Waffenmarkt-Intern 04/2021
Waffenmarkt-Intern – Das B2B-Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security – die April-Ausgabe WM-Intern ist das offizielle Mitteilungsorgan des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V.
Waffenmarkt-Intern – Das B2B-Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security – die April-Ausgabe
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Das Insider-Magazin für Jagd, Messer, Schießsport und Security<br />
Die digitale Messe –<br />
mehr als<br />
eine Alternative?<br />
<strong>04</strong>/April <strong>2021</strong> – G 25272<br />
Aus dem VDB<br />
Neue NWR-Praxistipps, die<br />
Corona-Test-Situation, Termine …<br />
Aus den Firmen<br />
Teil 2 der großen Branchenumfrage,<br />
neue Gesichter und digitale Angebote.<br />
Rechtsfragen<br />
BKA-Bescheide Nachtsicht, Kauf<br />
auf Jagdschein.<br />
Keine Ausgabe<br />
verpassen!<br />
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Ab nach draußen!<br />
„So locken Sie die Kunden in Ihr Geschäft!“ – heißt es oftmals<br />
an dieser Stelle im Heft. Doch das ist derzeit natürlich kaum<br />
möglich. Also müssen sich die stationären Einzelhändler Alternativen<br />
überlegen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben<br />
und ihnen ihr Sortiment zu präsentieren. Wahrscheinlich<br />
kommt auch und gerade den Schaufenstern diverser Geschäfte<br />
in den Zeiten des Lockdowns eine noch nie dagewesene Bedeutung<br />
zu, um darüber zu verkaufen: Produkte, die dort ausgestellt<br />
sind, werden vermutlich im Moment viel intensiver<br />
wahrgenommen – Window-Shopping lautet die Devise.<br />
Zwar lassen sich sehr große, hochwertige oder erklärungsbedürftige<br />
Produkte nicht „mal eben so“ über das Schaufenster verkaufen,<br />
aber gerade Dekorations- und Geschenkartikel – für sich selbst oder<br />
die Liebsten – stehen aktuell hoch im Kurs, weil man das Bedürfnis<br />
hat, „sich etwas zu gönnen“. Im Außenbereich zeigen, was üblicherweise<br />
im Innenbereich erhältlich ist: Wir haben ein paar attraktive<br />
Produkte zusammengestellt, die ein Hingucker in der Auslage sind<br />
und zudem ganz sicher das Herz der Kunden erfreuen.<br />
Jetzt im Frühjahr, wenn die Tage wieder<br />
länger werden, beginnt die Outdoor-Saison.<br />
Wer viel draußen unterwegs ist, sollte<br />
dafür auch entsprechend ausgerüstet<br />
sein. Ob beim klassischen Ansitz oder einer<br />
kleinen Pause während der Wanderung<br />
– außerordentlich praktisch ist z. B.<br />
das faltbare Sitzkissen mit edler Jagdhund-Stickerei<br />
von AKAH, das<br />
sich leicht in Rucksack oder<br />
Sporttasche verstauen lässt.<br />
Um selbst bei großer Kälte<br />
warmzuhalten, wurde durch Teflon<br />
wasserabweisender Loden<br />
mit 6 mm starkem Neopren zu<br />
einer Einheit verarbeitet. Dazu<br />
passend, ebenfalls mit Jagdhund-Stickerei,<br />
gibt es eine 30 x<br />
35 cm große Tasche mit zwei<br />
Tragemöglichkeiten: Wenige<br />
Handgriffe machen aus einer<br />
Umhängetasche einen Rucksack.<br />
Hierzu wird das Trageband<br />
durch eine Lasche auf der<br />
Rückseite gezogen. Die Reißverschlusstasche<br />
außen ist aus echtem YAK-Leder, die Rückseite<br />
aus Filz. www.akah.de<br />
Zum Draufsitzen, Drauflegen,<br />
Umwickeln und Wärmen<br />
– drinnen oder draußen<br />
in der Natur – ist diese<br />
135 x 175 cm große und schnelltrocknende Fleecedecke von Brandit<br />
bestens geeignet. Dank abnehmbarem Trageriemen lässt sie<br />
sich komfortabel überall hin transportieren.<br />
www.brandit-wear.com + www.dmax-shop.de<br />
Ebenfalls in cooler Tarnoptik<br />
kommt das Taschenmesser<br />
von Lagiole<br />
daher. Der Clou: Unter<br />
den camofarbenen Griffschalen<br />
stecken nicht<br />
nur Messerklinge, Korkenzieher,<br />
Flaschenöffner<br />
und Schraubendreher,<br />
sondern auch ein elektrisches Feuerzeug, das über das beiliegende<br />
USB-Kabel geladen werden kann. Das Taschenmesser mit<br />
integriertem Feuerzeug ist in einer schönen Geschenkverpackung<br />
erhältlich beim DMAX Shop. www.dmax-shop.de<br />
Praktisch für unterwegs und dabei<br />
sehr edel ist der Flachmann mit<br />
Bezug aus geprägtem dunkelbraunem<br />
Leder, hergestellt von<br />
Hand in einer kleinen Manufaktur<br />
in Kärnten. Er ist aus rostfreiem<br />
Edelstahl und hat einen fest fixierten<br />
Verschluss, sodass er nicht<br />
verloren gehen kann. Dieses und<br />
weitere Motive wie Edelweiß oder<br />
Rehbock sind über www.wohlgeraten.de erhältlich.<br />
Auch gegrillt wird nun wieder vermehrt. Somit ist es höchste Zeit,<br />
den Lieblingsplatz zu Hause für die wärmeren Jahreszeiten entsprechend<br />
einzurichten – beispielsweise mit dekorativen Wandschildern<br />
wie diesem in Edelrost-Optik von Rerum & Consilium.<br />
www.rerum-consilium.de<br />
mvc<br />
Bilder: © AKAH, © dmax-shop, © Wohlgeraten, © Rerum Consilium<br />
Bilder: ©
EDITORIAL<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 3<br />
Gewinner und Verlierer<br />
Ein Jahr leben und arbeiten wir nun bereits in der<br />
„neuen“ Normalität. Dabei ist es, glaube ich, nicht geunkt<br />
oder schwarzgemalt, wenn ich sage: Das geht<br />
noch mindestens ein Jahr so weiter. Weder Politik<br />
noch Verwaltung auf allen föderalen Ebenen haben es<br />
geschafft, der Krise etwas entgegenzusetzen. Da hilft<br />
es auch nicht, über die Landesgrenzen zu schauen<br />
und festzustellen, dass es Länder gibt, in denen es noch schlechter läuft.<br />
Tatsächlich grassiert die Seuche in Deutschland doch deshalb nicht ganz so<br />
heftig, weil die Mehrheit der Menschen bereit ist, sich an die Regeln zu halten,<br />
die sich mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen lassen. Interessanter<br />
Weise sind das genau die Regeln, die auch vor der Ansteckung mit<br />
anderen Krankheiten wie der herkömmlichen Grippe und anderen Erkältungskrankheiten<br />
schützen. Weder die halbgare Corona-App noch die willkürlichen<br />
Lockdown-Verfügungen haben das Land schützen können. Vielleicht<br />
bin es aber auch nur ich, der nicht versteht, warum ein Besuch im<br />
Supermarkt ungefährlicher sein soll als der im Modehaus oder im Waffenfachhandel<br />
mit Desinfektion, Abstandsregeln, Maske und Zugangskontrolle.<br />
Die Gewinner<br />
Ist es eigentlich politisch gewollt, den Einzelhandel zugunsten der großen<br />
Ketten plattzumachen? Im Sommer 2020 haben alle in die notwendigen<br />
Schutzmaßnahmen investiert und alles darangesetzt, das Infektionsrisiko<br />
in ihren Läden zu minimieren. Dennoch sind es immer der Einzelhandel und<br />
die Gastronomie, die als Erste geschlossen werden. Gewinner sind Low-Level-Bringdienste,<br />
große Ketten mit ebenso großem Warensortiment und<br />
natürlich die ohnehin starken Versandhändler und Betreiber von Online-<br />
Plattformen. Ein Blick auf die Handelsdaten zeigt es deutlich: Wachstumsrekorde,<br />
wohin man auch schaut.<br />
Die Verlierer<br />
Das sind wir am Ende alle. Wie werden unsere Städte<br />
wohl nach der Pandemie aussehen? Wie viele<br />
kleine und mittlere Unternehmen wird es<br />
noch geben? Mein Horrorszenario<br />
ist eine Gastronomie, die<br />
noch stärker von<br />
Take-away-<br />
Angeboten<br />
und Fastfood-Ketten geprägt ist als ohnehin schon –<br />
anstelle der unternehmergeführten Einzelhandelsgeschäfte<br />
mit ihrem individuellen Charme und ganz<br />
oft der besonderen persönlichen Expertise der dort<br />
arbeitenden Menschen. Wie viele werden überlebt<br />
haben?<br />
Schnell fließende Milliardenhilfen für Prestigekonzerne,<br />
denen trotzdem Massenentlassungen folgen, und kurzerhand gestoppte<br />
Auszahlungen von Corona-Hilfen für den Einzelhandel prägen das<br />
Bild. Die Folge ist ein rücksichtsloser Kahlschlag im Einzelhandel durch<br />
die immer gleichen, schlecht reflektierten Lockdown-Keulen.<br />
Und jetzt?<br />
Ganz klar, es kann nicht die Lösung sein, jetzt in Selbstmitleid aufzugehen.<br />
Tatsächlich ist unsere Branche – weil zumindest im jagdlichen Bereich systemrelevant<br />
– noch einigermaßen im Rennen. Sorge macht vor allem die<br />
Sparte „Sportschießen“, deren Umsätze auch nach der Pandemie durch die<br />
strengen Bedürfnisnachweise zum Erwerb abgewürgt zu werden drohen.<br />
Hier schwenkt der Blick vor allem zu unserem Branchenverband VDB, der an<br />
tragfähigen Konzepten und Antworten auf die Vormacht der Online-Plattformen<br />
arbeitet.<br />
Lassen Sie sich nicht unterkriegen!<br />
Ihr<br />
Roland Zobel<br />
EMS<br />
EASY MODULAR SYSTEM<br />
34 EMS Classic<br />
PERFORMANCE<br />
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_ Wechselbare Visierungen _ Modulare Plattform *<br />
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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 4 INHALT I CONTENT<br />
INHALT<br />
EDITORIAL SEITE 3<br />
KURZNACHRICHTEN I MAKE IT SHORT! SEITE 6<br />
FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE SEITE 7<br />
WAFFENRECHT SEITE 11 UND SEITE 47<br />
VDB – VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER<br />
UND WAFFENFACHHÄNDLER SEITE 15<br />
TERMINE I APPOINTMENTS SEITE 22<br />
HANDWERK I HANDCRAFT SEITE 26<br />
WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY SEITE 31<br />
SORTIMENT I ASSORTMENT SEITE 35<br />
LIEFERANTEN-LEXIKON + EINKAUFSFÜHRER SEITE 40<br />
IMPRESSUM I IMPRINT SEITE 39 NWR-Praxistipps<br />
Seite 18<br />
Bilder: © malkovkosta – Adobe Stock, © Eurohunt, © VDB
INHALT I CONTENT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 5<br />
Bilder: © NürnbergMesse, © Krüger Schießscheiben, © Eurohunt, © Umarex<br />
Die IWA Studio Edition<br />
Seite 25<br />
Neues aus den Firmen der Branche<br />
Seite 7<br />
Die digitale<br />
Messe – mehr als<br />
eine Alternative?<br />
Seite 22<br />
Seite 35<br />
Neues fürs Sortiment<br />
Versand von Jagd- und Sportwaffen,<br />
Gefahrgut (1.4G) und Munition<br />
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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 6<br />
KURZNACHRICHTEN I<br />
MAKE IT SHORT!<br />
KURZNACHRICHTEN<br />
Deutsche sparen<br />
Laut Angabe der Bundesregierung haben die Deutschen mit 16,6 % des verfügbaren<br />
Einkommens mehr als jemals zuvor zurückgelegt. Dafür verantwortlich<br />
seien vor allem die beschränkten Konsummöglichkeiten während<br />
des Lockdowns. www.wiwo.de<br />
DHL-Päckchen frankieren<br />
Statt mit Briefmarken müssen Päckchen seit dem 1. Januar <strong>2021</strong> in der Filiale<br />
oder online frankiert werden. Es gibt aber eine Übergangsfrist bis zum 30.<br />
Juni. www.t-online.de<br />
Bargeld<br />
Wie die deutsche Bundesbank bekannt gab, wurden 2020 sechs von zehn<br />
Transaktionen mit Bargeld bezahlt. Und das, obwohl Kartenzahlungen aufgrund<br />
von Corona durchaus zugenommen haben. www.statista.de<br />
Boykottverhalten<br />
Immerhin 37 % der in zehn europäischen Ländern Befragten einer YouGov-<br />
Umfrage gaben an, schon einmal eine Marke aufgrund eines Skandals boykottiert<br />
zu haben. In Deutschland hatten davon 66 % auch danach nie wieder<br />
Produkte der vom Skandal betroffenen Marke gekauft. www.internetworld.de<br />
Schweden prüft E-Krone<br />
In Schweden soll mithilfe eines Pilotprojekts bis Ende 2022 geprüft werden,<br />
ob eine digitale Währung, die sogenannte E-Krone, eingeführt wird. Zum<br />
jetztigen Zeitpunkt liegt die Zahl der Barzahlungen bereits unter zehn Prozent.<br />
www.bloomberg.com<br />
Datenlecks lecken zu lange<br />
In Deutschland dauert es durchschnittlich 160 Tage, Datenlecks zu erkennen und<br />
zu schließen und kostet ein Unternehmen 4,5 Millionen Euro. www.statista.com<br />
NR . 1<br />
Das meist gekaufte modulare<br />
Zielfernrohrmontagesystem in Europa<br />
Empfohlen von:<br />
Testbericht 4/2017<br />
„Zählt derzeit zum<br />
Besten, was der Markt<br />
zu bieten hat“<br />
Testbericht 11/2013<br />
Testbericht 5/2014<br />
Testbericht 8/2017<br />
„Da bleiben keine<br />
Wünsche offen. …“<br />
„Eine technisch<br />
überzeugende Lösung“<br />
„Erstklassig und<br />
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Bilder: © photokozyr – Adobe Stock
FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 7<br />
FIRMEN UND PERSONEN<br />
Outdoors GmbH wächst weiter<br />
Inken D. Kreckel<br />
Inken D. Kreckel ist seit dem 15. März<br />
<strong>2021</strong> als Marketing- und Experience-<br />
Managerin verantwortlich für die<br />
Marketing & Kommunikationsaktivitäten<br />
des digitalen Medienhauses<br />
GT Outdoors GmbH. In dieser neu<br />
geschaffenen Position wird die erfahrene<br />
Kommunikationsmanagerin<br />
und studierte Wirtschaftsanglistin,<br />
die seit 2017 den Jagdschein besitzt,<br />
vor allem das Brand & Experience<br />
Management der eigenen Marken<br />
Geartester.de und Jagdzeit.de weiterentwickeln.<br />
Die GT Outdoors GmbH ist ein junges<br />
und innovatives Medienunternehmen,<br />
das sich auf die digitale Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen<br />
spezialisiert hat. Das schnell wachsende Unternehmen<br />
entwickelt individuelle Vermarktungsstrategien und produziert Inhalte, die<br />
die Zielgruppe überzeugen. Es vermarktet die Inhalte unter anderem über<br />
die eigenen digitalen Plattformen und Netzwerke und bietet so attraktive<br />
Reichweiten für seine Kunden.<br />
Jan Hüffmeier, CEO der GT Outdoors GmbH: „Es freut mich außerordentlich,<br />
dass wir Inken D. Kreckel für unser Team gewinnen konnten. Sie wird gemeinsam<br />
mit unserem motivierten Team die Markenbekanntheit unserer<br />
Plattformen und die digitale Sichtbarkeit unserer Kunden auf die nächste<br />
Stufe heben.“<br />
In den vergangenen Jahren war Inken Kreckel zunächst für die Events und Seminare<br />
beim Paul Parey Zeitschriftenverlag zuständig, nachdem sie nach London<br />
zu James Purdey & Sons wechselte, um dort die Entwicklung und Umsetzung<br />
der Vertriebs- und Marketingstrategie der handgemachten Waffen sowie Luxuskleidung<br />
und Accessoires zu verantworten. www.gtoutdoors.de cj<br />
Frankonia erhält Auszeichnung der CBC-Group<br />
Bilder: © ivanko80 – Adobe Stock, © GT Outdoors, © Frankonia<br />
Trotz aller Wirren und Schwierigkeiten, die<br />
das Jahr 2020 so zu bieten hatte, wurde der<br />
Frankonia Handels GmbH & Co. KG die besondere<br />
Ehre zuteil, zwei Auszeichnungen<br />
der CBC-Group entgegennehmen zu dürfen.<br />
So wurde Frankonia einerseits zum „Top<br />
Distributor of the Year“ der Munitionsmarke<br />
MAGTECH prämiert, zum anderen bekamen<br />
die Unterfranken den „Distributior Performance<br />
Award“ für die Jagd- und Sportwaffenmarke<br />
ROSSI verliehen. Beide Auszeichnungen<br />
sind insofern interessant, als das<br />
www.wm-intern.de<br />
CBC (Companhia Brasileira de Cartuchos)<br />
einer der größten Hersteller von Munition<br />
weltweit ist. Frankonia und das südamerikanische<br />
Unternehmen CBC verbindet eine<br />
jahrelange, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung,<br />
die auch eine Corona-Pandemie nicht<br />
so einfach ins Wanken bringen kann.<br />
Frankonia bedankt sich bei all seinen Kunden<br />
im In- und Ausland und gibt das Kompliment<br />
für gute Zusammenarbeit gerne zurück<br />
an CBC nach Brasilien!<br />
www.frankonia-b2b.de<br />
cj
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 8 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
Neuer Ansprechpartner bei AKAH<br />
Seit dem 1. Februar <strong>2021</strong> ist Lars Schopnie im Team der AKAH-Reisenden. Er<br />
ist 45 Jahre alt und seit Jahren im norddeutschen Raum für die Jagdbranche<br />
tätig. Die meisten Jagdhändler kennen ihn bereits. Als passionierter Jäger<br />
und Sportschütze kennt Lars Schopnie nicht nur die Branche, sondern auch<br />
die Bedürfnisse der Jäger und Sportschützen. Er ist Mitglied im BDMP, BDS<br />
und im Norddeutschen Schützenbund.<br />
AKAH freut sich, mit ihm einen<br />
qualifizierten Fachmann gefunden<br />
zu haben, der die Händler<br />
fachgerecht und professionell<br />
beraten kann.<br />
www.akah.de cj<br />
Lars Schopnie<br />
Lothar Walther digital<br />
Die Firma Lothar Walther hat ihr Engagement in den neuen Medien wie<br />
YouTube, Facebook und Instagram deutlich ausgebaut, um die fehlenden<br />
Messen und damit die fehlenden Informationen für ihre Kunden zu<br />
kompensieren.<br />
Jetzt wird den Kunden die Möglichkeit geboten, sich immer auf dem<br />
Laufenden zu halten, wenn es um das Angebot rund um das Lothar-<br />
Walther-Portfolio geht.<br />
Aktuell stehen einige neue Kaliber für Long-Range-Schützen wie zum<br />
Beispiel .300 PRC und 6,5 PRC zur Verfügung. Bei den Luftdruckkalibern<br />
ist augenblicklich „BIG - Schick“. Mit den neuen Kalibern .45 und .50<br />
Luft, vor allem für den US-Markt, bietet Lothar Walther neben den altbekannten<br />
Kalibern wie 4,5 und 5,5 mm die weltweit größte Auswahl an<br />
Luftdruckläufen an. Beim Material wird der verstärkten Nachfrage nach<br />
Lothar Walther-Läufen aus den USA Rechnung getragen und der dort<br />
allseits beliebte Stahl 416R angeboten.<br />
Mit der Laufschmiedemaschine bietet Lothar Walther auch Laufrohlinge<br />
für .223 Rem oder 5,56 NATO mit fertig geschmiedetem Lager an. Als<br />
außergewöhnlich kann man die aktuell für einen Schweizer Munitionshersteller<br />
in der Produktion laufenden 1.100 mm langen und mit einem<br />
Außendurchmesser von bis zu 65 mm starken Messläufe im Kaliber .50<br />
Browning bezeichnen.<br />
Weitere Infos und das gesamte Programm finden sie unter<br />
www.lothar-walther.de.<br />
cj<br />
Neuer Onlineshop bei Krüger Schießscheiben<br />
Angesichts der Ausfälle von Messen und Veranstaltungen sowie aufgrund<br />
der durch die Pandemie geschlossenen Fachgeschäfte hat Krüger<br />
die Zeit genutzt und seinen Onlineshop komplett neu ausgerichtet.<br />
Es werden noch mehr Qualitätsprodukte vom weltweiten Marktführer<br />
für sportliche Schießscheiben aller Verbände in vielen Kategorien übersichtlich<br />
eingruppiert. Die einfache intuitive Handhabung der Shop-<br />
Funktionen, die Live-Bestandsabfrage für Lieferungen innerhalb von ein<br />
bis zwei Tagen und moderne Zahlungsalternativen machen den neuen<br />
Shop zum 24-Stunden-Einkaufserlebnis für Schießscheiben und Bogenscheiben-Auflagen.<br />
Erstmalig ist es auch für unsere Fachhandelskunden<br />
möglich, ihre Bestellung zu den hinterlegten Handelskonditionen<br />
durchzuführen und gegebenenfalls direkt an Kunden europaweit zustellen<br />
zu lassen. Neu ist auch ein informativer Servicebereich mit Veranstaltungen,<br />
Schießsport-Links und Downloads von Schießspielen.<br />
Für die Nutzung des Webshops mit dem Smartphone wurde erstmalig<br />
eine extra angepasste Oberfläche erstellt. Zugang zum Shop erhalten<br />
Sie unter:<br />
www.krueger-scheiben.de.<br />
cj<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © AKAH, © Lothar Walther, © Krüger Schießscheiben
FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 9<br />
Bundesverband der Sicherheitswirtschaft<br />
auf Wachstumskurs<br />
Dr. Harald Olschok<br />
„Trotz der unsicheren wirtschaftlichen<br />
Lage und der<br />
angespannten Zeiten haben<br />
im letzten Jahr lediglich sechs<br />
unserer Mitglieder ihre Mitgliedschaft<br />
gekündigt. Dies<br />
bedauern wir zwar sehr, können<br />
uns aber andererseits<br />
über 20 neue Mitglieder freuen,“<br />
gibt Dr. Harald Olschok,<br />
Hauptgeschäftsführer des<br />
Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft<br />
(BDSW), bekannt. Bei fast allen Neumitgliedern handele es<br />
sich um kleine oder mittelgroße Unternehmen. „Diese Tatsache spiegelt die<br />
Größenverhältnisse, die am Markt herrschen, in der Mitgliedsstruktur wider,“<br />
so Dr. Olschok. „Der BDSW vertritt damit die Interessen von Unternehmen<br />
jeglicher Größe.“ Die Entwicklung zeige, wie wichtig Verbandsarbeit<br />
auf tariflicher und politischer Ebene sei. Dies werde von den Unternehmen<br />
der Branche durch ihr Vertrauen bestätigt. „Wir werden auch <strong>2021</strong> hart daran<br />
arbeiten, die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen – aber auch der<br />
gesamten Branche – weiterhin effektiv und erfolgreich zu vertreten. Wir<br />
sind uns deshalb sicher, in diesem Jahr die Grenze von 1.000 Mitgliedern im<br />
BDSW knacken zu können“, schaut der Hauptgeschäftsführer abschließend<br />
positiv in die Zukunft. www.bdsw.de<br />
ali<br />
Heckler & Koch: starkes Jahr 2020<br />
Bilder: © BDSW<br />
Trotz der Corona-Pandemie verbucht Heckler & Koch in 2020 das erfolgreichste<br />
Geschäftsjahr seit vielen Jahren: Der Umsatz stieg im Jahr 2020 um<br />
rund 15 % auf 275,0 Millionen Euro (2019: 239,4 Millionen Euro), der Gewinn<br />
lag bei satten 13,5 Millionen Euro. Der Vorstand begründet die gute Entwicklung<br />
unter anderem mit einem 2019 beschlossenen Maßnahmenpaket samt<br />
Investitionen, wodurch Abläufe wesentlich verbessert worden seien. Besonders<br />
gut schnitt Heckler & Koch mit militärischen Großaufträgen in<br />
Großbritannien, Frankreich und den USA ab. Der Verkauf von Pistolen an<br />
Privatleute in den USA zog hingegen nicht an. In Deutschland lieferte die<br />
Firma im vergangenen Jahr Pistolen an die Bundespolizei sowie Maschinengewehre<br />
an die Bundeswehr sowie Waffen an die Spezialeinheit KSK. Zudem<br />
sieht es mittlerweile so aus, als würde Heckler & Koch nun doch den<br />
begehrten Großauftrag der Bundeswehr<br />
über 120.000 neue<br />
Sturmgewehre ergattern. Weil<br />
Konkurrent Haenel Rechtsmittel<br />
eingelegt hat, verzögert sich die<br />
finale Vergabe, aber im Herbst<br />
könnte Heckler & Koch grünes<br />
Licht bekommen.<br />
Heckler & Koch hat verlustreiche Jahre und interne Querelen hinter sich.<br />
„Die Rückkehr in die Gewinnzone 2019 und das Ergebnis 2020 bestätigen,<br />
dass Heckler & Koch nach schwierigen Jahren wieder auf Kurs ist“, sagte<br />
Finanzvorstand Dr. Björn Krönert. www.heckler-koch.com ali<br />
www.wm-intern.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 10 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
Die große Branchenumfrage Teil 2<br />
Pandemie und plötzlich ist alles anders<br />
Nachdem wir im ersten Teil unserer Betrachtungen die Sicht der Hersteller<br />
und Großhändler der Branche im Fokus hatten, sollen nun die<br />
Einzelhändler und Handwerksbetriebe im Mittelpunkt stehen.<br />
Was ihnen wichtig ist, wie sie sich informieren und wie sie ihre Kunden<br />
erreichen, ist in den folgenden Grafiken ersichtlich.<br />
59 %<br />
21,9 %<br />
19 %<br />
Wer hat an der Umfrage teilgenommen?<br />
Wir sind ein Herstellungsbetrieb<br />
Büchsenmachermeister, Industrie, ...<br />
Wir sind Fachhändler<br />
Waffenfachgeschäft, Jagd- oder<br />
Sportfachhandel, ...<br />
Wir sind beides<br />
Herstellung und<br />
Fachhandel<br />
Vertriebswege als Fachhändler<br />
Welche der folgenden Vertriebswege nutzen Sie für Endverbraucher?<br />
Was ist für Sie das wichtigste am Messebesuch?<br />
Verkauf nur im Ladengeschäft<br />
Verkauf nur über<br />
den Onlineshop<br />
Neue Produkte kennenlernen<br />
Aussteller aus Industrie<br />
und Handel persönlich<br />
treffen<br />
Verkauf im Ladengeschäft<br />
und über den Onlineshop<br />
. . . . . . . . %<br />
10 20 40 60 …<br />
Das Schlagwort „Hybrid“ wird immer öfter im Zusammenhang mit Zukunftskonzepten<br />
für den Fachhandel genannt. Dabei zeigt unsere Umfrage im Waffenfachhandel,<br />
dass bereits knapp die Hälfte der Befragten zusätzlich zum Ladengeschäft<br />
auch einen Online Shop betreiben.<br />
Wie informieren Sie sich allgemein über Produkte und Dienstleistungen<br />
der Waffenbranche?<br />
Bestellungen aufgeben<br />
Mein Netzwerk in der<br />
Branche pflegen<br />
. . . . . . . . . . . %<br />
10 20 40 60 80 …<br />
Runde 90 % der Teilnehmer gaben an, die Fachmesse IWA besucht zu haben.<br />
Das macht es spannend zu erfahren, welche Erwartungen die Fachhändler an<br />
den Besuch einer B2B Messe haben. Das Chart macht deutlich: Nur 42,9 % besuchen<br />
die Messe um eine Order zu platzieren.<br />
Welche der folgenden Medien sind für Sie besonders relevant,<br />
um berufliche Informationen zu erhalten?<br />
über die Fachpresse (Printausgabe<br />
von WM-<strong>Intern</strong>)<br />
über die Fachpresse<br />
(Onlineausgaben)<br />
über die Kataloge der Hersteller<br />
und Großhändler<br />
über Onlinenewsletter und<br />
<strong>Intern</strong>etseiten<br />
%<br />
60<br />
40<br />
20<br />
Wird nicht genutzt Sehr relevant Relevant nicht relevant<br />
über Vertreterbesuche<br />
. . . . . . . . . . %<br />
10 20 40 60 80 …<br />
0<br />
Fachzeitschriften<br />
Fachzeitschriften<br />
online<br />
Produktkataloge<br />
Onlineforen<br />
Newsletter<br />
Onlinemedien sind angeblich der letzte Schrei, doch stimmt das auch in der<br />
Wahrnehmung der Zielgruppe? Offensichtlich nicht. Die Top-4-Nennungen auf<br />
diese Frage bezogen sich nicht auf Social-Media-Angebote.<br />
Die genauere Nachfrage bezüglich beruflicher Informationsquellen ergab eine<br />
klare Präferenz für gewohnte das Medienangebot. An Onlinefachzeitschriften<br />
scheiden sich offenbar die Geister, der eine mag sie, der andere wohl nicht.<br />
www.wm-intern.de
FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 11<br />
Waffenrecht:<br />
Verkauf auf Jagdschein<br />
Nationales Waffenregister? Was geht das mich an? So denken immer<br />
noch viele unserer Kunden aus dem jagdlichen Bereich. Doch ganz so<br />
einfach ist es nicht. Jägerinnen und Jäger sind seit jeher darauf geprägt<br />
worden, auf Jagdschein und ggf. mit grüner WBK Jagdwaffen und<br />
Munition einzukaufen. Doch der Schein trügt, auch wenn sich auf den<br />
ersten Blick in Sachen Meldepflichten für private Waffenbesitzer nur<br />
wenig bis nichts geändert hat.<br />
Die wichtigsten Änderungen für unsere jagenden Endkunden sind:<br />
1. Verfassungsschutzabfrage zur Überprüfung der Zuverlässigkeit alle 5 Jahre.<br />
2. Der Kauf allein auf Jagdschein ist nur noch für den Jungjäger ohne WBK<br />
möglich. Sobald eine WBK ausgestellt worden ist, muss auch die WBK (E-ID)<br />
zusammen mit dem Jagdschein beim Waffenfachhandel vorgelegt werden.<br />
3. Büchsenmacherdienstleistungen für eigene Waffen können ebenfalls<br />
nur noch in Verbindung mit der Angabe der eigenen ID-Nummern für<br />
die Person (P-ID), die WBK (E-ID) sowie die betreffende Waffe (W-ID)<br />
und deren ggf. bereits erfassten wesentlichen Waffenteilen (T-ID)in<br />
Anspruch genommen werden.<br />
Der Endkunde „Jäger“ aus der Perspektive des Waffenrechts<br />
Um den Meldevorgang nachvollziehen zu können, hilft ein Blick ins Waffenregistergesetz<br />
(WaffRG). Hier ist es der § 9 Abs. 2 WaffRG, in dem die Pflicht<br />
zur Verwendung von Ordnungsnummern begründet wird, sobald diese vergeben<br />
worden sind. Zur Verdeutlichung schauen wir uns den Jäger aus der<br />
Perspektive des Waffengesetzes an.<br />
Ein Jungjäger löst nach bestandener Jägerprüfung den ersten Jagdschein.<br />
Waffenrechtlich gilt der Jagdschein lediglich als Begründung für das Bedürfnis,<br />
Waffen und Munition zu jagdlichen Zwecken zu erwerben und zu<br />
besitzen, es liegt damit keine ID oder Ordnungsnummer vor.<br />
Mit dem Jagdschein erwirbt der Jungjäger seine erste Langwaffe, – diesen<br />
Verkauf kann der Händler als "Überlassen an Jagdscheininhaber, der noch<br />
nicht Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis ist" an das NWR melden –<br />
und meldet den Erwerb innerhalb von 14 Tagen seiner Jagd- oder Waffenbehörde.<br />
Mit dieser Meldung wird der Jungjäger persönlich als Waffenbesitzer<br />
erfasst und erhält eine P-ID. Außerdem erteilt die Behörde eine grüne Waffenbesitzkarte<br />
(WBK) und trägt die erworbene Langwaffe dort ein. Die WBK<br />
gilt im Waffenrecht als Erlaubnis und wird mit einer E-ID geführt. Unser<br />
Bilder: ©<br />
www.wm-intern.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 12 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
Die Datenobjekte im NWR II kann man sich wie ein Mobile vorstellen. Der oberste Teil, an dem alles andere hängt, ist immer das NWR und darunter direkt die zuständige<br />
Waffenbehörde. Wechselt ein Waffenbesitzer den Wohnsitz und kommt in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Waffenbehörde, können die Daten<br />
quasi einfach umgehängt werden. Der Jagdschein spielt dabei keine Rolle.<br />
Jungjäger verfügt also jetzt über eine P-ID zu seiner Person, eine E-ID, die<br />
seine WBK bezeichnet, sowie eine W-ID der Waffe, die er erworben hat. Diese<br />
ID-Nummern sind die Ordnungsnummern, die im oben erwähnten § 9<br />
Abs. 2 WaffRG gemeint sind. Sobald ein Waffenbesitzer solche ID-Nummern<br />
hat, müssen alle waffenrechtlich relevanten Aktionen unter Angabe der entsprechenden<br />
IDs durchgeführt werden. Würde der Jungjäger aus unserem<br />
Beispiel seine Waffe nachträglich wieder zum Büchsenmacher bringen, um<br />
zum Beispiel ein Gewinde für einen Schalldämpfer schneiden zu lassen,<br />
bräuchte der Büchsenmacher die ID-Nummern zur Person (P-ID), WBK (E-ID)<br />
und zur Waffe (W-ID), um seinen Meldepflichten ordnungsgemäß nachzukommen.<br />
Letzteres gilt seit September 2020 für alle Waffenbesitzer.<br />
Das Stammdatenblatt<br />
Für den frischgebackenen Jungjäger war das bis hierhin alles recht einfach, aber<br />
wie ist es mit den Jagdscheininhabern, deren Jagdwaffen und WBK aus der Zeit<br />
vor dem NWR II stammen? Auch hier liegen IDs im NWR vor. Um zu erfahren, wie<br />
die eigenen IDs lauten, ist es für den Jagdscheininhaber notwendig, mit der zuständigen<br />
Jagd- oder Waffenbehörde in Kontakt zu treten und ein sogenanntes<br />
Stammdatenblatt anzufordern. Dieses Stammdatenblatt enthält alle waffenrechtlich<br />
vergebenen IDs von den persönlichen Daten über die erteilten Erlaubnisse<br />
bis hin zu den IDs der Waffen oder wesentlichen Teile, die sich im Besitz<br />
des Jägers befinden. Doch Achtung! Das Stammdatenblatt ist kein Dokument,<br />
das den Original-Jagdschein als Bedürfnisnachweis oder die Original-WBK als<br />
Erlaubnisnachweis ersetzt. Tatsächlich muss sich der Fachhandel von seinem<br />
jagenden Kunden alle Dokumente zur Kenntnis geben lassen, um sicher beurteilen<br />
zu können, ob die notwendigen Erlaubnisse gültig vorliegen. Bei neueren<br />
WBK sind die P-ID des Inhabers sowie die E-ID der WBK bereits eingedruckt. Die<br />
gute Nachricht ist also: In Zukunft wird es einfacher.<br />
Praxishinweis:<br />
Im Föderalismus gibt es natürlich keine bundesweit einheitlichen Prozeduren<br />
zur Ausgabe der Stammdatenblätter. Darum empfiehlt der VDB allen<br />
Waffenbesitzern, in Erfahrung zu bringen, wie die jeweils zuständige Behörde<br />
diese Sache handhabt. Leider sind (Stand März <strong>2021</strong>) immer noch nicht<br />
alle Behörden in den Bundesländern auf dem gleichen Schulungsstand. So<br />
kann es vorkommen, dass einzelne Behördenmitarbeiter sich über die Notwendigkeit<br />
der Herausgabe der Stammdatenblätter nicht bewusst sind. Bitte<br />
verweisen Sie hier wieder auf den § 9 Abs. 2 WaffRG oder die Fachliche<br />
Leitstelle NWR, deren Daten unter https://nwr-fl.de/ zu finden sind.<br />
www.vdb-waffen.de<br />
z<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © VDB
FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 13<br />
Verkauf auf Jagdschein: Rechtsprüfung<br />
Der Verkauf „auf den Jagdschein“ ist im Waffenfachhandel zwar alltäglich,<br />
im Nationalen Waffenregister (NWR) muss die Überlassung jedoch auf die<br />
WBK bzw. auf die zugehörige P-ID und E-ID gemeldet werden, sobald eine<br />
WBK ausgestellt, also IDs vergeben wurden (§ 9 Abs. 2 WaffRG). Lediglich<br />
beim wirklichen „Jungjäger“, der noch keinerlei WBK ausgestellt bekommen<br />
hat, kann als „Überlassen an Jagdscheininhaber, der nicht Inhaber einer<br />
waffenrechtlichen Erlaubnis ist“ überlassen werden.<br />
Gemeinsam mit Verbandsjustiziar Jens Müller hat der VDB diesen Konflikt zwischen<br />
dem Verkauf auf den Jagdschein in der Alltagspraxis im Waffenfachhandel<br />
und der meldetechnischen Umsetzung mit IDs eingehend geprüft und eine Möglichkeit<br />
gesucht, hiergegen Erfolg versprechend vorzugehen. Dabei sind wir jedoch<br />
zu dem Schluss gekommen, dass ein Vorgehen gegen diese Sache nahezu<br />
keine Aussicht auf Erfolg hat und dafür zu viele Ressourcen (personelle wie finanzielle)<br />
binden würde. Wir möchten die Beiträge der VDB-Mitglieder lieber für<br />
Sachverhalte einsetzen, die mehr Aussicht auf Erfolg haben.<br />
Die Begründung ist, dass es im Gesetzgebungsprozess gang und gäbe ist,<br />
Verweise wie die zwischen § 37 WaffG und § 9 WaffRG zu machen. Auch ist es<br />
normal, durch genannte Vorschriften nötige Handlungsweisen einzuschließen.<br />
Das Bundesinnenministerium gibt hierzu folgende Stellungnahme:<br />
„Das Gesetz regelt […] zwar keine zusätzliche Pflicht, die NWR-ID eines potenziellen<br />
(privaten) Erwerbers oder Überlassers zu eruieren, praktisch wird<br />
ein HuH seiner Pflicht aus § 9 Absatz 2 Satz 1 WaffRG jedoch nur nachkommen<br />
können, indem er die NWR-ID des privaten Waffenbesitzers im Rahmen<br />
eines anzeigepflichtigen Umgangs mit erlaubnispflichtigen Waffen in Erfahrung<br />
bringt, sich diese also vom Kunden mitteilen lässt. Damit besteht für<br />
den Fall, dass ein Legalwaffenbesitzer eine erlaubnispflichtige Waffe beispielsweise<br />
erwerben oder auch zu Reparaturzwecken überlassen will, für<br />
diesen eine implizite Pflicht, sich vorab über die eigene NWR-ID zu informieren,<br />
um dem HuH die anschließende Datenübermittlung mitsamt der Ordnungsnummer<br />
zu ermöglichen.“<br />
Aufgrund der Aussage, dass Sie als Händler zum Melden die IDs benötigen<br />
und dies zugrunde legt, dass der Kunde in der Verpflichtung ist, sich die IDs<br />
zu besorgen, werden wir insbesondere für Ihre jagenden Kunden noch einmal<br />
expliziert auf die Problematik hinweisen. Dazu hat der VDB eine PR-Aktion<br />
gestartet, um auf die Notwendigkeit der IDs hinzuweisen und hat zudem<br />
noch einmal alle Waffenbehörden angeschrieben, damit diese den WBK-Inhabern<br />
schnellstmöglich die Stammdatenblätter zusenden, soweit sie dies<br />
noch nicht getan haben.<br />
Feststellungsbescheide des BKA:<br />
Nachtsichtvorsatzgeräte<br />
Bilder: © aufgehtsfreun.de<br />
In den letzten Monaten wurden vermehrt Nachtsichtvorsatzgeräte<br />
beim Bundeskriminalamt für Feststellungsbescheide im Bereich<br />
Schusswaffenzubehör eingereicht und bearbeitet. Wir stellen die neuesten<br />
Bescheide vor.<br />
www.wm-intern.de<br />
Nachtsichtaufsatzgeräte mit elektronischer Verstärkung können mittels<br />
entsprechender Adapter mit einer Vielzahl von Primäroptiken kombiniert<br />
und als Nachtsichtgeräte eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um Dual-Use-Geräte,<br />
denen nicht zwingend ein Verbot obliegt. Unter das Verbot<br />
nach Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG -Waffenliste- Abschnitt 1 -Verbotene<br />
Waffen- Nr. 1.2.4.2 fallen unter anderem „Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze<br />
für Zielhilfsmittel (zum Beispiel Zielfernrohre), sofern die Gegenstände<br />
einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen“.<br />
Nach Auffassung des BKA muss ein Nachtsichtaufsatzgerät, um vom waffenrechtlichen<br />
Verbot betroffen zu sein, von der Zweckbestimmung und der<br />
praktischen Einsatzanwendung her in Kombination mit einem für eine<br />
Schusswaffe bestimmten Zielhilfsmittel (zum Beispiel Zielfernrohr) stehen.<br />
Grundsätzlich ist dabei in folgenden Fallkonstellationen von einem waffenrechtlichen<br />
Verbot auszugehen:<br />
a) Ein Nachtsichtaufsatzgerät ist mittels Festmontage oder abnehmbarer<br />
Montage fest mit einer Schusswaffe verbunden und ist damit mit dem auf<br />
der Waffe aufgebrachten Zielhilfsmittel kombiniert.<br />
b) Ein Nachtsichtaufsatzgerät und ein für Schusswaffen bestimmtes Zielhilfsmittel<br />
sind mechanisch fest verbunden und stellen dadurch einen bestimmungsgemäßen<br />
Gebrauch des Zielhilfsmittels, der einem Nachtzielgerät<br />
gleichzustellen ist, dar.<br />
Nachtsichtaufsatzgerät „aufgehtsfreun.de ARBER OLED RLP-Edition“<br />
Feststellungsbescheid vom 12. Oktober 2020<br />
Das vorgelegte Gerät in Verbindung<br />
mit den vom Antragsteller<br />
vorgegebenen Verwendungszwecken<br />
und der entsprechenden<br />
baulichen Ausstattung des Gerätes<br />
(zum Beispiel vorbereitet für<br />
eine Verwendung mit einem Okular als vergrößerndes Handgerät und mit einem<br />
Universal-Klemmadapter zum Aufklemmen auf Okulare von diversen Vergrößerungsoptiken<br />
wie Spektiven) wird seitens des Bundeskriminalamts als nicht<br />
verboten nach Anlage 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2<br />
beurteilt. Wird jedoch ein solches Gerät von einem Benutzer auf einer Waffe oder<br />
einer Zielvorrichtung montiert und somit im Sinne der als verboten bewerteten<br />
Fallkonstellationen a) und b) verwandt, ist von einem Verbot auszugehen.<br />
Der Feststellungsbescheid bezieht sich auf das oben angeführte Mustergerät<br />
einschließlich dessen Serienfertigung und gilt nicht für Modifikationen, Nachbauten<br />
etc. Die in Serienfertigung hergestellten Geräte sind entsprechend zu<br />
Kennzeichnen. www.aufgehtsfreun.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 14 FIRMEN & PERSONEN I BUSINESS & PEOPLE<br />
Nachtsichtvorsatzgerät „Leica Calonox Sight“<br />
Feststellungsbescheid vom 1. Oktober 2020<br />
Das Gerät „Leica Calonex Sight“ erfasst die von Wärmequellen ausgehende<br />
infrarote Wärmestrahlung, zum Beispiel eines warmblütigen Tieres. Das Gerät<br />
wurde als eigenständiges Wärmebildgerät mit aufgeschraubter Gummiaugenmuschel<br />
als Handgerät getestet. Mit dem Klemmadapter zum Aufbringen<br />
auf Objektiven, Ferngläsern und Zielfernrohren kann dieses Gerät<br />
ebenfalls benutzt werden. Im Gerät sind keine Markierungen zum Anvisieren<br />
eines Zielobjekts eingebaut.<br />
Das Gerät „Leica Calonex Sight“ wird in Verbindung mit der vom Antragsteller<br />
vorgegeben baulichen Ausstattung vom BKA als nicht verboten beurteilt. Wird<br />
jedoch ein solches Gerät von einem Benutzer auf einer Waffe oder einer Zielvorrichtung<br />
montiert, ist von einem Verbot nach 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste<br />
- Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 auszugehen. www. leica-camera.com<br />
Nachtsichtvorsatzgeräte „Jahnke DJ-8 NSV 1x56“ und „Jahnke DJ-8 NSV 1x48“<br />
Feststellungsbescheide vom 15. April 2020<br />
einem Verbot nach 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr.<br />
1.2.4.2 auszugehen. www.nachtsichttechnik-jahnke.de<br />
Nachtsichtaufsatzgerät „PARD Night Vision Scope NV-007“<br />
Feststellungsbescheid vom 18. November 2019<br />
Das Nachtsichtaufsatzgerät „PARD<br />
Night Vision Scope NV-007“, genauer<br />
von Shenzhen PARD Technology Co.,<br />
Ltd wird von verschiedenen Anbietern<br />
mit abweichender technischer<br />
Ausstattung und geändertem Funktionsmenü<br />
angeboten. Es verfügt<br />
werksseitig über ein via Menüsteuerung<br />
zuschaltbares und justierbares<br />
Fadenkreuz sowie über einen eingebauten<br />
Laserstrahler zur Zielmarkierung,<br />
der in zwei Achsen über außenliegende Schrauben verstellbar ist. Das<br />
Gerät kann einzeln als digitales Nachtsichtgerät zur Beobachtung verwendet<br />
werden. Mittels eines Adapters kann es ebenfalls auf Primäroptiken aufgesteckt<br />
werden. Das Gerät besitzt eine eingebaute Infrarotlampe.<br />
Das Gerät wurde als eigenständiges Nachtsichtgerät als Handgerät getestet.<br />
Wegen des eingebauten Absehens in Zusammenhang mit der Möglichkeit der<br />
Montage auf Schusswaffen wird dieses Gerät als verbotenes Nachtzielgerät<br />
gemäß Anlage 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG - Waffenliste - Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2<br />
eingestuft. Das Verbot besteht generell für dieses Gerät – eine Montage auf<br />
einer Schusswaffe ist nicht erforderlich! Auch die integrierte Infrarotlampe<br />
und der integrierte Laserstrahler werden ebenfalls als verboten eingestuft.<br />
www.pard-nachtsicht-technik.eu<br />
Die beiden Nachtsichtvorsatzgeräte von Jahnke Nachtsichttechnik unterscheiden<br />
sich nur durch den Okjektivdurchmesser. Die Geräte wurden als<br />
eigenständige Nachtsichtgeräte mit einem angeschraubten Okular, eingesteckt<br />
in einen mitgelieferten Klemmadapter, als Handgerät getestet. Per<br />
Klemmadapter kann das Gerät auch auf Primäroptiken aufgebracht werden.<br />
In den Geräten sind keine Markierungen zum Anvisieren eines Zielobjekts<br />
eingebaut.<br />
Die beiden Nachtsichtvorsatzgeräte von Jahnke Nachtsichttechnik werden<br />
in Verbindung mit der vom Antragsteller vorgegeben baulichen Ausstattung<br />
vom BKA als nicht verboten beurteilt. Werden jedoch solche Geräte von einem<br />
Benutzer auf einer Waffe oder einer Zielvorrichtung montiert, ist von<br />
Nachtsichtaufsatzgerät „PARD NV007 Maximtac.de German-Edition“<br />
Feststellungsbescheid vom 14. November 2019<br />
Für ein ähnliches Modell wie die oben beschriebene „PARD Night Vision<br />
Scope NV-007“-Variante, jedoch in der Version „German-Edition“ wollte eine<br />
Firma aus Westerkappeln<br />
Gewissheit haben. Das vorgelegte<br />
Gerät besitzt eine<br />
eingebaute IR-Lampe, jedoch<br />
nicht das zuschaltbare<br />
Fadenkreuz und den eingebauten<br />
Laserstrahler. Das<br />
konkrete Gerät wird in Verbindung<br />
mit den vorgegebenen<br />
Verwendungszwecken<br />
und entsprechender<br />
baulicher Ausstattung als<br />
nicht verboten eingestuft.<br />
Wird jedoch das Gerät von<br />
seinem Benutzer auf einer Waffe oder eine Zielvorrichtung montiert, ist<br />
auch hier von einem Verbot auszugehen. Das Gleiche gilt für die verbaute<br />
Infrarotlampe: Wird das Gerät zur Zielbeleuchtung auf einer Schusswaffe<br />
oder Zielvorrichtung montiert, gilt es ebenfalls als ein verbotenes Gerät.<br />
www.pard-nachtsicht-technik.eu<br />
ali<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © Leica, © Jahnke, © PARD
VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 15<br />
DER VDB INFORMIERT<br />
Neue Stimme beim NWR-Waffenbuch-Support<br />
Seit dem 1. Februar unterstützt Anna Müller das Team des<br />
Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler<br />
(VDB) an drei Tagen in der Woche im Support für<br />
das NWR-Waffenbuch.<br />
Als ausgebildete Kauffrau im Einzelhandel und durch ihre<br />
frühere Tätigkeit im Waffenfachgeschäft bringt sie Erfahrungen<br />
und Verständnis mit, die sie als eine der guten<br />
Stimmen der Support-Hotline für das NWW-Waffenbuch<br />
einsetzen kann.<br />
„Mit Frau Müller konnten wir jemanden für unser Support-<br />
Team gewinnen, der unser NWR-Waffenbuch bereits aus<br />
der Anwender-Ebene kennt und sich somit optimal in die<br />
Arbeitsabläufe im Waffenfachhandel einfinden kann“, so<br />
Ingo Meinhard, Geschäftsführer beim VDB.<br />
Fortbildungsangebot des VDB<br />
Webseminar Meldeanlässe und Meldungsabläufe an das NWR<br />
Grundlagen<br />
Das NWR, Bestand, Erwerb, Überlassung<br />
Termin: 21. April, 18:30–20:00 Uhr<br />
Aufbau<br />
Herstellung, Zusammenbau modularer Waffen, Waffenteile tauschen, Umbau<br />
Termin: 22. April, 18:30–20:00 Uhr<br />
NEU<br />
Außenhandel: Verbringung, Mitnahme, Import und Export<br />
Termin: 10.–12. Mai, 18:30–20:00 Uhr (3 x 90 Minuten)<br />
ADR-Basis-Webseminar<br />
Termin: 15.–17. Juni, 18:30–20:00 Uhr (3 x 90 Minuten)<br />
ADR-Refresher-Webseminar<br />
Termin: 10. Juni, 18:30–19:30 Uhr (1 x 60 Minuten)<br />
Termin: 25. Oktober, 18:30–19:30 Uhr (1 x 60 Minuten)<br />
Save the<br />
Dates!<br />
Webseminar mit Peter Husen zum Wahljahr<br />
Ausblick zur Bundestagswahl und Interessenvertretung für den VDB<br />
Termin: 31. Mai <strong>2021</strong>, 18:30–20:00 Uhr<br />
Der Wahlkampf auf den letzten Metern – Politische Akteure und Themen<br />
für den VDB<br />
Termin: 6. September <strong>2021</strong>, 18:30–20:00 Uhr<br />
Bilder: © VDB<br />
www.wm-intern.de<br />
Webseminarausschreibung, Anmeldemöglichkeiten und Preise finden Sie unter:<br />
www.vdb-waffen.de/de/service/fortbildungsangebote/aktuelle.html
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 16 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
Einladung zur Online-Mitgliederversammlung<br />
am 18. April <strong>2021</strong><br />
Wir laden alle Ordentlichen und Außerordentlichen Mitglieder zu unserer diesjährigen<br />
Mitgliederversammlung am Sonntag, 18. April <strong>2021</strong>, um 10:00 Uhr ein.<br />
Wie im letzten Jahr wird die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie<br />
online durchgeführt.<br />
Die Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2020 findet mit folgender<br />
Tagesordnung statt.<br />
Tagesordnung:<br />
1. Begrüßung<br />
2. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung und Berichte<br />
a. Präsident (Jürgen Triebel)<br />
b. Strategische Entwicklung in der Interessenvertretung (1. Vizepräsident<br />
Michael Blendinger)<br />
c. Interessenvertretung EU und National (Peter Husen)<br />
d. Verbandsjustiziar (RA Jens Müller)<br />
e. Kooperationen und Qualifizierung (Benia Hüne)<br />
3. Kassenbericht des 2. Vizepräsidenten und Schatzmeisters (Achim<br />
Schäfer)<br />
4. Bericht der Kassenprüfer (Jörg Glahn und Anton Albert)<br />
5. Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers<br />
6. Wahl eines Kassenprüfers<br />
7. Anpassung der jährlichen Sonderentschädigung des Präsidiums (von bisher<br />
500 Euro) auf 750 Euro wegen gestiegener Versicherungsprämien<br />
8. Verschiedenes<br />
Das Präsidium des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler<br />
freut sich auf eine rege Teilnahme an der Mitgliederversammlung.<br />
Zur Teilnahme an der virtuellen Mitgliederversammlung melden Sie sich bitte<br />
bis zum 17. April <strong>2021</strong>, 20:00 Uhr unter folgendem Link mit Ihrer VDB-Mitgliedsnummer<br />
an:<br />
www.edudip.com/de/webinar/vdb-mitgliederversammlung-<strong>2021</strong>/1016750.<br />
Sie können von zu Hause oder Ihrem Ladengeschäft aus mit Ihrem Computer,<br />
Smartphone oder Tablet (Lautsprecher oder Kopfhörer nötig) teilnehmen.<br />
Abstimmungen finden anonym durch Eingabe auf Ihrem Eingabegerät<br />
statt.<br />
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!<br />
VDB-Mitgliederbefragung zu „Corona-Schnelltest“<br />
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die an<br />
unserer Umfrage zum Thema Corona-Schnelltest teilgenommen haben.<br />
Wie per Newsletter angekündigt, bringen wir Ihnen hier einen<br />
Überblick über die Ergebnisse.<br />
Die allgemeine Situation<br />
Ihre Einschätzungen gehen eher dahin, dass weder Schnelltests noch Impfnachweise<br />
bei Ihnen und Ihren Kunden die Öffnungen wirklich beeinflussen<br />
werden. Auch geht die Tendenz der Meinungen dahin, dass die Corona-Krise<br />
in diesem Jahr noch nicht überwunden sein wird, dass sie aber große wirtschaftliche<br />
Auswirkungen auch auf unsere Branche haben wird.<br />
Auch vermutet ein Großteil der Befragten, dass das sportliche Schießen<br />
(und der betroffene Fachhandel) noch lange Zeit nach Corona unter den<br />
Folgen leiden müssen.<br />
Wirklich hybrid aufgestellt sind jedoch erst wenige Unternehmen, viele können<br />
sich jedoch vorstellen, sich auf diese Weise gut für die Zukunft aufzustellen.<br />
Das Thema Schnelltest<br />
Auch dem Thema Schnelltest stehen sie eher gespalten gegenüber. 23,3 %<br />
würden sich an einer Sammelbestellung beteiligen, weitere 36 % dann,<br />
wenn diese Voraussetzung für das Öffnen wäre.<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © VDB
VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 17<br />
Als Nachorder-Intervall wird dabei die monatliche Variante präferiert, dicht<br />
gefolgt von einer Lieferung pro Quartal, um Versandkosten zu sparen.<br />
Dabei wird geschätzt, dass zehn bis 20 Schnelltests pro Woche benötigt werden.<br />
Was ist nun mit den Schnelltests?<br />
Immer noch ist im Gespräch, eine Testpflicht für Unternehmen einzuführen.<br />
In Sachsen wurde dies bereits umgesetzt. Dort sind Arbeitgeber ab dem 22.<br />
März <strong>2021</strong> verpflichtet, den am Arbeitsplatz präsenten Beschäftigten mindestens<br />
einmal pro Woche ein Angebot für einen kostenlosen Selbsttest zu<br />
unterbreiten. Berufstätige, die direkten Kundenkontakt haben, müssen sich<br />
bereits seit dem 15. März <strong>2021</strong> einmal pro Woche einem Corona-Test unterziehen.<br />
Die Tests sind vom Arbeitgeber selbst zu beschaffen und für den Arbeitnehmer<br />
kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Allerdings gelten diese Regelungen<br />
erst, wenn ausreichend Tests verfügbar sind. Dies bestimmt §3a<br />
Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 5. März <strong>2021</strong>.<br />
Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema Schnell- und<br />
Selbsttest beschäftigt und uns nach Anbietern und günstigen Preisen umgesehen.<br />
Sollten Tests im Unternehmen verpflichtend werden, halten wir<br />
Selbsttest für die praktikablere Alternative, da hier kein medizinisches Personal<br />
für die Testung nötig ist. Allerdings ist nach wie vor das Problem, dass<br />
es nicht genügend Tests gibt und das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt<br />
nicht stimmt. Wir werden hier weiter für Sie nach guten Angeboten suchen<br />
und Ihnen ein Bestellangebot unterbreiten, sobald eine Lieferung zu einem<br />
anständigen Preis möglich wäre oder es eine landesweite Regelung für verpflichtende<br />
Tests in Unternehmen gibt.<br />
Bilder: © stockpics - stock.adobe.com<br />
Corona Selbst- vs. Schnelltest<br />
„Testen“ heißt der aktuelle Hype im Leben mit Corona. Auch wenn unsere<br />
Politik eigentlich nur „Lockdown“ kann, sollen massive Tests auf Infektion<br />
mit Corona oder einer der Mutanten dazu führen, mehr Normalität schon vor<br />
einer flächendeckenden Impfung zu erreichen. Doch was steckt da eigentlich<br />
genau dahinter und wie funktionieren diese Tests eigentlich.<br />
Die Teststrategie von Bund und Ländern zielt darauf ab, unentdeckte Infektionsfälle<br />
ausfindig zu machen und dadurch die Infektionsketten besser zu erkennen<br />
und unterbrechen zu können. Weil es hierbei explizit darum geht, das Land möglichst<br />
schnell wieder in einen normalen Wirtschaftsbetrieb zurückzuführen, hat<br />
der Infektionsschutz am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert. Daraus folgt die<br />
Notwendigkeit, nicht nur Mitarbeiter, sondern auch alle anderen Kontakte im<br />
Arbeitsprozess – wie Kunden, Zulieferer usw. – konsequent zu testen.<br />
Doch wie das genau und am besten gehen soll, ist nicht einfach zu beantworten.<br />
Zunächst hilft es, Ordnung in die Begrifflichkeiten zu bringen und<br />
Schnell- bzw. Selbsttests zu definieren, denn aus der Unterscheidung lassen<br />
sich bereits die notwendigen Vorgehensweisen beim Testen ableiten.<br />
Eine Begriffsklärung zu Schnell- bzw. Selbsttest:<br />
• Bei Schnelltests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests (Nachweis<br />
von Eiweißketten), die vor Ort („Point of Care“, PoC) erfolgen können. Diese<br />
dürfen nur durch fachlich geschultes Personal durchgeführt werden. Zudem<br />
sind gesonderte Räumlichkeiten und umfassende Infektionsschutzvorkehrungen<br />
für die Tester erforderlich. Diese Tests müssen allerdings<br />
nicht im Betrieb selbst durchgeführt werden. Stattdessen kann z. B. auch<br />
ein kommunales oder ein gewerbliches Testzentrum beauftragt werden.<br />
• Selbsttests sind gleichfalls Antigen-Tests, die jedoch individuell selbst<br />
durchgeführt werden können. Anders als bei Schnelltests müssen hierbei<br />
keine Proben aus dem tiefen Nasen- oder Rachenraum, sondern können<br />
auch solche aus dem vorderen Rachen- oder Nasenraum genommen werden.<br />
Auch Spuck-, Lolly- und Gurgellösungen werden aktuell vorbereitet<br />
oder haben schon eine Zulassung.<br />
www.wm-intern.de<br />
Achtung Landesregelungen!<br />
Keine Frage, auch zu den Teststrategien gibt es keine bundeseinheitliche<br />
Regelung. Hier sind wie immer die Landesregierungen in der Pflicht, die<br />
Maßnahmen für ihr Bundesland zu definieren und in Kraft zu setzen. Dadurch<br />
kann es vorkommen, dass in einigen Bundesländern bestimmte Testpflichten<br />
gelten, die sich entweder nur auf Mitarbeiter oder auch auf Mitarbeiter<br />
und Kunden beziehen. Eine Übersicht der Landesverordnungen<br />
finden Sie hier: https://bit.ly/3cqnFVB<br />
Immer auf dem Laufenden sein<br />
Mittlerweile haben wir uns schon fast daran gewöhnt, das sich die Corona<br />
Regeln beständig verändern. Um Sie möglichst aktuell auf dem Laufenden<br />
zu halten, haben wir auf unserer Homepage einen Blogbeitrag zu den Themen<br />
Infektionsschutz- sowie zu arbeits- und sozialrechtlichen Aspekten der<br />
Teststrategien für Mitarbeiter angelegt, dieser enthält auch ein FAQ mit Anwendungshinweisen<br />
zum Umgang mit Corona-Tests in den Betrieben:<br />
https://tinyurl.com/fhtypanu
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 18 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
Termine Waffenfachschulen<br />
Deutsches Sachkunde Zentrum – Fulda<br />
Waffen-Fachkundelehrgang „große Lizenz“<br />
12.–15. April <strong>2021</strong><br />
6.–9. Mai <strong>2021</strong><br />
Waffen-Fachkundelehrgang „kleine Lizenz“<br />
13.–15. April <strong>2021</strong><br />
07.–09. Mai <strong>2021</strong><br />
https://www.deutsches-sachkunde-zentrum.de<br />
Waffentechnisches Sachverständigenbüro Mohr<br />
Vorbereitungslehrgang zur Waffenhandelslizenz-Prüfung<br />
03.–05. September <strong>2021</strong><br />
www.rogermohr.de/whe<br />
Waffenschule Berlin<br />
Fachkundelehrgänge für den<br />
Waffen- und Munitionshandel<br />
Blockunterricht<br />
20.–25. April <strong>2021</strong><br />
15.–20. Juni <strong>2021</strong><br />
Selbststudium<br />
Start ab 10. April <strong>2021</strong> (Veranstaltungsbeginn),<br />
Präsenztag: 21. Juni <strong>2021</strong><br />
www.waffenschule.berlin<br />
Save the<br />
Dates!<br />
NWR-Praxistipp 7<br />
Reparaturen über Landesgrenzen hinweg<br />
Insbesondere die Unternehmen mit einem grenznahen Firmenstandort haben<br />
nicht nur Kundschaft mit Wohnsitz in Deutschland, sondern hier kommt<br />
es zum grenzübergreifenden Handel. Bei An- und Verkauf stellt dies in Sachen<br />
Meldungen an das Nationale Waffenregister kein großes Hindernis<br />
dar, auch wenn hier natürlich weiterhin Verbringungserlaubnisse etc. zu<br />
beantragen sind.<br />
Kommt es jedoch zur Annahme von Reparaturwaffen, so muss sich der Meldende<br />
mehrere Fragen stellen. Zuerst einmal ist zu prüfen, ob die Waffe<br />
schon einmal in Deutschland gemeldet war und damit eine NWR-ID hat<br />
oder ob Sie zum ersten Mal in Deutschland registriert wird.<br />
Ausländische Reparaturwaffe war noch nie im NWR registriert<br />
War die Waffe noch nie im NWR registriert, so muss die Waffe bei der Erwerbsmeldung<br />
aus dem Mitgliedsstaat (Erwerbsart #5) oder dem Drittstaat<br />
(Erwerbsart #6) inklusive aller verbauten wesentlichen Waffenteile erfasst<br />
werden. Durch diese Erwerbsmeldung erhalten die Waffe und die wesentlichen<br />
Waffenteile ihre NWR-IDs.<br />
Anschließend können entsprechend einer inländischen Waffe die Umbauoder<br />
Austauschmeldungen durchgeführt werden. Schließlich wird die Waffe<br />
an den ausländischen Kunden als Überlassung an den Erwerber im Mitgliedsstaat<br />
(Überlassungsart #5) oder im Drittstaat (Überlassungsart #6)<br />
zurücküberlassen. Die NWR-IDs werden wieder archiviert, es ist jedoch<br />
trotzdem sinnvoll – gerade bei Stammkunden – einen Überlassungsbrief inklusive<br />
der NWR-IDs mitzugeben, da diese bei der nächsten Reparatur gegebenenfalls<br />
wieder aktiviert werden können.<br />
Ausländische Reparaturwaffe war bereits im NWR registriert<br />
Stellen Sie fest, dass eine ausländische Waffe bereits einmal im NWR registriert<br />
war und NWR-IDs vorliegen, so können Sie die Waffe unter Angabe<br />
dieser IDs erwerben. Dies kann der Fall sein, wenn Ihr ausländischer Kunde<br />
eine einmal bereits von Ihnen registrierte Waffe erneut zur Reparatur bringt.<br />
Dies geht allerdings nur, wenn die Waffe sich noch in genau dem Zustand<br />
befindet, in dem sie unter der „alten“ NWR-ID ins Ausland überlassen wurde.<br />
Wurde die Waffe zum Beispiel im Ausland in wesentlichen Eigenschaften<br />
verändert, indem sie umgebaut oder ein wesentliches Waffenteil getauscht<br />
wurde, so sind die unter der W-ID gespeicherten Daten – zum Beispiel<br />
Waffentyp oder Kaliber oder Seriennummer – nicht mehr zutreffend.<br />
Ist dies der Fall, kann auch bei vorliegender W-ID diese nicht mehr verwendet<br />
werden und die Waffe muss inklusive aller verbauten Teile neu im NWR<br />
erfasst werden.<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © VDB
VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 19<br />
Verwenden Sie die vorhandene W-ID also nur, wenn Sie sich ganz sicher<br />
sind, dass die im NWR gespeicherten Waffendaten mit der Ihnen vorgelegten<br />
Waffe übereinstimmen.<br />
Sollte es sich um eine Waffe handeln, die Sie beispielsweise am 1. September<br />
2020 nur mit einer W-ID als Bestand gemeldet und sie später ins Ausland<br />
überlassen haben, so müssen Sie beim Rückerwerb dieser Waffe neben<br />
der W-ID nun auch alle wesentlichen Waffenteile erfassen. Diese<br />
bekommen nach Ihrer Meldung jeweils eine T-ID.<br />
Inländische Waffe wird zur Reparatur ins Ausland geschickt<br />
Aber auch der umgekehrte Fall ist natürlich möglich. Eine inländische und<br />
damit im NWR erfasste Waffe wird zur Reparatur ins Ausland geschickt.<br />
Hierbei ist natürlich zuerst wie bei einem Verkauf ins Ausland das Überlassen<br />
an den Erwerber im Mitgliedsstaat (Überlassungsart #5) oder im Drittstaat<br />
(Überlassungsart #6) zu melden.<br />
Nun muss unterschieden werden, ob im Ausland Änderungen an den wesentlichen<br />
Eigenschaften der Waffe vorgenommen werden. Ist dies nicht<br />
der Fall, weil beispielsweise nur ein Gewinde geschnitten wird, so kann die<br />
Waffe nach der Reparatur unter der vorhanden W-ID wieder zurückerworben<br />
werden, da die zu dieser ID im NWR gespeicherten Daten mit den Eigenschaften<br />
der Waffe noch übereinstimmen.<br />
Wurde aber im Ausland eine Änderung an der Waffe vorgenommen, sei es<br />
durch einen Umbau oder den Austausch eines wesentlichen Waffenteils, so<br />
ist ein anderes Vorgehen nötig. Denn nun stimmen die unter der W-ID gespeicherten<br />
Daten im NWR nicht mehr mit den Eigenschaften der Waffe<br />
überein, die aus dem Ausland zurückkommt. Beim Erwerb darf deshalb die<br />
alte W-ID nicht mehr verwendet werden, die Waffe wird in ihrem neuen<br />
technischen Zustand neu im NWR registriert. Dieses Vorgehen soll laut<br />
Fachlicher Leitstelle, „deutlich machen, dass sich die Waffe bei der Wiedereinfuhr<br />
in einer anderen technischen Konstellation befindet, als sie sich<br />
zum Zeitpunkt der Ausfuhr befunden hat“.<br />
Natürlich ist es hier dann auch nötig, alle verbauten wesentlichen Waffenteile<br />
ebenfalls zu erfassen.<br />
Was tun mit einer inländischen Kundenwaffe?<br />
Ganz egal, ob Sie eine Kundenwaffe zur Reparatur im In- oder Ausland annehmen,<br />
die Reparaturannahme melden Sie immer als „Erwerb vom WBK-<br />
Inhaber, die Überlassung unterliegt keiner Anzeigepflicht“. Denn die unmittelbare<br />
Übergabe zur Reparatur muss der Kunde seiner Waffenbehörde<br />
nicht anzeigen.<br />
Werden im Ausland nun keine meldepflichtigen Änderungen vorgenommen<br />
und damit auch keine wesentlichen Eigenschaften der Waffe verändert,<br />
wurde also zum Beispiel wieder nur ein Gewinde geschnitten, so erwerben<br />
Sie die Waffe aus dem Ausland unter der alten W-ID wieder zurück. Sie können<br />
sie nun als „Überlassen an WBK-Inhaber, der Erwerb unterliegt keiner<br />
Anzeigepflicht“ zurück an den Kunden überlassen, da sich die Waffe meldetechnisch<br />
in keinem anderen Zustand befindet, als sie sich bei Abgabe an<br />
Sie befunden hat.<br />
Überlassen Sie aber eine Kundenwaffe zur Reparatur ins Ausland, um<br />
dort einen Umbau oder den Austausch eines wesentlichen Waffenteils<br />
vornehmen zu lassen, so erhält diese eine neue ID. Insofern müssten Sie<br />
in diesem Fall die Rücküberlassung an den Kunden auch als „Überlassen<br />
an WBK-Inhaber oder Inhaber einer Anzeigebescheinigung“ melden<br />
und nicht als „Überlassen an WBK-Inhaber, der Erwerb unterliegt keiner<br />
Anzeigepflicht“, denn der Kunde muss zur Waffenbehörde gehen und<br />
den Rückerwerb anzeigen. Je nach Art der Reparatur bzw. des Umbaus<br />
kann es natürlich sogar sein, dass der Waffenbesitzer eine neue Erwerbsberechtigung<br />
für den Erwerb der reparierten bzw. umgebauten<br />
Waffe braucht.<br />
Für jede Reparatur Einfuhr- bzw. Verbringungserlaubnisse?<br />
Da bei jeder Reparatur über Landesgrenzen hinweg in der Regel zwei<br />
Grenzübertritte erfolgen, ist hier auf jeden Fall eine Verbringungserlaubnis<br />
erfordern. Einzige Ausnahme gemäß Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt<br />
2 Nr. 8 WaffG ist die Ausfuhr in Drittstaaten, die als erlaubnisfrei<br />
eingestuft ist.<br />
NWR-Praxistipp 8<br />
Bestandsmeldung nach<br />
dem 1. März <strong>2021</strong>?<br />
Bilder: © VDB<br />
Waffenrechtlich ist die Bestandsmeldung des Handelsbestandes in § 58<br />
Abs. 19 WaffG geregelt. Danach waren Waffenhersteller und -händler (HuH)<br />
verpflichtet, sämtliche fertiggestellten, erlaubnispflichtigen Waffen und separaten<br />
wesentlichen Waffenteile, die sich bereits am 1. September 2020 in<br />
ihrem Warenbestand befanden, bis zum 1. März <strong>2021</strong> elektronisch mittels der<br />
Bestandsdatenmeldung an das Nationale Waffenregister zu melden. Diese<br />
Frist ist inzwischen abgelaufen.<br />
www.wm-intern.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 20 VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
Was tun, wenn noch nicht alle Bestandswaffen gemeldet wurden?<br />
Konnten Sie nicht alle Waffen oder Waffenteile in der gesetzlichen Frist melden,<br />
wenden Sie sich an Ihre zuständige Waffenbehörde. Legen Sie dort die<br />
Gründe dar, weshalb die Bestandsmeldungen nicht fristgerecht vollständig<br />
erfolgen konnten. Bestenfalls eröffnen Sie Ihrer Behörde direkt ein Konzept<br />
für die Nachmeldung der noch fehlenden Waffen und/oder Waffenteile.<br />
Denn es liegt im Ermessen der Waffenbehörde, ob die nicht fristgerechte Anzeige<br />
sanktioniert oder die Frist zum Beispiel mangels Vorsatz oder Fahrlässigkeit<br />
verlängert und damit auf die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens<br />
verzichtet wird. Denn die nicht fristgerechte Bestandsmeldung stellt entsprechend<br />
§ 53 Abs. 1 Nr. 8 WaffG eine Ordnungswidrigkeit dar, da der in § 58 Nr. 19<br />
WaffG genannten Anzeigepflicht nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in der<br />
vorgeschriebenen Weise oder nicht fristgerecht nachkommen wurde.<br />
Gibt es damit den Meldeanlass „Bestand erfassen“ nicht mehr?<br />
Technisch gesehen besteht die Möglichkeit, Waffen oder Waffenteile als Bestand<br />
zu erfassen, auch nach dem 1. März <strong>2021</strong> uneingeschränkt fort. Denn<br />
der Meldeanlass wird weiterhin benötigt, um zum Zusammenbau modularer<br />
Waffen eine Waffenhülle zu erstellen oder in ganzen Waffen verbaute Waffenteile<br />
nachzuregistrieren.<br />
Haben Sie also fristgerecht Ihren Bestand an ganzen Waffen im NWR erfasst<br />
oder nach dem 1. September 2020 eine Waffe nur mit W-ID angekauft, so<br />
können Sie weiterhin über „Bestand erfassen“ die verbauten Waffenteile im<br />
NWR registrieren, sie anschließend der Waffe hinzufügen und diese dann<br />
zerlegen, Waffenteile tauschen oder ä hnliches. Eine Ordnungswidrigkeit<br />
liegt in diesen Fällen nicht vor.<br />
Neue VDB-Mitglieder – wir stellen vor:<br />
Mohring Jagdwaffen<br />
„Besuchen Sie uns auf Gut Basthorst!“<br />
– so einladend klingt es<br />
auf der Homepage von „Mohring<br />
Jagdwaffen“. Seit Ende 2016 befindet<br />
sich hier – idyllisch im<br />
Herzogtum Lauenburg gelegen<br />
und ca. 30 Minuten von der<br />
Hamburger Innenstadt entfernt,<br />
direkt an der A24 – die Büchsenmacherei<br />
von Maximilian Mohring.<br />
Von der Reparatur und Zielfernrohrmontagen<br />
über Oberflächenveredelungen<br />
bis hin zur<br />
Anpassung alter Jagdwaffen und<br />
individuellen Neuanfertigungen<br />
bietet der Büchsenmacher aus<br />
Leidenschaft einen Fullservice rund um die Büchse oder Flinte in seiner<br />
Meisterwerkstatt. Hinzu kommt die Fertigung eines selbst entwickelten<br />
Schalldämpfers. Auch das Einschießen von Kundenwaffen gehört zum Portfolio.<br />
Darüber hinaus ist ein Ladengeschäft an die hauseigene Werkstatt<br />
angeschlossen, das dem Jagdinteressierten diverse Artikel namhafter Ausstatter<br />
im Jagdbereich bietet. Beratung und Verkauf von Zieloptiken, Nachtsichttechnik<br />
und Munition gehören zu den Kernkompetenzen des Büchsenmachermeisters.<br />
Waffenzubehör und Ausrüstungs-Accessoires für die Jagd<br />
können auf Wunsch ebenfalls bestellt werden. „Dabei liegt der Fokus ganz<br />
klar auf der Anfertigung von Custom-Waffen, etwa auf Basis alter Systeme wie<br />
Sauer 80/90 oder 98er Systeme, und Neuschäftungen aus edlen Hölzern, um<br />
für jeden Anspruch die perfekte Jagdwaffe zu konfigurieren. Die Einzelanfertigung<br />
von Doppelbüchsen bzw. traditionellen Kipplaufwaffen stellt auch für die<br />
moderne Jägerschaft eine handwerklich anspruchsvolle und hochwertige Alternative<br />
zu industriell gefertigten Waffen dar“, so der Inhaber und passionierte<br />
Jäger. Um sich auch die angemessene Zeit für die individuellen Wünsche<br />
und Bedürfnisse der Kunden nehmen zu können, gibt es bei „Mohring Jagd-<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © Mohring Jagdwaffen
VERBAND DEUTSCHER BÜCHSENMACHER UND WAFFENFACHHÄNDLER<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 21<br />
waffen“ keine festen Öffnungszeiten,<br />
sondern die Beratung,<br />
der Verkauf sowie das<br />
Training mit der neu erworbenen<br />
Jagdbüchse finden nach<br />
persönlicher Terminabsprache<br />
an sieben Tagen die Woche<br />
statt.<br />
Erfahrung, feinste Handwerkskunst<br />
und persönliche Hingabe<br />
bei jedem Projekt sind das<br />
Geheimnis des Büchsenmachermeisters<br />
Maximilian Mohring, der viel Wert auf Präzision und Qualität legt.<br />
Und so entstehen in seinem Ausbildungsbetrieb auf Gut Basthorst stets hochwertige<br />
Einzelstücke sowie stilvolle Sonderlösungen für anspruchsvolle Jäger.<br />
Kontakt<br />
Mohring Jagdwaffen<br />
Inhaber: Maximilian Mohring<br />
Auf dem Gut 4<br />
21493 Basthorst<br />
Telefon: <strong>04</strong>159/8256661<br />
info@mohring-jagdwaffen.de<br />
www.mohring-jagdwaffen.de<br />
Öffnungszeiten: Termine nach Absprache 7 Tage die Woche<br />
mvc<br />
Bilder: © VDB<br />
Neues aus der Bundesgeschäftsstelle in Marburg<br />
Kleine Lage<br />
Die Tage sind gut gefüllt und ereignisreich. Da fragt man sich so manches<br />
Mal, wie wir früher, die für diese Jahreszeit übliche Reisetätigkeit mit langen<br />
Autofahrten usw. noch unterbekommen haben. In Marburg liegen wir in den<br />
letzten Zügen für die Vorbereitung unserer Mitgliederversammlung. Der ursprüngliche<br />
Plan dazu ist von einem deutlich entspannten Seuchengeschehen<br />
ausgegangen und wir hatten gehofft, die Versammlung hybrid, also live<br />
und gleichzeitig online durchführen zu können. Leider besteht diese Option<br />
nicht und Präsident Jürgen Triebel musste die Veranstaltung folglich wieder<br />
zu einer interaktiven Online-Konferenz umgestalten lassen. Hierbei kommt<br />
dem VDB die Erfahrung der letzten Mitgliederversammlung im Jahr 2020<br />
zugute, die ebenfalls rein online stattgefunden hat. Wie in unseren Webseminaren<br />
wird Ihnen vor und während des Livestreams wieder einer unserer<br />
Mitarbeiter als technischer Support zur Verfügung stehen. Somit freuen wir<br />
uns auf eine rege Beteiligung an der zweiten Online-Versammlung unseres<br />
Verbandes.<br />
Qualifikation und Kompetenz<br />
Sicher haben Sie es schon bemerkt, dass der VDB hat sein Angebot an Webseminaren<br />
speziell für den Waffenfachhandel weiter ausgebaut hat. Die Veranstaltungstermine<br />
bringen wir seit Kurzem auch regelmäßig in den Ausgaben<br />
von WM-<strong>Intern</strong>. Sie sind also monatlich auf dem Laufenden, wenn sie<br />
einfach nur in unser Mitteilungsorgan schauen. Sollten Sie weitere Fachhandelsthemen<br />
haben, die wir in einem VDB-Webseminar aufbereiten sollten,<br />
dann lassen Sie uns das bitte wissen. Dazu am besten gleich eine Mail<br />
an kooperation@vdb-waffen.de mit dem entsprechenden Themenwunsch<br />
absenden.<br />
Die Sache mit den Schnelltests<br />
Die Politik in Bund und Ländern propagiert Corona-Schnelltests als Krücke,<br />
um den Einzelhandel sicherer zu machen. Der Haken ist, dass es diese<br />
Schnelltests entweder tatsächlich nicht in ausreichender Menge gibt oder<br />
www.wm-intern.de<br />
die Hersteller dieser Tests gerade in Goldgräber-Stimmung sind und den<br />
Preis künstlich hoch halten wollen. Unsere Recherche nach einem Zulieferer<br />
mit attraktiven Konditionen für Mengenabnahmen durch den VDB verlief<br />
ohne brauchbares Ergebnis. Dazu hatten wir Sie ja bereits in einem Newsletter<br />
informiert. In diesem Heft liefern wir Ihnen wie angekündigt noch die<br />
Ergebnisse der VDB-Umfrage zu Ihrer Einschätzung bezüglich der Schnelltests<br />
im Einzelhandel. Darüber hinaus bleibt der VDB natürlich hinsichtlich<br />
der zentralen Beschaffung dieser Tests am Ball und informiert, sobald wir<br />
ein wirtschaftlich sinnvolles Herstellerangebot erhalten.<br />
Wir waren dabei: Road to IWA Studio Edition<br />
Vielleicht waren Sie unter den knapp 5.000 Zuschauern der Studio Edition?<br />
Dann haben Sie vielleicht auch den VDB-Talk zu den Herausforderungen im<br />
Fachhandel verfolgen können. Die Vorgabe war ja, alle Inhalte in englischer<br />
Sprache zu präsentieren, um dem internationalen Publikum der IWA entgegenzukommen.<br />
Fast wie erwartet haben wir einiges an Feedback aus dem<br />
deutschen Fachhandel bekommen, in dem angeregt wird, die Inhalte doch<br />
noch einmal in deutscher Sprache und etwas ausführlicher aufzubereiten.<br />
Diese Anregung verstehen wir als Auftrag, den wir gerne ausführen. Bitte<br />
geben Sie uns dazu noch die wenigen Wochen Zeit, die der Relaunch von<br />
„ProGun – Der VDB <strong>Waffenmarkt</strong>“ benötigt. Dann können wir das komplette<br />
Projekt mit allen Nutzungsoptionen und praktischen Anleitungen für den<br />
Fachhandel darstellen.
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 22 TERMINE I APPOINTMENTS<br />
Termine<br />
Nachberichterstattung OHC <strong>2021</strong><br />
Am 4. und 5. März war es soweit: Die OHC<br />
<strong>2021</strong> öffnete ihre digitalen Pforten und lud<br />
interessierte Besucher ein, sich die Neuheiten<br />
der zehn teilnehmenden Aussteller<br />
anzusehen, durch die Lobby und die Messehalle<br />
zu schlendern und mit den Akteuren<br />
per Chat oder Videocall in Kontakt zu<br />
treten.<br />
Erst durch die Lobby, in der man sich<br />
einen ersten Überblick verschaffen<br />
konnte, dann in die virtuelle Messehalle,<br />
vom heimischen Rechner aus.<br />
Thomas Schneider, Geschäftsführer der<br />
EUROHUNT GmbH<br />
(einer der drei Veranstalter der Messe)<br />
„Wir sind von der sehr positiven Resonanz sowohl von der Aussteller- als<br />
auch von der Besucherseite begeistert. Wir möchten uns hiermit noch einmal<br />
bei allen Besuchern bedanken. Wir wollen das Konzept definitiv weiter<br />
ausbauen und verfeinern, um ein noch besseres Erlebnis für alle Besucher<br />
zu schaffen. Eine Herbstausgabe ist bereits in Planung. Seien Sie gespannt.“<br />
Was nehmen wir als Eurohunt GmbH aus der Veranstaltung unserer ersten<br />
digitalen Messe mit?<br />
- 3D-Modelle verbessern die digitale Produktsichtbarkeit.<br />
- AR-Modelle (Augmented Realitiy) fördern den tatsächlichen Produktverkauf<br />
und machen die Präsentation realitätsnah.<br />
- Trotz der fehlenden direkten Begegnung kann durch digitale Avatare und<br />
Dialoge per Videochat eine persönlichere Atmosphäre geschaffen werden.<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © VDB Andrey Popov – Adobe Stock, © Eurohunt
TERMINE I APPOINTMENTS<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 23<br />
Sollten Sie an einer digitalen Lösung für Ihr Unternehmen interessiert sein<br />
(virtueller Showroom oder einem Messestand), können Sie sich an folgenden<br />
Kontakt wenden (info@eurohunt.de).<br />
www.eurohunt.de<br />
Dr. Thomas Haas, Geschäftsführer der Dentler Jagdwaffen GmbH (Aussteller)<br />
„Wir als Hersteller sind von dem Event und der dahinterstehenden Technologie<br />
als raum- und zeitauflösendem Instrument für die Produkt- und Markenkommunikation<br />
mit dem professionellen Fachhandel absolut überzeugt.<br />
Das ist mit absoluter Sicherheit ein wichtiger Baustein im Dentler-Marketing<br />
unserer innovativen Zukunft.“<br />
www.dentler-jagdwaffen.de<br />
Es gab die Möglichkeit, als Besucher sich eine Visitenkarte bzw. ein eigenes<br />
Profil anzulegen. Das war schnell und einfach gemacht und schon ging es los.<br />
Die virtuelle Messe war wie eine richtige Messe. Man konnte sich virtuell frei<br />
bewegen und an Ständen herumschlendern, Videos oder Werbungen betrachten,<br />
aber natürlich auch Produkte dreidimensional anschauen oder am<br />
Rechner bewegen.<br />
Eine neue AR-Funktion ermöglichte über das Scannen eines QR-Codes das<br />
Produkt mit seinem Handy in seinem eigenen Raum zu betrachten.<br />
Es war faszinierend, denn selbst der Hirsch tauchte in unserem Ladengeschäft<br />
ab und zu auf und man konnte um ihn herumlaufen und ihn aus mehreren<br />
Ansichten betrachten. Was wir auch mit Kunden gemeinsam ausprobierten.<br />
Wir hatten mehrere fruchtbare Videogespräche mit Dr. Thomas Haas von<br />
Firma Dentler, Joachim Lerg und Thomas Schneider von Eurohunt und natürlich<br />
mit Claudia Jahn von WM-<strong>Intern</strong>, was unser Messefeeling deutlich<br />
erhöht hat. Sicherlich werden die Möglichkeiten mit steigender Datenübertragung<br />
und besseren Rechenleistungen zunehmen.<br />
Diese Messe hat für mich persönlich eine Aussicht gezeigt, wo der Weg hingehen<br />
kann und auch wird. Ich habe daraus wertvolle Erkenntnisse gezogen<br />
und meinen Schalter schon umgelegt.<br />
Herzlichen Dank für die Einladung und das Engagement, wir kommen wieder.“<br />
www.waffenland.de<br />
Oliver Kratochwil Inhaber Waffen-Landmesser<br />
(Besucher)<br />
„Am 5. März <strong>2021</strong> war ich Besucher der ersten<br />
Outdoor & Hunting Convention.<br />
Die Einladung war vielversprechend und da<br />
ich selbst auf der Suche war nach Umsetzungsmöglichkeiten<br />
zum Thema digitaler Messen<br />
bzw. digitaler Produktpräsentationen, hatte<br />
ich mir den Termin im Kalender dick<br />
angestrichen.<br />
Claudia Jahn und Roland Zobel von WM-<strong>Intern</strong> besetzten den Stand des VDB<br />
und von WM-<strong>Intern</strong>.<br />
Bilder: © Eurohunt, ©Waffen Landmesser<br />
Umfrage<br />
Eine Befragung, die am Infopoint hinterlegt wurde, hat folgende Ergebnisse<br />
geliefert:<br />
Würden Sie die OHC erneut besuchen?<br />
Ja: 100 %<br />
Nein: null %<br />
Wie empfanden Sie die Steuerung beim virtuellen Rundgang der<br />
Messe?<br />
Einfach: 80 %<br />
Gewöhnungsbedürftig: 20 %<br />
Schwer: 0 %<br />
www.wm-intern.de<br />
Wie empfanden Sie die Umsetzung (Messestände, Funktionen etc.)<br />
der OHC?<br />
Sehr gut: 80 %<br />
Gut: 20 %<br />
Ok: 0 %<br />
Schlecht: 0 %<br />
Sehr schlecht: 0 %<br />
Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie für uns?<br />
- Noch mehr Aussteller mit aufnehmen
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 24 TERMINE I APPOINTMENTS<br />
Frauenpower virtuell<br />
Der echte Frauenpower-Stammtisch konnte auch <strong>2021</strong> leider nicht<br />
stattfinden. Aber Frauenpower hat keine Pause. Daher haben wir die<br />
Freuen einfach virtuell und jeder für sich gefeiert.<br />
www.wm-intern.de<br />
WM-<strong>Intern</strong>-Autor Christoph Daim<br />
prostete aus Wien vom Balkon.<br />
Bilder: © Screenshots, © VDB, © Christoph Daim, © NürnbergMesse<br />
Aus dem VDB-Studio grüßten Roland Zobel, WM-<strong>Intern</strong>, Benia Hüne und Ingo<br />
Meinhard vom VDB nach der IWA Stueio Edition.<br />
Das IWA-Team lässt sich das Feiern sowieso<br />
nicht verbieten.<br />
www.wm-intern.de
IWA OUTDOORCLASSICS<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 25<br />
XXX<br />
IWA OUTDOORCLASSICS<br />
Anders als sonst, aber dennoch mit IWA Feeling<br />
Am 12. März war die Branche zu Gast in Nürnberg<br />
Es war das gewohnte IWA-Wochenende<br />
im März und dennoch<br />
lief es diesmal genauso anders –<br />
wie derzeit alles irgendwie anders<br />
läuft. Anstelle voller Hallen<br />
und imposanter Messestände gab es am IWA-Freitag eine Online-Liveshow<br />
mit Diskussionsrunden, Produktvorstellungen, Impulsvorträgen<br />
und Talks zu Themen unserer Branche.<br />
Bilder: © NürnbergMesse<br />
Das engagierte Team um Rebecca Schönfelder hatte die Herkules-Aufgabe<br />
zu stemmen, eine internationale Fachmesse ohne Messe in Szene<br />
zu setzen. Dabei ging es nicht darum, eine Alternative zum Messegeschäft<br />
aus dem Hut zu zaubern, denn die NürnbergMesse setzt ganz<br />
unmissverständlich darauf, Fachmessen mit Ausstellern und Besuchern<br />
durchzuführen, sobald die Pandemielage es erlaubt. Die Lösung war die<br />
Road to IWA 2022 Studio Edition.<br />
Schon dieser Titel verrät, dass es sich<br />
hierbei um einen Zwischenschritt<br />
handelt, um die Branche nicht zwei<br />
Jahre einfach allein zu lassen. So kam<br />
die Branche am 12. März <strong>2021</strong> zu einem<br />
spektakulären virtuellen Event zusammen.<br />
Der Livestream aus Diskussionsrunden<br />
und Produktvorstellungen<br />
lockte rund 5.000 Teilnehmer ins virtuelle<br />
Auditorium. Über 40 Unternehmen<br />
vom Marktführer bis zum Newcomer<br />
wirkten an der Gestaltung des<br />
Programms mit. Die Speaker und Moderator<br />
Matt L. Beadle sorgten für echtes<br />
Community-Feeling und schürten<br />
die Vorfreude auf ein Wiedersehen zur<br />
IWA OutdoorClassics 2022.<br />
www.wm-intern.de<br />
Rebecca Schönfelder,<br />
Executive Director<br />
IWA OutdoorClassics<br />
„Was für ein Fest für die Branche! Der<br />
heutige Tag hat bewiesen, dass die<br />
IWA-Community zusammenhält – und<br />
mit Innovationen, Herzblut und Optimismus<br />
für den Jagd- und Schießsport<br />
am Ball bleibt“, summiert Rebecca<br />
Schönfelder, Executive Director IWA OutdoorClassics, NürnbergMesse.<br />
„Besonders begeistert haben mich die Vielfalt der<br />
Beiträge, der Mut und die Kreativität der Firmen sowie die vielen<br />
persönlichen Grüße aus aller Welt! Ich bedanke mich ausdrücklich<br />
bei allen Ausstellern, Teilnehmern und dem gesamten<br />
Team für das einmalige Erlebnis. Dieses Momentum nehmen<br />
wir mit für die weiteren Aktivitäten auf der Road to IWA 2022.“<br />
<strong>Intern</strong>ationales Publikum im virtuellen<br />
Auditorium<br />
Die IWA Studio Edition setzte einen<br />
glanzvollen Auftakt für die Veranstaltungsserie<br />
„Road to IWA 2022“, die<br />
mit digitalen und physischen Events<br />
die Wartezeit bis zur IWA Outdoor-<br />
Classics 2022 überbrücken wird. Aus<br />
80 Ländern kamen die Zuschauer<br />
des Livestream und belegten damit<br />
das internationale Interesse an der<br />
Leitmesse der Branche in Deutschland.<br />
Sie alle erlebten ein abwechslungsreiches<br />
Programm in einem stimmigen<br />
und innovativen Rahmen: Moderator<br />
Matt L. Beadle führte kurzweilig<br />
durch das Programm aus Fakten,
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 26 IWA OUTDOORCLASSICS<br />
Neuheiten und anregenden Diskussionsrunden im Studio Dome, einer extra<br />
geschaffenen virtuellen Outdoor-Bühne. Beiträge aus aller Welt sorgten für<br />
Abwechslung und den entspannten Groove hinein ins Wochenende.<br />
Das heiße Pflaster: der virtuelle Studio Dome<br />
Hier stellten die beteiligten Unternehmen ihre Neuigkeiten und Produkte<br />
vor. Aussteller Umarex hatte dazu extra einen Messestand quasi als Schaufenster<br />
für die Welt aufgebaut. Tammo Lüken, Head of Category Management<br />
Hunting & Nature beim Unternehmen Zeiss, trat zum Expert Talk im<br />
Studio Dome an und bot exklusive Einblicke in die Entwicklungsarbeit im<br />
Bereich Nachtsicht. Auch Bernhard Knöbel, CEO der Carl Walther GmbH,<br />
stellte Brand Insights und Neuigkeiten vor. Das Unternehmen Savage Arms<br />
schickte Branchenexperten Jens Tigges (Outdoor Marketing <strong>Intern</strong>ational)<br />
als versierten Markenbotschafter in den Ring.<br />
Für Staunen und Kribbeln in den Fingern sorgte die Präsentation „No limits:<br />
Rifles with Passion“, die einige der edelsten Waffenschmieden<br />
und ihre hoch individuellen Produkte vorstellte. Beim „Speed Dating<br />
with IWA-Newbies“ stellten sich Neuzugänge wie Liqui Moly, Rodale,<br />
Lockboxx, Tactical Workshop Hoffmann, ICU Server und Viking X dem<br />
Voting des Publikums. Nach einem kurzen Pitch jedes Unternehmens<br />
konnten die Zuschauer abstimmen und wählten VikinX („Vote the best“)<br />
zum Gewinner.<br />
Nachhaltigkeit und Fachhandel: Das diskutiert die Branche<br />
Wo steht die Jagd- und Outdoor-Industrie aktuell in Sachen Nachhaltigkeit?<br />
Diese spannende Frage stellten sich Top-Branchenvertreter in einer Diskussionsrunde<br />
gleich zu Beginn der IWA Studio Edition. Mit dabei: Christiane<br />
Dolva Törnberg, Head of Sustainability bei Fjällräven, Stefan Hämmerle,<br />
Member of the Executive Board bei Swarovski Optik, Jan Lorch, CSO & CSR<br />
bei VAUDE, Stefan Meier, Director Marketing & Sales bei GRUBE und Martin<br />
Fehringer, Director Sales bei Steyr Arms.<br />
Dabei loteten die Experten Wege zu mehr Nachhaltigkeit aus, beschrieben<br />
aber auch, was schon geleistet wurde.<br />
In einer weiteren Talkrunde kamen VDB und WM-<strong>Intern</strong> mit dem Thema „Die<br />
Zukunft des Fachhandels“ zu Wort. Im Beitrag „Let’s talk about retail challenges<br />
tomorrow“ gaben Ingo Meinhard, CEO beim VDB und Roland Zobel,<br />
Senior Consultant bei WM-<strong>Intern</strong>, Impulse für den „Handel 4.0“ in einer Zeit<br />
mit beziehungsweise nach der Pandemie.<br />
Road to IWA OutdoorClassics 2022<br />
Die IWA Studio Edition ist Teil der Veranstaltungsreihe „Road to IWA OutdoorClassics<br />
2022“, die bis zum Start der Fachmesse im März 2022 regelmäßige<br />
Online-Live-Talks und Veranstaltungen umfasst. Alle Aktivitäten und<br />
Veranstaltungen der „Road to IWA OutdoorClassics 2022“ finden sich unter:<br />
www.iwa.info<br />
Teilnehmer der IWA Studio Edition<br />
Albrecht Kind GmbH<br />
all4shooters<br />
ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG<br />
Browning<br />
Bushnell<br />
FAUSTI<br />
Fjällräven<br />
Frankonia<br />
Fritzmann, Georg & Söhne GmbH<br />
GAMO OUTDOOR<br />
GLOCK Ges.m.b.H<br />
GPO German Precision Optics<br />
GRUBE<br />
Helikon-Tex<br />
Hornady<br />
Mfg. Company<br />
Hunitivity Group GmbH<br />
ICUserver<br />
Krieghoff GmbH<br />
Lapua Leupold<br />
LIQUI MOLY GmbH<br />
LockBoxx<br />
Longthorne Gunmakers Ltd<br />
Peter Hofer Jagdwaffen<br />
Pinewood AB<br />
PULSAR<br />
Roedale GmbH & Co. KG<br />
RUAG Ammotec GmbH<br />
Savage<br />
Sellmark<br />
SWAROVSKI OPTIK TACTICAL<br />
WORKSHOP HOFFMANN<br />
Tasmanian Tiger<br />
Umarex GmbH & Co. KG<br />
VAUDE Sport GmbH & Co. KG<br />
Vihtavuori<br />
VikinX<br />
WAIMEX Jagd-und Sportwaffen<br />
GmbH<br />
Carl Walther GmbH<br />
Winchester<br />
ZEISS<br />
VDB - Verband Deutscher Büchsenmacher<br />
und Waffenfachhändler<br />
e.V.<br />
WM-<strong>Intern</strong><br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © NürnbergMesse
HANDWERK I HANDCRAFT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 27<br />
HANDWERK<br />
Funktionskontrolle an der Auswerferei<br />
eines Kipplaufsystems Teil 2<br />
Bilder: © Jahr Top Special Verlag, © Ingo Rottenberger<br />
2. Korrektur am Spannhebel<br />
Am Spannhebel wird ein zu früher Auswurf nur korrigiert, um eine Feinstabstimmung<br />
vorzunehmen, das heißt, nur um beide Ejektoren gleichzeitig<br />
auswerfen zu lassen. Die kleine Spannhebelspitze lässt keine größere<br />
Korrektur zu. Es muss hierbei an der Anlagefläche zum Auswerferschlagstück<br />
nachgearbeitet werden (siehe Abb. 15).<br />
www.wm-intern.de<br />
Bild 15: Korrektur des Auswurfzeitpunktes<br />
am Spannhebel<br />
Beachte:<br />
Es ist vollkommen ausreichend,<br />
nur im Anlagebereich der Krallen<br />
die Spannhebelspitzen zu befeilen,<br />
um so viel wie möglich an<br />
Querschnitt zu belassen.<br />
Auswurf zu spät<br />
Erfolgt der Auswurf zu spät oder überhaupt nicht, so machen sich folgende<br />
Reparaturen notwendig:<br />
Korrektur an der Auswerferfeder<br />
1. Die Auswerferfeder muss an der Oberseite befeilt werden. Dabei ist zu<br />
berücksichtigen, dass durch das Befeilen der gesamten oberen Fläche es<br />
dazu kommen kann, dass der Federheber nicht mehr weit genug überhebt.<br />
Deshalb sollte, wenn möglich, eine Korrektur erst hinter der Auflage des Federhebers<br />
erfolgen.<br />
Bild 16: Korrektur an der Auswerferfeder<br />
bei zu spätem Auswurf<br />
Der rote Pfeil kennzeichnet die neue Auslösekante. Diese sollte nicht zu<br />
häufig erfolgen, weil sonst die Kraftübertragung auf die Auswerferschlagstücke<br />
immer geringer wird.<br />
2. Sollte eine Korrektur an der im System eingebauten Auswerferfeder nicht<br />
mehr möglich sein, muss eine neue Feder eingepasst und in Funktion gebracht<br />
werden.<br />
Dauerauswerfer<br />
Ein Dauerauswerfer ergibt sich meist immer dann, wenn aufgrund einer Reparatur<br />
der Spannhebel, das Auswerferschlagstück oder beide ersetzt werden<br />
mussten. In diesem Fall sind die Spitzen am Auswerferschlagstück<br />
und/oder am Spannhebel noch zu lang. Durch vorsichtiges Kürzen kann<br />
dieser Mangel beseitigt werden, wobei immer darauf zu achten ist, dass im<br />
abgeschlagenen Zustand des Systems der Spannhebel noch etwa 1mm unter<br />
die Kralle des Auswerferschlagstückes untertritt.<br />
Dauerfänger<br />
Ein Dauerfänger deutet in der Regel auf zu kurze oder abgebrochene Spannhebelspitzen<br />
oder Auswerferschlagstückkrallen hin. Eine Reparatur ist<br />
meist nur durch den Ersatz der Spannhebel und/oder Auswerferschlagstücke<br />
möglich.<br />
Kein Spiel in der Spannhebelrast<br />
Wie bereits oben erwähnt, ist dieser Mangel sehr häufig die Ursache dafür,<br />
dass die bei einer Reparatur nachträglich eingebauten Auswerferschlagstücke<br />
oder Spannhebel bei der ersten Funktionskontrolle nach dem Härten<br />
und Anlassen wegbrechen. Damit dies vermieden wird, muss immer vor<br />
dem Einsetzen der Auswerferfedern überprüft werden, ob im völlig geöffneten<br />
Zustand der Waffe, die eingetretenen Krallen des Auswerferschlagstückes<br />
ein geringfügiges Spiel in der Aussparung der Spannhebel aufweisen.
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 28 HANDWERK I HANDCRAFT<br />
Ist das nicht der Fall, muss an der Innenseite der Spannhebelrast (siehe<br />
Abb. 17– roter Pfeil) bzw. an der Kralleninnenseite oder Krallenlänge nachgearbeitet<br />
werden (siehe Abb. 18).<br />
Auswerferteile auf dem Vorderschaft unterzubringen oder weil auf den aufwendig<br />
zu fertigenden Holland & Holland-Ejektor verzichtet wurde.<br />
Die für die Funktion wesentlichen Teile sind nachfolgend benannt:<br />
Ejektorkralle (siehe Abb. 20) und Feder Auszieher/Auswerfer mit Führungsstift<br />
(siehe Abb. 21) und Spiralfeder.<br />
Bild 20: Ejektorkralle<br />
Bild 17: Befeilen des Spannhebels Bild 18: Befeilen des Auswerferschlagstückes<br />
Federheber überhebt nicht<br />
Wenn der Federheber nicht weit genug überhebt, ist eine mögliche Ursache<br />
ein zu kurzer Spannzahn oder Federheber, der sich im Laufe der Jahre abgenutzt<br />
hat. Als Reparatur bleibt nur der Ersatz des Spannzahnes oder des<br />
Federhebers.<br />
Wird der Spannzahn ersetzt, muss dieser zuerst mit der Ausfallfläche verglichen<br />
werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass er den Öffnungswinkel<br />
begrenzt. Danach wird die Länge angebracht. Sie beträgt zwischen 3,8 mm<br />
und 4,0 mm, gemessen ab Scharnierradius. Nun wird die Stirnfläche des<br />
Zahnes annähernd quadratisch gefeilt (von der Unterseite zur Ausfallfläche<br />
hin) und danach die Form angearbeitet (siehe Abb. 19). Der Federheber<br />
muss in Verbindung mit dem Spannzahn ein noch ein fühlbares Spiel in Bewegungsrichtung<br />
aufweisen. Der Spannzahn ist im Anschluss zu härten<br />
und anzulassen.<br />
Bild 19: Kontur und Maße des Spannzahnes<br />
Spannzahn zu lang<br />
Ist der Spannzahn zu lang, hat das folgende Auswirkungen auf die Funktion:<br />
- der Vorderschaft lässt sich nur schwer auf den Lauf aufsetzen,<br />
- der Scharniergang geht schwer und ruckartig,<br />
- der Spannzahn kann brechen.<br />
Bild 21: Auszieher/Ejektor<br />
Dies bedeutet, dass der Schraubenfederejektor mit wesentlich weniger Teilen<br />
auskommt, als der Holland & Holland-Ejektor. Allerdings liegen die Auswerferteile<br />
auch unter ständiger Federspannung.<br />
Funktionsablauf<br />
Der Funktionsablauf ist ähnlich der Holland & Holland-Auswerferei. Beim<br />
Schließen des Systems durch die kreisförmige Bewegung der Basküle<br />
drückt der Scharnieransatz gegen den Auszieher und schiebt ihn gegen die<br />
Kraft der Auswerferfeder in das Auszieherbett. Während dieses Vorganges<br />
gleitet die durch den Auszieher nach unten gedrückte federgelagerte<br />
Ejektorkralle an der Unterseite des Ausziehers entlang und rastet in die<br />
Aussparung am Ejektor ein. Durch das weitere vollständige Schließen<br />
wird ein zusätzlicher Weg von etwa 5 mm durch den Auszieher zurückgelegt.<br />
Dieser Weg dient dazu, den Auszieher ohne Auswurf anheben zu lassen<br />
(siehe Abb. 22).<br />
Um das zu vermeiden, muss die Stirnfläche befeilt werden, um so den<br />
Spannzahn zu kürzen. Dabei sollte die angearbeitete Form der Funktionsfläche<br />
beibehalten werden.<br />
Schraubenfederejektor<br />
Der Schraubenfederejektor, auch Merkelejektor genannt, ist überwiegend<br />
bei Bockwaffen anzutreffen, weil hier meist keine Möglichkeit besteht, die<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © Ingo Rottenberger
HANDWERK I HANDCRAFT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 29<br />
Nach Schussauslösung und dem Abkippen des Laufes drückt der Spannhebel<br />
gegen die Ejektorkralle. Die sich drehende Kralle gleitet auf der<br />
Rastfläche des Auswerfers bis zum äußersten Punkt und tritt letztlich<br />
durch weitere Drehbewegung der Basküle aus dem Rastenbereich aus<br />
(siehe Abb. 23).<br />
Behebung von festgestellten Mängeln<br />
Grundvoraussetzung für das einwandfreie Funktionieren ist wie bei der Holland<br />
& Holland-Auswerferei die ordnungsgemäße Passung aller Funktionsteile<br />
und ein spielfreier, aber dennoch leichter Gang.<br />
Auswurf zu früh<br />
Erfolgt der Auswurf zu früh, gibt es zwei Möglichkeiten der Reparatur:<br />
1. Korrektur am Spannhebel<br />
Im Gegensatz zur Holland & Holland-Auswerferei muss fast die gesamte Abstimmung<br />
an der Spitze des Spannhebels vorgenommen werden. Durch<br />
vorsichtiges Befeilen der an der Ejektorkralle anliegenden Fläche des<br />
Spannhebels kann der Auswurfzeitpunkt in Richtung Öffnungswinkel korrigiert<br />
werden (siehe auch Abb. 15).<br />
Zustand der Auswerferei nach<br />
Schussauslösung und Öffnen der<br />
Läufe<br />
Wird kein Schuss abgegeben, so wird die Patrone um die schon erwähnten<br />
5 mm angehoben, damit der Spannhebel unter der Kralle hindurchgleiten<br />
kann und diese bei der Aufwärtsbewegung der Spannhebelspitze fängt. Der<br />
Auszieher wird durch die eingetretene Ejektorkralle am Auswurf gehindert<br />
(siehe Abb. 24).<br />
2. Korrektur an der Ejektorkralle<br />
An der Ejektorkralle kann auch ein zu frühes Auswerfen korrigiert werden.<br />
Allerdings ist darauf zu achten, dass beim Befeilen der Kralle nur der Teil<br />
bearbeitet wird, der nicht im Vorderschaft anliegt (siehe Abb. 25 – von er<br />
Anlage im Vorderschaft bis zur Krallenspitze). Ansonsten würde dies eine<br />
veränderte Stellung der Kralle nach sich ziehen. Unerwünschte Auswirkungen<br />
auf die Funktion wären die Folge (Kralle wird durch den zurückgleitenden<br />
Auszieher in eine geringfügige Drehbewegung versetzt).<br />
Korrektur eines zu frühen Auswurfes an der Ejektorkralle<br />
Bilder: © Ingo Rottenberger<br />
Zustand der Auswerferei ohne<br />
Schussauslösung im geöffneten<br />
System<br />
Durch die ständig unter der Kraft der Auswerferfedern liegenden Ejektoren<br />
werden auch die Spannhebelspitzen und die Ejektorkrallen mit einem wesentlich<br />
größeren Querschnitt und Länge gefertigt als an der Holland &<br />
Holland-Auswerferei.<br />
www.wm-intern.de<br />
Bei beiden Varianten ist darauf zu achten, dass die Spitzen nicht zu weit<br />
gekürzt werden und genügend Überdeckung im abgeschlagenen Zustand<br />
des Systems besitzen.<br />
Auswurf zu spät<br />
Erfolgt der Auswurf zu spät oder überhaupt nicht, so machen sich folgende<br />
Reparaturen notwendig:<br />
1. Korrektur am Spannhebel/Ejektorkralle<br />
Durch den Einbau eines neuen Spannhebels und/oder einer Ejektorkralle<br />
kann die fehlerhafte Funktion wieder korrigiert werden. Es ist darauf<br />
zu achten, dass genügend Material an den jeweiligen Spitzen von<br />
Spannhebel und Kralle vorhanden ist. Eine Korrektur durch Aufschwei-
1 1 2 2 3 3 4 4 5 5 6 6<br />
<br />
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Dienstag, Dienstag, 21. April 21. 2015 April 2015 11:45:35 11:45:35<br />
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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 30 HANDWERK I HANDCRAFT<br />
ßen an den betreffenden Stellen ist auf Grund des geringen Querschnittes<br />
nicht zielführend.<br />
2. Korrektur am Auszieher/Ejektorkralle<br />
Erfolgt der Auswurf der Ejektoren nur geringfügig zu spät, kann an den<br />
Funktionsflächen von Auszieher und/oder Kralle nachgearbeitet werden.<br />
Eine Diamantfeile oder neue Schlichtfeile ist vonnöten, da diese Stellen (siehe<br />
Abb. 26 und Abb. 27 – jeweils roter Pfeil) wärmebehandelt sind. Es ist zu<br />
berücksichtigen, dass von der Spitze der Rast die nachfolgende Fläche (roter<br />
Pfeil) leicht abfallend verlaufen sollte, um eine Beschädigung der Spitzen<br />
nach Auslösung weitestgehend zu vermeiden.<br />
Bild 26: Korrektur eines zu späten Auswurfes<br />
an der Ejektorkralle<br />
Bild 27: Korrektur eines zu späten Auswurfes am Auszieher/Ejektor<br />
Kein Spiel in der Spannhebelrast<br />
Auch beim Schraubenfederauswerfer müssen im völlig geöffneten Zustand<br />
der Waffe die eingetretenen Ejektorkrallen ein geringfügiges Spiel in der<br />
Aussparung der Spannhebel haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss<br />
an der Außenseite der Krallen (siehe Abb. 28) oder an der Innenseite der<br />
Spannhebel (siehe Abb. 17) nachgearbeitet werden. Unter Umständen lässt<br />
sich auch ein Kürzen der Kralle nicht vermeiden.<br />
Bild 28: Befeilen der Ejektorkralle zur Erreichung<br />
eines Spieles im geöffneten Zustand<br />
des Gewehres<br />
Härten und Anlassen der Funktionsteile<br />
Nach dem Härten und Anlassen der Funktionsteile sollten sich die im Eingriff<br />
stehenden Elemente mit einer neuen Schweizer Schlichtfeile gerade<br />
noch so bearbeiten lassen. Das entspricht einer Härte von 48 HRC bis maximal<br />
51 HRC.<br />
Auswurfzeitpunkt<br />
Der Zeitpunkt des Auswurfes hat dann zu erfolgen, wenn die Rasten von<br />
Schlagstück und Abzugsstange eingetreten sind und die Basküle so weit<br />
geöffnet ist, dass die Patronenhülse des unteren Laufes ohne Behinderung<br />
(„frei“) am oberen Rand des Systemkastens vorbeigeht, aber der Öffnungswinkel<br />
(„Ausfall“) noch nicht ganz erreicht worden ist. Nach dem Auswerfen<br />
soll sich die Basküle einen geringen Weg in Richtung Ausfall öffnen lassen.<br />
(Bild 1 bis 3, 5 bis 13,15,17,18,20 bis 28 aus „Jagdwaffenkunde“ von Willi<br />
Barthold)<br />
ab<br />
Seite 40<br />
Ein Inserat im Lieferanten-Lexikon – lohnt sich immer!<br />
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Ingo Rottenberger<br />
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Technik von Kurz- und Langwaffen<br />
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Bilder: © Ingo Rottenberger
WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 31<br />
WELT DER WIRTSCHAFT<br />
Das neue Einkaufs-„Erlebnis“<br />
Click & Collect, Click & Meet, Window-Shopping, Virtual-Shopping –<br />
die Namen sind vielfältig, doch die Idee dahinter ist eigentlich stets<br />
dieselbe: Kunden sollen weg vom anonymen Onlineshopping hin zum<br />
persönlichen Einkauf im stationären Handel (also im Geschäft „um die<br />
Ecke“) bewegt werden. Dank Stufenplan für Lockerungsstrategien ist<br />
dies seit einigen Wochen mancherorts auch möglich – jeweils abhängig<br />
von der Inzidenz, also der Zahl der Corona-Fälle über sieben Tage<br />
pro 100.000 Einwohner. Und so kommt der Einzelhandel zumindest teilweise<br />
mit ersten Öffnungsschritten wieder ein wenig in Schwung.<br />
Bilder: © BillionPhotos.com – Adobe Stock, © EHI<br />
Die Konsumenten freut das größtenteils, denn wie etwa das Marktforschungsinstitut<br />
Appinio in seinem wöchentlich erscheinenden „Corona-Report“<br />
feststellt, vermissen rund 75 % das Einkaufen in Geschäften und das<br />
Bummeln in der Innenstadt. 35 % geben an, vor Beginn der Pandemie dies<br />
mindestens einmal pro Woche getan zu haben. (Für mehr Einblick in das<br />
Konsumentenverhalten empfiehlt sich die Lektüre des gesamten „Corona-<br />
Reports“ von Appinio, der unter folgendem Link kostenlos angefordert werden<br />
kann) https://tinyurl.com/fpwuaszx<br />
Gefragt ist dabei natürlich eine verantwortungsvolle Öffnung. Dies hat auch<br />
eine Ad-hoc-Umfrage des EHI Retail Institutes Anfang März zu Corona-Maßnahmen<br />
im Handel gezeigt: 70,4 % halten demnach einen stabilen Inzidenzwert<br />
von 35 als Steuerungsinstrument für Entscheidungen über Geschäftsöffnungen<br />
allerdings für ungeeignet. 74,7 % der CEO von Handels unternehmen<br />
vertreten die Ansicht, dass alle Geschäfte mit strengen Hygienekonzepten<br />
sofort wieder öffnen sollten. Zudem wurde in der Umfrage die Meinung der<br />
Unternehmer zu Solidaritätsabgaben bzw. Sonderzahlungen und speziellen<br />
Steuern aufgrund der Ungleichbehandlung von einzelnen Branchen abgefragt.<br />
(www.ehi.org). Details dazu siehe Grafik rechts.<br />
Ganz so einfach ist es in der Praxis allerdings nicht unbedingt. Schaut man<br />
in kleineren Ortschaften derzeit in die Shoppingzonen, könnte man teilweise<br />
meinen, alles sei schon wieder wie vor Corona: Die Türen sämtlicher Geschäfte<br />
stehen augenscheinlich für jeden offen. (Und so mancher fragt sich<br />
www.wm-intern.de<br />
vielleicht, warum Click & Meet nicht schon viel früher möglich war, um die<br />
wachsende Existenznot der Einzelhändler wenigstens minimal zu bremsen.)<br />
Allerdings darf eben nur eintreten, wer zuvor telefonisch, per Mail<br />
oder aber auch spontan vor Ort einen Termin vereinbart hat. Selbstverständlich<br />
gilt es, sich wirklich diszipliniert an die AHA-Regeln und die aktuell<br />
geltenden Hygienevorschriften zu halten – worauf man manche Kunden<br />
auch nach einem Jahr Corona vermutlich immer mal wieder<br />
hinweisen muss. Dazu gehört neben Abstand halten und Mundschutz<br />
auch die Handdesinfektion. Auf die lohnende Investition in einen entsprechenden<br />
kontaktlosen (und idealerweise mit Firmenlogo gebrandeten)<br />
Spender haben wir bereits des Öfteren hingewiesen: Er ist nicht nur hygienischer,<br />
komfortabler und sauberer als ein tropfendes Provisorium, das<br />
jeder erst einmal anfassen und in die Hände nehmen muss, was gern aus<br />
Bequemlichkeit unterlassen wird. Mittlerweile kann sich ein ansehnlicher<br />
Desinfektionsspender in gewisser Weise sogar positiv auf das Image eines<br />
Ladenlokals auswirken. Die Kunden bemerken: „Hier hat sich jemand<br />
Gedanken gemacht, achtet auf die Einhaltung der Regeln und macht es<br />
uns dabei möglichst einfach!“
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 32 WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />
Doch der derzeit wichtigste Aspekt<br />
in der Eindämmung der Pandemie<br />
scheint eine zuverlässige Kontaktnachverfolgung<br />
zu sein. Eine reine<br />
„Zettelwirtschaft“ ist hierbei nicht<br />
wünschenswert – weder im Sinne<br />
der Umwelt durch die Papierverschwendung<br />
noch aufgrund des<br />
Datenschutzes. Hinzu kommt die<br />
Gefahr der Falschangaben mit beispielsweise<br />
Fake-Namen. Daher gibt es zwischenzeitig mehrere Check-in-<br />
Apps von verschiedenen Anbietern, die diese Aufgabe (unter anderem beim<br />
Einkaufen) über das Smartphone entsprechend einfach, sicher und datenschutzkonform<br />
übernehmen können. Ein Beispiel ist das Prinzip der Luca-<br />
App: Jeder Laden hinterlegt digital seinen Standort und hängt einen QR-<br />
Code in sein Schaufenster. Der Kunde lädt sich die App auf sein Smartphone,<br />
hinterlegt seine Kontaktdaten, scannt den QR-Code und checkt so im Laden<br />
ein. Werden nun Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet, kann das örtliche<br />
Gesundheitsamt die Kontakte im Laden über das verschlüsselte System<br />
innerhalb kürzester Zeit nachverfolgen und Infektionsketten schnell<br />
unterbrechen (www.luca-app.de). Ähnlich wie die Luca-App (doch mit weniger<br />
prominenter Unterstützung) funktionieren die digitalen Kontaktverfolgungslösungen<br />
anderer Start-ups, die sich mit ihrer Initiative „Wir für Digitalisierung“<br />
gemeinschaftlich für eine flächendeckende Anbindung der Gesundheitsämter<br />
über eine Schnittstelle einsetzen. QR-Codes statt Zettel und Stift kommen beispielsweise<br />
zum Einsatz bei Darfichrein, e-guest, Hygiene-Ranger, Kontakterfassung.de<br />
oder recover. Nähere Informationen: www.wirfuerdigitalisierung.de<br />
Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) spricht sich für eine bundesweit<br />
einheitliche Lösung zur Kontaktnachverfolgung, wie beispielsweise<br />
mit der Nutzung der Luca-App, aus und appelliert an die Kunden, die digitalen<br />
Möglichkeiten zu nutzen. „Um so schnell wie möglich wieder bundesweit<br />
das gewohnte Einkaufserlebnis bieten zu können, benötigen wir eine<br />
einheitliche Lösung für die Kontaktnachverfolgung. Mit einer ordentlichen<br />
Datengrundlage wird eine verbindliche Basis erreicht und ein Flickenteppich<br />
verhindert“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wenn die Gesundheitsämter<br />
durch Unterstützung einer App noch besser in der Lage<br />
seien, entsprechende Kontaktnachverfolgungen schnell und zuverlässig<br />
umzusetzen, stellten die starren Inzidenzwerte keine absoluten Grenzen für<br />
eine Geschäftsöffnung mehr dar. www.einzelhandel.de<br />
Wie bereits in unserer März-Ausgabe thematisiert, sollte also grundsätzlich<br />
ebenfalls der stationäre Handel seine digitalen Möglichkeiten ausschöpfen,<br />
um seine Kundschaft – auch, aber nicht nur bedingt durch die Pandemie –<br />
nicht gänzlich an den reinen Onlinehandel zu verlieren. Das dem so ist, zeigt<br />
eine aktuelle Umfrage des HDE unter 1.300 Handelsunternehmen. Demnach<br />
sind mittlerweile 84 % der Händler digital aktiv. Insbesondere Händler in der<br />
Größenklasse mit zwischen zwei und fünf Millionen Umsatz im Jahr haben<br />
seit Beginn der Corona-Krise digitale Vertriebswege auf- und ausgebaut.<br />
Für knapp 40 % der Befragten war die Corona-Krise der entscheidende Anstoß<br />
dafür. 46 % der Händler waren bereits zuvor auf digitalen Vertriebswegen<br />
wie Online-Marktplätzen, mit Lieferservices, per Click & Collect oder<br />
über Social Media für ihre Kunden da. Insgesamt nutzt mehr als ein Drittel<br />
der Einzelhändler den Verkauf über Online-Marktplätze, 37 % betreiben einen<br />
eigenen Onlineshop und mehr als 60 % nutzen die sozialen Medien für<br />
ihr Geschäft. „Diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Vertriebskanäle im<br />
Handel zunehmend weiter miteinander verzahnen. Die strikte Trennung zwischen<br />
stationärem Handel und Onlinehandel entspricht nicht mehr der Realität“,<br />
so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.<br />
Siehe Grafik unten.<br />
Daran zeigt sich ganz deutlich, dass der Einzelhandel nicht ohne Digitalisierung<br />
auskommt – bestenfalls, um die Kunden zum Kauf im Geschäft zu<br />
veranlassen. Doch so mancher Einzelhändler benötigt hier Hilfe und Unterstützung<br />
– aufgrund von fehlender Zeit oder mangelndem Know-how.<br />
Mit der „Initiative ZukunftHandel“ haben HDE und Google bereits im vergangenen<br />
Herbst ein breit angelegtes Digitalisierungsprogramm gestartet.<br />
Es beinhaltet unterschiedliche Instrumente und Trainings, die die teilnehmenden<br />
Unternehmen Schritt für Schritt vom klassischen<br />
Ladengeschäft (offline) hin zu einem hybriden Betrieb (offline und online)<br />
begleiten. Zielsetzung ist außerdem, das stationäre Geschäft mithilfe von<br />
Onlinetools zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Im Fokus stehen dabei<br />
vor allem kleine Handelsbetriebe und Ladenbesitzer. „Mit digitalen<br />
Möglichkeiten, die lokale Geschäfte stärken“, heißt es hier. Nähere Informationen:<br />
www.g.co/zukunfthandel<br />
Apropos Zukunft: Zur Unterstützung und Stärkung<br />
des lokalen Einzelhandels dienen mittlerweile auch<br />
zunehmend Suchmaschinen im <strong>Intern</strong>et bzw. als<br />
App. Nach dem Motto „Online suchen/finden, vor Ort<br />
kaufen“ sollen sie Konsumenten dabei helfen, das<br />
gewünschte Produkt im Laden in ihrer Nähe zu finden,<br />
ohne mühselig danach zu suchen und eventuell<br />
erst von Geschäft zu Geschäft gehen zu müssen.<br />
Wobei die Entfernung der Suchorte hier variiert:<br />
Teilweise ist sie sehr regional auf die jeweilige<br />
Stadt beschränkt, teilweise werden überregionale<br />
oder sogar landesweite Ergebnisse (D-A-CH) aufgelistet.<br />
Eine von diesen Suchmaschinen ist die BAOO-<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © www.wirfuerdigitalisierung.de , © HDE
WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 33<br />
App, die an der Rheinischen Fachhochschule Köln entwickelt und gerade<br />
erst den Wissenschaftspreis <strong>2021</strong> von EHI Stiftung und GS1 Germany erhalten<br />
hat, mit dem jährlich der akademische Nachwuchs, Lehrstühle und<br />
Start-ups für exzellente Arbeiten und Projekte ausgezeichnet werden.<br />
(www.wissenschaftspreis.org) Erwähnt seien neben www.baoo.app außerdem<br />
beispielsweise www.blvrd.de + www.koomio.com + www.lieber-lokal.de +<br />
www.regiobot.de + www.sooonah.com + www.suedtirol-shop.com +<br />
www.wo-finde-ich.net<br />
Die wachsende Anzahl solcher Suchmaschinen zeigt im Prinzip das Interesse<br />
und den Bedarf bei der potenziellen Kundschaft. Auf diese Weise kommt<br />
dem Offline-Shopping in der näheren Umgebung zukünftig vielleicht wieder<br />
eine etwas größere Bedeutung zu.<br />
mvc<br />
Das neue Urheberrecht: Kritik an Uploadfilter<br />
Anfang Februar hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Umsetzung<br />
der EU-Urheberrechts-Richtlinien beschlossen. „Mit der Umsetzung der<br />
größten europäischen Urheberrechtsreform der letzten 20 Jahre in deutsches<br />
Recht machen wir das Urheberrecht fit für das digitale Zeitalter“, erklärte<br />
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Der Schwerpunkt des<br />
Entwurfs ist das neue Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz, das die Verantwortlichkeit<br />
von Plattformen wie YouTube oder Facebook regelt. Der Entwurf<br />
soll einen fairen Interessenausgleich für Kreative, Rechteverwerter<br />
und Nutzer schaffen.<br />
Bereits 2019 protestierten viele gegen die geplanten Änderungen, vor allem<br />
wegen der Uploadfilter. Kritiker befürchten, dass diese automatisierten Filterprogramme<br />
eine Gefahr für die Kunst- und Meinungsfreiheit darstellen.<br />
Die Bundesregierung hatte daraufhin zugesagt, die EU-Urheberrechtsreform<br />
ohne Uploadfilter umzusetzen. Sie lehnte die verpflichtende Einführung von<br />
Uploadfiltern im Koalitionsvertrag eigentlich als unverhältnismäßig ab,<br />
stimmte dem Vorhaben auf europäischer Ebene dann aber doch zu. Entsprechend<br />
groß ist der Unmut.<br />
Klar ist, dass durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt mit der Bedeutung<br />
von großen Plattformen und sozialen Netzwerken neue Urheber-<br />
Regeln notwendig sind. Die jetzt angeschobene Reform soll das rechtliche<br />
Verhältnis zwischen Urheber, <strong>Intern</strong>et-Plattformen und den Nutzern festlegen,<br />
wenn es zum Beispiel um das Hochladen von Fotos, Artikelteilen oder<br />
Videoausschnitten geht. Vor allem bei Verstößen muss geklärt sein, wer für<br />
Inhalte verantwortlich ist. Der Digitalverband Bitkom übt scharfe Kritik an<br />
den neuen Regeln. „Das ursprüngliche Ziel, ein modernes Urheberrecht für<br />
den digitalen Binnenmarkt zu schaffen, wird klar verfehlt“, sagt Susanne<br />
Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. Sie kritisiert, dass Betreiber<br />
von bestimmten Online-Plattformen mit einer allgemeinen Überwachungspflicht<br />
ihrer Dienste belegt würden. „Alle Nutzerinhalte müssen demnach<br />
automatisiert gescannt werden“, sagte sie. „Das allein ist ein großer Rückschlag<br />
für das freie <strong>Intern</strong>et.“ Die einzelnen Vorgaben zur Überwachung,<br />
Sperrung und Moderation von Nutzerbeschwerden seien zudem technisch<br />
schlicht nicht umsetzbar. „Die betroffenen Plattformen stehen vor einer<br />
kaum lösbaren Aufgabe.“<br />
Künftig sollen bis zu 15 Sekunden aus einem Musikstück, Filmwerk oder<br />
Laufbild, bis zu 160 Zeichen Text, 125 Kilobyte für Fotos und Grafiken gegen<br />
eine (geringe) kollektivierte Pauschalvergütung von jedem Menschen erlaubnis-<br />
und haftungsfrei öffentlich verwendet werden können. Die Rechteinhaber<br />
könnten also nicht mehr primär darüber bestimmen, wie und wo<br />
Fritzmann<br />
Jagdzubehör, Schützen und Outdoorbedarf seit 19<strong>04</strong><br />
Jagdzubehör, Schützen und Outdoorbedarf seit 19<strong>04</strong><br />
Nachtsicht- und Wärmebildtechnik<br />
Bewährt und<br />
PARD<br />
PARD<br />
NV<br />
NV<br />
007A<br />
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gefragtErschwingliche<br />
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Nachtsichttechnik<br />
Nachtsichttechnik<br />
mit<br />
mit<br />
sehr<br />
sehr<br />
guter<br />
guter<br />
Bildqualität<br />
Bildqualität<br />
Das Netz: kein Selbstbedienungsladen<br />
Ob beim Erstellen der eigenen Website oder bei Posts in sozialen<br />
Medien: Fremdes Bild- und Tonmaterial ist grundsätzlich urheberrechtlich<br />
geschützt. Wer bei der unerlaubten Verwendung erwischt<br />
wird, riskiert hohe Geldstrafen – und dass dies passiert, ist<br />
gar nicht so unwahrscheinlich. Auf der sicheren Seite ist man immer<br />
mit selbst erstellten Bildern und Videos.<br />
www.fritzmann.org<br />
Georg Fritzmann und Söhne GmbH<br />
Georg Fritzmann<br />
Bamberger<br />
und Söhne<br />
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Bamberger<br />
96215 Lichtenfels<br />
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Lichtenfels<br />
9571/6081<br />
info@fritzmann.org<br />
+49 9571/6081<br />
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www.wm-intern.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 34 WELT DER WIRTSCHAFT I WORLD OF ECONOMY<br />
ihre Werke genutzt würden. Bitkom-Expertin Dehmel weiter: „Für Kreative leistet<br />
das Gesetz einen Bärendienst.“ Es sei hochwahrscheinlich, dass sie künftig in<br />
Summe weniger Lizenzeinnahmen erzielen als nach den alten Regeln.<br />
Der Gesetzentwurf wird nun dem Bundesrat für eine Stellungnahme zugeleitet<br />
und soll anschließend im Bundestag beraten werden. Die Richtlinien<br />
sind bis zum 7. Juni <strong>2021</strong> in deutsches Recht umzusetzen. ali<br />
Gesetzentwurf fördert Rechtssicherheit im Influencer Marketing<br />
Persönliche Empfehlung oder bezahlte Werbung?<br />
„… auch Influencer und Bloggerinnen bekommen endlich mehr Rechtssicherheit.<br />
Künftig ist klar: Nur wenn es eine Gegenleistung gibt, müssen sie<br />
ein Posting als Werbung kennzeichnen. Und auch Verbraucherinnen und<br />
Verbraucher wissen dann, woran sie sind: Sie können besser einschätzen,<br />
wie eine Empfehlung zustande gekommen ist – und ob sie ihr vertrauen<br />
wollen.“ (Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz)<br />
Das Influencer Marketing erlebt einen Boom, weil Endkunden die Blogs und<br />
Posts in Sozialen Medien als authentische Erfahrungsberichte und Empfehlungen<br />
wahrnehmen. Doch längst ist Bloggen und Posten ein knallharter<br />
Werbemarkt geworden, in dem es vor allem um eines geht: Werbebudgets.<br />
Als Blogger zu Influencern wurden und ihre Reichweite als Geschäftsmodel<br />
entdeckten, ist das Vertrauen<br />
der Verbraucher in die persönliche<br />
Integrität der Bloggenden<br />
getäuscht worden.<br />
Der Gesetzentwurf zur Stärkung<br />
des Verbraucherschutzes im<br />
Wettbewerbs- und Gewerberecht<br />
wird hier hoffentlich wieder<br />
geordnete Verhältnisse herstellen,<br />
die für alle Beteiligten<br />
mehr Rechtssicherheit schaffen<br />
wird. www.bmjv.de z<br />
Der digitale Kunde: Action, bitte!<br />
Ein neuer digitaler Kundentyp stellt Marken vor Herausforderungen, so das<br />
Ergebnis der Umfrage „Adobe Digital Trends Report <strong>2021</strong>“. Die Studie zeigt:<br />
Die Ereignisse in 2020 haben einen neuen erlebnisorientierten, digitalaffinen<br />
Kundentypen hervorgebracht.<br />
Diese neue Art von Kunden ist nicht nur verstärkt digital unterwegs, sondern<br />
legt auch ein neues Kaufverhalten an den Tag. Außerdem zeigt er sich<br />
deutlich weniger loyal gegenüber Marken und ihren Produkten. 64 % der<br />
Marken aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) erleben ein signifikantes<br />
Wachstum der Kundennachfrage im digitalen Bereich. Knapp die<br />
Hälfte verzeichnet ein neues Kaufverhalten bei ihren Kunden – einschließlich<br />
Veränderungen bei der durchschnittlichen Warenkorbgröße und neuer<br />
Produktinteressen. 30 % der Befragten berichten, dass Kunden heute weniger<br />
loyal gegenüber Produkten oder Marken sind. Marken müssen demnach<br />
heute härter arbeiten, um Käufer zu gewinnen und zu binden.<br />
Den neuen Kunden abholen<br />
Um die neuen erlebnisorientierten, digitalaffinen Kunden und deren verändertes<br />
Kaufverhalten bestmöglich zu verstehen und das Marketing gezielt<br />
darauf anzupassen, gilt es für die Marken, wichtige Kundendaten schnell<br />
und präzise zu erfassen und in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln. Für<br />
die erfolgreiche Ansprache bieten begeisternde Kundenerlebnisse (Customer<br />
Experience, CX) einen echten Wettbewerbsvorteil.<br />
„Die Ereignisse des Jahres 2020 haben die digitale Transformation rasant<br />
beschleunigt“, so Alvaro Del Pozo von Adobe. „Trends und Technologien, die<br />
jahrelang nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wurden, stehen nun ganz<br />
oben auf der Agenda. Das Digitale ist in dieser neuen Ära zur Norm geworden<br />
– und das wird auch noch lange nach der Pandemie der Fall sein. Digital<br />
kann nicht länger nur eine Komponente des Marketings, des Kundenservices<br />
oder des Produkts sein, sondern muss als zentraler Treiber<br />
für das Kundenerlebnis und das gesamte Geschäftswachstum immer<br />
mitgedacht werden.“<br />
ali<br />
„Digital Trends <strong>2021</strong>“…<br />
… „Digital Trends <strong>2021</strong>“ ist eine Studie, die das Marktforschungsinstitut<br />
Econsultancy im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. Dafür<br />
wurden 13.000 Marketing- und IT-Experten aus Europa, dem Nahen<br />
Osten und Afrika (EMEA) befragt, um die weitreichenden Auswirkungen<br />
des Jahres 2020 auf alle Branchen besser zu verstehen und<br />
ihre Prioritäten für <strong>2021</strong> und darüber hinaus zu ermitteln. Der vollständige<br />
„Digital Trends Report <strong>2021</strong>“ kann hier kostenfrei heruntergeladen<br />
werden.<br />
https://www.adobe.com/de/offer/digital-trends-<strong>2021</strong>.html<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © BMJV/Thomas Koehler/ photothek
SORTIMENT I ASSORTMENT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 35<br />
SORTIMENT<br />
Arnsberg’s Finest<br />
Im Rahmen der coronabedingten Onlineshow „IWA Studio Edition“ am<br />
12. März <strong>2021</strong> präsentierte Umarex seine diesjährigen Neuheiten. Darunter<br />
wieder jede Menge spannender Produkte für Freizeitschützen,<br />
Spieler und Sammler, aber auch zur Selbstverteidigung und für Outdoor.<br />
Hier sind die Highlights der neuen Kollektion.<br />
Action. In Sachen Airsoft besticht insbesondere durch die detailreiche, originalgetreue<br />
Optik das neue leichte Maschinengewehr der Infanterie, das Heckler &<br />
Koch MG4. Mittels elektrischem Antrieb verschießt es vollautomatisch 6 mm BBs<br />
aus dem 950 Schuss fassenden, internen Magazin<br />
mit einer Energie von < 0,5 J. (eine Version mit<br />
< 1 J ist für den internationalen Markt erhältlich). Ein rund 4.000 Plastikkugeln<br />
fassendes Hi-Cap-Magazin ist zudem im außen liegenden, abhnehmbaren<br />
Munitionskasten integriert. Die Abmessungen des Airsoft-Gewehrs entsprechen<br />
mit einer Gesamtlänge von 1.030 mm dem Original, mit einem Gewicht<br />
von 4,2 kg liegt das Umarex mit seinem Zinkdruckgussgehäuse jedoch etwas<br />
darunter. Weitere Ausstattungsdetails sind der Klappschaft, die beidseitige<br />
Sicherung, die Picatinny-Schiene mit abnehmbarer Flip-Up-Visierung, das<br />
Metall-Zweibein und der klappbare Tragegriff. Dieses Produkt wird sicherlich<br />
den Nerv der Zielgruppe treffen. Lediglich der hohe Anschaffungspreis von<br />
1.349 Euro (UVP) könnte den Kreis der Käufer deutlich begrenzen. Doch allein<br />
als martialischer Blickfang im Ladengeschäft oder Schaufenster wird das HK<br />
MG4 seine Wirkung als Kundenmagnet sicher nicht verfehlen.<br />
cool „Go ahead, make my day!“ sagen wollten, den durch die Dirty-Harry-<br />
Filme berühmt-berüchtigten Smith & Wesson M29 . Den schweren Vollmetall-Revolver<br />
bietet Umarex mit Patronen-Ladehülsen an, neben einer 6 mm<br />
BB verschießenden Airsoftversion mit < 2 J Geschossenergie auch in einer<br />
4,5-mm-BB-Variante an mit < 3 J. Beide werden von einer 12-g-CO 2<br />
-Kapsel<br />
befeuert und funktionieren sowohl im Single- als auch Double-Action-Modus.<br />
Das Hochglanzdesign gepaart mit Holzgriffschalenoptik orientiert sich<br />
dabei am klassischen Original. Weitere Features sind ein höhen- und seitenverstellbares<br />
Visier sowie eine in der Trommelentriegelung integrierte manuelle<br />
Sicherung. Ein Speedloader sowie zusätzlich Hülsen sind als Zubehör<br />
erhältlich. Der S&W M29 ist in drei Lauflängen (3", 6.5" und 8 3 / 8 ") lieferbar.<br />
Defense. Unter der Marke T4E (Training for Engagement) bietet das Arnsberger<br />
Unternehmen Trainingsmarker im Kaliber .68 an, die sich auch für die<br />
Heimverteidigung eignen sollen. Mit der neuen HDX68 wird das Programm<br />
nun um ein neues Modell bereichert, das sich in Form und Funktion an einer<br />
Vorderschaftrepetierflinte orientiert. HDX steht dabei für Home Defense<br />
Xtreme. Angetrieben wird das knapp 90 cm lange und durch den Metallrahmen<br />
solide 2,85 kg schwere Gewehr durch zwei 12-g-CO 2<br />
-Kapseln, welche<br />
sinnvollerweise erst bei Bedarf mit einem Quick-Piercing-System aktiviert<br />
werden. Das Röhrenmagazin fasst dabei 15 Schuss (Pfeffer-, Gummigeschosse<br />
etc.), die dank sogenannter Slamfire-Funktion (also bei gedrückt<br />
gehaltenem Abzug allein durch das Repetieren) auch in schneller Schussfolge<br />
abgefeuert werden können. Auf der langen Picatinny-Schiene ist eine<br />
Classic. Umarex ist bekannt für seine Lizenznachbauten von Waffen renommierter<br />
Marken. So gibt es nun für all jene, die schon immer einmal ganz<br />
www.wm-intern.de
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 36 SORTIMENT I ASSORTMENT<br />
verstellbare Visierung angebracht. M-Lok-Schienen an den Seiten erlauben<br />
die Montage weiteren Zubehörs. Eine kurze Schiene am Vorderschaft erlaubt<br />
zudem das Anbringen des T4E-Pfefferspray-Launchers. Weiter verfügt<br />
die Waffe über eine Mündungsbremse aus Aluminium in aggressivem<br />
Breaching-Design. Für zusätzliche psychologische Abschreckung haben die<br />
Umarex-Ingenieure jedoch auch durch das markante Durchladegeräusch<br />
der Abwehrwaffe gesorgt, welches dem eines echten Vorderschaftrepetieres<br />
zum Verwechseln ähnlich ist. Einmal im dunklen Flur vernommen,<br />
möchte vermutlich kein Einbrecher herausfinden, ob er gleich „nur“ in die<br />
Mündung einer Gummigeschosswaffe oder doch einer echten Pump Gun<br />
blicken wird. Leider ist hierzulande ausschließlich die 7,5-J-Version der<br />
HDX68 frei erhältlich. Gegen Erwerbsberechtigung oder im Ausland gibt es<br />
aber auch Versionen mit 16 J sowie 40 J Energieabgabe, wobei letztere eine<br />
große 88-g-CO2-Kapsel benötigt.<br />
Explore. Mit dem neuen Walther Blue Wood Knife 7 hat Umarex ein optisch<br />
ansprechendes Outdoor-Klappmesser in seinem Explore-Programm. Die<br />
vielseitig nutzbare, 105 mm lange Spear-<br />
Point-Klinge ist aus 440C-Stahl gefertigt.<br />
Öffnen lässt sie sich mithilfe eines großen<br />
Nagelhaues und verriegelt per Liner Lock.<br />
Serrations auf dem Klingenrücken sorgen<br />
für sicheres Arbeiten. Auf den gebläuten<br />
Linern sitzen ansprechende Walnussholzschalen.<br />
Die Walther-Schleife ziert Griffschalen<br />
und Klinge. Ausgeliefert wird das<br />
Blue Wood Knife 7 mit einem ledernen Gürtelholster, es kann aber ebenso<br />
einfach mittels eines umsetzbaren Clips jederzeit in der Hosentasche geführt<br />
werden. Sein Gewicht liegt bei 185 g.<br />
Ebenfalls als legal führbares<br />
EDC Knife konzipiert ist das<br />
Walther Friction Folding Knife<br />
mit dem für diesen Einhandmessertyp<br />
charakteristischen<br />
Klingensporn. Die satinierte<br />
Klinge in bewährter Droppoint-<br />
Form ist ebenfalls aus 440C-<br />
Stahl gefertigt, die Griffschalen<br />
hingegen bestehen aus<br />
schwarzem G10. Im Lieferumfang<br />
befindet sich eine kompakte<br />
Kydexscheide, die auch<br />
fürs Tragen des 99 g leichten<br />
Messers als Neck Knife ausgelegt<br />
ist. Die Klingenlänge liegt<br />
bei 88 mm.<br />
Diese und weitere Neuheiten<br />
aus dem Hause Umarex im Detail<br />
finden Sie auf der Homepage<br />
des Unternehmens unter:<br />
www.umarex.de dg<br />
Neues von Ballistol<br />
Vom renommierten Waffenreinigungs- und Pflegemittelhersteller aus<br />
dem niederbayerischen Aham bei Landshut gibt es trotz fehlender<br />
Fachmessen auch <strong>2021</strong> eine Reihe an Neuheiten.<br />
So wird das Waffenpflegeprogramm<br />
für Schnellreinigung im Bereich der<br />
beliebten FlexClean-Laufreinigungsschnüre,<br />
Mikrofaser-Patches sowie<br />
Messingadapter um das rasante<br />
Raubzeugkaliber .17 (4,4 mm) ergänzt.<br />
Weiter wird das Sortiment der<br />
Waffenputzstöcke für Handfeuerwaffen<br />
um eine stabile Ausführung<br />
aus kunststoffummantelten Stahlvarianten<br />
erweitert. Die neuen kurzen<br />
Putzstöcke sind in 5 mm und 7 mm<br />
Durchmesser erhältlich und passen<br />
auch auf den beliebten, mehrfach gelagerten Kunststoffwechselgriff des<br />
Herstellers. Neu ist außerdem eine praktische Waffen-Reinigungsunterlage.<br />
Sie besteht auf der Oberseite aus saugstarkem, aber zugleich abriebfestem<br />
und materialschonendem Filzmaterial, die Unterseite ist rutschhemmend<br />
gummiert. So lässt sie sich einfach zusammenrollen und platzsparend verstauen<br />
oder transportieren. Denn auch als Waffenablagefläche auf dem<br />
Schießstand eignet sie sich hervorragend. Erhältlich ist die Waffen-Reinigungsunterlage<br />
in zwei Größen: 40x60 cm für Kurz- sowie 30x60 cm für<br />
Langwaffen.<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © Umarex, Ballistol
SORTIMENT I ASSORTMENT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 37<br />
In der aktuellen Lage sind Desinfektionsmittel nicht mehr aus dem Alltag<br />
wegzudenken. Der Markt bietet hier ein Sammelsurium an mehr oder weniger<br />
gut wirkenden und verträglichen Mittelchen. Mit dem „Ballistol Händedesinfektion“<br />
hingegen hat das Ahamer Unternehmen ein geprüft wirksames<br />
und zugleich hautpflegendes Desinfektionsmittel im Programm. Bereits<br />
seit über zehn Jahren agiert Ballistol als Lohnabfüller in diesem Bereich. So<br />
lag es nahe, in der Krise ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Wie<br />
alle guten Desinfektionsmittel wirkt auch Ballistol Händedesinfektion mit<br />
seinem hohen Ethanol-Anteil von 80 % effektiv gegen behüllte Viren (und<br />
damit auch gegen das Coronavirus) sowie gegen Bakterien und Pilze. Darüber<br />
hinaus verspricht das Unternehmen aufgrund der rückfettenden Wirkung<br />
eine sehr gute Hautverträglichkeit<br />
– selbst bei häufiger<br />
Anwendung. Im letzten Jahr<br />
wurde Ballistol Händedesinfektion<br />
zunächst ausschließlich an<br />
Pflegeeinrichtungen, Kliniken<br />
und Praxen ausgegeben. Inzwischen<br />
ist das hygienische und<br />
chirurgische Desinfektionsmittel<br />
in laborgeprüfter Qualität auch für den Endverbraucher im 500-ml-, 1-l- sowie<br />
5-l-Gebinde erhältlich, eignet es sich doch für alle Bereiche der Hygiene –<br />
unterwegs, zu Hause oder auch auf der Jagd.<br />
Alle Informationen zu den neuen Produkten sowie Kontakt zum Unternehmen<br />
finden Sie unter www.ballistol.de<br />
dg<br />
Ballistol-VarioFlex-Gewinnspiel verlängert<br />
Aufgrund der aktuellen Lage des Fach- und Einzelhandels verlängert Ballistol sein Gewinnspiel – die Aktion läuft nun bis zum 30. September <strong>2021</strong>.<br />
Der Gewinner erhält mindestens 1.000 Euro in bar. Jeder per E-Mail eingesendete Kaufbeleg des Ballistol Universalöls in der VarioFlex-Ausführung<br />
erhöht die Gewinnsumme um 0,50 Euro. Der Endbetrag wird am Ende an einen Teilnehmer verlost.<br />
Gleichberechtigte Teilnahme für alle weiter gewährleistet<br />
Ballistol möchte mit der VarioFlex-Aktion nicht nur Händler, sondern auch Endverbrauchern die Chance auf einen vierstelligen Bargewinn ermöglichen.<br />
Um möglichst viele Verbraucher auf das Gewinnspiel aufmerksam machen zu können und den Lostopf noch weiter zu füllen, erfolgt auf die<br />
Lockdown-Verlängerung nun eine Ausdehnung des Teilnahmezeitraums. Alle weiteren Infos auf www.ballistol.de/varioflex.<br />
ak<br />
Ankauf<br />
Gebrauchtwaffen gegen Barzahlung<br />
Waffen-Munition-Optik<br />
Komplette Sammlungen<br />
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Geschäftsauflösungen<br />
Nachlässe inkl. Abwicklung<br />
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B&L HG., Inh. Dirk Bayer<br />
Bergstraße 1a 41334 Nettetal<br />
+49 (0) 2153 1219426<br />
+49 (0) 2153 9587335<br />
www.Waffen-Barankauf.de<br />
info@BundL-Waffen.de<br />
BASIS DUO heißt die neue Montageschiene von Dentler<br />
Bilder: © Ballistol<br />
www.wm-intern.de<br />
Das Haus Dentler-Jagdwaffen ist bekannt für seine ebenso durchdachten wie<br />
soliden Montagesysteme. Eigentlich wundert es da nicht, dass ausgerechnet<br />
aus Leutkirch eine Lösung für die wiederholungsgenaue Verwendung von Tages-<br />
und Nachtsichtoptiken auf derselben Montage kommt. Mit der Montageschiene<br />
BASIS DUO erhalten die bekannten BASIS und BASIS Vario Serien von<br />
Dentler eine Erweiterung, auf der die Tageslichtoptik fest montiert wird. Bei<br />
Bedarf kann eine passende Nachtsichtoptik ohne Zwischenringe oder ähnlichem<br />
einfach vor der Tageslichtoptik fixiert werden. Dafür sitzt das Vorsatzgerät<br />
auf einer verkleinerten BASIS Schiene und lässt sich dadurch ebenso präzise<br />
vor dem ZF fixieren wie<br />
dieses selber schon auf der<br />
Waffe sitzt. Somit entfallen<br />
Schwachstellen wie Zwischenringe<br />
und die Handhabung ist<br />
auch im Revier problemlos. Ein<br />
angenehmer Nebeneffekt ist die Dual Use Eigenschaft des Vorsatzgerätes, die<br />
mit der BASIS DUO bequem genutzt werden kann: Abnehmen und Montieren<br />
gelingen mit einem Handgriff. www.dentler-jagdwaffen.de/de z
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 38 SORTIMENT I ASSORTMENT<br />
Pflege von Funktionsbekleidung<br />
Gute Funktionsbekleidung hat ihren Preis. Umso ärgerlicher, wenn die<br />
Funktion mit der Zeit nachlässt. Durch speziell dafür hergestellte Pflegeprodukte<br />
lassen sich jedoch die Atmungsaktivität und der Nässeschutz erhalten.<br />
Das fängt bereits nach dem Kauf der Bekleidung an: Ein Imprägnierspray<br />
sorgt für eine zusätzliche Schutzschicht gegen Wasser und Schmutz,<br />
hält das Gewebe aber trotzdem atmungsaktiv. Die Lebensdauer des Kleidungsstücks<br />
wird so verlängert. Benötigt die Jacke oder Hose doch einmal<br />
eine richtige Wäsche, sollte man zu speziellem Sportwaschmittel greifen.<br />
Das reinigt rückstandsfrei und erhält somit die Atmungsaktivität. Herkömmliche<br />
Waschmittel hinterlassen wasseranziehende (hydrophile) Rückstände,<br />
die den dauerhaft wasserabweisenden Schutz (DWR) überlagern und<br />
dazu führen, dass die Stoffe Wasser aufsaugen und unter feuchten oder<br />
nassen Bedingungen durchnässen. Deshalb sollten diese nicht zur Reinigung<br />
wasserdichter Kleidung und Ausrüstung verwendet werden. Übrigens:<br />
Produkte, die angeben zu reinigen und gleichzeitig zu imprägnieren,<br />
sind im Allgemeinen weniger effektive Reiniger. Sie schließen bisweilen<br />
den Schmutz sogar ein.<br />
Funktionsbekleidungspflege von<br />
Atsko<br />
Das Imprägnierspray Silicone Water<br />
Guard bietet Wasser- und Fleckenschutz<br />
nach nur einer Anwendung.<br />
Dabei bleibt das behandelte Gewebe<br />
weich und atmungsaktiv, die Lebensdauer<br />
wird deutlich verlängert.<br />
Silicone Water Guard trocknet<br />
schnell und ist nach 72 Stunden völlig<br />
geruchsneutral. Die Schutzschicht<br />
aus 13 % Silikon lässt Wasser<br />
und Schmutz vom Gewebe<br />
abperlen und hilft den Fasern, sich<br />
zu erneuern. Silicone Water Guard<br />
enthält vernetzte Polymere, ist<br />
FCKW-frei und schont die Umwelt. Für alle Funktionstextilien, Outdoor-Gewebe,<br />
Wild- und Glattleder.<br />
Mit dem Sportbekleidungswaschmittel Sport-Wash lassen sich alle waschbaren<br />
Gewebe gründlich und rückstandsfrei reinigen. Dabei beseitigt das<br />
Waschmittel selbst die hartnäckigsten Flecken auf sanfte Weise. Sport-<br />
Wash wäscht Baumwolle und Wolle ebenso wie Funktionstextilien und<br />
Membranen. Das Material wird nicht angegriffen, die Farben und Produkteigenschaften<br />
bleiben erhalten. Sport-Wash Mountain eignet sich speziell für<br />
Funktionskleidung mit Daunenfüllung. www.atsko.com<br />
Funktionsbekleidungspflege von Nikwax<br />
Das Imprägnierspray Nikwax TX.Direct wurde im letzten Jahr von einen unabhängigen<br />
Testlabor als bestes von sieben getesteten PFC-freien und wasserbasierten<br />
Imprägniermitteln gekürt. Nikwax TX.Direct stellt die ursprüngliche<br />
wasserabweisende Funktion wieder her und frischt dabei die<br />
Atmungsaktivität auf. Die beste Wirkung entfaltet Nikwax TX.Direct in Kombination<br />
mit dem dazu passenden<br />
Sportwaschmittel von Nikwax, Tech<br />
Wash. Das Waschmittel kann vor<br />
dem Waschen mit Schwamm oder<br />
Bürste unverdünnt auf hartnäckige<br />
Flecken aufgetragen werden. Nach<br />
dem Waschen muss das Kleidungsstück<br />
nicht vollkommen trocken<br />
sein, bevor es mit dem Imprägnierspray<br />
behandelt wird.<br />
www.nikwax.com<br />
Daune und Merino pflegen mit Hey Sport<br />
Als wertvolles Naturprodukt reagieren Daunen äußerst sensibel auf unsachgemäßes<br />
Waschen. Bei vielen herkömmlichen Waschmitteln verlieren<br />
Daunen ihr natürliches Fett und ihre Spannkraft – dabei gehen die wertvollen<br />
Eigenschaften weitgehend verloren. Im schlimmsten Fall werden die<br />
Federn hart, bilden Klumpen oder schrumpfen. „Hey Sport Daunen Wash“<br />
erhält hochwertige Daunen in Bestform und schützt Elastizität, klimatische<br />
Eigenschaften und Atmungsfähigkeit. Naturidentische Wirkstoffe bewahren<br />
den natürlichen Fettgehalt. Die Füllkraft von Daunen verbessert sich nach<br />
einer Wäsche mit „Hey Sport Daunen Wash“ nach den Füllkraftbestimmungen<br />
des IDFB (<strong>Intern</strong>ationales Daunen und Federnbüro) um zehn %! Die<br />
sanfte Pflegerezeptur ist biologisch abbaubar und mit dem dermatest-Siegel<br />
„sehr gut“ ausgezeichnet.<br />
Merinowolle vereint die positiven Eigenschaften von Synthetik und herkömmlicher<br />
Wolle in sich. Bei Merinowolle handelt es sich, ebenso wie bei<br />
Daune, um ein Naturprodukt, das richtig gepflegt werden sollte. Speziell für<br />
hochwertige Wollfasern auf Basis eines Protein-Fettsäure-Kondensats entwickelt,<br />
erhält „Hey Sport Merino Wash“ durch ausgesuchte Pflegestoffe die<br />
zarte Struktur aller Naturfasern. Das Pflegemittel wäscht äußerst faser- und<br />
farbschonend, die Textilie bleibt auch nach mehrmaligem Waschen garantiert<br />
samtweich und verfilzt nicht. „Hey Sport Merino<br />
Wash“ ist frei von Duft- und Farbstoffen und dermatologisch<br />
mit „sehr gut“ getestet.<br />
www.hey-sport.de<br />
ali<br />
www.wm-intern.de<br />
Bilder: © Atsko, © Nikwax, © Hey
SORTIMENT I ASSORTMENT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 39<br />
Messerporträt<br />
Christoph Daim schreibt über handgemachte<br />
Messer. Er ist Mitglied der Deutschen<br />
Messermacher Gilde (DMG) und<br />
hat dort die Funktion des Lektors übernommen.<br />
Für WM-<strong>Intern</strong> schreibt er aus<br />
der Sicht des Messermachers über ausgefallene<br />
und kunstvolle Messer.<br />
www.viennablade.com +<br />
www.deutsche-messermacher-gilde.de<br />
WM-<strong>Intern</strong> – Das Insider-Magazin für<br />
Jagd, Messer, Schießsport und Security<br />
www.wm-intern.de<br />
www.facebook.com/wmintern<br />
Impressum<br />
JAHR MEDIA GmbH & Co. KG<br />
Jürgen-Töpfer-Straße 48<br />
22763 Hamburg<br />
<strong>04</strong>0-389 06-0<br />
www.jahr-media.de<br />
WM-<strong>Intern</strong> ist offizielles Mitteilungsorgan<br />
des Verbandes der Deutschen Büchsenmacher<br />
und Waffenfachhändler e. V. sowie<br />
offizielles Mitteilungsblatt des<br />
Bundesinnungsverbandes für das<br />
Büchsenmacher-Handwerk und der<br />
Innung des Büchsenmacherhandwerks<br />
für Mitteldeutschland.<br />
Im Bild eine dreikantige Dolchspitze aus einer Titanlegierung …<br />
Infos zum MesserPreis-Wettbewerb gibt es auf: klingenmuseum.de<br />
Außerdem schreibt WM-<strong>Intern</strong> die Geschichte<br />
von „Der Büchsenmacher“ fort,<br />
der hier im 117. Jahrgang erscheint und<br />
die älteste Zeitschrift für Büchsenmacher,<br />
Waffen, Jagd und Outdoor ist.<br />
Ebenfalls in WM-<strong>Intern</strong> erscheint im<br />
125. Jahrgang „Messer & Schere“, die<br />
Fachzeitschrift für den Bereich Schneidwaren/Bestecke.<br />
Bilder: © Christoph Daim<br />
Stichwaffe? Dolch!<br />
Der Dolch ist mehr als ein nicht sehr scharfes, zweischneidiges Messer.<br />
Es ist ein extrem vielgestaltiger Messertyp, den es seit Jahrtausenden gibt<br />
(erste Exemplare gibt es aus der Steinzeit) und dessen hervorstechendstes<br />
Merkmal eben seine besondere Eignung zum Zustechen ist. Gleichzeitig<br />
schwankte das Image des Dolches im Laufe der Zeiten zwischen einem<br />
Statussymbol und dem Handwerkszeug von Meuchelmördern. Die<br />
Mörder schätzten die kompakten Abmessungen der verdeckt getragenen<br />
Waffe und die Tatsache, dass ein tödlicher Stich, eventuell sogar durch<br />
Schutzpanzerungen, quasi minimalinvasiv erfolgen konnte, was oft noch<br />
eine Flucht ermöglichte. Und Würdenträger schätzten den Dolch als Statussymbol,<br />
weil zum Beispiel Griffe aus Jade oder Gold und aufwendige<br />
Verzierungen nicht die Nutzenanwendung, sondern handwerkliches Können<br />
auf höchstem Niveau der entsprechenden Zeit und Kultur in den Vordergrund<br />
stellten. So ist der Dolch auch wichtiger Bestandteil vieler traditioneller<br />
Bekleidungen bis hin zur „Ausgehuniform“ des 20. Jahrhunderts<br />
geworden. Typisch für den Dolch ist eine Klinge mit mindestens zwei<br />
Schneiden, in manchen Fällen, wie bei einigen Stiletten, können es auch<br />
drei oder vier „Schneiden“ sein. Und das ist es auch, was das Solinger<br />
Klingenmuseum im Corona-Jahr <strong>2021</strong> als MesserPreis-Wettbewerb ausschreibt:<br />
Ein Dolch – Teilnahme nur noch bis Ende April! Wir sind sehr<br />
gespannt … www.klingenmuseum.de<br />
www.wm-intern.de<br />
Redaktionsleitung<br />
Claudia Jahn (cj) · claudia.jahn@wm-intern.de · Telefon: 022<strong>04</strong>-979 93 76<br />
Mitarbeiter der Redaktion<br />
Roland Zobel (z), Miriam von Chamier (mvc), Daniel Guthannß (dg), Adrian Hopp (ah),<br />
Anna Kaufmann (ak), Adina Lietz (ali), Ann-Kathrin Ochs (ako),<br />
Eik Schulze (es), Ingo Rottenberger (ir)<br />
Anzeigenleitung<br />
Rainer Propp · rainer.propp@jahr-media.de · Telefon: <strong>04</strong>0-38906-285<br />
Anzeigen: Roland Zobel · roland.zobel@wm-intern.de · Telefon: 0152-01939102<br />
Magdalena Cale · magdalena.cale@jahr-media.de · Telefon: <strong>04</strong>0-38906-161<br />
Titelfoto: © NürnbergMesse<br />
ISSN 2196-9477 · Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 42 vom 1.1.<strong>2021</strong><br />
www.wm-intern.de/marketing<br />
Jahresabonnement: 57 Euro · (Ausland: 67 Euro, Übersee: 77 Euro)<br />
Druckerei<br />
Druckerei Gutenberg Thiele & Schwarz<br />
Werner-Heisenbergstr. 7 · 34123 Kassel<br />
Vertrieb<br />
DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH<br />
Postfach 57 <strong>04</strong> 02 · 22773 Hamburg<br />
www.dpv.de<br />
Leserservice<br />
<strong>04</strong>0/38906-880<br />
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Lieferanten-<br />
Lexikon<br />
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Vertrieb Schweiz: Spowag GmbH | CH-8618 Oetwil am See<br />
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D-51674 Wiehl<br />
Tel. 0 22 62 - 99933-19<br />
Fax 0 22 62 - 99933-18<br />
info@waffenverwertung.de<br />
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D-71665 Vaihingen / Enz-Horrheim<br />
Tel. 0 70 42 - 8 40 24 - 5, Fax -6<br />
www.GunBlock.de<br />
BOGENSPORTARTIKEL<br />
Herst./Großist-Bogen-& Armbrustsport<br />
BLACK FLASH Archery GmbH<br />
D-07333 Unterwellenborn / Koenitz<br />
Tel. 03 67 32 - 20 89 - 0<br />
Fax 03 67 32 - 20 89 - 13<br />
mail@black-flash-archery.de<br />
BOGENSPORTARTIKEL<br />
BOGENFUCHS, Fa. Ludwig Fuchs<br />
Inhaber Martin Fuchs e.Kfm.<br />
D-35037 Marburg, Wilhelmstraße 16<br />
Tel. 0 64 21 - 2 25 25, Fax 2 75 49<br />
www.bogenfuchs.com<br />
BRÜNIERMITTEL<br />
Original First Defense<br />
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DEF-TEC Defense Technology GmbH<br />
Breitlacher Straße 96<br />
D-6<strong>04</strong>89 Frankfurt am Main<br />
Tel. 069 - 74 30 38 0 · Fax 069 - 74 30 38 - 22<br />
info@deftec.de<br />
ANKAUF VON WAFFEN UND ZUBEHÖR<br />
B&L Handelsgesellschaft<br />
Waffenhandel – Waffentechnik<br />
Inh. Dirk Bayer<br />
Bergstr.1a<br />
41334 Nettetal<br />
Tel. 02153 - 1219426<br />
Fax 02153 - 9587335<br />
info@BundL-Waffen.de<br />
www.waffen-barankauf.de<br />
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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 41<br />
BRÜNIERMITTEL<br />
GAS- UND PLATZMUNITION<br />
GEWEHRSCHÄFTE<br />
DEWE Brünofix GmbH<br />
D-91126 Rednitzhembach<br />
Tel. 0 91 22 - 98 68 - 0, Fax - 30<br />
info@bruenofix.de<br />
www.bruenofix.de<br />
www.wm-intern.de<br />
DARTS<br />
EMBASSY SPORTS GmbH<br />
UNICORN / BULL´S<br />
Eulerstraße 9, D-48155 Münster<br />
Tel. 0251-539501-0, Fax 539501-29<br />
info@embassy-sports.de<br />
www.embassy-sports.de<br />
ELKADART ® / WINMAU ®<br />
Sportsdivision Jim Pike GmbH<br />
Würzburg<br />
Tel. 09 31 - 40 55 56, Fax - 48 079<br />
www.sportsdivision.de<br />
EXKLUSIVES FÜR UNTERWEGS<br />
Karl Beier OHG<br />
Spezial-Sortiment edler Lederwaren/ Reiseartikel<br />
Tel. 069-69 76 82 89 · Fax 069-82 34 39<br />
www.beier-travelcompanion.com<br />
FACHLITERATUR<br />
Verlag J. Neumann-Neudamm<br />
Schwalbenweg 1<br />
D-34212 Melsungen<br />
Tel. 0 56 61 - 92 62 26, Fax 0 56 61 - 92 62 19<br />
info@neumann-neudamm.de<br />
www.neumann-neudamm.de<br />
VS-BOOKS Torsten Verhülsdonk<br />
Grenzweg 41, 44623 Herne<br />
Tel. 02323 - 9462520, Fax 9462529<br />
info@vs-books.de + www.vs-books.de<br />
Waffentech. Militärgesch. Uniformkunde<br />
FUTTERALE<br />
FAW08 Waffenpflege-Futterale<br />
E. Demgen Vertriebsservice<br />
D-46487 Wesel<br />
Tel. 02 81 - 96 66 90<br />
info@faw08.de · www.futterale.de<br />
GAS- UND SIGNALWAFFEN<br />
Record Firearms GmbH<br />
info@record-firearms.de<br />
www.record-firearms.de<br />
Drello GmbH & Co. KG<br />
Tel. 0 21 61 - 909-6<br />
www.drello.de<br />
GESCHOSSGESCHWINDIG-<br />
KEITSMESSGERÄTE<br />
GEWEHRSCHÄFTE<br />
NUSSBAUMHÖLZER seit 1880<br />
Kurt Katzenmeier<br />
D-64407 Fränkisch-Crumbach/Odenw.<br />
Tel. mobil +49 (0) 174-6666864<br />
www.katzenmeier.net<br />
www.thomasnowak.com<br />
www.kunststoffschaft.de<br />
Rohlinge aus Französisch Nussbaum<br />
S.Theys@email.de<br />
Gewehrschaft-<br />
Rohlinge<br />
Karl Nill GmbH<br />
In Schlattwiesen 3<br />
D-72116 Mössingen<br />
Tel. 07473-9434-0<br />
Fax 07473-9434-30<br />
www.nill-griffe.com<br />
Französisch Nussbaum<br />
langjährig gelagert<br />
S.Theys<br />
vormals Valentin Volk KG<br />
64385 Reichelsheim<br />
S.THEYS@email.de<br />
GRIFFE<br />
GROSSHANDEL<br />
Buchner Grosshandel<br />
Tel. 08131- 66676-0 Fax-10<br />
info@buchner-grosshandel.de<br />
www.buchner-grosshandel.de<br />
DEURUS Handelsgesellschaft mbH<br />
39218 Schönebeck · Welsleber Str.46<br />
Tel. 0 39 28-7 08 80 · info@deurus-gmbh.de<br />
SAGA / MESKO / Ddupleks / H&N u.v.m.<br />
www.deurus-gmbh.com<br />
GROSSHANDEL<br />
Fenix GmbH, siehe Taschenlampen<br />
Frankonia Handels GmbH & Co. KG<br />
Partner des Fachhandels<br />
Schießhausstraße 10<br />
D-97228 Rottendorf<br />
Tel. 0 93 02 - 20 80<br />
Fax 0 93 02 - 20 220<br />
info@frankonia-b2b.de<br />
www.frankonia-b2b.de<br />
Gustav Jehn GmbH<br />
Postfach 1827<br />
D-59528 Lippstadt<br />
Tel. 0 29 41 - 2 90 90<br />
gustav@jehn.de
Lieferanten-Lexikon<br />
GROSSHANDEL<br />
ITS GmbH<br />
Tel.: +49(0) 9287 – 800 58 92<br />
E-Mail: info@its-tactical.de<br />
www.its-tactical.de<br />
Winchester-Munition<br />
Im Sande 25<br />
D-46<strong>04</strong>9 Oberhausen<br />
Tel. 0 208 - 62 06 -26 7<br />
Fax 0 208 - 62 06 - 68 7<br />
GROSSHANDEL<br />
HUNDETRANSPORT<br />
Schmidt-Fahrzeugbau GmbH<br />
Hundeboxen / Hundeanhänger<br />
D-78253 Eigeltingen-Honstetten<br />
Tel. 0 77 74 - 92 20 - 0, Fax -20<br />
www.hundeboxen.de<br />
JANA Jagd + Natur<br />
Schwalbenweg 1<br />
D-34212 Melsungen<br />
Tel. 0 56 61 - 92 62 0<br />
Fax 0 56 61 - 92 62 20<br />
info@jana-jagd.de · www.jana-jagd.de<br />
Bücher, Filme, CD zu Jagd, Natur, Hunden von allen<br />
namhaften<br />
Jagdverlagen<br />
LEADER Trading GmbH<br />
Spindecksfeld 122<br />
D-40883 Ratingen<br />
Tel. 0 21 02 - 53 57 42 - 0<br />
Fax 0 21 02 - 53 57 42 - 90<br />
www.leader-trading.com<br />
info@leader-trading.com<br />
Ferkinghoff <strong>Intern</strong>ational GmbH & Co. KG<br />
Schwanfelder Straße 8<br />
97241 Bergtheim bei Würzburg<br />
Telefon +49 (0)9384 88212-00<br />
info@waffen-ferkinghoff.com<br />
www.waffen-ferkinghoff.com<br />
Europa/Deutschland-Vertretungen: u. a. Magnum<br />
Research, Auto-Ordnance, KIMBER, Just Right Carbine,<br />
Mossberg<br />
SIMBATEC GmbH<br />
D-42697 Solingen<br />
info@simbatec.de<br />
www.simbatec.de<br />
Waimex<br />
Jagd und Sportwaffen GmbH<br />
Benno-Strauß-Straße 41<br />
D-90763 Fürth<br />
Tel. 09 11 - 37 66 32 - 0<br />
Fax 09 11 - 37 66 32 - 33<br />
info@waimex.com<br />
www.waimex.com<br />
IMPRÄGNIERMITTEL<br />
BALLISTOL GmbH<br />
D-84168 Aham<br />
Atmungsaktive Textilimprägnierung<br />
Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />
Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />
info@ballistol.de<br />
www.ballistol.de<br />
JAGD-LAMPEN<br />
Fenix GmbH, siehe Taschenlampen<br />
Jagdschule Blatt<br />
Tel. +49 6867 -560 770<br />
Jägerschule Seibt GmbH<br />
www.jagdschule-seibt.de<br />
info@jagdschule-seibt.de<br />
Tel. 06873 - 992707<br />
JAGDSCHULEN<br />
JAGD-, SPORT- UND SAMMLERWAFFEN<br />
Pedersoli Service Point<br />
Importeur für Pedersoli Waffen<br />
Inh. Stefan Raßmann<br />
Am Michelsbach 12 C<br />
D-99817 Eisenach<br />
Tel. 0 36 91 - 70 85 10 · Fax 0 36 91 - 89 38 88<br />
info@BlackPowderNo1.de<br />
www.BlackPowderNo1.de<br />
JAGDWAFFEN<br />
Mauser Jagdwaffen GmbH<br />
Ziegelstadel 1<br />
D-88316 Isny<br />
Tel. 0 75 62 - 974 97-0, Fax - 02<br />
info@mauser.com<br />
www.mauser.com<br />
LÄUFE<br />
www.lothar-walther.de<br />
Tel. 0 73 28 - 96 30 0, Fax -5066<br />
LAUFREINIGER<br />
BALLISTOL GmbH<br />
D-84168 Aham<br />
Militärentwickelte Laufreiniger<br />
Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />
Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />
info@ballistol.de<br />
www.ballistol.de<br />
BRUNOX AG / www.brunox.swiss<br />
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<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 43<br />
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PUMA GmbH IP Solingen<br />
Jagd-, Sport- und Angelmesser<br />
An den Eichen 20-22<br />
D-42699 Solingen<br />
Tel. 02 851 - 5896-55<br />
Fax 02 851 - 5896-755<br />
info@pumaknives.de<br />
www.pumaknives.de<br />
SOG Speciality Knives & Tools<br />
www.sogknives.com<br />
Bezug über fulmatech.de + boker.de<br />
MESSER / SCHWERTER<br />
„Rough Rider” u.a. Messermarken<br />
Tel. 06073 - 742379, www.wolfster.de<br />
MESSERSCHÄRFER<br />
Gebr. Graef GmbH & Co KG<br />
Schneiden und schärfen<br />
D-59757 Arnsberg<br />
Tel. 0 29 32 - 97 03 -0<br />
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MÜNDUNGSVERSTELLUNGEN<br />
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Jagd- und Sportwaffentechnik<br />
Tel. 0 80 32 - 59 35<br />
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MUNITION<br />
Nammo LAPUA Oy<br />
Tel. 0<strong>04</strong>9-172-5843201<br />
ralf.winter@lapua.com · www.lapua.com<br />
NARKOSE<br />
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pulsar@bresser.de<br />
www.bresser.de/pulsar<br />
BRESSER GmbH – Distributor<br />
Tel: 02872 8074 188<br />
Mail: sport.optics@bresser.de<br />
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BALLISTOL GmbH<br />
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BALSIN Schaftöl<br />
Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />
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info@ballistol.de<br />
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SCHAFTPFLEGEMITTEL<br />
SCHAFTPFLEGEMITTEL<br />
Scherell's SCHAFTOL-Das Original<br />
BALLISTOL-Klever GmbH<br />
D-84168 Aham<br />
Tel. 0 87 44 - 96 99 - 0<br />
Fax 0 87 44 - 96 99 - 96<br />
info@ballistol.de · www.ballistol.de<br />
SCHIESSANLAGEN<br />
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Tel. 07 31 - 4 20 -31 oder -34<br />
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Tel.: 09176/2279099 · Mail: info@gimpel-lta.de<br />
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WAFFENRECHT<br />
<strong>04</strong>/<strong>2021</strong> · 47<br />
Gesetz zur Verbesserung waffenrechtlicher Personenüberprüfungen<br />
Stellungnahme der Verbände im FWR zum Referentenentwurf<br />
vom 22.03.<strong>2021</strong><br />
Überrascht zeigen sich die Verbände, dass nunmehr doch noch eine Veränderung<br />
der waffenrechtlichen Vorschriften in dieser Legislaturperiode ansteht.<br />
Dies umso mehr, da es noch während des letzten Gesprächs am 4. März <strong>2021</strong><br />
auf die konkrete Frage der Verbände nach technischen oder praktischen Korrekturen<br />
des Gesetzes seitens der Vertreter des Bundesministeriums des Inneren,<br />
für Bau und Heimat explizit verneint wurde.<br />
(…) Es stellt sich dann die Frage, ob eine konstruktive und kooperative Beteiligung<br />
überhaupt das gewünschte Ziel ist. Desgleichen bedauern wir, dass das<br />
Gesprächsangebot der Verbände, welche die meisten Schießstände betreiben<br />
und repräsentieren, zur Überarbeitung der Schießstandrichtlinien nicht angenommen<br />
wurde.<br />
Wenn aber jetzt doch noch die Möglichkeit einer Veränderung der bestehenden<br />
Regelungen angedacht ist, nehmen die Verbände natürlich die Möglichkeit<br />
zur kooperativen Beteiligung wahr. Wie bereits mehrfach zuvor, erklären<br />
die Verbände auch konkret zum vorgelegten Entwurf, dass sie das vorgegebene<br />
Ziel, Extremisten jeder Couleur, Kriminelle und psychisch ungeeignete Personen<br />
vom Erwerb und Besitz erlaubnispflichtiger Schusswaffen auszuschließen,<br />
ganz selbstverständlich teilen. Die Verbände stehen fest auf dem Boden<br />
des Grundgesetzes und lehnen Rassismus oder Gewalt zur Durchsetzung politischer<br />
oder religiöser Ziele entschieden ab.<br />
Zum beispielhaft angeführten Tatgeschehen von Hanau im Februar 2020 müssen<br />
die Verbände jedoch konstatieren, dass über den Täter hinreichend Anhaltspunkte<br />
vorlagen, die einen Entzug der Tatwaffen lange gerechtfertigt hätten,<br />
aber schlicht nicht ausreichend verwertet wurden. So ist pressebekannt, dass er<br />
im Jahr 2002 wegen wahnhafter Vorstellungen gegen seinen Widerstand in<br />
Handschellen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden musste.<br />
Dort soll eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis in Verbindung mit<br />
Paranoia diagnostiziert worden sein. Im Jahr 2007 griff er einen Wachmann der<br />
Universität Bayreuth an, 2010 und 2018 wurde er des Drogenschmuggels verdächtigt.<br />
Bis zum Tattag soll er in 15 polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen<br />
Akten aufgetaucht sein, davon fünfmal als Beschuldigter, bevor er im November<br />
2019 gegenüber dem Generalbundesanwalt eine 19-seitige Strafanzeige stellte,<br />
welche sich teilweise mit seinem nach der Tat entdeckten Pamphlet deckte.<br />
Trotz dieser Vorgeschichte wurden ihm zwei Waffenbesitzkarten und ein Europäischer<br />
Feuerwaffenpass erteilt und kein Entzugsverfahren eingeleitet, nicht einmal<br />
eine psychiatrische Begutachtung angeordnet. Dies spricht aus unserer<br />
Sicht, wie bereits häufig festgestellt, für ein generelles Problem im Vollzug des<br />
Waffengesetzes, statt für Lücken in diesem.<br />
Das wirft hiesig die Frage auf, ob es zielführend ist, die offensichtlich jetzt<br />
schon überforderten und überlasteten Behörden durch Einbeziehung weiterer<br />
Informationsquellen noch mehr zu überfrachten. Stattdessen sollten erst<br />
einmal die bereits bestehenden weitgehenden Überprüfungsmöglichkeiten,<br />
welche das Waffengesetz bereits aktuell bietet, sinnvoll genutzt, dessen Verfahrensabläufe<br />
zunächst evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden.<br />
Dies gilt nicht nur für die Einbeziehung von Gesundheitsamt, Bundespolizeipräsidium<br />
und Zollkriminalamt, sondern in ganz besonderem Maße für die<br />
Mitteilungspflicht anderer Behörden nach § 6b.<br />
Wir bezweifeln einerseits, dass diese Regelung so angewandt werden wird,<br />
dass sie tatsächlich wirksam wird. Zudem weisen wir darauf hin, dass die Waffenbehörden<br />
– sofern andere Behörden die Bestimmung des § 6b tatsächlich<br />
beachten und entsprechende Anfragen bei den Waffenbehörden stellen – eine<br />
enorme Anzahl von entsprechenden Anfragen erhalten werden. Betrachtet man<br />
die Zahl der Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung,<br />
dürften davon über 98 % der Anfragen negativ zu beantworten<br />
sein, weil die betreffende Person überhaupt keine waffenrechtliche Erlaubnis<br />
besitzt. Berücksichtigt man dann noch, dass Legalwaffenbesitzer ohnehin<br />
schon eine besonders zuverlässige Personengruppe sind, dürften wohl wiederum<br />
mehr als 99 % der Anfragen negativ zu beantworten sein.<br />
(…)<br />
Fazit: Die Verbände verstehen diese Eingebungen als Weiterführung des konstruktiven<br />
Dialogs, dem sie sich seit langer Zeit verpflichtet fühlen. Mit wenigen<br />
Änderungen kann das bestehende Gesetz für alle Beteiligten besser und<br />
leichter handhabbar gemacht werden. Die vorgetragenen Ziele, Extremisten,<br />
Kriminelle und psychisch Ungeeignete von Schusswaffen fernzuhalten, teilen<br />
die Verbände uneingeschränkt. Jedoch dürfen hier Veränderungen in diesem<br />
Bereich nicht wieder allein zu Lasten der großen Masse rechtstreuer Bürger<br />
gehen, die in ihrer Gesamtheit das Rückgrat des Gemeinwesens bilden.<br />
https://tinyurl.com/4yc3za4c<br />
Der VDB ist Mitunterzeichner der gemeinsamen Stellungnahme der<br />
im FWR vertretenen Verbände. Darüber hinaus hat der VDB eine Stellungnahme<br />
aus Perspektive des Fachhandels beim BMI eingereicht.<br />
Die vollständige Stellungnahme sowie eine Synopse zum Referentenentwurf<br />
steht Ihnen hier online unter:<br />
https://tinyurl.com/y2n4xpx8 zur Verfügung.<br />
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