Ostergrüße 2021 | ET: 01.04.

suedwest.presse

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Ostergrüße

Geschichten rund um den Frühling, den Osterhasen und Eier

ILLU: FREEPIK.COM

© YUGANOV KONSTANTIN/SHUTTERSTOCK.COM

Auf die Eier,

fertig, los!

Denn Eier in allen Größen und Farben werden zu Ostern

wieder die Hauptrolle in den Nestern übernehmen. Viel

Arbeit für die Hühner und Hasen in der Region.

TV-Osterei:

10 Magenta

Sport-Abos

zu gewinnen

Der Osterhase ist

schwer zu erwischen

Sein Name ist Hase, viele Kinder glauben an

ihn und mancher ist sich sicher: Osterhasen

gibt es tatsächlich. Von Heike Viefhaus

Es ist schwer, den Osterhasen zu

Gesicht zu bekommen, geschweige

denn, ihn zum Interview zu bewegen.

Katharina Ihle, Kaninchenzüchterin

aus Neu-Ulm hat

eine Erklärung dafür. Sie kennt

Hasen in- und auswendig. „Ich bin

sicher, dass es sich beim Osterhasen

schon rein äußerlich um einen

Feldhasen handeln muss

– groß und schmal von Statur,

seine Ohren an der Oberseite

schwarz umrandet.“

Feld-, also auch Osterhasen

sind wahre Meister

darin, sich unsichtbar

zu machen. Zum einen

sind sie nachtaktiv

und sobald sie

einen Menschen wittern,

machen sie sich

klein. Sie ducken sich fest

auf den Boden, um nicht

gesehen zu werden. Mit

ihren seitlich stehenden Augen

haben sie fast einen

Rundumblick und merken

schnell, wenn ihnen jemand zu

nahe kommt. Dann hoppeln sie hakenschlagend

mit einer Geschwindigkeit

von bis zu 80 Stundenkilometern

davon.

Schwupps – weg ist er

Hat der Osterhase Nester zum

Beispiel im Hochparterre eines

Hauses zu befüllen „setzt er lässig

mit seinen starken Hinterläufen

zum Sprung an – zwei Meter

Höhe kann er schaffen und locker

drei Meter weit,“ erklärt Ihle. Sein

unauffälliges Fell dient der Tarnung.

„Außerhalb der Paarungszeit

ist er ein absoluter Einzelgänger.“

In jeder Hinsicht scheint der

Osterhase also einer zu sein, „der

sich voll auf seinen Job konzentriert

und dank seiner athletischen

Fähigkeiten sein Ostergeschäft

easy wuppen kann.“ Und wie alle

seltenen Arten steht der Feldhase

unter Naturschutz: „Osterhasen

dürfen niemals aussterben“ ...

auch nicht in der Fantasie.


Ostergrüße

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Beim Stichwort „Eier“ denkt man

in der Regel sofort an Hühnereier

– die gibt es im Tiergarten al-

lerdings nicht. Dafür ganz viele

andere, von ganz groß bis ganz

klein. Zoopädagogin Isabel Jabs

kennt sie alle. Wenn der Tiergarten

nicht gerade Corona-Zwangs--

pause macht, hält sie Schulungen.

Kinder wie Erwachsene erfahren

dann allerhand Wissenswertes

über die Zootiere

– und über ihre Fortpflanzung.

„Was einem Hühnerei am

nächsten kommt, sind die Eier

unserer Pfauen“, sagt Jabs und

zeigt ein Ei, das tatsächlich fast

aussieht wie das von einem

Huhn. Ein wenig länglicher

vielleicht und von der Farbe

her Richtung goldgelb.

Leider ist der Platz im Ulmer

Tiergarten begrenzt

Wie die meisten Tiere in den Gehegen,

Volieren und Terrarien in

der Friedrichsau dürfen auch die

Pfauen ihre Eier nicht behalten.

So soll unkontrollierter Nachwuchs

vermieden werden,

schließlich ist der Platz begrenzt.

Brillenkaiman-Dame Amy sorgt

oft selbst dafür, dass aus ihren Eiern

keine kleinen Echsen schlüpfen.

„Sie legt regelmäßig Eier, aber

meist ins Wasserbecken ihres Geheges.

Damit wären sie eh unbrauchbar“,

erklärt Tiergartenleiterin

Stefanie Kießling. Über 20

Brillenkaiman-Eier hat Amy schon

gelegt. „Wir haben hier leider keinen

Platz für zusätzliche Brillenkaimane,

Amy und ihr Partner Jay-

Jay sind genug“, sagt Kießling.

Auch in anderen Zoos ist kein Bedarf

da. Und was macht man dann

mit den nutzlosen Eiern? Etwa

Oben Waldschildkrötenmama Lori,

unten ihre Kinder Lisa und Bart –

alle schlüpften aus solchen Eiern.

Omelette? „Wir essen die natürlich

nicht“, betont Kießling. „Wir

nehmen sie aus dem Gehege und

verwenden sie für die Zoopädagogik.“

Gerade für die dekorativen

Emu- und Nandu-Eier kommen

öfter Anfragen, ob man die Schalen

denn vielleicht für Dekorationszwecke

kaufen könnte. „Das

machen wir in der Regel nicht, da

wir nicht so viele haben. Ganz selten

und wenn dann nur über den

Förderverein“, sagt Kießling.

Nicht immer ist es einfach, die

Eier aus den Gehegen zu entfernen,

vor allem in den Terrarien

der Reptilien. „Es gibt Arten,

bei denen man extrem aufpassen

muss. Die Kap-Kobras zum

Große Eier,

kleine Eier

Auf der Suche nach Rekorden in der

Tierwelt. Wo könnte man da in Ulm

besser nachforschen als im Tiergarten

in der Friedrichsau?

Von Kerstin Auernhammer

Nest

Waldschildkröte

Schildkröte

Osterei

Wellen

sittich

Kaiman

Corella-

Papagei

Roter

Sichler

Strauß

Pfau

1 Euro-

Münze

Nandu

Emu

Die Emus im früheren

Bärengehege.

Pfau in der Au.

Der Rote Sichler legt grüne Eier.

Beispiel die sind riesig und sehr

giftig. Hier warten wir dann im-

mer, bis sie sich in die Schlupfbox

zurückgezogen haben, die kann

man abschließen.“ Und nicht im-

mer erwischen die Pfleger alle

Eier: „Unsere noch neuen Kronen-

geckos saßen plötzlich zu dritt im

Terrarium. Die Eier dieser Echsen

sind winzig und im Substrat, auf

dem die Tiere leben, hat sich wohl

eines verborgen“, lacht Kießling.

Es gibt auch besonders wertvolle

Vögel im Tropenhaus des

Ulmer Tiergartens – wobei

wertvoll hier nicht in Form von

Geld gemeint ist. Die Schönloris

gehören dazu. Deren Nachzuchten

sind in anderen Zoos

sehr gefragt. Die Eier der bunten

Papageien sind nur etwa 1,2 bis 2

Zentimeter groß und damit die

kleinsten Vogeleier im Ulmer

Tiergarten.

Viel Neues im Tiergarten

In jedem Fall gibt es jetzt im Frühling

so einiges zu entdecken auf

dem Zoogelände. Im den vergangenen

Monaten wurde kräftig umgebaut:

Der Kiosk ist in eins der

neuen Gebäude umgezogen und

die Besucher haben noch mehr

Platz für eine kleine Pause. Nur

eines gibt es dieses Jahr nicht:

„Wir haben heuer keine Küken im

Eingangsbereich. Die waren die

letzten Jahre immer der Renner

bei den kleinen und großen Besuchern,

da gab es immer wieder

Grüppchenbildung. Das geht in

der Pandemie natürlich nicht.“

Info Ob der Tiergarten geöffnet hat

oder nicht, erfährt man auf der Homepage

tiergarten.ulm.de. Hier müssen

Besucher momentan vorab eine Einlasszeit

buchen.

FOTOS: KERSTIN AUERNHAMMER

ILLU: FREEPIK.COM


Ostergrüße

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Ei Caramba!

Lange Ohren, Hühnerspleen und ein Osterhit

von Wham! Buntes rund ums Osterfest.

wünscht ...

58

Prozent der Deutschen verstecken an

Ostern bunte Ostereier in Nestern.

79

Zentimeter lang ist die Ohrenspannweite

von Nipper’s Geronimo. Dabei

handelt es sich um ein englisches

Widderkaninchen. Es hat mit stolzen

79 Zentimetern die längste Ohren-

Spannweite der Welt. Normalerweise

kommen Widderkaninchen auf eine

Ohrenspannweite von rund 60 Zentimetern.

© FOTO: © PHOTO-SD/SHUTTERSTOCK.COM, ILLU: FREEPIK.COM

… das Team der Ulmer Sattlerei Gebr. Oschwald!

FOTO: PRIVAT

6500

Hühner haben Cecil und Joann Dixon

in ihrem Haus in den USA stehen. In

mehr als vier Jahrzehnten hat das Ehepaar

über 6500 Gegenstände zusammengetragen,

die sich um das Federvieh

drehen.

78

Prozent der Deutschen sehen

Süßigkeiten als ein absolutes Muss

im Osternest.

Was haben eigentliche Hasen und

Hühner mit Ostern zu tun? Das

Huhn beziehungsweise das Küken

steht als Symbol für Jesus. Ähnlich wie

er nach der Auferstehung sein dunkles

Grab verließ, tritt das Küken ins Leben,

in dem es die Schale des Eis zerbricht.

Der Hase ist gerade im Frühling ein aktives

Tier. Er wird häufig auf Feldern

und in Gärten gesichtet, daher erzählt

man Kindern gerne, dass er die Eier

versteckt. Doch auch in Sachen Nachwuchs

ist der Hase um Ostern herum

recht aktiv und daher ein Symbol der

Fruchtbarkeit.

„Last Christmas“ – und schon hat

man einen Ohrwurm. Angeblich sollte

aus dem Song aber gar kein Weihnachtslied,

sondern ein Ostersong

werden. Laut einiger Quellen trug der

Song von George Michael ursprünglich

den Titel „Last Easter“ und wurde von

ihm durch ein paar Änderungen am

Text zu einem Weihnachtslied umgeschrieben.

40

Prozent freuen sich trotz Shutdown

auf Ostern. Schon 2020 fiel das Osterfest

in die Zeit des ersten Shutdowns.

37 Prozent gaben allerdings an, dass

ihre Vorfreude deutlich getrübt sei.

65

Prozent verzichten in der 40-tägigen

Fastenzeit vor allem auf eines:

auf Alkohol.

52

31 °

warm war das wärmste Osterfest in

Deutschland und zwar im Jahr 1949.

Am Ostersonntag, der auf den 17. April

fiel, wurden in Bernkastell-Kues in

Rheinland-Pfalz 31,2 Grad gemessen.

Fabergé-Eier: Die wohl berühmtesten

und prächtigsten Eier der Welt dürften

die Fabergé-Eier sein. Gefertigt wurden

sie vom russischen Goldschmied Peter

Carl Fabergé in Sankt Petersburg. Besonders

begehrt sind die 52 Prunkeier,

die im Auftrag des Zaren Alexander III.

zwischen 1885 und 1912 angefertigt

wurden. Die Fabergé-Eier sind unglaublich

wertvoll. Privat werden dafür

bis zu 40 Millionen Dollar bezahlt –

wohlgemerkt für ein Ei.

23 %

wollen in den Gottesdienst. Für sie

gehört ein Gottesdienstbesuch an den

Osterfeiertagen einfach zum Osterfest

dazu.

QUELLEN: STATISTA.DE, WESER

KURIER, WWW.BRASILIENPORTAL.CH,

GUINNESSWORLDRECORDS.DE,

TAGESSCHAU.DE, LANDESWELLE.DE


Ostergrüße

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Noch keine KasperEI zu Ostern

Kasperle trifft den Osterhasen … dieses Jahr schon wieder nicht. Das 1. Ulmer Kasperletheater

muss wie alle Bühnen aus bekannten Gründen noch den Vorhang geschlossen lassen.

Heike Gruber und Sabine Dröll,

die das „1. Ulmer Kasperletheater“

vor fast 20 Jahren gegründet

haben, vermissen ihr Publikum.

Ein Interview mit ihren Theaterstars

Kasperle und Seppel.

Der Osterhase und Du, Kasperle, ihr

seid – jeder auf seine Weise – viel

beschäftigt und bekannt. Toll, dass

Du Dir Zeit für ein Interview genommen

hast. Und super, dass Du Seppel

mitgebracht hast.

Kasperle: Klar, gerne. Dem Osterhasen

hat es terminlich nicht

reingepasst. Verständlich. Auch

in diesen sonderbaren Zeiten ist

er schon schwer mit Vorbereitungen

beschäftigt. Eierfärben, Produzieren

von Zuckerhasen und

Schokoeiern, Zutatenbesorgen

fürs Ostergebäck und vor allem:

Er erstellt einen Plan, für wen, wo

und wann er die Osternester verstecken

wird.

Seppel: Das ist sehr wichtig. Wir,

also Kasper und seine Freunde,

haben’s ja schon mal erfahren,

wie es ist, wenn Ostern ist und

man keine Eier findet. Hat sie jemand

gestohlen? Oder aufgegessen?

Vielleicht auch auf andere

Weise verschwinden lassen?

Kasperle: Eigentlich erzählen wir

dieses Abenteuer jedes Jahr um

Ostern rum auf unserer Bühne.

Diesen Termin merkt sich auch

der Osterhase bereits über Monate

im Voraus in seinem vollen Kalender

vor. Es ist eine einmalige

Gelegenheit, ihn mal in echt zu

erleben … weil sonst sieht man

den Kerl ja nie! Schade, dass so

ein fieses Virus diesmal alles

durcheinander bringt.

Seppel: Furchtbar ist das! So ein

Dings war auch schuld, als es uns

die Ostereiersuche verhagelt hat.

Und Kasper dann den Osterhasen

suchen musste. Weil der Hase

nämlich total …

Kasperle: Stopp, nicht weitererzählen,

sonst kommt doch keiner

mehr zu uns ins Theater, um das

Stück anzuschauen, wenn wir

wieder spielen dürfen.

Wie viele Zuschauer habt ihr denn

sonst so, wenn alles normal läuft?

Kasperle: Bis zu 60 Leute passen

rein in unser Theater in der Ulmer

Büchsengasse. Kleine und

Große. Eltern und Kinder. Großeltern

und Enkel. Oder auch Liebespaare,

jawohl! Wir sind die

einzige Bühne in Ulm, die Kunst

für alle Menschen ab 2 Jahren

macht.

Und was gibt es da zu sehen?

Kasperle: So 26 bis 27 verschiedene

Stücke haben wir für unser Publikum

im Programm. „Kasperle

und die Wunderlampe“ ist neu.

Und „Kasperle auf dem Bauernhof“

das wird es hoffentlich bald

mal geben … wir haben uns da

nämlich in ein Schaf verliebt, das

unbedingt auf die Bühne muss.

Habt ihr während des „Shutdowns“

wenigstens proben können? So mit

Maske und desinfizierten Händen

und auf Abstand?

Hoffentlich heißt es bald wieder „Vorhang auf“ im 1. Ulmer Kasperletheater. Sabine Dröll mit Hund

Schnuffi (links im Bild) und Heike Gruber mit Osterhase, würden gerne wieder Puppentheater spielen.

Das sind einige der Puppenstars, die beim Kasperle-Spiel viele Abenteuer

erleben.

Kasperle: Also, ohne angeben zu

wollen: Wir müssen nicht proben.

Seppel: Aber Heike und Sabine,

die haben mit uns und den anderen

Figuren buchstäblich alle

Hände voll zu tun. Viele wissen‘s

nicht, aber Kasperletheater machen

ist kein Kinderspiel. Das ist

eine Kunst. Und Handwerk. Die

beiden können viel dazu erzählen,

nicht nur übers Puppenspiel

mit imitierten Stimmen, Bühnenbildern

und Figurenauswahl. Echte

Schauspielerinnen sind die

nämlich auch – haben Theater

von der Pike auf gelernt.

Ja, Heike, Sabine - dann erzählt doch

mal. Was muss man denn im Puppentheater

noch so alles können?

Heike Gruber: Ganz schön viel. Momentan

richten wir zum Beispiel

einen Kartenvorverkauf über unsere

Homepage ein – beziehungsweise

lassen einrichten, man kann

ja nicht alles können. Aber man

merkt: Kasperle & Co werden digital.

FOTOS: HEIKE VIEFHAUS

Sabine Dröll: Aber so modern, dass

wir Aufführungen streamen, sind

wir nicht. Aus Überzeugung. Kasperletheater

lebt von der Liveatmosphäre,

von der Interaktion

mit den Zuschauern. Beim Tri,

Tra, Trallala zu Beginn und am

Ende der Vorstellung singen alle

mit. Und es gehört zu den Stücken

dazu, dass sich Kasperle und seine

Freunde auch mit dem Publikum

unterhalten.

Ihr könnt sozusagen nicht ohne euer

Publikum?

Heike Gruber: Und umgekehrt

scheint es genauso zu sein. Denn

keine einzige im Shutdown vorverkaufte

Karte wurde uns mit

der Bitte um Erstattung zurückgegeben.

Sabine Dröll: Wenn es nach einer

so langen Spielpause endlich wieder

losgeht, wird das fast wie eine

Neueröffnung sein, denn unser

junges Publikum wird älter und

kommt in eine Phase, in der Kasperle

und seine Freunde dann

nicht mehr so interessant sind.

Wenn es wieder losgehen darf,

sind wir bereit. Wir hoffen das ist

ganz bald der Fall!

Info Mehr zum 1. Ulmer Kasperletheater,

seinem Spielplan und den

Möglichkeiten, die Künstler für ein

Gastspiel zu buchen, online unter

www.kasperletheaterulm.de

ILLU: FREEPIK.COM


Ostergrüße

Die süßesten Hasen

Osterhasen aus Schokolade in Handarbeit hergestellt - gibt es heute nicht mehr oft. Im

Café-Restaurant Konzertsaal in Neu-Ulm ist das langjährige Tradition. Von Heike Viefhaus

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Schokohasen selber

machen- im Café –

Restaurant

Konzertsaal in

Neu-Ulm langjährige

Tradition.

Polieren, schminken und auf den

Knack hören – die Schokoladenhasenproduktion

ist Konditorenkunst

mit allen Sinnen. Konditorin

Carina Kröner vom „Konzertsaal“

in Neu-Ulm muss es wissen

– denn sie stellt die Hasen her. „Es

ist schon Luxus, dass wir das hier

in der Konditorei noch machen.

Und schön ist, dass sich die Leute

jedes Jahr wieder freuen, wenn

sie die Hasen hübsch aufgereiht

in unserer Auslage sehen und sie

auswählen können, welchen sie

mit ins Osternest nehmen. Die

Schokohasen aus natürlichen Zutaten

haben das gewisse Etwas,

das den industriell hergestellten

Hasen fehlt.“

Der Glanz und der Knack

sind wichtig

Bevor Carina Kröner mit der eigentlichen

Hasenherstellung beginnen

kann, müssen Zutaten und

Zubehör vorbereitet werden. „Hat

Vor dem Füllen

werden die

Formen „geschminkt“

Carina Krömer

Konditorin im Konzertsaal Neu-Ulm

man früher Formen aus Aluminium

mit flüssiger Kuvertüre ausgegossen,

verwenden wir heute welche

aus Plexiglas. Diese polieren

wir zunächst mit Watte, damit sich

die Hasen später gut aus der Form

lösen lassen.“ In einer großen

Ostern kann kommen: Konditormeister Klaus Ziegler und Karin Eck,

Inhaberin des Café – Restaurant Konzertsaal, haben für jedes Osternest

feine Confiserieleckereien parat.

Fotos: Heike Viefhaus

Schüssel befindet sich schon flüssige

Vollmilchkuvertüre, „die haben

wir langsam über Nacht geschmolzen

und für die nächsten

Arbeitsschritte auf exakt 31 Grad

temperiert. Man wird das den fertigen

Hasen nicht nur ansehen,

sondern beim Genießen auch heraushören

– am Glanz und am

Knack.“

Gute Schokolade zeichnet sich

durch die Art der Kakaobohne

aus. Entscheidend für die Qualität

ist auch der Kakaoanteil. „Zerbricht

man qualitativ hochwertige

Schokolade, hört man das an einem

appetitlichen Knackgeräusch.

Verantwortlich dafür ist die kristalline

Struktur der Kakaobutter“,

weiß die Konditorin.

Luftblasen werden

herausgeklopft

Zunächst knacken aber die Metallspangen,

als Carina Kröner mit ihnen

die Gussformen fixiert. Mit

viel Gefühl rührt sie nochmals die

Kuvertüre geschmeidig - „damit

sie keine Streifen bekommt“ - und

entnimmt mit der Palette eine

Probe. „Zieht die Kuvertüre nicht

innerhalb von drei Minuten an

oder wird sie grau und bekommt

doch Streifen,

stimmt

etwas

nicht.“ Nichts dergleichen

passiert, und so

beginnt die 23-Jährige

mit dem Befüllen der

Formen. Die kuvertürengefüllte

Hasenform

steht quasi Kopf,

mit einem hölzernen

Kochlöffelstiel klopft

Kröner dagegen, „damit

Luftblasen entweichen können.

Die feinsten Bläschen erwische

ich mit einem Modellier-

werkzeug, damit der Schokohase

sicher ohne Luftlöcher daherkommt,

und kosmetisch durch

und durch hübsch ist.“ Apropos

Kosmetik: „Vor dem Füllen

habe ich die Gussformen geschminkt

– das heißt per feinem

Pinsel weiße und dunkle

Kuvertüre aufgetragen, damit

Augen und Ohren vom

Schokohasen schön zur tung

Gelkommen.“

Beim Abkühlen dürfen

sich die Hasen Zeit lassen

Ein rundes Gitter steht schon parat,

auf dem die ausgegossenen

Formen abtropfen und auskühlen

können – „das braucht ein wenig

Zeit, aber schließlich soll beim

Ablösen auch kein Hasenfuß abreißen.

Dafür kommen die Hasen

ins Kühlhaus, mitunter auch in

den Froster. „Vorher wirft man

aber noch einen prüfenden Blick

in den Hasenkörper, ob er wirklich

glänzt. Durch vorsichtiges

Hin- und Herbewegen der

Form prüft man auf den

Knack.“ Glänzend und knackig

stehen Hasen dann aufgereiht

auf einem Brett und warten

drauf, Boden unter die Füße zu

bekommen. „Mit einer Winkelpalette

habe ich Kuvertüre auf ein

Backblech gestrichen. Bevor ich

die Hasen in diesen Schokosee

setze, ziehe ich Handschuhe an,

damit ich keine Schmelzspuren

hinterlasse.“ Der Kuvertüreboden

zieht an, und rasch schneidet die

Konditorin um jeden Hasen eine

Art Insel aus, die nach dem Aus-

härten weggebrochen wird. Fer-

tig ist der Osterhase, der nur

noch auf die Waage muss, bevor

man ihn hübsch verpackt

kaufen und mit nachhause nehmen

kann.

Info Konzertsaal Kaffeehaus – Kondi-

torei - Restaurant, Silcherstraße 2,

89231 Neu-Ulm, Telefon 0731 77600,

www.konzertsaal-neu-ulm.de

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Ostergrüße

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Das ist bei uns so Brauch!

Frühling ohne Ostern? Bei uns undenkbar. Zwar schränkt das Coronavirus die Feierlichkeiten

vielerorts ein. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die vielen Traditionen rund um den Globus.

Australien: Von wegen Osterhase!

Die Deutschen lieben ihren Osterhasen.

In Australien jedoch haben

sich Wildkaninchen zu einer wahren

Plage entwickelt und bedrohen

einheimische Tierarten. Weil

die Australier also lieber Abstand

von den Langohren nehmen, haben

sie den Osterhasen kurzerhand

durch ein Beuteltier ersetzt,

den Kaninchennasenbeutler Bilby.

Mit hochstehenden Ohren und

Hoppelsprung sieht er einem Hasen

durchaus ähnlich und macht

auch als Schokoladen-Bilby eine

gute Figur. Besonders praktisch:

In seinem körpereigenen Beutel

transportiert das niedliche Maskottchen

die Ostereier. Da braucht

der Hase freilich einen Korb für.

Großbritannien: Purzelbäume zum

Sonnenaufgang Schon früh am Ostermorgen

quälen sich die Waliser

aus ihrem Bett, noch bevor die

Sonne aufgeht. Sie spazieren gemeinsam

auf einen Hügel und erwarten

den Sonnenaufgang. Für

sie symbolisiert er die Auferstehung

Christi. Sobald sich die ersten

Sonnenstrahlen zeigen, schlagen

die Waliser auf ihrem Hügel

drei Purzelbäume.

USA: Rollende Eier In den USA lädt

der amtierende Präsident jedes

Jahr am Ostermontag Kinder und

ihre Familien zum traditionellen

Ostereierrollen in den Garten des

Weißen Hauses ein. Die Kinder

rollen hartgekochte Eier mithilfe

von langen Löffeln entlang eines

Parcours über den Rasen. Gewinner

ist, wer die Strecke am

schnellsten zurücklegt, ohne das

Ei zu zerbrechen.

Der Osterbrunnen in Söflingen.

Irland: Heringsbegräbnis Ostern bedeutet:

Ende der Fastenzeit! Das

feiern einige Iren noch heute mit

einem symbolischen Begräbnis.

Sie beerdigen Heringe und tragen

damit bildlich die Fastenzeit zu

Grabe, in der Fleisch traditionell

verboten ist und überwiegend

Fisch gegessen wird.

Foto: Archiv/Mayercards

Finnland: Rutenhiebe auf den Rücken

An Palmsonntag, genau eine

Woche vor Ostern, nehmen sich

die Finnen Birkenruten zur Hand

und versetzen sich damit leichte

Schläge auf den Rücken. Damit

wollen sie an den Einzug Jesus‘ in

Jerusalem erinnern, bei dem er

vom Volk mit Palmwedeln begrüßt

wurde. Am Ostersonntag

sollte man sich in Finnland lieber

die Ohren zuhalten: Mit Trommeln

und Tröten ziehen Kinder

durch die Straßen und beenden

lautstark und fröhlich die Fastenzeit.

Italien: Riesen-Schokoladenei für

Leckermäuler Ein Schokoladenosterei

mit einem Umfang von 2,50

Metern? Was wie ein kühner Kindertraum

klingt, wird in Italien

Wirklichkeit. Im kleinen Örtchen

Castiglione in Teverina versucht

die örtliche Schokoladenfabrik je-

des Jahr an Ostern, ihren eigenen

Rekord aus dem Vorjahr zu kna-

cken. Um die Jahrtausendwende

wurde dort das erste Maxi-Ei gefertigt.

Ist das riesige, in Papier ge-

wickelte Exemplar dann fertig,

kommt es auf die Waage – um

dann Stück für Stück in den Mündern

der Zuschauerinnen und Zuschauer

zu verschwinden.

Und in Ulm? In Söflingen wird jedes

Jahr der Osterbrunnen aufgestellt.

Die Tradition wird

seit 1986 gepflegt, initiiert

wurde er von den Söflingerinnen

Christa Scherer und

Ursula Seibold. Seit den

1990er-Jahren übernimmt der

Handel und Gewerbeverein

die Gestaltung. Für den Aufbau

gibt es kein fixes Datum: Wichtig

ist, dass er zum Palmsonntag aufgebaut

ist. Eine weitere Tradition,

die quasi aus Italien importiert ist,

ist der lebendige Kreuzweg. Ihn

hat die katholische italienische

Gemeinde ins Leben gerufen, wegen

Corona fällt er aber auch dieses

Jahr aus.

pm/os

Magenta Osterei

für Basketballfans

Der Osterhase hat für alle Basketballfans

genau das Richtige: online mitfiebern mit

10 Jahresabos von MagentaSport.

Wer vermisst sie nicht, die Spiele

unserer Uuulmer! Spannung bei

den Spielen der Basketballer in

der ratiopharm arena gibt es zurzeit

aber leider nur ohne Zuschauer

vor Ort. Zum Glück gibt es mit

MagentaSport die Möglichkeit,

bei den Spielen der Ulmer Basketballer

am Fernseher, dem PC, dem

Tablet oder einfach am Smartphone

mitzufiebern.

ratiopharm ulm einfach nach

Hause holen

Damit man nun auch wirklich kein

Spiel mehr verpasst, verlosen

ratiopharm ulm und MagentaSport

10 Jahresabos für alle Fans. So

kann man alle Spiele der BBL live

miterleben. Die aktuelle Hauptrunde

endet am 8. Mai, der Playoff-

Start ist auf den 11. Mai 2021 angesetzt.

Das MagentaSport Basketball-Angebot

beinhaltet auch die

Spiele in der Turkish Airlines Euroleague

bis Ende Mai 2022.

Mitmachen

Sie wollen sich die Ulmer Basketballer

ab sofort nach Hause holen und würden

dazu gern ein MagentaSport-Jahresabo

im Wert von 200 Euro gewinnen? Dann

rufen Sie bis zum 5. April 2021 an, unter

folgender Hotline:

01379

379 575 - 9 *

RINGLEB/EIBNER-PRESSEFOTO

ILLU: FREEPIK.COM

*50 Cent bei Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise höher. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter der Neuen Pressegesellschaft

mbH & Co. KG und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Ihre Teilnehmerdaten

werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und nach Gewinnermittlung

umgehend vernichtet. Es findet keine weitere Datenverwendung

statt. Ausnahme: Die Angaben der Gewinner werden für deren Benachrichtigungen

verwendet. Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter

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