allerdings<br />

nicht im Betrieb selbst durchgeführt werden. Stattdessen kann z. B. auch<br />

ein kommunales oder ein gewerbliches Testzentrum beauftragt werden.<br />

• Selbsttests sind gleichfalls Antigen-Tests, die jedoch individuell selbst<br />

durchgeführt werden können. Anders als bei Schnelltests müssen hierbei<br />

keine Proben aus dem tiefen Nasen- oder Rachenraum, sondern können<br />

auch solche aus dem vorderen Rachen- oder Nasenraum genommen werden.<br />

Auch Spuck-, Lolly- und Gurgellösungen werden aktuell vorbereitet<br />

oder haben schon eine Zulassung.<br />

www.wm-intern.de<br />

Achtung Landesregelungen!<br />

Keine Frage, auch zu den Teststrategien gibt es keine bundeseinheitliche<br />

Regelung. Hier sind wie immer die Landesregierungen in der Pflicht, die<br />

Maßnahmen für ihr Bundesland zu definieren und in Kraft zu setzen. Dadurch<br />

kann es vorkommen, dass in einigen Bundesländern bestimmte Testpflichten<br />

gelten, die sich entweder nur auf Mitarbeiter oder auch auf Mitarbeiter<br />

und Kunden beziehen. Eine Übersicht der Landesverordnungen<br />

finden Sie hier: https://bit.ly/3cqnFVB<br />

Immer auf dem Laufenden sein<br />

Mittlerweile haben wir uns schon fast daran gewöhnt, das sich die Corona<br />

Regeln beständig verändern. Um Sie möglichst aktuell auf dem Laufenden<br />

zu halten, haben wir auf unserer Homepage einen Blogbeitrag zu den Themen<br />

Infektionsschutz- sowie zu arbeits- und sozialrechtlichen Aspekten der<br />

Teststrategien für Mitarbeiter angelegt, dieser enthält auch ein FAQ mit Anwendungshinweisen<br />

zum Umgang mit Corona-Tests in den Betrieben:<br />

https://tinyurl.com/fhtypanu


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 18 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

Termine Waffenfachschulen<br />

Deutsches Sachkunde Zentrum – Fulda<br />

Waffen-Fachkundelehrgang „große Lizenz“<br />

12.–15. April <strong>2021</strong><br />

6.–9. Mai <strong>2021</strong><br />

Waffen-Fachkundelehrgang „kleine Lizenz“<br />

13.–15. April <strong>2021</strong><br />

07.–09. Mai <strong>2021</strong><br />

https://www.deutsches-sachkunde-zentrum.de<br />

Waffentechnisches Sachverständigenbüro Mohr<br />

Vorbereitungslehrgang zur Waffenhandelslizenz-Prüfung<br />

03.–05. September <strong>2021</strong><br />

www.rogermohr.de/whe<br />

Waffenschule Berlin<br />

Fachkundelehrgänge für den<br />

Waffen- und Munitionshandel<br />

Blockunterricht<br />

20.–25. April <strong>2021</strong><br />

15.–20. Juni <strong>2021</strong><br />

Selbststudium<br />

Start ab 10. April <strong>2021</strong> (Veranstaltungsbeginn),<br />

Präsenztag: 21. Juni <strong>2021</strong><br />

www.waffenschule.berlin<br />

Save the<br />

Dates!<br />

NWR-Praxistipp 7<br />

Reparaturen über Landesgrenzen hinweg<br />

Insbesondere die Unternehmen mit einem grenznahen Firmenstandort haben<br />

nicht nur Kundschaft mit Wohnsitz in Deutschland, sondern hier kommt<br />

es zum grenzübergreifenden Handel. Bei An- und Verkauf stellt dies in Sachen<br />

Meldungen an das Nationale Waffenregister kein großes Hindernis<br />

dar, auch wenn hier natürlich weiterhin Verbringungserlaubnisse etc. zu<br />

beantragen sind.<br />

Kommt es jedoch zur Annahme von Reparaturwaffen, so muss sich der Meldende<br />

mehrere Fragen stellen. Zuerst einmal ist zu prüfen, ob die Waffe<br />

schon einmal in Deutschland gemeldet war und damit eine NWR-ID hat<br />

oder ob Sie zum ersten Mal in Deutschland registriert wird.<br />

Ausländische Reparaturwaffe war noch nie im NWR registriert<br />

War die Waffe noch nie im NWR registriert, so muss die Waffe bei der Erwerbsmeldung<br />

aus dem Mitgliedsstaat (Erwerbsart #5) oder dem Drittstaat<br />

(Erwerbsart #6) inklusive aller verbauten wesentlichen Waffenteile erfasst<br />

werden. Durch diese Erwerbsmeldung erhalten die Waffe und die wesentlichen<br />

Waffenteile ihre NWR-IDs.<br />

Anschließend können entsprechend einer inländischen Waffe die Umbauoder<br />

Austauschmeldungen durchgeführt werden. Schließlich wird die Waffe<br />

an den ausländischen Kunden als Überlassung an den Erwerber im Mitgliedsstaat<br />

(Überlassungsart #5) oder im Drittstaat (Überlassungsart #6)<br />

zurücküberlassen. Die NWR-IDs werden wieder archiviert, es ist jedoch<br />

trotzdem sinnvoll – gerade bei Stammkunden – einen Überlassungsbrief inklusive<br />

der NWR-IDs mitzugeben, da diese bei der nächsten Reparatur gegebenenfalls<br />

wieder aktiviert werden können.<br />

Ausländische Reparaturwaffe war bereits im NWR registriert<br />

Stellen Sie fest, dass eine ausländische Waffe bereits einmal im NWR registriert<br />

war und NWR-IDs vorliegen, so können Sie die Waffe unter Angabe<br />

dieser IDs erwerben. Dies kann der Fall sein, wenn Ihr ausländischer Kunde<br />

eine einmal bereits von Ihnen registrierte Waffe erneut zur Reparatur bringt.<br />

Dies geht allerdings nur, wenn die Waffe sich noch in genau dem Zustand<br />

befindet, in dem sie unter der „alten“ NWR-ID ins Ausland überlassen wurde.<br />

Wurde die Waffe zum Beispiel im Ausland in wesentlichen Eigenschaften<br />

verändert, indem sie umgebaut oder ein wesentliches Waffenteil getauscht<br />

wurde, so sind die unter der W-ID gespeicherten Daten – zum Beispiel<br />

Waffentyp oder Kaliber oder Seriennummer – nicht mehr zutreffend.<br />

Ist dies der Fall, kann auch bei vorliegender W-ID diese nicht mehr verwendet<br />

werden und die Waffe muss inklusive aller verbauten Teile neu im NWR<br />

erfasst werden.<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © VDB


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 19<br />

Verwenden Sie die vorhandene W-ID also nur, wenn Sie sich ganz sicher<br />

sind, dass die im NWR gespeicherten Waffendaten mit der Ihnen vorgelegten<br />

Waffe übereinstimmen.<br />

Sollte es sich um eine Waffe handeln, die Sie beispielsweise am 1. September<br />

2020 nur mit einer W-ID als Bestand gemeldet und sie später ins Ausland<br />

überlassen haben, so müssen Sie beim Rückerwerb dieser Waffe neben<br />

der W-ID nun auch alle wesentlichen Waffenteile erfassen. Diese<br />

bekommen nach Ihrer Meldung jeweils eine T-ID.<br />

Inländische Waffe wird zur Reparatur ins Ausland geschickt<br />

Aber auch der umgekehrte Fall ist natürlich möglich. Eine inländische und<br />

damit im NWR erfasste Waffe wird zur Reparatur ins Ausland geschickt.<br />

Hierbei ist natürlich zuerst wie bei einem Verkauf ins Ausland das Überlassen<br />

an den Erwerber im Mitgliedsstaat (Überlassungsart #5) oder im Drittstaat<br />

(Überlassungsart #6) zu melden.<br />

Nun muss unterschieden werden, ob im Ausland Änderungen an den wesentlichen<br />

Eigenschaften der Waffe vorgenommen werden. Ist dies nicht<br />

der Fall, weil beispielsweise nur ein Gewinde geschnitten wird, so kann die<br />

Waffe nach der Reparatur unter der vorhanden W-ID wieder zurückerworben<br />

werden, da die zu dieser ID im NWR gespeicherten Daten mit den Eigenschaften<br />

der Waffe noch übereinstimmen.<br />

Wurde aber im Ausland eine Änderung an der Waffe vorgenommen, sei es<br />

durch einen Umbau oder den Austausch eines wesentlichen Waffenteils, so<br />

ist ein anderes Vorgehen nötig. Denn nun stimmen die unter der W-ID gespeicherten<br />

Daten im NWR nicht mehr mit den Eigenschaften der Waffe<br />

überein, die aus dem Ausland zurückkommt. Beim Erwerb darf deshalb die<br />

alte W-ID nicht mehr verwendet werden, die Waffe wird in ihrem neuen<br />

technischen Zustand neu im NWR registriert. Dieses Vorgehen soll laut<br />

Fachlicher Leitstelle, „deutlich machen, dass sich die Waffe bei der Wiedereinfuhr<br />

in einer anderen technischen Konstellation befindet, als sie sich<br />

zum Zeitpunkt der Ausfuhr befunden hat“.<br />

Natürlich ist es hier dann auch nötig, alle verbauten wesentlichen Waffenteile<br />

ebenfalls zu erfassen.<br />

Was tun mit einer inländischen Kundenwaffe?<br />

Ganz egal, ob Sie eine Kundenwaffe zur Reparatur im In- oder Ausland annehmen,<br />

die Reparaturannahme melden Sie immer als „Erwerb vom WBK-<br />

Inhaber, die Überlassung unterliegt keiner Anzeigepflicht“. Denn die unmittelbare<br />

Übergabe zur Reparatur muss der Kunde seiner Waffenbehörde<br />

nicht anzeigen.<br />

Werden im Ausland nun keine meldepflichtigen Änderungen vorgenommen<br />

und damit auch keine wesentlichen Eigenschaften der Waffe verändert,<br />

wurde also zum Beispiel wieder nur ein Gewinde geschnitten, so erwerben<br />

Sie die Waffe aus dem Ausland unter der alten W-ID wieder zurück. Sie können<br />

sie nun als „Überlassen an WBK-Inhaber, der Erwerb unterliegt keiner<br />

Anzeigepflicht“ zurück an den Kunden überlassen, da sich die Waffe meldetechnisch<br />

in keinem anderen Zustand befindet, als sie sich bei Abgabe an<br />

Sie befunden hat.<br />

Überlassen Sie aber eine Kundenwaffe zur Reparatur ins Ausland, um<br />

dort einen Umbau oder den Austausch eines wesentlichen Waffenteils<br />

vornehmen zu lassen, so erhält diese eine neue ID. Insofern müssten Sie<br />

in diesem Fall die Rücküberlassung an den Kunden auch als „Überlassen<br />

an WBK-Inhaber oder Inhaber einer Anzeigebescheinigung“ melden<br />

und nicht als „Überlassen an WBK-Inhaber, der Erwerb unterliegt keiner<br />

Anzeigepflicht“, denn der Kunde muss zur Waffenbehörde gehen und<br />

den Rückerwerb anzeigen. Je nach Art der Reparatur bzw. des Umbaus<br />

kann es natürlich sogar sein, dass der Waffenbesitzer eine neue Erwerbsberechtigung<br />

für den Erwerb der reparierten bzw. umgebauten<br />

Waffe braucht.<br />

Für jede Reparatur Einfuhr- bzw. Verbringungserlaubnisse?<br />

Da bei jeder Reparatur über Landesgrenzen hinweg in der Regel zwei<br />

Grenzübertritte erfolgen, ist hier auf jeden Fall eine Verbringungserlaubnis<br />

erfordern. Einzige Ausnahme gemäß Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt<br />

2 Nr. 8 WaffG ist die Ausfuhr in Drittstaaten, die als erlaubnisfrei<br />

eingestuft ist.<br />

NWR-Praxistipp 8<br />

Bestandsmeldung nach<br />

dem 1. März <strong>2021</strong>?<br />

Bilder: © VDB<br />

Waffenrechtlich ist die Bestandsmeldung des Handelsbestandes in § 58<br />

Abs. 19 WaffG geregelt. Danach waren Waffenhersteller und -händler (HuH)<br />

verpflichtet, sämtliche fertiggestellten, erlaubnispflichtigen Waffen und separaten<br />

wesentlichen Waffenteile, die sich bereits am 1. September 2020 in<br />

ihrem Warenbestand befanden, bis zum 1. März <strong>2021</strong> elektronisch mittels der<br />

Bestandsdatenmeldung an das Nationale Waffenregister zu melden. Diese<br />

Frist ist inzwischen abgelaufen.<br />

www.wm-intern.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 20 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

Was tun, wenn noch nicht alle Bestandswaffen gemeldet wurden?<br />

Konnten Sie nicht alle Waffen oder Waffenteile in der gesetzlichen Frist melden,<br />

wenden Sie sich an Ihre zuständige Waffenbehörde. Legen Sie dort die<br />

Gründe dar, weshalb die Bestandsmeldungen nicht fristgerecht vollständig<br />

erfolgen konnten. Bestenfalls eröffnen Sie Ihrer Behörde direkt ein Konzept<br />

für die Nachmeldung der noch fehlenden Waffen und/oder Waffenteile.<br />

Denn es liegt im Ermessen der Waffenbehörde, ob die nicht fristgerechte Anzeige<br />

sanktioniert oder die Frist zum Beispiel mangels Vorsatz oder Fahrlässigkeit<br />

verlängert und damit auf die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens<br />

verzichtet wird. Denn die nicht fristgerechte Bestandsmeldung stellt entsprechend<br />

§ 53 Abs. 1 Nr. 8 WaffG eine Ordnungswidrigkeit dar, da der in § 58 Nr. 19<br />

WaffG genannten Anzeigepflicht nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in der<br />

vorgeschriebenen Weise oder nicht fristgerecht nachkommen wurde.<br />

Gibt es damit den Meldeanlass „Bestand erfassen“ nicht mehr?<br />

Technisch gesehen besteht die Möglichkeit, Waffen oder Waffenteile als Bestand<br />

zu erfassen, auch nach dem 1. März <strong>2021</strong> uneingeschränkt fort. Denn<br />

der Meldeanlass wird weiterhin benötigt, um zum Zusammenbau modularer<br />

Waffen eine Waffenhülle zu erstellen oder in ganzen Waffen verbaute Waffenteile<br />

nachzuregistrieren.<br />

Haben Sie also fristgerecht Ihren Bestand an ganzen Waffen im NWR erfasst<br />

oder nach dem 1. September 2020 eine Waffe nur mit W-ID angekauft, so<br />

können Sie weiterhin über „Bestand erfassen“ die verbauten Waffenteile im<br />

NWR registrieren, sie anschließend der Waffe hinzufügen und diese dann<br />

zerlegen, Waffenteile tauschen oder ä hnliches. Eine Ordnungswidrigkeit<br />

liegt in diesen Fällen nicht vor.<br />

Neue VDB-Mitglieder – wir stellen vor:<br />

Mohring Jagdwaffen<br />

„Besuchen Sie uns auf Gut Basthorst!“<br />

– so einladend klingt es<br />

auf der Homepage von „Mohring<br />

Jagdwaffen“. Seit Ende 2016 befindet<br />

sich hier – idyllisch im<br />

Herzogtum Lauenburg gelegen<br />

und ca. 30 Minuten von der<br />

Hamburger Innenstadt entfernt,<br />

direkt an der A24 – die Büchsenmacherei<br />

von Maximilian Mohring.<br />

Von der Reparatur und Zielfernrohrmontagen<br />

über Oberflächenveredelungen<br />

bis hin zur<br />

Anpassung alter Jagdwaffen und<br />

individuellen Neuanfertigungen<br />

bietet der Büchsenmacher aus<br />

Leidenschaft einen Fullservice rund um die Büchse oder Flinte in seiner<br />

Meisterwerkstatt. Hinzu kommt die Fertigung eines selbst entwickelten<br />

Schalldämpfers. Auch das Einschießen von Kundenwaffen gehört zum Portfolio.<br />

Darüber hinaus ist ein Ladengeschäft an die hauseigene Werkstatt<br />

angeschlossen, das dem Jagdinteressierten diverse Artikel namhafter Ausstatter<br />

im Jagdbereich bietet. Beratung und Verkauf von Zieloptiken, Nachtsichttechnik<br />

und Munition gehören zu den Kernkompetenzen des Büchsenmachermeisters.<br />

Waffenzubehör und Ausrüstungs-Accessoires für die Jagd<br />

können auf Wunsch ebenfalls bestellt werden. „Dabei liegt der Fokus ganz<br />

klar auf der Anfertigung von Custom-Waffen, etwa auf Basis alter Systeme wie<br />

Sauer 80/90 oder 98er Systeme, und Neuschäftungen aus edlen Hölzern, um<br />

für jeden Anspruch die perfekte Jagdwaffe zu konfigurieren. Die Einzelanfertigung<br />

von Doppelbüchsen bzw. traditionellen Kipplaufwaffen stellt auch für die<br />

moderne Jägerschaft eine handwerklich anspruchsvolle und hochwertige Alternative<br />

zu industriell gefertigten Waffen dar“, so der Inhaber und passionierte<br />

Jäger. Um sich auch die angemessene Zeit für die individuellen Wünsche<br />

und Bedürfnisse der Kunden nehmen zu können, gibt es bei „Mohring Jagd-<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © Mohring Jagdwaffen


VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 21<br />

waffen“ keine festen Öffnungszeiten,<br />

sondern die Beratung,<br />

der Verkauf sowie das<br />

Training mit der neu erworbenen<br />

Jagdbüchse finden nach<br />

persönlicher Terminabsprache<br />

an sieben Tagen die Woche<br />

statt.<br />

Erfahrung, feinste Handwerkskunst<br />

und persönliche Hingabe<br />

bei jedem Projekt sind das<br />

Geheimnis des Büchsenmachermeisters<br />

Maximilian Mohring, der viel Wert auf Präzision und Qualität legt.<br />

Und so entstehen in seinem Ausbildungsbetrieb auf Gut Basthorst stets hochwertige<br />

Einzelstücke sowie stilvolle Sonderlösungen für anspruchsvolle Jäger.<br />

Kontakt<br />

Mohring Jagdwaffen<br />

Inhaber: Maximilian Mohring<br />

Auf dem Gut 4<br />

21493 Basthorst<br />

Telefon: <strong>04</strong>159/8256661<br />

info@mohring-jagdwaffen.de<br />

www.mohring-jagdwaffen.de<br />

Öffnungszeiten: Termine nach Absprache 7 Tage die Woche<br />

mvc<br />

Bilder: © VDB<br />

Neues aus der Bundesgeschäftsstelle in Marburg<br />

Kleine Lage<br />

Die Tage sind gut gefüllt und ereignisreich. Da fragt man sich so manches<br />

Mal, wie wir früher, die für diese Jahreszeit übliche Reisetätigkeit mit langen<br />

Autofahrten usw. noch unterbekommen haben. In Marburg liegen wir in den<br />

letzten Zügen für die Vorbereitung unserer Mitgliederversammlung. Der ursprüngliche<br />

Plan dazu ist von einem deutlich entspannten Seuchengeschehen<br />

ausgegangen und wir hatten gehofft, die Versammlung hybrid, also live<br />

und gleichzeitig online durchführen zu können. Leider besteht diese Option<br />

nicht und Präsident Jürgen Triebel musste die Veranstaltung folglich wieder<br />

zu einer interaktiven Online-Konferenz umgestalten lassen. Hierbei kommt<br />

dem VDB die Erfahrung der letzten Mitgliederversammlung im Jahr 2020<br />

zugute, die ebenfalls rein online stattgefunden hat. Wie in unseren Webseminaren<br />

wird Ihnen vor und während des Livestreams wieder einer unserer<br />

Mitarbeiter als technischer Support zur Verfügung stehen. Somit freuen wir<br />

uns auf eine rege Beteiligung an der zweiten Online-Versammlung unseres<br />

Verbandes.<br />

Qualifikation und Kompetenz<br />

Sicher haben Sie es schon bemerkt, dass der VDB hat sein Angebot an Webseminaren<br />

speziell für den Waffenfachhandel weiter ausgebaut hat. Die Veranstaltungstermine<br />

bringen wir seit Kurzem auch regelmäßig in den Ausgaben<br />

von WM-<strong>Intern</strong>. Sie sind also monatlich auf dem Laufenden, wenn sie<br />

einfach nur in unser Mitteilungsorgan schauen. Sollten Sie weitere Fachhandelsthemen<br />

haben, die wir in einem VDB-Webseminar aufbereiten sollten,<br />

dann lassen Sie uns das bitte wissen. Dazu am besten gleich eine Mail<br />

an kooperation@vdb-waffen.de mit dem entsprechenden Themenwunsch<br />

absenden.<br />

Die Sache mit den Schnelltests<br />

Die Politik in Bund und Ländern propagiert Corona-Schnelltests als Krücke,<br />

um den Einzelhandel sicherer zu machen. Der Haken ist, dass es diese<br />

Schnelltests entweder tatsächlich nicht in ausreichender Menge gibt oder<br />

www.wm-intern.de<br />

die Hersteller dieser Tests gerade in Goldgräber-Stimmung sind und den<br />

Preis künstlich hoch halten wollen. Unsere Recherche nach einem Zulieferer<br />

mit attraktiven Konditionen für Mengenabnahmen durch den VDB verlief<br />

ohne brauchbares Ergebnis. Dazu hatten wir Sie ja bereits in einem Newsletter<br />

informiert. In diesem Heft liefern wir Ihnen wie angekündigt noch die<br />

Ergebnisse der VDB-Umfrage zu Ihrer Einschätzung bezüglich der Schnelltests<br />

im Einzelhandel. Darüber hinaus bleibt der VDB natürlich hinsichtlich<br />

der zentralen Beschaffung dieser Tests am Ball und informiert, sobald wir<br />

ein wirtschaftlich sinnvolles Herstellerangebot erhalten.<br />

Wir waren dabei: Road to IWA Studio Edition<br />

Vielleicht waren Sie unter den knapp 5.000 Zuschauern der Studio Edition?<br />

Dann haben Sie vielleicht auch den VDB-Talk zu den Herausforderungen im<br />

Fachhandel verfolgen können. Die Vorgabe war ja, alle Inhalte in englischer<br />

Sprache zu präsentieren, um dem internationalen Publikum der IWA entgegenzukommen.<br />

Fast wie erwartet haben wir einiges an Feedback aus dem<br />

deutschen Fachhandel bekommen, in dem angeregt wird, die Inhalte doch<br />

noch einmal in deutscher Sprache und etwas ausführlicher aufzubereiten.<br />

Diese Anregung verstehen wir als Auftrag, den wir gerne ausführen. Bitte<br />

geben Sie uns dazu noch die wenigen Wochen Zeit, die der Relaunch von<br />

„ProGun – Der VDB <strong>Waffenmarkt</strong>“ benötigt. Dann können wir das komplette<br />

Projekt mit allen Nutzungsoptionen und praktischen Anleitungen für den<br />

Fachhandel darstellen.


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 22 TERMINE I APPOINTMENTS<br />

Termine<br />

Nachberichterstattung OHC <strong>2021</strong><br />

Am 4. und 5. März war es soweit: Die OHC<br />

<strong>2021</strong> öffnete ihre digitalen Pforten und lud<br />

interessierte Besucher ein, sich die Neuheiten<br />

der zehn teilnehmenden Aussteller<br />

anzusehen, durch die Lobby und die Messehalle<br />

zu schlendern und mit den Akteuren<br />

per Chat oder Videocall in Kontakt zu<br />

treten.<br />

Erst durch die Lobby, in der man sich<br />

einen ersten Überblick verschaffen<br />

konnte, dann in die virtuelle Messehalle,<br />

vom heimischen Rechner aus.<br />

Thomas Schneider, Geschäftsführer der<br />

EUROHUNT GmbH<br />

(einer der drei Veranstalter der Messe)<br />

„Wir sind von der sehr positiven Resonanz sowohl von der Aussteller- als<br />

auch von der Besucherseite begeistert. Wir möchten uns hiermit noch einmal<br />

bei allen Besuchern bedanken. Wir wollen das Konzept definitiv weiter<br />

ausbauen und verfeinern, um ein noch besseres Erlebnis für alle Besucher<br />

zu schaffen. Eine Herbstausgabe ist bereits in Planung. Seien Sie gespannt.“<br />

Was nehmen wir als Eurohunt GmbH aus der Veranstaltung unserer ersten<br />

digitalen Messe mit?<br />

- 3D-Modelle verbessern die digitale Produktsichtbarkeit.<br />

- AR-Modelle (Augmented Realitiy) fördern den tatsächlichen Produktverkauf<br />

und machen die Präsentation realitätsnah.<br />

- Trotz der fehlenden direkten Begegnung kann durch digitale Avatare und<br />

Dialoge per Videochat eine persönlichere Atmosphäre geschaffen werden.<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © VDB Andrey Popov – Adobe Stock, © Eurohunt


TERMINE I APPOINTMENTS<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 23<br />

Sollten Sie an einer digitalen Lösung für Ihr Unternehmen interessiert sein<br />

(virtueller Showroom oder einem Messestand), können Sie sich an folgenden<br />

Kontakt wenden (info@eurohunt.de).<br />

www.eurohunt.de<br />

Dr. Thomas Haas, Geschäftsführer der Dentler Jagdwaffen GmbH (Aussteller)<br />

„Wir als Hersteller sind von dem Event und der dahinterstehenden Technologie<br />

als raum- und zeitauflösendem Instrument für die Produkt- und Markenkommunikation<br />

mit dem professionellen Fachhandel absolut überzeugt.<br />

Das ist mit absoluter Sicherheit ein wichtiger Baustein im Dentler-Marketing<br />

unserer innovativen Zukunft.“<br />

www.dentler-jagdwaffen.de<br />

Es gab die Möglichkeit, als Besucher sich eine Visitenkarte bzw. ein eigenes<br />

Profil anzulegen. Das war schnell und einfach gemacht und schon ging es los.<br />

Die virtuelle Messe war wie eine richtige Messe. Man konnte sich virtuell frei<br />

bewegen und an Ständen herumschlendern, Videos oder Werbungen betrachten,<br />

aber natürlich auch Produkte dreidimensional anschauen oder am<br />

Rechner bewegen.<br />

Eine neue AR-Funktion ermöglichte über das Scannen eines QR-Codes das<br />

Produkt mit seinem Handy in seinem eigenen Raum zu betrachten.<br />

Es war faszinierend, denn selbst der Hirsch tauchte in unserem Ladengeschäft<br />

ab und zu auf und man konnte um ihn herumlaufen und ihn aus mehreren<br />

Ansichten betrachten. Was wir auch mit Kunden gemeinsam ausprobierten.<br />

Wir hatten mehrere fruchtbare Videogespräche mit Dr. Thomas Haas von<br />

Firma Dentler, Joachim Lerg und Thomas Schneider von Eurohunt und natürlich<br />

mit Claudia Jahn von WM-<strong>Intern</strong>, was unser Messefeeling deutlich<br />

erhöht hat. Sicherlich werden die Möglichkeiten mit steigender Datenübertragung<br />

und besseren Rechenleistungen zunehmen.<br />

Diese Messe hat für mich persönlich eine Aussicht gezeigt, wo der Weg hingehen<br />

kann und auch wird. Ich habe daraus wertvolle Erkenntnisse gezogen<br />

und meinen Schalter schon umgelegt.<br />

Herzlichen Dank für die Einladung und das Engagement, wir kommen wieder.“<br />

www.waffenland.de<br />

Oliver Kratochwil Inhaber Waffen-Landmesser<br />

(Besucher)<br />

„Am 5. März <strong>2021</strong> war ich Besucher der ersten<br />

Outdoor & Hunting Convention.<br />

Die Einladung war vielversprechend und da<br />

ich selbst auf der Suche war nach Umsetzungsmöglichkeiten<br />

zum Thema digitaler Messen<br />

bzw. digitaler Produktpräsentationen, hatte<br />

ich mir den Termin im Kalender dick<br />

angestrichen.<br />

Claudia Jahn und Roland Zobel von WM-<strong>Intern</strong> besetzten den Stand des VDB<br />

und von WM-<strong>Intern</strong>.<br />

Bilder: © Eurohunt, ©Waffen Landmesser<br />

Umfrage<br />

Eine Befragung, die am Infopoint hinterlegt wurde, hat folgende Ergebnisse<br />

geliefert:<br />

Würden Sie die OHC erneut besuchen?<br />

Ja: 100 %<br />

Nein: null %<br />

Wie empfanden Sie die Steuerung beim virtuellen Rundgang der<br />

Messe?<br />

Einfach: 80 %<br />

Gewöhnungsbedürftig: 20 %<br />

Schwer: 0 %<br />

www.wm-intern.de<br />

Wie empfanden Sie die Umsetzung (Messestände, Funktionen etc.)<br />

der OHC?<br />

Sehr gut: 80 %<br />

Gut: 20 %<br />

Ok: 0 %<br />

Schlecht: 0 %<br />

Sehr schlecht: 0 %<br />

Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie für uns?<br />

- Noch mehr Aussteller mit aufnehmen


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 24 TERMINE I APPOINTMENTS<br />

Frauenpower virtuell<br />

Der echte Frauenpower-Stammtisch konnte auch <strong>2021</strong> leider nicht<br />

stattfinden. Aber Frauenpower hat keine Pause. Daher haben wir die<br />

Freuen einfach virtuell und jeder für sich gefeiert.<br />

www.wm-intern.de<br />

WM-<strong>Intern</strong>-Autor Christoph Daim<br />

prostete aus Wien vom Balkon.<br />

Bilder: © Screenshots, © VDB, © Christoph Daim, © NürnbergMesse<br />

Aus dem VDB-Studio grüßten Roland Zobel, WM-<strong>Intern</strong>, Benia Hüne und Ingo<br />

Meinhard vom VDB nach der IWA Stueio Edition.<br />

Das IWA-Team lässt sich das Feiern sowieso<br />

nicht verbieten.<br />

www.wm-intern.de


IWA OUTDOORCLASSICS<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 25<br />

XXX<br />

IWA OUTDOORCLASSICS<br />

Anders als sonst, aber dennoch mit IWA Feeling<br />

Am 12. März war die Branche zu Gast in Nürnberg<br />

Es war das gewohnte IWA-Wochenende<br />

im März und dennoch<br />

lief es diesmal genauso anders –<br />

wie derzeit alles irgendwie anders<br />

läuft. Anstelle voller Hallen<br />

und imposanter Messestände gab es am IWA-Freitag eine Online-Liveshow<br />

mit Diskussionsrunden, Produktvorstellungen, Impulsvorträgen<br />

und Talks zu Themen unserer Branche.<br />

Bilder: © NürnbergMesse<br />

Das engagierte Team um Rebecca Schönfelder hatte die Herkules-Aufgabe<br />

zu stemmen, eine internationale Fachmesse ohne Messe in Szene<br />

zu setzen. Dabei ging es nicht darum, eine Alternative zum Messegeschäft<br />

aus dem Hut zu zaubern, denn die NürnbergMesse setzt ganz<br />

unmissverständlich darauf, Fachmessen mit Ausstellern und Besuchern<br />

durchzuführen, sobald die Pandemielage es erlaubt. Die Lösung war die<br />

Road to IWA 2022 Studio Edition.<br />

Schon dieser Titel verrät, dass es sich<br />

hierbei um einen Zwischenschritt<br />

handelt, um die Branche nicht zwei<br />

Jahre einfach allein zu lassen. So kam<br />

die Branche am 12. März <strong>2021</strong> zu einem<br />

spektakulären virtuellen Event zusammen.<br />

Der Livestream aus Diskussionsrunden<br />

und Produktvorstellungen<br />

lockte rund 5.000 Teilnehmer ins virtuelle<br />

Auditorium. Über 40 Unternehmen<br />

vom Marktführer bis zum Newcomer<br />

wirkten an der Gestaltung des<br />

Programms mit. Die Speaker und Moderator<br />

Matt L. Beadle sorgten für echtes<br />

Community-Feeling und schürten<br />

die Vorfreude auf ein Wiedersehen zur<br />

IWA OutdoorClassics 2022.<br />

www.wm-intern.de<br />

Rebecca Schönfelder,<br />

Executive Director<br />

IWA OutdoorClassics<br />

„Was für ein Fest für die Branche! Der<br />

heutige Tag hat bewiesen, dass die<br />

IWA-Community zusammenhält – und<br />

mit Innovationen, Herzblut und Optimismus<br />

für den Jagd- und Schießsport<br />

am Ball bleibt“, summiert Rebecca<br />

Schönfelder, Executive Director IWA OutdoorClassics, NürnbergMesse.<br />

„Besonders begeistert haben mich die Vielfalt der<br />

Beiträge, der Mut und die Kreativität der Firmen sowie die vielen<br />

persönlichen Grüße aus aller Welt! Ich bedanke mich ausdrücklich<br />

bei allen Ausstellern, Teilnehmern und dem gesamten<br />

Team für das einmalige Erlebnis. Dieses Momentum nehmen<br />

wir mit für die weiteren Aktivitäten auf der Road to IWA 2022.“<br />

<strong>Intern</strong>ationales Publikum im virtuellen<br />

Auditorium<br />

Die IWA Studio Edition setzte einen<br />

glanzvollen Auftakt für die Veranstaltungsserie<br />

„Road to IWA 2022“, die<br />

mit digitalen und physischen Events<br />

die Wartezeit bis zur IWA Outdoor-<br />

Classics 2022 überbrücken wird. Aus<br />

80 Ländern kamen die Zuschauer<br />

des Livestream und belegten damit<br />

das internationale Interesse an der<br />

Leitmesse der Branche in Deutschland.<br />

Sie alle erlebten ein abwechslungsreiches<br />

Programm in einem stimmigen<br />

und innovativen Rahmen: Moderator<br />

Matt L. Beadle führte kurzweilig<br />

durch das Programm aus Fakten,


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 26 IWA OUTDOORCLASSICS<br />

Neuheiten und anregenden Diskussionsrunden im Studio Dome, einer extra<br />

geschaffenen virtuellen Outdoor-Bühne. Beiträge aus aller Welt sorgten für<br />

Abwechslung und den entspannten Groove hinein ins Wochenende.<br />

Das heiße Pflaster: der virtuelle Studio Dome<br />

Hier stellten die beteiligten Unternehmen ihre Neuigkeiten und Produkte<br />

vor. Aussteller Umarex hatte dazu extra einen Messestand quasi als Schaufenster<br />

für die Welt aufgebaut. Tammo Lüken, Head of Category Management<br />

Hunting & Nature beim Unternehmen Zeiss, trat zum Expert Talk im<br />

Studio Dome an und bot exklusive Einblicke in die Entwicklungsarbeit im<br />

Bereich Nachtsicht. Auch Bernhard Knöbel, CEO der Carl Walther GmbH,<br />

stellte Brand Insights und Neuigkeiten vor. Das Unternehmen Savage Arms<br />

schickte Branchenexperten Jens Tigges (Outdoor Marketing <strong>Intern</strong>ational)<br />

als versierten Markenbotschafter in den Ring.<br />

Für Staunen und Kribbeln in den Fingern sorgte die Präsentation „No limits:<br />

Rifles with Passion“, die einige der edelsten Waffenschmieden<br />

und ihre hoch individuellen Produkte vorstellte. Beim „Speed Dating<br />

with IWA-Newbies“ stellten sich Neuzugänge wie Liqui Moly, Rodale,<br />

Lockboxx, Tactical Workshop Hoffmann, ICU Server und Viking X dem<br />

Voting des Publikums. Nach einem kurzen Pitch jedes Unternehmens<br />

konnten die Zuschauer abstimmen und wählten VikinX („Vote the best“)<br />

zum Gewinner.<br />

Nachhaltigkeit und Fachhandel: Das diskutiert die Branche<br />

Wo steht die Jagd- und Outdoor-Industrie aktuell in Sachen Nachhaltigkeit?<br />

Diese spannende Frage stellten sich Top-Branchenvertreter in einer Diskussionsrunde<br />

gleich zu Beginn der IWA Studio Edition. Mit dabei: Christiane<br />

Dolva Törnberg, Head of Sustainability bei Fjällräven, Stefan Hämmerle,<br />

Member of the Executive Board bei Swarovski Optik, Jan Lorch, CSO & CSR<br />

bei VAUDE, Stefan Meier, Director Marketing & Sales bei GRUBE und Martin<br />

Fehringer, Director Sales bei Steyr Arms.<br />

Dabei loteten die Experten Wege zu mehr Nachhaltigkeit aus, beschrieben<br />

aber auch, was schon geleistet wurde.<br />

In einer weiteren Talkrunde kamen VDB und WM-<strong>Intern</strong> mit dem Thema „Die<br />

Zukunft des Fachhandels“ zu Wort. Im Beitrag „Let’s talk about retail challenges<br />

tomorrow“ gaben Ingo Meinhard, CEO beim VDB und Roland Zobel,<br />

Senior Consultant bei WM-<strong>Intern</strong>, Impulse für den „Handel 4.0“ in einer Zeit<br />

mit beziehungsweise nach der Pandemie.<br />

Road to IWA OutdoorClassics 2022<br />

Die IWA Studio Edition ist Teil der Veranstaltungsreihe „Road to IWA OutdoorClassics<br />

2022“, die bis zum Start der Fachmesse im März 2022 regelmäßige<br />

Online-Live-Talks und Veranstaltungen umfasst. Alle Aktivitäten und<br />

Veranstaltungen der „Road to IWA OutdoorClassics 2022“ finden sich unter:<br />

www.iwa.info<br />

Teilnehmer der IWA Studio Edition<br />

Albrecht Kind GmbH<br />

all4shooters<br />

ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG<br />

Browning<br />

Bushnell<br />

FAUSTI<br />

Fjällräven<br />

Frankonia<br />

Fritzmann, Georg & Söhne GmbH<br />

GAMO OUTDOOR<br />

GLOCK Ges.m.b.H<br />

GPO German Precision Optics<br />

GRUBE<br />

Helikon-Tex<br />

Hornady<br />

Mfg. Company<br />

Hunitivity Group GmbH<br />

ICUserver<br />

Krieghoff GmbH<br />

Lapua Leupold<br />

LIQUI MOLY GmbH<br />

LockBoxx<br />

Longthorne Gunmakers Ltd<br />

Peter Hofer Jagdwaffen<br />

Pinewood AB<br />

PULSAR<br />

Roedale GmbH & Co. KG<br />

RUAG Ammotec GmbH<br />

Savage<br />

Sellmark<br />

SWAROVSKI OPTIK TACTICAL<br />

WORKSHOP HOFFMANN<br />

Tasmanian Tiger<br />

Umarex GmbH & Co. KG<br />

VAUDE Sport GmbH & Co. KG<br />

Vihtavuori<br />

VikinX<br />

WAIMEX Jagd-und Sportwaffen<br />

GmbH<br />

Carl Walther GmbH<br />

Winchester<br />

ZEISS<br />

VDB - Verband Deutscher Büchsenmacher<br />

und Waffenfachhändler<br />

e.V.<br />

WM-<strong>Intern</strong><br />

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Bilder: © NürnbergMesse


HANDWERK I HANDCRAFT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 27<br />

HANDWERK<br />

Funktionskontrolle an der Auswerferei<br />

eines Kipplaufsystems Teil 2<br />

Bilder: © Jahr Top Special Verlag, © Ingo Rottenberger<br />

2. Korrektur am Spannhebel<br />

Am Spannhebel wird ein zu früher Auswurf nur korrigiert, um eine Feinstabstimmung<br />

vorzunehmen, das heißt, nur um beide Ejektoren gleichzeitig<br />

auswerfen zu lassen. Die kleine Spannhebelspitze lässt keine größere<br />

Korrektur zu. Es muss hierbei an der Anlagefläche zum Auswerferschlagstück<br />

nachgearbeitet werden (siehe Abb. 15).<br />

www.wm-intern.de<br />

Bild 15: Korrektur des Auswurfzeitpunktes<br />

am Spannhebel<br />

Beachte:<br />

Es ist vollkommen ausreichend,<br />

nur im Anlagebereich der Krallen<br />

die Spannhebelspitzen zu befeilen,<br />

um so viel wie möglich an<br />

Querschnitt zu belassen.<br />

Auswurf zu spät<br />

Erfolgt der Auswurf zu spät oder überhaupt nicht, so machen sich folgende<br />

Reparaturen notwendig:<br />

Korrektur an der Auswerferfeder<br />

1. Die Auswerferfeder muss an der Oberseite befeilt werden. Dabei ist zu<br />

berücksichtigen, dass durch das Befeilen der gesamten oberen Fläche es<br />

dazu kommen kann, dass der Federheber nicht mehr weit genug überhebt.<br />

Deshalb sollte, wenn möglich, eine Korrektur erst hinter der Auflage des Federhebers<br />

erfolgen.<br />

Bild 16: Korrektur an der Auswerferfeder<br />

bei zu spätem Auswurf<br />

Der rote Pfeil kennzeichnet die neue Auslösekante. Diese sollte nicht zu<br />

häufig erfolgen, weil sonst die Kraftübertragung auf die Auswerferschlagstücke<br />

immer geringer wird.<br />

2. Sollte eine Korrektur an der im System eingebauten Auswerferfeder nicht<br />

mehr möglich sein, muss eine neue Feder eingepasst und in Funktion gebracht<br />

werden.<br />

Dauerauswerfer<br />

Ein Dauerauswerfer ergibt sich meist immer dann, wenn aufgrund einer Reparatur<br />

der Spannhebel, das Auswerferschlagstück oder beide ersetzt werden<br />

mussten. In diesem Fall sind die Spitzen am Auswerferschlagstück<br />

und/oder am Spannhebel noch zu lang. Durch vorsichtiges Kürzen kann<br />

dieser Mangel beseitigt werden, wobei immer darauf zu achten ist, dass im<br />

abgeschlagenen Zustand des Systems der Spannhebel noch etwa 1mm unter<br />

die Kralle des Auswerferschlagstückes untertritt.<br />

Dauerfänger<br />

Ein Dauerfänger deutet in der Regel auf zu kurze oder abgebrochene Spannhebelspitzen<br />

oder Auswerferschlagstückkrallen hin. Eine Reparatur ist<br />

meist nur durch den Ersatz der Spannhebel und/oder Auswerferschlagstücke<br />

möglich.<br />

Kein Spiel in der Spannhebelrast<br />

Wie bereits oben erwähnt, ist dieser Mangel sehr häufig die Ursache dafür,<br />

dass die bei einer Reparatur nachträglich eingebauten Auswerferschlagstücke<br />

oder Spannhebel bei der ersten Funktionskontrolle nach dem Härten<br />

und Anlassen wegbrechen. Damit dies vermieden wird, muss immer vor<br />

dem Einsetzen der Auswerferfedern überprüft werden, ob im völlig geöffneten<br />

Zustand der Waffe, die eingetretenen Krallen des Auswerferschlagstückes<br />

ein geringfügiges Spiel in der Aussparung der Spannhebel aufweisen.


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 28 HANDWERK I HANDCRAFT<br />

Ist das nicht der Fall, muss an der Innenseite der Spannhebelrast (siehe<br />

Abb. 17– roter Pfeil) bzw. an der Kralleninnenseite oder Krallenlänge nachgearbeitet<br />

werden (siehe Abb. 18).<br />

Auswerferteile auf dem Vorderschaft unterzubringen oder weil auf den aufwendig<br />

zu fertigenden Holland & Holland-Ejektor verzichtet wurde.<br />

Die für die Funktion wesentlichen Teile sind nachfolgend benannt:<br />

Ejektorkralle (siehe Abb. 20) und Feder Auszieher/Auswerfer mit Führungsstift<br />

(siehe Abb. 21) und Spiralfeder.<br />

Bild 20: Ejektorkralle<br />

Bild 17: Befeilen des Spannhebels Bild 18: Befeilen des Auswerferschlagstückes<br />

Federheber überhebt nicht<br />

Wenn der Federheber nicht weit genug überhebt, ist eine mögliche Ursache<br />

ein zu kurzer Spannzahn oder Federheber, der sich im Laufe der Jahre abgenutzt<br />

hat. Als Reparatur bleibt nur der Ersatz des Spannzahnes oder des<br />

Federhebers.<br />

Wird der Spannzahn ersetzt, muss dieser zuerst mit der Ausfallfläche verglichen<br />

werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass er den Öffnungswinkel<br />

begrenzt. Danach wird die Länge angebracht. Sie beträgt zwischen 3,8 mm<br />

und 4,0 mm, gemessen ab Scharnierradius. Nun wird die Stirnfläche des<br />

Zahnes annähernd quadratisch gefeilt (von der Unterseite zur Ausfallfläche<br />

hin) und danach die Form angearbeitet (siehe Abb. 19). Der Federheber<br />

muss in Verbindung mit dem Spannzahn ein noch ein fühlbares Spiel in Bewegungsrichtung<br />

aufweisen. Der Spannzahn ist im Anschluss zu härten<br />

und anzulassen.<br />

Bild 19: Kontur und Maße des Spannzahnes<br />

Spannzahn zu lang<br />

Ist der Spannzahn zu lang, hat das folgende Auswirkungen auf die Funktion:<br />

- der Vorderschaft lässt sich nur schwer auf den Lauf aufsetzen,<br />

- der Scharniergang geht schwer und ruckartig,<br />

- der Spannzahn kann brechen.<br />

Bild 21: Auszieher/Ejektor<br />

Dies bedeutet, dass der Schraubenfederejektor mit wesentlich weniger Teilen<br />

auskommt, als der Holland & Holland-Ejektor. Allerdings liegen die Auswerferteile<br />

auch unter ständiger Federspannung.<br />

Funktionsablauf<br />

Der Funktionsablauf ist ähnlich der Holland & Holland-Auswerferei. Beim<br />

Schließen des Systems durch die kreisförmige Bewegung der Basküle<br />

drückt der Scharnieransatz gegen den Auszieher und schiebt ihn gegen die<br />

Kraft der Auswerferfeder in das Auszieherbett. Während dieses Vorganges<br />

gleitet die durch den Auszieher nach unten gedrückte federgelagerte<br />

Ejektorkralle an der Unterseite des Ausziehers entlang und rastet in die<br />

Aussparung am Ejektor ein. Durch das weitere vollständige Schließen<br />

wird ein zusätzlicher Weg von etwa 5 mm durch den Auszieher zurückgelegt.<br />

Dieser Weg dient dazu, den Auszieher ohne Auswurf anheben zu lassen<br />

(siehe Abb. 22).<br />

Um das zu vermeiden, muss die Stirnfläche befeilt werden, um so den<br />

Spannzahn zu kürzen. Dabei sollte die angearbeitete Form der Funktionsfläche<br />

beibehalten werden.<br />

Schraubenfederejektor<br />

Der Schraubenfederejektor, auch Merkelejektor genannt, ist überwiegend<br />

bei Bockwaffen anzutreffen, weil hier meist keine Möglichkeit besteht, die<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © Ingo Rottenberger


HANDWERK I HANDCRAFT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 29<br />

Nach Schussauslösung und dem Abkippen des Laufes drückt der Spannhebel<br />

gegen die Ejektorkralle. Die sich drehende Kralle gleitet auf der<br />

Rastfläche des Auswerfers bis zum äußersten Punkt und tritt letztlich<br />

durch weitere Drehbewegung der Basküle aus dem Rastenbereich aus<br />

(siehe Abb. 23).<br />

Behebung von festgestellten Mängeln<br />

Grundvoraussetzung für das einwandfreie Funktionieren ist wie bei der Holland<br />

& Holland-Auswerferei die ordnungsgemäße Passung aller Funktionsteile<br />

und ein spielfreier, aber dennoch leichter Gang.<br />

Auswurf zu früh<br />

Erfolgt der Auswurf zu früh, gibt es zwei Möglichkeiten der Reparatur:<br />

1. Korrektur am Spannhebel<br />

Im Gegensatz zur Holland & Holland-Auswerferei muss fast die gesamte Abstimmung<br />

an der Spitze des Spannhebels vorgenommen werden. Durch<br />

vorsichtiges Befeilen der an der Ejektorkralle anliegenden Fläche des<br />

Spannhebels kann der Auswurfzeitpunkt in Richtung Öffnungswinkel korrigiert<br />

werden (siehe auch Abb. 15).<br />

Zustand der Auswerferei nach<br />

Schussauslösung und Öffnen der<br />

Läufe<br />

Wird kein Schuss abgegeben, so wird die Patrone um die schon erwähnten<br />

5 mm angehoben, damit der Spannhebel unter der Kralle hindurchgleiten<br />

kann und diese bei der Aufwärtsbewegung der Spannhebelspitze fängt. Der<br />

Auszieher wird durch die eingetretene Ejektorkralle am Auswurf gehindert<br />

(siehe Abb. 24).<br />

2. Korrektur an der Ejektorkralle<br />

An der Ejektorkralle kann auch ein zu frühes Auswerfen korrigiert werden.<br />

Allerdings ist darauf zu achten, dass beim Befeilen der Kralle nur der Teil<br />

bearbeitet wird, der nicht im Vorderschaft anliegt (siehe Abb. 25 – von er<br />

Anlage im Vorderschaft bis zur Krallenspitze). Ansonsten würde dies eine<br />

veränderte Stellung der Kralle nach sich ziehen. Unerwünschte Auswirkungen<br />

auf die Funktion wären die Folge (Kralle wird durch den zurückgleitenden<br />

Auszieher in eine geringfügige Drehbewegung versetzt).<br />

Korrektur eines zu frühen Auswurfes an der Ejektorkralle<br />

Bilder: © Ingo Rottenberger<br />

Zustand der Auswerferei ohne<br />

Schussauslösung im geöffneten<br />

System<br />

Durch die ständig unter der Kraft der Auswerferfedern liegenden Ejektoren<br />

werden auch die Spannhebelspitzen und die Ejektorkrallen mit einem wesentlich<br />

größeren Querschnitt und Länge gefertigt als an der Holland &<br />

Holland-Auswerferei.<br />

www.wm-intern.de<br />

Bei beiden Varianten ist darauf zu achten, dass die Spitzen nicht zu weit<br />

gekürzt werden und genügend Überdeckung im abgeschlagenen Zustand<br />

des Systems besitzen.<br />

Auswurf zu spät<br />

Erfolgt der Auswurf zu spät oder überhaupt nicht, so machen sich folgende<br />

Reparaturen notwendig:<br />

1. Korrektur am Spannhebel/Ejektorkralle<br />

Durch den Einbau eines neuen Spannhebels und/oder einer Ejektorkralle<br />

kann die fehlerhafte Funktion wieder korrigiert werden. Es ist darauf<br />

zu achten, dass genügend Material an den jeweiligen Spitzen von<br />

Spannhebel und Kralle vorhanden ist. Eine Korrektur durch Aufschwei-


1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6 6<br />

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Logo Logo 2015 2015<br />

Dienstag, Dienstag, 21. April 21. 2015 April 2015 11:45:35 11:45:35<br />

6 6 5 5 4 4 3 3 2 2 1 1<br />

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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 30 HANDWERK I HANDCRAFT<br />

ßen an den betreffenden Stellen ist auf Grund des geringen Querschnittes<br />

nicht zielführend.<br />

2. Korrektur am Auszieher/Ejektorkralle<br />

Erfolgt der Auswurf der Ejektoren nur geringfügig zu spät, kann an den<br />

Funktionsflächen von Auszieher und/oder Kralle nachgearbeitet werden.<br />

Eine Diamantfeile oder neue Schlichtfeile ist vonnöten, da diese Stellen (siehe<br />

Abb. 26 und Abb. 27 – jeweils roter Pfeil) wärmebehandelt sind. Es ist zu<br />

berücksichtigen, dass von der Spitze der Rast die nachfolgende Fläche (roter<br />

Pfeil) leicht abfallend verlaufen sollte, um eine Beschädigung der Spitzen<br />

nach Auslösung weitestgehend zu vermeiden.<br />

Bild 26: Korrektur eines zu späten Auswurfes<br />

an der Ejektorkralle<br />

Bild 27: Korrektur eines zu späten Auswurfes am Auszieher/Ejektor<br />

Kein Spiel in der Spannhebelrast<br />

Auch beim Schraubenfederauswerfer müssen im völlig geöffneten Zustand<br />

der Waffe die eingetretenen Ejektorkrallen ein geringfügiges Spiel in der<br />

Aussparung der Spannhebel haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss<br />

an der Außenseite der Krallen (siehe Abb. 28) oder an der Innenseite der<br />

Spannhebel (siehe Abb. 17) nachgearbeitet werden. Unter Umständen lässt<br />

sich auch ein Kürzen der Kralle nicht vermeiden.<br />

Bild 28: Befeilen der Ejektorkralle zur Erreichung<br />

eines Spieles im geöffneten Zustand<br />

des Gewehres<br />

Härten und Anlassen der Funktionsteile<br />

Nach dem Härten und Anlassen der Funktionsteile sollten sich die im Eingriff<br />

stehenden Elemente mit einer neuen Schweizer Schlichtfeile gerade<br />

noch so bearbeiten lassen. Das entspricht einer Härte von 48 HRC bis maximal<br />

51 HRC.<br />

Auswurfzeitpunkt<br />

Der Zeitpunkt des Auswurfes hat dann zu erfolgen, wenn die Rasten von<br />

Schlagstück und Abzugsstange eingetreten sind und die Basküle so weit<br />

geöffnet ist, dass die Patronenhülse des unteren Laufes ohne Behinderung<br />

(„frei“) am oberen Rand des Systemkastens vorbeigeht, aber der Öffnungswinkel<br />

(„Ausfall“) noch nicht ganz erreicht worden ist. Nach dem Auswerfen<br />

soll sich die Basküle einen geringen Weg in Richtung Ausfall öffnen lassen.<br />

(Bild 1 bis 3, 5 bis 13,15,17,18,20 bis 28 aus „Jagdwaffenkunde“ von Willi<br />

Barthold)<br />

ab<br />

Seite 40<br />

Ein Inserat im Lieferanten-Lexikon – lohnt sich immer!<br />

Roland Zobel berät Sie gerne: · 0152-01939102<br />

roland.zobel@wm-intnern.de<br />

Der Autor<br />

Ingo Rottenberger<br />

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Büchsenmachermeister<br />

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vereidigter Sachverständiger für die<br />

Technik von Kurz- und Langwaffen<br />

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Bilder: © Ingo Rottenberger


WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 31<br />

WELT DER WIRTSCHAFT<br />

Das neue Einkaufs-„Erlebnis“<br />

Click & Collect, Click & Meet, Window-Shopping, Virtual-Shopping –<br />

die Namen sind vielfältig, doch die Idee dahinter ist eigentlich stets<br />

dieselbe: Kunden sollen weg vom anonymen Onlineshopping hin zum<br />

persönlichen Einkauf im stationären Handel (also im Geschäft „um die<br />

Ecke“) bewegt werden. Dank Stufenplan für Lockerungsstrategien ist<br />

dies seit einigen Wochen mancherorts auch möglich – jeweils abhängig<br />

von der Inzidenz, also der Zahl der Corona-Fälle über sieben Tage<br />

pro 100.000 Einwohner. Und so kommt der Einzelhandel zumindest teilweise<br />

mit ersten Öffnungsschritten wieder ein wenig in Schwung.<br />

Bilder: © BillionPhotos.com – Adobe Stock, © EHI<br />

Die Konsumenten freut das größtenteils, denn wie etwa das Marktforschungsinstitut<br />

Appinio in seinem wöchentlich erscheinenden „Corona-Report“<br />

feststellt, vermissen rund 75 % das Einkaufen in Geschäften und das<br />

Bummeln in der Innenstadt. 35 % geben an, vor Beginn der Pandemie dies<br />

mindestens einmal pro Woche getan zu haben. (Für mehr Einblick in das<br />

Konsumentenverhalten empfiehlt sich die Lektüre des gesamten „Corona-<br />

Reports“ von Appinio, der unter folgendem Link kostenlos angefordert werden<br />

kann) https://tinyurl.com/fpwuaszx<br />

Gefragt ist dabei natürlich eine verantwortungsvolle Öffnung. Dies hat auch<br />

eine Ad-hoc-Umfrage des EHI Retail Institutes Anfang März zu Corona-Maßnahmen<br />

im Handel gezeigt: 70,4 % halten demnach einen stabilen Inzidenzwert<br />

von 35 als Steuerungsinstrument für Entscheidungen über Geschäftsöffnungen<br />

allerdings für ungeeignet. 74,7 % der CEO von Handels unternehmen<br />

vertreten die Ansicht, dass alle Geschäfte mit strengen Hygienekonzepten<br />

sofort wieder öffnen sollten. Zudem wurde in der Umfrage die Meinung der<br />

Unternehmer zu Solidaritätsabgaben bzw. Sonderzahlungen und speziellen<br />

Steuern aufgrund der Ungleichbehandlung von einzelnen Branchen abgefragt.<br />

(www.ehi.org). Details dazu siehe Grafik rechts.<br />

Ganz so einfach ist es in der Praxis allerdings nicht unbedingt. Schaut man<br />

in kleineren Ortschaften derzeit in die Shoppingzonen, könnte man teilweise<br />

meinen, alles sei schon wieder wie vor Corona: Die Türen sämtlicher Geschäfte<br />

stehen augenscheinlich für jeden offen. (Und so mancher fragt sich<br />

www.wm-intern.de<br />

vielleicht, warum Click & Meet nicht schon viel früher möglich war, um die<br />

wachsende Existenznot der Einzelhändler wenigstens minimal zu bremsen.)<br />

Allerdings darf eben nur eintreten, wer zuvor telefonisch, per Mail<br />

oder aber auch spontan vor Ort einen Termin vereinbart hat. Selbstverständlich<br />

gilt es, sich wirklich diszipliniert an die AHA-Regeln und die aktuell<br />

geltenden Hygienevorschriften zu halten – worauf man manche Kunden<br />

auch nach einem Jahr Corona vermutlich immer mal wieder<br />

hinweisen muss. Dazu gehört neben Abstand halten und Mundschutz<br />

auch die Handdesinfektion. Auf die lohnende Investition in einen entsprechenden<br />

kontaktlosen (und idealerweise mit Firmenlogo gebrandeten)<br />

Spender haben wir bereits des Öfteren hingewiesen: Er ist nicht nur hygienischer,<br />

komfortabler und sauberer als ein tropfendes Provisorium, das<br />

jeder erst einmal anfassen und in die Hände nehmen muss, was gern aus<br />

Bequemlichkeit unterlassen wird. Mittlerweile kann sich ein ansehnlicher<br />

Desinfektionsspender in gewisser Weise sogar positiv auf das Image eines<br />

Ladenlokals auswirken. Die Kunden bemerken: „Hier hat sich jemand<br />

Gedanken gemacht, achtet auf die Einhaltung der Regeln und macht es<br />

uns dabei möglichst einfach!“


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 32 WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />

Doch der derzeit wichtigste Aspekt<br />

in der Eindämmung der Pandemie<br />

scheint eine zuverlässige Kontaktnachverfolgung<br />

zu sein. Eine reine<br />

„Zettelwirtschaft“ ist hierbei nicht<br />

wünschenswert – weder im Sinne<br />

der Umwelt durch die Papierverschwendung<br />

noch aufgrund des<br />

Datenschutzes. Hinzu kommt die<br />

Gefahr der Falschangaben mit beispielsweise<br />

Fake-Namen. Daher gibt es zwischenzeitig mehrere Check-in-<br />

Apps von verschiedenen Anbietern, die diese Aufgabe (unter anderem beim<br />

Einkaufen) über das Smartphone entsprechend einfach, sicher und datenschutzkonform<br />

übernehmen können. Ein Beispiel ist das Prinzip der Luca-<br />

App: Jeder Laden hinterlegt digital seinen Standort und hängt einen QR-<br />

Code in sein Schaufenster. Der Kunde lädt sich die App auf sein Smartphone,<br />

hinterlegt seine Kontaktdaten, scannt den QR-Code und checkt so im Laden<br />

ein. Werden nun Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet, kann das örtliche<br />

Gesundheitsamt die Kontakte im Laden über das verschlüsselte System<br />

innerhalb kürzester Zeit nachverfolgen und Infektionsketten schnell<br />

unterbrechen (www.luca-app.de). Ähnlich wie die Luca-App (doch mit weniger<br />

prominenter Unterstützung) funktionieren die digitalen Kontaktverfolgungslösungen<br />

anderer Start-ups, die sich mit ihrer Initiative „Wir für Digitalisierung“<br />

gemeinschaftlich für eine flächendeckende Anbindung der Gesundheitsämter<br />

über eine Schnittstelle einsetzen. QR-Codes statt Zettel und Stift kommen beispielsweise<br />

zum Einsatz bei Darfichrein, e-guest, Hygiene-Ranger, Kontakterfassung.de<br />

oder recover. Nähere Informationen: www.wirfuerdigitalisierung.de<br />

Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) spricht sich für eine bundesweit<br />

einheitliche Lösung zur Kontaktnachverfolgung, wie beispielsweise<br />

mit der Nutzung der Luca-App, aus und appelliert an die Kunden, die digitalen<br />

Möglichkeiten zu nutzen. „Um so schnell wie möglich wieder bundesweit<br />

das gewohnte Einkaufserlebnis bieten zu können, benötigen wir eine<br />

einheitliche Lösung für die Kontaktnachverfolgung. Mit einer ordentlichen<br />

Datengrundlage wird eine verbindliche Basis erreicht und ein Flickenteppich<br />

verhindert“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wenn die Gesundheitsämter<br />

durch Unterstützung einer App noch besser in der Lage<br />

seien, entsprechende Kontaktnachverfolgungen schnell und zuverlässig<br />

umzusetzen, stellten die starren Inzidenzwerte keine absoluten Grenzen für<br />

eine Geschäftsöffnung mehr dar. www.einzelhandel.de<br />

Wie bereits in unserer März-Ausgabe thematisiert, sollte also grundsätzlich<br />

ebenfalls der stationäre Handel seine digitalen Möglichkeiten ausschöpfen,<br />

um seine Kundschaft – auch, aber nicht nur bedingt durch die Pandemie –<br />

nicht gänzlich an den reinen Onlinehandel zu verlieren. Das dem so ist, zeigt<br />

eine aktuelle Umfrage des HDE unter 1.300 Handelsunternehmen. Demnach<br />

sind mittlerweile 84 % der Händler digital aktiv. Insbesondere Händler in der<br />

Größenklasse mit zwischen zwei und fünf Millionen Umsatz im Jahr haben<br />

seit Beginn der Corona-Krise digitale Vertriebswege auf- und ausgebaut.<br />

Für knapp 40 % der Befragten war die Corona-Krise der entscheidende Anstoß<br />

dafür. 46 % der Händler waren bereits zuvor auf digitalen Vertriebswegen<br />

wie Online-Marktplätzen, mit Lieferservices, per Click & Collect oder<br />

über Social Media für ihre Kunden da. Insgesamt nutzt mehr als ein Drittel<br />

der Einzelhändler den Verkauf über Online-Marktplätze, 37 % betreiben einen<br />

eigenen Onlineshop und mehr als 60 % nutzen die sozialen Medien für<br />

ihr Geschäft. „Diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Vertriebskanäle im<br />

Handel zunehmend weiter miteinander verzahnen. Die strikte Trennung zwischen<br />

stationärem Handel und Onlinehandel entspricht nicht mehr der Realität“,<br />

so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.<br />

Siehe Grafik unten.<br />

Daran zeigt sich ganz deutlich, dass der Einzelhandel nicht ohne Digitalisierung<br />

auskommt – bestenfalls, um die Kunden zum Kauf im Geschäft zu<br />

veranlassen. Doch so mancher Einzelhändler benötigt hier Hilfe und Unterstützung<br />

– aufgrund von fehlender Zeit oder mangelndem Know-how.<br />

Mit der „Initiative ZukunftHandel“ haben HDE und Google bereits im vergangenen<br />

Herbst ein breit angelegtes Digitalisierungsprogramm gestartet.<br />

Es beinhaltet unterschiedliche Instrumente und Trainings, die die teilnehmenden<br />

Unternehmen Schritt für Schritt vom klassischen<br />

Ladengeschäft (offline) hin zu einem hybriden Betrieb (offline und online)<br />

begleiten. Zielsetzung ist außerdem, das stationäre Geschäft mithilfe von<br />

Onlinetools zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Im Fokus stehen dabei<br />

vor allem kleine Handelsbetriebe und Ladenbesitzer. „Mit digitalen<br />

Möglichkeiten, die lokale Geschäfte stärken“, heißt es hier. Nähere Informationen:<br />

www.g.co/zukunfthandel<br />

Apropos Zukunft: Zur Unterstützung und Stärkung<br />

des lokalen Einzelhandels dienen mittlerweile auch<br />

zunehmend Suchmaschinen im <strong>Intern</strong>et bzw. als<br />

App. Nach dem Motto „Online suchen/finden, vor Ort<br />

kaufen“ sollen sie Konsumenten dabei helfen, das<br />

gewünschte Produkt im Laden in ihrer Nähe zu finden,<br />

ohne mühselig danach zu suchen und eventuell<br />

erst von Geschäft zu Geschäft gehen zu müssen.<br />

Wobei die Entfernung der Suchorte hier variiert:<br />

Teilweise ist sie sehr regional auf die jeweilige<br />

Stadt beschränkt, teilweise werden überregionale<br />

oder sogar landesweite Ergebnisse (D-A-CH) aufgelistet.<br />

Eine von diesen Suchmaschinen ist die BAOO-<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © www.wirfuerdigitalisierung.de , © HDE


WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 33<br />

App, die an der Rheinischen Fachhochschule Köln entwickelt und gerade<br />

erst den Wissenschaftspreis <strong>2021</strong> von EHI Stiftung und GS1 Germany erhalten<br />

hat, mit dem jährlich der akademische Nachwuchs, Lehrstühle und<br />

Start-ups für exzellente Arbeiten und Projekte ausgezeichnet werden.<br />

(www.wissenschaftspreis.org) Erwähnt seien neben www.baoo.app außerdem<br />

beispielsweise www.blvrd.de + www.koomio.com + www.lieber-lokal.de +<br />

www.regiobot.de + www.sooonah.com + www.suedtirol-shop.com +<br />

www.wo-finde-ich.net<br />

Die wachsende Anzahl solcher Suchmaschinen zeigt im Prinzip das Interesse<br />

und den Bedarf bei der potenziellen Kundschaft. Auf diese Weise kommt<br />

dem Offline-Shopping in der näheren Umgebung zukünftig vielleicht wieder<br />

eine etwas größere Bedeutung zu.<br />

mvc<br />

Das neue Urheberrecht: Kritik an Uploadfilter<br />

Anfang Februar hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Umsetzung<br />

der EU-Urheberrechts-Richtlinien beschlossen. „Mit der Umsetzung der<br />

größten europäischen Urheberrechtsreform der letzten 20 Jahre in deutsches<br />

Recht machen wir das Urheberrecht fit für das digitale Zeitalter“, erklärte<br />

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Der Schwerpunkt des<br />

Entwurfs ist das neue Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz, das die Verantwortlichkeit<br />

von Plattformen wie YouTube oder Facebook regelt. Der Entwurf<br />

soll einen fairen Interessenausgleich für Kreative, Rechteverwerter<br />

und Nutzer schaffen.<br />

Bereits 2019 protestierten viele gegen die geplanten Änderungen, vor allem<br />

wegen der Uploadfilter. Kritiker befürchten, dass diese automatisierten Filterprogramme<br />

eine Gefahr für die Kunst- und Meinungsfreiheit darstellen.<br />

Die Bundesregierung hatte daraufhin zugesagt, die EU-Urheberrechtsreform<br />

ohne Uploadfilter umzusetzen. Sie lehnte die verpflichtende Einführung von<br />

Uploadfiltern im Koalitionsvertrag eigentlich als unverhältnismäßig ab,<br />

stimmte dem Vorhaben auf europäischer Ebene dann aber doch zu. Entsprechend<br />

groß ist der Unmut.<br />

Klar ist, dass durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt mit der Bedeutung<br />

von großen Plattformen und sozialen Netzwerken neue Urheber-<br />

Regeln notwendig sind. Die jetzt angeschobene Reform soll das rechtliche<br />

Verhältnis zwischen Urheber, <strong>Intern</strong>et-Plattformen und den Nutzern festlegen,<br />

wenn es zum Beispiel um das Hochladen von Fotos, Artikelteilen oder<br />

Videoausschnitten geht. Vor allem bei Verstößen muss geklärt sein, wer für<br />

Inhalte verantwortlich ist. Der Digitalverband Bitkom übt scharfe Kritik an<br />

den neuen Regeln. „Das ursprüngliche Ziel, ein modernes Urheberrecht für<br />

den digitalen Binnenmarkt zu schaffen, wird klar verfehlt“, sagt Susanne<br />

Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. Sie kritisiert, dass Betreiber<br />

von bestimmten Online-Plattformen mit einer allgemeinen Überwachungspflicht<br />

ihrer Dienste belegt würden. „Alle Nutzerinhalte müssen demnach<br />

automatisiert gescannt werden“, sagte sie. „Das allein ist ein großer Rückschlag<br />

für das freie <strong>Intern</strong>et.“ Die einzelnen Vorgaben zur Überwachung,<br />

Sperrung und Moderation von Nutzerbeschwerden seien zudem technisch<br />

schlicht nicht umsetzbar. „Die betroffenen Plattformen stehen vor einer<br />

kaum lösbaren Aufgabe.“<br />

Künftig sollen bis zu 15 Sekunden aus einem Musikstück, Filmwerk oder<br />

Laufbild, bis zu 160 Zeichen Text, 125 Kilobyte für Fotos und Grafiken gegen<br />

eine (geringe) kollektivierte Pauschalvergütung von jedem Menschen erlaubnis-<br />

und haftungsfrei öffentlich verwendet werden können. Die Rechteinhaber<br />

könnten also nicht mehr primär darüber bestimmen, wie und wo<br />

Fritzmann<br />

Jagdzubehör, Schützen und Outdoorbedarf seit 19<strong>04</strong><br />

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Das Netz: kein Selbstbedienungsladen<br />

Ob beim Erstellen der eigenen Website oder bei Posts in sozialen<br />

Medien: Fremdes Bild- und Tonmaterial ist grundsätzlich urheberrechtlich<br />

geschützt. Wer bei der unerlaubten Verwendung erwischt<br />

wird, riskiert hohe Geldstrafen – und dass dies passiert, ist<br />

gar nicht so unwahrscheinlich. Auf der sicheren Seite ist man immer<br />

mit selbst erstellten Bildern und Videos.<br />

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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 34 WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />

ihre Werke genutzt würden. Bitkom-Expertin Dehmel weiter: „Für Kreative leistet<br />

das Gesetz einen Bärendienst.“ Es sei hochwahrscheinlich, dass sie künftig in<br />

Summe weniger Lizenzeinnahmen erzielen als nach den alten Regeln.<br />

Der Gesetzentwurf wird nun dem Bundesrat für eine Stellungnahme zugeleitet<br />

und soll anschließend im Bundestag beraten werden. Die Richtlinien<br />

sind bis zum 7. Juni <strong>2021</strong> in deutsches Recht umzusetzen. ali<br />

Gesetzentwurf fördert Rechtssicherheit im Influencer Marketing<br />

Persönliche Empfehlung oder bezahlte Werbung?<br />

„… auch Influencer und Bloggerinnen bekommen endlich mehr Rechtssicherheit.<br />

Künftig ist klar: Nur wenn es eine Gegenleistung gibt, müssen sie<br />

ein Posting als Werbung kennzeichnen. Und auch Verbraucherinnen und<br />

Verbraucher wissen dann, woran sie sind: Sie können besser einschätzen,<br />

wie eine Empfehlung zustande gekommen ist – und ob sie ihr vertrauen<br />

wollen.“ (Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz)<br />

Das Influencer Marketing erlebt einen Boom, weil Endkunden die Blogs und<br />

Posts in Sozialen Medien als authentische Erfahrungsberichte und Empfehlungen<br />

wahrnehmen. Doch längst ist Bloggen und Posten ein knallharter<br />

Werbemarkt geworden, in dem es vor allem um eines geht: Werbebudgets.<br />

Als Blogger zu Influencern wurden und ihre Reichweite als Geschäftsmodel<br />

entdeckten, ist das Vertrauen<br />

der Verbraucher in die persönliche<br />

Integrität der Bloggenden<br />

getäuscht worden.<br />

Der Gesetzentwurf zur Stärkung<br />

des Verbraucherschutzes im<br />

Wettbewerbs- und Gewerberecht<br />

wird hier hoffentlich wieder<br />

geordnete Verhältnisse herstellen,<br />

die für alle Beteiligten<br />

mehr Rechtssicherheit schaffen<br />

wird. www.bmjv.de z<br />

Der digitale Kunde: Action, bitte!<br />

Ein neuer digitaler Kundentyp stellt Marken vor Herausforderungen, so das<br />

Ergebnis der Umfrage „Adobe Digital Trends Report <strong>2021</strong>“. Die Studie zeigt:<br />

Die Ereignisse in 2020 haben einen neuen erlebnisorientierten, digitalaffinen<br />

Kundentypen hervorgebracht.<br />

Diese neue Art von Kunden ist nicht nur verstärkt digital unterwegs, sondern<br />

legt auch ein neues Kaufverhalten an den Tag. Außerdem zeigt er sich<br />

deutlich weniger loyal gegenüber Marken und ihren Produkten. 64 % der<br />

Marken aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) erleben ein signifikantes<br />

Wachstum der Kundennachfrage im digitalen Bereich. Knapp die<br />

Hälfte verzeichnet ein neues Kaufverhalten bei ihren Kunden – einschließlich<br />

Veränderungen bei der durchschnittlichen Warenkorbgröße und neuer<br />

Produktinteressen. 30 % der Befragten berichten, dass Kunden heute weniger<br />

loyal gegenüber Produkten oder Marken sind. Marken müssen demnach<br />

heute härter arbeiten, um Käufer zu gewinnen und zu binden.<br />

Den neuen Kunden abholen<br />

Um die neuen erlebnisorientierten, digitalaffinen Kunden und deren verändertes<br />

Kaufverhalten bestmöglich zu verstehen und das Marketing gezielt<br />

darauf anzupassen, gilt es für die Marken, wichtige Kundendaten schnell<br />

und präzise zu erfassen und in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln. Für<br />

die erfolgreiche Ansprache bieten begeisternde Kundenerlebnisse (Customer<br />

Experience, CX) einen echten Wettbewerbsvorteil.<br />

„Die Ereignisse des Jahres 2020 haben die digitale Transformation rasant<br />

beschleunigt“, so Alvaro Del Pozo von Adobe. „Trends und Technologien, die<br />

jahrelang nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wurden, stehen nun ganz<br />

oben auf der Agenda. Das Digitale ist in dieser neuen Ära zur Norm geworden<br />

– und das wird auch noch lange nach der Pandemie der Fall sein. Digital<br />

kann nicht länger nur eine Komponente des Marketings, des Kundenservices<br />

oder des Produkts sein, sondern muss als zentraler Treiber<br />

für das Kundenerlebnis und das gesamte Geschäftswachstum immer<br />

mitgedacht werden.“<br />

ali<br />

„Digital Trends <strong>2021</strong>“…<br />

… „Digital Trends <strong>2021</strong>“ ist eine Studie, die das Marktforschungsinstitut<br />

Econsultancy im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. Dafür<br />

wurden 13.000 Marketing- und IT-Experten aus Europa, dem Nahen<br />

Osten und Afrika (EMEA) befragt, um die weitreichenden Auswirkungen<br />

des Jahres 2020 auf alle Branchen besser zu verstehen und<br />

ihre Prioritäten für <strong>2021</strong> und darüber hinaus zu ermitteln. Der vollständige<br />

„Digital Trends Report <strong>2021</strong>“ kann hier kostenfrei heruntergeladen<br />

werden.<br />

https://www.adobe.com/de/offer/digital-trends-<strong>2021</strong>.html<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © BMJV/Thomas Koehler/ photothek


SORTIMENT I ASSORTMENT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 35<br />

SORTIMENT<br />

Arnsberg’s Finest<br />

Im Rahmen der coronabedingten Onlineshow „IWA Studio Edition“ am<br />

12. März <strong>2021</strong> präsentierte Umarex seine diesjährigen Neuheiten. Darunter<br />

wieder jede Menge spannender Produkte für Freizeitschützen,<br />

Spieler und Sammler, aber auch zur Selbstverteidigung und für Outdoor.<br />

Hier sind die Highlights der neuen Kollektion.<br />

Action. In Sachen Airsoft besticht insbesondere durch die detailreiche, originalgetreue<br />

Optik das neue leichte Maschinengewehr der Infanterie, das Heckler &<br />

Koch MG4. Mittels elektrischem Antrieb verschießt es vollautomatisch 6 mm BBs<br />

aus dem 950 Schuss fassenden, internen Magazin<br />

mit einer Energie von < 0,5 J. (eine Version mit<br />

< 1 J ist für den internationalen Markt erhältlich). Ein rund 4.000 Plastikkugeln<br />

fassendes Hi-Cap-Magazin ist zudem im außen liegenden, abhnehmbaren<br />

Munitionskasten integriert. Die Abmessungen des Airsoft-Gewehrs entsprechen<br />

mit einer Gesamtlänge von 1.030 mm dem Original, mit einem Gewicht<br />

von 4,2 kg liegt das Umarex mit seinem Zinkdruckgussgehäuse jedoch etwas<br />

darunter. Weitere Ausstattungsdetails sind der Klappschaft, die beidseitige<br />

Sicherung, die Picatinny-Schiene mit abnehmbarer Flip-Up-Visierung, das<br />

Metall-Zweibein und der klappbare Tragegriff. Dieses Produkt wird sicherlich<br />

den Nerv der Zielgruppe treffen. Lediglich der hohe Anschaffungspreis von<br />

1.349 Euro (UVP) könnte den Kreis der Käufer deutlich begrenzen. Doch allein<br />

als martialischer Blickfang im Ladengeschäft oder Schaufenster wird das HK<br />

MG4 seine Wirkung als Kundenmagnet sicher nicht verfehlen.<br />

cool „Go ahead, make my day!“ sagen wollten, den durch die Dirty-Harry-<br />

Filme berühmt-berüchtigten Smith & Wesson M29 . Den schweren Vollmetall-Revolver<br />

bietet Umarex mit Patronen-Ladehülsen an, neben einer 6 mm<br />

BB verschießenden Airsoftversion mit < 2 J Geschossenergie auch in einer<br />

4,5-mm-BB-Variante an mit < 3 J. Beide werden von einer 12-g-CO 2<br />

-Kapsel<br />

befeuert und funktionieren sowohl im Single- als auch Double-Action-Modus.<br />

Das Hochglanzdesign gepaart mit Holzgriffschalenoptik orientiert sich<br />

dabei am klassischen Original. Weitere Features sind ein höhen- und seitenverstellbares<br />

Visier sowie eine in der Trommelentriegelung integrierte manuelle<br />

Sicherung. Ein Speedloader sowie zusätzlich Hülsen sind als Zubehör<br />

erhältlich. Der S&W M29 ist in drei Lauflängen (3", 6.5" und 8 3 / 8 ") lieferbar.<br />

Defense. Unter der Marke T4E (Training for Engagement) bietet das Arnsberger<br />

Unternehmen Trainingsmarker im Kaliber .68 an, die sich auch für die<br />

Heimverteidigung eignen sollen. Mit der neuen HDX68 wird das Programm<br />

nun um ein neues Modell bereichert, das sich in Form und Funktion an einer<br />

Vorderschaftrepetierflinte orientiert. HDX steht dabei für Home Defense<br />

Xtreme. Angetrieben wird das knapp 90 cm lange und durch den Metallrahmen<br />

solide 2,85 kg schwere Gewehr durch zwei 12-g-CO 2<br />

-Kapseln, welche<br />

sinnvollerweise erst bei Bedarf mit einem Quick-Piercing-System aktiviert<br />

werden. Das Röhrenmagazin fasst dabei 15 Schuss (Pfeffer-, Gummigeschosse<br />

etc.), die dank sogenannter Slamfire-Funktion (also bei gedrückt<br />

gehaltenem Abzug allein durch das Repetieren) auch in schneller Schussfolge<br />

abgefeuert werden können. Auf der langen Picatinny-Schiene ist eine<br />

Classic. Umarex ist bekannt für seine Lizenznachbauten von Waffen renommierter<br />

Marken. So gibt es nun für all jene, die schon immer einmal ganz<br />

www.wm-intern.de


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 36 SORTIMENT I ASSORTMENT<br />

verstellbare Visierung angebracht. M-Lok-Schienen an den Seiten erlauben<br />

die Montage weiteren Zubehörs. Eine kurze Schiene am Vorderschaft erlaubt<br />

zudem das Anbringen des T4E-Pfefferspray-Launchers. Weiter verfügt<br />

die Waffe über eine Mündungsbremse aus Aluminium in aggressivem<br />

Breaching-Design. Für zusätzliche psychologische Abschreckung haben die<br />

Umarex-Ingenieure jedoch auch durch das markante Durchladegeräusch<br />

der Abwehrwaffe gesorgt, welches dem eines echten Vorderschaftrepetieres<br />

zum Verwechseln ähnlich ist. Einmal im dunklen Flur vernommen,<br />

möchte vermutlich kein Einbrecher herausfinden, ob er gleich „nur“ in die<br />

Mündung einer Gummigeschosswaffe oder doch einer echten Pump Gun<br />

blicken wird. Leider ist hierzulande ausschließlich die 7,5-J-Version der<br />

HDX68 frei erhältlich. Gegen Erwerbsberechtigung oder im Ausland gibt es<br />

aber auch Versionen mit 16 J sowie 40 J Energieabgabe, wobei letztere eine<br />

große 88-g-CO2-Kapsel benötigt.<br />

Explore. Mit dem neuen Walther Blue Wood Knife 7 hat Umarex ein optisch<br />

ansprechendes Outdoor-Klappmesser in seinem Explore-Programm. Die<br />

vielseitig nutzbare, 105 mm lange Spear-<br />

Point-Klinge ist aus 440C-Stahl gefertigt.<br />

Öffnen lässt sie sich mithilfe eines großen<br />

Nagelhaues und verriegelt per Liner Lock.<br />

Serrations auf dem Klingenrücken sorgen<br />

für sicheres Arbeiten. Auf den gebläuten<br />

Linern sitzen ansprechende Walnussholzschalen.<br />

Die Walther-Schleife ziert Griffschalen<br />

und Klinge. Ausgeliefert wird das<br />

Blue Wood Knife 7 mit einem ledernen Gürtelholster, es kann aber ebenso<br />

einfach mittels eines umsetzbaren Clips jederzeit in der Hosentasche geführt<br />

werden. Sein Gewicht liegt bei 185 g.<br />

Ebenfalls als legal führbares<br />

EDC Knife konzipiert ist das<br />

Walther Friction Folding Knife<br />

mit dem für diesen Einhandmessertyp<br />

charakteristischen<br />

Klingensporn. Die satinierte<br />

Klinge in bewährter Droppoint-<br />

Form ist ebenfalls aus 440C-<br />

Stahl gefertigt, die Griffschalen<br />

hingegen bestehen aus<br />

schwarzem G10. Im Lieferumfang<br />

befindet sich eine kompakte<br />

Kydexscheide, die auch<br />

fürs Tragen des 99 g leichten<br />

Messers als Neck Knife ausgelegt<br />

ist. Die Klingenlänge liegt<br />

bei 88 mm.<br />

Diese und weitere Neuheiten<br />

aus dem Hause Umarex im Detail<br />

finden Sie auf der Homepage<br />

des Unternehmens unter:<br />

www.umarex.de dg<br />

Neues von Ballistol<br />

Vom renommierten Waffenreinigungs- und Pflegemittelhersteller aus<br />

dem niederbayerischen Aham bei Landshut gibt es trotz fehlender<br />

Fachmessen auch <strong>2021</strong> eine Reihe an Neuheiten.<br />

So wird das Waffenpflegeprogramm<br />

für Schnellreinigung im Bereich der<br />

beliebten FlexClean-Laufreinigungsschnüre,<br />

Mikrofaser-Patches sowie<br />

Messingadapter um das rasante<br />

Raubzeugkaliber .17 (4,4 mm) ergänzt.<br />

Weiter wird das Sortiment der<br />

Waffenputzstöcke für Handfeuerwaffen<br />

um eine stabile Ausführung<br />

aus kunststoffummantelten Stahlvarianten<br />

erweitert. Die neuen kurzen<br />

Putzstöcke sind in 5 mm und 7 mm<br />

Durchmesser erhältlich und passen<br />

auch auf den beliebten, mehrfach gelagerten Kunststoffwechselgriff des<br />

Herstellers. Neu ist außerdem eine praktische Waffen-Reinigungsunterlage.<br />

Sie besteht auf der Oberseite aus saugstarkem, aber zugleich abriebfestem<br />

und materialschonendem Filzmaterial, die Unterseite ist rutschhemmend<br />

gummiert. So lässt sie sich einfach zusammenrollen und platzsparend verstauen<br />

oder transportieren. Denn auch als Waffenablagefläche auf dem<br />

Schießstand eignet sie sich hervorragend. Erhältlich ist die Waffen-Reinigungsunterlage<br />

in zwei Größen: 40x60 cm für Kurz- sowie 30x60 cm für<br />

Langwaffen.<br />

www.wm-intern.de<br />

Bilder: © Umarex, Ballistol


SORTIMENT I ASSORTMENT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 37<br />

In der aktuellen Lage sind Desinfektionsmittel nicht mehr aus dem Alltag<br />

wegzudenken. Der Markt bietet hier ein Sammelsurium an mehr oder weniger<br />

gut wirkenden und verträglichen Mittelchen. Mit dem „Ballistol Händedesinfektion“<br />

hingegen hat das Ahamer Unternehmen ein geprüft wirksames<br />

und zugleich hautpflegendes Desinfektionsmittel im Programm. Bereits<br />

seit über zehn Jahren agiert Ballistol als Lohnabfüller in diesem Bereich. So<br />

lag es nahe, in der Krise ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Wie<br />

alle guten Desinfektionsmittel wirkt auch Ballistol Händedesinfektion mit<br />

seinem hohen Ethanol-Anteil von 80 % effektiv gegen behüllte Viren (und<br />

damit auch gegen das Coronavirus) sowie gegen Bakterien und Pilze. Darüber<br />

hinaus verspricht das Unternehmen aufgrund der rückfettenden Wirkung<br />

eine sehr gute Hautverträglichkeit<br />

– selbst bei häufiger<br />

Anwendung. Im letzten Jahr<br />

wurde Ballistol Händedesinfektion<br />

zunächst ausschließlich an<br />

Pflegeeinrichtungen, Kliniken<br />

und Praxen ausgegeben. Inzwischen<br />

ist das hygienische und<br />

chirurgische Desinfektionsmittel<br />

in laborgeprüfter Qualität auch für den Endverbraucher im 500-ml-, 1-l- sowie<br />

5-l-Gebinde erhältlich, eignet es sich doch für alle Bereiche der Hygiene –<br />

unterwegs, zu Hause oder auch auf der Jagd.<br />

Alle Informationen zu den neuen Produkten sowie Kontakt zum Unternehmen<br />

finden Sie unter www.ballistol.de<br />

dg<br />

Ballistol-VarioFlex-Gewinnspiel verlängert<br />

Aufgrund der aktuellen Lage des Fach- und Einzelhandels verlängert Ballistol sein Gewinnspiel – die Aktion läuft nun bis zum 30. September <strong>2021</strong>.<br />

Der Gewinner erhält mindestens 1.000 Euro in bar. Jeder per E-Mail eingesendete Kaufbeleg des Ballistol Universalöls in der VarioFlex-Ausführung<br />

erhöht die Gewinnsumme um 0,50 Euro. Der Endbetrag wird am Ende an einen Teilnehmer verlost.<br />

Gleichberechtigte Teilnahme für alle weiter gewährleistet<br />

Ballistol möchte mit der VarioFlex-Aktion nicht nur Händler, sondern auch Endverbrauchern die Chance auf einen vierstelligen Bargewinn ermöglichen.<br />

Um möglichst viele Verbraucher auf das Gewinnspiel aufmerksam machen zu können und den Lostopf noch weiter zu füllen, erfolgt auf die<br />

Lockdown-Verlängerung nun eine Ausdehnung des Teilnahmezeitraums. Alle weiteren Infos auf www.ballistol.de/varioflex.<br />

ak<br />

Ankauf<br />

Gebrauchtwaffen gegen Barzahlung<br />

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Bergstraße 1a 41334 Nettetal<br />

+49 (0) 2153 1219426<br />

+49 (0) 2153 9587335<br />

www.Waffen-Barankauf.de<br />

info@BundL-Waffen.de<br />

BASIS DUO heißt die neue Montageschiene von Dentler<br />

Bilder: © Ballistol<br />

www.wm-intern.de<br />

Das Haus Dentler-Jagdwaffen ist bekannt für seine ebenso durchdachten wie<br />

soliden Montagesysteme. Eigentlich wundert es da nicht, dass ausgerechnet<br />

aus Leutkirch eine Lösung für die wiederholungsgenaue Verwendung von Tages-<br />

und Nachtsichtoptiken auf derselben Montage kommt. Mit der Montageschiene<br />

BASIS DUO erhalten die bekannten BASIS und BASIS Vario Serien von<br />

Dentler eine Erweiterung, auf der die Tageslichtoptik fest montiert wird. Bei<br />

Bedarf kann eine passende Nachtsichtoptik ohne Zwischenringe oder ähnlichem<br />

einfach vor der Tageslichtoptik fixiert werden. Dafür sitzt das Vorsatzgerät<br />

auf einer verkleinerten BASIS Schiene und lässt sich dadurch ebenso präzise<br />

vor dem ZF fixieren wie<br />

dieses selber schon auf der<br />

Waffe sitzt. Somit entfallen<br />

Schwachstellen wie Zwischenringe<br />

und die Handhabung ist<br />

auch im Revier problemlos. Ein<br />

angenehmer Nebeneffekt ist die Dual Use Eigenschaft des Vorsatzgerätes, die<br />

mit der BASIS DUO bequem genutzt werden kann: Abnehmen und Montieren<br />

gelingen mit einem Handgriff. www.dentler-jagdwaffen.de/de z


<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 38 SORTIMENT I ASSORTMENT<br />

Pflege von Funktionsbekleidung<br />

Gute Funktionsbekleidung hat ihren Preis. Umso ärgerlicher, wenn die<br />

Funktion mit der Zeit nachlässt. Durch speziell dafür hergestellte Pflegeprodukte<br />

lassen sich jedoch die Atmungsaktivität und der Nässeschutz erhalten.<br />

Das fängt bereits nach dem Kauf der Bekleidung an: Ein Imprägnierspray<br />

sorgt für eine zusätzliche Schutzschicht gegen Wasser und Schmutz,<br />

hält das Gewebe aber trotzdem atmungsaktiv. Die Lebensdauer des Kleidungsstücks<br />

wird so verlängert. Benötigt die Jacke oder Hose doch einmal<br />

eine richtige Wäsche, sollte man zu speziellem Sportwaschmittel greifen.<br />

Das reinigt rückstandsfrei und erhält somit die Atmungsaktivität. Herkömmliche<br />

Waschmittel hinterlassen wasseranziehende (hydrophile) Rückstände,<br />

die den dauerhaft wasserabweisenden Schutz (DWR) überlagern und<br />

dazu führen, dass die Stoffe Wasser aufsaugen und unter feuchten oder<br />

nassen Bedingungen durchnässen. Deshalb sollten diese nicht zur Reinigung<br />

wasserdichter Kleidung und Ausrüstung verwendet werden. Übrigens:<br />

Produkte, die angeben zu reinigen und gleichzeitig zu imprägnieren,<br />

sind im Allgemeinen weniger effektive Reiniger. Sie schließen bisweilen<br />

den Schmutz sogar ein.<br />

Funktionsbekleidungspflege von<br />

Atsko<br />

Das Imprägnierspray Silicone Water<br />

Guard bietet Wasser- und Fleckenschutz<br />

nach nur einer Anwendung.<br />

Dabei bleibt das behandelte Gewebe<br />

weich und atmungsaktiv, die Lebensdauer<br />

wird deutlich verlängert.<br />

Silicone Water Guard trocknet<br />

schnell und ist nach 72 Stunden völlig<br />

geruchsneutral. Die Schutzschicht<br />

aus 13 % Silikon lässt Wasser<br />

und Schmutz vom Gewebe<br />

abperlen und hilft den Fasern, sich<br />

zu erneuern. Silicone Water Guard<br />

enthält vernetzte Polymere, ist<br />

FCKW-frei und schont die Umwelt. Für alle Funktionstextilien, Outdoor-Gewebe,<br />

Wild- und Glattleder.<br />

Mit dem Sportbekleidungswaschmittel Sport-Wash lassen sich alle waschbaren<br />

Gewebe gründlich und rückstandsfrei reinigen. Dabei beseitigt das<br />

Waschmittel selbst die hartnäckigsten Flecken auf sanfte Weise. Sport-<br />

Wash wäscht Baumwolle und Wolle ebenso wie Funktionstextilien und<br />

Membranen. Das Material wird nicht angegriffen, die Farben und Produkteigenschaften<br />

bleiben erhalten. Sport-Wash Mountain eignet sich speziell für<br />

Funktionskleidung mit Daunenfüllung. www.atsko.com<br />

Funktionsbekleidungspflege von Nikwax<br />

Das Imprägnierspray Nikwax TX.Direct wurde im letzten Jahr von einen unabhängigen<br />

Testlabor als bestes von sieben getesteten PFC-freien und wasserbasierten<br />

Imprägniermitteln gekürt. Nikwax TX.Direct stellt die ursprüngliche<br />

wasserabweisende Funktion wieder her und frischt dabei die<br />

Atmungsaktivität auf. Die beste Wirkung entfaltet Nikwax TX.Direct in Kombination<br />

mit dem dazu passenden<br />

Sportwaschmittel von Nikwax, Tech<br />

Wash. Das Waschmittel kann vor<br />

dem Waschen mit Schwamm oder<br />

Bürste unverdünnt auf hartnäckige<br />

Flecken aufgetragen werden. Nach<br />

dem Waschen muss das Kleidungsstück<br />

nicht vollkommen trocken<br />

sein, bevor es mit dem Imprägnierspray<br />

behandelt wird.<br />

www.nikwax.com<br />

Daune und Merino pflegen mit Hey Sport<br />

Als wertvolles Naturprodukt reagieren Daunen äußerst sensibel auf unsachgemäßes<br />

Waschen. Bei vielen herkömmlichen Waschmitteln verlieren<br />

Daunen ihr natürliches Fett und ihre Spannkraft – dabei gehen die wertvollen<br />

Eigenschaften weitgehend verloren. Im schlimmsten Fall werden die<br />

Federn hart, bilden Klumpen oder schrumpfen. „Hey Sport Daunen Wash“<br />

erhält hochwertige Daunen in Bestform und schützt Elastizität, klimatische<br />

Eigenschaften und Atmungsfähigkeit. Naturidentische Wirkstoffe bewahren<br />

den natürlichen Fettgehalt. Die Füllkraft von Daunen verbessert sich nach<br />

einer Wäsche mit „Hey Sport Daunen Wash“ nach den Füllkraftbestimmungen<br />

des IDFB (<strong>Intern</strong>ationales Daunen und Federnbüro) um zehn %! Die<br />

sanfte Pflegerezeptur ist biologisch abbaubar und mit dem dermatest-Siegel<br />

„sehr gut“ ausgezeichnet.<br />

Merinowolle vereint die positiven Eigenschaften von Synthetik und herkömmlicher<br />

Wolle in sich. Bei Merinowolle handelt es sich, ebenso wie bei<br />

Daune, um ein Naturprodukt, das richtig gepflegt werden sollte. Speziell für<br />

hochwertige Wollfasern auf Basis eines Protein-Fettsäure-Kondensats entwickelt,<br />

erhält „Hey Sport Merino Wash“ durch ausgesuchte Pflegestoffe die<br />

zarte Struktur aller Naturfasern. Das Pflegemittel wäscht äußerst faser- und<br />

farbschonend, die Textilie bleibt auch nach mehrmaligem Waschen garantiert<br />

samtweich und verfilzt nicht. „Hey Sport Merino<br />

Wash“ ist frei von Duft- und Farbstoffen und dermatologisch<br />

mit „sehr gut“ getestet.<br />

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Bilder: © Atsko, © Nikwax, © Hey


SORTIMENT I ASSORTMENT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 39<br />

Messerporträt<br />

Christoph Daim schreibt über handgemachte<br />

Messer. Er ist Mitglied der Deutschen<br />

Messermacher Gilde (DMG) und<br />

hat dort die Funktion des Lektors übernommen.<br />

Für WM-<strong>Intern</strong> schreibt er aus<br />

der Sicht des Messermachers über ausgefallene<br />

und kunstvolle Messer.<br />

www.viennablade.com +<br />

www.deutsche-messermacher-gilde.de<br />

WM-<strong>Intern</strong> – Das Insider-Magazin für<br />

Jagd, Messer, Schießsport und Security<br />

www.wm-intern.de<br />

www.facebook.com/wmintern<br />

Impressum<br />

JAHR MEDIA GmbH & Co. KG<br />

Jürgen-Töpfer-Straße 48<br />

22763 Hamburg<br />

<strong>04</strong>0-389 06-0<br />

www.jahr-media.de<br />

WM-<strong>Intern</strong> ist offizielles Mitteilungsorgan<br />

des Verbandes der Deutschen Büchsenmacher<br />

und Waffenfachhändler e. V. sowie<br />

offizielles Mitteilungsblatt des<br />

Bundesinnungsverbandes für das<br />

Büchsenmacher-Handwerk und der<br />

Innung des Büchsenmacherhandwerks<br />

für Mitteldeutschland.<br />

Im Bild eine dreikantige Dolchspitze aus einer Titanlegierung …<br />

Infos zum MesserPreis-Wettbewerb gibt es auf: klingenmuseum.de<br />

Außerdem schreibt WM-<strong>Intern</strong> die Geschichte<br />

von „Der Büchsenmacher“ fort,<br />

der hier im 117. Jahrgang erscheint und<br />

die älteste Zeitschrift für Büchsenmacher,<br />

Waffen, Jagd und Outdoor ist.<br />

Ebenfalls in WM-<strong>Intern</strong> erscheint im<br />

125. Jahrgang „Messer & Schere“, die<br />

Fachzeitschrift für den Bereich Schneidwaren/Bestecke.<br />

Bilder: © Christoph Daim<br />

Stichwaffe? Dolch!<br />

Der Dolch ist mehr als ein nicht sehr scharfes, zweischneidiges Messer.<br />

Es ist ein extrem vielgestaltiger Messertyp, den es seit Jahrtausenden gibt<br />

(erste Exemplare gibt es aus der Steinzeit) und dessen hervorstechendstes<br />

Merkmal eben seine besondere Eignung zum Zustechen ist. Gleichzeitig<br />

schwankte das Image des Dolches im Laufe der Zeiten zwischen einem<br />

Statussymbol und dem Handwerkszeug von Meuchelmördern. Die<br />

Mörder schätzten die kompakten Abmessungen der verdeckt getragenen<br />

Waffe und die Tatsache, dass ein tödlicher Stich, eventuell sogar durch<br />

Schutzpanzerungen, quasi minimalinvasiv erfolgen konnte, was oft noch<br />

eine Flucht ermöglichte. Und Würdenträger schätzten den Dolch als Statussymbol,<br />

weil zum Beispiel Griffe aus Jade oder Gold und aufwendige<br />

Verzierungen nicht die Nutzenanwendung, sondern handwerkliches Können<br />

auf höchstem Niveau der entsprechenden Zeit und Kultur in den Vordergrund<br />

stellten. So ist der Dolch auch wichtiger Bestandteil vieler traditioneller<br />

Bekleidungen bis hin zur „Ausgehuniform“ des 20. Jahrhunderts<br />

geworden. Typisch für den Dolch ist eine Klinge mit mindestens zwei<br />

Schneiden, in manchen Fällen, wie bei einigen Stiletten, können es auch<br />

drei oder vier „Schneiden“ sein. Und das ist es auch, was das Solinger<br />

Klingenmuseum im Corona-Jahr <strong>2021</strong> als MesserPreis-Wettbewerb ausschreibt:<br />

Ein Dolch – Teilnahme nur noch bis Ende April! Wir sind sehr<br />

gespannt … www.klingenmuseum.de<br />

www.wm-intern.de<br />

Redaktionsleitung<br />

Claudia Jahn (cj) · claudia.jahn@wm-intern.de · Telefon: 022<strong>04</strong>-979 93 76<br />

Mitarbeiter der Redaktion<br />

Roland Zobel (z), Miriam von Chamier (mvc), Daniel Guthannß (dg), Adrian Hopp (ah),<br />

Anna Kaufmann (ak), Adina Lietz (ali), Ann-Kathrin Ochs (ako),<br />

Eik Schulze (es), Ingo Rottenberger (ir)<br />

Anzeigenleitung<br />

Rainer Propp · rainer.propp@jahr-media.de · Telefon: <strong>04</strong>0-38906-285<br />

Anzeigen: Roland Zobel · roland.zobel@wm-intern.de · Telefon: 0152-01939102<br />

Magdalena Cale · magdalena.cale@jahr-media.de · Telefon: <strong>04</strong>0-38906-161<br />

Titelfoto: © NürnbergMesse<br />

ISSN 2196-9477 · Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 42 vom 1.1.<strong>2021</strong><br />

www.wm-intern.de/marketing<br />

Jahresabonnement: 57 Euro · (Ausland: 67 Euro, Übersee: 77 Euro)<br />

Druckerei<br />

Druckerei Gutenberg Thiele & Schwarz<br />

Werner-Heisenbergstr. 7 · 34123 Kassel<br />

Vertrieb<br />

DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH<br />

Postfach 57 <strong>04</strong> 02 · 22773 Hamburg<br />

www.dpv.de<br />

Leserservice<br />

<strong>04</strong>0/38906-880<br />

abo@wm-intern.de


Lieferanten-<br />

Lexikon<br />

www.wm-intern.de<br />

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BALLISTOL GmbH<br />

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OC-Spray mit 11% natürl. Chilikonzentrat<br />

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Carl Hoernecke Chem. Fabrik<br />

GmbH & Co. KG<br />

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Tel. 0 70 62 – 94 96 0<br />

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Georg Fritzmann & Söhne GmbH<br />

D- 96202 Lichtenfels<br />

Tel. 09571 - 6081<br />

Fax 09571 - 71131<br />

info@fritzmann.org · www.fritzmann.org<br />

Mehr Informationen:<br />

www.tw1000.com<br />

Carl Hoernecke Chem. Fabrik GmbH & Co. KG | Industriestraße 26<br />

D-71720 Oberstenfeld | info@hoernecke.de | www.tw1000.com<br />

Vertrieb Schweiz: Spowag GmbH | CH-8618 Oetwil am See<br />

ANKAUF VON WAFFEN UND ZUBEHÖR<br />

Schäfer & Schäfer GmbH<br />

Waffenverwertung<br />

Bielsteiner Straße 40<br />

D-51674 Wiehl<br />

Tel. 0 22 62 - 99933-19<br />

Fax 0 22 62 - 99933-18<br />

info@waffenverwertung.de<br />

www.waffenverwertung.de<br />

BLOCKIERSYSTEME FÜR ERBWAFFEN<br />

Felix Mogdans<br />

D-71665 Vaihingen / Enz-Horrheim<br />

Tel. 0 70 42 - 8 40 24 - 5, Fax -6<br />

www.GunBlock.de<br />

BOGENSPORTARTIKEL<br />

Herst./Großist-Bogen-& Armbrustsport<br />

BLACK FLASH Archery GmbH<br />

D-07333 Unterwellenborn / Koenitz<br />

Tel. 03 67 32 - 20 89 - 0<br />

Fax 03 67 32 - 20 89 - 13<br />

mail@black-flash-archery.de<br />

BOGENSPORTARTIKEL<br />

BOGENFUCHS, Fa. Ludwig Fuchs<br />

Inhaber Martin Fuchs e.Kfm.<br />

D-35037 Marburg, Wilhelmstraße 16<br />

Tel. 0 64 21 - 2 25 25, Fax 2 75 49<br />

www.bogenfuchs.com<br />

BRÜNIERMITTEL<br />

Original First Defense<br />

OC-Tierabwehrspray<br />

DEF-TEC Defense Technology GmbH<br />

Breitlacher Straße 96<br />

D-6<strong>04</strong>89 Frankfurt am Main<br />

Tel. 069 - 74 30 38 0 · Fax 069 - 74 30 38 - 22<br />

info@deftec.de<br />

ANKAUF VON WAFFEN UND ZUBEHÖR<br />

B&L Handelsgesellschaft<br />

Waffenhandel – Waffentechnik<br />

Inh. Dirk Bayer<br />

Bergstr.1a<br />

41334 Nettetal<br />

Tel. 02153 - 1219426<br />

Fax 02153 - 9587335<br />

info@BundL-Waffen.de<br />

www.waffen-barankauf.de<br />

BALLISTOL GmbH<br />

D-84168 Aham<br />

Brünierung von BALLISTOL<br />

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />

info@ballistol.de<br />

www.ballistol.de<br />

www.wm-intern.de/lieferanten-lexikon<br />

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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 41<br />

BRÜNIERMITTEL<br />

GAS- UND PLATZMUNITION<br />

GEWEHRSCHÄFTE<br />

DEWE Brünofix GmbH<br />

D-91126 Rednitzhembach<br />

Tel. 0 91 22 - 98 68 - 0, Fax - 30<br />

info@bruenofix.de<br />

www.bruenofix.de<br />

www.wm-intern.de<br />

DARTS<br />

EMBASSY SPORTS GmbH<br />

UNICORN / BULL´S<br />

Eulerstraße 9, D-48155 Münster<br />

Tel. 0251-539501-0, Fax 539501-29<br />

info@embassy-sports.de<br />

www.embassy-sports.de<br />

ELKADART ® / WINMAU ®<br />

Sportsdivision Jim Pike GmbH<br />

Würzburg<br />

Tel. 09 31 - 40 55 56, Fax - 48 079<br />

www.sportsdivision.de<br />

EXKLUSIVES FÜR UNTERWEGS<br />

Karl Beier OHG<br />

Spezial-Sortiment edler Lederwaren/ Reiseartikel<br />

Tel. 069-69 76 82 89 · Fax 069-82 34 39<br />

www.beier-travelcompanion.com<br />

FACHLITERATUR<br />

Verlag J. Neumann-Neudamm<br />

Schwalbenweg 1<br />

D-34212 Melsungen<br />

Tel. 0 56 61 - 92 62 26, Fax 0 56 61 - 92 62 19<br />

info@neumann-neudamm.de<br />

www.neumann-neudamm.de<br />

VS-BOOKS Torsten Verhülsdonk<br />

Grenzweg 41, 44623 Herne<br />

Tel. 02323 - 9462520, Fax 9462529<br />

info@vs-books.de + www.vs-books.de<br />

Waffentech. Militärgesch. Uniformkunde<br />

FUTTERALE<br />

FAW08 Waffenpflege-Futterale<br />

E. Demgen Vertriebsservice<br />

D-46487 Wesel<br />

Tel. 02 81 - 96 66 90<br />

info@faw08.de · www.futterale.de<br />

GAS- UND SIGNALWAFFEN<br />

Record Firearms GmbH<br />

info@record-firearms.de<br />

www.record-firearms.de<br />

Drello GmbH & Co. KG<br />

Tel. 0 21 61 - 909-6<br />

www.drello.de<br />

GESCHOSSGESCHWINDIG-<br />

KEITSMESSGERÄTE<br />

GEWEHRSCHÄFTE<br />

NUSSBAUMHÖLZER seit 1880<br />

Kurt Katzenmeier<br />

D-64407 Fränkisch-Crumbach/Odenw.<br />

Tel. mobil +49 (0) 174-6666864<br />

www.katzenmeier.net<br />

www.thomasnowak.com<br />

www.kunststoffschaft.de<br />

Rohlinge aus Französisch Nussbaum<br />

S.Theys@email.de<br />

Gewehrschaft-<br />

Rohlinge<br />

Karl Nill GmbH<br />

In Schlattwiesen 3<br />

D-72116 Mössingen<br />

Tel. 07473-9434-0<br />

Fax 07473-9434-30<br />

www.nill-griffe.com<br />

Französisch Nussbaum<br />

langjährig gelagert<br />

S.Theys<br />

vormals Valentin Volk KG<br />

64385 Reichelsheim<br />

S.THEYS@email.de<br />

GRIFFE<br />

GROSSHANDEL<br />

Buchner Grosshandel<br />

Tel. 08131- 66676-0 Fax-10<br />

info@buchner-grosshandel.de<br />

www.buchner-grosshandel.de<br />

DEURUS Handelsgesellschaft mbH<br />

39218 Schönebeck · Welsleber Str.46<br />

Tel. 0 39 28-7 08 80 · info@deurus-gmbh.de<br />

SAGA / MESKO / Ddupleks / H&N u.v.m.<br />

www.deurus-gmbh.com<br />

GROSSHANDEL<br />

Fenix GmbH, siehe Taschenlampen<br />

Frankonia Handels GmbH & Co. KG<br />

Partner des Fachhandels<br />

Schießhausstraße 10<br />

D-97228 Rottendorf<br />

Tel. 0 93 02 - 20 80<br />

Fax 0 93 02 - 20 220<br />

info@frankonia-b2b.de<br />

www.frankonia-b2b.de<br />

Gustav Jehn GmbH<br />

Postfach 1827<br />

D-59528 Lippstadt<br />

Tel. 0 29 41 - 2 90 90<br />

gustav@jehn.de


Lieferanten-Lexikon<br />

GROSSHANDEL<br />

ITS GmbH<br />

Tel.: +49(0) 9287 – 800 58 92<br />

E-Mail: info@its-tactical.de<br />

www.its-tactical.de<br />

Winchester-Munition<br />

Im Sande 25<br />

D-46<strong>04</strong>9 Oberhausen<br />

Tel. 0 208 - 62 06 -26 7<br />

Fax 0 208 - 62 06 - 68 7<br />

GROSSHANDEL<br />

HUNDETRANSPORT<br />

Schmidt-Fahrzeugbau GmbH<br />

Hundeboxen / Hundeanhänger<br />

D-78253 Eigeltingen-Honstetten<br />

Tel. 0 77 74 - 92 20 - 0, Fax -20<br />

www.hundeboxen.de<br />

JANA Jagd + Natur<br />

Schwalbenweg 1<br />

D-34212 Melsungen<br />

Tel. 0 56 61 - 92 62 0<br />

Fax 0 56 61 - 92 62 20<br />

info@jana-jagd.de · www.jana-jagd.de<br />

Bücher, Filme, CD zu Jagd, Natur, Hunden von allen<br />

namhaften<br />

Jagdverlagen<br />

LEADER Trading GmbH<br />

Spindecksfeld 122<br />

D-40883 Ratingen<br />

Tel. 0 21 02 - 53 57 42 - 0<br />

Fax 0 21 02 - 53 57 42 - 90<br />

www.leader-trading.com<br />

info@leader-trading.com<br />

Ferkinghoff <strong>Intern</strong>ational GmbH & Co. KG<br />

Schwanfelder Straße 8<br />

97241 Bergtheim bei Würzburg<br />

Telefon +49 (0)9384 88212-00<br />

info@waffen-ferkinghoff.com<br />

www.waffen-ferkinghoff.com<br />

Europa/Deutschland-Vertretungen: u. a. Magnum<br />

Research, Auto-Ordnance, KIMBER, Just Right Carbine,<br />

Mossberg<br />

SIMBATEC GmbH<br />

D-42697 Solingen<br />

info@simbatec.de<br />

www.simbatec.de<br />

Waimex<br />

Jagd und Sportwaffen GmbH<br />

Benno-Strauß-Straße 41<br />

D-90763 Fürth<br />

Tel. 09 11 - 37 66 32 - 0<br />

Fax 09 11 - 37 66 32 - 33<br />

info@waimex.com<br />

www.waimex.com<br />

IMPRÄGNIERMITTEL<br />

BALLISTOL GmbH<br />

D-84168 Aham<br />

Atmungsaktive Textilimprägnierung<br />

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />

info@ballistol.de<br />

www.ballistol.de<br />

JAGD-LAMPEN<br />

Fenix GmbH, siehe Taschenlampen<br />

Jagdschule Blatt<br />

Tel. +49 6867 -560 770<br />

Jägerschule Seibt GmbH<br />

www.jagdschule-seibt.de<br />

info@jagdschule-seibt.de<br />

Tel. 06873 - 992707<br />

JAGDSCHULEN<br />

JAGD-, SPORT- UND SAMMLERWAFFEN<br />

Pedersoli Service Point<br />

Importeur für Pedersoli Waffen<br />

Inh. Stefan Raßmann<br />

Am Michelsbach 12 C<br />

D-99817 Eisenach<br />

Tel. 0 36 91 - 70 85 10 · Fax 0 36 91 - 89 38 88<br />

info@BlackPowderNo1.de<br />

www.BlackPowderNo1.de<br />

JAGDWAFFEN<br />

Mauser Jagdwaffen GmbH<br />

Ziegelstadel 1<br />

D-88316 Isny<br />

Tel. 0 75 62 - 974 97-0, Fax - 02<br />

info@mauser.com<br />

www.mauser.com<br />

LÄUFE<br />

www.lothar-walther.de<br />

Tel. 0 73 28 - 96 30 0, Fax -5066<br />

LAUFREINIGER<br />

BALLISTOL GmbH<br />

D-84168 Aham<br />

Militärentwickelte Laufreiniger<br />

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />

info@ballistol.de<br />

www.ballistol.de<br />

BRUNOX AG / www.brunox.swiss<br />

siehe Rubrik Waffenpflege<br />

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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 43<br />

LOCKMITTEL<br />

MESSER<br />

Giesser Messerfabrik GmbH<br />

www.giesser.de<br />

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Lockmittel<br />

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info@hagopur.de<br />

PUMA GmbH IP Solingen<br />

Jagd-, Sport- und Angelmesser<br />

An den Eichen 20-22<br />

D-42699 Solingen<br />

Tel. 02 851 - 5896-55<br />

Fax 02 851 - 5896-755<br />

info@pumaknives.de<br />

www.pumaknives.de<br />

SOG Speciality Knives & Tools<br />

www.sogknives.com<br />

Bezug über fulmatech.de + boker.de<br />

MESSER / SCHWERTER<br />

„Rough Rider” u.a. Messermarken<br />

Tel. 06073 - 742379, www.wolfster.de<br />

MESSERSCHÄRFER<br />

Gebr. Graef GmbH & Co KG<br />

Schneiden und schärfen<br />

D-59757 Arnsberg<br />

Tel. 0 29 32 - 97 03 -0<br />

www.Graef.de<br />

MÜNDUNGSVERSTELLUNGEN<br />

Fortner<br />

Jagd- und Sportwaffentechnik<br />

Tel. 0 80 32 - 59 35<br />

service@fortner-waffen.de<br />

MUNITION<br />

Nammo LAPUA Oy<br />

Tel. 0<strong>04</strong>9-172-5843201<br />

ralf.winter@lapua.com · www.lapua.com<br />

NARKOSE<br />

Jagd & Sportbedarf Jürgen Jöst<br />

Mooswiesen 17, D-88214 Ravensburg<br />

Tel. 0751 -66670, Fax -652095<br />

mail@jjrv-waffen.de<br />

OPTIK<br />

Zielfernrohre & Ferngläser<br />

Präzision made by DDoptics<br />

Tel. +49(0) 371 – 57 38 30 10<br />

www.ddoptics.de<br />

OPTIK<br />

BRESSER GmbH -Distributor<br />

pulsar@bresser.de<br />

www.bresser.de/pulsar<br />

BRESSER GmbH – Distributor<br />

Tel: 02872 8074 188<br />

Mail: sport.optics@bresser.de<br />

www.bresser.de<br />

BALLISTOL GmbH<br />

D-84168 Aham<br />

BALSIN Schaftöl<br />

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />

info@ballistol.de<br />

www.ballistol.de<br />

SCHAFTPFLEGEMITTEL<br />

SCHAFTPFLEGEMITTEL<br />

Scherell's SCHAFTOL-Das Original<br />

BALLISTOL-Klever GmbH<br />

D-84168 Aham<br />

Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />

Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />

info@ballistol.de · www.ballistol.de<br />

SCHIESSANLAGEN<br />

MAHA Schießanlagenbau GmbH<br />

und Laufreiniger Tel. 07362-923125<br />

www.maha-praezision.de<br />

SCHIESSSCHEIBEN<br />

braun-network GmbH<br />

Gebührenfreie Tel. 0800 - 6 19 99 42<br />

Fax 0 27 35 - 6 19 78 15<br />

www.schiess-scheibe.de<br />

KRÜGER Scheiben & Bogenauflagen<br />

www.krueger-scheiben.de<br />

SCHIESSSPORTZUBEHÖR<br />

ahg-Anschütz Handels GmbH<br />

Tel. 07 31 - 4 20 -31 oder -34<br />

www.ahg-anschuetz.de<br />

SCHIESSSTANDBELÜFTUNG<br />

Gimpel Luft- und Wärmetechnik GmbH<br />

Am Spitalwald 10 · 90584 Allersberg<br />

Tel.: 09176/2279099 · Mail: info@gimpel-lta.de<br />

www.schiessstandbelueftung.de · www.gimpel-lta.de<br />

SCHÜTZENBEDARF<br />

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SCHÜTZENBEDARF<br />

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Alle Marken Treibladungspulver<br />

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D-97647 Nordheim v. d. Rhön<br />

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SELBSTSCHUTZ<br />

KH-Security GmbH & Co. KG<br />

Abwehrstöcke, -sprays, Alarmgeräte<br />

D-65321 Heidenrod, Haidering 17<br />

Tel. 0 61 24 - 7 27 98 - 0, Fax -30<br />

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WAFFENRECHT<br />

<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 47<br />

Gesetz zur Verbesserung waffenrechtlicher Personenüberprüfungen<br />

Stellungnahme der Verbände im FWR zum Referentenentwurf<br />

vom 22.03.<strong>2021</strong><br />

Überrascht zeigen sich die Verbände, dass nunmehr doch noch eine Veränderung<br />

der waffenrechtlichen Vorschriften in dieser Legislaturperiode ansteht.<br />

Dies umso mehr, da es noch während des letzten Gesprächs am 4. März <strong>2021</strong><br />

auf die konkrete Frage der Verbände nach technischen oder praktischen Korrekturen<br />

des Gesetzes seitens der Vertreter des Bundesministeriums des Inneren,<br />

für Bau und Heimat explizit verneint wurde.<br />

(…) Es stellt sich dann die Frage, ob eine konstruktive und kooperative Beteiligung<br />

überhaupt das gewünschte Ziel ist. Desgleichen bedauern wir, dass das<br />

Gesprächsangebot der Verbände, welche die meisten Schießstände betreiben<br />

und repräsentieren, zur Überarbeitung der Schießstandrichtlinien nicht angenommen<br />

wurde.<br />

Wenn aber jetzt doch noch die Möglichkeit einer Veränderung der bestehenden<br />

Regelungen angedacht ist, nehmen die Verbände natürlich die Möglichkeit<br />

zur kooperativen Beteiligung wahr. Wie bereits mehrfach zuvor, erklären<br />

die Verbände auch konkret zum vorgelegten Entwurf, dass sie das vorgegebene<br />

Ziel, Extremisten jeder Couleur, Kriminelle und psychisch ungeeignete Personen<br />

vom Erwerb und Besitz erlaubnispflichtiger Schusswaffen auszuschließen,<br />

ganz selbstverständlich teilen. Die Verbände stehen fest auf dem Boden<br />

des Grundgesetzes und lehnen Rassismus oder Gewalt zur Durchsetzung politischer<br />

oder religiöser Ziele entschieden ab.<br />

Zum beispielhaft angeführten Tatgeschehen von Hanau im Februar 2020 müssen<br />

die Verbände jedoch konstatieren, dass über den Täter hinreichend Anhaltspunkte<br />

vorlagen, die einen Entzug der Tatwaffen lange gerechtfertigt hätten,<br />

aber schlicht nicht ausreichend verwertet wurden. So ist pressebekannt, dass er<br />

im Jahr 2002 wegen wahnhafter Vorstellungen gegen seinen Widerstand in<br />

Handschellen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden musste.<br />

Dort soll eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis in Verbindung mit<br />

Paranoia diagnostiziert worden sein. Im Jahr 2007 griff er einen Wachmann der<br />

Universität Bayreuth an, 2010 und 2018 wurde er des Drogenschmuggels verdächtigt.<br />

Bis zum Tattag soll er in 15 polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen<br />

Akten aufgetaucht sein, davon fünfmal als Beschuldigter, bevor er im November<br />

2019 gegenüber dem Generalbundesanwalt eine 19-seitige Strafanzeige stellte,<br />

welche sich teilweise mit seinem nach der Tat entdeckten Pamphlet deckte.<br />

Trotz dieser Vorgeschichte wurden ihm zwei Waffenbesitzkarten und ein Europäischer<br />

Feuerwaffenpass erteilt und kein Entzugsverfahren eingeleitet, nicht einmal<br />

eine psychiatrische Begutachtung angeordnet. Dies spricht aus unserer<br />

Sicht, wie bereits häufig festgestellt, für ein generelles Problem im Vollzug des<br />

Waffengesetzes, statt für Lücken in diesem.<br />

Das wirft hiesig die Frage auf, ob es zielführend ist, die offensichtlich jetzt<br />

schon überforderten und überlasteten Behörden durch Einbeziehung weiterer<br />

Informationsquellen noch mehr zu überfrachten. Stattdessen sollten erst<br />

einmal die bereits bestehenden weitgehenden Überprüfungsmöglichkeiten,<br />

welche das Waffengesetz bereits aktuell bietet, sinnvoll genutzt, dessen Verfahrensabläufe<br />

zunächst evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden.<br />

Dies gilt nicht nur für die Einbeziehung von Gesundheitsamt, Bundespolizeipräsidium<br />

und Zollkriminalamt, sondern in ganz besonderem Maße für die<br />

Mitteilungspflicht anderer Behörden nach § 6b.<br />

Wir bezweifeln einerseits, dass diese Regelung so angewandt werden wird,<br />

dass sie tatsächlich wirksam wird. Zudem weisen wir darauf hin, dass die Waffenbehörden<br />

– sofern andere Behörden die Bestimmung des § 6b tatsächlich<br />

beachten und entsprechende Anfragen bei den Waffenbehörden stellen – eine<br />

enorme Anzahl von entsprechenden Anfragen erhalten werden. Betrachtet man<br />

die Zahl der Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung,<br />

dürften davon über 98 % der Anfragen negativ zu beantworten<br />

sein, weil die betreffende Person überhaupt keine waffenrechtliche Erlaubnis<br />

besitzt. Berücksichtigt man dann noch, dass Legalwaffenbesitzer ohnehin<br />

schon eine besonders zuverlässige Personengruppe sind, dürften wohl wiederum<br />

mehr als 99 % der Anfragen negativ zu beantworten sein.<br />

(…)<br />

Fazit: Die Verbände verstehen diese Eingebungen als Weiterführung des konstruktiven<br />

Dialogs, dem sie sich seit langer Zeit verpflichtet fühlen. Mit wenigen<br />

Änderungen kann das bestehende Gesetz für alle Beteiligten besser und<br />

leichter handhabbar gemacht werden. Die vorgetragenen Ziele, Extremisten,<br />

Kriminelle und psychisch Ungeeignete von Schusswaffen fernzuhalten, teilen<br />

die Verbände uneingeschränkt. Jedoch dürfen hier Veränderungen in diesem<br />

Bereich nicht wieder allein zu Lasten der großen Masse rechtstreuer Bürger<br />

gehen, die in ihrer Gesamtheit das Rückgrat des Gemeinwesens bilden.<br />

https://tinyurl.com/4yc3za4c<br />

Der VDB ist Mitunterzeichner der gemeinsamen Stellungnahme der<br />

im FWR vertretenen Verbände. Darüber hinaus hat der VDB eine Stellungnahme<br />

aus Perspektive des Fachhandels beim BMI eingereicht.<br />

Die vollständige Stellungnahme sowie eine Synopse zum Referentenentwurf<br />

steht Ihnen hier online unter:<br />

https://tinyurl.com/y2n4xpx8 zur Verfügung.<br />

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